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Bio-Übergangsjahr Neueinsteiger

Käsekaiser verliehen

SEITE IX

AMA prämierte Sieger

SEITE XII

Ö S T E R R E I C H

FACHINFORMATION DER LANDWIRTSCHAF TSKAMMERN

Im Lauf des Jahres 2014 werden den steuerpflichtigen Landwirten Fragebögen übermittelt. Steuerlich wirksam werden die neuen Einheitswertbescheide der Hauptfeststellung im Jahr 2015. JOHANNES FANKHAUSER, LK ÖSTERREICH Über Jahrzehnte

hinweg ist der Einheitswert ein wichtiger Eckpfeiler der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die österreichische Land- und Forstwirtschaft. Die letzte Hauptfeststellung der land- und forstwirtschaftlichen Einheitswerte fand 1988 statt, also bereits vor 25 Jahren. Da der Einheitswert in der Form des Ertragswertes die Grundlage für eine Reihe von Steuern, Abgaben und Beihilfen ist, ist dieses bewährte System der Bewertung für die Land- und Forstwirtschaft von überaus großer Bedeutung. Die Alternativen

Foto: Dürnberger

DEZEMBER 2013

NEUE EINHEITSBEWERTUNG:

Hauptfeststellung kommt 2014 dazu wären einerseits für die einkommensbezogenen Abgaben und Beihilfen Aufzeichnungen und andererseits bei vermögensbezogenen Abgaben die Bewertung nach Verkehrswerten. In mehreren höchstgerichtlichen Entscheidungen wurde befunden, dass die Einheitswerte als Besteuerungsgrund-

Helfen wir rasch! Mit „Bauern für Bauern“ leisten wir schnelle und unbürokratische Hilfe, die in der Bewältigung von schwierigen Situationen oft entscheidend sein kann. Wir übernehmen beispielsweise einen Teil der Kosten für Betriebshelfer, wenn die Arbeitskraft des Landwirts durch einen Unfall plötzlich nicht mehr zur Verfügung steht. Wir helfen, die tägliche Betreuung der Kinder zu organisieren, wenn

lage grundsätzlich zulässig, jedoch veraltet seien. Um das System der Einheitswerte weiter aufrechtzuerhalten, ist daher eine Aktualisierung unausweichlich. Nach einer langen Vorbereitungszeit wurden nun die entsprechenden Weichen gestellt, sodass die Hauptfeststellung zum 1. Jänner 2014 abgewickelt werden

JOHANN SCHINKO „BAUERN FÜR BAUERN“EHRENOBMANN

ein Elternteil plötzlich alleine dasteht. Auch die Folgekosten von schweren Krankheiten können Bauernfamilien oft an die finanziellen Grenzen bringen, auch da springt „Bauern für Bauern“ ein. Der Bogen der Unterstützer von „Bauern für Bauern“ spannt sich von Privatpersonen, Maschinenringmitgliedern und

kann. Neben einer Modernisierung und Anpassung an die tatsächlichen aktuellen ökonomischen Verhältnisse sollen dabei auch Vereinfachungen in der Verwaltung Platz greifen. Mit der Einigung in der Bundesregierung über die neue Hauptfeststellung der Einheitswerte und damit zu-

-funktionären über Organisationen wie der Landwirtschaftskammer oder der Landjugend bis hin zu international agierenden Konzernen. Außerdem: Spenden an „Bauern für Bauern“ sind steuerlich absetzbar. Wir hoffen, dass dies ein weiteres gutes Argument dafür ist, bäuerliche Familien in Not zu unterstützen.

kommentar


Bauernjournal agrarpolitik

II

D e z e m b e r 2013

Hauptfeststellung 2014 ... sammenhängend in der Einkommensteuerpauschalierung wurde eine fachliche Grundlage neu gestaltet, die nunmehr eine bessere rechtliche Absicherung und fachliche Fundierung erhält. Der Grundkonsens bedeutet auch, dass der Ertragswert weiterhin den fachlichen Unterbau für die Einheitswerte bildet, weil die Bauern eine unternehmerische Aufgabe zu bewältigen haben und nicht von den Grundverkäufen leben. Bewertungsmaßstab sind die Ertragsmöglichkeiten der Betriebe in Relation zueinander und hier werden durch die Neubewertung Veränderungen seit 1988 nachgezogen.

Bewertungsstichtag 1. Jänner 2014 Als Stichtag für die kommende Hauptfeststellung (HF) gilt der 1. Jänner 2014, das heißt es sind jene Verhältnisse maßgebend, wie sie an diesem Tag gegeben waren. Die Erhebungen erfolgen über Fragebögen (Erklärungsformulare) entweder in Papierform oder elektronisch über Finanzonline des Bundesministeriums für Finanzen. Die Fragebögen werden im Lauf des Jahres 2014 den Steuerpflichtigen mit

Mit der AktuAlisierung der Einheitswerte werden wieder taugliche und aktuelle Bemessungsgrundlagen geschaffen. Foto: dür

dem Ersuchen um Rücksendung der erforderlichen Daten bei angemessener Rücklauffrist übermittelt werden. Die Einheitswerte stellen, anders als die AMA, auf das Eigentum und nicht auf das Nutzerprinzip, bzw. nur in wenigen Ausnahmefällen (Zurechnung von öffentlichen Geldern, von Sonderkulturen, die keine Dauerkulturen sind) ab. Die Erklärungsformulare werden daher dem Grundeigentümer bzw. im Fall von Miteigentum einer vertretungsbefugten Person übermittelt werden. Die Erhebung und Neufestsetzung der Einheitswerte erfolgt für alle Unterarten des landund forstwirtschaftlichen Vermögens: Landwirtschaft (einschließlich Alpen, Obst- und Sonderkulturen), Forstwirtschaft, Weinbau, Gartenbau sowie das übrige land- und forstwirtschaftliche Vermögen wie Imkereien, Fischzucht und Teichwirtschaft. Steuerlich wirksam werden die neuen Einheitswertbescheide der Hauptfeststellung grundsätzlich im Jahr 2015, für die Sozialversicherung beginnt die Wirksamkeit erst 2017.

lung wie Ausgleichszulage oder ÖPUL) bei den landwirtschaftlichen Einheitswerten im Ausmaß von 33 % des im Vorjahr ausbezahlten Betrages kommt erstmals ein dynamischer Faktor zum Tragen. Bei entsprechenden Änderungen der Zahlungen erfolgt somit künftig eine Wertfortschreibung, sofern dadurch die Wertfortschreibungsgrenzen von 5 % des Einheitswertes (mindestens 300 €) bzw. 1.000 € überschritten werden. Derzeit laufen intensive Beratungen im Rahmen des Bewertungsbeirates zu den letzten Details. In den kommenden Monaten werden die Landwirtschaftskammern gemeinsam mit dem Finanzministerium rechtzeitig umfassende Informationen zum Ablauf und über inhaltliche Fragen der Hauptfeststellung anbieten.

Neben schriftlichen Informationen in den Fachmedien der Landwirtschaftskammern besteht auch die Möglichkeit zur Information in gesonderten Veranstaltungen. Die Termine dazu werden nach Festlegung eines Zeitplanes für die Umsetzung der Hauptfeststellung gemeinsam mit dem Finanzministerium fixiert. Die kommende Hauptfeststellung stellt sowohl für Grundeigentümer als auch Mitarbeiter der Finanzämter und die Landwirtschaftskammern eine große Herausforderung dar. Mit der Aktualisierung der Einheitswerte ist allerdings die Schaffung tauglicher und aktueller Bemessungsgrundlagen für diverse Abgaben im Bereich der Land- und Forstwirtschaft verbunden, die wiederum für längere Zeit Bestand haben sollten.

Stärkere Veränderungen im Einzelfall möglich Insgesamt ist österreichweit mit einem Ansteigen der gesamten Einheitswertsumme (sowohl Land- als auch Forstwirtschaft) um ca. zehn Prozent zu rechnen. Im Einzelfall können sich in Abhängigkeit von den tatsächlichen Verhältnissen jedoch größere Abweichungen nach oben und nach unten ergeben. Das muss aber nicht automatisch zu einer Änderung der Abgaben in gleichem Ausmaß führen. Mit der aus fachlichen Gründen erforderlichen Berücksichtigung der Direktzahlungen der 1. Säule GAP (nicht jedoch 2. Säule Ländliche Entwick-

AgrArjournAlIsten

Hartmann-Preise 2013 an jandl und Daxberger Der Verband der Agrarjournalisten und -publizisten in Österreich (VAÖ) zeichnete die Leiterin der ORF-Sendung „Land und Leute“, Sabine Daxberger, und den Chefredakteur des RWA-Magazins „Unser Land“, Werner Jandl, mit der höchsten Auszeichnung, dem „Eduard-Hartmann-Preis“, aus. Dieser Preis im Gedenken an den früheren Landwirtschaftsminister Eduard Hartmann wird seit 1967 „für hervorragende journalistische Leistungen, die der Verständigung und Zusammenarbeit zwischen der Land- und Forstwirtschaft und der Gesellschaft dienen“ vergeben. Gleichzeitig erhielten der ehemalige Chefredakteur der „Raiffeisenzeitung“ bzw. der „Ökoenergie“, Kurt Ceipek, und der Leiter der Pressestelle von AGCO Fendt (Marktoberdorf, Deutschland), Sepp Nuscheler, für deren „außerordentliche Verdienste um den Agrarjournalismus in Österreich“ VAÖ-Ehrenurkunden. Den Festvortrag hielt die Rektorin der Veterinärmedizinischen Universität Wien, Dr. Sonja Hammerschmid, zum Thema „Agrar- und Tierschutzdebatte als Spielball der Medien“. Im Bild VAÖ-Präsident Dr. Josef Siffert mit den beiden Geehrten Werner Jandl und Sabine Daxberger. Foto: Michal


Bauernjournal agrarstrukturerheBung A u s g A b e D e z e m b e r 2 01 3

III

Für BetrIeBe Besteht auskunFtspFlIcht

Agrarstrukturerhebung 2013 Die Agrarstrukturerhebung 2013 erfolgt stichprobenartig und wird in der gesamten EU durchgeführt. Die Betriebe werden schriftlich verständigt und müssen via Internet oder Telefon Auskunft geben.

Den Auskunftspflichtigen stehen zwei Meldemöglichkeiten zur Verfügung: n  über den eigenen PC (Direktmelder) oder n  Inanspruchnahme eines Telefoninterviews durch die Statistik Österreich.

Termine

Dagmar Henn, LK ÖsterreicH

Heuer wird von der Statistik Austria wieder eine Agrarstrukturerhebung durchgeführt. Der Stichtag ist der 31. Oktober. Die Erhebung erfolgt als Stichprobe, das heißt, dass aufgrund einer geschichteten Wer und was? Die Agrarstrukturerhebung 2013 erfolgt im gesamten europäischen Wirtschaftsraum nach einheitlichen Kriterien und basiert auf entsprechenden Rechtsgrundlagen der Europäischen Union. Mit der Durchführung der Agrarstrukturerhebung in Österreich zum Stichtag 31. Oktober wurde die Bundesanstalt Statistik Österreich gemäß der Verordnung BGBl. II Nr. 284/2013 des Bundesministers für Landund Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft beauftragt. Die Erhebung ist als Stichprobenerhebung in 30.000 land- und forstwirtschaftlichen Betrieben durchzuführen. Es besteht Auskunftspflicht. Sollte der Betrieb nicht mehr existent sein, ist unbedingt eine Leermeldung abzugeben.

Die Antwortfrist endet für selbstausfüller am 28. November 2013.

Zufallsstichprobe 30.000 Betriebe in Österreich befragt werden. Die zufällig ausgewählten Betriebe werden von der Statistik Austria schriftlich kontaktiert. So wie schon bei der Erhebung 2010 gibt es keinen Fragebogen in Papierform mehr, sondern die Fragen werden online beantwortet.

Telefonische Hotline Seit heuer können sich hilfesuchende Betriebe direkt an die Statistik Austria wenden. Eine eigens eingesetzte telefonische Hotline ist all jenen Auskunftspflichtigen behilflich, die über keinen eigenen Internetanschluss verfügen bzw. Unterstützung bei der Beantwortung von Fragen benötigen. Prinzipiell müssen die Auskunftspflichtigen innerhalb von vier Wochen (nach Erhalt der Zugangsberechtigung für den elektronischen Fragebogen) diesen ausgefüllt retournieren. Für den Fall, dass die Hotline behilflich sein soll, schickt die Statistik Austria mit allen Unterlagen auch ein eigenes Antwortkuvert mit. Die-

ses schon frankierte Kuvert wäre mit der Antwortkarte binnen zwei Wochen an die Statistik Austria zu retournieren. Auf der Antwortkarte können bestimmte Uhrzeiten (Früh, Vormittag, Nachmittag, Abend) ausgewählt werden, für die ein Telefoninterview mit der Statistik Austria vereinbart werden kann. Daraufhin wird sich die Hotline telefonisch melden und gemeinsam mit dem Befragten den Fragebogen ausfüllen. Die Antwortfrist endet für Selbstausfüller am 28. November 2013. Für die betroffenen Betriebe besteht Auskunftspflicht!

Ablauf der Erhebung Die Erhebung wird erstmals ohne Mitwirkung der Gemeinden durchgeführt. Die Befragung erfolgt via elektronischem Fragebogen und, falls dies nicht möglich ist, über ein Telefoninterview. Die dafür erforderlichen Unterlagen inklusive der persönlichen Zugangsdaten für den Fragebogen erhalten die Auskunftspflichtigen per Post von der Bundesanstalt Statistik Österreich.

Für die Selbstausfüllung ist der Zeitraum vom 31. Oktober bis 28. November 2013 vorgesehen. Sollte es den Auskunftspflichtigen nicht möglich sein, die Meldung elektronisch durchzuführen, können sie ihrer Auskunftspflicht mittels Telefoninterview nachkommen. Dazu ist die übermittelte Antwortkarte (Meldung per Telefoninterview) auszufüllen und bis spätestens 15. November 2013 an die Bundesanstalt Statistik Österreich zurückzusenden. Für das Telefoninterview sind die persönlichen Zugangsdaten (Benutzerkennung und Passwort) sowie die notwendigen Unterlagen bereitzuhalten. Hinweise dazu sind in der Broschüre „Ausfüllanleitung für den elektronischen Fragebogen“ oder im Internet auf www.statistik.at unter „Fragebögen“ >> „Landund Forstwirtschaft“ > „Agrarstrukturerhebung 2013“ zu finden.

Rat und Hilfe Es wird empfohlen, sich bereits vorab über den Erhebungsinhalt zu informieren, dies ist über die Webseite www.statistik.at unter „Fragebögen“ – „Land- und Forstwirtschaft“ – „Agrarstrukturerhebung 2013“ möglich. Anfragen per E-Mail: agrarstrukturerhebung@ statistik.gv.at Kostenlose Telefonhotline: 0800/799766


BAUERNJOURNAL WELTHANDEL

IV

D E Z E M B E R 2013

EUROPÄISCHE UNION BESCHLIESST FREIHANDELSABKOMMEN MIT KANADA

Licht, aber auch Schatten Foto: typomaniac/Fotolia.com

Nach vierjährigen Verhandlungen wurden Ende Oktober die Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kanada abgeschlossen. NIKOLAUS MORAWITZ, LK ÖSTERREICH

Es handelt sich um das erste Abkommen der EU mit einem der G-8-Staaten und ist Teil der Strategie der EU, mithilfe von Handelsabkommen Wachstum und damit Beschäftigungsmöglichkeiten zu schaffen. Bis zum formellen Abschluss sind noch technische und rechtliche Arbeiten nötig, die man zügig abhandeln will. In Kraft treten kann das Abkommen erst nach Genehmigung durch das Europäische Parlament (EP) und die EU-Mitgliedstaaten und dieser Ratifikationsprozess kann bis zu zwei Jahre dauern. Das Abkommen umfasst einen fast vollständig liberalisierten Waren- und Dienstleistungsverkehr, mehr Sicherheit, Transparenz und Schutz auf dem Investitionssektor eine verstärkte Zusammenarbeit bei der Arbeitnehmermobilität sowie neue Chancen auf den Beschaffungsmärkten. Die Europäische Kommission geht von einer potenziellen jährlichen Steigerung des Bruttoinlandsprodukts in der EU von bis zu 11,6 Milliarden Euro als direkt ableitbaren Nutzen aus dem Abkommen aus. Schwierig gestalteten sich die Verhandlungen über Konzessionen bei landwirtschaftlichen Erzeugnissen nicht zuletzt deshalb, da Kanada bei Milch, Eiern und Geflügel sowie Truthahn über ein Men-

Freihandelsabkommen

Sorge bleibt gensteuerungssystem, das wie alle derartigen Systeme auf einem funktionierenden Außenschutz aufbaut, verfügt. Europäischen Interessen wie verbesserter Marktzugang für europäischen Käse standen kanadische Forderungen bei Rind-, Schweine- und Geflügelfleisch gegenüber.

Konkrete Zahlen Importseitig werden Kanada bei Rindfleisch 50.000 t (15.000 t gefroren, 35.000 t frisch), bei Schweinefleisch 75.000 t sowie 100.000 t Weizen und 8.000 t Mais gewährt. Diesen Mengen stehen 17.700  t zusätzlich zu dem bisher bestehenden Kontingent für europäischen Qualitäts- und in kleinerer Menge Industriekäse gegenüber. Importfleisch darf nicht unter Verwendung von Hormonen oder anderen Wachstumsförderern erzeugt worden sein. Bei den übrigen Zolltariflinien soll, mit Ausnahme einiger

sensibler Produkte, innerhalb von sieben Jahren ein bis zu 99%iger Zollabbau erfolgen. Von besonderer Bedeutung für die EU ist die Eliminierung von Handelshemmnissen bei Wein und Spirituosen, da Kanada einen wichtigen Exportmarkt darstellt. Für verarbeitete EU-Agrarerzeugnisse wird Kanada zu einem Schlüsselexportmarkt mit einem jährlichen Umsatz von derzeit mehr als 2,9 Milliarden Euro. Als Erfolg muss der Schutz von 145 europäischen geografischen Ursprungsbezeichnungen (darunter „Tiroler Speck“, „Steirisches Kürbiskernöl“ und „Steirischer Kren“) gesehen werden, da Kanada bislang diesem Thema äußerst kritisch gegenüberstand. Zusätzlich werden bereits am kanadischen Markt vertretene geografische Ursprungsbezeichnungen vor irreführender Verwendung geschützt.

Trotz leicht verbesserter Exportchancen speziell bei Käse beobachten österreichische und europäische Landwirte mit Sorge die hohen Importkontingente bei Fleisch. Hier stellt sich die Frage nach der Proportionalität, zumal bei den laufenden Verhandlungen mit den USA ein Vielfaches der kanadischen Mengenforderungen zu befürchten ist. Die Europäische Kommission hat durch ihre vollkommen intransparente Verhandlungsführung nicht dazu beigetragen, das Vertrauen der Bauern zu erringen. Der Verhandlungsabschluss stand als politische Priorität über den Interessen der Landwirtschaft. Auch wenn es unwahrscheinlich ist, dass das Europäische Parlament die Verhandlungen ablehnen wird, kann zumindest auf lebhafte Debatten gehofft werden.


BAUERNJOURNAL ÖSTERREICHISCHE HAGELVERSICHERUNG D E Z E M B E R 2 01 3

V

HAGELVERSICHERUNG UNTERSTÜTZT BESONDERE WISSENSCHAFTLICHE ARBEITEN

Förderpreis für Nachhaltigkeit Die Österreichische Hagelversicherung verlieh auch dieses Jahr den Förderpreis für besondere wissenschaftliche Arbeiten mit hohem Praxisbezug aus dem Bereich Landwirtschaft. Dr. Kurt Weinberger, Vorstandsvorsitzender der Österreichischen Hagelversicherung, überreichte mit Rektor Univ. Prof. Dr. Martin Gerzabek im Rahmen einer akademischen Feier an der

Universität für Bodenkultur (Boku) in Wien den Förderpreis in Höhe von insgesamt 3.000 Euro an Dipl.-Ing. Birgit Gassler und an Dipl.-Ing. Klaus Hafner. „Innerhalb der Volkswirtschaft ist der Agrarsektor der am stärksten von den Auswirkungen des Klimawandels betroffene Sektor. Als agrarischer Naturkatastrophenversicherer ist es uns ein großes Anliegen, gezielt junge Wissenschaftler und deren Forschungen zu unterstützen, mit dem Ziel, einen Beitrag für eine nachhaltige und wettbewerbsfähige Landwirtschaft zu leisten“, erklärt Weinberger.

„Und aus den Wolken kommt der Hagel, Papa?“

VERLEIHUNG: Im Bild (v. l.): Kurt Weinberger, Hagelversicherung; Josef Glößl, Vizerektor Boku; Preisträgerin Birgit Gassler; Martin Gerzabek, Rektor Boku; Preisträger Klaus Hafner; Hubert Hasenauer, Vorsitzender des Senates der Boku sowie Günter Breuer. Foto: Fotostudio Bichler

Jedes Jahr vernichten Hagel und Unwetter tausende Hektar Ackerfläche in ganz Österreich. Und die Wetterextreme nehmen zu. Schützen Sie sich und Ihre Familie: Die AgrAr UniversAl ist maßgeschneidert für den Ackerbau und versichert zuverlässig gegen viele Risken.

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Bauernjournal BiolandBau

VI

D e z e m b e r 2013

BuchtIpp

„Ökosoziale Bibel“ Zukunft als Auftrag Anlässlich des 75. Geburtstages von Josef Riegler wurde vor Kurzem der von Ernst Scheiber und Kurt Ceipek herausgegebene Band „Zukunft als Auftrag – Die Welt gehört unseren Kindern“ präsentiert. Riegler, zuerst Landwirtschaftsminister und dann Vizekanzler (1982 bis 1991) der Republik Österreich, gilt national und international als programmatischer Vater der Ökosozialen Marktwirtschaft.

neueinsTeigern in den Biolandbau wird für 2014 eine Förderung in Form einer einmaligen Beihilfe gewährt – Voraussetzung ist, dass die gesamte Acker- und Grünlandfläche des Betriebes im Verpflichtungszeitraum 1. Februar bis 31. Dezember 2014 biologisch bewirtschaftet wird. Foto: dür

AntrAgstellung VorAussIchtlIch AB MIt te DezeMBer

Bio-Förderung für Neueinsteiger

In dem 400 Seiten umfassenden Band kommen 58 Vordenker und Anwender dieser Idee zu Wort, es wurden Wissenschafter und Politiker aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zu Beiträgen und Interviews eingeladen. Wie sollen 8 Mrd. Menschen auf der Erde gut leben können bei begrenzten Ressourcen, fragt der Wissenschafter Ernst Ulrich von Weizsäcker. Der Theologe Herwig Büchele spricht sich in seinem Beitrag für einen Menschen aus, der sich nicht nur zur Heimat bekennt, sondern auch als Weltbürger fühlt, also lokal handelt, aber global denkt. „Man muss den Markt zwingen, in den sozialen Dialog und in die Umweltdebatte einzutreten“, fordert Alois Schwarz, Bischof der Diözese Gurk, zu diesem Thema. Der Band „Josef Riegler: Zukunft als Auftrag“ (Herausgeber: Ernst Scheiber und Kurt Ceipek, ISBN: 978-3-200-03195-1) kostet 25 Euro und ist im Buchhandel erhältlich.

Für das Übergangsjahr 2014 wird für Biobetriebe, die bisher aufgrund des Einstiegsstopps nicht an der Maßnahme „Biologische Wirtschaftsweise“ im ÖPUL teilnehmen konnten, die Teilnahmemöglichkeit an einer nationalen Fördermaßnahme geschaffen. AndreAs Thurner, LK ÖsTerreich

Die entsprechende Sonderrichtlinie befindet sich derzeit im Genehmigungsstadium. Deshalb dienen nachfolgende Informationen zur Orientierung und unterliegen einem Genehmigungsvorbehalt. Die Förderung wird in Form einer einmaligen Beihilfe (als De-Minimis-Beihilfe) gewährt und wird zusätzlich zu den beantragten ÖPULFörderungen ausbezahlt:

n  Acker und Grünland (zwei und mehr Nutzungen) max. 80 €/ha n  Extensives Grünland max. 50 €/ha Für die Maßnahme ist ein Finanzvolumen von insgesamt 2,5 Mill. € vorgesehen. Wird dieser Betrag überschritten, so werden die Hektarsätze aliquot gekürzt. Je Betrieb werden aus dieser Maßnahme max. 4.000 € an Förderung gewährt. Für Flächen, die als Naturschutzflächen, Bergmähder, Ökopunkteoder Projektflächen beantragt sind, wird diese Beihilfe nicht ausbezahlt.

Förderungsvoraussetzungen Die Teilnahme an der einjährigen Förderregelung ist an folgende Voraussetzungen geknüpft: n  Die gesamte Acker- und Grünlandfläche des Betriebes wird im Verpflichtungszeitraum (1. Februar 2014 bis 31. Dezember 2014) biologisch bewirtschaftet n  Teilnahmeberechtigt sind ausschließlich Biobetriebe, die für den Verpflichtungszeitraum einen gülti-

gen Kontrollvertrag mit einer Bio-Kontrollstelle vorweisen (Vertragsabschluss spätestens mit 31. Jänner 2014) n  Der Betrieb hat im Jahr 2013 an mindestens einer ÖPUL-Maßnahme teilgenommen und nimmt auch im Jahr 2014 an mindestens einer ÖPUL-Maßnahme teil

Antragsfrist ist der 31. Jänner Für die Teilnahme an dieser Fördermaßnahme ist bei der AMA ein eigener Antrag zu stellen. Die Antragsfrist ist mit 31. Jänner 2014 festgesetzt. Maßgeblich ist der Poststempel bzw. im Falle der Möglichkeit einer elektronischen Übermittlung das Eingangsdatum bei der AMA. Die bewirtschafteten Flächen sind in der Folge im Rahmen des MFA 2014 anzugeben. Die genauen Antragsmodalitäten (Antragsformular) standen zum Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch nicht fest und werden von der AMA in geeigneter Weise kundgetan. Die Antragstellung wird voraussichtlich ab Mitte Dezember möglich sein.


Bauernjournal leBensqualität d e z e m b e r 2 01 3

VII

LebensquaLItät bauernhof – bäuerLIches sorgenteLefon

Der erste Schritt zur Veränderung

uschi sorz, im AuftrAg von ElisAbEth lEnz, lk ÖstErrEich

Seit die Bildungs- und Beratungsinitiative „Lebensqualität Bauernhof“ das bäuerliche Sorgentelefon 2007 ins Leben gerufen hat, wurden bereits 4.000 Anrufe gezählt. „Leider können sich Menschen an Belastungen gewöhnen“, sagt Anna Engelhart, Sorgentelefonberaterin aus Niederösterreich. „Nur werden die Probleme halt immer größer, wenn man nichts unternimmt.“ Ein wesentlicher Vorteil des bäuerlichen Sorgentelefons sei daher der niederschwellige Zugang. Keine Terminvereinbarungen, kein langer Anfahrtsweg, der spontane Griff zum Telefon genügt.

Der Blick von außen kann sehr helfen Am anderen Ende der Leitung sitzen Menschen mit psychosozialer Ausbildung, die nicht nur gut zuhören, kompetent Auskunft geben und Lösungsmöglichkeiten aufzeigen, sondern selbst in verzwickten Problemschilderungen den roten Faden finden können. „Dieser Blick von außen hilft sehr, wenn man so in seine Sorgen verstrickt ist, dass man gar nicht weiß, wo man anfangen soll“, meint Engelhart. „Wir können dazu beitragen, mehr Klarheit und Struktur in die Sache zu bringen, aber vor al-

Foto: sakura/fotolia.com

Der Griff zum Hörer kann für Bäuerinnen und Bauern oft der erste Schritt sein, der sie aus einer schwierigen Lebenssituation herausführt. lem ist so ein erstes Gespräch auch einmal eine große Entlastung.“ Den bäuerlichen Hintergrund der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Sorgentelefons findet die Sozialarbeiterin und Psychotherapeutin in Ausbildung dabei fundamental: „Sonst kann man gar nicht nachvollziehen, wie verstrickt das Leben auf einem Bauernhof sein kann.“ Die enge Vernetzung von Familie und Betrieb, ein fordernder Arbeitsalltag und mehrere Generationen unter einem Dach führen zu ganz spezifischen bäuerlichen Problemen – zum Beispiel bei Einheirat, Hofübergaben, Pensionsantritt, Pflege oder allen anderen Situationen, die das Leben am Hof verändern. Anna Engelhart – selbst Bäuerin im Bezirk St. Pölten, die mit Mann, Vater und Kindern auf ihrem Bauernhof lebt – und ihre Kolleginnen kennen diese aus eigenem Erleben. Gleichzeitig können sie aufgrund ihrer Ausbildung – etwa als Lebens- und Sozialberaterin, Psychotherapeutin oder Psychologin – gezielt den Anstoß zu einem geeigneten Lösungsweg geben.

Sorgentelefon als erste Anlaufstelle Das Sorgentelefon ist eine anonyme erste Anlaufstelle und die Bandbreite der Anrufe ist groß. Vom Vermitteln an weiterführende Beratungsstellen für das spezielle Problem über das

Austauschen von Gedanken und Alltagssorgen bis zu großer Verzweiflung erlebt Anna Engelhart ganz unterschiedliche Situationen. „Manchmal geht es darum, konkrete Impulse zu geben, ein anderes Mal muss man Menschen zuerst einmal helfen, ihre Fassung wiederzugewinnen.“ Weinen und Lachen gehören für sie dazu und ihre Fähigkeit mitzuschwingen hilft ihr, sich auf die jeweilige Person und ihre Bedürfnisse einzustellen. „Grundsätzlich ist es gut, wenn Menschen sich öffnen, weil sie dann aus dieser vermeintlichen Aussichtslosigkeit herauskommen“, erklärt die erfahrene Sorgentelefonberaterin.

Der erste Schritt in Richtung Lösung „Das ist für Bäuerinnen und Bauern traditionell ein sehr schwerer, aber unglaublich wichtiger Schritt.“ Nämlich der erste in Richtung Lösung. Glücklicherweise komme langsam Veränderung in die Haltung, man müsse alles mit sich selbst ausmachen, meint sie. Im Vorjahr etwa wurden 556 Telefonberatungen verzeichnet. Auch die vielen Vortragsreihen, Seminare und Kurse zu Themen wie Hofübernahme oder das Zusammenleben der Generationen werden sehr gut angenommen. „Auf diese Angebote verweise ich oft, sie sind sehr hilfreich, wenn es um diese Gratwanderung des Miteinanders und Fragen der Lebens-

0810/676810

Bäuerliches Sorgentelefon Telefonische Beratung bei Sorgen, Ängsten und Nöten. Vertraulich, anonym, kompetent – das bäuerliche Sorgentelefon ist unter Tel. 0810/676810 von Montag bis Freitag jeweils von 8.30 bis 12.30 Uhr österreichweit zum Ortstarif für Sie erreichbar.

Neue, moderne Website „Lebensqualität Bauernhof“ ist eine bundesweite Initiative des Ländlichen Fortbildungsinstitutes. Angeboten werden Kurse, Seminare und Vorträge zu Themen der Lebensqualität, telefonische Erstberatung am bäuerlichen Sorgentelefon und psychosoziale Beratung. Mehr Informationen und Kontaktdaten dazu gibt es auf der neuen Website. Zusätzlich finden Sie Artikel, Berichte und Veröffentlichungen mit Lösungsansätzen für besondere Lebenssituationen. www.lebensqualitaetbauernhof.at

qualität geht.“ 2012 wurden bei den 189 Bildungsveranstaltungen von „Lebensqualität Bauernhof“ bereits 6.633 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gezählt. „Der Betrieb ist wichtig als Lebensgrundlage, aber gut auf sich zu schauen und auf alle, die hier mitarbeiten, sollte an erster Stelle stehen“, betont Engelhart. „Und sich Unterstützung zu holen ist keine Schwäche, sondern ein Zeichen der Verantwortung für sich selbst.“


BAUERNJOURNAL BAUERN FÜR BAUERN

VIII

D E Z E M B E R 2013

HILFE FÜR BAUERNFAMILIEN IN NOT

Bauern für Bauern: Jeder Euro zählt Mit der Aktion „Bauern für Bauern“ unterstützt der Maschinenring Österreich Bauernfamilien in akuten Notsituationen. ROLAND WALLNER, MASCHINENRING ÖSTERREICH

Seit dem Jahr 2007 ruft der Maschinenring Österreich mit der Spendenaktion „Bauern für Bauern“ zur Unterstützung von in Not geratenen Bauernfamilien auf. „Die Idee des Maschinenrings wurzelt in der solidarischen, wechselseitigen Hilfe von Landwirten. Mit ‚Bauern für Bauern’ gehen wir noch einen Schritt weiter und unterstützen Familien, die durch Schicksalsschläge in schwierigen Situationen sind, mit finanziellen ZuwenSpendenkonto

Helfen auch Sie Bauernfamilien Spenden an „Bauern für Bauern“ sind jederzeit möglich: Spendenkonto: BLZ:

34000, BIC: RZ00AT2L, Kontonummer: 2680700, IBAN: AT363400000002680700, Raiffeisenlandesbank Oberösterreich. Vielen Dank ! Partner der diesjährigen Spendenaktion von „Bauern für Bauern“ sind die Landwirtschaftskammer Österreich, die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich, Biomin, UNIQA, Druckerei Grasl, die Bauernzeitung, die Arge Kompost und Biogas, Big Point Werbeagentur und die Zeitschrift „Der Fortschrittliche Landwirt“.

IM GESPRÄCH ÜBER REGIONALEN EINKAUF: Lisl Wagner-Bacher mit

Claudia Reiterer

Foto: ORF/Thomas Jantzen

KLIMASCHUTZPREIS BAUERN FÜR BAUERN SORGT FÜR EIN LÄCHELN: Ende Februar 2013 zerstörte ein

Großbrand den Bauernhof der Familie Egger aus Eisentratten (Kärnten). „Bauern für Bauern“ konnte mit einer finanziellen Unterstützung helfen und Tochter Vanessa sowie Sohn Florian mit einer Sachspende überraschen. Foto: Maschinenring

dungen im Ausmaß von 500 bis 5.000 Euro“, erläutert Hans Peter Werderitsch, Obmann der Aktion „Bauern für Bauern“ und Maschinenring-Bundesobmann.

Hilfe kommt an Insgesamt 359.000 Euro wurden bisher an „Bauern für Bauern“ gespendet, mehr als 80 Familien seit Beginn der Aktion im Jahr 2007 unterstützt. Bei der Vergabe der Spendengelder arbeiten die Landwirtschaftskammer, die Sozialversicherungsanstalt der Bauern und die regionalen Maschinenring-Büros Hand in Hand. Jede Bauernfamilie, die in Not geraten ist, kann bei „Bauern für Bauern“ Hilfe beantragen. Eine Mitgliedschaft beim Maschinenring ist nicht Voraussetzung. ,Mit Bauern für Bauern‘ leisten wir schnelle und unbürokratische Hilfe, die in der Bewältigung von schwierigen Situationen oft entscheidend sein kann“, so „Bauern

für Bauern“-Ehrenobmann Johann Schinko: „Unser großer Dank gilt allen Spendern und Unterstützern von ‚Bauern für Bauern’, die unsere Hilfestellungen erst ermöglichen.“ Der Bogen der Unterstützer von „Bauern für Bauern“ spannt sich von Privatpersonen, Maschinenringmitgliedern und -funktionären über Organisationen wie der Landwirtschaftskammer und der Landjugend bis hin zu international agierenden Konzernen wie der Uniqa oder Biomin.

Spenden absetzbar Ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte der Spendenaktion wurde 2013 erreicht: Spenden an „Bauern für Bauern“ sind steuerlich absetzbar. „Wir hoffen, dass die steuerliche Absetzbarkeit der Spenden für möglichst viele ein weiteres gutes Argument dafür ist, bäuerliche Familien in Not zu unterstützen“, sagt Johann Schinko. www.maschinenring.at

Mit SchmankerlRadar ins Finale Mehr als 230 Projekte wurden aus ganz Österreich eingereicht. Unter dem gemeinsa-men Titel „SchmankerlRadar – Spart Zeit und Kilometer“ schafften es die beiden „Gutes vom Bauernhof“Projekte „Schmankerl-Radar“ (APP) und „Direktvermarktung im Supermarkt“ unter die besten vier Projekte der Kategorie „Klimaschutz in der Landwirtschaft“. Nachvollziehbare Herkunft von Lebensmitteln, die geprüfte Qualität und ein bequemer, zeitsparender Lebensmitteleinkauf sind gefragt. Die KlimaschutzpreisBotschafterin für die Kategorie Landwirtschaft, Spitzenköchin Lisl Wagner-Bacher, appellierte im Zuge der Gala vor dem hochkarätigen Publikum aus Wirtschaft, Politik und Kultur für den regionalen, saisonalen Lebensmitteleinkauf. Für die „Grande Dame der österreichischen Küche“ fängt Klimaschutz schon beim Lebensmitteleinkauf für das Frühstück an. Wagner-Bacher und die Nominierung für den Klimaschutzpreis zeigen, dass Gutes vom Bauernhof am richtigen Weg ist – ganz nach dem Motto: „Spart Zeit und Kilometer !“


Bauernjournal Bäuerinnen D e z e m b e r 2 01 3

IX

BIldungsangeBote für BäuerInnen

Krafttraining Ein exklusives Angebot für Absolventinnen des ZAM-Lehrganges „Professionelle Vertretungsarbeit im ländlichen Raum“. ElisabEth lEnz, lk östErrEich Im LFI-Bil-

PleIl-nachfolge

schmuckenschlager neuer Weinbau-Präsident Der Bundesweinbauverband hat als Nachfolger des langjährigen Präsidenten Josef Pleil den Niederösterreicher Johannes Schmuckenschlager gewählt. Schmuckenschlager stammt aus Klosterneuburg, bewirtschaftet dort mit seiner Gattin das vormals elterliche Weingut und ist seit 2008 Abgeordneter zum Nationalrat (ÖVP). Sein Ziel: „Der erfolgreiche Weg der Weinwirtschaft, den Josef Pleil begonnen hat, soll fortgeführt werden. Dafür müssen die Rahmenbedingungen für die Weinwirtschaft stabil und berechenbar bleiben.“ Und weiter: „Ich halte es für besonders wichtig, den eingeschlagenen Weg der Stärkung und der Profilierung der Herkunftsweine fortzuführen. Dazu ist es auch notwendig, neben der DAC-Ebene auch die kleineren Herkünfte bis hin zu den Lagen besser zu strukturieren und überdies klar abzugrenzen.“ Auf Europa-Ebene will Schmuckenschlager „das Weinbaupotenzial berechenbar und stabil“ halten. Wörtlich: „Es wird sich zeigen, ob das neue Autorisierungssystem ein geeignetes Mittel dazu ist.“ Fortzuführen, so der Neo-Präsident, seien im Rahmen der EU-Förderkulisse die nationalen Stützungsprogramme: „Mit der Förderung der qualitativen und sortenmäßigen Umstellung von Weingärten an die Marktgegebenheiten sowie der Förderung der qualitätsunterstützenden Traubenverarbeitung können Impulse für die Zukunft gesetzt werden, um unser Produkt, den österreichischen Wein, noch besser und hochwertiger im Markt positionieren zu können.“ Foto: michal

Bund will Papier sparen

Rechnungen nur mehr elektronisch Um eine Reduktion von Umweltbelastungen, eine Verringerung der Fehlerquote sowie eine Verkürzung der Bearbeitungszeit verbunden mit termingerechter Zahlung zu erreichen, müssen Unternehmer, die Vertragspartner des Bundes im Waren- und Dienstleistungsverkehr sind, ihre Rechnungen ab 1. Jänner 2014 ausschließlich in elektronisch strukturierter Form beim Bund einbringen. Ab diesem Zeitpunkt werden von den Bundesdienststellen keine Papierrechnungen mehr akzeptiert. Eine Ausnahme bildet lediglich der Barzahlungsverkehr. Unter elektronisch strukturierten Rechnungen sind Rechnungen in elektronischer Form in einem bestimmten Format zu verstehen. Für E-Rechnungen an den Bund können die Formate XML und PEPPOL verwendet werden. Rechnungen im PDF-Format sind hingegen nicht zulässig. Ausführliche Informationen, auch zu allfällig erforderlichen Anpassungen der EDV, findet man unter www.erb.gv.at.

dungsprojekt „ZAMm unterwegs“ werden Bildungsangebote für Bäuerinnen entwickelt und durchgeführt. Diese Bildungsangebote dienen der Unterstützung und Qualifizierung von Bäuerinnen, die sich in agrarischen und regionalen Gremien bereits engagieren oder zukünftig engagieren möchten. Blickwinkel erweitern, Stärken stärken, Neues ausprobieren, weiterentwickeln in der Rolle als Funktionärin – „ZAMm unterwegs“ ist eine Bildungsinitiative für Bäuerinnen, die sich in ihrer Rolle als Funtkionärin weiterentwickeln wollen oder die sich zukünftig in agrarischen und regionalen Gremien engagieren möchten. Eine moderne Agrarpolitik braucht die Sicht der Frauen. Um eine aktive Mitgestaltung in agrarischen oder kommunalen Gremien, Verbänden und Vereinen zu forcieren, wird seit 2010 der ZAM-Lehrgang „Professionelle Vertretungsarbeit im ländlichen Raum“ speziell für Bäuerinnen angeboten. Exklusiv für die 130 Absolventinnen des Lehrgangs wurde die zweitägige Weiterbildungsveranstaltung „Funktionärinnen.Krafttraining“ im Rahmen des LFI-Projektes

„ZAMm unterwegs“ konzipiert.

Sicherheit beim Auftritt gewinnen Die zweitägige Weiterbildungsveranstaltung „Funktionärinnen.Krafftraining“ bietet die Möglichkeit, auch nach der Grundausbildung Kontakt zu den Lehrgangskolleginnen zu halten, sich weiter zu qualifizieren und Sicherheit in der Rolle als Vertreterin der Bäuerinnen zu gewinnen. 40 Bäuerinnen haben das Seminar Anfang 2013 bereits erfolgreich absolviert. Nun wird das gleiche Seminar, ergänzt mit dem Seminarinhalt „Auftritt und Stil in meiner öffentlichen Aufgabe“, nochmals im Dezember 2013 in Salzburg und Linz angeboten. Die drei hochkarätigen Trainerinnen des Seminars, Doris Schulz, Elisabeth Motsch und Barbara Kathrein, begleiten durch das Seminar und machen die Bäuerinnen fit für mediale Herausforderungen, helfen ihnen ihren eigenen Stil in der öffentlichen Aufgabe weiterzuentwickeln und zeigen Methoden/Werkzeuge für einen konstruktiven Umgang miteinander. Nähere Informationen über das Funktionärinnen.Krafttraining und weitere Bildungsprodukte speziell für Bäuerinnen sind zu finden unter www.lfi.at/zamBei Interesse bitte bis Montag, 2. Dezember anmelden unter Tel. 01/53441-8534 oder per EMail: e.lenz@lk-oe.at

Blickwinkel erweitern und Sicherheit in der rolle als Vertreterin der bäuerinnen gewinnen Foto: LK Österreich


Bauernjournal leBensqualität

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d e z e m b e r 2013

lebensqualität bauernhof zum thema pubertät – Vom kind um erwachsenen

„Wie umarme ich einen Kaktus?“ „Du verstehst mich nicht!“ „Du gönnst mir meine Zukunft nicht, weil du selber keine mehr hast!“ „Ich hasse dich!“ Laura, 13, knallt die Tür hinter sich zu und lässt ihre Mutter sprachlos und verletzt zurück. martina neuwirther, lk k ärnten

Zurückgelassen zwischen Zorn und der Angst: Was habe ich als Elternteil falsch gemacht? Wie soll ich reagieren? Wo ist mein kleines Baby geblieben? Jahrelang waren Sie die wichtigste Person im Leben Ihres Kindes und haben alle Sorgen und Freuden mit ihm geteilt und plötzlich ist alles anders, plötzlich sind Sie der böse Außenseiter und sollen nicht mehr teilhaben dürfen.

Der Weg zum Erwachsenwerden Die Entwicklung Ihres Kindes hat sich verändert und das ist gut so. Gerade dieser Trotz, so

Bäuerliches Sorgentelefon, Tel. 0810/676810

Der Mensch im Mittelpunkt Das LFI-Bildungsprojekt „Lebensqualität Bauernhof“ bietet eine ganze Palette von Bildungsangeboten zu Themen der Lebensqualität an. Darüber hinaus berät das Team von „Lebensqualität Bauernhof“ professionell bei neuen Herausforderungen im Alltag, im Betrieb oder in der Familie, bei Hofübergabe bzw. -übernahme, bei Arbeitsüberlastung oder bei Konflikten. Zusätzlich ist das Bäuerliche Sorgentelefon eine erste, unkomplizierte Anlaufstelle bei Sorgen, Ängsten und Nöten. Vertraulich, anonym, kompetent – das Bäuerliche Sorgentelefon ist unter der Telefonnummer 0810/676810 von Montag bis Freitag jeweils 8.30 bis 12.30 Uhr österreichweit zum Ortstarif erreichbar. Die Angebote von „Lebensqualität Bauernhof“ haben maßgeblichen Einfluss auf die Gesundheit von Bäuerinnen und Bauern in schwierigen Lebenssituationen. Die Maßnahmen zur Prävention und Begleitung bei psychosozialen Problemen stärken die landwirtschaftlichen Betriebe in ihrer Wettbewerbsfähigkeit. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Homepage: www.lebensqualitaet-bauernhof.at

schmerzhaft er für den einen oder anderen Elternteil sein kann, ist ein gesunder und völlig notwendiger Schritt Ihres Kindes zur Abgrenzung hin zum Erwachsenwerden. Es klingt paradox, aber: Die Eltern hinterfragen, nicht mehr einer Meinung sein mit ihnen, das ist das Verhalten von Jugendlichen, die bisher genug Geborgenheit erfahren haben. Nur eine sichere Bindung lässt

tipps für eltern

Veränderungen sind wichtig Neben Schwierigkeiten in der Kommunikation mit Eltern, in der Schule und im Freundeskreis müssen Teenager lernen, mit ständigen Veränderungen des Körpers umzugehen. n  Teenager nehmen Kritik an, wenn ihre persönliche Würde nicht verletzt wird! n Nehmen Sie die Bedürfnisse Ihres Kindes ernst! n Eltern brauchen auch mal eine Auszeit, gönnen Sie sich diese. n  Familienrituale sind wichtig, fragen Sie auch die Jugendlichen, was sie möchten. n Respektieren Sie, dass Sie als Elternteil nicht mehr die wichtigste Person sind! n  Ohne Abgrenzung zu den Eltern ist kein Erwachsenwerden möglich. n „Wir sind beste Freunde“, klingt gut, ist es aber nicht. Jugendliche brauchen auch verlässliche Grenzen und Strukturen.

Spielraum zu und hält Spannung aus. Kuscheln ist out, Diskutieren ist in: Statt Nestwärme ist zunehmend Reibungswärme gefragt. Vertrauen Sie trotz der Ablehnung darauf, dass Ihr Kind Sie liebt. Ihre Beziehung muss jetzt zeigen, was sie aushält. Dabei reift sie zu einer Verbindung von Erwachsenen. (bmwfj)

Die Zeit der inneren Zerrissenheit Leider lässt sich die Pubertät weder ignorieren noch passiv über sich hinüberstreichen. Manch einer von uns wünscht sich in dieser Zeit taube Ohren und blinde Augen, aber das wird nicht funktionieren. In dieser Zeit der inneren Zerrissenheit für die Kinder bzw. Jugendlichen und des geduldigen Aushaltens der Eltern ist es einerseits wichtig, den Heranwachsenden mit klaren Worten ihre Grenzen aufzuzeigen und andererseits Anfeindungen nicht persönlich zu nehmen. Pubertierende können teilweise brutal austeilen, gerade weil sie in ihrem Inneren sehr unsicher und verletz-

martina neuwirther, Lebens-

qualität Bauernhof Kärnten

Foto: LQ BH

lich sind und ihren Weg noch nicht gefunden haben. So sehr sie auch ihre Unabhängigkeit demonstrieren wollen, ist es ihnen doch wichtig, Sie als Eltern oder enge Bezugspersonen hinter sich zu wissen, um verlässlich einen zugewendeten Wegbegleiter zu haben.

Herausforderung für die Eltern Dieser Balanceakt zwischen Abstand halten, Rückzug und „Dasein“ wird immer wieder eine große Herausforderung für Eltern sein. Vielleicht tut es gut, wenn man weiß, dass man auch Fehler machen darf. Denn auch Jugendliche schätzen Erwachsene, die manchmal nicht ganz so perfekt sind, und lernen noch dazu, dass man Fehler machen darf und diese dann wieder bereinigen kann. Der Schritt zum Erwachsenwerden lässt auch Eltern reifen. Wir lernen sozusagen mit! Loslassen und ein gewisses Maß an Verantwortung abgeben, gepaart mit Zutrauen in die Fähigkeiten der „kleinen“ Erwachsenen, das ist das Ziel und die Herausforderung.


Bauernjournal arge meister D e z e m b e r 2 01 3

XI

arge MeIster: auszeIchnung für dIe Besten

WIntertagung 2014

Beste Meisterinnen und Meister 2013

Ernährungssicherheit und Lebensmittelqualität

Bereits zum dritten Mal wurden im Rahmen der jährlich stattfindenden Bundestagung die 21 besten Meisterinnen und Meister des Jahres ausgezeichnet.

Vom 20. bis 24. Jänner 2014 findet die Wintertagung des Ökosozialen Forums – die größte agrarische Informations- und Diskussions-Veranstaltung Österreichs – statt. Das Motto der Tagung: „Österreich is(s) t besser! Wer garantiert, dass es so bleibt?“. Im Mittelpunkt steht dabei die grundlegende Frage, ob die hohe Qualität und die kleinbetriebliche Struktur der heimischen Produktion im internationalen Wettbewerb bestehen können. „Unser Agrarsektor ist kleinstrukturiert, aber produktionsstark und besonders umweltschonend. Die Frage ist: Wer garantiert, dass es so bleibt? Das hängt nicht nur von den heimischen Bauern, sondern auch von anderen Faktoren ab und wird unter anderem vom Konsumenten beim Griff ins Regal getroffen“, gibt der Präsident des Ökosozialen Forums, Stephan Pernkopf, zu bedenken.

Herbert bAuer, LK ÖsterreicH

Die Ehrung wurde durch Dipl.Ing. Rupert Lindner, Sektionschef im Lebensministerium, durchgeführt. Als bundesweite Gemeinschaft der geprüften Meisterinnen und Meister aller land- und forstwirtschaftlichen Berufe bietet die Arge Meister in acht Landesorganisationen und der Bundesgeschäftsstelle eine starke Vertretung für über die Hälfte der 32.000 Meisterinnen und Meister. Jährlich absolvieren 500 Bäuerinnen und Bauern, Forstwirte und Gärtner die Meisterausbildung in einem der 15 Berufsfelder der Land- und Forstwirtschaft. Im Rahmen der Bundestagung der Arge Meister Österreich, die kürzlich in Wolfsberg/Ktn. stattfand, wurden die besten Meisterinnen und Meister der Abschlussjahrgänge 2013 ausgezeichnet und mit einer Urkunde geehrt. Die besten Meisterinnen und Meister zeichnen sich nicht nur durch hervorragende Noten und Abschlussarbeiten, sondern auch durch persönliche Kompetenzen, betrieblichen Erfolg und Engagement für den Berufsstand und die Allgemeinheit aus.

Meisterbonus gefordert Die Arge Meister begrüßt die verstärkte Förderung der Junglandwirte und fordert einen noch besseren finanziellen Anreiz (Meisterbonus) für Jungübernehmer, damit möglichst viele Hofübernehmer ihre Berufsausbildung mit der Meisterprüfung abschließen.

die besten Meisterinnen und Meister 2013 werden geehrt, im Bild von links: Landesobfrau Anita Engl, Landesobmann Thomas Jordan, Bundesobfrau Daniela Fabianek, Präsident Johann Mößler, Meisterin des Jahres aus Tirol Waltraud Gruber, Ministerialrat Franz Paller, LAbg. Franz Wieser Foto: Anna Steiner, Arge Meister Tirol

Zusätzlich wird eine neue Förderschiene für die Meisterausbildung im Rahmen der Ländlichen Entwicklung 2014 bis

2020 gefordert und die Einführung von einheitlichen Qualitätsstandards in der landwirtschaftlichen Berufsausbildung.

L I s t e d e r M e I s t e r I n n e n u n d M e I s t e r d e s J a h r e s 2013: Salzburg Landwirtschaftsmeister Winfried Krois Landwirtschaftsmeister manfred Seifter Feldgemüsebaumeister rupert berger burgenland Weinbaumeister Georg Pasler Landwirtschaftsmeister martin Fürst Niederösterreich Landwirtschaftsmeister Christopher Poinstingl Forstwirtschaftsmeisterin Dagmar Vogl Weinbaumeister Dipl.-Ing. (FH) mag. (FH) michael Hochmeister mA Kärnten Landwirtschaftsmeisterin barbara baumgartner Imkermeister erich rocnik (bienenwirtschaft) Gemüsebaumeister Gerald michael richter Fischereiwirtschaftsmeister Gerhard marzi Steiermark Forstwirtschaftsmeister Florian Kreßmaier Landwirtschaftsmeister Alois michael Koller Landwirtschaftsmeisterin Karin Lux Oberösterreich Landwirtschaftsmeisterin Anna Gstöttenbauer Landwirtschaftsmeister Christoph Köppl Landwirtschaftsmeister Harald mairinger Tirol meisterin für betriebs- und Haushaltsmanagement regina Plunser meisterin für betriebs- und Haushaltsmanagement Waltraud Gruber Vorarlberg Landwirtschaftsmeister bernhard Feuerstein

Agrarpolitischer Auftakt Die Wintertagung startet mit dem AgrarpolitikTag. Es werden die globalen Ernährungstrends beleuchtet, das Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA vorgestellt und die Auswirkungen auf die Landwirtschaft skizziert. Sieben weitere Themenschwerpunkte der Wintertagung werden an den folgenden vier Tagen in den Bundesländern diskutiert. Konkret stehen dabei die Fachtage für Ackerbau, Geflügelproduktion, Waldpolitik, Gemüse-, Obst, und Gartenbau, Schweineproduktion sowie Grünlandund Viehwirtschaft auf dem Programm. Neu ist der Fachtag Kommunikation, der den öffentlichkeitswirksamen und medialen Auftritt der Branche beleuchten wird. Weiters wird ein Fachtag zum Thema Waldpolitik in Wien abgehalten. Mehr auf www.oekosozial.at


Bauernjournal agrarmarkt austria

XII

d e z e m b e r 2013

14 goldene Statuen vergeben

Käsekaiser-Gewinner n Frischkäse: Schärdinger Rollino Kräuter, Berglandmilch eGen n Weichkäse: Schärdinger Kaisertaler, Ennstal Milch KG n Schnittkäse mild-fein: Schärdinger Grieskirchner, Berglandmilch eGen n Schnittkäse g’schmackig: Alma Kräuterschatz, Rupp AG n Schnittkäse würzig-kräftig: Ländle Klostertaler, Vorarlberg Milch eGen n Hartkäse: Schärdinger Asmonte, Berglandmilch eGen n Käsespezialitäten: Schärdinger Affineur Weinkäse, Ennstal Milch n Innovationen: Heublumenrebell, Sulzberger Käserebellen Sennerei GmbH n Beliebtester österreichischer Käse in D: Tiroler Felsenkeller Käse, Tirol Milch Wörgl GmbH n Publikumskäsekaiser: Schärdinger Bergbaron, Berglandmilch eGen n Schönste Käsevitrinen: Unimarkt, 3244 Ruprechtshofen; Billa „Herrnhuterhaus“, 1010 Wien; Merkur, 9020 Klagenfurt; Interspar, 6130 Schwaz

gewinner des käsekaisers 2014: Großes Lob für Österreichs Käseproduzenten

Foto: AMA/Lichtmeister

österreIchs beste käseprodukte prämIert

Käsekaiser 2014 vergeben Die AMA-Marketing prämierte kürzlich im Congress Graz die besten Käseprodukte des Landes mit dem Käsekaiser 2014. Neu war in diesem Jahr der Publikums-Käsekaiser: Konsumenten konnten in erster Linie online ihren persönlichen Lieblingskäse wählen.

Über diesen Titel darf sich der Berglandmilch-Betrieb Feldkirchen mit dem Bergbaron freuen. Der Bergbaron hat überlegen die Gaumen der Österreicherinnen und Österreicher erobert. Im Bundesländer-Ranking um den Käsekaiser 2014 führen Oberösterreich, Vorarlberg und die Steiermark mit jeweils drei Kategoriesiegern vor Tirol mit einem Käsekaiser. Die schönsten Käsevitrinen des

Landes findet man – so das strenge Jurorenurteil – in Niederösterreich, Wien, Kärnten und Tirol. Michael Blass, Geschäftsführer der Agrarmarkt Austria Marketing GesmbH: „Das Handwerk des Käsens, verbunden mit Innovationsgeist und hoher Fachkompetenz, zeichnet die heimischen Käseproduzenten aus. Es freut uns sehr, diese hohe Kunst alljährlich durch die Vergabe der Käsekaiser zu würdigen.“

ama-marketIng vergab hohe auszeIchnungen

Lukullus für Verdienste in der Fleischbranche Anlässlich des 15. AMA-Fleischforums in Salzburg wurden die höchsten Auszeichnungen dieser Branche vergeben, die Austrian Meat Awards. „Die Prämierungen mit den Lukulli sowie den ProduktChampions sind sichtbare Anerkennungen für die Fleischwirtschaft und ihr tagtägliches Streben nach höchster Qualität. Das stärkt das Image der Branche, vor allem aber stärkt es das Vertrauen der Konsumenten“, gratulierte Micha-

el Blass, Geschäftsführer der AMA-Marketing. Die höchste Auszeichnung, die die AMA im Fleischbereich vergeben kann, ist der Goldene Lukullus. Damit werden jene Persönlichkeiten ausgezeichnet, die sich durch ihr außergewöhnliches Engagement besondere Verdienste erworben haben: n Dr. Stephan Mikinovic, ehemaliger Geschäftsführer der AMA-Marketing n  Ökonomierat Walter Schmiedhofer, Initiator „Ennstal Lamm“ n  Johann Stabauer, Metzgermeister, Schulungsleiter für Fleischsommeliers und AMAGrillclub

Goldener lukullus: Michael Blass (Geschäftsführer der AMA-Marketing, links) und Salzburgs Agrarlandesrat Josef Schwaiger (rechts) gratulieren Stephan Mikinovic und Gattin Christina zum Goldenen Lukullus. Foto: AMA/Dall Diese Seite entstand in Kooperation mit der Agrarmarkt Austria GesmbH


Bauernjournal Dezember 2013