Page 1

P.b.b. Verlagsort: 3100 St. Pölten 11Z039072M

7

DIE ZEITUNG DER NÖ L A NDES -L A NDWIRTSCH A FTSK A MMER

NR. JULI 2013

Foto: Schuster

w

t oe.a n k l w w.

Kontrolle schützt vor Waldschäden Schäden und Krankheiten vorbeugen, steht im Wald an erster Stelle. Dort, wo Vorbeugen nicht mehr möglich ist, informieren Forstexperten im Schwerpunkt über Gegenmaßnahmen bei Schädlingen und Abhilfe im Schadensfall.

Hochwasser 2013

Konjunkturpaket

Das Hochwasser setzte vielen land- und forstwirtschaftlichen Flächen zu. Mehr über die Schäden und die Unterstützungsmöglichkeiten des Katastrophenfonds lesen Sie auf Seite 4 und ab Seite 24.

LK NÖ-Präsident Hermann Schultes fordert im Rahmen des Konjunkturpaketes entsprechende Investitionsförderungen für die Landwirtschaft. Mehr auf Seite 5.

Schwerpunkt Seite 3

Die Borkenkäfer, der Albtraum der Forstwirtschaft Schwerpunkt Seite 13

Vom Blattfresser bis zur Nekrose Adressänderung bitte an: NÖ Landwirtschaftskammer Wiener Straße 64, 3100 St. Pölten Tel. 05 0259 29300, Fax 05 0259 95 29300 presse@lk-noe.at


Die landwirtschaft

lk aktuell

m u . D E s n u u R a Ein EREs zuh h n E c f i f s a h c s WiR . s . n Da n e n h o W s r ü f plus

z e Wohn ndumschut u R hnung r o W e e r D d e r Ih phas e Haus o Ih r ohbau R r k Für e d n in h scho el l c u A k dividu n i d n pakt u k Kom

Niederösterreichische Versicherung AG Neue Herrengasse 10 3100 St. Pölten www.noevers.at

Die Niederösterreichische Versicherung

Wir schaffen das.

2 NV_Anzeige_Wohnenplus_198x259_I.indd 1

19.06.13 09:17


Juli_2013

Hermann Schultes persönlich

Aus meiner Sicht

Liebe Leserin, lieber Leser! Ein Gespräch mit einer Biobäuerin, deren positiver Zugang zu den Umständen unseres Wirtschaftens wirklich ansteckend war, geht mir nicht aus dem Kopf. Einerseits kann es keinen Zweifel geben, dass Lebensmittel wohl etwas wirklich Wertvolles sind und sicher zu billig verkauft werden, andererseits kaufen auch wir Bauern selber das günstigere Angebot und fahren zur billigeren Tankstelle. Wir wissen, dass nachhaltig, bodenschonend, tiergerecht, für unsere Lebenseinstellung und unser Weltbild wichtige Maßstäbe sind. Am Weg zum Kunden sind unsere Produkte häufig nur Rohstoffe, die von anderen Wirtschaftsbetrieben zu ihrem eigenen Vorteil vermarktet werden . Die Direktvermarktung ist wichtig, am wichtigsten beim Wein, auch manche Biobauern veredeln ihre Produkte und versuchen sie mit höherer Wertschöpfung dem Endkunden anzubieten. Vom Brennholz bis zu Nudeln, vom Käs bis zur Bauernjause wird alles auch dem Endkunden angeboten. Erfreulich, aber trotzdem nur der geringere Teil, der so zum Kunden findet. Rewe, Spar, Hofer, Agrana und Jungbunzlauer, die Sägewerke und Papierfabriken sind die Herrscher unserer Märkte. Wenig bleibt über diese Vermarktungswege von unseren bäuerlichen Maßstäben in der Realität übrig.

Beispiel gefällig? 99 Prozent unserer Schweine kommen in bester wettbewerbsfähiger Qualität aus konventioneller Produktion auf unsere Teller. Das wird nicht beworben, sondern über Aktionsangebote bei den Kunden angepriesen. Was erzählt die Werbung dem Kunden? Was sagt dazu der Hausverstand? Bei Billa ist das „Ja! Natürlich“ Schweinderl der Werbeträger und selbst dieses wird kein Schnitzel, sondern wird zur Besucherattraktion auf Gut Aiderbichl. Wir leben mit dem Widerspruch unserer bäuerlichen Wirtschaftsmotive und der Realität unserer offenen Märkte. Der Markt ist gnadenlos und alle Marktteilnehmer hoffen auf politische Eingriffe zu ihren Gunsten und wollen gleichzeitig verhindern, dass die Politik bestimmten Gruppen Erleichterungen und

Vorteile verschafft – und das im weltweiten Maßstab. In der Landwirtschaft haben wir bis jetzt über Flächenprämien und die vertragliche Abgeltung der Umweltleistungen die Härten des Marktes und die Risiken der zeitweiligen Überversorgung abgemildert. Die Gelder für diese Prämien werden umverteilt und dabei insgesamt weniger in der direkten Zuwendung an die Bauernhöfe. Gleichzeitig werden unsere Herausforderungen und auch die Antworten unserer Bäuerinnen und Bauern darauf immer vielfältiger. Sollen Prämienmodelle diese Vielfalt ernsthaft berücksichtigen, müssen sie noch wesentlich komplizierter in Kontrolle und Abwicklung werden. Das wird aber von keinem mehr verstanden und auch nicht bezahlt.

Was bleibt also übrig? Die Vielfalt aufgeben und klotzige Fördermodelle aufbauen, die am Markt vorbeigehen? Das wird mir niemand raten. Der richtige Weg kann nur das Stärken unserer Fähigkeiten und der Ergebnisse unserer Vielfalt sein. Unterstützung in der Ausbildung, Zuschüsse zu sinnvollen und durchgerechneten Investitionen, Hilfe bei der Finanzierung der Kosten für Werbung, Marktaufbereitung und Verbesserung unserer Dienstleistungen und die echte Abgeltung unserer Umweltleistungen. Vielfalt ist unsere Stärke, auch auf dem Weg zur Deckung unserer Kundenbedürfnisse. Die Versorgung der Industrie ist genauso wichtig, wie der Export von hochwertigem Zuchtvieh. Da wie dort haben wir internationale Mitbewerber, die aus größeren Dimensionen ihre Auftritte finanzieren, also dürfen wir dagegenhalten, um unsere Chancen aus der Vielfalt zu schützen. Viele Arbeitsplätze in der unmittelbaren Zusammenarbeit, genauso wie in der Bereitstellung der Investitionsgüter hängen daran.

kritische Herausforderung der nächsten Jahre sein. Sie ist zu bewältigen, wenn in der politischen Arbeit wieder die Ergebnisse in der Wirklichkeit der Menschen zählen. Ich wünsche Ihnen und mir, dass nicht Frust und Hilflosigkeit, sondern Kompetenz und Tatkraft zählen. Vielfalt ist unsere Stärke, Einigkeit gibt uns die Kraft. Ich wünsche Ihnen eine gute und unfallfreie Ernte. Herzlichst, Ihr

Markt bedeutet Risiko, der Klimawandel führt zu großflächigen Wetterschwankungen und erhöht das Risiko für die Landwirtschaft. Reduzierte Betriebsprämien fehlen dann als Puffer im Krisenjahr. Wir brauchen also insgesamt auch neue Modelle der Risikovorsorge. Beispiele dafür haben wir schon studiert. Sie bei uns politisch durchzusetzen, wird die 3


Die landwirtschaft

lk aktuell

Hochwasser 2013

Eine Katastrophale Zwischenbilanz

Rund 7.100 ha landwirtschaftliche Nutzfläche war vom Hochwasser betroffen. Der Katastrophenfonds der NÖ Landesregierung soll nun Hochwasseropfern helfen. LK NÖ-Präsident Hermann Schultes und Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich nahmen in Ardagger (Amstetten) zerstörte Felder unter die Lupe. „Das Hochwasser 2013 stellte uns vor große Herausforderungen, auch jetzt noch. Die Futterböden und Silos sind leer. Natürlich sind wir es gewohnt, mit Hochwasser umzugehen. Aber die jetzige Situation hat eine ganz andere Größenordnung“, erklärt Franz Lehner, Landwirt in der Gemeinde Ardagger und Obmann des Ortsbauernrates. Sein Feld liegt unter einer Schlammschicht von über einem Meter begraben. An den ehemaligen Acker erinnert wenig. Eine Sandwüste liegt dort, wo vor dem Hochwasser noch eine landwirtschaftlich genutzte Fläche war. „Das Wasser ist eine Urgewalt. Wir können uns zwar wünschen, dass es keine Überschwemmungen gibt, aber die Realität sieht anders aus. Alleine in Ardagger sind über 1.200 ha betroffen“, erklärt LK NÖ-Präsident Hermann Schultes bei einer Besichtigung betroffener Felder in Ardagger gemeinsam mit Bundesminister Nikolaus Berlakovic. Rund 7.100 ha landwirtschaftliche Nutzflächen standen in Niederösterreich unter Wasser. Davon waren 5.300 ha Ackerland, 1.600 ha Dauergrünland und mehr als 200 ha Sonderkulturen betroffen. Im Alpenvorland und den Voralpen hielten Hangrutschungen die Landwirte in Atem. „Wir müssen Rückhaltemöglichkeiten schaffen“, so Schultes weiter.

Schadenserhebung und Beihilfenhöhe Ein Katastrophenfonds der NÖ Landesregierung soll den Opfern des Hochwassers nun helfen. Eine Beihilfengewährung ist bei einem Gesamtschaden von mehr als 1.000 Euro möglich. Darunter kann nur in 4

LK NÖ-Präsident Hermann Schultes machte sich selbst ein Bild von den immensen Schäden, die das Hochwasser für die Landwirte mit sich gebracht hat. Bei einer Feldbesichtigung im Gemeindegebiet Ardagger sprach er den anwesenden Bauern Mut zu und informierte über mögliche Beihilfen sowie Schutzmaßnahmen für die Zukunft. Foto: LK NÖ/Eva Posch

absoluten Ausnahmefällen – wie etwa bei besonderer Bedürftigkeit – eine Unterstützung gewährt werden. Grundsätzlich ist eine Beihilfe von bis zu 20 Prozent des verbleibenden Schadens vorgesehen. „Bei einzelnen absoluten Härtefällen kann

Überschwemmungsflächen melden Betroffene Landwirte können bis 5. Juli bei der Österreichischen Hagelversicherung versicherte Agrarflächen, die im Zuge der Überschwemmung beschädigt wurden und heuer nicht mehr zur Ernte kommen, melden. Die Versicherungsprämie wird für diese Flächen reduziert. Die geschädigten Feldstücke sind auf einer Kopie der Flächennutzung der AMA unter Angabe der Polizzennummer zu kennzeichnen und an die Österreichische Hagelversicherung unter Tel. 01 403 16 81 46 zu faxen oder an office@hagel.at zu mailen. Bei Fragen kontaktieren Sie Ing. Michael Gindl (NÖ-West) unter Tel. 0664 281 82 96 oder Ing. Josef Kaltenböck (NÖ-Ost) unter Tel. 0664 827 20 53.

es auch höher sein“, meint Schultes. Bei einem Schadensfall ist zu allererst die Gemeinde zu verständigen. Einzelheiten zu Beihilfeabwicklung und die richtige Vorgehensweise lesen Sie auf den Seiten 24 und 25. Eva Posch

Bauernbund hilft Hochwasseropfern Bauernbunddirektorin Klaudia Tanner ruft gemeinsam mit der Präsidentin des gemeinnützigen Vereins „Hilfe im eigenen Land – Katastrophenhilfe österreichischer Frauen“, Sissi Pröll, zu einer Spendenaktion auf. HILFE IM EIGENEN LAND hilft österreichweit bei Lebens- und Naturkatastrophe menschlich, rasch und unbürokratisch. Wer jetzt jene Landwirte, die besonders schwer von den Überschwemmungen betroffen sind, unterstützen möchte, kann dies über den gemeinnützigen Verein tun. Spenden sind erbeten auf das Konto 12.200.002, bei der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien AG. Verwendungszweck: Hilfe für Niederösterreichs Bauern.


Juli_2013

Weizenstärkeanlage der Agrana in Pischelsdorf wurde eröffnet

Konjunkturpaket geplant

Neuer Heimmarkt für überschüssigen Futterweizen

Gelder auch für Landwirtschaft

Rund 250.000 Tonnen Futterweizen wertet die Agrana in der kürzlich in Pischelsdorf eröffneten Weizenstärkeanlage unter anderem auch für die menschliche Ernährung auf. Für die Landwirtschaft entsteht ein zusätzlicher Absatzmarkt.

Nach der Insolvenz des Baukonzerns ALPINE wird von der Regierung ein Konjunkturpaket ins Leben gerufen. LK NÖ-Präsident Hermann Schultes weiß, dass Investitionen in den landwirtschaftlichen Bereich die Wirtschaftskraft des Landes dauerhaft stärken. Deshalb die Forderung: Mittel müssen auch gezielt für den ländlichen Raum zur Verfügung stehen.

Durch die Investition von 70 Millionen Euro sind 50 neue Arbeitsplätze in Pischelsdorf und ein neuer Absatzmarkt für die Landwirtschaft entstanden. Für Ernst Karpfinger, Präsident der Österreichischen Rübenbauern macht die Beteiligung der Rübenbauern an der Weizenstärkeanlage Sinn. „Weizen gehört zur Fruchtfolge und wir Bauern sind interessiert daran, ihn bestmöglich zu vermarkten“, erklärt Karpfinger. „Wir schaffen mit der Verarbeitung von Futterweizen Arbeitsplätze an und in der Landwirtschaft. Außerdem können wir unsere Produkte mit einem starken Partner im Inland verwerten und brauchen sie nicht zu exportieren.“ Der Weizen für die Anlage stammt aus regionalen Überschüssen.

Aus Eins mach Vier Weizen wird in Pischelsdorf zu Weizenstärke, Weizengluten, Weizenkleie und hochreinem CO2 weiter verarbeitet. Weizenstärke wird hauptsächlich in der Papierindustrie, aber auch in der menschlichen Ernährung eingesetzt, zum Beispiel für Nudeln, Brot und Backwaren. Weizen-

Agrana-Vorstandschef Johann Marihart und Agrana Werksleiter Josef Eisenschenk wollen mit der neuen Weizenstärkeanlage jährlich aus 250.000 Weizen 55.000 Tonnen Weizenkleie, 105.000 Tonnen Weizenstärke und 23.500 Tonnen Weizengluten erzeugen. Fotos: LK NÖ/Pöchlauer-Kozel gluten wird zur Mehlverbesserung, zur Herstellung von Heimtiernahrung und zur Erzeugung von Fischfutter verwendet. Die Weizenkleie landet in den Futtertrögen. Ungenutzte Rohstoffbestandteile der Weizenverarbeitung gehen in den Fermenter der benachbarten Bioethanolanlage. Dort werden sie zu hochreinem CO2 für die Lebensmittelindustrie und zum Futtermittel Actiprot weiter veredelt. Das Gluten geht zu 99 Prozent in den Export, die Stärke zu 50 Prozent an europäische Abnehmer und das Futtermittel Kleie wird nach Möglichkeit in Österreich abgesetzt.

Bester Standort in ganz Europa

Erwin Hameseder, Ernst Karpfinger, Erwin Pröll, Christian Konrad und Johann Marihart beim „Durchschnitt“ (v.l.).

Im Rahmen der Eröffnung betont Landeshauptmann Erwin Pröll, dass das Werk in Pischelsdorf bei Tulln schon aufgrund seiner Lage an der Donau und der Nachbarschaft zum Bioethanolwerk Europas bester Standort für eine derartige Anlage ist. „Sie ist ein Schlüsselprojekt für die Entwicklung des Landes“, betont Pröll. „Sie ist innovativ und zugleich ein Musterbeispiel dafür, wie wir in Zukunft mit unseren Rohstoffen umzugehen haben.“ Paula Pöchlauer-Kozel

„Seit jeher hat die Landwirtschaft immer wieder unter Beweis gestellt, dass sie ein verlässlicher Wirtschaftsmotor ist. Mit ihren vielseitigen Investitionen ist sie ein entscheidender Faktor in der Konjunkturbelebung“, erklärt LK NÖ-Präsident Hermann Schultes. Landwirtschaftliche Investitionsförderungen im Zusammenhang mit dem geplanten Konjunkturpaket sieht er als Chance für die Zukunft. Als landwirtschaftliche Fördergegenstände nennt Schultes nicht nur bauliche Investitionen im Bereich von Wirtschaftsgebäuden wie Stallungen oder technischen Einrichtungen. Auch in die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur und in die Erweiterung des Breitbandnetzes in NÖ muss investiert werden. Ein weiterer Schwerpunkt ist laut Schultes im Bereich Gartenbau zu setzen. „Ein investierter Euro in die Landwirtschaft ist eine Investition von der - durch die wirtschaftlichen Verflechtungen - Stadt und Land gleichermaßen profitieren“, so Schultes. Alleine bei den Investitionen in landwirtschaftliche Gebäude und in den Gartenbau ist in NÖ mit einem Mittelbedarf von 15 bis 20 Millionen Euro zu rechnen. Politische Unsicherheiten haben, so Schultes, in der Landwirtschaft zu einer Zurückhaltung geführt. Dabei gibt er zu bedenken: „Fördermittel in der Landwirtschaft lösen mit Sicherheit das vier- bis fünffache an Gesamtinvestitionen aus.“ Mittel, die also für eine florierende Wirtschaft unumgänglich sind. Eva Posch 5


Die landwirtschaft

lk aktuell

Nachfolge: Karl Schmoll ist neuer Chefarzt der SVB

„Die Würde des Patienten steht im Mittelpunkt“

Mit 1. Juli übernimmt Karl Schmoll die Leitung des ärztlichen Dienstes bei der Sozialversicherung der Bauern (SVB). Unfallprävention, Patientenwürde und Weiterbildungsmaßnahmen für sein Team sind nur einige Punkte, für die er sich künftig einsetzen möchte.

Sein neues Büro hat Doktor Karl Schmoll bereits vor einiger Zeit bezogen. Der Mediziner blickt der neuen Herausforderung mit Freude entgegen. Foto: LK NÖ/Eva Posch

Schon immer waren die beruflichen Ziele von Doktor Karl Schmoll klar gesetzt. Von Kinderbeinen an, wusste der heute 58-jährige genau, dass er einmal medizinisch tätig sein wird. Dabei gibt Schmoll eines zu: „Anfangs wollte ich eigentlich Tierarzt werden, habe mich dann aber von ganzem Herzen für die Humanmedizin entschieden.“ Eine gute Entscheidung, wie sich heute zeigt. Denn Schmoll übernimmt mit 1. Juli die Leitung des ärztlichen Dienstes bei der SVB. Damit folgt er Chefarzt Doktor Wolfgang Fischer nach, der sich nach 28 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. „Prinzipiell dürfen die Patienten von mir erwarten, dass es mindestens so gut weitergeht wie bisher“, erklärt Schmoll.

Mit viel Elan zu neuen Ufern Ihn erwartet nun ein vielseitiges Arbeitsfeld. Fragen zur Versicherung sowie Begutachtungen und Zuerkennung von Pflegegeldern sind in Zukunft aus seinem beruflichen Alltag nicht mehr wegzudenken. „Die SVB bietet eine umfassende Betreuung über alle Versicherungssparten hinweg. Damit wird den Patienten ein rundum Service geboten, das von der Krankenversicherung über Pensionsversicherung bis hin zur Unfallversicherung reicht. Das habe ich bis jetzt in meiner bisherigen Laufbahn noch bei keiner anderen Versicherung kennengelernt“, meint der Chefarzt und freut sich auf die neue Herausforderung. Schon im März wechselte der Mediziner von der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA) in die SVB. Ganze 22 Jahre lang setzte er sich dort auch als Begutachter für die Anliegen der Patienten 6

ein. Dabei gibt er jedoch eines lachend zu bedenken: „Man sollte aufhören, wenn es am besten schmeckt.“ Vor allem der Reiz der neuen Tätigkeit machte ihm die Entscheidung schlussendlich leicht. „Gelegentlich sollte man sich Herausforderungen stellen oder sich auch einfach welche auferlegen. Diese habe ich in der SVB gefunden.“

Der Patient im Mittelpunkt Besonders angetan zeigt sich Schmoll von den unterschiedlichsten Serviceleistungen, welche die SVB den Versicherten bietet. Neben dem umfassenden Versicherungsschutz werden den Patienten auch Aktionstage für unterschiedlichste

Probleme angeboten. Dabei kommen Jung und Alt gleichermaßen auf ihre Kosten. Während die „Aktion 50+“ Hilfestellungen für ältere Menschen anbietet, zielt „Fit ins Leben“ auf die jüngere Zielgruppe ab. Dabei soll übergewichtigen Kindern professionell geholfen werden. Vorträge und Infoveranstaltungen runden das Angebot noch zusätzlich ab. Dabei geht es darum, den Patienten in gewissen medizinischen Themenbereichen zu schulen und zu informieren.

Unfallprävention als Ziel für die Zukunft Ein wichtiges Anliegen für die Zukunft ist dem Chefarzt die Unfallprävention: „Die Frage ist nur, ‚wie tun‘? Denn trotz


Juli_2013 Aufklärungskampagnen und individuellen Beratungen passieren immer wieder schwere Unfälle, die zu Dauerinvalidität führen können. Das ist für den Bauern existenzbedrohend.“ Ein Umstand, der den Arzt auch zukünftig noch umfassend beschäftigen wird. Doch auch nach einem Unfall werden die Versicherten, laut Schmoll, nicht alleine gelassen. Pflegegeld und Rehabilitationsangebote werden von der SVB ebenso angeboten wie Burn out-Profylaxe. „Unter dem Namen ‚Pflegt die Pflegenden‘ soll Personen geholfen werden, die Angehörige pflegen. Oftmals unterschätzen sie nämlich den Aufwand und geraten dadurch in ein Burn out“, beschreibt Schmoll. Verschiedenste Maßnahmen der SVB sollen jenen Menschen helfen, wieder auf die Beine zu kommen und den Druck hinter sich zu lassen. Damit aber noch lange nicht genug: Selbst im Rahmen der MedikamentenTherapie weiß die SVB bei den Patienten zu punkten. „Bewilligungen für Medikamente werden bei uns, wie bei jedem Versicherungsträger auch, mittels Arzneimittel-Bewilligungs-Service von den niedergelassenen Ärzten beantragt und von den Mitarbeitern des ärztlichen

Dienstes abgearbeitet.“ Dafür haben sie maximal eine halbe Stunde Zeit, wie Schmoll zu berichten weiß. Elektronisch langen die Anfragen bei der SVB ein und werden innerhalb dieser Zeitspanne abgearbeitet. Zwischen 15 und 20 Minuten, dauert durchschnittlich die Bewilligung eines Rezeptes. Strenge Kontrollen sichern jene Zielvorgabe. „Bis auf einige wenige Ausreißer wird das von der SVB auch erfüllt“, meint Schmoll.

„Es läuft das Rezept, nicht der Patient“ Nur in Ausnahmefällen muss der Patient auf sein Medikament länger warten: „Das sind dann aber auch ganz spezielle Fragestellungen und keine Nullachtfünfzehn Medikamente.“ Der neue Chefarzt erkennt viele Vorteile in diesem System. Einfache und rasche Abwicklung sind nur zwei der positiven Nebeneffekte, die das Arzneimittel-Bewilligungs-Service mit sich bringt. „Das Gute ist, dass der Patient beim Arzt direkt auf die Bewilligung warten kann. Es läuft also das Rezept und nicht wie früher der Patient, wo er noch selbst die Bewilligung einholen musste“, so Schmoll. Alles in allem ein breites Leistungsspektrum, das den Versicherten bei der SVB zur Verfügung steht. Kein Wunder, dass selbst Schmoll

Steckbrief von Primarius Dr. Karl Schmoll Im Jahr 1955 geboren, begann er nach seiner Promotion an der Medizinischen Universität Wien im Jahr 1980 die Turnusausbildung im SMZ-Süd und in den Jahren 1982 bis 1987 seine Facharztausbildung in der 1. Med. Abteilung des SMZ-Süd. Seine berufliche Laufbahn begann er 1987 als Oberarzt im Rehabilitationszentrum Hochegg der Pensionsversicherungsanstalt (PVA). Seit 1990 war er Ärztlicher Leiter des Gesundheitszentrums der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA), bevor er mit 1. März 2013 in die Sozialversicherungsanstalt der Bauern (SVB) wechselte. Er ist in verschiedenen wissenschaftlichen Gremien vertreten. Unter anderem ist er Mitglied der Heilmittelevaluierungskommission und Vorstandsmitglied der Gesellschaft der Gutachterärzte Österreichs.

nicht sagen kann, welches Angebot er wohl am meisten schätzt. „Die Leistungen selber kann man nur schwer bewerten. Eine Rangordnung ist dabei fast nicht möglich. Denn alle Angebote haben für die Versicherten je nach Situation unterschiedliche Bedeutung“, erklärt der 58-jährige. Für die Zukunft und von den Patienten wünscht sich Schmoll nur eines: „Dass uns alle als das sehen, was wir sind, nämlich eine Kranken-, Pensions- und Unfallversicherung.“ Dabei ist auch immer wieder Verständnis von Seiten der Versicherten gefragt. Denn rechtliche Vorschriften gilt es auch hier einzuhalten. „Wir können nur Leistungen im Rahmen der Gesetze erbringen. Dennoch versuchen wir individuell auf die Bedürfnisse aller einzugehen.“ Eva Posch

Jede Menge Arbeit wartet auf den neuen Chefarzt Karl Schmoll. Gemeinsam mit seiner Mitarbeiterin Viktoria Schuster versucht er, die besten Wege für seine Patienten zu finden. Foto:LK NÖ/Eva Posch 7


Die landwirtschaft

lk aktuell

Bildungsausschuss präsentiert Pläne für kommende Saison

Pflanzenbauausschuss: Viele Themen diskutiert

Hohe Standards für das neue Bildungsjahr

Neuerungen meistern

Der aktuelle Stand der Gemeinsamen Agrarpolitik, der Pflanzenschutz SachkundeAusweis aber auch das Neonikotinoid-Verbot standen beim Pflanzenbauausschuss auf der Tagesordnung. GAP und ÖPUL diskutiert

Die Planung für die kommende Bildungssaison ist bereits voll im Gang. Eine gute Mischung aus bewährten Veranstaltungen und neuen Schwerpunkten wartet.

Beim Bildungsausschuss mit dabei (v.l.): LFI-Geschäftsführer Johann Schlögelhofer, Johannes Fankhauser von der LK Ö, Landeskammerrätin Anna Brandstetter, Kammerdirektor Franz Raab und Abteilungsleiterin Elfriede Schaffer. Foto: LK NÖ/ Eva Posch

„Wir in der Landwirtschaftskammer haben mit unserem Bildungsauftrag eine große Verantwortung“, erklärt Geschäftsführer des Ländlichen Fortbildungsinstituts (LFI) Johann Schlögelhofer. Eine Verantwortung, die nicht auf die leichte Schulter genommen wird, wie der Bildungsausschuss zeigte.

Für alle das Richtige dabei Denn in Workshops begaben sich Fachleute gemeinsam mit Entscheidungsträgern auf die Suche nach weiteren Themen und Verbesserungsmöglichkeiten. Darüber hinaus erhielten die Ausschuss-Teilnehmer einen Überblick über die geplanten Maßnahmen. Bewährtes wird fortgeführt und mit neuen Veranstaltungen kombiniert – so das Ergebnis. Eine neue Maßnahme ist im Bereich der Pressearbeit geplant, um den Bauern auch 8

hier eine Hilfestellung zu bieten. Damit wird an den Erfolg der letzten Jahre angeknüpft.

Rückblick und Ausblick 2011 nahmen 111.176 Interessierte an 3.568 Veranstaltungen teil. „Es war ein sehr erfolgreiches Jahr. Die Zahl der Veranstaltungen ist im Vergleich zu 2011 gleich geblieben, die Teilnehmerzahlen sind etwas zurückgegangen“, so Schlögelhofer. Weiterbildung wird auch in Zukunft ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Landwirte sein. „Damit das Bildungsangebot auch in der neuen GAP-Periode ab 2014 attraktiv und leistbar bleibt, muss die Bildung im österreichischen Programm für die ländliche Entwicklung Priorität haben und entsprechende Fördermittel sind vorzusehen“, fordert die Ausschussvorsitzende Anna Brandstetter.

Ein wesentlicher Punkt des Ausschusses war die Gemeinsame Agrarpolitik sowie die ÖPUL-Maßnahmen. Dabei wurde der aktuelle Stand verdeutlicht und auch das Übergangsjahr 2014 intensiv behandelt. „Ein Neueinstieg in ÖPUL 2007 ist nicht mehr möglich. Im Rahmen des Herbstantrages können aber Maßnahmen verlängert werden, für die 2013 eine gültige Verpflichtung bestand“, erklärt Ferdinand Lembacher, Pflanzenbau-Abteilungsleiter. Für die Begrünung von Ackerflächen ist ein Antrag bis 15. Oktober zu stellen. Für alle anderen Maßnahmen reicht die Frist bis 15. November. „Wird kein Antrag gestellt, endet ÖPUL 2007 mit Ende Dezember“, so der Pflanzenbauexperte.

Doch damit nicht genug: Auch der Pflanzenschutz Sachkunde-Ausweis wurde im Rahmen des Ausschusses diskutiert. In der ganzen EU wird ab 2015 jeder der Pflanzenschutzmittel kauft oder verwendet einen solchen Ausweis benötigen. Die Abwicklung in den Bezirksbauernkammern ist bereits im Gange. Landwirte, die aufgrund langjähriger Praxis vor 2006 als sachkundig gelten müssen schon heuer beantragen. Insgesamt 10.000 Voranmeldungen liegen in den Bezirksbauernkammern bereits auf. Darüber hinaus regte das Neonikotinod-Verbot die Teilnehmer zu Diskussionen an. „Es wird für die Produktion immer enger“, erklärt Lembacher bei seinen Ausführungen über die Folgen des Verbotes. „Vor allem bei Raps und Grünerbse tut uns das Verbot sehr weh“, so Lembacher abschließend. Die vortragenden Experten der Landwirtschaftskammer NÖ gaben einen Einblick in zahlreiche komplexe Themen. Foto: LK NÖ/Eva Posch


Juli_2013

Arbeitsgruppe Schwein tagte

Generalversammlung Maschinenring

Weiterentwicklung und Qualitätssicherung

Neuer Obmann gewählt

Emissons- und Immissionsbeurteilung, Praxisentwicklung bei Abferkelbuchten und aktuelle Marktveränderungen diskutierten die Mitglieder der Arbeitsgruppe Schwein in ihrer letzten Sitzung.

Am Mittwoch, 19. Juni, lud der Maschinenring Niederösterreich/Wien zur Generalversammlung ins Francisco Josephinum. Dabei stand auch die Wahl des neuen Obmanns auf der Tagesordnung.

Mit der Änderung der 1. Tierhaltungsverordnung im März 2012 wurde wieder Rechtsund Planungssicherheit im Stallbau für Betriebe mit Zuchtsauen geschaffen. Die Verordnung gibt aber vor, dass Abferkelbuchten in den nächsten Jahren so weiter entwickelt werden müssen, dass den Zuchtsauen nach einem bestimmten Zeitraum, in dem sie weiterhin fixiert werden dürfen, ein Bewegungsraum angeboten werden muss.

zu testen. Dabei gilt es auch, die Eignung in der Praxis zu beurteilen. In einem zweiten Schritt sollen die Buchten auch auf anderen Betrieben eingebaut und überprüft werden. Dazu werden in den „schweinestarken“ Bundesländern Betriebe gesucht, die bereit sind, diese Buchten einzubauen und in der Praxis zu testen. Landeskammerrat Josef Hieger, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Schwein, betont: „Mit dieser Initiative zeigen wir, dass wir auf gesellschaftliche Anforderungen reagieren und Weiterentwicklungen beim Tierwohl aktiv vorantreiben. Gleichzeitig ist es für uns wichtig, alle Bereiche, die für Betriebsleiter und ihre Familien wichtig sind, mit zu berücksichtigen.“

Wachstum schreitet voran

Praxisprojekt für die Zukunft Auf Initiative der Landwirtschaftskammern wurde bereits 2012 ein Projekt auf den Weg gebracht, mit dem Ziel, die praktischen Aspekte in diesen Entwicklungsprozess mit einzubringen. Arbeitswirtschaft und Arbeitsschutz sowie Management und Wirtschaftlichkeit stellten dabei wesentliche Kriterien dar. Beratungskräfte der Landwirtschaftskammern, Schweinehalter und Stallbaufirmen entwickelten im vergangenen Winter mehrere Prototypen von Abferkelbuchten. Diese werden zunächst an den Schulstandorten Gießhübl (NÖ) und Hatzendorf (Stmk) eingebaut. In den nächsten Monaten heißt es, diese Buchten auf „Kinderkrankheiten“

45 Jahre alt, Vater von zwei Kindern und frisch gebackener Landesobmann des Maschinenrings Niederösterreich/ Wien. So lautet der kurze Steckbrief von Johann Bösendorfer aus Waidhofen an der Ybbs. Einstimmig wählten ihn die Mitglieder in seine neue Funktion. Damit folgt Bösendorfer Manfred Ungerböck nach, der im März seinen Vorsitz niederlegte.

Qualitätssicherung im Fokus Gerhard Grießler, Geschäftsführer der Besamungsstation Hohenwarth, ging in der Arbeitsgruppe auf die strikten Hygienemaßnahmen in der Besamungsstation Hohenwarth ein. Bereits beim Ankauf von Ebern werden Voruntersuchungen zum Gesundheitsstatus durchgeführt. Weitere Untersuchungen folgen in der mehrwöchigen Quarantänezeit. Hohenwarth ist Teil des FBFVerbundes, eines Zusammenschlusses von Besamungsstationen im deutschsprachigen Raum. Neben praxisorientierter Forschung unterziehen sich die beteiligten Stationen regelmäßig einer externen Qualitätsprüfung nach einheitlichen Standards.

Doch nicht nur Neuwahlen standen für die zahlreich erschienenen Mitglieder im Festsaal des Francisco Josephinums auf dem Programm. Auch ein Rückblick auf das vergangene Geschäftsjahr wartete. „2012 war das erfolgreichste Jahr in der Maschinenring-Geschichte“, so die Geschäftsführer Christian Wildeis und Gernot Ertl. Mit

LK NÖ-Präsident Hermann Schultes (r.) gratuliert dem neuen Landesobmann des Maschinenrings Johann Bösendorfer. Foto: LK NÖ/Eva Posch

rund 14.000 Euro konnten die Umsatzerlöse im Vergleich zu 2011 gesteigert werden. Wachstum ist unter anderem auch im Winterdienst und im Forst angesagt. Als neues Service wurde im vergangenen Jahr die Heizwerkbetreuung eingeführt. Mittlerweile können 187 Anlagen verzeichnet werden. 6.367 Kunden und 310 Gemeinden – so lautet die erfreuliche Bilanz des Vorjahres.

Neue Führung in der Bezirksbauernkammer Hollabrunn Friedrich Schechtner (Bild) ist neuer Chef der Bezirksbauernkammer Hollabrunn. Er folgt Richard Hogl nach, der aufgrund seines Einzuges in den NÖ Landtag nach 18 Jahren sein Amt als Obmann zurücklegte. Schechtner betont: „Ich werde mich bemühen den erfolgreichen Weg meines Vorgängers fortzusetzen.“ Foto: BBK Hollabrunn

9


Die landwirtschaft

lk aktuell

LFI-Zertifikatsverleihung 2012/2013

Ernteschätzung 2013

Bildung als Rüstzeug

Gute Ertragsprognose trotz Hochwassers

Über 3500 Bildungsveranstaltungen wurden in der vergangenen Bildungssaison vom LFI NÖ erfolgreich durchgeführt. 200 Menschen absolvierten Zertifikatslehrgänge. LK NÖ Präsident Hermann Schultes, selbst Obmann des LFI von 1997 – 2000, gratuliert zur abgeschlossenen Bildungssaison 2012/2013 und unterstreicht gegenüber den Absolventen: „Wissenserwerb ist die größte Kulturleistung und keine Förderung ist für den betrieblichen Erfolg so ausschlaggebend, wie eine zielgerichtete Beratung oder Ausbildung.“ Der Obmann des LFI NÖ Andreas Ehrenbrandtner verweist auf den Bildungshunger der Bäuerinnen und Bauern: „Laufende Fortbildung wird von unseren Land- und Forstwirten sehr ernst genommen. Es ist beachtlich wie viel Zeit sie dafür aufwenden, ihr Wissen kontinuierlich zu vertiefen.“ Das LFI NÖ bietet mit Zerti-

10

fikatslehrgängen, Arbeitskreisen und weiteren Fachkursen ein gutes Rüstzeug für die Anforderungen der heutigen Landwirtschaft und darüber hinaus.

Mit LFI-Kursen zum Erfolg Die Drop-Out-Rate bei LFI Kursen ist im Übrigen sehr niedrig. Etwa 95% der Teilnehmer, die einen Zertifikatslehrgang beginnen, schließen diesen auch ab. Das bestätigt, dass die Teilnehmer in diesen Kursen das angeboten bekommen, was sie erwartet haben. Für einen erfolgreichen Abschluss ist eine Abschlussarbeit inklusive Präsentation erforderlich. Ein Zertifikatslehrgang besteht aus mindestens 80 Unterrichtseinheiten á 50 Minuten. Monika Meller absolvierte erfolgreich den Zertifikatslehrgang „Kräuterpädagogik“ in der vergangenen Bildungssaison. Es gratulierten (v.l.): LFI-Geschäftsführer Johann Schlögelhofer, LK NÖ-Präsident Hermann Schultes und LFI-Obmann Andreas Ehrenbrandtner. Foto: LK NÖ/Erich Marschik

Die diesjährige Ernte steht vor der Tür: Sind die Prognosen für Niederösterreich zwar positiv, sehen sich Landwirte aufgrund der Feuchtigkeit mit einem erhöhten Krankheitsdruck konfrontiert. Eine gute Entwicklung bei Weizen und Raps. Durchschnittliche Erträge bei Sommergerste sowie ein Anbauplus von Sojabohnen: So präsentiert sich die derzeitige Situation auf Niederösterreichs Feldern. Trotz der starken Unwetter, dem schweren Hagel und den verheerenden Überschwemmungen, vor allem im Donauraum, ist laut Schätzungen mit einem deutlichen Anstieg der Erntemenge im Vergleich zum Vorjahr zu rechnen. Dies ist unter anderem nicht nur auf die schlechten Erträge des Vorjahres zurückzuführen, auch die Niederschläge begünstigten in vielen Regionen das Wachstum. „Wir hoffen, dass sich der Witterungsverlauf nun so gestaltet, dass wir diese prognostizierten Zahlen auch in den Silos wiederfinden“, meint Landeskammerrat Otto Auer. Doch selbst dann ist

Franz Stefan Hautzinger (LK Bgld), Gerhard Wlodkowski (LK Ö), Ernst Gauhs, Franz Windisch (LK W) und LKR Otto Auer erwarten eine überdurchschnittliche Getreideernte. Foto: LK NÖ/Eva Posch

für die Landwirte noch kein Grund zur Freude angesagt. „Ob die Ernte einen Wert hat, hängt von Preis und Ertrag ab. Beides ist riskant. Mit der neuen Agrarpolitik der EU wird die Betriebsprämie als Risikopuffer abgebaut“, erklärt LK NÖ-Präsident Hermann Schultes. Neue Instrumente gilt es für die Zukunft zu finden. „Wir brauchen eine weiterentwickelte Risikoversicherung nach amerikanischem Muster der Ernteversicherung, mit Absicherung des Rückversicherungsrisikos durch die europäische Solidarität“, fordert Schultes.

NÖ-Prognosen 2013 Winterweizen: +54 Prozent Roggen: +26 Prozent Durumweizen: +29 Prozent Sommergerste: +36 Prozent Wintergerste: +23 Prozent Raps: +36 Prozent


Juli_2013

Niederösterreich prämiert Weinkultur der Extraklasse

Top-Heurige überzeugten mit Spitzenweinen

Acht Heurigenbetriebe aus Niederösterreich konnten sich über die Auszeichnung ihrer Weine freuen. 126 Top-Heurige gibt es derzeit in Niederösterreich. Rund 500 Weine haben diese Betriebe bei der Landesweinprämierung eingereicht. Dabei steht für Josef Pleil, Vizepräsident der LK NÖ und Präsident des Österreichischen Weinbauverbandes, fest: „Für Top-Heurige reicht es nicht, zwei, drei Qualitätsweine auf der Karte zu haben. Der Winzer muss die Qualität seiner Weine bei Wettbewerben unter Beweis stellen.“ Das haben sie auch getan und acht Heurigen dürfen zukünftig eine weitere Auszeichnung auf ihr Konto schreiben. Infos zur Aktion „Top-Heuriger“ unter Tel. 05 0259 26500.

Aus sieben Weinbaugebieten Niederösterreichs stammen die diesjährigen Preisträger. Foto: LK NÖ/Erich Marschik

Die Prämierten Winzerhof Landauer-Gisperg, Tattendorf, www.winzerhof.eu Heuriger Schüttkastenstüberl Urban, Wullersdorf, www. weinbau-urban.com Heuriger Waldschütz, Obernholzer Kellergasse, www.waldschuetz.at Heuriger Müller, Krustetten, www.weingutmueller.at Heuriger Familie Siedler, Mautern, www.siedler.cc Heuriger Mayer-Hörmann, Feuersbrunn, www.veltliner.at Spätrot Heuriger Gebeshuber, Gumpoldskirchen, www.heuriger-spaetrot.com Heuriger im Weingarten Schöller, Traismauer, www.weinschoeller.at

Woche des Waldes im Zeichen der Nachhaltigkeit Die Waldviertlerin Viktoria Hutter, amtierende Waldkönigin und Forststudentin, zeigte in der Woche des Waldes mit Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich, was Nachhaltigkeit bedeutet. Forstwirtschaftliches Know-how, Naturverbundenheit und Nächstenliebe sind für sie dabei das Um und Auf.

Aus dem Land

Wachstum, Erfolg und Nachhaltigkeit bei der BETAEXPO Tulln Bei Sonnenschein präsentierte sich Österreichs größtes landwirtschaftliches Schaufeld am Donnerstag, 13. Juni, seinen rund 3.000 Besuchern in Tulln. Am Schaufeld wurden Sortenversuche, Herbizid- und Fungizidanwendungen sowie Düngeversuche bei den AGRANA-Kulturen gezeigt. Landesbäuerin Maria Winter ergänzt das diesjährige BETAEXPO-Motto „Intensivierung. Wachstum. Erfolg. Mit Nachhaltigkeit“ um „Individualität“. Hinter Individualität stehen Betriebe und Personen, die täglich wirtschaftliche Entscheidungen treffen. Laut Winter ist Individualität somit der Schlüssel zum Erfolg. Foto: zVg/Betaexpo Neue AMA-Plakatkampagne mit jeder Menge Biss Paprika, Paradeiser, Gurken und Co haben jetzt Hochsaison. Rechtzeitig zum Start der Haupternte macht die AMA mit einer Plakatkampagne Lust auf frische Vitamine. In ganz Österreich leuchten die prächtigen Fruchtgemüse derzeit auf 24-Bogen-Plakaten. Fruchtgemüse gehört zu den beliebtesten Gemüsesorten der Österreicher. Rund 70.000 Tonnen Paradeiser, Paprika und Gurken werden jedes Jahr verspeist. Gemüsebauer Martin Flicker und seine beiden Kinder sind stolz auf ihre Produkte. Foto: AMA-Marketing Ein Feldtag zum Jubiläumstag Mit einem großen Jubiläumsfeldtag feierte die Probstdorfer Saatzucht Mitte Juni ihr 66-jähriges Bestehen. Neben einer Podiumsdiskussion zum Thema „Landwirtschaft im Zeichen des Klimawandels“ wurde den Gästen auch ein vielfältiges Rahmenprogramm geboten. Agrarlandesrat Stephan Pernkopf (r.) nutzte die Gelegenheit gemeinsam mit Bezirksbauernkammer-Obmann Manfred Zörnpfenning aus Gänserndorf für einen Betriebsrundgang. Foto: Probstdorfer Saatzucht/Walter K.

Milchbauern und Milchproduktion in Nöstach im Mittelpunkt Gleich drei Veranstalter stellten die Milch für einen Tag ins Zentrum der Öffentlichkeit. Denn die MGN Milchgenossenschaft lud mit der NÖM AG und dem Rinderzuchtverein Pottenstein zum Fest. Neben einer Rinderschau wartete auch ein Milchlehrpfad in Nöstach auf die rund 1.500 Gäste. Foto: MGN

Foto: Bernhard Kern

11


Die landwirtschaft

Pflanzenbau

P rod u ktio n

Rohmilch mit niedrigen Keimzahlwerten erzeugen

S 14

Reinigen und Kühlen sind der Keime Feind

LKV-Service: Der Rinderdatenverbund im Wochenplan Zusatzabgabe Milch S 15

Ergebnisse der anonymen Befragung der LKV NÖ Mitglieder S 16

BOA-Farm – Vom Kuhhotel zum Inlokal S 17

Eber und Stier des Monats S 18

Clostridien-Enterotoxämie bei Ziegen vorbeugen S 19

Auf dem Weg zu Superdrohnen

Vatergenetik bei Bienen S 20

Schwarznuss

Gastbaumart Nummer vier ist wertvoll aber auch anspruchsvoll S 21

Bodenlehrpfad als Audioguide S 22

Invekos

12

Den Preis, den ein Landwirt für die angelieferte Milch erzielen kann, hängt stark von der Keimzahl ab. Wie die Keime in die Milch kommen und was man dagegen tun kann, erfahren Sie im folgenden Beitrag. Die Milch in der Drüsenzisterne gesunder Tiere ist keimfrei. Die Keime kommen erst beim und nach dem Melken in die Milch. In der Zwischenmelkzeit dringen Keime in den Strichkanal ein und gelangen beim Melken in die Milch. Keime aus der Stallluft kommen über den Lufteinlass am Sammelstück in das System. Ungenügend gereinigte Zitzen bringen Keime ein. Aus kranken Eutervierteln können pathogene Keime hinzukommen. Schlecht gereinigte Melk- und Kühleinrichtungen verursachen die größte Keimbelastung.

Topgereinigte Melkanlagen außen und innen sorgen für niedrige Keimzahlen. Foto: LK NÖ/Groißmayer

verzüglich auf mindestens 8 °C und bei nicht täglicher Abholung auf mindestens 6 °C abzukühlen. Bei der Beförderung gekühlter Milch zu dem Be- oder Verarbeitungsbetrieb darf die Temperatur der Milch 10 °C nicht übersteigen. Mit steigender Keimbelastung der Rohmilch gelangen auch Verderbniserreger in die Milch und stören die Verarbeitung und mindern die Qualität. Qualitativ hochwertige Milchprodukte können nur aus Rohmilch bester bakteriologischer Qualität hergestellt werden.

Kriterium

Mindestanzahl der Untersuchungen pro Monat

Richtige Kühltemperatur

Fett

3

Bei guten Lebensbedingungen können sich Bakterien alle 20 bis 30 Minuten verdoppeln. Rasches Kühlen senkt die Milchtemperatur ab und die Keime vermehren sich deutlich langsamer. Welche Kühltemperaturen einzuhalten sind, regelt das „EU-Hygienepaket“. Die Milch ist bei täglicher Abholung un-

Eiweiß

3

Keimzahl

2

Somatische Zellen

2

Gefrierpunkt (zeigt evtl. Verwässerung der Milch an)

1

Hemmstoffe

1


Juli_2013

Wirksam reinigen Der Erfolg der Reinigung und Desinfektion von Melkanlagen ist abhängig vom Zustand des Melkzeuges, besonders der milchführenden Gummiteile, von einer gründlichen äußeren Reinigung des Melkzeuges, von der ausreichenden Vorspülung sofort nach dem Melken, um ein Antrocknen von Milchresten zu vermeiden, von der Wirkung des verwendeten Reinigungs- und Desinfektionsmittels, von der Einhaltung der vorgeschriebenen Konzentration, Einwirkzeit, Temperatur der Reinigungslösung und dem Erreichen des mechanischen Reinigungseffektes, vom ausreichenden Nachspülen mit sauberem Wasser. Reinigungsautomaten übernehmen meist das Reinigen und Desinfizieren des Melksystems. Dabei sollte man den Reinigungserfolg ständig kontrollieren. Mehrweghähne, Gummimuffen, Milchschläuche, Milchpumpen und Sicher-

Regelmäßige Probenziehung

Exklusiv für NÖ Bauernbundmitglieder

Die Qualität der in Österreich produzierten Milch stellen sieben von der Agrarmarkt Austria anerkannte und regelmäßig kontrollierte Untersuchungslabors fest. Die rechtliche Grundlage dafür stellt die Milchquoten-Verordnung 2007 dar. Von der Milch jedes landwirtschaftlichen Betriebes müssen regelmäßig Proben gezogen werden. Folgende Inhaltsstoffe bzw. Qualitätskriterien werden untersucht:

Unfall-Zusatzschutz bei Arbeit und Freizeit

heitsabscheider muss man regelmäßig sichten und wenn nötig, von Hand reinigen. Franz Groißmayer Ref. Milchwirtschaft Tel. 05 0259 23302 franz.groissmayer@lk-noe.at

Kurz gefasst Gute Melkhygiene, ausreichende Reinigung und Desinfektion aller mit Milch in Berührung kommenden Anlageteile der Melk- und Kühlanlage und die rasche Erreichung der vorgeschriebenen Kühltemperatur sind Garantie für niedrige Keimzahlwerte.

Rinderzucht auf hohem Niveau

Kürzlich veranstaltete der Rinderzuchtverein Pottenstein und Umgebung eine Rinderschau mit über 50 Kühen und 20 Jungzüchtern. Diese Schau wurde im Rahmen des Weltmilchtages in Zusammenarbeit mit der NÖM und der MGN organisiert. Gezeigt wurden hervorragende Schaukühe und eine Nachzucht des neuen Vererbers GS-Vabene. Die Wahl zur Gesamtsiegerin der Jungkühe konnte die Manitoba-Tochter Veronika vom Zuchtbetrieb Gadinger aus Kleinmariazell klar für sich entscheiden. Ihr perfektes Euter brachte ihr auch den Titel Gesamteutersiegerin. Die Preisrichter kürten die GS Vred-Tochter Schwalbe zur Gesamtsiegerin der Altkühe. Schwalbe vom Betrieb Steiner in Kleinmariazell überzeugte durch ihr Kaliber und ihr sehr hoch angesetztes Euter. Foto: NÖ Genetik

Die schwere Arbeit in der Landwirtschaft birgt besondere Gefahren. Laut Statistik ereignen sich jährlich in Österreichs Land- und Forstwirtschaft rund 5.000 Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten. (Quelle: Sozialversicherungsanstalt der Bauern). Darüber hinaus stellt das Unfallrisiko in der Freizeit eine zusätzliche Bedrohung dar. Denn der Verlust oder die Einschränkung der Arbeitskraft hat meist einen beträchtlichen Einfluss auf den laufenden Betrieb bzw. das Fortbestehen einer Landwirtschaft. Als Mitglied des NÖ Bauernbundes haben Sie mit Ihrer Servicekarte automatisch einen Basis-Unfallschutz. Mit dem BeitragsInkasso gilt dieser wieder für ein weiteres Jahr. Versicherungsschutz besteht für Arbeitsunfälle mit Todesfolge. Die Leistungen für die Hinterbliebenen betragen: 16.000 Euro bis zum 60. Lebensjahr 5.000 Euro ab dem vollendeten 60. Lebensjahr Natürlich weiß auch Dr. Hubert Schultes, Generaldirektor der NV, dass kein Geld der Welt ein Menschenleben ersetzen kann. „In vielen Fällen stellt unsere Kollektivversicherung aber eine wichtige Überbrückungshilfe zur

Weiterführung des Betriebes dar“, erklärt Schultes. Zusätzlich bietet die NV ein attraktives Leistungspaket als freiwillige und ideale Ergänzung zum Unfalltodschutz der Servicekarte an: Zusatz-Versicherungsschutz nach Unfällen in der Arbeit und Freizeit: Bei Unfall-Tod zusätzlich Versicherungssumme 15.000,– Euro. Bei Unfall-Invalidität Versicherungssumme 20.000,– Euro mit Progression bis 80.000,– bei 100 % Invalidität (Leistung ab 20 % Invaliditätsgrad). Zusätzlich für den Freizeitunfall: Rückhol-, Bergungsund Hubschrauberbergungskosten; deckt Rückhol- und Bergungskosten bis 5.000,– Euro und bietet somit wertvolle zusätzliche Sicherheit auf der Straße, im Ausland, in den Bergen. Das Paket erhalten Sie für nur einmalig 27,– Euro. Wegen des hohen Berufsrisikos zahlt sich für Landwirte die Aufstockung durch eine Zusatzversicherung auf jeden Fall aus. Für ein persönliches Beratungsgespräch sind unsere Berater ganz in Ihrer Nähe. Niederösterreichische Versicherung AG Neue Herrengasse 10, 3100 St. Pölten 02742/9013-0, www.noevers.at

Anzeige Versicherungstipps von Generaldirektor Hubert Schultes, Niederösterreichische Versicherung AG. Foto: zVg

13


Milchwirtschaft

Die landwirtschaft

Saldierungsprozentsatz beträgt 9,0344 Prozent

LKV Service des Monats Juli

Zusatzabgabe über Molkerei abgerechnet

Wochenplan im Rinderdatenverbund

Die Agrarmarkt Austria gibt bekannt, dass nach Auswertung der Meldungen die Milchanlieferung in Österreich im Zwölfmonatszeitraum 2012/2013 die nationale Quote für Lieferungen überschritten hat. Der Prozentsatz mit dem der Anteil der einzelbetrieblichen Überlieferung ausgeglichen (saldiert) werden kann, ist auf vier Dezimalstellen zu runden und beträgt 9,0344 Prozent Die Höhe der Überschussabgabe beträgt 7,776 Euro je 100 Kilogramm, die Überschussabgabe mit Zuschlag beträgt 19,440 Euro je 100 Kilogramm. Die im Zwölfmonatszeitraum 2012/13 insgesamt direkt vermarktete Menge an Milch und Milcherzeugnissen ist geringer als die entsprechende nationale Quote. Über die Direktverkaufs-Quote hinausgehende Vermarktungsmengen werden daher zu 100 Prozent ausgeglichen.

Ein Beispiel Wenn ein Milchlieferant, zum Beispiel seine einzelbetriebliche A-Quote um 16 Prozent überliefert hat, so werden für die ersten 9,0344 Prozent die Basiszusatzabgabe von 7,776 Cent pro Kilogramm berechnet, für die darüber liegende Überlieferung bis 16 Prozent werden die Zusatzabgabe mit Zuschlag von 19,44 Cent pro Kilogramm fällig. Die Abrechnung erfolgt über die zuständigen Molkereien, welche die Abgabe an die AMA und in der Folge an die EU abzuführen haben. Bei Überschreitung der einzelbetrieblichen D- Quote wird keine Zusatzabgabe fällig, da diese national nicht überschritten wurde.

Aus der LKNÖ – Grafik in der Anlage ist der Zuweisungsprozentsatz, die Basis-Zusatzabgabe und die Zusatzabgabe mit Zuschlag ersichtlich.

Einzelrichtmenge

Zusatzabgabe mit Zuschlag 19,44 Cent/kg

Spreizung 60%

Zusatzabgabe 2012/2013

Basis-Zusatzabgabe 7,776 Cent/kg Zuweisungsprozentsatz (Unterlieferung: A-Quote der Überlieferer)

innerhalb der Quote

14

9,0344 %

Überlieferung

Die Internetplattform des LKV Niederösterreich bietet für die arbeitsreiche Zeit im Sommer einige wichtige Services an, die helfen, die wichtigen Ereignisse im Stall immer im Auge zu behalten. Der Wochenplan zeigt die jeweils tagaktuellen Informationen bei den betroffenen Tieren klar an. Über Belegungen und Brunstbeobachtungen werden Hinweise bei den betroffenen Tieren wie „Brunst nach Belegung?“, „TRU“ für Trächtigkeitsuntersuchung und auch das Kalben vermerkt. Der Vorteil ist, dass man über den Bearbeitungsknopf am rechten Rand der Wochenübersicht sofort relevante Beobachtungen und Hinweise erfassen kann. In der Darstellung führt ein Klick bei der Kuh “LILIE“ sofort auf die Erfassungsmöglichkeit der Trächtigkeitsuntersuchung ohne dieses Feld lange in den Menüs zu suchen.

Rechtzeitig bei Terminen Bereits 30 Tage nach dem Kalbedatum wird hingewiesen, das Tier in die engere Beobachtung zu nehmen, damit man es rechtzeitig belegen kann. Drei Wochen nach einer

Der Wochenplan ist ein zentrales Element für die Herdenbetreuung.

Belegung wird hinterfragt, ob das Tier Brunstsymptome zeigt. Ab dem 35. Tag wird auf die Trächtigkeitsuntersuchung, das rechtzeitige Trockenstellen und den Abkalbetermin hingewiesen.

Kalender erleichtert Routine Über den automatischen Herdenüberblick bietet der Wochenplan die Gewissheit, die Kühe laufend im Auge zu behalten. Mit fünf bis zehn Minuten wöchentlicher Erfassung, Planung und Ausdruck des Kalenders ist dieses Serviceangebot eine Basis für ein erfolgreiches Herdenmanagement, dessen Inhalte vom Landwirt, vom LKV und über die Belegungserfassung der Besamungsstation laufend gewartet werden. Mit einem übersichtlichen Ausdruck steht der Kalender für die Routine in den kommenden sieben Tagen und der Woche danach im Stall bereit. DI Karl Zottl LKV Niederösterreich


Juli_2013

Ergebnisse der anonymen Mitgliederbefragung bringen klaren Auftrag für den LKV NÖ

Antworten der Mitglieder gestalten die Zukunft mit

Im Frühjahr 2013 führte der LKV NÖ gemeinsam mit dem Burgenland, Oberösterreich, Tirol und Vorarlberg eine Mitgliederbefragung durch. Die Ergebnisse finden Sie hier. Die Ergebnisse dieser anonymen Befragung zeigen klar auf, welche Leistungen des LKV NÖ die Mitglieder schätzen und nutzen. Mit dem Ablauf der Probemelkung zeigten sich 62 Prozent der Befragten sehr zufrieden und 34 Prozent zufrieden. Die Datenaufbereitung beantworten 92 Prozent der Befragten mit sehr zufrieden oder eher zufrieden. Mit dem PreisLeistungs-Verhältnis zeigen sich zwei Drittel der Befragten einverstanden.

Tagesbericht führt bei Zufriedenheit 45 Prozent gaben an, dass sie auf die Internetplattform RDV4M auf keinen Fall verzichten möchten. Bei der Zufriedenheit führt der Tagesbericht mit einem Index von 92 das Ranking an. Es folgen der Jahresbericht (84), der Zuchtbuchauszug (83), die Tierliste (81) und die Internetplattform RDV4M mit einem Zufriedenheitsindex von 80. Das Ergebnis der Probemelkung und die Auswertungen zur Eutergesundheit führen in beiden Kategorien mit Indexwerten um 90 klar. Beim Fachgespräch mit dem Mitarbeiter des LKV NÖ schätzen die Mitglieder den praktischen Erfahrungsaustausch bei akuten Problemen. An zweiter Stelle liegen Fragen zu den Besamungsstieren. Sie zeigen die enge Vernetzung zwischen Leistungsprüfung und Rinderzucht in NÖ.

lität und Eutergesundheit auf Basis der LKV Ergebnisse. An dritter Stelle liegt die Zuchtviehvermarktung mit 56 Prozent. Vor allem wachstumsorientierte und leistungsstarke Betriebe zeigen sich sehr interessiert. Am stärksten kommt dieser Trend bei der Erhöhung der Effizienz und Produktivität zum Ausdruck, die von 33 Prozent der Betriebe als wichtig angesehen wird.

Auftrag an LKV NÖ An künftigen Serviceangeboten stieß eine begleitende Produktionsoptimierung auf Basis des LKV Tagesberichtes unter Berücksichtigung von Fütterung, Fruchtbarkeit und Leistung bei knapp 40 Prozent der Befragten auf großes Interesse. Die Mitgliedsbetriebe sind an der Bündelung bestimmter Kontrollen interessiert, wie dies in Zusammenarbeit mit akkreditierten Unternehmen im Rahmen der AMA Gütesiegel Kontrolle erfolgt. Daraus folgt ein klarer Auftrag an die Organisation.

Drei Gründe für die Mitgliedschaft Die drei wichtigsten Gründen für die Mitgliedschaft sind für 82 Prozent die Auswertungen und Berichte für die Betriebsführung. An zweiter Stelle folgt mit 71 Prozent die Absicherung der MilchquaDen Beitrag finden Sie in voller Länge unter www.lk-noe.at

LKV hilft Herausforderungen meistern Für knapp 90 Prozent der Befragten werden die Leistungen des LKV in den nächsten zehn Jahren hilfreich sein. 28 Prozent der Betriebe wollen den Herausforderungen mit einer Wachstumsstrategie begegnen und 62 Prozent wollen den derzeitigen Stand halten. 27 Prozent der

Alle Mitgliedsbetriebe unter Milchleistungsprüfung bei Rindern erhielten per Post oder per E-Mail einen Fragebogen, den 30 Prozent der Betriebe beantwortet zurückgesendet haben. Foto: LKV NÖ

Befragten sind mit der wirtschaftlichen Entwicklung ihres Betriebes sehr zufrieden und weitere 60 Prozent zufrieden. Mit dem Modul Einzeltier Qualitätssicherung (QS) Milch wird für die Dokumentation der Zellzahlen der Einzelkühe und das Festhalten von gesetzten Schritten zur Absicherung der Eutergesundheit und Milchqualität auch eine finanzielle Anerkennung gewährt. Diese wurde für das Jahr 2012 Ende Juni ausbezahlt. DI Karl Zottl LKV Niederösterreich

Beitrittsaktion des LKV NÖ Der LKV NÖ lädt alle interessierten Milchbauern und Mutterkuhhalter ein, das umfassende Serviceangebot kennenzulernen. Um den Start noch attraktiver zu machen, können Neueinsteiger das volle Leistungsund Serviceangebot sofort kennenlernen und nutzen, dafür aber erst ab 2014 bezahlen.

15


Die landwirtschaft

Milchwirtschaft

Reportage Teil 3: BOA-Farmer Fred Zehetner und Dani Wintereder vermarkten 230 Rinder pro Jahr ab Hof

Vom Kuhhotel zum Inlokal

Wie die Fleischstücke ihren Weg vom Schlachthof auf der BOA-Farm zum InLokal im ersten Wiener Gemeindebezirk finden, können Sie auf dieser Seite nachlesen. Vier bis sechs Tiere schlachten die BOA-Farmer pro Woche im hofeigenen Schlachthof. Das sind rund 1.500 Kilogramm Fleisch pro Monat oder 230 Tiere pro Jahr. „Bevor wir den eigenen Schlachthof in Betrieb genommen haben, schlachteten wir bei einem Metzger in der Umgebung, bei einem anderen zerlegten und verpackten wir das Fleisch“, erinnern sich Fred Zehetner und Dani Wintereder. Jetzt erledigen sie vom Schlachten bis zum Abpacken alles am Hof.

Zuschnitt entscheidet über Saftverlust Ab Hof beliefern sie unter anderem Fleischereien mit Vordervierteln und Englischem. „Wir haben andere Zuschnitte, als die üblichen Fleischer. Wir putzen das Fleisch nicht bis auf den letzten Rest zu und teilen die Muskeln anders. Die Kunden schätzen den Zuschnitt“, wissen die beiden. Er entscheidet darüber, wie viel Saft ein Fleischstück bei der Zubereitung verliert. „Der Fleischer braucht ein Produkt, das sich mit Namen und Qualität von der Konkurrenz abhebt“, sind Fred und Dani überzeugt. „Der Handel setzt auf Fleisch von Kreuzungen aus Charolais und Fleckvieh, wir heben uns mit Angus und Galloway ab.“ Das Fleisch der beiden dunklen Rassen ist feinfasrig und top-marmoriert. Köche exklusiver Wiener Lokale schätzen die Qualität des BOA-Fleisches.

nes Reiflager brauchen. Einmal pro Monat liefern sie einen ganzen Ochsen, komplett zerlegt, gereift und verpackt zum Rochusmarkt in Wien. Alle Abnehmer schätzen die kontinuierliche Fleischqualität. Die Verkäufer der Fleischerei und die Kellner der Lokale kommen zu Schulungen auf den Hof. Dort erfahren sie mehr über die Weide, die Rasse, die Marmorierung und den Geschmack, um mit den Kunden Gespräche führen zu können.

Das Filet bekommt der Schnellste Alle zwei bis drei Wochen veranstalten Fred und Dani einen Ab Hof Tag, die Termine kündigen sie unter www.galloway. at an. Rasch laufen die Bestellungen per Mail ein und innerhalb von zwei Tagen ist das Fleisch verkauft, das die BOA-Farmer in Paketen zu fünf und zehn Kilogramm anbieten. Es gibt Standard- und Wunschpakete, die Knochen gibt es extra dazu. Für das Fünf-Kilo-Paket verrechnen sie 14 Euro je Kilogramm, für das Zehn-Kilo-Paket 13 Euro pro Kilogramm.

Dani Wintereder und Fred Zehetner liefern Rindfleisch nicht nur an In-Lokale in Wien, Besucher der Ab Hof Tage kommen im „Verkostungsstadl“ voll auf den Genuss Fotos: BOA-Farm/www.galloway.at

Kinder bekommen Sackerl mit Gemüse mit nach Hause, weil auch Gemüse zum Fleisch gehört und der Mitterhof von innovativen Biogemüsebauern umgeben ist. Die Erwachsenen nehmen Rezepte mit und erfahren, was man alles aus Rindfleisch kochen kann. „Der Ab Hof Tag ist anstrengend, aber er macht Spaß und wir pflegen den persönlichen Kontakt zu unseren Kunden“, sind sich die beiden einig. „Größe von Betrieb und Schlachthof passen jetzt für unsere Familie. Damit wir nicht in Versuchung kommen, doch noch aufzustocken oder zu erweitern, haben wir den Schlachthof so errichtet, dass wir rundherum nichts mehr dazubauen können“, schmunzeln Fred und Dani.

Mit Kochempfehlung an Wirte zurück Köche aus der Umgebung kommen auch direkt zum Einkaufen. Sie bringen rote Kisten mit und Fred und Dani vergeben, was sie an Teilen vorrätig haben mit einer Kochempfehlung an die Wirte zurück. Die Köche freuen sich über die Rezepte und das gut gereifte Fleisch, weil sie kein eige16

Ab Hof Verkauf mit Gemüseeintopf Am Tag des Ab Hof Verkaufes tummeln sich die Kunden den ganzen Tag am Hof. „Sie holen ihre Fleischpakete ab, wollen die neuen Kälber sehen und verkosten, was Dani kocht“, erzählt Fred. Da gibt es schon mal einen Gemüseeintopf und die

Wer wissen will, wie die BOA-Farmer Rinder züchten und welchen Komfort sie den Tieren im Kuhhotel bieten , kann in der April und Juni Ausgabe nachlesen, oder im Internet im e-paper unter www. lk-noe.at. Paula Pöchlauer-Kozel


Juli_2013

Stier des Monats

Eber des Monats

GS Octavius

P Colin 3 5787 NN

Neu in der Ausgabe ist der genomische Jungvererber GS Octavius. Aufgrund seiner Linienführung ist GS Octavius breit, in der niederösterreichischen Population einsetzbar. GS Octavius punktet mit einer idealen Kombination von Milch und Fitness auf höchstem Niveau. Gezüchtet wurde er vom burgenländischen Fleckviehzuchtbetrieb Walitsch in Neusiedl. Die Kuhfamilie, aus der GS Octovius stammt, wird seit Generationen in der Hochzucht genutzt. Am bekanntesten ist die Großmutter, die RegioTochter Meri. Meri wurde öfter auf Ausstellungen präsentiert und besticht durch ihr drüsiges und kompaktes Euter. Die Mutter von GS Octavius ist eine sehr großrahmige, euterstarke Rorb-Tochter,die durch die Leistungssteigerung von Laktation zu Laktation begeistert.

GS-Octavius bietet sich als leistungsstarke Linienalternative an Foto: NÖ Genetik

einer der ausgeglichensten und wird deswegen auch in der gezielten Paarung eingesetzt. Vor allem punktet GS Octavius mit enormen Produktionswerten, untypisch für einen Hupsol-Sohn. Sein genomischer Milchwert von 123 basiert auf plus 1.155 Kilogramm Milch bei schwächeren Milchinhaltsstoffen.

Die Stärken im Fitnessbereich

GS-Octavius ist ausgeglichen

Im Fitnessbereich liegen die Stärken in der Nutzungsdauer (125), Persistenz (118) und der schnellen Melkbarkeit (114). Im Kalbeverlauf liegt GS Octavius mit 97 Punkten leicht unterdurchschnittlich. In der Exterieurvererbung werden laut dem Ergebnis der genomischen Zuchtwertschätzung mittelrahmige, gut bemuskelte Fleckviehkühe, mit funktionellen Fundamenten erwartet. Die Euter werden relativ lang in der Ausprägung beschrieben bei durchschnittlicher Aufhängung.

Unter den 72 getesteten Hupsol-Söhnen ist GS Octavius

Ernst Grabner, NÖ Genetik

P Colin 3-5787 NN, ist Eber des Monats Juli der Besamungsstation Hohenwarth.

P Colin besticht mit seiner extremen Masse und Trockenheit. Foto: Hohenwarth

P Colin stammt aus dem Zuchtbetrieb Neunteufl in Kottaun. Er besticht mit seiner extremen Masse und Trockenheit. Dies bestätigt seine exzellente Vollgeschwisterprüfung. Neben COLIN steht sein Vollbruder COFE 5786 ebenfalls in der Besamungsstation Ho-

henwarth. Beide Eber lassen aufgrund der Zahlen hohe Magerfleischanteile bei sehr guten Tageszunahmen erwarten. Vaterseits steht mit Coffy ein sehr gut geprüfter Eber, mutterseits ist mit Wado ein Topvererber vertreten. Weitere Infos unter: www.besamungsstation-hohenwarth. at; www.gutstreitdorf.at

P - COLIN - 3-5787-NN in der BLUP Zuchtwertschätzung MS: 128 Punkte VG: ZW:

Tgz 726g +8

FV 2,23 -0,03

Mfa 72,5 +1,2

Kafl 71,2 +2,5

FBZ 100,9

Merkblatt „Unbefugtes Eindringen fremder Personen in Stallgebäude“ Stalleinbrüche durch vermeintliche Tierschützer kommen immer wieder vor. Das Merkblatt „Unbefugtes Eindringen fremder Personen in Stallgebäude“ wird von der LK Niederösterreich und der Erzeugergemeinschaft Gut Streitdorf gemeinsam herausgegeben. Neben den rechtlichen Schritten nach einem Einbruch zeigt die Broschüre Möglichkeiten auf, wie Einbrüche vermieden werden können. Das Merkblatt ist in den Bezirksbauernkammern, bei der Erzeugergemeinschaft Gut Streitdorf und der LK Niederösterreich unter Tel. 05 0259 23100, Frau Hell erhältlich. Unbefugtes Eindringen fremder Personen in Stallgebä

ude

Ausgangssituation

Immer wieder dringen vermeintliche Tierschützer gezielt in Ställe ein, beunruhigen Tiere und fotografieren im Stall. Die Fotos sind der Regel mit GPS-Daten in versehen und damit einem Betrieb zuordenbar und werden anonym bei der Veterinärbehörde ge gebracht. Die Behörde zur Anzeimuss jeder Anzeige, auch einer anonym eingebrachten, mit illegal erworbenem Beweismaterial, Die Eindringlinge bleiben nachgehen. unbekannt.

Fotos: LK NÖ

Für betroffene Landwirte ist es schwierig, dem unbefugten Eindringen zivil- oder strafrechtlich nachzugehen.

Welche rechtlichen Aspekte sind bei unbefugtem Eindringen betroffen?

Das unbefugte Eindringen in Stallgebäude kann sowohl strafrechtliche, als auch zivilrechtliche Militante Tierschützer Folgen nach sich ziehen. sind rechtStrafrechtliche lich Verfahren werden durch gut geschult und begehen eine Anzeige bei der Polizei in Gang gesetzt. In der Folge untersucht selten strafrechtliche die Behörde selbständig, Delikte. Bei inwieweit Bestimmungen des Strafgesetzbuches Zivilrechtssachen ist verletzt wurden. Für die Polizei den Anzeiger nicht besteht kein Kostenrisiko. zuständig. Das zivilrechtliche Verfahren der Einbringung einer beginnt mit Klage beim zuständigen Gericht. Ab einem Streitwert von € 5.000,- muss ein Rechtsanwalt beigezogen werden.

17


Die landwirtschaft

tierhaltung

Clostridien-Enterotoxämie bei Ziegen

So beugen Sie mit richtiger Fütterung vor

Wenn sich Ziegen im Todeskampf befinden, verendet auf der Weide oder im Stall liegen, dann haben Clostridien zugeschlagen. Wie man am besten vorbeugt, zeigt der folgende Beitrag. Die Clostridien-Enterotoxämie verläuft sehr akut. Erkrankte Tiere zeigen unspezifische Symptome wie Schwanken, Festliegen, Krämpfe und Atemnot, was zuerst eine Vergiftung vermuten lässt. Unstillbarer dünnflüssiger, stinkender Durchfall tritt bei Tieren auf, welche die erste akute Phase überleben.

Gelingt eine Bekämpfung? Für erkrankte Tiere kommt meist jede Hilfe zu spät. Vorbeugen steht an erster Stelle. Das Vermeiden plötzlicher Futterwechsel und eine günstigere Rationsgestaltung reichen häufig nicht aus, um ein Wiederauftreten der Erkrankung zu verhindern. Meist liegen mehrere Ursachen vor. Diese Faktoren muss man erst finden und ausschalten. Ist die Diagnose Enterotoxämie gestellt, sollten alle gefährdeten Tiere ab einem Alter von vier Wochen mit einem Clostridienimpfstoff immunisiert werden. Nach der Grundimmunisierung muss man darauf achten, dass der Impfschutz in der ganzen Herde durch Auffrischungsimpfungen aufrechterhalten bleibt.

Impfung schützt nur bei optimaler Fütterung und Hygiene Die Impfung schützt aber nur vor weiteren Krankheitsausbrüchen, wenn man Fütterungsfehler und Hygienemängel sofort abstellt. Vor allem bei kraftfutterbetonten Rationen leiden die Tiere häufig unter Pansenazidose. Solange man diese nicht behebt und das Fütterungsregime anpasst, treten wieder Todesfälle auf. Azidoseverdacht liegt vor, wenn der Fett-Eiweiß-Quotient sinkt. Bei Werten um 1 und darunter ist das Fütterungsmanagement zu überdenken. Das Kraftfutter ist auf möglichst viele kleine Portionen 18

über den Tag verteilt aufzuteilen. Auch in der Grundfutterration kann viel Zucker enthalten sein, zum Beispiel aus Weideflächen mit sehr jungem Aufwuchs. Sind die Tiere schon vorbelastet, dann lassen schon geringe Kraftfuttergaben den Stoffwechsel der Tiere entgleisen. Bei Problemen mit Clostridien muss man die Ziegen ausreichend mit rohfaserreichem Grundfutter und frischem Wasser versorgen. Die Kraftfutterration ist wiederkäuergerecht zu gestalten. Bei Weidewechsel auf junge Weiden sind die Tiere vor dem Weideaustrieb mit faserreichem Grundfutter zu füttern, anfangs nur für wenige Stunden auf der Weide zu halten und anschließend wieder in den Stall zu verbringen, bis eine Angewöhnung an die Weide erfolgt ist.

Bei Weidewechsel auf junge Weiden sind die Tiere vor Weideaustrieb mit faserreichem Grundfutter zu füttern.

Mag. Gabriele Deinhofer SLK Salzburg

Grundsätzlich gilt: Abrupte Futterumstellungen und jegliche Belastung des MagenDarmtraktes können zu einer Veränderung des Darmmilieus führen und Clostridien einen Wachstumsvorteil bieten. Die darauf folgende Ausschüttung von Giftstoffen (Toxinen) hat eine zerstörende Wirkung auf den Darm und lebenswichtige Organe, wie zum Beispiel Leber und Nieren. Bei sämtlichen Verdauungsstörungen, die eine verlängerte Verweildauer des Futterbreies oder eine pH-Wertverschiebung im Verdauungstrakt bewirken, kann es zur Toxinausschüttung kommen und die Krankheit ausbrechen.

Kurz gefasst Jede Belastung des Darms provoziert bei Anwesenheit von Clostridium perfringens einen Ausbruch der Enterotoxämie. Deshalb sind neben entsprechender Impfprophylaxe ein umsichtiges Fütterungs- und Hygienemanagement, beste Futterqualität und eine möglichst schonende, stressfreie Haltung für die Gesunderhaltung der Herde unumgänglich.

Foto: Deinhofer

Clostridium perfringens ist schuld Zum Krankheitsbild der Enterotoxämie gehört bei Ziegen eine plötzliche Häufung von Todesfällen. Verursacher der Enterotoxämie ist das giftbildende Bakterium Clostridium perfringens. Clostridien sind überall in der Umwelt als Fäulniskeime zu finden und kommen auch in gewisser Anzahl im Darmtrakt gesunder Ziegen vor. Dieser Umstand ist in den Herden bei der Diagnosestellung und Bekämpfung der Enterotoxämie unbedingt zu beachten. Bei Ziegen tritt häufig eine Mischinfektion mit verschiedenen Typen auf.


Juli_2013

Die Rolle der Vatergenetik darf man nicht unterschätzen

Auf dem Weg zu „Superdrohnen“

Belegstellen sichern Genressourcen

Vatervölker werden oft zu Unrecht unterschätzt, denn nur ausgelesene „Väter“ garantieren beste Königinnen. Was Vatervölker brauchen, erklärt Imkermeisterin Heidrun Singer.

Unabhängig von ideologischen Grundsätzen muss jeder ernsthaft an der Zucht interessierte Züchter am Fortbestand von Belegstellen interessiert sein. Der Erhalt von reinen und vitalen Genressourcen, Stämme und Linien inkludiert, liegt im Interesse aller Beteiligten. „Stille Infiltration“ oder bewusste Störung der Reinpaarung durch Sabotage ist kontraproduktiv und wird von allen wirklichen ImkerFachleuten abgelehnt.

Entsprechend dem Naturgesetz, dass zirka zehn Prozent der Brut auf Drohnenbrut entfällt , ist eine Volksstärke ab 50.000 Bienen Grundvoraussetzung für ein gutes Vatervolk. Ich lehne das Zuhängen von volkfremden Drohnenwaben zur Drohnenverstärkung der Vatervölker ab, da dies meiner Meinung nach unweigerlich zu einer Disharmonie im Grundvolk führt und das natürliche Gleichgewicht im Bien stört.

Der Honigstrom darf nie abbrechen Nur Drohnen, die auf Honigwaben „spazieren gehen“ sind „Superdrohnen“. Vatervölker haben einen wesentlich höheren Futterbedarf. Bereits 1957 wurde dies von Wissenschaftlern festgestellt und in der Fachzeitschrift „Ptschelovodstva“ veröffentlicht: „ Zur Fütterung von rund tausend Drohnenlarven sind etwa 57 Dekagramm Honig erforderlich. Während ihrer ersten vierzig Lebenstage brauchen tausend Drohnen 4,16 Kilogramm Honig. Für 30 Flugtage benötigen tausend Drohnen weitere 2,16 Kilogramm Honig. Insgesamt ergibt dies für tausend Drohnen einen Honigverbrauch von 6,89 Kilogramm.“

35 Kilogramm Honig für 5.000 Drohnen Das bedeutet, dass tausend Drohnen, gerechnet ab Schlupf, im Laufe ihres zirka zehnwöchigen, geschlechtsfähigen Da-

Kurz gefasst Nur mit vitalen, starken Vatervölkern mit einem Überangebot an geschlechtsreifen Drohnen gelingt eine optimale Paarung. Gute Futterversorgung und die Stimmigkeit der Volksharmonie garantieren potente Drohnen.

Die „Väter“, die Drohnenvölker, auf der Singerschen Privatbelegstelle „Ötscher“, sind Vollertragsvölker mit Zuchtvolkstatus, das heißt, sie müssen allen von Zuchtvölkern geforderten Kriterien entsprechen. Foto: www.carnica-singer.at

seins von Anfang Juni bis Mitte August an die sieben Kilogramm Honig vertilgen. 5.000 Drohnen pro Vatervolk erhöhen den Futterbedarf eines durchschnittlichen Drohnenvolkes auf 35 Kilogramm. In der Naturauslese würden in schlechten Jahren zuerst die futterfressenden Drohnen beseitigt werden. Daher sorgt der Züchter bei schlechter oder fehlender Tracht dafür, dass der Futterstrom nicht abreißt. Ich lehne das Entweiseln der Vatervölker zum Zwecke des längeren Erhalts der Drohnen ab, denn bei guter Führung der Väter sind auch im August noch ausreichend Drohnen vorhanden. Vitale Männchen finden auch in der Zeit vor der Drohnenschlacht problemlos den Weg zu den Honigwaben. Die anderen sind für die Begattung ohnehin nicht erwünscht.

Belegstelle vor fremden Drohnen schützen Die kontrollierte Begattung und gewollte Anpaarung der Königinnen erfolgt auf einer Belegstelle, die von Fremdbienen abgeschirmt ist und über einen Schutzradius verfügt. Dieser Schutzgürtel soll vor allem vor dem Zuflug fremder Drohnen schützen. Vitale Exemplare können aber enorme Strecken zurücklegen, ab und zu auch mit einer Zwischenrast. Denn jedes

Bienenvolk lässt Drohnen in der Zeit der Begattungen ein. Drohnen fliegen niedriger in sogenannten Gebirgsschleusen und Talsohlen und bergen deshalb stets ein Gefahrenpotential.

Freie Anpaarung für die Praxis Die künstliche Besamung, bei der der Imker die „Drohnenauswahl“ trifft, ist für wissenschaftliche Zwecke und Versuchszwecke mit gewünschten schnellen „Zuchtresultaten“ betreffend Cubitalindex, Farbzeichen und weiteren Merkmalsbeurteilungen aus meiner Sicht zu befürworten. Für die realitäts- und praxisgerechte Imkerei ist die natürliche, freie Anpaarung der Bienenkönigin vorzuziehen, denn in der Natur werden sich nur die besten, schnellsten und somit vitalsten Drohnen durchsetzen. Über alle „Rassengrenzen“ hinweg wird jeder versierte und ehrliche Züchter die Möglichkeit von Belegstellen für die freie, kontrollierte und gewollte Anpaarung bejahen, begrüßen und betreiben, denn nur so sind auch in Zukunft sichere Zuchtfortschritte und Erfolge gewährleistet. Heidrun Singer www.carnica-singer.at

19


Die landwirtschaft

Forstwirtschaft

Gastbaumart Nummer Vier

Die Schwarznuss, anspruchsvoll aber wertvoll

Bei Laubholzsubmissionen der letzten Jahre erzielten die Nussbaumarten Walnuss und Schwarznuss in Österreich Durchschnittspreise von 500 bis 800 Euro pro Festmeter, Einzelstücke wurden um bis zu 3000 Euro pro Festmeter verkauft.

Jahrhunderts zu ersten Versuchsanbauten in den Donau-Auwäldern. Während die Schwarznuss als Gastbaumart eher wahrgenommen wird, gilt die Walnuss (Juglans regia) als heimisch. Auch die Walnuss, ursprünglich in Westasien beheimatet, verdankt ihr Vorkommen in Zentraleuropa den Römern.

Für die Wertholzproduktion ist die Schwarznuss deshalb von besonderem Interesse, da sie neben sehr guten Wuchsleistungen vor allem qualitativ hochwertiges Holz erwarten lässt. Der aktuelle Bedarf an Nussbaumholz in Österreich ist größer als die heimische Produktion.

Sturmfest mit hohen Bodenansprüchen

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Schwarznuss (Juglans nigra) erstreckt sich beinahe auf den ganzen Osten der Vereinigten Staaten. Dort kommt sie im Auwald und auf guten Laubholzstandorten selten bestandesbildend, meist in trupp- und gruppenweiser Mischung vor. Sie kann dort Höhen bis zu 46 Metern mit langen astfreien Schäften erreichen und bis zu 1,8 Meter dick werden. In Österreich kam es gegen Ende des 19. 20

Die Schwarznuss ist ein sommergrüner, relativ großer Baum mit weit ausladender Krone und dunkelgrünen Fiederblättern. Sie ist eine Lichtbaumart, die eine sehr tiefe Pfahlwurzel ausbildet und als sehr sturmfest gilt. Die kugelige Frucht (Nuss) hat eine gelbgrüne Außenschale, die bei längerem Liegen am Boden schwarz wird und einen Durchmesser von vier bis sechs Zentimetern hat. Der Samenkern ist grundsätzlich essbar. Tiefe Wintertemperaturen erträgt sie ohne Probleme, je nach Herkunft bis minus 40°C. Sie ist aber sehr empfindlich gegen Spätfrost. Die Schwarznuss stellt hohe Ansprüche an den Standort. Sie benötigt tiefgründige, lockere, gut wasser- und nährstoffversorgte Standorte mit pH-Werten zwischen

Sie benötigt tiefgründige, lockere, gut wasser- und nährstoffversorgte Standorte mit pH-Werten zwischen fünf und sieben. Fotos: BFW/Werner Ruhm

fünf und sieben. Diese hohen Ansprüche schränken die Anbaumöglichkeiten stark ein. Kurze Überschwemmungen verträgt die Schwarnuss gut, langfristige ab zwei bis drei Monaten lassen sie absterben.

Waldbauliches Verhalten Auf sehr guten Standorten und bei entsprechender Kronengröße erreicht die Schwarznuss ohne weiteres Durchmesser (BHD) von 60 Zentimetern in 60 bis 70 Jahren. Aus Kostengründen und aufgrund der relativ guten Wuchsformen werden weite Pflanzverbände bevorzugt. Pflanzabstände von vier bis fünf Metern zwischen den Reihen und drei Meter in der Reihe mit 650 bis 830 Pflanzen pro Hektar


juli_2013 sind ein brauchbarer Kompromiss, um genügend Pflanzen für die Auswahl der Z-Bäume zu haben und die Pflanzkosten möglichst gering zu halten.

Stammzahlärmere Konzepte erfordern „Treibhölzer“ Noch stammzahlärmere Konzepte, zum Beispiel zwölf Meter zwischen den Reihen und drei Meter in der Reihe mit 300 Nusspflanzen pro Hektar, erfordern die Pflanzung zusätzlicher „Treibhölzer“. Je nach Standort kommen Weiden, Erlen, Hainbuchen oder Traubenkirschen in Frage. Wenn bei solchen Weitverbänden Naturverjüngung zwischen den gepflanzten Schwarznüssen aufkommt, ist es für die erwünschte Astreinigung sehr förderlich. Aber Vorsicht: Als Lichtbaumart reagiert sie sehr empfindlich auf Seitendruck. Astungs- und Formschnittmaßnahmen zur Produktion von Wertholz sind bei Weitverbänden unerlässlich.

Saat, mit ein bis drei Nüssen pro Saatplatz und ähnlichen Verbänden wie bei der Pflanzung, wurde vielerorts erfolgreich durchgeführt. Durchforstungen sollten frühzeitig vorgenommen werden, da eine optimal ausgebaute Krone die Voraussetzung für starke Zuwachsleistung ist. Bei einer Oberhöhe von acht Metern sollte man zwischen 100 bis 120 Z-Baumkandidaten pro Hektar auswählen, freistellen und asten. Bei einer Oberhöhe von zwölf bis 15 Metern werden 60 bis 80 Z-Bäume endgültig ausgewählt, auf Endhöhe geastet und die Kronen konsequent freigestellt.

www.bodenlehrpfad.at

Audioguide Bodenlehrpfad

Fegeschutz und Spätfrostschäden Die Gefährdung durch Pilz- und Bakterienbefall ist geringer als bei der Walnuss. Wildverbiss ist eher ein geringeres Problem, Fegeschäden können sich bei geringeren Pflanzenzahlen negativ auswirken. In Abhängigkeit von den Pflanzenzahlen sind daher Zaun oder Einzelschutzmaßnahmen erforderlich. Spätfröste führen zum Zurückfrieren der Terminaltriebe. Die dadurch entstehende Zwieselbildung kann man durch Formschnitte wieder korrigieren.

Wertvolles Holz Die Schwarznuss gehört auch in ihrer Heimat zu den begehrtesten Laubhölzern. Das Splintholz ist weißlich bis hellbraun, das Kernholz schokoladen- bis violettbraun. Das Holz ist hart, schwer, elastisch, es schwindet nur mäßig, lässt sich mit Werkzeugen gut bearbeiten, ist aber ohne Imprägnierung nicht beständig gegen Pilz und Insektenbefall. Es ist vergleichbar mit der Walnuss, daher sehr wertvoll und wird für Deckfurniere, Möbelholz, Vertäfelungen, Parkette und als Spezialholz zum Drechseln und Schnitzen verwendet. DI Werner Ruhm Institut für Waldwachstum und Waldbau, Bundesforschungszentrum für Wald werner.ruhm@bfw.gv.at

Bei einer Oberhöhe von acht Metern sollte man zwischen 100 bis 120 Z-Baumkandidaten pro Hektar auswählen, freistellen und asten.

Der Waldbodenlehrpfad Taferlklause bietet seine Informationen auch in Form eines Audioguides. Der Taferlklaussee liegt malerisch in etwa 800 Meter Seehöhe an der Verbindungsstraße zwischen Traun- und Attersee am Fuß des Höllengebirges. Anhand von Bodenprofilen und Schautafeln werden verschiedene Aspekte des Waldbodens beleuchtet. Wasser, Humus, Bodenleben, Baumwurzeln und Bodenschutz sind Themen, die einen Spaziergang durch die schöne Landschaft begleiten.

Hören, sehen und verstehen Im Rahmen des Waldbodenlehrpfades werden Inhalte auch in Form eines Audioguides dargeboten: Wie ist der Taferlklaussee entstanden? Wie sind die Böden aufgebaut? Wie hat die letzte Eiszeit die Landschaft gestaltet? Der Audioguide vermittelt den Besuchern über QR-Code vor Ort bei den jeweiligen Stationen zusätzlich Wissenswertes bezüglich Boden und Umgebung. Die Informationen kann man auch zu Hause abhören oder für den Fall eines schlechten Datenempfangs vor Ort schon vorab auf einem mobilen Abspielgerät, zum Beispiel Smartphone oder mp3-Player, speichern. Mehr zum Audioguide und den Downloads unter www.bodenlehrpfad.at tian. lackner@bfw.gv.at Der Waldbodenlehrpfand wurde vom Bundesforschungszentrum für Wald (BFW) mit Unterstützung des Landes OÖ eingerichtet.

21


Die landwirtschaft

invekos

ÖPUL 2007 geht in Verlängerung –Finanzierung offen

Begrünung im Sommer/Herbst/Winter 2013/2014

2013 ist das letzte offizielle ÖPUL 2007 Teilnahmejahr. Ein neues Umwelt-Programm wird 2014 nicht umsetzbar sein. Das Lebensministerium hat daher bei der Europäischen Kommission den Antrag auf ein ÖPUL 2007-Verlängerungsjahr gestellt. Was bedeutet dies für Teilnehmer an den Maßnahmen „Begrünung von Ackerflächen“, „Mulch-/Direktsaat“ und „Ökopunkte NÖ – Parameter Bodenbedeckung“?

jeden Teilnehmer an „Begrünung von Ackerflächen“, „Mulch-/Direktsaat“ oder „Ökopunkte - Parameter Bodenbedeckung“, bedeutet dies, dass alle Teilnahmebedingungen ab Sommer 2013 bis Frühjahr 2014 einzuhalten sind, um 2014 für diese Maßnahmen Prämien beziehen zu können. Wobei derzeit nicht garantiert werden kann, ob und in welcher Höhe sie gewährt werden.

Begrünung von Ackerflächen – Teilnahmebedingungen

Verlängerung beantragt, aber nicht genehmigt, Finanzierung unklar Erklärtes Ziel des Lebensministeriums ist, allen ÖPUL-Teilnehmern 2014 ein weiteres Teilnahmejahr anzubieten. Derzeit liegt dafür seitens Brüssel noch keine Genehmigung vor. Wie und in welcher Höhe ÖPUL-Maßnahmen 2014 finanziert werden, ist der zweite offene Punkt. Für

Um als Antragsteller alles zu unternehmen, dass 2014 die Chance auf Begrünungsprämien besteht, sind folgende Bedingungen (unverändert zu bisher) zu erfüllen: 25 % der Ackerfläche mindestens flächendeckend begrünen Stichtag für das Ausmaß der Ackerfläche ist der 1. Oktober Begrünung mit zulässigen Varianten (siehe Tabelle 1) Abgabe Herbstantrag 2013 bis spätestens 15. Oktober 2013

Beantragung Verlängerung der Begrünungsmaßnahme Bekanntgabe von Änderungen beim Ackerflächenausmaß Bekanntgabe der begrünten Flächen (Varianten)

Mulch-/Direktsaat (MZ) Für Teilnehmer an dieser Maßnahme gilt Gleiches wie für Begrünungsteilnehmer. Um 2014 möglicher Weise MZ-Prämien zu erhalten, sind alle MZ-Bedingungen einzuhalten: Verlängerung der Maßnahme „Mulch-/ Direktsaat“ im Herbstantrag 2013 Begrünen mit MZ-fähigen Varianten: B, C, C1, D, D1 Kreuz setzen in Spalte „MZ“ im Herbstantrag Im Frühjahr Anlage der Hauptkultur mittels Mulch-/Direktsaat: maximal 4 Wochen zwischen erster Bodenbearbeitung und Anbau der Hauptkultur keine wendende Bodenbearbeitung

Ökopunkte NÖ - Begrünungsvarianten Variante Pkte/ha

Umbruch frühestens

Besondere Bedingungen

31. Juli

16. Okt.

 Abfrostende Gründecken: Senf, Buchweizen, Phazelia, Alexandrinerklee, …  aktive Anlage zwischen zwei Hauptkulturen  nicht zulässig nach: GLÖZ A, Blühfläche, Bodengesun­dung, Landschaftselement A, Sonstige Ackerfläche  Beantragung nur im MFA bis 15.5. möglich  Nach Umbruch Anbau von Wintergetreide verpflichtend

20. Aug.

16. Nov.

B 6 Pkt/ha

20. Sep.

2. März

C 4 Pkt/ha

15. Okt.

2. März

31. Aug. oder bestehend

2. März oder sind 2014 Hauptkultur

A1 4 Pkt/ha A 6 Pkt/ha

L 8 Pkt/ha

Anlage bis spätestens

Aktive Anlage (dh. nur Zwischenfrüchte)  Abfrostende Gründecken  Aktive Anlage (dh. nur Zwischenfrüchte)  Abfrostende Gründecken  MZ möglich  Zulässige winterharte Begrünungskulturen (vollständige Aufzählung): Grünschnittroggen lt. Saatgutgesetz, Winterwicke, Perko, Winterrüb­ sen, englisches Raygras  MZ möglich  Abfrostende Gründecken: Senf, Buchweizen, Phazelia, Alexandrinerklee, Erbse, Sommerwicke,…  Zulässige winterharte Begrünungskulturen (vollständige Aufzählung): Grünschnittroggen lt. Saatgutgesetz, Winterwicke, Perko, Winterrüb­sen, englisches Raygras, Winterraps, Ackerfut­terkulturen (Wechselwiese, Kleegras, Klee, Luzerne, Futtergräser, Energiegras), Rollrasen, Bodengesundung1, Blühfläche1, Wintermohn und Winterkümmel (nur wenn flächendeckend!)  MZ möglich

Anmerkung 1); Beantragung von „Bodengesundung“, „Blühflächen“ nur bei Teilnahme an „Biologische Wirtschaftsweise“ möglich; auf „Bodengesundung“ und „Blühflächen“ werden bei Beantragung der Einheitlichen Betriebsprämie bis zu 300,- € von der Ökopunkte-Prämie abgezogen

22


Juli_2013

Ökopunkte – Parameter Bodenbedeckung Bei Bewirtschaftung von Ackerflächen haben Ökopunkteteilnehmer die Möglichkeit, Punkte über den Parameter „Bodenbedeckung“ zu lukrieren. Um diese Möglichkeit auch für das Verlängerungsjahr 2014 zu haben, ist Folgendes einzuhalten: Verlängerung der Maßnahme „Ökopunkte NÖ“ im Herbstantrag 2013 Begrünung mit zulässigen ÖkopunkteVarianten (siehe Tabelle 2) Abgabe Herbstantrag 2013 bis spätestens 15. Oktober 2013 Bekanntgabe von Änderungen beim Ackerflächenausmaß Bekanntgabe der begrünten Flächen (Varianten)

In kurzen Worten: Antrag auf ÖPUL 2007-Verlängerungsjahr 2014 ist gestellt Genehmigung ist bis dato nicht erfolgt Finanzierung ist unsicher Begrünung erfolgt auf eigenes wirtschaftliches Risiko Kein Anrecht auf Ausgleichs- oder Ersatzansprüche für erbrachte Leistungen Teilnahme an Begrünung aus Umweltgründen jedoch wünschenswert Besuchen Sie die Herbstantrags-Informationsveranstaltungen Ihrer BBK im August 2013

Weidezeitenformular – Abgabe nicht vergessen Sie sind Ökopunkte-TeilnehmerIn, führen Beweidung durch und haben in der Flächennutzungsliste den Prämienstatus „FW“ vergeben. Bis spätestens 31.7.2013 ist bei der zuständigen BBK das Weidezeitenformular in Papierform (keine Online-Beantragung möglich) abzugeben. Bei verspäteter Abgabe werden keine Ökopunkte für die Beweidung (=Prämienentgang) berechnet. DI Martina Löffler

DI Elisabeth Schübl DI Gerald Hohenauer

Begrünung von Ackerflächen - mögliche Varianten Variante

A1

A B C

C1

D

D1

H

späteste Anlage

Umbruch ab Bemerkungen

31. Juli

16. Okt.

20. Aug.

16. Nov.

20. Sep.

2. März

15. Okt.

2. März

15. Okt.

2. März

31. Aug.

2. März

31. Aug.

2. März

15. Okt.

2014 Haupt­ frucht

- Abfrostende Gründecken: Senf, Buchweizen, Phazelia, Alexandrinerklee, Erbse, Sommerwicke,… - aktive Anlage zwischen zwei Hauptkulturen - nicht zulässig nach: GLÖZ A, Blühfläche, Bodengesun­dung, sonstige Ackerfläche - Beantragung nur im MFA bis 15.5. möglich - Vor-Ort-Kontrolle ab 1. Aug. möglich à Korrektur zum MFA (A1 abmelden), wenn Anbau nicht zeitgerecht möglich, Be­grünungskultur nicht aufläuft, etc. - gleicher Bewirtschafter MFA 2013 und 1.10.2013 - keine Flächenausweitungen zw. MFA und Herbstantrag möglich - Nach Umbruch Anbau von Wintergetreide verpflichtend = Winterweizen, Winterdinkel, Winterdurum, Winterrog­gen, Winterhafer, Wintertriticale oder Wintergerste - Winteremmer und -einkorn gelten nicht als Getreide -wenn das Wintergetreide auswintert, ist eine formlose Meldung an die AMA durchzuführen - kein Einsatz von Herbiziden bis Anbau Nachfolgekultur - Aktive Anlage (d.h. nur Zwischenfrüchte) - Abfrostende oder winterharte Gründecken - kein Einsatz von Herbiziden bis Anbau Nachfolgekultur - Aktive Anlage (d.h. nur Zwischenfrüchte) - Abfrostende Gründecken: Senf, Buchweizen, Phazelia, Alexandrinerklee, Erbse, Sommerwicke,… Zulässige winterharte Begrünungskulturen (vollstän­dige Aufzählung): Grünschnittroggen, Winterwicke, Perko, Winterrüb­sen, englisches Raygras, Winterraps, Ackerfut­terkulturen (Wechselwiese, Kleegras, Klee, Luzerne, Futtergräser, Energiegras), Rollrasen, Bodengesundung, Blühfläche, Wintermohn1), Winterkümmel - Zulässige winterharte Begrünungskulturen (vollstän­dige Aufzählung): Grünschnittroggen, Winterwicke, Perko, Winterrübsen, englisches Raygras; Eine Nutzung des Aufwuchs nach dem 2. März ist nicht zulässig. Begrünungskulturen, die nach Ablauf der Begrünungsfrist genutzt werden, dürfen maximal € 130/ha erhalten. - kein Einsatz von Herbiziden bis Anbau Nachfolgekultur - nur möglich bei Verlängerung der Maßnahme Mulch-/Direktsaat - mindestens zwei abfrostende Mischungspartner - aktive Anlage zwischen 2 Hauptkulturen - aktive Anlage einer Folgekultur im Frühjahr - unzulässige Folgekulturen: sonstige Ackerflächen, Blühflä­che, Ackerfutterkulturen, Rollrasen, GLÖZ A, Bo­dengesundung, Energieholz A, mehrjährige Baumschulen, Rebschulen - Anbau der Folgekultur zwingend mit Mulch-/Direktsaat durchzuführen => MZ-Spalte ankreuzen - mindestens zwei winterharte Mischungspartner - aktive Anlage zwischen 2 Hauptkulturen - aktive Anlage einer Folgekultur im Frühjahr - unzulässige Folgekulturen: sonstige Ackerflächen, Blühflä­che, Ackerfutterkulturen, Rollrasen, GLÖZ A, Bo­dengesundung, Landschaftselement A, Energieholz A, mehrjährige Baumschulen, Rebschulen - kein Einsatz von Herbiziden bis Anbau Nachfolgekultur Zulässige winterharte Begrünungskulturen (vollstän­dige Aufzählung): Grünschnittroggen, Winterwicke, Perko, Winterrüb­sen, englisches Raygras, Winterraps, Ackerfut­terkulturen (Wechselwiese, Kleegras, Klee, Luzerne, Futtergräser, Energiegras), Rollrasen, Bodengesundung, Blühfläche, Wintermohn1), Winter­kümmel

Wintermohn: um eine flächendeckende Begrünung bei dieser Kultur zu erreichen, wird ein Anbau von z.B. Klee zwischen den Mohnreihen erforderlich sein

23


Die landwirtschaft

Betriebswirtschaft

markt

Schäden durch das Hochwasser 2013

S 26

Der Katastrophenfonds hilft

Was leisten Feuchtemessgeräte für Getreide? S 28

Tipp aus Mold – Technik für Bodenbearbeitung S 29

Rückblick Mähdruschseminar lk-projekt S 30

Zwischenfrucht mit Mähdruschsaat anbauen S 32

Heurigenernte

Ruhe bewahren, um Preisdruck stand zu halten S 34

Markt S 36

UaB, Direktvermarktung und Buschenschank – Einstieg oder Umbau gut planen S 37

Die Lehre in der Landund Forstwirtschaft

24

Starke Regenfälle, vorwiegend in Woche 22/2013 in ganz Österreich führten in Teilen Niederösterreichs zu einem Ausufern von Fluss- und Bachläufen, vor allem im Mostviertel und im Nahbereich der Donau, und zu entsprechenden Schäden an Wohn- und Wirtschaftsgebäuden sowie an land- und forstwirtschaftlich genutzten Flächen. Der folgende Artikel gibt einen Einblick in die Beihilfenabwicklung und erklärt die richtige Vorgangsweise zum Erhalt einer Unterstützung aus dem Fonds.

Erste Anlaufstelle bei einem Hochwasserschaden ist die Gemeinde. Fotos: LK NÖ/Kern

im Forst erfolgt eine Schadensaufnahme oder –anerkennung erst ab einem flächigen Auftreten von zumindest 0,3 Hektar je Schadfläche. Das „flächige Auftreten“ ist derart definiert, dass verursacht durch das Katastrophenereignis weniger als sechs Zehntel der vollen Überschirmung zurückbleiben und mindestens 150 Stämme pro Hektar der vorherrschenden Schicht einen Totalschaden aufweisen.

Förderungsvoraussetzungen

Schadenskommissionen

Jedes Bundesland hat Richtlinien für die Gewährung von Beihilfen zur Behebung von Katastrophenschäden erlassen, welche auf einem Bundesgesetz, dem Katastrophenfondsgesetz 1996 fußen. Grundsätzlich ist eine Beihilfegewährung nur bei einem Gesamtschaden von mehr als 1.000 Euro bei einem Schadereignis möglich. Darunter kann nur in absoluten Ausnahmefällen – wie etwa bei besonderer Bedürftigkeit – eine Beihilfe gewährt werden. Keine Beihilfe ist bei Humusabschwemmungen an Mais- und Sonnenblumenkulturen in Hanglage möglich. Bei Schäden

Die Schadensbewertung führen Kommissionen durch, deren Wirkungsbereich sich auf das jeweilige Gemeindegebiet erstreckt. Diese sind für Bauschäden und Schäden an Land- und Forstwirtschaft wie folgt zusammengesetzt: Schadenserhebungskommission für Gebäude- und Anlageschäden Bürgermeister oder bevollmächtigter geschäftsführender Gemeinderat Gemeinderat der zweitstärksten politischen Fraktion Bausachverständiger bei Schäden an land- und forstwirt-


Juli_2013

Niederlassung von Junglandwirten/Modernisierung

Aktuelles zu den Maßnahmen

schaftlichen Betrieben ein von der Bezirksbauernkammer nominierter Vertreter Schadenserhebungskommission für Schäden an land- und forstwirtschaftlichen Kulturen Bürgermeister oder bevollmächtigter geschäftsführender Gemeinderat Gemeinderat der zweitstärksten politischen Fraktion ein von der Bezirksbauernkammer nominierter fachlich kundiger Vertreter Die Kommission verwendet die seitens des Amtes der NÖ Landesregierung als Abwicklungsstelle (Abteilung LF3, „Landwirtschaftsförderung“) entwickelten Formulare und der Geschädigte hat eine Verpflichtungserklärung und das Schadenserhebungsformular zu unterfertigen.

Beihilfenhöhe Im Zuge der Schadenserhebung ist bekannt zu geben, ob auch aus anderen Mitteln, etwa durch Versicherungsleistungen, Teile des Schadens abgegolten werden. Wenn dies zutrifft, sind derartige Leistungen von Dritten vom ermittelten Gesamtschaden abzuziehen. Grundsätzlich wird eine Beihilfe von bis zu 20 Prozent des verbleibenden Schadens gewährt, das ist der Gesamtschaden abzüglich allfälliger Leistungen Dritter. In besonders gelagerten Fällen („Härte-

Zuerst wird abgeklärt, ob ein Katastrophenereignis entsprechend den Bestimmungen in der Katastrophenfondsrichtlinie vorliegt. fälle“) sind höhere Beihilfensätze möglich. Es besteht kein Rechtsanspruch.

Wie gehe ich bei einem Schadensfall vor? Erste Anlaufstelle ist die jeweilige Gemeinde. Es genügt eine formlose Meldung. Die Gemeinde wird in weiterer Folge die nötigen Schritte veranlassen, um die Schadensabwicklung durchführen zu können, wie etwa Abklärung, ob ein Katastrophenereignis entsprechend den Bestimmungen in der Katastrophenfondsrichtlinie vorliegt Zusammenstellung der Schadenskommissionen elektronische Verarbeitung der Daten und Übermittlung der Unterlagen an die Förderungsabwicklungsstelle Nähere Details, Formulare und Richtlinienteile finden Sie auch auf der Homepage des Landes NÖ unter der Adresse: www.noel.gv.at unter dem Button „Land- und Forstwirtschaft“, Untermenü „Förderungen – Katastrophenbeihilfe“. DI Reinhard Kern Ref. Betriebswirtschaft Tel. 05 0259 5102 reinhard.kern@lk-noe.at

Die Maßnahme „Niederlassung von Junglandwirten“ wurde in den letzten Monaten sehr intensiv in Anspruch genommen. Aus diesem Grund ist es erforderlich, die Möglichkeit der Antragstellung in dieser Förderperiode zu beenden. Alle jene Betriebsführer, die zum 28. Juni 2013 die Voraussetzungen für die Fördermaßnahme erfüllen, haben noch bis 15. Juli 2013 Zeit, einen Antrag bei ihrer Bezirksbauernkammer einzubringen. Die wichtigsten Voraussetzungen: Der Junglandwirt ist bereits Bewirtschafter des Betriebes (AMA, SVB). Der relevante Erstniederlassungsstichtag liegt am 28. Juni 2013 oder davor, maximal jedoch ein Jahr vor Antragstellung. Diese Stichtage sind beispielsweise bei vollständigen Übergaben mit Eigentum und Wirtschaftsrecht von Flächen und Gebäuden das Datum des Übergabevertrages, bei Teilübergaben das Datum des Übergabevertrages, aufgrund dessen insgesamt

mehr als die Hälfte der Fläche und die Gebäude auf den Übernehmer übergegangen sind, innerhalb einer angemessenen Frist von maximal drei Jahren, spätestens bis 31. März 2015; Übergabe der restlichen Flächen bis auf maximal zehn Prozent oder drei Hektar, bei nachträglichem Übergang des Wirtschaftsrechtes das Datum des Beginns der Bewirtschaftung durch den Übernehmer, bei Erbschaften der Zeitpunkt der rechtskräftigen Einantwortung der Erbschaft, bei Erwerb eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebes das Datum des Kaufvertrages. Wie bisher sind alle anderen Fördervoraussetzungen einzuhalten. Nähere Auskünfte erhalten Sie vom Betriebswirtschaftsberater der zuständigen Bezirksbauernkammer!

Modernisierung landwirtschaftlicher Betriebe Die Antragstellung im Rahmen der „Modernisierung landwirtschaftlicher Betriebe“ ist weiterhin möglich. Dies betrifft Agrarinvestitionskredite und Zuschüsse von 20 Prozent für Zuchtsauenstallungen und Investitionen von Biobetrieben, die Stallbauinvestitionen auf Basis einer mittels Bescheid erteilten Ausnahmegenehmigung bis 30.12.2013 umsetzen müssen. DI Gerhard Salzmann Ref. Förderung Tel. 05 0259 25201 gerhard.salzmann@lk-noe.at

Foto: fotolia.de

25


Die landwirtschaft

Betriebswirtschaft

Tipps für Kauf und Anwendung

Was leisten Feuchtemessgeräte für Getreide?

In der Erntesaison entscheiden oft Stunden über die Qualität, sodass sich Schnellbestimmungsgeräte für den raschen betrieblichen Einsatz sehr gut eignen. Nach drei bis vier Probenahmen liefern sie brauchbare Durchschnittswerte. Mehr Informationen zu den einzelnen Geräten gibt LK-Experte Karl Furtner. Unterschiede ergeben sich in der Art der Probenaufbereitung und Messmethode.

Geräte mit sehr kleinen Probenmengen Bei Geräten mit sehr kleinen Probenmengen, zum Beispiel elf Millilitern, werden die Körner im Gerät durch das Verschließen der Messzelle vermahlen, die Probe gepresst und die Leitfähigkeit gemessen. Je geringer der Widerstand ist, umso höher sind der Wassergehalt und die Leitfähigkeit der vermahlenen Körner. Der Kraftaufwand zum Zudrehen des Verschlusses der Messzelle ist vertretbar. Aufgrund der kleinen Menge können vor dem Drusch rasch einzelne Ähren ausgerieben und getestet werden. Das Ergebnis beschränkt sich jedoch auf eine sehr kleine Menge und dient zur Orientierung. Grüne Körner muss man aussortieren und die zu testenden Körner müssen sauber sein, ansonsten verfälscht es das Ergebnis.

ist etwas ungenauer, braucht aber keine Probenvorbereitung. Für die Praxis sind beide Methoden vergleichbar gut. Hält man die Probenmenge bei Ganzkorngeräten nicht ein, gibt es keine brauchbaren Ergebnisse.

Ein Feuchtemessgerät ist für jeden Lagerhalter unerlässlich. Sowohl zur Orientierung über den günstigsten Erntezeitpunkt als auch für die spätere Einlagerung und Lagerbeobachtung. Foto: LK NÖ/Furtner

Je feuchter, desto ungenauer Die Geräte arbeiten im üblichen Erntefeuchtigkeitsbereich gut. Umso höher der Wassergehalt desto ungenauer werden die Ergebnisse. Wird der Messbereich über- oder unterschritten, das heißt, ist die Probe zu trocken oder zu nass, zeigen es die Geräte an. Die Messgenauigkeit, die Kalibrierung ist kulturbezogen und jährlich anzupassen. Am

besten, man lässt eine repräsentative Probe im Handel oder Lagerhaus mit einem geeichten Gerät überprüfen, misst selbst und kalibriert das eigene Gerät nach. Dazu ist ein Blick in das Handbuch erforderlich, mitunter mangelt es an der Verständlichkeit. Bei beiden Gerätetypen hat die Temperatur des Gerätes und des Getreides

Ganzkorngeräte einfacher zu bedienen Einfacher zu bedienen sind Ganzkorngeräte, bei denen zur Messung Mengen von 80 bis 250 Milliliter erforderlich sind. Einzelne grüne Körner haben dafür keinen so großen Einfluss auf das Gesamtergebnis. Die Messwertermittlung erfolgt über die Kapazität der Probe. Vereinfacht erklärt, wird dabei die Durchlässigkeit der Proben für elektrische Felder gemessen und daraus die Feuchte errechnet. Diese Messmethode 26

Wassergehalt aufwendig aber exakt ermittlen Mit einem Trockenschrank ist der Wassergehalt einer Probe genau feststellbar. Ähnlich einer Backröhre wird eine bestimmte Menge, zum Beispiel ein Kilogramm Weizen bei 130 °C getrocknet. Die Zeit ist abhängig vom Gut und der Gutsfeuchte und braucht bei Getreide zirka eine Stunde. Ist das Wasser aus dem Korn zur Gänze verdunstet, das heißt, ist das Korn absolut trocken, ergibt die Differenz zwischen der Einwaage vor der Trocknung und dem Gewicht danach den Wassergehalt in Gramm oder Prozent. Für eine Schnellbestimmung ist diese Messmethode zu zeitaufwendig. Bei einem Wassergehalt über 15 Prozent müsste sogar die Probe bis zu fünf Stunden vorgetrocknet werden. Selbst Trockenwaagen mit Infrarotbeheizung brauchen rund eine Stunde. Im Getreidehandel sind geeichte und wesentlich teurere Geräte im Einsatz. Sie messen dafür Feuchtigkeit, Protein und Hektolitergewicht in einem Arbeitsgang.


Juli_2013 einen Einfluss. Gute Geräte arbeiten mit einem automatischen Temperaturausgleich, dennoch sind extreme Temperaturunterschiede zu vermeiden. Die besten Ergebnisse lassen sich zwischen 16 und 32 °C erzielen. Die Messzellen dürfen innen nicht anlaufen, müssen sauber gehalten und restlos entleeret werden. Messbar sind alle gängigen Kulturen.

Der Gerätekauf Für einen produktunabhängigen Vergleich von Geräten kann man nur wenige Quellen heranziehen. Die letzten bekannten Tests haben die Fachzeitschriften Top Agrar und DLZ im Jahr 2009 durchgeführt. Vereinzelt sind Geräte auch DLG geprüft. Wichtig ist, ob ein handliches Schnellbestimmungsgerät in der Preislage von 400 bis 700 Euro oder für Profis, zum Beispiel Lohnunternehmer mit PCSchnittstelle ab 2.000 Euro verwendet wird. In jedem Fall sollte man das Handbuch und die Menüführung des Gerätes kritisch prüfen oder sich detailliert

Kurz gefasst Die Feuchtigkeit des Kornes ist entscheidend für die Lagerung und den späteren Verkauf. Ein Feuchtemessgerät ist daher für jeden Lagerhalter unerlässlich, sowohl zur Orientierung über den günstigsten Erntezeitpunkt als auch für die spätere Einlagerung und Lagerbeobachtung. Für den raschen betrieblichen Einsatz eignen sich Geräte, die nur sehr kleine Probemengen aufnehmen und Ganzkorngeräte, die einfacher zu bedienen sind. Für beide Geräte gilt, dass das Ergebnis umso ungenauer ist, je feuchter die Körnerproben sind.

Vertriebsfirmen für Feuchtigkeitsmessgeräte

Produkt

Deschberger Karl Oberfucking 8, 4774 St Marienkirchen/Schärding Agris GmbH, Blumengasse 4, 4552 Wartberg MRU Austria, Samuel Morse Str. 5, 2700 Wr. Neustadt Gruber Maschinenbau GmbH, Kirchdorf 6, 4673 Gaspoltshofen Ley - Maschinen, Gewerbestraße 12, 5211 Friedburg Schaller GmbH, Max-Schaller-Straße 99, 8181 St. Ruprecht/Raab Claas Global Sales GmbH, Industriesraße 18, 2104 Spillern Faie Handels-Gmbh, Handelsstraße 9, 4844 Regau AGRI FARM Maschinenbau GesmbH, Wiener Landstr. 24, 3452 Michelndorf Ökoprofi Handels GmbH, Oberharrern 33, 4691 Schlatt

GMT - GRIND 07711/2264 (Agreto LF Pro) Agreto GFM, Agreto LF Pro 07587/7117-0 FS2000, FS 1, FS 2, FS 4 02622/86615-0

Hiebel & Hess Vertriebs GmbH, Wohlmeyergasse 6-8, 3100 St Pölten Kastenmüller - Schmidt Austria GmbH, Weidenstr. 10, 8230 Hartberg Biberbacher, Pyhra 79, 3353 Biberbach erklären lassen. Das Display muss gut ablesbar und beleuchtet sein. Für den Einsatz im Feld sind ein geringes Gewicht und eine kompakte Bauweise von Vorteil.

Tel.

Superpro, Farmapro

07735/60510

Superpro, Farmapro humimeter FS 1, FS2, FS4, FS2000

07746/3626 03178/28899-0

Claas Getreidefeuchtmesser 02266/81609 Agreto GFM Dickey John M20P, Dickey John mini GAC plus Unimeter Super Digital XL Dickey John mini GAC plus, Pfeuffer HE lite, HE 50, 60, 90 Pfeuffer HE lite, HE 50, 60, 90 ua. Draminski Grain Master, Draminski WDN 1B

07672/716-0 02275/5566 07673/30703 02742/72776 03332/66488-10 07476/8334

Die Tabelle bietet eine Übersicht über die derzeit am Markt befindlichen Anbieter von Feuchtmessgeräten für Getreide.

Wichtig bei der Probenahme Wer am Feld die ersten Ähren ausreibt, feuchte Hände und ein Messgerät mit kleiner Messzelle hat, kann Überraschungen erleben. Ebenso verfälschen hohe Luftfeuchtigkeit und Tau die Messwerte. Eine mehrmalige Probennahme ist in allen Fällen sicherer, selbst bei der Getreideübernahme wäre die Probenziehung an fünf Stellen seitlich und mittig korrekt.

brierung des Gerätes nicht durchgeführt wurde, sind Messfehler von drei bis fünf Prozent möglich. Nicht selten, speziell wenn Geräte längere Zeit nicht verwendet werden, kann auch der Ladezustand der Batterien oder ein oxidierter Kontakt Probleme bereiten. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, Feuchtemessgeräte trocken und geschützt aufzubewahren.

Im hohen Feuchtigkeitsbereich, zum Beispiel bei Körnermais, oder wenn die Kali-

Ing. Karl Furtner, Ref. Technik und Energie Tel. 05 0259 25307, karl.furtner@lk-noe.at

AGRETO Getreidefeuchtemesser Messgeräte für Profis

AGRETO HFM II

Heu- und Strohfeuchtemesser

Telefon: 02846 620 * Homepage: www.agris.at * Email: office@agris.at 27


Die landwirtschaft

Technik

Tipp aus Mold:

Die Bodenbearbeitungstechnik dem Standort anpassen

Diese Punkte sind hauptsächlich für die Wahl zwischen aktiven oder passiven Bodenbearbeitungsgeräten ausschlaggebend. Ein Beispiel für die hohe Massenbewegung bei der Bodenbearbeitung ist das Pflügen. Pro Zentimeter Pflugtiefe werden pro Hektar 100 bis 150 Tonnen Erdmaterial bewegt, wobei man 0,5 bis 1,4 Liter Diesel verbraucht. Bei aktiven Bodenbearbeitungsgeräten kommt zur Zugleistung noch die über die Gelenkwelle übertragene Leistung hinzu. Hier muss man aufgrund des schon meist gelockerten Bodens ebenfalls mit einem Verbrauch 0,3 bis 1,3 Liter pro 28

Hektar rechnen. Um optimale Bedingungen für den Keimling zu schaffen, ist ein entsprechender Bodenschluss herzustellen, um in Kombination mit genügend Feuchtigkeit und passender Bodentemperatur ein schnelles und gleichmäßiges Auflaufen erzielen zu können.

Die Saattiefe ist immer ein Kompromiss

Saatbettbereitung bei Mulchsaat mit Gareeggenzinken.

GreenMaster

Foto: BW Mold/Berndl

HAMMERSCHMIED

Die Wahl der standortangepassten Bodenbearbeitungstechnik hängt nicht nur von den Vorgaben der Kultur, sondern auch von der Schwere und den typischen Eigenschaften des Bodens ab.

Vorführungen CARRIER mit Crosscutter von

· schneidet quer und längs · zerkleinert und durchmischt besser · beschleunigt die Verrottung

» Dichte Grasnarbe, mehr Erfolg mit der Nachsaat » Agressiv gegen Gemeine Rispe » Acker: für Untersaaten, Zwischenfrucht » Solo oder kombiniert einsetzbar: Striegel, Walze und Sägerät

Je flacher gesät wird, desto schneller läuft die Pflanze auf und desto weniger Triebkraft Für Grünland und Ackerbau wird benötigt. die standortangepassten Lösungen Je tiefer gesät wird, desto mehr wird die Pflanze vor Umweltein! Sie a Rufen flüssen wie Frost oder Herbi07755 6677 www.hammerschmied.at ziden geschützt. Je tiefer die WERKSAUSSENDIENST www.ertl-auer.at Korneuburg Telefon 02262/66381 Kornablage, desto schwächer ist die Bestockung und umso Schwergrubber + Scheibeneggen + Untergrundlockerer + Federzinkeneggen + Federzinkengrubber 11.06.13 19:23 länger der Halmheber. Ein CC04-46-65.indd 1 langer Halmheber bedeutet höhere Auswinterungsgefahr.

bote

sange m u ä l i b Ju

Christoph Berndl, Gottfried Hauer Bildungswerkstatt Mold Tel. 05 0259 29508 christoph.berndl@mold.lk-noe.at

100 Jahre BREMER aß Ideen nach M

R

Telefon:+49(0)5128 1500

www.bremer-maschinenbau.de

Frontarbeitsgeräte + Planierschilder + Transportwagen + Saatbettkombinationen + Parallockerer

8 A


Juli_2013

Rückblick Mähdrescherseminar in Mold

Ihr Partner für Spezialberatung und Projektmanagement:

An Mähdruschtechnik gibt es viel zu feilen

Vielfältige Beratungsangebote der lk-projekt Die lk-projekt ist DIE Beraterfirma in Sachen kulturbegleitende Spezialberatung und Projektmanagement im agrarischen Bereich. Strategieentwicklung

Unter dem Titel „MähdruschPraxis 2013 für Betriebsleiter und Fahrer“ veranstaltete die Bildungswerkstatt Mold zum dritten Mal ein Seminar mit dem Mähdruschtrainer Klaus Semmler von AgrarTraining aus Deutschland. Folgende Schwerpunktthemen wurden mit den Fahrern behandelt: Leistungssteigerung mit geänderter Mähdreschereinstellung Einstellung bei schwierigen Verhältnissen Technische Optimierung Verbesserung der Druschund Kornqualität Messmittel zur Leistungskontrolle Reduzierung von Stillstandzeiten durch richtige Bedienung und Wartung Mähdruschkosten und Ernte-Logistik Kornverluste – Ursachen, Erfahrungen, Verluste beurteilen und berechnen Praxiserfahrungen mit verschiedenen Drusch- und Abscheidesystemen

Die Seminarteilnehmer waren begeistert und gleichzeitig erstaunt, welches Detailwissen der Referent vermitteln kann. Foto: BW Mold/Hauer

Für Betriebserweiterungen und -entwicklungen bedarf es an realistischen, den Zielen entsprechenden Umsetzungskonzepten. Wir unterstützen Sie bei der Erarbeitung bezüglich Konzepte bei Betriebserweiterungen, Konzepte bei Betriebsentwicklungen und bei Marketingkonzepten.

Bei der Umsetzung von Spezialprojekten unterstützen wir Sie bei der Projektentwicklung und -begleitung. Wir erledigen die wichtigen Hintergrundarbeiten und übernehmen die intensive Begleitung von Projektumsetzungen, Fördermanagement und Organisationsentwicklung.

Spezialberatungsangebote Unsere Spezialberatungsangebote sind speziell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt und unterstützen Sie bei der wirtschaftlichen Entwicklung Ihres Betriebes. Dazu zählen Waldbetreuung, Waldwirtschaftsplan, Baubegleitung und Kredit-Check.

Crop Consulting Aufgrund seiner vierzigjährigen Berufs- und Praxiserfahrung konnte Klaus Semmler auf die individuellen Mähdrescher der Teilnehmer eingehen, sodass keine Frage offen blieb. Abschließend wurden Kornverlustberechnungen für die jeweiligen Mähdreschertypen und Fruchtarten durchgeführt, die von AgrarTraining auf DINA4 Blättern sichtbar gemacht wurden (Kornverlusttransparenz). Diese Blätter wurden im Nachhinein an alle 74 Teilnehmer versandt. Das große Interesse an der Veranstaltung zeigt, dass der Bedarf an Schulungen im Bereich Mähdruschtechnik doch sehr groß ist. Die Bildungswerkstatt Mold wird daher auch 2014 wieder einen Mähdrescher-Fachtag abhalten. Ing. Roman Hauer Bildungswerkstatt Mold

Wir bieten eine Spezialberatung in regelmäßigen Abständen während der Vegetationsperiode für Ihre Spezialkultur an: Kulturbegleitende Spezialberatung im Gartenbau (Unterglasgemüsebau sowie Freiland) Kulturbegleitende Spezialberatung im Obst- und Weinbau Versuchsbetreuungen im Gemüsebau

Dienstleistungen Wir unterstützen Sie beim Ausfüllen der Förderanträge und der UBAG-Aufzeichnungsblätter für Ihren Betrieb mit MFA und HA-Ausfüllhilfe, UBAG-Aufzeichnungsservice, Betriebskonzept-Erfassung der einzelbetrieblichen Grunddaten Das Team der lk-projekt freut sich in Beratung und Begleitung Ihrer Ideen für Sie verlässlich tätig zu sein. Kontaktieren Sie uns unter 05 0259 42300 oder per E-Mail office@lk-projekt.at.

Wenn Sie eine zeitintensive, individuelle Spezialberatung oder Begleitung wünschen, und Ihr Projektvorhaben über Tage, Wochen oder Monate begleitet werden soll, so ist das Team der lk-projekt Ihr Ansprechpartner. Foto: LK NÖ

29


Die landwirtschaft

Betriebswirtschaft

Zwischenfruchtbau mit der Mähdruschsaat

Anbausystem schont Boden und Budget

Aufgrund rückgängiger Niederschläge sowie steigender Betriebskosten wurde ein Boden und Budget schonendes System zur Anlage von Zwischenfrüchten gesucht. Was aus der Suche geworden ist, können Sie hier nachlesen.

das Befüllen über den Wartungsaufgang möglichst einfach zu bewerkstelligen ist. Weiters beeinträchtigt diese Position das Sichtfeld des Fahrers nicht und die Saatleitungen können fallend verlegt werden.

Schneller Standortwechsel möglich

Hydraulisch angetriebenes und elektrisch gesteuertes Säaggregat Fotos: LK NÖ/Scharf

anderem Abdrehprobe, Streuüberwachung und elektronisch verstellbare Mengeneinstellungen vorgenommen werden können. Die Fahrgeschwindigkeit erfasst ein Radsensor. Ein- und ausgeschaltet wird durch einen Magnetschalter, der beim Ausheben des Schneidtisches betätigt wird. Zu Vergleichszwecken wurde nach dem Stoppelsturz mit Kreiselegge und Doppelscheibenscharsämaschine unter Verwendung der gleichen Mischungspartner und Saatstärke fünf Wochen später ein zwölf Meter breiter Streifen angelegt.

Sägerät am Heck des Mähdreschers

Die Saatleitungen führen zu einem ausklappbaren Gestänge im Zwischenachsbereich, auf dem die Prallteller befestigt wurden. Dadurch wird das Saatgut hinter dem Schneidtisch auf der gesamten Arbeitsbreite gleichmäßig ausgebracht. Das Saatgut fällt zwischen den Stoppeln direkt auf den Boden und wird anschließend von Spreu und Stroh bedeckt. Das Gestänge ist mit nur einem Handgriff eingeklappt, womit ein schneller Standortwechsel gewährleistet ist. Auch kann es an dieser Stelle verbleiben, sollte es nicht gebraucht werden.

Was wurde gesät?

Die Familie Ehrnhofer aus Weigelsdorf erklärte sich bereit, an ihrem John Deere Mähdrescher 9640i WTS ein Sägerät der Firma APV in Eigenregie zu montieren. Nach intensiven Überlegungen wurde als Montageplatz das Heck gewählt, wo

Es handelt sich um ein PS 300 M1, ein pneumatisches Sägerät mit acht Ausgängen und hydraulischem Gebläse. Die Steuerung erfolgt über ein elektrisches Steuermodul serienmäßig, auf dem unter

Beim Drusch einer Wintergerste wurden gleichzeitig als Mischung je zwei Kilogramm Senf, Phacelia, Kresse und fünf Kilogramm Alexandrinerklee beim Drusch ausgebracht und das Stroh nach der Ernte abgefahren. Die Spreu konnte das Saatgut

Das in England und Dänemark etablierte System der gleichzeitigen Ernte der Hauptkultur und Aussaat einer Zwischenfrucht schont Boden und Budget. Allerdings konnte kein Betrieb gefunden werden, der dieses System auch im Trockengebiet getestet hatte. Aus diesem Grund wurde mit Unterstützung der Firma APV ein Mähdrescher mit einem pneumatischen Sägerät ausgerüstet.

30


Juli_2013

der Zwischenfrucht abdecken. Der Boden wurde nicht weiter bearbeitet und auch nicht angewalzt.

Vorläufige Ergebnisse: Die Etablierung der Saat ohne Bodenbearbeitung erfolgte zur vollen Zufriedenheit. Der Anteil an Auflaufgetreide sowie unerwünschter Beikräuter war vernachläsErfolgreiche Begrünung nach Mähdruschsaat.

Ausklappbares Gestänge im Zwischenachsbereich mit Pralltellern.

sigbar. Eine Beantragung im ÖPUL ist somit problemlos möglich. Auf dem Versuchsfeld wurde das Stroh gepresst und abtransportiert. Ein Häckseln und Belassen des Strohes am Feld würde den Wuchs der Zwischenfrucht begünstigen, da die Saat zusätzlich

abgedeckt wird und Feuchtigkeit gespeichert werden kann. Der Landwirt bleibt in seinem Strohmanagement dadurch flexibel. Die Kosten der Sätechnik sind im Vergleich zu anderen Methoden äußerst gering. Arbeitsspitzen während der Sommermonate werden deutlich entlastet, das ist besonders bei schwierigen Witterungsbedingungen ein entscheidender Vorteil. Da keine Bodenbearbeitung erfolgt, ist ein bestmöglicher Schutz vor Wind- und Wassererosion gegeben. Dies gewinnt zunehmend an Bedeutung! Überschüssige Nährstoffe können schnellstmöglich aufgenommen und vor Auswaschung geschützt werden. Potential von Zwischenfrüchten kann man bestmöglich ausnutzen.

Mähdruschsaat ersetzt andere Techniken nicht vollständig Die Mähdruschsaat sollte nicht als vollständiger Ersatz anderer Techniken verstanden werden. Abhängig von der Fruchtfolge, der Verweildauer am Feld, Witterungsverlauf, Bodenbeschaffenheit, Unkrautdruck und besonders der Mähdreschereinstellung ist sie jedoch eine kostengünstige und schlagkräftige Ergänzung zur bewährten Sätechnik. Aufgrund der vielversprechenden Erfahrungen im Jahr

2012 wird in der heurigen Ernte zusätzlich ein Vorerntesaatgerät getestet. Mit diesem kann man die gewünschten Zwischenfrüchte einige Tage vor Drusch in den stehenden Bestand ausbringen, ohne einen umgebauten Mähdrescher zu benötigen. Nähere Details folgen in einer der nächsten Ausgaben. DI Bernhard Scharf Pflanzenbauberater BBK Wr. Neustadt Tel. 05 0259 42021 bernhard.scharf@lk-noe.at

Kurz gefasst Beim Drusch einer Wintergerste wurde gleichzeitig eine Zwischenfrucht direkt auf die Stoppeln gesät. Als Mischung wurden je zwei Kilogramm Senf, Phacelia, Kresse und fünf Kilogramm Alexandrinerklee beim Drusch ausgebracht und das Stroh nach der Ernte abgefahren. Die Spreu konnte das Saatgut der Zwischenfrucht abdecken. Der Boden wurde nicht weiter bearbeitet und auch nicht angewalzt. Die vorläufigen Ergebnisse bringen viele Vorteile, doch als vollständiger Ersatz anderer Techniken kann die Mähdruschsaat nicht verstanden werden.

QUALITÄT FÜR PROFIS Begrünung mit APV Geräten besser geht‘s nicht!

Von Landwirten inspiriert & von Profis realisiert

w w w. a p v. a t / o f f i c e @ a p v. a t APV - Technische Produkte GmbH Dallein 15, A-3753 Hötzelsdorf Telefon: +43 / (0) 2913 / 8001, Fax: +43 / (0) 2913 / 8002

31


Die landwirtschaft

markt

Erntebeginn bei den Heurigen Erdäpfeln

Jetzt Ruhe bewahren um Preisdruck einzudämmen Ein Prognose über die Entwicklung bei Preisen und Mengen der Heurigenernte gibt LK-Expertin Anita Kamptner.

In Österreich ist der Angebotsdruck derzeit enorm, was auch den Preis entsprechend rasch drückt. Foto: LK NÖ

Die Heurigenernte für den Lebensmitteleinzelhandel startete heuer in der ersten Juniwoche zunächst im Burgenland bei 45 Euro je Dezitonne und wenige Tage später auch im Raum Stockerau sowie im Marchfeld. Davor wurden schon kleinere Mengen für die Direktvermarktung gerodet.

Mit Qualität zufrieden Nach dem langen Winter und den überwiegend späten Legeterminen konnte man überraschend früh mit der Ernte beginnen. Die Ansätze bei den frühen Sorten sind gut und auch das Knollenwachstum war sehr rasch. Die Erträge sind zufriedenstellend. Bei der Sorte Friesländer traten da und dort Wachstumsrisse auf, im Allgemeinen ist man aber mit den Qualitäten zufrieden.

Hohes internationales Preisniveau International ist das Preisniveau sehr hoch. In Deutschland wird der Erntebeginn durch spätes Pflanzen, Nässe und Kälte verzögert. In unserem Nachbarland werden nun seit einigen Jahren, abgesehen von regionalen Programmen, aus-

schließlich festschalige Kartoffeln vermarktet. Die Reifeförderung hat gerade erst begonnen und so wird es noch etwas dauern, bis genug vermarktungsfähige Ware zur Verfügung steht. In Österreich ist der Angebotsdruck derzeit enorm, was auch den Preis entsprechend rasch drückt. Er lag bei Redaktionsschluss bereits bei 32 Euro je Dezitonne. Gleichzeitig sank die Nachfrage bei hohen Temperaturen – bei Hitze werden wenig Erdäpfel gegessen.

dass die Erntemengen an Speise- und Verarbeitungskartoffeln heuer überschaubar sein werden. Dementsprechend sehen Marktbeobachter die Chance auf zufriedenstellende Preise für die heurige Saison. Unter diesen Voraussetzungen sollte man nun auch bei uns Nerven bewahren und die Ware nicht unkontrolliert auf den Markt bringen. Ist der Preis erst mal im Keller, wird es schwierig, ihn vor dem Winter wieder zu heben!

Mengen in Mitteleuropa überschaubar

DI Anita Kamptner Ref. Ackerbau und Grünland Tel. 05 0259 22141, anita.kamptner@lk-noe.at

In Mitteleuropa wird ersten Hochrechnungen zufolge davon ausgegangen,

Die Grafik zeigt den Preisverlauf bei Heurigen im Vergleich der letzten Jahre. Gestartet wurde etwa zeitgleich wie im Vorjahr bei zunächst etwas höherem Preisniveau.

EUR/dt 50,00 45,00 40,00

Grafik: LK NÖ

35,00 30,00 25,00 20,00 15,00 10,00 5,00 0,00 22

23

24

25

2011 32

26

27 Woche

2012

28

29

30

31

32 1 runde Sorten

2013


Juli_2013

Die Preisschwankungen für Agrarrohstoffe haben weltweit stark zugenommen. Das verunsichert viele Marktteilnehmer im europäischen Agrarmarkt. Warentermingeschäfte sind ein wirksames Mittel, um die wirtschaftlichen Risiken der Marktvolatilität und der Preisveränderungen zu reduzieren. Das Fachbuch „Warenterminmärkte erfolgreich nutzen“ aus dem DLG-Verlag zeigt zunächst die Gründe für Preisschwankungen und die weltweiten Marktverhältnisse am Agrar-Kassamarkt. Danach nimmt es den Warenterminmarkt genau unter die Lupe. Es werden die wichtigsten Begriffe der Börse erklärt sowie die Möglichkeiten der Preissicherung dargestellt und an praktischen Beispielen veranschaulicht. Dabei liegt der Fokus auf der Börse Euronext. Sie ist die Leitbörse für den europäischen Agrarmarkt. Schließlich entwickeln die Autoren Strategien für den betriebsindividuellen wirtschaftlichen Wareneinkauf und Warenverkauf. Das leicht verständlich geschriebene Buch gibt Einblick in die faszinierende Welt der Warenterminbörse. Es zeigt, welche vielfältigen Möglichkeiten des Risikomanagements sich für Marktteilnehmer im Agrarbereich bieten. Erschienen im DLG-Verlag unter ISBN 978-37690-0757-2 um 35,90 Euro.

Belchim: Gegen Kraut- und Knollenfäule Mit dem bekannten Wirktstoff Cyazofamid ist das Produkt RANMAN laut internationalen Bewertungen der EUROBLIGHT im europäischen Fungizidvergleich ein unverzichtbarer Baustein in der Kraut- und Knollenfäulebekämpfung in der Kartoffel.

Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und Produktinformationen lesen. Bitte beachten Sie die Warnhinweise und -symbole in der Gebrauchsanleitung.

Warenterminmärkte erfolgreich nutzen

Das Allzeit-Fungizid vom Start bis zur Ernte Einzigartig in seiner Wirkungsweise In IP 4x zugelassen

Durch die einzigartige Formulierung in 2 Phasen – bei der RANMAN B den Wirkstoff RANMAN A optimal gegen die Krankheitserreger der Phytophthora verteilt, ist es das TOP - Kartoffelfungizid im Blattschutz und sichert in den Abschlussbehandlungen durch seine sporizide Wirkung die Gesundheit der Kartoffelknollen. Im Gegensatz zu anderen Fungiziden ist RANMAN auch hocheffektiv wirksam bei wärmeren Perioden, in denen die direkte Keimung aus Sporangien in den Vordergrund tritt. Durch die Formulierung ist das Produkt schon 15 Minuten nach der Spritzung vollkommen regenfest und überzieht die behandelte Pflanze mit einem Schutzfilm bei gleichmässiger Verteilung auf dem Blatt und schützt auch zuverlässig den Neuzuwachs an Blattgewebe. Diese Eigenschaft bietet Vorteile bei unbeständiger Witterung in der Vegetationsperiode, aber auch beim Einsatz auf Beregnungsbetrieben. Die registrierte Aufwandmenge von 0,2 l/ ha RANMAN A und 0,15 l/ha RANMAN B – schützt Ihre Kartoffeln in allen kritischen Phasen vom Blattzuwachs über die Blüte bis zum Abschluss und ist im IP – Programm für einen 4- maligen Einsatz pro Saison gelistet. Sollte die Alternaria zusätzlich bekämpft werden, empfiehlt sich die Zumischung von registrierten Spezialfunigiziden gegen die Dürrfleckenkrankheit. RANMAN gegen Kraut – und Knollenfäule in der Kartoffel – und Sie sind auf der sicheren Seite in der Qualitätsproduktion der Kartoffel.

www.belchim.com

www.belchim.com, Mail: info@belchim.com Anzeige

BelchimCrop Protection GmbH • Tel 01706/5733-11 Concorde Business Park 2/F/6/11 • 2320 Schwechat

Bester Standard bei Kontaktfungiziden nach Euroblight Besonders schnell regenfest Stoppwirkung

Ranman® ist eine eingetragene Marke von Ishihara Sangyo Kaisha Ltd (ISK), Japan

33


MARKT

Die landwirtschaft

Getreideernte 2013

und Industriesektor prognostiziert. Dieser Verbrauch dürfte dennoch unter den Lagervorräten liegen, womit mit einem Aufbau der weltweiten Getreidereserven gerechnet wird.

Gute Ertragsaussichten für die neue Ernte Nach der weltweit geringen Getreideernte scheinen sich die knappen Bilanzen nun angesichts der prognostizierten großen Ernten für das Wirtschaftsjahr 2013/14 zu entspannen. Die Maisbilanz dürfte trotz Rekordernten aber knapp bleiben. DI Andrea Ribisch Ref. Betriebswirtschaft Tel. 05 0259 41251 andrea.ribisch@lk-noe.at

Überschüssige Getreidebilanzen zeichnen sich ab

Die österreichische Getreideproduktion 2012 betrug 4,84 Mill. t, um zwei Prozent weniger als im Vergleich zum langjährigen Mittel. Frühjahrstrockenheit, Spätfröste und Auswinterungsschäden verursachten Ausfälle beim Brotgetreide von rund einem Viertel. Die schwachen Erträge führten bei Weichweizen zu hohen Proteinwerten, wodurch der Premiumund Qualitätsweizenanteil sehr hoch war. Auch international führte eine schwache Weizenund Maiserzeugung zu einer geringen Ernte und somit zu einem Bestandesabbau. Laut der Welternährungsorganisation FAO dürfte sich die Situation auf den Getreidemärkten heuer deutlich entspannen. Das amerikanische Landwirtschaftsministerium USDA hatte am 12. Juni die zweitgrößte Weizenernte aller Zeiten prognostiziert, den Analysten von Statégie Grains zufolge sollte auch in der EU-28 eine größere Getreideernte von ca. 294,4 Mill. t eingefahren werden. Zu den global höheren Ernteerwartungen wird ein steigender Verbrauch im Futtermittel-

Für den internationalen Weizenmarkt wurden die Prognosen jüngst wieder nach unten revidiert, die Endbestände dürften laut USDA dennoch auf 181,3 Mill. t ansteigen. Auch in der EU-28 scheint die Weizenernte mit 131,5 Mill.t die Ernten der letzten beiden Jahre zu übersteigen, womit auch hier eine überschüssige Bilanz erwartet wird. Auch der globale Gerstenmarkt dürfte im Wirtschaftsjahr 2013/14 überschüssig bleiben. Weltweit sollen rund 138 Mill. t Gerste eingefahren werden, dies entspricht einer Steigerung von 1,8 Prozent zu 2012. Stratégie Grains schätzt die Produktion der EU auf 56,1 Mill. t, wodurch ein Überschuss von 2,2 Mill. t die Notierungen unter Druck setzen wird. Dadurch würde Gerste aber auch an Konkurrenzkraft im Fütterungsbereich gewinnen. Bei der Braugerste wird der Überschuss auf 1,4 Mill. t geschätzt. Je nach Wetterverlauf bleiben die Produktionsaussichten und qualitativen Potentiale aber noch unsicher. Nach der angespannten Versorgungssituation am internationalen Maismarkt zeichnet sich für das heurige Wirtschaftsjahr eine komfortablere Situation ab. Mit dem Anstieg der Erntemenge auf 966 Mill. t sollte, trotz

stiere

schweine

ferkel

Nach der Talfahrt konnten sich die Stierpreise im Juni stabilisieren und lagen zu Monatsende wieder auf dem Niveau des Vorjahres. Für die nächsten Wochen erscheint das Inlandsangebot überschaubar. Daher ist aus heutiger Sicht trotz Sommerflaute nicht mehr mit stark rückläufigen Preisen zu rechnen, wenngleich leichte Preiskorrekturen zumindest bis Mitte des Monats nicht ausgeschlossen werden können. EU-weit kam es von Jänner bis April zu Mengenverschiebung im Außenhandel. Während die EU-Exporte um neun Prozent zurückgingen, erhöhten sich die Importe um 15 Prozent, wobei vor allem Brasilien seine Position verstärkte.

Nach dem wirtschaftlich schwierigen Mai konnte sich die Situation für niederösterreichische Schweinemäster nun wieder normalisieren. Aktionen des LEH trugen zur Monatsmitte dazu bei, den überhangenen Markt einigermaßen zu räumen. Gleichzeitig fiel das Angebot deutlich geringer aus, wobei die Nachfrage zwischenzeitlich nur schwer gedeckt werden konnte. Der Basispreis konnte sich im Juni um insgesamt 13 Cent verbessern, der Preis für Zuchtsauen stieg um 7 Cent. Die derzeit unüblich hohe Nachfrage nach Schweinefleisch sowie ein durchschnittliches Angebot lassen auf stabile bis festere Preise hoffen.

Trotz der Belebung am Mastschweinemarkt bleibt die Situation für NÖ Ferkelproduzenten weiterhin angespannt. Da sich das Angebot bei uns wie im gesamteuropäischen Raum umfangreich gestaltet, herrscht in den Exportländern ein harter auch preislicher Konkurrenzkampf. Ferkel können beispielsweise in Rumänien und Kroatien derzeit nur zu Dumpingpreisen verkauft werden, gleichzeitig klagt die Branche über steigende Futterkosten. Die Ferkelpreise bleiben im gesamten Juni konstant bei EUR 2,40 je Stück. Für die nächste Zeit kann also nicht von einer Entspannung des Marktes gesprochen werden.

€/kg 4,0 3,5 3,0

Italien Österreich

Bayern Tschechien

2,5 2,0

34

5 6 7 8 9 10 11 12 1 2 3 4 5

€/kg 1,9 Italien 1,8 Tschechien

€/30 kg Ferkel

Österreich

1,7 Bayern

Dänemark 1,6 Österreich 1,5 Deutschland 1,4 1,3

Niederlande

5 6 7 8 9 10 11 12 1 2 3 4 5

75 70 65 60 55 50 45 40 35 30

Niederlande

Niederösterreich

Dänemarkt

Deutschland Österreich

Bayern

5 6 7 8 9 10 11 12 1 2 3 4 5

B

N


Juli_2013

Getreidenotierungen auf dem Sinkflug Die Berichte über Rekordernten und rückläufige Wetterrisiken führten seit Juni zu einem Abwärtstrend bei den internationalen Getreidenotierungen. Für den Mahlweizenkurs an der Matif in Paris bildet die 200-Euro-Marke nun die Obergrenze. Angesichts der prognostizierten großen Ernten notieren die Preise für Getreide der neuen Ernte bereits hinter denen des Vorjahres. Dass die Preise an den Kassamärkten bis zur neuen Ernte weiter sinken, ist nicht ausgeschlossen. Für die Ernte 2012 konnten österreichische Landwirte im Zuge der Poolvermarktung durchschnittlich für Premiumweizen 215,- , für Qualitätsweizen 210,- und für Mahlweizen 205,- Euro excl. MwSt. erzielen. Die Aufkäufer lehnen sich nun zurück und warten auf fallende Preise. Seitens der Landwirte ist die Bereitschaft, weitere Vorkontrakte abzuschließen, gering geworden.

In Österreich dürfte die größere Getreideernte zu ähnlichen Marktverhältnissen wie im Jahr 2011 führen. Das Wetter hat im Vegetationsverlauf nicht nur einen Einfluss auf die Mengen, sondern auch auf die Qualitäten des Getreides. Somit erwartet man für die Ernte 2013 einen höheren Anteil an Futtergetreide und eine stärkere Preisdifferenzierung zwischen Mengen- und Qualitätsgetreide. Die Preisentwicklungen der nächsten Monate werden stark von den Wetterbedingungen in den wesentlichsten

Der leichte Aufwärtstrend der Milchpreise hält an und im April lagen die Preise dem für 4,2% Fett und 3,4% Eiweiß bei 35,452 Cent/kg netto. Das internationale Umfeld im Milchmarkt bleibt positiv, das zeigt auch das hohe Niveau des aus Butterund Magermilchpulverpreisen errechneten EU-Äquivalenzpreises für Milch. Daraus würde sich ein Steigerungspotenzial für die Erzeugerpreise ableiten. Keine Bereitschaft dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, kommt dagegen vom Lebensmittelhandel. Trotz steigender Verbraucherpreise verliefen die Preisgespräche der Molkereien in den letzten Monaten ergebnislos. Cent/kg

Bayern

Österreich

Deutschland 4 5 6 7 8 9 10 11 12 1 2 3 4

Anbaugebieten der Welt abhängen. Aus heutiger Sicht scheint eine Rekordernte bei Mais möglich zu sein, wodurch sich die weltweit knappe Bilanz entspannen dürfte. Bei Weizen wird sich das große Exportpotenzial Russlands, der Ukraine und Kasachstans bei Wetterbesserung bewahrheiten, wodurch diese Länder noch stärker am Weltmarkt auftreten werden. Spannend bleibt, wie sich die voraussichtlich überschüssige Gerstenund Weizenbilanz auf die Maispreise der neuen Ernte auswirken werden.

EU-27 Getreideproduktion 2011/2012 – 2013/2014 Quelle: stratégie grains, Juni 2013

140 120 100 80 60 40 20 0

Weichweizen

Hartweizen 2011/12

milchpreise

milch

36 35 34 33 32 31 30 29 28

Ausblick

Mio. Tonnen

einem Anstieg der Nachfrage, ein Aufbau der weltweiten Lagerbestände erfolgen. Auch in der EU erwartet man eine deutlich bessere Ernte von 65,2 Mill. t, wobei hier eine defizitäre bis ausgeglichene Bilanz erwartet wird.

Mit 1. Juni bezahlten die in NÖ tätigen Molkereigenossenschaften ihren Lieferanten folgende Milcherzeugerpreise in Cent pro Kilogramm: Konventionelle Milch: Berglandmilch, netto 35,76 Milchgenossenschaft NÖ, netto 35,52 Gmundner Milch, netto 35,89 Biomilch: Berglandmilch, netto 41,81 Milchgenossenschaft NÖ, netto 41,02 Änderungen beim Milcherzeugerpreis werden jedem Milchlieferanten aufgrund des Milchliefervertrages im Milchgeldanlageblatt mitgeteilt. Deutschland Bayern Qualitätsergebnisse: Österreich Im April 2013 entsprachen 99,05 % der in NÖ angelieferten Milch der 1. Güteklasse. Für 88,99 % der angelieferten Milch wurde auch der S-Zuschlag von bis zu 1,45 Cent/kg ausbezahlt.

Gerste 2012/13

Mais

Roggen

2013/14

Kreditzinsen Im April 2013 betrugen laut ÖNB die durchschnittlichen Zinsen für bestehende EURO-Kredite von (nicht-finanziellen) Unternehmen _ mit Laufzeit bis zu 1 Jahr....2,22 % _ mit Laufzeit 1 bis 5 Jahre.... 2,61 % _ mit Laufzeit über 5 Jahre... 2,38 % für neue Kredite _ bis 1 Mio. Euro.................... 2,28 % Bezugszinssätze im Mai 2013 _ 3 Monats-EURIBOR............ 0,20 % _ Sekundärmarktrendite..... 0,83 % AIK-Zinssatz vom 1.7.-31.12.2013 Der Bruttozinssatz für die Agrarinvestitionskredite beträgt 1,500 %. Daraus ergibt sich ein Nettozinssatz für den Kreditnehmer von 0,960 % (36 %iger Zinsenzuschuss) 0,750 % (50 %iger Zinsenzuschuss 0,375 % (75 %iger Zinsenzuschuss) Der genannte Bruttozinssatz beinhaltet laut Sonderrichtlinie bereits Spesen. Das bedeutet, dass auch Entgelte für die Kontoführung durch den angeführten Zinssatz bereits abgedeckt sind! 35


Die landwirtschaft

Direktvermarktung

Urlaub am Bauernhof, Direktvermarktung, Buschenschank

Neueinstieg oder Ausbau gut planen

Warum Neueinsteiger und „alte Hasen“ vom neuen LK-Beratungsangebot „Betriebskonzept Urlaub am Bauernhof, Direktvermarktung, Buschenschank“ profitieren, erfahren Sie im folgenden Beitrag.

Vor dem Einstieg in einen dieser Betriebszweige sollte eine Phase gründlicher Information und Planung stehen. Die zu Beginn oft hohen Investitionen müssen auf Wirtschaftlichkeit und Finanzierbarkeit geprüft werden. Foto: LK NÖ/Archiv situation kenne, kann ich beurteilen, wie ich den Betrieb weiterentwickeln kann. Beratungsort ist grundsätzlich die LK NÖ in St. Pölten. Bei Bedarf kann ein Teil der Beratung auch am Betrieb stattfinden, die Hofpauschale beträgt 30 Euro. Zu Beginn der Beratung ist der Besuch des Seminars „Mein Betriebskonzept“ zu empfehlen.

Das Beratungsangebot richtet sich an: Bäuerinnen und Bauern, die neu in den Betriebszweig Urlaub am Bauernhof, Direktvermarktung oder Buschenschank einsteigen möchten und vor größeren Investitionen stehen. Bestehende Urlaub am Bauernhof Anbieter, Direktvermarkter oder Buschenschänker, die diesen Betriebszweig ausbauen und optimieren möchten.

Nutzen für den Betrieb Im Zuge der Beratung werden die Wirtschaftlichkeit und Finanzierbarkeit des geplanten Projektes sowie die Auswirkungen auf die eigenen Ressourcen aufgezeigt. Mögliche Projektvarianten können berechnet und Alternativen ins Auge gefasst werden. Dies minimiert das Risiko der Investition und liefert die Grundlage für die eigene Entscheidung. Das Vorhaben wird inhaltlich genau geplant: So werden eine Vision, ein Leitbild für den Betrieb, die Strategie und konkrete Ziele

definiert sowie ein Maßnahmen- und Ablaufplan erstellt. Das fertige Betriebskonzept stellt für den Betrieb einen „Fahrplan“ dar: Was ist als Nächstes zu tun? Worauf muss ich achten? - das gibt Sicherheit bei der Umsetzung.

Umfang und Kosten der Beratung Die Kosten für ein gesamtbetriebliches Konzept, das sowohl den landwirtschaftlichen Betrieb als auch den Betriebszweig miteinschließt, betragen 240 Euro. Ein Gesamtkonzept ist wichtig, denn nur wenn ich meine betriebliche Ausgangs-

Anmelden zur 3. Pielachtaler Edelbrandprämierung Die Auszeichnung und Vergabe zum „Goldenen Dirndltaler“ findet am 5. Oktober um 19.00 Uhr im Rahmen des Pielachtaler Dirndlkirtages statt. Alle Edelbrenner des Landes sind herzlich eingeladen mit ihren Produkten teilzunehmen. Die Produktproben mit ausgefüllter Anmeldekarte werden am 1. und 2. August sowie von 5. bis 7. August von 9.00 bis 12.00 Uhr am Gemeindeamt Kirchberg an der Pielach entgegen genommen. „Der Goldene Dirndltaler“ wird an das beste Produkt einer Kategorie verliehen, vorausgesetzt es wird die Goldmedaille erreicht. Die Verkostung und Prämierung der Edelbrände und Liköre wird von Experten der Landwirtschaftskammer unter der Leitung von Wolfgang Lukas begleitet. Mit der Pielachtaler Edelbrandprämierung haben sich die Veranstalter zum Ziel gesetzt, den Produzenten – auch kleinen Betrieben – eine Plattform zur Präsentation ihrer hochwertigen Produkte zu bieten. Die Unterlagen zur Pielachtaler Edelbrandprämierung „Der goldene Dirndltaler“ 2013 anfordern und teilnehmen: Regionalbüro Pielachtal, Schloßstraße 1, 3204 Kirchberg an der Pielach Tel. 02722/7309-25, E-Mail: regionalbuero@pielachtal.info 36

Im Bereich Urlaub am Bauernhof kann man um 120 Euro nur den Vermietungsbereich durchleuchten und berechnen. Dies ist für bestehende, bäuerliche Vermieter zu empfehlen, die diesen Betriebszweig auf Wirtschaftlichkeit prüfen und optimieren möchten. So kann man zum Beispiel ermitteln, ab welchem Preisniveau die betriebsindividuellen Kosten gedeckt sind und wie viel der Vermieter mindestens verlangen muss, um auch ein zufriedenstellendes Einkommen aus diesem Betriebszweig zu erwirtschaften. Information und Buchung: LK NÖ, Referat Direktvermarktung, Tel. 05 0259 26500, direktvermarktung@lk-noe.at

Betriebe für Bauernjause An der Aktion „Bauernjause - bewegen und genießen“ können Betriebe mit landwirtschaftlicher Betriebsnummer und einem Buschenschank oder Almausschank, der im Oktober 2013 geöffnet hat, mitmachen und eine Bauernjause mit regionalen Produkten anbieten. Die teilnehmenden Betriebe erhalten kostenloses Werbematerial, mit dem die Jause angekündigt und beworben werden kann. Anmeldung bis spätestens Freitag, 30. August bei LK NÖ, Referat Direktvermarktung, Wiener Straße 64, 3100 St. Pölten, Tel. 05 0259 26500, E-Mail: direktvermarktung@lk-noe.at.


Juli_2013

Lehrverhältnis in der Land- und Forstwirtschaft abschließen

Lehrverhältnis in der Land- und Forstwirtschaft abschließen Der Abschluss eines Lehrverhältnisses führt den Jugendlichen durch die Ausbildung am Lehrbetrieb zur Facharbeiterqualifikation. Der Abschluss einer Lehre in der Land- und Forstwirtschaft ist nach der Pflichtschule, nach der Landwirtschaftlichen Fachschule oder als Anschlusslehre möglich. Die Familienbeihilfe wird länger gewährt und der Lehrbetrieb kann die Lehrbetriebsförderung in Anspruch nehmen. Die Basisförderung bei der Lehrbetriebsförderung beträgt für bäuerliche Betriebe im ersten Lehrjahr 1727,40, im zweiten Lehrjahr 1.608,40 und im dritten Lehrjahr 1.034,20 Euro. Das Ausbildungsverhältnis endet mit der Facharbeiterprüfung. Nach der Facharbeiterprüfung kann man in der Sparte die Meisterprüfung ablegen.

Lehre nach der Pflichtschule Die Lehre dauert drei Jahre. In jedem Lehrjahr wird der Lehrling für zehn Wochen in die Berufsschule einberufen. Die Berufsschule ergänzt die praktische Ausbildung im Betrieb mit der Theorie in den Fachgegenständen und zusätzlichen Inhalten wie EDV, Englisch und Persön-

lichkeitsbildung. Die Berufsschule für alle Fachrichtungen der Landwirtschaft, ausgenommen Gartenbau, befindet sich am Edelhof bei Zwettl, die Berufsschule für Gartenbau in Langenlois.

Anschlusslehre Für landwirtschaftliche Betriebe mit mehreren Schwerpunkten bietet sich die Anschlusslehre an. Für diese Anschlusslehre werden in den meisten Berufen zwei Jahre der ersten Lehre angerechnet. Die Anschlusslehre dauert daher nur mehr ein Jahr. Zur Vorbereitung auf die Facharbeiterprüfung werden, je nach Lehre und bereits besuchter Schule, Lehrlingstage und Kurse angeboten.

Beantragung und Sozialversicherung Der Lehrvertrag und die Anerkennung als Lehrberechtigter und Lehrbetrieb ist über die BBK bei der NÖ Land- und forstwirtschaftlichen Lehrlings- und Fachausbildungsstelle einzureichen. Die Formulare liegen in den BBK auf oder können unter www.lehrlingsstelle.at ausgedruckt werden oder die NÖ Lehrlings- und Fachausbildungsstelle sendet sie zu. Fremdlehrlinge sind vor Beginn der Lehre bei der NÖ Gebietskrankenkasse anzumelden. Bei hauptberuflicher Mitarbeit im elterlichen Betrieb besteht Melde- und Beitrags-

Die Lehrberufe In folgenden Lehrberufen ist eine Ausbildung möglich: Landwirtschaft, Weinbau und Kellerwirtschaft, Forstwirtschaft, Ländliches Betriebs- und Haushaltsmanagement, Pferdewirtschaft, Gartenbau, Feldgemüsebau, Geflügelwirtschaft, Bienenwirtschaft, Fischereiwirtschaft, Forstgarten- und Forstpflegewirtschaft, Obstbau und Obstverwertung, Molkerei- und Käsewirtschaft, Landwirtschaftliche Lagerhaltung und Biomasse und Bioenergie. pflicht bei der Sozialversicherungsanstalt der Bauern. Die Beitragshöhe ist abhängig vom Einheitswert und beträgt ab dem 18. Lebensjahr zirka ein Drittel des Betriebsleiterbeitrages. Das Lehrverhältnis hat keinen Einfluss auf die Beitragshöhe in der Sozialversicherung. Für mitarbeitende Familienmitglieder gibt es eine Förderung der Landesregierung von 366 Euro pro Kalenderjahr. Die Förderung kann nur über die Homepage der NÖ Landesregierung nach Ablauf eines Kalenderjahres beantragt werden.

Lehrlingsentschädigung Die Lehrlingsentschädigung ist im Kollektivvertrag für Dienstnehmer in bäuerlichen Betrieben und Gartenbaubetrieben in NÖ geregelt und beträgt im 1. Lehrjahr 575,80, im 2. Lehrjahr 804,20 und im 3. Lehrjahr 1.034,20 Euro. Für weitere Informationen steht Ihnen die NÖ Land- und forstwirtschaftliche Lehrlings- und Fachausbildungsstelle bei der LK NÖ unter Tel. 05 0259 26402 oder E-Mail lfa@lk-noe.at gerne zur Verfügung. Informationen über die Ausbildungsmöglichkeiten finden Sie auf der Homepage der NÖ Land- und forstwirtschaftlichen Lehrlings- und Fachausbildungsstelle unter www.lehrlingsstelle.at. Dipl.-HLFL-Ing. Alfred Wimmer NÖ Land- und forstwirtschaftliche Lehrlingsund Fachausbildungsstelle

Eine Heim- oder Fremdlehre kann man bei einem anerkannten Lehrbetrieb und einem Ausbildner mit Facharbeiter- oder Meisterqualifikation absolvieren. Foto: LK NÖ/Pöchlauer-Kozel

37


Die landwirtschaft

Leben

l eben

Pflanze des Monats

S 40

Drachenbaum belebt die Sinne

Generationskonflikte durch Wertewandel? S 42

Landjugend im Wettbewerbsfieber S 44

Agrar-E-Award vergeben S 46

Urlaub wird BIO

Neue Initiative vernetzt BIO-Unterkünfte und Ausflugsziele S 47

Bildungskalender S 48

Anzeigen S 49

Gewinnspiel: Karten für Theater und Ausstellung zu gewinnen S 50

Termine S 52

64. Almwandertag lockt nach Puchenstuben

Der Drachenbaum ist eine pflegeleichte Zimmerpflanze. Er stammt aus der Gattung Dracaena und trägt wegen seiner anregenden Wirkung den Beinamen „der Belebende“. Auffallend schöne und meist bunte Blätter zieren den Stamm des Drachenbaumes. Diese in unseren Breiten im Zimmer gehaltenen Pflanze stammt ursprünglich aus dem tropischen und subtropischen Afrika. Die am häufigsten in unseren Zimmern anzutreffende Drachenbaum-Art ist Dracaena fragrans. Sie wird in ihrer Heimat zwei bis vier Meter hoch. Als Indoor-Pflanze erreicht sie je nach Art der Kultur eine Höhe von 40 bis 50 cm. Ihre Blätter bilden durch ihre gelben und grünen Streifen und ihren eng zusammenstehenden Wuchs einen bunten Blattschopf.

Anspruchsloser Blickfang Sie bevorzugt einen hellen jedoch nicht vollsonnigen Standort. Am besten gedeiht der Drachenbaum bei Zimmertemperatur. Diese kann im Winter durchaus auf 16°C absinken. An das Substrat stellt die Pflanze nur wenige Ansprüche, daher ist Einheitserde mit pH-Wert um 38

Ein bunter Blattschopf und eine anregende Wirkung: Der Drachenbaum ist eine allseits beliebte Zimmerpflanze. Foto: Gert Eichberger

6 ausreichend. Die Erde sollte feucht gehalten werden. Ständige Nässe ist aber zu vermeiden, da dadurch Wurzelfäulnis entstehen kann.

Tipp für besonderes Wachstum Der Drachenbaum kann, wenn er zu groß wird, einfach abgeschnitten werden. Unterhalb der Schnittstelle entstehen ein oder mehrere Austriebe, die wiederum jeweils einen neuen Blattschopf bilden. Der Drachenbaum wirkt anregend, belebend, harmonisierend, energetisierend und ausgleichend. Er schafft ein einzigartiges Energieklima und ist für alle Wohn- und Büroräume geeignet. Ihm wird auch eine sehr gute Luftbefeuchtung und hohe Luftreinigungskapazität bescheinigt. Christian Kornherr Ref. Garten und Gemüsebau Tel. 05 0259 22405 christian.kornherr@lk-noe.at


Juli_2013

Die Hundstage sind Nahrung für den Aberglauben

Unglückstage mit Hitzegarantie

Am 23. Juli beginnen die sogenannten Hundstage. Sie dauern bis 24. August und galten im Volksglauben als Unglückstage. Heutzutage werden die Hundstage nur noch mit den heißesten Tagen im Jahr in Verbindung gebracht. Unheil bringend und gefährlich – so wurden die Hundstage bereits bei den Römern bezeichnet. Zahlreiche Volksreime, Gebote und Verbote ranken sich um diese Zeit. Alle hatten nur Eines zum Ziel: Sie sollten vor bösen Einflüssen, Geistern und todbringenden Krankheiten schützen. Kein Paar wagte den Schritt zum Traualtar. Selbst das Bad im Freien stellte an den Hundstagen ein Risiko dar, da das Volk Ausschläge und Krankheiten fürchtete. Mancher Orts ruhten sogar die Gottesdienste. Schon Hippokrates schrieb diesen Tagen eine überaus negative Bedeutung zu. Tollwut, Pest oder verdorbener Wein sind laut dem griechischen Gelehrten Folgen dieser kritischen und gefährlichen Zeit.

Heiß, heißer am heißesten: Die Hundstage stehen heutzutage für die Hitzeperiode im Hochsommer. Früher wurden sie als Verursacher von Unfällen und Krankheiten gesehen. Illustration: Eva Kail

Bauernregeln und Lostage Mo

1

Di

2

Mi

3

Do

4

Filmtipp: Stadtrand-Portrait „Hundstage“

Fr

5

Ein ganz normaler Sommer in der Wiener Vorstadt: Unbarmherzig brennt die Sommersonne auf die unterschiedlichen Schicksale und Gegebenheiten. Die Hundstage mit den heißesten Tagen im Jahr haben begonnen und trotzdem jagen die Menschen nach wie vor ihrem Glück nach. Der österreichische Regisseur Ulrich Seidl erzählt in seinem Film sechs Lebensgeschichten voller Einsamkeit und Erniedrigung.

Sa

6

So

7

Mo

8

Di

9

Mi

10

Do

11

Fr

12

Sa

13

So

14

Mo

15

Erhältlich unter www.hoanzl.at zu einem Preis von 9,99 Euro.

Di

16

Mi

17

Do

18

Fr

19

Sa

20

So

21

Mo

22

Schwendtag

Di

23

Beginn der Hundstage

Mi

24

Christophorus

Do

25

Jakobus (Lostag)

Fr

26

Simeon

Sa

27

So

28

Mo

29

Di

30

Mi

31

Stern Sirius bringt Sommerhitze mit Mit dem Aufgang des Sterns Sirius werden die Hundstage Jahr für Jahr eingeläutet. Dabei kurbelt der hellste Stern des Sternbilds „Großer Hund“ das abergläubische Denken der Bevölkerung seit jeher an. Nach und nach bürgerte sich jedoch die Ansicht ein, die Hundstage stehen für eine Schönwetterperiode. Mit Hunden haben diese Tage also rein gar nichts zu tun. Vielmehr ist es das Sternbild, das dieser Zeit ihren ausgefallenen Namen gab.

Großer Sommer (Lostag)

Benedikt

Schwendttag

Schwendtag

Was sind Schwendtage? Damit sind verworfene Tage gemeint. Es heißt, dass man an Schwendtagen keine neue Arbeit starten oder eine größere Reise antreten soll. Welche Bedeutung hat der Jakobustag? „Vom Jakobstag der Vormittag das Wetter bis nach Weihnacht deuten mag.“ So lautet eine Bauernregel. Doch nicht nur Wettervorhersagen ranken sich um diesen Tag. Früher war es ein Bauernfeiertag. Er wurde genutzt, um auf den Almen nach dem Rechten zu sehen. Dabei wurden auch Andachten gefeiert. 39


Die landwirtschaft

Leben

Veränderung der Wertesysteme kann zu Generationskonflikten führen

Tradition und neue Werte am Hof

Der Alltag am Bauernhof ist von vielen Gewohnheiten bestimmt. Schaut man allerdings hinter diese Gewohnheiten und Sachzwänge, wird unser Tun wesentlich durch Werte beeinflusst. Werte haben eine gesellschaftliche und eine persönliche Dimension. Sie sind die allgemeinen Vorstellungen darüber, was wir für richtig und gut halten. Gesellschaftliche Grundwerte wie Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, Solidarität oder auch Eigentum werden zu gesellschaftlichen Normen und in der Folge zu Gesetzen. Verstöße dagegen werden unter Strafe gestellt. Die Wertvorstellungen in der Familie sind oft prägend und definieren Sinn und Bedeutung in unserer unmittelbarsten Umgebung. Die eigenen Werte sind aber auch das Ergebnis vieler anderer Einflüsse wie Schule, Dorfgemeinschaft, Freunde, Medien, Berufswelt, Religionsgemeinschaft usw. Auch im dörflichen und familiären Umfeld leiten sich aus Werten Normen für das alltägliche Handeln ab. Und wie bei Gesetzen können Verstöße Sanktionen auslösen. Sie reichen in der Familie über Konflikte, zu Kontakt- und Liebesent-

Der Subsistenzwirtschaft können folgende Werthaltungen zugeordnet werden die Vermehrung des Bruttoertrages und nicht die Maximierung von Nettogewinnen der Arbeitseinsatz nach den Kriterien des Gesamteinkommens und der Vielseitigkeit (ineffiziente Betriebszweige werden aufrecht erhalten) die unbedingte Weitergabe von Generation zu Generation und damit die Ausrichtung auf Nachhaltigkeit die positive Bewertung von Tradition, Naturverbundenheit und Pflichtbewusstsein gegenüber der Familie aber auch eine weitgehend passive Haltung gegenüber den Möglichkeiten des Marktes. 40

Dann hilft es hinzuschauen, wie es mit den Erwartungen der Umgebung und den eigenen Werten aussieht.

Bäuerliche Werte und ihre Veränderung Was bäuerliche Werte auszeichnet, ist ihre Beständigkeit. Auf unseren Höfen wirken zum Teil nach wie vor die Jahrtausende alten Prinzipien der „Subsistenzwirtschaft“. Damit gemeint ist die untrennbare Verbindung von Betrieb und Familie. Die Produktion dient dabei hauptsächlich der Selbstversorgung und der Existenzsicherung. Nur anfallende Überschüsse werden auf dem Markt verkauft. In vielen Teilen der Welt und auch noch in Teilen der EU existiert diese Form der Landwirtschaft nach wie vor in Reinkultur.

Generationskonflikte häufig möglich

Durch Familie, Freunde, Schule und vielem mehr werden Werte bereits in der Kindheit wesentlich beeinflusst. Foto: pixelio/S. Hofschlaeger

zug bis zum Ausschluss. Dabei werden menschliche Grundbedürfnisse wie Zugehörigkeit und Sicherheit berührt, was oft starke Emotionen auslöst. Angst, Schmerz oder Minderwertigkeitsgefühle können die Folge sein. Viele Werte, nach denen wir handeln sind uns gar nicht so bewusst. Manchmal tut es einfach gut, über unser Tun und unsere Werte nachzudenken. Manchmal werden wir dazu gezwungen – nämlich dann, wenn unser alltägliches Handeln nicht mehr funktioniert: bei Veränderungen (Übergabe, neue Familiensituationen wie Schwiegerkinder, Pflegefälle etc.) in Zeiten der Herausforderung (Krankheit, Todesfälle, Schicksalsschläge, Krisen etc.) wenn unser Handeln auf Widerstand stößt und es zu Konflikten kommt.

Derzeit befinden wir uns mitten in der sogenannten vierten Agrarrevolution. Damit wird eine weltweite Entwicklung in Richtung Hochtechnisierung und Industrialisierung der Produktion und die Liberalisierung der Agrarmärkte bezeichnet. Bei der Produktion und der Produktivität gehen unsere Betriebe diesen Weg meist mit. Auf der Ebene der Betriebs- und Arbeitsorganisation bleibt aber der Familienbetrieb im Wesentlichen erhalten. Die Produktions- und Marktorientierung und die starke Spezialisierung stehen natürlich im Widerspruch zur ursprünglichen Vielseitigkeit der Subsistenzwirtschaft. Sie treffen daher auch oft auf den Widerstand der Vorgängergeneration. Zur Veränderung der bäuerlichen Wertesysteme tragen aber auch der verbesserte Zugang zu Bildung, die außerlandwirtschaftliche Erwerbstätigkeit und die höhere Mobilität bei. Der Medienkonsum nivelliert die Wertunterschiede zwischen Stadt und Land. Die kirchlichen Wertund Moralsysteme verlieren an Bedeutung. Grundsätzlich wird das Individuum wichtiger – auf Kosten der (Familien-) Tradition. Unterschiedliche Werte bei den Generationen können zu massiven Kon-


Juli_2013 flikten führen. Folgende Wertgegensätze werden bei Mediationen in bäuerlichen Familien(betrieben) oft sichtbar: Zugehörigkeit – Identität Früher war der Verlauf des eigenen Lebens oft von Geburt an vorbestimmt. Die Zugehörigkeit zur Familie bildete den Kern der Identität. Heute muss erst ein Sinn gesucht und das Leben selbst geplant werden. Großfamilie – Kernfamilie Von der früheren Großfamilie (mehrere Generationen, unverheiratete Geschwister und das Gesinde) sind nach wie vor meist mehrere Generationen am Hof übrig geblieben. Für die Kindererziehung war arbeitsbedingt oft die Großmutter zuständig. Heute ist das ein zentrales Anliegen der Kernfamilie. Auch wenn die Haushalte der einzelnen Generationen mittlerweile meist getrennt sind, kommt es durch die räumliche Nähe und das gemeinsame Arbeiten zu häufigen Kontakten. Dem gegenüber stehen Bedürfnisse nach Autonomie, Abschirmung des Eigenbereiches und Distanz. Arbeit – Freizeit Mit der Zunahme des Nebenerwerbs hat der existenzsichernde Wert der landwirtschaftlichen Arbeit an Bedeutung verloren. Am hohen Stellenwert der

körperlichen Arbeit hat sich aber noch wenig geändert. Durch Nebenerwerb, den Einfluss einer nicht-bäuerlichen Mehrheit auch im Dorf, durch Ausbildung und Medieneinfluss verändern sich vor allem die Freizeitbedürfnisse der jüngeren Generationen. Urlaubsreisen und Zeit für die Kinder werden wichtiger. Patriarchat – jüngere Bäuerinnen Traditionelle patriarchale Strukturen wirken manchmal noch in den älteren Generationen. Haben sich junge Frauen bewusst für den Beruf der Bäuerin entschieden, kämpfen sie für die Übernahme betrieblicher Kompetenzen und ihre Anerkennung. Innerhalb der jüngeren Generationen wird auch die Partnerbeziehung zunehmend partnerschaftlich. Religiosität – Säkularisierung Die allgemeinen gesellschaftlichen Tendenzen bewirken auch in den ländlichen Regionen ein Aufweichen der traditionell starken Verankerung von Gläubigkeit und Religiosität. Der beschriebene Wertewandel kann zu massiven Konflikten zwischen den Generationen führen, aber auch Paarbeziehungen belasten. Mediation als Mittel der Konfliktregelung kann Werte nicht verändern. Sie kann sie aber erarbeiten und helfen offenzulegen. Erst das kann zu mehr Verständnis und Akzeptanz führen. Gerade bei unterschied-

lk-Beratung

Beratungspaket: Krise als Chance

Beratung, Werte schafft Unser Angebot für Sie: die Speziell ausgebildete Berater analysieren Ihre Situation und begleiten und unterstützen Sie und Ihre Familie über einen kurzen Zeitraum bei der gemeinsamen Erarbeitung und Gewichtung möglicher Lösungsansätze. Resultat ist die Auswahl eines geeigneten Weges zur Weiterentwicklung des Betriebes. Ihr Nutzen: Sie haben eine mögliche Lösung für die kommenden Weichenstellungen am Betrieb, die von allen Beteiligten akzeptiert und mitgetragen wird. Kostenbeitrag: 90 Euro pro Termin bzw. Betriebsbesuch (3 bis max. 6 Besuche), 30 Euro Hofpauschale pro Betriebsbesuch kostenfrei Beratungsort: am Hof Ihr Ansprechpartner: DI Anna Eckl, 0664/60 259 25801 DI Josef Stangl, 0664/60 259 25802 Mehr Beratungsangebote unter: www.lk-noe.at/beratungskatalog

lichen Werten ist das die Grundlage für ein gutes Zusammenleben. Die bäuerliche Bevölkerung hat sich den Anforderungen der modernen Industriegesellschaft nicht verweigert. Oft werden traditionelle Werte flexibel in moderne Lebensstile übernommen. Aber auch dort, wo sich die Menschen auf den Höfen an städtische Lebensstile angepasst haben, spielen bäuerliche Grundwerte wie Pflege und Weitergabe von Grund und Boden, Dominanz des Hofes und die Bedeutung der Arbeit weiterhin eine große Rolle - ganz im Sinne des Spruches: „Tradition ist nicht das Halten der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme.“ DI Josef Stangl Bezirksbauernkammer Krems Tel. 05 0259 40931 josef.stangl@lk-noe.at

Ein Zusammenleben unterschiedlicher Generationen auf ein und dem selben Hof erfordert Rücksichtnahme und Gesprächsbereitschaft, um Konflikte aus dem Weg zu räumen. Foto: LK NÖ/Pöchlauer-Kozel 41


Landjugend

Die landwirtschaft

Suche nach den besten Teams Niederösterreichs

Landjugend des Landes im Wettbewerbsfieber

Die erfolgreichen Siegerteams

Am 16. Juni stand die Fachschule Pyhra im Bezirk St. Pölten einmal mehr ganz im Zeichen des Sportes und der Bildung. Über 200 Jugendliche nahmen an den Landjugendspielen teil. Punkte, Meter und Sekunden standen für die Landjugendmitglieder Mitte Juni im Mittelpunkt. Denn die Teilnehmer an den Landjugendspielen gaben in Pyhra so richtig Gas und zeigten, was sportlich und fachlich alles so in ihnen steckt. Denn die Landesentscheide Forst, 4erCup, die Agrarolympiade sowie das Teamsportevent „Ready steady go“ standen auf dem Programm.

Forst am Puls der Zeit Der Forstwirtschaftsbewerb zählt seit Jahren zu den Klassikern der Landjugendwettbewerbe. Dennoch ist er einem ständigen Wandel unterzogen, um ständig am Puls der Zeit zu bleiben. In den Disziplinen „Fallkerb und Fällschnitt“, „Kombinationsschnitt oder Präzisionsschnitt“ konnten sich die Forstspezialisten messen.

Forstwirtschaftswettbewerb Titelverteidiger Harald Umgeher aus dem Bezirk Hainfeld-Lilienfeld konnte den Landesentscheid Forstwirtschaft über 18 für sich entscheiden. Die Juniorenkategorie unter 18 gewann Martin Klinger aus Hainfeld-Lilienfeld. Bei den Mädchen siegte Christina Vogler aus Gmünd.

4erCup: Wissen ist gefragt Als Fixpunkt der Landjugendarbeit kann mittlerweile der so genannte 4erCup bezeichnet werden. Heuer stellten beim Bildungswettbewerb gleich 20 Teams ihr Wissen unter Beweis. Über den gesamten Tag verteilt mussten sie insgesamt acht unterschiedliche Stationen meistern. Allgemeinwissen, Teamarbeit, Geschicklichkeit und jede Menge Kreativität waren dabei gefragt. Das Siegerteam nimmt am Bundesentscheid teil, der heuer Ende Juli im Burgenland stattfindet.

Die Suche nach der sportlichsten Landjugendgruppe

Bei der Blutspendeaktion am Tag der offenen Tür in der LFS Edelhof setzte die Waldviertler Landjugend ein Zeichen für die Nächstenliebe. Insgesamt nahmen 135 Spender an der Aktion teil. Die Landesbeiräte Christian Prem, Karin Winkler und Peter Rosenmeier sorgten für das leibliche Wohl. Auch über die vielfältigen Angebote der Landjugend wurde informiert.

42

Niederösterreichs ging beim „Ready steady go“-Teamsportbewerb über die Bühne. Egal ob Völkerball, 60 Meter Lauf oder Weitspringen – die Teams gaben ihr Bestes, um sich den heiß umkämpften Sieg zu holen. Im Finale wartete eine spannende Entscheidung der besten vier Teams beim Seilziehen.

Fit für „Ready steady go“

Waldviertler Landjugend krempelt Ärmel hoch

Foto: LJ NÖ

Auch LK NÖ-Vizepräsidentin Theresia Meier (stehend 2.v.r) ließ sich den Kampf um die heiß begehrten Siegerplätze in der Fachschule Pyhra nicht entgehen und gratulierte den Siegern. Foto: LJ NÖ

Fachwissen im olympischen Test Auch die so genannte Agrarolympiade lockte viele Teilnehmer an diesem Tag nach Pyhra. An vielen Stationen galt es fachliche Aufgaben mit Wissen und entsprechendem Gschick zu lösen. Das Highlight war ein Traktor-Parcour mit Anhänger und Frontladereinsatz. Die besten drei Teams vertreten Niederösterreich beim Bundesentscheid am 9. und 10. August in Langenlois.

4erCup 1. Platz – Bezirk Herzogenburg: Maria Haiderer, Kerstin Eberl, Rudolf Hell und Christoph Nolz. 2. Platz – Bezirk Mank: Theresa und Johanna Rammel, Andreas Lechner und Hannes Grießler 3. Platz – Bezirk Tulln: Birgit Zöllner, Marlies Scharl, Leopold Baum und Martin Schrall „Ready steady go“ 1. Platz – Bezirk Hainfeld/Lilienfeld: Martin Knoll, Thomas Krickl, Martin Liebhaber, Theresa Edy, Eva Berger, Regina Zöchling und Maria Halmer. 2. Platz – Bezirk St. Pölten: Michaela Ambichl, Sabine Pruckner, Stefanie Pruckner, Franz Dorn, Stefan Blühberger und Roman Pasteiner. 3. Platz – Bezirk Ybbs: Christopher Kern, Markus Leitner, Fabian Wenzl, Johanna Pabst, Anna Fromhund und Michael Schalk. Agrarolympiade Das Rennen machten Johannes Pieber und Andreas Punz aus dem Bezirk Scheibbs. Den zweiten Platz belegten Christian Emsenhuber und Günther Neuhauser aus Mank gefolgt von Philipp Waxenegger und Klaus Heher, ebenfalls aus dem Landjugendbezirk Mank.


Juli_2013

Tanzgruppen stellten sich beim Volkstanzwettbewerb in Zeillern der Jury

Talente auf dem Tanzparkett

Die Volkstanzgruppe Hollenstein/Ybbs freute sich über ihren gelungenen Auftritt und holte sich den Sieg in der Kategorie Gold. Foto: LJ NÖ

Ganze acht Volkstanzgruppen nahmen heuer die Herausforderung an. Sie stellten sich einer sechsköpfigen Jury und zeigten, was tänzerisch alles in ihnen steckt. Junge Volksmusik und niederösterreichische Volkskultur standen an diesem Tag auf dem Programm. Dafür bildete das Schloss in Zeillern, Bezirk Amstetten, das passende Ambiente. Den perfekten Rahmen für den Wettbewerb bildete der Tag der jungen Tracht. Er stand unter dem Leitgedanken „Wir tragen Niederösterreich“ und hatte neben Volkstanz

auch Musik, einen Gottesdienst und vieles mehr zu bieten. Die Landjugend Volkstanzgruppe Hollenstein/Ybbs holte sich mit Auszeichnung den Sieg in der Kategorie Gold. Einziger Starter in der Kategorie Silber war die Gruppe Kürnberg. Die Mitgleider holten sich verdient die Siegestrophäe mit Auszeichnung. In Bronze gewann die Volkstanzgruppe aus Sonntagberg/Allhartsberg. Alles in allem also eine Veranstaltung, die keine Wünsche offen ließ.

Foto: LK NÖ/Alexander Haiden

Beim Tag der jungen Tracht im Schloss Zeillern ging es hoch her. Unter dem Titel „Auftanz“ lud die Landjugend Niederösterreich zu einem Jugendvolkstanzwettbewerb.

Teilnehmende Volkstanzgruppen Sonntagberg-Allhartsberg (Auszeichnung Kategorie Bronze und Kategoriesieger) Kürnberg „Youngstars“ (Auszeichnung Kategorie Bronze) Ybbsitz (Sehr guter Erfolg - Kategorie Bronze) Kürnberg (Auszeichnung - Kategorie Silber und Kategoriesieger) Hollenstein/Ybbs (Auszeichnung - Kategorie Gold und Kategoriesieger) Oberndorf/Melk (Auszeichnung - Kategorie Gold) Wagram (Auszeichnung - Kategorie Gold) Konradsheim (Auszeichnung - Kategorie Gold)

Aus dem

Leben

An der Grenze angelangt Irgendwann ist es soweit: Der Punkt ist erreicht, an dem es nicht mehr weiter geht. Genug ausgehalten, genug zur Seite geschoben, genug Anstrengungen auf sich genommen, genug gehofft und geharrt. Gespürt hat man es schon länger, dass etwas im Leben nicht gut tut. Chronische Schmerzen und Erkrankungen, wiederkehrende innere Unruhe und Schlaflosigkeit – der Körper sendet uns Signale, die auffordern, das eigene Leben genauer unter die Lupe zu nehmen. Doch was machen wir mit diesen körperlichen Hilfeschreien? Medikamente, Injektionen und diverse andere medizinische Kunstgriffe unterstützen uns darin, möglichst so weiter zu tun wie bisher und nötige Veränderungen hinauszuschieben. Solange bis sich die schmerzende Seele über die nächste „körperliche Baustelle“ lautstark zu Wort meldet. Der Kopf hat es eigentlich auch gewusst. Man hat diverse Überlegungen angestellt, Auswege gesucht und sich trotzdem lange davor gescheut, der Realität Taten folgen zu lassen. Doch eines Tages ist eben genau der Punkt erreicht, an dem ein Wort, ein Gespräch oder eine einzelne Handlung ausreichen, um an die Grenze des Erträglichen und Tolerierbaren zu stoßen. Dieser Punkt schmerzt und befreit zugleich. Schmerzen deshalb, weil bis dahin bereits so viel Lebensenergie darauf verwendet wurde, Erreichtes aufrecht zu halten, Verletzendes auszuhalten und die Schuld bei sich selbst zu suchen. Man hat sich an den Strohhalm der Hoffnung geklammert, dass die Veränderung irgendwann von außen kommt. Ist ein Mensch im Tal der Tränen und der Verzweiflung angelangt, hat er zwei Möglichkeiten – darin für den Rest seines Lebens zu bleiben und weiter zu leiden oder aber all seine Verzweiflung und Wut zu bündeln und in Mut umzuwandeln: Mut, die lähmende Angst abzuschütteln, die das Leben bisher so eng und schwer gemacht hat. Mut, sich von den alten Fesseln zu befreien und sich selbst den höchsten Wert im eigenen Leben zu geben. Mut, NEIN zu sagen, wenn die eigene Grenze erreicht ist. Mut, JA zu sagen zu einem liebevollen Umgang mit sich selbst. DI Anna Eckl Dipl. Lebens- und Sozialberaterin sowie Beraterin in der LK NÖ Tel. 0664/6025925801

43


Die landwirtschaft

Leben

Innovative Agrarprojekte prämiert

Erster Agrar-E-Award vergeben

Eva Latschbacher und Irene Blasge holten mit ihren beiden Video-Projekten zwei Mal Silber für das Ländliche Fortbildungsinstitut Niederösterreich. Österreichweit wurden 25 innovative Projekte beim Bewerb eingereicht. Das neue Medien auch für Unterricht und agrarische Beratung genutzt werden können stellt der erste Agrar-E-Award unter Beweis. Denn insgesamt 25 unterschiedliche Arbeiten zeigen, inwieweit neue Medien für agrarische Zwecke genutzt werden können. So auch die Projekte von Eva Latschbacher und Irene Blasge. Schon früh stand für die beiden fest, dass sie sich mit ihren Arbeiten dem unabhängigen Jurorenurteil stellen wollten. Im Juni standen die Sieger schließlich fest.

Motivationsfilm holte zweiten Platz Die Freude war groß, wie Blasge zu berichten weiß: „Ich war total überrascht. Es ist ja immer so, dass man am Ende sagt: Wenn ich das und das gemacht hätte, wäre es noch besser geworden.“ In einem selbst produzierten Film zeigt Blasge in dynamisch, flotter Manier, was sich 44

Bäuerinnen von einem ZAM-Lehrgang alles erwarten können. Ausschnitte aus Seminarblöcken und Interviews sollen Lust auf mehr machen. „Es ist gut gelungen, die Begeisterung der Teilnehmer rüberzubringen“, meint Blasge. Etwas, das die Juroren des Agrar-E-Award wohl genauso sahen. Denn Blasge holte mit ihrem One-Woman-Projekt den zweiten Platz. Regie, Drehbuch, Ton und Schnitt übernahm sie selbst und schon jetzt hat sie ein neues Ziel vor Augen. Mit dem Kulturlandschaftspreis möchte sie an einem weiteren Wettbewerb teilnehmen, um Erfahrung zu sammeln.

E-learning Video soll Hemmung nehmen Auch Eva Latschbacher wusste mit ihrem Bildschirmvideo die Jury zu überzeugen. „Es ist eine tolle Anerkennung für unsere Leistungen, besonders im Bereich E-Learning, das auch bei uns im LFI immer wichtiger wird“, so Latschbacher, die ebenfalls Dreh und Vertonung ihres Projektes selbst übernommen hat. In ihrem Video stellt sie Schritt für Schritt den Umgang mit der neuen Lernplattform dar. „Es soll den Umgang erleichtern und auch die Hürde zu neuen Medien etwas verringern“, meint Latschbacher. Eva Posch

Bei der Verleihung des ersten Agrar-EAward mit dabei (v.l.): Hochschul-Dozentin Elfriede Berger, Martin E. Garscha, LK Ö-Generalsekretär August Astl, Rektor Thomas Haase, Gudrun Nagl, Minister Niki Berlakovich, Eva Latschbacher, Irene Blasge, Franz Huber, Martina Piribauer, Irmgard Ablinger und LFI GeschäftsführerStellvertreter Herbert Bauer. Foto: Jürgen Mück

Die Preisträger GOLD: Gudrun Nagl, LFZ Wieselburg, E-LEARNING: Interaktiver Lernkoffer zum Thema Süßungsmittel GOLD: Martin E. Garscha, LFZ Wieselburg, E-LEARNING: Mechanik zum Nachlesen – Nachhören – Nachsehen SILBER: Irene Blasge, LFI NÖ VIDEO: ZAM Lehrgang – Österreichische Bäuerinnen zeigen Profil SILBER: Franz Huber, LFZ Wieselburg WEB 2.0: SchülerInnen helfen SchülerInnen SILBER: Eva Latschbacher, LFI NÖ BILDSCHIRMVIDEO: Lernplattform LFI – Anleitung zum Registrieren BRONZE: Martina Piribauer, LFS Warth WEB 2.0: italiagirls


Juli_2013

Ferienaktion für Kinder und Jugendliche

Spielend in ein gesundes Leben

Aus den

Schulen Gärtner-Nachwuchs in Langenlois prämiert

Fehlhaltungen oder Haltungsstörungen aber auch Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen: Diese Probleme möchte die Sozialversicherungsanstalt der Bauern (SVB) beseitigen. Dafür wurden entsprechende Ferienaktionen ins Leben gerufen. Viele gesundheitliche Probleme bei Kindern und Jugendlichen lassen sich auf zu wenig Bewegung zurückführen. In den Sommerferien bietet die SVB rund dreiwöchige schwerpunktorientierte Aufenthalte an. In einem individuellen Therapieprogramm wird nicht nur der Bewegungsapparat der Kinder gestärkt. Auch Haltungsschäden und falsch eingeprägtes Bewegungsverhalten gilt es dabei zu korrigieren. Und das alles mit einer gehörigen Portion Spiel, Spaß und Spannung. Kinder zwischen 8 und 15 Jahren können dieses Angebot in Anspruch nehmen.

Niederösterreichs Junggärtner zeigten beim 30. Berufswettbewerb, welche Talente in ihnen stecken. Blumenarrangements und kreative Musterbeete – die Jugendlichen machten sich motiviert und professionell ans Werk. Den Bewerb entschied Fachschüler Michael Ruzicka (2.Reihe Mitte) für sich. Platz zwei belegte Markus Haring und der dritte Rang ging an Franziska Bagl. Foto: Jürgen Mück Ein Fest für Schüler und den Sport

Zwei Gesundheitsmaßnahmen der SVB stellen Kinder und Jugendliche in den Mittelpunkt. Mit einem professionellen Betreuerteam geht es Haltungsschäden und Übergewicht an den Kragen. Foto: SVB

Fitness, die Spaß macht Doch damit noch lange nicht genug: Neben den Gesundheitsmaßnahmen mit orthopädischem Schwerpunkt wartet die SVB mit einem weiteren Jugendprogramm auf. Unter dem Titel „Fit ins Leben“ unterstützen Ärzte übergewichtige Schüler zwischen 10 und 15 Jahren. Ziel des Aufenthaltes ist es, das Gewicht langfristig zu reduzieren. Ein ausgeglichenes Ess- und Bewegungsverhalten steht in diesen Wochen im Mittelpunkt. „Um einen langfristigen Erfolg überhaupt möglich zu machen, ist die SVB bei den Angeboten auf die Unterstützung der Eltern angewiesen. Die Grundlagen und einen Motivationsschub erhalten die Kinder und Jugendlichen von der SVB. Die Umsetzung im Alltag kann nur mit Hilfe der Familie funktionieren“, so die Verantwortlichen der SVB. Nähere Informationen zu den geplanten Gesundheitsmaßnahmen sind im jeweiligen Regionalbüro oder unter Tel. 0732 7633 4370 erhältlich.

Buchtipp: Mein Essen kommt vom Bauernhof Wo wächst Popcorn? Und woher kommt die Milch? Waschtel der Hofhund staunt nicht schlecht, als er hört, dass Pommes, Popcorn und Pfannkuchen von seinem Hof kommen. Der Sache will er nachgehen! Kommt mit und begleitet ihn bei seiner aufregenden Spurensuche, wie unser Lieblingsessen auf dem Huberhof entsteht. Spannende Sachgeschichte rund um Essen vom Bauernhof. Mit Rezepten zum Nachkochen. Erschienen beim Verlag Velber unter ISBN: 978-3-8411-0126-6 um 10,30 Euro, für Kinder ab 6 Jahren.

18 Schulen, 400 Schüler und 30 Wettbewerbe – so lautet die Schlussbilanz des 34. Sportfestes der Landwirtschaftsschulen NÖ. Auch Schulinspektorin Agnes Karpf-Riegler ist von der Bedeutung dieser Veranstaltung überzeugt: „Durch Sport können der Jugend Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Leistungsfähigkeit und Rücksichtnahme auf den Partner vermittelt werden.“ Foto: Jürgen Mück Für die berufliche Zukunft gerüstet

Sechs Schülerinnen der LFS Hollabrunn freuen sich über den Abschluss ihrer Ausbildung als Kinderbetreuerinnen. Stefanie Ettl, Patricia Kettner, Elmedina Limani, Janine Linhart, Christiane Scheibenhofer und Sahra Schnabl sind stolz auf ihr Zertifikat. Foto: LFS Hollabrunn 45


Die landwirtschaft

leben

Reportage: Neue Initiative vernetzt insgesamt 77 Bioferien-Anbieter österreichweit

Ein Urlaubserlebnis der biologischen Art

Seit Mitte Mai stellt eine neue Initiative Bio-Unterkünfte und Ausflugsziele aus ganz Österreich in einer gemeinsamen Broschüre vor. Grundvoraussetzung dabei ist, dass der Betrieb auf BIO ausgerichtet ist. „Kinder brauchen nicht immer den großen Wirbel und das große Entertainment“, ist Sonja Liebhart überzeugt. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Roman bewirtschaftet sie einen BIO-Bauernhof im Waldviertler Ort Merkenbrecht. Ein idyllischer Innenhof, jede Menge Tiere und zwei Ferienappartments hat die Familie zu bieten.

Initiative bringt Hilfe bei Werbung Dabei gibt Sonja Liebhart eines zu bedenken: „Wir bewirtschaften unseren Hof mit Engement und Begeisterung. Wir bauen Ferienwohnungen. Aber das Marketing und die Werbung dafür ist dann schon ein Manko.“ Umso besser also, dass sich die vierfache Mutter nun nicht mehr um diese Dinge kümmern muss. Denn seit Mai übernimmt dies die neu gegründete Initiative „bioferien“. Dabei soll eine eigens gestaltete Broschüre auf die einzigartigen BIO-Angebote aus ganz Österreich aufmerksam machen. Nun kann sich Liebhart wieder ganz auf das konzentrieren, was sie gerne macht, nämlich ihren Gästen den BIO-Gedanken näher zu bringen. Dabei bildet der Hof ein harmonisches Ganzes, das sich sehen lassen kann. Denn von der Energiegewinnung bis zum Treibstoff ist alles auf BIO ausgerichtet. „Wir erklären den Urlaubern auf was es bei BIO ankommt, und sie können das alles gleich direkt bei uns auf unserem Hof erleben“, so Liebhart. Ein Angebot, das vor allem Familien mit Kindern ansprechen soll. Denn die kleinen Gäste kommen nicht nur beim Streicheln der unzähligen Tiere auf ihre Kosten. Auch Traktorfahrten und Spielgeräte werden angeboten. Schon jetzt kann sich die 46

Bio-Bäuerin über zahlreiche Buchungen freuen. Etwas, dass Liebhart unter anderem auf die Broschüre und die Bemühungen der Initiative zurückführt. „Unser Anliegen ist es, unseren Mitgliedern einen neuen Absatzmarkt für die besondere BIO AUSTRIA-Qualität zu erschließen und Niederösterreich als Bio-Tourismusland zu etablieren. Der Start mit 11 tollen Betrieben aus Niederösterreich ist ein guter Anfang. Wir gehen davon aus, dass in den nächsten Monaten viele weitere Betriebe hinzukommen und sich Niederösterreich nun auch im Bereich Bio-Tourismus erfolgreich positionieren kann“, erklärt Otto Gasselich, BIO AUSTRIA-Obmann für Niederösterreich und Wien. BIO-Höfe mit nur wenigen Zimmern, aber auch große Hotels sind bei diesem Projekt mit dabei und werden von BIO AUSTRIA und BIO-Hotels fachmännisch betreut. Dennoch ist eines Liebhart besonders wichtig: „Wir sind kein Tourismusprojekt sondern sind und bleiben ein BIO-Bauernhof.“ Eva Posch

Tiere und landwirtschaftliche Abläufe hautnah erleben – das ist es, was Sonja Liebhart, Biobäuerin aus Merkendorf, ihren Feriengästen bieten will. Foto: Liebhart

Daten und Fakten zur BIO-Offensive 4.778 Bio-Höfe und Betriebe können in Niederösterreich verzeichnet werden. Davon haben sich 11 Bioferien-Anbieter dazu entschieden, Teil der neuen Initiative zu werden. 7 Bio-Beherbergungsbetriebe, 3 Bio-Ausflugsziele und 1 Bio-Lebensmittelverkaufs-Betrieb sind in der entsprechenden Broschüre zu finden. Eine kurze Beschreibung des Betriebes, Fotos, besondere Angebote und natürlich die genaue Adresse sowie Homepage werden dort für interessierte Urlauber angeführt. Nähere Infos sind unter www.bioferien.at oder bei BIO AUSTRIA NÖ/Wien unter Tel. 02742 90833 erhältlich.


Juli_2013

www.lfi.at/noe, www.landimpulse.at

Bildungskalender

EDV EDV-Praxiskurs: 10-Finger Schreiben in 6 Stunden 02.09.13-05.09.13; 18:00-21:00 Ort: LK NÖ, St. Pölten Kosten: EUR 35,Anmeldung: 05 0259 26105

Bauen, Energie & Landtechnik Errichtung von Trockensteinmauern 18.07.13; 08:30-17:00 Ort: Weinviertel: Kettlasbrunn 08.08.13; 08:30-17:00 Ort: Wien-Umgebung 22.08.13; 08:30-17:00 Ort: Maria-Anzbach 12.09.13; 08:30-17:30 Ort: Gaming Anmeldung: 0676/5957626 Kosten: EUR 95,-  

Tierhaltung Grundmodul 1 - Einführung in die Imkerei 09.09.13; 09:00-16:00 Ort: LFS Warth Kosten: EUR 61,Anmeldung: 02629/2222-0 Bienen: Praxis 4 - Varroa Richtige Behandlung schützt vor Verlusten 20.07.13; 09:00-13:00 Ort: LFS Gießhübl bei Amstetten 30.07.13; 09:00-13:00 30.07.13; 13:00-17:00 Ort: LFS Edelhof Anmeldung: 02629/2222-0 Kosten: EUR 15,-   Zertifikatslehrgang Reitpädagogische Betreuung NÖ 05.09.13-30.11.13; 09:00-17:00 Ort: Gestüt Haspelwald, Perschling Kosten: EUR 490,- pro Person Anmeldung: 05 0259 26102

Umwelt und Biolandbau „Landart“- Bauen und kreatives Gestalten in der freien Natur 12.09.13; 09:00-17:00 Ort: Gasthaus Post, Hohe Wand-Stollhof Kosten: EUR 45,Anmeldung: 05 0259 26100 Almkräuter im September 11.09.13-12.09.13; 09:00-17:00 Ort: Ybbstalerhütte/Dürrenstein Kosten: EUR 85,-   Anmeldung: 05 0259 26100 Aus der Landschaft lesen lernen 13.07.13; 09:00-17:00 Ort: Traismauer Kosten: EUR 55,Anmeldung: 05 0259 26100

Die Kursbeiträge bei geförderten Veranstaltungen wurden unter Annahme der beantragten Förderung von im Normalfall 66 Prozent berechnet.

07.09.13; 09:00-17:00 Ort: ehem. BBK Wolkersdorf Anmeldung: 05 0259 26100 Kosten: EUR 59,Tiere, Pflanzen und Lebensräume in unserer Kulturlandschaft (Naturschutzplan-Weiterbildung) 03.09.13; 15:30-18:30 Ort: Raiffeisen-Lagerhaus GmbH, Winzendorf Anmeldung: 05 0259 26102 Urwald Rothwald Exkursion 27.08.13; 09:00-17:00 Ort: Scheibbs Kosten: EUR 35,-   Anmeldung: 05 0259 26100

Zertifikatslehrgang Errichtung von Trockensteinmauern 19.08.13-28.09.13; 08:30-17:30 Ort: LFS Krems Kosten: EUR 325,- pro Person Anmeldung: 02732/87516

Forst- und Holzwirtschaft Österreichischer Christbaumtag 2013 30.08.13; 09:00-18:00 Ort: Kollnitzberg Kosten: EUR  10,Anmeldung: 05 0259 24000

Weitere Veranstaltungen finden Sie unter www.lfi.at/noe und www.landimpulse.at.

Doldenblütler- eine Freilandnachschau 08.07.13; 09:00-14:00 Ort: Betrieb Summer, Weißenkirchen/Perschling Kosten: EUR 29,-   Anmeldung: 05 0259 26100 Herstellen von Ätherischen Ölen 18.07.13; 09:00-17:00 Ort: LK NÖ, St. Pölten Kosten: EUR 40,Anmeldung: 05 0259 26100

Bildungswerkstatt Mold

Papierschöpfen 09.09.13-10.09.13; 09:00-17:00 Ort: Betrieb Summer, Weißenkirchen/Perschling Kosten: EUR 75,-   Anmeldung: 05 0259 26100

Ein idealer Ort für  Schulungen & Kurse  Fachvorträge & Exkursionen  Vereinsausflüge & Klausuren  Entspannung & Erholung  Feste & Feiern

Pflanzenmonographien ausgewählter Pflanzenarten Der Sanddorn 24.08.13; 09:00-17:00 Ort: BBK Bruck/Leitha

Bildungswerkstatt Mold Mold 72, 3580 Horn T 05 0259 29500 E office@mold.lk-noe.at I www.bildungswerkstatt-mold.at

Seminar- und Gästehaus der Landwirtschaftskammer NÖ

r‘ fah n! a D hi ich

47


Die landwirtschaft

ANZEIGEN

anzeigen@lk-noe.at oder 05 0259 29303

bauernfeind.co.at

Anzeigen

07277/2598

Eisen MEGA-Rinnen

PP-MEGA-Rohr

Befestigungstechnik

PP-MEGA-Drän Laufschienen

www.

fax 0 72 43/58 650

Zustellung in ganz Österreich

Kaufe ALTHOLZ zahle Höchstpreise Stadlbretter, Böden, Balken 0664/8598176 oder 07246/7781, fichtner@holz-furnier.at

Königswieser Forstseilwinde 5 to elektro-hydraulisch inkl. Zubehör und Funk, 4.200 Euro www.koenigswieser.com Tel. 07245/25358 www.heubelueftung.at Fa. Spindler, Lüftung, 07755/5250 Einsame Hütte ganzjährig zu mieten gesucht. Tel. 0664/7633670

Trapezblech-Sandwichpaneele ab 19,49 Euro TP35.207, bis 100 m2 € 8,90 bis 200m2 € 7,90 inkl. MwSt., Metallhandel Bichler, Tel. 07755/20120 www.dachpaneele.at Eigenjagd mit Wiesen und/ oder Ackerflächen in Niederösterreich oder Burgenland zu kaufen gesucht. GlanReal, Hr. Mag. Sickl, s.sickl@glanreal.at, Tel. 0664 88 51 78 12, Wald und Villa in 3192 Hohenberg zu verkaufen. GlanReal, Hr. Mag. Sickl, Tel. 0664/88 51 78 12, s.sickl@glanreal.at

SOMMERPREISE! bei Kaminöfen, Küchenherden und Pelletsöfen

Symbolfoto

Fa. Brunner GmbH Heizen-Kochen-Elektro Welser Straße 9 4611 Buchkirchen Tel. 07242/28010 www.brunnergmbh.at 48

-

Kachelöfen, Kaminöfen Küchenherde Sanieren/Restaurieren Heimwerkerbedarf Ofenkacheln direkt ab Fabrik

Wachauerstr. 10 3660 Klein-Pöchlarn Tel.: 07413 8292 www.erndt.at

WÖLFLEDER STALLTECHNIK Rinderaufstallungen, Türen, Tore, 0676/845859224

Werden Sie Pate. Jedes Kind braucht Halt und Sicherheit! Ein Kind, das zusehen muss, wie sein Zuhause niederbrennt. Ein Kind, das die Todesangst seiner Eltern spürt. Ein Kind, das miterlebt, wie Nachbarn im Kugelhagel sterben. Hunderttausende Kinder müssen vor Hass und Zerstörung aus einem Kriegsgebiet fliehen: Sie brauchen unsere Hilfe! Schon 1 Euro am Tag macht ihr Leben leichter. Patenschaften: www.1euro.at Hilfswerk Austria International PSK 90.001.002; BLZ 60.000 IBAN: AT716 000 000 090 001 002; BIC:OPSKATWW

Landmaschinen Gruber Die Qualität und Leistungsfähigkeit unserer erzeugten Ladewagen mit dem bewährten, futterschonenden GRUBER Schubstangen-Fördersystem und der Nachlauf Pick up überzeugen seit Jahrzehnten bei der Futtereinbringung. Die hohe Verarbeitungsqualität, sowie die lange Lebensdauer, haben dem GRUBER-Ladewagen in Österreich einen hohen Marktanteil gesichert. Gerade für die Heuernte und Heubelüftung ist ein gutes, futterschonendes Ladesystem unverzichtbar. Die neueste Entwicklung, der GRUBER Rotor Ladewagen twinpower mit futterschonendem Fördersystem bei Silage und Heu. Der schlanke Schneidrotor wird vom nachfolgenden Laderotor ständig entlastet, sodass mit Traktoren ab 80 PS gefahren werden kann. Den leichtzügigen Silierwagen mit DoppelRotor gibt es in vier Größen. Wir beraten Sie gerne über die Neuheiten bei GRUBER. Info unter: www.mb-otto-gruber.at Anzeige

Tiefkühlcontainer 2 Jahre, Leiseläufer, 20 Fuß, 9.500 Euro Tel. 0699/10687192

   

Kurzschnitt LADEWAGEN bis 21 Messer

Feinstreuwerk neu Freilauf im Direktantrieb Scherbolzen vorne längere Deichsel

LT 220

Maschinenbau Otto Gruber GesmbH, 5760 Saalfelden, www.mb-otto-gruber.at

SM 650


Juli_2013

Landesausstellung lockt nach Asparn und Poysdorf

Sommertheater: Klassiker fesselt das Publikum

„Brot und Wein“ erleben

Stockerau ist Bühne

Seit April stehen die beiden Weinviertler Orte Asparn an der Zaya und Poysdorf ganz im Zeichen von Brot und Wein. Der Grund ist die Niederösterreichische Landesausstellung, die bis 3. November allerhand Informationen zu diesen beiden Themen bietet. „Für Niederösterreich sind die Lebensmittel Brot und Wein von immenser Bedeutung“, ist Martin Schwertführer überzeugt. Er ist Winzer in Sooß, einem Weinort in der Thermenregion und bekennender Fan der Landesausstellung. „Natürlich wurde auch viel gezeigt, was als Weinbauer einfach mein täglich Brot ist“, so der 43-jährige. Langweilig wurde dem erfahrenen Weinproduzenten und zweifachen Sieger bei der Landesweinprämierung aber trotzdem nicht. „Für mich war vor allem die Geschichte des Weines interessant.“ Egal ob Laien oder Experten – alle kommen glei-

chermaßen auf ihre Kosten. Während sich in Poysdorf alles um das Thema Wein und seine Entwicklung im Laufe der Jahrhunderte dreht, werden in Asparn historische Einblicke, besondere Ausstellungsstücke und Praxiserfahrungen rund um das Brot geboten.

Öffnungszeiten und mehr Bis 3. November haben Besucher noch die Möglichkeit, diese wichtigen Lebensmittel etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Die Schau ist täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet.

Mit dem Stück „Der Besuch der alten Dame“ holt Stockerau einen Klassiker der Moderne auf die Freiluftbühne der Stadt. Bis 11. August ist die tragische Komödie von Friedrich Dürrenmatt noch zu sehen.

Mitspielen und gewinnen

Seit 25. Juni befindet sich Stockerau im kulturellen Ausnahmezustand. Die Festspiele auf der Freiluftbühne sind bereits voll im Gang. Dabei dreht sich alles um die fesselnde Geschichte einer gepeinigten Frau: Die Milliardärin Claire besucht die verarmte Kleinstadt Güllen, in der sie als Kind lebte. Die Bewohner und auch der Bürgermeister erhoffen sich von dem Besuch vor allem eines – finanzielle Unterstützung. Claire geht es um mehr.

Für die Niederösterreichische Landesausstellung „Brot und Wein“ gibt es zweimal drei Karten zu gewinnen. Anruf oder E-Mail genügt: Tel. 05 0259 29300 oder an presse@lk-noe.at. Das Glückslos entscheidet.

Sie will Rache an ihrem damaligen Freund, der sie schwanger und verarmt aus der Stadt vertreiben ließ. Sie hat jeden ihrer Schritte geplant. Wie eine Spinne wartet sie, bis ihr Peiniger in ihr Netz getrieben wird.

Nähere Informationen zur Ausstellung und den zahlreichen Exponaten gibt es auf www.noe-landesausstellung.at.

Mit dem Stück „Der Besuch der alten Dame“ holt Intendant Zeno Stanek einen Theaterklassiker voll Rachsucht auf die Bühne. Foto: Festspiele Stockerau/Roswitha Hecke

Mitspielen und gewinnen Genießen Sie einen Theaterabend der besonderen Art in Stockerau. Zwei mal zwei Karten gibt es für die Vorstellung am 31. Juli um 20 Uhr zu gewinnen. Anruf oder EMail genügt: Tel. 05 0259 29300 oder an presse@lk-noe.at. Infos: www.festspiele-stockerau.at

Buchtipp: Eine starke Frau sucht ihren Weg

Praktische Einblicke und eine historische Spurensuche mit einzigartigen Ausstellungsstücken hat die diesjährige Landesausstellung „Brot und Wein“ zu bieten. Foto: Manfred Horvath

Wie spannend Erinnerungen einer Schweizer Bergbäuerin sein können stellt Autorin Roswitha Gruber unter Beweis. In ihrem Buch „Landliebe rostet nicht“erzählt sie die fesselnde Geschichte von Vreny Bigger, einer starken Frau die nach und nach ihr Schicksal findet. Durch ihre behütete Kindheit in einem bäuerlichen Mischbetrieb geprägt, kann sich Vreny nichts anderes vorstellen, als selbst ein Leben zwischen Alp und Bauernhof zu führen. Ihre Eltern haben jedoch andere Pläne. 247 Seiten, erschienen im Rosenheimer Verlag unter ISBN 978-3475-54146-9 zum Preis von 10,30 Euro. 49


termine

Die landwirtschaft Sprechtage der SVB Amstetten 3.7., 17.7. 8.30-12 und 13-15 Uhr

Baden 1.7., 15.7., 8-12 u. 13-15 Uhr

Bruck/L. 8.7., 29.7. 8.30-12 u. 13-15 Uhr

Gänserndorf 4.7., 18.7., 8-12 und 13-15 Uhr

Gmünd 11.7., 25.7., 8.30-12 u. 13-15 Uhr

Hollabrunn 8.7., 22.7., 8-12 u. 13-15 Uhr

Rechtsberatung Nachstehend die nächsten Rechtssprechtage in den BBK und in der NÖ LK in St. Pölten jeden Dienstag, Vormittag. Für komplizierte Angelegenheiten ist es zweckmäßig in St. Pölten vorzusprechen und einen gesonderten Termin in der Rechtsabteilung in St. Pölten unter der Tel.-Nr. 05 0259 27000 zu vereinbaren.

Amstetten 5.7., 2.8., 9-12 und 13-14 Uhr

Baden

Horn

15.7., 13-15 Uhr

3.7., 17.7., 31.7. 8-12 und 13-15 Uhr

Bruck/Leitha 15.7., 9-11 Uhr

Korneuburg

Gänserndorf

2.7., 23.7., 8-12 u. 13-15 Uhr

4.7., 1.8., 9-12 und 13-14 Uhr

Krems

Gmünd

2.7., 16.7., 30.7. 8.30-12 und 13-15 Uhr

11.7., 13-15 Uhr

Hollabrunn

Lilienfeld

19.7., 9-12 u.13-14 Uhr

3.7., 24.7., 8.30-12 und 13-15 Uhr

Horn

Melk

3.7., 9-12 u. 13-15 Uhr

4.7., 11.7., 18.7. 8.30-12 und 13-15 Uhr

Korneuburg

Mistelbach

Krems

3.7., 17.7., 24.7., 31.7., 8-12 und 13-15 Uhr

Neunkirchen 9.7., 23.7., 8-12 u. 13-15 Uhr

Scheibbs 1.7., 8.7., 15.7., 22.7., 29.7. 8.30-12 und 13-15 Uhr

St. Pölten jeden Mi, Do u. Fr, 8.30-12 und 13-15 Uhr

Tulln 16.7., 30.7., 8-12 u. 13-15 Uhr

Waidhofen/Thaya 1.7., 15.7., 22.7. 8.30-12 und 13-15 Uhr

Waidhofen/Ybbs 10.7., 31.7., 9.00-12 u. 13-15 Uhr

Wr. Neustadt 4.7., 25.7., 8-12 u. 13-15 Uhr

Zwettl 2.7., 9.7., 23.7., 30.7. 8.30-12 und 13-15 Uhr Die Landwirtschaft Die monatliche Zeitschrift der NÖ Landes-Landwirtschaftskammer Herausgeber: NÖ Landes-Landwirtschaftskammer, Wiener Straße 64, 3100 St. Pölten Medieninhaber und Verleger: NÖ Landes-Landwirtschaftskammer Wiener Straße 64, 3100 St. Pölten Verlagsort: 3100 St. Pölten Zulassungsnummer: 11Z039072M Redaktion: DI Paula Pöchlauer-Kozel, Mag. Eva Posch

50

8.7., 8-12 Uhr 25.7., 9-12 u. 13-15 Uhr

Lilienfeld 24.7., 13-15 Uhr

Melk 11.7., 9-12 Uhr

Mistelbach 25.7., 9-12 u. 13-15 Uhr

Neunkirchen

Steuersprechtage jeweils 9-12 Uhr Hollabrunn: Amstetten: Korneuburg: Wr. Neustadt: Zwettl:

5.7., 2.8. 12.7. 15.7. 19.7. 26.7.

Märkte in Niederösterreich Zuchtrinderversteigerungen Bergland: 7.8. Zwettl: 24.7. Kälberversteigerungen Bergland: 11.7., 1.8. Warth: 1.7., 22.7. Zwettl: 2.7., 23.7.

Steuertermine 15. Umsatzsteuer für den Voranmeldungszeitraum Mai Finanzamt Lohnsteuer für den Monat Juni - Finanzamt 4,5%iger Dienstgeberbeitrag zum Familienlastenausgleichsfonds für den Monat Juni - Finanzamt Kommunalsteuer für den Monat Juni - Gemeinde(n)

Termine

reich eröster in Nied

Weidefest in Kainrathschlag Am 6. und 7. Juli findet das Weidefest Kainrathschlag in der Gemeinde Langschlag im Bezirk Zwettl statt. Das Fest beginnt am Samstag um 20.30 Uhr mit einem Trachtenfest. Am Sonntag gibt es ab 10.00 ein vielfältiges Programm mit Hof- und Stallbesichtigungen, Maschinenausstellungen und Heukranvorführungen. Die Landwirtschaftskammer bietet Infos zur Weidehaltung und zum Zaunbau. Beratung für die richtige Rindfleischzubereitung, Line-Dance sowie Volkstanz und ein Kindererlebnisprogramm runden das Fest ab. Tag der jungen Tracht Am Sonntag, 21. Juli, steht der Waldviertler Ort Litschau ganz im Zeichen junger Volkskultur. Denn der Tag der jungen Tracht geht über die Bühne und hat für die Gäste wieder so einiges zu bieten. Ein großes Volkstanzfest mit nationalen und internationalen Gruppen wartet.

22.7., 9-12 und 13-15 Uhr

Scheibbs 24.7., 9-11 Uhr

Tullnerfeld 11.7., 14-16 Uhr

Waidhofen/Thaya 11.7., 9-11 Uhr

Wr. Neustadt 1.7., 5.8., 9-12 und 13-15 Uhr

Zwettl 18.7., 9-12 u. 13-15 Uhr

Satz und Layout: Anneliese Lechner, Marlene Mitmasser Fotoredaktion: LK NÖ Anzeigen: Manuela Schilcher, Tel. 05 0259 29303 Redaktionssekretariat: Eva Kail E-Mail: presse@lk-noe.at, Tel. 05 0259 29300 Herstellung: Herold Druck und Verlag AG Faradaygasse 6, 1030 Wien Herstellungsort: Wien

Die NÖ Landes-Landwirtschaftskammer sucht eine/-n: Juristen/-in für Beratungs- und Vertretungsaufgaben in den Bereichen Baurecht und Umweltrecht. Anforderungen: Erfolgreich abgeschlossenes Studium der Rechtswissenschaften, Interesse an Land und Forstwirtschaft sowie technisches und ökologisches Verständnis. Monatsbruttobezug für 40 Wochenstunden: mindestens 2.811 Euro, Überzahlung abhängig von Qualifikation und Berufserfahrung möglich. Ihre aussagekräftige Bewerbung richten Sie bitte schriftlich an die NÖ Landes-Landwirtschaftskammer, Personalreferat, Wiener Straße 64, 3100 St. Pölten oder mittels E-Mail an personal@lk-noe.at Die Landwirtschaft erscheint monatlich; Jahresbezugspreise einschl. Postgebühr im Inland € 25, im Ausland € 37. Nachdruck und fotomechanische Wiedergabe - auch auszugsweise - nur mit Genehmigung des Verlages, veröffentlichte Texte und Bilder gehen in das Eigentum des Verlages über. Es kann daraus kein wie immer gearteter Anspruch, ausgenommen allfällige Honorare, abgeleitet werden. Auch wenn im Text nicht explizit ausgeschrieben, beziehen sich alle personenbezogenen Formulierungen auf weibliche und männliche Personen. Alle Angaben erfolgen mit größter Sorgfalt, Gewähr und Haftung

müssen wir leider ausschließen. Satz- und Druckfehler vorbehalten. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Unterlagen besteht keine Gewähr auf Veröffentlichung und Rücksendung. Ein Rechtsanspruch auf Veröffentlichung von Inseraten, welcher Art auch immer, besteht nicht. Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz: Medieninhaber: NÖ Landes-Landwirtschaftskammer, (Körperschaft öffentlichen Rechts) Wiener Straße 64, 3100 St. Pölten Kammerdirektor: DI Franz Raab Grundlegende Richtung: Förderung der Gesamtinteressen der Land- und Forstwirtschaft.


Juli_2013

51


Die landwirtschaft

Leben

Einladung zum 64. NÖ Almwandertag am 15. August

Almwandertag auf die Treffling-Maierhofweide in Puchenstuben Naturpark Öts cher Hohe Gipfel und

„Unsere Almen sind in einer Zeit, in der viele Menschen wieder vermehrt nach inneren Werten suchen, ein Schutzgebiet für die Seele“, so der Obmann des NÖ Alm- und Weidewirtschaftsvereines, Josef Schrefel, der alle Alm- und Wanderfreunde einlädt, die Seele baumeln zu lassen. Das Programm im Detail Ab 9.00 Uhr werden die Gäste musikalisch begrüßt. Um 9.30 eröffnet Obmann Josef Schrefel den 64. Almwandertag. Die Festrede hält Landesrat Stephan Pernkopf. Anschließend läuten um 10.30 Kuhglocken die feierliche Almmesse ein. Zünftig geht es danach beim Frühschoppen und Almfest her. Regionale Schmankerl von Rind und Wild werden den Besuchern serviert. Ab 12.00 Uhr bieten zertifizierte Almführer im Rahmen des Projektes „Schule auf der Alm“ familienfreundliche Wanderun52

Der NÖ Alm

Almfeste in Niederösterreich

Die Treffling-Maierhofweide erleben, erwandern und genießen - die Almbauern der Weidegenossenschaft Amstetten bleiben ihren Besuchern nichts schuldig. Lesen Sie selbst, was an diesem Tag auf Sie wartet. Wer auf einer Alm einmal Zug fahren will, sich nicht so aufs Wandern versteht, schon müde ist oder den Weg einfach abkürzen möchte, kann in den Bummelzug umsteigen, der zwischen der Hauptstation und zwei Labestationen verkehrt. Insgesamt fünf Stationen auf 6,5 Kilometer Rundwanderweg durch Wald und Weiden mit einer herrlichen Aussicht und einem tollen Bergpanorama bieten den Besuchern Genuss, Erholung und Information. Mittelpunkt des Festes ist das renovierte Halterhaus.

Tormäuer

tiefe Schluch ten

Rund um den weithin sicht das Wahrzeic bare hen des Mos n Ötscher, streckt sich der Naturpa tviertels, ermäuer. rk Ötscher-T orDie schönsten Almen Niederösterreichs Wichtige touristische Hinweise wie Anreise, Gehzeit, BewirtungsNächtigungsangebote und sind ebenso enthalten wie alle Bewirtschaftung. Angaben zur Die Umgebung Alm ist auf jeder einem Wanderkärtchen dargestellt, eine beiliegenden karte zeigt Übersichtsdie Lage aller niederösterreichischen Almen.

Er ist 170 km² groß und dam te Naturpa it der größrk Niederös terreichs, für auch der eind viele rucksvollste. spiel aus sanf Das Wechsel ten bizarr geformte Almen, tiefen Schlucht en, n Felse n und Höhlen, ruhi gen Wäldern Wasserfällen, Aussichtspun und herrliche kten beeindru n park erstreckt ckt. Der Nat urSt. Anton an sich über die Gemeind en der Jeßnitz, Gam hof, Puchenst uben, Annaber ing/Lackenbach am Erla g und Mitterufsee.

Lust auf’s Wan

führer

dern geweckt

?

Zur Planung dehnten Wan von ausgederungen gibt Ihnen der NÖ Alm anach Einblick in die Vielfalt und Schönheit auf Niederösterre den Almen ichs. Der NÖ Wanderführe r beschreibt 110 Almen, gibt touristische Hinweise aus der Region und zeigt Ihnen mit den Wanderk arte im Maß der beiliegenden richtigen stab Weg. Erhältlich 1:180.000 Almanach beim ist der NÖ NÖ Alm- und Wei schaftsverein dewirtzu einem Prei zzgl. Versand s von 9,90 spesen ode r im Buchhand € Das ALM genu el. aus 1 Stk. NÖ ss-Kombipaket bestehen Almanach, d Almen im 1 Stk. DVD Jahr „NÖ broschüre „Almeskreis“ und einer Reze ptkulinarik in reich“, kann Österbeim NÖ Alm Weidewirtsc - und haftsverein zum Preis von 20 € inkl. Versand best werden. Best ellungen unte ellt 05 0259 467 r Tel. 00 oder offic e@awv.lk-no e.at

Dieses Buch

ALMFeste in Niederöster

führt Sie auf

die schönsten Almen zwischen Mostviertel und Wienerwald. Prächtige Farbbilder und detail-

110 ausgewählte Almen

für jede

Niederösterreich

lierte Wanderkarten

Alm laden zum Wandern und Genießen in den alpinen Regionen Niederösterreichs ein.

und Weideland

mit Wanderrouten

der Alpinregionen

Mostviertel alpin

im Alm-

Niederösterreichs

www.np-buch.

at www.almwirts

Kontakt: Gem einde St. Anto 07482/4824 n/Jeßnitz 0-14 Verein Naturpa rk Ötscher-T St. Anton 5, ormäuer 3283 St. Anto Tel. 07482/4 n/Jeßnitz 8240 www.st-ant on-jessnitz.g v.at

ISBN 3-85326

334 8

9 783853 263341

Almenkatalog

7. Juli Bauernboden – Hollenstein/Ybbs Almmesse beim Gipfelkreuz „Schneekogel“, Beisammensein bei der Halterhütte, Beginn 11 Uhr – 0664/1588645 ●

Niederösterreich

Süd Alpin

Wienerwald

mit beiliegender

im Maßstab

reich

2013

Übersichtskarte

1:180.000

chaft.com

Almkulina

Bäuerliche

rik in

Köstlichkeiten

Österreich

von der

Alm

Fotos: zVg, Layout: LK NÖ

7. Juli Schoberalm – Puchberg/Schneeberg Schoberkirtag, Almfest mit Hl. Messe, Beginn 9 Uhr, Frühschoppen mit der Tanzlmusik und dem Bläserquartett Puchberg/Schneeberg – 02636/3242-11

Auf rund 6,5 Kilometern können die Besucher die Treffling-Maierhofweide in Puchenstuben erwandern und sich an fünf Stationen laben.

20. Juli Traisenberg – St. Aegyd/Neuwalde Jakobifest und vierzigjähriges Halterjubiläum, Beginn 10 Uhr, Almmesse und Frühschoppen mit der Marktmusikkapelle St. Aegyd – 0664/9719601

Foto: LK NÖ/Pöchlauer-Kozel

gen für Gruppen mit 20 Personen an. Um 14.30 beginnen die Tiervorführungen im Ring. Musikalisch geht es ab 14.30 weiter. Beim offenen Singen mit Dorli Draxler, Hedi Monetti und Elisabeth Handl von der Volkskultur Niederösterreich kann jeder seiner Stimme freien Lauf lassen.

Sonderausstellungen für Groß und Klein, für Laien und Experten Tierschau mit Rindern, Schafen, Ziegen und Pferden Forstholz Be- und Verarbeitung Ausstellung von Grünland-/Steilflächenmaschinen Wegebau und Almverbesserung Kinderprogramm mit Holzwerkstatt, Landwirtschaft begreifen, Life-Kinetik, Slakeline, Korbflechten und Kübelspritzen. Noch mehr Informationen und Fotos zur Treffling-Maierhofweide finden Sie unter www.lk-noe.at

21. Juli Zeisel-Hinteralm – Kleinzell Jakobifest mit Almmesse um 11 Uhr, Almfest mit Volksmusik – 0664/5757899 4. August Hochkar-Göstling Almmesse um 11 Uhr bei der Halterhütte, Almfest mit „Alm- und Hüttn-Roas“ – 0664/5984481 4. August Hochschneeberg – Puchberg/Schneeberg 75-Jahre Weidegenossenschaft Hochschneeberg, Hl. Messe um 11 Uhr bei der Kaiserin Elisabeth Gedächtniskirche, Wanderung zum HalterstallAlmvorstellung und Almfest – 0650/5759378 Fahrkarten: www.schneebergbahn.at 11. August Hochkogelberg – Randegg Bergmesse um 11 Uhr beim Gipfelkreuz, Frühschoppen beim Almhaus – 0664/5984481


07 die landwirtschaft juli 2013  
Advertisement
Read more
Read more
Similar to
Popular now
Just for you