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Ausgabe 5-2011

Parks & G채rten Ulrich Kamp/Pixelio

GRATIS

Im Interview:

Dr. Barbara Syrbe

Bauen & Wohnen

Foto: Tobias Kunze/pixelio

Leben in Vorpommern

Ihr Journal f체r Wirtschaft, Politik, Kultur und Unterhaltung


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Liebe Leserin, Lieber Leser! Nun ist er also den Doktortitel los und entblödet sich auch nicht, gar seltsame Erklärungen für seine offenkundigen Plagiate daherzureden. Karl Theodor zu Guttenberg hat sich wahrlich bis auf die Knochen blamiert. Und ihm folgen weitere Nachwuchsdoktoren: die Tochter des ehemaligen bayrischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber und allem Vernehmen nach auch die FDP-Europaabgeordnete Silvana Koch-Mehrin. Doch wie ist das möglich? Eine vom – zumindest aktuellen – Mainstream abweichende Perspektive könnte diese sein: Es ist nur möglich, weil die Idee des geistigen Eigentums erfolgreich propagiert wird. Dabei widerspricht sie doch der Volksweisheit, nach der die Gedanken frei seien. Freilich geht es in dem Lied um einen anderen Gegenstand, doch wirft es eine interessante Frage auf. Macht die kreative Geistesarbeit den Einzelnen zum exklusiven Besitzer eines Gedankens? Ein Blick in die Geschichte lässt das mittelalterliche Konzept der auctoritates erscheinen. Dereinst brauchte man gar nicht erst hoffen, gehört zu werden, wenn man in seinen Schriften nicht wenigstens ein oder zwei anerkannte Instanzen (sehr beliebt sind Augustinus oder Origines) zitierte. Die Autoren kamen gar nicht auf die Idee, das Wiedergegebene als eigene Schöpfung zu maskieren. Schließlich reichte es nicht, etwas selbst entdeckt zu haben; man brauchte mindestens ein paar intellektuelle Gewährsmänner. Das Zitieren der richtigen Autoren war demnach unverzichtbarer Bestandteil der Argumentation. Mehr noch machte es sogar die Qualität der Argumentation aus. In der causa Guttenberg et. al. liegt die Sache hingegen so, dass es um das richtige Zitieren der Autoren geht. Es wird um die Form, nicht um den Inhalt gerungen. Es stellt sich selbstverständlich die Frage, inwiefern das tatsächlich originär wissenschaftliche Kategorien betrifft. Doch sei die Frage erlaubt: Was mache ich

mit einer Idee, die – so selten wie das in den allermeisten Fällen sein dürfte – vor mir noch niemand hatte? Und warum sollte darauf nicht jedermann unbeschränkten Zugriff haben und sie nach eigenem Ermessen verbreiten? Am Ende steht eine Vermutung: es könnte die pure Eitelkeit sein. Der Erste – damit auch unterschwellig der Klügste und Beste – zu sein, übt anscheinend eine ungemeine Faszination aus. Vergessen werden darf auch nicht der Effekt, den akademische Würden auf viele Deutsche offenbar haben. Ein Titel öffnet Türen, erschließt vorher verwehrte Möglichkeiten und ebnet

Foto: Marcel Klinger/Pixelio

VORWEG! den Eintritt in erlauchte Kreise. Das Bildungsbürgertum ersetzte im 19. Jh. bekanntermaßen den Geburtsadel in den Entscheidungspositionen zunehmend. Der neue Gesinnungsadel maßte sich indes flugs seinen eigenen Dünkel an. Es prägte sich ein Elitenbewusstsein aus, das nicht die familiäre Herkunft in den Mittelpunkt stellte. Stattdessen war wichtig, welchen akademischen Stand jemand vorzuweisen hatte. Mit Verachtung blickte man bisweilen auf die ungebildete Masse und attestierte ihr führungsbedürftige Dumpfheit. Ähnliches zeigt sich auch beim ehemaligen Shootingstar der CSU. Sowie nicht mehr abzustreiten war, dass es sich passagenweise in der Dissertation des Freiherrn um teils dreiste Plagiate handelt, brach ein Sturm der promovierten Entrüstung los. Wie er nur könne, wo man selbst doch unter ach so großen Mühen jahrelange Entbehrungen habe hinnehmen müssen. Genau darin zeigt sich der unerbittliche Hass auf die Verräter akademischer Werte. Davor wurde der Herr Doktor aber artig bei vielen Gelegenheiten hofiert, schließlich war er sogar beides: ge-

burts- und bildungsadelig. In serviler Erstarrung wagte man gar nicht, öffentlich nach dem wissenschaftlichen Wert der Arbeit zu fragen. Den Titel überhaupt zu haben, genügte anscheinend völlig. Gewiss: die Erlangung eines akademischen Grades ist eine anspruchsvolle Aufgabe und als Leistung unbedingt zu würdigen. Auch sollte man einen ausreichenden Vertrauensvorschuss gewähren. Die Mehrzahl der Nachwuchskräfte ist durchaus redlich. Doch liegt vielfach ein grundsätzliches Missverständnis vor. Der Hochschulabschluss macht aus dem Individuum keinen besseren, sondern einen spezialisierten Menschen. Letztlich bemisst sich der Charakterwert immer noch aus den sichtbaren Handlungen. Akademiker sind ja wie jede andere Bildungsgruppe zu den widerwärtigsten Gaunereien in der Lage. Es ist daher wichtig, genau zu schauen, worin die eigentliche Leistung besteht und ob sie eigenständig erbracht wurde. Einen erkenntnisreichen Frühsommer wünscht Ihnen, Henri Dörre Mit dem Team von Land und Leute


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Geöffnet: 1. April - 31. Oktober 10.30-18 Uhr letzter Einlass 17.00 Uhr 1. November - 31. März 2012 nach Vereinbarung An Feiertagen geöffnet


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Inhalt

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Vorweg

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Streiflichter

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Greifswald Barrierefrei

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Titelthema: Parks und Gärten

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Botanische Kostbartkeiten

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Pflanzentipps

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Aktion Offene Gärten

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Sommerlich leichte Rezepte

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Kapitänsgärten an der Küste

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Im Interview: Dr. Barbara Syrbe

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Spezial: Isländische Literatur

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Titelthema: Bauen und Wohnen

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Immobilienblase droht

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Umzugstipps

26

Der Schornsteinfeger kommt

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Expressionistisches in Zinnowitz

32

Von Polen lernen

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Aphaville | Baseball in MV

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Fremdenfeindlichkeit in der EU

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Rubenow-Medaille für Wolfgang Gerbitz

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9. Usedommer Lämmermarkt

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Supersudoku

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Veranstaltungskalender

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Kommentar, Impressum

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Streiflichter Frische regionale Küche Die neue Terrasse des kürzlich eröffneten Restaurants Büttner‘s liegt im Fischerdorf Wieck mit einmaligem Blick auf die historische Klappbrücke. Auch das Ambiente im Restaurant ist einzigartig. Nach mehreren Wochen der Renovierung können die Gäste nun vom Kaffee mit hausgebackenem Kuchen bis zum Abendessen viele unterschiedliche Produkte aus M-V genießen. Antje Büttner verbrachte ihre Lehrjahre bei Kolja Kleeberg in Berlin. Dort legte sie den Grundstein ihrer heutigen Kochkunst. Mit Wild, Strauß und Fisch arbeiten Ines und Antje Büttner vor allem mit Anbietern aus der Region zusammen. So entsteht im monatlichen Wechsel eine überzeugende Speisekarte, die sich vor allem durch hausgemachte Produkte (Nudeln, Eis etc.) auszeichnet.

Eröffnung der Außensaison im HanseDom Am 29. Mai 2011 lockt der Seestern-Park des HanseDom mit zahlreichen Angeboten von Animation über Musik hin zu einem Gewinnspiel. Das Besondere: an diesem Tag gilt im Seestern-Park von 10 bis 17 Uhr freier Eintritt für jedermann. Zudem gibt es einen speziellen Höhepunkt – 100 Gutscheine für einen zweistündigen Aufenthalt im Erlebnisbad werden an 100 Luftballons gebunden, die am Nachmittag auf ihre Reise geschickt werden. Außerdem lädt der Kinderzirkus Ostsee‘O‘lini aus Stralsund zu einem tollen Programm ein. Des Weiteren sorgen Walfred, das Maskottchen des OZEANEUMs, Ponyreiten, eine Piratenhüpfburg sowie Kistenklettern mit dem Waldseilpark Altefähr bei den Kleinsten garantiert für beste Unterhaltung.

Landrat Drescher: Kreisumlage wird gesenkt! Erfreuliche Nachrichten gibt es aus dem Landratsamt Ostvorpommern in Grimmen. Dank einer positiven Entwicklung des Haushaltsjahres 2010 hat Drescher angekündigt, einen Nachtragshaushalt für das Jahr 2011 einzubringen. Vorgesehen ist, die derzeitige Kreisumlage in Höhe von 40,9 Prozent um einen Prozentpunkt zu senken. Das ist eine wirklich gute Nachricht in Zeiten klammer Finanzen, die bei den Finanzchefs der Städte und Gemeinden Nordvorpommerns mit Erleichterung aufgenommen werden dürfte. Die vorgeschlagene Senkung bringt ca. 660 000 Euro mehr in ihre Kassen.

Foto: ces


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Neue Repräsentanz der WGG Im April erfolgte der erste Spatenstich für das Gebäude der neuen Geschäftsstelle der Greifswalder WGG. Der Komplex soll 3,8 Millionen Euro kosten und sich in das städtebauliche Ensemble der Geschwister-Scholl-Straße einfügen. Der geplante Fertigstellungstermin ist im internationalen Jahr der Genossenschaften der 9. Juli 2012. Geplant ist die Maßnahme schon seit 2009. Der Aufnahme der Bautätigkeiten ging eine Phase der Abwägung voraus. Mit dem Architekturbüro Frank-Milenz-Rabenseifner habe man einen exzellenten Partner gefunden, meint WGG-Vorstandsvorsitzende Dr. Gudrun Jäger. Seit 1990 hat die WGG bereits rund 300 Millionen Euro investiert – sei es zur Instandhaltung, zur Modernisierung oder zum bedarfsorientierten Rückbau ungenutzter Objekte.

Partnervermittlung mit Herz & Verstand ! Sabine Niemeyer aus 18510 Schönenwalde, Dorfstraße 3c unterstützt seit 2004 Singles, die ihr Glück mit einem Partner oder einer Partnerin teilen möchten. Seriös, unkompliziert und zu einem fairen Preis haben auch Sie die Chance IHREN Partner oder IHRE Partnerin kennen zu lernen. Wenn Sie nicht mehr allein bleiben wollen, sind Sie bei Sabines PV genau richtig! Des weiteren organisiert Sabines Partnervermittlung Singletreffen, bei denen sich Partnersuchende in angenehmer Atmosphäre treffen, und sich zwanglos näher kommen können. Das nächste Singletreffen findet am Sa. 27. Aug. 2011 statt. Anmeldungen sind ab sofort möglich. Nur Mut – Sie sind nur einen Anruf entfernt, um unverbindlich Informationen zu erhalten, bzw. um einen Termin zu vereinbaren. Auf Ihren Anruf freut sich Sabine Niemeyer unter: 038325 - 659814

Maximale Fettverbrennung Das Fitnessstudio Vitalis in der Greifswalder Automeile lockt mit einer interessanten Veranstaltung. Im Fokus steht eine gesunde und gleichzeitig genussvolle Ernährung. Dabei ist häufig nicht einmal ein völliger Verzicht auf Süßwaren oder Alkohol notwendig. Zum Thema „Maximale Fettverbrennung“ wird der diplomierte Ernährungswissenschaftler und erfolgreiche Buchautor Andreas Scholz eingehend informieren. Außerdem schärft er das Bewusstsein für das richtige Abnehmen. Was bei vielen Diäten nämlich verkehrt läuft, ist der simultane Abbau von Fett- und Muskelmasse, obwohl es gerade die Muskeln sind, die die Fettverbrennung unterstützen. Die Teilnehmerzahl für das Seminar ist begrenzt. Anmeldungen unter 03834-885 841.


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Greifswald

barrierefrei erkunden Gemeinsam mit einer Gruppe Klienten der Greifswalder Heime des Pommerschen Diakonievereins e. V. in der Gützkower Landstrasse unter Leitung von Irmtraut Wandt und Ute Hirt entwickelten Geschäftsführerin Christina Spierling und Cathleen Rother vom Fremdenverkehrsverein Greifswald e. V. zwei barrierefreie Stadtführungen durch Greifswald. Ab sofort können nun auch Gäste mit Handicap die Stadt auf zwei speziell für sie entwickelten Routen entdecken. Akribisch wurde jedes Detail der Routen geplant. Pflaster und Straßenbeläge wurden ebenso geprüft wie die Existenz von Gelegenheiten zum Ausruhen entlang der Strecken, Verfügbarkeit von behindertengerechten Toiletten und die vielen anderen Details, die für eine wirklich entspannte Stadt-

führung für behinderte Besucher erforderlich sind. Zwei speziell geschulte Stadtführerinnen, die mit den Routen bestens vertraut sind, stehen ab sofort zur Verfügung. Angesichts der Begeisterung, die das Programm schon bei den Beteiligten aus den Greifswalder Heime auslöste, darf davon ausgegangen werden, dass den Planern spannende Angebote gelungen sind. Für die behindertengerechten Führungen sollte möglichst eine Anmeldefrist von 14 Tagen eingehalten werden. Bis zu ca. zwölf Teilnehmer pro Führung können dann zum üblichen Gruppenpreis eine interessante Tour durch Greifswald erleben. Kontakt und Buchungen dazu über Tel.: 03834-521381 oder Mail: Stadtfuehrung@greifswald-tourismus.de Text/Foto: ces

Individuelle Schönheit vom Profi In jedem Menschen steckt seine ganz individuelle Schönheit. Diese zu entdecken und herauszuarbeiten ist eine Kunst, wie sie Profis, wie der Friseur, Visagist und Beauty-Fotograf Siggi Koch aus Bansin, beherrschen. Viele Prominente und weniger Prominente hat Koch schon gestylt – mit sehr beeindruckenden Ergebnissen! Siggi Koch

Wollen auch Sie sich einmal überraschen lassen? Zusammen mit Siggi Koch verlost das Magazin Land & Leute ein Fotoshooting mit Haarfrisur, Make-up und Styling im Wert von 180 Euro! Senden Sie uns ein Foto bis zum 6. Juni 2011 an den Verlag Land&Leute, Brandteichstraße 20, 17489 Greifswald. Unter allen Einsendern ziehen wir einen Gewinner oder Gewinnerin, welche wir dann bei der „Verwandlung“ mit einer kleinen Fotoreportage begleiten möchten. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


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Vertrauen durch Leistung!

Freude am Fahren

An alle Kunden und Freunde der Marke BMW Sehr geehrte Damen und Herren Mit dem neuen Autohaus An den Bäckerwiesen 10 in der Universitäts- und Hansestadt Greifswald steht seit Ende April ein neuer BMW-Vertragshändler für Neu- und Gebrauchtwagen zur Verfügung. Damit ist die Marke BMW jetzt drei Mal in Vorpommern vertreten und der Service auch für Greifswald, Usedom und Vorpommern sicher gestellt. Die Manfred Eggert GmbH hat sich bereits seit Jahren in Bergen auf Rügen und in Stralsund erfolgreich am Markt positioniert und schafft seit mehr als 20 Jahren Vertrauen durch Leistung. Die Zufriedenheit unserer Kunden ist für uns der alles entscheidende Maßstab. Durch kontinuierliche Betreuung, leistungsstarken Service und erstklassigen Werkstattservice wollen wir uns auszeichnen. Dazu gehört nicht nur die Versorgung mit Original BMW Autoteilen, auch Details sind uns wichtig. So steht Ihnen auf Wunsch unser Hol- und Bringdienst zur Verfügung, falls Sie einmal keine Zeit haben das Fahrzeug in die Werkstatt zu bringen. Als Unternehmerin, die für nun drei BMW-Autohäuser verantwortlich zeichnet, weiß ich, dass Erfolg auch wesentlich von Mitarbeitern abhängt. Trotz des starken Wachstums der vergangenen Jahre sind wir ein Familienunternehmen geblieben. Dies schafft eine besondere Atmosphäre die vor allem Ihnen, unseren Kunden, zugute kommt. Und nicht zuletzt tragen unsere Mitarbeiter, von denen Sie einige ganz sicher kennen, das BMW-Gen im Blut!

Gemeinsam werden wir Sorge dafür tragen, dass der Leitspruch unserer Unternehmensphilosophie „Vertrauen durch Leistung“ auch in diesem Haus konsequent umgesetzt und gelebt wird. Mit dem Vertrieb der innovativen Marken BMW und MINI der BMW Group sehen wir uns für die Zukunft bestens gerüstet. Herzlich Willkommen im neuen BMW Autohaus Manfred Eggert in Greifswald! In Greifswald An den Bäckerwiesen 10

In Stralsund Gustower Weg 17

In Bergen Stralsunder Chausee 21


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und Gärten

Mit einigen nützlichen Gartentipps hoffen wir, für ein klein wenig Erhellung in Fragen der Kakteenzucht oder der Kultivierung von Rhododendron zu sorgen. Da im Juni die Aktion „Offener Garten“ ansteht, geben wir schon jetzt einige Hinweise zu den Veranstaltungsorten. Text/Foto: hed

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Außerdem sind wir auf einen Streifzug durch die Einrichtungen des Botanischen Instituts der Greifswalder Universität gegangen. Im Arboretum und im Botanischen Garten gibt es z. B. fleischfressende Pflanzen und riesige Nadelbäume zu bestaunen. Eine sehr gute wissenschaftliche Begleitung ergänzt das Angebot.

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Das hat uns bewogen, uns einmal damit zu beschäftigen, was man in unserer Region im sicher weiten Themenfeld Parks und Gärten alles entdecken kann. Dabei stießen wir auf eine einzigartige Form der Außenarchitektur. In einem Gastbeitrag bringen wir Ihnen die beeindruckenden Kapitänsgärten der

Ostseeküste – vornehmlich im Bereich Fischland-Darß-Zingst – nahe.

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Nach den doch etwas in die Länge gezogenen Wintermonaten ist nun endlich auch in Vorpommern die wärmere Jahreszeit angebrochen. Dabei knospte und spross die Pflanzenwelt in den vergangenen Wochen in rasantem Tempo. Es scheint fast, als wolle der Sommer gar nicht lange auf sich warten lassen und den Frühling einfach überspringen. Sogar erste Besorgnis erregende Trockentage gab es schon Anfang Mai. Doch noch grünt und blüht es allerorten.

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Kostbarkeiten Die Atmosphäre ist drückend heiß und stickig, die Luftfeuchtigkeit scheint jede einzelne Faser der Kleidung zu durchdringen. Neben einer mannshohen Bananenstaude sprießt sattgrünes tropisches Kraut aus dem humusreichen Boden. Nicht weit entfernt bricht auf wüstem Felsenschrund die in kräftigem Gelb gefärbte Blüte der zentralasiatischen Altai-Trollblume auf. Zwischen kleinen Steinen wiegt sich wenige Meter daneben das vorrangig in Mitteleuropa beheimatete Große Windröschen sacht in der warmen, trockenen Frühlingsluft. Mit dem Botanischen Garten besitzt die Universität Greifswald bereits seit 1763 ein wahres Prunkstück, das die Besucher nicht nur in äquatoriale Gefilde entführt, sondern beispielhaft eine Vielzahl unterschiedlicher Klima- und Vegetationszonen abbildet. Dereinst richtete Samuel G. Wilcke einen „hortus medicus“ ein, der schnell ausgebaut wurde. Im 19. Jh. wurde er durch Prof. Dr. Julius Münter erheblich erweitert. 1886 umfasste das Gelände eine beeindruckende Fläche von rund 2 ha. Zebrafinken im Palmenhaus Die Gewächshäuser erstrecken sich heute auf gut 1.400 m². Nicht alles davon ist öffentlich zugänglich, aber doch immerhin mehr als die Hälfte. Gesondert in verschiedene Häuser können etliche Pflanzen bestaunt werden. Es gibt sowohl ein Kalt-, ein Warm- als auch ein Palmenhaus, die

den Schwerpunkt ausmachen. Vorrangig wachsen in den Komplexen tropische Vertreter oder zumindest solche Spezies, die vom künstlichen Schutz vor Wind und Wetter profitieren. Wer sich ganz still verhält, wird bemerken, dass im Palmenhaus Zebrafinken leben. Deshalb weisen Schilder an allen Eingängen darauf hin, dass die Türen geschlossen zu halten sind. Um einen kleinen Tümpel, in dessen klarem Wasser Goldfische schwimmen, sind gleich mehrere Palmenarten drappiert. Vor allem die Kubanische Königspalme (Oreodoxa regia) sticht durch ihren riesenhaften Wuchs hervor. Die Königin der Nacht Gänzlich anders ist das Klima bei den Wolfsmilchgewächsen und Kakteen. Hier ist es längst nicht so schwül. Im Gegenteil scheint die Vegetation nur selten mit Wasser in Berührung zu kommen. Kein Wunder, stammen die meisten Pflanzen doch aus sehr trockenen Gegenden. Auch die so genannten Lebenden Steine gehören dazu. Unter den Glasdächern der Gewächshäuser werden ihnen ideale Lebensbedingungen bereitet. Heimlicher Star des Botanischen Gartens ist Selenicereus grandiflorus, die „Königin der Nacht“. Wenn es dunkel wird, öffnen sich von Mitte Juni bis Mitte Juli zwischen 21 und 3 Uhr für ein paar Stunden die Blüten des Kakteengewächses. Der Botanische Garten ist stets bestrebt, den Höhepunkt der Blühphase abzupassen und

an solchen Tagen das Kakteenhaus für die Öffentlichkeit auch des nächtens zugänglich zu machen. Fleischfressende Pflanzen Zurück im tropischen Bereich – dem Cycadeenhaus – finden Aufmerksame mit etwas Glück zwischen den Blättern einiger Farne karibische Pfeiffrösche. Obwohl diese nur selten größer werden als drei Zentimeter, quaken sie in einer beachtlichen Lautstärke. Zusätzlich gibt es mehrere Kulturpflanzen – Bananen, Pfeffer oder Baumwolle – zu entdecken. Und auch mehrere Orchideenarten (z. B. Cymbidium) laden zum Staunen ein. Ungemein interessant ist die Sammlung tierfangender Pflanzen. In der Wissenschaft werden diese als Carnivoren – also Fleischfresser – bezeichnet, weil sie mittels enzymhaltiger Säfte kleine Tiere (v. a. Insekten) verdauen können. So gelangen sie durch den eigenen Stoffwechsel an wichtige Elemente wie Stickstoff und Phosphor. Je nach Art wird die Beute unterschiedlich angelockt und durch Klapp-, Kannen-, Kleb- oder Saugfallen gefangen. Informative Broschüren Der Außenbereich des botanischen Gartens ist ebenfalls durch einen abwechslungsreichen Bewuchs geprägt. Vor allem die gemäßigten Breiten sind hier vertreten. Es finden sich zum Beispiel Kugelprimeln, Großblü-


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Foto: Rita Gäbel / Pixelio

Foto: hed

tige Waldlilien und Schmalblättrige Pfingstrosen. Gerade jetzt erstrahlen sie in vielerlei Farben. Ein kleiner rechteckiger Teich wird umsäumt von strauchiger Vegetation des alpinen Raumes. Ein Paludarium (Nachbildung eines Sumpfgebietes) rundet das Ensemble ab.

Eingang etwa wachsen Magnolien und Bambus. Der Bereich geht nahtlos in die Nordamerikaabteilung über. Hier sind es vor allem Nadel- und Laubbäume, die das Auge erfreuen. Es liegt nahe, dass es auch eine Mitteleuropaabteilug gibt, in der z. B. Rotbuche und Spitzahorn beheimatet sind.

Hervorgehoben werden muss ohne Frage die pädagogische Arbeit des Botanischen Instituts. In vielen mehrseitigen Broschüren und Handzetteln wird über diverse Bereiche der Anlagen aufgeklärt. Egal ob es sich um Grundsätzliches über Rhododendron, einzelne im Arboretum vorfindliche Tiere oder die Geschichte der Einrichtungen handelt – alles wird allgemein verständlich und ansprechend präsentiert.

Ansehnlich gestaltet ist vor allem der Heidegarten. Dieser fasst ein Gutteil der typischen Heidevegetation zusammen. Auf den Pfaden, die mit Häcksel bestreut sind, dringt ein intensiver, angenehmer Nadelholzgeruch in die Nase. Jede Menge verschiedener Heidekräuter bedecken den Boden jenseits des Weges. Wem der Rundgang bis hierher zu anstrengend war, kann kurz auf einer der Bänke ausruhen. Insgesamt sind diese reichlich auf das Areal verteilt.

Selbstverständlich können nur solche Pflanzen kultiviert werden, die in unseren Breiten auch überlebensfähig sind. Doch ist es erstaunlich, wie viele aus anderen Regionen der Erde das tatsächlich sind. Die Einrichtung dient jedoch nicht nur der individuellen Erquickung. Sowohl Arboretum als auch Botanischer Garten haben einen klaren wissenschaftlichen Auftrag. Sie halten als Lehr- und Forschungshabitate für gleich mehrere Studienrichtungen her. Einerseits ist die Pflanzenkunde und -bestimmung fester Bestandteil des Pharmaziestudiums. Andererseits arbeiten die Landschaftsökologen mit dem Botanischen Institut der Greifswalder Universität zusammen. Text: hed

Ansehnliche Gestaltung Ungefähr drei Kilometer entfernt liegt das Arboretum. Es gehört ebenfalls zum Botanischen Institut und betreut Bäume, Sträucher und Kräuter, die einen Großteil der Kontinente abdecken. In der Asienabteilung direkt am

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Derzeit bietet die umfangreiche Rhododendronsammlung einen wunderschönen Anblick. Die Blüten leuchten weithin sichtbar in Rot, Weiß, Gelb.

Öffnungszeiten Arboretum (Friedrich-Ludwig-Jahn-Str.) Mai bis September: 9-18 Uhr Botanischer Garten Münter Str. 2 Mai bis September Mo-Fr 9-15.45 Uhr Sa, So, Feiertage 13-18 Uhr

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stachelige Hingucker In etwa mit den Jahreszeiten ändert sich der Pflegebedarf von Kakteen. Von Dezember bis Mitte Februar sollten sie bei Temperaturen von ca. 8-12°C hell stehen. Wichtig ist ein ungestörter „Winterschlaf“ mit äußerst geringer Wassergabe. Erst wenn es wärmer wird und die Sonne etwas häufiger strahlt, kann damit begonnen werden, langsam die Wasserdosis zu erhöhen. Ab März brauchen Kakteen dann viel frische Luft. Das Wasser sollte in regelmäßigen Abständen gegeben werden. Beginnend mit Mai ist ein sonniger Standort zu wählen. Zwei- bis dreimaliges Gießen pro Woche ist sinnvoll. Im September sollte die Wassergabe reduziert werden, um die Pflanze auf den Herbst vorzubereiten. Ab Oktober werden idealerweise das Winterquartier bezogen und die Kakteen an die kommende Winterruhe gewöhnt. Zur Abhärtung empfehlen sich viel frische Luft und Licht sowie nochmals verringerte Wassergaben. Bis in den Dezember hinein ist diese Pflege konstant zuzuteilen. Wer Kakteen vermehren will, hat zwei Möglichkeiten. Bei der ersten Variante werden die Rippen leicht schräg mit einem Messer am unteren Ende abgetrennt. Eine mehrwöchige

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Trocknungsphase der Schnittflächen sollte unbedingt eingehalten werden. Danach können die Stecklinge, die oft schon Wurzeltriebe zeigen, in ein Torfmull-Sand-Gemisch getopft werden und schattig sowie mild temperiert stehen. Gießen ist noch nicht notwendig; der Steckling muss nur übersprüht werden. Die direkte Wassergabe kann einsetzen, wenn der Kaktus deutlich erkennbar wächst.

Die Aussaat ist verhältnismäßig einfach: Am besten im März oder April die Samen in eine Schale aus Kunststoff oder Ton geben und mit einer

Glasplatte abdecken. Vorsicht! Da Kakteen Lichtkeimer sind, dürfen die Samen nicht bedeckt werden. Es genügt, sie leicht anzudrücken. Bei Temperaturen von 25-30°C und gleichmäßiger Feuchtigkeit dürften nach 1 bis 4 Wochen erste Keimerfolge zu sehen sein. Dann kann die Glasplatte abgenommen werden. Rhododendron Der Rhododendron ist eine Gattung in der Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae). Er benötigt im Winter ein eher mildes Klima und im Sommer eine hohe Luftfeuchtigkeit. Daher eignet sich die Wahl eines Standortes in der Nähe hoher Bäume. Der Boden sollte leicht sauer, humusreich, genügend feucht und locker sein. Wie bei den meisten Pflanzen gilt: Staunässe vermeiden! Optisch ist auf eine gute Mischung zu achten. Kleinwüchsige Rhododendren eignen sich durchaus für den Steingarten, während die eher hochwachsenden in Baumgruppen gut aufgehoben sind. Text/Foto: hed

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Am Wochenende des 25. und 26. Juni 2011 werden wieder tausende Besucher in unserem Bundesland unterwegs sein, um sich private Gärten, aber auch Gärtnereien und gärtnerische Einrichtungen von Vereinen und Institutionen anzusehen. Die seit 2007 stattfindende Veranstaltung „Offene Gärten“ in Mecklenburg-Vorpommern möchte den Besuchern die Vielfalt gärtnerischer Gestaltung näher bringen. Daniel Stricker/pixelio Zu besichtigen sind 147 Gärten, angefangen vom Pfarrgarten und Nutzgarten über Bauerngärten bis hin zu großzügig angelegten Parkanlagen. Dabei wird die Vielfalt der Gartenkultur in MecklenburgVorpommern ebenso zum Erlebnis wie das Fachsimpeln unter Gleichgesinnten. Viele Besucher nutzen die offenen Gärten auch zu einer netten Wochenendtour.

Simone Hainz/pixelio

Bei der Planung der Besichtigungen hilft ein Informationsheft, in welchem alle Gärten vorgestellt werden, Besonderheiten beschrieben sind und die Besucher anhand von kleinen Karten Hinweise erhalten, wie die Gärten zu erreichen sind. Das Heft kann bestellt werden beim Verein „Offene Gärten Mecklenburg-Vorpommern e. V.“ Demmlerplatz 6 19053 Schwerin. Erforderlich sind ein adressierter Rückumschlag (DIN lang), der mit 1,45 Euro frankiert sein muss sowie 1 Euro in Briefmarken für das Heft.

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1. Die Paprika waschen, ggf. putzen und in Würfel schneiden. Die Gurke schälen, halbieren und ebenfalls würfeln. 2. Die beiden äußeren Salatblätter entfernen, den restlichen Kopf waschen und die Blätter mundgerecht zupfen. Zu den Paprika und der halben Gurke geben. Anschließend den Schafkäse würfeln und mit dem Gemüse vermengen. 3. Öl, Wasser, Salz, Pfeffer und Kräuter mischen. Falls erforderlich etwas Essig dazutun. Alternativ eignet sich auch eine vorgefertigte Kräutermischung. 4. Pinienkerne anrösten und über den Salat streuen.

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1. Erdbeeren waschen, putzen und zerkleinern. Die Hälfte der Erdbeeren pürieren und mit der anderen Hälfte Erdbeerstücken vermischen. 2. Die Sahne steif schlagen und anschließend mit der Zitronenschale unter den Joghurt heben. 3. Die Löffelbiskuits in eine flache Auflaufform legen. Die Erdbeeren darauf verteilen und gleichmäßig mit der Joghurtcreme bestreichen. 4. Nach Geschmack mit Kakaopulver bestreuen und vor dem Servieren 3-4 Stunden durchziehen lassen.

1 rote Paprika | 1 gelbe Paprika ½ Gurke 1 mittelgroßer Salatkopf (Eisberg o. ä.) 100 g Schafkäse 3 EL Öl | 3 EL Wasser Salz, Pfeffer, frische Kräuter evtl. Pinienkerne

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Kunstvoller Stil der Gartenarchitektur im Land am Meer Die Kapitänsgärten entlang der Ostseeküste sind kunstvoller Beleg einer einzigartigen Art und Weise, den Garten- und Freiraum zu gestalten. Sie künden von den Reiseimpressionen der Seefahrer und sind von Gartenanlagen anderer Länder und Kulturen inspiriert. Sicher hat auch die Schöpferin des weltweit bekannten „OstseewellenLiedes“, Martha Müller-Grählert, dies erkannt. In ihren Versen über die Schönheit der Küstenlandschaft betonte sie die landschaftliche Faszinationen ihrer Heimat mit den Häusern nahe der vielen, gelb im Dünensand blühenden Ginsterbüsche. Wahrscheinlich dachte sie dabei in ihrem Zingster Refugium „Sünnenkringel“ auch an die wunderschönen Kapitänsgärten im Land am Meer. Diese Gärten zeichnen sich durch ein besonderes bauliches, räumliches und pflanzliches Arrangement aus, dessen Einzigartigkeit und regionale Verbreitung einen eigenständigen Stil der Gartenarchitektur erkennen lässt. Dieser kann durchaus neben bekannten Anlageformen nach dem englischen oder französischen Gartentyp, dem Bauerngarten, dem Japan-Garten, dem Steingarten oder der mediterranen Anlage bestehen. Flächengliederung Grundsätzlich entstehen bei einer nach dem Vorbild eines Kapitänsgartens angelegten Fläche klar definierte Bepflanzungsbereiche. Zumeist fallen mehrere kleinere Beete in symmetrischer oder spiegelbildlicher Ausführung auf. Diese Areale können in eckigen oder runden, ovalen, zuweilen fantasievoll geschwungenen Formen auftreten. Manchmal findet man sogar eckige und in runder Formgebung gestaltete Beete in ästhetisch überzeugender Kombination. Auch die Gruppierung der Beete um ein Zentrum ist möglich. Typisch ist ebenfalls die Trennung der Beete durch Sandwege.

Seltener entdeckt man Beete, welche der Volksmund als „Walrücken“ bezeichnet. Dabei handelt es sich um ein rundes, hügelförmig geformtes Beet, dessen Profil an körperliche Proportionen dieses Meeresriesen erinnert. Zur Typik eines Kapitänsgartens zählt der immergrüne Beetsaum aus Buchsbaum. Alternativ verwendet man aber auch kleinere runde Findlinge, um das Beet abzugrenzen. Sofern eine grüne Grenze gesetzt ist, muss diese am besten jährlich einen Formschnitt erhalten. Mit den Jahren entwickelt sich durch das Wachstum der Pflanzen ein breiter und höher werdender quaderförmiger Saum in einem sattem Grünton. Dieser erzeugt einen recht wirkungsvollen Kontrast zu dunklen Sandwegen und den blühenden Pflanzen innerhalb der Buchsgrenze. Bepflanzungsplanung Innerhalb der Beete zeigt ein traditionell gehaltener Kapitänsgarten die vielfarbige Pracht herkömmlicher mehrjähriger Blumenstauden wie Primeln, Phlox, Akelei, Mädchenauge, Rittersporn, Aster, Mohn oder Margerite. Das Sichtbild des Kapitänsgartens gestaltet also das farbige Wechselspiel der rund um das Jahr, vom zeitigen Frühjahr bis zum späten Herbst grünenden und blühenden Natur nach. Aus der Vogelperspektive wirkt gerade dieser Gartenstil durch Farbgebung sowie symmetrisch gepflanzte Formen wie ein kostbarer Teppich. Dahinter steht die Idee, das Wohnzimmer, die „gute Stube“, ins Freie

zu verlagern. Regional beheimatete Insekten und Schmetterlingsarten finden hier immer ein reiches Nahrungsangebot. Zumeist hebt man in den Bepflanzungszonen ausgewählte Bereiche hervor. Diese können in der Beetmitte liegen, aber auch ein zentrales, von anderen Bereichen umgebenes Areal sein. Ein Beispiel dafür wäre das klassische Rondell mit Strauchrosen und Lavendel. Im Frühjahr blühen hier frei gruppierte oder in Ringen gesetzte Blumenzwiebeln. Traditionell verwendet man seit Jahrhunderten an der Ostseeküste Buchsbaum, um Beete eines Kapitänsgartens zu umsäumen. Er verhält sich robust gegenüber den besonderen klimatischen Bedingungen und reagiert gegenüber dem sich jährlich wiederholenden Formschnitt mit verdichtetem Austrieb. Zu den schönsten Beispielen von Kapitänsgärten zählen Pflanzensäume, mit integrierten Variationen durch unikaten Formschnitt. So werden im Buchssaum zwischen quaderförmigen Abschnitten weitere räumliche, zumeist würfel-, kegel- oder kugelförmige, Elemente erkennbar. Diese sind zudem so in den grünen Buchsstreifen platziert, dass der symmetrische Grundgedanke dieses gartenarchitektonischen Stils unterstrichen wird. Der aus Weide geflochtene Zaun, die gelb blühende Ginsterhecke, der dornige Sanddorn- oder Brombeerstreifen oder die wallartige Findlingsmauer sind häufig als seitliche Flächenbegrenzung eines traditionellen Kapitänsgartens anzutreffen. Die Zugangsbereiche als Visitenkarte eines Hauses erfuhren auch beim Kapitänsgarten eine besondere Prägung. Meist ist der Aufgang als repräsentative Allee gestaltet. Zwei lang gestreckte, schmale Beete erstrecken sich dann neben dem Zugang zum Haus. Oft findet man


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darin die „Wächter“, ein symmetrisch, d. h. rechts und links, vor oder hinter der Eingangspforte gesetztes Gehölzpaar, das andere Bepflanzungen überragt. Man wählt dazu traditionell Wachholder, Eibe, Buchs aber auch Fliederbüsche oder Obstbäume. Diese Bepflanzung geht auf kulturhistorisch interessante Bräuche der Küstenbewohner zurück. Bauliche Bezüge Zur Spezifik eines Kapitänsgartens gehört der Bezug zum angrenzenden Gebäude. Als exponierter Vorgarten des Anwesens eines vergleichsweise begüterten Seefahrers angelegt, war er ein reiner Ziergarten. Sein Pendant, der Nutzgarten, hatte eine größere Fläche und befand sich vis a vis, d. h. hinter dem Haus. Die Faszination eines gepflegten und blühenden Kapitänsgartens unterstreicht die Schönheit und Besonderheiten des angrenzenden Baus sowie den Wohlstand der darin lebenden Menschen. Typische Kapitänshäuser im Land am Meer sind traditionell zweistöckig aufgemauert und mit zentralem mittlerem Eingang repräsentativ versehen. Sie besitzen ein Rohrdach mit integrierten Gauben, deren wellenförmig geschwungene Form die Alten „Augen der See“ nennen. Hölzerne Dachreiter mit verschiedenen Motiven, u. a. stilisierte Pferde oder Lebensbäume, schmücken diesen Bautyp. Ihnen wird nach alter Tradition eine Schutzfunktion zugeordnet. Ästhetisch ansprechend ist ebenfalls das ornamentale Schnitzwerk an Loggien, Türen oder Fenstern. Ein beson-

deres Beispiel dieser Schnitzkunst sind die Türen, welche an den Häusern auf der Halbinsel Fischland-DarssZingst anzutreffen sind. Die dort abgebildeten Motive in leuchtenden Farben – von Sonnen- und Rapsgelb über Königsblau, Klatschmohnrot bis Kamilleweiss – spiegeln die Liebe der Küstenbewohner zu ihrer Heimat wieder. Diese Haustüren der Kapitänshäuser weisen typische Farben der lebendigen Natur auf. Sie sind Verweise zu handwerklichen Traditionen und bilden Wünsche und Vorstellungen der Bewohner ab. Motive wie Tulpen, Sterne, Anker, Sonne oder Schiff sollen Glück und Schutz, Leben und Wärme und natürlich auch eine erfolgreiche Navigation während langer Seereisen besiegeln. Darüber hinaus gehören Fenstergestaltungen mit dem Skulpturenpaar englischer Hunde, im Fenster schwebende Modellschiffe sowie Andenken an Seefahrten wie Muscheln zur kulturhistorischen Tradition im Land am Meer. Sie bilden zugleich einen trefflichen Rahmen zur Wahrnehmung einer Gartenanlage im Stile eines Kapitänsgartens. Den Gegenpol setzt man mit einem Eingangstor, welches einen Schmuck maritimer oder floraler Motive trägt. Schließlich findet man sogar innerhalb der Kapitänsgärten integrierte Accessoires aus der Seefahrt wie Anker, Walfischzähne, Steuerrad und Schiffsglocke. In keinem Kapitänsgarten fehlen darf die mit maritimen Motiven geschmückte Sitzbank. Diese steht direkt neben dem Eingang, oft neben blühenden Rosen. Für diese „Rosen-

burg“ verwendet man gern Wildrosenbüsche. Sie strömen während der Sommermonate einen betörenden Duft aus. Hinter diesem lebenden grünen Schutz vor dem nahen, kalten Wind des Meeres saßen die alten Seefahrer mit brennender Pfeife, betrachteten den grünenden und blühenden Naturteppich und berichteten von ihren abenteuerlichen Reisen in ferne Länder. Resümee Vielfarbig und einheimische Pflanzen integrierend wie ein Bauerngarten, mit symmetrischen Anlageformen gestaltet und durch Pflanzen im Wuchsbeschnitt begrenzt wie ein Schlossgarten französischer Prägung, mit einem Mix von Stauden und Gehölzen wie im englischen Landschaftsgarten und auch bezugnehmend auf kulturhistorisch geprägte Vorstellungen, zählen die Kapitänsgärten zweifellos zu den besonderen Highlights im Land am Meer. Man kann sie nicht übersehen. Diese reinen Ziergärten fügen sich wunderbar harmonisch ein in die einzigartige Natur entlang der Meeresküste und legen Zeugnis ab vom ästhetischen Empfinden und den Werten ihrer Bewohner. Somit ist jeder Kapitänsgarten nicht nur selbst ein maritimes Motiv und unikates Kleinod der Garten- und Landschaftsarchitektur, sondern präsentiert den individuellen Kosmos seiner Schöpfer. Es lohnt sich, diese von maritimer Segelschifffahrt geprägten Designs der Garten- und Landschaftsarchitektur zu entdecken. Text/Fotos: Dr. Irene Blechle


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Beweis nicht erbracht L&L: Können Sie noch einmal kurz zusammenfassen, warum der Landkreis gegen die KGR geklagt hat?

L&L: Frau Dr. Syrbe, welche Maßnahmen laufen derzeit bei Ihnen zur Umsetzung der Kreisgebietsreform (KGR)? Dr. Syrbe: Die erste und wichtigste Maßnahme war, dass wir dagegen geklagt haben, genauso wie der Landkreis Uecker-Randow und die Hansestadt Greifswald. Die zweite Maßnahme ist, dass wir verschiedene Gremien gebildet haben. Es gibt einen Kooperationsstab, in dem die Landräte und Bürgermeister sind. Daneben gibt es eine Koordinierungsgruppe, in der die Termine abgestimmt und die Termine aller Arbeitsgruppen koordiniert werden. Zusätzlich gibt es die Arbeitsgruppen Personal (Leiter: Dr. König, OB Greifswald), die AG Organisation & IT – die leite ich –, die AG Finanzen & Immobilien (Leiter: Dr. Böning, LR Uecker-Randow) und die AG Recht & Verträge (Leiter: S. Konieczny, LR Demmin). Dann gibt es noch Unterarbeitsgruppen, die die neue Struktur der Verwaltung erarbeiten. Es gibt bei unserer Arbeit einen Grundsatz: Die Bürgerinnen und Bürger sollen so wenig wie möglich merken, dass es eine KGR gab. Das heißt konkret, dass die Wege der Bürger nicht weiter werden sollen und sie jederzeit einen Ansprechpartner haben.

Dr. Syrbe: Eine KGR – also ein erheblicher Eingriff in die kommunale Selbstverwaltung – darf nur dann durchgeführt werden, wenn sie eine deutliche Effizienzsteigerung bedeutet. Schon allein für die Verwaltung sehen wir nicht, dass es Verbesserungen gibt, wenn wir solch ein großes Gebiet bearbeiten müssen. Nach unseren Berechnungen geht das einerseits mit Kostensteigerungen einher. Andererseits erwarten wir keine qualitative Verbesserung der Arbeit, wenn sich einzelne Standorte thematisch spezialisieren. Dabei müssen Sie bedenken, dass die Verwaltung noch nicht einmal das eigentliche Problem ist. Viel problematischer ist die KGR für die Selbstverwaltung. Für die werden die Bedingungen auf gar keinen Fall besser! Ich denke, dass die Grundlage der Selbstverwaltung – nämlich eingehende Sachkenntnis des Kreises – in derart großen Verwaltungseinheiten so gut wie nicht zu leisten ist. Für ehrenamtlich Tätige ist das meines Erachtens nur sehr eingeschränkt möglich. Derzeit haben wir allein im Landkreis Ostvorpommern 53 Kreistagsmitglieder und in Uecker-Randow 47. In Greifswald gibt es bisher noch kein Kreistagsmitglied. Künftig sind 69 Kreistagsmitglieder vorgesehen. Das bedeutet, dass sich die Zahl der Ehrenamtler in der Fläche de facto halbiert, da Greifswald ja auch Kreistagsmitglieder stellen wird. L&L: Sehen Sie die KGR als ebenso unvermeidbar wie Landesinnenminister Caffier?

Die Landrätin von Ostvorpommern, Dr. Barbara Syrbe, über die Kreisgebietsreform und wirtschaftliche Entwicklungen Dr. Syrbe: Nein, das tue ich nicht, wie übrigens auch das Landesverfassungsgericht in seiner Entscheidung von 2007. Finanzielle Mängel sind kein hinreichender Grund, die kommunale Selbstverwaltung zu beschneiden. Ich gehe auch davon aus, dass das Gericht Nachbesserungen für die Arbeit im Ehrenamt fordern wird. Vergessen Sie auch nicht, dass bisher der Beweis einer Kosteneinsparung nicht erbracht ist. L&L: Gehen wir einmal davon aus, dass die Reform kommt. Welchen Einfluss wird sie auf die jetzige Verschuldung des Landkreises haben? Dr. Syrbe: Jeder weiß, dass Minus plus Minus nicht automatisch Plus ergibt und aus zwei Armen sind nur selten Reiche geworden. L&L: Sollten Sie mit der Klage Erfolg haben: welche Wege sollen zum Abbau der Verschuldung des Kreises eingeschlagen werden? Dr. Syrbe: Vor Jahren haben wir uns beraten lassen, welche Potentiale wir haben. Die wurden auch völlig ausgeschöpft. Derzeit hat die Verwaltung keine Einsparmöglichkeiten mehr. Das muss man so klar sagen. Vor zwei Jahren haben wir die Ausgabenstruktur noch einmal überprüft und mit Nordvorpommern verglichen – deren Verwaltung macht keine Schulden. Unser strukturelles Problem ist, dass wir für die notwendigen Ausgaben zu geringe Einnahmen generieren. Dagegen können Sie so lange nichts machen, wie die Landesregierung ihre Finanzierungsmodelle nicht umstellt. Da müsste es eine ausgabengerechte Ausstattung geben.


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L&L: Eine Erhöhung der Kreisumlage kommt für Sie nicht in Frage? Dr. Syrbe: Nein. Einige Landkreise haben die absoluten Einnahmen festgeschrieben, d. h. Beträge, die auf jeden Fall erzielt werden. Da gibt es dann ggf. eine Umschichtung der Leistungspflicht innerhalb der Kommunen, aber am Ende haben sie immer den Zielbetrag. Wir haben uns dafür entschieden, die Einnahmen konjunkturabhängig zu machen. In guten Jahren haben wir deshalb gut eingenommen. Nun allerdings geht es den Kommunen finanziell auch ziemlich schlecht. Die würden wir mit einer Erhöhung der Kreisumlage zusätzlich belasten. L&L: Landesinnenminister Caffier geht von einer Senkung der Verwaltungskosten aus. Außerdem soll ein Ausgleichsfonds eingerichtet werden.

schon lange. Jede Haushaltsauflage lautet: auslaufende Stellen werden nicht wieder besetzt. Wir fahren schon auf Verschleiß und sollen jetzt noch drastischer sparen können. Das halte ich für realitätsfern. Eins sollte man auch bedenken: Die Herrichtung der Verwaltungsgebäude ist noch nicht gegengerechnet; das kostet auch noch einmal erhebliche Summen. L&L: Der Landkreis ist ausgenommen strukturschwach, bspw. mit Blick auf die Arbeitslosenzahl der zivilen Erwerbspersonen. Erwarten Sie angesichts des Einsetzens der vollständigen Arbeitnehmerfreizügigkeit eine Verschärfung der Situation?

gleichgültig, ob jemand in Greifswald oder Anklam arbeitet. Momentan ist Greifswald klar das Oberzentrum für Vorpommern. Aber man kann eine Region nur als Ganzes vermarkten. Wenn es irgendwie geht, achten wir bei der Ansiedlung von Unternehmen auf schnelle und kurze Wege, besonders im Hinblick auf eine schnelle Bearbeitung. Das ist nicht immer einfach, siehe Steinkohlekraftwerk Lubmin. Wir setzen auch nicht auf ein ungebremstes Wachstum im Bereich Tourismus. Uns kommt es auch auf die Verzahnung von Wissenschaft und Wirtschaft an. Vor allem in Lubmin konzentrieren wir uns auf industrielle Arbeitsplätze. Um Anklam ist demgegenüber die Landwirtschaft stark ausgeprägt; wir kämpfen auch konstant dafür, dass die Fleischfabrik und die Zuckerquoten erhalten werden.

Südvorpommern ?

Dr. Syrbe: Das hat für mich etwas von Ankündigungspolitik. Es wird Hilfe in Aussicht gestellt, aber wie die konkret aussieht, ist unklar. Wie man an das Geld aus diesem Fonds herankommt, weiß auch noch niemand. Von den 100 Mio. Euro würden wahrscheinlich die Landkreise Uecker-Randow und Ostvorpommern den Löwenanteil bekommen, weil wir chronisch unterfinanziert sind. Selbst wenn mit der KGR am 4. September um Mitternacht die Altschulden des jetzigen Landkreises getilgt würden, würden wir eine Minute nach Mitternacht aber schon wieder Schulden haben, weil sie bloß in den Etat des neuen Landkreises übergehen und auch der stark unterfinanziert ist. Zudem gibt es ein Kündigungsverbot für alte Stellen bis 2015, Also könnten Personalkosten auch erst dann gespart werden. Im Übrigen machen wir das ohnehin

4. September

Greifswald

L&L: Die Genehmigung wirtschaftlicher Ansiedlungen gestaltet sich in jüngster Zeit anscheinend zunehmend schwierig... Dr. Syrbe: Leider in den letzten Jahren sehr verstärkt.

Dr. Syrbe: Nein, keinesfalls. Die Arbeitsuchenden werden direkt durchfahren bis Hamburg. Da haben wir keine ernsthaften Befürchtungen. Die Strukturschwäche ist ein Problem, aber ganz sicher nicht die Arbeitnehmerfreizügigkeit. L&L: Welche Maßnahmen ergreift denn der Landkreis zur Stärkung der Region? Dr. Syrbe: Mittlerweile gibt es ja eine gemeinsame Wirtschaftsfördergesellschaft der vorpommerschen Landkreise, die keine isolierte Nabelschau betreibt und andere Landkreise außen vor lässt. Das bedeutet konkret Standortwerbung und Kontaktvermittlung. Spätestens mit der KGR ist es ohnehin

L&L: Schnell formieren sich Bürgerinitiativen. Verhindern einige von diesen mitunter eine positive Standortentwicklung? Dr. Syrbe: Zunächst einmal hat natürlich jeder das Recht, zu protestieren und zu sagen, was er nicht will. Wenn das gut begründet ist, muss man sich damit auseinander setzen. Das Umweltrecht in Deutschland ist auch deshalb als eines der strengsten bekannt, weil es Menschen gab, die sich dafür eingesetzt haben. Das ist die eine Seite. Die andere Seite ist die des rechtsstaatlichen Verfahrens. Die Politik hat die Rahmenbedingungen zu schaffen – unter anderem, dass


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L&L: Sehen Sie Potentiale für den Landkreis vor allem bezüglich der polnischen Nachbarn in Stettin oder Swinemünde? Dr. Syrbe: Gerade im Falle Swinemünde bin ich da geteilter Meinung. Insbesondere weiß ich nicht, was ich von dem Gashafen halten soll; ob der sich mit touristischen Zielen vereinbaren lässt, muss sich erst noch zeigen. Allenfalls erwarte ich Möglichkeiten, für Kreuzfahrtschiffe attraktiver zu werden. Die Transportwege in Richtung Stettin bieten wir schon seit Jahren an. Leider haben sich die ehemaligen Ansiedlungspläne von Toyota zerschlagen. Der Flughafen Heringsdorf ist in der Diskussion, da er eine freiwillige Aufgabe ist. Wir stellen unsere Anteile auch nur deshalb zur Disposition, weil wir die jährlichen Ausgaben für

dringendere infrastrukturelle Projekte benötigen. Die Pläne um die Karniner Brücke sehe ich größtenteils positiv. Sie kann eine klare Verbesserung darstellen; die Verkehrsprobleme der Insel Usedom – gerade in der Saison – sind ja schon berüchtigt. L&L: Frau Dr. Syrbe, vielen Dank für das Gespräch! Anzeige

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die rechtsstaatlichen Normen festgelegt werden. Aber wenn sie dann festgelegt sind, gelten sie bitteschön auch für alle. Wenn jemand das missfällt, muss er den ordentlichen Gerichtsweg einschlagen. Ich missbillige in diesem Zusammenhang, sich hinter diesen oder jenen politischen Entscheidungsträger zu klemmen und an demokratischen Grundsätzen vorbei eine eigene Politik zu betreiben. Am gefährlichsten ist dabei, dass der Anschein entsteht, dass hier die rechtsstaatlichen Normen nicht für alle gleich seien.

Bioweine wachsen schon seit mehreren Jahren in den besten Lagen Deutschlands. Höchste Anforderungen an die Pflege der Reben und den Ausbau der Weine im Keller garantieren die exzellente Qualität. Ganz besonders froh ist das Weinhaus am Markt darüber, dass die Zusammenarbeit mit dem Weingut Dr. Bürklin-Wolf neu beleben konnte. Dieses hat vor gut drei Jahren auf Bio umgestellt. Dr. Bürklin-Wolf gilt bereits seit Langem zu Recht als einer der renommiertesten Anbieter von ökologisch angebauten Weinen. Von dieser nutzbringenden Kooperation profitieren vor allem die Käufer. Als vertrauensvoller Weinhändler ist das Weinhaus immer auf der Suche nach den besten Bioweinen, für die treuen Kunden, die das Spezielle suchen.

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Der Tunnel Ólafur Gunnarsson Alle, die Greta und Bill kannten, hatten schon seit langer Zeit erfolglos versucht, einen Makel an ihrem Glück und ihrer Ehe zu finden. Und es lag wohl in der Natur des Menschen, dass es nicht nur ihre Neider waren, sondern auch ihre Freunde, das war wohl ganz normal. Sie waren ein eng verbundenes Paar, absolut glücklich miteinander. Sie tranken nicht zu viel, und nie hatten sie einander hintergangen. Sie waren nun schon fast vierzig Jahre verheiratet und hatten frühzeitig ihre eigenen Territorien abgesteckt. Äußerlich betrachtet war Greta eine liebenswürdige Frau, eine hoch gebildete und angesehene Rechtsanwältin. Aber sie war auch eine Frau, mit einem starken subtilen Einfluss, und wann immer die Gefahr einer Meinungsverschiedenheit bestand, brauchte sie ihrem Mann nur einen gewissen Blick zuzuwerfen. Und er war dann nur zu gern bereit, ihr nachzugeben. Seine Unterordnung verstand er vor allem als Ausdruck seiner tiefen Liebe zu ihr. So kam es, dass sowohl das Haus auf der Anhöhe mit Ausblick über weite Teile der Stadt als auch das Ferienhaus auf dem Lande in exquisiter Lage am Meer einschließlich des Schnellboots, mit dem sie im Sommer zu ihren privaten Inseln hinausfuhren, um Vögel zu beobachten, im Grunde ihr Hoheitsgebiet waren, während in ihrem gut gehenden italienischen Restaurant in der Stadt eindeutig er das Sagen hatte. Beide wirkten noch sehr jung für ihr Alter. Ihre Ehe hatte ihnen keine dunkle Schatten auf die Gesichter gelegt, aber zu Beginn ihrer Beziehung waren sie auch nicht wie andere mit einer Maske losgezogen, um sie einem hübschen Menschen überzustreifen, damit er ihren Träumen entspräche. Sie waren von Anfang an wie für einander gemacht. Das Leben war gut zu ihnen gewesen. Sie hatten vier Kinder und neun Enkel, und am 18. August 2010 würden

21 Mit Island ist vom 12. bis 16. Oktober 2011 erstmals ein nordeuropäisches Land Ehrengast der Frankfurter Buchmesse, der größten und mit Abstand bekanntesten Buchausstellung der Welt. Die Buchkultur aus Island war in den vergangenen Jahren in Deutschland ohnehin schon sehr erfolgreich, aber durch die Präsentation vor einer weltweiten Öffentlichkeit wird sich die moderne wie auch die klassische Literatur des Landes gewiss noch viele neue Leserkreise erschließen. So erscheinen in diesem Jahr anlässlich der Buchmesse immerhin rd. 125 Titel aus Island, darunter etwa 90 Neuübersetzungen. Die Literatur Islands ist auch Gegenstand von Lehre und Forschung in der Nordischen Abteilung der Greifswalder Universität. Mit verschiedenen Veranstaltungen wird dort im laufenden Sommersemester auf das bevorstehende Großereignis hingewirkt. Auch Land&Leute möchte seine Leser darauf aufmerksam machen und wird in seinen Ausgaben Mai bis September jeweils eine bislang unveröffentlichte Kurzgeschichte des isländischen Autors Ólafur Gunnarsson präsentieren.

sie vierzig Jahre verheiratet sein. Ihre Kinder hatten beschlossen, dass dies eine gute Gelegenheit für ein großes Familienfest sei, und so hatten sie ihrer Mutter die Schlüssel zum Sommerhaus entlockt, um eine Überraschungsfeier für den Vater auszurichten. Bill, der davon natürlich nichts ahnte, hatte seinerseits beschlossen, das Restaurant an diesem Abend, einem Sonnabend, zu schließen und den ganzen Gastraum mit strahlend weißen Tischtüchern zu dekorieren. Aber nur auf einem einzigen gedeckten Tisch in der Mitte sollten zwei brennende Kerzen stehen, als Symbol für ihn und seine Frau. Die anderen, ungedeckten Tische sollten symbolisieren, dass es in ihrem Leben nur sie beide gab. In Gegenwart anderer hatten sie sich oft als Seelenverwandte bezeichnet. Ihre Tochter Elisabeth hatte sich dies von klein auf anhören müssen, und nun, da deren eigene Ehe auseinanderFoto: R. B. / Pixelio

brach, irritierte es sie jedes Mal so sehr, dass sie schreien wollte. Am Morgen des 18. August schenkte Bill seiner Frau eine hübsche Summe Geld, damit sie sich selbst ein Geschenk ihrer Wahl kaufte. Schon vor langer Zeit hatte er es aufgegeben, ihr Geschenke zu machen, weil er dahintergekommen war, dass sie diese nach reichlicher Überlegung doch stets wieder zurückbrachte. Dann verkündete er, dass er an diesem Abend mit ihr gemeinsam im eigenen Lokal essen und mit etwas Besonderem aufwarten wollte. Das brachte sie zum Lachen, und sie starrte ihn mit diesem besonderen Blick an, der ihm sagte, dass er ja nicht weiter gehen solle. Er tat es aber doch, indem er sagte: „Liebes, es bedeutet mir wirklich viel, und du wirst auch verstehen weshalb, wenn wir heute Abend dorthin kommen.“ „Das ist doch abgedroschen und


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Foto: R. K. B. bye Ich / Pixelio

lächerlich“, war ihre Antwort. „Ich möchte dieses besondere Wochenende in unserem Sommerhaus verbringen.“ „Für mich hört sich das viel lächerlicher an“, sagte er und empfand eine leichte Irritation dabei. „Aber es ist mir sehr wichtig.“ „Wieso?“ „Nun, wenn du es denn unbedingt wissen willst, die Kinder werden da sein und eine Feier zu unseren Ehren ausrichten.“ „Wenn es so ist, werde ich sofort im Lokal anrufen und informieren, dass es eine Planänderung gibt. Kein Problem“, sagte er, nahm den Hörer ab und gab seinem Restaurantleiter die Anweisung, das Restaurant an diesem Abend für Gäste zu öffnen. Als er den Hörer auflegte, sah er, dass seine Frau ihm für das, was er ihr zuliebe vorbereitet hatte, einen ehrfürchtigen Blick schenkte. Er hatte dafür gesorgt, dass sie dem Gespräch so viel wie möglich entnehmen konnte. Dann stiegen sie in ihren Jeep, der besonders groß und teuer war, und weil es ein wunderschöner Tag war, war der Verkehr zäh. In den Bergen warfen die Wolken gelegentlich dunkle Schatten, wenn sie sich einen Moment lang vor die Sonne schoben. Das Meer war ruhig und antwortete in der gleichen Weise auf die Wolken wie die Berge, indem es seine Farbe von Blau zu Grau wechselte. „Merkwürdig“, sagte der Mann plötzlich, „es ist, als ob die Natur keinen Gesetzen folgte, alles ist Zufall, es gibt

kein System, nach dem die Wolken an der Sonne vorbeiziehen.“ „Stimmt“, sagte sie. „Als Anwältin habe ich eine Menge von Scheidungen verhandelt, aber es gab Fälle, in denen weder ich noch ein Pfarrer verhindern konnten, dass es im Desaster endete. Ich möchte dich um Verzeihung bitten, dass ich darauf bestanden habe, zum Sommerhaus zu fahren, aber wir fahren ja nicht um unsertwillen, ich möchte alles mir mögliche dafür tun, dass Elisabeths Ehe nicht zerbricht.“ „Das ist schön“, sagte er. „Es hat mir schon lange Sorgen bereitet, wie es bei ihr zu Hause steht.“ Sie legte eine Hand auf die seine, mit der er das Lenkrad hielt. Das überraschte ihn so, dass der Wagen ein wenig ausscherte. „Aber danke, dass du für uns dieses Abendessen so liebevoll vorbereitet hattest.“ „Es war ganz in Ordnung, es abzusagen“, sagte er, „ich führe so ein glückliches Leben mit dir. Und vielleicht können wir sogar verhindern, dass die Ehe unserer Tochter scheitert, aber man kann ja so wenig dagegen tun. Du darfst nie den X-Faktor vergessen, etwa, wenn ein Blitz in ein Flugzeug schlägt, so dass es abstürzt, oder wenn jemand die Kontrolle über sein Fahrzeug verliert und mit hoher Geschwindigkeit einen anderen Wagen rammt, dessen Fahrer sein Leben lang vorbildlich gefahren ist. So etwas könnte gut und gern da vor-

Ólafur Gunnarsson wurde 1948 in Reykjavík geboren und war nach kaufmännischer Ausbildung in verschiedenen Berufen tätig, seit 1974 lebt er ganz als Schriftsteller. Er veröffentlichte zunächst Gedichte in Zeitungen und Zeitschriften, 1978 dann seinen ersten Roman „Milljón-prósent menn“ (Millionen-Prozent Männer). Sein späteres literarisches Werk umfasst Romane, Kurzgeschichten und Kinderbücher sowie einen gemeinsam mit Einar Kárason verfassten Bericht über eine Reise durch die USA. Daneben übersetzte er u. a. Jack Kerouac („On the Road“) und Dashiell Hammett („The Maltese Falcon“) ins Isländische. Sein Roman „Tröllakirkja“ von 1992 (dt. unter dem Titel: Niemand wie ich, Steidl Verlag 2004) wurde für den Isländischen Literaturpreis sowie – in der englischen Übersetzung – für den internationalen Literaturpreis IMPAC nominiert. Eine Bühnenfassung wurde 1996 im Nationaltheater aufgeführt. Für den historischen Roman „Öxin og jörðin“ (Die Axt und die Erde) erhielt er 2003 den Isländischen Literaturpreis. Sein Kinderbuch „Fallegi flughvalurinn“ (Der wunderschöne fliegende Wal) wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt und war 1990 für den Nordischen Kinderliteraturpreis nominiert. Ólafur Gunnarsson lebt nahe Reykjavík in Mosfellsbær.

ne in dem Tunnel passieren, oder auf der Straße, die um den Fjord herum führt.“ „Lass uns den Weg durch den Fjord nehmen“, sagte sie plötzlich. „Die Dunkelheit und das elektrische Licht im Tunnel finde ich immer so ungemütlich.“ „Aber das wird uns über eine Stunde mehr Zeit kosten, vielleicht sogar anderthalb“, gab er zurück, „und wir sind jetzt schon spät dran.“ Seine Frau wollte gerade etwas sagen, als er die Hand hob. „Sieh mich bloß nicht wieder so an“, sagte er lächelnd, „du hast das Sommerhaus dem Lokal vorgezogen, jetzt nehmen wir den Tunnel.“ (Aus dem Englischen übersetzt von Antje Grunewald)


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MÄNNERTRÄUME Dinge, die ein Mann in seinem Leben unbedingt tun sollte:

Nr. 68

•einmal einem Engel begegnen ... •sich was Schönes kaufen bei ...


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Vabanque am Immobilienmarkt Droht eine zweite Immobilienblase den Markt zu erschüttern? Die neuesten Entwicklungen lassen genau das befürchten. Deshalb ist die alte Gewissheit vom Grundeigentum als sicherster Kapitalanlage nicht mehr uneingeschränkt gültig. Rainer Strum/pixelio

Mittlerweile ist sattsam bekannt: Der Grundstein der jüngsten Weltwirtschafts- und Finanzkrise wurde im Immobiliensektor gelegt. Die Vergabe von Krediten mit niedrigen Zinsen – gefördert durch die US-Notenbank Federal Reserve – brachte in den USA viele neue Hauseigner hervor. Dass diese langfristig mit der Bedienung ihrer Verbindlichkeiten überfordert sein könnten, wurde ausgeblendet. Immer mehr Menschen konnten sich eine Immobilie leisten, was wegen der damit einhergehenden Angebotsverknappung dazu führte, dass die Preise drastisch anzogen. Es bildete sich in der Folge eine sogenannte Blase. Lernunwilliger Markt? Kurz nach dem Jahrtausendwechsel gab es das schon einmal. Zu sehr hatte man damals darauf spekuliert, dass die traditionelle Fertigung von Waren eine Auslaufmodell sei und die Konkurrenz der Zukunft verstärkt im Bereich der technischen Innovationen läge. Dieser Trugschluss verleitete zu massenhaften Investitionen in aufstrebende Unternehmen, die nicht selten mit der Telekommunikationsindustrie in Zusammenhang standen. Die Dotcom-Blase platzte jedoch, als sich die Vermutungen als unbegründet herausstellten. Das richtete in vielen Industrieländern erhebliche wirtschaftliche Schäden an. Daraus gelernt hatte man 2006 mit Blick auf die subprimes – also Kreditnehmer, die rein technisch gar nicht kreditwürdig waren – offenbar nicht. Wieder wurde mit Gewinnen

spekuliert, die es noch gar nicht gab. Schlimmer noch – bei nüchterner Betrachtung musste höchst fragwürdig sein, dass sie sich überhaupt realisieren würden. Das Platzen der Immobilienblase sorgte für eine erneute Erschütterung der Märkte. Doch diese scheinen wiederum schnell zu vergessen und antworten fatalerweise mit einem paradoxen Verhalten. Auch M-V ist betroffen Um die Folgen der Immobilienkrise abzumildern, setzen nicht wenige auf den Erwerb der vermeintlich sicheren Geldanlage Immobilien. Grundsätzlich stimmt das auch. Aber derzeit kommt es wiederholt dazu, dass die Preise bisweilen in schwindelerregende Höhen klettern. Um die Blase zu verhindern, wird aktuell eine andere Blase erzeugt. In München etwa wurde für ein noch zu bauendes Objekt von einem künftigen Mieter kürzlich ein Quadratmeterpreis von 20.000 Euro aufgebracht. Vergleichbares spielt sich im Kleinen auch schon in M-V ab. Die scheinbar überwundene Wirtschaftskrise macht wieder Mut zur Investition. Für den Immobilienbereich heißt das ganz konkret eines: die Preise für Grundeigentum steigen. Gerade beliebte Urlaubsziele sind Zentren dieser Entwicklung. In Warnemünde etwa liegt der Quadratmeterpreis einiger Immobilien schon bei 4.500 Euro. Mit 3.000-3.500 Euro ist er auf Usedom und Rügen nicht viel niedriger. Da-

bei sind die Orte in der Region keine Außenseiter. Selbst in Swinemünde schlägt der Quadratmeter ohne Weiteres mit 2.500 Euro zu Buche. Preise werden 2011 steigen Ursache ist nicht selten der gute Ruf des Bundeslandes als Ruhesitz. Die medizinische Infrastruktur wie auch die landschaftlichen Gegebenheiten machen M-V attraktiv für wohlhabende Menschen aus ganz Deutschland, die sich die Immobilienpreise leisten können. Sicherlich handelt es sich dabei nicht um einen knallharten Verdrängungswettbewerb mit den Einheimischen. Doch zweifelsohne hat die demografische Struktur Einfluss auf den Wert von Baugrund und Wohneigentum. Für das aktuelle Jahr geht der Immobilienverband Deutschland (IvD) davon aus, dass der Trend anhält. Das bedeutet weiterhin steigende Preise, wenn auch auf geringem Niveau. Der IvD erwartet im Jahr 2011 für Eigentumswohnungen eine Preiserhöhung von ca. 2,1%, obgleich es in größeren Städten mitunter darüber hinaus gehen kann. Was bei alledem nur unzureichend beleuchtet scheint, ist die Abhängigkeit der Prognose von der Entwicklung des Arbeitsmarktes. So lange der stabil bleibt, tun sich kaum Probleme auf. Sollte sich die Situation jedoch verschlechtern, wird auch die Bonität der Kreditnehmer zunehmend fragil. Es steht zu hoffen, dass eine neuerlich


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Die Kompetenz Ein Platz zum Träumen oder Wohnraum im Grünen – die Terrasse rückt in diesen Monaten in den Blickpunkt. Zur individuellen Gestaltung eignen sich ganz besonders Natursteinpflaster und Natursteinplatten. Mit vielen einzigartigen Farben und Strukturen vermittelt dieses Material einen repräsentativen, großzügigen Eindruck. Als Naturprodukt fügt es sich besonders gut in das Gartenambiente ein. Dank moderner Technologie sind Beläge und Gestaltungselemente aus Naturstein pflegeleicht. Ob puristisch modern oder mediterran romantisch – Naturstein lässt sich mit fast allen anderen Baustoffen stilvoll kombinieren. Wer den rustikal-eleganten Charakter von Gestaltungselementen aus Holz bevorzugt, sollte sich über die Vorzüge des Werkstoffes Thermoholz informieren. Das durch Hitze veredelte Material ist selbst hartem Tropenholz und chemisch behandelten Hölzern überlegen. So paart sich Ästhetik mit besten Eigenschaften. Noch dazu ist Thermoholz ökologisch, denn es wird ausschließlich aus einheimischen Baumarten wie zum Beispiel Buche und Kiefer gewonnen. Angesichts der großen Auswahl an unterschiedlichstem Material und Farbstellungen sollten Sie sich bei der Planung Ihrer Terrasse von den freundlichen Mitarbeitern von Jacob Cement Baustoffe umfassend beraten lassen. Sorgfältige Planung ist der Garant für perfekte Gestaltung und hohen Gebrauchswert. So wird aus einer Terrasse ganz sicher Ihr individueller Lieblingsplatz.

Terrassen mit Anspruch


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platzende Immobilienblase nicht zu großen Schaden anrichtet. Letztlich würde sich das auch auf die auswirken, die kein Wohneigentum haben. Konzertierte Gegenmaßnahmen Unter anderen die Europäische Zentralbank (EZB) versucht dem Trend der

steigenden Immobilienpreise entgegen zu wirken, indem sie den Leitzins auf 1,25% angehoben hat. Experten zufolge ist damit zu rechnen, dass zwei weitere Erhöhungen kommen werden. Im Ergebnis könnten also 1,75% als Leitzins stehen. Das verteuert Kredite und sorgt tendenziell für einen wirtschaftlichen Abschwung. Allerdings

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hätte das eine korrektive Wirkung auf die hohen Immobilienpreise. Zwar könnten Investoren die Rendite aus Gebäuden auch durch Mieterhöhungen steigern. Doch angesichts der dann wirtschaftlichen Schlechterstellung von Unternehmen ist ausgerechnet das unwahrscheinlich. Text: hed

Umzugshelfer gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Suchen Sie sich mit ausreichend Vorlauf (es dürfen ruhig einige Wochen sein) den für Sie geeignetsten Anbieter heraus, falls Sie sich die Arbeit gerne ersparen möchten. Eine Internetrecherche der verschiedenen Unternehmen und deren Leistungen bietet sich an. Oftmals geben Supermärkte leere Kisten und Kartons an Privatpersonen heraus. Eine Nachfrage lohnt sich also in jedem Falle, zumal kommerziell angebotene Umzugskartons schnell mit

Dafür sprechen folgende gute Gründe: · Überprüfung der Ausführungsqualität des Trockenbaus · Überprüfung der bestehenden Anforderungen gem. Energieeinsparverordnung (EnEV) · Überprüfung von Gewährleistungsansprüchen nach Fertigstellung Verbesserung des Schallschutzes · Vermeidung von Zugluft bei Wind · Minimierung von Energieverlusten · Vermeidung von Bauschäden durch Feuchteeintrag in die Baukonstruktion Auch die Begleitung durch einen unabhängigen und neutralen Sachverständigen macht Sinn. In der Regel können dann Bauärger vermieden und viel Geld eingespart werden. Infos unter: AUC Bauqualitätsmessungen, c/o TZV, Brandteichstraße 20 03834-550 623 oder 0172-300 27 51 www.auc-web.de Anzeige

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lich schwer. Selbst Zeitschriften haben es in sich – auch wenn sie einzeln nicht den Eindruck erwecken. Außerdem gilt es, Schweres nach unten und Leichtes nach oben zu packen, damit das eine nicht das andere zerdrückt. Am Ende des Umzugstages sollten Sie sich ohne schlechtes Gewissen zurücklehnen und die erledigte Arbeit wertschätzen. Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut. Machen Sie sich keinen Stress, sollte hier und da noch eine Kleinigkeit zu tun sein.

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Text: hed

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DAS SCHORNSTEINFEGERHANDWERK Traditionell kennt man nur das Bild vom „schwarzen Mann“ mit Kehrbesen und Zylinder. Denn früher war das Schornsteinfegerwesen eine harte und schmutzige Angelegenheit. Doch das Berufsbild hat sich schon lange gewandelt. Wo früher Kraft und Ausdauer gefragt waren, zählen heute Köpfchen und freundliches Auftreten. Bereiche wie Sicherheit, Umweltschutz und Energieeinsparung rund um die Beheizung von Gebäuden

steinfeger vor allem ein breites Wissen auf dem Gebiet der Feuerungsanlagen, der Abgastechnik und des Baurechts haben. In fast 20 großen Ausbildungszentren werden die Auszubildenden des Schornsteinfegerhandwerks zu Sicherheits-, Umwelt- und Energieexperten ausgebildet. Nach der Gesellenprüfung ist die Qualifizierung zum Schornsteinfegermeister die nächste Stufe und wer den Mut zur Selbstständigkeit hat, der kann später auch

deren Abgasanlagen. In der Regel wird der Feuerstättenbescheid im Anschluss an die Feuerstättenschau erstellt.

sind die Grundpfeiler des modernen Schornsteinfegerberufs. Dabei kommen Schornsteinfegerinnen und Schornsteinfeger täglich mit vielen Menschen in Kontakt. Die Berufsausbildung dauert in der Regel drei Jahre und wird von erfahrenen Ausbildern begleitet. Schon nach kurzer Einarbeitungszeit dürfen viele Tätigkeiten bereits selbstständig durchgeführt werden. Neben der handwerklichen Praxis müssen Schornsteinfegerinnen und Schorn-

einen eigenen Schornsteinfegerbetrieb führen. Zur Zeit gibt es davon in Deutschland etwa 7.740.

buchs ausgestellt, in dem alle relevanten Informationen erfasst sind. Der Feuerstättenbescheid gibt den Eigentümern eine Übersicht über den Zeitpunkt der Durchführung der anfallenden Schornsteinfegerarbeiten und damit die Möglichkeit, unter bestimmten Voraussetzungen einen Schornsteinfeger aus dem europäischen Ausland und ab dem Jahr 2013 grundsätzlich für bestimmte Arbeiten einen Schornsteinfegerbetrieb ihrer Wahl zu beauftragen.

Feuerstättenbescheid Der Feuerstättenbescheid kommt. Bei diesem Formular, den der Hausbesitzer erhält, handelt es sich um ein wichtiges Dokument zur Sicherstellung der Betriebs- und Brandsicherheit von Heizungsanlagen, Öfen, Kaminen und

Während der Feuerstättenschau prüft der Bezirksschornsteinfegermeister die Betriebs- und Brandsicherheit aller Anlagen im Haus. Dies wird künftig im zeitlichen Abstand von drei bis vier Jahren der Fall sein. Sollte bis Ende 2012 keine Feuerstättenschau für ein Objekt anstehen, wird der Bescheid auf der Datengrundlage des Kehr-


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Rechtsgrundlagen Die Arbeiten des Schornsteinfegers basieren im Wesentlichen auf zwei Rechtsgrundlagen. Die Bundes-Kehrund Überprüfungsordnung (KÜO) regelt das ureigenste Aufgabengebiet des Schornsteinfegerhandwerks: die Betriebs- und Brandsicherheit. Im Rahmen dieser regelmäßigen Sicherheitsüberprüfung kontrolliert der Schornsteinfeger beispielsweise den Kohlenmonooxid (CO)-Gehalt und den ungehinderten Abzug der Abgase. Außerdem prüft und reinigt er Schornsteine und Abgasleitungen. Die neue KÜO gilt seit Januar 2010 bundesweit.

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Die in der Ersten Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (1. BImSchV) erfassten Aufgaben dienen dem Umweltschutz. Der Schornsteinfeger misst zum einen den Wärmeverlust

über die Abgase von Öl- und Gasheizungen und zum anderen Rußmenge bzw. Ölrückstände. Neuerdings wird auch der CO-Gehalt bei Ölheizungsanlagen erfasst. Die Ergebnisse geben Hinweise darauf, ob eine Anlage effizient und umweltschonend arbeitet. Für jeden Messwert gelten bestimmte Grenzwerte, die nicht überschritten werden dürfen. Bei Heizkesseln für feste Brennstoffe (z. B. Pellet- oder Hackschnitzelheizungen) werden Staubemissionen und der CO-Gehalt überprüft. Beratung zum richtigen Heizen Es gibt brennbares Material, das in Heizöfen nichts zu suchen hat. Oft landen aus Unwissenheit völlig ungeeignete Brennstoffe im Feuer, die Umwelt und Gesundheit belasten. Schornsteinfeger sollen laut novellierter Verordnung für Abhilfe sorgen. Das Heizverhalten hat nachweislich großen Einfluss auf die Klima- und Umweltbilanz eines Ofens. Klagen über Geruchsbelästigung und steigende Feinstaubemissionen bestätigen, dass in diesem Bereich nach wie vor großer Informations- und Aufklärungsbedarf besteht. Um die Staubemissionen der rund 14 Millionen Einzelöfen für Holzfeuerung in Deutschland in den Griff zu bekommen, hat die Bundesregierung verschiedene gesetzliche Maßnahmen in die Wege geleitet. Neben verschärften Grenzwerten zählt dazu auch ein Beratungsgespräch mit dem Schornsteinfeger zum Thema „Richtiges Heizen“. Im Rahmen der novellierten Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen ist dies seit dem 22. März 2010 für Besitzer von Kamin- und Kachelöfen ein Pflichttermin. Der Schornsteinfeger erklärt ihnen in einem Informationsgespräch, wie sie den Ofen emissionsarm und energiesparend bedienen. Außerdem prüft er die Qualität des

Brennstoffs und die richtige Lagerung. Diese Faktoren sind entscheidend für das Emissionsverhalten und den Energieverbrauch des Ofens: Zu feuchtes Holz beispielsweise qualmt stark, riecht intensiv und ist zudem unwirtschaftlich. Viele wissen gar nicht, dass Brennholz maximal einen bestimmten Feuchtigkeitsgehalt haben darf. Oder dass behandeltes Holz und Zeitungspapier als Brennstoff nicht zugelassen sind, da sie bei der Verbrennung gesundheitsbelastende Schadstoffe freisetzen. Mit dem Grundlagengespräch soll der Schornsteinfeger künftig helfen, Fehler zu vermeiden und die Umweltbelastungen durch falsches Heizen zu verringern. Wann kommt der Schornsteinfeger? Einige Haus- und Wohnungsbesitzer müssen sich seit dem 22. März 2010 auf neue Termine mit ihrem Schornsteinfeger einstellen. Umweltschutzmessungen finden bei den meisten Öl- und Gasheizungen künftig nur noch alle zwei Jahre statt. Die Sicherheitsüberprüfung/-messung verbleibt in vielen Haushalten jährlich bestehen. Um dem technischen Fortschritt Rechnung zu tragen, hat der Staat die Abstände der Umweltschutzmessungen des Schornsteinfegers bei bestimmten Anlagen vergrößert. Zu den meisten Haushalten mit konventionellen Gas- und Ölheizungen kommt der Schornsteinfeger bislang jährlich, um verschiedene Arbeiten bzw. Messungen durchzuführen. Diese sind gesetzlich vorgeschrieben. Art, Umfang und Häufigkeit regeln die Bundes-Kehr- und Überprüfungsordnung (Bundes-KÜO) und die Erste Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (1. BImSchV). Beide Verordnungen wurden novelliert und formulieren neue Anforderungen für Schornsteinfeger und Hausbesitzer. Text: Lissack/Kubus, Bezirksschornsteinfegermeister / Foto: jhe


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Professionelle Autodidakten Es gibt viele Hobbymaler, die sich zur Produktion hoher Kunst berufen fühlen. Doch davon leben kann kaum einer. Umso spannender und beeindruckender ist die Galerie in der Villa Meyer in Zinnowitz auf Usedom. Nur wenige Autominuten hinter Wolgast wird der Besucher hier in den Bann der ausdrucksstarken Arbeiten des Ehepaares Meyer geschlagen.

Sonderausstellung im Mai

Afrika auf Usedom

Derzeit läuft eine Ausstellung im Rahmen des Kunstfrühlings. Danach erlebt das Usedomer Kunsthaus das erste Highlight der Saison. Reinhard Meyer präsentiert ab dem 23. Mai anlässlich seines 60. Geburtstages Arbeiten aus seinem gesamten fast 30-jährigen

Eine strenge stilistische Einordnung der Werke des Künstlerpaares sucht man jedoch vergeblich. Die Einflüsse sind vielfältig; so gibt es mitunter klar erkennbare Anleihen beim Dada, ohne dass Reinhard Meyer sich Dadaist nennen mag. Schließlich sind andere Bilder eher expressionistisch. Eines jedoch haben sie gemein: sie verführen den Betrachter in subtil-charmanter Weise zur Auseinandersetzung mit dem Gegenstand. Das Œuvre von Brigitte Meyer hingegen dokumentiert ihre enge persönliche Bindung an Afrika. Zahlreiche Einzelstücke greifen mythologische Elemente des Schwarzen Kontinentes auf und verarbeiten sie neu. Hierin sublimiert das kreative Moment, die paradoxe Brücke zwischen Original und neuem Original. In der mäandernden Umarbeitung des Fremden entsteht das Eigene.

Bereits 1983 wagte Reinhard Meyer den Schritt in den professionellen Kunstbetrieb. In der Wendezeit erwarb er zusammen mit seiner Frau die alte Villa in der Wilhelm-PotenbergStraße. 2002 wurde sie nahezu komplett saniert. Dabei bewahrte man den Originalzustand so weit wie möglich, um das originale Ambiente nicht unnötig zu stören. Mit der Zeit ist die Galerie zu einem festen Bestandteil des Usedomer Kunstlebens geworden. Musikalische Untermalung Dabei scheint sich fast eine eigentümliche Symbiose entwickelt zu haben. Jedes einzelne Ausstellungsstück ist Ergebnis der Kreativität der Künstler. Gleichsam scheint die Atmosphäre immer neue kreative Kräfte freizusetzen. Es sind nämlich nicht nur Malerei, Skulpturen und Installationen, die zum Verweilen einladen. Auch musikalisch hat das Usedomer Kunsthaus immer wieder Interessantes zu bieten. Sowohl Reinhard als auch Brigitte Meyer sind ab und an sogar selbst am Instrument zu erleben. Wenn zum Beispiel freitags die wöchentliche Abendgalerie ihre Pforten öffnet oder zu Musiknachmittagen geladen, dringt Jazziges, Popiges und manchmal auch Experimentelles an das Ohr des geneigten Hörers. „Die Musik ist für uns auch ein Ausgleich zum eher ruhigen Malen. Das erspart uns den Besuch im Fitnessstudio“, meint Brigitte Meyer scherzhaft.

R. Meyer Ohne Titel | 1998

Schaffen, das Zeichnungen, Malerei, Collagen und auch Objekte umfasst. Die Vernissage wird begleitet von einem einstündigen Konzert. Ihre Reputation haben sich Meyers hart erarbeitet. Davon zeugen die bisherigen internationalen Auftritte: schwedische, holländische, spanische und russische Galerien waren bereits Gastgeber für Meyer‘sche Werke. „Im Jahr schaffen Sie realistischerweise ungefähr zwei bis drei Ausstellungen, alles andere wäre zu aufwendig“, gibt Reinhard Meyer zu Bedenken. Da das Kunsthaus keine staatliche Förderung bekommt, leben Meyers im Grunde ausschließlich vom Verkauf ihrer Arbeiten.

Qualität setzt sich durch Meyers verstehen ihr Schaffen daneben auch als Auftrag, die Kunst in die Gesellschaft zu tragen. Das sei nicht immer einfach; besonders die hohe Vorlaufzeit gestalte sich schwierig. Drei bis fünf Jahre müsse man schon durchhalten, bevor eine Galerie sich etabliert hätte, erläutert Reinhard Meyer. Das Usedomer Kunsthaus könne sich glücklich schätzen, dass das Angebot so gut angenommen würde, ergänzt seine Frau Brigitte. Immerhin gehen die beiden Künstler 2011 in das zehnte Jahr. Zwar müsse man gegen eine Vielzahl kleinerer, hobbymäßi-


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ger Konkurrenten bestehen. Doch das gelinge aufgrund des offensichtlichen Qualitätsunterschiedes anhaltend gut. Problematisch sei freilich, dass viele alte Villen in ganz Zinnowitz vorrangig für Boutiquen sowie andere ohnehin schon überrepräsentierte Zwecke genutzt würden und nicht vorrangig für kulturelle Belange. Optimistischer Ausblick Gerade die Verschiebung und Ausdehnung der Saison sei zusätzlich alles

andere als nur positiv. So manch ein Kunstaffiner, der besonders die eher ruhige Zeit in den Frühlingsmonaten auf Usedom genießt, würde mitunter vom immer zeitiger einsetzenden Betrieb des Seebades verschreckt. Das wirke sich natürlich auch in Teilen auf die Galerie aus, sagt Reinhard Meyer. „Unsere typischen Kunden wollen es eher ein wenig beschaulicher, weniger hektisch“, setzt er hinzu. Auch die Wirtschafts- und Finanzkrise hatte zweifellos Auswirkungen auf Ga-

lerie und Atelier. Der Effekt sei gering, aber man könne ihn an den Umsatzzahlen ablesen. Trotzdem sind Meyers zuversichtlich. Ungeachtet zeitweiliger Missstimmungen über die Entwicklungsperspektiven der Insel sind die Tore des Kunsthauses für Interessierte jederzeit geöffnet. Text: hed Anzeige

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Wohnen ist ein elementarer Bestandteil des Lebens. Er ist einerseits Sozial- und andererseits Wirtschaftsgut. Gleich in unterschiedlichen Bereichen arbeitet die Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft mbH Greifswald (WVG) mit Blick auf das Wohnen nachhaltig. Durch die Etablierung von Vermögenswerten und eine geeignete Eigenkapitalverzinsung trägt ein dauerhafter betriebswirtschaftlicher Erfolg zu ökonomischer Nachhaltigkeit bei. Mieterbeiräte und der Einsatz eines sogenannten Sozialmanagements stellen im Rahmen der sozialen Nachhaltigkeit die Grundversorgung mit dem Gut „Wohnen“ sicher. Derzeit stehen ca. 35 % des gesamten Wohnraums in Greifswald im Besitz der WVG. Der Großteil konzentriert sich auf die Stadtteile Schönwalde I und II. Mit einer durchschnittlichen Nettokaltmiete von 4,60 €/m² lag das Unternehmen 2009 sogar deutlich unter dem in Ostdeutschland. Trotzdem wird Mietern ein moderner Standard geboten. In den vergangenen 20 Jahren hat die WVG mehr als 333 Millionen Euro in die Sanierung, Modernisierung und den Umbau des Wohnungsbestandes investiert. So wurden z. B. B-Plan-Gebiete entwickelt, etwa in der Niels-Bohr-Straße und der Einsteinstraße (B-Plan 42). Ihrer sozialen Verantwortung kommt die WVG ebenfalls mit unterschiedlichen Projekten nach. So sichert der Wohnpark in Pappelallee das Wohnen für ein langes selbstständiges Leben. Insgesamt fördert das die Qualität des Standortes. Ein Erfolg, der sich auch

in den Zahlen widerspiegelt. Ca. 25 - 30 % der Neumieter kommen aus dem Umland. Ergänzt wird die positive Entwicklung durch die Arbeit der Projektgesellschaft Stadt Greifswald mbH. Deren Qualität ist jüngst mit der Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2008 offiziell bestätigt. Die

international anerkannte Richtlinie stellt sicher, dass ein Höchstmaß an Qualitätsanforderungen erfüllt wird. Die PGS berät und unterstützt in einer Vielzahl von Fragen. Sie entwickelt Projekte, betreut und leitet

Bauvorhaben. Auch bei der Sanierung von Denkmalschutzprojekten und beim energieeffizienten Bauen ist sie ein starker Partner. Für Makler- und Bauträgertätigkeiten nach § 34 c der Gewerbeordnung hält die PGS zudem eine Reihe kompetenter Mitarbeiter parat. Abgerundet wird das vielseitige Profil durch die Übernahme von Aufgaben des Objektmanagements und der Landschaftspflege in den Wohnhäusern und auf den Grundstücken der WVG. Das Engagement der WVG stellt insbesondere eine Frage in den Mittelpunkt: Welchen Wert hat das Wohnen? Fraglos gehört es zur Grundsicherung dazu. Doch geht eine vollständige Beantwortung darüber hinaus. Wohnen ist auch Lebensqualität. Mit der DLG hat die WVG eine zuverlässige Tochtergesellschaft gegründet. Umfassender Kundenservice, persönlicher Mieterkontakt und vor allem zeitnahes Handeln zeichnen die DLG aus. Dabei handelt es sich bei den Leistungen sowohl der DLG als auch der PGS nicht um exklusive Angebote. Sie können auch extern von Privatleuten angefragt werden.

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56. Deutsch-polnisches

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Vorpommern ist seit jeher überwiegend agrarisch geprägt. Zu den wenigen Ausnahmen gehört der Schiffbau auf den Werften des Landes. Im Kontext der internationalen Vernetzung kann das vergleichsweise geringe Industrialisierungsniveau jedoch auf Dauer nicht befriedigen. Gerade mit der vollständigen Arbeitnehmerfreizügigkeit ab dem 1. Mai 2011 eröffnen sich insofern erhebliche Chancen. Aus diesem Grunde diskutierten auf dem 56. deutsch-polnischen Unternehmerforum am 14. April verschiedene Funktions- und Entscheidungsträger über „Standort- und Arbeitsmarktentwicklung am Beispiel des Energie- und Technologiestandortes Lubmin“. Eingeladen hatten die Service- und Beratungscentren der Euroregion POMERANIA (SBC) und die Energiewerke Nord GmbH (EWN). Deutsche Technik für Murmansk Eingangs berichtete der Geschäftsführer der EWN, Jürgen Ramthun, über die bisherige Arbeit des Unternehmens, so zum Beispiel über das weltweit führende Projekt im Bereich der Zerlegung von Atom-U-Booten in Murmansk. Dieses verdeutliche, dass trotz der fast einseitigen Finanzierung durch Deutschland ein Gutteil der Wertschöpfung im Land bliebe. Letztlich seien es bei diesem Projekt insbesondere deutsche Firmen, die die notwendige Technik bereitstellen. Ramthun zeigte sich zudem überzeugt, dass eine Verbindung von Tourismus und Industrie sehr wohl möglich sei. Ferner gab er wissenswerte Hintergrundinformationen, die jedoch nur bedingt mit dem eigentlichen Thema zu tun hatten.

Der Studententarif in Greifswald

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wie sich die Situation für Arbeitnehmer sowie -geber darstellt. Hierzu referierte der Operative Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Stralsund, Gunter Gerner. Ausgehend von einer abstrakten Problembeschreibung präsentierte er – zwar datenlastig, aber ungemein erhellend – konkrete Lösungsansätze. Aktuell hätte der Agenturbereich ungeachtet leichter saisonaler Schwankungen ca. 100.000 Beschäftigte. Diese seien zu rund 16% im Gesundheits- und Sozialwesen angestellt. Besonders die Unikliniken und Pflegekräfte sorgten für diese hohen Werte, meinte Gerner. Dem gegenüber seien nur etwas mehr als 6% im Baugewerbe beschäftigt (s. Grafik). Beratung und Qualifizierung Jährlich stiege die Zahl sozialversicherungspflichtiger Arbeitsstellen, doch mache sich der Fachkräftemangel bereits bemerkbar. Ein besonderes Problem sei hier die langfristige Entwicklung. Ging es 2006 noch darum, genügend Ausbildungsplätze zu schaffen, müssten aktuell Ausbildungswilige gesucht werden. Die deutschlandweit höchste Schulabbrecherquote sei für M-V in diesem Zusammenhang höchst bedenklich. Verschiedene Unterstützungsangebote der Arbeitsagentur könnten jedoch beiden Seiten von Nutzen sein. Zu nennen seien etwa die Berufsfrühorientierung in den Schulen oder die vorbereitende Qualifizierung von Arbeitnehmern. In Summe handelt es sich also vorwiegend um Beratung und Profilergänzungen. Auf Arbeitgeberseite müsse demnächst vor allem die Mitarbeiterbindung in den Vordergrund rücken. Polnisches Vorbild?

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Bei der Diskussion der Standort- und Arbeitsmarktentwicklung muss ergänzend in den Blick genommen werden,

Überaus aufschlussreich war das Referat von Tomasz Branach, dem stellvertretenden Bürgermeister von Goleniow (Polen). Er berichtete eingehend


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Wasserwege fokussieren Einen Blick direkt nach Stettin warf der Referent der Abteilung für Stadtentwicklung der dortigen Stadtverwaltung, Andrzej Durka. Viele große Arbeitgeber (Papiermühle, Stahlhütte, Kabelwerk) wären verloren gegangen. Trotzdem sei die Arbeitslosigkeit mit 4,6% (Stand: 2008) äußerst gering. Besonderen Einfluss darauf habe die Umstrukturierung der Werft gehabt. Ein zweites wichtiges Instrument sei die Mitfinanzierung von Probearbeitsstellen durch das Arbeitsamt. Auch Stettins Lage sei sehr verkehrsgünstig. Daher habe sich, so Durka, schnell ein hohes Interesse an vormals industriellen Gewerbeflächen entwickelt. In der Zukunft müsse die Stadt seiner Meinung nach die lange Zeit zu wenig beachteten Wasserwege fokussieren. So könne es gelingen, den Sektor der maritimen Industrie zu stärken. Sanierung von Industrieanlagen

Westpommerschen Vereins für wirtschaftliche Entwicklung. Der Verein ist ein privater Verbund von Kleinunternehmern, der sich 1991 gegründet hat. Angesichts der Industrieruinen gerade im Westen Stettins sei eine Sanierung dort sinnvoll gewesen. Ziel des Vereins ist es, neue Unternehmen an den Plätzen in Stettin anzusiedeln, wo bislang der bauliche Zustand eher schlecht ist. Insgesamt wurden bisher ca. 620 Firmen betreut. Einige von ihnen sind sogar international relevante Arbeitgeber. Das Investitionsvolumen beläuft sich seit Vereinsgründung auf mehrere Millionen Złoty.

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Mit Blick auf die Reintegration von Langzeitarbeitslosen merkte Pluta an, dass es sinnvoller sei, eine behutsame Steigerung der Arbeitszeit vorzuziehen. Zudem sei eine Verbindung von Wissenschaft und Wirtschaft – beispielsweise durch gezielte Schulungen von Studenten – Erfolg versprechend. Am Ende blieb der Eindruck, dass die Probleme auf beiden Seiten bewusst sind. Dass es den Polen mit der geschickteren und energischeren Nutzung der Sonderwirtschaftszonen bisher besser gelungen ist, Unternehmen für die Gewerbeparks zu akquirieren, rang dem ein oder anderen deutschen Referenten unverhohlene Bewunderung ab.

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über die Erfahrungen des dortigen Gewerbeparks. 2004 hatte sich nach mehrjähriger Planungsphase mit der belgischen Baltic Spinning das erste Unternehmen auf dem rund 400 ha umfassenden Areal angesiedelt. Obschon die Lohnstruktur des Unternehmens bisweilen kritisiert wird, ist es doch mittlerweile ein wichtiger Arbeitgeber für die Region. Branach wies auf die verkehrsgünstige Lage des Standortes Goleniow hin. Es seien sowohl Skandinavien als auch Deutschland auf unterschiedlichste Weise zu erreichen. Schiene, Straße, Fluss- oder Meeresweg, sogar per Flugzeug via Stettin – all das gehöre untrüglich zu den Standortvorteilen der Gemeinde. Gegenwärtig sei nur noch eine Fläche von rund 37 ha zum Verkauf ausgeschrieben.

Text: hed Tabelle1 Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Agenturbereich Stralsund (in Prozent, Stand: 2. Quartal 2010) Gesundheits- und Sozialwesen

16,4

Handel

12,7

Gastgewerbe

11,2

verarbeitendes Gewerbe

8,3

öffentliche Verwaltung

Die konkrete Nutzung alter Bausubstanz illustrierte im Anschluss Zbigniew Pluta, Geschäftsführer des

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7,9

Baugewerbe

6,6

0

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6

8

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Darstellung auf Grundlage der Daten der Arbeitsagentur Stralsund Sozialversicherungspflichtige Beschäftigte

(in Prozent, Stand: 2. Quartal 2010)

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Big in Vorpommern

Alphaville zählen zu den Ikonen der Popmusik der 80er Jahre. Mit ihren Hits „Big in Japan“ und „Forever Young“ begeisterten sie eine ganze Generation. Nach langjähriger Bühnenabstinenz kehren sie nun wieder zurück. Auch in der Greifswalder Mehrzweckhalle gaben Alphaville ein Konzert ihrer Tour „Catching Rays

Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling beim First Pitch

on Giants“. Hier stellten sie unter Beweis, dass sie die Faszination von damals erfolgreich in die Gegenwart transportieren konnten. Natürlich durften ihre alten Nummern nicht fehlen. Doch spielten Alphaville auch neues Material vom aktuellen Album, das den selben Namen trägt wie die laufende Tour. In

der gut gefüllten Mehrzweckhalle sorgten die Münsteraner ordentlich für Stimmung und verstanden es, ihr Publikum mitzureißen. Vor allem der ausdrucksstarke Auftritt von Sänger Marian Gold rief deutlich in Erinnerung, dass die Band nicht nur für außergewöhnliche Studioalben und innovative Musikprojekte bekannt ist.

1. Mecklenburg-Vorpommern Baseball Liga Sonntag, der 8. Mai 2011, wird in die Geschichte des Baseballs in Mecklenburg-Vorpommern eingehen. An diesem Tag wurde das erste Punktspiel in einer eigenen Liga ausgetragen, der Mecklenburg-Vorpommern Baseball Liga (MVBL). Damit ist auch der letzte weiße Fleck auf der Deutschlandkarte getilgt, denn nun wird in allen Bundesländern in Ligaform Baseball gespielt. Zum Auftakt standen sich im Rostocker Derby die Bucaneros II und die Grizzlys gegenüber. Die Saison-Eröffnung nahm vor rund 80 Zuschauern Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling vor. Beim „First Pitch“ machte das Stadtoberhaupt keine schlechte Figur. Anschließend verfolgte Methling das Lokalderby und ließ sich in die Regeln des Baseballs einweihen. Wenig später konnte er Martin Lindow von den Bucaneros zum allerersten Punkt in der MVBL beglückwün-

schen. Die Seeräuber behielten in der ersten Partie, nach einem recht ausgeglichenen Beginn, am Ende mit 18:10 die Oberhand (3:1, 3:1, 2:3, 5:5, 5:0). Im zweiten Spiel konnten zunächst die Grizzlys vorlegen, doch die Bucaneros konterten und gewannen auch diese Begegnung 12:3 (0:3, 4:0, 5:0, 3:0). Am Wochenende des 15. Mais traffen in der Landeshauptstadt die Schwerin Diamonds und die Rügen Predators aufeinander, die die Liga vervollständigen. Ein fünftes Team hat sich im April in Stralsund gegründet, die Stralsund Crusaders. Sie werden dieses Jahr noch nicht am regulärem Spielbetrieb teilnehmen, jedoch das eine oder andere Freundschaftsspiel bestreiten. Interessierte Mitspieler für Rügen und Stralsund können per mail Kontakt aufnehmen: stralsund-crusaders@web.de Steffen Baxalary


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Die Mär von der

„Poleninvasion“ Mit der völligen Arbeitnehmerfreizügigkeit am 1. Mai setzt Deutschland EU-Recht um, das auf dem bereits 1957 geschlossenen EWGVertrag basiert. Etliche Änderungen desselben haben zum Vertrag von Lissabon 2007 geführt, der 2009 in Kraft getreten ist. Mit der Neuregelung insbesondere für osteuropäische Arbeitnehmer wird nun endlich die Grundrechtecharta der EU konsequent umgesetzt. Trotzdem wird das Thema anhaltend zur Bedienung fremdenfeindlicher Ressentiments genutzt. In der Grenzregion Vorpommern sind dies gerade von der NPD geschürte Vorbehalte gegen Polen und polnische Bürger. Allerdings ist die hiesige Fremdenfeindlichkeit kein singuläres Phänomen. Nachgewiesen hat dies eine umfangreiche, europaweite Untersuchung der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA) mit dem Namen EU-MIDIS.

Korrigierte Statistik Zudem sind Trends aufgrund der manchmal geringen Fallzahl nur selten zuverlässig zu erkennen, z. B. in Estland, Luxemburg oder Portugal. Der EU-Bericht führt auch an, dass auf Basis der „gefühlten“ Diskriminierung die Menge der Beschwerden weit höher sein müsste, denn in der EU-MIDIS-Studie geben im Mittel 30% der Befragten an, innerhalb der vergangenen zwölf Monate (2008-09) Diskriminierung erfahren zu haben. Der Grund für die teils stark divergierenden Ergebnisse ist leicht identifiziert: die Verfügbarkeit von belastbaren Daten bspw. zu rassistisch motivierten Straftaten ist EU-weit höchst unterschiedlich. Nur einige wenige Länder (Großbritannien, Schweden und Finnland) erheben und veröffentlichen diese regelmäßig. Auch um

Geringe Beschwerdezahlen Eine erste Betrachtung der Studie fördert zu Tage, dass die Zahl der offiziellen Beschwerden bei den nationalen Organisationen erstaunlich niedrig ist. Im Durchschnitt liegt sie bei rund 350 pro Mitgliedsstaat. Einzig Frankreich schert aus; hier gab es 2009 insgesamt 10.500 dokumentierte Fälle. In fast allen Ländern war trotz niedriger Anfangswerte ein wenigstens leichter Anstieg zu verzeichnen – in Frankreich betrug er sogar 25%. Diese statistischen Angaben sollten aber zu keinem verfrühten Urteil verleiten. Einerseits sind die Veränderungen in absoluten Zahlen nicht immer bedeutsam, weil sie auf geringem Niveau von statten gehen. Letztlich ist auch der Sprung von 1 auf 2 Fälle eine Steigerung um 100%. Andererseits befindet sich das Datenerhebungsinstrument noch in seiner Anfangsphase.

jenen methodischen Mangel zu beheben, wurde die EU-MIDIS-Studie durchgeführt. Hohe thematische Sensibilisierung Vor einem direkten Vergleich der einzelstaatlichen Statistiken wird in diesem Zusammenhang gewarnt. Zu unterschiedlich ist der Weg der Informationen von der Meldung bis zur Speicherung in einer Datenbank. Vielmehr sollte man Veränderungen und Fluktuationen innerhalb eines einzelnen Landes vergleichend begutachten. Naturgemäß ist der langjährige Trend

dabei aussagekräftiger als der Wandel in nur einem Jahr. „Spitzenreiter“ bei der Fremdenfeindlichkeit in der EU ist das Vereinigte Königreich (s. Grafik). Auch in Deutschland und Schweden ist rassistisch motivierte Kriminalität mit Blick auf die Statistik ein erhebliches Problem. Doch sind die Werte auch ein Anzeichen dafür, wie ernst das Thema und die Betroffenen genommen werden. Ebenso ist ein signifikanter Wandel der Definition einer rassistisch motivierten Straftat (bspw. in Schweden und Finnland 2008) ein zu berücksichtigender Einflussfaktor. Rassismus der Mitte Was im Rahmen der EU-MIDIS-Studie besonders aufmerken lässt, ist der Blick auf die konkreten Angreifer. Nur in begrenztem Umfang geht in der Wahrnehmung der Betroffenen die Diskriminierung bis hin zur Gewaltanwendung nämlich von rechtsextremen Tätern aus. Häufiger ist stattdessen die alltägliche Zurücksetzung. Eine Verharmlosung rechtsextremer Gewalt ist das nicht; vielmehr eine Schärfung des Bewusstseins für Rassismus aus der „Mitte der Gesellschaft“. Im Ergebnis von EU-MIDIS ist festzustellen, dass sogar Repräsentanten des jeweiligen Staates als Aggressoren aufzutreten scheinen. Je nach befragter Minderheit wurden, 57 bis 74 Prozent der Vorfälle gar nicht an die Polizei gemeldet. Entweder weil diese selbst Täter war oder weil bei den betroffenen Personen ein irgendwie geartetes Misstrauen in die Strafverfolgungsbehörden bestand. Konstant knappe Budgets Zur erfolgreichen Bekämpfung der Defizite wurden eigens Gleichbehandlungsorganisationen in den Ländern


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gegründet. Auch wenn nicht alle Staaten dieses Ziel in gleicher Vehemenz anpeilten, so vermeldet der jährliche Report des FRA 2010 doch eine zunehmend optimistisch stimmende Entwicklung. Das drängendste Problem ist trotz allem der Mangel an Personal bzw. finanziellen Mitteln. Im Dezember 2008 musste beispielsweise in Irland die wichtigste Stelle zur Erfassung und

eröffnet die Arbeitnehmerfreizügigkeit eine Menge Chancen für beide Seiten. Einem wiederkehrenden Argument tritt auch „Perspektywa“ energisch entgegen: Dumpinglöhne durch niedrigere Nebenkosten für osteuropäische Arbeitnehmer. In kritischen Branchen (z. B. Baugewerbe, Gebäudereinigung oder Pflege) gelten nach wie vor die Regelungen des bereits 1996 beschlossenen und 2009 über-

Nur in begrenztem Umfang geht in der Wahrnehmung der Betroffenen die Diskriminierung bis hin zur Gewaltanwendung von rechtsextremen Tätern aus

ser gestellten Westen Deutschlands auf oder gleich im Ausland (v. a. Großbritannien und Irland). Derzeit wird für M-V von ca. 3.000 bis 4.000 polnischen Arbeitnehmern innerhalb der kommenden vier Jahre ausgegangen. Im Verhältnis zur aktuellen Bevölkerungszahl ist das gering und wird kaum nennenswert zum Abbau des Problems des Fachkräftemangels beitragen können. Das Ziel für Vorpommern müsste demnach sein, sogar mehr ausgebildete Polen in die Region zu holen. Text: hed

Tabelle1

Antisemitismus in der EU (Straftaten 2008)

Verarbeitung von Daten zu rassistisch motivierter Kriminalität wegen Etatkürzungen seine Arbeit einstellen. Gerade deshalb ist das Wirken privater Initiativen, Stiftungen und Vereine äußerst wichtig.

arbeiteten Arbeitnehmer-Entsendegesetzes. Unabhängig vom Sitz der Dienstleistungsanbieter schreibt dieses einheitliche Mindestlöhne vor.

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Perspektive für Vorpommern In M-V leistet dies etwa das Projekt „Perspektywa“ der Regionalen Arbeitsstelle für Bildung, Integration, und Demokratie (RAA). Die Verantwortlichen wollen existente Stereotype deutlich machen und Hilfestellung geben, wie mit polenfeindlichen Vorbehalten umgegangen werden kann. Schließlich

Einige Experten sehen gar die Etablierung einer „Zentrumsregion Stettin“ als attraktiven und letztlich notwendigen Schritt. Die polnische Hafenstadt boomt derzeit: geringe Arbeitslosigkeit trifft hier auf erhebliches Wirtschaftswachstum. Deswegen werden kaum qualifizierte Arbeitskräfte den Weg nach M-V finden. Entweder nehmen sie Beschäftigungen im strukturell bes-

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Ehrung mit Rubenow-Medaille Ergebnis der Anstrengungen sind die kontinuierlich erweiterten Kompetenzen und die Aufnahme sowie Umsetzung neuer Entwicklungen. 2005 bekam das BBW die Auszeichnung als Landesleistungszentrum für Behindertensport. Dadurch konnte es seitdem wichtige Impulse liefern. Teilnahmen bei Weltcups im Rollstuhlfechten oder das 24h Rollstuhlrugbyturnier belegen das. Für die geleistete Arbeit dankte

mit

Dr. Schröder und war sich sicher, dass sie auch in Zukunft fortgesetzt wird. Im Anschluss wurde das verdienstvolle Engagement von Bürgern und Bürgerinnen mit dem Silbernen Greifen und einer Eintragung in das Ehrenbuch der Stadt Greifswald gewürdigt. Für die musikalische Begleitung sorgten Schülerinnen und Schüler der Greifswalder Musikschule. Text: hed/Foto: ces

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In jedem Jahr ehrt die Stadt Greifswald einige ihrer Bürger, die sich in vorbildhafter Weise für allgemeine, insbesondere soziale Belange engagieren. Die höchste Ehrung ist die Rubenow-Medaille. Bisherige Träger waren unter anderen der Leiter des Friedrich-Loeffler-Instituts, Prof. Dr. Dr. h.c. Thomas Mettenleiter, und der erst kürzlich verstorbene Vorstand der Sparkasse Vorpommern, Jürgen Hahn. Anlässlich des Stadtempfanges in der Stadthalle am 14. Mai wurde der diesjährige Preisträger Wolfgang Gerbitz ausgezeichnet. Als Geschäftsführer des Berufsbildungswerkes Greifswald (BBW) wirkte er maßgeblich an dessen Aufbau mit. Laudator war Dr. Uwe Schröder, Direktor des Pommerschen Landesmuseums. In seiner Rede hob er die stetige Arbeit des Bildungsträgers hervor. 1990 fiel die Entscheidung, eine solche Institution einzurichten. Erhebliche Unterstützung mit Blick auf das notwendige know-how erhielt man von ähnlichen Standorten aus Timmendorf und Husum in Schleswig-Holstein. 1993 wurde der Neubau in der Pappelallee beschlossen. Innerhalb zweier Jahre konnte mit einem Investitionsvolumen von rund 116 Mio. DM ein angemessener Komplex erbaut werden. In vergleichsweise kurzer Zeit stieg das BBW zu einem der wichtigsten Bildungsträger auf. So hatte es 1999 bereits 400 Jugendliche in Ausbildung und insgesamt 185 Mitarbeiter.

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Alles im Griff! Hauswirtschaftsräume werden bei der Planung oft stiefmütterlich behandelt. Selbst bei ausreichendem Platz geht es dort oft provisorisch zu. Besser ist es, diesen wichtigen Arbeitsplatz sorgfältig zu planen. Waschen, Putzen, Bügeln, Nähen – alles was an Arbeiten anfällt braucht Stauraum. Werkzeuge, Staubsauger und Besen, Haushaltsleitern und Wäschekorb, Bügelbrett und Wäscheklammern sollten griffbereit und immer zur Hand sein. Wer all das unter einen Hut – oder besser in einen Hauswirtschaftsraum – bringen möchte, kann heute auf intelligente Möbel und Ausstattungsdetails zugreifen. Verbunden mit dem notwendigen Planungs-Know How entsteht so ein effizienter, Zeit und Kraft sparender Arbeitsplatz. Alles in Reichweite heißt die wichtigste Devise. Sind Waschmaschine und Trockner auf Arbeitshöhe, lassen sie sich komfortabel bedienen. Noch besser, wenn auch Platz zum Sortieren der Wäsche vorgesehen ist. Ebenso sollte eine Arbeitsfläche und wenn möglich eine robuste Spüle eingeplant werden, denn hier wird auch einmal ein Putzeimer gefüllt. Bei der perfekten Gestaltung Ihres persönlichen Haushaltscenters beraten Sie die qualifizierten Mitarbeiter vom Wohncenter Greifswald sehr gerne. Sie stellen Ihnen durchdachte Programme und Möbelsortimente vor und bieten auch die Planung mit an. Für jeden Bedarf kann auf eine Fülle funktioneller Möbelmodule und Ausstattungsvarianten zurück gegriffen werden. Oft können vorhandene Geräte wie Waschmaschine und Trockner problemlos integriert werden. Natürlich stehen die Anforderungen der Hausfrau im Zentrum, denn Sie weiß, was ihr wichtig und wie ihr Haushalt organisiert ist. Dass sich ein gut ausgestatteter Hauswirtschaftsraum auch rechnet, liegt auf der Hand. Denn bei geschickter Planung und Einteilung wird viel Zeit gespart und der Arbeitskomfort beträchtlich erhöht. Gute Gründe also, sich im Wohncenter Greifswald umzusehen und beraten zu lassen!

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Karls Bauernmarkt und Hofcafé

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Erst kurze Zeit eröffnet und schon ein Publikumsmagnet – Karls Bauernmarkt erfreut sich bei Gästen wie Einheimischen bereits großer Beliebtheit. Verlockend sind nicht nur die köstlichen ersten Erdbeeren der Saison. Zum Angebot gehören auch die Produkte der vielen Manufakturen: Bonbons, Erdbeermarmelade und leckeres Brot oder Kaffee fin-

den sich im Bauernmarkt ebenso wie aromatische, handgemachte Seifen. Dazu gibt es eine schier überwältigende Auswahl an Kunsthandwerk. Wer vom Stöbern, Staunen und Betrachten erschöpft ist, stärkt sich mit den kulinarischen Angeboten aus Friedas Hofküche. Hauptanziehungspunkt für junge Gäste ist natürlich die riesige Reifenrutsche, die auf wa-

gemutige Kids wartet. Zusätzlich gibt es eine ganze Reihe weiterer Attraktionen, die für Spaß und Unterhaltung sorgen. Karls Bauernmarkt und Hofcafé in Zirkow auf Rügen ist vom 16.4. bis 24.8. täglich von 9 bis 19 Uhr geöffnet. Infos im Internet gibt es unter www.karls.de Text/Fotos: ces

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9. Lämmermarkt der Stadt Usedom Auf dem Marktplatz der Stadt Usedom dreht sich am 04. Juni. 2011 ab 10.00 Uhr wieder fast alles rund um das Schaf. Das Motto des schon zur Tradition gewordenen Usedomer Lämmermarktes heißt „Schafe und määähr zum Ansehen, Anfassen und Kaufen“. Es ist ein Markt dessen gleichen man suchen muss. Schafzüchter präsentieren ihre Tiere, die man ansehen, anfassen und auch kaufen kann. Schauhandwerkern kann man über die Schulter sehen, Schafschervorführungen mit der Maschine oder per Hand werden gezeigt. Es werden viele Händler und Kunsthandwerker erwartet. Das Angebot reicht von Wolle und den daraus entstandenen Pullovern über Filz, Leinen, Töpferwaren, viele Naturprodukte bis zu Lammkeule des Pommern-Partykochs und vieles, vieles mehr. Unsere kleinen Gäste können filzen, Keramik oder Holzarbeiten selbst bemalen. Natürlich wird auch ein durchgängiges Unterhaltungsprogramm geboten. Das reicht von Folklore, Akrobatik, Modenschau bis hin zur musikalischen Unterhaltung. Gäste und Besucher können an dem jährlich stattfindenden Spinn- und Strickwettbewerb teilnehmen. Beim Spinnwettbewerb wird versucht, aus 100g Wolle in einer Stunde einen möglichst langen Faden zu spinnen. Sieger beim Strickwettbewerb wird der, der in einer halben Stunde die meisten Reihen gestrickt hat. Für die ersten drei Plätze jedes Wettbewerbes winken Sachpreise. Wer Lust und Laune an einem dieser Wettbewerbe hat, meldet sich in der Stadtinformation Usedom oder mindestens eine Stunde vor Beginn. Das Spinnrad für das Wettspinnen muss selbst mitgebracht werden. Wir hoffen, auch in diesem Jahr wieder viele Gäste und Besucher begrüßen zu können. Stadtinformation USEDOM Bäderstr. 5 17406 Usedom Tel.: 038372 70 89 0 www.stadtinfo-usedom.de

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Mögliche Lösungen aus dem letzten Heft: 43 Die Gewinner des letzen Sudokus sind: Preis 1. - 3. je 2 Eintrittskarten für die dänische Popnacht: E. Bandelin, Greifswald; K. Ströber, Stralsund; D. Liedtke Bandelin

Die Preise für unser neues Sudoku: 1. Preis: 3 Eintrittskarten für Erwachsene für den Vogelpark Marlow 2. + 3. Preis: Krimi „Neptunopfer“ von Hans-Jürgen Rusch Lösen Sie das Sudoku und addieren die Zahlen in den farbig unterlegten Feldern. Die korrekte Summe notieren Sie auf einer Postkarte und senden diese an: Verlag Land & Leute Brandteichstr. 20 17489 Greifswald Einsendeschluss ist der 13. Juni 2011. Die Gewinner werden von uns benachrichtigt.


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Kunst und Kultur

Konzerte

Aktivitäten

30.05.2011 | 19.30 Uhr -Trinkt mit mir- Ein musikalischer Abend mit Solala! Fritz Braugasthaus am Markt in Greifswald

25.05.2011 | 20:00 Uhr Roger Whittaker Stadthalle Rostock

26.05 - 29.05.2011 Müritz Sail Waren (Müritz)

04.06.2011 Grand Schlemm – 6. Kulinarische Strandwanderung 3 Kaiserbäder

27.05.2011 KONZERT Engerling/ Blues St. Spiritus Greifswald

27.05.2011 - 29.05.2011 Haff-Sail Ueckermünde 29.05.2011 20 Jahre Stadtwerke Greifswald

28.05.2011 | 20:00 Uhr Silly – Live in Neubrandenburg Jahnsportforum Neubrandenburg

01.06 - 05.06.2011 Internationales Trabi treffen Anklam

31.05.2011 | 19:00 Uhr Herbert Grönemeyer Rostock

02.06 – 05.06.2011 10. Rügenclassics Oldtimer Rallye www.ruegenclassics.de 02.06 - 05.06 Hafenfest Stralsund

10.06 - 13.06 12. Internationales Kleinkunstfestival Heringsdorf

01.06.2011 Eröffnungskonzert – Orgelkonzert „Orgelwerke der Romantik zu Himmelfahrt“ St. Marien Kirche zu Bergen auf Rügen

11.06.2011 | 10:00 KUNST :OFFEN Historische „U“ An der Kürassierkaserne 9 17309 Pasewalk

01.06.2011 | 19:30 „The Jazzhamsters“ Konzertplatz am Strand, , 17459 Ückeritz 

11.06.2011| 08:00 52. Reit- und Springtunier Reitplatz am Volkskulturpark - Wolgast

12.06.2011 | 14:30 Traditionelles Pfingstfest Konzertmuschel, Strandstraße, 17449 Trassenheide 

11.06.2011 14. Jazzfestival - Jazz auf dem Bahnhof Heringsdorf

16.06.2011 Wirtschaftssymposium Torgelow

05.06.2011 Lämmermarkt in der Stadt Usedom 08.06.2011 World Ocean Day 2011 Meeresmuseum, Bielkenhagen - Stralsund

04.06 - 05.06 Rügener Holz- & Energiemesse Putbus

Haff-Sail 2011 Nach der Hanse- und Müritz-Sail ist die Haff-Sail die kleine Schwester im Bunde der wassersportlichen Veranstaltungen an den Küsten- und Binnengewässern in Mecklenburg-Vorpommern. Mit der Haff-Sail möchten die Anlieger des Stettiner Haffs auf deutscher und polnischer Seite auf die vielfältigen Möglichkeiten an diesem Gewässer aufmerksam machen. Besonderes Anliegen der Haff-Sail soll es sein, deutsch-polnische Kontakte auf den Ebenen Wirtschaft, Tourismus und Kultur zu fördern und Voraussetzungen zu schaffen, damit sich die Menschen näher kommen. Selbstverständlich ist die Haff-Sail dabei auch Volksfest, was sich in den zahlreichen und kulturell-sportlichen Aktivitäten ausdrückt. Besonders die Vereine der Stadt Ueckermünde, aber auch darüber hinaus, sind aktive Mitgestalter der Haff-Sail. Seien Sie also herzlich Willkommen im Staatlich anerkannten Erholungsort Ueckermünde und nehmen Sie teil am bunten Programm der alljährlichen Haff-Sail. Text/Foto: www.haffsail.de/ces


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Theater Theaterzelt Chapeau Rouge Mittwoch, 1.6. | 10.15 Uhr „Pluft, das Geisterlein“ 19.30 Uhr „Der Held der westlichen Welt“ Freitag, 3.6. | 10.15 Uhr „König Drosselbart“ 19.30 Uhr „Der Lechner-Edi schaut ins Paradies“

Theater Anklam Freitag,17.6. | 19.30 Uhr „Avanti Dilettanti“ Sonntag, 19.6. | 19.30 Uhr „Und darauf einen heben“ Zwei Komödien von David Kalisch Montag, 20.6. | 19.30 Uhr „Eine gute Partie“

Sonntag, 5.6. | 19.30 Uhr „Avanti Dilettanti“

Mittwoch, 22.6. | 19.30 Uhr „Obszöne Fabeln“

Dienstag, 7.6. | 10.15 Uhr „Schneewittchen“

Donnerstag,23.6. | 19.30 Uhr „Eine gute Partie“

Mittwoch, 8.6. | 19.30 Uhr „Eine gute Partie“

Freitag,24.6. | 10.15 Uhr Gastspiel Jana Sonnenberg „Tatutata im Kinderzimmer Puppenspiel 19.30 Uhr | Avanti Dilettanti

Donnerstag, 9.6. | 19.30 Uhr „Obszöne Fabeln“ Freitag, 10.6. | 10.15 Uhr „Die weiße Schlange“ 19.30 Uhr „Der Held der westlichen Welt“ Sonntag, 12.6. | 10.15 Uhr Kindergala des Kleinkustfestivals 19.30 Uhr „Eine gute Partie“ Montag,13.6. | 19.30 Uhr „Was ihr wollt „ Dienstag,14.6. | 10.15 „Schneewittchen“ Mittwoch, 15.6. | 10.15 Uhr „Pluft das Geisterlein“ 19.30 | „Das Interview“ Donnerstag, 16.6. | 10.15 Uhr „König Drosselbart“ Puppenschauspiel 19.30 Uhr | „Eine gute Partie“

„Avanti Dilettanti“ Das Programm „Avanti Dilettanti - eine zirkusreife Politsatire“ beschäftigt sich mit der aktuellen Politik und natürlich den Politikern, die nach Meinung von Peter Tepper im politischen Amateurtheater Reichstag als Schmierenkomödianten agieren. Die FDP will noch mal neu anfangen. Ganz von vorn.Verlorenes Vertrauen zurück holen. Auch die SPD will noch mal neu… Von der CDU/CSU ganz zu schweigen. Die Linken trauen sich noch nicht so ganz. Sie hatten schon von vorn, hoffen aber dies Mal, dass es nicht nach hinten losgeht. Selbst die katholische Kirche will es jetzt.Von vorn. Nach dem Motto: „Mönch ärgere Dich nicht. Wer Sex würfelt kann noch mal!“ Eigentlich sollte Politik Handwerk sein, aber so stellen die Kabarettisten fest es ist nur Flickwerk und vor allem Mundwerk. Karten unter 03971 2089 25

Mittwoch, 1.6. | 10 Uhr „König Drosselbart“ Puppenschauspiel nach Grimm Freitag, 17.6. Gastspiel „Das kleine Lachtheater“ 19 Uhr | Vorpremiere „Und ewig rauschen die Gelder“ Von Michael Coony, ins Deutsche übertragen von Paul Overhoff Sonnabend, 18.6. | 19 Uhr Premiere „Und ewig rauschen die Gelder“ Sonntag, 19.6. | 15 und 19 Uhr „Und ewig rauschen die Gelder“ Dienstag-Samstag | ab 21.6. 19.30 Uhr „Und ewig rauschen die Gelder“


KOMMENTAR

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Die Partei als

Impressum

Auslaufmodell Ein Kommentar von Henri Dörre

Bekanntermaßen war es das 19. Jahrhundert, in dem sich deutschlandweit die Forderungen der Bevölkerung in Parteien zu formieren begannen. Ihren ersten konsequenten Ausdruck fand die deutsche Parteiendemokratie in der Weimarer Republik. Leider war sie weder nach innen noch nach außen hinreichend gefestigt, so dass der erste Versuch scheiterte. Nach den katastrophalen Lektionen der Nazidiktatur schickte sich Deutschland an, einen erneuten Anlauf zu nehmen. Dieser glückte und man muss konstatieren: mit der Parteiendemokratie hat das Land seither Erfahrungen gemacht, die sehr positiv sind.

Verlag Land & Leute Inh.: Heike Radtke Brandteichstraße 20 17489 Greifswald Tel.: 03834 - 550 610 Fax.: 03834 - 550 222 E-Mail: info@ll-aktuell.de www.ll-aktuell.de Herausgeber und V.i.S.d.P.: Claus E. Schwarz Chefredaktion: Henri Dörre (hed)

Doch schon seit mehreren Dekaden zeichnet sich eine erhebliche Fragmentierung sowohl der Parteienlandschaft als auch der Lebensverhältnisse ab. Diese Entwicklung scheint derzeit auf einem vorläufigen Höhepunkt angelangt. Vielerorts bilden sich Bürgerinitiativen, Interessengruppen und Aktionsbündnisse, die nicht die Schwelle zur Partei überschreiten, aber auch nicht derart unbedeutend sind, dass man sie geflissentlich ignorieren könnte. Im Gegenteil: mitunter können sie erstaunlichen Druck auf Entscheidungsträger ausüben und so ihre Interessen erfolgreich durchsetzen.Verständlicherweise fordert das das Selbstverständnis der Parteien heraus. Sie sind eben nicht mehr alleinige Artikulationsorgane, sondern nur noch eines von vielen. Wer das Grundgesetz ernst nimmt, darf daran eigentlich auch keinen Anstoß nehmen. Deutlich wird in Art. 21: „Die Parteien wirken bei der politischen Willensbildung mit“. Sie sind also nur ein Akteur neben vielen. Trotzdem muss auch zur Kenntnis genommen werden, dass Parteien die tatsächlichen Entscheider in der Politik sind. Unabhängige Einzelkandidaten sind auf Landes- und erst recht auf Bundesebene die Ausnahme. Die Macht wird bei jeder Wahl demnach ausdrücklich an die Parteien delegiert. Dummerweise sind die gegenwärtigen Parteifunktionäre äußerst entscheidungsschwach. Getrieben von demoskopischen Werten trachten sie, sich mit den jeweiligen Mehrheiten gemein zu machen. Führungsstärke sieht anders aus. Da ist es dann auch kein Wunder, wenn kleine Gruppen gesamtgesellschaftlich relevante Weichenstellungen blockieren können, nur weil sie erfolgreich suggerieren, dass es gerade nicht Wichtigeres gäbe als ihr Anliegen. Ohnehin ist die angeblich im Hintergrund stehende Mehrheit längst ein Topos geworden. In vorauseilendem Gehorsam werden geschwind Vorhaben umgesetzt oder abgeblasen. Es könnte ja jemandem weh tun, der durch sein Kreuz bei der nächsten Wahl den betreffenden Politikern das angenehme Salär vermasselt. Eine Restrukturierung der Prioritäten wäre folglich angeraten. Bürgerinitiativen bilden sich schließlich nicht aus lauter Langeweile der Menschen. Stattdessen fühlen sich viele nicht ernst oder zumindest nicht ernst genug genommen. Jedoch ist es an und für sich die originäre Aufgabe von Parteien, die Interessen der Bürger wahrzunehmen, die Umsetzbarkeit bzw. Umsetzungswürdigkeit gewissenhaft zu prüfen und im Anschluss in den parlamentarischen Prozess einzubringen. So lange sie aber nur nach jeweils aktuellen Umfrageergebnissen schielen – die höchst kurzlebig sein können und nicht immer von Sachverstand der Befragten getragen sein müssen –, dürfte es kaum zu einer wirkungsvollen, verlässlichen Politik kommen. So wird eher mittel- als langfristig das Vertrauen in die Parteiendemokratie nachhaltig erodiert. Die Parteien sind dadurch auf dem Weg zum Auslaufmodell. Dereinst könnten sie womöglich bloße Zaungäste der Entscheidungsfindung sein.

Claus E. Schwarz (ces), freie Mitarbeiter Cartoon: Kristian Salewski Artwork und Layout: Lex Anzeigenberatung: Jana Heidenreich (jhe) Tel: 03834/ 550610 und freie Mitarbeiter Mindestauflage: 17.500 Exemplare Verteilung: Lesezirkel, Hausverteilung in ausgewählten, wechselnden Gebieten, Tourist-Informationen, Kurverwaltungen, Hotels, Gastronomie, Firmen und Geschäften Erscheinungsweise: 12 mal jährlich Anzeigenpreise: Preisliste 1, gültig ab 1.11.2009 Druck: ODR Rostock GmbH Mit Namen oder Kürzel gekennzeichnete Artikel geben die Meinung des Autors wieder. Alle Inhalte unterliegen dem Urheberrecht der jeweiligen Autoren oder des Verlages. Nachdruck,Vervielfältigung oder Wiedergabe in elektronischen Medien ohne Genehmigung des Verlages ist untersagt. Für unverlangt eingesandte Manuskripte wird keine Haftung übernommen. Sie haben ein interessantes Thema? Leserpost für uns? Anregungen oder Kritik? Ab die Post an unsere Anschrift oder an die E-Mail Adresse: info@ll-aktuell.de Ausgabe 5/2011


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