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Ausgabe 6-2011

Stadtwerke Greifswald

20 Jahre im Dienst des Kunden

GRATIS

Foto: L. Grabowski

Pommersches Landesmuseum

Zu Gast in Vorpommern

Grafiksch채tze

Historischer Raddampfer Freya

Leben in Vorpommern

Ihr Journal f체r Wirtschaft, Politik, Kultur und Unterhaltung


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Liebe Leserin, Lieber Leser! nach langem Hin und Her sowie einer erstaunlichen Anpassung des Selbstbildes hat es die Regierungskoalition nun endlich geschafft, sich zu einem neuen Atomausstiegskonzept durchzuringen. Indes steht mit Blick auf das Datum zu befürchten, dass die Furcht vor kurzlebiger medialer Schelte größer war als die von Vernunft und Machbarkeitsszenarien geleitete Einschätzung. Die Energiewende ist auch machbar; womöglich sogar in der kurzen Zeit, die beschlossene Sache zu sein scheint. Doch zu welchem Preis? Bald muss Strom unstrittig aus dem Ausland in höherem Maße zugekauft werden, insbesondere an regnerischen Flautetagen. Dann fallen schließlich die Energieträger Sonne und Wind weg. Zu Schleuderpreisen wird es den allerdings nicht geben, weshalb die Wirtschaftskraft Deutschlands erhalten bleiben muss. Die jedoch ist erheblich an die energieintensive Industrie gekoppelt. Hier könnte sich die Katze in den Schwanz beißen: aus Strommangel sinkt die Produktivität und sorgt nicht für die nötigen Devisen für einen Zukauf. Nicht nur in Energie-, sondern auch in Klimafragen lässt sich die Bundesregierung üblicherweise von Fachleuten beraten. Wo diese Beratung allerdings zum Lobbyismus verkommt, bewirkt sie lediglich eine Befriedigung von Sonderinteressen. Diese können dem Gemeinwohl förderlich sein – sie müssen es aber nicht. Deshalb ist es an und für sich seit jeher der Konsens der Bundesrepublik gewesen, den Mehrheitswillen über grundsätzliche Fragen entscheiden zu lassen, und zwar mit Wahlen. Wo sich allerdings eine kleine Gruppe aufschwingt, abseits davon angeblich besser zu wissen, was für das Volk gut sei, entsteht eine Gefahr für die Demokratie. „Am Ende werden Sie vermutlich mit einer breiten Mehrheit nicht Probleme lösen können, die eine kausale Distanz wie beim Klimawandel besitzen“, meint Hans Joachim Schellnhuber gegenüber der FAZ in einem Interview vom November 2010. Angesichts der im

Grundgesetz vereinbarten Entscheidungsprozesse Deutschlands ein starkes Stück. Die Konsequenz präsentiert er – immerhin Berater des EU-Präsidenten und der Bundeskanzlerin in Klimafragen – umgehend: Ausschaltung der parlamentarischen Grundsätze, wenn es um ein höheres Gut geht. Der Klimaschutz solle einfach in die Verfassung aufgenommen und damit höchstrichterlich durchsetzbar werden. Logisch zwingend wäre dann auch die Verfassungsfeindlichkeit all derer, die nicht die staatlich verordneten Lösungsmöglichkeiten unterstützen. Alles ganz legal: wenn etwas in

Foto: lex

VORWEG! den Spielregeln steht, muss der Regelbruch auch geahndet werden. Schellnhuber schlägt zudem vor, eine kleine Gruppe von Experten zu bilden. Er nennt sie ganz unverblümt eine „ethische Elite“. Wie könnte man dagegen sein? Schließlich ist die Bearbeitung eines Problems durch Fachleute unstrittig die vernünftigste Lösung. Mit dem Wirtschaftstheoretiker Ludwig von Mises könnte man sehr wohl dagegen sein, denn „[d]as gewöhnliche Verfahren pflegt das zu sein, daß der Kritiker sich ausmalt, wie schön alles wäre, wenn es nach ihm ginge. [… W] er den Gewissenszwang fordert, fordert ihn gegen andere und nicht gegen sich […].“ Was wäre, wenn dieses Expertengremium zu Ergebnissen kommt, die den Fürsprechern seiner Einrichtung nicht genehm sind? Dann wären die Experten verfassungsfeindlich und gehörten sanktioniert. Das allerdings zeugte von einem faschistoiden Politikverständnis. Entscheidungen nur dann zuzulassen, wenn sie den eigenen Vorstellungen von „richtig“ entsprechen, ist alles andere als freiheitlich. Den Widerspruch zu ertragen, heißt letztlich

nicht, ihm die Grenzen schrittweise oder gleich auf einen Schlag so eng zu setzen, dass er nicht mehr wirklich stört. Stattdessen heißt es, unbedingt solche Strukturen zu vermeiden, die eine staatliche Ethik – auch eine Umweltethik – vorschreiben. Nur so kann man der Gefahr einer Gesinnungspolizei wirksam entgegen treten. Dazu bedarf es allerdings eines grundsätzlichen Vertrauens der Regierenden in die Regierten und anders herum. Wo das abhanden kommt, entfernt sich die politische Führung vom Demos. Das Ergebnis ist ein tief sitzendes Misstrauen, das sich zu einer „Unregierbarkeit“ oder einer Erstickung in Hinterzimmerexpertenrunden auswachsen kann. Jede Einbuße des gegenwärtigen Wohlstandes durch Klimarettungsmaßnahmen sollte daher gut – und vor allem wahrhaft unabhängig – begründet sein, ohne religiös verbrämt daherzukommen. Für den kommenden Sommer wünschen strahlende Aussichten, Henri Dörre und das Team von L&L


Talent gesucht 4 Unser Erfolg – Ihre Chance Land&Leute ist ein junger, dynamischer Verlag, der erfolgreiche Printprodukte in den Markt bringt. Unsere Stärke sind Eigenständigkeit und eine schlanke Organisation, die Eigeninitiative fordert und fördert. Um neue Projekte umzusetzen, suchen wir zur Festeinstellung eine/n

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Inhalt

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Vorweg

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Streiflichter

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Titelthema:

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Aktivurlaub in Vorpommern 47. Sundschwimmen

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Testbericht E-Bike

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Familienfreundlich auf Tour

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Trendsport mit Hund

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Segelschule Greifswald

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Rally Hamburg-Berlin

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65. Greifswalder Bachwoche

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Querschnittsgelähmten Symposium

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Hanseklinikum Stralsund

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Sport bei Krankheit

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Hightech in Bewegung

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Spezial: Isländische Literatur

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Spende für DRF

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20 Jahre Krafczyk Männermoden

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Papierene Schätze

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Usedomer Musikfestival

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Nostalgische Küstentour

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Neues Dach für St. Nikolai

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Umbau des CDFZ

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Spielzeugprojekt im PLM

39

WGG zieht Bilanz

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Am Feuerherd

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Spatenstich für die B 96n

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Toben, Klettern, Spielen

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STeP-Kongress

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Interview: David Wulff

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Fotowettbewerb

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Kunst : Offen Impressionen

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Supersudoku

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Stadtwerke Greifswald Servicepoint

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Veranstaltungskalender

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Kommentar, Impressum

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Streiflichter Neuer Glanz an alter Stelle Mit der am 18. Mai erfolgten Installation des Greifenbrunnens rückt die Fertigstellung des Ensembles am Theater Vorpommern in Greifswald immer näher. Der Brunnen wurde an der ursprünglichen Stelle vor dem Theatercafé wieder erbaut. In einer Aufsehen erregenden Aktion hievte ein meterhoher Kran die drei einzelnen Bausegmente durch die Luft. Nach dem sie behutsam abgesenkt waren, wurden der Fuß, die Stele sowie der Aufsatz fachmännisch positioniert und zusammengefügt. Wie aus dem Rathaus signalisiert wurde, müssen demnächst die Wege gepflastert werden, so dass der Anblick des Platzes vor der Stadthalle im Grunde restauriert sein dürfte. Die Gestaltung folgt dabei einem Konzept, das auf weite, offene Räume setzt.

Über sieben Brücken Kultband Karat beim Fischerfest Gaffelrigg Drei Tage lang, vom 15. bis zum 17. Juli, befindet sich der kleine Greifswalder Stadtteil Wieck fest in der Hand der 5.000 Gäste des größten maritimen Volksfestes der Region. Der Freitagabend beginnt mit der SEAT-Rocknacht. Am Samstag stehen Wettkämpfe am, auf und im Wasser im Mittelpunkt. Spannung versprechen die Drachenbootrennen der Kanuten. Zum 90. Mal findet am Sonntag das Boddenschwimmen statt. An den Auftritt von Karat auf der NDR-Bühne schließt das multimediale Spektakel „Ryck in Flammen“ an. Artistik, Musik, Feuerwerk, bengalische Fackeln und gleißendes Licht vereint zu einer fulminanten Show, in der die Schonerbrigg GREIF, das Traditionsschiff VORPOMMERN und der Wiecker Hafen in Szene gesetzt werden.

Geht nicht, gibt es nicht! Das Firehouse macht jede Hochzeit zu einem musikalischen Highlight. Dank der Erfahrung aus zehn Jahren weiß das Team, worauf es ankommt. Gerne stellen sich die Fachleute auf alle erdenklichen Musikwünsche ein. Von aktuellen Charthits über Oldies der 50er und 60er Jahre bis hin zu Hip-Hop und Punk – die Bandbreite passt ganz und gar zum professionellen Stil der DJs. In einem kompetenten, individuellen Beratungsgespräch wird im Voraus sicher gestellt, dass am schönsten Tag des Lebens die Musikbegleitung nicht dem Zufall überlassen ist. Weil das Team vom Firehouse auch die Technik mitbringt, wird die Feierlichkeit garantiert auch ins richtige Licht gerückt. Schließlich versteht sich das Unternehmen als Rundumdienstleister und tut deshalb alles, um seine Kunden zufrieden zu stellen.

Foto: ces


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Neue Perspektiven Der Greifswalder Bildungsträger BiG bietet ab diesem Jahr eine Aufstiegsfortbildung zum Geprüften Wirtschaftsfachwirt m/w (IHK) an. Die auf zwei Jahre ausgelegte Ausbildung kann berufsbegleitend absolviert werden und ist durch das Meister-BAföG förderfähig. Das Angebot ist zweigeteilt und modularisiert. Es richtet sich insbesondere an bereits Ausgebildete, die unter Umständen bereits etwas Berufspraxis besitzen. Ziel ist es unter anderem, die Teilnehmer mit Blick auf Personalentwicklungsstrategien und betriebliche Leistungsfähigkeit zu schulen. Auch die Vertiefung betriebswirtschaftlicher Kenntnisse gehört dazu. Der individuelle Aufwand drückt sich insgesamt in 600 Stunden und 3890,Euro aus. Nähere Informationen erteilt das BiG unter Tel.: 0800-1073107.

Russkij Magazin „Anjuscha“ Hinbringen können wir Sie nicht, wohl aber ein Stück russischer Kultur und Lebensart zu Ihnen nach Hause. Besuchen Sie unser Geschäft in Greifswald Lomonossowallee 58 (Möwencenter) 17491 Greifswald | Tel.: 03834-842600 oder im Internet unter: www.russenmagazin.de Unsere Highlights: · Russische Souveniere ( z.B. Matroschkas) · Russische Pelmeni · Echter roter Lachskaviar · Videos (z.B. Nu pagadi - Hase und Wolf ) · Original Moskauer Eis · Russisches Bier, Krimsekt, Echter Wodka !!! Wir freuen uns auf Ihren Besuch !!!

Sonne , Strand und Jute Laune ! Es ist wieder soweit! „Papa lässig“ geht in eine neue, diesmal sommerliche Runde. Nach fetter Ostersause im April in der Greifswalder Stadthalle laden die Macher der Daddy Cool Party - Reihe nun am letzten Samstag im Juli zur Daddy Cool Strandparty ins Strandbad Eldena ein. Erstmals nach den langen und kalten Wintermonaten kann hier in Strandatmosphäre und mit ganz viel Sommerfeeling getanzt und gefeiert werden. Ab 19 Uhr werden am Yachtweg in Greifswald-Wieck wie gewohnt die großen Hits der 70er, 80er, 90er und von heute auf die Plattenteller gelegt und der Dancefloor durch eine weiße sommerliche Chill-Lounge komplettiert. Neben kühlen Drinks können am Grill coole Würste gegen das Hungergefühl erworben werden und sogar für einen BusShuttle ist gesorgt, der die müden Knochen zu später Stunde Richtung Heimat bugsiert. Also rein ins sommerliche Tanzoutfit und ab geht’s zur ersten Daddy Cool Strandparty! Ticketvorverkauf an den üblichen Stellen


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Aktivurlaub

in Vorpommern

Die ausgedehnten Gebiete, in denen ausdrücklich die Natur an erster Stelle steht, laden zur behutsamen Erkun-

von L&L einige besonders unterhaltsame Entwicklungen vor. Einerseits präsentieren wir mit Canicross und Bikejöring zwei Trendsportarten, die vor allem für Hundebesitzer von Interesse sein dürften. Andererseits nähern wir uns dem Thema Elektromobilität und zeigen, welche Möglichkeiten es diesbezüglich in Vorpommern gibt. Wir hoffen, Ihnen damit den ein oder anderen Denkanstoß für die eigene Urlaubsplanung geben zu können.

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Die Region zwischen Oder und Recknitz ist aufgrund ihrer natürlichen Gegebenheiten fast schon prädestiniert, ihr Heil im Tourismus zu finden. In den vergangenen Jahren wurde diese Branche in der Tat auch massiv ausgebaut. Ab und an wird kritisiert, dass eine bloße Ausweitung der Bettenkapazität zwar quantitativ, aber keineswegs qualitativ eine Verbesserung des Angebotes mit sich brächte. So richtig dieser Einwand auch sein mag – faktisch entdecken immer mehr Menschen Vorpommern für ihren Urlaub.

dung ein. Daneben gibt es eine gut ausgebaute Radwegestruktur, die geradezu auffordert, einige der freien Tage aktiv zu verbringen. Aus diesem Grund stellen wir Ihnen in dieser Ausgabe

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47. Sundschwimmen

Von Altefähr nach Stralsund. Das ist die Strecke, die am ersten Samstag des Juli von 1.000 motivierten Schwimmern in Angriff genommen wird. Rund 2,3 km durch den Sund sind von Rügen aus zu absolvieren. Die 47. Neuauflage der Veranstaltung wird von der DLRG-Ortsgruppe Stralsund organisiert. Wie

auch in den Jahren zuvor, war die maximale Teilnehmerzahl schnell erreicht.

Der Transport nach Altefähr wird für die Schwimmer über den öffentlichen Personennahverkehr geregelt. Die Zeitmessung funktioniert per codierter Startnummer. Auf der Internetseite www.sundschwimmen.

de gibt die DLRG zudem hilfreiche Tipps für den Ablauf und zum Wärmeschutz. Auch die Wettkampfregeln sind dort einzusehen. Wer an den Ergebnissen der zurück liegenden Jahre interessiert ist, findet dort zudem eine umfangreiche Datenbank mit allen Platzierten von 1993 bis 2010. Text: hed/Foto Presse


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e n i w a l h c e Der Bl entkommen.

Mein schönstes Ferienerlebnis Wer kennt sie nicht noch, die beliebten Aufsätze aus der Schulzeit mit dem schönen Thema „Euer schönstes Ferienerlebnis“. Geknickt, wieder in der Schule sein zu müssen, berichtete ich von unbeschwerten Tagen am Badesee, jeder Dummheit die verboten war, das Eis konnte nicht groß genug sein. Das Schlimmste in diesen Tagen war, wenn man zeitig bei Muttern am Tisch zu sitzen hatte. Wenn ich heute an Ferien denke, dann bleiben die Gedanken meist hängen beim Geld, miesen Hotels, Abzocke an der Tankstelle und nervender Anreise. Im Kopf rechne ich dann nicht die Kilometer, sondern die Stunden im Stau, die für die Anreise oft fällig werden. Nicht selten fällt dann die Entscheidung für Balkonien, warum auch nicht: wir „Wohnen, wo andere Urlaub machen“. Warum sollen immer nur die anderen hier Urlaub machen, ich will auch mal!

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Blöd nur, dass es hier auch öfters zu Staus kommt. Aber mobil sein, geht ja auch anders. Rauf aufs Fahrrad und gleich noch weg mit dem Winterspeck, so lautet die Devise für diesen Sommer! So war jedenfalls der Plan. Beim näheren Hinsehen schreit dann doch der Schweinehund und wehrt sich mit Händen und Füßen. Vorsorglich war ich dann doch mal im Fahrradfachhandel, das Bike wenigstens tourentauglich machen. Da stand dann meine Version vom entspannten Fahrradfahren für sportlich angehauchte Schweinehundhalter/-innen (die befallen ja schließlich nicht nur


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uns Frauen): ein E-Bike, praktischerweise tageweise ausleihbar über den Service Movelo. Es begann für mich am Montag mein schönstes Pfingstferienerlebnis, in Form einer ausgedehnten Radtour von Zimmervermittlung · Information · Ticketservice Zim Stralsund auf die Insel Rügen mit Halt mervermittlung nformation · Rügen-Shop ·I in Altefähr und Rambin, völlig ohne Ticketservice · movelo - Verleihstation Stau und Stress. Der erste Eindruck nach Einweisung in das Gefährt war schon positiv, ungewohnt zu handlen zwar, aber nach ein paar Minuten kein Problem mehr.

Touristinformation Bergen/Rügen Markt 23 · 18528 Bergen auf Rügen Tel. 0 38 38 - 81 12 76 · Fax - 81 11 27 E-Mail: touristeninformation@stadt-bergen-auf-ruegen.de www.stadt-bergen-auf-ruegen.de Öffnungszeiten: Mo - Fr 10 - 18 Uhr, zusätzlich Juli + August Sa 10 - 13 Uhr

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Nachdem ich als Neustralsunderin ein paar Kilometer die Auffahrt auf den alten Rügendamm gesucht habe, geht es auch schon zügig los. Nur gut, dass ein Fahrradcomputer mit Geschwindigkeitsanzeige angebracht ist: hier schlägt nämlich das Phänomen zu, dass man gar nicht bemerkt, wie schnell man eigentlich unterwegs ist. Mit gut 28-30 km/h rausche ich dann so vor mich hin und brettere auch

Blick auf den Rügendamm von Stralsund

Ausblick Altefähr

prompt in eine Bodenwelle, von der ja zahlreiche auf den Wegen in Stralsund und Rügen zu sein scheinen. Da hilft dann irgendwann auch die gute Federung des Flyers nicht mehr. So wurde mein Geschwindigkeitsrausch recht schnell wieder gebremst. Wenn man sich dann auf eine Geschwindigkeit eingefahren hat, fährt man aber nahezu mühelos übers Land. Natürlich war auch der eine oder andere Halt eingeplant. Nach dem Rügendamm ging es gemächlich in das beschauliche Altefähr, von dessen Hafen man einen wundervollen Blick auf die Stralsunder „Skyline“ genießt. Der Radweg führt entlang des südwestlichen Ufers Rügens durch eine herrliche Landschaft, die den schlechten Zustand des Radweges voll wett macht. So ab Kilometer 15 merke ich dann doch, dass zumindest doch der Kreislauf ganz schön in Schwung kommt;

Kirche in Rambin


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vielleicht hab ich ja auch etwas gegen den Winterspeck (und gegen den vom Vorjahr und den davor) getan. Ich glaube zumindest ganz fest daran. Nachdem der Uferweg Richtung Bessin nach rechts abgeht, kommt man an einen Scheideweg, links geht es weiter nach Rambin, aber vorher sollte man mal den anderen Weg einschlagen. Etwa 200 m weiter steht eine wunderschöne kleine, sechseckige Kapelle aus Backstein. Danach führt der Weg weiter nach Breesen und Grabitz. Einen Abstecher machen kann man hoch zum Aussichtspunkt Fuchsberg, dann wird man mit einem Ausblick auf den Kubitzer Bodden belohnt. Nach gut 39 km (in Stralsund hatte ich schon 20 auf dem Tacho) und gefühlten 20 Insekten im Mund sowie 2 mit kräftig Fahrtwind in die Augen geschossen Getieren, ist mein Akku

auf dem letzten Balken und ich kurz vor der Wechselstation in Rambin. Noch einmal halten und die Kirche anschauen dann geht‘s erst einmal mit leerem Magen in die Pommernkate. Der hausgemachte Quarkkuchen und der wirklich hervorragende Rhabarberbaiserkuchen sind Gift für jede Diät, aber definitiv eine Sünde wert. Zurück geht es viel schneller, wieder so ein Phänomen. Im nu bin ich wieder in Altefähr und mache dort noch einen entspannten Halt am Eisstand. In Stralsund angekommen fahre ich mit einem Freund und seinem althergebrachten „analogen“ Rad noch mal zur Tanke. Klar, dass ich Rücksicht nehme und ihm nicht davonbrause. Aber es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass ich es könnte...

ist insbesondere bei Gruppenausflügen (wenn der Chef mal wieder eine „teambildende Motivationsmaßnahme“ vorschlägt) ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Plant man seine Tour rund um die Akkutauschstationen, hat man immer eine Anlaufstation bei Problemen. Lästige Staus in den Stoßzeiten sind für Movelo-Fahrer Vergangenheit, der Rügendamm kann stressfrei auch in der Ferienzeit genutzt werden. Die Touristeninformation als Inselexperte in Bergen auf Rügen ist für Rüganer und Rügenurlauber der richtige Ansprechpartner in Sachen Radverleih.

Fazit: Mit dem E-Bike lassen sich auch längere Touren für nicht ganz so fitte Fahrradfahrer realisieren. Das

Fotos/Text: lex

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Familienfreundlich auf Tour Ein Projekt des Lokalen Bündnisses für Familien auf Rügen

Auf zwei Rädern entdecken Familien Rügens schönste Seiten gemeinsam: die einmalige Natur mit ihren vielen kleinen und großen Geheimnissen, die Ostsee mit ihren endlosen Stränden und Rügens vielfältige Ortschaften - vom urigen Fischerdorf bis zum Seitelebhaften 1 Seebad.

astes; fen in ößere /AusMoritzn und einem auterei und sende heute “ mit iedich omie: ß Streaden: gkeit: rz vor

Welche Wege für Groß und Klein gleichermaßen gut und einfach zu befahren sind, zeigt eine besondere Radwegekarte, die das „Lokale Bündnis für Familien auf Rügen“ erarbeitet hat. Sie verzeichnet nicht nur alle auf Kinderund Familienfreundlichkeit getesteten Strecken, sondern auch Rastplätze, Spielplätze und Sehenswürdigkeiten.

Den vollständigen Flyer erhalten sie bei dem Verein Rügen tut gut e. V. www.ruegen-tut-gut.de Tel. : 0 38 38 / 3 15 01 20 E-Mail: info@ruegen-tut-gut.de

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waltung nach einem Ausdruck. Hier ein Überblick über die aktuellen Touren:

Familien Radwege

Tour4 Tour3

Tour5 Tour8 Tour2 Tour6 Tour7

nort – Groß

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Einer aktiven und erlebnisreichen Entdeckungstour über die Insel Rügen steht damit nichts mehr im Wege.

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Tour1

Sie möchten mit Ihrer Famili wissen aber nicht, ob die Stre


Fischerfest Gaffelrigg 2011 13

2011

Kinderboddenschwimmen • Ryckhangeln • Feuerwerk • Maritime Bastelstraße • Gaffelrigg • Open Ship • Beachvolleyball • Kunsthandwerk • Ryck in Flammen • Boddenschwimmen • Drachenbootrennen • Bühnenprogramme • Segel-Kutterregatta • Karussells

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Tour 1: „Pack die Badehose ein ...“ (ca. 23 km)

Göhren – Lobbe – Thiessow – Klein Zicker – Thiessow – Lobbe – Middelhagen – Baabe – Göhren Anfahrt und Parken: Anfahrt aller Orte mit RADzfatz- Bus; Anfahrt Baabe und Göhren mit dem Rasenden Roland; gebührenpflichtige Parkplätze in Thiessow, Lobbe, Baabe, kostenfreie Parkplätze in Middelhagen. Rastplätze: am Waldrand Göhren; am Windrad Lobbe; am Abzweig Gager. Naturerlebnis/Aussichtspunkte: kilometerlange, feinsandige Strände; Meeresrauschen; Boddenlandschaft; Anhöhe bei Klein Zicker; Lotsenturm in Thiessow; Südstrand in Göhren. Kinderhighlights: Picknick am Strand; Steine und Muscheln sammeln; Trampolin springen in Göhren; historische Schulstunde im Schulmuseum, Middelhagen. Sehenswürdigkeiten: Bernsteinpromenade mit Kneipanlage und Seebrücke, Göhren; Schulmuseum und mittelalterliche Kirche, Middelhagen; Windschöpfwerk, Lobbe; Mönchguter Museen und Museumsschiff Luise, Göhren; Lotsenturm, Thiessow; Häfen in Thiessow und Klein Zicker. Gastronomie: umfangreiche Strandversorgung an der Strandpromenade in Göhren und Baabe, Café „Übersee“ und „Robinson“, Göhren; Radlerrast und ältester Rasthof von Rügen „Zur Linde“, Middelhagen; „Octopussi“, Lobbe; „Kleine Fischerin“, Klein Zicker. Baden: Nordstrand Göhren bis Baabe, Strand zwischen Thiessow und Lobbe. Wetterabhängigkeit: unbefestigter Weg durch Baaber Heide. Für Inliner: Radweg von Middelhagen – Lobbe

Annamartha/pixelio

Albrecht E. Arnold/pixeklio

Tour 5: „Vom Ostseebad Binz zur Hafenstadt Sassnitz“ (ca.15 km) Ostseebad Binz – Prora – Neu Mukran – Sassnitz Anfahrt und Parken: großer Parkplatz, Ortsausgang Binz; Parkplätze in Prora und Mukran; im Hafen, Sassnitz. Rastplätze: am feinsandigen Strand zwischen Binz – Mukran. Naturerlebnis /Aussichtspunkte: Sanddornbüsche hinter Prora; Feuersteinfelder bei Mukran; feinsandige Strände; Hügellandschaft mit Feldern; Aussichtpunkt auf die Ostseefähren am Hafen Mukran. Kinderhighlights: Seilgarten in Prora; Ein- und Ausfahrt der Fähren in Mukran; Schmetterlingspark, Moole mit Leuchtturm, Hängebrücke und U-Boot, Seenotrettungsboote und Kreuzfahrtschiffe, Sassnitz. Sehenswürdigkeiten: KDF-Seebad Prora mit mehreren Museen; Findling vor Hafen Mukran; Feuersteinfelder, Fischkutter im Hafen, Sassnitz. Gastronomie: Strandversorgung in Prora; Café Peters mit Seeblick, Mukran; Restaurants, Räucherschiffe und Kioske im gesamten Hafenbereich, Sassnitz. Baden: am langen feinsandigen Strand, Binz – Mukran. Wetterabhängigkeit: windund wettergeschützt, Binz – Neu Mukran; Strecke Mukran – Sassnitz offen und windanfällig. Für Inliner: Strecke Binz – Mukran sehr gut geeignet, auch für Anfänger; ab Ampelkreuzung Mukran bis Ortseingang Sassnitz nur für Fortgeschrittene da hügelig. Achtung: Straßenüberquerung in Binz und Prora; fehlender Radweg in Mukran; daher Nutzung des Bürgersteiges über die Brücke; abfallende Pflasterstraße zum Hafen in Sassnitz.


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Aktiv

durch den

nd mit dem Hu

Sommer

Foto: Ruffwear

Sie laufen gern? Oder mögen Sie es lieber langsamer, dafür aber ausdauernder? Radfahren macht auch Spaß? Dann vergessen Sie ihren Hund nicht, denn zu zweit macht es gleich doppelt soviel Spaß. In Deutschland leben rund 10 Mio. Hunde. Längst werden diese von vielen Familien als Mitglied betrachtet und Bello darf auch im Urlaub nicht fehlen. Klar, dass Sie in Vorpommern viele Möglichkeiten finden, mit Hund Urlaub zu machen. Dieser will natürlich die schönste Zeit des Jahres gemeinsam mit ihnen aktiv verbringen, daher stellen wir Ihnen heute einmal Sportarten vor, die Sie mit mehr oder weniger Aufwand hier in der Region, aber auch in vielen anderen Regionen ausüben können. Körper, Seele und Hund werden es Ihnen danken! Canicross und Bikejöring Diese beiden neuen Sportarten, in denen Altbekanntes neu kombiniert wurde, kommen aus dem französischsprachigen Raum und wurden von französischen Veterinären erfunden. Schon in den 80er Jahren fanden die ersten Canicrossveranstaltungen statt, die erste Weltmeisterschaft 2002 im italienischen Ravenna.

Gelaufen wird hierbei als Team, ein Läufer und ein Hund, verbunden mittels Bauchgurt und 2 m langer Leine. Bei Wettkämpfen geht es darum, einen vorgegebenen Parcour in möglichst kurzer Zeit zu absolvieren. Gelaufen wird im Gelände, durchaus mit anspruchsvollen Strecken, die von Hund und Läufer einiges an Fitness und Geländesicherheit verlangen. Wie bei anderen Läufen auch ist also sorgfältiges Training die Voraussetzung für eine Teilnahme an Wettkämpfen. Aber natürlich kann auch jeder frei für sich und seinen Hund ohne weitere Ambitionen diesen Sport ausüben. Wichtige Regel beim Canicross ist, dass der Hund das Tempo vorgibt. Er führt das Läuferduo immer vorne an, mittels lautsprachlichen Kommandos gibt der Halter dem Hund Richtungsanweisungen. Kommunikation und Rücksicht auf die Konstitution des Hundes sind immer die Grundregeln, auf der diese gemeinsamen Betätigungen aufbauen. Junge Hunde erst trainieren

Die Ausrüstung – neben dem obligatorischen Dress des Läufers – ist spärlich. Man benötigt einen Bauchgurt, eine Joggingleine mit Ruckdämpfer und Panikhaken sowie ein Zuggeschirr für den Hund. Das alles findet man im

gut sortierten Fachhandel oder auch maßangefertigt bei diversen Herstellern, meist online. Geeignet ist eigentlich jeder Hund, der Spaß an Bewegung hat, gesund und ausgewachsen ist. Junge Hunde sollten allenfalls zur Gewöhnung an das gemeinsame Laufen antrainiert werden. Kaum aufwändiger geht es beim Bikejoering zu, nur dass der Hund mit dem radfahrenden Halter ein Team bildet. Der Halter trägt hierbei keinen Bauchgurt, sondern der Hund wird direkt am Fahrrad angeschnallt. Selbstverständlich sollte außerdem vom Fahrer ein Helm getragen werden. Da es hier etwas rasanter zugeht als beim Canicross, müssen einige Dinge beachtet werden: Immer darauf achten, dass die Zugleine gespannt ist, denn: 1. ein Verwickeln ist so nicht möglich 2. ein versehentliches Auffahren ist ausgeschlossen 3. der Hund kann seinen Partner „spüren“ und fühlt sich sicherer 4. der Hund sollte mit vollem Gewicht im Zuggeschirr hängen 5. ein plötzliches Durchstarten des Hundes in die Leine ist nicht möglich. eine Folgebeschleunigung wird somit


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verhindert. Außerdem: man sollte eine Dehydrierung verhindern! Vor Wettkämpfen und längeren Trainingseinheiten muss der Hund gewässert werden. Gut 1 Stunde vor dem Start sollte dem Hund ausreichend Wasser mit etwas Trockenfutter oder auch Butter gereicht werden. Zeigt der Hund während des Rennens Ermüdungssignale muss darauf eingegangen werden.

der doch im größeren Umfang benötigten Ausrüstung. Im Gegensatz zu Canicross und Bikejöring ist sie beim Tourengehen etwas umfangreicher. Wer sich bisher nicht mit der Materie befasst hat, sollte sich dahingehend im Fachhandel beraten lassen.

Hier gilt noch der Satz „Wer billig kauft, kauft zweimal!“ Was genau Sie benötigen, finden Sie in der unten stehenden Liste.

Natürlich muss auch der Hund ausgerüstet sein. Sie können ihm auch Packtaschen angewöhnen (im Fachhandel erhältlich, z. B. Ruffwear „NEW Palisades Pack“). So kann dieser einen Teil seines Futters und ähnliches selbst tragen. Bevor die Auch der Trainingsrhythmus Tour dann startet, sollte die muss Pausentage beinhalten. Route sorgfältig geplant sein. Auf Asphalt sollte besonders Der sichere Umgang mit Karam Anfang nicht gelaufen te und Kompass gehört ebenwerden, die Gelenke werden so dazu. Das kann man auch sonst durch den massiven leicht daheim in urbaner UmUntergrund erschüttert. Angebung erlernen. Stationen, ders als beim Canicross ist die man im Notfall anlaufen hier nicht jede Rasse geeignet. kann oder wo man Wasser Eine Zwerg- oder Riesenrasnachfüllen kann, sollten vorse gehört nicht unbedingt vor her klar sein. das Fahrrad. Nur körperlich Wie auch schon zuvor ist es gesunde und ausgewachsene wünschenswert, wenn der Hunde sind für derartige Be- Miguel und Amie (Weltmeisterschaft WM 2006) www.wolfdogclub.de Hund über Lautsignale gelastung geeignet. steuert werden kann und auch das Ziehen beherrscht. So überwindet Dogtrekking – Verschleißt während der Tour Ausrüs- man schon mal so manche UnebenTourengehen mit Hund tung wegen mangelnder Qualität, ist heit und Steilpässe leichter. das nicht nur höchst ärgerlich, es kann Dogtrekking ist eine sehr intensi- auch schnell das Ende für die Tour Gut vorbereitet und ausgerüstet steht ve Auslastungsform und fordert und bedeuten. Durchaus lebensgefährlich dem gemeinsamen sportlichen Natufördert ein starkes Team. Vertrauen wird es, wenn der 4,99 Euro Kompass rerlebnis in Vorpommern nichts mehr und Selbstüberwindung während des nach Lust und Laune funktioniert. im Wege! Text: lex Trails zählen zu den psychischen Herausforderungen, denn es wird nicht n Tourengehe stupide dahin gewandert. Gemeinsam s r ü f g n u Ausrüst beherrscht das Team Hindernisse und r Zuggeschir r Entbehrungen, aber auch ursprüngliFühr- oder Ruckdämpfe t mi e in Le e ng la che Naturerlebnisse. Intensives Ver3 m Bauchgurt trauen und etwas Selbsterkenntnis beke hwerk Wanderstöc genes Schu nik!) reichern einen Trail. wiebeltech s, eingetra Voraussetzungen für mehr- oder eintägiges Dogtrekking sind neben einer guten Grundkondition und Gesundheit (Kreislauf & Gelenke) die Liebe zur Natur, Abenteuerlust und Offenheit, die Kommunikation mit seinem Hund neu zu erlernen. Nicht am falschen Ende sparen sollte man bei

gute ung (Z tdoorkleid passende Ou Stirnlampe ass rial & Komp Kartenmate & Matte elt Schlafsack nd er Einmannz od k nsch und Hu Biwaksac sser für Me Wa d un , g nd Nahrun und Hu für Mensch en Erstehilfe etzte Pfot rl ve r ies fü gsvermögen un ss Fa rn sowie Boot te Li 0 -7 t 40 Rucksack mi


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Die denkmalgeschützten Gebäude des historischen Strandbades Eldena bei Greifswald werden seit 2004 von der Segelschule genutzt. Die Möglichkeiten sind hier geradezu ideal: fast ganzjährig steht der Wind auf dem Greifswalder Bodden. Gut Bedingungen also, um eine Vielzahl von Wassersportarten auszuüben. Außerdem hat man einen direkten Strandzugang.

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wenig Erfahrung im Wassersport haben. Seit 2010 leitet Dieter Knopp die Greifswalder Segelschule. Seitdem wurde auch eine neue Terrasse gelegt. Zudem mussten die Toiletten und Waschbecken auf den modernen Stand gebracht werden. Schließlich muss man den Gästen und Segelschülern einen gewissen gesetzlichen Standard bieten können.

etwas früher als Ende Oktober abgeschlossen werden. Wenn das Wetter keinen Wassersport mehr zulässt, müssen die Boote und das Equipment verstaut werden. Dann „überwintern“ sie in einer Lagerhalle in Friedrichshagen, wo sie aufgearbeitet werden. Schäden werden ausgebessert, womöglich ist ein neuer Anstrich nötig. So sind die Boote für die neue Saison gut gerüstet. Insgesamt hat die Segelschule derzeit 26 Boote und 22 Sets Surfausrüstung. Während der

Deswegen müssen die Surfausrüstungen sowie die Kinder- und Jugendjollen nicht langwierig und teuer auf Umwegen ans Wasser transportiert werden. Trotzdem ist der Bereich der Dänischen Wiek einigermaßen windgeschützt. Das ist bei der hohen Windhäufigkeit auch wichtig. Die Übersichtlichkeit des Gebietes ist ein weiterer Pluspunkt. So haben die Ausbilder immer jedes einzelne Boot im Blick. Flach abfallendes Gewässer

Wenn sich einmal eines der Boote „versegeln“ sollte, ist das kein Problem. Wegen der vielen Sandbänke in der Wiek würde es schnell einen der Flachwasserbereiche ansteuern und dort einfach sanft zum Stillstand kommen. Das Gewässer fällt nämlich lang und flach ab. Das macht die Dänische Wiek zu einem hervorragenden Übungsgebiet für Anfänger, die noch

Winterschlaf für Boote

Der Aufwand hat sich gelohnt. Vor allem im Sommer ist die Nachfrage groß. Normalerweise beginnt die Saison Mitte April. Natürlich ist das immer wetterabhängig. Bei geeigneter Witterung öffnet die Segelschule dann auch schon einmal früher. Ebenso verhält es sich mit dem Saisonende. Wenn die ersten Herbststürme früh einsetzen, dann muss die Saison auch

Sonne, Strand und gute Laune…

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Wintermonate ist Dieter Knopp mitunter als Tauchlehrer oder Profiskipper in der Karibik und im Mittelmeer aktiv. Vielfältiges Ausbildungsangebot

Das Angebot der Segelschule umfasst die klassische Segel- und Surfausbildung in unterschiedlichen Altersklassen. Auf der einen Seite gibt es das Optisegeln für Kinder im Alter von sieben bzw. acht Jahren. Daneben hat die Segelschule mehrere Jugendjollen und Regattaboote der Klasse Laser. Auf der anderen Seite besteht eine Zusammenarbeit mit dem Maritimen Jugenddorf Wieck (Majuwi). In diesem Rahmen werden geführte Kajaktouren auf dem Ryck und der


17 Dänischen Wiek angeboten. Dabei ist die Ferienzeit natürlich die vorrangige Kurszeit für Kinder. Die Segelschule bietet aber auch Sportboot- und Funkausbildungen sowie eine Ausbildung auf einem Strandkatamaran. Zusätzlich wird in jedem Jahr zum Fischerfest eine Segelausfahrt mit dem eigens angefertigten, neun Meter langen Boddencruiser veranstaltet. Außergewöhnlich gut werden auch die Spezialprogramme für große Gruppen angenommen. Schon für einen geringen Preis kann man dann zu mehreren den Grundschein ablegen. Text: hed / Fotos: Segelschule Greifswald

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Hamburg-Berlin Klassik Peter Maffay, Sönke Wortmann, Katarina Witt, Ellen Lohr – das ist nur eine kleine Auswahl der Prominenten, die an der diesjährigen Klassikrallye teilnahmen. Ihr Weg führte sie vom 26. bis 28 Mai von Hamburg über Wismar, Neustrelitz und Bernau nach Berlin. In mal mehr mal weniger windschnittigen, rasanten und zuweilen ungeheuer extravaganten Karossen machten die Old- und Youngtimerverrückten an mehreren Zwischenstationen halt, um sich den obligatorischen Stempel abzuholen. Das waren die idealen Momente, Fotos zu schießen und einen Blick auf die Insassen zu werfen. Nostalgischer Chic Die rund 530 km der Rallyestrecke wurden bereits zum vierten Mal abgefahren. Besonders eindrucksvoll: die liebevoll restaurierten und gepflegten Gefährte aus der ersten Hälfte des 20.

Jahrhunderts. Das älteste Fahrzeug des Starterfeldes stammte immerhin aus dem Jahre 1921. In diesem Jahr gab es zwar ein deutliches Übergewicht deutscher und englischer Marken von Aston Martin und Audi bis Riley und Wartburg. Der Begeisterung der innerorts am Streckenrand stehenden Beobachter tat das allerdings keinerlei Abbruch. Hohes Interesse Erneut mussten in diesem Jahr mehr als 100 Bewerber abgelehnt werden, weil nicht die schiere Menge, sondern die familiäre Atmosphäre den Ma-

chern wichtiger ist. Obschon der leistungsstärkste Wagen des Starterfeldes satte 485 PS in die Wagschale warf, war die Hamburg-Berlin-Klassik von einer halsbrecherischen Verfolgungsjagd weit entfernt. Statt eines Kampfes um jede Tausendstelsekunde stand die Gleichmäßigkeit der Fahrt im Vordergrund. Die Wertungsprüfungen auf der Route zum nächsten Etappenziel schrieben denn auch die Zeit, in der sie absolviert werden sollten, genau vor. Sowohl die Veranstalter als auch die Teilnehmer und Zuschauer fiebern sicher schon der fünften Auflage im nächsten Jahr entgegen.

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Englische Klänge zum Jubiläum Die Greifswalder Bachwoche erlebte in diesem Jahr ihre 65. Wiederkehr und wartete mit einem großartigen Programm auf. Inhaltliche Richtlinie der engelischen Woche war eine Kombination aus englischer Musik und solcher, die Engel zum Leitmotiv hat. Ein besonderer Programmpunkt war der Gesangswettbewerb cantateBach!, der schon am 17. Juni begann. Eigentlich vollendete die Bachwoche bereits ihr 66. Jahr. „1956 ging sie allerdings in den Feierlichkeiten zum 500. Jubiläum der Universität auf, weshalb dieses Jahr in der Zählung nicht wirklich auftaucht“, meint Kirchenmusikdirektor Prof. Jochen A. Modeß. Trotzdem hat die Veranstaltung ein stattliches Alter erreicht, was sogar im Rahmen eines eigenständigen Konzertes thematisiert wurde. Internationales Renomeé Dass die Attraktivität der Bachwoche weit über die Grenzen Greifswalds

und Deutschlands hinaus strahlt, machte vor allem der Wettbewerb cantateBach! deutlich. Die Veranstalter hatten weltweit alle Jahrgänge von 1982 bis 1992 dazu aufgerufen, sich an einer Konkurrenz zu beteiligen, in deren Ergebnis je Stimmlage (Sopran, Alt, Tenor und Bass) ein Gewinner gekürt wurde. Die Bewerber kamen sowohl aus Deutschland als auch den USA, Island und anderen Staaten.

Text: hed / Foto: Greifswalder Bachwoche

Aufmerksamkeit genossen zudem wieder etliche Suiten und Kantaten Bachs. Doch bringt die Bachwoche seit langem nicht nur Musik ihres Namensgebers zu Gehör, sondern auch andere Werke. In diesem Jahr waren es beispielsweise die Oratorien „Jephtha“ von Georg Friedrich Händel oder Michael Tippets „A Child of Our Time“. Ohnehin gelang erneut der Bogen von der Alten Musik zur Moderne. Die Ausrichtung der 65. Bachwoche schlug mit rund 160.000 Euro zu Buche. Eine Summe, die unter anderem durch Konzertpatenschaften refinanziert wurde. Ein anderer Teil konnte durch den Kartenverkauf gedeckt werden. Bereits zu Beginn des Monats war über die Hälfte der Tickets an Interessierte gegangen. Trotzdem ist die Finanzierung in jedem Jahr ein Kampf und Prof. Modeß zeigt sich fast ein bisschen erstaunt, dass es in all den Jahren immer wieder geklappt hat, die Bachwoche auf die Beine zu stellen.


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Symposium des Querschnittgelähmtenzentrums Mecklenburg-Vorpommern mit zahlreichen Besuchern Am 13. und 14.05.2011 fand das Symposium des Querschnittgelähmtenzentrums Mecklenburg-Vorpommern der BDH-Klinik Greifswald in der Sporthalle des BerufsBildungsWerkes statt. Eingeladen waren Patienten und deren Angehörige, Therapeuten, Mitarbeiter der Krankenpflege sowie Ärzte unterschiedlicher Fachrichtungen, die die Betroffenen seit ihrer Querschnittlähmung begleiteten und im weiteren Verlauf weiter betreuen. Nur durch eine bestmögliche Akutbehandlung sowie spezifische Behandlungsmethoden in den Behandlungszentren für Querschnittgelähmte kann nach Auftreten einer frischen Schädigung des Rückenmarks die Gesundheit stabilisiert und die Lebensqualität wesentlich verbessert werden, teilte der Chefarzt des Zentrums, Herr Prof. Dr. Platz, mit. Nach umfangreicher Erstbehandlung besteht im Falle fortbestehender Lähmungserscheinungen ein lebenslanger Behandlungs- und Rehabilitationsbedarf. So wurden beim Symposium Fragen der Akutbehandlung durch Neurochirurgen aus den Universitätsklinika Rostock, Greifswald und den HELIOS-Kliniken Schwerin umfassend dargestellt. Ein weiterer wesentlicher Themenkomplex waren neurologische Therapieoptionen bei akuter Querschnittlähmung bedingt durch entzündliche Erkrankungen des Rückenmarks oder Durchblutungsstörungen. Hier referierten Neurologen aus Greifswald und Stralsund. Da die weiteren Behandlungs- und Rehabilitationsziele bei Vorliegen einer Querschnittlähmung vielfältig sind, ist auch das Behandlungsteam am Greifswalder Querschnittgelähmtenzentrum multiprofessionell aufgebaut. Vor dem Hintergrund langjähriger Erfahrungen stellten die Therapeutinnen und Therapeuten ihre vielfältigen Behandlungsmethoden dar. Die Rehabilitation eines Querschnittgelähmten beginnt am Unfallort und endet idealerweise am Arbeitsplatz. In der begleitenden Industrieausstellung konnten sich die Teilnehmer über aktuelle therapeutische Optionen und Hilfsmittel zudem umfassend informieren. Insgesamt trafen sich bei diesem Symposium rund 200 Querschnittgelähmte, ihre Behandler und Weiterbehandler unterschiedlicher Professionen. Das Symposium verdeutlichte, dass das Greifswalder Querschnittgelähmtenzentrum mit seiner 13-jährigen Erfahrung in der Erstbehandlung, Komplikationsbehandlung und lebenslangen Nachsorge Querschnittgelähmter das Behandlungszentrum für Querschnittgelähmte im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern ist. Den zahlreichen Unterstützern dieser Veranstaltung und den Teilnehmern dankt das Zentrum herzlich.


Die neuen Patientenzimmer im Stralsunder Krankenhaus am Sund sind hell, geräumig und verfügen über ein eigenes kleines Bad.

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Investitionen im Hanse-Klinikum Stralsund Die Modernisierung im Krankenhaus am Sund des Stralsunder Hanse-Klinikums läuft auf Hochtouren. Vieles ist schon geschafft und bis Jahresende sollen Krankenzimmer und Behandlungsräume komplett modernisiert sein. Horst Hildebrandt, Chef des Gebäudemanagements, öffnet beim Rundgang über die bereits fertig sanierten Stationen die Tür zu einem der neuen Krankenzimmer. Die Räume in diesem Gebäudeteil sind seit Frühjahr in Betrieb. Sie sind hell, geräumig, verfügen über ein kleines Bad in Natursteinoptik mit barrierefreier Dusche. Jeder Patient kann Kleidung und persönliche Dinge in einem kleinen Schrank verstauen. Auf dem Fußboden verlegten die Handwerker einen parkettähnlichen PVCBelag. Holzelemente sorgen für eine warme Atmosphäre. „Das ist ein Standard wie in einem Drei-Sterne-Hotel“, sagt Horst Hildebrandt. Im Erdgeschoss des fertig gestellten Bauabschnitts bezogen die Physio- und die Ergotherapie ihre neuen Räume. Hier wurden unter anderem ein großer Raum für physikalische Gruppentherapien, ein geräumiger Empfang und Zimmer für Einzeltherapien geschaffen.

ebenfalls alles auf dem neuesten Stand sein. „Um das zu erreichen, wurde das Gebäude entkernt“, erklärt Horst Hildebrandt: Dabei wurden Wände herausgerissen und Pfeiler versetzt. Nur so können neue, optimale Räume geschaffen werden. Der Bauverantwortliche erinnert sich genau, wie es früher war: „Die Sanitärräume befanden sich auf dem Gang. Und wenn in einem Drei-Bett-Zimmer ein Bett herausgeschoben werden sollte, mussten erste die anderen zwei beiseite gerollt werden.“ Bis Dezember erhält das Klinikum auch einen neuen Eingangsbereich direkt an der Großen Parower Straße, von wo aus Patienten und Besucher zu den einzelnen Kliniken gelangen. Nahe dem neuen Eingang sind dann auch die Sprechstundenzimmer der Kliniken untergebracht, Horst Hildebrandt: „Patienten müssen nicht mehr durch die Stockwerke laufen.“

Damp investiert über 47 Millionen Euro Die neuen Stationen docken somit nahtlos an das neue Bettenhaus an, welches bereits im September 2010 in Betrieb genommen wurde. Damit haben die Bereiche Kardiologie, Gastroenterologie, Visceralchirurgie, Orthopädie, Neurologie, das Schlaflabor und die Kinderheilkunde bereits jetzt ihre endgültigen Stationen bezogen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind über 200 Patienten in modernen EinZwei- und Dreibettzimmern auf den neuen Stationen untergebracht. Horst Hildebrandt bezifferte den Gesamtumfang der Investitionen in den beiden Krankenhäusern Sund und West auf insgesamt 47,5 Millionen Euro. 32 Millionen Euro flossen aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung und 15,5 Millionen Euro stellte der Klinikeigentümer Damp zur Verfügung. Text / Fotos: Heiko Engel

Pfeiler versetzt, Wände herausgerissen Hinter großen Planen wuseln Handwerker. Bis zum Herbst soll dort, wo jetzt noch alte Fliesen abgeschlagen und neue Leitungen verlegt werden,

In diesem Teil des Klinikgebäudes wird noch gebaut. Wände mussten herausgerissen und Pfeiler versetzt werden, um Platz für neue, optimale Räume zu schaffen.


Sport bei

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Krankheit

Diese Spirale kann von keinem Medikament durchbrochen werden. Ein Ausweg ist dagegen Bewegung. Gerade für gesundheitlich beeinträchtigte Menschen gilt das alte Sprichwort „Sport tut gut“. Tatsächlich schadet zu viel Ruhe eher als sie nutzt. Wer dauerhaft nur im Bett liegt, schädigt das Herz-Kreislauf-System und den Bewegungsapparat. Der Körper wird schlapp, Muskeln bilden sich zurück. Deshalb ist eine Bewegungstherapie ratsam. Allerdings gilt hier Vorsicht: Möglicherweise lässt es die Krankheit vorübergehend nicht zu, Training zu machen. Dann hilft es schon, Spaziergänge und kleine Fahrradtouren zu unternehmen, um den Körper in Schwung zu bringen. Wer nach einer stationären Reha ambulant Sport treiben möchte, sollte sich mit dem behandelnden Arzt absprechen. Er verschreibt die Bewegungstherapie. Mitunter wird diese in der Gruppe durchgeführt – betreut von Sport- und Physiotherapeuten. Allgemein gilt für das Training: Eine Mischung aus gezielter Kräftigungsgymnastik und Dehnübungen sowie Ausdauertraining ist besonders wirkungsvoll. So rät die deutsche Krebshilfe Tumorerkrankten, dreimal die Woche 60 Minuten lang zu trainie-

ren. Darunter fallen Aktivitäten wie Spazierengehen, Nordic Walking oder Schwimmen. Ein- bis zweimal die Woche sollte Ausdauersport getrieben werden und einmal die Woche Gymnastik wie Dehnungen und Krafttraining. Letzteres baut die geschwächten Muskeln wieder auf. Allerdings gilt stets: Den eigenen Körper nicht überbelasten und nur soviel trainieren, dass keine Schmerzen auftreten. Natürlich ist Sport nicht immer ratsam, etwa bei akuten Blutungen, Fieber, Übelkeit oder bei Kreislaufbeschwerden. Dann können auch Massagen und Entspannungstechniken helfen. Sport beeinflusst nicht nur das körperliche Wohlbefinden positiv, sondern auch das seelische und soziale. Konkret verbessert Bewegung die allgemeine Fitness, das Herz-Kreislauf-System, die Beweglichkeit, die Fähigkeit, sich fortzubewegen sowie die Merk- und Gedächtnisfähigkeit. Zudem wird das körpereigene Abwehrsystem gestärkt. Für die Seele bedeutet eine Bewegungstherapie: Angst abbauen, Selbstvertrauen in sich und in den eigenen Körper aufbauen, Mut machen, wieder unter Menschen zu gehen und den eigenen Körper neu oder wieder zu entdecken. Zudem setzt Bewegung Glückshormone frei und baut Stresshormone ab. Auf sozialer Ebene heißt das, den Kontakt zu anderen zu fördern, soziale Abgeschiedenheit abzubauen und Erfahrungen mit anderen auszutauschen. Das trifft vor allem dann zu, wenn das Training zusammen mit anderen gesundheitlich geschwächten Menschen stattfindet. Kein Medikament kann so vielfältige Wirkungen erzeugen wie Sport und Bewegung.

Text: Manuel Opitz

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Sport treiben oder doch besser ruhen? Ob Herz-, Tumor- oder orthopädische Patienten, diese Frage ist für viele gesundheitlich beeinträchtigte Menschen relevant. Schließlich ist der Körper durch die Behandlung geschwächt, die körpereigene Abwehr leidet. Häufig haben die Betroffenen Schmerzen und sind nur noch eingeschränkt bewegungsfähig. Die verringerte körperliche Leistungsfähigkeit kann sich auf die seelische Verfassung auswirken und Depressionen auslösen. Eine mögliche Folge: Der Erkrankte bricht soziale Kontakte ab, zieht sich zurück.


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Länger besser leben Der demografische Wandel lässt die Gesellschaft zunehmend altern. Da gleichzeitig gerade in der Fläche die Zahl der praktizierenden Hausärzte zu sinken droht, ergibt sich das Problem einer schlechter werdenden medizinischen Versorgung. Gerade für ältere Menschen ist der enge Kontakt mit kurzen Wegen zum Arzt jedoch wichtig. Aus diesem Grund hat die Vitanas Gruppe im April des Jahres ein besonderes Modell gestartet. Mit der Einrichtung des ersten ärztlichen Behandlungszimmers direkt im Senioren Centrum wird die ärztliche Visite deutlich erleichtert. So ist eine optimale Versorgung aller Bewohner ständig gewährleistet. Einer der Vorteile ist, dass die Atmosphäre nicht wie in einer typischen Klinik ist und deshalb ein im Grunde normaler Arztbesuch ermöglicht wird.

Tag der offenen Tür bei Heinrich & Heinrich

Ausführliche Informationen zum betreuten Wohnen erteilt gern Frau Grothmann unter 03834-89 4000.

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Mit vier Objekten, in denen betreutes Wohnen angeboten wird, ist Heinrich & Heinrich einer der führenden Anbieter in Greifswald. Am 21. Mai bot der Pflegedienst allen Interessierten in der Zeit von 10 bis 17 Uhr die Möglichkeit, die Wohnungen zu besichtigen und das Konzept des betreuten Wohnens kennenzulernen. Im Vordergrund stand dabei der Beratungsaspekt. Jedes der Wohnhäuser ist unterschiedlich ausgelegt – immer orientiert an den unterschiedlichen Bedürfnissen der Bewohner. Daneben ging es jedoch auch um Gesundheitsdienstleistungen. So stellte sich der Fahrdienst von Heinrich & Heinrich vor. Zudem maßen Mitarbeiterinnen der JakobiApotheke Blutdruck und bestimmten den Blutzuckerwert. Außerdem konnte der Venendruck geprüft werden. Den Tag der offenen Tür nutzte auch die Physiotherapie Waterstradt zur Präsentation. Diese feiert in diesem Jahr ihr 20. Jubiläum und führte einige ihrer Leistungen vor. Beispielsweise bietet das Unternehmen einmal in der Woche Seniorensport an. Das ist vor allem Funktionsgymnastik zur Vorbeugung oder bei Osteoporose. In gemütlicher Kaffeerunde mit selbst gebackenem Kuchen vom Pflegedienst genossen die Bewohner der Rigaer Straße 21/22 den Tag der offenen Tür. Für die musikalische Begleitung sorgte eine Klavierspielerin.


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Hightech in Bewegung Eine Querschnittlähmung bedeutet einen dramatischen Einschnitt in den Alltag und geht oft mit einer erheblichen Beeinträchtigung der Lebensqualität einher. Ein israelischer Wissenschaftler, der nach einem Quadunfall vor 14 Jahren selbst auf den Rollstuhl angewiesen ist, hat vor kurzem ein Erfolgsmodell aus der Tierwelt auf den menschlichen Gang übertragen. Mit dem in jahrelanger Arbeit entwickelten Exoskelett, das auf den Namen Argo hört, verhilft er nunmehr Gehbehinderten zu einer Unterstützung ihres Bewegungsapparates. Das Prinzip, das dahinter steckt, ist jedoch alles andere als neu. Schon lange tüfteln vor allem Militärexperten an Möglichkeiten, die Fortbewegung schwer beladener Soldaten zu erleichtern oder ihnen auf mechanischem Wege „Superkräfte“ zu verleihen. Roboterhafte Anzüge waren indes meist klobig und wenig zweckdienlich. Die neue Generation der Exoskelette ist weit leichter und beweglicher. Meist wird damit auf halbautomatischem Wege das Aufstehen, Treppensteigen und normale Gehen bewerkstelligt. In aller Regel bedient der Gelähmte über einen Joystick oder per Gewichtsverlagerung das Gerät. Eingebaute Elektromotoren setzen die Signale in

Bewegungen der jeweils angesprochenen Skelettteile um. Begleitet wird dies meist von einem charakteristischen Surren und Klacken. Gewöhnungsbedürftig ist die Steuerung dabei allemal. Bevor Betroffene das Gerät selbstständig benutzen können, vergehen etwa 20 Übungseinheiten. Danach jedoch erleben sie eine bisher schmerzlich vermisste und nun wieder gewonnene Mobilität. Derzeit liegt der Preis für ein solches Exoskelett zwischen 80.000 und 90.000 Euro. Doch sind bereits mehrere Anbieter mit Hochdruck in der Entwicklungs- bzw. Produktionsphase. Das sollte in den kommenden Jahren die Kosten etwas senken. Werden überdies die Ausgaben vergegenwärtigt, die notwendig sind, um Folgeerkrankungen zu behandeln, scheint der Preis gering. Dauerhaftes Sitzen kann dem Körper nämlich zusätzlich zur Querschnittlähmung sehr schaden. Mitunter entstehen hohe Cholesterinwerte, Diabetes, Druckwunden oder Blasen- und Harnleiterentzündungen. Insofern dürften neben den psychologischen auch physiologische Argumente überall dort für den verstärkten Einsatz von Exoskeletten sprechen, wo dieser ratsam erscheint.

Wissenschaftlich belegt ist der Nutzen der Geräte noch nicht. Doch handelt es sich hier lediglich um ein geringes Problem: bislang gab es schlicht kein Exoskelett, das soweit ausgereift war, dass eine Langzeitstudie möglich gewesen wäre. Nun jedoch darf zu Recht auf belastbare Forschungsergebnisse gehofft werden. Die Zulassung für den US-amerikanischen und europäischen Markt hat das Modell von Argo jedenfalls schon. Es bleibt aber fraglich, inwieweit derlei Errungenschaften von den Krankenkassen bezuschusst können.

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In Flammen Ólafur Gunnarsson Elisabeth und Jack waren im gleichen Dorf aufgewachsen. Schon mit zehn waren sie ineinander verliebt, und mit zwölf wussten sie, dass sie sich niemals trennen würden. Es war Spätsommer. Sie hatten auf der Wiese, die Elisabeths Großmutter gehörte, Gras gemäht und Heu eingebracht. Sie saßen unbeobachtet hinter einem Heuhaufen, und Elisabeth führte Jack in die wunderbare Welt des Küssens ein. „Erwachsene machen das so“, sagte sie und küsste Jack mitten auf den Mund. Dieses prickelnde Gefühl würde er sein Leben lang nicht vergessen. Ihr Dorf war fünfzig Meilen von der Stadt entfernt und lag inmitten eines großen, fruchtbaren Landstrichs. Ihre Eltern waren Kartoffelbauern. In der ganzen Gegend drehte sich alles um die Kartoffel: Im Frühjahr wurde gepflanzt, nach einiger Zeit beobachtete man die ersten Triebe, im Sommer kratzte man voller Freude die Erde beiseite, um die Knollen zu begutachten, und wenn dann der Herbst mit leichtem Frost einsetzte, wurde geerntet, und die Schuppen füllten sich schnell mit Säcken voller Kartoffeln, der Lebensgrundlage der Leute. Wenn die Zeit reif wäre, würde auch Jack ein Kartoffelbauer werden und Elisabeth seine Frau. Er wusste, dass er etwas mehr als einhundert Morgen Farmland besitzen und dort sein Haus bauen würde. Als er noch klein war, trieb er sich auf diesen Ländereien herum. Als er und Elisabeth alt genug waren, um Händchen zu halten, gingen sie dorthin spazieren und schmiedeten Pläne für ihre Zukunft. Sie legten fest, wo ihr Haus stehen sollte: unterhalb eines schützenden Hügels – des einzigen, der in der flachen Steppe zu finden war. Ihre Eltern hielten es für selbstverständlich, dass sie heiraten würden, sobald sie alt genug wären. Alle im Dorf hielten es für selbstverständlich. Selbst der geistig zurückgebliebene junge Mann, der für den Besitzer der einzigen Tankstelle in der Gegend kleine Botengänge übernahm und Benzin

zapfte, hielt es für selbstverständlich. Und dann heirateten sie tatsächlich, und Jack baute das Haus mit der Hilfe von Verwandten und Freunden. Beide Familien packten mit an. Als es endlich so weit war, dass sie ihre einhundert Morgen Land bewirtschaften konnten, hatten sie bereits drei Kinder. Um ihr Einkommen ein wenig aufzubessern, eröffnete Jack einen Kiosk direkt an der Straße, wenige hundert Meter von ihrem Haus entfernt. Er baute die Bude selber und strich sie weiß an. Die Kinder halfen gelegentlich mit, die Kunden zu bedienen. Ihr Sohn Bill, der Älteste, versuchte dabei immer seine Schwestern zu kommandieren. Der Tankstellenbesitzer jenseits der Straße runzelte die Stirn über ihr kleines Unternehmen. Es kamen schließlich nicht all zu viele Besucher und Touristen in ihr Dorf, so dass es aus seiner Sicht keinen Bedarf für eine weitere Verkaufsstelle im Ort gab, die Schokolade und andere Süßigkeiten führte, schon gar nicht direkt ihm gegenüber auf der anderen Straßenseite. Den Händlern, die ihn aufsuchten oder mit ihm telefonierten, gab er dies immer wieder wortreich zu verstehen. Und er hatte einen Bruder in der städtischen Bank, die sich um die finanziellen Angelegenheiten des Dorfes kümmerte. Bald stellte Jack fest, dass seine Möglichkeiten bei der Bank ausgereizt waren und er über die bestehenden Zusagen hinaus keine weiteren Kredite bekommen würde. Aber er protestierte nicht. Wenn er sich alles durch den Kopf gehen ließ, schien es ihm selbst ein wenig unfair, das Geschäft des anderen gefährdet zu haben. Also vergaß er die Sache bald. Vielmehr, er versuchte es. Wenn er an

die Zeit zurückdachte, fiel ihm ein, wie einer dieser Vertreter gekommen war und seine Waren losschlagen wollte. Seine Frau hatte sich dabei eingemischt, welche Artikel sie kaufen würden und welche nicht. Sie hatte beide Hände auf ihre Hüften gelegt und war in einer so provozierend femininen Art herumstolziert, dass Jack kaum in der Lage war, den Worten des Mannes zu folgen. Er erinnerte sich nur daran, wie empört der andere war, in welcher Weise sich Elisabeth vor ihrem eigenen Mann aufführte.

Sie waren nie ins Ausland gereist, ja, sie hatten nicht einmal die Stadt besucht. Jedem, der es hören wollte, erzählte Jack freudig, wie glücklich sie mit sich wären und dass sie, statt herumzureisen, ihr Geld viel lieber für einen künstlich angelegten Teich verwenden wollten, um ihre eigenen Forellen züchten zu können. Und genau das tat er auch. Dies erwies sich als gute Entscheidung für ihre Haushaltskasse, denn zwei Jahre später


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blieb der Hering aus. Die schwierige ökonomische Lage war sogar in ihrem gottverlassenen Dorf zu spüren. Aber mit dem Tod des geistig zurückgebliebenen Burschen, der an der Tankstelle ausgeholfen hatte, kam das Glück in ihr Haus. Der Inhaber der Tankstelle bot Elisabeth an, bei ihm zu arbeiten. Vielleicht hatte er ja ein schlechtes Gewissen, weil er damals bei der Bank „an den Fäden gezogen hatte“. Jedenfalls übernahm er nun das Zapfen und überließ es Elisabeth, die Kunden im Laden zu bedienen, wenn sie ihre

Sie berührten sich nur versehentlich, aber bevor Elisabeth sich‘s versah, hatte sie sich erboten, bei einer Freundin nachzufragen, weil die ihres Wissens ein Zimmer vermietete. Es war schon spät am Tag, und der Fremde hatte ohnehin keine Lust, bei einbrechender Dunkelheit in Richtung Stadt zu fahren. Sie begleitete den Mann in seinem Wagen, um ihm den Weg zu ihrer Freundin zu weisen. Am nächsten Tag machte sie sich mit ihm auf und davon. Die Mutter dreier Kinder. Sie verschwand einfach. Jack erinnerte sich, dass seine Frau an dem Tag, als der Vertreter kam und sie zum ersten Mal für einen anderen als ihn so weiblich posierte, ohne Schuhe herumgelaufen war. Und er erinnerte sich, dass sie die Pflanzen gegossen hatte und etwas Wasser auf ihre Schenkel gespritzt war und dort in der Sonne glitzerte. So ein kleines Dorf, beinahe wie eine Familie, eine große Familie. Um das Geschehene ertragen zu können, verhielt sich Jack zunächst so, als wäre überhaupt nichts geschehen. Er wusste auch gar nicht, was er tun sollte. Dann ließ er sich vollStephan Bachmann/pixelio aufen. Und gerade als er wieder nüchtern wurde, am vierten Tag, kehrte Tankfüllung bezahlten und vielleicht Elisabeth zurück Sie hatte die Zeit noch etwas Süßes kauften. mit ihrem Liebhaber in einem Hotel Eines Tages fuhr ein Mercedes vor. verbracht, bis ihre Leidenschaft ermüDer Fahrer war ein gutaussehender det war. Im folgenden Winter wurde Mann, der einen falschen Abzweig ge- Jack zusehends dünn und hohlwangig, nommen hatte und sich nun in ihrem auch trank er maßlos. Ständig quälte Dorf wiederfand. Er hatte nicht die er Elisabeth mit seinen Anschuldigunleiseste Ahnung, wo er gelandet war. gen. Ihre heftigen AuseinandersetzunAls Elisabeth ihn für das Benzin ab- gen waren bis zur Tankstelle hinüber kassierte und ihm mittels einer Karte zu hören, und einmal bemerkte der detailliert den Weg zur Hauptstraße Inhaber: „Das Ganze endet noch dabeschrieb, berührten sich ihre Hände. mit, dass einer draufgeht.“

Mit Island ist vom 12. bis 16. Oktober 2011 erstmals ein nordeuropäisches Land Ehrengast der Frankfurter Buchmesse, der größten und mit Abstand bekanntesten Buchausstellung der Welt. Die Buchkultur aus Island war in den vergangenen Jahren in Deutschland ohnehin schon sehr erfolgreich, aber durch die Präsentation vor einer weltweiten Öffentlichkeit wird sich die moderne wie auch die klassische Literatur des Landes gewiss noch viele neue Leserkreise erschließen. So erscheinen in diesem Jahr anlässlich der Buchmesse immerhin rd. 125 Titel aus Island, darunter etwa 90 Neuübersetzungen. Die Literatur Islands ist auch Gegenstand von Lehre und Forschung in der Nordischen Abteilung der Greifswalder Universität. Mit verschiedenen Veranstaltungen wird dort im laufenden Sommersemester auf das bevorstehende Großereignis hingewirkt. Auch Land&Leute möchte seine Leser darauf aufmerksam machen und wird in seinen Ausgaben Mai bis September jeweils eine bislang unveröffentlichte Kurzgeschichte des isländischen Autors Ólafur Gunnarsson präsentieren.

Alle machten sich Sorgen um die Kinder. Die waren nun im Alter zwischen vier und zehn Jahren. Sie hatten unter dieser Situation zu leiden, bis Elisabeth endlich den Entschluss fasste, ihren Ehemann zum Wohle der Kinder zu verlassen, denn Jack war nicht der Mann, ihr zu verzeihen. Sie zog in das Zimmer, das wenige Monate zuvor ihren Liebhaber beherbergt hatte. Sie packte ein paar Habseligkeiten zusammen und begab sich mit den Kindern auf ihren Exodus zum Haus der Freundin. Plötzlich hörte sie das Getöse berstender Fensterscheiben. Als sie sich umsah, stand das Haus in Flammen, und sie hörte ihren Sohn mit monotoner Stimme sagen: „Vater ist da drinnen.“ Sie rannte zum Haus zurück, kam aber wegen der großen Hitze nicht sehr dicht heran. Er mußte eine Unmenge von Benzin gehortet haben, um innerhalb weniger Minuten ein derartiges Inferno zu verursachen. Sie konnte ihn durch das hell lodernde Feuer sehen. Er saß in der Mitte des Wohnzimmers auf dem Boden, wie ein Mönch, der gegen einen Krieg protestiert, der an einem weit entfernten Ort dieser Welt ausgefochten wird. Aus dem Englischen übersetzt von Antje Grunewald


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Himmlische

Hilfe Wenn wieder einmal das charakteristische Brummen von Christoph 47 durch den vorpommerschen Luftraum schallt, ist eines sofort klar: die Crew und ihr Hubschrauber befinden sich auf einem Rettungseinsatz. Schon seit 19 Jahren wird von der Greifswalder Station der Deutschen Rettungsflugwacht Luftrettung (DRF) schnelle Notfallhilfe am Patienten geleistet. In dieser Zeit wurden insgesamt über 19.100 Einsätze geflogen – alle unfallfrei für die Besatzung. Auch darauf ist die DRF zu Recht stolz. Gewürdigt wurde das Engagement am 15. Juni mit einer Spendenübergabe der Sparkasse Vorpommern in der Greifswalder Caspar-David-FriedrichFiliale. Mit der Zuwendung in Höhe von 10.000 Euro wird ganz konkret die ohnehin schon hoch professionelle Arbeit der DRF noch stärker unterstützt. Das Geld dient nämlich zur Anschaffung eines speziellen Patienten-Wärmesystems und eines Gerätes zur Überbrückung fehlender Herztätigkeit. Auf Spenden ist die DRF deshalb angewiesen, weil die Kosten eines Einsatzes nicht in Gänze von den Krankenkassen übernommen werden. Dazu kommen die notwendigen Vorhaltekosten, die etwa 2 Millionen Euro bzw. 75 bis 80 % der Gesamtausgaben pro Jahr ausmachen. Verstärkt setzt die DRF daher auf die Bereitschaft der mittlerweile gut 350.000 Spender und Förderer.

Spitzenpersonal für Spitzenleistung

Wer nicht fit ist, fliegt nicht

Gerade in einem Gebiet der vergleichsweise weiten Wege, wie es Vorpommern schließlich ist, schätzt das DRFVorstandsmitglied Steffen Lutz die Bedeutung einer solchen Möglichkeit als unverzichtbar ein. Von Sonnenaufgang bis -untergang – nötigenfalls auch bis in die Dämmerung – kann Christoph 47 aus der Luft für Rettung sorgen. Obwohl mit dem Helikopter ausdrücklich keine Seenotrettung betrieben wird, kann er zur Unterstützung beispielsweise von Suchaktionen auf See eingesetzt werden. Darin zeigt sich die übergreifende Wichtigkeit des Gefährtes.

Die Anforderungen an die Crew sind nicht nur im Einsatz hoch. Damit sie überhaupt abheben dürfen sind etwa für potentielle Piloten 1.500 Flugstunden als Luftkapitän verpflichtend. Erfahrung ist in diesem Job unbezahlbar. Wer sich nicht zu 100 % in der Lage fühlt, fliegen zu können, bleibt am Boden und völlig unproblematisch übernimmt kurzfristig ein Kollege den Flug. Die 3 bis 4 % Fehleinsätze, die Christoph 47 pro Jahr fliegt, nimmt Lutz in Kauf. Lieber einmal mehr als einmal zu wenig ausgerückt, so lautet die Devise.

Ein hohes Tempo und Ausbildungsniveau der Besatzung ist dabei essentiell – Zeit ist in diesem Beruf Leben. Das wissen die drei Piloten, acht Fachkräfte für Rettungsassistenz und 20 Notärzte, die zur Crew gehören. In Schichten stellen sie einen kurzen Weg zur Unfallstelle und von dort ins Krankenhaus sicher. Mit gut 200 km/h eilen sie durch die Luft, ungehindert von eventuellen Staus oder anderen Verkehrshemmnissen. Besonders in der Urlaubszeit sind so Einsatzziele, zum Beispiel auf den Inseln Usedom oder Rügen, schnell zu erreichen. Text: hed/Fotos: DRF


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Die Kompetenz Ob Neu- oder Altbau: Eine thermische Solaranlage kann sowohl bestehende Heizungsanlagen ergänzen oder eine neue Heizlösung durch Nutzung von Solarenergie optimieren. Professionell geplant können Sie bis zu 60 Prozent der Energiekosten für Heizung und Warmwasser einsparen. Aber auch schon relativ kleine Solarthermie-Anlagen unterstützen die Warmwasserbereitung effektiv. Die modernen Systeme, deren Effizienz deutlich gesteigert wurde, lassen sich problemlos in bestehende Heizanlagen integrieren. Dabei spielt es keine Rolle, ob z. B. eine Gastherme oder eine Pelletheizung installiert ist. Schon bei der Planung sollte auf den Einsatz hochwertiger Komponenten geachtet werden, um größtmögliche Effizienz und damit rasche Amortisation zu erreichen. Zur Auswahl stehen Wärmekollektoren unterschiedlicher Bauart, die sich einfach in das Dach einfügen lassen. Aufdach, Indach, Flachdach oder Fassade – alle Kollektoren lassen sich ganz nach Wunsch des Bauherren integrieren und bilden eine optisch geschlossene Fläche. Intelligente Regelsysteme steuern die Anlage und sorgen so für optimale Ausnutzung der erzeugten Wärme. In jedem Fall sollten Sie sich bei der Planung und Umsetzung Ihres Vorhabens von den kompetenten, freundlichen Beratern von Jacob Cement Baustoffe unterstützen lassen. Denn thermische Solarenergie ist nicht nur zukunftsweisend, sondern leistet auch einen Beitrag zur Reduzierung Ihrer Energiekosten und zum Klimaschutz, ohne dass Sie dabei auf Wohnkomfort verzichten müssen.

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Krafczyk Männermoden Kommt

Udo doch noch?

Nicht auszuschließen, das Jens Krafczyk das auch noch schafft. Der umtriebige Inhaber von Krafczyk Männermoden hat sich in zwanzig Jahren nicht nur einen Namen in der Greifswalder Modeszene gemacht, sondern quasi ganz nebenbei auch noch 35 Rockkonzerte im Theater der Stadt organisiert. Seine Leidenschaft gilt dabei ganz besonders ostdeutschen Bands wie etwa „Pankow“, „Renft“ oder „Silly“. Für Jens Krafczyk wäre es ganz sicher das ultimative Rockereignis, wenn Lindenbergs Sonderzug nach Greifswald anstatt nach Pankow fahren würde. Herren“ brachte ihn dazu, sich intensiver mit dem Thema Männermoden auseinander zu setzen. Und das höchst erfolgreich: schon im Jahr 1993 konnte er das Haus von der Stadt erwerben. Auch in den Folgejahren zeigte er sich als Unternehmer im wahrsten Sinne des Wortes. So sanierte er das Haus von Grund auf.

Krafzcyk Männermoden bietet heute auf drei Etagen alles, was Männerherzen an Mode begehren und vor allem das, was Frauen gerne an ihren Männern sehen. In angenehmem, stilvollem Ambiente finden Kunden elegante Anzüge ebenso wie sportliche Outfits und modische Accessoires. Gut beraten werden sie durch ein freundliches Team von sechs Mitarbeitern. Im Laufe der Jahre haben acht Auszubildende bei Krafczyk Männermoden das Verkaufen gelernt. Auch das ist ein Zeichen für unternehmerischen Weitblick, denn Top-Kräfte wurden gleich übernommen. Dass Krafzcyk Freude an seiner Arbeit hat, ist unverkennbar. Und so darf man gespannt sein, mit welchen Ideen er in den nächsten Jahren die Greifswalder Männermodenszene beflügelt. Geschicktes, provokantes Marketing und Kreativität haben für einen guten Ruf weit über die Grenzen Greifswalds hinaus gesorgt und lassen auch für die Zukunft einiges erwarten. Anzeige

In diesen Wochen blickt er auf zwanzig Jahre erfolgreiche Geschäftstätigkeit mit Krafzcyk Männermoden zurück. 1991 konnte er in Greifswalds Fußgängerzone einen kleinen HOLaden übernehmen. Eigentlich wollte er dort, wie zuvor erfolgreich auf dem Greifswalder Markt, mit Pflanzen und Blumen handeln. Die über dem Laden angebrachte Inschrift „Alles für den


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Der heilige Hieronymus im Gehäus Das Pommersche Landesmuseum in Greifswald schickt sich erneut an, der Öffentlichkeit eine ganz besondere Ausstellung zugänglich zu machen. Noch bis zum 31. Juli des Jahres wird ein Teil der Grafiksammlung des Hauses gezeigt. Mit dabei sind selbstverständlich auch die großen Meister Dürer und Rembrandt. Dabei ist die vergleichsweise lange Ausstellungsdauer schon am Rande des Vertretbaren. Dies ließ der Direktor des Museums, Dr. Uwe Schröder, im Rahmen einer Pressekonferenz verlauten. „Eine Grafik ist ein Werk, das zu schlafen hat“, meinte Schröder weiter. Vor allem die Lichtempfindlichkeit des Materials verhindere eine längere Verweildauer. Selbst Leihanfragen anderer Museen müssten deshalb bisweilen abschlägig beantwortet werden. Radierung, Stich und Schnitt Bei der Ausstellung „Papierne Schätze – Kostbarkeiten aus sechs Jahrhunder-

ten“ sind indes teils erstmalig gezeigte Blätter zu bewundern. Daher handelt es sich um den ersten Höhepunkt des Jahres 2011. Der Kurator, Mario Scarabis, weist darauf hin, dass insbesondere von Besuchern der Wunsch einer solchen Ausstellung an das Pommersche Landesmuseum herangetragen wurde. Der Fundus geht auf die ursprüngliche Sammlung von Radierungen und Stichen des Kulturvereins Stettin zurück. Dieser hatte mit 2.800 Blättern angefangen. 1907 war die Zahl schon auf 9.000 und 1916 auf 20.000 Grafiken gewachsen. Letztlich umfasste die Stettiner Sammlung beeindruckende 24.000 Blätter. Danach schrumpfte sie erheblich. Die Kampagne „Entartete Kunst“ sorgte für den Verkauf vieler Arbeiten ins Ausland. Während des 2. Weltkrieges wurden zudem etliche Werke zerstört. Daher waren schließlich nur noch 793 Blätter übrig.

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Alte Meister und Notnamen Dieser kleine Bestand wurde im Anschluss von der Stiftung Pommern in Kiel verwaltet und ausgebaut. Derzeit ist die Sammlung wieder auf ca. 12.500 Exemplare angewachsen, wovon 200 der „papiernen Schätze“ auf zwei Etagen in vier Räumen ausgestellt werden. Zweck sei laut Kurator Scarabis ein chronologisch geordneter

Überblick des Bestandes. Daran orientiert sich auch die Besucherführung. Im ersten Raum sind vorwiegend Arbeiten der Meister der Notnamen aus dem 15. und 16. Jh. sowie von Albrecht Dürer zu sehen. Darauf baut der zweite Raum mit Werken z. B. von Rembrandt auf. Der dritte Raum bildet die Hochzeit der Grafikkunst im 18. und 19. Jh. ab. Im vierten wird mit Grosz, Dix und Barlach der Bogen in die Moderne geschlagen. Dürer – als Meister von Holzschnitt und Kupferstich – sowie Rembrandt – als Meister der Radierung – bilden jedoch einen Schwerpunkt der Ausstellung. Ergänzt wird dies durch separat ausgestellte Arbeiten dreier Greifswalder Gegenwartskünstlerinnen. Schlafende Kunstwerke Nach der Ausstellung werden die Grafiken wieder in das Lager des Museums verfrachtet. Dort herrschen Temperaturen um 18°C, das Licht ist ausgefiltert und die Luftfeuchtigkeit ist auch präzise reguliert. Bis zur nächsten Exposition dürfen die Blätter dann wieder ordnungsgemäß schlafen. Text: hed/Bilder: Pommersches Landesmuseum


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Sveiki! Im Spätsommer des Jahres ist es wieder soweit – die Usedomer Musikfestspiele beginnen. Sie gehen dieses Mal bereits in die 18. Saison und werden sicher erneut ein ganz besonderer Publikumsmagnet sein. Schließlich haben die Organisatoren nicht nur ein interessantes Programm auf die Beine gestellt, sondern auch hochkarätige Musiker gewinnen können. Einer von ihnen ist David Geringas. Der litauische Cellist hat sich mit seiner Arbeit international bekannt gemacht. Im Rahmen des Usedomer

Musikfestival zeichnet er in künstlerischer Hinsicht verantwortlich für mehrere Veranstaltungen. So etwa einen Abend auf Schloss Stolpe, in dessen Rahmen Geringas einen Meisterkurs mit Konzerten anbietet. Auch mit der Sopranistin Violeta Urmana gestaltet er einen Liederabend. Das 18. Usedomer Musikfestival steht ganz im Zeichen des Ostseeanrainers Litauen. Der südlichste der baltischen Staaten entsendet in diesem Jahr einige seiner besten Musiker nach Deutschland. Es ist wiederum Violeta Urma-

na, die am 8. Oktober gemeinsam mit dem Sinfonieorchester des NDR Mahlers Rückert-Lieder interpretieren wird. Daneben gibt es erneut eine umfangreiche Auswahl renommierter Komponisten und Künstler.

Das vollständige Programm kann eingesehen werden auf der Seite www.usedomer-musikfestival.de

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Elegant ist das Schiff, das da am Kai vor dem Stralsunder Ozeaneum festgemacht hat. Über dem schnittigen, schlanken Rumpf erheben sich Aufbauten aus feinem Teakholz. Besonders auffällig sind die beiden Radhäuser rechts und links des Rumpfes, in denen sich große Schaufelräder befinden. Die „Freya“, gebaut im Jahr 1905 in den Niederlanden, ist der einzige noch aktive historische Raddampfer Deutschlands. Die Geschichte des Schiffs ist wechselhaft. Im Jahr 1907, nur zwei Jahre nach dem Stapellauf, läuft das unter dem Namen „Westerschelde“ fahrende Schiff auf eine Sandbank auf und kann erst nach einigen Tagen geborgen werden. Nach der Reparatur dient die „Westerschelde“ als königliche Yacht für Königin Wilhelmina der Niederlande. Nach einer weiteren Havarie wird das Schiff im Jahr 1933 erneut verkauft und ist als Diesellagerschiff „De Zwaan“ auf niederländischen Kanälen unterwegs. Während der deutschen Besatzungszeit geben die Eigner, Kees und Lieske Zwaan, einer jüdischen Familie auf dem Schiff Unterschlupf. Obwohl das Versteck verraten wird, gelingt es der Familie, sich in den unteren Öltanks zu verstecken, so dass eine Suchaktion der SS erfolglos bleibt. Nach dem Krieg dient „De Zwaan“ als schwimmender Laden. 1988 wird es ausgemustert, die Verschrottung droht. Quasi in letzter Stunde findet das herunter gekommene Schiff einen neuen Eigner, der es umfassend restaurieren lässt. Dabei wird auch die Maschine eines alten Dampfbaggers, die aus dem Jahr 1926 stammt, installiert. Bis zum Kauf durch den Reeder Sven Paulsen (Adler Schiffe) fährt das Schiff unter dem Namen „De Nederlander“ als exklusives Charterschiff im Rotterdamer Hafen und erwirbt sich den Ruf, eines der vornehmsten und bekanntesten historischen Schiffe zu sein.

Eine nostalgische Küstentour mit dem historischen Raddampfer Freya.

Im Dezember 1999 kauft Reeder Sven Paulsen aus Westerland das Schiff. Nach einer erneuten Überholung in Husum fährt die „Freya“ ab April 2000 ab Hafen List und erinnert dort an die ehemaligen Dampfschiffe „Frisia“ und „Freya“, die für die Versorgung Sylts bis zum Bau des Hindenburgdamms zuständig waren. Seit ihrem hundertjährigen Dienstjubiläum ist die Freya in Kiel stationiert und bereist den Nord-Ostseekanal und Häfen der Nordsee. In diesem Jahr unternahm die „Freya“ zum ersten Mal eine Tour entlang der gesamten Ostseeküste. In Tagesetappen führte die Fahrt von Kiel über Rostock, Stralsund und Greifswald bis nach Swinemünde. Das Kommando an Bord hat Kapitän Dietmar Hesse. Für ihn, der nach der Ausbildung an der Seefahrtschule in Wustrow für die Handelsmarine der damaligen DDR auf großer Fahrt war und auch nach der Wende die unterschiedlichsten Schiffe geführt hat, ist die „Freya“ ein ganz besonderes Schiff und auch ein Stück Herzensangelegenheit. „Trotz des ungewöhnlichen Antriebs über die Schaufelräder lässt sich die „Freya“ genau so fahren wie jedes andere Schiff auch!“, so Hesse. „Außerdem hat das Schiff auch noch eine Schraube am Heck, die durch einen Dieselmotor angetrieben wird, die wir bei Bedarf nutzen. So lässt sich die „Freya“ präzise und einfach manövrieren!“ Während der Fahrt kümmert sich der Maschinist um die Dampfmaschine. Erzeugt wird der Dampf durch einen mit Heizöl befeuerten Kessel. Sie leistet 400 KW und verhilft der „Freya“ so zu einer Maximalgeschwindigkeit von 8,5 Knoten. Über Riemenantriebe wird


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die Kraft der Maschine auf die beiden Schaufelräder übertragen. Sorgsam werden Lager geölt und der Wasserstand im Kessel überprüft. Durch eine verglaste Luke können die Fahrgäste die historische Dampfmaschine betrachten. Auf den Decks und im Salon kümmert sich Restaurantmeisterin Cora Vilsmeier aus Husum um das Wohl der Gäste. Neben dem Kapitän, dem Maschinisten und einem Bootsmann kümmert sich ein engagiertes Team um das Wohlergehen der Gäste an Bord. Da die „Freya“ keine Kabinen zum Übernachten an Bord hat, ist die Organisation einer solchen Reise auch eine logistische Herausforderung. Während einige Gäste nur eine Etappe mitreisen, macht eine andere Gruppe die gesamte Reise mit. Übernachtet wird jeweils im Hotel. Restaurantchefin Cora Vilsmeier ist von der Arbeit an Bord begeistert. Ihre Küchencrew sorgt sowohl für das üppige Brunchbüffet als auch für das nicht minder opulente Kuchenangebot, das zum Nachmittagskaffee präsentiert wird. Kein Wunder, dass alle Gäste des Schiffes, die den Komfort der liebevoll im Jugendstil eingerichteten Salons genießen, höchst zufrieden sind und sich darauf freuen, dass die „Freya“ auch im kommenden Jahr wieder eine Tour entlang der Ostseeküste fahren wird. Informationen über Termine und Preise sollten frühzeitig bei der Reederei erfragt werden, denn die Plätze sind begehrt! In jedem Fall vermittelt die Reise mit einem historischen Schiff wie der „Freya“ ein völlig neues Zeitgefühl und den Genuss von angenehmer Entschleunigung. Text/Fotos: ces

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Das „Wunder“ von Anklam

St. Nikolai im Zentrum der Hanseund Lilienthalstadt Anklam hat wieder ein Dach. Am 25. Mai wurde es von Bürgermeister Michael Galander im Beisein zahlreicher Gäste – unter anderen der Justizministerin MV Uta-Maria Kuder – eingeweiht. Nun gilt es, den 103 m hohen Turm wieder zu errichten und mit dem Ikareum ein Projekt mit internationalem Potential umzusetzen. Das würde den Plänen des Flugpioniers Otto Lilienthal aus dem 19. Jh. gerecht. Am 29. April 1945 war Anklam längst von der Roten Armee okkupiert. Es war denn auch der Granatenbeschuss durch Soldaten der Wehrmacht, der St. Nikolai starker Zerstörung anheim fallen ließ. Von dem einstmals weithin sichtbaren Kirchenbau blieben lediglich Reste des Turmes und der Umfassungsmauern übrig. Der übrige Teil brannte weitgehend aus und wurde mangels Nutzungsinteresse bis 1994 nicht wieder aufgebaut. In diesem Jahr jedoch fanden sich einige Privatpersonen, die dem Abhilfe verschaffen wollten. Millionen für die Kirche Es ist vor allem dem persönlichen Einsatz des Förderkreises Nikolaikirche Anklam e. V. zu verdanken, dass wesentliche Voraussetzungen für das

Projekt geschaffen wurden. Bei der Umsetzung war die Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen von großem Wert. Voraussetzung dafür waren Investitionen in Millionenhöhe. Gut zwei Millionen Euro mussten aufgebracht werden. Davon stammen rund eine Million aus dem Zukunftsnivestitionsprogramm des Bundes, 200.000 aus der Landesförderung und etwas mehr als 700.000 Euro aus Eigenmitteln der Stadt Anklam. Justizministerin Uta-Maria Kuder würdigte die Arbeit als Beweis dessen,

was mit Visionen und Kreativität möglich wäre. Schließlich seien 700.000 Euro für eine Stadt, wie es Anklam sei, keine Kleinigkeit. Trotz aller Schwierigkeiten habe man aus der Nikolaikirche ein Zeichen für gemeinsam zu erreichende Werte gesetzt, so Kuder weiter. St. Nikolai sei eine zudem die Verkörperung eines Aufstieges, auf den ein Fall und darauf eine Auferstehung folge.

Text: hed/Fotos: ces


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Neuer Platz an altem Ort Die Entwicklung der Südstadt schreitet voran. Das „Stammquartier“ der WGG erlebt demnächst den Bau eines weiteren Komplexes. Dieser wird 52 Wohneinheiten umfassen, für die sich bereits jetzt mehr als 150 Bewerber interessieren. Am 8. Juni erfolgte der erste Spatenstich. Eine genaue Summe der Investitionskosten kann noch nicht genannt werden, weil erst in einigen Wochen alle Angebote von Baufirmen eingetroffen sein werden. Fest steht jedoch, dass es sich um rund 5 Millionen Euro handeln wird. Text/Foto: hed

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Der Wanderer über dem

Nebelmeer Nach knapp 15 Monaten Planungsund Bauphase wurde am 23. Mai das sanierte, erweiterte und umgebaute Caspar-David-Friedrich-Zentrum (CDFZ) in der Greifswalder Langen Straße 57 eröffnet. Gefördert wurden die Maßnahmen zu einem großen Teil aus dem Konjunkturprogramm II. Insgesamt beliefen sich die Investitionskosten auf fast 580.000 Euro. Bei einer Fläche von rund 500 m² sind das über 1.000 Euro/m². Allerdings reichten die Gelder nur für eine Sanierung des Vorderhauses. 1765 kaufte Friedrichs Vater Adolph Gottlieb das Gebäude und richtete dort eine Seifensiederei und Kerzenzieherei ein. 1774 wurde Friedrich geboren, woran noch heute eine an der Außenmauer angebrachte Plakette erinnert. Original sind gegenwärtig wohl nur noch die Kellerräume. Das CDFZ befindet sich seit 2004 darin, doch fristete es architektonisch ein eher abseitiges Dasein. Mit der Sanierung ist dem erfolgreich entgegen getreten worden. Positive touristische Wirkung Besonders bei der Caspar-DavidFriedrich-Gesellschaft ist man über die Sanierung glücklich. Bereits vor fünf Jahren hatten die Verantwortlichen einen Plan vorgelegt, wie das Gebäude genutzt und betrieben werden könne. Ziel war es dabei immer, den Maler in seiner Geburtsstadt einem möglichst breiten Publikum möglichst authentisch nahe zu bringen. Das soll insbesondere mit einer kommentierten öffentlichen Ausstellung zu dem Romantiker gelingen. Nicht zuletzt verspricht man sich auch positive Auswirkungen auf die touristische Bedeutung des CDFZ. In biografischer Manier sollen Leben und Werk

des wohl berühmtesten Greifswalders nachgezeichnet und erlebbar gemacht werden. Dazu gehört auch eine Darstellung des historischen Seifensiedens und Kerzenziehens. Authentisches Werkzeug – unter anderem ein Originalkessel – bringt den Besuchern dabei die Techniken besonders nahe. Ehrenamtliches Engagement Wie so häufig bei Kulturprojekten ist man allerdings auf ehrenamtliches Engagement angewiesen – trotz der minimal gehaltenen Kosten. Geleitet wird das gesamte Zentrum nämlich von einer halben Stelle, was 20 Arbeitsstunden in der Woche entspricht. Dazu kommen lediglich einige Aufsichtskräfte, die über Fördermaßnahmen akquiriert werden können. Die Eintrittsgelder decken allenfalls die Nebenkosten. Text: hed / Bilder: Caspar David Friedrich

Öffnungszeiten CDFZ Di-Fr 10-18 Uhr Sa/So 11-17 Uhr Kinder unter 12 Jahren kostenfrei Erwachsene 2,50 Euro Ermäßigt 2,00 Euro Auf Anfrage können Führungen für Gruppen zwischen 15 und 20 Personen vereinbart werden. 03834-884 568


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Die

spielen 39

nur

Die Museumspädagogik des Pommerschen Landesmuseums hat ein ungewöhnliches Projekt gestartet. Schüler forschen zu Spielzeug und Spielen im Vorpommern der Vergangenheit. Dazu interviewen sie Zeitzeugen und werden sogar selbst handwerklich aktiv. Unterstützt werden sie dabei unter anderem von einem Experten der Fachhochschule Stralsund sowie vom dortigen Kulturhistorischen Museum. Am Anfang stand eine Frage: Was und womit haben die Kinder im 19. und frühen 20. Jahrhundert in der Region gespielt? Als Bestandteil der Antwort darauf öffnet das Pommersche Landesmuseum im September seine Pforten für „Pommersche Kinderträume“. Das war der Anlass für Melanie Wilkens, Projektleiterin für Bildung und Vermittlung rund um die Sonderausstellung, Schülern des Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasiums das Thema so nah wie nur irgend möglich zu bringen. Fachkundige Begleitung Mit einigen Neuntklässlern machte sie sich schnell an die Umsetzung. „Unser Ziel war es, dass sich jeder Schüler sein eigenes mechanisches Spielzeug ausdenkt“, sagt Wilkens. Dabei blieb es aber nicht. „Im Anschluss sollte auch jede der Ideen so weit wie möglich Realität werden“, fährt die Kunstpädagogin fort. Natürlich waren nicht alle Kreationen 1:1 umsetzbar; manchmal scheiterte es an simplen physikalischen oder technischen Unmöglichkeiten. In diesen Momenten erwies sich die Zusammenarbeit mit Sebastian Schubert als glücklich. Der Maschinenbau- und Fahrzeugtechnikstudent von der FH Stralsund begleitet Wilkens und die Schüler bei der Konzeption und Herstellung der Spielzeuge. „Dabei konnten wir im Allgemeinen auf recht gute technische Vorkenntnisse der Schüler zurückgreifen“ zeigt sich Schubert erfreut. Nicht realisierbare Ideen wurden in diesem Rahmen einfach auf die technischen Möglichkeiten angepasst. So konnte die Grundidee erhalten bleiben. Anfassen erwünscht Derzeit wird im Keller des Pommerschen Landesmuseums geschraubt, gebohrt und gesägt. Vor allem an heißen Tagen zeigt sich ein Vorteil – es ist angenehm kühl. Dank des großen Elans der Schüler sind bereits viele Einzelprojekte fast fertig. „Die Kinder haben vielfach ein gutes Verständnis für die Technik. Schulisch werden die Grundfertigkeiten des Handwerkens nach meinem Eindruck allerdings nicht mehr ausreichend gefördert“, sagt Schubert. Die fertigen Spielzeuge werden im September als eigenständige Ausstellungsstücke in einem gesonderten Raum gezeigt. „Es ist ausdrücklich erwünscht, die Mechanismen mittels angebrachter Kurbeln zu erkunden“, meint Wilkens. Besonderes Highlight: die Spielzeuge werden angestrahlt, so dass sie einen Schatten gegen die Wand werfen und bei Bewegung ein einzigartiges Schattentheater aufführen werden. Text: hed;

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WGG wirtschaftet solide In einer Genossenschaft zu wohnen, ist nach wie vor attraktiv. Vor allem die Einstellung junger Menschen dazu hat sich in den vergangenen Jahren positiv entwickelt. Gleichwohl ist das Gros der Mitglieder 50 Jahre und älter. Besonders die Mittelpunktstellung des Mitgliedes ist offensichtlich ein starkes Argument. So konnte den fallenden Mitgliederzahlen entgegen gewirkt und selbige mittlerweile wieder in Richtung der 8.000 gesteigert werden. In diesem Jahr feiert zudem der Nachbarschaftshilfeverein als besondere Einrichtung seinen 11. Geburtstag. Dabei handelt es sich um soziale Hilfe angesichts des Rückzuges des Staates. Der hohe Integrationsgrad und und Mitwirkungsmöglichkeiten zeigen sich in der Wahlbeteiligung bei den Vertreterwahlen der WGG. In allen Bezirken lag sie zwischen 17 und 57 Prozent. Insgesamt hatten sich 153 Mitglieder zur Wahl gestellt. Mehr Interessenten als Wohnungen Im Rahmen eines Pressegespräches stellten Geschäftsführung und Vorstand des Unternehmens am 25. Mai den Bericht über das vergangene Jahr vor. Der Schwerpunkt war 2010 eindeutig die Fertigstellung des Umbaus Ost. Beispielsweise würden die Wohnungen in der Dostojewskistraße 1-4 in größerem Umfang instandgesetzt. Außerdem war 2010 die Verbesserung der Bestände ein allgemeines Vorhaben. Das schließt mehrere Aufzugsnachrüstungen bis 2014 ein. In der Südstadt soll demnächst eine Zukunftswerkstatt eingeführt werden. Zusätzlich geht die Umsetzung weiterer Bauvorhaben in die nächste Runde. In der Karl-Krull-Straße zm Beispiel ist schon das nächste Objekt in Entstehung begriffen. Für die 52 neu zu errichtenden Wohnungen gibt es bereits 152 Interessenten. Am alten Verwaltungsstandort warten derweil noch 50 Wohnungen auf Bezug. Konzertiert werden die Aktivitäten vom Bau des neuen Verwaltungsgebäudes, dessen Dachflächen für Photovoltaikanlagen vermietet werden sollen. Positive Entwicklung der WGG Der kaufmännische Direktor Dr. Fehlhaber stellte am 25. Mai die wirtschaftliche Statistik in den Vordergrund. Dank einer strategischen Weiterentwicklung sei ein solider Jahresüberschuss von mehr als 2 Mio. € erwirtschaftet worden, von denen der Aufsichtsrat 3 % als Dividende ausschütte. Die Eigenkapitalquote betrüge aktuell 47 %. Diese zu steigern, sei eines der Ziele für 2011. Insgesamt sei die Zahl der Mitglieder auch im abgelaufenen Geschäftsjahr gestiegen. Ebenso machten jedoch auch die durchschnittlichen Betriebskosten und Nutzungsgebühren einen steigenden Trend mit. Der Leerstand befinde sich mit 0,37 % hingegen auf anhaltend geringem Niveau. Text: hed/Foto: Uwe Durak/WGG

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Zeesenboote zwischen Fischfang & Freizeiterlebnis

unter rotbraunem Segeltuch „Am Feuerherd“ – Kulturhistorisches Symbol des Zeesenbootsegelns Die hölzerne Bank unter den sattgrün belaubten Zweigen des uralten Birnbaums in Barnstorf am Bodden ist ein magischer Rastplatz für Naturfreunde. Dieser zauberhafte Ort auf der von drei Seiten vom Bodden umspülten Landzunge gilt als lebendiges kulturgeschichtliches Symbol. Er kündet von der jahrhundertealten Traditionen des Fischfangs mit Zeesenbooten. Eine Findlingsinschrift nahe des Birnbaums informiert über die erste urkundliche Erwähnung dieses Ortes im Jahre 1743. Auch dessen Benennung „Am Feuerherd“ sowie die maritime Nutzung als geschützter Hafen der Zeesenboote wird so belegt. Seit dieser Zeit sind fast dreihundert Jahre vergangen. Noch immer gedeiht der imposante Birnbaum in klarer Luft zwischen salzigem Meer und brachigem Flachwasserbodden. Nahe liegen die mittelalterlichen HufeHöfe mit ihren geschwungenen Reetdächern. Käthe Miethe aus Althagen, eine bekannte Autorin über das Land am Meer, bezeichnete diese Häuser als schönste Gehöfte des Fischlands. Viel Interessantes könnte der „am Feuerherd“ gepflanzte Birnbaum berichten, denn er erlebte bereits die Blütezeit des Fischfangs mit dem Zeesenboot im 18. und 19. Jahrhundert. Traditionelles Zeesenbootsegeln Die Anfänge der Fischerei mit dem Zeesenboot reichen fast

sechshundert Jahre zurück. Die erste Urkunde, in welcher dieser Segelboottyp genannt wird, datiert in das Jahr 1449. Das Dokument beschreibt ein Zeesenboot aus Stralsund. Ein noch älteres historisches Zeugnis beurkundet den Fischfang mit der Zeese, einem Schleppnetz. Dieses war seit 1315 am Stettiner Haff gebräuchlich und wurde zum Namensgeber für das Zeesenboot. Obwohl man die Bauweise eines Zeesenbootes in den Jahrhunderten modifizierte, blieb die generelle Typik dieser Segelboote relativ stabil. Es besitzt einen breiten Rumpf aus Holz, zwei Masten und eine sehr robuste Verarbeitung. In diesen Bootsbau floss das nautische Know-How erfahrener Seeleute ein, welche nach einer Karriere auf hoher See zur Boddenfischerei übergingen. Aufgrund der Konstruktion eignet sich ein Zeesenboot besonders gut zum Segeln im flachen Bodden. So kam es zu einem über Jahrhunderte anhaltenden Bau der bis zu zwanzig Meter langen Boote entlang der mecklenburgischen sowie pommerschen Ostseeküste bis hin zum Stettiner Haff, wo das Zeesenboot als Zeesenkahn bekannt war.

Fischereitechnik per Zeesenboot Zum Fischen per Zeesenboot nutzt man ein kegelförmig gearbeitetes Schleppnetz, die Zeese. Deren geöffnete Seite wurde am Heck – am Driftbaum – sowie am Bug – am Klüverbaum – befestigt. Der Fischfang erfolgte, indem das Zeesenboot beim langsamen Treiben quer vor dem Wind das Schleppnetz auf der Luvseite steuerbords nahezu lautlos über den Grund zog. Dies nannte man Drift. Sie umfasste einen ca. zweistündigen Zeitraum und erfolgte in den Nachtstunden bei dicht gesetzten Segeln ohne Positionslichter. Typisches Attribut eines Zeesenbootes sind die rotbraunen Segel. Die nuancierende Farbe ist das Ergebnis einer speziellen Imprägnierung ehemals weißer Segel. Zur Erhöhung der Witterungsbeständigkeit nutzte man eine Komposition verschiedener Naturmaterialien wie Rinde, Lebertran, Holzteer, Rindertalg und Gerblauge. Ein frisch gefärbtes Segeltuch spülte man im Meer. Zeit des Wandelns Seit den 1990er Jahren ist die Zeit des Fischfangs mit Zeesenbooten in den Boddengewässern, u. a. bei Stralsund, Wismar, Ribnitz-Damgarten, Barth, vor der Küste Rügens und am Stettiner Haff vorüber. Das Naturerlebnis beim Segeln mit dem Zeesenboot trat an die Stelle der einstigen Aufgabe, mit dem Fischfang


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die Existenz zu sichern. Heute verkörpern die Zeesenboote eine wundervolle Möglichkeit, das Land am Meer naturnah zu erkunden. Im Wind geblähte Segel, knarrende Geräusche hölzerner Planken, der Geruch salziger Meeresluft sowie das Geräusch der schäumenden Gischt lassen Vorstellungen der romantischen Seefahrt wahr werden. Vor allem der maschinelle Fortschritt, kulturelle Entwicklungen und Veränderungen der Fischereirechte führten zu dieser Wende. So hatte beispielsweise der Einbau von Hilfsmotoren in Zeesenboote den traditionellen Fischfang verändert, denn die Abstände zwischen den Driften verringerten sich, so dass es zu verbesserten Fangerfolgen kam. Auch die Badekultur der Sommerferiengäste, die Heimatliteratur sowie die Etablierung von Künstlerkolonien öffneten der neuen Zeit am Bodden ein Tor. Die Wahrnehmung vom Zeesenboot als Arbeitssegler veränderte sich hin zum ästhetischen Motiv, dessen Charme Aquarelle der Ahrenshooper Malerschule fixierten. Weltbekannte Künstler, darunter Paul Müller-Kaempff, Oskar Frenzel, Louis Douzette, Elisabeth von Eicken, Anna Gerresheim, César Klein und Dora KochStetter gehörten dazu. Aber auch Marianne von Werefkin und Alexej Jawlensky von der Neuen Künstlervereinigung München sowie der Brücke-Maler Erich Heckel besuchten das Boddenrevier der Zeesenboote.

ders in der Region Fischland, Darß und Hiddensee wieder häufiger beobachten. Zahlreiche der traditionellen Boote, welche sich in schlechtem Erhaltungszustand befanden, wurden rekonstruiert. Entlang der flachen Boddengewässer gibt es besondere Bestrebungen, den vorhandenen Bestand an Zeesenbooten zu erfassen, gezielt Traditionspflege zum Erhalt dieser typischen Segelboote zu betreiben, die besondere Bauweise der Zeesenboote zu studieren sowie an die einstige Lebensweise und Kultur der Zeesenbootfischerei zu erinnern. Hinzu kommen praktische Demonstrationen des Zeesenbootfischens, u. a. auf dem Saaler Bodden. Regattasegeln der Zeesenboote Die lebendige Tradition des Zeesenbootsegelns führte zur Entstehung der Zeesenbootregatten. Deren Anfänge liegen im Jahre 1909. Damals fand die erste Regatta mit nur zehn teilnehmenden Zeesenbooten statt. Im Jahre 2011 heißt die Regattasaison zwischen Juni und September tausende Besucher willkommen. Mittlerweile wird in Bodstedt die 47. Zeesenbootregatta ausgetragen. Die Chance, das unverwechselbare Œuvre dutzender rotbrauner Segel als lebendigen Ausdruck der Kulturgeschichte im Land am Meer zu bestaunen, sollte man nicht versäumen.

Zeesenbootsegeln als Freizeitkult an der Ostseeküste

Die Möglichkeit dazu bietet sich in Wustrow vom 02. bis 03. Juli 2011, in Dierhagen vom 16. bis 17. Juli 2011, in Barth vom 23. bis 24. Juli 2011, in Bodstedt vom 03. bis 04. September 2011 sowie vom 17. bis 18. September 2011 in Althagen.

Heute kann man die Ästhetik des Segelns mit einem Zeesenboot beson-

Neben dem Wettkampfgedanken, eine Wegstrecke auf dem Wasser kurzzeitig

zu absolvieren, stellt eine Zeesenbootregatta immer auch eine einmalige Parade der Boddensegler dar. Es beeindruckt, wie gut sich Bauform sowie Erscheinungsbild der Zeesenboote in die maritime Umgebung des Boddens einfügen. Dies spiegeln auch Bootsnamen wie „Störtebeker“, „Windsbraut“, „Dwarslöper“, „Flunder“ oder „Nordstern“ trefflich. Darüber hinaus präsentieren die Eigner den staunenden Besuchern gern ihre restaurierten und liebevoll gepflegten Zeesenboote im quirligen Flair fachsimpelnder Segler. Natürlich denken die Veranstalter auch an das leibliche Wohl und die Bedürfnisse der Souvenirjäger. Darüber hinaus bietet sich beim Besuch einer Zeesenbootregatta die Chance zu einem nostalgischen Segeltörn auf dem Bodden unter rotbraunen Segeln. Resümee Vielleicht bleibt nach dem Besuch einer Zeesenbootregatta noch etwas Zeit zum Besuch eines schönen kulturgeschichtlichen Museums am Bodden oder für den Abstecher zum imposanten Birnbaum „Am Feuerherd“. An diesem poesievollen Ort, einst eine wichtige Landmarke des Zeesenbootfischfangs, wird der facettenreiche Entwicklungsweg dieses Boddenseglers umso deutlicher. Ein Zeesenboot vereint heute die Tradition eines Fischfanggeräts, ist Element im Tourismusgeschäft, dient als Freizeitsegler zur Erkundung der Ostseeküste, stellt sich aber auch als Inhalt von Projektvorhaben mit Jugendlichen dar und bleibt weiterhin Forschungsexponat sowie informativer musealer Gegenstand zur Kulturgeschichte des Ostseeraums. Text: Dr. Irene Blechle


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Endlich! Erster Spatenstich für die B 96n auf Rügen. Die Freude war den vielen Demonstranten aus Rambin und Samtens anzusehen. Mit dem ersten Spatenstich zum Bau der B 96n rückt die Befreiung von Lärm und Staub der zigtausend Fahrzeuge näher, die das Leben in den Orten vor allem in der Hauptsaison bislang zur Qual machten. Gemeinsam brachten Bundeskanzlerin Angela Merkel, Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering, Landesverkehrsminister Volker Schlotmann und Dirk Brandenburger als Vertreter der DEGES das Projekt, dessen Planung vor mehr als zehn Jahren begann, auf den Weg. Die Lacher hatte Brandenburger auf seiner Seite, als er sich in seiner Ansprache ausdrücklich bei den Vertretern von NABU und BUND für die konstruktive Zusammenarbeit bedankte. Kanzlerin Merkel betonte, dass die neue Strasse ein Meilenstein für die weitere Entwicklung Rügens sei. „Wer für Rügen ist, ist auch für die B 96n!“, so Merkel. Ministerpräsident Sellering verwies darauf, dass Rügen mit 6 Millionen Übernachtungen pro Jahr ein Schwergewicht in der Tourismusbranche des Landes sei und eine leistungsfähige Verkehrsanbindung mehr als dringend benötige. Bundesverkehrsminister Ramsauer verwies darauf, dass die neue Straße auch für die wirtschaftliche Entwicklung der Insel, vor allem auch außerhalb des Tourismus, erfor-

derlich sei. Der Hafen Sassnitz sei das Tor zu den osteuropäischen Ländern und werde im Laufe der kommenden Jahre an Bedeutung gewinnen. Eine Meinung, die auch Harm Sie-

vers, Chef des Fährhafens, teilt. Seiner Meinung nach sei der Bau der Straße längst überfällig und es gelte, auch den weiteren Streckenausbau bis nach Sassnitz zügig voran zu treiben. Im Pressegespräch erklärte Landesverkehrsminister Schlotmann, dass bei der Planung alle Erfordernisse, insbesondere die des Naturschutzes, berücksichtigt worden seien. So sind unter anderem insgesamt 15 Amphibienund Kleintierdurchlässe geplant. Hinzu kommen Wildbrücken und weitere

Maßnahmen, um Biotope entlang der Straße auch künftig zu verbinden. Die für den Straßenbau benötigte Fläche von 100 Hektar werde durch fast die dreifache Fläche von 275 Hektar, die für Ausgleichsmaßnahmen eingeplant wurde, mehr als kompensiert. Insofern sei er zuversichtlich, dass die Klage der Verbände abschlägig beschieden werde. Schlotmann machte deutlich, dass sein Versuch, mit BUND und NABU einvernehmliche Lösungen zu finden, auch an deren Uneinigkeit gelegen habe. Beide Verbände hätten eine Liste mit 30 Forderungen vorgelegt. Bis heute habe er jedoch die angeforderte Einordnung nach Prioritäten nicht erhalten. Wenig Verständnis zeigte Schlotmann auch für das Angebot der Verbände, die Klage zurück zu ziehen, wenn neben der Erfüllung der 30-Punkte-Liste eine Zahlung in Höhe von 4,74 Millionen Euro geleistet würde. Dieses Geld wollen die Verbände in eine weitere von ihnen kontrollierte Naturschutzstiftung eingebracht sehen, um dort für Vogelschützer und Vogelschutzmaßnahmen verwendet zu werden. „Abgesehen davon, dass ich es gelinde gesagt als moralisch zweifelhaft ansehe, die Überzeugung der Verbände gegen Geld zu tauschen, habe ich rein rechtlich gesehen keine Möglichkeit, Steuergelder für solche Vorhaben einzusetzen!“ so Schlotmann.


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Auf stolzen 2.600 m² darf hier getobt, geklettert und gespielt werden. Während der Schulferien in M-V ist hier täglich bereits ab 10.00 Uhr geöffnet. Ein besonderes Highlight ist die größte zusammenhängende Hüpfburgenlandschaft Europas. Doch auch das Klettergerüst mit 8 m Höhe kann sich mit seinen vielen verschiedenen Elementen sehen lassen. Unzählige Spielmöglichkeiten laden im Indoorspielplatz kunti-bunt in Greifswald zu einer Entdeckungstour ein. Mehrere Hüpfburgen wurden zu einem einzigartigen Ensemble zusammengebaut, auf dem nun gerutscht, getobt und gesprungen wird. Da kann man einen Leuchtturm erobern, herum springen oder eine klasse Rutschpartie wagen. Das Klettergerüst bietet auf mehreren Etagen verschiedenste Spielmöglichkeiten. Eine Wendelröhre und eine Wellenrutsche lassen bei den Kindern keine Wünsche offen. Vier Softballanlagen sind ebenso integriert wie unzählige Kletterstrecken. Unten führt die Kartbahn durch das Gerüst hindurch. Für Kleinkinder gibt es einen eigenen, geschlossenen Bereich, in dem die Jüngsten in Ruhe spielen können. Tischtennis, Billard, Kickertisch und kostenloses Air-Hockey fehlen genauso wenig wie Trampoline.

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Fachhochschule Stralsund STeP`t zum neunten Mal.

Auch in diesem Jahr führte die Fachhochschule Stralsund ihre Stralsunder Tagung für erfolgreiche Partnerschaften durch, die auch als STeP-Kongress bekannt sind. Unter dem Leitmotiv „Vorpommern im Aufwind – Zukunft gestalten. Gesundheitswirtschaft und Zukunftsmanagement“ wurde über Strategiekonzepte zur Unternehmens- und Regionalentwicklung referiert und diskutiert. Neben einem Team von Studierenden gehörten unter anderem Dr. Wolfgang Blank, Geschäftsführer der BioCon Valley GmbH, Dr. René Schmidpeter von der Initiative „Unternehmen für die Region“, Stefanie Nordmann, Geschäftsführerin der Fine Food & Beverage GmbH und Holger Kliewe vom Erlebnis-Bauernhof Kliewe zu den Referenten. Ziel des jährlich stattfindenden Kongresse ist es, die Verbindung von Wissenschaft und Praxis zu stärken. Partner des Kongresses sind die Stralsunder Mittelstandsvereinigung e.V., das Amt für Wirtschaftsförderung der Stadt Stralsund sowie jeweils einige Unternehmen der Region. Die Vorbereitung der Veranstaltung liegt in den Händen von Studenten der Fachhochschule unter der Leitung der Professoren Heiko Auerbach und Norbert Zdrowomyslaw. Im Gespräch mit Land&Leute wies Profes-

sor Zdrowomyslaw auf das eigentliche Anliegen des Kongresses hin. Es gehe nicht um eine weitere akademische Veranstaltung, sondern um direkte Kontakte der Studierenden mit Herausforderungen des praktischen Wirtschaftslebens. Torsten Parczyk als Vertreter der Stralsunder Mittelstands-

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vereinigung e. V. sieht in der Kooperation mit der FH eine hervorragende Möglichkeit des Wissenstransfers. Der Kongress bringe Studierende und Unternehmen über konkrete Projekte zueinander. Gerade mittelständische Firmen können so vom Know How der Studierenden profitieren. Beispiele seien zum Beispiel Abschluss- und Projektarbeiten, deren Themen aus den Unternehmen kämen. Aber die Kongresse haben auch nachhaltige Effekte für die gesamte Region. So wurde das Leitbild der Hansestadt Stralsund wesentlich durch Studierende der FH im Rahmen eines STeP-Projektes geprägt. Auf die Bedeutung dieser Form der Kooperation wies auch Referent Prof. Dr. Klaus-Dieter Weltmann, Direktor des Leibniz-Institutes für Plasmaforschung und Technologie e. V. hin. Es seien Wissenschaft und Forschung, die letzten Endes aus Geld Wissen mache. Durch Innovationen, neue Produkte und neue Verfahren entstünde aus dem neu gewonnenen Wissen in Form von unternehmerischem Gewinn wiederum Geld. Dr. Ing. Bernd Rethmeier von der FH Stralsund sieht die Bedeutung der STeP-Kongresse auch darin, dass neben dem fachlichen Austausch schon frühzeitig persönliche Kontakte zwischen Absolventen und Unternehmen geknüpft würden. Zeit genug, so Dr. Ing. Rethmeier, sich im praktischen Unternehmensalltag persönlich kennen zu lernen. Dies sei ein wichtiges Kriterium vor dem Hintergrund des


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die Potential zur Persönlichkeitsentwicklung bietet und das eigene Organisationspotential entwickelt, finden Johanna Müller und Jens Bindernagel.

Fachkräftemangels. Nicht zuletzt gehe es darum, junge Absolventen in der Region zu halten. Die Studierenden Johanna Müller, die den STeP-Kongress des vergangenen Jahres mitorganisiert hat, und Jens Bindernagel, der 2011 zum Organisationsteam gehörte, sehen den direkten Nutzen für sich vor allem in der Bewältigung der vielen Herausforderungen, die zur Vorbereitung des Kongresses gehören. Für sie bietet STeP erste praktische Erfahrungen bei der inhaltlichen und organisatorischen Planung einer solchen Veranstaltung. Definition der Themen,

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Einladung qualifizierter Referenten und nicht zuletzt ganz pragmatische Dinge wie etwa das Erstellen von Einladungslisten, das Verfassen von Pressemitteilungen bis hin zur Klärung von Cateringfragen müssen in einer Gruppe von circa 10 bis 15 Studenten abgearbeitet werden. Eine Aufgabe,

Als Fazit kann festgestellt werden, dass auch der diesjährige STeP-Kongress für alle Beteiligten ein Erfolg war. Studierende, Referenten und Unternehmen haben erneut eine ganze Fülle von wertvollen Impulsen erhalten, stellte Stralsunds Oberbürgermeister Dr. Badrow als Teilnehmer der Veranstaltung fest. Text / Foto: ces


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„Eigene Vorstellungen von Politik und Gesellschaft umsetzten“ Herr Wulff, die FDP ist fast schon traditionell in weiten Teilen der Region im Schatten größerer Parteien. Wie stellt sie sich derzeit personell auf und welche Organisationsstrukturen folgen aus der Kreisgebietsreform? Die FDP in Mecklenburg-Vorpommern hat derzeit mehr als 1.200 Mitglieder und ist in 16 Kreisverbände unterteilt. Nach Bestätigung der Kreisgebietsreform wird die FDP sich nach wie vor so organisieren, dass wir weiterhin die politische Arbeit in den Bürgerschaften und Gemeindevertretungen gestalten können und uns in den neuen Großkreisen so zusammenschließen, dass wir effektiv arbeiten können. Das Hauptaugenmerk wird weiter bei der Arbeit vor Ort liegen und deswegen werden wir unsere faktischen Strukturen nur marginal anpassen.

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Schirmherr : Ralf Drescher

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Sommernächte unvergesslich… Eine Sommernacht. Eine Oper. Ein Schloss. Wer alles zusammen erleben möchte, dazu vielleicht noch ein barockes Diner – für den ist die „OPERNALE“ 2011 im Schloss Griebenow bei Greifswald der echte Geheimtipp. Erstmalig findet dort vom 8. bis 24. Juli dieses Fest der Künste statt. Das Hauptprogramm bildet das Mozart-Singspiel „Der Schauspieldirektor“ – eine barocke Casting-Show, von Henriette Sehmsdorf inszeniert. Ein buntes Rahmenprogramm mit Kunst und Konzerten, Lesungen und Lichterspielen verleiht jedem Veranstaltungstag sein eigenes Flair und verschafft dem Besucher ein Erlebnis für alle Sinne. Kulinarisch reicht die Betreuungspalette vom Picknick im Park bis zum Gourmet-Diner a la ‚Le Croy‘ im Marmorsaal. Dem künstlerischen Leiter der Bachwoche, Kirchenmusikdirektor Prof. Jochen A. Modeß, obliegt die musikalische Leitung der drei Vorstellungen am letzten OPERNALE-Wochenende. Und übrigens: den „Schauspieldirektor“ gibt ein echter Schauspieldirektor – nämlich Matthias Nagatis vom Theater Vorpommern. Die Schirmherrschaft der OPERNALE hat Landrat Ralf Drescher inne, künstlerischer Schirmherr ist der Dirigent Professor Hartmut Haenchen. Als Hauptsponsor treten die Stadtwerke Greifswald sowie das hansestädtische Klinikum ein. Der Kartenvorverkauf im Internet sowie an den üblichen Vorverkaufsstellen hat begonnen. Die Internetseite www.opernale.de ist geschaltet und bietet einen Vorgeschmack auf dieses Fest der Künste auf Schloss Griebenow bei Greifswald. Karten: karten@opernale.de oder 038333-887768 Christine Senkbeil Öffentlichkeitsarbeit 0170-2187810

Welche politische Strategie verfolgt die FDP eingedenk der anstehenden Wahl im September?


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David Wulff, Landtagskandidat der FDP, über politisches Engagement und zukünftige Projekte Die FDP wird im Land ganz klar für die Zweitstimme werben und für die Kommunalwahlen für die Personen, die dann in Fraktionsstärke in die neuen Kreistage einziehen. Derzeit sind wir nicht nur im Landtag, sondern auch in allen Kreistagen vertreten. Angesichts des schlechten Bundestrends ist es für uns wichtig, diesen Status zu erhalten. Welche aktuellen politischen Projekte verfolgt die FDP? Eines der wichtigsten Projekte ist derzeit das Mittelstandsfördergesetz, welches von der FDP entworfen und in den Landtag eingebracht wurde. Leider wurde dieses Vorhaben von SPD und CDU ausgebremst und in die nächste Legislatur verschoben. Um kleine und mittlere Betriebe im Land zu stärken, ist eine starke FDP im kommenden Landtag wichtig, damit deren Interessen nicht in einer großen Koalition unter die Räder kommen. Außerdem wollen wir Veränderungen in der Landesfördermittelvergabe, so dass dies künftig konzentrierter und effektiver funktioniert. Eine weitere Großbaustelle wird die Reformierung der Landeshaushaltsführung. Damit der Landeshaushalt transparenter wird, streben wir eine Umstellung auf die doppelte Buchführung (Doppik) an. Es gibt eine Vielzahl an Projekten, die wir weiterführen und noch angehen wollen im kommenden Landtag. Mir persönlich liegt auch eine Besserstellung der Berufsschulen am Herzen und eine bessere Gründerförderung, insbesondere im Bereich des Technologietransfers aus den Unis.

Jungen Leuten muss die Chance gegeben werden, ihre eigenen Vorstellungen von Politik und Gesellschaft umzusetzen. Die Umgangsformen in der Politik und das von Oben-herab-Regieren ist äußerst demotivierend und verschreckt nicht nur junge Leute. Es gibt aber sehr viele junge Menschen, die sich engagieren und gestalten wollen. Bei uns sieht man das auch besonders schön, wenn man sich das Durchschnittsalter der ersten zehn Listenkandidaten anguckt und mit den anderen Parteien vergleicht. Die FDP hat keine Probleme, junge Leute für Politik zu begeistern, ich bin ja schließlich auch noch unter 30.

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„sommerliches Vorpommern“

Senden sie uns ihr schönstes Sommerfoto! Ob aus dem Urlaub oder von Zuhause, mit der Familie oder ihrem Haustier, lassen sie uns an ihrem liebsten Moment des Sommers teilhaben! Schicken Sie Ihr Foto (max. 3 pro Teilnehmer) bis spätestens 1. August 2011 an die Redaktion, entweder als Abzug per Post oder per Mail (min. 2000 Pixel an einer Kantenlänge). An: Land und Leute Verlag Brandteichstraße 20 17489 Greifswald oder mail: anzeigen@ll-aktuell.de

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Wie weiter mit dem Euro?

PRO UND CONTRA Die Europäische Union steht mit den außer Kontrolle geratenen Finanzproblemen einiger ihrer Mitglieder seit Monaten vor einer Zerreißprobe. Das Vertrauen in die Regierungsvertreter, die Krise lösen zu können, schwindet mit jedem Tag, in dem es keine handfesten Anzeichen für eine Besserung der Situation gibt. Ob ein Austritt bzw. ein Ausschluss der ins Taumeln geratenen Länder aus der EURO-Zone sinnvoll ist, stand zumindest zeitweilig zur Debatte. Postweg: Land und Leute Verlag Brandteichstraße 20 | 17489 Greifswald oder mail: anzeigen@ll-aktuell.de

Doch welche Auswirkungen hätte dies? Und welche gangbaren alternativen Lösungsansätze gibt es? Diesen Fragen werden wir in der kommenden Ausgabe nachgehen. Dazu werden wir zwei Experten das Pro und Contra einer radikalen Neustrukturierung abwägen lassen. Ergänzen wollen wir das durch einen Querschnitt der Meinungen unserer Leser. Senden Sie uns also in kurzen Worten ihre Meinung zu der Frage: Wie weiter mit dem Euro?


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Tour durch Vorpommern Die Kandidaten für das Amt des Landrats bzw. der Landrätin im neu zu bildenden vorpommerschen Großkreis mit Greifswald, Anklam, Pasewalk und anderen Städten laufen sich seit einiger Zeit schon einmal warm für die im September stattfindenden Wahlen. Eine von ihnen – die derzeitige Landesjustizministerin Uta-Maria Kuder – nutzte den 1. Juni für eine ausgiebige Rundreise und stattete fünf Adressen einen Besuch ab.

Den Auftakt machte die Greifswalder Kinderklinik, wo sie Luftballons und Kindersachen verteilte. Im direkten Anschluss besuchte sie in einer Stippvisite die Redaktion von L&L. Kurz darauf ging es direkt in das gut 75 km entfernte Greifen-Gymnasium in Ueckermünde. Dort standen Gespräche mit Schülern im Vordergrund. Nach einer nur einstündigen Mittagspause stand schon der nächste Termin im südlichen Teil der Region an.

In Pasewalk wurden in der Asklepios Klinik erneut Luftballons und Kinderspielsachen verteilt, bevor der letzte Programmpunkt des Tages in Anklam aus einem Besuch des Ameos Klinikums bestand. Gegen 18 Uhr war der Marathon der öffentlichen Auftritte dann schließlich vorbei. Text: hed / Foto: jhe

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Mögliche Lösungen aus dem letzten Heft: 47, 50, 51 Die Gewinner des letzen Sudokus sind: Preis 1. : 3 Eintrittskarten für Erwachsene für den Vogelpark Marlow: S. Schacht, Dargelin; 2. + 3. Preis: Krimi Neptunopfer: P. Schumacher, Greifswald, G. Castner; Koserow

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Stadtwerke Greifswald eröffnen Servicepoint im Rathaus

Kunden der Stadtwerke Greifswald können ab sofort den neuen Serviceschalter nutzen, der in den Räumen der Greifswald-Information im Erdgeschoss des Rathauses eingerichtet wurde. Stadtwerke-Chef Dreißen möchte mit dem neuen Angebot für noch besseren Service und mehr Kundennähe sorgen. Durch die Sperrung

der Gützkower Landstraße und den Bau der Bahnparallele sei es für einige Kunden doch mühsam geworden, in die Geschäftsräume an der Gützkower Landstrasse zu gelangen. „Mit einem kleinen Schreibtisch ist uns so ein großer Schritt zu mehr Bürgernähe gelungen!“ Das zwanzigjährige Bestehen der

Bio in aller Munde Neben Bioweinen und Biokäse sind wir besonders stolz darauf, unseren Kunden als ausgewählter Fachhandel LaViva-Naturgebäck präsentieren zu können. Diese Bio-Gebäckspezialität bieten wir in den Geschmacksrichtungen Kräuter der Provence , schwarze Olive und wilder Bärlauch mit Alpenkäse an. Saisonal abhängig kommt Weihnachtsgebäck mit in den Handel. Selbstverständlich erfüllen die natürlichen Knabbereien höchste Qualitätsanforderungen. Sicher gestellt wird das unter anderem durch den engen Kontakt zu den Erzeugern – zwölf Biobauern, die traditionelles Handwerk mit ökologischer Landwirtschaft kombinieren. So entsteht ein Produkt, das durch seine Naturbelassenheit, seinen guten Geschmack und Qualität glänzt. Anzeige

Stadtwerke habe man auch zum Anlass genommen, das öffentliche Erscheinungsbild neu zu fokussieren. Unter dem Motto „Mensch-RegionUmwelt“ werde man auch künftig alles daran setzen, die bestmögliche Versorgung der Kunden zu gewährleisten. Außerdem werde man sich vor dem Hintergrund der Energiewende verstärkt um den Einsatz neuer Technologien bemühen. Erstes kleines Beispiel ist das erste elektrisch betriebene Fahrzeug, das von den Stadtwerken eingesetzt wird. „Wir wollen im Interesse unsere Kunden frühzeitig Erfahrungen mit neuen Technologien sammeln und so auf aktuellem Stand sein“, so Dreißen. Die Vorstandsvorsitzende des Fremdenverkehrsvereins Dr. Antje Mayfarth freut sich gemeinsam mit Geschäftsführerin Christina Spierling über einen starken Partner im Haus. Dies sei ein sichtbares Beispiel für gemeinsames Handeln zum Wohle aller. Betreut wird der Serviceschalter im Rathaus von den Mitarbeiterinnen Carola Wernecke und Elisa Beckmann. Geboten werden alle Dienstleistungen wie auch in der Zentrale in der Gützkower Landstraße. Dass die Einrichtung des Serviceschalters ein richtiger Schritt ist, findet auch Oberbürgermeister Dr. Arthur König. Die Stadtwerke Greifswald, seit zwanzig Jahren im Dienste der Bürger, bewiesen so aufs Neue ihre Verantwortung für Stadt und Region. SERVICEPOINT im Rathaus im Ladenlokal der Greifswald-Information Rathaus am Markt 17489 Greifswald Tel.: (03834) 52 13 80 Öffnungszeiten:: Mai bis September: Montag - Freitag 09:00 Uhr bis 18:00 Uhr Samstag: 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr zusätzlich: Juli / August Sonntags 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr Oktober bis April Montag - Freitag 09:00 Uhr bis 17:00 Uhr


Termine Juni/Juli

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Kunst und Kultur

Konzerte

Aktivitäten

22. + 29.06.2011 12:00 Uhr Tag der Natur Freilichtmuseum Klockenhagen

29.06.2011 Philharmonisches Chor- Orchesterkonzert „Orgelwerke der Romantik zu Himmelfahrt“ St. Marien Kirche zu Bergen auf Rügen

18.06 - 03.09.2011 Störtebecker Festspiele Ralswieck

23.06 - 27.08 VINETA- Die Rückkehr der Träumer Zinnowitz 24.06.2011 11:00 60 Jahre Deutsches Meeresmuseum Meeresmuseum - Stralsund 29.06.2011 20:00 Uhr Sister Act Hits Kaiserbädersaal MARITIM Hotel Kaiserhof 01.07.2011 22:00 3. Stralsunder Orgeltage St. Nikolai – Stralsund 02. + 16.07.2011 12:00 Uhr Tag des Handwerks Freilichtmuseum Klockenhagen 03.07.2011 16:30 „Der gestiefelte Kater“ Konzertplatz am Strand, , 17459 Ückeritz 06. + 13+ 20. + 27.07.2011 12:00 Uhr Tag der Natur Freilichtmuseum Klockenhagen

29.06.2011 | 20:00 Rock am Meer Cafe „Utkieck“ 17459 Ückeritz 03.07.2011 | 18:00 Uhr Max Raabe „Küssen kann man nicht alleine Palast Orchester Freilichtbühne Rugard Bergen 12.07.2011 | 19:30 Musicalgala 2011 Konzertmuschel, Strandstraße 17449 Trassenheide 12.07.2011 | 20:00 Operngala Olof-Palme-Platz – Stralsund

02.07 - 10.07 Warnemünder Hafentage Rostock/Warnemünde 03.07 - 03.07.2011 Hafentage Wolgast Wolgast 08.07 - 10.07.2011 Messe Lebenart Rügen Putbus 09.07.2011 Kölpinsee Sommerfest Kölpinsee 09.+ 10.07.2011 Altstadtspektakel Ückermünde Altstadt Ückermünde 09.07.2011 19:00 Sommernachtsparty Insel Usedom -Hauptstrandzugang

13.06.2011 Kammerkonzert - „Klassik-Olypiade St. Marien Kirche zu Bergen auf Rügen

15.07.2011 19:30 Ückeritzer Hafenfest

16. July 2011 19:00 Roland Kaiser – LIVE in Rostock IGA-Park Rostock

16. + 17.07.2011 Eggesiner Blaubeerfest Fachwerkkirche in Eggesin

Blaubeerfest in Eggesin Jedes Jahr findet vor der historischen Kulisse der Fachwerkkirche in Eggesin ein Fest der besonderen Art statt - das Blaubeerfest. Das toll gestaltete Programm für Groß und Klein lässt keine Wünsche offen. Für alle Naturliebhaber besteht die Möglichkeit, an einer Radwanderung teilzunehmen. Auch wartet auf die Besucher ein Bauernmarkt, auf dem Naturprodukte und Kunsthandwerk erworben werden können. Natürlich gibt es regionalen Spezialitäten, wie der hausgebackene Blaubeerkuchen.


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Theater Theaterzelt Chapeau Rouge

Theater Greifswald

Freitag, 1.7. | 19.30 Uhr Avanti Dilettanti Kabarett

Mittwoch, 13.7. | 10.15 Uhr Pluft, das Geisterlein Kinderstück von Clara Maria Machado

Donnerstag, 7.7. | 20.00 Uhr Großes Haus Carmina Burana / Symphonic Pink Floyd

Sonntag, 3.7. | 19.30 Uhr Der Lechner-Edi schaut ins Paradies Komödie von Jura Soyfer

Donnerstag, 14.7. | 10.15 Uhr König Drosselbart Puppenschauspiel

Samstag, 16.7. | 19.30 Uhr Bühne am Museumshafen Premiere In Sachen Adam und Eva

Montag, 4.7. | 10.15 Uhr Gastspiel Jens Kruse Der gestiefelte Kater Puppenspiel

19.30 Uhr Eine gute Partie Komödie von Stefan Vögel

Sonntag, 24.7. | 19.30 Uhr Bühne am Museumshafen In Sachen Adam und Eva

Freitag, 15.7. | 19.30 Uhr Avanti Dilettanti Kabarett

Donnerstag 28.7. | 19.30 Uhr Bühne am Museumshafen In Sachen Adam und Eva 20.00 Uhr Großes Haus Carmina Burana / Symphonic Pink Floyd

19.30 Uhr Ursula Karusseit Weg übers Land und durch die Zeiten Lesung Mittwoch 6.7. | 10.15 Uhr Rotkäppchen Puppenspiel 19.30 Uhr | Das Interview Nach Theo van Gogh Freitag, 8.7. | 10.15 Uhr Das Märchen vom Bernsteinfisch Puppenspiel Sonntag, 10.7. | 19.30 Uhr Und darauf einen heben Zwei Einakter von David Kalisch Montag, 11.7. | 19.30 Uhr Desiree Nick Gibt es ein Leben nach fünfzig? Lesung Gemeinsam mit der Strandbuchhandlung Zinnowitz Dienstag, 12.7. | 10.15 Uhr Schneewittchen 19.30 Uhr Was ihr wollt Komödie nach William Shakespeare

Sonntag, 17.7. | 19.30 Uhr Der Lechner-Edi schaut ins Paradies Lustspiel von Jura Soyfer Montag, 18.7. | 10.15 Uhr Der gestiefelte Kater Puppenspiel Dienstag,19.7. | 10.15 Uhr Schneewittchen 19.30 Uhr Was ihr wollt

Gibt es ein Leben nach fünfzig?

Desiree Nick Mit fünfzig Jahren trägt man das Gesicht, das man verdient hat – oder eines, das man sich leisten kann. Désirée Nick hat den Schritt gewagt und ist offiziell und ohne Scham in den Club der Fünfzigjährigen eingetreten. Sie war Tänzerin und Schauspielerin. In der 1980ern fand sie zu ihrer heute bekannten Profession: die einer provokanten Kabarettistin und bissige Plaudertasche. 2004 wurde sie die zweite RTL-Dschungelkönigin.

Sonntag 31.7. | 16.00 Uhr Klosterruine Eldena Das Dschungelbuch Stück mit Musik ab 5 Jahren von Markus Weber nach Rudyard Kipling


KOMMENTAR

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Willkommen im

Impressum

-eum-Land Ein Kommentar von Claus Schwarz

Den alten Griechen verdanken wir das Museum. Die Wikipedia weiß, dass der Begriff im 4. Jahrhundert vor Christus in Alexandria geprägt wurde. Dort gab es einen ganzen Stadtteil, der als Heiligtum den Musen gewidmet war und deswegen diesen Namen bekam. In heutigen Zeiten ist zu konstatieren, dass Kulturschaffende scheinbar einen Narren an der zweiten Silbe des Wortes Museum gefunden haben. Wie anders wäre die Inflation der hierzulande aus dem Boden sprießenden oder geplanten „Eums“ zu erklären? Ozeaneum, Nautineum, Müritzeum – allenthalben feiert das Eum fröhliche Urstände und zeugt von überbordender Kreativität der um marketingtechnisch optimal verwertbare Begriffe bemühten Macher.

Verlag Land & Leute Inh.: Heike Radtke Brandteichstraße 20 17489 Greifswald Tel.: 03834 - 550 610 Fax.: 03834 - 550 222 E-Mail: info@ll-aktuell.de www.ll-aktuell.de Herausgeber und V.i.S.d.P.: Claus E. Schwarz Chefredaktion: Henri Dörre (hed) Claus E. Schwarz (ces), freie Mitarbeiter

Die Anklamer planen das Ikareum, die Rostocker das Darwineum.Womöglich breitet sich der Begriff auch über die Kulturlandschaft hinaus aus. Vielleicht werden wir demnächst unsere Brötchen im Paneum holen und das sommerliche Eis im Glacineum genießen? Und möglicherweise mutiert die Tankstelle zum Petrolineum. Letzteres wäre vielleicht noch angebracht. Schließlich droht der dringend zur Aufrechterhaltung der Mobilität benötigte Treibstoff langsam aber sicher in Preisregionen zu geraten, in denen man für eine Tankfüllung durchaus auch ein wertiges Stück Kunst erwerben könnte. Ach ja – und da wäre noch das Mausoleum. In dem sollte man die Eum-Manie vielleicht aufbahren und in Frieden ruhen lassen.

Cartoon: Kristian Salewski Artwork und Layout: Lex Foto Stadtwerke: Lothar Grabowski Anzeigenberatung: Jana Heidenreich (jhe) Tel: 03834/ 550610 und freie Mitarbeiter Mindestauflage: 17.500 Exemplare Verteilung: Lesezirkel, Hausverteilung in ausgewählten, wechselnden Gebieten, Tourist-Informationen, Kurverwaltungen, Hotels, Gastronomie, Firmen und Geschäften Erscheinungsweise: 12 mal jährlich Anzeigenpreise: Preisliste 1, gültig ab 1.11.2009 Druck: ODR Rostock GmbH Mit Namen oder Kürzel gekennzeichnete Artikel geben die Meinung des Autors wieder. Alle Inhalte unterliegen dem Urheberrecht der jeweiligen Autoren oder des Verlages. Nachdruck,Vervielfältigung oder Wiedergabe in elektronischen Medien ohne Genehmigung des Verlages ist untersagt. Für unverlangt eingesandte Manuskripte wird keine Haftung übernommen. Sie haben ein interessantes Thema? Leserpost für uns? Anregungen oder Kritik? Ab die Post an unsere Anschrift oder an die E-Mail Adresse: info@ll-aktuell.de Ausgabe 6/2011


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An den Bedürfnissen der Kunden orientiert Bei der Vermögensplanung setzt die Sparkasse Vorpommern auf individuelle Beratung und Betreuung. Mit dem strukturierten Ansatz des  -Finanzkonzeptes werden für alle Bedürfnisse des Kunden entsprechend seiner jeweiligen Lebensphase maßgeschneiderte Lösungen erstellt und somit eine gute Basis für die finanzielle Zukunftsplanung geschaffen. Besonders stolz ist die Sparkasse Vorpommern darauf, daß sie als eines der ersten Kreditinstitute in Deutschland für ihre qualitativ hochwertige Beratungsleistung schon 2006 das TÜV-Zertifikat „Geprüfte Kundenberatung nach dem  -Finanzkonzept im Privatkundenbereich“ erhalten hat. www.spk-vorpommern.de

Land und Leute Juni 2011  
Land und Leute Juni 2011  

Der Schwerpunkt der Juni-Ausgabe ist Aktivurlaub in Vorpommern.

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