Issuu on Google+

1

Ausgabe 4-2011

Vorpommern Schmeckt Fein

GRATIS

Foto: Duft- und Tastgarten

Energiemix der Zukunft

Skandinavien

Foto: Tobias Kunze/pixelio

Leben in Vorpommern

Ihr Journal f端r Wirtschaft, Politik, Kultur und Unterhaltung


2

ÜBER 20 JAHRE VERTRAUEN DURCH LEISTUNG

IHR NEUER BMW VERTRAGSHÄNDLER FÜR

GREIFSWALD

UND

USEDOM

WIR LADEN SIE EIN, AM SAMSTAG 30.4.2011 VON 10 BIS 17 UHR DAS NEUE BMW 6er CABRIO UND ANDERE EXKLUSIVE MODELLE ZU TESTEN.

Autohaus Manfred Eggert GmbH

Freude am Fahren

VERBRINGEN SIE MIT UNS EIN PAAR NETTE STUNDEN IN ANGENEHMEM AMBIENTE.

An den Bäckerwiesen 10 in Greifswald


3

Liebe Leserin, Lieber Leser! Als wir vor kurzem unser Interview mit Staatssekretär Dr. Rudolph zum Thema der Energieversorgung Vorpommerns führten, ahnten wir noch nichts von der Brisanz, mit der diese Diskussion aufgeladen werden sollte. Ganz sicher haben auch Sie das Geschehen in Japan mit Sorge verfolgt. Angesichts der Dauerberichterstattung war es kaum möglich, sich den Vorgängen in Japan zu verweigern. Dabei wurde eines klar: Deutschland ist das Land der Spezialisten, wenn es um Kernenergie und Energieversorgung geht. Wir haben die besten Fachleute für Kernenergie und wir haben die besten Kernenergiegegner weltweit. An dieser Stelle soll nicht das Für und Wider der Atomtechnik diskutiert werden. Wohl aber die Art und Weise, wie man sich hierzulande mit der Katastrophe auseinander zu setzen geruhte. Während weltweit geprüft wurde, wie man den zigtausenden Opfern humanitär zu Hilfe eilen könnte, wurden bei uns Menschenketten und Protestdemonstrationen organisiert. Emsig und oft von wenig Fachverstand geplagt meldeten sich auf allen Kanälen die Fachkräfte der Energieversorgung zu Wort, von denen die wenigsten den Unterschied zwischen Kilowatt und Kilowattstunde zu kennen schienen. So gesehen befand sich Herr Özdemir keinesfalls in schlechter Gesellschaft, als er in einem Fernsehinterview ausgiebig von den „Gigabyte Strom“ schwadronierte, die hierzulande benötigt werden. An die Stelle des so dringend benötigten Pragmatismus trat Stimmungsmache pur. Das Schicksal Zehntausender durch das fatale Geschehen Ertrunkener und Erschlagener wurde hier quasi im Handstreich zur Seite gefegt, während sich Regierung und Opposition, befeuert durch katastrophengeile Berichterstattung in den meisten Medien, auf die kritischen Reaktoren von Fukushima stürzten. Sachliche Information wie etwa durch die Ge-

sellschaft für Reaktorsicherheit (www. fukushima.grs.de) war und ist nicht gefragt, während in manch politischer Diskussion die offensichtliche „Freude“ über die politisch verwertbare Katastrophe unverholen gezeigt wurde. Ebenso fragwürdig und unglaubwürdig war und bleibt der Zick-ZackKurs der Regierung. Ein Schelm, wer im Wahljahr Böses dabei denkt. Auch in der Frage der zukünftigen Energieversorgung herrscht Einigkeit darüber, dass wir uneinig sind. Der Bau von Kohle- und Gaskraftwerken kommt nicht in Frage, weil sie böses

Foto: schidreiuckeri/Pixelio

VORWEG! CO2 absondern. Wasserkraftwerke kommen uns sehr gelegen, wenn die Norweger bereit sind, ihre Fjorde für uns zu fluten und für uns milliardenteure Stau- und Pumpwerke zu bauen. Die Täler des Schwarzwalds kommen dafür nicht in Frage. Ebenso wenig können wir hierzulande den Bau von Hochspannungstrassen akzeptieren. Lokale Biogaskraftwerke sind gut, so lange die Kuhdungmeiler drei Orte weiter gebaut werden. Solarkraft aus der Wüste ist toll. Dumm nur, dass Spanier, Italiener, Franzosen und Schweizer sich dagegen wehren, dass ein Dutzend breiter Schneisen für Stromleitungen durch ihre Landschaften geschlagen werden, um den Strom nach Deutschland zu transportieren. Die Liste der Unmöglichkeiten lässt sich endlos fortsetzen. Es ist an der Zeit, sich klar zu machen, dass der Energieumbau nicht umsonst zu haben ist. Wer den legitimen Ausbau der Erneuerbaren will, darf sich nicht gegen den dringend notwendigen Netzausbau stemmen, darf nicht gegen den Ersatz von alten Kohlemeilern durch neue, effizientere und ökologisch sinnvollere sein, darf nicht

hemmungslos gegen den Bau von Windparks und Biogasanlagen opponieren. Egal welcher Kurs hierzulande eingeschlagen wird: weltweit wird es kaum einen Ausstieg aus der Kernenergie geben. So werden in unseren Nachbarländern Polen, Tschechien und Niederlande neue Atomkraftwerke geplant. Und natürlich gibt es noch einen dritten Weg: das konsequente Sparen beim Stromverbrauch. Japan macht es gezwungenermaßen vor. Wenn hierzulande nicht rasch wieder Vernunft und Pragmatismus in die Energiediskussion kommen, sitzen auch wir vielleicht schon bald bei romantischem Kerzenschein und suchen Mitspieler für eine Runde Monopoly. Gut, dass Frühjahr und Sommer vor der Türe stehen und die Tage länger werden. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen allzeit Erleuchtung und angenehme Frühlingstage. Claus Schwarz Mit dem Team von Land&Leute


4

L & L in e k r e d e Wi scht? i erw

kommt direkt in Ihren Briefkasten:

1

Automobile

Bitte ankreuzen:

Ausgabe 3-201

1

2011

6 Ausgaben, ein halbes Jahr „Land&Leute“ für 8,70 € (6 Briefmarken à 1,45 € beilegen)

Foto: www.pors che.de

Bundestagsvize präsident Dr. h.c. Wolfgang Thie rse im Inter view

GRATIS

12 Ausgaben, ein Jahr „Land&Leute“ für 17,40 € (12 Briefmarken à 1,45 € beilegen)

Leben in Vorpo

Ihr Journal für

Wirtschaft, Polit

Landpartie Lassaner Win kel

mmern

ik, Kultur und

Foto: W. Zerbian

Unterhaltung

Nutzen sie unseren Leserservice!

Name

Achtung: Kein Abo

Vorname

Senden Sie bitte den ausgefüllten Coupon an die folgende Adresse und legen Sie bitte die entsprechende Anzahl Briefmarken bei:

Straße

Verlag Land & Leute Brandteichstraße 20 17489 Greifswald

PLZ/ Ort

ruegenAktuell_147x105_Layout 1 17.01.11 16:32 Seite 1

„Deine erste Pflicht ist, dich selbst glücklich zu machen.“ Ludwig Feuerbach, Philosoph

ROEWERS PRIVATHOTEL. Eines wie keines. Wilhelmstraße 34 | D-18586 Ostseebad Sellin | Tel. (+49) 38303 122-0 | info@roewers.de | www.roewers.de


5

Inhalt

12

Vorweg

3

Streiflichter

6

59. BioCon Valley®-Treff

8

24

Titelthema: Vorpommern Schmeckt Fein

10

Gutsbrennerei Zinzow

12

Rückkehr einer Spezialität

14

Bio in der Krise?

15

Adliger Fisch

16

Kladdkaka und Punschrulla

18

Schwedische Spuren in Pommern

19

Comfort und Design aus Norwegen

20

XX. Nordischer Klang

22

Erneuerbare Energien in MV

24

20 Jahre BfW Stralsund

28

Wasser für Rügen

30

Energiemix der Zukunft

32

Wie war die DDR wirklich?

34

Exporttour 2011

38

10

16 42

Förderung für die Musikschule Grimmen

40

Landpartie des Monats: Erlebnisbauernhof Kliewe

41

Bargeld für Gold

42

Supersudoku

44

Karls Erlebnishof auf Rügen

45

Kleine Schmökerei

46

Veranstaltungskalender

48

Kommentar, Impressum

50

41


6

Streiflichter Bürger esst mehr Bratfisch! Das Restaurantschiff Pomeria mit der Hornfischbar gibt es seit 6 Jahren im Greifswalder Museumshafen. Die Pomeria wurde 1907 als Dampfeisbrecher in Stettin gebaut. Heute dampft es am Kai des Museumshafens aus der Kombüse, wenn auf der Pomeria frischer Hering oder knusprige Schnitzel gebraten werden. Im Mai macht die Hornfischbar ihrem Namen alle Ehre und hat natürlich frischen Hornfisch auf der Speisekarte. An milden Abenden sitzt man herrlich an Deck oder auf der Terrasse. Bei gutem Wein und gutem Essen kann man den schönen Blick über den Museumshafen schweifen lassen. Reservierungen unter Tel. 0171/ 172 2400. Weitere Informationen unter www.hornfischbar.de.

Foto: Duft- und Tastgarten

Foto: Pomeria

Bioprodukte aus der Region im Weinhaus am Markt Das Greifswalder „Weinhaus am Markt“ ist nicht nur bekannt für seine reiche Auswahl an guten Weinen, sondern auch für seine Käse-, Antipasti- und Salamispezialitäten.

Foto: Weinhaus

Nicht nur in Frankreich oder Italien versteht man sich auf gutes Essen, auch in Vorpommern werden kulinarische Köstlichkeiten hergestellt. Im „Weinhaus am Markt“ wird z. B. der Rohmilchkäse vom Rügener Hofgut Bisdamitz angeboten. Außerdem besteht eine Kooperation mit dem Demeterhof der SOS-Dorfgemeinschaft Grimmen-Hohenwieden. Schauen Sie einfach vorbei im „Weinhaus am Markt“ und probieren Sie, wie gut unser Land schmeckt.

Neues Angebot in Greifswalder Kita Eine Quasselecke gibt es in der Integrativen Spiel-, Sport- und Bewegungseinrichtung „Regenbogen“ in Greifswald seit dem 19. April. Jüngst wurde der Service für die Eltern der Kindergartenkinder eröffnet. Zweck ist es, den Müttern und Vätern die Möglichkeit eines täglichen Treffens zu bieten. Kita-Leiterin Beata Giese hatte in den vergangenen Monaten mehrfach die Erfahrung gemacht, dass sich die Eltern zum Gespräch am Nachmittag vor der Einrichtung trafen. Auf Initiative der Erzieherinnen wurde daher mit der Quasselecke eine regelmäßige Gelegenheit geschaffen, sich auszutauschen. Außerdem können die Eltern so auch den Kontakt zu den Erzieherinnen und Erziehern intensivieren. Bei Erfolg ist ein Ausbau der Treffen geplant.

Foto: Rainer Sturm/Pixelio


9 Uhr und Freitags um 13 Uhr. Familienkarten kosten 5 € und Einzelkarten sind für 3 € z Die Eintrittskarten berechtigen wahlweise zu einem freien Bullriding-Ritt oder einer lecke Kaffee / Tee / Glühwein im Festzelt.

7

Für die Kinder steht eine Hüpfburg bereit. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Frühjahrsmeeting 2011 –

Großer Pferdesport in Oldenhagen bei Neuenkirchen Vom 29. April bis zum 1. Mai 2011 veranstaltet der RSC „Greifswalder Bodden“ Neuenkirchen e. V. auf dem Turnierplatz in Oldenhagen das traditionelle große Frühjahrsmeeting für Pferdesportler. Die Prüfungen sind im Springen und in der Dressur jeweils von der Anfängerklasse bis zur schweren Klasse ausgeschrieben. Für alle interessierten Pferdesportfreunde beginnt die Veranstaltung am Samstag und Sonntag um 9 Uhr und Freitag um 13 Uhr. Familienkarten kosten 5 € und Einzelkarten sind für 3 € zu haben. Die Eintrittskarten berechtigen wahlweise zu einem freien Bullriding-Ritt oder einer leckeren Tasse Kaffee, Tee oder Glühwein im Festzelt. Für die Kinder steht eine Hüpfburg bereit.

Foto: RSC ‘Greifswalder Bodden’ Neuenkirchen e.V.

Vereinsregister AG Greifswald 0372 Steuer Nr 084 142 Bankverbindung: Konto Nr. 8186286 bei der Volksbank Raiffeisenbank eG, Greifswald - BLZ 150

Singende Insekten

Foto: Schmetterlingsfarm

Die Ausstellung Singende Insekten ist eine Leihgabe des National Museum of Natural Science und der National Chung Hsing University Taiwan. Sie wurde durch die Taipehvertretung nach Hamburg gebracht und wird nun im zweiten Jahr in Europas größter Schmetterlingsfarm zu sehen sein. Gezeigt wird, welche Insekten singen und warum sie singen. Zahlreiche bunte und gut illustrierte Tafeln, unterstützt durch Modelle und Objekte, führen die Besucher durch die interessante Ausstellung. Gezeigt wird außerdem der kulturelle Stellenwert dieser Tiere. Die Ausstellung wird am 23. April 2011 um 12.00 Uhr mit kulinarischen Kostproben aus der Welt Asiens eröffnet. Sie ist zu sehen in den Räumen der Schmetterlingsfarm bis zum zum 31. Oktober 2011.

Stralsunder Marzipan – ein unwiderstehlicher Genuss! Eine kleine, aber feine Marzipan-Manufaktur im Herzen der alten Hansestadt Stralsund begeistert seit knapp zwei Jahren mit ihren edlen handgefertigten Produkten sogar Feinschmecker. Die geschmacklich unverwechselbaren Köstlichkeiten des Stralsunder Marzipanhauses mit dem verheißungsvollen Namen „Sumara“ haben sich wie der UNESCO-Welterbe-Status der Hansestadt zu einer exklusiven Marke entwickelt. Die Meisterkonditorin des Stralsunder Marzipanhauses verarbeitet nur natürliche Zutaten und keinerlei künstliche Konservierungsstoffe. Sumara-Produkten enthalten z. B. einem Mandelanteil von 70% und feinste Schokoladenüberzüge.

Foto: Marzipanhaus


8

59. BioCon Valley®Treff mit Neuigkeiten aus der Implantologie

Bereits zum 59. Mal fand in Greifswald der sog. BioCon Valley®-Treff statt. Mitte März wurden in diesem Rahmen neue wissenschaftliche Erkenntnisse vorgestellt. Thematisch ging es insbesondere um „Life Science für die Gesundheitswirtschaft“. Im Zentrum des Interesses standen die Chancen und Herausforderungen der deutsch-polnischen Zusammenarbeit in diesem Bereich.

Dabei habe sich herausgestellt, dass die Gewebewiederherstellung nach einer Implantation vor allem von zwei Faktoren begünstigt würde. Einerseits müsse die Beschichtung des Implantates gut löslich sein. Das sei andererseits insbesondere dann gegeben, wenn die Oberfläche besonders porös und – entgegen den Erwartungen – nicht glatt sei.

In einem vorangestellten Grußwort wies der Vertreter des Greifswalder Oberbürgermeisters auf die Intensivierung der Zusammenarbeit unter anderem mit Goleniow und Szczecin hin. Dies korrespondiere mit Teilen des Leitbildes der Stadt: „regional verankert, international vernetzt“. Das Landeswirtschaftsministerium versteht die Chancen der Gesundheitswirtschaft gerade mit Blick auf das Auslaufen des europäischen Strukturfonds im Jahr 2013.

ranian Medical University Szczecin. Hier ging es um den Einfluss der Ernährung auf das Krebsrisiko und wie dieses durch gezielte Diät gesenkt werden könne. Überraschenderweise hätte die Prüfung bisher gültiger Hypothesen bezüglich Selen ergeben, dass es unter bestimmten Umständen sogar einen gegenteiligen Effekt haben könne, also

Qualitativ hochwertige Implantate können Lebensqualität zurück geben

Nanotechnologie in der Medizin Prof. Miroslawa El Fray von der TU Szczecin – Leiterin der Abteilung Biomaterialien – betonte den Einsatz bioaktiver, nanostruktureller Beschichtungen für Implantatmaterialien. Damit sollen die Nebenwirkungen beim Kontakt mit dem menschlichen Körper so weit wie möglich reduziert werden. Aus erneuerbaren Ressourcen könnten mittlerweile biologisch abbaubare Polymere gefertigt werden. Eine erfolgreiche Anwendung sei z. B. bei Herzprothesen bereits nachgewiesen. Calciumphosphate und Kupfer Ergänzt wurden El Frays Ausführungen durch Prof. H.-G. Neumann (DOT GmbH Rostock). Das Unternehmen produziert moderne Implantate, etwa Hüft- und Kniegelenke.

Foto: H.-S. Klarg

Langlebige Implantate Gute Erfahrungen habe man mit hoch porösen Calciumphosphaten unterschiedlicher Löslichkeit gemacht. Neumann wies abschließend auf die Bedeutung von Kupfer hin. Es verhindere Infektionen, weshalb eine Implantatbeschichtung mit Kupfer vor allem Frühausfälle verhindern könne. Insgesamt könne DOT trotz üblicher Verschleißerscheinungen eine um 30% erhöhte Haltbarkeit nachweisen. Selen und Karzinomrisiko Ein weiteres aufschlussreiches Referat gab Prof. Jan Lubinski von der Pome-

die Wahrscheinlichkeit einer Karzinombildung erhöht. Kontrollierte Dosierung Als entscheidend habe sich in Studien der genaue Selenhaushalt in Kombination mit dem Genotyp herausgestellt. Sowohl bei niedrigem als auch hohem Selenspiegel wäre das Krebsrisiko vergleichsweise hoch. Lediglich im mittleren Bereich konnte eine karzinomverhindernde Wirkung beobachtet werden. Bedeutsam sei daher eine kontrollierte Diät. Daraus können in der Zukunft spezielle Behandlungsmethoden abgeleitet werden. Text: hed


Anzeige

BMW

9

  

       



                              



    



   

       ���                                                 

                                                                                                                           

   

    


10 Titelthema

Vorpommern schmeckt fein

Mit immer größeren Schritten nähert sich der Frühling und lädt schon jetzt dazu ein, in Cafés und Bistros zu verweilen. Doch hat Vorpommern viele interessante kulinarische Köstlichkeiten jenseits des Üblichen zu bieten. In dieser Ausgabe von L&L präsentieren wir Ihnen daher den Schwerpunkt „Vorpommern schmeckt fein“. Wir haben uns auf die Suche nach außergewöhnlichen und exklusiven Spezialitäten gemacht. Dabei haben wir auf eine ausgewogene Mischung geachtet.

Hausgemachter

OrangenEierlikör Verkauf ab 100ml

Anzeige

Eines in unserem Themenkreis ist eigentlich schon seit mehreren Jahren nicht mehr wirklich exklusiv: Biokost. Ökologisch angebaute Lebensmittel finden in immer größerem Umfang ihren Weg auf die Teller der Deutschen. Jedoch stellten wir uns die Frage, welche Auswirkungen die Wirtschaftskrise auf die Branche gehabt hat. Anhand umfangreichen Datenmaterials gelangten wir schnell zu einem äußerst differenzierten Bild, das wir Ihnen in einem eigenständigen Artikel nahe bringen. Derzeit findet zudem ein Wandel des Anbaus – nicht nur des ökologischen – in Mecklenburg-Vorpommern statt. Die tendenziell heißeren Sommer

Foto: Raphael Reischuk/Pixelio

Ab 21. April

Saisoneröffnung 2011 5 ,95€

Haff Hotel GbR Dorfstraße 67a 17375 Grambin Tel.: 039774 20 39 2

Schnitzeltag –

jeden ersten Sonntag im Monat *inkl. kleinem Getränk

Anzeige

Anzeige

Inh. B. Burmeister Lange Straße 50 17489 Greifswald Tel.: 03834 87 19 68

Selbstverständlich kommt man im Norden – zumal an der Küste – nicht am Thema Fisch vorbei. Die Region hat insofern mit dem Bismarckhering gar eine adlige Variante auf Lager. Doch auch ein lange Zeit wenig beachtetes Meerestier erlebt eine Aufwertung: der Ostseeschnäpel. Daneben stellen wir Ihnen die Gutsbrennerei Zinzow vor,

die nicht nur Alkohol, sondern auch zahlreiche Veranstaltungen zu einem besonderen Angebot destilliert.


11

„Nach einem guten Essen kann man allen Menschen verzeihen, sogar den eigenen Verwandten.“

begünstigen zunehmend die Kultivierung vormals reichlich exotischer Früchte wie Melonen, Weintrauben oder Aprikosen. Die aktuellen Konzepte sind sogar so überzeugend, dass der EU-Begleitausschuss des INTERREG-Programmes ein Pilotprojekt fördert. Dieses soll die Eignung der Pomerania-Region zum Anbau von Kulturpflanzen, die Wärme lieben, untersuchen.

Vernetzung sowie Weiterbildung von Fachkräften steht im Fokus. Dabei ist z. B. der Weinbau in Mecklenburg-Vorpommern keine Neuigkeit. Bereits seit dem 13. Jahrhundert werden in Teilen des Landes Reben bewirtschaftet. Mit Schloss Rattey im Stargarder Land ist sogar das nördlichste deutsche Weingut in M-V beheimatet. Auf ca. 3,7 ha wächst hier Wein unterschiedlicher Sorten.

Anzeige

Zusätzlich werfen wir in größerem Umfang einen Blick auf unsere nördlichen Nachbarn. Einerseits stöberten wir in alten Archiven sowie neueren Dokumenten und machten schwedische Spuren in Vorpommern ausfindig. Andererseits kündigen wir in einem Gastbeitrag den demnächst stattfindenden Nordischen Klang an. Vom 5. bis 15. Mai werden wieder etliche Künstler nach Greifswald kommen und mit skandinavischen Tönen begeistern.

Projektpartner sind die Hochschule Neubrandenburg und die Westpommersche Technologieuniversität Stettin. Bereits seit 2009 wird unter Federführung von Neubrandenburger Wissenschaftlern und mittels europäischer Förderung in Höhe von rund 526.000 Euro analysiert, was agrar- und lebensmittelwissenschaftlich möglich und nötig ist. Auch die

regionale Frischeküche Öffnungszeiten: Mo.: ab 18.00 Uhr Di. bis Sa.: 12.00 - 21.30 So.: 12.00 - 18.00

Text: hed

Alles aus eigener Herstellung Foto: Alexander Dreher/Pixelio

Bratwurst Currywurst Pommes & Co.

Telefon: 03834 85 51 74

Anzeige

Lange Str. 68a 17489 Greifswald Ecke Steinbecker Straße

Restaurant Büttner´s 17493 Greifswald / Wieck Am Hafen 1a Tel.: 03834 - 8870737 Fax: 03834 - 8870738 info@buettners-restaurant.de www.buettners-restaurant.de


12

Hoch prozentiges

aus zinzow Als im Jahre 1908 das Gutshaus in Zinzow erbaut wurde, sollte es als Familiensitz derer von Schwerin dienen. Für die junge Familie des alten mecklenburgischen und vorpommerschen Adelsgeschlechtes war das einstige Verwalterhaus, das nicht mehr existiert, zu klein geworden. Von den ehemaligen Besitzern zeugt noch heute das Relief mit Wappen am Frontgiebel des Gutshauses. Die Grundsubstanz war vor der Restauration zwar solide, weil der Bau ununterbrochen genutzt wurde. Auch kam es nie zu aktiven Zerstörungen in der DDR-Zeit. Trotzdem mussten sämtliche Oberflächen (Wände und Böden) wiederhergestellt werden. In diesem Zuge wurde auch der Kamin im Foyer aufgearbeitet und mit echten Kupferbeschlägen versehen. Brennerei in Familienhand Heute wird die Anlage von der Familie Vielhaber bewirtschaftet. Sie hat unter anderem einen Pferdehof etabliert und

Das Gutshaus war lange Zeit Amtssitz des Bürgermeisters

die ehemaligen Wirtschaftsgebäude wieder instandgesetzt. Prunkstück ist dabei zweifelsohne die Brennerei. Hier entstehen aus Früchten der Region etliche schmackhafte Brände, Liköre und Geiste. In Handarbeit werden die Zutaten verlesen. Äpfel beispielsweise müssen zu Anfang entstielt werden. Die Gesamtqualität muss so hoch wie möglich sein, damit das Endprodukt umso edler schmeckt. „Industriell könnten sie das kaum rentabel gestalten“, meint Geschäftsführer Veit Vielhaber. Deshalb setzt man in Zinzow zu Gunsten hoher Qualität auf reduzierte Quantität. Herausfordernde Arbeit Wichtig ist der Brennerei vor allem die Authentizität. Der Anbau der Früchte wird vor allem von kleineren Betrieben geleistet, die auch spezielle Wünsche erfüllen können. Denn in Zinzow werden verstärkt alte Obstsorten genutzt. Der Quittenanbau etwa ist für größere Unternehmen üblicherweise nicht wirtschaftlich, weil vergleichsweise anspruchsvoll. Ähnlich anspruchsvoll ist das zolltechnische Genehmigungsverfahren,

Das Gutshaus eignet sich auch für Feiern jeglicher Art

Auch auf dem Maiglöckchenmarkt am 15. Mai werden in Zinzow wieder zahlreiche regionale Produkte angeboten

erinnert sich Vielhaber. Alkohol wird nämlich anders behandelt, je nachdem an welchem Punkt des Herstellungsprozesses er sich befindet. Derzeit wird er in zwei Brennanlagen erzeugt, einer Roh- und einer Feinbrandanlage. Versteuert wird am Ende jeder einzelne Liter Alkohol mit rund 13 Euro. Besondere Destillate Es sind zwar noch originale Bestandteile der alten Brennerei erhalten; sie dienen aber nur zur Dekoration. Der wohl wichtigste Teil des Prozesses findet ohnehin im Keller statt. Hier vergären die Früchte bei relativ niedrigen Temperaturen, um die Aromen zu schonen. So entsteht die Grundlage für aktuell 17 verschiedene Produkte. Daneben gibt es ein paar Spezialprodukte des Unternehmens. Im April läuft beispielsweise die Pralinenproduktion wieder an. Auch die Herstellung leckerer Fruchtaufstriche gehört zum erweiterten Angebot. Zudem hofft Veit Vielhaber auf einen frühen Winter. „Dann brennen wir wieder Wodka aus dem Schnee des Jahres; wie schon 2010.“ Text: hed / Fotos: Gutsbrennerei Zinzow

Hier entstehen die edlen Tropfen: die Brennanlagen


argus design 1/2 – 4/20

13

* Für Gäste unter 18 Jahren gibt es ein bios statt Bier.

21. April - 30. Mai • Bitte Aufkleber mitbringen!

Ihr erstes * Bier geht auf unseren Deckel!


14

Rückkehr einer Spezialität –

der Ostseeschnäpel Steinlachs, Renke, Rindling oder Maräne. Der Schnäpel trägt mehrere Namen, doch stehen alle für einen Fisch, der sich noch in den 1920er Jahren vom Katzenfutter zum Liebling der gehobenen Cuisine mauserte. Zu DDR-Zeiten wurde er als Beifang praktisch gar nicht genutzt, feiert jedoch seit gut 10 Jahren ein Comeback. Dabei ist die Unterart Ostseeschnäpel ganz und gar eine vorpommersche Erfolgsgeschichte. Der Fisch mit dem lateinischen Namen Coregonus lavaretus balticus galt Mitte der 1990er fast schon als ausgestorben. Drastisch reduziert wurde sein Bestand vor allem, weil die Qualität der Ostseegewässer in seinem typischen Verbreitungsgebiet erheblich nachgelassen hatte. 1988 war die Fangmenge von ursprünglich 40 auf 6 t gefallen, sieben Jahre später waren es nur noch 2,7 t. In dieser akuten Situation war schnelles und umsichtiges Handeln gefragt, wollte man die Art retten. Rote Liste der bedrohten Arten Es ist insbesondere der Arbeit des Fisch und Umwelt e. V. zu verdanken, dass ab 1992 bis 1999 künstlich Schnäpellarven aufgezogen wurden, um sie anschließend in den Boddengewässern

der vorpommerschen Küsten auszusetzen. Im Rahmen eines Projektes, das auch die Unterstützung der Landesregierung fand, konnte so der vom Aussterben bedrohte Fisch erhalten werden. Mittlerweile kann wieder von einem recht stabilen Bestand ausgegangen werden, obschon er nach wie vor auf der Roten Liste der bedrohten Arten geführt wird. Er ist im November/Dezember in aller Regel in den küstennahen Bereichen aufzufinden. Dann nämlich ist Laichzeit für den Ostseeschnäpel. Vor allem im Stettiner Haff und dem Peenestrom, aber auch im Achterwasser oder dem Greifswalder Bodden sondern die Fische ihre Eier ab. Daneben werden nach wie vor Besatzmaßnahmen durchgeführt, d. h. künstlich gezogene Fische werden „ausgewildert“. Konstanter Besatz nötig Dieses Vorgehen ist eine von beiden Haffanrainern – Deutschland und Polen – favorisierte Methode, um die Fangerträge konstant zu halten. Im Jahr 1995 etwa wurde das Große Stettiner Haff mit rund 200.000 Larven besetzt. 1999 stieg dann erstmals die Zahl der gefangenen Fische deutlich. Nach Einschätzung der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und

Fischerei muss alle drei Jahre eine neue Besatzmaßnahme vorgenommen werden, um die Erträge annähernd zu stabilisieren halten. Höchst problematisch war die ab 2005 ausgesetzte Laichschonzeit. Im Ergebnis mussten die Fischer erwartungsgemäß Einbußen hinnehmen. Doch wurde von vielen erkannt, dass ein kontinuierlicher Besatz die nachhaltige Befischung der pommerschen Gewässer auf Dauer sichern kann. Text: hed

Schnäpel in Parmesanpanade 800g Schnäpelfilet 60g gemahlene Mandeln 1 Ei 150g Paniermehl 60g geriebener Parmesan Butterschmalz 1 TL Oregano Salz Pfeffer 1. Das Paniermehl, den Oregano, die gemahlenen Mandeln und den geriebenen Parmesan vermischen. 2. Die Filets mit Salz und Pfeffer würzen und anschließend in Butterschmalz goldbraun braten. 3. Zum Fisch können Petersilienkartoffeln und eine Dillsauce gereicht werden.

Anzeige

Unsere Osterleckereien

Am Hafen 19 17493 Greifswald Wieck Tel.: 03834 83 31 0 Fax: 03834 83 31 31 E-Mail: reservierung@utkiek-wieck.de

Lachsfilet unter der Spinatkruste an einer Rieslingsauce und weißen Bärlauchnudeln


Krise?

Ökologisch verträglich hergestellte Lebensmittel sind längst keine Innovation mehr, sondern gehören zum Standardinventar auch der großen Discountmärkte. Doch welchen Effekt hatte die Finanz- und Wirtschaftskrise seit 2008 in diesem Sektor? Zunächst wäre zu vermuten, dass die vormals zweistelligen Wachstumszahlen sich umgekehrt hätten. Schon 2009 berichten mehrere überregionale Tageszeitungen über einen spürbaren Nachfragerückgang. Dieser deckt sich zu jener Zeit jedoch mit dem allgemeinen Absatzminus der gesamten Lebensmittelindustrie, liegt also im Trend. Letztlich wundern die Einbußen auch nicht – sind Bioprodukte im Durchschnitt doch fast 75% teurer. Eine Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) ermittelt zudem einen Anteil von lediglich 6% bei den Intensivkäufern, d. h. Kunden, die aus Überzeugung dauerhaft Bioprodukte kaufen.

Biobranche mit Zuwächsen Ebenfalls gab es im Jahr 2009 kein nennenswertes Wachstum, sondern eine Umsatzstagnation. Das lag aber vornehmlich daran, dass im Allgemeinen die Preise für Lebensmittel sanken und der gesamte Markt um rund 2,4% geschrumpft ist – demnach ein rein statistischer Effekt. Bei einem genaueren Blick fällt im Gegenteil dazu auf, dass zwar insbesondere in Supermärkten die Nachfrage sank, reine Bioläden aber konstante Zuwächse zu verzeichnen hatten. Im dritten Jahr der Krise – nämlich 2010 – macht der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft e. V. (BÖLW) weitere Steigerungen der ökologisch bewirtschafteten Flächen aus. Dem korrespondiert der Anstieg der Zahl

der Biobetriebe um gut 1.100, was einer Wachstumsrate von 5,4% enspricht. Teils erzielten die verschiedenen „Biolabels“ wie Demeter, Bioland oder Ecovin zweistellige Werte. Stabilisierung der Lage Von einer wirklichen Krise kann also kaum die Rede sein. Nach Erhebungen des BÖLW sei die Nachfrage ungebrochen und könne sogar allein mit der heimischen Produktionsleistung gar nicht befriedigt werden. Diese Situation wurde beispielsweise bei Getreide (vor allem Roggen) durch die deutlich geringeren Ernteerträge im Jahr 2010 verschärft. Das verknappte Angebot ließ allerdings die Preise entsprechend anziehen. Das ging mit teils massiven Einbrüchen im Absatz von Biobrot einher, der allerdings im dritten Quartal mit einer Erhöhung um 3% eine Trendumkehr andeutet. Vor allem durch langfristige Verträge kommt es in diesem Bereich aber zu zeitlichen Verzögerungen der Effekte, so dass die jeweils „aktuellen“ Zahlen im Grunde die von vor etlichen Monaten sind. Insgesamt hat sich die Lage stabilisiert. Intensivierung des Imports Die treibende Kraft der Biobranche

bleibt allem Krisengerede zum Trotz der Naturkostfachhandel. Kartoffeln, Eier, Käse, Frischobst und andere Produkte erzielten 2010 ein beachtliches Umsatzplus von ca. 8%. Insgesamt belief sich der Umsatz auf 5,9 Mrd. Euro. Zum Vergleich: 2000 waren es noch 2,1 Mrd. Viele Regionen, so der BÖLW, seien mit Bio-Fachgeschäften noch reichlich unterversorgt, weshalb eine weitere Steigerung möglich sei. Eine Intensivierung des Imports ist daher schon heute Realität. Frühkartoffeln etwa kämen bevorzugt aus Ägypten, Italien oder Israel. Biozwiebeln bezieht Deutschland besonders aus Argentinien und den Niederlanden; 2009/2010 wurden etwa 4.500t davon importiert. Auch Getreide wird zu einem Anteil von 15% aus anderen Ländern eingeführt. Deutschland ist Biomeister Mit weitem Abstand hat Deutschland nach wie vor die höchsten Umsatzzahlen in ganz Europa. Frankreich – für Landwirtschaft prädestiniert – setzt hingegen rund 2,5 Mrd. Euro weniger mit Bioprodukten um. Auch weltweit hält der Trend der Umsatzsteigerung trotz Krise an, wie auf der internationalen Fachmesse Biofach im Februar 2011 zu sehen war. Gelingt es, unterschiedliche Interessen zu koordinieren, könnte M-V also durchaus davon profitieren. Text: hed

Täglich ab 11:30 Uhr geöffnet! Familienfeiern | Catering | Tanz Karl-Liebknecht-Ring 2 17489 Greifswald Direkt am Volksstadion Tel.: 03834 / 773095 Fax.: 03834 / 773128 info@goldengoal-hgw.de

Anzeige

in der

Bio

15


16

Wie der

Bismarck-Hering

zu seinem Namen kam

George W. Bush hat er geschmeckt, Kronprinz Haakon von Norwegen hat ihn gegessen und Gerhard Schröder ließ sich die mild-saure Delikatesse zu seinen besten Tagen auf der Zunge zergehen – der Stralsunder Bismarckhering.

Bei Henry Rasmus im gleichnamigen Fischhandel in der Heilgeiststrasse in Stralsund gibt es diese Spezialität nach einem Rezept, das vor mehr als 100 Jahren den Reichskanzler Otto von Bismarck nachhaltig beeindruckte. Er war ein Heringsliebhaber und vertrat die Meinung „wenn Heringe genau so teuer wären wie Kaviar, würden ihn die Leute weitaus mehr schätzen.“ Die sauer eingelegte Zubereitung der Heringsfilets ermöglichte es im 19. Jahrhundert, Fisch lange haltbar und trotzdem wohlschmeckend zuzubereiten. Der auf diese Weise konservierte Hering konnte in Holzfässern von Nord- und Ostsee ins Binnenland transportiert werden. Der Stralsunder Kaufmann Johann

Wiechmann gründete in der Fährstraße 21 eine Fischkonservenfabrik. Seine Frau war schon zu früherer Zeit, als die Familie noch eine Schankwirtschaft betrieb, bekannt für ihre sauren Heringshappen. Johann Wiechmann war ein großer Verehrer Bismarcks und schickte ihm zu dessen Geburtstag ein Fässchen Hering. Dem Reichskanzler mundeten die eingelegten Heringe und auf Bitten Wiechmanns gab er ihm die Erlaubnis, diesen Hering als Bismarckhering verkaufen zu dürfen.

Stralsunder Marzipanhaus Restaurant · Café · Bar mit offener Showküche Nicht nur für Weinliebhaber ein Genuss! Unser Angebot: köstliche Tapas-Kreationen, saisonal wechselnde Gerichte, frisch gezapfte Biere, erlesene Weine u.v.m.

Sie erhalten

10 % RABATT

Herzlich Willkommen!

Öffnungszeiten: täglich von 6.30 bis 23.00 Uhr

Anzeige

Weinwirtschaft im arcona Hotel Baltic Frankendamm 22 . D- 18439 Stralsund Tel. 03831 20 48 59

Hafenstraße 8 18439 Stralsund fon 03831 28 82 89 8 www.speicher8.de

Stralsunder Marzipanhaus im Hotel am Jungfernstieg Jungfernstieg 1b · 18437 Stralsund Telefon (03831) 4438-0

Anzeige

Kennen Sie schon unser Business Lunch? Montag bis Freitag von 12.00 bis 15.00 Uhr Täglich wechselndes 2-Gang-Menü sowie Kaffee und Wasser soviel Sie mögen Nur 9,50 € pro Person

Anzeige

bei einem Einkauf von 20,– EUR in unserem Stralsunder Marzipanhaus im Jungfernstieg 1b, bei Vorlage dieses Coupons.


Waldpension “Zum Knirk“ 17 Urlaub für alle

· Ferienzimmer unterschiedlichster Größe, mit Frühstück und Halbpension am Hochufer und Wald in einmaliger, naturnaher Lage, · familienfreundliche Anlage mit großem Spielplatz, · besonders geeignet auch für Familientreffen, Feiern und Gruppenreisen mit thematischen Ausflügen in unsere Region

Auf diese Geschichte stieß Henry Rasmus vor elf Jahren und nahm Kontakt zur Enkelin Wiechmanns auf. Auch wenn das Schreiben von Bismarck im Krieg verloren ging, das Rezept für die Original-Bismarckheringe hatte die alte Dame noch gut verwahrt. Henry Rasmus hatte Glück, bekam Einblick in die geheime Rezeptur und wendet

sie bis heute für die Original Stralsunder Bismarckheringe an. Auch heute noch kommt die Familie Bismarck bei Familienfeiern in den Genuss des namensgleichen Fisches – dafür sorgt Henry Rasmus mit seinem Sinn für Geschäft und Tradition. Text: mia/Bilder: Fischhandel Rasmus

17509 Lubmin | Am Knirk 2 Tel.: 038354-22838 | C. & H. Moritz GbR e-mail: info@knirk.de | www.knirk.de

Fischhandel und Räucherei Inh. Henry Rasmus Heilgeiststraße 10 D-18439 Stralsund Telefon 03831/281538

Herzlich Willkommen auf Rügen...

PR-Anzeige

ROEWERS Privathotel - ganz privat sein und den Luxus kleiner, feiner Details genießen. Im Ostseebad Sellin, unweit Rügens längster Seebrücke und der 30 m hohen Steilküste, erwartet Sie das ROEWERS Privathotel, unmittelbar an der berühmten Flanier- und Prachtmeile Wilhelmstraße. Ein elegant angelegter Park bildet den Rahmen für das einmalige Ensemble liebevoll restaurierter, denkmalgeschützter Villen mit insgesamt 55 Zimmern und Suiten, Ferienhaus „Finja“ sowie drei Restaurants, einer Brasserie und Bar. Intelligenter Genuss, verwöhnen der Gäste auf eine bewusste Art und Weise, verbunden mit frischer und gesunder Gourmetküche stehen bei Küchenchef Dirk Bretschneider und seinem Team im Mittelpunkt. Das elegante Ambiente des Restaurants „Ambiance“ lädt mit exklusiver, internationaler Küche zum Genießen ein. In den Restaurants „Clou & Le Jardin“ stehen regional geprägte Produkte im Vordergrund und in der Brasserie „Caspar´s“

wird eine leichte Bistroküche mit unterschiedlichen Snacks serviert. Auch die Bar „b.ambi“ mit elegantem Design und Lounge-Mobiliar in Rot- & Schwarztönen erfreut sich bei Hotelgästen wie auch bei den Rüganern selbst großer Beliebtheit. Mit den ersten Sonnenstrahlen des Frühlings können sich die Gäste auch wieder auf der großzügigen Terrasse kulinarisch verwöhnen lassen und dabei dem bunten Treiben auf der Wilhelmstraße zusehen. Seien Sie also herzlich Willkommen zum „Ausruhen, Glücklich sein und Genießen“ – ob großes Menue oder leichte Kost – Essen im ROEWERS heißt „Essen mit Leidenschaft“! Ruhe und Entspannung bietet auch die Bade- & Wellnesslandschaft mit Sauna- und Fitnessbereich sowie das „vitambiance - spa & health resort“ mit ausgesuchten Spa- und Beautyanwendungen, Massagen, Bädern mit kostbaren Essenzen, Body-Peelings im Hamam, Ayurveda, Farblicht-Therapie, Tiefenentspannung auf der Alpha-Liege, Ernährungsberatung u. v. m.

ROEWERS Privathotel Wilhelmstraße 34

18586 Ostseebad Sellin Telefon: 038303 - 1220

Anzeige

*kein Betten beziehen, kein Einkauf, kein Essenkochen, kein Putzen – das können Sie alles daheim – bei uns haben alle Urlaub*


18

Rauchfrei mittels Laser

Sie wollen mit dem Rauchen aufhören?

Wir unterstützen Sie dabei.

Unser kleines Gasthaus mit Café-Terrasse und Garten bietet

· ein reichhaltiges Angebot an regionalen Gerichten sowie leckere Kräutergerichte · soweit es das Wetter erlaubt am Donnerstag Bio-Vollkornbrot und ab 18.30 Uhr Pizza im Holzbackofen auf der Terrasse · ein gemütliches Urlaubsquartier in 12 Ferienwohnungen und Zimmern (auch für Kleingruppen geeignet, Seminarraum vorhanden) mit Frühstück und Halbpension.

• Schmerzfreie Anwendung ohne Medikamente • keine Nebenwirkungen • hohe Erfolgsrate • aufhören ohne Gewichtszunahme • eine kostenlose Nachbehandlung innerhalb eines Jahres

15€

Terminvereinbarung telefonisch unter

0381 2037201

Geöffnet ab 1.4. täglich ab 15 Uhr, So. ab 12 Uhr, Mi. Ruhetag

Seit 6 Jahren

erfolgreiche Raucherentwöhnung, wie zahlreiche zufriedene Kunden bestätigen

Ackerbürgerei Lassan Lange Straße 55, 17440 Lassan Tel. (03 83 74) 51 11 www.ackerbuergerei.de info@ackerbuergerei.de

Kröpeliner Str. 10 18055 Rostock

Judengasse 4 18439 Stralsund

Anzeige

www.relief-rostock.de Hier finden sie Unsere Standorte in Mecklenburg-Vorpommern

Kladdkaka und punschrullar Ta en kopp kaffee – dieser Einladung zu einer Tasse Kaffee folgt man in Schweden gern und häufig. Kaffee und Schweden gehören einfach zusammen. Kaffee und schwedische Leckereien mit so lustigen Namen wie Kladdkaka und Punschrullar stehen im Quaakini´s Kaffekopp in Stralsund auf der Karte. Dieses kleine Café in der Nähe des Stralsunder Alten Marktes bietet nicht nur schwedische Spezialitäten, sondern auch schwedische Lebensart. Selbstbedienung gehört dazu, genauso wie die Einrichtung des Cafés mit Billy und Ivar.

herrlich geschützt im Innenhof des mittelalterlichen Hauses. Mit einem umfangreichen Zeitschriftenangebot, einer hauseigenen Bibliothek und WLAN kann man hier entspannt den Sommer genießen.

Das Quaakini´s Kaffekopp befindet sich in der Mühlenstraße 1, in einem der ältesten Häuser der Stralsunder Altstadt. Im Sommer sitzt es sich

Quaakini´s kaffekopp Mühlenstr. 1 18439 Stralsund

Apropos Sommergenuss: die zweite Spezialität des Cafés, die auch namengebend ist, sind Quarkspeisen. Schwedenbecher gibt es natürlich und exotische Kombinationen wie Giottino-Quaak oder Ananas-Quaak. Smaklig maltid – würde man in Schweden sagen!

Text: mia/Bilder: www.quaakini.de

Anzeige

Wer seinen Termin bis zum 17.05. 2011 bucht, erhält pro Anwendung geschenkt!


19

Schwedische Spuren in Pommern

Wie 200 Jahre gemeinsame Geschichte eine Region prägen Das Jahr 1630 markiert für die pommersche Geschichte eine Zäsur. Im Zuge des 30-jährigen Krieges besetzen die Schweden von Usedom aus den Landstrich. Als sieben Jahre später auch noch das Erbgeschlecht derer zu Pommern-Stettin ausstirbt, fällt die Region gänzlich an das nordische Königreich. Erst die Restaurationspolitik des Wiener Kongresses 1815 beschließt die Herauslösung. Die fast 200-jährige Herrschaft hat natürlich Spuren in Pommern hinterlassen.

So fallen bei einem Stadtrundgang mehrere rot gestrichene Häuser auf. Das augenfälligste ist wohl das Rathaus, dessen Farbe gezielt der vermutlich originalen nachempfunden wurde. Dies steht in Kontinuität zum schwedischen Stil, der auch auf eine breite Palette von Rottönen setzte. Zudem vermittelt an der Südmauer des Greifswalder Domes St. Nikolai ein Relief Gustavs II. Adolfs einen Eindruck von der gemeinsamen Vergangenheit. Amtssitz des Generalgouverneurs

Diese jedoch zeugen in keinem Falle von einem Unterdrücker. Ähnlich wie Frankreich ab 1807 mit dem Code Civil so mancher positiven Entwicklung förderlich war, gereichte Pommern die schwedische Fremdherrschaft vielfach zum Vorteil. Nicht zuletzt wurde das durch die weitgehende Autonomie der Verwaltung gewährleistet. Ebenso kam es zu einem regen kulturellen Austausch in vielen Bereichen. Das schwedische Rot Im Falle Greifswalds verhält es sich sogar so, dass die Schweden „alte Bekannte“ waren. Die Historie der Stadt ist eng mit der Gründung des Klosters Eldena verbunden. Die hier wirkenden Zisterziensermönche stammten in Mehrheit aus dem dänischen Esrom, das wiederum in engem Kontakt zu seinen Ordensbrüdern im schwedischen Lund stand. Ohnehin zeigt das ehemalige oppidum Gripheswald noch heute zahlreiche kulturelle Hinterlassenschaften aus schwedischer Zeit. Karte des historischen Herzogtums Pommern aus dem 17. Jahrhundert von Willem Blaeu

Auch in Stralsund hat die Schwedenzeit ihre architektonischen Spuren hinterlassen. Das wohl offensichtlichste und bekannteste Relikt war das Wrangelsche Palais in der Heilgeiststraße, benannt nach dem General Carl Gustav Wrangel. Es diente ab 1664 als

Amtssitz des schwedischen Generalgouverneurs. Von dem Gebäude sind jedoch nur noch Zeichnungen und urkundliche Erwähnungen geblieben. Während des Bombenangriffes auf die Hansestadt im Oktober 1944 wurde der Bau komplett zerstört. Für gesamt Pommern ist daneben ein zweiter Name von unschätzbarer Bedeutung: Johannes Bugenhagen. Der Theologe wirkt entscheidend bei der Verbreitung der evangelischlutherischen Reformation der Kirche in Norddeutschland mit. Er erarbeitet beispielsweise für viele Landesteile eine neue Kirchenordnung, etwa für Braunschweig, Hamburg, Lübeck und eben auch Dänemark, das damals noch weite Teile Schwedens beherrschte. Bugenhagens Schaffen fällt zwar nicht in die eigentliche Schwedenzeit, doch sind die Querverbindungen zu Schweden deutlich.


20

Kultureller Austausch Zudem standen etliche pommersche Landsleute als Generale, Baumeis-

men. Den Ausschlag für diese Sicht dürfte gegeben haben, dass Pommern mehr ein Dominion als eine Kolonie war. Die Schweden versuchten zumin-

Carl Gustaf Wrangel, 1662 (Matthäus Merian der Jüngere)

Viele Pommern standen im Dienste der schwedischen Krone ter oder Wissenschaftler wenigstens formal in schwedischen Diensten. Damit war oftmals ein Aufenthalt zu Ausbildungs- bzw. Studienzwecken in Schweden verbunden. Im Gegenzug studierten und wirkten einige bekannte Schweden in Pommern. Beispiele sind hier der Philosoph Thomas Thorild, der Strafrechtler Johann von Quistorp oder der Bibliothekar Johann Carl Dähnert (alle 18. Jh.). Spannungsarmes Verhältnis Obgleich knapp 180 Jahre lang wenigstens Teile Pommerns de jure im Besitz der Schweden standen, wurden diese nicht als Besatzer wahrgenom-

Comfort

Freilich war das gerade während der Zeit des 30-jährigen Krieges gänzlich anders. Die Gewaltexzesse auch der Truppen Gustav II. Adolfs sind mit dem Schwedentrunk sprichwörtlich geworden. Gleichwohl, so meint der Historiker Rudolf Hanncke in den Baltischen Studien 1892, hätten die Drangsale besonders dann zugenommen, wenn die Schweden gezwungen waren, auch Deutsche für ihre Armeen anzuwerben. Text: hed

und

Design

Norwegen Neue Sitzgewohnheiten erfordern neue Möbel. Diese einfache Feststellung war die Initialzündung für den beeindruckenden Siegeszug des international wohl bekanntesten Sitzmöbels – Stressless®. Der norwegische Hersteller Ekornes® hat 1971 mit dem ersten Sessel eine Erfolgsgeschichte in Gang gesetzt, die schnell auch andere Marktsegmente erreichte. Bald gab es z. B. Stressless®-Sofas. Flexibel und funktionell mussten die neuen Sitzgelegenheiten sein. Das Geheimnis liegt in der patentierten Technologie mit ihren einzigartigen Funktionen.

In den vergangenen Jahren seit der Gründung haben immer mehr Menschen weltweit den unvergleichlichen Stressless®-Comfort für sich entdeckt. Standorte in über 50 Länder bezeugen auch das internationale Renommé des Unternehmens. Entdecken auch sie das entspannende Sitzerlebnis auf einem original Stressless®-Möbel bei mmz, dem Händler in ihrer Nähe.

Anzeige

aus

dest nicht, ihre Kultur auf die Region zu projizieren und gewährten sowohl politisch als auch juristisch eine begrenzte Eigenständigkeit.


21

Stressless ist … ®

40 – und besser als je zuvor nal Entdecken Sie das Origi nktionen! mit den patentierten Fu Der beste Stressless® Comfort aller Zeiten! Trends kommen und gehen, das Design verändert sich. Aber wahrer Comfort verliert nie an Wert. Über 4 Jahrzehnte hinweg wurde jedes noch so kleine Detail der Stressless® Sessel und Sofas überdacht und optimiert. Aus einem ganz einfachen Grund: Sie sollen höchsten Comfort erleben und aktiv oder passiv jeden Moment in einem Stressless® genießen. An dieser Philosophie werden wir festhalten und gleichzeitig Raum für Innovationen schaffen.

Nur echt mit der Stressless® Marke!

Stressless® Dream

www.stressless.de Das Original

Patentiert

Patentiert

Gestell + Funktion

Stressless® Paradise

Gleitsystem

Kreuzstütze

Schlaf-Funktion

10 Jahre Garantie

MMZ Stralsund-Andershof real/Gustower Weg 3 ∙ Tel. 03831 27879-0

Mo - Fr 9.00 - 19.00 Uhr / Sa 9.00 - 18.00 Uhr

www.moebel-mmz.de

MMZ Wolgast

Wedeler Straße 6 ∙ Tel. 03836-2705-0

Mo - Fr 9.30 - 19.00 Uhr / Sa 9.00 - 16.00 Uhr

MMZ Neubrandenburg Woldegker Straße 38∙ Tel. 0395 76162-0

Mo - Fr 9.30 - 19.00 Uhr / Sa 9.00 - 18.00 Uhr


20. Nordischer Klang – 22

Zum Jubiläum ein pralles Programm

Wer Nordeuropa erleben will, muss nicht erst einen Flug buchen oder die Fähre nehmen. Denn wie jedes Jahr holt das Kulturfestival Nordischer Klang ganz Skandinavien nach Greifswald! Das Festival wird über die gesamte Hansestadt verteilt stattfinden. Das in seiner Breite einzigartige Programm wird von der Nordischen Abteilung der Universität Greifswald und dem Verein Nordischer Klang zusammengestellt. Kriterien hierfür sind Originalität, Virtuosität, Phantasie, Live-Präsenz, Unterhaltungsqualität und Wagemut. Ganz gleich, welches Genre: Hohe Qualität ist immer garantiert. In das Festival bringen sich außerdem Greifswalds Partnerstädte Hamar (Norwegen), Lund (Schweden) und Kotka (Finnland) sowie die Kultureinrichtungen der Hansestadt ein. Somit ist für mehr als zehn Tage voller Kulturerlebnisse gesorgt. Das traditionsreiche Festival gilt in Nordeuropa als eine Karrieresprungschanze für den Erfolg in Deutschland. Die Schirmherrschaft über das Festival hat in diesem Jahr die schwedische Ministerin für Kultur, Medien und Sport, Lena Adelsohn Liljeroth, übernommen. Co-Schirmherr ist Erwin Sellering, Ministerpräsident von Mecklenburg Vorpommern. Zur Eröffnungsfeier mit dem schwedischen Botschafter sind alle herzlich eingeladen. Dank der Firma Frödinge steht eine süße Überraschung bereit: 30 Prinzesstorten, die in diesem Jahr auch das Plakat des Nordischen Klangs zieren. Das Jubiläum des Nordischen Klangs von Jahr zu Jahr macht sich besonders im Auftritt der Gladsaxe Pigegarde bemerkbar: Mehr als fünfzig dänische Mädchen werden mit ihrer Marchingband durch die Straßen Greifswalds ziehen und ein Platzkonzert auf dem Marktplatz geben. In der dänischen Marchingband-Meisterschaft gewan-

Marius Neset (bekannt aus JazzKamikaze) gilt als einer der besten Tubaspieler des Landes. Zum Abschluss werden beide Gruppen gemeinsam spielen.

nen sie für ihr Orchesterkonzert Gold. Ihr Auftritt in Greifswald am 8.Mai wird vom Greifswalder Innenstadtverein mit einem Skandinavientag gefeiert. An diesem Sonntag werden die Geschäfte geöffnet sein, außerdem ist für viele Attraktionen gesorgt. Das diesjährige schwedische Highlight ist das Trio des Jazz-Pianisten Jan Lundgren, des Meisters des elegant gespielten und perfekt arrangierten Pianojazzs. Unterstützt wird er von der in den USA aufgewachsenen Soul-Sängerin LaGaylia Frazier. In ihrer Begegnung umarmen sich Soul und Jazz phantasievoll. Für ihr Deutschland-Debüt in Greifswald konnten sie einen Extragast gewinnen: Der neben Nils Landgren bekannteste schwedische Jazzmusiker Lars Danielsson wird die Basssaiten zupfen. Aus dem hohen Norden Finnlands kommt der Weltstar des Joik nach Greifswald: Wimme Saari mit seiner Band. Er kombiniert den traditionellen Gesang der SámiUreinwohner mit Improvisation und Popklängen. Schamanistische Gesänge verschmelzen nahtlos mit modernen Soundscapes. Aus Norwegen reisen wahre Tuba-Titanen an: Zwei Meister des sperrigen Blasinstruments zeigen in zwei vollkommen unterschiedlichen Ensembles, wie vielschichtig die Tuba sein kann. Kristoffer Lo aus dem Rocktrio PELbO wechselt fließend zwischen Begleitung und verzerrter, an eine E-Gitarre erinnernder Melodiestimme. Daniel Herskedal, zusammen mit dem bekannten Saxophonisten

Aber nicht nur Musik wird beim Nordischen Klang geboten! Auf dem Islandtag am 11.Mai wird es eine Lesung des isländischen Autors Sjón geben. Weltberühmt ist er durch seine Arbeit mit und für seine Freundin Björk, für die er Songtexte geschrieben hat. Am selben Tag wird der deutsch-isländische Keyboarder Lars Duppler mit sei-

nem eingespielten Quartett sein neues Album Rætur präsentieren und die Newcomer Valdimar werden ihr erstes Brassy-Pop-Konzert fern der frostigen Vulkaninsel geben. Junge Photojournalisten zeigen in der Ausstellung Sort of Safe einen Blick hinter die Kulissen des Nordischen Wohlfahrtsstaates. Um sie in ihrer Gänze zu zeigen, haben sich Stadtbibliothek und Theater mit ihren Ausstellungslokalen zusammengetan. Für die dänische Popnacht im großen Saal des Theaters reist die Solistin Bird nach Greifswald: In ihren augenzwinkernden selbstkomponierten Stücken plaudert sie musikalisch aus dem All-


23

tag und begleitet sich auf dem Cello selbst. Sängerin Billie Koppel setzt mit ihrer 5-köpfigen Band Catbird die von ihrer Mutter Anisette (The Savage Rose) begonnene Rocktradition weiter fort. Ihre Balladen gehen unter die Haut! Zum Abschlussfest des Nordischen Klangs werden die iranischen Schwestern Safoura und Melody Safavi mit ihrer bunten Truppe hinreißenden Oriental- und Latinpop spielen, nicht ohne dabei altbekannte MorgenlandKlischees aufs Korn zu nehmen. Da

kribbelt es in den Tanzbeinen, ebenso wie bei der Balkanmusik von Jaakko Laitinen und seiner Band „Falschgeld“ aus Lappland. Weitere Programmpunkte sind eine Metalnacht, Klassikkonzerte, Flamencorhythmen, die Premiere der TanZZeiT 2011 mit schwedischen Gastchoreographen und dem Ballett des Theaters Vorpommern, der diesjährige Oscar®-Gewinner „In einer besseren Welt“, Vorträge über Polar-

expeditionen und die Essenskultur des Nordens, die Veranstaltungsreihe über Per Kirkeby, die den bekanntesten Künstler Nordeuropas in allen seinen Facetten zeigt, von der Greifswalder Gastronomie angebotene Nordeuropa-Leckereien und eine schwedische Kurzfilmnacht. Detaillierte Informationen zu allen Veranstaltungen gibt es unter www.nordischerklang.de und facebook. Pressegruppe Nordischer Klang Text/Bilder: Nordischer Klang

Veranstaltungshighlights: 5.5., 20:00 6.5., 18:00 7.5., 20:00 8.5., 12:00 8.5., 20:00 9.5., 22:00 10.5., 20:00 11.5., 18:00 11.5., 20:00 12.5., 20:00 14.5., 19:30 15.5., 17:00

Elin Larsson Group, St. Spiritus Eröffnungsfeier und Premiere der TanZZeiT 2011, Theater Vorpommern Tuba-Titanen, St. Spiritus Gladsaxe Pigegarde, Innenstadt Greifswald Jan Lundgren Trio & LaGaylia Frazier, Theater Vorpommern Nathalie Nordnes, St. Spiritus Dänische Popnacht, Theater Vorpommern Sjón, Stadtbibliothek Lars Dupplers „Rætur“, St. Spiritus Wimme Saari Group, Theater Vorpommern Abschlussfest mit Abjeez, St. Spiritus Schwedische Kurzfilmnacht


24

Teil 2 des Interviews

Beträchtliches Wirtschaftspotential Erneuerbare Energien versprechen umwelfreundlichere Stromerzeugung. Auf dem Weg zur Erhöhung des Anteils an der Versorgung müssen allerdings noch einige Probleme ausgeräumt werden. L&L sprach mit dem Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, Dr. Stephan Rudolph.

L&L: Ist die Idee der Bioenergiedörfer unter Umständen aus pragmatischer Perspektive problematisch? Schließlich formiert sich gerade jüngst schnell ein teils erheblicher Widerstand, wenn es um die Errichtung Strom erzeugender Anlagen geht. StS Dr. Rudolph: Bioenergiedörfer haben zum Ziel, die Wertschöpfung für die Bereitstellung von Strom und Wärme in der Region zu belassen. Der Erhalt der regionalen Wertschöpfung liegt natürlich im Landesinteresse. Auch wenn wir nur Anlagen genehmigen, die die strengen Vorschriften der Umweltgesetzgebung erfüllen, fühlen sich viele Bürger durch die Anlagen belästigt. Man denke nur an die vielen Bürgerbeschwerden hinsichtlich Geruchsbelästigungen aus Biogasanlagen oder Diskoeffekte und Lärmemissionen von Windparks. Wenn die betroffenen Anwohner aber nur Benachteiligungen sehen und keine Vorteile, kann Widerstand entstehen. Deshalb muss man frühzeitig auf die Bürger zugehen, für Akzeptanz werben und Ihnen auch persönliche Vorteile – beispielsweise im Rahmen einer Beteiligung an Bürgerwindparks – aufzeigen und vor allem: sie ernst nehmen. Nahwärmenutzung erfolgreich Das kann eine finanzielle Beteiligung an Bürgerwindparks oder Bürgersolaranlagen sein, aber auch eine preiswerte und zuverlässige Wärmeversorgung aus der Biogasanlage. Gerade für letzteres gibt es bereits positive Beispiele im Land, ich denke da an die Abwär-

menutzung von Biogasanlagen in Nossendorf, Bartelshagen, Zinzow, Bergen oder Demmin, die die Wärmeversorgung in den Orten sichert und damit die Wertschöpfung in unserem Land verankert. Mit der Förderung der Nahwärmenutzung über die Klimaschutzrichtlinie des Wirtschaftsministeriums bietet sich für die Bürger die Möglichkeit, Wärme sicher und preiswert zu beziehen. Auch für das nächste Jahr liegen für Vorpommern bereits 25 Anträge zur Biomassenutzung vor, die Investitionen in Höhe von ca. 45 Mio. € auslösen können. Der Gedanke, der hinter gemeinschaftlich finanzierten Anlagen steht, ist hierzulande im Vergleich zu den alten Bundesländern noch zu wenig entwickelt. Umso erfreulicher ist es, dass z. B. die WEMAG interessierten Kunden Genossenschaftsanteile an Anlagen zur Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien anbietet. Aber der Aspekt, dass die Bürger ihre eigene Anlage und deren mögliche Beeinträchtigung ganz anders betrachten als beispielsweise einen fremdfinanzierten Windpark, ist nur die eine Seite. Die Mehrkosten der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energieträgern werden bekanntlich über die EEG-Umlage finanziert und auf alle Stromverbraucher umgelegt, sie betragen zur Zeit 2,05 Cent/kWh und steigen 2011 auf 3,5 ct/kWh. Das Geld, dass jeder Stromverbraucher zu zahlen hat, erhalten die Gesellschafter der Anlagen. Wir haben hervorragende Voraussetzungen für den Betrieb von z. B. Windkraftanlagen oder Biogasanlagen. Es wäre wünschenswert, wenn auch die Erträge aus dem Betrieb dieser Anlagen im Lande blieben und den Menschen zugute kommen, die möglicherweise Beeinträchtigungen in Kauf nehmen müssen.

L&L: Sehen Sie ein Problem des Konzeptes Bioenergiedorf dahingehend, dass es das energetische Solidarprinzip de facto aufgibt, da überschüssige Produktionen nicht in ausreichendem Maße an Mangelnetze verteilt werden können? StS Dr. Rudolph: Durch den starken Zubau der EE wandeln sich die ehemaligen Versorgungsnetze in Entsorgungsnetze, weil die Stromerzeugung aus EE zeitweise größer ist als der jeweilige regionale Bedarf. Dies erfordert Netzausbau. Grundsätzlich gilt, dass auch Bioenergiedörfer zu steigenden Netzausbaukosten beitragen, die Netzausbaukosten aber wesentlich durch Windkraft getrieben sind. Wer EE will, muss auch den notwendigen Netzausbau wollen. Der in unserer Netzstudie (Netzintegration EE im Land MV 2009) ausgewiesene Ausbaubedarf findet zum großen Teil auf der Hochspannungsebene statt. Insoweit ist auch die Stadtbevölkerung an den Ausbaukosten auf dem Land beteiligt. Ein flächendeckender Ausbau von Bioenergiedörfern würde aber sicherlich noch zu zusätzlichen Belastungen führen. Keine allumfassende Lösung Grundsätzliches Problem des Netzausbaus ist, dass die Kosten in der Region verbleiben und letztlich dort die Strompreise erhöhen. Deshalb streben wir einen bundesweiten Ausgleich der EE-bedingten Netzausbaukosten an, denn umweltgerechte Stromerzeugung dient allen. Bioenergiedörfer können im ländlichen Raum wegen naturräumlicher und ökonomischer Beschränkungen nicht überall und an jedem Ort errichtet werden. Sie sind daher nicht die allumfassende Lösung unseres Energie- und Klimaproblems,


25 Tabelle1

Geschätzte Ausbaukosten des deutschen Stromnetzes erdverlegte Kabel Hochtemperaturseile

können aber durchaus als wichtige Maßnahme unter vielen zur Lösung beitragen.

evtl. zus. Kosten Mindestkosten

herkömmliche Trassen 0

5

10

15

20

Mrd. €

Strategien verfolgt es dabei? Die Nachteile sind wie immer gegen die Vorteile abzuwägen. Bioenergiedörfer haben zum Ziel, die Wertschöpfung für die Bereitstellung von Strom und Wärme in der Region zu belassen. Die bereits realisierten Beispiele zeigen, dass dieses Konzept erfolgreich umgesetzt werden kann. Natürlich werden überschüssige Strommengen in das Netz eingespeist und dorthin geleitet, wo sie benötigt werden. Der Vorteil der Biogasanlagen ist im Verhältnis zur fluktuierenden Bereitstellung durch Wind- und Solaranlagen, dass sie grundlastfähig und in den gegebenen Grenzen regelbar sind, wenn auch für die Bereitstellung von Regelenergie noch die notwendigen ökonomischen Anreize fehlen. Regional nachhaltige Konzepte Ich bin mir auch dessen bewusst, dass die Energiebereitstellung von Ballungszentren nicht durch Biogasanlagen in unserem Land übernommen werden kann. Das ist aber auch nicht die Intention der Bioenergiedörfer. Ziel muss es sein, regional nachhaltige Konzepte zu entwickeln, die sowohl Sicherheit als auch Preisstabilität für die Anwohner ermöglichen und zudem ökologische Aspekte berücksichtigen.

StS Dr. Rudolph: HGÜ heißt ja Hochspannungsgleichstromübertragung. Ein derartiges Netz gibt es in Deutschland noch nicht. Einzig in MV landet das seit 1996 betriebene Kontek-Kabel (HGÜ) zwischen Deutschland und Dänemark in Rostock an. Der Gleichstrom wird dann in Drehstrom umgewandelt und in das deutsche Drehstromnetz eingespeist. Das Wirtschaftsministerium des Landes arbeitet nicht an Konzepten für Übertragungstechniken im bundesweiten Höchstspannungsnetz. Der Systemvergleich ist eine Aufgabe, den die deutsche Energieagentur (dena) jüngst wahrgenommen hat und der nicht zu Gunsten eines Hochspannungsgleichstromübertragungsnetzes ausgefallen ist. Die dena hat kürzlich ihre „Netzstudie II“ vorgelegt. Danach kostet in den nächsten 10 Jahren der notwendige Ausbau des 380-kVDrehstromnetzes mit 3600 km neuen Höchstspannungstrassen rund 10 Mrd. Euro. Macht man den Ausbau mit Hochtemperaturseilen kostet dies 17 Mrd. €, bei einem erdverlegten Netz mit Hochspannungsgleichstromübertragung fallen Kosten zwischen 22 bis 29 Mrd. € an (s. Infografik). Akzeptanz gewinnen

L&L: Eine bisherige Schwierigkeit der Energiewirtschaft ist die teils unzureichende Infrastruktur im Bereich Stromspeicherung und der Stromleitungen, insbesondere des HGÜ-Netzes. An welchen Konzepten arbeitet das Landeswirtschaftsministerium derzeit und welche

Bei bestimmten Witterungsverhältnissen kann auf Grund von Temperaturbeobachtung der Leiterseile (Temperatur Monitoring) mehr Strom durchgeleitet werden. Durch diese neue Technik, die sicherlich auch bei 1 uns im Land zum EinsatzSeite kommen

25

30

35

Datenquelle: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus (MV)

wird, kann man den Leitungsausbau etwas reduzieren. Leider kann der Leitungsneubau dadurch nicht entscheidend reduziert werden, so dass es für uns wichtig ist, die Akzeptanz der Bevölkerung für den notwendigen Netzausbau zu gewinnen. In M-V sehen wir Potenziale auf dem Gebiet der Energiespeicherung insbesondere im Bereich der chemischen Energiespeicherung. Beim Rostocker Leibniz-Institut für Katalyse e. V. (LIKAT) konzentriert sich derzeit die hierzu notwendige technologiespezifische Kompetenz. Es ist das größte öffentliche europäische Forschungsinstitut im Bereich der angewandten Katalyse. Wir werden uns für ein nationales Speicherforschungszentrum auf dem Gebiet der chemischen Energiespeicherung im LIKAT einsetzen, das mit seinem Know-how alle Voraussetzungen hierfür erfüllt. Da die Nachfrage nach Stromspeichertechnologien deutschlandweit wächst, setzen wir auf die Entwicklung neuer Technologien und deren Umsetzung in die Praxis. Dazu werden Netzwerke und Kompetenzzentren wie die Wasserstoff-Technologieinitiative, das Solarzentrum, das Offshore-EnergieKompetenznetzwerk oder das Umwelttechnologienetzwerk enviMV unterstützt. Verschiedene erfolgversprechende Projekte werden bereits realisiert. Beispielsweise ist ein Verfahren zur indirekten Wasserstoffspeicherung mittels Ameisensäure entwickelt worden. Mit neuartigen Katalysatoren wird Wasserstoff bei Zimmertemperatur aus Ameisensäure freigesetzt. Im Vergleich zur Druckspeicherung hat


26

diese Art der Wasserstoffspeicherung die Vorteile der einfacheren Handhabung, der höheren inneren Sicherheit sowie der größeren Speicherdichte. Damit könnte Ameisensäure eine interessante Alternative zur Druckwasserstoffspeicherung im mobilen Bereich werden. Exzellente Forschungsprojekte

stetige Anliegen, die gewonnenen Erkenntnisse der Wirtschaft zugänglich zu machen, oder wie die Ehrung mit dem höchstdotierten deutschen Förderpreis, dem Gottfried-WilhelmLeibniz-Preis 2006 – bestätigen die außerordentliche Einzelleistung von Herrn Prof. Beller, aber natürlich im zweiten Schritt auch das Spitzenniveau des LIKAT.

Ein anderes Leuchtfeuer des LIKAT ist ein Grundlagenforschungsprojekt zur photokatalytischen Wasserstofferzeugung. Ein deutschlandweiter Forschungsverbund steht dahinter. Die Exzellenz des Vorhabens ist unumstritten, denn es wurde in der zweiten Auswahlrunde des Programms „Spitzenforschung und Innovation in den Neuen Ländern“ ausgewählt. Der Bund fördert die Forschungs- und Staatssekreatär Dr. Rudolph Entwicklungsleistungen mit 11 (Foto: Wirtschaftsministerium MV) Mio. €. Eine weitere Garantie für Spitzenleistungen aus dem LI„Ich persönlich meine, zum Ausstieg KAT ist Herr Prof. Beller, Direktor der Forschungseinrichtung. aus der Kernkraft gibt es keine verantEr wurde im August diesen Jahres wortbare Alternative. Doch über Zeit anlässlich des 3. Chemiekongres- und Weg muss sachlich diskutiert und verlässlich entschieden werden.“ ses der European Association of Chemical and Molecular Sciences (EuCheMS) in Nürnberg als erster Wissenschaftler mit dem neu geschaffenen European Sustaina- Pläne des Netzausbaus ble Chemistry Award geehrt. Weitere Preise – wie die Verleihung des Bun- Auch im Land stößt die Expansion der desverdienstkreuzes am Bande im Jahr Erneuerbaren Energien inzwischen 2006 für die außerordentlichen Leis- auf Engpässe im Leitungsnetz, die nur tungen in der Grundlagenforschung durch den weiteren Ausbau der Netze auf dem Gebiet der Katalyse und das zu lösen sind. Aus diesem Grund hatte

das WM 2009 im Rahmen der Gesamtstrategie „Energieland 2020“ eine Netzstudie bei der Universität Rostock in Auftrag gegeben. Die „Netzstudie zur Integration Erneuerbarer Energien“ zeigt folgende Ergebnisse im Realszenario: Netzausbau des Höchstspannungsnetzes durch 50 Hertz Transmission GmbH (vormals Vattenfall Europe Transmission; einschließlich Nordbrandenburg) bis 2020: 625 km (davon 226 km bereits in Realisation bzw. fest geplant), Netzausbau des 110-kV-Netzes durch WEMAG (einschließlich Prignitz) bis 2020: 171 km (davon 80 km in Realisation bzw. fest geplant), Netzausbau des 110-kVNetzes durch E.ON edis (Nordnetz) bis 2020: 250 km (davon 44 km in Realisation bzw. fest geplant). Insgesamt ergeben sich erforderliche Netzinvestitionen von knapp 1 Mrd. €. Wir wollen die Studie aufgrund der verstärkten Einspeisung Erneuerbarer Energien demnächst aktualisieren. Um eine künftige Einspeisung von Biogas in das Gasnetz zu ermöglichen, befürwortet die Landesregierung den Anschluss auch dezentral gelegener Produzenten an das Netz. L&L: In Polen werden derzeit Atom- und andere konventionelle Kraftwerke geplant, während in Deutschland die Genehmigung solcher anscheinend stillsteht. Riskieren wir, mittel- bis langfristig energiepolitisch abgehängt zu werden? Werden wir als Konsequenz demnächst Atomstrom aus Polen und anderen Nachbarländern importieren müssen?

Tabelle1 Notwendiger Ausbau des 110kV-Netzes in M-V/Nordbrandenburg (Länge in km) Datenquelle: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus (MV)

WEMAG WEMAG

171 250

625

WEMAG E.ON edis 50 Hertz Transmission

91

80

Restkapazität Restkapazität realisiert oder in realisiert Planungoder in Planung


27

StS Dr. Rudolph: Unsere Aufgabe wird darin bestehen, vollständig aus der Kernenergie auszusteigen, konventionelle Kraftwerke deutlich zu reduzieren und dennoch auf Stromimporte aus dem Ausland nicht zwingend angewiesen zu sein. Stromimport aus unseren Nachbarstaaten wird es im Übrigen nur dann geben, wenn unsere Nachbarn weit über ihren Bedarf hinaus produzieren, was bisher nicht der Fall war. Das heißt, im Ausland müssten neue Kraftwerke für den Stromexport nach Deutschland gebaut werden und bekanntermaßen setzen viele unserer Nachbarländer auf den Bau von Atomkraftwerken. Tschechien setzt weiter auf Atomkraft, Frankreich und Finnland bauen zur Zeit neue Atomkraftwerke, Polen, Großbritannien, die Schweiz und die Slowakische Republik planen den Neubau, während Belgien, die Niederlande und Schweden zunächst die Laufzeit der bestehenden KKW verlängert haben. Ausgewogener Energiemix In Ergänzung zur Energiepolitik des Bundes und der EU muss sich natürlich auch die Landesregierung den energie- und klimaschutzpolitischen Fragestellungen mit ihren weitreichenden Konsequenzen widmen. Das haben wir mit der im letzten Jahr verabschiedeten Gesamtstrategie „Energieland 2020“ und mit den in diesem Jahr vom Landtag verabschiedeten Zielstellungen des „Aktionsplan Klimaschutz“ getan. Wir setzen hier

schwerpunktmäßig auf den Ausbau Erneuerbarer Energien in einem ausgewogenen Energiemix. Die Kernkraft gehört nicht zu unserem Energiemix, genau wie auch der Gedanke eines relevanten Endlagers in MecklenburgVorpommern geradezu absurd wäre. Die Haltung der Landesregierung hängt M-V energiepolitisch nicht ab, da wir als kühnen Gegenentwurf zur Kernspaltung die Kernfusionsforschung im Lande haben. Ich denke hier an das Fusionsforschungsexperiment Wendelstein 7-X in Greifswald. L&L: Welche Herausforderungen sehen Sie bei der Umstellung von konventionellen auf Erneuerbare Energieträger? StS Dr. Rudolph: Wir sind uns alle einig, dass das Energiesystem in Deutschland vor einem grundlegenden Wandel steht. Dabei darf das eingangs erwähnte energiepolitische Zieldreieck nicht aus den Augen verloren werden. Dass heißt, wir müssen der Integration erneuerbarer Energien gerecht werden und gleichzeitig eine sichere und wirtschaftliche Energieversorgung gewährleisten. Letztlich muss es uns aber gelingen, EE wettbewerbsfähig zu machen. Die größte Herausforderung für MV sehe ich allerdings darin, an diesem Umstellungsprozess wirtschaftlich teilzuhaben. Wertschöpfung im Land schafft neue Arbeitsplätze. L&L: Wie kann ein Ausgleich geschaffen werden zwischen dem Einsatz Erneuerbarer Energien und der

konstanten Bedürfnisbefriedigung hochindustrialisierter Staaten? StS Dr. Rudolph: Wenn wir die Herausforderungen bei der Umstellung von konventionellen auf erneuerbare Energieträger klug und umsichtig angehen, werden wir mittelfristig den Energiebedarf Aller zu einem großen Teil umweltfreundlich decken können. Wir setzen nicht nur auf den Einsatz von EE, sondern auch auf die verstärkte Nutzung hocheffizienter Energietechniken und ein Mehr an Energieeinsparung, insbesondere im Gebäude- und Verkehrsbereich. Außerdem sorgt der technische Fortschritt dafür, dass Erneuerbare Energien angesichts knapper werdender fossiler Energieträger wettbewerbsfähig werden. L&L: Herr Staatssekretär Dr. Rudolph, vielen Dank für das Gespräch!

Weitere Infos: Das HGÜ-Kabel Kontek ist ein 170 km langes, fast vollständig erdverlegtes Kabel, das die Stromnetze der dänischen Insel Seeland und Deutschlands miteinander koppelt. Die Studie „Energieland 2020“ ist zu finden unter: service.mvnet.de/_php/download. php?datei_id=22999

Tabelle1 E.ON edis

44 206

Tabelle1 50 50 Hertz Hertz Transmission Transmission

Restkapazität realisiert oder in Planung

226 625

RestkaRestkapazität pazität realisiert realisiert oder oderin in Planung Planung


28

20 Jahre BFW Stralsund – erfolgreiche Arbeit im Rehabilitationssektor

Integration als Aufgabe Seit 1997 wird in Stralsund auch die Eingliederung psychisch beeinträchtigter Menschen gefördert. Auch wer

aus anderen gesundheitlichen Gründen den erlernten Beruf nicht mehr ausüben kann, gehört zur Zielgruppe des BFW. Durch gezielte und bedarfsorientierte Umschulungen und Qualifizierungen gelingt es meist, gut 60% der Teilnehmer einer Integrationsmaßnahme in den Arbeitsmarkt zu vermitteln. Einen besonderen Stellenwert genießt das BFW seit 2000. In diesem Jahr wurde die erste von mittlerweile zwei Außenstellen eingerichtet. In Rostock Reutershagen kann seitdem ein Teil der hohen Nachfrage ambulanter Angebote gedeckt werden. Zudem ist das BFW seit 2000 Träger des Integrationsfachdienstes (IFD). Dadurch ist es möglich, standardmäßig schwer und mehrfach behinderte Menschen auszubilden.

Breites Angebot Mit Stolz erfüllt den Geschäftsführer, Klaus Mohr, dass das BFW derzeit mit 681 Teilnehmern in den Standorten Stralsund, Rostock und Waren zu den wichtigsten Bildungsträgern der beruflichen Qualifizierung zähle. Außerdem böte das Unternehmen mit insgesamt 23 Voll- und 12 Teilqualifizierungsmaßnahmen ein erhebliches Spektrum möglicher Abschlüsse an. Text: hed/Bilder ces

Würdigung der guten Arbeit Im Rahmen der Festveranstaltung anlässlich des 20-jährigen Bestehens des BFW waren die Redner daher auch voll des Lobes. Unter anderen würdigte Landessozialministerin Schwesig die hohe Qualität der Ausbildung sowie die vielfachen Hilfestellungen und Bildungsangebote für Behinderte. Gleichwohl appellierte sie an die regionalen Unternehmen, die Barrierefreiheit zu erhöhen. Der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung des BFW, Dieter Märtens, rekapitulierte, dass in Stralsund die Wege sowohl der Wiedervereinigung als auch des Aufbaus von Rehabilitationsstrukturen zusammen liefen. Er betonte, dass der Erfolg ein überwiegendes Verdienst der Mitarbeiter und Auszubildenden sei. Grundlage sei ein stets zeitgemäßes Qualifizierungsangebot, das nicht nur die fachliche Ausbildung umfasse, sondern auch darüber hinausgehende soziale Kompetenzen.

Anzeige

Der 31. Januar 1991 kann als „Geburtstag“ des BFW Stralsund gelten. An diesem Tag erfolgte die Eintragung in das Handelsregister. Damit war mittels tatkräftiger Unterstützung durch das BFW Hamburg ein Bildungsträger geschaffen worden, der in der Folge eine erhebliche Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung der Region entfalten sollte.


29

Die Die Kompetenz Kompetenz Erneuerbare Energien stehen hoch im Kurs. Dies gilt ganz besonders für Solarstrom. Dank sinkender Preise für Solarstromanlagen reichen schon durchschnittliche Stromerträge für einen rentablen Betrieb aus. Das Solarkraftwerk auf dem eigenen Dach bleibt also eine erstklassige Kapitalanlage, wie ein Blick auf die Ertragsanzeige der eigenen Anlage bestätigt Sorgfältige Planung ist die Grundlage für hohe Wirtschaftlichkeit. Besonders auf hohe Qualität der einzelnen Komponenten sollte geachtet werden. Denn bei Billigprodukten besteht das Risiko, dass die energetische Ausbeute im Laufe der Jahre einbricht. Hochwertige Solarmodule zeichnen sich durch Einhaltung der Normen und geringes Gewicht bei stabiler Konstruktion aus. Ebenso sollte auf die Qualität der Befestigungselemente sowie Verarbeitung und Design der Anschlusselemente geachtet werden, die der Witterung ausgesetzt sind. Hochwertige Technik ist Garant für einen optimalen Betrieb. Auch das Herzstück der Anlage, der Wechselrichter, muss dem Stand aktueller Technik entsprechen. Durch zuverlässige, einfache Steuerung und Überwachung der Komponenten einer Solaranlage wird jede Sonnenstunde optimal genutzt. Bei der Planung Ihres persönlichen Solarkraftwerks stehen Ihnen die kompetenten, geschulten Berater von Jacob Cement Baustoffe gerne beratend zur Seite. Sie planen für Sie das perfekt ausgelegte, leistungsfähige Solarsystem nach Ihren Wünschen. So sind höchste Effizienz und Wirtschaftlichkeit garantiert.

Solarstrom vom eigenen eigenemDach Dach


Wasser für Rügen

30

Strände, Küsten und Wasser sind das prägende Element der Landschaften auf Deutschlands größter Insel Rügen. Obwohl Wasser auf den ersten Blick überreichlich zur Verfügung zu stehen scheint, ist die sichere Versorgung der Bewohner Rügens und Hiddensees mit Trinkwasser ebenso wie die Entsorgung des Abwassers eine technische und logistische Herausforderung.

sich dabei als Dienstleister in Sachen Umweltschutz ebenso wie für wirtschaftliche Entwicklung.

Grundwasservorkommen, aus denen Rügens Trinkwasser gewonnen wird, gibt es reichlich. Auch bei steigendem Bedarf reichen die Reserven komfortabel aus. Allerdings wird das Wasser nicht dort gefördert, wo es gebraucht wird. Rügens Städte und Badeorte benötigen am meisten Wasser. Und das ganz besonders im Sommer. In den Ferienmonaten gilt, es die dreifache Menge dessen bereit zu stellen, was während der Wintermonate benötigt wird. Eine Aufgabe, die das kommunale Unternehmen „Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Rügen“, kurz ZWAR, im Auftrag der Gemeinden Rügens zu erfüllen hat. Das Unternehmen, das mit seinen knapp 140 Mitarbeitern zu den größten Arbeitgebern Rügens zählt, sieht

Beispiele für zukunftsweisende Orientierung beim ZWAR sind die Vorbereitungen für den Bau einer Kläranlage in Mukran oder die Kooperation beim Ausbau des Glasfasernetzes. Letzteres Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie zu 90 Prozent, der zuwendungsfähigen Ausgaben, gefördert und stellt nach Abschluss der Arbeiten im Dezember 2011 circa 1.500 schnelle Internetzugänge zur Verfügung. Eine sinnvolle Maßnahme, denn wo heute am Kanalnetz gearbeitet wird, kann ohne großen zusätzlichen Aufwand die Datenautobahn der Zukunft gleich mit installiert werden. Der Vorsorge für zukünftige wirtschaftliche Entwicklung gilt ebenso das Projekt der geplanten Kläranlage in Sassnitz. Es ist absehbar, das bei der künftigen Entwicklung des Hafens auch Sorge für Wasserver- und Entsorgung getragen werden muss. Derzeit wird das Sassnitzer Abwasser aufwändig durch Rohrleitungen bis nach Bergen gepumpt und in der dortigen Kläranlage aufbereitet. Dies birgt zum einen ein gewisses Transportrisiko,

zum anderen ist die Bergener Kläranlage am Rande ihrer Kapazitäten angelangt. Gute Gründe also, schon heute für die Zukunft zu planen. Besonderes Augenmerk richtet man beim ZWAR auf die künftige Behandlung des Klärschlamms. Angesichts der vielfältigen Produkte der chemischen Industrie, die in der Landwirtschaft eingesetzt werden, ist eine künftige Verbrennung des anfallenden Klärschlamms geboten, so Axel Rödiger, Geschäftsführer des ZWAR. Nur so sei der Klärschlamm als sich stetig aufkonzentrierende Schadstoffsenke aus der Nahrungskette zu entfernen. Gleichzeitig werden auf diese Weise Fließgewässer und Grundwasser nachhaltig geschützt.


PR-Anzeige

31

So wird durch zukunftsorientierte Planung sicher gestellt, dass das Rügener Trinkwasser auch in Zukunft das Prädikat „Spitzenklasse“ tragen kann.

Gewonnen wird es ausschließlich aus Grundwasservorkommen. Nach der Förderung wird es lediglich filtriert, Mangan und Eisen werden entfernt. Weitere Maßnahmen wie etwa Chlorierung sind nicht erforderlich. Für zusätzliche Sicherheit sorgen die dezentralen Wasserfassungen, die für kurze Wege zum Verbraucher sorgen.

Ebenso unterliegt das gesamte System einer durchgehenden Kontrolle, so dass im Ernstfall umgehend reagiert werden kann. Von den rund 4,7 Millionen Kubikmetern Wasser, die der ZWAR jährlich verkauft, entfällt knapp die Hälfte auf den Bedarf für die Wirtschaft, vornehmlich den Tourismus. Gefördert wird dieser Bedarf in 32 Wasserwerken. Auch der Wasserbedarf der Insel Hiddensee wird durch den ZWAR bereit gestellt. Seit Gründung des ZWAR im Jahr 1992 sind mehr als 180 Millionen Euro investiert worden. Davon entfielen knapp 110 Millionen Euro auf die Abwasseraufbereitung. Mit einem Investitionsvolumen von rund 65 Millionen steht die Trinkwasserversorgung an zweiter Stelle. Das Investitionsvolumen für die kommenden fünf Jahre sieht ca. 21 Millionen Euro für die Wasserversorgung und rund 17 Millionen für den Bereich Abwasser vor. Geld, das zum Beispiel in die Erneuerungen von Rohrleitungen oder in neue Technik für Wasserwerke fließt. So können sich die Einwohner Rügens ebenso wie ihre Gäste auch künftig auf eine sichere und ausreichende Versorgung mit dem wichtigsten Lebensmittel überhaupt, mitWasser, verlassen. Text: ces/Bilder: ZWAR

Der ZWAR in Zahlen Anlagevermögen: Umsatzerlöse: Verkaufte Menge TW in 2010: Anzahl Kunden TW in 2010: Investitionen seit 1992: Gesamt: Davon Wasserversorgung: Abwasserbehandlung: Sonstige: Fläche: Durchschn. Anzahl Einwohner pro km2: Zertifikate: DIN EN ISO 9001 in 2008, DIN EN ISO 14001 in 2004 und andere Auszubildende: Anzahl Wasserwerke: Anzahl Kläranlagen: Länge Kanalnetz: Länge Rohrnetz: Anzahl Brunnen: Glasfasernetz: Breitbandmodell Rügen geplante Länge ca.: geplante Anschlüsse ca.: geplanter Realisierungszeitraum: bis Dezember 2011

202.170.650,17 24.638.283,07 4.725.946 m3 19.419 266.410.100,10 € 73.632.527,69 € 188.400.030,92 € 477.541,49 € 965 km2 71

8 32 45 854 km 852 km 145

14 km 1.500


32

Energiemix der Zukunft Jüngst veröffentlichte die SPDFraktion im Landtag eine Studie, die die Energiewende des Landes konzipiert. Demnach sei es möglich bis 2030 etwa 65% des Energieverbrauches in Mecklenburg-Vorpommern durch Erneuerbare Energien (EE) zu decken. Dabei leitet der Begriff „Studie“ deutlich fehl. Tatsächlich handelt es sich eher um ein Positionspapier, das ein Leitbild formuliert.

Hier jedoch beißt sich die Katze in den Schwanz. Als Entscheidungsgrundlage der SPD werden schließlich nur ziel- und ergebnisgenehme sowie programmatisch kompatible Quellen verwendet. Dem widersprechende Perspektiven werden gar nicht problematisiert. Das ist so, als prüfte man das Wetter nur an sonnigen Tagen, um am Ende des Jahres eine hervorragende Sonnenbilanz zu behaupten.

Die eigentliche Studienarbeit haben unterschiedliche Auftragnehmer geleistet – namentlich das Zentrum für Technik und Gesellschaft der TU Berlin, der Energie-Umwelt-Beratung e. V. Rostock und die Institut für ökologische Wirtschaftsforschung GmbH (iöw). Das SPD-Papier ist demnach eher ein Kondensat, das Schlussfolgerungen aus den Studienergebnissen zieht.

Dass im Übrigen ausgerechnet die Berichte des International Panel on Climate Change (IPCC) als zentrale Arbeiten zitiert werden, mutet grotesk an. Waren es doch gerade diese, denen zu Recht teils gravierende methodische Fehler und erhebliche politische Motivation vorgehalten wurde. Wohlgemerkt betrifft diese Kritik einzig das SPD-Papier, nicht die Studien selbst.

schaftlichen Wert der Untersuchungen untergräbt. Letztlich klingt die „Studie“ der SPD optimistisch bis überschwänglich. Im Grunde kann sich die Politik daher bei der Umsetzung nur selbst im Wege stehen. Nämlich dann, wenn sie sich vor Entscheidungen drückt, sobald es – dieses Wortspiel sei erlaubt – Gegenwind gibt. Es sollte allerdings nicht vergessen werden, dass es sich um eine parteipolitisch motivierte Auftragsarbeit handelt, um im Ergebnis ein Leitbild generieren zu können. Kontroverse Debatte Die Suche nach Widerspruch und einem kritischen Korrektiv hätte die SPD-Fraktion indes wenig Aufwand gekostet. Gegenwärtig ist der wohl bekannteste Bedenkenträger Fritz Vahrenholt. Der gebürtige Gelsenkirchener ist CEO von RWE Innogy, also der RWE-Sparte, die sich um regenerative Energieträger kümmert.

Interessante Untersuchungen Problematische Methodik Fragwürdig ist selbstverständlich die Datenbasis: das seien „die vorgelegten Szenarien und das Leitbild sowie Literaturrecherchen zu Studien und Konzepte zum Ausbau erneuerbarer Energien in Mecklenburg-Vorpommern und anderen Leitfäden, Best PracticeSammlungen und Empfehlungen für eine Energiewende” (Seite 8).

Diese sind im Gegenteil sehr ernst zu nehmen, mitunter sehr komplex und überaus aufschlussreich. Unglücklicherweise hat ihnen der Auftraggeber mit dem Anhang einen ganz und gar ungebührlichen Platz zugewiesen. Vielmehr verdienten es die Studien im Mittelpunkt zu stehen. Die Daten werden stattdessen stiefmütterlich an den Rand gedrängt, was den wissen-

Kürzlich vertrat er seine Positionen im Rahmen eines Diskussionsabends, der vom Managerkreis der FriedrichEbert-Stiftung im Technologiezentrum Vorpommern veranstaltet wurde. Eines mahnte er gleich zu Beginn an: Was 2050 technisch tatsächlich aktuell ist, könne man noch gar nicht

Tabelle1

Tabelle1

Nutzungspotentiale

Energiemix 2010

(in h des Jahres)

(Anteil in Prozent)

800

4,9 13,6

2000

Sonne Wind (offshore) Wind (onshore) Restrestliche Zeit

23,7

16,5

5460 500

22,6

Sonstige Erdgas EE Steinkohle Kernenergie Braunkohle

18,7

Grafik auf Datenbasis der AG Energiebilanzen e.V.


33

Fotos v.l.n.r.: tutto62/Kurt Michel/Paul Georg Meister/Daniel Bleienberg/Lilo Kapp/Michael Andre May/Jürgen Nieen/Achim Lückemeyer/pixelio

absehen. Deshalb heute schon hochkomplexe Konzepte zu entwickeln, sei absurd. Mehr Probleme als Lösungen Vahrenholt ist sich sicher, dass die Zukunft der Energieversorgung in den regenerativen Trägern liegt, doch dazu bedarf es klarer Signale. Der Ersatz konventioneller Träger darf keine signifikanten Wohlstandseinbußen bedeuten. Ansonsten würden weder die Chinesen noch die Inder oder Brasilianer der Energiewende folgen. Die derzeitigen Konzepte und Techniken hält Vahrenholt in diesem Zusammenhang für veraltet, weshalb das Ziel nicht erreichbar wäre. Wichtig sei insbesondere der Blick für die deutschlandweite Realität. Der stimme wenig optimistisch. Auf dem Wasser gäbe es jährlich rund 2.000 Windstunden, an Land noch einmal 500. Sonnenstunden gäbe es in Deutschland pro Jahr etwa 800. Gerade mal etwas mehr als ein Drittel der Energie könnte demnach aus Wind und Sonne gewonnen werden. Planung vs. Machbarkeit Diese Ausbeute wird jedoch auch geschmälert durch widerstreitende Interessen. So wird die Nordsee mehrfach

genutzt, weshalb nicht jeder Standort für einen Windpark geeignet ist. Auch, so Vahrenholt, würden die NIMBYs (not in my back yard) mittlerweile durch die NOPEs (not on planet earth) ersetzt, was den Bau von Anlagen weiter erschwere. Die Förderung von Photovoltaikanlagen scheint zu allem Ungemach ein zusätzliches Minusgeschäft, weil sie zu einer Abkehr von der solaren Wärmeerzeugung geführt habe. Einen Fakt betonte Vahrenholt: energieintensive Industrie sei mit EE nicht zu machen. Aus technischer Sicht hält er eine Erzeugung von 27 GW Strom für realistisch, das Konzept der Bundesregierung ginge jedoch von 124 GW aus.

Das Leitbild sowie die Studien sind im Internet verfügbar unter: www.spd-fraktion-mv.de/images/Flyer/Leitbild_komplett_ web.pdf

Pumpspeicher ausbauen Auch deshalb müsse die Forschung an Speichermöglichkeiten forciert werden. Gleichzeitig sei es essentiell, die Akzeptanz für Pumpspeicher zu stärken. So seien im Ergebnis durchaus 50% des Verbrauchs durch EE machbar, doch das ginge notwendig mit der Einsicht einher, dass es grundlegende Änderungen in den bisherigen Konzepten geben müsse.

Text: hed

Infos und aktueller HappyFamily – Film der Woche unter cinestar.de

Anzeige


34

Wie war die

DDR wirklich?

Unlängst entwickelte sich im Rahmen des von der Konrad-Adenauer-Stiftung organisierten gleichnamigen Vortrages in Stralsund tatsächlich eine feindselige Stimmung seitens des Publikums. Der Referent, Dr. Eckhard Lemm, kennt das System indes sehr genau. Er war selbst auf der POS, der EOS, diente in der NVA. Lemm weiß also ohne Frage, wovon er spricht, wenn er Probleme des DDR-Regimes thematisiert. Argumentativer Zündstoff „Es war nicht alles schlecht in der DDR, aber fast alles“, so Lemms provokantes Fazit. Allerdings legt er umfangreich dar, wie er zu dieser Feststellung gelangt. Es sei eine Auseinandersetzung mit etlichen historischen Dokumenten und Zeitzeugenberichten, die ihm den Zugang zur Aufarbeitung der Geschichte ermögliche. Dabei macht Lemm keinen Hehl daraus, dass er selbstverständlich kein vollständiges, widerspruchsloses Bild liefern kann. Dabei dienen Vorträge sowie Workshops der Vervollkommnung des Mosaiks. Lemm konfrontierte bspw. Mitte März in Graal-Müritz seine Zuhörer mit rund 20 Fragen und Behauptungen zur DDR. Eine nach der anderen analysierte er auf ihren jewei-

7. Oktober 1949 Gründung der DDR

Der Arbeiter und Bauernstaat zwischen Legende und Realität ligen Wahrheits- bzw. Zustimmungsgehalt und gab in unregelmäßigen Abständen Gelegenheit zur Diskussion.

Prozesse seien selten und dann meist propagandistisch inszeniert gewesen. Entnazifizierung „light“

Hier war Widerspruch ausdrücklich erwünscht. So entspann sich ein bisweilen interessanter Meinungsaustausch, der von kompletter Ablehnung bis zu völliger Bestätigung einer Behauptung reichte. Dass die Veranstaltung trotz ihrer Dauer von gut drei Stunden nicht die Intensität eines geschichtswissenschaftlichen Hochschulseminars erreichte, lag in der Natur der Sache. Die SED – der Freund der kleinen Nazis Sämtliche ostalgischen Idealisierungen löste Lemm pointiert auf. Als besonders perfide stellte sich in diesem Zusammenhang der Gründungsmythos der DDR dar. Da sie sich per Dekret als antifaschistisch verstand, reinigte sich die DDR qua Gründung automatisch, was eine Entnazifizierung weitgehend entbehrlich machte. Auch die Shoa sei deshalb faktisch nicht problematisiert worden.

Vor allem Mitläufer und „kleine Nummern“ nutzte der Parteiapparat stattdessen für den Aufbau der eigenen Wirtschafts-, Militär- und Bildungssysteme. Überaus bizarr ist der Fall des ehemaligen Generalmajors der Wehrmacht Arno von Lenski. Dieser hatte dereinst als Beisitzer an Todesurteilen des Volksgerichtshofes mitgewirkt und erhielt nach tatkräftiger Unterstützung des Aufbaus von Polizei und Militär der DDR 1958 die „Medaille der Kämpfer gegen den Faschismus“. Wirtschaftliche Defizite

Lemm belegte seine Position mit der zunehmend vernachlässigten Aufarbeitung des Nationalsozialismus. Nur in den Anfangsjahren sei eine nennenswerte Zahl von Nazis zur Rechenschaft gezogen worden. Aber schon bald erlosch das Interesse an der Strafverfolgung im eigenen Staatsgebiet.

In diesem Kontext musste die Losung „Mein Arbeitsplatz – Mein Kampfplatz für den Frieden“ befremden. Der durchschnittliche Lebensstandard sei schließlich alles andere als hoch gewesen. Eine bedarfsgerechte Produktion gab es Lemm zufolge kaum. Mieten und kulturelle Leistungen waren dank der hohen Subventionen zwar günstig. Dem gegenüber standen jedoch deutlich höhere Kosten für z. B. Textilien oder Lebensmittel. Das Schlangestehen und der Tauschhandel hätten sich deshalb zu einer eigenen Konsumkultur entwickelt. Die Sozialpolitik sei praktisch nur zur Kompensation des Legitimationsmangels genutzt worden.

20. Juli 1958 die „Zehn Gebote des Sozialismus“

1960 Walter Ulbricht wird Regierungschef


35

MÄNNERTRÄUME Dinge, die ein Mann in seinem Leben unbedingt tun sollte:

Nr. 67

•einmal vom Osterhäschen überrascht werden ... •sich was Schönes kaufen bei ...


36

Dies beschleunigte freilich den wirtschaftlichen Niedergang. Am Ende hatte die DDR eine Schuldendienstrate von gut 150%, d. h. es mussten für den Import von Waren 150% des Gesamterlöses aus dem Export aufgebracht werden. Keine blinde Verdammung Eine andere Legende ist die vom besseren Gesundheitssystem. In diesem Punkt zeigte sich der zumeist doch sehr differenzierte Blick auf die Behauptungen. Grundsätzlich gab es viele sehr gute Elemente der DDR-Gesundheitsversorgung. Zu nennen sind das zentrale Tumorregister, der nahezu lückenlose Impfschutz oder die zielgerichtete Organisation der Polikliniken. Allerdings wurden die Vorteile durch die teils mehrjährigen Wartezeiten bei hochspezialisierten Behandlungen konterkariert. Zudem waren 60% der Krankenhäuser seit 1900 kaum saniert worden. Einen gehörigen Anteil an dieser Misere dürfte die Legende von der DDR als Wirtschaftsmacht gehabt haben. Trotz milliardenschwerer Investitionen gelang es ihr nicht, beispielsweise eine konkurrenzfähige Computerelektronik auszubilden. Gleichzeitig verfielen die Innenstädte und Straßen. Die Erfüllung der wirtschaftlichen Planziele – so Lemm – sei oft bloße Hochstapelei gewesen. Wo ein Genosse ist, da ist die Partei Der wohl deutlichste Beleg für die

Lüge von der Machtinhabe der Arbeiter war der Aufstand im Jahre 1953, den das Regime mit Hilfe sowjetischer Panzer blutig niederschlug. Real demokratisch war die DDR also nie. Sie hatte zwar formal einzelne Demokratiebausteine in der Verfassung niedergelegt, doch war das Ziel stets ein Sozialismus nach sowjetischem Vorbild. Die tatsächliche Macht blieb im Wesentlichen konstant bei der SED konzentriert. Die kleineren Blockparteien CDU, NDPD, DBD und LDPD waren politisch im Grunde einflusslos und sollten lediglich die nichtsozialistischen Zielgruppen einspannen. Von einer Kontrollfunktion der Opposition kann deshalb nicht gesprochen werden. Herbe Demokratiemängel Im „Wahlkampf“ sei es deshalb auch nur darum gegangen, zu welcher Urzeit und mit welcher Beteiligung gewählt werden würde. Betriebe brüsteten sich gar damit, direkt nach Öffnung der Wahllokale mit der kompletten Belegschaft ihr Kreuz gemacht zu haben. Schließlich galt der Grad der Wahlbeteiligung als Indiz für den Erfolg der ideologischen Arbeit im Vorfeld. Inwieweit der einzelne Wähler bloß Lippenbekenntnisse abgab, sei natürlich schwer abzuschätzen, meinte Lemm. Sich zu arrangieren, war für viele Bürger letztlich eine attraktive Lösung, denn mit der Rechtsstaatlichkeit war es in der DDR bekanntermaßen nicht

so weit her. Insbesondere die fehlende Gewaltenteilung, die mangelnde Unabhängigkeit der Gerichte sowie die nicht existente Verfassungsgerichtsbarkeit machten die sog. Eingaben zur einzigen Möglichkeit der Beschwerde. Selbst im Falle des positiven Bescheides erzeugten diese jedoch eher willkürliche Gnadenakte als eine wirkliche Rechtsprechung. Versuchte Republikflucht Einfluss darauf hatte – laut Lemm – das Selbstverständnis der Justiz als „Waffe im Klassenkampf“. Dies reichte bis zum parteipolitischen Vorschreiben der Urteile. So verwundert es auch nicht, dass im Jahre 1988 an zweiter Stelle der Kriminalstatistik mit einem Anteil von 20% die politischen Straftaten gestanden hätten. Die Definition dessen war reichlich lax, so dass reisende Jugendliche bereits 100 km vor der Grenze wegen versuchter Republikflucht in Haft gelangen konnten, wenn sie mit einer Landkarte unterwegs waren. Eines wurde im Rahmen des Workshops deutlich: Es geht Lemm nicht um eine Pauschalkritik an den Menschen in der DDR. Vielmehr will er die freiheitsfeindlichen und mitunter verbrecherischen Bestandteile des Regimes thematisieren, um die offene Debatte zu fördern. Unzulässigen Romantisierungen soll wissenschaftlich unterstützt entgegen getreten werden. Leider muss dabei aus Gründen des oftmaligen Zeitmangels eine Verkürzung der Darstellung in Kauf genommen werden. Text: hed/Bilder v.l.n.r.: Jwnabd/Bundesarchiv/Erwin Schneider/Bundesarchiv/Night Stallion/Peer Grimm

3. Mai 1971 Honecker wird Regierungschef

September 1973 die DDR wird in die UN aufgenommen

3. Okt. 1990 offizielles Ende der DDR


Im Zuge der Baumaßnahmen wurden das Treppenhaus, der Keller, das Erdsowie das Obergeschoss neugestaltet. Die nunmehr sehr großzügige Innentreppe mit Glasbrüstung erschließt 3 Ebenen und erfüllt damit glänzend das Ausstellungskonzept des Nutzers.Die Zerstörung kulturhistorisch wertvoller Bausubstanz droht jedoch nicht. Lediglich der bloße Standort ist mit Bezug auf das Geburtshaus Caspar David Friedrichs authentisch. Das Haus selbst wurde erst um die Jahrhundertwende 1904 erbaut und diente als Wohn-und Geschäftshaus. CDF als Möbeldesigner

PR-Anzeige

Die Verantwortlichen der Caspar-David-Friedrich-Gesellschaft haben dann ein besonders interessantes Projekt zu bieten. Neben der Malerei beschäftigte sich Caspar David Friedrich auch mit Möbeldesign. Die Entwürfe wurden zu seinen Lebzeiten jedoch nie umgesetzt. Das soll sich nach der Neueröffnung ändern. Deshalb sei es ungemein wichtig, die Räume auf die Möbelmaße zentimetergenau abzustimmen, meint Architekt Frank Bräsel. Den Möbelbau setzt später das Caspar-David-Friedrich-Zentrum um. Viele interessante Projekte Mit aufwendigen und komplexen Aufgaben kennt sich der Diplomingenieur indes bestens aus. Das Caspar-

David-Friedrich-Haus ist nämlich nur eines der Projekte. Bisher war das Planungsbüro auch an der Restaurierung des Auditorium maximum, der Deutschen Philologie und zahlreichen anderen Stadthäusern in Greifswald federführend beteiligt; so etwa in der Baustraße,Am Fischmarkt oder dem Begegnungszentrum Schwalbe in Schönwalde II. Der Einzugsbereich ist derzeit auf einen Radius von etwa 100 km um Greifswald beschränkt – was dem Erfolg geschuldet ist. „Einige Anfragen – beispielsweise aus Rostock oder Berlin – haben wir schon absagen müssen, weil wir derzeit in der Region etliche Projekte betreuen“, sagt Architekt Frank Bräsel. Zertifikate bürgen für Qualität Dazu gehören auch Lückenbebauungen in Greifswald oder die Konzipierung von Ferienhäusern auf Usedom. Die Leistungen des Büros sind allerdings vielfältig und nicht nur auf Architektur und Ingenieurswesen beschränkt. Auch für Aufgaben des bautechnischen Brandschutzes hat PBG Befähigungsnachweise. Selbst Fragen des Sicherheits- und Gesundheitsschutzes am Bau (eigentlich Sache des Bauherren) stellen für das Unternehmen keine Hürde dar. Zudem besitzt es diverse Zertifikate und Zulassungen und anderer Bundesländer, was überhaupt erst die Übernahme von dortigen Aufträgen ermöglicht. Text: hed

pbG planungsbüro Greifswald

architekten ingenieure stadtplaner betriebswirte

Tel.: 03834 771794

In den vergangenen 20 Jahren hat Greifswald sein architektonisches Gesicht stark gewandelt. Viele Häuser und Fassaden wurden in dieser Zeit erneuert, restauriert oder umgestaltet. Maßgeblich war daran auch die Project Building General Limited beteiligt. Das regionale Planungs-und Architekturbüro zeichnet unter anderem verantwortlich für den Umbau des Caspar-David-Friedrich-Hauses in der Langen Straße 57.

ProjectBuildingGeneral Ltd.

planungsbüro Greifswald

Tel.: 03834 771794

pbG

architekten ingenieure stadtplaner betriebswirte

ProjectBuildingGeneral Ltd.

37


Exporttour 2011 Rund um Themen des Exports ging es am Donnerstag, dem 7.April bei einer Station der vom Wirtschaftsministerium des Landes initiierten Exporttour 2011. Die Gesprächsrunde fand bei der Masson-Wawer GmbH in Groß Lüdershagen statt. Zu den Gästen gehörten neben vielen Unternehmern auch Staatssekretär Dr. Stefan Rudolph vom Wirtschaftministerium und Landrat Ralf Drescher. Im Vergleich zu anderen Bundesländern habe Mecklenburg-Vorpommern eine deutlich geringere Exportquote. Hier sei deutliches Potential vorhanden, das es zu nutzen gelte, so Dr. Rudolph in seinem Eröffnungsbeitrag. Auch wenn die Wirtschaft überwiegend kleinbetrieblich strukturiert sei, bedeute dies nicht automatisch eine geringere Exportquote. Mit der Exporttour wolle man vor allem kleinere und mittelständische Unternehmen ermuntern, sich auf neuen Märkten zu orientieren. Die derzeitige Exportquote spiegele die Leistungsfähigkeit der Wirtschaft nur ungenügend wieder. So habe zum Beispiel die Teilnahme an der internationalen Handwerksmesse in Mailand gezeigt, dass auch handwerkliche Betriebe erfolgreich Märkte im Ausland erschließen können. Susanne Masson-Wawer schilderte die Exportbemühungen und die Entwicklung für ihr Unternehmen. Neben dem richtigen Produkt für neue Märkte sei vor allem auch qualifiziertes Personal für erfolgreiche Exportbemühungen unabdingbar. Ebenso empfahl sie, sich zunächst auf Messen in den Zielmärkten einen ersten Überblick zu verschaffen, bevor eigene Exportstrategien entwickelt würden. So ließen sich Fehler vermeiden. Im Anschluss an die rege Podiumsdiskussion standen Experten der IHK,

38

Fachleute für Außenhandelsfinanzierung, der Außenwirtschaftsförderung und des Zolls für Beratungsgespräche zur Verfügung. Bereits eine Woche vorher machte die Exporttour Station bei ME-LE Energietechnik GmbH in Torgelow. Der Uecker-Randow-Kreis hat eine vergleichsweise hohe Exportquote von 39 Prozent. Angesichts der geringen industriellen Basis des Kreises basiert die gute Exportquote auf der erfolgreichen Arbeit weniger Unternehmen, zu denen auch ME-LE gehört. Noch

drei Stationen macht die Exporttour bis Ende Mai, weitere Informationen dazu finden sich auf der Internetseite

www.export-tour.de. Text/Bilder: ces


39

Herzliche Einladung zum Symposium 2011 des Querschnittgelähmtenzentrums Mecklenburg-Vorpommern der BDH-Klinik Greifswald am 13. und 14.05.2011 Bei unserem Symposium wollen wir gemeinsam mit Ihnen Fragen zur Akutbehandlung, Frührehabilitation und zur lebenslangen Nachsorge querschnittgelähmter Menschen besprechen. Wirbelsäulenchirurgische und neurologische Experten informieren Sie darüber, was beim Auftreten einer Querschnittlähmung getan werden kann, um die Gesundheit möglichst wiederherzustellen und wie weitere Schäden des Rückenmarks vermieden werden können. Die Referenten des Symposiums vertiefen Fragen der spezifischen medizinischen Behandlung. Dazu gehören u. a. die Blasenlähmung, Probleme der Spastik, sogenannte „neuropathische“ Schmerzen und Dekubitalulzera. Wir wagen einen Blick in die Zukunft und stellen Ihnen eine „motorisierte Orthese“ vor, die vielleicht querschnittgelähmten Menschen helfen kann, trotz starker Lähmung, wieder zu gehen. Informationen zum Programm des Symposiums erhalten Sie unter:

www.bdh-klinik-greifswald.de

Anzeige

Das Team des Querschnittgelähmtenzentrums Greifswald freut sich auf Sie und unsere gemeinsame Tagung in der Sporthalle des BerufBildungsWerkes Greifswald, Pappelallee 2. Beginn am 13.05.2011 um 14.00 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos.


Kräutertees aus Pommerland

40

Förderung der Kreismusikschule Grimmen

Hochgenuss aus Sommerland

Blütenreigen

Elfentraum für ErholsamEn GEnuss

Biologisch genießen …

www.kraeutergarten-pommerland.de

www.kraeutergarten-pommerland.de

für einen b lu m i g e n m o r g e n

Biologisch genießen …

50 g

jahreszeitentee

Sommerland

50 g

Schmecken Sie den Sommer!

50 g

Pommerland ist Sommerland …

www.kraeutergarten-pommerland.de

Anzeige

www.kraeutergarten-pommerland.de

zitronig-frische Kräuterteemischung

Mit einem Betrag in Höhe von 180.053 Euro fördert die Landesregierung zukünftig die wichtige Arbeit der sozialen Einrichtung in Nordvorpommern. Den Zuwendungsbescheid übergab der Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Henry Tesch, am 4. April in Grimmen. Die Förderung unterstreicht auch die Anerkennung für die qualitativ hochwertige Arbeit der Musikschule. „Unbestritten ist die Musikschule des Landkreises mit den rund 25 Unterrichtsorten ein wichtiger kultureller und gesellschaftlicher Faktor“, ließ sich Tesch zitieren. Besonders betonte er das Engagement aller – sowohl Schüler als auch Eltern, Lehrer und Lehrerinnen sowie

Unterstützer. Gegenwärtig werden an den Musikschulen in MecklenburgVorpommern rund doppelt so viele Kinder instrumental und vokal ausgebildet wie noch 1991. Damals waren es lediglich 9.000 Kinder und Jugendliche. Neben der klassischen Ausbildung bieten z. B. die Bildungsträger in Barth, Grimmen und Ribnitz-Damgarten derzeit auch Jazz, Rock und Pop an. „Sie setzen seit Jahren verlässlich die Aufgabe um, die musikalische Bildung – nach den Erfordernissen des Flächenlandes und bei Sicherung einer hohen Qualität der Ausbildung – zu erhalten und weiter zu entwickeln“, meinte Tesch. Text: hed

+ Orthopädietechnik + Homecare + Sanitätshäuser + Rehatechnik + Orthopädieschuhtechnik + barrierefreiere Tourismus +

Aktiv in den Frühling · Vermietung & Verkauf von behindertengerechten Fahrrädern · Geführte Segway – Touren, individuell nach Ihren Wünschen

Besuchen Sie uns beim

Ummanzer Ostermarkt Orthopädie – Technik – Service aktiv GmbH

Bild: Rainer Sturm

Spiegelsdorfer Wende Haus 3 | 17491 Greifswald Telefon. 03834.43300-0 | www.ot-aktiv.de

Anzeige

ktiv

am 23.April auf dem Erlebnis-Bauernhof Kliewe Rügen / 10.00 – 18.00 Uhr.


41

Der

Erlebnisbauernhof Kliewe in Mursewiek auf der Insel Rügen

An Ostern einfach mal den Alltag hinter sich lassen? Fahren Sie mit uns in den Westen Rügens in Richtung der kleinen Insel Ummanz. Zwischen idyllisch gelegenen Dörfern reizt die weite, offene Landschaft mit ihrem Angebot an Ruhe und Stille. Weit streift der Blick über Felder und Wiesen. Die Küstenlandschaft bietet dem Besucher vielfältige Perspektiven und Eindrücke. Hier im hübschen Mursewiek finden Sie den Erlebnisbauernhof Kliewe, der am Ostersonnabend zu seinem traditionellen Ostermarkt einlädt. Hier gibt es Geflügelspezialitäten aus eigener Herstellung und original Rügenprodukte. Auch Junggeflügel, Futtermittel, Kleintierzucht- und Gartenbedarf sind im Angebot. Für Anzeige

abwechslungsreiche Unterhaltung ist gesorgt. Korbflechter, Hufschmiede, aber auch Tanzgruppen führen ihre Künste vor. Das ganze Programm und viele weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.Bauernhof-Kliewe.de Kinder kommen ganz besonders auf ihre Kosten. Viele Streicheltiere warten auf sie. Junge Zicklein und Lämmer, Küken und Ponies, freuen sich auf Besuch. Kutschfahrten und Ponyreiten, Kinderschminken und Traktor fahren – ein Tag reicht kaum aus, um alles auszuprobieren. Eine große Tombola bietet viele attraktive Gewinne. Hofladen und Restaurant sind täglich, auch an den Osterfeiertagen, von 9 Uhr bis 22 Uhr geöffnet. Text: ces/Bilder: Erlebnisbauernhof Kliewe

Landpartie des Monats


42

„Goldfinger 2“?

Wohin geht das Schmelzgold aus Vorpommern?

„Bargeld für Gold“ – wo man hinblickt, sieht man diese Schilder. Aber wo landet das Schmelzgold aus Omas Schmuckkästchen? Für Goldschmiede und Juweliere ist der Aufkauf von Gold inzwischen zu einer echten Einnahmequelle geworden. Statt Goldschmuck zu verkaufen, kaufen Juweliere Altgold auf. Erbschmuck, Zahngold und Eheringe aus der letzten Ehe, alles landet auf den Wagschalen der Aufkäufer. Selbst in Gristow, einem kleinen Fischerdorf am Greifswalder Bodden, sieht man inzwischen die bunten Schilder: „Altgold ist Bargeld“. Der steigende Goldpreis scheint den Goldhunger der Aufkäufer nicht zu bremsen. Doch wer steckt hinter diesem „Goldrausch“?

Bild: mia

In den 60er Jahren war es der schwerreiche Bösewicht „Goldfinger“ aus dem gleichnamigen James-Bond-Film, der alles verfügbare Gold aufkaufte. „Goldfinger“ spielte 1964 in nur drei Wochen seine Produktionskosten ein und erwies sich als Goldgrube für die Produzenten. Den größten Gewinn aber machten Anleger, die sich von

pommern? „Ein Geldschein ist doch heutzutage Juweliere und kleine Aufkäufer be- nicht mehr als ein bedrucktes Stück liefern die großen Scheideanstalten, Papier mit einer Zahl drauf. Welcher wo Schmuckgold und Zahngold ein- Wert steckt noch dahinter?“ erklärt geschmolzen und „raffiniert“ wird, der Ex-Nationaltorwart Oliver Kahn d.h. es wird in hochreine Bestandtei- im „Handelsblatt“-Interview. le zerlegt: vor allem Gold, Silber und Führt die Spur des Schmelzgoldes zu Kupfer. Danach werden bei Metallurgiespezialisten wie Heraeus, Degussa oder Umicore hochreine Barren gegossen oder Legierungen für die Industrie hergestellt. Handyhersteller, Autobauer, Kühlschrankhersteller und Dentallabore gehören zu den Stammkunden der Barrenhersteller. Fast jeder moderne Kühlschrank wird im Innenraum mit einer hauchdünnen antibakteBild: Gert Altmann-Sponk/pixelio riellen Silberverbindung beschichtet, in jedem Handy stecken millionenschweren Dax-Vorständen einige Mikrogramm Gold. Für den und gutverdienenden Fussball-Profis? neuen Goldrausch sind jedoch Inves- Die Vermögensverwalter der Reichen toren verantwortlich. Sie schlucken müssten es wissen. Deutschlands Milden größten Teil der hochreinen Gold, lionäre vertrauen ihr Geld kleinen, Silber- und Platinbarren. bankenunabhängigen VermögensverEgal ob Sparkasse Vorpommern, waltern an, wie z. B. „Flossbach von Deutsche Bank, Commerzbank oder Storch“. Vier Milliarden Euro verHypoVereinsbank: 100g-Goldbarren mögender Privatkunden verwaltet die und Anlagemünzen wie „Krügerrand“ kleine Firma. und „Philharmoniker“ sind mit ein paar Tagen Wartefrist bei jeder Greifswalder Bank erhältlich. Das Nachrichtenmagazin „Focus“ zitiert in einem Artikel den Vorstand eines DAX-30-Unternehmens. Der Spitzenmanager und Millionenverdiener gestand, dass er einen Teil seines

Der Spitzenmanager und Millionenverdiener gestand, dass er einen Teil seines Vermögens in Gold umgetauscht und im Garten seines Ferienhauses vergraben hat „Goldfinger“ inspirieren ließen und 1964 eine Unze Gold (31,1 Gramm) für 34 Dollar kauften. Sechzehn Jahre später fand der Goldrausch seinen Höhepunkt bei einem Goldpreis von über 800 Dollar. Wer sind die neuen „Goldfinger“ und wohin geht das Schmelzgold aus Vor-

Vermögens in Gold umgetauscht und im Garten seines Ferienhauses vergraben hat. Auch Fußballtitan Oliver Kahn offenbarte in einem Interview, dass er bei seinem Vermögen inzwischen verstärkt auf „Abwehr“ setzt und seit 2007 größere Mengen Gold gekauft hat.

Dr. Flossbach, „Flossbach von Storch“

Dr. Flossbach, ehemaliger Executive Director bei Goldman-Sachs, erwartet eine starke Inflation: „Diese Art der Inflation hat eine völlig andere Dimension als alles, was wir in den ver-


43

gangenen Jahrzehnten erlebt haben. Sie ist die Lösung des Staatsschuldenproblems, das in ordentlicher Form nicht mehr zu lösen ist.“ Wer in einem solchen Umfeld auf Sparkonto, Lebensversicherung oder Staatsanleihen setzt, begeht nach Ansicht von Dr. Flossbach „finanziellen Selbstmord“. Neben Aktien und Immobilien empfiehlt der Vermögensverwalter, sich mit Gold und Silber gegen Inflation und mögliche Staatsbankrotte zu schützen. Doch nicht nur deutsche Millionäre schwören zunehmend auf Gold. Laut „Financial Times“ (Online-Ausgabe, 18.2.11) kommt das Gros der gestiegenen Nachfrage aus Asien: Inder kauften im letzten Jahr 66% mehr Gold, in China explodierte die Nachfrage um 70%. Asien schluckt heute den Löwenanteil der Weltgoldförderung. Experten erwarten für 2011

nochmals eine Steigerung der chinesischen Nachfrage um 40-50%. Anders als man es noch in den 80er Jahren in der Schule gelernt hat, ist nicht mehr Südafrika der weltgrößte Goldförderer, sondern China. Die chinesische Regierung möchte jedoch das gelbe Metall als Devise im Land behalten und hat ein Exportverbot für Gold verhängt. Nicht nur Privatkunden, sondern auch die Notenbanken asiatischer Länder treten am Markt als Käufer auf. Die weltweite Goldnachfrage ist bereits jetzt größer als die Weltfördermenge und kann nur durch Altgoldaufkäufe und Recycling gedeckt werden. Voilà: gesucht, gefunden! Die Enkel von „Goldfinger“ sitzen in Asien! Gut möglich, dass Schmelzgold aus Vorpommern inzwischen in den Schließfächern der Banken von Hongkong, Shanghai und Singapur liegt.

In der SchmuckSchmiede in Greifswald kann man diese Weisheit wörtlich nehmen, denn bei Goldschmiedemeister Jens Meyer in der Steinbeckerstrasse können Trauringe selbst geschmiedet werden.

kat. Selbst kleine Steine können mit etwas handwerklichem Geschick eingefasst werden. Für die Paare hat diese gemeinsame Arbeit eine starke Symbolkraft. Meistens fertigen die Partner den Ring des anderen und schmieden für ihn ein Symbol ewiger Verbundenheit.

PR-Anzeige

Einzigartiger und persönlicher kann man dieses Symbol der Ehe nicht gestalten. Jedes Brautpaar hat seine besonderen Vorstellungen von seinen Trau(m)ringen. Jens Meyer nimmt sich viel Zeit, um das Brautpaar bei der handwerklichen Umsetzung Ihrer Vorstellungen zu beraten. Vieles ist mit Anleitung durch den Goldschmiedemeister möglich, auch ohne besondere Vorkenntnisse. Durch Feilen, Löten oder Fräsen wird ein Ringrohling aus hochwertigem Material, wie z. B. 585er oder 750er Gold, in ca. 3 Stunden zu einem Uni-

Bild: jhe

Ein Drittel des Weltbedarfs an Gold wir durch Recycling und Altgoldaufkäufe gedeckt.

Text: mia

Die Kosten für selbst geschmiedete Trauringe sind kaum höher als die fertig gekaufter. Und die Einzigartigkeit der selbstgeschmiedeten Ringe ist ein Wert, der nicht mit Gold aufzuwiegen ist. Text: mia/ Bild: Schmuckschmiede

Anmeldungen sind möglich bei Herrn Jens Meyer, Tel. 03834/ 35 23 581.

SchmuckSchmiede Steinbeckerstr. 19 17489 Greifswald www.schmuckschmiede.eu


SUPERSUDOKU 44

Puzzle 1 (Medium, difficulty rating 0.48)

Puzzle 2 (Medium, difficulty rating 0.59)

7

6 6

1

6

3

1 4

3

5 5

9

6

5

2 2 5

8

7

7

6

7

4

2

9

3

1

7

7 5

4 2

8

5

9

9

1

8

2 3

2

7

4

1

5 9

6

3

2

8 5

4

7

1

2

6

9 2

6

4

7

3

9

1

2 6

5

2

Generated by http://www.opensky.ca/~jdhildeb/software/sudokugen/ on Tue Apr 5 08:08:28 2011 GMT. Enjoy!

5 1

7 7

6

Generated by http://www.opensky.ca/~jdhildeb/software/sudokugen/ on Tue Apr 5 08:08:28 2011 GMT. Enjoy!

8 3

7

7

5

8

9

8 3

8

4

2

6 4

3

4 3

5

Puzzle 4 (Easy, difficulty rating 0.36)

Generated by http://www.opensky.ca/~jdhildeb/software/sudokugen/ on Tue Apr 5 08:08:28 2011 GMT. Enjoy!

6

3

9

1

8 3

5

2

1 9

7

Puzzle 3 (Medium, difficulty rating 0.54)

4

3

3 5

3

4 2

6

7

8

9

8

4

2

7 4

3

6

Generated by http://www.opensky.ca/~jdhildeb/software/sudokugen/ on Tue Apr 5 08:08:28 2011 GMT. Enjoy!

Mögliche Lösungen aus dem letzten Heft: 46, 47, 49,50

NordischerKlang 5.5.- 15.5.2011 Greifswald

Theater Weltmusik Rock · Pop Klassik · Jazz Tanz · Literatur Kunst · Film Kinderprogramm Wissenschaft Torten

www.nordischerklang.de Telefon 03834-863613 Gestaltung/©: Geert Maciejewski, Greifswald

Die Gewinner des letzen Sudokus sind: Preis 1. - 3. je ein Kräutertee vom Pommerngarten Pommerland: A. Zahn, Kandelin; W.-D. Bonneß, Anklam; E.-M. Ruhen, Greifswald

Die Preise für unser neues Sudoku: 1. bis 3. Preis: 3 x 2 Eintrittskarten für die Dänische Popnacht im Theater Vorpommern in Greifswald am 10.Mai um 20:00 Uhr. Lösen Sie das Sudoku und addieren die Zahlen in den farbig unterlegten Feldern. Die korrekte Summe notieren Sie auf einer Postkarte und senden diese an: Verlag Land & Leute Brandteichstr. 20 17489 Greifswald Einsendeschluss ist der 02. Mai 2011. Die Gewinner werden von uns benachrichtigt.


Start frei für

45

Karls Erlebnishof. Am 16. Mai ist es soweit: Karls Erlebnishof in Zirkow auf Rügen öffnet seine Pforten. In diesem Jahr müssen Gäste noch mit einem Zelt Vorlieb nehmen. Erdbeerhof-Chef Robert Dahl sieht dies zunächst als Testlauf, denn sofort nach Ende der Saison soll am 3. September mit dem Bau der endgültigen Gebäude gestartet werden. Ab 12. Mai 2012 soll der Erlebnishof dann fertig gestellt sein und den Besuchern Angebote wie etwa Regionalspezialitäten und Kunsthandwerk bieten. Auch wenn es in diesem Sommer nur ein eingeschränktes Angebot gibt, wird die provisorische Variante ganz sicher ein neues Highlight für Rügens Besucher sein. Text/Fotos: ces Anzeige


46

kleine Schmökerei Leopard Hongkong: Im Dunst der Garküchen und Drogenhöhlen dämmert einsam ein Mann vor sich hin. Kommissar Harry Hole ist am Ende, er hat alle Brücken hinter sich abgebrochen, die chinesische Mafia ist ihm auf den Fersen. Gleichzeitig erschüttert Oslo eine Serie grotesk-grausamer Morde. Die junge Kommissarin Kaja schafft es schließlich, Harry zurückzuholen. Schon bald wird er immer tiefer in den Fall hineingezogen. Der Täter erweist sich als äußerst unberechenbar und intelligent. Er arbeitet mit einem perfiden Mordwerkzeug, das lautlos und quälend langsam tötet. Die Spuren führen Harry von einer einsamen Hütte im norwegischen Hochgebirge bis nach Ruanda. Als er dem Killer gegenübersteht, muss er eine übermenschliche Entscheidung treffen. Dieser neue Harry Hole wird alte Fans, wie auch neue Leser begeistern. Nesbo gewährt in diesem Verwirrspiel um Täter und vor allem Motiv tiefe Einblicke in die menschliche Psyche. Bis Harry Hole zum spannenden Finale alle losen Fäden richtig verknüpft hat, sorgt die Suche nach dem Mörder für nachdenkliche Stunden. Liebhaber der skandinavischen Kriminallektüre werden von diesem Buch sicher nicht enttäuscht und auch alle anderen Krimifans kommen auf ihre Kosten. Leopard (April 2011), Jo Nesbo Ullstein Taschenbuch 698 Seiten ISBN: 3548283217


47

Die Deutschen und ihre Mythen Im Mythos kristallisiert der Ursprung einer sozialen Gruppe. Er kann deshalb Orientierung bei der Frage der Herkunft bieten und Selbstversicherung für eine verheißungsvolle Zukunft sein. Die Franzosen haben ihre Jean d‘Arc und die Französische Revolution, die US-Amerikaner den Unabhängigkeitskrieg. Auch die Deutschen blicken auf einen reichhaltigen Schatz von Mythologemen zurück. Diese stellt Münkler eingängig dar und klärt über ihre jeweiligen Traditionslinien auf. Dabei wird deutlich, dass viele der Einzelerzählungen miteinander zusammenhängen. Mitunter sind sie – wie der Mythos „Siegfried“ – sogar in der konkreten Ausformung variabel. Der Held des Nibelungenliedes dient z. B. sowohl dem National- als auch dem Germanenmythos als Projektionsfläche. Entlang fünf großer Erzählkreise nimmt Münkler Bezug auf verschiedene Mythen der Deutschen. Schließlich stellt er die Frage, warum die (deutsche) Arbeit am Mythos nach 1945 anscheinend fast eingestellt wurde. Prinzipiell bietet das Thema reichlich Raum für allerlei weitschweifige Diskussionen und abseitige Debatten. Es ist Münkler daher hoch anzurechnen, dass er das Wesentliche konzentriert und stringent aufarbeitet. Ganz ohne Vorkenntnisse kann die Lektüre anfangs zwar etwas zäh geraten. Doch lohnt die exzellente, schlüssige Durchdringung der Problematik durch den Autor die Mühe allemal. Auch bietet das Buch einen hervorragenden Einblick in die historischen Umstände der einzelnen Mythenentstehung.

Die Deutschen und ihre Mythen (2009) Herfried Münkler Rowohlt Berlin gebunden; 608 Seiten 3. Auflage ISBN: 978-3871346071

et

ffn ö e g h glic

Anzeige


Termine April/Mai

48

Kunst und Kultur

Konzerte

Aktivitäten

22.04.2011 | 10:00  Greenpeace-Aktionstage Ozeaneum, Stadthafen | Stralsund Altstadt

29.04.2011 | 19:00 Uhr Maieinsingen der Stralsunder Chöre Kulturhistorisches Museum, Stralsund

23.04.2011 | 14:00  „Ostern am Meer“ - traditionelles Osterstrandfest mit Live Musik, Besuch des Osterhasen und Eiersuche, Strand links der Seebrücke Ahlbeck

22.04.2011 | 20:00  Plastic Planet Ozeaneum, Stadthafen | Stralsund

10.05.2011 | 20:00 Uhr „Berliner Camerata“ Fuad Ibrahimov und Olga Pak Maritimhotel, Heringsdorf

22.04.2011  Zingster Klaviertage Fischland-Darss-Zingst

14.05.2011 | 20:00 Matthias Reim Jahnsportforum Neubrandenburg

26.04.2011 | 14:00 Uhr Aalfischerei Ausstellung mit Filmvorführung Uns olle Schaul, Zempin

17.05.2011 | 15:00 Uhr Gruppe „CENTRIC“ Schlager, Chanson und Folklore Kurplatz, Zempin

27.04.2011 | 19:30 Uhr Träume am Meer – Der Maler Emil Nolde | Filmvorführung Infobox Kunstmuseum, Ahrenshoop

28.05.2011 | 15:00 Duo „nightlife“ Musikpavillon, Zinnowitz

28.04.2011 | 01.05.2011 18. Mecklenburger Motorradtreffen Malchin 10.05.2011 | 20:30 Uhr „Nicht von der Seite springen“ Kabarett-Theater Lachmöwe, Baabe

29.05.2011 | 19:30 Das Stralsund Vokalensemble „Zwischentöne“ singt Klinikumskirche, Stralsund 30.05.2011 | 20:00 Uhr „Gut wieder hier zu sein...“ Harald Wollenhaupt Hotel zur Post, Bansin

30.04.2011 | 20:00 Uhr 10. Baltic Fashion Award Forum Usedom/Kaiserbädersaal, Heringsdorf 03.05.2011 | 9:30 Uhr Radtour durch die Kaiserbäder auf die Insel Wollin Haus des Gastes, Bansin 07.05.2011 | 11:00 Uhr Maritimes Frühlingsfest Stadthafen, Wolgast 10.05.2011 | 19:00 Uhr „Fahnenflucht zur See“ Die Volksmarine im Visier der Stasi Volkshochschule, Stralsund 12.05.2011 | 19:00 Uhr Gewölbemalereien im nördlichen und südlichen Seitenschiff St. Marien, Stralsund 15.05.2011 Maiglöckchenmarkt Gutsbrennerei Zinzow

Matthias Reim 2011 – Sieben Leben Tournee Einige Jahre lang war es relativ ruhig um Matthias Reim, der durch leichtsinnige Finanzspekulationen seines damaligen Managers in die Insolvenz geraten war. Nun aber startet er wieder voll durch.Vor vier Wochen veröffentlichte die EMI nach über vier Jahren Pause sein neues Album “Sieben Leben“. Es katapultierte sich auf Anhieb in die Top Ten der Charts, und der Künstler wurde plötzlich wieder zu einem der meist gefragten Sänger in den Medien. Am 24. Januar 2011 erscheint das autobiografisches Buch “ Verdammt, ich leb noch“ - vom angesehenen Südwest-Verlag als “Spitzentitel“ zur Leipziger Buchmesse angekündigt. Es ist die Story eines Mannes, der alle Höhen und Tiefen eines Künstlerlebens durchgemacht hat. Reim erzählt in einer authentischen, oft selbstironischen Form von seinem Weg und seinen Irrwegen und gibt dabei zugleich einen faszinierenden Einblick in das Showbusiness. Natürlich geht der Künstler, dessen “zweites Zuhause“ die Bühne ist, nun wieder auf eine große Tournee durch Deutschland und Österreich. Foto: Matthias Reim


49

Theater Theater Vorpommern in Greifswald

Theater Vorpommern in Stralsund

Sonntag 1.5. | 16.30 Uhr Großes Haus „Die Fledermaus“

Freitag 20.5. | 19.30 Uhr Großes Haus Premiere „My Fair Lady“

Sonntag 1.5. | 18.00 Uhr Großes Haus „Mutter Courage und ihre Kinder“

Dienstag 3.5. | 10.00 Uhr Rubenowsaal „Der kleine Rabe SockeSonntag „

Samstag 21.5. | 19.30 Uhr Großes Haus „Daphnis und Chloë / Quattro forme per corpi / Boléro 3“

Donnerstag 5.5. | 19.30 Uhr Großes Haus „Der nackte Wahnsinn“

5.5. | 18.00 Uhr Rubenowsaal Premiere „Livia, 13“ Freitag 6.5. | 20.00 Uhr Großes Haus Uraufführung „TanZZeiT 2011“ Samstag 7.5. | 17.00 Uhr Foyer | 2. Kammerkonzert 19.30 Großes Haus „Der zerbrochne Krug“ Montag 9.5. | 10.00 Uhr Rubenowsaal „Livia, 13“ 19.30 Großes Haus „Alice im Wunderland“ 20.00 Rubenowsaal „Schicht C – Eine Stadt und die Energie“ Freitag 13.5. | 10.00 Uhr Rubenowsaal „Hexe Hillary geht in die Oper“ 19.30 Großes Haus „La Traviata“ Samstag 14.5. | 19.30 Uhr Großes Haus „Der zerbrochne Krug“ Sonntag 15.4. |18.00 Uhr Großes Haus „TanZZeiT 2011“ Donnerstag 19.5. | 18.00 Uhr Großes Haus Der Blick hinter die Kulissen“

Sonntag 22.5. | 11.00 Uhr Rubenowsaal „Der kleine Rabe Socke“ 18.00 | Großes Haus „My Fair Lady“ Dienstag 24.5. | 11.00 Uhr Rubenowsaal „Livia, 13“ 19.30 | Großes Haus „6. Philharmonisches Konzert„

Werke von Bernard Herrmann, Igor Strawinsky und Paul Hindemith

Freitag 13.5. |19.30 Uhr Großes Haus Premiere Einmalige Vorstellung! „TanZZeiT 2011“

Zeitgenössische Choreographien von Sebastian Matthias sowie Benno Voorham & Sybrig Dokter

Donnerstag 19.4. | 18.00 Uhr Gustav-Adolf-Saal Premiere „MITTENDRIN: GEFÜHLS-CHAOS“ Theaterjugendclub Stralsund Samstag 21.5. | 19.30 Uhr Großes Haus Premiere „Nachtasyl“

MY FAIR LADY Der Phonetiker und eingefleischte Junggeselle Prof. Henry Higgins ist der Auffassung, dass der soziale Status eines Menschen vordringlich von seiner sprachlichen Kultiviertheit abhängt. So wettet er mit seinem Kollegen Oberst Pickering, aus dem ärmlichen, nur des Gossenslangs mächtigen, rotzfrechen, aber liebenswerten Blumenmädchen Eliza Doolittle allein durch Sprecherziehung eine feine Dame von Welt machen zu können. Eliza willigt zwar ein, ist aber schon bald der täglichen Sprechübungen überdrüssig. Dennoch gelingt es Higgins, Eliza in die vornehme Londoner Gesellschaft einzuführen, wo sie nur auf das Angenehmste auffällt. Und Eliza gelingt es ganz nebenbei, dass aus dem Hagestolz Higgins ein Mensch wird, dem es auf einmal – sehr zu seinem Verdruss – nicht mehr egal ist, ob eine Frau ihn verlässt oder bei ihm bleibt, und der sich für seine Verhältnisse sogar bemüht, liebevoll zu seinem Schützling zu sein: „Eliza, wo zum Teufel sind meine Pantoffeln?!“...


KOMMENTAR

50

Energetische Katzenmusik Ein Kommentar von Henri Dörre „Am deutschen Wesen mag die Welt genesen“ dichtete Emanuel Geibel im 19. Jh. Die Sentenz fand Eingang in den deutschen Sprichwortschatz, wurde bisweilen missbräuchlich verwendet und feiert dieser Tage eine Renaissance. Wir Deutschen scheinen bestens zu wissen, wie der Energiemix der Zukunft aussieht: 100% Erneuerbare Energien. Schnell und noch schneller will man sich am liebsten heute als morgen von der Kernenergie verabschieden. Gegenseitig übertrumpfen sich gesellschaftliche Kräfte mit Ausstiegsszenarien und man kann sich kaum des Eindruckes erwehren, dass die heftigsten Befürworter der Atomenergie schon immer die einzig echten Ökos waren. Diese bahnbrechenden Erkenntnisse gilt es natürlich mit der Welt zu teilen. Jetzt nicht stehenbleiben! Bis 2050 müssen weltweit alle Länder auf 100%+x eingeschworen werden. Dass sie dieses Ziel unter Umständen mit deutlich verringertem Wirtschaftswachstum erkaufen müssen, dürfte gerade die Schwellenländer indes wenig überzeugen. Deutschland ist das einzige Land der Welt, das als Reaktion auf den Reaktorunfall in Japan einen Teil seiner Kernkraftwerke vorerst abgeschaltet hat. Zwar hat Wirtschaftsminister Brüderle eingestanden, dass es sich dabei nur um ein wahltaktisches Manöver handelte. Doch dass die betroffenen Anlagen eher permanent als temporär abgeschaltet bleiben, dürfte unstrittig sein. Sind wir damit Vorreiter eines globalen Sinneswandels oder werden uns die Notwendigkeiten der Zukunft Lügen strafen? Vieles spricht wohl leider für Letzteres. Wer oder was hat Deutschland eigentlich dazu erkoren, sich die Dirigentenposition anzumaßen? Das Orchester der Staaten ist ungeeignet für Wunschkonzerte, zumal wenn die Musiker nicht so wollen wie der selbst ernannte Leiter. Die erste Geige jedenfalls – die USA – hat schon angekündigt, in jedem Falle an der Nutzung der Kernkraft festzuhalten. Auch rings um Deutschland entstehen in den kommenden Jahren neue AKW. Anscheinend denkt außer uns niemand sonst an eine demnächst mögliche 100%-ige Versorgung mit Ökostrom.

Impressum

Verlag Land & Leute Inh.: Heike Radtke Brandteichstraße 20 17489 Greifswald Tel.: 03834 - 550 610 Fax.: 03834 - 550 222 E-Mail: info@ll-aktuell.de Herausgeber und V.i.S.d.P.: Claus E. Schwarz Chefredaktion: Henri Dörre (hed) Redaktion: Manuel Opitz (mo), Gastbeitrag: Anja Mirasch (mia) Claus E. Schwarz (ces), freie Mitarbeiter Cartoon: Kristian Salewski Artwork und Layout: Lex Anzeigenberatung: Jana Heidenreich (jhe) Tel: 03834/ 550610

Mindestauflage: 17.500 Exemplare Verteilung: Lesezirkel, Hausverteilung in ausgewählten, wechselnden Gebieten, Tourist-Informationen, Kurverwaltungen, Hotels, Gastronomie, Firmen und Geschäften Erscheinungsweise: 12 mal jährlich Anzeigenpreise: Preisliste 1, gültig ab 1.11.2009 Druck: ODR Rostock GmbH Mit Namen oder Kürzel gekennzeichnete Artikel geben die Meinung des Autors wieder. Alle Inhalte unterliegen dem Urheberrecht der jeweiligen Autoren oder des Verlages. Nachdruck,Vervielfältigung oder Wiedergabe in elektronischen Medien ohne Genehmigung des Verlages ist untersagt. Für unverlangt eingesandte Manuskripte wird keine Haftung übernommen. Sie haben ein interessantes Thema? Leserpost für uns? Anregungen oder Kritik? Ab die Post an unsere Anschrift oder an die E-Mail Adresse: info@ll-aktuell.de Ausgabe 4/2011


Hier stimmen Preis, Service & Auswahl 51 Hier stimmen Preis, Service Je & tz Auswahl t beraten, ufe kate latzntebne, ra n, n pJe ! nn und ufe ens,pkaare pla und sparen!

POLSTERPOLSTERPLANUNGSTAGE PLANUNGSTAGE Polstergarnitur „Zeliha“

➧ ➧ ➧ ➧

Top-Qualität Vielfältige Funktionen ✔ Zahlreiche ✔ Variationen Verschiedene Bezüge, viele mit 5-Jahres-Garantie

In weißem strapazierfähigen Mikrofaserbezug. Beispiel bestehend aus: 2-Sitzer mit Armlehne links, Rundecke, 2-Sitzer ohne Armlehnen und Anstellhocker rechts. Stellmaß ca. 239 x 287 cm. Rücken echt, Funktionen und Kopfstützen gegen Aufpreis erhältlich.

große Typenauswahl

große Funktionsvielfalt

✔ große Typenauswahl ✔ große Funktionsvielfalt ✔ inkl. Rückenverstellung

In verschiedenen Bezugsvarianten und Farben zum individuellen Preis erhältlich.

JAHRE 5 GARANTIE

AUF VIELE BEZÜGE

FULL-SERVICEFULL-SERVICEPREISE PREISE inkl. Lieferung inkl. Lieferung und Montage und Montage ab einem Auftragswert 1.000 € ab einemvon Auftragswert von 1.000 €

statt 2.199,-

1.299,999,-

Eine große Auswahl an Funktionen steht Ihnen gegen Aufpreis zur Verfügung

Polstergarnitur „Zaida“

In Lederoptik weiß, Beispiel bestehend aus: 2-Sitzer mit Armteil links mit Rückenverstellung, Canapé mit Rückenverstellung und Armlehne rechts. Stellmaß ca. 247 x 163 cm. Besticht durch angenehmen Sitzkomfort und moderne Optik. Funktionen gegen Aufpreis erhältlich.

statt 2.199,-

Jetzt ab

ohne Funktionen

Auch in Leder ohne erhältlich.

Jetzt FULL-SERVICE-PREIS ab

inkl. Rückenverstellung ABHOLPREIS Eine große Auswahl an Funktionen steht Ihnen gegen Aufpreis zur Verfügung, z.B. Querschläfer-Funktion Anstellhocker mit Stauraum Kopfstütze In verschiedenen Bezugsvarianten und Farben zum individuellen Preis erhältlich.

5

Schubkasten

Funktionen

JAHRE GARANTIE

AUF VIELE BEZÜGE Spitzecke mit Relaxrücken Verstellbare Sitztiefe

Hocker mit Schiebefunktion

Verstellbare Armlehne

VOR-ORTVOR-ORTBERATUNG BERATUNG Gerne beraten unsere Gerne beraten unsere Einrichtungsberater Einrichtungsberater Sie in Ihren eigenen Sie in Ihren eigenen Wänden. viervier Wänden.

RATENRATENZAHLUNG ZAHLUNG

für möglich füralle alleMöbel Möbel möglich Beim Neukauf einer Garnitur Beim Neukauf einer Garnitur ausaus diesem Prospekt diesem Prospekt kann diese mit einer kann diese mit einer Laufzeit vonvon 24 Monaten Laufzeit 24 Monaten finanziert werden. finanziert werden.

Änderungen und Irrtümer vorbehalten, für Druckfehler übernehmen wir keine Haftung.

Änderungen und Irrtümer vorbehalten, für Druckfehler übernehmen wir keine Haftung

Öffnungszeiten: Montag - Freitag 09:00 bis 19:00 Uhr, Samstags von 09:00 bis 18:00 Uhr


52

www.energie-stralsund.de

Wir setzen auf Naturstrom + Erdgas – Sie auch? Regional verbunden – optimal versorgt

StrelaStrom regio m-v

Rufen Sie an – unsere günstigen Produkte erhalten Sie unter:

03831/241-0 Umweltfreundlich: Wir liefern Ihnen garantiert 100% Naturstrom – zertifiziert und vom TÜV SÜD überwacht. Überzeugend günstig: Mit StrelaStrom regio m-v halten Sie Ihre Kosten niedrig.

Weitere Informationen, z.B. zur Stromkennzeichnung und Energieeffizienz, erhalten Sie unter:

www.energie-stralsund.de

Gut für das Klima: Ihre Entscheidung für Naturstrom hilft, den CO2-Ausstoß zu verringern. Nähe verbindet: Ihr Service-Center ist direkt in Stralsund.

Beziehen Sie auch Erdgas von uns und sparen Sie Zeit und Aufwand!

StrelaGas regio m-v Machen Sie es sich einfach: Wir nehmen Ihnen die Arbeit ab und melden Strom und Erdgas für Sie um. SWS Energie GmbH Frankendamm 7 _ 18439 Stralsund _ Telefon 03831/ 241- 0 _ Telefax 03831/ 241-1545 _ E-Mail service@energie-stralsund.de Internet www.energie-stralsund.de_Service-Center Frankendamm 8_18439 Stralsund_Öffnungszeiten Mo, Di, Do 9:00 - 18:00 Uhr_Mi, Fr 9:00 - 14:00 Uhr


Land und Leute April 2011