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GESUNDHEIT | WELLNESS

URSACHENORIENTIERT – GANZHEITLICH – NATURHEILKUNDLICH Hat die intravenöse Sauerstofftherapie nach Dr. Regelsberger etwas mit Sauerstoffmangel zu tun? Herr Dr. Wiechert, Sie sind der erste Vorsitzende der Internationalen Gesellschaft für Sauerstofftherapie e.V. und ausgewiesener Experte für diese Therapieform. Was müssen wir uns darunter vorstellen? Nun, die Therapie hat tatsächlich nur mittelfristig etwas mit Sauerstoffmangel zu tun, denn wenn Sie einmal tief Luft holen, haben Sie mehr Sauerstoff im Körper, als diese Therapie es Ihnen im Mittel verpasst. Das Geheimnis der Wirkung dieser Therapie ist das Sauerstoffbläschen an sich, welches der Körper als solches in seiner Vene nicht kennt. Es wird medizinischer Sauerstoff genommen, weil dieser für den Körper nützlich ist und diese Bläschen sich innerhalb der Blutbahn über ein Zeitfenster von ca. 20 Minuten komplett auflösen. Sauerstoffbläschen unter der Haut

können dafür durchaus 24 Stunden benötigen. Der Körper bewertet dieses Bläschen wie einen Parasiten, denn die dann zu messenden Immunreaktionen entsprechen denen einer Parasiteninfektion, aber mit dem Unterschied, dass der vermeintliche Parasit nach 20 Minuten wieder verschwunden ist. Diese Immunreaktion lässt sich mit wiederholten intravenösen Sauerstoffgabe mit steigender Dosierung trainieren. Mit zunehmendem Trainingszustand des Immunsystems wendet sich dieses von chronischen Entzündungen ab und dem vermeintlich Feind, dem Sauerstoffbläschen, zu. Diese chronischen Entzündungen bekommen dadurch die Chance zur Abheilung und immunsupprimierende Medikamente können oftmals reduziert, gelegentlich sogar abgesetzt werden. Solche Effekte zeigen sich auch bei allergischen Erkran-

kungen, Asthma oder COPD, aber auch Schuppenflechte, chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, MS, Makuladegeneration, mitochondrialen Dysfunktionen etc. Es lässt sich aber auch ein Effekt auf die Arachidonkaskade dokumentieren, wonach die Prostaglandine, die die Durchblutung verbessern, bis zu achtfach erhöhten Werten ansteigen, während die entzündungsfördernden abfallen. Dadurch verbessern sich oftmals die Nierenwerte, die Denkleistung, der Blutdruck etc., sofern denn eine Gefäßverengung die Ursache ist. Weitere Einflussgrößen wie Kalium, Magnesium, Eicosapentaensäure, Arginin, Cystein , Vitamin D3 sollten natürlich ebenfallls, gemäß einer Laborkontrolle, optimiert werden. Eine Aktivierung der Paraoxonase, die sowohl für das gute HDL-Cholesterin, aber auch für die Entgiftungsfunktion der Leber für Pestizide wichtig ist, stieg in einer Anwendungsbeobachtung von 40 Probanden im Durchschnitt um 38 Prozent gegenüber dem Ausgangswert. Eine ähnlich große Anwendungsbeobachtung an Patienten mit Makuladegeneration beim Augenarzt Dr. Beeke in Osnabrück zeigte, insbesondere bei Patienten im Anfangsstadium, eine Heilung und bei einer Visusminderung von maximal 50% eine gute Wirkung. In Kombinaton mit der Sanakintherapie (mehr dazu auf meiner

HP) konnte eine Anwendungsbeobachtung an 15 Probanden im letzten Jahr zeigen, dass der Quotient aus IL-1/1L-1-RA sich unter Hinzunahme der Oxyvenierung gegenüber der reinen Sanakintherapie noch verbessern lässt. 5 Moleküle IL1 machen 100% Entzündung und diese kann nur durch den Anstieg der Gegenspieler, der IL-1-Rezeptorantagonisten wieder eingefangen werden. Somit wurde der Nachweis für die positive Beeinflussung körpereigener Entzündungsregulationen erbracht. In dem Buch von Dr. Kreutzer, das über die HP der Internationalen Gesellschaft für Oxyvenierungstherapie e.V. zu beziehen ist, sind die meisten dieser Beschreibungen und viele andere mit Quellenangabe aufgeführt. Kontaktadressen Dr. Wiechert: Privatärztliche Praxen für integrative Allgemeinmedizin in Ritterhude: 04292-2921 und Bremen: 0421395015. www.dr-wiechert.com

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