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30 Jahre auf der Seite der Bürger Volgger bei der Begrüßung der Ehrengäste im Plenarsaal des Landtags

Wolf

Festakt im Landtag zum Jubiläum der Südtiroler Volksanwaltschaft.

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m 9. Juni 1983 wurde in Südtirol die Volksanwaltschaft errichtet, seitdem hat sich ihr Aufgabenbereich stark erweitert, und sie wurde von den Bürgerinnen und Bürgern immer stärker in Anspruch genommen. Dieser Anlass wurde im Südtiroler Landtag gebührend gefeiert, im Beisein von Landtagspräsident Maurizio Vezzali, zahlreicher Abgeordneter sowie von Vertretern verschiedener Behörden. Volksanwältin Burgi Volgger richtete einen besonderen Gruß an die Ehrengäste, den ehemaligen Volksanwalt Werner Palla und die Witwe des ersten Südtiroler Volksanwalts Heinold Steger sowie die Volksanwaltskollegen aus dem In- und Ausland. Die österreichische Volksanwältin Terezija Stoisits sprach der Südtiroler Volksanwaltschaft ihr Lob aus, eine Volksanwaltschaft könne

nur Erfolg haben, wenn sie niemandes Gegner sei, wenn sie vermittle und eine neutrale Position zwischen Bürgern und Verwaltung einnehme, dadurch könne sie auch das Vertrauen in Verwaltung und Politik stärken. Volgger übe ihr Amt mit Hausverstand und mit Blick auf die Bedürfnisse der Bürger aus, meinte auch Lucia Franchini, Volksanwältin der Toskana und Koordinatorin der italienischen Volksanwälte. Walter Lorenz, Rektor der Freien

Universität Bozen, hob die entscheidende Rolle der Volksanwaltschaft für die Demokratie hervor, mit ihr könnten die Bürger mit ihrer Kritik ohne Angst an die Öffentlichkeit treten. Die jährlichen Berichte der Südtiroler Volksanwaltschaft lieferten nützliche Hinweise darüber, wo das System noch Schwächen zeige, auch das sei ein Akt der Verständigung zwischen Politik und Volk, weil es Verbesserungen ermögliche. 

Kunst für Kinderrechte Jugendanwaltschaft verleiht Wanderausstellung zum Thema

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uf Anregung von Kinder- und Jugendanwältin Vera Nicolussi-Leck malte das „Integrierte Kunstatelier Bruneck“ Bilder zum Thema Kinderrechte. Das Bild „Recht auf Leben“, gestaltet durch die junge Künstlerin Monika Hochgruber, wurde Teil des Kinderrechtepfades, der im Mai im Rahmen der Laufveranstaltung „Lafmo

mitnondo“ als Wanderausstellung vorgestellt wurde und ab November am Radweg zwischen Olang und Welsberg seinen festen Platz finden wird. Weitere Bilder der besonderen Künstler und Künstlerinnen werden dann gemeinsam mit Bildern der Schülerinnen und Schüler der Mittelschule Ursulinen den Kinderrechtekalender 2014 der Kinderund Jugendanwaltschaft zieren. Die Wanderausstellung kann bei der Kinder- und Jugendanwaltschaft ausgeliehen werden. 

Ein Werk aus dem Integrierten Kunstatelier Bruneck Das Land Südtirol | Juli-August 2013

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DAS Land Südtirol  

Monatszeitschrift der Südtiroler Landesregierung (7-8/2013)