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LEIBESUBUNGEN

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Er wolle kein Rockstar sein, sondern eine Legende, soll Freddie Mercury in einem Interview einmal gesagt haben. Und was ist er heute? Ein Rockstar vielleicht? Die Faust in den Himmel gestreckt, blickt der Lover of Life, Singer of Songs in Montreux am Ufer stehend und in Bronze gegossen über den Genfersee. Majestätisch. Bigger than life. Ein Held der Freiheit. Freddie Mercury liebte das Leben, und das Leben liebte ihn. Gegangen ist er wie alle Guten viel zu früh. Geblieben ist seine Musik. Freddie Mercury posierte nicht, er schuf sich selbst in tausend Bildern. Für seinen berühmten Ausfallschritt beim Queen Konzert im Londoner Wembley Stadium 1986 gibt es die Höchstnote.

Posen für die ewigkeit

Austrofred / VeLo

JÄger koCht / wiLLi

dungL / etePetete

kusCheLroCk sChuLd und sünde / onAnie muZ mAmA und V.A.

MAGAZIN LANDJÄGER NR.06 | SOMMER 2009 | www.landjaeger.at Mit Thema um nur ¤ 4,00 - Österreich | ¤ 5,00 - Deutschland | CHF 7,00 - Schweiz u. Liechtenstein

IMMER NEU MIT: ISSN 2070-2655


Montag – Samstag 10 – 1 Uhr

Marktstraße 33 6850 Dornbirn T, F +43 5572 203488 info@innauer.com www.innauer.com


editoriAL Mit dem Thema „Leibesübungen“ nimmt sich der Landjäger erstmals seit der „Fleisch“-Ausgabe wieder einem dezidiert körperlichen Subjekt an. Während sich in unseren Lokalmedien körperliche Themen auf Bilder von scheuen Mädchen in Badeanzügen oder auf Berichte von Zeltfestschlägereien beschränken, hat der Landjäger natürlich einen komplexeren Zugang gewählt. Die Thematik wird von verschiedensten Seiten skizziert: Von den Berichten profilierter nationaler Champions und echter regionaler B-Promis über ihren Bezug zur Körperlichkeit bis hin zum sechsteiligen Vélo-Traktat. Diese Ausgabe verfügt zudem erstmals über Rote Seiten, die magazingewordene Antithese zu den Gelben Seiten. Die Gelben Seiten, sprich das Branchenbuch - das Sinnbild der unverfänglichen Nüchternheit. Im Gegensatz dazu unsere Red Pages: das Sinnbild der Sinnlichkeit, inklusive Onanie, Partnertausch und Nudeltraining. Landjäger #6: Unsere Kampfansage an die Wirtschaftskrise und alle anderen quotenbringenden Tagesthemen. Die Redaktion

Herausgeber: Landjäger Verein (ZVR 881841026) - www.landjaeger.at ISSN: 2070-2655 Chefredaktion: Robert Hiller, Martin Fetz, Sven Matt, Christian Feurstein Textredaktion: Robert Hiller, Peter Rüscher - schreiben@landjaeger.at Gestaltung: Christian Feurstein - christian@landjaeger.at Coverbild aus der Serie „Posen für die Ewigkeit“: Florian Bayer - www.florianbayer.com Covertext „Made in Heaven“ aus der Serie: „Posen für die Ewigkeit“: Andreas Feuerstein Schrift: bueronardin No3 (Christof Nardin, christofnardin.com) Anzeigen: Martin Fetz - martin@landjaeger.at, Christian Feurstein - christian@landjaeger.at Autoren, Fotografen, Illustratoren und Freunde: Nicola Alster, Austrofred, Florian Bayer, Michaela Bilgeri, Elisabeth Breidenbrücker, Tiziana Condito, Tobi Degenhardt, Gunter Fetz, Andreas Feuerstein, Ulrich Gabriel, Lisa Gotthard, Alois Gstöttner, Stefanie Hilgarth, Ronald Jenny, Sebastina Keiper-Knorr, Beatrix Kovats, Claudia Larcher, Björn Matt, Nane Murer, Roswitha Natter, Benjamin Paya, Gersin-Livia Paya, Wolfgang Pennwieser, Oona Peyrer-Heimstätt, Michael Pointner, Jürgen Pucher, Katharina Ralser, Robert Rüf, Johannes Scheuz, David Schreyer, Darko Todorovic, Florian Waldner Druck: Druckerei Hugo Mayer, Dornbirn (www.hugo-mayer.at) Unterstützung: Land Vorarlberg und unsere Anzeigenfreunde — Alle Artikel spiegeln in erster Linie die Meinung des Autors oder der Autorin wider, und nicht unbedingt die der Redaktion. Die Redaktion bemüht sich, auch Meinungen, die nicht voll und ganz der ihren entsprechen, einen Raum zu geben, wenn sie diese für interessant und diskursfähig hält. Offenlegung gemäß §25 des Mediengesetzes: Der Landjäger ist das Organ des Vereins Landjäger. Er setzt sich inhaltlich mit Themen aus Politik, Kultur und Wissenschaft – teils ernsthaft, teils satirisch – auseinander. Die Rechte liegen bei den UrheberInnen der jeweiligen Artikel, Fotografien und Illustrationen.


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SPORT

#06

DARKO TODOROVIC

DER TAG ALS WILLI DUNGL STARB POSEN FÜR DIE EWIGKEIT DER TRIKOTSCHLEIER SIE SPIELEN NUR

PETER RÜSCHER

ANDREAS FEUERSTEIN FLORIAN BAYER

MUZ MAMA

DAVID SCHREYER

BRIEFE AN WOLFGANG AMADEUS MOZART IN DEN SEILEN

ALOIS GSTÖTTNER BEATRIX KOVATS

AUS DEM TAGEBUCH DES KURBARONS CONTUSIO = PRELLUNG ÜBUNGEN

AUSTROFRED

GABRULOWITSCH

WOLFGANG PENNWIESER KATHARINA RALSER

DAVID SCHREYER MARTIN FETZ RONALD JENNY

HOMAGE BAUERNJÄGER ROBERT HILLER VERSUCH 2

OONA PEYRER-HEIMSTÄTT

FRÜHER WAR’S AUCH NICHT BESSER SLOW MOVE

REYNAR

TIZIANA CONDITO

DER JÄGER KOCHT

BJÖRN MATT

ETEPETETE TOP TEN KAPITULATION

ETEPETETE GERSIN-LIVIA PAYA

VELO

INFORMATION SCHULD UND SÜNDE ONANIE

MICHAELA

JOHANNES

JÜRGEN PUCHER GERSIN-LIVIA PAYA

KUSCHELROCK

STEFANIE HILGARTH

(UNTER)LEIBESÜBUNGEN TODSÜNDE TRÄGHEIT

TOBI DEGENHARDT GERSIN-LIVIA PAYA

DER SENTIMENALE WIRT NUMMER 6

RONALD JENNY

CLAUDIA LARCHER

GUNTER FETZ


Bilder: Darko Todorovic adrok.net

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Posen für die Ewigkeit Text: Andreas Feuerstein Bilder: Florian Bayer florianbayer.com

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Womp Bomp A Loom Op A Womp Bam Boom Wer kann von sich schon behaupten, die Rolling Stones und die Beatles im eigenen Vorprogramm gehabt zu haben? Von den Vertretern der späteren British Invasion wurde Little Richard vergöttert. Den Übergang vom Rhythm n Blues zum Rock n Roll trieb er entscheidend voran. Ja, er definierte sogar Schock schon, als der Rock selbst noch in den Kinderschuhen steckte. Marilyn Manson? Try Little Richard! Mit einem sixinch Pomadeturm am Kopf, Mascara Lidstrich und seinen ekstatischen Trillern erschütterte er in den 1950er Jahren die amerikanische Nachkriegsgesellschaft. Und das alles nur, um sich wenige Jahre später in einem Bible College in Alabama einzuschreiben. Um wieder ein paar Jahre später auf die Bühne zurückzukehren. Um ... Ein Hinund Hergerissener ist er wohl bis heute.


Pull Up The Bumper Eine anmutige Arabeske ziert das Cover von Island Life. Anatomisch ist sie unmöglich. Zumindest für Grace Jones. Die 1978 entstandene Arbeit des Photographen JeanPaul Goude ist eine Montage. Goude war davon überzeugt, dass seine Muse, mit der er später einen gemeinsamen Sohn zeugen sollte, ein drastischeres Image braucht. Jahre bevor Madonna begann, sich am Boden zu räkeln und Like a Virgin zu trällern, forderte Grace Jones mit ihren Posen bereits männliche Rollen heraus. Was ihren Onkel, den Bischof von Jamaika, dazu veranlasste, ihre Mutter in einem Brief darauf aufmerksam zu machen, dass sie eine Inkarnation des Teufels sei. Hallelujah!


Contusio = Prellung


Das Fußballspiel ist freilich auch eine Leibesübung. Eine recht lustige und feine zumeist. Bei aller Gaudi kann es aber auch sein, dass sich Fußballer weh tun. Nicht immer muss gleich ein Knochen gebrochen sein – auch eine Prellung kann ganz schön martern. Und selbst die Diagnose muss ein Kicker erst mal verschmerzen. Dr. Pennwieser plaudert aus dem medizinischen Nähkästchen und beschränkt sich dabei auf den Fußball – sportartmäßig.

Bei j

edem Spiel krachen Kicker ordentlich zusammen. Sie hauen sich den Kopf an, bekommen einen Tritt vor das Schienbein und stürzen unglücklich auf die Hand. Wenn nichts gebrochen, gerissen oder verdreht ist, wurde die entsprechende Körperpartie meist geprellt. In der Medizin spricht man dann von Kontusion – eine der häufigsten Diagnosen in der Unfallmedizin. Denn eine Kontusion kann jeden Körperteil betreffen. Geraten zwei Spieler beim Kopfball mit ihren Schädeln zusammen und keiner bleibt bewusstlos liegen, diagnostiziert man eine Contusio capitis. Eine Brustkorbprellung nach einem Tritt gegen den Thorax ohne Rippenbrüche nennt man Contusio thoracis. Ein Schuß in die Hoden mit Prellung der Selben bekommt die Bezeichnung Contusio testis. Selbst der Augapfel lässt sich prellen. Eine Contusio bulbi führt dabei nicht selten zu Verletzungen der Netzhaut oder Aderhaut. Häufiger sind jedoch Prellungen der Extremitäten. Sprich ein Bein, ein Fuß, eine Hand, oder ein Ober- oder Unterarm tut weh. Zwecks genauer Diagnose, oder um sich die Bestätigung zu holen, dass wirklich alles kaputt ist, muss der Kicker aber ins Krankenhaus. Und wenig später – nach durchgeführtem Röntgen – fiebert er dem Befund entgegen. „Herr Doktor, ist der Knochen gebrochen oder nur geprellt?“ ist schließlich die ängstliche Frage des Pa-

tienten. Kann der Mediziner keine frische traumatische Knochenveränderung am durchleuchteten Gebein feststellen, wird dieser antworten: „Nein, gebrochen ist nix“. Im Gesicht des Patienten lässt darauf hin die Anspannung sichtbar nach und Erleichterung setzt ein – vorerst. Kein langwieriger Gips oder Operation wird vonnöten sein, und in ein paar Tagen ist wahrscheinlich wieder alles gut. Die Entlastung währt bei vielen Patienten aber nur kurz. Besonders bei Männern kommt es nach der ersten Entwarnung oft zu einer sonderbaren Reaktion. Wenn nichts gebrochen ist, woher kommen dann diese unglaublichen Schmerzen? Rechtfertigt eine Prellung überhaupt den Besuch eines Krankenhauses – den ganzen Aufwand? Der Patient ist womöglich mit dem Rettungsauto in die Ambulanz gekommen, nachdem er zuvor eine lange Nacht gelitten hat. Vielleicht hat er auch Sätze gesagt wie: „Wenn ich einmal zum Doktor geh, muss es schon was ganz Arges sein“. Die Freundin hat dazu besorgt genickt, einen neuen kühlenden Umschlag gewickelt, ihren Buben also bemuttert. Nachdem es sich nun „nur“ um eine Prellung und nicht um einen Splitterbruch oder eine Knochenzertrümmerung handelt, sind manche Patienten auch irgendwie enttäuscht, ja gekränkt beinahe. So kommt es, dass der erste Satz nach der Diagnose Contusio meist ein widersetzliches „Aber eine Prellung tut oft viel mehr weh als ein Knochenbruch“ ist. An dieser Stelle beschwichtigt der routinierte Arzt mit einem empathischen „Ja, ja“, verschreibt eine Salbe, kühlende Umschläge und körperliche Schonung bis zur vollen Genesung, wünscht dem Patienten alles Gute und ist fein raus. Der nicht ganz so erfahrene Mediziner erklärt, dass man das eigentlich nicht so sagen kann. Denn obwohl eine Prellung ausgeprägte Blutergüsse und Weichteilschwellungen verursachen kann, ist die Beinhaut intakt. Diese Beinhaut, die über dem Knochen liegt, ist sehr gut mit Nerven versorgt. Diese

Nerven verursachen die Schmerzen, wenn man beispielsweise eine aufs Schienbein bekommt. Bei einer Prellung ist diese Beinhaut zwar auch angeschlagen, aber nicht durchtrennt. Verstrickt sich der Arzt dann in Sätze wie „Schmerzen sind halt was Subjektives“, kann es sein, dass der narzisstische Patient nun noch gekränkter wird und abwehrt. Oft zweifelt der Verletzte an der Kompetenz des Mediziners und beginnt die Diagnose zu hinterfragen. Hier beginnt die heikle Phase des Konflikts und beide Seiten sollten nun überlegen wie sie einigermaßen ungeschoren aus dem Ganzen wieder rauskommen. Der Arzt schlägt dann hoffentlich einen Gipsverband für eine Woche zur Ruhigstellung der schmerzhaften Körperpartie vor und der kluge Patient nimmt diesen Kompromiss an. Eine recht elegante Lösung, bei der beide Seiten ihr Gesicht wahren. Der Arzt, weil er die Anliegen des Patienten ernst genommen und seine Ruh hat. Der Patient, weil er irgendwie doch Recht hat; außerdem kann er seiner Freundin den Gips als Metapher seiner Schmerzen präsentieren und die Bemutterung sollte somit für eine Woche weitergehen. Wolfgang Pennwieser schreibt für das Fussballmagazin ballestererfm Weitere Kolumnen sind im Buch „Platzwunde“ zu finden. Erschienen im Czernin Verlag.

Text: Wolfgang Pennwieser Bild: Katharina Ralser katharinaralser.at

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Das Landjäger Magazin hält vom oktroyierten Sporterlebnis a la Fitnesscenter recht wenig. Tanzen liegt dem Bergvolk schon viel näher. Zu welchen Beats das Volk aus der Bundeshauptstadt ihre Ärsche bewegen, wurden die leckeren Hühner von Etepetete befragt. Freundlicherweise haben sie uns ihre Top 10-Favoriten verraten. Get­ roffen haben wir sie im neusten Club Wiens: der Pratersauna. Unser absolutes Highlight: die Toiletten, auch hier soll man Kalorien verbraten können, hört man.

Text: Etepetete etepetete.cc Bilder: Gersin-Livia Paya Licht: Benjamin Paya Location: Pratersauna Wien

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///////////////////////// Aus dem LeBen eines ////////////////////////// Jungunternehmers

Was B

ill Gates mit seinem Garagen-Unternehmen gelungen ist, bleibt den meisten Jungunternehmern verwehrt. Von all denen, die auf Grund des ausbleibenden Erfolges am Ende in die Garage gezogen sind, wird selten gesprochen. Einen annähernd ähnlichen Grad an Realitätsverweigerung wie bei Jungunternehmern ist nur noch in der Jungschar zu finden. Genauso missionarisch und selbstlos wie im Auffangbecken für katholische High-Potentials gehen Jungunternehmer, ohne dazu gezwungen zu werden, bei der Gründung von neuen Unternehmen zu Werke. Dabei sind die meisten unter ihnen früher oder später von der Mildtätigkeit des Konkursrichters abhängig. Was dieser nicht übers Herz bringt, wird vom Finanzamt mit Hilfe von Steuergesetzen vollzogen. Diverse Steuervorteile für Jungunternehmer erscheinen einem in diesem Licht wie die Zuckerrübe, mit der das Mastschwein zur Schlachtbank gelockt wird. In vielerlei Hinsicht ähneln Jungunternehmer den Gesellen, die morgens um halb acht beim Frühstücks-Bier in der Bahnhofsschenke ihr Glück an den Einarmigen Banditen versuchen. Falls man wider Erwarten doch mal was gewinnt, wird still noch ein Bier bestellt und die gewonnenen Münzen werden geduldig wieder dem Automaten einverleibt. Verdammt dazu, das Risiko zu tragen, das große Konzerne scheuen wie ein junges Reh die japanische Touristengruppe, heißt es dann auf zur nächsten Pilgerreise aufs Handelsgericht um ein neues Kapitel im Firmenbuch aufzuschlagen.

////////////// geistige entsChLACkung /////////////////////////////////////////im wAChkomA Immer wieder schön zu hören, wenn sich all diese amphetamingeschwängerten, Ist jagut. narzisstischen multimedia-interdisciplinary-corporate-media-information-interaction-Designerarchitekten und dergleichen bei jeder Bushaltestelleneröffnung mit ihren fünfundzwanzigstündigen Arbeitstagen versuchen, das Mutter-Teresa-Image aufzupolieren. Sind es ja auch genau sie - und nur sie - welche in vollkommener Hingabe ihre Jugend und Schönheit auf dem Altar der Selbstaufgabe opfern, ausschließlich dem höheren Zwecke dienend, die Menschheit einen Schritt weiter zu bringen. Mit der Pünktlichkeit einer morgendlichen Erektion kommen sie dann wieder, die dauer-manisch-depressiven Schlafentzügler auf Weckamin, bringen mit der Ausdauer eines hyperaktiven Kleinkindes auf Retalin-Entzug das seit der industriellen Revolution geltende Gesetz der idealen 8 Stunden Schlaf mit der Holzhackertheorie eines „individuellen Schlafempfindens“ zu Fall. Den Delfinen, Killerwalen und Seebären folgend, wird hernach im Halbhirnschlaf das eine der zwei Augen zur Ruhe gebettet, während das andere immer noch hoffnungsvoll angestrengt nach einer gestalterisch halbwegs verträglichen Platzierung des Mülleimers am Bushaltestellen-Entwurf späht. Schade, wenn dann trotz all der Hingabe und Hirnwichse die Wettbewerbs-Jury wieder einmal die Weitsichtigkeit ermangelt um die Genialität und fundamentale Richtigkeit des eingereichten Wartehäuschens ausreichend zu würdigen. Dem angeknacksten Ego zuliebe lässt man daraufhin auch wieder mal Nachsicht mit der inneren Stechuhr walten und verlässt den Kreativ-Sweatshop sonntags bereits gegen 20.30, um mit einem französischen Film-Noir Klassiker noch etwas emotionale Katzenwäsche durchzuführen. Sicher, irgendwann, da hat man auch mal etwas Glück, erhält den Zuschlag, verzichtet der zukunftsweisenden Gestaltung wegen auf das horrende Honorar und verbringt zwei, drei oder vier Jahre mit der akribischen Detailplanung von Mülleimern, Fahrplantafeln und Sitzbänkchen, damit dann spätestens beim Richtfest das schwarz-bebrillte Klappergestell an Körper, zu welchem man die Beziehung eigentlich seit Jahren abgebrochen hatte, in sich zusammenstürzt wie ein Sack loser Hirschhörner. Ist ja gut.


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foLgenden seiten ist für Personen unter 16 JAhren niCht so geeignet. sind sie 16 JAhre oder ÄLter, nur Zu, BLÄttern sie weiter. sind sie noCh kLein und hABen dieses mAgAZin Von ihren eLtern gekLAut Bitte Auf seite 83 weiterLesen. dAnke für ihr VerstÄndnis.

INFORMATION

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kusCheL roCk Bilder: Stefanie Hilgarth stefaniehilgarth.net

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Noch Fragen?

Eine hotshit.me Produktion Bild: Roswitha Natter

Wann: ab 7. Juli Wo: www.landjaeger.at

T-Shirt of the Year Inspired by Russland

Landjaeger Magazin - Leibesübungen Preview  

Preview der neuen Ausgabe mit: Posen für die Ewigkeit, Austrofred, Velo, Jäger kocht, Wili Dungl, Etepetete, Kuschelrock, Schuld und Sühne,...

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