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Fachzeitschrift der fenaco-LANDI Gruppe • www.ufarevue.ch • 7- 8 / 2010

Milchverträge unter der Lupe Seite 10

Testfahrt mit dem «Agrofarm TTV» Seite 25

Beurteilung von Buntbrachen Seite 36

Handystrahlen und Tiergesundheit Seite 81


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INHALTSVERZEICHNIS Der Getreidebauer kontrolliert die Leistung des Mähdreschers und macht sich Gedanken zur Vermarktung seiner Ernte. Bild: agrarfoto.com

EDITORIAL

FENACO AKTUELL Geglückte Investition in der Westschweiz Kartoffelzentrale in Bercher

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Auf ein Wort von Werner Kuert

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MANAGEMENT

Merkblatt Immobilien besichtigen und kaufen, oder Immobilien verkaufen – was man darüber wissen muss, finden Sie in der Heftmitte.

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Milchverträge Nicht nur Basispreis und Menge zählen

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Kurzmeldungen Die WTO im Fokus Überlebensstrategie Diversifikation Monatsfrage: Lohnarbeiten Schöne Lage, schwieriges Bauen Merkblatt: Immobilien-Handel

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LANDTECHNIK Punktgenaue Saat Säkombination Pöttinger «Lion 3002/Vitasem A 302» im Praxistest

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Kurzmeldungen Direkt, nordisch, stufenlos: Valtra «N142 direct» im Praxistest Deutz-Fahr «Agrofarm» nun auch stufenlos Reform: Spezialist in der Berglandtechnik wird 100 Jahre alt Produktneuheiten Wettbewerb über den Melkroboter Lely «Astronaut A3 next»

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PFLANZENBAU Stufenlos Deutz-Fahr lanciert den stufenlosen «Agrofarm TTV» mit 99 und 109 PS. Eindrücke einer Probefahrt.

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Gentechnik Der Nachbar entscheidet mit

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Kurzmeldungen Buntbrache: Wertvolles Öko-Element Gründüngung: Humusbilanz, Fruchtfolge und Zwischenfrüchte Boden: Mit Kalk zum Erfolg Futterbau: Kombinierte Breit- und Drillsaat Raps: legt weiter zu Ein Meeting rund um das Getreide Saatgut: Die Seite für den Pflanzenbau

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NUTZTIERE

Raps Die Konsumenten lieben Rapsöl, der Verkauf hat deutlich zugenommen. Das beeinflusst auch den Anbau und die Produktion.

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Ferkelverluste Wann besteht welcher Handlungsbedarf?

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Bio-Seite: UFA jetzt mit Crumbs UFA aktuell: Die Seiten für den Tierhalter Kurzmeldungen Verletzte Schweine: Ist der Stall schuld? Zwei Drittel der Milchviehhalter leiden an Arbeitsbelastung Voko-Milch zeigt erste Erfolge Mastitis bei Rindern: Vorbeugung im Überblick Kombi-Impfung gegen Circoviren und Lawsonia? UFA-Rolls: Raufutter für Kälbermast Stressfreie Abkalbelinie: Neues Stallkonzept Handystrahlen fordern Opfer

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LANDLEBEN Neu für Kälbermast Mit den UFA-Rolls lässt sich der Spagat zwischen tiergerechter Haltung und wirtschaftlicher Produktion schaffen.

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UFA-REVUE · 7-8 2010

Roman Engeler

Der Leidensdruck in der Landwirtschaft wird innerhalb und ausserhalb der Branche immer wieder thematisiert. Dieser Leidensdruck kann vielfältiger Natur sein. Angefangen von den unzulänglichen agrarpolitischen Rahmenbedingungen über die finanziellen Engpässe bis hin zu körperlichen Beschwerden bei der täglichen Stallarbeit ist die Spannbreite überaus gross. Letzteres wurde übrigens nun wissenschaftlich nachgewiesen. Zwei Drittel aller Arbeitstätigen in der Milchviehhaltung gaben bei einer Umfrage an, regelmässig unter Beschwerden des Muskel-SkelettSystems zu leiden (Seite 66). Da stellt sich doch sofort die Frage, was man dagegen unternehmen kann. Die Technik kann viel dazu beitragen: Ergonomisch gestaltete Melkstände oder automatische Melksysteme für die Milchgewinnung, Hoflader und Futtermischwagen für die Fütterung oder Traktoren mit komfortabler, klimatisierter Kabine und allerlei Federungen für die Futterbergung sind nur einige Beispiele, die dem Milchbauern das Arbeiten erleichtern können. Nur ist es so, dass diese Technik halt nicht ganz gratis ist und mancher aufgrund der aktuellen Lage auf dem Schweizer Milchmarkt mit Investitionen eher zurückhaltend ist. Trotzdem: Wer seine Zukunft in der Milchviehhaltung sieht und diese Zukunft möglichst gesund auch erleben will, muss sich bewusst sein, dass nur ein modern ausund eingerichteter Betrieb eine Chance hat.

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AKTUELL FENACO

Geglückte Investition in der Westschweiz IN BERCHER HAT DIE FENACO rund 14 Mio. Fr. in ein neues, mit modernster Technik ausgestattetes Verarbeitungszentrum für die Übernahme, Lagerung und Aufbereitung von Kartoffeln investiert. Anfangs Juli wurde dieses Zentrum eingeweiht.

Interessierte Kartoffelproduzenten überprüfen die Erntequalität.

Die wirtschaftliche Situation mit sinkenden Handelsmargen und sich weiter öffnenden Märkten zwingt die im Segment der Landesprodukte tätigen Unternehmen, ihre Strukturen laufend zu überdenken und mögliche Synergiepotenziale zu erschliessen. So hat die fenaco bereits vor einiger Zeit entschieden, die Erneuerung der Verarbeitungsstrukturen in allen

Regionen aktiv voranzutreiben und für das Vermarkten, Lagern und Aufbereiten von Kartoffeln je ein modernes und effizientes Leistungszentrum in der Westschweiz, im Mittelland und in der Ostschweiz zu planen.

dieser Art konnte die fenaco zusammen mit den Kartoffelproduzenten der Region nun den Betrieb in Bercher einweihen, ein leistungsfähiger, kompakter Kartoffel-Abpackbetrieb, mit dem flexi-

bel auf die Nachfrage reagiert werden kann und der hinsichtlich des Verbrauchs an Wasser sowie Energie optimiert ist. Dieser Betrieb wird auch in der Lage sein, während der kurzen Erntezeit grosse Mengen an Speisekartoffeln anzunehmen und zu verarbeiten. «Davon hat man in der Westschweiz seit längerem geträumt», betonte Willy Gehriger anlässlich der Eröffnungsfeier. Der Vorsitzende der fenaco Geschäftsleitung unterstrich in seiner Ansprache die landwirtschaftliche Bedeutung die-

OK-Chef Christoph Kohli (Geschäftsbereich Kartoffeln, rechts) mit Frédéric Doy (frigemo).

Fritz Stucki (Geschäftsbereich Kartoffeln) und das Team von fenaco Pidoux beim Empfang der Gäste.

Im Zelt der Landor blieb nebst fachlichem Informationsaustausch auch Zeit für Spässe.

Präsidium Intercoop Europe

Patrice Gollier, CEO von Invivo (Premier groupe coopératif agricole francais). Intercoop Europe ist ein Verein von landwirtschaftlichen Genossenschaften und genossenschaftlich ausgerichteten Zulieferern von Agrarbetrieben dessen geschichtliche Wurzeln bis ins Jahr 1929 reichen. Formell gegründet wurde dieses Netzwerk jedoch 1990 mit dem Zweck, die wirtschaftlichen Interessen der Mitglieder im Bereich der Landwirtschaft, dem Garteneinzelhandel und den damit verbundenen Aktivitäten zu fördern. Die

elf Mitgliedländer (Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Finnland, Luxenburg, Niederland, Norwegen, Österreich, Schweden, Schweiz) erwirtschaften einen Umsatz über 40 Billionen Euro (2008) und beschäftigen über 55 000 Mitarbeiter.

Leistungsfähig Als erstes Zentrum

VERWALTUNG FENACO CONSEIL D'ADMINISTRATION

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Grosse Ehre für den Geschäftsleitungsvorsitzenden der fenaco, Willy Gehriger (Bild). Er wurde an der Intercoop Jahresversammlung in Stockholm zum Präsidenten gewählt. Das Vize-Präsidium übernahm

fenaco unterstützt Profi-Lait Die Trägerschaft von Profi-Lait mit den Schweizer Milchproduzenten (SMP), dem Bundesamt für Landwirtschaft und Swissgenetics wird um die fenaco er7-8 2010 · UFA-REVUE


AKTUELL

NATS ES MO IS D D L I B DU MO PHOTO

FENACO AUF EIN WORT EN UN MOT

An der Delegiertenversammlung der fenaco in Bern trat Nationalrat Caspar Baader nach Ablauf von drei Amtsperioden (12 Jahre) aus der fenacoVerwaltung zurück. Er gratuliert seinem Nachfolger Landwirt Andreas Bernhard aus Alchenstorf (BE). Die fenaco schaute an ihrer 17. Delegiertenversammlung auf ein insgesamt zufriedenstellendes Geschäftsjahr zurück, demzufolge genehmigten die Delegierten den Lagebericht sowie die Jahresrechnung und beschlossen die Anteilscheine der Mitglied-LANDI unverändert mit 6 % zu verzinsen.

ses Betriebs für die Kartoffelproduzenten der Westschweiz, aber auch die volkswirtschaftliche Wichtigkeit als Arbeitgeber in der Region.

Auf dem Rundgang konnte man sich selbst ein Bild des modernen Betriebs machen. Angefangen bei der Grössensortierung über den Waschvorgang, das manuelle Sortieren bis hin zum eigentlichen Packprozess und Aus-

liefern nach einer letzten Qualitätskontrolle konnten sich die zahlreichen Besucher überzeugen lassen, dass diese Investition für eine produzierende Schweizer Landwirtschaft als geglückt bezeichnet werden darf.

Aktuelles aus dem Kartoffelbau Die Einweihungsfeier wurde auch dazu benützt, den Besuchern Neuigkeiten aus der Beratung, Forschung und Tech-

TERMINE AGENDA 27. bis 29. August 2010, Rütti Zollikofen

fenaco-LANDI Haus am grossen Jubiläumsfest der Rütti gänzt. Die fenaco wird das Projekt für die Jahre 2010 und 2011 finanziell unterstützen. Durch dieses Engagement der fenaco erhofft sich Profi-Lait neue Impulse und Aktivitäten zugunsten einer professionellen und profitablen Milchproduktion in der Schweiz. UFA-REVUE · 7-8 2010

Die fenaco präsentierte anfangs Juli der Kartoffelbranche die neuen Verarbeitungsanlagen der Kartoffelzentrale in Bercher (VD). Der lange Prozess, der zum Bau geführt hat, ist somit zu Ende. So bleibt die lokale Kartoffelproduktion erhalten und Schweizer Produzenten haben weiterhin gute Zukunftsperspektiven. Die Veranstaltung wurde unter dem Motto der fenaco «de la terre à la table» (von der Erde zum Teller) organisiert und lockte viele Produzenten, Konsumenten, Detailhändler und Spezialisten aus Forschung, Beratung und Technik nach Bercher. Die Teilnehmer konnten sich nicht nur über die neue Zentrale, sondern auch über den Stand der Forschung, der Sortenvielfalt, der Technik und des Pflanzenschutzes inklusive dessen Umweltwirkungen informieren. Der Kartoffelbau ist eine Kultur der kurzen Wege, eine Kultur in unserer Nähe und vor der Haustüre. Dies hat letztlich die fenaco animiert, in diese Kultur zu investieren. Unser Klima und unsere Böden erfordern einen sorgfältigen Umgang, was die Sortenwahl, die pflanzenbaulichen Massnahmen oder die agronomische Beratung betrifft. Das Departement Pflanzenbau der fenaco mit den Bereichen Saatkartoffeln, Pflanzenernährung und Pflanzenschutz arbeitet in enger Zusammenarbeit mit den kantonalen Beratungsstellen, den Forschungsanstalten und den Handelspartnern. Gemeinsam legen sie ihre fachlichen Kompetenzen zusammen und stellen sich den Herausforderungen. An dieser Stelle ein grosses Dankeschön an alle Kollegen und Partner, die zum Erfolg der Eröffnungstage in Bercher beigetragen haben. Werner Kuert Mitglied der fenaco-Geschäftsleitung

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AKTUELL FENACO

1 · Waatdländer Landfrauen organisierten den Apéro. 2 · Die modernen Anlagen können in kurzer Zeit grosse Mengen verarbeiten. 3 · Staatsrat JeanClaude Mermoud (VD) und fenaco-Chef Willy Gehriger bei der Ansprache des Gemeindepräsidenten von Bercher, Pascal Wulliamoz. 4 · Das Bodenprofil einer Kartoffelparzelle. 5 · Eine leistungsfähige Festwirtschaft versorgte die rund 500 Gäste der Eröffnungsfeier.

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nik rund um den Kartoffelbau näherzubringen. Zu diesem Zweck wurde eine Ausstellung mit zahlreichen Ausstellern mit einem Versuchsgelände eingerichtet. So wurden die drei Frühsorten Agata, Annabelle und Salome mit jeweils verschiedenen Maschinen gepflanzt. Zusätzlich zur traditionellen Pflanzung wurde auch ein System «all-in-one» sowie ein Verfahren mit Bodenseparierung eingesetzt. Die Unterschiede zwischen den Systemen waren noch deutlich sichtbar.

6 · Auf einem Versuchsfeld wurden drei Frühsorten von Kartoffeln mit verschiedenen Verfahren gepflanzt.

In Zusammenarbeit mit Serco Landtechnik und Landmaschinenhändler der Region wurden zudem Spritzgeräte, Ernte- und Transportmaschinen im praktischen Einsatz gezeigt. Die geernteten Kartoffeln wurden direkt ins neue Zentrum transportiert, analog dem fenaco Leitspruch «natürlich nah». Im Bereich des Pflanzenschutzes wurden Fragen rund um die Entwicklungen in der Gesetzgebung, Ausstattung der Geräte mit Spültanks und Wahl der Düsen behandelt. An den Ständen des fenaco Pflanzenschutzes und der Forschungsanstalt ACW konnten die Teilnehmer viel über die Sortenwahl, Krankheiten und Schädlinge erfahren.

7 · Zahlreiche Erntemaschinen wurden im praktischen Einsatz gezeigt.

9 · Die Kartoffelproduzenten der Region wissen es zu schätzen, dass die fenaco diese Investition für eine produzierende Landwirtschaft getätigt hat.

8 · Werner Kuert (Leiter Departement Pflanzenbau) informiert über die Bedeutung des Zentrums Bercher.

10 · Martin Keller, designierter Leiter des Departements Landesprodukte, bespricht sich mit Hans Winzeler von der DSP AG.

Die Branchenorganisation «swisspatat» präsentierte das Konzept der Qualitätskontrolle. Aspekte der Düngung und der Bodenstruktur wurden von Landor und der Bodenberatung anhand von Bodenprofilen erörtert. Die Vermehrungsorganisationen «ASS» und «Swisssem» legten bereits im Vorfeld einen Versuch mit 20 Kartoffelsorten an. Den Besuchern wurde so die Möglichkeit gegeben, bekannte und in der Sortenprüfung stehende Sorten vergleichen zu können.

Fazit Das Projekt eines Dienstleistungszentrums für Kartoffeln in der Westschweiz hat eine lange Geschichte hinter sich, die nun mit der Eröffnung des Betriebs in Bercher einen ersten Höhepunkt erfahren durfte. Der Neubau untermauert das Bestreben der fenaco, sich auch in der Westschweiz im Bereich des Kartoffelbaus engagieren zu wollen. 䡵

11 · frigemo-Chef Urs Feuz begutachtet die Verpackungslinien. 12 · Ein Blick auf die EDV-gesteuerte Kommissionierungsanlage. 2

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KURZMELDUNGEN MANAGEMENT

Globaler Ausblick: Milchpreis und Milchproduktion Längerfristig werde sich der Milchpreis in einer Bandbreite zwischen 20 und 50 USD (21 – 53 Fr./dt.) bewegen. Das eine Schätzung am diesjährigen IFCN Dairy Kongress in Kiel, wo 62 Agrarwissenschaftler aus 34 Ländern über die weltweite Entwicklung der Milchproduktion diskutierten. Ab 35 USD würden amerikanische Betriebe ihr Angebot erhöhen. Ab 37 bis 42 USD (39-44 Fr./dt.) sei mit grösseren Produktionszunahmen in Europa zu rechnen.

Unter 25 USD (26 Fr./dt.) könnten nur Argentinien und einige Entwicklungsländer produzieren. Basis für diese Schätzungen war die Kostenstruktur der Betriebe in den einzelnen Ländern. Auch wenn nicht nur ökonomische Kennzahlen darüber entscheiden, ob ein Betrieb weiterhin Milch produziert (siehe auch Beitrag Jérémie Forney, Spalte rechts). In Europa stellt sich die Frage, wie sich der typische Milchwirtschaftsbetrieb ausrichtet. So gab es in Dä-

Milch-DefizitRegionen MilchÜberschussRegionen Quelle: IFCN Dairy Map 2010

Was ist ein Selbstbewirtschafter? Selbstbewirtschafter ist die Person, die ein landwirtschaftliches Gewerbe oder Grundstück, das ihr gehört, auf eigene Rechnung und Gefahr bewirtschaftet und dafür ihre Arbeit einsetzt. In kleinen Gewerben erledigen der Selbstbewirtschafter und seine Familie praktisch die ganze Arbeit, in grossen setzen sie den grössten Teil ihrer Arbeitskraft für den Betrieb ein. Dr. Eduard Hofer, Heimberg (BE)

Dringend Älpler gesucht Ein Senn, der den Arm bricht, ein anderer der keine Lust mehr hat, der dritte hat Krach mit den Kollegen, der vierte ist überfordert – Hilfe bietet die Hotline Alpofon und vermit-

Strukturwandel in Zahlen

telt Helfer. Das Alpofon sucht Personen, vorzugsweise mit landwirtschaftlicher Erfahrung, die bereit sind, einen Arbeitseinsatz auf einer Alp zu leisten. 寿 078 813 60 85.

Höhere Bürgschaftslimiten

Merkblatt Mehrwertsteuer aktualisiert Der Geschäftsführer der Agro Treuhand Lindau (ZH) Hans Ulrich Sturzenegger hat das Merkblatt «Mehrwertsteuer in der Landwirtschaft» aktualisiert und den neuesten gesetzlichen Vorgaben angepasst. Download auf www.atzuerich.ch. UFA-REVUE · 7-8 2010

nemark in den letzten Jahren enorme Produktivitätsfortschritte, mit der Folge, dass der Familienbetrieb immer mehr ausgedient hat. Das Business-Modell von Grossbetrieben scheint dort Zukunft zu haben. Auch in Schleswig-Holstein (Norddeutschland) zielen jüngere Betriebsleiter eine Betriebsgrösse von 400 bis 500 Kühen an. Weltweit gesehen, muss die Mehrheit der Betriebe jedoch als so genannte «Household-Farms» beziehungsweise Subsistenzbetriebe bezeichnet werden mit einem durchschnittlichen Viehbesatz von 2.4 Kühen pro Betrieb. Die Kuh wird nicht nur zur Milchproduktion gehalten, sondern ist Kapitalanlage, Kälber- oder Düngerproduzentin. Christian Gazzarin, Agroscope Reckenholz-Tänikon ART

An der Generalversammlung der Bäuerlichen Bürgschaftsgenossenschaft (SBBG) wurde die Zunahme der grösser werdenden verbürgten Summen (Finanzierung Landkauf, Wohnhaus) hervorgehoben. Die Bürgschaftslimite von 200 000 Fr. wurde auf 500 000 Fr. erhöht. Kontakt: SBBG, Pestalozzistrasse 1, 5201 Brugg, 寿 056 462 53 50. buergschaft@sbv-treuhand.ch

Die Taschenstatistik gibt eine Übersicht über den Stand und die Entwicklung der einzelnen Bereiche der Schweizer Landwirtschaft. 2008 gab es 60 900 Landwirtschaftsbetriebe in der Schweiz. Bezug: Bundesamt für Statistik, 寿 032 713 60 11. www.bfs.admin.ch

75 Jahre Silovereinigung Die Interessengemeinschaft der Silovereinigung feierte ihr Jubiläum, mit dabei war der 94-jährige Silopionier Hans Oehen mit Lebenspartnerin Cresti Feierabend (Bild). Festführer und Merkblätter auf www.silovereinigung.ch.

Milch produzieren in der Westschweiz. Der Ethnologe Jérémie Forney verlässt Ende August die Schweiz Richtung Neuseeland. Für 18 Monate wird er dort an einer agrarwissenschaftlichen Fakultät die Struktur der bäuerlichen Familienbetriebe analysieren und nach Vergleichen zur Schweizer Landwirtschaft und zu hiesigen bäuerlichen Verhaltensmustern suchen. Kürzlich vollendete Jérémie Forney seine Doktorarbeit an der ethnologischen Fakultät

der Universität Neuenburg über die Milchproduktion in der Westschweiz. Er beschreibt, wie sich die Milchproduzenten angesichts der tiefen Produzentenpreise den Herausforderungen stellen, sich anpassen oder Widerstand leisten. Laut Forney gibt es fünf Strategien: 1. Der Vollprofi-Produzent, der technologisch aufs Ganze geht und sich spezialisiert. 2. Der ländliche Unternehmer mit Diversifikationsstrategien wie zum Beispiel Agrotourismus. 3. Der Hofübergeber, für welchen der Betrieb eine Lebensetappe darstellt. 4. Jener, der desinvestiert und extensiviert. 5. Der Pragmatiker, welcher sich anpasst an Gegebenheiten, auf die er keinen Einfluss hat. Die Produzenten müssen individuell Antworten finden auf Fragen: • Produzieren: Was und wie? • Betriebsübergabe: An wen? • Arbeiten? Wie viel? • Die Rolle der Frau? Motor für Veränderungen?

Tagesaktuelle Neuigkeiten www.ufarevue.ch 9


MANAGEMENT

Nicht nur Basispreis und Menge SEIT VOR RUND EINEM JAHR DIE MILCHKONTINGENTIERUNG aufgehoben wurde, sind Milchproduzentinnen und -produzenten sowie verarbeitende Betriebe gesetzlich verpflichtet, einen Vertrag abzuschliessen, der Angaben zu Milchmenge und Preis enthält. Diese Pflicht wird unterschiedlich interpretiert und umgesetzt, wie eine von ART durchgeführte Untersuchung belegt.

Miriam Gairing

Stefan Mann

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Seit dem 1. Mai 2009 steht es schwarz auf weiss in Artikel 36b des Landwirtschaftsgesetzes: Milchproduzenten dürfen ihre Milch nur an eine Produzentenorganisation, einen Milchverwerter oder eine Produzentengemeinschaft verkaufen, und zwar im Rahmen eines mindestens ein Jahr lang gültigen Vertrages. Nur Direktvermarkter sind von dieser Pflicht befreit. Nur selten beinhalten die gesetzlich geforderten Verträge zwischen Milchlieferanten und -abnehmern einen Basispreis für die angelieferte Milch. In den Verträgen, welche die verarbeitende Industrie seit der Abschaffung der Milchkontingentierung mit Milch produzierenden Betrieben abschliessen müssen, wird für den Basispreis fast immer auf den Vertragsanhang verwiesen. Hingegen sind saisonale Zu- und Abschläge – beispielsweise im August sechs Rappen mehr, im Mai vier Rappen weniger – berücksichtigt. Dies zeigte eine von der Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon ART durchgeführte Untersuchung. Im Anhang befinden sich dann allerdings zwei Stolpersteine für Produzenten. So ist es wichtig, darauf zu achten, unter welchen Bedingungen die Preise angepasst werden. Dazu zwei Bespiele: Eine Molkerei schützt den Landwirt explizit vor Nachteilen gegenüber anderen Vertragspartnern, indem sie im Vertrag festhält: «Können die Vertragspartner während der Vertragsdauer Offerten vorlegen, die bei vergleichbaren Verhältnissen um mindestens zehn Prozent bessere Preise ermöglichen, so verpflichten sie sich, innerhalb eines Monats nach der Feststellung, eine Lösung für die neue Situation zu erarbeiten.»

Hingegen ist da die Nachbarmolkerei sehr viel kompromissloser, denn in ihrem Mustervertrag steht: «Der Basispreis und neue Milchpreiskonditionen werden dem Verkäufer bei Änderung bekannt gegeben.»

Preis mit Variationen Auch auf die im Vertrag oder Anhang vorgesehe-

nen Zu- und Abschläge ist genau zu achten, vor allem weil es sich selten allein um saisonale, sondern auch um qualitätsbedingte Preisvariationen handelt. Es stellt sich die Frage, ob nur hohe Zellzahlen mit Abzügen geahndet oder gegebenenfalls auch niedrige Zellzahlen mit einem Preisaufschlag honoriert werden? Käsereien bieten gelegentlich für

7-8 2010 · UFA-REVUE


MANAGEMENT Produktionsparameter auszurechnen, welchen Durchschnittspreis sie in dem jeweiligen Preissystem durch den Vertragsabschluss erzielen werden. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch, dass die Zahlungsfrist pro Monat gelieferte Milch festgelegt ist. Sie erstreckt sich üblicherweise bis zum 15. Tag des Folgemonats, und es ist sicher nicht von Nachteil, wenn diese Frist und allfällige Sanktionsmöglichkeiten (Zinszahlung, Entbindung von der Lieferpflicht) im Vertrag erwähnt sind. In den Verträgen finden sich auch eher selten Bestimmungen darüber, was geschieht, wenn die im Anhang festgelegte Liefermenge über- oder unterschritten wird. Da eine punktgenaue Planung durch die Milchproduzenten nicht immer möglich ist, kann diese Information jedoch wichtig sein. Gerade im Fall der Überlieferung sind Preisabschläge von 50 Rappen pro Kilogramm (!) keine Seltenheit und Bestimmungen wie zum Beispiel «Überlieferungen werden vom Käufer zum Börsenmilchpreis verrechnet» zählen noch zu den günstigen Lösungen. Unterlieferungen sind dagegen ein weniger grosses Problem, führen aber im schlimmsten Fall zur Kürzung der Vertragsmenge.

Wer haftet? Andere Bestimmungen im Vertrag kommen weniger häufig zur Anwendung – zum Beispiel das festgelegte Schiedsverfahren – oder sie sind relativ einheitlich geregelt. Zu letzteren gehört etwa die Haftungsfrage. Es ist stets die Milchproduzentenseite, die für Qualitätsmängel bei der Milch haftbar gemacht wird. Fazit Wenn also ein Produzent mehrere Abnehmer für seine Milch zur Auswahl hat, sollte er sich nicht scheuen, die Vertragsdetails miteinander zu vergleichen und bei den Vertragsverhandlungen auf Unterschiede hinzuweisen. Denn nur mit offenen Diskussionen sind Verträge auch in Zukunft so gestaltbar, dass eine zufriedenstellende Lösung für beide Vertragsparteien gefunden wird. 䡵

Neben moderner Melktechnik entscheidet auch die Vertragsgestaltung über den Erfolg in der Milchproduktion. Bilder: Roland Friedli/amw

Kündigung Ein weiteres wichtiges

spezifische Parameter (wie den Eiweissgehalt) auch Qualitätsaufschläge an. Hier können beispielsweise Liefermengenzuschläge den Preis bis zu sechs Rappen pro Kilogramm heben und dort kommen Transportabzüge zur Wirkung.

Darum prüfe, wer sich bindet Befragungen von Milchproduzenten durch ART förderten deutliche Unterschiede zwischen Basispreisen und zu einem bestimmten Zeitpunkt ausgezahlten Durchschnittspreisen zu Tage – und zwar in beide Richtungen. Insofern sind Betriebsleiter vor Vertragsabschluss gut beraten, sich anhand ihrer eigenen UFA-REVUE · 7-8 2010

Thema ist die Kündigungsfrist. Eine Befragung unter norddeutschen und Schweizer Produzenten ergab, dass die hiesigen Milchproduzenten im Vergleich zu ihren deutschen Kollegen eher lange Kündigungsfristen bevorzugen. Schweizer Milchabnehmer, die sechsmonatige, zum Teil zwölfmonatige Kündigungsfristen vorsehen, entsprechen somit eher den Vorlieben der Produzenten als Molkereien, die dreimonatige Kündigungsfristen in ihren Verträgen haben. Bedenklich können dagegen Regelungen sein, in denen zwar die Kündigungsfrist mit zwei oder drei Monaten kurz ist, jedoch nur auf einen einzigen Termin im Jahr gekündigt werden kann. Solche Regelungen kommen vielleicht der Molkerei entgegen, die sämtliche Vertragsverhandlungen auf einem Zeitpunkt im Jahr konzentrieren kann, aber nicht der Planungssicherheit des Landwirts.

Autor Stefan Mann, Leitung Bereich Sozioökonomie, und seine Mitarbeiterin Miriam Gairing untersuchten im Auftrag des Bundesamtes für Landwirtschaft an der Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz Tänikon ART in Ettenhausen die Vertragsgestaltung im Milchmarkt.

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MANAGEMENT

Die WTO im Fokus von Radio Eriwan MEHR SCHEIN ALS SEIN Das fiktive Radio Eriwan entlarvte früher die Tücken des Sozialismus mit fingierten Frage- und Antwortspielen. Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion und dem Fall der Berliner Mauer gerieten die bei Regimekritikern beliebten Sketche in Vergessenheit. Dabei eignet sich Radio Eriwan nicht nur für den Sozialismus. Auch die World Trade Organisation, die WTO, ist eine gute Zielscheibe.

Eveline Dudda

Am 17. Juni 2010 behandelte der Ständerat fünf Standesinitiativen der Kantone Freiburg, Neuenburg, Waadt, Genf und Jura, welche alle ein Einfuhrverbot für Produkte forderten, die unter sozial und ökologisch unhaltbaren Produktionsbedingungen hergestellt wurden. Zudem plädierten die Initianten dafür, dass sich die Schweiz bei Verhandlungen mit der WTO und der EU für gerechte Arbeitsbedingungen und nachhaltige Produktionsverfahren einsetzen soll. Bedingungen wie im spanischen Almeria, wo illegale Immigranten unter teilweise sklavenähnlichen Zuständen Gemüse für den Export produzieren, sollten damit unterbunden werden. Doch die Kommission für Wirtschaft und Abgaben WAK empfahl die Standesinitiativen abzulehnen. Aus Gründen, die von Radio Eriwan stammen könnten: Ein extra dazu verfasster Bericht des Bundesamtes für Landwirtschaft BLW kam nämlich zum Schluss, dass es die angeprangerten Zustände eigentlich gar

nicht geben dürfte. Denn die meisten Staaten kennen bereits umfangreiche Vorschriften für eine menschen-, tierund umweltgerechte Produktion. Zudem haben alle WTO-Mitglieder die Uno-Menschenrechtskonvention unterzeichnet. Das Almeria-Problem hat demzufolge andere Gründe. Weil man nun einmal nichts verbieten oder verändern kann, das vom System her gar nicht

vorgesehen ist, lehnte der Ständerat die Standesinitiativen schliesslich mit 7 zu 22 Stimmen ab. Frage an Radio Eriwan: Sind die Forderungen der Standesinitiativen an die WTO einzigartig? Antwort: Im Prinzip ja. Alle anderen haben wir vergessen. WTO-Experte Andreas Schmidt von der Generaldirektion Handel der EU-

Hier die Verträge – dort die Realität Das WTO-Vertragswerk besteht aus drei Hauptverträgen: dem Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommen (GATT), dem Allgemeinen Dienstleistungsabkommen (GATS), dem Abkommen über handelsrelevante Aspekte der geistigen Eigentumsrechte (TRIPS) sowie diversen Sonderabkommen über Landwirtschaft, Gesundheit, technische Handelshemmnisse, Dumping und Subventionen. Würden alle diese Abkommen eingehalten, dürfte ein Unternehmen wie «Fonterra» gar nicht existieren. Denn Fonterra vermarktet 99 % der neuseeländischen Milch und hat ergo eine Monopolstellung. Auch ein Staatshandelsunternehmen wie das kanadische «Wheat Board» ist aus WTO-Sicht ein Unding, weil nicht erlaubt. Dauerhafte Ausnahmeregelungen sind ebenfalls nicht vorgesehen. Trotzdem wendet die EU seit sieben Jahren die «besondere Schutzklausel» für Zucker an. Die Reihe der nicht-WTO-konformen Beispiele liesse sich beliebig fortsetzen.

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ED

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MANAGEMENT Kommission wundert das nicht: «Wir haben hier von Zeit zu Zeit ähnliche Initiativen aus dem Europaparlament. Sogar ein früherer Vorschlag Obamas ging in diese Richtung. Soziale Kriterien im Rahmen der Doharunde zu verhandeln ist bisher aber weder vorgesehen noch offiziell je vorgeschlagen worden.» Schmidt weist darauf hin, dass es nur wenige Möglichkeiten gibt, Produkte mit ethischen Argumenten vom Handel auszuschliessen. Religiöse Gründe werden zuweilen akzeptiert, wenn es um Alkohol, Halal-Fleisch oder koschere Produkte geht. Dass sich die EU nach wie vor weigert den Handel mit Robbenprodukten zu erlauben, hält Schmidt dagegen kaum für WTO-konform: «Tierschutzkriterien werden prinzipiell nicht als Handelshemmnisse angesehen.» Und soziale Kriterien seien eh nicht verhandelbar, weil als Folge des verbesserten Marktzugangs ja der Wohlstand gefördert wird, was die soziale Lage verbessert.

Frage an Radio Eriwan: Stimmt es, dass die WTO für mehr Wohlstand sorgt? Antwort: Im Prinzip ja. Aber nicht bei allen. Tatsächlich ist die Präambel der WTO voll von Idealen: So sollen die Handelsund Wirtschaftsbeziehungen weltweit zur Erhöhung des Lebensstandards beitragen, Vollbeschäftigung und ein ständig steigendes Realeinkommen sichern und die Nachfrage ankurbeln. Gleichzeitig sollen die Ressourcen dabei optimal genutzt und die Umwelt geschützt werden. Das Mittel zum Zweck ist der freie Handel. Denn der sorgt – so die Theorie – dafür, dass jedes Land genau das produziert, was es am besten (und billigsten) kann. Weil Käufer und Konsumentinnen so stets Waren oder Dienstleistungen vom günstigsten Anbieter erwerben können, steigt der Wohlstand. Damit der freie Handel funktioniert, darf er nicht durch Zölle oder Subventionen behindert werden. Deshalb geht es in jeder WTO-Verhand-

Im Prinzip vergrössert der freie Welthandel den Wohlstand. Allerdings nicht bei allen.

lungsrunde um Zollabbau und neue Möglichkeiten des Marktzutritts. Die WTO in ihrer heutigen Form gibt es seit 26 Jahren. Seither ist der Wohlstand in einzelnen Ländern, und bei einzelnen Bevölkerungsgruppen, tatsächlich gestiegen. Aber auch das weltweite Elend hat zugenommen: Inzwischen sind 15 % der Weltbevölkerung, also mehr als eine Milliarde Menschen, unterernährt. Beinahe zwei Milliarden Menschen weltweit gelten als arm, weil sie mit weniger als 1.25 Dollar pro Tag auskommen müssen. Frage an Radio Eriwan: Stimmt es, dass die WTO direkt vor dem Abgrund steht? Antwort: Im Prinzip ja. Die Doha-Runde ist sogar schon einen Schritt weiter. Bisher wehrten sich vor allem Entwicklungsländer gegen Produktionsvorschriften auf den Verhandlungslisten, weil sie fürchteten, dadurch benachteiligt zu werden. Ohne einen solchen Einfuhrschutz sind landwirtschaftliche Produkte aus den Industriestaaten jedoch nicht konkurrenzfähig. Das gilt umso mehr, je schwieriger es wird, eine Erhöhung der Direktzahlungen durchzusetzen. Bekanntlich ringt die EU derzeit um ein neues Agrarbudget. Das wird sicher nicht grösser ausfallen, als bisher. So gesehen ist es kein Wunder, dass nun auch der Sonderausschuss Landwirtschaft der EU darauf drängt, Produktionsvorschriften nach europäischem Vorbild in die WTO-Verhandlungen zu integrieren. Zahlreiche Experten sind inzwischen davon überzeugt, dass Sozial-, Hygieneund Umweltkriterien innerhalb der WTO künftig eine Rolle spielen werden. Sogar Ständerat Eugen David sagt: «Standards im Handel von Nahrungsmitteln bleiben schon wegen der Gesundheit der Bevölkerung auf der Tagesordnung. Die WTO wird nicht um das Thema herumkommen.» 䡵

Autorin Die Agronomin Eveline Dudda ist selbstständige Agrarjournalistin. Ihr Büro für «Journalismus im grünen Bereich» befindet sich in Hinterforst (SG), nahe der österreichischen, deutschen und liechtensteinischen Grenze.

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AGRARRECHT IN EUROPA 1 MANAGEMENT

Überlebensstrategie Diversifikation IN DER EUROPÄISCHEN LANDWIRTSCHAFT müssten ohne Erwerbsalternativen eine grosse Zahl von Bauernbetrieben aufgegeben werden. Rechtliche Fördermittel für die bäuerliche Diversifikation und Wohlwollen der Behörden gegenüber Erwerbsalternativen sind deshalb, vor allem für kleinere Betriebe, überlebenswichtig. Das zeigten die Diskussionen am europäischen Agrarrechtskongress.

Paul Richli

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Diversifikation ist eine Erscheinung, die nicht allein im Zusammenhang mit der Landwirtschaft, sondern auch andernorts von Bedeutung ist. Besonders häufig ist von Diversifikation im Zusammenhang mit der Risikominderung die Rede. So sollten etwa Aktien- und Obligationenportefeuilles diversifiziert sein. Eine feste Anlageregel lautet, dass nicht alle Eier in einen Korb gelegt werden dürfen, weil sonst beim Herunterfallen alle Eier zerbrechen. In der allgemeinen Unternehmensstrategie stehen sich zwei Ansätze gegenüber: die Diversifikation und die Konzentration. Für die erste Strategie spricht die Risikostreuung, für die zweite die Kompetenz. Es ist anspruchsvoller, in mehreren Bereichen gleichzeitig tätig und erfolgreich zu sein als im Bereich einer einzigen (Kern-)Kompetenz. Vergleicht man die Diskussion in der Landwirtschaft mit derjenigen in anderen Wirtschaftszweigen, so ist nirgends sonst im gleichen Mass von Diversifikation die Rede und besteht wohl nirgends sonst geradezu die Erwartung, dass die Betriebe diversifizieren und ihre beruflichen Kompetenzen entsprechend ausweiten. So wird von Ärzten, Rechtsanwälten, Architekten oder Ingenieuren nicht erwartet, dass sie neben ihrem Hauptberuf noch einen Nebenberuf betreiben, um eine hinreichend wirtschaftliche Grundlage zu erreichen. In Europa sind die folgenden Diversifikationsbereiche gang und gäbe: Direktvermarktung, Agrotourismus, Reparaturwerkstätten für landwirtschaftliche Fahrzeuge, Transportleistungen, Betrieb einer Pension für Reitpferde, Erzeugung von Energie aus Biomasse, pädagogische Leistungen wie Betreuung von ge-

fährdeten oder behinderten Kindern, Kunstgewerbe und Freizeitaktivitäten wie Unterhalt von Spielplätzen für Kinder oder Vermietung von Pferden.

lichen Aktivitätsbereiche (Fähigkeitsausweis, Raumplanungsvorschriften oder Mindestlohnvorschriften).

Auch kritische Stimmen zur DiWohlwollen Aus den Länderberichten geht hervor, dass die vertretenen Länder der Diversifikation in nichtlandwirtschaftliche Bereiche zum grossen Teil ausdrücklich oder stillschweigend wohlwollend gegenüberstehen. Man verspricht sich davon zusätzliche Überlebenschancen für die Landwirtschaft. Das gilt allgemein etwa für Österreich und mit Bezug auf kleinere Betriebe für die USA. In anderen Staaten, so in den Niederlanden, hat die Diversifikation eine untergeordnete Bedeutung. Die wohlwollende Haltung der meisten Staaten gegenüber der Diversifikation äussert sich zunächst darin, dass im Prinzip keine vorgängige Bewilligung dafür eingeholt werden muss. Der Bauer kann weitgehend frei und eigenständig bestimmen, in welche Bereiche er diversifizieren will. In Italien muss der Landwirt immerhin die produktive Bestimmung des Bodens bewahren. Auch bedarf es, sofern gepachtete Gebäude oder Pachtland für Diversifikationen eingesetzt werden sollen, in der Regel der Zustimmung des Verpächters.

versifikation gibt es. Dies gilt vor allem für den belgischen Bericht, der geltend macht, die Diversifikation sei mit einer Reihe von Nachteilen und Risiken ver-

Staatliche Hilfen für die Diversifikation treten in verschiedenen Formen in Erscheinung. Genannt werden: • Gewährung von Investitionskrediten oder Zinsverbilligung von Investitionskrediten. • Beratungsleistungen. • Befreiung der landwirtschaftlichen Betriebe von der Einhaltung der Vorschriften für die ausserlandwirtschaft7-8 2010 · UFA-REVUE


AGRARRECHT IN EUROPA 1 MANAGEMENT bunden. Erwähnt werden die zusätzliche Verschuldung, um Investitionen zu finanzieren sowie mangelnde Kenntnisse in den neu aufzubauenden Aktivitätsbereichen. Vorzuziehen wäre nach dieser Auffassung, wenn sich Produktionsund Verarbeitungsstufe besser abstimmen und nach Synergien suchen würden, um die Existenzbedingungen für die landwirtschaftliche Produktion zu verbessern. In mehreren Berichten wird betont, dass die Möglichkeiten der Diversifikation nicht zuletzt von der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung und -lage abhängen. In einer angespannten oder sogar rezessiven Wirtschaftsphase ist die Diversifikation schwieriger zu realisieren als in Zeiten der Hochkonjunktur. Die Diversifikation kann Strukturbereinigungen in der Landwirtschaft nicht überflüssig machen. Wo Klein- und Kleinstbetriebe vorherrschen, wie in Polen und Rumänien, wird eine mehr oder

weniger ausgeprägte Konzentration unabdingbar sein. Die Diversifikation der landwirtschaftlichen Betriebe in nichtlandwirtschaftliche Bereiche stösst bei den betroffenen Wirtschaftszweigen (Gastgewerbe, Hotels, Gewerbetreibende) zum Teil auf Vorbehalte und Widerstand. So wird geltend gemacht, die Befreiung der Landwirtschaft von der Einhaltung der branchenspezifischen Anforderungen (Fähigkeitsausweis, Respektierung der Raumordnung und Zonenplanung) führe zu Wettbewerbsverzerrungen. Dieser Problematik wird in der Schweiz mit dem Raumplanungsgesetz Rechnung getragen.

Hindernisse Die Diversifikation ist agrarpolitisch zwar erwünscht, aber nicht problemlos durchführbar. Die interessierten Bauern sind oft in einem fortgeschritteneren Alter und fühlen sich von einer Diversifikation überfor-

Internationaler Agrarrechtskongress Zum 25. Agrarrechtskongress trafen sich 2009 in Cambridge (GB) Theoretiker und Praktiker aus 18 Ländern. In Form von Länderberichten tauschten sie Informationen zum Agrarrecht aus. Damit leisten die Teilnehmer einen wichtigen rechtsvergleichende Beitrag zur Entwicklung des Rechts des ländlichen Raums in Europa und auf weltweiter Ebene.

Vergleicht man die Diversifikationsstrategien der Landwirtschaft mit jenen von anderen Berufen, so erstaunt die Vielfältigkeit. Biomasse verwerten, Agrotourismus, Direktvermarktung fordern jedoch ihren Tribut.

dert. Oft fehlt die nötige Ausbildung. Auch kann der Wettbewerb im gewählten Wirtschaftssektor intensiv sein und der Markteinritt ist schwierig. Die Diversifikation setzt teilweise hohe Investitionen voraus und kann eine zusätzlichen Verschuldung zur Folge haben, vor allem wenn sich die Rentabilitätserwartungen nicht erfüllen. Oft unterstehen die diversifizierten Aktivitäten teilweise anderen steuerrechtlichen Vorschriften als die landwirtschaftliche Produktion, was den administrativen Aufwand erhöht. Diversifikation in Richtung Direktvermarktung von Produkten kann Konflikte mit Abnehmern verursachen. Durch die Diversifikation kann das Haftungsrisiko steigen, was einen zusätzlichen Bedarf nach Versicherungen auslöst. Schliesslich kann eine ausgeprägte Diversifikation auch zum Aussscheiden aus der Landwirtschaft führen.

Fazit Diversifikation eines Bauernbetriebs in nicht-landwirtschaftliche Bereiche ist eine Möglichkeit zur Existenzsicherung, vor allem für Kleinbetriebe. Neben Ertragschancen gibt es Risiken. Zu nennen sind der Investitionsbedarf für die Diversifikation, die Unsicherheit mit Bezug auf die Zusatzerträge sowie fehlende Fachkenntnisse für die neuen Betriebszweige. Nicht zuletzt ist die Diversifikation unter agrarpolitischen Aspekten ambivalent. Durch die Sicherung von bestehenden Betrieben werden Restrukturierungs- und Konzentrationsprozesse in der Landwirtschaft abgebremst. 䡵

Autor Dr. Paul Richli ist Agrarrechtsprofessor an der Universität Luzern und Generaldelegierter des europäischen Komitees für Agrarrecht (Comité européen de droit rural/ C.E.D.R.). In der nächsten UFA-Revue stellt er die bäuerlichen Rechtsformen in Europa dar.

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UMFRAGE MANAGEMENT

Lohnarbeiten: Gut gemacht! Gut drei Fünftel der Landwirte lassen Erntearbeiten im Futterbau durch Lohnunternehmen oder andere Drittpersonen durchführen. Wie zufrieden sind diese Bauern mit ihrem Lohnunternehmer? Das wollte die UFA-Revue in einer repräsentativen Telefonumfrage in Erfahrung bringen. Es zeigte sich, dass knapp drei Viertel (72 %) der Befragten angeben, dass sie mit den durchgeführten Arbeiten sehr zufrieden sind. Gut ein Viertel (27 %) gab sich ziemlich zufrieden und lediglich 1 % äusserte weniger zufrieden zu sein. Diese hohe Kundenzufriedenheit erstaune ihn nicht, erklärt auf Anfrage der UFA-Revue der Lohnunternehmer Fritz Hirter.

Hirter ist Präsident von Agro Lohnunternehmer Schweiz. Dieser Dachvereinigung sind über 260 Lohnunternehmer angeschlossen, die sich mit grossem Einsatz für die Bauern engagieren. «Wir engagieren uns nach bestem Wissen und Gewissen und es freut uns, dass die Bauern zufrieden mit uns sind», erklärt Fritz Hirter und nimmt auch Stellung zur Frage, ob der Lohnunternehmer zu teuer sei. Denn spontan äusserten in der Telefonbefragung einige Landwirte, dass sie nur einen Teil der anfallenden Erntearbeiten im Futterbau durch Drittpersonen durchführen lassen, weil der Lohnunternehmer zu teuer sei. Weiter wurde auch

auf Terminprobleme und den damit verbundenen Zeitdruck hingewiesen. Viele Betriebe in der Schweiz seien zu klein, als dass eine eigene Mechanisierungskette ausgelastet wäre, sagt Hirter und fährt fort: «Betriebswirtschaftlich ist in den meisten Fällen ein Lohnunternehmer immer günstiger als eine Eigenmechanisierung. Insbesondere da heute für viele Maschinen spezielle Fachkenntnisse erforderlich sind.» Termine seien eine Frage der Organisation und der Kommunikation. Vor allem bei ungünstigen Wetterverhältnissen sei das manchmal eine Bewährungsprobe in der Partnerschaft Landwirt und Lohnunternehmer. 䡵

Wie zufrieden sind Sie mit Ihrem Lohnunternehmer?

Die aktuelle repräsentative Umfrage wurde vom Marktforschungsinstitut TransferPlus AG in Stansstad im Auftrag der UFA-Revue im Juni 2010 durchgeführt. Wollen Sie sich auch zur Monatsfrage äussern? Die nächste Fragestellung ist auf www.ufarevue.ch aufgeschaltet.

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sehr zufrieden

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ziemlich zufrieden

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weniger zufrieden Basis nebenstehender Grafik: 62 % jener 300 Befragten, die Erntearbeiten von Lohnunternehmern durchführen lassen.

gar nicht zufrieden

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MANAGEMENT

Schöne Lage, schwieriges Bauen ABBRECHEN UND NEU BAUEN In der Landwirtschaftszone lässt sich der Traum vom neuen Eigenheim nicht immer ganz einfach verwirklichen. Aber ein gut vorbereitetes und vor allem begründetes Baugesuch ebnet den Weg. Es lohnt sich, Bauprojekte mit einem erfahrenen Fachplaner zu besprechen.

Wenn es darum geht ein altes Gebäude durch ein neues zu ersetzen braucht es an vielen Orten auf dieser Welt nur eine einzige Voraussetzung für dieses Vorhaben: Einen gut gefüllten Geldbeutel – respektive, einen ansehnlichen Betrag auf dem Bankkonto. Wer nun aber hierzulande Wohneigentum in der Landwirtschaftszone besitzt und sich mit dem Gedanken trägt neu zu bauen, muss Vater Staat dazu befragen. In der Schweiz mit der enorm dichten Besiedlung muss das Neu-Bauen geregelt werden.

Besitzstandsgeschützt In den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts begann sich eine heillose Zersiedelung in den ehemals landwirtschaftlich geprägten Regionen der Schweiz abzuzeichnen. Die neu geschaffenen Raumplanungsämter bekamen die Aufgabe zugeteilt, eine Trennung von Baugebieten und Nichtbaugebiet zu schaffen. Nur so konnte eine Konzentration der – wegen dem Bevölkerungswachstum unvermeidlichen – grossen Bautätigkeit auf die ausgewiesenen Bauzonen erreicht werden. Diese Trennung erfolgte am 1. Juli 1972 zusammen mit der Einführung des Gewässerschutzgesetzes, welches auch die Siedlungskanalisationen in die «richtigen Bahnen» einzuleiten begann. Festgehalten wurde: Bauten, die vor diesem 1. Juli 1972 zonenfremd (als Wohnhäuser in der Landwirtschaftszone) erstellt wurden, dürfen bleiben, massvoll erneuert und allenfalls wieder aufgebaut werden. Man spricht hier von «Altrechtlichen Wohnbauten» oder besitzstandsgeschützten Bauten. UFA-REVUE · 7-8 2010

Zonenkonform Für in der Landwirtschaftszone gelegene Wohnhäuser (Neu- und Umbauten) gilt: Diese sind gestattet, wenn das Wohnen einem landwirtschaftlichen Gewerbe dient, und wenn es arbeitstechnisch zwingend erforderlich ist, dass der Landwirt auf dem bewirtschafteten Hof wohnt. Das landwirtschaftliche Gewerbe ist im Artikel 7 des Bundesgesetzes über das bäuerliche Bodenrecht (BGBB) umschrieben. Diese Notwendigkeit der Anwesenheit vor Ort gilt bei Tierhaltung in der Regel als gegeben. Eine gewisse Verschärfung kann aufgrund der Bundesgerichtspraxis festgestellt werden. So kann ein Obstbauer, der in der Landwirtschaftszone sein Wohnhaus erstellen möchte, auf einen Raumplaner treffen, der diesen Neubau nicht als betriebs-

notwendig erachtet und findet, der Betriebsleiter könnte in der Bauzone wohnen und ein paar Kilometer zur Arbeit fahren.

Karl Horat

Anspruch auf Wohnraum auf dem Bauernhof haben der Betriebsleiter und dessen Familie, die abtretende Generation (sofern diese in der Landwirtschaft tätig war) und Angestellte, wenn diese gestützt auf die Berechnung der Standardarbeitskräfte (SAK) begründet werden können. Ein Neubau in der Landwirtschaftszone kann nicht mehr als gewaltig grosses Bauernhaus erstellt werden. Es gilt: Für den Betriebsleiter und seine Familie Vorher klären, was abgebrochen werden darf?

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MANAGEMENT Nachher: Mit gleichem Volumen wie das abgebrochene Haus wurde dieser Neubau realisiert.

Mindestanforderungen an ein Baugesuch • Baubewilligungsgesuch des jeweiligen Kantons, gegebenenfalls mit Zusatzformularen für Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzone. • Situationsplan (von der offiziellen Geo-Vermessung). • Projektpläne (Grundrisse / Schnitt / Ansichten), in der Regel im Massstab 1 : 100. • Vollständige Angaben zu den bereits bestehenden Wohnräumen (inklusive Bauten innerhalb der Bauzone). • Bei Ersatzbauten Abbrucherklärung beilegen. • Begründungen, zum Beispiel wieso es sich um ein besitzstandsgeschütztes Wohnhaus handelt.

stehen, je nach Kanton, unterschiedliche Flächen zur Verfügung. Im Kanton Uri sind dies für den Betriebsleiter maximal 180 m2 Bruttogeschossfläche (Gebäudefläche inklusive der Wände). Der abtretenden Generation stehen maximal 100 m2 BGF und Angestellten 50 m2 BGF zu, sofern der Betrieb mindestens 2.5 SAK zählt. Unterm Dach zählen BGF-Quadratmeter ab einer Raumhöhe von 1.50 Meter.

Ersatz Bei besitzstandsgeschützten Bauten ist ein Ersatzbau realisierbar. Hingegen ist bei allen anderen ein Bedarf durch den Landwirtschaftsbetrieb nachzuweisen, ansonsten ist der Ersatzbau nur mit Goodwill der Verwaltung zu realisieren. Wer ein Bauernhaus abreissen, an derselben Stelle oder in der Umgebung neu bauen möchte, sollte als erstes klären, ob es sich hier um eine geschützte Zone oder um ein erhaltenswertes Gebäude handelt. Wenn die Gebäude18

gruppe oder das Haus in einem solchen Inventar aufgeführt sind, dürften einschneidende Einschränkungen und Bauvorschriften das geplante Vorhaben erschweren oder gar verunmöglichen.

Inventare schützenswerter Häuser und Gebäudegruppen sind keine Schikane an die Adresse der Eigentümer. Ein formvollendetes, altehrwürdiges Bauernhaus, das vor etlichen Generationen nach dem besten, damaligen Wissen und handwerklichen Können erstellt wurde und das noch immer seine Aufgabe erfüllt, hat seine Berechtigung zum Weiterleben als Zeuge einer anderen Zeit. Denkmalpfleger sagen gerne: «Nicht wir bestimmen, was Erhaltenswert ist, das Haus selber sagt dies.» Wenn es ums Einrichten von ins alte Haus passenden, neuen Bädern, WC und Küchen geht, beraten Denkmalpfleger gerne und können in gewissen Fällen sogar Kostenbeteiligungen zusagen.

Identität und Wesensgleichheit Der Umbau und auch der Abbruch und Wiederaufbau eines Hauses sind leichter bewilligungsfähig, wenn die Bauvorhaben sowohl in Grösse und Erscheinung als auch in der Nutzungsart der ursprünglichen Baute im Wesentlichen entsprechen. Das noch bestehende und das geplante Bauwerk sollten bezüglich

Lage, äusserer Erscheinung und innerer Ausgestaltung als wesensgleich beurteilt werden können. Verbesserungen sind zulässig. Positiv bewertet werden, wenn wichtige Gebäudemerkmale wie der Kubus (Dachneigung, Grundfläche und Firsthöhe) sowie die Ausrichtung übernommen werden. Auf das Material wird Wert gelegt, also gleiche oder ähnliche Eindeckungen, Fassadenverkleidungen und Fassadenöffnungen. Auch die Umgebungsgestaltung wie Zufahrt, Baumbestand und Bepflanzungen wie auch Parkmöglichkeiten werden angeschaut und sollten nicht allzu sehr von der alten Anordnung abweichen. Die Erweiterung der Wohnflächen innerhalb von alten Gebäuden wird in der Regel um 60 % genehmigt. Ein Anbau als Erweiterung darf maximal 30 %, beziehungsweise maximal 100 m2, betragen, falls es sich um altrechtliche Bauten handelt.

Paralandwirtschaft Die Raumplanung ist nicht stur und unbeweglich. So können seit dem 1. September 2007 Ökonomiegebäude in nicht mehr ausschliesslich landwirtschaftlich genutzten Liegenschaften durch andere Zwecke, zum Beispiel für die hobbymässige Tierhaltung, verwendet werden. Der Paralandwirtschaft wurde ein Türchen geöffnet. Es besteht die Möglichkeiten, Energie (Solarenergie, Biomasse) zu gewinnen und Dienstleistungen auf dem Bauernhof anzubieten. Leerstehende Räume können gewerblich als Lagerräume genutzt werden. Auch sind AgroTourismus und Agro-Gastgewerbe in dieser kleinen Revision des Raumplanungsamtes legalisiert worden. 䡵

Autor Karl Horat ist Bauleiter im landwirtschaftlichen Bau- und Architekturbüro (LBA) in Küssnacht am Rigi (SZ). LBA sind ein Dienstleistungsbereich des schweizerischen Bauernverbands und haben sich auf das Bauen ausserhalb der Bauzone spezialisiert. Die sieben Regionalbüros sind in Brugg (AG), Heiligenschwendi (BE), Küssnacht a. R., Meikirch (BE), Naters (VS), Trimmis (GR) und Weinfelden (TG) zu finden. www.lba.ch

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KURZMELDUNGEN LANDTECHNIK Stabwechsel beim Case-Steyr-Center Per Ende Juli dieses Jahres wird Thomas Frey (auf untenstehendem Bild rechts) die Vertriebsleitung des Case-Steyr-Centers in Niederweningen aufgeben und als Vertriebsund Marketingleiter zum Claas-Importeur Serco-Landtechnik nach Oberbipp wechseln. Als sein Nachfolger und neuer Verantwortlicher für das Case-Steyr-Center hat Bucher Landtechnik Patrik Busslinger

verpflichtet. Patrik Busslinger war zuvor im Kundendienst des CaseSteyr-Centers tätig und kennt durch diese Tätigkeit sowohl den Betrieb, als auch die Marken «Case IH» (Traktoren und Erntetechnik), «Steyr» (Traktoren) und «Hydrac» (Frontlader und Anbaugeräte für den Kommunaleinsatz) schon bestens. Er hat seine neue Aufgabe bereits per 1. Mai 2010 aufgenommen.

Korrigenda

Kapazitätsausbau bei Fendt

Irrtümlicherweise wurde im Beitrag über das 3. Steyr-Treffen (UFA-Revue 6/2010, Seite 35) in der Infobox irrtümlich ein Zusammenhang von Weidemann-Produkten und dem

Der Agco-Vorstand hat kürzlich den Startschuss für den Bau der Endmontage in Marktoberdorf und die gesamte Umsetzung der Investitionen im Rahmen des Fendt «ahead2»-Projekts an den deutschen Fendt-Standorten Marktoberdorf und Asbach-Bäumenheim gegeben. Damit wird das bisher grösste Einzelinvestitionsprojekt von Agco in Höhe von rund 172 Mio. Euro, verbunden mit einer Ausweitung der Produktionskapazität auf 20 000

Case-Steyr-Center hergestellt, was verschiedentlich zu Missverständnissen geführt hat. Die UFA-Revue entschuldigt sich für diesen Fehler und stellt hiermit klar, dass die Weidemann-Produkte nach wie vor bei Bucher Landtechnik AG im Bereich Landmaschinen angesiedelt sind, wogegen das Case-Steyr-Center die Produktpalette der Marken «Case IH» und «Steyr» vertreibt.

Rapid auf Wachstumskurs Die Rapid Gruppe ist im ersten Halbjahr 2010 auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Das Industriegeschäft (dank der Innovation des Bergmähers «Rex») hat wieder spürbar angezogen.

Traktoren, fortgesetzt. 2008 erreichte Fendt mit über 15 000 Einheiten den bisherigen Höchststand in der Traktorenproduktion.

Plantahof Feldtag «Futterbau» Am Donnerstag, 5. August 2010, findet ab 9 Uhr ein Feldtag zu den Themen Kunstfutterbau mit Ansaatund Übersaattechnik, Mischungswahl, Zwischenfutter und Stoppelbearbeitung statt. Weitere Informationen unter www.plantahof.ch.

Mehr Grip mit «Gripker» Die zur Michelin-Gruppe gehörende Reifenmarke «Klebér» bringt den Reifen «Gripker» auf den Markt. Mit diesem Reifen der 65er-Serie, für

Traktoren von 80 bis 180 PS konzipiert und optimal für den Einsatz in Misch- sowie Viehzuchtbetrieben abgestimmt, wird die Serie «Super 11L» ersetzt. Das spezielle Profil und die breite Aufstandsfläche des UFA-REVUE · 7-8 2010

«Gripker» sorgen mit der gleichmässigen Druckverteilung für eine geringe Verdichtung des Bodens. Die Profilstollen sind im Schulterbereich abgerundet, was nicht nur Boden und Grasnarbe schont, sondern das ungewollte Entwurzeln von Jungpflanzen verhindert. Darüber hinaus trägt die spezifische Stollenform zur Verbesserung der Selbstreinigungseigenschaft des neuen Reifens gegenüber seinem Vorgängermodell bei. Als klassisches Stilelement verfügt der Reifen über drei Zwischenstollen am Profilgrund. Zudem wird mit dem «Gripker» eine bessere Traktion erzielt, was vor allem beim Pflügen Zeit und Kraftstoff spart. Der neue Reifen ist für eine Ge-

schwindigkeit bis zu 65 km/h freigegeben (Index «D») und komplettiert das Angebot von Klebér in der wichtigen Serie 65. Dieses Reifensegment verzeichnet enorme Zuwachsraten, legte doch der Markt für diese Serie europaweit in den Jahren 2000 bis 2008 um rund 70 % zu. Ab Juni 2010 ist der «Gripker» im Fachhandel in fünf, gegen Ende Jahr dann in 13 Grössen verfügbar: 440/65R24, 540/65R34, 480/65R24, 600/65R34, 540/65R24, 540/65R38, 440/65R28, 600/65R38, 480/65R28, 650/65R38, 540/65R28, 650/65R42, 540/65R30.

Innovative Forstprodukte prämiert Mitte Juli fand in München die internationale Messe für Forstwirtschaft und Forsttechnik «Interforst» statt. Stand bei der letzten Austragung vor vier Jahren die Biomasse als Energieträger im Zentrum, war es heuer das Segment «Arbeitssicherheit», zumindest dominierte dieses Thema die Liste der Neuheiten. Zwölf davon wurden mit den begehrten Innovationsmedaillen des Kuratoriums für Waldarbeit und Forsttechnik ausgezeichnet. Innovationsmedaillen gingen an die Firma HSM für ein Energiespeichersystem im Harvester «HSM 405H2» sowie an die Firma Stihl für die neue Motorsäge «MS 261» und für ein Multifunktionswerkzeug für alle Wartungsarbeiten an der Motorsäge. Haas Maschinenbau erhielt für einen neuartigen Direktantrieb für Rückezug und Harvester mit einem Gummielementband eine Auszeichnung. Guntamatic Heiztechnik wurde für einen leistungs- und feuerungsgeregelten Beistellkessel und HSG Bavaria für eine Heizbox ausgezeichnet. Prämiert wurden ebenso die Firma Teufelberger für ein neues Seilprogramm sowie die Firma Werner für den Forstspezialtraktor mit Drehkabine und SCR-Motorentechnologie «WF trac 2010» . Biastec KG bekam für ein Anti-Kipp-System für Traktoren mit Funkseilwinden eine Auszeichnung. Prämiert wurden das Unternehmen Pfanner Schutzbekleidung für einen speziellen Forsthelm mit Gesichts- und Gehörschutz als Integral-Lösung und das Gemeinschaftsprojekt «Ribade» für ein Forstwindenprüfsystem. Schliesslich ging eine Innovationsmedaille an BASF für ein Forstschutzverfahren gegen rindenbrütende Insekten.

Tagesaktuelle Neuigkeiten www.ufarevue.ch 21


PRAXISTEST KNOW-HOW

Direkt, nordisch und stufenlos VALTRA «N142 DIRECT» Vor zwei Jahren stellte Valtra sein selbst entwickeltes, stufenloses Getriebe vor. Es arbeitet mit vier Fahrbereichen, die vom Fahrer entsprechend den Einsatzbedingungen gewechselt werden können, so dass man immer mit optimalem Wirkungsgrad arbeiten kann.

Steckbrief Valtra «N142 direct» Motor: 4.9l, wassergekühlter 4-Zylinder Motor von Agco-SisuPower mit Commonrail, Turbolader und Ladeluftkühler. 150 PS Nennleistung, 160 PS mit Transportboost (nach ISO). 230 l Tankinhalt. Getriebe: stufenloses Getriebe mit vier Fahrbereichen und drei Fahrmodi, elektrohydraulische Wendeschaltung. Zapfwelle: 540, 540 E, 1000. Weg- und Frontzapfwelle auf Wunsch. Hydraulik: Autocontrol D mit Schwingungstilgung (EHR). Maximale Pumpenleistung: 115 l/min (auf Wunsch 160 l/min). 4 Zusatzsteuerventile, 1 on-offVentil. Hubkraft: 8100 kg (Heck), 3500 kg (Front). Masse: Leergewicht: 5350 kg, zulässiges Höchstgewicht: 10 000 kg, Radstand: 2565 mm, Höhe: 2945 mm, Wendekreis: 4750mm. Herstellerangaben 22

Für den ersten Praxistest eines Traktors von Valtra mit stufenlosem Getriebe hat die UFA-Revue das Modell «142» aus der N-Serie des finnischen Traktorenbauers ausgewählt. Diese Serie verkörpert die eigentliche Produktionsphilosophie von Valtra, werden doch die wesentlichen Komponenten wie der Motor (Sisu), die Hinterachse, die Kabine, der Antriebsstrang und das Getriebe firmenintern entwickelt und gefertigt.

Fahrbereiche

Insbesondere das stufenlose Getriebe – mit optionaler Wegzapfwelle – hat es in sich, ist es doch auf Basis einer 5-stufigen Lastschaltung («Versu»-Modelle) konstruiert, in dem man den einzelnen Schaltpunkten quasi eine hydrostatische Einheit überstülpte. Die Ingenieure sprechen denn auch von «Sweet Spots», von acht Punkten mit höchster mechanischer Effizienz bei diesem Getriebe. Statt vier Gruppen wie bei der Lastschaltung gibt es vier Fahr- oder Geschwindigkeitsbereiche, wobei jeder dieser Bereiche bei 0km/h beginnt und per Knopfdruck gewechselt werden kann. Valtra empfiehlt den Bereich «A» (0 – 9 km/h) für schwere Zugarbeiten oder dort, wo eine höchst präzise Geschwindigkeitsanpassung notwendig ist. Der Bereich «B» ist für den Feldeinsatz prädestiniert (Aussaat, schnelle Bodenbearbeitung bis zu verschiedenen Einsätzen bei der Futterernte, 0 – 18 km/h). Für Transportarbeiten im Feld ist der Fahrbereich «C» ideal (0 – 27 km/h) und beim Strassentransport eignet sich der Bereich «D» (0-40km/h). Die

Externe Bedienung von Zapfwelle, Hubwerk und Steuerventilen.

Bedienarmlehne mit Monitor und Hebeln für die Getriebesteuerung.

Höchstgeschwindigkeit wird jeweils bereits bei 1600 Umin erreicht.

halten, indem die Motordrehzahl variiert wird. Im halbautomatischen Modus steuert das Fahrpedal wie gewohnt die Motordrehzahl. Über der Fahrhebel wird die Getriebeübersetzung im Verhältnis zur Motordrehzahl variiert: Je weiter man den Hebel nach hinten zieht, desto höher muss der Motor drehen, damit die gewünschte Geschwindigkeit erreicht wird. Letztlich gibt es

Fahrmodi Neben den Fahrbereichen kann auch der Fahrmodus gewechselt werden. Im Automatik-Modus wird jeweils die grösstmögliche Übersetzung gewählt und so der Treibstoffverbrauch optimiert. Die gewünschte Fahrgeschwindigkeit wird aufrechter-

Der Valtra «N142 direct» arbeitet mit vier Fahroder Geschwindigkeitsbereichen und drei Fahrmodi.

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PRAXISTEST KNOW-HOW

Blick auf das Heck mit dem Hubwerk und den Steuerventilen.

auch noch einen manuellen Modus. Dabei wird das Getriebeübersetzungsverhältnis ausschliesslich über den Fahrhebel gesteuert. Es gibt keine automatische Funktionen, jedoch hält der Traktor an, wenn man das Bremspedal betätigt. Bei vielen Zapfwellenarbeiten kann die Fahrgeschwindigkeit einfach mit dem Fahrhebel eingestellt werden.

Wendeschaltung

Um die Fahrtrichtung zu wählen, wird der Wendeschalthebel aus der Parkposition (Fest-

stellbremse) und entweder in die Vorwärts- oder Rückwärtsstellung geschoben. Wird der Wendeschalthebel in die mittlere Position bewegt, befindet sich das Getriebe in der Neutralstellung. Von der mittleren Position nach unten, kann wieder in die Parkposition gewechselt werden. In dieser Position sinkt die Motordrehzahl auf Kraftstoff sparende 650 Umin. Die «direct» Modelle verfügen über das Wendegetriebe «Valtra Power Shuttle», das in beiden Fahrtrichtungen die gleiche Leistung überträgt. Über einen Schalter lässt sich die Geschwindigkeit in die eine Richtung reduzieren, ohne jedoch jene in die andere Richtung zu beeinträchtigen.

Als Motor kommt ein 4.9-l-Aggregat von Sisu mit Commonrail-Einspritzung, vier Zylindern und vier Ventilen pro Zylinder zum Einsatz. Die Nennleistung (nach ISO 14 396, bei 2200 Umin) beträgt 150 PS. Die maximale Leistung wird mit 154 PS angegeben (mit Transportboost 160 PS). Das maximale Drehmoment von 600 Nm wird bei 1500 Umin erreicht.

Hubwerk und Hydraulik Die Maximalleistung der elektronisch gesteuerten Load-sensing Arbeitshydraulik beträgt 115 l/min (optional 160 l/min). Die Ölkreisläufe für das Getriebe und die Hydraulik sind getrennt, zwischen den Kreisläufen findet gar ein Wärmeaustausch statt, sodass das kalte Hydrauliköl vom Getriebeöl erwärmt und im Gegenzug bei Strassenfahrten das heisse Getriebeöl gekühlt wird. Bis zu vier Steuerventilen mit Zeit- und Mengensteuerung sind im Heck verfügbar, dazu noch zwei on-off-Ventile. Für die maximale Arbeitsleistung gibt es optional auch Power-Beyond-Kupplungen am Heck. Frontseitig stehen auf Wunsch zwei oder drei Steuerventile zur Verfügung. Das Hubwerk ist elektronisch geregelt, eine Schwingungsdämpfung gehört zum Serienumfang. Ebenfalls serienmässig ist die Radar-Schlupfregelung in Verbindung mit dem Autocontrol-Hubwerk. Die Hubkraft im Heck beträgt 8100 kg. Bei der Zapfwelle gibt es zwei Geschwindigkeiten, nämlich 540 beziehungsweise 540 E und 1000. 䡵

Praxisstimmen zum Valtra «N142 direct» Walter Fleischli und Hans Ochsner aus Oberhallau (SH) haben schon seit zwanzig Jahren Traktoren im gemeinsamen Besitz. In den letzten knapp zehn Jahren war es ein Valmet «6400», mit dem über 9000 Stunden gearbeitet wurde. Neben der Landwirtschaft kam dieser Traktor im Sommer beim Strassenbau und im Winter bei der Waldarbeit zum Einsatz. Da sie mit diesem Modell stets zufrieden waren, kam für sie bei der Neuanschaffung eigentlich nur die (Nachfolge-)Marke «Valtra» in Frage. Als Valtra im letzten Jahr mit der stufenlosen Getriebetechnik auf den Markt kam, haben sie ein Vorführmodell ausprobiert und später – nach längerer Diskussion über die bei Valtra mögliche Farbwahl – einen in roter Farbe gehaltenen «N142 direct» gekauft. Mittlerweile wurden rund 250 Stunden absolviert. «Zu kurz für eine umfassende Analyse, aber ausreichend für eine erste Einschätzung», betont Walter Fleischli. Er und Ochsner waren sich zuerst etwas unschlüssig, ob sie das Modell «N122» oder «N142» kaufen wollten, haben sich dann aber für letzteres entschieden: «Rein für die UFA-REVUE · 7-8 2010

landwirtschaftlichen Belange hätte der ‹N122› gereicht, im Forst, insbesondere aber im Strassenbau können wir die zusätzlichen PS nun gut gebrauchen». Der weiss eingelöste Traktor ist mit einer Luftdruck-Anlage, mit Power-BeyondKupplungen, mit Frontlader und Fronthubwerk, aber ohne Frontzapfwelle ausgestattet. Im Sommer wird die Maschine vorwiegend im Strassenbau (Fräsen, Planieren, Vibrieren etc.) eingesetzt, wo das stufenlose Getriebe seine Vorzüge voll ausschöpfen kann. Im Winter kommt der Traktor dann im Wald mit Seilwinde, Kranwagen, Frontlader und Frontpolter zum Einsatz. Hier hätte sich vielleicht die ab Werk verfügbare Rückfahrteinrichtung aufgedrängt, was nach reiflicher Überlegung dann aber fallen gelassen wurde. In der Landwirtschaft werden mit dem «N142 direct» Arbeiten wie Säen, Pflügen, Eggen und Transporte ausgeführt. Die gemachten Erfahrungen sind positiv. «Die Leistung überzeugt, der Komfort mit der gefederten Kabine und Vorderachse stimmt und die Bedienung über die Armlehne und Konsole ist ergonomisch». Besondere Erwähnung

Hans Ochsner, Felix (Sohn) und Walter Fleischli. Autor Dr. Roman Engeler, UFA-Revue, 8401 Winterthur findet aber das im Vergleich zu anderen Traktoren ideale Gewichtsverhältnis zwischen Vorder- und Hinterachse. «Wir brauchen so für all unsere Einsätze gar kein Frontgewicht». Als kleine Nachteile werden die nicht einklappbaren Rückspiegel und die Platzierung der Werkzeugkiste genannt («man muss immer um den Traktor herum laufen»). Den Tank hätte man gerne in einer Stahl-Ausführung gehabt (Arbeit im Wald), doch wäre das dadurch reduzierte Volumen ein zu grosser Nachteil gewesen.

In loser Folge publiziert die UFA-Revue unter dem Titel «Praxistest» Berichte über landwirtschaftliche Maschinen. Die Interviewpartner, respektive Eigentümer dieser Maschinen, werden jeweils in Zusammenarbeit mit den entsprechenden Herstellern oder Importeuren ausgesucht.

Das abschliessende Fazit von Walter Fleischli und Hans Ochsner: «Wer einmal einen Stufenlosen fährt, der wird später kaum mehr auf ein Schaltgetriebe wechseln».

www.gvs-agrar.ch

INF BOX INFO

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Fronthydraulik und Frontzapfwelle auf Wunsch Netto Fr. 5’000.–.

E S I E R P E I R E S OHNE E G Ä L H C S U Z

* Die Ausrüstung SERIE bezieht sich auf das Modell XB MAX 85 GS DT E3 in Version D. Der XB MAX 85 LS ist mit einer einfacheren Ausrüstung und ohne Powershuttle-Wendegetriebe ausgerüstet.

Fr. 59’000.– Gültig bis Bestellungseingang

24 Same

31. Juli 2010.

Deutz-Fahr Schweiz AG s 9536 Schwarzenbach s Pfattstrasse 5 s Telefon 071 929 54 50 s www.samedeutz-fahr.ch 078 2010 · UFA-REVUE


LANDTECHNIK

«Agrofarm» nun stufenlos SAME DEUTZ-FAHR hat einiges in die neue Baureihe «Agrofarm TTV» investiert, insbesondere in die Entwicklung des eigenen, stufenlosen Getriebes. Kein Wunder also, dass bei der Präsentation der beiden Modelle «Agrofarm TTV 420» und «430» von einem Meilenstein in der Geschichte des Unternehmens die Rede war. Dieses Getriebe soll zudem Basis für weitere Eigenentwicklungen in höheren PS-Klassen sein.

kann der Fahrer den Traktor im «Heavy Duty»-Modus fahren. Ausserdem haben die «Agrofarm TTV» eine aktive Stillstandsregelung, über die der Traktor ohne die Betriebsbremse gebremst, im Stillstand gehalten und ohne Betätigung der Kupplung wieder über das Fahrpedal beschleunigt werden kann. Ebenfalls neu ist die Federspeicher-Parkbremse, die wie beim Lastwagen Bedienkomfort und hohe Sicherheit bietet.

Bereits an der letzten Agritechnica stellte Same Deutz-Fahr einen Prototypen der neuen Baureihe «Agrofarm TTV» vor. Nun gehen die beiden Modelle dieser Baureihe, der «Agrofarm TTV 420» und «Agrofarm TTV 430» mit Leistungen von 99, respektive 109 PS (Maximalleistung nach 2000/25 EC), in die Serienfertigung und werden gegen Ende Jahr verfügbar sein, dann auch in den Marken Same als «Silvrer-3 continuo» und als Hürlimann «XT v-drive».

Elektronisch geregelte Motoren von Deutz, mit vier Zylindern und Ladeluftkühlung, sorgen für den Antrieb der Traktoren. Ausgestattet mit einer modernen Hochdruckeinspritzung und Einspritzdrücken bis zu 1400 bar bieten die Motoren eine effiziente Kraftstoffausnutzung und einen guten Wirkungsgrad. Das maximale Drehmoment liegt bei 380/400 Nm (bei einem Anstieg von 30 %) und wird über einen Bereich von 1400 bis 700 Umin konstant gehalten. Der Motor ist für den Betrieb mit Biodiesel freigegeben, allerdings halbiert sich dann das Intervall des Motorölwechsels.

Getriebe Das von Same Deutz-Fahr selbst entwickelte, stufenlose Getriebe hat zwei Arbeitsbereiche. Nahezu 100 % der Antriebsleistung sollen dabei mechanisch übertragen werden, so dass der hydrostatische Anteil auf ein Minimum reduziert und ein maximaler Wirkungsgrad ohne grosse hydraulische Verluste bei niedrigen Geschwindigkeiten erreicht wird. Das Getriebe ermöglicht zudem ein Erreichen der maximalen Höchstgeschwindigkeit von UFA-REVUE · 7-8 2010

Über diese in die rechte Armlehne integrierte Bedienung werden Motor und Getriebe gesteuert.

Die Hubkraft des Heckkrafthebers – mit EHR – beträgt bis zu 6200 kg (in Serienausführung allerdings 5300 kg). Als Option gibt es einen integrierten, doppeltwirkenden Frontkraftheber mit einer Hubkraft von bis zu 1800 kg und eine Frontzapfwelle mit 1000 Umin. Bei

Tabelle:

Die Wendeschaltung kann hydraulisch in fünf Stufen eingestellt werden.

40 km/h bei einer Motordrehzahl von 1800 Umin. Für die verschiedenen Einsatzbereiche verfügt das Getriebe über drei Fahrstrategien. Neben dem AutomatikModus gibt es einen speziellen Arbeitsmodus für Zapfwellenarbeiten, der sich automatisch beim Aktivieren der Zapfwelle zuschaltet, und einen manuellen Modus. Das Getriebe ermöglicht zudem eine mechanische Untersetzung. Ist beispielsweise bei Pflugarbeiten eine besonders hohe Zugkraft notwendig, dann

Technische Daten zum «Agrofarm TTV»

Modell Zylinder/Hubraum (ccm) Nennleistung (PS, 2000/25 EC) Maximale Leistung Drehmoment (Nm) Hubkraft (kg) Länge mit Unterlenker (m) Höhe (m) Leergewicht (kg) Zulässiges Gesamtgewicht

420

430 4/4038

95 99 380

102 109 400

5300–6200 4.15 2.73 (mit Klimaanlage 2.79) 4825 7500

der Zapfwelle stehen drei Geschwindigkeiten (mit proportional moduliertem Anlauf) zur Verfügung, wahlweise 540/540E/1000 oder 540/540E/Wegzapfwelle. Dank des Einschlagwinkels von 55° beträgt der Wenderadius 3.55 m. Schwenkbare Frontkotflügel werden serienmässig geliefert ebenso wie eine Vierradbremsanlage und die 25


LANDTECHNIK tung) direkt auf der Multifunktionsarmlehne geschaltet. Die vier Zusatzsteuergeräte, sind elektronisch gesteuert, werden über Joystick und Einzelhebel reguliert, wobei die Steuergeräte drei und vier neben der Mengensteuerung zusätzlich über eine Zeitprogrammierung verfügen. Interessantes Detail: Dank des «Flow Sensing»-Ventils gibt es keinen hydraulischen Druck, wenn dieser nicht benötigt wird. Dieses Ventil sorgt dafür, dass das Hydrauliköl stets auf dem kürzesten Weg in das Getriebe zurückgeführt wird.

elektro-hydraulisch geschaltete Differenzialsperre.

Die Kabine ist geräumig und bietet einen komfortablen Einstieg dank des verstellbaren Lenkrads. Der Beifahrersitz kann mit zwei Handgriffen zusammengeklappt und seitlich versorgt werden. Die schall- und schwingungsgedämpfte Kabine verfügt auf Wunsch über eine Klimaanlage. Serienmässig sind hingegen das aufstellbare Freisichtfenster im Dach mit Sonnenschutz und die vier integrierten Arbeitsscheinwerfer. Die Multifunktionsarmlehne, bekannt von den Deutz-Fahr Grosstraktoren, kommt nun auch beim «Agrofarm» zum Einsatz. Diese Armlehne ist mehrfach verstellbar, über die verschiedenen, farblich abgestimmten Tasten lassen sich viele Bedienvorgänge bequem und ohne Umgreifen ausführen. So befindet sich vorne links an der Armlehne die Schaltwippe des stufenlosen Getriebes, um die Geschwindigkeit zu regulieren. Unmittelbar daneben kann die EHRHeckhydraulik aktiviert und bedient werden. Auch die Drucktasten für die Front- und Heckzapfwelle sowie für die

Das Motor- und Getriebemanagement kann stufenlos eingestellt werden.

Zapfwellenautomatik sind farblich klar gekennzeichnet und griffgünstig angebracht. Da alle «TTV»-Modelle von Deutz-Fahr mit einer elektronischen Motordrehzahlregelung ausgerüstet sind, ist ein dosierbarer Handgasregler und ein Druckknopf für die abrufbare Speicherfunktion vorhanden. Zudem werden auch der Allradantrieb, die Differentialsperren und das serienmässige «ASM»-System (geschwindigkeits- und lenkwinkelabhängige Allrad- und Differentialsperren-Schal-

Marktumfeld Mit dem «Agrofarm

Der «Agrofarm TTV» im ZapfwellenModus: Wirtschaftliches Arbeiten bei konstanten Motordrehzahlen.

TTV» von Deutz-Fahr kommt nun etwas Bewegung in die Klasse um die 100PS. Für nächstes Jahr will SDF dann auch bei den Spezialtraktoren mit dem stufenlosen Getriebe präsent sein und in der Pipeline soll bereits der Lückenschluss zu den «Agrotron TTV 610/620/630» sein. Man spricht von einem «TTV» auf Basis des «Agrotron K» mit dem stufenlosen Getriebe «Eccom 1.3» von ZF. Zudem will SDF auch in den Bereich über 300PS mit einem stufenlosen Modell vorstossen.

Fazit Same Deutz-Fahr kann in einem für die Schweiz wichtigen PS-Segment – 60 % aller verkauften Traktoren in der Schweiz haben eine Leistung von 80 bis 120 PS – mit den Ausführungen «Basic» und «GS» mit mechanischem Getriebe, «Profiline» mit dreistufigem Lastschaltgetriebe sowie mit dem stufenlosen «TTV» nahezu alle Kundenbedürfnisse abdecken. 䡵

Autor Dr. Roman Engeler, UFA-Revue, 8401 Winterthur Mehr Informationen unter www.samedeutz-fahr.ch

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KNOW-HOW

Reform: 100 Jahre Fortschritt «VON GUT ZU BESSER» Der österreichische Spezialist für Berglandtechnik feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Firmenbestehen. Seit 1910 lebt das Familienunternehmen seinem Firmennamen nach, nämlich der Reform, der Innovation, der Lancierung von noch besseren Produkten.

Reform sei das Motto jener Zeit gewesen, als sein Grossvater Johann Bauer im Jahre 1910 das Unternehmen gründete, betonte Reform-Geschäftsführer Clemens Malina-Altzinger anlässlich des Gala-Abends zur 100-Jahre-Feier der Reform-Werke in Wels (A). «Die Welt befand sich im Aufbruch, die Leute sehnten sich nach innovativen technischen Lösungen, die ihnen das tägliche Leben erleichterten». Mit der Sämaschine «Welsia» kam bereits im Gründungsjahr ein landtechnisches Gerät auf den Markt. Die Reform-Werke produzierten zu jener Zeit jedoch viele andere Geräte, wie beispielsweise einen für Österreich legendären energiesparenden Backofen.

Meilensteine Entsprechend des Umfelds folgte in den Jahren nach der Gründung eine wahre Achterbahn mit zahlreichen Hochs und Tiefs. Ein rasanter Aufschwung fand in den 1950er Jahren statt. Die zweite Generation übernahm die Leitung des Unternehmens, aus einer einfachen Giesserei mit Maschinenfabrik wurde eine hochspezialisierte Fahrzeugfertigung. In diese Zeit fällt auch die Gründung der Schweizer Niederlassung Agromont AG. 1968 gelang mit dem Transporter «Muli» und seinem integrierten Gerätesystem eine bahnbrechende Entwicklung, 1977 folgte ein nächster Schritt mit dem Zweiachsmäher «Metrac», der sieben Jahre später mit dem AllradLenksystem abermals neue Massstäbe in der Berglandtechnik setzen konnte. Diese beiden Hauptprodukte von Reform, der Transporter «Muli» und der Zweiachsmäher «Metrac», wurden in der Folge stetig weiterentwickelt. So fand UFA-REVUE · 7-8 2010

beim Transporter das komfortable Einzelradfederungssystem Eingang oder die Palette der Zweiachsmäher wurde mit einer hydrostatischen Baureihe erweitert. 1999 brachte Reform mit dem «Mounty», einem Allrad gelenkten Traktor oder Hanggeräteträger, eine weitere Fahrzeugkategorie auf den Markt. Eine breite Palette von Motormähern, Sämaschinen und Bodenbearbeitungsgeräten runden das heutige Angebot ab.

Neuheiten Im Geschäftsjahr 2009 konnte Reform die neu motorisierte Serie «Metrac X« mit zwei geschalteten Modellen («Metrac G6 X» und «Metrac G7 X») sowie mit zwei hydrostatisch angetriebenen Typen («Metrac H6 X» und «Metrac H7 X») erfolgreich auf den Markt bringen. Heuer wird diese neue Serie nach unten mit dem «Metrac G5 X» und «Metrac H5 X» abgerundet. Bei den Transportern gibt es das Topmodell «Muli T9» neu mit einem Euro5-Motor. Zuwachs erhält die Baureihe der «Mounty» mit dem Modell «Mounty 100 V». Durch mehr Leistung des neuen, elektronisch geregelten Turbo-Diesel-Motors mit Intercooler, durch einen stabileren Rahmen, neue Achsen und dank höheren Hubkräften kann sich das Einsatzgebiet des neuen «Mounty 100 V» noch weiter ausdehnen. Ausblick Innovation stehe bei Reform schon im Namen, wurde am Jubiläumsabend mehrmals betont. Dem wolle man auch in Zukunft nachleben.

«Mounty 100 V» mit elektronisch geregeltem CommonRail-Motor, 101 PS Leistung und 340 Nm Drehmoment, hydrostatischer Antrieb.

Die erfolgreich am Markt eingeführte «Metrac Serie wird mit dem «Metrac G5 X» (geschaltet) …

Reform ist bestrebt, die starke Position in den Kernmärkten Bergland- und Kommunaltechnik weiter ausbauen sowie weitere benachbarte Märkte erschliessen zu können. Bereits heute realisiert Reform 75 % seines Umsatzes auf den Exportmärkten. Zusammenarbeitsformen, wir jene im Österreich-Vertrieb mit Rapid Technic (Einachser), werden dazu beitragen, dass Reform diese gesteckten Ziele auch erreichen wird. 䡵

… und dem «Metrac H5 X» (hydrostatischer Antrieb) nach unten abgerundet.

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PRAXISTEST KNOW-HOW

Punktgenaue Saat SÄKOMBINATION PÖTTINGER «LION/VITASEM» Bei der Entwicklung der Säkombination «Lion/Vitasem» legte Pöttinger den Fokus auf eine exakte Saatgutablage, die Reduktion der Aussaatmengen, den raschen und sauberen Wechsel zwischen verschiedenen Arten von Saatgut sowie auf die Bodenschonung. Es resultierte so eine mechanische «all-in-one»-Sämaschine mit einer robusten Kreiselegge.

Die Sämaschine «Vitasem A 302» gehört zur Kategorie der mechanischen Aufbausämaschinen. Ein wesentliches Konstruktionselement liegt darin, dass sich im Feld die über den Oberlenker geführte Maschine immer auf der Walze des kombinierten Geräts (hier eine Kreiselegge vom Typ «Lion 3002» mit Packerwalze) abstützt. Die

Kreiselegge bleibt somit stets frei beweglich.

Dosiersystem Im Sägehäuse sind zwei komplett eigenständige Dosiereinheiten (dreireihiges Multifunktionssärad und Feinsärad) kombiniert, die das Dosieren von unterschiedlichem Saatgut ermöglichen. Die Dosierräder sind auf

einer gemeinsamen Welle gelagert, so dass keine Einzelarretierung zwischen Fein- und Normalsäräder notwendig ist. Eine integrierte Trennwand in der Bodenklappe verhindert dabei ein Überlaufen. Die Umstellung von Fein- auf Normalsaat ist einfach und geschieht durch das Einschieben, respektive Ziehen der einzelnen Schieber.

Die Säkombination «Lion 3002/Vitasem A 302» im praktischen Einsatz.

Praxisstimme zur Säkombination «Lion/Vitasem»

Rolf Haller mit Sohn Thomas (Mitte), Fahrer Marco Locher (l.) und Mechaniker Roman Notter (r.).

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Rolf Haller führt in Birrhard (AG) ein renommiertes Lohnunternehmen und ist seit diesem Frühjahr stolzer Besitzer der ersten Säkombination «Lion 3002/Vitasem A 302» von Pöttinger. Eigentlich wollte Haller zunächst nur die Kreiselegge seiner bestehenden, pneumatischen Kombination ersetzen, da aber sein «Zielobjekt», nämlich die neue, für 250 PS ausgelegte «Lion 3002» nicht mehr zur alten Sämaschine

passte, entschied er sich für den Kauf einer neuen Kombination. «Von März bis Mai säen wir rund 30 ha Konservenerbsen für die Frigemo, dann rund 80 ha Futterbaumischungen, Raps sowie Getreide und zudem wird die Kreiselegge als Solomaschine auf weiteren rund 100 ha eingesetzt«, umschreibt Haller das Einsatzvolumen des neuen Gespanns. In dieser Gesamtfläche sind auch viele Kleinparzellen enthalten, weshalb grosser Wert auf eine kompakte Maschine gelegt wurde. Als wesentlichen Vorteil, wenn nicht sogar als eigentlichen Kaufentscheid, erwähnt Haller die Tatsache, dass nahezu das

gesamte Gewicht der Kombination auf die Packerwalze übertragen wird. Aber auch der stufenlos einstellbare Druck auf Säschar und auf die optional verfügbaren Tiefenführungsrollen seien entscheidende Gründe gewesen. «Bei der Kreiselegge ist zudem der Schollenbrecher (Prallschiene) erwähnenswert, der mit der Packerwalze in der Tiefenführung reguliert wird, was meines Wissens keine andere Maschine hat». Bevor die Maschine auf dem Betrieb Haller jedoch zum Einsatz kam, wurde sie etwas umgebaut. «Das machen wir mit jeder Maschine, ich möchte, dass die Geräte optimal für unsere Bedürfnisse ausgestattet sind». So wurden bei dieser Säkombination

7-8 2010 · UFA-REVUE


PRAXISTEST KNOW-HOW

Steckbrief Säkombination «Lion/Vitasem» Sämaschine «Vitasem 302 A» Arbeitsbreite: 3.0 m Säschare: 25

schutz zur Verfügung. Auf Wunsch gibt es eine Tiefenführungsrolle für die Tiefenbegrenzung und Rückverfestigung. Der Schardruck (bis 25 kg) kann zentral an der Seite der Maschine eingestellt werden (optional hydraulisch).

Saatkasteninhalt: 600 oder 1000 l Schardruck: 25 kg Gewicht: 570 bis 640 kg (je nach Schartyp) Fahrgassen: 3 Saatreihen je Spur Kreiselegge «Lion 3002» Arbeitsbreite: 3.0 m Zinkenlänge: 32 cm Zinkenstärke: 18 mm Kreiselanzahl: 10 Traktorleistung bis 250 PS (184 kW), Zapfwelle: 1000 Umin (540 Umin auf Wunsch). Gewicht: 1167 bis 1560 kg (je nach Art der Walze).

Oberaussaat Bei Feinsämereien kann die Drehrichtung der Säwelle durch einfaches Umstecken am Seitenantrieb verändert werden. Das Saatgut wird dann nach oben befördert, wobei kleine Mulden auf der Rückseite der Säradnocken jeweils nur ein Saatkorn entnehmen und so quasi das Prinzip einer Einzelkornsaat ermöglichen. Saatablage Das Saatgut gelangt dann über den Saattrichter in die Särohre. Bei den Scharen stehen die Optionen Einscheibenschar mit rotierendem Abstreifer oder Schleppschar mit Rückfahr-

die Anhängevorrichtung modifiziert, eine elektrische Fahrgassenschaltung für zwei und drei Schare sowie eine zusätzliche Beleuchtung eingebaut, das Spornrad etwas nach aussen versetzt und die Maschine mit einer Nachlaufwalze Marke «Eigenbau» (zum Andrücken von Schollen und Steinen) ergänzt. Eingesetzt wird die Maschine meist mit einem New Holland «T7060» (223 PS) mit integrierter Reifendruckregelanlage. «Im Feld senken wir den Druck konsequent auf 0.6–0.8 bar ab, so resultiert selbst in den Fahrspuren ein guter Auflauf der Saat ». Als positive Merkmale der Säkombination erwähnt Haller die Sägenauigkeit. «Wir

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Zum Abdrehen werden die Einlauftrichter der Särohre abgesenkt und die Abdrehmulden unter die Einlauftrichter geschoben. Die gewünschte Anzahl der Umdrehungen wird im MultitronicBordcomputer (Wunschausrüstung) eingegeben, anschliessend erfolgt der Abdrehvorgang, dessen Ende akustisch vom Computer mitgeteilt wird. Durch ein stufenloses Verschieben des Getriebehebels kann die Saatmenge verändert werden.

zusetzen. Passend zur «Vitasem 302 A» bietet sich die Kreiselegge «Lion 3002» an, ein für Traktoren bis 250 PS konzipiertes Gerät. Verbunden sind die zwei Maschinen über einen mechanisch verstellbaren Oberlenker, auf Wunsch gibt es auch eine hydraulische Version, bei der im Vorgewende oder beim Transport die Sämaschine näher zum Traktor kommt. Die Kreiselegge verfügt über zehn, 18 mm starke Doppelzinken aus gehärtetem Borstahl. Das Wechselradgetriebe ist mit Kühlrippen versehen, die für eine ständige Abfuhr der Wärme sorgen. Die Stirnräder laufen im Fliessfett, was zusammen mit der Kegelrollenlagerung der Kreiselwellen eine lange Einsatzdauer ermöglichen soll. Die seitlich

Kreiselegge Weniger Überfahrten, weniger Treibstoff, weniger Bodenverdichtung, weniger Kosten: Das sind die wichtigsten Gründe, eine Sämaschine in Kombination mit einer Kreiselegge ein-

Nahezu das gesamte Gewicht der Kombination wird auf die Packerwalze übertragen.

Der Druck auf die Säschare ist stufenlos einstellbar.

Nach der Abdrehprobe kann die Dosierung angepasst werden.

sehen dies im gleichmässigen Auflauf, was nachfolgend auch die Ernte vereinfacht.» Dann sei auch der Bediencomputer einfach und verständlich konzipiert. Im Vergleich zu einer pneumatischen Maschine brauche es vielleicht eher mehr Saatgut, da in allen Sätrichtern immer eine gewisse Restmenge verfügbar sein müsse. Zudem sei auch das Abdrehen eher aufwändiger. Als Verbesserungspunkt sieht Haller die Positionierung des Spornrads (weiter aussen und tiefer), damit es auch bei Bodenunebenheiten stets läuft und nicht Saatgut wieder ausschaufelt. «Die Säkombination ist robust gebaut und weist gute Lackierungseigenschaften auf», meint Haller abschliessend.

Einfache und sichere Bedienung der Sämaschine über das Terminal.

angebrachten, gefederten Schilder verhindern eine Dammbildung. Die Zinken sind eingedreht und schräg nach hinten gestellt, so dass im oberen Bearbeitungshorizont der Boden intensiv gelockert und gekrümelt wird. Für den raschen Wechsel bietet Pöttinger das Schnellwechselsystem «QuickFix» an. Mit wenigen Handgriffen lassen sich einerseits die Zinken austauschen oder anderseits von «Griff» (der Boden wird von unten aufgebrochen, feine Erdteile konzentrieren sich im Saatbereich, gröbere Bodenteile und Ernterückstände bleiben an der Oberfläche und schützen vor Erosion) auf «Schlepp» wechseln. Je nach Bodentyp gibt es zudem ein breitgefächertes Programm an Nachlaufwalzen. 䡵

Autor Dr. Roman Engeler, UFA-Revue, 8401 Winterthur In loser Folge publiziert die UFA-Revue unter dem Titel «Praxistest» Berichte über landwirtschaftliche Maschinen. Die Interviewpartner, respektive Eigentümer dieser Maschinen, werden jeweils in Zusammenarbeit mit den entsprechenden Herstellern oder Importeuren ausgesucht. www.althaus.ch www.poettinger.at

INF BOX INFO

www.ufarevue.ch 7-8 · 10

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NEUHEITEN KNOW-HOW

Neuer Frontlader von Claas

Spitzentechnologie für optimalen Gewinn

Für den kostenbewussten Anwender bietet Claas ab sofort einen neuen Frontladertyp an. Ohne auf grossen Komfort zu verzichten, bietet die «C»-Baureihe alles, was ein Frontlader braucht. Die mechanische Parallelführung auf dem Frontlader lässt eine günstige Preisgestaltung zu. Der neue «FL C» passt auf alle Claas Traktoren, inklusive den älteren Modellen der Baureihen «Celtis» und «Ares» 507/607». Ver-

Jeder stufenlose «CVT»-Traktor von Steyr wird von einem 6.6l Turbodiesel mit Ladeluftkühlung und Common-Rail-Einspritzung angetrieben. Alle Modelle sind mit einem elektronisch gesteuerten, stufenlosen Getriebe ausgestattet. Die 4-fachHeckzapfwelle gehört zur Serienausstattung. Das Hydrauliksystem versorgt ein leistungsstarkes Hubwerk. Die automatische Schwingungstilgung verhindert ein Schwenken der Anbaugeräte bei Fahrten mit hoher Geschwindigkeit. Serienmässig gibt es das Traktionsmanagement – das automatische Zu- und Abschalten von Allradantrieb und Differenzialsperre. Neben der ausgezeichneten Rundumsicht fallen in der Kabine verschiedene andere Ausstattungsmerkmale sofort auf. Da gibt es zum Beispiel die moderne Instrumententafel und den in die rechte A-Säule integrierten Leistungsmonitor, die

fügbar sind insgesamt sechs Modelle mit einer Hubhöhe ab 3.75 m bis 4.15 m und einer Hubkraft über den gesamten Hubweg von 1030 kg bis 1825 kg (Werte gemessen bei 60 cm auf der Palettengabel). Serco Landtechnik AG 4538 Oberbipp  032 636 66 66 www.serco.ch info@serco.ch

John Deere: Gerader Weg bei Abgasnormen Als einer der führenden Hersteller von Dieselmotoren für Landmaschinen hat sich John Deere entschlossen, einen geradlinigen, kundenorientierten Weg einzuschlagen, um den künftig strenger gefassten Abgasregeln zu entsprechen. Die neuen Abgasnormen der Stufe III B treten am 1. Januar 2011 für Fahrzeuge im Leistungsbereich von 130559 kW (174–779 PS) in Kraft. Sie sehen eine Reduzierung der DieselPartikel in der Grössenordnung von 90 % und eine Verringerung des Stickoxidanteils um 50 % vor. John Deere hat sich entschlossen, den Weg der externen Abgasrückführung (EGR-Technologie) zu beschreiten, der nur wenig zusätzliche Komponenten erfordert und sich dabei durch günstige Kraftstoffverbrauchswerte auszeichnet. John Deere wird bei den neuen Motoren Technologien einsetzen, die bereits heute bei den kraftstoffsparenden Traktoren der Baureihe «8R» Standard sind: Turbolader mit variabler 30

Geometrie und externe Abgasrückführung. Die noch erforderliche Abgasfilteranlage wird einen DieselOxidations-Katalysator und einen Dieselpartikelfilter umfassen. Das John Deere Abgasfiltersystem benötigt kein AdBlue (Harnstoff) und damit keinen zusätzlichen Tank. Somit entfallen die Kosten für den Einkauf, die Handhabung, Lagerung und Sicherung zusätzlicher Betriebsstoffe sowie für den Einbau eines extra Tanks mit Dosier- und Heizsystem sowie Füllstandsüberwachung. Matra, 3250 Lyss,  032 387 28 28 www.matra.ch, info@matra.ch Diesel Oxidations- DieselKatalysator partikelfilter Schellen

Temperatursonden

Sensor für Druckdifferenz

zentrale Bedienkonsole für die Arbeitsscheinwerfer mit Speicherfunktion und einen Joystick. Die Bedienelemente sind logisch und ergonomisch auf der rechten Armlehne sowie der rechten Instrumententafel angeordnet. Hier hat der Fahrer Zugriff auf alle voll programmierbaren Funktionen wie Vorgewende-Management, Zeitsteuerung der Zusatzsteuergeräte, Motordrehzahl-Management, den Tempomat und das Traktionsmanagement. Case Steyr Center 8166 Niederweningen  044 857 22 00 www.case-steyr-center.ch

Für die perfekte Stoppelbearbeitung Für jeden Einsatzbereich bietet Rabe den passenden Grubber an. Die 2-balkige Baureihe «Bluebird GH» kann sowohl im Frontanbau als auch im Heck gefahren werden. Diese Grubber sind mit dreiteiligen Flügelscharen ausgerüstet, deren Mittelteil aus einem drehbaren Doppelherzschar besteht. Die Flügelscharen schneiden den Boden auch bei flacher Arbeitstiefe ganzflächig durch. Im Heck können die Grubber mit Blattfeder- oder Hohlscheibenzustreicher mit Stabpackerwalze kombiniert werden. Für den universellen Einsatz, auch als Pflugersatz, bieten sich die bewährten 3-balkigen Grubber der Baureihe «Bluebird GR» an. Nebst Doppelherzscharen, die für eine intensive Bodendurchmischung sorgen, sind auch Gänsefussschare und Schmalschare mit QuickFix Schnellwechselschare lieferbar. Auch diese Grubber lassen sich mit den Blattfederzustreicher mit Stabwalze oder der einzigartigen,

zweireihigen Messerrollegge kombinieren. Dieses Nachlaufgerät verbessert ganz entscheidend die Vermischung des Bodens mit Ernterückständen und Ausfallgetreide. Bodendruck und Anstellwinkel der Messerrollegge können mit Spin-

deln den jeweiligen Bedürfnissen angepasst werden. Für steinige Verhältnisse sind Rabe-Grubber auch mit einer Non-Stop-Bruchsicherung lieferbar. GVS Agrar AG, 8207 Schaffhausen  052 631 19 00 info@gvs-agrar.ch www.gvs-agrar.ch 7-8 2010 · UFA-REVUE


NEUHEITEN KNOW-HOW

«alpha-motion» – Bewegung im neuen Design Dem Landtechnik-Spezialist Pöttinger ist mit der Frontmäher-Generation «alpha-motion» eine Innovation gelungen, die den MähtechnikMarkt nachhaltig beeinflusst hat. Nun wurde die «Maschine des Jahres 2006» neu überarbeitet und optisch verfeinert. Die Scheiben- und Trommelmäher «Novacat» und «Eurocat» wurden dem neuesten Stand der Technik und auch im Design angepasst. Denn die Maschine soll auch Freude am Mähen bringen. Die «Novacat alpha-motion» sind in den Arbeitsbreiten 3 und 3.5 m erhältlich. Der bewährte Anbaubock «alpha-motion» ist jetzt neu auch für die Arbeitsbreite von 2.6 m verfügbar. Alle Modelle sind mit Schwadformer, Zinkenaufbereiter oder Walzenaufbereiter verfügbar. Die Trommelmähwerke «Eurocat alpha-motion» sind in der Arbeits-

Die Innovation «alpha-motion» hat den Markt stark beeinflusst.

breite von 3 m verfügbar, mit Schwadformer oder Zinkenaufbereiter. Auf Wunsch gibt es eine stufenlose, zentrale Schnitthöhenverstellung. Die Verkleidung und die Seitenschutze wurden optisch an jene der Mähkombination «Novacat X8» und «V10» angepasst. Neu ist bei den Seitenschutzen, dass sie aus einem massiven Stahlpressteil

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LANDTECHNIK zu verkaufen Ladegerät Trunkenpolz ALG 80; Bandeingraser Rapid 606 und AM30, mit Triebachsanhänger; Aggregate Surge Melotte; Bockwagen; Pferdegeschirr; Absperrgitter, 10 m  034 493 34 18 Gummimatten 1 x 2 m, neu; Zaunmaterial; Ferkelautomaten Chromstahl; Teleskopverteiler Wild, 16–20 m, Ø 45 cm; Kunststoffpfähle und Federstahlpfähle; Zaunband  034 493 34 18 UFA-REVUE · 7-8 2010

Frontladerwerkzeug Alö; Palettgabel, Fr. 800; Mistgabel, Fr. 800; Schaufel, 2 m, Fr. 800; Roller Gilera DNA 50, rot, Jg. 2001, 16'000 km, Fr. 1800; Faltschieber B + M, bis 3 m Arbeitsbreite, Fr. 500; Heckstapler Fenwick, Fr. 1500; Ameise Hub elektr., 2.5 m, Hublast 1100 kg, Fr. 2500  079 848 15 70 Ballenförderband mit Elektromotor; Zuckerrübenvollernter, 2reihig, Stoll und Timm; Traktorensitzschale, neu; Benzinmotor Honda, neu  079 607 00 79 Gebläserohre, div., Ø 40 cm, 2m, 0.75 m, 90º Bogen, mit Verschlüssen, günstig;

Pöttinger AG, 5413 Birmenstorf  056 201 41 60 info@poettinger.ch www.poettinger.ch

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Fortsetzung von Seite 7

sind und sich auf Wunsch hydraulisch klappen lassen. Bei den Zinkenaufbereitern wurde die Aufbereiterintensität noch einmal verbessert: Durch die hochgezogene Haubenform wird das Futter lo-

cker und gleichmässig abgelegt. Auch der Wartungsfreundlichkeit haben sich die Techniker von Pöttinger besonders angenommen: Die Schmierintervalle der Gelenkwellen wurden auf 150 Stunden erhöht, die Gelenkwellen sind noch besser zugänglich und lassen sich kinderleicht warten. Eine praktische Klingenbox bietet Platz für Ersatzklingen und kann einfach mitgenommen werden. Neben der neuen Generation an Frontmähwerken «alpha-motion» hat Pöttinger für die Saison 2011 noch einige Trümpfe an Neuheiten im Ärmel. Freuen Sie sich auf den Herbst, wenn das Feuerwerk gezündet wird.

Traktor Steyr 8060, 4-Rad-Antrieb, 55 PS, Jg. 1980, 4480 Std., mit Kippschaufel, aus erster Hand, Preis auf Anfrage  081 757 14 13 mittags oder gegen Abend Wagen Marolf, 2 Stk, 10 m3, verz.; Wagen Marolf, 10 m3, Alu, hydr. Bremse, neue Pneus; Futtergabel Ogela; Tieftroghäcksler Gigant, rev., 15 PSMotor; Scharhackgerät Haruwy, für Mais, mit Düngerstreuer  044 850 06 06 Heurüstmaschine, günstig; Transporter Schilter 2500, inkl. Ladegerät; Kipper; Holzbrücke  079 656 42 78

Saug- und Druckfass DeLaval BSA, 8000 l, mit abbaubarem Schleppschlauchverteiler, 9 m, und Schneckenpumpe, zum Verschlauchen, Jg. 2005, infolge Betriebsumstellung, Fr. 45'000  044 715 44 54

NEU NOUVEAU mit zusätzlichen Rubriken Reifen, div., aus Umrüstung und Umbereifungen, Michelin 18.4 x 38, 30 %, Fr. 350; Firestone 16.9 x 30, 50 %, Fr.

400; Good Year 12.4 x 36, 30 %, Fr. 300; Kleber traker 18.4 x 34, 60 %, Fr. 1500; Kleber traker 14.9 x 24, 25 %, Fr. 300; Mitas 13.6 x 24, 95 % Fr. 700; Trelleborg 480 / 65 x 24, 90 %; Pirelli TM 300 16.9 x 34, 60 %, Fr. 1500; Stomil 420 / 70 x 24, Fr. 600; Kpl. Räder 520 / 70 x 38 und 480 / 65 x 24  078 639 54 55 Heubombe Lanker VL4, einsatzbereit, Fr. 300  076 503 70 76 Rotor-plan Taarup; epandeuse avec cadre à herbe ou maïs; chauffe lait; cornadis à veaux, 4 places et barrière; machine à traire FN avec pulsaleur sacco et 10 sangles; roue de culture, 9.5 x 36 et 9.5 x 42; regain en petites bottes  079 712 70 13

Tiefganganhänger mit Auffahrrampe, Gesamtgewicht 4000 kg, Nutzlast 2900 kg; Pflug, 4-Schar, mit Streifenriestern, Scheibensech, halbautomatisch, top Zustand; Bandeingraser zu Motormäher Rapid 505; Weide- / Beifutterautomat für Kälber, Jungvieh; Fressgitter Diagonal, Länge 5 m, 10 Plätze; Tränkefass, 600 l  079 796 92 68 Hochleistungsnetzgerät De Laval, Fr. 250; Futtertransportwagen, Polyethylen, mit Unterteilungen, Fr. 550; Silowagen, 500 l, mit neuer Mulde, Fr. 550  079 636 28 42 / 052 740 45 45 Kt. TG, Nähe Frauenfeld Fortsetzung Seite 32 31


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LANDTECHNIK zu verkaufen Tränkewagen, ca. 2000 l, mit Bremse und Kunststoff-Schwimmertränke, Fr. 2000; Hochleistunstränkeschalen, div., Edelstahl, Fr. 80 / Stk; Gusseisentränkeschale, mit Heizung, isoliertes Kunststoffrohr, 60 cm hoch, Fr. 300  079 636 28 42 / 052 740 45 45 Kt. TG, Nähe Frauenfeld Motorsäge Dolmar 116  033 722 25 84 Engrangeur/Souffleur; Aebi HG 85, repartiteur télescopique, 20 m, au plus offront  079 691 05 32 Heuverteiler mit Gebläse, 13 PS Motor, Streulänge 14 m, Fr. 1000; Mitsubishi Lancer Combi, ab MFK, 8-fach bereift, Fr. 3000  041 988 23 62 Griffe à fourrage Krüger G 460, revisée  079 691 05 32 Traktor Bührer OP 17, t.sped, 5200 Std., mit Doppelrad, ab MFK, top Zustand  079 776 33 78 Ladewagen Agrar TL 219, Scherengitteraufbau, 5 Messer, Bereifung 15.0 / 55 17, Kratzboden neuwertig, Weitwinkelgelenkwelle, div. Bänder und Lager ersetzt, günstig  079 422 30 55 Karli zum Mais Düngen  032 614 40 13 Traktor Fiat 441 R, Jg. 1965, mit Sternradrech. Vicon, in gutem Zustand; Motormäher Bucher K3  061 841 27 82 Strohmühle Vakumat mit Elektromotor; Heubombe mit Kabel und Schalter; Siloverteiler Elektro, 2 Stk, Ø 30 cm und 40 cm  079 678 81 49 32

Autoanhänger, Jg. 2005, Ladefläche Länge 210 cm, Breite 110 cm, mit Planeaufbau  071 971 17 16 Fendt 309 A, Jg. 1996, 7400 Std., gef. VA, 3 DW, Motorbremse, hydr. Bremsventil, Rücklauf, 40 km / h Wendegetriebe, Luftsitz, sehr gepflegt, Motor und Bremsen sind revidiert  079 319 58 47 Ladewagen Mengele, 285 Quadro, einsatzbereit; Alu-Mistrampe, 6 m lang, 60 cm breit  079 286 15 88 Installation de tirage à pommes de terre, 3 pièces à 20 t / h, doseur Climax Profit 2000, table de tirage Samro, tapis, 3 pièces, année 2000, calibreur DT Dijkstra, 4 sorties, année 2001; Char Hämmerli, 15 m3, ridelles en alu, année 1982, bon état  079 449 43 89 Tiefgangwagen Tandem, für Traktor, mit hydr. Bremse, Fr. 1950; Dezimalwaage Ammann, bis 250 kg, Fr. 220; Traktorenrad, 2 Stk, 8-Loch, 14.9 x 28, 30 %, zusammen Fr. 300  052 745 12 08 Ladewagen Mengele 285, Weitwinkelgelenkwelle, sehr gut erhalten, neuer Boden, Fr. 5000  032 641 23 43 Case MX 150, année 2002, 1800 heures, pont av. susp. relevage, av. fr. 65'000  079 688 26 37 Neu bei uns ab Lager, Malz-Luzerneballen, in praktischer Quaderform, 15 % Luzerne, 90 x 90 x 120, sehr protein- und energiereich, ca. 800 kg / Balle, Mengenrabatte und Hoflieferung, Andreas Mehli, Malztreberhandel, 7006 Chur, Tel. 081 284 41 45, info@andreasmehli.ch

Milchtank Alfa, 1050 l, Fr. 1000; Kühlaggregat, bis 1600 l, Fr. 1500; Wiesenegge, Fr. 200; Ladewagen Pöttinger Boss 2 T, hydr. Knickdeichsel, Pick up und Kratzboden, Fr. 12'500, alles in top Zustand, von privat  041 370 38 45 Vakuumpumpe Alfa Laval VP 18; Spühlgerät; Standeimer, 2 Stk, 20 l; Heuschrote Lanker, 380 V  079 641 80 49 Betonträger, 2 Stk, je 8.6 m lang, 30 cm, breit, 50 cm hoch, z.B. für Brücke über Bach, Fr. 200 / Stk; Maishäcksler Kemper zum Eingrasen, Fr. 550; Ansauggebläse Grimm, mit vielen Rohren, Fr. 250  052 745 12 08 Beton-Umschlaggerät Fischer, Zustand i.O., Fr. 800; Bodenfräse Pegoraro, 2.5 m, wenig gebraucht, Fr. 3800; Kälberiglu 2er, neu, Fr. 870  079 723 61 25 Dieseltank, 1100 l, Kunststoff, mit Wanne, elektr. Pumpe; Kreiselschwader Fahr; Kreiselheuer Fahr  032 661 14 73 Kettenförderband Blaser, 7 m; Teleskopheuverteiler Lanker, 15 m; Kälberiglu; Rollvorhang für Krippe, 25 m  052 657 20 10 Tandem-Anhänger Jumbo, mit Rampen, blattgefedert, 16 t; Tandem-Anhänger Jumbo, 7.5 x 2.55, luftgefedert, 18 t; Tridem-Anhänger, luftgefedert, 9.3 x 2.55 m; Tandem-Holzanhänger, blattgefedert, mit Exte-Rungenschemeln, 18 t; Halfepipe, Vollalu, neu, 5 x 2.55 x 1.5 m; Jumbo Krone, 3-Achs, luftgefedert, 8.8 x 2.55 m, ab MFK 40; Hakengerät Aufbau Meiller und Marell, 2 Stk  079 404 87 06

Jumbo, 2-Achs, luftgefedert, 2.55 x 6.4 m, ab MFK 40; Jumbo, 2-Achs, luftgefedert, 7 x 2.5 m, ab MFK 40; Jumbo-Anhänger, 3Achs, mit Aluminiumbrücke, blattgefedert, 2.5 x 9 m, ab MFK 40; Dreiseitenkipper, 3Achs, 24 t; TandemKipper, für Hackschnitzeltransporte, 18 t, 40 m3, ab MFK Jumbo, 3-Achs, blattgefedert, 2.5 x 8 m, ab MFK 40; Kühlauflieger Kögel, 2-Achs, mit Hebebühne; 40  079 404 87 06

NEU NOUVEAU mit zusätzlichen Rubriken Auflieger, Einachs, für Tiertransporte; Tandem-Anhänger Jumbo, 7 x 2.5 m, Fr. 4500; Tridem-Tieflader, mit Rampen; Kran Hiab, mit Holzgreifer, hydr. Pumpe und Tank; Tridem-Anhänger Jumbo, 27 t, 2.5 x 9.2 m, ab MFK 40; Tandem-Kipper, für Bautransporte, 18 t, ab MFK 40; TandemAnhänger, mit Bordwänden und Stahlboden, blattgefedert, 16 t, 2.5 x 5 m  079 404 87 06 Anhänger Jumbo, 2-Achs, blattgefedert, 4 x 2.5 m, ausziehbar auf 5 m, ab MFK, 40 km / h; Rüben-Transportanhänger, 24 t, ab MFK, 40 km; TandemKipper, 20 t, ab MFK, 40; Tandem-Wechselbrücken-Chassis, Jumbo, 18 t; Wechselbrücken-Anhänger Jumbo, 2-Achs, mit Breitreifen; Achsen, diverse, 15, 17.5 und 22.5 Zoll, bereift  079 404 87 06

Armeewagen mit Grossviehaufsatz, Jg. 1944  031 829 09 91 Bassin rond, galvanisé, 800 l, prix à discuter  079 360 80 75 Ballenlader BBF, Jg. 1991, guter Zustand; Motor Honda 436, VHP Fr. 2000; Förderband Blaser, 8 m, Jg. 1976, guter Zustand, einmal neu gestrichen, VHP Fr. 1000  079 674 69 55 Terratrac Aebi TT80, 92, top Zustand; Pöttinger 220 revidiert; Heuer 250, neu, Fr. 47'000  024 499 22 14 / 024 499 21 10 LKW-EinachsAnhänger, 2 Stk, mit Aufsätzen, ca. 4 x 2.20 x 1.20, rapsdicht, je Fr. 600  071 917 12 34 Antriebsrad, Felge und Pneu, passend zu Claas MD Dominator, 23.1 - 26, 14 BLi, ca. 70 %, Fr. 700  052 681 14 53 Motormäher Bucher M 9, Hydro, Balken 1.9 m, doppelschneidig, Gitterrad, sehr guter Zustand, Fr. 4900; Hürlimann D 200, Synchro Allrad, Jg. 1972, 8000 Std., Servolenkung, ab Platz Fr. 18'000  079 445 61 28 Staplermast SIG, für Umbau an Traktor, über 4 m Hubhöhe, 1.5 t Hubkraft mit Seitenschieber, guter Zustand, Masthöhe 2 m, Fr. 950  044 844 26 23 Güllefass Agrar, 500 l, ab Platz Fr. 1000  079 832 13 65 Elektromotor, 7.5 PS, 1440 U / min, mit Schalter und Stecker  079 318 93 07 Scheibenegge, V-Form, gezogen, ab 100 PS, Fr. 7000  032 381 14 89

Selbstfahrhäcksler John Deere 5730, 3000 Std., Jg. 1991, Kemper 4500, Körnerprozessor, Pick up, sehr guter Zustand, einsatzbereit, Fr. 18'500; Güllenpumpe Vogelsang, mit Elektromotor, Fernsteuerung, neuer Schlauch, Fr. 3800; Einstreuwagen, Wurfweite bis 18 m, Inhalt 14 m3, geeignet für lose Einstreue und Ballen, neuwertig, Fr. 9500  032 614 26 34 Kälbergitter mit 6 Plätzen, 3 Stk; Kälbergitter mit 5 Plätzen, 3 Stk, alle mit Zentralverschluss, Futterkrippe aus Chromstahl  032 381 11 10 Fiat 80 - 90 DT HI-LO, Superkomfortkabine, Heizung, MFK Okt. 2009, Allradbremse, Luftsitz Grammer, neu, Bremsventil, Fr. 18'500; Fiat 640 DT, Allrad, Frontlader Schaufel, Gabel, 9000 Std., Fr. 9800; Fiat 640 DT, Forst Unterfahrschutz, Festaufbauwinde Kyburz, Schneeschild Boschung, 4 Schneeketten, Fr. 12'000  079 287 52 89 Kirschenentstieler; Plastikfässer, div., 200er, blau; Chiantiflaschen, div.; Doppelräder zu Fiat Schaad 9.5 / 9 - 36, neuwertig; Bauernbuffet, 50-jährig, Hofmann und Eckbank  041 711 17 94 Motormäher Bucher K3, guter Zustand; Bandeingraser zu M500, Fr. 400; Bucher Record, Jg. 1950, Fr. 500  061 841 27 82 Milchkanne, ca. 30 Stk, 40 l, sauber, milchtauglich  079 575 25 52 Fortsetzung Seite 57 7-8 2010 · UFA-REVUE


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UFA-REVUE · 7-8 2010

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KURZMELDUNGEN PFLANZENBAU

Bei der Mäusebekämpfung nicht andere Tiere gefährden Mäuse können grosse Schäden anrichten, wenn sie sich an Vorräten oder Einrichtungen vergreifen und dadurch den Wert von Waren oder Gegenständen herabsetzen. Zur Bekämpfung der Nager werden neben mechanischen Fallen auch chemische Frassköder angeboten. Produkte zur Mäusebekämpfung werden einerseits für den Einsatz in Gebäuden, anderseits für das Freiland zugelassen. Werden Köder für die An-

wendung in Gebäuden, wie zum Beispiel «Emdex» (Chloralose), im Freiland eingesetzt, ist die Gefahr

gross, dass nicht nur Mäuse bekämpft werden, sondern auch andere Tiere wie beispielsweise Greifvögel getötet werden. «Emdex» darf gemäss Zulassung des Bundesamts für Landwirtschaft nur in Gebäuden angewendet werden. Dieser Hinweis steht zurzeit nicht auf der Packung. Es sei darauf hingewiesen, dass der Anwender selbst für Schäden aufgrund unsachgemässer Anwendung haftet.

Mais: Bio-Bekämpfung

neten aber während der zwei nachfolgenden Kampagnen einen starken Rückgang. Die inländische Produktion vermag also die Bedürfnisse bei Futterweizen, Körnermais und Gerste nur zu 40, 70 und 90 % zu decken. Eigentlich könnten grosse Marktanteile zurückerobert werden und wären eine grosse Chance für die Produzenten, die es zu nutzen gilt. Die Wertschöpfungskette empfiehlt, die Anbauflächen für Futterweizen, Gerste und Körnermais entsprechend zu vergrössern.

Info-Tag von Stähler

Der Maiswurzelbohrer verursacht zahlreiche Schäden. Eine verletzte Maispflanze hat jedoch eine Verteidigungsstrategie, indem sie spezifische Duftsignale ausströmt, werden Nematoden (natürliche Feinde des Maiswurzelbohrers) angelockt. «He-

terorhabditis megidis» infiziert die maiswurzelschädigenden Diabrotica-Larven und stellt so indirekt den Schutz der Pflanze sicher. Um deren Einsatz in der natürlichen Schädlingsbekämpfung effizienter zu gestalten, ist es Forschern der Universität Neuchâtel gelungen, die Reaktionsgeschwindigkeit der Würmer mittels eines Auswahlverfahrens zu steigern. Der Einsatz von natürlichen Feinden ist eine realistische Vorgehensweise, um das Potenzial der biologischen Schädlingsbekämpfung zu verbessern.

Flächen vergrössern In den letzten 15 Jahren reduzierte sich die gesamte Futtergetreidefläche um mehr als 25 %. Gerste und Körnermais sind von diesem Rückgang besonders betroffen. Die Futterweizensorten nahmen zwischen 2004 und 2007 zwar zu, verzeichUFA-REVUE · 7-8 2010

Garten der Unkräuter Der Unkrautgarten der Forschungsanstalt Agroscope ACW in Wädenswil ist neu eingerichtet worden. Druckfrisch ist auch die neue Unkrautgarten-Broschüre. Der ACW-Garten beherbergt zweihundert Arten – neben wichtigen Landwirtschafts-Unkräutern auch Heilpflanzen, ökologisch wertvolle Kräuter und gebietsfremde Arten. Die lebendige Sammlung dient Studenten und Lehrlingen als ideales Übungsfeld. Der Garten ist zudem frei zugänglich und ganzjährig offen.

Stähler Suisse bietet spezifisch auf die Schweiz ausgerichtete Pflanzenschutzprodukte an. Mitte Juni präsentierte das innovative Unternehmen in Fraubrunnen (BE) seine Versuchsfelder. Der Vormittag stand ganz im Zentrum verschiedener Pflanzenbauprodukte und ihrer Anwendungsempfehlungen. Die Versuchsfelder von Kartoffeln, Getreide und Mais zeigten die Ergebnisse verschiedener Anwendungen in der Unkrautbekämpfung und liessen so übersichtliche Vergleichsmöglichkeiten zu. Die Bauern hatten ausreichend Gelegenheit, mit Fachleuten zu sprechen und sich beraten zu lassen. Der Nachmittag stand im Zeichen der Agrartechnik. Die Firmen Lemken, Fischer/Berthoud und Hans Anliker AG aus Fraubrunnen präsentierten verschiedene Landmaschinen für den Pflanzenschutz. Die Vorführungen der neuesten, auch mit GPS ausgerüsteten Maschinen stiessen dabei auf grosses Interesse.

Strickhof Kunstwiesen-Cup Bereits zum dritten Mal startet m Herbst 2010 der Strickhof Kunstwiesen-Cup. Darum heisst es jetzt: Anmelden und mitmachen! Teilnehmen können Schulklassen von landwirtschaftlichen Schulen oder Gruppen aktiver Landwirte. Die auf Gras basierende Milchproduktion ist gerade in Zeiten von tiefen Milchpreisen eine Möglichkeit, günstig zu produzieren. Dabei ist die Wahl der richtigen Mischung ebenso entscheidend wie die richtige Düngerstrategie oder die angepasste Nutzungsintensität. Der höchste Ertrag garantiert aber noch nicht den Erfolg. Auch

der Gehalt, und damit der richtige Schnittzeitpunkt, sind entscheidende Kriterien. Nur so kann aus dem Grundfutter eine möglichst hohe Milchmenge gemolken werden. Die Herausforderung ist, standortgerecht Grundfutter zu produzieren. Die Aussaat im August 2010 findet in Kölliken (AG) statt. Die Präsentation der ersten Ergebnisse ist im Rahmen der Agroline Feldtage 2011 vorgesehen. Im Oktober 2011 werden die letzten Schnitte durchgeführt und die Preisverleihung findet anschliessend im Februar 2012 statt. Weitere Informationen und Anmelden unter www.strickhof.ch Kunstwiesen-Cup oder direkt an Werner Hengartner, Eschikon, 8315 Lindau, 寿 052 354 98 52, werner.hengartner@bd.zh.ch.

Tagesaktuelle Neuigkeiten www.ufarevue.ch 35


PFLANZENBAU

Wertvolles Öko-Element DIE BUNTBRACHE stellt ein wichtiges Element zur Bewahrung der Artenvielfalt in der offenen Ackerfläche dar. Was Ende der Achtzigerjahre ursprünglich aus Gründen der Mengenregulation eingeführt wurde, hat sich über die Jahrzehnte hinweg zu einer hochwertigen Pflanzenmischung mit grossem, ökologischem Potenzial entwickelt.

Florian Burkhalter

Andreas Brönnimann

Die heutige Bunt- und Rotationsbrachenmischung enthält 20 bis 40 verschiedene Arten an Ackerwildkräutern, Pionierpflanzen und Wiesenblumen, die über mehrere Jahre eine ausgeglichene Pflanzengesellschaft bilden können. Aufgrund der vielfältigen Zusammensetzung aus Pflanzenarten mit unterschiedlichen Entwicklungszyklen verändert eine Brache ihr Erscheinungsbild von Jahr zu Jahr. Im Saatjahr präsentieren sich Buchweizen und einjährige Ackerwildkräuter, die im zweiten und dritten Standjahr durch Pionierund Wiesenpflanzenarten abgelöst werden. Ältere Brachen zeichnen sich oft durch die Einwanderung von Gräsern und anderen spontan auflaufenden Pflanzenarten aus. Deshalb beträgt die normale Laufdauer einer Buntbrache 6 Jahre, da die wenigsten Standorte ein ausreichendes Samenpotenzial zum Erhalt einer wertvollen Pflanzengesellschaft über eine längere Zeitspanne aufweisen. Ausschlusskriterien, die vom Bundesamt für Landwirtschaft im Jahr 2002 erlassen wurden, sorgen dafür, dass stark verunkrautete oder vergraste Brachen von den Öko-Beiträgen ausgeschlossen werden, wenn keine Sanierung vorgenommen werden kann (Kasten). Die Kontrolle der Brachen ist in die ÖLN-Kontrolle integriert.

tät weisen mindestens sieben bis vierzehn der angesäten Pflanzenarten auf. Eine besondere Bedeutung für die Qualitätseinschätzung haben zum Beispiel Königskerzen, Dost, Gemeines Johanniskraut, Färber Hundskamille, Wiesenflockenblume und Malven. Einzelne Brachepflanzen wie Gemeine Schafgarbe, Wilde Möhre und Margerite können sich stärker vermehren. Karde, Pastinak und Rainfarn können sogar bestandesbildend werden. Brachen mit verschieden hohen Pflanzen und unterschiedlichem Blattwerk sind strukturreicher und dadurch ökologisch wertvoller. Insbesondere ältere Brachen auf mageren, flachgründigen Böden weisen nebst dichter bewachsenen Stellen auch Teilstellen ohne Bewuchs auf, diese Lückigkeit ist für bodenbrütende Vogelarten und Feldhasen besonders wichtig. In guten Brachen kommen problematische Unkräuter wie Blacken, Acker-

Ausschlusskriterien (Art. 42 DZV): • Winde: Deckungsgrad (DG) > 33 % der Gesamtfläche (GF) oder • Quecke: DG > 33 % der GF oder • totaler Grasanteil (inkl. Ausfallgetreide): DG im ersten bis vierten Standjahr > 66 % der GF oder • Blacke: > 20 Pflanzen pro Are oder

Artenreiche Buntbrachen ökologisch wertvoller! In Abhängigkeit von Standort, Saatzeitpunkt und Pflegeeingriffen entwickeln sich Brachen unterschiedlich. Ideal für eine grosse Artenvielfalt sind flachgründige Böden ohne Nährstoffüberschuss und Exposition von Südost über Süd bis West. Brachen mit einer ökologisch guten Quali36

• Ackerkratzdistel: mehr als ein Nest pro Are (ein Nest entspricht 5 Trieben pro 10 m2). • Ambrosia artemisiifolia (Aufrechtes Traubenkraut): Nulltoleranz (Bekämpfungspflicht) • Invasive Neophyten und Kreuzkraut-Arten (ohne Senecio vulgaris) sind mechanisch zu bekämpfen.

kratzdisteln, Winden und Quecken nur selten vor. Diese Problemunkräuter und auch Neophyten wie die Spätblühende Goldrute müssen laufend bekämpft werden, regelmässige Kontrollgänge sind unerlässlich. Zur Bekämpfung stehen mechanische Eingriffe wie Ausreissen, Ausstechen und Abmähen im Vordergrund. Mittel zur chemischen Bekämpfung sind nur gegen Blacken, Disteln, Winden und Quecken bewilligt (in Ökoflächen nur Einzelstock).

Mechanische Eingriffe Nebst der Unkrautbekämpfung kann durch gezielte mechanische Eingriffe die Pflanzenvielfalt in den Buntbrachen gefördert werden. Während der Vegetationsruhe, zwischen dem ersten Oktober und dem 15. März, kann auf der halben Brachefläche der Boden oberflächlich mit einem Grubber (z.B. Doppelherzscharen) leicht aufgerissen werden. Je nach Situation ist vorgängiges Mähen dieser Teilfläche zu empfehlen. Durch diese Massnahme wird die Verbuschung der Brache reduziert, dominierende Arten wie z.B. der Rainfarn oder die Wilde Karde gebremst und einjährige Lichtkeimer wie z.B. der Mohn und die Kornblume beim Auflaufen gefördert (vgl. Bild). Zudem hat die Bodenbearbeitung oftmals eine Strukturverbesserung zur Folge. In älteren, total vergrasten Brachen bringen diese Massnahmen jedoch oft nicht mehr den gewünschten Erfolg. Achtung: Wenn dem Schneiden oder Mulchen keine oberflächliche Bodenbearbeitung folgt, wird die Vergrasung in der Brache zu stark gefördert (ausgenommen Quecke). Eine Buntbrache, die nach 6 Jahren noch eine grosse Artenvielfalt und keine 7-8 2010 · UFA-REVUE


PFLANZENBAU sultate konnten ebenfalls bei der Beobachtung der Spinnen festegestellt werden. Der Nutzen für den Landwirt ist bei solchen Ergebnissen nicht auf den ersten Blick erkennbar. Es gilt jedoch zu beLeichte Bodenbearbeitung fördert das Keimen einjähriger Brachepflanzen (Klatsch-Mohn). Bild: Andreas Brönnimann

Die Goldruten sollten bereits vor der Blüte geschnitten werden. Werden die blühenden Pflanzen am Boden liegengelassen, kann eine Notreife der Samen erfolgen. Bild: Hans Ramseier, SHL

Artenreiche Buntbrache im dritten Standjahr. Bild: Florian Burkhalter

Problempflanzen aufweist, kann durch die zuständige Amtsstelle jahresweise verlängert werden. Um die Qualität bei Brachen zu fördern, wird für die Zukunft auf Bundesebene eine Qualitätsbezahlung nach dem Artenreichtum der Brachen diskutiert (anlog extensive Wiesen).

Mit Brachen Nützlinge fördern Verschiedene Untersuchungen haben ergeben, dass die Anlage von Buntbrachen dazu beiträgt, spezialisierte und seltene Tagfalterarten zu erhalten und zu fördern. Dies ist auf das durchgehende Nahrungsangebot durch Blütenpflanzen während der gesamten Fortpflanzungsperiode der Falter zurückzuführen. Als Beispiel sei der Malven-Dickkopffalter (Carcharodus alceae) genannt, der die verschiedenen angesäten Malvenarten als Futterpflanzen für die Raupen nutzen kann. Untersuchungen der Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon von 1997 bis 2003 haben ergeben, dass die Anzahl der spezialisierten Laufkäferarten in der Buntbrache höher liegt als in den Ackerkulturen (Kunstwiese, Getreide, Mais, Zuckerrübe). Ähnliche ReUFA-REVUE · 7-8 2010

Blütenbesuch eines Distelfalters auf Wiesenflockenblume. Bild: Florian Burkhalter

achten, dass ein intaktes Ökosystem in Bezug auf die nachhaltige Schädlingsregulation eine zentrale Rolle spielt. Die jagenden Insekten wie Laufkäfer oder Spinnen ernähren sich primär von pflanzenfressenden Schädlingen und sind für ihre Fortpflanzung im Sommer wie auch im Winter auf Rückzugsmöglichkeiten wie beispielsweise ungestörte Brachflächen angewiesen. Durch die angemessene Entschädigung der Landwirte für deren Ertragsausfall und unter Berücksichtigung der positiven Effekte auf das Agrarökosystem können die angesäten Brachen durchaus als ökonomisch interessant eingestuft werden.

Gute Gründe für die Anlage Brachen werden angesät, weil sie für die benötigte ökologische Ausgleichsfläche

anrechenbar sind und entsprechende Direktzahlungen auslösen. Viele Landwirte sind sich auch bewusst, dass sie mit gepflegten, artenreichen Buntbrachen einen grossen Beitrag zur Erhaltung der biologischen Vielfalt leisten. Zudem schaffen die Bauern mit artenreichen Öko-Elementen wie Blumenwiesen, artenreichen Hecken, Hochstammobstgärten und Brachen einen enormen ästhetischen Wert für unsere Gesellschaft. Nebst positiven Rückmeldungen aus der Bevölkerung sind oft aber auch kritische Stimmen zu hören. Brachen sollen nicht eine Quelle für versamende Problemunkräuter und Neophyten darstellen, wodurch Nachbarparzellen verseucht werden. Damit Brachen unkrautfrei und artenreich bleiben, brauchen sie Pflege. Der Arbeitsaufwand liegt zwischen 30 bis 50 Arbeitsstunden pro ha und Jahr. Wo die Arbeitskapazität zur Pflege nicht vorhanden ist, wird von der Kultur Brache dringend abgeraten! Nicht ideal sind Brachen auf vernässten, verdichteten oder torfigen Standorten, auf Böden mit hoher Stickstoffnachlieferung oder bei grossem Konkurrenzdruck durch Gräser und Problemunkräutern. Von grosser Bedeutung ist die richtige Rückführung der Brache in die Fruchtfolge. Sind Problemunkräuter vorhanden oder dominieren Rainfarn und Karden die Brache ist der Einsatz eines Totalherbizides von Vorteil, ansonsten genügt der Pflug. Da die Buntbrache nicht vor dem 15. Februar des dem Beitragsjahr folgenden Jahres umgebrochen werden darf, gibt es nur wenig geeignete Folgekulturen. Wird Mais nach der Brache angebaut, ist das Zeitfenster für eine Unkrautkur genügend lang und folglich Durchwuchsprobleme mit Brachepflanzen wesentlich geringer. Auch Sommergetreide und Kunstwiese eignen sich als Folgkulturen. Nicht geeignet sind Rüben, Raps, Kartoffeln, Erbsen und Feldgemüse. 䡵

Autor Florian Burkhalter, Fachstelle für Pflanzenschutz des Kantons Bern, Andreas Brönnimann, Fachstelle für ökologischen Ausgleich des Kantons Bern, Schwand, 3011 Münsigen

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PFLANZENBAU

Humusbilanz, Fruchtfolge und Zwischenfrüchte BLICK IN DEN BODEN Humus ist die Mutter eines aktiven, lebendigen Bodens und somit die Ertragsversicherung. Ohne Humus gibt es kein Bodenleben. Als Humus wird die Gesamtheit der abgestorbenen organischen Substanz bezeichnet.

Hanspeter Hug

Der Humusgehalt in der Ackerkrume beeinflusst den Wasser-/Lufthaushalt, die Bodenstruktur, die Anzahl Bodenlebewesen sowie die Abgabe und die Speicherung von Nährstoffen. Grund genug, der Humusbilanz grosse Aufmerksamkeit zu schenken. Mit zunehmender Intensität der Bewirtschaftung, mit immer schwereren Bearbeitungs- und Erntemaschinen sowie immer höheren Ertragserwartungen wachsen die an den Boden gestellten Anforderungen. Jede Bodenbearbeitung ist ein Eingriff in das Bodengefüge. Es wird Sauerstoff in den Boden mit eingeStrukturschäden sichtbar als Fahrspuren in einer Erbsenkultur.

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arbeitet, was den raschen Abbau der organischen Substanz und des Humus fördert und gar beschleunigt. Wird dem Boden zu viel zugemutet, entstehen Strukturschäden, die anfangs nur schwer erkennbar sind. Erst einige Jahre später sind die echten, dann oft nur schwer reparierbaren Schäden optisch sichtbar, die Kulturen leiden und bringen tiefere Erträge.

lanz. Während gemischtwirtschaftliche Betriebe mit Kunstfutterbau und Hofdüngern meist eine deutlich positive Humusbilanz aufweisen, liegt sie auf viehlosen Betrieben meist im Manko. Dieses wird noch verschärft, wenn alle Ernterückstände abgeführt werden und ein hoher Anteil von humuszehrenden Hackfrüchten wie Kartoffeln, Zuckerrüben oder Feldgemüse angebaut wird.

Humusbilanz Je nach Fruchtfolge

Fruchtfolge optimieren Bei der Fruchtfolge spielen viele Faktoren eine

ergibt es eine differenzierte Humusbi-

Tabelle: Zufuhr organischer Substanz durch Ernterückstände und Gründüngung Kultur Winterweizen Raps Körnermais Zuckerrüben Kartoffeln Phacelia Ölrettich Rübsen überwinternd Kunstwiese

Ernterückstände dtTS/ha 50 40 55 44 5 29 25 45

Wurzelmasse dt TS/ha 25 35 22 8 13 18 7 23 60

Gesamt dt TS/ ha 75 75 77 52 18 47 32 68 60

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Rolle. Wichtig ist, dass Vorfruchtwert, Notwendigkeiten in der Bearbeitung sowie botanische wie gesetzliche Gegebenheiten aufeinander optimal abgestimmt werden. So kann es Sinn machen, zugunsten einer optimalen Bodenfruchtbarkeit, Kulturen in die Fruchtfolge aufzunehmen, die ertragsmässig nicht die allerhöchsten Erträge erbringen, dafür ideale Vorfruchtwerte aufweisen. Diese wiederum bringen der folgenden Hauptkultur einen Mehrertrag. Bei Fruchtfolgen mit Kunstwiesen muss die optimale Nutzungszeit aufgrund der Fruchtfolge bestimmt werden. Der Bodenverbesserungseffekt ist im ersten Kunstwiesenjahr am grössten und nimmt dann von Jahr zu Jahr ab. Besser ist, im schnelleren Wechsel immer wieder für ein bis zwei Standjahre eine neue Anlage anzubauen, als Kunstwiesen lange stehen zu lassen. Einerseits entstehen ab dem dritten Standjahr Ertragsverluste, anderseits braucht es auf der übrigen offenen Ackerfläche Zwischenfutter oder Gründüngungen. Ziel ist, dass nicht Einzelerträge, sondern der gesamte Fruchtfolgeertrag und die Nachhaltigkeit optimiert werden.

Fruchtfolgegemeinschaften Solche Zweckgemeinschaften machen dort Sinn, wo intensive Viehhaltungsbetriebe (mit einem hohen Anteil an Kunstwiesen und Hofdüngern) sich mit viehlosen Betrieben zusammenschliessen. So können oft einseitige Fruchtfolgen optimiert werden. Werden dadurch noch Parzellen zusammengeführt, entstehen zusätzlich effizientere und kostengünstiger Bewirtschaftungen durch grössere Schläge. So werden betriebswirtschaftliche wie arbeitswirtschaftliche Gewinne erzielt und die Bodenfruchtbarkeit verbessert.

Gründüngung Gründüngungsarten müssen an die Fruchtfolge angepasst werden. Nicht nur die Vorund Nachkultur, sondern auch die übrigen Hauptkulturen und ihre AnUFA-REVUE · 7-8 2010

teile in der Fruchtfolge müssen berücksichtigt werden. Einen Zusatznutzen bringen die Leguminosen. Die Knöllchenbakterien nehmen Luftstickstoff auf, den die Pflanzen in ihrer eigenen Masse organisch speichern. Der optimale Nutzen wird dann erreicht, wenn Leguminosen und andere Pflanzenarten gemischt ausgesät werden. So wird Stickstoff eingelagert und die bereits mineralisierten Nährstoffe und Spurenelemente aus dem Boden organisch gespeichert. Mischungen mit Phacelia und Leguminosen wie UFA Alpha oder UFA Lepha stehen dafür seit Jahren erfolgreich zur Verfügung.

Wann säen? Ziel muss eine möglichst gut entwickelte Gründüngung im Spätherbst sein. Leguminosen bedürfen einer frühen Saat, damit sie sich optimal entwickeln und möglichst viel organische Substanz bilden können. Ende August ist die ideale Saatzeit abgelaufen. Ist dies aufgrund von Erntezeiten oder Stoppelbearbeitungen (Unkrautkur) nicht möglich, so lohnt sich der Leguminosenanbau nicht mehr. Frühsaaten sind für Phacelia und Leguminosen im Vergleich zu übrigen herkömmliche Gründüngern wegen der Absamungsgefahr kein Problem. Die Vegetationszeit reicht nach Hauptkulturen für eine vollständige Samenreife bei diesen Arten nicht aus. Früh gesäte und somit geschosste Gründüngungspflanzen frieren zudem im Winter schneller ab. 䡵

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PFLANZENBAU

Mit Kalk zum Erfolg MIT DER STOPPEL- UND HERBSTKALKUNG wird die Grundlage für die nächste Ernte geschaffen. Kalk übt durch seine direkte und indirekte Wirkung im Boden einen wichtigen Einfluss auf die Ertragsbildung einer Kultur aus.

Roger Bärtsch

Simon Rüeger

Ein optimaler Kalkgehalt im Boden ist für die viele Kulturen ein wichtiger ertragsbildender Faktor. Für hohe Erträge muss der Boden die Fähigkeit aufweisen, über längere Trockenperioden Wasser speichern zu können. Um diese Fähigkeit im Boden auch nach der Ernte von zehrenden Kulturen zu erhalten, sollte nach der Ernte aufgekalkt werden. Kalk hat im Boden drei direkte Wirkungen: • Kalk erhöht/verbessert den pH-Wert • fördert die Tätigkeit der Mikroorganismen und • lockert die Tonteilchen auf, beziehungsweise fördert die Krümelbildung. Diese drei Eigenschaften helfen, die durch die Ernte entstandenen Schäden wie beispielsweise Verdichtungsspuren im Boden zu beseitigen und somit die Wasserführung im Boden und die Bodenfruchtbarkeit im Allgemeinen zu verbessern. Es bleibt aber festzuhalten,

Gute Gründe für eine Kalkung • bessere Verfügbarkeit der vorhandenen Nährstoffe (Phosphor, Stickstoff etc.) • Einsparung der Düngekosten • Stabilisierung der Bodenstruktur • Verminderung von Verkrustungen und Verschlämmungen • Vertiefung des erreichbaren Wurzelraumes im Boden

Kalk belebt den Boden Regel-

• Bessere Wasserführung • Erhaltung der Fruchtbarkeit des Bodens • Steigerung der Qualität des Erntegutes

dass sich Verdichtungsspuren, die bei der Ernte entstanden sind, nicht einfach mit einer Kalkgabe wegzaubern lassen. Die Wirkung von Bodenverdichtung ist meist noch Jahre danach spürbar.

mässige Kalkgaben fördern Mikroorganismen und Bakterien. Dadurch kann organischer Dünger wie Mist effektiver abgebaut werden und dessen Wirkung wird verbessert. Dieser schnellere Abbau hat auch auf die Humusbildung eine positive Wirkung. Durch die erhöhte Bodenaktivität wird der Boden gesünder und die Pflanzen werden widerstandsfähiger gegenüber Krankheiten und Umwelteinflüssen. Was heisst, dass der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln eingeschränkt werden kann.

Tabelle: Kalksortiment der Landor Produkt

Gehalte

Berechnete Kalkwirkung 55 % CaO

Wirkungsweise Mittel

Mahlfeinheit

Form

Bemerkungen.

Dolomit-Mg-Kalk

Hasolit Kombi (Meeresalgen) Agrokalk

55 % CaCO3 35 % MgCO3 80 % CaCO3 10 % MgCO3 87 % CaCO3 13% MgCO3 95 % CaCO3

90 % < 0.09 mm

granuliert

52 % CaO

Mittel

90 % < 0.09 mm

granuliert

Erhaltungskalkung, magnesiumbedürftige Standorte. Erhaltungskalkung.

49 % CaO

Mittel

90 % < 0.09 mm

granuliert

54% CaO

Mittel bis langsam

Fein bis grob.

85 % CaCO3

48 % CaO

Mittel

0.09 – 0.2 mm 0.2 – 0.5 mm 0.5 – 1.0 mm 90 % < 0.09 mm

Feuchtkalk

Branntkalk

90 % CaO

90 % CaO

Schnell (wasserlöslich)

körnig

Mg-Branntkalk

60 % CaO 25 % MgO

95 % CaO

Schnell (wasserlöslich)

körnig

Düngkalk

40

Pulver

Erhaltungskalkung, enthält Mikronährstoffe. Aufkalkung.

Aufkalkung, für leichte bis mittlere Ackerstandorte, zur Grünlandkalkung. Schwere Böden; Nebenwirkung gegen Schnecken, Kohlhernie; Vorsaatkalkung (Kartoffeln, Raps, Zuckerrüben, Karotten, Gerste). Für magnesiumbedürftige Standorte mit schweren Böden. 7-8 2010 · UFA-REVUE


PFLANZENBAU

Vorsaatkalkung mit Branntkalk Branntkalk ist die einzige Kalkform, die mit Wasser reagiert und daher sehr schnell wirkt. Branntkalk wird zur Vorsaatkalkung bereits bei Raps, Rüben, Kartoffeln und Karotten erfolgreich eingesetzt. Mit dem Einsatz von 0.5 bis 1.5 t/ha vor der Saat, leicht eingearbeitet, wird ein feines, krümeliges Saatbett hergestellt.

Grafik: Nährstoffverfügbarkeit in Anhängigkeit vom pH-Wert des Bodens Verfügbarkeit in Prozent (schematisch) 120 100

Stickstoff Phosphat Kalium

80 60

Je feiner der Kalk vermahlen ist, desto grösser ist seine umsetzungsaktive Oberfläche und damit seine Wirkung im Boden.

40 20 0

4.5

5.0

Kalk macht Nährstoffe mobil

VOR 1.10

Da die Nährstoffverfügbarkeit im Boden stark mit dem pH-Wert zusammenhängt, kann mit dem Einsatz von Kalk die Wirkung von organischen und mineralischen Düngern verbessert werden. In Böden, deren pH-Wert zwischen schwach sauer und schwach alkalisch liegt, ist die Nährstoffverfügbarkeit besonders gut. Bei einer optimalen Kalkversorgung werden die vorhandenen Nährstoffe im Boden gut genutzt und deren Effizienz wird ge-

steigert. Im Boden gebundene Nährstoffe, besonders Phosphor, werden besser verfügbar.

Fazit Der Einsatz vom Kalk nach der Ernte ist eine gute Methode, um dem Boden Erholung zu bieten und den Grundstein für eine positive Entwicklung der Folgekultur zu legen. Die Kalkund Magnesiumdüngung sollte nach

5.5 pH-Werte

6.0

7.0

den Ergebnissen der Bodenproben ausgerichtet werden. Bei der Wahl des Kalkes sollte dann nicht nur auf den vermeintlich billigen Preis, sondern auch auf den Neutralisationswert (% CaO) und die Mahlfeinheit des Produkts geachtet werden. Je feiner der Kalk vermahlen ist, desto grösser ist seine umsetzungsaktive Oberfläche und damit seine Wirkung im Boden. 䡵

Autoren Roger Bärtsch und Simon Rüeger, Landor, 4127 Birsfelden Gratis Infoline 0800 80 99 60, www.landor.ch info@landor.ch

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PFLANZENBAU

Wie die Saat, so die Ernte KUNSTWIESEN Mit der Saat wird der Grundstein gelegt, damit eine Kunstwiese optimal gedeihen kann. Egal ob im Frühling auf Winterfurche, im Sommer nach der Getreideernte oder im Herbst nach spät räumenden Kulturen – es gilt immer dasselbe: Je exakter die Saat, desto sicherer der Auflauf.

Hanspeter Hug

Dominik Fischer

Die Saat einer Kunstwiese ist gar nicht so einfach, muss man doch vielfach einen Kompromiss eingehen. Alle Kleearten und die Wiesenrispe lieben eine sehr flache oder oberflächige Saat. Die anderen Gräser dagegen bevorzugen eine Saattiefe von rund 1–2 cm. Bei länger dauernden Mischungen (UFA 440 Highspeed) sind in den ersten zwei Jahren der Rotklee und das englische Raigras wichtig für den Bestandesaufbau. Diese werden abgelöst durch den Weissklee und die Wiesenrispe. Somit müssen bei der Saattiefe unliebsame Kompromisse eingegangen werden. Dies hat auch das Lohnunternehmen Hanspeter und Markus Ryser aus Richenthal (LU) erkannt. Sie haben ihre Sämaschinen so umgebaut, dass gleichzeitig eine Drillsaat als auch eine Breitsaat ausgebracht werden kann.

Eine konventionelle Säkombination wurde deshalb mit einem Krummenacher-Sägerät ergänzt. Diese Sämaschine weist zwei Saatgutbehälter und zwei Säbalken auf. So werden die Klee- und die Wiesenrispesämlinge vor den Säscharen der Drillkombination gesät. Durch das Eindrillen der Gräsersamen sind diese in optimaler Sätiefe und so-

mit weniger empfindlich auf kurze Heisswetterperioden. Als Folge davon muss aber das Saatgut getrennt geliefert werden. Die zwei Saatgutbehälter mit unterschiedlicher Sätechnik sind gut erkennbar.

In Ton und Bild Wie dieses spezielle Saatverfahren mit gleichzeitiger Drill- und Breitsaat des Lohnunternehmens Ryser funktioniert, zeigt ein Video unter www.ufarevue.ch. Markus Ryser und Fahrer Fredy Gut sowie Dominik Fischer, Berater bei UFA-Samen, geben Erläuterungen zur Funktionsweise der Maschine und zu den entsprechenden Mischungen ab. Zudem el gibt es auch eine Erfolgskontrolle, m Artik zu diese u e . c h indem der nachfolgende Auflauf der v e Videofilm r .ufa www Saat gezeigt wird.

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PFLANZENBAU

Darauf ist bei der Saat zu achten • Bodenzustand: Nicht der Kalender ist entscheidend, sondern der Bodenzustand. Nie fahren bei zu nassen Verhältnissen. • Saaten nach Wintergerste an heissen Julitagen sind oft heikel. Darum wird die heisse Temperatur besser zur Unkrautkur genutzt. • Die richtige Maschine für die richtige Saat: Die Sämaschinen können wahlweise mit Kreiselegge, Rototiller, Scheibenegge oder einer Direktsaat kombiniert werden. Je nach Ernterückständen, Bodenart, Hanglagen, Bodenverhältnissen und Mischungswahl wird die optimale Kombination ausgewählt. • Saattiefe den Einzelkomponenten anpassen. • Durcharbeiten des Bodens: Auf optimale Einarbeitung der Ernterückstände achten. • Rückverfestigung und absolut ebenes flaches Saatbett.

Grassamen (links) und Kleesaatgut mit Wiesenrispe («Highspeed») rechts.

Die Vorteile dieser Kombination liegen auf der Hand. Jede Einzelkomponente wird so gesät, wie es ihren idealen Anforderungen entspricht. Das Lohnunternehmen Ryser sät praktisch alle längerdauernden Kunstwiesenmischungen mit diesem Verfahren. Eine ideale Saat bringt einen nachhaltigen Erfolg. Dies ist beim Lohnunternehmer besonders wichtig, möchte er doch im nächsten Jahr wieder Aufträge erhalten. Die optimale Organisation und Planung des Säbetriebs ist das A und O. Das Wechseln von einer Futterbaumischung zur anderen ist bei diesen ZweiKastenmaschinen mit höherem Aufwand verbunden (zweimal Leeren, Befüllen und Abdrehen). Damit der Saatgutwechsel möglichst schnell geht, werden die Sämaschinen auf ganze Saatgutposten kalibriert, so muss nicht jedesmal neu abgedreht werden. Aus diesem Grund wird das Saatgut zum Kunden immer mitgeliefert. Auch beim Einteilen der Maschinen (Reihenfolge der Kunden) wird darauf geachtet, dass die Mischungen möglichst wenig gewechselt werden müssen. Beratung zur Saat Damit eine Kunstwiese optimal auflaufen kann, muss man bei kritischen und heiklen Saatbedingungen auch einmal nein zur Saat sagen können oder diese auf einen späteren Zeitpunkt verschieben. Aufgelaufene Unkräuter und Ungräser müssen vor der Saat entfernt werden. Dies gilt besonders bei Direktsaaten. Unebene, von der Ernte stark verkarrte sowie zu nasse Parzellen müssen so zur Saat vorbereitet werden, dass mit einem guten Gefühl gesät werden kann. Die Devise von Markus Ryser lautet: «Lieber nein zu einem Auftrag sagen, als schlechte Kompromisse eingehen».

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Ausbildung der Mitarbeiter Wie für jeden Landwirt ist auch für die Mitarbeiter im Lohnunternehmen Ryser die Ausbildung von hoher Priorität. Der Fahrer muss das Gespür für den Boden und die Saat haben. Wie schnell darf man fahren, wie tief muss man säen, wie viel Umdrehungen soll die Zapfwelle haben und ist der Boden auch gut durchgearbeitet: Dies sind nur einige Fragen, die ständig beantwortet werden müssen. Darum werden die Felder immer wieder auf den Säerfolg hin kontrolliert.

Nur mit einer solchen Kontrolle kann festgestellt werden, ob die Arbeit optimal ausgeführt wurde. Anhand des Auflaufbildes werden Schlüsse zur Optimierung gezogen. An Fachveranstaltungen werden die Mitarbeiter weiter geschult, so dass diese in der Lage sind, bezüglich Mischungswahl und anschliessender Nutzung kompetent Auskunft geben zu können. 䡵

Hanspeter und Markus Ryser haben die Sämaschine für die gleichzeitige Drill- und Breitsaat entwickelt.

Autoren Hanspeter Hug, UFA-Samen, 8401 Winterthur; Dominik Fischer, UFA-Samen, 6210 Sursee Lohnunternehmen Ryser Familienbetrieb unter Leitung von Markus und Hanspeter Ryser, Mitarbeit der Eltern. 5 Personen sind festangestellt, weitere 3 arbeiten in Teilzeit. Hanspeter Ryser ist verantwortlich für die Werkstatt, den Unterhalt und für den Neubau von Maschinen (Eigenentwicklungen). Markus Ryser leitet den landwirtschaftlichen Teil des Unternehmens. Hauptangebote sind Bodenbearbeitung (Rekultivierungen, Tiefenlockerungen, bis zum fertigen Saatbett), Saaten, Pressen, Aufkalken von Böden, Pflanzenschutz und Transporte. Zudem wird eine Kundenwerkstatt betrieben. www.ryser-agrotechnik.ch

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PFLANZENBAU

Raps legt weiter zu DIE VERTRÄGE FÜR DIE ERNTE 2011 zwischen dem SGPV und den Ölwerken, die Mitglied von «SwissOlio» sind, sehen eine Erntemenge von 75 000 t Raps (inklusive «HOLL»-Raps) gegenüber den diesjährigen 70 000 t voraus. Diese Steigerung erklärt sich insbesondere mit der erfreulichen Zunahme der Rapsölverkäufe.

Jean-Paul Krattiger

Zurzeit werden rund 75 % der Fläche mit sogenannt klassischen Sorten angebaut, die sich durch einen hohen Omega-3-Gehalt auszeichnen. Die hervorragende Qualität dieses Öls wird speziell in der kalten Küche geschätzt. Die übrige Aussaat umfasst die «HOLL»-Sorten (high oleic, low linolenic) mit reduziertem Omega-3-Gehalt. Das Öl dieser Sorten wird zum Frittieren verwendet.

zen/m2. Die Verluste zwischen der gesäten Körneranzahl und der Anzahl Pflanzen Ende Winter beträgt bei optimalen Bedingungen 20 %, bei schwierigen Bedingungen 50 %. Im Extensoanbau sollte eine zu tiefe Saatdichte vermieden werden, da durch Rapserdflöhe und Rapsstengelrüssler geschwächte Pflanzen ein begrenzteres Pflanzenwachstum und ein beschränkteres Ausgleichsvermögen aufweisen.

Anbautechniken Die Vorbereitung des Bodens muss eine gute Entwicklung des Wurzelsystems erlauben. Eine schlecht verwurzelte Pflanze reagiert empfindlicher auf Störungen und kann ihr gesamtes Ertragspotenzial nicht voll ausschöpfen. In einem leichten und trockenen Boden und bei geringer Niederschlagsmenge stellt die Wuchskraft der Hybriden mit ihrem stärker entwickelten Wurzelsystem einen Vorteil dar. Wie dies im Jahre 2009 beobachtet wurde, kann es bei langen Wachstumsperioden im Herbst zu einem Schossen kommen (frühes Auflaufen, sehr milder Herbst, grosse Stickstoffverfügbarkeit und hohe Saatdichte).

Anpassung der Saatdichte Bei optimalen Bedingungen und früher Aussaat liegt die empfohlene Saatdichte bei Liniensorten bei 50 – 65 Körnern/m2, bei Hybriden bei 50 – 60 Körnern/m2. Bei schwierigen Bedingungen und später Aussaat empfehlen sich bei Liniensorten 65 – 75 Körner/m2, bei Hybriden 65 – 75 Körner/m2. Auch wenn die Zwischenreihe keine entscheidende Rolle spielt, ist es zwingend, pro laufenden Meter nicht mehr als 20 Pflanzen zu setzen. Ansonsten steigt das Risiko eines Schossens verbunden mit einem höheren Risiko von Lagerfrucht aufgrund der dünnen Stengel. Es ist unerlässlich, das auf der Zertifizierungsverpackung oder –etikette stehende Tausendkorngewicht (TKG) zu berücksichtigen, um eine korrekte Einstellung der Getreidesämaschinen vorzunehmen. Das TKG kann nämlich zwischen 4 g bis 10 g variieren und das Gewicht einer Dosis von 750 000 Körnern kann von 3.2 auf 9 kg ansteigen. Diese Unterschiede beeinflussen weder die Qualität des Saatguts noch die Kosten pro Hektar.

Idealer

Pflanzenbestand Im Flachland liegt die ideale Periode zwischen dem 25. August und 10. September. Ab 600 m Höhe sollte der letzte Pflanztermin auf den 5. September vorverschoben werden. Ziel ist es, vor dem Winter das Achtblattstadium, einen Wurzelhalsdurchmesser von mindestens 8 mm und eine 15 – 20 cm lange Pfahlwurzel zu erreichen. Der gewünschte Pflanzenbestand ausgangs Winter liegt bei Hybriden bei 40 – 45 Pflanzen/m2 und bei Liniensorten bei 45 – 55 Pflan44

Parasiten und Krankheiten Die Ackerschnecken sind ab der Keimung bis zum Vier- bis Fünfblattstadium 7-8 2010 · UFA-REVUE


PFLANZENBAU schädlich. In Risikosituationen (tiefe Saatdichte, Feldränder, sehr scholliger Boden, Pflanzenrückstände an der Oberfläche) sollten während der Aus-

Ziel ist es, vor dem Winter das Achtblattstadium zu erreichen mit einem Wurzelhalsdurchmesser von mindestens 8 mm und einer 15 bis 20 cm langen Pfahlwurzel. Bild: agrartoto.com

saat Schneckenkörner eingesetzt werden. Kontrollieren Sie von Oktober bis Mitte November mittels einer gelben Schüssel, die zur Hälfte in den Boden eingegraben und mit Seifenwasser gefüllt ist, das Vorhandensein von Rüsselkäfern. Eine stark befallene Pflanze bildet im Frühling zahlreiche Seitentriebe, sofern sie nicht vorher stirbt. Die Schäden im Zusammenhang mit dem Stengelrüssler (verbogene oder aufgeplatzte Stengel) können mit Frostschäden verwechselt werden. Der Flug beginnt sobald die Temperaturen über 8 bis 10 °C steigen, was eine Intervention im Flachland je nach Jahrgang anfangs Februar – Mitte März erfordert (Empfehlungen der Fachstellen für Pflanzenschutz befolgen). Das Jahr 2010 war durch einen starken Befall durch Rapsglanzkäfer gekennzeichnet, was zu Ertragsausfällen führen könnte. Der Einsatz von Wirkstoffen mehrerer Stoffgruppen bleibt die geeignetste Massnahme für eine wirksame Behandlung. Auch muss darauf hingewiesen werden, dass die durch Rapserdflöhe und Rapsstengelrüssler befallenen Pflanzen krankheitsanfälliger sind. Die Anwendung eines Fungizids gegen Phoma im Vier- bis Sechsblattstadium hat als positive Nebenwirkung die Pfahlwurzel und die Wurzelmasse zu vergrössern, das Schossen des Stengels zu stoppen und eine gute Überwinterung zu fördern.

Sorten für die Aussaat 2010 Die empfohlene Sortenliste von swiss granum schlägt die bei unseren Bedingungen erträglichsten Sorten vor. Diese Sorten entsprechen auch den Bedürfnissen der Ölwerke und des Marktes. In einem Versuchsnetz von Agroscope werden die Kriterien Ertrag, Ölgehalt, Frühzeitigkeit, Standfestigkeit und Krankheitsresistenz beurteilt.

«Klassische» Sorten Adriana und Compass wurden für die Aussaat 2010 eingetragen. Mit mehr als 80 % Flächenanteil im Jahre 2009 weist Visby immer noch das höchste Ertragspotenzial auf (Gesamtindex von 111 % des durchschnittlichen Standards) und dürfte sich aufgrund dieser hervorragenden Ergebnisse weiter verbreiten. Elektra steht nicht mehr auf der empfohlenen Sortenliste, ist aber weiterhin verfügbar. Sie UFA-REVUE · 7-8 2010

Die Düngung von Raps Stickstoff: Raps benötigt im Herbst rund 30 kg Stickstoff pro Hektar, insbesondere nach Einarbeitung von Stroh oder bei ungenügender Stickstoffmineralisierung des Bodens. Im Frühling Anwendung einer fraktionierten Düngung mit einer ersten Stickstoffgabe ab einsetzendem Pflanzenwachstum und im Stadium des 1. Internodiums. Phosphat-Kalium: Die Gabe erfolgt vor der Aussaat mit ternären oder binären Düngern. LANDOR-PK wird als Ergänzung zu Hofdüngern oder bei günstigen Klimabedingungen im Herbst vorgezogen. Magnesium: Wird Magnesium in der Vegetationszeit beigegeben, wird der Schwefel schneller in Sulfatform aufgenommen. Schwefel: Der Schwefelbedarf von Raps liegt zwischen 50 – 90 kg Schwefel pro Hektar. 70 % dieses Schwefels wird zwischen einsetzendem Pflanzenwachstum und der Blütezeit absorbiert. Bor: Der Bedarf liegt bei über 500 g Bor pro Hektar, der durch eine vorbeugende Gabe oder eine Bortrac-Spritzung (3 l/ha) gedeckt wird. Für einen voraussichtlichen Ertrag zwischen 35 und 40 Zentnern pro Hektar wird unter Berücksichtigung möglicher Rückstände folgende Düngungsmenge empfohlen: N: 130-150 · P2O5: 55-90 · K2O: 35-160 · Mg: 10-25

wird dort geschätzt, wo der Rapsglanzkäfer gegenüber Pyrethroiden resistent ist. Ebenfalls marktgängig bleibt Mendel, insbesondere aufgrund ihrer Resistenz gegenüber verschiedenen Kohlherniearten. Sie ermöglicht einen normalen Ertrag in von dieser Krankheit befallenen Parzellen. Die Sorten Aviso, DK Cosmos, Oase, Robust und Standing sind weiter verfügbar und in der für die Ernte 2011 empfohlenen Sortenliste aufgeführt.

«HOLL»-Sorten Die Sorte V140OL wurde aufgrund ihres tiefen Linolensäuregehalts, der gegenüber der Sorte V141OL um 0.5 % tiefer liegt, aufgenommen. Die beiden Sorten sind praktisch identisch, insbesondere bezüglich Ertrag und Standfestigkeit. Eine Preiszulage bei der Produktion von «HOLL»Raps kompensiert ihre etwas tiefere Produktivität. Für diesen Typ bestehen Anbauverträge mit fenaco-LANDI. Zur Sicherstellung der «HOLL»-Qualität müssen ein Isolationsabstand von 50 m zu klassischem Raps eingehalten, der Durchwuchs von klassischem Raps möglichst begrenzt und eine strikte Trennung von der Aussaat bis zum Ölwerk sichergestellt werden. Die neuen, für die nächsten Jahre vorgesehenen Hybridsorten dürften eine Entwicklung dieser von den Ölwerken zunehmend geschätzten Produktion erlauben. 䡵

Autor Jean-Paul Krattiger, UFA Samen, 1400 Yverdon-les-Bains Weitere Details zu den Rapssorten finden Sie im UFA Feldsamenkatalog, der in Ihrer LANDI erhältlich ist oder unter www.ufasamen.ch

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IMMOBILIEN MERKBLATT

Immobilien kaufen und verkaufen – das muss man wissen! DER LIEGENSCHAFTSKAUF UND -VERKAUF bei Grundstücken in der Landwirtschaftszone ist wegen den landwirtschaftlichen Spezialgesetzen komplexer als bei übrigen Immobilien. Das Bodenrecht, das Pachtrecht und das Raumplanungsgesetz geben Rahmenbedingungen vor, welche im Hinblick auf einen Verkauf nicht ausser Acht zu lassen sind.

Boden kaufen oder verkaufen Für den Kauf oder Verkauf von Land, Gebäuden und Liegenschaften gibt es Regeln, die einzuhalten sind. Ziel ist es, dass nach Abschluss des Kaufvertrags Käufer und Verkäufer sicher sind, ein gutes Geschäft gemacht zu haben. Ohne Kenntnis der Marktlage und den gesetzlichen Vorgaben, gibt es keinen fairen Handel. Zudem braucht es ein verlässliches Netzwerk von Beratern, Maklern, Notaren, Banken und Behörden.

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IMMOBILIEN MERKBLATT Gut Ding will Weile haben. Bei landwirtschaftlichen Grundstücken und Gewerben dauert es von Verkaufsbeginn bis zur Kaufvertragsunterzeichnung und Grundbucheintrag häufig mindestens ein halbes Jahr. Angesichts der grossen Vielfalt von gesetzlichen Entscheiden und Auswirkungen im Zusammenhang mit Liegenschaftsverkäufen ist eine gute Vorbereitung ein Muss. Je nach Umfang (zum Beispiel Vorabklärung Baugesuch) ist dafür ein grösserer Zeithorizont einzurechnen. Wer nicht kennt das Recht, … Ist das Verkaufsobjekt dem Geltungsbereich des bäuerlichen Bodenrechts (BGBB) unterstellt, gelten dessen Bestimmungen. Zu klären ist, ob es sich beim Verkaufsobjekt um ein landwirtschaftliches Gewerbe oder einen Bestandteil davon handelt. Wenn ja, ist das Gewerbe grundsätzlich als Einheit zu veräussern. In Ausnahmefällen, zum Beispiel bei strukturellen Verbesserungen anderer landwirtschaftlicher Gewerbe (Art. 60 Abs. 2 Bst. A, BGBB), kann die Behörde eine Realteilung bewilligen. Weiter stellt sich die Frage nach gesetzlichen Vorkaufsrechten von Verwandten. Wurde ein landwirtschaftliches Gewerbe innerhalb der letzten 25

Jahre ganz oder zum grössten Teil von den Eltern oder aus deren Nachlass erworben, besteht ein Verwandtenvorkaufsrecht (Art. 42 BGBB). In diesen Fällen bestehen in der Regel noch Gewinnanspruchsrechte. Häufig ist ein Verkaufsobjekt ganz oder teilweise verpachtet. Zu prüfen ist deshalb, ob der Pächter die Bedingungen zur Ausübung des Vorkaufsrechts nach Art. 47 BGBB erfüllt und falls ja, das Vorkaufsrecht ausüben wird. Ein Verzicht auf das Pächtervorkaufsrecht ist nur verbindlich mit einer öffentlichen Urkunde, maximal sechs Monate vor Kaufvertragsabschluss unterzeichnet. Zudem muss der Pächter von wesentlichen Vertragsbestimmungen Kenntnis haben (Art. 48 BGBB). Das Vorkaufsrecht des Pächters geht dem Verwandtenvorkaufsrecht nach.

Raumplanung Für Grundstücke ausserhalb der Bauzone bestehen Einschränkungen bezüglich der Nutzung. In der Landwirtschaftszone ist in der Regel nur eine landwirtschaftliche Nutzung möglich. Probleme gibt es beispielsweise,

wenn Grundstücke für Pensionspferde oder für Hundesport (Agility) genutzt werden wollen. Es ist deshalb von Bedeutung, einen Käufer über die Zonenzugehörigkeit aufmerksam zu machen. Oft sind sich die Käufer nicht über die Konsequenzen bei einem Erwerb einer Baute ausserhalb des Baugebietes bewusst. In einigen Fällen lohnt sich eine Voranfrage oder ein Anfragegesuch bei der Gemeinde einzureichen. Damit ersparen sich Käufer und Verkäufer Überraschungen. Zu beachten ist auch, dass oftmals zusätzliche Zonenüberlagerungen vorkommen können, wie Landschaftsschutzonen oder Gewässerschutzzonen. Diese Zonenüberlagerungen beinhalten zusätzliche Nutzungsbeschränkungen. Ein Blick auf den Bauzonenplan oder den Kulturlandplan der Standortgemeinde lohnt sich auf jeden Fall. Zu prüfen ist die Rückzahlung von Subventionen und Investitionskrediten und auch die Einflüsse von weiteren Verträgen (Pacht, Genossenschaft, Abnahmeverträge).

Verkaufspreis Als Grundlage für die Festlegung des Verkaufspreises ist

Der Käufer will die Liegenschaften besichtigen.

Wer nicht kennt das Recht, dem ergeht es leider schlecht.

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IMMOBILIEN MERKBLATT mit der Publikation der Durchschnittsund Maximalpreise eher die Ausnahme (Preise Immobilien Kanton Jura: www.fistat.ch).

Checkliste: Alles geprüft? 䡵 Entscheid Verkauf selber oder durch einen Makler oder Berater. 䡵 Abklärungen bezüglich des Bodenrechts (BGBB), des Pachtrechts (LPG) und der Raumplanung (RPG).

Wird dem Bauer die Pacht genommen, … Ist das

䡵 Ermittlung des Marktwerts (Preis). 䡵 Erstellung einer Dokumentation. 䡵 Objektvorbereitung (Räumung und Reinigung). 䡵 Ausschreibung. 䡵 Besichtigung. 䡵 Prüfung der Offerten und Vertragsverhandlungen führen. 䡵 Einen Vertragsentwurf erstellen, diskutieren, prüfen lassen. 䡵 Öffentliche Beurkundung. 䡵 Übergabe der Liegenschaft. 䡵 Steuererklärung bezüglich des Grundstückgewinns ausfüllen.

eine objektive Verkehrswertschätzung zu empfehlen. Bei Grundstücken, welche dem Geltungsbereich des BGBB unterstehen, bestehen Einschränkungen bezüglich maximal zulässigem Preis (Art. 66 BGBB). Der maximal zulässige Preis ist nicht mit dem Verkehrswert gleichzusetzen, da dieser ein Durchschnittswert der vergangen fünf Jahre ist. In der Regel verzichten die Kantone auf eine Publikation des maximal zulässigen Preises, da diese nicht preisbildend sein möchten. Der Kanton Jura ist

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Verläuft der Handel korrekt, zollt man dem Bauern Respekt.

Grundstück verpachtet, übernimmt der Käufer den bestehenden Pachtvertrag (Art. 14 LPG). Der Käufer kann diesen innert dreier Monate nach Kaufvertragsabschluss gemäss Art. 15 LPG mit einer Frist von einem Jahr auf den folgenden Frühling oder Herbst vorzeitig auflösen. Es ist zu beachten, dass der Pächter bei einer vorzeitigen Pachtauflösung entschädigt wird. Ist nichts anderes vertraglich vereinbart, hat der Verkäufer den Schadenersatz zu bezahlen. Ist kein schriftlicher Pachtvertrag vorhanden, ist besonders sorgfältig zu prüfen, wann das Pachtverhältnis begonnen hat, damit nicht von falschen Fristen ausgegangen wird.

Ausschreibung Zur Vorbereitung gehört auch das Zusammenstellen erforderlicher Unterlagen. Soll eine Liegenschaft verkauft werden, braucht es mindestens einen aktuellen Grundbuchauszug, einen Katasterplan und eine Ge-

bäudeversicherungspolice. Erwünscht sind auch Situationspläne und Angaben zur Belastungsgrenze bei den BGBB-unterstellten Grundstücken und Gebäuden.

Besichtigungen Der Käufer will die Liegenschaft besichtigen bevor er sie kauft. Deshalb sollte das Kaufobjekt auch entsprechend hergerichtet werden. Es müssen nicht alle Gegenstände entfernt werden. Es schadet jedoch nicht vor dem Besichtigungsstart die Liegenschaft von offensichtlich unbrauchbar gewordenem Inventar zu entrümpeln. Um einen Aufmarsch von «Liegenschaftsbesichtigungstouristen» zu vermeiden, ist bei der ersten Kontaktaufnahme die Ernsthaftigkeit der Kaufabsicht zu überprüfen. Man kann zum Beispiel Fragen nach dem Beweggrund und der zukünftigen Nutzung stellen. Auf jeden Fall sollte die vollständige Adresse aufgenommen werden.

Wird dem Bauern die Pacht genommen, soll er eine Entschädigung bekommen.

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IMMOBILIEN MERKBLATT Bewerber und Offerten Besonders bei landwirtschaftlichen Gewerben treffen Käufer auf eine Vielzahl von Mitbewerbern. Es wird empfohlen, sich gewissenhaft mit dem Kauf auseinanderzusetzen und ein attraktives Bewerbungsdossier zusammenzustellen, angefangen von den persönlichen Qualifikationen über die Bewirtschaftung bis hin zu den Finanzierungsmöglichkeiten. Auch hat der Käufer abzuklären, ob ihm eine Erwerbsbewilligung erteilt wird. Kaufvertrag Bevor der Kaufvertrag in Auftrag gegeben wird, sind zwischen Käufer und Verkäufer die Vertragsdetails, wie zum Beispiel der Nutzenantritt oder der Zustand des Verkaufsobjekts, zu besprechen. Bei älteren Immobilien wird die Gewährleistung nach Art. 197 OR soweit gesetzlich zulässig wegbedungen. Ungültig ist diese Wegbedingung, wenn die veräussernde Partei der erwerben-

Will man keine Fehler riskieren, muss man sich gut dokumentieren.

den Partei die Gewährsmängel absichtlich oder grobfahrlässig verschwiegen hat (Art. 100 Abs. 1, Art. 192 Abs. 3 und Art. 199 OR). Der Kauf einer Immobilie muss öffentlich beurkundet werden. Reservationsverträge bedürfen zur rechtlichen Gültigkeit ebenfalls einer öffentlichen Beurkundung. Bei Auflösung des Reservationsvertrags dürfen allenfalls spezielle Leistungen und Kosten, welche durch den Käufer verursacht wurden, in Abzug gebracht werden. Betreffend Sicherstellung des Kaufpreises sind keine Kompromisse einzugehen. Es ist üblich, dass bei Vertragsunterzeichnung ein unwiderrufliches Zahlungsversprechen beigebracht ist. Gewisse Kantone verlangen eine Sicherstellung der Grundstückgewinnsteuer. Dies dient zum Schutz des Käufers, da gesetzliche Grundpfandrechte möglich sind. Der Verkauf ist erst nach Vertragsabschluss und Grundbucheintrag rechtsgültig.

Soll der Liegenschaftshandel geraten, … Auf www.sbv-treuhand. ch finden sich unter der Rubrik «Downloads» Checklisten über den Kauf und den Verkauf von Liegenschaften. Es lohnt sich, diese Listen in einer ruhigen Minute durchzugehen.

Soll der Handel geraten, lässt der Bauer sich beraten.

Inserate in einer landwirtschaftlichen Fachzeitschrift, wie zum Beispiel der UFA-Revue, bieten Gewähr, dass bäuerlich Interessierte sowohl in der Deutschals auch aus der Westschweiz das Inserat lesen. Die meisten Agrarzeitschriften unterstützen die Bauern auch in der Inserategestaltung. Bei der Inserierung auf einer Webseite ist ein gewisses Mass an Informationen wie Eckdaten und Fotos aufzuschalten. So können Kaufinteressenten abschätzen, ob die Liegenschaft in Frage kommen könnte oder nicht. Vertrauliche Daten haben auf dem Internet nichts zu suchen. Zu beachten ist, dass Inserate aktuell gehalten werden sollen. Und nicht vergessen, sie zu löschen. Wenn man mit einem Makler zusammenarbeitet, soll man darauf achten, dass dieser über solide Kenntnisse im landwirtschaftliche Recht verfügt. Die Entschädigungen für den Aufwand werden nach Stundenaufwand verrechnet oder pauschal in Form von einer Provision. Provisionen hängen von der Art des Objekts ab und liegen üblicherweise im Bereich zwischen 2 bis 4 % des Verkaufspreises. Der schweizerische Bauernverband unterstützt Verkäufer und Käufer beim Kauf und Verkauf von Liegenschaften, auch in Teilbereichen, zum Beispiel der rechtlichen Überprüfung des Kaufvertrages. 䡵

Impressum Autor August Köpfli, Ing.-Agr. FH/Betriebsökonom FH ist Fachverantwortlicher «Immobilien» beim Bereich Treuhand und Schätzungen des schweizerischen Bauernverbands. Auf www.sbv-treuhand.ch, Rubrik Liegenschaften sind aktuelle Verkaufsobjekte aufgeschaltet. SBV Treuhand und Schätzungen, Laurstrasse 10, 5201 Brugg, 寿 056 462 51 11, info@sbv-treuhand.ch Layout, Bilder amw, UFA-Revue, SBV Literatur Bundesgesetz über das bäuerliche Bodenrecht (BGBB), Bundesgesetz über die landwirtschaftliche Pacht (LPG), Schweizerisches Obligationenrecht (OR), Bundesgesetz über die Raumplanung.

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phyto-news Getreideherbizid im Herbst Schon seit Jahren hat man nie mehr soviel Windhalm und andere Ungräser in den Getreidefeldern gesehen, wie diesen Sommer. Einige Produkte oder deren Wirkstoffe zeigten ihre Limiten betreffend Wirkung. Rechtzeitig für die Herbstbehandlungen steht den Getreidebauern ein neues Produkt zur Verfügung, welches verschiedene Vorteile vereint. Das Produkt besteht aus Chlortoluron, welches für eine wirkungsvolle Ungräserbekämpfung sorgt, und dem sehr erfolgreichen Wirkstoff Diflufenican gegen zweikeimblättrige Unkräuter. Der Einsatz erfolgt im reinen Vorauflauf oder dann im frühen Nachauflauf ab sichtbaren Fahrgassen bis Beginn Bestockung. Carmina bietet folgende Vorteile: • Breites Einsatzfenster, im Vor- und Nachauflauf möglich • Hohe Effizienz gegen Gräser, breites Wirkungsspektrum • Farblos, saubere Anwendung • Hervorragend in Preis / Leistung Carmina zeigt mit einer Aufwandmenge von 2 – 2,5 l/ha eine starke Wirkung gegen Gräser wie Windhalm, Raygras, Einjährige Rispe und Ackerfuchsschwanz sowie gegen die meisten breitblättrigen Unkräuter. Auf Feldern mit hohem Ackerfuchsschwanzbesatz wir die Mischung Carmina 2 l/ha + Lexus 20 g/ha empfohlen. Das farblose Produkt vermindert gegenüber den «gelben Produkten» den Reinigungsaufwand erheblich und lässt die Feldspritzen länger neuwertig aussehen.

Start in die neue Raps-Saison Die neue Raps-Saison steht bereits bevor. Folgt Raps auf Getreide, müssen Problemunkräuter und Ausfallgetreide bereits nach der Ernte, noch vor der Rapssaat, konsequent bekämpft werden, besonders bei Mulchsaaten. Dazu zuerst das Ausfallgetreide keimen lassen und dann eine Flächenbehandlung mit Roundup Max (4 – 7 l/ha) durchführen. Damit wird der Grundstein für eine erfolgreiche Herbizidstrategie gelegt. Raps hat eine sehr lange Vegetationsdauer und deckt den Boden im Herbst und auch im Frühling lange Zeit nicht komplett. Die Anforderungen an ein Rapsherbizid sind deshalb sehr hoch. Lange, gute Wirkung gegen Herbst- und Frühjahrskeimer und sichere Wirkung gegen Gräser im Herbst. Vor allem hochwachsende Arten wie Klebern, Kamille, Mohn, Hohlzahn, Gräser, Ausfallgetreide, etc. müssen sicher erfasst werden und dürfen den Raps nicht konkurrieren. Devrinol Top (3 l/ha) kann als einziges Rapsherbizid bis 10 Tage nach der Saat eingesetzt werden! Verzögerungen bei der Behandlung, z. B. durch Schlechtwetter, sind also kein Problem und es müssen deswegen nicht Produkte umgetauscht werden. Devrinol Top erfüllt die hohen Ansprüche an ein Rapsherbizid und hat in jahrelangem Einsatz seine Vorzüge und kompromisslose Wirkung unter Beweis gestellt

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Ausfallgetreide und aufgelaufene Gräser Gegen Schnecken

 062 746 80 00   

Ein grosses Problem beim Auflaufen vom Raps sind die Schnecken. Alle Jahre wieder werden ganze Felder durch die Schnecken zerstört. Auf Problemparzellen sofort nach der Saat vorbeugend Metrarex TDS Schneckenkörner ausbringen oder täglich die ganze Parzelle sehr aufmerksam überwachen und bei Befall behandeln. Da den meisten Rapspflanzen die Zeit zur Überwachung fehlt, hat sich die vorbeugende Köderung durchgesetzt. Metarex TDS gewährt mit nur 5 kg/ha einen umfassenden Vollschutz gegen Schnecken, ist staubfrei und abriebsfest. Bei sehr starkem Gräserdruck oder viel Ausfallgetreide kann mit dem Gräserherbizid Select (0,5 l/ha) im Nachauflauf nachbehandelt werden. Phoma wird vorzugsweise bereits im Herbst mit Capitan-S (1 l/ha) bekämpft. Herbstbehandlungen zeigen eine bessere Wirkung. Zudem hat Capitan-S auch einen merklich positiven Einfluss auf die Winterhärte des Rapses.

0,5 l/ha 1,0 l/ha

5 kg/ha Capitan S

1,0 l/ha

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PFLANZENBAU

Der Nachbar entscheidet mit GENTECHNIK Die Annahme des Gentech-Moratoriums im Jahr 2005 belegt die kritische Haltung der Schweizer Bevölkerung gegenüber der Grünen Gentechnik. Selbst wenn nach Ablauf des Moratoriums der Anbau transgener Kulturen in der Schweiz zugelassen würde, ist fraglich, ob sich die Landwirte für dieses neue Produktionssystem entscheiden und welche Faktoren diese Entscheidung beeinflussen.

Jennifer Schweiger

Das Gentechnikgesetz fordert den Schutz der gentechnikfreien Produktion. Das bedeutet, es muss eine Vermischung von transgenen und nicht-transgenen Kulturen auf dem Feld und deren Produkte in der Warenflusskette durch geeignete Massnahmen, sogenannte Koexistenzmassnahmen, verhindert werden. Dazu werden beispielsweise in den EU-Mitgliedsstaaten so genannte Pufferzonen angelegt. Das sind auf Parzellen mit transgenen Kulturen Flächenstreifen nicht-transgener Kulturen gleicher Art, beziehungsweise entsprechende Streifen auf dem Empfängerfeld. Oder es sind zwischen den Feldern mit Kulturen gleicher Art Isolationsabstände einzuhalten. In der kleinräumig strukturierten Schweizer Landwirtschaft sind solche Pufferzonen und Isolationsabstände vielerorts schwierig zu realisieren. Es besteht die Gefahr, dass Isolationsdistanzen bis in die konventionellen Felder

Tabelle: Räumliche Koexistenzmassnahmen Raps Isolationsabstand Pufferzone Mais Isolationsabstand Pufferzone

Szenario «Weit»

Szenario «Nah»

400 m 100 m

50 m 15 m

150 m 56 m

50 m 15 m

der Nachbarlandwirte hineinragen und dass zu grosse Teile der Parzellen als Pufferzonen ausgeschieden werden müssten. Wie entscheiden sich in dieser Situation die Landwirte? Welche Rolle spielen bei der Entscheidung die Nachbarn? Dieser Frage ging die Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon ART im 52

Rahmen eines Projekts des nationalen Forschungsprogramms (NFP 59) nach. Hierzu führte man im Jahr 2008 in den Gemeinden Brütten, Nürensdorf und dem östlichen Teil Oberembrachs (Kanton Zürich) Interviews mit Landwirten durch. Befragt wurden 61 von insgesamt 82 Landwirten, die Flächen in dieser Region bewirtschaften.

ren, an Veranstaltungen zur gegenseitigen Information und Absprache unter Nachbarn teilzunehmen und so eine Koexistenz zu ermöglichen. Freiwillige Massnahmen würden 54 % umsetzen. Hierdurch kann auf ein recht hohes Mass an Toleranz und Kooperationsbereitschaft zur Umsetzung der Koexistenz geschlossen werden.

Anbaubereitschaft Wie die Ergebnisse der Abstimmung zum GentechMoratorium vermuten liess, erwägt es nur eine Minderheit (ein Drittel) der Befragten generell, transgene Kulturen anzubauen. Von den Befragten würden rund 30 % insbesondere den Anbau von maiszünslerresistentem Mais (Bt-Mais) in Erwägung ziehen, 28 % könnten sich den Anbau von herbizidtolerantem Mais (Ht-Mais) oder herbizidtolerantem Raps (Ht-Raps) vorstellen. Rund 56 % der Befragten vermuten bei einem oder mehreren ihrer Nachbarn eine Bereitschaft, transgene Kulturen anzubauen. Die Analyse zeigt, dass die Anbaubereitschaft der Landwirte steigt, sofern sie auch bei den Nachbarn eine Bereitschaft zum Anbau transgener Kulturen vermuten. Offensichtlich beeinflussen die Nachbarn den eigenen Entscheid massgebend.

Räumliches Umfeld Die räumlichen Strukturen der Landwirtschaft stellen ebenso eine wichtige Bedingung für die Umsetzung von Koexistenzmassnahmen dar. Wie gross die Isolationsabstände sein müssen, lässt sich mittels wissenschaftlicher Auskreuzungsstudien abschätzen. Für die politische Ausgestaltung der Massnahmen sind allerdings neben Auskreuzungsstudien auch Haftungsfragen oder Marktgegebenheiten ausschlaggebend. Daher wurde im Projekt überprüft, inwiefern sich verschiedene Vorgaben für Isolationsdistanzen und Pufferzonen in der Untersuchungsregion umsetzen liessen (Tabelle). Die landwirtschaftliche Nutzfläche der Untersuchungsregion beträgt 1300ha. Diese Fläche ist in 1049 Parzellen, mit einer durchschnittlichen Grösse von 1.2ha geteilt. Im Jahr 2008 wurden in der Region auf 192ha Mais und auf 71ha Raps angebaut. Die Landwirte, die im Interview eine potenzielle Anbaubereitschaft einer transgenen Variante angegeben hatten, bewirtschafteten insgesamt 73ha Mais und 28ha Raps.

Soziales Umfeld Verschiedene Literaturquellen weisen darauf hin, dass in kleinstrukturierten Agrarräumen nachbarschaftliche Beziehungen stärker ausgeprägt sind. So schätzen auch in dieser Untersuchung 92 % der Befragten ihr Verhältnis zu den Nachbarn als gut oder sehr gut ein. Und 67 % wären bereit, nach einer möglichen Zulassung des Anbaus gentechnisch veränderter Kultu-

Um die Umsetzbarkeit der Massnahmen zu prüfen, wurden mit Hilfe eines Geoinformationssystems die Maisfelder jener Landwirte, die eine potenzielle Anbaubereitschaft für Bt7-8 2010 · UFA-REVUE


PFLANZENBAU

Zukünftig transgener Raps in der Schweiz?

Mais angaben, mit einer Isolationszone von 50 m umschlossen. Daraus ergeben sich in 10 (von 41) Fällen Überschneidungen der Isolationsabstände mit einem oder mehreren Feldern von nichttransgenem Mais eines Nachbarn. Dies bedeutet, dass nur in wenigen Fällen eine Absprache der Landwirte notwendig ist, um entsprechende Abstände einhalten zu können. Weiter wurde geprüft, ob es möglich ist, auf Feldern mit konventionellem Mais, die in einer Distanz von 50 m zu Feldern mit transgenem Mais liegen, Pufferzonen von 15 m Breite anzulegen. Das Resultat: mindestens 40 % der Flächen der entsprechenden Felder müsste als Pufferzone genutzt werden. In einigen Fällen war die Feldgrösse so gering, so dass die gesamte Fläche als Pufferzone herhalten müsste. In einem weiteren Schritt haben wir das Szenario «Weit» geprüft. Dazu wurden die Isolationsabstände auf 150 m vergrössert. Es ergeben sich 23 Überschneidungen mit einem oder mehreren Feldern von nicht-transgenem Mais der Nachbarlandwirte. Aufgrund der geringen Feldgrössen konnte in keinem Fall die geforderte Pufferzone von 56 m UFA-REVUE · 7-8 2010

realisiert werden. Bei Rapskulturen ist die Einhaltung eines Isolationsabstandes von 50 m aufgrund der geringen Anbaudichte dieser Kultur ohne Überschneidungen mit konventionellen Rapsfeldern möglich. Auf die Überprüfung von Pufferzonen wurde in diesem Szenario verzichtet, da keine Parzellen in der Isolationszone liegen und von keinem bedeutsamen Unterschied der Feldgrössen im Vergleich zu den Maisfeldern auszugehen ist. Im Szenario «Weit» würden in der Untersuchungsregion 83 % der konventionellen Rapsfläche in der Isolationszone liegen. Und die Feldgrössen reichen für eine Pufferzone von 100 m nicht aus. Insgesamt zeigt sich also, dass – sofern die Felder wie im Jahr 2008 belegt sind – die vorgeschriebenen Isolationsdistanzen in einigen Fällen zu räumlichen Engpässen führen, die eine Absprache mit den Nachbarn erforderlich machen. Es ist jedoch zu vermuten, dass diese Absprachen aufgrund der hohen Kooperationsbereitschaft der Landwirte möglich wären, wenn auch je nach Standort und Bedingungen mit unterschiedlich grossem Aufwand. Hingegen scheinen in der Untersuchungsregion

Pufferzonen eine ungeeignete Koexistenzmassnahme zu sein.

Foto: Robert Meier, ART

Wirtschaftliche Konsequenzen Die ersten Abschätzungen zur Wirtschaftlichkeit transgener Kulturen zeigen, dass sich der Anbau transgener Kulturen je nach gentechnischer Veränderung und je nach Schädlings- beziehungsweise Unkrautdruck lohnen kann. Jedoch variieren die Kosten für Koexistenzmassnahmen je nach der Anzahl der zu kontaktierenden Nachbarn stark. Die Kosten zur Umsetzung der Massnahmen führen dennoch nicht dazu, dass transgene Kulturen gegenüber den herkömmlichen finanziell nicht mehr vorteilhaft wären.

Fazit Die Nachbarn verfügen im Rahmen der Koexistenz in der Untersuchungsregion über eine Schlüsselfunktion. Durch ihre Einstellung zum Anbau transgener Kulturen und durch die Lage ihrer Parzellen zu den Parzellen potenzieller Nutzer transgener Kulturen, beeinflussen sie nicht nur die Anbaubereitschaft sondern auch den finanziellen Vorteil der durch die Nutzung transgener Kulturen entstehen kann. 䡵

Autor Jennifer Schweiger, Dipl.-Ing. agr., Doktorandin in der Forschungsgruppe «Sozioökonomie» der Forschungsanstalt Agroscope ReckenholzTänikon ART, 8356 Ettenhausen

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PFLANZENBAU

Treffpunkt für den Getreidebau DIE VERSUCHSPLATTFORM VON VERSVEY war für die Getreidefachleute ein idealer Treffpunkt zum Gedankenaustausch. Die zahlreichen Teilnehmer konnten die Sorten von heute und morgen vergleichen, über den Getreidemarkt diskutieren, ein Bodenprofil sowie die verschiedenen Strategien zur Wachstumsregulation begutachten.

1 · Bei gutem Wetter und in herrlicher Umgebung folgte eine grosse Teilnehmerzahl aufmerksam den Ausführungen.

Über 25 Sorten wurden auf der Parzelle von Pierre-Alain Blanc in Versvey angesät. Die grosse Sortenpalette von Arina über Nara bis hin zu drei Hartweizensorten bot vortreffliche Vergleichsmöglichkeiten. Die vielen Landwirte, die an der Flurbegehung teilnahmen, konnten zudem von Informationen aus erster Hand durch die Fachleute von UFA-Samen und vom Pflanzenbauberatungsdienst der fenaco profitieren, welche die Begehungen leiteten. Die vielen Experten von Forschungs- und Zuchtstationen sowie Firmen waren weitere erstklassige Informationsquellen. Die neuen zugelassenen Sorten der Sortenliste, etwa Nara (Klasse Top), die eine neue Zuchtgeneration vertritt, Combin (Klasse 1) sowie sieben weitere Sorten, die nicht

2 · Die Getreidehähnchen bereiteten dieses Jahr ziemliche Probleme.

auf der Zulassungsliste aufgeführt sind, etwa Cambrena (Biskuit), konnten bei der Begehung begutachtet werden. Bei Cambrena handelt es sich um eine Getreidezuchtsorte von ACW, welche den äusserst speziellen Anforderungen der Industrie genügt.

Pflanzenschutz wurde umgesetzt Die Pflanzenschutzmassnahmen erfolgten in Zusammenarbeit mit

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Stähler Suisse, wobei bei allen Sorten verschiedene Pflanzenschutzstrategien angewendet wurden. Ein Extenso-Feld, bei dem weder Fungizide noch Wachstumsregulatoren eingesetzt wurden, diente als Referenzfeld, um die Auswirkungen unterschiedlicher Strategien vergleichen zu können. Verschiedene Massnahmen wurden umgesetzt und wiederholt, da sich das Getreide noch in der Wachstumsphase befand. Bei der

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3 · Lukas Aebi (UFA Samen) und Olivier Delay (Pflanzenbau) erklären das Anbausystem auf der Parzelle. 4 · Georges Collaud, Leiter von Sol-Conseil, stellt ein Bodenprofil vor. In dieser Gegend des Rhonetals ist die Bodenbeschaffenheit stark durch See und Fluss beeinflusst. 5 · Jean-Paul Krattiger (UFA Samen) und Jean-Claude Jaquet (Pflanzenbau) erklären die Unterschiede zwischen den Sorten. 54

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PFLANZENBAU Feldbegehung waren die Unterschiede zwischen den Feldern, wo Halmverkürzer zum Einsatz kamen, und jenen, die nicht behandelt wurden, klar ersichtlich. Das Feld, bei dem CCC nur einmal eingesetzt worden war, wies am Tag der Begehung nicht mehr ausgeprägte Unterschiede auf.

Austausch zwischen Profis Neben der Parzelle boten die Plattform mit den Ständen von UFA-Samen, Landor, Stähler, Alphatec und Z-Saatgut sowie das Restaurantzelt den Teilnehmenden eine willkommene Gelegenheit für Gespräche mit den Ausstellern und Orga-

nisatoren. Die von Landwirten, Beratern und Forschenden gut besuchte Veranstaltung bestätigte das grosse Interesse der Branche an einer professionellen Produktion. Ein Bodenprofil zieht immer das Interesse auf sich und vermittelt einen Einblick in eine Bodentiefe von über zwei Metern. Im Rhonetal ist der Einfluss von See und Fluss gut ersichtlich. Unter der Humusschicht befindet sich ein tiefreichender sandiger Unterboden, der sich aus verschiedenen Schichten zusammensetzt.

Produktion der Nachfrage anpassen Gegenwärtig besteht ein grosser Druck auf Mahlweizen. Die Hauptursachen sind die Senkung der Zollgebühren, die Ungewissheit bei den Importmehlen und die Überschüsse von IP-Suisse. Um das Marktungleichgewicht zu korrigieren, hat die Bereichsgruppe Getreide, Ölsaaten und Futtermittel (GOF) der fenaco ihre Produktionsempfehlun-

4

gen für die Ernte 2011 vorgestellt. Beim Weizen müssen aufgrund der Überschüsse die Anbauflächen für Mahlweizen reduziert und jene für Futterweizen vergrössert werden. In Bezug auf den Mahlweizen muss die Verteilung zwischen den Klassen und den Sorten in den Klassen optimiert werden, damit die Nachfrage der Mühlen befriedigt und Qualitätsware geliefert werden kann. Beim Futterweizen wird für fast alle Arten ein Rückgang der Anbauflächen festgestellt. Damit die Mühlen mit einheimischem Nachschub versorgt werden können, ist es wichtig, diesen Trend zu stoppen. Die Anbauflächen für Ölsaaten könnten vergrössert werden, insbesondere für Raps, bei dem mit einer Kontingentserhöhung (+10 000 Tonnen) eine Produktionssteigerung möglich wäre.

Weizenanbau: Ein Gesamtüberblick Dank des grossen Engagements der Mitarbeitenden der LANDI und von fenaco lieferte diese Plattform über die Sorten zahlreiche Daten, die verglichen werden konnten (Ertrag, Kornqualität usw.). Diese Versuche werden von fenaco an verschiedenen Orten in der Schweiz durchgeführt, um über weitere Vergleichsmöglichkeiten zu verfügen. Die definitiven Ergebnisse werden auf der Website www.landi.ch publiziert. 

6 · Die Teilnehmer konnten 25 verschiedene Getreidesorten miteinander vergleichen. 7 · Eine Plattform mit den Ausstellern und ein Restaurationszelt bieten den Teilnehmenden die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch. 8 · Dario Fossati von Agroscope Changins Wädenswil kommentiert die neuen vorgestellten Sorten auf der Parzelle. 9 · Die Informationsstände waren gut besucht und regten zum Gedankenaustausch an. 10 · Werner Kuert begrüsst die Teilnehmenden und erklärt den Ablauf der Begehung.

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11 · Alphatec stellte Neuheiten aus dem Bereich der Applikationstechniken vor.

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Autor David Vulliemin, UFA-Revue, 3001 Bern Die Versuchsresultate sind auf dem Internet aufgeschaltet: www.pflanzenbau.ch

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UFA-SAMEN EMPFIEHLT SAATGUT

UFA-Samen hat, was alle suchen! VOLLSORTIMENT UFA Samen ist mit Saatgut für Gemüse, Blumen, Wildblumen, Wildgräser, Rasen, Begrünung und Landwirtschaft der einzige Saatgutanbieter in der Schweiz, der ein Vollsortiment an Sämereien anbieten kann. «Highspeed®»-Saatgut hat sich in der Praxis bewährt.

Im sehr breiten Einzelarten- und Mischungsangebot von UFA-Samen findet man nur Arten mit den weltweit neusten und besten Zuchtsorten sowie den innovativsten Samenbehandlungen. Durch das Erkennen von botanischen, standortgerechten, fütterungstechnischen und wirtschaftlichen Zusammenhängen im Austausch mit Kunden bietet der Beratungsdienst von

UFA-Samen eine umfangreiche PraxisBeratung an. Das Ziel ist stets, die best angepassten Sämereien zum besten Preis-Leistungs-Verhältnis anbieten zu können.

«Highspeed®»-Vorteile Dank keimbeschleunigter Wiesenrispe in den länger andauernden Mischungen sind folgende Effekte zu erwarten: • Höherer Anteil an Wiesenrispe, dadurch • rascherer Narbenschluss, • bessere Ausdauer, • weniger Verunkrautung, • und sicherer Errtag.

Als Beispiel: «Highspeed®»-Mischungen «Highspeed ® »-Saatgut bewährt sich nicht nur in der Praxis der Landwirtschaft, sondern seit Jahren auch beim Profi-Gemüse und beim Profi-Rasen. Im dritten Jahr nach der breiten Einführung im Landwirtschaftsmarkt wird der «Highspeed»-Effekt immer mehr erkennbar! Dank den keimbeschleunigten Wiesenrispen-Spitzenzüchtungen «Compact» und «Lato» wird der natürliche Ablöseprozess vom englischen Raigras zur Wiesenrispe sicherer. Es entstehen weniger Lücken im Bestand, der Ertrag an Qualität und Menge bleibt konstanter. 

Für Fragen fenaco Sursee, Dominik Fischer  058 433 65 88

Tabelle: Überblick über die Highspeed®-Mischungen

GVS Schaffhausen, Bruno Gnädinger  052 631 17 65

UFA 430 Highspeed®

Saatmenge kg/ha 36

UFA 440 Highspeed®

32

UFA 440 AR Highspeed® UFA Bergwiese Highspeed® UFA 431 AR Highspeed®

32

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UFA U-440 Highspeed®

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UFA U-Bergwiese Highspeed®

20

LV St. Gallen, Albert Fässler  071 226 77 11 fenaco Winterthur, Hanspeter Hug  058 433 76 04 fenaco Yverdon, Lukas Aebi  024 424 01 43 fenaco Lyssach, Andreas Wyss  034 448 18 61

Lassen Sie sich bei der Bestellung vom UFASamen Beratungsdienst in Ihrer Nähe beraten. Infos zu den Mischungen gibt es auch im UFASamen Feldsamenkatalog (in Ihrer LANDI) oder via www.ufasamen.ch.

Mischung

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Verwendung Dürrfutter, Silage, Eingrasen Mähweide Dürrfutter, Silage, Eingrasen, Vollweide Vollweide, Kurzrasenweide Dürrfutter, Silage, Eingrasen, Mähweide Dürrfutter, Silage Eingrasen Dürrfutter, Silage, Eingrasen, Vollweide, Kurzrasenweide Dürrfutter, Silage, Eingrasen, Mähweide

Bemerkung

mit Knaulgras sehr feinblättrig sehr trittfest enorm nutzungsflexibel sehr trockenheitsverträglich die bewährte Übersaatmischung die ÜbersaatAllrounderin

Ausgeglichene GrasWeisskleebestände dank Spitzenzüchtungen

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Nutzen Sie die Kontaktchancen mit allen Schweizer Landwirten

Fortsetzung von Seite 32

LANDTECHNIK zu verkaufen Säkombination Duzi, Jg. 1993, 2.5 m, Preis auf Anfrage; Sämaschine Nogsten, 2.5 m, Preis auf Anfrage  079 617 61 86 Ladewagen Bucher T20K, hydr., pick up, Weitwinkelgelenkwelle, Beuchtungsanlage, guter Zustand, sofort einsatzbereit, Fr. 2400  062 394 10 29 Motorsäge Stihl 066; Teile zu Rapid U9; Flaschenzug, 1 t; Pflegerad 9 x 32, zu Hürlimann D90  041 921 28 49 Einzelkornsämaschine Hassia, für Mais, 4 Reihen, guter Zustand  071 385 50 39 Milchpulver UFA 203, für Kälbermast, MilchaustauschErgänzungsfuttermittel, 35 kg, wegen Nichtgebrauchs, Normalpreis Fr. 4.20 / kg, Verkaufspreis Fr. 3.00 / kg  079 707 99 21 Ruswil, Kt. LU Hackholz, trocken, abgefüllt in Papier-Futtersäcke, geeignet für Kachelofen; Schlagmühle für Getreide, mit Vorratstrichter, Elektromotor 10 PS; Kühlraumzelle, Elementbauweise, ca. 40 m2, 2.4 m hoch, mit Türe; Kraftfuttersilo mit Konus und Auslaufklappe, Ø 2 m, 5.5 m hoch  052 657 19 01 Remorque basculante, 3 côtés, 3 essieux, freins hydrauliques; charrue trisocs Kverneland EA - 120 - 8; Chiesel Ott, 2.80 m, 9 dents  026 652 32 38 / 079 728 96 25 Zaunpfähle, div., 1.70 m lang  079 748 30 57 UFA-REVUE · 7-8 2010

Feldspritze Birchmeier, 12 m, neue Pumpe 2009, Fr. 1600; Güllenverschlauchung Schneckenpumpe, 60 m3, 500 m PE-Rohr, Ø 60, Fr. 5000  071 927 12 34 Säkombination, ab 60 PS; Drillkombi 250 Knoche, mit Nodet 19 Schar, Fahrgassen, einsatzbereit, Fr. 3000  079 283 99 40 Sternhackgerät Haruwy, 4-reihig, in sehr gutem Zustand, Fr. 2700  079 810 43 53 Düngersäaggregat Haruwy, 3 m, 4 x 2 Abgänge, Fr. 570  041 921 16 35 Ballenförderband  079 426 06 35 Smart Passion Cabriolet, frisch ab MFK und Service, silber, Jg. 2002, 93'000 km, 8-fach bereift, Klimaanlage, gepflegter Zustand, Fr. 5500  079 414 57 67 Colliers, divers, pour bovins de type américain, avec pivot central, breveté, lot de 45 pièces ou à l'unité, fr. 1000 ou fr. 25 / pièce  079 360 24 46 Traktor IH 383; Metallteile für Abschrankungen mit Rundholz  041 910 28 45

Marktplatz Dampfkessel Certuss, Dampfleistung 700 kg / h, 10 bar, mit Brenner und Speisepumpe; Wasserenthärtungsanlage  041 921 43 35 Frontlader Alö Quicke 2000, passend zu MF 135, mit Konsole, Mistgabel und Schaufel dazu  052 745 22 18 Einscharpflug, 2 Stk, Fr. 400; Bergpflug, Fr. 80; Pferdesämaschine, Fr. 100  079 636 12 64 / 034 461 24 65 Bandeingraser, Fr. 1180; Motorhacke mit Messerbalken, Fr. 450  079 636 12 64 / 034 461 24 65 Arctic Cat 500 ATV, 4 x 4, Anhänger-Kupplung, Blinker-Anlage ab MFK, top Zustand  032 381 14 89 / 079 717 62 19 Frontlader zu Fendt GT 255 / 275, Euronorm, hydr. kippbar; Doppelräder Müller 11.2 x 36; Kartoffel-Vollernter Hassia, Typ SBL, eigene hydr. Versorgung, Lenkachse  079 739 08 92 Warmluftofen EC70 Kiebler, zu Heubelüftung, wenig gebraucht; Viehbänne Traktorenzug, für 5 Rinder  079 646 33 58

Schwader Kuhn-Flex, mit neuen Kunststoffteilen, zusätzlich 4 Ersatzscheiben, guter Zustand, Fr. 300  079 625 46 76

Gummiförderband Blaser, 8m; Gummiförderband, 14 m und 6 m; Gummiförderbänder, diverse, ab 2 m  033 437 51 54 / 079 628 83 80

Doppelrad Schaad, 2 Stk, 7.50 R, 18 Kleber; Wassertank mit Auslaufhahn, 2 Zoll, Storzku., 500 l, Faserplast, evtl. mit 10 m Schlauch; Hochdruckreiniger Kränzle, rev.; Ansaugrohr, 4 m, 150 mm, neu; Zugmaul zu Bührer  079 574 67 60

MF 6150 FH / FZ, Jg. 1997, 4800 Std., Doppelräder, Schneepfluganbau; Schlegelmulcher Agricom, mit Seitenschub; Sichelmulcher Perfect; Förderband Blaser, 6 m; Heugebläse Wild, Motor 30 PS; Rapsschere  079 680 63 87

Maissämaschine Monosem NG plus 3, 6-reihig, Doppelteleskop, schwere hydr. Spurreisser, Beleuchtung, Säüberwachung, elektr. Reihenabschaltung, Zwischendruckrollen, 2-jährig, sehr wenig gebraucht  079 420 82 74 / 044 941 23 02

NEU NOUVEAU mit zusätzlichen Rubriken Bereifung zu New Holland TM, komplett, 520 / 70 x 38 und 420 / 70 x 28  078 639 54 55 Futtergabel Ogela fahrbar; Kunststofftank mit Wanne, 2000 l, neuwertig  079 511 88 20 Kabine zu Mähdrescher Deutz-Fahr; Hydrauliköl-Kühler  079 653 96 35 Schleifsteine, div., zu Messerschleifer Göweil, Fr. 99; Messerschleifer, Fr. 1850  078 639 54 55 Silohäcksler Epple 936, 15 PS; Motormäher M 600, Balken 190; Standrohr für Silo 12 m; Siloverteiler  052 385 16 51 Boiler Therma, occ., 200 l, elektrisch; Stallgummimatten, occ., 4 Stk 1 - 1.10 m / 1.80 m, 5 Stk 1.05 / 1.60 m  079 312 65 94 Strohmühle Wängi; Elektromotor, 15 PS; Räder Bührer 445, 11.4 / 11 x 32, Pneu 50 %  044 865 48 90 Ladewagen Mengele Quadro 285, 28 m3, sehr gut erhalten  032 641 23 43

Breitreifen 800 / 65 - 32, passend zu Fendt 700er-Serie  079 653 96 35

rad; 3-Seitenkipper 2-Achs L-8K, NL 8000 kg, 5 x 2 m, Seitenbretter, Alu, 2 x 50 cm, Auflauf- und Hydrobremse, Dosierschieber in Rückwand, Feindosierspindel für ganze Rückwand, Kiesablad, verhandelbarer Preis Fr. 7000  032 665 49 37

Druckfass Althaus, 4000 l, bereift, einsatzbereit, Fr. 3200  062 299 14 30

Motorrad BMW 1100 GS, Jg. 1998, 24'000 km, blau, Fr. 6000  079 432 77 43

Hochdruckreiniger Alto Typ 3040 HA, Heisswasser, 10 m neuer Schlauch, top Zustand, Fr. 1400; Gabel mit 2 Spitzen, für Rund- oder Quaderballen, Fr. 750  031 819 35 73

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Front DoppelmesserMähwerke, 230 m oder 250 m, hydr. Antrieb; Motorsense Sachs; Reifen Vredestein, 13.6 R 36, 30 %  079 430 57 71

2-Achs-Wagen, 80 km / h Ausführung, 2.30 m breit, 7 m lang, 5 t Gesamtgewicht  079 435 69 50 Maishäcksler Kemper C 3000, 4-reihig, reihenunabhängig, Front- / Heckanbau, einsatzbereit, Fr. 18'000; Teleskoplader Bobcat, 3 t, 7 m, Jg. 2001, 3200 Std., mit Schaufel und Gabel  079 278 96 72 Doppelräder Schaad, 12.4 / 36, Fr. 1200  026 481 36 50 Eterniträuche, guter Zustand  032 675 26 36 Chiantiflaschen, ca. 150 Stk, mit Gummizapfen; Doppelräder zu Fiat 500 9,5 / 9 - 36; Motorheuer Reform; Kirschenentstieler; Bauernbuffet Hofmann  041 711 17 94 Heizöl-/Dieseltank, 2000 l, Kunststoff, mit Metallauffangwanne 100 %, gereinigt, technisch und optisch tadelloser Zustand, Fr. 750  079 328 76 63 Kt. BE Seitenbretter div., aus Metall, für Streuer Welger LS 300-1, Jg. 1993, zu schön fürs Alteisen, Fr. 5; Reserve-

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BIO-SEITE

Modernisierte Mühle, neue Möglichkeiten CRUMBS FÜR LEGEHENNEN Die UFA AG verarbeitet eine grosse Menge an Schweizer Bio-Rohwaren und produziert daraus eine breite Palette an Bio-Futtern. Dank Investitionen ins Werk Hofmatt können neu auch Crumbs angeboten werden.

Weitere Infos erhalten Sie bei:

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www.ufa.ch

Crumbs sind ein qualitativ hochstehendes Futter. Sie bieten folgende Vorteile: Staubfrei. Hygienisiert. Keine Entmischung, weil alle Partikel gebunden sind. Gutes Fliessverhalten in Silo und Futterautomat. Schöne, gleichmässige Struktur, was selektives Herauspicken erschwert.

Im Bio-Werk Hofmatt, Herzogenbuchsee, produziert die UFA seit dem abgeschlossenen Umbau neben Mehl- und Würfelfutter auch Crumbs für die Legehennen (Tabelle). Die Crumbs-Futter dienen als Ergänzung zu den Getreidekörnern, die insbesondere den Eiweissbedarf der Tiere allein nicht zu decken vermögen. Sichere Aufnahme Crumbs werden gern gefressen und gewährleisten eine sichere Aufnahme aller wichtigen Nährstoffe. Eine problemlose FutterTabelle: Crumbs für Bio-Legehennen (zur Körnerergänzung) UFA 603 Universal UFA 607 Farmer UFA 608 Farmer UFA 607-8 Farmer * UFA 608-8 Farmer * * Phosphor-reduziert

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UFA-Futter fördert ein schönes Federkleid.

terung soll das Ergänzungsfutter daher frei verfügbar sein. Am Abend erhalten die Tiere die Körnermischung UFA 504 auf den Boden gestreut. Warum am Abend? Dann können die Hühner den Kropf füllen und über Nacht verdauen. Körner eignen sich als Lockfutter. Sie bieten den Hühnern eine tiergerechte

und Nährstoffaufnahme ist vor allem in Stresssituationen wichtig. Es ist die Grundlage für eine hohe Leistung, gute Gesundheit, ein schönes Federkleid und die erwünschte Eidotterfarbe.

Körner am Abend Hühner sind Dauerfresser. In der kombinierten Füt58

Die gleichmässige Stuktur der Crumbs verhindert selektives Herauspicken.

Beschäftigungsmöglichkeit. Für eine optimale Nährstoffversorgung soll der Körneranteil an der Tagesration rund einen Sechstel ausmachen.

Quarzgrit und Futterkalk Im Muskelmagen des Geflügels wird das Futter von kleinen Magensteinchen zerlegt. Um eine genügende Versorgung sicherzustellen, sollte den Hühnern insbesondere bei Weidehaltung zusätzlich Quarzgrit (2 bis 5 g pro Tier und Tag) angeboten werden. Diese Magensteinchen fördern Futterverwertung, Verdauung und Gesundheit der Tiere. Ab der 50 Alterswoche können 2 bis 3 g Muschelschalen oder Kalkgrit je Tier und Tag zur Verbesserung der Eischalenqualität zur Verfügung gestellt werden. 䡵 7-8 2010 · UFA-REVUE


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net sich für alle Tiere zur Stärkung der Widerstandskraft.

über das Absetzen bis zum Belegen.

Anwendung Kälber, Ferkel, Ziegen, Pferde und Geflügel: vor oder während Stressperioden oder bei Durchfall dem Futter beimischen oder in der Tränke auflösen. Muttersauen: während 5 Tagen

Dosierung Kälber, Ferkel, Zie-

Das Problem

In Stresssituationen weichen Bedarf und Verfügbarkeit der Vitamine und Spurenelemente stark von der Norm ab.

Die Symptome Mangelerscheinungen wie Fruchtbarkeitsprobleme, struppiges Fell, Teilnahmslosigkeit, Austrocknung bei Durchfall. Die Lösung

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gen: 3 g pro 10 kg Körpergewicht; Muttersauen: 30-60 g pro Tier und Tag; Pferde: 20 g pro 100 kg Körpergewicht; Geflügel: 0.5 g pro Tier und Tag.

UFA-Solvi während zirka 5 Tagen verabreichen. Am ersten Tag doppelte Dosierung, an den folgenden Tagen einmal täglich über das Futter oder die Tränke verabreichen. 59


UNTERWEGS MIT... EN ROUTE AVEC …

dem vielseitigen UFA-Berater Joseph Girardin Joseph Girardin betreut vorwiegend Milch- und Mastviehbetriebe in seinem Gebiet, dem Jura. Er steht seinen Landwirten beratend zur Seite und möchte deren Betriebe wirtschaftlich weiterentwickeln. Seit seinem Einstieg in die Milchviehberatung der UFA bietet er seine vielseitigen Dienstleistungen auch auf dem Betrieb der Familie Cortat an.

Ein stark wachsender Betrieb Daniel und Marlène Cortat übernahmen 1984 den damals 30 ha grossen Betrieb von Daniels Eltern in Courfaivre. Sieben Jahre später konnten sie einen Betrieb ausserhalb des Dorfes kaufen und aussiedeln. Die Milchproduktion wurde in den folgenden Jahren auf über 200 000 kg Milch ausgebaut. Bis 2005 half Daniels Vater stets im Betrieb mit. Als er erkrankte stellte sich für Daniel Cortat die Frage, einen Mitarbeiter einzustellen oder den Betrieb so auszurichten, dass die Bewirtschaf-

tung aus eigener Kraft weiterhin möglich ist. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht war die Umstellung auf die Mutterkuhhaltung mit der Produktion von Natura-Beef für den Betriebsleiter sinnvoll. Die zu bewirtschaftende Fläche konnte bis heute kontinuierlich auf 55 ha ausgebaut werden. Da er den Ackerbau auf dem Betrieb nicht reduzieren wollte, konnte Daniel Cortat die Mutterkuhhaltung nicht weiter ausbauen. Zusammen mit seiner Frau Marlène suchte er nach einer Diversifikation zur Betriebserweiterung. Mit Joseph Girardin prüften sie die Legehennenhaltung.

Es bestand zu diesem Zeitpunkt keine Nachfrage für konventionelle Legehennen. Als Anfangs 2009 die Bell AG dann Pouletmäster suchte, stellte Joseph Girardin den Kontakt her.

Neubau einer 12 000 Poulethalle Gemeinsam mit Joseph Girardin und der Bell AG konnte ein Konzept für die Pouletmast erarbeitet werden. Neben einer guten Luftqualität, welche weitgehend automatisch gesteuert wird, ist der Stalltemperatur grosse Beachtung zu schenken. Bei Mastbeginn beträgt diese auf Poulethöhe (Bo-

Die im Jahr 2009 erstellte Pouletmasthalle der Cortat’s im Jura.

Joseph Girardin, Chemin du Monterri 5, 2952 Cornol Familie

verheiratet mit Sandrine, Kinder Tiffany und Yann

Geboren

25. Juli 1972

Ausbildung

gelernter Landwirt, Technikerschule und Ausbildung zum Fütterungsprofi in Frankreich, Beratungsstelle für Fütterung und Betriebswirtschaft im Jura, seit 2000 Milchviehspezialist bei der UFA

Hobbies

Familie, Hockey (HC Ajoie) und RockSänger Johnny Halliday

Motto

«Ich möchte meine Landwirte in der bestehenden Produktion weiterbringen, aber auch wirtschaftlich interessante Alternativen anbieten.»

60

Blick in den Stall mit den zwei Tage alten Küken. 7-8 2010 · UFA-REVUE


den) rund 33 °C und wird dann stetig bis auf 20 °C reduziert. Die Tiere erhalten ab dem 22. Tag Zugang zu einem überdeckten Auslauf, wenn die Aussentemperatur über 10 °C liegt (28. Tag über

Betriebsspiegel Cortat Daniel und Marlène sous le Noir-Bois 114 2853 Courfaivre JU LN: 55 ha (Weizen, Gerste, Silomais und Futterbau) Tierhaltung: 12 000 Mastpoulets, 34 Mutterkühe mit Kälber und 4 Freiberger Pferde Arbeitskräfte: Betriebsleiterehepaar

2 °C). Eine sichere Wasserversorgung ist eine wichtige Voraussetzung, denn während einer Mast nehmen die Poulets rund 70 000 Liter Wasser auf. Nach einer intensiven Bauzeit wurden am 22. Dezember 2009 erstmals 12 400 Küken eingestallt. Je nach Marktlage werden mehr oder weniger Tiere zugekauft. Die höchstzugelassene Belegdichte liegt bei 30 kg/m2. Wenn viele Küken eingestallt werden, erfolgt die Schlachtung der ersten Poulets bereits nach 30 Tagen Mastdauer.

Kurz und intensiv In der Nacht schlüpfen die Küken und treffen am nächsten Morgen bereits auf dem Mast-

BLICKPUNKT POINT DE VUE

Marlène Cortat

«Auf Empfehlung unseres UFA-Beraters sind wir in die Pouletmast eingestiegen. Heute blicken wir mit Freude auf einen erfolgreichen Start zurück.»

Einstieg in die Pouletmast? Pouletfleisch liegt in der Gunst der Konsumenten und hat Zukunft. Die Bell AG, Bereich Geflügel sucht Pouletmäster. Die Bell Geflügel gewinnt, verarbeitet und vertreibt Geflügelfleisch und Geflügelspezialitäten in der gesamten Schweiz. Die «Bell Poulet Suisse»-Produkte fördern eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung und vermitteln Genuss und Lebensfreude. Die Produzenten sind verantwortlich für die Haltung und Aufzucht des Mastgeflügels bis zur Schlachtung. UFA-REVUE · 7-8 2010

Dabei werden sie durch den firmeneigenen Beratungsdienst effizient unterstützt. Gesucht werden Landwirte, die ihren Betrieb mit einem modernen Geflügelmaststall für 16 000 Tiere (ca. 64 DGVE) nach BTS Richtlinien ergänzen möchten. Der Betrieb sollte über freie Hofdüngerkapazitäten verfügen und nicht höher als 600 m über Meer liegen. Weitere Auskünfte oder Unterlagen erhalten Sie von Ihrem UFABeratungsdienst.

betrieb ein. Die Eintagsküken versuchen sobald wie möglich Wasser aufzunehmen. Unter den Tränkeeinrichtungen wird während den ersten 24 Stunden ein Papierband ausgelegt, so können erste Ausscheidungen aufgenommen und leicht entfernt werden. Da die Küken besonders neugierig sind, beginnen sie auf dem Papier zu picken. Darum streut Marlène Starterfutter darüber, sodass die Küken möglichst früh mit der Futteraufnahme beginnen. In der ersten Woche kontrollieren die Cortats die Küken sechsmal am Tag. Anhand der Bauchfüllung kann die Futteraufnahme der kleinen Küken beurteilt werden. Die rund 40 g leichten Küken fressen am Anfang durchschnittlich 7.4 g Starterfutter UFA 636 bei einem anfänglichen Tageszuwachs von 8 g. Damit die Küken das Futter leichter finden, brennt während den ersten 3 Tagen das Licht im Stall dauernd. Nach dem erfolgreichen Start mit dem Starterfutter erfolgt ab dem 8. Tag der schrittweise Übergang auf das Mastfutter UFA 637, welches wie das Starterfutter ein Kokzidiostatikum zur Vorbeugung gegen Kokzidiose enthält. Der Tageszuwachs steigt gegen Ende der Mast auf rund 100 g bei einer Futterverwertung über die ganze Mast von etwa 1.68 kg/kg. Mit rund 2 kg Lebendgewicht werden die Poulets zum Schlachthof gefahren. Bis 12 Stunden vorher wird ihnen während 3 Tagen das Absetzfutter UFA 639 vorgelegt.

Marlène und Daniel Cortat sind seit kurzem erfolgreiche Pouletmäster.

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NEU: UFA-Repro EXTRA zur Aktivierung der Rausche Ein straff geführtes Gruppenmanagement im Zuchtbetrieb ist das A und O für effiziente Arbeitsabläufe rund um die Ferkelproduktion. Deshalb ist es ein Muss, dass die Rausche der Sauen einer Absetzgruppe innerhalb eines kurzen Zeitraums eintritt. Diese Anforderung wird mit UFA-Repro EXTRA unterstützt. Das neue Produkt wurde auf UFA-Bühl und in ausgewählten Praxisbetrieben erfolgreich getestet. UFA-Repro EXTRA aktiviert die Rausche bei Jung- und Altsauen. Der Aufbau der Mineralstoffdepots der Sau wird nach der Laktation gefördert. Zu-

LESE-FUTTER À LIRE Hohe Zellzahlen In den Sommermonaten steigen die Zellzahlen regelmässig an. Ursache ist erhöhter Stress durch hohe Umgebungstemperaturen und ein steigender Infektionsdruck aus der Umgebung. Eine wesentliche Entlastung bringt eine gezielte Fliegenbekämpfung. Während Hitzeperioden geht der Futterverzehr zurück, was zu latenter Ketose führt und die Leber belastet. Abwehrfunktionen der Kuh werden vermindert. Eine vorübergehende Zufütterung von UFA-Ketonex Extra entlastet die Leber und bringt einen wirkungsvollen Mix von Wirkstoffen in die Ration.

dem wird die Fruchtbarkeit mit hochverfügbaren Spurenelementen und Aminosäuren unterstützt und die Hygiene in den harnableitenden Organen verbessert.

Einsatzempfehlung: Jungsauen während 5 Tagen vor dem Belegen 40 g je Tier und Tag. Altsauen während 5 Tagen nach dem Absetzen 50 g je Tier und Tag. UFA-Repro EXTRA ist im praktischen 10 kg Kessel in Ihrer LANDI erhältlich.

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In Ihrer LANDI erhalten Sie UFAFishtop Forellenfutter und Silver Cup Brutfutter. Die Wahl des geeigneten Futters richtet sich nach der Fischgrösse. Brutfutter ist besonders fein und dient zum Anfüttern der frisch geschlüpften Forelle.

Untersuchungen auf Milchviehbetrieben in Sachsen ergaben: Abweichungen von mehr als 5% bei einzelnen Komponenten in Mischrationen führen zu erheblichen Schwankungen der Milchleistungen und verschlechtern die Stoffwechsellage der Kühe. Allein durch genaues Einhalten der Mischungsanteile über eine möglichst lange Zeitperiode konnten die Produktonskosten ohne zusätzlichen Aufwand pro Kilogramm Milch um bis zu 2.5 Rp. gesenkt werden. Quelle: top-agrar 6/2010

Für Erfolg mit Fischen beachten Sie: • Richtige Fischdichte im Teich (Besatz). • Futtermenge der Wassertemperatur anpassen. • Sauerstoffgehalt nicht unter 5 mg / Liter. • Ausreichende Versorgung mit Frischwasser sicherstellen.

UFA-Berater Services techniques 3052 Zollikofen 058 434 10 00 1070 Puidoux 058 434 09 00 6210 Sursee 058 434 12 00 9500 Wil 058 434 13 00 ufa.ch

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7-8 2010 · UFA-REVUE


KURZMELDUNGEN NUTZTIERE

Milchwirtschaftliche Exkursion nach Bayern Vom 4. bis 6. Oktober 2010 organisieren Hana und Dusan Nosal zusammen mit der UFA-Revue eine milchwirtschaftliche Exkursion ins deutsche Bayern. Bayern gehört zu

den traditionsbewussten Bundesländern, die über eine fortschrittliche Landwirtschaft verfügen. Besucht werden Betriebe mit verschiedenen Melkmaschinenmarken und unter-

schiedlichen Melkverfahren (vom Tandemmelkstand bis zum Melkroboter). Ausgewiesene Fachleute orientieren über Struktur und Organisation der Beratung. Die Reise startet in Freiburg mit Sammelhalt in Olten, Winterthur-Wülflingen und St. Gallen. Bei der deutsch sprechenden Gruppe übernimmt Dusan Nosal die Reiseleitung, die französisch sprechende Gruppe wird von UFARevue-Redaktor Cyril de Poret betreut. Das Detailprogramm inklusive Anmeldemöglichkeit folgt in der UFA-Revue vom September. Bild: Bayern Tourismus

Spermien brauchen Ruhe

MFA-Schätzformel ändert

Erhalten Stiersamen nach dem Verdünnen bis zur Einfrierung eine Ruhezeit von 24 Stunden, ist dies qualitativ von Vorteil. Das zeigt eine Doktorarbeit an der veterinärmedizinischen Fakultät Zürich. «Solche Arbeiten helfen uns, die Samendosen sicherer und effizienter zu produzieren, wodurch Kostensenkungen und höhere Befruchtungserfolge resultieren», kommentiert Auftraggeberin Swissgenetics.

Bei 98 % der Schweine wird der Magerfleischanteil (MFA) mit Geräten (Autofom und Fat-O-Meater), beim Rest mit dem manuellen Zwei-Punkte-Verfahren gemessen. Die Schätzformeln, welche den MFA-Erhebungen zu Grunde liegen, wurden vor über zehn Jahren aus Deutschland übernommen. Seither haben sich die Schweine genetisch verändert. Eine Überprüfung der Proviande hat jetzt gezeigt, dass die alten Schätzformeln beim Zwei-Punkte-Verfahren zu tiefe Werte lieferten und angepasst werden müssen. Bei der Geräteklassifizierung lagen die Abweichungen durchwegs unter 0.5 %. In drei Jahren sollen die Formeln erneut überprüft werden.

CH-TAX bleibt 4.5 Schweine pro Raufe Damit sich in einer Gruppe jedes Mastschwein zu seiner Zeit beschäftigen kann, braucht es ein Tier-Raufen-Verhältnis von 4.5 zu 1. Das hat eine Studie der Forschungsanstalt Agroscope gezeigt. Können die Schweine ihrem natürlichen Spielbedürfnis nachkommen, reduzieren sich Schwanzbeissen und andere Verhaltensstörungen. Daher ist in neuen Schweineställen eine jederzeitige Beschäftigungsmöglichkeit vorgeschrieben. Für bestehende Ställe gilt diese Pflicht erst ab dem Jahr 2013. UFA-REVUE · 7-8 2010

Anders als bei den Schweinen, wo heute drei Viertel der Schlachtkörper automatisch klassifiziert werden, erfolgt die Qualitätseinstufung bei der Rindergattung noch nach der visuellen CH-TAX-Methode. Das bleibt vorerst so. Denn die Tests mit dem Klassifizierungsgerät «MAC S», das auf Basis der Videobildanalyse arbeitet und sich in anderen Ländern Europas durchgesetzt hat, überzeugten laut Proviande nicht.

TVD-Registration der Pferde Pferde sollen ab 2011 in der Tierverkehrsdatenbank (TVD) registriert werden und einen Tierpass besitzen. Konkret müssen sich Pferdeeigentümer zuerst bei der TVD anmelden. Dann erhalten sie einen Zugangscode. Nach dem 1. Januar 2011 geborene Fohlen benötigen einen vom Tierarzt oder seinem Assistenten am Hals montierten Mikrochip. Die Chipnummer wird der TVD gemeldet. Es wird ein Signalement entnommen und in den Tierpass integriert. Jeweils bis Ende des Pferde-Geburtsjahres ist der Tierpass zu bestellen.

Tagung zur Bio-Tierhaltung Die Produktion von Bio-Geflügel oder -Schweinen bietet Chancen für Neueinsteiger. Aber auch in der Bio-Milchproduktion liegt Potenzial. Am 20. August 2010 orientieren Bio-Suisse und UFA auf dem Betrieb von Thomas Bolz, Hub, 8514 Amlikon-Bissegg über die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Bio-Tierhaltung. Anmeldung bitte bis 10. August: UFA-Beratungsdienst Wil, 寿 058 434 13 00, bdwil@ufa.ch.

Weniger Verluste mit Robotern Zirka 60 % aller Grossvieheinheiten kommen in der Schweiz in den Genuss von «Besonders tierfreundlichen Stallungssystemen» (BTS) und «Regelmässigem Auslauf im Freien» (RAUS). Das ist positiv aus Sicht des Tierwohls. Aus umweltschützerischer Perspektive fällt das Ergebnis allerdings negativ aus, wie Wissenschaftler anfangs Juni an der 24. Tagung der Internationalen Gesellschaft für Nutztierhaltung (IGN) aufzeigten. Je länger die Ausscheidungen auf befestigten Aussenflächen liegen und umso grossflächiger sie verteilt sind, desto mehr Ammoniak geben sie ab und verlieren an Düngewert. Nachdem sich das Gas in die Atmosphäre verflüchtigt hat, gelangt es via Regen als Stickstoff zurück in Wiesen und Wälder. Das Wurzelwachstum der Bäume nimmt ab, was vermehrte Sturmschäden zur Folge hat. Eine wirksame Möglichkeit zur Reduktion von Emissionen aus Laufhöfen sehen die Forscher in

automatischen Reinigungssystemen, welche die verschmutzten Flächen möglichst häufig säubern. Emissionsrelevant ist feuchte Verschmutzung wie beispielsweise Harn und feuchtes Kot-Harn-Gemisch. Beim Stallbau gilt es zu beachten, dass nicht unnötig viel Fläche verschmutzt werden kann. Das spricht für die kombinierte Nutzung von Gängen als Laufhof. Vermindern lassen sich die Ammoniakverluste auch durch einen raschen Harnabfluss von planbefestigten Laufflächen.

Tagesaktuelle Neuigkeiten www.ufarevue.ch 63


NUTZTIERE

Ist der Stall schuld? KÖRPERVERLETZUNGEN entstehen bei den Schweinen nicht nur während Rangkämpfen, sondern werden auch von baulichen Mängeln begünstigt. Während Schürfungen an der Haut meist gut ausheilen, können Klauen- und Zitzenverletzungen sehr ins Geld gehen. Durch sorgfältiges Beobachten lassen sich bauliche Mängel aufdecken.

Guido Wanner

Klauenveränderungen kommen beim Schwein häufig vor, werden als Lahmheitsursache aber leicht übersehen. Die Schäden hängen entscheidend von der Bodenbeschaffenheit ab.

Eintrittspforte für Krankheitserreger Grobe Unebenheiten, die auf Betonflächen und Spaltenböden durch Abnutzung und Auflösungsvorgänge entstehen, haben Quetschungen und Verletzungen an Sohle, Ballen und Kronsaum zur Folge. Quetschungen im Sohlenbereich führen zu schmerzhaften Blutergüssen und damit zu akuter Lahmheit. Als Folge chronischer Reizung kann sich zerklüftetes Ballenhorn bilden, das in manchen Fällen zerfällt oder am Übergang zur Sohle einreisst. Verletzungen im Bereich von Sohle oder Saum bilden die Eintrittspforte für Entzündungserreger. Das Infektionsrisiko steigt mit der Anzahl der betroffenen Tiere.

Kritische Spaltenweiten Messungen von Schweineklauen und Bestimmungen derer Einsinktiefen ergaben sogenannte «kritische Spaltenweiten», auf welche sich auch die Schweizer

Tierschutzgesetzgebung stützt (Tabelle). Spalten entlang einer Buchtenwand, die zum Mistabwurf dienen, müssen entweder schmaler als eine Klauenbreite oder dann so weit sein, dass die Klauen wieder herausgezogen werden können. Die Masse für Randspalten bei neu eingerichteten Ställen sind in der Verordnung des Bundesamtes für Veterinärwesen über die Haltung von Nutztieren und Haustieren festgelegt und ebenfalls in der Tabelle ersichtlich.

Defekte Betonroste Werden die empfohlenen Spaltenweiten überschritten, häufen sich die Verletzungen, insbesondere wenn sich überdimensionierte Öffnungen an häufig frequentierten Durchgangsstellen befinden. Im Laufe der Zeit führen Beschädigungen und Verschiebungen der Betonroste zu vergrösserten Löchern. Verschiebungen werden oft dort beobachtet, wo Betonroste an weniger harte Mauersteine grenzen.

Boden zu rau Bei der erstmaligen Belegung von Ställen mit planbefestigten Betonflächen werden Sohle und Ballen der Sauen manchmal soweit abge-

Tabelle: Vorgaben der Tierschutzgesetzgebung Masse in mm Kategorie

maximale Gusseisen-, maximale Spalten für Spaltenbreite Kunststoffroste Lochgrösse Mistabwurf Saugferkel 9 10 10 x 20 unter 20 (oder 40 – 501) Absetzferkel 11 11 10 x 20 unter 20 (oder 40 – 50) 15 – 25 kg 14 16 10 x 20 unter 20 (oder 40 – 50) 25 – 110 kg 18 16 16 x 30 unter 40 (oder 80 – 90) ab 110 kg 22 16 16 x 30 unter 60 (oder 100 – 110) 1 In Abferkelbuchten müssen Spalten für den Mistabwurf während des Abferkelns und mindestens in den ersten zwei Tagen danach abgedeckt werden. www.tiererichtighalten.ch 64

nutzt, dass die Lederhaut gereizt wird oder teilweise frei liegt. Ähnlich kann die Freilegung und Aufrauung einer lange mit einer Kotschicht bedeckten Liegefläche eines Teilspaltenbodens mit dem Hochdruckreiniger wirken. Bei dauerndem Aufenthalt auf rauen Böden ist eine Anpassung des Klauenwachstums an den Abrieb zu erwarten. Durch raue Böden werden bei stark «abgesäugten» Sauen auch Schulterverletzungen begünstigt. In der Folge wächst die Haut bei der Abheilung am Knochen an. Der Schaden lässt sich kaum reparieren und taucht bei der nächsten Säugephase meistens wieder auf. Schulterverletzungen werden gefördert, wenn die Sau oft auf dem Rost oder allenfalls infolge MMA zu häufig und zu lange in der gleichen Lage liegt. Vorbeugend wirkt eine gute Kondition beziehungsweise eine an die Milchleistung angepasste Fütterung. Matten haben sich in Sauställen nicht durchgesetzt, werden sie doch von den Tieren gerne beschädigt.

Zu glatt Zu rau ist nicht gut. Aber auch zu glatt darf es nicht sein. Erfahrungen haben gezeigt, dass Betonböden oder Zementüberzüge nach dem Glattstreichen mit feinen Besenstrichen wieder etwas aufgeraut werden sollten. In Abferkelbuchten, in denen die Ferkel beim Säugen oft auf den Karpalgelenken knien, muss dieser Besenstrich sehr fein ausgeführt werden. Bewährt haben sich ebenfalls Bodenbeschichtungen, weil diese den Einwirkungen von Urin, Futtersäuren und Laugen besser standhalten als Beton. 7-8 2010 · UFA-REVUE


NUTZTIERE

Kaputte Betonroste: Reparatur oder Ersatz? Während sich defekte Betonroste in Kuhställen «reparieren» lassen, indem Gummimatten daraufgelegt werden, kommt im Schweinestall nur ein Ersatz in Frage. Besonders exponiert für Beschädigungen ist im Schweinestall der Bereich rund um den Futtertrog (wegen Säuren in Schotte usw.). Zwar gibt es die Option, Beschichtungen vorzunehmen und Löcher in den Spalten so zu stopfen. Doch das kostet viel und wird nur dort gemacht, wo ein Ersatz nicht möglich ist.

Dank verlängertem Türrahmen entstehen durch die Lücken zwischen Türrahmen und Boden keine Fussverletzungen.

Im Lauf der Jahre müssen verschobene Roste wieder zurechtgerückt werden.

Zu grosse Löcher im Boden können die Klauen schädigen.

Werden die Tränkenippel hoch und in einer Nische installiert, können sich die Tiere nicht daran verletzen.

Hohe Stufen, spitze Kanten An zu hoch bemessenen Treppenstufen schlagen sich die Tiere den Klauensaum wund. In der Folge entstehen vermehrt Panaritien. Treppenstufen sollten maximal 15 cm hoch und dafür mindestens 0.5 m breit sein. Ein weiteres Risiko bergen scharfe Kanten an den Rosten. Sie können zu Zitzenverletzungen führen. Es wird empfohlen, die Spaltenkanten bei der Verlegung neuer Roste mit einer Eisenstange zu entgraten. Das schützt ebenfalls die Klauen.

Wassernippel zu tief Körperverletzungen entstehen manchmal auch durch vorstehende, spitzige GegenstänUFA-REVUE · 7-8 2010

de. Bei kleinen Abänderungen wie dem Abbruch von Wänden werden solche Gefahren leicht übersehen. Weh tun können sich die Tiere ausserdem an zu tief montierten Wassernippeln. Es empfiehlt sich, die Tränkenippel mit Schutzvorrichtungen auszurüsten oder sie schräg und hoch zu fixieren. Vorzugsweise werden sie in einer Nische und nicht an engen Durchgängen platziert.

Fazit Bei häufigen Klauenproblemen im Schweinestall muss auch der Stall als Ursache in Betracht gezogen werden. Ein besonderes Augenmerk gilt es auf alte Spaltenböden und spitze Gegenstände zu richten. 䡵

Autor Guido Wanner betreut die AFP-Ringe im Gebiet Sursee. Neben Organisation und Trächtigkeitskontrolle ist er auch für die Fütterungsberatung auf den Deck-, Warte- und Abferkelbetrieben verantwortlich. UFA 395 für starke Klauen Im Wachstum, bei Stress und hohen Leistungen übersteigt der Bedarf an Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen die Normwerte. Zu den Folgen gehören Aggressionen, schwache Knorpel und Knochen und schlechte Klauen. UFA 395 Mineralsalz mit organisch gebundenen Spurenelementen und Biotin deckt den erhöhten Bedarf der Schweine sicher ab.

INF BOX INFO

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NUTZTIERE

Zwei Drittel mit Problemen ARBEITSBELASTUNG AUF SCHWEIZER MILCHVIEHBETRIEBEN Im Rahmen einer Umfrage bei Schweizer Milchviehhaltern wurde die Verbreitung von arbeitsbezogenen Muskel-Skelett-Erkrankungen sowie die Belastungssituation auf modernen Milchviehbetrieben untersucht. Zwei Drittel gaben an, regelmässig unter Beschwerden des Muskel-Skelett-Systems zu leiden.

Maren Kauke

Frauke Korth

Die zunehmende Technisierung und Automatisierung moderner Tierhaltungssysteme führt zwar zu einer Entlastung der Landwirte, allerdings wird die Arbeit dadurch gleichzeitig häufig monoton. Untersuchungen zeigen, dass trotz des technischen Fortschritts in der Milchviehhaltung Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems weiter zunehmen. Über die tatsächliche Verbreitung von Muskel-Skelett-Erkrankungen bei Schweizer Milchviehhaltern sowie über die Belastungssituation auf modernen Milchviehbetrieben ist jedoch bislang wenig bekannt.

Stichprobe Daher wurden aus einer Grundgesamtheit von zirka 15 000 Betrieben, die am BTS-Programm (besonders tierfreundliche Haltungssysteme) teilnehmen, 2000 Betriebe aus der

Grafik 2:

Rangfolge der anstrengendsten Tätigkeiten

70

Anteil in %

60 50 40 30 20 10 0

Rang 1

Füttern Tierpflege Klauenpflege Melken

Rang 2

Rang 3

Boxenpflege / Misten Reinigungsarbeiten sonstige Tätigkeiten keine Angaben

Tätigkeiten in der Milchviehhaltung, die von den Befragten als besonders belastend empfunden werden (Nennung der anstrengendsten Tätigkeit = Rang 1, gefolgt von den Rängen 2 und 3). Beispiel: 32 % der Befragten empfinden das Füttern als anstrengendste Tätigkeit in der Milchviehhaltung. 66

deutschen und französischen Schweiz zufällig ausgewählt und mittels Fragebogen zu Beschwerden am Muskel-Skelett-System sowie zu Tätigkeiten, die als besonders anstrengend empfunden werden, befragt. Die Rücklaufquote betrug 53 %. Alle Angaben im folgenden Bericht beziehen sich auf die beantworteten Fragebögen, die eine Grundgesamtheit von 100 % darstellen. Das Durchschnittsalter der Befragten betrug 45 Jahre (Minimum 19 Jahre, Maximum 81 Jahre, Median 45 Jahre). 96 % der Fragebögen wurden von Männern ausgefüllt, was darauf zurückzuführen ist, dass die Umfrage an die Person gerichtet war, die auf dem Betrieb überwiegend die Melkarbeiten übernimmt. Dies betrifft in der Schweiz in der Regel den Mann. 84 % der Befragten arbeiten bevorzugt mit der rechten Hand, 10 % sind Linkshänder und 2 % arbeiten sowohl mit der rechten als auch mit der linken Hand.

Verbreitung von Muskel-Skelett-Erkrankungen 68.7 % der Befragten gaben an, in den vorangegangenen zwölf Monaten unter Beschwerden in wenigstens einem Bereich des Muskel-Skelett-Systems gelitten zu haben. Am weitesten verbreitet sind Schmerzen in der Region der Lendenwirbelsäule, der Halswirbelsäule sowie Hüft- und Kniebeschwerden auf (Grafik 1). Bei den oberen Extremitäten ist die rechte Seite stärker betroffen als die linke, was auf den höheren Anteil an Rechtshändern unter den Befragten zurückzuführen ist. Auf die Frage, bei welchen Arbeiten die Beschwerden auftreten, gab für jede Körperregion mindestens ein Drittel an, diese nicht auf eine oder mehrere Tätig-

Grafik 1:

Verbreitung von Beschwerden des Muskel-SkelettSystems

links

rechts 29 % 8.5 % 4%

***

14 %

13.5 %

**

10 %

59 % 2%

6%

*

24 % 25 %

9% *** 10 % beide Seiten ** 3 % beide Seiten * 5 % beide Seiten

keiten einschränken zu können, da die Probleme unspezifisch auftreten. Tätigkeiten im Gehen und Stehen verursachen bei 32 % der Befragten im Bereich der Füsse oder Fussgelenke Schmerzen, bei 14 % beziehungsweise 12 % treten Probleme der Knie beziehungsweise der Oberschenkel oder Hüften auf. Sowohl das Melken als auch das Gabeln und Schaufeln werden von zirka 10 % der Befragten als Ursache für Beschwerden der unteren Extremitäten genannt. Diese Tätigkeiten werden zwar ebenfalls überwiegend im Gehen oder Stehen durchgeführt. Die Tatsache, dass sie ausdrücklich genannt und nicht unter einem «Pauschalbegriff» zusammengefasst wurden, deutet jedoch darauf hin, 7-8 2010 · UFA-REVUE


NUTZTIERE

Zwei von drei Schweizer Tierhalter leiden regelmässig unter Beschwerden des Muskel-SkelettSystems.

dass die Beschwerden bei diesen Arbeiten verstärkt wahrgenommen werden. Das Traktorfahren beeinträchtigt bei 18 % der Befragten die Oberschenkel beziehungsweise Hüften. Im Bereich der Lendenwirbelsäule und der Brustwirbelsäule sowie im Nacken führen neben den unspezifischen Tätigkeiten ebenfalls das Traktorfahren und das Schaufeln oder Gabeln zu Beschwerden. Die oberen Extremitäten schmerzen bei zirka 25 bis 30 % der Befragten während des Melkens. Diese Tätigkeit verursacht ebenfalls bei 18 % Probleme im Bereich des Nackens. Die Ursachen für die Beschwerden am Muskel-Skelett-System können anhand dieser Umfrage nicht identifiziert werden. Diese könnten beispielsweise auch mit früheren Arbeiten im Anbindestall in Verbindung gebracht werden. Allerdings unterstreicht die Tatsache, dass trotz zunehmender Technisierung und Automatisierung Beschwerden auftreten die Annahme, dass auch in modernen Haltungssystemen belastende Tätigkeiten durchgeführt werden.

zunehmen, dass dabei insbesondere die manuellen Tätigkeiten mit Gabel und Schaufel als belastend empfunden werden. Für 9 % ist die Klauenpflege am anstrengendsten, weitere 8 % führen die Tierpflege, respektive den Umgang mit den Tieren allgemein an (Angewöhnung an das Aufhalftern und Führen am Strick, Behandlung kranker Tiere oder Geburtshilfe). Lediglich 2 % nannten das Melken. Auf den Plätzen 2 und 3 der anstrengendsten Tätigkeiten werden ebenfalls Boxenpflege oder Misten, Füttern, Klauenpflege und Tierpflege genannt. Sowohl das Füttern als auch die Liegeboxenpflege sind Tätigkeiten, die tagtäglich durchgeführt werden müssen. Treten dabei gesundheitliche Probleme auf, sind kaum längere Regenerationszeiten möglich. Des Weiteren ist anzunehmen, dass Arbeiten als körperlich anstrengend empfunden werden, die zu gesundheitlichen Beschwerden führen beziehungsweise während deren Durchführung letztere verstärkt auftreten.

Belastende Tätigkeiten in der Milchviehhaltung Für 32 % der

Schlussfolgerungen Zwei Drittel

Befragten ist das Füttern die belastendste Tätigkeit in der Milchviehhaltung, gefolgt von der Liegeboxenpflege bzw. dem Misten (20 %; Grafik 2). Es ist anUFA-REVUE · 7-8 2010

der befragten Milchviehhalter leiden regelmässig unter Beschwerden des Muskel-Skelett-Systems. Zwar konnten anhand dieser Umfrage die Ursachen nicht identifiziert werden. Allerdings nannten

die Landwirtinnen und Landwirte Tätigkeiten, bei denen die Beschwerden bzw. Schmerzen auftreten. Dies weist darauf hin, dass sie trotz des technischen Fortschritts und einer zunehmenden Automatisierung auf den Betrieben während der Arbeit immer noch körperlichen Belastungen ausgesetzt sind, die es zu reduzieren gilt. Insbesondere das Füttern, die Liegeboxenpflege und das Misten sowie der Umgang mit den Tieren bzw. deren Pflege werden als sehr anstrengend empfunden. Diesbezüglich sollten Untersuchungen zur Arbeitsplatzgestaltung durchgeführt und Optimierungsstrategien formuliert werden. 䡵

Autorinnen Maren Kauke ist Doktorandin an der Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon (ART, Gruppe Bau, Tier und Arbeit) und Mitglied im Projektteam «Optimierung in der Milchgewinnung» (Projektleitung: Pascal Savary, pascal.savary@art.admin.ch). Frauke Korth ist Studentin der Agrarwissenschaften an der ChristianAlbrecht-Universität Kiel und absolvierte ein 6-monatiges Praktikum an ART. Im Laufe des Sommers erscheinen zwei ART-Berichte mit den ausführlichen Ergebnissen (www.agroscope.ch). Das Team Melktechnik bedankt sich bei allen Landwirtinnen und Landwirten, die an der Umfrage teilgenommen haben. www.ufarevue.ch

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NUTZTIERE

Voko-Milch zeigt erste Erfolge UM GANZE 3 FR. haben Betriebe, die in einem Arbeitskreis mitmachen und mit «Voko-Milch» ihren Milchproduktionsbetrieb optimierten, innerhalb von drei Jahren den Verdienst pro Arbeitskraftstunde steigern können. Grund genug für die Organisation der Schweizer Milchproduzenten, Agridea & Co., das Instrument der Vollkostenrechnung noch breiter bekannt zu machen.

Der durchschnittliche Milchpreis ist 2009 gegenüber dem Vorjahr um 12.87 Rp./kg auf 64.78 Rp. gesunken. Dagegen können Milchbauern wenig tun. Bei den Kosten hingegen gibt es Handlungsspielraum. Deshalb wurde 2009 ein Projekt zur «Kostenoptimierung in der Milchproduktion» gestartet. An rund 150 Veranstaltungen informierten sich über 9000 Landwirte über die Kampagne und Beratungsangebote und 264 Betriebe rechneten an 21 Kursen ihre Vollkosten. Auf grosses Interesse stösst auch der Kostenrechner unter www.swissmilk.ch, wo es seit der Aufschaltung vor einem Jahr über 5000 Zugriffe gab. Armin Meyer leitet bei Agridea die Betriebswirtschaftsgruppe, welche jedes Jahr die Vollkostenrechnungen auswertet, und kennt die Optimierungspotenziale.

Wer eine Vision hat und diese konsequent anstrebt, erreicht hohe Ziele. Das gilt nicht zuletzt auch für die Betriebswirtschaft. Bild: SMP

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«Spezialisierung im Sinn einer Professionalisierung des Betriebszweigs lohnt sich immer.»

Vor allem Arbeitsund Infrastrukturkosten UFA-Revue: Was bedeutet wirtschaftlicher Erfolg? Armin Meyer: Wenn das System Unternehmen-Familie genügend Geld generiert, um den Privatverbrauch, Investitionen und die laufenden Ausgaben und Rechnungen zu begleichen. Bei VokoMilch geht es darum, die Milchviehhaltung für sich zu betrachten, weshalb die Abgrenzung der Strukturkosten nötig wird. Welche Betriebe sind in der Milchproduktion am erfolgreichsten? Wer Produktion und Kosten im Griff hat. Die Voko-Auswertung zeigt, dass die besten Betriebe überall gut sind. Betriebe mit hoher Milchleistung, einer hohen Kraftfuttereffizienz und moderaten Tierarztkosten können ebenso erfolgreich sein wie Vollweide-Betriebe mit mittlerer Leistung und tiefen Direktkosten. Dasselbe Prinzip gilt in Bezug auf die gesamte Milchmenge. Der bedeutendste Kostenanteil und damit das höchste Optimierungspotenzial liegt in den Arbeits- und Infrastrukturkosten. Wichtig ist, sich Ziele zu setzen und diese beim Investieren gezielt anzustreben.

Wie kann ein Betrieb seine Kosten kurzfristig senken? Kurzfristig lässt sich vor allem an den Direktkosten schrauben: Kraftfuttereffizienz erhöhen; Rabatte nützen; Auslagerung der Aufzucht erwägen; Massnahmen zur Erhöhung der Tiergesundheit; regelmässiger Unterhalt von Maschinen und Gebäuden, damit keine teuren Notfallreparaturen anfallen; Kontokorrentzinsen und Umschuldung prüfen.

Alternativen? Welche Betriebszweige schneiden momentan im Tierbereich am besten ab? Das hängt davon ab, ob auf einem Betrieb die Arbeit, die Fläche oder das Kapital am knappsten ist. Beim Arbeitsverdienst stehen Legehennen, Pouletmast, Mastschweine und Pensionspferde gut da. Die Märkte sind jedoch schwankend und ein Einstieg zum Teil mit grösseren Investitionen verbunden. Milchviehhaltung und Rindermast werfen pro Hektare Hauptfutterfläche mehr ab als Mutterkühe oder Vollmilchmast. Schweine und Geflügel sind praktisch flächenunabhängig, wenn Abnehmer für die Hofdünger gefunden werden. Weiderinder und Aufzucht benötigen häufig nur geringe Investitionen. Welche Zahlen sollen vor dem Einstieg in einen neuen Betriebszweig geprüft werden? Erste Hinweise gibt der Deckungsbeitrags-Katalog. Bei einem Betriebszweig wie der Milchviehhaltung mit hohen Infrastrukturkosten, die bei einer Aufgabe bestehen bleiben, ist es zudem notwendig, zumindest ein Teilbudget zu rechnen. 7-8 2010 · UFA-REVUE


«Die Vollkostenrechnung ist ein methodischer Ansatz, der hilft, sich mit dem eigenen Betrieb auseinanderzusetzen.»

Für jeden Betrieb Wem empfehlen Sie eine Vollkostenrechnung? Grundsätzlich nützt eine Vollkostenrechnung jedem Betrieb. Denn die Vollkostenrechnung ist aus meiner Sicht vor allem ein methodischer Ansatz, der hilft, sich mit den Kosten und der Struktur auf dem eigenen Betrieb auseinanderzusetzen. Die Daten zur Berechnung der Vollkosten sind beispielsweise bei den Arbeitsstunden manchmal schwierig zu schätzen... Es geht auch nicht darum, die Daten auf den Franken genau zu berechnen und aufzuteilen. Man sollte sich hier nicht zu lange aufhalten. Ob die Gebäudekosten jetzt 1 bis 2Rp. tiefer oder höher liegen als bei den Vergleichsbetrieben ist nicht entscheidend. Man findet immer eine Erklärung, weshalb die konkreten Kosten jetzt höher sind. Wesentlich ist doch, sich ehrlich mit den Kosten auseinanderzusetzen und zu überlegen, wie und wo der eigene Betrieb optimiert werden kann.

NUTZTIERE Finanzbuchhaltung genügt nicht Was ist der Nutzen einer Vollkostenrechnung? Innerhalb von drei Jahren konnten die Betriebsleiter, welche in einem Arbeitskreis mitgemacht und anhand von Vollkostenrechnungen die Milchproduktion optimiert haben, den Verdienst pro Arbeitskraftstunde um durchschnittlich 3Fr. steigern. Dies vor allem durch Erhöhung der Milchmenge via bessere Auslastung der Stallkapazitäten, aber ohne zusätzliche Infrastrukturkosten. Nützlich ist auch, wenn man realisiert, dass die Finanzbuchhaltung, die man bisher für die Steuern erstellt hat, für eine gute Betriebsanalyse nicht genügt. Besser wird eine Betriebsbuchhaltung erstellt, weil dann schon bei den Buchungen überlegt werden muss, welcher Betriebszweig die Kosten verursacht. Ein möglicher Weg zu einer höheren Produktivität liegt in der Spezialisierung. Lohnt sich diese immer? Spezialisierung im Sinn einer Professionalisierung bezüglich Know how lohnt sich auf jeden Fall. Aus finanzieller Sicht

kommt es darauf an, welcher Preis für die Spezialisierung bezahlt werden muss. Lässt sich bei den Vollkostenauswertungen ein Zusammenhang zwischen Milchmenge pro Hauptfutterfläche und Erfolg feststellen? Es gibt keinen eindeutigen Zusammenhang. Ein intensiver Betrieb hat vielleicht mehr Milchleistung pro Fläche, dafür weniger Öko-Direktzahlungen.

Armin Meyer leitet bei Agridea die Betriebswirtschaftsgruppe. Diese wertet unter anderem die Vollkostenrechnungen schweizweit aus und erstellt den Deckungsbeitrags-Katalog.

Zwischen Milchleistung pro Kuh und Erfolg? Prioritär muss die Milchleistung auf das Gesamtsystem passen. Auf den besten Betrieben sind die Milchleistungen meist überdurchschnittlich, aber keineswegs an der Spitze, ob sie nun eine Hochleistungsstrategie oder eine aufwandsoptimierte Strategie mit Vollweide fahren. Zwischen vermarkteter Milchmenge und Erfolg? Bei der Gesamtmilchmenge spielt der Grösseneffekt am meisten, weil sich die Fixkosten auf mehr Milch verteilen. Es gibt aber auch Betriebe mit geringer Milchmenge, die absolut an der Spitze mithalten, da sie gut organisiert sind oder einen guten Milchpreis sowie hohe Direktzahlungen im Futterbau lösen. Vielen Dank fürs Interview!

Autor Matthias Roggli, UFA-Revue, 8401 Winterthur Was ist Voko-Milch? Im Gegensatz zur Finanz- und Betriebsbuchhaltung werden mit dem Programm «VokoMilch» die detaillierten Vollkosten für Maschinen, Einrichtungen, Gebäude und die eigene Arbeit aufgeschlüsselt und dem Betriebszweig zugeteilt. Durch den Vergleich mit Durchschnittszahlen wird das Optimierungspotenzial ersichtlich. Kurse Im Herbst und Winter 2010 werden regional wiederum Voko-Kurse angeboten. Die Schweizer Milchproduzenten (SMP), Profi-Lait, Agridea und das Beratungsforum Schweiz (BFS) wollen noch mehr Betriebe für diese Kurse gewinnen, in Arbeitskreisen organisieren und im Kostenmanagement unterstützen.

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Nicht zu unterschätzen MASTITIS BEI RINDERN Auch Rinder, die frisch abgekalbt haben, können von Euterentzündungen betroffen sein. In den letzten rund 20 Jahren wurde weltweit in zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen versucht, die Häufigkeit, Kosten, Therapiemöglichkeiten und vorbeugende Massnahmen zu ergründen.

Markus Rösch

Je nach Land und Studie kann in bis zu drei Vierteln aller Euterviertel von Rindern eine Infektion nachgewiesen werden. Das genaue Ausmass der Problematik in der Schweiz ist nicht bekannt, weshalb eine geplante nationale Studie unter anderem diese Frage klären soll.

160 Fr. pro Fall Aufgrund der Erfahrungen des Rindergesundheitsdienstes (RGD) und zahlreichen Berichten von Landwirten stellen Mastitiden bei Rindern auch in der Schweiz ein erhebliches Problem dar. In einer neuseeländischen Untersuchung konnte gezeigt werden, dass pro Fall mit Kosten von umgerechnet rund 160 Fr. zu rechnen ist. Davon ist nur etwa ein Viertel auf Behandlungskosten zurückzuführen, der andere Teil entsteht durch frühzeitigen Abgang aus der Herde (z.B. wegen Verlust eines Euterviertels), durch Milchverlust (während der Behandlung, reduzierte Milchleistung) und durch die anfallende Mehrarbeit. Es konnte gezeigt werden, dass die Jahreszeit, der Ort, an dem sich die tragenden Rinder aufhalten, Euter- und Zitzeneigenschaften, die Fütterung und das letzte Drittel der Trächtigkeit einen Einfluss auf das Auftreten klinischer und subklinischer Euterentzündungen haben. Demzufolge kann das Risiko durch eine Verbesserung von Zucht, Haltung, Fütterung und Management minimiert werden. Nicht zu kurz Züchterisch muss auf gut aufgehängte Euter mit nicht zu kurzen Zitzen und Strichkanälen hingewirkt werden. Die Erblichkeit der Eutereigenschaften bewegt sich im Bereich von 25 %. Eine gute Aufhängung reduziert 70

die Verschmutzung und Verletzungsgefahr. In einer österreichischen Studie konnte gezeigt werden, dass infizierte Euter kürzere und weitere Strichkanäle haben als gesunde Euter. Je kürzer der Strichkanal, desto höher das durchschnittliche Minutenhauptgemelk und der Milchfluss. Der maximal anzustrebende Milchfluss sollte daher Werte von 5 bis 6 kg pro Minute nicht überschreiten.

Keimbelastung an Zitzenspitze Bezüglich Haltung muss sichergestellt werden, dass die Rinder vor allem im letzten Drittel der Trächtigkeit unter optimalen hygienischen Bedingungen gehalten werden. Da in einer kürzlich veröffentlichen Studie nachgewiesen werden konnte, dass beim überwiegenden Teil der Rinder mit Mastitis der schützende Keratinpfropf im Strichkanal vor der Abkalbung verschwunden war, lässt sich durch eine massive Reduktion der Keimbelastung an der Zitzenspitze die Infektionsgefahr vermindern. Insbesondere ist bei der Haltung tragender Rinder in Tiefstreuställen auf eine ausreichende und hygienisch einwandfreie Stroheinstreu zu achten (mindestens 10 kg Stroh pro Grossvieheinheit und Tag).

Förderung von Abwehrzellen Haben Mastitiserreger die physikalische Barriere des Strichkanals überwunden, müssen sie von Abwehrzellen eliminiert werden. Diesen Abwehrzellen kommt daher bei Rindern mit «offenen» Strichkanälen besondere Bedeutung zu. Belgische Wissenschaftler konnten nachweisen, dass Rinder, die ausreichend mit Mengen- und Spurenelementen ver-

sorgt sind, sowie solche, die weniger als 0.25 BCS-Punkte an Körpermasse in der frühen Laktation verloren haben, mehr funktionelle Abwehrzellen besitzen als andere. Damit konnten sie eindrücklich demonstrieren, dass die bedarfsgerechte Versorgung (Nähr-, Mineralstoffe und Spurenelemente) der tragenden Rinder sowie die Vermeidung von grossen Körpermasseverlusten (z.B. durch eine mindestens 14 Tage lange Vorbereitungsfütterung) ein wichtiger Beitrag zur Sicherung der Eutergesundheit darstellt.

Einsatz eines Dippmittels Daneben können zusätzliche Massnahmen ergriffen werden, die helfen, die durchlässig gewordenen Strichkanäle vor aufsteigenden Infektionen zu schützen. Eine günstige Methode ist das täglich zweimalige Zitzendippen ab drei bis zwei Wochen vor dem Abkalben (identisch mit der Anfütterungsperiode) mit einem Swissmedic-geprüften Dippmittel. Um eine wirksame und gleichmässige Konzentration an der Zitzenhaut zu erreichen, sollte das Dipp- dem Sprühverfahren vorgezogen werden. Ausserdem ist streng darauf zu achten, dass die Lösungen entsprechend den Herstellerangaben angemischt werden und die maximale Lagerungsdauer nicht überschritten wird. Dies bedeutet bei den meisten Mitteln, dass sie täglich oder spätestens jeden zweiten Tag frisch angemischt werden müssen. Bei dieser Gelegenheit ist der Dippbecher gründlich zu reinigen, denn ein Dippbecher kann in Kombination mit einem ungenügend wirksamen Dippmittel (zu niedrige Konzentration oder lagerungsbedingter Wirksamkeitsverlust) ein wichtiger Vektor für Mastitiserreger sein. 7-8 2010 · UFA-REVUE


NUTZTIERE

Grafik: Ultraschallbild einer Milchabflussstörung Gesundes Viertel Der Übergang von Drüsen- zu Zitzenzisterne (blaues Oval) ist offen und die Drüsenzisterne als geräumiger, milchgefüllter Hohlraum sichtbar.

Interne

Zitzenversiegler Eine

andere Methode zur Verhinderung von aufsteigenden Infektionen ist der Einsatz von sogenannten Zitzenversieglern. Dabei ist grundsätzlich zwischen internen und externen Versieglern zu unterscheiden, deren Vor- und Nachteile berücksichtigt werden müssen. Da beide Typen keine therapeutischen Wirkstoffe enthalten, ist ihr Einsatz auf gesunde Euterviertel beschränkt (Schalmtest negativ) und daher ausschliesslich vorbeugend einzusetzen. Interne Zitzenversiegler werden einmalig über den Strichkanal in die Zitze eingebracht (und niemals nach oben massiert!), wo die dickflüssig bis zähe Substanz auf Wismut- und Paraffinbasis bis zum Abkalben in der Zitze verbleibt. Deren Anwendung ist immer nur dann zu empfehlen, wenn sichergestellt werden kann, dass das Einbringen in die Zitze absolut hygienisch erfolgt. Dies umfasst folgende Punkte: • Insgesamt sauberes Euter und Zitzen. • Gewissenhafte Desinfektion der Zitzenspitze mit Desinfektionstüchern (pro Zitze ein Tuch). • Applikation, indem nur die Injektorspitze in den Strichkanal geführt wird. • Anschliessendes Zitzendippen mit einem wirksamen Dippmittel. Etwas weniger kritisch ist die Anwendung von internen Zitzenversieglern in Kombination mit antibiotikahaltigen Medikamenten, wobei der ZitzenverUFA-REVUE · 7-8 2010

Drüsenzisterne mit Milch

Krankes Viertel nach der Abkalbung Als Folge einer nicht erkannten und therapierten Euterentzündung ist die Drüsenzisterne wabig verwachsen. Dieses Viertel ist für immer verloren. Ehemalige Drüsenzisterne, verwachsen mit einzelnen Milchkavernen

Euter

Euter

Zitze

Zitze

Durch regelmässiges Beobachten der Eutergesundheit und allfällige Behandlungen lassen sich böse Überraschungen nach dem Abkalben reduzieren. Bild: agrarfoto.com

Euter

Zitze

Euter Zitze

Flüssigkeiten (z.B. Milch und Blut) werden dunkel beziehungsweise braun dargestellt, Gewebe sind weiss gekennzeichnet. Die roten Linien begrenzen die Drüsen- und Zitzenzisternen (= Milch abführende Hohlräume). Die schwarzen Linien stellen die Haut, der gelbe Pfeil die Abflussrichtung der Milch dar. Ultraschallbilder: Prof. Bleul, Klinik für Fortpflanzungsmedizin, Vetsuisse Fakultät, Universität Zürich

siegler direkt nach diesen Medikamenten verabreicht wird. Grundsätzlich darf die Anwendung interner Zitzenversiegler nur in Absprache mit dem Bestandestierarzt erfolgen.

Externe Versiegler bilden einen Schutzfilm auf der Zitze und über dem Strichkanal und werden im Dippverfahren angewendet. Vorteil dieser Schutzmassnahme ist die einfache Anwendung und das geringe Risiko einer selbst verursachten Infektion. Die begrenzte Haltbar- und damit Wirksamkeit des entstehenden Schutzfilms bedingt, dass diese Massnahme mindestens zweimal pro Woche wiederholt wird. Da das Euter

hochträchtiger Rinder unabhängig von einer vorbeugenden Massnahme täglich kontrolliert werden sollte, ist dieser Mehraufwand vertretbar.

Fazit Frisch abgekalbte Rinder sind zunehmend von Euterentzündungen betroffen. Zur Vorbeugung eignen sich verschiedenste Massnahmen wie die Zucht auf optimale Zitzen- und Eutereigenschaften, gute Stallhygiene, bedarfsgerechte Fütterung sowie der Einsatz von Dippmitteln und gegebenenfalls Zitzenversieglern. Es sind weitgehend dieselben Massnahmen, die auch bei laktierenden Kühen zu einer guten Eutergesundheit beitragen. 䡵

Autor Dr. med. vet. Markus Rösch ist Fachtierarzt beim Rindergesundheitsdienst (RGD). Seine Schwerpunkte liegen in der Bestandesmedizin. www.rgd.ch

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Kombi-Impfung lohnt sich CIRCOVIREN UND LAWSONIEN haben in der Schweizer Schweineproduktion eine grosse Bedeutung. In einer umfassenden Studie hat sich gezeigt, dass die gemeinsame Verabreichung der Impfstoffe «Circoflex» und «Enterisol Ileitis» auf Betrieben mit entsprechenden Problemen wirtschaftlich ist.

Bei seiner Markteinführung vor fünf Jahren hatte der Ferkelimpfstoff Enterisol Ileitis (Schluckimpfung) gegen Lawsonia intracellularis nicht den erhofften Effekt erzielt. Die Tiere kümmerten weiterhin, hatten Durchfall und die Mastgruppen wuchsen auseinander. Wegen unspezifischer Symptome (siehe Kasten) lässt sich die Lawsoniaerkrankung nicht immer auf den ersten Blick erkennen. Daher vermutet man, dass nicht die fehlende Wirkung von Enterisol Ileitis, sondern das Circovirus (PCV2) das Problem war. Mit der Einführung von Impfstoffen gegen PCV2 wie Circovac, Circoflex und Porcilis PCV2 konnte die Schweinegesundheit denn auch merklich verbessert werden.

Gross angelegte Studie Was würde geschehen, wenn die Impfstoffe Circoflex und Enterisol Ileitis gleichzeitig verabreicht werden? Genau das untersuchte die Vetsuisse Fakultät. In einer Studie wurden der ökonomische Einfluss und allfällige Nebenwirkungen unter die Lupe genommen.

Anzahl Tiere

Grafik: Todesfälle wegen Circovirus-Infektion 14 12 10 8 6 4 2 0

PMWS PDNS PMWS + PDNS

A M Kontrolle

A M Circoflex

A

M EI

A

Behandlungsgruppe A = Aufzucht; M = Mast; CF = Circoflex; EI = Enterisol Ileitis 72

M EI + CF

Die Studie fand auf einem gemischten Zucht-Mast-Betrieb statt und umfasste 1405 Tiere. 384 Ferkel wurden gleichzeitig mit einem durchschnittlichen Alter von 23.5 Tagen mit Circoflex und Enterisol Ileitis, 376 nur mit Circoflex, 318 mit Enterisol Ileitis geimpft und 327 Ferkel wurden als Kontrolle mit Placebo (Mittel ohne Wirkstoff) behandelt. Der ökonomische Einfluss der Impfungen im Mastbetrieb (zwölfte Woche bis Schlachtung) lässt sich als ROI (Return on Investment, d. h. Profit pro investierten Franken) pro Jahr ausdrücken. Als Grundlage zu dessen Berechnung diente ein Futterpreis von 0.65 Fr./kg, ein Schlachtpreis von 3.60 Fr./kg sowie ein 30 kg-Jagerpreis von 3.90 Fr./kg. Für beide Impfungen wurden Kosten von total 6 Fr. kalkuliert.

Hundert Mal mehr Circoviren Und das fanden die Forscher in ihren Messungen und Erhebungen heraus: Der Circovirusgehalt im Blut der nicht mit Circoflex geimpften Tiere lag ab der zwölften Woche zehn bis hundert Mal höher als jener der geimpften. Kein Wunder also, dass die mit Circoflex behandelten Schweine im Vergleich zur Kontrollgruppe höhere Masttageszunahmen und eine geringere Abgangsrate auswiesen (Tabelle). Die Verbesserung des Deckungsbeitrages pro Mastschwein betrug 9.60 Fr. Von diesem Betrag müssen noch die Kosten einer Impfstoffdosis abgezogen werden.

Besser als allein mit Circoflex Schweine, die mit Enterisol Ileitis und Circoflex geimpft worden waren, hatten signifikant höhere Masttageszunahmen,

Enterisol Ileitis wird mittels Drench direkt ins Maul, Circoflex intramuskulär in den Hals verabreicht. Bild: Boehringer Ingelheim

eine bessere Futterverwertung sowie eine tiefere Verlustrate im Vergleich mit der nur mit Circoflex behandelten Gruppe (Tabelle). Durch die zusätzliche Impfung mit Enterisol Ileitis resultierte eine weitere Verbesserung des Deckungsbeitrages pro Mastschwein von 6.04 Fr. Auch hier müssen noch die Kosten für die Impfung pro Mastschwein abgezogen werden. Pro eingesetzten Franken für die Lawsoniaimpfung ergibt sich ein Mehrertrag von 2 Fr.

Schleichende Lawsoniaerkrankungen Dieser deutliche Effekt verstärkt die Vermutung, dass die in der Schweiz häufig schleichend vorkommende Lawsoniaerkrankung einen stark negativen Einfluss auf Gesundheit und Wirtschaftlichkeit der Tiere hat. Um die negativen Auswirkungen anderweitig zu korrigieren, könnten in der Mast über lange Zeit starke, lawsonienwirksame Antibiotika eingesetzt werden. Neben den Kosten müsste hier aber die Resistenz- und die Rückstandsproblematik mit einberechnet werden.

Während Aufzucht nicht relevant Mit Blick auf die Verteilung der Todesfälle in Aufzucht und Mast (Grafik) wird klar, dass die Tiere erst gegen Ende der Aufzucht und in einigen Fällen erst in der Mast mit PCV2 in Kontakt kamen. Der späte Infektionszeitpunkt erklärt, 7-8 2010 · UFA-REVUE


NUTZTIERE weshalb die Unterschiede in den Tageszunahmen während der Aufzucht nicht relevant waren. Lawsonia konnte in der Studie nie als Todesursache festgestellt werden. Die Krankheit war chronisch vorhanden, womit der Impfstoff Enterisol Ileistis vorwiegend einen EinďŹ&#x201A;uss auf Leistungsparameter wie die Futterverwertung und den Tageszuwachs hatte.

Nebenwirkungen? Die Tiere, welche beide Impfungen gleichzeitig erhielten, zeigten in der Aufzucht die gleichen Tageszunahmen wie jene der Kontrollgruppe. Daraus schliessen die Wissenschafter, dass die massive Aktivierung des Immunsystems, ausgelĂśst durch die gleichzeitige Verabreichung beider Impfstoffe, keine nachteiligen Effekte auf die Leistungen der Tiere hatte. Nebenwirkungen seien keine beobachtet worden. Die zu impfenden Tiere dĂźrfen drei Tage vor und drei Tage nach der Impfung kein Antibiotika erhalten. Bei Kon-

takt mit Antibiotika kann der Lebendimpfstoff Enterisol Ileitis nämlich seine Wirkung verlieren.

Fazit Die zeitgleiche Verabreichung von Enterisol Ileitis und CircoďŹ&#x201A;ex im Alter von 23.5 Tagen fĂźhrte in der Vetsuisse-Studie zu signiďŹ kanten Verbesserungen sowohl bei den Tageszunahmen als auch bei den Verlustraten. Wo Infektionen mit dem PCV2 und Lawsonia diagnostiziert wurden, scheint diese KombiImpfung durchaus Sinn zu machen. 䥾

Krankheiten im Ă&#x153;berblick Das Circovirus (PCV2) ist an den Krankheiten PMWS und PDNS beteiligt. PMWS tritt praktisch ausschliesslich im Alter von 6 bis 20 Wochen auf, wobei sich die Krankheitssymptome in letzter Zeit etwas in die Mastperiode verschoben haben. Nach dem Absetzen kommt es zu KĂźmmern, Durchfall und Schwellungen der Lymphknoten. Bei akuten AusbrĂźchen wird eine Sterblichkeit von bis zu 30 % beobachtet. PDNS kommt eher bei etwas älteren Mastschweinen vor (12 bis 14 Wochen). Auffällig sind starke Blutungen in der Haut. Bis zu 80 % der akut erkrankten Tiere sterben. Ileitis wird vom Erreger Lawsonia intracellularis verursacht und zählt auch in der Schweiz zu den verlustbringendsten Durchfallerkrankungen beim Schwein. Eine Infektion mit Lawsonia lässt sich normalerweise zwei bis drei Wochen nach dem Absetzen identiďŹ zieren. Zu den Symptomen gehĂśren chronischer Durchfall und KĂźmmern.

Tabelle: Leistungsparameter und Wirtschaftlichkeit Kontrolle

Enterisol Ileitis + CircoďŹ&#x201A;ex Masttageszunahme g/Tag 751 772 792 Futterverwertung kg/kg 2.65 2.64 2.61 Abgangsrate % 6.3 2.5 1.1 ROI Fr. 3.21:1 5.22:1 ROI = ProďŹ t pro investierten Franken und Mastschwein im Vergleich zur Kontrolle. Basierend auf Woche 43, 2009.

Autor Matthias Roggli, UFA-Revue, 3360 Herzogenbuchsee Dieser Artikel basiert auf einer Studie von Helen Weibel und Xaver Sidler (beide Vetsuisse-Fakultät Zßrich) sowie Frank Schreiber und Bernd Grosse Liesner (beide Boehringer Ingelheim).

CircoďŹ&#x201A;ex

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NUTZTIERE

So sinken die Ferkelverluste DER ZUCHTFORTSCHRITT bei den Reproduktionsmerkmalen wirkt sich erfreulich deutlich auf die Wurfgrösse aus. Wichtig ist, dass diese Fortschritte nicht wegen schlechten Umweltfaktoren zunichte gemacht werden, sondern dem Schweinehalter zugute kommen.

Heinz Seelhofer

Pius Affentranger

Die Anzahl lebend geborener Ferkel nimmt laufend zu, bei der PrimeraMuttersauenlinie jährlich um zirka 0.3 Ferkel. Das ist an sich erfreulich, denn in der Ferkelproduktion ist die Wurfgrösse das wirtschaftlich wichtigste Kriterium. Wenn die Anzahl geborener Ferkel steigt, aber gleichzeitig die Verluste zunehmen, ist unter dem Strich gar nichts gewonnen.

Folgen steigender Reproduktion Zwischen der Wurfgrösse und dem Ferkelgewicht besteht ein bekannter Zusammenhang: Je grösser die Würfe, umso kleiner das durchschnittliche Geburtsgewicht der Ferkel. Die Überlebensfähigkeit leichter Ferkel ist im Vergleich zu schweren deutlich schlechter.

UFA 302 UFA 302 ist ein Prestarterfutter. Es eignet sich als Erstfutter für die Saugferkel oder als Futter für vorzeitig abgesetzte Ferkel. UFA 302 kann sehr leicht abgesetzten Ferkeln helfen, den Anschluss wieder zu finden. Das Prestarterfutter hat eine krümelige Struktur. Es enthält Milch- und aufgeschlossene Getreideprodukte. Gehalt: 16.5 MJ VES, 20 % Rohprotein. Zum Einsatz kommt UFA 302 während zirka sieben Tagen. Es wird sehr gerne aufgenommen und hilft mit, die Ferkel frühzeitig an den Verzehr von Festfutter zu gewöhnen. Nach UFA 302 erfolgt der Wechsel auf UFA 304 Starterfutter.

UFA Startpaste Die UFA Startpaste wird bei den kleineren Ferkeln am ersten Lebenstag nach der Kolostrumaufnahme eingesetzt. Die Verabreichung von ein bis zwei Pumpstössen erfolgt direkt ins Maul. Bei Bedarf sind in den Folgetagen weitere Gaben möglich. Die UFA Startpaste enthält schnell verwertbare Inhaltsstoffe (Energie) sowie hohe Gehalte an Vitamin A und E. Eisen und L-Carnitin sorgen für eine erhöhte Widerstandskraft und eine schnellere Entwicklung. Die UFA Startpaste stabilisiert die Darmflora und verbessert die Blutbildung. Sie ersetzt aber nicht die Eisengabe durch Eiseninjektion, UFA Eisenpaste oder UFA Fenergie.

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Auswertungen auf Praxisbetrieben zeigen aber immer wieder grosse Betriebsunterschiede. Das bedeutet, dass mit richtigen Massnahmen in Haltung, Management und Fütterung eine Reduktion der Verluste erreicht werden kann.

Eigene Verluste kennen Damit die genauen Ursachen der Verluste erkannt werden, ist zunächst eine systematische Aufzeichnung unerlässlich. Dadurch werden die Schwachpunkte erkannt und der Erfolg von Massnahmen später messbar. Als «normale» Verlustraten können während der Säugezeit 12 % und nach dem Absetzen bis 25 kg Lebendgewicht 3 % gelten. Liegen die effektiven Werte darüber, sind Massnahmen angezeigt. Die Massnahmen zur Reduktion der Ferkelverluste beginnen bereits bei der Muttersau und sind besonders rund um die Geburt von enormer Bedeutung. Während der Säugezeit und vom Absetzen bis zum Verkauf der Ferkel spielt die Fütterung eine speziell wichtige Rolle. Muttersau Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Muttersauenhaltung sind die Umtriebsplanung, eine optimale Altersstruktur, die Haltung gesunder Tiere unter guten Bedingungen und ein Impfprogramm. Zunehmende Bedeutung erhält die einwandfreie Strohqualität, weil Mykotoxine zu Gesundheitsproblemen und Leistungsdepressionen führen können. Bei der Fütterung ist die Nährstoffversorgung nach Körperkondition ein wichtiger Grundsatz. Notwendige Korrekturen erfolgen in der ersten Phase der Trächtigkeit. Ab dem 85. Trächtigkeitstag wird die Fütterungsintensität erhöht. Das verbessert

die Nährstoffversorgung der Föten und erhöht das Geburtsgewicht und die Ausgeglichenheit der Ferkel. Nach dem Abferkeln erfolgt die Fütterung der Sauen nach einem festgelegten Plan: Je mehr Ferkel, umso grösser ist die Milchmenge und umso grösser der Futterbedarf der Sau. Eine zweiphasige Fütterung (Trächtigkeits- und Säugendfutter) erleichtert die optimale Nährstoffzufuhr. Futter wie das hochkonzentrierte UFA top pig sind eine willkommene zusätzliche Energiequelle, vor allem auch für die Erstlingssauen, weil diese über ein beschränktes Futteraufnahmevermögen verfügen.

Geburt Die meisten Ferkelverluste entstehen in den ersten Stunden nach der Geburt. Bis die Sauen zum Abferkeln kommen, hat man bereits viel Arbeit aufgewendet. Um die Früchte dieser Investitionen zu ernten, zahlt es sich deshalb aus, ein grosses Gewicht auf das Geburts- und Saugferkelmanagement zu legen. Bei Anwesenheit im Stall kann vor allem die Zahl erdrückter Ferkel reduziert werden. Ferkel mit einem tiefen Geburtsgewicht sind besonders anfällig auf Sauerstoffmangel und haben kaum Energiereserven. Die Aufnahme von Kolostrum innerhalb der ersten 24 Stunden ist ein Muss. Dank der Überwachung wird die Aufnahme von Kolostrum unterstützt. Ferkel sollten grundsätzlich immer erst nach der Aufnahme versetzt werden, wenn möglich zu jüngeren Würfen. Dagegen hat es keinen Sinn, lebensschwache Ferkel (unter 700 – 800 g) zu retten. Die Temperaturführung im Stall ist während der Säugezeit sehr schwierig. Für die Sau wäre eine Umgebungstempera7-8 2010 · UFA-REVUE


NUTZTIERE

Im Überblick Wann besteht Handlungsbedarf? • Saugferkel: Verluste über 12 %. • Abgesetzte Ferkel bis 25 kg: Verluste über 3%. • Schweinemast: Verluste über 2 %. Mögliche Massnahmen • Umtriebsmanagement überprüfen. • Betreuungsmassnahmen (Impfungen, Hygiene usw.) erhöhen. • Konstitution der Sauen beurteilen. • Sauenfütterung in Trächtigkeit optimieren. • Sauenfütterung in Laktation anpassen. • Haltung im Abferkelstall verbessern. • Geburtsmangement inklusive Betreuung verbessern. • Anfütterung der Saugferkel durchführen. • Ferkelfutterqualität prüfen.

tur von 18 bis 20 °C ideal, die neugeborenen Ferkel dagegen benötigen eine Temperatur von mindestens 32 °C. Ausgekühlte Ferkel werden deshalb umgehend in die Nähe einer Wärmequelle gelegt.

Energie für schwache Tiere Auf dem Versuchsbetrieb UFA Bühl hat sich bei den neugeborenen Ferkeln der Einsatz der UFA Startpaste bewährt. Dabei geht es vor allem darum, die leichten Ferkel «abzuholen». Wenn diese schwachen Tiere 12 bis 24 Stunden nach der Geburt einen Energieschub erhalten, kommen sie leichter zum Säugen und entwickeln sich normal. Auf UFA Bühl konnten die Ferkelverluste während der Säugezeit in den letzten Jahren auf unter 10 % gesenkt werden. Allein dank der UFA Startpaste sanken die Verluste um etwa 2 %. Weitere wichtige Massnahmen bei der Versorgung der Neugeborenen betreffen das Zähneschleifen die Eisengabe am dritten Lebenstag.

Säugezeit Während der Säugezeit (Geburt bis Absetzen) erfolgen auf UFA Bühl die Kastration mit Betäubung sowie die Impfung mit Circoflex. Daneben steht die regelmässige Wurfüberwachung im Vordergrund. Nach etwa acht bis zehn Tagen wird den Ferkeln das erste Festfutter vorgeUFA-REVUE · 7-8 2010

legt. Das Ziel besteht darin, die Ferkel möglichst schnell an das Futterfressen zu gewöhnen. Bereits jetzt wird die entscheidende Basis für die spätere Absetzphase gelegt. Je mehr Festfutter die Saugferkel aufnehmen, umso problemloser erfolgt das Absetzen. Deshalb investieren Profibetriebe in die Fütterung der Saugferkel am meisten Arbeit. Als erstes Futter wird häufig UFA 302 Prestarter eingesetzt. Auf UFA Bühl wird es mit Ferkelerde gemischt und in die Ferkelecke gestreut. Eine geschickte Platzierung im Fressbereich der Sau kann den Nachahmungstrieb der Ferkel auslösen. Im Idealfall wird das Futter ein- bis zweimal täglich frisch angeboten. Wird diese Futter-Erde-Mischung in einer Blumenschale verabreicht, erleichtert dies die Verzehrskontrolle und die Buchten bleiben sauber. Nach etwa acht Tagen UFA 302 Prestarter erfolgt der Wechsel auf UFA 304 Starterfutter. Das Starterfutter wird bis rund zwei Wochen nach dem Absetzen eingesetzt. Während der Säugezeit beginnen die Ferkel auch Wasser zu trinken. Der Wasserfluss ist regelmässig zu kontrollieren und die Tränken müssen sauber sein.

Absetzen bis Verkauf Manchmal wird vergessen, dass die Wirtschaftlichkeit nicht von der Anzahl abgesetzter Ferkel, sondern von der Anzahl verkauf-

ter Ferkel abhängt. Liegen die Abgänge nach dem Absetzen bis zirka 25 kg Lebendgewicht über 3 %, besteht Handlungsbedarf. Zirka zwei Wochen nach dem erfolgreichen Absetzen empfiehlt sich der Wechsel von UFA Starterfutter auf ein UFA-Standard-Ferkelfutter. Der Zeitpunkt dieses Futterwechsels hat mit der Entwicklung des Darmes zu tun. Mit der Umstellung von Flüssig- auf Festfutter gehen im Darmtrakt mehrere Veränderungen vor sich. Zwei Wochen nach dem Absetzen und dem Umstellen auf Festfutter sind die Änderungen im Darm weitgehend abgeschlossen und die Tiere können mit normalem Ferkelfutter versorgt werden. Im Ferkelfutter der UFA sind die aktuellen Erkenntnisse der Ferkelernährung berücksichtigt.

Fazit Durch gezielte Fütterungs- und Managementmassnahmen kann der Schweinezüchter von der verbesserten Reproduktionsleistung seiner Sauen profitieren. Die Reduktion der Ferkelverluste wirkt sich in Form einer höheren Anzahl verkaufsfähiger Ferkel 1:1 auf den wirtschaftlichen Erfolg aus. Wer bei gleichbleibenden Kosten ein paar Ferkel mehr grosszieht, zählt zu den Gewinnern. Die genannten Massnahmen sind bei weitem nicht abschliessend, zeigen aber die vielen Möglichkeiten, wie sich die Ferkelverluste verringern lassen. 䡵

Massgebend für den wirtschaftlichen Erfolg ist nicht die Anzahl abgesetzter, sondern die Anzahl verkaufter Ferkel.

Autoren Heinz Seelhofer, Betriebsleiter UFA-Bühl, 5604 Hendschiken Dr. Pius Affentranger, Leiter UFA-Forschung, 3360 Herzogenbuchsee Für konkrete Massnahmen zur Reduktion der Ferkelverluste auf Ihrem Betrieb setzen Sie sich am besten mit dem UFA-Schweinespezialisten Ihrer Region in Verbindung. www.ufa.ch

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NUTZTIERE

Raufutter für die Kälbermast DAS REVIDIERTE TIERSCHUTZGESETZ stellt für Kälbermäster eine Herausforderung dar. Einerseits wird ein freier Zugang zu Raufutter vorgeschrieben, andererseits bleiben die hohen Anforderungen an die Fleischqualität bestehen. Die UFA hat nun ein passendes Raufuttermittel entwickelt, das es ermöglicht, den Spagat zwischen tiergerechter Haltung und wirtschaftlicher Produktion zu schaffen.

Alfred Erni

Simon Niederberger

Ab dem 1. September 2013 müssen alle Kälber nach der zweiten Lebenswoche freien Zugang zu Raufutter haben. Stroh alleine genügt nicht. So will es das schweizerische Tierschutzgesetz. Damit Kälbermastbetriebe diese Bestimmungen erfüllen können, hat die UFA in den vergangenen Jahren verschiedene Erfahrungen in der Zufütterung von Raufutter gesammelt.

Positiver Gesundheitseffekt Auch Peter Koch aus Inwil (LU) ist von den UFA-Rolls überzeugt und möchte nicht mehr darauf verzichten. Seit dem Einsatz konnte er bei seinen Mastkälbern keine Darmverwicklungen mehr feststellen. Als weiterer Vorteil nennt Koch, dass mit dem 20 kg Sack eine einfache, zeitsparende Verabreichung möglich ist. Seine Kälber schlecken weniger an Holzwänden und an den Kleidern (beim Antränken).

Probleme mit herkömmlichem Raufutter Wurde Heu, Mais oder Zur Verabreichung der UFA-Rolls eignet sich der Fohlentrog, weil nur ein Kalb auf einmal fressen kann und somit kaum Verluste entstehen. Bild: A. Künzi

Müeslifutter zur freien Verfügung angeboten, entwickelte sich der Pansen der Mastkälber unerwünscht schnell und die geforderte Schlachtkörperqualität (Fleischigkeit und Farbe) konnte meist nicht erreicht werden. Auf der Suche nach geeigneten Alternativen wurden die rohfaserreichen UFA-Rolls entwickelt.

Reduziertes Fehlverhalten Diese Raufutterwürfel wurden auf Betrieben in der ganzen Schweiz getestet. Bereits nach wenigen Masttagen zeigte sich, dass sich die Kälber ruhiger verhielten als in den Masten zuvor. Das bekannte Schlecken an Holzwänden alter Ställe liess sich ab dem Einsatz nicht mehr feststellen, denn die Tiere konnten ihr natürliches Nage- und Beschäftigungsbedürfnis an den Rolls ausleben. Guter Tageszuwachs und Ausmastgrad Die Mastkälber nehmen mit den Rohfaserwürfeln zusätzliche Fasern auf, was zu einer besseren Verdauung führt. Auf allen Betrieben, wo das Raufutterprodukt eingesetzt wurde, konnte ein höherer Tageszuwachs und ein besserer Ausmastgrad bei tieferen Abgängen festgestellt werden als in vorherigen Masten. Im Schlachthof erfreuten schöne Schlachtkörper und auch die Fleischfarbe stimmte.

Nicht zu rot Diese Erkenntnisse bestätigten sich in einer Semesterarbeit der Agrotechniker Fachschule Rütti, Zollikofen. Von den ausgewerteten 280 76

Mastkälbern lag der durchschnittliche Tageszuwachs bei 1.38 kg. 67 % aller geschlachteten Kälber erzielten die Klassierung T oder besser. Bezüglich Fleischfarbe wurden keine Probleme festgestellt, welche auf die Verfütterung der UFA-Rolls zurückzuführen wären. Bei nur 2.2 % (6 Tiere) aller 272 geschlachteten Kälber wurde von den Schlachthöfen ein Abzug gemacht. Die tiefen Abgangswerte von 2.5 % sind ebenfalls positiv zu werten.

Kosten und Nutzen UFA-Rolls setzen sich aus Stroh, Zuckerrübenmelasse, Kornspreuer, Luzerne und Mais zusammen und werden den Mastkälbern ab der zweiten Lebenswoche täglich über einen Futtertrog verabreicht. Im Schnitt nimmt ein Mastkalb pro Tag rund 100 g vom Rohfaserwürfel auf. Für den Mäster bedeutet das einen Mehraufwand von 5 bis 7 Fr. je Tier und Mast. Berücksichtigt man jedoch, dass sich die Abgangsrate verringert, wie es die Betriebsleiter bestätigen, welche das Produkt bereits länger einsetzen, relativieren sich diese Mehrkosten. 䡵 Autoren Alfred Erni, Leiter Kälberbereich UFA AG, und Simon Niederberger, Technikerschüler an der Rütti in Zollikofen und Teilzeitangestellter im UFA-Beratungsdienst Sursee. Gratis-Futtertrog Nutzen auch Sie die Vorteile der UFA-Rolls bei Ihren Mastkälbern. Bis am 14. August 2010 erhalten Sie zu jeder Palette (480 kg) einen Futtertrog, der sich speziell für die Verabreichung eignet. Fragen Sie Ihren UFA-Kälbermastspezialisten oder Ihre LANDI.

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NUTZTIERE

Mit kranken Kühen Geld verdienen STRESSFREIE ABKALBELINIE Viele Milchproduktionsbetriebe wachsen. Das Management wird anspruchsvoller und die Zeit für die Beobachtung knapper. Immer wichtiger ist daher ein effizienter Umgang mit kalbenden oder kranken Kühen. Demnächst wird der erste Schweizer Stall mit Melkroboter und integrierter Stressfreier Abkalbelinie bezogen. Dieses Baukonzept ermöglicht eine optimale Betreuung von Risikotieren.

Christian Manser

Eine Stressfreie Abkalbelinie ist ein Tiefstrohbereich für Tiere mit erhöhtem Betreuungsbedarf in unmittelbarer Nähe zur Hauptherde und möglichst mit direktem Zugang zum Melkstand. In diesem Wellness-Bereich fühlen sich die Kühe bei maximaler Betreuung wohl, sie erholen sich ohne Stress schneller und sind schon nach kurzer Zeit wieder voll leistungsfähig. In einem Stallneubau darf heute ein solches Abteil nicht fehlen. Auch bei Umbauten kann es sowohl im Anbinde- als auch im Laufstall sinnvoll sein, eine Stressfreie Abkalbelinie im Stall oder wenn nicht anders möglich in einem Nebengebäude zu integrieren.

So funktioniert’s Pro frisch abgekalbte Kuh braucht es minimal 8 bis 12 m2 Strohfläche. Wenn die Kühe auf Spaltenböden fressen und trinken, dann gelangen schnell einmal 40 % we-

niger Urin und Kot in das Stroh. Mit rund 10 kg Stroh pro Kuh und Tag kann der eingestreute Bereich sauber und trocken gehalten werden. Eine ausreichende Durchlüftung, erleichtert durch flexible Seitenwände oder aufziehbare Windschutznetze, ist auch in diesem Abteil anzustreben. So trocknet die Einstreu gut ab, man spart Stroh und das Mastitisrisiko wird vermindert. Weiter ist es wichtig, dass das Futter für diese Gruppe etwas näher vor den Kühen liegt. Es muss häufiger nachgeschoben werden, damit die Tiere so schnell wie möglich eine gute Trockensubstanzaufnahme aufweisen. Der Übergang vom Spalten- oder Festboden beim Fressbereich zum Tiefstrohbereich kann mit einem 30 cm hohen Brett oder Balken versehen werden. Eine andere Lösung ist, den Boden des Strohbereichs 60 cm tiefer zu positionieren als die Oberkante des Spaltenbodens.

In der Ruhe liegt die Kraft Die Kühe und Rinder werden 10 bis 20 Tage vor dem Abkalben auf den separaten Tiefstrohbereich verstellt, wo sie sich an die neue Umgebung und Situation gewöhnen können. Im Allgemeinen kalben sie dann alleine, ruhig in der Gruppe oder bei Bedarf auch in einem individuellen Abkalbebereich. Ein individueller Kalbebereich lässt sich mit zwei bis drei Abtrennungsgattern herstellen (eventuell von der Decke her absenkbar). Im separaten Tiefstrohbereich bleiben die Kühe, je nachdem wie fit sie sind, zwischen 10 bis 20 Tagen in einer kleinen Gruppe. Es ist ebenfalls ein idealer Platz für kränkelnde Kühe, die wieder genesen sollen. Einfach gut gelöst Der Erfolg der Stressfreien Abkalbelinie liegt in ein paar einfachen, aber wesentlichen Dingen. Die Kühe haben rund ums Abkalben jederzeit eine weiche Liegefläche und ausreichend Platz, um zu fressen. Sie können sich frei bewegen. Es entsteht kein Stress durch das Verstellen, weil die Tiere ums Abkalben im selben Bereich bleiben und dasselbe Raufutter an der gleichen Futterachse fressen wie alle anderen. Sie haben immer Kontakt und in jedem Fall Sichtkontakt mit dem übrigen Tierbestand. In der Hochrisikoperiode für die Kuh hat der Tierhalter alles einfacher unter Kontrolle. Ganz nach dem Motto: Mach das Leben für dich und die Kuh so einfach wie möglich.

Risikotiere in jedem Bestand Auf diesem holländischen Grossbetrieb stehen immer rund 25 Tiere, also rund 10 % der Herde, in der Wellness-Oase auf Tiefstroh. Mit wenig Aufwand kann der Landwirt seine Risikotiere kontrollieren.

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Rund 10 % der Tiere auf einem Betrieb stecken im Schnitt in einer von der Betreuung her anspruchsvolleren Phase. Kranke oder schwache Tiere (frisch ab7-8 2010 · UFA-REVUE


NUTZTIERE

Auch eine nicht absolut perfekte Abkalbelinien-Lösung kann die Situation für die Risikotiere um ein Vielfaches verbessern.

gekalbte, ältere Kühe, Erstmelkkühe), aber auch Tiere, die zwei Wochen vor dem Abkalben stehen, müssen mit geringem Aufwand optimal beobachtet und versorgt werden können. Je besser sich diese Kühe erholen, umso schneller können sie wieder in der gesunden Gruppe mitlaufen.

Unschuldig in Einzelhaft In einer Phase in der die Kuh besonders stark gefordert wird (Abkalbung, Eingliederung in neue Herde, Stoffwechselstörung, weniger beweglich, lahm usw.) ist es enorm wichtig, ihr das Leben nicht noch zusätzlich zu erschweren. Die Futterund Wasseraufnahme ist aufgrund der Umstände ohnehin bereits eingeschränkt. Genau jetzt ist alles daran zu setzen, dass der Verzehr nicht noch mehr abnimmt. Das kann mit einer optimalen Betreuung in angenehmer Umgebung sichergestellt werden. Das Rind

ist ein Herdentier. Es ist daher in einer Stressphase so ziemlich das Ungeschickteste, die Kuh aus der gewohnten Umgebung und aus ihrer Herde zu entfernen. Zumindest der Sichtkontakt muss immer gewährleistet sein. Ein Wechsel der Futterration sollte unterlassen werden. Hand aufs Herz: Was soll eine ältere oder kranke Kuh davon halten, wenn sie irgendwann allein auf einem Läger im leeren, alten Anbindestall steht? Sie wird unruhig, unzufrieden, eingeschüchtert, lust- und appetitlos, aber sicher nicht schnell genug wieder fit für ihren Job.

Wenig Aufwand, viel Ertrag Jedem Tierhalter kann es aus betriebswirtschaftlicher Sicht nur recht sein, eine Kuh dank exklusiver Betreuung noch eine oder mehrere Laktationen länger nutzen zu können. Leider verlieren zu viele Betriebe Geld, weil es nicht gelingt, zwischenzeitlich angeschlagene Tiere im Stall zu behalten. Steht für deren Versorgung eine Stressfreie Abkalbelinie zur Verfügung, dann gelingt es mit wenig Aufwand, den Ertrag zu verbessern.

Bester Stall Während auf Milchviehbetrieben in Holland schon erfolgreich auf Stressfreie Abkalbelinien gesetzt wird, sind diese in der Schweiz noch kaum bekannt. Der erste Stall der Schweiz mit Melkroboter und integrierter Stressfreier Abkalbelinie ist im Bau. Am 30. Oktober findet auf dem Betrieb von Martin Wirth, Mörschwil (SG), der

Grafik: Direktzugang von Stressfreier Abkalbelinie zu Melkroboter Stressfreie Abkalbelinie

Fressplätze Futtergang

280 cm

Futtergang

Jauche pumpe

UFA-REVUE · 7-8 2010

• Die Beobachtung gestaltet sich einfacher, da alle Risikotiere in derselben kleinen Gruppe stehen. • Die medizinische Versorgung ist vereinfacht, da die Tiere schon selektiert sind und schnell fixiert werden können. • Die Risikotiere fühlen sich nie von der Herde isoliert, da sie trotz Separation aus der Gesamtherde immer Sicht-, Hör-, Riech- und zum Teil auch Sozialkontakt zu den gesunden Tieren haben und nie allein in einer Boxe sind. • Die Risikotiere haben mehr Ruhe, da es in der Gruppe der schwachen Tiere kaum zu Rangkämpfen kommt. • Die Liegedauer nimmt zu, da ein uneingeschränktes Abliegen und Aufstehen im Tiefstrohbereich möglich ist. • Gerade auch für lahme Tiere sind die Wege zum Futter, zum Wasser, zum Melken und zum Liegeplatz sehr kurz, da sich die Stressfreie Abkalbelinie an optimaler Lage befindet. • Je nach Gesundheitszustand kann ein Tier in diesem sehr flexiblen System früher oder später in die Herde zurückgebracht werden. • Das Abkalben erfolgt in Ruhe und in einer bereits bekannten Umgebung mit Sicht zur Herde, da die Kuh schon einige Tage vor der Geburt in die Stressfreie Abkalbelinie gebracht wird. • Die Totgeburtenrate und die Kälbersterblichkeit sind tiefer, da die Geburtsphase der bereits kalbenden Kuh nicht durch ein zu spätes Verstellen unterbrochen wird. • Die Gesamtmelkzeit (Stehzeit im Warteraum und im Melkstand) beträgt für die schwache Kuh täglich rund 0.5, statt 2 Stunden, da sie dank direktem Zugang in den Melkstand nicht zu hinterst im Warteraum auf Betonboden anstehen muss. • Die Wiederintegration in die Herde nach der Genesung erfolgt mit deutlich weniger Rangkämpfen und ist daher einfacher, da in der Krankheitsphase keine Distanz zum Rest der Herde entsteht. • Die Integration von Rindern oder zugekauften Tieren ist einfacher, da diese in einem ersten Schritt in der Stressfreien Abkalbelinie einen Teil der neuen Herde kennen lernen können. • Ausstellungstiere können für die Schauvorbereitung in die Stressfreie Abkalbelinie gebracht werden, wo allfällige Schwellungen an Gelenken und weitere Schönheitsfehler heilen und die Tiere in Schaukondition gebracht werden.

Autor Christian Manser, Fachstelle Rindvieh, Landwirtschaftliches Zentrum St. Gallen (LZSG), Flawil.

785 cm

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Melkroboter

570 cm

100 cm

Dreiwegtor Warteraum 32 m2

Folgende Gründe sprechen für den Einbau der Stressfreien Abkalbelinie:

• Die beste Lage im Stall bleibt dank optimal durchdachter Arbeitsabläufe während 365 Tagen im Jahr belegt und wird nicht nur tageweise als Abkalbebucht genutzt.

1070 cm

Laufgang

Ab in die Stressfreie Abkalbelinie

60 m2 Tiefstreue

Boxen

Boxen

330 cm

Allgemeiner Stallteil

Tag der offenen Tür statt. Es ist allerhöchste Zeit, die internationalen Erfahrungen im Stallbau auch den Schweizer Tierhaltern zugänglich zu machen. Jeder neue Stall muss schliesslich besser sein als der beste bereits bestehende. 䡵

Das LZSG organisiert Stallbauseminare in Holland und bietet regelmässig Workshops zum Thema «Kuhsignale verstehen» an. Ein Kurs zur Früherkennung von Krankheiten und Störungen findet am 17. beziehungsweise 24. August am Bildungszentrum Mattenhof, Flawil, statt (9 bis 16.30 Uhr). Erforderlich ist eine Anmeldung via 寿 071 394 53 20 oder info.flawil@lzsg.ch. Die Teilnehmerzahl ist auf 15 beschränkt. Kurskosten: 150 Fr. www.landwirtschaft.sg.ch www.ufarevue.ch

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NEU NOUVEAU mit zusätzlichen Rubriken Autoräder, 16 Zoll  079 318 93 07 LKW-Tandemachsanhänger, GG 18 t, 2.5 x 7.8 m, Luftfederung; LKW-3-Achsanhänger, 2.45 x 9.2 m, GG 24 t  079 628 83 80 Futterwagen Althaus, 300 l, feuerverzinkt, Fr. 340  079 768 83 10 Räder komplett, 10.75 - 15.3 AS, 11,5.8 - 15,3 AS; Doppelräder, 10.75 - 15.3 AS, 11,5.8 - 15,3 AS  079 318 93 07 Güllenmixer Kirchner, 12.5 PS, mit Untersetzungsgetriebe; Güllenmixer MFH, 20 PS; Schaufelrührwerk, 2 Stk, 100 und 300 m3; Antrieb, für Flügel Rührwerk, 5.5 PS  079 678 81 49 Milchtank Griesser, 1200 l, inkl. Kühlaggregat, sehr guter Zustand, Fr. 3000  055 412 40 36 Roller Yamaha Aerox YQ 50, blau, Jg. 8 / 2005, 19'300 km, ab Service und MFK 5 / 2010, top Zustand  041 467 12 91

Luftdruckanlage, komplett, zu Traktor; Unibeed Schaad; Allradachse, von New Holland Feldhäcksler; Kreiselegge Falc Fox, 3 m  079 243 75 25 Zaunpfähle aus Holz, Länge 1.6 m, bis 300 Stk  079 318 93 07 Legenest, 3 Stk für je 40 - 50 Hühner, Fr. 30 / Stk; Futterautomat, Fr. 40; Tränkeautomat, Fr. 10  041 460 28 56 Sommerpneu, 195 / 70 R 15, Fr. 250; Kunststoffkistli, verschiedene, Fr. 3 / Stk  052 232 22 69 Stückgutheizung Köb, für 1 m-Spälte, 100 kW, Jg. 1987, muss selber demontiert werden  079 707 99 21 Stapler Still, Diesel, 1.5 t Hubkraft, 3 m Hubhöhe, Servo, Automat, Freihub, mechanisch und optisch top Zustand, günstig  079 422 30 55 Motorsäge, 50 ccm, Schwert 40 cm, neu, NP Fr. 1070, VP Fr. 770  079 340 15 94 Doppelräder Müller 9 32, Fr. 100; Breitreifen gross, 18 R 22.5, Felge mit 6 Loch, Nabe 16 cm, Fr. 300  062 299 14 30 2-Achs-Anhänger, 2 Stk, mit Stahlchassis und Holzbrücken mit Holzaufsatz, BrückenLänge 4.5, Breite 1.8, Fr. 250 / Stk  031 781 27 09 Druckfass Althaus, 4000 l, verzinkt, guter Zustand, mit super Bereifung 18 R 22.5  062 299 14 30 Kreiselheuer Claas, occ., funktionstüchtig, 4.20 m Arbeitsbreite, manuell aufklappbar, Fr. 550  079 633 94 30 Selbstfahrhäcksler New Holland 1900; Standmotor Deutz, mit Wurzgebläse; Rapsschere Zürn, mecha-

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nisch; Silofräse Taurus Typ S 15, für Ersatzteile; Rohre, div., von Silofräse Taurus  079 243 75 25 Kleinballen-Förderband Gruse, 11 m; Fahrgestell, 3-Rad, stabil, Elektromotor, Zapfwellenantrieb, guter Zustand  052 653 11 13 abends / 079 222 21 40 Kälberhütten (Lagerbehälter) Bausatz 1er, 4 bis 6 Wochen, Fr. 100  079 426 06 35 Milchtank, stationär, 2300 l, m. Reinigung  079 417 31 03 Tränkefässer, mit TB oder Trog, verzinkt, Handbremse, höhenverstellbare Deichsel, Stützfuss, Schwallwand 1000 l ab Fr. 1150, 1500 l Fr. 2920, 2000 l Fr. 2999, 3000 l Fr. 3490  079 514 69 87

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NUTZTIERE

Handystrahlen fordern Opfer MOBILFUNKANTENNEN können die Gesundheit von Mensch und Tier massiv beeinträchtigen. Steht eine Antenne einmal in der Nähe eines Bauernhofs, muss bei auftretenden Problemen erst bewiesen werden, dass ein Zusammenhang mit der Funkstrahlung besteht. Ansonsten wird der Betrieb die Schadstrahlen nicht mehr los. Darum unbedingt vorher Einsprache machen!

Seit ein paar Monaten wird Hans Sturzenegger immer häufiger von besorgten Mitbürgern um Rat ersucht, wie man sich gegen eine Mobilfunkantenne wehren kann. Der Landwirt aus Winterthur-Reutlingen musste hautnah erleben, welche Folgen die Handystrahlung haben kann.

Grauer Star Im Jahr 1999 wurde auf seinem Hof eine Funkantenne durch die Firma Orange in Betrieb genommen. 50 Kälber kamen ab diesem Zeitpunkt mit Grauem Star zur Welt. Auch die Kühe hatten Probleme. Manche wurden am ganzen Körper von Abszessen geplagt und es gab Totgeburten. Nach jahrelangem Tauziehen baute Orange die Antenne im Jahr 2006 ab und es kehrte wieder Ruhe ein im Stall. Kein Einzelfall Die Vorfälle bei Hans Sturzenegger wurden von 2001 bis 2009 von der Universität Zürich dokumentiert. Weitere Studien der Universität Zürich und ausländischer Institute (www.emf-portal.de) sowie Erhebungen des Bundesamtes für Veterinärwesen bestätigen, dass zwischen Grauem Star und Mobilfunkantennen ein statistischer Zusammenhang besteht. Auch Probleme wie mangelnde Fruchtbarkeit, Euterentzündungen, Abszesse und Aborte scheinen mit der Funkstrahlung zuzunehmen. Auch für Mensch schädlich Darüber hinaus hat Hans Sturzenegger ab Inbetriebnahme der Funkantenne bei sich und seiner Familie zunehmende Probleme beobachtet: Verhärtungen des Fettgewebes, Verspannungen, Ohrensausen und Schwindelanfälle. Die UFA-REVUE · 7-8 2010

Handystrahlung erhöht laut der Weltgesundheitsorganisation WHO das Risiko einer Krebserkrankung. Auch Hirntumore, Leukämie und Schlafstörungen werden mit diesen Strahlen in Verbindung gebracht. Neben Orange betreiben Swisscom, Sunrise, die SBB und die Polizei eigene Mobilfunkantennen.

Wie verhalten? «Wer eine Mobilfunkantenne auf seinem Bauernhof verhindern will und rechtzeitig Einsprache erhebt, hat gute Chancen», erklärt Hans Sturzenegger. Schwieriger wird es, wenn die Antenne bereits steht und ein Vertrag unterzeichnet wurde. Dann muss der Landwirt beweisen können, dass entstandene Schäden mit der Funkanlage zusammenhängen. In jedem Fall lohnt es sich, folgende Tipps zu beachten: • Gegen neue Mobilfunkantennen unbedingt Einsprache machen. • Wichtige Dokumente eingeschrieben senden. • Korrespondenz mit Mobilfunkfirmen und Behörden aufbewahren. • Strahlungsmessungen durchführen lassen.

Der maximale Immissionsgrenzwert von Funkantennen liegt in der Schweiz bei 61 V/m und der maximale Anlagegrenzwert bei 6 V/m, obwohl auch bei viel tieferen Werten bereits Schäden nachgewiesen wurden.

• Schäden zu 100 % dokumentieren. Auch bei Anwohnern nachfragen und deren Gesundheitszustand einbeziehen. • Bewiesene Schadfälle den Gesundheitsbehörden und der Politik melden. 䡵

Autor Matthias Roggli, UFA-Revue, 3360 Herzogenbuchsee

Grauer Star, auch Kälberblindheit oder Nukleärer Katarakt genannt.

Umfrage Um den politischen Druck für tiefere Strahlungsgrenzwerte zu erhöhen, sammelt Hans Sturzenegger Informationen über Probleme in Zusammenhang mit Mobilfunkantennen: festgestellte Schäden (durch Tierarzt bestätigt), Entfernung des Hofs zur Mobilfunkantenne, Resultate von Strahlungsmessungen und die Reaktion der Behörden nach Mitteilung von Problemen. Kontakt: Hans Sturzenegger, Gusslistrasse 30, 8404 Reutlingen, antennenhof@gmail.com

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KURZMELDUNGEN LANDLEBEN

Von Argentinien über die Anden nach Chile Die UFA-Revue-Fachreise führte im Januar und Februar 2010 nach Argentinien und Chile. Argentinien ist das reichste Agrarland der Welt. Die Hauptexportzweige sind Soja, Weizen, zunehmend auch Wein, teilweise Fleisch, Fisch und Honig. Die Reisenden aus der Schweiz besuchten den berühmtesten und grössten Viehmarkt Argentiniens. In Spitzenzeiten werden täglich über 40 000 Tiere vermarktet. Auf dem Programm standen aber auch Besuche auf Schweizer Auswandererbetrieben. Besichtigt wurde der Betrieb «Ojo de Agua» des Künstlers Dieter Meier – eine Rinderfarm von 620 ha. Die besten Fleischstücke, 22 kg von 450 kg Lebendgewicht, werden in die Schweiz exportiert. Ein weiteres Schweizer Paar, Samuel Grob und Marianne Winkelmann, bewirtschaftet seit

1999 einen Milchwirtschaftsbetrieb von rund 175 ha Land. Marianne Winkelmann führt zusätzlich ein Guesthouse und berichtet regelmässig in der Bauernzeitung. Nach Argentinien führte die Leserreise über den 3180 m ü. M. hohen Paso Los

Zmitts us em Läbe

Bäuerinnen des Berner-Jura

In ihrem neuesten Werk «Zmitts us em Läbe» entfaltet Marianne Brönnimann einen sprachlichen Blumenstrauss aus unterhaltsamen Geschichten aus Bern mit Begegnungen mit bekannten Persönlichkeiten wie der Madame de Meuron oder C. A. Loosli. Bezug: 14 Fr. Blaukreuz Verlag, Lindenrain 5a, 3001 Bern, 寿 031 300 58 66 verlag@blaueskreuz.ch

Der Verband der Bäuerinnen des Berner-Jura, 2007 gegründet und heute 150 Mitglieder zählend, ist die jüngste Sektion des Schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauenverbands. Im August teilen sie feine Mahlzeiten mit den Usern von

Libertadores nach Chile. Die Gruppe genoss die atemberaubende Bergwelt der Anden und die

Das Oberland geniessen Vom 13. August bis zum 5. September 2010 heisst es wiederum «Genuss'10 Berner Oberland». Das Berner Oberland präsentiert sich kulinarisch in seiner Vielfalt, Echtheit und in Ursprung. UFA-REVUE · 7-8 2010

mentsvertrag abgeschlossen. Wer in die Falle getappt ist, soll sich wehren: Erstens die Rechnung nicht bezahlen und dann dem Anbieter sofort einen eingeschriebenen Brief schreiben, wo man den Vertrag anficht (Irrtum, absichtlicher Täuschung). Bezug Broschüre «Vorsicht vor Internetfallen»: fair-business@ seco.admin.ch

Backen wie Profis Die Neuauflage von «Schweizer Bäuerinnen und Landfrauen backen» beinhaltet 246 Rezepte für

Im Hitzestress Bäuerinnen im Hitzestress erholen sich bevorzugt im Internet und können sich Tipps holen, zum Beispiel gegen die Mückenplage. www.baeuerinnentreff.ch

spektakuläre Passfahrt. Chile ist der grösste Kupferproduzent der Welt. Es exportiert auch viele landwirtschaftliche Produkte wie, Obst, Avocados, Citrusfrüchte, Mandeln, Wein, Lachs und Milchprodukte. Geführt und begleitet wurden die beiden Leserreisen von Hansruedi Henggeler und Catherine Marguerat. Hansruedi Henggeler, fenaco

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www.landwirtschaft.ch Rubrik Ernährung. Zu geniessen ist dabei auch eine Entdeckungsreise in die geheimnisvolle Welt der Waldweiden und ihren Köstlichkeiten.

Internetfallen Vorsicht im Internet bei Gewinnspielen, Klingeltönen, Tests, SMSGratisversand, Flirten, Alkohol, Songtexte, Sternzeichen. Mit einem Mausklick oder der Eingabe einer Mobilnummer wird oft ahnungslos ein langfristiger und teurer Abonne-

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GARTENSEITE LANDLEBEN

Kiwis Marke Eigenbau DIE SCHLINGPFLANZEN sind ausgesprochen robust und kennen kaum Schädlinge oder Krankheiten. Sie gedeihen problemlos an einem sonnigen, geschützten Platz, also überall da, wo auch Reben wachsen. Zur Auswahl stehen sogar Kiwis, die man samt der Schale direkt vom Strauch naschen kann.

gesellt sich «Kiwigold». Ihr Fruchtfleisch ist honiggelb und etwas süsslicher, die Schale nur spärlich behaart. Erntezeit für die vitaminreichen Früchtchen ist ab November, für «Green light» jedoch bereits ab Mitte September.

zen im thurgauischen Neukirch-Egnach. Die meisten Kiwi-Sorten sind zweihäusig: Ohne männlichen Partner für die Bestäubung der Blüten wachsen an der weiblichen Pflanze keine Früchte. Es gibt aber auch Solisten wie die selbstfruchtende Arguta-Kiwi «Issai»; oder «Jenny» mit Baumnuss grossen, behaarten Früchten, die man schälen muss. Pflanz- und Schnittanleitung unter: www.haeberli-beeren.ch 䡵

Edith Beckmann

Trick für schnelle Reife Genussreif sind Kiwis, wenn sie auf leichten Fingerdruck nachgeben. Beschleunigen kann

An der weiblichen Arguta-Kiwi «Maki» reifen rote, etwa 3 cm lange, sehr aromatische Früchte. Bilder: Häberli Fruchtpflanzen

Lust auf Chinesische Stachelbeeren? Ja klar, unter diesem Namen hätten Kiwis nie Karriere gemacht. Ein geschäftstüchtiger Amerikaner verpasste den köstlichen Früchtchen 1959 den Namen des Laufvogels aus Neuseeland. Denn dort entstanden die ersten grossen Kiwi-Plantagen.

Kraftstrotzender Kletterer Inzwischen erobert die Schlingpflanze bei uns immer häufiger Spaliere an Hausfassaden. Mit ihren handgrossen, sattgrünen Blättern beschattet sie Pergolen und Autounterstände. Ausser Schnittarbeiten, um den ungestümen Wuchs zu zähmen, erfordern Kiwi-Pflanzen kaum Pflege. Eine grosszügige Schicht Kompost im Frühling und Wasser während längerer Trockenzeit ist jedoch willkommen. Zu den braunschaligen, behaarten Kiwis mit dem typischen grünen Fleisch UFA-REVUE · 7-8 2010

AG, 9315 Neukirch-Egnach

«Ambrosia Grande» ist mit rund 5 cm langen Früchten die grösste glattschalige Kiwi.

man den Reifeprozess mit einem Apfel, den man zusammen mit Kiwis in einen Plastikbeutel packt. Die kleinfruchtigen Arguta-Kiwis können hingegen samt der glatten Schale direkt vom Strauch genascht werden. Sie reifen ab Ende September und schmecken süsser als ihre behaarten Schwestern. Die Früchte von «Maki» haben eine rote Schale und werden etwa drei Zentimeter lang. Fast doppelt so gross sind diejenigen der «Ambrosia Grande», einer Züchtung von Häberli Fruchtpflan-

«Green light» reift als einzige rauschalige Kiwi bereits Mitte September.

Grüne Tipps für den Nutz- und Ziergarten • Bis Mitte August Krautstiel säen. Im Oktober kann man erstmals ernten – und erneut im Frühjahr, wenn für die Überwinterung die Erde angehäufelt wird. • Kohlrabi ist ein prima Lückenfüller: Bis Anfang August ausgesät, drei Wochen später gepflanzt, ist er in sechs bis acht Wochen erntebereit. • Lagerzwiebeln erst ernten, wenn die Blätter einziehen. Laub nicht umknicken: Das unterbindet die Lagerfähigkeit. • Zur Vermehrung fingerlange Stecklinge von Kübel- und Zimmerpflanzen schneiden. Im Wasserglas oder in einem Töpfchen mit Erde bewurzeln lassen. • Knollen von Türkenbund, Madonnenlilien und Kaiserkronen müssen bereits im August in den Boden.

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LANDLEBEN

Weil die Männer gehen arbeiten FEMINISIERUNG DER ÖSTERREICHISCHEN LANDWIRTSCHAFT Rund 40 % der Betriebe werden in Österreich von Frauen geleitet. In der europäischen Union ist es jeder fünfte Betrieb. In der Schweiz liegen knapp 3 % der Bauernbetriebe in Frauenhänden. Theresia Oedl-Wieser und Georg Wiesinger suchten in einer Studie nach den Ursachen für den Rekordanteil der österreichischen Betriebsleiterinnen.

UFA-Revue: Was begünstigt in Österreich die Betriebsübernahme von Frauen? Theresia Oedl-Wieser: In Österreich gibt es einerseits eine sehr lange Tradition des bäuerlichen Nebenerwerbs. Diese Entwicklung hat bereits in den 1960er Jahren eingesetzt und derzeit halten wir bei 60 % Nebenwerb in der Landwirtschaft. Im Unterschied etwa zu skandinavischen Ländern geht in Österreich vielfach der Partner ausserlandwirtschaftlich arbeiten. Die Frau bleibt tagsüber am Betrieb und verrichtet neben der Familien- und Hausarbeit, die alltägliche landwirtschaftliche Arbeit. Andererseits kam es in den vergangenen 20 Jahren zu zahlreichen Ge-

Theresia Oedl-Wieser

Georg Wiesinger

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setzesänderungen des bäuerlichen Sozialversicherungsrechts, die in Richtung einer Individualisierung des Versicherungsprinzips gehen. Dadurch haben sich die Funktion und Aufgaben der Betriebsleitung innerhalb der bäuerlichen Familie verlagert. Georg Wiesinger: Bei Nebenerwerbsbetrieben musste bis vor kurzem der ausserbetrieblich beschäftigte Partner nicht in zwei Kranken- oder Pensionskassen einzahlen. Die Frau wurde automatisch Betriebsleiterin und konnte somit selber in der bäuerlichen Sozialversicherung Pensionszeiten erwerben. Bei mehr als der Hälfte unserer befragten Betriebsleiterinnen war dieses Faktum entscheidend.

Theresia Oedl-Wieser: Experten der österreichischen Landwirtschaftskammern, die mit Fragen der Hofübergabe befasst sind, stellen in den letzten Jahren teilweise auch eine veränderte Hofübergabepraxis fest. Immer öfter wird demjenigen Kind der Hof übertragen, welches am meisten Interesse an der Landwirtschaft zeigt, unabhängig von Geschlecht oder Alter. Es ist hier eine leichte Öffnung zu spüren, wenngleich nach wie vor die Betriebe meist an Söhne übergeben werden. Wir haben in unserer qualitativen Befragung aber auch zahlreiche weitere Gründe für die Übernahme der Betriebsleitung durch Frauen erfasst, wie zum Beispiel der Umstand, dass es sich um einen «Töchter-Betrieb» handelt, dass es zu Unglücks- oder Krankheitsfällen kam, oder dass Betriebe aus persönlicher Enttäuschung vererbt wurden. Inwieweit besteht die Betriebsführung nur auf dem Papier oder ist sie mit tatsächlicher Statuserhöhung und Ausweitung der Entscheidungsmacht verbunden? Georg Wiesinger: Ich möchte vorausschicken, dass wir in unserer Studie zwei Arten von Erhebungen durchgeführt haben. Zum einen wurden offene Interviews mit Betriebsleiterinnen in mehreren Regionen geführt und zum anderen eine briefliche Befragung. Wir verschickten über 2000 Fragenbögen an Betriebsleiterinnen in ganz Österreich. Der Rücklauf betrug 20 %. Wir wollten damit die Ursachen für die hohe Zahl an Betriebsleiterinnen ergründen, dann aber auch wie die

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LANDLEBEN Arbeitsverteilung aussieht, wie die Entscheidungsfindung vor sich geht und wer den Betrieb nach aussen repräsentiert. Bei den quantitativen Ergebnissen zeigte sich, dass für nur etwa 20 % der Befragten die Erziehung zur Hofnachfolgerin sehr bedeutend war, bei 50 % waren jedoch sozial- und pensionsrechtliche Gründe ausschlaggebend, die Betriebsleitung zu übernehmen. Theresia Oedl-Wieser: Grundsätzlich ist zu sagen, dass der überwiegende Teil der befragten Betriebsleiterinnen stark in die landwirtschaftliche Arbeit involviert ist. Nach Angaben der Frauen üben 43 % alleine das Betriebsmanagement aus und nahezu die Hälfte der Befragten bewältigt diese Aufgabe gemeinsam mit dem Partner, zu einem geringeren Teil auch mit anderen Familienmitgliedern. Administrative Tätigkeiten, wie das Ausfüllen von oft umfangreichen Förderanträgen, werden zu 53 % von den Befragten durchgeführt. Die Vertretung nach aussen nimmt etwa ein Drittel der Betriebsleiterinnen selber wahr. Aus den Ergebnissen zeigt sich sehr deutlich, dass vor allem die befragten Frauen die Grenzen der traditionellen geschlechterspezifischen Arbeitsteilung auf bäuerlichen Familienbetrieben überschreiten. Ihre Partner hingegen bleiben in den traditionellen Arbeitsbereichen wie der Aussenwirtschaft verhaftet. Wie bewältigen die Frauen die Betriebsarbeit, beispielsweise das Traktorfahren? Georg Wiesinger: Im Allgemeinen ist es so, dass auch auf den von Frauen geführten Betrieben viele Arbeiten in der Aussenwirtschaft wie etwa Feldarbeit und Arbeiten mit landwirtschaftlichen und Maschinen von den Partnern oder anderen männlichen Familienmitgliedern erledigt werden. Nur etwa 10 % der Betriebsleiterinnen führen die Traktorarbeiten selber durch, ein Drittel teilt sich diese Arbeiten mit dem Partner. Wie aus beiden Erhebungen hervorgeht, werden Arbeiten im steilen Gelände im Berggebiet überwiegend von den Männern ausgeführt. Darüber hinaus ist die Waldarbeit ein Arbeitsfeld, in dem Frauen kaum alleine arbeiten. Diese Arbeit erledigen die Partner zu 40 % alleine oder gemeinsam mit der Betriebsleiterin. UFA-REVUE · 7-8 2010

Traktorfahren ist ihre Sache nicht. Bild: Agrarfoto.com

Setzen Betriebsleiterinnen andere Akzente in der Betriebsführung als Männer? Theresia Oedl-Wieser: Bei dieser Frage möchte ich eher auf die Ergebnisse der qualitativen Befragung eingehen. Vorauszuschicken ist, dass bei der Auswahl der Interviewpartnerinnen eine möglichst große Variationsbreite an Betriebsleiterinnen angestrebt wurde. Die Spannweite reichte von Kleinstlandwirtschaften über einen 4-ha-Weinbaubetrieb bis zum 370-ha-Milchviehbetrieb mit Almwirtschaft. Bei jener Kategorie, in der die Betriebsleiterinnen den Betrieb selbstständig leiten, haben wir festgestellt, dass sehr viele biologisch wirtschaften und ein hohes ethisches Verantwortungsbewusstsein gegenüber den natürlichen Ressourcen ihres Betriebes haben. Dies ist aber kein repräsentatives Ergebnis, sondern es sind Erkenntnisse aus der qualitativen Stichprobe. Neben der Entwicklungsstrategie Ökologie haben wir noch die Strategien der ökonomisch effizienten Betriebsführung und der Subsistenz analysiert. Aus den Interviews geht auch hervor, dass die Befragten vorsichtig und bedächtig mit Investition in landwirtschaftliche Maschinen und Gebäude umgehen. UFA-Revue: Welche Perspektiven setzen Betriebsleiterinnen für sich und ihren Betrieb? Theresia Oedl-Wieser: Wenn ich wiederum auf die oben erwähnte Kategorie der Betriebsleiterinnen, die den Betrieb

selbstständig leiten, eingehe, so wird in den Interviews vermehrt geäussert, dass die Work-life-Balance als sehr wichtig angesehen wird. Vor allem in Hinblick auf die jüngere Generation wird thematisiert, dass es wichtig für junge Familien ist, dass auch genügend Freizeit konsumiert werden kann. In vielen Regionen in Österreich gibt es Schwierigkeiten, dass der oder die Hofnachfolger Partner finden, die mit ihnen die Höfe bewirtschaften. Es wird auch mehrmals angesprochen, dass es notwendig sei, dass man den Jungen genügend Platz lässt, dass sie ihre Vorstellungen über die Bewirtschaftung des Betriebes entwickeln und umsetzen können. Viele Befragte äussern auch, dass sie mit den Ressourcen des Betriebes sorgsam umgehen und den Betrieb so führen möchten, dass er an die nächste Generation weitergegeben werden kann. Warum engagieren sich die Männer gemäss Ihrer Studie kaum in der Hausarbeit und Kinderbetreuung? Georg Wiesinger: Es ist tatsächlich auffallend, dass die Mehrzahl der Betriebsleiterinnen ein sehr traditionelles Rollenverständnis vertritt. Hausarbeiten und Kinderbetreuung werden als ureigenste Aufgabenfelder gesehen, bei denen eine Unterstützung des Partners nicht unbedingt erwartet wird. Bei der Betreuung älterer Menschen im Haushalt relativiert sich dies etwas. Die Betriebsleiterinnen wünschen sich, dass sich ihre Partner hier stärker engagieren. Danke für das Gespräch. Daniela Clemenz

Dr. Theresia Oedl-Wieser und Dr. Georg Wiesinger von der Bundesanstalt für Bergbauernfragen, Wien, verfassten die Studie «Landwirtschaftliche Betriebsleiterinnen in Österreich». Download auf www.berggebiete.at Zum Thema «Frauen in der Landwirtschaft» findet vom 27. bis 28. Januar 2011 in Bern eine internationale Tagung unter Mitwirkung von Dr. Theresia Oedl-Wieser statt.

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BÄUERINNEN KOCHEN LANDLEBEN

Kulinarischer Fricktaler Agrimix GROSSZÜGIGE MENGEN KOCHT HELEN SCHMID, so ist sie gerüstet für unverwartete Gäste. Auch die Kinder können sich abends, wenn sie heimkommen, eine vollwertige Mahlzeit aufwärmen. Zudem seien Speisereste oft ein wertvolles Ausgangsprodukte für neue Menuekreationen, meint Helen Schmid.

Röstipizza 1.2 kg Geschwellte Kartoffeln Salz 300 g Aufschnitt, Schinken, Salami oder Speck 1 Dose Champions (eventuell) 5 Tomaten 100 g Käse Gewürze Die Kartoffen an der Röstiraffel reiben und auf ein mit Blechreinpapier belegtes Blech verteilen und salzen. Die Tomaten in Scheiben schneiden und auf die Kartoffeln verteilen. Das Fleisch in Streifen schnei-

Helen Schmid-Treier vom Erlenhof Bei Helen (48) und Herbert Schmid (51) auf dem Erlenhof in Wittnau (AG) ist die Gästebewirtung zu einem vollwertigen Standbein geworden und ergänzt den vielfältigen Wein-, Obst-, Ackerbauund Mutterkuhhaltungsbetrieb. Seit fünf Jahren bieten Schmids zusammen mit dem Volg unter dem Projekt «Naturena» einen Erlebnishof mit Kursen an. Die Kurse, zum Beispiel Airbrushing, Weidenflechten, Marmorieren oder Filzen werden vom Volg ausgeschrieben, so am 21. August 2010 der Kurs «Trendige Gürtel». Anmeldung auf www.naturena.ch. Daneben läuft aber auch viel auf dem Betrieb. Die vier erwachsenen Kinder im Alter von 20 bis 25 Jahren sorgen für ein lebhaftes Miteinander. Als Ausgleich zur Arbeit auf dem Hof beteiligt sich Helen Schmid in vielfältiger Weise im Dorfvereinsleben. Sie ist Bezirkspräsidentin der Landfrauen des Bezirks Laufenburg und im Vorstand des Aargauer Landfrauenverbands, engagiert sich im Samariter- und Turnverein, singt bei den Freaktal Singers und bildet mit fünf Kolleginnen die Comedy-Gruppe Wittapickels. www.erlenhof-wittnau.ch 88

Helen Schmid weiss, dass Pizza immer gut ankommt. Es kann auch mal eine Röstipizza sein.

den und zusammen mit den Champignons verteilen. Die Röstipizza mit geriebenem Käse bestreuen. Nach Belieben mit Kräutersalz, Paprika, Oregano, Rosmarin, Pfeffer und Provencekräutern würzen. Im 200° Celsius vorgeheizten Ofen ca. 30 Minuten backen.

Röstinäschtli 600 – 800 g Geschwellte Kartoffeln 3 Tomaten 100 g Käse Kräutersalz, Paprika, Oregano, Rosmarin, Pfeffer und Provencekräuter Einen Backring (Ø 10 cm) auf ein mit Blechreinpapier belegtes Kuchenblech legen. Die Kartoffeln mit der Röstiraffel reiben, salzen und ca. eine Handvoll Rösti in den Backring pressen. Mit einem Löffelrücken in der Mitte eine Vertiefung eindrücken. Eine halbe Tomate in die Vertiefung legen, mit Käse bestreuen und nach Belieben würzen. Im 200° Celsius vorgeheizten Ofen ca. 30 Minuten backen.

Natura-Beef à la Helen 2 EL Öl 600 g Natura-Beef Voressen 2 Karotten fein geschnitten 1 Zwiebel gehackt 2 – 3 dl Erlkönig Rotwein 2 EL Mehl 2 dl Bouillon 1 dl Milch Gewürze und Kräuter nach Belieben Öl in einer Bratpfanne erhitzen und darin die Fleischstücke anbraten. Die fein geschnittenen Karotten und gehackte Zwiebel zugeben. Würzen mit Salz und Peffer. Mit dem Erlkönig Rotwein ablöschen und ca. 40 Minuten zugedeckt schmoren lassen. Das Mehl in der Milch verquirlen und in den siedenden Weinfond einrühren. Bouillon zugeben und nachwürzen. Es eignen sich Paprika, Streuwürze, Oregano, Rosmarin und einer Messerspitze Sambal Olek. Das Fleisch noch ca. 10 Minuten fertig garen lassen. 䡵

Eine gute Idee: Röstinäschtli aus den Kartoffelresten vom Vortag!

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JETZT BESTELLEN! LANDLEBEN

Landfrauen-Agenda 2011 JETZT ZUGREIFEN! Haben Sie schon Vorfreude aufs neue Jahr? Nicht, dann wecken wir diese jetzt mit der neuen Landfrauen-Agenda 2011. Vier Aargauer Bäuerinnen haben zum Thema Selbstversorgung Rezepte, Tipps, Kurzgeschichten und Gedichte geschrieben.

Wie schnell die Zeit vergeht ... Schon mehr als die Hälfte des Jahres ist vorbei und bald schon muss man Termine fürs 2011 reservieren. Zum Glück ist die Landfrauen-Agenda 2011 erschienen. Vier Aargauer Bäuerinnen schrieben zum Thema Selbstversorgung. Während warmen Sommertagen geht’s ans Einmachen, Sterilisieren, Dörren, Einfrieren und Einlagern. Die frischen Produkte, die uns die schöne Jahreszeit beschert, können so haltbar gemacht und im Winter genossen werden.

Landfrauen und Bäuerinnen können sich darauf freuen, jeden Tag zu verplanen, um die Agenda möglichst häufig zu öffnen und zu bestaunen. Durch die liebevollen Aquarelle und Kurzgeschichten, kleinen Rezepte und Gedichte wird jede Woche des neuen Jahres zu einem Erlebnis. Das Ganze ist zudem sehr übersichtlich gestaltet. Die vier Autorinnen sind (Bild v. l.): Helen Schmid, in verschiedenen Vereinen engagiert, bewirtet auf ihrem Erlebnishof in Wittnau Gäste; Erika Hubeli

aus Habsburg, bekannt als kochende Bäuerin aus der Sendereihe Landfrauenküche (SF bi dä Lüt); Theresia Bamberger, auch Wirtin und Museumsführerin im Feuerwehr- und Handwerkermuseum in Endingen und die zupackende Käthi Steiner aus Oberkulm. Haben wir Ihr Interesse geweckt? Bestellen Sie jetzt die Landfrauen-Agenda 2011 zum Preis von 14.80 statt 18 Fr. Füllen Sie den Coupon aus und schicken Sie ihn an die UFA-Revue. Eva Jud

Mit den Bildern von Mo Richner wird das neue Jahr zum Erlebnis.

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ICH BIN GERNE BAUER LANDLEBEN

Riesiges Glück gehabt

Beatrice Brechbühl-Stettler (28 J.), Konolfingen BE:

«Ich habe gerne schöne Kühe»

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Beatrice Brechbühl-Stettler lernte gleich wie ihre ältere Schwester und ihr älterer Bruder Landwirt. 2008 erlangte sie sogar die Meisterprüfung und könnte jetzt Lehrlinge auf den Betrieb nehmen. Macht sie aber nicht. «Ich habe das Gefühl, dass ich nicht so der LehrmeisterTyp bin. Die Meisterprüfung habe ich gemacht, weil ich mich punkto Buchhaltung und Betriebsführung weiterbilden wollte. Auch um eine gute Ausgangslage zu haben, denn wir wollten einen Betrieb kaufen», erzählt sie. Einen Betrieb zu kaufen ist dem Ehepaar Brechbühl-Stettler gelungen. «Ein riesiges Glück», sagt Beatrice noch heute. Es ist ein Nebenerwerbsbetrieb mit 11 ha Land und 14 Kühen und Mastkälbern. Mit ihrem Ehemann Markus teilt sie sich die Betriebsarbeit, der Profi ist aber sie. «Eigentlich mache ich auch die Buchhaltung gerne, dann darf mich aber niemand stören. Ich muss dranbleiben können», schmunzelt sie. Aber Landwirt geworden ist sie wegen der Kühe. «Ich habe gerne schöne Kühe und mit der Zeit werden wir auch hier einen tollen Bestand haben.» Ehemann Markus arbeitet als Schreiner, morgens ist er mit dem Melken dran und Beatrice macht alles drum herum. Am Abend ist es umgekehrt. Entscheidungen über die Zucht und Paarungen in der Viehhaltung fällt Beatrice. Sie schätzt es aber sehr mit Markus darüber zu diskutieren. Markus sei der Maschineler und verantwortlich für das Mähen und Heimführen. Kreiseln und Schwaden ist dann wieder Frauensache. Haushalt ist auch ihre Domäne, auch wenn Putzen nicht zu ihren Lieblingsbeschäftigungen gehört. Unterstützung erhält sie dabei von ihrer Schwiegermutter und das kann sie gut gebrauchen, denn seit acht Monaten ist Töchterchen Melina auf der Welt und rund um die Bedürfnisse des Kleinkindes werden jetzt die Abläufe auf dem Betrieb organisiert, was momentan den Alltag ein bisschen verlangsamt, sozusagen quasi entschleunigt. dc

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Landwirtschaft im Fernsehen

Viele Baubernbetriebe funktionieren als Einzelbetrieb bestens. Wann lohnt es sich aber, sich als GmbH oder Aktiengesellschaft zu etablieren?

Mit der erstmaligen Präsentation des «200 Vario» bietet Fendt seit letztem Jahr durchgängig die stufenlose Getriebetechnik an.

Eine Bilanz aus 14 Jahren Holunderkulturen und deren Vermehrung durch Stecklinge zeigt, wie lohnenswert dieser neue Erwerbszweig ist.

Mit der intensiven Kälberaufzucht spart man Remontierungskosten. Bewährt sich diese Strategie auch aus gesundheitlicher Sicht?

Bäuerinnen und Bauern sorgen im Fernsehen für Quote. Was machen sie richtig als Medienstars, und wo lohnt es sich, zurückhaltend zu sein?

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Impressum UFA-Revue Die Mitglieder-Fachzeitschrift der fenaco-LANDI Gruppe. Die Ausgaben Nr. 1, 3, 5, 7-8, 9 und 11 erscheinen mit im Abonnement inbegriffener Beilage des LANDI-Contact. ISSN 1420-5106

Herausgeber fenaco Genossenschaft, Erlachstrasse 5, 3001 Bern

UFA-REVUE · 7-8 2010

Mitherausgeber LV-St. Gallen, GVS Schaffhausen. Die Beteiligungen der Herausgeber an anderen Unternehmungen sind in den gültigen Geschäftsberichten aufgeführt. Erhältlich beim Verlag.

Matthias Roggli. Anne-Marie Trümpi, Redaktionsassistenz.

Redaktion Tel. 058 433 65 30 Fax 058 433 65 35 Schaffhauserstr. 6, 8401 Winterthur Dr. Roman Engeler, Chefredaktor; Daniela Clemenz, Christian Hirschi, Cyril de Poret und

UFA-Revue Anzeigenberatung Schaffhauserstrasse 6 8401 Winterthur Martina Bernet, Alex Reimann

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UFA-Revue 7-8/2010  
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