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Fachzeitschrift der fenaco-LANDI Gruppe • www.ufarevue.ch • 12 / 2012

Sonderheft «Marktgerechte Schweineproduktion»

Mehrwert durch Regionalprodukte Seite 18

30 000 zufriedene Kunden Seite 26

Sortenwahl bei Zuckerrüben Seite 36

Fiebermessen beim Kälbereinstallen Seite 76


Inserate UR 1212 D_2012 27.11.12 15:06 Seite 2

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DF_Inhalt_1212_2012 27.11.12 17:46 Seite 3

INHALTSVERZEICHNIS EDITORIAL Schweizer Christbäume: Zusätzliches Marktpotenzial ist vorhanden, aber die Qualität muss stimmen. Bild: Roman Engeler

Roman Engeler

FENACO AKTUELL UFA-Samen zeigt Dynamik Saatgutmarkt in Bewegung

4

Verwaltungsentscheide der fenaco Auf ein Wort von Lienhard Marschall

4 5

MANAGEMENT

Cloud-Computing Sicherheit für Computer, Programme und Daten bietet «Agro-Cloud». Nie mehr Datenverluste bei der Buchhaltung.

Die Zukunft anpacken Betriebsentwicklung durch Kooperation

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Kurzmeldungen Einstieg in Solarstrom gut planen Homeoffice in den Wolken Meister der Zusammenarbeit Chancen in der Regionalvermarktung

9 12 14 16 18

14

Stufenlos in Hanglagen Mit dem «Viatrac VT450 Vario» läutet Aebi nun das stufenlose Zeitalter auch im Segment der Transporter ein.

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LANDTECHNIK 30 000 zufriedene Kunden Die Entwicklungsgeschichte des Fledhäckslers Claas «Jaguar»

26

Kurzmeldungen Bauern wollen investieren: Erste Kurzanalyse einer Studie Aebi bringt stufenlosen Transporter Produktneuheiten Sichere Waldarbeit Wettbewerb mit Althaus und Pöttinger

20 25 28 29 30 32

PFLANZENBAU Lösliches Silizium bringt Vorteile Erhöht Widerstandskraft der Pflanzen

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Kurzmeldungen Aussichten für den Maisanbau 2013 «High-Tech» Hybrid-Saatgut bei Zuckerrüben Organische Mittel für die Bodenverbesserung Gefragte Schweizer Christbäume

33 34 36 38 42

NUTZTIERE

Trockenheit und Saatgut Die klimatischen Bedingungen 2012 haben weltweit die Saatgut-Produktion von Mais erschwert.

34

300 Fr. mehr pro Mutterkuhkalb Tierindividuelle Zufütterung

78

Kurzmeldungen UFA aktuell: Die Seiten für den Tierhalter Eigenbestandsbesamungen: Übung macht den Meister Verlängerte Laktation steigert Besamungserfolg, aber... Anforderungen ans Kälberfutter Norddeutschland: Wachstum bei Milch und Energie Tränkeautomaten: Wo und wie installieren? Einstallkontrolle bei Mastkälbern So wird man Räude wieder los

60 61 66 68 70 72 74 76 80

LANDLEBEN

Keine Kompromisse Das ideale Kälberfutter ist geflockt und enthält das passende Aminosäuremuster sowie spezifische Zusätze.

70

UFA-REVUE · 12 2012

Ordnung in der Hinterlassenschaft Erben und verwalten

84

Kurzmeldungen Sorgentelefon nötiger denn je Rezepte von Pia Wicki Nostalgie und Scherenschnitt Misteln – ein Geschenk des Himmels Frauen, die ihren Mann stehen

83 86 87 88 93 94

SONDERTHEMA Marktgerechte Schweineproduktion

ab 47

Ende November ging mit der Agrama die grösste Schweizer Fachmesse für Landtechnik zu Ende. Diese Messe wird als eine wichtige Informationsplattform für Investitionsentscheide der Landwirte angesehen. Aus Gesprächen mit den verschiedensten LandmaschinenHändlern, aber auch aus Statistiken kann man folgern, dass die Schweizer Bauern im zu Ende gehenden Jahr viel in neue Technik investiert haben. Das freut die Verkäufer, zeigt aber auch, dass die Landwirte an die Zukunft einer produzierenden Landwirtschaft glauben. Von Interesse ist nun, wie die Investitionen in Agrartechnik sich künftig entwickeln werden. Um Antworten darauf zu erhalten, hat die UFA-Revue von Mitte Oktober bis anfangs November eine grosse, repräsentative Umfrage durchgeführt. In den nächsten Ausgaben der Zeitschrift soll im Detail auf die entsprechenden Resultate eingegangen werden, auf Seite 25 dieses Hefts ist bereits einmal eine Zusammenfassung publiziert. Die Umfrage förderte zu Tage, dass die meisten Bauern die Agrartechnik für ihre Betriebe als wichtig bezeichnen und nahezu die Hälfte in den nächsten drei Jahren grössere Investitionen planen – an vorderster Stelle stehen dabei Bauten für die Innenwirtschaft. Interessant ist auch festzustellen, dass der grosse Teil der Befragten mit ihrer aktuellen Arbeitssituation durchaus zufrieden ist, ein Viertel der Bauern mit einem Wachstum ihrer Betriebe rechnet, aber doch 40 % der Befragten in den nächsten drei Jahren eher ein Rückgang ihrer Einkommen erwarten.

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DF_FEN_Aktuell_1212_2012 27.11.12 17:47 Seite 4

AKTUELL FENACO

UFA-Samen zeigt Dynamik SAATGUTMARKT IN BEWEGUNG Technische Fortschritte in der Sortenzüchtung und das wachsende Interesse der Agrochemie am internationalen Saatgutgeschäft führen zu Umwälzungen im weltweiten Handel. Seit Bestehen verfolgt UFA-Samen diese Entwicklung und bewegt sich geschickt im Markt, um für die Schweizer Landwirte das beste Saatgut zur Verfügung zu stellen.

Seit rund fünfzig Jahren bietet UFASamen den Schweizer Landwirten beste Sorten an. Dies kommt nicht von ungefähr, sondern basiert auf Know-how, Vertrauen und tragfähigen Beziehungen. Der Saatgutmarkt ist stän-

dig in Bewegung und die Liste mit guten Sorten wächst unaufhörlich. Angesichts dieser Situation intensiviert UFA-Samen die Kontakte zu den über den ganzen Globus verteilten Züchtern und wirkt bei nationalen und internationalen Or-

Der Versuchsgarten von UFA-Samen umfasst 1.5 ha und befindet sich in Winterthur.

ganisationen mit. Erfolgsgarantie in einem sich ständig entwickelnden Markt sind persönliche Beziehungen vom Produzenten bis zum Endverbraucher. Durch dieses intensiv gepflegte Beziehungsnetz entsteht für die Landwirte ein direkter Nutzen. Sie haben Zugang zu Sorten, die für die hiesigen Standortbedingungen am besten geeignet sind.

Sortenversuche UFA-Samen engagiert sich mit vereinten Kräften, um den Schweizer Bauern die bestmöglichen Sorten liefern zu können. Ein Beispiel dazu sind die Sortenversuche, in denen man die Leistungsfähigkeit verschiedener Sorten an unterschiedlichen Standorten der Schweiz untersucht. Durch dieses wohl einmalige Versuchsnetz findet ein Vergleich unter Praxisbedingungen statt. Der Landwirt hat die Möglichkeit, jene Sorten auszuwählen, die für ihn und seine Rahmenbedingungen am ehesten passen.

VERWALTUNG FENACO CONSEIL D’ADMINISTRATION

Die Verwaltung genehmigt den Kredit für den Um- und Erweiterungsbau der LANDI in Landquart.

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LANDI Landquart AG Die Verwaltung fenaco hat an ihrer letzten Sitzung für den geplanten Um- und Erweiterungsbau der LANDI Graubünden AG am heutigen Standort in Landquart den Kredit bewilligt. Das Projekt auf dem LANDI-Areal soll den Betrieb einer strategiekonformen LANDI mit allen Geschäftsfeldern in zweckmässigen Räumlichkeiten ermöglichen und die Zufahrts- sowie die Parkplatzsituation verbessern. Zudem werden die anstehenden Gebäudesanierungs-

massnahmen mit dem Neubau gelöst. Der voraussichtliche Baubeginn soll im Januar 2013 erfolgen und die Bauzeit in Etappen bis im November 2013 dauern. Während der Bauzeit soll die Handelstätigkeit aufrechterhalten bleiben.

LANDI La Côte SA Die Verwaltung der fenaco hat entschieden, in die Erneuerung der Infrastruktur des Getreidecenters Bussy II (Baujahr 1968) zu investieren. In erster Priorität wird die Annahmeleistung auf 100 t/h erhöht

Die Verwaltung beschloss die Sanierung der Getreideannahme in Bussy.

und eine gedeckte Gosse von 40 m3 eingebaut sowie die technischen Anlagen erneuert. Zudem wird die Zufahrt verbessert. In einer späteren Phase soll die Lagerkapazität am Standort Bussy (I + II) von heute 10 000 t auf 15 000 t ausgebaut werden. Die Bau- und Sanierungsarbeiten sollen bis Mitte Juni 2013 abgeschlossen sein. 12 2012 · UFA-REVUE


DF_FEN_Aktuell_1212_2012 28.11.12 10:37 Seite 5

AKTUELL

ATS S MON IS E D D L BI DU MO PHOTO

FENACO AUF EIN WORT EN UN MOT

Ausbildung macht Spass Über 320 Lernende absolvieren momentan ihre Detailhandels-Lehre in den LANDI-Läden. Die dafür verantwortliche Schulungsabteilung, genannt LANDI Forum, ist in Dotzingen (BE) beheimatet. Unter Leitung von Nadine Meyer veranstaltet das LANDI Forum überbetriebliche Kurse, an denen Nägel mit Köpfen gemacht werden. Diese Schulung ist in Bewegung und bringt Nutzen für Lernende und LANDI.

Das Engagement von UFA-Samen geht über die Sortenempfehlungen hinaus. So setzt sich UFA-Samen nachhaltig für die Versorgungssicherheit mit Saatgut ein. «Das Thema ‹Ernährungssouveränität› ist gegenwärtig top aktuell, aber manchmal ist man sich nicht bewusst, dass es ohne Saatgut auch kei-

TERMINE AGENDA Präsidenten- und Verwaltungstagungen • Mittelland-Tagung: 15. Januar 2013 • Waldstätter-Tagung: 17. und 18. Januar 2013 • Ostschweizer-Tagung: 21. und 22. Januar 2013 • Leman-Seminar: 22. Januar 2013

UFA-REVUE · 12 2012

ne Nahrungsmittelproduktion geben kann», erklärt Albert Gysin, Leiter von UFA-Samen. Deshalb unterstützt dieser fenaco-Geschäftsbereich die Produktion von einheimischem Qualitätssaatgutintensiv. Die Trockenheit, die heuer weltweit in einigen Saatgutregionen herrschte, zeigte beispielsweise beim Mais auf, wie wichtig dieser Produktionszweig und eine breit abgestützte Selbstversorgung sind. «Viele Leute wissen nicht, dass rund ein Drittel des in der Schweiz gesäten Mais aus der inländischen Saatgut-Produktion stammt», betont Albert Gysin. Auf dem Getreidemarkt gehöre die Selbstversorgung mit Saatgut zur Regel. Anders sei es in der Klee- und Grassaatgutproduktion, wo wenige Saatgutvermehrungsspezialisten knapp 10% des Schweizer Saatgutbedarfs produzieren. Zur einheimischen Saatgutproduktion muss Sorge getragen werden. Durch die Vermarktung von Schweizer Sorten und Unterstützung der schweizweiten Vermehrung setzt sich UFA-Samen für einen starken Schweizer Pflanzenbau ein.

Fortsetzung Seite 6

Saat- und Pflanzgut sind die Basis des Pflanzenbaus und dieser ist das Fundament für die Ernährung von Mensch und Tier. In unserem Land haben Saatgutforschung, Saatzucht und Saatgutvermehrung eine lange Tradition. In den Forschungszentren des Bundes werden heute Getreide, Soja, Gräser und Kleearten gezüchtet. Dies sollte von den Produzenten und Konsumenten noch mehr geschätzt werden. Im Zeitalter, in dem Rückverfolgbarkeit und Swissness an Wichtigkeit gewinnen, ist der Einsatz von zertifiziertem Saat- und Pflanzgut von grosser und in Zukunft noch von steigender Bedeutung. Ich bin überzeugt, dass beim Brotgetreide die Schweizer Züchtungen, die bei uns vermehrt und als Saatgut ausgesät werden, einen wichtigen Bestandteil einer glaubwürdigen Swissness darstellen. So können wir sagen, dass das Getreide als Hauptkomponente des Brots von der Zucht bis zum Mehl echt schweizerisch ist. Schon unsere Vorfahren erkannten, dass gesundes Saat- und Pflanzgut der Schlüssel zum Erfolg im Pflanzenbau ist. Deshalb haben sich Saat- und Pflanzgutproduzenten in regionalen «Saatzuchtgenossenschaften» (heute Vermehrungsorganisationen, VO) zusammengeschlossen mit dem Ziel, die regionale Produktion zu koordinieren. Selbstverständlich hat auch ein Strukturwandel stattgefunden, so entstand zum Beispiel im Mittelland aus fünf «Saatzuchtgenossenschaften» die Vermehrerorganisation Semag Saat- und Pflanzgut AG Lyssach. Bei zunehmendem Preisdruck und schwächerem Grenzschutz wird die Branche nicht darum herum kommen, die Effizienz weiter zu steigern. Die fenaco-Zentren Niderfeld und Lyssach sind diesbezüglich gute Beispiele. Lienhard Marschall Präsident der Geschäftsleitung fenaco

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DF_FEN_Aktuell_1212_2012 27.11.12 17:48 Seite 6

AKTUELL FENACO Neue Wege geht UFA-Samen im Bereich der Dachbegrünungen.

Das neue Logo von UFA-Samen steht für die Dynamik im Saatgutmarkt.

Qualitätskontrolle im UFA-SamenLabor im Niderfeld in Winterthur.

Biodiversität

Aus den Ländern in Grafik 1 importiert UFA-Samen Klee- und Grassamen.

Wildblumen und Wildgräser sind Teil der Biodiversität unserer Landschaft. Die einheimische Flora besteht ausschliesslich aus Arten (Populationen) die sich über Jahrhunderte an einem bestimmten Standort erhalten konnten. UFA-Samen vermehrt ausschliesslich Wildpflanzenarten, die aus der Schweiz stammen. Aus diesem Saatgut entstehen später die Wildpflanzenmischungen. Sie sind für den regio-

nalen Einsatz bestimmt. Ansaaten von standortgerechten Schweizer Wildpflanzenmischungen können, bei einer angepassten Pflege, die Biodiversität regional erhalten oder sogar erhöhen.

Qualitätskontrollen Soll Saatgut in den Handel gelangen, muss es qualitativ einwandfrei sein. Kontrollen sind unerlässlich. Solche finden sowohl im modern ausgerüsteten, eigenen Labor

Grafik 1: Herkunft des Futterpflanzensaatguts

DK • DLF

CA • Pick Seed • Northstar USA • Oregon: Burlingham, Oregro Olson • California: Cal West

GB • Germinals NL • VD, Eurograss FRA • Jouffray, Top Green, Carneau, Desprez, SV

SWE • SW GER • Freud, Baywa, ZG, NPZ, SU ITA • SIS

Starke Partner UFA Samen arbeitet

CZ • Oseva Uni/ Pro, Seed Service

AUS • Seed Mark Chile NZL • PGG • Townsend

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als auch bei den Feldbesichtigungen statt. Neben dem Netz von Versuchsparzellen, verteilt über die ganze Schweiz, steht auch ein eigener Versuchsgarten in einer Grösse von 1.5 ha zur Verfügung. In Feldversuchen werden Neuheiten mit bekannten Sorten verglichen. Bei Gemüse- und Gartensorten werden Eigenschaften wie Blattlaustoleranz, Homogenität und Geschmacksqualität untersucht. Die Qualität des Saatguts ist so auf höchstem Niveau gewährleistet. Dies wissen LANDIund Volg-Kunden nur zu gut, denn über diese beiden Handelskanäle werden Produkte von UFA-Samen vermarktet.

eng mit der Delley Samen und Pflanzen AG (DSP AG) zusammen, die das Bindeglied zwischen Züchtung und Saatgutproduktion ist. Mit Agroscope besteht eine intensive Zusammenarbeit in der Sortenentwicklung. Zu den Aufgaben von DSP gehören Sortenprüfung, Erhaltungszüchtung bei Getreide und Soja, Produktion von Basissaatgut sowie Sortenvertretung im In- und Ausland. Die DSP AG führt ausserdem ein Maiszuchtprogramm für Körner- und Silomais. Sie gehört via swisssem und Vermehrungsorganisationen den Saatgutproduzenten. Zudem übernehmen im DSPVerwaltungsrat fenaco und LANDI Ver12 2012 · UFA-REVUE


DF_FEN_Aktuell_1212_2012 27.11.12 17:48 Seite 7

AKTUELL FENACO «Verpackung» hat sich weiterentwickelt. Die Produktesparten sind mit unterschiedlichen Farben gekennzeichnet und der untere Teil der Saatgutsäcke ist dem Inhalt entsprechend individuell gestaltet, mit dem Bild einer Wiese, einem Rasen und einer Blumenwiese bedruckt.

Fazit Der Saatgutmarkt verändert sich

antwortung für strategische Entscheide der Saatgutbranche.

Trends Der Saatgutmarkt entwickelt sich nicht nur aufgrund züchterischer Fortschritte, sondern auch durch neue Bedürfnisse seitens der Kunden entstehen diversifizierte Saatgutmischungen. Ein Beispiel aus dem Gebäude-Energiebereich: Mit der Begrünung von Flachdächern können im Innern von Gebäuden Schwankungen beim Raumklima reduziert werden. Das bedingt die Entwicklung passender Saatgutmischungen. Die Begrünung von Flachdächern hat Einfluss auf Sonnenkollektoren, denn durch die Vegetation kann eine Kühlung erzeugt werden, die ihrerseits die Leistung der Photovoltaikanlagen steigert. UFA-Samen beteiligt sich aktiv an einem Projekt zur Entwicklung solcher Saatgutmischungen. Angepasstes Saatgut, das ideal unter den Sonnenkollektoren wächst, leistet so einen Beitrag zur Verbesserung des Energieertrags. Ein neues Logo UFA-Samen verfügt in seiner 50-jährigen Geschichte in einem äusserst dynamischen Umfeld über zwei Konstanten. Diese sind: Motivierte Mitarbeitende mit Fachkenntnis, Teamgeist und Firmentreue sowie der Marktauftritt mit dem bekannten Logo. Die erste bleibt stark, die zweite UFA-REVUE · 12 2012

ändert sich – nach notabene 30 Jahren. Das Unternehmenslogo hat in der Vergangenheit zur Identifikation und zur Stärkung der Marke «UFA-Samen» beigetragen. Doch die gegenwärtige Dynamik im Saatgutsektor kommt mit dem alten Logo kaum mehr richtig zum Ausdruck. Mit der Einführung eines neuen Logos soll diesem Umstand Rechnung getragen werden. Das neue Logo bringt die Dynamik des Unternehmens zum Ausdruck und ermöglicht eine klare Identifikation mit den Bereichen «Saatgut», «Nützlinge» sowie «Rasen und Begrünung». Der Bereich

Dominik Fischer (Bereichsleiter UFASamen Zentralschweiz) und UFA-SamenLeiter Albert Gysin präsentieren ihr Saatgut mit neuem Logo und neuen Verpackungssäcken.

ständig. Die Produktion und Vermarktung von Saatgut werden heute nicht mehr allein durch die technischen Fortschritte gesteuert. Die Züchter müssen nicht nur die Erwartungen der Produzenten erfüllen, sondern Sorten entwickeln, welche die Bedürfnisse der Konsumenten decken und Anforderungen erfüllen, die durch neue Technologien entstanden sind. Saatgut bildet für Profi-Bauern, aber auch für Freizeitgärtner die Grundlage des Pflanzenbaus. UFASamen kann sich dank Partnerschaften im Ausland, seines Engagements in der Züchtung und in der Schweizer Produktion aufgrund seiner Bedeutung und der Kompetenz des LANDI-Verteilernetzes dafür einsetzen, dass die besten Sorten und Saatgutmischungen geliefert werden. Die Anstrengungen bei der Züchtung und Qualitätskontrolle fruchten, weil die leistungsstarken UFA-Samen-Sorten ihren Weg zum Endverbraucher finden. Aus diesem Grund sind die Kompetenz der UFA-Samen-Mitarbeiter und die Effizienz des LANDI- und Volg-Verteilernetzes wichtige Faktoren bei der Weitergabe des genetischen Fortschritts. 䡵

Grafik 2: Marktstruktur Schweizer Samenhandel Agroscope (Forschungsanstalten) DSP, Sativa

Import

Vermehrungsorganisationen fenaco

Eric Schweizer AG

Samen Steffen AG

Private Wiederverkäufer

Lohnunternehmer Landwirt

Otto Hauenstein

Ansprechpartner und Kontaktadressen bei UFA-Samen Winterthur: 寿 058 433 76 04 Fax 058 433 76 20 hanspeter.hug@fenaco.com) Lyssach: 寿 034 448 18 61 Fax 034 448 18 21 samen.lyssach@fenaco.com Sursee: 寿 058 433 65 88 Fax 058 433 65 99 samen.sursee@fenaco.com. Moudon: 寿 058 433 67 81 Fax 058 433 67 85 semences.moudon@fenaco.com www.ufa-samen.ch

INF BOX INFO

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Inserate UR 1212 D_2012 27.11.12 15:07 Seite 8

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DF_MA0_Kurznews_1212_2012 27.11.12 17:49 Seite 9

KURZMELDUNGEN MANAGEMENT

Mobiles Schlagregister mit Smartphone Analog zur Zentralen Auswertung von Buchhaltungsdaten wertet Agroscope ART auch Agrar-Umweltindikatoren (ZA-AUI) aus. Dafür erfassen rund 300 Bauern ihre produktionsrelevanten Daten mit der Software Agro-Tech. An der Jahrestagung der ZA-AUI-Betriebe stellte Urs Jacober (Bild unten) von der

Agridea die erste und einzige mobile Datenerfassung für Schlagregistermassnahmen via Smartphone vor. Agro-Tech ist die Software für die Erfassung aller Betriebsdaten rund um den ÖLN, die Tierhaltung und SwissGAP. Nun können mit AgroTech Mobile mittels Smartphones oder einem Tablet-Computer direkt auf dem Feld Acker- und Futterbaumassnahmen erfasst werden. Diese Daten werden mit der Agro-TechVersion auf dem Home-Computer synchronisiert. Nötig sind dafür die Software Agro-Tech (ab 120 Fr./Jahr) und ein mobiles Gerät mit Internetanbindung. Bei Bedarf kann auch mit mehreren Smartphones gleichzeitig erfasst werden – zum Beispiel für Betriebsgemeinschaften oder Lohnunternehmer. Agro-Tech Mobile steht allen Agro-Tech-Anwendern kostenlos zur Verfügung. Informationen und Verkaufsstellen auf www.agro-tech.ch.

Richtzahlen für Buchhaltung

2000/2001 gab es 38 082 Produzenten, 2011 waren es noch 25290 Produzenten. Der Verkehrsmilchpreis sank von 79.96 Rp./ kg (2001) auf 62.67 Rp./kg Milch (2011). Am meisten Milch pro Betrieb wird im Thurgau, Freiburg, Neuenburg, Schaffhausen, Waadt und Genf geliefert. Die Unterschiede zwischen den Kantonen sind gross. So verkauft ein durchschnittlicher Milchbetrieb im Thurgau mit 203t pro Betrieb fast dreimal so viel Milch wie ein Milchbetrieb im Wallis. www.sbv-statistik.ch

Die Richtzahlen per Ende 2012 für die landwirtschaftliche Buchhaltung sind gegen Einsendung von 2 Fr. in Marken sowie eines frankierten und adressierten C5-Kuverts bei SBV Treuhand, Laurstrasse 10, 5201 Brugg erhältlich. Gratis-Download auf www.agroscope.admin.ch.

Markus Ritter neuer Bauernverbandspräsident Die Delegierten des Schweizerischen Bauernverbands wählten am 20. November 2012 den St.Galler-Bauernverbandspräsidenten Markus Ritter zu ihrem neuen Präsidenten und und zum Nachfolger von Hansjörg Walter.

Starker Strukturwandel Der Strukturwandel in der Milchwirtschaft verlief aufgrund des Preisdrucks schneller als in der Gesamtlandwirtschaft. Im Milchjahr UFA-REVUE · 12 2012

Solaranlagen freistehend Solaranlagen auf Kulturland produzieren Strom und die Flächen können gemäss Biodiversitätsvorschriften bewirtschaftet werden. Nicht begeistert darüber zeigt sich der Bauernverband (SBV). Dadurch geriete das Kulturland noch stärker unter Druck. Produktive, gut zugängliche und maschinell bewirtschaftbare Flächen seien kostbar und

Versicherungsschutz

Mit dem QR-Code (oben) hat man via Smartphone direkt Zugang zu Agro-Tech-Mobile.

sollten erhalten bleiben. Positionspapier des SBV auf www.sbv-usp.ch.

Pflichtlager optimieren Rund 40 % der Nahrungsmittel und einen Teil der Futtermittel bezieht die Schweiz aus dem Ausland. Sollte der Import gestört sein, überbrücken Pflichtlager diese Situation. Für die Getreide- und Futtermittelpflichtlager ist die Branche (Importeure und Verarbeiter) verantwortlich. Eine Forschungsgruppe der ETH untersuchte im Auftrag von «Réservesuisse», ob mit einer Ausschreibungslösung als Pflichtlagerzuteilungsmechanismus Kosten eingespart werden könnten. Gemäss der Studie lassen sich aber durch eine Ausschreibung weder Effizienzgewinne, noch eine Reduktion der Pflichtlagerkosten realisieren. Hingegen wird im Qualitätsbereich gar eine Verschlechterung befürchtet. Die Forschungsgruppe empfiehlt, das heutige Systems beizubehalten und zu optimieren. ww.afee.ethz.ch

Bauen beinhaltet Risiken. Je nach Umfang des Bauvorhabens müssen Versicherungsergänzungen vorgenommen werden: • Gebäudeversicherung (Brandund Elementarschäden): Durch einen Neu- oder Umbau, aber auch durch wertsteigernde Reparaturen entstehen Mehrwerte, die mit einer steigenden Baufeuerversicherung abgedeckt werden können. Nach Bau-Abschluss findet eine definitive Schätzung statt. • Haftpflicht (Bauherrenhaftpflicht): Gewährt die landwirtschaftliche Betriebshaftpflicht genügend Versicherungsschutz (evt.Deckungszusage), sonst eine Bauherrenhaftpflichtversicherung abschliessen. • Bauwesenversicherung (Baukaskoversicherung): Abklären, ob Unternehmen oder Architekt die Versicherung abgeschlossen haben. Bei Risiken (Um- und Neubau, tragende Elemente, schwieriger Baugrund) kann sich der Abschluss lohnen. • Personenversicherungen (AHV, Unfallversicherung UVG): Wird mit auf dem Landwirtschaftsbetrieb beschäftigtem Betriebspersonal gebaut, genügen die bestehenden Personalversicherungen. Für kurzfristig vom Bauherrn abgestelltes Personal besteht eine Beitragspflicht, sofern die Lohnsumme mehr als 2300Fr./Jahr beträgt. Arbeitgeber, die auch Personen mit AHV-Abrechnung beschäftigen, müssen sich in jedem Fall einem UVG-Versicherer anschliessen und für Arbeitnehmer mit einem Jahreslohn von unter 2 300 Fr./Jahr Prämien entrichten. • Werden Akkord- oder Selbsthilfegruppen gegründet, müssen sich diese der Suva anschliessen. SBV Versicherungen, kantonale Bauernverbände, Agrisano-Regionalstelle. Merkblatt 4.02 Bauen und Versicherungsschutz (www.sbvversicherungen.ch). Christian Guler, Agridea

Tagesaktuelle Neuigkeiten www.ufarevue.ch 9


DF_MA1_Habermeyer_1212_2012 27.11.12 17:50 Seite 10

MANAGEMENT

Die Zukunft anpacken BETRIEBSENTWICKLUNG DURCH KOOPERATION Haupt- und Nebenerwerbsbetriebe müssen heute und vor allem auch zukünftig produktiv, arbeits- und kosteneffizient wirtschaften. Die Vorteile modernster Agrartechnik können sie nur nutzen, wenn sie in Netzwerken und Kooperationsformen zusammenarbeiten.

Johann Habermeyer

Seit 2009 sind die 73 Maschinenringe (MR) in Bayern offiziell anerkannter Beratungspartner der Landwirtschaftsämter. Überregionale MR-Betriebsberater führen Beratungen bei den Betrieben durch. Das Ziel dieser Verbundberatung (MR Consult) sind hoch produktive, arbeits- und kosteneffiziente landwirtschaftliche Betriebe im Haupt- oder Nebenerwerb. Der entscheidende Schlüssel ist die Nutzung modernster Grosstechnik in allen Betriebsformen. In der bayerischen Agrarstruktur bedeutet dies in den meisten Fällen «Landwirtschaft in Netzwerken und unterschiedlichen Kooperationsformen». Viele Betriebe sehen aufgrund historisch gewachsener Wertevorstellungen den selbstständigen Landwirt mit eigener Technik als Ziel ihrer betrieblichen Entwicklungsstrategien. Häufig wird dies erkauft mit unsozialen Arbeitsbedingungen und hohen Kosten bei zu geringen Betriebsgewinnen. Aufgrund zu geringer Flächenausstattung glauben sich die meisten bayerischen Betriebe im Wettbewerb, was die Zusammenarbeit zusätzlich erschwert.

Beraten heisst verstehen Heute basieren die meisten Lösungen auf Zusammenarbeit. Aber aufgepasst, die Zeit der Pauschalrezepte ist vorbei. Eine Lösung muss, damit sie gut ist, zum Betrieb mit seinen Menschen und speziellen Anforderungen passen. Warum tun sich also heute viele Landwirte so schwer mit überbetrieblicher Zusammenarbeit? Gründe sind: • Angst vor Verlust der Selbstständigkeit (Wertevorstellungen). 10

Um aus Konkurrenten Partner zu machen, müssen sich die Bauern gemeinsam über die Zukunft und ihre Strategien unterhalten. Bild: Mühlhausen/landpixel.de

• Angst vor Verlust liebgewordener Tätigkeiten (Freude an der Feldarbeit). • Angst vor Abhängigkeiten von Berufskollegen. • Wettbewerbsdenken (Partner könnte Pachtkonkurrent sein). • Wenig kaufmännisches Bewusstsein. Um aus Konkurrenten Partner zu machen, müssen die Bauern an einen Tisch und zum Reden über die Zukunft gebracht werden. Es geht darum, dass sie ihre eigenen Möglichkeiten erkennen, und nicht nur über die Rahmenbedingungen, beispielsweise die Agrarpolitik, diskutieren. Die Erkenntnis, dass andere in ähnlicher Situation sind und allein je-

der machtlos ist, schafft die Offenheit, um neue Wege einzuschlagen. Der Berater muss Klarheit schaffen, was die Betriebsleiter realistisch erreichen können (schafft Zufriedenheit) und ihnen helfen, konkrete Ansätze zu formulieren. Die Bauern erkennen dadurch, wo sich die eigenen Ziele mit Partnern erreichen lassen und entwickeln zudem auch Partnerschaften mit anderen Beteiligten im ländlichen Raum.

Orientierungs- und Strategieseminare Der Rahmen, um die Bauern an einen Tisch zu bringen, sind so genannte Orientierungs- und Strategie12 2012 · UFA-REVUE


DF_MA1_Habermeyer_1212_2012 28.11.12 10:48 Seite 11

MANAGEMENT seminare in kleinen Gruppen, die bayerische Maschinen- und Betriebshilfsringe durchführen. Es ist ein Weg, um Zugang zu den Denkstrukturen und Entscheidungen der Betriebsleiter zu finden. In diesen ganztägigen Gruppenberatungen überprüfen die Teilnehmer anhand einfacher Kennzahlen, Zielerlösund Kostenstrukturen die Machbarkeit der eigenen Überlegungen (einfacher Businessplan). Sie sehen auch, welche Strategien andere Betriebe verfolgen. Dabei werden den Teilnehmern die meist strukturell bedingten Begrenztheiten ihrer Betriebe mit den Notwendigkeiten zur Zusammenarbeit in bestimmten betrieblichen Bereichen bewusst. Die grössten Effekte in diesen Seminaren lassen sich erzielen, wenn die teilnehmenden Betriebsleiter aus der Umgebung stammen und damit die konkrete Möglichkeit für weitere Zusammenarbeit genutzt werden kann.

Chancen

durch

Kooperation

Wenn es durch Seminare gelungen ist, die einzelbetrieblichen Perspektiven der Landwirte zu erweitern und neue Optionen ins Spiel zu bringen, wird den Landwirten schnell klar, dass ihre Möglichkeiten enorm ansteigen, wenn sie die Grenzen des Einzelbetriebes sprengen und in Netzwerken und Kooperationen arbeiten. Überall dort, wo erfolgreich Aussenwirtschaftsgemeinschaften (gemeinsame Technik) installiert werden konnten, ergeben sich Kostenersparnisse und eingespartes Investitionskapital. Kapital, das fur andere Betriebsentwicklungen (Stallbau, Biogas, Diversifizierung) zur Verfügung steht. Meist ist die gemeinsame Technik erst der Anfang weitergehender Zusammenarbeit. Gemeinsamer Ein- und Verkauf, Flächentausch, gemeinsame Anbauplanung und Kulturführung bis hin zu gemeinsamen Lagerhallen und

weiteren Projekten können folgen. Spezialisierungen in der einzelbetrieblichen Ausrichtung innerhalb einer Gruppe werden erkennbar und sind eine Möglichkeit, um neue Einkommensmöglichkeiten zu erschliessen. Während sich innerhalb einer Kooperation die einen auf verstärktes innerbetriebliches Wachstum fokussieren, bauen andere Betriebe neue (teilweise auch ausserlandwirtschaftliche) Standbeine auf. 

Autor Dr. Johann Habermeyer ist Beratungsleiter und stellvertretender Geschäftsführer des Kuratoriums bayerischer Maschinen- und Betriebshilfsringe e.V. in Neuburg/Deutschland. www.kbm-info.de.

INF BOX INFO

www.ufarevue.ch

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Junglandwirtekongress 2013 Vorwärts schauen, vorwärts gehen Möglichkeiten und Risiken für Betriebe, die wachsen wollen, diskutieren am 25. Januar 2013 am Inforama Rütti in Zollikofen (BE) Junglandwirtinnen und Junglandwirte. Junglandwirtinnen und Junglandwirte bis 35 Jahre sind am Kongress herzlich willkommen. Besonders interessant ist das Kongressthema für jene, die einen Betrieb übernommen haben oder übernehmen werden. Sie müssen sich intensiv mit der

Betriebsentwicklung und ihrer Strategie auseinandersetzen. Die Hauptreferenten Dr. Johann Habermeyer und Kurt Schär (CEO Biketec AG, Entrepreneur of the Year 2011®) zeigen die Herausforderungen des Wachstums auf. Am Nachmittag können

Anmeldung

Ich möchte folgende zwei Nachmittagsseminare besuchen: Seminar 1: 14.00 Uhr

Name, Vorname

Käse- und Fleischinnovationen mit Verkauf in die ganze Welt Genossenschaftsbetrieb mit Vertragslandwirtschaft

Strasse, Nr.

Innovativer Alpbetrieb mit Paralandwirtschaft Milch- und Schweineproduzent in je einer Betriebszweiggemeinschaft

PLZ, Ort

Fruchtfolgegemeinschaft von vier spezialisierten Ackerbaubetrieben (französisch)

Telefon

Seminar 2: 15.00 Uhr

E-Mail Sprache: □ deutsch

Seminare von innovativen Landwirten besucht werden. Detailprogramm auf www.junglandwirte.ch. Jetzt anmelden: Die Teilnahmegebühr beträgt mit dem Anmeldetalon unten 25 Fr. (statt 30 Fr.).

Käse- und Fleischinnovationen mit Verkauf in die ganze Welt

□ französisch

Die Anmeldung ausschneiden und an Lukas Kessler, Junglandwirtekommission, Belpstrasse 26, 3007 Bern schicken oder an die E-Mail-Adresse: l.kessler@ junglandwirte.ch. Die Teilnahmegebühr wird direkt am Kongress eingezogen.

Genossenschaftsbetrieb mit Vertragslandwirtschaft Innovativer Alpbetrieb mit Paralandwirtschaft Milch- und Schweineproduzent in je einer Betriebszweiggemeinschaft Fruchtfolgegemeinschaft von vier spezialisierten Ackerbaubetrieben (französisch)


DF_MA2_Bertschy_1212_2012 28.11.12 10:55 Seite 12

MANAGEMENT

Solarstrom auf dem Dach EINSTIEG GUT PLANEN Eine Photovoltaikanlage produziert bei geringem Wartungsaufwand während mindestens 30 Jahren zuverlässig Strom. In der Schweiz liefern bereits heute Solarstromanlagen mit einer Fläche von 1.5 Mio. m2 Strom für 40 000 Haushalte. Das Potenzial ist bei Weitem noch nicht ausgeschöpft.

Erich Bertschy

Die Sonne bescheint die Erdoberfläche täglich mit 10 000-mal mehr Energie als zeitgleich weltweit verbraucht wird. Würde man auf allen best besonnten Dach- und Fassadenflächen der Schweiz Solarmodule installieren, könnten diese rund 1⁄3 des jährlichen Strombedarfs decken. Aufgrund der saisonal- und tageszeitbedingten Schwankungen bei der Erzeugung der Energie muss diese Art der Stromgewinnung von den Stromkonzernen mit weiteren Energiequellen kombiniert werden.

• Monokristalline Zellen haben einen Wirkungsgrad von 16 bis 20% und haben ein homogenes Erscheinungsbild. • Polykristalline Zellen haben einen Wirkungsgrad von 14 bis 16 % und ein heterogenes, bläuliches Erscheinungsbild. • Dünnschichtmodule haben einen Wirkungsgrad von ca. 5 bis 10 %. Aufgrund der guten Rentabilität und des einheitlichen Erscheinungsbildes gelangen in der Schweiz grösstenteils die monokristallinen Zellen zum Einsatz.

Rentabilität Technik

Aufdach-PV-Anlage auf 300 m2 Pferdestallungsdach. Der Energieertrag ist 39 000 kWh pro Jahr.

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Solarzellen bestehen hauptsächlich aus Silizium. Sie erzeugen unter Lichteinfluss Elektrizität. Der produzierte Gleichstrom wird mit Wechselrichtern in Wechselstrom umgewandelt und meistens ins öffentliche Netz eingespeist. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen kristallinen (mono- und polykristallin) sowie Dünnschichtzellen.

Die Rentabilitätsrechnung ist eine zentrale Grundlage für die Entscheidungsfindung. Die Bauherren, welche ihre Anlage zum Beispiel im Herbst 2011 auf einem Wagenschopf realisiert haben, erzielen überwiegend eine zweistellige Rendite. Die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) ist ein Instrument des Bundes, welches zur Förderung der Stromproduktion aus den neuen erneuerbaren Energien eingesetzt wird. Die KEV deckt die Differenz zwischen Produktions- und Marktpreis. Dadurch entsteht ein Preis, der den Produktionskosten entspricht und eine angemessene Rendite ermöglicht. Verschiedene Vorstösse im Parlament lassen darauf schliessen, dass in naher Zukunft mehr Geld für die PV-Anlagen gesprochen wird, was die Wartezeiten, um in den Genuss der Fördergelder zu kommen, verkürzen würde. Ist der Entscheid für eine Realisierung einer PVAnlage getroffen worden, empfiehlt es sich umgehend das Fördergesuch bei der nationalen Netzbetreibergesellschaft «Swissgrid» einzureichen. Momentan ist mit einer mehrjährigen Wartezeit zu rechnen.

Planung und Beratung

In der Landwirtschaft bieten sich die grossen, ungenutzten Dachflächen für eine Photovoltaikinstallation an. Im Gegensatz zu einer Biogas-Anlage verursacht die PV-Anlage keinen erwähnenswerten zusätzlichen Aufwand und eignet sich für Betriebe mit einer hohen Arbeitsauslastung. Beim Verkauf der produzierten Energie besteht die Möglichkeit, ein lukratives Zusatzeinkommen zu erzielen. Bis es jedoch soweit kommt, müssen einige Grundlagen im Vorfeld überprüft werden. Eine optimale Montageplanung hängt von diversen Kriterien für die Stromproduktion ab: • Höhenlage: In der Regel sind höher gelegene PV-Anlagen etwas produktiver, da in höheren Lagen weniger Nebel herrscht und mit tieferen Temperaturen und somit mit einer besseren Produktivität gerechnet werden kann. • Beschattungen: Die Beschattung spielt eine zentrale Roll. Bäume, Leitungen und Hügel können eine erhebliche Ertragsminderung zur Folge haben. • Himmelsausrichtung: Ideal ist eine Ausrichtung nach Süden. Mit den heutigen Technologien sind jedoch auch West- oder Ostdächer geeignet. Je nach Dachneigung ergeben sich auch hier gute Erträge. • Hinterlüftung: Eine ideale Hinterlüftung ergibt einen bestmöglichen Ertrag bei einer integrierten oder angebauten PV-Anlage. • Standort Wechselrichter: Es ist wichtig, dass der Wechselrichter an einer schattigen und kühlen Stelle ist. • Dachneigung: Ideal ist eine Neigung von rund 30 Grad. Der Einfluss der Dachneigung ist jedoch eher gering. 12 2012 · UFA-REVUE


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MANAGEMENT Grafik 1: Energiequellen

Grafik 2: Technik Photovoltaik 1 2 3

Solarmodule

Wechselrichter DC/AC Einspeisungs-Stromzähler Verbrauchszähler

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Gas

Uran

Kohle

Öl

jährliche Sonneneinstrahlung auf die Erde

2

weltweiter Jahresenergieverbrauch

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Indach-PV-Anlage auf 104 m2 Dachfläche. Der Energieertrag ist 15 000 kWh/Jahr.

Ein weiteres Kriterium ist der Zustand des Daches. Die Montage einer Photovoltaik-Anlage auf einem Dach, welches in fünf bis zehn Jahren erneuert werden muss, ist nicht rentabel. Hingegen bietet eine bevorstehende Dachsanierung die ideale Gelegenheit, eine integrierte Anlage zu realisieren, die auch ästhetisch überzeugt. Weiter muss die Anbindung an das elektrische Netz mit dem örtlichen Elektrizitätswerk abgesprochen werden. Allfällig nötige Anschlussverstärkungen können so frühzeitig in die Kalkulation einbezogen werden. Wenn die Grösse der Anlage bestimmt ist, muss abgeklärt werden, ob für die baulichen Veränderungen ein UFA-REVUE · 12 2012

Baugesuch nötig ist. Im Kanton Bern sind Photovoltaik-Anlagen generell baubewilligungsfrei. Eine Ausnahme sind unter Denkmalschutz stehende Bauten. Die Abklärungen mit dem Elektrizitätswerk, dem eidgenössischen Starkstrominspektorat und den Baubehörden sind relativ umfangreich. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, eine PV-Anlage bei einem Gesamtanbieter projektieren zu lassen. So besteht die Gewähr, dass wirklich alle anfallenden Arbeiten angeboten werden. Denn nebst der eigentlichen PV-Anlage wird ein Gerüst, vielfach ein Spengler und immer ein Elektroinstallateur benötigt.

Zudem müssen verschiedene Bewilligungen eingeholt werden, auch diese Leistungen sollten im Angebot inbegriffen sein.

Fazit Die Gestehungskosten pro installiertem KW/p sinken stetig. Aufgrund der höheren Beiträge bei kleineren Anlagen können auch diese kostendeckend realisiert werden. Bei anstehender Dachsanierung ist unbedingt zu prüfen, ob eine PV-Anlage möglich und sinnvoll ist. PV Anlagen können in der Landwirtschaft dank der kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) rentabel betrieben werden und einen Nebenverdienst darstellen. 䡵

Autor Erich Bertschy ist Projektleiter bei der Genossenschaft für leistungsorientiertes Bauen (GLB) in Emmenmatt im Emmental und verfügt über grosse Erfahrung mit der Planung und Realisierung von PVAnlagen. www.glb.ch

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MANAGEMENT

Homeoffice in den Wolken LANDWIRTSCHAFTLICHE BUCHHALTUNG Der Heimcomputer ist ständig Gefahren ausgesetzt. Mehr Sicherheit für Programme und Daten bietet das so genannte Cloud-Computing. Wie das geht, zeigen Agro-Treuhandleiter Bendicht Münger und Infopro-Geschäftsführer Martin Köberle.

Das durchschnittliche landwirtschaftliche Einkommen eines Bauernbetriebs betrug laut Agrarbericht rund 58 000 Fr. Ich frage mich manchmal, ob der Aufwand, den Bauern im Bereich Aufzeichnungen und Buchhaltung leisten müssen, im Vergleich zu den übrigen KMU, gerechtfertigt ist? Bendicht Münger: Das frage ich mich manchmal auch. Alle sprechen von weniger Bürokratie, aber in der Realität ist das Gegenteil ist der Fall. Zumindest in der Buchhaltung vereinfachen wir und erleichtern unseren Mandanten mit moderner, zuverlässiger und einfach zu bedienender Technologie den Alltag. Früher musste man, um eine Zahlung auszulösen, Geld abheben, Geld einbe-

Cloud-Computing in der Landwirtschaft Die Agro-Treuhandstellen Grangeneuve, Thurgau (Weinfelden) und Fidasol SA (Lausanne) haben auf Cloud-Computing umgestellt. Ihre Kunden können in der Cloud arbeiten. Weitere Agro Treuhandstellen (Emmental Bärau, Seeland Ins, Segeca Loveresse, Rütti Zollikofen) nutzen Cloud-Computing intern für ihre Buchhaltungen.

zahlen und noch verbuchen. Heute ist dies in einem einzigen Schritt möglich: Die Rechnung mit einem Lesestift einlesen, gleichzeitig wird die Zahlung ausgelöst und die Rechnung verbucht. Ist dies die einzige Erleichterung? B. Münger: Nein. Wir sind mit CloudComputing einen Schritt Richtung virtuelles Büro weitergekommen. Der Landwirt kann wie beim E-Banking seine Daten online erfassen. Er muss kein Programm und keine Updates installieren. Zudem ist die Datensicherung garantiert. 14

Was ist Cloud-Computing? Martin Köberle: Cloud-Computing beschreibt eine Technologie, bei der man den Benutzern Informatikdienstleistungen dann zur Verfügung stellen kann, wenn sie benötigt werden. In der Wolke werden Informatikdienstleistungen mittels einer zentralen Terminallösung angeboten. Programminstallationen, Updates und Datensicherung hat der User an die Cloud delegiert. Ob der Computer klein, alt, ein PC oder Mac ist, spielt keine Rolle. Es gibt keinen Datenverlust durch defekte Geräte. Der User kann sich jederzeit durch ein neues Gerät oder ein Laptop einloggen und in seiner Wolke weiterarbeiten. Wie läuft das bei den Buchhaltungen? M. Köberle: AgroTwin, Agro-Cash und AgroTech, ATWinBiz, Agro-Office und Pinus-Software funktionieren mit unserer «agro-cloud»-Lösung. Durch einen elektronischen Agro-Manager werden die Zugriffsrechte erteilt. Jeder Betriebsleiter hat nur Zugriffsrecht auf seine eigenen Daten. Die Bäuerin oder der Landwirt loggen sich ein und erfassen in der Cloud die Daten. Der Treuhänder überprüft die Buchhaltung und macht Abschlussarbeiten – auch in der Cloud. Der Abschluss wird in der Cloud in ein pdf umgewandelt und kann direkt vom Kunden, aus einem geschützten Bereich heraus, ausgedruckt werden. Das meiste sind Buchhaltungsprogramme der Agro-Twin-Familie. B. Münger: Für meine Treuhandstelle im zweisprachigen Kanton Fribourg brauche ich eine Software, die deutsch und französisch einwandfrei funktioniert und alle Bereiche abdeckt. Das ist

mit AgroTwin und der Nachfolgesoftware ATwin.biz der Fall. M. Köberle: Cloud-Computing ist Software-unabhängig, es kann jedes Programm, auch Agrooffice, installiert und den Usern zugänglich gemacht werden. B. Münger: Wir haben diese Cloud-Lösung zuerst bei uns an der Agro-Treuhandstelle angewendet. Ich habe 15 Buchhalter, die von daheim aus arbeiten. Als das funktionierte, haben wir vor rund sechs Jahren die Cloud-Lösung auf unsere Bauern ausgedehnt. Von Vorteil ist die Cloud-Lösung auch für Betriebsoder Stallgemeinschaften. Jeder Teilhaber kann autonom seinen Verantwortungsbereich erfassen. Daten werden nicht mehr hin und her transferiert. Früher kam es vor, dass der Treuhänder die Verbuchungen optimierte oder Fehler ausmerzte, der Landwirt gleichzeitig neue Verbuchungen tätigte – und manchmal wurde mit der korrigierten Version die Verbuchungen des Kunden überschrieben. Das gibt es jetzt nicht mehr. Ein weiterer Vorteil ist die hohe Rechnerleistung. Auch mit älteren Rechnern ist ein effizientes und rasches Arbeiten möglich. Es braucht kein sehr schnelles Internet – Hauptsache das Internet ist stabil. Sie haben quasi das Homeoffice der Bauernfamilien in die Wolke gepackt. B. Münger: Ja. Arbeits-Software und Daten sind vom Familiencomputer getrennt. Meistens wird der Computer zu Hause von der ganzen Familie ge-

Bendicht Münger, Ing. Agr. HTL, leitet die Agro-Treuhandstelle Grangeneuve in 1725 Posieux (FR). www.agrofid.ch 12 2012 · UFA-REVUE


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MANAGEMENT braucht. Kinder Kinder laden Spiele herunter, chatten etc. M. Köberle: Die Gefahr ist Datenverlust durch Fernmanipulationen wie Schnüffel-Software oder Viren. Ganz schlecht für sensible Buchhaltungsdaten! Mit unserer Cloud-Lösung ist man diesbezüglich auf der sicheren Seite. Für die Buchhaltung gilt eine Aufbewahrungspflicht von zehn Jahren. B. Münger: Deshalb garantieren wir eine elektronische Datensicherung von zehn Jahren. Ist die elektronische Sicherung der Daten nicht problematischer als in Papierform? M. Köberle: Der Buchhaltungsabschluss wird in einem so genannten PDF/A-Format gespeichert. Das ist ein Dateiformat zur Langzeitarchivierung digitaler Da-

ten, welches in zehn oder zwanzig Jahren noch eingelesen und gedruckt werden kann. Und die Datensicherung ist irgendwo auf einem Speicher im fernen Osten? M. Köberle: Nein, ganz sicher nicht. Unsere Firma verwaltet die Datensicherung selber – hier in der Schweiz. Unsere Geschäftsräume und Server befinden sich in einem mehrfach abgesicherten Gebäude. Die erste Stufe Datensicherung ist am anderen Ende des Gebäudes, die zweite in unseren Geschäftsräumen und die dritte BackupSicherung ist extern in einem 5 km Luftlinie entfernten Gebäude. Wir haben Sicherheitskopien von den letzten 60 Tagen, Monats-, Halbjahres- und Jahresbackups und zusätzlich werden die letzten sieben Versionen gespeichert.

B. Münger: Die Buchhaltung ist wichtig für die Besteuerung, für Bank- und Agrarkredite, für Direktzahlungen, Krankenkassensubventionen etc. Zur Bewältigung dieser «Bürokratie» haben wir in der Zusammenarbeit mit Martin Köberle ein Instrument, das sicher und kostengünstig ist und den technologischen Fortschritt berücksichtigt. Meine Vision wäre, dass alles, was für das landwirtschaftliche Unternehmen von Bedeutung ist, Geschäftskorrespondenz, Kalkulation, Verträge etc., sicher an einem Ort digital zentral gelagert werden kann. Ich kann mir auch vorstellen, dass in Zukunft Ackerbauarbeiten automatisch mit GPS-Informationen aufgezeichnet und via Handynetz ins Aufzeichnungsprogramm Agro-Tech übertragen werden. Aber das braucht noch etwas Zeit. 䡵

Danke für das Gespräch

Martin Köberle, Ing. Agr. HTL und Informatiker, ist Geschäftsführer der Firma Infopro in Zollikofen, mit dem Firmenbereich Agro Cloud (Cloud-Lösungen für landwirtschaftliche Treuhandstellen). www.infopro.ch, www.agro-cloud.ch

Interview Daniela Clemenz, UFA Revue, 8401 Winterthur

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KOOPERATIONEN MANAGEMENT

Wachstum und Diversifikation MEISTER DER ZUSAMMENARBEIT Paul Nüesch aus Widnau im sankt-gallischen Rheintal darf als Meister der Zusammenarbeit bezeichnet werden. Dank Kooperation spart er Kosten, nutzt technologische Fortschritte, diversifiziert und umgeht die Nachteile des Einzelkämpfertums. Was steckt hinter dieser erfolgreichen Wachstumsund Kooperationsstrategie?

Beat Gügler

Fahrsilos eignen sich ausgezeichnet für die überbetriebliche Zusammenarbeit.

Ausgehend von einem gemischten mittleren Betrieb mit 30 Milchkühen im Anbindestall ist im letzten Jahrzehnt ein Unternehmen mit rund 125 Milchkühen im Laufstall mit zwei Robotern, einem Zuchtsauenstall mit 40 Mooren, einem Mastschweinestall mit 600 Plätzen und einer grossen Biogasanlage entstanden. Die Bereiche basieren auf Kooporationen.

Grundlage für Wachstum In der Milchproduktion werden Aufzuchttiere an Partnerbetriebe abgegeben und, so lange es noch möglich war oder ist, im Gegenzug Lieferrechte übernommen. Der steigende Futterbedarf soll möglichst kostengünstig und effizient konserviert werden. Dies geschieht über eine langjährige Kooperation mit Nachbarbetrieben. Ein Partner ist für das Mähen verantwortlich, der zweite für das Schwaden, Zetten und Walzen im Fahrsilo, die Familie Nüesch für das Einführen der Grassilage. Gemäss Berechnungen der Familie Nüesch betragen die Konservierungskosten bei der Grassilage unter 25 Fr./dt TS. Das ist deutlich unter den Mittelwerten zwischen 30 Fr. und 40 Fr./dt TS.

Die Fütterung der Milchkühe erfolgt mit einem selbstfahrenden Futtermischwagen. Dank überbetrieblichem Einsatz steht er rund 800 Stunden pro Jahr im Einsatz und macht zwischen 1500 und 2000 Mischungen. So wird die wendige Spezialmaschine wirtschaftlich. In der Schweinehaltung ist die Familie Nüesch an einem Abferkelring beteiligt, was die Effizienz in der Ferkelproduktion steigert. Die Ferkel werden im betriebseigenen Maststall gemästet. Die Familie Nüesch ist auch Mitinhaberin der Rhy-Biogas-Anlage auf dem betriebseigenen Gelände. Die Rechtsform ist eine Aktiengesellschaft. Weitere Aktionäre sind zwei Berufskollegen. Wenn von der Familie Nüesch gesprochen wird, so handelt es sich um eine Generationengemeinschaft von Paul Nüesch mit seinen beiden Söhnen Peter und Mathias. Das Konzept einer echten Partnerschaft, in welcher sich alle Beteiligten auf Augenhöhe begegnen, wendet Paul Nüesch auch in der Familie mit seinen Söhnen an.

Vorteile und Nachteile

Dank der diversen Kooperationen kann die Familie Nüesch diversifizieren, ohne dabei die Nachteile einer einzelbetrieblichen Diversifizierung in Kauf nehmen zu müssen. Die Diversifikation von Einzelbetrieben bedeutet vielfach eine enorme Belastung der Bauernfamilie, sei es betreffend Know-how oder weil der Be-

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triebszweig zu klein ist, um in Rationalisierungen zu investieren. Auch ist der Organisationsaufwand gross. Anders bei der Familie Nüesch und ihren Partnern. Dank Kooperationen haben die Betriebszweige eine wettbewerbsfähige Grösse und Know-how kann auf verschiedene Köpfe verteilt werden. Dank der Diversifikation besteht kein Klumpenrisiko, falls ein Betriebszweig mal schlecht läuft. Nachteile der Spezialisierung werden so entschärft.

Fazit Gute Zusammenarbeit bedeutet für alle einen Gewinn. Zeit und Kosten können eingespart werden. Grund genug, den in dieser Sparte sehr erfolgreichen Paul Nüesch zum Gelingen von Zusammenarbeiten zu befragen. Entscheidend seien: • Toleranz und Flexibilität aufbringen. • Miteinander ein Ziel verfolgen. • Miteinander reden. • Genaue Abmachungen treffen, aber grosszügig sein. • Probleme und Anliegen des Partners kennen. • Alle müssen Gewinner sein. 䡵 Autor Dr. Ing. Agr. ETH Beat Gügler, 8532 Warth (TG) Zum Thema Kooperation siehe auch Beitrag Seite 10 und 11.

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MANAGEMENT

Produkte aus der Region REGIONALVERMARKTUNG Der Trend der Regionalvermarktung hat sich längst branchenübergreifend etabliert. Regionalität ist aber keine Garantie für den Verkaufserfolg – entscheidend ist die Vermarktung und Positionierung. Diesbezüglich haben sich schweizweit vier Organisationen etabliert, nämlich «Das Beste der Region», «Culinarium», Alpinavera», «Pays Romand – Pays Gourmand».

Christine Mühlemann

Matteo Aepli

Durch Qualität und Exklusivität überzeugen Regionalprodukte.

Als Folge eines immer breiteren und unübersichtlicheren Marktes sucht der Konsument vermehrt nach authentischen und natürlichen Produkten. Grosse Detaillisten, ebenso wie lokale Gastgewerbe, Dorfläden oder die Tourismusbranche haben diesen Trend erfasst und setzen auf die Vermarktung von regionalen Produkten. Auch für die Landwirtschaft lässt sich dieses Potenzial nutzen. Regionalität ist Sinnbild für Natürlichkeit, Frische und Tradition. Dies stellt den Produzenten vor die Herausforderung, eine Strategie zu entwickeln, die optimal sein Angebot mit den Bedürfnissen des Konsumenten vereint.

Standort hat einen grossen Einfluss Die Bäuerin Christine Dardel aus Aarberg BE verkauft Gemüse, Eier, Milch, Küchen- und Gartenprodukte unter dem Label «Das Beste der Region Seeland» Was war der Auslöser für den Verkauf von Regionalprodukten? Christine Dardel: Schon meine Schwiegermutter verkaufte an der Haustüre Kartoffeln und Eier. Als ich vor 40 Jahren eingestiegen bin, habe ich das weitergeführt und das Sortiment schrittweise erweitert. Ein kleiner Selbstbedienungsstand war ideal, da wir oft draussen auf dem Feld arbeiteten. Das kam bei den Kunden gut an und daher habe ich das über die Jahre beibehalten. Was ist ausschlaggebend für den Erfolg? Am wichtigsten sind ganz klar die Qualität der Produkte und eine ansprechende Aufmachung. Aber der Standort hat ebenfalls einen grossen Einfluss. Als vor einigen Jahren die Coop-Filiale im Dorf einging, haben wir viel Laufkundschaft verloren, die auf dem Weg zum Laden an unserem Hof vorbeiging. Heute haben wir vor allem noch Stammkunden. Wie sieht die Zukunft aus? Die baldige Hofübernahme unseres Sohnes wird für mich ein guter Zeitpunkt sein, den Stand einzustellen. Da der Zeitaufwand sehr hoch ist, lässt sich das nicht einfach so nebenbei führen. Mit neuen Ideen und Engagement gäbe der Stand aber sicher weiterhin einen erfolgreichen Zusatzverdienst.

Was wo verkaufen? Für die Regionalvermarktung eignen sich grundsätzlich jene Produkte, bei denen der Konsument die regionale Herkunft als besonderes Qualitätsmerkmal erachtet. Um aber einem Label beizutreten, müssen bestimmte Qualitätsstandards und Richtlinien erfüllt werden, was die Möglichkeiten einschränkt: Sowohl die Rohstoffe, wie auch die Verarbeitungs- und Logistikstrukturen müssen regional verfügbar sein und den gesetzlichen Anforderungen entsprechen. Oft ist das mit hohen Investitionskosten verbunden. Nicht zuletzt muss das Produkt über ein erfolgreiches Marketing zum Konsumenten gelangen. Für die professionelle und koordinierte Regionalvermarktung haben sich schweizweit vier Organisationen etabliert: • Das Beste der Region. • Culinarium. 18

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MANAGEMENT

Wichtig ist Zusammenarbeit mit anderen Anbietern Die Bäuerin Maya Rast aus Rüti (GL) verkauft Rindfleisch, Gemüse, Beeren, Goldmelisse, Küchen- und Gartenprodukte unter dem Alpinavera-Label. Wie kamen Sie zum Verkauf von Regionalprodukten? Maya Rast: Ich verkaufe schon seit längerem Produkte von unserem Betrieb, direkt an der Haustüre oder auf Bestellung. Vor gut zwei Jahren habe ich mich dann mit einigen Produkten dem Label Alpinavera angeschlossen, da sie auf der Suche nach Produzenten im Glarnerland waren und ich von der Marke profitieren konnte. Was ist ausschlaggebend für den Erfolg? Der Standort ist ein sehr wichtiger Faktor, vor allem auch für die Preise. In Stadtnähe zahlen die Konsumenten beinahe den doppelten Preis als hier auf dem Lande. Aber die Nachfrage ist auch hier sehr gut, da die Kunden den Betrieb kennen und genau wissen, woher die Produkte stammen. Wichtig ist für mich auch die Zusammenarbeit mit einem anderen Anbieter, dem ich jeweils Produkte mit auf den Wochenmarkt geben kann, die er nicht selber im Sortiment führt. Wie sieht Ihre Zukunft in der Regionalvermarktung aus? Momentan habe ich die Produktion stark zurückgefahren, da wir einen neuen Verarbeitungsraum bauen. Besonders bei verarbeiten Produkten sind die Vorschriften sehr streng. In etwa einem Jahr will ich aber wieder voll einsteigen und auch einen Verkaufsstand anbieten.

• Alpinavera. • Pays Romand – Pays Gourmand. Ob der geeignete Kanal nun die Direktvermarktung oder über Zwischenhändler der Detailhandel ist, muss anhand der zur Verfügung stehenden Ressourcen und Fähigkeiten bestimmt werden und nicht zuletzt zum Produkteimage passen. Unabhängig davon stellen diese Dachverbände den Produzenten eine Marketingplattform zur Verfügung und ermöglichen auch unter schwierigeren Voraussetzungen den Zugang zum Markt. Als Bindeglied zwischen dem lokalen Produzenten und der Tourismusbranche birgt das Gastronomiegewerbe ein hohes Potenzial, das es noch besser zu erschliessen gilt. Die Organisation der Beschaffung von Regionalprodukten durch die Gastronomie und die Sensibilisierung der Kunden für Regionalprodukte stellen besondere Herausforderungen dar.

Marktvolumen wachsend Viele stellen sich die Frage: Wie wird sich der Markt für Regionalprodukte weiterentwickeln? Schliesslich ist in den letzten Jahren nicht nur der Umsatz bei den Regionalprodukten gewachsen, auch die Importe von Nahrungsmitteln haben laufend zugenommen. Auf den ersten Blick scheint diese Entwicklung ein Widerspruch zu sein, widerspiegelt aber UFA-REVUE · 12 2012

Das Potenzial in der Regionalvermarktung ist noch nicht ausgeschöpft. Bilder: Pro Zürcher Berggebiet.

die Bedürfnisse der Konsumenten nach einem vielfältigen und internationalen Sortiment einerseits und Natürlichkeit, Tradition und Vertrautheit anderseits. Regionalprodukte und Importprodukte schliessen sich nicht aus, sondern ergänzen sich. Das Potenzial in der Regionalvermarktung, so sind sich Fachleute einig, ist noch lange nicht ausgeschöpft und die Zahlungsbereitschaft beim Konsumenten weiterhin vorhanden.

Regionalität garantiert noch keinen höheren Preis Bei einer Grenzöffnung werden aber nicht nur die herkömmlichen Produkte unter Druck geraten, sondern ebenso die Regionalprodukte. Je besser und einzigartiger ein Produkt positioniert ist, desto eher lässt

sich dem Preisdruck aus dem Weg gehen. Ein Regionalprodukt an sich ist dabei noch keine Garantie für einen besseren Preis, sondern setzt einzig den Grundstein, auf dem die Vermarktung aufbaut. Denn der Konsument kauft nicht nur ein Produkt, sondern wünscht sich beispielsweise ein besonderes Einkaufserlebnis, einen Service oder eine Geschichte hinter dem Produkt. Die Aufmachung, ein Label mit Zertifizierung oder die besondere Herstellung kombiniert mit der Herkunft können dabei gezielt genutzt werden, dem Konsumenten dieses Gefühl zu vermitteln. Qualität und Exklusivität sind dabei wichtige Voraussetzungen. Nur wer erkennbaren Mehrwert liefert, wird auch einen Mehrpreis lösen können. 䡵

Autoren Christine Mühlemann arbeitet beim Regions- und Wirtschaftszentrum Oberwallis AG in Naters (VS). Matteo Aepli ist wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Gruppe Agrarwirtschaft an der ETH Zürich.

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KURZMELDUNGEN LANDTECHNIK

Massey Ferguson mit neuen Baureihen GVS-Agrar konzentriert Bereiche GVS-Agrar wird bis Ende 2014 in Balterswil (TG) auf 15 000 m2 für rund 8 Mio. Fr. ein neues Kompetenzzentrum für die Produktion der eigenen Maschinen der Marke «Agrar» sowie für den Vertrieb von Maschinen der Marken «Krone», «Horsch», «Rabe» und weiteren realisieren. Den Kredit hat die Delegiertenversammlung des GVS genehmigt. Der bisherige Standort in Flawil (SG), wo GVS-Agrar bisher Ladewagen und Güllefässer der Marke «Agrar» herstellte, wird aufgegeben und mit den Verkaufseinheiten «Agrar Center» und «Terraprofi» örtlich zusammengelegt. Am Hauptsitz in Schaffhausen verbleibt der Verkauf der Traktorenmarken «Fendt», «Massey Ferguson» und «Valtra», während der Vertrieb von Gross-

Freuen sich aufs Kompetenzzentrum: Daniel Stahl, stellvertretender Geschäftsführer, Yvonne Tanner, Marketingleiterin, und Ugo Tosoni, Geschäftsführer von GVS-Agrar (v.l.n.r.).

erntemaschinen bereits früher nach Koblenz (AG) und in die Tochterfirma GVS Fried AG ausgelagert wurde. Mit dem neuen Kompetenzzentrum löst GVS-Agrar das Platzproblem am Produktionsstandort Flawil. Zudem schafft man genügend Raum für die Produktion von Ladegeräten für die Transporter von Aebi. Diesbezüglich hat GVS-Agrar eine Zusammenarbeitsvereinbarung abgeschlossen, aus dieser unter anderem das kürzlich präsentierte neue Ladegerät «LD 42» hervorging. Das neue Kompetenzzentrum soll künftig unter dem Namen «Agrar Landtechnik AG» firmieren.

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Mit der neuen Baureihe «5600» ersetzt Massey Ferguson die Modelle «MF5420», «MF 5430», «MF 5440» und «MF5450» (Bild). Das Modell «MF5410» wird bis auf Weiteres verfügbar bleiben. Die neue Baureihe basiert konzeptionell auf dem Fahrzeug «MF5400», verschiedene neue Merkmale wurden jedoch integriert. Insbesondere sollen sich die neuen Traktoren noch besser als bisher für den Einsatz mit einem Frontlader eignen. So wurde mit einem neuen Kabinendesign (integriertes Glasdach) und der umgestalteten Freisicht-Motorhaube die Übersichtlichkeit verbessert. Neu konstruiert wurde der Vorderachsbereich mit dem Fronthubwerk und der -zapfwelle, so dass kürzere Anbaumasse entstehen, was der Wendigkeit der Traktoren zugutekommt. Als Motor wird ein 3-Zylinder Aggregat mit 3.3 Litern Hubraum und Commonrail-Einspritzung aus dem Hause Agco (Sisu) verbaut. Die Abgasreinigung erfolgt über eine gekühlte, externe Abgasrückführung in Verbindung mit einem Diesel-

Oxidationskatalysator. Beim Getriebe setzten die Konstrukteure auf das bewährte «Dyna-4» mit 16x16 Gängen und einer vierfachen Lastschaltung. Bedient wird das Getriebe über einen «Powercontrol»-Hebel auf der rechten Seite, der über Kuppel- und Schaltfunktionen verfügt. Optional ist auch ein automatisches Getriebe möglich. Die Kabine basiert auf der «Essential»-Version des «MF 7600». Es gibt sie in drei Versionen als Flachdach-, Standardoder Glasdach-Ausführung.

Mit den drei Modellen «3640», «3650» und «3660», alle mit der Zusatzbezeichnung «xTra», ergänzt Massey Ferguson zudem die Reihe «3600». Bestehen aus dieser Serie bleibt einzig das Modell «3625». Als Antriebsaggregat kommt auch bei diesen drei Modellen der hauseigene Agco-Motor mir drei Zylindern und Commonrail-Einspritzung zum Zug. Getriebeseitig gibt es ein elektrohydraulisches «PowerShuttle» «Speesdshift» und 24x12 Gänge.

Traktor des Jahres

Fendt investiert weiter

Grimme übernimmt Kleine

Jedes Jahr vergibt eine Jury, bestehend aus Agrarjournalisten aus 22 Ländern Europas, die Auszeichnungen «Tractor of the Year», «Golden Tractor of Design» und einen Preis für den besten Spezialtraktor. Dieses Jahr heisst der Sieger Deutz-Fahr «Agrotron 7250 TTV», der sowohl den «Tractor of the Year» – als auch den «Golden Tractor of Design»Preis erhielt. Bei den Spezialtraktoren gewann New Holland mit dem Modell «T4060F».

Nachdem Ende September das neue Traktorenwerk von Fendt offiziell eröffnet wurde, erfolgte knapp eineinhalb Monate später die Grundsteinlegung für das neue Forum mit neuem Besucherzentrum. Mit dem Neubau wird das bisherige Forum um 3600 m² auf 7400 m² erweitert. Es entsteht ein international ausgerichtetes Kommunikationszentrum, in dem Fendt mit seinen Kunden, Freunden und Besuchern aus aller Welt in Dialog treten kann. Das Tor zur neuen Fendt-Welt öffnet im September 2013 seine Pforten.

Per Mitte November 2012 übernahm die Grimme-Gruppe die Geschäftsaktivitäten des Landmaschinenherstellers Kleine. Das 1874 gegründete Unternehmen entwickelt und produziert Rübenernte-, Verlade- und Reinigungstechnik. «Die Produktion, Vertrieb, Service und die Ersatzteilversorgung der Kleine-Maschinen ist gesichert. Der Geschäftsbetrieb wird am bisherigen Standort fortgeführt und auf Dauer über 50 Arbeitsplätze gesichert», lautet die Botschaft des neuen Firmeninhabers Franz Grimme.

Kuhn: App zum Säen! Kuhn hat ein Smartphone-App entwickelt, das den Landwirt bei der Einstellung seiner Sämaschine und der Optimierung der Aussaat unterstützt. Zudem lanciert Kuhn eine neue Einzelkornsämaschine mit der Bezeichnung «Maxima 2 RX». 12 2012 · UFA-REVUE


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KURZMELDUNGEN LANDTECHNIK

Kälber individuell und ad-libitum in Einzelhaltung tränken «Hoftrac» wird individueller Weidemann stellte kürzlich ein neues Konzept für die Serien «11» und «12» vor. Die vier neuen Grundmodelle «1140», «1160», «1260» und «1280» (Bild) ersetzen die bisher 13 verschiedenen Typen dieser Baureihen. Zusätzlich gibt es wie bisher einen «LP-Hoftrac» mit einer besonders niedrigen Bauhöhe (190 cm). Landwirte bekommen nun die Möglichkeit, sich ihre Maschine entsprechend den Einsatzbedingungen individueller zusammenzustellen. «Nicht eine Vielzahl von Modellen entscheidet über die optimale Problemlösung, sondern die individuelle Ausstattung für den jeweiligen Betrieb», so Weidemann-

Geschäftsführer Bernd Apfelbeck. Man habe festgestellt, dass der Bedarf der Kunden in den letzten Jahren so unterschiedlich geworden sei, dass sich diese Individualität mit dem klassischen Modellkonzept nicht optimal genug darstellen lasse. Durch die Neuordnung der Modellpalette und die Erweiterung des Optionsangebots könne die Einzelmaschine nun viel individueller konfiguriert werden, führte der Weidemann-Geschäftsführer weiter aus Möglich wird diese Individualisierung durch die besondere Flexibilität der Produktion im modernen Weidemann-Werk in Korbach. Die industrielle Serienfertigung auf fünf Produktionslinien mit entsprechend hohen Stückzahlen erlaubt die sonst kaum mögliche individuelle Produktionsplanung der Einzelmaschine.

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Mit der herkömmlichen Eimerfütterung ist eine intensive Aufzucht von Kälbern in Einzelhaltung mit vertretbarem Aufwand nur schwer zu realisieren. Förster Technik bietet nun mit der Weltneuheit «Calfrail» eine technische Lösung dazu. Diese Lösung heisst «Calfrail», damit können Kälber in Einzelhaltung tierindividuell, in kleinen frisch zubereiteten Portionen automatisch bis zu acht Mal am Tag gefüttert

werden. Damit sind die Voraussetzungen für eine intensive Aufzucht in den allerersten Lebenstagen geschaffen. «Calfrail» wird über einen Tränkeautomaten gesteuert und versorgt. Dadurch entfallen Arbeiten für die Tränkezubereitung, den Transport und die Tränkeverabreichung. Die manuelle Reinigung von Eimern und Gerätschaften ist nicht mehr notwendig. Das spart erheblich Zeit. Die Tierkontrolle und -be-

treuung kann flexibel in den Arbeitsablauf eingebunden werden. Die für ein optimales Kälbermanagement benötigten Informationen (z. B. Tränkeabruf und Sauggeschwindigkeit) liefert der Tränkeautomat auf Knopfdruck. «Calfrail» ist mit einem bis zu 32 m langen Schlauch mit einem Tränkeautomaten verbunden. Eine Art Saugstation wandert dabei schienengeführt von Kälberhütte zu Kälberhütte.

Rapid präsentiert «Orbito»

Lücke geschlossen

2-Jahres-Garantie

Rapid stellt seinen neuen Einachsgeräteträger «Orbito» vor. Ausgestattet mit stufenlosem, hydraulischem Fahrantrieb, erweitert der «Orbito» das Sortiment nach oben. Vom neu gestalteten Cockpit aus lässt sich per Tastendruck die Achse und somit der Schwerpunkt der Gerätekombination während der Fahrt verstellen. Ebenfalls per Tastendruck lassen sich auch die Lenkungsarten «Handhebel-» und «Holmlenkung» umschalten – letztere kraftabhängig über im Holm integrierte Sensoren. Dank einer zweiten im Drehgriff integrierten Totmannfunktion lässt sich das Gerät temporär wahlweise mit der linken oder rechten Hand fahren.

Die Zielsetzung von Aebi für den vom Modell «TP460» abgeleiteten neuen Transporter «TP420» war, mit bewährter Technik ein leistungsfähiges Modell mit vereinfachtem Bedienkonzept zu realisieren. Herausgekommen ist ein Transporter der sich mit der hohen Zuladung, einem erstklassigen Fahrkomfort und einem 109 PS starken TurbodieselMotor in der Mittelklasse auszeichnet. Die Bedienung im Cockpit erfolgt konventionell über mechanische Bedieneinheiten. In der Grundversion verfügt die Vorderachse über eine hydropneumatische Federung. Die neu entwickelte Hinterachse dagegen ist nicht gefedert.

Mit der Ausweitung der Geräte-Garantie auf zwei Jahre setzt der schwedische Bodenbearbeitungsspezialist Väderstad einen neuen Standard. «Diese Ausdehnung spiegelt unseren Fokus auf die Qualität unserer Produkte», lässt sich Marketing-Direktor Fredrik Lundén zitieren. Väderstad verwende bei der Auswahl der Materialien meist eine teurere Lösung, diese würden aber eine längere Lebensdauer bieten. Während der Entwicklungsphase neuer Geräte werden bei Väderstad verschiedene technische Lösungen in Computer-simulierten Stresstests geprüft. 12 2012 · UFA-REVUE


DF_Kleinmarkt_1212_d_f_2012 27.11.12 16:03 Seite 23

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DF_LT3_Engeler_1212_2012 27.11.12 17:55 Seite 25

LANDTECHNIK

Bauern wollen investieren UMFRAGE Die UFA-Revue analysierte anhand einer repräsentativen Befragung das aktuelle Investitionsverhalten der Schweizer Landwirte im Bereich der Land- und Hoftechnik. 44 % der Bauern wollen in den nächsten drei Jahren investieren, wobei an vorderster Stelle Bauten für die Innenwirtschaft stehen.

Anhand von 510 telefonischen Interviews (repräsentativ ausgewählte Bauernbetriebe), davon 355 in der Deutschschweiz und 155 in der Westschweiz, versuchte die UFA-Revue das aktuelle Investitionsverhalten der Schweizer Landwirte zu analysieren. Wir werden in den nächsten Ausgaben näher auf Details eingehen, an dieser Stelle soll vorerst eine kurze Zusammenfassung der Resultate präsentiert werden.

Knapp die Hälfte investiert Gemäss der Umfrage planen 44 % der Schweizer Bauern in den nächsten drei Jahren Investitionen im Bereich der Agrartechnik. Ein Viertel der Bauern will im Bereich Bauten für die Innenwirtschaft (Stallbauten und -einrichtungen) investieren. Deutlich weniger Landwirte planen Investitionen in den Bereichen Traktoren und Transportgeräte (8 %), Anbaugeräte für den Futterbau/fürs Grünland (7 %), Anbaugeräte für den Ackerbau (6 %), Ernte-Technik (3 %), Hofdünge-Technik für die Innenwirtschaft (2 %), Melk-Technik (1 %) sowie andere Investitionen im AgrartechnikBereich (1 %). Westschweizer Bauern äussern eine grössere Investitionsbereitschaft als ihre Deutschschweizer Kollegen. Grössere Betriebe melden mehr Investitionsbedarf als kleinere Betriebe. Bauern, die in Zukunft ein Wachstum ihres Betriebs erwarten, fallen im Vergleich zur Restgruppe durch besonders hohe Investitionsabsichten im Bereich der Bauten für die Innenwirtschaft auf.

Investitionsvolumen Wird

das Gesamtvolumen für Agrartechnik aufgerechnet, zeigt sich, dass Bauern mit hoUFA-REVUE · 12 2012

Ein Viertel der Bauern will in den nächsten drei Jahren im Bereich Bauten für die Innenwirtschaft (Stallbauten und -einrichtungen) investieren.

hen Investitionsplänen (Gesamtinvestitionen über 100 000 Fr.) vor allem Bauten für die Innenwirtschaft vorsehen. Bauern mit mittlerem AgrartechnikBudget (50000– 100000Fr.) nennen häufig Anbaugeräte für Futterbau und Ackerbau sowie Ernte-Technik. Eine Mehrheit der Investoren tendiert eher zum Kauf neuer Technik. Occasionen werden je nach Kategorie aber durchaus in Erwägung gezogen.

Zurückstellen

von

Vorhaben

Die Hälfte der Bauern gibt an, aus wirtschaftlichen oder anderen Gründen Investitionen für Agrartechnik zurückgestellt zu haben, obwohl diese im Betrieb

notwendig wären. Dies trifft überdurchschnittlich auf Westschweizer Bauern zu. Sowohl Bauern mit konkreten Investitionsplänen für die nächsten drei Jahre, wie auch solche ohne Investitionsabsichten, stellen Investitionen zurück.

Autor Dr. Roman Engeler. UFA-Revue, 8401 Winterthur

Betriebswachstum Ein Viertel der Bauern rechnet innerhalb der nächsten drei Jahre mit einem Wachstum ihres Betriebs, zwei Drittel erwarten eine Stagnation und etwa jeder zehnte Betrieb geht von einer Reduktion aus. Hinsichtlich des persönlichen Einkommens erwarten jedoch 40% der Bauern, dass sich dieses in diesem Zeitraum eher reduzieren wird. 䡵

In den nächsten Ausgaben der UFARevue werden die Resultate noch detaillierter vorgestellt.

Die Umfrage wurde in Zusammenarbeit mit TransferPlus, Stansstad durchgeführt und dauerte vom 17. Oktober bis zum 2. November 2012.

INF BOX INFO

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DF_LT2_ES_Serco_1212_2012 27.11.12 17:56 Seite 26

ERFOLGSTORY KNOW-HOW

30 000 zufriedene Kunden FELDHÄCKSLER CLAAS «JAGUAR» Mehr als 30 000 Modelle des selbstfahrenden Feldhäckslers «Jaguar» hat Claas bereits produziert. 1972 lief die erste Maschine im Werk Harsewinkel vom Band. Anlässlich des Jubiläums präsentierte Claas im letzten Herbst auf der Agritechnica ein Sondermodell in einer speziellen Lackierung, das nun einen Besitzer in Bayern gefunden hat.

Die Geschichte der selbstfahrenden Feldhäcksler begann in den frühen 1960er Jahre, als Hersteller bisher gezogener Futtererntemaschinen diese in Fahrzeuge mit eigenem Antrieb und Steuerung zu verwandeln (versuchten). Die aus heutiger Sicht gar etwas komisch anmutenden Geräte waren aber Ausgangspunkt für eine nicht mehr wegzudenkende Maschine. Mit viel Innovationsgeist gelang es den Ingenieuren, stets leistungsfähigere Maschinen mit weniger Emissionen und Bodenbelastungen zu entwickeln.

mit einem V-10-Motor von Deutz (267PS) und einem dreireihigen Maisgebiss. Innerhalb der ersten zwei Jahre wurden nicht weniger als 500 Stück gebaut. Das 10 000. Exemplar lief 1998 vom Band, gleichzeitig erfolgte die Einführung der Reihe «Jaguar 800», die weltweit eine der erfolgreichsten war, konnte Claas damit in gewissen Märkten doch Anteile von 60 % erreichen. Im Jahr 2004 baute Claas den 20 000. «Jaguar»-Häcksler. Drei Jahre danach wurde die Baureihe «900» mit insgesamt sechs Modellen im Leistungsbereich zwischen 412 und 830 PS lanciert.

Seit 40 Jahren Claas stieg vor 40

Seit 40 Jahren stellt Claas selbstfahrende Feldhäcksler her. Auf dem Bild das Spitzenmodell «Jaguar 980» mit dem reihenunabhängigen Maisvorsatz «Orbis 750».

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Jahren in dieses Geschäft ein, als man in Harsewinkel den ersten selbstfahrenden Maishäcksler «SF 60», ein zweireihig arbeitendes Modell, herstellte. 1974 kam mit dem «SF 80» dann bereits die zweite Generation auf den Markt, ausgerüstet

Jubiläumsmodell Im

November 2011 verliess der 30 000. Feldhäcksler von Claas das Werk – und zwar in schwarzer Sonderlackierung. Dieser Häcksler wurde auf der Agritechnica als «Maschine des Jahres 2012» prämiert

und war in der Folge auf einer Vorführtournee in Deutschland unterwegs. Mit der Häcksel- und Silier-Gemeinschaft Dillingen in Bayern – einem Zusammenschluss von 180 Landwirten mit dem Ziel, die Ernte ihrer Flächen möglichst schlagkräftig und preiswert in einer Gemeinschaft zu erledigen – hat das Unikat nun seinen Käufer gefunden. Die Übergabe des Sondermodells wurde auf dem zentralen Landwirtschaftsfest (ZLF) in München Ende September bekannt gegeben und symbolisch vollzogen.

Intelligentes Diesel-Sparkonzept Dank «Dynamic Power» wird bei den heutigen Modellen «Jaguar 980» und «970» (mit neuen MAN-Motoren) die Motorleistung in zehn Leistungsstufen automatisch den jeweiligen Einsatzbedingungen angepasst. Das heisst, dass die Maschine dem Motor nur jene Kraft

12 2012 · UFA-REVUE


DF_LT2_ES_Serco_1212_2012 27.11.12 17:56 Seite 27

ERFOLGSTORY KNOW-HOW

«Die Technik stimmt»

Daten zur Produktion

Urs Bütikofer und Daniel Rüfenacht aus Limpach (BE) betreiben ein Lohnunternehmen für Arbeiten bei der Futterernte und Maissaat. Seit der Firmengründung im Jahre 2004 kommt im Unternehmen ein Feldhäcksler des Typs «Jaguar» zum Einsatz. Aktuell (seit Herbst 2008) ist es das Modell «Jaguar 940», das pro Jahr rund 500 Stunden im Einsatz ist. «Das einfache Bauprinzip mit den direkten Antrieben, die Gewichtsverteilung und die gute Zugänglichkeit für Wartungsarbeiten haben uns seinerzeit überzeugt», berichten die beiden. Besondere Erwähnung findet zudem die bereits ab Werk integrierte Reifendruckregelanlage beim «Jaguar 940». Als Vorsätze werden bei Mais das reihenunabhängige, 6 m breite «Oribs 600», beim Gras Pick-up «PU» verwendet.

Die Produktion der Claas Feldhäcksler erfolgt in Harsewinkel und Bad Saulgau. Im Stammwerk des Unternehmens werden die Feldhäcksler an 16 Stationen mit einer totalen Bandlänge von 170 m montiert. Zwei Prüfstände stehen für die Inbetriebnahme zur Verfügung. Die Endkontrolle erfolgt dann auf einem elektrohydraulischen Fahrantrieb-Prüfstand, auf dem die verschiedensten Fahrzustände sämtlicher «Jaguar»-Häcksler simuliert werden können.

Im nächsten Jahr wollen Urs Bütikofer und Daniel Rüfenacht den «Jaguar 940» nochmals einsetzen, dann werden sie sich aber Gedanken über eine Neuanschaffung machen. «Die vorhandene Technik stimmt für uns», sagen die beiden. Einzig eine Trommel mit mehr Messern, damit die Einzugswalzen schneller drehen können, wird dann wohl auf dem Pflichtenheft stehen.

Urs Bütikofer, Daniel Rüfenacht und Fahrer Christian Wyss (v.l.n.r.).

Im Werk Bad Saulgau werden synchron zum Bau der Maschine in Harsewinkel die Häckselaggregate gefertigt. Zudem werden dort auch die Vorsatzgeräte für Mais («Orbis») und Gras («Pick Up») sowie die Direktschneidwerke («Direct Disc») gebaut.

Tabelle: Modell-Übersicht

abfordert, die sie gerade benötigt, was Energie und Kraftstoff spart. In Kombination mit dem Tempomat sorgt «Dynamic Power» neben der Kraftstoffersparnis auch für eine spürbare Fahrerentlastung. Ist eine optimale Geschwindigkeit abgestimmt, ermöglicht dies einen konstanten und damit wirtschaftlichen Arbeitsprozess der gesamten Einsatzkette. So wird die Arbeit des Feldhäckslers auch unter stark schwankenden Einsatzbedingungen oder Beständen mit geringen Aufwüchsen deutlich wirtschaftlicher.

Automatische Schnittlängeneinstellung Als Ergänzung zum bekannten Trockenmasse-Sensor wird optional auch die Schnittlänge automatisch und trockenmasseabhängig angepasst. Der Fahrer kann im Anzeige-

und Bedienterminal «Cebis» vorab den Regelbereich einstellen. Bei einem TSGehalt von beispielsweise 40 % soll eine Schnittlänge von 4 mm und bei einem TS-Gehalt von 30 % 8 mm Schnittlänge erzielt werden. So erzeugt der «Jaguar» automatisch jene Silage, die für eine optimale Verdichtung auf dem Silo notwendig ist – auch bei Beständen mit ungleichmässigen TS-Gehalten.

Typ 980 970 960 950 940 930 900 890 870 850 830

Motor V12 MAN V8 MAN V8 Mercedes V8 Mercedes V8 Mercedes R6 Mercedes V8 Mercedes V8 Mercedes V8 Mercedes R6 Mercedes R6 Mercedes

Leistung* 884 775 653 530 476 428 653 530 453 428 367

*

PS nach ECE R120 bei 1800 Umin

Möglichkeit unterschiedlicher Walzenprofilierung oder geänderter Walzendrehzahlen gegeben.

Ausblick Die technische Entwicklung Neuer Corn-Cracker Neben dem standardmässigen Corn-Cracker mit 196 oder 250 mm Walzendurchmesser bietet Claas neu auch einen «Multi CornCracker» (MCC) mit grösserem Durchmesser an. Dieser «MCC» lässt sich durch einfaches Tauschen der Walzen an unterschiedliche Erntebedingungen oder Feldfrüchte anpassen. Ein besserer Aufschluss des Häckselguts ist durch die

bei den Feldhäckslern geht weiter. Systeme zur Motorregelung, so dass der Häcksler stets im verbrauchs- und leistungsoptimierten Drehzahlbereich fährt, werden sich weiter perfektionieren. Die Sensorik wird sich dahingehend entwickeln, dass zusätzlich zum TS-Gehalt auch Inhaltsstoffe wie Protein und Energiegehalt des Futters online während der Ernte ermittelt werden können. 䡵

Autor Dr. Roman Engeler, UFA-Revue, 8491 Winterthur In loser Folge publiziert die UFA-Revue unter dem Titel «Erfolgstory» Berichte über landwirtschaftliche Maschinen. Die Interviewpartner, respektive Eigentümer dieser Maschinen, werden jeweils in Zusammenarbeit mit den Herstellern oder Importeuren ausgesucht. www.sercolandtechnik.ch

INF BOX INFO

Leistungsfähig: «Orbis»-Maisvorsätze. UFA-REVUE · 12 2012

«Cebis» mit komfortabler Bedienung.

Ab Werk: Reifendruckregel-Anlage.

www.ufarevue.ch 12 · 12

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DF_LT5_Engeler_1212_2012 27.11.12 17:57 Seite 28

FAHRBERICHT LANDTECHNIK

Aebi bringt stufenlosen Transporter «VIATRAC VT 450 VARIO» Als neues Spitzenmodell in der Topklasse der Transporter bringt Aebi den knapp 100 PS starken «Viatrac VT 450 Vario» auf den Markt. Revolutionär an diesem Fahrzeug ist das stufenlose Getriebe mit mechanisch-hydrostatischer Leistungsverzweigung.

Stufenlose Getriebe gehören bei Traktoren, aber auch bei Zweiachsmähern im Berggebiet mittlerweile längst zum Alltag. Nun findet diese Technologie beim neusten Modell des Schweizer Herstellers Aebi auch Eingang bei den Transportern – und zwar beim «Viatrac VT 450 Vario», der für die Landwirtschaft und den Kommunaldienst angeboten wird. Aebi kommt so lang gehegten Kundenwünschen entgegen.

Fährt nun stufenlos: Der neue Aebi «Viatrac VT 450 Vario» mit dem neuen Ladegerät Aebi «LD42».

Vier Fahrbereiche Der stufenlose Fahrantrieb mit mechanisch-hydrostatischer Leistungsverzweigung setzt sich aus einer kompakten Hydrostat-Einheit mit Verstellpumpe und Konstant-Motor sowie einem mechanischen Getriebe mit drei Übersetzungsstufen zusammen. Insgesamt ergibt dies vier übergreifende Fahrbereiche, wobei der Transporter sich bis zu einer Geschwindigkeit von rund 7 km/h (vor- und rückwärts) im hydrostatischen und dann bis zur Maximalgeschwindigkeit von 50 km/h in zwei leistungsverzweigten Bereichen bewegt. Der vierte Fahrbereich, das Rückwärtsfahren von 6.6 bis 31 km/h, erfolgt ebenfalls leistungsverzweigt.

Blick in die Kabine (optional mit Klimaanlage) und auf den multifunktionalen Fahrhebel mit seinen zwei Windrosenschaltern.

wobei die Geschwindigkeit über die Position des Multifunktionshebels bestimmt wird. Die vierte Strategie wird dann gewählt, wenn bei geringer Geschwindigkeit eine konstante Drehzahl erforderlich ist (z.B. Schneefräsen).

Vier Fahrstrategien Die Bedienung erfolgt über den Multifunktionshebel (analog «Terratrac»). Es kann zwischen vier Fahrstrategien gewählt werden. Im Feld- und Strassenmodus legt der Fahrer die Fahrgeschwindigkeit fest, die bei vollständig durchgedrücktem Gaspedal erreicht wird. Die Motordrehzahl passt sich automatisch der geforderten Leistung an. Im sogenannten Proportionalmodus legt der Fahrer mit dem Gaspedal die Motordrehzahl fest, 28

Motor Als Antriebsaggregat ist ein «VM»-Turbodiesel-Motor mit 98 PS (72 kW), einem Drehmoment von 340 Nm bei 1400 Umin und einem Drehmomentanstieg von 29 % verbaut. Der Motor erfüllt die Abgasstufe «Euro 5», dank Partikelfilter und Katalysator. Weitere Highlights Der permanente Allradantrieb erfolgt über ein elektrohydraulisch sperrbares Längsdif-

ferenzial. Auf dem DoppelquerlenkerPrinzip basierend sind die Räder hydropneumatisch und einzeln gefedert (Federweg: 100 mm). Ein manuelles Anheben oder Absenken ist möglich. Bei schneller Kurvenfahrt wird die Hinterachse automatisch stabilisiert. Am Zentralrohr befindet sich zwischen Vorderund Hinterachse eine hydraulisch gedämpfte Verdrehungseinrichtung, die für einen guten Gang im Gelände sorgt. Mit den vier – allerdings nur optional verfügbaren – Lenkungsarten Allrad, Front, Heck und Hundegang sowie dem Einschlagwinkel von 42° ist der «Viatrac VT 450 Vario» recht wendig. Den Aebi «Viatrac VT 450 Vario» gibt es in zwei Versionen mit Gesamtgewicht von 8.5 t (Nutzlast: 5050 kg) oder 9.5 t (Nutzlast 6050 kg) sowie mit Radstand von 2850 mm oder 3250 mm. 䡵 Autor Dr. Roman Engeler, UFA-Revue, 8401 Winterthur

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12 2012 · UFA-REVUE


DF_LT10_PR-Berichte_1212_2012 27.11.12 17:58 Seite 29

NEUHEITEN KNOW-HOW

Neues Schlitzgerät für Gülleausbringung

Erfolgsgeschichte geht weiter

Mit dem neuen, ankoppelbaren Agrar Schlitzgerät, verfügbar in zwei Arbeitsbreiten von 6.20 und

Bereits vor fast 20 Jahren entwickelte die damalige Landtechnik Zollikofen ein Dosierwagen, zugeschnitten für den Schweizer Markt. Mit weit über 400 verkauften Maschinen ist der «Jumbolinos» (früher «Gigant») eine wahre Erfolgsgeschichte. Basierend auf diesem erfolgreichen Modell erweitert Serco Landtechnik AG die Palette mit dem grossen Bruder des «Jumbolino», dem «Jumbolino XL». Dieser grössere Dosierwagen ist mit 28 m3 exakt auf die heutigen Bedürfnisse im Bereich Silagetransporte ausgelegt. Die Stärken des «Jumbolinos», wie vollhydraulischer Antrieb, Kettenquerband, gefederte Zugdeichsel und Kratzbodenantrieb vorne und hinten, wurden erfolgreich in den «Jumbolino XL» integriert. Weiter ist diese Maschine serienmässig mit einem 20 t Fahrwerk ausgestattet. Die Bereifung 600/ 50-22.5, Nach-

8.20 m, kann die Gülle umweltfreundlich und wirtschaftlich in Wiesen und Äckern eingearbeitet werden. Durch das eigene Fahrwerk des Schlitzgerätes kann die Lebensdauer der Schlitzscheiben massiv verlängert werden, da das Gewicht des Fasses und des Schlitzgerätes nicht voll auf die Scheiben

einwirkt. Das Schlitzgerät folgt dem Güllefass auf der Strasse, im Acker und beim Zurücksetzen spurgetreu durch die hydraulische Zwangslenkung. Durch das eigene Fahrwerk werden die von der Gesetzgebung vorgeschriebenen Achslasten des Fasses nicht überschritten. Weiter kann das Güllefass auch ohne das Schlitzgerät eingesetzt werden. Die Arbeitstiefe der Einzelscheiben beträgt 4 – 8 cm. Durch das Einscheibensystem werden breite Furchen vermieden, was optimal für den Grünlandeinsatz ist. Dadurch werden auch keine Steine an die Oberfläche befördert.

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lauflenkachse und Bremstrommeln 406 x 120 sind weitere Stärken des neuen Fahrwerks. Insgesamt 5 Dosierwalzen sorgen für die weiterhin beste Dosierung am Markt. Mit dem um 1 m längeren Fahrgestell und der Grossraumrückwand wird das angestrebte Transportvolumen von 28 m3 erreicht. Bereits wurde der «Jumbolino XL» diesen Herbst erfolgreich in der Praxis getestet und eingesetzt. Serco Landtechnik AG 4538 Oberbipp  058 434 07 07 www.sercolandtechnik.ch

Ältester «Hoftrac» gefunden

Neuzugänge bei Kuhn Mulchgeräten

Auf der Suche nach dem ältesten in der Schweiz und dem Fürstentum Lichtenstein im Einsatz stehenden «Hoftrac» ist das Weidemann-Center Schweiz fündig geworden. Das älteste gemeldete Modell stammt aus dem Jahr 1976 und wurde am 9. August 1976 an seinen ersten Besitzer in der Schweiz ausgeliefert. Dieser Weidemann «150 D/M» wurde weiterverkauft zum aktuellen Besitzer, Christoph Kupferschmid, der erst durch den Wettbewerb erfahren hat, dass er einen «Hoftrac» fährt, der dem Bild in der Ausschreibung ähnlich war. Ein Typenschild konnte Kupferschmid jedoch nach

Kuhn ist mit seinen Grossflächenmulchern, seinen Mulchgeräten für Gemischtbetriebe sowie seinen Spezialmulchgeräten für den Wein- und Obstbau bereits gut vertreten und baut nun seine Marktpräsenz weiter aus. So ist das Gerät «BV 100 Pro» eine bedeutende Erweiterung des Programms und wurde für Arbeiten im Gartenbau entwickelt. Es bekommt auch Schnittholz mit grösserem Durchmesser klein gehäckselt. Der Rotor ist mit schweren Hammerschlägeln und aggressiven Werkzeughalterungen ausgestattet, die die Häckselkraft verstärken. Zwei gezackte Gegenschneiden vollenden die Arbeit. Das Gerät «BPR 100 Pro» gibt es bereits in den Arbeitsbreiten 2.80 m und 3.05 m. Es handelt sich um eine leistungsstärkere Ausführung des «BPR 100» (Getriebe mit bis zu 185 PS im Vergleich zu 125 PS) mit Powerband-Riemenantrieb. Ab sofort unterscheiden sich die beiden

UFA-REVUE · 12 2012

den Jahren nicht mehr finden. Die eingereichten Daten wie Serienummer auf dem Vorderwagen und auch die Motornummer mit Typ identifizierten diese Maschine eindeutig als einen Weidemann «Hoftrac» mit einem Ruggerini-Motor. Dank dem Wettbewerbsgewinn kann nun dieser «Hoftrac» für mindesten ein halbes Jahr kürzer treten und seinem jüngeren Bruder «1370 CX50» die Arbeit überlassen. Weidemann Center Schweiz 8166 Niederweningen  044 857 28 88 www.weidemanncenterschweiz.ch

Maschinen noch mehr. «BPR 100 Pro» ist nun nicht nur auf intensive Einsätze, sondern auch auf leistungsstarke Traktoren ausgerichtet. Erwähnenswert sind die höher angeordnete Anbauvorrichtung und die neue Werkzeuge mit schweren Hammerschlägeln (20 mm Bolzen anstelle von zuvor 16), zwei Gegenschneiden (gerade und gezackt). Alle diese Merkmale machen das Mulchgerät zu einer idealen Maschine für die Front-/Heckkombination mit dem «BP 8300». Kuhn Center Schweiz 8166 Niederweningen  044 857 28 00 www.kuhncenterschweiz.ch 29


DF_LT1_Burgherr_1212_2012 27.11.12 18:00 Seite 30

LANDTECHNIK

«Ja, aber bitte sicher» WALDARBEIT Viele Landwirte stecken bereits mitten in der Holzernte oder werden demnächst mit dieser Arbeit beginnen. Damit die Holzerei aber nicht zu einem Albtraum wird, braucht es eine gute Vorbereitung und Planung. Die Waldarbeit ist die gefährlichste Arbeit in der Landwirtschaft.

Ruedi Burgherr

Beim Holzen sind die Sicherheitsregeln unbedingt einzuhalten. Die meisten tödlichen Unfälle ereignen sich beim Fällen. Die hauptsächlichen Unfallursachen sind fallende Äste, ungenügende Sicherheitsdistanzen, ausschlagende Bodenstücke, das Aufreissen von Laubholz oder einfach Rückfehler. Bevor mit der Arbeit begonnen wird, sollten folgende Fragen geklärt werden: • Bin ich dazu überhaupt fähig? • Habe ich ausreichend geplant und organisiert?

• Verfüge ich über die richtige, persönliche Schutzausrüstung? • Verwende ich sichere Werkzeuge, Fahrzeuge und Maschinen? • Habe ich alle nötigen Werkzeuge, Fahrzeuge und Maschinen zur Verfügung? • Ist die Nothilfe gewährleistet?

Ausbildung und Fähigkeit Sicheres Arbeiten lohnt sich immer. Wer im Wald arbeitet, braucht die nötige Erfahrung sowie die erforderliche Aus- und Weiterbildung. Wer an seinen Fähigkeiten zweifelt, soll besser einen Unternehmer mit den Arbeiten beauftragen oder den Auftrag einem erfahrenen und korrekt ausgerüsteten Berufskollegen erteilen. Das Eingehen von Risiken lohnt sich nicht. Persönliche

Schutzausrüstung

Das Tragen der persönlichen Schutzausrüstung im Forst ist nicht abhängig von der Witterung. Ob es kalt, nass oder heiss ist: Die persönliche Schutzausrüstung muss immer getragen werden. Dazu gehören: • Forsthelm mit Gehör- und Gesichtsschutz, ev. Nackenschutz • Auffällige Forstbluse oder T-Shirt • Schnittschutzhose • Forstschuhe oder -stiefel • Handschuhe • Mit Vorteil funktionelle Unterwäsche.

Ein wesentlicher Teil der Organisation ist die korrekte Beurteilung von Baum und Umgebung. Die Sicherheitsdistanzen müssen eingehalten werden. 30

In den letzten Jahren wurde die Forstkleidung stark weiterentwickelt und verbessert. Es lohnt sich, Kleider der neusten Generation zu erwerben, weil sie viel angenehmer zu tragen sind.

Holzrücken Viele Landwirte wollen das Holz selber rücken. Dazu ist eine Seilwinde unerlässlich. Die Seilwinde muss zum Traktor passen, ebenso die Anschlagmittel zur Seilwinde wie Umlenkrollen, Rückeketten und Rundschlingen. Für das Rücken mit der Seilwinde bietet eine Funksteuerung viele Vorteile. Die Arbeit kann sicherer und effizienter ausgeführt werden. Holztransport Viele

Landwirte transportieren Holz mit ungeeigneten Fahrzeugen und unterschätzen das Gewicht. 1 m3 frisches Buchenholz kann über eine Tonne schwer sein, 1 Ster Spälten bis 800 kg wiegen. Schon oft gab es tödliche Nachstossunfälle wegen mangelnder Bremsen oder Unkenntnissen des Fahrzeugs. 䡵

Autor Ruedi Burgherr, Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft (BUL), 5040 Schöftland. Informationen Die Internetadresse www.holzerkurse.ch vermittelt Informationen und zeigt das Angebot an Holzerkursen zum sicheren Arbeiten im Bauern- und Privatwald. Mehr Informationen und geeignete Ausrüstungen finden Sie unter www.bul.ch oder fragen Sie die BUL, Postfach, 5040 Schöftland, 寿 062 739 50 40 oder bul@bul.ch.

INF BOX INFO

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12 · 12

12 2012 · UFA-REVUE


DF_LT10_PR-Berichte_1212_2012 27.11.12 17:59 Seite 31

NEUHEITEN KNOW-HOW

Automatisches Fütterungssystem «extra dry»-Aufbereiter «extra schnell» gewechselt Im Sinne von «Mach´s dir leichter» verbessert Pöttinger mit seinen Leistungen die Arbeitsbedingungen seiner Kunden. Das Mähwerk immer optimal an die jeweiligen Bedingungen anzupassen, ist ein wichtiges Anliegen aller Landwirte und Lohnunternehmer. Mit dem Schnellwechselsystem der Aufbereiter bietet Pöttinger seit Jahren eine praktische Möglichkeit, um den Aufbereiter innerhalb kürzester Zeit durch Schwadscheiben zu ersetzen. Dieses Schnellwechselsystem ist für alle Mähwerke erhältlich, egal ob Front-, Heckmähwerk oder auch für die Mähkombinationen. Der Aufbereiter lässt sich mühelos im Ein-Mann-Verfahren in wenigen Minuten ausbauen. Erlau-

Fortsetzung von Seite 23

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ben es Witterung oder Futterbestand, auf den Aufbereiter zu verzichten, kann nun durch den geringeren Leistungsbedarf des Mähwerks einiges an Diesel eingespart werden. Dieses Schnellwechselsystem ermöglicht eine leichte und schnelle Reinigung des Mähwerks. Einfach den Aufbereiter ausbauen und die Reinigung des Mähwerks ist sofort erledigt, so macht Wartung Freude. Mit dieser praktischen Funktion trägt Pöttinger wesentlich zur Qualitätsfuttergewinnung bei. Pöttinger AG, 5413 Birmenstorf  056 201 41 60 info@poettinger.ch www.poettinger.ch

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Gänsefussschar; Flüssigdüngertank, 3000 l; Boumatic; Ersatzteile zu Parabone Melkstand  052 741 21 90 Rübenbröckler van Lengerich mit Reinigung, guter Zustand Fr. 800; Stallganggummimatten  076 564 42 83 Futtersilo 1.5 x 1.5 x 6 m, Fr. 400  079 450 65 67 2x Komplettrad 10/7515.3 AW, Vredestein Pneu neuwertig, Fr. 250; Tränkefass Goetschmann, 700 l, neue Achse und Bremse, Fr. 1600  079 676 34 50 Reform Mounty 65, Jg. 2001, 2380 Std., TopZustand, ab Service + 1 Satz Doppelräder, Schneeketten und eventuell mit Mähwerk  079 765 56 43 20 l Milchkannen, neu, Stk. Fr. 180; Silokarre

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500 l gebraucht Fr. 500  079 575 25 52 Vakuumfass Agrar DF3000, Rührwerk revidiert, Keilriemen neu, Fr. 2500  062 773 11 08 Futtermischwagen Rovibec 542 mit Waage, sehr guter Zustand, neue Verschleissteile Fr. 12'000  044 853 01 42 Golf-Cart, Transportfahrzeug mit Kubota Dieselmotor 22 PS, Geschwindigkeit 32 km/h, Schaltgetriebe 3 Vor- und 1 Rückwärtsgang und Untersetzung, hydraulische Kippbrücke, Zapfwelle hinten, Zughaken und Kugelkopf, Fr. 3500  078 744 30 32 Frontscheibenmähwerk Pöttinger Nova Cat 301 Alpha Motion, Zusatzschwadscheiben mit Förderkegeln, Klingenschnellwechsel  079 454 33 42

ten liegen daher gegenüber einem Mischwagen auf tiefem Niveau. Der «Vector» arbeitet geräuschlos und emissionsfrei, stört so weder die Herde noch Menschen. Die Markteinführung in der Schweiz beginnt ab 2014. Lely Center, 4614 Hägendorf ebikon@ch.lelycenter.com

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Fortsetzung Seite 32 31


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DF_LT9_Wettbewerb_1212_2012 27.11.12 18:01 Seite 32

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DF_PB0_Kurznews_1212_2012 27.11.12 18:02 Seite 33

KURZNEWS PFLANZENBAU

Apfelsorte «Alant» trotz Freuerbrand Die Apfelsorte «Alant» stammt aus Gondiswil (BE). Im Rahmen der Inventarisierung alter Obst- und Beerensorten wurde gerade mal ein Baum von der Sorte entdeckt. Davon wurden Edelreiser geschnitten, woraus junge Bäume zur Erhaltung in Obstsortensammlungen produziert wurden. Dank dieser Massnahme konnte diese Sorte für die Nachwelt erhalten werden. Der letzte bekannte Baum der Schweizer Apfelsorte Alant fiel vor ein paar Jahren einem Sturm zum Opfer. Aber in verschiedenen Sortensammlungen gepflanzt, lebt die Apfelsorte Alant weiter. Ihre guten Eigenschaften lassen eine Zukunft als erstklassige Mostapfelsorte und als wertvolle Elternsorte für die Apfelzüchtung erwarten. Nebst den äusseren und inneren Eigenschaften der Früchte haben Agroscope-Experten auch Baumeigenschaften erhoben, molekulargenetische Profile erstellt und

die Sorten bezüglich der Anfälligkeit gegenüber den Krankheiten Schorf, Mehltau und Feuerbrand untersucht. Sie haben Jungbäume alter Sorten im Sicherheitsgewächshaus von Agroscope mit Feuerbrand infiziert. Dabei fiel den Forschern Alant auf. Während andere Sorten innert kürzester Zeit zum Teil massive Krankheitssymptome ausbildeten, wies Alant eine aussergewöhnlich hohe Robustheit gegenüber dieser Bakterienkrankheit auf. Von bisher über 200 getesteten Apfel- und Birnensorten aus dem Nationalen Obstinventar konnte keine andere Sorte mit einem ähnlich guten Resultat aufwarten. Alant übertrumpft sie alle. Nebst der Robustheit gegenüber Feuerbrand ist Alant auch ein guter Tafel- und Mostapfel. Das macht ihn insbesondere für den Mostobstanbau auf traditionellen Hochstamm-

Stickstoffdünger gewonnen

Willy Gehriger ist neuer SwisspatatPräsident

Zum 30. Firmenjubiläum organisierte die Düngerhandelsfirma Landor

Mitte November wurde an der Delegiertenversammlung von Swisspatat der ehemalige fenacoGeschäftsleitungsvorsitzende einstimmig zum neuen Präsidenten gewählt. Er wird Nachfolger von Andreas Rüegger. www.swisspatat.ch

Einschleppung verhindern mit Firmensitz im Auhafen Muttenz (BL) einen Jubiläumswettbewerb. Das Gewinnertrio (Bild) ist nun erkoren: Oliver Triebold von Rances (VD) gewann einen Gutschein im Wert von 1500 Fr. für den Bezug von Landor-Stickstoffdünger. Rudolf Gerber von Ursenbach (BE) und Marcel Meier aus Windlach (ZH) erhielten je einen Gutschein im Wert von 1000 beziehungsweise 500 Fr. www.landor.ch UFA-REVUE · 12 2012

Das Bundesamt für Landwirtschaft will die Einschleppung des amerikanischen Kartoffel-Erdflohs in die Schweiz verhindern, denn dieser kann grosse wirtschaftliche Schäden verursachen. Die zuständigen Dienste wurden beauftragt, bei Kartoffeln-Kontrollen speziell nach diesem Schädling zu suchen.

Resultate AgrarUmweltmonitoring Zum ersten Mal können im aktuellen Agrarbericht 2012 des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW) Resultate der Zentralen Auswertung von Agrarumweltindikatoren (ZA-AUI) präsentiert werden. Seit 2009 erheben dafür rund 300 Betriebe detaillierte Daten. Erfasst wurde beispielsweise der Pflanzenschutzmitteleinsatz (PSM-Einsatz) für Ackerkulturen, Spezialkulturen, Wiesen und Weiden. 2009 wurde der PSM-Einsatz auf 2246 ackerbaulich oder für Spezialkulturen genutzten Parzellen erhoben. Die Gesamtfläche dieser Parzellen betrug 2875 ha. bäumen interessant. Bereits wurde Alant mit anderen Sorten gekreuzt, in der Hoffnung, dass er seine positiven Eigenschaften an die nächste Generation weitervererbt. www.agroscope.admin.ch

Selbstversorgungsgrad ist besorgniserregend «In den letzten 20 Jahren sank der Selbstversorgungsgrad der Schweiz bei den Futtermittelrohstoffen auf unter 50 %. Diese Entwicklung ist katastrophal», erklärte Olivier Sonderegger, Präsident der Branchenorganisation Swiss Granum, an der Delegiertenversammlung. Die damit verbundene Abhängigkeit vom Ausland werde durch die angestiegenen Rohstoffpreise auf den Weltmärkten verschärft. Davon betroffen seien auch die Verarbeiter der ersten und zweiten Stufe. Swiss Granum will die Getreidebranche weiterhin als lösungsorientierte Plattform sowie mit Dienstleistungen von hoher Qualität unterstützen. Es gelte Konsenslösungen zu finden, die von allen Marktpartnern getragen und umgesetzt werden. www.swissgranum.ch

Die Ergebnisse für den Indikator «Behandlungshäufigkeit» zeigen, dass bei Obst und Reben am häufigsten Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden. Die Gesamtmenge Wirkstoff ist für Kernobst, Reben und Kartoffeln am höchsten. Der Hauptgrund ist, dass bei gewissen Mitteln einzelne Wirkstoffe in grosser Menge vorkommen. Alleine schon die drei Wirkstoffe Kaolin, Schwefel und Paraffinöl machen 56 % der verbrauchten Menge aus. Diese Wirkstoffe haben aber vergleichsweise geringe bis sehr geringe Nebenwirkungen. Ihr Einsatz ist auch im Bio-Anbau erlaubt. Vergleichbare Auswertungen zum PSMEinsatz gibt es für Grossbritannien. Die Anzahl Applikationen ist mit den Schweizer Erhebungen vergleichbar, ausser beim Getreidebau, dieser ist in der Schweiz weniger intensiv. www.blw.admin.ch

Tagesaktuelle Neuigkeiten www.ufarevue.ch 33


DF_PB1_Krattiger_1212_2012 28.11.12 09:19 Seite 34

PFLANZENBAU

Aussichten Mais 2013 VERSORGUNG MIT MAISSAATGUT Für die Maiskampagne 2013 könnte sich eine kritische Versorgung mit Maissaatgut abzeichnen, weil einige Produktionsgebiete aufgrund von Trockenheit beträchtliche Ernteverluste vermelden. In der Schweiz waren die Maiserträge 2012 befriedigend, aber nicht so hoch wie im Rekordjahr 2011. In gewissen Regionen verursachten Maiszünsler oder die Blattfleckenkrankheit Schäden.

Jean-Paul Krattiger

Der Maisanbau verlief im Jahr 2012 ohne erwähnenswerte Probleme. Die Aussaat erfolgte bei guten Bedingungen und die Temperaturen und die Niederschlagsmenge waren nahezu ideal. Dennoch konnten nicht die gleichen Erträge wie 2011 erwirtschaftet werden, was vorwiegend auf das trübe Wetter zurückzuführen ist. Während die Romandie mit einem hohen Aufkommen des Maiszünslers zu kämpfen hatte, wurde in der Deutschschweiz ein starker Befall mit HelminthosporiumBlattflecken festgestellt.

Sortenwahl Beim Bezug des Maissaatgutes für 2013 muss sich der Landwirt auf eigene Beobachtungen und diesbezügliche Erträge abstützen. Die Versuchsergebnisse der Forschungsanstalten Agroscope werden Ende Monat vorliegen. Auf der Basis von zwölf landesweit verteilten Versuchsstandorten mit Silomais- und sieben Standorte mit Körnermaisversuche können die Berater von UFA-Samen bereits Informationen zu den Neuheiten liefern und die Maisproduzenten bestmöglich beraten. Auch wenn bei der Sortenwahl die agro-

nomischen Aspekte wie Frühreife, Ertragspotenzial und Schädlingsresistenz erste Priorität haben, muss ebenso die voraussichtliche Verwendung des Maises berücksichtig werden. Der für die Viehproduktion erwünschte Stärkegehalt ist beispielsweise für Milch- und Mastvieh nicht identisch.

Schwierige Versorgung Da die Saatgutproduktion in einigen Ländern im Osten unter dem katastrophalen Wetter litt, werden bei der nächsten Kampagne gewisse Sorten nur schwer

Die Saatguternte 2012 war in der Schweiz im Allgemeinen gut. Hingegen weltweit litten einige Regionen an Trockenheit, was sich auf Qualität und Menge des Saatgutes auswirkte.

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12 2012 · UFA-REVUE


DF_PB1_Krattiger_1212_2012 27.11.12 18:03 Seite 35

PFLANZENBAU

Im Allgemeinen wurden gute Ergebnisse erzielt. Man kann feststellen, dass das Ertragspotenzial mit dem Frühreife-Index um ungefähr 20 dt TS/ha steigt (späte Sorten haben das höchste Potenzial).

Früher Silomais Der durchschnittliche TS-Ertrag 2012 steht unter 200 dt/ha (207 dt/ha im Jahr 2011). Die Sorten LG 30.222 und Fabregas bestätigen ihr starkes Potenzial. Sie sollten für die Aussaaten 2013 die ersten Ränge belegen, insbesondere in Lagen über 600 m ü. M. sowie für Spätsaaten. Die Sorte DKc 3014 liefert gute Erträge und ist für Aussaaten nach Raigras sehr interessant. Bei schwierigen Bedingungen bietet sich die Sorte Coxximo dank ihrer Regelmässigkeit und Robustheit als gute Lösung an.

Mittelfrüher Silomais Diese Reifegruppe macht rund 60 % der Silomaisfläche aus. In unseren Versuchen erzielte diese Gruppe einen durchschnittlichen Ertrag von 220 dt TS/ha im Jahr 2012 und 228 dt im 2011. Dank der hohen Rauhfutterernten im Jahr 2012 wurde ein Teil der Silomaisfläche als Körnermais geerntet. In diesem Fall sind Doppelnutzungssorten sehr interessant. UFA-REVUE · 12 2012

Körnermais Trotz nicht immer idealer Wetterbedingungen sind die Erträge überaus zufriedenstellend ausgefallen. Der Feuchtigkeitsgehalt überstiegt leider jenen vom Jahr 2011, das für unser Land immer noch ein Referenzjahr ist. Sofern die Sortenwahl mit grosser Sorgfalt erfolgt und die lokalen Bedingungen berücksichtigt werden, sind die finanziellen Erträge des Körnermaisanbaus interessant. Ergebnisse der Sortenversuche berücksichtigen Damit die Maisproduzenten mit dem Maisanbau Erfolg haben, sollten sie die UFA-Samen-Website (www.ufasamen.ch) besuchen oder sich bei ihrer LANDI beraten lassen. Weiter ist es wichtig, auch auf die eigenen Erfahrungen zurückzugreifen, die sich punkto Parzelle und lokale Eigenschaften womöglich als nützlich erweisen können. Zusätzlich sollte im Hinblick auf den Verwendungszweck des Erntegutes der Nährwert der Sorten berücksichtigt werden. 䡵

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Durchschnitt 2012 Durchschnitt 2011 Ø Reifegruppe 2012

LG 30.222

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Durchschnitt 2010 Durchschnitt 2009 TS-Gehalt (%)

Grafik 2: Mittelfrühe Silomaissorten Eclepens, Treyvaux, Bevaix, Hindelbank, Freimettigen, Cham, Kottwil, Engishofen, Strickhof, Salez, Landquart 300

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50 0

TS-Gehalt – %

fegruppe entwickelt ihr Potenzial in den guten Anbauzonen, wo sie 2012 einen durchschnittlichen Ertrag von rund 250 dt TS/ha lieferte. Die meisten getesteten Sorten müssen noch durch die Versuche von Agroscope bestätigt werden. Jedoch zeichnet sich bereits jetzt ab, dass die Sorte Indexx insbesondere im Vergleich zu NK Silotop, oben ausschwingt.

Treyvaux, Bevaix, Fontainemelon, Cham, Kottwil, Flawi, Realta 300

Ertrag – dt TS/ha

Mittelspäter Silomais Diese Rei-

Grafik 1: Frühe Silomaissorten

Ricardino LG 30.218 Geoxx

Milesim LG 30.224* LG 30.223 Ceresia

0

Durchschnitt 2012 Durchschnitt 2010 Durchschnitt 2011 Durchschnitt 2009 Ø Reifegruppe 2012 TS-Gehalt (%) * Noch nicht in die empfohlene Sortenliste eingetragene Sorten

Grafik 3: Späte Silomaisssorten Eclépens, Engishofen, Strickhof, Landquart 300

100

250

80

200

60

150 40

100

TS-Gehalt – %

Silomais

Die Sorten LG 30.218 und Ricardinio überzeugten, obschon letztere in einigen Regionen eine schwache Helminthosporiose-Toleranz nochmals aufwies. LG 30.224 ist eine Kandidatensorte für die Aufnahme in die Liste der empfohlenen Sorten und bewegt sich im Bereich der beiden vorgängig erwähnten Sorten. Jedoch wird sie im 2013 nicht angeboten, die Saatgutverfügbarkeit ist noch zu begrenzt. Die Sorten LG 30.223, Geoxx und Millesim verfügen für hiesige Bedingungen und Bedürfnisse über ideale Eigenschaften. Die von Delley Samen und Pflanzen AG (DSP) entwickelte Sorte Ceresia wartete an den Versuchsstandorten, wo sie getestet wurde, mit guten Eigenschaften auf.

Ertrag – dt TS/ha

erhältlich sein. Deshalb sind die Züchter auf frühe Schätzungen der nächsten Maissaatgutverkäufe angewiesen. In dieser Situation kann man den Landwirten empfehlen, die Sortenwahl beizeiten zu machen. Mit einer «Liste der empfohlenen Maissorten», die ca. 60 Sorten umfasst und drei Beizungsvarianten (Standard, gegen Krähenfrass und gegen Drahtwürmer), ist die Anzahl Produkte sehr hoch. Dies hilft manchmal mit, Beschaffungsschwierigkeiten zu kennen. Da die Tendenz besteht, die Saattermine immer früher anzusetzen, wird eine sorgfältige Planung für die nächste Maiskultur empfohlen. Glücklicherweise haben Züchter wie die Gruppe Limagrain auf die einheimische Produktion von Maissaatgut gesetzt. Durch diese lizenzierte Saatgutproduktion, die durch Swissmais koordiniert wird, bewahren wir uns bei Angebots- und Nachfrageschwankungen eine gewisse Unabhängigkeit.

20

50 0

0 NK Silotop

Indexx*

KXB 1156*

P8488*

LZM260/83*

Durchschnitt 2012 Durchschnitt 2010 Durchschnitt 2011 Durchschnitt 2009 Ø Reifegruppe 2012 TS-Gehalt (%) * Noch nicht in die empfohlene Sortenliste eingetragene Sorten

Autor Jean-Paul Krattiger, UFA-Samen, 1510 Moudon Die Liste der empfohlenen Maissorten von Swissgranum liegt für das Jahr 2013 Ende Dezember 2012 vor.

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Hightech-Hybriden im Kommen ZUCKERRÜBENZÜCHTUNG Obschon die Zuckerrübenkampagne noch in vollem Gange ist, steht bereits wieder die Planung für das nächste Jahr an. Die Rübenzüchtungen führen nicht nur zu einer Ertragssteigerung, sondern auch zur Verbesserung von Krankheitsresistenzen, was bei den heutigen Erntetechniken ein grosses Plus bedeutet.

Bei der Sortenvielfalt von Zuckerrüben wurden bedeutende Fortschritte erzielt. Aufgrund der Entwicklungen im technischen Bereich, wo immer häufiger landwirtschaftliche Lohnunternehmer zum Einsatz kommen, war die Züchtung von krankheitsresistenten Sorten notwendig, um die Verbreitung von Krankheiten durch die Rübenroder auf andere Anbauflächen zu vermeiden. Die modernen Sorten erbringen nicht nur wirtschaftlich eine höhere Leistung, sondern weisen jetzt auch Einfach- und Mehrfachresistenzen gegen Nematoden, Rizomania und Rhizoctonia sowie gegen Blattkrankheiten auf.

Hybridsorten Bei den modernen Zuckerrübensorten handelt es sich um Hybridsorten aus Kreuzungen von weiblichen und männlichen Sorten. Sie stammen aus zwei verschiedenen Zuchtprogrammen, die Befruchtung findet dann auf den Vermehrungsflächen statt. Dort wird eine männliche Sorte angebaut, die den Pollen produziert, sowie eine weibliche Sorte als Samenträgerpflanze.

Eine gleichmässige Aussaat ist ein wichtiger Schritt um regelmässiges Auflaufen und schnelles Wachstum der jungen Rübenpflanzen sicherzustellen.

36

Geerntet werden nur die Samen der weiblichen Pflanze. Im klassischen Saatund Pflanzplan für Vermehrungsflächen ist der Anbau auf der Grundlage 6 – 2 vorgesehen, das heisst zwei Reihen mit männlichen Sorten liegen neben sechs Reihen mit weiblichen Sorten. Die Zuckerrübe ist eine zweijährige Pflanze, deren Samenbildung erst nach einem Kältereiz (Frost) einsetzt. Die Saatgutproduktion für Zuckerrüben dauert vom Zeitpunkt der Aussaat bis zur Samenernte ein Jahr.

Für die Saatgutproduktion werden zwei Techniken angewendet: Die Direktsaat und die Stecklingsproduktion auf hochspezialisierten Betrieben. Während die Saat- und Erntezeit zum gleichen Zeitpunkt stattfinden, gibt es während der Winterperiode Unterschiede. Die Direktsaat erfolgt im August mit einer Aussaatstärke von rund 100 000 Pflanzen pro ha. Diese Technik bietet den Vorteil, dass sie vollständig maschinell ausgeführt wird, der Vegetationsbeginn im Frühjahr einfacher ist und sich der Stress für die Jungpflanzen reduziert. Hingegen besteht ein Frostrisiko, ausserdem kann man im Gegensatz zur Stecklingsproduktion weniger flexibel

agieren. Demgegenüber liegen bei der Stecklingsproduktion zum Zeitpunkt der Aussaat im August noch keine Ergebnisse aus den Sortenversuchen vor. Der definitive Entscheid zur Sortenproduktion muss somit sehr früh gefällt werden.

Bei der Stecklingsmethode werden im August in Spezialbetrieben 700 000 bis 1 000 000 Samen je ha gesät. Die daraus wachsenden Stecklinge bilden das Basissaatgut und werden im Februar geerntet. Zu diesem Zeitpunkt haben die Stecklinge ein Gewicht von rund 400 bis 800 Gramm. Nun werden sie an die Betriebe zur Saatgutproduktion verteilt, wo sie auf den Produktionsflächen gepflanzt werden. Mit einer Hektar gezogener Stecklinge kann eine Vermehrungsfläche von 10 ha bepflanzt werden. Züchter, die diese Methode anwenden, verfügen dann bereits über die neuesten Ergebnisse aus den Sortenversuchen und der Kampagne, die beendet ist, wenn die männlichen und weiblichen Pflanzen definitiv auf den Vermehrungsflächen in Reihen gepflanzt werden. Es ist immer noch möglich, bei der Produktion Anpassungen vorzunehmen. Mit der Stecklingsproduktion können die Aussaat-Zonen von den Produktionsflächen getrennt werden. Es besteht somit die Möglichkeit, diese beiden Schritte in jenen Regionen durchzuführen, wo pedoklimatische Bedingungen herrschen, die für dieses Entwicklungsstadium geeignet sind. Diese Methode ist jedoch mit einem bedeutenden Arbeitsaufwand und beträchtlichen Produktionskosten verbunden. Nach dem erfolgreichen Umpflanzen ist das weitere technische Vorgehen für 12 2012 · UFA-REVUE


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beide Produktionsarten gleich. Nebst der Gesundheit der Kultur liegt das notwendige Kappen im Vordergrund, um die Blütenperiode der männlichen und weiblichen Pflanzen zu optimieren. Sind die Samenkörner reif, werden die Pflanzen geschnitten und während vier bis zehn Tagen zum Trocknen auf dem Feld liegengelassen und anschliessend gedroschen.

fen und Schossfestigkeit zu erreichen. Weitere wichtige Faktoren sind ein geringer Erdanhang, eine hohe Reinheit des Safts sowie krankheitsresistente und homogene Pflanzen. Abweichungen von der Strategie sind damit zu erklären, dass die verschiedenen Kriterien beim Züchtungsprozess unterschiedlich gewichtet werden. Um eine krankheitsresistente Sorte zu erhalten, kann man beispielsweise die Anforderungen an die Reinheit des Safts herabsetzen oder auch den Zuckerertrag mehr gewichten als die Krankheitsresistenz.

Bei der Sortenwahl gilt es verschieZiele Bei den für die Züchtung verfolgten Zielen ist die Produktion der Rüben und die Ansprüche der Zuckerfabriken gleichermassen wichtig. Ein Programm ist dann erfolgreich, wenn sowohl die Erwartungen der Produzenten als auch der Zuckerfabriken erfüllt werden. Die Ziele sind praktisch gleich und von der Züchtungsstelle unabhängig. Alle versuchen, hohe Zuckererträge zu erzielen, ein rasches und gleichmässiges AuflauUFA-REVUE · 12 2012

dene Faktoren zu berücksichtigen. Der von der Fachstelle für Zuckerrübenbau errechnete Rohertrag ist nicht das einzige Kriterium, das beigezogen werden muss. Genaue Kenntnisse über die Anbaufläche und insbesondere über allfällige Risiken für einen Zystennematodenbefall und Rhizoctonia ist sehr hilfreich. Know-how und Erfahrung des Zuckerrübenbauers sind daher unerlässlich. Um Probleme zu vermeiden, könnte er

zwar versucht sein, nur auf resistente Sorten zu setzen. Jedoch sollten diese Sorten nur auf Flächen angebaut werden, die von diesen Schädlingen auch tatsächlich betroffen sind.

Eine gleichmässige Aussaat bei guten Bedingungen ist ein wichtiger Schritt bei der Pflanzung von jungen Rüben.

Fazit Die Zuckerproduktion hat sich revolutioniert. Nicht nur sind Geräte und Maschinen leistungsfähiger geworden, auch die ganze Produktionsorganisation hat sich spezialisiert, was zur Folge hat, dass spezialisierte Unternehmen die Ernte und das Beladen übernehmen. Dadurch hat sich eine intensive Zusammenarbeit zwischen den Rübenbauern aus den Produktionsgebieten entwickelt. Die Züchter arbeiten an der Entwicklung von Sorten, die den Erwartungen aller Akteure der Branche gerecht werden, dennoch müssen die regionalen Einrichtungen auch weiterhin die bevorzugten Partner der Produzenten bleiben. Denn nur mit den regionalen Sortenversuchsprogrammen ist es möglich, Informationen über die Leistungsfähigkeit verschiedener Sorten unter lokalen Bedingungen zu liefern. 䡵

Autor Gaël Monnerat, UFA-Revue, 1510 Moudon. Die Schweizerische Fachstelle für Zuckerrübenbau veröffentlicht alle Ergebnisse der Versuchskampagne 2012 sowie die Sortenliste mit den für die Kampagne eingetragenen Sorten 2013.

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Organische Strategien verfolgen ORGANISCHE BODENVERBESSERUNGSMITTEL Die Abfalltrennung und der Bau von Biogasanlagen haben dazu geführt, dass organische Bodenverbesserungsmittel in den letzten Jahren immer zahlreicher zur Verfügung stehen. Aufgrund ihres Nährstoffgehalts und Nutzens für die Bodenfruchtbarkeit kommen sie im Pflanzenbau immer häufiger zum Einsatz. Dies birgt aber auch gewisse Risiken.

Das Ausbringen von organischen Bodenverbesserungsmitteln erfordert eine entsprechende Strategie und geeignetes Material. Photo: Bergmann

38

Es gibt verschiedene Bodenverbesserungsmittel. Am besten unterscheidet man die Kompostarten, die unter dem Einfluss von Luftsauerstoff aerob die organischen Abfälle abbauen, und das Gärgut, das durch Vergärung entsteht. Während Kompost viele stabile organische Substanzen enthält und während eines begrenzten Zeitraums als Dünger wirkt, ist Gärgut relativ reich an flüchtigen Elemente (Stickstoff) und sein organisches Material ist relativ instabil. Auch wenn die Gefahr von Ammoniakverlusten höher ist, sind beide Produkte für die Pflanzen weniger aggressiv als frischer Mist.

Ziele der organischen Bodenverbesserungsmittel Das Ziel, das

mit dem Ausbringen von organischen Bodenverbesserungsmitteln verfolgt wird, ist, den Gehalt an organischem Material im Boden zu erhöhen. Dieses besteht aus vier Teilen: aus Pflanzen und lebenden Tieren, aus tierischen Ausscheidungen sowie den abgestorbenen Pflanzen und toten Tieren, aus organischem, sich in Humus zersetzendem Material und aus Humus. Der stabile Humus macht rund 90 % des organischen Materials im Boden aus, es sind jedoch das frische organische Material sowie die «Übergangsprodukte», die den Mikroorganismen im Boden Nahrung bieten. Die organischen Dünger stabilisieren die Bodenstruktur und verändern die physikalisch-chemischen Eigenschaften des Bodens. Diese Wirkung

Pflanzenkohle Pflanzenkohle ist eine Art Holzkohle und wird mittels Pyrolyse aus Holz gewonnen. Bereits die Indianer Amerikas sollen sie verwendet haben, um die Stabilität und Fruchtbarkeit der Ackerböden zu verbessern. Sie verfügt über eine hohe Bindefähigkeit für Kohlenstoff und wirkt als Dauerhumus. Weiter fördert Pflanzenkohle die mikrobielle Bodenaktivität, sollte aber zusammen mit anderen Düngern eingesetzt werden, damit Synergieeffekte genutzt werden können.

beruht hauptsächlich auf dem hohen Bindungsvermögen von Humus. Tatsächlich bindet Humus fünfmal mehr Kationen (Ca++, Mg++, K+, NH4+ usw.) als Lehm und reduziert die Bodendich-

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PFLANZENBAU Grafik: Kompost und Gärgut

Holzhäcksel

Mist Gülle

Andere organische Abfälle

Methanisierung (mesophil)

Co-Methanisierung (mesophil)

Methanisierung (thermophil)

Kompostierung

Methanisierte Gülle

PressWasser

Solides Gärgut

Kompost

Diese Methode wurde in Kanada und tropischen Ländern entwickelt, um den Boden zu beleben, und ist in der Schweiz noch kaum bekannt. Sie basiert auf dem Gleichgewicht zwischen den Zuckern und dem Lignin in den jungen Holztrieben (<7 cm) und wird zur Bodenverbesserung angewendet. Ziel ist, eine dem Waldboden ähnliche Bioaktivität zu erreichen.

Verteilung Quelle: Jacques Fuchs, FiBL und Biophyt AG

Die festen organischen Bodenverbesserungsmittel müssen oberflächlich eingearbeitet werden, damit sie mit den Bodenmikroorganismen in Berührung kommen.

te. Der Erde wird leichter, ist einfacher zu bearbeiten und weist ein besseres Bindungsvermögen für positiv geladene Nährstoffe auf. Darüber hinaus kommt es durch die Mineralisierung des Humus und des organischen Materials zu einer Zufuhr vieler Elemente wie Vitamine oder Hormone.

Aus diesem Grund wird empfohlen, die Kompostgaben mit einer Schicht Mist oder Stickstoff zu ergänzen, damit genügend Stoffe zur Verfügung stehen, die für den Abbau von frischem organischem Material nötig sind. Damit kann ein Stickstoffmangel verhindert werden.

Gleichgewicht suchen Die Bo-

Viele Vorteile, aber… Das Aus-

denvitalität entsteht durch ein Gleichgewicht zwischen stabilem Humus und frischem organischem Material. Das Einarbeiten grosser Mengen organischen Düngers, der reich an Zellulose und Lignin ist und weniger Stickstoff enthält – wie dies beim Kompost der Fall ist –, führt zu einem Ungleichgewicht im Boden. Die Mikroorganismen, die zum Abbau von Zellulose und Lignin Nahrung (Stickstoff) benötigen, konkurrieren mit den angebauten Pflanzen.

bringen von Kompost erhält oder verbessert gar die Fruchtbarkeit der Böden. Es besteht jedoch die Gefahr, dass zu hohe Mengen organischer Bodenverbesserungsmittel zu einer Stickstoffblockierung im Boden führen. Dies tritt ein, wenn ligninhaltiger Kompost physiologisch zu jung ist, bei zu trockenen Bedingungen eingesetzt wird oder wenn das Gärgut zu trocken ist. Das Risiko für eine Stickstoffblockierung ist insbesondere im Frühjahr sehr hoch.

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Die Verwendungvon organischen Bodenverbesserungsmitteln muss Teil einer gesamtheitlichen Betriebsstrategie sein und muss gut überlegt sein. Grundlage einer guten Strategie ist die richtige Kompostwahl, bei der die Verwendungsart, der Applikationszeitraum und die gewünschte Wirkung berücksichtigt werden muss. Das Gesetz schreibt maximale Kompostgaben von 25 Tonnen TS/ha auf drei Jahre vor, und diese Vorgabe muss in der Düngerbilanz berücksichtigt werden. Zudem müssen Applikationszeitraum und -technik angemessen sein. Idealerweise werden organische Bodenverbesserungsmittel nach der Ernte, im Winter auf gefrorenem, schneefreiem Boden oder im Frühling auf tragfähigem Boden ausgebracht. Bei den Applikationen können die verschiedenen Bodenverbesserungsmittel kombiniert eingesetzt werden: Kompost, der mittel- und langfristige auf die Bodenstruktur einwirkt, und Gärgut für eine kurzfristige Düngerleistung.

Fazit Obschon die organischen Düngemittel oft als unschädlich eingestuft werden, sind beim Ausbringen die gleichen Vorsichtsmassnahmen erforderlich wie für Hofdünger. Die Applikation muss Teil der Betriebsstrategie und der Fruchtfolge sein. Die betriebliche Düngerbilanz darf nicht beeinträchtigt werden oder eine Stickstoffblockierung verursachen. Gleich wie die Mineraldünger sind auch die organischen Bodenverbesserungsmittel nicht identisch. Die Empfehlungen der Fachleute sollten befolgt werden, damit die Düngerart gewählt werden kann, die für die angestrebten Ziele und die Bodeneigenschaften am besten geeignet ist. 䡵

Autor Gaël Monnerat, UFA-Revue, 1510 Moudon Die «Schweizerische Qualitätsrichtlinie 2010 der Branche für Kompost und Gärgut» enthält alle Anwendungsempfehlungen für flüssiges und festes Gärgut sowie Kompost. Die Broschüre kann in Deutsch und Französisch vom Internet heruntergeladen werden. www.educompost.ch

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Lösliches Silizium bringt Vorteile FÜR EINE BETRIEBSOPTIMIERUNG muss das Beste aus den verfügbaren Ressourcen gewonnen werden. Für viele Betriebe erfolgt diese Optimierung über eine rationelle Hofdüngerbewirtschaftung, die den Zeitpunkt des Ausbringens ebenso beinhaltet wie die Bewirtschaftung der verfügbaren Lagerkapazität und eine Minimierung der Nährstoffverluste.

Kurt Gugger

Biolit erhöht die Widerstandskraft der Pflanzen gegen Stress und wirkt ähnlich wie eine Impfung. Photo: agrarfoto.com

40

Mit Hofdünger kann in der Regel ein grosser Teil des Nährstoffbedarfs der Kulturen gedeckt werden. Er wird direkt in den Nährstoffzyklus integriert und trägt zur Aufrechterhaltung der Bodenfruchtbarkeit bei. Das Ziel, die Auswirkungen der Landwirtschaft auf die Naturräume zu vermindern, erfordert beim Einsetzen und Lagern von Hofdünger ein rationelles Management, um Verluste durch Verdunstung, das Abfliessen oder Auswaschungen auf ein Minimum zu senken. Für diesen speziellen Einsatzbereich bietet sich Gesteinsmehl auf Silizium-Basis an, das aufgrund seiner Molekularstruktur und der grossen Oberfläche in der Lage ist, organische und StickstoffVerbindungen in der Gülle zu binden. Dadurch werden Verluste durch die Verdunstung von Ammoniak und Geruchsemissionen gesenkt.

Das Kalziumsilikat von Biolit rea-

Silizium ist eines der häufigsten Mi-

Das Kalzium, das in Biolit enthalten ist, führt dem Boden Kalk zu und trägt zu einem stabilen pH-Wert des Bodens bei. Durch die Zugabe von Kalkdünger zusammen mit Hofdünger werden die Dosen zeitlich besser verteilt abgegeben. Dies hat den Vorteil, dass die Mikroorganismen im Boden nicht zu stark gestört werden. Die Bodenfauna hat dadurch mehr Zeit, sich an diese neuen Lebensbedingungen anzupassen und erhöht ihre Aktivität schrittweise. Die Verbesserung der Bodenvitalität zeigt sich durch eine geringere Bodendichte und eine Stabilisierung der Bodenkrümel.

neralien auf der Erde und macht schätzungsweise 60 % der kontinentalen Kruste aus. Diabas, aus dem Biolit gewonnen wird, ist ein vulkanisches Gestein, das unter grossem Druck und extremen Temperaturen entstand, was ihm eine besondere Struktur verlieh. Es verfügt über eine hohe Bindungsfähigkeit, die abhängig ist von der Kontaktoberfläche des Gesteins. Je feiner der Mahlungsgrad ist, desto grösser ist die Kontaktoberfläche. Beim Vergleich von Güllezusätzen ist die Feinheit des Gesteinsmehls somit ein Entscheidungskriterium. Ein feineres Mehl bindet nicht nur die organischen Verbindungen oder Stickstoffverbindungen, sondern haftet auch leichter an Stroh und sinkt daher nicht auf den Boden der Güllegrube ab.

giert im Boden und bildet Kieselsäure. Die positive Wirkung von Silizium auf Pflanzen wurde in verschiedenen Universitätsstudien nachgewiesen. Die Forscher kamen zum Schluss, dass Biolit die Widerstandskraft der Pflanzen gegen Stress erhöht und ähnlich wie eine Impfung wirkt. Um diesen Effekt zu nutzen, muss die Pflanze das Silizium aufnehmen. Dieses befindet sich üblicherweise als Gestein im Boden und steht den Pflanzen nicht zur Verfügung. Aufgrund seiner speziellen Form reagiert das in Biolit enthaltene Kalziumsilikat im Boden, bildet eine lösliche Säure und kann von den Pflanzen aufgenommen werden. Die Kieselsäure erhöht die Krankheitsresistenz von Pflanzen und festigt die Zellwände, besonders jene von Gräsern, was deren Halmfestigkeit verbessert.

Pflanzen haften. Dies führt zu weniger Verbrennungen und einer rascheren Aufnahme der Gülle durch den Boden. Damit können die Verdunstungsverluste signifikant gesenkt werden. Kurzum, eine flüssigere Gülle ist pflanzenverträglicher und führt zu geringeren Verdunstungsverlusten. Der Flüssigkeitsgrad der Gülle kann durch Verdünnen verbessert werden. Auch wenn kostenloses Regenwasser zur Verfügung steht, verursacht die Zugabe von Wasser erhebliche Kosten, da zusätzliche Lagerkapazitäten benötigt werden und ein grösseres Güllevolumen ausgebracht wird.

Das Einbringen von Biolit in die Güllengrube muss mindesten vier Wo-

Die Düngerwirkung wird mit einer flüssigeren Gülle erhöht und es bleiben weniger Güllerückstände an den 12 2012 · UFA-REVUE


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Bodenstruktur und -fruchtbarkeit verbessert Andreas Heller und Josef Meier bewirtschaften in einer Betriebsgemeinschaft in der Region Willisau (LU) rund 40 ha. Sie produzieren Silomais, Winterweizen und Wintergerste. Der Viehbestand umfasst 50 Milchkühe und 80 Zuchtsäue. UFA-Revue: Wie sind Sie auf Biolit gestossen? Heller/Meier: Biolit habe ich bereits vor der Betriebsgemeinschaft verwendet. Damals zeigten meine Bodenanalysen, dass meine Böden sehr sauer waren, was in unserer Region oft vorkommt. Da wir den Schleppschlauch einsetzen, benötigen wir eine flüssige und homogene Gülle. Mit Biolit werden diese Anforderungen erfüllt. Wie gehen Sie vor? Im März und abhängig vom Zustand der Zufahrtsstrasse zur Güllengrube bringen wir das Biolit direkt mit Hilfe des SiloCamions in die Grube ein. Wichtig ist,

chen vor dem Leeren der Grube erfolgen, damit sich die Wirkung des Steinmehls entfalten kann. Besonders praktisch ist das Einblasen von Biolit mit dem Silo-Camion direkt in die Grube, es ist aber auch möglich, das Steinmehl regelmässig der Güllengrube zuzuführen oder auf dem Mist zu verteilen. Wenn das Steinmehl mit dem Silo-Camion direkt eingeblasen werden soll, muss die-

dass diese Zugabe einen Monat vor dem Ausbringen der Gülle erfolgt, und dass die Brühe in den nachfolgenden Wochen gut gerührt wird, damit sich das Produkt gut in der Güllenflüssigkeit verteilt. Welche Wirkung haben Sie bei Ihren Kulturen festgestellt? Wir verteilen unsere Gülle hauptsächlich auf den Wiesen. Erträge sind daher schwierig miteinander zu vergleichen, dennoch können wir feststellen, dass die Wiesenflächen gleichmässiger sind. Unterschiede können wir vor allem beim Boden feststellen. Seine Struktur hat sich verbessert und die Wiesen machen einen gesünderen Eindruck.

festgestellt, dass sich unsere Böden schrittweise verbessern und unsere Gülle flüssiger geworden ist.

Die beiden Luzerner Bauern verwenden Biolit.

Können Sie den Einsatz von Biolit empfehlen? Für uns ist klar, dass bei sauren Böden der Einsatz von Biolit viele Vorteile bringt. Allzu schnelle Veränderungen darf man zwar nicht erwarten, doch haben wir

ser Arbeitsschritt im Winter mindestens einen Monat vor dem Ausbringen eingeplant werden. Nach dem Einblasen muss die Gülle täglich gerührt werden, um das Steinmehl in der Güllengrube gut zu verteilen.

Die Hofdünger haben einen agronomischen und wirtschaftlichen Wert. Aber die vollständige Nutzung dieses

Potentials ist abhängig von einer effizienten Lagerbewirtschaftung und dem Ausbringen, das für die Pflanzen bedürfnisgerecht erfolgen muss. Aufgrund der relativ tiefen Nährstoffgehalte sollten grosse Mengen angewendet werden, was mit hohen Kosten verbunden ist. Das Einbringen von Biolit in die Güllengrube hat ähnliche Vorteile wie starkes Verdünnen, ohne dass grössere Volumen ausgebracht oder gelagert werden müssen, was wiederum zu höheren Kosten führen würde. Weiter kann das Silikat durch die Pflanzen aufgenommen werden, welche die Gülle nicht nur als Nährstoffquelle nutzen, sondern punkto Stressresistenz auch von der nützlichen Wirkung des Siliziums profitieren können. Die Kalkwirkung von Biolit trägt auch zur Verbesserung der Struktur der Bodenkrümel bei, fördert auf diese Weise den Gasaustausch und bietet den Kulturen optimale Wachstumsbedingungen. 䡵

Autor Kurt Gugger, Technischer Dienst Landor, 4127 Birsfelden Kostenloses Beratungstelefon: 寿 0800 80 99 60 www.landor.ch, info@landor.ch

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Gefragte Schweizer Bäume CHRISTBÄUME Rund eine Million Christbäume werden in der Schweiz pro Jahr verkauft. Der gesamte Marktwert liegt zwischen 40 und 50 Mio. Fr. Der Inlandanteil bewegt sich bei rund 40 %. Eine Steigerung dieses Anteils, vor allem im Detailhandel, ist mehr als erwünscht.

Der Brauch, zum Weihnachtsfest einen Tannenbaum in der Stube aufzustellen, verbreitete sich im 19. Jahrhundert von Deutschland aus über Europa und später in nahezu die ganze Welt. Wurden früher hauptsächlich Weisstannen dazu verwendet, kamen später auch Fichten (Rottannen) hinzu. Heute sind insbesondere die Nordmannstannen gefragt, zudem gibt es auch einen allerdings beschränkten Markt für Blautannen. Das Marktvolumen für Christbäume in der Schweiz beträgt jährlich rund 1 Mio. Bäume. Die Mehrheit davon wird importiert, rund 40 % stammt aus einheimischer Produktion. Knapp die Hälfte der im Inland erzeugten Bäume werden direkt von den Produzenten verkauft, der Rest wird über den Detailhandel abgesetzt. Den Marktwert der Christbäume schätzen Fachleute auf zwischen 40 und 50 Mio. Fr.

Konsument entscheidet Angesichts dieses Marktvolumens stellen die Christbäume einen nicht zu unterschätzenden Faktor im weihnachtlichen Pflanzengeschäft dar – auch für die LANDI, die in den letzten Jahren ihre diesbezügliche Stellung im Markt ausbauen konnte. «Der Kunde entscheidet am Verkaufspunkt, ob er einen Importbaum oder einen Christbaum aus Schweizer Produktion bevorzugt», heisst es bei der LANDI Schweiz. Man sei aber interessiert daran, künftig weit mehr Schweizer Bäume anbieten zu können, betont Daniel Beutler, Koordinator für Marketing und Verkauf im Grünbereich der LANDI Schweiz. «Vorderhand iat es aber nicht ganz einfach, diese gewünschten Mehr42

mengen in der erforderlichen Qualität und Postengrössen zu bekommen».

Qualität produzieren Bruno Straub aus dem thurgauischen Hefenhofen produziert seit etwa 20 Jahren auf 12 Hektaren Christbäume. Pro Hektar stehen um die 8000 Bäume, 80 % sind Nordmannstannen dänischer Herkunft, der Rest verteilt sich auf Fichten und Blautannen, deren Setzlinge aus der Schweiz stammen. In rund acht Jahren wird aus einem Setzling ein schnittfähiger Christbaum mit einer Grösse zwischen 1.50 m und 2.50 m. Bis es jedoch soweit ist, sind einige Arbeiten zu erledigen, ansonsten die Bäume nicht die geforderte Qualität erreichen, und der Konsument sich letztlich für ein Importprodukt entscheidet. So muss das Gras in den Kulturen regelmässig gemäht werden (aufgrund des engen Pflanzabstands geschieht dies von Hand mit Rasenmähern) und die Bäume sollten regelmässig auf möglichen Pilzbefall kontrolliert werden. Gelegentlich ist eine FungizidBehandlung (jeweils im Frühjahr) angezeigt. Damit ein Christbaum ordentlich wächst und auch die gewünschte Farbe bekommt, ist jährlich eine Düngegabe notwendig. Straub schwört dabei auf Hühnermist. Jedes Jahr erfolgt zudem ein Formschnitt, so dass der künftige Weihnachtsbaum einen möglichst regelmässigen und symmetrischen Habitus bekommt. Mit einer speziellen Zange (Top-Stopp-Zange) werden zudem fallweise und punktuell die Stämme der Bäume etwas eingedrückt. Ziel dieser Massnahme ist es, das Kambium so zu verletzen, dass gewisse Saftströme unterbrochen werden, damit die Astkränze nicht zu weit auseinander liegen.

Christbäume Rottanne/Fichte (picea abies) Nadeln: Vierkantig, bis 2 cm lang, spitz. Steif, glänzend grün, meist rings um die Zweigachse angeordnet. Weisstanne (abies alba) Nadeln: Gross, bis 3 cm lang und bis 3 mm breit, Oberseite dunkelgrün, Unterseite heller mit zwei bläulich-weissen Streifen, Spitze gerundet und nicht stechend, kammartig an den Seiten und nach oben an den Zweigen angeordnet. Nordmannstanne (abies nordmanniana) Nadeln: Bis 3.5 cm lang und 2.5 mm breit, glänzend dunkelgrün mit zwei markanten weissen Streifen auf der Unterseite. Weich und an den Spitzen abgerundet, sehr dicht. Blautanne/Blaufichte (picea pungens) Nadeln: Bis 3 cm lang und schmal, stechend, zäh, vierkantig, gekrümmt nach allen Seiten, intensive graublaue Färbung, meist dicht, rings um die Zweigachse angeordnet.

Mit der Top-Stopp-Zange wird das Längenwachstum reguliert. 12 2012 · UFA-REVUE


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Anbautipps • Christbäume sind eine Spezialkultur, die spezielles Wissen und volles Engagement benötigt. • Vor dem Anlegen einer Kultur mögliche Absatzkanäle und Kundenwünsche klären. • Abklären, ob Standort zur anvisierten Baumart passt und ob es einen Wildschutzzaun braucht. • Ein guter Start ist wichtig, die Qualität der Pflanzen muss stimmen. Zudem müssen sie mit der nötigen Sorgfalt gesetzt werden. • Beim Setzen darauf achten, dass sie sich bis zur vorgesehenen Ernte beim Wuchs nicht gegenseitig bedrängen. • Unkrautbekämpfung ist besonders in den ersten Jahren wichtig. • Sitzstangen für Vögel sind wichtig, denn schon das Gewicht eines Buchfinks reicht aus, um den Gipfeltrieb zu brechen. • Zwiesel schneiden und nach Bedarf auch das Breitenwachstum beschneiden. • Regulieren der Trieblänge mit einer Top-Stopp-Zange. • Fehlt ein Gipfeltrieb, kann der stärkste Seitentrieb an einem Stecken aufgebunden werden. Äste am Quirl können in die richtige Position gezogen werden. • Geerntete Bäume nicht aufeinanderlegen, sondern auf Naturboden stellen. Quelle: «Weihnachtsbäume – erfolgreich anbauen und vermarkten», Heinrich Maurer, Verlag Ulmer, www.ulmer.de

Schweizer Christbaum mit der Goldschlaufe.

Bruno Straub: «Die Qualität des Baumes ist entscheidend».

Normierte Grössen Obwohl ein

für das Bereitstellen (Schneiden und Ausliefern) beziffert Straub auf 5 Fr. pro Baum. Mit der Differenz (abzüglich Kosten für einen Setzling von 2 Fr.) kann er seine Arbeit entschädigen. «Ich denke, dieses Preisgefüge stimmt für beide Seiten», betont Straub. Er jedenfalls komme auf seine Rechnung in dieser Partnerschaft mit der LANDI.

Christbaum ein Naturprodukt ist und sein Wachstum, respektive seine Grösse nicht per Knopfdruck eingestellt werden kann, müssen gewisse Kriterien erfüllt werden. Für die Nordmannstannen sind es drei Grössen, 1.00 – 160 m, 1.60 – 2.00 m und 2.00 – 2.30 m. Die Blautannen gibt es in zwei Grössen (0.7 – 1.20 m und 1.20 – 1.80 m), während die Fichten mit 1.20 – 1.80 m gehandelt werden. Gegen 20 000 Bäume – gemäss seinen Aussagen zurzeit eher etwas zu viel – schneidet Bruno Straub pro Jahr aus seiner Anlage, verpackt sie, etikettiert mit einer Banderole in Netze, und liefert sie dann anfangs Dezember aus. Je nach Grösse erhält er zwischen 27 und 53 Fr. (Nordmann), 16 und 24 Fr. (Blautanne) und 18 Fr. für eine Rottanne. Die Kosten UFA-REVUE · 12 2012

Fazit Der Markt für Schweizer Christ-

Sitzstangen für Vögel verhindern, dass der Gipfeltrieb bricht.

bäume ist vorhanden, die LANDI will gar noch mehr Bäume aus heimischer Produktion in den Verkauf bringen. Wichtigster Anreiz für den Kunden, einen Schweizer Weihnachtsbaum zu kaufen und dafür etwas mehr Geld auszugeben, ist die Qualität. Die Baumgrösse, das Nadelkleid und die Haltbarkeit sowie die Symmetrie und die Zahl der Astkränze müssen aber stimmen. 䡵

Autor Dr. Roman Engeler, UFA-Revue, 8401 Winterthur

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ab

15.90

10.90

16.90

29.GARANTIE

Heizlampe Max. 250 W, inkl. 5-m-Kabel (ohne Glühbirne). 23595

Baustrahler 59450 500 W Halogenstrahler 10.90 59435 20 W Sparlampe 16.50

JAHRE

Leistung

2000 W

Luftmenge

250 / 550 l / min

Temperatur

60 °C – 550 °C

Gewicht

0,7 kg

Hobelspäne AGRARO Getrocknet und entstaubt. 135 l. (Palettenpreis auf Anfrage).

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Universalfett OKAY 64700 66500 66505 66510 66515

400 g 850 g 4,5 kg 9 kg 14 kg

3.50 7.90 39.90 69.90 99.90

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Multispray OKAY Universalspray, schützt vor Rost, pflegt Metall, neutralisiert Säuren, unterwandert Wasser, ergibt feinen Schmier- und Schutzfilm, löst Rost und verhockte Schrauben. 300 ml.

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58410

96330

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Stiefel Thermo mit Stahlkappe Verstärkte Sohle und extradickem Schaft. Kälteisolierend bis – 40 Grad, düngerbeständig, verschleissfest, bequem und leicht. Grössen: 37/38 – 47. 84050-58

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Socken Norweger Wärmt und ist luftdurchlässig. 40 % Wolle, 50 % Polyacryl, 10 % Polyamid.

82510-13 grün 82545-48 blau

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Artikel- und Preisänderungen vorbehalten gültig: 05.12. – 22.12.12

R O V E G OLAN 12


DF_PhytoNews_1212_2012 27.11.12 18:11 Seite 45

phyto-news PflanzenschutzNeuheiten 2013

Die Erfolgsgeschichte hat einen Namen…

Ariane C Kulturverträglich – kältetolerant – stark gegen K-Unkräuter – Nachauflaufherbizid in Getreide gegen div. Problemunkräuter wie Klebern, Kamille, Kratzdistel, Klatschmohn, Kornblume und Winden. – Mischpartner mit Concert SX oder in alleiniger Anwendung – als späte Korrekturbehandlung gegen div. Problemunkräuter (bis Stadium 37).

Hector Max Maximal, breiteste Wirkung – Nachauflaufherbizid in Mais mit breitestem Wirkungsspektrum (alle Gräser, inkl. Hirsen, alle breitblättrigen Unkräuter, inkl. Blacken, Winden und Disteln.) – Mischpartner zu Successor T bei frühen Anwendungen. – Als Korrekturbehandlung bis 6Blattstadium des Mais, im Besonderen bei pfluglosen Saaten nach Grasnutzung.

Roundup PowerMax Innovativ – flexibel – sicher – Das Totalherbizid der neuesten Generation mit der modernsten Formulierung; neu als Kalium-Salz; 480 g/l Glyphosate.

Wir bedanken uns ganz herzlich… bei allen Kunden für die Zusammenarbeit und wir freuen uns auf ein gemeinsam erfolgreiches 2013.

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UFA-REVUE · 12 2012

Innovation – Flexibilität – Sicherheit

Erfolgreiche Marken-Produkte können auf dem Markt nur bestehen, wenn sie durch Weiterentwicklungen/Fortschritt immer wieder verbessert werden können. Beispiele dafür erleben sie hautnah an der Agrama. Wenn Sie sich nach einem neuen Traktor umsehen, so suchen

Sie bestimmt auch nach der Lösung mit den grössten messbaren Vorteilen. Nutzbringende Weiterentwicklungen gibt es auch im Pflanzenschutz. Roundup PowerMax ist eine Weiterentwicklung in 4. Generation mit unübertroffenen Vorteilen:

Innovation

Brenneffekt). Roundup PowerMax ist mischbar mit anderen Herbiziden (z.B. Obst- und Weinbau) sowie mit AHL (flüssige Ammonium-Harnstoff-Lösung).

Dank der neuen Formulierung als Kalium-Salz hat Roundup PowerMax eine höhere Dichte und enthält neue Additive. Diese bewirken ein optimales «Verlaufen» (Benetzung) auf der Blattoberfläche. Zudem verkleinern sie das Tropfenspektrum und reduzieren somit die Anzahl kleiner unerwünschter Tropfen (Abtrift).

Flexibilität Roundup PowerMax bringt die Wachsschicht der Pflanze zum Quellen; der Wirkstoff kann rascher und schonender eindringen (raschere Regenfestigkeit, kürzere Wartezeit, kein

Sicherheit Dank neuer Formulierung hat Roundup PowerMax ein verbessertes Umweltverhalten; keine Gefahrensymbole (keine R-sätze) und ist Tallowamin-frei; schäumt nicht. Die neue Formulierung als Kalium-Salz neutralisiert hartes Wasser und und erreicht dadurch mehr Wirkung. Roundup PowerMax bringt unübertroffene Vorteile als Totalherbizid im Pflanzenbau.

Roundup PowerMax 480 g/l Glyphosate als Kalium-Salz formuliert. Anwendung: • Einjährige Unkräuter: 2.25 l/ha (Wartezeit: 6 Std.) • Quecken: 3.0 l/ha (2 Tage) • Mehrjährige ausdauernde Wurzelunkräuter: 4.0 – 7.5 l/ha (4 Tage) • Gebinde: 15 Liter und 5 Liter

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www.staehler.ch

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DF_Bio_1212_2012 28.11.12 09:17 Seite 46

BIO-SEITE

Gefragte Bio-Ölsaaten – aber bitte vom Schweizer Acker AUSSAAT 2013 fenaco sucht in Zusammenarbeit mit den Getreidesammelstellen für die Aussaat 2013 nach anbauwilligen Neuproduzenten. Anreize sollen über zusätzliche Übernahmestandorte und über attraktive Auszahlungspreise geschaffen werden.

Andreas Rohner

Obwohl die Nachfrage für biologische Pflanzenöle und einheimischen Bio-Tofu seit Jahren steigt, fristen Raps, Sonnenblume und Sojabohne noch immer ein Schattendasein in den Fruchtfolgen der Schweizer BioBauern. Wenige hundert Hektaren schweizweit und ohne merklichen Flächenzuwachs, so präsentierte sich die Anbaustatistik der einheimischen BioÖlsaaten in den letzten Jahren. Doch «Swissness» ist auch bei Pflanzenölen hoch im Trend. Man fragt sich, wann endlich im einheimischen KnospeAckerbau die Ära der Ölsaaten anbricht? Insbesondere die Anforderungen an den Anbau des begehrten Bio-Raps sind noch immer hoch, ebenso dessen Ausfallrisiko, weshalb die Kultur wohl auch weiterhin wenigen «Spezialisten» und Standortbevorzugten vorbehalten bleibt.

Sonnenblumen und Sojabohnen fördern In den meisten Ackerbaure-

Kalt gepresst in die Flasche – heiss begehrt in der Küche.

gionen ist jedoch ein Anbau von BioSonnenblumen gut möglich, wobei Weinbauregionen als besonders günstige Standorte gelten. Die Hackkultur zeichnet sich generell durch eine gute

Eignung für den Bio-Ackerbau und durch ein vergleichsweise tiefes Ausfallrisiko aus. Höhere Ansprüche an die klimatischen Bedingungen und an die Unkrautkontrolle stellt die Sojabohne. Dafür hinterlässt sie dank der Stickstofffixierung einen wertvollen Vorfruchteffekt. Die Wahl des standortangepassten Anbausystems für Soja muss jeder Betrieb individuell treffen und hängt nicht zuletzt von seiner maschinellen Ausstattung ab. Der Anbau als Hackkultur wird empfohlen.

Lohnender Vertragsanbau – Produzenten gesucht! Für den Abschluss eines Anbauvertrags mit fenaco muss die übernehmende Sammelstelle vorgängig festgelegt werden. In den wichtigen Anbauregionen stehen bereits Ölsaaten-Sammelstellen bereit, weitere Übernahmestandorte werden je nach Bedarf im kommenden Jahr hinzukommen. Das Auszahlungsziel an die Sammelstellen für die Ernte 2013 beträgt Fr. 200.–/100 kg für Bio-Sojabohnen (Knospe), Fr. 165.–/100 kg für Bio-Sonnenblumen (Knospe) und Fr. 155.–/100 kg für Sonnenblumen aus Knospe-Umstellung. Damit werden bei Normalertrag interessante Rentabilitäten auf dem Niveau von Bio-Körnermais erreicht. 䡵

Bio-Sonnenblumenfeld anfangs August im schaffhausischen Klettgau.

Autor Andreas Rohner, fenaco-GOF, 8401 Winterthur. Für eine individuelle Beratung stehen Ihnen zur Verfügung: Deutschschweiz: Ulrich Zürcher, 寿 058 434 06 66 Bernhard Graf, 寿 058 433 64 92 Romandie: Didier Kunkler, 寿 058 433 64 01 Detaillierte Unterlagen werden laufend auf www.fenaco-gof.ch publiziert. fenaco bietet ausserdem Anbauverträge für Bio-Süsslupinen (Frühjahrssaat 2013, Auszahlungsziel Fr. 120.00/100 kg).

INF BOX INFO

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12 2012 · UFA-REVUE


DF_SH_TS_1212_2012 27.11.12 18:13 Seite 47

S O N D E R T H E M A FOCUS

Dezember 2012

Marktgerechte Schweineproduktion

Nachhaltigkeit mit Qualitätsstrategie Top-Endprodukteber Effizienz in der Fütterung Tierschutz 2013/18: Tipps von Experten Kommt die Jungebermast? Bio: Erfolgsrezept «Abnahmevertrag» Trends in Deutschland

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DF_SH1_Steiner_1212_2012 27.11.12 18:13 Seite 48

MARKTGERECHTE SCHWEINEPRODUKTION NUTZTIERE

Für eine nachhaltige Erholung braucht es mehr DER SCHWEINEMARKT scheint sich langsam zu erholen. Wie nachhaltig diese Entwicklung ist, hängt davon ab, wie das qualitativ hochstehende Schweizer Fleisch im Markt positioniert werden kann.

Paul Steiner

Am Markt treffen Angebot und Nachfrage aufeinander. Egal, welche Güter oder Produkte gehandelt werden, die Entwicklung ist immer gleich: Aufschwung – Boom – Sättigung – Abschwung.

Der Aufschwung im SchweineJakob Signer

Die Jagerumsätze sind in letzter Zeit etwas gesunken.

markt begann 2007 nach Inkraftsetzung der neuen Tierschutzverordnung. Vorübergehend gingen Zuchtplätze verloren, später nahm auch das Angebot an Schlachtschweinen ab. Der Markt reagierte mit Preisaufschlägen. Ein ausserordentlicher Boom herrschte 2008. Die Nachfrage war grösser als

das Angebot. Die Schweinebranche erlebte ein finanziell lukratives Jahr. Auch 2009 verlief der Markt im Sinne der Produzenten. Um die Gewinne weiter zu steigern, erhöhten viele Betriebe ihre Produktion. Die zunehmend professionellere Betriebsführung und die Entwicklung im Zuchtmanagement und in der Tiergesundheit führten zu einer stetig ansteigenden Inlandversorgung. Angebot und Nachfrage hielten sich noch die Waage, der Markt war gesättigt.

Abschwung und Marktbereinigung Zu einem Abschwung kommt es, wenn der Käufer die Ware nicht

mehr zu suchen braucht. Das enorme Angebot im Schweinemarkt führt zu einem Preisdruck der Einkäufer. Die Verkäufer unterbreiten ebenfalls günstigere Offerten, um ihr Angebot platzieren zu können. Die Produzenten stehen in einem übersättigten Markt mit einem austauschbaren Produkt. Um diese Situation zu ändern und die Wirtschaftlichkeit zu steigern, beginnen viele Erzeuger, die Produktion zu optimieren, was wiederum zu einem grösseren Angebot, tieferen Preisen und in der Folge zu tieferen Erträgen bis in die Verlustzone führt. Jeder Abschwung erreicht nach gewisser Zeit die Zone der Marktbereinigung. Wer dem Wettbewerbsdruck nicht standhalten kann, scheidet aus. Konjunkturelle Schwankungen sind mittelfristiger Natur. Angebot und Nachfrage werden von zeitlichen Anpassungsverzögerungen beeinflusst. Schlussendlich passen sich die Angebote wieder dem Markt an und alles beginnt von vorne.

Mastjagerumsätze sinken Der Schweinemarkt beginnt sich langsam zu erholen. Alle Zeichen sprechen dafür. Der Handel verzeichnet tiefere Mastjagerumsätze und die Suisag meldet, weniger Spermadosen verkauft zu haben. Die Schlachtzahlen der Proviande nehmen seit dem dritten Quartal stetig ab. Der Jungsauenverkauf ist wegen der fehlenden Investitionskraft stark zurückgegangen. Diverse Zuchtbetriebe haben einen Teil ihrer Produktion auf Mast umgestellt. All diese Merkmale scheinen auf eine Besserung hinzudeuten. Kein

«Billigartikel»! Für eine nachhaltige Produktion, die sich finan-

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DF_SH1_Steiner_1212_2012 27.11.12 18:14 Seite 49

MARKTGERECHTE SCHWEINEPRODUKTION NUTZTIERE

Kopf wird sich nicht mehr erhöhen, die totale Fleischmenge wird aufgrund der Bevölkerungszuwanderung zunehmen. Vom Erreichten soll nichts preisgegeben werden. Hierzu muss die Schweinebranche mit einer nachhaltigen Qualitätsstrategie dem «bewussten Konsumenten» weiterhin ein gesundes Nahrungsmittel bereitstellen.

Vorzüge des Schweizer Fleisches Die Vorzüge des Schweizer Schweinefleisches müssen immer neu hervorgehoben werden. Alleine in der Haltung gibt es sehr grosse Unterschiede zwischen der Schweiz und der EU. Die Vorschriften sind hier zu Lande wesentlich strenger – das Tierwohl hat einen hohen Stellenwert. Gruppenhaltung bei den Galtsauen, Kastration unter Schmerzausschaltung sind in der Schweiz schon länger umgesetzt. Ab dem 1. September 2013 müssen alle Schweine jederzeit Beschäftigungsmöglichkeiten haben. Ab 2018 gilt das Verbot für Vollflächenroste. Zusätzlich zu den höheren Auflagen werden viele Schweine freiwillig nach den RAUS- und BTS-Richtlinien gehalten. Von der Produktion sind somit etliche Differenzierungen zu ausländischem Fleisch gegeben. Ebenso ist in der Fütterung eine Einzigartigkeit zu finden: Alle Schweizer Schweine werden GVO-frei gefüttert! UFA-REVUE · 12 2012

Quelle: Proviande/Anicom

20 000

Fr. 4.04/kg SG

Fr. 4.96/kg SG

Fr. 4.28/kg SG

Fr. 3.80/kg SG

Inlandanteil 94.5 %

Inlandanteil 90.0 %

Inlandanteil 93.7 %

Inlandanteil 94.5 %

Fr. 3.60/kg SG Fr. 3.42/kg SG *

16 000 12 000 8 000

Inlandanteil 95.3 %

Inlandanteil 97.3 %

4 000 0

2007

Schweizerproduktion

2008 Import

Auch auf der züchterischen Seite wird viel unternommen, um sich gegenüber dem Ausland zu differenzieren. So sind alle Schweine in der Schweiz PSE-stressfrei gezüchtet. Einzigartig ist die Zucht auf einen optimalen intramuskulären Fettgehalt, der den Genusswert des Fleisches steigert. Ebenfalls sind viele Anstrengungen unternommen worden, um das Gesundheitsniveau der Schweine hochzuhalten.

2009

*

2010

2011

2012

Durchschnitt Januar bis September

Grafik 2: Inlandanteil an verfügbarer Schweinefleischmenge (kumuliert) provisorische Zahlen, Quelle: Proviande

105 100 % Inlandanteil

Der Schweinefleischkonsum pro

Grafik 1: Schweineproduktion und Import in der Schweiz (verkaufsfertiges Fleisch)

Fleisch in Tonnen

ziell lohnt, braucht es jedoch etwas mehr. Die Überproduktion, die oft mit Billigst-Angeboten an der Verkaufsfront abgesetzt werden konnte, wirft Schatten auf die Zukunft. Das weltweit hochwertigste Schweinefleisch, das in der Schweiz produziert wird, könnte zum «Billigartikel» werden. Es gilt, einen anderen Weg einzuschlagen. Priorität hat es, die Inlandproduktion in den Griff zu bekommen. Um die Rentabilität der Schweineproduktion zu sichern, sollte der Inlandanteil von 92 % in der Schweinefleischproduktion nicht überschritten werden. Die genetische Leistung der Sauen wird weiterhin steigen. Experten gehen von einer Zunahme von rund 0.5 Ferkel pro Sau und Jahr aus. Dies entspricht einer Muttersauenzahl von rund 3000 Stück, die für eine gleichbleibende Ferkelproduktion ausgeschieden werden müssten.

95 90 85 80 75 Januar Kalb 2012 Kalb 2011

Juni Schwein 2012 Schwein 2011

Dezember Grossvieh 2012 Grossvieh 2011

Qualitätsstrategie Es sind also diverse Massnahmen für eine Qualitätsstrategie vorhanden. Ziel muss sein, das Vertrauen vom Konsumenten in Schweizer Schweinefleisch zu steigern. Als positives Beispiel kann da die Geflügelbranche genannt werden. Allerdings lassen sich die Märkte nicht 1:1 vergleichen. Aber wenn die ganze Kette vom Produzenten bis zur Ladentheke eine gemeinsame Strategie verfolgt, ist diese von Erfolg gekrönt.

Die Produktion in der EU ist tiefer als in den Vorjahren. Ab nächstem Jahr kommt in der EU die Vorschrift der Gruppenhaltung bei den Galtsauen. Alleine diese Änderung bewog (neben den Preisen) viele Ferkelerzeuger, aus der Produktion auszusteigen. Im 2012 ist der Schlachtschweinepreis auf ein Rekordniveau von über 1.90 Euro je Kilo Schlachtgewicht gestiegen. Trotz der für die EU hohen Preise sind die Produzenten unter Druck, denn die hohen Futterund Rohstoffpreise sowie die Wirtschaftskrise wirken sich aus. Am europäischen Prognoseausschuss wurde von der Mehrheit der Teilnehmer erwartet,

dass die Schweineproduktion in ihrem Land im kommenden Jahr abnimmt. Alle Länder – bis auf Dänemark – rechnen mit einer niedrigeren Bruttoeigenproduktion. Dabei gehen gerade die grossen Produzenten – Deutschland, Frankreich, Italien, die Niederlande, Polen und selbst Spanien – von einer deutlich rückläufigen Produktion aus. Auch bezüglich Preisentwicklung sind sich die Teilnehmer des Prognoseausschusses weitgehend einig: Der aktuell europaweit hohe Preis für Schlachtschweine wird Bestand haben.

Fazit Die Eigenversorgung ist nach wie vor sehr hoch. Die Entwicklung der Gesamtbevölkerung kann zu einem Mehrverbrauch führen, wenn die Qualität des Schweizer Schweinefleischs mehr in den Vordergrund gerückt wird. Das ist die grosse Chance! Die Entwicklung der Mengen und Preise im Ausland hilft, in der Schweiz eine Qualitätsstrategie zu verfolgen. Jeder ist gefordert, seinen Teil beizutragen: Vom Produzenten bis zu Ladentheke! 䡵

Autoren Paul Steiner, Leiter Produktionsprogramme und Mitglied der Geschäftsleitung bei der Anicom AG, 6210 Sursee; Jakob Signer, Bereichsleiter Verkauf, Anicom AG, 9501 Wil. www.anicom.ch

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DF_SH2_Bley_1212_2012 27.11.12 18:24 Seite 50

MARKTGERECHTE SCHWEINEPRODUKTION NUTZTIERE

Premo® ist prima BEREITS ZEHN JAHRE nach der Trennung der Rasse Edelschwein in zwei Linien ist die Marke «Premo®» eine Erfolgsgeschichte. Durch konsequente Zuchtarbeit und Selektion konnten die Mast- und Schlachtleistungen der Premo-Nachkommen erheblich verbessert werden.

Ralf Bley

Peter Guggisberg

«Premo®» ist der mit Abstand am meisten eingesetzte Endstufeneber in der Schweiz. Im Zuchtprogramm UFA 2000 beträgt dessen Anteil fast 90 % der Endstufeneber. Das ist ein klares Bekenntnis zur Schweizer Genetik. Premo® wurde züchterisch von Anfang an auf die Vorgaben der Proviande-Bezahlungsmaske ausgerichtet. Vier bekannte UFA 2000-Kernzüchter produzieren für die Ferkelproduzenten seit Anerkennung der Rasse EdelschweinVaterlinie, kurz ESV, Schweizer Qualitätseber. Seit 2008 werden die Eber dieser Rasse unter der Marke Premo® angeboten.

2.80 Fr. Zuschlag Bei den Schweizer Ferkelproduzenten ist Premo® erste Wahl für die Erzeugung marktkonformer Mastendprodukte. Gerade in der Premo®-Zucht hat ein grosser Anpassungsprozess stattgefunden. Immer weniger Züchter beliefern die KB-Stationen der Suisag mit Premo®-Ebern. Zudem hat sich die Nachfrage nach Ebern im Natursprung in den letzten Jahren halbiert und der Anteil künstliche Besamungen ist laut Suisag auf über 80 % angestiegen. Die Mastdauer (von Geburt bis Schlachtung) hat sich in den letzten Jahren durch höhere Zunahmen um etwa 20 Tage verkürzt. Gleichzeitig ist der Magerfleischanteil der Premo®-Mastschweine angestiegen. In der Endprodukteprüfung erreichen Premo® x Primera®-Mastschweine aktuell im Mittel 57.0 % MFA und damit im Durchschnitt 2.80 Fr. Zuschlag pro Tier! Erfolg ist kein Zufall Premo®Eber werden auf hochspezialisierten Kernzuchtbetrieben mit dem höchsten 50

Hervorragende Eigenschaften Premo® bedeutet eine effiziente und kostengünstige Schweineproduktion durch: • hohe Tageszunahmen, • homogene Schlachtkörper, • einen optimalen Fleischanteil, • beste Fleischqualität, • tiefste Tropfsaftverluste und • sichere Leistung (keine Zufälle).

Gesundheitsstatus AR1 in der Schweiz erfolgreich gezüchtet. Die Züchter müssen einen Vertrag mit der Suisag abgeschlossen haben. Der Markennamen Premo® wird sowohl für Eber als auch für Sperma verwendet. Folgende Anforderungen werden an den Premo®-Eber gestellt: Er ist reinrassig ESV und im Suisag-Herdebuch registriert. Er wurde durch einen von der Suisag lizenzierten Feldprüfungstechniker geprüft und beschrieben. Nur wer die züchterischen und gesundheitlichen Anforderungen im Betrieb erfüllt, kann Premo®-Eber vermarkten.

Im UFA 2000 züchten vier ausgewiesene Betriebe seit Ende 2008 Premo®-Eber für die Anicom-/UFA 2000Kunden: • Familie Urs Liechti, 3427 Utzenstorf (BE) • Familie Urs Christen, 3425 Koppigen (BE) • Familie Remo Ruckstuhl, 6264 Pfaffnau (LU) • Familie Othmar Schwizer, 8880 Walenstadt (SG)

Durch die optimale geografische Verteilung der Betriebe sind kurze Transportwege und die Nähe zum Ferkelproduzenten gewährleistet. Die Betreuung der Zuchtbetriebe und die Vermarktung der Eber werden durch die drei UFA 2000-Zuchttechniker vorgenommen.

Warum PremoEber kaufen? Rund 20 % der Schlachtschweine in der Schweiz stammen von einem Natursprungeber ab. Die Qualität der daraus resultierenden 600 000 Schlachtschweine pro Jahr soll nicht dem Zufall überlassen werden. Für die erfolgreiche Ferkelproduktion ist die Anwesenheit eines aktiven Bestandesebers unverzichtbar. Er ist für die Duldungskontrolle ebenso notwendig wie für die Stimulation bei der künstlichen Besamung, die Kontrolle der Umrauscher und die Stimulation der Jungsauen zur ersten Brunst. Die Produktion im Mehrwochenrhythmus stellt hohe Anforderungen an die Betriebsleiter. Um ihre Eber «bei Laune» zu halten, setzen alle Herdenmanager ihre Stimuliereber regelmässig im Natursprung ein. Somit sollten auch Stimuliereber in der Ferkelproduktion den Ansprüchen für ein marktkonformes Mastschwein genügen und sich für einen Premo®, den Eber mit der hellblauen Ohrmarke, entscheiden.

Top-Produkt europaweit Die Weichen für die Zucht eines qualitativ hochwertigen und marktkonformen Endproduktebers sind gestellt. Mit der 12 2012 · UFA-REVUE


DF_SH2_Bley_1212_2012 27.11.12 18:15 Seite 51

MARKTGERECHTE SCHWEINEPRODUKTION NUTZTIERE

Rosmarie und Urs Christen, Koppigen, mit den Lehrlingen Patrick Lüdi und Lukas Wyss.

Josef, Brigitte, Bettina und Remo Ruckstuhl.

Annemarie und Urs Liechti.

Othmar, Silvan und Claudia Schwizer, Walenstadt.

Autoren Ralf Bley, Bereichsleiter UFA 2000, das gemeinsame Zuchtprogramm von UFA und Anicom, 3360 Herzogenbuchsee. Peter Guggisberg, UFA 2000-Zuchttechniker und Chefexperte bei der Suisag, 3052 Zollikofen. www.ufa.ch Zuchttiere Sie sind an Premo®oder Primera®-Zuchttieren aus UFA 2000-Herdebuchbetrieben interessiert? Die UFA 2000-Zuchttechniker verfügen über ein attraktives Angebot:

gemeinsam entwickelten Marke Premo® kommen die hervorragenden Eigenschaften zum Ausdruck. Dank der Kombination von züchterischer und gesundheitlicher Qualität konnte Premo® zum Top-Produkt der Schweizer Schweinezucht entwickelt werden und wird bereits über die Landesgrenzen UFA-REVUE · 12 2012

hinaus eingesetzt. In Deutschland stehen Premo®-Eber auf KB-Stationen und produzieren dort unter anderem auch Endprodukte, die zur Ebermast geeignet sind. In der Zucht gegen Ebergeruch ist die Schweiz mit der Zusammenarbeit Suisag – UFA 2000 sehr weit vorangekommen. 䡵

Peter Guggisberg, Mittelland und Westschweiz, 寿 079 652 26 71 Toni Agner, Zentralschweiz, 寿 079 209 16 43 Alois Gämperli, Ostschweiz, 寿 079 231 14 75

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DF_SH3_Eichenberger_1212_2012 27.11.12 18:15 Seite 52

MARKTGERECHTE SCHWEINEPRODUKTION NUTZTIERE

Energie effizient einsetzen EXPLODIERENDE ROHSTOFFPREISE haben die Futtermittelhersteller gezwungen, die Preise für Mischfutter zu erhöhen. Mit neuen Produkten wirken einzelne Anbieter dem steigenden Druck entgegen. Wohin geht die Entwicklung neuer Mastfutter?

Barbara Eichenberger

Schneller, höher, weiter ist das Ziel in den messbaren Sportdisziplinen. Motorenbauer erzielen jedes Jahr mehr Leistung aus einem geringeren Verbrauch. Bioethanol und Biogas machen der Nahrungsmittelproduktion unlängst Konkurrenz und lösen damit Tortilla-Aufstände in Mexiko aus. Die landwirtschaftliche Veredelungsproduk-

Tabelle 1: Futter mit unterschiedlichen Energiegehalten Energiegehalt VES 13.0 MJ Gewicht Beginn kg 26.5 Futterverzehr/Tag MJ VES 31.2 Endgewicht kg 112.3 Masttageszuwachs g/Tag 957 Futterverwertung MJ/kg 32.9 Magerfleischanteil % 56.6 je 80 Mastschweine (beide Geschlechter) pro Variante

13.6 MJ 26.4 31.4 112.1 966 32.9 56.6

Tabelle 2: Unterschiedliche Fütterungsintensität DanDuroc- und ELE-Kreuzungstiere gemischt Fütterungsintensität normal hoch Gewicht Beginn kg 26.0 26.0 Futterverzehr/Tag kg/Tag 2.34a 2.44b Endgewicht kg 112.6 112.7 Masttageszuwachs g/Tag 966 977 Futterverwertung MJ/kg 2.44 2.51 Magerfleischanteil % 55.9b 54.8a je 80 Mastschweine (beide Geschlechter) pro Variante Varianten mit unterschiedlichen Buchtstaben unterscheiden sich signifikant voneinander (p < 0.05).

Tabelle 3: Geschlechtsunterschied Versuch «Unterschiedliche Fütterungsintensität» Geschlecht Kastraten Weibl. Masttiere Gewicht Beginn kg 26.5b 25.4a b Futterverzehr/Tag kg/Tag 2.47 2.33a b Endgewicht kg 113.6 112.2a Masttageszuwachs g/Tag 985 967 Futterverwertung MJ/kg 2.52b 2.43a Magerfleischanteil % 54.3a 56.2b je 120 Mastschweine (unterschiedliche Intensität und Kreuzungstiere) pro Variante Varianten mit unterschiedlichen Buchtstaben unterscheiden sich signifikant voneinander (p < 0.05). 52

tion steht am Pranger der KlimabilanzRechner. Der Druck, immer besser zu sein, nimmt nicht ab – im Gegenteil.

Tageszuwachs von 1000 g Die Schweizer Schweineproduzenten stehen heute kurz vor dem Überschreiten der 1000 g Masttageszuwachs-Grenze. Gleichzeitig reduziert der Fortschritt die Futterverwertung. Mit steigender Leistung nehmen die Anforderungen an das Management und die Fütterung zu. Stimmt die Leistung einmal nicht, wird automatisch die Forderung nach mehr Energie laut. Aber bringt «mehr Energie im Futter» wirklich etwas?

Genetischer Einfluss Die verschiedenen Rassen und Kreuzungen unterscheiden sich nicht nur im Magerfleischanteil, sondern auch im Futteraufnahmevermögen (Appetit) und in der Futterverwertung. Die magersten Schweinerassen scheinen eine Fressbremse eingebaut zu haben. Um das gleiche Mastendgewicht zu erreichen, brauchen sie im Mittel zehn Tage länger als ihre schnellwüchsigen Artgenossen. Das zusätzliche Magerfleisch wird unter Schweizer Bedingungen nicht honoriert, weshalb die Wirtschaftlichkeit insgesamt schlechter ist. Um der vermeintlich modernen Genetik gerecht zu werden, erhöhen einzelne Mäster die Energiedichte im Futter immer weiter. Andere orientieren sich am wirtschaftlichen Optimum. Dieses liegt nach den neuesten Erkenntnissen des Versuchsbetriebs UFA Bühl nicht beim Energiemaximum. Gute Leistungen mit weniger Energie Verschiedene Versuche ha-

ben gezeigt, dass die Mastschweine auch mit tiefen Energiegehalten in der Lage sind, sehr gute Mast- und Schlachtleistungen zu erbringen. «Viel hilft viel» bestätigt sich also auch in diesem Fall nicht. Verglichen wurden die am häufigsten eingesetzten Futter (13.6 MJ VES) mit Futter, die zum Teil deutlich unter diesem Energieniveau lagen. Wie Tabelle 1 zeigt, wurde bei übereinstimmendem Lysin:VES-Verhältnis mit beiden Energiestufen die gleiche Mast- und Schlachtleistung erreicht. Der tiefere Energiegehalt wirkte sich nicht nachteilig auf den Zuwachs oder den Magerfleischanteil aus.

Preis-Leistungs-Verhältnis Um die Preiswürdigkeit der Energie zu untersuchen, wurden auch importierte Billigmischfutter in die Vergleiche einbezogen. Die Ergebnisse mehrerer Versuche mit unterschiedlichen Fragestellungen waren überraschend: Das optimale Preis-Leistungs-Verhältnis in Bezug auf die Energiedichte liegt bei heutigen Rohstoffpreisen bei zirka 13.3 MJ pro Kilogramm. Dabei fielen die Mast- und Schlachtleistungsergebnisse ebenso gut aus wie mit dem Standardfutter mit 13.6 MJ pro Kilogramm. Gleichzeitig enthielten die Futter mit dem niedrigeren Energie- und Proteingehalt mehr einheimische Rohkomponenten (mehr Swissness). In der Grafik wird deutlich, wie schnell sich die Kosten ändern, wenn der Energiegehalt des Mastfutters nur um 0.1 MJ angepasst wird.

Intensität erhöhen? Ausserdem kann anhand der Versuchsergebnisse 12 2012 · UFA-REVUE


DF_SH3_Eichenberger_1212_2012 27.11.12 18:16 Seite 53

MARKTGERECHTE SCHWEINEPRODUKTION NUTZTIERE

Tipps für optimale Schweinemast • Eine in Vor- (bis zirka 55 kg Lebendgewicht) und Endmast aufgeteilte Phasenfütterung verbessert die Effizienz, bedingt aber die Möglichkeit, mehrere Futter einzusetzen. • Der Phosphorgehalt ist oft ein limitierender Faktor für den Schweinemastbetrieb. Alle UFA-Futter -4 und -3 sind Stickstoff- und Phosphorreduziert • Bei einer nach Geschlecht getrennten Mast kann die Futterzuteilung genauer erfolgen und die Effizienz wird erhöht.

gezeigt werden, dass sich die Erhöhung der Fütterungsintensität nicht lohnte (Tabelle 2). Zwei unterschiedlich fleischreiche Mastrassen bildeten bei der höheren Intensität deutlich mehr Körperfett. Dies wirkte sich negativ auf die Futterverwertung und den Magerfleischanteil aus. Erwartungsgemäss war der Fettansatz bei den Kastraten beider Mastrassen deutlich höher. Beim Vergleich der Geschlechter ergaben sich folglich bei mehreren Merkmalen statistisch gesi-

Futter mit 13.3 MJ bringt das beste PreisLeistungs-Verhältnis. Bild: agrarfoto.com

Rasch ändernde Rohstoffmärkte

Grafik: Verhältnis Energiedichte zu Rohwarenpreisen Die Energie kostet bei 13.3 MJ VES im Verhältnis am wenigsten. Kostenindex Fr./100 kg Mischfutter

cherte Unterschiede zugunsten weiblicher Tiere. Dies ist einer von vielen Gründen, der für eine geschlechtergetrennte Mast spricht (Tabelle 3).

Das Angebot an Energie- und Proteinträgern verändert sich laufend. Die Volatilität der Rohstoffmärkte nahm in der Vergangenheit deutlich zu, die Zeiträume zwischen Knappheit und Überangebot werden immer kürzer. Im benachbarten Ausland wird Mischfutter bereits zu Wochenpreisen angeboten. Obwohl in Deutschland der reinrassige Piétrain den grössten Teil der Mastendprodukte produziert, ist auch dort ein deutlicher Trend in Richtung 13.3 MJ pro Kilogramm Futter zu verzeichnen.

104.0

Fütterung ist wichtiger als Herkunft Die Ergebnisse des Ökobilanz-

103.5 103.0 102.5 102.0 101.5 101.0 100.5 100.0 99.5 12.9

13.1

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13.3 13.5 13.7 13.9 14.1 MJ VES pro kg Trockensubstanz (88 %)

14.3

vergleichs der Forschungsanstalt Agroscope haben gezeigt, dass die Fütterung wichtiger ist als die Herkunft. So steht im Bericht, «der Transport vom Hof zur Verkaufsstelle» sei «lediglich für einen kleinen Teil der Umweltwirkungen verantwortlich». «Vor allem die Aufzucht der Tiere und die Produktion ihres Futters» verursache den weitaus grössten Teil.

Fazit Die Hersteller von Futtermitteln sind gehalten, dem Kostendruck in der Landwirtschaft Rechnung zu tragen und das Mischfutterangebot ständig zu verbessern. Energie war und bleibt knapp und muss deshalb entsprechend effizient bewirtschaftet werden. Dies sowohl bei der Herstellung als auch beim Einsatz der Rohwaren. Nicht zuletzt wegen des hohen Lebensstandards in der Schweiz und dem damit verbundenen Preisniveau war die hiesige Genetik schon früh Weltmeister in der Futterverwertung. Bei zunehmender Überbevölkerung und Verwüstung mit gleichzeitig immer knapper werdenden Rohstoffen und Trinkwasser müssen die Mittel effizienter genutzt werden. Maximale Effizienz steht vor maximaler Leistung. Schneller, höher, weiter führt letztlich zu einem Teufelskreis, aus dem die produzierende Landwirtschaft nicht ausbrechen kann. 䡵

Autorin Dr. Barbara Eichenberger, Technischer Dienst, UFA AG, 3360 Herzogenbuchsee, www.ufa.ch

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MARKTGERECHTE SCHWEINEPRODUKTION NUTZTIERE

Diese Lösungen werden von den Spezialisten favorisiert NEUE TIERSCHUTZVORSCHRIFTEN per September 2013 und 2018 stellen Schweinehalter vor Herausforderungen. Welche Lösungen bringen das beste Preis-Leistungs-Verhältnis? Firmen aus der Schweiz zeigen auf, was möglich ist.

Seit dem 1. September 2008 sind verschiedene Tierschutzvorschriften in Kraft getreten. Für neu eingerichtete Ställe gelten diese schon heute. Für bestehende Bauten wurden Übergangsfristen eingeräumt.

Per 1. September 2013 müssen sich alle Schweine jederzeit mit Stroh, Raufutter oder anderen Materialien beschäftigen können. Werden Beschäftigungsmaterialien auf dem Boden zur Verfügung gestellt, so muss davon immer so viel vorhanden sein, dass die Tiere sich damit beschäftigen können, so die Ausführungsbestimmungen. Vorgeschrieben ist weiter der permanente Zugang zu Wasser. Für Tiere mit über 25 kg Lebendgewicht soll eine Abkühlungsmöglichkeit vorhanden sein. Klimaregulierung beim Modulstall der Firma Huber Kontech AG durch Nutzung des Erdreichs ohne zusätzlichen Energieaufwand.

Ab 1. September 2018 dürfen Schweineställe nur noch einen geringen Perforationsanteil aufweisen. Aktuell gibt es noch rund 250 000 Mastplätze mit Vollspalten. Wie Versuche von

Grafik: Optimierte Klimaregulierung Quelle: DLG

40 °C 30 °C kühlen

Optimierte Klimaregulierung

20 °C Sommer

Winter

10 °C 0 °C

wärmen

– 10 °C – 20 °C Temperatur Aussenzuluft Temperatur Innenzuluft 54

Zuluft

Agroscope zeigen, weisen Betonroste gegenüber Gummimatten und Spaltenklicks ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis auf. Wo für den Umbau eine Baubewilligung erforderlich ist, muss mit zusätzlichen Auflagen, etwa die Anpassung des Lüftungssystems, gerechnet werden.

Vier Fragen Die UFA-Revue hat verschiedenen Firmen vier Fragen gestellt: 1 Welches Material empfehlen Sie zur Beschäftigung der Schweine und wie soll die Verabreichung erfolgen? 2 Welche Abkühlungseinrichtung bewährt sich am besten? 3 Wie können die Tiere bei geringerem Perforationsanteil sauber gehalten werden? 4 Welche Lüftungssysteme bevorzugen Sie für Ställe mit und ohne Auslauf? Hier die eingegangenen Antworten und Lösungsvorschläge: Rohfaserspender mit Auszeichnung 1 Das Tool-Toy, ein Rohfaserspender in Edelstahl, hat an der EuroTier 2011 die Silbermedaille gewonnen. Bereits konnten 8500 Stück verkauft werden. Das Füllmaterial ist in jeder LANDI zu beziehen und wird mit ausgewähltem Rohfasermaterial produziert. 2 Für Neubauten empfehlen wir die Unterflurzuluft, für Umbauten bieten wir eine Lösung mit dem Coolpanel. Bei Lüftungsanlagen mit zentraler Zuluft kann eine stationäre CoolpanelStation eingebaut werden. Bei dezentraler Zuluft kommen mobile Geräte zum Einsatz. 3 Die Lösungsansätze reichen vom Aufbetonieren bestehender Roste über

den Einsatz von Klips bis zum Auswechseln der bestehenden Roste. Es sollte darauf geachtet werden, dass die Buchten an den Aussenwänden mit Kotschlitzen versehen werden. Im Weiteren sollten die Festflächen mit der erlaubten Drainagenöffnung gebaut sein. 4 Die Nachrüstung bestehender Lüftungsanlagen bedingt eine genaue Analyse. Allgemein gilt, Ställe mit permanentem Auslauf mit Gleichdruckanlagen zu bauen, um das Stallklima möglichst stabil zu halten. Die Lüftungsanlagen bauen wir modular auf, um die Zuluft mit möglichst wenig Aufwand an den richtigen Ort zu leiten. Eugen Schmid, www.tool-systems.ch

Pig-Rolls arbeitstechnisch vorteilhaft 1 Gegenüber anderen Raufutter verursachen «Pig-Rolls» keinen zusätzlichen Mistaufwand, da kaum Verluste auftreten. Wer eine extra dafür konzipierte Halterung mit aufgefüllten Pig-Rolls montiert hat, ist bei Tierschutzkontrollen auf der sicheren Seite. Bei Stroh hingegen können Kontrollen zum «falschen» Zeitpunkt ins Auge gehen. Die 20 bis 25 cm langen, rohrförmigen Pig-Rolls bestehen aus toxikologisch einwandfreien Strohhäcksel, Getreideprodukten und Melasse. Um allfällige Krankheitserreger auszuschalten, werden die Rohkomponenten bei der Herstellung auf 60 bis 70 °C erhitzt. Sind die Schweine beschäftigt, kommen Verhaltensstörungen wie Stangenbeissen oder Leerkauen (bei Sauen), Analmassage 12 2012 · UFA-REVUE


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MARKTGERECHTE SCHWEINEPRODUKTION NUTZTIERE

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1 · Massiv- und Fertigteilwände schaffen Kosteneffizienz. Hier ein Beispiel der System Wolf AG. 2 · QM-Maststall mit 900 Plätzen, Unterflurlüftung und Abluftreinigung – ein Neubau der Krieger AG.

und Schwanzbeissen (Mastschweine) oder Massieren und Wühlen am Bauch (Absetzferkel) seltener vor. Daniel Betschart, www.landinidwalden.ch

Coolpads mit guten Resultaten 2 Coolpads zeigen respektable Ergebnisse im Hinblick auf den Kühleffekt und die Änderungen der relativen Luftfeuchte. Je höher die Zulufttemperatur, desto höher der Wirkungsgrad. Der Einwand, dass mit Coolpads eine zu starke Sättigung der Frischluft und damit ein ungünstiges Stallklima geschaffen werde, bestätigt sich aufgrund von Untersuchungen der Forschungsanstalt Raumberg-Gumpenstein nicht. Guido Birrer, www.schauer.ch

Langgezogene Buchten bleiben sauberer 1 Es werden verschiedene Materialien und die entsprechenden Dispenser im Handel angeboten. Interessante Optionen gab es an der EuroTier zu sehen. Wichtig sind arbeitstechnisch UFA-REVUE · 12 2012

3 · Die PigRolls werden von der LANDI Nidwalden produziert und via LANDI schweizweit vertrieben. Als Halterung eignen sich die Tool-Toy. 4 · So funktionieren Coolpads: Ab einer bestimmten Temperatur wird Wasser in eine Wanne über dem Zellulosevorhang gepumpt. Das Wasser fliesst den Vorhang hinab in eine Auffangwanne, von wo es wieder in den Vorbehälter gelangt.

einfache Massnahmen, vertretbare Verbrauchskosten und die Hygiene (vor allem in der Zucht). 2 Je nach örtlichen Voraussetzungen ist eine Unterflurzuluft (Abkühlen > Sommer, Erwärmen > Winter) über das Erdreich möglich. Bei zentraler Zuluftführung gibt es Coolpads, um die Zuluft zu kühlen und gleichzeitig zu befeuchten. Dies ist sowohl bei Neu- als auch bei Umbauten möglich. 3 Es ist zwingend, dass die Bucht eine langgezogene Form hat und nicht quadratisch ist. Beidseitig ist unbedingt ein Rostteil vorzusehen, die befestigte Liegefläche muss ein genügendes Gefälle zum Rost hin aufweisen. 4 Die Frischluft soll bei geschlossenen Ställen über dem Kotbereich zugeführt werden, so dass bei allfälliger Zugluft (kann bei ungünstigen Verhältnissen dennoch auftreten) möglichst kein Verkoten der Liegefläche auftritt. Der Umbau muss fallweise (Lüftungsspezialist) beurteilt werden. Ställe mit Auslauf sind heikel aufgrund der ständig ändernden Druckverhältnisse. Andreas Graber, www.wolfssystem.ch

Wärmebedürfnis anfangs Mast berücksichtigen 1 Folgendes muss beachtet werden: Lagerung, Verteilung, Keimbelastung, Verschmutzung, Verfügbarkeit, Boden- oder Rostbeschaffenheit, Art der Fütterung und natürlich die Kosten. Bei vielen Betrieben, vor allem im QM-Bereich, ist der Einsatz von Strohpresswürfeln empfehlenswert. 2 Für Neubauten sei auf den ART-Bericht 672 «Zuluft aus dem Hohlraum unter dem Stall» verwiesen. Mit diesem System haben wir in Zucht- und Mastställen gute Ergebnisse erzielt. Bei bestehenden Ställen setzen wir auf Hoch- oder Niederdrucksysteme. Mit diesen kann die Leistungsbereitschaft der Tiere verbessert werden. 3 Oft kommt man um eine Umgestaltung der Bucht nicht herum, denn nur mit schmalen, tiefen Buchten kann eine ansprechende Rostfläche erreicht werden. Dem Wärmebedürfnis am Anfang der Mast muss Rechnung getragen werden.

4 Die Grundsätze bei beiden Stalltypen sind immer dieselben: Kalte Frischluft muss kontrolliert in den Stall kommen und kein Zug im Liegebereich verursachen. Eine frühzeitige Abklärung des Lüftungssystems zahlt sich bei allen Projekten konzeptionell und finanziell aus. Markus Bucheli, www.krieger-ruswil.ch

Gleichmässige Zuluftverteilung 1 Als Beschäftigungsmaterial kommt in erster Linie Stroh in loser Form, als Presswürfel oder als Briquett in Frage, verabreicht in dafür vorgesehenen Raufen oder Halterungen. 2 Ein Erdwärmetauscher ist bezüglich Stallklima und Energieeffizienz am besten zu beurteilen. Jedoch ist diese Lösung vor allem bei bestehenden Ställen oft schwierig zu installieren. Bei Neu- und eventuell auch Umbauten sollte ein solches System, wie wir dies auch bei unserem Elementstall anwenden, unbedingt geprüft werden. Als weitere Abkühlmöglichkeit kann das Coolpad empfohlen werden, welches die Zuluft ebenfalls effektiv abkühlt. Eine Vernebelungseinrichtung direkt im Stall ist einfach zu installieren, bei hoher Luftfeuchtigkeit jedoch nur bedingt geeignet. 3 Entscheidend für die Sauberkeit ist neben der Lüftung ein geeigneter Grundriss der Buchten mit darauf abgestimmter Anordnung der Perforationsanteile. 4 Bei beiden Varianten empfehlen wir eine Unterdrucklüftung. Bei Ställen mit Auslauf kann auch eine rein thermische Lüftung eingesetzt werden, jedoch mit Nachteilen. Zentral ist eine gleichmässige Zuluftverteilung ohne Zugluft im Liegebereich. Simon Galliker, www.huber-kontech.ch

Interviews Matthias Roggli, UFA-Revue, 3360 Herzogenbuchsee.

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DF_SH5_Spring_1212_2012 27.11.12 18:18 Seite 56

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Europa marschiert Richtung Jungebermast WÄHREND SICH IN DER SCHWEIZ die Ferkelkastration unter Schmerzausschaltung nicht schlecht bewährt, will die EU die Kastration ab 2018 ganz verbieten.

Peter Spring

In der Schweiz dürfen Ferkel seit 2010 nur noch unter Narkose kastriert werden. Die Inhalationsnarkose hat sich als praxistauglich erwiesen und ist inner- und ausserhalb der Branche recht gut akzeptiert. Dadurch ist heute der Druck gering, rasch auf Jungebermast umzustellen.

Gute Alternativen fehlen Die grossen Schlachtunternehmen in Europa setzen in Zusammenarbeit mit ihren Produzenten auf Jungebermast. Weil Alternativen häufig Nachteile mit sich bringen, befindet sich die Jungebermast weiter auf dem Vormarsch. Die Impfung gegen Ebergeruch wird teilweise in Belgien umgesetzt. In den wichtigen Schweinemärkten Europas stösst sie aber kaum noch auf Interesse, da sie zu umstritten und zu aufwendig ist. Auch die CO2-Narkose, die in Holland als Übergangslösung eingesetzt wird, hat keine Zukunft.

Sexing ist noch nicht praxisreif Durch den Einsatz von getrenntem Sperma (Produktion nur von weiblichen Tieren) könnte man die Diskussion «Kastration oder Ebergeruch» endgültig begraben. Eine wirtschaftliche Methode zum Sexen von Schweinesperma wird im Zeitrahmen, in dem die Kastrationsproblematik gelöst werden muss, aber nicht verfügbar sein.

Holland als Taktgeber Holland hat sich zum Ziel gesetzt, die Ferkel ab 2015 nicht mehr zu kastrieren. Bereits heute werden über 50 % der männlichen Tiere als Jungeber gemästet. Im Sog der Holländer dehnen auch einige der grossen Unternehmen in Deutsch56

Ob und wann sich die Jungebermast auch in der Schweiz durchsetzt, ist ungewiss. Bild: agrarfoto.com

land die Schlachtung von Jungebern rasch aus. Die EU will bis 2018 nachziehen und aus der Kastration aussteigen. Spätestens wenn das Ende der Kastration in der EU näher rückt, müssen auch Marktteilnehmer, die heute der Ebermast kritisch gegenüberstehen, die Kastration unter Narkose hinterfragen.

zwei CNf-Betrieben (Coop Naturafarm) daran, Erfahrungen bezüglich Genetikeinsatz, Fütterung und Haltung von Jungebern zu sammeln. Sie baut auch ein Projekt auf, um die Verarbeitung von geruchsauffälligen Schlachtkörpern zu optimieren und dadurch mehr Wertschöpfung zu generieren.

Zucht gegen Ebergeruch Jung-

Fazit Die Erfahrungen zeigen, dass die Jungebermast ohne entsprechende Vorarbeiten nicht von heute auf morgen breit umgesetzt werden kann. Erkenntnisse von Pionier-Mastbetrieben und aus der Forschung sind daher dringend nötig, um in Zukunft auf Entwicklungen im Markt ohne Fehltritte reagieren zu können. 䡵

eber zeigen gegenüber Kastraten eine um rund 20 Punkte bessere Futterverwertung und 3 % mehr Magerfleischanteil (MFA). Um diese Vorteile zu nutzen und die Jungebermast zu etablieren, muss der Anteil geruchsbelasteter Schlachtkörper gesenkt werden. Die Suisag hat in Zusammenarbeit mit der Vetsuisse-Fakultät der Universität Zürich sowie der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften (HAFL) eine Zuchtmethode zur Reduktion des Ebergeruchs erarbeitet. Sämtliche Vaterlinien-Eber (ESV) sind mittels eines Ebergeruchsindex charakterisiert. Damit können Betriebe gezielt Eber auswählen, die wenig Ebergeruch vererben. Im Rahmen von Feldversuchen arbeitet die Arbeitsgruppe «Jungebermast» mit

Autor Dr. Peter Spring-Stähli, Professor an der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften (HAFL), 3052 Zollikofen, www.hafl.bfh.ch

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DF_SH6_Bio_1212_2012 27.11.12 18:19 Seite 57

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Erfolgsrezept «Abnahmevertrag» DIE BIO-SCHWEINEHALTUNG ist anspruchsvoll, der Markt für Bio-Schweine klein und sensibel. Heute halten sich Angebot und Nachfrage die Waage. Produzenten sollten unbedingt auf Abnahmeverträge setzen, damit das so bleibt.

Schwein mit Bio Die Bio-Schweinezucht ist höchst anspruchsvoll: Lange Säugezeiten, kein prophylaktischer Antibiotikaeinsatz, Auslauf für Ferkel ab der dritten Woche, Bio-Fütterung und vieles mehr. Für eine Zertifizierung durch Bio Suisse wird «Gesamtbetrieblichkeit» vorausgesetzt, das heisst, der gesamte Betrieb muss die Knospe-Richtlinien erfüllen. Schweinezüchter sollten unbedingt die Abnahme vertraglich absichern – und zwar vor dem Einstieg in den BioSchweinemarkt.

Auslauf ist für Bio-Schweine vorgeschrieben.

Die Bio-Richtlinien setzen die Erfüllung der RAUS-Anforderungen bei allen Tierkategorien voraus. Auch bei den säugenden Mutterschweinen erfordert dies den Bau und die tägliche Reinigung der nötigen Ausläufe im Freien. Da in der Bio-Schweinehaltung der Einsatz von Medizinalfutter nur in absoluten Ausnahmefällen zugelassen ist, sind nebst optimalen Haltungsbedingungen Kenntnisse des Tierbetreuers über komplementär-medizinische Methoden eine grosse Hilfe.

Im Jahr 2000 stellte der Grossverteiler Coop in Zusammenarbeit mit der Bio Pool AG seine Belieferung mit BioSchweinen sicher. Aktiv wurden BioSchweinezüchter und -mäster angeworben. Die Preise waren gut und die Produktion wuchs. Mit knapp 18 000 geschlachteten Schweinen lag sie 2004 leicht über der Nachfrage, so dass die Preise sanken. Darauf gaben viele BioBauern ihre Schweinehaltung auf. Als in den Jahren 2008 bis 2010 beide Grossverteiler nach zusätzlichen BioSchlachtschweinen fragten, gestaltete sich deren Beschaffung wesentlich schwieriger als erwartet. Bei Coop zeichnet sich Konstanz ab In den letzten beiden Jahren baute

Grafik: Mengenentwicklung Bio-Schlachtschweine 20 000

Quelle: Bio Suisse

Anzahl pro Jahr

1 .– 3. Quartal

16 000 12 000 8 000 4 000 0

2000

UFA-REVUE · 12 2012

2006

2012

Coop eine Vertragsproduktion auf und sprach damit direkt Produzenten an, die auf Bio umstellen wollten. So wurde eine regelmässige wöchentliche Belieferung sichergestellt. Planbarkeit ermöglichte es dem Detailhändler, neue Produkte einzuführen. Das stärkte den Absatz an Fleischprodukten wie BioWürsten oder -Schinken. Für das Jahr 2013 erwartet Coop eher Konstanz im Absatz von Bio-Schweinefleisch. Urs Weingartner, verantwortlich für den Einkauf von Labelfleisch, warnt: «Es braucht vorläufig nicht noch mehr Bio-Schweine.» In diesem vergleichsweise kleinen und damit verletzlichen Markt sollten keine Wagnisse eingegangen werden: «Bio-Schweine müssen verkauft sein, wenn sie geboren werden!», so Urs Weingartner. Laut Coop gibt es Betriebe, die per Januar 2012 in die Vertragsproduktion eingestiegen sind. Coop wird von diesen Betrieben noch bis Ende 2013 Umstellschweine abnehmen. Bereits seit Längerem nimmt Coop keine neuen Umstellbetriebe mehr auf.

Migros-Sortiment

Michèle Hürner

Werner Ammann

ausgebaut

Der Bio-Schweinefleischabsatz ist auch bei Migros seit 2011 gewachsen. In einzelnen regionalen Genossenschaften verkauft Migros mariniertes Bio-Schweinefleisch, und auch in der Charcuterie wurde das Sortiment stark ausgebaut: Bratspeck, Walliser Rohschinken und Aufschnitt in Bio-Qualität gehören unter anderem erst seit diesem Jahr zum Sortiment. Eine nationale Ausweitung mit Frischfleisch und SchweinefleischGrillartikeln ist momentan in Prüfung. Abhängig davon muss die Produktion geplant werden. 䡵

Autoren Michèle Hürner, Produktmanagerin Fleisch, Geflügel, Fisch, Bio Suisse, 4053 Basel. Werner Ammann, Präsident der Fachkommission Fleisch, 9608 Ganterschwil.

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DF_SH7_Spandau_1212_2012 27.11.12 18:19 Seite 58

MARKTGERECHTE SCHWEINEPRODUKTION NUTZTIERE

Zwischen Ökonomie und Vorschriften IN DEUTSCHLAND steht die Schweineproduktion im internationalen Vergleich gut da. In Zukunft ist wegen verschärften Umwelt- und Tierschutzmassnahmen mit steigenden Produktionskosten zu rechnen. Das wird die Exportmöglichkeiten beeinflussen.

Peter Spandau

Insbesondere die Schweinemast hat in den vergangenen zehn Jahren in Deutschland eine enorme Entwicklung durchgemacht.

110 % Selbstversorgung Heute sind auch in Familienbetrieben 2000 bis 4000 Mastplätze vorhanden. Diese sind – anders als in der Sauen- und Milchviehhaltung – nicht nur zu Lasten eines erheblichen Strukturwandels, verbunden mit dem Ausscheiden kleinerer Betriebe, entstanden, sondern insbesondere durch ein Wachstum der gesamten Branche. So konnte Deutschland seinen Selbstversorgungsgrad von unter 90 % Ende der 90er Jahre auf heute gut 110 % ausdehnen und ist damit zu einem Nettoexporteur für Schweinefleisch geworden.

Geld verdient Möglich war diese Entwicklung vor allem deshalb, weil auf das sehr schlechte «Schweinewirtschaftsjahr» 1998/99 kein Jahr mehr folgte, in dem mit der Schweinemast kein Geld zu verdienen war, teilweise allerdings auf Kosten der Ferkelerzeuger. Dies führte nicht nur subjektiv zu einer dauerhaft guten Stimmung bei Schweinemästern – mit dem Drang, den eigenen Betrieb zu erweitern. Positive Entwicklungen bei den biologischen Leistungen taten ein Übriges.

International konkurrenzfähig Bezüglich Arbeitskapazität haben sich die Wachstumsgrenzen deutlich nach oben verschoben. In Verbindung mit modernen Ställen kann eine Arbeitskraft heute etwa 3000 Mastplätze allein betreuen. Insgesamt hat diese Entwicklung dazu geführt, dass der Schnitt der 58

Betriebe das Kilogramm Schlachtgewicht für 1.50 Euro brutto produzieren kann. Da sich die eigentlichen Wachstumsbetriebe tendenziell im oberen Leistungsbereich befinden, liegen deren Produktionskosten eher unter 1.45 Euro brutto. Bereinigt man diesen Wert für einen internationalen Vergleich noch um die Umsatzsteuer, ergeben sich Produktionskosten von 1.30 Euro je Kilogramm netto. Damit ist insbesondere die Schweineproduktion im Nordwesten Deutschlands international konkurrenzfähig, auch wenn die aktuelle Situation durch die hohen Futterkosten um etwa 30 Eurocent je Kilogramm ungünstiger ausfällt.

Tierhaltung, welche Standorte mit hoher Konzentration erheblich verteuern.

Verteuerung

der

Produktion

Die strukturellen Vorteile dieser Regionen – dazu gehören beispielsweise die durchschnittliche Bestandsgrösse der Betriebe und die hohe Dichte von Futtermühlen, Schlachtstätten und Verarbeitungsbetrieben – werden dadurch mittlerweile beinahe vollständig konterkariert. So liegen in Nordwestdeutschland die Kosten der Gülleverwertung derzeit bei etwa 8.00 Euro netto je Kubikmeter und belasten das Mastschwein zusätz-

Attraktive Märkte In Verbindung mit der steigenden Nachfrage nach Schweinefleisch auf dem Weltmarkt waren dies bislang gute Voraussetzungen für die deutsche Schweineproduktion. Denn nur mit niedrigen Produktionskosten besteht die Möglichkeit, auf attraktiven Importmärkten wie beispielsweise Russland oder Ostasien mit Ländern wie den USA oder Brasilien zu konkurrieren.

Bedingungen ändern sich Ob die positive Gesamtsituation auf Dauer so bleibt, ist fraglich. Wesentliche Faktoren haben in der jüngeren Vergangenheit dazu geführt, dass sich in den Hochburgen der deutschen Schweineproduktion – ähnlich wie in den Niederlanden und Dänemark – die Produktionskosten nachhaltig erhöhen. Dabei handelt es sich nicht um die global steigenden Futterkosten, sondern vielmehr um die umwelt- und steuerrechtlichen Rahmenbedingungen für die 12 2012 · UFA-REVUE


DF_SH7_Spandau_1212_2012 28.11.12 10:23 Seite 59

MARKTGERECHTE SCHWEINEPRODUKTION NUTZTIERE lich mit fast 5.00 Euro. Aufgrund mangelnder Fläche werden zudem immer mehr Schweine gewerblich und nicht mehr landwirtschaftlich gemästet. Weitere 3.00 Euro zusätzliche Kostenbelastung je Schwein. In jüngster Zeit fordern die Genehmigungsbehörden beim Bau grösserer Stalleinheiten immer häufiger den Einbau einer Abluftreinigung zur Minderung der Geruchs-, insbesondere aber auch der Ammoniakemissionen. Dies sind weitere zirka 3.50 Euro, die an zusätzlichen Kosten je Mastschwein gerechnet werden müssen. In der Summe steigen damit die Produktionskosten der Mastschweine, die in Neubauten gemästet werden, um etwa 11.00 bis 12.00 Euro. Das sind rund 12 Eurocent je Kilogramm Schlachtgewicht und damit eine im internationalen Vergleich durchaus beachtliche Grösse.

Tierschutz Unabhängig von diesen standortspezifischen Gegebenheiten ändern sich auf EU- und Bundes-Ebene die Anforderungen an den Schutz der Nutztiere. In der Schweinemast betrifft dies beispielsweise den Flächenbedarf und den Einsatz von Beschäftigungsmaterial bis hin zur Nutzung von Stroh.

Rechtlich verbindliche Forderungen gibt es bislang noch nicht. Diese werden aber nicht mehr lange auf sich warten lassen. Unabhängig davon, was genau kommt, steht fest, dass die Produktionskosten steigen werden.

Fazit Bislang ist die deutsche Schweineproduktion im europäischen und weltweiten Vergleich gut aufgestellt. Auf wichtigen Drittlandsmärkten konnte auch mit Konkurrenten ausserhalb von Europa durchaus mitgehalten werden. Gerade das in Nordwestdeutschland vorhandene Know-how und die guten Strukturen in dieser Region machten dies möglich. In Zukunft ist davon auszugehen, dass die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Schweineproduktion abnimmt. Es besteht die Hoffnung, dass der deutsche Verbraucher dieser Entwicklung Rechnung trägt und moderat höhere Preise akzeptiert, insbesondere wenn sie durch ein Mehr an Tierschutz begründet sind. Auf den internationalen Märkten wird es jedoch deutlich schwerer werden. Hier zählt oftmals nur der Preis. Sich gegen Länder wie Brasilien zu behaupten, wird äusserst schwer werden. 䡵

Tabelle: Betriebsergebnisse 2010/11 Schweinemastauswertung Nordrhein-Westfalen Schnitt beste 25 % Mastplätze 1.800 2.390 Futterverwertung (1:) 2.86 2.81 Tageszunahme (g) 775 794 Tierverluste (%) 2.27 1.96 Schlachterlös (€/kg SG) 1.54 1.55 Ferkelpreis (€/25kg) 52.96 52.77 Futterpreis (€/dt) 24.09 22.87 DKfL (€/Schwein) 21.44 28.12 Umtriebe 2.73 2.84 DKfL (€/Platz) 58.36 79.88 Produktionskosten (€/kg SG) 1.50 1.44 DKfL = Direktkostenfreie Leistung

beste 10 % 2.820 2.80 799 2.12 1.56 52.21 22.07 3128 2.92 91.38 1.41

Deutsche Familienbetriebe haben Schweineställe mit 2000 bis 4000 Mastplätzen. Bild: agrarfoto.com

Autor Peter Spandau, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, 48147 Münster (Deutschland), www.landwirtschaftskammer.de

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UFA-REVUE · 12 2012

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DF_NT0_Kurznews_1212_2012 27.11.12 18:27 Seite 60

KURZMELDUNGEN NUTZTIERE

So werden Schotte & Co. komplett Toro gibt Gas Am Toro-Höck vom 8.11., der vom UFA-Beratungsdienst Wil organisiert wurde, stellte Patrick Wirth, Technischer Dienst UFA, die laufenden Projekte vor. Der Versuch «Kraftfuttermast» ist beinahe abgeschlossen. In einem neu gestarteten Versuch wird die Pulverkonzentration in der Kälberaufzucht gegenüber der bisherigen Empfehlung wesentlich erhöht. Auch wurde über das neue Wägeprogramm informiert, das in der Testphase angelangt ist. Der ToroFütterungsplan enthält neu einen Mischwagenplan, eine Futterkostenberechnung pro Tier sowie eine Kontrollmöglichkeit nach UFA W-FOS, das die unterschiedliche Fermentationsdauer der Futter-

mittel im Pansen berücksichtigt und in der Milchviehhaltung seit Jahren erfolgreich angewandt wird. Ziel ist es, den Pansenbakterien jederzeit genügend Energie und Eiweiss zur Verfügung zu stellen. Nur so können hohe Tageszunahmen erreicht werden. Swiss Quality Beef und QMMuni sind nach wie vor gesucht, orientierte Ivan Meuwly, Anicom, über die Tendenzen am Markt. Die Nachfrage nach schönen Rindern stiegt. Wer sich für einen Einstieg in die Grossviehmast interessiert, meldet sich bei der UFA oder Anicom. Im Bild das Toro-Team Wil: Stefan Inauen, Ignaz Hutter, Patrick Wirth, Roland Lienhard, Yvan Meuwly (beide Anicom), Nik Eigenmann und neu Oliver Schmidt (v.l.n.r.).

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Der Einsatz von Magermilch, Käserei-Schotte oder Milchnebenprodukt-Konzentraten in der Kälbermast ist mit hohen Anforderungen verbunden. Milchnebenprodukte erfordern höchste Hygiene und sind beschränkt haltbar. Mit der Wahl eines passenden Milchergänzers liegen hohe Mast- und Schlachtleistungen drin. Zentral ist ein auf den Bedarf abgestimmter Anteil Milchprotein in der Ration. Kleine Kälber

können pflanzliche Proteine nur zu rund 50 % verdauen. Zudem ist mit allergischen Reaktionen und Blähungen zu rechnen. Der Einsatz einer Startermilch deckt den Bedarf zu Mastbeginn optimal, bevor im letzten Mastmonat auf ein Milchpulver mit mehr Pflanzeneiweiss umgestellt wird. Die Konsistenz und teils auch Gehalte von Milchnebenprodukten schwanken. Wichtig ist die tägliche Tier- und Konsumkontrolle,

um die Pulverdosierung anpassen zu können. Die meisten Milchnebenprodukte-Konzentrate müssen mit Wasser ergänzt werden. Der Trockensubstanzgehalt soll von 100 g pro Kilogramm bei Mastbeginn auf maximal 220 g bei Mastende angehoben werden, vorausgesetzt, es wird zusätzlich Wasser angeboten. Schotte enthält viel Natrium, was ohne genügende Wasseraufnahme Störungen verursachen kann. Zur Ergänzung von Milchnebenprodukten eignen sich Milchpulver wie UFA 209 start (siehe Top-Angebote im «UFA aktuell»), UFA 205 plus (zu Magermilch), UFA 208 start/ UFA 208 (zu Protofit) oder UFA 209 (zu Schotte u.a.). Fordern Sie beim UFA-Beratungsdienst die Tränkepläne zu Ihrem Mastregime an. Alex Dumas, UFA-Kälbermastspezialist

Gummiböden im Vorteil

Mangelhaftes Kolostrum

Kühe auf Gummiböden werden nach der Kalbung früher wieder trächtig und leiden seltener an Stoffwechselkrankheiten und Klauenproblemen, zeigen Studien. Auf elastischem Untergrund sind die Tiere weniger gestresst, so eine mögliche Erklärung. Untersuchungsergebnisse an der Ludwig-Maximilians-Univer-

Kolostrum ist nur in 40 % der Fälle gut genug, um neugeborene Kälber gegen Krankheitserreger genügend widerstandsfähig zu machen, hat eine Studie an der Iowa State University anhand 67 Farmen gezeigt (gemäss dlz). Analysiert wurden die Immunglobulin-Zusammensetzung und Gesamtkeimzahl. Die Verabreichung entsprechender Konzentrate ist daher schon in den ersten Lebenswochen empfehlenswert.

30-jährige Forschungsarbeit gewürdigt. Werner Zimmermann befasste sich als Leiter der Schweineklinik Bern mit den Gesundheitsstörungen des Schweins, Peter Vögeli war Leiter des Blutgruppenlabors und unter anderem auf der Suche nach Genmarkern beim Schwein. Beide Wissenschaftler werden in den kommenden Monaten in Pension gehen. Ruedi Mani bedankte sich als Geschäftsführer der Suisag in Anwesenheit der Schweinezüchter für ihre Verdienste um die Schweineproduktion. Eines der Hauptthemen an der diesjährigen Tagung war der Stand bei der Genomischen Selektion, worüber Zuchtleiter Henning Luther berichtete.

MMA: Bei grossen Würfen häufiger

sität München ergaben, dass ein Anteil von 20% abrasive Matten gegenüber Beton in der zweiten Laktationshälfte zu weniger Sohlengeschwüren führt. Mortellaro trat auf elastischen Böden anfangs Laktation seltener auf. Begründet wird dies mit einer signifikanten Erhöhung des Ballens. Die Vorteile von Gummiböden für den Stoffwechsel hängen mit einem rascheren Übergang zwischen Fettschmelzung und -wiederaufbau zusammen.

Sauen mit vielen Ferkeln sind stärker gefährdet, an Mastitis-Metritis-Agalaktie (MMA) zu erkranken. Das zeigt eine Studie der Universität Halle-Wittenberg mit 1200 Sauen (SUS 5/2012). In Folge der MMAErkrankung ist die Anzahl der totgeborenen Ferkel höher.

Einsatz gewürdigt An der Kern- und Vermehrungszüchter-Tagung der Suisag wurden die Professoren Peter Vögeli (ETH Zürich) und Werner Zimmermann (Universität Bern) für ihre mehr als

Werner Zimmermann und Peter Vögeli. 12 2012 · UFA-REVUE


DF_UFA_Aktuell_1212_2012 27.11.12 18:28 Seite 61

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UFA-AKTUELL UFA-ACTUEL

UFA Junior Support Neue Aufzuchtstrategie Die Zellen, welche das spätere Leistungspotenzial einer Kuh bestimmen, werden in den ersten Lebenswochen gebildet. Unter dem Namen «UFA Junior Support» lanciert UFA ein neues Fütterungsund Dienstleistungsprogramm für die Milchviehaufzucht. Die Nährstoffversorgung in den verschiedenen Abschnitten der Aufzucht wird konsequent auf eine gute Tiergesundheit, hohe Zunahmen, ein frühes Abkalbealter und hohe Milchleistungen ausgerichtet. Um das genetische Potential der Kälber zu nutzen, müssen die Tränkemenge (auf mehrere Gaben verteilt) und die Tränkekonzentration (UFA 207) in den ersten drei

Lebenswochen erhöht werden. UFA 116, Dürrfutter und der UFA-Kälberleckstein – ab der zweiten Lebenswoche ad libitum – bieten beste Voraussetzungen für hohe Zunahmen und eine frühe Entwicklung zum Wiederkäuer.

UFA-Aufzuchtfutter sind jetzt mit einem Rabatt von Fr. 4.– / 100 kg, UFA-Aufzuchtmilchen mit einem Rabatt von Fr. 12.– / 100 kg erhältlich.

TIPP DES MONATS CONSEIL DU MOIS UFA 262: jetzt Aktion!

Einfach, aber effektiv UFA 262 verringert Ketosegefahr Zu den wirkungsvollsten Massnahmen, um eine gute Gesundheit und eine hohe Lebensleistung der Milchkuh zu erreichen, gehört die Minimierung des Energiedefizits rund ums Abkalben. Das gelingt durch die Förderung eines hohen Verzehrs und den Einsatz energiereicher Futter. Lebendhefen gelten als Probiotika. Sie bilden Enzyme und Vitamine, die für die Pansenbakterien nützlich sind, verbrauchen Sauerstoff und verbessern so die Bedingungen für anaerob lebende Mikroben. Letztere bauen Zellulose schneller um, wodurch die PassaUFA-REVUE · 12 2012

gerate und der Verzehr steigen können. In einem Versuch der Universität Hohenheim gaben Kühe mit Laktationsleistungen von 10 000 kg täglich 1.7 kg mehr Milch, weil sie Futter mit Lebendhefen frassen. UFA 262 ist ein ener-

giereiches Diätfutter mit Propylenglykol, Lebendhefen, und weiteren wertvollen Zusätzen. Es vereint die Eigenschaften eines Startphasenfutters und von Propylenglykol in einem Produkt und vereinfacht so die Fütterung.

Das Problem

Geringerer Verzehr und Mangel an leicht verfügbarer Energie in der Startphase, übermässiger Körperfettabbau, Bildung von Ketonkörpern, Belastung des Stoffwechsels.

Die Symptome

Fehlende Fresslust, Abfall der Milchleistung, hoher Milchfettgehalt bei gleichzeitig tiefem Milcheiweissgehalt.

Die Lösung

Mit UFA 262 Diätfutter anfüttern und drei bis sechs Wochen nach dem Abkalben in Mengen von 2 bis 4kg an Stelle eines Milchleistungsfutters verabreichen. 61


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UNTERWEGS MIT... EN ROUTE AVEC…

…Schweinespezialist Heinz Seelhofer

Gute Erfahrungen mit Ad-libitum-Fütterung Seit Frühling 2012 leitet Heinz Seelhofer das Schweinespezialisten-Team der UFA Sursee. Vorher engagierte er sich während vieler Jahre als Leiter des UFA-Versuchsbetriebs Bühl. Die UFA führt in Hendschiken (AG) eigene Versuche mit Schweinen, Geflügel und Kälbern durch, um neue Fütterungsstrategien, innovative Futter oder Futterzusätze unter Schweizer Bedingungen zu prüfen. Die Erkenntnisse fliessen in die Beratung und Rezeptur der UFA-Futter ein. Heinz Seelhofers oberstes Ziel ist es, die Wirtschaftlichkeit der Schweineproduktion mit seinem Know-how verbessern zu helfen.

Umstallstress minimiert Heute steht ein Besuch bei Leo Hodel, Egolzwil, auf dem Programm. Der Betrieb Hodel betreibt Milchwirtschaft und ist innerhalb eines AFP-Rings (arbeitsteilige Ferkelproduktion) aufs Abferkeln spezialisiert. Der intensive Umtriebsplan stellt höchste Anforderungen an die Fütterung, Haltung und das Management. Mit rund 25 Lebenstagen werden die Ferkel abgesetzt und verkauft («Babyferkel»). 27 bis 28 Tiere pro Sau und Jahr. Um den Umstallstress für die

Schweine zu minimieren, schaut Heinz Seelhofer, dass innerhalb des AFP-Rings gleiche Futter verabreicht werden.

112 MJ pro Sau und Tag Leo Hodel ernährt seine Sauen während der Säugezeit ad libitum mit UFA 361-4. Gefüttert wird vormittags mit einem Ad-libitum-Automaten. Dabei ist die Beobachtung der Sauenkondition wichtig. «Im Schnitt fressen die Sauen 8 kg Futter pro Tag», stellt Leo Hodel fest. Mit UFA 361-4 EXTRA (14 MJ pro kg) entspricht dies 112 MJ VES. Vor dem Abferkeln wird die Ration auf 2.5 bis 3 kg rationiert und dann bis zum fünften Säugetag kontinuierlich gesteigert, bevor auf das Ad-libitum-Regime umgestellt wird. Die Milchleistung der Sau nimmt dadurch langsam zu, so dass sich der Stoffwechsel darauf einstellen kann. Höhere Absetzgewichte Mit einer Ad-libitum-Strategie erhöht sich die Futteraufnahme während der Säugezeit. Die Sau verliert weniger Körpergewicht, gibt mehr Milch und die Absetzgewichte der Ferkel verbessern sich. «Fällt Futter auf den Boden, fressen es die Ferkel auf», stellt Leo Hodel fest. «Mit der Vorratsfütterung spare ich Arbeit und MMA kommt kaum vor», nennt der Betriebsleiter weitere Vorteile. Offene Tränken Damit die Sau viel Trockenfutter frisst, muss sie entspre-

chend saufen können. Vor dem Abferkeln werden pro Tag bis 15l aufgenommen, danach bis 45l. Leo Hodel fördert die Wasseraufnahme, indem er offene Tränkebecken ohne Nippel anbietet und auf eine gute Hygiene achtet.

Beobachtung und Anfütterung Abferkelnde Sauen beobachtet Leo Hodel intensiv, um die Verluste gering zu halten. Lange Nabelschnüre werden – möglichst ohne Zug auf den Nabel – gekürzt. Sie hindern die Ferkel sonst beim Laufen. Zahnspitzen werden abgeschliffen, um Zitzenverletzungen bei der Sau zu vermeiden. Schwache Ferkel erhalten UFA-Startpaste. Dieses Produkt kann oral verabreicht werden. Es ist energiereich, enthält Eisen, L-Carnitin, Vitamine und weitere Wirkstoffe, die einen erfolgreichen Lebensstart unterstützen und die fehlende Kolostrumaufnahme bei schwachen Tieren etwas kompensieren, ersetzt aber die normale Eisengabe nicht. Wenn möglich, wird die UFAStartpaste gleich am ersten Lebenstag (1 – 3 Pumpstösse = 2 – 6 ml) verabreicht. Je nach Entwicklung der Ferkel erfolgen im Abstand von rund drei Tagen ein bis zwei weitere Gaben. Die Anfütterung der Ferkel beginnt ab dem dritten Lebenstag. Der speziell auf die Bedürfnisse säugender Ferkel angepasste Prestarter wird auf die Wühlerde verteilt.

Der Betrieb Hodel bei Egolzwil.

Heinz Seelhofer, 6025 Neudorf Geboren:

1. November 1964

Tätigkeiten:

Betriebsleiter auf dem Versuchsbetrieb UFABühl, Hendschiken, ab 1990; seit 2012 Ressortleiter im UFA-Beratungsdienst Sursee

Hobbys:

Skifahren, kulinarische und kulturelle Anlässe, Kochen, Sport allgemein

Motto:

«Den Schweinehalter mit dem optimalen Futter, der passenden Fütterungsstrategie und Know-how unterstützen.»

62

12 2012 · UFA-REVUE


DF_UFA_Aktuell_1212_2012 27.11.12 18:29 Seite 63

Der Milchviehstall wurde im Modulsystem gebaut. «Gegenüber einer Holzkonstruktion konnte ich mit dem Blachenkonzept rund 80 000 Fr. sparen», sagt Leo Hodel.

Grosse werden versetzt Damit 28 Absetzferkel erreicht werden können, braucht es eine optimale Strategie, die Ferkel zu versetzen. Wo die Zitzenzahl oder Milch nicht ausreicht, werden grosse Ferkel einem anderen Wurf zugeteilt. Grosse Ferkel können sich in der neuen Familie besser durchsetzen. Erträge erhöhen, Kosten senken Aktuell prüft Leo Hodel, einen Aufzuchtstall zu bauen, um mit den Ferkeln eine höhere Wertschöpfung zu erzielen. Die Idee wird umgesetzt, sobald sein

Betriebsspiegel Leo Hodel, 6243 Egolzwil Nutzfläche: 22 ha

Beim Inauen-System, das Leo Hodel mit viel Eigenleistung eingerichtet hat, sind alle Ferkel auf einen Blick vom Gang aus ersichtlich.

Sohn den Militärdienst absolviert hat. Auf der Kostenseite hat der Betrieb Hodel bereits Massnahmen getroffen. So erfolgt die Gülleausbringung mittels Schleppschlauch-System in Zusammenarbeit mit fünf weiteren Betrieben. «Dadurch sparen wir eine Menge Arbeit», sagt der Betriebsleiter. 䡵

Tierhaltung: 23 Zuchtsauen (AFP), 44 Milchkühe, Jungviehaufzucht (zum Teil auswärts) Pflanzenbau: 3.4 ha Silomais, Grünland Arbeitskräfte: Betriebsleiter-Ehepaar

Heinz Seelhofer und Leo Hodel analysieren die Sauenleistungen.

BLICKPUNKT POINT DE VUE EXTRA-Futter fördert Klauengesundheit Leo Hodel, Egolzwil (LU)

«Der AFP-Ring ermöglicht es, sich zu spezialisieren und grössere Posten zu vermarkten.» UFA-REVUE · 12 2012

UFA-EXTRA-Futter, wie es auf dem Betrieb Hodel zum Einsatz kommt, steht für Höchstleistungen und gesunde Klauen bei den Muttersauen. Es enthält: • L-Carnitin für eine optimale Verwertung der Energie • alle wichtigen Aminosäuren, insbesondere auch Methionin und Cystin für den Klauenaufbau • Biotin und Vitamin A für eine hohe Hornqualität • organisch gebundene Spurenelemente (u.a. Zink, Kupfer und Selen) für die Keratin- und Hornzellenbildung Die Abgangsrate aufgrund von Klauenproblemen vermindert sich dank EXTRA-Futter, wie Praxiserfahrungen zeigen. 63


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ERFOLG IN DER PRAXIS SUCCÈS DANS LA PRATIQUE

LESE-FUTTER À LIRE Verbesserte Kotkonsistenz bei Kälbern Die Aufzuchtmilchen UFA 207 instant (zu Vollmilch) und UFA 207 plus (zu Wasser) enthalten den Zusatz «OptiCell». Diese natürliche Lignocellulose verbessert die Kotkonsistenz und hat einen stressmindernden Effekt. UFA-Aufzuchtmilchen sind jetzt mit einem Aktionsrabatt von 12 Fr./100 kg erhältlich!

Markus Rhyn, Thörigen (BE) mit Sakramento.

Kein Kotwasser dank HYPONA-Florsana Seit die Pferde von Markus Rhyn HYPONA-Florsana erhalten, gehört Kotwasser der Vergangenheit an. Zwei seiner Pensionäre kämpften schon länger mit dem lästigen Verdauungsproblem und den damit verbundenen unangenehmen Folgen. Seit Februar erhalten sie deshalb täglich 100 g HYPONA-Florsana, welches sehr gerne gefressen wird. Bei beiden Pferden zeigte sich ein klarer Erfolg. Der Reitlehrer Markus Rhyn ist erleichtert:

«Dank Florsana ist es den Pferden wieder wohl. Beim Misten sparen wir nun Zeit und Stroh, das macht das Produkt längstens bezahlt.» Kotwasser kann das Wohlbefinden betroffener Pferde massiv beeinträchtigen, wenn diese krankhafte Erscheinung längere Zeit auftritt. Neben der Verschmutzung gehören Hautläsionen sowie der Verlust von Mineral- und Wirkstoffen zu den Folgen. Da rund 80 % der Immunzellen im Darm ange-

siedelt sind, leidet das ganze Immunsystem. HYPONA-Florsana enthält Johannisbrot und Lebendhefen, welche die Verdauung unterstützen und die Darmflora stabilisieren. Die ausgewogene Komponentenwahl sorgt weiter für eine ausgezeichnete pH-Pufferung bei Pferden mit empfindlichem Magen. HYPONA-Florsana erhalten Sie bis am 12. Januar 2013 mit 10 % Rabatt in Ihrer LANDI.

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Mehr Sicherheit mit UFA-Risikoschutz Mehr als durch die Kälber- und Futterpreise wird die Wirtschaftlichkeit der Kälbermast durch den Anteil Tierverluste bestimmt. Wichtig ist, Schwachpunkte früh zu erkennen und sich Schritt für Schritt zu verbessern. Die Zusammenarbeit mit dem UFA-Kälbermastspezialisten und dem Bestandestierarzt ist hilfreich. Gibt es dennoch Tierabgänge, bietet der UFA-Risikoschutz zusätzliche Sicherheit.

Vorteile für Kälbermäster: • Zusammenarbeit mit einem Partner, der Verantwortung übernimmt. • Finanzielle Beteiligung an unvorgesehenen Ertragsausfällen (75 bis 64

400 Fr. pro Kalb, je nach Fütterungsmethode). • Unkomplizierte Abwicklung.

Interessiert? Dann melden Sie neu einzustallende Mastkälber schriftlich beim UFA-Beratungsdienst für den Risikoschutz an. Sollte trotz sorgfältiger Betreuung ein Mastkalb wegen Herzschlag, Blähung, Infektion oder Unfall eingehen, kontaktieren Sie Ihren UFA-Kälbermastspezialisten. Über die Beteiligungsanteile und Bedingungen des UFA-Risikoschutzes informiert eine Wegleitung. Fragen Sie Ihren UFABerater oder in der LANDI.

ProRumin für Aufzucht Die Kälberfutter UFA 114 und UFA 116 enthalten «ProRumin» mit Lebendhefen (Pansenaktivität), Kräutermischung (Schmackhaftigkeit) und Puffersubstanzen (richtiges Pansenmilieu). Beide Futter sind jetzt mit einem Aktionsrabatt von 4 Fr. / 100 kg erhältlich!

Fotowettbewerb UFA prämiert die schönsten Bilder zum Thema «Kaninchen» mit Futtergutscheinen im Wert von 100 bis 200 Fr. Senden Sie Ihr bestes Foto bis Ende Dezember 2012 an UFA AG, Marketing, Biblis 1, 3360 Herzogenbuchsee oder per E-Mail an marketing@ufa.ch

Frohe Festtage! UFA wünscht Ihnen schöne Festtage, einen guten Rutsch ins neue Jahr und viel Glück in Haus und Stall.

UFA-Berater Conseiller UFA 3052 Zollikofen 058 434 10 00 1070 Puidoux 058 434 09 00 6210 Sursee 058 434 12 00 9500 Wil 058 434 13 00 ufa.ch 12 2012 · UFA-REVUE


Inserate UR 1212 D_2012 27.11.12 15:14 Seite 65

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Unterschrift: Bitte in Druckschrift ausfüllen und einsenden an: Schweizer Agrarmedien GmbH, Dammweg 3, Postfach 737, 3000 Bern 25 Telefon 031 958 33 37, Fax 031 958 33 34, E-Mail: verlag@agrarmedien.ch

BAUERNZEITUNG OFFIZIELLE WOCHENZEITUNG DER BÄUERLICHEN ORGANISATIONEN DER SCHWEIZ


DF_NT1_Roggli_1212_2012 27.11.12 18:30 Seite 66

GENETIK NUTZTIERE

Mit Geduld zum Ziel EIGENBESTANDSBESAMUNGEN sind vorwiegend auf grösseren Betrieben ein Thema. Erfolgreich ist, wer dazu das nötige Flair mitbringt und Übung hat. Kann der Belegungszeitpunkt optimal gewählt werden, ist eine Trächtigkeit wahrscheinlicher. Nicht zu lösen vermag die Eigenbestandsbesamung jedoch Fehler bei der Fütterung und Haltung.

Meist sind es grössere Betriebe mit über 40 Kühen, die ihre Tiere selber besamen. Um hohe Trächtigkeitsraten zu erreichen, braucht es Geduld und Übung.

Zu den Vorteilen der Eigenbestandsbesamung gehört, dass der Besamungszeitpunkt selber bestimmt und der Besuchstarif des Besamungstechnikers eingespart werden kann. Vertiefte Kenntnisse der Anatomie und des Fruchtbarkeitsgeschehens führen tendenziell zu einer aufmerksameren Beobachtung der Herde und ermöglichen es, genauer einzuschätzen, ob ein Tier brünstig ist. In Zweifelsfällen steht einer zweimaligen Besamung kurz hintereinander nichts im Wege.

Optimale Ergänzung minimiert Nährstoffverluste Wo qualitativ hochstehendes Grundfutter knapp ist, gilt es umso mehr, aus dem Vorhandenen das Optimum herauszuholen. Die Fütterung auf dem Betrieb Allemann basiert auf dem UFA W-FOS-System. Anhand der Kondition der Tiere, der Milchleistung und –inhaltsstoffe wird die Rationsergänzung laufend optimiert. Die Milchviehration setzt sich aus Gras-, Maissilage, Dürrfutter, getrockneter Luzerne, Proteinkonzentrat, Minex 976 und einem Puffer zusammen. Über die Abrufstation erhalten die Kühe zusätzlich UFA 249, UFA 263 und UFA-Ketonex (Propylenglykol-Würfel) phasen- und leistungsgerecht zugeteilt. Ist die Ration sowohl am Futtertisch als auch an der Abrufstation ausgeglichen, erfolgt die Fermentation im Pansen optimal. Die Nährstoffverluste sind gering, die Milchleistung, -gehalte und Tiergesundheit gut. Wasser-Pulver ist einfacher Die Aufzuchtkälber werden auf dem Betrieb Allemann mit UFA 207 plus (siehe Top-Angebote, UFA aktuell) zu Wasser getränkt. Die Vollmilch wird vollständig vermarktet. Das ist wirtschaftlich interessant, weil keine Milch herumgetragen werden muss und der Reinigungsaufwand am Tränkeautomaten tiefer ausfällt. Der Erlös, der durch die Vermarktung der Milch bei der lokalen Käserei erzielt wird, deckt die Kosten für das Pulver. Martin Perret, Fütterungsspezialist im UFA-Beratungsdienst 66

Wichtig sind eine hygienische Durchführung sowie die korrekte Lagerung der Spermadosen. Denn der Vorteil geringerer Besamungskosten kann durch sinkende Befruchtungserfolge rasch weggefressen werden. Beim Entscheid, selbst zu besamen, und bei Problemtieren ist die Zusammenarbeit mit erfahrenen Besamungstechnikern und Tierärzten empfehlenswert.

Kurse für Tierhaltende, die ihre Kühe oder Rinder selber besamen wollen, werden vom Rindergesundheitsdienst, von ABC Genetics, von der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften sowie an einigen Landwirtschaftsschulen im Rahmen der Betriebsleiterausbildung angeboten. Wird der Kurs im Ausland absolviert, ist eine Zusatzausbildung in der Schweiz über die hiesigen Bestimmungen und eine entsprechende Zusatzprüfung nötig. Absolventen dürfen nur im eigenen Betrieb oder im Betrieb ihres Arbeitgebers Tiere besamen.

Wie viel braucht’s? Peter Allemann, Untervaz (GR), hat eine Ausbildung für Eigenbestandsbesamer besucht. Seither besamt er seine Brown-Swiss-Kühe und Rinder selber und macht auch die Trächtigkeitskontrollen in Eigenregie. Einmal pro Monat wird das Sperma eingekauft. Zu schätzen, von welchem Stier wie viel Samen benötigt wird, ist nicht einfach. Dafür hat der Züchter den Besamungszeitpunkt selbst in der Hand. Fällt die Kuh am Morgen

auf, ist der optimale Zeitpunkt am Abend. «Gegenüber früher haben sich die Fruchtbarkeitskennzahlen durch die Eigenbestandsbesamung höchstens minim verbessert», stellt Peter Allemann fest. Pro Trächtigkeit braucht es auf seinem Betrieb rund 1.5 Besamungen (Rassendurchschnitt: 1.9). Rechtzeitige und erfolgreiche Belegungen setzen ein professionelles Fruchtbarkeitsmanagement, aber auch eine bedarfsgerechte Fütterung und Kuhkomfort voraus (siehe Kästen).

Zando Berna Alles geht einfacher, wenn es Spass macht. Wie sein Vater ist auch Peter Allemann ein leidenschaftlicher Viehzüchter. «Ich habe Freude an der Viehzucht und will etwas bewirken», begründet er. Erste Priorität hat für Peter Allemann die Milchleistung. An zweiter Stelle steht ein schönes Euter. Zu den besten Kühen auf dem Betrieb zählt Zando Berna, die Titel an zahlreichen Schauen gewonnen hat. An der IGBS-Schau 2012 wurde sie Vizechampion, im Vorjahr Schöneuter-Siegerin und Mention honorable. Um von wertvollen Kühen viele Nachkommen zu erhalten, führt Peter Allemann Embryotransfer durch. So auch bei Zando Berna, die vielversprechende Nachkommen hervorgebracht hat. Gemäss Betriebsliste des Braunviehzuchtverbandes liegen die Laktationsleistungen auf dem Betrieb bei knapp 9000 kg Milch, 3.9 % Fett und 3.5 % Eiweiss. Zirka zehn Nutzkühe werden pro Jahr verkauft. Wann kommt der nächste Glenn? Von den aktuellen Stieren favorisiert Peter beispielsweise Robbie 12 2012 · UFA-REVUE


DF_NT1_Roggli_1212_2012 27.11.12 18:31 Seite 67

GENETIK NUTZTIERE (gut bezüglich Milch, Fundament, Leichtkalbigkeit), Ippo (Rahmen, Becken, Euter) oder Alexi (Fruchtbarkeit, Geburtsverlauf und Euter). Milchstarke Kühe belegt er gern mit Jongleur-ET (Nutzungsdauer, Exterieur). Beliebt ist auch Blooming-ET, ein Glenn-Sohn, wegen seiner vorzüglichen Eutervererbung. Was Peter Allemann zurzeit etwas vermisst, ist ein kompletter Stier, bei dem einfach alles stimmt, wie damals Glenn-ET.

Von der Talzone bis zur Bergzone 3

In Zukunft will der Betriebsleiter die Homogenität innerhalb seiner Kuhherde noch verbessern. Das heisst, die schlechteren Kühe sollen das Niveau der besten Kühe erreichen. Eine breite Spitze erhöht die Auswahl beim Selektionieren und damit den Zuchtfortschritt. Zudem lässt sich eine homogene Herde leichter füttern, weil die Kühe einen ähnlichen Bedarf haben. 䡵

Hoch gebaut Auf Kuhkomfort wurde bei der Stallplanung hoher Wert gelegt. Die Boxen- und Gangmasse sind grösser dimensioniert als vorgeschrieben. Mit einer Stallhöhe von 10m und Wänden, die geöffnet werden können, ist für eine gute Lufterneuerung und ein angenehmes Klima gesorgt.

Schamaun BS Zando Berna, EX 95, HL 12 714 kg Milch, 4 % Fett, 3.6 % Eiweiss. Bild: Han Hopman

Die Parzellen des Betriebs Allemann reichen von der Talzone bis zur Bergzone 3. Die tiefsten Parzellen liegen auf 500 m, die höchsten auf 1600 m über Meer. Über 18 ha haben eine Neigung von über 18 %. Für unterschiedliche Topographien braucht es unterschiedliche Maschinen. Peter Allemann hält die Mechanisierungskosten tief, indem er nur gebrauchte Maschinen kauft und diese gut pflegt. Erfolg mit Ketonex 20 der 50 Kühe und das Jungvieh werden gealpt. Abkalbesaison ist im September und Oktober. Als Erfolgserlebnis erwähnt Peter Allemann den Einsatz von UFA-Ketonex zur Bekämpfung chronischer und akuter Ketosen. Das gewürfelte UFA-Ketonex mit Propylenglykol wird rund ums Abkalben und bei Ketoseverdacht über die Abrufstation verabreicht. Es verbessert die Energiebilanz nach dem Abkalben, eine wichtige Voraussetzung für eine gute Fruchtbarkeit. Ausserdem nehmen die Kühe bei genügender Energieversorgung in der Startphase mehr Grundfutter auf.

Peter und Prisca Allemann bewirtschaften zusammen mit Mutter Anni Allemann, zwei Lehrlingen und Aushilfen in Untervaz (GR) einen 43-haBetrieb. Neben der Milchviehhaltung (50 Kühe und Aufzucht) wird auch Gemüse(Chicorée, Karotten, Spinat) und Ackerbau (Silomais) betrieben.

Autor Matthias Roggli, UFA-Revue, 3360 Herzogenbuchsee.

INF BOX INFO

www.ufarevue.ch 12 · 12

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DF_NT2_Eugster_1212_2012 27.11.12 18:31 Seite 68

NUTZTIERE

Lohnt sich nur in Ausnahmefällen EINE VERLÄNGERTE LAKTATION kann bei Hochleistungskühen wirtschaftlich sein – allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen, wie eine Berechnung zeigt.

Michael Eugster

Martin Raaflaub

Christine Flury

Auch bei verlängerten Zwischenkalbezeiten (ZWKZ) bringen Hochleistungskühe bis vor dem Trockenstellen noch respektable Tagesgemelke bei erhöhten Inhaltsstoffen. Dafür sinken die Milchleistung und der Kälbererlös pro Kalenderjahr.

In einer Semesterarbeit an der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften (HAFL) in Zollikofen wurde berechnet, wann sich längere Zwischenkalbezeiten (ZWKZ) wirtschaftlich lohnen. Grundlage für die Untersuchungen bildete ein Datensatz von 100 000 Laktationsabschlüssen bei

Grafik: Je später besamt, desto eher trächtig Kühe in der 2. Laktation Anteil in %

1.0 0.8 0.6 0.4 0.2 0.0 21– 30

61 – 70 101 – 110 Rastzeit in Tagen

141 – 150

1. Besamung nicht erfolgreich 1. Besamung erfolgreich

Tabelle: Wirtschaftlichkeit einer verlängerten Laktation Hochleistungskühe, 395 Tage Zwischenkalbezeit (Modellrechnung, in Fr.) Erlöseinbussen bei Kosteneinsparungen bei Verlängerung um 30 Tage Verlängerungum 30 Tage Laktation 1. – 3. 1. Laktation alle Laktationen Milcherlös – 70.35 – 30.60 Kraftfutter – 48.00 Kälbererlös – 33.25 – 33.25 Tierarzt – 16.50 Besamung – 17.92 Total – 103.60 – 63.85 – 82.42 Differenz* – 21.18 +18.57 * zu einer Zwischenkalbezeit von 365 Tagen 68

Ob früher oder später – eine erfolgreiche Abkalbung ist immer eine Freude.

Schweizer Braunviehkühen (1. bis 3. Laktation) und die zugehörigen Fruchtbarkeitsdaten aus dem Milchjahr 2008/ 2009. Der Datensatz wurde freundlicherweise von Braunvieh Schweiz zur Verfügung gestellt. Daraus wurden die 10 % Kühe mit der höchsten Milchleistung ausselektioniert. Verglichen wurde jeweils die Standardlaktation (ZWKZ 365 Tage) mit einer um 30, 60 oder 90 Tage verlängerten Laktation.

Die Datensatz-Auswertung zeigte, dass die ausgewählten Hochleistungskühe mit einer späteren Besamung als am 70. Laktationstag • einen höheren Besamungserfolg hatten (Grafik). • eine durchschnittlich um 150 kg höhere 305-Tage-Leistung aufwiesen. • in den letzten drei Monaten der verlängerten Laktation im Durchschnitt noch zirka 20 kg Milch pro Tag gaben. Die Modellberechnungen zeigten, dass ab einer Persistenz von etwa 90 % eine Verlängerung der ZWKZ um 30 Tage ökonomisch sinnvoll sein kann. Die Kosteneinsparungen können somit die Ertragseinbussen bei Erstlaktierenden auffangen, weil diese eine bessere Persistenz aufweisen (Tabelle). Bei den älteren Kühen überwiegen die Ertragseinbussen im Durchschnitt der Fälle. Allerdings ist die Differenz nicht bedeutend. Verlängerungen um 60 oder 90

Tage dagegen sind bei allen Altersgruppen finanziell klar nachteilig.

Effekt auf die Folgelaktation? Im Modell nicht berücksichtigt wurde der Einfluss der Laktationslänge auf die nachfolgende Laktation. Eine israelische Studie wies eine Leistungssteigerung in der folgenden Laktation nach, wenn die Kühe in der vorgängigen Laktation 60 Tage später besamt wurden. Es wäre interessant, diesen Sachverhalt mit Daten nachzuprüfen.

Fazit Eine Laktationsverlängerung um 30 Tage kann wirtschaftlich sein: • bei Hochleistungskühen mit einer Persistenz von über 90 %. • bei überdurchschnittlich hohen Kraftfutter-, Tierarztkosten oder Fruchtbarkeitsproblemen. 䡵

Autoren Michael Eugster hat kürzlich die Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften (HAFL) erfolgreich abgeschlossen und ist jetzt Projektleiter Social Media/Rassenpromotion bei Braunvieh Schweiz, 6300 Zug. Martin Raaflaub (wissenschaftlicher Mitarbeiter) und Christine Flury (Dozentin Tiergenetik), HAFL, 3052 Zollikofen, haben die Semesterarbeit betreut. www.hafl.bfh.ch

INF BOX INFO

www.ufarevue.ch

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DF_Branchenverz_1212_2012 27.11.12 16:15 Seite 69

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DF_NT3_BergerEmmenegger_1212_2012 27.11.12 18:54 Seite 70

NUTZTIERE

Anforderungen ans Kälberfutter MIT HOHEN ZUWACHSLEISTUNGEN bei jungen Aufzuchtkälbern legt man den Grundstein für eine leistungsfähige, gesunde und langlebige Milchkuh. Dabei spielt die Qualität des Kraftfutters eine entscheidende Rolle. Eine intensive Fütterung in den ersten Lebensmonaten verbessert die Voraussetzungen für den späteren Aufzuchtverlauf entscheidend.

Elleen Berger

Jacques Emmenegger

In den ersten Lebensmonaten benötigen Aufzuchtkälber einerseits eine ausreichende Versorgung mit hochwertiger Milch (siehe UFA-Revue 10/12). Andererseits wird eine schnelle Entwicklung zum Wiederkäuer angestrebt, um eine hohe Nährstoffaufnahme aus dem Pansen zu gewährleisten und ein frühes Absetzen von der Milch zu ermöglichen.

Das Wachstum der Pansenzotten und –mikroben wird beim Kalb durch den Einsatz von Kraftfutter begünstigt. Der Grund sind die aus der Stärkefermentation stammenden Propion- und Buttersäuren, die die Entwicklung der Pansenzotten positiv beeinflussen. Die Pansenzotten vergrössern die Oberfläche, die zur Aufnahme von Nährstoffen aus dem Pansen zur Verfügung steht. Daher enthält Kälberfutter einen hohen Anteil Stärke. Raufutter (Heu) dagegen hat nur einen geringen Einfluss auf die Ausbildung der Pansenzotten, hilft aber, das

Pansenvolumen zu vergrössern und wirkt positiv auf die Pansenmuskulatur und den Pansen-pH. Damit das Absetzen von der Milch ohne Wachstumseinbruch erfolgt, müssen die Qualität und die Menge (siehe Kasten) des Kälberfutters stimmen.

Proteine Für das Muskelwachstum ist eine ausreichende Proteinversorgung im ersten Halbjahr wichtig. Von Bedeutung in einem Kälberfutter ist nicht nur die Menge, sondern auch die Qualität des Proteins. Da die Bildung von Mikrobenprotein zu Beginn der Pansenentwicklung noch relativ gering ist, muss das Aminosäuremuster des Futterproteins, wie für einen Monogastrier, möglichst optimal den Ansprüchen der Kälber entsprechen.

Futterzusätze Die Kälber brauchen für ihr Wachstum spezifische Vitamine und Mineralstoffe. Neben einem, im Vergleich zum Milchviehfutter, erhöhten Gehalt an Vitamin A, D und E,

enthält das Kälberfutter B-Vitamine. Diese werden beim fertigen Wiederkäuer ausreichend im Pansen gebildet und dem Kraftfutter in der Regel nicht zugesetzt. Kälberfutter weist eine gezielte Mineralisierung auf, um den hohen Ansprüchen für Wachstum und Entwicklung gerecht zu werden. Gute Kälberfutter enthalten zudem Lebendhefen zur Förderung der Pansenfunktion.

Am liebsten Flocken Für einen erfolgreichen Einsatz muss das Futter folgende Eigenschaften aufweisen. 1. Hohe Verdaulichkeit 2. Gute Schmackhaftigkeit 3. Gute Verträglichkeit der Komponenten Kälber mögen gröberes Futter wie Flocken oder Würfel. Das Flockieren von Getreide hat zudem den Vorteil, dass Stärke teilweise aufgeschlossen und damit leichter enzymatisch verdaulich wird. Diese Wirkung wird auch in expandierten Würfeln festgestellt. Wie bei

Versuch von Haus Riswick: Besser 2 als 1 kg Eine intensive Fütterung junger Kälber lohnt sich, bestätigt ein Fütterungsversuch am Landwirtschaftszentrum Haus Riswick. Untersucht wurden zwei Gruppen à 18 Holsteinkälber, die neben Milch über eine Transponderfütterung individuell Kraftfutter abrufen konnten. Gruppe 1 erhielt maximal 1 kg Kraftfutter je Tier und Tag, Gruppe 2 bis 2 kg. Gruppe 2 erreichte zwischen dem 75. und 150. Lebenstag gute Zunahmen von 1 kg je Tier und Tag, Gruppe 1 nur 800 g. Die unterschiedlichen Kraftfuttergaben hatten auf die Stoffwechselparameter zentraler Organe keinen erkennbaren Einfluss. Um das Wachstumspotential optimal zu nutzen, sollten einem Aufzuchtkalb ab dem ersten Monat bis zum Absetzen also rund 2 kg Kraftfutter pro Tag verabreicht werden. In diesem Lebensabschnitt begünstigen Tageszunahmen von 1 kg eine gute Kälbergesundheit, eine frühe Erstbesamung, tiefe Aufzuchtkosten und eine hohe Milchleistung als Kuh. Was in den ersten sechs Monaten verpasst wird, kann später nicht mehr aufgeholt werden, ohne die Verfettung des Euters (weniger Milch) oder der Eierstöcke (Fruchtbarkeitsprobleme) zu riskieren. 70

Auf die Bedürfnisse junger Kälber abgestimmt: UFA 116. 12 2012 · UFA-REVUE


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NUTZTIERE Im Rahmen des «UFA Junior Support» (siehe «UFA aktuell») wird die Fütterungsintensität gezielt ans angestrebte Abkalbealter angepasst. Hier Hans-Ueli Baumgartner, UFA (r.), und Markus Schädeli, der in Wohlen (AG) einen Aufzuchtbetrieb führt.

Früh entscheidet sich, wer problemlos trächtig werden kann Beim Futterwechsel anfangs Winter und im Frühling sowie bei Hitze kann die Fruchtbarkeit von Aufzuchtrindern leiden. Mit einem Schnitt von 1.3 Besamungen pro Trächtigkeit steht der Betrieb Schädeli, Wohlen (AG), gut da. Zu den Erfolgsfaktoren gehört – neben einem guten Fruchtbarkeitsmanagement – eine bedarfsgerechte Fütterung: Im ersten Halbjahr Vollgas (siehe Lauftext), danach extensiver, aber ausgewogen und bedarfsgerecht. UFA W-FOS für Aufzuchtrinder Markus Schädeli hat seine 60 bis 70 Aufzuchttiere in vier Gruppen unterteilt. Die nach UFA W-FOS berechnete Ration besteht aus Dürrfutter, Frühlings- und Herbstgrassilage. Mineralisiert wird die Mischung mit Viehsalz, UFA 994, UFA 995 (mit Selen) und UFA 195 (mit Biotin). Ab der Tiefstreue fressen die Rinder zusätzlich Stroh (Gerste, Weizen, Dinkel, Raps) und können so ihren individuellen Strukturbedarf decken. Die jüngste Gruppe erhält 1 bis 2 kg UFA 116 pro Tier und Tag über die

allen Futter wird bei der Auswahl der Komponenten auf Schmackhaftigkeit (beispielsweise keine Bitterstoffe) und Verträglichkeit geachtet.

Fazit Die Art und Qualität des Kraftfutters beeinflusst die Entwicklung junger Kälber wesentlich. Spezifisch konzipierte Kälberfutter wie UFA 116 enthalten schmackhafte, gut verdauliUFA-REVUE · 12 2012

Mischration verteilt. Futterumstellungen erfolgen in kleinen Schritten. Mix aus Herbst- und Frühlingssilage Je nach Jahr enthält Grassilage aus dem ersten Schnitt viel Zucker. Im Herbst verschieben sich die Gehalte der Wiesen in Richtung Eiweiss. Frühlings- und Herbstsilage ergänzen sich also gut. Zu beachten ist jedoch eine genügende Magnesiumergänzung, da die Magnesiumgehalte der Wiesen sowohl im Frühling als auch im Herbst (zu) tief sein können. Kartoffeln für Jungvieh? Die Abgangsware aus seinen 4 ha Kartoffeln gibt Markus Schädeli grösstenteils an Milchviehbetriebe ab. Bei den kleinen Kälbern ist der Kartoffeleinsatz wegen der Azidosegefahr begrenzt, bei den Rindern wegen der Verfettungsgefahr. Das Fütterungssystem UFA W-FOS zeigt hierbei die Möglichkeiten und Grenzen fundiert auf. Neben herkömmlichen Werten wie NEL oder APD werden auch

che und verträgliche Rohkomponenten, eine gezielte Vitaminierung und Mineralisierung sowie Lebendhefen. Zudem sind sie in Flockenform verfügbar. Damit soll die frühe Kraftfutteraufnahme gefördert und eine gute Entwicklung der Kälber unterstützt werden. Kälberfutter eignen sich für die Verabreichung in den ersten Lebensmonaten bis mindestens zum Absetzen. 䡵

die Fermentationsgeschwindigkeit und anteile im Pansen berücksichtigt, was eine optimale Ergänzung und Futtereffizienz ermöglicht. Nichts dem Zufall überlassen Die Partner von Markus Schädeli wünschen ein Erstkalbealter von 25 bis 26 Monaten. Besamt wird ab 400 kg Lebendgewicht. Mit zirka fünf Wochen nach der Belegung erfolgt die Trächtigkeitskontrolle durch den Tierarzt etwas früher als gewöhnlich, um Nachbesamungen bereits in Woche 6 vornehmen zu können. Brunstkalender und die Aufzeichnung der Fruchtbarkeitsgeschichte für jedes Einzeltier dienen Markus Schädeli als Kontrollinstrument. In der Gruppe der über 17 Monate alten Tiere läuft ein Hereford-Stier mit, der allfällige «Nachzügler» belegen darf. Hans-Ueli Baumgartner, UFA-Beratungsdienst, 5703 Seon

Autoren Elleen Berger und Jacques Emmenegger, Technischer Dienst, UFA AG, 3360 Herzogenbuchsee, www.ufa.ch 4 Fr./100 kg Rabatt auf UFAAufzuchtfutter – bis am 19.1.2013 in Ihrer LANDI

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NUTZTIERE

Wachstum bei Milch und Energie IN NORDDEUTSCHLAND verfolgen grosse Milchviehbetriebe einen strammen Wachstumskurs. Aufgrund steigender Erlöse aus dem Ackerbau rechnen die Milchproduzenten auch nach der Aufhebung der Milchquoten im Jahr 2015 nicht mit einer Überproduktion. Kritisch auf wachsende Tierproduktionsanlagen blickt ein Teil der nicht-bäuerlichen Bevölkerung.

Endlose Futterachsen, stallgrosse Melkstände, Siloanlagen mit Hektarenmassen – auf der milchwirtschaftlichen Exkursion von Agrar Reisen und UFA-Revue, die auf neun Betriebe im Bundesland Niedersachsen führte, gab es viel zu bestaunen.

Verzehnfacht Faszinierend ist die Effizienz mancher Betriebe. So erreicht Dirk Böschen eine Produktivität von 750 000 l Milch pro Arbeitskraft und Jahr. Sein Betrieb in Grasberg zählt 900 Kühe, die von zwei Herdenmanagern, neun Melkern und einem Fütterer betreut werden. Innert 20 Jahren wurde die Kuhzahl mehr als verzehnfacht. Andere Betriebe wie jener der Becken Agrar GmbH, Loxstedt-Hetthorn, lasten bestehende Gebäude aus, erweitern sie mit einfachen Massnahmen und sammeln Eigenmittel für Investitionen.

An Stelle von Mais schlucken die Biogasanlagen vermehrt Rindergülle.

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Kritische Grössen Neben den ganz Grossen gibt es in Norddeutschland auch viele mittelgrosse Betriebe. Verschiedentlich wird festgestellt, dass 50- bis 150-Kuh-Bestände von der Betriebsleiterfamilie ein besonders hohes Arbeitsaufkommen erfordern, da der Kostendruck die Anstellung zusätzlicher Arbeitskräfte beschränkt. Manche streben mehr Kühe an. Moderne Manage-

mentinstrumente und neue Technik machen es möglich, die Gebäude-, Einrichtungs- und Lohnkosten auf immer mehr Milch zu verteilen. Kritisch werden grosse Ställe von Seiten der Bevölkerung gesehen. Politische Einschränkungen nehmen zu. So muss vor dem Bau eines Milchviehstalls nachgewiesen werden, dass nahgelegene Wälder nicht durch Ammoniakemissionen geschädigt werden.

Vorwiegend Fremdfinanzierung Je nach Abnehmer variieren die Milchpreise zwischen 25 und 33 Euro-Cent je Kilogramm. Damit sind die besuchten Betriebsleiter zufrieden, da die Preise vor Kurzem noch unter 20 Euro-Cent lagen. Als reine Futterkosten werden 11 bis 20 Euro-Cent angegeben. Zu schaffen machen die Sojapreise, die sich seit letztem Sommer fast verdoppelt haben. Angestellte, die auch Managementaufgaben erledigen, verdienen um die 20 Euro pro Stunde, «reine» Melker deutlich weniger. Der Stallplatz inklusive Melkeinrichtungen und Gülleloch kostet zwischen 2000 und 4000 Euro. Wachsende Betriebe sind vorwiedend fremdfinanziert. Je nach Hypothek fallen Jahreszinse von 2.2 bis 4.8 % an. Die Grösseneffekte erlauben es, aus den laufenden Einnahmen bald Amor-

Gebaut wird einfach und flexibel, wie hier auf dem Betrieb Lürssen, Uthlede.

tisationen zu tätigen. Trotzdem sind bei hoher Verschuldung eine genaue Kalkulation und Nerven erforderlich, besonders in einem schlechten Jahr, wie es einer der besuchten Betriebe kürzlich erlebt hat. Wegen Mykotoxinen im Silomais und dadurch entstandener Euterprobleme konnte viel weniger Milch abliefert werden als geplant und Kühe gingen ab. Im Rahmen des EU-Förderprogramms zur Entwicklung im ländlichen Raum werden zukunftsträchtige Ställe in Niedersachsen mit Subventionen von bis 40 % beziehungsweise maximal 400 000 Euro (über drei Jahre) unterstützt.

«Zuerst Kohle, dann Träume», sagt Conny Derboven. In der Herde des bekannten Holsteinzüchters und Goldwyn-Fans befinden sich aktuell 23 Kühe mit über 100 000 kg Lebens-

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NUTZTIERE Die Laktationsleistungen liegen bei 9000 bis 11 000 kg. Trotz moderner Brunsterkennungsmethoden liegen die Besamungen pro Trächtigkeit oft über 2. Remontiert wird im Schnitt etwa ein Drittel der Kuhherde. Mut für eine Nische hat der Biohof Elite in Ahlden/Elite.

leistung. Alle drei Derboven-Töchter mögen Kühe und übernehmen Verantwortung im Stall. Interessant ist auch, dass Stiersperma nicht pro Dose, sondern pro Trächtigkeit bezahlt wird, «ein positiver Anreiz für die KB-Organisation», erklärt Conny Derboven.

Bis ins Detail durchgeplant Eindruck macht das Management auf Betrieben wie jenem von Claus Lürssen, der pro Jahr 8.5 Millionen Kilogramm Milch produziert und nun die 10-Millionen-Marke anstrebt. Da wird nichts dem Zufall überlassen. Aktivitäten wie Klauenpflege oder Trockenstellen haben ihren festen Platz im Wochenplan. Standards werden den Mitarbeitenden in schriftlicher Form abgegeben. Wie in der Industrie oder im Büro stempeln die Leute zu Arbeitsbeginn ein und am Feierabend wieder aus. Zur Erleichterung des Kuhmanagements werden Hilfsmittel wie Milchalarmlisten, Aktivitätsmessung, Brunstdetektoren oder Kameras in der Abkalbebox herangezogen. Jede Kuh hat ihr Protokoll, das Behandlungen und Brunstdaten zusammenfasst. Zu den weiteren Trends gehören: • Einstreu von Kalk-Stroh-Gemisch in Tiefboxen • Einsatz von gesextem Sperma • Abkalbeboxen mit mehreren Kühen (weniger Stress) • tägliches Fiebermessen bis zwei Wochen nach dem Kalben (vor allem bei Erstlaktierenden) • drei Mal melken pro Tag (höhere Milchleistungen) • Vertränken von eingefrorener Kolostralmilch mehrerer Kühe (steigert Qualitätssicherheit) • tiefe Erstkalbealter (bis 21 Monate) • ad-libitum Milch für Aufzuchtkälber bis drei Wochen («metabolische Programmierung» für höhere Zuwachsund Milchleistungen) UFA-REVUE · 12 2012

Flächeneffizienz mit Mais Die Futterrationen bestehen zu mindestens zwei Dritteln aus Silomais, der bloss einen Erntedurchgang erfordert und pro Fläche mehr Trockensubstanz abliefert als Silogras. Für Laktierende werden bis vier verschiedene Mischrationen hergestellt. Hinzu kommt die Galtmischung. Der Kraftfutteranteil beläuft sich auf bis 10 kg pro Kuh und Tag. Auf Weide wird verzichtet oder sie dient vorwiegend dazu, die Tiere zu bewegen und von der Sonne beglücken zu lassen.

Der Biogasboom führt zu Rohstoffknappheit. Auf 800 Euro pro Hektare und mehr sind die Pachtpreise gestiegen. Lag der Deutschland-weite Durchschnittspreis für Landwirtschaftsland vor fünf Jahren noch bei 9200 Euro, werden aktuell bis 30 000 Euro bezahlt. Statt Land zu pachten oder zu erwerben, kaufen manche Betriebe das Grundfutter jetzt zu. Maissilage liefert mit rund 200 m3/t den höchsten Biogasertrag ab. Aufgrund der staatlichen Förderung und weil überschüssiger Hofdünger in einigen Gebieten keinen Abnehmer findet, gehört neu auch Karl Becken zu den Milchproduzenten, die Gülle über eine eigene Biogasanlage verwerten. Der Biogasertrag von Rindergülle beläuft sich auf bloss 25 m3/t. Dafür dient das Biogas-Substrat noch als Dünger, der viel angenehmer riecht als Gülle. Schiebersysteme führen gegenüber Spaltenböden zu gasreicherer Gülle, vorausgesetzt, der Mist wird umgehend ins Loch abgeschoben. Keine Angst vor dem 2015 Per April 2015 soll die Milchquotenregelung in der EU aufgehoben werden. Alle befragten Milchproduzenten machen sich diesbezüglich keine Sorgen. Seit 2009 sei die Quote nie mehr ausgeschöpft worden. Wegen dem grossen Maisbedarf für die Biogasproduktion fokussieren viele Betriebe auf Ackerbau.

Mit diesem Karussell melkt der Betrieb Brokering, Eydelstedt, 230 Kühe pro Stunde. Weil die Melkung von aussen stattfindet, können die Kühe geradeaus ins Karussell spazieren.

Wasserbüffel Auch Betriebe, die auf Nischen setzen, gibt es in Niedersachsen. Der Biohof Eilte hält neben Holsteinkühen, deren Milch 45 EuroCent pro Kilogramm wert ist, auch 20 Wasserbüffel. Die Büffel leben bis 20 Jahre lang. Sie werden in einem mobilen Melkstand auf der Weide gemolken. Zu den Herausforderungen gehört bei den sonst sehr gutmütigen Tieren die Melkbarkeit, stellt Herdenmanager Tino Bullmann fest. Bei der geringsten Aussergewöhnlichkeit halten Büffel ihre Milch zurück. Der Büffelmozzarella findet seine Abnehmer auf Bauernmärkten rund um Hannover. Fazit Je mehr Milch produziert wird, desto wichtiger werden die Planung, Personalführung und das Controlling im Aufgabenheft des Betriebsleiters. Trotz teils hoher Verschuldung sind norddeutsche Wachstumsbetriebe optimistisch. Der Biogasboom nimmt Druck vom Milchmarkt und führt dazu, dass nach der Quotenaufhebung im 2015 nicht mit Überproduktion zu rechnen ist. Für die Biogasproduktion verwendet, bringt Gülle neben der Düngewirkung einen zusätzlichen Nutzen. 䡵

Iglus haben arbeitswirtschaftliche Nachteile, erweisen sich aber bezüglich Kälbergesundheit auf grossen Betrieben wie jenem von Marc Benninghoff, Bremervörde-Bevern, als vorteilhaft.

Autor Matthias Roggli, UFA-Revue, 3360 Herzogenbuchsee. Die milchwirtschaftliche Exkursion vom 9. bis 11. Oktober wurde von Agrar Reisen organisiert und von der UFA-Revue begleitet. Eine solche Exkursion findet jeden Herbst statt.

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DF_NT6_Erni_1212_2012 27.11.12 18:38 Seite 74

NUTZTIERE

Zeit gespart, Leistung erhöht TRÄNKEAUTOMATEN Viele Milchproduzenten überlegen, wie sie die Arbeitsproduktivität erhöhen können. In der Kälberaufzucht reduziert ein Tränkeautomat den Arbeitsaufwand und verbessert die Zunahmen. Bei tiefen Milchpreisen lohnt es sich, dem Automaten auch gleich ein paar Mastkälber «anzuschliessen». Ebenso wichtig wie ein passendes Gerät sind die richtige Installation und ein funktionierender Service.

Alfred Erni

Ein Tränkeautomat hilft, Arbeit sparen. Darüber hinaus hat er einen positiven Effekt auf das Wohlbefinden, die Gesundheit und Zunahmen der Kälber: • Richtige Tränketemperatur von 41 °C gewährleisten. • Exakte Dosierung des Milchpulvers und tierindividuelle Zuteilung der Tränkemengen. • Die Kälber können ihren Michkonsum auf den ganzen Tag verteilen und übersaufen sich nicht. Dadurch werden Störungen wie Durchfall oder Blähungen seltener. • Der Milchkonsum des einzelnen Tiers kann überprüft werden.

Elektro- und Wasseranschluss Für den Betrieb des Tränkeautomaten braucht es einen 16-Ampere-Stromanschluss mit 5-Pol-Stecker und F1Schutzschalter. Der Wasserdruck der Zuleitung muss mindestens 2.5 bar und maximal 6 bar betragen. Sinkt der Wasserdruck zeitweise unter 2.5 bar, ist die Installation eines Wasserkastens erforderlich. Der Tränkeautomat kann auch mit vorgewärmtem Wasser (bis 38 °C) betrieben werden. Bei höheren Zulauftemperaturen wird eine Mischbatterie verwendet, um Warm- und Kaltwasser auf die entsprechende Temperatur zu mischen. Kabel und Leitungen müssen ausser Reichweite der Kälber sein.

Tierindividuelle Fütterung und Kontrolle Je nach Tränkeautomat und Fütterungscomputer kann die Tränkekonzentration und der Milchanteil tierindividuell eingestellt werden. Mittels Halsbandresponder werden die Einzeltiere am Automaten erkannt. Die Kontrolle des automatisch aufgezeichneten Milchkonsums dient als wichtiges Managementinstrument für den Betriebsleiter.

UFA-Servicetechniker Franz Blum überprüft die Setup-Einstellungen am Automaten. Darauf erfolgt die Kalibrierung und Kontrolle der Heizungstemperatur.

Modelle Kombi-Automaten eignen sich für das Verfüttern von Milchpulver und Frischmilch. Der Milchtank soll so nah wie möglich beim Tränkeautomaten sein. Bei Entfernungen von über 10 m Leitungslänge wird ein ¾-Schlauch verwendet. Daneben gibt es Pulver-Wasser-Automaten und Frischmilch-Automaten. Wird die Kälbertränke über den Fütterungscomputer der Kühe gesteuert, fällt die Wahl auf einen Systemautomaten. Eine Bedienung vor Ort erlauben die «Stand Alone» Modelle. Für die Aufzucht eignen sich Wasser-Pulver- oder Vollmilch-Pulver-Modelle.

Frostsicher Am besten wird das Gerät in einem separaten, frostfreien Raum untergebracht. Der Automat kann aber auch direkt im Stall aufgestellt werden. Gegen das Einfrieren der Milch-, Wasser- und Saugleitungen stehen verschiedene Frostschutzmassnahmen zur Verfügung. 74

Saugstellen Für bis 30 Aufzuchtkälber wird eine Saugstelle benötigt, wobei ab 15 Tieren kleine und grosse Kälber in zwei Altersgruppen geteilt werden. Die Entfernung zwischen Tränkeautomat und Saugstelle soll so gering wie möglich sein. Für kleine, ungeübte Kälber sollte die Saugschlauchlänge 3 m nicht überschreiten. Ab 3 m Saugschlauchlänge wird eine Servounterstützung empfohlen. Die Saugstelle wird auf einer Höhe von 65 bis 80 eingerichtet. Der Tränkeautomat kann höher stehen, wenn eine Gefällsteuerung verwendet wird. Idealerweise wird der Tränkeautomat an einem trockenen, für die Tiere unerreichbaren Platz nahe bei der Saugstelle hingestellt. 12 2012 · UFA-REVUE


DF_NT6_Erni_1212_2012 27.11.12 18:39 Seite 75

NUTZTIERE Damit sich Aufzuchtkälber früh zum Wiederkäuer entwickeln, ohne dabei einen Wachstumsknick zu erleiden, können Tränkeautomaten mit Kraftfutterautomaten kombiniert werden («kraftfutterabhängiges Abtränken»).

Hygiene leicht gemacht Darüber

UFA-Kälberspezialist Frédy Bessire (r.) erklärt den tierindividuellen Tränkeplan und die Bedienung des Vario-Automaten.

Mit einem Feindosierer für pulverförmige Zusätze lassen sich auch Wirkstoffkonzentrate wie UFA top-fit in Kleinstmengen tierindividuell zur Tränke hinzudosieren. Für flüssige Zusätze steht eine Dosierpumpe zur Verfügung.

hinaus gibt es weitere Optionen wie die automatische Kalibrierung, welche die Dosierungen täglich überprüft, anpasst und so eine optimale Futterverwertung ermöglicht, oder die automatische Reinigung und Fliegenschutzpakete, die Verunreinigungen vorbeugen. Edelstahlausführungen erleichtern die Reinigung und sichern eine Haltbarkeit von weit über fünf Jahren, vorausgesetzt, es werden Reinigungsmittel eingesetzt, die nicht korrosiv sind. Chlor greift Edelstahl an.

Schutz

vor

anderen

Tieren

Standbegrenzungen mit Türen am Eingang (beispielsweise «CalfProtect») sorgen für ungestörtes Saufen und dienen als Schutz vor gegenseitigem Besaugen. Eine Antränkpumpe erlaubt es, Milch via Knopfdruck in den Nuggi zu pumpen, damit das Kalb am Anfang nicht selber saugen muss. 䡵

Besserer Milchpreis mit Kälbermast Eloi Saucy bewirtschaftet in Lajoux (JU) einen Milchproduktionsbetrieb mit 40 ha Land, 60 Holsteinkühen und eigener Aufzucht. Um nicht allein vom Milchmarkt abhängig zu sein, hat der Betriebsleiter neben den Aufzuchtkälbern einen Raum für Mastkälber eingerichtet. Denn: Liegt der Milchpreis unter 60 Rp., kann mit Kälbermast tendenziell eine höhere Wirtschaftlichkeit erzielt werden. Auf dem Betrieb Eloi werden eigene Holsteinkälber und im Winterhalbjahr zugekaufte Tränker gemästet. UFA-Servicetechniker Franz Blum hat das Kombi-Gerät «Förster Vario» installiert, UFA-Kälberspezialist Frédy Bessire die Tränkepläne programmiert. Der Raum, wo sich der Tränkeautomat befindet, ist isoliert und von zwei Tiefstreue-Buchten umgeben. Beim Saufen stehen die Kälber auf einem 25 cm hohen «Podest», einem Spaltenboden, was die Einstellung der Nuggihöhe erleichtert. Um einen besseren Ausmastgrad zu erzielen, wird die Vollmilch mit Milchpulver ergänzt. Der Flüssigkeitsablauf ist am Automaten so platziert, dass Restmilch sofort abfliessen kann und Fliegen fernbleiben. Frédy Bessire erklärt dem Betriebsleiter alles und gibt die Bedienungsanleitungen ab. Mittels Direktfunktionstaste können das Milchanrecht, Alarm- oder Termintiere abgerufen werden. Der Prozessrechner bietet Speicherplatz für 150 Tiere in vier Fütterungsgruppen (A, B, C oder D). Jede Fütterungsgruppe verfügt über einen eigenen Tränkeplan mit unterschiedlichen Pulverdosierungen, Zusätzen, Mindest- und Maximalanteilen. Einige Tage nach der Inbetriebnahme geht Frédy Bessiere nochmals vorbei, um Fragen zu klären. Gibt’s Probleme, steht er – wie alle UFA-Kälbermastspezialisten – zur Verfügung. Bei Bedarf ziehen die UFA-Fütterungsberater spezialisierte Servicetechniker wie Franz Blum bei. Die Funktion und Kalibrierung der Automaten wird bei der UFA-Kundschaft regelmässig überprüft. Lukas Willener absolviert die Höhere Fachschule zum Agro-Techniker und machte bei der UFA ein Praktikum

Tränkt Aufzucht- und Mastkälber am selben Automaten: Eloi Saucy.

Keine Installation ohne Test. Gleich wird die Funktion des Zudosierers überprüft. Autor Alfred Erni, Leiter Kälberbereich, UFA AG, 9501 Wil. Tränkeautomaten inklusive Reparatur- und Unterhaltservice während 365 Tagen im Jahr – das bietet der UFA-Beratungsdienst. www.ufa.ch

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Zuerst Fieber messen MITTELS EINSTALLUNTERSUCHUNG erspart sich der Kälbermäster unnötige Kosten und Arbeit. Die Messung der Körpertemperatur ist eine zuverlässige Methode, den Gesundheitszustand eines neu einzustallenden Kalbes zu beurteilen. Kränkelnde Tiere müssen abgewiesen oder rasch behandelt werden.

Markus Duss

Einstalluntersuchungen sind ein wichtiges Puzzle im Gesundheitsmanagement auf dem Kälbermastbetrieb.

Das Einstallen der Tränker erfolgt auf dem Kälbermastbetrieb entweder im Rein-Raus-Verfahren oder mit einer kontinuierlichen Bestossung, wobei der Maststall nie leer bleibt.

Beim Rein-Raus-Verfahren wird meistens eine grössere Anzahl Kälber von einem Händler gleichzeitig angeliefert und der Mäster verliert schnell einmal die Übersicht, welche Tiere gesund und welche vielleicht krank sind. Der Mäster muss sich die Zeit einräumen, jedes einzelne Kalb einzufangen und einem kurzen Check zu unterziehen. Je nach Erfahrung ist er gut beraten, seinen Bestandestierarzt beizuziehen. 10 bis 15 Sekunden Als Erstes sollte bei jedem Kalb die Körpertemperatur gemessen werden. Mit den heuti-

gen elektronischen Fiebermessern dauert das 10 bis 15 Sekunden. Bei einer Abweichung von der normalen Körpertemperatur (38.5 °C bis 39.2 °C) weiss man sofort, ob etwas nicht stimmt und ob das Kalb noch genauer unter die Lupe genommen werden muss (Tabelle). Oft gibt es Kälber, die präsentieren sich noch gesund, haben aber bereits 40 °C Fieber. Wenn in diesem Stadium eine gezielte Behandlung gemacht wird, ist der Behandlungserfolg und der Krankheitsverlauf bedeutend besser als wenn das Kalb nicht mehr säuft, pumpt und die Ohren hängen lässt.

Kot und Nabel Beim Fiebermessen (im Enddarm) erfährt man meistens auch etwas über die Kotbeschaffenheit und hat Gelegenheit, einen Griff an den Nabel zu machen, um eine Nabelentzündung oder einen Nabelbruch zu entdecken. Kontinuierliche Einstallung Stallt ein Mäster kontinuierlich nur einzelne Kälber ein, oft ohne Zwischenhändler direkt vom Geburtsstall, kann er sich über die Gesundheit des Kalbes direkt beim Lieferanten informieren und er muss seine Aufmerksamkeit nur auf ein Kalb richten. Aber auch hier empfiehlt es sich, dem Kalb noch schnell Fieber zu messen und möglicherweise den Kauf hinauszuschieben, sollte das Kalb nicht gesund sein. Quarantäne für Kranke Kranke Kälber sollten in einer separaten Bucht oder noch besser in einem auch für die Luftzirkulation getrennten Stall in Quarantäne gehalten und behandelt werden. Ist dies nicht möglich, sollten sie

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Tabelle: Körpertemperatur erhöht (> 39.5 °C) Infektion: Lunge (pumpende Atmung, Husten, Tränen) Ohren (hängende Ohren) Nabel (gespannter Bauch) Durchfall Transportstress? normal (38.5 – 39.0 °C) Normal: munter? gesund! Krank: Durchfall Blähung Nabelbruch erniedrigt (< 38 °C) Krank: Durchfall Verdauungsstörung Kreislaufkollaps Nabelbruch Blutvergiftung Messfehler: Luft im Enddarm Massnahmen Eventuell Zurückweisung Quarantäne/Separation Gezielte Behandlung

gut sichtbar gekennzeichnet werden, um die nötige Überwachung und Behandlung zu vereinfachen. Auch die Mäster mit kontinuierlicher Bestossung sind mit einem Quarantänestall für zugekaufte Kälber gut beraten. Hier sollten die Kälber während zirka zehn Tagen angewöhnt werden und eine Einstallbehandlung (Impfung/Medizinierung) erhalten, bevor sie in die Mastgruppe kommen. 䡵 Autor Dr. med. vet. Markus Duss, Tierarztpraxis Beichle AG, 6182 Escholzmatt.

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Rapid spez. mit ZWA o. Brücke mit Ausweis Fr. 1700 寿 079 445 61 28 Zwillingspumpe Schweizer, für Gülle 寿 079 836 39 92 Paloxenkippgerät, neu, für Grosskisten oder für 2 Europaloxen, mit Dosierschieber, Fernsteuerung, 380 Volt, 寿 052 745 11 49 Hd-Reiniger Kränzle Therm C15/150, Warmwasser, Jg. 2007, ab Service 寿 055 440 34 64 Laubbläser Husqvarna 380BTS, Jg. 2010, 6 Monate Garantie, NP Fr. 1250, VP Fr. 600, ab Service 寿 055 440 34 64 RB-Wickler Tanco 1514 Twin, Bauj. 07, Fr. 10 500 寿 079 672 94 13 Tiba Kombiherd, Feuerung rechts, 4 el. Glaskeram.-Kochfelder, el. Umluftbackofen, Fr. 600 寿 079 672 94 13 Stapler-Toyota, Benzin, Hubhöhe 3.5 m, Hubkraft 1.5 t, Bauhöhe 2.3 m, Freihub 40 cm, mechanisch und optisch sehr guter Zustand, günstig 寿 079 422 30 55 Körnerschnecke, länge 5 m mit Fahrwerk, Fr. 350 寿 079 254 65 29 WIG-TIG Schweissanlage; 2 Pneu 9.5R20 寿 044 939 11 62 Plattwalze, 3.05 m breit, Durchmesser 29 cm, 320 kg 寿 079 653 96 35 Sämaschine Isaria mit Schleppscharen und Fahrgassenschaltung, 2.5 m, guter Zustand, Fr. 800 寿 052 747 11 91 Körnerschnecke mit Fahrwerk, Länge 7 m, Fr. 400 寿 052 747 11 91

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NUTZTIERE

Fast 300 Fr. mehr Ertrag pro Tier MUTTERKUHKÄLBER benötigen je nach Rasse und Grundfutterbasis etwas Ergänzungsfutter, um gute Zunahmen und optimale Schlachtresultate zu erreichen. Mit einem Automaten lässt sich das Kraftfutter tierindividuell zuteilen und die Kälber können in Ruhe fressen. Auf dem Betrieb Geisseler konnte der wirtschaftliche Ertrag dadurch deutlich erhöht werden.

Alex Barenco

Stephan Studinger

Für den wirtschaftlichen Erfolg in der Mutterkuhhaltung sind Faktoren wie die Fruchtbarkeit, der Geburtsverlauf oder die Auswahl der Zuchttiere entscheidend. Wichtig ist auch, dass die Schlachtqualität und das Schlachtgewicht des Kalbes passen.

Deckungsgrad Mutterkuhkälber werden im Alter von etwa zehn Monaten geschlachtet. Um einen guten Preis zu lösen, sollen sie zu diesem Zeitpunkt einen Fett-Deckungsgrad der Klasse 3 aufweisen. Mit Weidetieren lässt sich dieses Ziel aufgrund der grossen Bewegungsfreiheit und des Nährstoffgehaltes der Wiesen oft nicht erreichen. Gut gedeckte Tiere haben meistens einen günstigen Anteil intramuskuläres Fett, was ein schmackhafteres Fleisch garantiert. Beim Verkauf ungenügend ge-

deckter Tiere fallen relevante Preisabzüge an. Eine gezielte Kraftfuttergabe trägt zu einer besseren Fetteinlagerung bei.

Automat ermöglicht individuelle Fütterung Stellt sich noch die Frage, wie das Ergänzungsfutter am besten verteilt wird. Am Futtertisch werden kleine Kälber von den grösseren verdrängt. Das Kraftfutter wird von jenen Kälbern gefressen, die es am wenigsten brauchen. Über den ganzen Bestand gesehen, leidet daran die Effizienz des eingesetzten Futters. Besser, dafür etwas aufwändiger ist es, die Tiere am Futtergitter einzusperren und die passende Kraftfuttermenge einzeln zuzuteilen. Als ideale Lösung erweist sich der Einsatz eines Kraftfutterautomaten. Er ermöglicht die individuelle Zufütterung der Kälber mit minimalem Auf-

wand und ohne dass sich die Tiere gegenseitig bedrängen. Mit einem Wagen lässt sich der Automat auf die Weide verschieben, so dass die Tiere auch draussen auf ihre Rechnung kommen. Voraussetzung ist ein elektrischer Anschluss in der Nähe.

Futter über den ganzen Tag verteilt Die Haupternährung der Kälber basiert auf Grundfutter und Milch. Daneben besuchen sie mehrmals pro Tag den Kraftfutterautomaten, wo sie anhand eines Ohrenchips automatisch identifiziert werden. Die zugeteilte Kraftfuttermenge hängt vom Alter des Kalbes ab, wobei eine manuelle Steuerung jederzeit möglich ist. Ebenfalls kann die maximale Kraftfuttermenge pro Besuch und das minimale Zeitfenster zwischen den Besuchen eingestellt

Tabelle: Wirtschaftlichkeit der Zufütterung von Mutterkuhkälbern Feldversuch der Agro-Center Malters AG auf dem Betrieb Geisseler, Luzern/Littau Mutter Rasse Schlachtresultate 2010 Schlachtresultate 2011 der Mutter (ohne Kraftfutter) (mit Kraftfutter) Gewicht CHErlös Gewicht CHErlös (kg) TAX (Fr.) (kg) TAX (Fr.) 1 Limousin 256 T+3 2714 239 H3 2629 2 Kreuzung 195 T– 1 1950 235 C3 2632 3 Braunvieh 203 T+3 2152 232 H2 2482 4 Braunvieh 187 T+3 1982 209 C2 2278 5 Kreuzung 197 H2 2108 215 C3 2430 6 Grauvieh 165 T+2 1667 195 H2 2087 7 Kreuzung 216 T+2 2225 214.5 H2 2295 8 Limousin 181 H3 1991 270 C3 2970 9 Limousin 180 T2 1854 228 C3 2554 10 Limousin 206 T+2 2122 222.5 C3 2492 11 Grauvieh 158 T+3 1627 178 H2 1905 12 Braunvieh 214 H2 2290 225 T4 2295 13 Kreuzung 210 H2 2247 267 C3 2937 14 Limousin 191 H3 2101 234 C2 2551 Durchschnitt 197 2074 226 2467 78

Differenz Gewicht Erlös (kg) (Fr.) – 17 – 85 40 682 29 330 22 296 18 322 30 420 – 1.5 70 89 979 48 700 16.5 370 20 278 11 5 57 690 43 450 29 393

Futterkosten Gewinn

(Fr.) 98 78 70 70 105 52 63 140 100 70 70 98 90 92 85

(Fr.) – 183 604 260 226 217 368 7 839 600 300 208 – 93 600 358 308

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NUTZTIERE

Sojafreie Ergänzungsfutter für die Mutterkuhhaltung Gemäss Mutterkuh Schweiz dürfen Mutterkühe und Mutterkuhkälber bis zum Absetzen nicht mehr mit sojahaltigen Futtermitteln gefüttert werden. In der Ausmast ist die Verwendung von Soja nach wie vor zugelassen. Der Kauf sojahaltiger Futtermittel ist für Mutterkuhhalter seit November 2012 untersagt. Die auf dem Hof vorhandenen Sojaprodukte können noch bis am 31. August 2013 verfüttert werden. UFA bietet die sojafreien Produkte UFA 245 (7.0 MJ NEL und 11 % RP) und UFA 243-4 (7.4 MJ NEL und 22 % RP) für die Mutterkuhhaltung an. Diese Produkte bedingen die Beifütterung von Mineralsalzen.

tet. Im Verlauf des ersten Versuchsjahres wurden die Kälber nur mit Grundfutter ernährt. Im zweiten Jahr wurde Kraftfutter ergänzt. Das Kraftfutter wurde je nach Art des Grundfutters (Weide/konserviertes Futter) ausgewählt.

Betriebsspiegel

Unterschiede im Konsum Im

Fütterung Kühe: Heu und Halbtagsweide im Sommer, 50 % Grassilage und 50 % Heu im Winter.

Durchschnitt wurden pro Kalb rund 100 kg Kraftfutter verabreicht, was einem finanziellen Aufwand von 85 Fr. entspricht. Die einzelnen Kraftfuttergaben waren sehr unterschiedlich und hingen von der Leistung der Muttertiere ab. Kälber von Müttern mit einer hohen Milchleistung frassen deutlich weniger Kraftfutter als solche von Kühen mit einer schwachen Milchleistung.

Othmar und Margrit Geisseler, 6014 Luzern/Littau. Nutzfläche: 10 ha (5 ha Weiden, 5 ha Wiesen). Tierhaltung: 14 Mutterkühe mit Kälbern verschiedener Genetik, 1 Stier (100 % Limousin), Stall im 2008 umgebaut, relativ extensive Haltung.

Fütterung Kälber: Kuhmilch, ergänzt mit Emd und Halbtagsweide im Sommer beziehungsweise 50 % Grassilage und 50 % Emd oder 60 % Grassilage und Heu im Winter. Die Kälber erhalten das Grundfutter in einem vom Kuhstall getrennten Raum, um die Verdrängung zu verhindern. Tierindividuelle Ergänzungsfütterung mit Kraftfutterautomat (im Schnitt 100 kg Kraftfutter pro Kalb). Arbeitskräfte: Betriebsleiter-Ehepaar (im Nebenerwerb) und Eltern.

Hat den Effekt einer tierindividuellen Kraftfutterzuteilung auf seinem Betrieb ausgewertet: Othmar Geisseler.

Schon nach vier bis fünf Wochen werden. Um Reste zu minimieren, wird das Kraftfutter in kleinen Portionen (100 g pro 30 Sekunden) zur Verfügung gestellt. Ruft ein Kalb sein «Guthaben» nicht ab, wird es als «Alarmtier» gespeichert, damit der Tierhalter die Sache überprüfen kann.

In einem Feldversuch auf dem Betrieb von Othmar Geisseler hat die Agro-Center Malters AG erhoben, welchen Einfluss die tierindividuelle Fütterung auf die Schlachtqualität und das Schlachtgewicht der Mutterkuhkälber hat. Während zwei Jahren wurde die Herde mit 14 Mutterkühen und einem Zuchtstier (100 % Limousin) intensiv beobachtet. Um die genetischen Einflüsse zu minimieren, wurde in beiden Versuchsjahren mit der gleichen Genetik (gleiche Muttertiere und Väter) gearbei-

nach Beginn der Ergänzungsfütterung wurde die Leistungssteigerung der Kälber sichtbar. Nach zehn Monaten zeigte sich der Kraftfuttereffekt noch deutlicher. Das durchschnittliche Schlachtgewicht stieg innerhalb eines Jahres von 197 kg auf 226 kg. Auch bei der Taxierung gab es eine grosse Verbesserung. Im zweiten Jahr resultierten 57 % CKälber, 35 % H-Kälber und nur ein TKalb gegenüber 0 % C-Kälbern, 35 % HKälbern und 65 % T-Kälbern im ersten Jahr. Demzufolge erhöhte sich der durchschnittliche Schlachtertrag im zweiten Jahr um fast 400 Fr. pro Tier (Tabelle). Zieht man davon die Kraftfutterkosten (85 Fr./Tier) und eine geschätzte Automateabschreibung (30 Fr./

Tier) ab, liegt der Mehrertrag immer noch bei knapp 300 Fr. pro Tier!

Die Grundfutterqualität und Rasse sind entscheidende Kriterien für den Bedarf an Ergänzungsfutter.

Fazit Unter den Bedingungen des Betriebes Geisseler, mit extensiver Mutterkuhhaltung, erweist sich eine individuelle Ergänzungsfütterung der Mutterkuhkälber mit einem Automat als sinnvoll und effizient. Die Wirtschaftlichkeit der Mutterkuhhaltung kann positiv beeinflusst werden. Insbesondere ist die Einzelfütterung von Kälbern wirtschaftlich, wenn • der Betrieb extensiv geführt wird, • das Grundfutter nicht der gewünschten Qualität entspricht, • die Milchleistung der Muttertiere nicht genügt oder • spätreife Mastrassen (z. B. Limousin) zum Einsatz kommen. 䡵

Autoren Alex Barenco, UFA-Marketing, 3360 Herzogenbuchsee. Stephan Studinger, Rindviehspezialist im UFABeratungsdienst, 6210 Sursee. Aktion CFS top-beef Wenn Sie bei Itin & Hoch bis Ende 2012 eine CFS Top-Beef Kraftfutterstation kaufen bekommen Sie einen Gutschein für 1 Originalpalette UFA-Aufzucht- oder -Mastfutter oder das entsprechende Gewicht lose. Einlösbar in Ihrer LANDI Diese Futter sind aktionsberechtigt: UFA 230/231/232/233/234/276 Bio/219

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NUTZTIERE

Kratzen statt fressen RÄUDE Haben die Kühe diesen Herbst wieder angefangen, sich zu scheuern und zu kratzen? Die Jungtiere schlagen viel mit dem Kopf und Schwanz? Manche reiben sich sogar so lange, bis sie blutige Stellen haben? Wahrscheinlich haben sie sich Hautparasiten eingefangen. Weitverbreitet sind Räudemilben.

Jutta Berger

Milbebefall äussert sich in Juckreiz, haarlosen, rauen und verdickten, zum Teil nässenden Hautstellen beim Rindvieh. Die permanente Unruhe führt zu wirtschaftlichen Ein-

bussen. Wer sich ständig kratzen muss, kann in dieser Zeit nicht fressen. Schlechte Tageszunahmen, tiefe Milchleistungen oder Stoffwechselprobleme sind die Folge. Welche Milbenart (Tabel-

le) am Werk ist, kann der Tierarzt über ein Hautgeschabsel nachweisen.

Einschleppung via Zukauf Milben werden durch direkten Körperkontakt übertragen. Die Einschleppung in einen Betrieb erfolgt über Zukauf. Es gibt Milbenträger, die nicht sichtbar erkranken, aber eine Infektionsquelle für andere Tiere darstellen. Zukaufende Betriebe können sich also nur durch Quarantänemassnahmen und Parasitenbehandlungen neu eingestallter Tiere vor einer Räude-Einschleppung schützen. Schlechte Licht- und Luftverhältnisse im Winter und ein überbelegter Stall begünstigen die Übertragung der Milben. Kuhbürsten problematisch Kuhbürsten dienen bei Hauterkrankungen aller Art als «Seuchenschleudern» und sollten deshalb schon nach den ersten Erkrankungsfällen bis zur Ausheilung abmontiert, gewaschen und desinfiziert werden. Im Zweifelsfall muss auch der Stall mit antiparasitischen Mitteln behandelt werden. «Normale» Desinfekti-

Tabelle: Erreger von Räude Eine Viehbürste (oberes Bild) bedeutet Wellness für die Tiere. Bei Räude im Bestand muss sie aber entfernt werden. Haarlose Stellen (unteres Bild) deuten auf Milbenbefall hin.

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Milbenart

Lokalisation

Hautschäden

Juckreiz

ChorioptesMilben

Kruppe (Steiss), Schwanz, Gliedmassen, Euterspiegel Ganzer Körper, beginnt an Hals, Rücken und Brust Kopf, Hals

Ernährt sich von Hautabschilferungen (Nagenmilben)

+

Verbreitung in Schweiz +++

Stechen die Haut an, diese nässt und glänzt (Saugmilben). Gräbt Gänge in die Haut und löst diese mit Speichelsekret auf, diese verhornt und bildet panzerartige Krusten (Grabmilben).

++

+

+++

+

PsoroptesMilben

SarkoptesMilben

onsmittel helfen nicht. Bleibt ein Stall mehr als zehn Wochen leer, kann dies ausreichen, die Milben in den Griff zu bekommen.

Bestandesbehandlung Da sich Räude rasch von Tier zu Tier überträgt, hinkt eine Einzeltierbehandlung immer hinterher. Eine Bestandsbehandlung mit modernen Antiparasitika dagegen hilft, die Räude in den Griff zu bekommen. Für Milchkühe sind dazu Aufguss-Präparate im Handel, die keine Wartezeit auf Milch haben. Hausmittel wie Salatöl oder Schweineschmalz helfen zwar, die Hautverschorfungen zu heilen und können den Juckreiz lindern. Die Milben selbst bleiben davon jedoch unbeeindruckt. Wirkdauer beachten Bei der Behandlung muss die Wirkdauer der einzelnen Antiparasitika (meist makrozyklische Laktone) beachtet werden (4 bis 10 Wochen). Nur bei sehr langer Wirksamkeit kann die Zeitspanne, die die Milben in der Umgebung überleben können, abgedeckt werden. Um sicher zu gehen und vor allem um eine Resistenzbildung bei den Räudemilben zu verhindern, ist eine Wiederholungsbehandlung angezeigt. Betrieben, die regelmässig Räude im Bestand haben, wird die Integration einer Hautparasitenbehandlung ins Aufzuchtprogramm empfohlen. 䡵

Autorin Dr. Jutta Berger, Swissgenetics, Team Reproduktion, 3052 Zollikofen. www.swissgenetics.ch

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LANDTECHNIK zu verkaufen Fräse an Frontladerschaufel, 2.2 m breit, für Siloentnahme, Fr. 800  052 747 11 91 Rapid 606 mit Schneepflug, betriebsbereit Fr. 1200  078 835 33 68 Wechseldrehstecker, 25A/500 Volt Fr. 50; ESM Messer, für Mulchbalken, länge 137 cm, neu Fr. 180; Schermesser, für Heiniger Viehschere, 2 Paar komplett, neu, Kühe 21-23 Fr. 75  079 796 92 68 kleine Material Seilbahn mit Zubehör, gute Bremsen, günstig  079 735 14 45 Hoflader Atlas 46 C mit Leichtgutschaufel, 1.3m3, Erdschaufel, Mistgabel und Ballenzange, guter Zustand, Jg. 1992  079 776 28 11 Motormäher RAPID 507 mit Bandeingraser, hydrostatischer Antrieb sowie ein Zusätzlicher Ausleger mit 250 cm Balken, je 2 guterhaltene Messer Fr. 3800; Staplermast ca 2.8 m mit Pallettgabeln Fr. 500  062 299 04 36 Hoflader Gehl KL165, Jg. 2001, Std. 1900, Doppelrad Kühlwasserheizung, div. Zubehör  079 709 39 80 Siloentnahmezange Stoll, grosse Ausführung, top Zustand, Fr. 3600 T 052 747 11 91 HDX Motoröl SAE 30, 1 Fass à 200 Liter, für ältere Motoren mit Baujahr vor 1970, für Benzin- und Dieselmotoren, auch für Turbo Motoren VP Fr. 700 Kanton LU  078 744 30 32 Oberlenker Walterscheid Kat. 2 mit Fanghaken und Gabelkopf, hydraulisch, neu, nur noch Fr. 540  052 747 11 91 UFA-REVUE · 12 2012

Oberlenker Kat. 3 mit Fanghaken und Gelenkkopf, Fr. 875  052 747 11 91 Dippmittelsprühgerät für Doppel 6er Melkstand, wenig gebraucht Fr. 480  052 747 11 91 Lely Splendimo 320 FC, Frontmähwerk mit Zinkenaufbereiter, Zugbock, sehr gute Bodenanpassung, hohe Schlagkraft, Jg. 2004, top Zustand, interessanter Preis  076 563 98 09 Reform Metrac G5, 1900 Std., mit Kabine, Doppelräder vorne und hinten, Fr. 49‘000  079 318 93 07 Div. Elektromotoren, 0.5 – 1 PS, 380 und 220 Volt  079 318 93 07 Aluautoräder, 16 Zoll, Fr. 200  079 318 93 07 Email-Silo GB 450m3, Ø 6.1m, H 15.5 m, ganze Siloanlage mit Silofräse, Kranbahn und Steigleitung, ab Ende Nov. leer, ab Platz, könnte aber auch von uns demontiert werden  079 569 10 20 Milchkühltank, 800 l, fahrbar, Fr. 4000  071 385 50 39 Rohrmelkanlage De Laval 27 Pl. Fr. 3500  071 385 50 39 Mulchbalken von Rapid Euro 3, mit Ausleger, neuwertig; Elektromotor, 10 PS, auf Karren; Bodenfräse, Simar, älter; 2 Maurerkarretten, gebraucht  079 696 72 49 Kt. ZH Traktor oder PW-Anhänger, Plattformgrösse: Länge 2.3 m, Breite 1.6 m, Höhe 0.7 m, Gewicht ca 400 kg, Gesammtnutzlast 2000 kg mit Fahrzeugausweis Fr. 590  079 765 20 26 Kuhlift, zum Aufstellen festliegender Kühe; Schlagfessel, amerikanisch  079 710 07 71

Melkstand Boumatic Side By Side 1x8 mit Afikim; Milchmengenmessgerät, automatische Abnahme, Orbiter 350, Sammelstück  079 243 75 25 Standeimer DeLaval; Solar-Viehhüter Horizont; Frontpacker Eigenbau  079 243 75 Heuverteileranlage Wild, komplett, Räder 28LR x 26 Zoll  079 243 75 25 Kartoffelvollernter Samro SC, mit Noppenband und Kippbunker, fahrbereit, läuft gut, Fr. 1000  079 675 40 39 Rohrmelkanlage Surge, Milchleitung CNS 2, Vakumleitung PVC 2, 3 Melkzeuge, automatische Reinigung, für 30 Kühe  079 243 75 25 Rockinger, von LKW Lochbild, 100 x 160; Silofräsenrohre, 200 mm Durchmesser, Standeimmer de Laval  079 243 75 25 Pöttinger EUROBOSS 330 T, Modelljahr 2012, Breitreifen, 31 Messer, 4 Schwingen, Comfort-Steuerung, Kt. SZ, Fr. 33’000  079 434 69 74 Grassähmaschine Vogel & Noot; Dieselpumpe, zum Tanken  079 243 75 25 Schutzgasschweissanlage, wassergekühlt, 350 Ampere; Div. Ersatzteile, von Nodet; Getreidesämaschine; Kompoststreuwerk, zu Muli, Kirchner oder Pöttinger Mistzetter  079 243 75 25 Dürre Büscheli und Brennholz, 50 cm, günstig,  071 223 35 89 Viehanhänger, Daltec, allu, 3 x 1.7 m, Jg. 2011, ab MFK, Gesammtgewicht 2500 kg, Verkaufpspreis Fr. 6900, Neupreis Fr. 10000  079 516 02 22

Milchkühltank 800 l, rechteckige kompakte Anlage, passt durch 90cm Türe; Milchtransporttank 450 l fahrbar mit Pumpe und Reinigungsdüse; Vakuumpumpe 700 l Markant 700; 4er FGMelkstand Happel mit div. Zubehör; DieselGenerator Hatz-Diesel/Geko, 220/380V 6.5kW Elektrostarter, 850 Betriebsstunden, alles in gutem Zustand, Preis nach Absprache  052 746 14 69 oder 079 449 53 06 Sandstrahlanlage mit grosser Leistung  079 243 75 25 Maishäcksler, Pöttinger Mex1-Rotation  062 961 57 36 Muldenförderband Blaser, 10 m, mit Fahrgestell Fr. 2500  079 517 11 90 Feuchtmaismühle Gruber, Zapfwellenantrieb Fr. 800  079 517 11 90 2-Scharplug Menzi, Fr. 800, Zürcher Weinland  079 517 11 90 Zinkenrotor Howard, 3 m, Zürcher Weinland  079 517 11 90 Elektrogetriebemotor zu Güllemixer Vakumat, Zürcher Weinland  079 517 11 90 Motormäher Rapid 505 mit altem Bandeingraser Fr. 1600, Zürcher Weinland  079 517 11 90 Milchabsauganlage De Laval für 20 Kühe, 3 Aggregate, 1 Mal mit Mengenmessung, Milchtank 850 l mit Wärmerückgewinnung  041 450 17 41 Schneckenpumpe Hochdorf, 60 m3, Stk., mit Zapfwelle Funk, mit 3 Weghahnen; Getreidetrockner Kornskilde, 2 t Inhalt; Felgen, 8loch, 16 x 17 Zoll; Dieseltank, mit 100% Wanne  079 243 75 25 Seilwinde Tajfun 8,5 t, hydr. Seilausstoss, breites Schild, Profi Funk, Jg 2012;

Marktplatz Motorsäge Jonsered 2152, neu mit 50 cm Schwert  079 319 58 47 Behandlungs und Klauenpflegestand Agro Signer, wenig gebraucht  079 404 42 24 Turbozyklon Huber; Tränkebecken Suevia; Aufsatz zu Düngerstreuer Rauch MDS Typ M 423 + 400 l  079 243 75 25 2 Achs Gülletransportfass, 12 m3 mit Dodapumpe und Rührwerk  079 243 75 25 Kreiselmäher Fella 1.90m mit Knicker; Kreiselheuer Fella 4tlg., 5.40m hydr. klappbar und schrägstellung, neuwertig; Druckfass Kaiser 2800 l, Pumpe und Fass in gutem Zustand; Obstwagen Dechenreiter und «Brüggli» an Dreipunkt, beides günstig; Kippschaufel/ Frontladerschaufel 1.7 m mit Euro 8 und Dreipunktaufnahme; Heuraupe Pöttinger, Motor revidiert, mit Ersatzzinken, Gitterrad und Anhängevorr. an Traktor, Fr. 550; Förderband 6 m mit Elektromotor Fr. 700  071/951 45 94 Heurüstmaschine Lanker, Kranmodell betriebsbereit  076 261 21 07 Notstromaggregat, 30 KvA 40 KvA, selbstregelnd, Diesel mit Elektrostart, 320 Betriebsstunden Fr. 4900  079 765 20 26 Diverse Förderbänder  079 426 06 35 Milchkühltank, stationär, rund, 800 l, Fr. 1400  056 634 1543 Dieseltank mit Wanne, 1000 l, gereinigt, Fr. 250  031 859 41 63

Dachbox Polar 700, neuwertig, Neupreis Fr. 649, Verkaufspreis Fr. 250  079 848 15 70 Marktstand Fehr, 3 m mit neuer Blache, Farbe weissgrau, Fr. 1200  079 848 15 70 Ladewagen Dechentreiter LW3L; Baumspritze Birchmeier, Balken 12.5 m; Kulturegge; Kreiselheuer Fahr 4-teilig  044 814 38 21 Sähkasten Fiona mit diversem Zubehör, Fahrgassenschaltung, zwei Sähschienen, 3 m Fr. 1900  078 885 32 50 Anbauschneefräse Rapid, zu Euro 87 cm, 2 Betriebsstunden mit Garantie Fr. 4700  079 445 61 28 Smart Fencezäune, neu und Occasion  079 225 40 59 Mischwagen, Gillioli 5m3 mit Waage; Silofräse Taurus für Mais; Rapid 606; Mistkrahn mit Zapfwelle und Elektromotor; Strohmühle für Kleinballen  077 440 36 91 Traktor Fendt Farmer 309, Jg. 96, 21/21 Wendegetriebe, Fronthydraulik, Frontzapfwelle, Frontlader, 3 DW 1 EW Hydraulikventile, Zapfwellle 540/ 750/ 1000, Rockinger, Schnellkuppler, Getriebe total revidiert, Fr. 30'000  052 747 12 71 Kühlvitrine Occ., vorne offen, mit Rollon, Tablare und Beleuchtung, 100 x 90, 44 x 190, Fr. 500  079 466 73 60

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Marktplatz Fortsetzung von Seite 81

LANDTECHNIK zu verkaufen Schutzgasschweissanlage, wassergekühlt, 350 Ampere; Div. Ersatzteile, von Nodet, neuwertig, Verhandlungspreis; Getreidesämaschine; Kompoststreuwerk zu Muli, Kirchner oder Pöttinger Mistzetter  076 597 05 14 / 079 243 75 25 Förderband Blaser, 9 m, Gummi, top Zustand  079 426 06 35 Fahrsiloverteilgerät, defekt, eigenbau, Preis ab Platz, Fr. 400  079 466 73 60 Bucher TM 850, Jg. 1988, mit Mähwerk Mörtel, Jg. 2005, top Zustand  079 356 37 69 Rotormäher PZ CM 185 H, mit Knickzetter TK 185, ca. Jg. 1985, top Zustand, Fr. 500, hubmannfarm@ bluewin.ch  052 336 18 56 Ladeaggregat, repariert, zu Ladewagen Pöttinger Top 2 bis 5 oder Entewagen 2/3, neue Ketten, Gussräder und Rollen und Föderkämme auch bearbeitet, Ersatzteile haben einen Wert von über Fr. 3000, Verkaufspreis kpl. Fr. 1600; div. Tractorpulling-Material  041 458 19 44 ab 18 Uhr Tränkefässer, 1000 l mit TB oder Trog, verzinkt, Handbremse, höhenverstellbare Deichsel, Stützfuss und Schwallwand ab Fr. 1150; Round-Pan Akrion, 17 Panel 3 m Fr. 2200; Laufhofabschrankungen in diversen Ausführungen; Weidefutterraufen in diversen Ausführungen 12 PL. Rundbogen Fr. 1200  079 514 69 87 82

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LANDTECHNIK gesucht Gummiförderband  078 910 87 39

Klauenstand; Motormäher Aebi AM 52; Heuraupe M12; Siloballenspitz; Traktor bis Fr. 5000; Milchkannen; Glocken und Treicheln  079 575 25 52

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Asthalter für Baumstützen  079 523 68 29

Kleinballenförderband, leichtbau  078 910 87 39

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DF_LL0_Kurznews_1212_2012 28.11.12 12:55 Seite 83

KURZMELDUNGEN LANDLEBEN

Buchtipp: Vorrat halten, kochen und verschenken Kochbücher haben vor Weihnachten Hochkonjunktur. Man verschenkt sie gerne und durchstöbert mit Vergnügen selber die Rezeptbücher, um kulinarische Highlights während der Festtage aufzutischen. Die Edition Vorsatz überrascht mit dem zweiten Band zur Sendereihe «SF bi de Lüt- Landfrauenküche». Er umfasst die Jahre 2010, 2011 und 2012. Die Rezepte der ersten drei Staffeln aus den Jahren 2007, 2008 und 2009 wurden wegen der grossen Nachfrage als Band 1 neu aufgelegt. Sowohl im Fernsehen wie in der

Karins Kräutertipps Auch im Winter schön Das Gänseblümchen nennt der Lateiner «Bellis perennis», also die Schöne, die das ganze Jahr über blüht! In der schneefreien Zeit entdecken wir im Rasen oder an Wiesenrändern blühende Pflanzen. Wir können damit ein kleines essbares Blütenwunder auf unsere Suppe oder unseren Tee zaubern. Dazu pflücken wir Gänseblümchenblüten und legen sie in den Kühlschrank (im Winter pflücken wir sie unmittelbar vor Gebrauch). Die Suppe, Bouillon oder einen Tee servieren und darauf die gekühlten, inzwischen geschlossenen, Blütenköpfe legen. Durch die Wärme öffnen sich die Blüten in Sekundenschnelle vor unseren Augen wieder. So schmeckt den Kindern der Tee oder die Suppe besonders gut! Karin Näf www.kraeuterkurse.ch

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nen, die ihr Einkommen gewerbsmässig als Fotografinnen erzielen, sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Die Bilder werden im Online-Archiv des SBLV zur Ansicht veröffentlicht. Einsendeschluss ist der 31. Oktober 2013. Es gibt tolle Preise zu gewinnen. Informationen: SBLV, Fotowettbewerb, Laurstrasse 10, 5201 Brugg, 寿 056 441 12 63 www.landfrauen.ch

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10 Jahre Archiv für Agrargeschichte An der Hochschule für Agrar-, Forstund Lebensmittelwissenschaften in Zollikofen feierte das Archiv für Agrargeschichte (AfA( seinen 10jährigen Geburtstag. Zahlreiche Exponenten landwirtschaftlicher Verbände und Firmen präsentierten in kurzen Voten ihre Beweggründe, warum sie ihre Archivablagen vom AfA systematisch erfassen liessen, unter ihnen der Schweizerische Bauernverband und der Schweizerische Bäuerinnen- und Landfrauenverband. Das AfA stellt sicher, dass einmaliges Kulturgut zur Geschichte der Landwirtschaft erhalten bleibt. www.agrararchiv.ch.

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Tagesaktuelle Neuigkeiten www.ufarevue.ch 83


DF_LL2_Straub_1212_2012 27.11.12 18:46 Seite 84

LANDLEBEN

Ordnung in der Hinterlassenschaft ORGANISIEREN, ERBEN UND VERWALTEN Mit dem Tod eines Angehörigen kommen auf die Hinterbliebenen eine Reihe von rechtlichen und organisatorischen Fragen und Massnahmen zu. Vieles ist einfacher zu regeln, wenn man bereits zu Lebzeiten gewisse Vorkehrungen getroffen hat.

Ueli Straub

Wenn der Partner oder die Partnerin stirbt, gerät die ganze Gefühlsund Beziehungswelt durcheinander. Beim plötzlichen Unfalltod wahrscheinlich überfallmässig, während eines langsamen Sterbens durch Krankheit eher schubweise. Die oder der Überlebende muss sich neu orientieren, neu ausrichten, neu finden. Mit dem Tod eines Angehörigen kommen auf die Hinterbliebenen aber auch eine Reihe von rechtlichen und organisatorischen Fragen und Massnahmen zu. Diese zu meistern ist nicht einfach – aber je besser sich Mann und Frau mit so einem Fall auseinandergesetzt haben, umso schneller lassen sich die weltlichen Angelegenheiten des Verstorbenen regeln.

Rechtsfolgen bei einem Todesfall Mit dem Tod endet die Persönlichkeit (Art. 31 ZGB) und es wird der Erbgang des Verstorbenen eröffnet (Art. 537 ZGB). Jeder Todesfall muss innerhalb von zwei Tagen mit einer ärztlichen Todesbescheinigung dem Zivilstandsamt gemeldet werden (Art. 35 ZSTV). Neben der Gemeinde sollten auch alle Banken, Versicherungen, Vorsorgeeinrichtungen oder Handelspartner, mit denen der oder die Verstorbene geschäftliche Beziehungen hatte, schriftlich über dessen Ableben informiert werden. Vorteilhaft ist es in diesem Fall, wenn die Ehepartner gegenseitig über ihre Geschäftsverbindungen Bescheid wissen!

Eigentum

des

Verstorbenen

Die zuständige Behörde ist von Amtes wegen verpflichtet, die zur Sicherung des Erbganges nötigen Massnahmen zu treffen (Art. 551 ZGB). Aktiv wird sie 84

vor allem dann, wenn die Gefahr besteht, dass wirkliche oder vermeintliche Erben Tatsachen schaffen, die nicht den gesetzlichen Regeln und dem Willen des Erblassers entsprechen. In den Kantonen bestehen dazu eigene Rechtserlasse. Auch ein Erbe, der befürchtet, dass sich jemand unrechtmässig am Nachlass bereichern möchte, kann Sicherungsmassnahmen ergreifen. Dazu gehört, dass man Vollmachten des Erblassers widerrufen lässt, dass ein Sicherungsinventar aufgenommen wird oder sogar die Versiegelung einer Wohnung bei der Gemeinde erwirkt werden kann. Die Ehepartner sollten voneinander wissen, was sie besitzen und wie man darauf Zugang hat.

Geld des Erblassers Alle Konti und Depots des Verstorbenen bei einer Bank werden beim Bekanntwerden des Todesfalls vorübergehend blockiert, zumindest so lange, bis feststeht, wer neu über die Vermögenswerte verfügt. Das bedeutet, dass sämtliche Kontoaktivitäten – Barabhebungen, Onlinebuchungen, Daueraufträge oder Lastschriftverfahren – gestoppt und sämtliche Kreditund Kontokarten eingezogen werden. Zugang zum Hauptkonto des Verstorbenen haben allenfalls Erben, die bei der Bank die Fortsetzung offensichtlich grundlegender Zahlungen beantragen, welche schon bisher über die betreffenden Konti abgewickelt wurden (Zins für Pachtbetrieb, Monatsrechnung der LANDI etc.). Dazu ist es von Vorteil, eine Erbbescheinigung vorzuweisen. Diese wird von der letzten Wohngemeinde des Erblassers ausgestellt und beglaubigt, dass die Antragssteller zwar nicht

Sieben goldene Regeln 1. Ehepartner sollten gegenseitig über ihre Geschäftsverbindungen Bescheid wissen. 2. Ehepartner sollten gegenseitig wissen, was sie besitzen und wie man darauf Zugang hat. 3. Ehepartner sollten gegenseitig Zugriff auf Kontonummern und Passwörter haben. 4. Ehepartner sollten die Finanzierung des gemeinsamen Haushalts transparent regeln und aufzeichnen. 5. Ehepartner sollten gegenseitig über die Entwicklung ihrer Güterstände Bescheid wissen. 6. Ehepartner sollten sich gegenseitig darüber informieren, wie sie im Todesfall ihren Nachlass geregelt haben möchten. 7. Ehepartner sollten beide für den Notfall auch über ein eigenes und unabhängiges Geldkonto verfügen.

definitiv, aber unter Vorbehalt erbrechtlicher Klagen als Erben anerkannt sind.

Erbengemeinschaft Sind mehrere Erben vorhanden, so bilden sie eine Erbengemeinschaft und werden nach dem Tod des Erblassers Gesamteigentümer seines Nachlasses (Art. 602 ZGB). Die Erbgemeinschaft verwaltet als Interessengemeinschaft die Rechte und Pflichten der Erbschaft gemeinsam, sie muss aber auch solidarisch für die Schulden des Erblassers haften (Art. 603.1 ZGB). Für Kinder und Grosskinder, die mit dem Verstorbenen in gemeinsamem Haushalt gelebt haben, muss die Erbschaft weiterhin eine angemessene Entschädigung ausrichten (Art. 603.2 ZGB). Die Erbengemeinschaft besteht grund12 2012 · UFA-REVUE


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LANDLEBEN

Nützliche Broschüren • Die Broschüre «Hinweise für die Hinterbliebenen» unterstützt Bauernfamilien bei der Erstellung von Notfallplänen im Hinblick auf eine schwere Erkrankung oder einen Todesfall. Bestelladresse: SBV Treuhand & Schätzungen, Brugg,  056 462 51 11 • Die Checkliste «Partnerschaft im landwirtschaftlichen Unternehmen» hilft bei der Klärung der gegenseitigen Verpflichtungen von Ehegatten. Bestelladresse: Agridea, Lindau,  052 354 97 00 • Die Merkblattserie «Bewusst Bäuerin sein» gibt Auskunft zu allen wichtigen Fragen rund um die Partnerschaft in der Landwirtschaft. Bestelladresse: Agridea, Lindau,  052 354 97 00

sätzlich bis zur Teilung des Erbes. Die solidarische Haftung für Schulden des Erblassers verjährt aber erst 5 Jahre nach der Erbteilung (Art. 639 ZGB). Jeder Miterbe kann zu einem beliebigen Zeitpunkt die Teilung des Nachlasses verlangen (Art. 604 ZGB). Die Erbschaftssachen werden unter den Erben aufgeteilt, wobei grundsätzlich so verfahren wird, dass testamentarische oder erbvertragliche Anweisungen oder die Pflichtanteile der Erben (Grafik) respektiert bleiben. Differenzen, die bei der

Zuteilung von realen Werten zwangsläufig entstehen, sind durch Zahlungen auszugleichen.

Auflösung der Ehe Die Ehe wird nicht nur durch Scheidung, sondern auch beim Tod eines Ehepartners aufgelöst. Das Ende einer Ehe hat zwingend eine güterrechtliche Auseinandersetzung zur Folge (Art. 204 resp. 236 resp. ZGB), das heisst die Aufteilung der vorhandenen Vermögenswerte unter die Ehepartner. Beim verstorbenen Ehegatten erfolgt die Zuteilung auf seinen Nachlass, also zugunsten seiner Erbengemeinschaft. Die Klärung der güterrechtlichen Verhältnisse eines Erblassers oder einer Erblasserin wird also der Teilung seiner Hinterlassenschaft vorangestellt. Im Güterstand der Errungenschaftsbeteiligung (ordentliche und häufigste Regelung der Ehegüter, die automatisch gilt, sofern nicht aktiv ein anderer Güterstand vereinbart wird) wird die Aufteilung folgendermassen vorgenommen (Grafik): Jeder nimmt sein Eigengut zurück und erhält von den gemeinsam erwirtschafteten Vermögenswerten (Errungenschaft) jeweils 50 % (Art. 205 ff. ZGB). Eine Besonderheit der Landwirtschaft ist in diesem Zusammenhang, dass ein

Grafik: Wer bekommt was?

Quelle: www.beobachter.ch

Güterrecht

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Eigengut Mann † 100 %

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Errungenschaft Errungenschaft Mann 50 % Frau 50 % Eigengut Frau 100 % Errungenschaft Errungenschaft Mann 50 % Frau 50 % Anspruch Ehefrau aus Güterrecht

Erbrecht Eigengut Mann 100 % ER* Mann 50 %

50 % vom Nachlass für die Nachkommen

ER* Frau 50 %

Nachlass

*Errungenschaft minus Schulden = Vorschlag

50 % vom Nachlass für die Ehefrau

«Und dann ist alles anders.» Gerda Klaus ist seit acht Jahren Witwe, so lang führt sie auch den landwirtschaftlichen Betrieb mit Milchwirtschaft, einigen Mastschweinen und Hochstammobstbäumen, den sie gemeinsam mit ihrem Mann in Zuckenriet (SG) aufgebaut hat. «Was mir Kraft gegeben hat, in dieser schweren Zeit, sind die Kinder», sagt sie. Heute sind Christian 17, Sabrina 15, Raphael 12 und Mathias 10 Jahre alt. Einer der schlimmsten Momente sei die Diagnose Krebs gewesen. Ihr Mann sei jedoch immer optimistisch geblieben. «Aber nach und nach brauchte er Unterstützung, zuerst über den Betriebshelferdienst, dann stellten wir einen Angestellten an», fährt sie fort. Als ihr Mann starb, war der jüngste zwei Jahre alt. «Dadurch, dass wir einen Angestellten hatten, lief nach dem Tod meines Ehemannes auf dem Betrieb alles quasi normal weiter. Ich habe auch nie daran gedacht, den Betrieb aufzugeben. Heute bin ich froh darum, die Kinder sind an der Landwirtschaft interessiert und legen kräftig mit Hand an. Zudem lernt der Älteste Landwirt.»

Gerda Klaus mit Sabrina (l.), Mathias (h.) und Raphael (r.). Es fehlt auf dem Bild Christian, der eine Lehre als Landwirt macht. UFA-REVUE · 12 2012

Rechtlich gesehen entstand nach dem Tod des Ehemannes eine Erbengemeinschaft bestehend aus der Bäuerin und den vier Kindern. Die Verantwortung für den Betrieb aber hatte Gerda Klaus. Sie wollte eine klare Regelung und veranlasste die Auflösung der Erbengemeinschaft. «Meine Kinder, alle noch minderjährig, wurden durch eine An-

wältin vertreten, die den Besitz und ihren Erbanspruch regelte», erzählt Gerda. So sei alles transparent und im Interesse der Kinder festgelegt worden. Von Vorteil sei es, wenn der überlebende Ehegatte belegen könne was jeder in die Ehe mitgebracht habe. Als wichtig erachtet Gerda Klaus eine angemessen hohe Taggeldversicherung, so hätten Aushilfen, Betriebshelfer und auch der Angestellte bezahlt werden können. Auch hätte sie für sich eine hohe Taggeldversicherung abgeschlossen. So lange die Kinder schulpflichtig sind, erachte sie das als notwendig. Später könnte dann die Taggeldversicherung angepasst werden, fügt die Bäuerin an. «Damals vor acht Jahren, hätte ich, wenn ich den Betrieb aufgeben hätte, auch keine landwirtschaftlichen Kinderzulagen mehr bekommen. Ich hätte auswärts arbeiten müssen, um Kinderzulagen als Arbeitnehmerin zu erhalten. Das kam für mich mit vier Kindern zwischen 2 und 9 Jahren nicht in Frage», erklärt sie. Diese Praxis hat sich aber geändert, seit 2009 erhalten auch Nichterwerbstätige mit bescheidenem Einkommen Kinderzulagen. Elementar sei es, selber aktiv zu werden, auch wenn es viel Kraft brauche, und beispielsweise bei Ämtern wie der AHV nachzufragen. Gerda Klaus hat nämlich fünf Monate auf die Witwenrente warten müssen. Daniela Clemenz

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LANDLEBEN

Auf vielen Bauernhöfen arbeiten Frau und Mann gleichberechtigt miteinander. Wenn der Partner stirbt, stellt sich die existentielle Frage, wie es weitergehen soll?

landwirtschaftliches Gewerbe, für welches seitens des Ehegatten oder eines Nachkommen ein Anspruch auf ungeteilte Zuweisung besteht, zum Ertragswert an die Gütermasse angerechnet wird (Art. 212 ZGB).

Wie weiter mit dem Betrieb? Für die Übernahme und Anrechnung von landwirtschaftlichen Liegenschaften gilt das Bäuerliche Bodenrecht (BGBB). Befindet sich im Nachlass ein

landwirtschaftliches Gewerbe (Gesamtheit von Land, Bauten und Anlagen mit mindestens 1 SAK), so kann jeder Erbe dessen Zuweisung zum Ertragswert verlangen, wenn er es selber bewirtschaften will und dafür geeignet erscheint (Art. 11.1 BGBB). Da die Ehepartner auch zu den Erben zählen, steht ihnen das Recht auf Übernahme ebenfalls zu – vorausgesetzt, dass sie über die nötigen Kompetenzen zur Selbstbewirtschaftung verfügen (Ausbildung, etc.). Wird das Gewerbe nicht dem überlebenden Ehegatten zugewiesen, hat dieser Anspruch auf Nutzniessung an einer Wohnung oder auf ein Wohnrecht (Art. 11.3 BGBB). Ausserdem gilt: Hinterlässt der Erblasser unmündige Nachkommen, muss die Erbengemeinschaft bestehen bleiben, bis entschieden werden kann, ob ein Nachkomme das Gewerbe zur Selbstbewirtschaftung übernehmen kann und will (Art. 12.1 BGBB). Erfüllt aber

der überlebende Ehegatte die Bedingungen für eine Zuweisung zur Selbstbewirtschaftung, so kann er oder sie das Gewerbe trotz unmündiger Nachkommen zu Alleineigentum übernehmen (Art. 12.2 BGBB). Witwe oder Witwer eines verstorbenen Gewerbeeigentümers können also zumindest auf dem Familienbetrieb wohnen bleiben. Und für die unmündigen Nachkommen wird das Landwirtschaftsgewerbe in der Erbengemeinschaft oder über den überlebenden Elternteil gesichert, bis sie sich selber für oder gegen eine Übernahme entscheiden können. 䡵

Autor Ueli Straub, Gruppe Betrieb, Familie, Diversifizierung, Agridea, 8315 Lindau, www.agridea.ch

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Sorgentelefon nötiger denn je BAUERNFAMILIEN UNTER STRESS Sinkende Preise und grosse Arbeitbelastung belasten Bauernfamilien. Sie geraten in wirtschaftlich schwierigen Zeiten auch familiär vermehrt unter Druck, schreibt Sonja Imoberdorf in ihrer Bachelor-Arbeit.

Das bäuerliche Sorgentelefon besteht seit 1997. Bedient ist es Montagvormittag und Donnerstagabend von einem FreiwilligenTeam (Bäuerinnen, Bauern). Sie werden für den Telefondienst ausgebildet und sind zu Verschwiegenheit verpflichtet. Bäuerliches Sorgentelefon 寿 041 820 02 15, www.bauernfamilie.ch 86

Als Bauerntochter, Landwirtin und Agronomin hat Sonja Imoberdorf auch bei ihrem Zweitstudium als Sozialarbeiterin die bäuerliche Lebenswelt nicht aus den Augen verloren. In ihrer Abschlussarbeit «Bauernfamilien unter Druck» weckt neben einem theoretischen Teil zu Stress in Familien und dessen Bewältigung vor allem der empirische Abschnitt das Interesse: Neun Thesen zu Notsituationen in Bauernfamilien werden anhand einer quantitativen und qualitativen Auswertung von anonymen Telefonprotokollen des bäuerlichen Sorgentelefons überprüft. Die Ergebnisse dieser Analyse empirischer Fakten weisen verstärkt darauf hin, dass Bauernhaushalte in wirtschaftlich schwierigen Zeiten familiär vermehrt unter Druck geraten. Eine Verschärfung der «externen Stressoren» – Preiszerfall, hö-

here Arbeitslast, steigende Ansprüche – kann Spannungen innerhalb der Bauernfamilien an die Belastungsgrenze oder darüber hinaus treiben. Treten belastende Situationen an verschiedenen Fronten auf oder können trotz Bewältigungsversuchen die Stresslagen nicht aus dem Weg geräumt werden, wirkt sich dies negativ auf das Kommunikations- und Interaktionsverhalten aus. So schwinden die Chancen auf eine erfolgreiche Problembewältigung zusätzlich. Imoberdorf stellt fest, dass die Gründe für einen Anruf beim bäuerlichen Sorgentelefon vielfältig und die Schwierigkeiten meist miteinander verflochten sind, dass sich aber «das wahre Ausmasse der individuellen Nöte jenseits des Telefonapparats nur erahnen» lasse und empfiehlt: Werbemassnahmen für bäuerliche Beratungsangebote ausbauen, Fachleute der

Sozialen Arbeit in die Beratungsteams einbauen (Coaching), das Thema «Kommunikation und Krisenmanagement» in der landwirtschaftlichen Aus- und Weiterbildung vertiefen, bestehende soziale Begleitmassnahmen im Rahmen der Agrarpolitik erweitern, um Wege aus der Krise wirtschaftlich zu erleichtern. 䡵

Autor Ueli Straub, Vorstand bäuerliches Sorgentelefon, Agridea, Lindau Sonja Imoberdorf: «Bauernfamilien unter Druck, Entstehung und Bewältigung von Stress im bäuerlichen Alltag und die Bedeutung von professioneller Hilfe im Coping-Prozess», Bachelor-Thesis an der Berner Fachhochschule Fachbereich Soziale Arbeit, Bern Juni 2012

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DF_LL3_Rezept_1212_2012 27.11.12 18:48 Seite 87

REZEPT LANDLEBEN

Einfach gut im Geschmack ZIMT UND TRUFFES-VARIATIONEN Richtig aufbewahrt bleiben Kürbisse lange haltbar. So kann man beispielsweise auch im Winter frische Konfitüre daraus machen – passend für den Advent mit Zimtgeschmack.

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Truffes und Konfitüren von Pia Wicki sind an den regionalen Weihnachtsmärkten äusserst beliebt.

Den Butter grob würfeln. Den Puderzucker darüber sieben. Je nachdem Kirsch oder Incarom dazugeben. Die Schokolade in eine Chromstahlschüssel geben, mit heissem Wasser übergiessen. Einen Moment warten, bis die Schokolade geschmolzen ist, dann das Wasser abgiessen. Die geschmolzene Schokolade mit der Buttermasse vermischen. Kühl stellen. Regelmässig rühren. Ist die Masse angedickt in den Spritzsack füllen und in Papier- oder Schokoladeförmchen dressieren. 䡵

Die Rezeptbäuerin Rezeptbäuerin Pia Wicki (46) ist in Steinig-Dorbach in Wiggen (LU) zu Hause. Mit ihrem Mann Willi und den drei Kindern (Lydia 16, Renate 19 und Beat 21) wird ein 15-haMilchwirtschaftsbetrieb bewirtschaftet. Starke Betriebszweige sind Direktvermarktung und Agrotourismus, wo Wickis mit dem RössliWirt und Starkoch Stefan Wiesner aus Escholzmatt zusammenarbeiten. Pia Wicki ist zudem Präsidentin des Vereins «Puuremärt Amt Äntlibuch». Dieser bietet Apéro- und Partyservice an und stellt einen Geschenkkorb aus dem Biosphärenreservat Entlebuch zusammen, was neben Weihnachtsmärkten, in der Vorweihnachtszeit viel zu tun gibt. Die Bäuerin ist aber nicht nur kulinarisch auf Entdeckungsreise, sondern als Tanzleiterin der Trachtengruppe Marbach auch kulturell interessiert.

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RARITÄTEN & NOSTALGIE LANDLEBEN

Kreativ mit scharfer Schere FILIGRANE KUNSTWERKE Abends, wenn ihre neun Kinder schlafen, widmet sich die Bäuerin und Künstlerin Jolanda Brändle aus Mosnang (SG) der Scherenschnittkunst. Grosse Anerkennung bekam sie für das Olma2012-Plakat, das sie entworfen hatte. Aber auch über die Landesgrenzen hinaus ist die Bäuerin und Künstlerin bekannt.

Was ist das? Klöppelspulen oder Trommelstöcke?

Schreiben Sie die Antwort an: info@ufarevue.ch oder per Post: UFA-Revue, Theaterstr. 15a, 8401 Winterthur. Verlost wird ein LANDIGutschein im Wert von 20 Fr. Einsendeschluss 14.12.2012.

Die Scherenschnitte von Jolanda Brändle (41) umfassen traditionellländliche Motive gehen ins Märchenhafte, Mystische und Abstrakte über. Motive findet sie in ihrem Leben als Bäuerin und in der Natur. Im Frühling sind es Schmetterlinge, Blumen, Blütenbäume und Hasen. Im Herbst und Winter bevölkern Hirten, Engel oder Schneemänner die Scherenschnitte. Geheimnisvoll strahlen Tannen und Laubbäume. Liebevoll und humorvoll gestaltete Scherenschnitte finden sich auf Karten, Iphonehüllen, Windlichtern, Nikki-Tüchern, Steinkissen, Tassen oder JoJo-Schnecken. Vor Weihnachten ist Hochbetrieb, auch in Brändles «Lädeli zur Schererei» in Mosnang, das jeweils am Samstag zwischen 9 und 12 Uhr geöffnet ist. Wer Jolanda Brändle persönlich antreffen will, hat dazu am Weihnachtsmarkt in der Henessenmühle in Gossau (SG) Gelegenheit (7. bis 9. und 14. bis 16. Dezember). www.schererei.ch

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Jolanda Brändle brauchte fürs Zeichnen und Schneiden rund 10 Stunden.

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Zu seinem zehnjährigen Bestehen organisierte das Archiv für Agrargeschichte ein Kolloquium «Der Film in der Landwirtschaft – die Landwirtschaft im Film». Zu entdecken gab es einiges, zum Beispiel den Film «Alpsegen im Glarnerland» von 1929. Produziert worden war der Film von der Schweizerischen Milchkommission und zeigt des Weg des Schabzigers von der Milchgewinnung auf der Alp bis hin zum Versand an die grosse weite Welt (Mombasa, Toronto, Vancouver, Shanghai, Buenos Aires, New York). Beim Glarner Schabziger handelt sich um den ersten Markenartikel der Schweiz, dessen Ursprünge auf das Jahr 1463 zurückgehen. Der Film geht als Lehr- und Werbefilm durch, verknüpft aber auf künstlerisch anspruchsvolle Weise Licht und Schatten, heile Alpenlandschaft mit Vermarktungsfragen. Solch eindrückliches Filmschaffen gibt es noch einiges in den Archiven der landwirtschaftlichen Organisationen zu entdecken.

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DF_LL4_Garten_1212_2012 27.11.12 18:51 Seite 93

GARTENSEITE LANDLEBEN

Ein Geschenk des Himmels MISTELN gelten seit Urzeiten als Glücksbringer und Friedenssymbol. Sie entfalten ihre dezente Pracht im Advent und sind damit für festliche Dekorationen wie geschaffen. Bei der Haustüre oder vor dem Fenster ist ein Mistelbusch ein wunderschöner Blickfang bis zum Frühlingsbeginn.

Edith Beckmann

1 • Festliches Gespann im Advent: Weihnachtsstern und Mistelzweige. Bild: CMA

2 • Sind die Laubbäume kahl, entfalten sich die goldgrünen Mistelbüsche zu voller Pracht. Bild: Klaus Stricker/pixelio.de

3 • Als wären sie vom Himmel gefallen: Misteln entfalten sich an kahlen Bäumen. Bild: Annamartha/pixelio.de

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In Baumkronen gut verborgen, sitzen Misteln als Halbschmarotzer auf den Ästen. Sie entziehen ihren Wirtspflanzen Wasser und Mineralstoffe; Kohlehydrate beziehen sie aus eigener Assimilation. Ihren Gastgebern schaden sie nur, wenn die Bäume geschwächt sind und die Misteln zahlreich auftreten.

Grüne Tipps für den Nutz- und Ziergarten

Kultpflanze der Kelten Erst wenn

• Beetrosen kniehoch zurück schneiden; der Hauptschnitt erfolgt im Frühjahr. Erde anhäufeln und mit verrottetem Mist oder Kompost abdecken. Erst mit Reisig abdecken, wenn längere Kälteperioden drohen.

die Blätter fallen, entdeckt man die sagenumwobene Pflanze. Deshalb glaubten die Kelten, die bizarren Kugeln seien vom Himmel in die Baumkronen gefallen und verehrten sie als Zauberpflanze. Ihre geheimnisvollen Kräfte kennt jedes Kind. Ihnen verdankt Obelix aus den AsterixBüchern seine Siege über die Römer. Verbreitet werden Misteln durch Vögel. Sie fressen die Beeren und scheiden die unverdaulichen, klebrigen Samen aus. Haften sie auf einem Zweig, verankert der Keimling seine Wurzeln in der Rinde. Etwa sechs Jahre später öffnen sich erstmals drei bis fünf zierliche, gelbe Blütensternchen. Bis zum begehrten Adventsbusch dauert die Kultur gut und gerne zehn Jahre. Wer auf einem alten Obstbaum Misteln ansiedeln will, kann sie von Dezember bis März «aussäen». Dazu ritzt man 2

• An milden Tagen Obstbäume schneiden. Stämme abbürsten, denn unter loser Rinde finden Schädlinge Unterschlupf. • Gegen allfälligen Schneedruck hohen Rosen- und Federkohl an Stäben hochbinden. • Als Winterdekoration immergrüne Zweige, Samenstände und Trockenblumen arrangieren. Stängel am besten in Gefässe mit Erde stecken und ausladend am Rand beginnen. • Kaltkeimer wie Eisenhut, Küchenschelle, Silber- und Edeldistel, Enzian oder Edelweiss säen: Saatschale während zwei Wochen bei Zimmertemperatur aufstellen, dann im Freien der Winterwitterung aussetzen.

einen kleinen Schlitz in die Rinde eines Astes und quetscht frische Beeren samt den Samen hinein. Vor Vogelfrass schützt ein Stück Maschendraht, der um die Stelle gewickelt wird.

Küssen unter dem Mistelzweig Wenn der Winter Einzug hält, färben sich die Büschel wunderschön goldgrün und schmücken sich mit perlfarbenen Beeren. Keltische Druiden (Priester) schnitten die Misteln mit goldenen Gerteln von den Bäumen und sprachen ihr sagenhafte Wunderkräfte zu. Sie galt als Schlüssel zur Unterwelt und wirksames Mittel gegen die «heilige Krankheit» (Epilepsie). Tatsächlich ergaben neuere Untersuchungen, dass das in Misteln

enthaltene Acetylcholin Hirnkrämpfe verhindert und Gefässkrämpfe in den Beinen und im Kopf zu lösen vermag. Misteln sind aber auch ein Friedenssymbol. Unter ihren Zweigen versöhnten sich Feinde mit einem Kuss. Diesem Brauch huldigen die Briten noch heute und küssen sich unter Mistelzweigen, die sie im Advent über die Haustüre hängen. 䡵

Autorin Edith Beckmann, Freie Journalistin BR aus Frauenfeld (TG), leidenschaftliche Gärtnerin mit Wurzeln in der Landwirtschaft.

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DF_LL6_Generationen_1212_2011 28.11.12 11:39 Seite 94

SCHWEIZER BAUERN: WOHER – WOHIN? LANDLEBEN

Generationengespräche in der Landwirtschaft

Frauen, die ihren Mann stehen Bäuerinnen haben immer zu tun. Sie packen lieber an, als zu reden. Sie erledigen vieles lieber sofort, als es auf die lange Bank zu schieben. Die beiden Bäuerinnen Vreni Steger (68) und Sabrina Knechtle (30) setzen zudem auf die Strategie: Miteinander reden und am selben Strick ziehen. Das sei auf einem Hof das wichtigste. Sabrina ist im Gegensatz zu Vreni nicht nur Bäuerin, sondern auch Bauer: Die Mutter von zwei kleinen Kindern hat eine Lehre als Landwirt gemacht. Das wäre für Vreni undenkbar gewesen: «Ich weiss nicht einmal, ob man das damals überhaupt lernen konnte?» Ihr habe man stets eingebleut: «Mädchen müssen den Haushalt lernen

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und sparen». Trotzdem beherrscht sie alle Arbeiten, die auf ihrem vielseitigen Bauernhof anfallen – nur das Traktorfahren liess sie sein. Stegers haben einen mittelgrossen Hof mit Milchvieh, Ackerbau, Obst und Direktvermarktung in Altstätten im St. Galler Rheintal, den inzwischen der Sohn übernommen hat. Knechtles 12 ha grosser Hof in Eggerstanden (AI) erlaubt diese Vielseitigkeit nicht: Zu «ruuch» ist das Klima auf 900 m ü. M. Weil sie von 15 Kühen allein nicht leben können, setzen Knechtles auf die Weiterverarbeitung: «Wir haben bei der Betriebsübernahme eine Hofkäserei eingebaut und gehen seither auf den Bauernmarkt

nach St. Gallen». Dort und in einigen kleineren Läden verkaufen sie ihren würzigen Halbhartkäse, verschiedene Frischkäsespezialitäten, Quark und Rohmilch. «Man könnte noch mehr machen», sagt Sabrina. Irgendwo müsse man aber auch Grenzen setzen. Vreni nickt. Das Thema ist ihr nicht fremd, denn die Umsetzung von innovativen Ideen bleibt oftmals an den Bäuerinnen hängen. Für Betriebe, wie der von Familie Knechtle, wird es mit der anstehenden Agrarreform nicht einfacher werden. Sabrina erklärt: «Je kleiner der Betrieb ist, desto wichtiger ist es, dass einer fort kann und der andere den Betrieb schmeisst». Eveline Dudda

Der Landwirtschaftliche Informationsdienst LID ist inzwischen 75 Jahre alt. Aus diesem Anlass tauschen sich jeden Monat zwei Bauerngenerationen aus, blicken zurück und in die Zukunft. Was war besser, was schwieriger und wohin steuert die Landwirtschaft? Einen umfassenden Bericht dieses Generationengesprächs finden Sie auch auf der Website www.lid.ch.

75 Jahre Kommunikation zwischen Stadt und Land

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Zu diesen Themen lesen Sie mehr in der nächsten Nummer

Was schaut bei der Kälbermast heraus?

Wo und wie wird investiert?

Weizenrost weltweit auf Vormarsch

Zusammenarbeit schafft Kapazitäten

Helfer für die Berglandwirtschaft

Kälbermastbetriebe in der Bergregion weisen gemäss einer ART-Studie tiefe Einkommen auf. Mutterkuh- und Milchviehhalter stehen besser da.

Anhand einer Studie (Umfrage) versuchte die UFA-Revue, das künftige Investitionsverhalten der Schweizer Bauernbetriebe zu ermitteln. Erste Details.

Pilzkrankheiten und Resistenzbildungen im Getreide werden weltweit immer problematischer. Experten warnen vor Ernteausfällen.

Analysen bestätigen, dass Milchviehhalter mit der Gründung einer Betriebsgemeinschaft die Arbeitszeit massgeblich reduzieren können.

Weil er sich den Fuss verletzte, kann Laurent Ecœur nicht mehr «überall gleichzeitig sein». Caritas Bergeinsatz vermittelte ihm freiwillige Helfer.

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Impressum UFA-Revue Die Mitglieder-Fachzeitschrift der fenaco-LANDI Gruppe. Die Ausgaben Nr. 1, 3, 5, 7-8, 9 und 11 erscheinen mit im Abonnement inbegriffener Beilage des LANDI-Contact. ISSN 1420-5106

Herausgeber fenaco Genossenschaft, Erlachstrasse 5, 3001 Bern Hans Peter Kurzen, Publizistische Leitung

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Mitherausgeber LV-St. Gallen, GVS Schaffhausen. Die Beteiligungen der Herausgeber an anderen Unternehmungen sind in den gültigen Geschäftsberichten aufgeführt. Erhältlich beim Verlag. Redaktion Tel. 058 433 65 30 Fax 058 433 65 35 Theaterstrasse 15a, 8401 Winterthur Dr. Roman Engeler (Chefredaktor), Daniela Clemenz, Christian Hirschi, Gaël Monnerat, Cyril de

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UFA-Revue 12/2012  

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