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Fachzeitschrift der fenaco-LANDI Gruppe • www.ufarevue.ch • 9 / 2011

Vierfach-Schwader im Test Seite 28

Ausgefeilte Siliertechnik Seite 44

Blutproben mit Tücken Seite 86

Neue Kampagne der Landwirtschaft Seite 90


Ernten mit

Volles Programm In Flawil SG baut AGRAR Ladewagen, die auch Ihre Wünsche voll erfüllen. Wählen Sie das Ladesystem, welches Ihren Fütterungsanforderungen entspricht. Ob Tief- oder Hochlader, ob wenig oder viele Messer, ob Scherengitter oder Festaufbau, AGRAR baut Ihren Ladewagen so wie Sie ihn gerne haben möchten.

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INHALTSVERZEICHNIS EDITORIAL Schweizer Bäuerinnen und Bauern achten auf das Wohl der Tiere – eine Aussage der neuen Imagekampagne. Foto: Stefan Minder

Gaël Monnerat

FENACO AKTUELL Zuverlässig und profiliert entlang der Wertschöpfungskette ufamed und Halag Chemie AG im Dienste der Bauern 4 Verwaltungsentscheide Josef Sommer zur Netzwerkorganisation der fenaco

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MANAGEMENT

Steigende Preise Die Preise für Lämmer und Schafe sind erstmals angestiegen. Das bietet Schafhaltern gute Chancen in der Vermarktung.

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Das Einkommen sinnvoll aufteilen Entlöhnung der Ehefrau

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Kurzmeldungen Baulandeinzonung mit Folgen Frage des Monats: Konflikte mit Nicht-Bauern Chancen der Lammfleischproduktion Profi-Lait: Schweizer Milchviehbetriebe unter Stress

9 12 16 18 20

LANDTECHNIK Für höchste Leistungsfähigkeit Der Vierkreisel-Schwader «Top 1252 C s-line» im Praxistest Kurzmeldungen Claas «Quadrant 3300»: Mit neuem Vorpresskammersystem Fendt «211 Vario» im Test: Volle Leistung am Hang Produktneuheiten Wettbewerb zum Weidemann Teleskoplader «T4512 CC 35»

28 23/25 26 30 33/36 35

PFLANZENBAU Neue Quaderballenpresse Claas präsentierte kürzlich mit der «Quadrant 3300» eine neue Quaderballenpresse mit dem Kanalmass 90 x 120 cm.

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Qualität wird nachgefragt Sortenempfehlungen zur Wintergetreidesaat 2011

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Kurzmeldungen Bezahlung der Zückerrübenernte Herausforderndes Silieren Schafgarbe: Pflanze mit interessanten Inhaltsstoffen «Piadin»: Mehr aus der Gülle herausholen Fusarien und Mykotoxine in Winterweizen nach Körnermais Zwischenfrüchte/Unkräuter: Totalherbizide oder Messerwalze?

39 42 44 47 50 52 54

NUTZTIERE

Fusarien–Mykotoxine Wie lässt sich der Fusarien-Befall und die Mykotoxin-Belastung bei pfluglosem Anbau von Winterweizen verringern?

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Kannibalismus im Schweinestall Spezifische Mineralstoffe können abhelfen

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Kurzmeldungen Bio-Seite: Milchpulver erhöht Wirtschaftlichkeit der Kälbermast Paarungsplan nach Triple A? UFA aktuell: Die Seiten für den Tierhalter Statistisch erwiesene Schutzmassnahmen gegen Mastitis Expandiertes Mineralsalz setzt sich durch Der pansenorientierte Mischwagen von Keenan Kälberstall: Luftqualität ist wichtiger als Temperatur Klauenprobleme: Sind die hohen Leistungen schuld? Schweinezucht: Rassenunterschiede bei Reproleistung Raufutterersatz-Würfel? Wie sicher sind Mischfutter vor hohen Mykotoxingehalten? Raufutter 2011: Proteinversorgung beachten Blutproben mit Tücken

57 58 60 61 66 68 70 72 74 78 81 82 84 86

LANDLEBEN Regeln nach der Scheidung Der Umgang zwischen geschiedenen Ehegatten

Gehalte 2011 Bisherige Grassilage- und Dürrfutteranalysen zeigen hohe Zuckerwerte und wenig Rohprotein. UFA-REVUE · 9 2011

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Kurzmeldungen Mit Humor die Leistungen der Bauern kommunizieren UFA-Revue-Leserreise nach Zentralamerika: Jetzt anmelden! Garten: Spätzünder Fetthennen Bettagsmenü von Esther Senn Markus Schmidlin ist gerne Bauer!

92 89 90 94 96 101 102

Kaum liegen die Ergebnisse der diesjährigen Getreideernte vor, beschäftigen wir uns bereits wieder mit Fragen zur nächsten Kampagne. Während vor noch nicht allzu langer Zeit bei der Wahl der Getreidesorten fast ausschliesslich agronomische Kriterien im Vordergrund standen, sieht man sich zurzeit – bedingt durch die Entwicklungen in der Landwirtschaft – mit anderen Sachzwängen konfrontiert: Heute muss die Ware produziert werden, die der Konsument wünscht. Die fenaco führt alljährlich zahlreiche Sortenversuche durch, um Getreideund Rapssorten zu vergleichen. Diese Versuche müssen rasch analysiert werden, damit die Produzenten bei der Sortenwahl für die nächste Aussaat eine Hilfestellung haben. Die Zeit läuft – aber die Empfehlungen liegen vor (Seite 40). Die vollständigen Versuchsergebnisse können von der Internetseite www.pflanzenbau.ch heruntergeladen werden. Als Sohn eines jurassischen Bauern wurde ich bereits in jungen Jahren mit dem Landwirtschaftsvirus befallen und bin heute Agronom als tätig. Ich weiss daher nur zu gut, dass unsere Landwirtschaft weit von jenen Klischees entfernt ist, derer sich die Werbung der Grossverteiler nur zu gern bedient. Die Landwirtschaft ist modern und entwickelt sich laufend weiter. Seit nunmehr einem halben Jahr versuche ich Ihnen die Rubrik «Pflanzenbau», in der Sie Aktuelles über neuste Studienergebnisse und technische Entwicklungen erfahren, ansprechend zu präsentieren. Ich hoffe, dass mir dies bis anhin gelungen ist und wünsche Ihnen eine angenehme Lektüre.

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AKTUELL FENACO

Zuverlässig und profiliert entlang der ganzen Wertschöpfungskette DIE FENACO-LANDI GRUPPE ist für die Bauern da und bietet rundum Leistungen für eine prosperierende Landwirtschaft und dies nicht nur im Bereich Tierhaltung, Pflanzenbau und Landesprodukte, sondern auch in den vor- und nachgelagerten Bereichen.

So wirkt beispielsweise die Tierarzneimittelfirma Ufamed AG eher im Hintergrund und liefert über die Tierärzte den Bauern wirkungsvolle Tiermedizin. Standbein der fenacoNetzwerkorganisation ist auch die Halag Chemie AG, die Produkte und Dienstleistungen im Bereich Hygiene und Reinigung für die Ernährungswirtschaft anbietet.

Die ufamed AG Die Tierarzneimittelfirma Ufamed AG verfügt über Kernkompetenzen im Vertrieb von Arzneimitteln, Diätetika und Spezialitäten rund um die Tiergesundheit. Den Kundenstamm bilden ausschliesslich in der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein niedergelassene Tierärzte, Tierkliniken, Universitäten und Apotheken. Da die Ufamed mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln handelt, dürfen Privatpersonen nicht beliefert werden. Auch in den LANDI sind deshalb Ufamed-Produkte nicht zu finden. Bei

Problemen in der Tierhaltung müssen sich die Bauern direkt an ihren Tierarzt wenden. Bei diesen, aber auch bei Tierkliniken, Medizinalfutterherstellern und veterinärpharmazeutischen Firmen sowie Apotheken ist die Ufamed als dyna-

mischer, kompetenter und zuverlässiger Partner bekannt.

Innovativ am Markt Mit ihrer eigenen firmeninternen Zulassungsabteilung ist die Ufamed innovativ am Markt

Ufamed: Dynamischer, kompetenter und zuverlässiger Partner.

VERWALTUNG FENACO CONSEIL D’ADMINISTRATION Leistungszentrum Bätterkinden: Ausbau zum zentralen Standort für Kartoffeln im Mittelland Die Verwaltung fenaco hat an ihrer JuliSitzung beschlossen, in eine zukunftsgerichtete Erweiterung des Leistungszentrums Bätterkinden 37 Mio. Fr. zu investieren. Dazu ist die Landsicherung erfolgt. Das Investitionsprojekt umfasst die Erweiterung der Lager-, Aufbereitungsund Verpackungskapazitäten für Kartoffeln mit Integration des Kartoffel-Pack4

betriebes Zollikofen in Bätterkinden sowie die Modernisierung der Karottenaufbereitung. Zudem wurden mit der Neuorganisation im Departement Landesprodukte auch die Voraussetzungen für eine effiziente Marktbearbeitung und eine optimale Nutzung der komplett modernisierten Infrastrukturen geschaffen. Voraussichtlicher Baubeginn ist im Januar 2012, so stehen die Kühllager ab Herbst 2012 zur Verfügung und die In-

betriebnahme der Produktion mit Integration Zollikofen wird im Herbst/ Winter 2013 erfolgen.

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AKTUELL

NATS ES MO IS D D L I B DU MO PHOTO

FENACO AUF EIN WORT EN UN MOT

Die fenaco konnte sich in den letzten Jahren trotz starken wirtschaftlichen Veränderungen im traditionellen Agrarmarkt sehr gut behaupten. Dies ist das Ergebnis von erfolgreichen Strategien in den Hauptmärkten der Tier- und Pflanzenbauproduktion sowie der Übernahme, Verarbeitung und Veredelung von landwirtschaftlichen Erzeugnissen.

Man nehme rund 30 km Strasse in einer attraktiven Landschaft, sperre sie einen Tag für den motorisierten Verkehr und sorge für ein vielseitiges Rahmenprogramm entlang der Strecke: Schon hat man einen Slow-up für Bewegungsfans. Mit dabei als Hauptsponsor ist auch in diesem Jahr die zur fenaco gehörende Ramseier Suisse AG. Dieses Traditionsunternehmen verarbeitet weit über die Hälfte des Schweizer Mostobstangebotes. Bild: Clemens Wäger

und bestrebt, regelmässig neue veterinärmedizinische Produkte für die Schweizer Tierärzte zu registrieren, um das Produktsortiment laufend zu optimieren. «Der Trend in der Tiermedizin geht heute vermehrt in Richtung Prophylaxe und Bestandesbetreuung,» erklärt Ufamed-Geschäftsführer Willy Walker. Der ehemalige Bauernsohn aus dem Urnerland ist studierter Tierarzt

und weiss, wo den Bauern der Schuh drückt. «Die Tierhaltung hat sich in den letzten Jahren geändert,» erklärt er und fährt fort: «Die Bestände sind grösser geworden und das Herdenmanagement hat sich professionalisiert. Viele Tierärzte machen nicht nur Einzeltierbehandlungen, sondern auch Bestandesbetreuungen.» Bei gehäuft auftretenden Problemen wie beispielsweise EuterentFortsetzung Seite 6

frigemo: Investition in die Tiefkühllogistik Gourmador Zollikofen (BE) Das heutige Mietverhältnis für das Tiefkühllager der Gourmador in Ostermundigen wurde auf Ende 2012 gekündigt. Die Verwaltung fenaco hat deshalb beschlossen, 7.8 Mio. Fr. am Standort der Gourmador in Zollikofen, in eine eigene Tiefkühlinfrastruktur zu investieren. Das Investitionsprojekt beinhaltet einerseits den Neubau eines TiefkühlUFA-REVUE · 9 2011

lagers (1000 Palettenplätze) und andererseits Sanierungsarbeiten im bestehenden Gebäude zur Einhaltung einer lückenlosen Kühlkette und zur Einsparung von Energie. Im Oktober 2011 wird mit dem Baubeginn gerechnet, so dass im November 2012 die Inbetriebnahme erfolgen kann.

Zum Erfolg hat aber auch die Netzwerkorganisation beigetragen, denn die fenaco ist in verschiedenen vorund nachgelagerten Teilmärkten mit innovativen und führenden Firmen in der Schweiz tätig. Das sind beispielsweise die ufamed AG, die UFAG Laboratorien AG oder die Halag Chemie AG. Dies verschafft der fenaco eine Nasenlänge Vorsprung gegenüber den Konkurrenten. Mit dem Wissen und den gemachten Erfahrungen der Halag Chemie AG, sie stellt Hygieneprodukte her, können Tochtergesellschaften, wie zum Beispiel die UFA AG, direkt und effizient unterstützt werden. Mit dem Know-how der Ufamed AG, der Tierarzneimittelfirma der fenaco, können in Zusammenarbeit mit den Tierärzten die Kunden der LANDI mit diesen Produkten wirkungsvoll unterstützt werden. Das Engagement und die Erfahrungen der UFAG Laboratorien, in der Schweiz führend bezüglich der Lebensmittelanalytik, helfen der fenaco in der gesamten Wertschöpfungskette neue Methoden, Erkenntnisse und Trends schnell zu erkennen und umzusetzen. Neben dem Wissenstransfer innerhalb der Gruppe trägt diese Wertschöpfung dazu bei, dass die fenaco ihre Leistungsfähigkeit gegenüber den Kunden und Besitzern – den Bauern – trotz härterem Umfeld halten und sogar weiter verbessern kann. Josef Sommer Mitglied fenaco Geschäftsleitung 5


AKTUELL FENACO zündungen, Durchfallerkrankungen und Lungenentzündungen, wird oft der gesamte Bestand, die Tierhaltung inklusive der Fütterung unter die Lupe genommen. Jeder dieser Aspekte wird zum Wohl der Tiere optimiert. Ufamed garantiert den Tierärzten einen tadellosen Service. Jede Bestellung, die bis 16 Uhr aufgegeben wird, liefert man gleichentags noch aus, so dass anderntags der Tierarzt behandeln kann.

Hohes Qualitätsbewusstsein Die ufamed AG ist seit jeher auf die Entwicklung und den Vertrieb von Arzneimittelvormischungen und Diätetika spezialisiert. Darüber hinaus hat sie in den vergangenen Jahren ihr Sortiment laufend mit neuen innovativen Präparaten erweitert und ergänzt. Selbstverständlich gehört dazu heutzutage eine zuverlässige Beschaffungslogistik mit

integrierter Qualitätskontrolle, massgeschneidert auf die Bedürfnisse der Kunden. Auch wird die Ufamed regelmässig durch die schweizerische Arzneimittelbehörde (Swissmedic) inspiziert und überwacht. Die 17 Mitarbeitenden der ufamed, die ihren Sitz in Sursee hat, überzeugen durch Professionalität und Pharmakompetenz. Eine besonnene, kalkulierbare Vorwärtsstrategie bildet die Basis zur Sicherung des Unternehmens und seiner Arbeitsplätze.

Halag: Kernkompetenz Hygiene Standbein dieser für die fenaco-LANDI Gruppe wichtigen Netzwerkorganisation ist auch die Halag Chemie AG. Das im thurgauischen Aadorf domizilierte Unternehmen ist ein führender Anbieter von Produkten und Dienstleistungen im

Bereich Hygiene und Reinigung für die gesamte Ernährungswirtschaft. Im landwirtschaftlichen Sektor ist die Halag Chemie seit ihrer Gründung vor etwas mehr als 40 Jahren vor allem im Gebiet der Milchgeschirr- und Melkanlagenreinigung bekannt. Für Geschäftsführer Martin Schenk ist es jedoch ein Ziel, die Hygiene-Kompetenz der Halag Chemie auf die gesamte Tierhaltung auszudehnen. «Bisher war das Thema Stallhygiene noch nicht so im Fokus, das soll sich aber ändern».

Zusammenarbeit mit UFA Um dies zu erreichen, arbeitet man bei der Halag Chemie eng mit dem Beratungsdienst der UFA zusammen. «Wir haben für nahezu jede Tiergattung spezifische Reinigungs- und Desinfektionspläne erstellt, um so einerseits möglichst hohe Krankheitsprophylaxe zu erreichen, an-

ufamed AG Die Ufamed AG wurde 1969 in Sursee gegründet und arbeitete von Beginn weg eng mit der UFA AG zusammen. 1993, mit dem Zusammenschluss von sechs schweizerischen landwirtschaftlichen Genossenschaftsverbänden, wird die Ufamed AG Teil der fenaco. Veterinärpharmazeutische Produkte dürfen aus rechtlichen Gründen nur an medizinisches Fachpersonal abgegeben werden.

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AKTUELL FENACO

Halag Chemie AG Die Halag Chemie AG wurde 1970 von Heinrich A. Leimbacher gegründet, neun Jahre später dann an den Verband ostschweizerischer landwirtschaftlicher Genosssenschaften (VOLG) verkauft und 1993 in die fenaco Gruppe integriert. 2010 erfolgte der Umzug in den Neubau in Aadorf. Die Halag Chemie beschäftigt 50 Mitarbeitende, wovon 12 im Aussendienst. Jährlich stellt die Halag Chemie rund 12 000 t Hygieneprodukte her.

derseits aber auch eine hygienisch einwandfreie Tierproduktion zu ermöglichen», betont Martin Schenk. Für den jeweiligen UFA-Berater vor Ort würden diese Pläne ein wichtiges Arbeitsinstrument darstellen. Unterstützt werden diese Bestrebungen, indem Fachleute der Halag Chemie an landwirtschaftlichen Schulen Vorträge halten, Kurse organisieren oder in Fachzeitschriften Beiträge schreiben. Zusammen mit der UFA-Revue wurden zudem schon Video-Filme produziert, die auf dem Internet angeschaut werden können und dem Tierhalter wertvolle Tipps rund um die Melk- und Stallhygiene geben.

Absatzkanal LANDI Mit eigenen Beratern geht die Halag in der Regel nur bis zum Verkaufspunkt LANDI. «Im GeUFA-REVUE · 9 2011

gensatz zu unseren Mitbewerbern, die ihr Geschäft mehrheitlich mit der Installation von Melktechnik kombinieren können, ist für uns die LANDI ein wichtiger Partner», hält Martin Schenk fest. Vertrieben werden die Halag Stallhygiene-Produkte allerdings über die Schiene der regionalen Verteilzentren von fenaco Pflanzenschutz, die im Handling von chemischen Produkten eine grosse Erfahrung haben und entsprechend geübt sind.

Ausblick Die Halag Chemie setzte alles daran, die Kompetenz in Sachen Reinigung und Desinfektion weiter ausbauen zu können, sagt Geschäftsführer Martin Schenk. «Wir heben uns insofern von Mitbewerbern auf dem Markt ab, weil wir mit unserem Schweizer Produktionsstandort flexibel und schnell auf in-

dividuelle Anforderungen reagieren können». Trotz eines schrumpfenden Markts konnte die Halag in den letzten Jahren die Umsätze halten, was auf eine Steigerung der Marktanteile schliessen lässt. «Unsere Kunden, sowohl im landwirtschaftlichen Bereich wie im Lebensmittelsektor stehen zwar unter einem gewaltigen Druck, der durch die Wechselkursproblematik in jüngster Vergangenheit noch zugenommen hat, doch wir sehen diesen Umstand auch als Chance», meint Martin Schenk. Seiner Ansicht nach würden die Anforderungen an die Qualität im Allgemeinen und an die Hygiene im Speziellen weiter steigen. «Genau dort liegt unsere Kernkompetenz und die wollen wir mit unseren Produkten im Markt weiterhin ausspielen». 䡵

Autoren Daniela Clemenz, Dr. Roman Engeler, UFA-Revue, 8401 Winterthur

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KURZMELDUNGEN MANAGEMENT

Treuhandnachrichten zum Thema Reservezuweisung Viele Landwirte engagieren sich in Aktiengesellschaften, Genossenschaften oder auch in GmbHs. In diesen juristischen Rechtsformen ist der Buchführungspflicht korrekt, nach kaufmännisch geführten Regeln, nachzukommen. Eine Buchhaltung analog dem Landwirtschaftsbetrieb durchzuführen, genügt dabei nicht vollends. Neben Darstellungs- und Verbuchungsvorschriften ist zur Bilanz und Erfolgsrechnung auch ein Anhang mit zusätzlichen Informationen zur Gesellschaft nötig. Zudem hat die Gesellschaft an der Generalversammlung über die Gewinnverwendung zu entscheiden. Die GVBeschlüsse sind zu protokollieren und buchhalterisch umzusetzen.

Pachterstreckung Kündigt eine Partei den Pachtvertrag, kann die andere Partei innert drei Monaten auf Erstreckung klagen. Der Richter erstreckt die Pacht um drei bis sechs Jahre, wenn dies für den Beklagten zumutbar ist. Hat der Verpächter gekündigt, muss er beweisen, dass die Fortsetzung der Pacht für ihn unzumutbar oder aus andern Gründen nicht gerechtfertigt ist (z.B. Selbstbewirtschaftung durch Verpächter oder Pflichtverletzung durch Pächter). Dr. Eduard Hofer, Heimberg

Download verfügbar Das umfangreiche Nachschlagewerk, um sich über die wirtschaftliche Entwicklung der Bauernbetriebe detailliert zu informieren, ist der Grundlagenbericht der Zentralen Auswertung von Agroscope Reckenholz-Tänikon. Nun stehen die Resultate der Auswertung 2010 im Internet als Gratisdowonload zur Verfügung. Unentbehrlich sind diese Auswertungen für Gutachter und Berater. www.grundlagenbericht.ch UFA-REVUE · 9 2011

Gesetzlich dürfen Dividenden erst festgelegt werden, wenn die von Gesetz und Statuten vorgeschriebenen Reserven gebildet wurden. Vom Jahresgewinn müssen deshalb mindestens 5% den allgemeinen gesetzlichen Reserven zugewiesen werden, bis diese Reserven mindestens 20 % des Aktienkapitals betragen. Unabhängig davon, ob die 20 % bereits erreicht sind oder nicht, müssen den allgemein gesetzlichen Reserven zusätzlich folgende Zuweisungen gemacht werden: • ein bei der Aktienausgabe über den Nennwert hinaus erzielter Mehrerlös. • Einzahlungen auf ausgefallenen Aktien.

• 10 % der Beiträge, die nach Bezahlung von einer Dividende von 5 % ausgerichtet werden. Erreicht die allgemein gesetzliche Reserve das Niveau von 50 % des Aktienkapitals, so müssen die gesetzlichen Reserven nicht mehr geäufnet werden, ausser die Statuten der Gesellschaft verlangen dies. Im Weiteren kennt das Gesetz die folgenden gesetzlichen Reserven, die es zu beachten gilt: • Reserven für den Kauf eigener Anteile durch die Gesellschaft. • Reserven bei der Aufwertung von Grundstücken zur Beseitigung des Bilanzverlustes. Martin Würsch info@sbv-treuhand.ch

Zeitwert und Zeitwertzusatz

Im Focus Agrarrecht

Bei einem Verkehrsunfall missachtete ein Lastwagenchauffeur das Rotlicht und kollidierte mit einem Traktor. Zum Glück wurde niemand verletzt, aber der Traktor hatte einen Totalschaden. Der Landwirt braucht schnellstmöglichst einen Ersatz. Für die Vermögenseinbusse hat die Motorfahrzeughaftpflichtversicherung des schuldigen Chauffeurs den Bauern zu entschädigen. Dabei hat der Landwirt Anspruch auf gleichwertigen Ersatz der beschädigten Sache. Die Entschädigung erfolgt zum «Zeitwert», also zum Marktwert, den der Traktor im Zeitpunkt des Unfalles hatte. Der Bauer kann über den ausbezahlten Betrag frei verfügen, also einen neuen Traktor oder eine Occasion kaufen. War der Traktor kaskoversichert, wird dem Bauer ein allfällig vertraglich vereinbarter Zeitwertzusatz entschädigt. Diese Entschädigung kann den reinen Zeitwert übersteigen und die Anschaffung eines Traktors erlauben, dessen Wert über demjenigen des totalbeschädigten Traktors liegt. Je älter ein Fahrzeug ist, desto weniger Sinn macht aber eine Kaskoversicherung. Stefan Binder, SBV Versicherungen, www.sbv-versicherungen.ch

Erstmals bietet die Universität Luzern ab September 2011 einen Zertifikatslehrgang Agrarrecht (CAS Agrarrecht) an und vermittelt Rechtsfragen im Themenfeld Agrar, Ernährungswirtschaft und Umwelt. Innert kürzester Zeit war der Lehrgang ausgebucht. Gemäss Prof. Dr. Roland Norer gehören die Teilnehmer nur zu einem kleinen Teil der Juristengilde an. Die überwiegende Mehrheit hat einen agrarökonomischen Berufshintergrund und ist in der praktischen Arbeit mit Rechtsfragen konfrontiert. Auch Landwirte hätten sich eingeschrieben. Für den zweiten Studiengang, beginnend September 2013, kann man sich unverbindlich vormerken lassen. cas-agrarrecht@unilu.ch

Ernteversicherung Der schweizerische Bauernverband traf sich mit der Spitze der Schweizer Hagelversicherung. Zur Diskussion stand eine Zusammenarbeit im Rahmen der Agrarpolitik 2014-17. Dabei soll der Bund Ernteversicherungen für Landwirtschaftsbetriebe finanziell unterstützen, wie dies in anderen europäischen Staaten bereits heute der Fall ist. www.sbv-usp.ch

Vertragsaufzucht Die neuen Richtpreise zur Vertragsaufzucht gelten ab 15. August 2011.

• Kilovertrag: Der Kilopreis beträgt Fr. 3.40 pro kg Lebendgewicht (minus 20 Rappen gegenüber der Vorsaison). Die zum Kilopreis dazugehörende Monatsentschädigung bleibt unverändert gegenüber 2010/2011. • Pauschalverträge: Die Preise bleiben gleich: Eine Monatspauschale beträgt zwischen 70 bis 110 Fr. Dabei wird je nach Alter des Kalbes und dem vereinbarten Erstkalbealter des Rindes eine Preisstaffelung empfohlen. • Kilovertrag Biotiere: Für die Rückkaufsaison vom 15. August 2011 bis 14. August 2012 beträgt der Kilopreis Fr. 3.65 pro kg Lebendgewicht (minus 20 Rp. gegenüber dem Vorjahr). Analog wie bei den konventionellen Tieren wird der Kilopreis gestaffelt. • EDV-Formular: Das Vertragsformular steht als elektronische Datei (pdf-Datei) zur Verfügung. Bild: Sibylle Späni

Die Formularfelder können am Computer ausgefüllt werden. Download kostenpflichtig via www.agridea-lindau.ch. Shop. Preise: Landwirte 10 Fr. und Dienstleister 20 Fr. Vertragsformulare auch bei den kantonalen Vermittlungsstellen. Ausführliche Information der Aufzuchtsaison 2011/2012 auch als Leserservice auf www.ufarevue.ch Franz Sutter, Agridea Lindau

Tagesaktuelle Neuigkeiten www.ufarevue.ch 9


MANAGEMENT

Das Einkommen sinnvoll aufteilen EHEPAARE, DIE GEMEINSAM EINEN BETRIEB FÜHREN, müssen sich entscheiden, wie die mitarbeitende Ehefrau entlöhnt werden soll. Aufgrund neuerer Gesetzesbestimmungen stellen sich Fragen betreffend der Taggeldentschädigung bei Mutterschaft, Auswirkungen auf das steuerbare Einkommen sowie auf die AHV und die IV in Bezug auf Leistungen und Beiträge.

Alex Pfiffner

Früher war es nicht üblich, der mitarbeitenden Bäuerin einen separaten Lohn auszurichten. Das landwirtschaftliche Einkommen war das gemeinsame Einkommen von Mann und Frau. Bei der Steuerdeklaration wurde dieses Einkommen in der Regel beim Ehemann als Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit deklariert. Für die im Betrieb des Ehemannes mitarbeitende Ehefrau konnte in der Steuererklärung der «Zweitverdienerabzug» vorgenommen werden. Hingegen konnte die Ehefrau keine steuerlichen Abzüge für geleistete Vorsorgebeiträge (Säule 3a) geltend machen. Heute stellen sich Ehepaare, die einen Landwirtschaftsbetrieb gemeinsam

Tabelle 1: AHV-Beitragsbelastung bei Lohndeklaration der Ehefrau Gesamt-AHV-Einkommen* Ohne Aufteilung des Einkommens: Aufteilung des Einkommens: AHV-Beitrag Ehemann AHV-Beitrag Ehefrau Total AHV-Beitrag Total eingesparte AHV-Beiträge *Annahme

Berechnung 70 000.00 AHV-Beitrag 9.7 % von 70 000 Fr. 35 000 Fr. x 6.591 % 35 000 Fr. x 10.3 % 6790 – 5911.85

Fr.

6790.00 2306.85 3605.00 5911.85 878.15

Tabelle 2: AHV-Beitragsbelastung bei Selbstständigkeit von Mann und Frau Gesamt-AHV-Einkommen* Ohne Aufteilung des Einkommens: Aufteilung des Einkommens: AHV-Beitrag Ehemann AHV-Beitrag Ehefrau Total AHV-Beitrag Total eingesparte AHV-Beiträge *Annahme 10

Berechnung 70 000.00 AHV-Beitrag 9.7 % von 70 000 Fr. 35 000 Fr. x 6.591 % 35 000 Fr. x 6.591 % 6790 – 4613.70

Fr.

6790.00 2306.85 2306.85 4613.70 2176.30

bewirtschaften, vermehrt die Frage nach einer sinnvollen Einkommensaufteilung. Dabei spielen folgende Punkte eine zentrale Rolle: • Mutterschaftsentschädigung. • EO-Entschädigung bei Militärdienst. • Optimierung der AHV-Beiträge. • Optimierung der Steuerbelastung. • Steuerabzüge für Vorsorgeleistungen Säule 2 und 3a. • Sicherung von IV-Leistungen im Invaliditätsfall.

Lohnzahlung Damit der Anspruch auf Mutterschaftsentschädigung bestehen bleibt, wird oftmals ein Barlohn an die mitarbeitende Ehefrau ausgerichtet. Die Lohnhöhe richtet sich in der Regel nach der finanziellen Leistungsfähigkeit des Betriebs. Je höher der Lohn ausgerichtet wird, desto höher ist die Mutterschaftsentschädigung bei der Geburt eines Kindes. Nach Abschluss der Familienplanung könnte die Lohnhöhe je nach betrieblicher Situation wieder etwas gekürzt werden. Die ausgerichteten Lohnbeträge sind Ende Jahr mit der Ausgleichskasse abzurechnen. Die AHV/IV/EO-Beiträge (ohne ALV) betragen für unselbständige Lohnzahlungen an die Ehefrau total 10.3 %. Diese separat abgerechneten Löhne sind als Personalaufwand in der Buchhaltung zu verbuchen, entsprechend wird das landwirtschaftliche Einkommen des Betriebs tiefer sein.

Steuern und AHV-Beiträge Mit der Lohnzahlung an die Ehefrau wird die gesamte Steuerbelastung für das Ehepaar nicht verändert. Je höher der Lohn an die Ehefrau, desto tiefer ist das landwirtschaftliche Einkommen des Ehe-

manns. Das Gesamteinkommen bleibt gleich. Der «Zweitverdienerabzug» kann so oder so vorgenommen werden. Was jedoch ändert, ist die Höhe des AHVBeitragssatzes. Er beträgt 9.7 % für selbständigerwerbende Einkommen bei einem Erwerbseinkommen von über 55 700 Fr. Je tiefer das selbständigerwerbende Einkommen ausgewiesen wird, desto mehr geht der AHV-Beitragssatz zurück und beträgt bei einem Erwerbseinkommen zwischen 9300 bis 16 900 Fr. noch 5.223 % (weiteres Beispiel in Tabelle 1).

Vereinfachtes Abrechnungsverfahren Seit 2008 können mit dem vereinfachten Abrechnungsverfahren Teilzeitlöhne sowohl steuerlich als Quellensteuer als auch in Bezug auf die AHV-Beitragspflicht abgerechnet werden. Das vereinfachte Abrechnungsverfahren ist eine Erleichterung für die Arbeitgeber zur Abrechnung der Sozialversicherungsleistungen und der Quellensteuern. In der Landwirtschaft dürfte es in vielen Fällen aus steuerlichen Gründen vorteilhaft sein, der Ehefrau für den Arbeitseinsatz im Betrieb einen Lohn auszurichten und diesen mit dem vereinfachten Abrechnungsverfahren abzurechnen. Folgende Voraussetzungen müssen dafür kumulativ erfüllt sein: • Der Bruttojahreslohn eines jeden Arbeitnehmers liegt unter dem Grenzbetrag von 20 880 Fr. (Grenzbetrag BVG-Abrechnungspflicht). 9 2011 · UFA-REVUE


MANAGEMENT

Mutterschaftsentschädigung Frauen haben Anspruch auf Mutterschaftsentschädigung, wenn sie im Zeitpunkt der Geburt des Kindes entweder Arbeitnehmerin, Selbstständigerwerbende ist oder im Betrieb des Ehemannes mitarbeitet und einen Barlohn vergütet bekommt. Junge Ehepaare, die die Familienplanung noch nicht abgeschlossen haben, müssen darauf achten, dass der Ehefrau ein genügend grosser AHV-Lohn abgerechnet wird. Die Mutterschaftsentschädigung wird als Taggeld ausgerichtet und beträgt 80% des vor der Niederkunft erzielten durchschnittlichen Erwerbseinkommens, höchstens aber 196 Fr. pro Tag. Das maximale Taggeld wird mit einem Monatseinkommen von 7350 Fr. (7350 Fr. x 0.8 / 30 Tage = 196 Fr./Tag) und bei Selbstständigerwerbenden mit einem Jahreseinkommen von 88 200 Fr. (88 200 Fr. x 0.8 / 360 Tage = 196 Fr./Tag) erreicht. Der Anspruch auf Mutterschaftsentschädigung entsteht, wenn die Anspruchsberechtigte während mindestens neun Monaten unmittelbar vor der Geburt des Kindes im Sinne des AHV-Gesetzes obligatorisch versichert war. Der Anspruch auf Taggeld beginnt am Tag der Niederkunft und endet spätestens nach 14 Wochen oder 98 Tagen.

Wie die mitarbeitende Ehefrau am sinnvollsten entlöhnt wird, hängt von den individuellen persönlichen und finanziellen Verhältnissen des Ehepaares ab. Dabei spielt die Mutterschaftsentschädigung eine entscheidende Rolle. Je höher der Lohn, desto höher ist die Muttertagsentschädigung. Bild: amw

• Die Gesamtlohnsumme aller Arbeitnehmer beträgt nicht mehr als brutto 55 680 Fr. (zweifacher Betrag der maximalen jährlichen AHV-Altersrente). • Jeder Arbeitnehmer eines Unternehmens wird über das vereinfachte Verfahren abgerechnet. • Ein Wechsel zum vereinfachten Abrechnungsverfahren oder umgekehrt kann nur auf Beginn eines Kalenderjahres erfolgen. Die Anmeldung bei der Ausgleichskasse hat bis zum Jahresbeginn, in welchem das vereinfachte Abrechnungsverfahren zur Anwendung kommen soll, zu erfolgen.

Abrechnung der Quellensteuer Der Arbeitgeber zieht die Quellensteuer von 5 % (0.5 % Direkte Bundessteuer, 4.5 % Kantons- und Gemeindesteuern) und die ordentlichen AHV-Beiträge vom AHV-pflichtigen Lohn ab und leitet sie an die Ausgleichskasse weiter. Der Arbeitnehmer erhält eine Bescheinigung über die abgelieferte Steuer, die er seiner Steuerdeklaration beilegt, damit die Vermögensentwicklung belegt werden kann. UFA-REVUE · 9 2011

Die im vereinfachten Abrechnungsverfahren versteuerten Lohn-Einkünfte dürfen im Rahmen der ordentlichen Steuerveranlagung zur Ermittlung des steuerbaren Einkommens nicht berücksichtigt werden. Selbst eine entsprechende Anpassung des Steuersatzes hat der Gesetzgeber ausdrücklich ausgeschlossen. Folgerichtig werden im ordentlichen Veranlagungsverfahren auch die mit diesem Verdienst in Zusammenhang stehenden Abzüge (Berufsauslagen, Zweitverdienerabzug, Säule 3a) nicht gewährt. Somit kann ein Lohn an die Ehefrau bis zu einem Betrag von 20 880 Fr. mit 5 % Steuerbelastung abgerechnet werden, was eine tiefere Steuerbelastung darstellt, als wenn dieses Einkommen zusammen mit dem Einkommen des Ehemannes mit einer höheren Progression im ordentlichen Steuerveranlagungsverfahren besteuert würde. Vorteilhaft ist die Abrechnung im vereinfachten Verfahren, wenn die Ehefrau auswärts einen Zweitlohn verdient, der ordentlich besteuert wird. So können die Berufsauslagen und der «Zweitverdienerabzug» geltend gemacht werden.

Selbständigerwerbend Oftmals betreut die Ehefrau selbständig einen Betriebszweig oder einen Teilbereich des Betriebs, so dass nebst dem Ehemann auch die Ehefrau als selbständigerwerbend bei der Ausgleichskasse angemeldet werden kann. Die Buchhaltung lautet somit auf beide Namen. Das erzielte Einkommen wird zwischen Mann und Frau aufgeteilt und entsprechend bei den Steuern deklariert. Abzüge für geleistete Vorsorgebeiträge sind für die Ehefrau möglich. Durch die Aufteilung des selbständigerwerbenden Einkommens kann die AHV-Beitragsbelastung zurückgehen (Tabelle 2).

Fazit Wie die mitarbeitende Ehefrau am sinnvollsten entlöhnt werden soll, hängt von den individuellen persönlichen und finanziellen Verhältnissen des Bauernpaars ab. Im Zweifelsfall lohnt es sich, die Entlöhnungssituation mit einem Treuhänder zu besprechen, denn er kann auch weitere Aspekte, die im vorliegenden Artikel nicht thematisiert wurden, berücksichtigen. 䡵

Autor Alex Pfiffner ist Agro-Ing. HTL und dipl. Fachmann Finanz- und Rechnungswesen mit Eidg. Fachausweis, Mitinhaber und Geschäftsführer der Agro-TreuhandGeschäftsstelle der Pemag Treuhand AG in 5734 Reinach. www.pemag.ch

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MANAGEMENT

Baulandeinzonung mit Folgen WERTANSTIEG UND SCHATTENSEITEN Ein Traum der in den USA als Tellerwäscherkarriere möglich ist, funktioniert auch in der kleinen Schweiz. Manchmal allerdings bedarf es dazu ein Geschenk des Staates, nämlich die Einzonung von Land. Dann kann man vom Landwirt zum Millionär werden. Für produzierende Landwirte kann eine Baulandeinzonung aber auch zum Alptraum werden.

Martin Würsch

Martin Goldenberger

Die stetig steigende Bevölkerungszahl, verbunden mit dem Drang nach mehr Wohnfläche des Einzelnen führt zur Verbauung des besten Kulturlandes. Pro Sekunde wird in der Schweiz rund 1 m² Land überbaut. Dies entspricht einem Landverbrauch von 8.6 ha pro Tag beziehungsweise 2500 ha bis 3000 ha pro Jahr. Würde das Baugebiet wie im Kanton Zürich wachsen, so läge der Verbrauch fast doppelt so hoch – nämlich bei 1.8 m²/Sekunde! Die aktiven Landwirte pachten im Mittel 44 % der bewirtschafteten Fläche zu. Fast die Hälfte des eingezonten Landes befindet sich somit nicht im Eigentum von aktiven Bauern sondern von Privatpersonen, Firmen oder der öffentlichen Hand. Einzelne Bauern können von mit der Einzonung verbundenem Geldsegen profitieren. Aber die meisten aktiven Landwirte gehören nicht zu der Gruppe, die eine Einzonung anstreben und forcieren, ihnen geht wertvollstes Kulturland verloren. Auch der schönste Sonnenschein wirft Schatten. Neben der wundersamen Geldvermehrung mit einem Wertanstieg von beispielsweise von 10 Fr. pro m² auf 400 Fr. bis Fr. 5000 Fr. pro m² gilt es einige heikle Punkte zu beachten, zudem kassiert der Staat mit.

Lärm) können die neuen Nachbarn bestehende Stallungen sogar schliessen lassen. Allenfalls kann durch technische Massnahmen (Abluftwäscher etc.) der notwendige Mindestabstand wieder eingehalten werden. Diese Investitionen sind aber in jedem Fall nicht unerheblich. Für die Berechnung und Beurteilung der Mindestabstände wird die FAT Richtlinie Nr. 476 aus dem Jahr 1995 herangezogen. Kann sich ein Landwirt gegen diese negativen Auswirkungen einer Einzonung schützen? Schwerlich, denn es bleiben ihm nur zwei rechtlich wirksame Möglichkeiten: Der Landwirt versucht die Einzonung durch ein Mitwirkungsverfahren zu verhindern. Er kann eine Einsprache bei öffentlicher Auflage machen, einen Antrag an der Gemeindeversammlung oder ein Referendum gegen den Gemeindeversammlungsbeschluss. Der Landwirt kann eine Vereinbarung mit dem einzonungswilligen Landeigentümer treffen, der unter Hinterlage eines Geldbetrages für die künftigen Investitionen zur Einhaltung der Abstände aufkommt. Andere Vereinbarungen mit den Käufern haben aber eine rein moralische Bindung. Rechtlich sind diese nicht durchsetzbar.

Pachtrecht Per 1. September 2008 Immissionen Wird in der Nähe zum Produktionsstandort eine Bauzone ausgeschieden, tut der produzierende Landwirt gut daran, sich gegen diese Einzonung zu wehren, denn seine bisherige Produktion könnte gefährdet werden. Im Umweltrecht gilt nicht, dass wer zuerst kommt, auch zuerst mahlt. Wegen Unterschreitung der Mindestabstände für Immissionen (Gestank, Staub, 12

wurde das Bundesgesetz über die landwirtschaftliche Pacht (LPG) dahingehend angepasst, dass landwirtschaftlich bewirtschaftete Nutzflächen, die vollständig in einer Bauzone liegen nicht mehr dem Schutz des LPG unterstellt bleiben. Diese unterliegen neu den Bestimmungen des Schweizerischen Obligationenrechts (OR). Das OR sieht eine Vertrags- und Fortsetzungsdauer von in

Siedlungswachstum am Beispiel Vallamand (VD) am Murtensee: Dort geht durch einen neuen Jachthafen für Sport- und Freizeitboote Kulturland verloren. 9 2011 · UFA-REVUE


MANAGEMENT Pächter für die verlorenen Pachtjahre den Einkommensausfall. Verpachtet ein Verpächter reines Bauland mit einem schriftlichen LPG-Pachtvertrag (z. B. LPG-Vertragsformular von SBV Treuhand und Schätzungen) gilt die schriftlich zugesicherte, längere Vertragsdauer und nicht diejenige des OR. Wird Land eingezont, ist den Pachtvertragsparteien dringend zu empfehlen, über die Bauland- und Landwirtschaftslandfläche je separate Pachtverträge abzuschliessen.

Bodenrecht Artikel 2 des Bundes-

Transitachsen ziehen Transport- und Logistikbetriebe an. Das zeigt das Beispiel Härkingen (SO). Bilder und Bildauswahl: swissimage © 2011 swisstopo (BA110441), Bundesamt für Statistik, Arealstatistik

gesetzes über das bäuerliche Bodenrecht (BGBB) regelt den Geltungsbereich. Dem BGBB unterstellt und damit einer Sonderbehandlung und Sonderbewertung zugeführt, werden alle Grundstücke ausserhalb einer Bauzone nach Art. 15 des Raumplanungsgesetzes (RPG). Artikel 15 RPG umfasst die effektiven Bauzonen. Nicht darin eingeschlossen sind Sonderzonen, wie sie beispielsweise für intensive Landwirtschafts- und Pferdehaltungsbetriebe oft vorkommen. In effektiven Bauzonen gelegene Grundstücke sind nur dann dem BGBB unterstellt, wenn sie zum betriebsnotwendigen Umschwung eines landwirtschaftlichen Gewerbes gehören. Nicht von einer Sonderbehandlung profitieren somit alle unbebauten Flächen in einer Bauzone. Solche Grundstücke und Grundstücksteile sind nichtlandwirtschaftlich und werden gemäss BGBB dem Hofnachfolger nicht zum Ertragswert zugeschlagen. Im BGBB ist vorgesehen, bei der Hofübergabe einen Gewinnanspruch für den Verkäufer und seine Rechtsnachfolger für 25 Jahre zu vereinbaren. Dieser Gewinnanspruch wird fällig, wenn das Landwirtschaftsland rechtskräftig einer Bauzone zugeordnet wurde. Die Forde-

Grafik: Herkunft der neuen Siedlungsfläche 1982 – 2006 Quelle. BFS, Arealstatistik

Obst-, Reb-, Gartenbau Ackerland Naturwiesen Heimweiden Albwirtschaftsflächen Gehölze Wald Unproduktive Flächen 0

5000

10 000 ha

rung entsteht bei der Einleitung des Verfahrens, welches zur rechtskräftigen Einzonung führte. Wenn das eingezonte Land aber für die Weiterführung des Betriebes dringend notwendig ist, kann die Fälligkeit um höchstens 15 Jahre hinausgeschoben werden, ohne dass sich die Forderung verändert oder untergeht. Danach ist aber die Gewinnabrechnung nach den allgemeinen Regeln des BGBB zu erstellen, unabhängig davon ob das Land verkauft wird oder nicht.

Direktzahlungen In der Vernehmlassung zur Agrarpolitik 2014 – 2017 schlägt der Bundesrat dem Parlament vor, dass neu auf rechtskräftig ausgeschiedenen Bauzonen gemäss der Raumplanungsgesetzgebung (Art. 15) keine Direktzahlungen mehr ausbezahlt werden. Auf rechtskräftig eingezonten Flächen sei keine nachhaltige Landwirtschaft mehr ge-

15 000

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Pro Sekunde wird in der Schweiz rund 1 m² Land überbaut. Dies entspricht einem Landverbrauch von 8.6 ha pro Tag beziehungsweise 2500 ha bis 3000 ha pro Jahr.

der Regel je einem Jahr und eine Kündigungsfrist von nur 6 Monaten vor. Handelt es sich beim Pachtobjekt um ein gemischtes Grundstück, also mit je einem Anteil Bauland und Landwirtschaftsland, behält das LPG weiterhin Gültigkeit. Der Baulandanteil kann dann aber mit einer Teilkündigung vorzeitig aus dem bestehenden Pachtvertrag herausgelöst werden. Kann die ordentliche Vertragsdauer nicht eingehalten werden, schuldet der Verpächter dem UFA-REVUE · 9 2011

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MANAGEMENT Vermögenssteuer Wird das eingezonte Bauland jedoch weiterhin landwirtschaftlich genutzt, bewerten die meisten Kantone dieses zum landwirtschaftlichen Ertragswert. Die Kantone Zürich, Bern, Schaffhausen, Appenzell Innerrhoden, St. Gallen und Thurgau erheben für solche Liegenschaften, bei Zweckentfremdung oder bei Veräusserung, rückwirkend für die Besitzesdauer (maximal jedoch für 20 Jahre, Art. 14 Abs. 2 StHG) eine ergänzende Vermögenssteuer. Die Nacherhebung der Vermögenssteuer über die Dauer von 20 Jahre beruhend auf der Differenz zwischen Ertragswert und Verkehrswert kann hohe Summen erreichen. Grundstückgewinnsteuer Der Wegen Unterschreitung der Mindestabstände für Immissionen (Gestank, Staub, Lärm) können die neuen Nachbarn bestehende Stallungen sogar schliessen lassen.

währleistet, das betroffene Land werde in absehbarer Zeit einer baulichen Nutzung zugeführt. Dieser Vorschlag ist eine Verschärfung der heutigen Regelung, wo nur vollständig erschlossenes Bauland von den Direktzahlungen ausgeschlossen wird. Der Eigentümer soll sich entscheiden für Bauland oder Landwirtschaftland. Gemäss der Vernehmlassung sollen damit namentlich Auszonungen angestrebt werden. Wird im Kanton landwirtschaftlich genutztes Bauland unter Berücksichtigung des Verkehrswerts bewertet, so wird die Vermögenslimite für die Ausrichtung von Direktzahlungen bereits bei einer Einzonung rasch überschritten werden. In anderen Fällen geschieht dies spätestens beim Verkauf von grösseren Baulandparzellen.

Steuerfolgen Sowohl das Steuerharmonisierungsgesetz (Art. 14 Abs. 2 StHG) als auch alle kantonalen Steuerordnungen unterscheiden zwischen landwirtschaftlichen und nicht landwirtschaftlichen Grundstücken. Dabei werden landwirtschaftliche Liegenschaften in der Mehrzahl der Kantone zum Ertragswert bewertet, während Baulandgrundstücke grundsätzlich zum Verkehrswert zu bewerten sind. 14

Gewinn aus dem Verkauf von Grundstücken des Privatvermögens oder eines land- oder forstwirtschaftlichen Grundstückes unterliegt grundsätzlich der kantonalen Grundstückgewinnsteuer. Bei land- und forstwirtschaftlichen Grundstücken im Geschäftsvermögen unterliegt hingegen die Differenz zwischen Buchwert bis zu den Anlagekosten der Einkommenssteuer (Art. 12 Abs. 1 StHG und Art. 8 Abs. 1 StHG). Eine lange Haltedauer wird bei der Grundstückgewinnsteuer mit deutlichen Reduktionen belohnt.

Einkommenssteuer Der Einkommenssteuer unterliegt bei land- und forstwirtschaftlichen Grundstücken nur die Differenz zwischen Buchwert und Anlagekosten (so genannte wieder eingebrachte Abschreibungen). Unsäglicherweise entbrannte nun vor Gericht ein Streit darüber, was ein landwirtschaftliches Grundstück im Sinne des Steuergesetzes sei und zwar die Frage betreffend, ob darunter auch landwirtschaftlich genutzte Baulandgrundstücke im Geschäftsvermögen des Bauern gemeint sind? Der schweizerische Bauernverband ist dieser Auffassung, denn andernfalls machen die Bestimmungen des StHG keinen Sinn. Ein Landwirt kann nicht wählen, ob ein neu eingezontes Grundstück Geschäftsoder Privatvermögen darstellt. Seine Grundstücke bleiben im Geschäftsvermögen, weshalb die gesetzlichen

Bestimmungen den Sinn haben, nur die einst getätigten Abschreibungen wieder der Einkommenssteuer zu unterwerfen. Ein Urteil des Bundesgerichts wird auf Ende Jahr erwartet. Der an Eltern und Geschwister ausgerichtete Gewinnanspruch nach Art. 28 ff. BGBB ist erbrechtlichen Natur. Ist dieser doch dadurch begründet, dass nachträglich die Bedingungen (landwirtschaftliches Grundstück, Selbstbewirtschaftung) wegfallen und damit der Vorzugspreis nicht mehr gerechtfertigt ist. Eine Besteuerung unterbleibt in den meisten Kantonen. Einige Kantone sehen jedoch vor, dass der ausgerichtete Anspruch beim Empfänger der Einkommenssteuer unterliegt. Faktisch kommt dies einer doppelten Belastung des ein und desselben Gewinnes gleich. In diesen Fällen beträgt die Belastung nicht selten 2/3 bis ¾ des erzielten Gewinnes.

Abgaben Einzelne Kantone (GE, NE, BS) haben die in Art. 5 des Raumplanungsgesetztes vorgesehene Mehrwertabgabe eingeführt. In anderen Kantonen ist eine vertragliche Abgabe auf dem Mehrwert vorgesehen (BE, OW, GR, GL und FR). Beim Verkauf der Grundstücke fallen neben Maklergebühren, Notariats- und Grundbuchkosten teilweise auch Handänderungssteuern an. Keine Handänderungssteuern gibt es in den Kantonen Zürich, Schwyz und Solothurn. Mittels Initiativen wird versucht in anderen Kantonen (NW, BE) die Abschaffung der Handänderungssteuer zu verlangen. 䡵

Autoren Martin Würsch (Ing.-Agr. FH, dipl. Treuhandexperte, Leiter Treuhand und Schätzungen) und Martin Goldenberger (Leiter Bereich Schätzungen, Fachverantwortlicher Agrarrecht und Bewertung). Bei Fragen hilft der schweizerische Bauernverband gerne weiter. SBV Treuhand und Schätzungen, Laurstrasse 10, 5201 Brugg, 寿 056 462 51 11. info@sbv-treuhand.ch

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UMFRAGE MANAGEMENT

Konflikte mit Nicht-Bauern Knapp zwei Drittel (63 %) aller befragten Landwirte antworten auf die Frage, ob sie schon Auseinandersetzungen oder Konflikte mit der nichtbäuerlichen Bevölkerung auf ihrem Betrieb oder im Zusammenhang mit ihrem Betrieb erlebt haben, mit «nein». Gut ein Drittel (37 %) der Schweizer Bauern kennt aber solche Probleme. Von diesen berichtet knapp die Hälfte (45 %) von Konflikten aufgrund von Freizeitaktivitäten insbesondere mit Hundehaltern und Reitern. Ein weiteres Problem ist das Hinterlassen von Abfall auf den Wiesen und Weiden, das so genannte «Littering», wobei vor allem Glasscherben problematisch seien. Bei etwas mehr als einem Drittel (35 %) gab es Konflikte wegen Lärm, dies betrifft vor allem das Glockengeläut der Kühe oder auch Maschinenlärm. Gut ein Viertel (27 %) spricht von Problemen wegen Geruchsimmissionen. Weiter werden Auseinandersetzungen betreffend Durchgangs- und Weiderechten, wie das Offenlassen von Toren und Zäunen durch Wanderer sowie Konflikte oder Diskussionen aufgrund der Agrarpolitik, Direktzahlungen, Subventionen oder Kontrollen genannt (7 %). Rund ein Fünftel (20 %) der Bauern, welche über Auseinandersetzungen

Hatten Sie schon Konflikte mit der nichtbäuerlichen Bevölkerung? berichten, erwähnt spontan anderweitige Konflikte, unter anderem das Wildparkieren auf Wiesen und Weiden, Diebstahl von Obst und Gemüse und Vandalismus an Landmaschinen. Auch hätte es Beschwerden gegeben, dass Traktoren auf den Strassen Dreck hinterlassen würden. Einzelnen Bauern, so wurde in der Befragung geäussert, bereiten gemeindepolitische Diskussionen über die Einführung von Verkehrsinseln Kopfzer-

brechen, diese würden ein Durchkommen mit Traktoren erschweren oder sogar verunmöglichen. Einige Bauern bemängeln, dass das zu bewirtschaftende Kulturland von Naherholungsgebieten immer weiter zurückgedrängt werde. Die nicht-bäuerliche Bevölkerung unterscheide in ihrer Freizeit oft nicht, wo das Naherholungsgebiet aufhört und das Kulturland anfängt. Ein schwieriges Thema sind oft auch Umzonungen. Lesen Sie dazu den Artikel Seite 12. 䡵

Konflikte aufgrund von Freizeitaktivitäten der nichtbäuerlichen Bevölkerung (Hundekot, Pferderitt über Felder, Gleitschirmlandungen) Konflikte wegen Lärm (Mähdrescher, Melkmaschine, Kuhglockengeläut) Konflikte wegen Geruchsimmissionen (wegen dem Stall, Gülleausbringen oder anderes was stinkt) Konflikte wegen Durchgangs- und Weiderechten (Wiesen betreten, Zäune beschädigt oder offen gelassen)

Die aktuelle repräsentative Umfrage wurde vom Marktforschungsinstitut TransferPlus AG in Stansstad im Auftrag der UFA-Revue im August 2011 durchgeführt.

Total (Basis: 300) Deutschschweiz (Basis: 220)

Konflikte oder Diskussionen aufgrund der Agrarpolitik, Direktzahlungen, Subventionen oder Kontrollen.

Westschweiz (Basis: 80)

Die Monatsfragen sind jeweils auch auf www.ufarevue.ch aufgeschaltet.

anderes Keine Konflikte/Auseinandersetzungen

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MANAGEMENT

Chancen der Lammfleischproduktion ERFOLGSFAKTOREN Die Preise für Lämmer und Schafe sind nach langer Zeit erstmals wieder stark angestiegen. Ende August konnten bis 11.30 Fr./kg Schlachtgewicht (LA, T3) gelöst werden. Es ist davon auszugehen, dass es auch im Herbst nach dem Alpabzug nicht zu einem grossen Druck auf die Lammpreise kommt.

Matteo Aepli

Gäste aus der Schweiz bevorzugen Fleisch aus der Schweiz, weiss der Hotelier Paul Julen (l.) aus Zermatt. Zusammen mit Küchenchef Joe Lackner kreiert er Lammfleischgerichte.

Verantwortlich für die guten Lammfleisch-Preise sind einerseits die höheren Importpreise, seit Herbst 2010 stieg die Nachfrage weltweit nach Lammfleisch und das Angebot verknappte sich vorwiegend aufgrund der Überschwemmungen in Australien. Andererseits reduzierte sich der Schafbestand in der Schweiz und entsprechend hat das Inlandangebot abgenommen. Die Schafschlachtungen sind in den letzten Jahren um fast 15 % gesunken. Gleichzeitig hat sich der Gesamtkonsum im Jahr 2010, nach einem starken Rückgang in den Jahren zuvor, stabilisiert. Schweizer Lämmer sind gefragter denn je. Die Schafhaltung hat für jene Betriebe an Attraktivität gewonnen, die aus der Milchproduktion aussteigen wollen und sich nach einem anderen Betriebszweig umschauen.

Ein Vorteil der Schafhaltung ist, dass sie sich gut für die Bewirtschaftung im Nebenerwerb eignet. Für eine rentable Bewirtschaftung sind jedoch verschiedene Aspekte zu beachten. Im Fokus stehen die Schlachtkörperqualität der Lämmer, die Wahl des für den Betrieb optimalen Produktionssystems und die passenden Absatzkanäle.

Schlachtkörperqualität Oberstes Ziel ist eine gute Klassifizierung der Tiere respektive der Schlachtkörper. An den öffentlichen Märkten hat sich in jüngster Vergangenheit gezeigt, dass vor allem für vollfleischige Lämmer mit guter Fettabdeckung Preise über dem Tabellenpreis bezahlt werden. Um dieses Ziel zu erreichen, braucht es in erster Linie eine gute Grundfutterqualität, das heisst Futter mit hohem Energiewert. Zusätzlich sollte sich jeder Schafhalter mit den verschiedenen züchterischen Möglichkeiten auseinandersetzen. Einfache Gebrauchskreuzungen wie zum Beispiel Charollais Suisse x Schwarzbrau18

Speisezettel des Schäferstübchens: Lammzüngli an Pfefferbuttersauce mit Bratkartoffeln, hausgemachte Lammbratwurst mit Rösti und Lammkotelette mit Kartoffelgratin.

nes Bergschaf sind auch für kleine Schafhaltungsbetriebe geeignet. Daraus resultieren meist Lämmer mit guter Mastleistung. Gleichzeitig braucht es weitere Fortschritte in der Reinzucht. Zurzeit werden mit der Zuchtwertschätzung, die für verschiedene Merkmale im Gang sind, Voraussetzungen für eine zunehmende Professionalisierung der Schafzucht geschaffen. Auch die Tiergesundheit hat einen Einfluss auf die Mastleistung und damit auf die Wirtschaftlichkeit der Schafhaltung. Klauenbäder in regelmässigen Abständen zur Behandlung und Vorbeugung der Moderhinke sind wichtiger Bestandteil des Herdenmanagements. Schliesslich muss der Schafhalter seine Lämmer zum richtigen Zeitpunkt auf die 9 2011 · UFA-REVUE


MANAGEMENT

Traditionalist, Hotelier und Schäfer Wertschöpfung aus der Lammfleischproduktion Der Hotelier Paul Julen aus Zermatt bewirtschaftet mit seiner Familie einen ÖLN-Betrieb mit 250 bis 300 Schafen. Vermarktet wird das Schaffleisch grösstenteils im eigenen Gastrobetrieb, und zwar nicht nur Gigot und Karrée. Paul Julen ist Hotelier und Landwirt, beides aus Familientradition, er denkt global und und handelt regional. In Zermatt besitzt er unter anderem das Romantikhotel Julen, in dessen Untergeschoss das Schäferstübli zu finden ist. Lamm- oder Schaffleisch sei das beste Fleisch, sagt Paul Julen und weist auf seine Schäferstube, die jeden Abend voll belegt ist. Über dem Grill brutzelt das Lammfilet, die Kellner servieren Lammcarpaccio mit Stangenselleriesalat, Lammzüngli mit Pfeffersauce, geschnetzelte Lammleber mit Mango, Lamm-Käsebratwurst an Zwiebelsauce oder getrocknete Lammkeule. «Wir sind ein Zuchtbetrieb und halten Schwarznasenschafe», erklärt er. Diese Schafrasse, die so genannten Ghornutu, passt ins Wallis, ins Gebirge und diese Tradition muss gepflegt werden, ist Julen überzeugt. Sein Stall, am Dorfrand ist funktional eingerichtet. «Uns ist jedes Lamm wichtig», erkärt er. Auch Lämmer, die eher Kümmerer sind, werden mit Unterstützung durch einen Fütterungsautomaten mit Lämmermilchpulver und Biestmilch vom benachbarten Landwirt, welcher Milchvieh hält, hoch gepäppelt. Unterstützt wird er in der Schafhaltung durch einen Mitarbeiter, welcher von Beruf Metzger ist. Geschlachtet wird im Schlachthaus in Zermatt und gemeinsam mit dem Metzger und dem Küchenchef werden neue Lammfleisch-Delikatessen kreiert. «Meine Arbeit mit den Schafen und der Landwirtschaft ergibt eine hohe Wertschöpfung. Zusammen mit der Gastronomie entsteht ein Kreislauf. So macht unsere Arbeit Sinn und es freut mich, wenn es unseren Gästen schmeckt». erklärt Julen. Daniela Clemenz

Paul Julens Schafe mit Blick aufs Matterhorn, bewirtschaften die Alpweiden und ergeben durch die Vermarktung im eigenen Gastrobetrieb eine hohe Wertschöpfung. Bild: Paul Julen

Schlachtbank bringen. Das gilt auch für gealpte oder auf der Winterweide gehaltene Tiere. In regelmässigen Abständen sollten die schlachtreifen Tiere ausgeschieden werden. So können Preisabzüge vermieden werden.

Produktionssystem

Für die meisten Schweizer Betriebe ist ein Weidesystem geeignet. Eine intensive Mast kommt auf Grund der Kosten für Futtermittel kaum in Frage. Ein weiterer wichtiger Entscheid ist die Wahl des Labels. Mit Bio-Lämmern lassen sich aufgrund der besseren Preise höhere Deckungsbeiträge realisieren als für QM-Lämmer. Der Preisunterschied betrug in den letzten Jahren im Durchschnitt Fr. 1.50 bis 2.50 pro Kilo Schlachtgewicht. Noch höhere Preise werden für SwissPrimLamb bezahlt. Von Nachteil können jedoch die strengeren Auflagen sein, die teilweise bis in die Zucht hineinreichen. Weiter ist zu beachten, dass auf Seiten der Abnehmer (Händler/Verarbeiter) bei einigen Labels eine hohe Konzentration

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herrscht, die dem Schafhalter beim Absatz weniger Spielraum lässt als bei QMLämmern - die Abhängigkeit von einem Abnehmer nimmt zu.

Absatzkanäle Es ist zu unterscheiden zwischen dem Verkauf über die öffentlichen Märkte, direkt über Händler, dem Verkauf an gewerbliche Metzgereien und der Direktvermarktung. Die öffentlichen Märkte haben den Vorteil, dass sie den Produzenten eine Absatzgarantie bieten und die Tiere der neutralen Qualitätseinstufung der Proviande unterliegen. Werden die Tiere direkt an Händler verkauft, ist es für den Schafhalter wichtig, dass er die Qualität der eigenen Tiere kennt und über die aktuelle Marktlage informiert ist. Dadurch kann er die Preise mitbestimmen. Dasselbe gilt auch beim Verkauf an gewerbliche Metzgereien. Langfristige Lieferbeziehungen sind anzustreben. Die Direktvermarktung für Lammfleisch hat besonders in städtischen Regionen und in der Nähe grösserer Gastronomiebe-

triebe Potenzial. Lamm erfreut sich wachsender Beliebtheit. Die Anforderungen an die Direktvermarktung sind jedoch nicht zu unterschätzen; sie verlangen vom Schafhalter grosses Knowhow, eine gute Planung (inklusive Ressourcenbedarf für Vermarktung) und die Ausrichtung des Angebots auf die Wünsche der Kunden. Eine professionelle Direktvermarktung kann für geeignete Betriebe durchaus ein lukrativer Betriebszweig sein.

Fazit Insgesamt gilt für die ganze Branche, dass die Bemühungen für die Vermarktung von Schweizer Lammfleisch verstärkt werden müssen, wenn auch in Zukunft von hohen Preisen profitiert werden soll. Der Erfolg von Paul Julen in seiner Schäferstube unterstreicht das Potenzial. Das langfristige Ziel besteht darin, Schweizer Lamm gegenüber der Konkurrenz aus dem Ausland attraktiv zu positionieren und die Schweizer Nachfrage nach Lamm zu beleben. 䡵

Autor Matteo Aepli (aepli@ethz.ch) ist wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Gruppe Agrarwirtschaft der ETH Zürich. www.afee.ethz.ch

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Schweizer Milchviehbetriebe unter Stress

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NEUE ERGEBNISSE AUS DEM IFCN Milchproduktion ist ein Zukunftsmarkt. Schweizer Betriebe verspüren davon noch wenig. Das hohe Preisumfeld der Schweiz und auch der starke Franken bringen die Betriebe vorerst unter Druck.

Christian Gazzarin

Anfang Juni fand die alljährliche Konferenz des «International Farm Comparison Network» (IFCN) in Kiel/Deutschland statt. In diesem weltumspannenden Netzwerk von Milchwirtschaftsexperten aus über 40 Ländern wurden die künftigen Perspektiven der Milchproduktion diskutiert.

Die gute Nachricht zuerst. Bis im Jahr 2025 muss die Milchproduktion unter Annahme der bisherigen Nachfrageentwicklung nochmals um rund 200 Mio. t zulegen. Das ist etwa 2.5-mal so viel wie die ganze Produktion der USA oder rund 50-mal so viel wie die Produktion in der Schweiz. Es könnten wahrlich gute Zeiten für die Milchproduktion folgen. Die Milchpreissituation hat sich seit letztem Jahr weltweit etwas entspannt, allerdings bereiten steigende Kraftfutterkosten vielen Betrieben zunehmend Sorge. Dies trifft vor allem die intensiven, kraftfutterbetonten Milchprodukti-

onssysteme, deren Preisverhältnis zwischen Milch- und Kraftfutter immer ungünstiger wird. Von dieser Situation profitieren graslandbasierte Systeme mit geringem Kraftfutteraufwand.

Keine Entspannung in der Schweiz Die Ergebnisse der Schweizer Betriebe geben keinerlei Grund zur Entspannung – im Gegenteil. Der Milchpreis verharrte auf tiefem Niveau, während die Kosten leicht gestiegen sind. Die Grafik zeigt die ökonomische Situation von drei Familien-Betriebstypen im Jahre 2010. Dabei werden die der Milchproduktion zugeteilten, realen Auszahlungsströme von Betrieb und Haushalt direkt dem Milchpreis gegenübergestellt. Es handelt sich um eine familienbetriebsspezifische IFCN-Vollkostendarstellung der Milchproduktion. Liegt der Milchpreis unter den entsprechenden Auszahlungsblöcken, können diese nicht über die Einkünfte aus der Milchproduktion finanziert werden.

Grafik 1: Vollkosten-Ergebnisse aus der Schweiz CHF / 100 kg Milch (ECM)

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Investitionen Steuern Tilgung Privatausgaben Familie Pagatorische Kosten abzüglich Nebenerlöse Milchpreis

80 70 60 50 40 30 20 10 0

CH-17

CH-23

CH-64

CH-17: neuer Betriebstyp aus der Bergregion mit 17 Kühen CH-23: 23 Kühe in der Hügelregion, Anbindestall CH-64: 64 Kühe in der Talregion, Laufstall 20

Schuldentilgung schwierig Bei den pagatorischen Kosten (= Fremdkosten ohne Abschreibungen) unter Abzug der Nebenerlöse (Fleisch, Zuchtvieh und Direktzahlungen) sowie bei den Privatausgaben (Lebenshaltungskosten) ergeben sich für die gewählten Betriebstypen noch keine Probleme, das heisst die laufenden Rechnungen können noch bezahlt werden. Bei den Schuldenrückzahlungen kommt CH-64 allerdings bereits in Schieflage. Das kürzlich erfolgte Betriebswachstum hat seine Spuren hinterlassen und der Betrieb durchläuft bei den tiefen Milchpreisen eine Durststrecke. Langfristig wird dieser Betrieb jedoch kostengünstiger wirtschaften als der Betrieb CH-23. Investieren liegt nicht drin Die Grafik zeigt zudem auf, dass auf allen Betriebstypen an eine Investition nicht mehr zu denken ist – es sei denn, sie wird von anderen Einkommensquellen querfinanziert. Die Situation ist folglich bei diesem Milchpreis-Kostenverhältnis ökonomisch nicht nachhaltig. Den einzelnen Landwirten hilft es jedoch wenig, nach einem höheren Milchpreis zu rufen, denn durchschnittlich produzieren immerhin rund ein Drittel der Schweizer Kühe für ausländische Märkte (Käseexport). Der starke Schweizer Franken wirkt hier als grosser Spielverderber, während Betriebe in der EU sich steigender Milchpreise erfreuen. Viel wichtiger wäre es, sein eigenes Produktionssystem zu überdenken und an der Kostenschraube zu drehen. Bei unserem, im europäischen Vergleich, sehr hohen Preisumfeld, ist es nur logisch, dass die Inputmengen radikal re9 2011 · UFA-REVUE


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Investieren in einen Milchviehstall ist für viele Betriebe schwierig geworden.

duziert werden müssen. Wer unter diesen Bedingungen versucht, mit Milchleistungssteigerungen und intensiver Stallfütterung Einkommen zu generieren, braucht ein absolutes Top-Management und benötigt auch dementsprechend viel Zeit für seine Herde.

Die Lebenshaltungskosten decken und den Betrieb à jour halten, ist wohl das prioritäre Ziel eines Familienbetriebes. Der Einkommensdruck war wohl selten so gross wie in letzter Zeit. Viele Betriebsleiter überdenken deshalb die eigene Produktionsstrategie. 䡵

Autor Christian Gazzarin ist Mitarbeiter der Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon ART, 8356 Ettenhausen, www.art.admin.ch

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Kreiselegge, Bärtschi, 3 m, mit Packer, sehr guter Zustand, Fr. 4500  079 356 88 13 Motorsäge Stihl 046, 76,5 ccm, 6 PS, Schnittlänge 50 cm, guter Zustand, NP 1795, VP 850  078 744 30 32 Maishäcksler Vicon 180; Traktor Lamborghini 804 mit Pflegebereifung; Kulturegge Köklin, 2.80 m; Druckfass Agrar, 3000 l; Pneuwagen mit Getreideaufsatz; Planierschild Rabe; 3-Schar-Pflug Rabe; Grashäcksler Claas; Grashäcksler Gehl; Schneepflug Bronar, 3.30 m; Güllenrührwerk für Traktor  079 247 63 48 Reform Metrac 3003, Jg. 88, 7250 Std., evtl. mit Kreiselschwader, Bandheuer und Mähwerk Busatis, Preis nach Absprache  031 701 12 89 8 Boxenbügel gegenständig, neuwertig, komplett mit Sprungrohr und

Nackengurt  079 356 37 69 Förderband Blaser, 9 m, jg. 1992, Fr. 1500  079 766 76 40 Milchtank, 750 Liter, Alva Laval, günstig  052 316 10 23 Mostpresse, klein, neuwertig; Obstmühle, neuwertig  071 971 17 16 Scheibenmäher Aebi/Mörtl ETC 210, Arbeitsbreite 2.10 m, zu Aebi TT40/50/55, Jg. 2003, sehr guter Zustand  055 440 34 64 DoppelmesserMähwerk Bucher zu TM800/850  055 440 34 64 Bewässerungsanlage Bauer Rainstar, 250 m 85 mm Schlauch, Turbineneinzug, 22 mm und 26 mm Düse, Fr. 6000, Region Langenthal  079 658 14 90 Ladewagen Agrar, TL 210 mit Silierschneidewerk, gepflegter Zustand, Fr. 2700  079 649 42 61 4-Rad Wagen Occasion, 5 m x 2.10 m x 1 m  056 667 00 11 oder 079 675 40 39 2 Traktoren Güldner, 1 Traktor Mc-Cormick mit Mähbalken; Motormäher Aecherli Ma65, alles in gutem Zustand  061 841 27 82

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KURZMELDUNGEN LANDTECHNIK 30 Jahre Posch in der Schweiz Seit 30 Jahren importiert Althaus aus Ersigen Holzspalter, Kreissägen und Schneidspaltanlagen des österreichschen Herstellers Posch mittlerweile als unbestrittener Marktführer in der Schweiz. Ein Grund dafür ist die stetige Innovation durch die Posch-Ingenieure, die auch anlässlich der Forstmesse wieder mit vielen Neuheiten aufwarten konnten. So wurde erstmals öffentlich das einzigartige «Fixomatic»System (Bild) präsentiert, dank dem sich ein vertikaler Meterholzspalter «so einfach wie früher», mit nur einer Hand, beschicken lässt – aber mit dem GS-Zertifikat für geprüfte Sicherheit.

Claas mit Neubau

«Alpin»-Flotte von Pöttinger

Claas will sich auch baulich auf die Zukunft einstellen und plant ein modernes, attraktives und energieeffizientes Gebäude. Am Hauptsitz in Harsewinkel soll das künftige «Torhaus» bis 2013 realisiert sein und ab dann etwa 350 Mitarbeitenden ein modernes, komfortables und kommunikatives Arbeitsumfeld bieten.

Amazone mit neuen An- und Aufbausämaschinen Die «AD-P Special», die pneumatische Sämaschine von Amazone, ist neu mit dem «Amadrill+», dem einfachen Bordcomputer für elektrischen Antrieb verfügbar. Somit bekommt der elektrische Antrieb der Dosierung und die frei wählbare, verstellbare Saatmenge eine neue Dimension und rückt in ein geniales Preis-Leistungs-Verhältnis. In Kombination mit einer Amazone Kreiselegge oder einem Kreiselgrubber entsteht so eine leistungsfähige Maschine.

Mit neuen Mähwerken und einem neuen Kreiselzetter ergänzt Pöttinger seine bestehende «Alpin»-Flotte. Bei den Mähwerken gibt es nun sechs verschiedene Modelle mit Arbeitsbreiten von 2.20 bis 3.04m. Der Antriebsstrang wurde von links nach rechts verlegt, um eine bessere Sicht auf die Mähfläche zu gewährleisten und den Fahrkomfort zu steigern. «Novaalpin» ist so konzipiert, dass diese Mähwerke sowohl für Zweiachsmäher («B»-Version») wie auch für Kompakt-Traktor einsetzbar sind («T»-Version»). Mit dem neuen «Alpinhit 6.6» wird das Programm bei den Zettern nach oben um einen 6-Kreisel-Zetter mit kleinem Kreiseldurchmesser von 1.30 m und 5.75 m Arbeitsbreite ergänzt.

Von der Hofgarage zum Dienstleistungsbetrieb Seit mehr als 45 Jahren ist der Name «Roth» in Dettighofen (TG) ein zuverlässiger Partner für Landmaschinen und Automobile. 1965 hat Hansjörg Roth in einer kleinen Hofgarage mit ersten Reparaturen angefangen, in der Folge diesen Betrieb stetig erweitert und beschäftigt heute 19 Personen, darunter vier Lehrlinge. Im Zuge dieser Entwicklung ging sogar das 45-Jahr-Jubiläum fast vergessen, was nun aber mit einjähriger Verspätung nachgeholt wird. Als offizielle Servicestelle von Marken oder Importeuren wie John Deere, Kuhn, Agrar oder Ott Landmaschinen kennt Firmengründer Roth und seine Crew die BedürfnisUFA-REVUE · 9 2011

se seiner Kundschaft bestens. Er selbst hat laufend in neue Prüf- und Analysegeräte – Prüfstand für Zapfwelle mit automatischer Aufzeichnung von Drehmoment und Leistungskurven, Bremsprüfstand oder Laser basierte Spurvermessung – für

Landmaschinen investiert. Ein wichtiges Standbein ist im Weiteren die Fertigung von Hydraulikschläuchen für Spezialanfertigungen. Da hat sich Roth einen Namen weit über die Region hinaus geschaffen. Seit 40 Jahren ist Roth zudem als Lohnunternehmen in der Sparte «Mähdrusch» tätig. Das nun nachgeholte Jubiläumsjahr findet seinen Höhepunkt in der grossen Jubiläumsausstellung mit Aktionen, Wettbewerb, Produktpräsentation und Werkstattführungen vom 10. und 11. September 2011. Alexander, Erika und Hansjörg sowie Marcel Roth (v.l.n.r.).

Fendt will Mähdrescher-Programm stärken Fendt sieht in der Erntetechnik weiterhin ein wichtiges Standbein. Neben der Entwicklung des Feldhäckslers «Katana», dessen Serienreife in ein bis zwei Jahren erreicht sein wird, soll auch das bestehende Mähdrescher-Programm weiter gestärkt werden. So werden die Modelle der «L»- und «C»-Serie (5- und

6-Schüttler) mit neuen Motoren (höhere Leistung, SCR-Abgastechnik) versehen und erhalten neue Bezeichnungen («5255L», «6275L», «5275C» und «6335C»). Zusätzlich wird das Design der «L»-Serie an das typische Erscheinungsbild von Fendt angepasst. In der «C»-Baureihe wird künftig die Canbus-Technologie eingesetzt, was als gute Plattform für den weiteren Ausbau der Elektronik dienen soll. Gleichzeitig erhalten die «C»-Drescher mit dem «C2000» einen neuen Bildschirm, auf dem nicht nur alle wichtigen Informationen auf einen Blick sichtbar sind, sondern auch eine On-BoardDiagnostik ermöglicht wird. Zudem wird es für die «C»-Reihe ein neues System des Hangausgleichs geben, das durch eine Parallel-Steuerung mehr Komfort verspricht. Für die «P»-Serie und die Hybrid-Drescher von Fendt steht ab nächster Saison ein neues, 7.60m breites «FreeFlow»-Schneidwerk zur Verfügung.

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KURZMELDUNGEN LANDTECHNIK

Massey Ferguson mit neuer Baureihe Mit der Serie «MF 7600» bringt Massey Ferguson vier neue Traktoren im Leistungsbereich von 185 bis 235 PS auf den Markt. Als Motor

kommen 6-zylindrige Sisu-Aggregate mit 6.6 («MF 7619», «MF 7620» und «MF 7622») oder mit 7.4 Litern Hubraum («MF 7622» und «MF 7624») und der zweiten Generation der SCR-Abgasreinigung zum Einsatz. Beim Getriebe steht entweder das «Dyna-6-Eco» mit sechs Lastschaltstufen in vier voll synchronisierten und automatisch schaltbaren Gruppen oder das stufenlose «Dyna-VT» zur Wahl. Die «Dyna-6»Modelle verfügen zudem über eine

Boost-Leistung von bis zu 25 PS. Das äussere Erscheinungsbild inklusive der mit gewölbten Fenstern versehenen Kabine haben die Entwickler von der Serie «MF 8600» übernommen. Im Innern der Kabine wurden sowohl das Armaturenbrett und die Bedieneinheiten neu gestaltet. Bei den beiden Top-Modellen der Serie wird zudem ein neuer Joystick verbaut, womit sich das Getriebe und die Hydraulik bequem steuern lassen.

Tabelle: Neue MF-Traktoren der Serie «MF 7600» Modell MF 7619 MF 7620 MF 7622 Motor 6-Zylinder Agco Sisu Power Hubraum (l) 6.6 6.6 7.4/6.6 Getriebe Dyna-6/VT Dyna-6/VT Dyna-6/VT Max. Leistung (PS) 185 200 215

MF 7624 7.4 Dyna-6/VT 235

Ohne Mechanisierung kein bezahlbarer Waldbau

320 Neuheiten zur Agritechnica 2011 angemeldet

Ropa «Micro-Topping»: Mehr Erlös mit Zuckerrüben

Der Präsident von Waldwirtschaft Schweiz, Max Binder (Bild), nahm sich in seiner Eröffnungsrede zur Eröffnung der Forstmesse dem Thema Mechanisierung an und meinte, dass sich der Waldbau in seinen Grundzügen aufgrund der Mechanisierung kaum verändert habe. «Auf jeden Fall nicht so, wie man vor 50 Jahren befürchtete», meinte Binder. Tatsache sei, dass sich die Waldund Forstwirtschaft den ökonomischen Zwängen nicht entziehen könne – auch in der Schweiz nicht. Weiter forderte der Nationalrat in seiner Ansprache, dass der Waldwirtschaft, die bereits heute ungeschützt der internationalen Konkurrenz ausgesetzt sei, keine neuen kostentreibenden Auflagen gemacht werden dürften.

Zur Agritechnica 2011 liegen dem Veranstalter DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) über 320 Neuheitenanmeldungen vor. Dies ist nach Einschätzung der DLG als deutliches Signal zu werten, dass die Landtechnikhersteller mit einer Innovationsoffensive in die kommenden Jahre starten. Eine neutrale, international besetzte Kommission mit Fachleuten aus Wissenschaft, Beratung und Praxis wählt in den nächsten Tagen nach strengen Kriterien aus diesen angemeldeten Produkten Gold- und Silbermedaillen aus. Die Verleihung der Goldmedaillen erfolgt dann anlässlich des traditionellen Max-EythAbends der Landtechnik am 14. November 2011 an der Messe in Hannover. Die Silbermedaillen werden am Sonntag, dem 13. November 2011, im Rahmen einer Feierstunde um 9.30 Uhr im Forum 2 in der Halle 19, Stand E29, vom DLGPräsidenten überreicht. Die Agritechnica-Neuheiten werden in der Halle 19 kompakt präsentiert, aber bereits Anfang Oktober im Internet veröffentlicht unter www.agritechnica.com.

100 % aller neuen Ropa Rübenroder «Euro-Tiger V8-3» in Westeuropa und in den USA wurden zur Kampagne 2011 mit dem aufpreispflichtigen Ropa «Micro-Topper» bestellt. Hersteller Ropa hat für die Forderung, nach der Ernte von Zuckerrüben mit Kopf, jedoch ohne Blätter eine optimale Lösung entwickelt, die den Ansprüchen von Rübenanbauern, Lohnunternehmern und Zuckerfabriken gleichermassen Rechnung trägt. Der Ropa «MicroTopper» habe sich in der Praxis mit guten Ergebnissen bewährt und die Serienreife erlangt, berichtet das Unternehmen. Ropa biete mit dem «Micro-Topper» die Möglichkeit für die volle Ausschöpfung des gewachsenen Rübenertrages der Zuckerrübe. Unter einer Kosten-/Nutzenbetrachtung, bezogen auf die gesamte Wertschöpfungskette, lasse sich durch das «Micro-Topping» der grösstmögliche Zusatzgewinn ohne Mehraufwand erzielen, heisst es in einer Pressemitteilung. Mit dem Ropa «Micro-Topping» komme der Zusatznutzen direkt beim Zuckerrübenanbauer an.

UFA-REVUE · 9 2011

Neue Mähdrescher von John Deere

Die neue Rotor-Baureihe («S»-serie) umfasst vier Modelle, wobei das grösste über 625 PS verfügt. Ein neuer, leistungsfähigerer Siebkasten, neue Getriebevarianten, neue Strohund Spreuverteilungsoptionen für breite Schneidwerke, neue Kabinen mit optimierten Bedienelementen und Displays, grössere Korntanks mit bis zu 14100 l Fassungsvermögen, schnellere Entleerung und ein neues Raupenlaufwerk sind die Merkmale dieser neuen Serie. Hinzu kommen Kabinen in «Premium» und «Deluxe»-Ausführung mit neu konzipierter Bedienung inklusive «Greenstar 3»Monitor. Die web-basierten Telematiklösungen sollen die täglichen Fragen eines Flottenbebetreibers wie Standort der Maschine, Bewegungsmuster, Informationen zum Kraftstoffverbrauch, geleistete Maschinenstunden und Ernteleistung anzeigen. Beim Getriebe stehen mit dem «ProDrive»-Getriebe und einem neuen 3-Gang-Getriebe mit elektrischer Schaltung zwei Varianten zur Verfügung. Die neuen Kabinen-Varianten finden auch Eingang in die erneuerten «W»- und «T»- Serien. Diese Drescher sind mit der branchenweit grössten Abscheidefläche ausgestattet und verfügen dabei über einen glatten und direkten Gutfluss, der Korn und Stroh schonend behandelt. Darüber hinaus sind sie mit einer Reihe voll integrierter intelligenter i-Lösungen ausgestattet, die in gewissen Märkten ab Werk serienmässig für eine unentgeltliche Jahresnutzung offeriert werden.

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LANDTECHNIK

Mit neuer Vorpresskammer MIT DER «QUADRANT 3300» lanciert Claas eine neue Quaderballenpresse. Mit dem Ballenmass von 90 x 120 cm eignet sich diese Presse vor allem für die professionelle Strohbergung. Ein neuartiges Vorpresskammersystem sorgt für eine gute Vorverdichtung selbst bei geringem Erntegut.

Hohe Zuverlässigkeit, perfekte Ballenform und gute Futterqualität: Das waren die Ziele, die sich die Ingenieure von Claas auf die Fahne schrieben, als sie sich an die Entwicklung der neuen Quaderballenpresse «Quadrant 3300» machten. Die nun auf vielfachen Kundenwunsch lancierte Presse weist ein Ballenmass 90 x 120 cm auf und schliesst die bestehende Lücke zwischen der «Quadrant 3200» und der «Quadrant 3400».

Pickup Das Erntegut wird von einem 2.35m breiten Pickup aufgenommen, das mit einer Nockenschaltkupplung gesichert ist. Der Doppelrollenniederhalter ist im Serienumfang enthalten. Der Förderrotor, der mit 160 Umdrehungen pro Minute nun schneller fördert als bei den beiden Schwestermodellen, ist mit neu gestalteten Doppelzinken ausgestattet, um das Erntegut problemlos, schnell und dennoch schonend in die Vorkammer zu fördern. Bei über 200 bar Druck stoppt der Rotor, eine weitere Sicherungsmassnahme.

Neu: «Rollant 375 RC» mit absenkbarer Schneidmulde und «MPS-II»-System.

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Vorpresskammer Bei der Vorpress-

Bindung Im drei Meter langen Press-

kammer hat Claas einen weiteren Hebel bei der Entwicklung angesetzt. Die «Quadrant 3300» besitzt nämlich ein neuentwickeltes Vorkammersystem mit einer automatischen oder einer vom Fahrer gesteuerten Funktionsweise, so dass bei allen Einsatzbedingungen eine hohe Dichte erreicht wird. Eine auf dem Markt bisher einzigartige Technik.

kanal wird mit 46 Kolbenhüben pro Minute ein Druck von 200 bar aufgebaut. Der Presskanal selbst öffnet sich leicht gegen das Ende hin, so dass die gepresste und geschnürte Balle sich vor dem Austritt noch leicht ausdehnen kann. Beim Knoter setzt Claas auch bei der neuen «Quadrant 3300» auf das patentierte System «High-Speed-Binding». Bei einer Presskanalhöhe von knapp einem Meter müssen die Nadeln einen weiteren Weg zurücklegen, es steht also weniger Zeit zur Verfügung. Die Lösung von Claas ist ein Exzenterantrieb, direkt über Gelenkwellen aus dem Hauptgetriebe heraus. Die Nadeln bewegen sich

Die Raffersteuerung geschieht mit einer Kurvenscheibe, um eine optimierte Bewegung der Raffer im kurzen Zyklus und eine gleichmässige Befüllung der Vorkammer zu erreichen. Die langen Zyklen werden mit Hilfe eines Zylinders und einer Fächerwelle gesteuert. In der automatischen Funktionsweise gibt es in der Vorkammer zwei Rafferzyklen pro Presshub. Im gesteuerten Modus lässt sich die Vorkammerbefüllung von der Traktorkabine aus über den Claas «Communicator» in drei Stufen hydraulisch steuern. Diese komfortable Kabinensteuerung spart Zeit und steigert die Effizienz der Maschine.

Neues bei den Rundballenpressen Ebenfalls Zuwachs gibt es bei den Festkammerpressen des Typs «Rollant», nämlich die Modelle «Rollant 374» und «Rollant 375» sowie die Press-Wickelkombination «Rollant 375 Uniwrap». Diese Pressen mit dem Ballenmass 125 x 120 cm sind wahlweise mit einem konventionellen Förderrotor oder mit einem Schneidrotor (Bezeichnung «RC») ausgestattet. Letzterer liefert mit 16 über Federn einzeln abgesicherten Messern eine theoretische Schnittlänge von 7 cm. Die neuen Festkammerpressen sind auch mit einer hydraulisch absenkbaren Schneidmulde lieferbar (Bezeichnung «Pro»), mit der sich Verstopfungen vom Traktorsitz aus beheben lassen, und verfügen über manuell oder automatisch zentralgeschmierte Lager. Das vor zwei Jahren eingeführte «MPS-II»-System mit den bogenförmig angeordneten und hydraulisch in die Kammern gedrückten Walzen wird im Modell «Rolland 375» verbaut. 9 2011 · UFA-REVUE


LANDTECHNIK dabei mit hoher Geschwindigkeit, während der reine Bindevorgang in aller Ruhe erfolgt. Bei Störungen schützt ein aktiver Nadelrückzug die Nadeln gegen Beschädigungen. Das wirkungsvolle Turbo-Fan-System schützt die Knoter mit einem 140 km/h starken, permanenten Luftstrom vor Verunreinigungen.

Fahrwerk Die neue «Quadrant 3300» aus dem Werk in Metz bietet Claas in drei Varianten mit Einzelachse, mit starrer oder mit einer gelenkten Tandemachse an. Als Antriebsleistung werden 180 PS empfohlen. Ein passender Vorbauhäcksler von Krassort für dieses neue Modell soll in Vorbereitung sein. 䡵

Die neue Quaderballenpresse «Quadrant 3300» mit dem innovativen Vorpresskammersystem (oben).

Weitere Neuheiten von Claas Im Bereich der Futterernte wird Claas in der nächsten Saison mit zahlreichen Neuheiten auf den Markt kommen. Das neue Scheibenmähwerk «Disco 9100 C Autoswather» ist eine professionelle Schmetterlingskombination mit Zinkenaufbereiter, Schwadablageband und einer Arbeitsbreite von 9.10 m. Dieselbe Arbeitbreite wird auch mit dem «Disco 9100 RC Contour» erreicht, das neu mit einem Rollenaufbereiter für blattreiches Futter ausgestattet ist. Die bewährte Entlastungstechnik «Active float» bietet Claas nun auch für das Frontmähwerk «Disco 3100 F Profil» an. Dann gibt es drei neue Front-Trommelmähwerke «Corto 3200 F Profil», «Corto 3200 FN Profil» und «Corto 2800 F Profil» mit 3.02 m und 2.65 m Arbeitsbreite, bei denen die dreidimensionale «F Profil»Kinematik für optimale Bodenanpassung nochmals verbessert wurde. Auch diese Mähwerke sind mit der Entlastungstechnik «Active float» verfügbar. Als echte Alternative zum VierkreiselSchwader sieht man bei Claas den neuen Zweikreisel-Schwader «Liner 3100», kann dieser doch stufenlos für Arbeitsbreiten von 8.70 bis 10 m eingestellt werden und vermag beispielsweise zwei Schwaden eines 7.50 m breiten Mähdrescher-Schneidwerks zusammenlegen. Allerdings müssen zwecks Einhaltung der gesetzlich vorgeschrieben Höhe von 4.00 m beim Transport drei Zinkenarme abgebaut werden. Zur kommenden

Saison bietet Claas bei den EinkreiselSchwadern mit total fünf Modellen – zwei gezogene und drei im Dreipunkt angebaute Modelle – in Arbeitsbreiten von 3.50 bis 4.50 eine komplett neue Baureihe an. Seit nunmehr 75 Jahren produziert Claas Mähdrescher. Anlass genug, um den «Lexion 750» bis Ende November 2011 in einer Sonderedition (spezielle Ausrüstung) zu einem Jubiläumspreis anzubieten. Mit dem «Avero 160» wird zudem die Mähdrescherpalette mit einem neuen Modell für kleine und mittlere Betriebe ergänzt. Diese 198 PS starke Vierschüttler-Maschine ist mit einem konventionellen Dreschsystem und einem Korntank von 4200 Litern ausgestattet. Das im letzten Jahr für die Mähdrescher eingeführte «TerraTrac»-Laufwerk der dritten Generation wird es ab kommender Saison nun in drei Breiten geben. Als erfolgreich bilanziert Claas die vor sechs Jahren vereinbarte Kooperation mit Kramer bei der Produktion der Teleskoplader «Scorpion». Seit letztem Jahr ist die Angebotserweiterung «Scorpion 6030» mit 6 m Hubhöhe und 3 t Tagkraft auf dem Markt. Ein Modell, das man nun mit der Funktion «SmartHandling» ausgestattet hat, womit beim beladenen Absenkvorgang ein automatisches Teleskopieren veranlasst wird, so dass das Gerät nicht vornüber kippen kann.

Schmetterlingsmähwerk «Disco 9100 C Autoswather».

Zweikreise-Schwader «Liner 3100».

Mähdrescher «Avero 160».

Autor Dr. Roman Engeler, UFA-Revue, 8410 Winterthur Am Wochenende des 22./23. Oktober 2011 führt der Schweizer Claas Importeur Serco Landtechnik AG in Oberbipp eine Hausmesse durch, an der einige der in diesem Bericht vorgestellten Neuheiten präsentiert werden.

INF BOX INFO

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PRAXISTEST KNOW-HOW

Für höchste Leistungsfähigkeit DER VIERKREISEL-SCHWADER «TOP 1252 C S-LINE» ist ein Mittenschwader für den professionellen Lohnunternehmer. Die Bodenanpassung wird über die «Multitast»-Räder sichergestellt, die im Serienumfang enthalten sind. Trotz grossen Kreiseldurchmessern von 3.30 m bleibt die Transporthöhe unter 4 m.

Der Schwader gehört zu den wichtigsten Bestandteilen einer Erntekette, denn die Arbeitsbreite und die Qualität des Schwads müssen optimal auf die Erntemaschine abgestimmt sein. Für viele Lohnunternehmer ist denn auch der Fahrer des Schwaders der wichtigste Mann in der gesamten Erntekette. Werden beim Schwaden Fehler gemacht, kann die gesamte Erntekette nicht ihre volle Leistung erbringen, was Zeit und letztlich Geld kostet. Der Vierkreisel-Schwader mit Mittenablage «Top 1252 C s-line» hat Pöttinger bewusst für den professionellen Grossbetrieb oder Lohnunternehmer entwickelt. Mit einer hydraulisch verstellbaren Arbeitsbreite von 8 bis 12.50 m bringt es dieses Gerät auf eine Stundenleistung von 10 ha.

Hans-Adam Giger

hinten Mechanik – auf diesen einfachen Nenner lässt sich die Grundkonstruktion der Maschine zusammenfassen. Gemeint ist damit, dass der hydraulische Antrieb der vorderen beiden Kreisel ein Einschwenken der Auslegerarme für eine Transporthöhe von unter 4 m ermöglich. Dies übrigens ohne das Abnehmen von Zinkenarmen oder das Klappen von Schutzbügeln – lästige Rüstzeiten fallen damit weg.

Bodenanpassung Schonende Futterbehandlung mit minimaler Verschmutzung: Bei der Futterbergung ein wichtiges Anliegen, dessen Resultat sich erst viel später im Stall zeigt. Beim Schwader konzentriert sich diesbezüglich das Augenmerk auf die Berei-

Praxisstimme zum Vierkreiselschwader «Top 1252 C s-line» von Pöttinger Das Lohnunternehmen Giger in Sevelen (SG) hat den «Top 1252 C s-line» für Pöttinger im vergangenen Frühjahr einem intensiven Test unterzogen. Für Schweizer Verhältnisse ist dieser Vierkreisel-Schwader eine eher grosse Maschine: «Trotzdem könnte der Schwader noch ein bisschen breiter sein», meint Hans-Adam Giger. Aber der Schwader lasse sich eng zusammenziehen – auch während der Arbeit – und ein Vorteil sei natürlich das Einhalten der gesetzlich vorgeschriebenen Transporthöhe von 4 m, der «Top 1252 C s-line» ohne Wechseln von Zinkenarmen sogar noch um 1 cm unterschreite, führt Giger weiter aus. Das Lohnunternehmen hat bereits seit einigen Jahren einen Vierkreiselschwader eines anderen Herstellers in Betrieb und

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Hybrid-Technik Vorne Hydraulik,

kann daher gut einen Vergleich anstellen. Hans-Adam Giger dazu: «Vor allem bei der Bodenanpassung merkt man die Entwicklung der vergangenen Jahre. Insbesondere bei den beiden vorderen Kreiseln ist die Lösung mit den ‹Multitast›-Rädern von Pöttinger ideal.» Aufgefallen ist Hans-Adam Giger im Weiteren die Laufruhe beim Transport der mit Luftdruck ausgestatteten Maschine. Mit Seitenblick auf das benötigte Öl stuft Giger den hydraulischen Antrieb der beiden vorderen Kreiseln als nicht unbedingt nötig ein. «Da hätte es eine einfachere Variante auch getan.» Den notwendigen Leistungsbedarf beziffert der Lohnunternehmer mit 120 PS etwas höher als die Angaben des Herstellers. «Vor allem im Frühjahr bei viel Futter ist diese

Leistung aus meiner Sicht nötig.» Als gewöhnungsbedürftig bezeichnet Giger die Bedienung mit dem «Power-Control»-Gerät. «Aber das ist eigentlich bei jeder neuen Maschine der Fall.» Trotz seiner Grösse sei der «Top 1252 C sline» wendig. «Die Rechenarbeit ist sauber, obwohl ich anfänglich etwas skeptisch war, weil pro Arm nur vier Zinkenpaare montiert sind,» hält Giger fest. «Unsere Kunden fordern eine saubere Arbeit mit technisch einwandfreien Maschinen und entsprechender Schlagkraft», analysiert Hans-Adam Giger. Mit dem Vierkreisel-Schwader «Top 1252 C sline» erfülle man diese Anforderungen und sei in dieser Beziehung auf dem richtigen Weg.

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PRAXISTEST KNOW-HOW fung des Fahrwerks und auf die Bodenanpassung der Kreisel. Beim «Top 1252 C s-line» sind die vorlaufenden und mit einem Wickelschutz ausgestatteten «Multitast»-Räder im Serienumfang enthalten.

Bedienung Die Steuerung des «Top 1252 C s-line» kann über die IsobusSchnittstelle mit den entsprechenden Bedieneinheiten des Traktors oder via die «Power-Control»-Einheit von Pöttinger erfolgen. Für die «Power-Con-

trol»-Bedienung empfiehlt Pöttinger einen Load-Sensing Anschluss. Mit dieser Bedienung lässt sich jeder Kreisel einzeln ausheben. Diverse Automatikfunktionen erhöhen den Benutzerkomfort und entlasten so den Fahrer. Wahlweise lässt sich die «PowerControl»-Bedienung mit einer hydraulischen Kreiselhöhenverstellung ausrüsten.

«Dura-Tec» Das

Herzstück des Schwaders, nämlich der Kreisel, läuft

in einem staubdichten, gekapselten und mit Fliessfett dauergeschmierten Getriebe. Die Steuerbahn ist stufenlos verstellbar, kann also gut an alle Einsatzbedingungen angepasst werden. Die Steuerwelle mit Steuerrolle kann bei Bedarf einfach und schnell durch das Lösen von nur zwei Schrauben ausgetauscht werden. Diese «Duratec»-Kreiseleinheit ist robuster und massiver aufgebaut als herkömmliche und wird von Pöttinger bei allen Schwadern mit der Bezeichnung «s-line» verbaut. 䡵

Steckbrief Vierkreisel-Schwader «Top 1252 C s-line» Anzahl Kreisel: 4 Anzahl Zinkenarme je Kreisel: 13 Anzahl Doppelzinken pro Zinkenarm: 4 Arbeitsbreite: 8.00 – 12.50 m Schwadbreite: 1.20 – 2.00 m Transporthöhe: 3.99 m Transportbreite: 3.00 m Länge: 9.95 m

«Top 1252 C s-line»: VierkreiselSchwader für den professionellen Lohnunternehmer.

Gewicht: 5950 kg Stützlast: 542 kg Leistungsbedarf: ab 90 PS (Herstellerangaben)

Autor Dr. Roman Engeler, UFA-Revue, 8401 Winterthur In loser Folge publiziert die UFA-Revue unter dem Titel «Praxistest» Berichte über landwirtschaftliche Maschinen. Die Interviewpartner, respektive Eigentümer dieser Maschinen, werden jeweils in Zusammenarbeit mit den entsprechenden Herstellern oder Importeuren ausgesucht. www.poettinger.ch

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Hydraulische Einzelkreiselaushebung.

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w w w. a n i c o m . c h

Die Transporthöhe liegt unter 4 m.

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PRAXISTEST KNOW-HOW

Volle Leistung am Hang FENDT «211 VARIO» Vor zwei Jahren setzte Fendt mit der Baureihe «200 Vario» neue Akzente bei den kompakten Standardtraktoren im Leistungsbereich von 70 bis 110 PS. Das stufenlose Getriebe bietet nicht nur Komfort, es sorgt auch für mehr Sicherheit – gerade bei Mäharbeiten in Hanglagen.

Mit der Lancierung der neuen Baureihe «200 Vario», ausgerüstet mit einem stufenlosen Getriebe, hatte sich Fendt viel Zeit gelassen. Das Ziel, ein solches Getriebe in der für die Schweiz nach wie vor wichtigen Leistungsklasse um die 100 PS auf engstem Raum zu verbauen und gleichzeitig auch die bekannten, bewährten Technologien aus den grossen «Vario»-Traktoren zu integrieren, war scheinbar nicht ganz so einfach. Das Resultat ist jedoch gelungen. Ein Blick auf die Zulassungsstatistik der Schweiz zeigt, dass diese Baureihe im vergangenen Jahr den Spitzenplatz belegt.

Mähtraktor für Hanglagen mit Potenzial in Mischbetrieben: Fendt «211 Vario».

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Der Fendt «211 Vario» wurde bereits vor einem Jahr in der UFA-Revue vorgestellt (UFA-Revue 9/2010), weshalb die technischen Details an dieser Stelle nur kurz behandelt werden. Stand damals der Einsatz auf einem grösseren Ackerbaubetrieb im Zentrum, so soll sich der Fokus bei diesem Bericht auf den Einsatz im (hügeligen) Grünland richten.

Technik Der speziell für die 200er Reihe entwickelte 3-Zylinder-Motor mit 3.3 l Hubraum stammt von Sisu, ist kompakt gebaut und entspricht der gesetzlich geforderten Abgasstufe IIIa. Die Nennleistung bei 2100 Umin liegt bei genau 100 PS (nach ECE R24), das maximale Drehmoment beträgt 458 Nm bei 1600 Umin. Als Getriebe kommt das «ML 75» zum Einsatz, das einen Fahrbereich aufweist und Geschwindigkeiten von 20 m/h bis 40 km/h (rückwärts bis 25k m/h) ermöglicht.

Steckbrief Fendt «211 Vario» Motor: 3.3 l. wassergekühlter 3-Zylinder Motor von Agco-Sisu-Power mit Commonrail und externer Abgasrückführung. 100 PS Nennleistung, 110 PS Maximalleistung (nach ECE R24). 125 l Tankinhalt. Getriebe: Stufenloses Getriebe mit einem Fahrbereich, Motor-GetriebeManagementsystem (TMS) auf Wunsch. Zapfwelle: 540, 540 E und 1000 oder 540, 1000 und Wegzapfwelle. Frontzapfwelle 540 und 1000 auf Wunsch. Hydraulik: EHR mit Schwingungstilgung. Pumpenleistung 48 l/min, optional mit Tandempumpe 76 l/min. Maximal 4 Zusatzsteuerventile. Hubkraft: 4202 kg (Heck), 2490 kg (Front) Leergewicht: 3920 kg Radstand: 2294 mm Kleinster Spurkreisradius: 3.98 m Höhe: 2530 mm Breite: 2186 mm Länge: 4068 mm (Herstellerangaben)

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PRAXISTEST KNOW-HOW

Praxisstimme zum Fendt «211 Vario» Reto Peter aus Roggliswil (LU) betreibt seit zehn Jahren ein Lohnunternehmen für Mäharbeiten. Den Fendt «211 Vario» hat er zusammen mit seinen Brüdern Kurt und Armin, die einen Landwirtschaftsbetrieb bewirtschaften und den Traktor für nahezu alle Arbeiten einsetzen, im April 2010 gekauft. Bei «Peter Lohnbetrieb» kommt der Fendt «211 Vario» zusammen mit einem 3.14 m breiten Front-Scheibenmähwerk und einem im Heck angebauten Aufbereiter zum Einsatz. Alle vier Räder sind aus Gründen des Bodenschutzes und der Stabilität am Hang doppelt bereift. Dank einer im Durchmesser kleineren Bereifung als üblich wird zudem zur Unterstützung der Hangstabilität der Schwerpunkt weiter nach unten verlagert. Für den Betrieb mit dem Frontmähwerk hat Peter eine hydraulische Entlastung mit entsprechender Anzeige in der Kabine eingebaut. «Der Fahrer kann diese Entlastung permanent elektrisch verstellen und so die Ballastierung der Vorderachse dem Hang anpassen».

«Der neue Traktor ersetzte bei uns einen Fendt ‹280›, der von seinem Alter, aber auch von seiner Leistung her immer mehr an die Grenzen kam», berichtet Peter. Dank seiner Kompaktheit sei der neue Traktor als Mähtraktor im hügeligen Gelände bestens geeignet. «Im Vergleich zum Vorgänger bestehen mehr Leistungsreserven und das stufenlose Getriebe bietet enorm viele Vorteile». Dies bestätigt auch Kurt Peter, der die meisten Mäharbeiten mit diesem Traktor ausführt. «Gerade in kleinen Parzellen, in denen man stets viel Schalten und Kuppeln musste, bietet die neue Maschine mit dem stufenlosen Getriebe wesentlich mehr Komfort. Zudem fällt der nicht ungefährliche Lastunterbruch beim Schalten im Gelände weg». In der Regel wird beim Mähen mit dem auf 18 km/h eingestellten Tempomat gefahren. Die Traktor-Management-Steuerung sorgt dafür, dass Motor und Getriebe so eingestellt sind, dass der Traktor stets im wirtschaftlichen Optimum läuft, vor allem aber

die gewünschten Drehzahlen für die angebauten Arbeitsgeräte beibehält. Die Arbeitsleistung liegt bei rund 2.5 ha/h. «Wir messen auch stets den Treibstoffverbrauch unserer Traktoren», sagt Reto Peter. Die Werte für den Fendt «211 Vario» liegen dabei im Schnitt über alle Arbeiten zwischen 7.8 l/h (2010: Mai mit schlechtem Wetter und viel Gras, das eher spät gemäht wurde) und 7.3 l/h (2011: Frühjahr trocken, eher weniger Futter und früher gemäht). Die Zahl seiner Kunden sei bereits gestiegen, seit er mit dem Fendt «211 Vario» unterwegs sei, berichtet Reto Peter. Natürlich hofft er auf weiteren Zuwachs und setzt dabei mit diesem Gefährt auf das hügelige Gebiet, wo seine Kombination durchaus eine Alternative zum Zweiachsmäher sein könne. «Der Traktor hat sich sowohl als Bergmäher als auch für den Betrieb mit verschiedenen Maschinen bewährt. Einziger Wunsch wäre vielleicht die Option auf elektrische Steuerventile», meint Reto Peter abschliessend.

Aufgeräumte Seitenkonsole.

Einsatz in anspruchsvollen Hanglagen.

Federung mit Wankabstützung.

Serienmässig gibt es die TempomatFunktion, über die sich zwei Geschwindigkeiten speichern lassen. Optional bietet Fendt das Traktor-ManagementSystem «TMS» an. Bei aktiviertem «TMS» wählt der Fahrer nur die Geschwindigkeit vor, das System steuert Motor und Getriebe so an, dass der Traktor im wirtschaftlichen Optimum fährt. Das «TMS» ermöglicht zudem die Funktion «Stop & Go», mit der ein Fahrer den Traktor bis zum Stillstand verzögern kann, in dem er einen Taster am Reversierhebel gedrückt hält. Das Getriebe selbst ermöglicht zwei Fahrstrategien. Einerseits mit dem «Variostick»: Wird dieser nach vorne gedrückt, so wird der Traktor bis zur maximalen Geschwindigkeit beschleunigt, zieht man den Knopf zurück, verzögert die Maschine die Geschwindigkeit bis zum Stillstand. Anderseits gibt es den Fahrpedal-Modus, mit dem sich der Traktor wie ein Automatik-PKW fahren lässt. Für den Richtungswechsel gibt es

ebenfalls zwei Möglichkeiten, mit der rechten Hand über den «Variostick» oder mit der linken Hand über die Wendeschaltung am Lenkrad. Die Hydraulik verfügt über eine vom Getriebe getrennte Ölfördermenge von maximal 48 Litern. Der EHR-Kraftheber im Heck weist eine maximale Hubkraft von 4200 kg auf, beim optional erhältlichen Frontkraftheber sind es 2490 kg. Fendt bietet für den «200 Vario» drei Zapfwellengeschwindigkeiten an. Man hat die Wahl zwischen den Drehzahlen 540, 540E und 1000 (Serie) oder 540, 1000 und Wegzapfwelle (Option). Die Zapfwellenschaltung ist als Komfortschaltung mit einer Vorwahl der Drehzahl ausgeführt. Eine Automatik schaltet in Abhängigkeit der Hubhöhe des Hubwerks die Zapfwelle automatisch zu (mit Anlaufautomatik) oder ab.

verschiedenen Bereifungsmöglichkeiten und der optional verfügbaren Vorderachsfederung inklusive Wankabstützung für Sicherheit und Stabilität sorgt. Durch diese Wankabstützung verbleiben alle vier Räder länger am Boden und verbessern so die Standsicherheit des Traktors in extremen Fahrsituationen. Die DLG hat in einem Test diese Wankabstützung von Fendt – allerdings bei einem Schmalspurtraktor «208 Vario V» – mit einem angebauten Laubschneider untersucht. Der Vergleich mit und ohne Wankabstützung ergab dabei eine Reduktion des Schwenkbereichs zugunsten einer Ausstattung mit Vorderachsfederung und Wankabstützung um 17%. Die Tester kamen daher zu dem Schluss, dass die gefederte Vorderachse insgesamt den Fahrkomfort und die Fahrsicherheit erhöhe. Diese Vorteile bekomme selbstverständlich auch der Schlepperfahrer auf dem Sitz zu spüren. In der Tendenz können diese Ergebnisse auch auf das Modell «211 Vario» übertragen werden. 䡵

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Kompakte Bauweise Durch seine niedrige Bauweise wird ein tiefer Schwerpunkt erreicht, was zusammen mit den

Reto (vorne) und Kurt Peter (hinten auf dem Bild).

Autor Dr. Roman Engeler, UFA-Revue, 8401 Winterthur In loser Folge publiziert die UFA-Revue unter dem Titel «Praxistest» Berichte über landwirtschaftliche Maschinen. Die Interviewpartner, respektive Eigentümer dieser Maschinen, werden jeweils in Zusammenarbeit mit den entsprechenden Herstellern oder Importeuren ausgesucht. www.gvs-agrar.ch

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NEUHEITEN KNOW-HOW

«Striger» sorgt für rasche Keimung

Mit dem neuen «Striger» geschieht die Bodenbearbeitung in einem ersten Schritt, dann die Aussaat in einem zweiten Schritt, wobei in der Zwischenzeit eine ausreichende Bodenerwärmung im Hinblick auf eine rasche Keimung des Saatguts erfolgen kann. Positiv beeinflusst wird dies auch durch die Speicherung der Feuchtigkeit und Bewahrung der Infiltrationskanäle von Regenwasser in den Zwischenreihen zur Vermeidung der Bodenerosion. Die Bodenlockerung erfolgt mit einem schmalen Zinken, um Sohlebildung zu vermeiden. die organische Masse verbleibt an der Oberfläche. Das begrenzt auch das Aufkeimen von Unkrautsamen in den Zwischenreihen, weil nur die Erde auf dem bearbeiteten Streifen

Kleiner Riese unter den Ladewagen

bewegt wird. Dünger wird gezielt in die Saatreihe eingearbeitet. Den «Striger» gibt es in einteiliger oder klappbarer Ausführung. Als Reihenabstände werden serienmässig 45 bis 80 cm zur Verfügung stehen mit Modellen von 4 bis zu 12 Reihen. Alle Bodenbearbeitungswerkzeuge sind federbelastet, um einen Einsatz in steinigen Böden zu ermöglichen. Um die Saatreihe freizuräumen, sind die frei beweglichen Sternklutenräumer in der Höhe verstellbar. Die gewellten Scheiben, die den Erdstrom führen, sind verstellbar und erzeugen einen 10 bis 20 cm breiten Erdstreifen. Die Arbeitstiefe der mit Karbid beschichteten Zinken ist in einem Bereich von 0 bis 30 cm schnell verstellbar. Zur Schaffung eines ebenen Saatbetts ist der Andruck der schwenkbaren Andruckrolle für die Herbstbestellung verstellbar.

Von 25 bis zu 53 m³ Fassungsvermögen reichen die Ladevolumen, die Krone mit seinem Ladewagensortiment anbietet. Unter dem Kürzel «AX» bietet Krone zwei Ladewagen: Den «AX 250» (mit 25 m³ nach DIN = 44 m³ Dürrgutvolumen) und den «AX 280» (mit 28 m³ nach DIN = 48 m³ Dürrgutvolumen). Kennzeichen dieser Baureihe sind: Förder- und Schneidrotor mit einem Durchmesser von 760 mm und 6 Zinkenreihen auf dem Umfang. Die Zinken sind auf den Rotor geschweisst und stehen dank Hardox-Auflage für geringen Verschleiss. 32 Messer, die mit einem Abstand von 45 mm platziert sind, sorgen für beste Scherenschnittqualität bei geringstem Leistungsbedarf, wie sonst nur bei Schwingenwagen üblich. Besonderes Highlight ist das klapp- und zur Seite schwenkbare Schneidwerk, bei dem man nicht

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um den Wagen laufen muss, um das Schneidwerk von beiden Seiten zu ent- oder verriegeln. Die Steuerung erfolgt komplett über die linke Seite. Das Schneidwerk wird zunächst über einen Hebel entriegelt und dann einfach zur linken Seite ausgeschwenkt. So können bei Bedarf die Messer blitzschnell und werkzeuglos gewechselt werden. Der Kratzboden der «AX»-Baureihe ist im vorderen Bereich des Wagens jeweils um 10 cm abgesenkt. Durch diese leicht schräge Position des Kratzbodens wird der Förderweg des Schneidrotors verkürzt und das Futter noch schneller und mit deutlich weniger Kraftaufwand in den Wagen befördert. Somit kann der Wagen mit Traktoren ab 80 PS eingesetzt werden.

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Seilausstoss, breites Schild, 100 m komp. 13 mm Seil, top Zustand, Fr. 8500  079 319 58 47 Kaninchenstall, 4er-Abteil, mit Plastikschubladen, Breite 1.5 m, Höhe 1.2 m, Tiefe 0.6 m, Raum ZH Oberland  079 327 79 59 3 Seitenkipper Brandtner, 8 t, 9 m3 Inhalt, hydr. Bremsen, Bremsen und Hydraulik durchgehend, Fr. 3900  079 3195847 Chauffage à mazout de 1987 pouvant produire 27kwh  079 626 19 72 Chaudière à bois pour bûches de 50cm, foyer renversé, elle date de 1987 et elle produit 25 kwh  079 626 19 72 Ballenspitz; Dosiergerät klein; Kippschaufel, grosser Silowagen; Traktormixer; Düngerspicker; Teleskop; Heugebläse  071 223 35 89 Güllenfass; Kettenförderband; Ladewagen Boss; Planierschild; Mähmotor Bucher New Holland  071 223 35 89 2 Güllenmixer mit Untersetzungsgetriebe, 20.5 und 10 PS; Schaufelrührwerk für ca. 100 und 250 m3; Antrieb für Flügelrührwerk, 5.5 PS  079 678 81 49 Walze Cambridge, 3 m und 2.8 m  079 492 51 10 Ladewagen Mengele Garant 330, sehr guter Zustand, Kratzboden, Pick-up und Heugatter hydraulisch  031 755 89 89 Occ. Hydraulikaggregat und Zylinder zu Krieger Schubstangenentmistung, Fr. 300  079 715 57 59 Heubelüftungsofen Arcotherm Jumbo 80, inkl. 6 m, Lüftungsisolationsschlauch, günstig  041 493 01 62

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Silageschneidezange Stoll, solides Modell, neuwertig, Fr. 3900  078 614 77 07 Kt TG Rohrmelkanlage Boumatic mit 4 Aggregaten, auch gut für Melkstand geeignet, günstig  079 391 51 85 Maishäcksler John Deere 25, 1 Reihe, wenig gebraucht, in sehr gutem Zustand, div. Zahnradsätze, Schnellkuppelwelle, Betriebsanleitung, Fr. 1800  079 328 76 63 Kt. BE Volvo 850 GLT Kombi, Automat, Klimaautomatik, grün metallisiert, Jahrgang 93, Hubraum 2.4 l, 20 Ventile, 170 PS, 255'000 km, guter Zustand, gepflegt, Fr. 3200  052 747 12 71 2-Achs 3-Seitenkipper Marolf, Gesamtgewicht 13 t, ca. 15 m3, VollAlu, Jg. 1985, guter Zustand, Fr. 12'000  079 666 84 17 Mäusevergasungsapparat, Fr. 150  056 496 36 89 Traktor Deutz Agroplus, 85 PS, neu, Lastreversierer, 3 Lastgänge, FH Sauter und FZ, Garantie, Fr. 62'000  078 683 45 66 oder 024 425 47 86 Maishäcksler Claas, einreihig, Zapfwellenvorrichtung für Anhänger; Dieseltank mit Stahlwanne, 1200 l  032 351 36 87 Spritze Birchmeier, 600 l, 12/15 m Handklappbalken mit UDK Düsen, Hardy 3Kolben Hochdruckpumpe, Baumspritzausrüstung Haspel, 25 m Schlauch, Fr. 2000  044 850 06 06 Fortsetzung Seite 36 9 2011 · UFA-REVUE


KNOW-HOW

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Beantworten Sie diese Kreuzworträtsel-Fragen: Der nebenstehende Text hilft Ihnen dabei. 1 Welches Element erfüllt alle Anforderungen an einen ergonomischen Arbeitsplatz? 2 Wohin ist ein schneller Zugang durch eine abnehmbare Haube gewährleistet? 3 Über welches niedriges Bauteil gelangt man in den «T4512 C 35»? 4 Was kann man mit dem «T4512 C 35» mit Rund- und Quaderballen einfach machen? 5 Was ist bequem und gewährleistet ein entspanntes Arbeiten? 6 Wie heisst die Marke des «T4512 C 35»? 7 Wie heisst der Importeur des «T4512 C 35»? 1 2 3 4 5 6 7 Schreiben Sie das Lösungswort (dunkler Raster senkrecht) auf eine Postkarte und senden Sie diese bis Ende Monat an UFA-Revue «Know-how Wettbewerb», Postfach, 8401 Winterthur oder senden Sie das Lösungswort via Internet über www.ufarevue.ch Name, Adresse, Telefon-Nummer und gewünschte «Jacken-Grösse» nicht vergessen! NEU: Schreiben Sie eine SMS (90 Rp.) mit KfL, Lösungswort, Name, Adresse an 9292.

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UFA-REVUE · 9 2011

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NEUHEITEN KNOW-HOW

Wickeln und Pressen mit «Tornado»

Neuer Claas «Lexion 750 Terra Trac»

In den letzten Jahren sind Rundballenpressen mit variablen Kammern stark aufgekommen. Neben mehr Leistung bieten diese Maschinen mehr Flexibilität, weil sich die Ballendurchmesser variieren lassen. Siloballen bieten den Vorteil, dass sie nach Verlassen der Presskammer luftdicht verpackt werden und im Vergleich zum Fahrsilo nicht dauernd geöffnet werden müssen. Die neuste Entwicklung auf dem Gebiet von Ballenpressen und Wickeln ist die «Welger RPC 445 Tornado» von Lely. Diese Press-Wickelkombination enthält eine Rundballenpresse mit variabler Kammer und ein Wickelsystem, das sich dem Ballendurchmesser automatisch anpasst. Die Leistung dieser Maschine ist beispiellos. Eine Ballenpresse mit variabler Kammer arbeitet schneller als eine Festkammermaschine. Der «Tornado»-

Optimal für die Saison vorbereitet wurde der Claas «Lexion 750 Terra Trac» Anfang Juni bei der offiziellen Schlüsselübergabe von der Serco Landtechnik an die Anstalten Witzwil überreicht. Die Maschine ist mit einem Raupenlaufwerk der dritten Generation ausgerüstet. Durch die enorme Aufstandsfläche von 890 mm kann der Bodendruck gegenüber einer herkömmlichen Radmaschine wesentlich verringert werden. Das Laufwerk ist hydropneumatisch gefedert, so dass der Komfort auf Feld und Strasse durch weniger Stösse auf die Karosserie verbessert werden konnte. Angetrieben wird der Claas «Lexion 750 Terra Trac» von einem Caterpillar Motor mit 12.5 l Hubraum und einer Leistung von 466 PS (bei ECE R 120). Die Dreschtechnologie von Claas genannt «APS Hybrid System» steht für die Kombination zweier

Wickler ist speziell darauf ausgerichtet, die enorme Leistung der Ballenpresse bewältigen zu können. So beginnt der Wickler mit Drehen bereits bevor die Rundballenpresse wieder schliesst Lely Schweiz, Bruno Spicher, 3186 Düdingen,  079 673 76 97, Karl Buob, 9404 Rorschacherberg,  079 601 20 37

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KURZMELDUNGEN PFLANZENBAU

«Agro-Kalk-Wettbewerb»: Die Gewinner sind ermittelt Agro-Kalk war an den Feldtagen von Agroline mit dabei und führte gemeinsam mit der HeidelbergCement AG, Agroline und UFA-Samen einen Wettbewerb durch. Die Gewinner konnten ihre Preise kürzlich entgegen nehmen. Agro-Kalk gratuliert den glücklichen Gewinnern Adrian Perler (Bild links) von Wünnewil, Urs Wyss von Dülikon und Stefan Wanner von Steckborn, die wie viele weitere Teilnehmer einen korrekt ausgefüllten Wettbewerbstalon eingereicht hatten. Adrian Perler bewirtschaftet einen Mischbetrieb von rund zwanzig Hektaren für Ackerbau und Mutterkuhhaltung. «Seit rund drei Jahren führe ich eine Erhaltungskalkung mittels Parzellenwechsel durch. Meine Böden sind nicht ausgesprochen sauer, aber eine Kalkdüngung

ist zur Aufrechterhaltung des aktuellen Niveaus erforderlich», erklärt Adrian Perler, der sich mit den Feldbesuchen über Neuheiten und Trends im Pflanzenbau informiert. Dieses Mal hat sich für ihn der Besuch an den Agroline-Feldtagen gleich in doppelter Hinsicht gelohnt: Einerseits konnte er an den zahlreichen Präsentationen viel Wissenswertes erfahren, anderseits

darf er dank seinem Wettbewerbsgewinn einen dreitätigen Aufenthalt für zwei Personen in einem Thermalbad in Süddeutschland verbringen. Für Urs Wyss gibt es 55 kg Suplesan und für Stefan Wanner 20 kg UFA-Samen 430.

5. Grand Prix du Vin Suisse

Erntebilanz «swissgranum»

Bodenanalysen

160 Degustatoren verkosteten über 3000 Weine von 591 Produzenten aus der ganzen Schweiz. Die Namen der 66 für die Gala in Bern nominierten Finalweine sind nun bekannt, ebenso die 250 Goldmedaillen und 660 Silbermedaillen. Die Gala in Bern, veranstaltet vom Weinmagazin VINUM und der Vereinigung VINEA, bildet den Höhepunkt des Grand Prix du Vin Suisse. Sie findet statt am Dienstag, den 25. Oktober 2011, im Kulturcasino in Bern mit über 400 geladenen Gästen.

Die Ernte 2011 wird gegenwärtig auf 420 000 t backfähigen Weizen (+15 % im Vergleich zu 2010), 100 000 t Futterweizen (– 30 %), 185 000 t Gerste (+ 5 %) und

Die Liste der für den ökologischen Leistungsnachweis zugelassenen und für Bodenuntersuchungen zur Düngeberatung empfohlenen Labors für die Anbauperiode 2012 wurde von Agroscope publiziert. Diese Liste umfasst die Adressen von 12 Labors sowie die angewendeten Analysemethoden. Es wird darauf hingewiesen, dass diese Analysen alle 10 Jahre durchgeführt werden müssen. Die Liste mit den Labors kann über den Link www.agroscope.ch heruntergeladen werden. www.agroscope.ch

UFA-REVUE · 9 2011

70 000 t Raps (+ 5 %) geschätzt. Trotz instabiler Wetterlage konnte sich die gute Qualität bis zum Ernteende halten. Die durchschnittlichen Erträge beim Extenso-Weizen betragen zwischen 50 und 70 dt/ha, beim ÖLN-Weizen zwischen 60 und 90 dt/ha. Das Hektolitergewicht liegt in den meisten Fällen zwischen 79 und 82 kg. Die Feuchtigkeitsgehalte bewegen sich im Allgemeinen zwischen 14 und 18 %. Einige Getreidesammelstellen mussten 50 bis 80 % der Ware trocknen, mit Posten, die einen Feuchtigkeitsgehalt von 20 bis 26 % aufwiesen. Auswuchs wurde in verschiedenen Regionen der Schweiz beobachtet.

Pflanzen-Insekten-Projekt Der Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung wird im Rahmen seines Programms «Sinergia» ein Studienprojekt über Interaktionen zwischen Pflanzen und Insekten finanzieren, das von der Universität Neuenburg vorgeschlagen wurde. Das Projekt «Schnittstelle Pflanze–Insekt» schliesst die Teilnahme von vier Forschungsinstituten mit ein und wird für die Dauer von drei Jahren mit 1.6 Mio. Fr. finanziell unterstützt.

Ergebnisse der Sortenversuche Die Ergebnisse der von der fenaco durchgeführten Weizenversuche am Standort von Goumoens-laVille liegen vor. Die am 24. Juni besichtigten Versuchsparzellen wurden abgeerntet. Der durchschnittliche Ertrag beläuft sich auf 88.8 kg/Are und das durchschnittliche Hektolitergewicht auf 81.1 kg. Die durchschnittliche Fallzahl beträgt 388 Sekunden. Es wurde kein Posten zurückgestuft. Die besten Nettoerträge erzielten Manhattan (103.3 kg/Are), Mulan (102.8 kg/Are) und Camedo (100.2 kg/Are). Forel (84.1 kg/ hl), Arina und Camedo (beide mit 83.3 kg/hl) wiesen die höchsten Dichtewerte auf. Die durchschnittlichen Versuchserträge betragen 43,8 kg/ Are. Dabei gibt es keine Schwankungen und die Ergebnisse entsprechen den offiziellen Angaben der Forschungsstationen. Die Bruttoerträge wurden mit einer Feuchtigkeit von 6 % erreicht. Da

die gesamte Ernte an einem einzigen Tag erfolgte, wurden keine Trocknungen vorgenommen. In der Praxis kann der Bauer den Erntezeitpunkt je nach gewählter Sorte optimaler wählen. Die gesamten Ergebnisse sowie die entsprechenden Kommentare zu den Versuchen in Goumoensla-Ville können von den beiden Internetseiten www.ufasamen.ch und www.pflanzenbau.ch heruntergeladen werden.

Tagesaktuelle Neuigkeiten www.ufarevue.ch 39


PFLANZENBAU

Qualität wird nachgefragt WINTERGETREIDESAAT 2011 Die erhöhte Nachfrage der Verarbeiter für das obere Qualitätssegment ist ein klares Bekenntnis für die inländische Produktion. Durch diese erfreuliche Entwicklung ist bei der Sortenwahl nebst den agronomischen Eigenschaften auch die backtechnische Qualität einer Sorte zu berücksichtigen. Für die Nachfrage zu produzieren, bedeutet höhere Absatzsicherheit.

Hans Wittwer

Andreas Wyss

Die Anbauempfehlungen für die Wintergetreidesaat basieren auf grossflächigen Streifenversuchen bei Landwirten, mit denen UFA-Samen die Praxistauglichkeit von verschiedenen Sorten testet, sowie auf der umfangreichen Versuchstätigkeit der Forschungsanstalten Agroscope und der Banchenorganisation «swiss granum». Die wichtigsten Hinweise kommen aber aus der Praxis.

heitsresistenzen, in auswuchsgefärdeten Lagen meiden. CH Claro und Siala erreichen das hohe Qulitätsniveau von Runal nicht. Titlis: Ertragstreue Sorte bei hoher Saatdichte. Gute Resistenz gegen Fusarien. CH Camedo: Neue mittelfrühe Sorte der Klasse Top. Guter Ertrag im ÖLN und sehr gute Krankheitsresistenzen. Saatgut beschränkt verfügbar.

Winterweizen

Klasse l Arina: Referenzsorte betreffend Qualität in der Klasse 1. Bewährte Sorte, welche in allen Lagen gute Erträge mit guter Qualität bringt. Mittlere Standfestigkeit, Braunrost anfällig. Sehr gute Resistenz gegen Fusarien. CH Combin: Frühreife Sorte mit guter Ertragsleistung, sehr gute Standfestigkeit und mittlere Krankheitsresistenzen. Eine Alternative zu Forel und Zinal. Suretta: Neue frühreife Sorte mit sehr guter Standfestigkeit. Gute Ertragsleistung und gute Krankheitsresistenz, ausser Braunrost und Ährenfusarien. Bringt ähnlich gute Backqulität wie Arina. Forel: Mittelfrühe Sorte, überzeugt durch gutes Ertragspotenzial und hohem Hektolitergewicht, bei mittleren Krankheitsresistenzen. Zinal: Frühreife Sorte mit guter Ertragsleistung, gute Standfestigkeit und gute Braunrostresistenz, neigt zu Mehltauanfälligkeit. Forel und Zinal erreichen die Backqualität von Arina nicht.

Klasse Top Runal: Referenzsorte betreffend Qualität in der Klasse Top. Gute Standfestigkeit, sollte in auswuchsgefährdeten Lagen gemieden werden. CH Nara: Frühe Sorte mit guter Ertragsleistung. Sehr kurze Pflanze mit mittlerer bis guter Krankheitsresistenz. Eine mögliche Alternative zu Runal, oder möglicher Ersatz für Titlis. CH Claro: Frühreife Sorte mit guter Ertragsleistung, sehr guter Standfestigkeit und mittleren Krankheitsresistenzen. Siala: Sehr frühreife Sorte mit guter Ertragsleistung. Kurze Pflanze mit sehr guter Standfestigkeit. Mittlere Krank-

Klasse 2 Levis: Referenzsorte betreffend Qualität in der Klasse 2. Standfeste Sorte 40

mit hoher Ertragsleistung im intensiven Anbau. Stark anfällig auf Fusarien. Ludwig: Sehr hohe Ertragleistung, gute Standfestigkeit und gute Resistenzeigenschaften. Bei früher Saat sehr hohe Bestockung, bei später Saat schlechte Bestockung. Galaxie: Sehr frühe, standfeste Sorte, bringt im intensiven Anbau sehr gute und stabile Erträge. Gewisse Anfälligkeit auf Braunrost und Septoria tritici. Klasse 3 Impression: Mittelspäte Sorte mit hohem Ertragspotenzial. Mittlere Standfestigkeit und mittlere Krankheitsresistenzen.

Biskuitweizen nur im Vertragsanbau Manhattan: Hohe Ertragsleistung, sehr gute Standfestigkeit und gute Krankheitsresistenz. Cambrena: Neue, mittelfrühe Sorte mit guter Ertragsleistung. Bringt die gute Biskuitqualität. Saatgut beschränkt verfügbar.

Futterweizen Mulan: Mittelfrühe Sorte mit hoher Ertragsleistung, sehr guter Standfestigkeit und mittlerer bis guter Krankheitsresistenz. Tapidor: Sehr frühreife Sorte mit ausgezeichneter Ertragsleistung, guter Standfestigkeit aber mittlerer Krankheitsresistenz. Achtung: Sehr hohe Anfälligkeit auf Fusarien. Winnetou: Mittelspäte Sorte mit sehr hoher Ertragsleistung, mittlerer Standfestigkeit und mittlerer Krankheitsresistenz. 9 2011 · UFA-REVUE


PFLANZENBAU Rustic: Frühreife Sorte mit sehr guter Ertragsleistung und guter Krankheitsresistenz.

Winterroggen nur im Vertragsanbau Palazzo: Mittelfrühe Hybridsorte mit sehr hohem Ertragspotenzial. Gute Standfestigkeit und gute Mutterkornresistenz. Matador: Ertragreiche Populationssorte mit guter Standfestigkeit. Auch für Grünschnitt geeignet.

Wintergerste zweizeilige Sorten Caravan (t): Mittelspäte Sorte mit sehr gutem Ertragspotential, hohes Hektolitergewicht und gute Krankheitsresistenzen. PMI mittel. Cantare (t): Neue, mittelspäte Sorte mit sehr guter Ertragsleistung und hohem Hektolitergewicht. Mittlere Krankheitsresistenzen. PMI mittel. mehrzeilige Sorten Franziska (t): Im Ertrag ein sicherer Wert, mittleres Hektolitergewicht. Gute Standfestigkeit, gute Resistenz gegen Mehltau und Netzflecken, mittlere Resistenz gegen Blattflecken. PMI tief mittel. Fridericus (t): Mittelfrühe Sorte mit hohem Ertragspotenzial. Gute Standfestigkeit und gute Krankheitsresistenz, mittleres Hektolitergewicht, mässige Druscheignung. PMI mittel-hoch. Landi t): Erhöhtes Hektolitergewicht, mittlere Standfestigkeit. Stark anfällig auf Gelbverzwergungsvirus. PMI tief. Semper (t): Mittelfrühe Sorte mit sehr guter Ertragsleistung, mittleres Hektolitergewicht und gute Krankheitsresistenz. PMI tief. Plaisant (a): Überzeugt immer wieder durch das hohe Hektolitergewicht. Hat aber mittlere bis schwache Resistenzeigenschaften. PMI tief. Erklärung: t_ Tolerant bzw. resistent gegen Gelbmosaik-Virus, a: Anfällig auf Gelbmosaik-Virus. PMI: PUFA MUFA Index = Gesamtwert einfach- und mehrfach ungesättigten Fettsäuren in g/MJ VES (VES: verdauliche Energie Schwein)

Tabelle: Anbaurichtlinien der fenaco für die Ernte 2012 aktualisierte Version August 2011 Folgende Veränderungen erfordern eine Anpassung: Erhöhte Nachfrage der Verarbeiter für das obere Qualitätssegment, Erkenntnisse aus der Qualitätserhebung der diesjährigen Inlandernte sowie die eingeschränkte Versorgungslage mit Hochqualitätsweizen in den umliegenden Ländern. Dadurch kann die bisherige Klassenverteilung für «Suisse Premium / Suisse Garantie»-Brotgetreide beibehalten werden, respektive die Klasse Top muss nicht reduziert werden. Diese Entwicklung ist auch ein klares Bekenntnis zur Qualitätsstrategie innerhalb der Schweizer Wertschöpfungskette. Künftig werden daher Brotgetreidesorten mit überdurchschnittlichen backtechnischen Eigenschaften (z. B. hohem Feuchtklebergehalt) bessere Perspektiven haben. Klassenanteile Brotgetreide «Suisse Premium/Suisse Garantie»

• entspricht der aktuellen / mittelfristigen Nachfrage der Verarbeiter • d.h. Anteil Klasse Top von ca. 30 – 35 % kann beibehalten werden • Suisse Premium / Suisse Garantie bildet Standard im System Maxi • A-Mahlroggen sowie Biskuitweizen nur in Absprache mit fenaco Anbau «Suisse Premium/Suisse Garantie» Brotgetreide Klasse Top: 30 – 35 % Runal (min. 50 %)

Klasse 1: ca. 45 % Arina (min. 50 %)

Klasse 2: ca. 20 – 25 % Levis (min. 50 %)

Spezialitäten im Vertragsanbau Biskuitweizen Cambrena, Manhattan

Nara Camedo Claro Siala

Suretta Combin Forel Zinal

Ludwig Galaxie

Roggen Palazzo, Matador Dinkel Oberkulmer, Ostro

• Marktpreis Klasse Top orientiert sich an Importpreis und Backqualität • neue Sorten Nara und Camedo (Klasse Top), Suretta und Combin (Klasse 1) sowie Cambrena (Biskuitweizen-Vertragsanbau) im Anbau testen Anbau von Futtergetreide/Körnerleguminosen Futterweizen

Triticale

Gerste

Körnermais

Eiweisserbsen

Anbau verdoppeln Mulan, Winnetou Tapidor Rustic

nicht erhöhen mutterkornresistente Sorten anbauen

erhöhen Sorten mit hohem HL-Gewicht wählen

erhöhen

erhöhen

Anbau von Ölsaaten Raps

Sonnenblumen

Soja

– gemäss Zuteilung SGPV – HOLL im Vertrag mit Mehrpreis

– in Rücksprache mit LANDI/CC – konkurrenzfähiger Markterlös

Anbau auf traditionelle Gebiete konzentrieren

Bei Fragen wenden Sie sich an Ihre LANDI/Maxi-Sammelstelle.

resistenz und guter Standfestigkeit. Mittleres Hektolitergewicht. Cosinus: Mittelfrühe Sorte mit hohem Ertragspotenzial und guter bis sehr guter Krankheitsresistenz, aber mittlerer Stand- und Winterfestigkeit. Dorena: Mittelfrühe Sorte mit guter Ertragsleistung und sehr hohem Hektolitergewicht. Leichte Anfälligkeit auf Spelzenbräune. Prader: Robuste Sorte, mittlere Ertragsleistung. Gute Standfestigkeit und mittleres Hektolitergewicht. Triamant: Bringt sehr hoher Ertragsleistung bei mittlerem Hektolitergewicht. Gute Krankheitsresistenzen, mittlere Standfestigkeit. Achtung: Mutterkornanfällig.

Wintertriticale Bedretto: Frühreife Sorte bei hoher Ertragsleistung, sehr guter KrankheitsUFA-REVUE · 9 2011

Winterhafer Sichere Überwinterung nur in klima-

tisch guten Gebieten und bei Saaten im September. (Bestockung im Herbst) Wiland: Sorte mit hohem Ertragspotenzial, guter Standfestigkeit und Krankheitsresistenz. Saatgut wird ungebeizt angeboten, da Fungzidbeizung nur gegen Haferflugbrand wirkt. 䡵

Autoren Hans Wittwer und Andreas Wyss, UFA-Samen, 3421 Lyssach Der pflanzenbauliche Beratungsdienst der fenaco Genossenschaft hat zusammen mit Landwirten wiederum Brot- und Futterweizen, sowie Wintergerstenversuche in verschiedenen Regionen durchgeführt. Die Versuchsresultate sind im Detail ersichtlich unter www.ufasamen.ch

INF BOX INFO

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9 · 11

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PFLANZENBAU

Gerecht und verantwortsvoll DER PREIS FÜR ZUCKERRÜBEN wird von zahlreichen Faktoren bestimmt. Unter Berücksichtigung der Lieferqualität und der Distanz zur Parzelle hat der Schweizerische Verband der Zuckerrübenpflanzer (SVZ) mit der Interprofession Zucker ein gerechtes Zahlungssystem für Zuckerrüben ausgearbeitet.

Schweizerischer Verband der Zuckerrübenpflanzer (SVZ) Der SVZ vertritt die Interessen der Zuckerrübenpflanzer innerhalb der Interprofession Zucker. Der Verband setzt sich aus der Westschweizerischen Vereinigung für Zuckerrübenpflanzer (WVZ) und der Ostschweizerischen Vereinigung für Zuckerrübenpflanzer (OVZ) zusammen. Der Vorstand des SVZ besteht aus dem Präsidenten, zwei Vizepräsidenten und je zwei Vertretern der WVZ und der OVZ. Der Präsident darf nicht gleichzeitig Vorstandsmitglied in einer der beiden regionalen Vereinigungen sein. 42

Die Kampagne beginnt Ende September und erstreckt sich bis Ende Dezember. Da die Zuckerrüben bis zum Zeitpunkt der Verarbeitung nicht lange gelagert werden sollten, dauert die Rübenernte im Vergleich zu den anderen hiesigen Ernten am längsten, nämlich vier Monate, was mit weit reichenden Folgen verbunden ist. So werden Ertrag und Zuckergehalt bei den ersten Erntegängen durch eine kürzere Vegetationsperiode beeinträchtigt, während für spät geerntete Parzellen ein erhöhtes Risiko für Bodenverdichtung besteht und Schwierigkeiten bei der Aussaat der Folgekultur auftreten könnten. Eine weitere Besonderheit des Zuckerrübenanbaus ist, dass die Kontingente auf den produzierten Zuckermengen basieren, wogegen für die gelieferten Rübentonnen bezahlt wird. Daher muss in der Schlussrechnung sowohl die produzierte Zuckermenge pro Tonne Rüben als auch die Rübenqualität beim Liefertermin berücksichtig werden.

Kategorien Das Lieferrecht umfasst eine A-Zucker-Quote (garantiertes Kontingent) sowie die Rübenrichtmenge.

Diese Menge wird auf der Basis eines durchschnittlichen Zuckergehalts von 16 % und einer Ausbeute von 87.5 % berechnet. Wird die A-Zucker-Quote überschritten, werden die Rüben in die Kategorie C umgeteilt. Die C1-Rüben dienen dazu, das garantierte Kontingent zu vervollständigen, falls die Lieferungen der A-Rüben nicht genügen sollten. Für die A- und C1-Rüben wird der gleiche Preis bezahlt. Die C2-Kategorie betrifft Überlieferungen bis zu 20 % der individuellen Zuckerquote. Bei C3-Rüben handelt es sich um Überlieferungen über 20 % der individuellen Zuckerquote.

Die

Interprofession

Zucker

Setzt sich aus vier Vertretern der Zuckerfabriken Aarberg und Frauenfeld sowie sechs Vertretern des SVZ (mit vier Stimmrechten) zusammen. Der Präsident des SVZ steht auch der Delegation der Rübenpflanzer vor. Die Interprofession trifft sich drei bis vier Mal pro Jahr, um die jährliche Branchenvereinbarung festzulegen. Darin werden insbesondere die Preise der verschiedenen Kategorien sowie die Bedingungen für Entschädigungen und die Abzüge bei Qualitäts-

Unbeschädigte und saubere Zuckerrübenlieferungen sind für die wirtschaftliche Produktivität der Parzelle wichtige Kriterien. Bild: Landpixel.de

einbussen vereinbart. Der Richtpreis für A-, C1- und Bio-Rüben besteht aus einem Grundpreis und einem Zuschlag. Dieser setzt sich aus der Auslösung von Reserven und einem variablen Betrag, der auf der Bilanz der Zuckerfabrik beruht, zusammen. Aufgrund dieses variablen Betrags kann es zu einer Erhöhung oder Senkung des Rübenrichtpreises kommen. C2-Rüben werden zu einem Grundpreis vergütet. Für 2011 erreichen

Tabelle 1 : Zuckerrübenpreis für die Kampagne 2011 Zuckerquotenregelung A-Zucker: 232 000 t (Höchstmenge) C-Zucker: Produktion über die Garantiemenge hinaus

Rübenrichtmenge bei 16 % Zucker 1 650 000 t Menge entsprechend C-Zucker

Preis 53.– / t C1: 53.– / t

C2: 40.– / t C3: 30.– / t Bio-Zucker

15 700 t

132.– / t

Kommentar (Basispreis 40.– + Auflösung von Rückstellungen 8 Fr. + variable Kompenente 5.–) Zur kollektiven Auffüllung der Garantiemenge Zucker des entsprechenden Wirtschaftsjahres. Sie werden im Verhältnis der individuellen Überlieferungen angerechnet. Überlieferung bis 20% der individuellen Zuckerquote. Überlieferung bis 20% der individuellen Zuckerquote. Transfer zur Zuckerfabrik Frauenfeld ganz zu Beginn der Kampagne. 9 2011 · UFA-REVUE


PFLANZENBAU die C3-Rüben einen Preis, der 10 Fr. unter dem Grundpreis liegt. Zuschläge und Abzüge in Bezug auf die Qualität der Lieferung gelten bei allen Rübenkategorien gemäss spezieller Skalen.

Fazit In den letzten Jahren war die Rübenproduktion Veränderungen unterworfen. Da Beiträge für die Zuckerproduktion eingestellt wurden und der wirtschaftliche Druck sich verstärkte,

kam es zu einem Zerfall der Margen. Trotzdem waren sowohl Produzenten als auch die verarbeitende Industrie in der Lage, die Geschicke in die eigenen Hände zu nehmen, um ein gerechtes Zahlungssystem zu erarbeiten, das jene direkt bestraft, welche die Produktionsrechte nicht respektieren, und andere entschädigt, die erstklassig produzieren – ein gutes Beispiel für andere Branchen. 䡵

Der Eurokurs hat für die Kampagne 2011 keinerlei Auswirkungen. Ungünstiger sieht es für das Jahr 2012 aus. Bild: Landpixel.de

Tabelle 2:

Abzüge und Zuschläge

Kriterien Zuckergehalt

Grenzwerte < 16 % 16 % > 16 %

Abzüge/Zuschläge – 0.60 Fr. / t / 0.1 % Zuckergehalt 0 (Grundpreis) + 0.60 Fr./ t / 0.1 % Zuckergehalt

< 85.5 % 85.5 % – 87.5 % > 87.5 % < 8% 8 % – 12 % > 12 %

– 0.30 Fr. / t / 0.1 % Ausbeute neutral + 0.15 Fr. / t / 0.1 % Ausbeute + 1.00 Fr./ t / 1 % Fremdbesatz neutral – 1.00 Fr. / t / 1 % Fremdbesatz

bis 16.9. ab 17.9. 5.10.–24.11. nach 25.11. Organisation des Transports Grundbeitrag Beitrag pro km

+ 13.00 Fr. / t Rüben + 13.00 Fr. minus 0.70 Fr./Tag/t keine Zuschläge + 0.20 Fr./Tag/t

Zuckerausbeute

Markt mit starken Preisschwankungen Samuel Keiser bewirtschaftet einen 52 ha grossen Mischbetrieb (6 ha Zuckerrüben, 9 ha Getreide und 9 ha Mais) in Betriebsgemeinschaft. Der Viehbestand setzt sich aus 65 Kühen und 65 Aufzuchtrindern zusammen. Samuel Keiser präsidiert den SVZ seit 2007. UFA-Revue: Wie präsentiert sich die Situation auf dem Zuckermarkt (Kampagne 2011)? Samuel Keiser: Gegenwärtig sind die Weltzuckerpreise hoch, was den teuren Franken etwas ausgleicht und die Möglichkeit gibt, zu einem «korrekten» Preis zu verkaufen. Der Markt ist starken Preisschwankungen ausgesetzt. Da die Zuckerproduktion subventioniert ist, verbietet die WTO, dass die Schweiz mehr Zucker aus- als einführt. Die Produktion in der Schweiz muss sich nach der inländischen Nachfrage richten. Wirkt sich der starke Franken auf den Zuckerpreis aus? Durch den fehlenden Zollschutz hängt die Vermarktung direkt vom Zuckerpreis auf dem europäischen Markt ab. Der aktuelle Eurokurs erzeugt für die Zuckerfabriken Probleme bei der Zuckervermarktung, wogegen dieser Umstand für die Produzenten 2011 keine Auswirkungen auf den Zuckerrübenpreis hat. Hingegen können sich die Preise 2012 bei unveränderter Lage durchaus verschlechtern. Mit welchen Folgen sehen sich die Zuckerrübenpflanzer durch die Abschaffung des Kostenbeitrags an die Verarbeitung konfrontiert? Die Margen sind fraglos zurückgegangen, auch wenn sich dies durch die ausgezeichneten Ernten der letzten beiden Kampagnen eher schwach auswirkt. Man muss hier auch die hervorragende Arbeit der Fachstelle für Zuckerrübenbau und weiterer Organisationen hervorheben, die durch die kluge Wahl von geeigneten Zuckerrübensorten einen Beitrag zur Produktionsverbesserung der Branche liefern. Welches sind für die Zuckerrübenpflanzer die wichtigsten Punkte in der Agrarpolitik 2014-17, und wie steht der SVZ dazu? Der SVZ begrüsst, dass der Anbau verstärkt werden soll, bedauert aber gleichzeitig, dass dies zu Lasten anderer Anbauprodukte geschieht. Ganz allgemein ist für die Wirtschaftlichkeit der Zuckerrüben die Beibehaltung der Anbauprämien erforderlich. Wir können angesichts des europäischen Marktes unseren Kampf nicht fortsetzen, wenn neue Einschränkungen auferlegt werden. Unsere Landwirtschaft leistet viel zugunsten der Ökologie, sie muss aber auch ihre Produktivität aufrechterhalten. UFA-REVUE · 9 2011

Fremdbesatz

AblieferungsTermin

TransportEntschädigung

0.30 Fr./t 3.00 Fr./t 1 bis 20 km 21 bis 30 km ab 31 km

0.30 Fr./t 0.25 Fr./t 0.20 Fr./t

Samuel Keiser, Präsident des Verbands der Zuckerrübenpflanzer.

Autor Gaël Monnerat, UFA-Revue, 1070 Puidoux

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PFLANZENBAU

Produkt und Technik abstimmen SILIERZUSÄTZE Das Wetter zum Herbstbeginn begünstigt meist eine gute Wiesenentwicklung, bietet aber nicht immer ideale Voraussetzungen zur Konservierung von Silofutter. Nachfolgend soll ein kurzer Überblick über Massnahmen gegeben werden, mit denen das Risiko einer schlechten Konservierung gesenkt werden kann, wenn die Trockenmassewerte nicht optimal sind.

Die Gärqualität der Silage ist entscheidend, um die beste Futteraufnahme und den besten Futterwert zu erzielen. Bild: Kuhn

44

Tabelle: Schema für die Wahl eines Produkts zur Graskonservierung (gemäss Nussbaum 2004 – modifiziert) 35

31 29

Altes Futter

33

27

Säuren oder Siliersalze Liste A

25 23 21 19

Junges Futter

Zellulosegehalt in % der TS

Die Konservierung durch Silierung basiert auf einer raschen Ansäuerung des Futtermittels, welche die Entstehung von Bakterien und Pilzen unterbindet. Die Milchsäuregärung ist die beste Methode zur Futtermittelkonservierung. Die dafür verantwortlichen Milchsäurebakterien bilden einen natürlichen Bestandteil des Grünfutters. Gleichzeitig sind aber auch spezielle Voraussetzungen notwendig, damit der pH-Wert der Silagen rasch abnimmt: Es darf kein Sauerstoff vorhanden sein, zudem sind die richtige Feuchtigkeit und genügend Nährstoffe (Zucker) für die Entwicklung wichtig. Während mit einer guten Verdichtung und einer einwandfreien Silobedeckung die Silage luftdicht abgeschlossen werden kann, hängen Feuchtigkeit und Zuckergehalt direkt vom Futter ab. Mangelnde Sauberkeit des Futters oder Silos sowie eine ungenügende Verdichtung oder eine sauerstoffdurchlässige Abdeckung können oftmals auch nicht durch den Einsatz eines Siliermittels wettgemacht werden.

Siliersalze oder Laktobakterien (homofermative) + Zucker Liste A

Laktobakterien (homofermative) + Zucker Liste A (falls genügend Vorschub)

Laktobakterien (homofermative) Liste A

kein Zusatz bei optimalen Verhältnissen

Säuren, Siliersalze oder kombinierte Produkte Liste B

Laktobakterien (heterofermative) Liste B

17 15

20

25

30

35 40 45 TS-Gehalt, %

Probleme mit Buttersäuregärung

50

55

60

65

Probleme mit Nachgärungen

Quelle: Technische Daten- und Merkblätter Agridea

Die Futtermittelsilierung hängt hauptsächlich von zwei Faktoren ab, nämlich vom Trockensubstanzgehalt (TS) und vom Rohfasergehalt (RF) des Futters. Der Rohfasergehalt ist ein Wert, der mit dem Alter der Pflanze zunimmt. Je höher also der Rohfasergehalt ist, desto älter ist die Pflanze und desto geringer ist ihr Zuckergehalt. Im Idealfall weist das zu silierende Futter einen TSGehalt von 35 bis 45 % auf, und der RFGehalt beträgt weniger als 25 %. Letzterer entspricht in etwa einer Wiese im Stadium 3. Weist das Futter einen tiefen Zuckergehalt auf, fehlen den Milchsäurebakterien die für ihre Entwicklung notwendigen Zucker. Die Zugabe von Bakterienpräparaten hätte somit nicht den gewünschten Effekt, wenn nicht auch Zucker zugegeben würde. Die Siliersäuren oder -salze sollen die Ent-

wicklung der Milchsäurebakterien begünstigen, indem das Wachstum anderer Mikroorganismen verhindert wird. Die Siliersalze der Liste A sind bei Futter mit geringem TS-Gehalt zu verwenden, während die gegen die Nachgärung wirksamen Produkte der Liste B bei Futter mit einem TS-Gehalt von über 45 % eingesetzt werden.

Flüssig oder trocken Auf dem Markt sind die Produkte in flüssiger oder fester Form erhältlich. Bei der Anwendung muss berücksichtigt werden, dass die Produkte nur einmal beim Ausbringen auf die Silage wirken. Eine Anwendung in flüssiger Form ist vor allem dann angezeigt, wenn die Silagen einen hohen TS-Gehalt aufweisen. Die Klassierung in die Listen A und B erfolgt im Hinblick auf die Wirkung der Siliermit9 2011 · UFA-REVUE


PFLANZENBAU tel. In Liste A sind all jene Produkte aufgefßhrt, welche die Milchsäuregärung von Silagen aus Gras und Zuckerrßbenkraut verbessern. Produkte der Liste B verhindern Nachgärungen und kommen in erster Linie bei Silagen aus Mais und stark angewelktem Gras zum Einsatz.

Die Siliermittel ermÜglichen eine erfolgreiche Silage, da sie die Milchsäuregärung fÜrdern bzw. Nachgärungen vermeiden. Doch hängt die Qualität der Silage immer auch von der Qualität des Futters ab, das dem Silo zugefßhrt wurde. Bild: Claas

Die Siliermittel werden dem Futterfluss beim BefĂźllen und bei der Entnahme von der Silagewanne durch Oskar Schenk zugefĂźhrt.

Homo- oder Heterofermentation Die Siliermittel enthaltenen zwei Typen von Milchsäurebakterien. Die in Liste A eingetragenen homofermentativen Milchsäurebakterien produzieren vorwiegend Milchsäure und dienen dazu, die Gärung der Silagen zu ermĂśglichen. Das mit diesen Präparaten behandelte Futter weist eine gute Gärqualität auf, ist aber anfälliger auf eine Nachgärung. Aus diesem Grund werden sie häuďŹ g in Verbindung mit Siliersalzen in kombinierten Produkten angeboten. Heterofermentative Milchsäurebakterien produzieren nicht nur Milch-, sondern auch Essigsäure, welche die fĂźr die Nachgärungen verantwortlichen Mikroorganismen bremst. Der Maissilage werden weniger Siliermittel zugefĂźhrt. Die Ernte erfolgt, wenn die KĂśrner die Teig- bis Gelbreife erreicht haben, wodurch der richtige TS-Gehalt bereits gewährleistet ist, zudem ist sie weniger witterungsabhängig. Der Einsatz von Siliersalzen im Silo soll Nachgärungen verhindern, insbesondere wenn die Silage fĂźr die SommerfĂźtterung eingesetzt wird oder wenn das Einbringen ins Silo durch weite Transportwege verzĂśgert wird.

Anwendungen Die Wirksamkeit von Silierzusätzen hängt vor allem von der korrekten Ausbringung ab, das Behandlungsziel ist dabei sekundär. Einige landwirtschaftliche Lohnunternehmer rßsten ihre Pressen, Ladewagen und Silohäcksler mit Dosiersystemen fßr Siliermittel auf. Dadurch ist eine gleichmässige Verteilung der Siliermittel fßr das ganze Erntevolumen gewährleistet. Und dieses Kriterium ist fßr eine optimale Wirkung der Produkte entscheidend. UFA-REVUE ¡ 9 2011

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PFLANZENBAU Zusammenfassung Die Siliermittel lassen sich in zwei Kategorien unterteilen: Die Produkte der Liste A begünstigen die Milchsäuregärung, während jene der Liste B das Risiko einer Nachgärung des Futters senken. Diese Produkte ermöglichen in gewissen Situationen eine Verbesserung der Gärungsentwicklung oder Konservierung, immer vorausgesetzt, dass ein auf die Gegebenheiten abgestimmtes Produkt (Salze oder Bakterienpräparat) gewählt wird. Silierzusätze allein – auch wenn deren Einfluss auf die Konservierung unbestritten ist – genügen nicht, ein für die Silierung ungeeignetes Futter in eine qualitativ gute Silage umzuwandeln. Das Einhalten fundamentaler Siliergrundregeln (Grasstadium und TS) ist immer noch das beste Rezept, um gutes Silofutter zu erhalten. 䡵

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Glauben Sie, dass diese Siliermittel auch in den nächsten Jahren eingesetzt werden? In meiner Branche kann man davon ausgehen, dass die Kunden zufrieden sind, wenn sie kein Feedback geben! Bei den Siliermitteln ist es nun aber gar so, dass ich positive Rückmeldungen erhalte. Die Kundenzufriedenheit ist demnach sehr hoch. Es ist schwierig, bei 80 bis 90 % behandelter Silage noch zulegen zu wollen. Aufgrund von Gesprächen, die ich mit meinen Kunden führe, habe ich nicht den Eindruck, dass sie sich in nächster Zeit von dieser Technik abwenden wollen.

Autor Gaël Monnerat, UFA-Revue, 1070 Puidoux

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UFA- Revue: Welche Kosten entstehen Ihren Kunden mit dem Zuführen von Silierzusätzen?

Die verwendete Produktemenge pro Hektare hängt vom Futterertrag ab, weshalb der Preis variabel ist. Bei normalen Bedingungen beläuft sich das Ausbringen von Siliermitteln auf etwa 300 Fr. pro Hektare Mais. Diese Technik ist kostspielig, aber meine Kunden sind der Auffassung, dass die bessere Silagequalität und die bessere Verwertung durch das Vieh diese Kosten wettmachen.

Qualität muss nicht teuer sein!

In welchen Situationen greifen Ihre Kunden auf diese Zusätze zurück? Viele Kunden füttern die Silage das ganze Jahr und

Weshalb haben Sie Ihre Silohäcksler mit einem Dosiersystem ausgerüstet? Unsere Kunden lagern ihr Futter in Hoch-, Fahr- oder Schlauchsilos. Ein gleichmässiges Ausbringen der Siliermittel kann nur direkt im Silohäcksler erfolgen. Weiter erfolgt die Zuführung von Siliermitteln beim Ein- und Ausgang der Wanne, wodurch das Korrosionsrisiko durch Siliersalze praktisch Null und die Anwendung gleichmässig ist.

SILIERMITTEL

Revue UFA: Wie lange wenden Sie Siliermittel bereits an? Oskar Schenk: Wir haben damit vor 18 Jahren begonnen. Es waren viele Versuche notwendig, bevor wir die angestrebten Ziele erreichen konnten. Jetzt sind Produkte und Anwendungstechniken ausgereift. Gegenwärtig verwenden wir ein Kombipräparat aus Salzen und Milchsäurebakterien.

wollen das Problem der Nachgärung um jeden Preis verhindern. Dies insbesondere während des Sommers oder während Perioden, bei denen durch einen tiefen Verbrauch diese Schwierigkeit auftreten kann. Obschon die ersten Anwendungen vor allem präventiv erfolgten, setzen nun 80 bis 90% meiner Kunden Siliermittel ein, denn die Silagen werden qualitativ besser, weisen keinen schlechten Geruch auf und die Verwertung durch das Vieh ist ebenfalls besser.

Maissilage

Oskar Schenk ist seit 20 Jahren Lohnunternehmer in Schwarzenburg (FR) für Aussaat (konventionell, direkt), Dreschen, Silieren und Hofdüngerausbringung. Er verfügt über zwei Silohäcksler, die mit einem Dosiersystem für Silierzusätze ausgestattet sind.

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PFLANZENBAU

Neue Vorschriften DIE HÜGEL-WIESENSCHAFGARBE gehört zu den Korblütlern. Sie wird seit prähistorischen Zeiten für aromatische und medizinische Zwecke verwendet. Diese ausdauernde Art ist in allen gemässigten Zonen der nördlichen Hemisphäre anzutreffen. Als Standort mag sie lichte Wälder, Wiesen und Geröllhalden. Sie zeichnet sich durch einen grossen morphologischen, zytogenetischen und chemischen Polymorphismus aus.

Catherine Baroffio

Claude Alain Carron

Zurzeit ernten die Schweizer Produzenten die Blüten der Schafgarbe im Stadium «Vollblüte» (> 50 % der Pflanzen blühen). Dabei wir die ganze Pflanze ohne die grundständigen entfärbten Blätter und die verholzten Stängel geerntet. Die Schnitthöhe ist 15 – 20 cm über dem Boden. Wenn die Kulturen wuchskräftig sind (100 bis 120 cm hoch), bewirkt diese Erntetechnik einen zu hohen Anteil an Stängel im Erntegut. Die Untersuchung über den Einflusses der Schnitthöhe und des Erntestadiums führte zu neuen Ernte-Richtlinien für die Produktion.

Europäische Pharmakopea Getrocknete Blütenstände, ganz oder zerstückelt, mit einem Gehalt von mindestens 2 mg/kg ätherischen Ölen und mindestens 0,02 % Proazulen (ausgedrückt in Chamazulen) . Beide Gehaltsangaben beziehen sich auf die Trockensubstanz der Droge.

Ernte-Richtlinien für Produzenten in der Schweiz Zur Verbesserung der Qualität der Trockenmasse, des Prozentsatzes an Blättern, des Gehaltes an ätherischen Ölen und der Produktion von Chamazulen, werden folgenden Richtlinien empfohlen: • Stadium «Anfangs Blüte» oder «Vollblüte»(> 20 – 50 % der Pflanzen in Blüte), ohne die grundständigen entfärbten Blätter und ohne verholzte Stängel oder Stängel mit mehr als 4 mm Durchmesser. • Blütenhorizont: maximum 60 cm • Blattanteil in %: > 50 % UFA-REVUE · 9 2011

Klassierung und Eigenschaften In der Gruppe der Achillea-millefolium-Arten ist die Hügel-Wiesenschafgarbe (lateinisch Achillea collina) eine tetraploide Art aus Mitteleuropa. Die Pflanze weist einen sehr hohen Gehalt an ätherischen Ölen auf, vor allem an dem intensiv blauen Chamazulen (30 – 67 % der ätherischen Öle), welches auch in der Kamille vorhanden ist. Dieses ätherische Öl hat eine entzündungshemmende, antioxidative, anti-allergische und antibakterielle Wirkung.

Einfluss der Erntehöhe auf die Qualität Im Jahr 2003 zeigte ein Versuch von ACW auf, dass die Erntehöhe einen Einfluss auf den Ertrag, den Blattanteil und den Gehalt an ätherischen Ölen und Chamazulen hat.

Einfluss der Phänologie auf Ertrag und Qualität Die saisonale Schwankungen der Wirkstoffe der Schafgarbe wurde in mehreren neueren Versuchen untersucht. In Deutschland ist gemäss Berghold et al. das optimale Erntestadium die Vollblüte (BBCH 65). In der Untersuchung von Karlova & Petrikov ergab sich hingegen, dass das Stadium «Anfang Blüte» die höchsten Gehalte an ätherischen Ölen, Gerbstoffe und Flavonoide in Bezug auf die Biomasse erzeugte. In der Schweiz wurde in 2009 und 2010 Versuche durch ACW durchgeführt, um den Einfluss des phänologischen Stadiums auf den Ertrag und die Qualität zu untersuchen. Das Ziel dieser Versuche war es, den Erntezeitpunkt zu verfrühen um den Blattanteil zu erhöhen und die Möglichkeit einer zweiten Ernte abzuklären. Im Jahr 2010 wurde der Versuch im Val de Bagnes (Wallis) auf 1100 m Höhe durchgeführt. Die Wachstum war kräftig, am Ende der Blüte waren die Pflanzen 120 cm hoch. Zwischen dem 1. Juni

(Pflanzenhöhe 50 cm) und dem 5. August (Blütenende) wurde die Schafgarbe sieben Mal geerntet. Eine zweite Ernte wurde im September in den Parzellen, auf denen die ersten vier Erntetermine gemessen wurden, durchgeführt. Die Pflanzen, die nach dem Zeitpunkt «Anfangs Blüte» am 8. Juli geerntet wurden, hatten zu wenig Zuwachs für eine zweite Ernte. Wenn die Pflanzen nur einmal geerntet wurden, erreichte die Gesamtund Blatt-Biomasse den maximalen Wert im Stadium «Vollblüte», aber der Anteil der Stängel betrug rund 65 %. Bei einem Kumulieren der beiden Ernten wiesen die Pflanzen mit einem ersten Schnitt bei einer Höhe von 50 cm und im Stadium «Anfangs Blüte» genauso viel trockene Blätter auf wie die im Sta-

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PFLANZENBAU Tabelle: Ertrag von Blättern und Blüten Ertrag an Blättern und getrockneten Stängeln sowie die Entwicklung des Gehalts an ätherischen Ölen bei der ersten Ernte von Achillea collina «Spak», in Abhängigkeit des Stadiums und des Erntezeitpunkts. Mittelwerte von vier Wiederholungen. 1000

0.25 %

900 800

0.20 %

TS g/m2

700 0.15 %

600 500

0.10 %

400 300

0.05 %

200 100 0

0.00 % 50 cm 1. Juni

70 cm Knospe Beg. Blüte Blüte 1 Blüte 2 Ende Blüte 11. Juni 23. Juni 8. Juli 21. Juli 5. August19. August

Stängel

Blätter

«Spak» Die Sorte «Spak» wurde von ACW für die klimatischen Bedingungen der Hügel- und Voralpenzone ausgewählt. Sie ist homogen, wuchskräftig und produktiv. Sie wird bei uns hauptsächlich für ihre Blüten angebaut, welche von der Lebensmittelindustrie verwendet werden. Ihre Vermarktung wird durch Mediseeds sichergestellt.

Ätherische Öle

Eine Frage, die Wissenschaftler der Forschungsanstalt Agroscope beschäftigt: Wie kann man die Ausbeute an ätherischen Ölen bei der Schafgarbe verbessern?

dium «Vollblüte» geernteten Pflanzen. Der Gehalt an ätherischen Ölen hatte mit der phänologische Entwicklung bis zum Stadium «Anfangs Blüte» zugenommen (0,22%), sank dann aber während der Samenbildung wieder. Der Chamazulen-Gehalt blieb relativ stabil (ca. 30 – 40 % der ätherischen Öle), aber seine Produktion, ausgedrückt als ml/kg trockene Droge, war im Stadium «Anfangs Blüte» am höchsten. Abgesehen vom ersten Erntetermin war der Stängelanteil in der Trockenmasse immer höher als der Blätteranteil. Im Stadium «Vollblüte», betrug der Anteil Blätter kaum 35 %. Für die Verfahren die zweimal geerntet wurden, war bei einer Ernte vor dem Stadium «Knospe» der Gehalt an ätherischen Ölen gering. Eine Ernte im Stadium «Anfangs Blüte» weist den besten Kompromiss zwischen Biomasse-Ertrag und Qualität auf. Je nach Wüchsigkeit besteht die Möglichkeit einer zweiten, kleinen Ernte. 䡵

Europäisches Arzneibuch Durch die ätherischen Öle und Bitterstoffe wird die Schafgarbe als Aromaticum genutzt bei Appetitlosigkeit, Darmund Gallenbeschwerden und chronischen Magenerkrankungen. Die Produktion der Verdauungssäfte wird angeregt. Das ätherische Öl enthält Azulen, wodurch es auch desinfizierend, adstringierend, entzündungshemmend und krampflösend (bei Menstruationsbeschwerden) wirkt. Der hohe Kaliumgehalt regt gemeinsam mit anderen Wirkstoffen die Nierentätigkeit an, dadurch wird Schafgarbe zu Frühjahrskuren sehr gerne genutzt. Des Weiteren ist Schafgarbe in der Lage innere und äußere Blutungen zu stillen. Schafgarbenbäder unterstützen die innerlichen Anwendungen.

Autoren Catherine Baroffio, Leiterin der Gruppe Beeren, Medizinal- und Aromapflanzen, Claude Alain Carron, Techniker, Gruppe Beeren, Medizinalund Aromapflanzen, Forschungsanstalt Agroscope ACW, 1964 Conthey

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Mehr herausholen BIOGAS-GÄRGÜLLE In der Landwirtschaft wird zunehmend Biogas-Gärgülle eingesetzt. Vergorene Gülle enthält im Vergleich zu normaler Rindergülle sehr viel Ammoniumstickstoff. Damit dieser der Pflanze bestmöglich zur Verfügung steht, sollte Gärgülle stabilisiert werden. Ein neues, interessantes Produkt dazu ist «Piadin» von Landor.

Roland Walder

In den letzten Jahren sind in der Schweiz Biogasanlagen wie Pilze aus dem Boden geschossen. Diese Anlagen produzieren neben Strom oder Biogas auch beträchtliche Mengen an festen und flüssigen Gärresten. Bei den flüssigen Gärresten fallen durch den Vergärungsprozess Produkte mit zum Teil hohen Ammoniumgehalten an. Während 1 : 1 verdünnte Rindergülle rund 1.2 bis 1.5 kg/m3 verfügbaren Stickstoff enthält, liegen die Werte von Biogas-Gärgülle, Presswasser oder Konzentraten bei 1.5 bis über 5 kg/m3. Bereits bei betriebsüblichen Gaben von 20 bis 30 m3/ ha wird den Pflanzen sehr viel Ammoniumstickstoff vorgelegt – viel mehr als bei 1 : 1 verdünnter Rindergülle. Durch den vermehrten Einsatz von Schleppschläuchen gibt es auch kaum mehr gasförmige Verluste. Das heisst:

Einsatz von Landor-«Piadin» mit Grubber und Gülleschlauch.

Bild: Willi Zollinger

«Ausschliesslich positive Rückmeldungen der Kunden» Willi Zollinger ist Landwirt und Lohnunternehmer im zürcherischen Watt. Sein Betrieb verfügt über eine landwirtschaftliche Nutzfläche von 39 ha (Mais, Weizen, Kartoffeln, Grünland, Reben). Zudem hält er 28 Mutterkühe und diverse Kleintiere. Im Lohnunternehmen mit 3 Angestellten beschäftigt er sich mit Winterdienst, Gewässerpflege, Häckseln sowie dem Ausbringen von Gülle, Kompost und Kalk.

Willi Zollinger

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UFA-Revue: Seit wann setzen Sie auf Landor-«Piadin»? Willi Zollinger: Ich setze «Landor»-Piadin seit einem Jahr im Mais, Weizen und auf Grünland ein.

Versuche mit Landor-«Piadin» im Weizen gemacht. In den Versuchen zeigte sich, dass die Verfahren mit Landor-«Piadin» am besten abgeschlossen haben. Die Versuche laufen allerdings erst seit einem Jahr. Man kann aber davon ausgehen, dass sich in den nächsten Jahren der positive Effekt weiterhin bestätigen wird. Das flüssige Landor-«Piadin» ist einfach anzuwenden: Es wird beim Befüllen des Fasses direkt über das Entlüftungsventil zugemischt. Auch aus wirtschaftlicher Sicht lohnt sich der Einsatz: Mehrere Gülle- oder Gärresten-Gaben können zusammengelegt und so die Kosten für zusätzliche Überfahrten eingespart werden.

Welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht? Ich habe zusammen mit dem Strickhof

Welche Effekte konnten Sie im Feld nach dem Einsatz von «Piadin» an den Kulturen erkennen?

Man hat klar gesehen, dass der Weizen und das Grünland länger grün geblieben sind. Das deutet auf eine kontinuierliche Wirkung des Stickstoffs hin. Dieser Effekt ist für mich gerade beim Weiden wichtig. Wird aller Stickstoff sofort nach dem Ausbringen von der Pflanze aufgenommen und in Eiweiss umgewandelt, bekommen die Kühe wegen den hohen Eiweissgehalten Durchfall. «Landor»-Piadin verhindert das, indem nicht aller Stickstoff auf einmal der Pflanze zur Verfügung steht, sondern kontinuierlich nachgeliefert wird. Wie setzen Sie das Produkt ein? «Piadin» wird direkt über das Entlüftungsventil in den LKW gesogen. Um eine optimale Wirkung zu erzielen und unnötige Verluste zu vermeiden, wird die Gülle anschliessend über einen Schlepp-

9 2011 · UFA-REVUE


PFLANZENBAU Grafik:

Landor-«Piadin» hemmt die Bildung von Nitrat Pflanzenverfügbarer Stickstoff Lachgas

Güllestickstoff Organisch gebundener N

Ammonium-N NH4 +

Praktisch 100 % des Stickstoffs kommt auch in den Boden. Bei entsprechenden Bodentemperaturen wird das grosse Ammiumangebot schnell zu Nitrat umgewandelt. Die Folgen sind unerwünschter Nitrat-Luxuskonsum. Weizen und Mais wird zwar schnell dunkelgrün und sieht gut aus, aber faktisch wird der Bestand dadurch gestresst und anfälliger auf Erkrankungen. Zudem fehlt in der späteren Phase dann der Stickstoff. Weiter steigt die Gefahr von Nitratauswaschung oder gasförmigen Verlusten durch das besonders klimaschädliche Lachgas. Hier setzt das neue Produkt «Piadin» von Landor an, dass gezielt für dieses Problem entwickelt wurde.

Ammoniumstickstoff stabilisieren Landor-«Piadin» hemmt durch die Wirkstoffe Methylpyrazol und Triazol die Nitrifikation des Ammoniumstickstoffs. Damit bleibt dieser während

schlauch ausgebracht oder das Nährstoffkonzentrat direkt aus dem LKW über einen Spezialgrupper in den Boden eingearbeitet. Dank einem Durchflussmesser und GPS-Gerät ist auch die Verteilung optimal. Das Eingruppern verhindert auch, dass es zu Abschwemmungen an unebenen Stellen kommt. Gleichzeitig ist damit schon ein Arbeitsgang für den Landwirt erledigt. Werden Sie auch in Zukunft auf Landor-«Piadin» setzen? Auf jeden Fall werde ich auf meinem Betrieb auch in Zukunft Landor-«Piadin» einsetzen. Ich gehe davon aus, dass dies auch bei meinen Kunden der Fall sein wird, da ich ausschliesslich positive Rückmeldungen erhalten haben.

UFA-REVUE · 9 2011

60 – 90 Tage Piadin hemmt Nitrifikation

Nitrat-N NO3–

Auswaschung

einer längeren Zeit in Boden stabilisiert und wird kontrolliert in Nitrat umgewandelt. Die Pflanze kann sich so laufend mit Ammonium- und Nitratstickstoff ernähren und wird nicht unerwünscht mit einem Überangebot an Nitratstickstoff überflutet. Weiter wird die Wurzelausbildung der Pflanze verbessert, weil die Pflanze aktiv zum Ammiumstickstoff wachsen muss. Verbesserte Wurzelausbildung wird in den nächsten Jahren wichtiger werden, vor allem wegen der immer häufiger auftretenden Trockenheit im Frühjahr.

Ideal zu Mais, Weizen und Raps Biogas-Gärgülle, Presswasser, Konzentrate oder gehaltvolle Gülle werden bei uns häufig zu Mais, Weizen und Raps eingesetzt. Mais setzt auch grössere Gaben sehr gut um. Hier kann dank Landor-«Piadin» die gesamte Güllegabe bereits kurz vor Saat platziert werden. Durch das sofortige Einarbeiten werden auch gasförmige Ammoniakverluste minimiert. Dank der Stabilisierung wirkt der Stickstoff genau richtig, nämlich erst relativ spät im 6 – 8 Blattstadium, wenn die Maisbestände nicht mehr befahrbar sind. Dreijährige, unabhängige Versuche der TU Müchen (Professor Schmidhalter) mit «Piadin» zu Biogas-Gärgülle haben wesentlich höhere Trockenmasseerträge ergeben – gemäss Autor vor allem wegen der verbesserten Stickstoffaufnahme. Bei Weizen können dank der Stabilisierung durch Landor-«Piadin» bereits relativ früh grössere Gaben platziert werden. Es sind weniger Überfahrten nötig. Die Düngung von Winterweizen kann beispielsweise mit einer mineralischen Gabe bei Vegetationsbeginn (z.B. Mg-Ammonsalpeter) und einer grösseren Gabe an Landor-Nährstoffkonzen-

trat, stabilisiert mit Landor-«Piadin», erfolgen. Zeitig Düngen hat sich in den letzten trockenen Jahren immer gelohnt. Bei Raps liegen die Vorteile im geringeren Überwachsen der Bestände mit der Zudosierung von Landor-«Piadin». Der Raps behält die Winterhärte und startet im Frühjahr besser in den Frühling.

Was ist Landor«Piadin»

Arbeitswirtschaftliche Vorteile Die Gülleausbringung wird in der Schweiz aus arbeitswirtschaftlichen Gründen zunehmend den Lohnunternehmern übertragen. Ein Milchviehalter, der voll auf Milch setzt, investiert heute weniger in Gülletechnik. Der Kostendruck bei den Lohnunternehmen ist aber hoch und die Schlagkraft an Spitzentagen verständlicherweise beschränkt. Deshalb wird der Trend in der Gülleausbringung wie im Ausland in Richtung weniger Überfahrten und grössere Ausbringmengen gehen.

Einfache

Anwendung Landor-

«Piadin» ist in verschiedenen Gebindegrössen erhältlich. Es wird beim Lohnunternehmer automatisch beim Lastwagen oder Selbstfahrer zudosiert. Beim Einsatz durch die Landwirte wird das Produkt durch das Entlüftungsventil angesaugt. Die Dosierung beträgt 5l/ha. Das Produkt muss unmittelbar vor dem Ausbringen zudosiert werden, weil es nach einigen Wochen biologisch abgebaut wird und die Wirkung verliert. Landor-«Piadin» kann aber auch mit Feldspritze ausgebracht werden. Kombinationen mit den üblichen Pflanzenschutzmitteln sind möglich. Die Ausbringung mit der Feldspritze ist beispielsweise vor dem Streuen und Einarbeiten von Hühnermist angezeigt.

Fazit Mit Landor-«Piadin» kann Biogas-Gärgülle, Presswasser, Nährstoffkonzentrate oder gehaltvolle Rinderund Schweinegülle wirkungsvoller eingesetzt werden. Durch die Stabilisierung wird Ammonium- und Nitratstickstoff kontrolliert umgesetzt. Es gibt weniger Verluste durch Nitratauswaschung oder Lachgas. Weiter können kleinere Güllegaben zusammengefasst werden und damit teure Überfahrten gespart werden. Kurz: mehr Ertrag bei weniger Aufwand und weniger Umweltbelastung. 䡵

• Stickstoffstabilisator für organische Dünger • Kontrolliert Umsetzung von Ammoniumstickstoff • Ideal zu Biogas-Gärgülle, Presswasser, gehaltvoller Rinderund Schweinegülle, Hühnermist • Mais, Getreide, Raps • Aufwandmenge: 5 lt / ha • Weniger Nitratauswaschung und gasförmige Verluste • Mehr Ertrag • Weniger Aufwand (Überfahrten) • Erhältlich in der LANDI • Jetzt zusammen mit dem Düngervorbezug bestellen Fragen Sie Ihren Landor-Berater!

Autor Roland Walder, Landor Beratungsdienst, 4127 Birsfelden Gratis-Beratungstelefon 0800 80 99 60 www.landor.ch info@landor.ch

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PFLANZENBAU

Fusarien und Mykotoxine PFLUGLOSER ANBAU VON WINTERWEIZEN Können Fusarien und Mykotoxine bei pfluglosem Anbau von Winterweizen nach Körnermais wirksam verringert werden? Ein fünfjähriger Versuch mit zwei bis vier Mulch-Verfahren ging dieser Frage nach. Im Vergleich zu den Kontrollparzellen ohne Maisstrohbearbeitung wurde der DON-Gehalt in den Parzellen mit zerkleinerten Maisresten zwischen 21 und 38 % verringert.

Susanne Vogelgsang

Andreas Hecker

Tomke Musa

Hans-Rudolf Forrer

Die Ährenfusariose oder partielle Taubährigkeit ist eine gefürchtete Getreidekrankheit, die neben grossen Ernteverlusten zur Belastung des Getreides mit Pilzgiften, so genannten Mykotoxinen, führt. Ährenfusariosen werden in der Regel durch mehrere Fusarien-Arten hervorgerufen. In der Schweiz zählt Fusarium graminearum zur häufigsten Art und mit ihr das Mykotoxin Deoxynivalenol (DON). Neben Getreide befällt F. graminearum auch Mais und führt zu Kolbenund Stängelfäule. Da der Pilz auf Ernteresten überdauern kann, besteht beim Anbau von Winterweizen nach Körnermais die Gefahr, dass der Weizen während der Blüte dadurch infiziert wird. Mit Pflügen wird das Befallsrisiko gemindert, da damit die Mais-Infektionsquellen vergraben werden. Reduzierte Bodenbearbeitung oder Direktsaat sind zwar förderlich für Infektionen durch F. graminearum, jedoch mit anderen Vorteilen verbunden. Dazu gehören verringerte Erosionsgefahr, tieferer CO2Ausstoss sowie tiefere Maschinen- und Arbeitskosten. Ziel der Untersuchung war es abzuklären, wie gut das Risiko für F. graminearum-Befall und DON-Belastung durch intensive Zerkleinerung und oberflächliche Einarbeitung der Maiserntereste bei bodenschonendem pfluglosem Anbau reduziert werden kann. Zudem wurde das von der Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon ART entwickelte Prognosesystem «FusaProg» unter Praxisbedingungen getestet.

Versuchsanordnung Von 2004 bis 2008 wurden auf pfluglos wirtschaften52

den Betrieben insgesamt 14 Versuche durchgeführt. Der Winterweizen wurde nach Körnermais angebaut und es wurden keine Ährenfungizide eingesetzt. Die Mais- und Weizensorten waren durch den jeweiligen Landwirt vorgegeben. Von 2004 bis 2007 wurden drei Verfahren geprüft: 1. Kontrollverfahren ohne Bearbeitung der Maiserntereste; 2. Einsatz eines Kuhn-Mulchers mit Gegenschneide; 3. Kuhn-Mulcher und oberflächliche Einarbeitung der Erntereste mit einem Rototiller. 2007 und 2008 wurde eine zweite Versuchsserie mit je fünf Verfahren durchgeführt: Neben den ersten drei Verfahren wurde zusätzlich die Wirkung eines modifizierten Silomaishäckslers sowie die eines Forstmulchers getestet. Sämtliche Mulcharbeiten wurden unmittelbar nach der Ernte durchgeführt und jede Parzelle war 18 m breit und 20 m lang. An jedem Standort wurden Witterungsdaten erhoben. Nach der Weizenblüte wurden auf den Ähren die Befallssymptome notiert und kurz vor der Mähdrescherernte wurden Proben von Weizenkörnern und Weizenstroh entnommen. Im Labor wurde der Fusarium-Befall der Körner untersucht und von den gemahlenen Körnern und dem Stroh wurde mit einem ELISA-Kit der DON-Gehalt gemessen.

ben lag der DON-Gehalt über dem Grenzwert für unverarbeitetes Getreide (1.25 ppm) und der mittlere DON-Gehalt lag bei 5.0 ppm. Der mittlere DONGehalt im Stroh war mit 5.1 ppm ähnlich. In der ersten Versuchsserie betrug der durchschnittliche Befall von Körnern mit F. graminearum aus den Kontrollparzellen 17 %, in den beiden Mulchverfahren 14 %. Der DON-Gehalt der Kontrolle betrug 4.9 ppm und in den beiden Mulchverfahren immer noch sehr hohe 3.8 ppm (Kuhn-Mulcher) und 3.2 ppm (Kuhn-Mulcher und Zinkenrotor, Grafik 1). Von allen Körnerproben aus den Kontrollverfahren lagen 70 % über dem

Resultate Über alle Standorte und Verfahren hinweg zeigten durchschnittlich 14 % der Ähren Befallssymptome. Die häufigste Fusarien-Art war F. graminearum, gefolgt von F. poae und F. avenaceum. Bei 74 % der 126 Körnerpro-

Maisstroh-Bearbeitung mit einem Kuhn Mulcher. Bild: Agroscope ART

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PFLANZENBAU

Link zur Seite, auf der das AgrideaMerkblatt heruntergeladen werden kann (Auflage 2011): www.agroscope.admin.ch/oekologischerpflanzenschutz/00951/03656/index.html ?lang=de

Grenzwert und von den Proben aus den beiden Mulchverfahren immer noch 52 bzw. 56 %. Im Stroh lag der Durchschnittswert der Proben aus den Kontrollverfahren bei 6.8 ppm DON und für die Proben aus den beiden Mulch-Verfahren bei 5.3 bzw. 5.5 ppm. In der zweiten Versuchsserie mit den fünf Verfahren waren die DON-Werte noch höher. Die Körner der Kontrollparzellen waren durchschnittlich mit 9.2 ppm DON belastet, jene der Mulchverfahren zwischen 5.7 ppm (Silomaishäcksler) und 6.9 ppm (Kuhn-Mulcher). Die Reduktion des DON-Gehalts betrug 25 % für den Kuhn-Mulcher, 32 % für die Kombination aus Kuhn-Mulcher und Zinkenrotor, 38 % für den Silomais-

Weizensorten war über alle Jahre und Standorte hinweg sichtbar. Beim DONGehalt der Körner war «Titlis» die am wenigsten (durchschnittlich 2.6 ppm) und «Levis» die am stärksten kontaminierte Sorte (14.6 ppm). «Titlis», «Arina» und «Runal» waren die einzigen Sorten, bei denen in einzelnen Fällen der DONGehalt der Körner unter dem Grenzwert lag. Beim Stroh reichten die Mittelwerte von 2.5 ppm für «Arina» bis 24.3 ppm für «Levis» (Grafik 2). Gemäss «FusaProg» war das Infektionsrisiko im Jahr 2004 am tiefsten und in Übereinstimmung mit den gemessenen Daten, im 2007 am höchsten. In 32 von 42 Prognosen war die «FusaProg»Empfehlung, ob ein Ährenfungizid angebracht gewesen wäre, korrekt. Die verschiedenen Maissorten hatten keinen Einfluss auf den Ährenbefall und den DON-Gehalt der Weizenkörner. Es fiel jedoch auf, dass Körnerproben der wenig anfälligen Sorten «Arina» und «Titlis» mit unerwartet hohen DON-Gehalten von Parzellen stammten, in denen der sichtbare Befall von Kolben und Stängeln sehr hoch war.

20

8000

15

6000

10

4000

5

2000

0

Kontrolle

DON (ppm)

Einfluss der Sorte Der Einfluss der

Grafik 1: F. graminearum Befall und DON-Gehalte Körner mit Befall (%)

Im Förderprogramm Boden des Kantons Bern liegt die Verantwortung der Produktequalität beim Landwirt. Dies bedingt das konsequente Umsetzen des Agridea-Merkblatts «Fusarien in Getreide». Der entsprechende Grundsatz bei pfluglosen Ackerbausystemen lautet: Weder Weizen noch Triticale nach Mais.

häcksler und 30 % für den Forstmulcher. Sämtliche Körnerproben hatten DONGehalte über dem Grenzwert.

0 Mulchen Mulchen (Kuhn) / (Kuhn) Einarbeiten (Zinkenrotor)

Einfluss der Behandlung der Maisrückstände auf den Befall mit F. graminearum (Säulen) und den DON-Gehalt (Punkte) von Weizen (Mittelwerte der Jahre 2004 – 2007 mit Standardabweichungen). Der CHund EU-Grenzwert für unverarbeitetes Getreide liegt bei 1250 μg/kg.

Grafik 2: DON-Gehalte in Körner und Stroh 25

DON in Körnern DON in Stroh

20 DON (ppb)

Agridea Merkblatt

15 10 5 0

Titlis (42) Arina (36) Runal (42) Ludwig (15) Levis (9)

Einfluss der Weizensorte auf den DON-Gehalt von Körnern und Stroh (Mittelwerte mit Standardabweichungen). Die Unterschiede zwischen den DON-Gehalten von Körnern und Stroh sind signifikant für die Sorten Arina, Ludwig und Levis (Werte in Klammern: Anzahl Proben).

Schlussfolgerungen Die Untersuchung auf 14 Direktsaatbetrieben unterstrich das grosse Risiko für Ährenfusariosen und DON-Belastung von Winterweizen nach Körnermais. Die Belastung konnte zwar mit Mulchen um circa 30 % reduziert werden, der Grenzwert für unverarbeitetes Getreide wurde dennoch häufig überschritten. Von den geprüften Faktoren hatte die Weizensorte die grösste Wirkung auf den Befall, was aufzeigt, wie wichtig die Sortenwahl ist. www.FusaProg.ch bewies sich als gutes Werkzeug, um erhöhte Risiken vorherzusagen. Mais erwies sich als ungeeignete Vorfrucht für pfluglos angebauten Winterweizen. Jedoch kann mit einer wenig anfälligen Weizensorte, einer sorgfältigen Zerkleinerungstechnik sowie einer zeitich optimal eingesetzten Fungizidbehandlung das Risiko für Ährenfusariosen und DON-Belastung stark reduziert werden. 䡵 UFA-REVUE · 9 2011

Autor Susanne Vogelgsang, Andreas Hecker, Tomke Musa, Hans-Rudolf Forrer, Agroscope ReckenholzTänikon ART, 8046 Zürich Dank Die Autoren bedanken sich bei Jakob Heusser (Agroscope ART) für die Durchführung von diversen Mulcharbeiten, bei Dr. Wolfgang Sturny (Amt für Landwirtschaft und Natur, Kt. Bern) für die Vermittlung von Betriebsadressen und bei allen beteiligten Landwirten und Lohnunternehmern.

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PFLANZENBAU

Totalherbizide oder Messerwalze? ZWISCHENBEGRÜNUNGEN UND UNKRÄUTER werden in Anbausystemen mit reduzierter Bodenbearbeitung häufig mit Totalherbiziden vor der Saat der Hauptkultur abgetötet. Gibt es zur chemischen ebenbürtige mechanische Methoden, die zudem energiesparender sind als zum Beispiel das Mulchen? Erste Versuchsergebnisse mit einer Messerwalze werden hier vorgestellt.

Brigitte Dorn

Marina Stadler

Bernhard Streit

Zwischenbegrünungen haben vielfältige Vorteile, wie Verminderung von Verschlämmung und Erosion, Schutz vor Nährstoffverlusten, Verbesserung der Bodenstruktur und Förderung des Bodenlebens. Für Direktund Mulchsäer sowie im Bio-Ackerbau ist die unkrautunterdrückende Wirkung von Zwischenbegrünungen besonders interessant. Zwischenbegrünungen werden vor der Saat der Hauptkultur bei Direktsaat meist mit dem Totalherbizid Glyphosat abgespritzt. Die Anwendung dieses Herbizides wird zunehmend kritisch beurteilt, weil vermehrt Unkrautresistenzen auftreten und Rückstände in Gewässern gefunden wurden. Weiter werden negative Einflüsse von Glyphosat auf Mikro- und Makroorganismen, das Auflaufen der Hauptkultur selber sowie Pflanzenkrankheiten vermutet. Könnte der Einsatz von Glyphosat durch mechanische Abtötungsmethoden ersetzt werden, liessen sich bodenschonende Anbausysteme noch nachhaltiger gestalten.

Messerwalzen werden in Südamerika häufig für diese Feldoperation eingesetzt. Dieses rein mechanische Verfahren benötigt weniger Energie und ist kostengünstiger als zum Beispiel das Mulchen von Zwischenbegrünungen. Zudem werden die Stängel nur zerquetscht und nicht zerkleinert, wodurch der Abbau der Zwischenbegrünungen langsamer erfolgt. Dadurch bleibt der Boden länger mit einer schützenden und unkrautunterdrückenden Mulchschicht bedeckt. Wird die Messerwalze an der Fronthydraulik montiert, kann in einem Arbeitsgang gewalzt und gesät werden. 54

Winterweizen vier Wochen nach der Saat bei der Regulierung der Zwischenbegrünung (Gemisch Alexandrinerklee und Phacelia) mit Glyphosat (links) beziehungsweise mit der Messerwalze (rechts). Kleine Bilder: Nahaufnahmen. Bilder: Brigitte Dorn

Messerwalzen-Versuche der Agroscope ART Reckenholz-Tänikon wurden auf zwei langjährigen Direktsaatbetrieben in Seedorf (BE) 2007 – 2008 und in Trüllikon (ZH) 2008 – 2009 durchgeführt. Zehn abfrierende Zwischenbegrünungen (Tabelle 1) wurden direkt in abgeerntete Eiweisserbsenfelder gesät. Im Oktober wurde die Bodenbedeckung der Zwischenbegrünung geschätzt sowie die Trockenmasse der Zwischenbegrünung und des Unkrautes erhoben. Danach wurden die Zwischenbegrünungen entweder mit Glyphosat abgespritzt oder mit einer Messerwalze niedergewalzt. Die Saat des Winterweizens (Seedorf: Siala; Trüllikon: Zinal) erfolgte mit einer Direktsaatmaschine «John Deere NT 750 A» mit 400 Körnern/m2. Im Frühjahr wurde die Bodenbedeckung der Unkräuter geschätzt. Danach wurde gemäss dem Unkrautvorkommen ein se-

lektives Herbizid eingesetzt. Die Bestandesführung des Weizens war gemäss Extenso-Richtlinien.

In beiden Versuchsjahren bedeckten Sommerhafer, Gelbsenf und die

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PFLANZENBAU Tabelle: Namen und Saatstärken der angebauten Zwischenbegrünungen

Prototyp einer Messerwalze im Einsatz (Martin Häberli, Bärfischenhaus, Stahlrohr mit geraden Leisten, 3 m Arbeitsbreite).

Die Winterweizenerträge waren an beiden Versuchsstandorten in den Glyphosat-behandelten Parzellen höher, als wenn die Zwischenbegrünungen mit der Messerwalze niedergewalzt wurden. Der mittlere Weizenertrag über alle Zwischenbegrünungen lag beim Einsatz der Messerwalze an beiden Standorten (Seedorf: 63.3 dt/ha; Trüllikon: 72.1 dt/ha) deutlich tiefer als bei der Behandlung mit Glyphosat (Seedorf: 71.4 dt/ha; Trüllikon: 76.7 dt/ha). In Seedorf war die Ertragsreduktion 11.4 % und in Trüllikon 6 % (Grafik).

Zwischenbegrünung Ölrettich Gelbsenf Lupine Sommerwicke Buchweizen Sonnenblumen Phacelia Sommerhafer Ackerbohnen/Hafer Hafer/Erbsen/ Sommerwicke

Kleinparzellenversuch zum Testen der Unkrautunterdrückung von direkt in abgeerntete Eiweisserbsenfelder gesäten Zwischenbegrünungen. Versuchsansicht im Oktober kurz vor der Regulierung der Zwischenbegrünung mit Glyphosat oder mit einer Messerwalze (Trüllikon 2009).

Fazit Grundsätzlich ist der Anbau jeder Zwischenbegrünung interessant, da neben den Vorteilen für den Bodenund Gewässerschutz auch Unkräuter teilweise unterdrückt werden. Aus den vorgestellten Versuchen lassen sich noch keine Empfehlungen zur Wahl von Zwischenbegrünungen und zur Regulierung dieser Begrünungen und des Unkrauts vor direkt gesätem Winterweizen ableiten, sind die Ergebnisse doch stark von der Standort- und Unkrautsituation abhängig. Tendenziell waren Artenmischungen mit Gräsern, Leguminosen und breitblättrigen Kulturen vorteilhafter als Monokulturen. Weitere Untersuchungen zum Thema Zwischenbegrünung, Artenauswahl und Unkrautunterdrückung bei konservierender Bodenbearbeitung werden zurzeit an ART sowohl für den ÖLNwie auch für den Bioackerbau durchgeführt. 䡵

Saatstärke (kg/ha) 20 20 224 100 60 30 14 140 53/105 = 158 100/40/35 = 175

Grafik: Körner-Ertrag (Weizen) bei Regulierung der Zwischenbegrünungen 100 Körner-Ertrag bei 14 % Feuchtigkeit in %

Mischung aus Sommerhafer, Sommerwicken und Erbsen den Boden am schnellsten und bildeten am meisten Trockenmasse. Entsprechend stark war die Unkrautunterdrückung bei diesen Zwischenbegrünungen. Phacelia und Lupine wuchsen am langsamsten und bildeten wenig Trockenmasse, folglich unterdrückten sie die Unkräuter kaum. Generell hat sich gezeigt, dass der Grad der Unkrautunterdrückung von der Auflaufgeschwindigkeit, dem Wuchstyp und dem Wuchsverhalten der Zwischenbegrünung abhängt. Glyphosat- oder Messerwalzeeinsatz beeinflussten an beiden Standorten die Bodenbedeckung des Unkrautes im Frühjahr. Wurde im Herbst Glyphosat gespritzt, war im Frühjahr bedeutend weniger Unkraut vorhanden. Bei Verwendung der Messerwalze wurden dagegen die Unkrautschadschwellen immer überschritten, unabhängig davon, welche Zwischenbegrünung gewählt wurde.

Glyphosat Messerwalze

80 60 40 20 0

Seedorf Sorte Siala

Trüllikon Sorte Zinal

Autoren Brigitte Dorn und Marina Stadler, Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon ART, 8046 Zürich; Bernhard Streit, Schweizerische Hochschule für Landwirtschaft SHL, 3052 Zollikofen. An der Agroscope ART Reckenholz werden seit mehreren Jahren umfangreiche Arbeiten zum Thema konservierende Bodenbearbeitung, Zwischenbegrünungen und Fruchtfolge durchgeführt sowohl im ÖLN- wie auch für den BioAckerbau. Für die Mithilfe bei den umfangreichen Untersuchungen bedanken sich die Autoren bei Jakob Heusser, Werner Jossi, Caroline Scherrer, Django Hegglin, Ernst Uhlmann, Marcel van der Heijden und Urs Zihlmann. Den Landwirten Adolf Steinmann und Martin Uhlmann sei für die gute Zusammenarbeit und das zur Verfügungstellen der Ackerflächen gedankt.

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Fortsetzung von Seite 49

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0800 808 850 9 2011 ¡ UFA-REVUE


KURZMELDUNGEN NUTZTIERE

Vertiefter Blick in Maissilage Für die kommende Raufutterkampagne steht den Tierhaltern neu der sogenannte Maissilagemanager der UFAG Laboratorien, Sursee, zur Verfügung. Von der Grassilage bekannte Parameter wie Milch- und Essigsäure sind somit auch für Maissilage erhältlich. Erstmals kann die Veränderung der beständigen Stärke in Maissilage eingeschätzt werden.

Versuche haben gezeigt, dass sich der Anteil der beständigen Stärke während der Lagerungsdauer von Maissilage verändert. Unter dem Einfluss des umgebenden Milieus (Säuren, Mikro-organismentätigkeit) kommt es zu einem Abbau. Die Abbaurate hängt auch vom Ausreifegrad des Silomaises ab und wird anscheinend durch die Sorte mitbeeinflusst.

In Kenntnis der Abbaurate beständiger Stärke im zeitlichen Verlauf – gleichbedeutend mit einer Zunahme nicht pansenstabiler Stärke – kann bei Milchkühen durch angepasste Fütterungsmassnahmen einer schleichenden Pansenübersäuerung entgegengewirkt werden. Um die Veränderung der beständigen Stärke während der Lagerungsdauer einschätzen zu können, muss die Probenahme unmittelbar nach dem Einsilieren erfolgen. Im Prüfbericht der UFAG Laboratorien werden dann Angaben zum Anteil der beständigen Stärke am Analysenzeitpunkt (Herbst/Winter) sowie nach sechs Monaten (Frühjahr) und acht Monaten (Sommer) aufgeführt. Stéphanie Schuster, UFAG Laboratorien

Galtphase verkürzen?

Schleimhautabstrich durch Besamer

Staubmaske gegen Aureus?

Eine Galtphase von unter 42 Tagen lässt sich nur als vorübergehende Massnahme empfehlen. Und zwar für hochleistende, ältere Kühe, die speziell zu einer negativen Energiebilanz neigen. Das folgern Forscher des Instituts für Tierproduktion in Dummerstorf (D) aus einer Untersuchung, in welcher die Galtphase von Kühen mit einer Jahresleistung von 10 000 bis 11 000 kg Milch gruppenweise von 56 (zweiphasige Fütterung) auf 28 (einphasig) beziehungsweise von 35 auf 42 Tage reduziert wurde. Eine Galtphase von unter sechs Wochen verringert demnach meist die Jahresmilchleistung, dafür kann sich die Kuhgesundheit verbessern.

TVD auf agate.ch Im folgenden Winter wird die Tierverkehrsdatenbank (TVD) unter das Portal www.agate.ch gestellt. Unter www.tierverkehr.ch (> Informationen > Tiere melden > Technische Minimalanforderungen) finden Sie eine detaillierte Anleitung, wie man den PC für agate.ch fit macht.Bei Schwierigkeiten hilft der AgateHelpdesk 0848 222 400 weiter. UFA-REVUE · 9 2011

Um die genomischen Zuchtwerte von Kälbern analysieren zu können, entnehmen jetzt auf Wunsch die Swissgenetics-Besamungstechniker die dazu benötigten Abstriche der Nasenschleimhaut. Swissgenetics erledigt dann auch die Administration rund um die Analyse.

Mehr Zunahme auf Gummi Gemäss Institut für Landtechnik und Tierhaltung Grub (D) wachsen Mastmuni auf gummierten Spaltenböden mehr als auf Beton. In einer Untersuchung betrug die Differenz rund 10 kg Schlachtgewicht innerhalb derselben Mastperiode. Allerdings lassen Gummispalten den Kot schlechter durch als Betonspalten, was den Arbeitsaufwand respektive die Sauberkeit der Tiere beeinflusst.

Unter den Erregern subklinischer Mastidien sind Methicilin resistente Staphylococcus aureus (MRSA) besonders gefürchtet. Nach aktuellem Wissensstand gelangen Staphylococcen via Staub ins Euter. Eine gründliche Handhygiene sowie das Tragen von Staubmasken könne die Erregerübertragung durch den Melker minimieren, schreibt die Nachrichtenagentur Aid aufgrund einer Pilotstudie von sieben Tierärzten. Die Masken dürften aber jeweils nur einmal getragen werden.

Das BAFU und die Wölfe Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) will den Einsatz von Herdenschutzhunden gegen Wölfe künftig nur noch dann finanziell unterstützen, wenn die Empfehlungen des Bundes bezüglich Schutzverhalten und öffentlicher Sicherheit umgesetzt sind. Der Verein «Herdenschutzhunde Schweiz» soll die Zucht, Ausbildung und Registrierung geeigneter Schutzhunde sicherstellen. Da sich die Wölfe immer weiter ausbreiten, ist eine Erhöhung der 850 000 Fr., die pro Jahr für den Herdenschutz zur Verfügung stehen, in Diskussion.

Leichtere Schlachtgewichte? Der jährliche Schaden durch destrukturierte Schweineschinken wird in der Schweiz auf über vier Millionen Franken beziffert. Eine Projektgruppe der Proviande will diesen Herbst über Forschungsresultate informieren, welche Massnahmen zur Reduktion dieses Problems aufzeigen. Der wissenschaftliche Projektleiter Martin Scheeder verrät bereits eine Erkenntnis: «Je grösser die Schinken – also je stärker bemuskelt oder je schwerer die Tiere – desto höher die Gefahr für Destrukturierungen im Innern der Schinken.» Wären leichtere Schlachtgewichte ein Lösungsan-

satz? «Nein, das erscheint mir nicht zielführend, da der Effekt nur begrenzt sein würde», begründet Martin Scheeder. Das hauptsächliche Verbesserungspotenzial sieht er in der Verarbeitungstechnologie zur Herstellung der Kochschinken. Schweinehalter und -händler können trotzdem etwas beitragen. So sollten nur reinerbig stressresistente Tiere eingesetzt und die Schweine vor der Schlachtung möglichst schonend behandelt und transportiert werden. Indem die pH-Werte bei den MLP-Prüftieren auch im Schinken gemessen werden, trägt man dem Fleischfehler neuerdings züchterisch Rechnung. «Ob sich das Problem via Zucht beheben lässt, muss aber erst noch geklärt werden», so Martin Scheeder.

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BIO-SEITE

Höhere Schlachtpreise und kürzere Mastzeiten dank UFA 213 SEIT DIESEM JAHR darf Milchpulver auch auf Bio-Betrieben verfüttert werden. Mit der neuen Kälbermilch UFA 213 hat Alfred Wyss beste Erfahrungen gemacht. Die Mastzeiten haben ab- und die Schlachtqualitäten zugenommen.

Ralf Tischhauser

Mit Tränkeautomat

Den in der Bergzone IV gelegenen Betrieb mit Milchviehzucht und Kälbermast bewirtschaftet Alfred Wyss zusammen mit seiner Ehefrau Erika. Die saisonal anfallende Milch wird vollständig an die Kälber vertränkt. Eine Erleichterung ist hierbei der Stand-Alone-Tränkeautomat, der eine exakte Nährstoffversorgung nach Futterkurve sowie eine immer ideale Tränketemperatur von 42°C ermöglicht. Kaufen oder mieten kann man solche Förster-Automaten beim UFA-Beratungsdienst. Die UFA-Kälberspezialisten beraten bei der Produktewahl und -installation und sichern während 365 Tagen im Jahr den Reparatur- und Servicedienst.

Weitere Infos erhalten Sie bei:

www.ufa.ch 58

90% mit T und mehr

Der Einsatz von mindestens 1000 l Vollmilch (ca. 70 % der Ration) ist in der Bio-Kälbermast vorgeschrieben. Pro Mastkalb verabreicht Alfred Wyss 1250 bis 1950 l Vollmilch und zirka 30 bis 60 kg UFA 213. Gegenüber vorher, als noch das Nährmehl UFA 212 eingesetzt worden

Grafik: Vergleich Vollmilch und Ergänzungspulver

Anzahl Kälber

Alfred Erni

«Seit wir UFA 213 einsetzen, hat sich die Mastzeit unserer Kälber um bis zu 30 Tagen verkürzt und die Schlachtqualität ist deutlich besser geworden», fasst Alfred Wyss seine Erfahrungen mit der neuen UFA-Kälbermilch zusammen. Dem Berglandwirt aus Mutten (GR) kommt die Zulassung von Milchpulver in der Bio-Kälbermast gelegen. So kann er flexibel auf den unterschiedlichen Milchertrag aus seinem 16-köpfigen Kuhbestand reagieren. Insbesondere im Sommer, wenn die Kühe zur Alp gehen, ist der Betrieb auf eine Ergänzungsmilch angewiesen.

16 14 12 10 8 6 4 2 0

Betrieb Wyss, Mutten 2010 UFA 212 2011 UFA 213

Herkömmliche Nährmehle wie UFA 212 steigern die Schlachtqualität zwar ebenfalls. Aber UFA 213 hat einen bedeutend höheren Fettgehalt aus natürlichem und gut verwertbarem Butterfett und löst sich besser in der Milch auf.

Mastauswertungen

C

H

+T

T

–T

A

X

Tabelle: Mastauswertung Wyss Betrieb Wyss, Mutten September 2010 bis März 2011, Mittelwert pro Kalb Tränkerpreis 312.96 Fr. Tränkergewicht 56.45 kg Kuhmilch-Verbrauch 1567.15 kg Trockensubstanz-Verbrauch 266.43 kg Milchpulverkosten 341.17 Fr. Schlachtgewicht (56 % Ausbeute) 126.11 kg Verkaufspreis netto 1579.88 Fr. Masttage 126.67 Tage Tageszuwachs 1.34 kg Deckungsbeitrag 1 pro l Vollmilch 0.57 Fr.

war, hat der Anteil an zwischen T und C taxierten Kälbern um fast einen Drittel auf 90 % zugenommen, wie die UFAMastauswertung zeigt (Grafik). Positiv auf den Deckungsbeitrag pro Mastplatz wirken sich auch der verbesserte Tageszuwachs, Ausmastgrad (Fettklasse) und die verkürzte Mastdauer aus (Tabelle). Besonders an UFA 213 ist der hohe Anteil an bestverdaulichem Milchprotein. Auch die verwendeten Kohlenhydrate können die Kälber gut verwerten. «Das Produkt wird von unseren Tieren sehr gern getrunken», so Alfred Wyss.

Ein Mastkalb nimmt je nach Rasse, Geschlecht, Gewicht, Gesundheit, Stalltemperatur, Hygiene und Tränkequalität unterschiedliche Flüssigkeitsmengen auf. Daher gibt es keinen allgemein gültigen Tränkeplan. Es gilt, den Pulveranteil und das Flüssigkeitsangebot anhand der Mastauswertungen laufend zu optimieren. Hierbei werden Bio-Kälbermäster vom UFA-Beratungsdienst unterstützt. Mastauswertungen bieten einen aufschlussreichen Überblick, wo ein Betrieb im Vergleich zu anderen Betrieben steht.

Potenzial bei Ausmastgrad Die Zulassung von Milchpulver in der BioKälbermast per 1. Januar 2011 war vor dem Hintergrund mangelnder Schlachtqualitäten erfolgt. Bei 80 % der KnospeSchlachtkälber liegt die Fleischigkeit zwischen den Klassen T bis C. Aber über die Hälfte weist einen ungenügenden Ausmastgrad auf (Fettklasse 1 oder 2). Eine Fettklasse von mindestens 3 ist erforderlich, damit das Fleisch aromatisch und zart ist. Durch den Fettklassenabzug oder den fehlenden Bio-Zuschlag resultieren für Bio-Tierhalter happige Verluste. Der gezielte Einsatz von Milchpulver kann hier abhelfen. Leckstein gegen die Lecksucht «Auf unserem Betrieb wird der Gesundheit und dem Wohl der Tiere grosse Be9 2011 · UFA-REVUE


BIO-SEITE

«Bei uns ist die UFA betreffend Fütterung sehr gross geschrieben, da die Beratung stimmt und die Produkte von den Tieren gern gefressen werden.» Betriebsspiegel Erika & Alfred Wyss-Gustin, Ronaweg, 7431 Mutten (1400 m über Meer) Nutzfläche: 34.11 ha (davon 3.64 ha in BZ III und 30.47 ha in BZ IV) Tierhaltung: 16 Braunvieh-Kühe, 25 Stück Jungvieh, 40 Mastkälber, 10 Mutterschafe. Arbeitskräfte: Betriebsleiter-Ehepaar Besonderes: Fleisch- und Milchprodukte ab Hof oder Postversand. Kuhpatenschaft für Familien oder Einzelpersonen.

Erika und Alfred Wyss, Mutten (GR)

achtung geschenkt», erklären Erika und Alfred Wyss. Zu einer korrekten Fütterung gehöre auch eine ausreichende Mineral- und Wirkstoffversorgung. Deshalb kommt auf dem Betrieb Wyss der biokompatible UFA-Kälberleckstein zum Einsatz. «Lecksucht lässt sich so vermindern und das Haarkleid der Tiere ist schöner», stellt Alfred Wyss fest. 䡵

KURZMELDUNGEN

Neu: UFA 280 gilt zu 51 % als Raufutter UFA 280 weist neu einen Raufutteranteil von 51 % auf, was im Hinblick auf die Limite von maximal 10 % Kraftfutter (in der Trockensubstanz) für Bio-Wiederkäuer einen höheren Einsatz ermöglicht. Mit 6.5 MJ NEL, 97 g APDE, 119 g APDN und 199 g Rohfaser pro kg Trockensubstanz eignet sich das vitaminierte und mineralisierte UFA 280 als Beifutter zu jungem Gras, Weide sowie als Heu- oder Vollmaispflanzenersatz. Bis am 1.10.2011 ist UFA 280 mit einem Rabatt von Fr. 4.–/100kg erhältlich.

Power für die Startphase Die tierfreundlich gehaltenen Mastkälber auf dem Bio-Betrieb Wyss.

Spurenelemente sind Bestandteile von Enzymen, welche die Krankheitsimmunität und Fruchtbarkeit unterstützen. Aus dem Grundfutter können Tiere von manchen Spurenelemente nicht genug aufnehmen. Als besonders hoch hat sich die Verfügbarkeit von in PolysaccharidGerüsten (Mehrfachzucker) integrierten Spurenelementen erwiesen. Bei den Startphasenfutter UFA 174F und 274 – beide mit 7.4 MJ NEL/kg und mit Selenhefe – sind Kupfer, Mangan und Zink in Polysaccharid-Gerüsten enthalten. Auf dem Bio-Milchviehfuttersortiment der UFA gibt es bis am 1.10.2011 einen Rabatt von Fr. 4.–/100 kg.

Selenarme Böden?

Autoren Alfred Erni, Leiter Kälberbereich UFA AG; Ralf Tischhauser, Kälberspezialist im UFA-Beratungsdienst, 9501 Wil. 12 Fr. Rabatt pro 100 kg UFA 213 bis am 17. September 2011 in Ihrer LANDI. Siehe auch im «UFA aktuell».

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UFA-REVUE · 9 2011

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Weidefutter aus sandigen Böden enthält für Milchkühe häufig zu wenig Selen (Se) und Kupfer (Cu); manchmal sind auch Zink und Mangan knapp. Für eine sichere Versorgung mit diesen Spurenelementen kommt in diesem Fall am besten ein Mineralsalz wie das biokompatible UFA 995 SELEN EXTRA zum Einsatz. Bei Erstabkalbinnen sollte mit der Se-Zufuhr bereits vor der Laktation begonnen werden. Denn Se-Gaben wirken sich im Tierkörper oft erst mit sechswöchiger Verzögerung positiv aus. Ein Se-Mangel kann sich in Nachgeburtsverhalten, Zystenbildung, Aborten, Sprunggelenksentzündungen und lebensschwachen Kälbern zeigen. Bei einem Cu-Mangel treten Stille Brunst, unregelmässiges Umrindern und Leistungsdepressionen auf.

Für einen besseren Deckerfolg bei Sauen Indem Sauen nach dem Absetzen die Wirkstoffspezialität UFA 990 VITA EXTRA zugefüttert wird, lässt sich der Deckungserfolg erhöhen. Studien zeigen ausserdem, dass eine gute Versorgung mit Vitamin A, wie es in UFA 990 enthalten ist, zu gleichmässigeren Würfen beiträgt. 59


GENETIK NUTZTIERE

Wertvoll oder überflüssig? DIE TRIPLE-A-ANPAARUNGSHILFE hat in der Schweiz vor rund 20 Jahren Fuss gefasst. Züchter empfinden es als Bereicherung, mit dem Codierer Guido Simon durch den Stall zu gehen. Dennoch ist das Triple-A-System bis heute etwas zwischen Stuhl und Bank geblieben. Dazu tragen auch die genomischen Exterieur-Zuchtwerte bei.

Das Triple-A-System wurde 1950 vom Amerikaner Bill Weeks erfunden. Seither hat es in der Welt und in der Schweiz immer mehr Anhänger gefunden.

Potenzielle Exportstiere Da die genomischen Zuchtwerte ebenfalls Angaben zum Exterieur liefern, codiert Swissgenetics nur noch Stiere mit einem Potenzial für gewisse Exportmärkte nach Triple A. Hansjörg Bigler erklärt: «Wir investieren viel in die Nachzuchtprüfung und fokussierten uns daher beim Triple A aufs Wichtigste.» Unterschiede Simon Gfeller hat auf dem eigenen Familienbetrieb bereits Erfahrungen mit der Triple-A-Codierung gesammelt. Er sieht klare Unterschiede zwischen den beiden Anpaarungshilfen: «Der genomische Zuchtwert basiert auf einer Laboranalyse und hilft vor allem, grobe Vererbungsmuster von Jungstie-

ren zu erkennen. Betreffend Leistungsmerkmalen hilft die Genomanalyse bei der Grobselektion der Jungstiere. Beim Triple A dagegen werden Kuh und Stier allein aufgrund des Exterieurs gepaart», so Gfeller.

Mehr zur Anatomie Das Triple-ASystem (auch «aAa») berücksichtigt, warum ein bestimmtes Körpermerkmal in einer bestimmten Weise ausgeprägt ist. Es bezieht sich auf den Skelett- und Körperbau von Kuh und Stier. Dreistelliger Code Als Anpaarungshilfe wird ein dreistelliger Code benutzt, der Ziffern von sechs Grundtypen umfasst (Tabelle). Bei Kühen stehen jeweils die Codes zuerst, welche am schlechtesten abschneiden. Bei den Stieren ist es genau umgekehrt. Ideale Anpaarung Von einer idealen Anpaarung spricht man, wenn eine

Tabelle: Die sechs Triple-A-Grundtypen Grundtyp 1 Dairy 2 Tall 3 Open 4 Strong 5 Smooth Kopf Fein Lang – Gross Breit Hals Lang Schlank – – – Vorderbeine Gerade Lang – Gross Stämmig Brust – – – Tief Breit Lende Dairy Hoch Fest Eben Breit Rippen Lang – Offen – Gewölbt Flanken Fein Gebogen Tief – Tief Vordereuter – Elastisch Fest Gesund Harmonisch Hintereuter Voll Hoch Geräumig – Breit Striche – Gross – Gerade Kurz Hüften Breit Hoch Ausladend – – Umdreher – – Breit – – Sitzbeine Spitz – Offen – Breit Schwanzansatz Fein Sauber Flach – – Sprunggelenke Fein – Offen Gesund Breit Fesseln – Straff – Gesund Elastisch Klauen – – Hoch Kurz Gleichmässig 60

6 Style Aufmerksam Übergehend – – Gewölbt – – – – – – Mittig Eben Gerade Sauber Gross Abgerundet

Kuh, die beispielsweise den Code 234 aufweist, mit einem Stier belegt wird, der gleich codiert ist. Lässt sich kein solcher Stier finden, kommt auch eine zu 80 % (z. B. 235 oder 243) oder 60 % (z. B. 256 oder 312) übereinstimmende Anpaarung in Frage.

Mit der Triple-AAnpaarungshilfe werden die Kühe ausgeglichener, hört man von überzeugten Züchtern.

Zusammenhänge sehen und verstehen Guido Simon ist ein Pionier im deutschsprachigen Raum. Auch in der Schweiz hat er viele Tiere nach Triple A codiert. Er beobachtet die Kuh, erkennt, wie die verschiedenen Körperbestandteile zusammenhängen und sieht, welche Merkmale zu verbessern sind. Empfohlen wird, zuerst eine Auswahl von zirka fünf potenziellen Vererbern anhand von Abstammung, Leistung, Fitness und Exterieur zu treffen und erst danach das Triple A beizuziehen.

Gute Nachzuchtprüfung Simon Gfeller verdeutlicht: «Sowohl die Anpaarung nach genomischen Zuchtwerten als auch das Triple-A-System bieten mir als alleinige Grundlage für einen Zuchtentscheid zu wenig Sicherheit.» Die Schweiz verfüge über eine sehr gute Nachzuchtprüfung und damit vor allem auf der väterlichen Seite über eine sichere Grundlage für die Stierauswahl. «Nachhaltiges Züchten heisst für mich, bestimmte Merkmale einer Kuh unter Berücksichtigung der Kuhfamilie und der Blutlinien mit einem nachzuchtgeprüften Stieren gezielt und mit einer möglichst hohen Sicherheit zu beeinflussen», erklärt Simon Gfeller. 䡵

Autor Matthias Roggli, UFA-Revue, 3360 Herzogenbuchsee. Auf den Homepages der Schweizer Genetikanbietern befinden sich Listen der nach Triple A codierten Stiere.

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TOP ANGEBOTE JUBILÄUMSAKTION 10 JAHRE

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Im Jahr 2001 ist mit MINEX 975 das erste expandierte Mineralsalz in den LANDI lanciert worden. Sechs MINEX-Produkte haben sich mittlerweile auf dem Markt etabliert: • MINEX 971 für Galtphase (0.6 Ca : 1 P) • MINEX 972 für Startphase (2:1) • MINEX 973, phosphorreich (0.3 : 1) • MINEX 974, magnesiumreich (3 : 1) • MINEX 975, ausgewogen (2 : 1) • MINEX 976 mit Biotin (1.3 : 1) Die Stärken von MINEX-Mineralsalzen liegen in deren Schmackhaftigkeit dank Expanderstruktur, hohem Melasseanteil und organischen Aromastoffen.

Wettbewerb und GratisSweatshirt Neben einem Rabatt von Fr. 10.– / 100 kg MINEX gibt es bei einem Bezug von 150 kg MINEX, UFA-Mineralsalz und/oder UFA top-form (DAC)

gratis ein UFA-Sweatshirt und ab einem Bezug von 600kg zusätzlich einen Sack UFA top-form (DAC). Auch ein grosser Wettbewerb findet statt. Gewinnen Sie ein SkiWochenende für zwei Personen!

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TIPP DES MONATS CONSEIL DU MOIS

Energiebombe mit 13.2 MJ NEL UFA top-form (DAC) In der Startphase können Kühe nicht so viel Energie aufnehmen, wie sie für die rasch ansteigende Milchleistung benötigen. Das kann Azeton, Fruchtbarkeitsstörungen und weitere gesundheitlichen Probleme zur Folge haben. Mit 13.2 MJ NEL pro Kilogramm sind UFA topform und UFA top-form DAC das ideale Mittel gegen eine negative Energiebilanz. Letzteres hat sich seit der Neueinführung in der Praxis bereits durchgesetzt.

UFA-REVUE · 9 2011

UFA top-form DAC verfügt über pansengeschütztes Methionin, welches die Milcheiweissgehalte stabilisiert, sowie Cholin für eine tadellose Leberfunktion. Hochleistungsbetriebe, die UFA top-form

über den Zudosierer verfüttern wollen, haben mit diesem Produkt die Lösung gefunden. Auch bei warmen Temperaturen gibt es im Zudosierer keine Probleme mit Verklebung.

Das Problem

Beschränkte Futteraufnahme und steigende Milchleistung in der Startphase. Gefahr eines Energiemangels sowie einer Unterversorgung mit Wirkstoffen.

Die Symptome

Übermässiger Körperfettabbau. Gestörter Hormonhaushalt. Probleme mit der Fruchtbarkeit.

Die Lösung

Zehn Tage vor dem Abkalben langsam auf 0.5kg UFA top-form bzw. UFA top-form DAC pro Kuh und Tag steigern. Nach dem Abkalben 1kg pro Kuh und Tag während 50 Tagen. 61


UNTERWEGS MIT... EN ROUTE AVEC…

UFA-Kälbermastspezialist Alex Dumas Um Kälbermastbetriebe zu unterstützen, ist Alex Dumas in der Romandie viel unterwegs. Dank seiner bisherigen Tätigkeit in verschiedenen landwirtschaftlichen Sektoren, Kälbermast inbegriffen, verfügt Alex über umfassende Kenntnisse, die er im UFA-Beratungsdienst Puidoux einsetzt.

365 Tage im Jahr Kälbermast ist ein Betriebszweig, welcher im Bereich der Fütterung und Haltung sowie im Klima- und Gesundheitsmanagement besonders viel Aufmerksamkeit erfordert. Um für die Produzenten optimale Dienstleistungen erbringen zu können, bietet die UFA neben der Beratung während sieben Tagen die Woche einen Serviceund Reparaturdienst für Tränkeautomaten an. Zusammen mit dem Mechaniker Pascal Rossier nimmt Alex Dumas diese anspruchsvolle Aufgabe wahr. Heute besucht Alex den Milchproduzenten und Kälbermäster Maxime Richoz in Semsales (FR).

Neuer Stall Weil die alten Ökonomiegebäude abgenutzt gewesen waren und nicht mehr alle Normen

erfüllt hatten, nahmen Maxime und sein Vater im Jahr 2002 den Bau eines Laufstalles für 50 Milchkühe – mit einem 2 x 5 Fischgeräte-Melkstand und einem belüfteten Dürrfutterlager – in Angriff. Mit einem Lieferrecht von 180 000 kg Käsereimilch beanspruchen die Kühe nicht den ganzen Stall. Der freie Platz wird für einen Teil der Jungviehaufzucht verwendet.

Flexibilität als Priorität Maxime Richoz hat mehrere Varianten geprüft, die Milchproduktion auszudehnen. Aufgrund der finanziellen Gegebenheiten des Betriebs (Nebenerwerb, Direktzahlungen usw.) hat er sich schliesslich entschieden, einen Stall für die VollmilchKälbermast zu errichten. So wurde im Jahr 2009 – neben einem Tiefstreustall für Aufzuchtrinder – ein zusätzliches Gebäude für die Mastkälber errichtet. Alle Stallgebäude wurden modular erstellt, so dass sie flexibel umgenutzt oder erweitert werden können. Denn niemand weiss, was die Zukunft bringt.

Gesund und vital Die Ankunftskontrolle und Einstallung der Tränker ist einer der wichtigsten Momente in der Kälbermast. Die Tränker, die auf den Betrieb Richoz kommen, setzen sich aus Milch- und Fleischrassen zusammen. JeDie neuen Ökonomiegebäude der Familie Richoz. Der Kälberstall befindet sich auf der rechten Seite.

des Tier wird vom Betriebsleiter bei der Ankunft gründlich untersucht (Augenfluss, Flechten, Läuse usw.). Nicht konforme Tiere werden abgewiesen. Einmal eingestallt, werden die 40 Kälber systematisch geschoren, zwischen dem zweiten und zwölften Tag geimpft und medizinisch behandelt.

Tierindividuelle Fütterung Jedes Kalb erhält während der Mastzeit ungefähr 1300 l Vollmilch und 75 kg vom Milchpulver UFA 201 oder UFA 200 – je nach spezifischen Bedürfnissen. Die eigene Kuhmilch wird in einem Tank gekühlt und für den Tränkeautomat auf-

BLICKPUNKT POINT DE VUE

Maxime Richoz, Semsales

«Das Wissen, die Erfahrung und die Verfügbarkeit des UFA-Beratungsdienstes sind für mich als Tierhalter sehr wertvoll.»

Alex Dumas, 1679 Villaraboud Familie

verheiratet mit Régine, Kinder Elisa und Rémy

Geboren

21. Februar 1977

Werdegang Ausbildung zum Landwirt, Kälbermast auf elterlichem Betrieb in den 90er Jahren, im UFA-Beratungsdienst seit 1. März 2010. Hobbies

Guggenmusik, Familie

Motto

«Das UFA-Know-how vermitteln, damit in kürzester Zeit das Beste produziert werden kann.»

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bereitet. Ein Zusatzdosierer erlaubt eine gezielte Ergänzung der Milch mit Spezialitäten wie UFA top-start oder Eisen plus.

UFA top-punch Ein neues Produkt, das die Vitalität der Kälber erhöht, ist UFA top-punch. Diese Spezialität ergänzt die Milch mit Vitaminen und wichtigen Spurenelementen. Durch die

Verstellbarer Nuggi für eine ideale Tränkestellung.

Kombination mit natürlichen Pflanzenextrakten unterstützt UFA top-punch die Immunität der Kälber und hält die Atmungswege frei. Maxime Richoz ist überzeugt von diesem Wirkstoffkonzentrat: «Meine Kälber nehmen heute mehr Milch auf», stellt er fest.

Stallklima Die Atmosphäre im Stall trägt zu 60 bis 70 % zum Erfolg in der Kälbermast bei. Auf dem Betrieb Richoz regelt eine automatische Ventilation die Temperatur und Feuchtigkeit. Häufiges Einstreuen mit Stroh und der Einsatz eines Einstreu-Trockners schaffen optimale Voraussetzungen für ein angenehmes

Betriebsspiegel Familie Maxime Richoz Rte des Alpettes 71 1623 Semsales Nutzfläche: 43 ha Naturund Kunstwiesen, 1 ha Grünmais, Alp mit 17 ha in Pacht Tierhaltung: 40 HolsteinKühe, 46 Stück Jungvieh und 40 Mastkälberplätze (IP-Suisse) Lieferrecht: 180 000 kg Käsereimilch (Semsales) plus 80 000 kg für Kälbermast Arbeitskräfte: Maxime Richoz, sein Vater sowie ein Lehrling

Klima. Durch eine klar definierte Fütterungszone mit verstellbaren Tränkenuggis und einem Milchauffangbehälter gewährleistet Maxime Richoz eine gute Hygiene und ideale Tränkeposition.

Wertvolle Zusammenarbeit Für Maxime Richoz ist die Unterstützung durch Alex Dumas sehr wichtig und bereichernd. Die Diskussionen sind offen und Probleme werden rasch angegangen und gelöst. Eine externe Meinung heisst Maxime Richoz besonders auch dann willkommen, wenn es darum geht, die für die Schlachtung anzumeldenden Tiere zu bestimmen.

Welches Milchpulver? Die Qualitätsanforderungen der Verarbeiter an Schlachtkälber sind nur mit einer professionellen Fütterung zu erreichen. Je nach Vollmilchmenge wird die passende Ergänzungsmilch gewählt, damit die Kälber den gewünschten Ausmastgrad erreichen: • 0 – 25% Vollmilch: UFA 200**** • 25 – 50% Vollmilch: UFA 201**** • 50 – 75% Vollmilch: UFA 202*** • 100 % Vollmilch: UFA 204*** • 75 – 100% Vollmilch: UFA 203*** (am Eimer) Für die Aufwertung von Milchnebenprodukten eignen sich UFA 205 plus, 208 start, 208, 209 start und/oder 209. Mit UFA 207 instant und 207 plus stehen auch für die Kälberaufzucht ideale Ergänzer zur Verfügung.

Übrigens: Für Qualitäts- und Preisvergleiche ist bei Kälbermilchen nicht der Anteil Milchprodukte oder Magermilchpulver entscheidend, sondern das hochwertige Milchprotein am Gesamtprotein. Je mehr Sterne die UFA-Milch hat, desto mehr Milchprotein enthält sie. JETZT AKTION: Auf den oben erwähnten UFA-Kälbermilchen gibt es bis am 17. September 2011 einen Rabatt von Fr. 12.–/100 kg (siehe Top-Angebote). UFA-REVUE · 9 2011

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ERFOLG IN DER PRAXIS SUCCÈS DANS LA PRATIQUE

LESE-FUTTER À LIRE Kombirabatte nutzen

Hansueli Steinmann, Richigen (BE).

Mehr Sicherheit und Vitalität mit UFA top-fit «Nicht die Genetik, sondern die Tiergesundheit ist für den Erfolg in der Kälbermast prioritär», betont Hansueli Steinmann, der in Richigen einen 13 ha-Betrieb mit 17 Milchkühen und 35 Mastkälbern führt. Auch ein RedHolstein-Kalb könne wirtschaftlich sein, wenn es sich gut entwickle. Um die Kälbergesundheit und -leistungs-

fähigkeit zu fördern, hat UFA-Kälberspezialist Ueli Schütz dem Betrieb Steinmann das Wirkstoffkonzentrat UFA top-fit empfohlen: 80 g pro 100 kg Gewicht und Tag über den Tränkeautomat-Zusatzdosierer. «Jetzt sind die Tiere verlässlich mit Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen versorgt, die Vitalität hat sich ver-

bessert und die Homogenität der Gruppe stimmt. Eine ausreichende Wirkstoffversorgung begünstigt eine Einsparung beim Medizineinsatz und beugt so Antibiotikaresistenzen vor», beobachtet Hansueli Steinmann. Aktuell ist UFA top-fit ab einem Bezug von zwei Paletten UFA-Kälbermilch gratis erhältlich (siehe Top-Angebote).

HOBBY-TIERECKE ANIMAUX D’AGREMENT

Bedarfsspitzen einkalkuliert? Schafe und Ziegen

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ProRumin steht für eine hohe Pansenaktivität dank Lebendhefen, ein stabiles Pansenmilieu dank Puffersubstan-

zen, eine gute Energieverwertung dank Niacin sowie hohe Schmackhaftigkeit dank Kräuterzusatz.

Mg zu Zwischenfutter Zwischenfutter enthält nur wenig Magnesium (Mg). 100 g MINEX 974 oder UFA 994 pro Kuh und Tag sichern die MgVersorgung in Rationen mit hohem Zwischenfutter-Anteil.

Strukturfutter für Pferde und Ponys Ponys, Esel und Kleinpferde reagieren auf Proteinüberschüsse besonders heikel. Für sie, aber auch für wenig beschäftigte Pferde eignet sich HYPONA 790 MCR ideal. Als Quelle biologisch aktiver Stoffen enthält es Karottensaft und milchsäurehaltiges Fermentgetreide. Durch einen hohen Fasergehalt wird die Kautätigkeit angeregt und es entsteht das erwünschte Sättigungsgefühl. Aktuell ist HYPONA 790 MCR in Ihrer LANDI mit einem Rabatt von Fr. 15.–/100 kg erhältlich.

Grafik: Energiebedarf einer Aue (60 kg) 15

MJ NEL pro Tag

Für Auen und Zicken muss Weide- und Dürrfutter ab dem fünften Trächtigkeits- bis zum zweiten Laktationsmonat ergänzt werden. Wie die Grafik am Beispiel eines Mutterschafes zeigt, deckt das Grundfutter den Energiebedarf in dieser Zeit nicht. Chronischer Energiemangel mindert die Leistung und beeinträchtigt die Gesundheit. Für einen sicheren Trächtigkeitserfolg bewähren sich zudem erhöhte Energiegaben im Deckmonat («Flushing»). UFA 765 passt zu proteinreichen, UFA 772 ProRumin zu ausgeglichenen Rationen. Die Mischfuttermenge variiert je nach Gewicht und Leistung zwischen 200 bis 900g pro Tier und Tag bei Schafen und bis 1500 g bei Ziegen.

Kombinieren Sie den Bezug von UFA-Kälbermilch, -Mineralsalz und -Spezialitäten und beachten Sie die attraktiven Kombirabatte. Wenn Sie beispielsweise ein Originalpalett Vollmilchergänzer kaufen, erhalten Sie neben dem Palettenrabatt einen Spezialitäten-Mengenrabatt von 4 %, der auch für zusätzlich bezogene Einzelgebinde gilt (z. B. 5 Säcke Mineralsalz oder ein Kessel UFA-Antifex).

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2

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6 Monate

8

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NUTZTIERE

Das Kapital der nächsten Laktation TROCKENSTEHENDE KÜHE erfordern höchste Aufmerksamkeit. Denn viele Euterentzündungen haben ihren Ursprung in der Galtzeit, wie eine Studie aus England zeigt. Entsprechend müssen die Vorbeugemassnahmen gewählt werden.

Marc Kirchhofer

Sehr schnell kann es in einem Milchviehbetrieb dazu kommen, dass die trockenstehenden Kühe zu vergessenen Kühen werden. Mit dem Trockenstellen werden die Pflegeanforderungen und die Betreuung der Milchkühe abrupt reduziert. Die tägliche intensivere Auseinandersetzung mit den Tieren durch das Melken entfällt, und auch die Fütterung der Gustkühe ist nicht mehr so anspruchsvoll wie während der Laktation. Häufig verlassen die Trockensteher den eigentlichen Milchviehstall und werden in einfachen Stallungen oder sogar hauptsächlich auf der Weide extensiv gehalten. Wenn dann noch eine medikamentelle Behandlung zur Zeit des Trockenstellens erfolgte,

wiegt sich so mancher Tierbesitzer in Sicherheit, dass dem pausierenden Euter sicherlich nichts mehr passieren kann.

Zwei Risikozeiten Die Ruhe in der Milchproduktion kann aber trügerisch sein. Denn auch wenn die Trockenstehzeit hilft, bestehende Infektionen zur Abheilung zu bringen, birgt sie selbst mindestens zwei Risikozeiten für das Auftreten von Euterentzündungen. Zu Beginn der Trockenstehzeit befindet sich nicht abgemolkene Milch im Euter. Diese kann bis zur vollständigen Resorption als ideales Nährmedium für krankmachende Bakterien im Euter dienen. Dieses Risiko lässt sich bei anfälligen Tieren durch die Applikation von

Tabelle: Statistisch erwiesene Schutzfaktoren vor Euterentzündungen Allgemeine Faktoren

Vorgängige Laktation Trockenstellen

Frühe Trockenstehperiode

Späte Trockenstehperiode

Abkalbeperiode

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Strategische Fliegenkontrollprogramm während dem ganzen Sommer tiefe Laktationsnummer sauber gelagerte Einstreu Zellzahlen während den letzten 90 Tagen in Milch < 200 000 SCC/ml Kühe mit kontrolliertem Körperkonditionsverlauf Trockenstellen anlässlich des Melkens Reinigung der Zitzen mit Alkohol vor der Applikation von medikamentellen Trockenstehpräparaten Stehen der Kühe während 30 Minuten nach dem Trockenstellen desinfizierte Lägeroberfläche trockene Läger Matten als Lägeroberfläche desinfizierte Lägeroberfläche Matten als Lägeroberfläche tägliche Reinigung der Lauf- und Liegeflächen mindestens einmal täglich frische Einstreu auf Liegefläche Weidemanagement: maximal zwei Wochen auf derselben Weide, gefolgt von vier Wochen Ruhe für die Weide Trockensteher nicht mit laktierenden Kühen zusammen gehalten Abkalbebucht täglich gereinigt erstes Melken innerhalb vier Stunden nach der Abkalbung gleiche Rationszusammensetzung wie bei den laktierenden Kühen keine Möglichkeit für die Kälber, bei anderen Kühen zu saugen

Trockenstellern minimieren. Die zweite Risikophase ist vor der Geburt während dem Aufeutern; auch dann hat es Milch im Euter, die nicht ermolken wird. Zu diesem Zeitpunkt kann durch Behandlungen kein zusätzlicher Schutz des Euters erreicht werden.

Eine Studie aus England hat gezeigt, wie sich die Trockenstehzeit auf die folgende Laktation auswirkt. In die Studie wurden sechs englische Herden mit einem guten Management einbezogen. Der Zellgehalt der Ablieferungsmilch musste unter 250 000 SCC/ ml liegen und über die Herden mussten gute Dokumentationen vorliegen. Alle Kühe der Herden wurden mit einem antimikrobiellen Trockensteller trockengestellt. Jede Kuh stand während eines Laktationszyklus unter Beobachtung. Start der Beobachtungsperiode war das Trockenstellen. Allen Kühen wurde zum Zeitpunkt des Trockenstellens und der Abkalbung eine Milchprobe entnommen und bakteriologisch untersucht. Während der Trockenstehzeit entnahm man jeder Kuh von zwei Vierteln mehrmals Milch. Die anderen beiden Viertel wurden als Kontrollviertel nicht gemolken. Während der Laktation wurde bei allen klinischen Euterentzündungen eine Milchprobe untersucht. Damit aus der Trockenstehzeit herrührende Infektionen in der nächsten Laktation mit Sicherheit erkannt werden konnten, wurden die isolierten Keime auf Grund ihrer Erbsubstanz eindeutig identifiziert. In die Studie flossen Daten von 627 Kühen ein. Neben den Milchproben aus allen Vierteln zur Zeit des Ergustens und zur Zeit der Abkalbung wurden während der Gustzeit aus der Hälfte der Viertel 9 2011 · UFA-REVUE


NUTZTIERE total 2623 Proben entnommen. In den ersten 100 Laktationstagen aller Kühe wurden 153 Mastitisfälle registriert und Milchproben der erkrankten Viertel untersucht. Zwischen den beprobten und nichtbeprobten Eutervierteln konnte kein Unterschied in der Mastitisrate ermittelt werden. Somit hatte der Versuchsaufbau selbst keinen Einfluss auf die Resultate.

Ursprung in der Galtzeit 60 % der Mastitisfälle in den ersten hundert Laktationstagen hatten ihren Ursprung erwiesenermassen während der Gustzeit! Je nach infizierendem Keim war das Ausmass unterschiedlich. So waren alle Mastitiden mit anderen (Koagulase negativen) Staphylokokken in den ersten 100 Laktationstagen auf Infektionen während der Gustzeit zurückzuführen.

Bei den coliformen Keimen und Streptokokkus uberis waren es noch mehr als die Hälfte der Euterentzündungen und bei E. coli sowie Streptokokkus dysgalactiae immerhin noch ein Drittel. Auch wurde der Infektionszeitpunkt aller während der Laktation aufgetretenen Euterentzündungen angeschaut. Auf alle Laktationen betrachtet, hatten 43 % der Eutererkrankungen ihren Ursprung in der Gustzeit. Bei Euterentzündungen um die Abkalbung herum waren es 90 % und auch noch im achten Laktationsmonat erwies sich die Gustzeit bei 10 % der Eutererkrankungen als Ursprung der Infektion.

Auch während der Trockenstehzeit gehört der Fokus auf’s Euter!

Problemzeitpunkt einbeziehen Mit dieser Studie konnten die Autoren schlüssig aufzeigen, welch wichtiger Faktor die Trockenstehzeit für die Eutergesundheit einer Herde ist. Es darf daraus geschlossen werden, dass die Eutergesundheit einer Herde massgeblich während der Trockenstehzeit bestimmt wird. Somit muss die Prophylaxe für gesunde Euter auch in diese Zeit vorverlegt werden. Dies gilt vor allem bei einem bestehenden Bestandesproblem mit der Eutergesundheit. Dabei darf nicht nur das Total der euterkranken Tiere angeschaut werden. Vielmehr gilt es, den Zeitpunkt der Probleme in der Laktation genauer zu analysieren, damit die richtigen Massnahmen eingeleitet werden können.

Die richtige Prophylaxe Doch was sind die richtigen Massnahmen und die richtigen prophylaktischen Vorkehrungen? In weiteren Studien haben die Autoren die Risikofaktoren in der Trockenstehperiode für erhöhte Zellzahlen und für klinische Eutererkrankungen während der Laktation angeschaut. Dabei wurden 52 Milchviehherden mit total über 13 000 Kühen während zwei Jahren begleitet. Mit statistischen Mitteln wurde der Einfluss verschiedener Faktoren auf die Eutergesundheit ermittelt. Die Resultate dieser aufwändigen Studie sind in der Tabelle zusammengefasst. Es ist eine Liste von praxistauglichen Massnahmen entstanden, bei deren Umsetzung die Eutergesundheit in der nächsten Laktation bewahrt werden kann. Denn die Gustkühe von heute sind das Laktations-Kapital von morgen! 䡵 UFA-REVUE · 9 2011

Autor Dr. med. vet. Marc Kirchhofer, FVH Wiederkäuermedizin DECBHM, Wiederkäuerklinik, 3012 Bern Zusammenarbeit mit RGD Die Wiederkäuerklinik der Vetsuisse-Fakultät Universität Bern arbeitet in der Bestandesmedizin eng mit dem Rindergesundheitsdienst (RGD) zusammen. So wird gemeinsam ein RGD-Bulletin für Tierärzte verfasst. Auf www.rgd.ch finden Sie weitere Informationen, auch zur Eutergesundheit und Trockenstehzeit.

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NUTZTIERE

Expandiertes Mineralsalz setzt sich durch 10 JAHRE MINEX Im Jahr 2001 ist das erste expandierte Mineralsalz hergestellt und lanciert worden. Wie hat sich Minex seither entwickelt? Was ist das Spezielle am expandierten Mineralsalz und wieso ist Minex auch heute ein gefragtes Produkt?

Hansueli Rüegsegger

Mineralsalze sichern die Gesundheit, Fruchtbarkeit und Langlebigkeit der Milchkühe. Sie schützen vor Mangelkrankheiten und -störungen. Werden die Mineralsalze nicht in Form einer Mischung angeboten, gibt es oft ein Problem. Die kostbaren, le-

Stephan Roth

benswichtigen Stoffe sind in reiner Form nicht besonders schmackhaft und werden von den Tieren liegengelassen. Zur Wirksamkeit von Mineralsalzprodukten trägt die Fressbarkeit entscheidend bei. Denn Mineralsalze nützen nur, wenn sie vom Tier aufgenommen und verwertet werden.

Hygienisch und praxistauglich

Neue Gehalte Die Minex-Mineralsalze verfügen über folgende Gehalte (pro kg): Minex 971 (Galtphase): 50 g Ca, 85 g P, 80 g Mg Minex 972 (Startphase): 100 g Ca, 50 g P, 40 g Mg Minex 973 (P-reich): 40 g Ca, 135 P, 25 g Mg Minex 974 (Mg-reich): 75 g Ca, 25 g P, 150 g Mg Minex 975 (ausgewogen): 140 g Ca, 70 g P, 40 g Mg Minex 976 (mit Biotin): 100 g Ca, 80 g P, 75 g Mg Die Gehalte von Minex 976 wurden auf Wunsch der Kunden angepasst. Zudem besteht die Selenquelle von Minex 973, 974 und 975 neu zu 50 % aus organischem Selen und zu 25 % aus organischem Zink. Organische Spurenelemente werden von den Tieren besser aufgenommen als anorganische.

10 Jahre Minex genossen, 150 000 kg Milch geflossen Die 15-jährige Kuh Irma muss nicht mehr vorgestellt werden. Sie hat über 150 000 kg Milch produziert und wird im Oktober zum 14. Mal abkalben. Auch im hohen Alter gibt sie noch viel Milch mit tiefen Zellgehalten. Stolzer Besitzer dieser Ausnahmekuh ist Bernhard Ryser, Vielbringen (BE). Seit der Lancierung von Minex vor zehn Jahren vertraut er auf diese schmackhafte Mineralsalzlinie der UFA.

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Als die UFA AG vor zehn Jahren neue Produktionsformen für Mineralsalze suchte, fand man diese in der Expandertechnologie, da diese die hohen Anforderungen an Schmackhaftigkeit und Struktur am besten erfüllt. Expandieren ist eine hydrothermische Druckbehandlung des Futters. Die Mineralstoffe werden zusammen mit den organischen Trägerstoffen (z. B. Getreideprodukte, Früchte oder Rohfaserprodukte), den Spurenelement- und Vitaminvormischungen sowie Melasse durch eine Düse gepresst und unter Druck und Feuchtigkeit (Dampf) bei hoher Temperatur zusammengeführt. Resultat ist eine ausgeglichene, krümelige Struktur. Das Expandieren verbessert die Futtermittelhygiene, weil eventuelle Keimgehalte der organischen Träger reduziert werden. Der Feinanteil sinkt durch das Verkleben der Partikel. Es entsteht keine Entmischung – eine wichtige Voraussetzung, dass das Tier alle Mineralsalzkomponenten aufnimmt. Nach dem Expandieren wird das Produkt mit Fliesshilfsmittel und zusätzlichen Aromen versehen. Dadurch erhöht sich die Fressbarkeit der Mineralsalze und sie erhalten eine besser dosierbare Struktur. Zusammengefasst: Minex-Mineralsalze sind praxisgerechter.

Fressbarkeit entscheidend Bei einem mehlförmigen Mineralsalz kann der Geschmack je nach Zusammensetzung stark variieren: von salzig über bitter bis sauer. Phosphorreiche Mineralstoffe werden von der Kuh weniger gut aufgenommen als beispielsweise kalziumreiche. Mit dem Expandieren, dem hohen Melasseanteil und den organischen Aromastoffen werden Minex-Produkte deutlich besser gefressen als herkömmliche Mineralsalze. Dies hatten Fressversuche bereits vor der MinexEinführung gezeigt und bestätigte sich in den letzten zehn Jahren immer wieder neu. Grafik 1 zeigt, dass der Anteil schmackhafter Stoffe bei Minex klar am höchsten ist. Entsprechend positiv wird die Fresslust auf Minex von den Tierhaltern beurteilt (Grafik 2). Betriebe, die Mischrationen einsetzen, können auf geschmacksneutralere Produkte zurückgreifen, weil die Mineralsalze durch andere Rationskomponenten «aromatisiert» werden. Einfluss auf Verfügbarkeit? Die Bioverfügbarkeit der Vitamine und Spurenelemente wird durch das Expandieren nicht beeinflusst. Von Vitaminen werden grundsätzlich stabile Formen verwendet, die auch bei hohen Druckund Temperaturwerten unverändert bleiben. Der hohe Anteil organischer Träger verbessert nicht nur die Fressbarkeit, sondern führt auch zu einem schonenderen Verarbeitungsprozess. Thermolabile Rohstoffe werden erst nach dem Expandieren beigemischt, damit die Produkte keinen Schaden nehmen. Bei der Auswahl der Mineralstoffe wird auf eine sehr gute Verfügbarkeit geach9 2011 · UFA-REVUE


NUTZTIERE

Anorganisch

oder

organisch?

Die Frage, ob organische Spurenelemente wirklich besser absorbiert werden als anorganische, wird immer wieder kontrovers diskutiert. Im Pansen verhalten sich die beiden Spurenelement-Arten unterschiedlich. Durch den Einsatz organisch gebundener Spurenelemente kann die Verfügbarkeit verbessert, der erhöhte Bedarf der Kuh gedeckt und die Umwelt geschont werden. Es treten weniger Wechselwirkungen unter den Spuren- und Mengenelementen auf. Das gilt etwa für Kalzium und Eisen. «Wechselwirkungen» bedeutet, dass im Tier der Effekt einzelner Elemente durch andere Elemente beeinträchtigt wird. Die Versorgungssicherheit ist am besten, wenn Mineralsalze sowohl anorganische als auch organische Spurenelemente enthalten.

Sämtliche Minex-Nummern verfügen über organische Spurenelemente. Bei Selen liegt der organische Anteil bei mindestens 50 % und bei Zink bei 25 %. Minex 971 verfügt zusätzlich über organische Anteile von Kupfer und Mangan. Dem Einsatz ausschliesslich organischer Spurenelemente sind preislich bedingte Grenzen gesetzt.

Grafik 1 : Anteil schmackhafte Stoffe 40 30 25 20 15 10 5 0

Weiterentwicklung von Minex Bis das erste Minex-Produkt vor zehn Jahren auf den Markt gebracht wurde, waren zig Versuche notwendig. Es resultierte ein gut dosierbarer, strukturierter Mineralstoff in einer praxisgerechten Form. Seither wurde Minex laufend weiterentwickelt und die Palette hat sich um fünf weitere Produkte erweitert. Für jede Ration und jeden Laktationsabschnitt findet man das geeignete Minex-Mineralsalz (siehe Kasten). Seit

Organische Trägerstoffe Melasseanteil

35 Prozent

tet. Mehrfach- oder Magnesiumphosphate können die Tiere besser verwerten als herkömmliche Phosphat- und Magnesiumquellen. Alle Minex-Produkte unterstehen regelmässigen Kontrollen.

Minex

Würfel

Mehl

Grafik 2 : Beurteilung der Fresslust auf Minex sehr gut 62 % gut 34 %

zu gut – 2 % weder noch – 2 %

Dank Expanderstruktur lassen sich Minex-Mineralsalze besser dosieren.

zwei Jahren gibt es sogar ein Minex für die Trockensteher. Die Galtkühe sind die wichtigste Kuhgruppe im Stall. In den rund sechs Wochen, während denen die Kuh keine Milch produziert, hat sie die Möglichkeit, ihre Reserven wieder aufzufüllen. Minex 971 ist reich an Spurenelementen und Vitaminen und damit genau auf die Bedürfnisse der Galtkuh zugeschnitten.

Fazit Die Mineralstoffe bilden in der Milchviehfütterung ein unentbehrliches Element, da sie an allen Stoffwechselvorgängen beteiligt sind. Weil die Rohstoffe relativ viel kosten, ist es unentbehrlich, dass diese von der Kuh auch gefressen und aufgenommen werden. Minex-Mineralsalze haben eine deutlich bessere Fressbarkeit, was die Versorgungssicherheit bei den Mengen- und Spurenelementen erhöht. 䡵

Autoren Hansueli Rüegsegger, Ressortleiter Milchvieh; Stephan Roth, Ressortleiter Forschung und Entwicklung; UFA AG, 3360 Herzogenbuchsee. www.ufa.ch

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NUTZTIERE

Der pansenorientierte Mischwagen BEIM SYSTEM KEENAN «MECH-FIBER» steht die Erhaltung der Futterstruktur im Vordergrund. Die langen Rohfaserteile werden auf die passende Länge zerkleinert und schonend gemischt. Interessant ist auch das System zur Auflösung von Siloballen sowie das «Pace»-Programm, das die ideale Befüllung und die entsprechenden Umdrehungen am Mischwagen automatisch berechnet.

Keenan-Futtermischwagen aus Irland sind in vielen europäischen Ländern vorzufinden. In der Schweiz ist diese Marke eher wenig verbreitet, wurden doch in den letzen zehn Jahren in der Deutschschweiz erst zirka 15 Wagen verkauft.

Was ist anders? Von konventionellen Horizontal- oder Vertikalmischern unterscheiden sich Keenan-Produkte grundsätzlich beim Mischsystem. Durch eine horizontal angelegte Welle mit einzelnen Paddeln wird das Futter im freien Fall gemischt. Die Messer sind auf dem Boden des Mischers ange-

bracht. Von den Paddeln und Gegenschneiden wird das Futter durch die Messer gestossen. Damit das Futter effektiv vermischt und nicht nur umgewälzt wird, darf der Mischwagen nicht komplett gefüllt werden. Sonst fallen die Komponenten nicht frei auf die Welle und der Mischeffekt bleibt aus.

Was bedeutet «Mech-fiber»? «Mech-fiber» ist eine patentierte Art der Rationsgestaltung, die nur in einem entsprechenden Mischwagen von Keenan erstellt werden könne, heisst es im Beschrieb der Firma Keenan. In der Tat handelt es sich um ein System, das eine

pansenoptimierte Mischung erstellt. Mit dem Keenan-Mischwagen wird das Futter sehr schonend behandelt. Es gibt kein «Würgen», das die Faserteile beschädigen würde. Durch die Erhaltung der Struktur und die Homogenität der Mischung bleibt der Pansen-pH stabiler. Bei Keenan wird die Futtereffizienz gross geschrieben. Das heisst, die Trockensubstanz-Aufnahme soll nicht maximiert, sondern optimiert werden. Ziel ist, pro Kilogramm Milch möglichst wenig Trockensubstanz einzusetzen.

Einsatz Ballensilage Der Vorteil von Vertikal- gegenüber Horizontal-

Die Zapfwellenleistung dieses 48-PSTraktors ist ausreichend für den Keenan «Mech-fiber 320», mit dem bis 70 Kühe gefüttert werden können.

Fütterung mit einem «Mechfiber»-Mischwagen von Keenan: Die Futterrutsche kann hydraulisch verstellt werden. 70

mischern ist grundsätzlich die Eignung für Siloballen. Keenan hat hierbei ein eigenes Prinzip entwickelt. Mit einem Ballenauflöser, der optional auf den Mischwagen montiert werden kann, lassen sich auch hart gepresste Siloballen zerlegen. Die Ballen werden mit dem Frontlader auf den Mischwagen gehoben und dort langsam abgerollt. Das Abrollen erfolgt mit dem gleichen System wie das Pressen, was die Herstellung einer homogenen Mischung vereinfacht. Kommt die Siloballe ohne 9 2011 · UFA-REVUE


NUTZTIERE Ballenauflöser direkt in den Mischwagen, wird sie ungenügend aufgelöst und es können Klumpen entstehen.

Kleine Mischmengen Ein weiterer Vorteil von Keenan ist die Möglichkeit, nur kleine Mengen zu mischen. Wird für die Aufzucht eine separate Mischung erstellt, ist dies realisierbar. Auch bei Kleinstmengen von wenigen 100kg entsteht eine homogene Mischung. Trockenmischungen können für mehrere Wochen vorproduziert werden.

48 PS für bis 70 Kühe Der schonende Mischvorgang reduziert die Leistungsanforderungen ans Zugfahrzeug. Eindrücklich belegt dies ein 70-Kuh-Betrieb, der eine Ration mit je 50 % Grasund Maissilage füttert und seinen Keenan «Mech-fiber 320» mit einem 48-PSTraktor antreibt. Und dies ist kein Einzelfall. Auf vielen Betrieben werden fürs Mischen kleine Traktoren verwendet. Dementsprechend kann auch der Dieselverbrauch reduziert werden. Obschon der Mischvorgang mit einem Keenen in der Regel länger dauert als bei einem herkömmlichen System, ist der Dieselverbrauch und somit der Energieaufwand pro Kuh deutlich tiefer.

Keenan Keenan ist ein irischer Hersteller von Futtermischwagen, die Firma wurde vor etwas mehr als 30 Jahren vom Landwirt, Ingenieur und Erfinder Richard Keenan gegründet. Speziell an den Keenan-Futtermischwagen sind das besondere Mischkammerprofil, die Messer aus Kohlenstoffstahl und Paddelzinken für die Aufbereitung und Verarbeitung der Futterkomponenten, so dass exakt die richtige Faserzusammensetzung für die Ration erzeugt wird. Weitere typische Eigenschaften des Futtermischers sind sein geringer Energieverbrauch und die schonende Futtermischung durch sanftes Unterheben und Umwälzung aller Komponenten, so dass eine wiederkäuergerechte Struktur erhalten bleibt. Keenan produziert den horizontalen Paddelmischer in Grössen von 8 bis 28 m3. Jährlich werden rund 2000 Maschinen gefertigt, 90 % davon gelangen in den Export. Keenan berichtet von 30 000 zufriedenen Kunden in 40 Ländern. Das Unternehmen beschäftigt mehr 200 Personen, wovon 160 am Hauptsitz in Irland. Der Rest verteilt sich auf Verkäufer und Fütterungsexperten, die in eigenen Tochterunternehmen oder Vertriebsorganisationen in total 16 Ländern tätig sind.

Die sechs Paddel sind versetzt auf einem Haspel angeordnet. Die Messer befinden sich am Boden und sind sehr gut zugänglich.

Die Befüllhöhe liegt bei 2.53 m. Der Mischwagen kann optional mit einem Ballenauflöser ausgerüstet werden.

«Pace»: Kontrollierter Mischvorgang Vor 18 Monaten hat Keenan

nen beliebig in das Programm eingeben werden. Die Daten gelangen per Mausklick zum Keenan-Hauptsitz in Irland und nach wenigen Sekunden sieht man die optimierte Ration auf dem Bildschirm. Mit einer mobilen SIM-Karte werden die Rationsanteile auf den

das Software-Programm «Pace» lanciert. Damit werden die ideale Befüllung und die entsprechenden Umdrehungen am Mischwagen automatisch berechnet. Die einzelnen Mischkomponenten könUFA-REVUE · 9 2011

Mischwagen übertragen, damit die Befüllung entsprechend erfolgt. Während dem Mischen sind die Umdrehungen sichtbar. Nach dem Abladen muss die Mischung kontrolliert und allenfalls angepasst werden. Weist die Mischung beispielsweise zu viel Struktur auf, wird der Strukturwert der entsprechenden Komponenten korrigiert und die Ration neu berechnet. Wer auf «Pace» setzt, muss aber relativ tief in die Tasche greifen. Die Nutzung dieses Programms kostet pro Monat 166 Euro.

Betreuung der Betriebe Nach dem Kauf eines Mischwagens bietet Keenan eine Betreuung während eines Jahres an. Die Landwirte können rund fünfmal eine Beratung in Anspruch nehmen, die immer in Zusammenarbeit mit einem Fütterungsspezialisten erfolgt. Allfällige Probleme werden so gemeinsam angegangen.

Grenzen

und Nachteile Der Mischvorgang funktioniert beim Keenan-System nur, wenn die Mischung einen freien Fall hat. Dadurch braucht der «Mech-fiber» verglichen mit herkömmlichen Mischern mehr Platz. Unter anderem deshalb ist der Preis von KeenanMischwagen relativ hoch. Bei Keenan ist man sich dessen bewusst und hebt Vorteile wie die pansengerechte Ration und bessere Futterverwertung hervor. Bei den technischen Angaben zum Mischbehälter spricht Keenan nicht von Kubikmetern, sondern von der Anzahl Kühe, die mit dem entsprechenden Modell gefüttert werden können. Da Keenan keine Selbstbefüller im Angebot führt, müssen Betriebe, die eine integrierte Fräse vorziehen, nach einer anderen Lösung suchen.

Fazit Die Mischwagen von Keenan heben sich durch einige Vorteile von den Mitbewerbern ab. Grösster Pluspunkt ist der saubere Schnitt, der eine pansengerechte Ration ermöglicht. Weiter kann die Mischung mit wenig Krafttaufwand hergestellt werden, was die laufend anfallenden Kosten senkt. Keenan ist aber nicht für jeden Betrieb geeignet. Denn der Landwirt muss sich mit dem ganzen System auseinandersetzen und identifizieren, damit er auch Erfolg hat. 䡵

Autoren Hansueli Rüegsegger, UFA AG, 3360 Herzogenbuchsee; Dr. Roman Engeler, UFA-Revue, 8401 Winterthur. Hansueli Rüegsegger hat für die UFA-Revue an einer praktisch orientierten Presseveranstaltung von Keenan vom 3. und 4. August in Kempten (D) teilgenommen. Roman Engeler besuchte kürzlich den Hauptsitz von Keenan in Irland. Mehr zu den KeenanMischwagen finden Sie unter www.keenan.de

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Luftqualität ist wichtiger als die Temperatur KLIMA-MANAGEMENT IM KÄLBERSTALL Gesunde Kälber – gute Nachzucht – wirtschaftliche Milchviehhaltung. Einen wichtigen Beitrag dazu leistet ein optimales Stallklima. Zu beachten ist besonders die Krankheitsursache Nr. 1: keimbelastete Luft.

Markus Sax

Die Kälber, der wertvollste Teil einer erfolgreichen Milchviehhaltung, brauchen ein gutes Stallklima, damit sie zu gesunden und leistungsfähigen Kalbinnen heranwachsen. Das Immunsystem der Kälber ist erst in der zehnten Lebenswoche vollständig aufgebaut. Zuvor ist diesen Jungtieren ein möglichst «keimfreies» Umgebungsklima zu schaffen. Die Hauptkenngrössen für ein optimales Stallklima sind: • Temperatur • Luftfeuchtigkeit • Frischluft ohne Zugluft • Raumvolumen • Luftgeschwindigkeit • Lichtstärke • Temperaturschwankungen • Schadgaskonzentration • Staub- und Keimbelastung

50 bis 80 %. In Aussenklimaställen lässt sich die Feuchtigkeit kaum ändern, was entsprechende Lüftungsraten zur Folge hat. Zu hohe Luftfeuchtigkeit führt vor allem im Winter schnell zu Kondenswasser an kalten Oberflächen und schlecht trocknenden Stallböden. Dies führt wiederum zu Schimmelpilzbildungen, aus denen Sporen in die Stallluft gelangen und dadurch die Gesundheit von Mensch und Tier gefährden können. Im Sommer führt die Kombination von zu hoher Luftfeuchtigkeit (> 60 %) und zu hohen Temperaturen (> 28 °C) zu Hitzestress bei den Tieren und zu einer erhöhten Keimdichte in der Stallluft. Der Hitzestress kann durch Erhöhung der Luftgeschwindigkeit reduziert werden. Die Gefahr besteht jedoch, dass eine zu hohe Luftgeschwindigkeit zu Zugerscheinungen bei den Tieren führt.

neben Wasserdampf ein beträchtlicher Anteil an Wärme aus dem Stall abgeführt werden. Da die Kälber nicht gerne zu warm haben, laufen sie Gefahr, bei hohen Temperaturen in einen Hitzestress zu laufen. Es macht daher Sinn, in diesen Monaten einen konstanten Luftstrom über den Tieren aufrecht zu erhalten. Es gilt: Eine gute Stallluftqualität ist wichtiger als etwas tiefere Temperaturen. Die Luftführung im Stall muss unbedingt gut geplant und tiergerecht ausgeführt werden. Gerade in Herbst- und Winterzeiten ist darauf zu achten, dass die Tiere nicht direkt im kalten Zuluftbereich sind. Die Zuluftgeschwindigkeit sollte unter 0.2 m/s liegen.

Temperatur Für Kälber (50 bis 150 kg) liegt der optimale Lufttemperaturbereich zwischen 5 bis 20 °C. Gesunde Kälber ertragen allerdings – wie die Igluhaltung es beweist – problemlos auch Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, sofern ruhige Luftverhältnisse und ein wärmegedämmtes Liegebett vorhanden sind (trockene und gut isolierende Strohmatratze). Bei kranken Kälbern ist die Kältetoleranz eingeschränkt. Zu beachten ist, dass kalte Oberflächen (Aussenwand und Boden) speziell im Liegereich sehr ungeeignet sind, da diese den Tieren bei direktem Kontakt Körperwärme entziehen, was schnell zu Unterkühlungen führen kann. Die Abwehrbereitschaft der Kälber wird dadurch geschwächt.

Luftfeuchtigkeit Die ideale relative Luftfeuchtigkeit liegt im Bereich von 72

Luft Die Qualität der Stallluft sollte möglichst identisch mit der Aussenluftqualität sein. Schadgase und Wasserdampf müssen mittels Luftwechsel (freie oder mechanische Lüftung) aus dem Stallgebäude nach aussen transportiert werden. Die erforderliche Luftrate hängt einerseits vom Tierbestand und andererseits von den klimatischen Bedingungen (Temperatur und relative Feuchtigkeit) innen und aussen ab. Da die Wasseraufnahmefähigkeit der Luft temperaturabhängig ist (kalte Luft kann weniger Wassserdampf als warme Luft aufnehmen), braucht es für die Wasserdampfabfuhr aus der Stallluft bei kälteren Temperaturen einen höheren Luftwechsel. Dadurch reduziert sich auch die Schadgaskonzentration und Keimdichte in der Stallluft. In den heissen Sommermonaten muss über die Lüftung 9 2011 · UFA-REVUE


NUTZTIERE Stallordnung Die erste grundsätzliche bauliche Anforderung betrifft die genaue Anordnung des Kälberstalls. Da die jungen Kälber ein viel schwächeres Immunsystem besitzen als ihre älteren Artgenossen, vermögen sie sich nicht gegen alle Krankheitserreger zu wehren wie die etwas älteren Tiere. Daher ist ein Leben «unter gleichem Dach» mit älteren Herdenmitgliedern keine optimale Lösung, sofern die Stallabteile klimatisch nicht vollständig getrennt sind. Es empfiehlt sich, die Kälberabteile in einem separaten Gebäude oder zumindest in einem vollends abgetrennten Gebäudeteil unterzubringen und mit Frischluft (Aussenluftqualität) zu versorgen. Da gleich nach der Geburt ein Infektionsrisiko durch die Umgebung besteht, ist dringend darauf zu achten, dass die Abkalbeboxen nicht für andere Nutzungen wie Kälber- oder Rinderbuchten gebraucht werden. Einfache Entmistung Als weitere bauliche Massnahme sollte vor allem bei Tiefstreu eine möglichst einfaches Entmistungssystem eingeplant werden. Wird nur selten gemistet, führt dies in der Mistmatratze zu idealen Wachstumsbedingungen für Krankheitserreger, welche immunschwache Kälber

Grafik: Winter- und Sommerbetrieb beim Offenfrontstall

Winterbetrieb

Sommerbetrieb

Im Offenfrontstall wird die Rückwand bei heissem Wetter geöffnet, um eine ausreichende Luftzirkulation zu gewährleisten.

schnell befallen. Ausserdem nimmt mit der Zeit die Zersetzung in der Tiefstreu zu, wodurch viel Ammoniak und Wasserdampf freigesetzt werden. Ammoniak schädigt die Lungen und ebnet den Weg für bakterielle Infektionen. Wasserdampf erhöht die relative Luftfeuchtigkeit, was besonders im Winter wegen Kondenswasserbildung an kalten Oberflächen zu Problemen führen kann (Schimmelpilz). Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit führt dazu, dass die Kälber ein nasses Fell erhalten und dadurch anfällig auf Zugluft reagieren.

Offenfrontstall Als ideale Bauform für Kälberställe hat sich in den vergan-

genen Jahren der Offenfrontstall bewährt. Bei dieser Bauweise sind im Winter drei Aussenwandseiten (z. B. beide Giebelwände und eine Längswand) geschlossen, damit keine Zugluft im Tierbereich entstehen kann. Die Zu- und Abluft bewegt sich durch die gleiche Wandöffnung (siehe Skizze). Die offene Aussenwand mit vorgelagertem Laufhof ist gegen Süden auszurichten, damit auch in den Wintermonaten genügend Tageslicht in den Kälberstall gelangt. Dadurch kann bei kalten Jahreszeiten und tiefem Sonnenstand die einfallende Sonnenenergie zu einem gewissen Teil die Stallluft erwärmen. Für die Sommermonate sind genügend grosse Vordächer für eine ausreichende Beschattung der Liegeflächen vorzusehen. Bei heissem Wetter ist zur Vermeidung von Hitzestau die Rückwand zu öffnen, damit eine Querlüftung zu Stande kommt.

Fazit Ein optimales Stallklima ist das Fundament für eine erfolgreiche Kälberhaltung. Genug grosse Luftraten ohne Zuglufterscheinungen führen zu einer guten Stallluftqualität. Mit baulich einfachen Ausführungen und der Hauptgebäudeausrichtung nach Süden werden bereits wichtige Grundlagen für die Lüftung und Sonnenwärmegewinne geschaffen. Kalte Bauteiloberflächen und hohe relative Luftfeuchtigkeit sind zu vermeiden. 䡵

Eine konstante Belegung ohne konsequente, saubere Reinigung zwischen den einzelnen Nutzungsphasen erhöht die Keimbelastung und damit das Krankheitsrisiko markant. UFA-REVUE · 9 2011

Autor Markus Sax, Forschungsanstalt Reckenholz-Tänikon, 8356 Ettenhausen www.agroscope.ch

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NUTZTIERE

Sind die hohen Leistungen schuld? DIE KLAUENGESUNDHEIT VON MILCHKÜHEN ist eine der wesentlichsten Voraussetzungen für eine hohe Leistungsfähigkeit und Nutzungsdauer. In einer umfassenden Studie konnte gezeigt werden, welche Massnahmen den Klauenproblemen am wirkungsvollsten vorbeugen.

Anke Römer

Obgleich sich die Haltungsbedingungen für Milchkühe in den letzten Jahrzehnten deutlich verbessert haben, rangieren Klauen- und Gliedmassenerkrankungen unter den Abgangsursachen immer noch an dritter Stelle. Häufig werden Klauenerkrankungen mit der steigenden Milchleistung der Kühe in Verbindung gebracht. Wie gross der Leistungseinfluss in der Praxis ist und welche Bedeutung den Haltungsbedingungen zukommt, war Ziel einer Untersuchung am Institut für Tierproduktion Dummerstorf.

Daten von 6824 Kühen Auf vier Betrieben in Mecklenburg-Vorpommern wurde von 6824 Kühen bezie-

Massnahmen für eine gute Klauengesundheit Aus der Studie am Institut für Tierproduktion Dummerstorf lassen sich für die Praxis folgende Schlussfolgerungen ableiten: • Bei älteren Kühen ist insbesondere auf das frühzeitige Erkennen von Sohlengeschwüren und Klauenrehe zu achten. Es gilt, rechtzeitig prophylaktische Massnahmen zu ergreifen (wiederkäuergerechte Fütterung, optimale Lauf- und Liegeflächen). • Bei Jungrindern und Jungkühen kommt den Vorbeugungsmassnahmen gegen Mortellaro eine hohe Bedeutung zu (trockene Lauf- und Liegeflächen, Hygiene, Klauenbad, Kontrolle im Melkstand). • Eine funktionelle Klauenpflege sollte zwei bis dreimal je Kuh und Jahr erfolgen (Intervall nicht grösser als fünf Monate). • Auch Jungrinder müssen ab der Besamungsreife einer funktionellen Klauenpflege unterzogen werden. • Es lohnt sich, Befunde beim Klauenschneiden zu dokumentieren und auszuwerten. • Bei einem Stallneu- oder Stallumbau werden Gummibeläge auf Laufflächen am besten mit Gussasphalt- oder Betonboden kombiniert. • Alte, glatte und kantige Spaltenböden sanieren. • In Bezug auf die Beanspruchung der Gelenke sind gut aufgebaute Tiefboxen dem Einbau von Hochboxen vorzuziehen. Hoch-Tief-Boxen bieten einen ebenso guten Liegekomfort wie Tiefboxen. • Tiefstreubuchten sollten insbesondere bei abkalbenden, kranken und frischlaktierenden Kühen täglich gereinigt und eingestreut werden. 74

hungsweise tragenden Jungrindern über einen Zeitraum von fünf bis zehn Jahren die Klauengesundheit jedes Einzeltieres und jeder Klaue bonitiert. Die Daten wurden im Zuge der routinemässigen Klauenpflege (zwei- bis dreimal je Jahr) erhoben. Insgesamt stand ein Datenmaterial von 32 862 Einzeltiererhebungen zur Verfügung.

Je älter, desto öfter Mit zunehmendem Kuhalter treten Klauenprobleme tendenziell häufiger auf. Jedoch gilt

Mortellaro am häufigsten Insgesamt wiesen 42 % aller laktierenden Kühe kleine oder grössere Läsionen an den Klauen auf. Dabei handelt es sich nicht allein um lahme Kühe, sondern es wurden auch Läsionen dokumentiert, die noch keine Lahmheitserscheinungen verursachen, beispielsweise eingetretene Steinchen oder leichte Druckstellen. Während sowohl die Jahres- als auch die Saisonunterschiede innerhalb der Betriebe gering waren, zeigten sich sehr grosse Differenzen zwischen den Betrieben. Die Mittelwerte für die Gesamtläsionsraten variierten zwischen 21 und 66 % im Vergleich der Betriebe. In allen Betrieben die häufigste Klauenerkrankung war Mortellaro mit durchschnittlich 19 %, jedoch auch hier mit einer Variabilität von 7 bis 38 %. Milch hat keinen Einfluss Zwischen Milchleistungsniveau (305-Tageleistung ECM) und Erkrankungshäufigkeit wurde keine Beziehung festgestellt. Hochleistende Kühe erkrankten in den vorliegenden Untersuchungen nicht häufiger an Klauendefekten als Kühe mit geringerer Leistung. Das gilt nicht nur für die Gesamtläsionsrate, sondern auch für die einzelnen Diagnosen Sohlengeschwüre, Mortellaro, Klauenrehe sowie Limax. 9 2011 · UFA-REVUE


NUTZTIERE

Klauenpflege bei Aufzucht Eine funktionelle Klauenpflege bei tragenden

Jungrindern hat sich als sehr positiv auf die Klauengesundheit in der ersten Laktation erwiesen. Bei erstlaktierenden Kühen, die keiner Klauenpflege als Jungrind unterzogen wurden, war die Prävalenz von Klauenerkrankungen nahezu doppelt so hoch wie bei ihren Stallgefährtinnen mit einer Klauenpflege (Grafik).

Pflegeintervall Zwischen

einem vier- und einem fünfmonatigen Pflegeintervall konnten keine Unterschiede in der Klauenläsionsrate festgestellt werden. Überschritt der Abstand zwischen zwei aufeinanderfolgenden Klauenschnitten jedoch fünf Monate, so war auf allen Betrieben ein deutlicher An-

Grafik: Klauenläsionen in 1. Laktation Anteil Kühe mit Klauenläsionen (%)

dies nicht für alle Diagnosen, wie die Studie zeigt. Während Sohlengeschwüre und Klauenrehe mit dem Alter nahezu linear zunahmen, verringerten sich Mortellaro und Limax. Die höchsten Mortellaro-Raten wurden bei Jungrindern und Jungkühen ermittelt. Zur zweiten Laktation reduzierte sich der Anteil erkrankter Kühe auf die Hälfte und ab der dritten Laktation stellte sich ein einheitlich geringes Niveau ein. Mit zunehmendem Alter scheint sich in Übereinstimmung mit Literaturangaben eine gewisse Immunität aufzubauen.

45 40 35 30 25 20 15 10 5 0

Mehr als fünf Monate sollte das Intervall zwischen dem Klauenpflegen nicht sein.

nein

ja Klauenpflege als Jungrind

stieg der Klauenerkrankungen festzustellen.

Weiche und abrasive Flächen Auf Laufflächen mit Gummibelägen gab es nicht weniger Klauenerkrankungen als auf Gussasphalt. Als empfehlenswert hat sich eine Kombination aus weichen und abrasiven Laufflächen erwiesen.

Mehr Sohlengeschwüre mit Hochboxen Unter den Haltungsbedingungen von Altställen mit unrekonstruierten Betonspaltenböden sowie Hochliegeboxen mit Gummimatten wurde ein deutlich höheres Risiko für Klauenerkrankungen festgestellt. Das Risiko für Sohlengeschwüre war hier im Vergleich zu planbefestigten Laufflächen mit Tiefliegeboxen doppelt so hoch.

Fazit Der Anteil Kühe mit Klauenläsionen ist von Betrieb zu Betrieb äusserst unterschiedlich. Eine Optimierung der Haltungsbedingungen kann in erheblichem Masse dazu beitragen, die Klauengesundheit zu verbessern (siehe Kasten). 䡵

Autorin Prof. Dr. rer. agr. habil. Anke Römer, Humboldt-Universität, 10115 Berlin. Der umfassende Forschungsbericht kann unter www.landwirtschaft-mv.de heruntergeladen werden.

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NUTZTIERE

Am Anfang steht der Stress SCHWANZBEISSEN ist eine Verhaltensstörung, die bei Absetzferkeln und Mastschweinen vermehrt auftritt. Problematisch sind nicht nur die Auswirkungen auf das Wohlbefinden und die Gesundheit der Tiere, sondern auch die ökonomischen Verluste. Oft besteht ein Zusammenhang mit einem mangelhaften Stallklima. Zur Problemlösung kann unter anderem die Verabreichung spezifischer Mineralstoffe dienen.

Barbara Zehnder

Wenn es in einer Schweinebucht zu Schwanzbeissen kommt, ist meist die gesamte Gruppe betroffen. Die Leistung gebissener Tiere ist reduziert und es kann zu Abszessen an der Wirbelsäule kommen. Ein höherer Medikamentenaufwand und Verwerfungen am Schlachthof bis hin zu Totalverlusten sind die Folgen. Schwanzbeissen wird mit zahlreichen Ursachen in Verbindung gebracht. Vermutlich sind es Kombinationen mehrerer aufeinandertreffender Faktoren, bei denen einer das Fass zum Überlaufen bringt. Die häufigsten genannten Einflussfaktoren beziehungsweise möglichen Auslöser von Schwanzbeissen sollen hier erwähnt werden.

Genetik und Alter Vermutet wird momentan unter anderem ein genetischer Hintergrund, wobei die genauen genetischen Zusammenhänge noch nicht ausreichend belegt sind. Eindeutig festgestellt wurde, dass bei getrennt geschlechtlicher Aufstallung das Schwanzbeissen in rein männlichen Gruppen deutlich häufiger auftritt als in weiblichen Gruppen. Tieralter und -gewicht spielen ebenfalls eine Rolle. Die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Schwanzbeissen steigt mit dem Alter. Wer mit dem Bebeissen der Schwänze beginnt, gehört oft zu den leichteren Tieren einer Gruppe. Vermutlich deshalb, weil leichte Tiere eher am Trog oder aus dem Liegebereich ver-

drängt werden und mit aggressivem Verhalten reagieren.

Stallklima Suboptimale Luftqualitäten, zu starke Strömungsgeschwindigkeiten und grössere Temperaturschwankungen sind die Hauptfaktoren, welche zu Schwanzbeissen führen können. Grössere Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht treten vor allem im Herbst und Frühjahr auf. Ein zu geringer Luftaustausch kommt gerade im Winter in geschlossenen Ställen vor. Um die Wärme im Stall zu halten, werden geringe Luftraten gefahren. Kommt es zu erhöhten Schadgaskonzentrationen im Stall, kann dies ein Faktor für Schwanzbeissen sein. Sind die Luftraten zu gering und kann bei höheren Luftraten die Solltemperatur nicht gehalten werden, hilft nur eines: zusätzliches Heizen. Hitzestress kann ebenfalls zu Schwanzbeissen führen, aber Kälte spielt eine grössere Rolle. Gruppenbildung Rangkämpfe sind ein normaler Vorgang bei der Neugruppierung von Absetzferkeln oder Mastschweinen. Aber es kann versucht werden, das Ausmass der Kämpfe zu minimieren. Dazu gehört zum Beispiel, die Neugruppierung entweder zur weniger aktiven Zeit vorzunehmen (zum Abend hin) und/oder die Lichtintensität während der «Findungsphase» zu reduzieren. Generell sollten Umgruppierungen auf das Notwendigste reduziert werden. Besonders sind stärkere Grössenunterschiede in der Gruppe und

Überbelegung führt oft zu Schwanzbeissen. 76

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NUTZTIERE sind alle Faktoren, die das Wohlbefinden negativ beeinflussen, zu beachten. Selbst so grundsätzliche Dinge wie starker Fliegenbesatz und feuchte Festflächen könnten bedeutsam sein.

Überbelegungen zu vermeiden. Gerade der Aspekt der Überbelegung wirkt sich negativ auf das Sozialverhalten der Tiere aus. Grossgruppen bieten bessere Rückzugsmöglichkeiten für rangniedere Tiere, auf der anderen Seite ist die Tierbeobachtung viel schwieriger. In kleineren Gruppen gehaltene Tiere zeigen den Hang zum Schwanzbeissen seltener.

Beschäftigungsmöglichkeiten Grosse Bedeutung im Zusammenhang mit Schwanzbeissen hat das tierschutzrechtlich vorgeschriebene Anbieten von Beschäftigungsmaterial. Am besten geeignet ist Langstroh, wie in einigen Studien gezeigt werden konnte. Aber auch der Stroheinsatz ist kein Garant dafür, dass Schwanzbeissen nicht auftritt. Generell lässt sich sagen, dass alles, was durchwühlt, benagt und/oder gekaut werden kann, zur Beschäftigung geeignet ist, also Rauhfutter wie Stroh, Heu, Gras und Silage oder Weichhölzer sowie Äste. Nicht geeignet sind Reifen, Bälle, Harthölzer und Ketten. Weichhölzer und Äste sollten frei beweglich angebracht werden. Denn das macht sie für Schweine interessanter und das Material wird nicht verschmutzt.

Futterversorgung und Anzahl Fressplätze Futterbeschaffenheit und Rationsgestaltung können das Risiko von Schwanzbeissen beeinflussen. Untersuchungen haben unangepasste Aminosäurengehalte im Futter mit Schwanzbeissen in Verbindung gebracht. Allgemein gilt: Ist das Futter in einem Bereich (Aminosäuren, Mengen- und Spurenelemente usw.) unausgewogen ausgelegt, stellt dies einen Risikofaktor dar. UFA-REVUE · 9 2011

Insgesamt wird durch Hungergefühl das Wohlbefinden beeinträchtigt und die Tiere werden unruhiger. Eine wichtige Rolle zur Vermeidung von Schwanzbeissen spielt daher das Tier-Fressplatz-Verhältnis. Ist dieses zu knapp ausgelegt, kommt es zu Rangeleien am Trog. Einzelne Schweine versuchen, ihre fressenden Mitstreiter durch Bekauen des Schwanzes zu vertreiben. Liegt ein Problem mit Schwanzbeissen vor, können möglicherweise speziell darauf ausgerichtete Rationen (zum Beispiel mit mehr Magnesium) eine Lösung darstellen. Bei der Aufzählung von Risikofaktoren ist auch die Futterhygiene nicht zu vergessen.

Wasser Eine wichtige Rolle spielt zudem die Wasserversorgung: Zu wenig Wasser und/oder eine nicht ausreichende Anzahl an Tränkevorrichtungen sowie zu geringer Wasserdurchfluss können ebenfalls zu Schwanzbeissen führen.

Therapie Verletzte Tiere müssen schnell behandelt werden. Hier helfen Abdecksprays auf Zink- beziehungsweise antibiotischer Basis bei Hautwunden. Grössere Wunden müssen antibiotisch behandelt werden, um eine Keimvermehrung zu unterbinden. Bei akutem Auftreten von Kannibalismus haben sich in der Praxis – neben der Verabreichung von Stroh – die Gabe von Brennesseln, Tannholzästen und Viehlecksteinen besonders bewährt.

Auch zu starker Fliegenbesatz kann Schwanzbeissen auslösen.

Beobachtung Beim Auftreten von Schwanzbeissen ist es wichtig, eine systematische Ursachenforschung zu betreiben, um die Möglichkeiten einzugrenzen. Die Tierbeobachtung spielt dabei eine ganz entscheidende Rolle. Zum Einen gibt sie möglicherweise Aufschluss über die Ursache und zum Anderen ist es wichtig, frühzeitig die Übeltäter zu finden und abzusondern, um ein Ausbreiten zu vermeiden. Fazit Schwanzbeissen zählt zu den Problemen, die immer wieder auftreten. Eine konkrete Einzelursache lässt sich meistens nur schwer eruieren. Bei der Ursachenforschung sollten alle möglichen Faktoren in Betracht gezogen und der Reihe nach mittels einer Checkliste kontrolliert werden. 䡵

Erkrankungen und Wohlbefinden Da es sich beim Schwanzbeissen um ein Fehlverhalten aufgrund von Stress, Unwohlsein oder Ähnlichem handelt, sind ebenfalls Erkrankungen als mögliche Ursache zu beachten. Somit trägt jede Reduktion der Keimbelastung zur Verbesserung bei, auch wenn sich auf den ersten Blick vielleicht kein Zusammenhang erkennen lässt. Gleiches gilt für Parasiten, beispielsweise Würmer oder Räude. Abgesehen davon fördern hygienische Massnahmen die allgemeine Tiergesundheit. In jedem Fall ist beim Auftreten von Schwanzbeissen zu prüfen, ob ein gesundheitliches Problem vorliegt (Fieber messen!). Weiterhin

Autorin Dr. med. vet. Barbara Zehnder, Beratungstierärztin beim Schweinegesundheitsdienst (SGD) Bern-Westschweiz, 3001 Bern. Unterstützung durch SGD Zur Überprüfung möglicher Ursachen des Schwanzbeissens wie Stallklima oder Tiergesundheit wenden Sie sich an den SGD-Beratungsdienst. UFA top-calm für akute Fälle Bei akuten Aggressionen im Schweinestall empfiehlt sich sich der Einsatz von UFA top-calm: 15 g pro 100 kg LG und Tag (während einer Woche) machen die Tiere ruhiger. Erkundigen Sie sich beim UFA-Beratungsdienst.

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Der kleine Unterschied MIT DER AUFTEILUNG DER SCHWEIZER EDELSCHWEINZUCHT in eine Vater- und in eine Mutterlinie können Ferkelproduzenten sowohl die Anforderungen an die Reproduktionsleistungen als auch die Wünsche der Mäster erfüllen. Das Erfolgsrezept lautet: Zukauf von Mutterlinie-Jungsauen und deren Belegung mit Vaterlinie-Ebern. Ein Stolperstein ist manchmal die Interpretation der Zuchtwerte.

Peter Guggisberg

13 12.5 12 11.5 11 10.5

Die Mutterlinie zeichnet sich vor

10

allem durch ihre hohe Fruchtbarkeit mit gutem Aufzuchtvermögen aus. Der Fokus liegt auf der Reproduktionsleistung mit regelmässigen Würfen und einer hohen Zahl ausgeglichener Ferkel. Die beiden Linien Edelschwein und Landrasse dienen vor allem zur Erzeugung von F1-Jungsauen. Diese sind fruchtbar mit guten Muttereigenschaften und besitzen ein korrektes Fundament für eine lange Nutzungsdauer.

9.5

Die Vaterlinie ist auf eine optimale Mast- und Schlachtleistung mit hoher Fleischigkeit ausgerichtet. Ebenso spielt die Fleisch- und Fettqualität im Schlachthof eine zentrale Rolle. Die ESV-Prüftiere an der Mastleistungsprüfung (MLP) Sempach wachsen am schnellsten und haben die beste Futterverwertung. Der aktuelle Masttageszuwachs (MTZ) der geprüften Tiere lag im Juli bei 988 g, bei einer Futterverwertung (FV) von 2.35 kg / kg Zuwachs und einem Magerfleischanteil (MFA) von 57.4 %. Im Vergleich dazu lag die Mutterlinie mit einem MTZ von 936 g, einer FV von 2.47 und einem durchschnittlichen MFA von 55.4 % deutlich unter diesem Schnitt.

Auswirkungen für den Züchter Bei den unterschiedlichen Anforderungen an die beiden Linien wird rasch klar, dass sich die Reproduktions- und Pro78

Grafik 1: Reproleistung

Anzahl Ferkel

Simone Herzog

Im Jahr 2002 erfolgte in der Schweiz die Trennung der Rasse Edelschwein in eine Mutter- (ES) und Vaterlinie (ESV). Heute, fast zehn Jahre später, haben sich die beiden Rassen in den Leistungsmerkmalen deutlich voneinander entfernt (Grafik 1).

9

2003 2004 2005 2006 2007 2002 lebend geborene Ferkel Edelschwein-Mutterlinie lebend geborene Ferkel Edelschwein-Vaterlinie abgesetzte Ferkel Edelschwein-Mutterlinie abgesetzte Ferkel Edelschwein-Vaterlinie

duktionsleistungen stark auseinander bewegen (müssen). Die ES-Mutterlinie liegt momentan bei 12.34 lebend geborenen Ferkeln pro Wurf. Bei der Vaterlinie sind es elf Ferkel pro Wurf, also über ein Ferkel weniger. Für einen durchschnittlichen Betrieb mit 60 Sauen und 2.2 Würfen pro Sau und Jahr macht dieser Unterschied jährlich mehr als 130 Ferkel aus. Es ist deshalb wenig verständlich, dass es immer wieder Ferkelproduzenten gibt, die Jungsauen aus Mastbele-

2009 2010

2008

Quelle: Suisag

gungen remontieren. Oder wer würde schon eine Limousinkuh als Milchkuh einsetzen? Oder ein Mastpoulet zum Eierlegen? Oft wird dies so begründet, dass die Reproduktionszuchtwerte bei gewissen ESV-Ebern (Premo®) höher seien als bei den ES-Ebern. Dies stimmt jedoch so nicht, da jede Rasse ihre eigene Basis besitzt (Tabelle 1).

Zuchtwerte richtig interpretiert Die Werte der Basissauen betragen im Schnitt 100 und werden wöchentlich

Tabelle 1: Zuchtwertdifferenz aktive Premo®-KB-Eber RZW LGF IAB Differenz zur Basis ES – 65 – 1.7 0.17 ES: Edelschwein-Mutterlinie ESV: Edelschwein-Vaterlinie RZW: Reproduktionszuchtwert LGF: Lebend geborene Ferkel IAB: Intervall Absetzen-Belegen FAR: Ferkelaufzuchtrate

FAR – 2.8

Lesebeispiel: Hat ein ESV-Eber den RZW 100, entspricht dies einem ES-Eber mit RZW 35 (100 - 65). Ein Zuchtwert LGF von + 1.7 bei ESV entspricht einem Zuchtwert 0 bei ES (1.7 - 1.7) usw. Quelle: Suisag 9 2011 · UFA-REVUE


NUTZTIERE neu berechnet. Zuchtwerte sind somit als Abweichungen vom Durchschnitt der rassenspezifischen Basis zu interpretieren und nicht direkt über die Rassen hinweg vergleichbar. Die Differenz des Reproduktionszuchtwerts bei ES und ESV liegt zur Zeit bei 65 Indexpunkten! Das heisst, der RZW 100 bei einem Premo®-Eber entspricht lediglich einem RZW von 35 der Rasse ES. Ebenso ist zu berücksichtigen, dass bei der Berechnung des Gesamtzuchtwertes die einzelnen Merkmale anders gewichtet werden (Tabelle 2). Bei den Mutterlinien wird die Reproduktion mit über 50 % relativ stark gewichtet, während sie bei den Vaterlinien keine Bedeutung hat.

Konsequenzen für die Mast Das Hauptziel des schweizerischen Zuchtprogramms ist die Erzeugung von marktgerechten, homogenen Schlachtschweinen. Dies bedingt zwingend den Einsatz einheitlicher Genetik. Ein Problem stellen die bei der Eigenremontierung anfallenden Mutterlinienferkel dar. Kastraten und ausselektionierte weibliche Ferkel gelangen zusammen mit Endprodukteferkeln in die Mastbetriebe, wo sie aufgrund ihrer Genetik unterschiedliche Mast- und Schlachtleistungen erreichen. So wird es für den Mäster

Tabelle 2: Relative Gewichtung der Merkmalskomplexe im Gesamtzuchtwert Schweizer Edelschwein ML Landrasse ML Reproduktion 54 52 Produktion 31 31 Exterieur 14 18 Total 100 100 ML: Mutterlinie VL: Vaterlinie

schwierig, den Stall innert nützlicher Frist zu leeren und zu reinigen. Auch punkto Fleischigkeit driften die Resultate auseinander und er muss unter Umständen Abzüge in Kauf nehmen.

ESV VL 0 89 11 100

Duroc VL Piétrain VL 0 86 100 14 100 100 Quelle: Suisag

Mastendprodukteeber (z.B. Premo®) bringt die vom Mäster gewünschten Eigenschaften für die Fleischproduktion in das spätere Mastschwein (Grafik 2).

Fazit Für die Lieferung einheitlicher Zielkonflikt Die unterschiedlichen Ansprüche von Ferkelproduzent und Mäster führen zwangsläufig zu einem Zielkonflikt. Wie also beiden gerecht werden? Es gibt keine «schlechten» Rassen, der richtige Einsatz am richtigen Ort ist jedoch entscheidend. Damit der Ferkelproduzent marktgerechte Jager liefern kann und trotzdem bei den Sauen keine Kompromisse eingehen muss, empfiehlt sich der Zukauf von Jungsauen (z.B. Primera®). Diese entsprechen den Anforderungen des professionellen Züchters und zeichnen sich durch ihre überdurchschnittlichen Ergebnisse aus. Die Belegung mit einem

und ausgeglichener Posten in der vom Vermarkter gewünschten Grösse ist das Ausgangsmaterial entscheidend. Bei der Interpretation und beim Vergleich von Zuchtwerten verschiedener Ausgangsrassen muss die unterschiedliche Basis berücksichtigt werden. Die richtige Rassenwahl und die gezielte Kombination derselben führen zum Erfolg. Um den Anforderungen der Ferkelproduktion und Schweinmast gerecht zu werden, ist der Zukauf von Jungsauen aus Mutterlinien (z.B. Primera®) und 100 % Belegungen mit Endprodukteebern (z.B. Premo®) deshalb die effektivste Lösung. 䡵

Grafik 2: Schweizer Zuchtprogramm

Quelle: Suisag Mutterlinie

Kernzucht

Vaterlinie

Vermehrung

Endprodukteeber Premo®

Schweizer Edelschwein ES Schweizer Landrasse SL Zukauf reinrassiger Remonten

SL

ES

x

x

ES

SL

Produktion

Zukauf von Primera®-Jungsauen

UFA-REVUE · 9 2011

X

Autoren Simone Herzog, Leiterin Auswertungsstelle und UFA 2000planer, UFA 2000, 3360 Herzogenbuchsee. Peter Guggisberg, UFA 2000 Zuchttechniker, 3052 Zollikofen www.ufa.ch

Primera®-Sauen für Mastferkelproduktion

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Marktplatz Fortsetzung von Seite 56

LANDTECHNIK zu verkaufen Kreiselschwader Fella TS426, Tandemachse und Tastrad, top Zustand  033 671 14 01 1-Achs Wagen für Holz/Stroh  052 336 20 68 Glattwalze, 3-teilig, Breite 3 m  079 217 96 76 Getreidemühle, mit Mischer Skjold, Motor 7.5 PS  056 243 10 93 Vielfachgerät, Bertschi, Teile zu Rapid U9; Verlängerungskabel, 40m  041 921 28 49 Heuverteiler, Aeby, TL 20, neuwertig, demontiert; Heugebläse, Taurus, SK4, 15 PS; Gummiförderband, mit Knick, L 4m  076 325 21 77 Fütterungsanlage Loosli, Vollautomatik, Mixerbottich, 600 kg, mit Pumpe, alles Chromstahl, günstig  079 723 61 25 Traktor Hürlimann D60, Jg. 1956, 36 PS; Bodenfräse Pegoraro, 2.5 m, Fr. 2800  079 723 61 25 Kolbenpumpe Hochdorfer mit Motor; Pferdesämaschine Aebi; Heugebläse mit Motor; Zeigerwaage 1000 kg, mit Plattform; div. Holzwagenräder; Fressgitter für Kälber; Siloverteiler neu; Pferdewagen 8 Pers., 4 Scheibenbremsen, 1und 2-spännig; Gesellschaftswagen mit Dach-, Hand- und Fussbremse, 10 – 12 Pers. Kt. Aargau  079 607 46 59 Einachs-3-Seitenkipper, zu Brandner, 8 t, neu bereift; Maishäcksler, Mengele 280, 1-reihig, guter Zustand  079 710 07 71 80

Mistzetter Mengele ES 45; Mistkran Bazzoli an 3-Punkt; Sägerät Krummenacher EPS 6; Frontpacker GS unibed; Maisgebiss, 6 + 8 R; Häckselgebläse Gehl 1540 Teleskop  044 942 23 16 Motor Perkings 4.248, neu  079 622 45 82 Transporter, 50 PS, permanenter Allradantrieb, Sperre hinten und vorne, Perkingsmotor  079 245 11 39 Motor Honda, 13 PS, zu Rapid 505  079 245 11 39 Tracteur pour pièces Fendt 2 S et Deutz D 40  079 206 75 07 Silohäcksler Speiser junior, 2 Motoren, Fr. 1000  052 317 14 14 Schneckenpumpe Hochdorfer, 45 m3, revidiert, mit Motor und Funksteuerung, kompl. Ausrüstung, Fr. 6900  079 270 19 62 Ballenauflöser Auer, auch als Dosiergerät zum Rauspressen nachrüstbar; Bockwägeli, günstig abzugeben  078 761 39 32 Tranktor IHC 423  079 247 63 48 Milchtank, mit Kühlung, 1500l  079 404 87 33 Düngerstreuer, 2 Scheiben, Rauch MDS 701; Grupper, 8 Zinken auf Streiereien; Rückenspritze, mit Benzinmotor; Birchmeier, Micronizer FP 71  079 243 75 25 Doppelschwader, Vikon, 6m Arbeitsbreite  079 568 14 01 Federzinkenegge, Bärtschi, 2.7m mit Doppelkrümmler und 4-reihigen Federzinken, Sehr guter Zustand, wenig gebraucht! Fr. 2000. 079 759 27 47 Motormäher, Aebi AM 40, mit Gabeleingrasung; Mistzetter, Saco, für Transporter, günstig  079 748 30 57

4-Rad Brückenwagen, 5 t, mit Aufsatz, Anbau Holzfräse, hyd. Spalter mit Förderband  052 745 15 91 Alu Mistrampe 4 und 5m  079 812 98 66 Hd-Reiniger Heisswasser Kränzletherm K15/150, Arbeitsdruck 150 bar, Wasserleistung 15 l/min., Schlauchhaspel, Austellungsgerät  055 440 34 64 Förderband Blaser, 9 m, Gummi, Top-Zustand  079 426 06 35 Big Bags günstig abzugeben  079 426 06 35 Weidefutterraufen in div. Ausführungen, 12 Pl. Rundbogen oder Diagonal, Fr. 1290; Futtersilos für Aussen  079 514 69 87 Tränkefässer, 1000 l, mit TB oder Trog, ab Fr. 1150, Handbremse, höhenverstellbare Deichsel, Stützfuss und Schallwand verzinkt  079 514 69 87 Weideunterstand, mit Pultdach, Holzwände, Eisenkonstruktion verzinkt, 4 x 3 m; Pferdeboxen in div. Ausführungen  079 514 69 87 Div. Kälberiglus, inkl. Umzäunung mit Tränkevorrichtung und Heuraufe; 1er Iglu mit Umzäunung, neu, Fr. 700, inkl. MwSt; 1er Iglu mit Umzäunung, Ausstellungsmodel, Fr. 150  079 514 69 87 Weidezelt, 3.6 x 3.6 m, Montage auf Panels, Dachkonstruktion und Plane bis auf Boden, Fr. 2325 statt 2800, inkl. MwSt und Panels; Kunststofftank, 1000 l, Fr. 30  079 514 69 87 Schlitzfräse, für die Führung des Entmistungsschiebers; günstige Lösung für glatte Stallgänge, Spaltenböden, Gussasphalt  079 514 69 87

Laufhofabschrankungen in div. Ausführungen; Round-Pan, 17 Panel, 3 m, Fr. 2350  079 514 69 87 Carraro 7700, 64 PS, Geräteentlastung, hi DR, ab Service, MFK  071 931 70 81 Ladewagen Bucher T 12K, 6 Messer, Weitwinkel-Gelenkewelle, guter Zustand  078 825 11 88 Panels, Sonderaktion, 3.00 x 1.60 m, robust, neu, inkl. MwSt, Fr. 149; Lüfter, fahrbar, inkl. MwSt, Fr. 1800  079 514 69 87 Zaunpfähle aus Holz, 1.60m - 1.70m, Fr. 4./Stk.; Rübenbröckler, Fankhauser, mit Motor und Kabel, sehr guter Zustand, Fr. 450. 079 759 27 47 Grimme 70-20, Top Zustand, Einsatzbereit  079 818 92 83 Kompoststreuwerk für Muli, Kirchner oder Pöttinger Mistzetter  079 243 75 25 Räder, 505/50x17; Räder, 15.0/70x18, 12 ply; Räder, 14.5/80x18, 12 ply; Räder, 11.5/80x15.3, Vredestein AW, Turbozyklon Huber; Dieselpumpe zum Tanken; Getreidesilos Neuero, 18 t Inhalt; Huckepack, zu Kreiselegge Falc Fox; Kranbahn für Silofräse; Wurfgebläse Taurus; Rapsschere Zürn, mechanisch; Rohre, div. von Silofräse Stocker oder Gisi  079 243 75 25 Frontladetraktor Hürlimann 488, mit Fronthydraulik und Frontlader Alö 940, 3 Funktionen, Softdrive; Getreidetrockner Goldsaat; Spritzbalken Birchmeier, 10 m; Dieseltank, 2000 l, mit 100 % Wanne; Rübengabel Alö, 2.1 m; Heugebläse Aebi HG 10; Tandemmistzetter, Muli, E65, mit 4 Walzenaggregat  079 243 75 25 Bergladewagen, guter Zustand, günstig  079 245 11 39

LANDTECHNIK gesucht Bienenhaus, mit oder ohne Zubehör  077 472 26 18 KrummenacherGrassämaschine, 3m Arbeitsbreite, ev. mit Glattwalze  079 673 58 66 Kreiselheuer, 4-teilig, Arbeitsbreite 5.6-5m oder 6-teilig, 6.5-7.2m; Drahtseil, ca. 9mm zu Seilwinde  079 318 93 07 Sämaschine Roger, kann auch defekt sein; Schleppschar zu Sämaschine Roger 62 Carvin  076 330 41 60, Fax 032 675 03 81 Cambridge-Walze  079 810 43 53 Silofräse Huber; Ballenzange Altec Typ M12G oder MC4; Kunstoffsilo ab 110 m3, Ø 3.5 m, Profil; Frontlader Fundament Alö, für XT Hürlimann Traktor; Grasband; Distanzringe Schaad, 42 Zoll; Heuentnahmekran, Schienenkran; Laufstalleinrichtung, Fressgitter, Boxenbügel, Schieber  079 243 75 25 Trabgittersilo; Kälbertrankautomat, günstig  079 673 24 71 Stab-Schwemmkanalroste für Milchvieh, 80 - 100 cm breit  034 431 27 61

Heubelüftung Radial, 13 oder 15 PS  052 680 18 58 / 076 204 78 60 Kipper, zweiachsig, Tandem oder einachsig, dreiseitig Kippbar  079 810 43 53 Holzsilo  077 418 96 43 Absperrgitter oder Selbstfanggitter für Rinder, ca. 4m für 4 Rinder  079 318 93 07 Milchkannen für Käserei 20, 40 und 50 Liter, müssen milchtauglich sein  079 851 35 94 Weidezäune-Netz, gebraucht, günstig, ca. 500 m  079 467 92 23 Kartoffelsortierer Samro oder Kunz, mit Zubringerband  0049 7734 6889 Achse, ca. 4 t, Innenmass zwischen Bremstrommel 140 cm, ohne Räder  079 391 51 85 Düngerstreuer, ca. 500 l, günstig  078 843 63 28 Reform 3003 S/3004, ev. mit Bahnbrechen, max. 3000 h  076 329 19 81 Mofa Sachs, Raum Ostschweiz  079 245 25 02 Tandem 3-Seitenkipper oder Einachs 3-Seitenkipper  079 278 45 31 Gummiförderband  078 910 87 39

Busatis-Messer, 2 m breit; Occ. TerraReifen, 12,5-15NHS  034 431 27 61

Tandem 3-Seitenkipper oder Einachs 3Seitenkipper  079 278 45 31

Occ. Pneu 16.9 oder 420/85x24  079 504 30 78

Doppelrad, 7.50-18  079 622 45 82

Motormäher Rapid Euro 4  077 418 96 43 Transporterli oder kleinen Traktor, Marke egal, Preis bis Fr. 1500  062 299 04 36 Heurüstmaschinen, Normalmodelle, guter Zustand  079 672 76 25

Traktor Hürlimann zum Restaurieren  062 299 14 30 Rapid 505, 606, Spezial/Super Euro, Alter und Zustand egal, wird abgeholt und bar bezahlt  079 603 85 63 ab 18 Uhr Fortsetzung Seite 88 9 2011 · UFA-REVUE


PRAXISGESPRÄCH NUTZTIERE

Raufutterersatz-Würfel? DIE PREISE FÜR LUZERNE & CO. sind diesen Herbst hoch. Denn auch in den umliegenden Ländern, die Raufutter in die Schweiz exportieren, hat der Regen im Frühling gefehlt, was die Erträge beeinträchtigte. Wer Futter zukaufen muss, dem bieten Raufutterersatz-Würfel eine interessante Option.

Der diesjährige Frühling war der trockenste seit 1864. Auch im Mittelland, wo Melk Staller wirtschaftet, fiel bloss ein Drittel der gewöhnlichen Niederschlagsmenge. Melk Staller: Bereits im März konnte ich dieses Jahr mein Rindvieh weiden. Doch dann wuchs kaum etwas nach. Der Heu- und Silagevorrat aus dem Jahr 2010 war schnell aufgebraucht. Willkommen kamen die sommerlichen Regenfälle, die das Wiesenwachstum verbesserten. Dennoch habe ich zu wenig Raufutter für den Winter. Ruedi Rathgeber: Im nahen Ausland lässt sich die Situation vergleichen. So hat die Frühjahrstrockenheit in Frankreich zu Ernteeinbussen von 20 % geführt. Ähnlich erging es vielen Regionen in Deutschland. Besonders knapp ist getrocknete Luzerne. Melk Staller: Weil die Grossvieheinheiten, die für die Direktzahlungen massgebend sind, jetzt auf Basis der TVD-Aufenthalte berechnet werden, scheint mir der Zukauf von zusätzlichem Futter klüger als eine Reduktion des Viehbestandes. Ruedi Rathgeber: So denken wohl auch andere Tierhalter. Denn das Angebot an Schlachtkühen blieb im ersten Halbjahr 2011 knapp. Melk Staller: Letzthin abe ich Werbung für UFA-Fibralor und -Speciflor gesehen. Was ist davon zu halten? Fredy Sauber: Diese RaufutterersatzWürfel haben hygienische Vorteile. Im Gegensatz beispielsweise zu Silage, die je nach Ernte- und Konservierungsbedingungen schnell schlecht werden kann und viel Aussortierungsaufwand erfordert, ist jene Qualität konstant und verlässlich. UFA-REVUE · 9 2011

«Wenn Luzerne teuer ist, halten die Preise für Raufutterwürfel – Rabatte inklusive und auf die Gehalte bezogen – durchaus mit.»

Melk Staller: Erleichternd für die Fütterungsplanung sind die garantierten Gehalte in Raufutterwürfeln. Mit Dürrfutter, Silage oder Graswürfeln hat man nie eine solche Sicherheit. Ruedi Rathgeber: Raufutterwürfel können bis 6kg Raufutter pro Kuh und Tag ersetzen. Sie bringen zusätzliche Fasern in die Ration, um die Pansenfunktion zu unterstützen und eine Pansenübersäuerung zu vermeiden. Weil ihre Fasern einen hohen Anteil fermentierbare Zellwände aufweisen, sind UFA-Fibralor und -Speciflor besser verdaulich als Grassilage oder Dürrfutter. Ähnlich wie Zuckerrübenschnitzel. Melk Staller: Der Einsatz der Raufutterwürfel verbessert also die Futterverwertung und das Milchproduktionspotenzial der Gesamtration. Welche Komponenten sind in UFA-Fibralor und -Speciflor enthalten? Ruedi Rathgeber: Unter anderem Zuckerrüben-Trockenschnitzel, Getrei-

Sauber, Staller und Ratgeber sind sich einig: Die Vorteile von Raufutterersatz-Würfeln liegen in den garantierten Gehalten sowie im praktischen Handling.

de, Melasse, Maisstärke sowie Luzerne und Stroh für die Strukturwirkung. UFASpeciflor entspricht im Gehalt pro Kilogramm Trockensubstanz einem Grünfutter oder einer Silage aus ausgewogenen Wiesen mit viel Raigras. UFAFibralor lässt sich gehaltsmässig mit qualitativ gutem Emd einer ausgewogenen Wiese vergleichen. Natürlich eignen sich UFA-Speciflor und -Fibralor auch für den Ersatz von Luzerne, Maissilage oder Rübenprodukten, wenn sie entsprechend ergänzt werden. Melk Staller: Sind die Raufutterwürfel auch mineralisiert? Fredy Sauber: Ja, und dazu noch vitaminiert. Melk Staller: Wo liegen die Preise? Ruedi Rathgeber: Wenn beispielsweise Luzerne wegen knappem Raufutterangebot teuer ist, halten die Preise der Raufutterwürfel – Rabatte inklusive und auf die Gehalte bezogen – durchaus mit. Auch mit den Graswürfeln sind die Preise vergleichbar. Melk Staller: Praktisch an den Raufutterwürfeln scheint mir insbesondere, dass nicht unnötige Wassermengen gelagert und herumgeschleppt werden müssen. Das Handling ist einfacher als mit Raufutter. 䡵

Autor Matthias Roggli, UFA-Revue, 3360 Herzogenbuchsee. Bei diesem Artikel handelt es sich um fiktive Personen und ein fiktives Gespräch. Preislich attraktive Raufutterwürfel (Gehalte pro kg TS) UFA 250 Speciflor 6.5 MJ NEL, 97 g APDE, 92 g APDN UFA 256 Fibralor 5.7 MJ NEL, 86 g APDE, 80 g APDN UFA 280 (für Bio-Tiere) 6.5 MJ NEL, 97 g APDE, 119 g APDN www.ufa.ch

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NUTZTIERE

Sicher vor zu viel Mykotoxin? MISCHFUTTER herzustellen ist auch mit Blick auf die Mykotoxine eine anspruchsvolle Aufgabe. Die Rohkomponenten müssen genau untersucht und mangelhafte Posten einem geeigneten Verwendungszweck zugefügt werden. Hierbei spielt das UFABetriebslabor eine zentrale Rolle. Dass es seine Aufgabe erfolgreich wahrnimmt, zeigen unter anderem die aktuellen Ergebnisse aus den externen Ringversuchen.

Elke Ledermann

Daniel Wieland

Seit 2008 gilt für Deoxynivalenol (DON), das häufigste Mykotoxin in unverarbeitetem Mahlgetreide, bei den Sammelstellen ein Grenzwert von 1.25 mg/kg. Bei Futtermischungen wurden die DON-Orientierungswerte von Agroscope Liebefeld-Posieux (ALP) für Rinder, Hühner, Pferde und Kaninchen auf 5 mg/kg, für Kälber auf 2 mg/kg und für Schweine auf 0.9 mg/kg festgelegt. Allerdings reagieren die Tiere nicht in jedem Fall auf deutlich höhere Werte, wie ALP-Studien zeigten.

Eine Störungsursache unter vielen Mykotoxine können als einer von vielen Faktoren dazu beitragen, dass sich bei den Tieren eine Störung manifestiert. Am empfindlichsten reagieren Schweine. Allfällige Symptome reichen von reduziertem Futterverzehr und geringeren Zunahmen bis hin zu einer höheren Anfälligkeit für Infektionen und Fruchtbarkeitsstörungen. Aber auch die Leistung und Gesundheit von Geflügel und Wiederkäuern kann bei hohen Toxinaufnahmen leiden.

Umfassende Kontrollen Das UFABetriebslabor führt sowohl bei der Rohwarenannahme als auch bei der Untersuchung von Futtermitteln mit modernsten Analysemethoden täglich hunderte von Messungen zur Qualitätsbestimmung durch. Die Routine und Erfahrung der Mitarbeiter sowie die genau geregelte und überwachte Kontrolle der einzelnen Prüfmittel verleihen den Messungen eine hohe Sicherheit. Hat es Mykotoxine in den Rohwaren oder im Futter, wird dies mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit festgestellt und quantifiziert. Denn auch die 82

Mess- und Aufarbeitungsmethoden, die Geräte sowie das Prüfpersonal werden im UFA-Labor Herzogenbuchsee (siehe Infobox) regelmässig überprüft.

nächsten (Labor M in Grafik). Auch bei der Analyse von Fumosinen (eine ande-

Ringversuche Eine der Kontrollen erfolgt mit sogenannten Ringversuchen. Dabei wird dieselbe Substanz ohne Kenntnis des genauen Gehaltes von mehreren Mitarbeitern unabhängig voneinander geprüft. Die Ergebnisse werden neutral ausgewertet und gemeinsam besprochen. Ringversuche finden regelmässig UFA-intern statt. Periodisch beteiligt sich das UFA-Betriebslabor auch an externen Ringversuchen, um seine Arbeit und Ergebnisse mit anderen Labors – beispielsweise aus Deutschland und Österreich – vergleichen zu können. Hierbei wird das zugesandte Probenmaterial aus zufällig ausgewählten Beuteln im Doppel bestimmt. Gehalt und Reihenfolge sind nur dem Prüflabor unbekannt. Eine neutrale Stelle untersucht die Messergebnisse auf die Streuung zwischen den Doppel-Bestimmungen und der durch die Methode verursachte Streuung. Es wird der Durchschnittswert der im grünen Bereich liegenden Laborergebnisse errechnet (0-Linie in Grafik). Die einzelnen Balken der Grafik stellen die Abweichung zum Durchschnittswert dar. UFA-Labor mit hoher Präzision Der diesjährige externe Ringversuch im Bereich der DON-Bestimmung an Weizen (Methodik: ELISA, HPLC und Fluoreszenz-Photometrie) hat dem UFA-Betriebslabor ein sehr gutes Feedback eingebracht. Von den 24 teilnehmenden Labors lag das UFA-Labor mit seinen Messresultaten dem Mittelwert am 9 2011 · UFA-REVUE


NUTZTIERE Grafik: Externer Ringversuch zu DON-Bestimmung an Weizen = UFA-Labor 515.697 μg/kg 376.246 μg/kg 236.794 μg/kg

z-score

7 M 6 ➊ 5 ➋ 4 ➌ 3 2 1 0 –1 –2 –3 A –4

➊ ➋ 1

Fazit Die hohe Messgenauigkeit im UFA-Labor wirkt sich direkt auf die Sicherheit der einzelnen UFA-Mischfutter aus. Denn zu stark mykotoxinbelastete Rohwaren werden – dank einem effizienten Monitoring sowie der qualitätsbedachten Eingangskontrolle – in Zusammenarbeit mit dem technischen Dienst einem geeigneten Verwendungszweck zugeführt. 䡵

B C D E F G H I J K L M N O P W Q R S T U V Labors

Aufgrund der statistischen Auswertung werden Ergebnisse zwischen –2 und 2 als gut eingestuft (grün). Resultate ausserhalb dieses Bereichs sind fehlerhaft (rot).

re Art Mykotoxin) in Mais erwies sich das Ergebnis des UFA-Betriebslabors als

sehr präzis, also nahe am Durchschnittswert.

Mit genauen Messungen im Betriebslabor lässt sich eine hohe Rohwarenqualität gewährleisten, wovon auch die Mischfutterqualität profitiert. Im Bild: Mykotoxinbestimmung (ELISA).

Autoren Elke Ledermann, Teamleiterin UFA-Labor; Daniel Wieland, Leiter Qualitätsmanagement und Sicherheit; UFA AG, 3360 Herzogenbuchsee. www.ufa.ch UFA-Betriebslabor 8 Vollzeit-, 2 Teilzeitmitarbeitende. Hauptaufgabenbereiche: Rohwaren-Eingangskontrollen, FuttermittelRohnährstoff-Analytik, Rohkomponentenbestimmung beim Erntegetreide, Analysen für alle UFA-Werke und LANDI.

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NUTZTIERE

Rasch abbaubares Protein gefragt BISHERIGE RAUFUTTERANALYSEN zeigen bei Grassilage und Dürrfutter hohe Zuckerwerte, wenig Rohprotein und wenig Rohfaser. Es empfiehlt sich, die Qualität der geernteten Futter in der Rationengestaltung zu berücksichtigen und allenfalls bei der Maisernte zu beachten.

Urs Spescha

Hanspeter Erni

Der trockene, aber schöne Frühling mit viel Sonnenschein und entsprechend warmen Temperaturen förderte die Einlagerung von Zucker im Gras. Vor allem gräserreiche Bestände sind zuckerreich. Weil das Gras schnell gewachsen ist, hat es wenig Zellwandbestandteile und viel Protein wurde von den Pflanzenenzymen verwendet.

Wenig Milchfett trotz strukturreichem Futter Anfangs Sommer molken die weidenden Kühe viel. Oft wurden aber tiefe Harnstoffwerte und gleichzeitig dünner Kot festgestellt – auch bei Zufütterung von strukturreichem Futter. Dies lag nicht an einem Proteinüberschuss, sondern an einem Mangel an schnell fermentierbarem Rohprotein (SFRP). Zucker ist im Pansen rasch verfügbar und senkt durch den raschen Abbau in Propion- und Buttersäure den Pansen-pH. Wird dem Pansen relativ viel Zucker und wenig SFRP zur Verfügung gestellt, besteht die Gefahr einer Pansenazidose, was ein Absinken des Milch-Fettgehaltes zur Folge hat.

Beschleunigte Passagerate Wie das Weidegras waren auch das Dürrfutter und die Grassilage aus dem ersten Schnitt sehr zucker- und somit energiereich (Tabelle 1). Dürrfutter oder Grassilage mit viel Zucker und zu wenig Struktur führt zu einer beschleunigten Passagerate im Pansen. Um die Abbauprozesse unter diesen Voraussetzungen zu synchronisieren, braucht es SFRP und langsam abbaubare Stärke.

Vorsicht mit Futterrüben Besonders auf Dürrfutterbetrieben empfiehlt sich eine Grundfutteranalyse mit 84

Zuckerbestimmung, damit die passende Ergänzung gewählt werden kann. Futterrüben sind zuckerreich und daher nur dosiert einzusetzen. Eine Alternative bieten Produkte, die im Vergleich zu Dürrfutter tiefere Zuckergehalte (z. B. Luzerne) oder weniger schnell fermentierbare Energie aufweisen (z. B. Maisprodukte, Zuckerrübenschnitzel oder geflockte Getreide). Vielerorts wird heute an Stelle von Futterrüben auch UFA 250 Speciflor verabreicht. Dieser

Raufutterersatz verfügt über konstante Gehalte, was die Rationengestaltung vereinfacht (siehe auch Artikel «Raufutterersatz-Würfel?»).

Quellen für schnelles Protein Entscheidend ist, dass die anfallende Energie im Pansen verwertet wird. Dies geschieht nur dann, wenn der SFRP-Anteil den schnell fermentierbaren Kohlenhydraten (SFKH) entspricht. Fällt also im Pansen mehr schnelle Energie an,

Tabelle 1: Bisherige Raufuttergehalte nach Regionen Grassilage Anzahl Proben NEL MJ/kg APDE g/kg APDN g/kg Rohprotein g/kg Rohfaser g/kg NDF g/kg TS Zucker g/kg TS SFKH g/kg TS SFRP g/kg TS WFKH g/kg TS WFRP g/kg TS

Westschweiz 3 5.5 75.0 76.6 121.7 227.3 430.0 138.5 195.0 84.0 475.5 91.0

Mittelland 24 6.0 81.2 83.6 132.4 229.9 439.4 127.7 185.6 73.4 468.0 93.9

Ostschweiz 10 5.9 80.2 94.1 148.7 217.3 411.4 90.3 151.8 85.5 433.4 113.6

Zielwert

160 – 190 230 – 280 420 – 500 60 – 140 145 – 170 60 – 120 410 – 440 105 – 210

Dürrfutter Anzahl Proben 11 18 7 NEL MJ/kg 5.2 5.5 5.6 APDE g/kg 80.8 89.2 88.8 APDN g/kg 68.6 87.4 85.2 Rohprotein g/kg 108.5 137.2 135.1 120 – 180 Rohfaser g/kg 274.3 257.0 221.9 230 – 280 NDF g/kg TS 516.7 476.6 438.4 440 – 540 Zucker g/kg TS 128.1 150.9 163.7 70 – 150 SFKH g/kg TS 173.8 195.3 219.5 145 – 170 SFRP g/kg TS 36.4 47.3 47.3 60 – 120 WFKH g/kg TS 427.7 431.3 446.2 410 – 440 WFRP g/kg TS 51.3 73.5 71.3 105 – 210 SFKH = schnell fermentierbare Kohlenhydrate, SFRP = schnell fermentierbares Rohprotein, WFKH = wirklich fermentierbare Kohlenhydrate, WFRP = wirklich fermentierbares Rohprotein. Raufutterproben von Mitte Mai bis Mitte August 2011. 9 2011 · UFA-REVUE


NUTZTIERE muss das entsprechende Proteinkonzentrat auch einen hohen schnell verfügbaren Anteil aufweisen, damit die Pansensynchronisation aufrechterhalten wird. In den meisten Rationen eignet sich UFA 148-1. Auf Betrieben, wo kein Futterharnstoff eingesetzt werden darf, ist es anspruchsvoll, genügend SFRP in den Pansen zu bringen. UFA 148-2 passt in solchen Situationen ideal. Obschon es keinen Futterharnstoff enthält, ist der SFRP-Anteil hoch.

Mais gezielt ernten Mancherorts ist der Mais weit fortgeschritten und wird rund drei Wochen früher als in anderen Jahren siliert werden können. Der optimale Erntezeitpunkt «Stadium Teigreife» (Korn teigig bis mehlig, mit Fingernagel noch ritzbar) richtet sich nach dem Reifezustand des Kolbens beziehungsweise der Reife der Körner. Er ist erreicht, wenn die wichtigsten Inhaltsstoffe, vor allem die Stärke, ihr Maximum erreicht haben und der Kolben 50 bis 60 % Trockensubstanz (TS) aufweist. Der TS-Gehalt der Ganzpflanze beträgt dann 30 bis 35 %. Eine Ernte im Stadium Teigreife bringt folgende Vorteile: • gute Bedingungen für die Milchsäuregärung • kein Gärsaft • gute Verdaulichkeit • hoher Stärkegehalt und maximale Verdaulichkeit • hoher TS-Ertrag Mit der Variation der Schnitthöhe kann der Energiegehalt beeinflusst werden. Die untersten Stängelteile weisen einen hohen Rohfasergehalt und entsprechend einen tiefen Energiegehalt auf. Dieses Jahr empfiehlt sich ein eher tiefer Schnitt (ab 20 cm), weil das Wiesenfutter aus dem Frühjahr zum Teil sehr tiefe Rohfaserwerte und gleichzeitig hohe Energiegehalte aufweist.

Tabelle 2: W-FOS-Werte der UFA-Proteinergänzer Futter

Rohprotein g/kg UFA 248-1 540 UFA 148-2 470 UFA 148/248 450 UFA 149 390 UFA 159 420 UFA 157 410 UFA 154 320

APDE g/kg 210 230 240 265 240 200 160

APDN g/kg 383 350 350 300 305 290 230

eignet sich allenfalls Heu aus dem ersten Schnitt zur Ergänzung. Emd mit weniger Zucker ist dann eher im kommenden Frühjahr wieder gefragt, wenn die Wiesen viel Zucker enthalten und die Ration genügend Struktur aufweist.

Heu zu Herbstweide Im Verlauf des Sommers und gegen den Herbst verschieben sich die Rohprotein- und Zuckeranteile im Wiesenfutter. Mit den hohen Temperaturen sinken die Eiweissgehalte, das Gleichgewicht verschiebt sich in Richtung Energie. Im Herbst wiederum resultieren aufgrund der botanischen Zusammensetzung tiefere Energie- und relativ hohe Eiweissgehalte. Bei Weidefütterung im Herbst UFA-REVUE · 9 2011

NEL MJ 6.3 6.8 6.8 7.4 7.0 6.8 7.0

SFKH g/kg 132 145 140 140 150 158 220

SFRP WFKH g/kg g/kg 250 240 90 235 80 232 65 276 75 269 81 256 65 328

WFRP g/kg 385 290 234 195 192 249 150

Kilogramm Trockensubstanz lassen sich berechnen. Das ist die Basis, um diesen Herbst über die Rationengestaltung und Futterkonservierung zu diskutieren und Optimierungen vorzunehmen.

Fazit Damit der schnell verdauliche Futtereffizienz

steigern Das

Fütterungssystem UFA W-FOS ermöglicht eine hohe Grundfuttereffizienz und erlaubt es, die Kraftfuttergaben in Grenzen zu halten. Im Mittelpunkt von UFA W-FOS steht nicht nur die Bilanzierung des Nährstoffangebotes, sondern in erster Linie die Dynamik im Pansen. Schlüsselwerte wie die Futterkosten pro Kilogramm Milch oder die Milchleistung pro

Zucker aus dem ersten Schnitt im Pansen genutzt werden kann, ist in der Winterfütterung genügend schnell fermentierbares Proteinfutter nötig. Die Stärke ergänzender Energieträger sollte langsam abbaubar sein. Weil Dürrfutter und Grassilage aus dem ersten Schnitt einen geringen Anteil an Zellwänden aufweist, ist auf eine genügende Strukturergänzung zu achten. 䡵

Der erste Schnitt nimmt unter den konservierten Vorräten mengenmässig den wichtigsten Anteil ein. Entsprechend massgebend ist seine Qualität für die Rationengestaltung in der Winterfütterung. Bild: agrarfoto.com

Autoren Urs Spescha, Ressortleiter Rindvieh, und Hanspeter Erni, Milchviehspezialist im UFA-Beratungsdienst, 6210 Sursee. Möchten auch Sie mehr aus ihrem Grundfutter herausholen? In UFA W-FOS steht die Grundfuttereffizienz und Tiergesundheit an erster Stelle. Fragen Sie Ihren UFA-Berater in Ihrer Region. www.ufa.ch

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Blut- und Harnproben sagen nicht alles ES LÄUFT IRGENDWIE NICHT RUND im Milchviehstall. Die Milchleistung der Kühe befriedigt nicht, die Milch-Eiweissgehalte liegen zu tief, die Kühe zeigen die Brunst schlecht oder die besamten Tiere werden nicht trächtig. Woran kann das liegen?

Thomas Kaufmann

Bestandesprobleme kennen nur in den seltensten Fällen eine alleinige Ursache. Vielmehr führt erst die Kombination von mehreren unbefriedigend ausfallenden Faktoren zur Ausprägung des Problems. Dementsprechend müssen zuerst alle Faktoren benannt werden, die zum Problem beitragen können. Nachfolgend ist jeder Faktor separat abzuklären.

spielsweise Labor A den Referenzbereich für Phosphor im Blut mit 1.8 bis 2.4 mmol/l an, Labor B mit 1.0 bis 2.7 mmol/l und ein bekanntes deutsches Lehrbuch mit 1.35 bis 1.9 mmol/l. Ein analysierter Wert von 1.4 mmol/l wird dementsprechend in einem Labor als gesund, im anderen als krank und gemäss Lehrbuch wiederum als gesund eingestuft.

Was ist normal? Im Zeitalter des

Verschiedene Analysemethoden

Computers gibt es die Tendenz, gestellte Fragen mit exakten Zahlen beantworten zu wollen und diese Zahlen so zu kategorisieren, dass das Resultat ausschliesslich gut oder schlecht ausfallen kann. Warum also nicht bei einer Kuh eine Blut- und/oder Harnprobe nehmen und ein sogenanntes Stoffwechselprofil mit 10 bis 20 Parametern untersuchen lassen? Das Resultat wird schon aufzeigen, welche Parameter nicht normal sind und wo das Problem liegt… Aber was bedeutet «normal»? Die im Labor gemessenen Parameter werden mit einem Referenzbereich verglichen. Liegt der gemessene Wert innerhalb des Bereiches, so wird er üblicherweise als normal oder gesund interpretiert. Liegt er ausserhalb, gilt er als ungesund. Entscheidend für die Einteilung «krank» oder «gesund» ist dementsprechend die Definition des Referenzbereiches.

Wie kommen diese Unterschiede zustande? Die Labors verwenden häufig verschiedene Analysemethoden, die systembedingt zu leicht unterschiedlichen Resultaten führen. Dies ist auch der Grund, weshalb es sinnvoll ist, dass jedes Labor seine eigenen Referenzbereiche führt. Woher ein Labor seine Referenzbereiche generiert – ob selbst berechnet oder irgendwo abgeschrieben – ist in den meisten Fällen unbekannt. Prinzipiell kann man Referenzbereiche durch zwei Methoden berechnen. Entweder definiert man die Gesunden oder man definiert die Kranken. Bei der ersten Methode sollten von mindestens 100 gesunden und leistungsfähigen Kühen Blutproben entnommen und untersucht werden. Die 5 % untersten Werte und die 5 % obersten Werte werden als ausserhalb des Referenzbereiches definiert und die zentralen 90 % stellen den Referenzbereich dar (Grafik).

rameter ausserhalb des Referenzbereiches – und dies aus reinem Zufall und nicht weil das Tier krank ist. Aus diesen Überlegungen heraus stammt auch eine nicht ganz ernst zu nehmende, aber zum Denken anregende Definition von Gesundheit: «Gesund ist ein Individuum, welches nicht genügend untersucht wurde», Murphy.

Mindestens vier Tiere Wird nun bei einer einzelnen Kuh eine Probe entnommen und das Resultat liegt ausserhalb des Referenzbereiches, so weiss man nie, ob diese Kuh nun zufällig zu den 10 % Gesunden ausserhalb des Referenzbereiches gehört oder ob sie den wirklich Kranken zugeteilt werden muss. Durch eine Erhöhung der Anzahl beprobter Kühe lässt sich die Sicherheit der Aussage deutlich steigern. Bei Bestandesproblemen empfiehlt der Rind-

Unterschiede zwischen Labors Betrachtet man die Resultate von verschiedenen Labors, so zeigt sich, dass beinahe jedes Labor seine eigenen Referenzbereiche deklariert, diese sich beträchtlich voneinander unterscheiden und häufig auch nicht mit den Lehrbüchern übereinstimmen. So gibt bei86

Zufall Nimmt man also von zehn Kühen je eine Probe, so liegt der untersuchte Parameter bei einer Kuh aus reinem Zufall ausserhalb des Referenzbereiches. Auch wenn bei einer Kuh zehn verschiedene Parameter untersucht werden, so liegt durchschnittlich ein Pa9 2011 · UFA-REVUE


NUTZTIERE ergesundheitsdienst (RGD), immer mindestens vier Tiere zu beproben.

derkauschläge pro Bolus, Konsistenz des Kotes, Verdauungsgrad des Kotes, Lahmheiten und vieles mehr.

Grafik: Idealer Blutparameter von gesunden Tieren 100

Referenzbereiche hinterfragen

Beobachtung liefert Antworten Bei der Abklärung von Bestandesproblemen steht die klinische Untersuchung immer noch an erster Stelle. Das Betrachten der Kühe gibt bereits viele Antworten: Körperkondition entsprechend Laktationsstadium, Anzahl Wie-

75

Futterration In einem nächsten Schritt kann die Futterration beurteilt werden. Ist die Ration ausgewogen bezüglich Energie und Eiweiss? Wird der Nährstoffbedarf gedeckt? Gewährleistet die Futtermittelreihenfolge eine gute Pansensynchronisation. Stimmt die Mineralstoffverabreichung? Bereits vorliegende Laboruntersuchungen, beispielsweise Futtermittelanalysen, sollen miteinbezogen werden.

Milchgehalte Die analysierten Fett-, Eiweiss- und Harnstoffgehalte der monatlichen Milchwägungen liefern – wenn sie richtig interpretiert werden – gute Informationen bezüglich der Fütterung. Die Resultate der Milchleistungsprüfungen besitzen zwei grosse Vorteile. Erstens ist durch die Untersuchung jedes laktierenden Tieres die Probenanzahl so gross, dass eine gute Übersicht über die Herde entsteht. Zweitens kann durch die regelmässige Beprobung der zeitliche Verlauf verfolgt werden. Mit Ausnahme der Interpretation von hohen Milch-Fettgehalten dürfen aber

Anzahl Tiere

Die vorgegeben Referenzbereiche sollten auf jeden Fall kritisch hinterfragt werden. Stimmt die Labormethode, das Tieralter, eine mögliche Trächtigkeit oder das Laktationsstadium mit den Bedingungen für die Festlegung des Referenzbereiches überein oder wäre für die analysierten Proben ein anderer Referenzbereich besser? Und immer wieder sollte man sich bei der Interpretation von Laborwerten eine weitere Definition von Gesundheit vor Augen halten: «Gesundheit ist die koordinierte Funktion aller Organe gemäss ihrem angeborenen Zweck und nicht oder nicht nur die Übereinstimmung mit einem bestimmten Zahlenwert. Verschiedenheit bedeutet noch nicht Krankheit», Gross und Wichsmann.

30 25 0 tiefer Blutwert

Referenzbereich

nicht einzelne Tiere beurteilt werden, sondern nur Gruppen von Tieren. Individuelle Ausreisser nach unten oder oben gibt es immer.

Verdachtsdiagnosen Aufbauend auf der klinischen Tierbeurteilung, der Beurteilung der Futterration und der Interpretation der Milchinhaltsstoffe können Verdachtsdiagnosen formuliert werden. Um diese zu erhärten, sind weitere Laboruntersuchungen häufig unumgänglich. Dabei ist insbesondere darauf zu achten, dass eine genügend hohe Anzahl Tiere zur Beprobung ausgewählt wird. Die Tiere sollen dem Profil der Fragestellung entsprechen. Bei der Abklärung von Bestandesproblemen haben sich beim RGD speziell zwei zusätzliche Laboruntersuchungen bewährt. Zur Kontrolle der Mineralstoffversorgung (Na, Ca, Mg) wird von mindestens vier Kühen, welche 50 bis 100 Tage nach der Abkalbung stehen, eine Blut- und Harnprobe entnommen und daraus die fraktionelle Exkretion berechnet. Viele Spurenelemente sind für einen gut funktionierenden Stoffwechsel nötig. Da die Untersuchung von allen wichtigen Spurenelementen viel zu kostenintensiv wäre, beschränkt man sich häufig auf Selen und Kupfer, die als Leitelemente dienen. Fazit Zusammengefasst liegt der Nutzen von Laboruntersuchungen vor allem darin, klinische Verdachtsdiagnosen zu bestätigen. Nur wenn genug Tiere beprobt werden, ist eine Aussage für die Herde möglich. Eine ausreichende Probenzahl ist wichtiger als möglichst viele Parameter zu analysieren. Die Referenzbereiche der Labors müssen kritisch hinterfragt werden. 䡵

UFA-REVUE · 9 2011

hoher Blutwert

Für eine genügende Aussagekraft sollten Blutproben immer von mindestens vier Kühen entnommen werden.

Autor Thomas Kaufmann, Dr. med. vet. FVH Wiederkäuer, Rindergesundheitsdienst (RGD), 8315 Lindau. www.rgd.ch

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KURZMELDUNGEN LANDLEBEN

Intelligente Handys Technisch hoch aufgerüstete Mobiltelefone nennt man Smartphones, auch iPhones genannt. Diese intelligenten Handys funktionieren wie kleine transportable Computer, verfügen über Internet, SMS, E-Mail, Digitalkamera, GPS, Diktiergerät und Datenspeicher sowie auch etlichen Zusatzprogrammen (den so genannten Apps). 5% der befragten Schweizer Landwirte geben an, im Besitz eines Smartphones zu sein. 95 % hingegen verneinen dies. Dies war das Resultat einer repräsentativen Umfrage, welche im August 2011 durchgeführt wurde. Einige Befragte äusserten spontan, ihre Kinder hätten ein Smartphone. Vereinzelte SmartphoneBesitzer, insbesondere der jüngeren

Jubiläumskochbuch Der Obstverband feiert sein 100Jahr Jubiläum. Mitfeiern kann man vom 17. bis 26. September 2011 am Comptoir Lausanne und an der Züspa vom 23. September bis 1. Okto-

Generation, betonten die technischen Vorteile und sind sich mehrheitlich darüber einig, wenn man einmal im Besitz eines Smartphones sei, wolle man es nicht mehr hergeben. Ein Vorteil der iPhones sind die Zusatzprogramme, die so genannten Apps. Empfehlenswert für die Landwirtschaft ist beispielsweise

Haben Sie ein Smartphone?

In ein 5 dl Konfitürenglas 100 g halbierte Haselnüsse, 2 cm Zimtstange, 1 Gewürznelke, 1/3 Vanilleschote halbiert und 2 EL Honig füllen, mit Branntwein (min. 38 %ig) auffüllen. Unter täglichem Schütteln vier Wochen ausziehen lassen. In eine Flasche füllen und an einem kühlen Ort ca. vier Wochen nachreifen lassen. Schmeckt perfekt zu Vanilleeis, aber auch pur. Karin Näf www.kraeuterkurse.ch

nein 95 %

Repräsentative Umfrage durch Marktforschungsinstitut TransferPlus AG im Auftrag der UFA-Revue.

ber in Zürich. Empfehlenswert ist vor allem auch das Jubiläumskochbuch «Kochen mit Obst», Orell Füssli Verlag, Zürich 2011, 39 Fr.

Karins Kräutertipps Haselnusslikör

das Wetter-App der LANDI, via App steht der Regenradar, die Regenprognose, Wettervorhersagen sogar das LANDI-Wetter TV (dreimal täglich neu) via iPhone gratis in der Hosentasche zur Verfügung. Infos auf www.landi.ch. Einen Nachteil gegenüber den gewöhnlichen Mobiltelefonen haben iPhones. Wenn sie mal auf den Boden fallen, sind sie deutlich weniger robust. Bei landwirtschaftlichen Arbeiten kann es nämlich schon mal vorkommen, dass das Handy zu Boden fällt oder nass wird. ja 5%

FrauenFörderung Die jüngste Publikation der Agrarwissenschaftlerin Theresia OedlWieser befasst sich mit der Umsetzung der Gleichstellung von Frauen und Männern in den ländlichen Entwicklungsprogrammen in Österreich (www.berggebiete.at). Die Autorin geht hart ins Gericht mit den Geschlechter-Disparitäten und zieht das Fazit, dass seit vielen Jahren in Verordnungen, Richtlinien und Programmen der europäischen und nationalen ländlichen Entwicklungspolitik mehr Gleichstellung von Frauen und Männern gefordert werde. Dieser «Programm-Rhetorik» stehe in Österreich aber nach wie vor eine mangelnde Umsetzung in der Praxis gegenüber und es würden sich jahrelange Versäumnisse zeigen. Die unzureichende Vertretung der Frauen in Landwirtschaft

und Agrarpolitik ist aber nicht nur in Österreich ein Thema. Auch die Schweizer Bäuerinnen, allen voran die amtierende Präsidentin des schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauenverbandes, Christine Bühler, bemängeln, dass die Interessen der Bäuerinnen zu wenig berücksichtigt werden. Als Lösung wurde in der BauernZeitung (www.bauernzeitung-online.ch) anfangs August das Thema Frauenquote diskutiert.

«Alpechuchi» gewonnen Margrit Aeschlimann aus Hasle, Imelda Amman aus Turtmann, Rosa Doppmann aus Cham, Paula Gredig aus Portein, Marianne Räss-Oehninger aus Benken, Vreni Speck aus Oberkulm, Helen Stöckli aus Schwanenberg, Sylvia Strahm-Linder aus Wasen, Anni Ziegler aus Flüelen und Marie Ming aus Lungern haben die Landfrauenagenda 2012 bestellt. Sie waren die glücklichen Gewinner, die dabei das Buch «Alpechuchi» von Martin Bienerth im Wert von 34.90 Fr. gewonnen haben.

Verlosung

Bistroschürze zu gewinnen! Zusammen mit dem landwirtschaftlichen Informationsdienst (LID) verlost die UFAReuve fünf Bistroschürzen im Edelweisslook im Wert von 35 Fr. Auf der Bordüre des Bändels ist die Schürze mit dem Slogan «Gut, gibt's die Schweizer Bauern» dekoriert. Zusätzlich gibt es eine Handytasche und einen Notizblock, auch im Edelweisslook zu gewinnen. Schicken Sie eine SMS an 880 (90 Rp) mit KFL LID Name Adresse. Einsendeschluss ist der 16. September 2011. Informationen über die neue Edelweisskampagne auf Seite 92.

Gewinner UFA-Revue 7-8/2011 Markus Benz aus Rorschacherberg, Georg Feier aus Flumenthal, Rosmarie Mathis aus Ennetbürgen , Adrian Neuenschwander aus Amlikon-Bissegg, Hélène Oberson aus Le Châtelard-près-Romont, Josy Püntener aus Algetshausen, Franziska Seiler aus Schwanden im Emmental, Sylvie Vienny aus St-Martin, Astrid Vogt aus Aedermannsdorf und Daniel Zimmermann aus Adelboden gewannen ein Beauté-Suisse-Sortiment. Beauté Suisse Produkte für die ganze Familie gibt es in den LANDI.

Tagesaktuelle Neuigkeiten www.ufarevue.ch 89


LANDLEBEN

Mit Humor die Leistungen der Bauern kommunizieren DIE IMAGEKAMPAGNE DER SCHWEIZER BAUERN geht im September 2011 in die nächste Runde. Nach den Promis steigen Bauern und Bäuerinnen selbst ins Edelweisshemd und kommunizieren mit neuen TV-Spots ihre vielfältigen Leistungen.

Markus Rediger

Für einen 30 Sekunden Film benötigt es einen Tag Dreharbeiten.

Mit einer breiten Palette von Kommunikationsprojekten und zahlreichen Partnern schlägt die Imagekampagne «Gut gibt’s die Schweizer Bauern» seit über 12 Jahren Brücken zwischen Stadt und Land. Im September beginnt eine neue Medienkampagne mit TV-Spots, Plakaten und Inseraten. Sie steht unter dem Motto «Bauern sind Alleskönner». Damit sollen die vielfältigen Leistungen der Schweizer Bauernfamilien für die Öffentlichkeit kommuniziert werden. Die sympathische Plakatkampagne mit den Prominenten im Edelweisshemd wird so abgelöst und durch Bauern und Bäuerinnen im Edelweisshemd fortgesetzt.

Bauern, die Alleskönner In den Texten heisst es: Der Bauer ist auch Wellnesstrainer – er achtet auf das Wohl der Tiere. Oder: Wer Bauer ist, ist auch Landschaftsarchitekt. Er pflegt und gestaltete die Landschaft. Wer Bäuerin ist, ist auch Product Manager, sie produziert

qualitativ hochstehende Produkte und verkauft diese. Damit werden einige der vielfältigen Leistungen der Bauernfamilien mit einer Prise Humor angesprochen und die Öffentlichkeit sensibilisiert. Landschaftspflege, Tierwohl, Biodiversität und Qualitätsprodukte sind nur einige davon. Die Medienkampagne wurde von der Arbeitsgruppe Kommunikation des Schweizerischen Bauernverbands SBV unter der Leitung von Kommunikationschef Urs Schneider vorbereitet und von der Werbeagentur Jung von Matt/Limmat in Zürich umgesetzt. Diese Agentur hat sich in einem Präsentationswettbewerb gegen drei weitere Anbieter

Rückbesinnung auf Heimat gefragt Um mehr über die Hintergründe der neuen Medienkampagne zu erfahren, stellen wir Alexander Jaggy ein paar Fragen.

Markus Rediger im Gespräch mit Alexander Jaggy. Jaggy ist Creative Director der Agentur Jung von Matt.

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Markus Rediger: Was bedeutet die Kampagne für Sie als Leiter der Kreationsabteilung bei Jung von Matt und welche Beziehung haben Sie zur Landwirtschaft? Alexander Jaggy: Mir bedeutet es sehr viel, die Bauernkampagne zu machen, weil mein Vater selber Bauer war, ich auf einem Bauernhof aufgewachsen bin und auch mein bester Freund ein Bauernsohn war. Ich habe deshalb eine grosse Affinität zu den Bauern. Schweizer und Städter haben immer weniger direkte Beziehungen zur Landwirtschaft. Beeinflusst dies Ihrer Meinung nach die Beziehung zwischen Stadt und Land? Stadtbewohner können durchaus leben ohne mit Bauern und der Landwirtschaft in Kontakt zu kommen; es ist dann nicht

einfach ein Image zu vermitteln. Ich glaube, dass sich Städter das Leben auf dem Land romantischer und clichéehafter vorstellen, als es ist. Haben Sie ähnliche Werbekampagnen geschaffen, die mit Landwirtschaft, Produkten, und Umwelt zu tun haben? Die Werbung der Migros mit dem Huhn, da ging es um Frische und Regionalität. Bei dieser Migros-Kampagne ist mir aufgefallen, dass die Werte abgestimmt und kongruent sind mit dem, was der Kampagne «Gut gibt’s die Schweizer Bauern» auch wichtig ist. Die Migros legt neben dem Wert von Preis-Leistung und Swissness noch ganz viele andere Werte fest, welche die Nachhaltigkeit und Regionalität betreffen, und da gibt es eine grosse Deckungsgleichheit. Auf der anderen Seite gibt es bei vielen Kunden eine Rückbesinnung auf die Heimat, mit der Frage woher man kommt, was wo

produziert wird. Dies finde ich persönlich eine schöne Entwicklung. Unterhaltung oder Bewusstseinsbildung? Wird mit einer solchen Werbung das Bewusstsein gefördert oder handelt es sich bloss um Unterhaltung? Stärkt sie die Werte? Da glaube ich 100 % daran. Da gibt es auch Studien darüber, dass eine starke Botschaft mit Humor und Sympathie verbunden hängenbleibt, glaubwürdig ist und eher akzeptiert wird. Humorvolle Storys bleiben auf jeden Fall hängen und bauen ein positives Image auf. Sie fördern die Bewusstseinsbildung. Sind dies auch Eigenschaften, die die neue Kampagne prägen? Ja, auf jeden Fall: Humor und Sympathie, vielleicht auch etwas Ironie. Dies ist zwar 9 2011 · UFA-REVUE


LANDLEBEN

Neue Kampagne Alle TV-Spots, die Plakate und viele Edelweissprodukte finden Sie im Internet unter www.landwirtschaft.ch. Ein Making-Off-Film unter: www.buureTV.ch

durchgesetzt. «Im Rahmen der Konkurrenzpräsentation hat uns Jung von Matt die beste Lösung präsentiert, um die Sympathie und Akzeptanz der Schweizer Bauern weiter zu steigern,» so Urs Schneider.

Regie Bettina Oberli Die neue Medienkampagne besteht aus vier TV-

Filmbauer und Schauspieler Erich Hufschmid lässt die Ziegen ins Freie.

Humorvolle Storys bleiben hängen.

Spots und fünf Printsujets, die für Plakate und Inserate eingesetzt werden können. Für die Realisierung der TVSpots war die bekannte Schweizer Regisseurin Bettina Oberli verantwortlich, sie hat auch die beiden Spielfilme «Herbstzeitlosen» und «Tannöd» geschaffen. Oberli sagt gegenüber der UFA-Revue, «die Aussagen in den TV-

Spots sollen glaubwürdig sein.» Die Fotos für die Plakate kommen vom Zürcher Fotografen Stefan Minder. Die Bauernhöfe und Landschaften wurden stellvertretend für alle Höfe in der Schweiz gewählt. Für die Dreharbeiten wählte Bettina Oberli die Bauernhöfe der Familien Habegger und Wüthrich in Trub und Schangnau. 䡵

Die neuen Plakate im Format 70x100cm gibt als UFA-Revue-Leseraktion (siehe Talon).

Regisseurin Bettina Oberli schuf die TV-Spots, sie sagt: «Ich war immer gerne auf Bauernhöfen.»

Autor Markus Rediger, Geschäftsführer des Landwirtschaftlichen Informationsdienstes LID, Bern, www.lid.ch

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Bestellung Plakate in der Schweiz ein schwieriges Thema, doch Selbstironie kommt gut an. Diese Kampagne ist sympathisch aufgebaut, es kann darüber gelacht werden, doch schlussendlich bleibt etwas Elementares hängen. Bei jedem Motiv soll ja eine andere Leistung der Schweizer Bauern vermittelt werden. Im Spot werden Bauern porträtiert. Heisst dies, dass Bauern in den Spots selber auftreten? Es sind nicht authentische Bauern. Es sind Schauspieler, die Bauernhof-Erfahrung haben und eine Affinität zum Bauern. Wir haben für alle Spots die gleiche Familie gewählt, Bauer, Bäuerin und Sohn. Die Bauern in den Filmen tragen alle Edelweisshemden, warum? Wir wollten das Hemd dorthin zurückbringen wo es herkommt, zum Bauern. Dieser ist auch die Grundlage für die Kampagne. UFA-REVUE · 9 2011

Unser Auftrag war es, zu vermitteln was der Bauer alles leistet. So sind wir zurück zum Bauern gegangen, wo Werte wie Tierwohl, Landschaftspflege und ökologische Leistungen vermittelt werden können. Ein Ausblick, Ihr persönlicher Wunsch, was die TV Spots bewirken sollen? Mein Wunsch wäre, dass die Schweiz darüber spricht, dass wir einen populären Erfolg mit der Kampagne erzielen und sich die Leute auf weitere Spots freuen. Natürlich auch, dass die Leute konkrete Antworten bekommen, was der Job eines Bauern ist. Dann nämlich ist die Botschaft angekommen verpackt in einer humorvollen Idee, das wäre der Idealfall.

Ja, auch wir wollen unsere Landwirtschaft positiv ins Gespräch bringen und bestellen ein Set mit allen fünf neuen Plakaten (70 x 100 cm, deutsch) zum UFA-Revue-Leser-Preis von nur 10 Fr. (inklusive Porto und Verpackung). 10er Note in Briefumschlag einsenden oder per Rechnung bezahlen. Vorname / Name Adresse PLZ / Ort E-Mail: Telefon Einsenden an: LID, Weststrasse 10, 3000 Bern 6, 寿 031 359 59 77 / info@lid.ch Weitere Angebote zur Edelweisskampagne gibt’s unter «Shop» auf www.landwirtschaft.ch 91


LANDLEBEN

Regeln nach der Scheidung DER UMGANG zwischen geschiedenen Ehepartnern muss gelernt sein. Aus der Erfahrung zeigt sich, dass Distanz betreffend Wohnort und das Einhalten von Abmachungen wichtig sind, damit sich die Streitigkeiten nach einer Scheidung nicht ein Leben lang hinziehen.

Abänderungsklage Oft verändern sich gewisse Umstände nach einer Scheidung bezüglich Elternrechte und -pflichten und bezüglich Einkommen des Unterhaltsverpflichteten. In solchen Fällen kann am Gericht beantragt werden, dass das Scheidungsurteil den neuen Umständen angepasst wird.

Fast die Hälfte aller Paare, die heute heiraten, werden sich im Verlaufe ihres Lebens scheiden lassen. Eigentlich brauche es Regeln, wie man nach der Scheidung miteinander umgehe, meint die Anwältin Esther Lange, welche oft mit Scheidungen von Bauernfamilien zu tun hat. Die bäuerlich-hauswirtschaftliche Beraterin Silvia Hohl leitet seit Jahren eine Erfahrungsaustausch-Gruppe (ErfaGruppe) für geschiedene und getrennt lebende Bäuerinnen, sie kennt ebenfalls die schwierige Zeit nach einer Scheidung. Anfang Juni 2011 traf sich diese Gruppe, um mit Esther Lange über das Thema «Regelungen für die Beziehung zum Ex-Partner» zu diskutieren.

Kinder schonen Die Familie ist zentral für das Wohlergehen von Kindern und Jugendlichen. Bei einer Scheidung bricht das Familiengefüge auseinander. Es ist Gift für die Seele des Kindes, wenn der Ex-Partner schlecht gemacht wird, wenn über ihn verächtlich geredet wird, er herablassend und respektlos behandelt wird oder wenn Anrufe nicht entgegen genommen werden. Heutzutage können die Kinder bei den Sorgerechtsregelungen mitreden. Immer öfters wird auch ein gemeinsames Sorgerecht vereinbart. Was keineswegs eine Patentlösung sei, wie Esther Lange erklärt, denn es müsse ohnehin geregelt werden, wo die Kinder leben und dieser Entscheid breche oft einem Elternteil das Herz. In der Landwirtschaft kommt es vor, dass die Kinder beim Vater auf dem Betrieb bleiben wollen. 92

Mutterliebe und Hofzentrierung Viele geschiedene Bäuerinnen sind in einem Zwiespalt. Sie haben rein rechtlich gesehen allenfalls Anspruch auf Unterhaltszahlungen, aber auch auf Ersatzforderungen aus der Zeit, wo sie auf dem Betrieb mitgearbeitet oder Erspartes in den Betrieb investiert haben. Setzt die Bäuerin ihren Anspruch durch, gefährdet sie dadurch in den meisten Fällen die Existenz des Hofes. Den Betrieb möchten aber auch die Bäuerinnen erhalten, weil sie den Kindern die Chance geben wollen, eines Tages den Hof übernehmen zu können. Die Bäuerinnen verzichten darum auf einen Teil von Unterhaltszahlungen und Ersatzforderungen. In Kauf nehmen sie dafür finanzielle Nachteile. Auch Gerichte und Behörden setzen auf die Hoferhaltung mit dem Argument, dass so wenigstens ein Ex-Partner noch eine Existenz und Tagesstruktur hat und den Kindern der Hof erhalten bleibt. Die Folge ist, dass Ex-Bäuerinnen oft auf das Sozialamt gehen müssen, um mit Überbrückungshilfe oder Ergänzungsleistungen ihre Existenzbedürfnisse zu decken. Ob die Hoferhaltung immer eine gescheite Lösung ist, sollte heutzutage durchaus hinterfragt werden. Kleine und verschuldete Betriebe bieten dem Nachwuchs keine guten Startbedingungen. Eine Garantie, dass ein Kind aus dieser Ehe den Hof erhält besteht nicht. Der geschiedene Partner, welcher auf dem Hof verbleibt, kann sich wieder verheiraten und Kinder zeugen, die den gleichen Anspruch auf den Hof haben wie die Kinder aus der ersten Ehe. Das Denken «Immer zuerst der Hof» – auch bei geschiedenen Bäuerinnen –

führt oft dazu, dass diese sich emotional schwer vom Hof lösen können. Auch die Kinder können den Anspruch auf den Hof verinnerlicht haben und dadurch ihre Mutter oder den Vater unter Druck setzen.

Distanz suchen In den meisten Fällen gehört der Hof dem Ehemann. Im Falle einer Scheidung muss dann die Frau wegziehen. Das Fazit des Gesprächskreises ist, dass es keine gute Lösung sei, von einem Bauernhof in eine Stadtwohnung, womöglich in einen Wohnblock, umzuziehen. Aber auch zuviel Nähe sei schwierig, was beispielsweise der Fall ist, wenn die Exfrau ins Stöckli zügelt. Jede der ExBäuerinnen plädiert für geographische Distanz zum Ex-Partner und zum Hof. Eine Wohnung oder ein Haus beispielsweise in der Nachbargemeinde im ländlichen Raum mit Garten und Tieren sei ideal.

Kränkungen vermeiden Kränkungen sollten vermieden werden, sowohl von den Frauen als auch von den Männern, denn sie machen verbittert. Kränkend für Männer ist es, wenn ihnen der Kontakt mit den Kindern erschwert oder gar verunmöglicht wird. Eine der allerschlimmsten Kränkungen für getrennt lebende und geschiedene Bäuerinnen ist der Gang zum Sozialamt, sei es, weil der Unterhalt so knapp bemessen werden musste, dass sie davon nicht leben können, weil der Ex-Partner nicht regelmässig zahlt, oder weil sie nicht so schnell eine passende Arbeit finden können. Betrogen fühlen sich Bäuerinnen, wenn sie im nachhinein erkennen, dass 9 2011 · UFA-REVUE


LANDLEBEN

Reden, Taschengeld und Autofahren «Würden Sie wieder einen Bauern heiraten?», fragte Esther Lange die geschiedenen Bäuerinnen. Ja sicher, bestätigen alle. Aber es gebe schon Sachen, die sie anders machen würden: So meint die eine, lieber würde sie keinen Bergbauern mehr heiraten. Eine andere Bäuerin erklärt, dass sie von Anfang an sagen würde, was sie stört. Es gehe darum, Position zu beziehen und Sachen auszudiskutieren. Eine dritte Bäuerin sagt, sie würde auf einem Taschengeld bestehen, seien es auch nur 50 oder 200 Fr. pro Monat. Eine andere Bäuerin insistiert, dass Autofahren prioritär sei, um selbstständig zu sein.

Geld in den Jahren vor der Scheidung auf die Seite geschafft wurde, um weniger hohe Zahlungen leisten zu müssen. Sehr oft haben die Bäuerinnen bei allen Investitionen auf dem Betrieb mitgeholfen und dafür Entbehrungen in Kauf genommen. Meistens ist die AHV auf dem Minimalstandart und es ist keine 2. oder 3. Säule da.

Hilfe annehmen Die Scheidung ist für viele ein Schicksalsschlag. Auch Jahre nach der Scheidung kann eine falsche Bemerkung Wunden aufreissen und zu Eskalationen führen. Eine Selbsthilfegruppe ist eine gute Sache und kann den Rücken stärken. In allen grösseren Städten gibt es Selbsthilfegruppen für geschiedene Frauen. In der Ostschweiz und neuerdings auch in der Zentralschweiz gibt es spezifische Erfa-Gruppen für getrennt lebende und geschiedene Bäuerinnen. Eine Selbsthilfe- oder Erfa-Gruppe ersetzt allerdings keine Therapie. Sehr hilfreich sei für sie auch die sozialpädagogische Familienbegleitung gewesen, erzählt eine Bäuerin in der Runde. Eine Fachperson besuchte eine Zeitlang regelmässig die Familie und half den Alltag zu gestalten. Solche Einsätze werden jeweils in Zusammenarbeit mit dem Sozialamt der Gemeinde durchgeführt. Leider ist es so, dass viele Gemeinden gerade in diesem Bereich sparen und überlasteten Familien, Alleinerziehenden oder Patchwork-Familien diese Hilfe absprechen.

Konfirmation, Hochzeiten, Taufen, Beerdigungen Früher war es klar, dass der Partner ohne Sorgerecht ausgeschlossen war, wenn die Kinder konfirmiert wurden, sich verheirateten oder eine Taufe der Enkelkinder gefeiert wurde. Heutzutage sind sich alle bewusst, dass Vater- und Muttersein eine lebenslange Verbindung bedeutet. Demzufolge besteht auch der gesellschaftliche Anspruch, dass beide Elternteile an solchen Anlässen teilnehmen. Gelassen und heiter an einen solchen Anlass zu gehen, ist für die meisten Ex-Partner schwierig und sie sind sich bewusst, wie spannungsreich solche Familienfeste sind. Sich diplomatisch aus dem Wege gehen und Diskussionen vermeiden, sind daher gute Strategien, um vor allem den Kindern ein schönes Fest zu ermöglichen. Sich selber auch nicht überfordern und beispielsweise einen frühen Abgang schon einplanen, ist ebenfalls hilfreich, um den Frieden zu wahren. 䡵

Silvia Hohl (l.) und Esther Lange (r.) wollen die Situation der geschiedenen Bäuerinnen, aber auch der geschiedenen Landwirte verbessern.

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit Esther Lange (Dr. jur. Anwältin, Winterthur), Silvia Hohl (bäuerlichhauswirtschaftliche Beraterin, Salez, SG) und der Erfa-Gruppe der geschiedenen und getrennt lebenden Bäuerinnen. Aufgezeichnet von Daniela Clemenz, UFA-Revue, 8401 Winterthur. In einer der nächsten UFA-Revue wird über die Situation von geschiedenen Bauern berichtet.

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LESERREISE LANDLEBEN

Unter Zentralamerikas Sonne Gruppe A: 8. – 24. Januar 2012 | Gruppe B: 22. Januar – 7. Februar 2012

Bananen und Kaffee – Die Chancen stehen hoch, dass diese Produkte aus Costa Rica stammen. Costa Rica ist mit einer Jahresproduktion von 2.2 Millionen Tonnen nach Ecuador in Lateinamerika der zweitgrösste Bananenproduzent. In den Hochlandgebieten der Kordillieren, die Costa Rica und Panama durchziehen, kann man zudem den Kaffeeanbau hautnah erleben. Weniger bekannt, aber nicht minder uninteressant ist die Landwirtschaft in Nicaragua. Nicaragua – obwohl arm – ist potenziell ein reiches Land, es besitzt fruchtbare Böden und die grösste landwirtschaftliche Nutzfläche innerhalb Zentralamerikas. Die Kontinentalplattform bietet zudem ein hohes Potenzial für die Fischerei. Etwa ein Drittel der Arbeitskräfte ist in der Landwirtschaft tätig (29%) und verantwortlich für ein Fünftel des Volkseinkommens. Eine insgesamt exotische Welt, die aber dennoch viele Berührungspunkte zu unserem Alltagsleben hat.

Das Programm Sonntag, 8. Januar / 22. Januar 2012: Zürich – Frankfurt – Costa Rica Am Abend Flug mit Lufthansa und Condor via Frankfurt nach Costa Rica. Montag, 9. Januar / 23. Januar 2012: San José Ankunft am Morgen in San José. Transfer ins Hotel, mit Garten, Swimmingpool und Sicht auf die umliegenden Vulkane. Unterkunft für zwei Nächte. Am Nachmittag Stadtrundfahrt durch die Hauptstadt mit Besuch des Goldmuseums und des Nationaltheaters. Dienstag, 10. Januar / 24. Januar 212: Vulkan Poás–Kaffeeplantage Fahrt durch fruchtbare Hügel hinauf zum Vulkan Poás mit seinem riesigen Krater und herrlichster Aussicht aufs Tal. Spaziergang zum Nebenkrater und durch den Nebelwald. Mittagessen bei der Schweizer Familie Roland Zbinden. Am Nachmittag interessante Führung durch die familieneigene Kaffeeplantage. Mittwoch, 11. Januar / 25. Januar 2012: San José – Schnittblumen – Sarapiqui – Bananenplantage Fahrt durch den Braulio Carillo Nationalpark. In Guácima Besuch von Costa Flores, grösste Exportfirma für tropische Schnittblumen mit eigenem botanischen Garten. Weiterfahrt nach Puerto Viejo de Sarapiqui, wo das Nogal Projekt – Bananenplantage mit Abpackstation, von der Migros in Zusammenarbeit mit Chiquita ins Leben gerufen – besucht wird. Unterkunft für zwei Nächte in Sarapiquí. Donnerstag, 12. Januar / 26. Januar 2012: Ananasplantage–Schokoladentour Am Vormittag Besuch der biologisch produzierenden Ananasplantage Finca Corsicana. Danach geht es ins Tirimbinareservat mit einer «Schokoladentour». Information über die Kakaopflanze bis hin zur Herstellung von Schokolade. Gelegenheit zu einer kurzen Wanderung innerhalb des Privatreservates.

Freitag, 13. Januar / 27. Januar 2012: Sarapiqui – Betriebsbesichtigung – La Fortuna Nach dem Frühstück Fahrt durch die nördliche Tiefebene. Unterwegs Halt in Muelle und Besuch eines genossenschaftlichen Betriebs von Rio Cober mit Rinder- und Schweinezucht sowie Milchproduktion. Mittagessen mit hauseigenem Qualitätsfleisch. Gegen Abend Ankunft in La Fortuna, in der Nähe des noch aktiven Vulkans Arenal. Unterkunft für zwei Nächte in La Fortuna. Samstag, 14. Januar / 28. Januar 2012: Cano Negro Schutzgebiet Bootsfahrt durch die Feuchtgebiete des Caño Negro Schutzgebietes mit ihrer grossen Vogelvielfalt. Sonntag, 15. Januar / 29. Januar 2012: Arenal – Pequena Helvetia–Tamarindo Fahrt entlang des Arenalsees zum Landwirtschaftsbetrieb des ausgewanderten Schweizers Franz Ulrich nach Klein-Helvetien (Privatbahn, Drehrestaurant mit unglaublicher Sicht auf den Vulkan Arenal). Nach dem Mittagessen Weiterfahrt nach Tamarindo, an der Westküste gelegen. Unterkunft für zwei Nächte. Montag, 16. Januar / 30. Januar 2012: Guanacastektische Folklore – Baden Besuch einer Genossenschaft in Santa Cruz mit Einblick in die Guanacastekische Kultur und Küche. Vorführung einheimischer Musik und Tänze. Typisches Mittagessen. Am Nachmittag Zeit zum Baden im Pazifischen Ozean. Dienstag, 17. Januar / 31. Januar 2012: Tamarindo – Rincon de la Vieja Nach dem Frühstück Fahrt in Richtung Rincon de la Vieja. Ankunft am Nachtmittag, Thermalquellen, Natursauna. Übernachtung für einen Tag. Mittwoch, 18. Januar / 1. Februar 2012: Liberia – Precious Woods – Grenzübergang nach Nicaragua Am Morgen Besuch des Tropenwaldes und der Anpflanzungen von Precious Woods. Nach dem Mittagessen Weiterfahrt in Richtung Grenze und Übertritt nach Nicaragua. Weiterfahrt entlang des riesigen NicaraguaSees in die alte Kolonialstadt Granada. Unterkunft für vier Nächte in Granada. Donnerstag, 19. Januar / 2. Februar 2012: Ometepe – Genossenschaft Magdalena in Ojo de Agua Fahrt zur Hafenstadt San Jorge. Mit der Fähre zur Vulkaninsel Ometepe, bekannt für seine Petroglyphen (Steinbilder/Skulpturen). Weiterfahrt zur Genossenschaft Magdalena mit ökologischem Kaffeeanbau und Tourismus. Bademöglichkeit im frisch-blauen Wasser.

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LESERREISE LANDLEBEN Freitag, 20. Januar / 3. Februar 2012: Granada – Hacienda Ecolodge Besichtigung der Kolonialstadt Granada mit dem historischen Zentrum der ältesten Stadt des amerikanischen Kontinents. Danach Fahrt zum bekannten Badeort San Juan del Sur zur Morgan’s Rock Hacienda und Ecolodge. Informationen über das Wiederaufforstungsprojekt, die Produktion von Lebensmitteln und über eine Schmetterlingszucht. Samstag, 21. Januar / 4. Februar 2012: Granada – Getreidefarm – Finca Enenezer – Isletas Besichtigung eines kleinen Bauernbetriebs, der Mais, Yucca und Reis anbaut. Anschliessend Fahrt zu einer Biofarm mit Projekten zur Benutzbarmachung von Ackerlandes und Aufforstung. Auf dem Nicaragua See Bootsfahrt durch die tropischen «Isletas» von Granada, wobei man die üppige Vegetation und Vogelwelt beobachten kann.

Montag, 23. Januar / 6. Februar 2012: San José – Frankfurt Am späteren Morgen Abflug ab San José in Richtung Europa. Dienstag, 24. Januar / 7. Februar 2012: Frankfurt – Zürich Am frühen Morgen Ankunft in Frankfurt. Umsteigen und Weiterflug nach Zürich, mit Ankunft um 08.20h.

Die Leistungen Im Pauschalpreis von 5270 Fr. (Zuschlag Einzelzimmer 690 Fr.) sind folgende Leistungen eingeschlossen: • Flüge gemäss Programm mit der Lufthansa und Condor in Economyklasse sowie Lacsa Airlines. • Unterkunft in guten Mittelklass-/Erstklasshotels. Basis Doppelzimmer mit Bad oder Dusche/WC. • Während der ganzen Reise reichhaltiges Frühstück, Halbpension + zwei Essen. • Alle Transfers und Rundfahrten, Stadtrundfahrten, Eintritte, gemäss Programm. • Alle fachlichen Besuche mit spezieller Führung. • Fachliche Begleitung durch die Agronomen Hansruedi Henggeler (Gruppe 1) und Catherine Marguerat (Gruppe 2) • Alle Flughafentaxen. • Terra Travel Reiseleitung. • Ausführliche Reiseunterlagen. Nicht eingeschlossen sind: • Die nicht erwähnten Mahlzeiten, Getränke, persönliche Auslagen, Trinkgelder • Annullationskostenversicherung/Assistance UFA-REVUE · 9 2011

Anschlussprogramme Badeferien in San Juan del Sur Hotel Victoriano, San Juan del Sur/Nicaragua: Badeferien vom 24. – 31. Jan. 2012 oder vom 7. – 14. Februar 2012. Sieben Übernachtungen im schönen, victorianischen Hotel Victoriano, direkt am Strand und Hafen von San Juan del Sur gelegen. Hier können Sie sich wunderbar am Strand des Südpazifiks ausspannen, allabendlich faszinierende Sonnenuntergänge geniessen und kleine Stadtbummel unternehmen. Preis pro Person im Doppelzimmer 635 Fr. (Zuschlag EZ 180 Fr.). inklusive Frühstück sowie alle Transfers.

Formalitäten Für diese Reise benötigen Schweizer Bürger einen noch 6 Monate über das Rückreisedatum hinaus gültigen Reisepass. Anmeldung Die Teilnehmerzahl ist beschränkt und die Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtig. Anmeldeschluss 17. Oktober 2011. Anzahlung Nach dem Anmeldeschluss erhalten alle Teilnehmer/innen eine Bestätigung mit Einzahlungsschein für die Anzahlung von 800Fr. pro Person.

Allgemeine Hinweise Klima Beste Reisezeit für Costa Rica/Nicaragua ist vom Dezember bis April, da herrscht Trockenzeit, es regnet wenig. Die Temperaturen im Januar und Februar bewegen sich zwischen 22 und 35°C. In den höheren Lagen/Bergregionen wird es tagsüber nicht so heiss, bis rund 24°C und kann nachts bis zu 14°C abkühlen.

Anmeldetalon

Sonntag, 22. Januar/5. Februar 2012: Granada – Managua – San José Auf dem Weg zum Flughafen von Managua Halt im hübschen Dorf Catarina mit herrlicher Aussicht auf den Kratersee Laguna de Apoyo. Besuch bei einem Pflanzenzüchter mit grossem Wissen über Zentralamerikas Flora. Weiter via San Juan de Oriente, bekannt für seine Töpferwaren in die Nähe des Vulkans Masaya. Am späteren Nachmittag Flug von Managua nach San José. Unterkunft und Abendessen.

Annullation Bei Annullation bis 2 Monate vor Abreise werden 50 %, bei späterer Abmeldung 80 % und am Abflugstag 100 % des Pauschalpreises in Rechnung gestellt. Wir empfehlen den Abschluss einer Annullationskostenversicherung kombiniert mit Assistance à 83 Fr. pro Einzelperson oder 159 Fr. für zwei Personen  oder Familien.

Organisation/ Durchführung Terra Travel + Consulting AG Schaffhauserstrasse 89 8042 Zürich  044 363 23 10 Spezialist für Landwirtschaftsreisen.

Anmeldetalon zur UFA-Revue-Leserreise nach Zentralamerika so schnell wie möglich bis 17. Oktober 2011 einsenden an: UFA-Revue, Reise Zentralamerika, Postfach, 8401 Winterthur 1. Name (gem. Pass)

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GARTENSEITE LANDLEBEN

Herbstlicher Blütenzauber FETTHENNEN sind überaus attraktive Spätzünder: Wenn anderen Blumen bereits die Puste ausgeht, blühen sie zu Hochform auf und laden Bienen und Sommervögel zum Nektarmahl. Im Winter präsentieren sich die Samenstände als malerische Farbtupfer und schmücken sich mit Raureif und Schnee.

Edith Beckmann

Spätzünder: Wenn anderen Blumen bereits die Puste ausgeht, brillieren Fetthennen mit grandiosem Auftritt.

Verwelkte Blütenstände somit erst im Frühling abschneiden. Das wäre dann aber auch schon die einzige Pflegearbeit. Denn die Dickblattgewächse (Sedum) sind hart im Nehmen, kennen weder Schädlinge noch Krankheiten. Sogar Schnecken meiden die hübschen, fleischigen Blätter, die Wasser speichern. Trockenheit kann Fetthennen deshalb nichts anhaben und sie ertragen auch problemlos tiefe Temperaturen.

Auswahl für Topf und Beet Hohe Fetthennen (Sedum spectabile und Sedum telephium) erreichen 40 bis 60 Zentimeter Wuchshöhe. Sie fühlen sich wohl an warmen, sonnigen Plätzen und entfalten ihre Schönheit auch in Gefässen. Die Blütenknospen erscheinen bereits im Sommer und bilden ein hübsches, flach gewölbtes Schirmchen. Ab September öffnen sich die zarten Blütensternchen. Sie sind auch ausgezeichnete Schnittblumen, die sich gut und gerne drei Wochen lang in der Vase halten. Aparte Sorten sind etwa «Herbstfreude» mit rostroten Blüten, «Brillant» mit karminrosafarbenen und «Carmen» in

dunklem Rosa. «Stardust» trumpft mit weissen Blüten auf. Gross im Kommen sind Züchtungen, die sich zusätzlich mit dunkel weinroten Blättern zieren, etwa «Matrona» oder «Postman’s Pride».

Wintergrüne Blattrosetten Verwandt mit Fetthennen und genauso unkompliziert ist die Hauswurz (Sempervivum). Als Schutz vor Blitz wurde die einheimische Pflanze einst auf Dächer gesetzt. Heute ist sie erneut als Dachbegrünung begehrt. Ihre vielfältigen Formen und Farben verleiten zur Sammelleidenschaft. Eine genügsamere Pflanze, die sich sogar an extrem heissen Plätzchen auf kargstem Boden lieblich entwickelt, gibt es kaum. Ob in grossen Untertellern aus Ton, auf Tuffsteinen, in Trögen oder Mauerritzen: Einmal pflanzen und das ganze Jahr ihre adretten Rosetten geniessen! Ihre Überlebensstrategie sind die dickfleischigen Blätter, die Feuchtigkeit speichern und sogar Frost trotzen. Zudem sorgt sie laufend für Nachwuchs und hat auch noch hübsche Blütensternchen zu bieten. 䡵

Wie eine unverwüstliche Blüte: Blattrosette einer Hauswurz. Bild: Joujou/pixelio.de

Grüne Tipps für den Nutzund Ziergarten • Abgeerntete Beete für Nachsaaten nutzen. Termin ist für Spinat, Radieschen, Kresse, Winterportulak, Rucola, Nüsslisalat und Winterschnittsalat. • Winterzwiebeln und Knoblauch zwischen Erdbeeren setzen – oder auf das abgeerntete Kartoffelbeet. • Haselnüsse früh ernten, andernfalls sind die Eichhörnchen flinker! • Baumnüsse (Wallnüsse) nicht abschlagen, sondern warten, bis sie vom Baum auf den Boden kullern. • Verblühte Stauden mit dem Spaten teilen und vermehren, oder blühfaule damit zu neuem Wachstum anregen. • Stiefmütterchen, Goldlack, Vergissmeinnicht und Gartengänseblümchen (Bellis) setzen; Zwiebelblumen, die im Frühling blühen, verschwenderisch in Gruppen dazu pflanzen.

Bild: Doro52/pixelio.de

Autorin Edith Beckmann, Freie Journalistin BR aus Frauenfeld (TG), leidenschaftliche Gärtnerin mit Wurzeln in der Landwirtschaft.

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REZEPT LANDLEBEN

Wenn die Gäste kommen BETTAGSMENÜ Am 18. September ist der Eidgenössische Bettag. Das ist eine Gelegenheit für ein feines Sonntagsmenü mit Verwandten und Freunden, dessen Arbeitsaufwand sich in Grenzen hält. Der Menüvorschlag kommt von der jungen Bäuerin Esther Senn vom Föhrenhof in Asp (AG). Raclette-Plätzli 8 Schweinsplätzli vom Nierstück 8 Scheiben Raclettekäse 150 g Champignons 2 Becher Saucenhalbrahm Salz, Pfeffer, Paprika, Öl Das Fleisch gut würzen und beidseitig kurz in heissem Öl anbraten. Plätzli und Käse abwechselnd ziegelartig in eine halbhohe Gratinform legen. In Scheiben geschnittene und leicht gedämpfte Champignons darauf verteilen. Rahm mit Salz, Pfeffer und Paprika würzen, gut verrühren und über das Fleisch giessen, so dass es leicht bedeckt ist. Im auf 180 Grad Celsius vorgeheizten Ofen auf der zweituntersten Rille etwa 30 Minuten überbacken, bis sich an der Oberfläche eine schöne braune Kruste gebildet hat. Servieren mit selbstgemachten Knöpfli und einer Gemüsebeilage.

Das Menü lässt sich gut vorbereiten und schmeckt ausgezeichnet.

UFA-REVUE · 9 2011

HeidelbeerJoghurtglace 2 Becher Joghurt nature (insgesamt 360 g) 1 Esslöffel Zitronensaft 80 g Puderzucker 2 dl Rahm 250 g Heidelbeeren Joghurt, Zitronensaft und Puderzucker gut verrühren. Den Rahm steif schlagen. Heidelbeeren und Rahm unter die Creme ziehen. In eine Schüssel geben und etwa 2 Stunden gefrieren lassen, dabei jede halbe Stunde gut durchrühren, damit sich keine Eiskristalle bilden. 䡵 Das Joghurt macht Esther Senn selber und zwar im Steamer.

Esther Senn (26) heiratete Mitte Juni ihren Sämi vom Fricktaler Föhrenhof in Asp (AG). Die junge Bäuerin ist gelernte Detailhandelsfachfrau Polynatur LANDI und Konditor-Konfiseur. Im letzten Sommer liess sie sich im Kloster Fahr zudem zur Bäuerin ausbilden. Nicht dass alles Neuland gewesen wäre, denn Esther Senn ist eine Bauerntochter. Nun richtet sich das junge Paar auf dem Hof ein. Der 40ha Betrieb ist weitherum für die Aufzucht bekannt. Tageweise arbeitet Esther in einer Bäckerei und in der LANDI in Wölflinswil. In ihrer Freizeit spielt sie Cornet in der Musikgesellschaft Gipf-Oberfrick und kümmert sich liebevoll um ihre drei Gottenkinder und um Nichten und Neffen. 101


ICH BIN GERNE BAUER LANDLEBEN

Sein eigener Chef sein

Markus Schmidlin (29) aus Winikon (LU).

«Es ist mir wichtig, ein gesundes Wachstum anzustreben».

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Markus Schmidlin hat eine intensive Phase hinter sich. Abschluss der Meisterprüfung, Heirat und Übernahme der elterlichen Betriebe mit Milchviehhaltung, Schweinezucht und Ackerbau folgten sich beinahe Schlag auf Schlag. Deshalb ist vorerst einmal eine Konsolidierungsphase angesagt, was aber in seinem Fall nicht heisst, dass man nicht Pläne für die weitere Zukunft schmieden kann. Aufgewachsen in Triengen (LU) wohnt Jungbauer Markus Schmidlin heute im zur gleichen Gemeinde gehörenden Nachbardorf Winikon, wo seine Frau Susanne, die als Lehrerin arbeitet, aufgewachsen ist. Mit ihr zusammen bewirtschaftet er den Betrieb seiner Eltern sowie jenen seiner Schwiegereltern – unter Mithilfe der Vorgängergeneration. Beide Betriebe haben die beiden auf anfangs dieses Jahres übernommen. «Ich bin mit und in der Landwirtschaft aufgewachsen», betont Markus Schmidlin. «Der Beruf des Bauern ist äusserst abwechslungsreich. Der Umgang mit der Natur im Allgemeinen und mit den Tieren im Speziellen ist eine spannende und herausfordernde Angelegenheit». Auf die Übernahme der Betriebe hat er sich gefreut. «Selber verantwortlich sein, das war schon immer ein Ziel für mich». Angesprochen auf die nächsten Ziele will sich Markus Schmidlin noch nicht konkret festlegen. Sicher ist aber, dass er weiterhin einen Familienbetrieb führen will und von diesem auch sein Einkommen bestreiten möchte. Dazu strebt er ein gewisses, vor allem aber ein gesundes Wachstum an. «Ich bin der Meinung, dass die Landwirte offen für Neues, für neue Entwicklungen sein müssen und die wichtigen Entwicklungen nicht verpassen dürfen». Gelinge dies, so biete der Beruf «Landwirt» auch in Zukunft sehr gute Möglichkeiten, meint Markus Schmidlin abschliessend. Roman Engeler

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Ebbe in der Kasse und im Geldbeutel

Grosspackenpresse von Kuhn im Test

Hofdüngereinsatz richtig planen

Dippen oder sprühen?

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Ungenügende oder gar fehlende Liquidität belasten Bauernfamilien viel mehr als eine grosse Verschuldung. Täglich muss kalkuliert werden.

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Die Güllegrube und der Miststock sollten vor dem Winter geräumt sein. Wie aber kann man diese Hofdünger am besten einsetzen?

Über den Erfolg von Zitzentauchmitteln entscheiden neben der Einsatzhygiene auch die Konzentration der Desinfektionskomponente und die Pflegewirkung.

Sie kennt Pflanzen und Beeren und weiss die Schätze der Natur zu nutzen, sei es für die regionale Küche oder als wirkungsvolle Heilmittel.

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Impressum UFA-Revue Die Mitglieder-Fachzeitschrift der fenaco-LANDI Gruppe. Die Ausgaben Nr. 1, 3, 5, 7-8, 9 und 11 erscheinen mit im Abonnement inbegriffener Beilage des LANDI-Contact. ISSN 1420-5106

Herausgeber fenaco Genossenschaft, Erlachstrasse 5, 3001 Bern

UFA-REVUE · 9 2011

Mitherausgeber LV-St. Gallen, GVS Schaffhausen. Die Beteiligungen der Herausgeber an anderen Unternehmungen sind in den gültigen Geschäftsberichten aufgeführt. Erhältlich beim Verlag.

Poret und Matthias Roggli. Anne-Marie Trümpi (Redaktionsassistentin).

Redaktion Tel. 058 433 65 30 Fax 058 433 65 35 Theaterstrasse 15a, 8401 Winterthur Dr. Roman Engeler (Chefredaktor), Daniela Clemenz, Christian Hirschi, Gaël Monnerat, Cyril de

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