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Fachzeitschrift der fenaco-LANDI Gruppe • www.ufarevue.ch • 7-8 / 2011

Merkblatt «Darlehen an Ehegatten»

Betriebswirtschaft an der ETH Seite 15

Fahrbericht zum Fendt «700 Vario» Seite 20

Anbauversuche vermitteln Tipps Seite 38

Seite 47

Schweinemast: Wer auswertet, gewinnt Seite 78


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«Für meine Tiere ist mir kein Weg zu weit. Für administrative Aufgaben schon.»

Post SuisseID, weil ich meine Zeit richtig nutzen will. «Die Bio-Landwirtschaft verlangt von mir ein großes zeitliches und körperliches Engagement. Deshalb bin ich froh, wenn ich die administrativen Aufgaben einfach und rasch via Internet erledigen kann.» Roman Klaiss, Bio-Bauer, Dardin/GR Den Überblick über Ihren Bauernhof erhalten Sie mit der Post SuisseID. Bestellen Sie jetzt unter www.post.ch/suisseid-agate * nur für berechtigte Landwirte

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INHALTSVERZEICHNIS EDITORIAL Kälber, die schon in den ersten Lebensmonaten auch Wasser erhalten, nehmen besser zu. Bild: agrarfoto.com

FENACO AKTUELL Attraktives Genossenschaftswesen in Europa Willy Gehriger im Interview

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Verwaltungsentscheide Werner Beyer zum Jahr der Genossenschaften

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MANAGEMENT Internetportal Agate Noch verbesserungswürdig

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Kurzmeldungen Inkasso durch den Kanton Monatsfrage Wissen ist Macht

9 10 14 15

LANDTECHNIK Inkasso durch den Kanton Fritz Glauser verteidigt die gängige Praxis, dass gewisse Beiträge direkt bei den Direktzahlungen in Abzug gebracht werden.

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Kompakte Innovationen Fahrbericht zum neuen Fendt «700 Vario SCR»

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Kurzmeldungen John Deere «6R»-Traktoren: Bissig und dynamisch Traktorenhändler im Praxis-Training Nordischer Power: Praxistest zum Massey Ferguson «7480» Produktneuheiten Wettbewerb mit Pöttinger «alpha-motion»

17 22 25 26 28 30

PFLANZENBAU

Bissig und dynamisch So zeigt sich die neue Traktorbaureihe «6R» von John Deere, welche die erfolgreiche Serie «6000» künftig ablösen wird.

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Düngermarkt Agrarmärkte in Bewegung

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Kurzmeldungen Kartoffelschalen ohne Mängel Sonne und Kälte meiden Sortenversuche von Getreide und Raps Kunstwiesensaat Raps: Konstant steigende Nachfrage Rückblick auf die Agroline-Feldtage

31 34 36 38 40 44 52

NUTZTIERE

Sorgfalt und Qualität Der Landwirt hat es in der Hand: Sorgfalt bei der Kartoffelernte und der Ablieferung erhöht die Qualität und den Erlös.

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Kälbermast Weniger Durchfallprobleme dank Raufutterwürfel

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Kurzmeldungen Bio-Seite: Mastitis kommt teuer zu stehen Milchwirtschaftliche Exkursion nach Frankreich UFA aktuell: Die Seiten für den Tierhalter Zwei Melkroboter auf einem Betrieb Welche Futterzusätze bringen der Kuh wirklich etwas? 40 Jahre UFA-Mineralsalz SHZV und swissherdbook: Veränderte LBE-Schemen Tränkeautomat: Ab zehn Aufzuchtkälbern lohnend Auch junge Kälber brauchen Wasser Rindviehaufzucht: Erfolg mit strohbasierter Ration Neues gegen Ferkelverluste Schweinemast: Wer auswertet, gewinnt Ausmast gesömmerter Mutterkuhkälber

55 56 58 59 63 64 66 68 69 70 72 76 78 80

LANDLEBEN

40 Jahre Erfahrung Je nach Fütterungssituation eignen sich andere Mineralsalze. Entsprechend vielfältig sind die Innovationen aus Sursee.

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agate.ch, das Internetportal, gedacht für einen raschen und gleichzeitig einfacheren Datenaustausch mit der Bundesverwaltung, ist seit anfangs Jahr in Betrieb. Für die Schweizer Landwirte wird es zur Pflicht, sich auf diesem Portal zu registrieren, um den bürokratischen Verpflichtungen – beispielsweise der Aufzeichnungspflicht – korrekt nachzukommen. Solche administrativen Aufgaben stossen in der Regel auf wenig Gegenliebe. Müssen sie dann noch via moderne Internet-Technologie ausgeführt werden, wird die Skepsis oftmals noch grösser, obschon damit diese Arbeiten wesentlich vereinfacht werden. Es erstaunt kaum, dass eine Umfrage zu agate.ch nicht allzu positiv ausfiel. In der Kritik stand zwar weniger die Technologie als solche, sondern vielmehr deren Betrieb. Das System sei langsam und kompliziert, falle oft aus und die Anleitungen sollten einfacher und übersichtlicher gestaltet werden, lautet zusammengefasst das Fazit (Seite 12). Das Bundesamt für Landwirtschaft ist also gefordert, die aus den Umfrageresultaten erarbeiteten Verbesserungsvorschläge umzusetzen. Wer sich als Landwirt aber mehr der Produktion und weniger der Administration widmen will, kann diese Aufgaben auch delegieren. So bietet beispielsweise die Anicom ihren Kunden kostenlos an, sämtliche Tierzugänge der Schweinegattung (Aufzuchtferkel, Mastjager, Zuchttiere) der Tierverkehrsdatenbank via agate.ch zu melden. Dazu muss der Produzent nur die Anicom als Mandanten frei schalten. Die entsprechende Freischaltung geschieht über ein Formular (per Post oder online). Selbstverständlich ist es jederzeit möglich, den Anicom-Service zu kündigen und die Tiermeldungen selbst vorzunehmen.

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Chancen für Grosse und Kleine Texas: Land der Cowboys

83

Kurzmeldungen Zwetschgenrezepte von Ursi von Euw Tipps für den Nutz- und Ziergarten Michi Oertig ist gerne Bauer

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MERKBLATT Darlehen zwischen Ehegatten Erspartes der Ehefrau investieren

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AKTUELL FENACO

«Das Genossenschaftswesen ist absolut in» WILLY GEHRIGER ist seit 2010 Präsident von Intercoop Europe, einem Verein der europäischen landwirtschaftlichen Genossenschaften. Im Interview mit der UFA-Revue unterstreicht der fenaco-Chef die Bedeutung der Genossenschaften.

Intercoop ist ein Verein von europäischen Genossenschaften und bezweckt, die spezifischen Bedürfnisse seiner Mitglieder auf internationaler Ebene wahrzunehmen. Fachausschüsse in verschiedenen Gebieten und Arbeitsgruppen unterstützen den Verein in dieser Aufgabe. UFA-Revue: Herr Gehriger, Sie sind aktuell als Vertreter der fenaco Präsident von Intercoop Europe, einem Verein von europäischen landwirtschaftlichen Genossenschaftsverbänden. Was bezweckt dieser Verein konkret? Willy Gehriger: In erster Linie ist es eine Plattform für den Informationsaustausch der Mitglieder, die überregional tätige Genossenschaften oder Genossenschaftsverbände sind. Wichtige Instrumente von Intercoop Europe sind verschiedene Arbeitsgruppen in den Gebieten «Tierernährung», «Pflanzenbau» oder «Landtechnik», in denen der

regelmässige Informationsaustausch nicht nur auf wirtschaftlicher, sondern auch auf fachlicher Ebene gepflegt wird. Wie viele Mitglieder umfasst Intercoop heute? Heute umfasst Intercoop 15 Mitglieder aus zwölf Ländern. Die Mitglieder sollten in ihren Ländern einen gewissen Marktanteil aufweisen und so für ihr Herkunftsland repräsentativ sein. An regional oder lokal tätigen, kleinen Genossenschaften als Mitglieder ist Intercoop weniger interessiert.

keit, wie die fenaco auf. Viele Intercoop-Mitglieder sind beispielsweise neidisch auf unsere gute Position im Detailhandel mit den LANDI- und VolgLäden. Wo zeigen sich Unterschiede zwischen den einzelnen Mitgliedern? Rund die Hälfte der Mitglieder ist wie die fenaco national tätig. Die andere Hälfte teilt sich auf in einen Teil, der vorwiegend überregional aktiv ist, und auf einen Teil, der seine Geschäftstätigkeiten international ausrichtet.

Sind diese Mitglieder ähnlich strukturiert wie die fenaco? Im Grundsatz schon. Ausnahme ist vielleicht die Baywa, heute ein börsenkotiertes Unternehmen, jedoch mit genossenschaftlichen Wurzeln. Nicht alle Mitglieder weisen aber jene breite, auf vier Säulen abgestützte Geschäftstätig-

Da stellt sich doch gleich die Frage: Existieren innerhalb von Intercoop ähnliche Spielregeln, wie sie beispielsweise die fenaco und ihre Mitgliedsgenossenschaften vereinbart haben? Nein, solche Spielregeln, für die wir übrigens bewundert werden, kennt Intercoop nicht. Da man aber einen intensiven und regelmässigen Informati-

für die Erneuerung. Der Jahresbedarf an Fritieröl in der Produktion Cressier beträgt 1400 t. Es wird Schweizer Raps-

und Sonnenblumenöl verwendet, was auch die Vorgabe zur Herstellung von «Swiss Garantie» Label-Produkten ist.

VERWALTUNG FENACO CONSEIL D’ADMINISTRATION frigemo erneuert die FritierölInfrastruktur in der Produktion in Cressier (NE) Für die Erneuerung des über 30-jährigen Öltanklagers der Fritesfabrik in Cressier (NE) hat die Verwaltung fenaco einen Kredit von über 2 Millionen Franken bewilligt. Die gestiegenen Qualitätsanforderungen, der Einsatz von oxydationsempfindlicheren pflanzlichen Ölen sowie Kundenanforderungen von zusätzlichen Ölmischungen sind Gründe 4

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AKTUELL

NATS ES MO IS D D L I B DU MO PHOTO

FENACO AUF EIN WORT EN UN MOT

Das Jahr der Genossenschaften

An ihrer 18. Delegiertenversammlung in Lausanne schaute die fenaco auf ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr 2010 zurück. Neu wurde Leo Müller, Agronom und Anwalt aus Ruswil, in die Verwaltung der fenaco gewählt. fenaco-Präsident Lienhard Marschall (l.) nutzte die Gelegenheit und unterhielt sich ausführlich mit Leo Müller (r.).

onsaustausch pflegt, weiss jedes Mitglied sehr gut über die anderen Mitglieder Bescheid. Insbesondere sind Zahlen über die Ertragsverhältnisse, Renditen etc. bekannt, was Avancen in «fremden» Wirtschaftsgebieten oftmals im Vornherein einschränkt oder gar verun-

möglicht. Jeder weiss vom anderen, wie stark dieser in seinem angestammten Markt ist. Wie profitieren fenaco, LANDI und die Schweizer Bauern von dieser Mitgliedschaft?

Fortsetzung Seite 6

PERSONELLES PERSONNES Ramseier Suisse AG

Landor Geschäftsleitung

Christian Consoni (Bild) wird per 1. August 2011 Vorsitzender der Geschäftsleitung der Ramseier Suisse AG mit Sitz in Sursee, welche seit 2005 von Jann Gehri geleitet wurde. Christian Consoni war bisher Geschäftsleitungs-Mitglied der frigemo AG in Cressier (NE) und für den Bereich Marketing und Verkauf zuständig.

Zum neuen Leiter des Geschäftsbereichs Pflanzennahrung wurde Dr. Jürg Friedli (Bild) ernannt. Friedli war Verkaufsleiter der Landor der Region Mittelland-Westschweiz. Christian Kopp, bisher Geschäftsführer Landor, konzentriert sich auf das internationale Handelsgeschäft und damit auf den Einkauf für die gesamte Düngergruppe.

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Mit der Resolution 64/136 vom 18.12.2009 hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen das Jahr 2012 zum «Internationalen Jahr der Genossenschaften» erklärt. Damit soll die weltweite Bedeutung von Genossenschaften betont werden. «Genossenschaften fördern die gemeinsamen Interessen ihrer Mitglieder und leisten damit zugleich einen wertvollen Beitrag für die Regionen», heisst es in der Begründung . Was sind die Ziele dieses Jahres? Zum einen sollen die Merkmale dieser Rechtsform in der Öffentlichkeit besser bekannt gemacht und zum andern soll das Umfeld für Genossenschaften durch entsprechende Gesetze verbessert werden. Alle Mitgliedstaaten und nationalen Organisationen sind aufgerufen, dazu einen Beitrag zu leisten. In einem Postulat wurde auch der Bundesrat aufgerufen, zum Genossenschaftsjahr einen Bericht über die Entwicklung und Bedeutung der genossenschaftlichen Unternehmen in der Schweiz vorzulegen mit dem Ziel, deren Tätigkeit der Öffentlichkeit aufzuzeigen und Grundlagen für die Gestaltung von guten Rahmenbedingungen für Genossenschaften zu schaffen. Bedauerlicherweise hat der Bundesrat Ablehnung dieses Postulates beantragt. Genossenschaften verkörpern eine zukunftsweisende Rechtsform, weil sie auf Mitbestimmung aufbauen und mit Sicht auf die heute aktuelle Wertediskussion nachhaltig wirtschaften. Sie heben sich von anderen Rechtsformen deutlich ab. Die neu geschaffene Interessengemeinschaft Genossenschaft (IGG), zu welcher neben der fenaco, Raiffeisen, Mobiliar auch weitere bedeutsame Genossenschaften gehören, setzt sich aktiv für zweckmässige Rahmenbedingungen ein. Werner Beyer Mitglied der fenaco-Geschäftsleitung

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AKTUELL FENACO

«Die fenaco ist im europäischen Vergleich gut positioniert», analysiert Willy Gehriger.

Wie bereits erwähnt, findet innerhalb von Intercoop ein reger und auch fundierter Informationsaustausch statt. Man bekommt dadurch einen tiefen Einblick in die jeweiligen Auslandsmärkte. Nebenbei bemerkt ist das etwas, das so manch einem Schweizer Politiker heute fehlt. Es entsteht so ein systematischer und kontinuierlicher Prozess des Vergleichens mit ähnlich gelagerten Unternehmen, was man betriebswirtschaftlich mit «Benchmarking» beschreibt. Wir können aus diesen Vergleichen für unser eigenes Geschäft beispielsweise feststellen: Wie gut ist die fenaco im europäischen Umfeld? Wie gut kaufen

«Ich darf feststellen, dass die fenaco im europäischen Umfeld gut positioniert ist.»

wir ein? Wie sind unsere Konditionen im europäischen Vergleich? Und, wie steht die fenaco diesbezüglich da? Ich darf feststellen, dass wir in diesem europäischen Umfeld nicht schlecht positioniert sind. Bezüglich des Umsatzes liegen wir unter den besten fünf Unternehmen, bei der Rendite sogar unter den ersten drei und bei den Einkaufskonditionen sind wir ebenfalls vorne dabei. Welche Bedeutung hat das Genossenschaftswesen heute in Europa? Da kann ich nur sagen: Das Genossenschaftswesen ist heute absolut in. Die Landwirtschaft hat in den letzten 15 Jahren volkswirtschaftlich an Bedeutung verloren. Deshalb sind viele private Anbieter aus diesem Geschäft ausgestiegen, die Genossenschaften haben

die Lücken gefüllt und sind erfolgreich vorwärts gekommen. So darf heute beispielsweise die Eigenkapitalbasis der europäischen Genossenschaften als sehr gut eingestuft werden. Zudem haben die Genossenschaften einen guten Kontakt zur landwirtschaftlichen Basis. Die fenaco ist diesbezüglich sogar das Paradebeispiel mit einer Mehrheit von Landwirten in der obersten Verwaltung. Ein aktuelles Problem im Handel von landwirtschaftlichen Gütern sind die spekulativen Geschäfte mit Agrarprodukten. Stehen Intercoop als Verein Instrumente zur Verfügung, dass dagegen etwas unternommen werden kann? Das ist in der Tat ein akutes Problem und diese Thematik war ja beispielsweise auch ein Thema der Agrarminister innerhalb der G-20-Organisation. Intercoop nimmt da sicher Einfluss mit dem Ziel, den Markt zu stabilisieren und dessen Volatilität etwas zu dämpfen. Selbst als Intercoop hat man jedoch nur einen

Für Willy Gehriger hat das Genossenschaftswesen nichts an Attraktivität verloren.

Reger Austausch mit Intercoop Europe Die Mitglieder von Intercoop Europe pflegen untereinander einen regen Meinungs- und Informationsaustausch und zwar nicht nur am Sitzungstisch. Dies zeigte sich an der Jahresversammlung von Intercoop, welche dieses Jahr anfangs Juni in Bern stattfand. Verbunden mit der Jahresversammlung waren Betriebsbesichtigungen der Frigemo in Cressier (NE) und der LANDI Seeland in Ins (BE) sowie ein Treffen mit Heinz Wälti, Leiter der LANDI Schweiz AG, in Dotzigen (BE).

Frigemo-Produktionsleiter Jürg Habegger und Willy Gehriger erklären die einzelnen Stufen der Pommes-frites-Produktion.

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AKTUELL FENACO geringen Einfluss, als Schweizer Teilnehmer in diesem Markt sind wir hingegen bedeutungslos. Sehen Sie allenfalls Möglichkeiten, das Tätigkeitsgebiet von Intercoop künftig zu erweitern? Es ist ja ein Anliegen von Intercoop, dass möglichst alle Länder in Europa

durch repräsentative Marktteilnehmer vertreten sind. Da fehlen uns noch ein wenig die südlichen Länder wie Spanien, Portugal oder auch Italien. Gemeinsame Marktauftritte – wie steht es damit? Gemeinsame Marktaktivitäten werden immer wieder diskutiert. Aus Intercoop heraus entstanden ist vor einigen Jahren die «Intercoop Haus und Garten». Diese heute eigenständige Genossenschaft unter Führung der LANDI Schweiz AG organisiert einen gemeinsamen Einkauf von Haus- und Gartenartikeln für seine Mitglieder. Bei den landwirtschaftlichen Produkten glaube

ich persönlich nicht daran, dass wir in Richtung eines gemeinsamen Einkaufs weiterkommen. Da haben letztlich auch unsere Lieferanten, die sich selbst immer mehr zusammenschliessen, kein Interesse daran. Wir treten zwar gemeinsam auf, möglich und eher wahrscheinlich wäre hingegen, dass man selbst in die Produktion einsteigt, beispielsweise in die Erzeugung von Düngemitteln. 䡵

Interview Roman Engeler, UFA-Revue, 8401 Winterthur

INF BOX INFO

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Die Geschäftsführer von folgenden Unternehmen sind Mitglied von Intercoop: Invivo (F), Agravis Raiffeisen AG (D), BayWa AG (D), RWZ Raiffeisen (D), ZG Raiffeisen (D), DRV (Feed Division) (D), AVEVE (BE), fenaco (CH), DLG, DLF-Trifolium (DK), Lantmännen (SE), Norske Felleskjøp (NO), Raiffeisen Ware Austria (A), Raiffeisenverband Salzburg (A), Hankkija Maatalous Oy (FI) und Agrifirm, Cehave Landbouwbelang (NL). Gemeinsam erwirtschaften sie einen Umsatz über 40 Milliarden Euro und beschäftigen über 55 000 Mitarbeiter.

Grosses Interesse von Intercoop am LANDI-Markt in Ins. UFA-REVUE · 7-8 2010

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Enteignet wegen Golfplatz

Ein Wechsel lohnt sich!

Die Miteigentümer A und B vermieteten 2004 ihr Grundstück an eine Aktiengesesellschaft, hier genannt Y-AG. Diese wiederum stellte das Grundstück dem Golf Club Randa zur Verfügung. Zusammen betreiben die Y-AG und der Golf Club eine 9-Loch-Golfanlage. Die Miteigentümer waren in der Folge nicht mehr bereit den Mietvertrag zu erneuern, worauf die Y-AG das Enteignungsrecht geltend machte. Der Staatsrat des Kantons Wallis erteilte daraufhin das Enteignungsrecht im Hinblick auf das öffentliche Interesse zum Betrieb des Golfplatzes. Das Bundesgericht wies die Beschwerde der Grundeigentümer ab und bestätigt das Enteignungsrecht zu Gunsten der privat betriebenen, gewinnorientierten Y-AG. Die Argumente des Gerichts stützten sich auf das kantonale Enteignungsgesetz des Kanton

Wallis, welches die Möglichkeit der Enteignung für Personen des privaten Rechts vorsieht und zwar für wirtschaftliche, touristische, kulturelle, soziale oder umweltrelevante Zwecke (wie die meisten Kantone). Auch hatte sich das Bundesgericht in früheren Urteilen für die Enteignung zu Gunsten privater Personen ausgesprochen (Ski-Übungslift, private Quartierstrasse). Das öffentliche Interesse am Golfplatz wurde bejaht, da der Kanton im kantonalen Tourismusgesetz explizit zur Unterstützung des Tourismus aufgefordert ist und der kantonale Richtplan den Golfsport ausdrücklich erwähnt. Zudem sah die Gemeinde im Bauund Zonenreglement eine Zone zur Errichtung von Freizeitanlagen vor und in die-

Kündigung der Pacht

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Mit der Kündigung zeigt eine Partei an, dass sie einen Vertrag beenden will. Ein Pachtvertrag kann auf das ordentliche Pachtende gekündigt werden. Die Kündigungsfrist beträgt ein Jahr, wenn die Parteien nicht eine längere Frist vereinbart haben. Sie ist nur schriftlich gültig und muss bei der anderen Partei eintreffen, bevor die Frist läuft, also am Tag bevor das letzte Pachtjahr beginnt. Kommt sie später, gilt sie auf das Ende der nächsten Pachtperiode. Dr. Eduard Hofer, Heimberg

Bloggen und Relaxen Zwei Agro-Techniker des Strickhofs bloggen unter www.agrelax. ch. Die Wortkreation «agRelax» sei ein Zusammenschluss zweier Wörter: ag für Agrar und relaxen, denn wenn die Landwirte zusammenarbeiten, hätten alle mehr Zeit zum relaxen und bloggen. www.agrelax.ch

sem Zusammenhang wurde das öffentliche Interesse geprüft und bejaht. Kanton und Bund unterstützten die Y-AG zusätzlich mit einem Darlehen, was das öffentliche Interesse hervorhob. Die Enteignung zu Gunsten einer privaten Gesellschaft für Freizeitanlagen gibt falsche Signale für künftige Fälle und ist aus Sicht des Schweizerischen Bauernverbandes nicht nachvollziehbar. Der letztinstanzliche Entscheid muss trotzdem akzeptiert werden. Wichtig ist, dass sich die Grundeigentümer bereits zum Zeitpunkt der Unterzeichnung eines Miet- oder Pachtvertrags dessen Konsequenzen bewusst sind. Martin Würsch SBV Treuhand und Schätzungen 5201 Brugg

Bilder und Urheberrecht

Sicherheit auf der Alp Unfälle auf den Alpen lassen sich vermeiden, wenn die Älpler besser über die Risiken Bescheid wüssten. Hilfe bietet das Buch «Ein Sommer auf der Alp» von Birgit Bayer. Ein Gesundheitsratgeber mit praktischen Tipps. Erschienen im Weber AG Verlag. Preis 29 Fr. Erhältlich im Buchhandel. www.weberverlag.ch

Viele kennen das Problemen, man hat einen tollen Artikel geschrieben oder einen Vortrag mit PowerPoint zusammengestellt und nun sucht man Bilder dazu. Aber Vorsicht mit der Bildsuche via Google, denn Bilder sind urheberrechtlich geschützt. Gewisse Bildverkäufer haben sich darauf spezialisiert, illegal verwendete Bilder aufzustöbern, abzumahnen und saftige Rechnungen zu verschicken. fenaco Internet Beratung

Schwing- und Älplerfest Bis hin zu einem Bauverbot Durch die Änderungen in der Gewässerschutzverordnung ist die landwirtschaftliche Nutzung entlang von Fliessgewässern noch mehr eingeschränkt. Die Nutzungsauflagen reichen von Extensivierung bis hin zu einem Bauverbot von landwirtschaftlichen Gebäuden. Auskunft zu Fragen der Nutzung und Entschädigungen: SBV, Brugg, 寿 056 462 51 11.

Das Eidgenössisches Schwingund Älplerfest findet alle drei Jahre statt. Für die Austragung 2013 ist Burgdorf vorgesehen. Um die Durchführung 2016 bewirbt sich der Freiburger Schwingerverband. Über die Vergabe stimmen die Delegierten des Eidg. Schwingerverbandes im März 2012 ab.

Eine Dienstleistung des Schweizerischen Bauernverbandes in Zusammenarbeit mit den kantonalen Bauernverbänden. UFA-REVUE · 7-8 2011

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MANAGEMENT

Inkasso durch den Kanton DIE BAUERNVERBANDSBEITRÄGE werden in den meisten Kantonen direkt von den Direktzahlungen abgezogen. In der Schlussabrechnung erfolgen aber noch einige weitere Abzüge, zum Beispiel für den Bildungsfonds oder die Tilgung des Agrarkredites. Die UFA-Revue wollte von Fritz Glauser wissen, ob durch diese automatischen Abzüge die Bauern nicht quasi entmündigt werden.

UFA-Revue: Haben die Bauern noch unternehmerische Freiheiten, wenn ihnen, wie bei Ihnen im Kanton Freiburg, unmittelbar bei den Direktzahlungen die Tilgungsrate der Agrarkredite abgezogen wird? Fritz Glauser: Bei uns im Kanton Freiburg wird dieses Vorgehen beim Eingehen einer Kreditvereinbarung unterschrieben. Da die Geldquelle sowohl für die Direktzahlungen als auch für die Investititonskredite die öffentliche Hand ist, ist es für mich in Ordnung beides miteinander zu verrechnen. Dieses Vorgehen vereinfacht die Administration. Ich muss es in meiner dann Buchhaltung richtig verbuchen. Diese Praxis stört mich weder als Landwirt, noch als Unternehmer. Warum wurde letztes Jahr neu ein Bildungsbeitrag erhoben? Das neue Bildungssystem ist 2009 in Kraft getreten. Neue Aufgaben gehen jetzt zu Lasten des Berufststandes, wie zum Beispiel die überbetrieblichen Kurse (ÜK) und die Promotion der grünen Berufe. Die Landwirtschaft ist so gleichbehandelt wie alle Berufe in der Schweiz. Jetzt müssen wir über den Bildungsbeitrag die überbetrieblichen Kurse selber berappen, was allgemeinverbindlich, also obligatorisch, ist. Nicht allgemeinverbindlich ist, dass der Bauernverbandsbeitrag bei den meisten Kantonen ebenfalls direkt von den Direktzahlungen abgezogen wird. Stimmt, dieser Beitrag ist nicht obligatorisch. In diesem Jahr kontaktierten wir, aufgefordert vom Bundesamt für Landwirtschaft in Zusammenarbeit mit dem kantonalen Landwirtschaftsamt al10

Agrarkredit-Tilgung Viele Kantone sind dazu übergangen, die Tilgungsverpflichtungen der Investitionskredite direkt mit den Direktzahlungen zu verrechnen. In finanziellen Notlagen kann mit der Agrarkreditkasse die Tilgung sistiert werden.

le Betriebe. Die Bauern unterschrieben eine Einverständniserklärung, dass der Verbandsbeitrag von den Direktzahlungen abgezogen werden kann. Es hat sich gezeigt, dass bei uns im Kanton Freiburg die meisten Bauern mit dieser Praxis einverstanden sind. Es haben sogar zusätzlich einige ein Aufnahmegesuch gestellt. Den Bauern, die nicht einverstanden sind, schicken wir die Rechnung per Post .

Bildungsbeitrag an den Bildungsfond. Dann liefern wir dem schweizerischen Bauernverband je nach Zone zwischen 2.25 bis 3.90 Fr./ha ab. Und ein Teil wird zugunsten der Basiskommunikation «Gut gibt’s die Schweizer Bauern» überwiesen. Mit dem restlichen Geld finanzieren wir einen Teil unserer kantonalen Verbandstätigkeit. Wie setzen Sie das Geld in Ihrem Verband ein? Wichtig ist die Interessenvertretung. Ob die Verkäsungszulage 3 Rappen oder 15 Rappen ausmacht, hat einen grossen Einkommenseffekt. Ein Landwirt allein

Sie sparen Kosten, wenn der Kanton quasi das Inkasso für Sie macht. Wir sparen enorme Kosten. Im Kanton Freiburg gibt es rund 3000 Betriebe. Wenn wir allen separate Rechnungen verschicken müssten, würden wir einen Teil der Verbandseinnahmen für die administrativen Kosten verwenden. So können wir die Beiträge im Interesse unserer Mitglieder nutzen. In welcher Grössenordnung bewegen sich die Mitgliederbeiträge? Im Kanton Freiburg wird der Bauernverbandsbeitrag an der landwirtschaftlichen Nutzfläche bemessen. Das sind 8 Fr. pro ha LN plus eine Grundgebühr von 30 Fr. je Betrieb. Dazu kommt der Bildungsbeitrag. Für einen Betrieb in der Talzone von 20 ha macht das rund 220 Fr. aus. Von diesem Betrag geht der 7-8 2011 · UFA-REVUE


MANAGEMENT

Bildungsbeitrag Beitragspflichtig sind alle Betriebe, die im Berufsfeld Landwirtschaft tätig sind. Aus dem Bildungsfonds werden vor allem die jährlichen Aufwendungen für die Durchführung der überbetrieblichen Kurse (ÜK) bezahlt. Der Beitrag ist allgemeinverbindlich.

kann nichts bewegen. Aber «L’union fait la force» (gemeinsam sind wir stark). Dann setzen wir das Geld für Absatzförderung, Marktstützung oder Öffentlichkeitsarbeit ein, welche auf nationaler Ebene koordiniert werden. Unentbehrlich für viele Bauern sind unsere Dienstleistungen im Bereich Treuhand, Rechtsdienst und Versicherungen. Wir haben zudem im Kanton Freiburg einen Betriebshelferdienst. Gibt es keine Trittbrettfahrer? Wir haben wenig Trittbrettfahrer. Die Zahlungsmoral und die Verbundenheit mit dem Bauernverband sind im Kanton Freiburg gross. Trittbrettfahrer nehmen Nachteile in Kauf, wenn sie Dienstleistungen nachfragen, also im Bereich Treuhand oder Versicherungen.

Die Solidarität der Bauern mit ihrem Verband ist also gross? Ja, das ist so. Aufgrund unseres gut schweizerischen Demokratieverständnisses und der Kompromissbereitschaft, bleibt man Mitglied und zahlt den Jahresbeitrag, auch wenn man nicht immer mit allem einverstanden ist. Beitragserhöhungen sind gleichwohl umstritten. So wurde an der letztjährigen Delegiertenversammlung des SBV dieses Thema auf 2011 verschoben. Wie sieht die Stimmung diesbezüglich an der Basis aus? Ist dieses Traktandum auf gutem Weg? Ich hoffe schon. Es geht um eine Erhöhung um 40 Rappen pro ha. Auf 25 ha macht das 10 Fr. aus. Die letzte Beitragserhöhung des Bauernverbands liegt fast 20 Jahre zurück. Die Teuerung stieg von Jahr zu Jahr, die Informatik- und Administrationskosten nahmen zu. Auf der anderen Seite sanken die Einnahmen, denn es gibt immer weniger Betriebe und die landwirtschaftliche Nutzfläche

Bauernverbandsbeitrag Die meisten Kantone rechnen den Bauernverbandsbeitrag mit den Direktzahlungen ab, wofür jeder Landwirt seine bäuerliche Organisation mittels Unterschrift ermächtigen muss. Aus dem kantonalen Bauernverbandsbeitrag wird ein Teil dem nationalen Bauernverband überwiesen. Einzelrechnungen werden vor allem in den Kantonen Bern und Solothurn versandt. Im Kanton Waadt wird über die AHV der Verbandsbeitrag via Prometerre erhoben.

wird von Jahr zu Jahr kleiner. Auch haben sich die Verbandsaufgaben in unserem liberalisierten und globalisierten Umfeld ausgeweitet. Das spürte ich am eigenen Leibe. In den 90er-Jahren führte ich das Sekretariat des Getreideproduzentenverbands im Nebenamt. Das ist heute unmöglich. Mit der Liberalisierung und der Abschaffung der Getreideverwaltung mussten viele Aufgaben von der Branche übernommen werden. 䡵

Der Landwirt Fritz Glauser bewirtschaftet einen gemischtwirtschaftlichen Betrieb in Châtonnaye (FR). Er ist kantonaler Bauernverbandspräsident des Kantons Freiburg, Vizepräsident des Schweizerischen Bauernverbands und Präsident des Schweizerischen Getreideproduzentenverbands.

Interview Daniela Clemenz, UFA-Revue, 8401 Winterthur Neben den genannten Beiträgen werden bei den Direktzahlungen kantonal unterschiedlich weitere Abzüge gemacht.

INF BOX INFO

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MANAGEMENT

Noch verbesserungswürdig WWW.AGATE.CH Seit Januar 2011 ist das Internetportal Agate in Betrieb. Unter anderem können Landwirte und Tierhalter damit den Tierverkehr der Pferde und Schweine erfassen. Zudem lief schon ein Teil der Strukturdatenerhebung über dieses Internetportal. Eine Befragung zeigt auf, wie zufrieden die Benutzer mit dem Portal sind.

Florian Steinsiepe

Zu Spitzenzeiten griffen durchschnittlich 2100 Nutzer täglich auf www.agate.ch zu (Maierhebung LawisKantone). Am Stichtag waren gar über 8000 Zugriffe zu verzeichnen.

Bauernfamilien, Behörden und Kontrollstellen müssen sich in verschiedenste land- und veterinärwirtschaftliche IT-Systeme einloggen, um der Aufzeichnungspflicht nachzukommen, Direktzahlungen zu berechnen, Kontrollen koordiniert durchzuführen und Auswertungen zu machen. Mit dem Internetportal www.agate.ch werden diese Systeme verknüpft, so dass man sich nur noch einmal anmelden muss und ständig Zugang zu seinen Daten hat. Agate ist seit Januar 2011 in Betrieb. Die erste Version enthielt den öffentlichen Informationsbereich sowie die Möglichkeit, den Tierverkehr von Equiden (Tiere der Pferdegattung) und Schweinen zu erfassen. In der zweiten Version wurde im April auch Acontrol aufgeschaltet. Weitere Funktionen, beispielsweise auf Dezember 2011 die Erfassung der Tiere der Rindergattung, werden folgen.

Stetig optimieren Dem Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) als federführender Organisation ist es wichtig, dass www.agate.ch für die Benutzer

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attraktiv und nützlich ist. Um das zu erreichen, etablierte das BLW ein so genanntes Innovationsmanagement. Zentrales Element eines Innovationsmanagements ist ein modularer Fragebogen. Dieser Fragebogen enthält Fragen zur Benutzbarkeit und Nützlichkeit des Systems sowie zur Zufriedenheit der Benutzer mit dem System. Er erlaubt, konkrete Verbesserungsvorschläge zu formulieren.

Umfrageresultate In einer ersten Umfrage im Mai 2011 wurden das Internetportal Agate, die Tierverkehrsdatenbank (TVD) und Acontrol untersucht, wobei die Bewertung aus Nutzersicht nicht allzu positiv ausfiel. Die Befragten bemängelten, dass das System zu langsam sei und oft ausfalle. Zudem sei das Einloggen mit der SuisseID (notwendig für Acontrol) kompliziert und «Silverlight» (notwendig für die Nutzung der TVD) funktioniere nicht überall. Es brauche bessere Anleitungen und solle generell einfacher und übersichtlicher werden.

Verbesserungsvorschläge Die Befragten gaben aber auch konkrete Tipps, was zu verbessern sei: • Klare Kennzeichnung der Pflichtfelder. • «Tooltips» bei den Fragen, damit man genau weiss, was verlangt oder gefragt wird. • Direkterer Zugang zu den Meldungen und Abfragen des Tierbestands. • Erfassung auch für Kollegen möglich machen. • Link zu Onlinekarten einbauen.

Innovationsmanagement Mit Innovationsmanagement werden Massnahmen bezeichnet, mit welchen Innovationen, also Ideen für Neuerungen, gesammelt, dokumentiert und realisiert werden. Dazu gehört, die Benutzer nach Ideen zu befragen, diese Ideen aufzunehmen und sich zu überlegen, welche davon in die Praxis umgesetzt werden können.

• Listenfunktion für die eigene Verwendung ermöglichen, zum Beispiel total Tierzugänge in einem Zeitraum. • Die Adressliste von Mandatgebern vollständig anzeigen. Nicht nur die TVD-Nummer, Strassenname oder Hofname. • Die Schlachtungen müssten ersichtlich sein. Die Resultate der Befragung wurden den BLW-Verantwortlichen präsentiert. Die Ausfälle des Portals waren auf verschiedene Fehler zurückzuführen, die behoben werden konnten. Das Ziel ist, auf die Anliegen der Benutzer einzugehen und das System kontinuierlich zu verbessern. Periodisch soll deshalb diese Umfrage wiederholt werden. 䡵

Autor Florian Steinsiepe, ETH-Student, befragte im Mai 2011 die Nutzer von Agate und zeigt in seiner Abschlussarbeit auf, wie ein sogenanntes Innovationsmanagement für www.agate.ch aussehen und das Bundesamt für Landwirtschaft das Portal verbessern könnte.

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UMFRAGE MANAGEMENT

Bodenschonend und preiswert Drei Viertel (77 %) aller befragten Landwirte achten beim Kauf neuer Traktorreifen darauf, dass diese vor allem den Boden schonen. Dies ergab eine repräsentativen Umfrage der UFA-Revue. Die bodenschonende Eigenschaft des Reifens wurde mit deutlichem Abstand vor dem Preis als wichtigstes Kriterium beim Kauf genannt. Zudem legen Schweizer Bauern hohen Wert auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis beim neuen Pneu (60 %). Die geringe Abnutzung und Langlebigkeit, also wenig Verschleiss (42 %), werden als drittwichtigste Eigenschaft genannt. Im Mittelfeld, mit grösserem Abstand zu den drei wichtigsten Kriterien, liegen der Fahrkomfort bei Strassenfahrten und eine hohe Tragfähigkeit (je 23 %), sowie eine hohe Zugkraft (21 %). Die Schlussposition nehmen die Selbstreinigungseigenschaften (16 %) ein. 5 % der befragten Landwirte konnten keine Antwort geben, weil sie sich bei der Anschaffung neuer Reifen von einem Fachmann, Landmaschinenmechaniker oder Garagisten beraten lassen oder weil sie selbst keinen Traktor besitzen. Manch ein Landwirt wünscht sich bei der Neuanschaffung einen Pneu, der alle genannten Eigenschaften vereint. Die Bauern der beiden Sprachgebiete sind sich bezüglich Bodenschonung des Reifens, als wichtigste Eigenschaft, ei-

Worauf achten Sie am meisten, wenn Sie neue Reifen für Ihren Traktor kaufen? nig. Hingegen legen die Deutschschweizer Landwirte auf folgende Kriterien deutlich mehr Wert als ihre Westschweizer Berufskollegen: Wenig Verschleiss, Preis, Selbstreinigungseigenschaften, hohe Tragfähigkeit und Fahrkomfort bei Strassenfahrten. Spontan betonen viele, dass sowohl das Einsatzgebiet des Traktors, sei es Grün- oder Ackerland oder Berggebiete

bodenschonend Preis wenig Verschleiss Fahrkomfort bei Strassenfahrten hohe Tragfähigkeit hohe Zugkraft Total (Basis: 300)

Selbstreinigungseigenschaften

Deutschschweiz (Basis: 220) Westschweiz (Basis: 80)

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mit Hanglage, als auch der Traktortyp oder die -marke selbst, bei der Wahl des Reifens entscheidend sind. Von einigen wurde Michelin als die beste Reifenmarke genannt. Zudem wurde geäussert, dass die UV-Beständigkeit des Reifens eine zusätzliche wichtige Eigenschaft sei, denn der Gummi werde mit der Zeit durch die Sonnenbestrahlung spröde und rissig. Die deutsche Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) hat im vergangenen Jahr eine ähnliche Umfrage durchgeführt und teilweise ähnliche, teilweise auch überraschend andere Resultate erhalten. Als wichtigstes Kriterium wurde von den deutschen Landwirten die Zugkraft (knapp 70 % der Nennungen) genannt, bereits an zweiter Stelle folgte dann aber die Bodenschonung mit rund 67 % aller Antworten. Interessant ist, dass im sonst doch sehr preisbewussten Deutschland das Kriterium Preis erst im Mittelfeld mit 34 % der Nennungen folgt. Fahrkomfort auf der Strasse und die Selbstreinigungseigenschaften posi䡵 90 % tionieren sich dort am Schluss.

Die aktuelle repräsentative Umfrage wurde vom Marktforschungsinstitut TransferPlus AG in Stansstad im Auftrag der UFA-Revue im Juni 2011 durchgeführt. Wollen Sie sich auch zur Monatsfrage äussern? Die nächste Fragestellung ist auf www.ufarevue.ch aufgeschaltet.

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MANAGEMENT

Wissen ist Macht MIT DEM WECHSEL VON DER ETH INS BLW bringt Bernard Lehmann auch die 140-jährige Geschichte der Entwicklung und Vermittlung der landwirtschaftlichen Betriebslehre zu einem vorläufigen Ende. Geprägt wurde diese Geschichte von den fünf Inhabern des Lehrstuhls, die das Fach im Durchschnitt während je 28 Jahren lehrten.

In der 1871 an der ETH erstmals aufgenommenen Ausbildung von Agronomen erhielt die Vermittlung wirtschaftswissenschaftlicher Kenntnisse von Anfang an die gleiche Bedeutung wie der Unterricht in naturwissenschaftlichen Fächern. Das war für die damalige Praxis der Agronomenausbildung in Europa nicht selbstverständlich. Vehement für diese Gleichbehandlung von Wirtschaft- und Naturwissenschaften eingesetzt hat sich Adolf Kraemer, der aus Deutschland stammende erste Vorsteher der landwirtschaftlichen Abteilung.

Adolf Kraemer Besonders wichtig war Kraemer die Schaffung und Verbreitung von Kenntnissen über die landwirtschaftliche Buchführung. Von ihr versprach er sich bessere Kenntnisse über das Funktionieren des landwirtschaftlichen Betriebs. Sein Nachfolger Ernst Laur, der die landwirtschaftliche Buchhaltung inhaltlich entscheidend entwickelte, wurde zu einem weit über die Schweiz hinaus anerkannten landwirtschaftlichen Betriebswirtschafter.

Peter Moser

Adolf Kraemer (1832 – 1910).

Ernst F. Laur (1871 – 1964).

Betriebe eine wissenschaftliche Grundlage, auf der er die Interessen der bäuerlichen Produzenten gegenüber dem Handel, den Verarbeitern und schon bald auch dem Staat vertrat.

die landwirtschaftliche Produktion, die seit dem Ersten Weltkrieg zunehmend entlang dem Konzept eines Service Public modelliert wurde, ihre neue gesellschaftliche Funktion rationeller ausüben konnte, ohne sich von der betriebs- und landeseigenen Bodengrundlage zu entfernen. Howald erkannte das Potenzial der Mechanisierung in der landwirt-

Oskar Howald,

Laurs Nachfolger an der ETH und im Bauernsekretariat, beschäftigte sich vor allem damit, wie

Ernst Laur Für Laur, der ab 1897 zugleich als Direktor des Schweizerischen Bauernverbandes und Vorsteher des Bauernsekretariates (der damaligen wissenschaftlichen Abteilung des SBV) amtierte, war die Buchhaltung das wichtigste Element, um «aus den Bauern Landwirte zu machen», die ihre Höfe unter Ausnützung der natürlichen Voraussetzungen nach neusten betriebswirtschaftlichen Erkenntnissen führen sollten. Gleichzeitig bildeten für Laur die durch die Buchführung gewonnenen Erkenntnisse über die Rentabilität der UFA-REVUE · 7-8 2011

Kürzlich hat das Archiv für Agrargeschichte den Nachlass von Jean Vallat (1924 – 2009) klassifiziert und archiviert. Das gesamtheitliche Wirken dieses ETHProfessors ging weit über die Hochschule hinaus. Auf dem Bild ist Jean Vallat (l.) an einer Longo Mai-Demonstration zu sehen. Bilder: Archiv für Agrargeschichte

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MANAGEMENT niger für den «Bundeshof» als für die Vielfalt der in den 1970er Jahren regional immer noch sehr unterschiedlichen Betriebe und ihre BewirtschafterInnen.

Bernard Lehmann Vallats Nachfolger war, wie Laur und Howald, vor seiner Berufung an die ETH im Bauernverband tätig. Doch ähnlich wie sein Vorgänger beschäftigte sich auch Lehmann mehr mit der Landwirtschaft in der Gesellschaft als mit dem Funktionieren des einzelnen landwirtschaftlichen Betriebs. Der grossen personellen Kontinuität in der Vermittlung der landwirtschaftlichen Betriebslehre an der ETH steht die bemerkenswerte inhaltliche Wandlung gegenüber.

Oskar Howald (1897 – 1972).

Bernard Lehmann (1954 –).

schaftlichen Produktion und regte wichtige Untersuchungen dazu an.

mächtigung der Bauern zur Re-Organisation ihrer Betriebe als eine Methode zur Erfassung des Zustandes der Gesamtlandwirtschaft. Der Namenswechsel des Fachs von «Landwirtschaftliche Betriebslehre» zu «Economie Rurale» nach der Berufung Vallats illustriert diese Öffnung. Vallat interessierte sich we-

Auch für Jean Vallat, Howalds Nachfolger an der ETH, war die Betriebslehre ein zentrales Anliegen. Er sah im landwirtschaftlichen Buchhaltungswesen allerdings wieder mehr eine Er-

KUHN Combiliner ®: Die hohe präzise Zellenrad-Dosierung

Fazit Mehr als manche erwarten würden, wird auch dieses Fach jeweils stark vom herrschenden Zeitgeist beeinflusst. Die Abteilung für Landwirtschaft an der ETH Zürich wurde 1871 geschaffen; das daraus entstandene DAGRL wird auf Ende 2011 aufgelöst. 䡵

Bernard Lehmann unterrichtete von 1991 bis 2011 Economie rurale an der ETH. Bild: ETH Zürich

Autor Der Historiker Peter Moser ist Leiter des Archivs für Agrargeschichte. Villettemattstrasse 9 3007 Bern www.agrararchiv.ch

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ITCF Test: In seinem Test bezeichnet das ITCF (führendes Französisches Technisches Institut für Getreide- und Futterpflanzen) die gleichmässige Dosierung als wichtigstes Beurteilungskriterium bei Drillmaschinen. Ergebnis: Das Zellenrad von KUHN belegte Rang 1 auch bei unebenen Bodenverhältnissen und Hanglagen.

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KURZMELDUNGEN LANDTECHNIK Siloballen einfach zerschneiden

Mulcher mit Wirkung gegen den Zünsler

Das Handling von Siloballen ist mit Aufwand verbunden. So braucht ein Futtermischwagen einige Zeit, bis eine formfeste Balle aufgelöst ist. «Tanco» (Schweizer Vertrieb: Baltensperger Farmtechnik) hat nun ein Gerät entwickelt, mit dem Siloballen einfach in einzelne Stücke aufgeteilt und gleichzeitig von der Netzbindung und der Folie befreit werden können. Das Gerät nennt sich «Bale Shear» und kann an einen Frontlader angebaut werden. Spitze Gabelzinken fassen zuerst die Balle, während später eine gezähnte Zange von oben in die Balle eindringt und einen Teil davon abtrennt. Gleichzeitig greift eine kleinere Zange in die Ballen und hält Folie sowie Netzbindung fest, so dass diese nicht in den Mischwagen fällt und auch nicht mehr händisch entsorgt werden muss.

Beim Maismulcher von MajorEquipment werden anstelle des üblichen Messersystems spezielle Hammerköpfe verbaut. Mit diesen Hammerköpfen soll ein hoher Wirkungsgrad erreicht werden, da bis auf die Bodenoberfläche hinunter sauber gemulcht werden kann. Die Maisstängel platzen so besser auf und lassen dem Zünsler wenig bis gar keinen Lebensraum mehr. Mit einem optional erhältlichen Zusatzkit ist auch eine Bearbeitung von Getreidestoppelfeldern oder Wei-

2. Fendt-Treffen Am 1. August 2011 findet in Glattburg-Niederwil (SG) das zweite Fendt-Treffen statt. Umrahmt von einem grossen Brunch-Buffet mit Frühschoppenkonzert startet der Anlass um 9 Uhr. Hauptattraktion werden natürlich die ausgestellten Fendt-Traktoren – vom Dieselross bis zum top-aktuellen «939 Vario» – darstellen, die aus der ganzen Schweiz und wohl auch aus dem nahegelegenen Ausland anreisen weden. Dabei gibt es auch Preise für den ältesten, den am schönsten geschmückten und für den entferntest

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angereisten Fendt-Traktor zu gewinnen. Zudem findet eine Prämierung des schönsten Fendt-Kindertraktors statt. Eine Ausstellung von professionellen Landmaschinen rundet den Anlass ab. Für den Brunch ist eine Anmeldung (寿 071 393 12 90) erforderlich. www.fendt-treffen.ch

elektronisch zwei Leistungskurven hinterlegt sind («X-Power» für schwere Einsätze und «Eco-Power» für leichtere Arbeiten). So wird beispielsweise bei der Strassenfahrt eine speziell abgestimmte Kennlinie verwendet, die eine Höchstge-

schwindigkeit von 40 km/h bei niedrigstem Dieselverbrauch ermöglicht. Neben der neuen Motorenausstattung bietet die neue Häcksler-Baureihe von Krone auch eine neu gestaltete und geräumigere Kabine. Serienmässig sind die neuen Häcksler mit dem «Vari-Stream»-Gutfluss ausgerüstet. Sechs Vorpresswalzen sorgen für höhere Vorpressung. Mit den gefederten Böden unter der Häckseltrommel und hinter dem Wurfbeschleuniger sorgt «Vari-Stream» für verstopfungsfreies kontinuierliches Arbeiten. Erster Schweizer Kunde des neuen «Big X 700» ist das Lohnunternehmen Markus Schneider aus Thunstetten (BE).

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Fendt 209 Vario*

Erster «Big X 700» der neuen Generation in der Schweiz

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Mit der Juni-Ausgabe der UFA-Revue wurde allen Abonnenten mit dem Deckblatt zur Ausgabe ein persönlicher Teilnahme-Code zum einmaligen Traktorengewinnspiel zugeschickt. In der Zwischenzeit haben bereits Tausende von aktiven Landwirten und Lohnunternehmern in der Schweiz an diesem Gewinnspiel,

rar und verlosen GVS-Ag ums von GVS spiel 100-Jahr-Jubilä an diesem Gewinn Aus Anlass des meberechtigt tTraktoren*. Teilnah aktive landwir UFA-Revue drei Landwirte oder tansässige, aktive über die Interne sind in der Schweiz Teilnahme erfolgt ber 2011.und ternehmer. Die Septem Aus Anlass des 100-Jahr-Jubiläums von GVS 30. verlosen GVS-Agrar he Lohnun schaftlic spiel.ch bis zum gewinn UFA-Revue drei Traktoren*. Teilnahmeberechtigt anUFA-Re diesemvueGewinnspiel www.traktoren Sie über Ihre seite chende spiel erhalten entspre (siehe zum Gewinn sindZugang in der Schweiz ansässige, aktive Landwirte oder aktive landwirtcode Gewinn Den ichen und Ihren persönlDie Teilnahme erfolgt über die Internetschaftliche Lohnunternehmer. mmer Abo-Nu eld). seite www.traktorengewinnspiel.ch bis zum 30. September 2011. n im Adressf Angabe Den Zugang zum Gewinnspiel erhalten Sie über Ihre UFA-RevueAbo-Nummer und Ihren persönlichen Gewinncode (siehe entsprechende Angaben im Adressfeld).

deflächen möglich. Die Maschine mit der Bezeichnung «18 000 HDM» weist eine Arbeitsbreite von 5.50 Metern (bei einer Transportbreite von 2.30 m) auf, benötigt eine Traktorleistung ab 75 kW und wiegt 1500 kg. Angetrieben wird die Maschine über ein patentiertes Getriebe.

Zehn Jahre nach der ersten Präsentation des selbstfahrenden Feldhäckslers «Big X» kommt Krone mit der dritten Generation dieses Maschinentyps auf den Markt. Für die neuen drei Feldhäcksler «Big X 700», «Big X 850» und «Big X 1100» verwendet Krone Motoren von MAN, und zwar einen V-8-Motor mit 16.16 l Hubraum und einer Maximalleistung von 669 PS für den «Big X 700» sowie einen V-12-Motor mit 24.24 l Hubraum und einer Maximalleistung von 825 PS für den «Big X 850», respektive 1034 PS für den «Big X 1100». Verzichtet wird auf die Doppelmotor-Technik, deren Vorteile aber insofern erhalten bleiben, als dass den neuen Motoren

Traktorengewinnspiel weiterhin online

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gungen: Wettbewerbsbedin wirte und sind aktive Land ehmer mit Teilnahmeberichtigt aftliche Lohnuntern aktive landwirtsch Jahre). MitarbeiSchweiz (ab 18 Wohnsitz in der sind von der Teil und UFA-Revue tende von GVS ssen. nahme ausgeschlo eine Eingabe pro b ist limitiert auf einer Der Wettbewer mehr als eine Eingabe im Teilnehmer. Wird , werden alle Eingänge mit Wettbewerbsbedingungen: Person festgestellt alle Eingaben Person oder Teilnahmeberichtigt sind aktive Land dieser Namen esse wirte und n E-Mail-Adr aktive landwirtschaftliche Lohnunternehmer mit entsprechende der nicht an der nehmen Wohnsitz und in der Schweiz (ab 18 Jahre). Mitarbeigestrichen tende vonteil. GVS und UFA-Revue sind Verlosung tesvon der Teilng des Gewinnwer nahme ausgeschlossen. Barauszahlu Eine gewünschmöglich. Allenfalls Dernicht Wettbewerb ist limitiert auf eine Eingabe pro ist sind gemäss stungen Teilnehmer. Wird mehr als eine Eingabe einer Zusatzausrü te Verlosung htig. Die kostenpflicwerden Person festgestellt, alle Eingängeeit. im MF 5420* Preisliste der Öffentlichk Massey Ferguson Namen dieserAusschluss Person oder alle Eingaben mit erfolgt unter b wird keine KorresponWettbewerE-Mail-Adresse der entden sprechenden Über ist ausgeschlossen. Rechtsweg gestrichen undDer nehmen nicht an der denz geführt. anlässlich der Herbst 2011 Verlosung teil. werden Die Gewinner am 23. Oktober GVS-Agrar von Eine Barauszahlung des Gewinnwertes ausstellung eben. n bekanntgeg istinnicht möglich. Allenfalls gewünschSchaffhause te Zusatzausrüstungen sind gemäss Preisliste kostenpflichtig. Die Verlosung erfolgt unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Über den Wettbewerb wird keine KorresponMassey Ferguson MF 5420* denz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. en 8207 Schaffhaus Die Gewinner werden GVS-Agrar AG, anlässlich der Herbst agrar.ch2011 Preisliste. ausstellung von agrar.ch, GVS-Agrarwww.gvsam 23. Oktober gemäss Schweizer info@gvstig, ebenfalls kostenpflich in Schaffhausen bekanntgegeben. tungen sind

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bei dem es mit dem Fendt «209 Vario», Massey Ferguson «MF 5420» und Valtra «A83 Hitech» aus Anlass des 100-Jahr-Jubiläums von GVS drei von Agco gespendete Traktoren zu gewinnen gibt, teilgenommen. Leider erreichten uns auch viele Nachrichten, wonach es mit der Teilnahme auf der Internetseite www.traktorengewinnspiel.ch nicht geklappt habe. Wir haben dies mit unserem EDV-Partner untersucht. Der Fehler liegt bei gewissen Einstellungen beim jeweiligen Browser. Auf der genannten Internetseite sind nun die entsprechenden Informationen ersichtlich, so dass diese Einstellungen geändert werden können. Alle Teilnehmer sollten in der Zwischenzeit auch ein Bestätigungsmail auf ihre persönliche E-Mail-Adresse erhalten haben. Das Gewinnspiel ist weiterhin online, man kann bis Ende September daran teilnehmen. Jene, die ihren persönlichen Teilnahmecode nicht mehr zur Hand haben, können sich neu registrieren.

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KURZMELDUNGEN LANDTECHNIK

Neuer «Muli»

Foliensystem für hohe Maiserträge

Grosses Traktorenfest mit Wettpflügen

Der neue «Muli T10 X» von Reform zeichnet sich durch eine geräumige Komfortkabine mit voll integrierter Klimaanlage aus. Durch die grosszügig dimensionierte Front- und Heckscheibe hat man stets alles im Blick. Ergonomische Anzeige- und Bedienelemente, ein höhen- und neigungsverstellbares Lenkrad sowie eine verbesserte Wärmedämmung sind weitere Highlights. Bei der Ent-

Die irische Firma «Samco» vertreibt ein Säsystem, mit dem Mais unter einer Folie ausgesät wird. Die Maschine besteht aus einem konventionellen Sägerät mit Schleppschare, Tiefenführung und Bordrechner. Das Sägerät ist mit einem Spritzaggregat für die Vorauflaufbehandlung gegen Unkräuter kombiniert und deckt am Schluss den Boden mit einer 7 Mikrometer dicken, biologisch abbaubaren Folie ab. Dank diesem System kann die Aussaat deutlich früher beginnen, so dass auch spätreife Sorten sicher abreifen oder bisher weniger geeignete Standorte für den Maisanbau genutzt werden können. Die Folie ist das Produkt langjähriger Feldversuche und ist mit einer Reihe kleinster Löcher durchsetzt, die bei der Ablage der Saatkörner den raschen Luft- und Wasseraustausch ermöglichen sowie ein Überhitzen des Bestandes unter der Folie verhindern. Etwa sechs Wochen nach der Aussaat stossen die Maispflanzen durch die Folie hindurch.

Der Verband Thurgauer Landwirtschaft, die schweizerische PflügerVereinigung und die Thurgauer Landjugend organisieren am Wochenende vom 20./21. August 2011 auf den Betrieben Büchi und Burgdorfer im Auenfeld bei Frauenfeld (TG) ein grosses Traktorenfest mit verschiedenen Attraktionen. Die Höhenpunkte sind die Durchführung des kantonalen Geschicklichkeitsfahren, der kantonalen Ausscheidung im Wettpflügen sowie am Sonntag die Schweizermeisterschaft im Wettpflügen. Mit einem vielseitiges Rahmenprogramm mit Kinderaktivitäten, Landmaschinenausstellung, Oldtimerausstellung der Freunde alter Landmaschinen am Sonntag und einem grossen Festzelt mit Bar soll eine breite Zielgruppe angesprochen werden. www.trakorenfest.ch

wicklung des «Muli T10 X» wurden Wartungs- und Servicefreundlichkeit besonders beachtet. Eine Erleichterung bringt dabei der hinter der Kabine angeordnete Technikraum. Darin befinden sich Luftfilter, Batterie und Hydrauliköltank. Wie gewohnt sind Motoröl, Kühl- und Scheibenwaschwasser im Motorraum angeordnet. Für sämtliche Service- und Wartungsarbeiten ist keine Demontage der Anbaugeräte (wie Schneepflug, Schneefräse oder Scheibenmäher) mehr erforderlich. Das gesamte Fahrerhaus kann bei Bedarf hydraulisch gekippt werden. Das seitliche Kippen der Kabine erfolgt werkzeuglos und bietet eine gute Zugänglichkeit in den Motorund Getrieberaum. Durch den innovativen Aufbau der Kippkabine kann die exakte Schaltmechanik beibehalten werden. Neben Komfort und Servicefreundlichkeit wurde beim «T10 X» auch ein Fokus auf mehr Leistung gelegt. Der neue «Muli» zeichnet sich durch eine stärkere Motor- und Hydraulikleistung aus. Die neue Zweikreis-Arbeitshydraulik verfügt über ein Power-Link-System sowie Load-Sensing.

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einen Weltmarktanteil von 35 % und ein globales Vertriebsnetz mit Präsenz in 25 Ländern, beschäftigt 180 Mitarbeiter und erzielt einen Umsatz von rund 40 Millionen Euro pro Jahr.

Neubau eröffnet Mit der Eröffnung des markanten Neubaus blickt Lindner-Importeur Sebastian Müller guten Mutes in die Zukunft. «AgroLine», die Landwirtschaftssparte der Gruppe, ist neben dem Importgeschäft auch als regionaler Händler für Landmaschinen und deren Service aktiv. Der Neubau beinhaltet neben Büroräumlichkeiten für die gesamte Gruppe auch einen grossen und hellen Ausstellungsraum für die Landmaschinen sowie eine modern eingerichtete Werkstatt. Energetisch wird der Bau aus einer Holzschnitzel-Verbrennungsanlage versorgt.

Same Deutz-Fahr kauft ein Same Deutz-Fahr beabsichtigt Grégoire zu übernehmen. Grégoire produziert und vertreibt hauptsächlich Traubenvollernter und Pflanzenschutzspritzen sowie Technik für die Olivenernte. Daneben wird eine breite Palette von Produkten für den Weinbau vertrieben wie Laubschneider, Häcksler, Fräsen, Pre-Pruner und Entblätterer. Grégoire hat

Forstmesse Luzern – Natürlich Wald Die Forstmesse Luzern ist in der Schweiz die grösste Messe für Wald und Holz. Rund 280 Aussteller aus dem In- und Ausland zeigen vom 18. bis 21. August 2011 auf einer Fläche von 30 000 m2 die neusten Produkte für eine effiziente Waldpflege und leistungsfähige Holzproduktion. Zusammen mit dem Patronatskomitee wurde auch für 2011 ein interessantes Rahmenprogramm zusammengestellt. Für Spektakel sorgt am Freitag die Schweizermeisterschaft im Berufswettkampf Holzerei und am Samstag der Holzhacker-

wettkampf. Dieser gemeinsame Auftritt waldverwandter Institutionen aus dem Bildungsbereich umfasst Portraits der Waldberufe, Fakten zu aktuellen Waldthemen, Wissenswertes über die Verbände sowie eine Ausstellung der besten Lerndokumentationen. An der Sonderschau zu Gast ist die Binding-Stiftung aus Anlass der 25. Verleihung des Binding-Waldpreises. Am öffentlichen Fachkongress vom Waldwirtschaftsverband Schweiz wird das Thema «Waldflächenpolitik» aufgegriffen und mit Spezialisten diskutiert. Höhepunkt für die frisch

gebackenen Forstwart-Vorarbeiter, Forstmaschinenführer und SeilkranEinsatzleiter ist zudem die Übergabe der Fachausweise.

Treffpunkt der Forst-Fachleute wird im August die Forstmesse in Luzern sein, die vom 18. bis 21. August stattfindet. 7-8 2011 · UFA-REVUE


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FAHRBERICHT LANDTECHNIK

Kompakte Innovationen FENDT «700 VARIO SCR» Als Nachfolger des legendären und mittlerweile ausverkauften Fendt «820 Vario» bringt der Allgäuer Traktorenhersteller mit der Baureihe «700 Vario SCR» drei neue Modelle im Leistungsbereich von 200 bis 240 PS auf den Markt. Der Start der Serienfertigung ist bereits erfolgt.

Der Fendt «820 Vario» gehörte zu den best verkauften Modellen aus der Palette des Allgäuer Traktorenbauers. Die Abgasnorm der Stufe 3b setzte diesem Typ nun ein Ende, da die Motoren alle aufgebraucht sind. Die neue Baureihe «700 Vario SCR» mit den drei Modellen «720 Vario», «722 Vario» und «724 Vario» schliesst diese Lücke und sorgt dafür, dass Fendt im Leistungsbereich von 200 bis 250 PS nun mit insgesamt sieben Modellen im Markt präsent ist. Tabelle: Baureihe Fendt «700 Vario SCR» Modell Nennleistung (PS, ECE R24) Maximale Leistungen (PS, ECE R24) Motor Zapfwellen Hubkraft (hinten/vorn, kg) Leegewicht (kg) Gesamtgewicht (kg)

720 722 724 185 205 220 200 220 240 Deutz, 6056 ccm, 6 Zylinder 504 / 540E / 1000 9580/4418 7910 12 500

Neue Kabine Rein äusserlich fällt die neue «VisioPlus»-Kabine mit über 6 m2 Glasfläche, einer in das Dach gewölbte Frontscheibe und mit dem Wegfall der B-Säule auf der rechten Seite auf. Der Kunde kann entsprechend seiner Einsatzgebiete zudem zwischen einer ausstellbaren und einer durchgehenden Frontscheibe wählen. Die ausstellbare Frontscheibe wird serienmässig mit rechter Türe geliefert. Die Kabine ist mit 68 db(A) leise. Das aus der «900 Vario SCR»-Baureihe bekannte integrierte Display schwenkt beim Verstellen des Lenkrades. Die Lenksäule kann sowohl in ihrer Höhe als auch Neigung verstellt werden. 20

Beim Fahrersitz wurde das Angebot um eine weitere Komfortsitzvariante erweitert. Der Superkomfortsitz «Evolution» genügt höchsten Ansprüchen. Er ist luftgefedert, hat eine Sitzheizung und verfügt zusätzlich über eine Niederfrequenzfederung sowie eine Lendenwirbelstütze und eine spezielle Klimatisierung. Auch der Beifahrersitz wurde für den «700 Vario SCR» komplett neu entwickelt und kann auch als Schreibablage genutzt werden. Um den unterschiedlichen Marktanforderungen hinsichtlich der Einsatzbereiche gerecht zu werden, bietet Fendt beim «700 Vario SCR» drei verschiedene Kabinenfederungssysteme an. Neben der aus der Vorgängerbaureihe bekannten Zweipunktfederung (mechanisch oder pneumatisch) steht nun auch in dieser Leistungsklasse die pneumatische Dreipunktfederung mit der zentralen Schwinge vorne in Verbindung mit Druckluftfederbeinen (vorne und hinten) zur Verfügung.

«Variotronic» Das Elektronikkonzept «Variotronic» wurde vor zwei Jahren bei den Baureihen «800 Vario» und «900 Vario» eingeführt und ist nun auch bei den «700 Vario» verfügbar. Das neue Terminal, erhältlich in zwei verschiedenen Ausführungen, überzeugt durch sein bedienerfreundliches Menü mit flacher Struktur und umfasst eine IsobusGerätesteuerung, das Spurführungssystem «VarioGuide», die Dokumentation «VarioDoc» sowie die Darstellung von Kamerabildern. Motor Angetrieben werden die «700 Vario SCR» von einem 6-ZylinderDeutz-Motor mit 6.06 Litern Hubraum,

Vier-Ventiltechnik und 1600 bar Common-Rail-Hochdruckeinspritzsystem. Zur Umsetzung der Abgasnorm der Stufe 3 b (Tier IV interim) setzt Fendt konsequent auf die Treibstoff sparende SCRTechnologie. Die «700 Vario»-Baureihe ist mit einem neuen Hochleistungs-Kühlerpaket ausgerüstet. Dabei wird das Hydrauliköl über einen Wärmetauscher vom Getriebeöl mitgekühlt, wodurch das Kühlpaket, bestehend aus Wasser-, Ladeluftund Getriebeölkühler in Verbindung mit einer schlanken Haube umgesetzt werden konnte.

Getriebe und Hydraulik Beim neuen Vario-Getriebe «ML 180» wurden die Lager und der Planetensatz zusätzlich verstärkt, indem die Erfahrung von weit über 100 000 Vario-Getrieben genutzt wurde, um den gesamten Antriebsstrang weiter zu verbessern und damit einen best möglichen Wirkungsgrad zu erzielen. Im Heck bietet die neue «700 Vario»Baureihe bis zu fünf doppeltwirkende Steuerventile. Vorne wurden die Anschlüsse auf zwei doppeltwirkende Ventile erhöht, die ebenso wie im Heck frei auf die Bedienelemente belegbar sind. Die Durchflussmenge von 100 l/min und die maximal entnehmbare Hydraulikölmenge von 55 l in Verbindung mit der Hubkraft des Heckkrafthebers von 95.8 kN und des Frontkrafthebers von 44.2 kN ermöglichen ein breites Einsatzspektrum. Das lastkompensierte Senken des Heckkrafthebers gewährleistet bei unterschiedlichem Gewicht des Anbaugerätes eine gleichbleibende Senkgeschwindigkeit. So ist beispielsweise bei 7-8 2011 · UFA-REVUE


FAHRBERICHT LANDTECHNIK

Die Baureihe der Fendt «700 Vario SCR» besteht aus drei Modellen, die einen Bereich von 200 bis 240 PS abdecken.

Im Heck bieten die neuen «700 Vario»-Traktoren bis zu fünf doppeltwirkende Steuergeräte. Die Hubkraft beträgt 9580 kg.

Innovativ ist die ins Dach der Kabine gewölbte Frontscheibe, so dass vor allem bei Frontladerarbeiten nach oben eine besser Sicht herrscht.

Säarbeiten auch bei unterschiedlicher Tankfüllung eine gleichbleibende Senkgeschwindigkeit garantiert und es muss nicht manuell nachjustiert werden. Für eine optimale Bodenanpassung sorgt die entlastende Regelung am Frontkraftheber. Das dafür verantwortliche Ventil ermöglicht einen gleichmässigen Auflagedruck des Frontarbeitsgerätes. Somit können beispielsweise die Entlastungsfedern beim Mäheinsatz eingespart werden. Ein weiteres Highlight im Bereich der Hydraulik ist die Überlagerungslenkung

«VarioActive». Dabei wird die spezielle Ventiltechnik des Spurführungssystems «VarioGuide» genutzt, um ein anderes Übertragungsverhältnis beim Lenken zu realisieren. Vor allem am Vorgewende und im Frontladereinsatz kann damit komfortabel und schnell manövriert werden.

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Weitere Details Die Ingenieure haben bei der Entwicklung der neuen «700 Vario SCR»-Baureihe viel Wert auf Detaillösungen gelegt. So gibt es unter anderem ein komplett neues Schein-

Das Elektronik- und Bedienkonzept «Variotronic» wurde vor zwei Jahren bei den grösseren Fendt-Traktoren der Baureihen «800 Vario» und «900 Vario» eingeführt und ist nun auch bei den neuen Modellen der Serie «700 Vario» verfügbar.

werfer- und Beleuchtungskonzept, das für beste Ausleuchtung und damit für eine hohe Sicherheit und komfortables Arbeiten auch bei Nacht sorgt. Zum Einsatz kommen dabei ebenso neu angeordnete Arbeitsscheinwerfer wie eine Aufstiegsbeleuchtung, LED-Rückleuchten oder die sogenannten «Cornerlights», die den Radlauf optimal ausleuchten. Griffgünstig und übersichtlich neu im Armaturenbrett integriert ist beispielsweise auch die Handbremse, die über Druckluft oder hydraulisch gesteuert wird. 䡵

Autor Dr. Roman Engeler, UFA-Revue, 8401 Winterthur

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LANDTECHNIK

Dynamisch und bissig JOHN DEERE «6R» TRAKTOREN Basierend auf über einer halben Million Traktoren der Serie «6000» bringt John Deere die neue Baureihe «6R», bestehend aus neun Modellen mit 4- und 6-Zylinder Motoren auf den Markt. Während die leistungsstärkeren drei Typen von 170 bis 210 PS Nennleistung bereits ab November 2011 verfügbar sind, werden die Modelle darunter im nächsten Jahr in den Verkauf kommen.

Anlass zur Neukonzeption der Baureihe «6R» war auch für John Deere die neue Abgasnorm der Stufe 3b. Hier setzt man, im Unterschied zu Tabelle: Baureihe John Deere «6R» Modell Nennleistung (PS, 97/68 EC) Maximale Leistungen (PS, 97/68 EC) Motor Zapfwellen Hubkraft (hinten/vorn, kg) Leegewicht (kg) Gesamtgewicht (kg)

6170R 6190R 6210R 170 190 210 207 228 249 PowerTech PVX 6.8l,6 Zylinder 504/540E/1000 oder 540/1000/1000E 9570/4000 7400 13000

Leistungsstarke Alleskönner

John Deere «7R»: Diese neue Baureihe hat im Vergleich zur Vorgängerserie etwas «abgenommen» und ist rund 1.5 t leichter.

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Im nächst höheren Segment der Traktoren steigt John Deere mit der Baureihe «7R» und insgesamt fünf neuen Modellen von 200 bis 280 PS, die mit Power Management (IPM) jeweils bis zu 30 PS mehr leisten, in den Markt ein. Als Motor kommt ein 9.0 l «PowerTech PVX»-Aggregat für die drei grösseren Modelle «7230R», «7260R» und «7280R» zum Einsatz, während die beiden kleineren Modelle «7200R» und «7215R» von einem 6.8 l «PowerTech PSX» angetrieben werden. Dank elektronisch gesteuertem VistronicLüfter, der die Lüfterdrehzahl automatisch so regelt, dass die Motortemperatur stets im Optimum gehalten wird, kann der Motor schneller auf Lastwechsel ansprechen. Beim Getriebe gibt es die bekannten «Powerquad Plus» und «Autoquad Plus» mit 20 Vor- und 20 Rückwärtsgängen sowie das weiterentwickelte, nun drei Fahrbereiche umfassende stufenlose «Autopowr». Neu ist das «Commandquad»-Getriebe verfügbar, das die Wahl bietet zwischen dem automatischen Betrieb, in dem

den meisten Mitbewerbern, auf die sogenannte «Ein-Tank»- oder «Nur-Diesel»-Lösung. Das heisst, man verzichtet auf die Abgasnachbehandlung mit «AdBlue», verwendet dafür die Vierventiltechnik mit Commonrail-Einspritzung, einen Turbolader mit variabler Verstellgeometrie sowie die gekühlte externe Abgasrückführung und verbaut einen Oxidationskatalysator mit Diesel-Partikelfilter.

Drei Grössen Den durchgehenden Brückenstahlrahmen, der den neuen Traktoren zugrunde liegt, wird es künf-

Gang- und Drehzahlwahl vollautomatisch und lastabhängig erfolgen, und dem manuellen Betrieb, bei dem der Fahrer anhand der 5 Gruppen mit jeweils 4 Gängen für jede Anwendung die gewünschte Fahrgeschwindigkeit selbst bestimmen kann. Auf Wunsch gibt es den gefederten «ActiveSeat», der bis zu 90 % der vertikalen Bewegungen vollständig kompensiert, oder die ebenfalls optional erhältliche hydraulische Kabinenfederung, bei der semi-aktive Stossdämpfer die durch Lastwechsel und Bremsen erzeugten Bewegungen der Kabine abfangen. Für gute Kraftübertragung sorgt die Vorderachsfederung «TLS Plus» in Verbindung mit dem Allradantrieb. «TLS Plus» reagiert adaptiv und passt sich durch die automatische Einstellung des Ansprechverhaltens allen Achslasten leicht an. Wahlweise sind die «7R»-Traktoren mit der neuen «ActiveCommand»-Lenkung erhältlich. Dieses System reduziert den Lenkkraftaufwand spürbar und verbessert Fahrkomfort und die Fahrzeugkontrolle. Der Traktor steuert und regelt die Lenkung automatisch, wobei der Radwinkel anhand der

tig in drei Grössen geben, was dann auch drei verschiedenen Radständen (2580, 2765 und 2800 mm) entsprechen wird. Zudem kann nun auch John Deere ein in den Rahmen integriertes Fronthubwerk mit Frontzapfwelle anbieten. Die künftige Palette wird neun Traktoren mit Nennleistungen von 105, 115 und 125 PS (kleine Vierzylinder), von 130 (Vierzylinder), 140 und 150 PS (Sechszylinder) sowie 170, 190 und 210 PS (grosse Sechszylinder) umfassen, wobei in diesem Jahr erst die drei letztgenannten verfügbar sein werden. Mit

Seitenbeschleunigung des Traktors angepasst wird. Die Hydraulik umfasst ein druck- und mengengesteuertes ClosedCenter-System für bis zu sechs Hecksteuergeräte und drei Frontachssteuergeräte – in der Summe jedoch höchstens acht. Bei den Hydraulikpumpen kann zwischen Förderleistungen von 121 l/min bis 222 l/min gewählt werden. Die Hubkapazität im Heck beträgt 9562 kg

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LANDTECHNIK Mit den neuen «6R»-Traktoren will John Deere an den Erfolg der «6000»er Reihe anknüpfen.

einem Leergewicht von unter 8 t erreicht das Spitzenmodell «6210 R» bei einer maximalen Leistung (mit Boost) von 249 PS ein Leistungsgewicht von 32 kg/PS.

Getriebevarianten

Bei der Wahl des Getriebes stehen mit dem

bei den Modellen «7200R», «7215R» und «7230R» sowie 10788 kg bei den beiden anderen Modellen.

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«Autoquad Plus» und dem «Powerquad Plus» zwei Lastschaltgetriebe sowie mit dem «Autopowr» ein stufenloses Getriebe zur Verfügung. Ab nächstem Jahr soll dann sogar noch eine vollkommen neue, dritte Variante auf den Markt kommen, welche die Vorzüge des «Autoquad» mit jenem des «Autopowr» kombiniert, auf der Doppelkupplungstechnologie basiert und nicht weniger als acht Lastschaltstufen bei drei Gängen umfassen soll.

Für das neue Styling, das man mit «dynamisch und bissig» beschreiben kann, stehen die wegen dem neuen Kühlerkonzept – der Intercooler wurde beispielsweise vom Kühlerpaket abgetrennt und besitzt einen eigenen Lüfter, um die Ladeluft noch mehr kühlen zu können – etwas in die Höhe gewachsene Kühlerhaube und die bis zu 2.05 m grossen Räder (bessere Traktion, weniger Bodendruck und mehr Bodenfreiheit). Ins Auge sticht auch die neue «ComfortView»-Kabine mit nur noch vier Pfosten, die gegenüber der Serie «6030» 20 % mehr Platz bietet und zahlreiche Details wie integrierte Klimaanlagen- und Radiobedienung, leicht bedienbares Audio-System mit Freisprecheinrichtung, Bluetooth-Schnittstelle mit SIM-Karten-Zugriff und videofähiges «GreenStar 3»-Display mit optionaler TouchScreen-Bedienung enthält.

Hydraulik Aufgepeppt wurde auch der Hydraulikbereich, wo es bis zu vier druck- und mengengesteuerte Steuergeräte im Heck und weitere drei im Frontanbau mit Förderleistungen von 114 l/min (Serie) oder 155 l/min (Option) bei 200 bar Druck gibt. Der Heckkraftheber weist eine maximale Hubkapazität von 9550 kg auf, der Frontheber eine solche von 4000 kg. In der Grundausstattung sorgt die elektrisch zuschaltbare Zapfwelle mit drei Drehzahlen – 540/540E/1000, beziehungsweise 540E/1000/1000E Umin – bei allen Modellen für eine hohe Zapfwellenleistung. Demnächst auch als E-Traktor Das Spitzenmodell der neuen Baureihe «6R», der «6210R» mit 210 PS Nennleistung, soll es zudem bald auch als E-Variante geben, also als Traktor, der über ein elektrisches Leistungsnetz verfügt und nicht nur 400 V im Stand bereit hält, sondern auch während der Fahrt bis zu 20 kW Leistung an Anbaugeräte abgeben kann. 䡵

1 · Blick auf das neue Kühlpaket. 2 · Videofähiges «Greenstar 3» Display mit Touchscreen. 3 · Das Fronthubwerk ist nun in den Rahmen integriert.

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Fortsetzung Seite 29

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BILDBERICHT KNOW-HOW

Händler im Training PRODUKT-TRAINING Ende Juni absolvierte das Case Steyr Center zusammen mit rund 40 teilnehmenden Händlern ein intensives, lehrreiches und interessantes Produkt-Training für die beiden Marken «Case IH» und «Steyr». Dieses fand im «European Competence Center» in St. Valentin (Österreich) statt.

An diesen beiden Trainingstagen wurden die Highlights, Stärken und Neuheiten rund um das gesamte Programm von Case IH und Steyr gezeigt.

Mehr Leistung – weniger Verbrauch So zum Beispiel Efficient Power (EP). Hier wurde sowohl in der Theorie als auch in der Praxis gezeigt, welche Vorteile das EP mit der SCRTechnologie (selektive katalytische Reduktion) gegenüber dem Mitbewerb aufweist. Die neusten Tests zeigen deutlich «weniger Kraftstoffverbrauch bei höherer Produktivität». Diese Technologie setzen Case IH und Steyr bei Leistungen ab 130 PS ein.

Weiter konnte aufgezeigt werden, wie einfach und übersichtlich das ganze Bedienkonzept der beiden Marken aufgebaut ist. APM (automatisches Produktivitäts-Management), AFS (Advanced Farming Systems), GPS oder Isobus sind nur wenige Fachausdrücke, welche die Händler die beiden Tage intensiv begleitet haben.

Neuheiten Natürlich wurden auch Neuheiten vorgestellt. Darunter der neue «Kompakt S» von Steyr und der «Farmall C» von Case IH. Diese Traktoren im interessanten Leistungsbereich von 56, 65 und 75 PS ermöglichen einen wirtschaftlichen Einstieg in die Kompaktklasse.

«Praxis pur» hiess das Motto, als die Fahrzeuge auf dem Demo-Gelände von Magna getestet werden konnten. Hier entging kein Mangel den prüfenden Blicken der vierzig Teilnehmer. Was in der Theorie gelernt, konnte nun umgesetzt und angewandt werden. Vom «Kompakt 55S» bis zum «Magnum 340» standen sämtliche Fahrzeuge zum Test bereit.

Fazit Das Produkt-Training von Case IH und Steyr war ein voller Erfolg. Viele Highlights wurden mit nach Hause genommen. Auf eine eindrückliche Art hat jeder Teilnehmer vermittelt bekommen, welche Möglichkeiten er mit diesen Produkten am Markt zu bieten hat. 䡵

In loser Folge publiziert die UFA-Revue unter dem Titel «Bilderbogen» illustrierte Berichte über landwirtschaftliche Maschinen – in enger Zusammenarbeit mit den entsprechenden Herstellern oder Importeuren. Mehr zu den erwähnten Produkten erfahren Sie unter www.case-steyr-center.ch

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PRAXISTEST KNOW-HOW

Mit nordischem Power MASSEY FERGUSON «MF 7480 DYNA-VT» Seit letztem Jahr werden die Modelle der MF-Baureihe «7400» mit Sisu-Motoren angetrieben. Dazu gehört auch der «MF 7480 Dyna-VT» mit stufenlosem Getriebe und 152 PS Nennleistung. Ein gelungener Allrounder für Feld und Strasse, wie der folgende Praxistest zeigt.

Im letzten Jahr hat Massey-Ferguson die überarbeiteten Modelle der Baureihe «MF 7400» auf den Markt gebracht. Insbesondere gab es beim Antrieb Änderungen, werden diese Traktoren jetzt von Sisu-Motoren angetrieben. Beim «MF 7480 Dyna-VT» ist es ein 6-Zylinder Citius-Motor mit 6.6 Litern Hubraum und Vierventil-Technik, Commonrail-Einspritzung, Turbolader und Ladeluftkühlung, der bei Nenndrehzahl 2200 Umin 152 PS aufweist. Die maximale Leistung liegt bei 167 PS und wird bei 2000 Umin erreicht. Mit der neu einteilig klappbaren Motorhaube ist die Servicezugänglichkeit zu den einzeln klappbaren Kühlern gut gewährleistet. Dank der Wespentaille ist der Vorderradeinschlag gross und der Wendekreisradius mit 5 m für diese Leistungsklasse gut.

Zapfwellen

Der «MF 7480 DynaVT» verfügt über die drei Zapfwellendrehzahlen 540, 540 E und 1000, die per Taster vorgewählt, aktiviert und dann über einen Start-Stopp-Schalter eingeschaltet werden. Eine externe Bedienung am Kotflügel ist ebenfalls möglich, dank dem integrierten Traktormanagementsystem kann sogar von extern via Taster die Drehzahl der Zapfwelle angehoben werden. Ein Automatik-Modus sorgt dafür, dass die Zapfwelle beim Anheben des Hubwerks oder bei Fahrgeschwindigkeiten über 25 km/h ausgeschaltet wird. Ist das optionale «Datatronic»-Terminal verbaut, dann kann die Zapfwelle auch über das Vorgewendemanagement geschaltet werden.

Getriebe Das stufenlose «DynaVT»-Getriebe stammt aus dem Hause

Die Wespentaille sorgt für einen grossen Einschlagwinkel der Räder und entsprechende Wendigkeit.

«Agco» und ist ein leistungsverzweigtes Getriebe, bestehend aus einer Hydraulikpumpe mit einem Schwenkwinkel bis 45 °, einem entsprechenden Hydraulikmotor und einem Planetengetriebe. Zwischen Anfahren und maximaler Fahrgeschwindigkeit wechselt der Anteil von nahezu voller Hydrostatik bis zu

Praxisstimme zum «MF 7480 Dyna-VT» Stéphane Dutly bewirtschaftet einen 69 ha grossen Mischbetrieb mit Ackerbau bei Payerne (VD). Die Marke «Massey Ferguson» hat ein gewisse Tradition auf dem Betrieb: «Schon mein Grossvater war mit der Marke und dem Service zufrieden». Deshalb sah auch Stéphane Dutly keinen Anlass, als er sich nach einem neuen Traktor für schwere Feldarbeiten und Transporte umschaute, die Marke zu wechseln.

Stéphane Dutly.

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So probierte er im vergangenen Sommer das Modell «MF 7480» mit dem stufenlosen Getriebe «Dyna-VT» aus – und war sofort zufrieden damit: «Dieser leistungsstarke Vorführ-Traktor mit passendem Gewicht erfüllte meine Anforderungen».

Seit diesem Frühjahr hat er nun sein eigenes Modell. Seither wurde der Traktor bei der Maissaat eingesetzt. Stéphane Dutly schätzt vor allem den Komfort in der Kabine und das stufenlose Getriebe sowie das «Datatronic 3»-Terminal, über das alle wichtigen Einstellungen schnell und einfach vorgenommen werden können. «Die Bedienung des Traktors hat man in wenigen Minuten begriffen». Selbstverständlich, so fügt er bei, brauche es dann doch noch einige Zeit, um alle Finessen des Traktors richtig beherrschen zu können. Als praktisch erachtet Stéphane Dutly den Wartungszugang zum Traktor mit der einteilig klappbaren Motorhaube und den

leicht einsehbaren Ölständen. Die Kabinenfederung ermögliche ein angenehmes Arbeiten in bequemer Haltung und die Bedienelemente in der rechten Seitenkonsole seien inklusive «Datatronic» optimal angeordnet. Die Ausrüstung mit diesem Terminal war Stéphane Dutly wichtig, da er einen Traktor wollte, mit dem aktuelle Technologien wie GPS-Spurführung, Videoüberwachung oder Isobus aber auch künftige anwendbar seien. «Selbstverständlich gehört heute auch die Erfassung des Treibstoffverbrauchs dazu». Obwohl die Langzeiterfahrung noch fehlt, ist Dutly überzeugt, für seine Bedürfnisse den richtigen Traktor gefunden zu haben.

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KNOW-HOW

Steckbrief Massey Ferguson «7480 Dyna-VT» Motor: 6 Zylinder, 6.6 l Hubraum, 152 PS (bei 2200 Umin), max. Leistung 167 PS, max. Drehmoment 711 Nm. Getriebe: Stufenloses Getriebe, mit zwei Fahrbereichen 0.03 –28 km/h (–16 km/h rückwärts) und 0.03 – 40 km/h. Zapfwelle: 540 / 540E / 1000. Hydraulik: EHR mit Schwingungsdämpfung, 110 l/min bei 200 bar, maximal 4 Steuergeräte. Hubkraft: 8600 kg im Heck, 4000 kg Front. Masse: Länge: 4900 mm; Breite: 2550 mm; Höhe: 2940 mm. Leergewicht: 6345 kg; Zulässiges Gesamtgewicht: 11 500 kg. Herstellerangaben

100 % mechanischem Anteil. Das Getriebe bietet zwei Fahrbereiche (0 – 28 km/h und 0 – 40 km/h) und kann über den Power-Control-Hebel links am Steuerrad (Wendeschaltung), mit dem auch die Getriebeübersetzung modifiziert werden kann, oder über den Fahrhebel in der Armlehne bedient werden. Für jeden Fahrbereich können zwei Fahrgeschwindigkeiten gespeichert werden.

Verschiedene Fahrmodi

Neben dem Hebelmodus via Fahrhebel in der Armlehne oder Wendeschaltung am Steuerrad gibt es auch den Pedalmodus, mit dem drei weitere Betriebsarten zur Verfügung stehen. Im Pedalmodus wird das Gaspedal zum Fahrpedal. Die Drehknöpfe für die Tempomaten regeln die Höchstgeschwindigkeit und die Höchstdrehzahl. Je mehr das Pedal durchgetreten wird, desto schneller fährt der Traktor und desto schneller dreht der Motor. Im Pedal-DTM-Modus stellt das einstellbare dynamische Traktor-Management-System (DTM) die elektronische Verbindung zwischen Motor und Getriebe her und regelt die Drehzahl lastabhängig auf dem tiefstmöglichen Niveau, so dass Diesel sparend gefahren werden kann. Dieses DTM-System arbeitet sowohl im Pedal- als auch im Fahrhebel-Modus. Dann gibt es noch den Drehzahl-Modus, der für alle Arbeiten ideal ist, bei UFA-REVUE · 7-8 2011

Die neu einteilig klappbare Motorhaube gewährleistet einen guten Wartungszugang.

Das optional verfügbare «Datatronic»Terminal ist bedienerfreundlich und ausbaubar.

denen eine konstante Motordrehzahl benötigt wird. Über den Drehzahlspeicher wird die Drehzahl vorgegeben und mit dem Gaspedal oder Handhebel die gewünschte Geschwindigkeit gefahren.

ment mit wiederum bis zu je 35 Einzelfunktionen aufzeichnen und dauerhaft speichern. Ebenso wird das komplette Traktor-Setup, darunter alle wichtigen Einstellungen, die der Fahrer für das Arbeiten mit einem Gerät vornimmt, abgespeichert. Beim späteren Wiederanbau des Gerätes wird auf Knopfdruck die komplette Maschine in Sekundenschnelle umgestellt. Dauerhaft spart dies Zeit und erleichtert die Arbeit. Die Kabine ist übersichtlich und funktionell ausgestattet, weist einen bequemen Beifahrersitz auf und ist selbst zweistufig luftgefedert: Eine weiche Einstellung für den Feldeinsatz und eine etwas härtere für die Strasse. Zusammen mit der zuschaltbaren Vorderachsfederung ergibt sich so ein guter Fahrkomfort. Mit 70 dB(A) liegt die Schalldämmung in einem guten Bereich. 䡵

«Datatronic» Für einfache Bedienung sorgt in der Kabine das farbige und Isobus-fähige «Datatronic III»-Terminal. Vorgewende-, Steuerventil- und Frontgeräte-Management, Datenspeicherung von beliebig vielen Arbeits-Aufträgen inklusive Verbrauchsberechnung sind nur einige der Funktionen und Ausstattungsdetails der neuen Generation. «Datatronic» III ist intuitiv bedienbar und bietet durch seinen klaren Aufbau eine komfortable Oberfläche zur Eingabe und Auswahl von Maschinendaten. Jeder der sieben nutzbaren Speicher kann jeweils ein Vorgewende-Manage-

Autor Dr. Roman Engeler, Gaël Monnerat, UFA-Revue, 8401 Winterthur In loser Folge publiziert die UFA-Revue unter dem Titel «Praxistest» Berichte über landwirtschaftliche Maschinen. Die Interviewpartner, respektive Eigentümer dieser Maschinen, werden jeweils in Zusammenarbeit mit den entsprechenden Herstellern oder Importeuren ausgesucht. www.gvs-agrar.ch

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NEUHEITEN KNOW-HOW

Wirtschaftliches Robotermelken Seit der Erfindung des automatischen Melkens steht der wirtschaftliche Betrieb des Melkroboters bei Lely an erster Stelle. Einerseits wird diese Entwicklung durch modernste, patentgeschützte Technologien wie 3-D-Laser ohne Kamera, Farbspektrometrie der Milch, Zellzahlmessung pro Viertel gewährleistet. Anderseits werden qualitativ hochwertige, roboterspezifische Komponenten eingesetzt, auf die Lely eine mehrjährige Garantie gewährt. Da der Melkroboter während Jahren seinen Dienst erfüllen soll, sind

Zuverlässigkeit und tiefe Betriebskosten von zentraler Wichtigkeit für das finanzielle Ergebnis des Milchviehbetriebs. Dass die Entwicklung stets vorangetrieben wird, zeigt die Lancierung des «Astronaut A4» mit dem neuen «I-Flow»-System. Bereits wurden in der Schweiz solch neue Melkroboter in Betrieb genommen und erste Erfahrungen zeigen, dass die einfach zugängliche Roboterbox für den Kuhverkehr noch mehr Komfort bietet. Als Einstiegsmodel bietet Lely den «Astronaut A4» ab 219 000 Fr. für eine Box respektiv für 385 000 Fr. für zwei Boxen an. Laufend grössere Nachfrage erzielen auch die OccasionsMelkroboter «Taurus», die bereits ab 120 000 Fr. (A2) oder 150 000 Fr. (A3) erhältlich sind. Lely Center,  0848 11 33 77 suisse@sui.lelycenter.com

Transportfass ausgeliefert Paul Lauchenauer aus St. Gallen ist seit Frühling 2011 stolzer Besitzer eines neuen Fliegl Transportfasses. Im Raum St. Gallen/Appenzell und Umgebung bietet das ortsansässige Unternehmen unter anderem die Dienstleistung Gülletransport an. Das neue Fliegl Fass «VFW 14 000» fasst 14 m3 Gülle und ist mit einem Kompressor mit Kreiselpumpe 8000 l ausgestattet. Bei diesem System wird mit dem Vakuumkompressor befüllt und beim Verschlauchen über die Kreiselpumpe dann wieder abgeladen. Der Vorteil bei diesem System sind die geringen Unterhaltskosten und der kleine Leistungsaufwand. Für den guten Fahrkomfort sorgen die hydraulische Deichselfederung und das Gigant Achsaggregat mit Lenkachse. Paul Lauchenauer schätzt die grosse Leistung beim Befüllen, die Leichtzügigkeit auf der Strasse und die Spurtreue der Lenkachse, die auf den schmalen Flurwegen sehr wichtig ist, um nicht von der Strasse abzukommen. 28

Fliegl Agrartechnik baut Güllefässer von 3 – 30 m3. Für den Schweizer Import ist die Serco Landtechnik AG in Oberbipp zuständig. Für die bodennahe Gülleausbringung stehen zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung. Serco Landtechnik AG, 4538 Oberbipp  058 434 07 07 www.sercolandtechnik.ch

Paul Lauchenauer, Hannes Hauri (Hauri-Agrartechnik GmbH), Manuel Frei (Gebietsverkaufsleiter Serco Landtechnik AG).

Neue Mistzetter von Agrar Agrar hat seine Mistzetter Baureihe «Mistral» komplett überarbeitet. Diese Mistzetter sind auf ein langes Leben getrimmt. Das feuerverzinkte Chassis und die feuerverzinkten Seitenwände bieten besten Korrosionsschutz. Das Vierwalzen-Streuwerk garantiert ein breites, feines Streubild und höchste Genauigkeit bei der Querverteilung. Die Seitenwände können jederzeit geöffnet werden, was die Reinigung erleichtert. Alle Maschinen sind mit einem hydraulischen Kratzbodenantrieb

mit Untersetzungsgetriebe ausgerüstet. Die stufenlose Geschwindigkeitsregelung des Kratzbodens sowie der Vor- und Rücklauf gehören ebenfalls zur Serienausrüstung. Die Bedienelemente sind auf einer verstellbaren Konsole montiert und bieten höchsten Bedienkomfort.

GVS-Agrar, 8207 Schaffhausen,  052 631 19 00 www.gvs-agrar.ch

Neue Kurzscheibenegge für noch vielseitigeren Einsatz Die Kurscheibenegge «Optimer+» ist für eine flache Stoppelbearbeitung konzipiert und eignet sich hervorragend für Einsätze bei Verfahren der reduzierten Bodenbearbeitung. Die Landwirtschaft fordert weltweit eine Optimierung der wirtschaftlichen und ökologischen Faktoren bei den Anbauverfahren. Um dieser Forderung Rechnung zu tragen, hat Kuhn die Baureihe seiner Kurzscheibeneggen weiterentwickelt. Das Ergebnis ist die neue «Optimer+», die in den Serien 103 und 1003 erhältlich ist. «Optimer+» sorgt für einen schnellen Aufgang von Unkräutern und Ausfallgetreide, da die Samen in unmittelbarer Nähe der Bodenoberfläche verbleiben. Dann wird die Strohverrottung durch den intensiven Kontakt mit den drei Faktoren Boden, Feuchtigkeit und Luft beschleunigt. Zudem wird die Verdunstung durch eine im Oberflächenbereich abgelegte Mulchschicht verhindert und so die Bodenfeuchtigkeit erhalten.

Der neue Anstellwinkel und die längeren Tragarme der Scheiben erleichtern den Einsatz bei hohem Anteil an Ernterückständen. Die dauergeschmierten Scheibennaben mit doppelten Schrägkugellagern sind jetzt völlig wartungsfrei. Das spart Zeit und verhindert das Eindringen von Fremdkörpern bei einem Scheibenaustausch. Die Scheiben sind in zwei Ausführungen lieferbar: Gezackt und gewölbt, für noch höhere Einsatzvielfalt, oder mit kleinen Zacken für die flache Stoppelbearbeitung. Kuhn Center Schweiz 8166 Niederweningen  044 857 28 00 www.kuhncenterschweiz.ch

7-8 2011 · UFA-REVUE


Fortsetzung von Seite 24

LANDTECHNIK zu verkaufen 4.50, H 4.30, mit Laufrollen unten und Führungsschiene, inkl. Balken oben, ohne Verschalung, Fr. 250/Stk  076 338 12 36 Mähdrescher Fahr M66  079 655 24 52 Düngerstreuer Amazone, ZAF, 800 l; Standhäcksler Botsch, IBR 33; Heugebläse G&H; Heuverteiler, 8 m Länge; Heuschrote  079 773 98 35 Hochdruckpresse, JD 359, Jg. 2000, Zentralschmierung, wie neu, wenig gebraucht, Fr. 12'900  079 385 85 32 Hochdruckreiniger, 30 m, Druckschlauch mit Dreckfräse  076 332 15 87 1 fuste à pression, 4000 litres; 1 souffleur plus distributeur  079 844 80 45 Ladewagen Steyr H 801; Kreiselheuer Niemeyer; div. Kaninchenställe aus Massivholz  034 461 28 94 Hobelmaschine Inca; Fräse Inca; Bundsäge Inca, mit viel Zubehör wie Langlochbohrapparat, usw.  044 939 15 15 Rübenbröckler  079 273 98 35 Doppelrad Schaad, 7.50-18, neuwertig;

Bandeingraser zu AM 40, 41; Gabeleingraser zu AM 40  076 574 01 03 Fronttrommelmähwerk Pöttinger 275, guter Zustand, Fr. 1800  079 720 11 20 Schnellbänne, gepflegter Zustand, ideal zum Maiseingrasen, von Hand kippbar, Fr. 550  034 413 00 08 Getreidemühle mit Mischer Skjold, wenig gebraucht, Fr. 1500  079 482 81 51 Bandsäge für Holz, Fr. 250.–,  033 744 40 62 Frontscheibenmähwerk Krone 28 M, Arbeitsbreite 272 cm, neuwertig, Fr. 8200; Ladewagen 219, Fr. 700; Düngerstreuer, 300 l, Fr. 160  071 311 18 65 Taurus Gebläse, 20 PS; Teleskopverteiler Wild, 25m  071 971 17 11 Holzhacker mit Motor, fahrbar; Einachsanhänger, 5 x 2 m; Anhänger für Motormäher; Baumspritze mit 150 l Tank  079 457 69 77 Chromstahltank, isoliert, 2000 l, mit Rührwerk und Reinigungsautomat  079 297 16 19, Kt. TG Wiesenegge Bärtschi,  033 744 40 62 Getreidesilo, ca. 30 t Inhalt, Fr. 500  079 305 20 94

Bewässerungsrohre Raesa, 3"Alu, mit Regner, ca. 250 m; Traktor-Kindersitzli Viktor; Jaucherührwerk von Arx, mit Oelbadgetriebe  052 745 26 84 Milchtank Müller, 1750 l, mit Kühlung, aut. Reinigung und Wärmerückgewinnungs-Boiler 150 l.  052 745 26 84 Pneulader Zettelmeyer ZL501, sofort einsatzbereit, Hubzylinder neu abgedichtet, inkl. Schaufel und Palettgabel, 3 Funktion vorhanden, Motor Deutz 36 PS, weitere Auskünfte  079 502 05 08 Hochsilo Hegner, 130 m3 und 230 m3, Befüllleitungen/Bögen Ø 26 cm, muss selbst demontiert werden; Ladewagen Agrar TL 219, einsatzbereit  052 680 13 30 Maissämaschine Monoair Accord-Fähse, 4-reihig, pneumatisch, Scheibenschar, hydraulische Spurreisser mittig, Deflaktor, guter Zustand, Fr. 2200  079 354 72 17 MF 4345, Jg. 02, 900Std., Fr. 40’000  079 476 66 88 Güllemixer mit 2 Rädern, Motor 10 PS, Fr. 200  056 443 12 63 1 Pneu 14ply, neuwertig, 400/60 – 15,5, passend zu Kipper, Güllewagen, Mistzetter, usw.  052 657 19 01

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UFA-REVUE · 7-8 2011

Marktplatz Grubber Lemken Smaragd, 7/300, wie neu; Förderband, 5 m, Gummi, mit Fahrwerk; Maishäcksler Kemper, Sprinter 1, guter Zustand  079 392 21 60 Futtermischwagen Strebel, 2.5 m3, selbstfahrend, hydrostatische Antriebe, für gehäckselte Silage, für Krippenhöhe bis 70 cm, revidiert, Fr. 8000  056 634 15 43 oder 079 679 10 22 Gemüsebeet-Walze, 3-teilig, Arbeitsbreite 4.40 m, Trans. 2.95 m, Fr. 450; 1-Achs-Kipper, 5 t NL, Fr. 500; StabZubringerband, 3.70 m, Fr. 250  079 204 74 86 Dosieranlage Neuero DA22, Länge 6 m, Fr. 8000  056 634 15 43 oder 079 679 1022 Messerbalken zu Hürlimann D70, D90, D100, gut erhalten, Fr. 250.  041 988 13 36 Stapler Toyota, Hubkraft 1.6 t, Hubhöhe 3.6 m, Seitenschieber, Servo, 4 grosse Lufträder, mechanisch und optisch in sehr gutem Zustand  079 422 30 55 Frontmähwerk, neuwertig, Lely 320 FC, mit integriertem Knicker, 3.2 m Arbeitsbreite, Spezialpreis  078 824 93 19 Sämaschine Fiona, 3 m, mech. Fahrg., 21 Schar, guter Zustand; Doppelräder Schaad 9.5 – 36, passend zu 9.5 –36  076 564 42 83 Felgen zu Aebi TT,4 Stk, 6 Loch 13x17 zu Bereifung 425/55R17, neuwertig, Fr. 800; Kompletträder, 2 Sk, 10/75-15.3; 8 Ply Vredestein, Pneu neuwertig, Fr. 360.  079 676 34 50 Occ. Jauchepumpe, komplett mit 15 PS Getriebemotor, AgroPilot Fernsteuerung 4-Kanal, Vor- und Rückwärtslauf,

Saugrohr 2.8 m, Perrot und Storz Kupplung, Fr. 4500, ab Platz wegen Betriebsumstellung  041 467 30 12 Autohanhänger WMMeyer, Gesamtgewicht 2500 kg, Nutzlast 1640 kg , Ladefläche 151 cm x 351 cm, 1. Inverkehrsetzung 2003, Blachen-Verdeck, absenkbare Ladebrücke, Auffahrrampe, letzte MFK 2009, VP Fr. 3600; Subaru Impreza Turbo 2.0L, Kombi, Allradantrieb, Jg.1999, 181000 km, neue Bremsen, frisch ab MFK, VP Fr. 10'400  078 744 30 32 Elektrostapler Still, Hubkraft 1600 kg, Hubhöhe 2.9 m, mit Seitenschub, Batterie Jg. 2007, VP Fr. 2800; Kehrsaugmaschine Pulimat, Honda 4-Takt Benzinmotor, ab Service, Arbeitsbreite 1 m, VP Fr. 1100; Wischmaschine zu Grillo Mäher, Arbeitsbreite mit Seitenbesen 1 m, ungebraucht neu, Fr. VP 850  078 744 30 32 Alö Anbaugeräte, Quaderballenzange, Silosplit, Ballenschneider  079 466 25 82 Motorspritze ex Feuerw., mit Anh. u. Schläuchen, Fr. 1900  079 296 21 63 Warenaufzug selbststehend, Ladebrücke ca. 1 m3, Hubhöhe ca. 4 m  034 431 12 39 Leiter, 8 m und 11 m, je Fr. 300; Haspel 75er Schläuche m. Storz, 100 m à Fr. 40  079 296 21 63 Kreiselheuer Pöttinger Hit 44, passend an Metrac 3003 S  079 713 33 06 Körnerwagen, kompakt und robust, Bodenschieber, Fassungsvermögen 5 t Getreide, Fr. 800  062 877 11 65 Milchkühler Etscheid, für Tank und Kannen, 230 l und 120 l Tank, fahrbar; Melkmaschine

DeLaval TU18M-M, Melkeimer 25 l; Pneuwagen Marolf, 5 t, verzinkt, L 4 m, B 1.70 m, H 0.70 m; Pneuwagen 2-Seitenkipper Krone, 5700 kg Gesamtgewicht, L 4.5 m, B 2 m, H 0.5 m  032 618 11 97 Mofa Puch Maxi–N, Fr. 720; Mofa HerculesSachs, 2-Gang Aut., Fr. 720  031 829 30 54 Kaninchenstall, 4erAbteil, mit Plastikschubladen, Breite 1.5 m, Höhe 1.2 m, Tiefe 0.6 m, Raum ZH Oberland  079 327 79 59 Einachs-Dreiseitenkipper Marolf; Kreiselschwader Pöttinger, 8 Arme, Stützrad; Kreiselheuer Fahr KH 400; 2-Scharpflug Althaus nonstop; Cambridge Walze, 2 m; Sämaschine Nodet Gougis, 15 Scharen 2.5 m, 3 Gang; Federzahnegge, 2.5 m; Melkmaschine de Laval, Melkeimer, 25 l; Milchkühler Etscheid, Tank 230 l, fahrbar  032 618 11 97 Chauffe à mazout de 1987 pouvant produire 27 kwh  079 626 19 72 Chaudière à bois pour bûches de 50 cm, foyer renversé, elle date de 1987 et elle produit 25 kwh  079 626 19 72 Ballenspitz; Dosiergerät klein; Kippschaufel, grosser Silowagen; Traktormixer; Düngerspicker; Teleskop; Heugebläse  071 223 35 89 Güllenfass; Kettenförderband; Ladewagen Boss; Planierschild; Mähmotor Bucher New Holland  071 223 35 89 2 Güllenmixer mit Untersetzungsgetriebe, 20.5 und 10 PS; Fortsetzung Seite 43 29


KNOW-HOW

Gewinnen Sie jetzt diesen Subaru Legacy 2.0i AWD Swiss, im Wert von Fr. 33'500.– und einen von 100 Sofort-Preisen!

WETTBEWERB CONCOURS

Beim grossen UFA-Revue Wettbewerb locken dieses Jahr sechs Mal 100 Sofort-Preise und als Hauptgewinn im Jackpot ein Subaru Legacy 2.0i AWD Swiss, 5-Türig, Manual im Wert von Fr. 33'500.–. Wenn Sie an jeder der insgesamt sieben Wettbewerbsmöglichkeiten teilnehmen, steigen Ihre Chancen auf den lukrativen Hauptgewinn, denn jede eingesandte Karte hat die Chance auf den Jackpot.

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Pöttinger – Bewegung im neuen Design Pöttinger ist mit der Frontmäher-Generation «alpha-motion» eine Innovation gelungen, die den Mähtechnik-Markt nachhaltig beeinflusst hat. Beim Anbaubock «alpha-motion» passt sich der gesamte Tragrahmen dem Boden an. Jede Bewegung der Mäheinheit steuert den Tragrahmen und bewirkt den «schwebenden Schnitt». Damit kommt es zur einzigartigen Schonung der Grasnarbe durch eine perfekte Führung über jede Bodenkontur – auch bei hoher Geschwindigkeit und feuchten Böden. Nun wurde die «Maschine des Jahres 2006» neu überarbeitet und auch optisch verfeinert. Die «Novacat alpha-motion» sind in den Arbeitsbreiten 3 m und 3.5 m erhältlich. Der bewährte Anbaubock «alpha-motion» ist jetzt auch für die Arbeitsbreite von 2.6 m verfügbar. Alle Modelle sind mit Schwadformer, Zinkenaufbereiter oder Walzenaufbereiter verfügbar. Die Trommelmähwerke «Eurocat alphamotion» sind in der Arbeitsbreite von 3 m verfügbar, mit Schwadformer oder Zinkenaufbereiter. Neu ist bei den Seitenschutzen, dass sie aus einem massiven Stahlpressteil sind und sich auf Wunsch hydraulisch klappen lassen. Bei den Zinkenaufbereitern wurde die Aufbereiterintensität noch einmal verbessert: Durch die hochgezogene Haubenform wird das Futter locker und gleichmässig abgelegt. Auch der Wartungsfreundlichkeit haben sich die Techniker von Pöttinger besonders angenommen. Eine praktische Klingenbox bietet Platz für Ersatzklingen und kann einfach mitgenommen werden.

Beantworten Sie diese Kreuzworträtsel-Fragen: Wenn Sie den Text aufmerksam gelesen haben, können Sie mühelos das Rätsel lösen. Setzen Sie einfach den fehlenden Buchstaben ein. Die grau hinterlegten Felder ergeben das Lösungswort. N O V

C A T

E R S A T Z K

I N G E N

M Ä H

R O Z E S S

S C

N I

T T

N B A U B O C K – M O T

I O N

Schreiben Sie das Lösungswort (dunkler. senkrechter Raster) auf eine Postkarte und senden Sie diese bis Ende Monat an UFA-Revue «Know-how Wettbewerb», Postfach, 8401 Winterthur oder senden Sie das Lösungswort via Internet über www.ufarevue.ch Name, Adresse und Telefon-Nummer nicht vergessen! NEU: Schreiben Sie eine SMS (90 Rp.) mit KfL, Lösungswort, Name und Adresse an 9292.

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Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt. Mitarbeitende der fenaco-Gruppe sowie der beteiligten Landtechnik-Firmen (siehe unten) sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

Wettbewerb wird ermöglicht durch: Agromont AG, Hünenberg; Bucher Landtechnik AG, Niederweningen; New Holland Center, Niederweningen; Case Steyr Center, Niederweningen; GVS-Agrar AG, Schaffhausen; Serco Landtechnik AG, Oberbipp; Althaus AG, Ersigen; Pöttinger AG, Birmenstorf; Lely Center, Hägendorf; Lely Schweiz, Düdingen.

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7-8 2010 · UFA-REVUE


KURZNEWS PFLANZENBAU

Getreide: Sortenliste bereinigt «swiss granum» hat die Liste der empfohlenen Sorten für die Ernte 2012 erstellt. Acht neue Sorten wurden aufgenommen. CH Camedo (top) ist eine neue Schweizer Züchtung von hoher Qualität. Sie ist kurz, mittelfrühreif und weist eine gute Resistenz gegen die verschiedenen Krankheiten auf. Sie besitzt hingegen ein mittleres bis tiefes Hektolitergewicht. Neu in der Klasse I sind die Schweizer Sorten Suretta und Sertori. Suretta zeichnet sich durch eine ähnliche Proteinqualität wie Arina sowie dem höchsten Feuchtglutengehalt ihrer Klasse aus. Die Sorte ist frühreif, kurz und besitzt ein ähnliches Ertragspotenzial wie Zinal, eine mittlere bis gute Resistenz gegen die verschiedenen Krankheiten und ein mittleres bis tiefes Hektolitergewicht. Sertori eignet sich sowohl für

Trockenheit: Verbesserung der Situation Durch die Gewitter in den vergangenen Monaten Juni und Juli mit teilweise starken Niederschlägen hat sich in weiten Teilen der Schweiz das Problem der Trockenheit etwas verbessert. Bereits der Monat Juni zeichnete sich in gewissen Gebieten durch eine erheblich Gewitteraktivität aus. Dies führte dazu, dass in verschiedenen Region der Schweiz gar ein Niederschlagsüberschuss im Vergleich zum langjährigen Mittel zu verzeichnen war. Die abgebildete Karte von MeteoSchweiz stellt die Niederschlagssummen von anfangs 2011 bis Ende Juni in Prozenten der Norm dar. Die auf dieser Karte grün eingefärbten Gebiete weisen einen Niederschlagsüberschuss, die roten Gebiete der Karte hingegen einen Niederschlagsmangel auf. UFA-REVUE · 7-8 2011

die Herbst- als auch für die Frühjahresaussaat. Diese begrannte und sehr frühreife Sorte besitzt eine gute Resistenz gegen Fusarium, ist aber anfällig auf Braunrost. Die Klasse II wurde mit der österreichischen Sorte Rainer erweitert. Rainer besitzt das beste Ertragspotenzial ihrer Klasse sowie ein gutes Hektolitergewicht. Die Schweizer Sorte Cambrena wurde in die Klasse Biskuit aufgenommen. Cambrena weist ein hervorragendes Qualitätsprofil für den Biskuitsektor und gute agronomi-

sche Merkmale auf. In der Futterweizenklasse ist die Aufnahme der neuen Sorte Bockris zu vermerken. Bockris ist eine mittelspäte Sorte mit einem hervorragenden Ertragspotenzial sowie einer guten Resistenz gegen Ährenfusarium. Bei der Wintergerste kommen die Sorten Semper und Cantare hinzu. Semper ist eine Sorte mit einem guten Ertragspotenzial unter ÖLNund Extenso-Bedingungen. Sie ist standfest, besitzt aber ein mittleres Hektolitergewicht. Semper weist eine gute Resistenz gegen echten Mehltau, Blattflecken und Zwergrost auf. Ihre Resistenz gegen Helminthosporium ist hingegen mittel bis gut und gegen Rhynchosporium sogar nur mittel. Die neue zweizeilige Sorte Cantare weist ein gutes Ertragspotenzial unter ÖLN-Bedingungen auf.

Vorsicht beim pfluglosen Anbau von Zwischenfrüchten

Informationstage von Agroscope

Nach der andauernden Trockenheit in diesem Frühjahr und der gebietsweise frühen Ernte von Getreide rät Bayer Crop Science Schweiz zur Vorsicht beim pfluglosen Anbau von Zwischenfrüchten und Leguminosen. Spezielle Vorsicht sei diesbezüglich nach dem Einsatz von Getreide-Herbiziden, insbesondere bei der Verwendung von Mitteln aus der Gruppe der Sulfonylharnstoffe geboten. Zu beachten seien diesbezüglich die Nachbauvorschriften auf den Etikettentexten der Herbizide, schreibt Bayer in einer Mitteilung. «In den meisten Fällen ist in diesem Jahr eine Pflugfurche angezeigt».

Die Obstproduzenten und Obstbauberater aus der ganzen Schweiz sind auch dieses Jahr auf den 20. August 2011 zur Güttinger-Tagung auf dem Versuchsbetrieb der Forschungsanstalt Agroscope ACW eingeladen. Ab 9 Uhr werden in Referaten und auf Betriebsrundgängen Themen wie Stand der Feuerbrandforschung, Strategien in der Schorfbekämpfung oder wirkungsvoller Pflanzenschutz dank moderner Applikationstechniken behandelt. Bei der Gemüsebautagung der Forschungsanstalt Agroscope ACW in Wädenswil vom 31. August 2011 stehen interessante Themen wie Bodendämpfung im Freilandgemüsebau, vorbeugende Kulturmassnahmen zur Vermeidung von Salatfäulen, Rhizomanie-resistente Randensorten, Wurzel- und Rhizomkrankheiten bei Grünspargel sowie die Bekämpfung von Gemüsefliegen auf dem Programm. Nähere Informationen sind auf der Internetseite www.agroscope.ch verfügbar.

Anpassung des Grenzschutzes für Brotgetreide

Alle drei Monate wird der Brotgetreide-Grenzschutz vom BLW kontrolliert und wenn nötig angepasst. Aus diesem Grund wurde der Grenzschutz per 1. Juli 2011 von Fr. 14.–/dt auf Fr. 17.80/dt angehoben, das heisst um Fr. 3.80/dt. Diese Erhöhung soll es der Produktion erlauben, mindestens die von der Branche definierten Ernte-Richtpreise 2011 zu realisieren, also mindestens Fr. 53.–/dt für Weizen der Klasse Top. Die Situation der Getreideproduktion bleibe sowohl weltweit wie auch in Europa angespannt, schreibt der Getreideproduzentenverband in einer Medienmitteilung. Die Nachfrage steige und die Lagerbestände seien relativ tief. Die Witterungsbedingungen dieses Jahres würden zudem die Situation verschärfen und eine zusätzliche Preis-Instabilität hervorrufen. «Die Schweiz blieb von der Trockenheit nicht verschont und die Ernteschätzungen lassen erwarten, dass die Lagerkapazitäten bei den Sammelstellen ausreichend sind», heisst es weiter. Deshalb sollte es dieses Jahr aus Gründen der Lagerkapazität nicht notwendig sein, vorzeitige Verkäufe zu tätigen. Die nächste Richtpreisverhandlung wird am 14. September 2011 stattfinden, das heisst nach der Ernte. Die neuen Richtpreise sind dann während der gesamten Vermarktungsperiode bis zur Ernte 2012 gültig.

Tagesaktuelle Neuigkeiten www.ufarevue.ch 31


PFLANZENBAU

Agrarmärkte sind in Bewegung DÜNGERMARKT Die Agrarmärkte sind in den letzten Jahren in Bewegung geraten. Neben der steigenden Nachfrage, ausgelöst durch das Bevölkerungswachstum und die zunehmende Energieerzeugung aus biogenen Rohstoffen, hat auch die Spekulation dazu einen Beitrag geleistet. Christan Kopp äussert sich im folgenden Interview zu den Auswirkungen auf den Düngermarkt.

Christian Kopp hat bis Ende Juni 2011 den fenaco Geschäftsbereich Pflanzennahrung geleitet. Ab 1. Juli 2011 konzentriert er sich auf das internationale Handelsgeschäft und damit auf den Einkauf von Düngemitteln für die fenaco-LANDI Gruppe.

Düngermarkt in Ton und Bild Zu diesem Beitrag steht auf www.ufarevue.ch ein Online-Film zum Download bereit.

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UFA Revue: Wie sieht die aktuelle Situation auf den Agrarmärkten aus? Christian Kopp: In den letzten Monaten, sogar in den letzen zwei bis drei Jahren, gibt es auf den Agrarmärkten sehr viel Bewegung. Nicht nur die Nachfrage nach Getreide und Mais ist gross, sondern generell die Nachfrage nach Rohstoffen. Dazu gehören auch Düngemittel wie Kali und Phosphate. Die Nahrungsmittelproduktion steht immer mehr in Konkurrenz mit der Energieproduktion. Aus Getreide und Mais wird in Europa und auch in den USA vermehrt Energie gewonnen. Das führt zu einer erhöhten Nachfrage. Auf der anderen Seite haben wir den Effekt des Bevölkerungswachstums. Die Nahrungsmittelproduktion nimmt laufend zu und somit steigt auch die Nachfrage nach Produktionsmitteln. Diese Umstände führen zu Spannungen und Bewegungen auf den Agrarmärkten.

preise, die im Vorbezug wichtig sind, ist momentan sehr hoch. Zusammengefasst kann man sagen, dass die Stickstoffpreise weltweit wesentlich höher liegen als noch vor einem Jahr. Das wird dazu führen, dass die Vorbezugspreise in der Schweiz teurer sein werden, als noch vor einem Jahr. Wie hat sich der Düngermarkt in den letzen zehn Jahren verändert?

2008 gab es eine sehr turbulente Phase. Die Rohstoffmärkte explodierten und es kam zu einer regelrechten Preis-Ralley. Ab diesem Zeitpunkt kamen auch die Spekulanten in die Rohstoffmärkte, was zu verstärkter Verunsicherung führte. Heute wird in Europa bereits die Getreide-Ernte 2012 optional verkauft. Spekulationen sind immer mit einem Anstieg des Risikos verbunden. Auf der anderen Seite hat die Zahl der Dünger-

Welchen Einfluss hat der Getreidemarkt auf die Preise auf dem Düngermarkt? Die Getreidepreise haben weltweit einen markanten Einfluss auf die Gestaltung der Düngerpreise. Einfach ausgedrückt: Wenn die Getreidepreise hoch sind, und das sind sie zurzeit, dann sind auch die Düngerpreise hoch. Weiter werden die Düngerpreise auch durch die Nachfrage beeinflusst. Die Nachfrage nimmt laufend zu. Man kann davon ausgehen, dass sich dieser Trend fortsetzt. Momentan hilft der starke Franken jedoch, all diese Faktoren, die den Preis nach oben drücken, etwas abzuschwächen. Das gilt selbstverständlich nur für die Schweiz. Der Harnstoffpreis als wichtiger Indikator für die Düngerpreise, insbesondere für die Stickstoff7-8 2011 · UFA-REVUE


PFLANZENBAU produzenten abgenommen. Sie kontrollieren die Rohstoffe und können ihrerseits Markt kontrollieren. So werden Rohstoffe wie Phosphor und Kali knapp und somit der Preis hoch gehalten. Zusammengefasst kann man sagen, dass in den letzten Jahren im Düngerhandel das Risiko stark gestiegen ist. Wie sieht die Preisentwicklung beim Stickstoff aus für den Vorbezug 2011 Wenn wir den europäischen Markt anschauen sehen wir, dass die StickstoffPreise momentan für Ammonsalpeter auf einem hohen Niveau sind, für Harnstoff sogar auf einem sehr hohen Niveau. Das wird natürlich für den Stickstoffpreis im Vorbezug 2011 auf dem Schweizer Markt abfärben. Was uns in diesem Jahr helfen wird, das ist der starke Schweizer Franken, welche die Preise etwas nach unten korrigieren kann. Wie sieht die Situation beim Phosphor und Kali aus?

Auch beim Phosphor und Kali sind die Preise auf einem relativ hohen Niveau, zwar lange nicht so hoch wie im Jahr 2008, aber dennoch hoch. Als Beispiel: Vor zehn Jahren konnte ein Schweizer Bauer Kali für 30 Franken pro 100 Kilo kaufen, heute bezahlt er 60 Franken. In den letzten zehn Jahren hat sich der Kali-Preis also praktisch verdoppelt. Dasselbe gilt für die Phosphat-Preise. Heute darf man nicht davon ausgehen, dass sich diese Preise jemals wieder stark nach unten korrigieren werden. In Zukunft werden Kali- und Phosphat-Dünger auf diesem Preisniveau international gehandelt werden. Wo sehen Sie weitere Gefahren und Chancen auf dem Schweizer Düngermarkt in Zukunft? Die Herausforderung der Schweizer Bauern liegt darin, dass man die Mineraldünger und Hofdünger, die man auf dem Betrieb noch einsetzen darf, sehr gezielt einsetzt. Das heisst, man muss versuchen, die Nährstoffe optimal einzusetzen und gezielt auf die Kulturen zu verteilen. Eine Zukunftschance liegt in der Möglichkeit, dass wir vielleicht einmal Phosphat in der Schweiz selber gewinnen können. Recycling-Phosphor wäre eine saubere und wirtschaftliche Lösung. Weiter müssen die Landwirte zu den Böden Sorge tragen. Die Bodenfruchtbarkeit ist die Grundlage sämtlicher Produktion. Hier spielt die Düngung mit Nährstoffen eine grosse Rolle. insbesondere auch die Kalkung, die sehr viel zum Erhalt der Bodenfruchtbarkeit beitragen kann. Die Risiken liegen ganz klar in der Volatilität der Märkte. Früher wusste man, dass sich innerhalb einer überschaubaren Zeit nicht viel verändert. Heute weiss man kaum, was in den nächsten Wochen auf den Märkten passiert. Deshalb ist heutzutage eine gewisse Vorsicht geboten. Welche Tipps geben Sie den Landwirten? Für uns ist es sehr wichtig, dass der Landwirt – übers Jahr gesehen — im Vorbezug die Stickstoff-Dünger zu den günstigsten Preisen einkaufen kann. Das wird sicher auch dieses Jahr der Fall sein. Im Vorbezug wird der Landwirt die Stickstoff-Dünger zu den besten Preisen einkaufen können, auch wenn diese vo-

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«Das Optimum ist wichtig» Nicht nur die Wahl und der Einkauf von Düngemitteln sind für einen Betrieb entscheidend, ebenso von Bedeutung ist der entsprechende Einsatz der Hilfsstoffe. Beratungsdienste helfen vor Ort. LandorBerater Heinz Mathys gibt Auskunft. UFA Revue: Wo sehen Sie die Stärken des LANDOR Beratungsdienstes?

Heinz Mathys arbeitet beim Landor-Beratungsdienst.

Heinz Mathys: Unsere Stärke liegt darin, dass wir ein sehr breites Sortiment sowie ein sehr fundiertes Wissen haben. Wir sind für den Landwirt nicht nur bei den Ackerkulturen ein zuverlässiger Partner, sondern wir bieten auch kompetente Beratung bei Spezialkulturen wie Erdbeeren, Kirschen oder Hors-sol-Anbau an. Was bringt es dem Landwirt, wenn Sie auf den Hof kommen? Wir versuchen den Betrieb zu optimieren. Heutzutage sind nicht mehr nur Spitzenerträge gefragt, sondern es wird versucht, auf dem Optimum zu produzieren. Damit der Landwirt in den Genuss von Zahlungen des Bundes kommt, muss er den ÖLN-Nachweis erfüllen. Grundsätzlich ist das einmal die Nährstoff-Bilanz, die er nicht überschreiten darf, das heisst, er muss mit den bestimmten Nährstoffmengen auskommen. Wir helfen dem Landwirt, dass er nicht über die Bilanz hinausschiesst und machen mit ihm eine Düngerplanung, damit er die Nährstoffe optimal in den Kulturen einsetzen und verteilen kann. Die Anforderungen an den Betriebsleiter sind in den letzten Jahren stetig gestiegen. Wir bieten ihm Entscheidungshilfen und oft geht die Beratung auch über die Düngung hinaus und allgemeine agronomische Fragen werden diskutiert. Auf was soll der Landwirt beim Stickstoff Einkauf achten? Zuerst gilt es natürlich auf die Stickstoff-Form zu achten. Im Frühling zur ersten Gabe sind grundsätzlich immer schnellwirkende StickstoffDünger wie Ammonsalpeter zu empfehlen. Der Landwirt sollte aber auch darauf achten, dass er einen kulturbezogenen Stickstoffdünger einsetzt. Heute stehen Ammonsalpeter mit hohen Schwefelgehalten, wichtigem Magnesium und Spurenelementen zur Verfügung. Gerade in Raps und Rüben empfiehlt sich zum Beispiel der Einsatz solcher Dünger anstelle eines standardisierten Ammonsalpeters.Zu beachten gilt es auch die Qualität des Düngers. Die Granulierung bestimmt die Flugeigenschaften des Düngers. Ein grosses Korn fliegt weiter, als ein kleines, somit ist ein homogenes Produkt für die optimale Verteilung auf dem Feld von grösster Bedeutung.

raussichtlich etwas höher zu liegen kommen als im Vorjahr. Wichtig scheint mir auch, dass man stets das Preis-Leistungs-Verhältnis im Auge behält. Man soll nicht nur nach dem Preis entscheiden, sondern auch Qualität, Granulierung, Lieferfristen, Zahlungskondition und Dienstleistungen wie das Rechnen von Nährstoff-Bilanzen und Düngerplanung beim Kaufentscheid mit einbeziehen. Wichtig ist auch die regelmässige Entnahme von Bodenproben, um Aufschluss über den Ernährungszustand der Böden zu bekommen, um so die Nährstoffe anschliessend gezielt einsetzen zu können. 䡵

Interview Gaël Monnerat, UFA-Revue, 1070 Puidoux Gratis-Beratungstelefon der Landor 0800 80 99 60 www.landor.ch info@landor.ch

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Kartoffelschalen ohne Mängel DAS ERNTEVERFAHREN hat einen grossen Enfluss auf die Kartoffelqualität. Zu diesem Zeitpunkt sind auch die Mängel gut sichtbar, deren Ursache herausgefunden werden muss, um mit entsprechenden Massnahmen bei nachfolgenden Ernten Qualitätsverbesserungen erzielen zu können.

Für die Kartoffelernte ist gut gewartetes Maschinenmaterial unerlässlich: Das Know-how des Fahrers ist dabei massgebend.

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Kartoffeln sind ein heikles Gut und gehören zu jenen Ackerbaupflanzen, die einzig durch das Kochen und ohne weitere Verarbeitungsschritte konsumiert werden können. Aus diesem Grund fallen den Konsumenten Qualitätsmängel, die durch Fehler bei Anbau und Ernte verursacht wurden, sogleich auf. Die Kartoffelqualität wird beim Eintreffen in die Zentrale überprüft, jedoch bildet die Ernte nur einen Schritt in der ganzen Produktionskette. Genau gleich wie beim Anbau kann es auch zu diesem Zeitpunkt durch ungeeignete Methoden zu beträchtlichen Qualitätseinbussen kommen. Die Ernte beginnt eigentlich bereits zum Zeitpunkt der Krautvernichtung. Die Zeitspanne zwischen Entkrautung und Ernte ermöglicht eine Verfestigung der Schale, verbessert die Konservierungseigenschaften und verhindert die Stossanfälligkeit der Kartoffeln. Üblicherweise beträgt die Frist zwischen Entkrautung und Ernte ungefähr zwan-

zig Tage. Bei Mehltaubefall der Parzelle sollte diese Frist nicht unterschritten werden, damit das Risiko einer Übertragung vom Kraut auf die Knolle gesenkt werden kann. Zum Verhindern einer Krankheitsübertragung wird zudem empfohlen, dem Krautvertilger ein Fungizid beizumischen. In diesem Fall muss bis zur Ernte eine entsprechende Wartefrist eingehalten werden. Bei starken Regenfällen und wenn während der Entkrautung kein Fungizid appliziert wurde, sollte dieses Intervall kürzer sein, damit die Knollen nicht durch in den Boden gespülte Sporen befallen werden.

Es bestehen zwei Möglichkeiten, um Blaufleckigkeit zu verhindern, nämlich weniger anfällige Knollen zu produzieren sowie Schläge auf die Knollen zu vermeiden. Die Prävention beginnt bereits mit der Parzellenwahl und den vorhandenen Steinen, die nicht nur die Knollen verformen können, sondern auch das Risiko von Schlägen während der Ernte erhöhen. Eine ausgewogene Düngung ist ein weiterer Faktor, den es zu berücksichtigen gilt, da ein Ungleichgewicht bei der Düngung zwischen N und K (zuviel N) die Knollenanfälligkeit erhöht. Diese wird durch kalte Temperaturen noch verstärkt, weshalb es wich-

Drahtwürmer sind für die Erntequalität ein grosses Risiko, insbesondere dann, wenn es sich bei der Vorkultur um eine Wiese handelt. In diesem Fall sollte die Frist verkürzt werden, da die Knollen bei einer kürzeren Aufenthaltsdauer im Boden weniger stark befallen werden. Blaufleckigkeit ist ein Mangel am Kartoffelgewebe, der erst bei der Kontrolle einige Tage nach der Ernte festzustellen ist. Verursacht wird sie durch Schläge während der Ernte oder beim Umschlag. Dadurch produzieren die beschädigten Zellen Melanin (das gleiche Pigment, das die Haut bräunt), worauf sich die verletzten Stellen rötlich bis schwarz verfärben. Diese Verfärbungen werden beim Kochen noch intensiviert und beeinträchtigen so direkt die Knollenqualität. Warenposten, bei denen über 7 % der Knollen Blaufleckigkeit aufweisen, werden von den Industriebetrieben nicht angenommen. Daher muss man mit geeigneten Massnahmen der Blaufleckigkeit vorbeugen. 7-8 2011 · UFA-REVUE


PFLANZENBAU tig ist, Kartoffeln nicht bei zu grosser Kälte zu ernten oder umzuschlagen. Weiter vergrössert ein hoher Stärkegehalt das Risiko für Blaufleckigkeit.

Sorgfältiger Umschlag Mit einer gut gewarteten und korrekt eingestellten Erntemaschine können Schläge während der Ernte vermieden werden. Die Fallhöhe für die Knollen vor allem zu Beginn des Auffüllens von Überladewagen, Paloxen und Kipper sollte so gering wie möglich sein. Das Anbringen eines Trichters mit Bändern sowie eine Höhenregulierung des Überladewagens während des Einfüllens ermöglicht eine Verringerung der Fallhöhen. Dieser Faktor ist bei kalten Temperaturen umso wichtiger, als sich bei Kälte die Knollenanfälligkeit erhöht. Die Temperaturen sollten bei der Ernte über 12 °C liegen (idealerweise 15 °C). Untersuchungen haben gezeigt, dass zwischen 15 °C und 5 °C ein Temperaturrückgang von 1 °C das Risiko von Blaufleckigkeit um 10 % erhöht. Aus diesem Grund dürfen bei Temperaturen unter 8 °C die Knollen überhaupt nicht durch Schläge belastet werden. Eine perfekt gewartete

Erntemaschine heisst, dass die verschiedenen

Mit speziellen Trichtern kann die Fallhöhe beim Leeren des Überladewagens herabgesetzt und somit die Gefahr von Blaufleckigkeit wirksam bekämpft werden.

Transportmatten und Schutzbänder in einem tadellosen Zustand gehalten werden. Wichtig ist, diese Teile während der Ernte periodisch zu kontrollieren: Die Widerstandsfähigkeit gegen Blaufleckigkeit sinkt bei tiefen Temperaturen, wie sie üblicherweise gegen Ende der Erntekampagne herrschen. Aber nicht nur das Wetter ist gegen Ende der Kampagne weniger freundlich, auch bei der Erntemaschine zeigen sich die Spuren des Einsatzes. Daher ist für die Wartung der Erntemaschine ein spezialisiertes Know-how des Fahrers notwendig, der die Aufgabe hat, seine Maschine ständig den Bodengegebenheiten anzupassen. Die Arbeitsgeschwindigkeit der verschiedenen Elemente sowie das Vorwärtskommen sollten es ermöglichen, dass ein «Erdbett» bis zum letzten Siebband vorhanden ist.

Die Trennung muss schrittweise erfolgen, da Erdekrumen auf den Matten und Siebvorrichtungen die Knollen schützen.

Grundnahrungsmittel Der Kartoffelanbau ist für viele anspruchsvoll. Von der Wahl der Parzelle bis zur Lieferung in die Kartoffelzentralen gibt es zahlreiche Faktoren, welche die Qualität beeinträchtigen können. Die Ernte ist ein dankbarer Schritt bei der Kartoffelproduktion, der jedoch bezüglich Knollenqualität gewisse Risiken birgt. Es erfordert Know-how und Erfahrung,

damit den Konsumenten ein Produkt angeboten werden kann, das ihren Erwartungen entspricht. 䡵

Der erste Schritt bei der Kartoffelernte ist die Krautvernichtung, deren Beginn vom Gesundheitszustand der Parzelle abhängt.

Autor Gaël Monnerat, UFA-Revuze, 1070 Puidoux

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PFLANZENBAU

Sonne und Kälte meiden KARTOFFELN sind heikel und stellen hohe Ansprüche. Die Erntequalität und somit auch der finanzielle Ertrag werden ausschliesslich zum Zeitpunkt des Liefertermins bestimmt. Mit unsachgemässem Transport oder ungeeigneter Lagerung kann die beim Anbau geleistete Arbeit zunichte gemacht werden.

Nach der Ernte besteht kein Risiko mehr, dass Bodenschädlinge die Kartoffelqualität beeinträchtigen. Dennoch lauern auch zu diesem Zeitpunkt nicht zu unterschätzende Gefahren, vor allem während des Sortierens und Abpackens für den Transport zur Zentrale. Der Boden bietet für die Knollenentwicklung ideale Bedingungen, da die Erde Extremtemperaturen ausgleicht und vor Licht schützt. Mit der Ernte entfällt dieser Schutz, weshalb durch geeignete Massnahmen die negativen Folgen von Licht und Kälte für die Knollen verhindert werden müssen.

Nach der Ernte Kartoffeln sind nicht nur beim Anbau anspruchsvoll, sondern

Eine solche Knolle hat beim Konsumenten nichts verloren. 36

auch nach der Ernte. Die Knollen sind auf Schläge, Licht und Kälte anfällig, weshalb bei der Lagerung auf dem Betrieb und beim Transport spezielle Vorkehrungen getroffen werden müssen. Bei Kälte reagiert die Stärke in den Kartoffeln und wandelt sich zu Zucker um. Dies führt beim Kochen zu braunen Verfärbungen. Solche Kartoffeln können nicht vermarktet werden. Zudem erhöht sich bei Kälte die Schlaganfälligkeit. Werden Kartoffeln bei Temperaturen unter 8 °C bis 10 °C transportiert oder umgeschlagen, müssen Spezialmassnahmen ergriffen werden, damit sie vor Kälte geschützt und Stösse vermieden werden. Auf diese Weise lassen sich Blaufleckigkeit und eine zu starke Verfärbung beim Kochen vermeiden, beides Faktoren, die direkt auf die Erntequalität hinweisen.

der Acrylamid-Gehalt entsprechend erhöht. Sind die Kartoffeln kalten Temperaturen ausgesetzt, wird die Verwandlung von Stärke zu Zucker angekurbelt, was sich beim Braten auf die Bildung von Acrylamid auswirkt. Abgesehen von ästhetischen Gesichtspunkten weisen Chips und Pommes Frites, die vor der Verarbeitung tiefen Temperaturen ausgesetzt wurden, einen höheren Acrylamidgehalt auf und erhöhen das Gesundheitsrisiko für die Konsumenten.

Acrylamid ist eine chemische Substanz, die vorwiegend in der Kunststoffindustrie und zur Abwasseraufbereitung eingesetzt wird. Lange glaubte man, dass Acrylamid, um dessen Gefährlichkeit man seit Jahren wusste, nur synthetisch hergestellt werden kann. 2002 wurde aber die Wissenschaft wachgerüttelt, als dieser Stoff in Lebensmitteln nachgewiesen wurde. Erst in jüngster Zeit konnten Erkenntnisse zu dessen Entstehung gewonnen werden: Acrylamid bildet sich bei Temperaturen über 120 °C aufgrund der Maillard-Reaktion, einer chemischen Reaktion zwischen Zuckern und Asparagin. Die kurzkettigen Zucker sind anfälliger auf die Reaktion als langkettige wie beispielsweise Stärke. Je höher der Zuckeranteil in einer Kartoffel ist, desto stärker ist die Maillard-Reaktion, wodurch sich auch 7-8 2011 · UFA-REVUE


PFLANZENBAU Solanin Werden die Knollen grosser Helligkeit ausgesetzt, nehmen sie an der Oberfläche eine grünliche Färbung an, da sich Chlorophyll gebildet hat. Die Pflanzen aus der Familie der Nachtschattengewächse wie Kartoffeln oder Tomaten enthalten in den grünen Pflanzenteilen einen mehr oder weniger hohen Solaninanteil. Solanin ist ein Alkaloid, das beispielsweise in den Blättern und Knollen, aber auch in den Blüten vorkommt, wo die Konzentration bis 500 mg/100 g betragen kann. Das Solanin-Molekül verleiht der Kartoffel einen bitteren Geschmack und kann bei einem Gehalt von über 20 mg/100 g ähnlich wie beim Verzehr einer Chilischote ein brennendes Gefühl im Mund verursachen.

Unterschiedliche Konzentration Augen, Schale und die unmittelbar be-

nachbarten Stellen haben mit 30 und 60 mg/100 g den höchsten Solaningehalt, während der Gehalt im Rest der Knolle üblicherweise zwischen 1.2 und 5 mg/100 g schwankt. Mit richtigem Schälen kann der grösste Teil jedoch entfernt werden, was bei kleinen Kartoffeln, bei denen die Schale einen vergleichsweise hohen Anteil der Gesamtmasse ausmacht, aber nicht der Fall ist. Die Aufnahme von Solanin kann die Schleimhäute reizen, Magen-Darmprobleme verursachen und gar zu Teillähmungen oder Krämpfen führen. Eine Dosis zwischen 3 bis 6 mg Glycoalkaloid pro kg Körpergewicht kann zum Tod führen. Hierzu müsste ein Erwachsener jedoch grosse Mengen an Kartoffelschalen mit einem hohen Solaningehalt zu sich nehmen, weshalb das Risiko einer Vergiftung eher gering ist. Zumeist genügt das grosszügige Entfernen grüner

Kartoffeln sollten möglichst wenig Licht ausgesetzt werden, da dies eine Grünfärbung erzeugt.

Stellen, hingegen wird davon abgeraten, Babys und Kleinkindern Kartoffeln mit grünen Stellen anzubieten.

Transport und Lagerung Kartoffeln müssen unbedingt vom Zeitpunkt der Ernte bis zum Eintreffen in der Zentrale vor tiefen Temperaturen und Licht geschützt werden. Paloxen und beladene Kipper sollten mit einer lichtundurchlässigen Plane bedeckt oder in dunklen Räumen zwischengelagert werden. Weiter sollte das Sortieren nicht an der Sonne erfolgen. Für die Zulieferung an die Zentralen sollte man sich über die Transportmodalitäten informieren und die Camions und Kipper nicht am Abend beladen, wenn die Fahrzeuge nicht in einem isolierten und genügend warmen Gebäude eingestellt werden können. Auch sollte darauf geachtet werden, dass das Aufladen nicht draussen erfolgt, damit die Kartoffeln weder Licht noch kalter Luft ausgesetzt sind. 

Kartoffeln ertragen kalte Temperaturen nur sehr schlecht. Bild: swisspatat

Autor Gaël Monnerat, UFA-Revue, 1070 Puidoux

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BILDBERICHT PFLANZENBAU

Überzeugende Präsentationen SORTENVERSUCHE VON GETREIDE UND RAPS fenaco Pflanzenbau organisierte auch heuer eine Informationsplattform zu aktuellen Getreide- und Rapsversuchen. In Goumoens-la-Ville bot sich die einmalige Gelegenheit, verschiedene Weizen- und Rapssorten zu begutachten, die bereits in die Sortenliste eingetragen sind oder demnächst eingetragen werden.

Die Plattform für Sortenversuche der fenaco bietet die einzigartige Möglichkeit, neue Weizensorten kennen zu lernen und sie mit den «Klassikern» der verschiedenen Klassen zu vergleichen. Auf dem Betrieb von Johann Gäumann In Goumoens-la-Ville stellten die Experten für Pflanzenbau von UFA-Samen, Landor, fenaco Pflanzenschutz und von GOF auf einer 14 ha grossen Parzelle 22 Weizensorten und 14 Rapssorten vor.

1 · Lukas Aebi (UFASamen) informiert die Getreidebauern über die verschiedenen Anbauvarianten. 2 · «V280 OL»: Diese «HOLL»-Hybridsorte könnte 2012 in die Sortenliste aufgenommen werden. 3 · Christian Kopp (Landor) und fenaco Präsident Lienhard Marschall. 4 · Die Besichtigung der Versuchsplattform stiess auf grosses Interesse. 5 · Didier Kunkler (GOF) gibt einen Einblick in die Vermarktung von Getreide und Ölsaaten. 6 · Fortunat Schmidt (GOF) und Olivier Sonderegger (Geschäftsführer der LANDI Gros de Vaud in Echallens). 38

Trockenheit Trotz des tiefgründigen Bodens der Parzelle musste, bedingt durch die Trockenheit, der Anbau etwas angepasst werden. Das seit dem Herbst herrschende Wasserdefizit hat die verfügbare Wassermenge für Pflanzen herabgesetzt. Auch wurde der Stickstoff, der Wochen zuvor in Form von Mineraldüngern ausgebracht wurde, wegen zu schwacher Niederschläge nicht zu jenem Zeitpunkt freigesetzt, an dem ihn die Pflanzen benötigten. Dadurch waren die Kulturen in diesem Frühjahr erhöhten Stressoren ausgesetzt. Diese Witterungsbedingungen hatten zur Folge, dass der Pilzbefall beim Getreide gering war, hingegen wurde die Schädlingsentwicklung begünstigt. Da der Weizen unter dem Wasserstress litt, wurden die vorgesehenen Versuche über die Wirkung von Wachstumsregulatoren (CCC 1 l/ha, CCC 1 l/ha + Metro 0.6 l/ha und Metro 0.6l/ha) nicht vorgenommen. Es wurde einzig eine Behandlung mit 1 l/ha CCC durchgeführt. Bei den Sortenversuchen mit Raps wurden die Auswirkungen der Saatdichte auf die Kulturentwicklung und den Ertrag untersucht. Hierfür wurde auf drei Parzellen Visby mit einer

Saatdichte von 35, 45 und 70 Körner/m2 ausgesät.

Auf dem Versuchsgelände gab es sechs Posten, die von den Fachleuten von Agroscope Changin-Wädenswil (ACW), Sol conseil, Monsanto und fenaco betreut wurden. Beim Rundgang wurden den rund 200 bis 300 Besuchern die Auswirkungen der Saatdichte beim Raps erläutert. Bei den Gesprächen stan-

den die «HOLL»-Sorten (high oleic, low linolenic), für die gegenwärtig eine hohe Nachfrage besteht, im Zentrum. Diese Rapssorten, die ein Öl liefern, das dem industriell produzierten Palmöl Konkurrenz macht, enthalten einen sehr hohen Anteil an Ölsäure (>80 %) und nur einen geringen an Linolensäure (<3 %). Ein weiteres wichtiges Thema der Veranstaltung bildete die Sortenbeschreibung von Raps und Weizen.

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BILDBERICHT PFLANZENBAU Die Techniker von Landor wiesen auf die steigende Bedeutung der Schwefeldüngung bei Getreide und Raps hin. Schwefel ist für diese Kulturen beim Aufbau von Proteinen ein Schlüsselelement und wirkt sich direkt auf die Erntequalität aus. Durch den rückläufigen Ausstoss von Schwefel in die Atmosphäre (sauberere Treibstoffe und Heizöle) wird Schwefelmangel, der vor dem Jahrtausendwechsel äusserst selten auftrat, immer folgenreicher. Das Bodenprofil, das von Sol conseil beschrieben wurde, ermöglichte den Besuchern einen Einblick in die Versuchsparzelle. Sie konnten feststellen, dass es sich um einen durchschnittlichen, neutralen und sehr tiefgründigen Boden handelt mit idealen Voraussetzungen für den Ackerbau.

Die GOF, die für die Vermarktung von Getreide, Ölsaaten und Futtermitteln verantwortliche Bereichsgruppe der fenaco, erörterte die Marktsituation für Ölsaaten und Getreide. Die Erwartungen der Getreide- und Ölmühlen bezüg-

lich Qualität rechtfertigen ein Überdenken der Sortenwahl für die nächste Kampagne, insbesondere beim Raps. Die «HOLL»-Rapssorte ist zwar weniger ertragreich, weist jedoch von der Industrie erwünschte Eigenschaften auf, was mit einem Preis von über 10 Fr./dt deutlich zum Ausdruck kommt. Das «Veranstaltungsdorf» umfasste die Stände von Organisationen und Partnerunternehmen des Anlasses. Diese nahmen verschiedene Themen auf, so die Auswirkungen der Bodenbearbeitung auf Krankheiten, die Techniken und die Neuheiten bei der Krankheitsund Schädlingsbekämpfung sowie die Entwicklung bei der Züchtung neuer Sorten. Weiter wurden Maschinen für die Bodenbearbeitung und den Pflanzenschutz vorgeführt.

Fazit In der Romandie findet alljährlich eine Präsentation von Pflanzenversuchen und Pflanzenprodukten statt. Sie bietet die einmalige Gelegenheit, auf grossen Parzellen mit praxisähnlichen

Bedingungen neue Sorten zu entdecken und einen Überblick zu gewinnen über die Fortschritte im Bereich Pflanzenschutz, Düngung und Saatgut. Zu erwähnen ist, dass ohne die Unterstützung durch der LANDI, die hier die einmalige Gelegenheit haben, ihren Kunden einen qualitativ hochstehenden Anlass zu bieten, eine solche Veranstaltung nicht möglich wäre. 䡵

Die Versuchsplattform in Ton und Bild Der Versuchsplattform in Goumoens-laVille ist auch der neuste Onlinefilm der UFA-Revue gewidmet. Auf dem Portal www.ufarevue.ch steht dieses Video zum Download bereit. Spezialisten der fenaco geben darin zusätzliche Informationen und aktive Getreidebauern äussern sich zur Veranstaltung.

7 · Spezialisten unter sich: Dario Fossati (ACW) und Andreas Rüegger (suisssem). 8 · Bernhard Jenzer (Serco Landtechnik) präsentierte Bodenbearbeitungstechnik von Vogel&Noot. 9 · Von links nach rechts: Johann Gäumann (Landwirt), Fritz Trafelet (Bayer), Werner Kuert, (fenaco Departement Pflanzenbau) und Niklaus Knuchel (Bayer). 10 · Olivier Delay steht dem Filmteam um Markus Gehrig Red und Antwort. 11 · An verschiedenen Posten konnte man sich über die neusten Trends informieren. 12 · Olivier Sonderegger bespricht sich mit Dominik Fischer (UFASamen) 13 · Neue Sorten ziehen die Aufmerksamkeit auf sich.

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14 · Blick auf das «Veranstaltungsdorf» mit den Informationsständen der Ausstellungspartner und der Festwirtschaft.

Autoren Gaël Monnerat und Dr. Roman Engeler, UFA Revue, 1070 Puidoux Die Versuchsergebnisse können ab September auf der Internetseite www.pflanzenbau.ch eingesehen werden.

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PFLANZENBAU

«Saatbett geht vor Saatzeit» KUNSTWIESENSAAT Die gegenüber dem langjährigen Vergleich um rund zwei Wochen frühere Getreideernte lässt die Hoffnung auf grosse Herbstfutterbauerträge keimen. Futterknappheit, verursacht durch die regional sehr unterdurchschnittlichen Regenmengen erhöhen den Druck zur sofortigen Ansaat noch zusätzlich.

Hanspeter Hug

In den Trockenjahren 2003 und 2005 standen die Landwirte vor einer ähnlichen Situation wie dieses Jahr. Die Saat erfolgte sehr früh in ausgetrocknete Böden. Viele Mischungen liefen nicht oder nur schlecht auf und mussten meist nachgesät werden. Doch auch in diesen Jahren gab es Landwirte, die trotz der heissen, trockenen Witterungsbedingungen die Saat erfolgreich durchführen konnten. Was haben diese anders gemacht?

Der Saatzeitpunkt Am 21. Juni ist jeweils die Sonnenwende. Ab diesem Datum werden die Tage wieder kürzer. Je früher im Juli gesät wird, desto länger scheint demzufolge die Sonne. Bei Temperaturen von rund 30 °C kann auf der Bodenoberfläche über 50 °C gemessen werden, in dunklen Braunerden oder Moorböden sogar bis 60 °C. Klar vorstellbar, dass auflaufende Keimlinge solche Bedingungen nicht lieben und nicht selten verdorren oder verbrennen. Am anfälligsten sind die Gräser, am besten erträgt es die Luzerne. Gute Beobachter stellen fest, dass im Schattenwurf eines Baumes, eines Hauses oder eines Maises die Mischungen problemloser auflaufen, während sie auf den übrigen Flächen wegfallen. Wird mit der Saat bis in den August hinein abgewartet, so kann von den länger werdenden, kühleren Nächten mit mehr Tau profitiert werden. Je langsamer eine Mischung aufläuft, desto wichtiger wird die Saatzeit. Darum sollte mit der Saat längerdauernder Mischungen bis Anfangs August abgewartet werden. Julisaaten sind nur anzuraten, wenn sie vor einer Regenwetterperiode erledigt werden. Zwischenfutterbaumischungen, vor allem 40

jene mit Luzerne ertragen heisse, trockene Tage besser und können somit am ehesten im Juli ausgebracht werden.

Längerdauernde und Zwischenfutterbau-Mischungen Während Zwischenfutterbaumischungen nur aus schnellwachsenden, auflaufstarken, weniger ausdauernden Arten wie Raigras, Rot-, Perser-, Alexandrinerklee oder Luzerne bestehen, beinhalten die Rezepturen der längerdauernden Mischungen (300er und 400er) auch aus ausdauernde, eher langsam auflaufende Komponenten wie beispielsweise Wiesenrispe, Timothe, Rotschwingel, Wiesenschwingel, Weissklee. Die schwierigste Vegetationszeit einer Neusaat ist die Zeitspanne zwischen dem Auskeimen und der Bestockung. Je langsamer eine Mischung aufläuft, desto länger ist diese heikle Phase.

gewendete Furche schnell aus und anderseits muss mit grossem Aufwand die Rückverfestigung wieder erreicht werden. Der Boden muss so bearbeitet sein, dass die Ernterückstände aber auch die eventuell noch nicht ganz abgebauten, im Frühjahrs ausgebrachten Bodenherbizide so eingearbeitet werden, dass sie die auflaufende Saat nicht behindern. Je exakter die Bodenbearbeitung gemacht wird, desto besser ist der Auflauf der Saat.

Rückverfestigung Immer wieder dasselbe Bild: In den Traktorspuren lau-

Bodenbearbeitung Je schwieriger die Auflaufbedingungen, desto besser muss die Bodenbearbeitung sein. Dies gilt nicht nur bei Trockenheit, sondern auch bei Nässe, früher Frühjahrssaaten oder später Herbstsaaten. Der Boden muss so vorbereitet sein, dass CO2 gegen Sauerstoff ausgetauscht werden kann. Bei pfluglosem Anbau sollte sofort nach der Ernte der Boden flach bearbeitet und somit die Risse im Boden geschlossen werden. Dadurch wird die Wasserverdunstung durch den Unterbruch der obersten Kapillar-Struktur unterbrochen. Diese wassersparende Massnahme kann bei einer Direktsaat ohne vorherige Bodenbearbeitung leider nicht gemacht werden. Pflugfurchen unterbrechen die Kapillaren in tieferen Bodenschichten. Einerseits trocknet die 7-8 2011 · UFA-REVUE


PFLANZENBAU Kontrolle Gesäte Parzellen müssen regelmässig kontrolliert werden. Nur so kann festgestellt werden, ob die Saat überhaupt keimt, ob sie von Schnecken abgefressen wird oder ob sie verdorrt und verbrennt. Je schneller die Ursache des Fehlauflaufes erkannt wird, desto gezielter kann reagiert werden.

In den Traktorspuren läuft die Aussaat besser auf. Die restliche Fläche ist eindeutig zu wenig rückverfestigt.

fen die Mischungen sehr gut auf, während es in der übrigen Fläche einfach nicht grünt. Ein klares Bild einer mangelnden Rückverfestigung. Säkombinationen mischen den Boden sehr gut, sind arbeitseffizient und legen das Saatkorn exakt ab. Doch das Rückverfestigen ist für Kleegrasmischungen oft unzureichend. Ein- oder sogar zweimaliges Walzen mit einer möglichst schweren Walze in langsamer Fahrt verhindern solche Auflauffehler.

Düngung Eine gezielte Stickstoffdüngung (N) fördert die Jugendentwicklung. Ernterückstände binden 20 – 40 kg N pro ha. Darum ist eine Ausgleichsdüngung in dieser Höhe empfehlenswert. Dies kann mit einer Hofdüngergabe aber auch mit Handelsdünger, egal in welcher Form und chemischer Zusammensetzung verabreicht werden. Wichtig ist einfach, dass es vor der Saat, zur Einarbeitung der Ernterückstände ausgebracht wird.

Fazit Futterbaumischungen gehören zu den kleinkörnigen Saatgutarten mit hoher Keimfähigkeit aber eher geringer Triebkraft. Das Auflaufen darf nicht durch Strohschichten oder verschlämmte Bodenoberflächen behindert werden. Je schlechter der Saatzeitpunkt, desto wichtiger wird die Bodenbearbeitung. Ein zusätzlicher Bodenbearbeitungsdurchgang ist oft jener, der am meisten rentiert. Nicht die Geschwindigkeit der Bodenbearbeitung ist massgebend, sondern die Geschwindigkeit des Auflaufs der Futterbaumischung. Es muss alles unternommen werden, das die Auflaufphase einer Kleegrasanlage verkürzt. Je langsamer eine Mischung aufläuft, desto wichtiger ist die Vorbereitung des Saatbettes und der Saatzeitpunkt. 䡵

Die Bodenbearbeitung und Saattiefe sind das A und O.

Autor Hanspeter Hug, UFA-Samen, 8401 Winterthur

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UFA-SAMEN EMPFIEHLT SAATGUT

Grundfuttermangel? NACH DER SEHR TROCKENEN ERSTEN VEGETATIONSPERIODE 2011 sind manche Futterlagerräume noch nicht so gefüllt wie sie sollten. Mit dem Anbau von Zwischenfutter können solche Futterengpässe ausgeglichen werden. UFA-Samen bietet eine Vielzahl überwinternder und nicht überwinternder Zwischenfutterbaumischungen an.

Auflaufsicherheit, Ertragssicherheit Konservierbarkeit und möglichst hohe Qualitätserträge ohne negative Auswirkungen auf die folgende Hauptkultur sind Anforderungen an die Zwischenfutterbaumischungen. Nur wer klug und konsequent wählt, kann den optimalen Ertrag, und auch das angepasste Futter an den Viehbestand sowie die ideale Vorfruchtwerte der kommenden Hauptkultur erreichen!

Ansaat

Für Fragen fenaco Sursee, Dominik Fischer  058 433 65 88 LV St. Gallen, Albert Fässler  071 226 77 11

und

UFA-Samen Beratungsdienst Für weitere Informationen steht Ihnen der UFA-Samen Beratungsdienst in Ihrer Region sowie der Feldsamenkatalog und der Sommersaatenkatalog 2011 zur Verfügung. 

Ausgeglichene Graskleebestände dank Spitzenzüchtungen.

Bewirtschaftung

Auch Zwischenfutter brauchen gute Saatbedingungen! Exakte Bodenbearbeitung mit anschliessender Rückverfestigung und einer Düngergabe von mindestens 30 kg N zur Saat sichern die Anfangsentwicklung. Bei hohem Unkrautdruck muss früh (bei fausthohem Bestand) geschnitten oder gemulcht werden. Der zweite Aufwuchs wächst schneller als der Erste nach.

fenaco Winterthur, Hanspeter Hug  058 433 76 04 fenaco Yverdon, Lukas Aebi  024 424 01 43 fenaco Lyssach, Andreas Wyss  034 448 18 61

Lassen Sie sich bei der Bestellung vom UFASamen Beratungsdienst in Ihrer Nähe beraten. Infos zu den Mischungen gibt es auch im UFASamen Feldsamenkatalog (in Ihrer LANDI) oder via www.ufasamen.ch.

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Tabelle: UFA-Samen Zwischenfutter auf einen Blick Mischung

nicht überwinternd UFA Wick-Hafer (Erbs.) Gemenge ja UFA 106 ja UFA Siloball ja UFA WELUZ ja

überwinternd nein nein nein möglich

spätester Saatzeitpunkt Ende August Mitte August Ende August Mitte August

Befahrbarkeit mässig gut gut gut

UFA 210/CH UFA 200/Tetra UFA Regina GOLD

nein nein nein

ja ja ja

gut sehr gut mässig

UFA Wintergrün

nein

ja

Mitte August Ende August Anfang bis Mitte August Anfang Oktober

sehr gut

Durchwuchs* Kein sehr gering sehr gering möglich, vor allem Luzerne sehr gering sehr gering möglich, vor allem Luzerne sehr gering

Grünertrag sehr hoch sehr hoch sehr hoch hoch

TS-Ertrag hoch hoch sehr hoch sehr hoch

sehr hoch hoch

mittel hoch

hoch sehr hoch

sehr hoch sehr hoch

*nach guter Pflugfurche 7-8 2011 · UFA-REVUE


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PFLANZENBAU

Konstant steigende Nachfrage RAPS Die in der Rahmenvereinbarung für Raps festgelegte Abnahmemenge 2012 wurde auf 77 000 Tonnen gesteigert (inklusive HOLL-Raps). Dieser zusammen mit den Mitglieder-Ölwerken von «SwissOlio» gefasste Beschluss widerspiegelt die wachsende Nachfrage nach Rapsöl.

Jean-Paul Krattiger

Die Saatdichte beeinflusst den Ertrag massgebend. Es wird empfohlen, eine Präzisionssämaschine zu verwenden.

44

Die erfreuliche Zunahme der Anbauflächen für Raps in der Schweiz wurde dank der Einführung des HOLL-Rapses möglich. Rund ein Viertel der Fläche wird für diese Rapssorten verwendet, deren Öl sich dank seinem niedrigen Gehalt an Omega-3Fettsäuren zum Braten und Frittieren eignet. Bisher bauten die Landwirte HOLL-Raps mit wenig Begeisterung an, da er weniger ertragreich ist als die sogenannt klassischen Sorten. Dies dürfte sich mit der Verfügbarkeit der ersten Hybrid-Sorte nun ändern. Sie ist zu Beginn des Wachstums kräftiger, weist eine hohe Standfestigkeit auf und verspricht gegenüber bisherigen HOLLSorten rund zehn Prozent mehr Ertrag. Dies dürfte die Landwirte ermutigen, beim HOLL-Raps zu bleiben oder ihn erstmals anzubauen. Zudem erhalten die Produzenten 10 Fr./dt mehr als für klassischen Raps, der in der kalten Küche, insbesondere als Salatöl, verwendet wird.

Das Saatgut Raps ist wahrscheinlich die anspruchsvollste Kultur, was das Wissen und die Pflege angeht. Ein Grund dafür ist seine lange Vegetationsperiode.

Zu Beginn muss der Boden vorbereitet und gepflegt werden, damit sich die Keimwurzel optimal ausbilden kann. Es hat sich gezeigt, dass die Saatdichte an die jeweilige Sorte angepasst werden muss, damit diese ihr volles Potenzial entfalten kann. Wichtig sind folgende Punkte: • Am Ende des Winters soll der Pflanzenbestand bei hybriden Sorten 35 bis 45 Pflanzen pro Quadratmeter betragen, bei Liniensorten 45 bis 55 Pflanzen pro Quadratmeter. • Die Dichte muss anhand der Tausendkornmasse (TKM) berechnet werden. Diese kann gleich wie das Gewicht der Dosen stark variieren. Alle relevanten Angaben sind auf den Saatgutsäcken zu finden. Bei optimalen und frühen Bedingungen muss die Saatdichte folgendermassen aussehen: • 55 – 60 Körner/m2 bei Liniensorten (Adriana, V141OL) • 45 – 50 Körner/m2 bei Hybriden (Visby, Compass, V280OL) Diese Werte können bei schwierigen Bedingungen und Spätsaaten leicht erhöht werden, d.h. um 10 Körner pro m2. Besondere Vorsichtsmassnahmen für HOLL-Raps: • Parzellen meiden, auf denen Durchwuchs von klassischen Sorten möglich ist; • einen Isolationsabstand von mindestens 50 m zwischen einer HOLL- und einer klassischen Parzelle einhalten; • Sämaschine und Mähdrescher beim Wechsel von einer Parzelle zur nächsten gründlich reinigen. Der Anbau von HOLL-Raps bedingt, diese einfachen, aber wichtigen Regeln einzuhalten.

Düngung Stickstoff: Raps benötigt im Herbst rund 30 Einheiten Stickstoff pro Hektar, insbesondere nach einer Stroheinarbeitung oder bei schwacher Stickstoff-Mineralisierung. Im Frühjahr ist gesplittet zu düngen, mit einer Stickstoff-Gabe bei Vegetationsbeginn und einer zweiten Gabe zum Zeitpunkt des ersten Internodiums. Vorzugsweise wird dafür BorAmmonsalpeter von Landor verwendet, der den Bedarf an Stickstoff, Schwefel und Bor deckt. Phosphor-Kalium: Die Zufuhr erfolgt vor der Aussaat mittels ternären oder binären Düngern. Landor-PK eignet sich besonders als Ergänzung zu Hofdünger oder wenn die klimatischen Bedingungen im Herbst gut sind. Magnesium: Wird während der Vegetationsperiode zugeführt. Als Sulfat, das im Schwefel enthalten ist, wird es schneller aufgenommen. Schwefel: Raps benötigt zwischen 50 und 90 kg Schwefel pro Hektar. 70 Prozent davon werden zwischen Vegetationsbeginn und Blüte absorbiert. Bor: Der Bedarf von über 500 g pro Hektare wird am besten mit einer präventiven Gabe oder einer Blattdüngung Bortrac (3l/ha) gedeckt. Für einen Ertrag zwischen 35 und 40 Zentnern pro Hektar sind die folgenden Mengen Dünger zu verwenden. Allfällige Ernterückstände sind mit einzuberechnen: • N: 130 – 150 • P2O5: 55 – 90 • K2O: 35 – 160 • Mg: 10 – 25

Schädlinge

und

Krankheiten

Schnecken sind ab der Keimung bis zum 7-8 2011 · UFA-REVUE


PFLANZENBAU 4- bis 5-Blattstadium schädlich. In Risikosituationen (geringe Saatdichte, Wiesenränder, sehr klumpiger Boden, Pflanzenreste an der Oberfläche), sobald Schleimspuren oder tote Schnecken an Köderstellen vorhanden sind, einmal Schneckenkörner streuen. Von Mitte September bis Ende Oktober ist mit Hilfe von Seifenwasser in zur Hälfte eingegrabenen Gelbschalen zu kontrollieren, ob Kohltriebrüssler vorhanden sind. Eine befallene Pflanze bildet im Frühjahr zahlreiche Nebentriebe, wenn sie nicht vorher stirbt. Die Schäden, die der Rapsstängelrüssler verursacht, das heisst, missgebildete und aufgerissene Stängel, können mit Frostschäden verwechselt werden. Der Einflug beginnt ab über 8 bis 10 °C Tageshöchsttemperatur, was eine Bekämpfung ab Ende Februar/Anfang März nötig macht, je nach Jahr (die Ratschläge der Pflanzenschutzstellen befolgen). 2011 und 2010 war das RapsDie Entwicklung neuer HOLLHybridsorten macht den Rapsanbau zunehmend attraktiv.

glanzkäfer-Vorkommen sehr gross, was zu Ertragseinbussen führen kann. Um die Wirksamkeit der Insektizide zu gewährleisten und das Risiko von Resistenzen zu verringern, sollten die Resistenzgruppen regelmässig gewechselt werden. Die durch die Schädlinge (Rüssler) geschwächten Pflanzen sind zudem anfälliger für Krankheiten.

Phoma Der Einsatz eines Fungizids im 4- bis 6-Blattstadium hat als positive Nebenwirkung, dass sich die Pfahlwurzel verlängert und die Wurzelmasse vergrössert, das Längenwachstum des Stängels gebremst wird und sich die Winterhärte verbessert. Sorten 2011 Die von UFA-Samen angebotenen Sorten sind auf der Liste der empfohlenen Sorten von swiss granum zu finden. Eine Sorte wird erst nach dreijährigen Tests zu den Kriterien Ertrag, Ölgehalt, frühe Reife, Standfestig-

keit und Krankheitsresistenz in diese Liste aufgenommen. Um den Absatz ihrer Produktion sicherzustellen, sollten Landwirte nur die in der Liste aufgeführten Sorten verwenden.

Klassische Sorten: • Visby bleibt die führende Sorte in diesem Marktsegment, dies dank ihrem unübertroffenen Ertragspotenzial. • Adriana und Compass sind weiterhin interessante Alternativen. • PR45D03 hat verglichen mit den oben genannten Sorten ein kleineres Ertragspotenzial. Sie unterscheidet sich nur durch ihre geringere Höhe. Gemäss den Empfehlungen von Agroscope eignet sie sich nicht für den Extenso-Anbau. Die Liste der empfohlenen Sorten enthält weitere Sorten, die interessante Eigenschaften für besondere Situationen aufweisen können. Die Testergebnisse, die Agroscope letztes Jahr erhalten hat und die dieses Jahr bestätigt werden sollen, lassen darauf hoffen, dass 2012 mehrere neue, leistungsfähigere Sorten auf den Markt kommen.

Insekten, hier Blattläuse, haben 2011 in den Rapskulturen grosse Probleme verursacht.

HOLL-Sorten: • V141OL wird seit mehreren Jahren mit mittleren bis guten Resultaten angebaut. Die Erfahrung zeigt, dass es sich um eine stabile Sorte handelt, die sich gut schlägt. Als Liniensorte dürfte sie nach und nach durch Hybride ersetzt werden. • V280OL müsste rasch zur wichtigsten HOLL-Sorte aufsteigen. Sie ist der erste Hybrid, weitere werden derzeit getestet. Ihr Ertragspotenzial ist grösser als dasjenige von V141OL und ihr Gehalt an Linolensäure liegt nahe bei 2.8 %. Damit entspricht sie perfekt den von den Ölwerken definierten Kriterien für HOLL-Raps.

Aussichten Rapsanbau ist derzeit recht attraktiv und kann sich auf internationale Märkte abstützen. Da rund 70 % der weltweiten Rapsproduktion zu Biotreibstoff verarbeitet werden, ist die Produktion stark abhängig von den Energiepreisen. Angesichts der Situation auf dem Energiemarkt kann man davon ausgehen, dass Rapsanbau für die Landwirtschaft noch lange ein gutes Geschäft bleibt. 䡵 UFA-REVUE · 7-8 2011

Autor Jean-Paul Krattiger, UFA-Samen, Yverdon

INF BOX INFO

www.ufarevue.ch 7-8 · 11

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phyto-news Erfolgreicher Start für die neue Rapssaat Die überraschend guten Rapserträge werden die Rapsanbauflächen weiter steigen lassen. Der Raps hat bewiesen, dass er eine frühe Trockenheit besser wegstecken kann als andere Kulturen. Seitens Deckungsbeitrag bleibt Raps weiterhin eine sehr interessante Kultur. Es werden auch dieses Jahr einige Landwirte in die Rapsproduktion einsteigen.

Optimaler Rapsbestand im Herbst

Um den Start der Kultur mit der längsten Kulturdauer sicherzustellen, ist der Unkrautkontrolle besondere Beachtung zu schenken. Ein Rapsherbizid sollte den Raps vom Spätherbst bis ins Frühjahr sauber halten und eine gute Wirkung gegen hochwachsende Unkräuter wie Klebern oder Windhalm haben. Auch dieses Jahr steht «Devrinol Top» als Hauptprodukt den Rapspflanzern zur Verfügung. «Devrinol Top» enthält die zwei wichtigen Wirkstoffe Clomazone und Napropamid im optimalen Verhältnis. Die sichere Wirkung gegen alle relevanten Gräser und Unkräuter und den flexiblen Einsatz sowohl im Vorauflauf bis im frühen Nachauflauf bis 10 Tage nach der Saat machen «Devrinol Top» zu einem wichtigen Baustein im erfolgreichen Rapsanbau. Die empfohlene Aufwandmenge ist 3 l/ha. Wegen der Ausdehnung der Rapsflächen wird den Rapspflanzern empfohlen, ihren «Devrinol Top»-Bedarf frühzeitig mit einer Bestellung bei ihrer LANDI abzusichern.  062 746 80 00   

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Das Getreideherbizid für diesen Herbst Nach der Getreideernte fängt die Planung der nächsten Getreidesaison schon wieder an. Dabei ist wichtig, die Erfahrung der abgelaufenen einzubeziehen. In diesem trockenen Frühjahr sind Frühsaaten deutlich besser gestartet, als Saaten von Ende Oktober oder später, und sie waren auch klar ertragreicher. Über alle Getreidearten war bei den Frühsaaten die Bestockung vor der Trockenheit meist schon abgeschlossen und die Bestände konnten die wichtigen AÄhrenanlagen sowie die Wurzelmasse genügend früh ausbilden. Die Spätsaaten bestockten schlecht – meist zu spät – und die Stickstoffwirkung war viel geringer. Der Trend zu frühen Saaten wird nach diesem Jahr nochmals verstärkt. Unter Frühsaaten versteht man bei Wintergerste eine Saat vor 20. September und für Weizen vor 10. Oktober. Da nicht nur das Getreide, sondern auch das Unkraut früher dran ist, sollte die Unkrautbekämpfung wenn immer möglich im Herbst erfolgen. Sonst könnte im Frühjahr bei ungünstigen Verhältnissen das richtige Stadium schnell vorbei sein und die Gräser könnten nicht mehr erfolgreich bekämpft werden.

In Ackerfuchsschwanzgebieten sind Frühsaaten etwas problematisch, weil dieses Ungras dadurch eher noch gefördert wird. Daher ist eine konsequente und frühe Behandlung sehr wichtig. Der Ackerfuchsschwanz kann schon im Herbst zu gross werden und eine normale Behandlung kommt zu spät, um eine volle Wirkung zu haben. Erste Wahl bei den Getreideherbiziden diesen Herbst ist das Produkt «Carmina». Nach der erfolgreichen Einführung letzten Herbst mit den vielen positiven Reaktionen steht dieses Produkt nun in genügender Menge zur Verfügung, um die nötigen Spritzungen zu machen. «Carmina» besteht aus Chlortoluron, dass für eine wirkungsvolle Ungräserbekämpfung sorgt sowie dem sehr erfolgreichen Wirkstoff Diflufenican gegen zweikeimblättrige Unkräuter. Der Einsatz erfolgt im reinen Vorauflauf oder dann im frühen Nachauflauf ab sichtbaren Fahrgassen bis Beginn Bestockung. «Carmina» hat ein breites Einsatzfenster, eine schnelle Wirkung und ist farblos formuliert. Das farblose Produkt vermindert gegenüber den «gelben Produkten» den Reinigungsaufwand erheblich und lässt die Feldspritzen länger neuwertig aussehen.

info@staehler.ch www.staehler.ch

Unkrautbekämpfung im Herbst 2011 Getreidestadium Die farblose Lösung für Direktsaaten und Lohnunternehmer Die beste Soloanwendung in allen Getreidearten (ohne Hafer) Bei viel Ackerfuchsschwanz Bei grobscholligen Boden und Trockenheit

Vorauflauf 0

1-Blatt 11

3-Blatt 13

Beginn Bestockung 21

Carmina 2.5 l/ha Carmina 2.5 l/ha Carmina Lexus + 2.5 l/ha 20 g/ha

In leichten Böden Überspritzungen vermeiden Möglichst früh behandeln

Sitradol SC Lexus + 3.0 l/ha 20 g/ha

7-8 2011 · UFA-REVUE


MERKBLATT DARLEHEN ZWISCHEN EHEGATTEN MANAGEMENT

Erspartes der Ehefrau investieren DARLEHEN AN EHEGATTEN Jede Familie hat ihre Taktik, wie sie Geld spart und wofür Ersparnisse verwendet werden. Soll damit eine Ferienreise finanziert werden, die Zahnspange oder Steuern bezahlt werden. Oder fliessen die Ersparnisse in den Betrieb, zum Beispiel für den Kauf eines Traktors oder Landparzellen? Wenn ja, fragt sich, wie das zu regeln ist und ob man dieses Geld jemals wieder zurückerhält.

Kaum ein Betrieb kann es sich leisten, dass die Eheleute ihr Erspartes separat verwalten und nicht für Familie und Betrieb gemeinsam einsetzen. Artikel 201 ZGB hält aber ausdrücklich die getrennte Vermögensverwaltung unter dem ordentlichen Güterstand der Errungenschaftsbeteiligung fest. Ehegatten sind damit frei untereinander Verträge abzuschliessen, so zum Beispiel Darlehens-, Arbeits- oder Gesellschaftsverträge sowie Schenkungsversprechen. Ohne schriftliche Verträge ist davon auszugehen, dass die Gatten einander gemäss Eherecht beigestanden haben. Die Wirkung von Darlehen an den anderen Ehegatten kann an Hand der nachfolgenden Praxisbeispiele erklärt werden:

UFA-REVUE · 7-8 2011

• Fall 1: Darlehen unter Ehegatten Der Betrieb ist Eigengut und der Eigentümer der Liegenschaft benötigt Geld für Investitionen. Für die Finanzierung sind sämtliche Eigenmittel nötig. Der andere Ehegatte stellt das Geld als Darlehen zur Verfügung. • Fall 2: Geld für Betrieb, ohne

Darlehen gesichert Für die Investition in den Betrieb benötigt der Eigentümer-Ehegatte auch die Mittel seiner Ehefrau. Mit diesem Geld werden die Material- und Handwerkerrechnungen sowie ein Traktor bezahlt.

• Fall 3: Darlehen durch Einkom-

mensaufteilung Für das Splitting des Einkommens bei der AHV wird der Lohn der Ehefrau nicht ausbezahlt und als Darlehen gutgeschrieben. • Fall 4: Darlehen aus eigenem

Betriebszweig Die Ehefrau betreibt auf eigene Rechnung die Direktvermarktung. Das Ergebnis wird in der Buchhaltung separat ausgewiesen. Da die Mittel für den Lebensunterhalt verbraucht werden, wird in der Bilanz der Saldo als Darlehen der Ehefrau ausgewiesen.

Art. 159 ZGB 1

Durch die Trauung werden die Ehegatten zur ehelichen Gemeinschaft verbunden.

2

Sie verpflichten sich gegenseitig, das Wohl der Gemeinschaft in einträchtigem Zusammenwirken zu wahren und für die Kinder gemeinsam zu sorgen.

3

Sie schulden einander Treue und Beistand.

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MERKBLATT DARLEHEN ZWISCHEN EHEGATTEN MANAGEMENT

Fall 1: Darlehen unter Ehegatten Der Betrieb ist Eigengut und der Eigentümer der Liegenschaft (landwirtschaftliches Gewerbe) benötigt Geld für Investitionen. Für die Finanzierung sind sämtliche Eigenmittel nötig. Der andere Ehegatte stellt das Geld als Darlehen zur Verfügung. Das Ehepaar plant eine Sanierung des Wohnhauses für insgesamt 450 000 Fr. Die Bäuerin steuert 100 000 Fr. aus ihren Ersparnissen bei. Die Bilanz des Betriebes sieht vor der Investition wie folgt aus (Tabelle 1): Tabelle 1: Bilanz des Betriebes vor der Investition Aktiven Finanzvermögen Tiere und Vorräte Maschinen Liegenschaft (Buchwert) Total Aktiven

Fr. 120 000 180 000 250 000 150 000 700 000

Passiven Fremdkapital

Fr. 200 000

Eigenkapital Total Passiven

500 000 700 000

Nach dem Bau ist das Fremdkapital um den Betrag der Hypothek, des Investitionskredites (IK) und des Darlehens der Ehefrau gestiegen (Tabelle 2). Tabelle 2: Bilanz des Betriebes nach der Investition Aktiven Finanzvermögen Tiere und Vorräte Maschinen Liegenschaft (Buchwert) Total Aktiven

Fr. 20 000 180 000 250 000 600 000 1 050 000

Passiven Fr. Investitionskredit und Hypothek 450 000 Darlehen Ehefrau 100 000 Eigenkapital Total Passiven

Tabelle 3: Bilanz für die güterrechtlichen Auseinandersetzung Fr. 450 000

Passiven Investitionskredit und Hypothek1 Darlehen Ehefrau Liegenschaft (Ertragswert) 300 000 Eigenkapital Total Aktiven 750 000 Total Passiven 1 Fremdkapital ohne Berücksichtigung einer Tilgung

Fr. 450 000 100 000 200 000 750 000

In diesem Beispiel ist davon auszugehen, dass der Betrieb Eigengut des Bauern darstellt und das Darlehen der Ehefrau aus ihrer Errungenschaft stammt.

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Ehemann Fr. Eigengut Landwirtschaftsbetrieb 300 000 ./. Hypothek, IK – 450 000 ./. Darlehen Ehefrau – 100 000 Total Eigengut Mann – 250 000 Errungenschaft (ER) übriger Vermögenswert 450 000 Total ER Mann 450 000 hälftige Vorschlagsteilung 1 ⁄2 Anspruch ER Frau 50 000 1 ⁄2 Anspruch ER Mann 225 000 Total aus Vorschlag 27 5000 Verrechnung eigene ER 450 000 Ausgleichszahlung – 175 000 ergibt Anspruch 275 000 güterrechtliche Forderung Eigengut – 250 000 1 ⁄2 Anteil ER 275 000

Total Eigengut Frau 0 Errungenschaft (ER) Darlehen an Mann 100 000 Total ER Frau 100 000 hälftige Vorschlagsteilung 1 ⁄2 Anspruch ER Frau 50 000 1 ⁄2 Anspruch ER Mann 225 000 Total aus Vorschlag 275 000 Verrechnung eigene ER 100 000 erhält vom Mann 175 000 ergibt Anspruch 275 000 güterrechtliche Forderung Eigengut 0 1 ⁄2 Anteil ER 275 000

Total

Total

500 000 1 050 000

Die Eheleute haben nun ein zinsloses Darlehen für die feste Dauer von 15 Jahren abgeschlossen. Danach soll das Darlehen jährlich mit 10 000 Fr. pro Jahr getilgt werden und ist mit einer Kündigungsfrist von 6 Monaten auf Ende eines Kalenderjahres kündbar. Betrachten wir nun die Folgen bei der güterrechtlichen Auseinandersetzung in Folge Tod oder Scheidung. Der selbstbewirtschaftende Eigentümer eines landwirtschaftlichen Gewerbes kann das Gewerbe zum Ertragswert zuweisen lassen. Die Bilanz für die güterrechtliche Auseinandersetzung würde dann wie folgt aussehen (Tabelle 3). Aktiven übriges Vermögen

Tabelle 4: Güterrechtliche Auseinandersetzung

Art. 206 Abs. 1 ZGB Hat ein Ehegatte zum Erwerb, zur Verbesserung oder zur Erhaltung von Vermögensgegenständen des anderen ohne entsprechende Gegenleistung beigetragen und besteht im Zeitpunkt der Auseinandersetzung ein Mehrwert, so entspricht seine Forderung dem Anteil seines Beitrages und wird nach dem gegenwärtigen Wert der Vermögensgegenstände berechnet; ist dagegen ein Minderwert eingetreten, so entspricht die Forderung dem ursprünglichen Beitrag.

25 000

Ehefrau Eigengut Annahme (kein Eigengut)

Fr. 0

275 000

Das Eigengut des Ehemannes ist rein rechnerisch negativ, da die mit dem Betrieb zusammenhängenden Schulden den Ertragswert übersteigen und das Eigengut belasten. Der Betrieb wurde somit zum Wert des Fremdkapitals dem Ehemann zugewiesen. Die Gatten erinnern sich des Darlehensvertrages und stellen fest, dass das Darlehen rechtsgültig zu Stande gekommen ist. Da ein Darlehen unter Privatpersonen nur dann verzinslich ist, wenn ein Zins vereinbart worden ist, kann im Nachhinein kein Zins verlangt werden. Wenigstens verjähren Forderungen unter den Eheleuten während der Dauer der Ehe nicht. Mit der Bezahlung der Ausgleichsforderung von 275 000 Fr. an die Ehefrau wäre auch das Darlehen getilgt. Da aber eine 15-jährige Laufzeit vereinbart wurde, würde das Darlehen erst nach Ablauf dieser Frist fällig und müsste bis dahin zinslos zur Verfügung gestellt werden!

7-8 2011 · UFA-REVUE


MERKBLATT DARLEHEN ZWISCHEN EHEGATTEN MANAGEMENT

Fall 2: Geld für Betrieb, ohne Darlehen gesichert

Fall 3: Darlehen durch Einkommensaufteilung

Für Investition in den Betrieb benötigt der Eigentümer-Ehegatte auch die Mittel seiner Ehefrau. Mit dem Geld werden Material- und Handwerkerrechnungen und ein Traktor bezahlt.

Für das Splitting des Einkommens bei der AHV wird der Lohn der Ehefrau nicht ausbezahlt, sondern als Darlehen gutgeschrieben (ähnlich einer Lohngutschrift zwischen Eltern und Nachkommen). Gegenüber den vorangehenden Beispielen ändert sich in der Bilanz wenig. Hingegen ist diese Bäuerin finanziell und von der Altersvorsorge her besser gestellt, als eine Bäuerin, die im Betrieb mithilft und keine eigene Errungenschaft bilden konnte.

Betrieb ist Eigengut Ausgehend von der gleichen Ausgangslage wie im Fallbeispiel 1 gibt die Ehefrau ihrem Ehemann für die Investition 100 000 Fr. aus ihrer Ersparnis (Errungenschaft). Die Eheleute schliessen aber keinen Darlehensvertrag untereinander ab. Bei der güterrechtlichen Auseinandersetzung erstaunt es nun, dass gegenüber dem Fall 1 kein Unterschied entsteht, da die Ehefrau über die Ersatzforderung nach Art. 206 ZGB mindestens ihren Beitrag nominal zurückerhält (Tabelle 5). Die Eigenguts-Liegenschaft des Ehemannes würde somit mit einer Ersatzforderung von mindestens 100 000 Fr. belastet. Die güterrechtliche Forderung würde in der Regel mit Rechtskraft des Scheidungsurteils zur Zahlung fällig.

Betrieb ist Errungenschaft Anders sehen die finanziellen Auswirkungen aus, wenn der Betrieb während der Ehe erworben wurde und Errungenschaft darstellt. In diesem Fall würde die Ersatzforderung nicht das Eigengut sondern die Errungenschaft des Ehemannes belasten.

Tabelle 6: Bilanz für die güterrechtlichen Auseinandersetzung Aktiven Fr. Passiven übriges Vermögen 350 000 Investitionskredit und Hypothek Guthaben Frau1 100 000 Schuld Mann1 Liegenschaft (Ertragswert) 300 000 Eigenkapital Total Aktiven 750 000 Total Passiven 1 quasi im Sinne einer Lohngutschrift an die Ehefrau

Fr. 450 000 100 000 200 000 750 000

Wenn das Darlehen in der Buchhaltung nicht ausgewiesen ist, kann die Ehefrau kaum den Beweis antreten, dass sie während der Ehe eine eigene Errungenschaft gebildet hat. Während der Ehe kann die Ehefrau über ihre Errungenschaft selbst entscheiden. Indirekt kann sie somit bei grossen Investitionen über ihren Beitrag mitentscheiden. Wichtig sind, dass die Aufteilung des Einkommens und damit die Darlehenshöhe unter den Eheleuten besprochen werden und den realen oder effektiven Verhältnissen entsprechen.

Tabelle 5: Güterrechliche Auseinandersetzung Ehemann Fr. Eigengut Landwirtschaftsbetrieb 300 000 ./. Hypothek, IK – 450 000 ./.Ersatzforderung –100 000 Total Eigengut –250 000 Errungenschaft (ER) übrige Vermögenswert 450 000 Total Errungenschaft 450 000 hälftige Vorschlagsteilung 1 ⁄2 Anspruch ER Frau 50 000 1 ⁄2 Anspruch ER Mann 225000 Total aus Vorschlag 275 000 Verrechnung Eigene Errungenschaft 450 000 Ausgleichszahlung –175 000 Anspruch 275 000 güterrechtliche Forderung Eigengut –250 000 1 ⁄2 Anspruch ER 275 000 Total 25 000 Total

150 000

Ehefrau Eigengut Annahme (kein Eigengut)

Fr. 0

Total Eigengut 0 Errungenschaft (ER) Ersatzforderung ZGB 206 100 000 Total Errungenschaft 100 000 hälftige Vorschlagsteilung 1 ⁄2 Anspruch ER Frau 50 000 1 ⁄2 Anspruch ER Mann 225 000 Total aus Vorschlag 275 000 Eigene Errungenschaft 100 000 Ausgleichszahlung 175 000 Anspruch 275 000 güterrechtliche Forderung Eigengut 0 1 ⁄2 Anspruch ER 275 000 Total 275 000 Total

150 000

Erstaunlicherweise erhält die Ehefrau durch die Zuweisung des Betriebes zur Errungenschaft wesentlich weniger. Dies rührt daher, dass das Fremdkapital die Errungenschaft belastet und damit nicht nur den Betrieb.

UFA-REVUE · 7-8 2011

Bereits junge Paare sollen Ordnung in der Buchführung haben. Bild: Christian Mühlhausen/ www.landpixel.de

Art. 201 ZGB Innerhalb der gesetzlichen Schranken verwaltet und nutzt jeder Ehegatte seine Errungenschaft und sein Eigengut und verfügt darüber.

Art. 209 Abs. 3 ZGB Haben Mittel der einen Vermögensmasse zum Erwerb, zur Verbesserung oder zur Erhaltung von Vermögensgegenständen der anderen beigetragen und ist ein Mehr- oder ein Minderwert eingetreten, so entspricht die Ersatzforderung dem Anteil des Beitrages und wird nach dem Wert der Vermögensgegenstände im Zeitpunkt der Auseinandersetzung oder der Veräusserung berechnet. 49


MERKBLATT DARLEHEN ZWISCHEN EHEGATTEN MANAGEMENT

Fall 4: Darlehen aus eigenem Betriebszweig Die Ehefrau betreibt auf eigene Rechnung die Direktvermarktung. Das Ergebnis wird in der Buchhaltung separat ausgewiesen. Da diese Einnahmen für den Privatverbrauch verwendet werden, wird in der Bilanz der Saldo als Darlehen der Ehefrau ausgewiesen. Das Bauernehepaar benötigt in diesem Beispiel das erwirtschaftete Einkommen, um den Unterhalt der Familie zu bestreiten. Das Darlehen entsteht quasi nur buchhalterisch in der Bilanz. Ein Gegenwert im Betrieb ist nicht vorhanden. In der güterrechtlichen Auseinandersetzung entsteht deshalb eine «fiktive» Errungenschaft der Ehefrau in der Höhe des ausgewiesenen Darlehens. Tabelle 7: Bilanz zum Ertragswert Aktiven übriges Vermögen Guthaben Frau Liegenschaft (Ertragswert) Total Aktiven

Fr. 200 000 100 000 300 000 600 000

Passiven Investitionskredit, Hypothek Schuld Mann Eigenkapital Total Passiven

Fr. 450 000 100 000 50 000 600 000

Da keine Investitionen in den Betrieb getätigt wurden, werden Guthaben und Schuld der Errungenschaft zugeteilt, mit dem Effekt, dass sich diese gegenseitig aufheben. Um zu entscheiden, ob die Ehefrau ihre Errungenschaft im Falle einer güterrechtlichen Ausseinandersetzung nicht teilen muss (Art. 212 Abs. 2 ZGB), ist eine Vergleichsrechnung mit dem Verkehrswert des landwirtschaftlichen Gewerbes anzustellen (Tabelle 8). Tabelle 8: Bilanz zum Verkehrswert (3 x landwirtschaftlicher Ertragswert) Aktiven übriges Vermögen Guthaben Frau Liegenschaft (Verkehrswert) Total Aktiven

Fr. 200 000 100 000 900 000 1 200 000

Passiven Investitionskredit, Hypothek Schuld Mann Eigenkapital Total Passiven

Fr. 450 000 100 000 650 000 1 200 000

Die Gegenüberstellung (Tabelle 9) zeigt, dass der Ehemann von seiner Frau in der güterrechtlichen Auseinandersetzung zum landwirtschaftlichen Ertragswert 50 000 Fr. fordern könnte, bei der Anrechung zum Verkehrswert hingegen 225 000 Fr. zahlen müsste.

Tabelle 9: Güterrechtliche Auseinandersetzung Situation Ehefrau Ertragswert Fr. Errungenschaft Ehemann übriges Vermögen 200 000 Landwirtschaftsbetrieb 300 000 ./. Fremdkapital – 450 000 ./. Darlehen Frau – 100 000 Total Errungenschaft1 – 50 000 Errungenschaft Ehefrau Guthaben versus Mann 100 000 1 ⁄2 Anspruch ER Frau 50 000 1 ⁄2 Anspruch ER Mann1 0 Total aus Vorschlag 50 000 Verrechnung Errungenschaft Frau 100 000 Anspruch des Ehemanns – 50 000

Verkehrswert Fr. Errungenschaft Ehemann übriges Vermögen 200 000 Landwirtschaftsbetrieb 900 000 ./. Fremdkapital – 450 000 ./. Darlehen Frau – 100 000 Total Errungenschaft 550 000 Errungenschaft Ehefrau Guthaben versus Mann 100 000 1 ⁄2 Anspruch ER Frau 50 000 1 ⁄2 Anspruch ER Mann 275 000 Total aus Vorschlag 325 000 Verrechnung Errungenschaft Frau 100 000 Anspruch der Ehefrau 225 000

Total 50 000 Total Rückschlag (negative Errungenschaft) wird nicht geteilt.

325 000

1

Art. 212 Abs. 2 ZGB Der Eigentümer des landwirtschaftlichen Gewerbes oder seine Erben können gegenüber dem andern Ehegatten als Mehrwertanteil oder als Beteiligungsforderung nur den Betrag geltend machen, den sie bei Anrechnung des Gewerbes zum Verkehrswert erhielten.

Im vorliegenden Fall liegt die «Ungerechtigkeit» nun aber nicht darin, dass die Ehefrau ihre Errungenschaft nicht zu teilen braucht, sondern darin, dass das Darlehen eigentlich nicht existiert, da das Geld für den Familienunterhalt verbraucht worden ist und faktisch kein Gegenwert mehr vorhanden ist. 䡵

Fazit • Ob Darlehen oder nicht, ein Betrag des Ehegatten, der diesen für Investitionen in den Betrieb zur Verfügung stellt, kann in jedem Fall mindestens zum Nominalbetrag wieder gefordert werden. • Verträge unter Ehegatten sind gültig und müssen sorgfältig ausformuliert und verstanden werden. • Darlehensverträge mit langen Rückzahlungs- oder Kündigungsfristen sind unter dem Vorbehalt des Fortbestehens des gemeinsamen Haushaltes abzuschliessen. Bei Trennung, Scheidung oder im Todesfall müssen diese innerhalb nützlicher Frist kündbar oder zumindest in ein verzinsliches Darlehen gewandelt werden können. • Für den Betrieb ist die Tragbarkeit einer Investition auch im Hinblick auf eine mögliche Scheidung oder einen Todesfall zu prüfen. • Darlehen sind nicht gerechtfertigt, wenn das Geld für den Unterhalt der Familie benötigt und verbraucht wurde. • Zu empfehlen ist, die Finanzierung von Investitionen für die Eheleute verbindlich und schriftlich festzuhalten. Eine gemeinsame, unterzeichnete Liste genügt. Ein Formular steht auf www.sbv-treuhand.ch oder www.ufarevue.ch zum Download bereit. 50

Autor Martin Würsch leitet SBV Treuhand und Schätzungen, Laurstr. 10, 5600 Brugg, 寿 056 462 51 11 Layout, Bilder: UFA-Revue, AMW Winterthur

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BILDBERICHT PFLANZENBAU

Welt des Ackerbaus DIE AGROLINE-FELDTAGE bildeten den Rahmen für das traditionelle Treffen der Welt des Ackerbaus, das dieses Jahr im aargauischen Kölliken stattfand. An einem vom fenaco Bereich «Getreide, Ölsaaten und Futtermittel» organisierten Abendanlass wurden die neusten Erkenntnisse aus dem Bereich Ackerbau präsentiert.

32 Aussteller auf 14 ha Ausstellungsfläche stellten eindrücklich unter Beweis, dass die Agroline-Feldtage in der sechsten Auflage zu den wichtigsten Veranstaltungen des Ackerbausektors gehören. Auf dem Gelände von Kölliken (AG), in nächster Nähe zur A1, wurden während der dreitägigen Veranstaltung rund 6000 Besucher gezählt. Diese Plattform bot die willkommene Gelegenheit, die nationalen Hauptakteure aus den Bereichen Saat-

gut, Dünger und Pflanzenschutz zusammenzubringen. Auf Versuchsparzellen für Getreide, Raps, Wiesenpflanzen, Mais, Kartoffeln und Zuckerrüben wurden die verschiedenen Sorten sowie neue Anbautechniken und Produkte vorgestellt, die eine Ertragsverbesserung oder -sicherung sowie eine Produktivitätssteigerung ermöglichen.

Neue Technologien Genau so, wie man nur mit gutem Mehl gutes Brot ba-

cken kann, sind zum guten Gelingen einer landwirtschaftlichen Veranstaltung auch Maschinen notwendig. Die von GVS-Agrar organisierten Getreideernten wurden mit grossem Interesse verfolgt. Sortenzüchtungen und die Weiterentwicklung von Pflanzenschutzprodukten vermitteln auch im Maschinensektor Impulse, die zur Produktivitätssteigerung im Ackerbau beitragen. Neue Technologien ermöglichen es, die Aussaat zu verbessern, das Ausbringen von

1 · «Hobbit», eine neue und viel versprechende Hybrid-Gerstensorte, die Syngenta entwickelt hat. 3

2 · Marc Deschamps, CEO von Syngenta Schweiz: «Denken wie die Bauern». 3 · Martin Keller, designierter Vorsitzender fenaco Geschäftsleitung, erklärt seine Vision über die Zukunft der globalen und Schweizer Landwirtschaft.

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1

4 · Ein Besuch des Ausstellerdorfs ist für jeden Besucher Pflicht. 5 · Mit neu entwickelten Reifen kann die Bodenverdichtung vermindert und der Treibstoffverbrauch gesenkt werden. 52

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BILDBERICHT PFLANZENBAU Trends im Pflanzenbau zu entdecken. Nach einer Führung über das Versuchsgelände beleuchtete Martin Keller, künftiger Vorsitzender der fenaco Geschäftsleitung, in seinem Vortrag die Situation im Pflanzenbau sowohl aus globaler als auch aus Schweizer Sicht.

Pflanzenschutzprodukten zu optimieren und die Auswirkungen auf den Boden sowie den Treibstoffverbrauch zu vermindern. Diese Weiterentwicklungen führten die Experten der verschiedenen Hersteller vor.

Hybridgersten Die grossen Chemie- und Saatgutfirmen wollen es der Syngenta AG, die ihr Geschäft nach Kulturen reorganisiert hat, gleichtun und strukturelle Veränderungen vornehmen. Ziel ist, so Marc Deschamps, CEO Syngenta Schweiz, «gleich zu denken, wie die Bauern es tun». Nebst neuen Produkten und traditionellen Sorten, stiessen die neuen Hybridgersten mit einem überdurchschnittlichen Ertragspotenzial bei den Besuchern auf grosses Interesse.

Schluss mit Produktionsüberschüssen «Immer schon war die Überproduktion in der Landwirtschaft ein Thema. Seit einigen Jahren kann man jedoch feststellen, dass sich auf dem Weltmarkt Angebot und Nachfrage die Waage halten». In seinem Beitrag zeigte sich Martin Keller im Hinblick auf die künftige Entwicklung der Agrarproduktion zuversichtlich. Das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage hat zur Folge, dass die Erträge der verschiedenen Kulturen weiterhin gesteigert werden, wobei das Sicherstellen der Erträge heute bei den Zuchtprogrammen zu einem immer wichtigeren Faktor wird. Die Agrarwirtschaft steht vor grossen Herausforderungen, gilt es doch bis zum

GOF, eine Bereichsgruppe der fenaco und für die Vermarktung von Getreide, Ölsaaten und Futtermitteln verantwortlich, nahm die Gelegenheit wahr, alle LANDI-Geschäftsführer zu einem Besuch des Geländes einzuladen. Diese hatten die einmalige Möglichkeit, neue

Jahr 2050 drei Milliarden Menschen zusätzlich zu ernähren. Die Ausgangslage dazu präsentiert sich komplex:

Klimawandel Bei einer wachsenden Agrarproduktion sollten nicht nur ökonomische Faktoren berücksichtigt, sondern auch die sozialen Aspekte in Betracht gezogen und gleichzeitig noch die Umweltauswirkungen verringert werden. Im technischen Bereich werden sich mit dem Klimawandel die Anbautechniken ändern. Für unsere Region prognostizieren Experten einen erhöhten CO2-Gehalt in der Atmosphäre und einen Temperaturanstieg sowie Veränderungen bei der Verteilung der Niederschläge, die sich im Herbst und Winter markant verstärken, während die Sommer trockener werden. Diese Klimaveränderung wird grosse Auswirkungen auf die Entwicklung und das Auftreten von Krankheiten und Schädlingen haben. Die Energienachfrage wird auch die landwirtschaftliche Produktion beeinflussen. Die Herstellung von Biotreibstoffen und Biogas wird, je nach Kursentwicklung des Erdöls und den technologischen Entwicklungen, zu Veränderungen bei der Nachfrage von Agrarprodukten führen. Technische Anpassungen Klima,

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Nachfrage, Qualitätskriterien, Anbautechniken und Sorten werden sich verändern, was von der Landwirtschaft Anpassungen erfordert, damit sie den neuen Anforderungen gerecht werden kann. Martin Keller ist überzeugt, dass die Schweizer Landwirtschaft über Trümpfe verfügt, um diese Herausforderungen zu meistern. Mit Blick auf das Ausland sind das Niveau der landwirtschaftlichen Ausbildung, die Qualität von Infrastruktur und Logistik sowie die Innovation bei der Entwicklung oder Anpassung neuer Anbaumethoden wichtige Faktoren, damit die Landwirtschaft die Möglichkeit hat, zur Lösung wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Probleme beizutragen, mit denen sie vermehrt konfrontiert sein wird.

Fazit Die Agroline-Feldtage boten einmal mehr eine Gelegenheit, die Entwicklungen im Ackerbau umfassend zu erörtern und sich mit neuen Produktionsmethoden vertraut zu machen. 䡵 UFA-REVUE · 7-8 2011

6 · Erfolg haben beim Anbau heisst auch, beim Einsatz von Pflanzenschutzprodukten die neusten Erkenntnisse umzusetzen. 7 · Pius Eberhard (Leiter LebensmittelRohprodukte GOF) beim Empfang der LANDI-Geschäftsführer. 8 · Ein Einblick in den Schweizer «Untergrund»: Das Bodenprofil wird von den Experten der Agridea erläutert.

Autor Gaël Monnerat, Revue UFA, 1070 Puidoux

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KURZMELDUNGEN NUTZTIERE

100-Tage-Norm flexibilisieren? Die Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) hat die Entwicklung der Tierbestände auf Alpbetrieben und den Vollzug der Sömmerungsbeitragsverordnung (SöBV) untersucht. «Im Grossen und Ganzen wird die SöBV gut umgesetzt», rühmt Tobias Schulz vom WSL. Allerdings habe die Zahl der Betriebe, deren Tierbestand nur knapp über der Toleranzgrenze von 75% des Normalbesatzes (durch SöBV vorgegeben) liegt, in den letzten zehn Jahren leicht zugenommen. «Der Vollzug reagiert bei Un-

terbestossung toleranter als bei Überbestossung. Das ist schon bei den Beitragskürzungen so angelegt. Viele Bewirtschaftungsauflagen lassen sich nur schwer kontrollieren», so Tobias Schulz weiter. Im Vergleich zu den übrigen Direktzahlungen gestalte sich der Vollzug aufwändig, obwohl nur wenige Vorgaben an die Flächenqualität gebunden seien. Die Autoren der Studie schlagen für die Weiterentwicklung der SöBV eine jährliche, regionale Anpassung der 100-tägigen Norm-Besatzzeit, eine stärkere

Bindung der Beiträge an den Futterbedarf der Tiere sowie eine Förderung extensiver Tierarten vor. Bei Anpassungen des Normalbesatzes auf Betriebsebene sei eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Naturschutz nötig. www.alpfutur.ch/politikanalyse

Milch: Wachstum mal zwei

Schweizer Schweinegenetik für Deutschland

IP-Suisse: Prämien für Grossvieh und Schweine erhöht

Mit zwei deutschen Besamungsorganisationen hat die Suisag einen Vertrag für die Spermaproduktion unter Lizenz abgeschlossen. In beiden Stationen stehen Eber aus dem Schweizer Zuchtprogramm. Mit dabei ist eine Gruppe Zuchteber der Marke «Premo».

Per 1. September 2011 steigt die IPSuisse-Prämie für Grossvieh um 10 auf 65Rp. pro Kilogramm Schlachtgewicht. Die Labelprämie für Mastschweine wird neu monatlich zwischen 20 und 40 Rp. festgelegt.

West-Nil-Fieber melden

Gemäss dem Beratungs- und Gesundheitsdienst für Kleinwiederkäuer (BGK) gerät die Pseudotuberkulose wieder vermehrt ins Blickfeld der Ziegenhalter. Das BGK-Sanierungsprogramm steht Betrieben offen, die sich verpflichten, die als positiv befundenen Tiere zu schlachten und den Tierverkehr zu begrenzen.

Die weltweite Milchproduktion soll 2011 und 2012 um je 20 Mio. t wachsen, schätzt das Internationale Netzwerk für landwirtschaftliche Betriebsvergleiche (ICFN). Das ist fast doppelt soviel wie 2010, als das Wachstum 11.8 Mio. t betrug.

Wohin mit Antibiotikamilch? Mit Antibiotika belastete Rohmilch, die nach einer Behandlung einer Euterentzündung anfällt, darf künftig nur noch auf dem Ursprungsbetrieb verwendet werden – entweder zum Tränken von Kälbern oder als Beimischung zur Gülle. Ansonsten muss Antibiotikamilch vernichtet werden. So will es die revidierte Verordnung über die Entsorgung tierischer Nebenprodukte.

Blutschwitzen wegen Impfstoff In Deutschland sind 3000, in Europa insgesamt 4500 Fälle des sogenannten Blutschwitzens bei Kälbern bekannt. Kürzlich haben Wissenschafter die Ursache für dieses tödliche Leiden herausgefunden. Es ist ein BVD-Impfstoff, der an Muttertiere verabreicht wird. Dabei bilden sich Antikörper, die dann via Kolostrum in die Kälber gelangen und deren Blut und Knochenmarkszellen zerstören. In der Schweiz war der entsprechende Impfstoff nie zugelassen. UFA-REVUE · 7-8 2011

Der Bundesrat hat das West-Nil-Fieber neu als meldepflichtige Krankheit eingestuft. Diese Krankheit tritt bei Wildvögeln und manchmal bei Pferden, Säugetieren und Menschen vor allem in Südeuropa auf. Wachsamkeit ist angezeigt, weil die für die Krankheitsübertragung zuständigen Mücken auch in der Schweiz vorkommen. Beim Pferd äussert sich das West-Nil-Fieber oft nicht als Fieber, sondern durch Schwäche, Stolpern oder Zuckungen. Erkrankte Pferde lehnen sich an und drängen mit dem Kopf gegen die Wand. Bild: R. Straub, Vetsuisse Fakultät

Ziegen: PseudotuberkuloseSanierung

Neu ohne Köpfe Die Schlachtgewichtsverordnung (SGV) aus dem Jahre 1995 ist revidiert worden. Es ging darum, sie den aktuellen Anforderungen im Bereich der Hygiene und Schlachttechnik anzupassen. Zudem soll der bisher kantonal geregelte Vollzug in der Schweiz jetzt einheitlich erfolgen. Abgehende Muttersauen und Alteber mit über 120 kg SG werden seit Frühling 2011 ohne Kopf gewogen. Dasselbe gilt seit Kurzem für Haartiere. Schweineköpfe machen im Schnitt 8 % des Schlachtgewichts aus. Um den Gewichtsverlust zu kompensieren, ist per 1. April 2011 bei Muttersauen und Altebern (gebrüht) der Produzentenpreis einmalig um 20 Rp. pro Kilogramm Schlachtgewicht erhöht worden. Bei den Haartieren erfolgte die entsprechende Preiserhöhung von 10 Rp. am 1. Juli. Verschiedentlich wird bezweifelt, ob diese Preiserhöhungen den Tierproduzenten nachhaltig zugute kommen. Was beim Abtrennen der Tierköpfe genau entfernt wird, war bei Redaktionsschluss noch offen. Bis im August 2011 will die Proviande darüber informieren.

Essiglösung gegen Zecken Zeckenstiche bergen die Gefahr einer Borreliose-Erkrankung in sich. Als Vorbeugungsmassnahme hat sich gemäss Infodienst «aid» bei Pferden das tägliche Einreiben einer Essig-Wasser-Mischung (Verhältnis 1:10) mit einem Schwamm bewährt.

Früherkennung von Seuchen Tierärztinnen und Tierärzte können bei seuchenverdächtigen Symptomen an Tieren neu Proben entnehmen und testen, ohne dass Sperrmassnahmen gemäss Tierseuchenverordnung notwendig sind.

Tagesaktuelle Neuigkeiten www.ufarevue.ch 55


BIO-SEITE

Mastitis verursacht enorme Kosten EUTERENTZÜNDUNGEN sind gleichbedeutend mit wirtschaftlichen Verlusten. Für fast 90 % der Mastitiden sind «Umweltkeime» (Escherichia coli, Streptococcus uberis) verantwortlich, Erreger also, die aus der Haltungsumwelt der Milchkühe über den Zitzenkanal ins Euter gelangen.

Michael Müller

Eine akute Mastitis entsteht hauptsächlich durch eine Infektion mit Bakterien, die aus der Umwelt der Kühe stammen. Die Bakterien gelangen aus dem Darm mit dem Kot in die Umwelt und von dort über den Zitzenkanal ins Euter wo sie die Entzündung hervorrufen.

Desical, setzen genau dort an. Das Desinfektionspulver Landor Desical, hergestellt aus verschiedenen mineralischen Bestandteilen, sorgt für eine schnelle Austrocknung der Einstreu und hebt den pH-Wert bei kontinuierlicher Anwendung dauerhaft auf über pH 12 an. Zudem ist es in der Lage, einen größeren

Puffer gegen Säure bildende Einflüsse, welche den pH-Werte senken, aufrecht zu erhalten. Die krankmachenden Keime finden unter alkalischen Bedingungen respektive hohen pH-Werten kein Vermehrungsmilieu mehr. Alkalische Hygienepulver dürfen aber nicht zu Lasten der Hautgesundheit des

Liegeboxenhygiene entscheidend Da Milchkühe den Grossteil ihrer Zeit liegend verbringen, ist die Liegeboxenhygiene von entscheidender Bedeutung, wenn es um die Verschmutzung von Euter- und Zitzenhaut geht. Diese Verschmutzung hängt wiederum eng mit dem Keimdruck und der Keimflora der Liegeflächen zusammen. Es ist wichtig den Infektionsdruck, der aus den Liegeflächen heraus auf die Euter entsteht, möglichst gering zu halten. Eine Liegebox sollte deshalb möglichst wenig durch Kot und Harn verunreinigt sein. Weiter sollte die Art und Pflege der Einstreu gewährleisten, dass die Euter sauber und trocken bleiben. Somit wird die Vermehrungsrate der Bakterien gering gehalten.

Alkalische Bedingungen schaffen Die Vermehrungsrate der pathogenen Keime hängt zum grossen Teil vom pHWert ihres Lebensraumes ab. Klebsiellen, Pseudomonaden und coliforme Keime (E. Coli) können sich bei einem pH-Wert zwischen 4 und 9 am besten vermehren (Tabelle). Durch die Schaffung eines permanent hochalkalischen Milieus in der Liegebox verändert sich deshalb das Keimspektrum positiv.

Landor Desical hebt pH über 12

«Besser die Matratze pflegen als geschwollene Kuhbeine behandeln» Die Betriebsgemeinschaft von Hansjörg und Peter Weber in Röschenz bewirtschaftet 116 ha mit Weizen, Gerste, Silomais, Kunst- und Naturwiesen. Die 125 Milchkühe weisen einen Stalldurchschnitt von 10000 kg auf. UFA-Revue: Seit wann setzen Sie auf Kalk-Stroh-Mischung als Einstreu? Hansjörg und Peter Weber: Mit Beginn des Stallneubaus 2010 haben wir von Tiefstreue auf eine Kalk-Stroh-Matratze umgestellt. Wie sieht das Urteil nach knapp einem Jahr Erfahrung aus? Wir sind sehr zufrieden mit dieser Lösung. Die Akzeptanz der Einstreu durch die Kühe ist hervorragend. Die Kühe liegen gerne, was ein Grundstein für eine hohe Milchleistung darstellt. Die Liegeflächen sind immer gut abgetrocknet und die Kühe sauber. Auf was gilt es besonders zu achten? Wir streuen alle zwei Wochen Mischung nach und füllen die Liegeboxen auch ziemlich hoch auf. Wir investieren da lieber etwas mehr Arbeitszeit. Denn neben der Hygiene ist uns auch der Tierkomfort sehr wichtig. Wir möchten den Tieren die Liegefläche möglichst angenehm gestalten. Lieber da etwas mehr Zeit investieren als die Zeit für die Pflege kranker Tiere zu verlieren. Zudem ist eine gepflegte Matratze auch optisch ein schöner Anblick. Auf Stellen, die feucht sind, streuen wir manchmal auch direkt etwas Feuchtkalk, welcher die Feuchtigkeit sofort aufsaugt. Was unternehmen Sie zusätzlich um eine optimale Hygiene im Stall zu gewährleisten? Wir streuen einmal pro Woche Landor Desical im hinteren Teil der Liegebox, rund 1 m breit. Mit diesem Einstreupulver halten wir den pH-Wert konstant hoch, was die Vermehrung der Keime verhindert. So halten wir den Keimdruck in der Box zu jeder Zeit gering. Zudem saugt dieses Einstreupulver auch die Feuchtigkeit auf. Landor Desical ist Teil unseres gesamten Hygiene-Konzepts.

Alkalische Hygienepulver wie Landor 56

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BIO-SEITE

Tieres und des Anwenders gehen. Hautunverträgliche Hygienekalke können zu Schäden an der Zitzen- und Euterhaut führen. Im Gegensatz zu Branntkalk, Kalkhydraten oder sogenannten Hygienekalken erlaubt Landor Desical einen dauerhaften Einsatz im Liege- und Laufbereich, also direkt am Tier.

Kalk-Stroh-Mischung

Eine weitere Möglichkeit, den pH-Wert in der Liegebox hochzuhalten, ist die Verwendung eines Kalk-Stroh-Gemisches als Einstreue. Gehäckseltes Stroh, feinstvermahlener Feuchtkalk und Wasser werden gemischt und in die Liegebox verteilt. Die Kühe liegen auf einer stabilen und trotzdem gut verformbaren Matratze. Der Kalk saugt die Feuchtigkeit auf und erhöht den pH-Wert. Es gilt hier zu beachten, dass der richtige Kalk eingesetzt wird. Nur kohlensaurer Kalk unter

dem Namen «Feuchtkalk» sollte verwendet werden. Dank der grossen Mahlfeinheit kleben die Kalkteilchen an den Strohhalmen und schwimmen in der Gülle. Damit ist gewährleistet, dass der Kalk nicht absinkt und sich auf dem Boden der Güllegrube festsetzt. Der über den Hofdünger ausgebrachte Kalk trägt zudem als angenehmer Nebeneffekt zur Erhaltungskalkung der Ackerund Futterflächen bei. 䡵

Ausbau Qualitätsstrategie Bio-Suisse will die Naturvielfalt auf Knospe-Betrieben weiter ausbauen. Derzeit werden die Detailbestimmungen ausgearbeitet. Die Schwerpunkte der Fördermassnahmen sollen bei der Erhaltung, Verbesserung und Neuanlage von qualitativ wertvollen Ökoausgleichsflächen wie Hecken, Brachen, Hochstamm-Obstgärten und artenreichen Wiesen liegen. Bereits heute weisen Bio-Betriebe 30 % mehr Arten und 50 % mehr Individuen auf als Nicht-BioBetriebe, schreibt Bio-Suisse in einer Medienmitteilung.

Tabelle: Optimale pH-Bereiche für pathogene Keime Keimart Staphylococcus aureus Pseudomonas spp. Escherichia coli Lactobacillus spp. Campylobacter spp. Bacillus cereus

pH-Bereich 4.2 – 9.3 5.6 – 8.0 4.4 – 9.0 3.4 – 7.2 4.9 – 9.0 5.0 – 8.8

KURZMELDUNGEN

Mit Behinderten arbeiten

Landor Desical hebt in den Liegeboxen den pH-Wert auf über 12 bei kontinuierlicher Anwendung.

Quelle: Michael Zschök, RP, Giessen

Die (Teilzeit-)Beschäftigung von Leuten aus Werkstätten für behinderte Menschen kann für Landwirtschaftsbetriebe neue Einkommensmöglichkeiten eröffnen. In einer Umfrage des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (Deutschland) gaben 80 % der befragten Behinderten an, mit den Arbeitsinhalten auf dem Landwirtschaftsbetrieb zufrieden bis sehr zufrieden zu sein. Allerdings bemerkte rund die Hälfte der Befragten, dass sie die landwirtschaftlichen Tätigkeiten als hektisch einstuften.

Weidepflicht ab 2015 In den Knospe-Richtlinien ist die Weidepflicht auf die Grossviehmast ausgedehnt worden. Zusätzlich zum RAUSProgramm müssen Mastrinder und Mastochsen demnach ab dem Jahr 2015 auf die Weide können. Ausgenommen von der Weidepflicht sind weibliche und männliche Tiere bis 120 Tage sowie Zuchtstiere und Mastkälber.

Schnuppern für Umsteller Die Bio-Offensive will der Schweizer Landwirtschaft Wertschöpfung sichern und insbesondere den Bioackerbau fördern. Neu stehen in der Deutschschweiz 20 Bio-Referenzbetriebe zur Verfügung, auf welchen am Biolandbau interessierte Landwirtinnen und Landwirte unverbindlich Bioluft schnuppern können. In der Westschweiz läuft das Projekt «Bio-Referenzbetriebe» seit einem Jahr. Autor Michael Müller, Landor, 4127 Birsfelden Gratis-Beratungstelefon & 0800 80 99 60 www.landor.ch

INF BOX INFO

www.ufarevue.ch 7-8 · 11

UFA-REVUE · 7-8 2011

33 neue Gourmet-Knospen Zum sechsten Mal zeichnete Bio Suisse am Bio Marché in Zofingen qualitativ besonders hochstehende Knospe-Produkte aus. Von 68 eingereichten Obst-, Gemüse- und Getreidespezialitäten dürfen 33 das begehrte Bio Suisse Zusatzlabel Gourmet-Knospe tragen. 57


EXKURSION NUTZTIERE

Milchwirtschaftliche Exkursion nach Frankreich (Bretagne), 13. bis 16. September 2011

Die milchwirtschaftliche Exkursion in die Bretagne vermittelt einen fundierten Einblick in die französischen Verhältnisse.

Die UFA-Revue organisiert auch diesen Herbst eine milchwirtschaftliche Exkursion. Dieses Jahr steht das Nachbarland Frankreich, genauer gesagt die Bretagne im Mittelpunkt, wo die Land- und Milchwirtschaft eine wichtige Rolle spielt. Die Exkursion ermöglicht einen vertieften Einblick in die dortige Milchproduktion.

Das Programm Dienstag, 13. September 2011 Früh morgens startet die Reise in Zürich oder Lausanne. Zugsreise von Zürich über Lausanne nach Paris. Nach Ankunft in Paris, Weiterfahrt mit dem Zug nach Rennes. Anschliessend Fachbesuch auf einem Betrieb mit Hochleistungskühen (Holstein), die mit Melkroboter gemolken werden. Nachtessen und die Übernachtung in Saint Malo.

tung und 60 ha Nutzfläche, Nachmittags Besuch auf einem grossen, voll technisierten Betrieb mit 4 Melkrobotern, Stallreinigungsroboter, automatischem Futterschieberroboter und automatischem Lichtsystem. Nachtessen und Übernachtung in Saint Malo.

Freitag, 16. September 2011 Mittwoch, 14. September 2011 Am Morgen Transfer zum Messegelände der «Space», einer grossen und bekannten Messe rund um Tierhaltung und Tierzucht. Nachmittags Besuch eines Bio-Betriebs mit 50 Kühen der Rasse Normande. Nachtessen und Übernachtung in Saint Malo.

Donnerstag, 15. September 2011 Nach dem Frühstück Fachbesuch eines Bio-Betriebs mit 250 000 kg Milchleis-

Anmeldetalon

Morgens Besuch der «INRA», der Forschungsanstalt für Landwirtschaft, bei der auch Versuche zur Entwicklung von Melkkarussellen durchgeführt werden. Anschliessend Rückfahrt über Paris nach Lausanne und Zürich.

Preise und Leistungen Im Pauschalpreis von Fr. 1290.– (ab 21 Personen) sind folgende Leistungen inbegriffen:

Nicht inbegriffene Leistungen sind die An-/Abreise zum/vom Einsteigebahnhof, Getränke und die im Programm nicht aufgeführten Mahlzeiten, Einzelzimmer-Zuschlag von Fr. 180.–/Person, Reiseversicherung: Wir empfehlen den Abschluss einer Annullationskostenund Assistance-Versicherung zum Preis von Fr. 75.–/Person (Deckung bis Fr. 2000.–).

zur UFA-Revue Exkursion nach Frankreich 2011

So schnell wie möglich, spätestens bis 8. August 2011 (Platzzahl beschränkt) einsenden an: UFA-Revue, «Exkursion nach Frankreich», Postfach 344, 8401 Winterthur Name

Vorname

Strasse

PLZ/Ort

 Natel Unterkunft

Datum

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 Festnetz

• Alle im Programm beschriebenen Transfers. • Zugsreise Zürich – Lausanne – Paris – Rennes und zurück in 2. Klasse mit Sitzplatzreservierung. • Unterkunft in einem Mittelklassehotel, Basis Doppelzimmer (Doppelbelegung) mit Bad oder Dusche/WC, inklusive Frühstück. • Alle Abendessen. • Ein Mittagessen gemäss Programm. • Alle im Programm vorgesehenen Ausflüge, sowie die fachlichen und touristischen Besichtigungen, inklusive Eintritte, sofern nicht als fakultativ bezeichnet. • UFA-Revue Reiseleitung durch Cyril de Poret. • Ausführliche Reisedokumentation.

Einsteigeort

 Doppelzimmer

 Ich bin bereit, ein Doppelzimmer zu teilen.

 Einzelzimmer (Zuschlag 180 Fr.)

 Reiseversicherung (Fr. 75.–) Unterschrift

Durchführung

Agrar-Reisen, Rohrerstrasse 100, 5001 Aarau,  062 834 71 51, groups@agrar-reisen.ch www.agrar-reisen.ch 7-8 2011 · UFA-REVUE


TOP ANGEBOTE AKTION

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Mehr Zuwachs, besseres Klima mit VevoVitall® Jean-Luc Simon-Vermont aus Cerneux-Péquignot (NE) möchte nicht mehr zurück. Um 4.5 % höher liegt der Tageszuwachs seiner Schweine, seit er von Standardmastfutter auf UFA 331-3 umgestellt hat. Auch die Futterverwertung sowie die Stallluft- und Exkrementqualität haben sich verbessert. Den Unterschied macht der Futterzusatz VevoVitall, der zu 99.9 % aus natürlicher Benzoesäure besteht. Benzoesäure stärkt bei den Tieren die antimikrobielle Barriere, stabilisiert die Verdauung und erhöht die Schmackhaftigkeit des Futters. Was Jean-Luc Simon-Vermont in seinem Maststall beobachtet, ist auch in wissenschaftlichen Studien nachgewiesen worden. So brachte Schweinemastfutter mit VevoVitall in Untersuchungen von

Kathrin Bühler an der ETH Zürich um bis 14 % höhere Zunahmen. Die verbesserte Luftqualität ist insbesondere auch an heissen Tagen ein nicht zu unterschätzendes Plus. Wie in UFA 331-3 ist VevoVitall® auch im Schweinevormastfutter UFA 3213 enthalten. Dank UFA 321-3 und UFA 331-3 mit VevoVitall eine Nasenlänge voraus.

TIPP DES MONATS CONSEIL DU MOIS

Der Verdauungsregulator für alle Tiergattungen

UFA-Antifex ist aktuell mit Rabatt erhältlich. In Ihrer LANDI. UFA-REVUE · 7-8 2011

UFA-Antifex enthält Milchsäurebakterien, welche natürlicherweise im Darm vorkommen, die Verdauung stabilisieren und schädliche Keime wie beispielsweise Escherichia coli unterdrücken. Sowohl bei Schweinen, Kälbern und Geflügel hilft UFA-Antifex, die Durchfallprobleme in Schach zu halten. In der Kälbermast kann das automatentaugliche UFA-Antifex jederzeit auch kurz vor dem Schlachten einge-

setzt werden, da es kein Eisen enthält. Die Vermehrung unerwünschter Keime im Darm wird unterdrückt und es resultiert ein stabiler Kot. Eingesetzt wird UFA-

Antifex bei ersten Anzeichen von Verdauungsstörungen oder im Anschluss an die Verabreichung von Arzneimitteln zur raschen Regeneration der Darmflora.

Das Problem

Sress durch Einsatz von Arzneimitteln, Stall- oder Gruppenwechsel.

Die Symptome

Verdauungsstörungen, Durchfall, mangelnder Appetit, verringerte Leistungen.

Die Lösung

UFA-Antifex während mindestens fünf Tagen über Futter bzw. Tränke. Geflügel: 0.2 – 0.5 g pro Tier und Tag. Kälber: 10 – 20 g. Muttersauen: 15 – 25 g. Ferkel: 3 – 5 g. Schafe und Ziegen: 10 – 20 g. 59


UNTERWEGS MIT... EN ROUTE AVEC …

Geflügelspezialist Urs Heer In der Fütterung grosser Legehennenbestände gibt es wenig Spielraum. Der kleinste Fehler kann die Tierleistung und -gesundheit merklich beeinträchtigen. Denn die heutigen Hühner sind Hochleistungstiere. Fast die Hälfte des täglich aufgenommenen Futters (zirka 120 g) geben sie wieder als Ei her. Ein Ei enthält 75 % des aufgenommenen Proteins. Mit den Besonderheiten der Legehennenhaltung bestens vertraut ist Urs Heer. Der UFA-Geflügelspezialist betreut Betriebe in der Zentralschweiz sowie in den Kantonen Aargau (ohne Fricktal) und Tessin.

Flexibel gebaut Dass Urs Heers Fütterungskonzepte erfolgreich sind, bestätigt auch Rolf Kreyenbühl, der in Beinwil (AG) einen Betrieb mit 18 ha Nutzfläche und einem 9200er Legehennenstall führt. Mit der Aussiedlung aus dem Dorf Wiggwil im Jahr 2003 (Stall) beziehungsweise 2005 (Wohnhaus, Remise) hatte sich Rolf Kreyenbühl neue Perspektiven eröffnet. Nach der Hofübernahme im 2003 stockte er den Tierbestand auf. Zuerst entschied er sich für den Bau eines Stalls zur Hühneraufzucht, stellte dann 2008 aber auf Legehennen um, als die Marktlage es ermöglichte.

Urs Heer, 6112 Doppleschwand Familie

verheiratet mit Esther, zwei Töchter (16 und 13 Jahre)

Werdegang Ausbildung zum Landwirt, berufsbegleitende Handelsschule, seit 1. August 2000 im UFA-Beratungsdienst Hobbies

Familie, Jodeln, Velofahren

Motto

«Meine Beratungsdienstleistungen sollen dazu beitragen, dass es dem Landwirt gut geht.»

60

Diese Umstellung war bei der Stallplanung bereits berücksichtigt worden, so dass fast nur noch die Legenester ergänzt werden mussten. Wichtig war Rolf Kreyenbühl bei der Wahl der Stallbaufirma, dass diese die Reparaturen und die Belieferung mit Ersatzteilen langfristig gewährleisten kann.

Bewährtes Einstellfutter Die Junghennen auf dem Betrieb Kreyenbühl stammen aus der Vermehrung der Burgmer AG in Weinfelden. Nach dem Einstallen mit 18 Lebenswochen erhalten die weissen Hybriden das Einstellfutter UFA 521-8. Von diesem Zwischenfutter mit angepasstem Kalziumgehalt bekommen die Tiere je zirka 1 kg. Nach Legebeginn erfolgt die Umstellung aufs Starterfutter UFA 524-8, das die nötige Nährstoffkonzentration für die

Expandierte Futter, wie sie auf dem Betrieb Kreyenbühl zum Einsatz kommen, sind durch die Erhitzung während kurzer Zeit unter hohem Druck von zirka 100°C hygienisiert. Das ist beim Geflügel besonders wichtig, weil damit keine unerwünschten Erreger in den Endprodukten auftreten. Neben der Hygiene hat expandiertes Futter in der Geflü-

Leistungsspitze zwischen der 26. bis 28. Alterswoche liefert. In der zweiten Legephase wird UFA 526-8 vorgelegt. Dem Verzehr und der Legeleistung entsprechend ist der Kalziumgehalt dieses Futters höher und der Aminosäuregehalt tiefer. Das «– 8» steht übrigens für nährstoffreduziert (siehe Kasten). Pro Tag füttert Rolf Kreyenbühl siebenmal, wobei er die Hennen mindestens einmal ganz ausfressen lässt. Insgesamt bleiben die Hühner rund 50 Wochen auf dem Betrieb.

Antifex und Solvi Zur Unterstützung des Stoffwechsels ergänzt Rolf Kreyenbühl während der LeistungsspitDer Bau des Geflügelstalls erfolgte im Jahr 2003, die Erweiterung im 2008.

gelhaltung unter anderem folgende Vorteile: • Bessere Homogenität der Mischung, gleichmässige Nährstoffverteilung • Geschmacksverbesserung • besserer Aufschluss der Nährstoffe • Reduktion der pflanzeneigenen Hemmstoffe, welche für Jungtiere schädlich sind • weniger Staubbildung 7-8 2011 · UFA-REVUE


ze, die bis 97.5 % erreichen kann, ein Gemisch aus UFA-Antifex (Milchsäure) und UFA-Solvi (Vitaminpräparat mit Elektrolyten und Spurenelementen). «Die beiden Futterspezialitäten wirken sich positiv auf die Gesundheit meiner Hennenbestände aus», beobachtet der kompetente Betriebsleiter. Darüber hinaus kommt der Problemlöser UFA-Antifex zum Einsatz, sobald die Hennen zu dünn misten – bis sich der Kot stabilisiert hat.

Wasser und Hygiene Wohlverstanden, Futterspezialitäten allein genügen nicht. Auch die Hygiene muss stimmen. Vor jeder Neueinstallung steht der Hennenstall Kreyenbühl während drei Wochen leer, damit er durch ein Lohnunternehmen gründlich gereinigt werden kann.

Nicht zu unterschätzen ist der Wasserbedarf von Legehennen. «Bei einer Temperatur von 33 °C trinken die Tiere 300 l mehr als normal», so Rolf Kreyenbühl. Im Schnitt liegt die Wasseraufnahme bei etwa 2.5dl pro Tier und Tag.

Erweiterung auf 18 000 Hennen? Abgesetzt werden die Eier über die EiCO und zu einem kleinen Anteil via Direktvermarktung. Der Markt für Schweizer Eier wächst nach wie vor. Wer neu einsteigen oder erweitern will, muss dies aber gut mit den Abnehmern besprechen.

Betriebsspiegel Rolf Kreyenbüel Oberesteiggi 5637 Beinwil (Freiamt)

2009 wurde das Grundstück, wo der Legehennenstall von Rolf Kreyenbühl steht, im Rahmen einer Gesamtzonenrevision in die intensive Landwirtschaftszone eingeteilt. Das heisst, die Tierzahl kann flächenunabhängig aufgestockt und der überschüssige Hofdünger weggeführt werden. Neulich hat Rolf Kreyenbühl die Bewilligung erhalten, den Bestand auf 18 000 Hennen zu erhöhen. Ob er diesen Schritt effektiv unternimmt, will sich der Betriebsleiter wegen den Investitionskosten und dem zusätzlichen Arbeitsaufwand noch gut überlegen. 䡵 Abkühlen im Sand. Den Hennen ist es pudelwohl.

LN: 18 ha, 620 m ü.M. Tierhaltung: 9200 Legehennen Pflanzenbau: Weizen, Kartoffeln, Raps, Mais, Grünland Dienstleistungen: Lohnarbeiten Arbeitskräfte: Betriebsleiter, Eltern

BLICKPUNKT POINT DE VUE

Rolf Kreyenbühl sortiert pro Tag durchschnittlich 9000 Eier.

Rolf Kreyenbühl, Beinwil

«Zur guten Gesundheit meiner Legehennen leisten UFA-Antifex und UFA-Solvi einen entscheidenden Beitrag.» NPr-Futter Landwirtschaftsbetrieben, die wie Rolf Kreyenbühl den Geflügelbestand aufstocken wollen, aber bei der Nährstoffbilanz an Grenzen stossen, können stickstoff- und phosphorreduzierte, sogenannte NPr-Futter helfen. Für die Tiere ist nicht in erster Linie der Rohproteingehalt, sondern der Gehalt an Aminosäuren massgebend. Der Aminosäurengehalt im Futter kann mit reiUFA-REVUE · 7-8 2011

nen Aminosäuren gezielt gesteigert werden. Durch den Einsatz mehrerer Futter, die auf die jeweilige Leistungsphase ausgerichtet sind, lässt sich der Nährstoffanfall in der Geflügelhaltung ebenfalls reduzieren. Auf dem Betrieb von Rolf Kreyenbühl sind es das Einstellfutter UFA 521-8, das Starterfutter UFA 524-8 sowie UFA 526-8. 61


ERFOLG IN DER PRAXIS SUCCÈS DANS LA PRATIQUE

LESE-FUTTER À LIRE Kostengünstiger Raufutterersatz

Alois Bürli setzt auf UFA-Startpaste.

«Der Unterschied ist deutlich» «Ich suchte eine Möglichkeit, schwache Frischgeborene in ihrer Entwicklung zu fördern und dadurch die Zahl der abgesetzten Ferkel zu steigern», erinnert sich Alois Bürli, der in Fischbach (LU) einen Schweinezuchtbetrieb mit 100 Sauen führt. «Dann empfahl mir UFA-Schweinespezialist Toni Büchler die UFA-Startpaste.» Nach

dem Herumhören bei Berufskollegen hat sich Alois Bürli für dieses energiereiche Vitamin- und Eisenpräparat mit L-Carnitin entschieden und damit gute Erfahrungen gemacht: «Die heutigen Ferkel sind vitaler und die Zahl der abgesetzten Jungtiere pro Sau und Jahr ist auf 26 angestiegen», stellt er aufgrund von zwei Jahren Erfahrung mit

der UFA-Startpaste erfreut fest. Nach erfolgreicher Kolostrumaufnahme spritzt Alois Bürli den Ferkeln wenn möglich gleich am ersten Lebenstag 2 bis 6 ml UFA-Startpaste – das sind ein bis drei Pumpstösse – direkt ins Maul. Bei schwachen Tieren wird die Gabe im Abstand von rund drei Tagen ein- bis zweimal wiederholt. 䡵

UFA-SERVICE SERVICE UFA

Abgängen vorbeugen mit UFA 853 Das Absetzen der Jungkaninchen von der Milch ist eine kritische Phase und stellt hohe Anforderungen an das Futter. UFA 853 enthält spezifische Rohkomponenten, die das Darmmilieu günstig beeinflussen und schäd-

liche Coli-Bakterien hemmen. Zum Einsatz kommt das Starterfutter UFA 853 während des ersten Drittels der Aufzucht. In der ersten Woche bis zur Sättigung, dann zur freien Verfügung. In der Kaninchenmast wird anschlies-

send auf UFA 856, in der Kaninchenzucht auf UFA 857 umgestellt. 䡵

Bei Raufuttermangel bieten die preisgünstigen UFA 250 Speciflor und UFA 256 Fibralor eine wirtschaftlich interessante Alternative. Gegenüber Raufutter haben Speciflor und Fibralor den Vorteil, dass sie mineralisiert und vitaminiert sind, über garantierte Gehalte verfügen und sich praktisch lagern und verteilen lassen. Darüber hinaus verbessert der Einsatz dieser Raufutterwürfel die Futterverwertung der Gesamtration. UFA-Speciflor ergänzt Rationen mit hohem Anteil an faserreichem Dürrfutter oder Grassilo ideal mit Pektin, gut verdaulicher Hemizellulose, Stärke und Zucker. Fibralor eignet sich zu strukturarmem Gras.

Klauenprobleme? Bei Muttersauen gehören Klauenprobleme zu den häufigsten Abgangsursachen. Spezifische Zusätze wie Zink und Biotin im Mineralsalz UFA 395 unterstützen Klauenwachstum und -härte und vermindern Risse in Klauentragrand und sohle. In der organisch gebundenen Form werden die Spurenelemente in UFA 395 von den Tieren besser aufgenommen, weil sie analog zu reinen Aminosäuren direkt absorbiert werden können.

UFA 853 ist jetzt mit einem Rabatt von Fr. 3.- pro Sack erhältlich.

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NUTZTIERE

2 Melkroboter auf einem Betrieb DIE BETRIEBSGEMEINSCHAFT ACKERMANN hat im Herbst 2010 zwei Melkroboter in Betrieb genommen und damit gute Erfahrungen gemacht. Die Flexibilität in der Arbeitseinteilung ist gestiegen. Auch die Zellzahlen in der Milch liegen im grünen Bereich.

Routinearbeiten reduzieren und mehr Zeit für das Herdenmanagement und andere wichtige Aufgaben zur Verfügung haben – das war das Ziel der Betriebsgemeinschaft Ackermann & Co., Bourrignon (JU), als sie in den Ausbau des Milchviehstalls und zwei Melkroboter der Marke «VMS» (Voluntary Milking System) von DeLaval investiert hat. Das alte Gebäude war zu eng geworden. Es bot nicht den nötigen Platz für die Passage eines Mischwagens und für die erforderliche Raufuttermenge.

Optionaler Wartebereich Eine Rolle beim Entscheid für das automatisierte Melken spielte auch, dass die Betriebsleiter sich grundsätzlich für diese Technologie interessieren und gern damit auseinandersetzen. Das «VMS» verfügt über einen fortschrittlichen Robo-

Grafik: Stallskizze

Die beiden DeLaval-Melkroboter sind tandemmässig in den Stall integriert.

terarm, mit dem Zitzen laut DeLaval bis zu einer Schrägstellung von 45° angesetzt werden können. Ein modularer Wartebereich ermöglicht es, die Kühe bei Bedarf vor dem Melken in einem Wartebereich zu sammeln.

Gute Erfahrungen Mit den neuen Robotern zwischen Liegeboxen und

Tage der offenen Tür: 10. und 11. September 2011 Am 10. und 11. September 2011 finden auf dem Betrieb Ackermann, les Houlets, 2803 Bourrignon (JU), zwei Tage der offenen Tür statt (jeweils ab 10 Uhr). DeLaval stellt die zwei «VMS»-Melkroboter und den neuen Milchviehstall vor. Der UFA-Beratungsdienst Delémont präsentiert die technischen Resultate des Betriebs Ackermann und den UFA Herd Support (UHS). Mit von der Partie ist auch die regionale Veterinärklinik sowie die Massey-Ferguson-Vertretung Rémy Ackermann. Für Verpflegung ist gesorgt. Der Fussballklub Bourrignon betreibt vor Ort eine Gastwirtschaft.

UFA-REVUE · 7-8 2011

Fresstisch (Grafik), liessen sich die 105 Red-Holstein-Kühe innerhalb der ersten 24 Stunden nach der Inbetriebnahme im November 2010 bereits 237 und 250 Mal melken. «Mit zwischen 80 000 und 124 000 Zellen pro Milliliter ist die Milchqualität sehr gut», stellen die Betriebsleiter fest.

Joseph Girardin

1 Million Kilogramm als Ziel Vor der Kuhstallerweiterung hatte man jährlich 780 000 kg Milch mit einem Fischgerät-Melkstand 2 x 3 gemolken, was pro Tag einen Arbeitsaufwand von sechs Stunden mit sich brachte. Aktuell liegt die Jahresproduktion bei rund 920 000 kg Milch. Als Ziel haben Ackermanns den Verkauf von jährlich 1 Million Kilogramm. Beim Umbau legte man Wert darauf, das alte Gebäude möglichst zu erhalten, ohne neue Entwicklungen einzuschränken.

Vielseitiger

Betrieb Insgesamt werden von Ackermann & Co. 200 ha bewirtschaftet. Davon sind 60 ha offene Ackerfläche (Raps, Silomais, Getreide) und 140ha Grünland. Hinzu kommen 30 ha Wald. Die vielseitige Tierhaltung der Betriebsgemeinschaft umfasst momentan 105 Kühe (9604 kg Milch pro Laktation), 100 Aufzuchttiere, 50 Muni, 800 Mastschweineplätze und 60 Pferde. Im Jahr 2009 war bereits in zusätzliche Liegeboxen, neuen Gülleraum (800 m3), zwei Futtersilos (500 und 700 m3) sowie in einen 8400 l-Milchtank investiert worden. Der Mastschweinestall stammt aus dem Jahr 2005. 䡵

Die Betriebsgemeinschaft Ackermann beschäftigt fünf Teilinhaber zweier Generationen sowie einen Angestellten. Hier Julien Magula (l.) und Marcel Ackermann.

Autor Joseph Girardin, Milchviehspezialist im UFA-Beratungsdienst, 2800 Delémont. www.ufa.ch

INF BOX INFO

www.ufarevue.ch 7-8 · 11

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NUTZTIERE

Was bringt der Kuh wirklich etwas? FUTTERZUSÄTZE Vor allem bei Hochleistungskühen in der Startphase tragen Futterzusätze zur Aufrechterhaltung der Leistungsbereitschaft bei. Auf dem Markt stehen beinahe unendlich viele Futterzusätze zur Auswahl. Welche sind auch wirtschaftlich interessant?

Hansueli Rüegsegger

Jacques Emmenegger

Beinahe täglich kommen neue Zusatzstoffe auf den Markt und verschwinden wieder. Meist bezeichnen Anbieter ihre Produkte mit Markennamen. Das erschwert es zusätzlich, den Überblick zu behalten.

Rund ums Abkalben Trotz allem gibt es einige Zusatzstoffe, die zur Förderung der Leistung und zur Gesunderhaltung einer langlebigen Milchkuh beitragen. Werden die richtigen Futtermittel-Zusatzstoffe im richtigen Zeitpunkt richtig dosiert und kombiniert eingesetzt, machen sie sich bezahlt. Wenn der Stoffwechsel der Tiere entlastet und Stoffwechselkrankheiten verhindert werden können, ist der Einsatz von Zusatzstoffen interessant. In der Milchproduktion ist dies vor allem über das Abkalben und bei Laktationsbeginn der Fall. Wichtige Zusatzstoffe sollen mit diesem Artikel etwas durchleuchtet werden.

Grafik: Futteraufnahme nach Ketoseprophylaxe Futteraufnahme in kg TS / Tier / Tag

Quelle: Driemer, Orb, Rommel, 2010 24 23 22 21 20

Niacin (Nikotinsäure) gehört zu den

19

Kontrolle Propylenglykol Glyzerin Glyzerin und L-Carnitin

18 17 16 8 – 13

14 – 20

21 – 27 28 – 55 Laktationstage

56 – 79

80 – 100

Die höchste Futteraufnahme in den ersten sechs Laktationswochen zeigten die Kühe der Propylengklykol-Gruppe. 64

Lebendhefen Über den Nutzen von Lebendhefen zweifelt heute kaum jemand. Dies auch aufgrund einer Vielzahl von Versuchen, die zu diesem Thema gemacht wurden. Mit der Zugabe von Lebendhefen wird der Pansen-pH stabilisiert, um einer Pansenübersäuerung vorzubeugen. Die Fermentation wird angeregt, was den Futterverzehr nach dem Abkalben rascher ansteigen lässt. Da die Faserbestandteile besser und schneller abgebaut werden, steigen die Verdaulichkeit der Gesamtration und der Verzehr an Trockensubstanz (TS). Durch die erhöhte Aktivität im Pansen kann dieser schneller auf Futterumstellungen reagieren, was sich mit konstanteren Milchleistungen und -gehalten bei der Übergangsfütterung bezahlt macht. Auch im Sommer bei grosser Hitze helfen Lebendhefen, die Pansenaktivität aufrechtzuerhalten und den Stoffwechsel zu entlasten. Der Vorteil von lebenden Hefen wie «YeaSacc» gegenüber toten ist, dass der Sauerstoff im Pansen schneller verzehrt und dadurch der Faserabbau beschleunigt wird. Bei der Verwendung von Lebendhefen muss unbedingt darauf geachtet werden, dass diese bei der Verarbeitung überleben, da nicht jeder Stamm resistent gegen äussere oder chemische Einflüsse ist.

Vitaminen und wird auch von den Pansenmikroben selber hergestellt. Dieses Vitamin ist ein wichtiger Player beim Energiestoffwechsel. Das heisst, die Energieumsetzung wird bei einer ausreichenden Versorgung verbessert. Die Ketosegefahr nimmt ab und die Energiebilanz (NEB) verbessert sich. Trotz der

Eigensynthese reagieren die Kühe positiv auf die Zugabe von Niacin. Wird Niacin verabreicht, muss dies in einer Höhe von 3 bis 6 g je Kuh und Tag sein, damit eine Wirkung erzielt wird. Neben einer ausgeglicheneren NEB wird mit der Zugabe von Niacin eine Verbesserung der Milchleistung beobachtet. Niacin sollte bei Hochleistungskühen 14 Tage vor dem Abkalben bis zirka zum 100. Laktationstag verabreicht werden.

Cholin ist ein vitaminähnlicher Stoff, der den Energiestoffwechsel unterstützt. Vor allem beim Fettstoffwechsel spielt Cholin eine wichtige Rolle. Durch die Effizienzsteigerung des Leber-FettStoffwechsels wird der Fettgehalt der Leber gesenkt.

Methionin ist bei der Milchkuh in üblichen Rationen die erstlimitierende Aminosäure. Methionin gilt als bedeutender Baustein und hat wie das Cholin eine wichtige Funktion im Fettstoffwechsel. Ein Teil wird von den Pansenbakterien synthetisiert, der Rest muss zugefüttert werden.

Cholin und Methionin kombiniert Die beste Wirkung wird erzielt, indem Cholin und Methionin zusammen verabreicht werden. Wichtig ist, dass diese beiden Futterzusatzstoffe pansengeschützt sind. Denn nur bei einer Absorption im Dünndarm wird der gewünschte Nutzen erzielt. Mit der richtigen Verkapselung ist eine hohe Verdaulichkeit im Dünndarm gewährleistet. Weiter lässt sich mit der Verkapselung die Akzeptanz deutlich verbessern. In UFA top-form sind Methionin und Cholin geschützt enthalten, was 7-8 2011 · UFA-REVUE


NUTZTIERE den Wert dieses Leistungskonzentrates noch erhöht.

Verhinderung der Ketosegefahr Propylenglykol wird oft als die Ketoseprophylaxe angesehen. Doch wie schneidet dieses Produkt im Vergleich zu Glycerin ab? Propylenglykol verbessert die Traubenzuckerversorgung der hochlaktierenden Kuh. Auch der Energie- und Fettstoffwechsel wird positiv beeinflusst. Zudem stabilisiert Propylenglykol die Futteraufnahme, was bis 2 kg mehr Milch pro Tier und Tag zur Folge haben kann. Doch auch bei anderen Zusatzstoffen wie Glycerin werden diese Argumente hervorgehoben. Bei Glycerin ist das Problem, dass es ein Nebenprodukt der Biodieselherstellung ist und seine Qualität unterschiedlich ausfällt. Das bedeutet, dass bei guter Qualität durchaus befriedigende Resultate erzielt werden, jedoch bei schlechter Qualität kaum eine Wirkung hervorgeht. Der einzige Vorteil von Glycerin gegenüber Propylenglykol ist die bessere Akzeptanz, denn auch der Energiegehalt liegt tiefer als bei Propylenglykol. In der Grafik wird der Effekt von Propylenglykol, Glycerin und Glycerin mit L-Carnitin (eine Substanz, die im Fettstoffwechsel eine wichtige Rolle spielt) auf den TS-Verzehr mit einer Kontrollgruppe verglichen. Die Versuchsergebnisse zeigen, dass mit dem Zusatz von

Propylenglykol die besten Resultate erzielt werden. Gemäss diesem Versuch wird der beste Erfolg mit Propylenglykol vor allem in den ersten 60 Laktationstagen erzielt, wenn der TS-Verzehr möglichst schnell ansteigen soll. Glycerin alleine schneidet bei diesem Versuch kaum besser ab als die Kontrollgruppe, nur in Kombination mit L-Carnitin werden bessere Resultate erreicht.

Biotin gehört zu den Vitaminen und ist an der Haut- und Klauenhornbildung beteiligt. Es zeigt eine positive Wirkung auf den Zellgehalt der Milch. Bei einer wiederkäuergerechten Fütterung kann die Kuh dank den Pansenbakterien in der Regel ausreichend Biotin herstellen. Wenn die Pansenfermentation eingeschränkt ist, in Stresssituationen oder wenn die Ration zu wenig Struktur aufweist, hat die Kuh oft ein Biotin-Manko. Ein Mangel lässt sich vermeiden, indem Biotin während mindestens drei bis sechs Monaten zugefüttert wird.

Fazit Bei einer Milchleistung ab 8000 kg sind die Zusätze Lebendhefen, Niacin und Methionin in der Startphasenration empfehlenswert. So kann der Stoffwechsel der Kuh entlastet werden, was eine bessere Gesundheit zur Folge hat. Die meisten Zusätze haben vor al-

UFA top-form DAC für die Abrufstation Das neu eingeführte UFA top-form DAC für die Abrufstation hat sich in der Praxis bereits gut durchgesetzt. Hochleistungsbetriebe, die UFA top-form über den Zudosierer verfüttern wollen, haben mit diesem Produkt die ideale Lösung gefunden. Dank spezieller Herstellung verklebt das Futter nicht und kann gezielt zudosiert werden. Auch bei warmen Temperaturen gibt es im Zudosierer keine Probleme mit Verklebung.

lem bis etwa zum 100. Laktationstag einen positiven Effekt. Später erreicht man kaum einen wirtschaftlichen Nutzen. Propylenglykol wird in der Startphase oft erfolgreich eingesetzt. Vor allem bei gefährdeten Kühen mit Übergewicht oder hohen Milchleistungen macht sich der Einsatz in den ersten sechs Laktationswochen bezahlt. 䡵

Kalinka frisst UFA top-form DAC.

Autoren Hansueli Rüegsegger, Ressortleiter Milchvieh; Jacques Emmenegger, Technischer Dienst; UFA AG, 3360 Herzogenbuchsee. www.ufa.ch

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NUTZTIERE

40 Jahre UFA-Mineralsalz IN SURSEE werden seit nunmehr 40 Jahren UFA-Mineralsalze hergestellt. Die Entwicklung war geprägt durch viele Innovationen mit durchschlagendem Markterfolg. Den bisherigen Höhepunkt erreichten die UFA-Mineralsalze mit der Einführung der MINEX-Linie vor zehn Jahren.

Stephan Roth

Benjamin Laville

Im Jahre 1970 beschlossen die Genossenschaftsverbände, die Herstellung von Mineralsalzen zu zentralisieren. Man versprach sich eine rationellere Produktion und qualitative Verbesserungen. Da die UFAG – seit 1966 Herstellerin von UFA-Kälbermilchprodukten – gemeinsam den Verbänden gehörte, lag es nahe, dass dieses Unternehmen auch die Mineralsalzproduktion übernahm. Dazu wurde ein neues Mineralfutterwerk gebaut und 1971 in Betrieb genommen. Das erste Sortiment bestand aus sechs Produkten: UFA 193, 195, 197, 199, 395 und 992. Mit der zentralen Herstellung auf speziellen Anlagen und mit ausgereiftem Know-how war der Grundstein gelegt, mit den UFA-Mineralsalzen eine führende Stellung auf diesem damals schon hart umkämpften Markt einzunehmen.

Fütterung mit System Aber dieses Ziel war noch weit entfernt. Deshalb war es wichtig, nach neuen Wegen zu suchen und eine Systematik in die Mineralstofffütterung einzubringen. Hans Sonderegger, Professor am damaligen Technikum (heute Schweizerische Hochschule für Landwirtschaft) in Zollikofen, befasste sich zu dieser Zeit ebenfalls intensiv mit der Mineralstoffversorgung der Milchkuh. Dank einer guten Zusammenarbeit brachte die UFA mit einem völlig neuartigen Mineralsalzplan («Schluss mit Zufallstreffern») und den leicht einprägsamen Symbolen ein System in die Mineralstofffütterung. Auch heute noch, 40 Jahren später, sind die Empfehlungen fachlich richtig. An sich kein Wunder, denn diese Empfehlungen basierten auf Hunderten von 66

Rationsberechnungen, Grundfutteranalysen, Futterverzehrserhebungen und Dutzenden von Besprechungen. 1980 wurden im Zusammenhang mit dem neuen System der Energiebewertung auch die Normen für die Mineralstoffe neu festgelegt. Das erforderte eine Anpassung der Gehalte und neue Mischungen, vor allem solche mit mehr Kalzium.

Die «neue Welle» Unter dem Slogan «UFA-Mineralsalze – die neue Welle» wurde das neue Sortiment in allen Regionen der Schweiz in unzähligen Vorträgen präsentiert. Neben der Fresslust spielt bei Mineralsalzen auch die Verwertbarkeit eine wichtige Rolle. In den letzten 40 Jahren gab es deshalb verschiedene Neuentwicklungen wie zum Beispiel Mehrfach- oder Magnesium-Phosphate, die von den Tieren besser verwertet werden. Bei den Spurenelementen hat vor allem Selen, bei den Vitaminen das Vitamin E und in den letzten Jahren Biotin einen grossen Stellenwert eingenommen. Bei Selen, Zink und anderen Spurenelementen werden vermehrt organisch gebundene Formen verwendet, die noch besser verfügbar sind. Deren Einsatz ist heute immer noch begrenzt durch den hohen Preis. Schmackhaftigkeit entscheidet Milchkühe sind Feinschmeckerinnen und oft wählerisch. UFA-Mineralsalze werden deshalb seit Jahren in Praxisbetrieben auf ihre Akzeptanz getestet («UFA-Mineralsalze – die Praxis-getesteten»). Eine gute Fresslust ist eines der obersten Ziele. Denn Mineralsalze nützen nur, wenn sie von den Kühen aufgenommen werden.

Die Fabrikationsanlagen für UFA-Mineralsalze wurden laufend dem Stand der Technik angepasst. So konnte 1993 mit einer neuartigen Direkt-Vermahlung der hocharomatischen Kräuter und Trägerstoffe und mit einer neuen Melassedosierung die Schmackhaftigkeit der Mischungen erneut gesteigert werden. Doch mit den herkömmlichen technischen Möglichkeiten stiess man an Grenzen. Deshalb suchte man nach neuen Lösungen und fand sie in der Expandertechnologie. Unzählige Versuche und technische Änderungen waren nötig, um mit dem Expander ein Mineralsalz zu erhalten, das nicht nur gut gefressen wird, sondern auch eine gut dosierbare, strukturierte, praxisgerechte Form aufweist. Unter dem Namen MINEX 975 war das erste Produkt ab August 2001 in jeder LANDI erhältlich. MINEX schlug punkto Fresslust alles, was bis dahin auf dem Markt war. Dieses Ereignis liegt nun bereits zehn Jahre zurück und der Erfolg von MINEX 975 hat die UFA veranlasst, ihre Entwicklungsarbeit fortzuführen. So behaupten sich mittlerweile sechs verschiedene MINEX-Produkte auf dem Markt.

Neue TMR-Linie Wachsende Betriebe, neue Fütterungsstrategien in der Milchproduktion und der Einsatz neuer Fütterungstechnologien haben zur Entwicklung der UFA-TMR-Mineralfutterlinie geführt. Mit den neuen Produkten können die Mineral- und Spurenelementgehalte von Total- oder Teilmischrationen einfach und kostengünstig über die direkte Beigabe in den Mischwagen ausgeglichen werden. In Kombination mit einem hochwertigen MINEX-Produkt über die Abrufstation ist 7-8 2011 · UFA-REVUE


NUTZTIERE es möglich, die Ration jeder Kuh individuell zu ergänzen. Auch im Hintergrund wurden in den letzten Jahren laufend Neuerungen umgesetzt. So wurde zum Beispiel im Jahr 2009 eine neue Würfelpresse für Mineralfutter in Betrieb genommen. Durch diese Investition konnte die Produktionsleistung bei gleichbleibender UFAQualität verfünffacht werden. Ein anderes Beispiel ist das neue Sackkonzept mit dem unverkennbaren Look der UFA-Produkte. 䡵

Qualität und Preis Um allen Kundenbedürfnissen gerecht zu werden, führt UFA ein breites Mineralsalzsortiment: • MINEX ist die Marke der Wahl, wenn das Mineralsalz nicht in eine Mischration eingearbeitet wird. Die wertvollen Spurenelemente und Vitamine sind zu teuer, als dass sie in der Krippe liegen bleiben. MINEX schleckt jede Kuh weg und ist damit sehr preiswert. • Unter den UFA-Mineralsalzen findet der Kunde neben der Standardlinie insbesondere Spezialprodukte mit Zusatzstoffen wie Beta-Carotin, Selen oder Biotin. • TMR-Mineralfutter sind eine günstige Alternative, wenn die Fressbarkeit eine untergeordnete Rolle spielt, weil die Produkte im Mischwagen eingemischt werden.

Das Mineralfutter- und Spezialitätenwerk der UFA in Sursee.

Autoren Stephan Roth, Ressortleiter Forschung und Entwicklung, UFA AG, 3360 Herzogenbuchsee. Benjamin Laville Ressortleiter Rindvieh, UFA-Beratungsdienst, 3052 Zollikofen. www.ufa.ch

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GENETIK NUTZTIERE

Einheitliches LBE-Schema DER HOLSTEINZUCHTVERBAND UND SWISSHERDBOOK arbeiten nicht nur bei den Zuchtwertschätzungen und Milchgehaltsanalysen, sondern auch bei der Linearen Beschreibung und Einstufung (LBE) eng zusammen. Ab September 2011 wird die LBE nach einem neuen Schema durchgeführt.

Timothée Neuenschwander leitet die neue Linear AG.

Nach der gescheiterten Fusion im Jahr 2009 hatten die Vorstände des Schweizerischen Holsteinzuchtverbands (SHZV) und die Genossenschaft swissherdbook verschiedene Zusammenarbeitsprojekte initiiert. 2011 werden die Pläne nun umgesetzt. Die Zuchtwertschätzungen für Holstein und Red Holstein werden bei der Qualitas AG in Zug durchgeführt und dadurch vergleichbar. Zudem lässt der SHZV die Milchproben wie swissherdbook jetzt bei der Suisselab in Zollikofen untersuchen.

Per September 2011 wird die Lineare Beschreibung und Einstufung (LBE) für die Rassen Holstein und Red Holstein, Swiss Fleckvieh, Montbéliarde und Simmental der Linear AG in Grangeneuve (FR) übertragen. Der SHZV ist an der Linear AG zu 51 %, swissherdbook zu 49 % beteiligt. Die AG verfügt über rund 20 Einstufer beider Gründungsorganisationen.

Das LBE-System des SHZV diente als Basis für das neue LBE-Schema der Rassen Holstein und Red Holstein, Swiss Fleckvieh, Montbéliarde und Simmental.

Holstein Das LBE-Schema der Rassen Holstein und Red Holstein wurde vereinheitlicht. Es basiert auf dem System des SHZV. Die Auswahl der Merkmale ist aufgrund der Liste des ICAR (International Committee for Animal Recording) erfolgt. Ergänzt wurden im swissherdbook-Schema folgende Eigenschaften: Becken, relative Höhe Vorhand, Lende, Milchcharakter, Knochenbau, Fusswinkel, Bewegung, Breite Hintereuter-Aufhängung, Zitzenverteilung hinten. Gestrichen wurden die Merkmale Beckenlänge, Bemuskelung, Ausdruck, Sprunggelenkausprägung, Fesseln, Voreuter, Nacheuter, Zitzenform und -stellung. Bei Swiss Fleckvieh, Simmental und Montbéliarde sind die LBESchemen vom Holsteinmodell abgeleitet. Neu im Beurteilungskatalog von Swiss Fleckvieh und Simmental befinden sich die Kriterien Knochenbau, Fusswinkel, Bewegung, Breite Hintereuter-Aufhängung. Weg fällt die Einstufung von Beckenlänge, Sprunggelenkausprägung, Fesseln, Nacheuter und Zitzenform. Bei Montbéliarde ist die Anpassung nahezu parallel verlaufen, ausser dass zusätzlich das Merkmal «relative Höhe Vorhand» hinzukommt und die Eigenschaften Voreuter und Zitzenstellung gestrichen wurden.

Andere Gesamtnoten Wie vorher ist die LBE in den Noten 1 bis 9 wiedergegeben. Merkmale, die in Zentimeter gemessen oder beschrieben werden, wandelt der Handheld-Computer in diese Noten um – in Abhängigkeit des Tieralters, der Laktationsnummer oder der Euterfüllung. Je höher die einzelnen 68

Merkmale beim Optimum liegen, desto höher die Gesamtnote. Mit früheren Einstufungen sind die neuen Noten nur bedingt vergleichbar. Die Skala bleibt zwar die gleiche (P-60 bis VG-87 in erster Laktation usw.), aber die Verteilung der Tiere innerhalb dieser Skala wird etwas ändern. «Für Züchter von Zweinutzungsrassen sind die Modifikationen nicht sehr bedeutend», sagt Timothée Neuenschwander, Geschäftsführer der Linear AG. Grösser seien die Anpassungen für Holsteinkühe.

Ähnlich wie bei Braunvieh Die Mehrheit der beschriebenen Merkmale findet sich auch im LBE-System des Schweizer Braunviehzuchtverbandes (SBZV). Beim SBZV fand die letzte grosse Änderung der LBE mit der internationalen Harmonisierung im Jahr 2008 statt. Kosteneinsparungen? Was betroffene Züchter künftig für die LBE bezahlen, hängt laut Timothée Neuenschwander von den Gegebenheiten ihrer Zuchtorganisation ab. So spiele es etwa eine Rolle, wie viel die Zuchtorganisation an Prüfbetrieben beteiligt sei. Unter dem Strich soll die Zusammenarbeit zwischen swissherdbook und SHZV zur Kostensenkung beitragen. 䡵

Autor Matthias Roggli, UFA-Revue, 3360 Herzogenbuchsee. www.swissherdbook.ch, www.holstein.ch, www.braunvieh.ch

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PRAXISGESPRÄCH NUTZTIERE

Lohnt sich ab zehn Aufzuchtkälbern EIN TRÄNKEAUTOMAT bringt nicht nur für Mast-, sondern auch für Aufzuchtkälber viele Vorteile. Er erlaubt exakte Milchgaben nach Futterkurve und reduziert den Arbeitsaufwand. Moderne Geräte verfügen zudem über interessante Zusatzoptionen.

Gerade noch rechtzeitig vor der Abkalbesaison im Herbst hat Melk Staller eine Idee, wie er Arbeit einsparen und die Entwicklung der Aufzuchtkälber optimieren kann. Melk Staller: Pro Jahr ziehe ich rund 15 Kälber auf, um meinen 50-köpfigen Kuhbestand zu remontieren. Mein Vater, der jeweils die Kälber tränkt, ist nicht mehr so fit wie früher. Nun erwäge ich die Anschaffung eines Stand-alone-Tränkeautomaten. Ruedi Rathgeber: Pro Jahr und Kalb sparst du mit einem Tränkeautomat allein für das Tränken mindestens eineinhalb Stunden. Generell wird ein Automat ab zehn Kälbern als lohnende Investition empfohlen. Fredy Sauber: Die Übertragung von Krankheitserregern lässt sich bei der Eimertränke eher unterbinden, wenn Kessel und Nuggi nach jedem Gebrauch gründlich gereinigt werden. Dafür ist das Reinigen beim Tränkeautomat bequem, verfügt er doch über ein automatisches Waschprogramm. Melk Staller: Sympathisch ist mir, dass ein Tränkeautomat exakt nach Futterkurve füttert und eine konstante Tränketemperatur von 41°C gewährleistet. Ruedi Rathgeber: Die Kälber nehmen regelmässig kleine Portionen auf, wodurch die Gefahr von Durchfallerkrankungen sinkt. Wachstumsverzögerungen in den ersten sechs Lebensmonaten lassen sich nicht mehr kompensieren. Ein ungehindertes Organwachstum in den ersten Wochen beeinflusst das spätere Leistungspotenzial entscheidend. Melk Staller: Wie gewöhne ich das Jungvieh am besten ans Festfutter? UFA-REVUE · 7-8 2011

«Bei der Produktewahl gilt es, neben den Geräteeigenschaften vor allem den Service- und Reparaturdienst zu beachten.»

Ruedi Rathgeber: Im Idealfall wird an den computergesteuerten Tränkeautomat noch eine Kraftfutterstation angeschlossen. Je nachdem, wie viel Kraftfutter das Kalb schon frisst, wird die Tränkemenge zurückgefahren. Mit der Verabreichung von Kraftfutter ab der zweiten Lebenswoche entwickelt sich der Pansen schnell und das Kalb kann früher abgesetzt werden. 6l Milch reichen nur für 400 g Tageszunahme. Für den angestrebten Zuwachs von täglich 900g braucht das Kalb zusätzliches Futter! Melk Staller: Auf was kommt es bei der Anschaffung eines Tränkeautomaten an? Ruedi Rathgeber: Bei der Produktewahl gilt es neben den Geräteeigenschaften vor allem den Service- und Reparaturdienst zu beachten. Die

weltweit am meisten verkauften Tränkeautomaten sind die Stand-Alone von Förster-Technik. Melk Staller: Aktuell lassen wir die Kälber nach dem Tränken noch eine Viertelstunde im Fressgitter eingesperrt, damit sie sich nicht gegenseitig besaugen. Hier hat der Automat einen Nachteil. Ruedi Rathgeber: Nicht unbedingt. Förster-Technik bietet mit CalfProtect eine Tränkestationserweiterung an, welche die Kälber nach der Tränkeaufnahme vom Besaugen anderer Tiere abhält. Darüber hinaus gibt es viele Ergänzungsmöglichkeiten, beispielsweise ein Kälbermanagerprogramm oder eine Vorderfusswaage. Fredy Sauber: Trotz automatisiertem Tränkesystem ist es wichtig, die Tiere gut zu beobachten. Nicht zu vergessen ist zudem, dass die Automaten gepflegt sein wollen und die Funktionen regelmässig überprüft werden müssen. Melk Staller: Angenommen, ich will noch einige Kälber mästen – geht das mit demselben Automaten, den ich für die Aufzuchttiere verwende? Ruedi Rathgeber: Jawohl. Beispielsweise mit einem Zusatzpaket zum Vario von Förster können bis zu vier unterschiedliche Fütterungsgruppen versorgt werden. Für jede Kälbergruppe sind individuelle Mengen, TrockensubstanzKonzentrationen und Milchanteile einstellbar. 䡵

Tränkeautomat ja, aber nicht auf Kosten der Tierbeobachtung, finden Fredy Sauber, Melk Staller und Ruedi Rathgeber.

Autor Matthias Roggli, UFA-Revue, 3360 Herzogenbuchsee. Bei diesem Artikel handelt es sich um ein fiktives Gespräch mit fiktiven Personen. Tränkeautomaten können bei der UFA gekauft, geleast oder gemietet werden. UFA bietet einen Reparaturund Servicedienst über sieben Tage die Woche an.

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NUTZTIERE

Auch Kleine brauchen Wasser KÄLBERAUFZUCHT Wasser ist bekanntermassen das wichtigste und gleichzeitig billigste Futtermittel für Rinder. Diese Erkenntnis haben sicherlich die meisten Milchproduzenten fest verinnerlicht und bemühen sich, ihren Kühen stets Tränkwasser in ausreichender Menge und Qualität anzubieten. Ganz anders ist die Situation leider häufig noch im Aufzuchtkälberbereich.

Jakob Groenewold

Ab dem Jahr 2013 müssen Kälber jederzeit Wasser trinken können. Was die Aufzuchtkälber betrifft, macht diese Vorschrift der Schweizer Tierschutzverordnung sicher Sinn. Denn in der Praxis haben sich Wassergaben an kleine Kälber noch nicht überall durchgesetzt. Das hängt einerseits damit zusammen, dass durch Wassergaben insbesondere bei einer Einzelhaltung in Kälberhütten oder -iglus mehr Arbeit entsteht. Andererseits sind viele Landwirte der Ansicht, dass Kälber in den ersten Lebenswochen über die Milchtränke ausreichend mit Flüssigkeit versorgt werden.

Milch reicht nicht Dass diese Annahme falsch ist, zeigt eine Untersuchung im Landwirtschaftszentrum Haus Riswick (Nelle und al., 2005). Hier nahmen die Kälber neben der praxisüblichen Milchtränke von 6 l bis zum Ende des ersten Lebensmonats im Mittel pro Tag bereits rund 2 l Wasser zusätzlich auf. Bei Einzeltieren lag die Wasseraufnahme teilweise auch erheblich höher. In der Folgezeit und insbesondere nach dem Reduzieren der täglichen Tränkeration stieg die Wasseraufnahme weiter deutlich an. Wirkt gegen Durchfall Werden die Kälber zweimal täglich getränkt, ohne dass extra Wasser angeboten wird, können sie ihren Durst zwischen den Mahlzeiten nicht stillen. Vor allem bei Eimertränken ohne Nuckel besteht die Gefahr, dass die Milchtränke sehr hastig aufgenommen wird. Dies kann zu einer ungenügenden Abgabe von Speichel und Verdauungsenzymen führen, was das Risiko von Verdauungsstörungen 70

deutlich erhöht. Als Folge sind in der Praxis immer wieder Durchfälle festzustellen, die den Flüssigkeitsverlust weiter steigern und im schlimmsten Fall zum Verenden der Tiere führen. Kälber, die jederzeit Wasser aufnehmen können, haben erfahrungsgemäss seltener Probleme mit Durchfall. Kommt es dennoch zu Durchfällen, hilft die Wasseraufnahme, massive Stoffwechselentgleisungen durch Flüssigkeits- und Pufferverluste zu vermeiden und so das Durchfallgeschehen besser zu überstehen.

Daran gewöhnen Wasser als Bestandteil der Milchtränke fungiert in erster Linie als Nährstoffträger und kann den Durst der Kälber nicht ausreichend stillen. Als allgemeine Empfehlung gilt, den Kälbern bereits ab dem dritten Lebenstag zusätzlich Wasser zur freien Aufnahme anzubieten. Das Risiko, dass die Kälber sich zu diesem frühen Zeitraum übersaufen, ist als relativ gering einzuschätzen. Denn zunächst werden nur relativ kleine Wassermengen zusätzlich zur Milchtränke aufgenommen. Vorteilhaft ist das frühe Wasserangebot insbesondere deshalb, weil die Tiere sich so schnell daran gewöhnen, dass immer Wasser zur freien Aufnahme zur Verfügung steht. Das zusätzlich aufgenommene Wasser wird so meist in kleinen Portionen verteilt über den ganzen Tag aufgenommen. Nicht über Nuckel Wichtig ist in jedem Fall eine Aufnahme von oben aus einer Eimer- oder Selbsttränke, damit das Wasser auch in den Pansen gelangt. Wassergaben über Nuckeltränken sind nicht geeignet, da es dann zu einem

grossen Teil durch den Schlundrinnenreflex in den Labmagen gelangt.

Positiv für Pansenentwicklung Wasser ist für die Entwicklung des zunächst noch sehr kleinen Pansens von grosser Bedeutung. Nur wenn ausreichende Wassermengen in den Pansen gelangen, können sich die dort ansiedelnden Pansenbakterien auch weiter vermehren. Diese fermentieren unter anderem stärkereiche Futterkomponenten und es entstehen flüchtige Fettsäuren (Butter- und Propionsäure), die über chemische Reize die Ausbildung der Pansenzotten, aber auch die Dicke der Pansenwand massgeblich fördern. Damit wird deutlich, dass eine frühzeitige Wasseraufnahme die Entwicklung eines funktionierenden Pansens und damit auch die Kraftfutteraufnahme und -verdauung nachhaltig unterstützt.

Um 60 % mehr Zuwachs Dies bestätigt auch einer der wenigen Fütterungsversuche zu dieser Thematik, der bereits in den achtziger Jahren in den USA durchgeführt wurde. Hier bekamen die Kälber nach einer dreitägigen Biestmilchphase im anschliessenden vierwöchigen Versuchszeitraum eine identische Menge an Milchaustauschertränke und Kälberaufzuchtfutter zur freien Aufnahme. Eine der Versuchsgruppen konnte zusätzlich Wasser saufen, der zweiten Gruppe wurde neben der Milchtränke kein Wasser angeboten. Der in der Tabelle dargestellte Einfluss des aufgenommenen Wassers auf die Kraftfutteraufnahme und die Lebendmasseentwicklung der Kälber verdeutlicht sehr eindrucksvoll, welche Bedeutung Wasser für die Entwicklung 7-8 2011 · UFA-REVUE


NUTZTIERE der Tiere schon in den ersten Lebenswochen hat. So war die Kraftfutteraufnahme bei den Kälbern mit freiem Zugang zu Wasser um 45 % erhöht. Beim Lebendgewicht wurde sogar ein um 60 % höherer Zuwachs im Vergleich zu der Tiergruppe ohne zusätzliches Wasserangebot ermittelt.

Sauberkeit und Hygiene Aber nicht nur die angebotene Menge, auch die Sauberkeit und Hygiene ist bei der Wasserversorgung von grosser Bedeu-

tung. Verschmutztes Tränkwasser ist geschmacklich beeinträchtigt, wird von den Kälbern weniger gut aufgenommen und führt dann zwangsläufig zu Leistungseinbussen. Daher sollte die Sauberkeit der Tränkgefässe oder Selbsttränken immer täglich überprüft werden. Vor allem bei warmer Witterung kann es in verschmutzten Wassergefässen schnell zu einer massiven Keimanreicherung kommen, so dass es bei den Kälbern als Folge zu Durchfallproblemen kommt.

Tabelle: Wasseraufnahme beeinflusst Zuwachs Merkmal

Gruppe 1 Wasser ad lib. 20

Anzahl Kälber Gewicht bei Versuchbeginn (kg) 44.2 Totale Wasseraufnahme (l) 41,4 Aufnahme an Kraftfutter (kg) 11.72 Gewichtszuwachs (kg) 8.45 Erhebungszeitraum: erste vier Lebenswochen

Quelle: Kertz et al., 1984 Gruppe 2 Differenz ohne Wasser in % 21 43.1 – 8.08 5.26

+ 45 % + 60 %

Fazit Zusammengefasst ist bei Aufzuchtkälbern folgendes zu beachten: • Kälber benötigen neben der Milchtränke zusätzlich Wasser, das den Durst zwischen den Milchmahlzeiten stillen kann. • Wasser fördert die Entwicklung des Pansens und damit eine frühzeitige Kraftfutteraufnahme. • Ohne ein zusätzliches Wasserangebot sind bereits in den ersten Lebenswochen verminderte Gewichtszunahmen zu erwarten. • Wasser muss von oben aus offenen Tränkgefässen aufgenommen werden, deren Sauberkeit regelmässig zu überprüfen ist. • Eine bedarfsgerechte Wasserversorgung auch jüngerer Kälber ist für eine optimale Entwicklung unverzichtbar. 䡵

Bei Selbsttränken ist auf eine regelmässige Reinigung zu achten.

Autor Dr. Jakob Groenewold, Referent für Rinderzucht und -haltung, Landwirtschaftskammer Niedersachsen, 26121 Oldenburg www.lwk-niedersachsen.de

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NUTZTIERE

Strohbasierte Aufzuchtration hat sich bewährt WEGEN GRUNDFUTTERMANGEL füttert die Betriebsgemeinschaft NicoleNicolet ihre Aufzuchtrinder seit einigen Jahren mit einer Mischung aus Stroh und dem Raufutterersatz UFA 250-2. Die Erfahrungen sind durchwegs positiv.

Aline Bapst

Pierre-André Nicole und Jacques Nicolet.

Bei Raufutterknappheit oder Flächenmangel stehen verschiedenste Alternativen zur Verfügung. Aber zu welchem Preis und mit welcher Qualität? In Folge einiger schlechter Erfahrungen mit zugekauftem Raufutter haben Pierre-André Nicole und Jacques Nicolet sich für eine Ration mit Stroh entschieden, ergänzt mit 3.5 kg pro Tier und Tag UFA 250-2 Raufutterersatz (speziell für Aufzucht) und «Frumel» (Mischung aus Melasse und Fruchtsi-

Gehäckseltes Stroh mit einer Partikellänge von rund 1.5 cm ermöglicht eine stabile Qualität der Ration und verhindert selektives Fressen. Es bietet eine Alternative für Betriebe, denen es an Dürrfutter mangelt. Wirtschaftliche Aspekte Um die Wirtschaftlichkeit des Heu- und Stroh-

Tabelle: Die Aufzuchtration Nicole-Nicolet (ab 450 kg) Menge pro Tier und Tag Stroh Frumel UFA 250-2 Total

kg FS 6.35 0.30 3.50 10.15

Erstabkalbealter: 28 – 30 Monate 72

rup), um die Schmackhaftigkeit der Mischung zu garantieren.

kg TS 5.59 0.19 3.08 8.86

Nährwert pro kg TS Rohasche 82 g/kg Rohprotein 124 g/kg Rohfett 16.5 g/kg Rohfaser 338 g/kg NEL 4.8 MJ/kg APDE 79 g/kg APDN 81 g/kg

zukaufs zu beurteilen, machten PierreAndré Nicole und Jacques Nicolet aus dem waadtländischen Lignerolle folgenden Vergleich: Eine Ration mit qualitativ einheitlichem Dürrfutter zum Preis von 25 Fr. pro 100 kg, das mit durchschnittlich 1 kg Kraftfutter pro Tier und Tag ergänzt wird, kostet zirka gleich viel wie eine Ration aus mit 12.50 Fr. pro 100 kg bewertetem Stroh. Neben den finanziellen Aspekten floss bei der Betriebsgemeinschaft NicoleNicolet insbesondere auch die Futterqualität in die Abwägungen ein.

Mehr Milch in 1. Laktation Als begeisterte Züchter entschieden sich Pierre-André Nicole und Jacques Nicolet erst nach reichlichen Überlegungen für die fundamentale Veränderung der Aufzuchtfütterung. Nach vielen Diskussionen mit ihrem Berater hat die Betriebsgemeinschaft den unkonventionellen Schritt hin zu einer strohbasierten Ration gewagt. Dass sich der Entscheid gelohnt hat, untermauern die guten Ausstellungsresultate sowie die verbesserten Milchleistungen der erstlaktierenden Kühe. Weil die Rationskomponenten Stroh und UFA 250-2 praktisch zu handhaben sind, kann Arbeit eingespart werden. So fällt beispielsweise die Aufbereitung der Silage oder das Aussortieren verschimmelter Komponenten weg. Keine abrupten Futterwechsel Die Betriebsleiter sind durchaus zufrieden mit dem neuen Fütterungssystem. Pierre-André Nicole und Jacques Nicolet betonen aber auch, welch hohe Bedeutung dem Management rund ums Absetzen der Milch zukommt. Die7-8 2011 · UFA-REVUE


NUTZTIERE

Betriebsspiegel Betriebsgemeinschaft Nicole – Nicolet, Rte de l’Abergement 2, 1357 Lignerolle Nutzfläche: 60 ha, ½ Talzone und ½ Bergzone 1 Sömmerung: vier Alpen, total 200 ha im waadtländischen und französischen Jura sowie in den waadtländischen Voralpen Tierhaltung: 60 Kühe (v.a. Holstein), 80 Kälber und Aufzuchtrinder, 90 Kälbermastplätze (anderer Standort) Lieferrecht: 500 000 kg Käsereimilch (Gruyère) Pflanzenbau: 7 ha Grün- und Silomais, 8 ha Getreide, 45 ha Grünland Arbeitskräfte: 2 Betriebsleiter, Sohn von J. Nicolet (ab November 2011), 1 Angestellter (bis November 2011), 1 Lehrling, 2 temporäre Arbeitskräfte (Sommer)

Nic’Holstein Scooby Duu Juju, Dritte der Kategorie 2 an der Swiss’Expo 2011.

se Phase stresst die Tiere. Indem den Aufzuchtkälbern ab der zweiten Lebenswoche bereits Kraftfutter und danach ebenfalls Raufutter angeboten

wird und das Absetzen erst bei einer Aufnahme von 1.5 bis 2 kg Kraftfutter erfolgt, lässt sich einem Wachstumsknick vorbeugen. 䡵

Nic’Holstein Padernus Somalie (Gewinnerin des «Mention honorable» an der Expo Bière 2011).

Autorin Aline Bapst, UFA-Marketing, 1070 Puidoux. Mit UFA 250, UFA 256 und UFA 280 Bio bietet die UFA auch für Kühe preislich attraktive Raufutterersatzprodukte an. www.ufa.ch

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NUTZTIERE

Ideale Zugabe für Mastkälber IN EINER DISSERTATION wurde überprüft, welche Festfutter für Mastkälber sich am besten zur Erfüllung der neuen Tierschutzvorgaben per 2013 eignen. Es zeigte sich, dass die UFA mit ihren Raufutterwürfeln auf dem richtigen Weg ist. Entsprechend positiv sind auch viele Feedbacks aus der Praxis.

Bis jetzt steht in Schweizer Kälbermastställen meist Stroh als alleinige Rohfaserquelle zur Verfügung. Wegen seinem hohen Ligningehalt begünstigt Stroh jedoch das Auftreten von Verdauungsstörungen und Labmagenläsionen. Gemäss Tierschutzverordnung muss Stroh ab dem Jahr 2013 bei Kälbern, die älter als zwei Wochen sind, auch auf QM-Betrieben mit einer anderen Rohfaserquelle ergänzt werden.

«Weniger Durchfallprobleme dank Raufutterwürfel» Hansueli Gerber bewirtschaftet in Beinwil (SO) einen 25ha-Betrieb mit 21 bis 22 Milchkühen und 20 QM-Kälbermastplätzen. Kälber, die er nicht zur Eigenremontierung benötigt, mästet er oder zieht sie auf und verkauft einen Teil davon als Zuchtkühe. Seit der Markteinführung vor einem Jahr setzt Hansueli Gerber die UFA 251 Rolls in seinem Kälbermaststall ein. «Zuerst war ich skeptisch, weil ich einen negativen Einfluss auf die Fleischfarbe vermutete», erinnert er sich. Doch diese Befürchtung sei nicht eingetreten – im Gegenteil. «Die Durchfallerkrankungen sind deutlich zurückgegangen, die Tageszunahmen haben sich verbessert und die Schlachtqualitäten überzeugen», stellt Hansueli Gerber heute fest. Daher will er pro Kälbergruppe à zehn Tiere auch künftig morgens und abends einen Fohlentrog mit UFA-Rolls füllen. UFA-Rolls regen die Speichelbildung an, was die Verdauung im Labmagen fördert. Weil sich die Kälber mit dem Kauen an den Rolls beschäftigen können, neigen sie weniger zu Lecksucht und zur Aufnahme krankheitserregender Keime in der Umgebung. UFA-REVUE · 7-8 2011

Geprüfte Festfutter In ihrer Dissertationsstudie hat Rahel Moser vier Festfutter untersucht, die als ergänzende Rohfaserquelle zu Stroh in Frage kommen: Mix (Flocken aus Soja- und Gerstenschalen), Ganzpflanzen-Maiswürfel, Maissilage und Heu. Analysiert wurde, welche Futter den Anforderungen im Bereich der Kälbergesundheit und -physiologie sowie an die Schlachtqualität am besten gerecht werden. 500 Kälber wurden in fünf Gruppen von jeweils 40 Tieren in Ställen mit permanent zugänglichem Auslauf gehalten. Die ad libitum Grundfütterung bestand aus Milchnebenprodukten und frei zugänglichem Wasser. Labmagengeschwüre traten bei den Kälbern je nach Festfutter mit folgender Häufigkeit auf: • 13.5 % mit Stroh • 8.9 % mit Maissilage • 8.8 % mit Getreidemix-Müesli • 5.4 % mit Heu • 4.1 % mit Maiswürfeln Bei den anderen erhobenen Kriterien gab es keine signifikanten Unterschiede. Der durchschnittliche Tageszuwachs lag bei 1.3 kg, die Taxierung zu 68 % bei T3 und besser und der Anteil Abgänge belief sich auf 4 bis 6 %. Es zeigte sich, dass der Strohverzehr die Entwicklung der Pansenzotten hemmt. UFA 251 Rolls bestätigt Die Studie von Rahel Moser bestätigt – zusammen mit Untersuchungen der Technikerschule Strickhof – den mit den UFA 251 Rolls eingeschlagenen Weg. Dieser Raufutterwürfel enthält alle Komponenten, die in den Versuchen mit Blick auf

Labmagengeschwüre sowie die Mastund Schlachtleistung gut abgeschnitten haben.

Alfred Erni

Gut für die Mast- und Schlachtleistung Auch von Kälbermästern erhalten die UFA 251 Rolls gute Feedbacks: ruhigere Kälber, gute Kotkonsistenz, keine Blähungen, besserer Tageszuwachs, weniger Abgänge und hohe Schlachtkörperqualitäten (siehe Kasten). Wichtig ist, dass die Kälber qualitativ gute Milch erhalten. Dann saufen sie genug davon und nehmen nicht übermässig Raufutter auf.

Verabreichungsmethode Zur Verabreichung der Rolls eignen sich insbesondere Krippen mit Fressgitter. Fohlentröge sind ebenfalls eine praktikable Lösung, wenn sie an Stellen montiert werden, wo es ringsum nicht zu schmutzig ist. So lässt sich gewährleisten, dass die Kälber an den Rolls weiternagen, auch wenn sie die Raufutterwürfel auf den Boden befördert haben. 䡵

Frédy Bessire

Angeboten werden die UFA 251 Rolls den Kälbern ab der zweiten Lebenswoche.

Autoren Alfred Erni, Leiter Kälberbereich UFA AG, 9501 Wil. Frédy Bessire, Kälbermastspezialist im UFA-Beratungsdienst, 3052 Zollikofen. www.ufa.ch

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Neues gegen Ferkelverluste UM DIE WETTBEWERBSFÄHIGKEIT ZU VERBESSERN, soll die Anzahl abgesetzter Ferkel pro Sau und Jahr weiter zunehmen. Neu ist der Anteil untergewichtiger Ferkel im Zuchtwert von Sauen integriert. Auf dem Praxisbetrieb gehören Geburtsüberwachung, Nährstoffversorgung und Wurfausgleich zu den wichtigsten Massnahmen. Ein Fragezeichen steht hinter der Akzeptanz künstlicher Ammen an der Verkaufsfront.

Die Produktivität der Schweizer Ferkelproduktion hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Wo es noch Verbesserungspotenzial gibt, weiss Andreas Hofer, der bei der Suisag, dem Schweizer Dienstleistungszentrum für die Schweineproduktion, den Geschäftsbereich Zucht leitet.

UFA-Revue: Wo liegt die Schweiz im Vergleich zum Ausland bei der Anzahl abgesetzter Ferkel pro Sau und Jahr? Andreas Hofer: In der besseren Hälfte Europas, aber hinter den Spitzenländern Dänemark, Niederlande und Frankreich. Zur Spitze Europas fehlen uns zirka vier abgesetzte Ferkel pro Sau und Jahr. Wir stellen bei unseren Schweizer Betrieben eine grosse Spanne von schlechten bis sehr guten Resultaten fest. Die besten Schweizer Betriebe können mit den Durchschnittsleistungen in den führenden Ländern mithalten. Was bedeutet das im Hinblick auf die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Ferkelproduktion? Die Verbesserung der Leistungen muss weitergehen, um nicht an Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren. Das Ziel ist nicht, zu den Spitzenländern aufzuschliessen, sondern den Abstand zu den führenden Ländern nicht grösser werden zu lassen. Seit 2004 ist die Gewichtung der Wurfgrösse im Zuchtziel reduziert worden. Wir haben schon früh erkannt, dass nicht nur die Anzahl lebend geborener Ferkel gesteigert werden sollte, sondern auch das Aufzuchtvermögen der Muttersauen verbessert werden muss, um die Saugferkelverluste zu stabilisieren oder sogar zu reduzieren. Mit der Gewichtung der Ferkelaufzuchtrate ab 2004 im Zuchtziel der Mutterlinien ist es uns gelungen, bei steigenden FerkelDie Erblichkeit des neuen Zuchtwertmerkmals «Anteil untergewichtige Ferkel (AUF)» liegt bei 10 %, vergleichbar mit der Wurfgrösse.

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zahlen die Saugferkelverluste konstant zu halten. Die Zuchtwertschätzung für Zitzenzahl und Exterieurmerkmale gibt es seit über zehn Jahren. Mit welchen Resultaten? Die Zahl der funktionellen Zitzen konnte klar gesteigert werden. Sauen haben heute im Mittel 15 Zitzen und in den nächsten Jahren wollen wir dies auf durchschnittlich 16 steigern. Bei den Fundamenten haben sich nicht alle Merkmale in die gewünschte Richtung verändert. Wir bearbeiten gleichzeitig eine Vielzahl von Merkmalen und der Zuchtfortschritt in Einzelmerkmalen ist daher beschränkt. Immerhin haben sich die Fundamente trotz gestiegenen Zunahmen und verbesserter Futterverwertung nicht verschlechtert. Ab diesem Sommer fliesst in die Zuchtwertschätzung von Sauen auch der Anteil untergewichtiger Ferkel ein. Wie hoch ist das Potenzial dieses Merkmals? Die Anzahl untergewichtiger Ferkel wird von den Zuchtbetrieben ohne Wägung mit geschultem Auge abgeschätzt. Der Anteil untergewichtiger Ferkel bei der Geburt weist eine Erblichkeit von 10 % auf, vergleichbar mit dem Merkmal lebend geborener Ferkel. Bei entsprechender Gewichtung im Zuchtziel ist also ein Zuchtfortschritt möglich. Die genetischen Beziehungen des Anteils untergewichtiger Ferkel sind züchterisch günstig zur Ferkelaufzuchtrate, aber ungünstig zur Wurfgrösse. Das heisst, dass die Selektion auf das neue Merkmal den Zuchtfortschritt bei der Ferkelaufzuchtrate beschleunigt und bei den lebend geborenen Ferkeln bremst. 7-8 2011 · UFA-REVUE


NUTZTIERE In zehn Kernzuchtbetrieben wurden 2010 weitergehende Merkmale wie Geburtsverlauf, Wurfausgeglichenheit sowie Indikatoren für MMA geprüft. Schaffen es diese Merkmale ebenfalls in die Zuchtwertschätzung? Diese Kernzuchtbetriebe, darunter auch vier UFA 2000 Betriebe, haben über ein Jahr viele zusätzliche Merkmale mit viel Engagement erhoben. So kamen wertvolle Daten von über 2000 Würfen zusammen. Neben den untergewichtigen Ferkeln zeigen unsere Auswertungen das grösste Potenzial bei Temperaturmessungen an Muttersauen nach der Geburt. Diese Messungen eignen sich als MMA-Indikatoren. Darum wollen wir die Möglichkeit schaffen, dass die Zuchtbetriebe die Temperaturen künftig auf dem Sauenblatt eintragen können und wir mit mehr erhobenen Daten in zwei bis drei Jahren eine gründlichere Auswertung über die Selektionsmöglichkeiten durchführen können. Bei den übrigen Merkmalen haben wir nur geringe Erblichkeiten geschätzt, so dass eine züchterische Bearbeitung sehr schwierig ist. Im Moment verfolgen wir diese Merkmale nicht mehr weiter. Ein Erfolgsfaktor zur Verhinderung von Saugferkelverlusten ist die Geburtsüberwachung. Die Geburtseinleitung verkürzt den Überwachungszeitraum und erleichtert den Wurfausgleich. Aber ist sie nicht auch ein Risiko? Wenn der Zuchtstall gut eingerichtet und auf die Geburten vorbereitet ist, braucht es nicht unbedingt eine ständige Überwachung, aber häufige Kontrollen. Die Geburtseinleitung birgt Risiken, wenn sie zu früh erfolgt und lebensschwache Ferkel geboren werden. Wir stellen fest, dass die Trächtigkeitsdauer in den letzten Jahren angestiegen ist und heute im Durchschnitt 116 Tage beträgt, was bei diesem Eingriff unbedingt berücksichtigt werden muss. Der Kolostrumversorgung nach der Geburt kommt eine hohe Bedeutung zu. Wie lässt sich diese bei sehr grossen Würfen optimal gewährleisten? Ohne Kolostrumaufnahme hat ein Ferkel kaum Überlebenschancen. Wenn möglich sollte man den kleinen Ferkeln an die Zitze helfen. Bei sehr grossen Würfen hat sich das Wegsperren der etUFA-REVUE · 7-8 2011

«Neben den untergewichtigen Ferkeln zeigen unsere Auswertungen das grösste Potenzial bei den Temperaturmessungen bei Muttersauen nach der Geburt als MMA-Indikatoren.»

wa sechs erstgeborenen Ferkel für zwei Stunden bewährt. Dann haben die später geborenen Ferkel bessere Chancen, genügend Kolostrum aufzunehmen. Wann soll der Wurfausgleich erfolgen? Die Ferkel müssen zuerst im Geburtswurf Kolostrum aufnehmen und sind dann in den ersten 48 Stunden zu versetzen. Werden einer Sau mit zu wenigen Zitzen besser die grössten oder die kleinsten Ferkel weggenommen? Da gibt es verschiedene Strategien. Grosse Ferkel sind vitaler und verkraften ein Versetzen besser. Es gibt aber auch die erfolgreiche Strategie, dass alle kleinen Ferkel einer Abferkelgruppe bei einer Sau im zweiten oder dritten Wurf mit guter Aufzuchtleistung und guten, nicht zu grossen Zitzen säugen. Kleine Ferkel in homogenen Würfen haben die bessere Überlebenschance. Was ist wirtschaftlicher, eine natürliche oder eine künstliche Amme? Unser Ziel ist, dass die Muttersauen möglichst alle ihre Ferkel selber aufziehen können und Ammen nur im Notfall eingesetzt werden müssen. Vincent Boillat hat in seiner Bachelor-Arbeit an der Schweizerischen Hochschule für Landwirtschaft verschiedene Systeme verglichen und Modellrechnungen durchgeführt. Unter den gemachten Annahmen war die natürliche Amme wirtschaftlicher. Wie weit fortgeschritten ist die Diskussion, ob künstliche Ammen für Label wie Coop Naturafarm oder IP-Suisse zugelassen bleiben?

Andreas Hofer spricht sich gegen ein generelles Verbot künstlicher Ammen in der Labelproduktion aus. Das Zuchtziel bleibe jedoch, dass die geborenen Ferkel durch die Muttersau aufgezogen würden.

Wir führen zusammen mit der Suisseporcs Gespräche mit den Labelgebern und dem Schweizer Tierschutz. Wir legen dar, dass unsere Zuchtziele darauf ausgerichtet sind, dass die Muttersau ihre Ferkel selber aufziehen kann. Es wäre aber wirtschaftlicher Harakiri, die Würfe wieder kleiner zu machen. Im Gegenteil, wir müssen künftig in der Lage sein, noch mehr Ferkel abzusetzen, damit die Ferkelerzeugung in der Schweiz wirtschaftlich bleibt. Dies wollen wir primär über weniger Saugferkelverluste mit ausgeglicheneren Ferkeln bei der Geburt und einem verbesserten Aufzuchtvermögen der Muttersauen erreichen. Bei unseren Strukturen mit wenigen Sauen pro Abferkelgruppe kommen jedoch Situationen vor, wo natürliche oder künstliche Ammen sinnvoll sind, um Ferkel ohne guten Säugeplatz durchzubringen. Darum erachten wir ein Verbot künstlicher Ammen als schlechte Lösung und auch nicht im Sinne des Tierschutzes. 䡵

Interview Matthias Roggli, UFA-Revue, 3360 Herzogenbuchsee. Das Suisag-Merkblatt «Wenig Ferkelverluste mit grossen Würfen» gibt wertvolle praxisnahe Tipps. Es ist unter www.suisag.ch (> Dokumente > Zucht/Merkblätter) abrufbar. Die Beifütterung von Saugferkeln ab dem vierten Lebenstag reduziert Ferkelverluste, erhöht die Absetzgewichte und verbessert die Kondition der Sau. UFA 302 Prestarter wird gern gefressen, ist hoch verdaulich, reich an Aminosäuren und Vitaminen und bringt auch leichte Ferkel vorwärts.

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Kennzahlen, die vorwärts bringen SCHWEINEMASTAUSWERTUNGEN bergen ein enormes Potenzial. Betriebe die ihre Leistungsdaten kennen, können mit gezielten Korrekturen die Schlachtqualität und Mastleistung optimieren und so überdurchschnittliche Deckungsbeiträge erreichen. Das Beispiel Glauser-Althaus zeigt, wie aufgrund der Auswertungen die Futterkurve und Intensität angepasst und so die Schweinemast optimiert werden konnte.

Oskar Waeber

Gerhard Affolter

Buchhaltungsdaten geben zwar Aufschluss über den wirtschaftlichen Erfolg in der Schweinehaltung. Warum es gut oder schlecht läuft, ist aus Buchhaltungen nicht ersichtlich. Genau hier setzt die UFA-Schweinemastauswertung an. Sie wird interessierten Mästern vom UFA-Beratungsdienst nach jedem Umtrieb (ReinRaus-System) beziehungsweise halbjährlich oder jährlich (kontinuierliche Umtriebe) bereitgestellt. Bei letzteren braucht es auf Ende der Auswertungsperiode ein Inventar der Tiergewichte und des Futters.

Die häufigsten Optimierungspotenziale Wo ein Betrieb leistungsmässig und wirtschaftlich steht, zeigen die UFA-Schweinemastauswertungen. Die häufigsten produktionstechnischen Verbesserungsmöglichkeiten sind: Genetik: Wenn immer möglich sollen die Jager von einem oder wenigen Ferkelproduktionsbetrieben stammen. Ansonsten steigt der Krankheitsdruck und die Fütterung kann nicht auf die Genetik abgestimmt werden. Einstallen: Die Zugabe von Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen erleichtert den Maststart. So hat sich in der Praxis der Einsatz von 10 g UFA 395 pro Tier und Tag während den ersten zehn bis 14 Tagen bewährt. Entwurmen: Konfiskatabzüge sind oft eine Folge von Verwurmungen. Ohne Entwurmen kann auch die Futterverwertung leiden oder Kannibalismus begünstigt werden. Phasenfütterung: Um in der Vormast den maximalen Fleischansatz auszunützen, lohnt es sich, speziell konzipierte Vormastfutter einzusetzen (z. B. UFA 321-3 mit VevoVitall). In der Ausmast kann mit stickstoffreduziertem Futter die Ammoniakemission gesenkt werden. Im Rahmen der Ressourcenprogramme werden von einigen Kantonen Förderbeiträge ausgerichtet. Dies für Betriebe, die zusätzlich zu anderen Massnahmen (Schleppschlauch) auf Phasenfütterung mit N-reduziertem Futter umsteigen. Dynamik: Fütterungskurven sind gut. Wer aber aus seiner Mast das wirtschaftliche Maximum herausholen will, passt die Kurven den Resultaten seiner Auswertungen an. Wägen: Das richtige Schlachtgewicht ist in Bezug auf die Wirtschaftlichkeit der am leichtesten beeinflussbare Faktor. Darum lohnt sich das Wägen und Sortieren vor dem Verkauf allemal. 78

Deckungsbeitrag Wichtigste Kennzahl für jeden Mäster ist sicher der Deckungsbeitrag 1 (Erlös minus Ferkelzukauf minus Futterkosten) pro Mastschwein oder pro Masteinheit (80 kg Zuwachs). Dieser lässt sich mit den Ergebnissen anderer Betriebe vergleichen. Auf Wunsch wird auch der Deckungsbeitrag 2 berechnet, der unter anderem die Tierarzt-, Strom-, Wasser- und Strohkosten einbezieht. Ein Vergleich ist hier schwieriger, weil nicht alle Betriebe gleich erfassen. Mastergebnis Mastdauer, Masttageszuwachs, Futterverwertung, Fütterungsintensität, Futterkosten oder der Anteil Tierabgänge zeigen, wo Verbesserungspotenzial vorhanden ist. Die einzelnen Kennzahlen werden nicht von allen Betriebsleitern gleich gewichtet. Einer will den Magerfleischanteil (MFA) optimieren und ist deshalb mit der Fütterungsintensität zurückhaltend. Ein anderer strebt möglichst viele Umtriebe an und nimmt bei den MFA gewisse Abweichungen vom Optimum in Kauf. Ziel ist aber immer ein möglichst hoher Deckungsbeitrag pro Mastplatz und Jahr. Entscheidenden Einfluss auf das Mastergebnis hat, nebst Preisen und Tiergesundheit, vor allem die Futterverwertung. Die Resultate der Auswertungen zeigen, dass ein Verbrauch von 100 g mehr oder weniger Futter pro kg Zuwachs, den Deckungsbeitrag pro Schwein um 4.50 Fr. verändert (Tabelle). Damit die Werte zwischen den Betrieben vergleichbar sind, wird die Futterverwertung in den UFA-Auswertungen standardisiert auf 14 MJ VES pro kg Futter oder in Verbrauch an MJ VES pro kg Zuwachs widergegeben.

Interessant ist, wie sich die Futterkosten pro Schwein in den letzen 20 Jahren entwickelt haben. Mit UFA-Schweinemastfutter haben sie sich seit 1989 genau halbiert. Von 242 auf 121Fr. pro Schwein (Grafik). Leider konnte der Deckungsbeitrag nicht in entsprechendem Umfang gesteigert werden.

Ständiges Verbessern Die Auswertungsergebnisse helfen, die Futterstrategie zu überprüfen. Dosiert die Fütterungsanlage richtig? Passt die Fütterungsintensität zur Genetik? Entspre-

Am Betrieb GlauserAlthaus zeigt sich: Wirtschaftlichkeit profitiert Auf dem Betrieb von Markus und Brigitte Glauser-Althaus bei Utzenstorf (BE) haben Schweinemastauswertungen Tradition. Schon die Eltern werteten die Mastresultate schriftlich aus. Variierte der Masttageszuwachs 1998 noch zwischen 600 bis 750 g, werden heute Werte von über 900 g erreicht. Mit den Schwiegereltern bewirtschaftet das Ehepaar Glauser-Althaus 28.7 ha. Die 2 ha Erd-, Heu- und Himbeeren sowie die 5 ha Kartoffeln erfordern zur Erntezeit den Beizug temporärer Arbeitskräfte. Ende Juni 2011 wird ein neuer Stall für 16 000 Poulets in Betrieb genommen. Hauptzweig sind die Schweine mit 224 Mastplätzen nach IP-Suisse-Richtlinien. «Den Schweinepreis kann ich nicht beeinflussen – aber anhand der UFA-Auswertungen kann ich die Produktion

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Schlachtresultate Ebenfalls die Schlachtgewichte, der MFA, die Fettzahl sowie die Konfiskatabzüge sind in den UFA-Auswertungen ausgewiesen. Registrierte Mäster können zudem un-

ter www.anicom.ch die Gewichts- und MFA-Verteilung der verkauften Tiere einsehen. Leistungsvergleiche stehen dort in übersichtlicher grafischer Form zur Verfügung. Dies als ideale Ergänzung zur UFA-Mastauswertung.

Der Vergleich mit den Vorjahren und anderen Betrieben liefert Informationen, wo der eigene Betrieb steht. Je grösser die Datenbasis, desto besser die Aussagekraft. Bei der UFA fliessen Resultate von über 240 000 Mastschweinen pro Jahr in die Auswertungen ein. Auffällig sind die Differenzen zwischen den Betrieben. So steht das beste Viertel in den UFA-Auswertungen bezüglich Futterverwertung und Futterkosten pro kg Zuwachs um rund 8 % tiefer da als der Schnitt. Verbesserungspotenzial wäre somit auf vielen Betrieben noch vorhanden. 䡵

Tabelle: Veränderung des Erlöses in der Schweinemast Kriterium Auswirkung auf DB +/– 10 Rp. pro kg Lebendgewicht Jagerpreis 2.50 Fr./Mastschwein +/– 10 Rp. pro kg Schlachtgewicht Schlachtschweinepreis 8.60 Fr./Mastschwein +/– 1 Fr. Futterkosten pro 100kg Futter 2.25 Fr./Mastschwein +/– 0.1 kg Futterverwertung pro kg Zuwachs 4.50 Fr./Mastschwein +/– 10 g Masttageszunahme pro Tag* 2.50 Fr./Platz * Annahme: 65Fr. Deckungsbeitrag (DB) pro Mastsau

Grafik: Wirtschaftlichkeit der Schweinemast 300 250 Franken

chen die Resultate den Zielen? All diese Fragen beantworten UFA-Schweinemastauswertungen. Besonders auch bei computergestützten Flüssigfütterungen stellen sie ein unverzichtbares Instrument zur Kontrolle der Futterkurve dar. Eine zu hohe Intensität birgt das Risiko zu tiefer MFA in sich. Bei zu tiefer Intensität wird das Leistungspotenzial nicht ausgeschöpft. Nur wer auswertet, kann sich langsam ans Optimum herantasten. Je nachdem, wie die Tiere ausfressen, passt der Betriebsleiter die Futterkurve an und überprüft anhand der Auswertung die Auswirkungen auf die Mastleistungen.

200 150 100 50 0

1989

1993

Futterkosten Deckungsbeitrag 1

1997

2001

2005

2009

Quelle: UFA-Schweinemastauswertungen

Mit Schweinemastauswertungen werden Beratungsgespräche effizienter, weil ausführliche Daten verfügbar sind. In der Mitte Markus Glauser, links Ehefrau Brigitte Glauser mit Patenkind Valerie. Rechts UFA-Berater Gerhard Affolter.

vierteljährlich mit Lauge. «Der Futtertrog soll zwei Mal täglich leer gefressen sein, damit sich nicht schädliche Keime in Resten anreichern», erklärt der Betriebsleiter. Das Rein-Raus-System mit anschliessender Hochdruckreiniger-Säuberung und Desinfektion der Buchten gehört zur Routine. Ebenso konsequent wie schädliche Keime werden Fliegen und Schadnager bekämpft. Optimierungspotenzial sieht Markus Glauser noch bei den Schlachtgewichten. Darum überlegt er sich, eine Waage anzuschaffen.

gezielt optimieren, das Mögliche aus der Schweinemast herauszuholen und meine Resultate vergleichen», so Markus Glauser. Am meisten interessiert ihn der Deckungsbeitrag pro Mastplatz. Auch in der preislich schlechten Periode von Juli 2010 bis April 2011 erzielte der Betrieb Glauser-Althaus pro Mastschwein einen Deckungsbeitrag 1 von 84 Fr. Auffallend sind der gute Masttageszuwachs (872 g) und die umgerechnet fast vier Umtriebe pro Jahr.

«Das UFA-Expanderfutter muss wirklich sehr bekömmlich sein, meine Schweine fressen unglaublich gut», stellt Markus Glauser fest. Zum Einsatz kommen UFA 321-5 und UFA 331-5. Ein Kilogramm Zuwachs kostet Markus Glauser aktuell 1.45 Fr. Mit 1.6 % liegen die Abgänge deutlich unter dem langjährigen Schweizer Schnitt. Die Leitungen der computergestützten Flüssigfütterung reinigt Markus Glauser wöchentlich mit Säure und

Anhand der Schweinemastauswertungen passt Markus Glauser die Futterkurve laufend an. So werden die neu eingestallten Tiere heute weniger intensiv angefüttert und der Magerfleischanteil (MFA) hat sich kontinuierlich verbessert. Über 70 % der Mastschweine befinden sich im MFAZuschlagsbereich. Markus Glauser spricht sich gegen die Spekulation auf bessere Preise beim Einund Ausstallen aus. «Am besten ist es, kontinuierlich zu produzieren», ist er überzeugt. Denn so resultieren pro Jahr am meisten Umtriebe und der höchste Deckungsbeitrag pro Mastplatz.

Autoren Oskar Waeber und Gerhard Affolter, Schweinespezialisten im UFA-Beratungsdienst, 3052 Zollikofen. www.ufa.ch

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NUTZTIERE

Ausmast nach der Alpung MUTTERKUHKÄLBER, die gesömmert werden, weisen oft nicht das gewünschte Gewicht und die optimale Fettzahl auf. Mit einer einmonatigen Ausmast lässt sich der Schlachtwert deutlich erhöhen. Das bestätigt auch ein Versuch der Forschungsanstalt Agroscope Liebefeld-Posieux.

Stephan Studinger

Isabelle Morel

Seit Jahren nimmt die Alpung von Mutterkühen zu. Neben Vorteilen wie einem geringeren Futterflächenbedarf auf dem Heimbetrieb und der Entlastung in Arbeitsspitzen während den Sommermonaten sind damit auch Nachteile verbunden.

Sorgekind Fettklasse So lassen sich die angestrebten Tageszunahmen von über 1000 g nicht auf jeder Alp erreichen. Auch die Fettklasse entspricht nach der Mastzeit von gewöhnlich zehn Monaten oft nicht dem Soll, wie eine Studie der Forschungsanstalt Agroscope

Tabelle: Das bringt die Ausmast von Natura Beef ohne mit Differenz Kraftfutter Kraftfutter (Fr./Kalb) Fleischigkeit (%) T+ 50 17 H 33 33 C 17 50 43.50 Fettklasse (%) 2 17 0 3 83 100 11.20 Schlachtgewicht (kg) 209.4 219.7 106.75 Schlachterlös (Fr./Kalb) 2196.75 2358.20 161.45 Genetik: Limousin x F1 (Limousin x Red Holstein). Ausmast: Rund 1.5kg Kraftfutter/Tier/Tag während einem Monat. T+-Preis: 10.30 Fr./kg SG Quelle: Agroscope Liebefeld-Posieux/UFA 80

Liebefeld-Posieux zeigt. Keine der drei sechsköpfigen Kälbergruppen, die von einer Angus-, Limousin- oder F1-Mutter (Limousin x Red Holstein) stammten, erreichte im Durchschnitt – nach der Alpung und ohne Ausmast im Tal – die Fettklasse 3. Vaterrasse war immer ein Limousin.

Der Agroscope-Versuch Im Versuch fanden die Abkalbungen jeweils zwischen Ende November und anfangs Januar statt. Die Kälber erhielten im Stall (129 Tage) neben Muttermilch gutes Heu im Kälberschlupf und Mineralstoffe. Die Ergänzungsfütterung im Sommer und Herbst bestand aus Vollweide im Tal beziehungsweise auf einer 1126 m über Meer liegenden Alp im Jura sowie aus Mineralstoffen.

Gewicht und Fleischigkeit Durch Ausmast mit Kraftfutterergänzung und Talweide im zehnten Lebensmonat konnte der Tageszuwachs der Kälber deutlich erhöht werden. Gegenüber den Zunahmen in der Vegetationsperiode lag er während der Ausmast über alle Versuchsgruppen durchschnittlich rund 350 g höher. Auch die Fleischigkeit und die Schlachtausbeute nahmen durch die gezielte Beifütterung nach der Alpung deutlich zu und die Fettklasse verbesserte sich tendenziell. Rassenunterschiede Mit 6.3 MJ NEV, 103 g APDE und 114 g APDN waren die Alpweiden relativ nährstoffreich. Dennoch reichten sie nicht aus, um die Tiere genügend auszumästen. Besonders deutlich war der Unterschied bei der F1-Gruppe mit Red-Holstein-Blut, die während der Ausmast im Tal täglich

Ausmastration Im Verlauf der Mast steigt die notwendige NEV-Konzentration, während die APD-Konzentration sinkt. Zu Milch und Weide eignen sich für die Ausmast von Mutterkuhkälbern nach der Alpung die energiereichen UFA 234 oder UFA 276 Bio (bis 2kg pro Tag und Tier). Wo nicht gealpt wird, zahlt sich im vierten bis zum fünften Lebensmonat (300kg Lebendgewicht) der Einsatz bedarfsgerechter Vormastfutter wie UFA 230 oder UFA 272 Bio aus. Je nach Rasse und Grundfuttersituation 0.5 bis 1 kg pro Kalb und Tag. Bei SwissPrimBeef dürfen die Kälber im Gegensatz zu Natura Beef von der Mutter abgesetzt und separat ausgemästet werden.

1425 g zunahm. Das waren 628 g pro Tag mehr als bei den Kälbern, die ohne Kraftfutter auf der Alp ausgemästet wurden.

Wirtschaftlich interessant Die Tabelle zeigt, wie sich die Ausmast mit Kraftfutter auf die Kälber mit 25 % RedHolstein-Blut auswirkte. Die Kosten für das Rau- und Kraftfutter sowie die Arbeit während dem zusätzlichen Ausmastmonat belaufen sich insgesamt auf etwa 100 Fr. pro Kalb. Daher lohnt sich der Kraftfuttereinsatz. 䡵

Autoren Stephan Studinger, Rindviehspezialist im UFA-Beratungsdienst, 6210 Sursee, www.ufa.ch Isabelle Morel, Forschungsanstalt Agroscope Liebefeld-Posieux ALP, 1725 Posieux, www.agroscope.ch.

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KURZMELDUNGEN LANDLEBEN

Open Air auf dem Bauernhof Neben Kino auf dem Bauernhof oder neben dem Hoftheater etablieren sich in jüngster Zeit auch immer mehr Musik-Openairs auf den landwirtschaftlichen Betrieben. Eine gute Idee. So fand im Hinter-

thurgau Mitte Juni der «Mostindien Music-Day» statt, organisiert von der Musikschule Hinterthurgau bei der Familie Felix im Tobelacker in Braunau. Auch bei der Familie Hagenbuch im aargauischen Oberlunkhofen kam das Heuen und Melken für einmal erst an zweiter und Musik und Party an erster Stelle, als am 1. und 2. Juli für das «Openeye Festival auf dem Bauernhof» Bands um die Wette fetzten. Ausnahmezustand am ersten Juli-Wochenende auch auf dem Hof von Christian Hirschi in Develier (JU). Dort rockte das Festivalsommer auf den Bauernhöfen, meistens mit Tippizelt und vielen freiwilligen Helfern.

«Bouz’stock bio open air». Der Festivalsommer auf den Bauernhöfen ist aber noch nicht vorbei. Am 19. und 20. August findet das «Spitzen Openair» auf dem Betrieb von Florian Buchwalder in Liesberg (BL) statt. Zusätzlich zur Hauptbühne steht eine akustische Zweitbühne für Eigenproduktionen zur Verfügung, um zum Beispiel Poetry zu slammen. Auch findet traditionsgemäss wieder ein FussballGrümpelturnier statt. Raclette und weitere Leckereien gibt es direkt vom Hof plus Bio-Esswaren aus der Region. Die Festivalbesucher werden aufgefordert, die Wiese sauber zu halten. www.spitzenopenair.ch

Sprachführer für Touristen Karins Kräutertipps Erfrischender Kräutermost Einen kleinen Kräuterstrauss aus Gierschblättern, Thymian, Pfefferminze (wenig), Zitronenmelisse, Gundelrebe, Schafgarbe zusammenbinden und in einen Glaskrug hängen. 1 Zitrone in Scheiben geschnitten dazugeben, mit 1½ Liter Süssmost aufgiessen. 1 – 2 Stunden an der Sonne ziehen lassen. Kräuter herausnehmen und den Kräutermost geniessen. Varianten: Anstelle von Süssmost weissen Traubensaft oder Weisswein verwenden und mit kohlensäurehaltigem Mineralwasser verdünnen. Karin Näf www.kraeuterkurse.ch

Viele Bauernfamilien haben weder Zeit noch Geld für Ferien, auch heute noch. Meistens lockern sich die Umstände erst, wenn die Kinder erwachsen sind und während der Ferienabwesenheit der Eltern den Betrieb hüten. Eine Hilfe für Ferien- und Pauschalreisen-entwöhnte Bäuerinnen und Bauern bietet der soeben erschienen Reiseführer «Touristisch für Anfänger». Clemens Dreyer gibt lustig und launig wertvolle Handlungsanweisungen, wie man als Tourist kulinarische, modische oder auch sprachliche Unsicherheiten bewältigen kann. Clemens Dreyer, Langenscheidt, 16.90 Fr.

Die Jungbauern» «SF bi de Lüt» begleitet Nathan Losenegger, Kevin Marolf, David Metzger, Maya Schmid und Simon Lüscher, die sich für eine Ausbildung zum Landwirt oder zur Landwirtin auf der Liebegg (AG) entschieden haben. Bauer ist ihr Traumberuf. Es sind Geschichten aus dem Schulzim-

mer, vom Bauernhof und von Freundschaften. Ab dem 11. November 2011 startet dann wieder die Landfrauen-Kochstaffel.

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Marktplatz Fortsetzung von Seite 74

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1-Achs Wagen für Holz/Stroh  052 336 20 68 Glattwalze, 3-teilig, Breite 3 m  079 217 96 76 Kleinballenwagen Egebjerg; Kleinballenförderband mit Ölantrieb; Elektromotor mit Untersetzugsgetriebe  079 299 49 09 2 Abrollmulden für Hakengerät, Occ., stapelbar, Innenmasse 5.5 x 2.3 x 0.65 m, Fr. 3500/Stk.  079 354 37 29 Rototiller Occ, 3 m, Zahnpackerwalze, Zuführscheiben, Prallblech gefedert, Zapfwellen Nockenschaltung, Spurlockerer, Zinken 80%, sehr gepflegte Maschine, Fr. 3500  079 354 37 29 Fütterungsanlage Loosli, Vollautomatik, Mixerbottich, 600 kg, mit Pumpe, alles Chromstahl, günstig  079 723 61 25 Traktor Hürlimann D60, Jg. 1956, 36 PS; Bodenfräse Pegoraro, 2.5 m, Fr. 2800  079 723 61 25 Maishäcksler Pöttinger Mex II, einreihig, guter Zustand  079 641 80 49 Zwei Kompletträder Terra, 48x31.00-20, neuwertig, Fr. 1500  079 670 81 65 Cambridge-Walze, 5teilig, 5 m breit, inkl. Transport-Anhänger, Fr. 6500  079 670 81 65 Mistzetter Mengele ES 45; Mistkran Bazzoli an 3-Punkt; Sägerät Krummenacher EPS 6; Frontpacker GS unibed; Maisgebiss, 6 + 8 R; Häckselgebläse Gehl 1540 Teleskop  044 942 23 16 Kettenförderband Blazer, elektrisch, Zapfwellen, Fr. 500  032 462 23 13 Tracteur pour pièces Fendt 2 S et Deutz D 40  079 206 75 07 Silohäcksler Speiser junior, 2 Motoren, Fr. 1000  052 317 14 14

Schneckenpumpe Hochdorfer, 45 m3, revidiert, mit Motor und Funksteuerung, kompl. Ausrüstung, Fr. 6900  079 270 19 62 Diesel-Heizöltank, 1x 1500 l, 1x 2000 l, mit Auffangwanne  041 917 30 04 Kompoststreuwerk für Muli, Kirchner oder Pöttinger Mistzetter  079 243 75 25 Räder, 505/50x17; Räder, 15.0/70x18, 12 ply; Räder, 14.5/80x18, 12 ply; Räder, 11.5/80x15.3, Vredestein AW, Turbozyklon Huber; Dieselpumpe zum Tanken; Getreidesilos Neuero, 18 t Inhalt; Huckepack, zu Kreiselegge Falc Fox; Kranbahn für Silofräse; Wurfgebläse Taurus; Rapsschere Zürn, mechanisch; Rohre, div. von Silofräse Stocker oder Gisi.  079 243 75 25 Frontladetraktor Hürlimann 488, mit Fronthydraulik und Frontlader Alö 940, 3 Funktionen, Softdrive; Getreidetrockner Goldsaat; Spritzbalken Birchmeier, 10 m; Dieseltank, 2000 l, mit 100 % Wanne; Rübengabel Alö, 2.1 m; Heugebläse Aebi HG 10; Tandemmistzetter, Muli, E65, mit 4 Walzenaggregat.  079 243 75 25

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Hürlimann 361 Allrad oder MF 363, mit Pflegebereifung, von Privat  078 817 65 00

Mistzetter Mengele, kleineres Modell, nur gut erhalten, 4 Streuwalzen  032 618 17 25

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Messerbalken, zu Rapid Motormäher  079 622 45 82 Bergmäher mit Gitterrad, gut erhalten  079 245 25 02 Weitwinkelgelenkwelle  079 676 34 50 Fortsetzung Seite 86 7-8 2011 · UFA-REVUE


LANDLEBEN

Chancen für Grosse und Kleine im Land der Cowboys BAUMWOLLE, WINDENERGIE, MILCHVIEH UND COWBOYS: All das und noch viel mehr bietet Texas. Doch, Grösse allein ist keine Garantie zum überleben, wie die beiden Betriebe der Milchproduzenten Stuart Veldhuizen und Alan Vanderhorst zeigen.

Schweizer Milchproduzenten versuchen entweder möglichst günstig viel Milch zu produzieren oder sie suchen sich eine Nische, um spezielle Produkte möglichst teuer zu verkaufen. Was hierzulande gilt, ist auch in den USA so – dies macht ein Besuch bei zwei Milchproduzenten im US-Bundesstaat Texas in der Nähe der Stadt Dallas klar. Alan Vanderhorst betreibt einen Hof an sieben Standorten mit rund 10 000 Milchkühen und mit über 900 Aufzuchtkälbern, sein Berufskollege Stuart Veldhuizen stellt aus der Milch seiner 45 Kühe Rohmilchkäse her, den er direkt vermarktet.

Mit dem Bus durch den Stall Zum Betrieb «Dairies of Texas» von Alan

VanderHorst gehören neben andern die zwei Milchproduktionsstandorte sowie ein Kälberaufzuchtbetrieb. Die Besucher werden mit dem Car von Stall zu Stall gefahren, zu Fuss wären es zu grosse Distanzen. Weil die Ventilatoren im Stall so laut sind, muss Vanderhorst per Megafon Auskunft geben. Temperaturen bis zu 40 Grad Celsius sind im Sommer an der Tagesordnung. Kein Wunder, suchen die Kühe den Schatten im Stall, wo Lüfter für Wind und Wassersprüher für Abkühlung sorgen. Durch die Kühlung geben die Kühe rund 1.5 bis 2 kg mehr Milch pro Tag. Im einen Melkhaus steht ein Karussell mit 60 Plätzen, 450 Kühe können da pro Stunde gemolken werden. Im anderen Melkstand wird mit einem 44-plätzigen Parallel-Melkstand gemolken, zwei Mal täglich. 130 Angestellte kümmern sich um die 10 000 Milchkühe und 960 Kälber. Besitzer Alan Vanderhorst ist sich sicher: «Wenn du eine Kuh wärst, dann möchtest du hier leben!» Als Europäer könne man zwar leicht sagen, ein solcher Betrieb sei nicht tiergerecht. «Aber jeder, der hier einen Milchbetrieb aufbaut, tut dasselbe und will Geld verdienen», sagt er ohne Umschweife. Die Milch verkauft Vanderhorst an die «Dairy Producers of America». Doch wo und wie sie schliesslich verkauft wird, spielt für ihn keine Rolle.

Käse für die Städter Anders sieht dies Milchproduzent Stuart Veldhuizen. Die Milch verlässt seinen Betrieb erst als Käse. Vom Melken über das Käsen bis hin zum Marketing macht Veldhuizen alles selber. Er schwört auf sein Erfolgsrezept: «Einen Laden auf unserem Betrieb zu eröffnen, war eine der besten UFA-REVUE · 7-8 2011

Investitionen», sagt er. «Die Stadtbevölkerung will zu uns auf den Betrieb kommen, um mit eigenen Augen zu sehen, wo und wie der Käse produziert wird.» Die Kunden kämen von weit her, um einzukaufen. Bereits die Hälfte seiner Produktion verkauft Veldhuizen an gehobenere Restaurants, oft kämen die Chefs de Cuisine persönlich vorbei, um neue Käsesorten zu degustieren. Auch online läuft das Geschäft, über das Internet vermarktet Veldhuizen etwa 12 % seiner Produkte. Das Kilogramm Käse verkauft Veldhuizen für 25 bis 37 Schweizer Franken. «Die Kunden zahlen bei mir mehr als doppelt so viel als im Detailhandel», sagt er. Schwieriger präsentiert sich die Situation bei Vanderhorst. Der Milchpreis kann tief sinken, sagt er. Tatsächlich: Der durchschnittliche Milchpreis betrug im Sommer 2009 rund 27 Rp. pro Kilogramm, im Sommer 2010 über 30 Rp. und infolge der Inlandnachfrage stieg der Preis im 2011 weiter an.

Markus Rediger

Helene Soltermann

Aus der Vogelperspektive sind die Felder in Texas als grosse runde Kreise sichtbar. In der Mitte ist die Quelle, mittels einem bis zu 800 m langen Gestänge lassen sich so bis zu 200 ha bewässern.

Texas: Land der Rinderherden und Baumwollfelder In Texas wird nicht nur Milchproduktion betrieben. Noch wichtiger ist die Rindfleischproduktion, rund 15 % des amerikanischen Rindviehs werden hier gehalten. Auch bei der Produktion von Baumwolle, Schafen, Ziegen und Pferden gehört der Bundesstaat zu den Top-Produzenten. Texas ist der zweitwichtigste US-Bundesstaat für den landwirtschaftlichen Sektor, mehr als drei Viertel der Fläche wird landwirtschaftlich genutzt, der Bundesstaat trägt 7 % zum landwirtschaftlichen Einkommen der USA bei. Texas ist einer der wichtigsten Exportstaaten von landwirtschaftlichen Rohstoffen. Die wichtigsten Exportgüter sind Rindvieh und Fleisch sowie Baumwolle. Texas ist mit einer Fläche von knapp 700 000 km2 etwa 16 Mal grösser als die Schweiz, der Bundesstaat liegt im Süden der USA und grenzt an Mexiko. 83


LANDLEBEN Windfarmen

Im der Region Panhandle (Pfannenstil) im Westen des USBundesstaates Texas weht oft ein rauer Wind. Dies machen sich Farmer und Landbesitzer zu Nutzen und stellen immer mehr Windfarmen auf. Eine Windfarm umfasst einige Windturbinen, die Strom produzieren und diesen direkt ins Stromnetz einspeisen. Obwohl rund 50 % der genutzten Windenergie der USA aus Texas kommt, ist es ein Planungsziel des Bundesstaates bis im Jahr 2015 rund 10 000 solche Windturbinen in Betrieb zu haben. Fachleute schätzen, dass dies bereits früher der Fall sein dürfte. Auch der Landmaschinenhersteller John Deere unterstützt den Boom. Unter dem Auftritt «John Deere Wind Energy» betreibt die Firma Windfarmen in der Nähe der Stadt Amarillo. Dabei handelt es sich nicht um John Deere-Technik, sondern bloss um Investitionen, wie der regionale Verantwortliche Martin Bustos gegenüber Agrarjournalisten erklärte. John Deere wolle mit diesen Investitionen ein Zeichen setzen und neue Erwerbsmöglichkeiten für Farmer schaffen. Auch der Staat unterstützt die Entwicklung dieser alternativen Energien.

Baumwolle Vor Indien, Usbekistan, Brasilien und Pakistan ist die USA Baum-

wollexportland Nummer eins in der Welt. Der Farmer Ute Becton ist in den texanischen High Plains zuhause, er baut 700 ha Baumwolle in Idalou bei Lub-

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bock an. Er bewässert seine Felder mit Wasser aus dem Ogallala-Speichersee, einem unterirdischen Wasserreservoir. Gesät wird die Baumwolle im Mai und geerntet im Herbst. Dank gezielter Bewässerung kann Becton rund 20 dt/ha ernten, das ist doppelt so viel wie vor 25 Jahren. Bewässert wird in Texas entweder mit unterirdischen Schläuchen und Tröpfchenbewässerung oder oberirdisch. Bei dieser Bewässerung sind aus der Vorgelperspektive grosse runde Kreise sichtbar. In der Mitte ist die Quelle, mittels einem bis zu 800 m langen Gestänge lassen sich so bis zu 200 ha bewässern – und dies solange das unterirdische Ogallala-Reservoir Wasser spendet. Mit dem Ertrag einer Hektare lassen sich rund 800 Cowboy-Jeans produzieren. Verarbeitet wird die Baumwolle gleich in der Fabrik der American Cotton Growers nebenan – genäht werden die Bluejeans in Guatemala, Mexiko und weiteren Billiglohnländern. Der Preis für Baumwolle ist innerhalb eines Jahres um rund 150 % gestiegen, was Ute Becton und seine Kollegen freut. Jetzt werden wohl auch die Preise im Land der Billigjeans etwas ansteigen. 䡵

1 · Stuart und Connie Veldhuizen produzieren mit ihren 45 Milchkühen Rohmilchkäse. 2 · Im Stall des Texaners Alan Vanderhorst stehen 10 000 Kühe. 3 · Der Farmer Ute Becton ist in den texanischen High Plains zuhause, er baut 700 ha Baumwolle an. 4 · Ernst Viehumschlagplatz – heute Touristenattraktion: Stock Yards in Fort Worth. 5 · Insgesamt 130 Angestellte kümmern sich um die 10 000 Milchkühe und 960 Kälber von Alan Vanderhorst. Er ist sich sicher: «Wenn du eine Kuh wärst, dann möchtest du hier leben!» 6 · Rund 50 % der genutzten Windenergie der USA kommt aus Texas, es ist ein Planungsziel des Bundesstaates bis im Jahr 2015 rund 10 000 solche Windturbinen in Betrieb zu haben. Fotos: Markus Rediger

Autoren Helene Soltermann ist Redaktorin bei den Freiburger Nachrichten in Murten.

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Markus Rediger ist Geschäftsführer des Landwirtschaftlichen Informationsdienstes LID in Bern und Vizepräsident des Internationalen Verbands der Agrarjournalisten IFAJ.

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Fortsetzung Seite 95 7-8 2011 · UFA-REVUE


REZEPT LANDLEBEN

Vielseitig und sehr gesund ZWETSCHGEN SEIEN GROSSE KRAFTSPENDER heisst es auf der Homepage des Obstverbands. Das sind sie wahrlich, nicht nur vollreif direkt vom Baum gepflückt, sondern auch gedörrt oder tiefgefroren. Die Bäuerin Ursi von Euw empfiehlt derweilen Zwetschenkuchen und -strudel, immer mit einer Prise Salz versehen. Zwetschgenstrudel 100 g Mehl 2 Prisen Salz 1 Ei 1 EL Öl 400 g Zwetschgen 50 g Zucker 50 g gemahlene Haselnüsse 50 g gehackte Baumnüsse 3 EL Paniermehl, geröstet 50 g Rosinen ½ TL Zimt Aus dem Mehl, Salz, Ei und Öl einen Teig kneten und zugedeckt 30 Minuten ruhen lassen. Den Teig sehr dünn auswallen und fein auseinanderziehen, dass er fast durchsichtig ist. Den Teig auf ein Tuch legen und mit flüssiger Butter bestreichen. Paniermehl leicht in Butter rösten und auf dem Teig verteilen. Für die Füllung die Zwetschgen in Schnitze schneiden und mit den übrigen Zutaten vermengen. Auf dem ausgewallten Teig Natürlich gehört auch ein Schuss Kirsch in den Kuchen.

UFA-REVUE · 7-8 2011

verteilen. Den Strudel aufrollen, indem man das Tuch anhebt und den Teig rollt. Den Strudel diagonal auf ein mit Backfolie belegtes Blech legen. Mit flüssiger Butter bestreichen, was während des Backens mehrmals wiederholt werden sollte. Backen bei 190 Grad Celsius Umluft während 30 Minuten im vorgeheiztem Ofen. Den Strudel lauwarm servieren mit Vanilleglace, Vanillesauce oder flaumig geschlagenem, mit Vanillezucker angereicherten Rahm.

Zwetschgenkuchen 400 g Zwetschgen 300 g Butter 300 g Zucker 1 Prise Salz 2 Päckli Vanillezucker 5 Eier 5 EL Kirsch 150 g Mandeln gemahlen 450 g Weissmehl 1 Päckli Backpulver 1 Zitrone 5 EL Puderzucker Aus den Zutaten einen Teig rühren. Die Zwetschgen würfeln und vorsichtig unter die Masse ziehen. Den Teig auf ein mit Backpapier belegtes Blech verteilen. Währen 40 Minuten backen bei 180 Grad Celsius. Aus Zitronensaft und Puderzucker einen Guss herstellen und auf dem erkaltenen Kuchen verteilen. 䡵

Was Ursi von Euw wirklich gerne macht, ist backen. Gelegenheit dafür findet sie selbst in der arbeitsreichen Sommerzeit, sehr zur Freude der Kinder.

Ursi von Euw-Streiff (39) bewirtschaftet mit ihrem Mann Armin und den drei Kindern Damian (13), Thomas (11) und Erika (9) einen Milchwirtschaftsbetrieb mit Obstbau in Ingenbohl (SZ). Die Bäuerin hilft im Stall, versorgt die Hühner und betreut den Hofladen. Im Sommer stehen Kirschen, Zwetschgen, Pflaumen und Äpfel auf der Prioritätenliste. Die Landwirtschaft ist eine bereichernde Lebensform, wo man mit dem Partner zusammenarbeiten und die Kinder in den Arbeitsalltag integrieren kann, erklärt Ursi von EuwStreiff, die auch Präsidentin der Schwyzer Bäuerinnen ist. Singen und Tanzen, vor allem in der Trachtengruppe Brunnen, gehören zu ihren Hobbys. 87


GARTENSEITE LANDLEBEN

Treffpunkt für Falter SCHMETTERLINGE berühren für einen Augenblick unsere Seele. Ihr schwereloser Flügelschlag ist Symbol für Freiheit und Sorglosigkeit. Mit Nektarquellen und Futterpflanzen für ihren Nachwuchs lassen sie sich in den Garten locken. Begehrt sind in erster Linie einheimische Pflanzen.

Edith Beckmann

Herbstastern sind bei Schmetterlingen wie dem Zitronenfalter höchst willkommen.

Keine Regel ohne Ausnahme: Sobald sich im Juli die duftenden Blüten des Sommerflieders (Buddleja) öffnen, wird er zum Anziehungspunkt für Schmetterlinge. Das exotische Blütengehölz ist allerdings in Verruf geraten. Seine Samen verbreiten sich ungestüm in der freien Natur und verdrängen damit einheimische Gewächse. Tipp: Verwelkte Zweige abschneiden!

Bild: Sperrling/pixelio.de

Raupen bitte verschonen! Der

Bitte verschonen: Diese hübsche Raupe verwandelt sich in einen farbenprächtigen Schwalbenschwanz. Bild: Agentur Rohner

Rendez-vous: Ein Bläulingpärchen sitzt auf Hufeisenklee – der bevorzugten Futterpflanze ihrer Raupen. Bild: Dieter Haugk/ pixelio.de

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farbenprächtige Schwalbenschwanz liebt Doldenblütler wie Dill, Fenchel und Karotten. Seine attraktiv gefärbte «Rüebliraupe» nagt am Kraut dieser Gewächse – was den Pflanzen aber keineswegs schadet! Im Sommer locken Kugel- und Edeldisteln, Katzenminze (Nepeta), Skabiose und Tausendgüldenkraut Falter an. Gefragt sind zudem die aromatische Duftnessel (Agastache) und die hübschen Korbblüten von Sonnenblumen und Sonnenhut. Zu den beliebten Landeplätzen im Kräuterbeet zählen Majoran, Melisse,

Faszinierend wie ein Kolibri: Taubenschwänzchen nippt Nektar von Blüten des Wandelröschens. Bild: Dieter Haugk/pixelio.de

Minze, Salbei, Lavendel und Ysop. Im späten Sommer fliegen Falter auf ungefüllte (!) Blüten von Dahlien, Astern, Fetthenne (Sedum) und Zinnien.

Nektar

für

Nachtschwärmer

Wahre Spezialisten unter den Faltern sind die Nachtschwärmer. Sie saugen Nektar aus tiefen Kelchblüten, der für andere Insekten unerreichbar bleibt. Geissblatt (Lonicera), Flieder und Liguster locken das Hausmütterchen und – mit einigem Glück – Ligusterschwärmer, Weinschwärmer und Wolfsmilchschwärmer an. Das Taubenschwänzchen schwebt wie ein Kolibri vor Buschnelken, Petunien, Seifenkraut (Saponaria), Phlox, Verbenen, Spornblume, Wandelröschen und duftendem Ziertabak. Im Sekundentakt senken die Winzlinge ihren Rüssel in die Kelche und schwirren rastlos weiter zur nächsten Blüte.

Nahrung für den Nachwuchs Viele Falter sind für die Puppenwiege

ihrer Nachkommen auf bestimmte Pflanzen angewiesen. Allen voran die Brennnessel, Futterpflanze für gut ein halbes Dutzend Raupenarten. Wo Disteln, Veilchen oder Ackerstiefmütterchen fehlen, ist es um Distelfalter, Admiral, Scheckenfalter, Kaisermantel und Perlmutterfalter geschehen; ihre Raupen sind auf diese Wildpflanzen spezialisiert. 䡵

Grüne Tipps für den Nutzund Ziergarten • Nüsslisalat ist eine prima Untersaat zu Lauch, Federkohl, Rosenkohl und Stangenbohnen. • Lagerzwiebeln erst ernten, wenn die Blätter einziehen. Laub nicht umknicken: Das unterbindet die natürliche Ausreife, was die Lagerfähigkeit mindert. • Auf abgeernteten Flächen Gründüngung wie Phacelia (Bienenfreund), Senf (nicht nach Kohlgewächsen!) oder Handelsmischungen als Bodenkur säen. • Zur Vermehrung fingerlange Stecklinge von Kübel- und Zimmerpflanzen schneiden. Im Wasserglas oder in einem Töpfchen mit Erde bewurzeln lassen. • Lust auf hübsche Blüten im Oktober? Im August ist Pflanzzeit für Herbstzeitlosen und Herbstkrokusse, zu denen auch der Safran zählt, sowie Sternbergia lutea, ein liebliches Amaryllisgewächs. 7-8 2011 · UFA-REVUE


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SĂźdtirol verlassen. Die Heimfahrt fĂźhrt uns via Brennerpass nach Innsbruck (Zwischenhalt) â&#x20AC;&#x201C; Arlbergroute â&#x20AC;&#x201C; St. Margrethen zu den Einsteigeorten.

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Dann werfen wir doch mal einen Blick in die Agenda. Jrene Schmid findet, dass Sträucher schneiden Männerarbeit sei. Allerdings komme es vor, dass ihr Mann, der diese Arbeit zwar gerne mache, manchmal fast zu gründlich sei. Empfehlenswert ist es also den Ehemann jeweils zu bremsen und daran zu erinnern die Form des Strauches im Auge zu behalten. Vielleicht liegt das zu Tief schneiden ja auch an den Augen oder

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ich zum Stress. Doch Säen, Setzen, Jäten ich möchte, dass er sein könnte, wird Hacken, Garten geniessen, an sich ja Erholung en, e». Ich möchte den bewusst wahrnehm nicht nur «chrampf möchte im Garten auftanken, seine Üppigkeit Untätigkeit zwingen, Erholung ist. Möchte . Möchte mich zur für mich ein Ort der ihre Düfte einatmen beobachten, Blumen sehen und und Schmetterlinge die Schönheit der , die Bienen, Käfer lauschen aufstellen bleiben, den Beeten einen Moment sitzen Liegestuhl zwischen gehen. Möchte den die von Blüte zu Blüte ndchen. lesen. Nur ein Viertelstü und in Musse ein Buch

den Brillengläsern, die verschmutzt sind. Hier ein Tipp von Käthi Steiner. Brillengläser am besten mit einem mit wenig Essig befeuchteten, fuselfreien Tuch polieren. Auch angelaufene Brillengläser sind lästig, was jeder Brillenträgerin öfters beim Milchgeschirr waschen widerfährt. Abhilfe schafft ein Gemisch aus Glyzerin und Seifenwasser, mit dem die Brille geputzt wird. Erika Hubeli weiss aus Erfahrung, dass man nach einer geruchsintensiven Arbeit die Hände mit kaltem Wasser waschen sollte, denn so bleiben die Hautporen verschlossen und nehmen Schmutz und Geruch weniger auf. Wo von Garten die Rede ist, ist auch immer Unkraut das Thema. Helen Schmid kennt dazu einen weisen Spruch, dass nämlich Schachtelhalm (Katzenschwanz) dort wachse, wo er gebraucht werde, nämlich als Heilmittel bei Frauenleiden. 䡵

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ICH BIN GERNE BAUER LANDLEBEN

Zum Landwirt geboren

Michael Oertig, Berg (TG)

«Stillstand ist das Ende eines Betriebs, man muss sich immer neu anpassen.»

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Michael Oertig (26) ist Landwirt und wollte nie etwas anderes sein – nicht, dass er verpasst hätte, anderes auszuprobieren. Aber schon als Kind ging er mit dem Vater mit. Folgerichtig lernte er Landwirt und krönte letztes Jahr als 25Jähriger seine Ausbildung mit dem Diplom als Meisterlandwirt. Sie seien eine Gruppe von jungen Bauern gewesen, die gemeinsam gelernt hätten, erzählt er und bewertet die Betriebsleiterschule, wo die betriebswirtschaftlichen Fächer vertieft behandelt worden sind, als ausserordentlich wertvoll. Welche Tätigkeit er lieber ausführt, Traktor fahren oder melken, ist für Michael Oertig keine Frage, denn jede Tätigkeit ergibt einen Sinn und ist im Falle des väterlichen Betriebs auf die Milchviehhaltung ausgerichtet. 34 ha, 300 Hochstämme und 60 Kühe, die Käsereimilch produzieren, umfasst der Betrieb. Noch ist Michael Oertig angestellt beim Vater. Heute schon bringt er jedoch Vorschläge ein, die auf fruchtbaren Boden fallen. Auch lässt ihn der Vater vieles entscheiden. Gemeinsam wird auch die Buchhaltung erledigt. Ein gutes Fundament für die Betriebsübernahme, welche auf 2013 geplant ist. Ein Betrieb müsse sich immer neu orientieren, erklärt Michael, und jeder Landwirt müsse sich bemühen, die Vorgaben der Politik zu erfüllen. Zugegebenermassen sei es nicht einfach, einen Mittelweg zwischen produzierender Landwirtschaft und Extensivierung mit Ökomassnahmen zu finden. Nehme man diese Herausforderung aber nicht an und bleibe stehen, dann sei das eine sukzessive Aufgabe der Landwirtschaft. Man spürt es bei Michael, Landwirt ist kein Beruf wie jeder andere, sondern eine Lebenseinstellung oder eine Art Berufung, wo man Naturgegebenheiten offen und zupackend für den Betrieb gestaltet und Herausforderungen bezüglich Gesetze, Politik, Markt, Wissenschaft und Technik offen begegnet. Abwechslung bietet Michael das Unihockey-Training und die örtliche Feuerwehr in Berg. dc

7-8 2011 · UFA-REVUE


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Zu diesen Themen lesen Sie mehr in der nächsten Nummer

Zonenplanänderungen

Vierfachschwader im Test

Ausgefeilte Siliertechnik

Mehr Milch, mehr Klauenprobleme?

Kurzfilme im Edelweisslook

Wird in einer Gemeinde Bauland eingezont, ist meistens mit negativen Folgen für die produzierende Landwirtschaft zu rechnen.

Vierfachschwader gehören in der Schweiz zwar nicht zum Alltagsbild, sind aber doch anzutreffen, wie beispielsweise der «Top 1252» von Pöttinger.

Die Vielfalt an Silierzusatzstoffen ist gross, auch ist die Art der Applikation sehr verschieden. Nach welchen Kritierien entscheidet sich der Bauer?

Eine neue Studie mit total 6824 Kühen zeigt die wichtigsten Risikofaktoren für Klauenerkrankungen. Welche Rolle spielt dabei die Milchleistung?

Ab dem Herbst 2011 treten Bauern im Edelweisshemd auf und zwar in TV-Spots gedreht von Erfolgsregisseurin Bettina Oberli.

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Impressum UFA-Revue Die Mitglieder-Fachzeitschrift der fenaco-LANDI Gruppe. Die Ausgaben Nr. 1, 3, 5, 7-8, 9 und 11 erscheinen mit im Abonnement inbegriffener Beilage des LANDI-Contact. ISSN 1420-5106

Herausgeber fenaco Genossenschaft, Erlachstrasse 5, 3001 Bern

UFA-REVUE · 7-8 2011

Mitherausgeber LV-St. Gallen, GVS Schaffhausen. Die Beteiligungen der Herausgeber an anderen Unternehmungen sind in den gültigen Geschäftsberichten aufgeführt. Erhältlich beim Verlag.

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Bezugspreis Für Mitglieder landwirtschaftliche Genossenschaften gratis. UFA-Revue-Abonnenten akzeptieren die Nutzung und Weitergabe ihrer Post-Adresse für den Versand von zielgerichteten Mailings. Ist dies nicht erwünscht, kann die Adresse beim Verlag gesperrt werden. Prepress Stephan Rüegg, AMW, Winterthur; Mattenbach AG, Winterthur

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UFA-Revue 07+08/2011  
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