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NUTZTIERE verwertung von 2.4 % (2.41 kg/kg) gegenüber dem Standardfutter. Viele Schweinemäster profitieren heute auf ihrem Betrieb von den Vorteilen des Benzoesäure-Futterzusatzes (siehe Kasten).

Ammoniak (NH3) gehemmt. Erkrankungen der Atemwege werfen die Schweine in ihrer Entwicklung zurück. Ab 20 ppm NH3 in der Luft ist die Situation problematisch.

Pragmatisches Holland Zurück Umweltfreundlich Wenn die Benzoesäure im Dünndarm absorbiert worden ist, bildet sich zusammen mit Glycin die Hippursäure, die via Niere ausgeschieden wird. So werden der Harn-pH und dadurch die Ammoniakemissionen gesenkt. Mit zunehmender Mastdauer nimmt dieser Effekt noch zu.

Positiv für Atemwege Dank geringeren Ammoniakemissionen verbessert sich das Stallklima. In der Lunge wird die Infektabwehr bedeutend durch

zum Stickstoffversuch der Universität Zürich: Sowohl im Jager- als auch im Ausmastfutter reduzierte 1% Benzoesäure den pH-Wert des Harns statistisch signifikant um 12 %. In anderen Ländern kamen Wissenschaftler auf ähnliche Ergebnisse. Zusammen mit anderen LowCost-Massnahmen reduziert VevoVitall demnach den Ammoniakausstoss um bis zu 42 %. Die holländische Regierung hat den Einsatz dieses Futterzusatzes darum in das Massnahmepaket gegen Ammoniakemissionen integriert.

Anita, Jean-Luc und Camille SimonVermot.

4.5 % mehr Zuwachs mit UFA 331-3 Jean-Luc und Anita Simon-Vermot besitzen einen Bauernhof auf 1100 m über Meer in Cerneux-Péquignot, Brévine. Zum 26 ha grossen Betrieb in der Bergzone II gehören 18 Kühe, deren Milch in der Dorfkäserei zu Gruyère verarbeitet wird, sowie 22 Stück Jungvieh. Vor fünf Jahren konnte Jean-Luc den Schweinemaststall der lokalen Käsereigenossenschaft mieten. Zu Beginn setzte sich die Futterration aus 25 % Schotte und UFA 331-5 zusammen. Um die Leistungen zu optimieren und wegen einer starken Ammoniakkonzentration im Stall während dem Winter entschieden der Betriebsleiter und sein Angestellter, einmal UFA 331-3 mit VevoVitall auszuprobieren. Die Luft- und Exkrementqualität verbesserte sich sofort. Mit der Zeit liess sich auch eine Verbesserung der Tageszunahmen und der Futterverwertung feststellen (Tabelle 2). Obwohl UFA 331-3 etwas mehr kostet als UFA 331-5, ist Jean-Luc sehr zufrieden und möchte nicht mehr zurück. Denn die Investition zahlt sich durch höhere Leistungen im Mastschweinestall aus.

Tabelle 2: Resultate auf dem Betrieb Simon-Vermont mit UFA 331-5 mit UFA 331-3 VevoVitall

Tageszuwachs g 756 790

Futterverwertung kg/kg 2.66 2.60

Einfluss auf Hofdünger-Gehalt Nachdem sich Ammoniak in die Atmosphäre verflüchtigt hat, gelangt es via Regen als Stickstoff zurück in Wiesen und Wälder. Das Wurzelwachstum der Bäume nimmt ab, was vermehrte Sturmschäden zur Folge hat. Für den Landwirtschaftsbetrieb finanziell relevanter ist, dass Ammoniakverluste den Stickstoffgehalt im Hofdünger reduzieren und damit mehr Mineraldünger zugekauft werden müssen.

Knochenstabilität? Zum Teil wurde vermutet, die Absenkung des HarnpH könnte dazu führen, dass Schweine vermehrt Kalzium und Phosphor ausscheiden würden. Im Versuch der Universität Zürich blieben die Knochen beim Einsatz eines Futters mit normalem Phosphorgehalt und VevoVitall jedoch bruchfest. Wie es in gehaltsreduzierten Futtern (NPr) aussieht, muss noch weiter untersucht werden. 䡵 UFA-REVUE · 5 2011

Autor Christophe Colomb, Schweinespezialist im UFA-Beratungsdienst, 1070 Puidoux. www.ufa.ch

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UFA-Revue 5/2011  

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