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D_TS_UR_0412 ok_2012 27.03.12 17:19 Seite 1

Fachzeitschrift der fenaco-LANDI Gruppe • www.ufarevue.ch • 4 / 2012

Sonderthema «Mit Beeren zum Erfolg»

Privatdarlehen: Kredite mit Tücken Seite 18

Gruber «SM 900» im Praxistest Seite 22

Neue Rotklee-Sorte für Weideflächen Seite 41

Was Galtsauen wirklich brauchen Seite 72


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INHALTSVERZEICHNIS EDITORIAL Richtig platzierter Dünger senkt die Anzahl Düngungsdurchgänge und vermeidet langsame Wachstumsphasen.

Roman Engeler

Bild: agrarfoto.com

FENACO AKTUELL Genossenschaften geniessen Vertrauen Studie der Universität Luzern

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Verwaltung fenaco Auf ein Wort von Werner Beyer

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MANAGEMENT

Boden- und Erbrecht Weichenstellungen in Lausanne: Das Bundesgericht fällte im vergangenen Jahr gleich vier Grundsatzurteile.

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Nebenerwerb der Bäuerin Wie teilen und verbuchen?

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Kurzmeldungen Weichenstellung in Lausanne Kreditaufnahme mit Tücken

8 14 18

LANDTECHNIK Perfektes Streubild Miststreuer «SM 900» von Gruber im Praxistest

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Kurzmeldungen Modernes Hofdünger-Management Kuhn-Center: Integration ist gelungen Legendäre Baureihe wird attraktiver Wettbewerb mit Serco Landtechnik Produktneuheiten

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PFLANZENBAU Baureihe wird erneuert Fendt erneuert eine der erfolgreichsten Baureihen und bringt die Serie «300 Vario» nun mit SCR-Technik auf den Markt.

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Schweizer Brotgetreide ist gefragt Eine anspruchsvolle Vermarktungskampagne wurde abgeschlossen

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Kurzmeldungen Ölsaaten: Vermarktungsglück und Rekordernte Kunstwiesen-Cup: Wettbewerb der besonderen Art Der richtige Dünger an der richtigen Stelle Zuchterfolg: Erster Rotklee für die Weide

30 34 36 38 41

NUTZTIERE

Neue Rotklee-Sorte Mit «Pastor» steht nun eine Rotklee-Sorte zur Verfügung, die speziell für Weidenutzung gezüchtet wurde.

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Luzerne Gute Qualität zu günstigem Preis

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Kurzmeldungen Bio-Seite: Effizienz in der Milchproduktion Futtertisch-Sanierung: 35 bis 90 Fr. pro Quadratmeter UFA aktuell: Die Seiten für den Tierhalter Vorratsfütterung: Besser mit Siliermittel? Aktueller Wissensstand zu Pansenblähungen Dünner Kot: Zu viel oder zu wenig Eiweiss? Rindvieh: Magnesium kann mehr Toro-Tagung: Blick in die Zukunft Mineral- und Wirkstoffversorgung von Galtsauen Neue Technik im UFA-Werk Puidoux

55 56 58 59 63 64 68 69 70 72 74

Das Ziel der Forschung besteht bekanntlich darin, stets neue Erkenntnisse und Erfahrungen zu irgendwelchen Frage- oder Problemstellungen zu gewinnen. Solche Erkenntnisse und Erfahrungen sollten sich dann später im Alltag als nützlich oder gewinnbringend einsetzen lassen. Forschung darf also kein Selbstzweck sein – ihre Ergebnisse müssen der Menschheit zugute kommen. Auch in der Landwirtschaft wird viel geforscht. Die Resultate sind dabei beachtlich. Denken wir nur daran, wie viele Milliarden von Menschen – trotz einem immer noch zu grossen Anteil von Hungernden – heute sicher und mit gesunden Lebensmitteln versorgt werden können. Noch vor hundert Jahren war dies selbst bei uns keine Selbstverständlichkeit. Damit die Forschungsergebnisse im praktischen Alltag umgesetzt werden können, braucht es den sogenannten Wissenstransfer, der über verschiedene Kanäle stattfinden kann. Erstaunt hat mich kürzlich die anlässlich einer Tagung gemachte Aussage, wonach groben Schätzungen zufolge weniger als 10 % des landwirtschaftlichen Wissens in die Praxis gelange. Auch wenn diese Feststellung vielleicht nicht für alle Bereiche der Landwirtschaft zutreffen mag, es sollte doch für die Forschung und ihre Kommunikation Anlass sein, sich Gedanken zu machen, wie man diesen Prozentsatz anheben kann. Gut gestaltete Fachmedien mit lesergerecht verfassten Texten bieten dazu sicher Hand.

LANDLEBEN

Kapazität erweitert Das UFA-Werk Puidoux ist 2011 erweitert worden. Investiert wurde auch in die Energieeffizienz und Futterqualität.

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UFA-REVUE · 4 2012

Sous-vide-Garen Chance für Bauernhaushalt und Direktvermarktung

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Kurzmeldungen Ostermenü von Claudia Speck-Schlauri Handwerk und Kultur Gemüse auf Klettertour Generationengespräch Berglandwirtschaft

75 79 80 85 86

SONDERTHEMA Mit Beeren zum Erfolg

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D_FEN_Aktuell_0412ok_2012 27.03.12 16:30 Seite 4

AKTUELL FENACO

Vertrauen in Genossenschaften REPRÄSENTATIVE UMFRAGE Eine breit angelegte Studie der Universität Luzern wirft ein überaus gutes Licht auf die genossenschaftlich organisierten Unternehmen. Das Fazit aus einer Umfrage bei 1004 Personen lautet: Die Genossenschaften geniessen ein hohes Vertrauen in der Bevölkerung.

Die Schweiz ist zwar das Land der Eidgenossen, nicht aber unbedingt ein Land von Genossenschaften. Unter den rund 312 000 registrierten juristischen Personen in der Schweiz weisen nur rund 11 000 die Rechtsform einer Genossenschaft auf. So marginal ist die volkswirtschaftliche Bedeutung der Genossenschaften jedoch nicht, wie es angesichts dieses kleinen Anteils erscheinen mag. Die zehn grössten Genossenschaften bringen es auf einen Umsatz von insgesamt über 58 Mrd. Fr., was immerhin rund 16 % des realen Bruttoinlandprodukts der Schweiz entspricht. Es lässt sich zudem feststellen, dass die Bedeutung von Genossenschaften zunimmt. Allerdings ist diese Unternehmensform heute noch recht wenig erforscht und wird insbesondere durch den Gesetzgeber eher stiefmütterlich behandelt. Um dieses Manko zu beheben, wurde im November 2010 die IG Genossenschaftsunternehmen (IGG) gegründet, damit die Interessen der Ge-

Die Mitbestimmung ist bei Genossenschaften besonders ausgeprägt.

nossenschaften auf verschiedenen Ebenen besser vertreten werden können. Mit dem Kompetenzzentrum für Genossenschaftsunternehmen am Institut für Unternehmensrecht an der Universität Luzern konnte die IGG einen strategischen und wissenschaftlichen Partner für ihre Anliegen gewinnen.

Ursprung Genossenschaftliche Zu-

März in Luzern stattfand. Dabei wurden zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten der fenaco-LANDI Gruppe diskutiert.

Arrondierung Landor-Areal im Auhafen Die Verwaltung der fenaco

sammenschlüsse haben ihren Ursprung im frühen Mittelalter, als das Nomadentum durch «sesshafte» Landwirtschaft mit Ackerbau und Viehzucht abgelöst wurde. Die heutigen Genossenschaften entstanden im 19. Jahrhundert als wirtschaftliche und soziale Gebilde.

VERWALTUNG FENACO CONSEIL D’ADMINISTRATION Strategietagung der Verwaltung Die fenaco-Verwaltung besteht hauptsächlich aus aktiven Bauern und ist paritätisch aus den vier Regionen Westschweiz, Mittelland, Zentral- und Ostschweiz zusammengesetzt. Sie wählt und überwacht die Geschäftsleitung der fenaco. Sie ist für die strategische Führung der fenaco zuständig. Einmal im Jahr trifft sich die Verwaltung gemeinsam mit der fenaco-Geschäftsleitung zu einem zweitägigen Verwaltungsseminar (Bilder), welches in diesem Jahr anfangs 4

hat an ihrer Märzsitzung beschlossen, zur Optimierung des Landor-Areals im Auhafen am Rhein von der Avia ein Bürogebäude käuflich zu erwerben und an zwei Parzellen im Umfang von 1853 m2 das Baurecht zu übernehmen (Baurechtgeberin: Kanton Basellandschaft). Inmitten des Geländes, wo sich die Landor-Düngerumschlaganlagen befinden, besitzt Avia ein Bürogebäude mit entsprechend Parkplätzen. Durch die en4 2012 · UFA-REVUE


D_FEN_Aktuell_0412ok_2012 28.03.12 08:20 Seite 5

AKTUELL

ATS S MON IS E D D L BI DU MO PHOTO

FENACO AUF EIN WORT EN UN MOT

Genossenschaften haben Potenzial! Das Vertrauen der Bevölkerung in die Rechtsform Genossenschaft kommt nicht von ungefähr. Genossenschaften stehen für Kundennähe und regionale Verankerung. Ihr Geschäftsmodell ist klar erkennbar und verständlich. Mitgliedernutzen und Mitgliederrechte sind besonders ausgeprägt. Ihr Wirtschaften ist nachhaltig und berechenbar. In diesen besonderen Merkmalen der Genossenschaften steckt auch viel Potenzial, das gezielt genutzt werden kann.

Leistungszentrum Braeburn auf Kurs Braeburn heisst das neue Leistungszentrum der Union Fruits SA in Charrat (VS). Die Inbetriebnahme fand im Januar 2012 statt. Zugute kommt diese moderne Anlage den Walliser Apfelproduzenten. Verarbeitet werden rund 15 000 t Äpfel mit einer Stundenleistung von 10 t. Auch wurden die Lagermöglichkeiten auf den modernsten Stand gebracht. Von der grossen Sortenvielfalt der verarbeiteten Äpfel mit Gala, Golden, Braeburn, Pink Lady, Jazz, Maigold, Idared, Pinova, Topaz und den Premiumsorten profitieren die Konsumenten.

«Hilfe zur Selbsthilfe» war dabei nicht inhaltlose Floskel, sondern Kern der eigentlichen Aufgabe. Denn Anlass zur Gründung waren häufig ein nicht funktionierender Wettbewerb oder Mangelsituationen wegen fehlendem Angebot oder überhöhten Preisen. In den letzten 150 Jahren haben sich die wirt-

schaftlichen Rahmenbedingungen jedoch grundsätzlich verändert. Absatzund Lieferantenmärkte wurden offener und internationaler, was zwar gewisse Probleme wie beispielsweise Mangelsituationen beseitigt, dafür wieder neue schafft. So stehen auch GenossenschafFortsetzung Seite 6

TERMINE AGENDA

Regionalversammlungen • Zentralschweiz: 3. Mai 2012 • Westschweiz: 10. Mai 2012 • Ostschweiz: 11. Mai 2012 gen Platzverhältnisse und den regen Camionverkehr, kommt es regelmässig zu gegenseitigen Behinderungen der Zu- und Wegfahrt. Mit den neuen Besitzverhältnissen kann das LandorAreal an strategisch wichtiger Lage arrondiert und optimiert werden. UFA-REVUE · 4 2012

• Mittelland: 15. Mai 2012

Jahresmedienkonferenz fenaco

Genossenschaften sind ihren Mitgliedern und Kunden verpflichtet. Mitgliedernutzen und Mitwirkungsrechte stehen im Vordergrund, was ein nachhaltiges Handeln im Hinblick auf die Zweckerfüllung erleichtert. Investitionen werden zum Nutzen der Mitglieder getätigt. Die Besetzung der Verwaltungsorgane, mehrheitlich aus den Reihen der Mitglieder, fördert Vertrauen und Transparenz. Die Entscheidungsfindung im basisdemokratischen Umfeld stellt sicher, dass Entscheide auch getragen werden. Genossenschaften, welche diese genossenschaftlichen Werte hochhalten und auch bekanntmachen, verzeichneten in den letzten Jahren einen Mitgliederund Kundenzuwachs. Damit diese Eigenschaften und Potenziale auf lange Sicht erhalten bleiben, ist es nötig, dass sich die Rechtsform Genossenschaft von den anderen Rechtsformen weiterhin deutlich abhebt. Finanzierungs- und Gestaltungsmöglichkeiten sollen nicht eingeschränkt, Mitwirkungsrechte nicht geschmälert werden. Wichtig ist auch, dass künftig auf rechtsformübergreifende Regelungen verzichtet wird, damit die Merkmale der Genossenschaft nicht verloren gehen. Die Interessengemeinschaft Genossenschaftsunternehmen (IGG) und das Kompetenzzentrum für Genossenschaftsunternehmen an der Universität Luzern, haben deshalb den «Landwirtschaftlichen Klub der Bundesversammlung» im Rahmen der Konferenz «Genossenschaftsunternehmen und ihre politische Zukunft» diesbezüglich sensibilisiert.

23. Mai 2012, Bern

Delegiertenversammlung fenaco 27. Juni 2012, Winterthur

Werner Beyer Mitglied der fenaco-Geschäftsleitung

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D_FEN_Aktuell_0412ok_2012 27.03.12 16:31 Seite 6

AKTUELL FENACO

Genossenschaften, wie die LANDI, stehen für Kundennähe und regionale Verankerung.

ten heute unter einem zunehmenden Wettbewerbsdruck, müssen kostenund ertragseffizienter arbeiten, damit sie die geforderten Leistungen für die Mitglieder weiter erbringen können.

Heutige

Wahrnehmung Was

macht den anhaltenden Erfolg der Genossenschaften aus? Welches Image haben Genossenschaften? Was zeichnet sie aus? Wie sieht die Bevölkerung in der Schweiz die Genossenschaften? Die IGG – in Zusammenarbeit mit dem Institut für Unternehmensrecht der Universität Luzern – hat dazu eine repräsentative Studie aufgrund einer telefonischen Befragung bei 1004 Personen erarbeitet. Genossenschaften geniessen – auf einer Skala von 1 bis 10 – einen Vertrauenswert von 7.2. Werte

Selbsthilfe «Der Genossenschaftsgedanke hat sich in der Landwirtschaft bewährt und ist weiterhin aktuell, gemeinsam stehen wir Bauern zusammen und organisieren über die LANDI den Wareneinkauf und die Produkteabnahme. Solidarität und Selbsthilfe müssen wir als LANDIVorstandsmitglieder immer wieder auch den jungen Bauern vermitteln.» Walter Haas, Milchwirtschaft und Futterbau, 23 ha in Hellbühl (LU). Auf den 1.1.2012 wurde der Betrieb an den Junior übergeben, wo Walter Haas nun angestellt ist. Walter Haas ist Präsident der landwirtschaftlichen Genossenschaft Pilatus. 6

über 7 dürfen als «gut», Werte im Bereich von 8 als «sehr gut» bezeichnet werden. 47 % der Befragten urteilen über Genossenschaften mit Werten von 8 oder mehr. Öffentlich-rechtliche Körperschaften (6.7), KMU und GmbH (je 6) geniessen ein mittleres Vertrauen, während börsenkotierte Aktiengesellschaften (AG) mit 4.7 an einem Vertrauensmangel leiden. Nur gerade Familiengeführte Aktiengesellschaften weisen mit 7.6 einen höheren Wert als Genossenschaften auf. Erstaunlich ist, dass das hohe Vertrauen in Genossenschaften von Mitgliedern und Nichtmitgliedern gleichermassen geteilt wird. Selbst Nichtmitglieder urteilen mit einem Wert von 7, während Mitglieder das Vertrauen mit 7.5 bewerten.

Die wichtigsten Faktoren Gemäss der Studie sind es fünf Elemente, die im Wesentlichen die Reputation von Genossenschaften ausmachen: • Langfristig wirtschaftlicher Erfolg. • Regionale Strukturen. • Kundennähe. • Verantwortungsbewusster Umgang mit Risiko.

• Wahrnehmung gesellschaftlicher Verantwortung. Als etwas weniger zutreffend für Genossenschaften beurteilten die Befragten die transparente Kommunikation und die demokratische Mitentscheidung bei der Unternehmensentwicklung, die Entscheidungsstrukturen werden als eher träge eingestuft. Zudem trauen die Befragten den Genossenschaften nicht allzu grosse Innovationskraft bei Produkten oder Dienstleistungen zu. Interessant ist die Feststellung, dass Genossenschaftsmitglieder und Nichtmitglieder die Bedeutung des Mitspracherechts praktisch gleich bewerten.

Unterschiede zu Aktiengesellschaften Bemerkenswerte Differenzen in der Wahrnehmung der Bevölkerung zeigen sich zwischen Genossenschaften und Aktiengesellschaften. Einzig bei der Aussage «Innovative Produkte und Dienstleistungen» schneiden die Aktiengesellschaften gegenüber den Genossenschaften in der Befragung besser ab. Am krassesten sind die Differenzen zugunsten der Genossenschaften in den Themenfeldern «Förderung regionaler

Transparenz «Ich will wissen, wie viel ich verdiene und will auch wissen, wie viel die vor- und nachgelagerten Sektoren verdienen. Mit den Genossenschaften, vor allem der LANDI, habe ich diese Transparenz.» Ernst Lüthi, Obstbau, Rinder- und Sauenmastbetrieb, 28 ha in Ramlinsburg (BL). Ernst Lüthi ist Mitglied der Verwaltung der LANDI Reba AG.

Basisdemokratisch «Genossenschaften sind basisdemokratisch: Jeder Kopf hat eine Stimme, es bestimmt nicht jener mit dem grössten Kapitalanteil. Weil wir nicht dem Druck von Investoren und Finanzanalysten ausgesetzt sind, sind wir nicht von Gewinn- und Dividendenbestrebungen getrieben. Im Mittelpunkt stehen die Leistungen für uns Bauern». Lienhard Marschall, Ackerbaubetrieb, Saatgutproduktion, Lohnunternehmen, 46 ha in Neuenegg (BE). Lienhard Marschall ist seit 2003 Präsident der fenaco.

4 2012 · UFA-REVUE


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AKTUELL FENACO Strukturen», «langfristig wirtschaftlicher Erfolg», «Wahrnehmung gesellschaftlicher Verantwortung», «verantwortungsbewusster Umgang mit Risiken», «Kundennähe» und «demokratische Mitentscheidung». Selbst bei den Entscheidungsstrukturen liegen die Genossenschaften vor den Aktiengesellschaften.

Vorteile von Genossenschaften Egal, welche Gruppe ausgewertet wird (Bevölkerung, Kunden oder Genossenschafter), die Vorteile der Genossenschaften werden von allen gleich eingestuft: Langfristige Verlässlichkeit (94 % der Befragten), regionale Verankerung (89 %), Solidarität mit der Schweiz (87 %), vergünstigte Konditionen auf

2012 – Jahr der Genossenschaften Die vereinten Nationen (Uno) haben dem Genossenschaftsgedanken weltweit einen Stellenwert eingeräumt und das Jahr 2012 zum «UnoJahr der Genossenschaften» erklärt. Unter dem Motto «genossenschaftliche Unternehmen für eine bessere Welt» will man erreichen, dass der Beitrag der Genossenschaften zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung stärker wahrgenommen wird. Auch die IG Genossenschaften, deren Präsident fenaco-Geschäftsleitungsmitglied Werner Beyer ist, trägt diese Absichten mit und plant verschiedene Aktivitäten in der Schweiz. So findet unter anderem am 21. September 2012 in Luzern der Kongress «Genossenschaften» statt.

Produkten oder Dienstleistungen (80%), demokratische Mitbestimmung sowie Unterstützung für Mitglieder in besonderen Situationen (je 78 %), Teilhabe der Mitglieder am Gewinn (76 %), Ausbildung der Mitglieder (z. B. Migros Clubschule) sowie Sponsoring (je 68 %), profitieren von Mitgliedschaftsmedien (62 %).

Mitgliedernutzen und Mitwirkungsrechte stehen bei Genossenschaften im Vordergrund.

Zum Wohl der Mitglieder

Entwicklung «Die LANDI Genossenschaften sind dynamisch und bewegen sich zusammen mit den Bauern weiter. Die LANDI, in der ich Mitglied bin, hat ihre drei Agrarstandorte zusammengelegt. Da die Distanzen dadurch grösser geworden sind, wurde ein Lieferdienst eingeführt. Die LANDI- und Volg-Läden beleben die Dörfer, sind Treffpunkt für Jung und Alt, Bauern und Nicht-Bauern und fördern das soziale Gefüge.» Walter Eugster und Sohn Andreas, Betrieb mit Ackerbau, Milchviehhaltung und Schweinemast, 27 ha in Thundorf (TG). Walter Eugster ist Mitglied der LANDI Wängi. UFA-REVUE · 4 2012

«Jeder Landwirt kann Mitglied einer landwirtschaftlichen Genossenschaft sein und davon profitieren. Im Mittelpunkt stehen die Mitglieder und nicht die Kapitalanteile. Dementsprechend basieren Betriebs-und Entscheidungsprozesse der Genossenschaften auf Demokratie und Transparenz. Der wirtschaftliche Erfolg einer Genossenschaft ist nicht Selbstzweck, sondern gemeinsam wird über die Mittelverwendung entschieden, welche der wirtschaftlichen Weiterentwicklung der Mitglieder zu gute kommen soll.» Dominique Romanens, fenaco-Geschäftsleitungsmitglied, Puidoux.

Potenzial und Perspektiven Die Vorteile der Genossenschaften und das hohe Grundvertrauen, das ihnen in der gesamten Bevölkerung entgegengebracht wird, sind historisch gewachsen. Dass einzelne Genossenschaften wie fenaco mit LANDI oder Volg Teil des Alltags vieler Menschen sind, ist ein weiterer Faktor für die guten Reputationswerte. Man kauft und konsumiert Produkte oder nimmt Dienstleistungen in Anspruch, wo man sich (aus)kennt. Unsicherheiten und Ängste im Zusammenhang diverser gegenwärtiger Krisen tragen zum positiven Bild der Genossenschaften bei. Dies vor allem bei Personen über 48 Jahre, die beispielsweise Börsenverluste am eigenen Leib erfahren mussten. Wenig Assoziationen und eine eher kritischen Haltung zu Genossenschaften haben jüngere Personen. Diesbezüglich besteht bei dieser Altersgruppe ein gewisser Handlungsbedarf. 䡵

IG Genossenschaftsunternehmen Die bisher in der Schweiz wenig erforschte Gesellschaftsform Genossenschaft soll auf ein neues Fundament gestellt werden, um den Gründern neuer Gesellschaften in der Rechtsform der Genossenschaft ein modernes Werkzeug zur Unternehmenssteuerung in Zusammenarbeit mit dem Gesetzgeber anzubieten. Zugleich gilt es, die Angebots- und Prozessinnovation bestehender genossenschaftlich strukturierter Gesellschaftsformen zu fördern und deren Entwicklung zu beschleunigen. Um diese Zielsetzungen zu konkretisieren, wurde die IG Genossenschaftsunternehmen gegründet. Zu den Gründungsmitgliedern zählen fenaco, Mobiliar, Raiffeisen, Mobility und die Allgemeine Baugenossenschaft Zürich (ABZ). Neueste Mitglieder sind Coop und der Verband für Wohnungswesen (SVW). Präsidiert wird die IG von Werner Beyer, Mitglied der fenaco Geschäftsleitung.

Autor Dr. Roman Engeler, UFA-Revue, 8401 Winterthur

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D_MA0_Kurznews_0412ok_2012 27.03.12 16:57 Seite 8

KURZMELDUNGEN MANAGEMENT

Arbeit in der Landwirtschaft ist anders Mehrfache Mogelpackung Die landwirtschaftliche Wertschöpfung liesse sich verdreifachen, behauptet der Verein «Vision Landwirtschaft» und «beweist» das mit Berechnungen, welche die Forschungsanstalt Agroscope in seinem Auftrag gemacht haben soll. In Wahrheit handelt es sich aber um eine dreifache Mogelpackung: Denn erstens geht es nicht um Wertschöpfung im klassischen Sinne. Statt dessen wird die eigentliche Wertschöpfung um einen selbst definierten «Produktionswert gemeinwirtschaftlicher Leistungen» erweitert. Zweitens hängt dieser virtuelle Produktionswert ausschliesslich davon ab, wie hoch bestimmte Direkt-

zahlungen sind. Der «Produktionswert gemeinwirtschaftliche Leistung» von 1 ha extensive Wiese entspricht gemäss Vorgabe z.B. dem Ökobeitrag (Hügelzone derzeit 1200 Fr.). Im Modell von Vision Landwirtschaft wird für diese extensive Wiese, bei gleicher Bewirtschaftung und Pflanzenzusammensetzung der Ökobeitrag auf 2700 Fr. erhöht (dafür werden die allgemeinen Direktzahlungen gestrichen). Womit sich der «Produktionswert gemeinwirtschaftliche Leistungen» schlagartig verdreifacht. Drittens ist es schlicht nicht wahr, dass Agroscope diese Berechnungen gemacht hat. Genau das versuchen die Visionäre aber zu vertuschen. Sonst könnten man auf die Idee kommen, nachzurechnen und feststellen, dass die Wertschöpfung nicht wächst, sondern schrumpft. Eveline Dudda

Tagesaktuelle Neuigkeiten www.ufarevue.ch 8

Mitte März fand, von der ART Tänikon organisiert, ein arbeitswissenschaftliches Kolloquium statt. Die Landwirtschaft sei kein Arbeitsplatz wie in den übrigen Branchen, erklärte Vera Bitsch, Professorin an der Technischen Universität München. Der Hauptunterschied sei die enge Verflechtung im familiären Kontext und die Zusammenarbeit mit Tieren. Auch räumte Vera Bitsch mit dem Vorurteil auf, nur glückliche Menschen würden gut arbeiten, ähnlich nur glückliche Kühe geben mehr Milch. Das stimme nur in ca. 20 % der Fälle. Gleichwohl trage ein gutes Arbeitsklima zum Wohlbefinden bei, denn Arbeitskräfte in der Landwirtschaft wünschen sich Anerkennung, mehr Entgelt und Flexibilität.

Professor Urban Hellmuth aus Kiel (Norddeutschland) referierte über Planung im Bereich Stallbau. Ein gut geplantes Gebäude leiste in den nachfolgenden 20 bis 30 Jahren einen Beitrag zur nachhaltigen Tierproduktion. Der technologische Fortschritt verändere auch die Arbeit, so sei zum Beispiel vom Fischgerät-Melkstand hin zum Melkroboter eine Verminderung der körperlichen Belastung hin zu geistiger Beanspruchung zu vermelden. Franz Handler von der BLT Wieselburg fasste die Erkenntnisse aus einem Verfahrensvergleich zur Maisspindelernte zusammen. Maisspindeln sind die innersten Teile der Maiskolben. In Österreich wurde geprüft, ob diese Maisspindeln auch in der Holzplattenindustrie oder in

Robust und solide

im bäuerlichen Haushalt 9000 Fr. Die Lidlohnansätze sind gesunken, weil 2010 der Arbeitsverdienst der Familienarbeitskräfte zurückgegangen ist und der Privatverbrauch pro Verbrauchseinheit zugenommen hat. Bezug der aktuellen Lidlohnbroschüre (20 Fr.): SBV Treuhand und Schätzungen, 寿 056 462 52 61. www.sbv-treuhand.ch

Der LV-St. Gallen blick erfreut auf das vergangene Jahr zurück. Es wurde ein Gesamtumsatz von 422Mio. Fr. erwirtschaftet, was gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung von 6% ist. Der Betriebsgewinn vor Zinsen, Abschreibungen und Steuern betrug 9.9Mio. Fr. und das Unternehmensergebnis 687000Fr. Insgesamt präsentiert sich der LVSt.Gallen in einer robusten Verfassung und ist für die Zukunft gerüstet.

Neue Lidlohnansätze Haben mündige Kinder oder Grosskinder auf dem Bauernbetrieb ihrer Eltern oder Grosseltern regelmässig Arbeitsleistungen erbracht und im gemeinsamen Haushalt gelebt, so können sie bei der Hofübergabe oder spätestens bei der Erbteilung eine angemessene Entschädigung (Lidlohn) verlangen. Die Abteilung Treuhand und Schätzungen des Schweizerischen Bauernverbandes hat neu die definitiven Lidlohnansätze für 2010 berechnet. Im Vergleich zu 2009 ist der Lidlohnanspruch 2010 für die Arbeit auf dem Betrieb um 13.2 % von 12 200 auf 10 590 Fr. gesunken. 2010 beträgt der Lidlohnanspruch für die Arbeit

Agroimpuls sucht Gastfamilien Agroimpuls sucht für 2012 Gastfamilien, die an der Anstellung von Praktikanten oder Praktikantinnen interessiert sind. Offene Bewerbungen gibt es noch für die Monate April bis Oktober, wie Agroimpuls in einer Medienmitteilung schreibt. Die meisten Praktikanten suchen eine Stelle für vier Monate und stammen aus Osteuropa. Gesucht werden sämtliche Arten von Landwirtschaftsbetrieben. Agroimpuls, 5201 Brugg AG, 寿 056 462 51 44. www.agroimpuls.ch

Hotline für Älpler Das Alpofon vermittelt seit elf Jahren Ersatzpersonal auf Alpen, wenn auf einer Alp Personalmangel herrscht. Im letzten Jahr suchten 80 Alpen Personalhilfen. In rund der Hälfte der Fälle konnte dabei Hilfe vermittelt

Durch die Tagung führte Matthias Schick, Leiter der Forschungsgruppe Bau, Tier und Arbeit, ART Tänikon.

Ölbindemitteln verwendbar wären. Handler analysierte zwei Verfahren zur Maisspindelernte hinsichtlich Arbeitszeitbedarf, Logistik und Kosten, wobei die Maisspindelproduktion in unseren Breitengraden total unwirtschaftlich sei, wie er sagte. Alle Referate sind im Tagungsband «18. Arbeitswissenschaftliches Kolloquium» nachzulesen. www.agroscope.admin.ch.

werden. Für den kommenden Sommer sucht das Alpofon wieder Leute mit Alp- oder Landwirtschaftserfahrung, die während einigen Wochen auf einer Alp einspringen wollen. www.alpofon.ch

Enteignung für Tourismus Enteignungen für Sport- und Freizeitzonen und deren Erschliessung würde gemäss diversen Bundesgerichtsurteilen in der ganzen Schweiz gutgeheissen werden, sofern die Anlagen der breiten Öffentlichkeit zugutekommen. Ist die Anlage jedoch nur für einen ausgewählten Kundenkreis bestimmt, fehlt weitgehend ein öffentliches Interesse. Eine Enteignung für einen Golfplatz, welche im Kanton Wallis mit dem Urteil des Bundesgerichts BGer 1C.455/2010 gutgeheissen wurde, dürfte deshalb in den wenigsten anderen Kantonen zur Praxis werden. Die Übersicht über die geltende kantonale Praxis bezüglich Enteignungsrecht zu Gunsten von Freizeitanlagen ist auf der Homepage SBV T & S aufgeschaltet. www.sbv-treuhand.ch/Aktuelles 4 2012 · UFA-REVUE


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UFA-REVUE · 4 2012

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D_MA3_Lange_0412ok_2012 27.03.12 17:02 Seite 10

MANAGEMENT

Nebenerwerb der Bäuerin WIE TEILEN? Nimmt der Partner oder die Partnerin eines Betriebsinhabers oder einer Betriebsinhaberin einen Nebenerwerb auf, so gibt es vorher einiges zu klären und zu vereinbaren. Ist dies nicht schon getan, so ist es dazu nie zu spät. Es gilt: Besser spät als nie.

Esther Lange Naef

Die Klärung dient dem guten Einvernehmen, sie dient aber auch dem Bewusstsein, wie im Falle der Auflösung des Güterstandes (bei Scheidung oder Tod) der Nebenverdienst rechtlich zu bewerten ist. Folgende Punkte sollten Gesprächsthema sein: 1. Verwendung des Nebenverdienstes und Budget. Wird ein Budget erstellt, so gibt es Klarheit, wie der Nebenverdienst verwendet werden kann oder muss. Jedes Budget ist sehr individuell (Beispiel Tabelle 1). 2. Was wird aus dem Nebenerwerb bezahlt? Grundsätzlich gilt, wenn die Partner vereinbaren, wer welche Ausgaben begleicht, gibt das Klarheit in den Finanzen und unzählige Diskussionen entfallen. Eine solche Vereinbarung kann jederzeit veränderten Verhältnissen angepasst werden. Die Partner müssen dann wieder neu über die Bücher. Die Möglichkeiten sind unendlich und

Tabelle 1: Beispiel für ein Budget Ausgaben Grundbetrag für Ehepaar (Essen, Kleider etc.) Grundbetrag für ein Kind Krankenkasse Telefon, Billag Fahrkosten Wohnkosten, Privatanteil Selbstbehalt Arzt Steuern Alimente für Kind aus erster Ehe Auswärtiges Essen bei Ausübung Nebenerwerb Total 10

Fr. 1700 600 380 120 100 900 100 500

Einnahmen Einkommen aus dem Betrieb Einkommen aus dem Nebenerwerb

Fr. 5000 2500

Bilder: Christian Mühlhausen, landpixel.eu

individuell, zudem gibt es kein Patentrezept. Vorschläge: • Steuerschulden werden proportional zum Einkommen verteilt oder die gesamte Steuerschuld ist eine gemeinsame Schuld. • Freibetrag: Ein möglicher Freibetrag wird zur Hälfte geteilt. Jeder kann darüber verfügen, wie er will. • Ein möglicher Freibetrag wird für die Altersvorsorge verwendet. • Der Nebenverdienst wird vollumfänglich gespart. • Der Nebenverdienst wird zu einem Teil für den Luxus verwendet (Ferien, Sport). • Ein Teil des Nebenverdienstes wird für Investitionen verwendet.

Getrennte Konten Damit Klarheit

700 200 5300

Transparenz der finanziellen Verhältnisse ist im Falle einer Scheidung oder bei einem Todesfall wichtig. Dafür müssen beispielsweise Belege oder Kontoauszüge aufbewahrt werden.

7500

herrscht, sind getrennte Konten ein Segen. Ob dem Partner eine Vollmacht gegeben wird, oder nicht, ist eine persönliche Frage. Auch kann eine Vollmacht jederzeit widerrufen werden. Die getrennten Konten dienen während dem

Zusammenleben der Klarstellung, aber vor allem auch bei einem Todes- oder Scheidungsfall. In beiden Fällen erfolgt die güterrechtliche Auseinandersetzung. Bei der Errungenschaftsbeteiligung, dem Güterstand, den die meisten Paare haben, bedeutet das, dass herausgeschält werden muss, ob der Nebenverdienst in den Betrieb gesteckt wurde und für was und ob Vermögen aus Nebenverdienst vorhanden ist. Grundsätzlich bildet der Nebenverdienst Errungenschaft. Diese ist hälftig zu teilen im Scheidungs- und im Todesfall. Es kann allerdings mit einem Ehevertrag vereinbart werden, dass der gesamte Vorschlag dem überlebenden Ehegatten zukommt, das heisst der gesamte noch vorhandene Nebenverdienst erhält der überlebende Partner.

Rechtliches Die Ehepartner sind völlig frei eine Regelung zu finden, die sie für gut halten. Das Gericht interessiert es nicht, wie ein Paar lebt. Erst im Streitfall nimmt das Gericht davon 4 2012 · UFA-REVUE


D_MA3_Lange_0412ok_2012 27.03.12 17:02 Seite 11

MANAGEMENT Kenntnis und muss urteilen, wie das Vermögen verteilt wird. Der Streitfall kann in einem Eheschutzverfahren sein, aber auch in der Scheidung oder auch beim Tod. Die Kenntnis der Rechtslage kann dazu beitragen, dass eine Lösung im Gespräch gefunden wird.

2. Gütertrennung: Jeder verwaltet und nutzt sein Vermögen und sein Einkommen. Aber es gilt die Beistandspflicht. 3. Gütergemeinschaft: Kein Ehegatte kann über seinen Anteil am Gesamtgut verfügen (Art. 222 Abs. 3 ZGB).

Verpflichtung Ist ein Partner oder eine Partnerin verpflichtet einen Nebenverdienst zu erzielen oder kann sie dies ohne Zustimmung des andern machen? Antworten auf diese Fragen sind im Schweizerischen Zivilgesetzbuch zu finden: • Art. 167 ZGB: Bei der Wahl und Ausübung seines Berufes oder Gewerbes nimmt jeder Ehegatte auf den andern und das Wohl der ehelichen Gemeinschaft Rücksicht. • Art. 168 ZGB: Jeder Ehegatte kann mit dem andern oder mit Dritten Rechtsgeschäfte abschliessen, sofern das Gesetz nichts anderes bestimmt. • Art. 159 Abs. 2 ZGB: Sie verpflichten sich gegenseitig, das Wohl der Gemeinschaft in einträchtigem Zusammenwirken zu wahren und für die Kinder gemeinsam zu sorgen. • Sie schulden einander Treue und Beistand. Das sind eher allgemeine Regeln. Sie müssen auf den Einzelfall angewendet werden. Der Ermessensspielraum ist gross.

Auflösung der Ehe Die güterrechtliche Auseinandersetzung erfolgt im Todes- und im Scheidungsfall. Erst nach der güterrechtlichen Auseinandersetzung kann die Höhe des Nachlasses bestimmt werden. Bei der güterrechtlichen Auseinandersetzung ist relevant, wofür der Nebenverdienst verwendet worden ist und ob Beweise vorliegen. Es besteht keine Forderung, wenn der Nebenverdienst für den Lebensunterhalt verwendet worden ist und nichts mehr vorhanden ist. Ist der Nebenverdienst in den Betrieb investiert worden und ist dies beweisbar, so besteht allenfalls eine Ersatzforderung.

Was zu beachten ist: • Es ist keine Genehmigung des Partners aus rechtlicher Sicht nötig, um einem Nebenverdienst nachzugehen, sofern es die Verhältnisse erlauben. • Allenfalls besteht eine Verpflichtung zum Nebenerwerb, wenn es aus finanzieller Sicht nötig ist. Dies kann zum Beispiel auch bei Unterhaltsbeiträgen für Kinder aus erster Ehe der Fall sein. Der neue Partner muss ihn unterstützen, denn er ist im Wissen, dass diese Verpflichtung besteht, die Ehe eingegangen. • Immer: Eine Auskunftspflicht über Einkommen und Vermögen, auch über die Verwendung des Einkommens, besteht immer und unter jedem Güterstand. • Wichtig für Scheidungsfall und Todesfall ist die Transparenz der finanziellen Verhältnisse, das heisst KlarleUFA-REVUE · 4 2012

Wenn Nebenverdienst in den Betrieb investiert wird, soll das klar geregelt werden. Bilder: Christian Mühlhausen, landpixel.eu

Rechtliche Aspekte Geld aus Nebenverdienst ist Errungenschaft. Bei Auflösung des Güterstandes wird die Errungenschaft der Partner zusammengezählt und jeder erhält die Hälfte. Geld aus Nebenverdienst, das in den Betrieb des Partners investiert wurde, der Errungenschaft oder Eigengut des Partners ist, bildet eine Ersatzforderung in Höhe des Nominalbetrags (Art. 206 ZGB). Wurden die Einnahmen aus dem Nebenverdienst zum Lebensunterhalt gebraucht, besteht keine Forderung. Wurden mit den Einnahmen aus dem Nebenverdienst zum Beispiel ein Auto gekauft, bleibt diese Anschaffung beim Erwerber. Der Partner hat Anspruch auf die Hälfte des Verkehrswertes. Pensionskassenguthaben sind hälftig zu teilen.

gung und Aufbewahrung der Belege. Kontoauszüge, Darlehensverträge, Liste der Investitionen oder bezahlte Rechnungen können dazu beitragen, dass eine gütliche Einigung gefunden werden kann.

Verwaltung Der Güterstand entscheidet, wie der Nebenverdienst verwaltet und genutzt werden darf: 1. Errungenschaftsbeteiligung: Innerhalb der gesetzlichen Schranken verwaltet und nutzt jeder Ehegatte seine Errungenschaft und sein Eigengut und verfügt darüber (Art. 201 ZGB). Aber es gilt die Auskunftspflicht und Beistandspflicht.

Beispiel 1: Lehrerin und Landwirt Frau A arbeitet als Lehrerin. Sie verdient 6500 Fr. pro Monat. Gespart hat sie nichts. Herr A hat einen Betrieb mit einem durchschnittlichen Monatseinkommen von 4000 Fr. Leben tut die Familie vom Einkommen der Ehefrau. Die Betriebseinnahmen werden in den Betrieb, der Errungenschaft ist, investiert. Die Errungenschaft beträgt 0 Fr. Das Pensionskassenguthaben von Frau A beträgt 150 000 Fr. Frau A hat keine Forderung auf Grund ihres Nebenverdienstes, weil die Familie aus ihrer Errungenschaft gelebt hat. Das Pensionskassenguthaben von Frau A ist zu teilen, es werden 75 000 Fr. auf ein Freizügigkeitskonto von Herrn A überwiesen. Variante 1a: Frau A hat bei der Scheidung ihren ganzen Lohn gespart (100 000 Fr.). Das Betriebseinkommen aus dem Betrieb ist für den Lebensunterhalt gebraucht worden. Der Lohn ist Errungenschaft. Dieser ist hälftig zu teilen. Frau A muss Herrn A 50 000 Fr. bezahlen. Frau A hat keine Ansprüche gegenüber Herrn A. Variante 1b: Frau A hat ihren Lohn fortlaufend in den Betrieb, der Errungenschaft des Mannes ist, investiert, total 50 000 Fr. Sie kann dies belegen. Frau A hat aus ihrer Errungenschaft in die Er11


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MANAGEMENT rungenschaft von Herrn A investiert. Sie hat Anspruch auf eine Ersatzforderung im Betrag von 50000 Fr. Aber: Die Hälfte steht Herrn A zu, da die Errungenschaft von Frau A hälftig zu teilen ist. Herr A muss ihr 25 000 Fr. bezahlen. Variante 1c: Sie kann die Investitionen nicht belegen. Es lief alles über ein Konto. Kann Frau A nicht beweisen, dass sie aus Errungenschaft in den Betrieb von Herrn A investiert hat, so hat sie keine Ersatzforderung. Variante 1d: Frau A hat ihren Lohn als Darlehen für Investitionen in den Betrieb ihrem Mann gegeben. Es besteht ein Darlehensvertrag. Frau A hat Anspruch auf Rückzahlung des Darlehens. Das Darlehen bildet Errungenschaft. An dieser Errungenschaft ist Herr A zur Hälfte beteiligt, so erhält Frau A von diesem Darlehen nur die Hälfte zurück. Variante 1e: Frau A kauft von ihrem Lohn ein Auto. Der Verkehrswert des Autos bei der Scheidung beträgt 30 000 Fr. Das Auto bildet Errungenschaft, da es aus Errungenschaft gekauft worden ist. Massgebend ist der Verkehrswert des Autos zur Zeit der Auflösung des Güterstandes. Frau A muss die Hälfte des Verkehrswertes Herrn A bezahlen. Das sind 15 000 Fr. Sie behält das Auto. Variante 1f: Frau A hat Geld aus Nebenverdienst in einer Säule 3a angelegt. Der Kontostand beträgt bei der Scheidung 10 000 Fr. Das übrige Geld ist für das Leben gebraucht worden. Geld, das in der Säule 3a angelegt wird, bildet Errungenschaft. Herr A hat Anspruch auf Bezahlung der Hälfte der Errungenschaft, also auf 5000 Fr. Frau A hat im übrigen keinen Anspruch dafür, dass sie den Lebensunterhalt finanziert hat.

Beispiel 2: Boutiquebesitzerin und Landwirt Frau A hat eine Boutique geführt als selbstständig Erwerbende. Sie hat einen Verlust von 30 000 Fr. Frau A haftet alleine für ihre Schulden. Für Herrn A besteht der Nachteil darin, dass sie keine Errungenschaft hat, die zu teilen ist. Variante 2a: Frau A hat aus den Einnamen ihrer Boutique Gegenstände mit einem Verkehrswert von 20 000 Fr. gekauft. Zudem trug sie zum Lebensunterhalt bei. Die Gegenstände sind Errungenschaft. Frau A behält sie. Herr A hat 12

Rechtlich gesehen sind die Ehepartner frei eine Regelung bezüglich des Nebenerwerbs zu finden. Gespräche, vor allem auch über die Finanzen, zwischen den Partnern sind das A und O einer Beziehung. Bilder: Christian Mühlhausen, landpixel.eu

eine Forderung im Betrag von 10 000 Fr. (Hälfte des Verkehrswertes) zugute. Dafür, dass sie zum Lebensunterhalt beigesteuert hat, erhält sie keine Forderung.

Beispiel 3: Coiffeursalon im Bauernhaus Frau A hat im Auftragsverhältnis als Coiffeuse gearbeitet (Coiffeursalon im Haus), die Einnahmen hat sie nicht versteuert und «schwarz» 10 000 Fr. gespart. Erfährt der Richter, dass Schwarzgeld vorhanden ist, muss er dies dem Steueramt melden.

Beispiel 4: Erbschaft und Fahrstunden Frau A hat 30 000 Fr. geerbt. Das ist Eigengut. Diese sind auf einem Konto. Aus Errungenschaft hat sie auf einem andern Konto 20 000 Fr. Frau A steht kurz vor der Scheidung und möchte Fahrunterricht nehmen. Dieser kostet 3000 Fr. Bezahlt Frau A den Fahrunterricht von der Errungenschaft, so hat Herr A nur eine Forderung im Betrag von 8500 Fr. (20 000 – 3000 = 17 000 Fr. geteilt durch zwei). Bezahlt Frau A den Fahrunterricht aus ihrem Eigengut, so hat Herr A eine Forderung aus der Errungenschaft von 10 000 Fr.

Aus diesem Beispiel geht hervor, wie wichtig es ist, klarzustellen, von welchem Geld was bezahlt wird. Die Trennung der Konti von Errungenschaft und Eigengut sind von Vorteil. Variante 4a: Alle Einnahmen und Ausgaben gehen über das gleiche Konto und landen quasi in einem Topf. Eigengut muss nachgewiesen werden. Ist alles Geld auf einem Konto, kann Frau A nicht beweisen, von welchem Geld sie was bezahlt hat und wie viel von den geerbten 30 000 Fr. noch vorhanden sind. Herr A kann behaupten, sie habe die 3000 Fr. für den Fahrunterricht aus dem Eigengut bezahlt. Herr A hat eine Forderung von 10 000 Fr. und Frau A behält als Eigengut 27 000 Fr. 䡵

Autorin Rechtsanwältin Dr.iur. Esther Lange Naef, Obergasse 20, 8400 Winterthur, www.elange.ch

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MANAGEMENT

Weichenstellungen in Lausanne BODEN- UND ERBRECHT Im Zusammenhang mit dem bäuerlichen Boden- und Erbrecht fällte das Bundesgericht in Lausanne im Jahr 2011 gleich vier Grundsatzurteile. Darin werden für die Praxis wichtige Aussagen gemacht zu den Anforderungen an ein landwirtschaftliches Gewerbe, zum Gewinnanspruchsrecht bei Baulandeinzonungen sowie zum Einfluss des Bodenrechts auf das Steuerrecht.

Andreas Wasserfallen

Im ersten Leiturteil des Bundesgerichts zum Bundesgesetz über das bäuerliche Bodenrecht (BGBB) ging es um zwei landwirtschaftliche Grundstücke, die Landwirt X von seinem Grossvater gekauft hatte. Kurz nach dem Verkauf starb der Grossvater. Seine Erben stritten über die Frage, ob die zwei Grundstücke ein landwirt-

schaftliches Gewerbe im Sinne des BGBB bilden oder nicht (BGE 137 II 182), was weitreichende Folgen in einer erbrechtlichen Auseinandersetzung haben kann.

Ausgefallene Einzelfälle Als landwirtschaftliches Gewerbe gilt eine Gesamtheit von landwirtschaftlichen Grundstücken, Bauten und Anlagen, die als Grundlage der landwirtschaftlichen Produktion dient und zu deren Bewirtschaftung, wenn

Bei Bundesgerichtsurteilen sind öfters mehrere Gesetze massgebend.

Landwirt X kam das Landwirtschaftsamt in einer Feststellungsverfügung auf einen Wert unter der Gewerbegrenze. Landwirt X hingegen errechnete einen höheren Wert. Er wehrte sich bis vor das Bundesgericht. Die Beurteilung des Arbeitsaufwandes ist gemäss Bundesgericht nach objektiven Kriterien vorzunehmen. Nicht relevant ist die tatsächliche Nutzung. Es ist deshalb auf durchschnittliche Bewirtschaftungsformen abzustellen und nicht auf ausgefallene Einzelfälle. Bei der Bestimmung der GVE, welche auf der Nutzfläche maximal gehalten werden dürfen, ist laut Bundesgericht das Bundesgesetz über den Schutz der Gewässer und die kantonale Konkretisierung für die maximal möglichen DGVE pro ha zu berücksichtigen. Grundsätzlich ist eine Gesamtbetrachtung notwendig, welche sich an einer ausgeglichenen Nährstoffbilanz zu orientieren hat. Mit anderen Worten: Bei einer Gewerbebeurteilung kommt es nicht (nur) darauf an, wie viele Tiere gerade im Stall stehen und welche Kulturen gerade angebaut werden.

Falsche Auskunft Im gleichen Ver-

sie landesüblich ist, mindestens eine Standardarbeitskraft (SAK) nötig ist. Dazu kommen weitere Elemente und allenfalls kantonale Spezialregelungen. Die SAK berechnet sich an Hand verschiedener Faktoren, welche zum Beispiel pro ha landwirtschaftliche Nutzfläche (LN) oder pro Grossvieheinheit (GVE) festgelegt sind. Im Fall von 14

fahren rügte Landwirt X weiter, das Landwirtschaftsamt habe ihm vor Erlass der Feststellungsverfügung auf Anfrage hin per E-Mail bestätigt, dass es sich beim strittigen Betrieb um ein landwirtschaftliches Gewerbe handle. Das Amt sei darauf zu behaften. Wie das Bundesgericht ausführte, kann gemäss dem in der Bundesverfassung verankerten Grundsatz von Treu und Glauben selbst eine unrichtige behördliche Auskunft unter gewissen Umständen Rechtswirkungen entfalten. Dafür müssen ver4 2012 · UFA-REVUE


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MANAGEMENT schiedene Voraussetzungen erfüllt sein. Unter anderem wird gefordert, dass der Bürger, welcher die unrichtige Auskunft erhielt, im Vertrauen darauf Vorkehrungen traf, die er ohne Nachteil nicht wieder rückgängig machen kann. Weil das bei X nicht der Fall gewesen sei, könne er aus der falschen Auskunft keine Rechte ableiten, urteilte das Bundesgericht.

Kleinere Waldfläche

Landwirt X führte vor dem Bundesgericht im Weiteren aus, seine landwirtschaftliche Nutzfläche sei grösser als vom Landwirtschaftsamt angenommen, weil seine Waldfläche kleiner geworden sei. Er stützte sich dabei auf Aussagen des kantonalen Amtes für Wald und Naturgefahren, welches nach einer provisorischen Abklärung festgestellt hatte, der Wald könnte tatsächlich 0.3 bis 0.5 ha kleiner sein als angenommen. Waldgrenzen können sich im Laufe der Zeit ändern, wie das Bundesgericht bestätigte. Nicht massgeblich für die Waldeigenschaft ist daher etwa die Bezeichnung im Grundbuch. Der Entscheid über die Grösse des Waldes enthält deshalb indirekt einen Entscheid über die Grösse der daran angrenzenden landwirtschaftlichen Nutzfläche und dieser möglicherweise wiederum einen über die Frage, ob ein landwirtschaftliches Gewerbe vorliegt. Die kantonale Behörde wäre verpflichtet gewesen, von Amtes wegen ein Waldfeststellungsverfahren einzuleiten. Das Bundesgericht hiess die Beschwerde von X gut und wies die Sache zu neuer Beurteilung an die Vorinstanz zurück.

Formalitäten

Das zweite Leiturteil (BGE 137 III 205) zeigt, dass Formalitäten genau zu beachten sind. Z meldete beim Grundbuchamt die Ausübung eines Kaufrechts an einem landwirtschaftlichen Grundstück an und ersuchte um Eintragung der Handänderung. Das Grundbuchamt wies die Anmeldung zweimal ab, zum ersten Mal wegen fehlender Erwerbsbewilligung. Das zweite Mal, weil für die inzwischen eingeholte Bewilligung eine Rechtskraftbescheinigung fehlte. Gemäss BGBB sind dem Grundbuchamt nebst der Urkunde über das Rechtsgeschäft die erforderlichen Bewilligungen einzureichen. Z hatte zwar

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eine Erwerbsbewilligung nach BGBB erhalten. Im Zeitpunkt der Grundbuchanmeldung war jedoch die Frist zur Erhebung einer Beschwerde gegen diese Bewilligung noch nicht abgelaufen, war also noch nicht rechtskräftig. Weil auch keine Beschwerde-Verzichtserklärungen der beschwerdeberechtigten Personen vorlagen, wies das Grundbuchamt die Anmeldung laut Bundesgericht zu Recht ab.

Ein Richtplan ist kein Nutzungsplan In dritten Leiturteil (BGE 137 III 344) ging es um ein Gewinnanspruchsrecht. A verkaufte im Jahre 1981 sein landwirtschaftliches Gewerbe seinem Sohn B, welcher ihm ein bis am 15. März 2006 gültiges Gewinnanspruchsrecht einräumte. Im Jahre 2005 genehmigten der Kanton und die Gemeinde einen sektoriellen Richtplan für die Region, in der sich eines der verkauften Grundstücke befindet. Die Geschwister von B, als Erben des 1998 verstorbenen A, argumentierten in der Folge, damit sei innerhalb der 25-jährigen Gültigkeitsdauer des Gewinnanspruchsrechts der erste Schritt gemacht worden für eine spätere Umzonung in die Bauzone. Vor 1994 löste eine Einzonung keinen Gewinnanspruch aus. Seit dem 1. Januar 1994 (Inkrafttreten des BGBB) besteht grundsätzlich ein Anspruch auf einen Anteil am Gewinn. Massgebender Zeitpunkt für die Entstehung eines solchen Anspruchs ist die Einleitung des Verfahrens für die Zuweisung zu einer Bauzone. Fand diese nach Inkrafttreten des BGBB statt, ist auch für altrechtliche Ge-

Bundesgerichtliche Leitentscheide Die Urteile des Bundesgerichts, die von grundsätzlicher Bedeutung sind, werden als so genannte Leitentscheide in die amtliche Sammlung der Bundesgerichtsentscheide (BGE) aufgenommen (2011: 271). Die anderen Urteile werden «nur» im Internet veröffentlicht. Bei einem Grundsatzentscheid sind jeweils fünf Bundesrichter beteiligt, bei den anderen Urteilen in der Regel drei.

Das Bundesgericht erledigt pro Jahr tausende von Fällen (2011: 7327 Fälle). Bild: Schweizerisches Bundesgericht, Claude Huber.

winnansprüche die Bestimmung des BGBB anwendbar. Das Bundesgericht hielt fest, dass ein Grundstück nur mittels Nutzungsplänen einer Bauzone zugewiesen werden könne. Nur die Möglichkeit, ein Grundstück in naher Zukunft überbauen zu können, führe zu einer bedeutenden Wertsteigerung, an welcher die Gewinnanspruchsberechtigten teilhaben könnten. Selbst wenn ein Richtplan Landwirtschaftsland umfasse, würden diese Ziele damit nicht erreicht. Das Verfahren für die Zuweisung zu einer Bauzone gilt laut Bundesgericht dann als eingeleitet, wenn der fragliche Nutzungsplan öffentlich aufgelegt wird. Im Fall von A sei dies vor Ablauf des Gewinnanspruchsrechts nicht der Fall gewesen.

Steuerrecht Im vierten Leiturteil (BGE-Publikation ausstehend) ging es hauptsächlich um Steuerrecht. Verknüpft damit beschäftigte sich das Bun15


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Bei landwirtschaftlichen Grundstücken wird unterschieden, ob es sich um Bauland oder Landwirtschaftszone handelt. Bild: AMW.

desgericht aber auch mit dem BGBB. Im Aargau hatten die Eltern den Landwirtschaftsbetrieb ihrem Sohn übergeben. Für sich selber behielten sie ein unüberbautes Baulandgrundstück zurück. Mit einer solchen Überführung vom Geschäfts- ins Privatvermögen wird aus steuerrechtlicher Sicht ein Wertzuwachsgewinn realisiert, der versteuert werden muss (auch wenn kein Gewinn in liquider Form vorliegt). Für unbebaute Baulandgrundstücke ist laut Bundesgericht die bisherige Praxis, welche Gewinne auf landwirtschaftlichen Grundstücken nur bis zur Höhe der Anlagekosten Einkünften aus selbstständiger Erwerbstätigkeit zurechnete und den Rest der Grundstückgewinnsteuer, nicht gerechtfertigt. Neu sei ein solcher Vorgang vollständig der Einkommenssteuer zu unterstellen. Steuerlich privilegiert sind gemäss Bundesgericht nur noch die dem BGBB unterstellten Grundstücke. Ein nicht überbautes, vollständig in der Bauzone liegendes Grundstück fällt aber nicht in den BGBB-Geltungsbereich, selbst wenn es noch landwirtschaftlich genutzt wird. Dieses Urteil löste Fragen zur Umsetzung im Einzelfall aus. Die Steuerbehörden und allenfalls auch der Gesetzgeber sind gefordert, diese Unklarheiten zu beseitigen. 䡵

Autor Andreas Wasserfallen, Agronom und Rechtsanwalt, Bern, 寿 031 300 37 00, www.agrarrecht.ch

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Kreditaufnahme mit Tücken PRIVATDARLEHEN von Verwandten und Bekannten sind eine gute Sache, sind sie doch meistens zinsgünstig. Aber als Darlehensnehmer sollte man die allfällige Rückzahlung bei der Investitionsplanung einkalkulieren.

Hans Imhof

Bei privaten Darlehen vermischen sich die geschäftliche und die private Ebene, was zu Konflikten führen kann. Verspätet man sich bei der Amortisation, kann das die Verwandtschaft verärgern. Private Darlehen können allenfalls mit zinslosen Betriebshilfedarlehen abgelöst werden, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind.

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Im Rahmen der Hofübergabe oder Hofübernahme lassen viele Eltern einen Teil des Kaufpreises von Liegenschaft und Inventar gegenüber der jungen Betriebsleitergeneration als Darlehen stehen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Marge der Banken zwischen Hypothekar- und Sparzins kann zwischen Darlehensnehmer und Darlehensgeber aufgeteilt werden. Die einen bezahlen etwas weniger Zins als sie für eine Hypothek aufwenden müssten, die andern erhalten für ihr Guthaben mehr als auf dem Sparkonto. In der aktuellen Tiefzinsphase ist dieser Vorteil allerdings geringer als auch schon. Im Vergleich zu einer Hypothek sind private Darlehen zudem meist schnell realisierbar – Verhandlungen mit Banken entfallen.

Private sind nicht primär Banken Allerdings müssen auch bei der Aufnahme von Privatdarlehen diverse Fragen geklärt werden: 1. Wird das Darlehen mit einem Grundpfand sichergestellt? Wenn ja, wird der Darlehensbetrag für die Beurteilung der Belastungsgrenze (= 135 % des Ertragswertes) berücksichtig und schränkt den Darlehensnehmer bei der Aufnahme von Bankhypotheken für die Finanzierung von späteren Investitionen ein. Wenn nein, riskieren die Darlehensgeber wenn sie das Darlehen kündigen, dass der Schuldbetrag nicht anderweitig finanziert und nicht zurückbezahlt werden kann. Dies weil der Darlehensnehmer allenfalls die Belastungsgrenze bereits mit Hypotheken ausgeschöpft hat.

2. Für private Darlehensgeber, seien das Eltern, Geschwister oder Bekannte, ist die Gewährung von Darlehen ein «Nebengeschäft», im Gegensatz zu den Banken, bei denen die Kreditvergabe Haupttätigkeit ist. Private stellen einen Teil ihres Vermögens, den sie vorübergehend nicht selber benötigen, zum Beispiel für die Finanzierung von Investitionen zur Verfügung. Für die Darlehensgeber kann sich die Situation allerdings ändern: Die Eltern benötigen später das Geld für ihren Lebensunterhalt oder für die Finanzierung von Heimaufenthalten, der Bruder oder die Schwester will selber eine Liegenschaft erwerben und ist auf die im Darlehen gebundenen Mittel angewiesen. Das heisst, dass die Darlehen ganz oder teilweise zurückgezahlt werden müssen. Auch wenn ein im Rahmen einer Hofübernahme von den Eltern gewährtes Darlehen bis zur Erbteilung stehen bleibt, kann der Darlehensgeber nicht damit rechnen, dass er den ganzen Darlehensbetrag erbt. Je nach Anzahl Miterben und Umfang des übrigen Nachlasses muss er einen mehr oder weniger grossen Teil auszahlen. Das gleiche gilt, wenn der Betrieb im Rahmen eines Erbvorbezuges übernommen wurde und der Ausgleich des so genannten Anrechnungswertes bis zur Erbteilung der Eltern aufgeschoben wurde. 3.Wichtig ist, dass auch bei privaten Darlehen ein schriftlicher Vertrag erstellt wird. Dieser sollte mindestens folgende Angaben enthalten: • Eindeutige Bezeichnung von Darlehensgeber und Darlehensnehmer.

• Gewährte Darlehenssummen, Dauer des Darlehens- und Kündigungsfrist. • Zins, zu dem das Darlehen verzinst werden muss und Fälligkeit des Zinses. • Jährliche Amortisation. Häufig wird auf eine Pflichtamortisation verzichtet, sie ist aber grundsätzlich zu empfehlen. • Zinszahlungen und Amortisationen sollten vom Empfänger quittiert werden.

Kontakt pflegen Bei privaten Darlehen vermischen sich die geschäftliche und die private Ebene. Wenn es zum Beispiel mit den Geschwistern Differenzen wegen einem gewährten Darlehen gibt, belastet dies auch die private Beziehung und umgekehrt. Am besten ist regelmässige Kontaktpflege sowie eine offene und frühzeitige Kommunikation zu Fragen des Darlehens. Müssen private Darlehen zurückbezahlt werden, lohnt es sich zu prüfen, ob allenfalls eine Umfinanzierung mit einem zinslosen Betriebshilfedarlehen möglich ist. 䡵

Autor Hans Imhof ist Bereichsleiter Beratung bei der Agro-Treuhand Rütti AG in Zollikofen. www.atruetti.ch, 寿 031 910 51 29 Fragen zu Familiendarlehen beantworten Agro-Treuhänder gerne. Adressen auf www.satv-asaf.ch

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KURZMELDUNGEN LANDTECHNIK Gülle effizient «eingraben»

Neues Partikelfiltersystem

Strategische Partnerschaft

Bei der üblichen Breitverteilung von Gülle gehen Nährstoffe verloren, zudem wird die Bodenverdichtung vorangetrieben und lästiger Geruch verbreitet. Der neue Gülle-Scheibengrubber «Maulwurf» von Fliegl behebt diese Probleme, er zeichnet sich durch seine Leichtzügigkeit aus. Der «Maulwurf» ist stabil und robust konstruiert. Er ist windunempfindlich bei guter Längs- und Querverteilung. Die 31 Scheiben mit Durchmessern von jeweils 41 mm sind zweireihig im Abstand von 400 mm angebracht. Die Arbeitsbreite beträgt 6.8 m. Serie sind höhenverstellbare Tasträder, als Zubehör gibt es eine hydraulische Hubvorrichtung und eine Überdrucksicherung, die für Pumpfässer erforderlich ist. Der «Maulwurf» arbeitet mit einem bewährten SchneckenverteilerSystem, das die Ausbringung ohne Verstopfung gewährleistet. Vorteile sind die Reduktion von Verschleiss sowie geringerer Ölverbrauch durch niedrigeren Kraftaufwand.

Lindner präsentierte an der Werksausstellung einen Prototyp des neu-

Case New Holland (CNH) geht mit dem norwegischen Hersteller von Festkammerpressen, Verdichtern und Traktoranhängern eine langfristige strategische Partnerschaft ein, die sich auf einige Schlüsselbereiche der Zusammenarbeit erstreckt. So wird CNH die Urheberrechte und Fertigung für die Festkammerpressen von Orkel erwerben und künftig über die Marken «Orkel», «New Holland Agriculture» und «Case IH» vertrieben werden.

en Partikelfiltersystems. Ab 2012 gilt bei neuen Traktoren Abgasstufe 3b, ab 2014 Stufe 4. Dadurch wird die Abgasnachbehandlung notwendig – entweder durch Partikelfilter oder durch SCR-Systeme, bei denen eine Harnstofflösung eingespritzt wird. Lindner hat sich nun für einen Diesel-Partikelfilter entschieden, weil damit keine zusätzlichen Betriebsstoffe notwendig sind und auch Kleinstpartikel reduziert werden können. Ausserdem bleibe der Motorcharakter unverändert agil, heisst es bei Lindner. Die ersten Praxiserfahrungen mit den neuen Motoren hätten gezeigt, dass der Motor spritzig reagiere und aufgrund des reduzierten Hubraums einen Liter Treibstoff pro Betriebsstunde einspare.

Grimme mit neuem Werk Die Nachfrage ist bei Grimme in den letzten Jahren in allen Produktsparten stark gestiegen. Um die Kapazitäten dieser Entwicklung anzupassen, errichtet das Dammer Familienunternehmen im Niedersachsenpark nördlich von Osnabrück ein 10 000 m2 grosses Montagewerk für Selbstfahrer. Ab dem Sommer werden über 120 Mitarbeiter mit der Montage der selbstfahrenden Rübenroder beginnen. Auf dem 21 ha grossen Areal ist das Selbstfahrerwerk bereits die zweite Montagehalle neben dem ebenfalls 10 000 m2 grossen Produktionszentrum für Sieb- und Fördertechnik, in dem 80 Mitarbeiter die verschiedenen Bandvarianten herstellen.

Aktiv gefederte Sitze bieten höheren Komfort Mechanische oder luftgefederte Sitzsysteme gelangen vor allem auf stark unebenen Fahrbahnen schnell an ihre Grenze. Automatische Sitze hingegen stellen sich selbsttätig auf das Fahrergewicht ein. Dieses Kriterium ist besonders wichtig, wenn ein häufiger Fahrerwechsel erfolgt. Da bei dieser Federungsart die Eigenfrequenz kaum von den Fahrergewichten abhängig ist, muss man keine Kompromisse eingehen und kann den Sitz so auslegen, dass er weitgehend von den Schwingungseinflüssen entkoppelt ist. Zusätzlich wird der Dämpfer in kürzester Zeit auf die Schwingungsanregungen eingestellt, sodass auch in dieser Hinsicht ein besseres Verhalten des UFA-REVUE · 4 2012

Sitzes erreicht werden kann (semiaktive Lösung). Die DLG hat einen Test für aktiv gefederte Sitze von John Deere («Active Seat»), Grammer («MSG 95 EAC/741») und IWS Handling

(«Apollo Active Pro – AFS 3006-high») durchgeführt. Aktive Systeme regeln im Gegensatz zu semiaktiven Sitzen nicht nur die Dämpfereinstellung, sondern versuchen auch die Sitzposition durch das Nachliefern von pneumatischer und hydraulischer Energie konstant zu halten. Dazu ist aber ein grösserer Rechner- und Energieversorgungsaufwand nötig. Diese Sitzsysteme sind deshalb an die Voraussetzungen des Traktors anzupassen.

Kommunikation bei Landmaschinen Wenn heute Landwirte und Lohnunternehmer mit Erntemaschinen und Transportflotten Felder bewirtschaften, ist ein Datenaustausch zwischen den Fahrzeugen und dem Büro des Landwirts oft nicht möglich. Unterschiedliche Technik der verschiedenen Hersteller und fehlende Mobilfunk-Abdeckung beeinträchtigen die Kommunikation. Das deutsche Forschungsprojekt «iGreen» hat nun einen «Maschinen-Konnektor» präsentiert, der diese Schwierigkeiten überwinden kann. Er ist eine spezifizierte Kommunikationssoft- und -hardware für Maschinen und Smartphones, mit dessen Hilfe selbst Maschinen unterschiedlicher Hersteller untereinander Daten austauschen können. Die bereitgestellten Informationen können nicht nur für die Dokumentation weiterverarbeitet werden, sondern auch den Einsatz der Ma-

schinen im Feld effizienter gestalten. Des Weiteren kann das System Daten von Maschinen ohne Funkverbindung an andere Maschinen übertragen, sodass diese die Daten zunächst «transportieren» und bei (einer besseren) Funkverbindung übertragen können. Dies ermöglicht eine höhere Datenübertragungsrate und geringere Providerkosten. Auf der Veranstaltung präsentierten die Projekt-Partner Claas, John Deere und Krone zusammen mit dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) neue Konzepte und Implementierungen an Praxisbeispielen.

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ERFOLGSTORY KNOW-HOW

Modernes Hofdünger-Management TRAKTOREN VON FENDT kommen bei den beiden Unternehmen Briner und Schneider zum Einsatz, wenn es um das Transportieren und Ausbringen von Hofdüngern geht. Die beiden haben auf dieses Frühjahr ihre Traktorenflotte mit Modellen aus den Baureihen «700 Vario» und «400 Vario» von Fendt erneuert.

Immer mehr Landwirte nehmen beim Ausbringen von Gülle und anderen Hofdüngern Dienstleistungen von Lohnunternehmern in Anspruch. Diese wiederum sind heute mit einer überaus breiten Angebotspalette auf dem Markt aktiv, die vom Transport und Ausbringen auf dem Feld, über ein umfassendes Hofdünger-Management mit Gülle-Verträgen bis hin zur Aufarbeitung der entsprechenden Dokumentationen reicht. Zu einer emissionsarmen Ausbringtechnik gehört heute ebenso eine leistungsfähige Transporttechnik, mit denen sich einerseits die engen Zeitfenster optimal ausnützen lassen, anderseits für die Kunden eine schlagkräftige Logistik aufgebaut werden kann.

Nährstoffpool

Zu den Kernkompetenzen von Peter Briner gehört der Betrieb eines überregionalen Nährstoffpools mit einem Winterlager von 10 000 m3 in Hagenbuch (ZH). «Wir vermitteln Gülle zwischen Tierhaltern aus Gegenden mit dichtem Viehbesatz und Abnehmern in den Ackerbauregionen». Briner übernimmt dabei die Koordination, transportiert und verteilt die Produkte und führt zudem die Nährstoffbuchhaltung für die jeweiligen Produkte. Dabei arbeitet er lokal mit ver-

Tabelle: Modellübersicht Modell Nennleistung (PS) Max. Leistung (PS) Zapfwellen Heckhubkraft (kg) Leergewicht (kg) Gesamtgewicht (kg) 20

415 140 155 7450 5450 9500

716 724 150 220 165 240 540 / 540E / 1000 8340 9580 6605 7900 11500 13500

schiedenen Sub-Unternehmern zusammen.

«Flexibilität und Schlagkraft» sind für Markus Schneider jene Punkte, die den Erfolg eines Lohnunternehmens ausmachen. Der vielseitige Lohnunternehmer aus Thunstetten (BE) betätigt sich ebenfalls in der Ausbringung von Hofdüngern. «Hofdünger wie Gülle, Mist oder Kompost sind wertvolle Dünger, die möglichst genau, bodenschonend, wirtschaftlich und dennoch umweltfreundlich ausgebracht werden sollte», meint Schneider. Er setzt daher auf GPS unterstützte Parallelfahrsysteme, verwendet bei den schweren Anhängegeräten Breitbereifungen sowie Reifendruckregelanlagen für den bestmöglichen Bodenschutz und die 12 oder 15 m breiten Schleppschlauchverteiler helfen bei der Gülle mit, die Ammoniakverluste und weitere Emissionen zu verringern.

Flotten erneuert

Beide Unternehmer haben auf diesen Frühling ihre Flotte mit je vier Fendt-Traktoren erneuert. Bei Markus Schneider sind es drei «724 Vario SCR» und ein «415 Vario», bei Peter Briner sind es zwei «716 Vario» und zwei «415 Vario». Bei Schneider war diese Ersatzbeschaffung schon lange vorbesprochen. «Ich mache jeweils einen Plan, wie die Flottenerneuerung vor sich gehen sollte». Für diese Beschaffung gaben dann die im letzten Jahr vorgestellten neuen Modelle der Baureihe «700 Vario SCR» (siehe UFA-Revue 7-8/2011) sowie der günstige Euro-Franken-Kurs den Ausschlag. Schneiders Flotte basiert seit jeher auf der Marke «Fendt». «So gesehen

gab es für mich eigentlich keine Alternative». Alles, von der Wartung bis zur Bedienung, sei für die Mitarbeiter einfacher, wenn man nur mit einer Marke zu tun habe. Bei der neuen «700er»-Reihe biete Fendt wieder viel an neuer, innovativer Technik, betont Schneider. «Soviel PS bei diesem Gewicht sind sonst kaum zu finden». Zudem wirke der Traktor mit seinen Abmessungen und der neuen «VisioPlus»-Kabine mit mechanischer oder pneumatischer Federung und der ins Dach gewölbten Frontscheibe optisch sehr gut.

«716 Vario»

Peter Briner setzt die Traktoren zum Verteilen von Gülle und Kompost ein. Neben Fendt-Traktoren kamen bei ihm bis anhin auch Modelle anderer Marken zum Einsatz. Mit dieser Ersatzbeschaffung setzt aber auch er langfristig auf die Marke «Fendt». Da er noch einen älteren Fendt besitzt, hat er sich bei den zwei «700er» für das Modell «716 Vario» entschieden, um damit

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ERFOLGSTORY KNOW-HOW

«Golden Design»

Die Baureihe «700 Vario SCR» brachte Fendt 2011 auf den Markt. Das Spitzenmodell «724 Vario SCR», leistet 240 PS (Maximalleistung nach ECE R24).

die gleiche Bedienung wie bei den bereits im Unternehmen eingesetzten Fendt-Traktoren zu haben. Der Fendt «700 Vario» entwickelte sich seit der ersten Vorstellung 1998 zur meistverkauften Traktorenbaureihe mit stufenlosem Fahrantrieb. In der dritten Generation wurde die Leistungsfähigkeit des Grundfahrzeugs nochmals gesteigert. Als Allrounder wird der Fendt «700 Vario» bei Briner mit der Güllenpumpe am Feldrand und zum Ausbringen von weiteren Hofdüngern eingesetzt. Alle Traktoren sind mit Fronthydraulik und Frontzapfwelle ausgestattet, verfügen zudem über eine GPS-Ortung, damit die Disposition der Traktoren einfach zu bewerkstelligen ist.

Das Modell «415 Vario» kam vor rund sechs Jahren auf den Markt. Ausgestattet mit einem 4-Zylinder DeutzMotor weist der Traktor eine Nennleistung (bei 2100 Umin, nach ECE R24) von 140 PS auf, die maximale Leistung liegt bei 155 PS. Der «415 Vario» ist mit

der automatischen Motor-GetriebeSteuerung «TMS» erhältlich, die dann die optimale Motordrehzahl und die dazu passende Getriebeübersetzung automatisch wählt. Das stufenlose Getriebe weist zwei Fahrbereiche auf. Die Hubkraft im Heck (mit EHR, Unterlenkerregelung, Schwingungstilgung) beträgt 7450 kg, beim optionalen Frontkraftheber beträgt sie 3100 kg. Serienmässig gibt es zwei (optional vier) elektrische Steuerventile, die über einen Kreuzhebel bedient werden können.

Beim «716 Vario» beträgt die Nennleistung des 6-Zylinder Motors von Deutz 150 PS (Maximalleistung: 165 PS). Auch dieses Modell gibt es mit der Traktor-Getriebe-Steuerung «TMS», dank der Motor und Getriebe quasi elektronisch zusammenarbeiten. Das stufenlose Getriebe bietet zwei Fahrbereiche. Die Load-Sensing-Hydraulik ist mit einer 110-l/min-Pumpe (200 bar) ausgerüstet und stellt serienmässig drei elektrische Steuerventile (optional fünf)

Die neue Baureihe «700 Vario SCR» von Fendt wurde kürzlich mit dem «IF Product Design Award 2012 in Gold» ausgezeichnet. «Kraft, Dynamik und Leistungsfähigkeit – das sind die Aspekte, durch die sich ein Traktor auszeichnet», betonte die Jury anlässlich der Preisverleihung. Das Thema «Design» gewinne immer mehr an Bedeutung, heisst es bei Fendt. Entsprechend wird auf diesen Aspekt beim Allgäuer Traktorenhersteller viel Wert gelegt.

Markus Schneider

zur Verfügung, bedienbar über einen Kreuzhebel. Das EHR-Heckhubwerk mit Unterlenkerregelung und Schwingungstilgung vermag 9580 kg zu heben.

«724 Vario SCR» Die Baureihe «700 Vario SCR» mit dem Spitzenmodell «724 Vario SCR» brachte Fendt 2011 auf den Markt. Die mit 6-Zylinder-Motoren von Deutz ausgestatteten Traktoren erfüllen die Abgasnorm der Stufe 3b dank der kraftstoffsparenden SCR-Technik, indem die Abgase durch den Zusatzstoff «AdBlue» nachbehandelt werden. Das Spitzenmodell der Reihe, «724 Vario SCR», leistet 240 PS (Maximalleistung nach ECE R24), was ein ideales Leistungsgewicht von 33 kg/PS ergibt. Das stufenlose Getriebe «ML180» und das in dieser Reihe serienmässige «TMS» sorgen ihrerseits für ein wirtschaftliches Fahren. Am Heck gibt es drei elektrische Steuerventile (optional sieben). Die Hubkraft am Heck beträgt 9580 kg, beim Frontkraftheber sind es 4420 kg. 䡵

Peter Briner

Autor Dr. Roman Engeler, UFA-Revue, 8401 Winterthur

Das Modell «415 Vario» kam vor rund sechs Jahren auf den Markt, ist mit einem 4-Zylinder Deutz-Motor ausgestattet und weist eine Nennleistung (nach ECE R24) von 140 PS auf.

In loser Folge publiziert die UFA-Revue unter dem Titel «Erfolgstory» Berichte über landwirtschaftliche Maschinen. Die Interviewpartner, respektive Eigentümer dieser Maschinen, werden jeweils in Zusammenarbeit mit den Herstellern oder Importeuren ausgesucht. www.gvs-agrar.ch

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PRAXISTEST KNOW-HOW

Perfektes Streubild MISTSTREUER GRUBER «SM 900» Auf viehhaltenden Betrieben nehmen feste Hofdünger nach wie vor eine wichtige Rolle ein. Bei der Ausbringtechnik sind Streugenauigkeit und -feinheit, Arbeitsbreite sowie die Zug- und Zapfwellenleistung entscheidende Elemente. Gruber hat für mittlere Betriebe mit dem «SM 900» einen multifunktional einsetzbaren Miststreuer im Angebot. Steckbrief Miststreuer Gruber «SM 900»

Der österreichische Hersteller Gruber widmet sich mit seinem Produktsortiment in erster Linie den kleineren und mittleren, im Hügelgebiet und in der Bergzone gelegenen Betrieben. Das in Saalfelden domizilierte Unternehmen produziert unter anderem einachsige und zweiachsige Miststreuer mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 4.7 bis 15 Tonnen (3.5 bis 10 Tonnen Nutzlast). Beim Modell Gruber «SM 900» handelt es sich um einen mit einer Tandemachse und hydraulischer Bremse ausgestatteten Miststreuer, ausgelegt für 40 km/h. Er weist ein leicht schräg nach vorne geneigtes Streuwerk mit vier stehenden Streuwalzen in einem Ölbadgetriebe auf, die mit fest angeschraubten Fräsklingen besetzt sind. Diese nachlaufenden Klingen und die ansehnliche

Überdeckung von Walze zu Walze sorgen dafür, dass das Streugut besonders fein und auf einer Breite von rund 6 m verteilt wird. Das Streuwerk wird direkt, also kettenlos über ein Kardangetriebe mit Scherkupplung angetrieben. Dieses Gute Feinverteilung des Streuguts mit dem Streuer «SM 900» von Gruber.

Nutzlast: 6100 kg Gesamtgewicht: 9000 kg Brückengrösse: 4.5 x 1.7 m Kubatur: 7.5 m3 Bereifung: Tandem, 15/55-17 (serienmässig) Spurweite: 1.60 m Gesamtlänge: 6.12 m Gesamtbreite: 2.08 m Höhe Streuwerk: 2.30 m Ladekante: 1.94 m (Herstellerangaben)

Praxisstimme zum Miststreuer Gruber «SM 900»

Felix Eberhard

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Felix Eberhard betreibt in Hombrechtikon (ZH) eine Landmaschinen-Werkstätte sowie einen kleinen Landwirtschaftsbetrieb und führt zudem Lohnarbeiten aus. Einzelne Maschinen, wie beispielsweise die Miststreuer, werden auch den Bauern in der Region für die eigene Nutzung ausgemietet. Den Miststreuer Gruber «SM 900» hat Eberhard seit Ende Februar 2011 in Betrieb. «Wegen des plötzlichen Ausfalls eines Streuers brauchte ich sofort eine Ersatzmaschine». Zwar habe er verschiedene Modelle und Marken in die nähere Evaluation einbezogen, schliesslich sei aber einzig die Firma Althaus mit dem Modell «SM 900» von Gruber in der Lage gewesen, innert nützlicher Frist eine Maschine bereitzustellen. Das Vorführgerät habe sich dann jedoch bewährt und sei gleich auf dem Betrieb geblieben. «Insbesondere beim Ersteinsatz mit festgetretenem Schafstall-

mist auf Grünland haben wir gesehen, dass das Streubild gleichmässig ist und vor allem das Streugut äusserst fein verteilt wird». Die Maschine wurde an einigen Punkten etwas modifiziert. So verlängerte man die Deichsel, damit man auch mit Doppelrädern am Traktor weiterhin den vollen Einschlagwinkel nutzen kann. Dann wurden auf der vorderen Achse sogenannte «AS»-Reifen für mehr Sicherheit in Hanglagen montiert und die Kolbenstange beim Deckel hinten mit einem Blechschutz versehen. Mittlerweile wurden rund 400 Fuder ausgebracht. Als Vorteile bezeichnet Eberhard das geringe Eigengewicht, verbunden mit ebenso geringem Zugkraftbedarf. «Die automatische Kratzbodenspannung sowie der gut und dicht abschliessende Deckel ermöglichen uns ein sauberes Arbeiten», führt Eberhard weiter aus. Die geringe

Überladehöhe und die nach aussen abgekanteten, mit Holzplanken geschützten Seitenwände wirkten sich positiv beim Beladen aus. Positiv bewertet Eberhard auch die unter dem Chassis sauber versorgten Hydraulikleitungen sowie die komfortable, stufenlose Elektrosteuerung des Kratzbodens. «Auch meine Kunden, welche die Maschine mit Traktoren von 35 bis über 100 PS fahren, sind mit dem Miststreuer und seiner Arbeit zufrieden», betont Eberhard. Der Maschinenfachmann sieht aber durchaus noch Verbesserungs- oder Optimierungsmöglichkeiten. So sei der Übergang von den Seitenwänden zum Streuwerk nicht fertig konstruiert und der Scherbolzen der Überlastkupplung am falschen Ort positioniert. Zudem könne der Druckspeicher der Bremse nur schlecht geleert werden. 4 2012 · UFA-REVUE


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PRAXISTEST KNOW-HOW

Marktplatz Fortsetzung von Seite 17

LANDTECHNIK zu verkaufen Vorkeimharasse  079 523 68 29 Nähe Frauenfeld

Nach aussen gekantete Wände.

Streuwerk mit Messerklingen.

Für die bessere Hangtauglichkeit: «AS»-Reifen auf der Vorderachse.

Streuwerk kann ausgehängt werden, so dass das Fahrzeug auch für andere Zwecke einsetzbar ist.

Feuerverzinkt Alle Stahlteile ausser Stützrad, Achse und Streuwerk, sind feuerverzinkt. Der Wagen basiert auf einem stabilen V-Rahmen. Eine ebenfalls verzinkte Blechabdeckung im Unterbau verhindert Verschmutzungen von Achse, Antriebswelle und Ölmotor. Der Boden besteht aus 32mm dickem, imprägniertem Lärchenholz. Die seitlichen, abklappbaren Stahlbordwände sind ebenfalls feuerverzinkt und oben trichterförmig nach aussen gekantet, so dass das Beladen vereinfacht wird. Zudem sind die Wände an der Oberkante zum Schutz mit einer Holzplanke versehen. Ein feinmaschiges Spritzgitter schützt den Fahrer und die Kabine gleichermassen vor Steinschlag oder Verschmutzung.

Der Kratzboden,

dessen Ketten mit zwei Spannkeilen automatisch und ständig gespannt werden, UFA-REVUE · 4 2012

wird hydraulisch angetrieben. Die stufenlose Regelung des Kratzbodens geschieht über eine elektronische Komfortbedienung, so dass keinerlei Hydraulikschläuche in die Kabine des Zugfahrzeugs zu führen sind. Für den Betrieb ist entweder ein doppelt wirkendes Steuergerät oder ein einfach wirkendes mit freiem Rücklauf erforderlich. 

Autor Dr. Roman Engeler, UFA-Revue, 8401 Winterthur In loser Folge publiziert die UFARevue unter dem Titel «Praxistest» Berichte über landwirtschaftliche Maschinen. Die Interviewpartner, respektive Eigentümer dieser Maschinen, werden jeweils in Zusammenarbeit mit den Herstellern oder Importeuren ausgesucht. www.althaus.ch

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Traktor Ford 6640 SLE, FH/FZ, Klima, 4 x DW, 4 Lastschaltst., EHR, Zugpendel, 9700 h, Fr. 20'000; Hoflader Weidemann 1770, eingelöst, Schaufel 2.2 m, Schaufel 1.4 m, Schaufelgreifer 1.6 m, Krokodilzange 1.2 m, Palettgabel, Rundballengreifer, Doppelrad, Euro 8 Aufnahme, Fr. 56'000  079 478 05 94 Kt.TG Einachswagen, mit Kratzboden, für Grünmais holen, 1.80 m X 3.80 m, mit Gelenkwelle und Blinklichtanlage, Preis Fr. 300  078 871 64 15 Traktorenpneu Occ., 2 Stk., Profil 20%, Grösse 11.2 x 44, radial, Fr. 300  079 470 26 57 Lieferwagen Iveco 3210 TD Brücke, 4 x 2.1, ab MFK, Fr. 4500; Ansauggebläse Lanker, 15 PS, Fr. 300; Teleskopverteiler Asco, 15 m, Fr. 300  076 338 12 36 Grashäcksler JF Stoll FC 800, elektrisches Auswurfrohr und Klappenverstellung, Einzugreversierung, einsatzbereit, ab 18 Uhr  079 650 47 18 Bandeingraser, zu Rapid 507, Inkl. Ausleger und Balken, guter Zustand, Fr. 1500  079 771 52 89 Silofräse Gisi, Mais 3.5 m oder 4 m, Teleskoprohr, Hosenstück, Fr. 7800; Sägerät, für Schneckenkörner, Gründüngung, neu, Fr. 1000; Federzinkenegge, 2.2 m, Fr. 300; Gülleschlauch Wälchli, 75 mm, 100 m, neu, Fr. 900; Heuraufe, lang, für Schafe, neu, Fr. 450;

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Pferdeboxen, 4 Stk., sehr guter Zustand, wenig gebraucht, Stahl verzinkt und Holz, L. 3.3 m, B. 3.3 m, Preis für 4 Stk., Fr. 6000; Accord-Dreieck, Stk.; Pflug Althaus, 3 Schar, Non Stop, mit Stützrad, Fr. 3000  079 478 05 94 Kt.TG Heumesser Schmid + Mägert, komplett, mit Kabelzug, guter Zustand, Fr. 1000  079 771 52 89 Schwadwender New Holland 166, Fr. 3000; Düngerstreuer Rauch, 600 l, Fr. 3000; Spritze Birchmeier, 800 l, HD Pumpe Minidrift, 12 m Hangausgleich, hydraulisch höhenverstellbar, Beleuchtung, Fr. 4400; Traktor Hürlimann H-345, Allrad, mit Bügel, 1 x DW, 1 x EW, Fr. 8000  079 478 05 94 Kt.TG Grassäkarette  041 711 17 94 Grubber Lemken Achat, 9 Zinken, Krümmler 2.2 m; Federzinkenegge Köckerling, 4.2 m, hydraulisch klappbar; Heugebläse Lanker  079 664 92 83 Frauenfeld Getreidekisten, 1 m3, Fr. 50; Getreideschlagmühle, Fr. 1000  079 405 83 46 Kippschaufel, Fr. 850  055 615 26 47 Silo, 70 m³, 3.5 m Durchmesser, 4 Luken nach Aussen, günstig  071 223 35 89 Fortsetzung Seite 27 23


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INTERVIEW KNOW-HOW

Die Integration ist geglückt KUHN hat nach der Übernahme des Werks im holländischen Geldrop den Vertrieb neu geregelt. Seit September 2010 werden die Maschinen von Kuhn in der Schweiz über das innerhalb von Bucher Landtechnik eigenständig agierende Kuhn-Center Schweiz vertrieben. Verkaufsleiter Ulrich Strauss zieht nach rund eineinhalb Jahren eine erste, positive Bilanz.

Ulrich Strauss, Verkaufsleiter KuhnCenter Schweiz, vor einer «iBIO»-Fräs-Wickel-Kombination, die dank der neuen Isobus-Steuerung sich gut im Markt etablieren konnte.

UFA-Revue: Wie hat Bucher Landtechnik den Vertrieb der Marke «Kuhn» angepackt? Ulrich Strauss: Ende 2008 übernahm Kuhn das Werk in Geldrop, wo Kverneland bisher Futtererntemaschinen (Trommelmähwerke, Aufbereiter und Maishäcksler) sowie Ballenpressen und Wickler der Marken «Vicon» und «Deutz-Fahr» produzierte, und teilte mit, dass per September 2010 der internationale Vertrieb neu geregelt werde. Bald war klar, dass in der Schweiz dieser Vertrieb über Bucher Landtechnik laufen wird. Bucher Landtechnik gründete dafür das Kuhn-Center Schweiz und organisierte das Händlernetz für den Bereich Kuhn Landmaschinen komplett neu. Welche Herausforderungen standen an? Die Marke «Kuhn» war ja in der Schweiz bestens eingeführt und bekannt. Bei

den Trommelmähern, Ballenpressen und Wicklern sowie Maishäckslern hatte Bucher Landtechnik die Produkte aus diesem Werk bereits in den Markenfarben von «Vicon» und «Deutz-Fahr» im Sortiment und kannte diese bestens. Ein neues Marktsegment kam mit der Bodenbearbeitungs- und Sätechnik hinzu. Zudem kaufte Kuhn fast zum selben Zeitpunkt den Pflanzenschutzspezialisten Blanchard – so kam auch diese, sehr interessante Produktegruppe noch hinzu. Wie haben Sie dies gemeistert? Wie gesagt, wir haben das Kuhn-Center Schweiz geschaffen und den Personalbestand sowohl im Innen- wie im Aussendienst aufgestockt. Intensiviert haben wir die Ausbildung der Händler, sei es in der Schweiz oder am Kuhn-Sitz im französischen Saverne, wo sich auch das zentrale Ersatzteillager befindet, bei dem alle Händler angeschlossen sind. Wie reagierten die Händler? Viele sagten: «Jetzt ist Kuhn dort, wo die Marke hingehört» (Kuhn gehört zur Bucher Gruppe, Anm. Redaktion). Unser Händlernetz hat sich dadurch stark verändert. Es gab aber auch Händler, die der Marke treu geblieben sind und weiterhin Maschinen von Vicon verkaufen, die nun aber aus anderen Werken stammen, technisch nicht vergleichbar und konzeptionell anders sind. Mit dem Ladewagen haben Sie ein für die Schweiz wichtiges Produkt verloren? Ja, das stimmt. Dies war und ist für einzelne Händler ein Nachteil. Gesamthaft gesehen war der Wechsel zu Kuhn jedoch für alle Beteiligten sehr positiv.

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Wie haben sich die Verkäufe entwickelt? Wir sind sehr zufrieden. Wir haben bei den Futtererntemaschinen die bisherige Marktstellung gehalten. Bei der Bodenbearbeitung und Sätechnik konnte die Marke «Kuhn» in der Schweiz zulegen. Die Pflanzenschutztechnik brachte Kuhn in der Schweiz neu auf den Markt. Da ist der Einstieg geglückt, dank der breiten Palette, die von Kleinstspritzen für den Rasentraktor über verschiedene Dreipunkt-Anbaugeräte bis hin zur professionellen GPS-gesteuerten Anhängespritze mit automatischer Teilbreitenschaltung reicht. Ebenso neu lanciert wurden die Quaderballenpressen. Unsere Kunden sind begeistert von der Leistungsfähigkeit und den perfekten Ballen dieser Pressen. Zudem können wir eine hervorragende Kombination mit dem Vorbauhäcksler von Remund&Berger anbieten. Wie schätzen Sie die unmittelbare Zukunft im Maschinenhandel ein? Wir setzen auf einen qualifizierten Fachhandel, der möglichst die gesamte Palette von Kuhn im Angebot hat. Dieser Fachhandel ist gefordert, um im hart umkämpften Markt bestehen zu können. Unsere Händler müssen kompetent sein und die immer komplexeren Maschinen beherrschen. Trotz der aktuellen (vermeintlichen) Konsolidierung im Landmaschinenhandel ist nach wie vor eine Dynamik vorhanden. Gewisse Rochaden beim Import und im Vertrieb wird es wohl weiterhin geben. 䡵 Autor Dr. Roman Engeler, UFA-Revue, 8401 Winterthur

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D_LT5_FB_Engeler_0412 ok_2012 27.03.12 16:56 Seite 26

FAHRBERICHT LANDTECHNIK

Legendäre Baureihe wird attraktiver FENDT erneuert die legendäre Baureihe «300», von der bis heute in fünf Generationen seit 1981 über 122 000 Einheiten gebaut wurden, und setzt mit dem Modell «313 Vario SCR» ein neues Flaggschiff mit 135 PS Maximalleistung obendrauf.

Der Tank umfasst 195 l Dieseltreibstoff und 20 l «AdBlue»-Zusatz.

Im SCR-Katalysator werden Abgase in Wasser und Stickstoff umgewandelt.

Auslöser der Erneuerung der bisherigen Baureihe «300 Vario» von Fendt waren die Vorgaben der Abgasnorm der Stufe 3b, die für diese PS-Klasse ab Januar dieses Jahres in Kraft ist. Die bisher vier Modelle umfassende Serie wird zudem durch das Modell «313 Vario SCR» mit einer Maximalleistung von 135 PS (gemäss ECE R24) nach oben erweitert. Die neue Baureihe hat viele Elemente der Vorgängerserie übernommen, einige Eigenschaften sind jedoch neu. So wurde das Bremskonzept überarbeitet, womit das zulässige Gesamtgewicht um 500 auf 8500 kg erhöht werden konnte. Bei einem Leergewicht von 4450 kg («313 Vario SCR») ergibt sich ein niedriges Leistungsgewicht von 33 kg/PS.

SCR-Technologie Als Antriebsaggregat wird der bewährte 4.04 l Motor von Deutz mit 4 Zylindern, Vierventilund Commonrail-Technik eingebaut. Um die Abgasnorm zu erfüllen setzt Fendt auch hier – wie bei den grösseren Modellen – auf die SCR-Technik. «Der Clou mit AdBlue», heisst es bei Fendt, wo man überzeugt ist, damit die sparsamste Variante gewählt zu haben. Neben dem Kühlerpaket wurde auch die Motorsteuerung erneuert. Zudem gibt es jetzt das Traktor-ManagementSystem «TMS» serienmässig. Dieses Sys-

Tabelle: Modellübersicht Fendt «300 Vario SCR» Modell 309 310 Nennleistung (PS, ECE R24) 80 90 Maximalleistung (PS, ECE R 24) 95 105 Maximales Drehmoment (Nm) 410 455 Drehmomentanstieg (%) 43 43 Leergewicht (kg) 4230 4290 Gesamtgewicht (kg) 26

311 100 115 505 42 4290 8500

312 110 125 550 42 4450

313 120 135 590 41 4450

Das «TMS» gibt es bei der neuen Baureihe nun serienmässig.

tem, das stets automatisch für optimale Drehzahl des Motors und Getriebeübersetzung sorgt, habe sich mittlerweile gut bewährt. Das Getriebe in der Ausführung «ML 75» mit einem Fahrbereich bleibt hingegen das gleiche wie bei den Vorgängermodellen.

«Abwürgeschutz» Neu ist die Zapfwelle (540, 540E, 1000) mit einem sogenannten Abwürgeschutz versehen. Dieser Schutz ist wirksam, wenn die Drehzahl schlagartig unter 600 Umin fallen sollte. Im Hydraulikbereich kommt eine grössere Tandempumpe zum Einsatz. Zudem wurde die Hubkraft um mehr als eine halbe Tonne auf 5960 kg erhöht. Durch konstruktive Massnahmen ist es den Ingenieuren gelungen, den Radeinschlag um runde 5 % zu verbessern. Die Kombination aus 4.15 m Fahrzeuglänge, 2.35 m Radstand und einem Lenkeinschlag von 55 ° führen so zu einem Spurkreisradius von beachtlichen 4.20 m. Verstärkt wurde die Vorderachse, bei der eine niveaugeregelte Federung nun optional verfügbar ist.

Die Kabine mit Standard-, Niedrigdach- und Freisichtdach-Ausführung bleibt äusserlich gleich, ebenso die Grundelemente der Bedienung. Detailverbesserungen gibt es hingegen beim Bordrechner, der nun auch für Zeit-, Weg- und Flächenberechnungen eingesetzt werden kann.

Fazit Eine der erfolgreichsten Baureihen von Fendt entwickelt sich weiter. Mit nun fünf Modellen in einem Leistungsbereich von 95 bis 135 PS und mit der SCR-Technik für die Stufe 3b konforme Erfüllung der Abgasnorm kommt nun die mittlerweile sechste Generation der 300er Fendt Traktoren auf den Markt. Die Baureihe geht nun in die Serienfertigung, die ersten Modelle werden wohl ab zweiter Jahreshälfte 2012 verfügbar sein. 䡵

Autor Dr. Roman Engeler, UFA-Revue, 8401 Winterthur

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Claas Dynamic Power Eine höhere Drehzahl bedeutet immer auch mehr Dieselverbrauch. Dynamic Power erkennt den Teillastbereich und passt die Motorleistung in bis zu zehn Leistungsstufen an. Somit arbeitet der Feldhäcksler immer im wirtschaftlichen Drehzahlbereich und spart so eine Menge Kraftstoff. 27


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Kraftvoller Weidemann Radlader im Reitsportcenter Estermann Seit 2001 verrichtete ein Weidemann «2006 D70» mit Teleskop bei Paul Estermann in Hildisrieden seinen tadellosen Dienst. Der Radlader wurde für die vielseitigen Aufgaben im Reitsportcenter eingesetzt, zu denen das Umschlagen aller Futterund Strohballen, das Misten, das Reinigen des Areals mit der Kehrmaschine, der Auf- und Abbau von Veranstaltungen, der Winterdienst und vieles mehr zählte. Im vergangenen Jahr befasste sich Paul Estermann mit der Ersatzbeschaffung und entschied sich nach eingehenden Vergleichen wieder für den Kauf eines neuen Weidemann

Radladers vom Typ «2070 CX 80 Tele Industrie» mit geschlossener Komfort Kabine. Ausschlaggebend waren die hohe Produktequalität der Weidemann Radlader, die hohe Hubkraft und Ladegeschwindigkeit, die grosse Überladehöhe von 4.02 m, der starke und agile 80 PS DeutzMotor, die einfache Bedienung und vor allem auch der einmalige Komfort der Weidemann Kabine. Weidemann Hof-, Rad- und Teleskoplader werden seit mehr als 50 Jahren für den landwirtschaftlichen Einsatz entwickelt und gebaut. Sie werden heute auch in vielen verwandten Branchen eingesetzt und wegen ihrer Robustheit und Wertbeständigkeit sehr geschätzt. Bucher Landtechnik AG, 8166 Niederweningen, 寿 044 857 26 00 info@bucherlandtechnik.ch www.bucherlandtechnik.ch

Nur soviel Kraft wie nötig «Claas Dynamic Power» passt die Motorleistung automatisch dem aktuellen Bedarf an und fordert damit dem Motor nur so viel Kraft ab, wie er je nach Einsatzbedingung benötigt. Ist der «Jaguar» nicht voll ausgelastet, beispielsweise mit einem eher dünnen Schwad, wird die Motordrehzahl dynamisch angepasst. Die optimale Motorauslastung des «Jaguar» liegt bei 1800 Umin. Eine höhere Drehzahl bedeutet immer auch mehr Dieselverbrauch. «Dynamic Power» erkennt den Teillastbereich und passt die Motorleistung in bis zu zehn Leistungsstufen an. Die Kombination von «Dynamic Power» und Tempomat sorgt neben der Kraftstoffersparnis auch für eine deutliche Fahrerentlastung. Ist eine optimale Geschwindigkeit abgestimmt, ermöglicht das einen sehr konstanten und damit effizienten Arbeitsprozess der gesamten Einsatzkette. Ein wirtschaftlicher Einsatz der «Jaguar» Feldhäcksler auch im klein strukturierten Umfeld oder 28

unter Einsatzbedingungen mit eingeschränkter Fahrgeschwindigkeit ist somit gegeben. Das Antriebssystem mit dem höchsten Wirkungsgrad im Marktvergleich überzeugt in seiner Einfachheit. Die Häckslerorgane werden durch ein wartungsfreies, langes Powerband direkt von der Kurbelwelle des Motors angetrieben. Ein Konzept, das auch viele Jahre nach seiner Entwicklung seinen Vorsprung hält. Serco Landtechnik AG 4538 Oberbipp 寿 058 434 07 07 www.sercolandtechnik.ch

Pöttinger trumpft auf mit Heckmähwerken Pöttinger hat mit dem «Novacat» Heckmähwerk «402» mit 3.88 m und «442» mit 4.3 m Arbeitsbreite Trümpfe im Ärmel. Das zentrale Element dieser beiden Modelle ist die hydraulische Unterlenkerwippe, die einfaches Anhängen garantiert, ohne lästiges Verdrehen der Hubwerksstreben. Mit der hydraulischen Unterlenkerwippe lässt sich der Anbaubock immer in die richtige, waagrechte Position bringen – unabhängig von der Geometrie des Traktorhubwerks. Dadurch erfolgt immer die richtige Entlastung. Eine hohe Bodenfreiheit am Vorgewende (50 cm innen) und beim Strassentransport ist möglich. Für den Transport wird das Mähwerk um 90 ° nach hinten geschwenkt. Der doppelt wirkende Zylinder der Rückschwenkung dient zugleich auch als Anfahrsicherung. Stösst das Mähwerk auf ein Hindernis, weicht es nach hinten zurück. Dadurch kann

es optimal vor Schäden geschützt werden. Die beiden Mähwerke lassen sich hydraulisch entlasten. Am Rahmen ist ein Manometer angebracht, auf dem sich der Entlastungsdruck ablesen lässt und über ein doppelt wirkendes Steuergerät angepasst werden kann. Um immer eine optimale Ausnutzung der Arbeitsbreite zu garantieren, ist es möglich, die Mäheinheit an zwei verschiedenen Positionen des Auslegers zu montieren. Pöttinger AG, 5413 Birmenstorf 寿 056 201 41 60 info@poettinger.ch www.poettinger.ch

Lohnunternehmen Haller: Flottenerweiterung

Monika, Rolf und Thomas Haller zusammen mit Mitarbeitern vor dem New Holland «T7.210 AC» mit 165 PS Nennleistung (212 PS mit Power Boost).

Das Lohnunternehmen Haller bietet von der Saat über die Düngung bis zur Ernte einen Full-Service. Zudem spezialisierten sich die Hallers auf Erbsen und Bohnen. Verlässlichkeit, Service und Kompetenz findet das Lohnunternehmen in der nahegelegenen Markenvertretung Mäder AG in Niederwil und dem Importeur New Holland Traktoren Center Schweiz. Bereits in der dritten Generation vertraut man auf die Marke New Holland. Zur Flottenergänzung wurde nun New Holland «T7.210 Auto Command» beschafft. «Der Neue

ist nicht zu gross und nicht zu klein, der ideale Allroundtraktor für Transportarbeiten, Säen und im Winter fürs Schneepflügen», erklärt Rolf Haller. Es ist der erste Traktor mit SCRAbgastechnik und man ist gespannt auf den Vergleich mit den zwei grösseren im Einsatz stehenden New Holland «T7060». Der New Holland «T7.210 Auto Command» hat ein stufenloses Getriebe, das in drei Fahrstrategien einfach und sicher zu fahren ist. Die Armlehne «SideWinder» mit «Intelliview»-Monitor erleichtert und automatisiert die Arbeit und trägt zum maximalen Komfort bei. Der Traktor hat im Gegensatz zu den grösseren Modellen «T7.220» bis «T7.270» den kürzeren Radstand, ist wendig und ideal für die schweizerischen Bedürfnisse. New Holland Traktoren Center, 8166 Niederweningen 寿 044 857 26 00 www.new-holland-traktorencenter-schweiz.ch 4 2012 · UFA-REVUE


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D_PB0_Kurznews_0412ok_2012 27.03.12 17:10 Seite 30

KURZMELDUNGEN PFLANZENBAU

Charakterstarke Waadtländer Weine Die Kunst des Winzers besteht darin, mit den Schwächen und Stärken seines Rebstandortes so umzugehen, dass eine Top-WeinQualität resultiert. An einem Standort mit grossen Wasserreserven, die einen zu starken Wuchs fördern, kann die Wahl einer geeigneten Grasbedeckung die Wasserversorgung der Rebe einschränken und so die Traubenreifung fördern. Hingegen wird man die Bodenbedeckung bei Böden mit schwachem Wasservorkommen auf ein Minimum reduzieren. Die Umgebung, in welcher Weinreben wachsen, hat grossen Einfluss auf den Charakter eines Weins – Boden, Wasser, Luft, Klima etc., das alles fasst man im Begriff Terroir zusammen. Im Auftrag der «Association pour l’étude des terroirs viticoles vaudois» und finanziert durch den Bund, die Waadtländer Weinbauern und die Waadt haben Agroscope-Experten eine Studie über die Terroirs im Waadtland durchgeführt. Das Ziel: Die Eigenheiten der Waadtländer Terroirs erfassen und verstehen. Die Studie reichte von der Biologie der Rebe bis zur Weinqualität. Eine weiterführende Studie wird sich mit dem Einfluss der Stickstoffernährung der Trauben, der Typizität und dem qualitativen Potenzial der Weine aus Gamaret und Doral befassen, welche aus unterschiedlichen Waadtländer Terroirs stammen. Die Resultate der Studien sind unter www. agroscope.ch einsehbar. Die Papierversion ist bei ProConseil,  0216142431, proconseil. viti@prometerre.ch erhältlich.

Tagesaktuelle Neuigkeiten www.ufarevue.ch 30

Den Überträgern auf der Spur Kartoffeln können von einer Vielzahl von Pflanzenviren befallen werden. Der damit verbundene Schaden ist beträchtlich. Insekten spielen bei der Verschleppung der Kartoffelviren eine wichtige Rolle, doch welche Arten sind die Hauptverantwortlichen? Wissenschafter von Agroscope sind ihnen auf der Spur. Der Befall durch das Mosaik-Virus PVY führt weltweit zu erheblichen Ernteeinbussen. Da sich das Virus über die vegetativ vermehrten Knollen ausbreiten kann, darf in der Schweiz nur zertifiziertes Pflanzgut an Kartoffelproduzenten verkauft werden, welches vorgängig von Agroscope auf Virusbefall und andere Krankheiten überprüft wurde.

Das Kartoffelvirus PVY besitzt jedoch eine weitere Möglichkeit der Übertragung. Geflügelte Blattläuse können im Frühjahr bei ihrer Suche nach einer geeigneten Wirtspflanze die Viren von kranken Pflanzen auf gesunde verschleppen. Dagegen hilft auch nicht der Einsatz von Insektiziden zur Bekämpfung der Blattläuse, höchstens das regelmässige Besprühen der Kartoffelstauden mit Mineralöl. Wissenschafter von Agroscope suchen neue Wege der Früherkennung und setzten die Daten aus den Virustests der Zertifizierungsstelle für Pflanzkartoffeln in Bezug zu den Daten einer Saugfalle, die in Nyon seit bald 30 Jahren den Blattlausflug

«Betanal maxxPro» mit grösserer Wirkung bei den Unkräutern

Unkrautmanagement

«Betanal maxxPro» ist ein aktiviertes Blattherbizid mit Öl-additiver Flüssigformulierung zur Bekämpfung aufgelaufener einjähriger zweikeimblättriger Unkräuter in Zucker- und Futterrüben sowie in Mariendistel. Durch ein optimiertes Wirkstoffverhältnis werden selbst Problemunkräuter noch besser erfasst. Auch die Blattaktivität ist stärker als zuvor. Das Wirkungsspektrum umfasst unter anderem Amarant, Ausfallraps, Bingelkraut, Ehrenpreis, Franzosenkraut, Weisser Gänsefuss, Klettenlabkraut, Windenknöterich , Gemeine Melde oder auch Schwarzer Nachtschatten. Die OD-Formuliertechnologie ermöglicht auch bei trockener Witterung eine starke Blattaktivität. Bei kaltem oder hartem Wasser oder starker Verdünnung gibt es kein Ausflocken der Spritzbrühe.

Othello ist eine gegen Ungräser und Unkräuter breitwirksame Herbizidkombination aus drei Wirkstoffen für den Nachauflaufeinsatz in Weizen, Roggen und Triticale. Damit kann ein breites Spektrum an Ungräsern und Unkräutern gleichzeitig, mit nur einer einzigen Anwendung, kontrolliert werden. Bayer CropScience

überwacht. Zur Überraschung der Forscher zeigte sich, dass der Virenbefall nicht mit dem Auftreten der bisher als wichtigsten Überträger gehandelten Grünen Pfirsichblattlaus korreliert, sondern mit dem Auftreten der Grünen Zwetschgenblattlaus. Dieses Resultat wollen sich die Forscher nun zunutze machen, um ein Modell zur Prognose der Viren zu entwickeln. Zuverlässige Virenprognosen leisten nämlich einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung dieser Krankheitserreger.

von 56 Mio. t gerechnet. Anders sieht das im Nachbarland Ukraine aus. Dort hätten Trockenheit und Frostschäden den Pflanzen stark zugesetzt. Auch in Australien wird mit tieferen Erträgen gerechnet. AgE

Marienkäferdebatte Das in gentechnisch verändertem Mais verwendete Bt-Toxin tötet nicht nur Maisschädlinge, sondern

Welt-Getreideernte: Kein Rekordjahr Die Weltweizenernte 2012/13 wird nach Einschätzung der FAO nicht an das Rekordergebnis des Vorjahres heranreichen. Die globale Erzeugung für 2012 / 2013 wird auf 690 Mio. t geschätzt, was 10 Mio. t oder 1.4 % weniger als in der letzten Ernteperiode ist. Für die EU als weltweit grösster Weizenerzeuger erwarten die Analysten in Rom eine stabile Produktion von 138 Mio. t. In Russland wird ebenfalls mit einer unveränderten Erntemenge in Höhe

schadet auch Nützlingen, wie den Marienkäfern. Diese umstrittene Erkenntnis wurde durch eine erneute ETH-Studie bestätigt. Die Forscher um Angelika Hilbeck setzten sich auch mit der Kampagne auseinander, mit dem ihre ersten Untersuchungsergebnisse angefeindet worden waren und wiesen nach, dass die von ihren Kritikern verwendeten Testverfahren ungeeignet waren. Hilbecks Studie führte, zusammen mit etwa 30 anderen Untersuchungen, dazu, dass Deutschland 2009 ein Anbauverbot für einen Bt-Mais von Monsanto erliess. 4 2012 · UFA-REVUE


D_PhytoNews_0412_ok_2012 27.03.12 17:15 Seite 31

phyto-news Pfluglose Maissaat im Trend In den letzten Jahren hat sich die pfluglose Maissaat vermehrt durchgesetzt. Kosten, Boden- und Gewässerschutz haben den pfluglosen Anbau stark gefördert. Aus Zeitgründen wird die Maissaat vermehrt die Arbeit des Lohnunternehmers.

Pfluglose Saaten erfordern den Einsatz eines Totalherbizides. Gleichzeitig ist der Wirkstoff Glyphosate zunehmend in Diskussion.

Glyphosate ≠ Glyphosate Beim Kauf eines glyphosathaltigen Totalherbizides kaufen sie auch noch andere Beistoffe, z. B. das in letzter Zeit viel genannte und umstrittene Netzmittel «Talgamin». Kaufen Sie deshalb nur hochwertige Totalherbizide!

Die Transorb-Technologie von Roundup Max bürgt für Sicherheit: • Z.Z. die neueste, bestmögliche (talgamin-freie) Formulierung auf dem Markt. Ermöglicht rasche Verteilung in der Pflanze. • Ist höher konzentriert (450 gr/l) als andere vergleichbare Produkte auf dem Markt. • Gibt Sicherheit und wird von Landwirten sehr geschätzt. Anwendung: vor der pfluglosen Saatbettbereitung gegen einjährige Unkräuter und auf Grasstoppeln: 2– 4l/ha.  062 746 80 00   

UFA-REVUE · 4 2012

www.staehler.ch

Mais: Kennen Sie die Hirsen in Ihren Maisfeldern? Erinnern sie sich auch an die Ackerränder, im Sommer – verunkrautet mit Hirsen? Im April-Mai «offene» Kulturen (Licht und Wärme) begünstigen das Wachstum der Hirsen.

Hühnerhirse

Hirsen sind schwierig oder nur mit einem Bestimmungsschlüssel zu unterscheiden. Es ist deshalb vorteilhaft die vorhandene Unkrautflora auf den eigenen Parzellen zu kennen.

Borstenhirse

Seit der Einführung der Unkrautregulierung im Nachauflauf haben sich die Hirsen im Mais zu einem ernst zu nehmenden Unkraut etabliert. Anfänglich standen keine wirksamen Herbizide für den Nachauflauf zur Verfügung, die Hühnerhirse und später auch die Borstenhirse konnten sich ungeniert ausbreiten. In Regionen mit Wurzelunkräutern (Blacken und Winden) war man gleichzeitig bestrebt, die Unkrautregulierung in einem Arbeitsgang zu erledigen. Als Folge eines immer späteren Herbizideinsatzes hat sich die Blut- und Fingerhirse etabliert, da sie nur im frühen Stadium (< 3-Blattstadium) gut erfassbar ist. Früher Herbizideinsatz erfordert aber auch gute Unkrautkenntnisse; kleine

Blut- und Fingerhirse

Längerfristig erfolgreiche Hirsenbekämpfung ist nur mit einem frühen Herbizideinsatz möglich (<3-Blattstadium des Mais). Eine Kombination mehrerer Wirkstoffe (Boden-, Kontakt- und systemische Wirkung) bringt den besten Erfolg. Wurzelunkräuter sind zu diesem Zeitpunkt nur ungenügend aufgelaufen und erfordern deshalb einen zweiten Durchgang.

Neu: Principal ist eine Kombination zweier bisheriger Sulfonylharnstoffen (Nicosulfuron und Rimsulfuron) mit synergistischem Effekt im Besonderen gegen Hirsen.

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Herbizidlösung 2012 für sauberen Mais Stadium Mais Die saubere Lösung gegen alle einjährigen Unkräuter und -gräser inkl. alle Hirsen (Blut- u. Fadenhirse < 3-Blattstadium Netzmittel für verbesserte Wirkstoffaufnahme

Korrekturbehandlung gegen ausdauernde Wurzelunkräuter (Blacken, Winden u. Disteln)

Auflauf

2-Blatt

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Successor T + Callisto + Principal 3.0 l/ha + 0.5–1.0 l/ha + 90 gr + Gondor 0.5 l/ha Banvel 4S 0.5–0.75 l/ha

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D_PB3a_Eberhard_0412 ok_2012 27.03.12 17:13 Seite 32

PFLANZENBAU

Schweizer Brotgetreide ist gefragt VERMARKTUNG DER ERNTE 2011 Eine anspruchsvolle Kampagne kann erfolgreich abgeschlossen werden. Die mengenmässig und qualitativ gute Inlandernte war starkem Preisdruck von deutschem Mahlgetreide ausgesetzt. Verstärktes Bekenntnis der Verarbeiter für Schweizer Brotgetreide sowie verlässliche Partnerschaften widerspiegeln sich in der Schlussabrechnung der fenaco an die LANDI/Getreidesammelstellen.

64

Nach zwei schwierigen Ernten dominierte in dieser Kampagne deutscher Eliteweizen mit homogenen, sortenreinen Partien, inklusive zertifizierten backtechnischen Qualitätswerten. Diese Sorten werden in den bevorzugten Regionen Bayerns, Thüringens und 32

fenaco-GOF konnte die Vermarktung

Zollerhöhung Fr. 3.80/100 kg per 1. Juli 2011

60 Fr. pro 100 kg

Zollerhöhung Fr. 5.20/100 kg per 1. Oktober 2011

1.40 1.30

56 1.20

52

1.10

48 44

1.00 Mai 10

Nov 10

Juni 11

Okt 11

Feb 12

Deutscher E-Weizen (entspricht Klasse Top, franko Mühle) Deutscher B-Weizen (entspricht Klasse 2, franko Mühle)

Grafik 2: Abrechnungspreise Ernte 2009 – 2011 (ab Sammelstelle) 56

Ø Abrechnungspreise «CHP» Ernte 2009 Ø Abrechnungspreise «CHP/SGA» Ernte 2010 Ø Abrechnungspreise «CHP/SGA» Ernte 2011 Ø Lagergeld an die Sammelstellen

54 52 Fr. pro 100 kg

Hauptkonkurrent Deutschland

Trotzdem erfolgreich am Markt

Grafik 1: Marktpreise für Import-Mahlweizen 2011/12

Importdruck von Beginn weg An der Verkaufsfront waren die Turbulenzen der Finanz- und Wirtschaftskrise allgegenwärtig. Mit dem kurzzeitigen Tiefpunkt des Euros zum Schweizer Franken im Sommer drohten die Importpreise ins Bodenlose zu fallen. Entsprechend wurden die Grenzabgaben auf Import-Brotgetreide am 1. Juli und 1. Oktober 2011 um total Fr. 9.00 / 100 kg wieder auf den Maximalansatz von Fr. 23.00 / 100 kg erhöht. Gute Getreideernten weltweit, insbesondere auch in der Schwarzmeerregion, führten zu einem Aufbau der weltweiten Lagervorräte auf gut 30 % eines Jahresverbrauchs. Im Vorwinter brachen die Importpreise erneut deutlich ein (Grafik 1) mit entsprechender Einwirkung auf die Inlandvermarktung.

Absatz abheben zu können, setzen darum immer mehr Schweizer Mühlen auf eine Qualitätsstrategie mit Schweizer Brotgetreide – das ist erfreulich und durch die Produzenten zu unterstützen.

Sachsens gezielt für den Export angebaut. Die inländischen Mühlen sehen sich vor allem im Industriebereich dem Preisvergleich beim Rohstoff Getreide oder Backmehl aus Deutschland ausgesetzt. Die Gefahr durch mögliche Importe von Halb- oder Fertigprodukten kommt erschwerend dazu. Um sich im

Euro-Kurs

Pius Eberhard

Trotz ungünstiger Wetterverhältnisse in der zweiten Hälfte der Brotgetreideernte 2011 resultierten gemäss «swiss granum» rund 420 000 t Mahlweizen. Diese Menge stellt eine ausreichende Versorgung der Mühlen sicher, letztlich wurden rund 13 500 t via Deklassierung durch den Getreideproduzentenverband (SGPV) in den Futtersektor geleitet. Von der backtechnischen Qualität her betrachtet, kann insgesamt von einer guten Ernte gesprochen werden.

53.80 53.80 52.30

52.00 52.00

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50.50

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46

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49.80 48.00

48.00

50.00 49.80 48.80

44

46.50 44.75

42

48.00

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43.25 42.25 42.25

40

40.00 40.00 40.00

38

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36 34 Top

Klasse 1

Klasse 2

Bisquitweizen

Roggen

4 2012 · UFA-REVUE


D_PB3a_Eberhard_0412 ok_2012 27.03.12 17:13 Seite 33

PFLANZENBAU Grafik 3: Markterlöskurve Inland-Mahlgetreide seit 2001 Basis: Ø Abrechnungspreise an Maxi-CC, exkl. Lagergeld 64

56

64 Top Klasse 1 Bisquitweizen 60 Klasse 2 Roggen 56

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52

48

48

Fr. pro 100 kg

60

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44

Abbau Grenzschutz minus Fr. 7.–/100 kg

40

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R01 R02 R03 R04 R05 R06 R07 R08 R09 R10 R11 R12

der Ernte 2011 bereits im Verlaufe des Februars 2012 abschliessen. Die Vorarbeiten auf die kommende Kampagne werden nicht durch Lagerüberhänge belastet. Ein wesentlicher Grund für das Vermarktungsergebnis bildet der hohe Anteil von über 90 % mit der Herkunftsmarke «Suisse Premium/Suisse Garantie» innerhalb des Systems «Maxi» der fenaco-LANDI Gruppe. Konventionelles Brotgetreide wird, aufgrund der Notwendigkeit der Deklassierung einer Teilmenge, mit minus Fr. 1.50 / 100 kg preislich differenziert. Die durchschnittlichen Abrechnungspreise der fenaco an die «Maxi»-Sammelstellen, nach Abzug der Vermarktungskosten, betragen für die Klasse Top Fr. 52.00, Klasse 1 Fr. 49.50, Klasse 2 Fr. 47.00, Biskuitweizen Fr. 48.00 sowie für A-Mahlroggen Fr. 40.00/100 kg (exklusive Mehrwertsteuer). Grafik 2 zeigt die Abrechnungspreise je Klasse im Vergleich zu den Vorjahren plus das durchschnittlich an die Sammelstellen bezahlte Lagergeld je 100 kg. Trotz deutlich tieferen Importpreisen und der Deklassierung einer Teilmenge ist es gelungen, nahezu auf den Vorjahrespreisen abzurechnen. Mit Grafik 3 wird die Entwicklung der Markterlöse der letzten zehn Jahre dargestellt. Die Vermarktungskosten werden den «Maxi»-Sammelstellen detailliert aufgezeigt und beinhalten eine unveränderte Dienstleistungs-Entschädigung von Fr. 1.00/ 100 kg an die fenaco. Zusätzlich zu den erwähnten Abrechnungspreisen erhalten die Sammelstellen für die Lagerung eine durchschnittliche Entschädigung von Fr. 1.80/100 kg für Mahlweizen, respektive Fr. 2.25/100 kg für Mahlroggen. Die individuellen AbrechUFA-REVUE · 4 2012

Dank der guten Ernte 2011 sind die Mühlen gut mit Schweizer Mahlweizen versorgt. Der verstärkte Trend zu einer Qualitätsstrategie verbessert die Absatzmöglichkeiten für die Klasse «Top». (Bild: agrarofoto.com)

nungen an die «Maxi»-Sammelstellen berücksichtigen zudem den Auslagerungszeitpunkt, die Nähe zu den Verarbeitern, eine geleistete Akontozahlung sowie die ausgelieferte Qualität. Die Sammelstellen ihrerseits gestalten die Schlussabrechnung an die Produzenten nach ihren betriebsspezifischen Gegebenheiten – diese können daher von den vorgenannten Preisen abweichen.

Ausblick Der verstärkte Trend zu einer Qualitätsstrategie mit Schweizer Brotgetreide schlägt sich auch in der Zusammensetzung der Klassenanteile nieder. Die Absatzmöglichkeiten für Mahlweizen der Klasse Top sind dadurch deutlich gestiegen. A-Biskuitweizen, A-Mahlroggen sowie Dinkel bleiben weiterhin limitiert. Beachten Sie unsere Anbaurichtlinien für die Herbstsaat 2012 in der Juni-Ausgabe der UFARevue. Die Branche wird sich auf Antrag der Mühlen damit befassen, welche Rolle das Qualitätskriterium Protein künftig in der Erfassung und Vermarktung von Brotgetreide spielen soll. fenaco verfolgt die Entwicklung seit Jahren und wird sich in enger Zusammenarbeit mit der Produzentenseite für eine praktikable und zielführende Handhabung einsetzen. Die Ernterichtpreise für Brotgetreide werden am 28. Juni 2012 verhandelt, die Herbstrichtpreise am 4. Oktober 2012. 䡵

Autor Pius Eberhard, fenaco Getreide, Ölsaaten, Futtermittel (GOF), 8401 Winterthur Mit der traditionellen Informationsveranstaltung vom 3. April 2012 in Kirchberg (BE) informierte fenaco-GOF die «Maxi»-Sammelstellen über die Vermarktung der zu Ende gehenden Kampagne sowie die künftigen Perspektiven. Mehr über diesen Treffpunkt der Getreidebranche in der nächsten Ausgabe der UFA-Revue. www.fenaco-gof.ch

INF BOX INFO

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D_PB3b_Eberhard_0412 ok_2012 27.03.12 17:14 Seite 34

PFLANZENBAU

Vermarktungsglück und Rekordernte ÖLSAATEN ERNTE 2011 Die frühe Vermarktung profitierte von den höheren Weltmarktpreisen für pflanzliche Öle aus der Ernte 2010 – dies schlägt sich in der Schlussabrechnung nieder. Die Rapsmenge kommt an die Sättigungsgrenze – Sonnenblumen sowie Bio-Ölsaaten haben Steigerungspotenzial.

Hohe

Öl aus «HOLL»-Raps hat auf dem Markt positive Perspektiven.

Abrechnungspreise Die

durchschnittlichen Abrechnungspreise der fenaco an die «Maxi»-Sammelstellen, nach Abzug der Vermarktungskosten, betragen für «HOLL»-Raps Fr. 102.00, konventionellen Raps Fr. 92.00, «HO»-Sonnenblumen Fr. 102.00, konventionelle Sonnenblumen Fr. 98.00 so-

Bild: G. Monnerat

Grafik: Markterlöskurve Inland-Ölsaaten seit 2000

Fr. pro 100 kg

Pius Eberhard

Nachdem sich die gestiegenen Weltmarktpreise für pflanzliche Öle im Verlaufe des 2010 nur teilweise auf die Markterlöse derselben Ernte im Inland durchgeschlagen haben, kann nun die Schlussabrechnung der Ernte 2011 verzögert davon profitieren. Im Mehrjahresvergleich liegen die erzielten Markterlöse deutlich über dem Durchschnitt. Trotz gegenteiliger Prognosen konnte zudem eine Rekordmenge von rund 74 000 t Schweizer Raps eingefahren werden. Dazu kommen gegen 10 000 t Sonnenblumen sowie gut 3000 t Sojabohnen.

120 115 110 105 100 95 90 85 80 75 70 65 60 55 00

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Im Schweizer Markt besteht eine grosse Nachfrage für Ölsaaten aus biologischem Anbau nach Bio-Suisse-Richtlinien. Die fenaco verstärkt laufend ihre Aktivitäten in diesem Segment und sucht in Zusammenarbeit mit zahlreichen regionalen Getreidesammelstellen nach interessierten Neuproduzenten von Bio-Sonnenblumen (Knospe), Bio-Sojabohnen (Knospe) und Bio-Raps (Knospe und Umstellungsknospe). Für den Anbau von Bio-Soja kann man sich bis Mitte April 2012 anmelden. Informationen: www.fenaco-gof.ch (Bio-Rohprodukte, Anbauplanung). 34

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wie für Sojabohnen Fr. 63.00/100 kg (exklusive Mehrwertsteuer). Letztere mussten sich mit einem Kuchenanteil von rund 80 % den deutlich tieferen Import-Sojaschrotpreisen stellen. Die Vermarktungskosten liegen im Bereich der Vorjahre. Zusätzlich zu den erwähnten Preisen erhalten die Sammelstellen eine durchschnittliche Lagerentschädigung von Fr. 1.00/100 kg bei Raps, respektive Fr. 1.85/100 kg bei Sonnenblumen. Die Grafik zeigt die Abrechnungspreise der fenaco im Vergleich zu den Vorjahren.

Konkurrenzfähige men Verschiedene

Gefragte Bio-Ölsaaten

120 115 110 105 100 95 90 85 80 75 70 65 60 55

HO-Sonnenblumen HOLL-Raps Sonnenblumen Rapssaat Sojabohnen

Sonnenblu-

Publikationen (siehe auch UFA-Revue Januar 2012) bestätigen, Sonnenblumen vermögen in einer Deckungsbeitrag-Berechnung zu bestehen. Zudem erhöht der Schweizerische Getreideproduzentenverband den Stützungsbeitrag für Sonnenblumen aus der Ernte 2012 um Fr. 2.00/ 100 kg. fenaco versucht in enger Zusammenarbeit mit den «Maxi»-Sammelstellen den Anbau in den bevorzugten Lagen gezielt auszubauen. Zudem wird sie die Lagerung von Sonnenblumen in den

05 06 Jahr

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Sammelstellen ab Ernte 2012 attraktiver zu entschädigen. Gute Gründe, dieser Image-Kultur für die Landwirtschaft die Stange zu halten und damit auch der Nachfrage der Ölwerke zu entsprechen.

Ausblick Für Rapsöl aus konventionellen Sorten zeichnet sich nach einer mehrjährigen Steigerung eine Marktsättigung ab, hinzu kommt eine aktuell gedämpfte Wirtschafts- und Konsumstimmung. Kann die Fettsäuren-Zusammensetzung bei «HOLL»-Raps weiter optimiert werden, bleiben die positiven Perspektiven für die Verwendung zum Braten und Frittieren bestehen. Bei Sonnenblumen kann der Anbau von «HO»Sorten für den industriellen Einsatz gesteigert werden. Sojabohnen bleiben mengenmässig stabil. 䡵

Autor Pius Eberhard, fenaco Getreide, Ölsaaten, Futtermittel (GOF), 8401 Winterthur

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4 2012 · UFA-REVUE


DF_Kleinmarkt_0412_ok_2012 27.03.12 17:43 Seite 35

Marktplatz Fortsetzung von Seite 29

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PFLANZENBAU

Ein Wettbewerb der besonderen Art DER DRITTE STRICKHOF KUNSTWIESEN-CUP wurde auf dem Gelände der Agroline Feldtage 2011 durchgeführt. Zehn Teams aus der ganzen Schweiz traten gegeneinander an, um auf einer Kunstwiese einen möglichst hohen Futterertrag zu erwirtschaften. Es zeigte sich einmal mehr, dass beim Futteranbau die richtige Sortenmischung gepaart mit etwas Glück ausschlaggebend ist.

Die Kunstwiesen machen in unserem Land einen Drittel der landwirtschaftlichen Nutzflächen aus, ausserdem sind sie die einzige Kultur, die auf jedem Schweizer Betrieb zu finden ist. Auf die strategische Bedeutung dieser Wiesen für die Milchproduktion muss nicht weiter hingewiesen werden. Es ist allgemein bekannt, wie wichtig die Qualität des Grundfutters für die Milch- und Fleischproduktion ist. Bei einer Wiese, die sich aus verschiedenen Pflanzensorten zusammensetzt und spezielle Anbaubedingungen erfordert, hat die Sortenmischung Einfluss

Alle Arbeitsdurchgänge werden von Mitarbeitenden des Strickhofs oder von Agroscope durchgeführt. Mit diesem Vorgehen können die Flächen durch Bäuerinnen und Bauern aus dem ganzen Land bewirtschaftet werden.

auf die Bestandsentwicklung und somit auch auf die Futterqualität. Aufgrund identischer Flächen und Wetterbedingungen für alle Teilnehmenden bietet der Kunstwiesen-Cup den Futtermittelprofis die einmalige Gelegenheit, ihr Know-how mit anderen zu messen und zu beobachten, wie sich ihre Entscheide auf den Ertrag ihrer Kunstwiesen auswirken.

Kunstwiesen-Cup 2012 – 13 Der Wettbewerb beginnt Anfang August, teilnahmeberechtigt sind alle. Die Anmeldungen müssen bis Ende Juni eingereicht werden bei Werner Hengartner, Projektleiter Strickhof Kunstwiesen-Cup. Die Parzellen befinden sich in Lindau, wo auch der von der AGFF organisierte Grünlandtag 2013 stattfinden wird.

Know-how beweisen Die landwirtschaftliche Schule Strickhof organisierte den Kunstwiesen-Cup zum dritten Mal. Das Ziel des Wettbewerbs ist einfach: Jeder Teilnehmer oder jedes Team verfügt über eine Parzelle, die von ihm während 15 Monaten zu bewirtschaften ist. Es wird sowohl der Futtermittelertrag untersucht als auch der Milchertrag der Parzelle errechnet. Unter Berücksichtigung der Erträge und der Produktionskosten eines jeden Teams wird der finanzielle Gewinn aus einer Hektare berechnet. Gewinner ist, wer das beste Ergebnis erzielt. Teilnah-

Weitere Informationen bei Werner Hengartner: (寿 058 105 98 52, werner.hengartner@strickhof.ch) oder auf der Webseite unter www.strickhof.ch

Bild: Werner Hengartner

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PFLANZENBAU Von links nach rechts: Ueli Vögeli, Direktor, Marcel Senn (1. Rang), Pius Remund und Jacques-Louis Zwicky (2. Rang) sowie Werner Hengartner, Projektleiter Kunstwiesen-Cup.

meberechtigt am Wettbewerb sind alle. Die verschiedenen Teams weisen das Personal des Strickhofs genau an, welche Arbeiten auf den Parzellen auszuführen sind. Sie entscheiden aufgrund der Parzelleneigenschaften, der Angaben zu den Pflanzen und mit Hilfe von Fotos über die verschiedenen Arbeitsschritte. Ein Besuch auf der Parzelle ist nicht erforderlich. Marcel Senn, der Gewinner des Wettbewerbs 2010–2011, bestätigt, dass er seine Parzelle nie besucht hat.

Spezielles Jahr Am 27. August 2010 erfolgte auf den drei Parzellen (je 18 m2) jedes Teams die Aussaat mit einer Standardmischung und mit der von den Teams festgelegten Saatdichte. Ab diesem Zeitpunkt wurden alle Arbeitsgänge wie das Düngen und Hacken telefonisch oder per E-Mail von den Teams in Auftrag gegeben. Bereits beim Auflaufen konnten auf den Wettbe-

Tabelle: Schlussergebnis des Kunstwiesen-Cups 2010-11 Rang

Teams

Mischungen

1 2 3 4 5 6 7 8 9

Team of Hercules BFS 2b Agrilogie Gruppe 7 Buechibärger Pföa-Team Agronomia LS Kamor BFS 2a

240 CH 230 CH 240 CH 300 CH 320 Gold 230 CH 323 Gold 200 240 CH

werbsflächen Unterschiede festgestellt werden. Nach einem kalten und feuchten September war die erste Entscheidung nicht einfach: Sollte ein Reinigungsschnitt durchgeführt werden, eine späte Herbstnutzung erfolgen oder vor dem Winter gar nichts mehr unternommen werden? Zwei Teams haben ihre Flächen vor dem Winter bearbeitet: Eines machte einen Reinigungsschnitt, das andere entschied sich für eine späte Nutzung. Bei den anderen Flächen mit einer guten Vegetation kam es im Winter zu Mäusebefall, was teilweise zu erheblichen Schäden führte und sich negativ auf den Futterertrag und die Futterqualität auswirkte. Der Frühling 2011 war trocken und das Pflanzenwachstum relativ langsam. Die ersten Schnitte wurden bereits Ende April durchgeführt. Jene Teams, die mit dem ersten Schnitt bis Mitte Mai zuwarUFA-REVUE · 4 2012

Gesamtertrag (dt MS) 202.6 168.1 218 129.1 148.2 117.12 108.4 84.4 69.5

MJ NEL

APDN (g)

5.4 5.3 5.1 5.4 5.2 5.4 5.0 5.4 5.1

61.7 72.2 66.0 86.1 65.3 84.9 64.5 56.3 66.8

Finanzieller Ertrag (CHF) 3145 2820 2746 2693 2518 2471 1874 1690 782

teten, erzielten keine höheren Erträge und eine schlechtere Qualität. Das einschneidende Ereignis bei der Durchführung 2011 war das Hagelunwetter, das in der Region Kölliken in der Nacht vom 12. auf den 13. Juni niederging.

Die meteorologischen Bedingungen im Jahre 2011 haben sich auf die Ergebnisse alles Teams ausgewirkt. Auch wenn das Wetter immer eine grosse Ungekannte bleibt, zeigte sich durch die erbrachte Teamleistung, dass Know-how bei der Bewirtschaftung der Wiesen sehr wichtig ist. Auch wenn den Teams das Glück nicht immer zur Seite stand, bot der KunstwiesenCup erneut eine einzigartige Gelegenheit, sich mit anderen Produzenten unter Bedingungen zu messen, bei denen die Entscheide der Landwirte die einzigen Unbekannten sind. 䡵

Autor Gaël Monnerat, UFA-Revue, 1510 Moudon

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PFLANZENBAU

Richtiger Dünger am richtigen Ort BEI DER UNTERFUSS-DÜNGUNG IM MAIS handelt es sich um eine Technik, die immer öfter angewendet wird. Dank einer besseren Entwicklung im Jugendstadium sind die Kulturen dem Unkrautdruck besser gewachsen, was sich direkt auf den Ertrag der Kultur niederschlagen kann.

Samuel Kramer

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Die Wirksamkeit einer Düngung hängt nicht nur vom Zeitpunkt des Ausbringens ab, auch die Applikation des Düngers an der richtigen Stelle ist für den Erfolg entscheidend. Die Nährstoffe müssen nämlich nahe am Saatkorn, aber zur Vermeidung von Verätzungen oder Beeinträchtigungen des Wurzelwachstums trotzdem mit genügend Abstand ausgebracht werden. Mit einer Düngung, die nahe am Saatkorn

platziert wird, soll die Nährstoffverfügbarkeit für die Pflanze verbessert werden. Dies kommt der angebauten Kultur zugute und fördert die Jugendentwicklung der Pflanze, wodurch ein schnellstmögliches Wachstum erreicht und die Unkrautbildung gehemmt wird. Durch die platzierte Düngung wird die Jungpflanze nicht nur gestärkt, sondern hat auch die Möglichkeit, sich gegen den Unkrautdruck durchzusetzen. Zudem begünstigt ein schnelles Wachstum den frühzeitigen Reihenschluss, was die Unkrautentwicklung wegen Lichtmangels ebenfalls hemmt.

Die Platzierung

des Düngers 5 cm neben und rund 5 cm unterhalb des Saatkorns ist die am häufigsten angewendete Methode. Dabei spielt die Düngerwahl eine entscheidende Rolle, denn für gute Ergebnisse ist es nicht mit einer Unterfussdüngung mit Granulat getan. Wichtig zur Sicherstellung eines raschen Pflanzenwachstums ist , dass dem Keimling alle für das Wachstum notwendigen Nährstoffe zugeführt werden. Die Landor hat deshalb zwei Formulierungen im Angebot, Landor No-till, welche speziell auf die Unterfussdüngung im Mais ausgelegt sind (siehe Tabelle)

Die Löslichkeit des Düngers ist einer der wichtigsten Faktoren bei der platzierten Düngung. Sollen der Kultur die zur langfristigen Entwicklung notwendigen Mineralstoffe zugeführt werden – wie dies bei einer platzierten Düngung bei Getreide der Fall ist – kommen stabilere Dünger zum Einsatz. Durch die 38

Mineralisierung werden die Nährstoffe über einen längeren Zeitraum freigesetzt. Diese Methode wird insbesondere bei der extensiven Betriebsweise eingesetzt, wo Aussaat und Düngung in einem Durchgang erfolgen. Beim Maisanbau in der Schweiz stehen ein schnelles Auflaufen und eine rasche Entwicklung der Kultur im Vordergrund. Obschon die platzierte Düngung mit der Praxis von grossen Betrieben vergleichbar ist, beeinflusst die Technik den Zeitpunkt der Düngerwirkung. Der Dünger muss den Bedarf der Pflanze in den ersten Wochen nach der Keimung decken, weshalb er rasch zur Verfügung stehen und die Nährstoffe in der Regel in löslicher Form liefern sollte.

Die Kunst der platzierten Düngung besteht darin, die Nährstoffe, welche die Pflanze benötigt, in geeigneter Form auszubringen. Mit der platzierten Düngung sollten dem Mais nicht nur Stickstoff, Phosphor, Magnesium und Schwefel geliefert werden, sondern auch umgehend zur Verfügung stehen. Für die Düngung ist Mais eine ganze besondere Kulturpflanze. Als spezielles Merkmal ist die im Jungstadium schwache Wurzelentwicklung gepaart mit einem relativ langsamen Wachstum zu erwähnen. Nach dieser Phase und vor der Blüte erfolgt dann ein rasanter Wachstumsschub. Während dieser rund 40 Tage dauernden Periode nimmt die Maispflanze zwischen 70 und 80 % ihres ganzen Nährstoffbedarfs auf. Die Maisdüngung hat daher mit zwei Schwierigkeiten zu kämpfen: Einerseits muss die Pflanze aufgrund der schwachen Wurzelentwicklung alle notwendigen Nährstoffe in ihrer unmittelbarer Umge4 2012 · UFA-REVUE


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D_PB2_Monnerat_0412 ok_2012 27.03.12 17:12 Seite 40

PFLANZENBAU Tabelle: Mineraldünger für die Unterfuss-Düngung von Mais Produkte Gehalt NS NA Zusätze N/P Verhältnis Ausbringungsmenge Landor No-Till 19.30.0 2 17 3 % Mg, 3.5 % S, 0.2 % B 1 : 1.15 100 bis 200 kg/ha Landor No-Till 23.23.0 7 16 1.3 % Mg, 4.5 % Ca 1:1 150 kg/ha Blattdüngung: 10 l/ha Patastar im 4 – 6 Blattstadium sichert die gleichmässige Versorgung mit Phosphor und den wichtigen Spurenelementen.

bung vorfinden, andererseits muss der Boden dem wachsenden Nährstoffbedarf während der Wachstumsphase gerecht werden können. Deshalb wird hierzulande beim Maisanbau üblicherweise eine Düngerstrategie verfolgt, bei welcher der Anfangsdünger bei der Saat platziert wird und mit einer Harnstoffgabe zur Deckung des Bedarfs während der Hauptwachstumsperiode ergänzt wird.

In einem Arbeitsdurchgang: Lockern, düngen und ansäen.

Maisdüngung: Gezielter Einsatz Mit einer platzierten Phosphordüngung, die direkt von den Wurzeln aufgenommen werden kann, wird die Entwicklung der Maispflanze in den Anfangsstadien gefördert. Vorteile der Unterfuss-Düngung • Der Jungpflanze stehen N und P in geeigneter Form und in der notwendigen Menge am Ort der Keimung zur Verfügung. • Bessere Entwicklung im Jugendstadium und ist so dem Unkrautdruck besser gewachsen. • Der Zeitraum für die Anfälligkeit gegenüber Drahtwürmern und Blattläusen verkürzt sich. • Bessere Wetterresistenz Spurenelemente über die Blätter düngen Bei den Spurenelementen muss darauf geachtet werden, dass die Versorgung mit Bor, Mangan und Zink gewährleistet ist. Sie werden mit Einzelnährstoff-Blattdünger (z. B. Zintrac, Mantrac, Bortrac) oder mit einem Cocktail (z. B. Patastar) ausgebracht.

Eingruppern von Gülle und Landor-Piadin. Bild: W. Zollinger 40

Neue Forderungen für die Senkung der Treibhausgasemissionen begünstigen die Verbreitung neuer Technologien für das Ausbringen von Hofdünger. Immer öfter wenden die Landwirte für die Düngung das Verfahren der Bodeninjektion an, das insbesondere zur Senkung der Verdampfungsverluste angewendet wird und zudem das Ausbringen in nächster Nähe zu den Wurzeln ermöglicht. Bei besonders fortschrittlichen Techniken wird das Ausbringen von Dünger mit dem Strip-Till Verfahren kombiniert, dank dem bei der Bodenbearbeitung eine gezielte Unterfussdüngung mit flüssigem Hofdünger möglich ist. Auf diese Weise können organische Dünger für die platzierte Düngung verwendet werden. Bei dieser Technik

muss aber der Vollständigkeit halber berücksichtigt werden, wie rasch die Mineralisierung der organischen Dünger erfolgt. Auch hier ist es mit gewissen Düngerzusätzen wie dem Landor Piadin möglich, die Nitrifikation zu verlangsamen und so die Wirkungsdauer des organischen Düngers zu erhöhen. Die Kombination von Techniken für eine gezielte Bodenbearbeitung und einer Verlangsamung der Mineralisierung verbessert die Düngerwirkung. Durch das Vermeiden der Verdunstung, eine langsamere Mineralisierung und die Düngerplatzierung in Wurzelnähe werden die Nährstoffverluste in hohem Masse gesenkt. Auch wenn das Ausbringen kostspieliger ist als bei der traditionellen Methode, bringt die platzierte Düngung sowohl agronomische als auch wirtschaftliche Vorteile, welche die zusätzlichen Kosten wettmachen. Eine Kultur, die sich bereits beim Auflaufen kräftig entwickelt, bringt nicht nur bessere Erträge, sondern ist der Stolz perfekter Arbeit. 䡵

Autor Samuel Kramer, Beratungsdienst Landor, 4127 Birsfelden Kostenlose Telefonberatung: 寿 0800 80 99 60

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Düngen mit Bodeninjektion. 4 2012 · UFA-REVUE


D_PB4_TannerBoller_0412_okd_2012 27.03.12 17:14 Seite 41

PFLANZENBAU

Erster Rotklee für die Weide ZUCHTERFOLG Rotkleebestände gelten als wenig geeignet für die Weide. Die Pflanze sollte nicht zu intensiv und zu tief genutzt werden, weshalb eine intensive Standweide nicht ertragen wird. Im Gegensatz zum Weissklee bildet der Rotklee keine Ausläufer, was seine Ausdauer einschränkt. Abhilfe schafft nun die von der Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon ART auf Weideeignung gezüchtete Rotkleesorte «Pastor.»

Was spricht gegen den Einsatz von Rotklee in Weiden? Juraweiden sind geprägt von rosa blühenden, kompakten und verbreitet vorkommenden Rotkleepflanzen. Auch in weidebetonten Gebieten ausserhalb Europas (Nordamerika oder Neuseeland) ist der Rotklee heimisch. Dort wird auf Sortenunterschiede hingewiesen und die Weideeignung als Sortenmerkmal hervorgehoben. Stichworte dazu sind flache Wuchsform, Ausdauer, Weidetoleranz und ein starkes Sommerwachstum. Weder der Wildklee aus dem Jura noch Sorten von neuseeländischen Züchtern sind jedoch im Schweizer Samenhandel erhältlich. Der Juraklee ist unter den Bedingungen von Kunstwiesen nicht konkurrenzfähig. Bei der Jugendentwicklung, der Konkurrenz- und Ertragsfähigkeit kann der Juraklee mit den herkömmlichen Rotkleesorten bei Weitem nicht mithalten. Auch die Sorten aus Neuseeland sind nicht an unsere Bedingungen im Futterbau angepasst.

Mattenklee x Juraklee Mit der Sorte «Pastor» steht nun die erste Schweizer Rotkleesorte bereit, die speziell für die Weide gezüchtet wurde. Bei der Entwicklung von «Pastor» kombinierten die Züchter von der Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon ART die Ausdauer und Leistungsfähigkeit des Schweizer Mattenklees mit der Weideverträglichkeit des Juraklees mittels Kreuzungen zwischen diesen beiden Rotkleetypen. Die Nachkommen kreuzte man noch einmal mit Mattenklee-Zuchtmaterial (Rückkreuzungen) und somit enthält die Sorte «Pastor» noch einen Viertel Blutanteil Juraklee UFA-REVUE · 4 2012

Peter Tanner

Bei der Entwicklung von «Pastor» wurden 95 Rotkleeköpfchen von Hand gekreuzt (jedes Köpfchen trägt 50 bis 100 Blüten). Mit der Pinzette werden am Samenträger (Mutter) die Blüten geöffnet und dazu Schiffchen und Flügel entfernt; mit einem gefalteten Kartonstück wird bei der Vaterpflanze Pollen gesammelt; der Pollen wird auf die Narben gebracht. Bilder: Gabriela Brändle, ART

und drei Viertel Blutanteil Mattenklee. Dieser Anteil an Mattenklee-Genetik ist nötig, damit «Pastor» einen annehmbaren Ertrag erreicht und bei der offiziellen Prüfung in den agronomischen Eigenschaften wie Jugendentwicklung, Ertrag und Konkurrenzkraft überhaupt eine Chance hat. Vergleiche von Resultaten aus den Versuchen bei ART sowie die Daten der Französischen Zulassungsbehörde zeigen deutliche Unterschiede zwischen «Pastor» und klassischen Rotkleesorten. Pastor fällt auf durch seine flache Triebstellung sowie die kürzeren und bei Weidenutzung deutlich dichteren Bestände. Die Triebdichte setzt sich aus einer höheren Anzahl Pflanzen pro Quadratmeter und mehr Trieben pro Pflanze zusammen.

Weidemischungen In den Sommermonaten sinkt das Ertragsvermögen der meisten Gräser der Gras-Weisskleemischungen und die Bestandesanteile des lichtliebenden Weissklees nehmen oft unerwünschte Ausmasse an. Das Ertragsvermögen des Weissklees ist unter

Beat Boller

diesen Bedingungen wegen seiner kriechenden Wuchsform unbefriedigend. Dies ist nicht zuletzt auf Bio-Betrieben ein Problem, wo das Stickstoffniveau von vornherein tiefer und der Gülleeinsatz im Sommer auf den Weiden wegen der kurzen Ruhezeiten zwischen den Weidenutzungen problematisch ist. Der Einsatz von Rotklee verspricht einen gleichmässigeren Kleeanteil über das ganze Jahr mit einem höheren Ertragsvermögen im Sommer. In Zürich-Affoltern wurden in einem 3-jährigen Weideversuch von 2008 bis 2010 die Standardmischungen (SM) 440 und SM 462 angebaut. Die SM 440 mit Englisch Raigras und Weissklee ist die Hauptmischung für längerdauernde Weiden in raigrasfähigen Lagen. In der SM 462 ist das Englische Raigras durch den trockenheitstoleranten Rohrschwingel ersetzt. Die Originalmischungen 440 und 462 mit Weissklee wurden im Weideversuch mit zwei Verfahren verglichen, in denen der Weiderotklee «Pastor» und die Mattenkleesorte «Dafila» den Weissklee ersetzten. Die Bestände wurden als Umtriebsweide mit 41


D_PB4_TannerBoller_0412_okd_2012 27.03.12 17:15 Seite 42

PFLANZENBAU Grafik 1:

Eigenschaften von «Pastor» im Vergleich zu anderen diploiden Sorten

Ertrag

1 = hoch Dafila = 3.1 | Pastor = 4.2 | Formica = 4.9 Konkurrenz- 1 = stark kraft Dafila = 3.8 | Pastor = 4.4 | Formica = 4.5 Ausdauer 1 = stark Dafila = 3.4 | Pastor = 4.2 | Formica = 5.1 Wuchsform 1 = aufrecht Fromica = 4 | Pastor = 7 Triebe pro 1 Pflanze Milvus = 7 | Pastor = 15

Grafik 2:

Bestandesanteile % in SM 440

100 80

9 = tief 9 = schwach 9 = schwach 9 = flach 20

Ertragsanteile in einem 3-jährigen Weideversuch an ART in Zürich-Affoltern

Aussaatjahr

1. Hauptnutzungsjahr

2. Hauptnutzungsjahr

60 40 20 0

1.8.2008

Pastor

Dafila

bis Weissklee

26.10.2010

Mutterkühen genutzt mit jährlich 6 bis 7 Weideperioden à 3 bis 11 Tagen Besatzzeit und im Mittel 25 Tagen Ruhezeit. Die Schätzung der Bestandesanteile geschah vor jeder Beweidung visuell. Der Rohrschwingel entwickelt sich langsamer als das Englische Raigras. Dadurch lagen nach der ersten Überwinterung die Kleeanteile in der SM 462 bei rund 60 % gegenüber 50 % in der SM 440. Ab den Sommermonaten im ersten Hauptnutzungsjahr lagen die Weisskleeanteile in den Beständen immer deutlich über den Anteilen von Rotklee. «Pastor» zeigte sich dabei weniger konkurrenzstark als «Dafila». Dies ist in diesem Fall als Vorteil zu werten, denn seine Anteile im Bestand blieben über einen langen Zeitraum in einem optimalen Bereich von 30 bis 40 %. Gegen Ende des 3. Jahres nahm der Rotkleeanteil bei beiden Typen ab und der spontan aufkommende Weissklee breitete sich langsam aus.

Betriebe für Streifenversuche gesucht Wollen Sie bei der Entwicklung neuer Mischungen mit Weiderotklee dabei sein? Die Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon (ART) plant für Sommer 2012 neue Versuche mit Weidemischungen zur Feststellung der optimalen Saatdichte von Weiderotklee. Dazu werden engagierte Versuchsansteller aus Beratung und Praxis gesucht, denen eine intensive und exakte Betreuung eines Versuches Freude bereitet. Als Gegenleistung stellt die Vereinigung für Samenhandel und Sortenschutz (Swiss-Seed) das Versuchssaatgut zur Verfügung. Das Versuchsprogramm ist eine Zusammenarbeit zwischen der AGFF (Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des Futterbaues), ART, Swiss-Seed und den landwirtschaftlichen Bildungseinrichtungen. Interessenten melden sich bitte schriftlich bei: Forschungsanstalt ART FG 32.1 Streifenversuche Reckenholzstrasse 191, 8046 Zürich

Ziel: 30 – 40 % Klee

Ausdauer für 3-jährige Nutzung Grafik 3:

Mattenklee «Dafila» (l) und Weiderotklee «Pastor» (r) im Vergleich. Zeichnungen Malin Maurer

«Pastor» kann in Weidemischungen anstelle von Weissklee eingesetzt werden. «Pastor» erträgt die Beweidung in einer intensiven Umtriebsweide problemlos. Die Umtriebsweide ist einer intensiven Standweide (Kurzrasen) vorzuziehen. Die langfristige Ausdauer (mehr als 3 Jahre) muss durch samenbürtige Verjüngung gewährleistet werden. Entweder kann dies durch eine periodische Über-

saat erfolgen oder man lässt die Rotkleepflanzen im Bestand zwischenzeitlich blühen und reife Samen bilden. Dies ist eher der Fall, wenn auf das Weideputzen verzichtet wird und Pflanzen in Geilstellen reife Samen bilden können. In den Standardmischungen für den Futterbau hat die Verwendung von Weiderotklee noch nicht Einzug gehalten. Nach den ersten Versuchen bei ART muss sich «Pastor» nun auch in Streifenversuchen in der Praxis auf biologischen und konventionell geführten Betrieben bewähren. Streifenversuche werden von den Schweizer Samenhändlern und ART zusammen mit der AGFF und Landwirtschaftlichen Schulen bei interessierten Landwirtinnen und Landwirten durchgeführt. «Pastor» ist neben der Schweiz auch in Frankreich zugelassen. 䡵

Autoren Peter Tanner, Dr. Beat Boller, Futterpflanzenzüchtung, Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon ART, 8046 Zürich

2 Versuchsparzellen mit «Pastor» (links) und «Dafila» (rechts), «Pastor» weist einen Bestandesanteil von gut 30 % auf, wogegen die konkurrenzstarke Mattenkleesorte «Dafila» die Gräser unterdrückt. Bild: Beat Boller, ART 42

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werden, Fr. 800  052 685 29 80 oder 079 388 36 06 Motor Maag, 11 PS  079 622 45 82 Kreiselheuer Pöttinger Hit 47 N, mit Stützrad, ca. 420 m, guter Zustand, Fr. 2200; Behandlungsstand, Tip E, Roht für Grossvieh, neuwertig, Fr. 3500  078 637 69 21 Sternhackgerät Haruwy; Kartoffelhäuflerscheiben Haruwy, 4 Stk., gross  079 765 20 26 Kreiselheuer Pöttinger Hit 44, 3 P, ideal für Zweiachsmäher, guter Zustand, Fr. 3800  079 713 33 06 Kreiselheuer Claas W450/S, hydr. klappbar, Trsp. B. 2.5 m, durch Kreisel nach innen schwenken, neue Pneu, mit Reifendichtmittel, Zinkenverlustsicherungen, top Zustand, Fr. 2490  079 483 80 81 Dieseltank, 2000 l, mit Auffangwanne  079 441 52 33 Pneu-Hoflader Kramer 511, 4 x 4, mit Deuzmotor, kleine Mängel aber funktionstüchtig, sofort einsatzbereit, Preis auf Anfrage  061 983 98 61 Rasenkehrmaschine Wiedenmann, an Rasentraktor, mit Benzinmotor 7 PS, auch zum Laubsammeln geeignet, Fr. 950; Unkrautbürste Nimos Honda, zur Entfernung von Unkraut auf und Pflasterstein und an Strassenränder NP. Fr. 7500, VP. Fr. 2100  078 744 30 32 Traktor IHC 353; Häcksler Mengele; Mercedes Benz 290; Rundholz, für Pfähle  041 910 28 45

Schottentank, Inhalt 1200 l, rechteckig, günstig  078 720 51 14 Claas Jaguar 690 SL, 1992,clim., corncraker, 4/4, Fr. 20'000, Cueilleur, 6 rangs, à chaînes, Fr. 3 000; Kemper, 6 rangs, Fr. 15'000  078 606 24 70 Güllenschlauchhaspel Occ., mit 450 m Schlauch, Storz Kupplungen, neuwertig, Preis auf Anfrage  041 988 19 72 Baumschere Felco, elektrisch, mit neuem Akku, einsatzbereit, Fr. 800  061 731 27 03 Zaunpfähle, ca. 100 Stk., < 160  032 351 36 87 Holzschnitzelfeuerung Tibamatic, 45 kw, inkl. Schubboden, Steuerung, etc.  079 687 21 06 Traktor Hürlimann 355 Allrad, Jg. 82, 5100 h, Kabine, 1 EW, 1 DW, Bremsventil, 8.3 x 24.9, 5 x 36, inkl. DR, top Zustand  078 817 65 00 Schweinestalleinrichtung, komplett, 12 Abferkelbuchten, CNF Konform, mit Wamwasser Deckelheizung; Warmwasserferkelfutterautomaten, div. Zubehör, in sehr gutem Zustand, auf Juli 2012, Ritter Sumiswald, infolge Betriebsumstellung  079 423 40 59 Strohmühle Daldec, 15 PS, Elektromotor  041 493 01 62 Blechschere, stationär, Schneidruchmesser max. 3 mm, Gewicht ca. 50 kg, Fr. 250  079 810 43 53 Kleinballenpresse John Deere 359, mit Ballenwagen, günstig  041 493 01 62 Doppelräder Schaad, 9.5 – 38, Pneupirelli, 50 %, Fr. 900  079 629 88 41 Kt. SZ

Dreischarpflug Lenke, 90.3 m; Kreisselegge Maschia, mit Packerwalze, Sähmaschine Nodet, B. 2.5 m; Frontmähwerk Busatis Kuhrmann, Schnittbreite 2.25 m; Marolfwagen, mit alu Wände; Pferdekutsche; Pferdeschlitten; Pferdewagen; Motorsäge Husquarna; Holzfräse  052 315 15 58 Einachsanhänger, mit Doppelbereifung, 4 x 2 m, 7.5 t, Ladebrückseitenläden, Fr. 900  076 492 88 27 Dampfkamin, Durchmesser 60 cm, 5 m, komplett, Hut, Fassung, Klappe; Zweichachswagen, für Losefutter, mit Beleuchtung; Bodenschieber  034 437 19 47 Melkmaschine Alfa Laval; Komplett Eimer, 25 l; Samro-Junior; Occ.-Wagen, 4 t; Düngersämaschine, 2-reihig, handbetrieb; Kuhtrainer; Kreiselegge Maschio, 2.5 m, neuwertig  032 351 23 58 Aebi TT 205, Hydostat, 50 PS, 1150 h, Jg. 2008, mit 4 Doppelrad; Rasant 1904P, 61 PS, Turbomotor, Jg. 2001, 2305 h, Allradlenkung, revidiert und lackiert  079 602 62 22 Güllenmixer, 2 Stk., 4 m, 12.5 PS, mit Untersetzungsgetriebe; Güllenmixer, 10 PS, 2900 t; Schaufelrührwerk, bis ca. 50-150 m3  079 678 81 49 Kleintraktor Schilter Wiesel 222; Mofa Sachs, Handschaltung; Mäher Aebi AM30, Benzin; Mäher Aebi AM30, Diesel; Heuwiesel, mit Sitz; Mäher Agria, alt  033 783 13 75 Vierradwagen, Eisenkonstruktion, gefedert, neu bereift; Heustocklüfter Lingg  078 897 15 02

Radlader Atlas 46 C, Hydrostat mit zwei Fahrbereichen, 45 PS, mit Leichtgutschaufel 1.2 m3, Kiesschaufel, Palettengabel, und evtl. Siloballenzange, Mistgabel. Fr. 25'000  079 776 28 11 Kt. SH Siloverteiler, elektr., 2 Stk., 30 + 40 cm Durchmesser; Strohmmühle Fakomat, 2 Stk., 12 PS + 15 PS; Heubombe, mit Schalter und Kabel  079 678 81 49 Motormäher Brielmaier, 27 PS, mit 2.6 m Mähbalken  081 738 10 16 oder 081 738 14 46 Kreiselheuer Fahr, 5 m, Zinkensicherung, Fr. 1200; Milchtank, 2 Stk., je 1000 l, Fr. 200; Kleinballenpresse New Holland 570, Jg. 2005, 14 Rollen Erntegarn, Fr. 16'800; Maishäcksler 4-reihig, Front- und Heckanbau, ab 90 PS, Fr. 12'000; 3-Scharpflug Rabe, Fr. 2000; Abladegebläse Mengele, Fr. 3200; Förderband Blaser, Stabketten, Fr. 800; Häckselwagen Pöttinger, Dosierwalzen und Querablad, Fr. 2800; Grashäcksler Gehl 1200, Fr. 3500; Pneuwagen 5 x 2 m, Fr. 350  079 247 63 48 Pumpfass Almatec Streicher, mit Schneckenpume und Kompressor, Tandemachse, 4000 l, guter Zustand, viel Zubehör, Fr. 5600  079 369 36 04 Heuröste, neu, billig  041 480 13 17 Traktor MF 245, 2 Rad, Mauser Kabine, 8 Gang Getriebe, 6900 h, Fr. 6800  079 235 49 62

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S O N D E R T H E M A FOCUS

April 2012

Mit Beeren zum Erfolg

Regional um jeden Preis Ein neuartiger Speziald체nger Bew채sserung verbessern

46 48 50


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MIT BEEREN ZUM ERFOLG PFLANZENBAU

Regional um jeden Preis MIT DEN 7500 TONNEN BEEREN die in der Schweiz produziert werden, wird nur ein Drittel des schweizweiten Bedarfs gedeckt. Für die Konsumenten ist es jedoch ganz besonders wichtig, dass diese Früchte aus einheimischer Produktion stammen. Wie kein anderes Produkt sind Beeren Synonym für Qualität und rechtfertigen so den im Vergleich zu importierten Beeren höheren Verkaufspreis.

Die Beerenproduktion ist in den vergangenen Jahren unablässig gewachsen. Insgesamt hat die Anbaufläche zwischen 2000 und 2009 um rund 100 Hektar zugelegt (+ 5 % im 2012) und beträgt heute 784 Hektar. Am meisten werden Erdbeeren angebaut, rund 6000 Tonnen. Die Anbaufläche für Heidelbeeren hat im letzten Jahr um über 10 Hektar zugenommen (+ 20 %). Mit rund 150 Hektar belegen die Himbeeren bei den einheimischen Beerenproduzenten Platz zwei.

Der Genuss von Erdbeeren ist dank Importen das ganze Jahr möglich. Aber die Konsumenten stellen den fahlen Geschmack bei diesen «aussersaisonalen» Beeren fest. Der tiefe Preis dieser Importfrüchte hat die Branche gezwungen, eine Strategie zu verfolgen, mit der Qualität und der Anbau in der Nähe der Konsumenten ins Zentrum rückt. Nur so können die höheren Preise von Schweizer Erbeeren gerechtfertigt werden. Alle Akteure des Beerensektors vom Produzenten bis zum Detaillisten arbeiten Hand in Hand, um lokale und schmackhafte Früchte anbieten zu können. Die Deckung der Nachfrage nach Beeren aus der Region ist nur zu diesem Preis zu haben. Ohne transparente Kommunikation zwischen Verkäufern und Produzenten wäre es ein Ding der Unmöglichkeit, die Konsumentennachfrage zu decken.

dieser Produktionszweig nun in der ganzen Schweiz etabliert. Gegenwärtig werden in den Kantonen Thurgau und St. Gallen 25 %, im Mittelland (Bern und Aargau) und in der Westschweiz (hauptsächlich Wallis und Waadt) je 20 % der inländischen Erdbeeren produziert. Die restlichen 35 % verteilen sich auf die Kantone Luzern, Basel-Land und Zürich.

Der Schweizer Markt ist stark auf Kundennähe ausgerichtet, damit die Erwartungen der Konsumenten nach Produkten von frischer Qualität erfüllt werden können. Dennoch ist eine landesweite Organisation für die Preispolitik, die Produktionskoordination, die Aktionsplanung und den Warentransport zwischen den Regionen notwendig, um das Weiterbestehen der Branche zu sichern. Marktbeobachtung,

Kontakte mit Produzenten, Verkäufe und Logistik werden regional organisiert. Der Wunsch der Konsumenten, Erdbeeren aus der Region zu kaufen, sowie die Anfälligkeit der Erdbeeren bedingen eine spezielle Logistik, die sich durch sehr kurze Lieferfristen und eine einwandfreie Kühlkette auszeichnet. Wenn durch die lokale Produktion der Bedarf in der Region nicht gedeckt werden kann, werden Warentransporte mit anderen Regionen organisiert, wobei bei der Logistik darauf geachtet wird, dass die Paletten möglichst wenig bewegt werden.

Mit 15 % Marktanteil will die fenaco ihre Bedeutung in diesem Sektor stärken. Obschon die Produktions- und Vermarktungspolitik von Beeren auf nationaler Ebene erfolgt, sind die zahlrei-

80 % der Produktion werden über den Detailhandel vertrieben. Der Direktverkauf und das Selberpflücken machen etwa 20 % der Produktion aus. Während früher hauptsächlich im Wallis Erdbeeren angebaut wurden, hat sich 46

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MIT BEEREN ZUM ERFOLG PFLANZENBAU Für einige Produzentenbetriebe haben Selbstpflückanlagen und der Direktverkauf eine grosse Bedeutung. Insgesamt entwickelt sich die Erdbeerproduktion immer mehr in Richtung spezialisierte Betriebe mit grossen Anbauflächen.

chen direkten Transaktionen zwischen Produzenten und Verteilern charakteristisch für den Sektor und ist vergleichbar mit der Situation beim Markt für Frischgemüse. Die Schweizer Konsumenten wollen tendenziell kleinere, hellrote und sehr aromatische Erdbeeren. Diese Wünsche bilden die Grundlage der Selektionskriterien und stehen weit vor der Lager- oder Transportfähigkeit. Eine Strategie, die zur Qualität der inländischen Produktion beiträgt.

Die Schweizer Erdbeeren werden in reifem Zustand geerntet und sind daher anfälliger als importierte Ware. Dies, gepaart mit der kurzen Produktionsdauer, verunmöglicht eine Vermarktung und Verteilung auf nationaler Ebene durch grosse logistische Plattformen. Dennoch können mit Hilfe des Informationsaustauschs zwischen den verschiedenen Marktakteuren Angebot und Nachfrage koordiniert und auf diese Weise die Importe während der Haupternte gesenkt werden. Da für die Konsumenten Erdbeeren aus Schweizer Produktion sehr wichtig sind, besteht die Tendenz, die Ernteperiode zu verlängern, indem Frühsorten für den Frühling angebaut werden und die Ernte bis in die Herbstmonate erstreckt wird.

Die 6000 Tonnen produzierten Erdbeeren machen 75 % des Beerenangebots aus. Die Hauptmengen werden in der Ostschweiz, im Mittelland und im Wallis produziert. Die Gesamtfläche für Erdbeeren beträgt über 473 Hektar. In den verschiedenen Anbauregionen werUFA-REVUE · 4 2012

den unterschiedliche Sorten angebaut. Die Hauptsorten sind Clery, Darselect, Elsanta und Alba, die rund 50 Prozent der Anbaufläche ausmachen. All diese Sorten zeichnen sich durch hervorragende Aromaqualitäten aus.

Die Himbeeren lassen sich in zwei Kategorien einteilen. Die Sommerhimbeeren werden von Mitte Juni bis Ende Juli geerntet, während sich die Reifezeit der Herbsthimbeeren von Ende Juli bis Anfang September erstreckt. Mit einer Himbeerproduktion von insgesamt 900 Tonnen auf 154 Hektar ist der inländische Anbau stabil. Für die Herbstproduktion ist auf den Märkten noch eine gewisse Zunahme möglich.

Brombeeren werden zwar im ganzen Land angebaut, aber in der Westund Ostschweiz ist die Produktion am höchsten. Geerntet werden die jährlich produzierten 350 Tonnen ab Mitte Juli bis Ende Oktober. Gegenwärtig kann mit der Produktion die Nachfrage gedeckt werden und eine Produktionssteigerung würde rasch zu einer erheblichen Überproduktion führen.

Die Heidelbeeren stehen bei den Produzenten besonders hoch im Kurs. Die Anbaufläche wird 2012 um 20 % zulegen und 66 Hektar betragen. Die produzierte Menge beträgt bereits 300 Tonnen jährlich. Heidelbeeren liegen im Trend und werden immer beliebter.

Johannisbeeren am Stiel werden auf einer Fläche von 43 Hektar ange-

baut, der jährliche Ertrag beläuft sich auf rund 300 Tonnen. Über 50 vorwiegend rote Sorten mit herb-säuerlichem Aroma werden für den Frischmarkt produziert.

Stachelbeeren, die gleich wie Johannisbeeren angebaut werden, werden ähnlich wie Steinobst verwertet. Die Anbaufläche beträgt 6 Hektar und es werden jährlich 50 Tonnen produziert. Die

Konsumentenbedürfnisse

und die Anfälligkeit der Beeren erfordern auf dem Markt besondere Gesetze. Vor dem Einstieg in die Beerenproduktion, müssen die Produzenten für ihre Produktion einen Absatzmarkt finden. Bei fehlender Abnahmevereinbarung ist grösste Vorsicht geboten. Auch wenn das Selberpflücken in gewissen Regionen noch weit verbreitet ist, ist bei der Beerenproduktion gegenwärtig eine wachsende Professionalisierung festzustellen. Angesichts der ausländischen Konkurrenz hat der Beerensektor eine Strategie gewählt, bei der die Qualität im Zentrum steht, und der dann Erfolg beschieden ist, wenn alle Marktakteure zusammenarbeiten. Zurzeit herrscht trotz der angespannten Lage Zuversicht. 

Für einheimische frische Beeren von hoher Qualität sind die Konsumenten bereit, auch höhere Preise zu zahlen. Bild: Bayer CropScience

Autor Gaël Monnerat, UFA-Revue, 1510 Moudon

INF BOX INFO

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MIT BEEREN ZUM ERFOLG PFLANZENBAU

Ein neuartiger Spezialdünger «LOKER» Die positive Wirkung von pflanzlichen Extrakten für den Menschen ist seit vielen Jahren bekannt. In Ölen, Kosmetika, Medikamenten und auch in Nahrungsmitteln finden sich immer häufiger Substanzen aus der Pflanzenwelt. «Loker» heisst ein neuer Dünger, der ebenfalls solche Inhaltsstoffe Elemente beinhaltet.

Auch für den pflanzlichen Stoffwechsel werden bestimmte Substanzen immer bedeutender. Der Firma Biolchim ist es nun gelungen, aus Nährstoffen in Verbindung mit pflanzlichen Zusatzstoffen einen sehr effektiven Blattdünger herzustellen. Das Mittel heisst «Loker» und hat in den letzten zwei Jahren interessante Versuchsergebnisse gezeigt. Gurken, Zucchini und Beeren konnten durch «Loker» so gestärkt werden, so dass phytopathogene Schadorgansimen die Pflanzen weniger stark befallen konnten.

Bernd Kemper

Phytoalexine werden aktiviert Die Erklärung hierfür ist, dass bestimmte Substanzen die Bildung pflanzeneigener Abwehrstoffe, sogenannter Phytoalexine, fördern. Phytoalexine sind antibakterielle Stoffe, die in einer Vielzahl in der Pflanze aktiv werden können. Sie werden immer dann synthetisiert, wenn die Pflanze Stressfaktoren ausgesetzt ist, beispielsweise beim Pflanzenfrass oder bei der Einwirkung phytopathogener Keime. Grafik: Versuch mit «Loker» bei Erdbeeren Blattinfektion mit echtem Mehltau (1 – 5)

Versuch im Jahre 2010 bei der Sorte «Elsanta», Pflanzenschutzdienst NRW

48

4 3.49 3

Besserer Schutz vor phytopathogenen Schadorganismen dank «Loker».

Primärer und sekundärer Stoffwechsel Die Bildung von Phytoalexinen gehört zum Sekundärstoffwechsel, den die Pflanze bei biotischem Stress zusätzlich aktiviert. Im Primärstoffwechsel, der immer aktiv ist, werden unter Einwirkung der Photosynthese alle für die Pflanzen lebenswichtigen Stoffe wie die Bildung von Aminosäuren, Proteinen, Fett- und Nukleinsäuren produziert. Beide Stoffwechsel sind aber nicht scharf voneinander zu trennen. «Loker» enthält neben den Nährstoffen Stickstoff, Kalium, Phosphor und Magnesium auch Extrakte aus Aloe, Echinacea und Tormentilla. Diese stimulieren und stärken den Primärstoffwechsel und fördern die Biosynthese von Phytoalexinen im Sekundärstoffwechsel.

Vom Pflanzenschutzdienst Bonn wurden Versuche mit «Loker» in Erdbeeren durchgeführt, die zu beachtlichen Resultaten führten. Bei den Versuchen im Nacherntebereich wurde «Loker» fünfmal mit jeweils 2.5l/ha in Abständen von 8– 10 Tagen eingesetzt. Die Ergebnisse sehen positiv aus (Grafik). «Loker» kann im Nacherntebereich einen Beitrag zur Verbesserung des Resistenzmanagements leisten. Aber auch ab der Blüte bis zur Ernte kann der Einsatz sinnvoll sein, weil es sich bei diesem Produkt um ein Düngemittel handelt und so keine Wartezeiten zu berücksichtigen sind. Auch in Italien und in der Schweiz wurde «Loker» bereits in verschiedenen Kulturen erfolgreich getestet. Erste Ergebnisse in Gurken, Zucchini und Strauchbeeren sahen ebenfalls gut aus. 䡵

Vorbeugender 2.25

2

1.46

1.45 1

Unbehandelt

Loker

Vergleichsmittel

Fungizid

Schutz «Loker» kann pathogene Keime nicht direkt bekämpfen. Es wird vorbeugend eingesetzt und löst lokal an den Stellen, die einem biotischen Stress (Pilzbefall) ausgesetzt sind, Signale aus, die weitertransportiert werden und an allen empfindlichen Stellen der Pflanze das Abwehrsystem aktivieren.

Versuche in diversen Kulturen

Autor Bernd Kemper, Biolchim Deutschland GmbH, 30659 Hannover Der Spezialdünger «Loker» wird in der Schweiz über Landor vertrieben.

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4 2012 · UFA-REVUE


Foto: agrarfoto.com

DF_Kleinmarkt_0412_ok_2012 27.03.12 17:37 Seite 49

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MIT BEEREN ZUM ERFOLG PFLANZENBAU

Bewässerung verbessern BEDINGT DURCH DEN KLIMAWANDEL werden die Sommerniederschläge voraussichtlich zurückgehen. Wasser könnte deshalb zu einem wichtigen Kostenfaktor bei der Erdbeerproduktion werden. Die Forschungsanstalt Agroscope ACW in Conthey veröffentlichte ihre Versuchsergebnisse über die Senkung der Bewässerungsmenge mittels neuer Methoden.

André Ançay

Catherine A. Baroffio

Das Tensiometer misst die Kraft, mit der im Boden enthaltenes Wasser durch den Boden gesaugt wird (Saugspannung). Hohe Werte zeigen trockene Böden an. Bild: André Ançay

50

Bislang war die wirtschaftliche Bewässerung kein brennendes Thema, da genügend Wasser zu tiefen Preisen zur Verfügung stand. In Zukunft wird es aber durch die Klimaerwärmung zu steigenden Temperaturen kommen, was eine mögliche Evapotranspiration begünstigt. Aus diesem Grund wird im Ackerbau die Nachfrage für Wasser steigen. Weiter werden die Wasserressourcen durch die Klimaerwärmung zurückgehen. Szenarien für die Schweiz sagen voraus, dass die Sommerniederschläge bis zum Jahr 2050 um 20 % abnehmen. Weiter wird davon ausgegangen, dass die Kosten für den Wasserverbrauch steigen werden. Es ist daher nötig, die Bewässerung zu optimieren, damit Wasserverbrauch und Kosten gesenkt werden können und gleichzeitig die Produktionsqualität gewährleistet bleibt. Unter diesem Gesichtspunkt könnte ein automatisches Bewässerungssystem eine vielversprechende Lösung darstellen. Hierzu wird die Bewässerungseffizienz mit Watermark-Sonden und WEM-gesteuert gesteigert, indem die Bewässerungshäufigkeit und -menge dem Bedarf der Pflanzen angepasst werden. Werden die Bewässerungsintervalle und die Wassermengen den Bedürfnissen der Pflanzen und dem Wasserpotenzial des Bodens angepasst, kann die Wirksamkeit der Bewässerung verbessert werden. Um diese zu belegen und mit dem Ziel, die Auswirkungen dieses Systems auf die Fruchtqualität zu untersuchen, wurde

am Zentrum Conthey der Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ein zweijähriger Versuch durchgeführt.

Die Versuche

wurden mit der Schweizer Erdbeer-Referenzsorte «Cléry» 2010 und 2011 im Wallis auf 500 m ü. M. durchgeführt. Der Anbau erfolgte Ende Juli mit vier Ballenpflanzen pro m2 auf mit schwarzer Folie bedeckten Dämmen in Reihen. Für den Pflanzerfolg wurde nach dem Anpflanzen regelmässig besprüht. Anfang März wurden die Erdbeeren unter 5 m langen Plastiktunnels in mehr oder weniger schluffhaltigen Lehmboden gepflanzt.

Die Fertigation erfolgte, um die Pflanzen im Erntejahr mit Nährstoffen zu versorgen. Hierzu wurde beim Anlegen der Dämme eine Tropfbewässerung (T-Tape) mit einer Tropfvorrichtung im Abstand von jeweils 20 cm eingerichtet. Gedüngt wurde gemäss Düngernormen für Erdbeeren, d. h. (in kg/ha) 100 N, 45 P2O2, 150 K2O und 25 Mg. Der Dünger wurde von Mitte März bis Ende Mai während jedes Bewässerungsdurchgangs ausgebracht. Bei WEM-gesteuerter Variante wurde die geringere Wassermenge berücksichtigt und die Konzentration der Düngerlösung entsprechend erhöht, damit in beiden Versuchsvarianten gleich viel gedüngt werden konnte.

Bewässerungsmanagement Die Tensiometer und die Watermark-Sonden wurden an drei verschiedenen Tunnelstellen in 20 cm Tiefe auf Wurzelhöhe in der Mitte des Walls zwischen zwei Tropfenspendern platziert. Beim manuellen Bewässerungsmanagement

bestand das Ziel darin, das durch die Evapotranspiration hervorgerufene Wasserdefizit auszugleichen. Während der Blüte wurden daher 8 l/m2 und ab Beginn der Fruchtentwicklung bis zur Ernte 12 l/m2 zugeführt. Bei dieser Variante wurde die Bewässerung manuell ausgelöst, wenn die Tensiometer einen Wert von 20 cbar anzeigten, und mit Hilfe eines Ventils gestoppt, wenn das gewünschte Wasservolumen erreicht war. Für das automatische Management der Bewässerungszyklen mit dem WEM wurde folgendes Programm angewendet: Drei mögliche Bewässerungsdurchgänge pro Tag um 7.30 Uhr, um 11.00 Uhr und um 15.00 Uhr während einer Dauer von 40 Minuten. Die Bewässerung erfolgte erst, wenn während der programmierten Zeitintervalle der für die Sonden kritische Wert von 20 cbar überschritten wurde. Geerntet wurde dreimal pro Woche. Die Früchte wurden nach Durchmesser (> als 25 mm) und aufgrund ihres Äusseren (Verformungen, gleichmässige Farbe, Krankheiten) sortiert. Die nicht geeigneten Beeren wurden gewogen und weggeworfen. Der Gesamtertrag setzte sich aus den vermarktungsfähigen und den weggeworfenen Beeren zusammen. Das mittlere Beerengewicht wurde bei jeder Ernte ermittelt. Die gemessenen Qualitätsparameter umfassten Zucker- und Säuregehalt sowie Beerenfestigkeit. Weiter wurde die Arbeitszeit gemessen, die für die Kontrolle der Tensiometer und zum Einschalten der Bewässerung aufgewendet wurde.

Gleichwertige Qualitäten In den zwei Versuchsjahren hat sich gezeigt, dass die mittels WEM gesteuerte 4 2012 · UFA-REVUE


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MIT BEEREN ZUM ERFOLG PFLANZENBAU

Wirtschaftliches Interesse

Tabelle 1: Variante

Messung des Wassergehalts im Boden Tensiometer

880 m3/ha Wasser zu 1.6/m3 = Fr. 1425.–/ha 20h Arbeitsstunden/ha zu 30.75 = Fr. 615.–/ha Mit dem automatischen Bewässerungsmanagement liegt das Kostensenkungspotenzial bei Fr. 2045.–/ha pro Jahr.

Versuchsplan mit Angabe zu den Bewässerungsbedingungen

Manuelles Management Automatisches Management Watermark® mit WEM-System

Tabelle 2: Variante

Ablesungshäufigkeit

Auslösungsgrenze

1x pro Tag, ausser 20.0 cbar am Wochenende 1x pro Stunde 20.0 cbar

Bewässerungshäufigkeit 1 bis 2x pro Woche 1 bis 3x pro Tag

Vergleich der Ausbeute pro Pflanze in Gramm und der Abfälle in Prozentangaben Ertrag 1. Wahl pro Pflanze (g) 2010 2011 673.8 ± 56 472.3 ± 89

Abfälle (%) 2010 2011 3.8 ± 1.0 8.8 ± 29

Fruchtkaliber (g) 2010 2011 17.5a 14.5a

Manuelles Management Automatisches Management 710.4 ± 57 487.9 ± 66 4.1 ± 0.9 6.7 ± 1.5 16.2 .2b 13.7b mit WEM-System Vergleich des Ertrags pro Pflanze in Gramm und des Abfalls in Prozent ausgehend vom Gesamtertrag sowie vom mittleren Fruchtgewicht in Gramm pro Frucht bei beiden Varianten.

Grafik: Bewässerungsvarianten bis zur Ernte WEM-gesteuert 40

Tiefe 20 cm

Fazit Bei diesem Versuch konnte mit Tiefe 35 cm

Saugdruck (cbar)

30

20

10

0

21.4.2011

Bewässerungsvariante einen leicht höheren Ertrag lieferte als die manuell gesteuerte, wobei die Differenz nicht signifikant war. Hingegen war die Beerengrösse beim handgesteuerten Versuch signifikant besser. Dies kann damit erklärt werden, dass bei dieser Variante während der Fruchtentwicklung mehr Wasser gegeben wurde, was zur einer besseren Beerenentwicklung geführt haben dürfte. In den beiden Versuchsjahren mit den zwei Bewässerungsvarianten konnten keine Unterschiede festgestellt werden, weder bei der Beerenfestigkeit, die mittels Durofel-Index ermittelt wurde, noch bei der Geschmacksqualität, die mit dem Brix-Wert bzw. dem Säuregehalt ermittelt wurde.

Einfluss auf die Grösse 2010 war der Ertrag bei beiden Versuchsvarianten höher als 2011, was auf die sehr heissen Temperaturen im Monat April 52

bis

Mai) richtig war, danach waren die Bewässerungsmengen während einiger Tage etwas erhöht, da die bei 35 cm gesteckten Watermark-Sonden einen Druck um 0 cbar angaben, obschon in dieser Tiefe die Werte eigentlich nie unter 10 cbar fallen sollten. Bei dieser Variante wurden während der Bewässerungsperiode nur 1.3 l/m2 ausgebracht, was einer Wassereinsparung von 51 % im Vergleich zur Vergleichsvariante entsprach. Wenn man berücksichtigt, dass bei der Kontrollvariante womöglich zu stark bewässert wurde, beträgt die Wassereinsparung immer noch nahezu 40 %. Da das Düngen mit dem Bewässern erfolgte, hat die beträchtliche Senkung der Bewässerungsmenge dazu geführt, dass die ausgebrachte Düngermenge im Vergleich zum Kontrollversuch um 17% geringer war.

31.5.2011

2011 zurückzuführen sein dürfte. Diese führte bei den Pflanzen zu Wärmestress, was die Beerenentwicklung beeinträchtigte und die Reifung beschleunigte. Dies hatte bei der Ernte kleinere Beeren zur Folge. Die Tensiometer wurden vom 28. März bis zum 10. Juni insgesamt 47mal abgelesen und es wurde 16-mal bewässert. Die durchschnittlich ausgebrachte Wassermenge pro Durchgang betrug 10.8 l, d.h. 2.5 l/m2. Die Wasserzufuhr war wohl während der Blüteperiode und bei Ernteschluss erhöht, was diesen relativ hohen Wert erklärt.

Wassereinsparung Der Auslösemechanismus zum Bewässern wird durch Sonden gesteuert, die 20 cm tief unter der Oberfläche liegen. An gewissen Tagen wurde mehrmals ein Bewässerungsdurchgang ausgelöst. Der Vergleich der beiden Kurven in der Grafik zeigt, dass die Bewässerungssteuerung bis zur Mitte der Ernteperiode (Mitte

dem automatischen Bewässerungsmanagementsystem mit den Watermark®Sonden und WEM-gesteuert gezielter und mehrmals täglich jeweils zu jenem Zeitpunkt bewässert werden, an dem die Pflanzen einen hohen Wasserbedarf hatten. Dies ermöglichte dank eines besseren Managements bei der Giesshäufigkeit Wassereinsparungen von rund 40 %. Diese Art des Bewässerungsmanagements hat sich nicht auf den Ertrag oder Beerenqualität ausgewirkt, hingegen zu einer leicht geringeren Fruchtgrösse geführt. Mit dieser Methode ist zudem eine Arbeitszeitersparnis von schätzungsweise 20 Stunden pro Hektare möglich, die für die Überprüfung der Tensiometer und dem Wassermanagement aufzuwenden waren. Die finanziellen Einsparungen liegen in der Grössenordnung von 2050 Fr. pro Jahr, ein Betrag, der für den Kauf eines WEM ausreichen würde. 䡵

Autoren André Ançay, Catherine A. Baroffio, Michel Vincent, Agroscope Changins-Wädenswil, Forschungszentrum, 1964 Conthey Der Originalbericht (in Französisch) mit allen Detailangaben zum Versuch und den bibliografischen Angaben ist erhältlich bei Agroscope ACW, Forschungszentrum Conthey.

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KURZMELDUNGEN NUTZTIERE

Fütterung frisch abgesetzter Ferkel Das Absetzen verursacht einen abrupten Futterwechsel für Ferkel, die während der Säugephase nur wenig Festfutter aufgenommen haben. Dies kann zu Durchfällen führen. Mit geeigneten Massnahmen lassen sich Absetzprobleme vermeiden. In den ersten Tagen nach dem Absetzen fressen Ferkel wenig und sie müssen Körperfett mobilisieren. Im Hungerzustand sind sie auf eine höhere Umgebungstemperatur angewiesen. Aufgenommene Bakterien können sich vermehrt im Dünndarm ansiedeln, da diese die noch ungenügende Säurebarriere des Magens überleben. Unvollständig verdaute Stärke kann die Bakterien-

vermehrung im Dünndarm fördern. Wegen des schwach entwickelten Dickdarms verlieren Ferkel bei Durchfall mehr Flüssigkeit und Elektrolyte als ältere Schweine. Durch die Vorlage von Säugebeifutter ab der zweiten Lebenswoche wird die Festfutteraufnahme nach dem Absetzen begünstigt. Diätfutter mit geeigneten Faserquellen wie

Rübenschnitzel, Apfeltrester oder Weizenkleie fördern die Dickdarmentwicklung und die Besiedlung mit einer gesunden Darmflora. Ein neues Merkblatt enthält Ratschläge und Tipps, wie das Absetzen von Ferkeln optimiert werden kann: www.agroscope.ch ➠ Agroscope Liebefeld-Posieux ➠ Publikationen ➠ ALP aktuell 42.

Schmallenberg Virus

Chronischer Botulismus in Schweiz?

Ticketverlosung zur Premiere «Kampf der Königinnen»

Neben dem altbekannten, akut und häufig tödlich verlaufenden Botulismus wird seit einigen Jahren aus Deutschland eine chronisch verlaufende Krankheitsform bei Rindern beschrieben. Regelmässig berichten Pressemeldungen von einer rätselhaften Seuche. Es konnte aber bisher nicht geklärt werden, ob es sich überhaupt um ein neues Krankheitsbild handelt und ob es etwas mit Botulismus zu tun haben könnte. In der Schweiz wird die Situation vom Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) beobachtet. Vergleichbare Fälle sind bei Nutztieren jedoch nicht aufgetreten. Eine Ansteckung mit dem bekannten Botulismus erfolgt über die Aufnahme infizierter Nahrung. Verunreinigungen des Futters mit Tierkadavern sind unbedingt zu vermeiden. BVET

Der neue Schweizer Dokumentarfilm «Kampf der Königinnen» zeigt in bestechenden Schwarz-WeissBildern das alljährlich im Mai stattfindende kantonale Finale der Walliser Kuhkämpfe. Er wird am 3. Mai 2012 in den Schweizer Kinos (deutsche und französische Schweiz) starten. Der Regisseur Nicolas Steiner verflechtet in seinem Film das Kampfgeschehen mit den Erlebnissen der Protagonisten und lässt das Publikum in ein Spektakel voller Spannung, Emotionen, Leidenschaft und feinen zwischenmenschlichen Tönen eintauchen. Nehmen Sie an der Verlosung von 4 x 2 Kinotickets für «Kampf der Königinnen» teil! Senden Sie dazu ein SMS an 880 (90Rp.) mit: KFL Cinema, Name, Adresse. Einsendeschluss ist der 13. April. www.kampfderkoeniginnen.ch

Das Schmallenberg Virus wird via Mücken und Gnitzen übertragen und ist neulich unter anderem in

Deutschland und Frankreich nachgewiesen worden. Während der mückenaktiven Zeit im Sommer und Herbst kann das Schmallenberg Virus bei erwachsenen Rindern, Schafen und Ziegen vorübergehend Durchfall, Fieber und Milchleistungsrückgang verursachen. Die Infektion von trächtigen Tieren kann zu Aborten und Missbildungen führen (Gelenksversteifung, Gliedmassen mit abnormaler Winkelung, Wasserkopf). Jeder Abort bei Rindern, die drei Monate oder mehr trächtig waren, sowie jeder Abort bei Schafen und Ziegen ist gesetzlich dem Bestandestierarzt zu melden, damit die vorgeschriebenen Untersuchungen veranlasst werden können. Auch bei Aborten, Missbildungen oder Totgeburten sollte der Tierarzt informiert werden. BVET UFA-REVUE · 4 2012

SMS-Warndienst für Zellzahl Der Schweizer Holstein-Zuchtverband (SHZV) unterstützt das Herdenmanagement mit einem neuen SMS-Warndienst bei Zellzahlen über 150 000. Alle abonnierten Züchter können diese neue Dienstleistung auf www.holsteinvision.ch (➠ Dateien) anfordern.

Mehr Milch für mehr Milch Eine hohe Fütterungsintensität während der Tränkezeit steigert die spätere Milchleistung der Kuh. Das folgert eine Wissenschaftlergruppe um Mike van Amburgh von der Cornell Universität Ithaca, USA, aus ihren Untersuchungen. Neuere Forschungsresultate aus anderen Ländern werden damit bestätigt. In einer retrospektiven Studie wurden 305-Tage-Leistungen von 1244 Erstkalbskühen des universitären Versuchsbetriebs und 624 Erstkalbskühen eines kommerziellen Milchviehbetriebs analysiert. Von «retrospektiv»

spricht man, wenn von der Gegenwart ausgehend die Vorgeschichte untersucht wird. Auf dem Universitätsbetrieb kam ein hochwertiger Milchaustauscher zum Einsatz. Der Tageszuwachs während der Tränkeperiode lag in der intensiven Aufzuchtvariante um 160 g höher. Für jedes zusätzliche Kilogramm durchschnittliche Gewichtszunahme konnte während der Tränkeperiode eine Milchleistungssteigerung von 970 kg innerhalb der ersten Laktation ermittelt werden. Bisher war empfohlen worden, die Tränkemenge für Aufzuchtkälber auf 6 bis 7 l zu begrenzen, um das Risiko für Durchfallerkrankungen zu senken und den Arbeitsaufwand zu reduzieren.

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BIO-SEITE

Effizienz in der Milchproduktion LANGLEBIGE KÜHE mit angemessener Leistung sind in der Bio-Milchproduktion das Ziel. Eine bedarfsgerechte Fütterung spielt dabei eine entscheidende Rolle. Wirtschaftlich interessant ist es, möglichst viel Energie aus dem Grundfutter bereitzustellen. An der UFA-Tagung Mitte März in Sursee gab es dazu zahlreiche Praxistipps. Fleissig diskutiert wurden auch allfällige Verordnungsrevisionen.

Zu den wichtigsten Ursachen für Fruchtbarkeitsprobleme bei Kühen gehören eine zu geringe Energieaufnahme nach dem Kalben, eine falsche Körperkondition und Strukturmangel, führte Rolf Steffen, UFA-Verkaufsleiter Sursee, an der Bio-Tagung vom 14. März 2012 aus. Wer die Effizienz in der Bio-Milchproduktion steigern will, setzt genau bei diesen Punkten an.

Preisdifferenz wird sinken Eine zusätzliche Motivation bietet der wachsende Bio-Milchmarkt. «Aktuell zahlen wir 21 Rp. mehr für Knospe-Milch, zu diesem Preisvorteil wollen wir Sorge tragen», betont Pirmin Furrer, Geschäftsführer der Zentralschweizer Milchproduzenten (ZMP), zu denen rund 250 Bio-Betriebe zählen. Im Vergleich zu Deutschland liegt der Schweizer Preis um über 10 % höher. «Längerfristig werden wir nicht mehr so hohe Differenzen haben», ist Pirmin Furrer überzeugt. Im Jahr 2011 fiel im ZMP-Gebiet 3.6 % mehr Bio-Milch an. Zwar konnte wegen dem Importdruck etwas weniger Käse verkauft werden, dafür gab es einen Zugewinn im Konsummilch- und Butterbereich. Bestandesgerechte Wiesennutzung Eine hohe Milchleistung aus dem Grundfutter setzt ein professionelles Wiesenmanagement voraus. «Ob jemand auf seinen Wiesen Top- oder FlopQualität produziert, gibt fast gleich viel Arbeit», stellt Dominik Fischer, UFA-Samen, fest. Die ideale Wiese hat 60 bis 80 % Futtergräser, 10 bis 30 % Leguminosen und 5 bis 10 % Kräuter. Wichtig ist, das Grünland bestandesgerecht zu nutzen. Bei Parzellen mit Englisch Rai56

gras und Wiesenrispe bedeutet dies vier bis sechs Nutzungen pro Jahr. Aber: Jede Nutzung führt zu rund 70 Fr. variablen Maschinenkosten. Und: Vier Nutzungen bringen beim Einsatz von 20 kg N/ha/Schnitt nicht nur mehr Trockensubstanz-Ertrag als sechs Nutzungen, sondern auch mehr NEL und APDE. Lücken sollen rasch mit nützlichen Pflanzen gefüllt werden. «Jedes Jahr zu Vegetationsbeginn etwas übersäen beugt Unkrautproblemen vor», empfiehlt Dominik Fischer. Nach Übersaaten sollte möglichst aufs Güllen verzichtet werden, um die neuen Pflanzen nicht zu beschädigen. Kurze Schnittintervalle erhöhen die Bestandesdichte rasch.

darf möglichst aus dem Grundfutter zu decken und das Eiweiss zu ergänzen.

Der Betrieb Rölli, St. Erhard, wo an der Bio-Tagung eine Besichtigung stattfand, füttert im Winter eine Teilmischration aus 45 % Maissilage, Grassilage und 1 kg UFA 287 pro Kuh. In der Startphase wird bedarfsgerecht bis 2.5 kg UFA 278 Leistungsfutter über die Abrufstation verabreicht. Das Dürrfutter besteht allein aus Ökoheu-Ballen, in deren Genuss das Galtvieh und die älteren 2

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Energie aus Grundfutter

Für eine optimale Ergänzung des Grundfutters eignet sich das Fütterungssystem UFA W-FOS, das die Abbaugeschwindigkeit und -anteile der gefütterten Energieund Proteinkomponenten im Pansen berücksichtigt. «Zuckerreiche Grassilage aus dem ersten Schnitt sollte wenn möglich nicht im Frühling zu Weidegras verabreicht werden, da auch das Weidegras zu diesem Zeitpunkt zuckerreich sein kann», rät Urs Spescha, Ressortleiter Milchvieh UFA Sursee. Meist sei es am wirtschaftlichsten, den Energiebe1

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BIO-SEITE Rinder kommen. In der Vegetationsperiode wird Vollweide betrieben und im Stall nur Maissilage zugefüttert. Die Mineralstoffergänzung erfolgt im Frühling mit dem magnesiumreichen UFA 994, um Tetanie und Fruchtbarkeitsproblemen vorzubeugen.

erwogen, erzählte Tobias Studer, Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL). In Diskussion sei ein Verbot von Lebertran, wobei der Einsatz nur noch mit einer Bewilligung des Tierarztes möglich wäre. Beim Bund in Prüfung befinde sich ausserdem der Vorschlag, für Bio-Wiederkäuer mindestens 75 % Grasfütterung vorzuschreiben und den Maisanteil zu reglementieren. Das hätte einen Haken, wo die Maissilage mit selber produzierter Luzerne ergänzt wird und weil Mais ein wertvoller, einfach anbaubarer Energieträger ist, argumentierten Praktiker. Gegen Mais spreche, dass er den Gehalt an Omega-3-Fettsäuren in der Milch reduziere.

Ein Proteinmanko

mit Harnstoffwerten unter 15 ist auf Bio-Betrieben häufig. Das Eiweisskonzentrat gehört in die Mischung, damit das Futter pansensynchron abgebaut wird. Auf dem Betrieb Rölli hat sich die Milchleistung nach der Pansensynchronisierung der Ration deutlich erhöht. Ideal ist ein leichter Proteinüberhang, um Verfettung zu vermeiden. Im Futterbau hat Michael Rölli gestaunt, wie die Erträge nach der Umstellung auf Bio purzelten. Heute führt er mehr Flächen in der Fruchtfolge und setzt Bio-Stickstoffdünger sowie Schweinegülle (Hofdüngervertrag) ein.

2 · Genossen das schöne Frühlingswetter an der Bio-Tagung: Michael Röllis Fleckvieh-Kühe. 3 · Pirmin Furrer, ZMP: «Der Bio-Milchpreis wird seit Herbst 2011 vom ÖLN-Preis entkoppelt festgelegt.» 4 · Über 40 % Trockensubstanz führt zu schlechter Silierbarkeit und der Verzehr sinkt.

Chancen beim Geflügel Bio-Betrieben, welche die Effizienz im Milchviehbereich so gesteigert haben, dass sie sich nach weiteren Erwerbszweigen umsehen, bietet die Eier- und Pouletsproduktion interessante Perspektiven. «Im Bio-Geflügelbereich haben die Entscheidungsträger die Menge im Griff», weiss Urs Heer aus seiner zehnjährigen Tätigkeit als UFA-Geflügelspezialist. 䡵

Tranverbot und 75 % Gras? Aktuell werden von Bio-Suisse einige Änderungen der Fütterungsanforderungen 5

1 · «Als Unternehmen im Besitz der Landwirte setzen wir uns mit unseren Partnerfirmen für Bio-Betriebe ein», Rolf Steffen, UFA.

5 · Tobias Studer, FiBL: «100 % Bio-Fütterung, 90 % Raufutter, maximal 10 % Kraftfutter und RAUS – das sind die Vorteile von Knospe-Milch.»

8 · Gewannen je einen Sack UFA 170 F BioAufzuchtfutter: Roland Lichtsteiner, Josef Imfeld und Othmar Wiederkehr (v.r.n.l.). Links Urs Spescha, UFA, der den Anlass organisierte. 9 · Knapp 60 Landwirte besuchten die BioTagung der UFA. Fürs leibliche Wohl sorgte die Familie Rölli. 10 · «Dank TMR füttern wir nur noch einmal pro Tag und benötigen dazu bloss 45 Minuten», so Michael Rölli. 11 · Der Betrieb Rölli bewirtschaftet 31 ha und hält 45 Milchkühe, die eine Laktationsleistung von 7000 kg erreichen.

6 · Gemäss Urs Heer werden für die BioGeflügelhaltung noch Betriebe gesucht.

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7 · Dominik Fischer: «Ein pH-Wert um 6.5 ist in den Böden ideal, weil dann andere Nährstoffe wie Stickstoff oder Bor gut verfügbar sind.»

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Autor Matthias Roggli, UFA-Revue, 3360 Herzogenbuchsee. Gratis 50 kg Viehsalz beim Kauf von 100kg Bio-Mineralsalz von UFA. Bis 12.5.2012.

INF BOX INFO

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STALLBAU UND -TECHNIK NUTZTIERE

Sanierung von Futtertischen GLATTE BETONOBERFLÄCHEN auf Futtertischen werden mit der Zeit durch Säure aus Futtermitteln zu rauen, unebenen Flächen. Zur Sanierung bewährt sich ein Oberflächenschutz mit Epoxydharz oder eine Futtertischrolle. Bei ersterer Lösung müssen Mindesttemperaturen berücksichtigt werden. Die Materialkosten bewegen sich zwischen 35 und 90 Fr. pro Quadratmeter.

Armin Künzli

Durch Säure zerstörte Futterplätze aus Beton sind mit Millionen von Keimen und Bakterien belastet. Dies kann Gesundheitsprobleme und reduzierte Futteraufnahme zur Folge haben. Eine porentiefe Reinigung rauer Oberflächen ist nicht möglich.

Kühe lieben es glatt und sauber Praxisuntersuchungen haben gezeigt, dass Kühe bevorzugt von sauberen, glatten und keimfreien Futtertischen fressen. Die Bereitstellung von gleichmässig hoher Futterqualität motiviert sie, mehr zu fressen und die gesteigerte Futteraufnahme verbessert die Milchleistungen. Das Futter ist zudem leichter und schneller nachzuschieben. Die tägliche Reinigung lässt sich viel schneller und gründlicher erledigen.

Oberfächenschutz mit Epoxydharz Auf dem Markt hat sich die BeSolche Futtertische lassen sich leichter sauber halten und schädliche Keime und Bakterien finden keinen Nährboden, um sich zu vermehren.

schichtung von Futtertischen mit Epoxydharz (Plast) bewährt. Dabei können neue Betonflächen nach einer Trocknungszeit von mindestens drei Wochen oder alte, raue Betonflächen beschich-

tet werden. Eine professionelle Verlegung bedingt eine Mindesttemperatur von 15 °C. Bei neuen Böden wird weiche Zementschlemme mittels Fräse entfernt. Die Variante mit feuchter Säurereinigung birgt die Gefahr, dass Restsäure im Beton zurückbleibt, da die Säureflüssigkeit aufgesaugt wird. Diese Restsäure kann die dauerhafte Haftung der nachfolgenden Beschichtung negativ beeinflussen.

Eine Grundierung schafft die perfekte Verbindung von Betonuntergrund und Beschichtung. Die Beigabe von Quarzsand gibt der Beschichtung die erforderliche Stabilität und Schichtdicke von zirka 3 mm. Somit wird eine Langlebigkeit von vielen Jahren garantiert. In der Regel werden heutzutage Breiten von mindestens 1.20 m verlegt.

Trocknungszeit Bei Temperaturen von 15 °C braucht die Beschichtung zwei Tage bis zur erneuten Benutzung. Für Sanierungen von bestehenden Futtertischen haben einzelne Anbieter sogenannte Schnellhärter Produkte (FC180). Damit kann, bei richtiger Vorbereitung und Temperaturen über 20 °C, eine Schnellhärter-Beschichtung am gleichen Tag wieder benutzt werden. Auch Futterkrippen in Anbindeställen können mit einer EpoxydharzBeschichtung saniert werden. Die Verlegung von Epoxydharz-Beschichtungen sollte durch ausgebildete Fachleute erfolgen. Futtertischrollen Als Alternative werden auch Futtertischrollen angeboten. Die Rollen in 1.0 m und 1.2 m Breite werden mittels Aluminium-Profile flach

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Richtpreise pro Quadratmeter (inkl. MwSt.) Oberfächenschutz mit Epoxydharz • Variante mit Grundierung und zwei Schichten Epoxidharz aufgerollt: ca. Fr. 30.–. • Variante mit Grundierung, Epoxidharz und Quarzsand aufgezogen: ca. Fr. 60.–. • Variante mit Grundierung, Epoxidharz-Schnellhärter und Quarzsand aufgezogen: ca. Fr. 70.–. • Arbeitskosten ab 50 m2 Fläche ca. Fr. 35.– / m2. Bei bauseitiger Mithilfe einer Person 30 % Reduktion. • Vorbereitungsarbeiten, Miete Fräsmaschine: Fr. 6.– / m2. Futtertischrolle • PVC 2 mm, inklusive aller Befestigungsmaterialien und Profile: ab. Fr. 85.–.

auf den Boden montiert. Die Futtertischrollen können, nach einer kurzen Anleitung durch den Fachmann, vom Landwirt selbst montiert werden. Der neue Futtertisch ist sofort wieder benutzbar und lässt sich bei jeder Temperatur verlegen. Der spezielle, zähe Kunststoff hat sich bewährt. Diese Variante kann mit Chromstahlabdeckungen verglichen werden. Die Futtertischrolle ist dann ideal, wenn der Beton sehr stark zerstört ist oder über die Winterzeit saniert werden soll. 䡵

Autor Armin Künzli, Produktleiter, DeLaval AG Sursee, 6210 Sursee. www.delaval.ch

INF BOX INFO

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TOP ANGEBOTE AKTION

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UFA top-fit Rabatt Fr. 5.–/10 kg-Sack Rabatt Fr. 10.–/25 kg-Sack bis 28.4.2012

UFA-AKTUELL UFA-ACTUEL

Magnesiumergänzung im Frühling Auch für Fruchtbarkeit entscheidend Der erste Aufwuchs im Frühjahr ist oft arm an Magnesium (Mg). Der hohe Kaligehalt erschwert die MgAufnahme zusätzlich. Bekanntlich ist Mg für die Muskelfunktion verantwortlich. Deshalb äussert sich eine Unterversorgung bei akuter Form in Weidetetanie oder gar tödlichen Muskelkrämpfen. Viel häufiger sind aber schleichende Mängel, die sich insbesondere auf die Fruchtbarkeit negativ auswirken.

AKTION

Gratis HYPONA-Ohrengarn Ein Stück bei Bezug von HYPONAFutter ab Fr. 150.– , zwei Stück ab Fr. 300.– (solange Vorrat) bis 14.4.2012 AKTION

UFA-Fishtop Rabatt Fr. 5.–/100 kg bis 28.4.2012

MINEX 974 • weist mit 150 g/kg einen erhöhten Mg-Gehalt und ein Ca:PVerhältnis von 3 : 1 auf. • wird gern gefressen dank Expanderstruktur, organischer Trägerstoffe, Melasse und Aromen. Mineralstoffe allein sind oft nicht schmackhaft. • enthält viel Vitamin E, was die Selenwirkung verbessert.

120 bis 150 g MINEX 974 pro Kuh und Tag ergänzen Mg-armes Grünfutter im Frühjahr ideal.

• gewährleistet durch eine Kombination von organischen und anorganischen Elementen eine sichere Versorgung. • ist kraftfutterstationstauglich.

• verfügt dank Expandertechnologie über einen reduzierten Keimgehalt und eine ausgeglichene, krümelige Struktur. Eine Entmischung wird verhindert.

TIPP DES MONATS CONSEIL DU MOIS

Widerstandskraft stärken

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Kalzium Phosphor Magnesium Eisen Mangan Zink Selen vitamin A Vitamin E Bitamin B1

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Bedarfsdeckung durch Kuhmilch beim Kalb (% pro kg TS) UFA-REVUE · 4 2012

mit UFA top-fit Kuhmilch allein deckt den Bedarf des Kalbes nicht vollständig (Grafik). UFA top-fit ergänzt notwendige Stoffe auf einfache Weise. Das Mineral- und Wirkstoffkonzentrat kann über den Zudosierer beim Tränkeautomat verabreicht oder von Hand in die Milch gemischt werden. Es fördert die Widerstandkraft und Vitalität der Kälber sowie den Verzehr. Milchsäurebakterien und

natürliche Pflanzenwirkstoffe unterstützen die Verdauung. UFA top-fit enthält 500 mg Eisen pro Kilogramm, deshalb kann

dieses Wirkstoffkonzentrat in der Kälbermast problemlos ab zirka 100 kg Körpergewicht bis Mastende eingesetzt werden.

Das Problem

Mangel an Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen bei reiner Vollmilchfütterung.

Die Symptome

Verminderte Leistung, erhöhte Anfälligkeit für Infektions- und Mangelkrankheiten inklusive Durchfall.

Die Lösung

80g UFA top-fit pro 100g Kälbergewicht der Tränke beimischen. 59


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UNTERWEGS MIT... EN ROUTE AVEC…

Unterwegs mit Schweinespezialist Toni Büchler Lösungen, die technisch und wirtschaftlich überzeugen, führen zu zufriedenen und erfolgreichen Kunden. Als Fütterungsberater im Gebiet des Agro-Centers Malters sowie der LANDI Oberwiggertal und Rottal setzt sich Toni Büchler für nachhaltige Fütterungskonzepte ein. Der Schweinespezialist ist mit der Tierhaltung seit Kindesschuhen verbunden, da er auf einem landwirtschaftlichen Betrieb aufgewachsen ist. Wie sich immer wieder zeigt, bietet dies eine wertvolle Grundlage für eine praxisnahe Beratung.

Besser mit 85 kg Auch dem Betrieb Bühlmann, Reidermoos, steht Toni Büchler in Fütterungsfragen zur Verfügung und erstellt halbjährlich die Schweinemastauswertung. «Auf die Mast- und Schlachtresultate warte ich immer ganz gespannt», verrät Bruno Bühlmann. Ihm sei wichtig zu wissen, wie seine Schweinemast im Vergleich zu anderen Betrieben abschneide, um nötigenfalls Verbesserungsmassnahmen einleiten zu können. Denn: «Buchhaltungszahlen allein können täuschen.» Für einen optima-

len Magerfleischanteil liefert Bruno Bühlmann einen Posten lieber mit durchschnittlich 85 kg ab als erst mit 90 kg.

Vormastfutter Die Ferkel werden über einen von der Anicom vermittelten Betrieb direkt bezogen. Vor Neubelegungen werden die Buchten und die Fütterungsanlage gründlich gesäubert und desinfiziert. Bruno Bühlmann verfügt über einen Vormaststall à 50 Plätze. Bis zu einem Gewicht von 45 kg kommt das Jagerfutter UFA 321-4 zum Einsatz. Danach UFA 331-4. «Die Qualität dieser Expanderprodukte hat mich bisher immer überzeugt», erklärt Bruno Bühlmann seine Futterwahl. Via Phasenfütterung, die dem hohen Muskelwachstum und Eiweiss-/Lysinbedarf zu Mastbeginn Rechnung trägt, sind die Schweine gezielt versorgt, was sich durch entsprechende Zunahmen und Schlachtresultate auszahlt. «Die Mast- und Schlachtleistungen haben sich dank dieser Strategie verbessert», bestätigt Bruno Bühlmann.

Hygiene und Entwurmung Eine Medizinierung sei nur selten nötig. Für eine stabile Tiergesundheit leisten konsequente Hygienemassnahmen in der Flüssigfütterung einen wichtigen Beitrag. Dazu gehören die 14-tägliche Desinfektion der Futterleitungen sowie die automatische Säurebehandlung im Vormischbehälter. Mit 30 kg erfolgt wäh-

Einmal pro Woche wird den Rindern ein Silageblock bereitgestellt.

Der Betrieb Bühlmann in Reidermoos.

Toni Büchler, 6147 Altbüron Geboren:

1. Januar 1985

Zivilstand:

ledig, in Beziehung mit Fabienne

Werdegang: Ausbildung zum Landwirt, Anstellung auf Landwirtschaftsbetrieb und bei Anicom, im UFA-Beratungsdienst seit Herbst 2009 Hobbys:

Musik (Brass Band), Landwirtschaft allgemein

Motto:

«Schweinehaltungsbetriebe mit guter Beratung weiterbringen.»

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Mehr verdienen mit UFALohnmischfutter Bruno Bühlmann lässt das UFA-Futter, welches er bezieht, mit dem bei der LANDI Oberwiggertal abgelieferten Futtergetreide und Körnermais verrechnen. «Letztes Jahr habe ich Offerten eingeholt, um den Verkauf dieser Ackerkulturen stehend ab Feld, gedroschen

und als Lohnmischfutter zu vergleichen. Mit UFA-Lohnmischfutter erhalte ich den besten Preis», so der Betriebsleiter.

Einen Mehrpreis von bis 10 % gibt es fürs Getreide gegenüber einem gewöhnlichen Verkauf, wenn es als UFALohnmischfutter abgerechnet wird. Als Entgelt steht das UFA-Sortiment (ohne 4 2012 · UFA-REVUE


D_UFA-Aktuell_0412 ok_2012 27.03.12 17:20 Seite 61

rend zehn Tagen die Entwurmung. An heissen Sommertagen sorgt eine Sprühdusche im Auslauf für eine willkommene Abkühlung.

Vertragsaufzucht

Neben der Schweinehaltung ist die Vertragsaufzucht, die in drei Tiergruppen erfolgt, das wichtigste Standbein auf dem Betrieb Bühlmann. Insgesamt gibt es fünf Züchterbetriebe, die abgetränkte und enthornte Kälber liefern. Die jüngste

Gruppe erhält UFA 142 F als Ergänzung zu Dürrfutter und Grassilage. Die beiden anderen Rindergruppen werden allein mit Dürrfutter und Grassilage versorgt. «Maissilage macht sie zu fett», stellt Bruno Bühlmann fest. Aufgrund des hohen Ackerflächen-Anteils werden die Wiesenbestände regelmässig erneuert und liefern hohe Nährstoffgehalte. Um Verfettung und damit einhergehende Fruchtbarkeits- und Euterprobleme zu verhindern, ist in der Ergänzungsfütte-

BLICKPUNKT POINT DE VUE

Bruno Bühlmann

«Mit Lohnmischfutter erhalte ich den besten Preis.»

rung ab neun Lebensmonaten Zurückhaltung geboten.

Vorratsfütterung Obwohl die Aufzuchtrinder in einem umgebauten Kuhstall (Boxen) und Wagenschopf (Tiefstreue) untergebracht sind, gestaltet sich die Arbeitswirtschaft auf dem Betrieb Bühlmann effizient. Eine Umlaufspülung befördert die Gülle aus den Kanälen ins Jaucheloch. Bei der mittleren Rindergruppe wird die Vorratsfütterung praktiziert (siehe auch «Praxisgespräch»). Einmal pro Woche holt Bruno Bühlmann mit dem – von mehreren Betrieben gemeinsam genutzten - Blockschneider eine Ladung Grassilage aus dem Fahrsilo und stellt diese direkt auf den Futtertisch. «So spare viel Arbeit», begründet der Betriebsleiter. In der Krippe angebotene LANDISalzlecksteine, die neben den wichtigsten Mengen- und Spurenelementen auch Natrium enthalten, sichern die Mineralstoffversorgung. 䡵 Die Mastschweine werden nach den Regeln von Coop Naturafarm gehalten.

Betriebsspiegel Bruno und Rita Bühlmann, 6260 Reidermoos

Spezialitäten und Mineralfutter) mit garantierten Gehalten zur Wahl. Wer sein Getreide selber lagert, riskiert Verluste durch Erwärmung, Verschimmelung (Mykotoxine) und Schädlingsbefall.

An UFA-Lohnmischfutter interessiert? Dann melden Sie sich beim

Nutzfläche: 27 ha, Talzone Tierhaltung: 260 CNf Mastschweineplätze, 50 Aufzuchtrinder Pflanzenbau: 4 ha Körnermais, 4 ha Weizen, 2 ha Gerste, 2 ha Raps, 2 ha Soja, Kunst- und Naturwiesen Arbeitskräfte: Betriebsleiter

UFA-Beratungsdienst Ihrer Region. UFA-REVUE · 4 2012

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ERFOLG IN DER PRAXIS SUCCÈS DANS LA PRATIQUE

LESE-FUTTER À LIRE Würfel gegen Ketose Kunden bestätigen, dass das würfelförmige UFA-Ketonex Ketose-Fälle (Azeton) deutlich reduziert. 200 bis 300 g pro Kuh und Tag eine Woche vor und 400 bis 500 g drei bis sechs Wochen nach dem Abkalben beugen Stoffwechselerkrankungen, die viele Folgestörungen nach sich ziehen können (z.B. Mastitis), erfolgreich vor. Beachten Sie die Kombiaktion mit MINEX/UFA-Mineralsalz unter «Top-Angebote»!

Rolf Pfeiffer, Ammerzwil (BE).

Bioregulator für eine gesunde Darmflora «Appetitanregend und durchfallhemmend», beschreibt Rolf Pfeiffer die Wirkung von UFA-Antifex. In seinem 5000-köpfigen LSL-Legehennenbestand wird diese UFA-Spezialität von Hand übers Futter (UFA 543) verabreicht: zum Einstallen, ab einer Legeleistung von rund 70 % (Legestress) und bei Bedarf nochmals mit 30 bis 35 Lebenswochen, wenn erneut ColiDruck auftritt. Der Einsatz erfolgt immer während drei Tagen, worauf während drei Tagen pausiert wird. «Lieber kürzer, dafür höher dosiert», empfiehlt

Geflügelspezialist Ueli Kämpfer, der den Betrieb Pfeiffer berät. Rolf Pfeiffer bestätigt, dass diese Strategie «sehr gut funktioniert».

Für alle Tiergattungen UFAAntifex enthält einen im Darm natürlich vorkommenden Milchsäurebakterien-Stamm, der verdauungsregulierende Milchsäure produziert, das Immunsystem stimuliert, die nützlichen Darmbakterien fördert und Krankheitserreger konkurrenziert. Am besten entfaltet UFA-Antifex seine

Wirkung, wenn es bei ersten Anzeichen von Verdauungsstörungen eingesetzt wird – bis sich der Kot normalisiert hat. Auch nach dem Einsatz von Fütterungsarzneimitteln regeneriert sich die Darmflora dank diesem Produkt rasch. UFA-Antifex ist im Kessel (1.5 kg) oder Sack (10 kg) erhältlich, wasserlöslich, zudosierer-/automatentauglich und bringt keine Absetzfristen mit sich. Dosierungen pro Tier und Tag: Kalb 10 bis 20 g, Ferkel 2 bis 5 g, Geflügel 0.2 bis 0.5 g.

HYPONA-Allrounder Von der Jungremonte bis zum Spitzenpferd eignen sich die Allrounderfutter HYPONA 788/ 888 mit ihrem attraktiven PreisLeistungs-Verhältnis. HYPONA 788-2 ist die Alternative ohne Hafer. Im HYPONA-Kombifutter enthaltene Sonnenblumenkerne sowie pflanzliches Öl verhelfen zu einem beneidenswerten Fellglanz. Beim Kauf von HYPONA-Futter im Wert von Fr. 150.– erhalten Sie gratis ein schickes HYPONA-Ohrengarn.

UFA an der BEA An der BEA vom 27. April bis 6. Mai 2012 in Bern ist der UFABeratungsdienst mit einem attraktiven Wettbewerb, bewährten Milchviehspezialitäten und einem HYPONA-Stand präsent. Ein Besuch lohnt sich!

HOBBYTIER-ECKE ANIMAUX D’AGREMENT

Aktion UFA-Fishtop – Mehr Effizienz mit Extruder Die UFA bietet ein Fischfuttersortiment aus Schweizer Produktion an. Die UFA-Fishtop-Futter mit einer Kalibrierung von 2 bis 4.8 mm sind für Fische ab zirka 10 cm Länge geeignet, für kleinere Fische werden diverse Brutfutter angeboten. Neu wird das Sortiment durch zwei extrudierte Futter ergänzt (UFA 827 und UFA 828). Durch das Extrudieren wird die Stärke besser aufgeschlossen, die Verdaulichkeit verbessert. Die Extruderfutter sind energiereicher und ermöglichen eine bessere Futtereffi62

zienz. Zudem schweben sie im Wasser beziehungsweise sinken nur langsam ab. So werden die Futterpellets während einer längeren Zeit und vollständiger aufgenommen. Dies wiederum wirkt sich positiv auf die Wasserqualität aus. Die empfohlene Angebotsmenge liegt beim extrudierten Futter etwas tiefer als beim konventionellen. Wird zu viel gefüttert, besteht die Gefahr der Verfettung. Die neuen Extruderfutter eignen sich auch für professionelle Fischzüchter sowie für andere Teichfische wie Karpfen oder Stören.

UFA-Fishtop ist bis am 28.4.2012 in Ihrer LANDI mit einem Rabatt von Fr. 5.–/100 kg erhältlich!

Tabelle:

UFA 835 UFA 836 UFA 838 UFA 827 UFA 828

Sortiment UFA-Fishtop Würfelgrösse 2.0 mm 3.5 mm 4.8 mm 3.0 mm 4.5 mm

Forellenlänge 9 – 12 cm 12 – 19 cm ab 19 cm 12 – 16 cm ab ca. 17 cm

UFA-Berater Services techniques 3052 Zollikofen 058 434 10 00 1070 Puidoux 058 434 09 00 6210 Sursee 058 434 12 00 9500 Wil 058 434 13 00 ufa.ch 4 2012 · UFA-REVUE


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PRAXISGESPRÄCH NUTZTIERE

Haltbarkeit mit Siliermittel verlängern? DIE VORRATSFÜTTERUNG ermöglicht es, Arbeit und Platz zu sparen. Aber wie lange bleibt Grassilage nach dem Öffnen der Ballen schimmelfrei? Und inwiefern helfen Siliermittel?

Vorrückfressgitter, Selbstfütterung am Flachsilo, aber auch maschinelles oder manuelles Futtervorschieben sind Formen der Vorratsfütterung. Melk Staller überlegt sich, auf letzteres System umzustellen. Melk Staller (MS): Ein Bekannter von mir verteilt Grassilage, Dürrfutter und Stroh seinen besamten Aufzuchtrindern bloss alle vier Tage. Der Vorrat wird dann am Futtertisch regelmässig von Hand vorgeschoben. So etwas könnte ich mir auch auf meinem Betrieb vorstellen, um Arbeit zu sparen. Zudem muss bei Vorratsfütterung nicht für jedes Tier ein Fressplatz vorhanden sein. Ruedi Rathgeber (RR): Sei aber nicht überrascht, wenn schwächere Tiere vermehrt hinten anstehen müssen. MS: Mehr Bedenken habe ich wegen der Silagequalität, vor allem in wärmeren Zeiten. Ich könnte mir nämlich vorstellen, ganze Ballen vor das Fressgitter zu stellen – zur freien Verfügung. Allerdings würde es dann wohl eine Woche oder mehr dauern, bis alles gefressen ist. Inwiefern helfen Siliermittel? RR: Welche Gehalte weist deine Silage auf? MS: Es handelt sich um ausgewogene Mischbestände gegen Ende Rispenschieben. Ab diesem Stadium ist Grassilage bezüglich NEL, APD, PME und PMN passabel ausgeglichen und die Verdaulichkeit ist nicht mehr zu hoch. RR: Auf welchem Niveau liegt der TSGehalt? MS: Eher hoch, da der Lohnunternehmer mit seiner Presse meist Verspätung hat. UFA-REVUE · 4 2012

«Der Einsatz von Propionsäure verlängert die Haltbarkeit.» RR: Ein Versuch des Nationalgestüts zeigte, dass der Verderb ohne Siliermittel zirka eine Woche nach dem Öffnen der Siloballen einsetzt. Das Propionsäure-Produkt «Lupro Grain» verlängerte die Haltbarkeit. Bei TS-Gehalten um 50 % ist es vorteilhaft, wenn das Futter kompakt bleibt, genauso wie du es planst mit den Ballen. Der pH-Wert sinkt in trockenem Futter während der Konservierung weniger tief als bei normaler Grassilage. MS: Das Siliermittel muss zum TS-Gehalt des Grases passen. RR: Stimmt. Bei über 40 % TS liegt der Schwerpunkt auf der Verhinderung von Nachgärungen und Schimmelwachstum. In diesem Fall bewähren sich Konservierungsmittel mit Propionsäure. Bei 25 bis 40 % TS kommen Produkte mit Milchsäurebakterien zum Einsatz,

Melk Staller und Ruedi Rathgeber sind sich einig: Der Einsatz von Propionsäure empfiehlt sich zu Futter mit hohem TS-Gehalt, wenn es mehr als eine Woche dauern kann, bis Grassilageballen nach dem Öffnen verzehrt sind.

die vor allem den Futterwert erhöhen. Immerzu muss die Dosierung den Empfehlungen entsprechen. MS: Aber woher kenne ich den TS-Gehalt? RR: Dieser kann mit der Wringprobe geschätzt werden. Wenn bei kräftigem Drehen reichlich Saft abläuft, hat die Silage etwa 25 % TS. Tritt nur wenig Saft aus, dann rund 35 %. Kommt kein Saft mehr, dann um die 40 %. Bleibt die Hand trocken, dann liegt der TS-Gehalt über 45 %. 䡵

Autor Matthias Roggli, UFA-Revue, 3360 Herzogenbuchsee. Bei diesem Artikel handelt es sich um ein fiktives Gespräch mit fiktiven Personen. TS = Trockensubstanz In Ihrer LANDI sind Siliermittel für Grassilage erhältlich. Zu den Propionsäure-Produkten gehören «Luprosil» und «Lupro Grain». Lupro Grain ist dank dem günstigen korrosiven Verhalten für den Einsatz auf Ballenpressen oder anderen Geräten geeignet. Luprosil wird verdünnt direkt auf die Silage verteilt.

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Stau im Pansen BLÄHUNGEN Mit der Grünfütterung nimmt das Risiko für Blähungen wieder zu. Gelegentlich können Blähungen auch in anderen Fütterungssystemen auftreten. Für einzelne Rindviehhalter ist es ein wiederkehrendes Problem; sie haben ihre Erfahrungen gemacht und ein Arsenal an Vorbeugungsmassnahmen bereit, die mehr oder weniger wirksam sind.

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Andreas Münger

Auf vielen Betrieben kommen Blähungen beim Rindvieh sporadisch vor. Ob man darauf vorbereitet ist oder nicht, treten immer wieder schmerzliche Tierverluste auf. Die möglichen Symptome einer Blähung sind im Kasten aufgeführt.

Entstehung Noch ist nicht vollständig geklärt, warum ein Zusammenspielen mehrerer Faktoren im einen Fall sehr rasch und gehäuft zu Blähungen führt, im anderen Fall aber kein Problem darstellt. Fest steht, dass es zwei Elemente braucht: Das eine ist viel hochwertiges Futter, das in kurzer Zeit aufgenommen wird und zu einer intensiven Pansenfermentation führt; dabei wird immer auch Gas gebildet. Das zweite ist das Zurückhalten des Gases im Pansen. Dies geschieht auf verschiedene Arten, die auch verschiedene Formen der Blähung charakterisieren.

Formen Entweder sammelt sich das Gas, wie es ganz normal ist, oben im Pansen, kann dann aber nicht durch Rülpsen ausgeschieden werden, weil der Schlund verstopft oder weil die Pansenbewegungen gestoppt sind. Oder aber das Gas bleibt in kleinen Bläschen im Panseninhalt gefangen, kann nicht aufsteigen und deshalb auch nicht ausgerülpst werden. Dies ist die schaumige Gärung, die viel häufiger vorkommt, oft mehrere Tiere gleichzeitig betrifft und problematischer ist. Die Bildung von stabilen Bläschen wird durch sehr feine Futterpartikel, die vor allem aus dem Proteinabbau stammen, gefördert. Solche Partikel können aber auch bei sehr feiner Vermahlung des Kraftfutters in grösserer Menge vorkommen, weshalb 64

Zu den Ursachen von Blähungen gibt es nach wie vor offene Fragen.

beispielsweise bei Intensivmast mit hohem Kraftfutteranteil schaumige Blähung auftreten (in Schweizer Fütterungssystemen eher selten). Zur Schaumbildung und -verfestigung tragen im Weiteren vermutlich spezielle Pflanzeninhaltsstoffe (Saponine) bei und ausserdem Schleimstoffe, die von Pansenbakterien gebildet werden.

menhang mit den rasch abgebauten («löslichen») Proteinen. Der Speichel der Rinder enthält schaumbrechende Inhaltsstoffe. Eine geringe Einspeichelung – wie es bei hastigem Fressen oder nassem Futter der Fall ist – steigert das Blährisiko.

Schaumstabilisierende Proteinfallen in höherer bruchstücke

chem Futter spielt insofern eine Rolle, als dass dabei die genannten schaumaktiven Komponenten rascher und in grösserer Menge freigesetzt werden. Die pH-Senkung, die damit verbunden ist, begünstigt zusätzlich Bakterien, die vermehrt Schleimstoffe produzieren. Oft wird auch ein Zusammenhang mit dem Verzehr (Weide) von gefrorenem Futter

Menge beim Pansenabbau von Leguminosen (Luzerne, Klee), Kreuzblütlern (Raps, Rübsen, Chinakohl usw.) und auch jungen Getreideganzpflanzen (Weizen) an. Ganz allgemein sind es junge Pflanzenbestände, die risikoreicher sind, und es besteht ein direkter Zusam-

Eine intensivere Pansenfermentation bei jungem, hochverdauli-

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PROFILAIT NUTZTIERE vermutet. Dieser könnte dadurch zu erklären sein, dass durch die Schädigung der Pflanzenzellen die problematischen Komponenten rascher freikommen.

Wetter und Genetik Ansonsten ist ein direkter Einfluss des Wetters beim Weiden nicht nachgewiesen. Indirekt bestimmt das Wetter die Wachstumsbedingungen für das Futter mit und dadurch zum Teil auch die Kohlenhydrat-, Protein- und Wassergehalte. Eine genetisch bedingte, höhere Anfälligkeit einzelner Tiere für Blähungen spielt eine eher geringe Rolle; möglich wären genetische Unterschiede im Fressverhalten oder auch bezüglich der Speichelzusammensetzung.

Tierarzt rechtzeitig beiziehen In jedem Fall sollte nicht zu lange mit dem Anruf beim Tierarzt zugewartet werden. Bei noch nicht weit fortgeschrittenen Blähungen kann Bewegung der Tiere das Rülpsen fördern. Man kann sie auch vorn höher stellen, die aufgeblähte Flanke massieren oder die Speichelproduktion stimulieren. Letzteres lässt sich beispielsweise bewerkstelligen, indem dem Tier ein Holzknebel quer durchs Maul gelegt wird. Ist die Blähung durch Schlundverstopfung verursacht, muss der Fremdkörper entfernt werden.

Eingabe von Blähmitteln In diesem Stadium kann eine Schlundsonde eingeführt werden. Diese bringt bei schaumiger Blähung oft keine direkte Entlastung, bietet aber die Möglichkeit zur Eingabe von Blähmitteln. Von solchen gibt es auf dem Markt ein grosses Angebot. Längst nicht alle haben eine sichere Wirkung. So zeigt die Eingabe von Ölen oder Paraffin häufig, aber nicht immer einen Effekt; mit Sojaöl wurde auch schon das Gegenteil erreicht. Breite Verwendung mit gutem Erfolg finden Lebertran oder Produkte, die Tran enthalten. Mit hoher Sicherheit wirken schaumabbauende («schaumbrechende») Produkte, die der Veterinär verfügbar hat. Stich oder Schnitt Ist die Blähung schon massiv und akut lebensbedrohlich beziehungsweise das Tier am Boden, bleibt nur noch der fachgerechte UFA-REVUE · 4 2012

Pansenstich mit einem Trokar oder, weil dieser bei schaumiger Gärung oft nur ungenügende Entlastung bringt, ein Pansenschnitt. Solche Massnahmen sollten, ausser bei absoluten Notfällen, dem Tierarzt überlassen werden, der ohnehin die Wunde anschliessend versorgen muss.

Vorfütterung Bei

wiederkehrenden, gehäuften Fällen von Blähungen auf bestimmten Weideparzellen bleibt unter Umständen nichts anderes als ein Wechsel auf eine Parzelle mit günstige-

Symptome einer Blähung • Auftreibung der linken Flanke. • Ängstlicher Blick, möglicherweise Kolikerscheinungen. • Sägebockstellung. • Die Pansenbewegungen nehmen zuerst zu, später aber ab. • Atemfrequenz steigt an, ebenfalls die Herzfrequenz. • Atemnot, Atmung durchs Maul, Blausucht (Sauerstoffmangel). • Kollaps und Schock. • Rascher Verlauf und Tod möglich (innerhalb Minuten)!

rer Zusammensetzung. Ins Auge gefasst werden kann auch ein zeitweiliges Abwechseln einer kritischen mit einer «harmloseren» Parzelle. Dies ist allerdings nicht ohne Risiko, wenn das kritische Futter deutlich bevorzugt wird und dann die Tiere zu gierig fressen. Die Verfütterung von Heu oder Maissilage vor dem Risiko-Grünfutter – in den meisten Fällen genügen 2 bis 3 kg Trockensubstanz – hat den dreifachen Effekt, dass die Konzentration der Ration an blähungsfördernden Komponenten verringert, ein allzu gieriges Fressen gebremst und die Speichelproduktion angeregt wird.

Viehsalz In der Praxis wurde auch schon die Wirksamkeit von Viehsalz erwähnt. Die Wirkung dürfte in erster Linie mit einem höheren Wasserkonsum zusammenhängen, der dann allenfalls zu einer Verdünnung des Panseninhalts und weniger intensiver Fermentation führt. Nicht nachgewiesen werden konnte bisher ein Effekt spezieller Mineralstoffzusammensetzungen.

Schaumabbauende Mittel Eine grundsätzlich wirksame Lösung, die anderswo angewendet wird (z.B. Neuseeland, USA), ist das vorbeugende Verabreichen schaumabbauender Mittel. In der Schweiz ist allerdings kein solches Produkt bewilligt und der Standpunkt, dass dies auch so bleiben sollte, berechtigt. Es handelt sich hierbei nämlich um synthetische Produkte, die auch in der Industrie verwendet werden und ihre systematische Verabreichung könnte im Gegensatz zum Image einer naturnahen Milch- und Fleischproduktion gesehen werden. Es gibt natürlich die Möglichkeit, Lebertranprodukte vorbeugend einzusetzen. Doch besteht hierbei ein Risiko von Geschmacksübertragung auf die tierischen Produkte. Tanninhaltige Pflanzen Ein Potenzial bezüglich naturnaher Blähvorbeugung bieten tanninhaltige Futterpflanzen wie Esparsette und –zusätze (z.B. Rindenextrakte). Sie beeinflussen den Proteinabbau und reduzieren erwiesenermassen das Blährisiko. Allerdings sind neben der Wirkungssicherheit hier noch Probleme der Integration in die Ration zu lösen.

Fazit Folgende Massnahmen wirken Blähungen durch die Aufnahme von jungem Grünfutter entgegen: • Verfütterung von Heu oder Maissilage. • Vermeiden der Beweidung bzw. Verfütterung von Futter mit hohem Risiko. Taucht dennoch eine Blähung auf, hilft folgendes: • Tier bewegen. • Vorn höher stellen. • Aufgeblähte Flanke massieren. • Holzknebel quer durchs Maul. • Schlundsonde einführen und Blähmittel geben. • Im Notfall: Pansenstich oder -schnitt, wenn immer möglich durch Tierarzt. 䡵

Autor Andreas Münger, Forschungsanstalt Agroscope LiebefeldPosieux, 1725 Posieux. www.agroscope.ch

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Gute Qualität zu günstigem Preis LUZERNE «RUMILUZ» Was gehört eigentlich alles dazu, damit die Luzerne zum idealen Zeitpunkt, in der gewünschten Qualität und in der richtigen Menge auf die Höfe geliefert wird? Die UFA-Revue hat Patrick Tschudi, Produkteleader für Luzerne und Stroh von fenaco Raufutter, bei einem seiner Besuche beim wichtigsten Lieferanten in Frankreich begleitet.

1 · Im Mai wird der erste von drei bis vier Schnitten geerntet. Vorgängig werden die Felder von Désialis auf Verunkrautung überprüft und gegebenenfalls ausgeschieden. 2 · Die Luzerne wird geschnitten und trocknet anschliessend während einigen Stunden an der Luft. So können die Trocknungskosten tief gehalten und die Umwelt geschont werden.

Luzerne hat sich in den letzten Jahren bei Milchproduzenten als wichtiges Element in der Planung der Ration etabliert. Die Vorzüge des proteinreichen Raufutters bezüglich Nährwert und Förderung der Verdauung beim Wiederkäuer sind inzwischen hinlänglich bekannt und werden in der ganzen Schweiz von Tierhaltern und Kühen gleichermassen geschätzt. Luzerne bildet eine wirtschaftliche Ergänzung zum betriebseigenen Futter.

Désialis fenaco Raufutter pflegt eine langjährige Geschäftsbeziehung mit Désialis, der Herstellerin der bestens

bekannten Qualitätsmarke «Rumiluz». Bereits im Frühjahr werden Gespräche geführt und erste Kontrakte abgeschlossen. So kann eine gute Grundversorgung zu einem günstigen Preis garantiert werden. Zu diesem Zeitpunkt ist der Jahresbedarf natürlich noch nicht bekannt und je nach Saisonverlauf werden später stufenweise Zusatzkontrakte zu aktuellen Tagespreisen abgeschlossen. Désialis wiederum bietet den Bauern einen Vertragsanbau mit Abnahmegarantie. Luzerne ist eine mehrjährige Ackerfrucht und die Geschäftsbeziehungen zwischen Landwirt und Abnehmer

sind langfristig ausgelegt. Der Bauer ist für die Aussaat, Düngung und Pflege der Felder verantwortlich. Die Ernte übernimmt hingegen Désialis mit ihren eigenen, hoch spezialisierten Maschinen.

Hauptanbaugebiet und Standort der meisten Werke in Frankreich ist die Champagne, rund um die Stadt Châlons-en-Champagne, südöstlich der be-

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3 · Der Häcksler nimmt die angewelkte Luzerne auf, häckselt sie und verlädt sie in den LKW-Aufleger. 4 · Die Trocknungsanlagen funktionieren nach dem gleichen Prinzip wie jene in der Schweiz, sind jedoch grösser dimensioniert. Ein schonender Trocknungsprozess und die richtige Temperatur sind das A und O für die gute Qualität! 5 · Bei jeder Balle, die die Kofferpresse verlässt, werden Feuchtigkeit und Temperatur automatisch gemessen. 66

Patrick Tschudi Dieses Jahr feiert Patrick Tschudi sein 25. Dienstjubiläum bei der fenaco. Er hat in den vielen Jahren einen grossen Erfahrungsschatz aufgebaut und ist heute als Produkteleader für Luzerne und Stroh für deren Beschaffung zuständig. Seine wichtigsten Bezugsquellen liegen in Frankreich, ergänzt durch Italien und Spanien für Luzerne sowie Deutschland für Stroh und Heu.

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patrick.tschudi@fenaco.com 寿 058 433 64 21

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BILDBERICHT NUTZTIERE rühmten Weinstadt Reims. Wer schon mal mit dem TGV von der Schweiz nach Paris gefahren ist, dem sind bestimmt rund eine Stunde vor Ankunft in Frankreichs Metropole die riesigen Ackerflächen der Champagne aufgefallen.

Qualitätssicherung Désialis

arbeitet nach ISO 9001: 2000 sowie nach GMP (Good Manufacturing Practices) und gehört damit auch bezüglich Qualitätssicherung zu den führenden Herstellern von Luzerne. fena-

co Raufutter besucht regelmässig verschiedene Werke in den Produktionsländern und nimmt aktiv Einfluss auf die Produktions- und Qualitätssicherungsprozesse. Mit «Rumiluz» steht Rindviehhaltern ein hochstehendes Produkt zur Verfügung. Richtig eingesetzt – idealerweise in Mischrationen zusammen mit Silagen oder anderen Feuchtfuttern – wird sie gerne gefressen und unterstützt eine tiergerechte und wirtschaftliche Fütterung der Milchkuh. 䡵

Internationale Logistiker Für den 400 bis 500 km langen Transport in die Schweiz werden internationale Logistiker beauftragt, welche mit Rücktransporten arbeiten. Sie sind deshalb am kostengünstigsten, fahren aber fast ausschliesslich mit Sattelschleppern und die Fahrer sind sich die Zufahrt auf Bauernbetriebe nicht gewohnt. Sie müssen gut eingewiesen werden. Auf Wunsch und gegen Aufpreis können auch Anhängerzüge oder ein Zusatzablad bei einem Nachbar organisiert werden. Die Lieferfrist für ganze Sattelschlepper beträgt rund eine Woche. Kombinationen oder Anhängerzüge dauern länger.

6 · Zusätzlich wird der Prozess laufend mit der manuellen Sinnesprobe überwacht. 7 · Für die Lagerung stehen geeignete Hallen zur Verfügung. Wichtig ist dabei, dass die Ware trocken, geschützt von Witterungseinflüssen, aber trotzdem gut durchlüftet gelagert wird. Ausserdem soll der Hangar möglichst lichtgeschützt sein, um die optische Aufhellung so gering wie möglich zu halten.

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8 · Jeder LKW wird vor und nach dem Verlad gewogen und die Luzerne wird für den Transport in die Schweiz gesichert und gut geschützt. 9 · Die Kühe freuen sich schon auf die schmackhafte «Rumiluz».

Lieferkapazität • Sattelschlepper: ca. 25 t • halber Sattelschlepper: ca. 12 t • Anhängerzug: ca. 25 t • Anhänger: ca. 12 t • Motorwagen: ca. 12 t Ballen «Rumiluz» • 115 x 115 x 72 cm • ca. 370 kg • gebunden mit Plastikband • in Kunststoffnetz gewickelt • etikettiert und nummeriert

Wann kaufen? Der Verkauf von Luzerne erfolgt anhand der Weltmarktpreise, die sich nach dem weltweiten Angebot und der Nachfrage richten. Sie können sich – wie im letzten Sommer gesehen – wegen besonderen Witterungsbedingungen sprunghaft verändern. In den letzten Jahren hat es sich meistens gelohnt, die Luzerne im Frühjahr oder Vorsommer zu kaufen und im Verlauf des Sommers liefern zu lassen. Die Hersteller sind interessiert, möglichst viel Ware ab Produktion zu beschaffen und damit Lagerkosten zu sparen. Ab Erntebeginn im Mai ist «Rumiluz» normalerweise laufend ab Produktion verfügbar. Wenn bei besonderen Bedingungen die Nachfrage die laufende Produktion übersteigt, kann es vorübergehend zu erheblichen Lieferfristen kommen.

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Autor Gaël Monnerat, UFA-Revue, 1070 Puidoux. Unter www.raufutter.ch finden Sie das ganze Sortiment von fenaco Raufutter, das in den LANDI angeboten wird.

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NUTZTIERE

Zu viel oder zu wenig Eiweiss? DÜNNER KOT ZU WEIDEBEGINN war letztes Jahr beim Rindvieh häufig zu beobachten. Ist das wirklich ein Problem oder schlichtweg nicht zu vermeiden? Trifft hier die Theorie zu, wonach zu viel Rohprotein zu dünnem Mist führt? Und welche Ergänzungsfutter korrigieren die Ration am wirkungsvollsten? Das sind die wichtigsten Fragen in diesem Zusammenhang.

Marcel von Ballmoos

Urs Spescha

2011 war es zum Weidebeginn vielerorts trocken und sehr sonnig. Bei raigrasreichen Weiden wurden hohe Zuckergehalte (schnell verfügbare Energie) gemessen. Häufig wurden deshalb der Futterverzehr und die -verwertbarkeit durch eine Pansenübersäuerung (Azidose) reduziert und das Futter im Stall (z. B. Maissilage) wurde schlecht aufgenommen.

Folgestörungen Zudem misteten die Kühe dünn, was einerseits einen Hinweis auf eine unausgewogene Ration liefert, die schleichende Komplikationen wie Azidose mit vielen Folgestö-

Stimmt die Kotkonsistenz der Herde nicht, ist rasches Handeln angezeigt. 68

rungen – zum Beispiel Klauenrehe, Labmagenverlagerungen und geringere Brunstanzeichen – zur Folge haben können. Andererseits führt dünnes Koten zu einem beträchtlichen Flüssigkeits- und Mineral-/Wirkstoffverlust.

Im Frühling dominieren Gräser Misten die Kühe zu Weidebeginn dünn, wird dies irrtümlicherweise auf eine zu hohe Eiweissversorgung zurückgeführt. Doch das ist oft falsch. Dünnes Koten tritt im Frühling auf, wenn das Frühlingsgras zuckerreich, hoch verdaulich und relativ strukturarm ist. Einen Teil der hohen Zuckermenge kann die Kuh nicht verwerten und wird wieder ausgeschieden. Deshalb kommt es vor, dass Kühe trotz einer ausgeglichenen Ration zu dünn misten. Bei einem trockenen Frühling auf gräserreichen Weiden können sogar Harnstoffwerte unter 20 festgestellt werden, was mit einem Mangel an schnellem Protein zusammenhängt.

Folgende Massnahmen helfen, dünnem Kot während der Frühlingsweide entgegenzuwirken: • Bypass-Energie (z. B. getrockneter Körnermais, Maissilage, UFA 164 F, UFA 256 Fibralor) verabreichen, um den Energieabbau in den Darm zu verlagern und die Azidosegefahr zu mindern. • Je nach Harnstoffwerten mit schnellem Protein ergänzen (z. B. UFA 248, UFA 248-1 mit Harnstoff), da aus der Weide viel schnelle Energie aufgenommen wird. • Flockierte Leistungsfutter wählen (z. B. UFA 164 F, UFA 143 F). Diese weisen im Vergleich zu Expander oder Würfel eine geringere Abbauge-

schwindigkeit auf. Der Pansen kann dadurch entlastet werden.

Langsamer Übergang Die Gefahr von Azidose besteht auch bei einem zu raschen Futterwechsel. Pansenmikroorganismen brauchen für die Umstellung mindestens zwei Wochen Zeit. Ein früher Weidebeginn, während dem die Kühe grosse Flächen für nur wenige Stunden zur Verfügung haben, bringt einen langsamen Übergang. Die Biotin-Zufütterung unterstützt den Futterwechsel.

Emd statt Heu Junges Gras ist arm an Rohfasern. Darum sollte zur Vorbeugung gegen Pansenübersäuerungen gut strukturiertes Emd (weniger Zucker als Heu) oder Luzernehäcksel beigefüttert werden. Der Faseranteil lässt sich anhand der Wiederkautätigkeit beurteilen. Im Schnitt sollten bei den Tieren 55 bis 60 Kauschläge je Bissen gezählt werden. Magnesium wirkt nicht nur Weidetetanie entgegen, sondern hat auch eine Pufferwirkung.

Fazit Dünner Kot ist ein Zeichen für eine unausgewogene Fütterung, welche die Leistung, aber auch die Gesundheit der Kühe mittelfristig beeinträchtigen kann. Junges Gras muss mit Struktur und je nach Zuckeranteil mit Bypass-Stärke und bei tiefen Harnstoffwerten mit schnellem Eiweiss ergänzt werden. 䡵

Autoren Marcel von Ballmoos, Milchviehspezialist, und Urs Spescha, Ressortleiter Rindvieh, UFA-Beratungsdienst, 6210 Sursee. www.ufa.ch

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NUTZTIERE

Ein entscheidender Player MAGNESIUM gehört zu den bedeutendsten Mengenelementen. Es ist an vielen Stoffwechselvorgängen beteiligt und hat im Körper wichtige Aufgaben zu erfüllen. In der Rindviehfütterung muss im Frühling besonders auf eine genügende Magnesiumergänzung geachtet werden. Ein Manko bei der Kuh kann auch den Versorgungsstatus beim Kalb beeinflussen.

Im Tierkörper dient Magnesium (Mg) als Baustoff für Knochen und Zähne. Weiter ist es in Muskeln, Körperflüssigkeiten sowie im Gehirn enthalten und am Kalzium-PhosphorStoffwechsel beteiligt. In Verbindung mit Kalzium (Ca) ist Mg für die Funktion der Nerven und Muskeln notwendig.

Stoffwechsel Mg muss über die tägliche Fütterung zugeführt werden, da der Körper keine grossen Reserven anlegen kann. Mit zunehmendem Alter der Tiere sinkt die Mg-Absorption, im Schnitt liegt sie zwischen 20 und 30 %. Bei Grünfutter und vor allem jungem Weidegras kann sie auf Werte von unter 10 bis 15 % absinken. Ein hoher Ca-Gehalt im Futter erhöht den Mg-Bedarf. Auch bei hohen Kaliaufnahmen ist der Mg-Bedarf erhöht. Deshalb darf der Mg-Bedarf nie isoliert angeschaut werden, sondern stets in Zusammenhang mit anderen Mineralstoffen.

Differenzierter Mineralsalz-Einsatz Weidetetanie ist auf dem Betrieb Gyger, Sornetan (BE), kein Problem. Denn im Frühling und Herbst wechseln Heinz und Daniel Gyger jeweils auf das magnesiumreiche Minex 974. Das schmackhafte Mineralsalz wird morgens und abends via Krippe verabreicht. Während der Vegetationsperiode besteht die Ration bei Kühen mit einer Tagesleistung von 30 kg aus 8 kg Trockensubstanz (TS) Weide, 1.8 kg TS Luzerne, 2.65 kg UFA 173 F sowie Dürrfutter zur freien Verfügung. Im Sommer und Winter kommt auf dem Holsteinzucht-Betrieb Minex 973 zum Einsatz, das über einen hohen Phosphorgehalt verfügt und die Ration optimal ergänzt. Ein bis zwei Mal pro Jahr wird während einer längeren Periode Minex 976 beigegeben, um die Biotinversorgung und damit die Klauen- und Eutergesundheit zu verbessern.

Aussage machen. Auch bei einem MPP von 100 kg besteht keine Garantie, dass die Kuh mit ausreichend Mg versorgt ist. Beachtung muss der Versorgung je Kilogramm Trockensubstanz (TS) und dem Angebot übriger Mineralstoffe wie Ca und Kali geschenkt werden. Die Mg-Bedarfsnormen liegen bei mindestens 2 g je kg TS. Je nach Milchleistung, Grundfutter und restlichen Mineralstoffen wird mit 2.5 g je kg TS gerechnet.

Anteile im Grundfutter Der MgBedarfsnormen Da die Mg-Absorption tief ist, lässt sich aufgrund des MPP (Milchproduktionspotenzial) keine

Gehalt ist in vielen Grundfuttern gering. Maissilage beispielsweise enthält grundsätzlich wenige Mineralstoffe. Wo Mais-

Vincent Fietier

silage einen hohen Anteil in der Ration einnimmt, ist eine entsprechende MgErgänzung nötig. Anders sieht es bei Gras und Graskonserven aus. Diese verfügen über mehr Mg, der Gehalt kann aber stark variieren. Besonders zu Frühlingsgras und zu Zwischenfutter muss Mg ergänzt werden.

Mangel geht auf Kalb über Ein Mangel führt zu Appetitlosigkeit, Nervosität, Krämpfen, Brunstlosigkeit und schliesslich zur Erschlaffung der Muskulatur. Weide- und Stalltetanie treten als Folge einer stark verschlechterten Verwertung des Futtermagnesiums bei gleichzeitig niedriger Mg-Zufuhr auf. Dies kann bis zum Tode der Tiere führen. Der Versorgungsstatus der Kuh beeinflusst auch jenen des jungen Kalbes.

Fazit Die Mg-Verwertung lässt sich im Gegensatz zur Mineralstoffverabreichung nicht beeinflussen. Entsprechend wichtig ist, den richtigen Mineralstoff in der richtigen Menge zuzufüttern. Da der Körper kaum Mg speichern kann, sollte in heiklen Phasen die Versorgung mit 2.5 g je kg TS sichergestellt werden – am besten mit einem Mg-reichen Mineralsalz wie Minex 974. 䡵 UFA-REVUE · 4 2012

Hansueli Rüegsegger

Heinz und Daniel Gyger bewirtschaften eine Nutzfläche von 40 ha und halten 20 Milchkühe mit einer Laktationsleistung von 9000 kg sowie eigene Aufzuchttiere. Das Milchlieferrecht beläuft sich auf 140 000 l (für Tête de moine).

Autoren Hansueli Rüegsegger, Ressortleiter Milchvieh, UFA AG, 3360 Herzogenbuchsee. Vincent Fietier, Milchviehspezialist im UFA-Beratungsdienst, 2800 Delémont. www.ufa.ch

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BILDBERICHT NUTZTIERE

Chancen nutzen, Gefahren minimieren DER RINDFLEISCHMARKT ist in Bewegung. Da ist einerseits die Agrarpolitik 2014/17. Andrerseits steigt der Konsum. Schweizer Fleisch wird am Ladentisch bevorzugt. Die laufend verbesserte Qualität trägt dazu entscheidend bei.

Die Schlachtpreise im Rindviehbereich widerspiegeln die Qualität und weisen trotz Schwankungen eine positive Entwicklung auf, stellte Bernard Lehmann, Direktor des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW), anlässlich der Toro-Tagung vom 6. März fest. Gegenüber dem Schnitt über die drei Jahre 2000 bis 2002 ist per 2008 bis 2010 eine Preissteigerung von 10 % zu verzeichnen.

Der Rindfleischkonsum pro Kopf und Jahr nimmt in der Schweiz zu und liegt aktuell bei rund 11 kg. Schweizer Fleisch wird von über 80 % der hiesigen Bevölkerung bevorzugt. Mit zunehmendem Wohlstand in den Schwellenländern wird Rindfleisch weltweit noch mehr nachgefragt, was dieses Produkt angesichts knapper Ressourcen in Zukunft verteuern könnte. 1 · UFA-Rindviehspezialist Markus Vögeli (l.) organisierte und moderierte den Anlass souverän. 2 · Franz Hagenbuch (r.) erklärt sein Silierkonzept: Gras, Mais und Rübenschnitzel werden zusammen in gedeckten Fahrsilos gelagert. 3 · Die Mischfutterzuteilung erfolgt auf dem Betrieb Hagenbuch via «Feedboy». 4 · Fröhliche Diskussionen. 5 · Die erhöhte Tenndurchfahrt erlaubt einen guten Überblick. 70

und 35 bis 40 % Trockensubstanz», fasst Daniel Mühlebach zusammen. «Besser mehr Mais als Grassilage in der Ration», ist Franz Hagenbuch, Rottenschwil (AG), überzeugt. Der Futterplan, den UFA-Rindviehspezialist Markus Vögeli zusammengestellt hat, bewähre sich auf seinem Betrieb: 50 bis 60 % Maissilage (Hochschnitt), 15 bis 25 % Grassilage, 10 % Rübenschnitzel, 5 % Kartoffeln und Heu. Ergänzt wird die Grundfutterration, die über eine hohe Energiedichte verfügt, mit UFA-Eiweisskonzentrat (bis zirka 350 kg) beziehungsweise UFA 231 Ausmastfutter via «Feedboy».

bei den Direktzahlungen mit Abstrichen rechnen (Raufutterverzehrer-Beiträge). Als Gegenmassnahme bietet sich unter anderem an, bei den Ökoflächen die Beitrage für möglichst alle Qualitätsstufen einzulösen. Bis die Bestimmungen der neuen Agrarpolitik im Jahr 2013 definitiv sind, kann noch einiges ändern. Wie viel Geld für die einzelne Positionen Ressourcenschutz, Emissionsminderung, Agrarbiodiversität und Natur-

Neue Agrarpolitik Gemäss der aktuellen Version der Agrarpolitik 2014/17 müssen Rindviehmastbetriebe

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Wasser Immer wichtiger wird die Effizienz in der Produktion, betont Yvan Meuwly, Bereichsleiter Rindvieh bei der Anicom. Hier weist die Schweiz als Wasserschloss Europas und mit ihren fruchtbaren Böden gegenüber vielen Ländern grosse Vorteile auf.

Grundfutterqualität Resultat einer immer professionellen Produktion sind verbesserte CH-TAX-Klassierungen im Bankviehbereich. Der Betrieb Mühlebach, Tegerfelden (AG), erreichte 2011 mit 153 ausgewerteten Muni 32 % C, 42 % H, 19 % T+, 4 %T und nur 3 % T-. Neben der Einstallung hochstehender Tränker hat für solche Resultate auch die Grundfutterqualität eine hohe Bedeutung. «Ziel bei unserer Maissilage sind 7 MJ NEV, 350 bis 380 g Stärke und

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BILDBERICHT NUTZTIERE schutzflächen effektiv freigegeben wird, bestimmen Parlament und Bundesrat jährlich. Keine Einigung in Sicht ist laut Bernard Lehmann bei den WTO-Verhandlungen. Im Stillstand befindet sich auch die Debatte über ein Freihandelsabkommen mit der Europäischen Union. Hauptziel allfälliger Verträge mit dem Ausland sei, dass die Schweizer Landwirtschaft keine Marktanteile verliere, erklärt Bernard Lehmann. Chancen lägen in einer noch besseren Vermarktung hiesiger Produkte.

Fremdkosten Sorgen bereiten die Fremdkosten auf den Schweizer Landwirtschaftsbetrieben. Trotz einem Strukturwandel von rund 1.5 % pro Jahr haben sich deren Höhe und Verteilung während des letzten Jahrzehnts kaum verändert. Mit unterstützenden Massnahmen will der Bund gemäss Bernard Lehmann dazu beitragen, dass die Kosten bis im Jahr 2022 bis 5 % bei den Beschaffungspreisen, 10 % bei den Investitionen und bis 10 % durch Effizienzgewinne bei den Fremdkosten sinken werden.

Investitionsplanung Kosten spart, wer gut und rechtzeitig plant. Josef Amstutz von der Krieger AG rät, vor einem Bau besonders auch die Konsequenzen im Bereich der Arbeitswirtschaft und die Folgekosten durchzudenken. Interessant: Unter seinen aktuellen Projekten handle es sich bei 60 % um Liegeboxenställe. Heute sei dieses System für Rindviehmastbetriebe bei Lebendgewichten ab 150 kg praxisreif, sofern Gruppeneinteilung und Boxengrössen optimal aufeinander abgestimmt würden. Fazit Einige aktuelle Gefahren bergen auch Chancen, die es zu packen gilt. Auf Betriebsstufe liegt die Priorität in der Optimierung der Haltung und Fütterung. Steht die Branche zusammen, gibt es Synergien im Kosten- und Vermarktungsbereich. Bleibt zu hoffen, dass die Politik den Markt und die Fleischqualität nicht zu stark beeinträchtigt. 䡵

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7 · Yvan Meuwly: «Die Geschichte um ein Fleischprodukt wird zunehmend wichtiger.» 8 · Begeisterte Muniund Geflügelmäster: Daniel mit Vater Kurt Mühlebach. 9 · Der Lospa-Stall der Familie Mühlebach mit der sogenannten Spaceboard-Lüftung. 10 · Rund 100 Rindviehmäster besuchten die UFA-Toro-Tagung 2012. 11 · Bernard Lehmann: «Beim Marketing für Schweizer Agrarprodukte liegt noch Verbesserungspotenzial.»

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6 · Auf dem Betrieb Käser, wo neben Milchproduktion und hochstehender Holsteinzucht auch bester Wein aus 2 ha Reben hergestellt wird, fand der Mittagshalt statt.

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12 · Josef Amstutz weist auf die Problematik von Schiebern in Tretmistställen hin. Er mahnt, die erbringbaren Eigenleistungen bei der Bauplanung nicht zu überschätzen.

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Autoren Matthias Roggli, UFA-Revue, 3360 Herzogenbuchsee. Mehr zu UFA Toro finden Sie unter www.ufa.ch ➠ Rindvieh ➠ Grossviehmast

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NUTZTIERE

Das Richtige im richtigen Moment IN DER GALTZEIT kommt einer gezielten Mineral- und Wirkstoffergänzung des Sauenfutters eine besondere Bedeutung zu. Hier liegt eine oft noch zu wenig genutzte Chance, die Fruchtbarkeit, Wurfgrösse und Klauengesundheit zu steigern und die Krankheitsanfälligkeit zu reduzieren.

Gaby Stamm

Der Mineral- und Wirkstoffbedarf einer Sau setzt sich einerseits aus ihrem Bedarf für die Erhaltung (lebenswichtige Stoffwechselvorgänge) und für die Leistung (Wachstum der Jungsau, Trächtigkeit, Milchbildung) zusammen. Andrerseits müssen Einflüsse von Haltung, Fütterung und Gesundheitszustand berücksichtigt werden. Ebenso komplex sind die Wechselwirkungen zwischen einzelnen Mineralstoffen und Spurenelementen. So reduziert ein hoher Gehalt an Kalzium (Ca) die Absorption von Eisen (Fe), Mangan (Mn), Kupfer (Cu) und Zink (Zn). Da es auch positive Wechselwirkungen gibt,

Extra-Futter als solide Grundlage Ein phasengerechtes Paket an Mineral-, Wirk- und Zusatzstoffen ist in den UFA-Extra-Futter UFA 362/462 für tragende und UFA 361/461 für säugende Sauen enthalten: • Ausgewogenes Ca : P-Verhältnis für starke Knochen ohne Beeinträchtung der Verfügbarkeit anderer Inhaltsstoffe. • Organisch gebundene Spurenelemente in Form von Glycinaten und Proteinaten gewährleisten einen guten Keratin- und Hornzellenaufbau. • Essenzielle Vitamine A, D und E zur Unterstützung des Organismus. • Biotin für eine gute Hornqualität. • L-Carnitin für eine optimale Energieverwertung und hohe Milchleistung. • Bedarfsgerechte Versorgung mit allen Aminosäuren, speziell Methionin und Cystin für den Klauenaufbau.

erweist es sich in vielen Fällen als sinnvoll, Mischungen der einzelnen Elemente zu verabreichen.

Auf Gesamtration abstimmen Der Bedarf an Ca, Phosphor (P), Natrium (Na), Chlorid (Cl) und diverser Vitamine sowie Spurenelementen wie Zink, Jod (I) und Selen (Se) wird durch pflanzliche Futtermittel meist nicht ausreichend gedeckt. Eine Zufuhr über Mineralfutter oder Ergänzungsprodukte ist nötig. Wichtig ist, den Einsatz der Wirkstoffkonzentrate auf die Gesamtration in den einzelnen Produktionsabschnitten abzustimmen.

Verschiedene Formen Manche Stoffe können in verschiedenen Formen vorliegen, die unterschiedlich verwertbar sind. In Pflanzen ist P oft in sogenannten Phytinringen gebunden, die vom tierischen Organismus nur schwer aufzuschliessen sind. Das Enzym Phytase ermöglicht, diese Ringe aufzuspalten und erhöht somit die P-Verfügbarkeit fürs Tier. Dadurch kann die P-Zugabe im Futter abgesenkt werden und die PAusscheidung in die Gülle wird reduziert. Nebst anorganischen Spurenelementen werden auf dem Markt auch organisch gebundene Spurenelemente (z. B. in Verbindung mit einer einzelnen

Tabelle 1: UFA Mineral- und Wirkstoffprodukte für Muttersauen (Mengen pro Tier und Tag) Produkt UFA pig-care UFA-Repro EXTRA UFA 990 VITA EXTRA UFA 996 CYCLO EXTRA

Wirkung Geburtsvorbereitung Stimulierung der Rausche fördert Rauschesymptome (biokompatibel) bei Beta-Carotin-Mangel

UFA 395 Mineralsalz

für mehr Widerstandskraft

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Einsatz 7 vor bis max. 2 Tage nach Abferkeln (2 x 250 g) während 5 Tagen vor Belegen (50 g) während 5 Tagen vor Belegen (45 g) 3 vor bis 7 Tage nach Absetzen (100 g), bei Zufütterung von Maissilage in Galtzeit (15 g) in Galtzeit 30 bis 40 g, in Säugezeit 60 g

Aminosäure oder mit einem Proteinkomplex) angeboten, die vom Tier oft besser aufgenommen werden können als anorganisch gebundene. Beim Zink konnte beispielsweise eine bis 25 % bessere Verfügbarkeit gegenüber von Zn-Oxid festgestellt werden.

Phasengerecht Nicht in jedem Fall lassen sich Mangelsymptome allein einem fehlenden Stoff zuschreiben. Meist handelt es sich um das Zusammenspiel zahlreicher Faktoren. Zudem können tierindividuelle Unterschiede auftreten. Die möglichst genaue Bedarfsschätzung hilft, eine genügende Versorgung sicherzustellen und Unter- sowie Überversorgungen zu vermeiden. In der Säugezeit soll einer regen Futteraufnahme nichts im Weg stehen. Ein zu hoher Mineral- und Wirkstoffgehalt in der Ration kann den Appetit vermindern. Es gilt daher, die Reserven der Sau während der Galtzeit zu füllen. Die Muttersau legt Mineralstoffe und Spurenelemente im mütterlichen Gewebe ab, von wo diese in der nachfolgenden Laktation für die Versorgung der Ferkel mobilisiert und über die Milch ausgeschieden werden. Für bessere Fruchtbarkeit Unter den Mineralstoffen haben Mg und Na einen wichtigen Einfluss auf die Fruchtbarkeit der Sau. Ein Na-Mangel kann zu einer verlängerten Trächtigkeit und schwachen Ferkeln führen. Das vitaminähnliche L-Carnitin (z.B. im UFA Extra-Futter) wirkt positiv auf die Körperkondition, Fruchtbarkeit und Milchleistung. Zur Förderung des Besamungserfolgs trägt ebenfalls Beta-Karotin (z. B. in UFA 996) als Vorstufe von Vi4 2012 · UFA-REVUE


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NUTZTIERE tamin A bei. Vitamin A ist am Aufbau von Gebärmutterschleimhaut und Plazenta beteiligt, es kann die Entwicklung der Föten günstig beeinflussen. Eine Zufütterung mit Beta-Karotin wird über das Absetzen bis drei Wochen nach dem Decken und beim Einsatz von Maissilage auch sonst in der Galtzeit empfohlen.

Gegen MMA und Harnwegsinfektionen In der Hochträchtigkeit haben Mineral- und Wirkstoffe unter anderem in der Vorbeugung gegen MMA und Harnwegsinfektionen eine Bedeutung. Zu den Faktoren, die MMA begünstigen, gehören ein Überschuss an puffernden Mengenelementen (Ca,

Na, Mg) und zu hohe Proteingaben. Dadurch können sich schädliche Keime (E. Coli) im Verdauungstrakt stark vermehren und die von ihnen gebildeten Abfallprodukte (Endotoxine) verursachen Probleme. Mit dem Einsatz von sauer wirkenden Anionen (P, S, Cl) in Kombination mit der Reduktion der Kationen (Ca, Mg, Na, Kalium) kann der Harn-pH gesenkt und Erkrankungen wie Harnwegsinfektionen oder MMA entgegengewirkt werden. Geburtsvorbereitungsfutter (z.B. UFA pig-care oder UFA 372-1) tragen diesem Faktor Rechnung. Auch in Phasenfutter wie UFA 362 (Galt) und UFA 361 (Säugezeit) ist die Anionen-

Antibiotikaeinsatz minimiert In welchem Umfang Mineral- und Wirkstoffe in der Galtzeit den Sauen zugefüttert werden müssen, hängt von der Ration ab. Gute Erfahrungen mit seinem Ergänzungssystem hat Jakob Werder, Ferkelproduzent aus Boswil (AG), gemacht. UFA-Revue: Wie füttern Sie Ihre Sauen in der Galtzeit? Jakob Werder: Meine Galtsauen sind in feste Gruppen eingeteilt. An einer Rieselfütterung mit Vollumendosierer erhalten sie nebst UFA 360-6 noch 3 kg Maissilage.

Tabelle 2: Empfohlenes Angebot (pro Tier und Tag) Tragend (1. – 84. Tag) VES (MJ) 34.5 Ca (g) 0.66 22.8 P (g) 0.4 13.8 Na (g) 0.13 4.5 Beispiel: Altsau mit 220kg (zum Deckzeitpunkt). g/MJ VES

Tragend (85. – 114. Tag) 42.1 27.8 16.8 5.5 Quelle: Gelbes Buch

Kationen-Bilanz berücksichtigt. L-Carnitin verbessert die Widerstandsfähigkeit gegen MMA ebenfalls.

Für ein robustes Fundament spielen P und Ca eine zentrale Rolle. Ein Mangel führt zu Skelettstörungen, Beinschwächen und Hinterhandlähmungen. Wichtig ist, dass die Ration genügend Ca und P in einem günstigen Verhältnis sowie ausreichend Vitamin D enthält. Zn, Se und Kupfer fördern den Keratin- und Hornzellenaufbau. Ein Biotinmangel äussert sich in spröden, brüchigen Klauen, die zu Spalten und Rissen neigen. Um spürbare Effekte auf die Klauenbeschaffenheit zu erzielen, muss Biotin über eine längere Zeitdauer zugefüttert werden. 䡵

Welche Mineralstoffprodukte kommen wann und wie zum Einsatz? 30 g UFA 395 in der Galtzeit und 50 g UFA 990 im Deckzentrum pro Tier und Tag. Stellen Sie einen Effekt auf die Fruchtbarkeit, Wurfzahl, Milchleistung oder Tiergesundheit fest? Ja, die Langlebigkeit meiner Sauen und die Lebensleistungszahlen bestätigen die Mineralstoff-Ergänzungsstrategie. Den Antibiotikaeinsatz konnte ich dank gesunden, robusten Sauen auf ein Minimum reduzieren.

Jakob Werder, Boswil (AG), hält 136 Zuchtsauen.

Autorin Gaby Stamm, Schweinespezialistin im UFA-Beratungsdienst, 6210 Sursee. www.ufa.ch

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NUTZTIERE

Kapazität erweitert IM UFA-WERK PUIDOUX ist 2011 kräftig investiert worden. Von der Kapazitätserweiterung profitieren Westschweizer Landwirtschaftsbetriebe, weil regionale Verarbeitungstrukturen die Getreideabnahme längerfristig sichern. Investitionen in moderne Technologie erhöhen die Futterqualität, was sich letztlich durch bessere Tiergesundheit und -leistungen auszahlt.

Das UFA-Werk am Chemin du Verney, 1070 Puidoux.

Cédric Russi

Seit der Fusion mit der UFA im Jahr 2006 haben im Futterwerk Puidoux (ehemals Rivalor) mehrere Veränderungen stattgefunden, um hohe Sicherheitsstandards zu erfüllen und das Futterlager sowie im Jahr 2011 auch die Produktionskapazität zu erweitern.

Nähe zum Tierhalter In der West-

Das UFA-Werk Puidoux in Zahlen Anzahl Mitarbeitende: 20 Jahresproduktion 85 000 t Tägliche Produktion im Schnitt: 300 t Maximale Produktionsleistung: 20 t/h

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schweiz wird ein bedeutender Anteil des Schweizer Futtergetreides produziert. Es dient zur Herstellung von Mischfutter für die regionalen Tierhalter. Als Aktiengesellschaft im Besitz der landwirtschaftlichen Genossenschaften verfolgt die UFA die Aufgabe, die wirtschaftlichen Verhältnisse auf den Tierhaltungsbetrieben zu fördern. Dazu bedarf es moderner, leistungsfähiger Futtermühlen und der Nähe zu den LANDI.

Zentraler Standort Das UFA-Werk in Puidoux (VD) ist an der Autobahnausfahrt Chexbres perfekt gelegen. Von diesem Standort aus wird die gesamte Romandie bis zu den Grenzen des Jura mit UFA-Mischfutter und -Spezialitäten beliefert. David Reboul (Produktionsleiter) und Olivier Menoud (stellvertre-

Tag der offenen Tür am 10. Juni Das erneuerte UFA-Werk Puidoux bietet viel Grund zu feiern, leistet es doch einen Beitrag für eine zukunftsfähige Tierhaltung und Getreideproduktion in der Region. Vom 8. bis 10. Juni 2012 steigt deshalb ein grosses Fest. Nach einem offiziellen Teil am Freitagabend und einem Tag für LANDI-Mitarbeitende am Samstag findet am Sonntag, dem 10. Juni von 10 bis 17 Uhr, ein Tag der offenen Tür für alle Interessierten statt.

tender Produktionsleiter) stellen mit ihrem 20-köpfigen Team jährlich rund 75 000 t Mischfutter für die Tiergattungen Rindvieh, Schweine, Geflügel, Kleintiere und Pferde her. Bekanntlich gibt es ohne Bestellung keine Produktion. Daher arbeiten die Mitarbeiter des Futterwerks eng mit dem Technischen Dienst und mit den Verkaufsberatern der UFA zusammen. Rund 20 Agro-Techniker und AgroKaufleute unterstützen die TierhalterInnen in der Romandie vor Ort. Die Präsenz der LANDI in jeder Region der Schweiz ist für die UFA ein grosser logistischer Vorteil.

Projekt «PEX» Im Rahmen des Projekts «PEX» oder genauer «Puidoux Extension» (Erweiterung Puidoux) wurde das Futterwerk von August bis November 2011 modernisiert. Rund 4 Mio. Fr. wurden in eine neue Bühler-Würfelpresse, einen Dampfkonditioneur und einen Würfelbrecher investiert. Diese Anpassungen erlauben es, die Produktionskapazität pro Jahr auf 85 000 t zu erhöhen. Weiter wurde auf drei Produktionslinien ein Filtersystem der neuesten Generation (Aktivierung aufgrund Druckverlust) sowie eine Mikrogasturbinenanlage installiert. Es handelt sich um Massnahmen, die – neben der Kapazitätserweiterung – einerseits den Futterhygienestatus nochmals erhöhen, andrerseits eine hocheffiziente Energienutzung gewährleisten. 䡵

Autor Cédric Russi, Verkaufsleiter UFA Puidoux, 1070 Puidoux. www.ufa.ch In der nächsten UFA-Revue folgt ein Bericht über die hocheffiziente Energienutzung im UFA-Werk Puidoux.

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KURZMELDUNGEN LANDLEBEN

Netzwerk Betriebsleiterinnen Seit dem letzten Jahr organisiert die Agridea eine Tagung für Betriebsleiterinnen eines landwirtschaftlichen Betriebs. Von diesen gibt es in der Schweiz ca. 2.5%. Die übrigen 97.5% der Haupterwerbsbetriebe sind zumindest zumindest offiziell von Männern geleitet. Dieses Jahr fand der Deutschschweizer Anlass im Kloster Fahr statt, welches von der Priorin Irene Gassmann (Bild 1) geführt wird und einen Landwirtschaftsbetrieb von rund 53 ha umfasst. 32 Betriebsleiterinnen fanden dorthin: Junge und ältere Frauen, Frauen aus der Ost- und Zentralschweiz und dem Mittelland, Mutterkuh- und Milchviehhalterinnen, Kleinstbetriebsleiterinnen und auch Betriebsleiterinnen von Grossbetrieben mit Spezialkulturen. Jede der Frauen hat einen anderen Weg zu ihrem Betrieb beschritten. So gross die Vielseitigkeit der Frauen, so gross war das gemeinsame Bedürfnis nach einem Erfahrungsaustausch.

Karins Kräutertipps Wiesenkonfekt 50 g Zartbitter-Kuvertüre oder Schokoglasur und 20 frische Gundelrebenblätter (Glechoma hederacea L) mit Stiel. Kuvertüre im Wasserbad schmelzen. Blätter erst auf der einen Seite mit der flüssigen Schokolade bepinseln. Mit der unbemalten Seite auf ein Blechreinpapier oder Gitter legen. Wenn die Glasur fest geworden ist, die Blattrückseite bepinseln. Kontrollieren ob Blatt und Stiel vollständig bemalt sind. Nun die erkaltete Schokoladenseite vorsichtig aufsetzen und hart werden lassen. Behutsam vom Papier lösen und gut verschlossen, kühl aufbewahren. Dieses Wiesenkonfekt kann Torten und Süssspeisen verzieren. Karin Näf www.kraeuterkurse.ch

In der Westschweiz fand der Chefinnen-Tag in Tavannes auf dem Hof der Landfrauenpräsidentin Christine Bühler statt. Der Erfahrungsaustausch wurde durch Videos unterstützt. Die Frauen schrieben ihr Drehbuch und filmten sich gegensei-

tig. Dabei thematisierten sie ihre Rolle in der Landwirtschaft, ihren Alltag zwischen Mutterschaft und Stallarbeit, Schönheitsidealen und Alltagsanforderungen. Dieser humorvoll gestaltete Videodreh wird allen in Erinnerung bleiben.

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Produktiv und kreativ An der Bea/Pferd gibt es dieses Jahr eine vielseitige Sonderschau mit dem Titel «Bergbauern – produktiv und kreativ» zur Bergland- und Alpwirtschaft des Berner Oberlandes. Das Grüne Zentrum präsentiert zudem auf über 4000 m2 den Weg der Nahrung vom Bauernhof bis zum Teller mit vielen Tipps und neuen Trends. www.grueneszentrum.ch ((Bild

LID-Wettbewerb

Edelweiss-Tischfolie zu gewinnen! Anlässlich seines 75-Jahr-Jubiläums verlost der LID fünf Rollen Tischtuchfolien im Edelweisslook im Wert von 50 Fr. Die Rolle umfasst 100 m Länge mit einer Breite von 98 cm und passt also perfekt zu jedem Frühlingsbrunch oder SommerGrillabend. Schicken Sie eine SMS an 880 (90 Rp) mit KFL Folie Name Adresse. Einsendeschluss ist der 15. April 2012.

man sich schützen, indem man lange Hosen trägt und Socken darüber zieht. Agrisano

Bei Sorgen anrufen Anonym anrufen kann man bei dem bäuerlichen Sorgentelefon (寿 041 820 02 15) am Montag Vormittag und am Donnerstag Abend. Bedient ist die Hotline von ehrenamtlich arbeitenden Bäuerinnen und Bauern. Die Mehrzahl der Anrufe kommt von Bäuerinnen. Meistens ist der Grund dafür in familiären Problemsituationen zu finden. Jahresbericht bäuerliches Sorgentelefon 2011

Gewinner 03/2012 Corinne Carnal von Moutier, Eveline Rechsteiner von Gonten, Ursula Schranz von Adelboden, Monika Schuler aus Schwyz und Colette Sordet von Bretonnières gewannen einen Foulard im Edelweisslook im Wert von je 35 Fr. www.lid.ch/Shop

Neue Landjugend-Gesichter

Zeckenschutz Zecken können Krankheitserreger übertragen (Frühsommer-Meningoenzephalitis, Lyme-Borreliose). Ballungszentren der FSME-Zecken finden sich in Zürich, Thurgau, Aargau, im Berner Oberland sowie im Urnerland (www.bag.admin.ch Verbreitungskarte). Gegen Zecken kann

Mitte März fand in Altdorf (UR) die Delegiertenversammlung der Schweizerischen Landjugendvereinigung statt. Alex Gilgen aus Lyss (BE), Astrid Speck aus Oberwil (ZG), Cornelia Brühwiler aus Unterstammheim (ZH) und Jeannette Angst aus Grüningen (ZH) werden zukünftig den Vorstand ergänzen, einen grossen Teil ihrer Freizeit der Landjugend widmen.

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LANDLEBEN

Chance für Bauernhaushalt und Direktvermarktung SOUS-VIDE-GAREN ist eine Verarbeitungsmethode für Lebensmittel, die ihr Potenzial in der Direktvermarktung, aber auch im Bauernhaushalt bei Arbeitsspitzen entfalten könnte. Die Investition für die Geräte lohnt sich nur bei häufiger Nutzung.

Ruth Bossardt

Rippli mit Sauerkraut werden im Vakuumbeutel verschlossen und garen im eigenen Saft.

Für Landwirtschaftsbetriebe mit hohen temporären Arbeitsspitzen könnte die Methode des Sous-vide-Garens hilfreich sein, um Stress zu minimieren. Diese verarbeiteten Lebensmittel lassen sich nämlich vorproduzieren und gekühlt sind sie zwei bis drei Wochen haltbar. Auch für den Hofladen bieten sich Chancen. Immer mehr Konsumentinnen kaufen fixfertige Menüs ein, die man vor dem Verzehr nur noch erwärmen muss. Alltagsstress und zunehmend mangelnde Kochkompetenzen sind dafür verantwortlich. In den meisten Hofläden sind vor allem Rohprodukte oder wenig verarbeitete Produkte zu finden. Ein bäuerliches Angebot von Convenience Food wäre eine Chance, den Absatz zu diversifizieren. Das Sous-vide-Verfahren ist eine Methode, Fertigmenüs mit Hofprodukten an den Mann, respektive die Frau zu bringen. Diese Methode, die erstmals 1974 in Paris entwickelt wurde,

wird in der Gastronomie in den letzten Jahren zunehmend angewendet.

Beuteln, ein Gargerät und ein Medium zum raschen Abkühlen auf unter 5 Grad Celsius vor der Lagerung im Kühler

Qualität Diese schonende Verarbeitungsmethode hat weitere Pluspunkte. So werden auch Fleischstücke, die nicht zu den Edelstücken gehören, beim Garen absolut zart. Ragout von der Schulter, Suure Mocke oder Fleischvögel lassen sich bestens verarbeiten. Und es braucht markant weniger Salz und Fett, was für die gesunde Ernährung nur von Vorteil ist! Die Inhaltsstoffe bleiben weitgehend erhalten, denn Gemüse, Kartoffeln und Fleisch garen im Beutel in ihrem eigenen Saft. Geeignet ist das Fleisch von allen Bauernhoftieren, daneben aber auch Gemüse und Kartoffeln. Arbeitsspitzen Für den bäuerlichen Haushalt gibt es einen weiteren grossen Vorteil mit vorproduzierten Sous-vide-Produkten. Vor grossen Arbeitsbelastungen lässt sich die Verpflegung vorproduzieren. Das Mittagessen muss nur noch aufgewärmt werden. Egal ob Kartoffeln, Rüebli, Broccoli oder eben Fleisch – alle können im Vakuumbeutel gegart und fixfertig zubereitet werden. Die Ernte aus dem Garten kann vielfältig und rationell verwertet werden. Für stressige Zeiten im Haushalt, wenn die Bäuerin in Feld oder Stall arbeiten muss oder ausserhalb des Betriebes engagiert ist, lässt sich das Essen vorbereiten. Auch Kinder können sich dieses aufwärmen. Investitionen Wer das Sous-videVerfahren benützen möchte, der braucht dreierlei an Maschinen: Ein Vakuumgerät mit den entsprechenden

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LANDLEBEN oder Kühlschrank. Dies bedingt ein gewisses Investitionskapital, das sich nur lohnt, wenn diese Verarbeitungsmethode einen wichtigen Stellenwert auf dem Hof erhält, sei es in der Direktvermarktung oder sei es im eigenen Haushalt. Eine Möglichkeit, um Kosten zu sparen, ist der überbetriebliche Einsatz der Geräte. Momentan gibt es noch kaum praktische Sous-vide-Erfahrungen in der bäuerlichen Verarbeitung. Es fehlen auch Kalkulationen zur Wirtschaftlichkeit in der Direktvermarktung, da das Verfahren neu ist. Ideal wäre, wenn Betriebe, die hier einsteigen, zusammen mit der Beratung das Rüstzeug erarbeiten. Im Gastgewerbe hat das Sous-vi-

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de-Garen regen Zulauf, das Wissen ist erprobt und wird auch in Kursen weiter gegeben. Die Kosten sind abhängig von der Grösse der Geräte, des Anbieters und der Qualität. Mit einem Kapitalbedarf von 3000 bis 4000 Fr. kann sich ein Direktvermarkter eine Ausstattung für ein professionelles Vakuumiergerät plus ein professionelles Gerät zum Sous-videGaren leisten. Dazu kommen die Kosten, um Eiswürfel zu produzieren für die Schockkühlung.

Know-how ist nötig Um mit dem Sous-vide-Garen erfolgreich zu sein, braucht es das nötige Wissen, Sorgfalt und taugliche Geräte. Optimal ist das Garen im Wasserbad, in Geräten, die eine einheitliche Temperatur garantieren. In Dampfgarern ist die Temperatur nie konstant, das Resultat wird nicht optimal. Es empfiehlt sich, sich beraten zu lassen und nicht auf die billigsten Geräte zu setzen. Dies zahlt sich aus. Mit etwas Erfahrung gelingt es, einwandfreie Fertigprodukte zu produzieren. Es ist nötig, zum Beispiel bei Kartoffeln oder Karotten immer dieselbe Schnittgrösse zu wählen und die Ausgangstemperatur muss immer dieselbe sein. Gemüse wie Broccoli wird vorgängig in stark gesalzenem Wasser blanchiert und rasch wieder abgekühlt, bevor die Gemüseteile mit etwas Butter in den Vakuumbeutel kommen. Anschliessend wird der Broccoli im Vakuumbeutel während einer Stunde bei 85 0C. gegart, danach schockgekühlt auf unter 50C., bevor es ins Kühllager geht. Gekühlt wird im Eisbad. Kartoffeln lassen sich optimal bei 80 0C. garen, eventuell gewürzt mit etwas Rosmarin. An einem von Agridea organisierten Kurs zum Sous-vide-Garen am Gastgewerblichen Zentrum in Bern konnten die Kursteilnehmerinnen diverse Produkte qualitativ vergleichen. Die Sousvide-gegarten Produkte schnitten dabei bestens ab. Hier wurde mit Geräten von Armin-Lauper-Gastrosystems gearbeitet. Bei der Anschaffung von Geräten ist darauf zu achten, dass nicht nur der Anschaffungspreis stimmt, sondern auch die Serviceleitstungen, vor allem wenn man ein Angebot in Direktvermarktung oder Gastronomie auf dem Bauernhof hat. 䡵

Mit Sous-vide-Garen lassen sich Mahlzeiten fixfertig vorproduzieren. Die Beutel können bis zu drei Wochen kühl gelagert werden.

Zum Sous-vide-Garen braucht es spezielle Geräte: Ein Vakuumgerät (Bild links und Innenansicht oben) sowie ein Gargerät.

Autorin Ruth Bossardt ist Mitarbeiterin Ernährung und Landwirtschaft / Direktvermarktung, Agridea, Eschikon 28, 8315 Lindau, www.agridea.ch

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Notstromaggregat 380 V, evtl. Diesel 寿 079 211 58 91 Heugebläse Aebi, HG 12 oder HG 9; Güllenschlauchhaspel, für Flachrollbareschläuche, für 75er Güllenschläuche oder Flache; Grassämaschine, mit Walze 寿 079 673 58 66 Unteres Schneidewerk, zu Ladewagen Agrar LW 270 寿 079 794 52 70 Güllenmixer, mit Untersetzung, oder Traktormixer; Antrieb, für Flügelrührwerk oder Schaufelrührwerk; Heurüstmaschine, Kranmodel 寿 079 678 81 49 Traktoren Bührer, alles anbieten 寿 078 824 93 19 Milchtank de Laval, 6000 l, inkl. Rührwerk und 2 Sprühdüsen, ab Platz ca. Ende April/Mai 12, Fr. 6000 寿 079 650 19 76 Kreiselegge, oder Motoregge, billig 寿 079 447 78 68

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4 2012 · UFA-REVUE


D_LL3_Rezept_0412ok_2012 27.03.12 16:36 Seite 79

REZEPT LANDLEBEN

Gut und schön aufgetischt OSTERMENÜ Die Speisen von Claudia Speck lassen sich gut vorbereiten, obwohl die Zubereitung an und für sich raffiniert ist. Aber es lohnt sich – das Menü schmeckt super. Die Appenzeller Bäuerin bewirtschaftet mit ihrer Familie den Betrieb Musegg, der oberhalb von Weissbad (AI) gelegen ist. Hübelisuppe 300 g Siedfleisch ½ kg Rindsknochen Zwiebel, Lauch, Rüebli, Sellerie Petersilie, Maggikraut (Liebstöckel) 1 Lorbeerblatt, 1 Prise Salz 1 Bouillonwürfel Blätterteig Die Zwiebel (mit Schale) leicht andämpfen. 1 Lauch, 1 Rüebli, ¼ Sellerie, Kräuter und Gewürze dazugeben, mit Wasser auffüllen und kochen bis das Fleisch zerfällt. Erkalten lassen und absieben. Die Bouillon in Kaffeetassen füllen. Ein Teil des Siedfleisches fein schneiden und Lauch, Rüebli und Sellerei fein würfeln, kurz blanchieren. Je ein Esslöffel voll pro Tasse verteilen. Von einen ausgewallten Blätterteig Kreise, die 2 cm grösser sind als die Tassen, ausschneiden. Mit Eiweiss bestreichen und auf die Tasse setzen, fest andrücken. Backen bei 200 0C. ca. 22 Minuten. Claudia Speck mit ihren Spezialitäten wie Kräuter-Frischkäse und Schwartenmagen.

Mit Hilfe der Backfolie wird das Filet eingerollt.

UFA-REVUE · 4 2012

Gefülltes Schweinsfilet 1 Schweinsfilet Streuwürze, Salz, Pfeffer 1 Zwiebel, gehackt 1 KL Tomatenpüre, 1 EL Mehl 4 Specktranchen 4 dl Rotwein, ½ l Bouillon 300 g Frühstücksspeck 700 g Fleischkäsebrät 50 g Pistazien, 3 Tranchen Schinken Kleine Dose Champignons Schnittlauch, Petersilie

Das Schweinsfilet kurz anbraten. Gut würzen. Auf die Seite legen und erkalten lassen.

Hübelisuppe schmeckt gut und sieht schön aus.

Sauce In der gleichen Pfanne die Zwiebel anbraten. Tomatenpüre und Mehl beigeben. Die Tranchen Speck würfeln und mit andünsten. Mit dem Wein ablöschen. Bouillon beifügen und weiterköcheln lassen, abschmecken. Filet Schinken würfeln. Die Champignon fein geschnitten, heiss abspülen und mit einem Küchentuch die Flüssigkeit auspressen. Die Pistazienkerne hacken. Wenig Schnittlauch und Petersilie fein hacken. Alle Zutaten mit dem Brät vermengen. Die Tranchen Frühstücksspeck ziegelartig auf Backfolie legen, zwei Reihen nebeneinander. Das Brät darauf verstreichen. Das Filet am Rand drauf legen und mit Hilfe der Backfolie einrollen. Im Backofen auf den Gitterrost legen. Das Backblech unter den Gitterrost legen, damit der Saft aufgefangen wird. Backen: 2 Stunden bei 90 0C. Die letzten zehn Minuten auf 180 0C. erhöhen. Servieren mit Gratin und Gemüse. 䡵

Die Bäuerin Claudia Speck-Schlauri (39) aus Appenzell betreibt mit ihrem Mann Hansruedi (41) und den Kindern (Pirmin 14, Christof 12, Melanie 9 und Corina 7) einen Milchwirtschaftsbetrieb mit Aufzucht, Kälber- und Schweinemast. 1994 startete das Paar seinen Lebensweg in die Landwirtschaft – mit 5.5 ha. «Wir sind ein eingespieltes Team», erzählt Claudia und gemeinsam entwickelten sie den Betrieb zur heutigen Betriebsgrösse von 27 ha. Die Bäuerin hat ursprünglich Koch gelernt, was ihr heute zugute kommt. Denn im hofeigenen Verarbeitungsraum produziert sie in Kräuter eingelegte Frischkäse, Schwartenmagen und MuseggBröckli, die sie über die LANDI Appenzell und weitere Läden verkauft.

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D_LL2_Nostalgie_0412ok_2012 27.03.12 16:35 Seite 80

RARITÄTEN & NOSTALGIE LANDLEBEN

Holz, Textiles, Küche und Garten GANZ SCHÖN VERDREHT steht als Motto auf der Homepage von Peter Luisoni, der seit 1984 eine Drechslerei in Schiers (GR) betreibt. Luisoni will mit dem Verein «LandHand» das heimische Handwerk fördern.

Was ist das?

Schreiben Sie die Antwort an: info@ufarevue.ch oder per Post: UFA-Revue, Theaterstr. 15a, 8401 Winterthur. Verlost wird eine LANDIGeschenkkarte von 20 Fr. Einsendeschluss 15. April 2012.

Auflösung «Was ist das»! Das Rätsel der Märzausgabe löste Margrit Stalder aus Pieterlen. Bei dem Gegenstand handelte es sich um eine Nutsäge.

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Interreg-Projekte sind grenzenüberschreitende Initiativen, die von der EU und seitens der Schweiz von Bund und Kantonen finanziert werden. Ein solches Projekt, genannt LandHand, hatte sich der Förderung von alten Handwerkstechniken verschrieben. Beteiligt waren die Länder und Regionen rund um den Bodensee wie Vorarlberg, Bayern, Krumbach, Appenzell, St. Gallen, Graubünden und erstaunlicherweise auch Südtirol. Mit dem Projekt entstand ein Überblick über die Stärken und Möglichkeiten der einzelnen Regionen im Bereich Handwerk. «LandHand» steht als Dachmarke für qualitativ hochstehendes Handwerk. Auf der Homepage www.landhand.org sind die Handwerker vorgestellt, wobei 35 Schweizer mitbeteiligt sind. Das sind Filzerin, Stickerinnen, Weberinnen, Korbflechter oder Drechsler. Einer, mit dabei von der ersten Stunde des Projektes, ist Drechslermeister Peter Luisoni. Er setzt sich zusammen mit den land-

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wirtschaftlichen Beraterinnen der Ostschweiz für eine Weiterführung des Projektes ein und zwar im Rahmen eines Vereins. Der Verein wird Ende April/Anfang Mai gegründet, hat seinen Sitz in Schiers und steht allen Handwerkerinnen und Handwerker aus der Schweiz offen, vorausgesetzt sie haben das Weiterbildungs-Grundmodul absolviert. Die nächsten Kursdaten sind am 4. Und 5. Mai 2012 im österreichischen Krumbach. Regelmässig werden so genannte Stammtischrunden organisiert, um den Erfahrungsaustausch zwischen den Handwerkern zu fördern. Auskunft und Kontakt: Peter Luisoni, Drechslerei & Wagnerei, Tersierstrasse 205 N, 7220 Schiers,  081 328 10 32, www.drechslerei.ch Heidi Kohler, Plantahof, Landquart, www.landhand.org

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Feuerwehr- und Handwerkermuseum Das Museum in Endingen (AG) gibt einen Einblick in vergangene Feuerwehrzeiten. Gegründet wurde es von Walter Huber-Müller, der seine private Sammlung an Handwerkergegenständen und Feuerwehrutensilien aus mehreren Zeitepochen 1999 in den Verein «Verein Aargauer Feuerwehr- und Handwerker-Museum» überführte. Die teils defekten Sachen wurden mit Liebe und in Handarbeit instand gestellt und restauriert. Geöffnet hat das Museum vom 1. April bis zum 31. Oktober an jedem ersten und dritten Samstag des Monats, 13.00 bis 17.00 Uhr. Am Ostersamstag, 7. April 2012, ist das Museum geschlossen. Die Eintrittspreise betragen 8 Fr., Lehrlinge 4 Fr. und Schüler 2 Fr. Nach Vereinbarung gibt es Gruppenführungen mit Verköstigung im Spritzenhüsli. Kontakt: Karl und Theresia Bamberger, Bachstrasse 61, 5462 Siglistorf,  056 243 12 14, karl.bamberger@freesurf.ch. Das Museum liegt an der Surbtalstrasse, ca. 1 km ausserhalb von Endingen in Richtung Lengnau. Von Lengnau her sind es 2.8 km ab dem Kreisel. Mit dem öffentlichen Verkehr kann das Museum von Baden oder Döttingen aus erreicht werden. Die Haltestelle Endingen «Schöntal» liegt nur ein paar Schritte vom Museumseingang entfernt. Für GPS-Fans: Nord 47°31'56'' und Ost 8°17'55''. Feuerwehr- und Handwerker-Museum, Schöntal 4, 5304 Endingen,  056 242 17 69, www.feuerwehrmuseum.ch

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D_LL4_Garten_0412ok_2012 27.03.12 16:37 Seite 85

GARTENSEITE LANDLEBEN

Gemüse auf Klettertour GURKEN und andere Kürbisgewächse wie Cornichon und Melonen breiten sich stark aus. An einem Klettergerüst angebaut, benötigen sie bedeutend weniger Platz. Zudem schützt die Hochkultur vor Bodennässe: Nach einem Regenguss können die Blätter rasch abtrocknen und sind damit weit weniger anfällig auf Mehltau.

Edith Beckmann

1 • Himmlische Blüten: Borretsch schmeckt nach Gurken und passt zu Salat und kalten Platten. Bild: Himi/pixelio.de

2 • Ziergurken werden gleich angebaut wie das Gemüse und sind für Dekorationen sehr begehrt. Bild: Kiepenkerl

Kürbisgewächse mögen feuchte Wurzeln und viel Sonne. Der Anbau auf Etagen ist deshalb ideal. Damit der Boden feucht und beschattet bleibt, können zu ihren Füssen Salat, Buschbohnen, Kohlgewächse, Dill und Borretsch, oder was immer Sie benötigen, angepflanzt oder gesät werden. Einzig Radieschen und Rettich mögen Gurken partout nicht leiden.

Pflanzen aufbinden Als Klettergerüst eignen sich Bohnenstickel oder Metallspiralen, wie sie für Tomaten verwendet werden. Möglich ist auch ein Beton-Armierungsgitter, das senkrecht oder leicht schräg an zwei Pfosten befestigt wird. Weitere Variante ist ein gerade gebogenes Kompostgitter, an stabilen Pfählen oder Metallstäben fixiert. Bei Gittern und Maschendraht können die Pflanzen mit fortschreitendem Wachstum durch die Zwischenräume eingeflochten werden. An Pfählen und Spiralen müssen Gurken, Rondini und Melonen mit Schnüren aufgebunden werden, denn bei hohem Ertrag kann

Grüne Tipps für den Nutz- und Ziergarten • Im Freiland ist Saattermin für Spinat, Krautstiel, Radiesli, Rettich, Rucola, Kopf-, Nüssli- und Schnittsalat, Kresse, Schwarzwurzeln, Erbsen und Kefen. • Wer ohne viel Aufwand in einem Blumenmeer schwelgen will, sät Mischungen von Blumensamen direkt ins Freiland.

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sich die Pflanze nicht selbst aufrecht halten. Für Cornichons und Zierkürbisse ist das Aufbinden kein Muss.

Tipps für die Aussaat Für zügiges Wachstum benötigen alle Kürbisgewächse mindestens 12 °C Bodentemperatur. Meistens zieht man sie deshalb im Haus auf der Fensterbank vor. Ende April kann man direkt an Ort und Stelle säen: Jeweils zwei Samen 5 cm tief in feuchte Beeterde stecken; Abstand: 30 cm. Eine Pet-Flasche über die Saatstelle stülpen, der man Boden und Deckel entfernt hat. Die Flasche

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dient als Mini-Treibhaus: Sie speichert Wärme, hält die Feuchtigkeit zusammen – und Schnecken fern. Die Flasche entfernen, wenn die Kürbisgewächse etwa 15 cm Höhe erreicht haben. Dabei die schwächere Pflanze abschneiden und die Kletterhilfe dazu stecken.

Giessen und fleissig ernten Alle Kürbisgewächse benötigen reichlich Wasser und Nährstoffe: Den Boden rund um die Pflanzen mit Kompost abdecken. Lassen Sie Gurken – wie übrigens auch Zucchetti – nicht zu gross wachsen, dann sind die Kerne noch klein und müssen beim Rüsten nicht entfernt werden. Regelmässiges Ernten steigert den Ertrag, denn entfernte Fruchtgemüse regen die Pflanzen zu neuer Blütenbildung an. Gurken vorsichtig am Stielansatz abschneiden, damit die Pflanze nicht verletzt wird. 䡵

• Direktsaaten sind im April von Mohn, Rittersporn, Korn- und Ringelblumen, Levkoje und Jungfer im Grünen möglich. • Erdballen von gekauften Setzlingen in eine Schale mit Wasser stellen. Die Quader müssen völlig durchtränkt sein, andernfalls kann die Pflanze nicht anwachsen. • Rhabarber düngen und bei Trockenheit tüchtig giessen. • Kübelpflanzen an milden Tagen zur Angewöhnung an einen Schattenplatz ins Freie stellen. UFA-REVUE · 4 2012

Autorin Edith Beckmann, Freie Journalistin BR aus Frauenfeld (TG), leidenschaftliche Gärtnerin mit Wurzeln in der Landwirtschaft.

INF BOX INFO

www.ufarevue.ch

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D_LL5_Generationen_0412ok_2012 27.03.12 16:37 Seite 86

SCHWEIZER BAUERN: WOHER – WOHIN? LANDLEBEN

Bergbauern – produktiv und kreativ Ohne Bergbauern wäre die Bergwelt nicht halb so schön. Das Grüne Zentrum und seine Partner widmen der Berglandwirtschaft und Alpkultur deshalb eine Sonderschau an der BEA/Pferd vom 27. April bis 6. Mai. Unter den Bauernfamilien aus dem Berner Oberland, die ihre Betriebe an der Sonderschau präsentieren, ist auch David von Känels Generationengemeinschaft.

Photos: Hansjürg Hörler

Berge, Bauern und Touristen Im Berner Oberland profitiert die Landwirtschaft vom Tourismus und umgekehrt. Das war auch schon früher so, wie das Gespräch zwischen Emil Trachsel und David von Känel zeigt. Von Känels Vieh wandert mit den Jahreszeiten. Im Frühling auf die Maiensässweiden, im Sommer auf die Alp, im Herbst wieder auf die Weiden und im Winter zurück in die Ebene. Wobei die «Ebene» eine Hochebene ist: Lenk liegt rund 1100 Meter über Meer. Emil Trachsel ist 50 Jahre älter als der 27-jährige von Känel und lebt in Sichtdistanz zu dessen Hof. «Ich bin ein Sohn der Berge», sagt der Mann lachend. Neben den grossen Bergen wirken die

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Menschen klein. Klein ist meistens auch das Einkommen, vor allem der Bergbauern, die nur auf 40% des Vergleichslohns der Berg-Bevölkerung kommen und im Schnitt nur halb so viel verdienen wie ihre Bauernkollegen im Talgebiet. «Ich habe 21 % Ökofläche, alles vernetzt», erzählt von Känel und fährt fort: «Um die stotzigen Flächen zu mähen, muss ich mir manchmal schon einen Schupf geben.» Den Betrieb führt er in Generationengemeinschaft mit seinen Eltern und einem Onkel. Auch Trachsel hatte früher eine Betriebsgemeinschaft mit seinem Bruder zusammen. Daneben spielte schon bei Trachsels Eltern der Tourismus eine Rol-

le: «Wenn wir auf der Alp waren hat die Mutter das Haus als Ferienwohnung vermietet. Für zehn Franken am Tag.» Das zusätzliche Einkommen war damals genauso willkommen, wie heute die Einnahmen aus der Gästebewirtung auf der Alp Bummere, welche von Känels Eltern bewirtschaften. Von Känels Kühe sind hornlos, Trachsels Kühe hatten stets Hörner. «Einmal hat mich eine Kuh mit dem Scheichen verletzt,» erzählt er, und dass er wochenlang unter den Folgen gelitten habe. Dann blitzt Schalk in seinen Augen auf: «Trotzdem wär ich nie auf die Idee gekommen, den Kühen die Beine abzuhauen.» Eveline Dudda

Schweizer Bauern woher – wohin? Seit 75 Jahren schlägt der LID Brücken zwischen Stadt und Land. In einer Artikelserie mit Bauern verschiedener Generationen sucht der LID 2012 Perspektiven für die Schweizer Landund Ernährungswirtschaft.

75 Jahre Kommunikation zwischen Stadt und Land

4 2012 · UFA-REVUE


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Impressum UFA-Revue Die Mitglieder-Fachzeitschrift der fenaco-LANDI Gruppe. Die Ausgaben Nr. 1, 3, 5, 7-8, 9 und 11 erscheinen mit im Abonnement inbegriffener Beilage des LANDI-Contact. Diese Ausgabe erscheint mit der Sonderbeilage «Kooperationen». ISSN 1420-5106 Herausgeber fenaco Genossenschaft, Erlachstrasse 5, 3001 Bern Hans Peter Kurzen, Publizistische Leitung

UFA-REVUE · 4 2012

Mitherausgeber LV-St. Gallen, GVS Schaffhausen. Die Beteiligungen der Herausgeber an anderen Unternehmungen sind in den gültigen Geschäftsberichten aufgeführt. Erhältlich beim Verlag. Redaktion Tel. 058 433 65 30 Fax 058 433 65 35 Theaterstrasse 15a, 8401 Winterthur Dr. Roman Engeler (Chefredaktor), Daniela Clemenz, Christian Hirschi, Gaël Monnerat, Cyril de

Poret und Matthias Roggli. Anne-Marie Trümpi (Redaktionsassistentin). Anzeigen/Abonnemente Tel. 058 433 65 30 Fax 058 433 65 35 UFA-Revue Anzeigenberatung Theaterstrasse 15a 8401 Winterthur Martina Bernet, Alex Reimann, Anja Rickenbach Annahmeschluss 20 Tage vor Erscheinen

Verlag Tel. 058 433 65 20 Fax 058 433 65 35 Verlag LANDI-Medien, ein Bereich der fenaco, Postfach, 8401 Winterthur Martina Bernet, Verlagsleiterin

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