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UNTERWEGS MIT …

…UFA-Rindviehspezialist Simon Schurtenberger

Die Entwicklung zur Milchkuh im Fokus

S

imon Schurtenbergers grosse private und berufliche Leidenschaft ist die Zucht und Haltung von Milchvieh. Seit 2016 arbeitet er bei der UFA AG als Rindviehspezialist und betreut die Rindviehhaltungsbetriebe der LANDI Oberbalm, Schwarzwasser, UWA und Gurmels sowie die Munimast Baselbiet. Im Einzugsgebiet der LANDI Gurmels befindet sich auch der Milchproduktions- und Viehzuchtbetrieb von Thomas und Susanne Waeber. Produzierende Landwirtschaft und Wert­ schöpfung Für das Betriebsleiterehepaar ist eine produzierende Landwirtschaft wichtig, denn nur so könne sich die Schweizer Landwirtschaft weiterentwickeln und bestehen, erklären sie. Dies und die Freude an der Viehzucht sind die Gründe, weshalb Waebers auf ihrem Betrieb 80 Red Holstein- und Holsteinkühe halten, die Milch produzieren. Um die

Wertschöpfung der Milch zu steigern, werden die Stierkälber und Kreuzungsprodukte auf dem Betrieb selbst ausgemästet. Die Fütterung ist zentral Damit die Kühe ihr Leistungspotenzial ausschöpfen und dabei gesund bleiben, müssen sie leistungs- und bedarfsgerecht gefüttert werden. Deshalb erhalten Waebers Kühe eine Mischung aus Grassilage (1. Schnitt und Sommer), Maissilage, Emd, Malz, Eiweisskonzentrat UFA 257, Leistungsfutter UFA 243 und Mineralstoff UFA 1117 mit Miniblend. Die Startphasentiere erhalten beim Melken zusätzlich UFA top-form, um den hohen Energiebedarf zu decken. Damit die Kühe in der Startphase genug fressen, werden sie nach der Abkalbung ungefähr zwei Wochen in einer Abkalbegruppe gehalten, bevor sie wieder in die grosse Herde eingeführt werden. Durch diese Massnahme wird die Stressspitze etwas gebrochen.

schaften. Hierbei gilt zu sagen, dass der Fokus auf dem Euter liegt. «Nur Kühe mit gesunden und gut aufgehängten Eutern sind langlebig und wirtschaftlich», erklärt der Betriebsleiter. Von welchen Kühen Kälber aufgezogen werden, wird bereits bei der Besamung festgelegt. Kühe, die dem Zuchtziel nicht entsprechen, werden mit Limousin (rund 25 %) und Rinder aus vielversprechenden Kuhfamilien mit gesextem Sperma besamt. Durch diese Massnahmen wird die potenzielle Aufzucht eingegrenzt.

Das Euter im Fokus Bei der Zucht achten Waebers nicht nur auf die Milchleistung und die Milchinhaltsstoffe, sondern auch auf die Euterqualität, das Fundament, die Persistenz und die Beckeneigen-

Der Betrieb von Thomas und Susanne Waeber im Einzugsgebiet der LANDI Gurmels.

Simon Schurtenberger Frauenkappelen (BE) Zivilstand

ledig

Geboren

3. November 1991

Ausbildung Landwirt EFZ, Agrotechniker HF Hobbys

Viehzucht, Berner Jungzüchter und Turnverein

Motto

Erfolg kommt dann, wenn das Tier im Fokus steht.

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UFA-REVUE  12 | 2017

UFA-Revue 12/17  
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