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UNTERWEGS MIT …

…UFA-Schweinespezialist Michael Fankhauser

«Neue Chancen durch Abferkelring» Michael Fankhauser hat bereits langjährige Erfahrung im UFA-Beratungsdienst. Bevor er 2003 eintrat, war er bereits sieben Jahre in der LANDI Oberseetal als Futtermüller und Berater tätig. Er betreut heute Zuchtund Mastbetriebe in der Zentralschweiz. Als gelernter Landwirt und Futtermüller brachte er schon damals eine breite Palette an Wissen mit. Er geniesst an seinem Job die Selbstständigkeit, sowie die Abwechslung im Alltag. Michael Fankhauser brachte uns im Rahmen des «Unterwegs mit» auf den Betrieb Thomas und Priska Renggli in Rothenburg. Die junge Familie bewirtschaftet, zusammen mit zwei Lernenden und ihren drei Kindern, einen Schweine- und Milchviehbetrieb. Zuchtschweine seit einem Jahr Im Jahr 2011 hat Thomas Renggli den Betrieb von seinen Eltern übernommen. Bis vor einem Jahr hatten sie noch keine Zuchtsauen, sondern betrieben einen konventionellen Mastbetrieb. Die Änderungen der Tierschutzverordnung per August 2018 erforderten einen erhöh-

Michael Fankhauser, Inwil Zivilstand: Geboren: Ausbildung: Hobbys: Motto: 46

ten Flächenbedarf von rund 38 Prozent pro Tier. Zudem dürfen seither keine Mastschweine mehr auf reinem Vollspaltenboden gehalten werden. Diese Neuerungen führten dazu, dass in den bestehenden Schweineställen auf dem Betrieb keine Mastschweine mehr gehalten werden durften. Nach einer genauen Markt- und Betriebsanalyse haben sich Thomas und Priska Renggli entschlossen, den Betriebszweig Schweinehaltung weiterzuführen und die dazu nötigen Anpassungen vorzunehmen. Ziel war es, weiterhin ein Vollerwerbsbetrieb zu sein und als Lehrbetrieb akttraktiv zu bleiben. Zudem haben sie sich bewusst für die Labelproduktion (CNf) entschieden. Die Schweine haben im neuen Stall rund ein Drittel mehr Fläche als das Tierschutzgesetz vorschreibt, können permanent in den Auslauf und liegen auf viel Stroh. Die strengen Auflagen werden durch unangemeldete Kontrollen vom Schweizer Tierschutz und dem Vermarkter bis zu viermal jährlich kontrolliert. Arbeitsteilung im Abferkelring Rengglis kombinierten im Neubau die Jageraufzucht- und die Mastställe. Der alte Maststall wurde zum Abferkelstall umgebaut. Heute wird der Grossteil der Ferkel selber gemästet, ein Teil wird verkauft. Vorher wurden

die Jager von bis zu sieben verschiedenen Geburtsbetrieben eingestallt. Durch das jetztige, geschlossene System wurde der Gesundheitsstatus der Tiere deutlich optimiert. «Der Medikamenteneinsatz ist praktisch auf null gesunken und der erhöhte Gesundheitsstatus zahlt sich in besseren Mastleistungen aus» so Thomas Renggli. Es ergab sich eine Zusammenarbeit mit einem FerkelRing. Der Deck-Warte Betrieb ist in der Nachbargemeinde zu Hause. Der zweite Abferkelbetrieb liegt auch in Rothenburg. «Die kurzen Distanzen und die hohe Professionalität unserer Partnerbetriebe bringen allen viele Vorteile. Dies sind zum Beispiel kurze Transportdistanzen, keine Mischinfektionen, hohe Biosicherheit, gleicher Tierarzt und der gegenseitige Erfahrungsaustausch» so Renggli weiter. Geburtsüberwachung Priska Renggli übernimmt einen Grossteil der Geburtsüberwachung. Als ausgebildete Pflegefachfrau HF hinterfragt und optimiert sie die Abläufe, z.B. bezüglich Hygiene, stetig.

Thomas Renggli tauscht sich regelmässig mit Michael Fankhauser aus.

Die Ferkel im Ferkelnest, wo sie vor dem Erdrücken geschützt sind.

Verheiratet, 2 Töchter 24. April 1973 Landwirt (1994), Futtermüller (1998) Seit 1.1.2003 UFA-Beratungsdienst Jagd, Alphorn, Männerriege «Den Betriebsleiter unterstützen, dass der Betrieb Erfolg hat.» UFA-REVUE  11|2019

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UFA-Revue 11/19  

Top Themen der Ausgabe: - Pellets auf dem Feld pressen - Hofmanagement digitalisieren - Gewürz- und Heilkreäuteranbau - Optimale Versorgung...

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