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UNTERWEGS MIT …

…UFA-Milchviehspezialist Jean-Michel Mercier

Jeder in seinem Arbeitsbereich

D

ie Landwirtschaft im Allgemeinen, besonders aber die Milchviehhaltung, motivierten Jean-Michel M ­ ercier nach Anschluss der Matur, zu einer Ausbildung im Agrarbereich. So schloss er wenig später eine Ausbildung ab, die in der Schweiz dem Agrotechniker entspricht. Anschliessend arbeitete er während sieben Jahren in der französischen Agrarbranche und wechselte 1990 zur l’UCAR (Verband der landwirtschaftlichen Genoss e n s c h a f t e n d e r We s tschweiz – heute fenaco). Dort war er in der Region des Neuenburger Juras für die Beratung und den Verkauf des UFA-Futters zuständig. Im Jahr 1995 trat er während der Renovation des damaligen Rivalor-Mischfutterwerks in Puidoux dem UFA-Team bei und betreut seither die fünf LANDI des Kantons Neuenburg und deren Kunden. Sein Organisationstalent und sein grosses Fachwissen machen ihn zu einer sehr geschätzten und anerkannten Person. Im Rahmen des «Unterwegs mit» führt uns Jean-­M ichel Mercier ins Val-de-Ruz, zu Familie Jacot-Chollet. Frédéric Jacot, seinerseits die dritte Generation auf dem Betrieb Crôtets, stellt uns den Familienbetrieb mit 73

ha Land in Geneveys sur Coffrane (930 m ü.M.) in der Bergzone 1 vor. Zuchtarbeit aus Leidenschaft Seit vielen Generationen ist die Milchviehzucht das Herzstück des Betriebes. Die Betriebsleiter kümmern sich bei Problemen sofort um die Tiere und warten nicht lange zu, wodurch Folgekrankheiten vermieden werden können. Der Einfluss der bekannten Stammkühe in der Herde ist schnell erkannt: «Aus Zeitmangel können wir nicht mehr an so vielen Ausstellungen teilnehmen, aber die Leidenschaft für die Zucht bleibt trotzdem», erzählt Frédéric JacotChollet. Das Zuchtziel ist eine massige Kuh mit guten Gliedmassen und einem gesunden und produktiven Euter. Die Stierenauswahl übernimmt der Vater Pierre-André, er setzt bevorzugt auf kanadische und italienische Genetik. Die aktuellsten Daten von Swiss-herdbook zeigen eine durchschnitt-liche Laktationsleistung von 9200 kg Milch mit einem Fettgehalt von 4,11 Prozent und einem Proteingehalt von 3,28 Prozent. Das Wohl der Tiere liegt Pierre-André und seinem Sohn Frédéric sehr am Herzen. Die Sommerhitze in diesem Jahr machte den Tieren zu schaffen. Gerade an den extrem heissen Sommertagen mit viel Sonnenschein bewegen sich die Kühe gerne im Schatten oder gar nicht und liegen in der Tiefstreu.

Herdenmanagement Der Freilaufstall mit Tiefstreue aus dem Jahr 1996 bietet für rund 45 Milchkühe Platz. Gefüttert wird eine Mischration bestehend aus Mais- und Grassilage, Heu, dem Proteinkonzentrat UFA 148–3 StimulGreen und Mineralsalz (TMR 1115 und Viehsalz). Während des Sommers wird zusätzlich geweidet. «Die richtige Zusammensetzung der Ration ist wesentlich, um eine gute Gesundheit und eine optimale Produktionsleistung der Herde zu gewährleisten» erklärt Frédéric Jacot. Bei der Milchkontrolle anfangs August erreichte die Herde trotz Hitze eine durchschnittliche Tagesmenge von 29,4 kg Milch, einen Fettgehalt von 4,07 Prozent und einen Proteingehalt von 3,52 Prozent – und das bei durchschnittlich

Die Familje Jacot-Chollet.

Die Milchkühe werden auf Tiefstreue gehalten.

Jean-Michel Mercier, Geneveys-sur-Coffrane Zivilstand: Geboren: Ausbildung: Hobbys: Motto: 56

verheiratet, 2 Kinder Jahrgang 1961 Höhere Fachschule Agronomie (in Frankreich) Fahrrad, Imkern «Schnell und bestmöglich reagieren.» UFA-REVUE  10 | 2018

UFA-Revue 10/18  

Top Themen der Ausgabe: - Bauen ausserhalb der Bauzone - Quaderballen mit hoher Pressdichte - Wie sich die Maissilage übers Jahr verändert...

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