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Fachzeitschrift der fenaco-LANDI Gruppe | www.ufarevue.ch

Ausgabe 7-8 | 2017

Ziegenmilchproduktion Milchziegen sind anspruchsvolle Tiere – besonders was die Fütterung betrifft. Familie Schärer aus Schongnau erklärt ihre Strategie.

Seite 46

Landwirtschaftliche Bildung

Seite 10

Gründüngung aktiviert den Boden  Seite 44 Kuhgewichte im Vergleich

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UFA-REVUE  7-8 | 2017


Inhaltsverzeichnis

Editorial Liebe Leserin, lieber Leser

fenaco Aktuell

18

Vierte Valtra-Generation Valtra präsentiert vier Serien mit Innovationen beim Komfort, der praktischen Anwendung und der Funktionalität.

4 6 8 8

Management Weiterkommen dank Weiterbildung Verschiedene Wege zur Grundbildung Höhere Berufsbildung Hochschulbereich: HAFL oder ETH Kurzmeldungen

10 13 14 15 16

Landtechnik Eine vierte Valtra Generation von A bis S Kurzmeldungen  Vicon Scheibenmäher: Präzision und beste Schnittqualität  Reform PrimAlpin: Stabilität in steilen Hanglagen  Wettbewerb und Neuigkeiten 

18 21 22 24 27

Pflanzenbau

58

Sonderthema: Rapsanbau   So gelingt der Rapsanbau    Untersaat zur Unkrautunterdrückung    Düngungsstrategie für Raps    Bio: Die Schädlinge im Griff haben  Kurzmeldungen  Versuchsplattformen 2017  Bio: Felder nach der Ernte kalken  Gründüngungen aktivieren das Bodenleben 

63

Ziegenmilchproduktion auf Nachfrage  46 UFA-Aktuell: Erfolgreiche Umstellung auf Bio  49 Datenaustausch erleichtert Auswertung  53 Kurzmeldungen54 Fortschrittliche Futterkunden  56 Schweizer Poulets haben Vorsprung  58 Wie effizient sind schwere Kühe  60 Raufutter in seiner grossen Vielfalt  62

Tierhaltung im Vergleich Schweizer Poulets geniessen im Vergleich zu ausländischen mehr Platz, GVO-freies Futter und fast immer einen Wintergarten.

28 31 34 36 38 40 42 44

Nutztiere

«Hotel Mama» Ist eine Kostenbeteiligung am Haushalt angemessen, wenn die Kinder ihr eigenes Geld verdienen und noch zu Hause wohnen?

Bild Titelseite: Sandra Frei

Landleben

Die Aussaat für die Rapsernte 2018 steht vor der Tür. Im Frühjahr kündigte die Zweifel Pomy-Chips AG an, künftig ihre Chips mit Schweizer HOLL-Rapsöl zu produzieren. Eine erfreuliche Nachricht für Landwirte. So konnten dieses Jahr die Zuteilungsmengen nicht nur für die klassischen Sorten, sondern auch für den Anbau von HOLL-Raps deutlich gesteigert werden. Dem Anbau von Raps ist auch unser Sonderthema in dieser Ausgabe gewidmet. Ab Seite 28 erfahren Sie alles rund um Sortenwahl, Saatbeetbereitung, Pflanzenschutz und Düngung. Berufsprüfung, Höhere Fachschule oder Hochschulabschluss? Die Ausbildungsmöglichkeiten im landwirtschaftlichen Bereich sind vielfältig. Welche Wege es bei der Grund- und Weiterbildung gibt, zeigt Ihnen unsere Redaktorin Gabriela Küng ab Seite 10. Dazu berichten zwei Landwirte, welche Weiterbildung sie absolviert haben und wie sie und ihr Betrieb davon profitieren. Im Bereich Landtechnik hat sich unser Redaktor Jean-Pierre Burri das Thema Futtergewinnung näher angeschaut. Ein Heckmähwerk von Vicon und ein Ladewagen von Reform stellen sich ab Seite 22 jeweils dem Praxistest. Ziegen sind wählerische Tiere. Sie beäugen alles ganz genau, was auf den Futtertisch kommt. Um hohe Milchleistungen zu erreichen, muss die Fütterung stimmig sein. Was es dabei zu beachten gilt, lesen Sie ab Seite 46.

Verena Säle

Kostenbeteiligung am Haushalt  Kurzmeldungen / Verlosung  Leserreise 2018: Geheimnisvolles Myanmar Lavendel – der Duft des Sommers  Schnelle Rezepte für helfenden Hände und hungrige Mägen Der Gurtenbauer: Highland Games und Hochzeiten 

63 65 66 68 69 70

Branchenverzeichnis  Marktplatz  Vorschau / Impressum 

26 75 79

Redaktorin UFA-Revue

Baumrinde | © Agrisano

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Aus der Praxis Christian Jenni und Ralf Hahn haben beide eine landwirtschaftliche Weiterbildung abgeschlossen. Aber wie nutzen sie diese heute?

Neue Getreideplattform am Auhafen Muttenz Digitale Zukunft: Interview mit Cathrina Claas-Mühlhäuser fenaco glaubt an die Schweizer Getränkeproduzenten Landor ersetzt Kranportal

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fenaco Aktuell

Auhafen Muttenz

Getreideplattform nimmt Gestalt an

Mit der Errichtung des rund 70 Meter hohen Silos ist eine wichtige Bauetappe abgeschlossen worden.

Die fenaco Genossenschaft realisiert am Muttenzer Auhafen eine neue Getreidesammelstelle und eine Getreideumschlagsplattform. In den letzten Tagen konnte ein wichtiger Schritt im Bauprojekt realisiert werden: Die Gleitschalung der rund 70 Meter hohen Silos ist abgeschlossen.

Z

um Abschluss dieser wichtigen Bauetappe luden fenaco GOF und die LANDI Reba Mitte Juni Produzenten, Kunden und Mitarbeiter zur Besichtigung ein. Die Gäste konnten die Baustelle besuchen und erfuhren an einer Führung viel Wissenswertes zur neuen Sammelstelle.

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fenaco GOF präsentierte an verschiedenen Stationen, wie die Getreideannahme ab der Ernte 2018 abgewickelt wird, und zeigte den Besuchern wie der Schiffsentlad und der Bahnverlad in Zukunft funktionieren werden. «Die fenaco tätigt im Auhafen eine wichtige Investition in die Zukunft

des Schweizer Getreideanbaus und der Schweizer Tierproduktion. Es entsteht eine leistungsstarke Anlage, die eine optimale Abwicklung der Inlandernte in der Region und den Umschlag der notwendigen Ergänzungsimporte zulässt. Zudem können wir durch diesen Bau unserer VerantworUFA-REVUE  7-8 | 2017


fenaco Aktuell Getreideannahme ab 2018 Dank dem Umbau von bestehenden Silos und dem Neubau von Betonsilos wird die Getreideannahme und -abgabe für die Produzenten wesentlich effizienter. Der Bau wird im Winter 2017/2018 fertiggestellt und so können die Produzenten ab der Ernte 2018 im Auhafen abliefern und müssen nicht mehr zur Annahmestelle im Dreispitz, Basel, fahren, die logistisch schwer zu erreichen ist. Mit dieser Effizienzsteigerung trägt die fenaco auch im Auhafen massgeblich dazu bei, die Landwirte in der wirtschaftlichen Entwicklung ihres Unternehmens zu unterstützen.

Auf ein Wort

Investitionen für eine produzierende Schweizer Landwirtschaft Mit der Übernahme der Silos und Immobilien in Penthalaz hat die fenaco Genossenschaft bereits im April dieses Jahres eine wichtige Investition für die Schweizer Ge­ treide- und Ölsaatenproduzenten in der Westschweiz getätigt. Mit dem sich im Bau befindenden neuen Umschlagsterminal für Getreide und Futtermittelrohwaren im Basler Auhafen folgt mit der Integration einer Sammelstelle eine weitere bedeutende Investition in den Schweizer Getreideanbau. Die neuen Infrastrukturen ermöglichen effizientere Prozesse und wir können den Produzenten der Region Basel eine moderne und schlagkräftige neue Erfassungsstelle für Inlandgetreide und Ölsaaten anbieten.

In mehreren geführten Gruppen erhielten die Gäste einen Einblick in das Bauprojekt.

tung als Pflichtlagerhalter nachkommen und geeigneten Lagerraum zur Verfügung stellen», sagt Hansjörg Reiss, Leiter fenaco GOF.

«Die Bauern der Regionen konnten die Gleitschalung live besichtigen.» In der Gleitschalungsphase im Juni wuchs das wabenförmige Silo rund 5 Meter am Tag in die Höhe bis es schliesslich im Juli seine finale Höhe von rund 70 Metern erreicht hatte. «Die Landwirte waren sehr erfreut über die Anlage und beim anschliessenden Grillfest wurde rege über das Bauprojekt diskutiert», sagt n Reiss.

Getreideplattform am Muttenzer Auhafen Das Bauvorhaben umfasst den Umbau der ehemaligen Sandsilos in Getreide­ silos. Zusätzlich werden neue 70 Meter hohe Silogebäude für die Lagerung von Getreide, Ölsaaten und Futterproteinen entstehen. Das Inlandgetreide kann an einer leistungsstarken Gosse abgeliefert werden (150 t/h), zudem werden für die Getreideernte ein topmoderner Trockner

sowie einige Nasszellen installiert. Für den Verlad der Ware werden eine neue Bahnverladeanlage und eine LKW Ver­ ladestrasse eingerichtet. Die Ergänzungsimporte zur inländischen Ernte können mit Schiff, Bahn und auch LKW zur neuen Getreideplattform der fenaco angeliefert und entladen werden.

Autorin Szilvia Früh Unternehmens­ kommunikation fenaco, 8401 Winterthur Bilder Szilvia Früh

Ergänzend zur Inlandproduktion wird ein wesentlicher Teil der Import­ beschaffung über den Basler Auhafen abgewickelt. So behält die fenaco die Logistik kosteneffizient in den eigenen Händen und sie ist in der Lage, die benötigten Rohstoffe für das UFA Mischfutter an die Tierhalter so kostengünstig wie möglich an­ bieten zu können. Zudem kann die fenaco dank den neuen Lagersilos ihren Beitrag zur Vorsorgesicherheit im Auftrag des Bundes − als einer der bedeutendsten Pflichtlagerhalter für Getreide und Futtermittel der Schweiz − noch besser wahrnehmen. Der fenaco Genossenschaft ist es wichtig, auch in Zukunft so viel wie möglich Schweizer Rohstoffe vermarkten und verarbeiten zu können. Sie nimmt ihre Verantwortung mit den erwähnten Investitionen für die Inlandproduktion ernst und so steht der Import von Getreide- und Futtermittelrohwaren immer unter der Prämisse «Ergänzungsimport». Mit den Investitionen in Penthalaz sowie im Basler Auhafen leistet die fenaco zwei wichtige Meilensteine für die Schweizer Getreideproduzenten und die Tierhalter.

Heinz Mollet Leiter Division Agrar

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fenaco Aktuell

Interview mit Cathrina Claas-Mühlhäuser

Gestalten statt reagieren Die Digitalisierung in der Landwirtschaft macht rasante Fortschritte. «Man muss mitmachen», sagt Cathrina Claas-Mühlhäuser, Vorsitzende des Aufsichtsrates des Landtechnikherstellers Claas. Im Interview greift sie wesentliche Punkte auf, wie sie ihr Unternehmen und ihre Kunden für die digitale Zukunft wappnen möchte.

C

athrina Claas-Mühlhäuser (42) ist die Enkelin des Firmengründers August Claas und führt das Unternehmen als Präsidentin und Inhaberin in dritter Generation.

UFA-Revue: Globalisierung und Di­ gitalisierung passieren. Man muss mitmachen. Sehen Sie das auch so? Cathrina Claas-Mühlhäuser: Ja, weil die Chancen die Risiken überwiegen. Es ist immer besser, den Wandel zu gestalten als lediglich darauf zu reagieren.

Die Digitalisierung ändert ganze Ge­ schäftsprozesse schneller als die bisher bekannten technologischen Funkti­ onsoptimierungen. Das stellt auch Sie persönlich als Unternehmerin vor neue Perspektiven. Wo sehen Sie die grösste Herausforderung? Claas-Mühlhäuser: Wir müssen die Trends richtig deuten und rasch handeln. Es geht dabei nicht nur um Produkte und Systeme, sondern auch um unsere Kundenbeziehungen. In über 100 Jahren Firmengeschichte haben wir oft Dinge als erste angestossen. Das muss so bleiben. Was tun Sie konkret? Claas-Mühlhäuser: Wir haben bei Claas unsere Elektronikkompetenz in einer neuen Tochtergesellschaft gebündelt. Mehr als 150 Mitarbeiter entwickeln dort jetzt ElektronikArchitekturen, automatische Systeme zur Lenkung per Satellitensignal sowie andere Lösungen für eine zunehmend vernetzte Landwirtschaft. Gleichzeitig bauen wir die digitalen Schnittstellen zu unseren Kunden aus, wenn es zum Beispiel um Ersatzteile oder Gebrauchtmaschinen geht. 6

Muss ein Umdenken in der Entwick­ lung stattfinden? Weg vom traditio­ nellen Mähdrescher hin zu digitalen Lösungen? Claas-Mühlhäuser: Claas wird weiter auch ein Hardware-Unternehmen sein. Der Kunde kauft heute jedoch immer seltener nur eine Maschine. Ihn interessiert eine komplette Lösung für seinen Betrieb. Bis vor wenigen Jahren war der Trend in der Landtechnik von immer grösseren Maschinen geprägt. Heute finden Innovationen vor allem in den Bereichen Antriebstechnik, Maschinenintelligenz und Vernetzung statt. Es geht uns um die Optimierung von ganzen Prozessketten. Claas optimiert Maschinen, vernetzt sie miteinander und jetzt werden Tools zur Maschinenprozessoptimie­ rung entwickelt. Was bedeutet das für Ihre Unternehmenskultur? Claas-Mühlhäuser: Claas wird mit 77 Prozent Auslandsanteil immer internationaler. Deshalb nutzen wir die digitalen Möglichkeiten, um unsere eigenen Arbeitsabläufe und Entwicklungsprozesse zu verbessern. Genau diese unternehmerische Brille setzten auch viele unserer Kunden auf und sehen das Datenmanagement als Chance, nicht als Bedrohung. Claas hat das Softwareunternehmen 365FarmNet gegründet. Ein Blick in andere Wirtschaftsbereiche zeigt: neutrale, offene Plattformen sind er­ folgreich. Welchen Kundennutzen hat 365FarmNet? Claas-Mühlhäuser: Der Landwirt möchte seinen Betrieb als Ganzes betrachten und strategische Entscheidungen treffen. Das geht nur,

Cathrina Claas-Mühlhauser ist die Vorsitzende des Aufsichtsrates des Landtechnikherstellers Claas.

wenn er Prozesse im Nachgang analysiert. Dazu benötigt der Landwirt viele Daten, die er mit Hilfe von 365FarmNet sammeln und auswerten kann, um dann seine Entscheidungen auf ein festeres Fundament zu stellen.

Stellen sie sich vor, Sie sind im Ver­ trieb für 365FarmNet unterwegs. Was wäre ihr wichtigstes Argument für diese Plattform im Gespräch mit dem Kunden? Claas-Mühlhäuser: Mit 365FarmNet bekommt der Landwirt ein digitales Betriebsmittel, das durch die Bausteinstruktur individuell auf seine Bedürfnisse angepasst werden kann. Das Partnermodell von 365FarmNet ermöglicht einen ungehinderten Informationsfluss in der täglichen Arbeit – ohne dass der Landwirt weitere zusätzliche Programme nutzen muss. Seit der Agritechnica 2015 stellt 365FarmNet zudem die Grundfunktionen, inklusive AckerschlagUFA-REVUE  7-8 | 2017


fenaco Aktuell kartei und Dokumentation, kostenlos zur Verfügung, zeitlich unbegrenzt und unabhängig von der Betriebsgrösse. Somit kann sich der Landwirt ohne grossen Kostenaufwand ein genaues Bild von 365FarmNet und seinen Möglichkeiten machen und das optimale Set an Modulen für seinen Betrieb auswählen.

Viele Ihrer Endkunden haben Angst um die Sicherheit ihrer Daten. Wem gehören die erhobenen Daten bei­ spielsweise bei 365FarmNet? Glauben Sie, dass die begrenzenden Erfolgsfak­ toren derzeit die Datensicherheit und die Dateninfrastruktur sind? Claas-Mühlhäuser: Der Digitalisierungsprozess in der Agrarbranche wird durch die Unsicherheit mit Blick auf die Datensicherheit und die Datenhoheit gebremst. Viele Landwirte sorgen sich um ihre Daten, die in einer Cloud gesammelt abgelegt werden würden. Ich halte das für unbegründet. 365 FarmNet nutzt zertifizierte Server in Deutschland; die Datenübermittlung erfolgt ausschliesslich verschlüsselt. Mit der eigenen Festplatte zu Hause hat man im Vergleich dazu deutlich mehr Risiken. Entscheidend ist: Die Daten gehören grundsätzlich dem Landwirt und nur er bestimmt, wem er diese zur Nutzung überlässt. Die gesamte Landtechnikbranche ist gefragt, unseren Kunden die Verunsicherung zu nehmen. Bisher ging der Trend bei den Maschi­ nen zu grösser, breiter und stärker. Die Betriebe mussten und müssen ka­ pitalintensiv arbeiten, um am techni­ schen Fortschritt teilzunehmen. Wenn es um digitale Lösungen geht, haben viele Betriebsleiter mittelständischer Höfe im Kopf, dass auch diese Technik für die Grossen der Branche ist. Stimmt das? Claas-Mühlhäuser: Bisher waren grosse strategische Schritte mit viel Geld verbunden. Das ist heute nicht mehr so. Durch die Datenerhebung und Auswertung können Kosten eingespart und Ressourcen geschont werden. Ausserdem ergeben sich ganz neue Geschäftsmodelle für den Landwirt. Ich glaube, dass sich gerade

für kleinere Betriebe, auf denen kein zusätzliches Personal eingestellt werden kann, grosse Chancen ergeben. Dort ist es besonders wichtig, die verfügbare Zeit effektiv zu nutzen.

365FarmNet besteht zurzeit aus ei­ nem Netzwerk von 27 Partnern. Wie gut funktioniert die Integration der verschiedenen Hersteller? Claas-Mühlhäuser: Die Voraussetzung für eine gute Zusammenarbeit ist ein gemeinsames Ziel. Wir als Claas suchen in 365FarmNet keinen zusätzlichen Vertriebsweg für Mähdrescher oder Traktoren. Wir möchten einen zusätzlichen Service für unsere Kunden anbieten. Und der Mehrwert der Plattform für den Kunden steigt mit jedem weiteren Partner, der sich mit seinem Know-how einbringt. Es wird in Zukunft weitere digitale Plattformen für die Landwirtschaft geben. Diesem Serviceund Technologiewettbewerb stellen wir uns gerne. Welchen Partner hätten Sie gerne noch im Boot? Warum? Claas-Mühlhäuser: Diese Frage stellt sich für mich anders: Welche Partner und, noch wichtiger, welche Lösungen und Informationen wünschen sich unsere Kunden? Welche Rolle spielt die fenaco als Ge­ neralimporteur für den Schweizer Markt? Claas-Mühlhäuser: Als Familienunternehmen achten wir auf eine langfristige und wertorientierte Zusammenarbeit mit unseren Importeuren und Kunden. Die fenaco ist für uns in Europa ein sehr dynamischer Partner, mit dem wir schon lange vertrauensvoll zusammenarbeiten.

Haben Sie Angst, dass Unternehmen wie Apple oder Google die Agrarbran­ che für sich entdecken und Sie somit auf starke Konkurrenz ausserhalb der Branche treffen? Claas-Mühlhäuser: Angst ist ein schlechter Ratgeber. Ich bin ein Mensch, der erst einmal das Gespräch sucht und sich Gedanken über gemeinsame Projekte macht. Wichtig ist mir dabei ein gemeinsames Verständnis von Datenschutz und den Rechten unserer Kunden. Dies gilt für alle unsere Partner, heute und in Zukunft.

« fenaco ist für

uns ein sehr dynamischer Partner »

Cathrina Claas-Mühlhäuser, Aufsichtsratsvorsitzende von Claas

Wie sieht Ihr Zukunftsbild vom Land­ wirt im Jahre 2050 aus? Claas-Mühlhäuser: Auf diese Frage gibt es je nach Region und Boden ganz unterschiedliche Antworten. Ohne moderne Landwirtschaft könnte die Welt heute nur 1,5 Milliarden Menschen ernähren. Die Weltbevölkerung wird jedoch von aktuell sieben bis 2050 auf rund neun Milliarden Menschen ansteigen. Daher wird die Bedeutung der Technik weiter zunehmen. Entscheidend bleiben jedoch auch in Zukunft die Menschen, die den Boden und das Wetter verstehen und den ganzen Lebensraum im n Blick haben.

Neuer Claas-Chef an Delegiertenversammlung der fenaco Hermann Lohbeck (54) ist zum neuen ClaasChef ernannt worden. Er tritt zum 1. Oktober 2017 die Nachfolge von Lothar Kriszun an, der zum gleichen Zeitpunkt in den altersbedingten Ruhestand geht. Hermann Lohbeck ist seit 2014

Mitglied der Claas-Konzernleitung und für das Geschäftsfeld Futterernte verantwortlich. Der gelernte Diplom-Kaufmann war zunächst als Steuerberater und Wirtschaftsprüfer tätig, 1999 kam er zu Claas. Lohbeck trat am 21. Juni anlässlich der Delegiertenversammlung der fenaco in Luzern als Referent zum Thema Digitalisierung der Landwirtschaft auf.

Autorin Alice Chalupny Unternehmens­ kommunikation fenaco, 8401 Winterthur Bilder Claas

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fenaco Aktuell

Investitionen in Schweizer Getränkeindustrie

«Wir glauben an die Getränkeproduzenten» Seit mehreren Jahren lanciert und investiert die fenaco Genossenschaft in verschiedene Projekte der Schweizer Getränkeindustrie und setzt damit ein Zeichen für eine moderne und zukunftsgerichtete Schweizer Produktion. Investitionen in die Getränkeproduktion

Der Eingang des Neubaus der Kellerei im Niderfeld Winterthur. Bild: Stephan Rüegg

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iesen Sommer konnte die fenaco Genossenschaft mit den Eröffnungen des modernisierten Produktionsbetriebs der Ramseier Suisse AG in Elm und der neuen Kellerei der Volg Weinkellereien AG in Winterthur zwei wichtige Projekte erfolgreich abschliessen. Zur Stärkung der Produktion der Traditionsmarke Elmer Citro und Mineral wurden neun Millionen Franken in den Umbau des Betriebs investiert. Nebst der Modernisierung der

Jahr

Projekt

2013

Hochregallager Sursee

Betrag in CHF

2014

Dosenabfüllanlage Hochdorf

2015

Mosterei Sursee



6 Mio.



21 Mio.

20 Mio. 4 Mio.

2016

PET-Abfüllanlage Sursee

2017

Weichpackungsanlagen Sursee

6 Mio.

2017

Modernisierung Betrieb Elm

9 Mio.

2017

Neubau Kellerei Niderfeld Winterthur

Produktionsstätte wurde auch eine neue Besuchergalerie – das Quellen­ erlebnis – realisiert. Das neue Quellenerlebnis dient zur selbstständigen Besichtigung des Betriebs und liefert Informationen über die Mineralquelle, die Marke Elmer und den Produktionsprozess. Der Neubau der Weinkellerei am neuen Standort in Winterthur Niderfeld wurde Ende Juni eröffnet. Dank der Investitionssumme von 28 Millionen Franken konnte die grösste Kellerei der Deutschschweiz verschiedenste Arbeits- und Produktionsprozesse merklich optimieren und für die Mitarbeitenden eine mo-

28 Mio.

derne Arbeitsumgebung schaffen. Mit dem Neubau setzen die Volg Weinkellereien ein positives Zeichen für die Deutschschweizer Weinbauern als beständiger und verlässlicher Partner in Veredelung und Verkauf. «Die regelmässigen Investitionen in die Schweizer Getränkeproduktion sind notwendig, um auch in Zukunft marktfähige Produkte anbieten zu können. Wir glauben an die Schweizer Getränkeproduzenten und wollen die bestmöglichen Voraussetzungen für eine erfolgreiche und langfristige Zusammenarbeit schaffen», sagt Christian Consoni, Leiter des Departements Getränke bei der fenaco. n

Landor ersetzt Kranportal

Das neue Kranportal ist eine 250 Tonnen schwere Sonderanfertigung aus Stahl: 16 Meter hoch und 56 Meter lang. Bild: Landor 8

Das alte Landor-Kranportal im Muttenzer Auhafen war in die Jahre gekommen, die jährliche Kontrolle hat am Fahrwerk gröbere Rostschäden beim Fahrantrieb aufgedeckt. Das erstaunt nicht in Anbetracht des Baujahres 1939 und bei einer jährlichen Dünger-Umschlagsmenge von rund 120 000 Tonnen. Dies entspricht rund 100 Schiffsladungen jedes Jahr. Das neue moderne Kranportal wurde nach einer rund sechsmonatigen Her-

stellungszeit Anfang Juni bei der Landor angeliefert. Der Aufbau der 250 Tonnen schweren Sonderanfertigung aus Stahl mit einer Höhe von 16 und einer Länge von 56 Metern dauerte rund 4 Wochen. Die meisten Portalteile, darunter ein 56 Meter langer Träger, kamen an einem Stück angeliefert. Pünktlich zum Anfang der Hauptsaison des Düngergeschäfts wird das Kranportal seinen Betrieb n aufnehmen. UFA-REVUE  7-8 | 2017


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Management

Landwirtschaftliche Bildung

Vorwärts kommen dank Weiterbildung Christian Jenni und Ralf Hahn haben beide eine Weiterbildung im Bereich der höheren Berufsbildung abgeschlossen. Jenni konnte bereits einiges auf seinem Betrieb umsetzen – Hahn profitiert zurzeit bei seiner jetzigen Arbeitsstelle.

Jenni baut zurzeit auf seinem Betrieb – in der Betriebsleiterschule lernte er, so kosteneffizient wie möglich zu investieren. 10

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Management

B

lauer Himmel, saftig grüne Weiden mit Pferden und Rindern und inmitten dieser Idylle der Betrieb Hinterbrunnen im Entlebuch (LU). Christian Jenni (29 Jahre) übernahm den Betrieb 2012 von seinen Eltern. Zu dieser Zeit steckte er mitten in der Betriebsleiterschule. Auf seinem Betrieb in der Bergzone II, wo Jenni mit seiner Partnerin Priska Willi und Sohn Celio lebt, bewirtschaftet er 28 ha Naturwiese und 33 ha Wald. Er betreibt Rinderaufzucht mit rund 40 – 45 Rindern. Insgesamt weilen auch 30 Pferde auf seinem Hof: Fohlenaufzucht, Alters- und Erholungsweide, sowie einige Ausbildungspferde gehören zum täglichen Betrieb. Sechs der 30 Pferde gehören Jenni. Diese werden für Zucht, Sport und Reitstunden eingesetzt. Seine Partnerin Priska ist als Bereiterin mit Berufsprüfung für die Ausbildung von Reiter und Pferd zuständig. Bei der Bewirtschaftung des Waldes wird Jenni von seinem Bruder, Florian Jenni, unterstützt. Er betreibt hauptberuflich ein Forst- und Gartenbaugeschäft (www.jenniforst.ch).

Intensive Zeit Jenni begann 2011 mit der Betriebsleiterschule 1 (BLS 1, siehe auch Seite 14). Im Januar 2012 konnte er dann den Betrieb seiner Eltern übernehmen. «Es war eine intensive Zeit», erzählt Jenni, «aber auch sehr interessant». Ursprünglich wollte er die BLS nie machen, er sei aber von zwei Kollegen überredet worden. «Ich ging nie gerne in die Schule – aber heute bin ich dankbar, dass ich die BLS gemacht habe». Die BLS ist für Jenni die optimale Ausbildung, um danach ein Unternehmen zu führen. «Man lernt viele Details, beispielsweise in der Buchhaltung», erzählt Jenni. In der BLS 2 hatte sich Jenni intensiv mit der Betriebswirtschaft auseinandergesetzt – heute schaut er die Buchhaltung einiges genauer an und «man findet Sachen, die man gar nicht wusste». Verschiedene Formeln wendet Jenni auch heute noch an, um beispielsweise die Wirtschaftlichkeit seines Neubaus zu berechnen.

Investition in neuen Stall Zurzeit baut Jenni einen neuen Pferdestall mit sieben Direktauslaufboxen und eine neue Remise. Er sagt klar: «Kosteneffizient investieren war ein wichtiges Thema in der BLS – der Zweck muss erfüllt sein». Die Remise beispielsweise baut Jenni stützenfrei. Dies sei zwar etwas teurer, doch verschiedene Optionen bleiben offen, falls er die Remise landwirtschaftlich anders nutzen möchte oder müsste. So bleibt er langfristig flexibel. Mit Rinderaufzucht und Pferdeaufzucht sowie -haltung führt Jenni ein Dienstleistungsbetrieb. In der BLS lernte Jenni einiges über Marketing und erstellte dann die Homepage www.vonbrunnen.ch, um den Bekanntheitsgrad zu erhöhen und so auch neue Kunden zu gewinnen. Diese erhalten dank der Homepage einen ersten Einblick in den Betrieb und «Ich muss nicht alles 100 Mal erklären», sagt Jenni schmunzelnd. Für ihn ist die Homepage heutzutage ein «Muss». Breite Ausbildung Die Betriebsleiterschule ist in die BLS 1 und BLS 2 unterteilt (siehe Seite 14). «Die BLS 2 war für mich interessanter. Der Fokus liegt auf der Betriebswirtschaft. Die BLS 1 war hingegen fachlich sehr interessant . Futterbau war am schwierigsten – wir lernten mit dem Wirz Kalender zu arbeiten» erläutert Jenni. Nun weiss er, wo er nachschlagen muss. Heute denkt Jenni gerne an die Gruppenarbeiten und Exkursionen im Inland wie im Ausland zurück. «Die Exkursionen gaben einen guten Einblick in fremde Betriebe», erzählt Jenni. Man sehe, wie es andere machen und kann Potenziale für den eigenen Betrieb ableiten. «Natürlich sind die Unterschiede in Topografie und der Witterung nicht zu vernachlässigen», mahnt Jenni. Gerade die Exkursionen ins umliegende Ausland zeigten ihm, dass diese Betriebe einige Sachen aufgrund der lockereren Vorschriften einfacher umsetzen können als Betriebe in der Schweiz. Jenni lernte Landwirt EFZ (Grundbildung siehe Seite 13). Auch hier schätzte er sehr, dass er verschiedene

Betriebe kennenlernte. Ebenfalls absolvierte er ein Lehrjahr in der Westschweiz – dies empfiehlt er heute jedem Lernenden. «Um am meisten zu profitieren, sollte man irgendwo hin, wo niemand deutsch spricht», erklärt Jenni. Fokus Landwirtschaft Ralf Hahn (29) arbeitet heute 60 Prozent beim Maschinenring Thurgau und verbringt weitere drei Tage jeweils auf dem elterlichen Betrieb in Siegershausen. Er machte ursprünglich die Ausbildung zum Landmaschinenmechaniker und als Zweitausbildung lernte er Landwirt EFZ. «Nach der Lehre zum Landmaschinenmechaniker wollte ich mich entweder in Richtung Mechaniker oder in Richtung Landwirtschaft spezialisieren. Mit der Möglichkeit, einmal den elterlichen Betrieb zu übernehmen, eröffnete sich ein Weg in der Landwirtschaft. Deshalb entschied ich mich für die landwirtschaftliche Ausbildung», erklärt Hahn. Danach habe er sich überlegt, ob er lieber die Meis-

Christian Jenni Ausbildung: Landwirt EFZ Meisterlandwirt (BLS 1+2) am BBZN Hohenrain Betrieb: 28 ha Naturwiese 33 ha Wald 40 – 45 Rinder 30 Pferde www.vonrbrunnen.ch

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Management terprüfung oder die Höhere Fachschule (HF) besuchen möchte. «Einige meiner Kollegen hatten viel Positives von der HF berichtet, weshalb ich mich für diesen Ausbildungsweg entschied», erläutert Hahn.

Ralf Hahn Ausbildung: Landmaschinenmechaniker EFZ, Landwirt EFZ, Agrotechniker HF Zukünftiger Betrieb: 46 ha LN Ackerbau, Gemüse, 44 Milchkühe, Lohnarbeiten

Organisation und Informatik Bei seiner heutigen Stelle beim Maschinenring leitet er unter anderem den landwirtschaftlichen Betriebshelferdienst des Kantons Thurgau und organisiert Messen. «Ich hätte nie gedacht, dass ich je einen Messeauftritt organisieren muss – aber ich habe es in der HF-Ausbildung zum Agrotechniker gelernt und kann es nun anwenden», sagt Hahn schmunzelnd. Insbesondere profitiere er aber von den sogenannten SoftSkills: Organisieren, strukturiert Projekte führen oder auch von der Informatik. Für den elterlichen und später seinen Betrieb sieht Hahn Potenzial in der Automatisation. Wichtig ist

ihm aber insbesondere, sich nicht vor neuen Ideen zu verschliessen und mögliche Optionen vorausschauend zu planen und gut zu organisieren. Externe Arbeitsstellen Hahn hat seine jetzige Arbeitsstelle dank der HF-Ausbildung erhalten. Er schrieb seine Diplomarbeit bereits beim Maschinenring Thurgau und konnte nach seiner Anstellung das erarbeitete Konzept für den Betriebshelferdienst umsetzen. «Die HF-Ausbildung eröffnet für den Einzelnen neue Wege im Arbeitsmarkt», n ist Hahn überzeugt.

Autorin Gabriela Küng, UFA-Revue, 8401 Winterthur Bilder Gabriela Küng

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Management

Landwirtschaftliche Bildung

Verschiedene Wege der Grundbildung In der Grundbildung der Landwirtschaft gibt es nicht nur die Ausbildung zum Landwirt EFZ – zahlreiche weitere Berufe stehen zur Auswahl. Interessant sind insbesondere die Möglichkeiten, von einem in den anderen Beruf zu wechseln.

Tertiärstufe

Höhere Berufsbildung

Berufsbegleitende Weiterbildung

Hochschulbereich

Höhere Fachschule

Fachhochschule

Sekundarstufe II

Berufsmatu­ritäts­schule

Hochschule ETH

landw. Praktikum

Zweijährige Grundbildung

Dreijährige Grundbildung

Gymnasium

Agrarpraktiker/in in den Fach­richtungen Landwirtschaft, Spezialkulturen oder Weinbereitung

Landwirt/in, Geflügelfachleute, Gemüsegärtner/in, Obstfachleute, Winzer/in oder Weintechnologe/in

Langzeit- oder Kurzzeitgymnasium (6 respektive 4 Jahre) mit verschiedenen Schwerpunktfächern.

Abschluss: Eidgenössisches Berufsattest EBA

Alle Grundbildungen (ausgenommen Weintechnologe/ in) können auch mit Schwerpunkt Biolandbau abgeschlossen werden. Abschluss: Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis EFZ

Abschluss: Matura, befähigt zum Studium an der Fachhochschule oder an der Eidgenössischen Technischen Hochschule ETH

direkter Zugang

D

ie landwirtschaftliche Grundbildung ist die Basis, um mit Natur und Tieren im Einklang zu arbeiten. Wohin die Reise in der Grundbildung genau geht, muss jeder für sich entscheiden. Der Beruf Landwirt/in ist sehr vielseitig. Die Berufe Geflügelfachleute, Gemüsegärtner/in, Obstfachleute oder Winzer/in sind spezialisierter. Weintechnologen, dessen Lehrgang ebenfalls in die landwirtschaftliche Grundbildung gehört, arbeiten mit natürlichen Produkten und modernster Technik, um Weinspezialitäten herzustellen. Die Ausbildungen der genannten Berufe dauern alle drei Jahre und schliessen mit einem Eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ) ab. Ausser Weintechnologe/in können alle dreijährigen Grundbildungen mit dem

Zugangs­ qualifikation erforderlich

Schwerpunkt Biolandbau abgeschlossen werden. Zwischen den Berufen Wer einen solchen Beruf erlernt hat, kann sich in einem weiteren Jahr das Fähigkeitszeugnis in einem der anderen landwirtschaftlichen Berufe erarbeiten. Auch ist ein Wechsel zwischen den Berufen problemlos möglich. Agrarpraktiker, die eine zweijährige Attestausbildung absolvieren und mit einem eidgenössischen Berufsattest (EBA) abschliessen, können in weiteren zwei Jahren ein Fähigkeitszeugnis erlangen. Lehrbetriebswechsel Eine Spezialität des landwirtschaftlichen Berufsfeldes ist der Lehrbetriebswechsel. Dieser ermöglicht den Lernenden Einblicke in unterschiedliche Betriebe und Betriebszweige.

Auch ist der Wechsel über die Sprachgrenze hinaus möglich. «Ich empfehle jedem Lernenden, davon zu profitieren», sagt Christian Jenni, Meisterlandwirt, heute (siehe Seite 10). Weiterbildungsmöglichkeiten Mit einer dreijährigen Grundbildung im Berufsfeld Landwirtschaft eröffnet sich einem eine breite Palette an landwirtschaftlichen Weiterbildungen. Grob unterschieden wird zwischen der höheren Berufsbildung (siehe Seite 14) und dem Hochschulbereich (siehe Seite 15). Um im Hochschulbereich, Fachhochschule oder Eidgenössische Technische Hochschule, Fuss zu fassen, muss eine Berufsmatura oder eine Matura abgeschlossen werden. Die Berufsmaturitätsschule kann bereits während der dreijährigen Grundbildung besucht werden.

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Management

Landwirtschaftliche Bildung

Höhere Berufsbildung Zwei Wege führen nach der Grundbildung in die höhere Berufsbildung. Sowohl die Höhere Fachschule wie auch der Fachausweis oder das Meisterdiplom können ohne weitere Qualifikation absolviert werden.

Höhere Berufsbildung

Landwirt/in, Geflügelfachleute, Gemüsegärtner/in, Obstfachleute, Winzer/in oder Weintechnologe/in Abschluss: Fachausweis FA (Berufs­ prüfung) oder Meisterdiplom HFP

Höhere Fachschule

Fachhochschule

Hochschule ETH

Agrotechniker oder Agrokaufmann/frau Abschluss: Dipl. Agro­techniker/in HF, Dipl. Agro­ kaufmann/frau HF

Berufsmatu­ritäts­schule

Sekundarstufe II

Tertiärstufe

Berufsbegleitende Weiterbildung

Hochschulbereich

Zweijährige Grundbildung

Dreijährige Grundbildung

landw. Praktikum

Gymnasium

direkter Zugang Zugangs­ qualifikation erforderlich

14

W

er eine dreijährige Grundbildung im Berufsfeld Landwirtschaft absolviert hat, kann ohne zusätzliche Qualifikation in die höhere Berufsbildung einsteigen. Es gibt zwei verschiedene Wege zur Weiterbildung: Zum einen die berufsbegleitende Weiterbildung, die mit dem Fachausweis FA (auch Berufsprüfung genannt) oder mit dem Meisterdiplom HFP abgeschlossen wird. Zum anderen kann die Höhere Fachschule als Agro-Techniker oder als Agro-Kaufmann/-Kauffrau besucht werden. Beide Weiterbildungen sind in der Agrarbranche sehr gesucht, wie verschiedenste Berufsleute oder auch Absolventen bestätigen.

rufsbegleitend absolviert. Je nach Schule werden die Module in die Betriebsleiterschule (BLS) 1 und 2 unterteilt. Wer die BLS 1 absolviert, schliesst mit dem Fachausweis ab. Danach kann die BLS 2 angehängt werden, um die Meisterprüfung zu absolvieren. Beide Ausbildungen gibt es in den Fachrichtungen Landwirt/in, Bäuerin, Geflügelfachleute, Gemüsegärtner/in, Obstfachleute und Weintechnologe/ login. Nach dem Absolvieren der Meisterprüfung ist man als Meisterlandwirt berechtigt, Lernende auszubilden. Christian Jenni sieht dies als grossen Vorteil des Meisteriploms gegenüber der HF-Ausbildung.

Berufsbegleitend Die Ausbildung zum Fachausweis FA und Meisterdiplom HFP werden be-

Externe Arbeitsmöglichkeiten Abgesehen von der Berufs- und Meisterprüfung kann in der tertiären Bil-

dungsstufe ohne Maturität die Höhere Fachschule besucht werden. Die beiden Ausbildungen Agrokaufleute HF und Agrotechniker HF richten sich an dieselbe Zielgruppe, unterscheiden sich aber in den wirtschaftlichen und technischen Ausrichtungen voneinander. Agrokaufleute geniessen eine vertiefte Ausbildung in kaufmännisch-betriebswirtschaftlichen Disziplinen. Agrotechniker hingegen investieren mehr Zeit in produktionstechnische Aspekte in der Tierhaltung und im Pflanzenbau, sowie in die Analyse und Planung eines Landwirtschafts­ betriebs (siehe auch UFA-Revue 2/17). Ralf Hahn schätzte an der HF-Ausbildung zum Agrotechniker insbesondere die Informatik: «Das ist ein erster Schritt und auch die Basis in Richtung Landwirtschaft 4.0.» UFA-REVUE  7-8 | 2017


Management

Landwirtschaftliche Bildung

Hochschulbereich: HAFL oder ETH Wer sich für wirtschaftliche, ökologische und soziale Zusammenhänge über den Betrieb hinaus interessiert, ist mit einem Agronomiestudium sicherlich gut bedient. Unterschieden wird zwischen Fachhochschule und Universität.

Hochschulbereich

Höhere Berufsbildung

Höhere Fachschule

Tertiärstufe

Berufsbegleitende Weiterbildung

Fachhochschule HAFL

Hochschule ETH

Bachelor: Agronomie mit den möglichen Vertiefungen Agrarwirtschaft, Internationale Landwirtschaft, Nutztier­ wissenschaften, Pferdewissenschaften oder Pflanzen­ wissenschaften und Agrarökologie | Dauer: 3 Jahre

Bachelor: Agrarwissenschaften, Grundlagen, keine Berufsbefähigung | Dauer: 3 Jahre,

Master: Life Sciences – Agrar- und Waldwissenschaften mit den möglichen Schwerpunkten Wertschöpfungsketten und ländliche Entwicklungen, Nachhaltige Produktions­ systeme, Internationale Wald- und Holzwirtschaft oder Regionalmanagement in Gebirgsräumen | Dauer: 1.5 Jahre

Sekundarstufe II

Abschluss: Bachelor of Science in Agronomie | Master of Science in Life Sciences

Zweijährige Grundbildung

Master: Agrarwissenschaften mit den möglichen Vertiefungen Agricultural Economics (Agrarökonomie), Animal Sciences (Tierwissenschaften) oder Plant Sciences (Pflanzenwissenschaften) | Dauer: 2 Jahre Abschluss: Bachelor of Science ETH in Agrarwissenschaften | Master of Science ETH in Agrarwissenschaften

Berufsmatu­ritäts­schule

landwirt­schaftliches Praktikum

Dreijährige Grundbildung

Gymnasium

direkter Zugang

I

m Hochschulbereich wird zwischen Fachhochschule und Universität ­u nterschieden. Agronomie (auch Agrarwissenschaften) wird an der Hochschule für Agrar-, Forst-, und Lebensmit­t el­w issenschaften (HAFL) in Zollikofen auf Fachhochschulstufe und an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) auf universitärer Stufe angeboten. Es gibt aber zahlreiche verwandte Studiengänge wie beispielsweise Umweltwissenschaften, in denen man sich später auch in Richtung Landwirtschaft spezialisieren kann. Das Studium beginnt mit dem Bachelor, welcher im Normalfall drei Jahre dauert. Bereits hier ist es möglich, gewisse Schwerpunkte innerhalb der Agrarwissenschaft zu setzen. Im Master, welcher zwischen eineinhalb und zwei Jahren dauert, spezialisiert man sich.

Zahlreiche Vertiefungen Um ein Studium an der HAFL zu absolvieren, benötigt man die Berufsmaturität zusammen mit einer Lehre aus dem landwirtschaftlichen Berufsfeld. Ebenfalls wird man zum Studium mit einer HF-Ausbildung oder einer Matura und einem einjährigen Praktikum auf einem landwirtschaftlichen Betrieb zugelassen. Ab dem zweiten Studienjahr im Bachelor kann man sich in die Themenfelder Agrarwirtschaft, Internationale Landwirtschaft, Nutztier­ wissenschaften, Pferdewissenschaften oder Pflanzenwissenschaften und Agrarökologie vertiefen. Ebenfalls ist es möglich, die Zusatzqualifikation «biologische Landwirtschaft und Ressourcenschutz» zu erwerben. Auch gibt es die Möglichkeit, in sogenannten Minors das Wissen in speziellen Bereichen zu vertiefen.

Forschungsnahes Studium Das Studium an der ETH unterscheidet sich in verschiedenen Punkten vom Studium der HAFL. Im ersten Jahr, dem sogenannten Basisjahr, liegt der Fokus auf Grundlagenfächern wie Biologie, Mathematik oder Chemie. Nach dem zweiten Jahr steht das landwirtschaftliche Praktikum (10 Wochen) auf einem Betrieb an. Anders als bei der HAFL gilt der Bachelor von der ETH nicht als Berufsabschluss. Der Master dauert zwei Jahre und beinhaltet ein halbjähriges Berufspraktikum. Um an der ETH studieren zu können, wird eine Matura oder ein Bachelor von der Fachhochschule vorausgesetzt. Mit dem Abschluss des Masterstudiums erlangen die Studierenden die Berufsbefähigung sowie die Promotionsberechtigung. n

Zugangs­ qualifikation erforderlich

Autorin Gabriela Küng, UFA-Revue, 8401 Winterthur

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Management

Potenzial: tieferer Energiebedarf

FDP-Nationalrat Jacques Bourgeois beauftragte den Bundesrat mit einem Postulat, den Anteil fossiler Brennstoffe in der Landwirtschaft aufzuzeigen und Lösungssätze zur Verringerung der Abhängigkeit zu präsentieren. Möglichkeiten zur Reduktion des Energiebedarfs liegen in der treibstoffsparenden Nutzung von Landmaschinen, Energiestandards für Ställe und einem effizienten Einsatz von Dünger und Futtermitteln. Die bestehenden Instrumente der Energie- Klimaund Agrarpolitik wirken dabei unterstützend. Aufgrund fehlender Rohstoffe ist die Schweiz bei nicht erneuerbaren Energieträgern wie Erdöl und auch bei sämtlichen mineralischen Düngern zu 100 Prozent von Importen abhängig. Die Versorgungssituation wird aktuell als relativ sicher eingeschätzt. Trotzdem gelte es, gemäss Bericht, den Energiebedarf zu reduzieren.

Tagesaktuelle Neuigkeiten www.ufarevue.ch

Schuldspruch wegen Eigenkonstruktion Landwirt X wurde wegen Führens eines nicht betriebssicheren Fahrzeugs für schuldig gesprochen und gebüsst. Die Verurteilung beruhte darauf, dass X mit einem Traktor fuhr, an dessen Front eine eigenkonstruierte Vorrichtung angebracht war. Es handelte sich um ein Quereisen mit senkrecht aufstehenden Rohren. Als er von der Polizei angehalten wurde, waren auf den Rohren sechs Kartons mit Vorratsrollen von Stretchfolien aufgesteckt , die zum Einwickeln von Siloballen bestimmt waren. Nach dem Strassenverkehrsgesetz (SVG) wird mit Busse bestraft, wer ein Fahrzeug führt, von dem er weiss oder bei pflichtgemässer Aufmerksamkeit wissen kann, dass es den Vorschriften nicht entspricht. Vor dem Bundesgericht ging es hauptsächlich um

die in der Verordnung über die technischen Anforderungen an Strassenfahrzeuge (V TS) enthaltenen Vorschriften. Nach der V TS hat der Halter der Zulassungsbehörde Änderungen an den Fahrzeugen zu melden. Geänderte Fahrzeuge sind vor der Weiterverwendung nachzuprüfen. Eine Ausnahme von der Melde- und Prüfpflicht ist unter bestimmten Voraussetzungen gegeben, wenn die fragliche Vorrichtung als ein am landwirtschaftlichen Fahrzeug vorübergehend angebrachtes erforderliches Zusatzgerät zu qualifizieren ist. Laut dem Bundesgericht handelt es sich bei der Tragvorrichtung von X schon deshalb nicht um ein bewilligungsfreies Zusatzgerät, weil sie – wenn im Einsatz – ein (allenfalls abnehmbares) Zubehör des Fahrzeugs selber darstelle.

Budgetkürzungen 2018 Der Bundesrat sieht für 2018 Budgetkürzungen bei der Landwirtschaft in Höhe von 100 Mio. Franken auf 3.6 Milliarden Franken vor. Der Schweizer Bauernverband will diese Kürzungen verhindern und findet es bedauerlich, dass der Wille des Parlamentes auf Bundesratsebene ignoriert wird. Bereits im vergangenen Jahr

habe das Parlament das Budget für das laufende Jahr, das Stabilisierungsprogramm 2017/19 und den Zahlungsrahmen 2018/21 aufeinander abgestimmt.  Schweizer Bauernverband Administrative Lasten Administrative Lasten hemmen die wirtschaftliche Entwicklung der Berggebiete. Die Schweizeri-

Aus dem Bundesgericht Andreas Wasserfallen Agronom und Rechtsanwalt, Bern,  031 300 37 00

Mit «Zusatzgeräten» gemeint seien hingegen Ausrüstungen, durch welche der Traktor eine bestimmte Aufgabe aus seinem Funktionsspektrum (Mähen, Schneeräumen etc.) versehe. Die von X vertretene Auffassung, in der Landwirtschaft dürften vorübergehende und notwendige Geräte und Ausrüstungen (unter Beachtung der Gewichts- und Abmessungslimiten) grundsätzlich bewilligungsfrei mitgeführt werden, findet laut Bundesgericht keine Stütze in der V TS. X hätte somit nicht auf eine Anmeldung der Tragvorrichtung verzichten dürfen. Der Schuldspruch wurde bestätigt. Über die Bewilligungsfähigkeit wird die für die Abnahme zuständige Fachbehörde entscheiden müssen. (Urteil 6B_19/2017 vom 29.05.2017).

sche Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete (SAB) publizierte eine Studie, welche eine Übersicht dieser Lasten enthält. Die SAB will das wirtschaftliche Potential der Berggebiete und ländlichen Räume aktivieren und werde deshalb verschiedene politische Vorstösse lancieren, um diese Lasten zu reduzieren.  SAB Anzeige

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15 1/20

3/2015

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Landtechnik

Valtra A-Serie und Smart Touch Armlehne

Eine vierte Valtra Generation von A bis S In diesem Jahr präsentiert Valtra die Vervollständigung der vierten TraktorenGeneration. Die ganze Produkte-Palette umfasst vier Serien mit beeindruckenden Innovationen – nicht nur beim Komfort und in der praktischen Anwendung, sondern auch bei der Funktionalität. Das Unternehmen erhielt für die neu entwickelte Armlehne mit integrierter Bedienfunktion, die in den grossen Modellen Standard ist, eine Auszeichnung für deren besonders gut gelungene ästhetische Gestaltung. 18

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Landtechnik Bedienung im neuen Traktor der A-Serie von Valtra. Bild: Jean-Pierre Burri

komfort durch die Smart Touch Armlehne zu erwähnen. Für die ASerie wurden verschiedene Bereiche, darunter die Kabine, der Motor und das System für die Schadstoffbegrenzung sowie das Getriebe überarbeitet. Valtra A-Serie Die A-Serie umfasst sieben Modelle, die das Leistungssegment 75 bis 130 PS abdecken. Die Modelle bis 95 PS verfügen über einen Dreizylinder AGCO Power Motor mit einem 3.3 Liter Hubraum und ein Chassis der Grösse S. Die grösseren Modelle der Serie sind mit einen Vierzylinder Motor mit 4.4 Liter Hubraum ausgestattet. Die Modelle mit 100 und 110 PS verfügen über die Chassisgrös­ se M und jene mit 120 und 130 PS über die Grösse L. 2009 wurden die Motoren der Valtra Traktoren erstmals serienmässig mit der SCR-Technologie (selective catalytic reduction) ausgestattet . Gegenwärtig laufen diese Motoren ohne Partikelfilter, was die Wartung vereinfacht, dennoch erfüllen sie die Emissionsvorschriften von Tier 4 final.

A

m vergangenen 1. Juni präsentierte der finnische Hersteller Valtra sein gesamtes Traktorensortiment sowie die neue Smart Touch Armlehne mit integrierten Bedienelementen. Die Vorführung fand in Klarenbeek in Holland statt. Die Modelle der vierten Traktorengeneration des Herstellers konnten auf der Strasse, im Feld sowie mit dem neusten Frontladermodell getestet werden. Das Sortiment besteht aus der A-Serie von 75 bis 130 PS, der N-Serie von 105 bis 201 PS, der T-Serie mit 155 bis 271 PS und der S-Serie von 270 bis 405 PS. Bei den drei leistungsstärksten Serien (S, T und N) ist als besondere Neuheit der erhöhte Bedien-

Getriebe Das Getriebe wurde bei der gesamten A-Serie verbessert, die nun auch über ein neues Getriebe mit zwölf Vorwärts- und zwölf Rückwärtsgängen verfügt, welche in zwei Gruppen unterteilt sind. Sechs Gänge stehen für den Arbeitsbereich von 4 bis 12 km/h zur Verfügung. Eine Kriechgangvariante für sehr langsames Arbeiten ist ebenfalls verfügbar. Auf Wunsch ist die Maschine mit einer mechanischen oder einer elektrohydraulischen Wendeschaltung ausgestattet. Die Hydraulikleistung für Modelle ab 100 PS erreicht 98 l/min und die hintere Hubkraft beträgt für die leistungsstärksten Traktormodelle 5200 kg. Kabine Die Kabine dieses Traktorenprogramms wurde neu überarbeitet und gewann in der Breite 25 cm dazu, wodurch sich dem Fahrer komfortable Platzverhältnisse bieten. Im Vergleich zum Vormodell ist die neue Kabine 3 cm länger. Vorne ist sie

Der neue Valtra A 94 mit Neuheiten an Kabine, Motor und Getriebe. Bild: Jean-Pierre Burri

Technische Daten der Valtra Traktoren der A-Serie Modelle Max. PS-Leistung

A74

A84

75

85

A94 A104 A114 A124 A134 95

100

110

120

130

Zylinder/Hubraum l

3 / 3.3

Schaltung

mechanisch

Getriebeoptionen

mechanisches Wendegetriebe, elektro­ hydraulisches Wendegetriebe, Kriechgänge

Radstand mm

2250 Chassis S

2430 Chassis M

2500 Chassis L

Bodenfreiheit (max./min.) mm

475 / 425

487 / 437

512 / 437

Wenderadius m

3.72

4.01

4.5

Max. Hubkraft des Heckkrafthebers kg

3000

4300

5200

Gesamtgewicht (volle Tanks) kg

3500

4000

4500

Zulässiges Gesamtgewicht kg

6200

8500

8500

4 / 4.4

schmaler und bietet eine optimale Sicht nach vorne und zur Seite. Mit dem Dachfenster ist eine gute Sicht auch bei Transportarbeiten mit dem Frontlader sichergestellt. Die hinten verkürzte Dachfläche ist vor allem ein Plus beim Rückwärtsfahren. Durch die einfache und praktische Anordnung der Bedienfunktionen ist der Fahrer mit dem Handling rasch vertraut. Die Bedienfunktionen sind zwar gut positioniert, jedoch könnte die Wende-

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Landtechnik

Die neue Smart Touch Armlehne mit den inte­grierten Bedienungen wie Touch Screen, Multifunktionshebel und Joystick.

A4-Serie von Valtra

Bild: Jari Kivelä, Valtra

schaltung links unter dem Lenkrad etwas einfacher zu bedienen sein. Bei verschiedenen Testfahrten hat sich gezeigt, dass die Kabine in der Tat äus­serst geräumig ist und hohen Arbeitskomfort bietet. Die abfallende Motorhaube bietet zudem eine ausgezeichnete Sicht auch bei Arbeiten mit dem Frontlader, der ab Werk bestellt werden kann. Das nach vorne abgesenkte Dach verleiht dem Schlepper ein kompakteres Aussehen.

endlich. Die Isobus-Informationen oder eine Rückfahrkamera sind integriert und auf dem gleichen Bildschirm ersichtlich. Es besteht keine Gefahr, sich in den Programmen zu verlieren, da bereits eine einzige Tipp- oder Wischbewegung genügt, um wieder zum Einstiegsmenu zu gelangen, egal, in welchem Programm man sich befindet. Die Handhabung des Terminals ist somit noch einfacher als bei einem Smartphone.

Smart Touch Armlehne Anlässlich des Präsentations- und Testtags konnte auch die neue Smart Touch Armlehne getestet werden. Sie besteht aus einem 9-Zoll-Touchscreen, einem programmierbaren Multifunktionshebel, einem Joystick sowie den Funktionstasten. Ein praktisches Klappfach ist in der Armlehne integriert. Die Smart Touch Armlehne ist allerdings nur für die leistungsstärkeren N-, T- und S-Serien erhältlich, nicht aber für die A-Serie.

Multifunktionshebel Der Fahrhebel mit programmierbaren Funktionstasten erlaubt es dem Fahrer, die Maschine zu bedienen, ohne den Arm heben zu müssen. Um eine bequeme Handposition zu gewährleisten, ist der Hebel vertikal auf der Armlehne positioniert. Der Druck auf den Hebel in die Fahrrichtung nach vorne oder nach hinten steuert die Fahrgeschwindigkeit. Das Design erlaubt dem Fahrer eine angenehme Arm- und Handposition auf dem Multifunktionshebel. Das weiche Gummimaterial am Hebel verhindert, dass beim Fahren in unwegsamem Gelände die Hand abrutscht. Der Hebel lässt sich wie eine Computermaus nach links und rechts und vor- und rückwärts bewegen. Damit wird auch bestimmt, ob die Maschine über den Hebel oder klassisch über das Fusspedal gesteuert wird. In den neuen Multifunktionshebel sind zwei programmierbare Hydraulikventile integriert. Die Wendeschaltung ist in den Hebel integriert. Drei Sequenzen können per Knopf-

Touchscreen Der Touchscreen ist sehr einfach und intuitiv zu bedienen. Ein Bild des Traktors mit den Punkten, die den verschiedenen Funktionen zugeordnet sind, ermöglicht den sofortigen Zugriff auf die gewünschte Funktion. Der Zugriff auf die Zähler ist ebenso möglich wie auf Anwendungen des Precision-Farming. Dazu gehören beispielsweise das Vorgewende-Management, der Lenkautomat und die Funktionen zum Steuern von Teilbreiten. Die Einstellungs- und Speicher­m öglichkeiten sind fast un20

Die neue A4-Serie ist die kleinste Serie der vierten Generation von Valtra, die in Suolahti in Finnland gefertigt wird. Die wichtigen Fahrzeugteile wie das Fahrgestell, das Getriebe und die Kabine wurden von Valtra entworfen. Ausserdem stattet der Hersteller seine Traktoren seit über 60 Jahren mit AGCO Power (früher SISU) Motoren aus.

druck gespeichert und durch den Hebel gesteuert werden. Die Bedienelemente sind allesamt im Bereich des Daumens platziert. Die unterschiedliche Form der Tasten hilft dem Nutzer, diese beim Berühren rasch zu erkennen. Joystick und Befehlstasten Mit dem Joystick können die Hydraulikfunktionen des Traktors präzis und bequem ausgeführt werden. Die Bedienung des Frontladers ist besonders benutzerfreundlich. Die Befehls­ tasten an der Armlehne sind logisch und praxisbezogen angeordnet. Sie sind einfach zu bedienen und immer in Reichweite des Fahrers. Nicht nur weist die Smart Touch Armlehne eine ergonomisch perfekte Form auf, sie wurde in diesem Jahr im Wettstreit mit weiteren 5500 Produkten auch für ihre ästhetischen Qualitäten mit dem Red Dot Design Preis ausgezeichnet. Eine weitere Auszeichnung als Maschine des Jahres 2017 wurde dem Traktor der A4Serie in seiner Kategorie an der SIMA n in Paris verliehen. 

Autor Jean-Pierre Burri, UFA-Revue, 1510 Moudon UFA-REVUE  7-8 | 2017


Landtechnik

Neues Profildesign: Michelin Roadbib Der Michelin Roadbib ist der erste Reifen für Traktoren mit 200 und mehr PS, die besonders viel auf Strassen unterwegs sind. Die leistungsstarken Traktoren von Lohnunternehmen und Baumaschinenvermietern sind über­

Rapid Varea – multi­ funtioneller Allrounder Der leistungsfähige und kompakte Rapid Varea Einachsgeräteträger ist für verschiedene Arbeitsanwendungen konzipiert. Dank seitlich schwenkbarem und dreh-

barem Holm, werden Arbeiten selbst um Hindernisse einfach ausgeführt . Das Rapid SoftHolmlager bietet Bedienpersonen maximalen Komfort und somit auch über lange Einsatzzeiten ermüdungsfreies und schonendes Arbeiten. Zusätzlich lässt sich das Fahrverhalten mit der elektronischen Steuerung noch feiner auf Anwenderbedürfnisse abstimmen. Erfolgsfaktoren sind ein stufenloser Fahrantrieb, eine aktive Handhebel- oder Holmlenkung, eine Zero-Turn-Funktion für Wendung an Ort, ein werkzeugloses Schnellwechselsystem für Anbaugeräte und eine optimierte Gerätebalance für müheloses Arbeiten. Rapid

50 Prozent der Zeit auf Strassen und asphaltierten Wegen im Einsatz. Dabei legen sie ungefähr 80 Prozent ihrer gesamten Strecken zurück und ziehen dabei teilweise schwere Anhänger. Die Herausforderung für die Michelin Ingenieure lautete daher, einen Reifen zu entwickeln, der optimal die Motorenleistung auf die Stras­s e überträgt, dabei den verschleissintensiven Strassenbelägen trotzt und gleichzeitig eine lange Lebensdauer bietet. Dass das neue Reifenkonzept ausserdem zuverlässig auf weicheren Böden im Feld funktionieren sollte, versteht sich von selbst. Der

Michelin Roadbib verfügt über ein neuartiges Profildesign. 52 Profilblöcke sorgen für ein hohes Mass an Traktion. In Verbindung mit dem umlaufenden Steg in der Laufflächenmitte stehen 40 Prozent des Laufflächengummis der Bodenaufstandsfläche in direktem Kontakt mit der Strasse. Das sind ca. 60 Prozent mehr als bei Reifen mit klassischem AS-Profil. Zudem ermöglicht der Steg einen hohen Fahrkomfort und trägt zu einer verlängerten Lebensdauer bei. Der Michelin Roadbib Reifen kommt im ersten Quartal 2018 in den Handel. Michelin

Neue 75er Baureihe von McConnel Die aus superstarkem Strenx (Domex)-Stahl präzisionsgefertigte 75er Serie ist das neueste Modell der preisgekrönten Auslegerserie von McConnel. Zu den hauptsächlichen neuen Eigenschaften der Maschine zählen ein neuer hocheffizienter Öl­t ank und ein Kühlsystem mit aussergewöhnlich guter Entlüftungsleistung, welche eine besonders niedrige Durchflussgeschwindigkeit ermöglicht und vermeidet,

Tractorpulling Knutwil

dass sich an bestimmten Stellen im Tank Öl ablagert. Weitere Neuheiten sind die einteilige Stossstange auf der ganzen Breite mit LED-Strassenbeleuchtung und integriertem Schutz sowie die hochsichtbare StroboskopArbeitslampe; dazu ein verstärkter Schutz unter dem Rahmen, um die empfindlichen Teile der Maschine zu schützen.  Ott

Vom 11. bis 13. August finden auf der Knutwiler Höhe bereits zum achten Mal die KnutwilerPowerdays statt. Das Ziel des Tractor-Pulling ist einfach erklärt: Die stärksten Traktoren und die geschicktesten Fahrer ziehen einen mit Gewichten beladenen Wagen über eine Wettkampfstrecke. Gewonnen hat derjenige Fahrer, der mit seinem Gefährt möglichst weit kommt, ohne dass die Hinterräder durchdrehen. An den Powerdays kommen aber nicht nur hartgesottene Pullerfans auf ihre Kosten, sondern auch Besucher, die sich das Treiben rund um die bis zu 5000 PSstarken Traktoren einfach mal so anschauen wollen. Auf dem Programm stehen neben dem Motorsport auf der Pullingbahn mit internationalem Fahrerfeld auch ein Kinderpulling oder ein Buure­ zmorge am Sonntag. www.knutwiler-powerdays.ch

Pöttinger Hit 12.14 T

Der gezogene Hit mit zwölf Kreiseln ist eine bestechende Lösung für grosse Flächenleistungen auch mit kleineren Traktoren. Der Hit 12.14 T kombiniert beste Arbeitsqualität mit hoher Schlagkraft: Mit seinen 12 Kreiseln und 12.70 m Arbeitsbreite bietet er eine neue Leistungsdimension. Bei den grossen gezogenen Zettkreiseln mit zwölf Kreiseln befinden sich die grossen Räder des Fahrwerkes nahe am Zinkeneingriff und dienen als Tasträder für die Kreisel. Für eine perfekte Bodenanpassung ist zudem jeder Kreisel im gleichen Abstand mit einem Rahmengelenk verbunden. Im Zusammenspiel mit dem Fahrwerk als Kreiselführung garantiert der Hit 12.14 T perfekte Arbeit auch bei höheren Geschwindigkeiten. Im Hit 12.14 T ist ebenfalls die einzigartige «Liftmatic plus»-Aushebung der Kreisel in die Vorgewendeposition verbaut: Über einen Doppelzylinder werden die Kreisel zuerst über eine Kulisse in eine waagrechte Position gebracht und anschliessend hochgehoben. Diese intelligente, ­h ydraulische Steuerung der Aushebung verhindert jegliches Einstechen oder Kratzen der Zinken am Boden. Damit wird die Futterverschmutzung deutlich vermindert und die Arbeitsqualität erhöht – sauberes Futter ist das Resultat. Ebenso reduziert die Liftmatic plus die Zinkenbelastung und den Leistungsbedarf, was zu höherer Langlebigkeit und Schlagkraft der Maschine beiträgt.  Pöttinger

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Landtechnik

Praxistest

Vicon Extra 736 T Vario Scheibenmäher

Präzision und beste Schnittqualität Ein Mähwerk muss sich perfekt den Bodenkonturen anpassen und einen präzisen Schnitt liefern damit die Grasnarbe geschont wird und Futterverluste vermieden werden. Die leistungsstarke Vicon Extra 736 T Vario mit der Quattro Link Aufhängung zeichnet genau dies aus. Nicht ohne Grund wurde diese Maschine an der diesjährigen SIMA zur Maschine des Jahres in der Kategorie Grünlandtechnik gewählt.

M

ähen ist Präzisionsarbeit. Das Einstellen der Maschine sollte einfach und praktisch sein. Wenn man das zu mähende Feld erreicht hat, sollte man nur noch die Feineinstellung für die gewünschte Futterqualität vornehmen müssen. Für den landwirtschaftlichen Lohnunternehmer Adrian Wälchli ist die Mähqualität ebenfalls ein wichtiges Kriterium. Eine leistungsstarke Maschine liefert unabhängig der Beschaffenheiten ein regelmässiges Mäh­e rgebnis. Seit der Saison 2016 setzt Adrian Wälchli das neue Mähwerk Vicon Extra 736 T Vario aus dem Hause Ott zusammen mit dem FrontScheibenmäher Vicon Extra 635 FT ein. Beim Besuch der UFA-Revue beim Lohnunternehmer in Brittnau, wo wir uns ein Bild von der Maschine

QuattroLink Aufhängung beim Vicon Heckmähwerk.

Mähbalken: 10 Scheiben und Aufbereiter beim Vicon Extra 736 T Vario.

unter Praxisbedingungen machen konnten, zeigte sich Adrian Wälchli äusserst zufrieden über die hohe Arbeitsqualität, die er seinen Kunden mit dem Vicon Extra 736 T Vario liefern kann. «Die Schnitthöhe ist perfekt und auch bei grossen Futtermengen ist der Schnitt sauber. Ausserdem funktioniert der Aufbereiter tadellos», erklärte der Unternehmer.

Aufhängung Die Aufhängung von Rennwagen diente als Inspiration bei der Entwicklung der QuattroLink Mähwerksaufhängung. Die Mäheinheit ist an vier Armen an einem festen Träger schwebend aufgehängt. Die vertikale Anpassung in Bezug auf den festen Träger beträgt 400 mm nach oben und 300 mm nach unten. Die

Porträt: «Leistungsstark und zuverlässig»

Adrian Wälchli, Lohnunternehmer in Brittnau (AG).

22

Der Lohnbetrieb Wälchli befindet sich im aargauischen Brittnau auf 550 m ü. M. Firmenchef Adrian Wälchli übernahm den Betrieb, der als Lohnunternehmen vor­ wiegend Dreschaufträge ausführte, 2004 inklusive einer Herde Milchkühe. Wälchli betreibt heute eine Fläche von knapp 30 Hektar Ackerbau ohne Viehwirtschaft, zudem hat er das Angebot des Lohnunternehmens erheblich erweitert. Der junge Unternehmer hat ein klares Ziel, nämlich zuverlässig Qualitätsarbeit zu liefern ganz nach seinem Motto «suberi Arbet». Um die Leistungen zu erbringen, hat er in seinem Unternehmen sechs bis sieben ganzjährig Angestellte und in der Hochsaison vier bis fünf weitere Hilfskräfte. Adrian Wälchli absolvierte eine Landmaschinenmechanikerlehre und kann deshalb auch selber Wartungs­arbeiten durchführen, die, von wenigen Ausnahmen abgesehen, in seiner Werkstatt vorgenommen werden.

Fünf der Angestellten sind ebenfalls aus­ gebildete Mechaniker. Für die landwirtschaftlichen Arbeiten – und davon ist Adrian Wälchli überzeugt – «nützt die beste Maschine nichts, wenn der Chauffeur nicht gut ausgebildet ist». Als Unternehmens­führer kennt er jede seiner Maschinen bestens, da er mit ihnen fährt, wenn es die Zeit zulässt. Die Aus­ bildung seiner A ­ nge­stellten und Chauffeure ist ihm ein grosses Anliegen. Die Maschinenwahl hängt von den Arbeitsbedingungen und der Art ­der Arbeit ab. Jeder Angestellte ist mit seiner Ma­ schine bestens vertraut und Adrian Wälchli plant, welche Maschine für den jeweiligen Arbeitseinsatz am geeignetsten ist. Das Leistungsangebot des Unternehmens wird ebenfalls mit Sorgfalt zusammen­ gestellt. Ziel ist, die Arbeiten in möglichst kurzer Frist auszuführen. Dazu gehören das Güllen unter anderem mit der Fliegl

Maschine, welche die Gülle direkt in den Boden einbringt, und Dreschaufträge, die Adrian Wälchli besonders gern ausführt. Weiter erledigt der Lohnbetrieb Wälchli auch verschiedenste Transporte, führt Silierarbeiten aus, presst Mais- und Zuckerrübenschnitzelballen und ist in der Kompostaufbereitung sowie auch im Komunalbereich und Tiefbau tätig. Mit seinem neuen Vicon Extra 736 T Vario Scheibenmäher ist Wälchli vollauf zu­ frieden. Er arbeitet bereits das zweite Jahr mit dieser Maschine, die 2016 in begrenzter Stückzahl hergestellt wurde. Seine Ansprüche punkto Leistungsstärke, Arbeitsqualität und der Möglichkeit zum Einstellen einer höheren Schnitthöhe werden erfüllt. Steht das Futter im Zentrum, ist der Einsatz eines perfekt abgestimmten und leistungsstarken Traktors Voraussetzung.

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Praxistest horizontale Anpassung der Mäheinheit beträgt 30 Grad. Die Verschiebung der Mäheinheit nach hinten sorgt dafür, dass sie ausreichend Platz hat und der Mähkörper auch bei starken Neigungen nicht an der Trageeinheit ansteht. Durch diese Konstruktion ist eine ausgezeichnete Geländeanpassung auch bei hohen Arbeitsgeschwindigkeiten sichergestellt. Diese Aufhängung bietet auf der gesamten Maschinenbreite einen Anfahrschutz. Die Mäheinheit bewegt sich hin und her, bei Bodenunebenheiten geht sie in die Höhe, um danach automatisch wieder die Arbeitsposition einzunehmen. Der Bodendruck bleibt immer gleich, wird vom Schlepper aus hydraulisch reguliert und kann mit einem Druckmessgerät auf der Maschine kontrolliert werden. Einstellen der Überlappung Vario bedeutet auch, dass die Überlappung durch einen direkt am Stützarm integrierten Teleskoparm hydraulisch erfolgt. Diese Seiten­ verschiebung, das so genannte Side­ Shift-System, beträgt maximal 400 mm. Die Überlappung wird während des Arbeitens eingestellt. Dies erlaubt eine rasche Anpassung in Hanglagen

und sorgt dafür, dass keine ungeschnittenen Grasstreifen übrigbleiben. Der Auflagedruck auf dem Boden bleibt dabei immer gleich/ konstant. Mähbalken und Aufbereiter Die gegenläufigen Mähscheiben am Mähbalken sind mit drei Klingen pro Scheibe ausgestattet, damit immer ein sauberer Schnitt gewährleistet ist. An dem Vicon Extra 736 T Vario kann mit zwei Einstellhebeln ein genauer Abstand vorne und hinten zwischen Aufbereiter und Aufbereiterblech eingestellt werden, um den Aufbereitungsgrad anzupassen. Drei klappbare, robuste und gefederte Stützen sorgen dafür, dass ein stabiles und platzsparendes Abstellen möglich ist. Eine Werkzeugkiste ist unter der Abdeckhaube integriert. Adrian Wälchli stellt an die Funktionsweise der Maschinen, die er einsetzt , höchste Ansprüche. Er präzisiert: «Der Chauffeur muss sich auf das Fahren konzentrieren können und die Maschine arbeiten lassen. Nur so ist es möglich, ein erstklassiges Mähergebnis zu erzielen. Mit dem Arion 650 ist der kombinierte Einsatz der Front- und Heckmähmaschinen ausgewogen und ermöglicht Mäharbeiten auch in steilen Hanglagen.»

Landtechnik

Technische Daten der Mähwerke Heckmähwerk Vicon Extra 736 T Vario

Frontmähwerk Vicon Extra 635 FT

Aufhängung

QuattroLink Ausgleich 700 mm

Gezogene Mäheinheit

Seitliche Überlappung

SideShift max. 400 mm

Arbeitsbreite

3.50 m

3.50 m

Hydraulik

2 doppeltwirkende Anschlüsse

1x einfachwirkend, um im Vorgewende auszuheben

Mähbalken

10 Scheiben mit je 3 Klingen

10 Scheiben mit je 3 Klingen

Frontmäher Vicon Extra 635 FT Die Maschine hat eine Konstruktion der gezogenen Mähwerksaufhängung und kann dadurch der Bodenkontur exakter folgen. Bei Hindernissen wird auf eine einmalige doppelte Anfahrsicherung zurückgegriffen. Dank der äusserst kompakten Bauweise kann der gesamte Mähwerksbereich bestens überblickt werden und die Steuerung erfolgt über eine komfortable und einfache Bedienung. Ebenfalls kann im Vorgewende das Mähwerk über einen einfach wirkenden Hydraulikzylinder angehoben werden ohne die Unterlenker zu verstellen. Wie bei Vicon üblich, wird auch hier der kompakte, geräuscharme mit drei Klingen pro Scheibe ausgestattete Mähbalken montiert. n

Vicon Font- und Heckmähwerk Kombination im Einsatz.

Autor Jean-Pierre Burri, UFA-Revue, 1510 Moudon Bilder Jean-Pierre Burri Infos In loser Folge publiziert die UFA-Revue unter dem Titel «Praxistest» Berichte über land­wirtschaftliche Maschinen. Die Interviewpartner, respektive Eigentümer dieser Maschinen, werden jeweils in Zusammenarbeit mit den Herstellern oder Importeuren ausgesucht. www.ott.ch UFA-REVUE  7-8 | 2017 23


Landtechnik

Praxistest

Reform PrimAlpin

Ladevolumen und Stabilität in steilen Hanglagen In steilen Lagen sind für den täglichen Gebrauch angepasste Maschinen besonders wichtig. Der neue PrimAlpin Ladewagen von Reform bringt echte Neuheiten kombiniert mit einer Jahrzehnte langen Erfahrung. Sehr hohe Leistung und dazu Freude an der Arbeit sind somit auch dank dem Muli T7 S der neusten Generation möglich.

A

uf dem Betrieb von Ueli Lustenberger steht gegenwärtig der Muli T7 S im Einsatz, früher waren es bereits der Muli 600 SL und danach der Muli 575 GSL. Der Betriebsleiter ist auf geländegängige Maschinen angewiesen, da beinahe die Hälfte der Betriebsfläche eine Hangneigung von über 35% aufweist. Zur Fütterung seiner Milchkühe produziert Lustenberger 1000 m 3 Heu und rund 250 m 3 Grassilage. Drei Hektar dienen als Dauerweide, die restliche Fläche wird entweder zur Frischfütterung oder Konservierung gemäht. Die südliche Lage und die relativ hohen Regenmengen ermöglichen einen intensiven Futterbau mit 5 – 6 Grasschnitten. In diesem Jahr hat Ueli Lustenberger sein Heu mit dem neuen Aufbauladewagen Prim­ Alpin von Reform eingebracht. Er ist sehr zufrieden damit, vor allem das

Ein Ladevolumen von 24 m3 für den PrimAlpin Ladewagen von Reform.

Sechs geschmiedete und mittig versetzte Förderschwingen gewähr­ leisten eine sehr hohe Ladeleistung.

sehr grosse Ladevolumen, die breite Pick-up und die weite Hecktüröffung haben ihn überzeugt.

chanische Höhenverstellung auf der Seite der Pick-up wird einfach und ohne Werkzeug vorgenommen. Das Herzstück des PrimAlpin bildet das Förderschwingensystem, das über ein von Reform entwickeltes Zahnradgetriebe angetrieben wird. Die gefräste Kurvenbahn garantiert eine optimale Lagerung sowie einen ruhigen Lauf. Das Förderaggregat ist mit sechs geschmiedeten und mittig versetzten Förderschwingen ausge-

Pick-up und Förderschwingen Der neue Ladewagen PrimAlpin ist mit einer 5-reihigen Pick-up von 1.9 m Breite ausgestattet. Die Stabilität und die Anpassung an das Gelände ist hinten durch drei Tasträder mit einer verbesserten Pendelung der Pick-up gewährleistet. Die me-

Porträt: «Eindrückliche Leistungsstärke bei tiefer Tourenzahl»

Ueli Lustenberger, Agronom aus Steinhuserberg (LU).

24

Der Betrieb der Familie Lustenberger liegt auf 800 m ü. M. in der Bergzone II in Steinhuserberg im Kanton Luzern. Der Betrieb umfasst 35 Hektar, wovon 15 Hektar ein Gefälle von mehr als 35% aufweisen und mit den Maschinen schwierig zu bewirtschaften sind. Ueli Lustenberger führt den Hof in fünfter Generation zusammen mit seiner Frau und wird auch von seinen Kindern – einer Tochter und drei Söhnen im Alter zwischen 11 und 22 Jahren – tatkräftig unterstützt. Sein 75-jähriger Vater arbeitet ebenfalls mit und sitzt bei rund der Hälfte der Betriebsstunden am Steuer des neuen Muli T7 S und des erst vor kurzem angeschafften Ladewagens Reform PrimAlpin. 2004 wurde auf dem Betrieb ein neuer Stall für 45 Kühe erstellt. Das Gebäude ist

als Laufstall für Milchkühe mit einem 5er Tandemmelkstand konzipiert. Das Heu und die Silage werden unter demselben Dach in einer fünf Meter tiefen Grube gelagert und können mit dem Heukran entnommen und direkt an die Tiere verfüttert werden. Seit kurzem wurde der ehemalige Stall zu einem Fest- und Bankettsaal umgebaut und bietet bis zu hundert Personen Platz für Abendveranstaltungen oder Festessen. Ohne speziell Werbung zu betreiben, sei der Saal gemäss Frau Lustenberger gut gebucht. Die schöne, nach Süden ausgerichtete Lage des Betriebs bot auch gute Bedingungen für die Installation einer 35-kW-Solaranlage. Zudem macht Ueli Lustenberger Viehtransporte, ist im Viehhandel tätig und engagiert sich in der Gemeinde. Während des Besuchs der UFA-

Revue musste Ueli Lustenberger von einer Parzelle noch das Heu einbringen. Das Fahren in diesem steilen Gelände erfordert eine hervorragende Fahrzeugkontrolle und gute Geländekenntnis. Das Arbeiten mit einem Traktor und einem Ladewagen wären bei diesen Bedingungen unmöglich. Seit diesem Sommer ist Ueli Lustenberger stolzer Besitzer des neusten Aufbauladewagen-Modells PrimAlpin sowie eines Muli T7 S des Herstellers Reform. Das Heu für seine 45 Kühe hat er bereits eingebracht, weshalb er sich über die Vor- und Nachteile der beiden Maschinen ein Urteil bilden kann. Das erheblich grössere Ladevolumen von 24 m3 des PrimAlpin findet er besonders erwähnenswert. «Im Vergleich zum Vorgängermodell mit 21 m3 ist der Unterschied beim Beladen besonders ein-

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Praxistest

Landtechnik

Muli T7 S mit PrimAlpin Ladewagen im Einsatz.

stattet . Von jeder Seite können beim angebrachten Drehhebel und über einen einfachen Öffnungsmechanismus insgesamt 19 Messer montiert werden. Dadurch kann das Futter für die Silage auf eine theoretische Länge von 82.5 mm geschnitten werden. Bei Bedarf kann das Förderaggregat wie beim Vorgängermodell für Wartungs- und Reinigungsarbeiten oder zum Wechseln vom restlichen Ladewagen problemlos entnommen werden. «Der leistungsstarke Motor und das sanfte und regelmässige Laufen der Maschine ermöglichen

drücklich. Ich muss nun deutlich weniger Fahrten für die gleiche Menge Futter unternehmen», erklärt der Betriebsleiter. «Und auch das Entladen geht schneller und einfacher», pflichtet sein Vater bei. Dies ist vor allem durch die grössere Hecktüröffnung inklusive Anhebung des Querrohres möglich. Auf diese Weise wird kein Heu durch vorstehende Maschinenteile auf der Ladefläche zurückbehalten und der Wagen kann in kürzester Zeit vollständig entleert werden. Ueli Lustenberger hat nun bereits die dritte Maschine des gleichen Herstellers für seinen Betrieb angeschafft. Bei den Folgemodellen schätzt er ganz besonders die einfache und ähnliche Handhabung und vor allem auch die Leistungsstärke des neuen 109 PS Motors.

es mir, mit ungefähr 1500 Umdrehungen pro Minute zu fahren und eine grosse Ladeleistung zu erzielen», erklärt Ueli Lustenberger beim Fachsimpeln über die Maschine. Ladevolumen und Wartung Ueli Lustenberger stellte fest, dass pro Fahrt deutlich mehr Futter geladen werden kann. Der Kratzboden funktioniert auf den Kunststoffschienen reibungslos, ausserdem wird beim Öffnen der Hecktüre das Querrohr über den Klapprahmen angehoben, sodass das Futter ungehindert aus dem Laderaum rutschen kann. Eine Bemerkung zum praktischen Einsatz macht der Betriebsleiter zur Kurbel, die zum Spannen der Seile am Dürrfutteraufbau betätigt werden muss. Diese befindet sich auf der linken Seite hinter dem Fahrer, sie sollte aber gemäss Lustenberger rechts angebracht sein. Damit kann beim Hoch- oder Tiefstellen des Laderaumes ein Umgang des Bedieners um das Fahrzeug eingespart werden. Dazu Lustenberger: «Mit dem ­P rimAlpin steht mir eine gut konzipierte und fertige Maschine zur Verfügung, die etwas schwerer ist als die Vorgängerin.» Weiter präzisiert er: «Die Wartung und der Service werden von der sehr kompetenten Werkstatt Lingg Agrartechnik AG in Doppleschwand stets rasch und zuverlässig erledigt.»

Technische Daten Volumen/Gewicht 24 m3 | 1560 kg Hecktüre

Hydraulisch mit Anhebung des Querrohrs

Ladeaggregat

• Seitliches Eingangsgetriebe (Zahnradgetriebe) • Gefräste Kurvenbahn • 6 geteilte, geschmiedete Förderschwingen • Max. 19 Messer mit einer theoretischen Schnittlänge von 82.5 mm • Reform Schnellkuppelsystem Ladewagen auf Muli

Pick-up

• Verbesserte Pendelung • 5-reihig • Breite 1900 mm

Optionen

• Zentrale Schmierung der Schwingen und Ketten • Vierradlenkung • Arbeitsscheinwerfer

Muli T7 S Auf dem Betrieb wird der Muli fast ausschliesslich für die Aufnahme von Futtergut verwendet. Wird der Ladewagen PrimAlpin einmal nicht benötigt, so kann dieser dank dem Reform Schnellkupplungssystem leicht vom Fahrzeug getrennt werden. Seit über dreissig Jahren bewährt, erleichtert es den Um- und Anbau von verschiedenen Anbaugeräten immens. Durch das Zentralrohr in welchem der Achs-, sowie Zapfwellenantrieb verlaufen, befinden sich keine rotierenden Teile unter dem Fahrzeug. Hinzu kommt, dass durch die Portalachsen der Muli eine hohe Bodenfreiheit aufweist und dadurch auch sehr grosse Schwaden problemlos eingesammelt werden können. n

Autor Jean-Pierre Burri, UFA-Revue, 1510 Moudon Bilder Jean-Pierre Burri Infos In loser Folge publiziert die UFA-Revue unter dem Titel «Praxistest» Berichte über land­wirtschaftliche Maschinen. Die Interviewpartner, respektive Eigentümer dieser Maschinen, werden jeweils in Zusammenarbeit mit den Herstellern oder Importeuren ausgesucht. www.reform.ch

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Wälchli Maschinenfabrik AG 4805 Brittnau Tel. 062 745 20 40 www.waelchli-ag.ch

Eugen-KolbEntmistungsanlagen

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Hoftechnik

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Telefon 052 376 16 95 www.schneider-landmaschinen.ch

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Know-how | Neuigkeiten

Landtechnik

Eine Maschine mit hohem Ladevolumen Lely erweitert seine Ladewagen-Produktpalette mit der Einführung des Tigo MR 100 Profi. Dieser neue Ladewagen wurde speziell für trockenes Erntegut entwickelt und eignet sich ideal für Landwirte, die sich für umfangreiche Heufütterung entschieden haben. Der Lely Tigo MR 100 Profi hat seinen Platz als

grösster Ladewagen seiner Klasse für die Heuernte mit 50 m 3 DIN eingenommen. Er ist mit einem 12-Tonnen- bzw. 17-Tonnen-Tandem-Fahrwerk aus­ gestattet. Durch die enorm hohe Zuladung werden die nötigen Fuhren und somit die Transportkosten verringert. Die Tandemachse garantiert auf der Strasse

wie auch auf dem Feld eine gleichermassen gute Stabilität. Die 1.80 m breite Pickup sorgt für rechensaubere und schonende Gutaufnahme.Qualitäts- und Bröckelverluste sind somit nicht vorhanden. Der Lely Tigo MR 100 wird standardmässig ohne Messer geliefert, da diese für trockene Güter wie z. B. Heu nicht empfohlen werden. Optional können jedoch bis zu 31 Messer gewählt werden. Der Lely Tigo MR 100 Profi verfügt über das System mit multifunktionaler Ladeautomatikwand. Lely Nederland, Verkauf Schweiz: Bruno Spicher bspicher@lely.com ✆ 079 673 76 97

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Neue Generation der Claas Arion 500 und 600 Mit den Baureihen Arion 500 und 600 bietet Claas vielseitige Allround-Traktoren mit hohem Komfort, die für Acker- und Grünlandarbeiten genauso geeignet sind wie für den Transport und Frontladertätigkeiten auf dem Hof. Jetzt präsentiert Claas die neue Generation der bewährten Baureihen mit er-

weiterten Ausstattungs­ varianten, einer breiteren Motorenpalette und zahlreichen neuen Features. Dazu gehören unter anderem die neue CIS+ Ausstattung, das neue Cebis Terminal, weiterentwickelte Hexashift und Cmatic Getriebefunktionen sowie die von Claas neu entwickelte Proactiv Vorder-

achsfederung. Mit der Ba­ sis­ a usstattung CIS, dem neuen CIS+ und der Cebis Komfortvariante stehen für die Modelle der Arion 500 und 600 Baureihen erstmals drei unterschiedliche Ausstattungen zur Verfügung. Alle Varianten sind mit Hexashift Lastschaltgetriebe erhältlich, CIS+ und Cebis alternativ auch mit dem stufenlosen Cmatic Getriebe. Das Leistungsspektrum der Arion Baureihen reicht jetzt von 125 PS beim Arion 510 bis 185 bzw. 205 PS beim Arion 660 durch das Claas Power Management (CPM).

«Terradisc» Kurzscheibenegge:

Der Spezialist für die flache Bodenbearbeitung ist die Kurzscheibenegge «Terradisc». Pöttinger hat den Allrounder der Bodenbearbeitung überarbeitet: Mit der 1001er Baureihe ist eine 3-Punkt-Maschine in starrer Ausführung in 3.0 m, 3-50 m und 4.0 m Arbeitsbreite auf dem Markt, wobei die 3.5 m Variante «Terradisc 3501», 17 Prozent mehr Flächenleistung gegenüber einer 3 m Maschine zulässt.

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Pflanzenbau

Raps

Ölsaaten

So gelingt der Rapsanbau Raps ist eine wertvolle Kultur in der Fruchtfolge. Das «Schwarze Gold» stellt aber einige Ansprüche an die Nährstoffversorgung, den Pflanzenschutz und die Aussaat. Für eine gute Ernte ist eine kräftige Entwicklung der Pflanzen vor dem Winter entscheidend.

Fritz Leuenberger

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Raps

R

aps ist in der Schweiz die wichtigste Ölsaat. Für 2018 wird mit einer gesamten Erntemenge von zirka 90 000 Tonnen gerechnet (klassischer und HOLL-Raps). Damit der Anbau gelingt, gibt es von der Aussaat über den Pflanzenschutz bis zur Ernte einige Punkte zu beachten. Fruchtfolge und Standort­ ansprüche Raps durchwurzelt die verschiedenen Bodenhorizonte intensiv. Das bringt positive Effekte für die folgenden Feldkulturen. Weiter ist Raps zur Auflockerung einer getreidelastigen Fruchtfolge beliebt. Wie bei allen Kreuzblütlerarten sollte auf Anbaupausen von mindestens vier Jahren geachtet werden. Der Anteil der Rapsfläche innerhalb der Fruchtfolge sollte nicht höher als 25% sein, damit spezifische Schädlinge und Krankheiten nicht überhandnehmen. Bodenverdichtungen und Staunässe führen bei der Rapspflanze zu mangelhaftem Wurzelwachstum. Als Pfahlwurzler liebt sie tiefgründige Böden mit einem neutralen bis leicht basischen pH-Wert und guter Bodenaktivität. Mit dem Ziel einer gesunden, genügend entwickelten Pflanze muss auf einen relativ frühen Saattermin geachtet werden. Darum sollte eine Vorfrucht gewählt werden, die zeitig geräumt werden kann. Da die gelbblühende Kultur einen sehr hohen Anspruch an die Nährstoffversorgung stellt und auch eine lange Standzeit aufweist, ist die Verwendung von Hofdünger als Ergänzung zur Grunddüngung, immer eine gute Option. Weiter hat Raps einen hohen Schwefelbedarf der bei der Düngung zu berücksichtigen ist (siehe auch Seiten 34-35).

Pflanzenbau

Aussaat Bei der Bereitung des Saatbeets gilt das Augenmerk der feinkrümligen Struktur und der guten Rückverfestigung des Bodens. Durch mehrfaches flaches Eggen im Abstand von ein paar Tagen kann auch auflaufendes Unkraut zum Teil bekämpft werden. Bestände, die direkt nach der Bodenbearbeitung gesät werden, können sich aufgrund der noch vorhandenen Bodenfeuchtigkeit besser etablieren als Bestände die in den trockenen Boden gedrillt werden.

Rapssorten für die Aussaat 2017 Zur Aussaat 2017 stehen die gleichen Rapssorten wie im Vorjahr zur Verfügung. Erst 2018 ist mit neuen sehr vielversprechenden Sorten zu rechnen. Die Hauptsorten sind RGT Attletick, Avatar und KWS Hybridrock. RGT Bonanza ist ertraglich top, aber etwas später reif und fällt oftmals mit der Weizenernte zusammen. RGT Attletick ist die Sorte die aktuell am meisten Ertrag bringt bei den klassischen Sorten. Sie weist eine sehr gute Herbstentwicklung auf, aber dennoch neigt sie sehr wenig ins Längenwachstum überzugehen. Avatar wird für die Aussaat 2017 die Hauptsorte sein. Die Sorte ist beliebt im Anbau für seine Regelmässigkeit im Ertrag, seine Anbausicherheit und durch seine leichte Dreschbarkeit. Das Ertragspotential liegt etwas tiefer als bei RGT Attletick. RGT Bonanza wird am Markt unterschätzt. Sein Ertragspotential ist hoch und weist eine gute polygenetische Resistenz auf gegenüber Phoma. KWS Hybrirock ist mal top und mal Flop. Das Ertragspotential wäre vorhanden, aber leider kann dieses nicht jedes Jahr abgerufen werden. Unsicherheiten sind im Ackerbau nicht gewünscht. Visby ist bekannt für seine Robustheit. Auch mit schwierigen Standorten kommt sie zurecht. Dieses Merkmal wird sehr geschätzt. Das Ertragspotential liegt doch leicht unter den anderen aufgeführten Sorten. SY Carlo hat eine sehr frühe Blüte. Das Ertragspotential liegt leicht unter den anderen Kandidaten. Sammy ist die einzige Linienzüchtung und deshalb für den Bio-Anbau empfohlen. An Standorten, an denen mit Kohlhernie zu rechnen ist, sollte die Sorte SY Alister gewählt werden. Beim HOLL-Raps steht die Sorte V316OL zur Verfügung, die ertraglich ebenbürtig ist mit den klassischen Sorten. Wichtig ist, dass HOLLund klassischer Raps strikt getrennt werden! Auch schon die kleinste Verunreinigung ist für die Verwendung von HOLL-Raps verheerend.

Die Bestandeskontrolle im Raps ist äusserst wichtig, damit Schädlinge rechtzeitig erkannt und bekämpft werden können. Bild: agrarfoto.com UFA-REVUE  7-8 | 2017 29


Pflanzenbau

Raps

Der Rapserdfloh frisst junge Pflanzen an. Bild: agrarfoto.com

Hier ist Platz für eine Legende klaro. Bild: Lorem ipsum

Als Bestandesdichte werden heutzutage 35 bis 40 Pflanzen pro m² empfohlen. Da Ausfälle wegen Krankheiten oder Schädlingen meist nicht regelmässig über den ganzen Schlag vorkommen, ist auf eine Erhöhung der Saatdichte zu verzichten. Bei der Saat ist auch zu beachten, dass das TKG zwischen 4 bis 9 g schwanken kann. Die Ablage des Saatkorns sollte nicht tiefer als 2 cm erfolgen. Bei zu tiefer Saat und widrigen Verhältnissen hat der Sämling Mühe beim Auflaufen. Ein solider Rapsertrag hängt vor allem mit einer idealen Vorwinterentwicklung zusammen. Ein Saattermin ab dem 20. August bis zum 10. September – je nach Lage und Standort – verspricht eine optimale Herbstentwicklung der Rapspflanze. Beim Einwintern sollte die Pflanze acht bis zehn entwickelte Laubblätter aufweisen, einen Wurzeldurchmesser von mindestens 8 mm und eine Pfahlwurzel von 15 bis 20 cm haben. Raps mit Untersaat sollte rund sieben Tage früher gesät werden. Pflanzenschutz Durch den Pflugeinsatz zur Unkrautunterdrückung kann ein gutes Einarbeiten der Getreiderückstände und des organischen Düngers gleichzeitig erledigt werden. Eine eher flache 30

Pflugfurche ermöglicht einen guten Abbauprozess und macht die Nährstoffe besser verfügbar. Als Alternative zur konventionellen Herbizidbehandlung im Vorauflauf ist auch eine Untersaat mit UFA Colza Fix möglich. Durch die Kombination von sechs verschiedenen schnellwachsenden und abfrierenden Arten, wird eine gute, ökologische Unkrautunterdrückung erreicht. Die Saat kann gleichzeitig erfolgen. Diese Technik hat sich in den letzten Jahren vielfach bewährt (siehe auch Seiten 31-32). In der langen Standperiode im Herbst hat der Raps verschiedene Abenteuer zu bestehen. Die volle Aufmerksamkeit gilt beim Auflaufen dem Befall von Schnecken, Erdflöhen und Rübsenblattwespen. Bei erreichter Schadschwelle muss die Bekämpfung mit einem zugelassenen Mittel erfolgen. Zur Erdflohbekämpfung braucht es von der Pflanzenschutzfachstelle eine Sonderbewilligung. Das Insektizid kann eventuell mit dem Ausbringen eines Fungizides zur Wachstumsregulierung kombiniert werden. Mit dem Fungizideinsatz wird das Wurzelwachstum verstärkt und ein Aufstängeln verhindert. Damit wird die Gefahr der Auswinterung gesenkt und gleichzeitig ein gewisser Schutz gegen Phoma erreicht.

Bio-Raps: nur mit Anbauvertrag Bio-Rapsöl erfreut sich einer grossen Beliebtheit. Die Nachfrage hat in den vergangenen Jahren zugenommen. Unterdessen ist jedoch die Anbaubereitschaft deutlich grösser als die Nachfrage und die benötigten Mengen für die Speiseölproduktion im Inland können gut gedeckt werden. Wichtigster Abnehmer der inländischen Produktion ist der Detailhändler Coop, der sich klar zur Förderung des inländischen Bio-Anbaus bekennt. Im industriellen Bereich, das heisst bei verarbeiteten Bio-Lebensmitteln wird Rapsöl aus inländischem BioAnbau aufgrund des hohen Preises leider kaum eingesetzt. Eine neue Absatzchance würde die Einführung von HOLL-Raps im Bio-Anbau bringen. Frühestens per Aussaat 2018 dürften hierfür Produzenten gesucht werden, sofern seitens Bio Suisse der Einsatz von Hybridsorten beim HOLL-Raps zugelassen wird. Raps von Umstellungsbetrieben kann nicht im Bio-Kanal vermarktet werden. Vor dem Anbau von Bio-Raps ist zwingend mit der Sammelstelle oder dem Vermarkter zu klären, ob noch Produzenten aufgenommen werden. Es besteht eine strenge Pflicht für den Abschluss eines Anbau- bzw. Abnahmevertrags. Im Rahmen der Poolvermarktung seitens fenaco GOF erhalten mehrere Sammelstellen im Maxi-Verbund eine Zuteilungsmenge und vergeben Anbauverträge an die Produzenten. Für Raps wie auch für die anderen Bio-Ölsaaten bestehen keine Produzentenrichtpreise. Der Auszahlungspreis der letztjährigen Ernte lag bei CHF 200.00 bis 205.00/100 kg. 

Andreas Rohner, fenaco GOF

Idealerweise geht die Rapspflanze in einem kräftigen Rosettenstadium in den Winter. Nach der Ernte sollte der Ausfallraps zur Keimung gebracht werden. Auf keinen Fall sollten ausgefallene Körner tief «vergraben» werden. Der Ausfallraps sollte nicht länger als drei Wochen stehen bleiben, da ansonsten der Zyklus von Krankheiten wie Kohlhernie erneut geschlossen werden kann.  n

Autor Fritz Leuenberger, UFA-Samen, 3421 Lyssach UFA-REVUE  7-8 | 2017


Raps

Pflanzenbau

Unkrautmanagement

Raps mit abfrierender Untersaat Untersaaten in Kulturen wie Mais oder Futterbaumischungen in Sommergetreide werden in der Praxis mehr oder weniger konsequent und erfolgreich angewendet. Doch wie verhält es sich, wenn Raps mit einer abfrierenden Untersaat kombiniert wird?

M

it der Kombination von Getreide und Leguminosen ( E r b s e - G e r s t e , H a f e rAckerbohne) hat die Bio-Landwirtschaft aufgezeigt, welche Vorteile und Möglichkeiten eine Mischkultur bietet. Inspiriert von den guten Erfahrungen haben diverse konventionell wirtschaftende Landwirte den Versuch gewagt. Das Verfahren und die Vorteile können mit dem seit langem bekannten und anerkannten Ablöse Prinzip im Schweizer Futterbau verglichen werden. Wieso also nicht eine Hauptkultur mit einer abfrierenden Gründüngung kombinieren? Der Winterraps zeigte sich als eine der Kulturen, bei der die Vorteile einer Untersaat am deutlichsten waren. Prinzip Raps und die abfrierende Untersaatmischung werden zusammen ausgesät. Die Untersaat dient dabei als Bodendeckung, die nicht geerntet wird. Raps reagiert vom Keimblattstadium bis zum 4-Blatt-Stadium empfindlich auf Konkurrenz um Wasser und Licht. Danach, sobald sich die Wurzeln in der Tiefe entwickelt haben, befindet sich der Raps in der aktiven Wachstumsphase und ist wesentlich resistenter gegen Konkurrenz. Die Wahl für die Untersaat fällt somit rasch auf die Leguminosen. Im Vergleich zum Raps entwickeln sich Leguminosen langsamer und ihre Wachstumsphase setzt später ein. Dies reduziert die Konkurrenz um Wasser, Licht und Nährstoffe. Später werden die Leguminosen aufgrund dieser Konkurrenzsituation dazu tendieren, ihren Stickstoffbedarf durch die symbiotische Stickstoff-Fixierung

zu decken und so den Erfolg der Kombination Raps-Leguminosen zu optimieren. Kurz: Die Wurzelsysteme von Raps und Leguminosen ergänzen sich. Nichtleguminosen sind aufgrund ihrer Biomasseproduktion und ihrer Nitrataufnahme zu vermeiden. Ihre Entwicklung erfolgt zulasten des Rapses. Es ist wichtig, dass die als Untersaat eingesetzten Pflanzen nicht überwintern, damit sie den Raps im Frühling nicht konkurrieren. Folglich werden frostempfindliche Leguminosen benötigt. Diese geben nach dem Abfrieren einen Teil ihres Stickstoffs für den Raps frei. Erfolgsvoraussetzungen Untersaaten sollten nicht unüberlegt angegangen werden. Der Bewirtschafter muss sich zuerst einige zentrale Fragen stellen und die Ausgangslage analysieren. Auf Parzellen mit hohem Unkrautdruck sollte auf dieses Verfahren verzichtet werden, insbesondere bei früh auflaufenden, zweikeimblättrigen Unkräutern. Auf Parzellen mit hohen Stickstoffrückständen gelingt dem Raps die Unkrautunterdrückung meist alleine. Auf stickstoffarmen Parzellen hingegen zeigen die Untersaaten bessere Wirkung. Die Zufuhr von organischem Dünger wirkt sich folglich positiv auf das Wachstum des Rapses aus, wodurch sich dieser wiederum besser gegen Unkräuter behaupten kann. Bodenvorbereitung Je sauberer das Saatbeet ist, umso schneller entwickelt sich die Untersaat und umso besser können die Unkräuter in Schach gehalten wer-

den. Durch Pflügen wird das sauberste Saatbeet erreicht, danach folgen die Techniken der reduzierten Bodenbearbeitung, die vom Grubber über Strip-Till bis zur Direktsaat reichen.

Saatmenge und Saattechniken Untersaat und Raps werden gleichzeitig gesät, und zwar zum selben Zeitpunkt wie eine Aussaat von Raps alleine erfolgen würde. Dabei ist auf eine Saat vor dem 25. August zu achten. Eine spätere Aussaat, nach dem 1. September, begrenzt das Wachstum der Leguminosen und gefährdet somit die Erfolgschancen. Die Saatmenge ergibt sich aus der Summe der Saatmengen für den Raps und die Untersaat. Dabei ist es wichtig, die übliche Rapssaatmenge einzuhalten. Ist die Saatmenge zu hoch, kann dies schlimmere Folgen haben als bei einer Saat von Raps alleine. Es gibt zwei Haupttechniken, die beide ihre Vor- und Nachteile haben. Bei der Saat in einem Durchgang werden der Raps und die abfrierende Untersaat zusammen ausgesät. Dies

Lukas Aebi

Die UntersaatenMischung UFA Colza Fix friert über den Winter ab (linke Hälfte vom Feld). Bild: Lukas Aebi

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Pflanzenbau

Raps führt zu einer guten Bodenbedeckung und wirkt sich positiv auf die Unkrautunterdrückung aus. Allerdings müssen bei dieser Technik die Samen vorher selbst gemischt werden. Die Saat in zwei Durchgängen erhöht die Wirkung gegen Unkrautdruck. Die Untersaat kann beim letzten Durchgang der Bodenvorbereitung gesät werden. Kurz danach, maximal zwei Tage später, wird der Raps mit einer Einzelkornsämaschine gesät. Die Samen – Raps und Untersaat – müssen zwingend Bodenkontakt haben. Die Breitsaat ist aufgrund der Unregelmässigkeit nicht empfehlenswert für die Untersaat.

Autor Lukas Aebi, UFA-Samen, 1510 Moudon

Empfohlene Untersaatmischung UFA Samen empfiehlt die Mischung UFA Colza Fix, die sich in der Praxis bewährt hat. Sie besteht hauptsächlich aus Leguminosen wie Alexandrinerklee, Sommerwicken, Saatlinsen und Saatplatterbsen. Die Mischung wird durch Ramtillkraut und Buch-

weizen komplettiert. Die verschiedenen Arten der Mischung ergänzen sich optimal in ihren Eigenschaften. Zudem werden Risiken verteilt; das heisst, herrschen für eine Pflanzenart schlechte Wachstumsbedingungen, kann eine andere Art dies teilweise kompensieren. So ist der Erfolg der Mischung garantiert. Die empfohlene Saatmenge beträgt 30 kg/ha. Nachbehandlungen Obschon es das Ziel ist, bei der Unkrautbekämpfung auf Nachbehandlungen verzichten zu können, sind diese in gewissen Situationen notwendig, damit die Kultur nicht allzu starken Schaden nimmt. Die Überlegungen gegen Ausfallgetreide sind dieselben wie bei einem Anbau von Raps alleine. Die Produkte sind gut zu wählen. Behandlungen im Nachauflauf sind vom 4- bis zum 6-BlattStadium des Rapses möglich, die Wirkung gegen zweikeimblättrige Unkräuter ist allerdings beschränkt.

Ende Winter stehen verschiedene Wirkstoffe zur Verfügung, aber auch hier ist die Wirkung beschränkt. Die Devise lautet, die Kultur zu beobachten und – falls nötig – rasch zu reagieren. Die Rapsuntersaat wirkt sich nicht auf das Dünge- und Schädlingsmanagement aus. Letzteres verhält sich gleich wie bei einer Saat von Raps alleine. Versuche und Forschung Die Rapsuntersaat ist ein funktionierendes Verfahren, das vor der Umsetzung allerdings gut durchdacht werden muss. Bezüglich Ertrag haben Streifenversuche gezeigt, dass das Potenzial des Rapses bei geringem Unkrautdruck auf der Parzelle nicht beeinträchtigt wird. Dies stimmt zuversichtlich, umso mehr als verschiedene Forschungsarbeiten laufen, welche das Verfahren verfeinern und die Erfolgsfaktoren genauer definieren sollen. n Anzeigen

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PHYTO-NEWS

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ExpertenAntwort

Pflanzenschutzmanagement im Raps Zu einer bestmöglichen Bestandesführung im Raps gehört das Unkrautmanagement. Das Zeitfenster für die Vorauflaufbehandlung ist relativ kurz, um ein entsprechendes Herbizid zu applizieren. Bei der Auswahl der Herbizide sollte schon daran gedacht werden, dass Regenfälle oder Arbeitsspitzen ein sofortiges Spritzen verhindern können. Der grosse Vorteil von Devrinol Top ist, dass das Produkt bis 10 Tage nach der Saat sehr flexibel eingesetzt werden kann. Es wirkt gegen die wichtigsten Unkräuter sehr sicher und ist seit Jahren das meist eingesetzte Rapsherbizid in der Schweiz. Bei pfluglosen Anbausystemen muss das Ausfallgetreide vor der Saat mechanisch oder nach der Saat mittels Gräserherbizid eliminiert werden. In der Auflaufphase des Raps ist eine Schneckenkontrolle unerlässlich. Bei Befall müssen 5 kg/ha Metarex INOV gestreut werden. Dieses Schneckenkorn hat den in der Schweiz einmalige Lockstoff Colzactive. Dieser zieht die Schnecken förmlich an. Dadurch steuern die Schädlinge direkt auf den Köder zu und verschonen Ihre Kulturen.

Wie werden Gräser und Ausfallgetreide bekämpft? Für eine optimale Bekämpfung von Gräsern und Ausfallgetreide kann 0.5l/ ha Select appliziert werden. Für besonders hartnäckige Ausfallgerste sollte die Tankmischung mit 0.5 l/ha Gondor optimiert werden. In der Praxis wird diese Herbizidbehandlung oft mit der Rapserdfloh- bzw. Phomabehandlung vorgenommen. Rapserdflohbekämpfung, ab wann ist diese sinnvoll? Sobald 50% der Pflanzen Frassspuren aufweisen, ist eine Bekämpfung sinnvoll und nötig für die Ertragssicherheit. Für den Einsatz von 150 g/ha TAK 50 EG ist in jedem Fall eine Sonderbewilligung nötig.

Wie wird eine gute Winterfestigkeit erreicht Der Raps sollte beim Einwintern eine daumendicke Pfahlwurzel und maximal 10 bis 12 Blätter haben. Um dieses Ziel zu erreichen, kann bei starkwüchsigen Beständen ab dem 4 bis 6 Blatt-Stadium mit 1.0 l/ha Fezan behandelt werden. Fezan bekämpft PhoFlorian Marti ma und hat einen Verkürzungseffekt. Beratung & Verkauf Mit dieser Massnahme werden die Stähler Suisse SA Auswinterungsschäden minimiert.  n

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PraxisTipp Das umweltfreundlichste Roundup Die neuartige Formulierung von Roundup Power Max wurde auch vom Bundesamt für Umweltschutz BAFU als nicht giftig für Wasserorganismen eingestuft. Die auf Kaliumsalz aufgebaute Formulierung ist somit die umweltfreundlichste auf dem Schweizer Markt. Machen Sie aktiv etwas für unsere Gewässer. Verlangen Sie beim Kauf von Glyphosateprodukten solche ohne H410/411 Nummern.

Devrinol Top Breitwirksames Herbizid mit zwei sich ergänzenden Wirkstoffen, welches bis 10 Tage nach der Saat appliziert wird. Seit Jahren der starke Partner für Ihre Rapskulturen. Bestens geeignet für klassischeund HOLL-Sorten. Speziell dieses Jahr erhalten Sie kostenlos 5 Jalons zu jedem gekauften Devrinol-Top Kanister. Kontaktieren Sie noch heute den Aussendienstmitarbeiter in Ihrer Region.

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Pflanzenbau

Raps

Hoher Nährstoffbedarf

Düngungsstrategie für Raps Raps ist eine anspruchsvolle Kultur. Für einen gelungenen Start benötigt er ein sorgfältig vorbereitetes Saatbett und eine feinkrümelige Bodenstruktur. Ist der Raps aufgelaufen, verlangt er nach einer grossen Portion an Nährstoffen. Vor allem der Bedarf an Schwefel und Spurenelementen ist hoch.

Roland Walder

Branntkalk verbessert die Bodenstruktur und sorgt für optimale Auflaufbedingungen. Bild: agrarfoto.com

R

aps ist die wichtigste Ölpflanze in der Schweiz. Durch die Ankündigung der Zweifel AG, ihre Chips künftig mit Schweizer HOLL-Rapsöl zu produzieren, steigt der Bedarf weiter und die HOLL-Raps Produktion für die Ernte 2018 muss um 9000 t ausgeweitet werden, um die Nachfrage decken zu können. Dafür werden zirka 2000 ha mehr Rapsanbaufläche benötigt. Damit die Mehrmengen produziert werden können, müssen eine korrekte Bodenvorbereitung und eine klare Düngungsstrategie eingehalten werden. Bei guter Bestandesführung liegen die Erträge heutzutage bei 35 bis 40 dt/ha; in sehr guten Lagen können sogar 50 dt/ha erreicht werden.

Das Saatbeet muss stimmen Die Grundlagen für einen sicheren hohen Ertrag sind eine gute Vorbereitung des Saatbeets, ein Boden-pH, der nicht zu tief liegt, und die richtige Calcium-Versorgung (positiver Salzsäuretest). Raps liebt ein feinkrümeliges Saatbeet mit Rückverfestigung. Ernterückstände sollten gut eingearbeitet sein. Bei vielen Rapsproduzenten ist Branntkalk heute Standard. Branntkalk verbessert die Bodenstruktur und stabilisiert den pH-Wert. Je nach Schwere des Bodens liegt die Aufwandmenge zwischen 1000 und 1500 kg/ha. Bei der Reaktion von Branntkalk mit Wasser flocken TonHumus-Komplexe aus. Freigesetzte

Nicht zu früh dreschen Bei der Ernte von Raps ist Geduld gefragt. In der Wahl des richtigen Zeitpunkts liegt ein grosses Ertragspotenzial. Oft wird zu früh gedroschen. Die Blüte beim Raps verläuft von unten nach oben – die Abreife hingegen genau umgekehrt. Die oberen Schoten sind jedoch immer am wenigsten entwickelt, da sie weniger Vegetationszeit haben als die unteren. Die zwei Prozent der oberen aufgeplatzten Schoten weisen in der Regel nur Kümmerkörner auf. Auf diese kann verzichtet und stattdessen besser abgewartet werden, bis die ertragsreicheren Schoten gereift sind.

Calcium- und Magnesium-Ionen stabilisieren das Bodengefüge nachhaltig. Die dadurch entstehende feinkrümelige Struktur des Bodens bietet ideale Auflaufbedingungen für die Rapssamen. Ein nützlicher Nebeneffekt von Branntkalk: Er vermindert die Ausbreitung von Kohlhernie und von Schnecken. Für den Rapsanbau sollte der pHWert des Bodens im leicht alkalischen Bereich liegen; optimal ist zwischen 6.8 und 7.2. Auf eher sauren Standorten sollte vor der Saat eine Aufkalkung gemacht werden. Stickstoff Für eine optimale Entwicklung benötigt Raps im Herbst 60 bis 80 kg N/ha. Davon werden 30 kg N zur Saat und der Rest im 8-Blattstadium (etwa Mitte Oktober) gedüngt. Die erste N-Dünung im Frühjahr muss zeitig erfolgen. Raps fängt bereits ab 4 bis 5 °C Lufttemperatur an zu wachsen; entsprechend früh ist auch sein Stickstoffbedarf. Mit der N-Startgabe wird die Regeneration

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Raps

Pflanzenbau

Einsatzzeitpunkt und Menge von Boden- und Blattdünger in Raps

Aussaat

6 Blattstdium

Ausgang Winter

Rosettenstadium

Längswachstum

Knospenbildung

600 kg Rapsdünger 5.12.24 + 2 MG + 5S + 9Ca + B 2 l Photrel FL + 2 l Bortrac + Fungizid 250 kg Bor-Ammonsalpeter 2 l Photrel FL + 2 l Bortrac + Insektizid 2 l Photrel FL + 2 l Bortrac + Insektizid 250 kg Bor-Ammonsalpeter

von Wurzeln, Blatt- und Blütenanlagen gefördert. Üppige Bestände werden verhaltener angedüngt, um eine zu starke Krautbildung und eine verfrühte Schossneigung zu verhindern. Die Anschlussgabe erfolgt etwa drei bis vier Wochen später. Bei einem späten Frühling fällt der Zeitraum geringer aus, vor allem in Lagen mit Frühjahrstrockenheit. Mit der zweiten N-Gabe wird vor allem der Schotenansatz gefördert und sichert die Nährstoffversorgung während dem Hauptwachstum, der Streckungsphase. Die letzte Gabe muss bis spätestens 25. März erfolgt sein. Bei einer zu späten Anschlussgabe werden weniger Seitentriebe gebildet, was den Ertrag reduziert . Verspätete und hohe N-Gaben wirken sich zudem negativ auf die Abreife und den Ölgehalt aus. Die Stickstoffdüngung erfolgt vorzugsweise in Form von Ammonium. Zuviel Nitratstickstoff führt eher zu hohem Blattwachstum. Ammonium hingegen wird eingelagert und für das generative Wachstum bereitgestellt. Perfekt passende Dünger sind Landor Bor-Ammonsalpeter oder Ammonsulfat. Nach den neuen Düngungsnormen (GRUD 2017) gelten für Raps neu 150 kg N/ha anstatt wie bisher 140 kg N/ha. Raps ist ein hervorragender Verwerter von Hofdünger. Grosse Gaben von flüssigen Hofdüngern sind einer schnellen Nitrifizierung ausgesetzt, welche zu Verlusten führen kann. Mit Landor Piadin kann dieser Verlust verhindert werden.

Phosphor und Kalium Raps benötigt etwa 70 kg Phosphor und 120 kg Kalium pro Hektare. Der Nährstoffbedarf während der Jugendentwicklung ist relativ hoch, da Raps die Nährstoffe im Wurzelhals einlagert und im zeitigen Frühjahr aus den Reserven schöpft.Die Phosphatdüngung im Herbst fördert die Entwicklung der Wurzel und erhöht die Winterhärte. Auf Böden mit einem pH-Wert über sieben wird vorzugsweise ein wasserlöslicher Phosphatdünger verwendet.Kalium stärkt das Gewebe und reguliert den Salzhaushalt in den Zellen. Dadurch werden die Standfestigkeit und Widerstandsfähigkeit gegenüber Pilzkrankheiten verbessert. Zudem reguliert Kalium den Wasserhaushalt der Pflanze. Eine ausreichende Kaliversorgung stabilisiert den Ertrag durch eine verbesserte Samenzahl pro Quadratmeter, sowie das Tausendkorngewicht und den Ölgehalt. P- und KDünger müssen in den Boden eingearbeitet werden, damit die Nährstoffe in den Wurzelbereich gelangen und von der Pflanze aufgenommen werden können. 70 kg Schwefel Schwefel ist verantwortlich für die Aminosäurenbildung und für den Chlorophyllhaushalt. Bei einem SMangel geht die Chlorophyllbildung zurück und die Pflanze wird heller. Zudem wirkt sich Schwefel auf den NKreislauf aus. Bei einem SchwefelMangel kommt es zu einem Nitratstau in der Pflanze und diese wächst dann

nicht mehr weiter. Schwefel sollte im zeitigen Frühjahr zusammen mit Stickstoff ausgebracht werden. Der Schwefelbedarf liegt bei etwa 70 kg/ha, je nach Ertragserwartung und Nachlieferung aus dem Boden. Bor, Molybdän und Mangan Mikronährstoffe sind im Herbst zum Einlagern und in der Streckungsphase wichtig. Besonders Bor ist für die Entwicklungsphase Blüte bis Samenbildung unentbehrlich. Mit einer Borgabe über das Blatt wird die Winterfestigkeit verbessert. Bor kann in der Pflanze nicht eingelagert werden, daher ist eine mehrmalige Behandlung so nahe wie möglich an der Blüte empfehlenswert. Im Herbst kann die erste Bor-Gabe über das Blatt (z.B. mit Bortrac oder Photrel) zusammen mit einem Fungizid oder Wachstumsregler appliziert werden. Im Frühjahr folgen zwei weitere Gaben. Fast keine anderen Pflanzen benötigen so viel Molybdän wie Raps. Raps steht bevorzugt auf eher alkalischen Böden und Molybdän ist bei höheren pH-Werten am besten verfügbar. Doch die hohen S- und N-Gaben, die bei Raps innerhalb kurzer Zeit notwendig sind, senken den pH-Wert im Wurzelraum ab und hemmen die Aufnahme von Molybdän. Daher ist eine begleitende Blattdüngung mit Molybdän ratsam. Auch die Menge an Mangan ist mit 300 bis 350 g/ha nicht unerheblich. Mangan wird bei hohem Boden-pH festgelegt. Mangan wird am besten mit Mantac oder Photrel über das Blatt gespritzt.  n

Autor Roland Walder, Landor-Beratungsdienste, 4127 Birsfelden Kostenloses Beratungstelefon 0800 80 99 60

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Bio-Seite

Bio-Raps

Die Insekten im Griff haben Rapsglanzkäfer haben es schwer auf dem Sonnhaldenhof. Und das, obwohl sie auf dem Biobetrieb keine chemischen Insektizide fürchten müssen. Landwirt Marc Grüter erklärt, wie er die kleinen Käfer erfolgreich bekämpft und welche weiteren Herausforderungen es beim Anbau von Bio-Raps zu meistern gilt.

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aps ist eine intensive Kultur. Vor allem in der biologischen Landwirtschaft ist der Anbau anspruchsvoll. Bio-Landwirt Marc Grüter baut auf dem elterlichen Betrieb zehn Hektaren Raps an. Im Interview mit der UFA-Revue erläutert er, wo genau die Schwierigkeiten liegen und wie er diese in den Griff bekommt.

Betriebsspiegel Der Sonnhaldenhof liegt in St. Urban (LU) und wird von der Familie Grüter bewirtschaftet. Betriebszweige: Ackerbau, Milchwirtschaft, Schweinemast, Obstbau im Direktverkauf und an den Handel, Lohnarbeiten, Gastronomie Pflanzenbau: Weizen, Gerste, Dinkel, Raps, Ackerbohnen, Silound Körnermais, Niederstamm Obstanlage, Kunstwiese und extensive Naturwiesen Tiere: 100 Kühe, 25 Rinder, 25 Aufzuchtkälber; 512 Mastschweine; 10 Legehennen für Selbstversorgung; 27 Bienenvölker

Interview Verena Säle, UFA-Revue, 8401 Winterthur Aktuelle Marktsituation Informationen zur aktuellen Nachfrage nach Bio-Raps und zu Absatzchancen finden Sie im Kasten auf Seite 30.

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UFA-Revue: Was sind für Sie die Herausforderungen im Anbau von BioRaps? Marc Grüter: Die grösste Herausforderung sind die Schädlinge, vor allem der Rapsglanzkäfer. Wenn man seine Kultur monatelang pflegt und gut in Schuss hält, dann darf es nicht passieren, dass plötzlich ein Insekt kommt und innerhalb einer Woche die ganze Ernte zerstört. Für die Bekämpfung des Rapsglanzkäfers haben Sie eine spezielle Maschine entwickelt. Wie funktioniert diese? Grüter: Als wir auf bio umgestellt haben, war für uns klar, dass wir Raps nur weiterhin anbauen werden, wenn es uns möglich ist, die Insekten in den Griff zu bekommen. Also

haben wir einen ganzen Winter lang überlegt und getüftelt. Mittlerweile haben wir eine gut funktionierende Maschine, mit der wir die Rapsglanzkäfer von den Pflanzen absaugen. Dafür haben wir unsere alte Feldspritze umgebaut. Wir haben den Tank raus genommen und ein Heugebläse montiert. Die Düsen am Gestänge haben wir entfernt und stattdessen zwei lange Bleche in Form eines Trichters angebracht. Die Maschine hat eine Arbeitsbreite von zwölf Metern. Damit erreichen wir eine gute Flächenleistung. Wie hoch ist der Wirkungsgrad der Maschine? Grüter: Wir schätzen, dass 75 bis 80% der Rapsglanzkäfer durch die Maschine erfasst werden. Der Rest fällt durch die Erschütterung zu Boden. Dieses Jahr waren zwei Fahrten nötig. Die Käfer kamen erst spät, aber plötzlich. Die Wirkung der ersten Fahrt hat vier bis fünf Tage angehalten. Danach waren die Käfer wieder da. Dann haben wir sie nochmals abgesaugt. Wenige Tage später hat der Raps geblüht, ab dann ist der Rapsglanzkäfer ohnehin kein Problem mehr. Gibt es sonstige Schädlinge oder Krankheiten, die häufig auftreten? Grüter: Neben dem Rapsglanzkäfer ist bei uns vor allem der Rapserdfloh ein Problem. Der Rapserdfloh bohrt im Herbst die Blätter der jungen Pflanzen an. Hier haben wir die Möglichkeit, Steinmehl auszubringen, das sich als Schutzschicht auf die Keimblätter legt. Damit wird das Einstechen der Erdflöhe zwar nicht ganz verhindert, aber es wird gehemmt.

Marc Grüter vor seiner Lieblingskultur Raps. Bild: Verena Säle

Der Rapsstängelrüssler und Pilzkrankheiten wie Phoma sind bei uns zum Glück kein Thema. Wie sieht Ihr Unkrautmanagement aus? Grüter: Wir fangen mit einem sauberen Saatbeet an, da ist der Pflug Voraussetzung. Danach muss das Hackgerät optimal eingestellt sein, also möglichst nah an der Reihe arbeiten. Zusätzlich haben wir eine Fingerhacke, die zwischen den Pflanzen das Unkraut raus räumt. Damit haben wir bisher gute Erfahrungen gemacht. Wie stellen Sie die Nährstoffversorgung des Rapses sicher? Grüter: Im Normalfall machen wir nach der Getreideernte Unkrautkuren und dabei arbeiten wir etwa 5-10 t/ha Stallmist ein. Kurz vor der Saat geben wir noch ein wenig Gülle, damit der Raps gut starten kann. Im Frühjahr, sobald es abgetrocknet hat, machen wir dann die zweite Güllengabe mit 40 bis 45 m 3/ha. n UFA-REVUE  7-8 | 2017


Der Traum von Top-Erträgen ... ... kann in Erfüllung gehen, wenn auch der Zwischen­ begrünung – namentlich den Gründüngungen – die not­wendige Aufmerksamkeit geschenkt wird! Die Zwischenzeit von der Ernte bis zur Neusaat der folgenden Kultur ist der Bodenregeneration gewidmet. Die beste Regenerationswirkung hat der Eintrag von möglichst viel gut verrottbarer organischer Substanz! Kulturen, die nach den bewährten UFA-Samen Grün­ düngungsmischungen angebaut werden, beweisen regelmässig die positive Wirkung!

Die Mischungen zur Regeneration 30 kg/ha (Alexandrinerklee, Sommerwicken, Phacelia, Guizotia) Top Mischung mit sehr guter Unkrautunterdrückung und idealem Leguminosenanteil.

UFA Lepha

UFA Alpha

20 kg/ha (Alexandrinerklee,

Perserklee, Guizotia) Ideale Mischung zur Bekämpfung von Samenunkräuter. Nach einem Mulchgang kann sie wieder nachwachsen!

UFA Delta

30 kg/ha (Alexandrinerklee, Sommer­wicken, Phacelia, Guizotia, Sructurator) Beste Mischung für rapslose Fruchtfolgen. Sehr tiefwurzelnd, fixiert zusätzliche Nähr­ stoffe aus tiefen Bodenschichten.

UFA Trias

80 kg/ha (Alexandrinerklee, Sommer­w icken, Sandhafer) Sie kann bei Futterknappheit auch an Nutztiere verfüttert werden. 30 kg/ha (Westerwoldisches Raigras, Englisch Raigras, Inkarnatklee) Überwinternde Mischung mit hervor­ ragenden Hofdüngerspeichervermögen.

UFA Arpi

Für Fragen

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✆ 079 255 70 34

fenaco Lyssach Mike Bauert Thomas Habegger Fritz Leuenberger

✆ 079 439 91 48 ✆ 079 309 00 79 ✆ 079 578 47 68

fenaco Moudon Lukas Aebi Diane François Christophe Pittet

✆ 079 536 60 35 ✆ 079 932 05 72 ✆ 079 236 33 22

Landverband St. Gallen Albert Fässler 

✆ 079 438 11 66

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Pflanzenbau

GRUD 2017

Agroscope veröffentlicht seit 1964 Grundlagen für die Düngung, die den neusten Kenntnisstand unter schweizerischen Bedingungen abbilden. Diese Dokumente werden regelmässig aktualisiert. Die kürzlich erschienenen «Grundlagen für die Düngung landwirtschaftlicher Kulturen in der Schweiz» (GRUD 2017) stellen einen Meilenstein in der Entwicklung der schweizerischen Düngungsgrundlagen dar: Die GRUD 2017 enthalten erstmals das aktuelle Düngungs- und Pflanzenernährungswissen für alle in der Schweiz angebauten Kulturen, nämlich für Ackerbau, Futterbau und verschiedene Spezialkulturen. Sie sind jetzt modular aufgebaut und somit anwenderfreundlicher als bisher. Zudem sind sie neu auch als Online-Version verfügbar. Das hat den Vorteil, dass die GRUD bei Vorliegen neuer Erkenntnisse jederzeit aktualisiert werden können. Nebst der grundlegenden Überarbeitung des Aufbaus der GRUD 2017 sind auch wichtige Inhalte aufgrund von neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen oder Veränderungen in der landwirtschaftlichen Praxis aktualisiert worden. Dies betrifft unter anderem angepasste Nährstoffausscheidungs- und Grundfutterverzehrswerte verschiedener Tierkategorien, angepasste Düngungsnormen von Kulturen sowie aktualisierte und neue Hilfsmittel für die Düngungsbemessung. Agroscope 38

Bio-Ackerbautag 2017 Die Nachfrage nach Schweizer Bio-Produkten steigt seit Jahren ungebremst. Das ist eine gute Aussicht für den zukünftigen Absatz von Bio-Ackerbauprodukten. Um den Bio-Ackerbau zu fördern und Bäuerinnen und Bauern für den Bio-Ackerbau zu gewinnen, haben Grangeneuve (Landwirtschaftliches Institut des Kantons Freiburg), das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL), die Sativa AG und Bio Suisse am 8. Juni 2017 den 6. Schweizer Bio-Ackerbautag organisiert. An 13 Feldposten wurde von Fachleuten Wissenswertes zu verschiedenen Bio-Ackerkulturen vermittelt, unter anderem zu Rüben, Futterbau, Frühjahrskulturen, Raps, Kartoffeln, Karotten, Mischkulturen, Weizen sowie Alternativen dazu, unter anderem Hirse, Speisehafer oder Lein. Die Besucher konnten ihre Fragen, Ideen und Erfahrungen direkt mit Experten sowie mit Berufskolle-

rb a u ta g e B io -A ck e D e r n ä ch st 19 0 2 Ja h r fi n d e t im a tt . st rn Be im K a n to n

Bild: Jean-Pierre Burri

gen diskutieren. Zum ersten Mal an einem Bio-Ackerbautag wurden die Themen Energie und Hofdünger sowie Biodiversität aufgegriffen. Ferner gab es Demonstrationen zu den neuesten Entwicklungen in der Unkrautregulierung. Spannende Themen, die vielfältigen Informationen und Präsentationen sowie ein attraktives Rah-

menprogramm lockten rund 1500 Besucherinnen und Besucher nach Cournillens im Kanton Freiburg - darunter auch einige aus dem benachbarten Ausland. Urs Brändli, Präsident Bio Suisse betonte: «Der Bio-Ackerbautag ist ein Treffpunkt der gesamten Biobranche und zugleich ein Schaufenster für potenzielle Umsteller.» Bio Suisse

Maissilage nicht zu spät ernten Eine in Frankreich durchgeführte Studie hat ergeben, dass nur 50 Prozent der Silagen im empfohlenen Erntestadium geerntet wurden, das heisst wenn der Gehalt an Trockensubstanz (TS) 32 bis 35 Prozent beträgt. Seit einigen Jahren weisen auch in der Schweiz die Silagen einen zu hohen TS-Gehalt auf, dies insbesondere in Versuchsnetzen. Grosse Hitze im August und September beschleunigt den Reifeprozess extrem und der TS Gehalt kann pro Tag um mehr als einen Prozentpunkt steigen, was man den Pflanzen nicht ansieht. In der Tat sind manche Sorten noch relativ grün (Stay Green), obwohl der TS-Gehalt bereits sein Optimum erreicht hat. Dies in Kombination mit anderen, be-

triebsbedingten Einschränkungen kann die oben beschriebene Feststellung erklären. Analysen der französischen Genossenschaftsgruppe Limagrain haben ergeben, dass die Faserverdaulichkeit mit zunehmender Reife abnimmt, insbesondere ab einem TS-Gehalt von 35 Prozent. Konkret bedeutet dies, dass bei einem Prozentpunkt TS-Gehalt

mehr die Faserverdaulichkeit um 0.4 Prozentpunkte abnimmt . UFA-Samen hat eine Tabelle entwickelt, mit welcher sich der TS-Gehalt von Mais relativ einfach und schnell bestimmen lässt, um damit eine bestmögliche Futterqualität zu sichern. Der Kolbenanteil, der TS-Gehalt des Kolbens und die Schätzung des TS-Gehalts der Restpflanze liefern wichtige Hinweise auf den TS-Gehalt der Silage. Darüber hinaus ist eine sorgfältige Ernte wichtig, indem die Schnittqualität überprüft wird. Es wird empfohlen, die Schnittlänge mit zunehmendem TS-Gehalt zu reduzieren, um so die Konservierungsfähigkeit des Futters und seine Verdaulichkeit für die Tiere zu verbessern.  UFA-Samen UFA-REVUE  7-8 | 2017


Pflanzenbau

Agroline-Feldtage Vom 7. bis 9. Juni 2017 fand in Kölliken (AG) die grösste Ackerbauveranstaltung der Schweiz statt – die Agroline-Feldtage. Auf über 14 Hektaren wurden Sorten-, Düngungs- und Anbautechnikversuche zu sämtlichen Kulturen gezeigt. Unter dem Motto «innovativ und praxisnah» waren 46 Aussteller mit einem Stand vertreten und informierten die Besucher über die neuesten Produktionsme-

thoden. Die fenaco Geschäftseinheit Getreide, Oelsaaten und Futtermittel (GOF) lud zusammen mit Swissmill zu einem Event ein, an dem unter anderem die Themen Digitalisierung in der Landwirtschaft und moderne Pflanzenzüchtung beleuchtet wurden. Nach einem geführten Rundgang durch einen Teil der Versuchsparzellen erläuterte Fortunat Schmid (Leiter Qualitätsmanagement und Infrastrukturen bei GOF), in

welchen Bereichen die Digitalisierung in der Landwirtschaft ansetzt und wie damit Prozesse optimiert und Ressourcen effizienter genutzt werden können. Eine Demonstration des Multikopters, der im Maisfeld Trichogrammen als Nützlinge ausbringt, zeigte beispielhaft, dass Smart farming bereits heute weitverbreitet praktische Anwendung findet. Prof. Dr. Bruno Studer ist Professor für Molekulare Pflanzenzüchtung an der ETH Zürich. Er wies in seinem Referat auf Herausforderungen hin, die es im Getreidebau zu bewältigen gibt. Dazu gehören unter anderem der Klimawandel und steigende Ansprüche seitens der Konsumenten. Dazu benötigt man neue Sorten, die diesen Anforderungen gerecht werden. Um den dafür erforderlichen Zuchtfortschritt zu erreichen, braucht es moderne Methoden der Pflanzenzüchtung.

F. Schmid über die Möglichkeiten der Digitalisierung im Getreideanbau.

Imker verloren viele Bienenvölker Im vergangenen Winter gingen über 20% der Bienenvölker verloren. Weitere 10% der Völker waren im Frühling 2017 zu schwach, um sich zu einem starken Volk zu entwickeln. Diese Verluste gehören zu den höchsten der Beobachtungsperiode und variieren wie üblich stark von Kanton zu Kanton. Bei den Ursachen steht an erster Stelle die parasitierende Varroamilbe. Ihre Bekämpfung ist sehr anspruchsvoll und verlangt vom Imker und von der Imkerin grosse Fachkenntnisse. Bei den Königinnenproblemen gibt es verschiedene mögliche Ursachen. Die Forschung hat in den letzten Jahren aber aufgezeigt, dass gewisse Insektizide eine Rolle spielen können. Apisuisse

Stabile Richtpreise für Bio-Getreide Produzenten und Verarbeiter haben sich bei den Richtpreisrunden auf stabile Produzentenrichtpreise bei Knospe-Futter- und -Brotgetreide geeinigt. 2017 wurde so viel Bio-Ackerfläche umgestellt wie noch nie. Aufgrund der vorausgesetzten Umstellungsjahre wird dieser Effekt mit zwei Jahren Verzögerung im Bio-Brotgetreidemarkt spürbar sein. Die Verarbeitungsmengen sind ebenfalls weiter wachsend. Dennoch dürfte eine leichte Verbesserung der Inlandversorgung möglich sein. Die Branche geht davon aus, dass den Verarbeitungsbetrieben beim Weizen 35 – 45%, beim Roggen 35  –  45% und beim Dinkel 55 – 65% des Bedarfs aus inländischer Produktion zur Verfügung stehen werden.  Bio Suisse

Ölsaaten 2018: keine Kürzungen notwendig Dank den reduzierten Zuteilungsmengen der letzten Jahre konnten die Lagermengen abgebaut werden, wodurch die Marktsituation vor der Ernte 2018 ausgeglichen sein wird. Ausserdem stieg die Nachfrage nach Rapsöl durch den Wechsel der Firma Zweifel AG auf Schweizer HOLL-Rapsöl an. Somit konnte für die Ernte 2018 jedem Produzenten die gewünschte Menge zugeteilt werden und auch neue Produzenten wurden für die Zuteilung berücksichtigt, um die 90 000 t zu erreichen. Neu konnte in diesem Jahr bereits bei der Anmeldung zwischen HOLL- beziehungsweise klassischem Raps gewählt werden, sofern die gewählte Sammelstelle beide Qualitäten annimmt.  SGPV

Pfluglos – gut für Boden und Klima

Verzichten Biolandwirte auf den Pflug, kann das positive Auswirkungen auf Boden und Klima haben. Das zeigt ein Versuch des Forschungsinstituts für Biologischen Landbau (FiBL). Im tonhaltigen Fricker Boden hat sich bei reduzierter Bodenbearbeitung mit Grubber und Schälpflug innert 13 Jahren rund acht Prozent mehr Humus angereichert als bei der Bodenbearbeitung mit Pflug. Oder anders ausgedrückt: Bei reduzierter Bodenbearbeitung werden jährlich pro Hektare 2.3 Tonnen CO2 Äquivalente mehr aus der Luft in den Boden zurückgebunden, als beim Ackerbau mit Pflug. Der Pflug mischt Humus rund 20 Zentimeter tief in den Oberboden. Im reduziert bearbeiteten System reichert sich dagegen mehr Humus in den obersten zehn Zentimetern an. Darunter bleibt der Humusgehalt stabil oder nimmt etwas ab. Die Humusverteilung ähnelt im reduziert bearbeiteten System darum eher einer Wiese als einem Acker. Dies beugt der Bodenerosion vor. Zudem sind Mikroorganismen wie Bakterien und Pilze häufiger und artenreicher. In den beiden untersuchten Kulturen Kleegras und Winterweizen besteht kein Unterschied zwischen den Lachgasemissionen der beiden Systeme. Auch die Methanemissionen sind auf einem gleich niedrigen Niveau.  FiBL

Tagesaktuelle Neuigkeiten www.ufarevue.ch

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Pflanzenbau

Versuchsplattformen 2017

Praxisnahe Feldversuche Die fenaco Versuchsplattformen sind ein Treffpunkt für Ackerbauspezialisten und bieten die Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch. Die Versuchsparzellen zeigen unter anderem Getreidesorten im intensiven und extensiven Anbau sowie verschiedene Verfahren zur Bodenbearbeitung und Düngungsvarianten.

A

lljährlich organisiert fenaco Pflanzenschutz Versuchsplattformen und Flurbegehungen in der Deutsch- und Westschweiz. Dieses Jahr fanden die Ackerbauveranstaltungen statt in La Rippe (VD), Bünzen (AG), Hochfelden (ZH), Humlikon (ZH), Bünzen (AG), Märstetten (TG) und Ersigen (BE). Landwirte der jeweiligen Regionen konnten diverse

1 · «Sorghum oder Mais?», fragte man sich in Märstetten.

1

ter Antonin Etter präsentierte verschiedene Varianten mit Hackstriegel und Rollhacke. Weitere Themen der Veranstaltung waren verschiedenen Weizensorten, Gründüngungen, Bodenprofil und Bodenanalysen sowie Einfluss von Pflanzenschutzprodukten auf die Umwelt. Eine Maschinenausstellung von Claas mit verschiedenen Geräten komplet-

Kulturen, Sorten und Anbauverfahren im Feld besichtigen. Mechanische Unkraut­ bekämpfung Die Versuchsplattform der Westschweiz fand dieses Jahr in La Rippe statt. Ein Schwerpunkt lag unter anderem auf der mechanischen Unkrautbekämpfung. Pflanzenbaubera-

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2 · Mike Bauert zeigte, mit welchen Arten eine Wiese zur Ökoqualitäts­ wiese aufgewertet wird. 3 · Andreas Bärtschi referierte über die Wirkung ver­ schiedener Herbizide in Zuckerrüben.

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4 · An mehreren Standorten wurden Sortenversuche mit Weizen angelegt. 5 · Nach einem kurzen, kräftigen Regenschauer schien wieder die Sonne über die Versuchsfelder in Ersigen.

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Pflanzenbau tierte die Versuchsplattform in La Rippe. Unkrautkontrolle in Zuckerrüben In Humlikon und Bünzen gab Andreas Bertschi von der Schweizerischen Fachstelle für Zuckerrübenbau Auskunft über verschiedene Rübensorten und Pflanzenschutz. Auf grosses Interesse stiess dabei die neuartige ALS-Rübensorte. Die klassisch gezüchtete Sorte besitzt eine Herbizidtoleranz gegen Sulfonylharnstoffe. Weiter zeigten die Versuche die Wir-

6

kung und Verträglichkeit verschiedener Herbizide im direkten Vergleich. Bärtschi erläuterte, dass dieses Jahr der Einsatzzeitpunkt entscheidend war: Dort, wo kurz vor den Frühjahrsfrösten gespritzt wurde, trugen die Rüben teilweise erhebliche Schäden davon. Raps und Wintergerste In Hochfelden informierten sich die Besucher über die Raps- und Wintergerstenversuche des Strichhofs und der fenaco. Hanspeter Hug von UFA-

7

6 · Für die Verpflegung sorgten jeweils die örtlichen LANDI. 7 · In La Rippe erklärte Serge Amiguet das Bodenprofil. 8 · Markus Bopp zeigte, welche Düngungsund Pflanzenschutzvariante zu welchen Erträgen bei Winter­ gerste führen kann. 9 · Aufgeteilt in mehrere Gruppen zogen die Besucher über die Versuchsfelder von Posten zu Posten. 10 · Thomas Kämpfer erklärt die Unterschiede zwischen den einzelnen Weizensorten.

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10

9

Samen erläuterte die Vor- und Nachteile der elf verschiedenen Rapssorten, die extra für den Versuch angebaut wurden. Martin Schärer, fenaco Pflanzenschutz, klärte unter anderem über verschiedene Strategien gegen Pflanzenkrankheiten wie beispielsweise Weissstängeligkeit auf. Welche Düngungs- und Pflanzenschutzvarianten zu welchen Erträgen bei der Wintergerste führen kann, zeigte Markus Bopp vom Strickhof eindrücklich auf. Alternative Sorghum? An der Plattform in Märstetten stellte das BBZ Arenenberg ihren Versuch «Sorghum statt Mais?» vor. Hintergrund des Versuchs ist der Klimawandel: Es seien weniger Niederschläge und längere Trockenperioden zu erwarten, erklärte Viktor Dubsky, Berater Ackerbau und Lehrer des Arenenbergs. Sorghum hat einen ähnlichen Metabolismus wie Mais; sie ist auch eine C4-Pflanze. Sie kommt aber mit deutlich weniger Wasser aus – bereits 400 – 600 mm reichen für die Pflanze. In guten Maisjahren sei aber der Masseertrag nicht höher als von Mais, warnt Dubsky. Wiesen aufwerten Mike Bauert von UFA-Samen zeigte in Ersigen auf, welche Blumen- und Gräser-Mischungen sich für eine Aufwertung zur Ökoqualitätswiese eignen. Dazu gab es Tipps zur Aussaat und Pflege. Zudem erinnerte Bauert daran, nicht zu vergessen, vor der Bearbeitung der Wiese eine Bewilligung dafür bei der zuständigen Fachstelle einzuholen. Ein weiterer Posten wurde dem Mais gewidmet. Walter von Flüe vom Beratungsdienst der Landor präsentierte verschiedene Düngungsvarianten. Im Anschluss zeigte Fritz Leuenberger von UFA-Samen verschiedene n Maissorten.

Autoren Redaktion UFA-Revue, 8401 Winterthur Bilder UFA-Revue, zvg UFA-REVUE  7-8 | 2017 41


Bio-Seite

Aufkalkung nach der Ernte

Bodenleben und -struktur berücksichtigen Zahlreiche Faktoren beeinflussen das Bodenleben und die Bodenstruktur. Nach der Ernte ist der Zeitpunkt ideal, um Parzellen aufzukalken und damit den pH-Wert zu korrigieren oder zu erhalten. Auch organisches Material spielt bei der Bodenfruchtbarkeit eine zentrale Rolle und bedarf besonderer Aufmerksamkeit.

Antonin Etter

B

io-Landwirtschaft wird gerne mit besserem Bodenleben und guter Bodenstruktur gleichgesetzt. Leider ist dem nicht immer so. Eine intensivere Bodenbearbeitung durch falsche Saatbeete, aufeinanderfolgende Stoppelbearbeitung und das Ausbringen organischer Dünger

mit grossen Maschinen auf feuchten Böden kann sich negativ auf das Bodenleben, die Bodenstruktur und die Erträge auswirken. Ein weiteres Phänomen, das sich ebenfalls negativ niederschlagen kann, ist die Bodenversauerung. Diese hängt stark vom Bodentyp, der

Ausbringung von Feuchtkalk nach der Ernte.

Die feingemahlene, gleichförmige Stuktur des Kalks gewährleistet eine schnelle Wirkung. Bild: agrarfoto.com

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Bio-Seite Erträge und Entzug von Kalzium (Ca) der Kulturen

Mit Hilfe eines pH-Meters ermitteln die Berater von Landor im Feld rasch den pH-Wert des Bodens. Bild: Landpixel

Vegetation und den Klimabedingungen ab. Auch der Nährstoffentzug durch die Ernte darf nicht unterschätzt werden. Er trägt mehr oder weniger stark zur Fluktuation des pH-Werts durch den Entzug von Kalzium bei (Tabelle 1). Ein regelmässiges Update der Bodenanalysen liefert wertvolle Hinweise für die Parzellenführung. Mit einem pH-Meter ist es auch möglich, den Säuregrad eines Bodens schnell im Feld zu ermitteln.

Kulturen

Erträge dt/ha

Entzug von Ca kg/ha

Dauerwiesen (4 – 5 Nutzungen)

125 (TS)

125 – 187

Rotklee oder Luzerne mit Gräsern

125 (TS)

187 – 312

Winterweizen

60 (Korn) und 75 (Stroh)

17 – 22

Wintergerste

60 (Korn) und 65 (Stroh)

16 – 22

Hafer

55 (Korn) und 70 (Stroh)

22 – 31

Raps

35 (Korn) und 65 (Stroh)

88 – 121

Kartoffel

450 (Knolle) und 125 (Staude)

78 – 117

Zuckerrübe

600 (Rübe) und 500 (Blatt)

90 – 138

Silomais

160 (TS)

Ackerbohne

40 (Korn) und 45 (Stroh)

Tabak

25 (Blätter) und 30 (Stämme)

56 – 80 95 – 137 220 - 302

Entwicklung der Pflanzen je nach pH-Wert des Bodens pH-Wert des Bodens Basophile

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5

6

7

8

Luzerne Zuckerrübe Gerste Raps

Neutrophile

Klee Weizen Hafer Roggen

Säureliebende Pflanzen

Mais Kartoffel Tabak

Wirkung von Kalk Kalzium ist mehr als nur ein Nährstoff. Aufgrund seiner zahlreichen Funktionen trägt es direkt oder indirekt zur Bodenfruchtbarkeit bei, reguliert den pH-Wert und beeinflusst zahlreiche Prozesse. Kalzium spielt sowohl eine ernährungsphysiologische, biologisch-chemische als auch physiologische Rolle. Es ist für die verschiedenen Wachstumsphasen der Pflanzen ausschlaggebend und seine Präsenz im Zellsaft ist für die Existenz von Pflanzen und Tieren unerlässlich. Zahlreiche Bodenlebewesen wie Bakterien, Milben und Regenwürmer sorgen für einen gesunden Boden und sind an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt. Wirklich aktiv werden sie nur, wenn der pH-Wert über 6 liegt. Dann wandeln sie organisches Material in Humus um und setzen die Nährstoffe frei (z. B. Stick-

Rhododendron Hortensie

stoff und Schwefel). Ausserdem tragen Regenwürmer aktiv zur Bildung von Aggregaten bei und mit ihren Gängen durchlüften sie den Boden. Kalzium trägt zum Erhalt des TonHumus-Komplexes (Krümelstruktur) bei. Ein Boden, der schlecht trocknet, das Regenwasser nur langsam aufnimmt oder kaum bearbeitet werden kann, leidet in der Regel an Kalkmangel. Liegt der Tongehalt über 25%, kann eine Wiederherstellungskalkung zur Erhöhung des pHWerts und zur Lockerung des Bodens vorgenommen werden. Zu beachten ist allerdings, dass der pH-Wert auch nicht zu sehr erhöht wird. Bei einem pH-Wert im basischen Bereich (>7) werden einige Nährstoffe (vor allem Spurenelemente und Phosphor) fest-

gelegt und sind nicht mehr verfügbar für die Pflanze. Den pH-Wert korrigeren Den verschiedenen Problemen kann mit Unterhaltskalkung (bei einem pH-Wert leicht >6) oder mit Wiederherstellungskalkung (bei einem pHWert <6 oder sehr tonhaltigen, dichten Böden) begegnet werden. Die Wirkungsgeschwindigkeit des Kalks hängt von seiner Körnung ab. Die Feinheit der Kalkvermahlung entscheidet über die Geschwindigkeit: Je feiner der Kalk vermahlen ist, desto schneller wirkt er. Eine Unterhaltskalkung vermag ausserdem die Kalzium-Verluste aufgrund des Nährstoffentzugs durch n das Erntegut zu kompensieren.

Autor Antonin Etter, Berater für biologischen Pflanzenbau, 1510 Moudon

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Pflanzenbau

Gründüngung

Ziel: ein aktiver Boden Nach der Ernte ist vor der Ernte: Der Nutzen einer Zwischenbegrünung zeigt sich in der Ertragsstabilität der Folgekulturen. Gründüngungsmischungen bauen Humus auf und aktivieren das Bodenleben. Damit sie ihre volle positive Wirkung entfalten können, gilt es beim Anbau einige Punkte zu beachten.

Hanspeter Hug

E

in aktiver Boden ist ein gesunder Boden. Er speichert Wasser, Nährstoffe und Sauerstoff. Dies ist wichtig für das Bodenleben, wie Fadenwürmer und Bakterien. Deren Aufgabe ist es, Ernterückstände sowie Hof- und Handelsdünger zu zersetzen und deren Nährstoffe zu mineralisieren, damit sie wieder von

Wichtig zu wissen Bei der Verrottung verschiedener organischer Substanzen können je nach Art und Zeitpunkt als Nebenprodukte verschiedene Gerbsäuren entstehen. Diese Säuren haben sowohl auf die Bodenlebewesen als auch auf die folgende Kultur Auswirkungen (Allelophatie). Nematoden oder Fadenwürmer können durch Gerbstoffe reduziert werden. Somit leisten Gründüngungen einen wichtigen Beitrag zur Gesundung einer Fruchtfolgeproblematik. Gerbstoffe können aber auch Auswirkungen auf den Wuchs verschiedener Pflanzenarten haben. Je nach Herkunft (Pflanzenfamilien) dieser Säuren und je nachdem, auf welche Pflanzenart diese treffen, können positive wie negative Wuchsentwicklungen ausgelöst werden. So kann zum Beispiel beobachtet werden, dass Sandhafer plötzlich herbizidale Wirkungssymptome in der Folgekultur zeigen kann. Solche Wirkungen sind in Reinbeständen grösser als bei Mischungen.

den Kulturpflanzen aufgenommen werden können. Ein aktiver Boden regeneriert auch bedeutend schneller Fahrspuren oder Verdichtungen und baut ausgebrachte Chemikalien besser ab. Zudem ist ein gutes Bodengefüge unempfindlicher gegen Erosion, verschlämmt weniger und kann somit in kurzer Zeit viel mehr Regen aufnehmen, was den Kulturen wiederum von Nutzen ist. Belastungen für den Boden Unabhängig von der Produktionsform Bio, ÖLN, Extenso oder IP Suisse – die Bodenbelastung durch schwerere intensivere Bodenbeanspruchung von der Saatbettvorbereitung über die Unkrautbekämpfung bis hin zur Ernte nimmt immer mehr zu. Engere

Fruchtfolgen mit weniger Kulturvariation sowie das Abführen von sämtlichen Ernterückständen belasten den Boden zusätzlich. Ein weiterer Punkt kann der Landwirt nicht selber beeinflussen: das Wetter. Wetterextreme wie sehr milde Winter, lange Trockenperioden abgelöst von Starkniederschlagszeiten belasten den Boden zusätzlich, vor allem wenn der Bauer in diesen Zeiten die Trockenheit mit Bewässerung umgeht oder bei zu nassen Bedingungen ernten muss. Investitionen in kommende Erträge Dass der Eintrag an organischer Substanz einer Wellnesskur für den Boden ist, ist weitläufig bekannt und

Die Gründüngungsmischung UFA Lepha als Saatgut und zwei Monate nach der Saat. Bild: Hanspeter Hug

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Pflanzenbau durch viele Versuche bestätigt. Klar ist auch, dass diese Substanz sowohl von Ernterückständen oder Zwischenbegrünungen kommen kann. Vor allem auf viehlosen Betrieben, wo das Stroh abgeführt wird, liegt die Humusbilanz oft im Argen. Damit sich diese Einträge auch positiv für die Ertragsbildung auswirken kann, muss einiges berücksichtigt werden: Um Fruchtfolgekrankheiten zu verhindern, müssen Ernterückstände so schnell wie möglich verrotten. Darum müssen diese nach der Ernte mit einem Häcksler zerkleinert und aufgeschlossen werden. So erhalten bodenbürtige Bakterien mehr Angriffsflächen. Das flache Einarbeiten der organischen Substanz in die oberen Bodenschichten beschleunigt die Verrottung entscheidend. Bei Gründüngungen darf die organische Masse vor dem Einarbeiten nicht zu fein verhäckselt werden. Be-

triebsübliche Mulchgeräte erweisen sich nicht immer als ideal, sie zerkleinern das Grüngut zu fein, es entsteht ein Deckel auf dem Boden, der das Abtrockenen der Bodenoberfläche verhindert . Sehr hoch gestellte Mulchgeräte (mindestens 10 cm), das Abschlegeln der Gründüngung mit dem Kreiselheuer oder Herunterwalzen reicht in der Regel völlig aus. Unbedingt verhindert werden muss die «Konservierung» im Boden, also das nicht Verrotten der Rückstände im Boden. Solche Pflanzenmatten bieten vor allem den Schnecken ideale Rückzugsmöglichkeiten. Je nach Bodenart und Folgekultur muss der Zeitpunkt zur Einarbeitung individuell gewählt werden. Auf die Humusbilanz hat dies keinen Einfluss, wohl aber auf die direkte Wirkung auf die Folgekultur. Aktive Böden beinhalten mehr Leben. Dass es neben den vielen Nützlingen auch

Schädlinge geben kann, liegt auf der Hand. Doch in der Gesamtbilanz ist die Rechnung schnell gemacht: Je besser das Bodengefüge, desto stärker sind die Nutzpflanzen. Dadurch sind diese gegenüber den Schädlingen konkurrenzstärker und wachsen diesen mehrheitlich davon. Mischungen sind im Vorteil Gründüngungsmischungen sind den Einzelarten überlegen. Artengesellschaften haben eine höhere Verrottungsgeschwindigkeit. Zudem bringen Gründüngungen mit Mischungspartnern aus verschiedenen Pflanzenfamilien Vorteile hinsichtlich Auflaufsicherheit und dem Ertrag. Doch aufgepasst: Die Fruchtfolge muss in jedem Fall beachtet werden! Dies gilt nicht nur für die Gründüngungswahl, sondern auch für den Durchwuchs allfälliger Ernteverluste und Samenunkräutern.  n

Autor Hanspeter Hug, UFA-Samen, 8401 Winterthur Anzeige

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Nutztiere

Ziegenmilch

Produktion auf Nachfrage Ziegen sind anspruchsvolle Tiere – besonders was die Fütterung betrifft. Die vorHansueli Baumgartner

gelegte Ration wird genauestens begutachtet und nur das allerbeste wird gefressen. Besonders wenn die Ziegen hohe Milchleistungen erbringen, muss die Fütterung stimmig sein und den Tieren regelmässig frisches Futter vorgelegt werden.

Ziegen sind sehr wählerisch, mit rund 20 Prozent Krippen­ resten muss gerechnet werden. Bild: Sandra Frei

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Nutztiere

E

rfahrung mit den anspruchsvollen Tieren hat auch die Familie Schärer aus Schongau (LU). Seit knapp 20 Jahren werden auf dem Nebenerwerbsbetrieb Ziegen gehalten. Zuerst als Hobby, nach und nach baute die Familie einen soliden Nebenerwerb daraus auf. Jürg Schärer arbeitet zu 100 Prozent auswärts, aus diesem Grund übernimmt seine Frau Margrit den grössten Teil der Arbeit mit den Ziegen. Aber die Ziegen sind ein Familienprojekt: Auch die vier Kinder des Betriebsleiterehepaars sind öfters im Stall anzutreffen und helfen tatkräftig auf dem Betrieb mit. Aktuell werden 84 Milchziegen, 22 Aufzuchtziegen, 5 Ziegenböcke und 5 Kühe gehalten sowie jährlich 15

Mastkälber gemästet. Der Grossteil der Milchziegen gehört der Rasse der Saanenziegen an, ein Teil sind Walliser Schwarzhalsziegen. Da der Tierbestand in den letzten Jahren stetig vergrössert wurde, war eine starke Selektion bis anhin nicht möglich und teils mussten züchterische Kompromisse eingegangen werden. In diesem Frühling konnten Schärers das erste Mal aus den total 145 Gitzi nur die 22 vielversprechendsten Tiere zur Weiterzucht auswählen. Die restlichen weiblichen Gitzi wurden gemeinsam mit den männlichen Tieren gemästet. Die wichtigsten Selektionsparameter sind für Schärers die Milchleistung, das Fundament, die Zellzahlen sowie die Milchgehalte. Die zugekauften Böcke werden stets mit einem Bluttest auf Pseudo-Tuberkulose getestet, da der Betrieb frei von dieser ansteckenden Tierseuche ist und es auch bleiben möchte. Die Leistung der gesamten Herde liegt aktuell bei durchschnittlich 675 kg Milch pro Ziege und Laktation (220 Tage). Rund ein Viertel der Ziegen befinden sich aktuell in der ersten Laktation. Die Streuung in der Herde ist relativ gross, die besten Tiere knackten im letzten Jahr die 1000-Liter-Grenze. Bei Schärers verbleiben die Ziegen normalerweise problemlos sechs bis sieben Laktationen in der Herde, ältere Tiere sind dann aber eher Ausnahmen. Zwei dieser Ausnahmetiere wurden im vergangenen Jahr mit einem Preis für hohe Lebensleistungen ausgezeichnet, welchen Saanenziegen ab einer Lebensleistung von 11 500 kg Milch erhalten. Nur das Beste Da der Betrieb Schärer silofreie Milch produziert, stehen Eingrasen und Dürrfuttergewinnung im Zentrum des Futterbaus. Während der Vegetationszeit erhalten Schärers Milchziegen Frischgras, Dürrfutter, Maiswürfel und Kraftfutter. Die Kinder übernehmen das Eingrasen zum richtigen Zeitpunkt (möglichst trocken). Das Gras wird nach dem Mähen auf ein Dosiergerät abgeladen. Von dort aus kann das Futterband im Ziegenstall bequem per Knopf-

druck befüllt werden. Das Futterband wird täglich rund 15 Mal neu beschickt, damit die Ziegen stets frisches Futter zur Verfügung haben. Das Gras wird deutlich besser gefressen, wenn es nicht regennass ist. Zudem darf es nicht überständig und verholzt sein, deshalb wird alle fünf bis sechs Wochen geschnitten. Dürrfutter steht der Herde ad libitum in Raufen zur Verfügung. Maiswürfel, Kolbenschrot und ein UFALeistungsfutter werden beim Melken zugefüttert. Wie einleitend erwähnt, sind Ziegen sehr wählerisch. Sie fressen immer zuerst die schmackhaften Blätter, bevor sie sich an die Stängel des Raufutters machen – und auch bei diesen

Das Melken übernimmt meist Margrit Schärer, aber die ganze Familie hilft gerne mit. Bild: Sandra Frei

werden zuerst die jungen Triebe bevorzugt , bevor ältere, verholzte Stängel gefressen werden. Durch dieses Fressverhalten fallen bei der intensiven Ziegenhaltung grosse Mengen an Krippenresten an. Schärers rechnen mit rund 20 Prozent der Grundfutterration. Da die Qualität der Krippenreste immer noch gut ist, reichen diese Resten problemlos, um die fünf Milchkühe zu versorgen. Jürg Schärer erklärt die Fütterung der Milchziegen wie folgt: «Es ist ganz einfach, entweder akzeptiert man die hohen Mengen an Krippenresten, oder man hat weniger Ziegenmilch». Auf die Weidehaltung wird ganz bewusst verzichtet: «Die Parasitenpro-

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Nutztiere lumen sinkt. Deshalb macht es Sinn, die Ration von Ziegen, bei denen Mehrlingsgeburten erwartet werden, m i t K ra f t f u t t e r z u e rg ä n z e n (200 − 600 g/ Tier/ Tag). Die sogenannte Trächtigkeitstoxikose (Energiemangel) wird oft spät erkannt und führt zu plötzlichen Todesfällen. Schärers beginnen mit der Anfütterung rund einen Monat vor dem Gitzeln. Sie setzen dazu Belüftungsheu und Zuckerrübenschnitzel ein. Die Familie Schärer (v.l.): Jürg, Peter, Nicole, Margrit, Lars, Benno, Melanie (Partnerin Benno) und Simon (Partner Nicole) Bild: Sandra Frei

blematik ist in Kombination mit der Milchproduktion nur schwer zu vereinbaren. Es gibt nur ein zugelassenes Entwurmungsmittel, das keine Absetzfrist auf die Milch hat», erklärt das Betriebsleiterehepaar. Den Bedarf decken Die Fütterung der Milchziegen wird vom UFA-Berater Hans-Ueli Baumgartner regelmässig berechnet und angepasst. Dazu nimmt er oft die monatliche Milchleistungskontrolle zur Hilfe. Er sieht dadurch, welches Leistungsniveau die Ziegen aktuell erreichen und anhand der Milchgehalte kann er, ähnlich wie in der Milchviehhaltung, Rückschlüsse auf die Energie-, Protein- und Strukturversorgung der Tiere ziehen. Dass Ziegen mengenmässig nur rund zwei bis vier Kilogramm Trockensubstanz aufnehmen, erschwert die Anpassungen der Ration und lässt nur wenig Spielraum. Besonders zu Beginn der Laktation erreichen die Ziegen hohe Tagesleistungen, die auch erfüttert werden müssen. Ansonsten verlieren die Ziegen sehr schnell Körpergewicht – betroffene Tiere erholen sich oft nicht mehr und müssen ausgemerzt werden. Nebst der Startphase muss auch auf die letzten zwei Monate der Trächtigkeit ein Augenmerk gelegt werden, vor allem bei Mehrlingsgeburten: Da die ungeborenen Gitzi in den letzten Trächtigkeitsmonaten stark wachsen, erhöht sich der Nährstoffbedarf deutlich. Gleichzeitig sinkt die Futteraufnahme, da die Föten viel Raum einnehmen und das Pansenvo-

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Herausforderung: Milch­ ablieferung Ab Anfang Februar beginnen die Ziegen mit dem Gitzeln, diese Zeit ist sehr arbeitsintensiv und die ganze Familie hilft mit. Die Gitzi werden nach zwei bis drei Tagen vom Muttertier getrennt und mit Kuhmilch (60 % ) und dem Vollmilchergänzer UFA 200 (40 % ) gemästet. Im Zeitraum von zehn bis zwölf Wochen, möglichst vor Ostern wenn der Schlachtpreis am höchsten ist, erreichen die Gitzi das gewünschte Schlachtgewicht von 5 – 9.8 kg und werden durch Proviande vermarktet. Bei Schärers erreichen die meisten Masttiere die hohe Klassierung H, welche für vollfleischige Tiere steht. Rund 80 Prozent des Fleisches wird aufgrund der Nachfrage durch Proviande im Tessin vermarktet. Die Milchziegen werden von Anfang Februar bis Ende November gemolken. Gemolken wird auf einem Teil des ehemaligen Anbindelägers der Kühe. Der Schwemmkanal wurde in eine Melkgrube umfunktioniert, damit ist die Arbeitshöhe angenehm. Mit der GEA-Ziegenmelkanlage können jeweils acht Ziegen gleichzeitig gemolken werden und in rund einer Stunde und 15 Minuten hat Margrit Schärer die gut 80 Ziegen gemolken. Jährlich liefern Schärers rund 70 000 kg silofreie Milch an fünf verschiedene Abnehmer ab, die die Milch zu Roh­ milchkäse und diversen Spezialitäten weiterverarbeiten. Da Schärers keine Milchlieferverträge haben, liefern sie Milch nach Bedarf an die verschiedenen Abnehmer. Schärers frieren zudem jährlich rund 16 Tonnen Milch ein, um sie bei Bedarf und in den Monaten ohne anfallende Frisch-

milch (Dez. und Jan.) aufzutauen und auszuliefern. Das Ausliefern der Milch übernimmt Jürg Schärer: «Es ist manchmal schon eine Herausforderung mit den verschiedenen Abnehmern. Die Abnehmer profitieren auf der Gegenseite von uns, da wir mit der tiefgefrorenen Milch sehr flexibel sind und bei Bedarf eigentlich immer liefern können». Der durchschnittliche Milchpreis liegt bei rund Fr. 1.20 pro kg Ziegenmilch. Die Familie Schärer hofft darauf, dass die Nachfrage an Ziegenmilch auch in Zukunft anhalten wird und sie ihre Milch gut vermarkten können. Vom Standort her kann der Betriebszweig aktuell nicht mehr weiter ausgedehnt werden, da die Stallfläche mit der aktuellen Tierzahl nicht mehr ausgereizt werden kann. Der Nebenerwerb ist für die ganze Familie eine Bereicherung – und das nicht nur ­finanziell. Alle beteiligen sich mit viel Engagement und Herzblut am Betrieb und erwirtschaften damit einen guten Nebenerwerb. In Kürze • Ziegen fressen selektiv und erreichen dadurch höhere Milchleistungen – das muss im Futterplan berücksichtigt werden • Hohe Mengen an Krippenresten von 20 % müssen akzeptiert werden • Kritische Phasen sind die Startphase und die beiden letzten Trächtigkeitsmonate • Ideal wären Leistungsgruppen während der Laktation und der letzten Trächtigkeitsmonate (Mehrlingsgeburten  Trächtigkeitstoxikose) • Die TS-Aufnahme der Ziegen ist beschränkt und lässt nur wenig Spielraum für Anpassungen der Ration • Die Mastgitzi sollten vor Ostern ein Schlachtgewicht von 5 – 9.8 kg erreichen (bessere Preise) n

Autoren Hans-Ueli Baumgartner, Kleinwiederkäuer- und Schweine­ spezialist im UFA-Beratungsdienst, 5703 Seon Frei Sandra, UFA-Revue, 3360 Herzogenbuchsee UFA-REVUE  7-8 | 2017


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UNTERWEGS MIT …

… Pascal Rossier, UFA-Geflügelspezialist

Erfolgreiche Umstellung auf Bio

N

achdem Pascal Rossier die Lehre zum Landwirt abgeschlossen hatte, arbeitete er einige Jahre bei einem Lohnunternehmer, bevor er im Jahr 2010 in den UFA-Beratungsdienst kam. Er startete zuerst als Mechaniker für Tränkeautomaten in der Kälbermast und -aufzucht, wechselte 2013 jedoch ins Team der UFAGeflügelspezialisten und betreut die Geflügelhalter in der Westschweiz, im Jura und im Seeland. Durch seine persönliche Erfahrung in der Geflügelhaltung fand er sich schnell zurecht in der Welt des Geflügels. In Monnat, welches zur juras­sischen Gemeinde St-Ursanne gehört, bewirtschaftet die Familie Cerf einen Betrieb mit Legehennenhaltung – sie sind einer der Betriebe, die Pascal Rossier betreut und berät.

Vincent und sein Bruder Olivier Cerf bewirtschaften den elterlichen Landwirtschaftsbetrieb in einer Betriebsgemeinschaft seit dem Jahr 1996. Der Betrieb umfasst 68 Hektaren landwirtschaftliche Nutzfläche in der Bergzone 2. Die Industriemilchproduktion stand lange im Zentrum des Betriebes, die Eierproduktion wurde eher im kleineren Rahmen zur Direktvermarktung in der Region geführt. Nachdem aber im Jahr 2010 der Industriemilchpreis drastisch zu sinken begann, entschieden sich die Gebrüder Cerf dazu, das hochwertige Produkt Milch nicht länger zu einem Spottpreis zu verkaufen. Der an-

schliessende Entschluss, auf biologische Landwirtschaft umzustellen war damit schnell besiegelt, die Umstellung startete im Jahr 2011. Milchproduktion Heute produzieren die Gebrüder Cerf mit ihren 30 – 35 Montbéliarde-Kühen 230 000 kg Bio-Industriemilch. Die eigene Nachzucht der Herde befindet sich ebenfalls auf dem Betrieb. Die Flächen des Betriebes sind sehr hügelig und eignen sich somit hauptsächlich zur Weidenutzung. Obwohl sich die Flächen sehr gut für die biologische Produktion eignen, ist es essentiell, die Pflege der Wiesen und Weiden intensiv zu halten, damit die

Betriebsspiegel Familien Vincent und Olivier Cerf Nutzfläche: 68 ha LN, 40 ha Wald Tiere: 30 – 35 Milchkühe (Montbéliarde) inkl. Aufzucht, ein Legehennenstall für 2000 Tiere und ein Legehennenstall für 500 Tiere Arbeitskräfte: Vincent, Olivier, Evan (Sohn von Vincent) seit 2016, Ehefrauen Silvie und Silviane helfen beim Eiersortieren Weiteres: Photovoltaikanlage (900 m2)

Pascal Rossier, Prez-vers-Noréaz (FR) Geboren: Zivilstand: Ausbildung: Hobbys: Motto: 50

Die Legehennen geniessen den täglichen Zugang in den Wintergarten.

3. Juli 1989 in einer Beziehung Landwirt EFZ Sportschiessen «Auf die betrieblichen Gegebenheiten jedes Betriebs eingehen.» UFA-REVUE  7-8 | 2017


Pflanzenbestände langfristig hochwertig bleiben und qualitatives Raufutter gewonnen werden kann. Während der Vegetationszeit wird Vollweide betrieben, die Winterfütterung besteht aus Heu, Emd, Grassilage und dem Leistungsfutter UFA 272 Bio. Investition ­ in die Geflügelhaltung Nach einigen Behördengängen hatten die Gebrüder Cerf eine Bewilligung, um den bestehenden Legehennenstall (500 Plätze) den biologischen Normen anzupassen. Von diesem Produktionszweig waren die Brüder im Anschluss so überzeugt, dass sie sich entschlossen, diesen Betriebszweig weiter auszubauen. 2014 wurde deshalb ein zweiter Stall für 2000 Legehennen gebaut, Abnehmer der Bio-Eier ist

die EiCO. «Zuvor erledigten wir während der Wintermonate viel Forstarbeit. Durch die Investition in die Legehennenhaltung konnten wir diese anstrengende Arbeit reduzieren. Zudem hat Evan, der Sohn von Vincent Cerf, die Möglichkeit in den Landwirtschaftsbetrieb einzusteigen», erklärt Olivier Cerf die Vorteile der Ausdehnung der Legehennen­ haltung. Kombi-Fütterung Die Legehennen werden mit dem Kombi-System gefüttert. Das heisst, sie erhalten fünf Mal pro Tag ein Ergänzungsfutter, welches die Körnermischung UFA 504 Bio ergänzt. Die Körner werden im Wintergarten angeboten. Letzterer ist mit Sandbädern und Sitzstangen ausgestattet und mit Stroh eingestreut und steht den Legehennen täglich zur Verfü-

gung. Ab der vierten Legewoche profitieren die Tiere zudem von Weidezugang. Bäume und Sträucher sorgen dabei für den nötigen Schutz vor Greif­v ögeln und Schatten bei heissen Temperaturen. Das Eiersortieren und Verarbeiten ist fix in die Arbeitsabläufe der Landwirte eingeplant, unterstützt werden sie dabei von ihren Ehefrauen. Zukunft Auch in naher Zukunft sieht es gut aus für die Familie Cerf: Geplant ist der Ausbau des ersten Legehennenstalls auf 1300 Plätze und eine Modernisierung. Mit dieser Erweiterung wollen die Landwirte der wachsenden Nachfrage in der Direktvermarktung gerecht werden. Überhaupt haben sie das Motto: Nutze jede Chance, die sich dir bietet – und das machen sie auch.

Die Sicht auf den Betrieb der Familie Cerf.

Bio-Geflügel im Hobbybereich Bio-Geflügelhaltern steht auch im Hobby- und Selbstversorgungsbereich ein gesamtheitliches UFA-Futtersortiment zur Verfügung. In den ersten sieben Lebenswochen der Legehennen wird UFA 501 Bio angeboten, im Anschluss kommt UFA 502 Bio bis zur 16. Lebenswoche zum Einsatz. Die Körnermischung UFA 504 Bio wird ergänzend dazu gefüttert. Die Kombi-Fütterung mit der Körnermischung wird danach weitergeführt, jedoch wird auf UFA 503 Bio umgestellt, damit die Hennen bestens versorgt in die Legephase starten können. In der Geflügelmast stehen das Starterfutter UFA 641 Bio und das Mastfutter UFA 648 Bio zur Verfügung, die Körnermischung UFA 504 Bio komplettiert die optimale Versorgung des Mastgeflügels. UFA-REVUE  7-8 | 2017 51


AUS DER FORSCHUNG

UFA top-start – jetzt noch besser Haben Sie vielleicht schon bemerkt, dass sich UFA top-start etwas verändert hat? Das bewährte Vitamin- und Spurenelementkonzentrat wurde weiterentwickelt und enthält seit einiger Zeit neben schnellverfügbarer Energie, Vitaminen und Spurenelementen auch einen Mix aus verschiedenen ätherischen Ölen, Hefezell­ w änden und Milchsäurebakterien zur Unterstützung der Atemwege und der Verdauung des jungen Kalbes. Durch die neue Rezeptur wird zudem die Sauglust gefördert und UFA top-start riecht jetzt noch besser: Die ätherischen Öle verströmen einen wohltuenden Eukalyptus-­D uft. Aber nicht nur beim Einstallen ist UFA top-start das richtige Produkt, auch in Stress-Situa­

tionen, nach Impfungen und Behandlungen sowie bei tiefem Tränkekonsum wirkt UFA topstart unterstützend. Mit dem neuen UFA top-start gelingt der

Start in die Mast. Die neue Rezeptur von UFA top-start wurde in Feldversuchen auf diversen Betrieben äus­serst erfolgreich getestet.

Ein straff geführtes Gruppenmanagement im Zuchtbetrieb ist das A und O für effiziente Arbeitsabläufe rund um die Ferkelproduktion. Deshalb ist es ein Muss, dass die Rausche der Sauen einer Absetzgruppe innerhalb eines kurzen Zeitraums eintritt. Diese Anforderung wird mit dem neuen UFA top-flushing unterstützt. UFA top-flushing sorgt für eine erhöhte Energieversorgung nach dem Absetzen, dadurch wird die Ovulationsrate verbessert und die Sauen kommen besser in den Zyklus. Damit die Sau möglichst gute Follikel entwickeln kann, ist genügend Vitamin A notwendig. Dies wird durch den hohen Gehalt an β-Carotin abgedeckt. UFA top-flushing sorgt für bessere Rausche.

Neben Futter für Küken, Legehennen und Mastpoulets deckt das UFA-Sortiment auch die Bedürfnisse weiterer Geflügelarten ab. Das Sortiment reicht von Enten-, Fasanen-, Gänse-, Perlhühner-, Straussenfutter bis hin zu Truten-, Pfauen- und Wachtelfutter.

Auf die Plätze – fertig – los!

52

NEU: UFA top-flushing für fruchtbare Sauen

UFA-Futter für Spezialgeflügel

HOBBYTIERECKE

Die Kaninchenställe sind voll, nun gilt es, die Zuchtkaninchen in Kondition zu halten und die Jungtiere in ihrer Entwicklung zu unterstützen. Die Vorbereitungen auf die bevorstehende Ausstellungssaison können bereits jetzt in Angriff genommen werden. Um mit den Tieren so

LESEFUTTER

richtig zu punkten, ist eine hervorragende Fütterung das A und O. Die UFA-Kaninchenfutter passen zu jedem Abschnitt der Zuchtsaison und eignen sich ­o ptimal für die Vorbereitung. UFA 855 KOMBI ist ein Ergänzungsfutter mit Flocken, Körnern und Würfeln, das sich ideal

zu Heu, etwas Gras, Karotten und sauberen Gemüseresten verfüttern lässt. Dieses Futter ist für alle Lebensphasen der Kaninchen geeignet. Dank dem Kokzidiostatikumzusatz bietet dieses Futter zusätzliche Unterstützung für die Darmgesundheit. Bei UFA 855 gilt es, die fünftägige Absetzfrist zu beachten. UFA 854, das Alleinfuttermittel ohne Kokzidiostatikum, ist sowohl für die Fütterung von Zucht- wie auch Mastkaninchen geeignet. Die idealen Nährstoffgehalte der Würfel sorgen für eine optimale Entwicklung der Kaninchen. UFA 854 enthält kein Kokzidiostatikum.

Nähere Informationen finden Sie unter www.ufa.ch/tiere/gefluegel/ spezialgefluegel/, in Ihrer LANDI und beim UFA-Beratungsdienst Ihrer Region.

UFA-Berater 3052 Zollikofen 058 434 10 00 1070 Puidoux 058 434 09 00 6210 Sursee 058 434 12 00 9501 Wil 058 434 13 00 ufa.ch UFA-REVUE  7-8  | 2017


Nutztiere

Grossviehmast

Vorteile nutzen beim Datenaustausch Über das UFA Toro-Portal können Produzenten der UFA AG und der Anicom AG die Erlaubnis für einen automatischen Datenaustausch erteilen. Dabei werden Einstallkennzahlen, Wägedaten und Schlachtdaten automatisch übermittelt und im Toro-Portal synchronisiert. Produzenten profitieren von weniger Bürokratie, schnellen exakten Mastauswertungen und einem optimierten Tierabsatz.

D

as UFA Toro-Por tal ist ein Tool zur Erstellung detaillierter Mastauswer tungen und Wir t schaf tlichkeit sberechnungen im Bereich Gross­v iehmast. Durch die laufende Dateneintragung, können jederzeit Rückschlüsse auf die Wir t schaf tlichkeit des Betriebszweiges gezogen, sowie allfällige Optimierungsmöglichkeiten erkannt werden. Ohne automatischen Datenaustausch ist der Produzent gefordert, die Daten laufend nachzutra gen, wa s mit bürokratischem Aufwand verbunden ist. So müssen zugekauf te Jung tiere manuell erfasst und Schlachtdaten kontinuierlich eingetragen werden. So funktioniert der Datenaustausch Mit dem Häckchen «Datenaustausch» er teilt der Produzent der UFA AG und Anicom AG die Erlaub-

Automatischer Daten­ austausch, die Produzentenvorteile in der Übersicht: • Detaillierte Mastauswertungen und Wirtschaftlichkeitsberechnungen • Wenig Bürokratie • Automatische Erfassung der Einstallund Ausstalldaten • Optimierter Absatz, da Anicom anfallende Angebote besser voraussehen kann • Schnelle Handlungsmöglichkeit für Landwirt und Berater bei schlechten Schlachtresultaten

nis, Daten selbständig auszutauschen. Dabei übermittelt Anicom die Einstallinformationen der Tränker oder Mastremonten über Alter, Geschlecht, Gewicht, Rasse, Qualität und Preis an die UFA AG. Diese ­D aten werden von UFA ins ToroPortal importiert und der Landwirt

kann von Beginn weg detaillier te Mastauswertungen erstellen ohne manuellen Auf wand. Identisch ist der Ablauf bei der Schlachtdatenübermittlung: Die Daten werden von der Anicom AG an UFA AG übermittelt und ins Portal geladen, wodurch exak te Wir t schaf tlichkeitsberechnungen möglich sind. Gemeinsam mit dem UFA-Berater können die Schlachtdaten jederzeit und aktuell angeschaut und diskutier t werden. Allfällige Optimierungsmöglichkeiten in der Fütterung können so rasch erkannt und umgesetzt werden. Anicom kann in die Wägedaten und ­Tageszunahmen der einzelnen Tiere Einblick nehmen. Diese beiden Informationen ermöglichen dem Anicom-Berater eine frühzeitige Prognose über anfallende ­ A ngebote, wodurch der Landwirt von optimierten Absatzmöglichkeiten profitiert.  n

Fritz Zahnd

Durch den auto­matischen Daten­austausch wird die Mastauswertung deutlich erleichtert. Bild: Anicom AG

Autor Fritz Zahnd, Rindviehspezialist Anicom AG, 3052 Zollikofen UFA-REVUE  7-8 | 2017 53


Nutztiere

Blinkende Kälber Am 19. und 20. Juni organisierte die Förster-Technik GmbH zum ersten Mal die Smart Calf Rearing Conference bei der sich Wissenschaftler und Vertreter der Industrie trafen und zum Thema Kälberaufzucht und -ernährung austauschten. Besonders die ersten Lebenswochen der Kälber mit Kolostrumversorgung und der anschliessenden Tränkephase standen im Fokus der internationalen Besucher, aber auch Smartfarming war ein grosses Thema an der Tagung. Die Teilnehmer aus aller Welt hatten nach Abschluss der Fachreferate die Möglichkeit, auf UFA-Bühl, dem Versuchsbe-

trieb der UFA AG in Hendschiken, das SmartCalfSystem der FörsterTechnik GmbH zu besichtigen. Das an der letztjährigen Euro Tier ausgezeichnete Tierüberwachungssystem wurde auf UFABühl erstmals in der Schweiz installiert.

Mitmachen lohnt sich An vielen Messen besteht die Möglichkeit an Wettbewerben teilzunehmen – so auch an der diesjährigen BEA in Bern. Am Stand der UFA konnten die Besucher gleich an zwei Gewinnspielen teilnehmen: Bio-Kunden konnten am Bio-Wettbewerb teilnehmen, alle anderen Kunden am UFA-Wettbewerb. Zu gewinnen gab es im Hauptpreis eine Palette UFA-Mischfutter nach Wahl. Die Gewinner waren:

• Martin Rutschi aus Konolfingen (UFA) • Overney Christoph aus Alterswil (UFA-Bio) Aber auch die Hypona-Kunden konnten an der BEA profitieren: Karin Guggisberg aus Rizenbach gewann den Hauptpreis des diesjährigen Hypona-Wettbewerbs: 100 kg Hypona-Futter nach Wahl. Mitmachen lohnt sich also definitiv!

Tagesaktuelle Neuigkeiten www.ufarevue.ch

Smartfarming in der Praxis Das System besteht aus drei Modulen: Der «Smart Drink Sta­tion», dem «Smart Neckband» und der «Smart Water Station». Beim Trinken am Automaten werden die Saug- und Stossbewegungen des Kalbes erfasst. Diese Bewegungen sind ein wertvoller Indi-

Rolf Steffen wird nationaler Verkaufsleiter Geflügel Nachdem der langjährige und kompetente UFA-Verkaufsleiter

kator für die Vitalität und Gesundheit der Kälber. Das neu entwickelte Halsband ist per Funk mit dem Tränkeautomaten verbunden und misst die Aktivität der Kälber. Weiter verfügt das Halsband über eine LED-Lampe, die aufleuchtet, wenn ein Kalb ungenügende Werte beim Trinken und bei der Aktivitätsmessung hat. Damit können kranke Kälber deutlich früher aufgespürt werden, nämlich oft bevor sie überhaupt richtig krank sind. Via Smartphone, Tränkeautomat oder PC können zudem Tiere ausgewählt werden, welche geimpft oder separiert werden müssen

Geflügel Jakob Werder am 19. August 2016 völlig unerwartet verstorben ist, wird Rolf Steffen per 1. August 2017 nationaler Verkaufsleiter Geflügel der UFA AG. Rolf Steffen leitet bereits seit einigen Jahren den UFA-Beratungsdienst in Sursee und engagiert sich von nun an im Geflügelsektor. Zwischenzeitlich hatte Wendelin Strebel, Vorsitzender der Geschäftsleitung UFA AG, die Leitung des Geflügelsektors übernommen. Rolf Steffen hinterlässt seinerseits im UFA-Beratungsdienst Sursee eine Vakanz, die mit Markus Baumann (Dipl. Ing. Agr.

oder einer sonstiger Betreuung bedürfen. Nach abgeschlossener Behandlung kann bequem mit einem Magnetschalter am Halsband die Beleuchtung ausgeschaltet und die Behandlung bestätigt werden. Die Daten sämtlicher Kälber werden in der CalfCloud gesammelt und können jederzeit bequem mit der CalfApp auf dem Smartphone überwacht werden.

ETH, Agro-Treuhänder) aus Bürglen per 1. Juli vielversprechend besetzt werden konnte. «Hahn im Glück» Der Verein für biologisch-dynamische Landwirtschaft Demeter Schweiz hat sich an seiner Hauptversammlung klar dafür ausgesprochen, dass ab dem Jahr 2019 alle Demeter-Eier von Hennen stammen müssen, deren Bruderhähne gemästet werden. Die sogenannten «Hähne im Glück» werden auf Demeter-Betrieben aufgezogen und das Fleisch als Junghahnfleisch vermarktet. Anzeige

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UFA-REVUE  7-8 | 2017


Nutztiere

Anicom – Jubiläum und solides Jahresergebnis Mitte Juni hielt die Anicom AG ihre 50. Generalversammlung in der Markthalle Burgdorf ab. Der Tiervermarkter schaute gemeinsam mit Aktionären und Gästen auf das Jubiläumsjahr 2016 zurück und konnte sich an steigenden Umsätzen erfreuen: Er lag bei Fr. 500 Mio. und war damit 5.4 Prozent höher als im Vorjahr. Ein solider Gewinn von Fr. 510 000.– konnte zudem dank konsequenter Kostenbewirtschaftung erwirtschaftet werden. Das vergangene Geschäftsjahr stand ganz im Zeichen des runden Geburtstags der Anicom. Mit

verschiedenen Aktivitäten wurde das 50-jährige Firmenbestehen mit Kunden und Geschäftspartnern gefeiert und verdankt. Verteilt über das Jahr fanden verschiedene Geschenkaktionen statt. Produzenten erhielten bei einer Mastjagerlieferung im Februar ein Tranchierset, im Mai bei einer Schlachtschweinelieferung ein Grillset, für eine Tränkerlieferung im Juli ein Taschenmesser, im August ein Steakmesser für eine Bankviehlieferung und ein Gewürzset bei einer Schlachtkälberlieferung im November. Nebst den Aktionen wurde das Jubilä-

um an der Generalversammlung und an den Regionaltagungen ausgiebig gefeiert. Ein weiteres Highlight des Jahres 2016 ist das Ausstatten der Lastwagenflotte mit dem sogenannten FleetBoard. Dies ist ein Programm, das den Fahrstil des Chauffeurs mittels Noten beurteilt. Dadurch erhalten sie ein Feedback zu ihrer Fahrweise und können sie gezielt optimieren, was letztendlich den Verschleissteil- und Treibstoffverbrauch miniert. Dadurch konnte der CO 2-Ausstoss um 6.5 Prozent gesenkt werden.

Höhere Zunahmen, weniger Abgänge Eine Analyse der Schweinemastauswertungen bestätigt es: Gesunde Tiere leisten mehr, oder andersherum: Je intensiver die Mast, desto besser geht es den Tieren. Die Erfolgsfaktoren sind vielseitig, aber Genetik und Fütterung müssen im Einklang stehen, wenn die Schweinemast erfolgreich verlaufen soll. Auswertung mit spannender Beobachtung In der UFA-Schweinemastauswertung werden jährlich über 300 000 Tiere erfasst und nach

Der durchschnittliche Tageszuwachs lag 2015/16 bei 840 g. Das oberste Viertel erreichte bereits 950 g und das unterste Viertel lag bei 770 g. Die Tiere im obersten Viertel wurden deutlich intensiver gefüttert, hatten aber trotzdem eine bessere Futterverwertung.

verschiedenen Kriterien ausgewertet. Interessant ist die Entwicklung über die Jahre, wo sich zeigt, wie der genetische Fortschritt in der Praxis ankommt.

Grafik: Abgänge im Bezug auf die Tageszunahmen 14 12

Abgänge in %

10 8 6 4 2 0

600

650

700

750

800 850 900 950 Masttageszuwachs in g

1000

1050

1100

Abgänge nehmen ab Die Futterkosten differierten nur um 2 Rp./kg Zuwachs oder pro MJ. Erstaunlich und viel deutlicher ist aber der Unterschied bei den Abgängen: Die Betriebe im obersten Viertel mit den durchschnittlich 950 g Tageszuwachs, haben 25 Prozent weniger Abgänge beziehungsweise verlieren ein halbes Tier weniger. In Prozent verzeichnet das oberste Viertel während der Mast 1.5 Prozent und das unterste Viertel 2.0 Prozent Abgänge. Ein relevanter Unterschied, der darauf hinweist, dass es sich lohnt, die Fütterung auf die Fortschritte in der Genetik anzupassen. Stimmen Ihre Futterkurven mit dem Leistungspotenzial Ihrer Tiere überein? Wenn Sie unsicher sind: Fragen Sie Ihren UFA-Berater.

Pferdeseuche Infektiöse Anämie festgestellt Auf dem Gebiet der Gemeinde Mülligen wurde bei einem Pferd die Krankheit Infektiöse Anämie festgestellt. In der Schweiz ist dies der erste bekannte Fall von Infektiöser Anämie bei Pferden seit 1991. Bei der Erkrankung handelt es sich um eine Virusinfektion bei Pferden und anderen Einhufern wie zum Beispiel Eseln und Maultieren, für die eine Meldepflicht besteht. Für den Menschen und andere Tierarten ist die Krankheit ungefährlich. Die Krankheit zeigt sich als akute oder chronische Krankheit mit Fieberschüben, Leistungsabfall, Abmagerung und hochgradiger Blutarmut. Oftmals sind infizierte Pferde im chronischen Stadium und zeigen keine Symptome, weshalb mögliche Krankheitsanzeichen nur schwer feststellbar sind. Infizierte Tiere bleiben lebenslang Virusträger, eine Therapie oder einen wirksamen Impfstoff gibt es nicht. Die Krankheit endet nach unterschiedlich langem Verlauf tödlich. Infizierte Tiere müssen euthanasiert werden, so auch das erkrankte Tier in Mülligen. Die übrigen im Bestand gehaltenen Pferde werden unter Quarantäne gestellt und streng überwacht. Die Übertragung der Viren erfolgt über stechende Insekten wie Bremsen und Stechmücken, die das Virus von einem infizierten Tier auf ein empfängliches Tier übertragen. Laut der Tierseuchenverordnung ist es deshalb notwendig, ein Sperrgebiet von einem Kilometer um den verseuchten Bestand zu errichten, weshalb das ganze Birrfeld zum Sperrgebiet erklärt wurde.  Kanton Aargau

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UFA-REVUE  7-8 | 2017 55


Nutztiere

Online-Shop

Fortschrittliche Futterkunden Bei der UFA kann telefonisch, schriftlich oder elektronisch bestellt werden. Dass heute bereits mehr als 50 Prozent des Futters online bestellt werden, deutet auf grosse Vorteile für diese Art der Bestellung.

Manuel Strebel

Samuel Geissbühler

In einem Klick im Mobile-Shop

56

A

ller Anfang ist schwer: Als UFA vor 15 Jahren, 2002, den automatisierten Online-Shop eröffnete, gingen zuerst nur einzelne und nach einem Jahr rund 20 Bestellungen pro Woche ins System ein. Dies steigerte sich dann kontinuierlich und nach zehn Jahren wurden bereits zehn Prozent der Bestellungen online getätigt. 2012 folgte die Mobile-Lösung mit der Bestellmöglichkeit direkt via Smartphone. Dies ermöglicht eine noch schnellere Abwicklung während der Arbeit im Stall. Heute gehen bei der UFA bereits über 50 Prozent der Futterbestellungen elektronisch ein, sei es per Onlineshop oder per Agronet durch die LANDI.

renkorb gelangt man zu den Lieferangaben. Durch eine Auflistung der gewünschten Produkte, ist die Fehlerquote für Falschbestellungen sehr gering. Automatisch wird immer das frühst mögliche Lieferdatum angezeigt. In den Lieferkonditionen, welche unten im Fenster jeweils aufrufbar sind, werden die verschiedenen

Das Wichtigste auf einen Blick • Einfach dank Bestellhistory • Sicher dank Siloangaben • Effizient dank Abladereihenfolgen • Komfortabel rund um die Uhr 7 X24 h • Zeitsparend mobile • Kundenfreundlich Bestellen: Bis 6 Uhr am Vortag ohne Express-Zuschlag • Transparent mit Lohnmischsaldo • Bonus für Lieferfenster von drei Arbeitstagen • Massgeschneiderte Dienstleistungen im UFA-Portal

Die Vorteile der OnlineBestellung Nicht nur die flexiblen Bestellzeiten sind ein Vorteil, es werden auch noch andere Möglichkeiten mit der Online-Bestellung geboten. Nach dem Einloggen wird dem Kunden eine Liste der bereits einmal bezogenen Produkte angezeigt. Die Einkaufsliste zeigt an, wieviel und wann das letzte Mal von welchem Produkt bestellt wurde. Dies spart Zeit und vereinfacht eine Bestellung. Selbstverständlich können auch Produkte ausgewählt werden, die nicht auf der Einkaufsliste aufgeführt sind. Über die Gliederung der Haupt- und Untergruppen wird die Suche vereinfacht und man gelangt schnell zum gewünschten Produkt. Ein Artikel kann aber auch direkt über den Produktnamen gesucht werden. Auch sind Informationen über die Zusammensetzung und Inhaltsstoffe zu den Produkten aufrufbar. Über den WaUFA-REVUE  7-8 | 2017


Nutztiere Rabattmöglichkeiten aufgelistet. So erhält man bei «Lose-Futter» für ein Lieferfenster von mindestens drei Tagen Fr. 5.– Bonus. Bemerkungen können im Kommentarfeld angegeben werden. Nach dem Absenden einer Bestellung erhält der Kunde eine Auftragsbestätigung. Diese Vorteile werden durch die Ergebnisse einer kürzlich durchgeführten Kundenumfrage der UFA AG bestätigt. Bestellung via Mobile-Shop Mit dem Mobile-Shop können Futterbestellungen direkt vom Smartphone aus getätigt werden. Dies ermöglicht eine noch schnellere

Abwicklung, als wenn man zuerst an den PC muss. Für den Mobile-Shop sind dieselben Login-Daten notwendig wie für den Online-Shop. Er besitzt, wie der Online-Shop eine Einkaufsliste mit den bereits einmal bezogenen Artikeln. Jedoch ist es nicht möglich, neue Produkte mit dem Mobile-Shop zu bestellen. Sein Sinn besteht darin, gleich während der Arbeit eine Futterbestellung bei Bedarf auszulösen. Für neue Produkte sollte man sich Zeit nehmen und diese in Ruhe am Computer auswählen oder mit dem UFA-Berater besprechen. Um Bestellungen

Mit dem Mobile-Shop kann bequem und schnell via Smartphone bestellt werden. Bild: Sandra Frei

Kundenzufriedenheit mit dem UFA Online-Shop

sehr zufrieden

genügend ungenügend zufrieden

mit dem Mobile-Shop zu vereinfachen, ist es möglich, den MobileShop auf den Home-Bildschirm des Mobile-Phones zu verknüpfen. Anwendungshilfe Onlineund Mobile-Shop Bei Schwierigkeiten oder Unklarheiten ist auf der UFA-Homepage jeweils ein Film zum Online-Shop und zum Mobile-Shop aufgeführt. Dort wird Schritt für Schritt erklärt, wie eine Bestellung abläuft. Scannen Sie den folgenden QR-Code ein, um zum Film zu gelangen oder geben sie den folgenden Link ein, um zum OnlineShop zu gelangen: portal.ufa.ch Wer erstmals im Online-Shop bestellen will, muss sich registrieren: Neukunden, die noch keine Kundennummer besitzen, setzen sich bitte telefonisch mit dem Bestellbüro oder dem zuständigen Berater in Verbindung. Nach dem Ausfüllen des Anmeldeformulars, erhält der Kunde seine Zugangsdaten. Nun besteht die Möglichkeit, zu jeder Tages- und Nachtzeit Futter bei der UFA AG zu bestellen. Ein weiterer Vorteil ist die etwas verkürzte Bestellfrist: Per Onlineshop kann bis 6 Uhr morgens am Vortag bestellt werden. Hohe Kundenzufriedenheit Eine aktuelle Umfrage bei den UFAShop Kunden bestätigt die äusserst grosse Beliebtheit des Online-Shops. Zur Beurteilung der Gesamtzufriedenheit vergaben mehr als 75 Prozent mindestens 8 von 10 möglichen Punkten. Selbstverständlich ist der Online-Shop nicht perfekt, doch die UFA AG ist stets bestrebt, den Shop n den Bedürfnissen anzupassen.

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Autoren Manuel Strebel, Praktikant UFAMarketing; Samuel Geissbühler, Leiter Marketing und Mitglied der Geschäftsleitung UFA AG, 3360 Herzogenbuchsee www.ufa.ch

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Nutztiere

Tierschutz im Vergleich

Schweizer Poulets haben Vorsprung Weltweit ist Pouletfleisch bei den Konsumenten beliebt und damit nimmt entsprechend auch die Produktion seit Jahren kontinuierlich zu. Die vorherrschende Haltungsform ist die Bodenhaltung. Schweizer Poulets geniessen im Vergleich zur ausländischen Geflügelmast deutlich mehr Platz, GVO-freies Futter und in den meisten Fällen einen Aussenklimabereich.

P

ouletfleisch ist bei Schweizer Konsumenten sehr beliebt. Im Jahr 2016 stammten 57 Prozent des Pouletfleisches aus der Schweiz. Das wichtigste Herkunftsland der Importe ist mit Abstand Brasilien, gefolgt von Deutschland, Frankreich und Ungarn. Produktion expandiert Schweizer und Schweizerinnen haben im Jahr 2016 durchschnittlich 12.04 kg verkaufsfertiges Geflügelfleisch konsumiert (entspricht 18.8 kg Schlachtgewicht) . Dies sind zwar 0.6 Prozent weniger als im Jahr 2015, aber im Vergleich zum Jahr 2000 eine Steigerung von über drei

Blick ins fernere Ausland Aus Brasilien kommen die grössten Mengen an Pouletfleisch in die Schweiz. Weltweit ist Brasilien der drittgrösste Pouletfleischproduzent. Es gibt nur sehr oberflächliche Angaben zu Tierschutzvorschriften, die nicht tierspezifisch sind. Obwohl damit keine Vorschriften zur Belegdichte vorliegen, werden die EU-Richtlinien betreffend der Belegdichte oft erfüllt, da das Klima in Brasilien keine höheren Tierdichten zulässt. Antibiotika als Wachstumsförderer und GVO-Futter sind erlaubt und werden eingesetzt. Die USA ist der grösste Geflügelfleischproduzent der Welt. Auch hier gibt es keine Rechtsvorschriften, die die Haltung von Geflügel regeln. Da jedoch stark vertikal integriert wird, haben sich die Richtlinien des National Chicken Council (NCC) durchgesetzt. Diese sind zwar sehr detailliert, kommen aber bei weitem nicht an Schweizer Standards heran. Wachstumsförderer und GVO-Futter sind auch in den USA an der Tagesordnung. Weiter etwas speziell ist, dass die Tiere nach dem Schlachten mit einem Chlorbad behandelt werden, damit Keime (Salmonellen und Campylobacter) auf der Haut abgetötet werden. Weltweit hat die Geflügelproduktion in den Jahren 2004 bis 2013 extrem zugenommen (+ 42 %). Die grösste Produktionssteigerung erbrachten China, Brasilien, Indien und Russland. China ist derzeit zweitgrösster Produzent und einer der grössten Importeure von Geflügelfleisch. Durch die wachsende Bevölkerung und den zunehmenden Lebensstandard wächst der Bedarf rasant an und kann nicht selbst gedeckt werden. Quelle: Geflügelwirtschaft weltweit – Deutschland im internationalen Vergleich; Eine Analyse der Erzeugungsstandards

58

Kilogramm. Geflügelfleisch ist nach Schweinefleisch das beliebteste Fleisch in der Schweiz. Aufgrund der hohen Nachfrage nach Schweizer Pouletfleisch konnten die Tierbestände kontinuierlich gesteigert werden. Nachdem im Jahr 2000 der Mastpoulet-Bestand bei 3.8 Mio. Tieren lag, erreichte er im vergangenen Jahr knapp 6.9 Mio. Tiere – das entspricht einer Steigerung von 80 Prozent. Der Inlandanteil ist im selben Zeitraum von 42.8 Prozent auf 57 Prozent angestiegen. Auch in Deutschland sieht die Statistik ähnlich aus: Der Geflügelbestand hat in den letzten Jahren stark zugenommen, aber im Gegensatz zur Schweiz hat er in den letzten zwei Jahren stagniert. Der Verzehr der deutschen Konsumenten lag 2016 bei 20.9 kg Schlachtgewicht, und damit leicht über dem Schweizer Konsum. Der Selbstversorgungsgrad an Geflügelfleisch liegt in Deutschland bei knapp 134 Prozent. Weitere Informationen zur globalen Situation sind im Kasten ersichtlich. Bodenhaltung vorherrschend Weltweit werden Mastpoulets meist in Bodenhaltung gemästet. Zwischen der Schweiz und dem Ausland macht damit nicht die Haltungsform, sondern die Besatzdichte den Unterschied. In der Schweiz dürfen maximal 30 Kilogramm Lebendgewicht pro Quadratmeter gehalten werden. In Deutschland sind es 39 kg/m 2 und in der EU geht die maximale Besatzdichte gar auf 42 kg/m 2. Zudem ist in der Schweiz natürliches Tageslicht in den Ställen vorgeschrieben, in Deutschland und der EU ist eine Stallhaltung unter Kunstlicht gerade

Micarna setzt auf Schweizer Produktion Die Micarna rechnet auch künftig mit einer wachsenden Nachfrage nach Schweizer Pouletprodukten. Dabei liegen die grössten Herausforderung darin, einerseits genügend Geflügelmäster und Produktionsflächen zu finden, anderseits aber auch alle Elemente entlang der Wertschöpfungskette, von den Elterntierparks, über die Brüterei bis zum Schlacht- und Verarbeitungsbetrieb auf grössere Produktionsmengen auszurichten. Dabei setzen wir als Unternehmen ganz auf den Standort Schweiz und möchten den im Inland produzierten Anteil am Geflügel künftig noch erhöhen. Micarna SA

in älteren Ställen nach wie vor vorherrschend. In der Schweiz regelt die Höchstbestandsverordnung die maximalen Bestandsgrössen pro Betrieb: • 27 000 Mastpoulets bis zum 28. Masttag, • 24 000 Mastpoulets vom 29. bis zum 35. Masttag, • 21 000 Mastpoulets vom 36. bis zum 42. Masttag • oder 18 000 Mastpoulets ab dem 43. Masttag In Deutschland und in den EU-Richtlinien gibt es keine solchen Einschränkungen. Im Bereich der Fütterung ist speziell zu erwähnen, dass in der Schweiz (in der gesamten Tierhaltung) keine gentechnisch veränderten Futtermittel eingesetzt werden. Im Ausland sind gentechnisch veränderte Futtermittel Standard und nur unter wenigen Labels werden GVO-freie Lebensmittel produziert. In der Schweiz stammt zudem dank dem EngageUFA-REVUE  7-8 | 2017


Nutztiere Anforderungen an die Mastgeflügel-Haltung in der Schweiz, in Deutschland und der EU (nicht abschliessend) Schweiz

Deutschland

EU-Richtlinien

Haltungsformen

Bodenhaltung

Bodenhaltung

Bodenhaltung

Platzangebot kg/m2

30 kg/m2 Bei BTS stehen zusätzlich 20 % der Stallfläche im Aussenklimabereich und erhöhte Sitzgelegen­heiten zur Verfügung

39 kg/m2

42 kg/m2

Einstreue

• mind. 20 % der Bodenfläche (in der Regel sind die Hallen vollständig eingestreut)

Zugang zu trockener, lockerer Einstreu

Zugang zu trockener, lockerer Einstreu

• Tageslicht (Fenster) obligatorisch

• mind. 20 Lux

• mind. 5 Lux (TSchV) bzw. 15 Lux (BTS)

• Ställe ab 2009 müssen Lichtöffnungen von mind. 3 Prozent der Stallfläche haben (gilt nicht für ältere Ställe)

• angemessene Licht­ verhältnisse, mind. 20 Lux (kein Tageslicht obligatorisch)

• Trocken und locker • BTS 100 % der Bodenfläche eingestreut und erhöhte Sitzgelegenheiten Licht

• ununterbrochene Dunkelphasen von mind. 8 Stunden bei zusätzlicher künstlicher Beleuchtung

• ununterbrochene Dunkelphasen von mind. 6 Stunden

• ununterbrochene Dunkelphasen von mind. 4 Stunden

Quellen: Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung (Deutschland), Tierschutzverordnung (Schweiz), Verordnung über Höchstbestände in der Fleisch- und Eierproduktion (Schweiz); Tierschutzgesetz (Deutschland), Schutz von Masthühnern (EU), Destatis, Tiere und tierische Erzeugung, Bundesamt für Statistik (Schweiz)

ment der gesamten Branche im Soja Netzwerk Schweiz mittlerweile fast 100 Prozent der importierten Soja zu Fütterungszwecken aus verantwortungsvoller Produktion.

destens 56 Tage betragen. Hier werden deshalb langsam wachsende Hybriden verwendet, die als Freiland- oder Biopoulets in einem höheren Preissegment vermarktet werden.

Sehr grosser Anteil mit BTS Beim Schweizer Mastgeflügel ist das Tierwohlprogramm BTS sehr stark vertreten: Mehr als 94 Prozent der Mastpoulets profitieren von verbesserten Haltungsbedingungen. Im BTS-Programm steht den Mastpoulets ein Auslauf an die frische Luft in einem Aussenklimabereich (Wintergarten) zur Verfügung. Die Tiere haben dadurch noch einmal 20 Prozent mehr eingestreute Fläche zur Verfügung. Der Wintergarten muss ab dem 21. Lebenstag für die Mastpoulets verfügbar sein. Im Stallinnern müssen zudem erhöhte Sitzgelegenheiten spätestens ab dem zehnten Lebenstag zur Verfügung stehen. Die Mastdauer muss mindestens 30 Tage betragen. Was bei den Mastpoulets weniger verbreitet ist, ist die Haltung nach dem RAUS-Programm (6.5 %), bei dem die Tiere zusätzlich einen täglichen Zugang zu einer Weide haben (ab dem 21. Lebenstag). Die Mastdauer im RAUS-Programm muss min-

Fazit Die Schweiz hat auch im Bereich der Mastpoulethaltung strenge und detaillierte Vorschriften, die das Tierwohl sichern (Tabelle). Zusätzlich zu den Anforderungen der Schweizer Tierschutzgesetzgebung geniessen 94 Prozent der Mastpoulets die Vorteile des Tierwohlprogramm BTS, bei dem sie zusätzlich einen Aussenklimabereich, mehr natürliches Licht und erhöhte Sitzgelegenheiten zur Verfügung haben. Zudem gestaltet sich die Fütterung im Gegensatz zum Ausland GVO-frei und die Soja stammt aus verantwortungsvollem Anbau. Deutschland hat ebenfalls detaillierte Vorgaben im Bereich des Tierschutzes, jedoch ist die Belegdichte deutlich höher. Anforderungen an das Stallklima und Beleuchtung sind zwar in Deutschland teils detaillierter geregelt als in der Schweiz, ältere deutsche Ställe verfügen aber oft nicht über Tageslicht. Voraussichtlich wird durch Tierwohlprogramme wie die «Initiative Tierwohl» und dem

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Tierschutzlabel «Für mehr Tierschutz» einem Teil der Mastpoulets mehr Platz oder Beschäftigungsmaterial zur Verfügung stehen. Die EU-Vorschriften hingegen sind deutlich allgemeiner formuliert und die Belegdichte ist noch einmal höher als in Deutschland.  n

Masthybriden ent­ wickeln sich schnell und sind effiziente Futter­ver­werter. In der Schweiz liegt die Bestandsdichte bei 30 kg/m2, in Deutsch­ land bei 39 kg/m2 und in der EU bei 42 kg/m2. Bilder: UFA-Revue

Autorin Sandra Frei, UFA-Revue, 3360 Herzogenbuchsee 59


Nutztiere

Projekt Hohenrain II

Wie effizient sind schwere Kühe? Das Gewicht einer Kuh ist eine wichtige Grösse. Dennoch existieren meist nur Schätzungen zum Körpergewicht von Milchkühen, denn gewogen wird selten. Dabei liessen sich aus dem Gewicht spannende Rückschlüsse auf die Effizienz einer Kuh ziehen, wie eine Erhebung des Projektes Hohenrain II zeigt.

Stefan Probst

I

m Rahmen des Projektes Hohenrain II wurden im zweiten Halbjahr 2014 auf 38 Schweizer Praxisbetrieben einmalig alle laktierenden Kühe gewogen. Insgesamt kamen so beinahe 1400 zusammen, welche mit weiteren Angaben wie Rasse, Körpergrösse, Alter und Milchleistung ergänzt wurden. Aus diesen Daten können interessante Erkenntnisse, die mit dem Lebendgewicht der Tiere in Zusammenhang stehen, gewonnen werden.

Mehr zum Projekt Hohenrain II Im Projekt «Optimierung von Milchproduktionssystemen mit frischem Wiesenfutter – Systemvergleich Hohenrain II» wurden drei verschiedene Milchproduktionssysteme verglichen: Alle drei Strategien basieren auf einem hohen Anteil an frischem Wiesenfutter in der Ration. Während drei Jahren (2014-2016) wurden die Strategien auf 36 Schweizer Praxisbetrieben sowie auf dem Gutsbetrieb des BBZN Hohenrain untersucht. Im Zentrum der Auswertungen steht die Entwicklung von Optimierungsmöglichkeiten in den Bereichen Arbeits- und Betriebswirtschaft, Futterbau, Tierhaltung, Effizienz und Nachhaltigkeit. Informationen erhalten Sie im Internet unter www.milchprojekt.ch oder direkt bei Projektleiter Beat Reidy, Telefon 031 910 22 23, beat.reidy@bfh.ch

de Jersey-Kuh wog gerade einmal 358 kg, während die schwerste Holstein-Kuh mit 889 kg rund 2.5 Mal so schwer war. Die Unterschiede im Körpergewicht zwischen den Rassen lassen sich hauptsächlich durch eine unterschiedliche Körpergrösse erklären. Erwartungsgemäss zeigt sich ein starker Zusammenhang zwischen der Kreuzbeinhöhe der Tiere (gemessen bei der LBE) und dem Körpergewicht. Pro zusätzlichen Zentimeter Kreuzbeinhöhe sind die untersuchten Tiere im Durchschnitt sieben Kilogramm schwerer. Bestätigt haben die Daten auch, dass die Kühe im Alter von vier bis fünf Jahren, meist in der dritten Laktation, im Wesentlichen ausgewachsen sind. Leichtgewichte im Vollweidesystem Im Rahmen des Projektes Hohenrain II (siehe Kasten) interessiert auch der

Unterschied zwischen den verschiedenen Produktionssystemen. Im Durchschnitt sind die Tiere der Vollweidebetriebe rund 70 kg leichter als die Tiere der Eingrasbetriebe (Grafik 2). Dieser Gewichtsunterschied ist nicht nur auf unterschiedliche Rassen in den Systemen zurückzuführen: So sind z.B. auch die SF-Tiere der Vollweidebetriebe gut 40 kg leichter als die gleiche Rasse in den anderen beiden Systemen. Es bestätigt sich also, dass Vollweidebetriebe eher mit kleineren und leichteren Tieren arbeiten. Leichtere Tiere sind weidetauglicher, da sie mit weniger konzentrierten Rationen auskommen und auch weniger Trittschäden verursachen. Mehr Milch mit schwereren Tieren Und welche Tiere eignen sich besser für die vorwiegende Stallhaltung? Um dieser Frage nachzugehen, wur-

• Fachtagung, 1. September 2017, BBZN Hohenrain • Praxistag, 6. September 2017, BBZN Hohenrain • Praxistag, 13. September 2017, BBZ Arenenberg (Betrieb Tänikon) • Praxistag, 15. September 2017, INFORAMA Rütti

In Bezug auf die Rasse gibt es erhebliche Unterschiede im Körpergewicht der Tiere. Insbesondere Jersey-Kühe sind deutlich leichter als die übrigen Milchrassen, bringen sie im Durchschnitt doch gerade einmal 470 kg auf die Waage (Grafik 1). Die anderen Rassen in den untersuchten grasbasierten Produktionssystemen kommen auf durchschnittliche Lebendgewichte von 610 – 660 kg. Die Extremwerte gingen dabei massiv auseinander: Die leichteste laktieren60

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Nutztiere

Lebendgewicht kg

Durchschnittliche Angaben. In den untersuchten Betrieben gibt es zwischen den Rassen nur geringe Unterschiede im Körpergewicht, mit Ausnahme der Rasse Jersey. 700 650 600 550 500 450 400

BV

HO

JE RF Rasse

RH

SF

Grafik 2: Tiergewicht nach Produktionssystem Durchschnittliche Angaben. Vollweidebetriebe setzen auf kleinere und leichtere Tiere als Eingrasbetriebe. 680 660 640 620 600 580 560 540 520 500 Vollweide Eingrasen mit Eingrasen mit wenig Kraftfutter viel Kraftfutter

Lebendgewicht kg

Grafik 3: Milchleistung nach Lebendgewicht Durchschnittliche Angaben. Schwerere Kühe geben durchschnittlich mehr Milch (in kg ECM pro Standardlaktation), benötigen aber auch konzentrierteres Futter. 10 000 9000 8000

> 750

700 – 750

4000

650 – 700

5000

600 – 650

6000

550 – 600

7000 500 – 550

Fazit Das Gewicht der Tiere beeinflusst auf dem Betrieb verschiedene Faktoren: Wie gut sich die Tiere zum Weiden eignen, wie gross die Stallplätze sein müssen, welche Energiekonzentration die Ration aufweisen muss, wie effizient die Tiere Milch produzieren usw. Dabei kann auf Grund der vorliegenden Daten keine Aussage gemacht werden, wo denn nun das Optimum liegt. Entscheidend bleibt für jeden Betrieb, dass er diejenigen Tiere wählt, die zur entsprechenden Betriebsstrategie passen und die auch bedarfsgerecht gefüttert werden n können.

Grafik 1: Lebendgewicht nach Rasse

< 500

Wer ist effizienter: schwer oder leicht? Um die Effizienz zu beurteilen wurde berechnet, wie viel Energie die untersuchten Kühe im Laufe eines Jahres benötigen. Diese Energie setzt sich zusammen aus dem Bedarf für die Laktationsleistung in 305 Tagen und dem Erhaltungsbedarf während eines ganzen Jahres. Je weniger Energie die Kuh insgesamt pro produziertes kg Milch benötigt, desto effizienter produziert sie Milch. Überraschender-

weise zeigt sich bei den untersuchten Tieren, dass die durchschnittliche Effizienz unabhängig vom Körpergewicht ist (Grafik 4). Egal wie schwer die Kühe sind, sie benötigen jeweils zwischen 4.9 und 5.1 MJ NEL pro kg produzierte Milch. Es kann also gesagt werden, dass schwerere Tiere den grösseren Erhaltungsbedarf im Durchschnitt mit einer höheren Milchleistung kompensieren. Dabei gibt es allerdings eine sehr grosse Streuung: So liegt z. B. das Lebendgewicht von Tieren mit einer Leistung um 9000 kg zwischen 530 und 830 kg! Bei gleicher Milchleistung benötigt die schwerere Kuh rund 800 kg TS mehr Futter im Jahr als das leichtere Tier. Hier besteht also durchaus Potential für züchterische Optimierungen.

Laktationsleistung in kg ECM

den folgende Analysen ohne die Vollweidebetriebe durchgeführt. So können systembedingte Unterschiede ausgeschlossen werden. Es zeigt sich, dass schwerere Kühe im Durchschnitt mehr Milch geben als leichtere Tiere (Grafik 3). Erklären lässt sich dieser Zusammenhang zwischen Milchleistung und Lebendgewicht dadurch, dass bei grösseren Tieren auch das Verdauungssystem grösser ist. Daher können sie mehr Futter aufnehmen und verwerten. Allerdings ist der Anstieg der Futteraufnahme meist geringer als der Anstieg der Milchleistung, weshalb grössere Tiere auch konzentriertere Rationen benötigen, um ihren Bedarf zu decken. Allgemein haben schwerere Tiere auch einen grösseren Energiebedarf für ihre Erhaltung, das heisst eine schwerere Kuh muss mehr fressen, um ihren Grundbedarf zu decken, als eine leichtere Kuh.

Lebendgewicht kg

Im Projekt Hohenrain II wurde das Vollweidesystem mit zwei verschiedenen Eingrassystemen verglichen. Bild: Hansjörg Frey

700 – 750 kg

650 – 700 kg

600 – 650 kg

550 – 600 kg

500 – 550 kg

< 500 kg

MJ NEL/kg ECM

Der Gesamtenergiebedarf in MJ NEL pro kg produzierter Milch ist unabhängig vom Lebendgewicht der Milchkühe. 5.2 5.1 5.0 4.9 4.8 4.7 4.6 4.5 Lebendgewicht kg

> 750 kg

Grafik 4: Energiebedarf pro kg Milch nach Lebendgewicht

Autor Stefan Probst, Dozent für Tierernährung, HAFL, 3052 Zollikofen

UFA-REVUE  7-8 | 2017 61


Nutztiere

Gras- und Luzerneprodukte

Raufutter in seiner grossen Vielfalt Neben dem Wetter sind auch der Standort, der Pflanzenbestand und deren Stadium von grösster Bedeutung, um qualitativ gutes Raufutter einzufahren. Jedes Tier verdient eine artgerechte und passende Fütterung. Deswegen setzen die Tierhalter bereits bei der Produktion sowie bei der Beschaffung ein entsprechendes Augenmerk auf die Einsatz- und Verwendungsfähigkeit der jeweiligen Produkte.

Jürg Burren

Daniel Beyeler

Thomas Bruderer

Autoren Jürg Burren, Leiter Geschäftsbereich Raufutter, Einstreue und Salze; Daniel Beyeler, Leiter Ressort Heu, Luzerne und Einstreue, fenaco GOF, 3001 Bern; Thomas Bruderer, Leiter Kompetenzzentrum Ostschweiz, fenaco GOF, 8401 Winterthur Gratis-Infoline 0800 808 850 www.raufutter.ch www.landi.ch Bestellungen und weitere Infos: Beim AGRO-Team in der LANDI. 62

D

ie Schweiz ist ein Grasland. Mit Hilfe der Belüftungstechnik sowie der Heisslufttrocknung wird aus dem Raufutter «Gras» ein hochwertiges Futtermittel hergestellt. Die natürliche und einheimische Alternative steht somit primär vor unserer Haustür. Qualität Der Nährwert eines Futtermittels setzt sich aus verschiedenen Faktoren wie der Mischung und der Zusammensetzung des geernteten Pflanzenbestandes, dem Zeitpunkt des Schnittes, Wettereinflüsse, der Aufbereitung sowie der Lagerung zusammen. Vielfalt In den letzten Jahren hat sich vieles aus Sicht der geförderten Pflanzenbestände (Agrarpolitik), der Herstellung sowie der Aufbereitung des Raufutters verändert. Zudem haben sich auf Seite der Tierhalter die verschiedenen Ansprüche und Erwartungen an das Angebot (insbesondere Preis/Leistung) aufgrund von Spezialisierungen neu positioniert.

Neuer Zoll für Heu und Luzerne Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) legt die Grenzbelastung (Zoll und Garantiefondsbeitrag) für Importfutter monatlich aufgrund der aktuellen Marktpreise und des Zielpreises für Heu (Schwellenpreis – verzollt franko Grenze) fest. Wird das Heu oder die Luzerne beispielsweise im Mai bestellt, kann der Zollansatz zum Zeitpunkt des Imports, beispielweise im Juli, den Preis noch erhöhen oder reduzieren. Per 1. Juli 2017 stieg der Zoll um einen Franken auf Fr. 5.– pro 100 kg für Heu oder Luzerne.

lungsspielraum ein. Die Milchkuh der Zukunft wird immer «fitter». Die Zucht geht in rasantem Tempo weiter. Themen wie Stallplatzkosten, Nährstoffbilanz oder Milchproduk­ tion ohne Soja sind allgegenwärtig. Deshalb kaufen viele Landwirte «Qualitäts-Luzerneprodukte» (Import). Positive Faktoren wie garantierter Eiweissgehalt, Struktur, Preis/ Leistung oder Zulassung im GMFProgramm sprechen zunehmend für diese Produkte. Dies kann zu Interessenskonflikten im Inland führen.

Sortiment Das Marktangebot geht traditionell von Natur- und Kunstwiesen-Heu/ Emd über Trockengras hin zu Raygras-Luzerne «Misto» und weiteren verschiedenen Luzerneprodukten (Rumiluz, Rumiplus, Luzatop 18 und Luzerne Energie 23) in Form von Ballen oder Pellets. Herkunftsländer sind die Schweiz, Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich und die Slowakei. Erhältlich auch mit EU-Bio, Bio-Knospe oder Bio-Suisse n Zertifizierung.

Ernteverfahren und Nährwerte sind je nach Standort sehr unterschiedlich. Bild: Lely

Einflüsse Die aktuelle Agrarpolitik 2014 – 2017 fördert eine ökologische und nachhaltige Produktion im Inland. Diese Massnahmen werden mit finanziellen Anreizen gefördert oder sind zum Teil Pflicht. Eine Massnahme zur Förderung einheimischer Wildblumen und Insekten ist der verspätete Schnittzeitpunkt für Heu. Die Qualität dieses Futters ist aber für Milchvieh nur noch sehr bedingt geeignet und muss an Jungvieh oder nach Möglichkeit an Pferde verfüttert werden. Beim Verkauf schränkt dies den HandUFA-REVUE  7-8 | 2017


Landleben

Familie

Kostenbeteiligung am Haushalt Viele junge Menschen wohnen während und nach der Ausbildung bei ihren Eltern. Gerne nehmen sie die Dienstleistungen des Haushaltes in Anspruch, lassen sich bekochen und die Wäsche erledigen. Sollen sie sich an den Haushaltskosten beteiligen? Und wenn ja, was ist eine angemessene Entschädigung?

Vreni Peter

0 6 . 8 1 UFA-REVUE  7-8 | 2017 63


Landleben Tabelle 1: Kosten pro Tag Richtwerte in Fr./Tag

Sachaufwand

Sachaufwand inkl. Arbeit

niedrig

mittel

hoch

niedrig

mittel

hoch

Frühstück

2.15

2.70

3.25

6.25

7.80

9.35

Mittagessen

4.35

5.45

6.55

12.40

15.50

18.60

Abendessen

4.35

5.45

6.55

12.40

15.50

18.60

Quelle: Agridea 2017

Tabelle 2: Kosten pro Monat Richtwerte in Fr./Monat

Sachaufwand mittel

Sachaufwand inkl. Arbeit mittel

Ganztagesverpflegung

408.00

1164.00

Unterkunft inkl. Anteil Heizung, Elektrizität, Wasser

295.00

589.00

Wäsche ohne chemische Reinigung

19.00

145.00 Quelle: Agridea 2017

58 9.– ie Zeit nach den Sommerferien bringt für viele Familien und junge Menschen Neuerungen. Während für die einen die Lehrzeit startet, ist sie für die anderen beendet und ein neuer Lebensabschnitt als junge Mitarbeitende an einem neuen Arbeitsplatz beginnt. Dies ist der ideale Zeitpunkt für ein Familiengespräch, um die anstehenden Veränderungen zu besprechen. Bleiben die jungen Menschen weiterhin in der Familie oder ziehen sie aus? Und falls sie zu Hause wohnen bleiben, wie beteiligen sie sich an Arbeit und Kosten?

­1. September eine 100% Stelle gefunden. Endlich, der erste eigene volle Lohn. Julia freut sich und schmiedet Pläne. Ein eigenes Auto? Ja, das muss schon sein, ist es doch bequem und zeitsparend so den Weg an den Arbeitsplatz zurückzulegen. Ein Auslandaufenthalt? Ja, doch, richtig Englisch lernen bringt weitere Qualifikationen. Reisen? Eine Australienreise – ein Traum. Damit sie sich ihre Wünsche und Träume erfüllen kann, will sie in nächster Zeit noch zu Hause auf dem Bauernhof ihrer Eltern wohnen bleiben. Praktisch, so kann sie gut und günstig logieren, sich ein Auto leisten und jeden Monat etwas Geld für die Erfüllung ihrer Träume beiseitelegen. Zudem bleibt noch genügend Geld für Ausgang, Hobby und Kleider. Zu Hause den Eltern einen Beitrag abliefern? Das ist weder der erste Gedanke von Jan noch von Julia. Darum lohnt es sich, am Familientisch ein Gespräch darüber zu führen.

Zukunftsplanung – Zukunftswünsche Jan startet am 7. August seine dreijährige Lehre und freut sich auf seinen ersten Lehrlingslohn. Julia hat vor den Sommerferien ihre vierjährige Lehre erfolgreich abgeschlossen. Erfreulicherweise hat sie auf den

Kostgeld verrechnen – ist das erlaubt? Nicht nur den jungen Menschen fällt es schwer, sich Gedanken zum Kostgeld zu machen, auch für viele Eltern ist es eine Herausforderung, von ihren Kindern eine Entschädigung zu verlangen. Im Rahmen des Familien-

D

64

lebens gehören Essen und Unterkunft, Reinigung und Wäsche einfach dazu. Nun sollen, bloss, weil ein neuer Lebensabschnitt beginnt, dieselben Leistungen plötzlich etwas kosten? Während die jungen Leute salopp von «abzocken» sprechen, haben die Eltern Hemmungen von ihren Kindern Geld zu verlangen, möglicherweise auch Angst, damit ihre Kinder aus dem Haus zu vertreiben. Wie sieht es rechtlich aus? Sind Jugendliche mit der Grundausbildung fertig, so endet die Unterstützungspflicht der Eltern (siehe Kasten). Oft ist es auch so, dass ein junger Erwachsener nach einer abgeschlossenen Ausbildung einen gleich grossen Lohn oder gar ein höheres Einkommen erwirtschaften kann als die Eltern. Dass die Eltern, mit dem schmaleren Budget allein für alle anfallenden Kosten aufkommen sollen, ist nicht angemessen. Gespräch am Familientisch Ein Familiengespräch über das Kostgeld kann schwierig sein. Endlich verdienen die jungen Menschen ihr eigenes Geld und schon sollen sie et-

Gesetzliche Regelung ZGB Art. 277 1 Die Unterhaltspflicht der Eltern dauert bis zur Volljährigkeit des Kindes. 2 Hat es dann noch keine angemessene Ausbildung, so haben die Eltern, soweit es ihnen nach den gesamten Umständen zugemutet werden darf, für seinen Unterhalt aufzukommen, bis eine entsprechende Ausbildung ordentlicherweise abgeschlossen werden kann. ZGB Art. 323 1 Was das Kind durch eigene Arbeit erwirbt und was es von den Eltern aus seinem Vermögen zur Ausübung eines Berufes oder eigenen Gewerbes herausbekommt, steht unter seiner Verwahrung und Nutzung. 2 Lebt das Kind mit den Eltern in häuslicher Gemeinschaft, so können sie verlangen, dass es einen an­ gemessenen Beitrag an seinen Unterhalt leistet.

UFA-REVUE  7-8 | 2017


Natürlich selbstgemacht

Wie wird das Kostgeld errechnet? In erster Linie werden die anfallenden Sachkosten wie Nahrungsmittel, Energie und Wasser, Waschmittel, Reinigungsmittel und Anteil Unterkunft an die Kostgänger weiter verrechnet. Zum Errechnen des Kostgeldes können die Richtwerte der Agridea hinzugezogen werden, welche aufgrund von Buchhaltungen ermittelt werden. Je nach Standard des Haushaltes werden die Kosten in niedrig, mittel oder hoch eingeteilt. UFA-REVUE  7-8 | 2017

Für den angehenden Lehrling Jan wäre eine Beteiligung an den Sachkosten eine gute Ausgangslage. Mit Julia dagegen müsste auch über eine entsprechende Entschädigung der für sie geleisteten Arbeit gesprochen werden, hier dient der Sachaufwand inkl. Arbeit als Basis der Berechnung. Jede Arbeit ist ihres Lohnes wert – gerade auch Hausarbeit. Der Arbeitsaufwand für Verpflegung, Wäsche und Reinigung beläuft sich pro Person und Tag auf durchschnittlich 1.4 Stunden und wird momentan im bäuerlichen Haushalt mit einem Ansatz von Fr. 28.–/Stunde entschädigt (siehe Tabellen 1 und 2). Zu diskutieren wäre sicher auch, welche Arbeiten die jungen Leute im Haushalt selber übernehmen; das Zimmer selber zu putzen sollte eigentlich selbstverständlich sein – egal ob junger Mann oder junge Frau. Wird so das Kostgeld nach Richtwerten errechnet, entsteht eine gute Basis zur Diskussion zwischen Eltern und jungen Leuten und kann entsprechend für die eigenen Verhältnisse angepasst werden. Auf den ersten Blick wirken die Beträge hoch, doch nur schon die Kosten für eine eigene Wohnung wären höher. Helfen die jungen Leute regelmässig oder in den Arbeitsspitzen auf dem Betrieb, so muss diese Arbeit selbstverständlich auch entgolten und vom Kostgeld abgerechnet werden. Nicht vergessen Einigen sich Julia und ihre Eltern darauf, nicht nur den Sachaufwand zu entschädigen, sondern auch die Arbeit , muss unbedingt auch an die AHV-Abrechnung und die Steuern gedacht werden.  n

Autorin Vreni Peter, BBZ Arenenberg, 8268 Salenstein

Pia Amstutz-Grädel

Himbeercrème mit Zitronenmelisse für 4 Portionen 300 g Himbeeren 50 g Zucker 1 TL Vanillezucker 2 EL Zitronensaft 150 g Rahmquark 1.5 dl Rahm steif geschlagen Zitronenmelisse zum Garnieren

Bild: isignstock.com

was abgeben, das kann frustrieren. Sinnvoll ist der Einbezug der gesamten Familie, insbesondere auch von jüngeren Geschwistern. Einerseits wird so das Bewusstsein aller Beteiligten dafür geweckt, dass das Leben etwas kostet. Andererseits kann durch die erreichte Transparenz auch Neid und Eifersucht unter Geschwistern vorgebeugt werden. Gerechtigkeit und Ausgleich werden zwischen Kindern oftmals zur Frage, wenn die Ausbildungen unterschiedlich lange sind oder gar noch ein Studium absolviert wird. Am Familientisch kann das gegenseitige Verständnis für die Situation der jeweils anderen Partei gefördert werden. Vielfach haben junge Menschen nur eine rudimentäre Vorstellung davon, was das Leben kostet. Aufzuzeigen, welche Ausgaben in welcher Höhe für die gemeinsame Haushaltführung anfallen ist sinnvoll und gleichzeitig Vorbereitung für den ersten eigenen Haushalt. Jan und Julia können zudem von ihren Plänen, Ausbildungen und Lebenszielen erzählen. So lässt sich eine gute Basis legen für das Verhandeln über das Kostgeld. Klar sollte dabei auch werden, dass insbesondere ausgelernte Kinder für die eigenen Kosten wie Krankenkasse und Versicherung, Auto usw. selber aufkommen müssen.

Landleben

Himbeeren zerkleinern, mit Zucker, Vanillezucker und Zitronensaft in ein Gefäss geben, pürieren. Mit Quark und Rahm mischen. Kühl stellen. ZitronenmelisseBlättchen abzupfen vor dem Servieren über die portionierte Crème www.inforama.ch streuen.

Mitmac gewinnehen, n! Verlosung... Agrisano-Taschenmesser Auf dem Hof, Feld oder im Haushalt – es ist immer gut, ein kleines Helferlein zur Hand zu haben. Das Agrisano-Taschenmesser der Marke Victorinox, mit seiner Länge von neun Zentimetern, seinen fünf Funktionen und dem integrierten Zahnstocher und der Pinzette, ist ein nützlicher Begleiter für viele Situationen. Machen Sie mit und gewinnen Sie eines von zehn Taschenmessern. Die Preise stellt die Agrisano zur Verfügung, die für Bauernfamilien alle Versicherungen aus einer Hand anbietet. Schreiben Sie eine SMS mit KFL Messer Name Adresse an 880 (1 Fr.) oder machen Sie mit auf www.ufarevue.ch. Teilnahmeschluss ist der 14. August 2017. Teilnahmebedingungen und Gewinner auf www.ufarevue.ch. 65


Landleben

Landwirtschaftliche Studienreise Myanmar: 9. – 24. Februar 2018

Geheimnisvolles Myanmar Nach jahrelanger politischer und wirtschaftlicher Isolation öffnet sich das südostasiatische Myanmar, auch bekannt als Burma, wieder für Besucher aus aller Welt. Myanmar ist in erster Linie ein Agrarland. 63 Prozent der Erwerbstätigen sind in der Landwirtschaft tätig. Wichtige Agrarprodukte sind Mais, Baumwolle, Erdnüsse, Gemüse, tropische Früchte, Hirse, Nüsse, Sesam, Zuckerrohr und Tabak. Die UFA-Revue-Leserreise ermöglicht persönliche Kontakte mit Bauern und Weiterverarbeitern der landwirtschaftlichen Produkte. Aber auch Kultur und Vergnügen kommen nicht zu kurz. Myanmar ist ein farbenfrohes, abwechslungsreiches und gastfreundliches Reiseziel. Nach dem grossen Erfolg 2017, mit drei ausgebuchten Reisegruppen, haben wir uns entschlossen, diese Reise nochmals für eine Gruppe auszuschreiben.

Das Programm 1. Tag: Zürich – Bangkok Abflug am Nachmittag mit Thai Airways nach Bangkok. 2. Tag: Bangkok – Yangon Weiterflug nach Yangon, der grössten Stadt des Landes; Check-in im zentral gelegenen Hotel Sedona. Die Stadtrundfahrt am späteren Nachmittag zeigt uns das Quartier mit den Kolonial-Gebäuden, Chinatown, das indische Quartier und die Shwedagon Pagode. 3. Tag: Yangon Am frühen Morgen geht‘s zum grossen Zentralmarkt, wo auch engros eingekauft wird. Nach einer geführten Besichtigung besteigen wir den lokalen Pendlerzug für eine rund zwanzigminütige Fahrt durch Yangon. Weiter besuchen wir eine Art burmesischer LANDI Laden sowie kleinere Gärtnereien mit Blumen- und Gemüsesetzlingen in der Nähe. Nach dem Mittagessen geht’s zu Fuss auf einen Stadtrundgang im kolonialen Stadtteil; vorbei am Ratshaus und weiteren Regierungsgebäuden, Industriebauten, Hauptpost etc. Vor dem Nachtessen in einem Sharky’s Restaurant geniessen wir einen typischen Apéro im altehrwürdigen Strandhotel. 4. Tag: Yangon – Mandalay In einem Vorort von Yangon stellt ein innovativer Burmese (Sharky) Delikatessen her. Auf diversen Plantagen produziert er auch Gemüse und Salat für seine Restaurants und Gourmet-Läden. Wir besuchen einen Teil der Produktionsstätten sowie eine der Far-

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t o b e g n a Leser

ausge – neu g l o f er Gross

men. Am Nachmittag Flug in die zweitgrösste Stadt des Landes, nach Mandalay. Wir fahren zur beeindruckenden U-BeinBrücke, eine der längsten Teakholz-Brücken der Welt. Unterkunft und Abendessen im Shwe Inngyin Hotel. 5. Tag: Mandalay – Pyin Oo Lwin Frühe Abfahrt ins Dorf Lain Pin. Hier besuchen wir den Bauern Co Nan Win mit seinen 100 Kühen, Kälbern, Rindern und seinem preisgekrönten Prachts-Muni. Durch weite Reisfelder geht‘s zu einem Blumenmarkt. Auf knapp 1200 m ü. M. besuchen wir bei der Familie Oo Kyow Sean eine gemischte Plantage mit Kaffeeanbau und Macadamia-Nüssen, mit Verarbeitung auf dem Betrieb. Weiter geht’s nach Pyin Oo Lwin, wo früher die Briten ihre Stellungen hatten. Unterkunft und Abendessen im Countryhotel The Governor’s House. 6. Tag: Pyin Oo Lwin – Naung Pin – Mandalay Nach dem Frühstück kurze Fahrt zur Bahnstation und Zugfahrt bis Naung Pin. Der interessanteste Teil dieser Fahrt ist das faszinierende Gokteik Viaduct, welches über eine 300 m hohe Schlucht führt. Sie galt einmal als die zweithöchste Brücke der Welt. Zurück nach Mandalay, Abend frei.

schrie

ben

9. Tag: Bagan – MT. Popa – Bagan (Fakultativ: Ballonfahrt über Bagan am frühen Morgen.) Nach dem Frühstück fahren wir ca. 1½ Stunden zum erloschenen Vulkan «Mount Popa», der Heimstätte der Geister des Landes. Mittagessen mit bester Aussicht zum Mt. Popa. Auf dem Rückweg am Nachmittag wird uns die Herstellung von Palmsaft und -zucker näher gebracht. Dazu steht eine Erdnuss-und Sesam-Plantage auf dem Programm. 10. Tag: Bagan – Heho – Pindaya – Inle Lake Am Morgen Flug von Bagan nach Heho. Hier besuchen wir eines der Projekte von Prime Agri, einer Investorengruppe in landwirt­schaftlichen Entwicklungsprojekten. Wir besichtigen Versuchspflanzungen auf bewässerten Parzellen sowie Erdbeerenund Gemüseanbau in Treibhäusern (ist zur Zeit im Aufbau). Nach dem Mittagessen geht’s zu einem lokalen Eierproduzenten und auf eine TeePlantage. Auch wird uns eine Familie in die Herstellung von Tofu einweihen. Gegen Abend fahren wir nach Nyaungshwe, ins neue Hotel Sanctum (3 Nächte), direkt am Inle See gelegen.

7. Tag: Mandalay – Rv Pandaw /  Flussfahrt Am Morgen Besuch des Shwenandaw Klosters mit seinen schönen Teakholz-Schnitzereien. Im Handwerksviertel schauen wir dem Goldblatthersteller über die Schulter. Anschliessend beziehen wir unsere Kabinen im Flussschiff Katha Pandaw und geniessen einen Tag und eine Nacht auf dem berühmten Irrawaddy Fluss. Unser Schiff verfügt über moderne Kabinen und über eine offene Lounge sowie ein Sonnendeck mit Bar und Restaurant. Sie haben Gelegenheit, das Leben entlang des Flussufers zu beobachten. Alle Essen an Bord sind inbegriffen.

11. Tag: Inle Lake Alle heutigen Besichtigungen und Besuche werden vom Boot aus gemacht. 70 000 Menschen leben in Stelzenhäusern und bepflanzen schwimmende Beete, die sie nach Belieben verschieben können. Besonders auffallend sind die einzigartigen Fischernetze und die «Einbein-Rudertechnik», mit der sie ihre Boote vorantreiben. Wir sehen uns die Schwimmenden Gärten an, wo Früchte und Gemüse angepflanzt werden. Auf dem Wochenmarkt bietet sich ein farbenfrohes Bild. Wir steigen bei einer Seidenweberei, einem Silberschmuck-Hersteller, einer Boots­­werft und einem Stumpen-Hersteller aus. Halten Sie die Kamera bereit für eine Menge farbenfroher Bilder!

8. Tag: Bagan Gegen Morgen tauchen am Horizont die ersten Pagoden von Bagan auf. Hier wurden tausende von Tempeln und Pagoden errichtet. Nach dem Verlassen des Schiffes besuchen wir als erstes den geschäftigen, farbenfrohen Markt. Nachdem wir uns im Amazing Bagan Resort für 2 Nächte eingerichtet haben, besichtigen wir mit Velos (oder Kleinbus für Nicht-Velofahrer) die wichtigsten Pagoden – sicherlich die Shewzigon Pagode und den berühmten Ananda Tempel – sowie eine Lackwarenfabrikation. Abendessen im Garten des Hotels.

12. Tag: Banyin – Kakku – Taunggyi Auf dem Weg nach Kakku, vorbei an Zwiebelplantagen, schauen wir uns die Zuckerrohrernte und -verarbeitung etwas näher an. In Kakku besuchen wir das Pagodenfeld mit über 2000 Pagoden und Stupas, ein magischer Ort der Volksgruppe der Pa-O. Nach dem Mittagessen geht’s weiter nach Taunggyi, dem Hauptort von Shan State. Ganz in der Nähe besuchen wir das Ayertharyar Weingut. Kosten Sie die gute Qualität des hier produzierten Weines und erfahren Sie viele interessante Details über den Weinbau in Myanmar.

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Landleben

13. Tag: Heho – Thandwe – Ngapali Transfer zum Flughafen und Morgenflug von Heho nach Thandwe. Kurzer Bustransfer zur wunderschönen Ngapali Beach. Unterkunft für zwei Nächte im Amazing Ngapali Resort, direkt am Meer. 14. Tag: Ngapali, am Meer Ngapali Beach – der Inbegriff von Traumstränden in Myanmar, bilderbuchreif und unverfälscht! Geniessen Sie den freien Tag beim Baden im Golf von Bengalen, bei Spaziergängen am weissen Sandstrand, beim Wellnessen im Hotel oder mit Massagen unter Kokospalmen. 15. Tag: Ngapali – Yangon – Bangkok Der Morgen ist nochmals frei für Meer und Sonne, bevor es im Laufe des Nachmittags nach Yangon zurück und von dort weiter mit Thai Airways nach Hause geht. 16. Tag: Bangkok – Zürich Umsteigen in Bangkok und Weiterflug nach Zürich mit Ankunft am frühen Morgen.

Die Leistungen Pauschalpreise • pro Person im Doppelzimmer: Fr. 4820.– • Zuschlag EZ (ohne Flussschiff): Fr.  795.– • Zuschlag EZ (inkl. Flussschiff): Fr.1095.– Basiert auf 25 bis max. 32 Teilnehmer/innen

Ausgeschlossene Leistungen • lokale Trinkgelder • Annullationskostenversicherung/ Assistance • Umbuchungen, eigenes Anschlussprogramm, separater Rückflug (plus Fr. 60.–/Person) • nicht eingeschlossene Mahlzeiten und Getränke

Anschlussprogramm Badeferien in Ngapali Beach vom 23. – 28.2. mit Ankunft ZRH am 1.3. 5 Tage/Nächte Badeferien-Verlängerung im Hotel Amazing Ngapali Resort Dieses gemütliche Resort der gehobenen Mittelklasse liegt in einer gepflegten, von Palmen gesäumten Gartenanlage, unmittelbar am weissen Sandstrand von Ngapali. Die Zimmer sind ein- und zweistöckig, im asiatischen Stil dekorierte Einheiten. Im schönen Spa-Bereich werden Sie mit Massagen und Behandlungen verwöhnt. Der kleine Swimmingpool befindet sich direkt am Meer. Weitere Freizeitangebote sind Beachvolleyball, Billard, Bibliothek, Velofahren, Schnorcheln, Golfplatz in der Nähe sowie Ausflüge in der Gegend. Zum Preis von Fr. 590.– Zimmer/Frühstück + 1 Abendessen sowie Transfer (Zuschlag Einzelzimmer Fr. 395.–). (Basiert auf mindestens 6 Teilnehmer/innen)

Eingeschlossene Leistungen • Linienflüge in Economyklasse mit Thai Airways sowie alle Inlandflüge • Flughafen-/Sicherheitstaxen/ Treibsstoffzuschläge • Unterkunft in Erstklass-, z. T. auch in guten Mittelklassehotels und Resorts, inkl. Frühstück, Basis-Doppelzimmer • Alle Essen ausser 3 Mittag- und 5 Abend­ essen. (Mahlzeiten gemischt, teilweise asiatische, bzw. internationale Küche, Frühstücksbuffets) • Flussfahrt inkl. Unterkunft und Vollpension • alle Transfers, Ausflüge, Boots- und Zugfahrten und Eintritte gemäss Programm • alle fachlichen Besuche mit UFA-Revue/ Terra Travel, Reiseleitung C. Marguerat • Einholen Myanmar-Visum • lokale deutschsprachige Reiseleitung • ausführliche Reiseunterlagen

Anmeldetalon

• Aufpreis Langstreckenflüge in Businessklasse Fr.2340.– • Ballonfahrt Bagan (fakultativ) Fr. 320.–

Allgemeine Hinweise Anmeldung : Anmeldungen bitte bis spätestens 20. September 2017 mit untenstehendem Talon oder mittels Formular auf www.ufarevue.ch. Da die Teilnehmerzahl beschränkt ist, werden die Anmeldungen in der Reihenfolge ihres Eintreffens berücksichtigt. Frühe Anmeldung lohnt sich. Anzahlung: Nach Eingang Ihrer Anmeldung erhalten Sie eine Bestätigung, mit Einzahlungsschein für die Anzahlung von Fr. 800.– pro Person. Formalitäten: Schweizer Bürger benötigen für diese Reise einen noch mindestens sechs Monate über das Rückreisedatum hinaus gültigen Reisepass sowie ein Myanmar-Visum, welches wir für Sie einholen werden. Es bestehen keine Impfvorschriften. Klima: Die Reise findet zur besten Reisezeit statt, mit Temperaturen von 20 – 28 °C und trockenem Wetter. Während der Nacht kann es an einigen Orten recht kühl werden. Annullation: Bei Annullation bis 2 Monate vor Abreise werden 50 %, bis 9 Tage vor Abreise 80 % und bei Annullation 8 – 0 Tage vor Abreise 100 % des Pauschalpreises in Rechnung gestellt. Wir empfehlen Ihnen den Abschluss einer Annullationskostenversicherung kombiniert mit Assistance à Fr. 109.– pro Einzelperson, oder Fr. 189.– für Mehrpersonenhaushalt.

Organisation/ Durchführung Terra Travel + Consulting AG Twerenbold Reisen AG Im Steiacher 5406 Baden-Rütihof ✆ 044 363 23 10 www.terratravel.ch Spezialist für Landwirtschaftsreisen

Anmeldetalon zur UFA-Revue-Studienreise vom 9. – 24. Februar 2018 So schnell wie möglich, spätestens bis 20. September 2017 einsenden an : UFA-Revue, Leserreise, Postfach 344, 8401 Winterthur 1. Name (gem. Pass)

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Datum Unterschrift UFA-REVUE  7-8 | 2017


Landleben

Garten

Unwiderstehlicher Lavendel

Der Duft des Sommers Holen Sie sich den einmaligen Duft des Südens in Topf und Beet! Denn Lavendel hat viel zu bieten: Die alte Heilpflanze blüht jedes Jahr üppiger und bezaubert im Winter mit filigranen, silbriggrünen Blättchen. Sie kommt mit Trockenheit perfekt zurecht und kann sogar auf Dünger verzichten.

Edith Backmann

Autorin Edith Beckmann, Freie Journalistin BR aus Frauenfeld (TG), leidenschaftliche Gärtnerin mit Wurzeln in der Landwirtschaft.

L

avendel blüht längst nicht nur azurblau und violett, sondern sogar rosa und weiss. Unterschiede gibt es auch bei der Wuchshöhe. Sie reicht von 20 Zentimeter bis zu einem Meter. Niedrige Sorten sind für Beeteinfassungen wie geschaffen. Abstand zwischen den Pflanzen: 20 bis 30 Zentimeter. Bereits im zweiten Jahr wächst eine dichte und duftende Einfassung. Aparter Schopflavendel Aussergewöhnlich ist der Schopflavendel (Lavendula stoechas): Seine farbigen Hochblätter über den Blütenähren erinnern an indianischen Federschmuck. Allerdings ist diese ausgefallene Lavendelart nicht winterhart. Sie eignet sich jedoch perfekt als Kübelpflanze an sonnigen Plätzchen. Während der kalten Jahreszeit ist sie an einem hellen, kühlen Standort im Haus gut aufgehoben. Dann nur gerade so viel giessen, dass der Wurzel­

Grüne Tipps für den Nutz- und Ziergarten • Lagerzwiebeln erst ernten, wenn die Blätter einziehen. Laub nicht umknicken: Das unterbindet die natürliche Ausreife, was die Lager­ fähigkeit mindert. • Buschbohnen, Kopf-, Rosen- und Federkohl für besseren Stand anhäufeln; Lauch für einen langen weissen Schaft. • Bis Mitte August Krautstiel säen. Im Oktober kann man erstmals ernten – und erneut im Frühjahr, wenn für die Überwinterung die Erde angehäufelt wird. • Für einen zweiten Flor im Herbst: Verwelkte Blütenstände von Rittersporn, Stockrose, Lupine, Frauenmantel und Katzenminze handbreit über dem Boden abschneiden. • Zur Vermehrung fingerlange Stecklinge von Kübel- und Zimmer­ pflanzen schneiden. Im Wasserglas oder in einem Töpfchen mit Erde bewurzeln lassen. • Lust auf hübsche Blüten im Oktober? Im August ist Pflanzzeit für Herbstzeitlosen und Herbstkrokusse, zu denen auch der Safran zählt, sowie Sternbergia lutea, ein liebliches Amaryllisgewächs.

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­­­­­b allen nicht austrocknet. ­­L avendel liebt die Sonne und gedeiht auf eher kargem, sandhaltigem Boden. Einzig Nässe behagt dem würzigen Kraut nicht. Also ereifern Sie sich nicht mit Giessen, wenn Lavendel im Topf gedeiht. Im Unterteller darf kein Wasser stehen! Ausgepflanzt im Garten sind Gewitterregen mehr als genug. Blühende Pflanzen in Containern kann man auch jetzt auspflanzen. Dann muss man den Boden jedoch feucht halten, bis der Lavendel angewachsen ist. Rückschnitt ist Pflicht Lavendel ist eine holzige Staude, die mit der Zeit von unten her kahl wird und damit die Form verliert. Kurz vor dem Austrieb im Frühjahr wird die Pflanze deshalb um gut einen Drittel zurückgeschnitten. Dann treibt sie schön buschig aus und im Sommer öffnen sich besonders viele Blüten. Bei Beeteinfassungen ist der kräftige Rückschnitt Pflicht. Die hübschen Blüten mit dem einmaligen Duft begeistern auch Hummeln, Bienen und Schmetterlinge. Zudem aromatisieren sie Sorbets, Desserts und Drinks. Zusammen mit den Blattspitzen würzen sie Gerichte, allen voran aus Lammfleisch: Aber Vorsicht: Nur sparsam verwenden, das Aroma ist ausgesprochen intensiv! Nach der Blüte werden lediglich die verwelkten Stängel abgeschnitten. Man kann sie zu Büscheln binden und an einem Schattenplatz kopfüber aufhängen, zum Beispiel an den Steg eines Kleiderbügels, oder lose ausgebreitet auf unbedrucktem Papier.

Lavendelduft lockt Schmetterlinge wie den Dickkopffalter zum Nektarmahl. Bild: Angelika Wolter/pixelio.de

Rezepte für Lavendelblüten Getrocknete Lavendelblüten dienen als Duftkissen für entspannten Schlaf, gegen Motten im Kleiderschrank oder für ein beruhigendes Bad: Eine Handvoll Lavendel mit zwei Liter Wasser aufkochen und zudeckt eine halbe Stunde ziehen lassen. Absieben, ins Badewasser giessen und geniessen! Für kühlendes Lavendelöl eine Handvoll Lavendelblüten (frisch oder getrocknet) in ein Glas mit Schraubverschluss geben und mit Mandel- oder Olivenöl bedecken. Glas während etwa fünf Wochen an die Sonne stellen und gelegentlich schütteln. Dann die Lavendelblüten absieben und das Öl bei Bedarf sanft auf die Haut massieren. Es lindert Kopfweh und rheumatische Schmerzen. Mit ein paar Tropfen kann man auch ein Bad parfümieren. Das wirkt wunderbar wohltuend und beruhigt sogar n nervöse Kinder.  UFA-REVUE  7-8 | 2017


Rezept

Landleben

Schnell viele Leute satt kriegen

Helfende Hände und hungrige Mägen Auf landwirtschaftlichen Betrieben werden im Sommer immer wieder mal eine grössere Anzahl Erntehelfer verköstigt. Da muss

Lydia Flachsmann

es schnell und unkompliziert zugehen.

Chäs-Chnobli-Brot für 6 Personen

Dazu passt ein Tomaten­ carpaccio Tomaten in Scheiben schneiden und auf einem Teller auslegen. Rapsöl, Apfelessig, Pfeffer, Salz zu einer Sauce verrühren. 1 Zwiebel fein würfeln, Basilikum in Streifen schneiden und unter die Sauce mischen. Tomaten mit der Sauce beträufeln und mit Basilikum garnieren.

500 g grob geraffelter Käse (Gruyère, Appenzeller) oder eigene Mischung 6 Knoblizehen, in feine Scheibchen geschnitten 1 Ei, verrührt 30 g weiche Butter 1 gehäufter Esslöffel Senf Gewürze wie Rustica, Muskat, Pfeffer, Salz Alles zusammen gut mischen und auf längs aufgeschnittene Pariserbrothälften verteilen. Im Ofen bei Mittelhitze (200° C) 15 – 20 Minuten goldgelb überbacken. Heiss servieren.

Gewürzschnittli (100-jähriges Familienrezept) 150 g Mischfett (Originalrezept) oder Butter 400 g Zucker 4 Eier 1 Msp. Salz 4 EL Kakaopulver (Originalrezept) oder Schokoladenpulver 2 EL Zimt 1 Msp. Nelkenpulver 2.5 dl Milch 500 g Mehl 1 EL Backpulver Fett mit Zucker und Eier schaumig rühren. Salz, Gewürze, Schokoladenpulver und Milch dazu mischen. Mehl und Backpulver mischen und unter die Masse heben. Den Teig auf ein Backblech streichen und in der Mitte des Ofens ca. 20 Minuten bei 200° C backen. Glasur: Aus Eiweiss und Puderzucker eine Glasur herstellen und das Gebäck noch heiss glasieren. In Stücke schneiden und zu Kaffee oder einem Dessertwein servieren.n

Lydia Flachsmann ist eine Bauerntochter und als zehntes von zwölf Kindern im Bernbiet geboren. Nach einer KV-Lehre bei Melior und Auslandaufenthalt, heiratete sie ins Zürcher Weinland. Mit Interesse besuchte sie die Bäuerinnenschule und bildete, nach abgelegten Prüfungen, Praktikantinnen aus. Bei der Zürcher Landfrauen- und Trachten­ vereinigung im Vorstand, arbeitete sie auch aktiv in der Zürcher Frauenzentrale mit. Nachdem keine der vier Töchter den Hof übernehmen wollte, arbeitete Lydia Flachsmann wieder in ihrem Beruf. Ihre grosse Leidenschaft ist das Sammeln von Weihnachtskrippen aus aller Welt; unterdessen sind es ca. siebenhundert geworden. Alle zwei Jahre veranstaltet sie in Scheune, Hühnerhaus und Wöschhüsli eine wunderbar inszenierte Krippenausstellung. Diese findet bei der Presse und Bevölkerung viel Aufmerksamkeit. Um eine der ersteigerten Krippen abzuholen, reiste sie schon mal in die USA. Zu jeder Krippe weiss die Bäuerin eine Geschichte zu erzählen. Lydia Flachsmann ist gerne Gastgeberin. Seit zehn Jahren heisst sie in ihrem Bed and Breakfast Gäste aus aller Welt willkommen und verbringt manch gesellige Stunde mit ihnen. Selber in einer Täuferfamilie aufgewachsen, beherbergt sie auch Gäste aus amisch-mennonitischen Kreisen aus den USA, die sich in der Schweiz auf die Suche nach ihren Wurzeln begeben.

Autorin Anne-Marie Trümpi, UFA-Revue, 8401 Winterthur Möchten auch Sie Ihre Lieblingsrezepte in der UFA-Revue vorstellen? Dann melden Sie sich bei Anne-Marie Trümpi, unter 058 433 65 22, anne-marie.truempi@ufarevue.ch.

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Landleben

Stadtbauern

Der Gurtenbauer

Highland Games und Hochzeiten Der Berner Hausberg Gurten ist ein Naherholungsgebiet für die Stadtberner und Musikbegeisterte pilgern Jahr für Jahr zum Gurtenfestival dorthin. Just unterhalb des Festivalgeländes liegt der Hof Aebersold, betrieben von Ruedi und Susanne Balsiger.

Susanne und Ruedi Balsiger: er der Macher an der Front, sie die starke Kraft im Hintergrund. Bild: Lis Eymann

Autorin Lis Eymann, Landwirtschaftlicher Informationsdienst LID, Weststrasse 10, 3000 Bern 6, www.lid.ch 70

H

och über Bern auf dem Gurten liegt der Betrieb von Ruedi und Susanne Balsiger. Dass der Hof an das Gelände des Gurtenfestivals grenzt, stört das Paar nicht. Die Schlafzone des Musikfestivals, wo die Besucher ihre Zelte aufschlagen und nächtigen, ist auf ihrem Land. Ruedi Balsiger hat schon vor 25 Jahren beim Aufbau der Infrastruktur des Anlasses mitangepackt und noch heute hilft er hin und wieder aus. Etwa wenn ein Lastwagen im Schlamm stecken bleibt. Warum der Hof den Zweitnamen «Highland Gurten» trägt, wird schnell klar: Ruedi Balsiger hat eine Vorliebe für Hochland-Rinder. Beliebt für Events Ruedi und Susanne Balsiger setzen neben der extensiven Mutterkuhhaltung mit den Hochland-Rindern auf Events auf dem Bauernhof. Was mit einem regelmässigen Brunch zum

1. August 1999 auf dem Hof begann, hat sich langsam und stetig zu einem wichtigen Standbein der Familie entwickelt. Geburtstagsfeiern, Firmenanlässe und Hochzeiten werden auf dem idyllisch gelegenen Hof abgehalten. Rund 100 Anlässe gehen hier im Sommer über die Bühne. Ein beliebter Event, der auch auf dem Hof angeboten wird, sind die Highland Games. Die Organisation der Veranstaltung hat das Paar mittlerweile an das Aktivreisebüro Berger Events in Herrenschwanden ausgelagert, weil es viel Betreuung braucht. Bei den Highland Games schlüpfen die Teilnehmer schon mal in farbige Schottenröcke und versuchen sich im Traktor Pulling, Kuhmelken, Hufeisen-, Baumstamm- oder Gummistiefelwerfen. Bewährtes Konzept Der Bauernhof ist sehr gepflegt, die Festtische liebevoll mit Blumen geschmückt und vor dem Schopf stehen grosse Kübel mit Olivenbäumen. Der grüne Daumen von Susanne Balsiger kommt hier zum Ausdruck. Sie legt viel Wert auf das gepflegte Aussehen des Hofes. Auch der extra für die Veranstaltungen umgebaute Maschinenschopf ist eine Augenweide. Geranien zieren die Hauswand und der Schopf wirkt wie ein neu gebautes Chalet. Im Inneren sind zahlreiche Holzstühle und Tische, alte Ski zieren die Wände. Man spürt die Liebe zum Detail und den innovativen Erfindergeist der beiden. Was bei den Anlässen von den Gästen auch immer wieder sehr geschätzt wird, ist die ungezwungene Art, sich verköstigen zu können. «Hier kann jeder so viel schöpfen, bis er genug hat»,

sagt Susanne Balsiger. Ein Plus ist zudem, dass nichts serviert wird. Alles wird in Buffetform auf den selber gefertigten, schön geschmückten Marktständen angeboten, Getränke können selber geholt werden. «Dieses unkomplizierte Konzept, bei dem sich jeder jederzeit seinen Nachschub oder Kaffee holen kann, hat sich mehr als bewährt», ist sich Ruedi Balsiger sicher. Auf den Teller kommen immer nur frische und regionale Produkte. Dazu gibt’s natürlich hofeigenes Highland-Beef vom Grill. Die Edelstücke verkaufen die Balsigers dem Restaurant Mille Sens in Bern. Damit Ruedi Balsiger das Know-how für die Küche hat, band er sich selber drei Winter lang die Schürze um und kochte in einem Berner Restaurant. «Damit ich weiss, was ich von den Frauen will», meint er schmunzlend. «Heute habe ich eine «Tätschmeisterin» für die Küche». Unmittelbar neben der Küche grenzt eine gemütliche kleine Bar an. Hier soll in rund einem Jahr die neuste Errungenschaft von Ruedi Balsiger seinen Absatz finden: der selbstgebrannte Whisky aus eigener Gerste. Der Gurten ist autofrei und so muss der Gast nachdem er mit der Standseilbahn von Wabern aus bis zur Bergstation gefahren ist, 20 Minuten zu Fuss zurücklegen. Das ist kein Hindernis, sondern auch ein Verkaufsargument , findet Susanne Balsiger. Gerade das macht den Bauernhof mit den Events speziell. Hier muss jeder Gast erst einmal eine Runde gehen und kann die schöne Aussicht und die Natur geniessen. Für Bräute im weissen Hochzeitskleid wird da keine Ausnahme gemacht.  n UFA-REVUE  7-8 | 2017


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Heckschaufel, alt, ca. 120 cm breit, Fr. 200 ✆ 041 931 08 52 oder ✆ 079 482 98 31 Gebläse Zumstein AS27, 10 PS, für kleinere Scheune; Heuschrote Schneidfix mit 30 m Kabel, für Heu u. Silage; Silo Räss, 55 m³, gratis ab Platz; Dosierlade­ wagen Claas 330U; Rund­ ballenfräser Auer, Aus­ steller; Radiator elektrisch; Friteuse; Bockwagen, eisenbereift; Pferdeschlit­ ten; Metzgerschragen; Heuheinzen; Garbenseile ✆ 032 677 10 50 Elektro-Silogabel Wigger für Siloenthnahme im Hochsilo, 5-jährig, Fr. 2800; Brennholzfräse Geba, Fr. 1500; Milchsieb Chromstahl, Fr. 50; 20 Halsbänder für Kühe 20 Fr./Stück, Klauenstand Amhof, Fr. 1000 ✆ 079 575 25 52 Hürliman XA 658, Allrad 83 PS, Jg.2004, Front­ hydraulik und Zapfwelle, elektr.-hydr. Frontentlastung mit Zusatz-Oelanschlüsse, ab MFK, neue Kupplung und Bremsen vorne, Motor revidiert, spezieller Kühler und Batteriekasten, Frontladerkonsolen Stoll, ohne Oelanschl, aus 1. Hand sehr gepflegt, kein Rost, Fr. 23000, ✆ 079 720 11 20 Rasant Kombi-Trak 1903, 2040 Std.; Motormäher Reform M-12, sehr guter Zustand; Silohäcksler Mengele; Heuschrote S+M, mit Kabelrückzug; Trom­ mel-Mähwerk Bellon, B ca. 1.60 m; Kolbenpumpe Lanz ✆ 033 673 20 01 Motor Honda zu Rapid 505, 13 PS; Doppelrad zu Rapid 505 oder Rapid Euro; Mulcher zu Rapid 505, 606, Euro, Obitro usw.; Mulcher zu Aebi HC55, CC56, CC66 ✆ 079 622 45 82 Dieselmotor, 11 PS zu Rapid oder Aebi Motor­ mäher; div. Mähmesser und Balkenteile zu Motormäher; Motor Mag zu Aebi AM40 AM41; Motor Honda, 13 PS, zu Aebi AM40, AM41 und AM42; Motor Mag zu Rapid 505 ✆ 079 245 11 39 Rapid Euro 4, 25 Betriebsh. ✆ 079 622 45 82 diverse Bergmotormäher Aebi und Rapid, günstig ✆ 079 154 41 97 Traktor Hürlimann 360 Allrad mit Kabine, 60 PS, sehr guter Zustand, günstig; Kreiselheuer Kuhn zu Metrac, günstig; Heu­ gebläse Aebi HG10 ✆ 079 245 11 39 1er Pferdeanhänger Marolf, Jg. 78, nicht mehr

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130 cm breit; 1 Isolierglas­ fenster Dreiflügler, 130 cm hoch, 165 cm breit, Preis nach Absprache ✆ 078 818 67 66 Mistzetter Kemper, Fr. 4000, neue Ketten, neue Nüsse, zwei liegende Streuwalzen, Nutzlast 5 t ✆ 079 460 53 08 oder ✆ 079 460 53 08 Milchtank Delaval, 1200 l, Kompaktanlage, top Zustand ✆ 055 210 10 07 Schilter LT 2, günstig; Bodenfräse, 2 m breit; Schweinestalleinrichtung ✆ 079 748 30 57 Heurüstmaschine revidiert, ab Fr. 1700, div. Zubehör ✆ 079 752 87 48 Volvo 940 Kombi, Fr. 250 000 km, Jg. 1994, 8-fach bereift, Anhängekupplung, neue Batterie, Zahnriemen, Kühler und Stossdämpfer hinten, Öffnungsmechanismus Hecktüre defekt ✆ 079 530 52 12 Motormäher Bucher M500 mit Bandeingrasung, Breitmähen und Schneepflug; Bucher M600 mit Breitmähbalken, Bereifung 32x8,5-12NHS, reperaturbedürftig ✆ 052 745 19 23 oder ✆ 079 288 68 09 Dieseltank, 1000 l, neuwertig, Fr. 450; Ladewagen Bucher, mit Zapfwelle, günstig; 2 Melkaggregate Westfalia, mit Kessel ✆ 071 877 25 58 Tränkewagen 1000, 1200 und 1500 l, mit Chromstahltrögen; Schaufelrühr­ werke Fankhauser Nr. 3+4 im Ölbad; Güllenmixer mit 13.5, 10, 7.5 BS-Motor ✆ 041 910 35 73 oder ✆ 079 413 01 61 Traktoren Güldner, ein­ gelöst und funktionstüchtig, Güldner G 45S sowie G 40; Esse; Kupferkessel zum Kochen, Mauensee ✆ 079 397 48 71 Heckkreiselmäher Pöttinger mit Knicker, gut gewartet, sehr gepflegt, Arbeitsbreite 2,25 m, breit streuend, verstellbar, infolge Betriebsaufgabe, Verhandlungsbasis Fr. 4200, abzuholen in Langrickenbach TG ✆ 071 411 60 14 Kleinballenpresse New Holland 940, hydr. Schwenkdeichsel, Zugmaul für Wagen; Heugebläse Lanker, 15 PS, 40er Rohr; Siloverteiler Lanker zu 40er Rohr; Grasband, 9 m ✆ 079 745 99 12 IHC 533, guter Zustand, mit Halbgang, Kabine, Doppelrad, 5000 h, Mfk 2016, ✆ 076 423 01 11

Remorque plateau deux essieux, 12 m, 22 t, essieu suiveur, Fr. 7300 ✆ 079 250 65 64 Plateaux deux essieux, 7.20 m, 18 t, basses, pneus larges tout alu, frein à air, Fr. 5200 et Fr. 4100; deux essieux, 18 t, porte container, Fr. 1600 ✆ 079 250 65 64 Remorque citerne 2 essieux 17 et 20 m, 3 dès fr. 3000; camion transformé basculante, un essieu, 7 t, 8 m³, Fr. 1800 ✆ 079 250 65 64 Roues poids lourd et essieux, 8.25 x 20/ 9.00 x 20/ 10.00 x 20/ 11.00x20/ 295 x 70x22,5/ 385 x 22.5, dès Fr.70; fourches pour palétiseur longues, 2 t, Fr. 500 et 3 t, Fr. 600 ✆ 079 250 65 64 Diverses vis à grain, 10 et 15 cm et silos à céréales; semoir pour petites graines Fiona, 3 m, Fr. 200 ✆ 079 250 65 64 Mähbalken Dyamant, 2.50 m, mit beidseitigem Schneidwerk, günstig ✆ 079 819 73 90 Kreiselegge Sigma King, 3 m, mit Axonwalze und Hydrolift für Sämaschine, Top-Zustand, Baujahr 2010, Fr. 6500 ✆ 079 230 32 02 Herse rotative Sigma King, 3 m, avec rouleau Axon et revelage arrière, en très bon état, Fr. 6500 ✆ 079 230 32 02 Alter Tannerwagen Metall-Holz, mit Seiten­ läden, 0,80 m, Brücke L 5 m, B 2 m, NL 6 t ✆ 079 561 45 42 2 Brückenwagen aus Holz, mit Seitenwänden; L 4.50, B 2.00, Tragkraft 5 t, mit Beleuchtung, je Fr. 100 ✆ 079 407 05 70 oder hermann.berger@bluewin.ch Doppelrad 9x36, Pneu Kleber 50%, mit Distanzring und Halterung, ev. als Grundrad zu Bührer, 6 Loch, guter Zustand ✆ 079 687 73 74 GB Silofräse komplett, 3.5-4.5 m, Standmotor Mercedes 160 PS für Gebläseantrieb, guter Zustand ✆ 061 761 71 13 Sternradrechen Tonutti Raptor 4, hydr. verstellbar, 3 Oelanschlüsse, Arbeitsbreite 5.85 m, 6 Saisons gebraucht, Fr. 3500 ✆ 079 574 69 63 oder ✆ 041 760 79 03 Motorsäge Dolmar, 9000 PS, sehr guter Zustand, ✆ 079 640 69 10 Heugabel, fahrbar; Kas­ senschrank B 50 cm, H 45 cm, T 45 cm ✆ 079 812 98 66

Heurüstmaschine Lanker, Kranmodell, Fr. 1400 ✆ 079 759 27 47 Heckgewicht Kat.1, ca. 750 kg schwer, Fr. 600 ✆ 079 759 27 47 Schafschere, Fr. 30 ✆ 079 759 27 47 Bandeingrasung zu Aebi AM41, gebraucht, Fr. 150 ✆ 079 759 27 47 Schneckenpumpe Fankhauser mit Fernbedienung, Jahrgang 2000, guter Zustand, Preis nach Ab­ sprache ✆ 079 229 38 68 oder ✆ 056 634 13 16 2-Achs 3-Seiten Kipper Krone Typ ZDK, 10 t, mit Alu-Laden 50+50+25 cm, Holzaufsatz, sehr gepflegter Wagen, Fr. 6000 ✆ 079 862 36 41 Rübenhackgerät, 6-reihig, Parallelogramm, Foto und Beschrieb unter www.emmerhof.ch ✆ 052 680 18 58 Ladewagen Mengele LW250T, gut erhalten, mit Weitwinkelzapfwelle, Schneidwerk ✆ 044 945 42 61 oder thomas_gut89@icloud.com Deutz DX3.60 Allrad, 70 PS, 3700 h, DW, mit Kabinen, Fr. 15800 ✆ 079 707 10 59 Siloballen, Ernte 2016, Heuballen, älteres Heu, Ernte 2016 ✆ 079 673 24 71 Jaucherührwerk, Schiffsschraube für 500 m³ ✆ 079 673 24 71 Heckstapler Box Lift, 3.2 m Hubhöhe, Fr. 1000 ✆ 079 249 21 62 Heuwender Aebi top, Fr. 100; Mistzetter Silo­ aufbau, Fr. 900; Rund­ ballenabwickler Fliegl, mit Hilfsräder ab 50 PS, sehr guter Zustand; Selbstlader Kreiselheuer Fahr klein, Fr. 250; Autoanhänger 750 kg, Fr. 350 ✆ 079 339 30 30 Rotorfräse Kuhn EL 122300, Easy-Fit-Zinkenrotor, année 2015, que 30 ha, avec Maxipackerwalze PK2, seitliche Scheiben, Spur­ lockerer, peu utilisé, vente pour cause de cessation d'activité ✆ 026 652 10 38 ou hans.kaeser@websud.ch Heugebläse Stabag Bison S, mit 15 PS Motor, Fr. 500 ✆ 078 635 64 28 Silofräse GB 3.5-4.5 m, komplett ✆ 061 761 71 13 Fäkal-Pumpe, sehr guter Zustand, Leistung: 1h ~40 m³, ~300 kg, bei Fragen Tel. ab 20 Uhr ✆ 079 487 88 93

Mistzetter Farmtech Superfex 1000, Jg. 2005, mit hydr. Stauschieber, Stahlblechboden, hydr. 4-Ketten Kratzboden, 4-Walzestreuw. mit hydr. Abdeckung, Tandemachsen, hydr. Bremsen und Weitw.Zapfwelle mit Nocken­ abschaltung, Inhalt 8 m³ ✆ 079 674 46 13 Hochdruckpresse Claas Markant 55, neuwertig, Fr. 5500 ✆ 079 324 87 74 2-Achsmäher Aebi TT88, 2900 Betreibs-h, ab MFK ✆ 079 324 87 74 Mistkran/Heckbagger Negrisolo, an 3-Punkt­ anbau, geeignet auch für Zweiachsmäher, guter Zustand ✆ 079 245 11 39 Rotorfräse Kuhn EL 122300, Easy-Fit-Zinkenrotor, Jahr 2015, nur 30 ha, mit Maxipackerwalze PK2, seitliche Scheiben, Spurlockerer, wenig benutzt, Verkauf wegen Betriebs­ aufgabe ✆ 026 652 10 38 oder hans.kaeser@websud.ch Mercedes G320, blau, s. schön, ca. 70000 km, Fr. 26 000; MB-trac 800, ca. 7000 h, Fr. 16 000; Kreiselschwader Kuhn GA 4321 GM, wie neu, Fr. 4950 statt 8600; Schnee­ pflug Hunziker, 3 m breit, top Zustand, NP Fr. 20 000, VP Fr. 6000; Dieseltank m. Wanne, 1000 l, Fr. 350; Maschinen f. Pferdezug: Heuwender, Rechen, Düngerstreuer, alle drei zusammen Fr. 1600; Dieseltank mit Wanne, 1000 l, Fr. 350 ✆ 079 678 59 85 Accord Dreieck, Fr. 150; Viehschere, Fr. 50; Zapf­ welle, Fr. 25 ✆ 079 394 01 34 2 Komplettrad 13,0/ 75-16 10 Pli, neuwertig, beide Fr. 200 ✆ 061 761 71 13 Heisswasser-Hochdruck­ reiniger Kärcher Commercial 10/20-4 HDS, mit Schlauchtrommel 20 m Schlauch, sehr guter, gepflegter, neuwertiger Zustand, ✆ 079 812 98 66 Jeep Kia Sorento LX Diesel, Automat, Jg. 2014, 42000 km, Anhänger-Vorrichtung Kugel, Zuglast 3000 kg, Fahrzeug-Fabrik-Garantie noch 4 Jahre, 8-fach bereift, 5-türig, Zustand wie neu, aus 1. Hand, ab MFK, NP Fr. 46 500, VP ca. Fr. 29 500, ✆ 079 812 98 66 Silofräse Huber; Kette für Gras und Mais ✆ 079 243 75 25 2 Occasions Pneus ohne Felgen für Traktor, 380 70

R24, 20 h gebraucht, günstig ✆ 079 461 59 66 Tor, 2 Flügel 2.45x1.88; Tor 2.92x2.53 mit Fenster und Türe; Obstpresse mit Schnetzler ohne Motor; Gartentore verzinkt 0.96x0.97 mit Pfosten ✆ 079 785 98 53 Eisenbetonanschlüsse klein Fr. 10, gross Fr. 15, Wasserstop für Güllen­ grubenbau 1 Stk. à Fr. 1, Verbundsteine 10x20x8 Stk. à Fr. 0.80 ✆ 079 785 98 53 Traktor Renault 751 4S, MFK 06.2016, Reparaturen mit Belegen vorhanden, Fr. 10500 ✆ 079 785 98 53 Heulüfter/-bombe, E. Griesser, 5.5 kW, D 50, H 120, inkl. Hauptschalter, 25 m Kabel, J25 Stecker, J15 Kupplung, VHB Fr. 450 ✆ 079 734 66 65 Rollhackgerät für den Mais, 3 m breit, neuwertig ✆ 079 446 41 67 Ford Räder 16.9 30 für Serie 10 und 30 ✆ 079 249 21 62 Fendt 309 LSA, 86 PS, Std. 3460, Jg. 1986, Front­ hydraulik / Frontgewichte, Doppelräder hinten und vorne; Landini 6060 Turbo, 60 PS, Std. 1800, Jg. 1991, Wechsel- Doppelbereifung, Frontwalze 1.40 m, Cambridge Ringe 52 cm; 3- Scharpflug Kverneland Nonstop Fischer Feldspritze, 12.50 m, hydr. Balkenlift, Hangausgleich, 6 Zyl. Membranpumpe, Ordomat; Schlegelmulchgerät Seppi, Breite 2.50 m, für Heckund Frontanbau; Zwei­ scheibendüngerstreuer Rauch Komet ZS800N ✆ 044 814 38 83 oder ✆ 079 280 98 00 Zuckerrübenvollernter Stoll 202, rev. top Zustand, ab MFK ✆ 079 652 23 25 Abrichthobelmaschine Georg Fischer, mit Zubehör und Ersatzmesser, Absaugung vorbereitet, 400V, ZH, Fr. 1100 ✆ 079 788 42 71 Ladewagen Mengele 545 Garant, 50 m³, Tandem, Komfortbedienung, Bordhydraulik, Fr. 13 800 ✆ 078 824 93 19 Fendt 280S, 9000 h, 40 Km/h, Allrad, Jg. 01, Fr. 18 500 ✆ 078 824 93 19 Spaltenreiniger Westermann cleanmeleon; Honda Motor mit Elektrostarter, wendig, neu, Fr. 4800 ✆ 078 824 93 19 Zwiebelnroder Samon, Breite 135 cm, in gutem Zustand, Fr. 3700 ✆ 079 409 98 12

UFA-REVUE  7-8 | 2017


Marktplatz Verteilerköpfe Vogelsang TWIN-CUT, 24 Abgänge pro Kopf, frisch revidiert, 2 Stück, Breite 12 m (25cm), Fr. 1900 pro Verteilerkopf ✆ 079 409 98 12 Chariot-élévateur tout-terrain 4x4 de démonstration NESLIFT, année 2016; 8 heures, 2.5 t, Mât tripex 4700 mm, Déplacement latéral, 4 valves, Fr. 40'975, ht ✆ 027 305 33 33 info@neuwerth.ch Neslift Demo-Gelände­ stapler 4x4, 2016, 8 Std, 2.5 t, Dreifach-Mast 4700 mm, Seitenschieber, 4 Ventile, Fr. 40 '975, exkl. MwSt ✆ 027 305 33 33 ou ✆ info@neuwerth.ch Heckkreiselmäher Pöttinger mit Knicker, Arbeitsbreite 2.25 m, breit streuend und verstellbar, gut gewartet, gepflegt, infolge Betriebsaufgabe, Verhandlungsbasis Fr. 4200, TG, ✆ 071 411 60 14 oder ruth.reinhart@eggethof.ch Bandeingraser passend zu Rapid 507 ✆ 041 480 33 52 Kleinballenlader, hydraulisch angetrieben, günstig abzugeben, Kt. AG ✆ 079 620 57 00 3-Scharpflug Althaus; Kreiselegge Maschio, 3 m, mit Spiralwalze; Grubber mit 11 Zinken, ohne Nachläufer; EinscheibenDüngerstreuer Bogballe 500, alles in gutem Zustand ✆ 032 641 22 73 Breifutterautomat; 4 Trockenfutterautomaten Chromstahl; Wärme­ lampen; Einscharpflug; 2 Kälber-Selbstfanggitter, 5 Plätze ✆ 034 431 13 03 Aebi TP 78, Jg. 2000, 1500 Std. langer Radstand, Umbausätze o.k., dazu oder einzeln; Aebi LD 31, Jg. 04; Gafner 3100H, Jg. 94, ✆ 079 412 89 62 2-Scharpflug Ott Permanit LM 950; Kreiselheuer Pöttinger Hit 47 N; Kreisel­ schwader Pöttinger 340 N, wegen Betriebsaufgabe ✆ 079 480 19 33 4-Radkipper Brantner mit Öldruckbremsen, Raps­ tauglich, Fr. 7800, Zentralschweiz, ✆ 076 488 37 15 2-Achs-Brückenwagen, 5 x 2 x 1 m, GF Achsen, Pneu 8,25x20 14 Ply, Oelhydraulische Bremse, Wagen ist in sehr gutem Zustand, Preis auf Anfrage, verhandelbar ✆ 079 676 34 43 CKW Wandsteckdosen und Kupplungen, 40 Amp und 15 Amp; 2 Hand­

2 69 041 g4ru4ete8r-w2aagen.ch info@

schlag-Bohrmaschinen Bosch und Profikraft; Stichsäge; alter Kultivator an Hydraulik; Kunststoff­ wanne, 1 x 1.5 m ✆ 079 634 79 40 Frontlader Alö mit Konsole zu Ford Traktor; Metall­ spind 4-türig für Betrieb/ Werkstatt; Kunststoff­ wanne, 150 x 100 x 80 cm; Dezimalwaage, alt; Madenbrett für Traktormähbalken ✆ 079 634 79 40 Streifenfräse mit Sä­ maschine u. Wechselrotor ✆ 052 741 21 90 Viehanhänger Tanner, 5,6 m², top ✆ 079 631 56 57 Viehanhänger solid, 7.6 m² ✆ 079 631 56 57 Viehwagen Dalcher, billig ✆ 079 631 56 57 Bètaillère Dalcher, 5 m² ✆ 079 631 56 57 Fendt 415 Vario, 150 PS, 1850 Bstd., FH, FZ, FL; Fendt Cargo 4X80, ge­ federte VA und Kabine, Bereifung v. 540/65R24, h. 600/65R38, guter Zustand ✆ 078 628 11 57 Rapid Euro 4, Aluguss, frisch ab Service ✆ 079 721 79 58 Rapid 306, top Zustand, ab Service, mit Honda Motor ✆ 079 721 79 58 40 Bewässerungsrohre, 6 m, Bauer HK 76 ✆ 079 785 49 62 Schneckenpumpe Fankhauser, 60 m³, Tricam Stator, Agropilot, Zapfwelle und Pumpenwagen ✆ 062 212 16 43 Schnee- oder Mistschild für Motormäher, 1.3 m, Fr. 50, ✆ 062 212 16 43 Tandem-Kipper, 11 t, neu., inkl. zwei Aufsätze, Bremsregulierventil ✆ 079 720 11 20 Mulcher Honda, Antrieb Hydrostat, neuwertig, NP Fr. 3780, VP Fr. 1900; Rohr-Gewinde-Schneid­ satz 1/2-3/4-1 Zoll, Rohr-Schraubstock, Fr. 250 ✆ 032 381 12 52 Sitzwagen für Motormäher Rapid, Fr. 50 ✆ 078 874 86 55 Kulturegge Bärtschi mit Krümler, Breite 2 m, Fr. 100, Kt. AG ✆ 079 666 82 11 oder hans.berger@bluewin.ch

Silotauchdeckel aus Stahl, Ø 2.5 m, sehr gut erhalten, Fr. 100, Kt. AG ✆ 079 666 82 11 oder hans.berger@bluewin.ch Kleiner Anhänger, ideal für Motormäher-Transport ✆ 079 406 75 05 Tiefgangladewagen Fahr K 340, mit Silierschneidwerk betriebsbereit, günstig; Druckfass Agrar, 3000 l, betriebsbereit; Siloblockschneider Kuhn mit Hubgerüst, evtl. auch Ersatzteile ✆ 079 563 82 41 Motormäher Agria Grizzli, mähbereit, mit Gitterrad ✆ 081 647 12 08 Zweiachswagen Marolf, 8 t Nutzlast, hydr. Bremsen, Alu Aufsatz 2 x 50 cm, sehr guter Zustand ✆ 079 267 83 71 Kreiselegge Pegoraro, 3 m, Getriebe neu abgedichtet, Schweissapparat, elek­ trisch, ✆ 079 267 83 71 Kleinballenpresse Gallignani 6600, guter Zustand, neue Lager, Preis nach Absprache ✆ 031 741 01 39 oder k.riesen@bluewin.ch Zuckerrüben-Rodeaggre­ gat Kleine, Köpfer K 6 II für Frontanbau, 6-reihig, dazu Heckanbau Roder ✆ 032 381 11 10 Rapid Euro 4 Hydrostat, 16 PS, Jg. 2015, inkl. Heugrasbalken 250 cm, mit Aussenschneidwerk, Ersatzmesser, Achsverbreiterung, Bereifung 23x8.50-12, neuwertig, Fr. 15000 ✆ 077 438 90 88 Lemiro-Schieber, B 3 20 m, Motor 2000 Upm, rev. 2015, Funksteuerung, Ladegerät, Station, 24 Volt, Motor, Kufen, Schieber­ platten und Pneu neuwertig, Fr. 2500, verhandelbar ✆ 071 636 16 83 oder ✆ 079 343 89 78 Silohäcksler Mengele, Blitz 1000, Fr. 7000; Dosier­ anlage Landsberg, Fr. 7000 ✆ 079 723 61 25 Ladewagen Claas K28: Kratzboden neu mit 5Rechenelevator, Zusatz­ messerbalken mit 31 Messer, Fr. 4900, Kt. LU ✆ 079 321 79 49 Botteleuse John Deere 359, révisée, Fr. 5100 à discuter ✆ 079 712 70 13 Oldtimer Lanz Bulldog 2816, ✆ 079 381 79 54 Massey Harris Pony ✆ 079 381 79 54 Tiefgang-Anhänger, tipptopper Zustand, Fotos können gesendet werden ✆ 079 381 79 54

Butterkübel Winkler, elektrisch, 5 l, wenig gebraucht ✆ 079 640 69 10 Dieseltank mit Wanne, 1500 l, Fr. 500 ✆ 079 468 65 68 3 Getreidelagersilos Kongskilde; Kartoffel­ dämpfer elektrisch; Rüben­ schneider VGL; Luft­ kompressortank; Futter­stande mit Mixer; Getreideschnecke ✆ 041 917 48 68 Bandrechen Knüsel B 270/5 LS, Occ., Jg. 2009, Zustand sehr gut, kein Spiel, Keilriemen ohne Risse, wenige Einsatz­ stunden, starke Ausführung, 5 Zinkenreihen, Akkorddreieck-Anbau mit Pendelbock, verstellbarer Gegenrechen montiert, inkl. Betriebsanleitung, komplett betriebsbereit ✆ 041 917 27 89 Mais Eingraskombination, Maishäcksler Mengele, Höhe abgeändert, an­ gehängt an Häcksler, kurzer Eigenbau-Anhänger, 3.5 m², mit Kratzboden, zum direkten Abladen in Futtertisch, Fr. 2400 ✆ 079 543 16 32 Nodet Pneumasem, 6 Reihen, Fr. 1500 ✆ 052 741 21 90 Pumpfass Schweizer, 2000 l, mit Stützen und Gehänge, Fr. 2500 ✆ 079 617 37 73 Zimmertüre aus Massivholz, mit Zylinderausschnitt, Überschlagsmass: 204.2 x 89, Dicke 4 cm ✆ 078 768 10 24 Kleinballenpresse New Holland, guter Zustand, wenig gebraucht ✆ 078 635 64 28 Autochargeuse à bottes Guyma, capacité de 104 bottes, parfait état; Convoyeur de bottes Sama, 6 m vertical et 20 m horizontal chaîne à gallets, Matériel en parfait état et modulable par secteur de 2.5 m, prix à discuter ✆ 079 416 35 14 Aebi TT88, h 3680; 3-Punktstapler; Tischfräse H+S, verstellbar, preis­ günstig n. Absprache ✆ 079 300 90 42 oder ✆ 034 415 12 10 Hypertherm-InverterPlasma-Schneidanlage; Powermax 30-CE, Jg. 07.11.12, Fr. 1450; Pendel-Düngerstreuer Vicon, Jg. 01.03.10, Fr. 2700; Heugebläse Taurus, Motor 12.7 kW; Diesel-Gabelstapler Jungheinrich DFG 20 AS, Jg. 2001, Std. 927, Tragkraft 2000 kg, Hubhöhe 5000 mm, Freisicht,

Triplex-Seitenschub, neue Gabeln, Fr. 19 500; Feder­ zahnegge, Doppelkrümler Haruwy, Arbeitsbreite 2.80 m, Fr. 650; Motor­ mäher Aebi AM1, Fr.550 ✆ 076 325 21 77 Tandem Dreiseitenkipper Neuhaus, massiver Rahmen und Aufbau, Nutzlast 8000 kg, hydr. Bremse, hinten Pendeltür, Zylinder ist trocken, Rahmen und Aufbau sind nicht verzogen, Pneus in sehr gutem Zustand, ZW Bordhydraulik funktioniert einwandfrei, Fr. 4400, Kt BE ✆ 079 328 76 63 Holz- und Metallauszugs­ leiter; Mistbähre; Garten­ garette; Blachen, wasserdicht; Stossdeichsel für Traktor Oberlenker; Futterund Wassertröge, Reit­ sattel, komplett ✆ 032 351 23 58 Kartoffeldämpfer Chromstahl, ✆ 079 563 42 72 Motor für Aebi AM 16 oder Motormäher Aebi AM 16 ✆ 026 652 32 38 oder ✆ 079 728 96 25 Moteur pour Aebi AM 16 ou Motofacheuse Aebi A M 16 ✆ 026 652 32 38 ou ✆ 079 728 96 25 Kratzbodenwagen Krüger, 300 x 174 x 50 cm, nur 125 cm Bedadungs­ höhe, ideal für Obst, Futterrüben, usw., Ber. 10.0/75-15, Fr. 400, Kt. TG ✆ 052 376 11 52 Wasserpumpe Robin, neu, mit Benzinmotor Fr. 370; Rundbiegemaschine, 2040 x 4 mm; Amboss 235 kg ✆ 079 542 83 44 MF 3075 Dynashift mit FH/FZ und Frontlader, Jg. 1995, 6400 h, 95 PS, sehr gepflegter Traktor ✆ 076 563 98 09 Élévateur tout-terrain 2X4, Modèle démo, 2015, 38 heures, Capacité 3.5 t, Levée 4.3 m, avec cabine fermée suspendue, chauf­fage, déplacement latéral, 4 valves. Fr. 29'960 ht ✆ 027 305 33 33 info@neuwerth.ch Doppelrad Schaad 8,3/42, Fr. 200 ✆ 061 971 39 28 Fäkal-Pumpe, sehr guter Zustand, sehr langlebig, Leistung: 1h~40 m³ ✆ 079 487 88 93 LWK Anhänger Jumbo, 18 T; Brücke neu Alu 7.2 m x 2.5 m, Öl- und Luft­ bremsen; Neulackierung, Top-Zustand ✆ 032 665 42 28 Kartoffelschälmaschine Flott 16 K, wenig gebraucht, gut geeignet für Direktvermarkter ✆ 079 862 36 41

Filterstation mit 2 Druckreduzierventilen; Dünger­ mischer GEWA LW 60, zur Tropfbewässerung ✆ 079 862 36 41 Dosiergerät Lanker, 7.5 m, inkl. Querförderband, guter Zustand, Fr. 6000; Schleusengebläse Lanker mit 13.2 kw Motor, guter Zustand, Fr. 200; Forst­ seilwinde KMB, 6 t, ca. 90 m Seil, elektrohydr. Bedienung mit Steuer­ birne, guter Zustand, Fr. 3200, ✆ 079 392 21 60 Stapler LMV, 5 t, Hubhöhe 5 m, altes Modell, Fr. 2500 ✆ 079 447 78 68 2-Schar-Pflug Ott HW 244, hydraulische Wendung, gute Werkzeuge, Fr. 400, ✆ 079 472 55 17 Ladewagen Steyr Hamster 803V, aufklappbarer Aufbau, Doppelräder, Pickup mit ZW angehoben, Gesamtgewicht 3800 kg, h 2.4/2.9 m, b 2.3 m, inkl. 4 Messer, Fr. 1800, Standort Seeland ✆ 076 525 31 99 Tandemanhänger-LKW Wechselfahrgestell, Kugeluntenanhängung, Luft­ federung, Scheibenbremsen ALB, Strassenbereifung 40 kmh, Wechselbrücke, top Zustand ✆ 062 777 53 31 oder ✆ 062 777 53 33 Traktor Fendt 305 LS, ohne Allrad, Bj. 87, Stunden 7800, Fr. 10 500 ✆ 078 823 63 18 oder h.brauchli@shinternet.ch Fronttrommelmähwerk JF 305 sehr guter Zustand, mit Anbaudreieck ✆ 079 385 11 07 Stapler Hangcha, 1.5 t, Isuzu-Diesel, Strassentauglich, Freisicht-Mast Duplex, Hub 3 Meter, BJ 2007, 700 h, Fr. 7800 ✆ 076 377 42 45 Ladewagen Pöttinger Trend II T, günstiger Preis ✆ 079 760 40 32 Maishäcksler Pöttinger Mex 5, 3-reihig, guter Zustand, betriebsbereit ✆ 079 335 26 20 Gülle Pumpe + Transport­ fass, 12 m³, mit Doda Zetrifugalpumpe Tamdem­ achsen; Mischwagen Triolit, 12 m³, einsatzbereit mit Waage, günstig ✆ 079 335 26 20 Kettenzug GIS, 250 kg, 17 m Kette für Silofräse, Fr. 500; Wasserpresse, neu, unbenutzt, 5.10-5.5 m Ø, NP 1290, VP Fr. 1000 ✆ 079 646 73 39 Drehkolbenpumpe Vogelsang, rev. oder nicht rev., mit Dreipunktgestell und Zapfwelle ✆ 062 212 16 43

UFA-REVUE  7-8 | 2017 77


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Vorschau Zu diesen Themen lesen Sie mehr in der nächsten Nummer:

Management Management

Landtechnik

Pflanzenbau

Nutztiere

Landleben

Klimawandel

Unkrautbekämpfung

Getreideanbau

Jubiläumsschauen

Herbst-Enzian

Wie wirkt sich der Klimawandel auf die Landwirtschaft aus? Prof. Dr. Johan Six, ETH Zürich, und Landwirtin Melanie Glaus diskutieren darüber in unserer losen Serie «Theorie und Praxis».

Die deutsche Firma Zasso Group AG präsentiert in der Schweiz eine Maschine zur elektrischen Unkrautvernichtung. Die UFA-Revue besuchte eine Vorführung der Methode ohne Chemie und Rückstände.

Getreide im Fokus: Wie schneiden verschiedene Weizensorten im Feldversuch ab? Welchen Einfluss hat die Stickstoffdüngung auf den Proteingehalt? Ist Getreide im Mischanbau zukunftsfähig?

Bald feiern im Kanton Bern viele Viehzuchtvereine ihr langjähriges Bestehen – so auch der Viehzuchtverein Zimmerwald. Die Besucher erwartet ein grosses Fest mit viel Folklore und schönen Kühen.

Die Blumenkinder aus den Alpen kommen runter ins Tal. Enziane sind Edelsteine im Garten. Im Herbst blühende Arten schmücken zudem auch Tische und Töpfe im Freien. Sie blühen sogar weiss und Rosa.

Impressum UFA-Revue Die Mitglieder-Fachzeitschrift der fenaco-LANDI Gruppe. Die Ausgaben Nr. 1, 3, 5, 7-8, 9 und 11 erscheinen mit im Abonnement inbegriffener Beilage des LANDI Contact. ISSN 1420-5106.

den gültigen Geschäftsberichten aufgeführt. Erhältlich beim Verlag.

Herausgeberin fenaco Genossenschaft, Erlachstrasse 5, 3001 Bern

Redaktion Tel. 058 433 65 30 redaktion@ufarevue.ch Markus Röösli (Redaktionsleiter), Jean-Pierre Burri, Sandra Frei, Gabriela Küng, Cyril de Poret (frz. Ausgabe), Verena Säle, Anne-Marie Trümpi

Mitherausgeber LV-St. Gallen, GVS Schaffhausen. Die Beteiligungen der Herausgeber an anderen Unternehmen sind in

Adresse Verlag/Redaktion UFA-Revue, Theaterstrasse 15a, 8401 Winterthur

Grafik/Layout Rainer Paberzis, Aline Pulfer, Stephan Rüegg

Verlag/Abonnement Tel. 058 433 65 20 Fax 058 433 65 35 info@ufarevue.ch Markus Röösli (Verlagsleiter), Fabienne Elmer Marktplatz www.ufarevue.ch/marktplatz Hotline: 058 433 65 45 (Di – Fr 9.30 – 11.30 Uhr)

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Auflage: Mitgliederabonnemente71’656 davon deutsch 59’463 davon französisch 12’193 (WEMF/KS beglaubigt 2016) Druckauflage 73’772

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Papier: Perlentop Satin 60 g/m2 Papier mit FSC- und PEFCZertifizierung

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