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UNTERWEGS MIT …

…UFA-Geflügelspezialist Thomas Schnarwiler

Die eigenen Junghennen aufziehen

B

evor Thomas Schnarwiler im Jahr 1995 in den UFA-Beratungsdienst Sursee kam, war er einige Jahre als Betriebshelfer tätig. Dabei sammelte er die ersten Erfahrungen mit der Geflügelhaltung. Nachdem er den Beratungsdienst Sursee verliess, zog es ihn in die Ostschweiz und er arbeitete viele Jahre im GVS Schaffhausen und beriet dort die Landwirte in diversen Fütterungsfragen. Immer wieder kam er dabei mit der Geflügelwelt in Kontakt . Im Jahr 2016 entschied er sich, dem Geflügelteam der UFA beizutreten. Seither betreut Thomas Schnarwiler mit seiner angenehmen Art und seinem grossen Fachwissen Geflügelproduzenten in der Ostschweiz zuverlässig. Einer dieser Betriebe ist die Lege- und Junghennenhaltung von Simon und Monika Mock aus Flawil (SG). Nebst dem Geflügel werden 14 Milchkühe gehalten, deren Milch zu Appenzeller-Käse verarbeitet wird. Der Vater von Simon Mock entschied sich im Jahr 1983, in die

Legehennenhaltung einzusteigen, im Jahr 1996 kamen die 5000 Aufzuchthennen dazu. Simon Mock konnte sich nach der Betriebsübernahme nicht vorstellen, diese Betriebszweige stillzulegen: «Da wir Jung- und Legehennen haben, können wir unsere eigenen Junghennen in die Eierproduktion überführen. Das ist für uns ideal», erklärt er. Bunte Herden Jährlich werden zwei Umtriebe à 5000 Junghennen aufgezogen. Nach jeweils 20 Wochen sind sie bereit, mit der Eierproduktion zu beginnen. Der Vermarkter, mit dem Simon Mock zusammenarbeitet, ist die Prodavi. Sie bestimmt das Einstalldatum, welche Rasse aufgezogen und welche Fütterungsstrategie angewendet wird sowie wo die Hennen hingehen. «Bei der nächsten Einstallung kommen vier verschiedene Rassen. Wir haben oft kleinere Posten, die auf eher kleinere Legebetriebe gehen. Das ist spannend beim Management, da die Rassen nicht exakt dieselben Fütterungs- und Lichtansprüche haben. Weisse Hennen müssten eher etwas gebremst werden, während die braunen Hybriden etwas schwerer werden sollten und etwas mehr Licht benötigen», schildert der junge Betriebsleiter die Haltung seiner Junghennen.

Gut aufgewärmt Wenn die Küken angeliefert werden, beginnt eine intensive Zeit. Zwischen den Umtrieben wird der Stall gründlich gereinigt und desinfiziert. Bereits zwei bis drei Tage vor der Ankunft wird der Stall auf 35 °C aufgeheizt. «Durch das frühe Heizen ist nicht nur die Luft im Stall, sondern auch die Voliere schön warm. Für die Küken ist das entscheidend, sie kühlen rasch aus», beschreibt der Betriebsleiter das Einstallen. Entscheidend ist zudem, dass die Küken leicht zu Futter und Wasser kommen. Deshalb wird ihnen bei Mocks in den ersten Tagen das Futter auf Kükenpapier angeboten und das Wasser in Tränkeschalen. In diesen erhalten die Küken auch ihre erste von insgesamt fünf Impfungen. Die folgenden Impfungen erhalten die

Verdauung im Gleichgewicht Das wasserlösliche UFA-Antifex enthält viele wertvolle Milchsäuren, die mithelfen, die Verdauung zu stabilisieren und das Immunsystem zu stimulieren. UFA-Antifex hilft beispielsweise, Keime wie E. Coli zu unterdrücken oder nach einem Arzneimitteleinsatz oder einer Impfung die Darmflora rascher zu regenerieren. Pro Tier und Tag werden beim Geflügel 0,2–0,5 Gramm des Bioregulators über das Tränkesystem eingesetzt.

Links im Bild der 5000er Junghennenstall, rechts werden die 2500 Legehennen gehalten.

Thomas Schnarwiler, Stein am Rhein (SH) Zivilstand: Geboren: Ausbildung: Hobbys: Motto: 60

Verheiratet mit Martha, 5 Kinder 12. Juli 1964 Landwirt EFZ Wandern, Schwimmen «Die Landwirte zu ihrem Erfolg begleiten.» UFA-REVUE  7-8 | 2018

UFA-Revue 07-08/18  

Top Themen der Ausgabe: - Mehrwertsteuerpflicht in der Landwirtschaft - Neue Gesetze bei Bremssystemen - Unkrautbekämpfung in Raps mit Unte...

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