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P.b.b. · VNr. 02Z030531 M

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Förstertag 2019

Staffelübergabe bei den Privatförstern Roman Schmiedler – Förster des Jahres Die Schwerpunkte des Förstertages 2019 waren die Lage der heimischen Forstwirtschaft nach den Katastrophenschäden der letzten Jahre, die Herausforderungen für die Zukunft sowie die Schließung der Zertifizierungslücke. Die Staffelübergabe von Ing. Karl Eisner, der fast 20 Jahre als Sprecher der Privatförster in Kärnten fungierte, an Fö. Ing. Thomas Fankhauser, Arbeitslehrer an der FAST Ossiach, sowie die Auszeichnung für OAR Ing. Roman Schmiedler zum österreichischen Förster des Jahres fand in einem gebührenden Rahmen statt. E H R E N - W O RT E Zum traditionellen Förstertag gaben sich auch zahlreiche Ehrengäste ein Stelldichein. LAbg. DI Christian Benger sieht die Forstwirtschaft vor vielen Herausforderungen. Eine davon, nämlich die großflächige Ausweisung von Wald zu Natura 2000-Flächen, konnte dank der guten Zusammenarbeit, insbesondere mit der zuständigen Landesrätin Mag.a Sara Schaar, annehmbar für die Forstwirtschaft abgehakt werden. Försterkollege und LK-Kammerrat Ing. Werner Mattersdorfer überbrachte in gewohnt eloquenter Art die Grußworte von LK-Präsident ÖR Ing. Johann Mößler. Für Mattersdorfer funktioniert in Kärnten und Österreich die Forstwirtschaft aufgrund der guten Zusammenarbeit aller Beteiligten nach wie vor sehr gut. Wie es aussieht, wenn die Zu-

Der „FÖRSTER DES JAHRES 2018“ mit seinen Gratulanten (von links): Der neue Landessprecher der Kärntner Privatförster Ing. Thomas Fankhauser, Oberagrarrat Oberförster Ing. Roman Schmiedler, der scheidende Försterobmann und ehemalige LAK-Vorstand Ing. Karl Georg Eisner sowie der Bundessprecher der Privatförster Ing. Josef Leichtfried.


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Liebe Kammermitglieder! er Rechtsstaat ist ohne Zweifel eine der ganz großen Errungenschaften der europäischen Aufklärung. Er ist gleichermaßen erfolgreichster Exportartikel der Europäer als auch leider Gottes oftmals ein Alleinstellungsmerkmal im globalen Benchmarking. Den Rechtsstaat definierte der ehemalige deutsche Bundespräsident Joachim Gauck als eine Ordnung, die nicht auf dem Recht des Stärkeren, sondern auf der Stärke und der Unabhängigkeit des Rechts basiere. Ganz fundamental für das Funktionieren eines Rechtsstaates ist die Trennung der parlamentarischen Normschöpfung von der Umsetzung durch die Regierung und der Gerichtsbarkeit. Und doch bedingen die Gewalten einander. Die Verwaltung hat zu vollziehen, was die Parlamente beschließen und die Gerichte haben darüber zu wachen, dass alles im rechtlichen Rahmen passiert. Es ist bekannt, dass der Europäische Gerichtshof den exklusiven Karfreitagsfeiertag für die evangelischen Christen als diskriminierend für alle anderen Arbeitnehmer angesehen und deshalb aufgehoben hat. Wenngleich ich überzeugt bin, dass gerade der Karfreitag – vielleicht auch in Abtausch mit einem der beiden Feiertagsmontagen oder dem ohnehin schon zum Paradeeinkaufstag degradierten Mariä Empfängnis-Tag – zum allgemeinen Feiertag hätte erklärt werden müssen, ist die Entscheidung des Gesetzgebers, dass nun niemand mehr an diesem exponierten Tag vor Ostern frei hat, natürlich vorbehaltlos zu akzeptieren. Logischerweise wurde auch unser Grundsatzgesetz, das Landarbeitsgesetz, vom Parlament in diesem Sinne geändert und diese Änderung von fast allen Landtagen – aber nicht vom Kärntner Landtag – nachvollzogen. Wir standen nun vor der schwierigen Aufgabe, unseren Rechtsstandpunkt zu finden und mitzuteilen und letztlich auch Fragen zu beantworten, die in letzter Konsequenz nur vom Obersten Gerichtshof bei Anrufung beantwortet werden können. Wir haben sofort auf unserer Homepage informiert, dass wir glauben, dass alle, die der Landarbeitsordnung unterstehen, an diesem Tag einen Feiertag anmelden können. In welcher Frist dies zu passieren habe und ob dies auch für die ArbeitnehmerInnen evangelischen Glaubens gelte, sind Fragen, die letztlich nur vom Höchstgericht zu beantworten sein werden. Nach unserem Wissensstand haben kaum ArbeitnehmerInnen von dieser durch die Nichtbeschlussfassung des Kärntner Landtages entstandenen Möglichkeit Gebrauch gemacht, was Bände über die Loyalität der ArbeitnehmerInnen in der Land- und Forstwirtschaft spricht. Präs. Ing. Harald Sucher

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sammenarbeit nicht so reibungslos abläuft, können wir vor unseren Toren im Kanaltal beobachten. LAK-Präsident Ing. Harald Sucher, treuer Ehrengast des Förstertages, bedankte sich insbesondere bei Ing. Eisner für dessen langjährige Tätigkeit als Förstersprecher in Kärnten sowie die langjährige Interessenvertretung in der Landarbeiterkammer Kärnten und wünschte seinem Nachfolger Ing. Fankhauser alles Gute. Vor allem die Öffnung der Wälder sorgt für geänderte Rahmenbedingungen der Forstleute. Die traditionelle Revierarbeit steht derzeit bereits im Hintergrund, die Anforderungen an das Forstpersonal werden immer weiter gestreut. Die Landarbeiterkammer versucht, beispielsweise beim Einsatz von Schallreduktoren, aber auch durch entsprechende Weiterbildungsangebote und Förderungen die Förster zu unterstützen. Die Angebote der LAK gehen von Bildungsdarlehen über den Zugang zu den Bildungsangeboten der Verwaltungsakademie Kärnten bis hin zum kostenlosen Rechtsschutz.

FORSTLICHER LAGEBERICHT Sturmschäden und Käferkalamitäten sind im mitteleuropäischen Raum bereits zu einem gesellschaftspolitischen Problem geworden, betonte DI Bernhard Budil, Generalsekretär der Land&Forst Betriebe Österreich. Forstpolitik ist mittlerweile keine nationale Angelegenheit mehr, die Politik wird in der EU gemacht. Obwohl die österreichische Forstwirtschaft national geregelt ist, werden die Rahmenbedingungen mittlerweile durch Brüssel vorgegeben. In Brüssel beschäftigen sich mittlerweile 17 Generaldirektionen, 10 Komitees, Europäische Umweltagenturen sowie Europäische Statistikbehörden mit der Forstwirtschaft, wobei diese mittlerweile in 400 Regelwerken reguliert wird. Budil fürchtet für die Forstwirtschaft weitere Bewirtschaftungseinschränkungen und Auflagen ohne finanziellen Ausgleich. Die Versorgung von Industrie und Gesellschaft mit ausreichend Holz ist gefährdet, die Holzverwendung kommt aber auch durch die Vielfalt der


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Grußredner, Fachreferenten und interessierte Zuhörer: (v. li.): LAK-Präs. Ing. Harald Sucher, LAbg. DI Christian Benger, der Obmann des Österreichischen Forstunternehmerverbandes Peter Konrad, der Landesobmann der Förster im Öffentlichen Dienst Ing. Christian Müller, LK-Forstausschussobmann KR Vzbgm. Ing. Werner Mattersdorfer und Forstrat h. c. DI Christoph Habsburg-Lothringen.

Interessen in einen „Anwendungskonflikt“. Für Budil stellt sich die Frage, wie einerseits die Nachhaltigkeit und andererseits die Funktionalität der Wälder gewährleistet werden sollen, wenn den Forstleuten die Bewirtschaftung der Wälder zunehmend erschwert wird. Die größten Herausforderungen werden aber auch in den volatilen Märkten, den langfristigen Produktionszeiträumen und den widersprüchlichen Zielsetzungen und Erwartungen gesehen. Aber auch Überbürokratisierung und damit verbundener Verwaltungsaufwand sowie das Unverständnis der Öffentlich-

keit gegenüber privaten Wirtschaftsbetrieben tragen dazu bei, den Waldbauern und Forstbetrieben das Leben zu erschweren. Die heimische Forstwirtschaft kann auf diese Fülle von Herausforderungen nur durch betriebliche Diversifizierung – Stichwort Bioökonomie – reagieren. Die Steigerung und Sicherung der Holzproduktion durch eine nachhaltige Intensivierung sowie die Anpassung an den Klimawandel durch entsprechende waldbauliche Methoden sind das Gebot der Stunde. Dafür erforderlich ist jedoch eine Standardisierung der ökonomischen Planungsund Steuerungsinstrumente sowie mehr Professionalität auf der Fläche. Weiters sind eine Stärkung von Verbänden und Netzwerken sowie eine bessere Kommunikation unabdingbar. WIE GEHT ES DEM FORST IN KÄRNTEN? Aufarbeitung von Schadholzmengen und der Umgang mit Kalamitäten zählen für den stellvertretenden Landesforstdirektor DI Hannes

Lungkofler immer mehr zur den Kerntätigkeiten der heimischen Forstleute. Im Zeitraum 2007 bis 2018 wurden in Kärnten mehr als 10 Mio. fm Schadholz aufgearbeitet, 2017 betrug die Schadholzmenge 1,5 Mio. fm, 2018 bereits fast 2 Mio. fm. Vor allem die letzten Sturmkatastrophen 2017 und 2018 zeigten auf, wie die Forstwirtschaft mittlerweile dem Klimawandel ausgesetzt ist. Betroffen waren sowohl Altersklassen als auch Plenterwälder. Die Aufarbeitung der Windwurfflächen sind voll im Gange, vor großen Herausforderungen steht man jedoch bei der Abfuhr des Holzes, da durch Sturmschäden und Starkniederschlägen – so waren im Gailtal Anfang Februar Niederschläge von mehr als 800 Liter innerhalb kürzester Zeit gefallen – Forst- aber auch Gemeinde- und Landesstraßen stark beschädigt wurden. Aber auch das starke Niederschlagsdefizit in der 2. Jahreshälfte 2018 führte zusätzlich zu Kalamitätsschäden durch Käferbefall, 2018 lag der Anfall bei Käferholz bereits bei 270.000 fm. Um zumindest bei der Holz-

abfuhr unterstützend einzugreifen, wurde durch das Land Kärnten ein Sonderprogramm zur Sanierung von Forststraßen beschlossen. Über dieses Sonderprogramm sollen in den Jahren 2018–2020 insgesamt 29 Forststraßenprojekte mit einer Gesamtlänge von 180 km saniert werden; die dafür erforderlichen Unterstützungen über das Sonderprogramm betragen 350.000 Euro. Zusätzlich werden über die Ländliche Entwicklung 97 Neubauprojekte mit 4,8 Mio. Euro und 42 Umbauprojekte mit 1,4 Mio. Euro unterstützt. Das Wildeinflussmonitoring, das bereits zum 5. Mal durchgeführt wurde, weist bei den Wildschäden keine wesentlichen Veränderungen auf. Der starke Wildeinfluss ist zwar leicht rückläufig, an der Gesamtsituation ist jedoch keine wesentliche Verbesserung feststellbar. WA S B R I N G T D I E UNTERNEHMERZ E RT I F I Z I E R U N G ? Mit der Forstunternehmerzertifizierung ZÖFU wurde ein Schritt gesetzt, um die Holz-


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zertifizierung in Österreich lückenlos durchführen zu können. Peter Konrad, Obmann des Österreichischen Forstunternehmerverbandes, betonte, dass die Zertifizierung auch auf großem Druck der Abnehmerseite initiiert wurde. Bereits jetzt erfüllen 80 % der österreichischen Forstunternehmer die Auflagen der ZÖFU, die restlichen 20 % sind durch entsprechende Adaptierungen für alle Unternehmer machbar bzw. erfüllbar. Er betont aber auch, dass es sich bei der Zertifizierung um ein langfristiges und nachhaltiges Projekt handelt. Probleme bereiten derzeit die Umrüstungen von Seilkränen. Einen wesentlichen Bestandteil der Zertifizierung stellt auch der Einsatz von qualifiziertem Forstpersonal dar. Bis dato wurden 30 Maschinenführer ausgebildet, derzeit befinden sich 18 in Ausbildung. Um die Ausbildung zu Maschinenführern stärker voranzutreiben, wird bereits jetzt über Kooperationen mit landwirtschaftlichen Fachschulen, die den Schwerpunkt Forstwirtschaft anbieten, diskutiert. GIBT ES EIN MITEINANDER VON WA L D U N D W I L D ? Mit gegenseitigen Schuldzuweisungen wird die WaldWild-Situation nicht verbessert, Respekt füreinander hat oberste Priorität, so DI Josef Erber, Geschäftsführer der Salzburger Jägerschaft. Mit dem Wald-Wild-Dialog wurde österreichweit der Versuch gestartet, in Zukunft einen waldverträglichen Wildstand zu erreichen. Die Definition von konkreten Zielen, die spezifisch, messbar, anerkannt, terminiert und auch realisierbar sein müssen, ist un-

LAK-Präs. Harald Sucher freut sich mit dem neuen (li.) und dem scheidenden Försterobmann.

abdingbar. Am Beispiel des Rauriser Tals versuchte Erber ein vernünftiges Miteinander zur Bewältigung der Situation aufzuzeigen. Zielsetzung im Rauriser Tal waren die Senkung der Rotwildbestände und in weiterer Folge die Vermeidung von Wildschäden. Die Umsetzung dieses Konzeptes erfolgt im Rauriser Tal mit einer Gesamtjagdfläche von 26.000 ha in einer Seehöhe von 900 bis 3250 m. Die gesamte Wildregion wird in 84 festgestellten Jagdgebieten bejagt. In der Vergangenheit kam es hier zu massiven Beeinträchtigungen des Schutzwaldes durch Wildschäden. In die Maßnahmenplanungen wurden die Forst-

wirtschaft, die Jagd, aber auch sonstige Nutzer, beispielsweise Tourismus, Nationalpark, aber auch die Landwirtschaft, mit dem Ziel einer zweckmäßigen WaldWeide-Trennung eingebunden. Jagdbetriebliche Maßnahmen wurden insbesondere mit der Rotwildreduktion vorgenommen. Begleitende Maßnahmen beinhalteten insbesondere den Dialog mit Grundeigentümern und Jägerschaft; so wurden angrenzende Wildregionen in die Planung miteingebunden. Unter der Initiative „Respektiere deine Grenzen“ wurden die Maßnahmen mit Jagd, Tourismus und Nationalpark abgestimmt,

Bildung und Beratung

außerdem wurden Schitouren- und Wanderrouten mit dem Alpenverein festgelegt und Wildruhezonen ausgewiesen. N E U WA H L U N D EHRUNG LAK-Alt-KV Ing. Karl Georg Eisner legt nach fast zwei Jahrzehnten Obmannschaft bei den Privatförstern diese Funktion zurück und wurde aufgrund seiner Verdienste heftig akklamiert. Sein Nachfolger wird der Ossiacher Forstpädagoge Ing. Thomas Fankhauser. Emotionaler Höhepunkt der Tagung war zweifelsfrei die Übergabe der Ehrenurkunde zum „Förster des Jahres“ durch den Bundessprecher der Förster in der Privatwirtschaft Ing. Josef Leichtfried an den langjährigen LK-Förster OAR i. R. Ing. Roman Schmiedler. Ofö. Ing. Martin Mayer


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5 Traditioneller LAK-Cup für die Eisschützen von WHG, Genossenschaften und Zadruga

Die Eishackler vom Lagerhaus Ende Februar trafen sich 18 Moarschaften aus allen Kärntner Lagerhäusern zum traditionellen Kräftemessen auf den Eisbahnen des Gasthofes Kurath in St. Filippen/Gemeinde Brückl. Präsident Ing. Sucher strich in seinen Begrüßungsworten hervor, dass hier der olympische Gedanke vorherrschend sei und eine

solche Veranstaltung das WirGefühl der Beschäftigten in Kärntens Lagerhäusern stärke. Mit großer Freude wurde vermerkt, dass sich LR Martin Gruber eine Stunde Zeit nahm, um im Rahmen dieser Sportveranstaltung mit unseren Mitgliedern Gespräche zu führen. Von Seiten der Landarbeiterkammer noch anwesend: WHG-ZBR-Vors. und Vizepräsident Valentin Zirgoi sowie die KammerräteIn Werner Fellner, Ing.in Elisabeth Kraxner und Josef Unterluggauer.

Landesrat Martin Gruber (2. v. li.) im Gespräch mit den Organisatoren und Arnulf Winkler vlg. Krämegger in Altenmarkt (li.).


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SIEGEREHRUNG 1 WHG-„Die Fantastischen Vier“ 2 WHG-BaustoffeBaulöwen 3 LH Friesach 4 WHG-H&G-Südring 5 WHG-„Wollen hoch gewinnen“ 6 LH Treibach IKampftruppe 7 LH Feldkirchen 8 Landwirtschaftl. Genossenschaft II 9 LH Pusarnitz

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SIEGEREHRUNG 10 LH TreibachBaustoffe 11 LH Treibach II 12 LH Villach 13 Michi und die 3 Miezen 14 Landwirtschaftl. Genossenschaft I 15 WHG-H&GKlagenfurt Mix 16 LH Treibach-H&G 17 RLH EberndorfTankstelle 18 Pumpe-LH-Tankstelle Eberndorf

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e Schuldigkeit getan, otzdem nicht) gehen.

Frei nach F. v. Schiller: Die Verschwรถrung des Fiesco zu Genua


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Die Kärntner Berufsjägervereinigung und die Landarbeiterkammer für Kärnten laden zum

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Jagdcup FÜR BERUFSJÄGER, FORSTWARTE, FÖRSTER, FORSTAKADEMIKER UND JAGENDE FORSTARBEITER am Samstag, dem 22. 6. 2019 auf der Schießstätte Radweg in Feldkirchen Nennung der TeilnehmerInnen: ab 9.00 Uhr Schießbeginn:

ab 9.30 Uhr

Nenngeld:

10 Euro

Bewerbe: Kugelbewerb: 3 Schuss auf 100 m

Flintenbewerb: 3 Schuss auf den Kipphasen

1 Schuss sitzend aufgelegt 2 Schüsse stehend, am Bergstock angestrichen ■ Für die Errechnung des Gesamtergebnisses werden die Wertungen beider Bewerbe zusammengezählt. ■ Für beide Bewerbe können Büchse wie auch Flinte mitgebracht werden oder stehen am Schießplatz zur Verfügung. Mindestkaliber bei der Kugel ab 6 mm, bei der Schrott ab 28 Gramm. ■ Eine gültige Jagdkarte ist Voraussetzung. ■ Der Hauptpreis, ein Schneehahnabschuss in Osttirol, geht an den Schützenkönig, die weiteren Preise werden unter den anwesenden TeilnehmernInnen verlost. ■ Für einen Imbiss ist gesorgt. Angemeldet ist, wer bis 11. Juni 2019 das Nenngeld auf das Konto der Kärntner Landarbeiterkammer IBAN: AT841400096410060172, BIC: BAWAATWW, oder persönlich im Kammeramt einzahlt.


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„Kaiser der Paradeiser“

Die Landarbeiterkammer für Kärnten lädt alle Kammerzugehörigen und deren PartnerInnen am 6. Juli 2019 zum „Paradeiserkaiser“ Erich Stekovics nach Frauenkirchen im Burgenland ein. Die Landarbeiterkammer übernimmt die Kosten für Fahrt und Eintritt. Als angemeldet gilt, wer bis 7. Juni 2019 auf das Konto der Kärntner Landarbeiterkammer, IBAN: AT841400096410060172, BIC: BAWAATWW (Verwendungszweck: Kammerfahrt Stekovics), oder im Kammeramt € 20,– je Person einzahlt. Bitte geben Sie Name und Adresse des Kammerzugehörigen via Einzahlung bekannt.

Tomatensaatgut weltweit. Seit 1999 baute Stekovics das erste Mal die inzwischen legendäre Sorte „Mieze Schindler“ an. Sein Betrieb funktioniert mittlerweile so gut, dass er als Mann der Nachtschattengewächse für nachhaltige und sorgsame Bestellung eines Landgutes gilt. Einige seiner Tomatensorten haben bis zu 800 Meter lange Wurzeln und eine Wurzeltiefe bis zu 1,70 m. Von der „Black Plum“ über die „Dattelwein“ bis zur „Russischen Reisetomate“ zeigt sich die Natur hier in allen erdenklichen Formen und Farben.

unter der Eigenmarke „SPAR wie früher“ Edition Stekovics. Seinen Tomaten- und Gemüsebestand verkauft Stekovics nur ab Hof. Ein Großteil davon wird eingelegt, eingekocht und eingemacht. Essige, Chutneys, Gewürzgurken, eingelegte Chili und Marmeladen bietet er ebenso ab Hof oder über seine Website zum Verkauf an. Erich Stekovics hat zu diesem Thema auch mehrere Koch- und Rezeptbücher veröffentlicht und diese können ebenfalls in seinem Hofladen oder per E-Mail erworben werden.

ERFOLGSBEISPIEL STEKOVICS

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7 0 0 T O M AT E N S O RT E N Erich Stekovics ist ein österreichischer Biobauer in Frauenkirchen am Neusiedler See und auch als „Kaiser der Paradeiser“ bekannt. Mit seiner Frau Priska pflanzt er auf 36 Hektar ca. 700 Paradeisersorten jährlich an und erntet ca. 50 Tonnen davon. Somit besitzt er mit 3200 Samen die größte Sammlung an

Neben den Tomaten baut Stekovics auch Erdbeeren, Himbeeren, Maulbeeren, Marillen, Weingartenpfirsiche, Knoblauch, Zwiebeln, Gurken, Melanzani, Basilikum, Rüben, Bohnen, Paprika und Chili an. Ein richtiges Erfolgsprodukt von Stekovics ist sein Knoblauch. In Zusammenarbeit mit SPAR vertreibt er seinen Bioknoblauch österreichweit

Tomaten wirken antioxidativ, machen gute Laune und stecken voller Vitamine. Die Antioxidantien in der Tomate schützen die Haut vor Alterung und können bei Bluthochdruck helfen. Das wichtigste ist das Carotinoid Lycopin – vor allem in roten Sorten –, das krebsvorbeugend wirkt. B-Vitamine stärken die Nerven, Serotonin hellt die Stimmung auf und Chrom wirkt appetitzügelnd.

Fotos: type&sign

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14 7. Kärntner G

„Blumen sind Se n Frauenpower im Gärtner-Vorstand n Neue Bundes-Präsidentin

n „Leuchtfeuer“ als Blume des Jahres Im Rahmen des traditionellen Gärtnertages am 28. Jänner im Bildungshaus Schloss Krastowitz wurde der Vorstand der Kärntner Gärtner neu gewählt. Die weiblichen Aspekte des Gartenbaues werden in Zukunft von zwei jungen Betriebsführerinnen vertreten. Begrüßt werden konnten auch die Präsidentin des Bundesverbandes der Österreichischen Gärtner Ulrike Jezik-Osterbauer und die Geschäftsführerin DIin Karin Lorenzi. Im Vorfeld der Jahreshauptversammlung wurde das Zusammenspiel von AMA Marketing – Blumenmarketing Austria und den Werbeaktivitäten der Kärntner Gärtner beleuchtet. „Blumen sind Seelenstreichler“ und die Kärntner Gärtner ein Garant dafür, dass durch eine regionale Produktion sowohl Arbeitsplätze als auch Wertschöpfung in Regionen außerhalb der Ballungszentren gesichert sind, ist Landesrat Martin Gruber überzeugt. Er sichert dem Kärnt-

ner Gartenbau auch weiterhin seine Unterstützung in den Bereichen Ausbildung und Marketing zu. Als Schirmherr der Kärntner Blumenolympiade freut sich Landesrat Ing. Daniel Fellner über die gute Vernetzung der Kärntner Gärtner und dankt ÖR Bernhard Wastl für

seinen unermüdlichen Einsatz. „Die Kärntner Gärtner demonstrieren Zusammenhalt, was in einer globalisierten Welt immer wichtiger wird“, führt Fellner aus und dankt abschließend den Kärntner Gärtnern für die „blumige“ Unterstützung im Rahmen der Kärntner Blumenolympiade. LK-Vzpr. ÖR Anton Heritzer verweist mit Stolz auf die Produktion vor Ort, so auch in ländlichen Regionen, wo die Kärntner Gärtner mit einer großen Produktauswahl und guter Beratung für Arbeitsplätze und Wertschöpfung sorgen. Er freut sich über die Anwesenheit von DI Hubert Gernig von der Hagelversicherung und dankt für die rasche und unbürokratische Unterstützung, hofft aber gleichzeitig, dass „wir ihn den ganzen Sommer über nicht brauchen werden“. Er verweist auch auf die gute Ver-

bindung zwischen LK Kärnten und Kärntner Gärtnern, personifiziert durch die Gartenbaureferentin DIin Gabriele Schrott-Moser. Ein großes Dankeschön spricht LAK-Präsident Ing. Harald Sucher dem Kärntner Gartenbau für die vielen Arbeitsplätze in den Regionen aus. Ob Arbeitskräfte direkt in den Betrieben oder in nachgelagerten Bereichen wie Servicierung von Maschinen und Geräten – alles trägt zur Erhaltung und Erhöhung der Wertschöpfung in der Region bei. Er wünscht dem Kärntner Gartenbau trotz der steigenden Anforderungen viele Kunden und Glück für das Produktionsjahr 2019. Die „frischgebackene“ Präsidentin des Bundesverbandes der Österreichischen Gärtner Ulli Jezik-Osterbauer präsentierte die Arbeitsschwerpunkte 2018/19:


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15 er Gärtnertag

Seelenstreichler“ n AMA-Gütesiegel für Zierpflanzenbaubetriebe: In Kooperation mit Betriebsführern aus den Bundesländern und der AMA Marketing wurden gemeinsam eine Richtlinie, Ausfüllhilfen und ein Kontrollhandbuch für die Erlangung eines Gütesiegels für Zierpflanzen erarbeitet. Die ersten Zertifizierungen sind für Sommer 2019 geplant. n GAP 2020+: Die Ziele aus Sicht des Gartenbaus sind der Erhalt der Investitionsförderung und der Existenzgründungsbeihilfe, die Förderung von Spezialberatungen und Weiterbildung sowie die derzeitigen Spezialförderungen von reiner Lebensmittelproduktion auf Agrarerzeugnisse auszuweiten und zu guter Letzt eine Vereinfachung des Systems. n Pflanzengesundheit: Eine große Herausforderung für

Der Gartenbau in Damenhand: Die neue Präsidentin des Bundesverbandes der Österreichischen Gärtner Ulrike Jezik-Osterbauer (re.) mit ihrer Geschäftsführerin DIin Karin Lorenzi (li.) erwiesen Kärntens Gärtner-Obmann ÖR Bernhard Wastl und dessen Vorstandskollegin Margarita Messner-Fritzl die Ehre ihres Besuches.

den Gartenbau sind die zu erwartenden gesetzlichen Änderungen durch die EUVO 2016/2031 über Maß-

Sie erwiesen den Gärtnern ihre Reverenz: (v. li.): Unterabteilungsleiter und Landesschulinspektor für das landw. Schulwesen Bgm. Dipl.-HLFLIng. Alfred Altersberger, LAKPräs. Ing. Harald Sucher, Gemeindereferent LR Ing. Daniel Fellner, LK-Vorstandsmitglied Franz Matschek und Agrarreferent LR Martin Gruber. Ganz hinten links LAK-Kontrollausschussobmann KR Gtm. Herbert Twardon mit seinem St. Veiter Kollegen Rudi Meierhofer.

nahmen zum Schutz vor Pflanzenschädlingen. Nach derzeitiger gesetzlicher Auslegung auf Bundesebene sollte der gesamte B-2-B Warenverkehr im Gartenbau einer Pflanzenpasspflicht unterliegen. n Beim Risikomanagement bei Quarantäneschädlingen konnte eine sehr gute Versicherungslösung in Kooperation mit der Hagelversicherung gefunden werden. n Pflanzenschutz: In direktem Kontakt mit den Herstellerfirmen konnten in den vergangenen Jahren einige Indikationserweiterungen erreicht werden. Eine laufende Aktualisierung der Pflanzenschutz-Unter-

lage „Zierpflanzenbau“ wird den Betrieben über die einzelnen Landesverbände zur Verfügung gestellt werden. n Marktanalyse: Seit 2010 wird eine jährliche Marktanalyse, bei der die Parameter „Beurteilung der Saison“, „Trendfragen“ und „Preise“ Berücksichtigung finden, durchgeführt. Die Daten werden von den Gartenbaureferenten der jeweiligen Landwirtschaftskammern geliefert. Die Preise finden auch Verwendung in der landwirtschaftlichen Gesamtrechnung der Statistik Austria. n Allgemeine Interessenvertretung: Termine zu aktuellen Fragen bei politi-


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ZUSAMMENARBEIT Neben der Mitarbeit in diversen Gremien (Bundesverband, AMA Marketing-Beirat, Sonderkulturen-Ausschuss der LKÖ, Arbeitgeberverband) liegt der Arbeitsschwerpunkt der Kärntner

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BLUMIGE NEUHEITEN FÜR KÄRNTEN

Das Lagerhaus Klagenfurt ist ein starker Partner von Kärntens Gärtnern: GF Vzbgm. ÖR DI Rudi Grünanger, Obm. Ing. Blasius Piroutz und Gartencenter-Leiter Gerhard Katschnig (v. re.).

schen Repräsentanten und die Vertretung in zahlreichen Gremien (COPA AG Zierpflanzen, Ausschuss für Sonderkulturen in der LKÖ, Hagelversicherung, ARGE Integrierter Pflanzenschutz …) zählen ebenfalls zu den Aufgaben.

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Gärtner auf der Imagearbeit für die direkt absetzenden Gartenbaubetriebe in Kärnten, berichtet ÖR Bernhard Wastl, Obmann der Kärntner Gärtner. Eine enge Kooperation mit der Landesinnung der Gärtner & Floristen unter Führung von Innungsobmann Kurt Glantschnig hat sich bewährt und wird weiter fortgeführt. Der Kärntner Beratungsring ist eine wichtige Einrichtung für die Kärntner Gartenbaubetriebe, und Bernhard Wastl bedankt sich herzlich für die zugesagte Unterstützung durch die LK Kärnten.

Flower-Power: Der Vorstand, verjüngt durch Margarita Messner-Fritzl und DI (FH) Signe Fischer-Teuffenbach (1. u. 2. v. li.), komplettiert durch Obmann ÖR Bernhard Wastl, Heimo Petscharnig (kniend), Josef Egger, Peter Schilcher, Alfons Grohar, Gerald Wunder und DI Rudolf Kropfitsch (v. li.).

Gemeinsam mit dem Vorstand wurde die Pelargonie „Leuchtfeuer“ zur Blume des Jahres 2019 gewählt. Sie zeichnet sich durch gute Hitzetoleranz, gepaart mit feurigroten Blüten aus. Neben der Durchführung der traditionellen Blumenolympiade öffnen auch heuer wieder zahlreiche Betriebe ihre Pforten für Volksschulkinder, die im Rahmen der Aktion „Schule in der Gärtnerei“ Tätigkeiten und Aufgaben eines Gärtners kennenlernen können und dabei auch selbst Hand anlegen dürfen. Weitere Arbeitsschwerpunkte der Kärntner Gärtner sind die Freizeitmesse Anfang April, der Tag der offenen Gärtnerei und die begleitenden Absatzmaßnahmen in Print-Medien, Rundfunk und Fernsehen sowie den neuen Medien, berichtet ÖR Bernhard Wastl. Seminare und Exkursionen mit einem Blick über den „Gartenzaun“ runden das Arbeitsprogramm der Kärntner Gärtner für 2019 ab. Die Kärntner Gartenbaubetriebe bieten Arbeits- und Ausbildungsplätze

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– auch in strukturschwachen Regionen – und sichern somit die Zukunft des gärtnerischen Berufsstandes. Die Imagearbeit der letzten Jahrzehnte hat die Marke „Kärntner Gärtner“ gefestigt und sollte auch in Zukunft mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln unterstützt werden, ist ÖR Bernhard Wastl überzeugt. Er bedankt sich bei allen Mitgliedern für ihre Loyalität und Mitarbeit in den verschiedenen Gremien.

N E U WA H L D E S V O R S TA N D E S ÖR Bernhard Wastl freut sich besonders über die „neuen jungen“ Vorstandsmitglieder Margarita Messner-Fritzl, DI (FH) Signe Fischer-Teuffenbach, Alfons Grohar und Heimo Petscharnig, die das Vorstandsteam ab 2019 verstärken. Ein großes Dankeschön spricht er den ausscheidenden Vorstandsmitgliedern Oswin Teuffenbach und Ing. Walter Mölzer für ihren unermüdlichen Einsatz in den letzten Jahrzehnten aus. DIin Gabriele Schrott-Moser

Blumen sind sinnlicher Genuss und ein essentieller Teil der Landwirtschaft: Obm. ÖR Bernhard Wastl vlg. Pichlrader in Stuben mit Genussland Kärnten-Obfrau ÖRin Barbara Wakonig vlg. Jure in St. Georgen am Sandhof und LK-Vize ÖR Anton Heritzer vlg. Weinzedl in St. Michael/Lav.


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„Grüne Woche“ in Berlin

Der Vorstand des Österreichischen Landarbeiterkammertages besucht die „Grüne Woche“ in Berlin. Die Kärntner LAK vertrat Vizepräsident Valentin Zirgoi, der die Zeit intensiv zur Kontaktaufnahme nutzte. VA L E N T I N Z I R G O I M I T . . .

. . . der BayWa-Personalchefin Eva Boesze, MBA . . .

. . . Kärntens Agrarlandesrat Martin Gruber . . .

. . . Nachhaltigkeitsministerin Elisabeth Köstinger . . .

. . . Bauernbund-Präsident Abg. z. NR DI Georg Strasser (Mi.) und Salzburgs LAK-Präsident BR-Vors. Hans König . . .

. . . Kärntens Kulinarik-Botschafter Prof. Peter Lexe und zwei charmanten Helferinnen . . .

. . . dem Ehepaar Lang aus dem Marchfeld. ÖR DI Dr. Johann Lang ist Vorsitzender des Aufsichtsrates der Raiffeisen Ware Austria (RWA) und . . .

. . . mit Julia Klöckner, Deutschlands Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft.

... BayWa-Vorstands-Vorsitzenden Prof. Klaus Josef Lutz . . .


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18 Wir gratulieren ... . . . zum Verdienstabzeichen in Silber der Kärntner Jägerschaft: LWD i. R. DI Rudolf Fritzer, LWD Mag. Kurt Matschnigg und Ofö. Ing. Karl Tschernig; . . . zum Verdienstabzeichen in Bronze der Jägerschaft: Kärntner Ofö. Ing. Hubert Breitegger und FD DI Martin Straubinger; . . . zum Ehrenzeichen der Kärntner Jägerschaft: Ofö. Ing. Günter Baier.

Lautstarker Protest im Vellachtal Forstarbeiter aus ganz Österreich haben am 14. März 2019 in Eisenkappel für höhere Löhne demonstriert. Es geht um rund 2000 Beschäftigte in den Privatforsten. Sie forderten für eine gefährliche Arbeit eine deutliche Lohnerhöhung. Da die Kollektivvertragsverhandlungen ohne Ergebnis abgebrochen waren, taten die

Forstarbeiter mit heulenden Motorsägen und Trillerpfeifen in Eisenkappel ihren Unmut kund. Protestiert wurde vor dem Gemeindeamt, die Abschlusskundgebung fand dann vor Schloss Hagenegg, dem Sitz von Johannes Thurn-Valsassina statt, der Verhandlungsleiter der Arbeitgeberseite ist.

KOLLEKTIVVERTRÄGE KOLLEKTIVVERTRAG für die Dienstnehmer der Betreiber von Golfanlagen Der Kollektivvertrag für die Dienstnehmer der Betreiber von Golfanlagen im Bundesland Kärnten in der Fassung vom 6. März 2018, abgeschlossen zwischen dem Arbeitgeberverband der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe Kärntens in Klagenfurt, Museumgasse 5, einerseits und dem Österreichischen Gewerksschaftsbund, Gewerkschaft PRO-GE, 1020 Wien, Johann-Böhm-Platz 1, andererseits, wird abgeändert wie folgt:

1) § 3 Z. 1 Geltungsdauer hat zu lauten: „Dieser Kollektivvertrag tritt mit 1. März 2019 in Kraft.“ Die in der Anlage I angeführten Lohnsätze gelten bis 29. Februar 2020.

die Verhinderung vorsätzlich oder durch grobe Fahrlässigkeit herbeigeführt hat, so behält er seinen Anspruch auf das Entgelt bis zur Dauer von sechs Wochen. Der Anspruch auf das Entgelt beträgt, wenn das Dienstverhältnis ein Jahr gedauert hat, jedenfalls acht Wochen; es erhöht sich auf die Dauer von zehn Wochen, wenn es fünfzehn Jahre, und auf zwölf Wochen, wenn es fünfundzwanzig Jahre ununterbrochen gedauert

2) § 16 Anspruch auf Entgeltfortzahlung Z. 1 und Z. 2 hat zu lauten: 1. Ist ein Dienstnehmer nach Antritt des Dienstverhältnisses durch Krankheit oder Unglücksfall an der Leistung seiner Dienste verhindert, ohne dass er

ANLAGE I

hat. Durch je weitere vier Wochen behält der Dienstnehmer den Anspruch auf das halbe Entgelt. 2. Bei wiederholter Dienstverhinderung durch Krankheit (Unglücksfall) innerhalb eines Arbeitsjahres besteht ein Anspruch auf Fortzahlung des Entgeltes nur insoweit, als die Dauer des Anspruches gemäß Z. 1 noch nicht erschöpft ist. 2) Die Anlage I (Lohntafel) erhält die Fassung laut Beilage 1. GÜLTIG AB 1. MÄRZ 2019

L O H N TA F E L Stundenlohn €

Monatslohn €

1

Headgreenkeeper

Kategorie

17,07

2953,11

2

GolffacharbeiterInnen 1. Facharbeiterjahr 2. und 3. Facharbeiterjahr ab dem 4. Facharbeiterjahr

11,13 11,74 12,36

1925,49 2031,02 2138,28

3

GolfarbeiterInnen qualifizierte GolfarbeiterInnen

10,53 10,79

1821,69 1866,67

4

ReinigungsarbeiterInnen

10,51

1818,23

Kategorie 5

FerialarbeiterInnen

6

PraktikantInnen

7

Lehrlinge 1. Lehrjahr 2. Lehrjahr 3. Lehrjahr

Stundenlohn €

Monatslohn €

7,49

1295,77

969,00 bzw. nach freier Vereinbarung 804,00 974,00 1200,00

Auch Lehrlinge haben Anspruch auf einen Urlaubszuschuss und ein Weihnachtsgeld gem. § 18 dieses KV


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Ein Handschlag zwischen Johannes Thurn-Valsassina und LAK-KR Werner Fellner lässt auf eine Wiederaufnahme der Gespräche hoffen. Mit im Demonstrationszug auch Landessekretär Gernot Kleißner, Abg. z. NR Wolfgang Knes, LAK-Vizepräsident und PROGE-Sekretär Alexander Rachoi, LAK-Steiermark KV Markus Dick (3., 4., 6. u. 7. v. li.) sowie LAK-KAD HR Dr. Rudolf Dörflinger.

KOLLEKTIVVERTRAG für Arbeiter der Kärntner Maschinenring-Service Kärnten eGen Lohnordnung II – Stunden- und Taglöhner gültig ab 1. 1. 2019

Lohnordnung I – Voll- und Teilzeitbeschäftigte gültig ab 1. 1. 2019 Stundenlohn € (brutto)

Berufskategorie 1

Monatslohn € (brutto)

Berufskategorie

Stundenlohn € (brutto)

1

GärtnerIn mit Lehrabschlussprüfung im Lehrberuf LandschaftsgärtnerIn

14,83

1644,62

2

GrünanlagenpflegerIn, qualifiziert tätig

12,06

8,19

1419,33

3

GrünanlagenpflegerIn, hilfstätig

10,24

8,79

1523,31

4

MaschinenführerIn

11,27

11,85

2053,61

5

Land-, ForstarbeiterIn mit Facharbeiterprüfung

15,05

9,33

1616,89

6

Land-, ForstarbeiterIn, qualifiziert tätig

11,74

8,43

1460,92

7

ArbeiterIn

10,59

GärtnerIn mit Lehrabschlussprüfung im Lehrberuf LandschaftsgärtnerIn

11,70

2027,61

2

GrünanlagenpflegerIn, qualifiziert tätig

9,49

3

GrünanlagenpflegerIn, hilfstätig

4

MaschinenführerIn

5

Land-, ForstarbeiterIn mit Facharbeiterprüfung

6

Land-, ForstarbeiterIn, qualifiziert tätig

7

ArbeiterIn, hilfstätig

Im Bruttolohn der Stunden- und Taglöhner sind allfällige Sonderzahlungen und Urlaubsentschädigungen mit abgegolten.

KOLLEKTIVVERTRAG GARTENBAU I. Lohntafel Anlage I Seit 1. Jänner 2019 gelten die nachfolgenden kollektivvertraglichen Mindestlöhne für die Dienstnehmer in den Gartenbaubetrieben Kärntens: Pos. Kategorie 1. GärtnermeisterIn 2. ObergärtnerIn (VorarbeiterIn) 3. GärtnerfacharbeiterIn 1., 2. und 3. Facharbeiterjahr ab dem 4. Facharbeiterjahr 4. Qualifizierte GartenarbeiterInnen 5. GartenarbeiterInnen

Stundenlohn

Bruttolohn mon.

11,91 10,61

2064,00 1838,71

9,23 9,76 8,29 8,04

1599,56 1691,41 1436,66 1393,33

II. Bewertung der Sachbezüge Anlage II Volle freie Station Freie Verpflegung Freie Wohnung Freie Beheizung und Beleuchtung

€ 196,20 monatlich € 156,96 monatlich € 19,62 monatlich € 19,62 monatlich

III. Lohntafel Anlage III BRUTTOLEHRLINGSENTSCHÄDIGUNGEN Lehrling im 1. Lehrjahr monatlich Lehrling im 2. Lehrjahr monatlich Lehrling im 3. Lehrjahr monatlich

€ 485,00 € 546,00 € 742,00

546,00 742,00

Auch Lehrlinge haben Anspruch auf einen Urlaubszuschuss und ein Weihnachtsgeld gemäß § 17 dieses Kollektivvertrages. Falls Lehrlinge volle oder teilweise freie Station in Anspruch nehmen, sind hierfür die entsprechenden Werte nach Anlage II auf die Lehrlingsentschädigung anzurechnen.

Bei Beendigung des Lehrverhältnisses gilt für die Lohnzahlung nachstehende Regelung: Wird die Lehrabschlussprüfung vor Beendigung des Lehrverhältnisses abgelegt, so gebührt im Folgemonat der bestandenen Prüfung der Lohn eines gärtnerischen Facharbeiters im ersten Jahr als Facharbeiter.

Wird die Lehrabschlussprüfung nach Beendigung des Lehrverhältnisses abgelegt, so gebührt ab dem Ende der Lehrzeit je nach Alter des Dienstnehmers, der Lohn eines Gartenarbeiters und ab dem Zeitpunkt der bestandenen Prüfung der Lohn eines gärtnerischen Facharbeiters im 1. Jahr als Facharbeiter.

Praktikantenentschädigung gem. § 9 Z. 3: Praktikanten der Gartenbaufachschule und sonstige Praktikanten Praktikanten der Mittelschulen


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Vizebürgermeister Otto Sucher

Marktgemeinde Poggersdorf

■ Unterstützung der landwirtschaftlichen und gewerblichen Betriebe ■ Forcierung des Wirtschaftsparks Poggersdorf ■ Beibehaltung der kostenlosen Serviceangebote ■ Förderung des Kultur- und Vereinslebens ■ Lösung der Entwässerungsproblematik im gesamten Gemeindegebiet ■ Ankauf eines neuen Feuerwehrautos ■ Erweiterung des Kindergartens und Neubau für den „Flohzirkus“ ■ Errichtung von Urnengräbern ■ Instandhaltung bzw. Erneuerung der Buswartehäuschen ■ Ausbau fehlender Straßenbeleuchtung

Das Verweserhaus der Nothburga-Hütte bei Pischeldorf gibt Zeugnis, als in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts hier ein Industriebetrieb des Grafen Egger an die hundert Menschen beschäftigte.


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Volksgruppenpolitische Auseinandersetzungen und selbst die NS-Zeit überdauerte ein in der Friedhofsmauer von St. Michael ob der Gurk eingemauerter Grabstein, der an einen jungen Untersteirer, der 1919 wohl als Kämpfer um die Nordgrenze – so hießen die Gegner der Abwehrkämpfer – in dieser Gegend fiel. Gemeindehotspots während des Abwehrkampfes 1919 waren die Kreuzergegend und natürlich das Kraftwerk Rain. Bei der Kärntner Volksabstimmung am 10. Oktober 1920 haben über 80 Prozent der Poggersdorfer ihre Stimme für die Republik Österreich abgegeben.

BLICKPUNKT TEIL 113 Neben Schritt, Trab und Galopp können Islandpferde auch Tölt und Pass. Ein traditionelles Zentrum, welches Turniere mit Islandpferden ausrichtet, ist der Rapoldihof in Leibsdorf.

Die älteste urkundlich überliefere mittelalterliche Siedlung im Gemeindegebiet ist Wirtschach.

Vizebürgermeister Otto Sucher Seit 2005 Mitglied des Gemeinderates und seit 2009 auch des Gemeindevorstandes der Marktgemeinde Poggersdorf, seit 2015 Mitglied des Ausschusses für Kultur und Fremdenverkehr sowie als 2. Vizebürgermeister zuständig für das Referat III (u. a. Bauernmarkt, Blumenschmuckwettbewerb, Gemeindepartnerschaften, Landwirtschaftsförderung, Schneeräumung und Integration) (Team Otto Sucher – VP), war 2009 bis 2015 Obmann des Ausschusses für Land- und Forstwirtschaft, nach Besuch der Volksschule in Poggersdorf, der Hauptschule in Klagenfurt (Hasnerschule) und einem Jahr in der Handelsschule Lehre als Einzelhandelskaufmann bei der Firma Filli, seit 30 Jahren bei der LWG Klagenfurt – St. Veit – Rosental und dort seit vielen Jahren Leiter der Haus- & Gartenmärkte; verheiratet, 2 Söhne; Gründungsobmann des Poggersdorfer Wochenmarktes, Obmann der Dorfgemeinschaft Leibsdorf, für die Finanzen zuständiges Vorstandsmitglied des „Flohzirkus Poggersdorf“, Mitglied des Kindergarten-Kuratoriums in Poggersdorf, stellvertretender Gemeindeparteiobmann des Teams Otto Sucher – VP Poggersdorf.


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Die Ortschaft Eibelhof war einer der Aufreger des Ortstafelgesetzes 1972. Aufgrund einer kurzfristigen Einquartierung von slowenischen Saisonarbeitern aus Jugoslawien, erhielt diese nur aus einem Hof bestehende Ortschaft als einziger Weiler in der Gemeinde Poggersdorf eine zweisprachige Ortstafel und hieß nun auch Ajblhof. Bekanntlich konnte dieses Gesetz nicht umgesetzt werden; heute ist der slowenische Name für Eibelhof Ovčjak.

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Die von Armin Guerino und Tomas Hoke geschaffene Friedhofskapelle in St. Michael ob der Gurk (Bild links) weist eine Fülle von biblischen Motiven auf und entfaltet ihren Reiz beim Durchschreiten des äußerlich schmucklosen Bauwerks.

Erst nach Volksbefragung und Volksabstimmung und einem erbitterten Ringen zwischen Befürwortern und Gegnern wird heuer im burgenländischen Seewinkel vielleicht doch ein orthodoxes Kloster gebaut werden können. Es spricht für die religiöse Toleranz der Poggersdorfer, dass seit fast nunmehr 30 Jahren eine buddhistische Pagode mit angeschlossenem Mediationszentrum in der Tradition von Sayagyi U Ba Khin quasi in Augenhöhe zur St. Michaeler-Kirche steht.

Gemeinderat BÜRGERMEISTER: Arnold Marbek (SPÖ) 1. VIZEBÜRGERMEISTER: Heinrich Marketz (SPÖ) 2. VIZEBÜRGERMEISTER: Otto Sucher (Team Otto Sucher – VP) WEITERE MITGLIEDER: Sigrid Anna Leitmann (SPÖ) Manfred Klemen (SPÖ) Ing. Manfred Stromberger (Team Otto Sucher – VP)


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24 In Wabelsdorf liebt man‘s historisch NOREIA war ein antiker Ort im östlichen Al1 penraum und nach Julius Cäsar die Hauptstadt

1

des Königreichs Noricum. 1930 wurde St. Margarethen am Silberberg in Noreia umbenannt, die zurzeit wahrscheinlichste Lokalisierung liegt auf einer Hochebene bei Neumarkt.

2

SILVANUS war eine Gottheit der römischen 2 Mythologie, die mit Hirten und Wäldern assoziiert wurde und möglicherweise auf den vor allem am Land verehrten etruskischen Gott Selvans zurückgeht.

3 APOLLO ist der griechische Gott des Lichts, 3 der Heilung, des Frühlings, der sittlichen Reinheit und Mäßigung sowie der Weissagung und der Künste, insbesondere der Dichtkunst und des Gesangs. Als Sohn von Zeus gehörte er wie seine Zwillingsschwester Artemis zu den 12 Hauptgöttern des griechischen Pantheons.

4

BELENUS ist die von antiken Autoren am 4 meisten genannte keltische Gottheit, die dem rö-

5

mischen Apollon gleichgesetzt wird.

MINERVA war die römische Göttin der Weis5 heit, der Kunst, aber auch der Handwerker und des Gewerbes. Ihr Hauptfest am 19. März wurde insbesondere als Handwerksfest von Zünften und Innungen gefeiert.

6

SIRONA war die keltische Göttin der Heilung. 6 Sie ist in unseren Breiten möglicherweise mit der aus Kleinasien stammenden Großen Göttermutter Kybele verschmolzen. Die in der Nachbargemeinde sich befindliche „Kuhdirn von Wutschein“ könnte diese These stützen.

7

KELTEN – Sammelbegriff für zahlreiche Stäm7 me der Eisenzeit. Die Gemeinde Poggersdorf gehörte wie ein großer Teil Österreichs zum norischen Königreich „Regnum Noricum“. Die Hauptstadt von Noricum war Noreia, jedoch ist noch immer unbekannt, wo diese Stadt lag.

8

Die SENATOREN als Mitglieder des Senats lenkten die Geschicke der römischen Republik.

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DRUIDEN waren eine kultische und geistige 9 Elite in der keltischen Gesellschaft und Mythologie.

10 AUGUSTUS, der Großneffe und Haupterbe Cäsars, war von 31 v. Chr. bis 14 n. Chr. Alleinherrscher des Römischen Reiches. Augustus ist eigentlich ein Ehrenname, den ihm der Senat am 16. 1. 27 v. Chr. verlieh und heißt auf Deutsch „Der Erhabene“.

JUPITER ist der Name der obersten Gottheit 11 der römischen Religion und entspricht dem griechischen Zeus.

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25 Daten der Marktgemeinde Poggersdorf EINWOHNERZAHL:

3194 (Stand: 1. 1. 2018) FLÄCHE: Poggersdorf

KLAGENFURT

30,75 km2 G E M E I N D E R AT:

15 SPÖ 8 Team Otto Sucher – VP

Die Poggersdorfer Jakobi-Kirche mit ihrem Turm lässt noch ein deutliches romanisches Erbe erkennen. Von ihren drei Filialkirchen befindet sich nur St. Martin zu Leibsdorf auf Poggersdorfer Territorium, während St. Andrä zu Wutschein bereits in der Gemeinde Magdalensberg und St. Maria im Walde schon in der Marktgemeinde Grafenstein liegen. Die in der Vorhalle der Poggersdorfer Pfarrkirche angebrachten Inschriften in lateinischer, deutscher und slowenischer Sprache könnte man auch symbolisch für den Gang der Ereignisse bis Ende des 19. Jahrhunderts sehen.

An der Straße nach Völkermarkt liegt der mit 31 Metern Länge und 18 Metern Breite noch immer imposante Kreuzerhofstadel als Relikt des ehemaligen Kreuzerhofes, in dem vor allem auch Wein, Bier und Branntwein erzeugt worden sind. Anfang Mai 1919 – also exakt vor 100 Jahren – stand der Abschnitt Kreuzerhof im Brennpunkt des Kärntner Abwehrkampfes.

Poggersdorf ist zumindest indirekt an der Herzogeinsetzung, einem der bedeutendsten Rechtsakte des Landes Kärnten, beteiligt. Es wird nämlich diese Herzoghube 1414 anlässlich der letzten Herzogeinsetzung auf freiem Feld in Karnburg erwähnt, als Georg Schatter, der Herzogbauer und Edlinger zu Blasendorf, die zwei Herzoghuben, eine in Blasendorf, eine in Poggersdorf, für sich und seine Erben nach alter Gewohnheit von allen Steuern, Diensten, Zins und anderen Forderungen befreit bekommt. Allerdings bereits 1781 wurde für den Poggersdorfer Herzoghof von der Finanzprokuratur die freie Einfuhr von jährlich 120 Eimern „welschen“ Weines erfolgreich bestritten. Die Verbreitung des zum Familiennamen mutierten Vulgonamen Herzog in der Gemeinde Poggersdorf ist eine letzte Erinnerung an diese Zeit.


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Die Wallfahrtskirche zum Heiligen Egydius am Linsenberg besaß im 17. Jahrhundert Friedhof und Taufrechte.

Die mächtige Pfarrkirche St. Martin in Leibsdorf mit ihrem imposanten Chorturm aus der Zeit um oder bald nach 1200.

Gleich neben der Volksschule in Wabelsdorf steht dieser Kultbrunnen aus der Keltenzeit. Er war Bestandteil des hiesigen Keltentempelbezirkes, in dem sich sechs verschieden große Tempel befanden. Beim Erdaushub für die Volksschule stieß man auf einen dem Keltengott Cucullatus gestifteten Altar. Cuculla heißt auf keltisch Kapuze und die Kelten unserer Gegend trugen nachweislich einen Kapuzenmantel. Cucullatus wurde ebenfalls mit Kapuzenmantel dargestellt. Möglicherweise lebt dieser Genius als Sandmännchen im Märchen weiter, denn Cucullatus war der Gott für guten Schlaf und gesundes Augenlicht. Vielleicht schrieb man dem Wasser des Brunnens deshalb eine heilende Wirkung zu.

In der Volksschule von Wabelsdorf werden heute – wie in den meisten Schulen im Geltungsbereich des Minderheitenschulwesens – mehr als die Hälfte der Kinder auch in der zweiten Landessprache unterrichtet. So erfreulich diese Tatsache, so erstaunlich ist sie auch, da die sprachlichen Verhältnisse de facto innerhalb von 100 Jahren umgedreht worden sind. Weisen die Volkszählungsergebnisse 1890 fast ausschließlich Slowenisch als Sprache der Poggersdorfer auf, so änderte sich dies ab der Jahrhundertwende sukzessive und bereits 1910 gaben, nach der Umgangssprache gefragt, nur mehr 59 Prozent Slowenisch an. Bei der Volkszählung von 2001 erklärten 2768 Poggersdorfer als Umgangssprache die deutsche Sprache zu verwenden und nur mehr 35 nannten Slowenisch.


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Wabelsdorf, hier die dem heiligen Georg geweihte Filialkirche, könnte seinen Namen von mittelhochdeutsch weibel =„Gerichtsbote“ bekommen haben.

Am Ostrand von Eiersdorf erhebt sich die zumindest ins 13. Jahrhundert zurückreichende Filialkirche St. Ruprecht.

Beim Poglitsch am Linsenberg gibt es auf Vorbestellung Backhendln von Legendenqualität.

Leider gehört dieser klassische Doppelnahversorger – hier in der Ortsmitte von Poggersdorf – fast überall schon der Vergangenheit an.

Unter Denkmalschutz steht das nahe der Gurkerbrücke in Rain errichtete Elektrizitätswerk der Stadt Klagenfurt, was aber nicht bedeutet, dass die Turbinen aus dem Jahre 1900 nicht mehr ihre Pflicht täten.


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In Ströglach gab es bis 2011 ein Feuchthabitat, in dem der Feenkrebs, dessen Vorkommen in Kärnten nur zweimal dokumentiert ist, lebte. Dieser gilt als wahrer Überlebenskünstler, weil er bevorzugt in Gewässern vorkommt, die zeitweise vollständig austrocknen. Bedauerlicherweise wurde der Standort in einem Maisacker umgewandelt, wodurch es zum Erlöschen des Vorkommens in Poggersdorf kam.

Dieser Marmorquader in Leibsdorf gehörte originär zu einem römischen Grabbau.

Ein für die Gegend so typischer Nischenbildstock in Ströglach.

Die Fresken am Wabelsdorfer Bildstock stammen von Switbert Lobisser.

Die Bildunterschriften stammen fast ausschließlich aus der Chronik der Marktgemeinde Poggersdorf, Redaktion: Renate Jernej, Verlag Johannes Heyn, Klagenfurt 2014, in der so namhafte Autoren wie Alfred Ogris, Wilhelm Deuer, HeinzDieter Pohl, Paul Gleirscher, Marianne Pollak, Franz Glaser, Thomas Zeloth, Peter G. Tropper, Wilfried Robert Franz, Josef Grascher, Josef Mörtl, Gerfried Horand Leute und Andreas Kleewein mitwirkten.


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Der bedeutendste Mooropferplatz südlich der Alpen ist das heute als Raunachmoos bezeichnete Moorgebiet nordwestlich von Wabelsdorf. Die zahlreichen Funde sind dem zwischen 1854 und 1892 gepflogenen Torfstich zu verdanken, welcher als Energielieferant für die Befeuerung der Nothburga-Eisenhütte bei Pischeldorf diente. Flüsse und Feuchtgebiete galten als Kontakträume zum Jenseits oder zu Geistern und Gottheiten. Als mythische Orte und heilige Landschaften spielten sie eine wesentliche Rolle im kulturellen Gedächtnis der Menschen.

Die Sillebrücke verbindet die Marktgemeinden Poggersdorf und Magdalensberg.

Die Gurk bei Krobathen ist auch die Gemeindegrenze zur Marktgemeinde Brückl und Bezirksgrenze zu St. Veit/Glan. Die Ortschaft Krobathen liegt am Rande des frühmittelalterlichen „Kroatengaues“, dessen Zentrum Faning in der Gemeinde Moosburg war. Unter diesen Kroaten ist nicht das heutige slawische Volk zu verstehen, sondern eine Art Kriegerkaste, ursprünglich awarischer Abstammung, unter den Alpenslawen.


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AGRARSYMPOSIUM

30 Den Widerspruch zwischen Natur und Digitalisierung aufzuheben, war das Anliegen eines von der „UNSER LAGERHAUS“ Warenhandelsgesellschaft m.b.H. und den Raiffeisenbanken gemeinsam organisiertem Agrarsymposium, an dem neben den Lagerhaus-Betriebsratsvorsitzenden Vzpr. Valentin Zirgoi und KR Gerald Lagler auch LAK-Präsident Harald Sucher (li.) und RLB-Vorstand Mag. Gert Spanz (re.) teilnahmen. Foto: Dietmar Wajand

Investitionen sichern Arbeitsplätze

Der Lagerhausstandort Villach völlig neu. Hier bei der Spartenstichfeier (v. li.): WHG-Geschäftsführer DI Peter Messner, Architekt DI Fritz Katzianka, Genossenschafts-Obmann Josef Sandriesser und WHG-Geschäftsführer DI Arthur Schifferl. Foto: Unser Lagerhaus WHG


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Arbeiterkammerwahl Mit 77,6 Prozent erzielte Günther Goach das beste AK-Wahlergebnis aller neun Länderpräsidenten und wohl nicht nur deshalb war seine einstimmige Wiederwahl, zu der LH Dr. Peter Kaiser (3. v. li.) und LR Martin Gruber (re.) sowie die Landarbeiterkämmerer Alexander Rachoi, Ing. Harald Sucher und HR Dr. Rudolf Dörflinger (1. 2. u. 5. v. li.) herzlich gratulierten, nur Formsache. Foto: KK/AK_Walter Fritz

Frühjahrserwachen Die Betriebsleiterin des Forstbetriebes Kärnten-Lungau der ÖBf AG Diplomforstwirtin Antje Güttler lud zum Frühjahrserwachen und alle kamen: (v. re.): LAK-KR Markus Wielscher, Forst-Landesrat Martin Gruber, LAK-Präsident Ing. Harald Sucher, BRin Mag.a Susanne Timmerer und BR-V Ing. Stefan Bayer.


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32 Fünf Jahre Landesverwaltungsgericht Kärnten feierten mit: KO LAbg. Mag. Gernot Darmann, die Geschäftsführerin der Kärntner Jägerschaft Mag.a Freydis Burgstaller-Gradenegger, der stellv. Landesjägermeister RA Dr. Walter Brunner, der Vizepräsident des Landesgerichtes Klagenfurt Dr. Manfred Herrnhofer und LAKKAD HR Dr. Rudolf Dörflinger (v. re.). Ebenfalls anwesend Präsident Ing. Harald Sucher.

5 Jahre Landesverwaltungsgericht

Bienenwirtschaftsgesetz Sie erarbeiteten die Stellungnahme der Landarbeiterkammer zum Bienenwirtschaftsgesetz. (v. re.): LWD i. R. Mag. Dr. Franz Hartlieb aus Grafenstein, der Jauntaler Vzpr. a. D. Franz Gomernik, Alt-KR GR Sepp Lindner aus dem Oberen Drautal, Vzpr. Alexander Rachoi aus dem Unteren Gailtal und der Gurktaler KAD HR Dr. Rudolf Dörflinger.


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Kärntner Berufsjägervereinigung Nur wenn man sich sehr gut versteht, entsteht eine solch gelöste Stimmung: der Vorstand der Kärntner Berufsjägervereinigung mit dem Präsidenten der Landarbeiterkammer. (v. li.): Gerald Lesacher, Adolf Pichlkastner, Walter Pucher, Franz Reiner, Hubert Tolazzi und Harald Sucher.

Schutzgemeinschaft der Grundbesitzer Die Schutzgemeinschaft der Grundbesitzer in Kärnten hat seit Oktober vorigen Jahres einen neuen Vorstand: (v. li.): Obm.-Stv. Ing. Gerald Laggner aus Pusarnitz, Obm. Leonhard Ebner aus Heiligenblut, Obm.-Stv. Präs. u. NRAbg. a. D. Ing. Josef Winkler aus Obervellach sowie GF Vzbgm. DI Gerhard Koch aus Trebesing. Mit LRin Mag.a Sara Schaar wurde bei der Natura 2000-Ausweisung eine „Kärntner Lösung auf Augenhöhe“ erarbeitet.


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34 Von 2005 bis 2013 u. a. als Vizepräsident eine Säule der Kärntner Landarbeiterkammer: Franz Gomernik, dem die beiden Lagerhaus-Betriebsratsvorsitzenden Vzpr. Valentin Zirgoi (re.) und KR Gerald Lagler auch in unserem Namen alles Gute zum Siebziger wünschten.

Alles Gute zum Siebziger

Ad multos annos! KAD i. R. Dr. Helmut Lampersberger feiert seinen 90er auch im Kreise des LAK-Präsidiums.


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Valentin und Valentina Mit Blumen kann auch Wertschätzung und Sympathie vermittelt werden. Diese Kernbotschaft des heiligen Valentin vermittelten Floristen-Landesinnungsmeister Kurt Glantschnig, Gärtnerobmann ÖR Bernhard Wastl, „Valentina“ Heike Glantschnig und WK-Landesinnungsgeschäftsführer Harald Dörfler bei ihrem Besuch im Landarbeiterkammerbüro (von rechts).

KLARTEXT KLARTEXT hieß die Veranstaltung und so wurde auch von Arbeitnehmerrechten gesprochen. KO Abg. z. NR August Wöginger (Mi.) im Gespräch mit Präsident Ing. Harald Sucher (re.) und Villachs Stadtrat Christian Pober, BEd, Abg. z. NR Angelika KussBergner, BEd. und AK-KR Dipl.-HTL-Ing. Christian Struger, MSc, MBA (v. li.).


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Sonnenhut

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Stauden sind krautartige, nicht verholzende Pflanzen, die am Ende ihrer Vegetationszeit „einziehen“ (oberirdisch absterben), mit ihrem Wurzelsystem die Ruhezeit überwintern und im darauffolgenden Gartenjahr wieder austreiben. Der Volksmund bezeichnet Sträucher (Gehölze) als Stauden.

Steingarten

ede Standortbedingung – sei sie trocken oder feucht, sonnig oder schattig, ein Blumenrabatt oder ein Wildgarten – ist für Stauden geeignet. Sogar Problembereiche im tiefen Schatten unter Bäumen kann man attraktiv und blühend gestalten. Für jede Bepflanzung von Steingärten, Böschungen und Blumenrabatten wie auch für die Verwendung als Schnittblumen, Bodendecker und als Heilkraut gibt es die richtige Blütenstaude. Die fast unendliche Artenvielfalt

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Stauden der Stauden garantiert über das gesamte Jahr hinweg Freude an attraktiven Blickfängen.

VON KR GÄRTNERMEISTER HERBERT TWARDON

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Von der einfachen Böschungsbepflanzung mit verteilten Findlingen bis zum Alpinum mit seinen verschiedenen Vegetationszonen: Der Steingarten ist ein Bereich für jeden Gartenliebhaber. Bei der Anlage sollte man bedenken, inwieweit man natürliche alpine Standorte im eigenen Garten haben will. Wichtig ist zu beachten, dass ein meist sonniger Standort gewählt, Staunässe vermieden und die Pflanzenauswahl auf die vorhandenen Bodenverhältnisse abgestimmt werden. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, erfreut der Steingarten mit seiner Blütenpracht und Vielfalt den Menschen.

Foto: Andreas Hermsdorf_pixelio.de

Halbhohe und hohe Stauden sowie Schnittstauden In dieser Gruppe finden sich vor allem jene Blütenstauden, die durch ihre Wuchshöhe und Blütenfarbe Akzente im Garten setzen. Einige Pflanzen seien hier erwähnt: Mädchenauge, Prachtspiere (Astilbe), Akelei, Nelkenwurz, Staudenfuchsie, Salbei, Färberkamille, Edelraute etc. Bei den Schnittstauden kann man die Blütenpracht ins Haus holen. Hier einige besonders geeignete Pflanzen: Schafgarbe, Eisenhut, Stockrose, Herbstanemone, Junkerlilie, Herbstaster, Glockenblume, Silberkerze, Rittersporn, Fingerhut, Kugeldistel, Steppenkerze, Taglilie, Prachtscharte (Liatris), Sonnenhut, Schleierkraut usw.

Rittersporn

Niedrige Stauden und Polsterstauden Sonnig: n Steinkraut, Gänsekresse, Strandgrasnelke, Edelraute, Kissenaster, Blaukissen, Hornkraut, Schleifenblume, Johanniskraut, Fetthenne, Hauswurz, Kuhschelle usw. Sonnig–Halbschatten: n Frauenmantel, Mannsschild, Wald- und Gebirgsanemonen, Bergenie, Stengelloser Enzian, Purpurglöckchen, Hornveilchen usw. Halbschattig–schattig: n Schneerose, Funkie (Hosta), Immergrün, Primel, Dickanthere (Pachysandra). Vielleicht habe ich bei Ihnen das Interesse an den Stauden geweckt?

Foto: Helene Souza_pixelio.de


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TIER DES JAHRES

2019

LAK-Måthe

© Josef Limberger

„Zu welcher Tierart gehört der Puma?“ – „Zu den Wildkatzen!“ – „Und der Adidas?“

Europäische Wildkatze er Naturschutzbund hat die Europäische Wildkatze (Felis silvestris silvestris) zum Tier des Jahres 2019 für Österreich gewählt. Sie ist eine der seltensten heimischen Säugetierarten. Ursprünglich im Großteil Europas beheimatet, findet man heute nur noch aufgesplitterte Restvorkommen in den Nachbarländern. Auch in Österreich gab es noch bis in die 1950er-Jahre Wildkatzen, bevor sie aus den heimischen Wäldern verschwanden. Seither gelingen nur mehr vereinzelt Nachweise. Im Gegensatz zur Hauskatze, die vermutlich von den Römern aus Afrika mitgebracht

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wurde, ist die Wildkatze eine „echte“ Europäerin. Die Unterscheidung von Wildkatze und Hauskatze ist aber nicht einfach – selbst für Experten. Wildkatzen wirken wegen ihres dichteren Fells kräftiger und größer. Typisches Merkmal ist ein meist buschiger Schwanz mit schwarzen, nicht verbundenen Ringen und schwarzem, stumpfem Ende, ein Aalstrich entlang des Rückens, vier Nackenstreifen sowie eine fleischfarbige Nase und eine verwaschen getigerte Zeichnung auf beige-grauem Grund. Sichtungen alleine reichen zum eindeutigen Nachweis von Wildkatzen nicht aus, hier

ist die Verwechslungsgefahr mit der Hauskatze einfach zu groß. Um Wildkatzen sicher bestimmen zu können, braucht es deren Haare, Gewebe oder Kot zur genetischen Bestimmung. Bewährt hat sich bisher die „Lockstock-Methode“ in Kombination mit Wildkameras. Dazu werden mit Baldriantinktur besprühte, sägeraue Holzpflöcke aufgestellt, an denen sich die Katzen reiben und ihre Haare lassen. Ausgehend von der Pionierarbeit des Nationalparks Thayatal startete der Naturschutzbund Österreich mit Unterstützung der Bundesforste (ÖBf) ein Projekt, um die potenzielle Verbreitung

der Wildkatze in Österreich festzustellen. Dieses sollte als Entscheidungsgrundlage für weitere Schutzmaßnahmen dienen. Die Ergebnisse zeigen, dass auch heute noch ausreichend Lebensraum für die Wildkatze in Österreich vorhanden ist. Gemeinsam mit dem Aktionsplan Wildkatze bildet dieses Projekt die Grundlage für eine Bestandserhebung der Wildkatze in Österreich. Aktive Maßnahmen dafür setzt die 2009 gegründete Plattform Wildkatze, zudem wurde mit finanzieller Unterstützung der Jägerschaft eine Koordinationsund Meldestelle beim Naturschutzbund Österreich eingerichtet.


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Ökosoziales Forum 3,3 ha pro Tag im Durchschnitt der letzten 10 Jahre oder umgerechnet 5 Fußballfelder werden allein in Kärnten jährlich verbaut. Angesichts dieser dramatischen Zahlen luden das Ökosoziale Forum Kärnten, die Landwirtschaftskammer und der Gemeindebund zur Diskussionsveranstaltung „Wir verlieren den Boden unter den Füßen!“ an der von Seiten der Landarbeiterkammer auch Präsident Ing. Harald Sucher, KAD HR Dr. Rudolf Dörflinger und Alt-KR OAR Ing. Siegfried Steinkellner teilnahmen. Am Foto Moderatorin Mag.a Friederike Parz mit Hausherrn Raiba-Vorstand Mag. Georg Messner (li.), den Veranstaltern Gemeindebundpräsident Bgm. Peter Stauber, Präs. Mag. DI Bernhard Rebernig vom Ökosozialen Forum und LK-Präs. ÖR Ing. Johann Mößler (2., 5. u. 8. v. li.) sowie den Podiumsdiskutanten Dr. Kurt Weinberger, LR Ing. Daniel Fellner und LR Martin Gruber (3., 6. u. 7. v. li.). Foto: Ökosoziales Forum

Österreichischer Landarbeiterkammertag

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Traditioneller Gedankenaustausch zwischen dem Vorstand der ÖBf-AG und dem ÖLAKT. Erste Reihe (v. li.): ÖLAKT-Vors.Stv. Alexander Rachoi, ÖLAKT-Vors. Ing. Andreas Freistetter, ÖBf-Vorstand Mag. Georg Schöppl und die Präsidenten aus Steiermark und Vorarlberg HR Ing. Edi Zentner und DI Hubert Malin.

Die Verschiebung des Landarbeitsgesetzes von Artikel 12 in Artikel 11 der Bundesverfassung war ein wesentlicher Part der Vorstandssitzung des Österreichischen Landarbeiterkammertages Ende Jänner, an der u. a. auch ÖAKT-Vors.-Stv. Alex Rachoi (li.) teilnahm.

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Verfassungsänderung zum Landarbeitsgesetz ab 2020 Abseits der breiten Öffentlichkeit wurde im Nationalrat eine Novelle des Bundesverfassungsgesetzes im Nationalrat beschlossen, welche für die Landwirtschaft einen Meilenstein darstellt. Artikel 12 des Bundes-Verfassungsgesetzes (B-VG) regelt, in welchen Angelegenheiten die Gesetzgebung über die Grundsätze Bundessache ist, die Erlassung von Ausführungsgesetzen und die Vollziehung hingegen Landessache. Mit anderen Worten: In diesen Materien beschließt der Nationalrat ein Grundsatzgesetz, welches aber nicht unmittelbar anwendbar ist. Die neun Landtage haben dazu Ausführungsgesetze zu erlassen, durch welche erst eine Bindungswirkung für die einzelnen Bürger entsteht. Folge dieser kompetenzrechtlichen Regelung ist,

dass zum LAG neun Landarbeitsordnungen erlassen wurden, welche sich nur in wenigen Details unterscheiden. Die Landarbeiterkammern haben deshalb bereits seit Jahren politisch auf eine Kompetenzverschiebung hingearbeitet. Keine einfache Sache, wenn man bedenkt, dass für eine derartige Änderung der Bundesverfassung eine Zweidrittelmehrheit im Parlament erforderlich ist. Mit 1. 1. 2020 ist das Landarbeitsrecht in Gesetzgebung Bundessache und daher direkt anwendbar, bleibt aber in der Vollziehung Landessache. Die neun (mehr oder weniger) eigenständigen Landar-

beitsordnungen gehören dann der Vergangenheit an. Das eigenständige Arbeitsrecht für die Land- und Forstwirtschaft, welches letztlich auch eine wesentliche Grundlage für eigenständigen Interessenvertretungen darstellt, muss sich daher nicht mehr den Vorwurf gefallen lassen, auf verstaubten und aufwendigen Erzeugungsnormen zu beruhen. Wie überall stellen auch hier moderne Strukturen eine wichtige Basis für moderne Inhalte dar. Mit der Neuregelung des Arbeitszeitrechts im Landarbeitsgesetz ist gleichzeitig auch ein wichtiger, aber noch nicht der letzte inhaltliche Schritt in die Zukunft des Landarbeitsrechts getan worden. Mag. Christian Waldmann, Bakk.

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Ende März verstarb

Hofrat Dr. Fritz Winkler im 96. Lebensjahr Der Leiter der Gesundheitsabteilung im Amte der Kärntner Landesregierung trat 1970 die Nachfolge von HR Dr. Erich Velikogna als Vertreter der Landesaufsicht bei uns an und übte diese Tätigkeit bis zu seiner Pensionierung 1988 aus. HR Winkler wird uns als korrekter Beamter und gewogener Ansprechpartner, dem insbesondere eine sparsame Kammergebarung ein großes Anliegen war, in guter Erinnerung bleiben. Requiescat in pace!

Foto:R_K_by_Thorben Wengert_pixelio.de

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ZIRBENHOLZ = NOCKALMSTOLZ n ZIRBENHOLZ = NOCKALMSTOLZ

Einladung zum

25. Jubiläumsholzstraßenkirchtag am Sonntag, dem 14. Juli 2019 in Ebene Reichenau Träger der Veranstaltung ist der Verein Kärntner Nockstraße, bestehend aus den Gemeinden Albeck, Arriach, Bad Kleinkirchheim, Deutsch-Griffen, Feldkirchen, Friesach, Glödnitz, Gnesau, Gurk, Metnitz, Micheldorf, Ossiach, Reichenau, Steuerberg, Straßburg, St. Urban und Weitensfeld.

Motor dieser talschaftsübergreifenden Initiative ist der gerade wiedergewählte Gründungsobmann DI Günter Sonnleitner (Bild).

ZIRBENHOLZ = NOCKALMSTOLZ n ZIRBENHOLZ = NOCKALMSTOLZ

WHG-Cup

Als Sieger vom Eis gingen in der Gesamtwertung DIE GLADIATOREN (Klaus Partl, Heimo Wieser, Christian Sorgo, Wolfgang Puntschart) und in der Mixed-Wertung das EBERNDORFER DREAM-TEAM (Magdalena Orasch, Markus Koraschnigg, Ernst Kurnig und Thomas Stornig).

Abs.: Landarbeiterkammer Kärnten, 9020 Klagenfurt, Bahnhofstraße 44, Telefon 0 46 3/58 70-419, Fax 0 46 3/58 70-420, E-Mail: lak@lakktn.at Internet: www.lakktn.at Erscheinungsort Klagenfurt

Gedruckt nach der Richtlinie „Druckerzeugnisse“ des Österreichischen Umweltzeichens, Samson Druck GmbH, UW-Nr. 837

Verlagspostamt 9020 Klagenfurt – Nr. 02Z030531 M Medieninhaber (Verleger), Herausgeber und Redaktion des Medienwerkes: Landarbeiterkammer für Kärnten, 9020 Klagenfurt, Bahnhofstraße 44. Druckvorstufe: type&sign, Graphikagentur GmbH, Rosentaler Straße 116. Druck: Samsondruck. Offenlegung nach § 25 Mediengesetz: Mitteilungsblatt der Landarbeiterkammer zur Information, Aufklärung und Beratung der Kammerzugehörigen über alle diese betreffenden Belange. Kostenlose Abgabe; keine Anzeigen.

P.b.b.

VNr. 02Z030531 M

Profile for Ktn. Landarbeiterkammer

Land & Forst 5/6 2019  

Land & Forst 5/6 2019  

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