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P.b.b. · VNr. 02Z030531 M

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Gartenbauschule Ehrental – eine Chance für junge Menschen

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Liebe Kammermitglieder! er Mai 2016 wird seinem Ruf als Wonnemonat vielleicht auch deshalb gerecht, weil er uns neben fünf Sonntagen vier gesetzlich gebotene Feiertage beschert. Kann man sich unter Christi Himmelfahrt noch recht gut vorstellen, welchem Ereignis wir die 24-stündige Feiertagsruhe verdanken, so ist es mit einer schnellen Deutung bei Fronleichnam schon wesentlich schlechter bestellt. Es dürfte nicht mehr Alltagswissen sein, dass der erste Teil des Festtagsnamens sich vom althochdeutschen Wort „vro“ für Herrn ableitet und an diesem Tag eigentlich des Geschehens am Gründonnerstag gedacht wird. Wegen des stillen Charakters der Karwoche wird die Einsetzung der Eucharistie immer exakt am 60. Tag nach dem Ostersonntag gefeiert. Die an diesem Tage nach dem Gottesdienst vorgesehene Prozession, kärntnerisch auch „Prangen“ genannt, erinnert frappant an die profanen Maimärsche zu Beginn des Monats. Am 1. Mai 1856 wurde mit einer Massendemonstration in Australien erstmals die Durchsetzung des Acht-Stunden-Tages geprobt. Die Wiener Arbeiterschaft veranstaltet im Wesentlichen mit derselben Forderung am 1. Mai 1980 im Wiener Prater die mit mehr als 100.000 Teilnehmern größte Kundgebung, die bis dahin jemals in der Stadt zu sehen war. Wenngleich ein starres Arbeitszeitkorsett in Zeiten von Flexibilisierung, Heimarbeit und Rufbereitschaft nicht mehr die Brisanz wie vor hundert Jahren zu haben scheint, ist es trotzdem gut und wich-

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tig, einmal im Jahr auf die sich immer ändernden Bedürfnisse und Probleme der Arbeitnehmer hinzuweisen. Das Pfingstfest ist jüdischen Ursprungs und wird in der christlichen Tradition auch als Gründung der Kirche verstanden. In Frankreich ist 2005 der Versuch der Regierung, den Pfingstmontag zum unbezahlten Feiertag zu machen, am Widerstand der Bevölkerung gescheitert. 52 % der Erwerbstätigen erschienen nunmehr trotzdem nicht am Arbeitsplatz. Seit 2008 ist der Pfingstmontag auch in Gallien wieder ein ganz normaler und voller Feiertag. Die Feiertage teilen das Jahr in verschieden lange Abschnitte. Es entstehen Zäsuren und die Zeit dazwischen wird überschaubar geordnet und auf ein menschliches Maß getrimmt. So gesehen sind Grenzen nicht nur trennend und verletzend, sondern können auch Halt geben. „In allen Grenzen ist auch etwas Positives“, formulierte schon der große Königsberger Denker Immanuel Kant. Ich spreche mich deshalb dezidiert gegen die oftmals geäußerten Vorschläge, die Donnerstag-Feiertage auf Montag zu verlegen oder gar aus ökonomischen Überlegungen die 13 gesetzlichen österreichischen Feiertage zugunsten von zwei weiteren Urlaubswochen zu canceln, aus. Der Mensch und nicht eine rationalisierte Ökonomie muss im Zentrum aller Überlegungen stehen. Und zu diesem Menschsein gehört auch eine humane Verwaltung der Zeit. Feiertage helfen dabei! Präs. Ing. Harald Sucher

Bildung und Beratung

Gartenbauschule Ehrental

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rühlingszeit, Gartenzeit – Kärntens Gartenbaubetriebe starten in die Hochsaison. „Die Gartenbaubetriebe unterstützen den Regionalitätsgedanken. Nicht nur beim Essen will man wissen, woher es kommt. Auch beim Pflanzen im Garten wird immer mehr Wert darauf gelegt, dass heimische Pflanzen in die Erde kommen“, erklärt vor Kurzem LR Christian Benger, als Agrarlandesrat zuständig für die Kärntner Gärtner, eine freiwillige Berufsvereinigung mit rund 100 Mitgliedern der führenden Gartenbaubetriebe. Die Gärtner bestätigen: Die Arbeit mit der Natur und mit Pflanzen erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Die Freude, Pflanzen heranzuziehen, sie wachsen zu sehen und dann auch noch zu ernten, boomt. „Um diesem Boom, selbst etwas herzu-

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stellen, gerecht zu werden, brauchen unsere Fachbetriebe entsprechendes Personal“, weist Benger hin. Viele junge Menschen besinnen sich dieser Aufgabe und ergreifen daher den Beruf des Gartenfacharbeiters. Die Gartenbaufachschule in Ehrental bei Klagenfurt bildet junge, Menschen, die den GärtnerBeruf ergreifen wollen, sehr umfassend aus und gibt das notwendige Rüstzeug für den Beruf! In der Landwirtschaftlichen Fachschule Ehrental wird Gartenbau (4-jährig) unterrichtet und zusätzlich befindet sich die Landwirtschaftliche Landesberufsschule Gartenbau (3-jährige duale Ausbildung) in Ehrental. Schulleiter FD Ing. Matthias Tschinkel bestätigt: „In der Gartenbauschulausbildung steht nicht nur die fachliche Wissensvermittlung mit verschiedenen Projekten, diver-

sen Exkursionen und Lehrausgängen im Mittelpunkt. Auch die Sozialkompetenz nimmt einen besonderen Stellenwert ein. Damit ist der Umgang miteinander, die Zuverlässigkeit, die Rücksichtnahme und der Respekt jedes einzelnen gemeint, was in allen Betrieben neben dem Fachwissen das Rezept für den Betriebserfolg ist.“ Voraussetzungen für den Gärtnerberuf seien laut Tschinkel die Freude am Umgang mit der Natur, handwerkliches Geschick, technisches und kaufmännisches Verständnis und Sinn für Farben und Formen. Der praktische Unterricht findet in modernen Lehrwerkstätten, Gewächshäusern, Folientunnel und auf den Freilandflächen statt. Der Unterricht wird durch Projekte mit der Wirtschaft ergänzt. Somit werden die Schülerinnen und Schüler

auf eine selbstständige, gärtnerische Berufstätigkeit in der Produktion und im Verkauf vorbereitet. Der Schule ist ein Schülerwohnheim angeschlossen. Zukunftsaussichten der Absolvent(inn)en: ■ Berufsmöglichkeit als Fachkraft in Gartenbaubetrieben, Baumschulen, Landschaftsgestaltungsunternehmen, Blumenhandel und Floristikbetrieben, Gemeinden u. v. a. ■ Weiterbildung zum/zur Gärtnermeister/-in ■ Berufsreifeprüfung – Studium Anmeldung: www.gartenbau.ksn.at (Presseaussendung des Agrarreferenten)


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Mit ausgezeichnetem Erfolg in den Berufsstand eingetreten: Christina Mayer, Patrick Gruber und Claudia Pirmann (v. l.). Gärtnerobmann ÖR Bernhard Wastl und GFin DIin Gabriele Schrott-Moser gratulieren.

Sie stehen zu den Kärntner Gärtnern: Agrarlandesrat DI Christian Benger, FLin Ing.in Maria Innerwinkler und Ehrental-Direktor Ing. Mathias Tschinkel (v. r.).

Ein Blick in den Saal voll interessierter Zuhörer: LAbg. DI Michael Johann, Lagerhaus Klagenfurt-Obmann Ing. Blasius Piroutz, LWD Mag. Thomas Koller, Lagerhaus Klagenfurt-GF ÖR DI Rudi Grünanger, Lagerhaus Klagenfurt-Leiter des Gärtner Centers Gerhard Katschnig (v. r.).

Der neu gewählte Vorstand der Kärntner Erwerbsgärtner.

Steuerreform, Pflanz Fördermaßnahmen b Neben der Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen des Vorstandes bot der 4. Kärntner Gärtnertag am 1. Februar im Bildungshaus Krastowitz Impulsreferate zur Steuerreform und Registrierkassenpflicht, integriertem Pflanzenschutz und Fördermaßnahmen im Rahmen der ländlichen Entwicklung. ■ Blumen versetzten Berge und zaubern ein Lächeln in die Gesichter, meint Agrarlandesrat DI Christian Benger. Er lobt den Mut und die Energie der durch das Hagelunwetter 2015 betroffenen Betriebe für den Wiederaufbau sowie die rasche finanzielle Unterstützung durch die Hagelversicherung. Seitens des Landes werde er 2016 gemeinsam mit dem Gemeindereferat unter LHStv. Dr. Gaby Schaunig nicht nur die Blumenolympiade unterstützen, sondern auch durch die spezielle Betriebsberatung zur Stärkung der Wettbewerbskraft und des Vermarktungsansatzes beitragen. Er bedankt sich bei den Gärtnern, welche mit ihrem innovativen und kreativen Angebot zur Freude im Land beitragen. ■ Der Vizepräsident der Landarbeiterkammer, Alexander Rachoi, bedankt sich für die gelebte Sozialpartnerschaft. Trotz manchmal zähen Verhandlungen kommen immer wieder gute Abschlüsse für beide Seiten zustande. Ein großes Dankeschön auch an alle Lehrbetriebe und die GBFS Ehrental, die durch ihren Einsatz der Jugend eine positive Zukunft geben.

■ ÖR Anton Heritzer, Vizepräsident der Landwirtschaftskammer Kärnten, dankt den Gärtnern für die gute Zusammenarbeit und hebt Einsatz und Leistungen von GFin DIin Gabriele Schrott-Moser hervor. Er sichert den Einsatz der Landwirtschaftskammer Kärnten hinsichtlich einer Anhebung der Umsatzgrenze von 15.000 auf 30.000 Euro zu, ebenso der Klärung von Unsicherheiten bei den neuen Steuersätzen sowie die Rechtssicherheit bei der Registrierkassenpflicht. Abschließend betont er die Aus- und Weiterbildung als Fundament für betrieblichen Erfolg und wünscht Glückauf für 2016. ■ Landtagsabgeordneter DI Michael Johann spricht den Klimawandel und die damit verbundenen Herausforderungen v. a. hinsichtlich der Bewässerung an. Er verweist auf die Unterstützungsmöglichkeiten durch das Land Kärnten für den Umstieg auf erneuerbare Energien sowie zur Erreichung eines höheren Selbstversorgungsgrades bei gartenbaulichen Produkten. Vorhang auf für die Gartenbaufacharbeiter 2015 und ihre Lehrbetriebe ÖR Bernhard Wastl und DIin Gabriele Schrott-Moser bedanken sich bei den Lehrherren Christian Prinz von Rosen Prinz, Gottlieb Selan vom Stadtgartenamt Klagenfurt, Johanna Mayer von Baumschule Winkler und Gerhard KARL von der Baumschule KARL (Villach) für ihren langjährigen Einsatz, Jugendliche


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nzenschutz, Ausbildung und beschäftigen den Gartenbau in ihrer Ausbildung zu begleiten. Der unmittelbare Erfolg der Arbeit sowie die Tätigkeit in der Natur sind die wesentlichen Motivationsfaktoren für die Berufsentscheidung „Gärtner“, meinten die frischgebackenen Facharbeiter Patrick Gruber, Christina Mayer und Claudia Pirmann. Fachinspektorin Ing.in Maria Innerwinkler berichtet über die Einführung des kompetenzorientierten Lehrplanes und weist auf die Wichtigkeit der Vermittlung von Unternehmensführungskompetenzen in der Ausbildung hin. Blumige Neuheiten für Kärnten Zur „Blume des Jahres“ wurde 2016 die „Bienentänzerin“ gewählt. Eine gelb/rotblühende Sommerblume, die durch hohen Nektar- & Pollengehalt und ihrer Blütenfülle besticht. Die „Süße Sissi“, eine neue Tomatensorte mit dattelförmigen gelben Früchten und süßem Geschmack, schmeckt auch Kindern besonders gut. Die „Felsenbir-

Unter den interessierten Zuhörern der Leiter der Lehrlingsausbildung im Stadtgartenamt Klagenfurt Gtm. Gottlieb Selan (re.) und der Obmann des Kontrollausschusses der Kärntner Landarbeiterkammer Gtm. Herbert Twardon (li.).

ne“ oder Amelanchier zählt zu den Kleinbäumen und findet mit ihrem schlanken Wuchs auch in kleinen Gärten ihren Platz. Neben der Durchführung der traditionellen Blumenolympiade öffnen auch heuer wieder zahlreiche Betriebe Ihre Pforten für Volksschulkinder, die im Rahmen der Aktion „Schule in der Gärtnerei“ Tätigkeiten und Aufgaben eines Gärtners kennenlernen können und dabei auch selbst Hand anlegen dürfen. Weitere Ar-

beitsschwerpunkte der Kärntner Gärtner sind die Freizeitmesse im April, der Tag der offenen Gärtnerei und die begleitenden Absatzmaßnahmen in Print, Rundfunk und Fernsehen sowie den neuen Medien. Neuwahl des Vorstandes ÖR Bernhard Wastl freut sich besonders über die „neuen jungen“ Vorstandsmitglieder Peter Schilcher, Josef Egger, DIin Signe Teuffen-

5 bach, Alfons Grohar und Achim Hahn, die das Vorstandsteam ab 2016 verstärken. Im Vorfeld der Jahreshauptversammlung gab es drei Impulsreferate zu Steuerreform 2016 und Auswirkungen für Gartenbaubetriebe. Hier ist aufgefallen, dass beim Umsatzsteuersatz für Topfkräuter derzeit unterschiedliche Sätze zur Anwendung kommen. Die LKÖ ist in Verhandlung mit dem BMF und um Klärung bemüht. Modernes Pflanzenschutzmanagement hat den Einsatz von Nützlingen und Pflanzenstärkungsmitteln zur Basis. Hier ist eine kontinuierliche Beratung vor Ort, vor allem für Neueinsteiger, unerlässlich. ÖR Bernhard Wastl unterstreicht im Zuge dessen die Wichtigkeit des Beratungsringes. Den Ablauf der Investitionsförderung und Existenzgründungsbeihilfe im Gartenbau erklärt Ing. Reinhold Payer und weist ausdrücklich auf die Wichtigkeit der rechtzeitigen Antragsstellung hin. DIin Gabriele Schrott-Moser

DIE GÄRTNER SAGTEN DURCH DIE BLUME DANKE FÜR ZWEI MITREISSENDE GRUSSADRESSEN

… dem Ersten Vizepräsidenten der LK, ÖR Anton Heritzer, flankiert von Regina Kneß aus dem Gartenbaureferat und Obmann ÖR Bernhard Wastl sowie …

… dem Ersten Vizepräsidenten der LAK, Alexander Rachoi, im Hintergrund rechts der stellvertretende Ehrentaler Schulleiter DI Ronald Pistrol.


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6 Die Sieger des Betriebsratswettbewerbes:

… bei den Herren …

Zwei gelungene Eisstockwettbewerbe

UBER STOCK 19. Lagerhauscup der LAK und 21. Eisstockwettkampf des Betriebsrates Triumph des Eberndorfer Teams

Die Erstplatzierten des Landarbeiterkammer-Cups:

… Werkstätte Eberndorf …


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... in der Mixed-Wertung und ...

… im Damenbewerb.

UND EIS m Februar traf sich die Lagerhausfamilie binnen Wochenfrist gleich zweimal am glatten Eisparkett. Präsident Ing. Harald Sucher betonte bei beiden Veranstaltungen, dass bei solchen Events das Zusammengehörigkeitsgefühl gestärkt und der internen Kommunikation ein Weg ge-

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… WHG Haus&Garten und …

ebnet wird. Bei beiden Eisstockbewerben war der grüne Korpsgeist zu spüren und beide verliefen in außerordentlicher Fairness und ohne die geringste Irritation. Neben Präsident Ing. Harald Sucher nahm selbstverständlich auch der zweite Organisator, LAKVizepräsident und LagerhausZentralbetriebsratsvorsitzen-

der Valentin Zirgoi und LAKDirektor HR Dr. Rudolf Dörflinger an beiden Veranstaltungen teil. Beim Landarbeiterkammerbewerb auch anwesend: die LAK-Vorstandsmitglieder Alexander Rachoi und Christina Stöby sowie die Kammerräte Werner Fellner, Gerald Lagler und Josef Unterluggauer.

Da ihr erster Sieg binnen einer Woche glanzvoll bestätigt wurde, bewiesen die Mannen (Sven Ehrenberger, Ferdinand Garnik, Johannes Mochorko) der Werkstätte des Lagerhauses Eberndorf unter dem EuropameisterMoar Ernst Kurnik, in welch konstanter Form sie sich befinden.

… die Bronzemedaillengewinner des RLH Wolfsberg.


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… RLH Treibach I …

… WHG „Futtersäcke“…

Weitere teilnehmende Moarschaften mit dem v

… Zadruga Market Bleiburg …

… WHG „Fantastischen 4“...

… WHG „Mischfutter“…


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… RLH Treibach II …

… WHG Zentrale „Apotheke“…

m vollzähligen Präsidium der Landarbeiterkammer:

… Landwirtschaftliche Genossenschaft I …

… Landwirtschaftliche Genossenschaft II …

… RLH Friesach …


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… RLH Treibach III …

… RLH Eberndorf „Tankstelle“…

Weitere teilnehmende Moarschaften mit dem v

… RLH Villach I „Baustelle“…

…Landwirtschaftliche Genossenschaft Blintendorf…

… RLH Villach II „Alpenfüchse“…

… WHG Haus & Garten-Mix.


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… RLH Treibach IV…

… RLH Obervellach …

m vollzähligen Präsidium der Landarbeiterkammer:

Ein klares Auge und „a guate Måß“ zeichnen auch Präsident Ing. Harald Sucher (Mi.), Vizepräs. Valentin Zigroi (re.) und KR Sepp Unterluggauer aus.

Zu jedem anständigen Bewerb gehört auch eine ebensolche Drückergarde. V. l.: die Kammerräte Werner Fellner, Gerald Lagler, Christina Stöby, Valentin Zirgoi und Sigi Ogertschnig.


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12 Gut besuchter Förstertag 2016 Zukunft wird nicht einfacher ereits traditionell finden sich zum Jahresbeginn die Kärntner Förster in Mageregg beim Förstertag zum Informationsaustausch zusammen. Holzmarktaussichten, forstlicher Lagebericht, Wald im Spannungsfeld zwischen Wirtschaft und Naturschutz und die Vielfältigkeit des Försterberufes und die damit verbundenen Herausforderungen standen im Mittelpunkt des Förstertages 2016 in Mageregg. Ing. Karl Eisner konnte zu dieser Traditionsveranstaltung zu Jahresbeginn einen vollen Festsaal sowie zahl-

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reiche Ehrengäste begrüßen. In Vertretung von Landesrat Dipl.-Ing. Christian Benger sowie Präsident ÖR Ing. Johann Mößler betonte der Forstausschussobmann in der Landwirtschaftskammer, KR Ing. Werner Mattersdorfer, dass die Forstwirtschaft immer mehr ins Spannungsfeld zwischen Waldbewirtschaftung, Freizeitwirtschaft und Naturschutz gerät. Immer weniger Forstpersonal, immer größere Maschinen und Klimaveränderungen führen zu stetigem Anwachsen von Kalamitätsschäden. Vorbeugung von Kalamitäten sowie der Um-

gang mit den geänderten Rahmenbedingungen stellen die Forstwirtschaft vor große Herausforderungen. Zusätzlicher Druck entsteht durch die immer wieder andiskutierte LKW-Maut abseits von Autobahnen sowie die drohende großflächige Ausweisung von Natura 2000-Gebieten und die damit verbundenen Nutzungseinschränkungen bzw. -erschwernisse. Auch beim diesjährigen Förstertag bedankte sich Präsident Ing. Harald Sucher bei den Förstern für ihre Arbeit im Wald und somit für das Allgemeinwohl. Für Sucher geht

eine weitere Öffnung des Waldes für Erholungszwecke in Ordnung, eine damit einhergehende gewerbliche Vermarktung, beispielsweise generelle Freigabe von Mountainbiking im Wald, kommt für die Interessenvertretung nicht in Frage. Auch die Interessenvertretung hat mit den durch die fehlenden Nachhaltigkeitsgrundsätze in der Politik verursachten Problemen, beispielsweise HCB-Skandal, HETA etc., zu kämpfen. Aufgrund der gestiegenen Haftungsrücklagen durch das Land Kärnten wurde der Landarbeiterkammer der Ver-

Ein übervoller Saal ist Zeuge dafür, dass Försterobmann KV a. D. Ing. Karl Eisner (Abbildung Seite 13) wieder eine glückliche Hand bei der Auswahl von Themen und Referenten bewies. Von rechts: Landwirtschaftsdirektor Mag. Thomas Koller, Forstvereins- und Arbeitgeberpräsident Johannes Thurn-Valsassina, Abg. z.NR a. D. Ing. Josef Winkler, Alt-Obmann des Österr. Försterbundes Ing. Leopold Ivan und LAK-Präsident Ing. Harald Sucher.


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13 waltungskostenzuschuss gestrichen. Trotzdem versucht die Landarbeiterkammer weiterhin, das Service sowie die Förderungen für ihre Mitglieder aufrecht zu halten bzw. auszubauen. „Der Holzeinkäufer ist der natürliche Feind des Försters“. Mit dieser Aussage versuchte Dr. Christian Schnedl, Geschäftsführer der PapierHolzAustria, die derzeit angespannte Lage etwas aufzulockern. Die PHA wurde 1997 als gemeinsame Holzeinkaufsorganisation zur Versorgung der Papierindustrie für die Werke Mondi/ Frantschach, Heinzel/Pöls, Norske Skog/Bruck an der Mur und Sappi/Gratkorn gegründet. Mittlerweile werden auch das Sägewerk der Stora Enso in Bad St. Leonhard mit Sägerundholz sowie etliche Biomassekraftwerke mit Energieholz versorgt. Mit einem Einkaufsvolumen von fast 5,5 Mio. Festmetern im Jahr 2014 ist die PHA der größte Holzübernehmer in Österreich. Mit der Wiederaufnahme des Vollbetriebes in Pöls soll das Einkaufsvolumen noch um 1 Mio. Festmeter erhöht werden. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen in Österreich, beispielsweise liegen die Lastbeschränkungen bei Rundholztransporten in Skandinavien bei 60 t, bei uns nach wie vor bei 44 t, sieht Schnedl nach wie vor großes Potenzial für die Forstwirtschaft und die Papierindustrie in Österreich. Die Forstinventur weist nach wie vor höhere Zuwächse als Nutzungen aus; der Gesamtvorrat der österreichischen Wälder ist mittlerweile über 1 Mrd. Vorratsfestmeter angewachsen und nimmt nach wie vor stetig zu. Die größten Potenziale sieht Schnedl in Durchforstungsbe-

ständen. Aufgrund der sehr guten Nachfrage sowie aus Nachhaltigkeitsgründen sollen Durchforstungen in Zeiten von schlechteren Preisen für Sägerundholz unbedingt forciert werden. Für höhere Holzpreise sieht Schnedl wenig Spielraum, aufgrund der hohen Exportrate von über 80 % und somit der Internationalität der Holzindustrie sind regionale Holzpreise nicht möglich. Trotz jährlicher Holzimporte von 10 Mio. Festmetern konnte beispielsweise 2013 aufgrund der schlagkräftigen österreichischen Holzindustrie ein Exportüberschuss von fast 4 Mrd Euro erzielt werden. Für 2016 sieht Schnedl die Lage am Holzmarkt positiv, bei Sägerundholz ist mit stabilen Preisen sowie ausreichende Aufnahmefähigkeit der Sägeindustrie zu rechnen. Auch am Industrieholzsektor sollte es zu keinen gravierenden Änderungen kommen. Die Papierindustrie in Südösterreich ist für Planmengen aufnahmefähig, auch die Wiederaufnahme des Vollbetriebes in Pöls läuft planmäßig. Schwer abschätzbar sind jedoch die wirtschaftliche Entwicklung, die Baukonjunktur sowie die Schädlingsituation. W I RT S C H A F T E N I S T NICHT MEHR E RW Ü N S C H T Für Landesforstdirektor Dipl.-Ing. Gerolf Baumgartner hat die Forstwirtschaft nach wie vor Zukunft. Seit 1982 im Landesforstdienst, hat Baumgartner bis dato 18 Novellen des Forstgesetzes „mitgemacht“ und mitgestaltet. Obwohl im ursprünglichen Forstgesetz und allen Novellen den verschiedenen Funktionen des Waldes höchste Bedeutung beigemessen wurde, wurde auf die

„ökologische Verantwortung“ des Waldes immer vergessen. Dies konnte auch nicht durch die Forstleute wettgemacht werden, was dazu führte, dass Ökobüros verstärkt diese Funktion übernehmen wollen, was zu sehr einseitigen Betrachtungen führt. Auch die ganze Regenwaldthematik und die damit verbundenen bzw. geforderten Nachhaltigkeitskriterien stellen die heimischen Waldund Forstleute vor große Herausforderungen. In Österreich ist von Waldabbau nicht die Rede, die heimischen Wälder werden seit Jahrhunderten nachhaltig bewirtschaftet. Waldfläche und Holzvorrat steigen nach wie vor an, die jährlichen Nutzungen liegen immer noch um ca. ¼ unter den Zuwächsen.

Die Multifunktionalität des Waldes ist jedoch für Baumgartner ein Widerspruch in sich: Multifunktionale Waldwirtschaft auf der gesamten Fläche ist aufgrund verschiedener gesetzlicher Eingriffe nicht mehr möglich. Durch die Öffnung des Waldes wurde der Wald zur großen Spielwiese der urbanisierten Freizeitgesellschaft, ohne damit verbundenes Verständnis für eine ordnungsgemäße Waldbewirtschaftung und vor allem für Eigentum. Eine stille Enteignung durch gesetzliche Grundlagen findet bereits seit langem statt. Der Gesellschaft muss auch klar werden, dass der Wald zwar einen großen Anteil am Objektschutz leistet, der Wald jedoch nicht alleine den Objektschutz übernehmen kann.


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14 Vor allem im Schutzwald sieht Baumgartner große Probleme aufgrund der langen Verjüngungszeiträume und der nach wie vor zunehmenden Wildschäden. Vor allem Schälschäden durch Rotwild nehmen nach wie vor zu, was darauf zurückzuführen ist, dass die höheren Regionen mittlerweile den einzig verbliebenen Lebensraum für das Rotwild darstellt. Gut gemeinte und schlecht umgesetzte Rotwildfütterungen tragen wesentlich dazu bei. Auch Klimaveränderungen setzen dem Wald sehr stark zu; bis 1992 lagen die jährlichen Schadholzmengen (hauptsächlich Borkenkäfer) bei durchschnittlich 50.000 fm/Jahr, mittlerweile betragen die jährlichen Schadholzmengen in Kärnten mehr als 300.000 fm. Klimaveränderungen, Eingriff in das Eigentumsrecht, überbordende Bürokratie, Regelungswut, Ausweitung von Natura 2000-Flächen sowie praxisgerechte Ausbildung des Forstpersonals sind für Baumgartner die großen Herausforderungen für die Forstwirtschaft. Alles zusammengerechnet wird die Zukunft eine forstliche Extensivierung mit sich bringen. Um sich den weiteren Herausforderungen stellen zu können, muss die forstliche Öffentlichkeitsarbeit und Aufklärung intensiviert und die Ausbildung des Forstpersonals praxisgerechter gestaltet werden. Seitens der Kärntner Förster ergeht ein großes Dankeschön an Landesforstdirektor Baumgartner für seinen unermüdlichen Einsatz, vor allem seinen jahrzehntelangen Kampf für genug forstliche Ausbildungsund Praxisplätze im öffentlichen Dienst.

NATURA 2000 – WO SOLL DAS HINFÜHREN? Aufgrund einer Schattenliste des Umweltdachverbandes aus dem Jahr 2012 wurde 2013 durch die Europäische Kommission ein Vertragsverletzungsverfahren mit Österreich eingeleitet. Österreich wird damit vorgeworfen, seinen Verpflichtungen zum Ausbau eines Natura 2000-Netzwerkes nicht nachgekommen zu sein. Dies führt derzeit zu einem Fiasko in Kärnten; ohne entsprechende Einbeziehung der Grundeigentümer sollen tausende Hektar an Waldflächen als Natura 2000-Flächen ausgewiesen und zu Europaschutzgebieten erklärt werden, so Dr. Mario Deutschmann, Jurist in der Landwirtschaftskammer und Geschäftsführ der Land&ForstBetriebe in Kärnten. Laut österreichischer Forstinventur werden die Kärntner Wälder immer naturnäher, auch der Buchenanteil nimmt stark zu. Trotz dieser Tatsachen sehen Naturschutzbeamte und diverse Ökobüros Bedarf nach Unterschutzstellung von Buchenbeständen – und das ohne Rücksicht auf Eigentum und tatsächlichem Zustand der Wälder. So soll zum Beispiel der Illyrische Buchenwald in Kärnten in einem Ausmaß von 70.000 ha vorhanden sein, obwohl lt. Forstinventur der Gesamtanteil der Buche in Kärnten in diesem Ausmaß vorhanden ist. Auch die Vorgehensweise ist nicht nachvollziehbar; es sollen Schutzgebiete ausgewiesen werden, ohne zu wissen, ob die Schutzgüter überhaupt vorhanden sind. Durch die nun geplanten Ausweisungen „kann“ (wird) es zu Beschränkungen in der Bewirtschaftung kommen. Auflagen bei Schlägerungen (Illyrischer Rotbuchenwald), län-

gere und teurere Verfahren (Grünes Koboldmoos) oder Einschränkungen bei der Düngung oder bei der Mahd (Berg-Mähwiesen) stehen im Raum. Ist man ehrlich, dann kann zum jetzigen Zeitpunkt keiner eine seriöse Antwort darauf geben, welche Einschränkungen zu erwarten sind. Dies ist auch nicht verwunderlich, wenn man sich die Vorgehensweise ansieht, mit welcher man an die Sache herangegangen ist: Natura 2000-Gebiete vorzuschlagen, ohne wirklich genau zu wissen, ob das Schutzgut dort überhaupt vorkommt und welche Einschränkungen damit verbunden sind – da ist es kaum verwunderlich, dass sich die betroffenen Grundeigentümer dagegen wehren. Nahezu alle bisher betroffenen Grundeigentümer haben sich dahingehend bereits negativ geäußert. Neben der „Nicht-Einbeziehung der Grundeigentümer“ ist nach wie vor nicht geregelt, ob es infolge von Natura 2000-Ausweisungen überhaupt ein Entschädigungsanspruch nach dem Kärntner Naturschutzgesetz gibt. Die LK Kärnten forderte daher die Kärntner Landesregierung

LAK-Måthe Ein Mann aus der Stadt trifft einen Melker, der seine Kühe weidet, fragt der Städter nach der Uhrzeit. Daraufhin lüpft der Melker das Kuheuter und antwortet: „Zwölf!“ Da staunt der Mann: „Ich wusste gar nicht, dass man am Gewicht des Euters die Zeit erkennen kann! Beeindruckend!“ „Kann man auch nicht“, sagt der Melker und rollt mit den Augen, „Sobald ich es hochziehe, sehe ich die Uhr am Kirchturm!“

auf, nur „Besonderes“ zu schützen. Eine Ausweisung von Gebieten ohne genaue Lokalisierung der betreffenden Schutzgüter wird seitens der LK abgelehnt. Eine entsprechende Meldung der geplanten Schutzgebiete darf nur mit Zustimmung der Grundeigentümer erfolgen – eine entsprechende Möglichkeit der Entschädigung für Europaschutzgebiete vorausgesetzt. HAT DER FÖRSTER NOCH ZUKUNFT? Abgerundet wurde der diesjährige Förstertag durch den Bundesobmann der Österreichischen Förster, Ing. Thomas Baschny. Von 1960 bis 2013 gab es einen Rückgang beim Forstpersonal von 5048 auf 2700 Forstleuten in Österreich (Forstakademiker, Förster, Forstwarte). Entgegengesetzt dazu nahmen die Herausforderungen für Forstleute stark zu, die Aufgaben wurden immer vielfältiger. Waldpädagogik ist heute nahezu genauso wichtig wie forstlicher Revierdienst. Den Herausforderungen, denen sich der österreichische Wald stellen muss, muss sich auch der Förster stellen. Der Förster ist nach wie vor ein „gefragter Mann“ und wird dies auch in Zukunft sein. Der klassische Förster ist jedoch eine „aussterbende Rasse“, der Förster wird immer mehr zum Dienstleister und wird immer vielseitiger. Egal, ob Logistiker, Holzeinkäufer, Holzunternehmer, überall sind Förster anzutreffen. Der Berufsstand muss jedoch auch in Zukunft entsprechend ausgebildet werden und flexibel sein, um das Spielfeld nicht anderen Berufsgruppen (Naturschutzbüros etc.) zu überlassen.

Ofö. Ing. Martin Mayer


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15 Neuer Vorstand im Absolventenverband der Ehrentaler Gartenbaufachschule Margreth Rebernig (wiedergewählt) Erich Hinteregger (wiedergewählt) Andreas Walder (neu) Marianne Zechner (neu) DI Roland Pistrol und Ing.in Manuela Pfeiler

Foto: Fotolia_fotoknirps

Obfrau: Obfrau-Stv.: Kassier: Schriftführerin: Kooptiert:

. . . mit Bildung die Karriereleiter hinauf . . .

Kräuterworkshop Am Freitag, dem 10. Juni 2016, in der Zeit von 15 bis 19 Uhr veranstaltet in der Gartenbaufachschule Ehrental der dortige Absolventenverband einen Kräuterworkshop. Mit der Kräuterexpertin Petra Miklautz

werden nicht nur Wildkräuter gesammelt, sondern diese auch köstlich zubereitet und verkostet. Anmeldungen sind an Frau Miklautz unter Telefon 0664/4593707 zu richten.

Kollektivvertrag für die Dienstnehmer der Betreiber von Golfanlagen im Bundesland Kärnten 1) § 3 Z. 1 Geltungsdauer hat zu lauten: „Dieser Kollektivvertrag tritt mit 1. März 2016 in Kraft.“ Die in der Anlage I angeführten Lohnsätze gelten bis 28. Februar 2017. 2) Die Anlage I (Lohntafel) erhält die Fassung laut Beilage 1. ANLAGE I

GÜLTIG AB 1. MÄRZ 2016

L O H N TA F E L für Mitarbeiter von Golfanlagen im Bundesland Kärnten – Abschluss auf Arbeitnehmerseite von Vertretern der PRO-GE Kärnten Kategorie

Stundenlohn €

1

Headgreenkeeper

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GolffacharbeiterInnen 1. Facharbeiterjahr 2. und 3. Facharbeiterjahr ab dem 4. Facharbeiterjahr

16,02 10,44 11,01 11,60

3

GolfarbeiterInnen Qualifizierte GolfarbeiterInnen

9,87 10,11

4

ReinigungsarbeiterInnen

9,86

Kategorie 5

FerialarbeiterInnen

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Praktikanten

Stundenlohn € 7,02 908,00 bzw. nach freier Vereinbarung

7

Lehrlinge 1. Lehrjahr 2. Lehrjahr 3. Lehrjahr

753,00 913,00 1125,00

Auch Lehrlinge haben Anspruch auf einen Urlaubszuschuss und ein Weihnachtsgeld gem. § 18 dieses KV


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Häuslbauermesse „Häusl bauen“ und „Landarbeiterkammerzugehörigkeit“ sind zwei untrennbar miteinander verwobene Begriffe. Schon allein deshalb ist es selbstverständlich, dass der LAK-Präsident (2. v. l.) an der Eröffnung der Häuslbauermesse teilnimmt. Weitere Eröffnungsgäste: Messepräsident Albert Gunzer, Kelag-Vorstand DI Manfred Freitag, Klagenfurts Bürgermeisterin Dr.in MariaLuise Mathiaschitz und LAbg. Mag. Markus Malle (v. l.). Foto: Thomas Hude

Änderungen bei Elternteilzeit ab 2016 Einem Wunsch der Wirtschaft kam der Gesetzgeber bei der Elternteilzeit nach. Seit 1. 1. 2016 muss die Arbeitszeit von betreuenden Eltern um mindestens 20 Prozent reduziert werden und darf zwölf Wochenstunden nicht unterschreiten. Während bestehende Elternteilzeitvereinbarungen von den Neuerungen unberührt bleiben, kann für ab dem 1. Jänner 2016 geborene Kinder Elternteilzeit nur noch dann durchgesetzt werden, wenn eine Reduzierung der wöchentlichen Normalarbeitszeit um mindestens 20 % verlangt wird. Weiters muss die beantragte Teilzeitbeschäftigung noch mindestens ein Ausmaß von zwölf Wochenstunden erreichen. Dies bedeutet, dass Dienstnehme-

rInnen mit einer Wochenstundenanzahl von weniger als 15 Stunden künftig keinen Anspruch auf Reduzierung der Arbeitszeit mehr haben. Diese Grenze kann nur dann unterschritten werden, wenn der Arbeitgeber zustimmt. Einseitig durchsetzbar ist ei-

Foto: Fotolia_ Marco2811

ne derartige Elternteilzeit freilich nicht mehr. Kommt es zu einer Einigung, gelten aber alle Regeln über die Elternteilzeit. Grundsätzlich ist einsichtig, dass sich Arbeitgeber gegen einen Rechtsanspruch auf „Kleinstbeschäftigungsverhältnisse“ wehren, zum

anderen werden beispielsweise gerade für alleinerziehende Mütter von mehreren Kindern auch zwölf Wochenstunden schon eine große Hürde darstellen. Es wäre aber gerade für diese Personengruppe wünschenswert, einen Fuß im Arbeitsleben behalten zu können. Unberührt blieb die Möglichkeit, aus Gründen der notwendigen Kinderbetreuung lediglich die Lage der Normalarbeitszeit zu verändern. Unverändert sind auch die wesentlichen weiteren Voraussetzungen für die Elternteilzeit: ■ mind. dreijährige Beschäftigungsdauer im Betrieb zum Zeitpunkt des Antritts der Teilzeitbeschäftigung ■ und die Betriebsgröße von mehr als 20 Dienstnehmern.


viel 17 Im Westen nichts Neues

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DI Hubert Malin

Andreas Gleirscher

Andreas Gleirscher, Präsident der Tiroler Landarbeiterkammer, wurde am 23. März zum Vizebürgermeister seiner Heimatgemeinde Neustift im Stubaital gewählt. Anders als in Kärnten determiniert nicht das Wahlergebnis die Position eines Vizebürgermeisters, sondern wird dieser in offener Wahl gekürt. Neustift im Stubaital hat knapp 5000 Einwohner und ist nach Sölden und Matrei in Osttirol die flächenmäßig drittgrößte Gemeinde Tirols und mit über 1 Mio. Nächtigungen im Jahr eines der wichtigsten Tourismuszentren Österreichs.

Bei den im März stattgefundenen Vorarlberger LK-Wahlen waren in der Sektion „Land- und forstwirtschaftliche Dienstnehmer“ 1862 Personen wahlberechtigt, wovon 37,2 Prozent zur Wahlurne schritten. Die Bauernbundliste unter Vizepräsident DI Hubert Malin erzielte 75,6 % (–3,8 %), die Liste der Freiheitlichen Dienstnehmer 24,4 % (+3,8 %); der Mandatsstand blieb mit 4:1 unverändert. Hubert Malin wurde mit überwältigender Mehrheit zum Vizepräsidenten der LK Vorarlberg und zum Vorsitzenden der Sektion Dienstnehmer wiedergewählt.

Mag. Dr. Günter Mösl

Der 43-jährige Kammerjurist Mag. Dr. Günter Mösl wurde mit 1. Jänner 2016 mit den Funktionen eines Kammerdirektors der Tiroler Landarbeiterkammer und der eines Landessekretärs des Tiroler Land- und Forstarbeiterbundes betraut. Er tritt bei beiden Aufgaben in die Fußstapfen des verdienstvollen Dr. Wolfgang Schwaiger. Der 43-jährige ehemalige Rechtsreferent der Tiroler Landarbeiterkammer wohnt mit seiner Familie in Navis und ist dort als Spieler sowohl bei der Theatergruppe als auch bei der Hobbyfußballmannschaft bekannt.

Gütesiegelverleihung Die Österreichischen Bundesforste sind einfach ein Leitbetrieb! FD OFR DI Günther Tragatschnig (3. v. r.) konnte auch heuer wieder das Gütesiegel der Kärntner Gebietskrankenkasse für betriebliche Gesundheitsförderung entgegennehmen. Im St. Veiter Fuchspalast gratulierten in Anwesenheit des LAK-Direktors der Leiter des Fonds „Gesundes Österreich“ Mag. Dr. Klaus Ropin, Sektionsleiter Hon.-Prof. Dr. Gerhard Aigner, Gesundheitsreferentin Erste LHStv.in Dr.in Beate Prettner, GKK-Obmann Georg Steiner, MBA und KGKK-Dir. HR Dr. Johann Lintner (v. l.). Foto: Stefan Hafner


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Marktgemeinde G Marktgemeinde Greifenburg

Spittal an der Drau

KLAGENFURT

GR Sepp Ebenberger

„Mutter Drau“ stellt auch für diese Oberkärntner Gemeinde gleichermaßen Achse und Lebensader dar. Hier eine schöne Allegorie des Kärntner Hauptflusses mitten im Markt.

GR Rupert Moritzer

Seit 2009 Mitglied des Ge- Seit 2015 Mitglied des Gemeinderates und seit 2015 meinderates und des Ausauch des Ausschusses für schusses für „Land- und „Sport und Jugend, Vereine Forstwirtschaft, ländliche und Kultur“ und ErsatzEntwicklung und Ummitglied im Gewelt“ (ÖVP) sowie meindevorstand Ersatzmitglied in sowie Mitglied der Grundverder Gemeinkehrskomdewahlbemission; hörde der nach Besuch Marktgeder Pflichtmeinde Greischulen in fenburg (FPÖ); Greifenburg TEIL 98 nach Besuch der drei Jahre LandVolksschule in Waiwirtschaftliche Fachsach Hauptschule und Poly- schule Litzlhof und anschlietechnischer Lehrgang in Grei- ßend Mechanikerlehre; verfenburg, anschließend Tape- heiratet, zwei Kinder; seit 15 ziererlehre; verheiratet zwei Jahren Kraftfahrer bei der EuKinder; war Kraftfahrer bei rogast, Nebenerwerbsbauer der Firma Winklerbau in Grei- beim Pferdehof und der Jaufenburg, nunmehr Pensionist senstation vlg. Joggl in Hauund betreut seit 2014 als Alm- zendorf, seit 2014 Mitarbeit halter ca. 60 Stück Galtvieh im Maschinenringservice; der Agrargemeinschaft Kühal- seit 22 Jahren Kommandant pe; singt beim „Männervocal der Freiwilligen Feuerwehr Greif“ (Zweiter Bass) und war Hauzendorf, seit 2015 Ge18 Jahre Obmann des Ge- meindefeuerwehrkommansangsvereins „Die Schattseit- dant, Obmann des Pferdener“. zuchtvereines K4 Greifenburg, seit 10 Jahren Halter eines Norikerdeckhengstes, Kassier bei der Nachbarschaft Hauzendorf.

IM

BLICKPUNKT

Ein Blick vom Marktplatz nach Schloss Greifenburg.

Daten der Marktgemeinde Greifenburg EINWOHNERZAHL:

1774

Bildung und Beratung

FLÄCHE:

76,22 km2 G E M E I N D E R AT:

7 ÖVP 4 FPÖ 4 SPÖ


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e Greifenburg

GR Sepp Matitz GR Sepp Matitz Seit 2015 Mitglied des Gemeinderates sowie der Ausschüsse für „Land- und Forstwirtschaft, ländliche Entwicklung und Umwelt“ und „Für die Kontrolle der Gebarung“ sowie der Sprengelwahlbehörde 3/Schattseite der Marktgemeinde Greifenburg (FPÖ) und Kontrollausschussmitglied des Abwasserverbandes Kärnten West; nach Besuch der Volksschule in Waisach und der Hauptschule in Greifenburg drei Jahre Försterschule Bruck/Mur und anschließend Forstfachschule in Waidhofen an der Ybbs; war 14 Jahre Forstwart bei der Gutsverwaltung Warmbad-Villach, anschließend 5 Jahre im Greifenburger Forstbetrieb Haas und seit 2000 in der Herrschaft Stein bzw. in Feistritz Forstwart und Revierjäger bei Fürst Johannes und Graf Markus Orsini-Rosenberg, Nebenerwerbsbauer vlg. Jagapauli in Amlach; Hegeringleiter des Hegeringes Greifenburg-Süd, Obmann der Flößergruppe Greifenburg, Obmann der Nachbarschaft Amlach, Obmannstellvertreter der Jagdhornbläsergruppe Drautalklang, Obmann des Pfarrgemeinderates Waisach, Mitglied im Dekanatsrat; war Mitglied im Diözesanrat.

GR Rupert Moritzer GR Sepp Ebenberger

Der Markt mit der Pfarrkirche im Hintergrund ...

■ Bestehende Arbeitsplätze erhalten und neue schaffen ■ Umfahrung von Greifenburg endlich realisieren ■ Schaffung von Wohnraum im sozialen Wohnbau

... die dem Heiligen Nikolaus geweihte Pfarrkirche in Waisach ...

■ Ermöglichen von barrierefreiem und betreutem Wohnen ■ Gemeinsames Holzmarketing durch Neubelebung der Waldwirtschaftsgemeinschaft ■ Bau eines Radweges entlang der Drau

... und das Filialkirchlein St. Vitus mit dem Friedhof.

Gemeindevorstand ■ Weitere Förderung unserer Vereine

BÜRGERMEISTER:

■ Schaffung von Arbeitsplätzen im Kleingewerbe

DI (FH) Michael Baurecht (ÖVP)

Josef Brandner (ÖVP) 1. VIZEBÜRGERMEISTER: 2. VIZEBÜRGERMEISTER: Alois Pirker (FPÖ) WEITERES MITGLIED: Ing. Berndt Moser (SPÖ)


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Abschied von Ludmilla Benedikt 5. 4. 1932 – 14. 3. 2016 „Man wusste nicht, wo ihr Büro war, aber wenn man sie brauchte, war sie neben dir“. Dies ist einer der Schlüsselsätze, die Präsident Ing. Harald Sucher, als ehemaliger Tanzenberger Schüler auch in eigenen Erinnerungen kramend, an der Bahre von Ludmilla Benedikt in der Pfarrkirche Pörtschach am Berg gegenüber einer großen Trauergemeinde, der auch der St. Veiter Vizebürgermeister Rudi Egger angehörte, aussprach. Ludmilla Benedikt war eine starke Frau, die der Vollversammlung der Kärntner Landarbeiterkammer zwei Jahrzehnte lang angehörte, und allein die Anwesenheit von elf Repräsentanten unserer Institution bewies, dass dieses ihr Netzwerk bis über ihren Tod hinaus hielt. Die Buchhalterin der Tanzenberger Ökonomie, deren Verwalter ihr Mann Hans gewesen ist, war fast drei Jahrzehnte lang die gute Seele von Tanzenberg. Sie kümmerte sich vorrangig um Dienstnehmer, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens zu Hause waren, war aber auch Vertrauensperson und Ansprechpartnerin von Vorgesetzten, Klerikern und Schülern. Wenn es notwendig war, stellte sie ihr Wissen und ihr Können über den Tanzenberger landwirtschaftlichen Betrieb hinaus zur Verfügung. 1991 wurde ihr in Würdigung ihres Lebenswerkes das „Ehrenzeichen des Landes Kärnten“ verliehen. Ihre Sympathie und ihr Interesse ließ sie uns nicht zuletzt dann spüren, wenn sie zwei- oder dreimal im Jahr sich telefonisch mit ihrer unverwechselbaren Stimme erkundigte, wie es „ihrer“ Landarbeiterkammer gehe und sehr oft nicht mit Lob sparte, wenn ihr in unserer Zeitung etwas besonders gut gefiel. Ihre Liebe gehörte ihren beiden Kindern. Wir werden unserer Grande Dame stets ein ehrendes Andenken bewahren!

Abs.: Landarbeiterkammer Kärnten, 9020 Klagenfurt, Bahnhofstraße 44, Telefon 0 46 3/58 70-419, Fax 0 46 3/58 70-420, E-Mail: lak@lakktn.at Internet: www.lakktn.at Erscheinungsort Klagenfurt

Gedruckt nach der Richtlinie „Druckerzeugnisse“ des Österreichischen Umweltzeichens, Samson Druck GmbH, UW-Nr. 837

Verlagspostamt 9020 Klagenfurt – Nr. 02Z030531 M Medieninhaber (Verleger), Herausgeber und Redaktion des Medienwerkes: Landarbeiterkammer für Kärnten, 9020 Klagenfurt, Bahnhofstraße 44. Druckvorstufe: type&sign, Graphikagentur GmbH, Rosentaler Straße 116. Druck: Samsondruck. Offenlegung nach § 25 Mediengesetz: Mitteilungsblatt der Landarbeiterkammer zur Information, Aufklärung und Beratung der Kammerzugehörigen über alle diese betreffenden Belange. Kostenlose Abgabe; keine Anzeigen.

† P.b.b.

VNr. 02Z030531 M


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