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P.b.b. · VNr. 02Z030531 M

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Dienstnehmerehrung 2015:

Das Land schuldet ihnen Dank!

Eine Geste, nicht nur zufällig, sondern auch symbolhaft: Die Repräsentanten des öffentlichen Lebens knien vor jenen Männern und Frauen, die seit Jahrzehnten in der heimischen Land- und Forstwirtschaft wertvolle Arbeit verrichten.

as Gipfelhaus am Magdalensberg bot auch diesmal wieder den adäquaten Rahmen für die Ehrung von DienstnehmernInnen, die bereits 25 und 40 Jahre für Kärntens Landund Forstwirtschaft tätig sind. Die Teilnahme vieler Arbeitgeber weist einmal mehr darauf hin, dass Arbeitsverhältnisse in der Land- und Forstwirtschaft nicht mit jenen in Industrie und Gewerbe vergleichbar sind. Stellvertretend seien

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hier Lagerhauspersonalchef Mag. (FH) Arnulf Dörfler, Gutsherr Peter Goess und Direktor Ing. Sebastian Auernig genannt. Aber auch die Liste der Ehrengäste, die Kärntens Beschäftigten in der Land- und Forstwirtschaft ihre Reverenz erweisen, ist traditionell lang: der stellvertretende Bezirkshauptmann von Klagenfurt-Land Dr. Klaus Bidovec, Magdalensbergs Vizebürgermeisterin Edith Patscheider, die Präsidenten von Landwirt-

schaftskammer und Landarbeiterkammer ÖR Ing. Johann Mößler und Ing. Harald Sucher, die Vizepräsidenten der Landarbeiterkammer Alexander Rachoi und Valentin Zirgoi sowie Bundesrat Bürgermeister Christian Poglitsch, der an diesem Tage den im Landhaus unabkömmlichen Agrarlandesrat vertritt. Krastowitz-Direktor Ing. Rudi Planton heißt in bewährter Manier alle Anwesenden willkommen und

bezeichnet die Tatsache,dass Dienstnehmer und Dienstgeber hier gemeinsam feiern, als schöne Tradition. Vizebürgermeisterin Edith Patscheider entschuldigt ihren ebenfalls sich bei der Landtagssitzung befindlichen Bürgermeister und stellt in herzlichen Worten ihre Heimatgemeinde Magdalensberg vor. Sie nennt die ihr bekannten Land- und Forstarbeiter in ihrer Gemeinde Stützen der heimischen landwirtschaftlichen Betriebe, denen


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Liebe Kammermitglieder! onat für Monat packen ein oder sogar zwei Arriacher ihre Koffer und ziehen weg aus dem Nockgebiet. 92 Arriacher haben ihrer Heimat in den letzten fünf Jahren den Rücken gekehrt und Arriach ist nur eine von 132 Kärntner Gemeinden, wobei es zwei Dritteln gleich ergeht. Jetzt kann man natürlich sagen und annehmen, dass diese Menschen in Radenthein, Villach oder Klagenfurt eine neue Heimat gefunden haben. Doch die Abwanderung betrifft unser Bundesland insgesamt. Im Jahre 2013 haben über 9.800 KärntnerInnen das Land verlassen, die meisten zwischen 15 und 35 Jahre alt und darüber hinaus noch hoch qualifiziert. Kärnten, das zwischen 2008 und 2012 das einzige Bundesland mit einem Bevölkerungsrückgang war, verzeichnete erst 2013 einen minimalen Anstieg der Einwohnerzahl um 0,03 Prozent (plus 164 Einwohner). Das Thema Abwanderung wird zur Gretchenfrage für unser Land. Kärnten ist das einzige Bundesland, dessen Bevölkerung nicht wächst, sondern schrumpft. Während die Gesamtbevölkerung Österreichs laut Statistik Austria bis 2030 um 6,2 Prozent wachsen wird, muss Kärnten mit einem Rückgang von 1,7 Prozent rechnen. In unzähligen Liedern, Gedichten und Reportagen preisen wir unsere Heimat, „dås Schåtzale“, als liebens- und lebenswertestes Land der Erde. Selbstverständlich werden auch Wüsten- und Dschungelbewohner sowie die Inuits und Samen im eisigen Norden eine emotionale Beziehung zu jenem Landstrich, in dem sie hineingeboren wurden, haben. Aber auch objektiv gesehen – soweit dies möglich ist – spricht einiges für unser Land: Wir leben noch immer in einer gemäßigten Klimazone und dürfen verschiedenste Vegetationsformen erleben. Die vier großen und unzählige kleine Seen machen unser Land ebenso unverwechselbar wie die Möglichkeit, mit Turnschuhen im Nock-

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gebiet auf bis zu 2.500 Meter wandern zu gehen. Wir besitzen die meisten Golfplätze Österreichs und man kann jeglichem Freizeitvergnügen ebenso nachjagen, wie auch Abenteuersportarten ausüben. Wir sind exakt am Schnittpunkt der drei großen europäischen Kulturen und Sprachfamilien und können es uns leisten, in zwei Stunden auf einen Hupfer ans Meer zu fahren. Wahllos können wir viele auf der ganzen Welt bekannte kreative Menschen nennen: Von Ingeborg Bachmann über Peter Handke bis zu den Malern des Nötscher Kreises spannt sich hier ein weiter Bogen. Wir sehen uns in unserem Selbstverständnis als umgängliche und freundliche Zeitgenossen, die kommunikativ und den Genüssen des Lebens zugewandt sind. Zu allem Überfluss wird uns dies von Millionen Touristen ebenso bestätigt wie diese auch den Reiz und die Schönheit der Kärntner Landschaft preisen. Warum zum Teufel wollen dann so viele wegziehen? Was unterscheidet uns von vergleichsweise gleich ländlich strukturierten Bundesländern wie Tirol oder Salzburg? Hierauf eine ehrliche Antwort zu finden, wäre einmal Aufgabe der hiesigen (nicht nur) politischen Eliten. Ist es wirklich nur ein grausamer Zufall, dass der größte Bankenskandal der Republik bei uns stattfand? Warum sehen so viele Menschen keine Perspektive im eigenen Bundesland? Knapp 74 Prozent der Abwanderer gehen mangels adäquater Ausbildungsmöglichkeit, mangels adäquater Arbeitsstelle oder weil überhaupt keine Arbeit zur Verfügung steht. Fragt man nach, kristallisiert sich heraus, dass 52 Prozent unserer Abwanderer bei besserer Perspektive in Kärnten geblieben wären. Wir sind es unserem Land, unserer Geschichte und vor allem den künftigen Generationen schuldig, hier (nicht nur verbale) Antworten zu finden! Präs. Ing. Harald Sucher

Fortsetzung von Seite 1

die volle Wertschätzung der Öffentlichkeit gelte. Auch Bürgermeister Bundesrat Christian Poglitsch spinnt dieses Thema weiter und betont, dass gerade er als Unternehmer sich sehr bewusst ist, wie unabdingbar und wertvoll gute Mitarbeiter für jeden Betrieb seien. Präsident ÖR Ing. Johann Mößler erklärt glaubwürdig, dass er sich jedes Jahr auf diesen Termin freue und führt aus, dass das Miteinander zwischen Betriebsführern und Dienstnehmern über Erfolg und Mißerfolg der Betriebe entscheide. Er erzählt von zwei Reisen – einmal nach Frankreich, das andere Mal nach Rumänien –, bei denen er erschrocken feststellte, wie weit die Landflucht in diesen beiden romanischen Ländern schon gediehen sei und wie nachteilig sich dies auf die Infrastruktur und auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt der wenigen am Land Verbliebenen auswirke. „Wir haben das Glück, in einem lebenswerten Kärnten zu leben“, so der Präsident weiter und endet dann mit dem Bekenntnis: „Wir Bauern und unsere Mitarbeiter pflegen bestes Einvernehmen und diesen gemeinsamen Weg soll man auch nach vorne blickend weitergehen!“ Präsident Ing. Harald Sucher zollt vorerst der Tatsache Rechnung, dass 24 DienstnehmerInnen für 25 Jahre und 7 DienstnehmerInnen für 40 Jahre geehrt werden und spricht deshalb scherzhaft von einem „880Jahre-Jubiläum“. Die Geehrten kämen vom Gartenbau, aus Lagerhäusern sowie forst- und landwirtschaftlichen Betrieben, führt der oberste Landarbeiterkämme-


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3 AUCH DREI MITGLIEDER UNSERER VOLLVERSAMMLUNG FEIERTEN DAS „SILBERNE“ ARBEITSJUBILÄUM ...

... der Lavanttaler Ferdinand Walzl...

... die Jauntalerin Hildegard Jessernig und

... der Tiebeltaler Gerald Lagler.

Sangen sich erstmals in die Ohren und Herzen der Zuhörer: Das Quartett Wörthersee u. d. Ltg. v. Karin Pettauer (2. v. l.).

rer aus und bezeichnet sie als Perlen der heimischen Wirtschaft, die stets loyal zu ihren Betrieben stünden. Dass wir und auch viele unserer Gäste in einem so ansprechenden Naturraum leben dürfen, sei nicht zuletzt diesen Menschen geschuldet. Das höchste Gut der Betriebe seien die ArbeiternehmerInnen, ruft der Präsident aus und beendet mit einigen selbsterlebten Beispielen seine beeindruckende Festansprache. Besonders sei Landesrat DI Christian Benger bedankt, der auch heuer wieder die Ehrungsprämien zur Verfügung stellte!

Ihm hört man zu: Präsident Ing. Harald Sucher bei seiner Festansprache.


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DIENSTNEHMER

Für

Vier – Erwin Weger (5 v. l.), Guido Prenter (6. v. l.), Helga Fritz (Mi.) und Günter Michenthaler (4. v. r.) – von sieben „Vierzigern“ mit den Ehrengästen: LK-Präs. ÖR Ing. Hans Mößler, LAK-Vzpr. Valentin Zirgoi, Magdalensbergs Vizebürgermeisterin Edith Patscheider, LAK-Vzpr. Alexander Rachoi, LagerhausPersonalchef Mag. (FH) Arnulf Dörfler, LAK-Präs. Ing Harald Sucher, BR Bgm. Christian Poglitsch und BezirkshauptmannStv. Dr. Klaus Bidovec (v. l.).

. . . mit Bildung die Karriereleiter hinauf . . .

40 JÄHRIGE

BERUFSZUGEHÖRIGKEIT wurden geehrt: Hans Ferlitsch, St. Stefan/Gailtal Helga Fritz, Kappel/Krappfeld LWD i. R. DI Rudolf Fritzer, Feldkirchen Günter Michenthaler, Strugarjach Margit Nortschitsch, Miklauzhof Guido Prenter, St. Veit/Glan Erwin Weger, Gmünd

merh e n t s Dien 2015 g n u r h e


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5 EREHRUNG 2015

Für

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„Die 25-Jährigen“ mit den Ehrengästen.

JÄHRIGE

BERUFSZUGEHÖRIGKEIT wurden geehrt: Wolfgang Baumann, Völkermarkt Peter Gigler, Althofen Werner Michael Granitzer, Radenthein Josef Huber, Maria Saal KRin GRin Hildegard Jessernig, Eberndorf Helmut Krop, Bleiburg KR BRV Gerald Lagler, Feldkirchen Günther Hermann Macher, St. Veit/Glan Heimo Nagl, Moosburg Adolf Nessler, Maria Saal Erika Neukart, Guttaring Gerhard Niederbichler, Gnesau

Alexandra Oberortner, Klagenfurt Heinz Petutschnig, Lendorf Sigrid Petutschnig, Maria Saal Werner Podgornik, Bleiburg Peter Reicht, Feistritz/Rosental Ing. Martin Trabesinger, Feistritz/Rosental Karl Traußnig, St. Margarethen/Lavanttal Herbert Walder, Fresach Ing. Leonhard Wallisch, Klagenfurt-Viktring KR Ferdinand Walzl, Bad St. Leonhard Ilse Wolf, Grafenstein Ewald Wurzer, Metnitz


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„Die grüne Kraft am Lande“ unter den wohlwollenden Blicken der Altvorderen: Lagerhaus-Kammerräte Hermann Besser und Karl-Heinz Joham (vo.), Gottfried Kilzer und Georg Luschin (hi.).

Von Döllach bis St. Kanzian sind unsere Kammerräte zuhause: Georg Granig (re.) und GR Christoph Lach.

Solidaritätsfonds ei der am Barbaratag des Vorjahres in Schloss Krastowitz abgehaltenen Vollversammlung referierte vorweg der promovierte Volkskundler und Obmann der Kärntner Landsmannschaft, Dr. Heimo Schinnerl, über das Brauchtum des Tages und die Zeit zwischen Martini und Maria Lichtmess. Anschließend führte uns der Geschäftsführer der Bevorrechteten Schuldnerberatung in Kärnten, Mag. Karl Kleindl, in die rechtlichen Grundlagen einer Privatinsolvenz ein und gibt Einblick in die Tätigkeit seiner gemeinnützigen Institution, die zu fast 100 Prozent vom Land Kärnten subventioniert wird. In eingehenden Gesprächen versuchen die JuristenInnen der Schuldnerberatung einen Überblick über den tatsächlichen Schuldenstand zu gewinnen, um dann in Zusammenwirken mit dem Klienten eine Problemlösung herbeizuführen. Die ersten und gelindesten Schritte sind der Abschluss

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■ Mag. Kleindl und Dr. Schinnerl sprechen vor den KammerrätenInnen ■ Voranschlag 2016 ■ Ausschüsse konstituiert von Stundungen und Ratenzahlungen bzw. das Anbieten einer bestimmten Quote, um einen außergerichtlichen Ausgleich durchzusetzen. Sollte dies nicht funktionieren, kommt man nicht umhin, einen Privatkonkurs anzumelden und einen geeigneten Zahlungsplan vorzulegen. Eine Summen- und Kopfmehrheit der Gläubiger muss dem zustimmen und innert einer Frist von fünf Jahren ist die vereinbarte Summe zurückzuzahlen. Sollte dieser Privatkonkurs scheitern, gibt es noch die Möglichkeit, über sieben Jahre ein sogenanntes Abschöpfungsverfahren, bei dem zumindest 10 Prozent der Schuld zurückgezahlt werden müssen, über sich ergehen zu lassen.

Die Schuldnerberatung hat mehr als 1000 Erstkontakte im Jahr und macht immer häufiger die Erfahrung, dass bei den Schuldnern sehr oft die zur Abwicklung des Privatkonkurses notwendigen € 600,– nicht vorhanden sind. In einer sehr angeregten Diskussion, an der sich viele KammerräteInnen beteiligten, werden spezielle Aspekte dieser Problematik intensiviert besprochen. Von allen Vollversammlungsmitgliedern wurde ein Antrag auf Errichtung eines Solidaritätsfonds unterschrieben. Auf einem eigenen Sparbuch wurde zu diesem Zwecke zur Unterstützung von unverschuldet in Not oder Krankheit geratenen Kammermitgliedern ein Betrag, über dessen Verwendung natürlich

der Vorstand entscheidet, hinterlegt. Präsident, Erster Vizepräsident und KAD berichten über den Voranschlag für das Haushaltsjahr 2016, der letztlich von allen Vollversammlungsmitgliedern akzeptiert wird. Im Anschluss an die Vollversammlung, bei der zu Beginn die Ersatzkammerräte Ing. Felix Paulitsch, MBA und Georg Granig von Präsident Ing. Harald Sucher angelobt wurden, konstituierten sich die Ausschüsse für „Finanzen und Förderung“ sowie für „Recht und Soziales“. Damit sind mit dem Kontrollausschuss alle Ausschüsse konstituiert. Als Ausschussvorsitzende wurden Mario Duschek, Ing.in Elisabeth Kraxner und Herbert Twardon gewählt.


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Das Präsidium

Blick in die Vollversammlung

eingerichtet

„Die Armut ist weiblich und die Schulden männlich.“ Der Geschäftsführer der Kärntner Schuldnerberatung“, Mag. Charly Kleindl, bei seinen Ausführungen über Privatkonkurs, Schuldenregulierungsverfahren, Abschöpfungsverfahren etc.

ng u l m m rsa 015 Vollve 2 r e b em im Dez

Nach fünf Hofräten wahrt nun MMag.a Renate Scherling, M.A. die Interessen des Landes bei uns.

„St. Barbara weist die Zukunft.“ Der Obmann der Kärntner Landsmannschaft und promovierte Volkskundler Dr. Heimo Schinnerl bei seinem Vortrag über vorweihnachtliches Brauchtum.


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Stadtgemeinde Ferlach KR GR DI Marinka Mader-Tschertou in

■ Erhaltung und Verbesserung der öffentlichen Busverbindungen in den Randgebieten der Gemeinde ■ Forcierung des Tourismus in den peripheren Gebieten ■ Wertschätzung von erbrachten Leistungen der Bewohner von Randgebieten ■ Etablierung eines Regiomobils als Kommunaltaxi für das Gemeindegebiet ■ Finanzielle Gleichbehandlung des privaten zweisprachigen Kindergartens „Jaz in Ti – Du und Ich“ ■ Schaffung von neuen

in

in

Arbeitsplätzen (Green Jobs), um Jugendlichen das Bleiben in der Gemeinde zu ermöglichen ■ Höhere Förderung des ländlichen Wegenetzes durch die Gemeinde ■ Mitsprache der Grundeigentümer bei den Flächenausweisungen und Managementplänen zur Natura 2000 ■ Klares Nein der Gemeinde zu TTIP, CETA, TISA ■ Forcierung und Förderung von erneuerbaren Energien

KLAGENFURT Ferlach

KRin GRin DIin Marinka Mader-Tschertou Seit 2015 Mitglied des Gemeinderates sowie der Ausschüsse für „Familien, Gesundheit und Soziales“, „Wirtschaft, Land- und Forstwirtschaft“ und „Kontrolle der Gebarung“ in der Stadtgemeinde Ferlach (VS/WG). Seit 2011 als Kammerrätin (Südkärntner Bäuerinnen und Bauern/Skupnost južnokoroških kmetic in kmetov) Mitglied der Vollversammlung der Kärntner Landwirtschaftskammer und Obmann-Stellvertreterin des Ausschusses für „Rechts-, Steuer- und Sozialpolitik“ sowie Mitglied der LK-Ausschüsse für „Jugend, Bäuerinnen, Bildung, Bera-

Stadtrat: BÜRGERMEISTER: Ingo Appè (SPÖ) 1. VIZEBÜRGERMEISTER: Christian Gamsler (SPÖ) 2. VIZEBÜRGERMEISTER: Astrid Kirschner-Mak (SPÖ) WEITERE MITGLIEDER: Franz Wutte (SPÖ) Ing. Sven Skjellet (ÖVP) Ervin Hukarevic` (SPÖ) Dr. Franz Wutti (VS-WG) „Die Tourismusregion“ in der Gemeinde Ferlach: der Tschauˇ kofall in der Tscheppaschlucht/Cepa.

tung und Öffentlichkeitsarbeit“, „Bergbauern und benachteiligte Gebiete“ und „Biolandbau“; nach Besuch der Volksschule in WindischBleiberg/Slovenji Plajberk Matura am Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium für Slowenen in Klagenfurt,


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BLICKPUNKT TEIL 97 Studium an der Universität für Bodenkultur mit den Schwerpunkten „Stallbautechnik“ und „Weinbau“, Graduierung zur Diplomingenieurin und Absolvierung der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik in Wien/Ober St. Veit; Bäuerin vlg. Najek in Windisch-Bleiberg und seit 2013 halbtags bei der Kmeˇcka izobraževalna skupnost/Bäuerlichen Bildungsgemeinschaft Südkärnten (KIS) für Büround Organisationsarbeiten zuständig; verheiratet, vier Kinder; Obmann-Stellvertreterin des Elternvereines der Volksschule 1 in Ferlach, Obmann-Stellvertreterin der KIS und Schriftführerin der Weggenossenschaft SingerbergDolina/Žingarica-Dolina.

Ein Blick auf Windisch-Bleiberg, das Bodental/Poden, den alten Loiblpass/Stari Ljubelj und die Karawanken.

Daten der Stadtgemeinde Ferlach/Borovlje EINWOHNERZAHL:

7169 FLÄCHE:

117,31 km2 G E M E I N D E R AT:

15 SPÖ 5 ÖVP 3 Volilna Skupnost/ Wahlgemeinschaft (VS/WG) 2 FPÖ 2 Grüne

Ein Marterl berichtet von einem Grubenunglück aus der Zeit, wo in Windisch-Bleiberg noch Blei abgebaut wurde (li.) und die zweite Tafel erzählt vom tragischen Tod eines jungen Einheimischen, der bei einem Traktorunfall das Leben ließ.


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KOLLEKTIVVERTRÄGE K O L L E K T I V V E R T R A G F O R S T- U N D S Ä G E A R B E I T E R Anlage I – gültig ab 1. Jänner 2016 Lohntafel für Forstarbeiter und Sonderlöhne

1.

2. 3. 4. 5. 6. 7.

Zeitlohn € 6,15 7,50 8,85 6,83 9,16 9,68 9,93 9,99 10,29

Kategorie Lehrling im 1. Lehrjahr Lehrling im 2. Lehrjahr Lehrling im 3. Lehrjahr FerialarbeiterIn HilfsarbeiterIn Angelernte/r ForstarbeiterIn ForstgartenfacharbeiterIn mit Prüfung VorarbeiterIn ohne Forstgartenfacharbeiterprüfung VorarbeiterIn mit Forstgartenfacharbeiterprüfung

Kategorie Zeitlohn € 8. VorarbeiterIn ohne Forstgartenfacharbeiterprüfung; ForstfacharbeiterIn mit Prüfung; ForstarbeiterInnen, die Professionistenarbeit verrichten, 11,04 für die Dauer dieser Verwendung; Lastkraftwagen- und TraktorfahrerIn sowie Maschinisten 9. VorarbeiterIn mit Forstfacharbeiterprüfung; gelernte Professionisten wie z. B. MaurerIn, 11,37 MechanikerIn etc. 10. ForstwirtschaftsmeisterIn 11,72

Anlage II – gültig ab 1. Jänner 2016 Lohntafel für Sägearbeiter 1. 2. 3.

Zeitlohn € 9,39 9,88 11,38

HilfsarbeiterInnen angelernte ArbeiterIn an Holzbearbeitungsmaschinen SpezialfacharbeiterIn, GatteristIn

KOLLEKTIVVERTRAG GARTENBAU Abschluss auf Arbeitnehmerseite von Bundesvertretern der PRO-GE Kärnten I. Lohntafel Anlage I Seit 1. Jänner 2016 gelten die nachfolgenden kollektivvertraglichen Mindestlöhne für die Dienstnehmer in den Gartenbaubetrieben Kärntens: Stundenlohn €

Pos. Kategorie 1. GärtnermeisterIn 2. ObergärtnerIn (VorarbeiterIn) 3. GärtnerfacharbeiterIn 1. Facharbeiterjahr 2. und 3. Facharbeiterjahr ab dem 4. Facharbeiterjahr 4. Qualifizierte GartenarbeiterInnen 5. GartenarbeiterInnen Praktikantenentschädigung gem. § 9 Z. 3: Praktikanten der Fachschulen Praktikanten der Mittelschulen

11,22 10,00 8,04 8,68 9,18 7,78 7,55

II. Bewertung der Sachbezüge Anlage II Volle freie Station Freie Verpflegung Freie Wohnung Freie Beheizung und Beleuchtung

€ 196,20 monatlich € 156,97 monatlich € 19,62 monatlich € 19,62 monatlich

III. Lohntafel Anlage III LEHRLINGSENTSCHÄDIGUNGEN Lehrling im 1. Lehrjahr monatlich Lehrling im 2. Lehrjahr monatlich Lehrling im 3. Lehrjahr monatlich

€ 445,00 € 501,00 € 681,00

501,00 681,00

Auch Lehrlinge haben Anspruch auf einen Urlaubszuschuss und ein Weihnachtsgeld gemäß § 17 dieses Kollektivvertrages. Falls Lehrlinge volle oder teilweise freie Station in Anspruch nehmen, sind hierfür die entsprechenden Werte nach Anlage II auf die Lehrlingsentschädigung anzurechnen.

§ 9 Z. 4 hat zu lauten: „Praktikanten der Gartenbaufachschule(n) erhalten für die Dauer der im jeweiligen Lehrplan vorgeschriebenen Lehrpraxis eine Entschädigung in der Höhe von monatlich 493,50 Euro für den gesamten Zei-

traum. Diese Praktikanten sind Lehrlingen im Sinne der Kärntner land- und forstwirtschaftlichen Berufsausbildungsverordnung arbeitsrechtlich gleichgestellt und es ist ein befristeter Lehrvertrag abzuschließen.“

KOLLEKTIVVERTRAG für Arbeiter der Kärntner Maschinenring-Service Kärnten eGen · Abschluss auf Arbeitnehmerseite von Vertretern der PRO-GE Kärnten Lohnordnung II – Stunden- und Taglöhner gültig ab 1. 1. 2016 bis 31. 12. 2016

Lohnordnung I – Voll- und Teilzeitbeschäftigte gültig ab 1. 1. 2016 bis 31. 12. 2016 Berufskategorie 1

Stundenlohn € (brutto/netto)

Berufskategorie

Stundenlohn € (brutto/netto)

1

GärtnerIn mit Lehrabschlussprüfung im Lehrberuf LandschaftsgärtnerIn

13,92

8,90

2

GrünanlagenpflegerIn, qualifiziert tätig

11,31

GrünanlagenpflegerIn, hilfstätig

7,63

3

GrünanlagenpflegerIn, hilfstätig

MaschinenführerIn

8,24

4

MaschinenführerIn

10,56

11,13

5

Land-, ForstarbeiterIn mit Facharbeiterprüfung

14,10

8,75

6

Land-, ForstarbeiterIn, qualifiziert tätig

11,00

7

ArbeiterIn

GärtnerIn mit Lehrabschlussprüfung im Lehrberuf LandschaftsgärtnerIn

10,98

2

GrünanlagenpflegerIn, qualifiziert tätig

3 4 5

Land-, ForstarbeiterIn mit Facharbeiterprüfung

6

Land-, ForstarbeiterIn, qualifiziert tätig

7

ArbeiterIn, hilfstätig

7,88

9,60

9,93

Im Bruttolohn der Stunden- und Taglöhner sind allfällige Sonderzahlungen und Urlaubsentschädigungen mit abgegolten.


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Baum des Jahres 2016

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Die Eiche

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A LT E , K N O R R I G E G E S E L L E N U N D W I C H T I G E B E G L E I T E R D E R M E N S C H E N ie Eiche (Gattung: Quercus) zählt zu den wichtigsten Laubbaumgattungen der Nordhalbkugel und ist mit etwa 500 bis 600 Arten in Europa, Süd-, Südost- und Vorderasien, Nord- und Mittelamerika vertreten. Stieleiche und Traubeneiche sind die häufigsten Eichenarten Mitteleuropas und am Aufbau unterschiedlicher Waldgesellschaften beteiligt. Eichen gehören zu den langsam wachsenden Bäumen und werden selten größer als 35 bis 40 Meter. Sie entwickeln dabei jedoch imposante Baumkronen und dicke Stämme. Abhängig von Art und Standort können Eichen mitunter beachtliche Alter erreichen und bis zu 800 Jahre alt werden, in Einzelfällen sogar weit über 1.000 Jahre.

Copyright 2015 Kuratorium Wald

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Die markanten und auffälligen Früchte der Eichen werden Eicheln genannt und sitzen in typischen halbrunden „Kappen“. Sie erhalten zahlreiche Gerb- und Bitterstoffe und sind daher im rohen Zustand für den Menschen ungenießbar. Für Wildtiere und Schweine stellen Eicheln jedoch eine wichtige Kohlenhydratquelle dar und werden gerne von Vögeln und Kleinsäugern als Wintervorräte vergraben. Eichenholz ist besonders fest und langlebig und gilt als äußerst witterungsbeständig, weshalb es als wertvolles Bau- und Schreinerholz Verwendung findet. Möbel, Fässer oder Fußböden werden aus dem Holz der Eiche hergestellt und auch im Wasserbau findet es seinen Einsatz. Das Holz besitzt zudem einen hohen Brennwert, trocknet je-

doch nur sehr langsam. Aufgrund seines hohen Anteils an Gerbstoffen ist vor allem das Kernholz äußerst resistent gegenüber Insektenfraß und Wurmbefall. ERHÖHTE AUFMERKSAMKEIT IM ZUGE D E S K L I M AWA N D E L S Copyright 2015 Kuratorium Wald

Vor allem alte Eichen stellen ökologisch wertvolle Strukturen dar und sind als Lebensraum und Unterschlupf von zentraler Bedeutung für zahlreiche teils seltene und gefährdete Arten. Besonders Käfer, Schmetterlinge und andere Insekten (z. B. Großer Eichenbock, Hirschkäfer, Eichenwickler), aber auch unzählige Vögel, Fledermäuse oder Kleinsäuger sind mehr oder weniger an Eichen gebunden.

Im Zuge des Klimawandels erlangt die stresstolerante Eiche zusätzlich ein hohes Maß an Aufmerksamkeit im Rahmen der waldbaulichen Bewirtschaftung, da sie aufgrund ihrer ausgeprägten ökologischen Eigenschaften ein hohes Anpassungs- und Regenerationspotenzial zeigt und in der Lage ist, flexibel auf sich verändernde Umweltbedingungen und extreme Trockenperioden zu reagieren und diese gut zu überstehen. Ähnlich der Weißtanne sind auch Eichen durch ihr tiefgreifendes Wurzelsystem sehr gut im Boden verankert, erschließen tiefere Bodenschichten und sind besonders stand- und sturmfest. Die Bäume haben jedoch einen großen Lichtbedarf und leiden unter dem Konkurrenzdruck in dichten Beständen. Zusätzlich werden Eichen bevorzugt verbissen, weshalb sich überhöhte Wildbestände negativ auf die natürliche Eichenverjüngung auswirken. In der Forstwirtschaft bedarf es daher eines waldbaulichen Geschickes, Eichen in Mischbeständen erfolgreich zu etablieren und dauerhaft zu erhalten.


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Wichtige Werte Befreiungsrichtsätze für Rundfunk- und Fernseh- sowie Telefongebühr 1 Person . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .€ 988,71 2 Personen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .€ 1.482,41 Absetzbetrag für weitere Personen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .€ 152,60 Gemäß § 1 Fernsprechentgeltzuschussverordnung (FEZVO) stand bisher dem einzelnen Anspruchsberechtigten monatlich eine Zuschussleistung in der Höhe von € 13,81 zu. Dieser Wert wurde mit der VO BGBl. II Nr. 180/2011 (per Inkrafttreten 1. 7. 2011) auf € 10,– reduziert. Bewertung der Sachbezüge für Zwecke des Steuerabzuges und der Sozialversicherung Wert der vollen freien Station (Wohnung, Beheizung, Beleuchtung, Verpflegung): Monatlich €196,20. Wird die volle freie Station auch den Familienangehörigen gewährt, erhöht sich diese bei Ehegatten (Lebensgefährten) um 80 %, für jedes Kind bis zum 6. Lebensjahr um 30 %, für jedes nicht volljährige Kind über 6 Jahren um 40 % und jedes volljährige Kind um 80 %. Deputate in der Land- und Forstwirtschaft Der Wert der Wohnungen, die Arbeitern in der Land- und Forstwirtschaft kostenlos oder verbilligt zur Verfügung gestellt werden, beträgt jährlich €190,80. Für ständig in der Land- und Forstwirtschaft beschäftigte Angestellte gelten für das Grunddeputat (freie Wohnung, Beheizung, Beleuchtung) folgende Sachbezüge: Kategorie nach KV I II und III IV und V VI

Familienerhalter € 60,31 € 71,94 € 81,39 € 95,92

Alleinstehend € 30,52 € 38,51 € 42,87 € 50,87

in Bereichen, die einer Parkraumbewirtschaftung unterliegen, auf einem Abstelloder Garagenplatz des Arbeitgebers zu parken, ist ein Sachbezug von monatlich € 14,53 anzusetzen. Zinsersparnis bei Arbeitgeberdarlehen Die Zinsersparnis bei Arbeitgeberdarlehen sinkt ab 2016 auf 1 % des aushaftenden Kapitals (entweder kontokorrentmäßig oder nach Monatsständen gerechnet). Die Zinsersparnis für Arbeitgeberdarlehen bis € 7.300,– ist weder SV-beitragspflichtig noch lohnsteuerpflichtig. Bei höheren Arbeitgeberdarlehen ist der Sachbezug für die Zinsersparnis nur für den übersteigenden Betrag anzusetzen. Privatnutzung eines arbeitgebereigenen Handys (mit Freisprecheinrichtung) Für Mobiltelefone, die der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer zur dienstlichen Nutzung zur Verfügung stellt, ist kein Sachbezug anzusetzen, auch wenn fallweise damit Privatgespräche geführt werden. Wird das Mobiltelefon jedoch in erheblichem Ausmaß privat genutzt, so wären die anteiligen tatsächlichen Kosten als Sachbezug zuzurechnen (Achtung wegen Einzelgesprächsnachweis auf Telefonrechnung).

Werden nur einzelne Bestandteile des Grunddeputats gewährt, dann sind anzusetzen: Wohnung mit 40 %, Heizung mit 50 % und Beleuchtung mit 10 %.

Sozialhilferichtsätze Mindeststandards nach dem Kärntner Mindestsicherungsgesetz (K-MSG) für das Jahr 2016 (Stand: 1. 1. 2016)

Privatnutzung des arbeitgebereigenen Kraftfahrzeuges Neuregelung ab 2016: Für die Nutzung des arbeitgebereigenen Kfz für nicht beruflich veranlasste Fahrten einschließlich der Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte ist ein Sachbezug von 2 % der tatsächlichen Anschaffungskosten (einschließlich USt und NoVA), maximal jedoch monatlich € 960,– (bis 31. 12. 2015: € 720,–) anzusetzen. Beträgt die monatliche Fahrtstrecke für Privatfahrten (einschließlich Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte) nicht mehr als 500 km, ist der Sachbezugswert zu halbieren (1 %, maximal € 480,– bzw. bis 31. 12. 2015: € 360,–). Bei PKW mit niedrigeren Emissionswerten bleibt der Sachbezug weiterhin bei 1,5 %: Grenze bei 2016: 130 g/km, Wert sinkt ab 2017 jährlich um 3 g, ab 2020 118 g/km. Für Fahrzeuge mit 0 g entfällt für 2016 bis 2020 der Sachbezug.

Mindeststandards für . . .

Privatnutzung eines arbeitgebereigenen Kfz-Abstell- oder Garagenplatzes Besteht für den Arbeitnehmer die Möglichkeit, das für die Fahrten Wohnung–Arbeitsstätte genutzte Kfz während der Arbeitszeit

Alleinstehende bzw. AlleinerzieherInnen (100 vH) € 838,00 Alleinstehende Personen, für die ein Anspruch auf Familienbeihilfe besteht (80 vH) € 670,40 Volljährige Personen, die mit einer anderen volljährigen Personen im gemeinsamen Haushalt leben: 1. pro Person (75 vH) € 628,50 2. ab der dritten hilfesuchenden Person, wenn diese einer anderen Person im gemeinsamen Haushalt gegenüber unterhaltsberechtigt ist (50 vH): € 419,00 3. volljährige Person in Haushaltsgemeinschaft mit Anspruch auf Familienbeihilfe (50 vH) € 419,00 Minderjährige Personen, für die Anspruch auf Familienbeihilfe besteht und die mit mindestens einer volljährigen Person im gemeinsamen Haushalt leben: 1. für das älteste, die zweit- und drittälteste Person (18 vH) € 150,84 2. ab der viertältesten Person (15 vH) € 125,70

Möglicher Erhöhungsbetrag: Soziale Mindestsicherung der älteren Generation iSd § 12a K-MSG (10 vH) € 83,80 Taschengeld iSd § 11 Abs. 2 K-MSG (18 vH) € 150,84 Vermögensfreibetrag iSd § 6 Abs. 7 lit. d K-MSG: Für Alleinstehende (500 vH) € 4.190,00 Vermögensfreibetrag iSd § 6 Abs. 7 lit. d K-MSG für Person in Haushaltsgemeinschaft (375 vH) € 3.142,50 Richtsätze für Pflegekindergeld § 1 Pflegekindergeld 1) Das Pflegekindergeld beträgt monatlich: a) für Minderjährige bis Vollendung des 10. Lebensjahres € 505,00 b) für Minderjährige ab Vollendung des 10. Lebensjahres € 540,00 2) Anspruch auf Auszahlung des Pflegekindergeldes in der Höhe des Richtsatzes nach Abs. 1 lit. b besteht ab dem Monat, in dem der/die Minderjährige das 10. Lebensjahr vollendet. 3) Besteht kein Anspruch auf Familienbeihilfe, so ist der in Betracht kommende Richtsatz (Abs. 1 lit. a. und b) um einen Betrag zu erhöhen, der der Familienbeihilfe nach den Bestimmungen des Familienlastenausgleichsgesetzes 1967, BGBl. Nr. 376/1967, zuletzt geändert durch das Gesetz BGBl. I Nr. 50/2015, entspricht. 4) In den Monaten Juni und Dezember eines jeden Jahres gebührt eine Sonderzahlung in der Höhe des monatlich zur Auszahlung gelangenden Pflegekindergeldes. § 2 Ausstattungspauschale Anlässlich der Aufnahme eines Pflegekindes ist eine einmalige Ausstattungspauschale in Höhe von € 386,00 zu gewähren. § 3 Unterstützungsleistung für Krisenpflegeeltern Die Unterstützungsleistung beträgt pro Tag: € 54,00 § 4 Schlussbestimmungen 1) Diese Verordnung tritt am 1. Jänner 2016 in Kraft. Gleichzeitig tritt die Verordnung LGBl.Nr. 60/2014 außer Kraft. Karenz- und ALG-Bezug von Nebenerwerbslandwirten Landwirtschaftlicher. Einheitswert bis höchstens € 13.857,33 Arbeitslosenversicherungsbeitrag bei Niedrigeinkommen A/VG Werte ab 1. 1. 2016 Einkommen brutto

AIV Beitrag-DN Anteil entfällt bis € 1.311,00 über € 1.311,00 bis € 1.430,00 1% über €1.430,00 bis € 1.609,00 2% über € 1.609,00 3% Wochengeld gemäß § 162 Abs. 3a ASVG für §-19a-ASVGSelbstversicherte täglich

€ 8,80

Kinderbetreuungsgeld Leistungen nach dem Kinderbetreuungsgeld ab 1. 1. 2016 a) Kinderbetreuungsgeld täglich: bei einer Bezugsdauer von 30 Monaten (+ 6 Monate bei Teilung mit Partner) € 14,53 bei einer Bezugsdauer von 20 Monaten (+ 4 Monate bei Teilung mit Partner) € 20,80 bei einer Bezugsdauer von 15 Monaten (+ 3 Monate bei Teilung mit Partner) € 26,60 bei einer Bezugsdauer von 12 Monaten (+ 2 Monate bei Teilung mit Partner) € 33,00 Einkommensabhängiges Kinderbetreuungsgeld mit maximal 14 Monaten Bezugsdauer (davon mind. 2 Monate der Partner) in der Höhe von 80 % des letzten Nettoeinkommens mit mindestens € 33,00 bis maximal € 66,00 Einkommensermittlung Die Zuverdienstgrenze stellt auf die Einkünfte desjenigen Elternteiles ab, der Kinderbetreuungsgeld bezieht. Es ist also nicht das Familieneinkommen bzw. das Einkommen des (Ehe-)Partners maßgeblich. Die Zuverdienstgrenze für das Kalenderjahr 2016 beträgt 60 % des letzten Einkommens (individueller Grenzbetrag) oder € 16.200,00 (absoluter Grenzbetrag). Hinsichtlich des einkommensabhängigen Kinderbetreuungsgeldes ist nur ein Zuverdienst von € 6.400,00 möglich. b) Beihilfe zum Kinderbetreuungsgeld Der Zuschuss zum Kinderbetreuungsgeld wurde in eine Beihilfe umgewandelt. Bezieher einer Pauschalvariante können maximal für ein Jahr ab Antragstellung eine tägliche Beihilfe zum Kinderbetreuungsgeld in der Höhe von € 6,06 beziehen. Die Zuverdienstgrenze beträgt für den Antragsteller jährlich € 6.400,00 und für den Partner €16.200,00. Diese Beihilfe ist im Gegensatz zum Zuschussmodell nicht rückzahlbar. Konkurrenzklausel Die Vereinbarung einer Konkurrenzklausel ist u. a. unwirksam, wenn sie im Rahmen eines Dienstverhältnisses getroffen wird, bei dem das für den letzten Monat des Dienstverhältnisses gebührende Entgelt (ohne SZ) das 20-fache der Höchstbeitragsgrundlage nicht übersteigt (§ 36 Abs. 2 AngG, § 2 AVRAG). Die Monatsentgeltgrenze für die Konkurrenzklausel beträgt somit im Jahre 2016 € 3.240,00. Höchstbeitragsgrundlage ASVG täglich monatlich Sonderzahlungen jährlich

€ 162,00 € 4.860,00 € 9.720,00

Höchstbeitragsgrundlage GSVG und BSVG Kranken- und Pensionsvers.

€ 5.670,00


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te im Jahr 2016 Rezeptgebühr Die Höhe beträgt ab 1. 1. 2016 € 5,70 Eine Befreiung von der Rezeptgebühr kommt für folgenden Personenkreis in Betracht: Ohne Antrag • Für die Bezieher von Geldleistungen, bei denen schon anlässlich der Zuerkennung dieser Leistung die besondere soziale Schutzbedürftigkeit festgestellt wurde. Auf Antrag bei der zuständigen Krankenkasse • Für Personen, deren monatliche Nettoeinkünfte nicht übersteigen: für Alleinstehende € 882,78 für Ehepaare € 1.323,58 Diese Beträge erhöhen sich für jedes Kind um € 136,21 • Für Personen, die infolge von Leiden oder Gebrechen überdurchschnittliche Augaben nachweisen, sofern die monatlichen Nettoeinkünfte folgende Beträge nicht übersteigen: bei Alleinstehenden € 1.015,20 bei Ehepaaren € 1.522,12 Für jedes Kind sind € 136,21 hinzuzurechnen. Leben im Familienverband des Versicherten Personen mit eigenem Einkommen, so ist dieses zu berücksichtigen. e-card Das Service-Entgelt für das Jahr 2017 wird im November 2016 in der Höhe von € 11,10 für folgende Personen vom Dienstgeber eingehoben, wenn für diese zum Stichtag 15. November d. J. ein Krankenversicherungsschutz nach dem ASVG besteht: – Dienstnehmer – Lehrlinge – Personen in einem Ausbildungsverhältnis – Freie Dienstnehmer – Dienstnehmer, die aufgrund einer Arbeitsunfähigkeit mindestens die Hälfte ihres Entgeltes bekommen – Ehegatten oder Lebensgefährten dieser Personen, die als Angehörige zum Stichtag mitversichert sind – Bezieher einer Ersatzleistung für Urlaubsentgelt sowie für Bezieher einer Kündigungsentschädigung Nicht einzuheben ist das Service-Entgelt für: – Geringfügig Beschäftigte – Dienstnehmer, die am Stichtag keine Bezüge erhalten (z. B. Wochenhilfe, Karenz n. d. MSchG/VKG, Präsenzdienst bzw. Zivildienst) – Dienstnehmer, die aufgrund einer Arbeitsunfähigkeit weniger als die Hälfte ihres Entgeltes fortgezahlt bekommen – Personen, von denen bekannt ist, dass sie bereits im ersten Quartal des nachfolgenden Kalenderjahres die Anspruchsvoraussetzungen für eine Eigenpension erfüllen werden – als Angehörige geltende Kinder Pensionsversicherung Die Pensionen werden ab 1. Jänner 2016 nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen um 1,2 % erhöht. Pensionen mit einem Stichtag im Jahr 2016 werden erst ab 1. Jänner 2017 angepasst.

• Kinderzuschuss zu bestehenden Pensionen je Kind € 29,07 • Höchstbemessungsgrundlage für die besten 27 Jahre € 4.121,13 • Bemessungsgrundlage für Zeiten der Kindererziehung (ASVG, GSVG, BSVG) € 1.112,30 Zulässiges Erwerbseinkommen für Bezieher einer vorzeitigen Alterspension bei langer Versicherungsdauer, einer vorzeitigen Alterspension bei Arbeitslosigkeit, einer vorzeitigen Alterspension wegen geminderter Arbeitsfähigkeit, Arbeitslosengeld, Notstandshilfe, Karenzurlaubsgeld monatlich € 415,72 Einkaufskosten für Schulzeiten • Bei Antragstellung im Jahre 2015 kostet ein Schulmonat € 1.108,08 Risikozuschlag für vor 1. 1. 1955 Geborene Nach Vollendung des 60. Lebensjahres ist der Betrag mit 2,34 zu vervielfachen. Ein Schul-, Studien- bzw. Ausbildungsmonat kostet € 2.592,91. Für Personen, die vor dem 1. 1. 1955 geboren wurden, kommt ein Risikozuschlag hinzu. Wurden bereits Schul-/ Studien-/Ausbildungszeiten eingekauft, so werden die auf den Risikozuschlag entfallenden Beiträge bei Anfall der Pension oder auf Antrag auch vorher rückerstattet. Richtsätze – Ausgleichszulagen • Alters- und Invaliditätspensionen – für Alleinstehende € 882,78 € 1.323,58 – für Ehepaare • Witwen-/Witwerpension € 882,78 • Waisenpensionen bis 24. Lebensjahr – Halbwaisen € 324,69 – Vollwaisen € 487,53 • Waisenpensionen ab 24. Lebensjahr – Halbwaisen € 576,98 – Vollwaisen € 882,78 Erhöhung für jedes Kind (außer bei Beziehern einer Witwen-(Witwer)pension – erhöhen sich für jedes Kind, dessen Nettoeinkommen € 324,69 nicht erreicht) € 136,21 Volle freie Station lt. § 292 ASVG (An- rechnung als Nettoeinkommen) € 282,06 Freibetrag für Lehrlingsentschädigungen § 292 Abs. 4 lit. h € 209,81 Geringfügigkeitsgrenzen • monatlich (ASVG) • täglich (ASVG)

€ €

415,72 31,92

dig Erwerbstätige in der Land- und Forstwirtschaft (§ 181 Abs. 2 ASVG) • Leitversehrten-, Waisen-, Eltern-, Geschwisterrenten € 6.225,09 • Schwerversehrten-, Witwen-, Witwerrenten € 12.451,13 Bemessungsgrundlage für Schüler und Studenten (§ 181b ASVG) • Nach Vollendung des 15., aber vor Vollendung des 18. Lebensjahres € 9.798,79 • nach Vollendung des 18., aber vor Vollendung des 24. Lebensjahres € 13.066,32 • nach Vollendung des 24. Lebensjahres € 19.599,11 Anpassungsfaktor Der aufgrund des § 108 Abs. 5 ASVG ermittelte Anpassungsfaktor ffür das Kalenderjahr 2016 beträgt € 1,012. Aufwertungszahl Der aufgrund des § 108 Abs. 2 ASVG ermittelte Anpassungszahl für das Kalenderjahr 2016 beträgt € 1,024. Freiwillige Versicherungen Beiträge zur freiwilligen Selbstversicherung in der Krankenversicherung: • Mindestbeitragsgrundlage Beitrag € 55,40 € 733,80 • Höchstbeitragsgrundlage € 5.262,90 Beitrag € 397,35 Geringfügig Beschäftigte § 19 a ASVG monatlicher Beitrag für Selbstversicherung in PV und KV gem. § 19a € 58,68 Beiträge zur freiwilligen Weiterversicherung in der Pensionsversicherung (§ 17 ASVG): • Weiterversicherung für Zeiten der Pflege eines nahen Angehörigen mit Anspruch auf Pflegegeld zumindest in Höhe der Stufe 3 beträgt ab 1. 1. 2016: mindestens € 78,11 und höchstens € 581,18 • sonstige Weiterversicherte: mindestens € 173,74 und höchstens €1.292,76. Mehrfachbeschäftigte ASVG: Rückforderungsmöglichkeit hinsichtlich Pensions- und Krankenversicherungsbeitrag (bei Überschreiten der Höchstbeitragsgrundlage 50 % des DN- und DG Pensionsversicherungsbeitrages/Krankenversicherungsbeitrages; Frist: 31. Jänner des Folgejahres).

Unfallversicherung Versehrtengeld für Schüler und Studenten (§ 212 Abs. 3 ASVG) • 20 % bis unter 30 % MdE € 680,26 • 30 % bis unter 40 % MdE € 1.479,71 • 40 % MdE € 2.731,46 • Je weitere 10 % MdE € 682,74 Bemessungsgrundlage für selbststän-

Pflegesätze nach dem Pflegegeldgesetz Stufe I . . . . . . . . . . . . . . . . . . . € 157,30 Stufe II. . . . . . . . . . . . . . . . . . . € 290,00 Stufe III . . . . . . . . . . . . . . . . . . € 481,80 Stufe IV . . . . . . . . . . . . . . . . . . € 677,60 Stufe V. . . . . . . . . . . . . . . . . . . € 920,30 Stufe VI . . . . . . . . . . . . . . . . . . € 1.285,20 Stufe VII. . . . . . . . . . . . . . . . . . € 1.680,90

Selbstbehalte in der Krankenund Pensionsversicherung Höhe der Zuzahlungen pro Verpflegstag (max. 28 Tage jährlich): • monatliches Bruttoeinkommen von € 882,79 bis € 1.464,16 € 7,78 • monatliches Bruttoeinkommen von € 1.464,17 bis € 2.045,55 € 13,33 • monatliches Bruttoeinkommen über € 2.045,55 € 18,90 Grenzbetrag für die Befreiung von Zuzahlungen: • Personen, deren monatliche Bruttoeinkünfte € 882,78 nicht übersteigen. Heilbehelfe – Kostenanteil Der Kostenanteil des Versicherten für Heilbehelfe (orthopädische Schuheinlagen etc.) beträgt ab 1. Jänner 2016 mindestens € 32,40. Der Kostenanteil für Sehbehelfe beträgt für die Versicherten € 97,20. Für Kinder, die das 15. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, und schwerstbehinderte Kinder sowie für Personen, die wegen besonderer sozialer Schutzbedürftigkeit von der Rezeptgebühr befreit sind, gibt es keine Kostenbeteiligung. Familienbeihilfe Die Höhe der Familienbeihilfe richtet sich nach dem Alter und der Anzahl der Kinder und beträgt ab 1. 1. 2016 pro Kind und Monat: Alter 0–2 Jahre: € 111,80 mtl. Alter 3–9 Jahre: € 119,60 mtl. Alter 10–18 Jahre: € 138,80 mtl. Alter ab 19 Jahre: € 162,00 mtl. Erhöhung für ein erheblich behindertes Kind: € 152,90 mtl. Der monatliche Gesamtbetrag an Familienbeihilfe erhöht sich durch die Geschwisterstaffel für jedes Kind, wenn sie: • für zwei Kinder gewährt wird, um € 6,90 für jedes Kind • für drei Kinder gewährt wird, um € 17,00 für jedes Kind • für vier Kinder gewährt wird, um € 26,00 für jedes Kind • für fünf Kinder gewährt wird, um € 31,40 für jedes Kind • für sechs Kinder gewährt wird, um € 35,00 für jedes Kind • für sieben und mehr Kinder gewährt wird, um € 51,00 für jedes Kind Neben der Familienbeihilfe steht ein Kinderabsetzbetrag von monatlich € 58,40 je Kind zu (Auszahlung gemeinsam mit der Familienbeihilfe ohne gesonderten Antrag). Für Kinder zwischen 6 und 15 Jahren gibt es jeweils im September zusätzlich 100 Euro als Schulstartgeld (Einkommensgrenzen bitte beachten). Mehrkindzuschlag Der Mehrkindzuschlag beträgt monatlich € 20,– für das dritte und jedes weitere Kind, für das Familienbeihilfe gewährt wurde. Er muss für jedes Kalenderjahr gesondert geltend gemacht werden und wird im Zuge der Arbeitnehmerveranlagung ausgezahlt bzw.


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Wichtige Werte bei der Einkommensteuererklärung berücksichtigt. Hinweis: Wenn Sie keine steuerpflichtigen Einkünfte haben, ist eine direkte Auszahlung durch die zuständige Stelle möglich. Einkommensgrenze: Das zu versteuernde Jahreseinkommen der Eltern darf €55.000,– nicht übersteigen. Hinweis: Beim Mehrkindzuschlag können die Kinder aus einem Haushalt, wenn teilweise vom Vater und teilweise von der Mutter Familienbeihilfe bezogen wird, zusammengerechnet werden. Die Eltern müssen sich in dem Fall einigen, wer den Mehrkindzuschlag erhalten soll. Loh Änderungen durch die Steuerreform 2015/2016 Neues Tarifmodell: Der Hauptpunkt ist das neue Tarifmodell mit künftig sieben statt bisher vier Steuerstufen. Einkommen bis € 11.000,00 bleiben unverändert steuerfrei. Der Eingangssteuersatz verringert sich jedoch von bisher 36,5 % auf 25 %. Erst ab einem Einkommen von € 90.000,00 fallen ab 2016 50 % Steuer an und ab 1 Mio. Euro beträgt der Steuersatz neu 55 %. Einführung einer antraglosen Arbeitnehmerveranlagung: Diese erfolgt, wenn sich aus dem Lohnzetteln eine Steuergutschrift ergibt. Sie gilt erstmalig für die Veranlagung für 2016 und ist erfolgt, wenn keine Pflichtveranlagung vorzunehmen ist und bis zum 30. 6. keine Steuererklärung für das Vorjahr eingereicht wurde. Der Arbeitnehmerabsetzbetrag wird in den Verkehrsabsetzbetrag integriert und auf € 400,00 erhöht. Verdoppelung des Kinderfreibetrages von € 220,00 auf €440,00 pro Kind. Wird der Kinderfreibetrag von beiden Elternteilen in Anspruch genommen, beträgt er künftig € 300,00 pro Person. Neuregelung der Negativsteuer für Kleinverdiener: Bisher: €110,00, maximal 10 % der SV-Beiträge. Bei Anspruch auf Pendlerpauschale Erhöhung auf bis zu €400,00 max. 18 % der SV-Beiträge. Ab 2015 erfolgt bereits schrittweise Anhebung der Negativsteuer auf € 220,00 bzw. 20 % der SV-Beiträge. Für Pendler beträgt der Erstattungsbetrag € 450,00 bzw. maximal 36 % der SV-Beiträge. Ab 2016 beträgt die Negativsteuer bis zu € 400,00 bzw. für Pendler € 500,00. Sie ist mit 50 % der bezahlten SV-Beiträge begrenzt. An Stelle des bisherigen Pendlerausgleichsbetrages (bei geringem Einkommen bis € 12.200,00) steht künftig ein erhöhter Verkehrsabsetzbetrag von € 690,00 zu. Bei Einkommen zwischen € 12.200,00 und €13.000,00 schleift er sich auf € 400,00 ein. Auch der bisherige Pendlerzuschlag wird ersetzt: Bei niedrigen Einkommen und

Anspruch auf das Pendlerpauschale erhöht sich der SV-Erstattungsbetrag von € 400,00 auf max. € 500,00. Bereits 2015 erfolgte eine Anhebung des Pendlerzuschlags von € 400,00 auf € 450,00 . Auch Pensionsbezieher mit niedriger Pension erhalten ab 2016 Negativsteuer: Gutschrift aus Negativsteuer von 50 % der bezahlten SV-Beiträge, max. € 110,00 . Entfall des Landarbeiterfreibetrages von €171,00 jährlich ab 2016. Zuwendungen des Dienstgebers für das Begräbnis eines Dienstnehmers, dessen Ehepartner oder Kinder sind künftig steuerfrei. Neuregelung bei Jubiläumsgeldern: Die SV-Freiheit von Jubiläumsgeldern entfällt ab 2016. Anlässlich eines Firmen- oder Dienstjubiläums können anstelle der bisherigen Befreiung künftig Sachgeschenke bis max. €186,00 steuerfrei vergeben werden. Auch Diensterfindungsprämien sind künftig steuerpflichtig. Die Sachzuwendungen für Betriebsveranstaltungen können wie bisher zusätzlich zum Jubiläumsgeschenk steuerfrei bleiben. Mitarbeiterrabatte führten bisher bei Lohnsteuerprüfungen oftmals zu Problemen. Künftig bleiben Mitarbeiterrabatte, wenn sie an alle Mitarbeiter oder bestimmte Mitarbeitergruppen eingeräumt werden, bis zu folgender Höhe steuerfrei: • wenn der Rabatt im Einzelfall 20 % des Endpreises für Letztverbraucher nicht übersteigt •oder wenn der Gesamtbetrag an Rabatten jährlich max. € 1.000,00 pro Mitarbeiter nicht übersteigt. Der Freibetrag für Mitarbeiterbeteiligungen wird ab 2016 von € 1.460,00 auf €3.000,00 erhöht. Entfall der Steuerbegünstigung für Prämien für Diensterfindungen. Reiseaufwandsentschädigungen für BR-Mitglieder bleiben künftig steuerfrei, wenn sie die Grenzen gemäß § 26 Z 4 EStG nicht übersteigen. Abschaffung der Topf-Sonderausgaben (Versicherungen, Wohnraumschaffung- und -sanierung): Diese können nur mehr befristet bis 2020 abgesetzt werden. Seit 2009 sind Spenden an bestimmte mildtätige Vereine und Einrichtungen, die Entwicklungs- oder Katastrophenhilfe betreiben oder für solche Zwecke Spenden sammeln, steuerlich als Sonderausgaben absetzbar. Automatische Berücksichtigung bestimmter Sonderausgaben: Bestimmte Sonderausgaben sollen ab 2017 automatisch zu einer Steuergutschrift führen: • Beiträge an Kirchen und Religionsgemeinschaften • Spenden iSd. § 18 Abs. 1 Z 7 EStG • Beiträge für freiwillige Weiterversicherung einschließlich des Nachkaufes von Versicherungszeiten. Die Empfängerorganisationen haben dem Finanzamt diese Zahlungen erstmals für 2017 mitzuteilen (bis 31. 1. 2018) und werden vom Finanzamt bei der Veranlagung automatisch berücksichtigt.

Abzugsfähigkeit von Spenden: Spenden an bestimmte mildtätige Vereine und Einrichtungen, die Entwicklungs- oder Katastrophenhilfe betreiben oder für solche Zwecke Spenden sammeln, sind steuerlich als Sonderausgaben absetzbar. Zum Nachweis der Spendenzahlung wird von der Spendenorganisation eine Bestätigung über die geleisteten Spenden ausgestellt. Der Kreis der begünstigten Organisationen wurde erweitert. Neben den bereits bisher begünstigten humanitären Organisationen können seit 2012 Spenden an Umwelt-, Natur- und Artenschutzorganisationen und behördlich genehmigte Tierheime abgesetzt werden. Auch Spenden an freiwillige Feuerwehren und die Landesfeuerwehrverbände sind seit 2012 begünstigt. Spenden an solche Organisationen und Einrichtungen sind abzugsfähig, wenn sie ab dem 1. Jänner 2012 getätigt werden. Davor getätigte Spenden können nicht berücksichtigt werden. Weiterhin gilt, dass bei Privatpersonen nur Geldspenden anerkannt werden. Als Obergrenze gilt für Privatpersonen 10 % des Vorjahreseinkommens. Zur Erinnerung die wichtigsten Familienförderungen: • Kinderfreibetrag Berücksichtigung jeweils bei der Arbeitsnehmerveranlagung: – pro Kind ein Freibetrag von € 440,– jährlich (wenn für mehr als 6 Monate Familienbeihilfe bezogen wurde). – Machen beide Elternteile den Freibetrag geltend, dann steht beiden 60 % des Freibetrages, somit € 300,00, zu. – Alleinerziehende: KFB steht zu, wenn für das Kind keine Unterhaltszahlungen erfolgen. Werden Unterhaltszahlungen geleistet und steht dem Unterhaltspflichtigen der Unterhaltsabsetzbetrag zu, dann können von jedem Elternteil € 300,00 beansprucht werden. Achtung: Der Kinderfreibetrag ist bei der Dienstnehmerveranlagung mit einem eigenen Formular (L1k) zu beantragen. Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten: • Diese Kosten können für Kinder, die zu Beginn des Jahres das 10. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, als außergewöhnliche Belastung ohne Selbstbehalt berücksichtigt werden. • Absetzbar: Die tatsächlichen Kosten bis zu jährlich € 2.300,– pro Kind für institutionelle Kinderbetreuungseinrichtungen oder für pädagogisch qualifizierte Personen (z. B. ausgebildete Tagesmütter). • Nicht abschreibbar: Kosten für Verpflegung oder reines Schulgeld. Machen beide Elternteile diese Kosten geltend, wird der Betrag von € 2.300,– im Verhältnis der Kostentragung aufgeteilt. Steuerfreier Arbeitgeberzuschuss zu Kinderbetreuungskosten: • Für Kinder, die zu Beginn des Kalenderjahres das 10. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, können Arbeitgeber dem Arbeitnehmer einen Zuschuss bis maxi-

mal jährlich €1.000,– pro Kind steuerfrei gewähren. Voraussetzungen: Kinderabsetzbetrag steht zu, Kind hält sich ständig im Inland, in einem EU-Staat oder EWRStaat oder der Schweiz auf. • Berücksichtigung nur bei einem Arbeitgeber (Erklärung des Dienstnehmers an den Arbeitgeber unter Angabe der SV-Nummer des Kindes). Auszahlung des Zuschusses entweder direkt an die Betreuungseinrichtung oder die Betreuungsperson. Möglich ist auch ein Gutschein, einlösbar bei institutionellen Kinderbetreuungsstellen. Der steuerfreie Arbeitgeberzuschuss verringert das Ausmaß der außergewöhnlichen Belastung für Kinderbetreuung. Absetzbeträge: • Alleinverdiener-/Alleinerzieherabsetzbetrag: • Ehe oder Lebensgemeinschaft muss mehr als 6 Monate im Jahr aufrecht sein. Voraussetzung: Für mind. 1 Kind muss der Kinderabsetzbetrag zustehen. • Ehegatte (Partner) darf höchstens Einkünfte von € 6.000,– beziehen. • Achtung: Das Wochengeld (bzw. vergleichbare Bezüge), eine Abfertigung und Einkünfte aus Kapitalvermögen sind in die Berechnung für den Partner mit einzubeziehen. Nicht schädlich sind weiterhin Familienbeihilfe, Kindergeld, Arbeitslosengeld, Sonderunterstützung, Notstandshilfe sowie Alimente. Gestaffelte Höhe des Alleinverdiener(erzieher)absetzbetrages (inkl. der Kinderzuschläge): Alleinverdiener mit 1 Kind: €494,– , mit 2 Kindern € 669,– , ab dem 3. Kind Erhöhung um jeweils € 220,–. • Neuregelung des Pensionistenabsetzbetrages: Erhöhung des Pensionistenabsetzbetrages auf € 764,–, wenn folgende Voraussetzungen zutreffen: – mehr als 6 Monate im Jahr verheiratet oder in eingetragener Partnerschaft – eigene Pensionseinkünfte von maximal € 19.930,– – Einkünfte des Partners von höchstens € 2.200,– jährlich – der Steuerpflichtige hat keinen Anspruch auf den Alleinverdienerabsetzbetrag. Liegen diese Voraussetzungen nicht vor, beträgt der Pensionistenabsetzbetrag € 400,00 jährlich. Ab einem Jahreseinkommen von € 17.000,00 wird der Pensionistenabsetzbetrag linear eingeschliffen, ab € 25.000,00 Entfall. • Kinderabsetzbetrag: € 58,40 mtl. pro Kind. Auszahlung erfolgt gemeinsam mit der Familienbeihilfe. Für Kinder, die sich ständig im Ausland aufhalten, steht kein KAB zu. • Unterhaltsabsetzbetrag: Einem Steuerpflichtigen steht für Kinder ein Unterhaltsabsetzbetrag zu, wenn die Kinder nicht seinem Haushalt zugehören und für die weder ihm noch seinem von ihm nicht dauernd getrennt lebenden (Ehe-)Partner Familienbeihilfe gewährt wird:


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te im Jahr 2016 € 29,20 für das 1. Kind, € 43,80 für das 2. Kind und jeweils € 58,40 für jedes weitere alimentierte Kind. Voraussetzung: Leistung des gesetzlichen Unterhaltes. Werbungskosten Werbungskosten stehen im Gegensatz zu den Sonderausgaben immer im Zusammenhang mit der beruflichen Tätigkeit, sind also beruflich veranlasst. Beispiele: SV-Beiträge, AK/LAK-Umlage, Gewerkschaftsbeiträge, Betriebsratsumlagen, Pendlerpauschalen, typische Arbeitskleidung, Arbeitsmittel (z. B. Computer, Internet), Arbeitszimmer, Ausbildungskosten, Fortbildungskosten, Umschulungskosten, doppelte Haushaltsführung, Fachliteratur, Familienheimfahrten, Kosten für Fahrten im Interesse des Dienstes, Reisekosten, Studienreisen, Telefonkosten, Umzugskosten bei beruflicher Veranlassung. Werbungskostenpauschale: Ist ein Sockelbetrag von jährl. € 132,00 , der bei allen Dienstnehmern automatisch berücksichtigt wird. Pendlerpauschale: (nachfolgend abgekürzt mit PP) • Kleines PP: Wenn Benützung eines öffentlichen Verkehrsmittels möglich und zumutbar ist, beträgt das PP bei einer einfachen Fahrtstrecke von 20 km–40 km: € 696,00 jährlich 40 km–60 km: € 1.356,00 jährlich über 60 km: € 2.016,00 jährlich • Großes PP: Wenn die Benützung des öffentlichen Verkehrsmittels zumindest auf der halben Wegstrecke nicht möglich oder zumutbar ist, beträgt das PP bei einer einfachen Wegstrecke von 2 km–20 km: € 372,00 jährlich 20 km–40 km: € 1.476,00 jährlich 40 km–60 km: € 2.568,00 jährlich über 60 km: € 3.672,00 jährlich • Unzumutbarkeit liegt vor, – wenn zumindest für die Hälfte der Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstelle kein öffentliches Verkehrsmittel zur Verfügung steht. – wenn im Behindertenpass eine Eintragung über die Unzumutbarkeit der Benützung öffentlicher Verkehrsmittel erfolgt ist oder ein Ausweis gemäß § 29b StVO vorliegt bzw. eine Befreiung von der Kraftfahrzeugsteuer wegen Behinderung vorliegt. – bei mehr als 120 Min. Zeitdauer für die einfache Wegstrecke zwischen Wohnung und Arbeitsstätte. – beträgt die Zeitdauer für die einfache Wegstrecke 60 Minuten, ist die Benützung eines öffentlichen Verkehrsmittels jedenfalls zumutbar. Bei einer Zeitdauer zwischen 60 und 120 Min. ist auf die entfernungsabhängige Höchstdauer abzustellen. Diese beträgt 60 Minuten zuzüglich einer Minute pro Kilometer der Entfernung, jedoch maximal 120 Minuten. Angefangene Kilometer sind dabei auf volle Kilometer aufzurunden. Übersteigt die kürzeste mögliche Zeitdauer die entfernungsabhängige Höchstdauer, ist die Benützung eines Mas-

senbeförderungsmittels unzumutbar. Bei der Wegstrecke ist die schnellste Verbindung mit dem öffentlichen Verkehrsmittel und eine optimale Kombination mit dem Individualverkehr (z. B.: Park and Ride) zu unterstellen. Es ist jedoch nicht von Bedeutung, ob tatsächlich ein PKW zur Verfügung steht oder die schnellste Verbindung genützt wird. Beantragung des PP direkt beim Arbeitgeber oder bei Arbeitnehmerveranlagung. Neu für Teilzeitbeschäftigte: Wird die Wegstrecke Wohnung–Arbeitsstelle an 4 bis 7 Tagen im Monat zurückgelegt, steht 1/3 des PP zu, bei 8 bis 10 Tagen 2/3 und ab 11 Tagen volles PP. • Pendlerrechner: Seit Februar 2014 ist auf der Homepage des Finanzministeriums der Pendlerrechner online. Dieser berechnet die Entfernung zwischen Wohnort und Dienststelle (Pendlereuro) bzw. ob die Benützung des öffentl. Verkehrsmittels zumutbar ist. Das Ergebnis des Rechners ist für den Arbeitgeber verbindlich. Seit 25. Juni 2014 ist eine verbesserte Version des Pendlerrechners verfügbar. Für eine Berücksichtigung des PP für 2014 muss bis 30. 9. 2014 ein Ausdruck des Pendlerrechners beim Arbeitgeber abgegeben werden. Ab 2015 muss der Ausdruck nach dem 25. Juni 2014 erfolgt sein. Neu ab 1. Mai 2013: Kein PP bei Nutzung des Firmen-PKW für Fahrten Wohnung– Arbeitsstelle. • Pendlereuro: Zusätzlich zum PP steht seit 2013 ein Pendlereuro zu. Der Pendlereuro errechnet sich nach der Wegstrecke Wohnung–Arbeitsstätte und vermindert als Absetzbetrag direkt die Lohnsteuer. Er beträgt jährlich € 2,00 pro Kilometer der einfachen Fahrtstrecke Wohnung–Arbeitsstätte, unabhängig davon, ob das große oder kleine PP

zusteht. Ist das PP zu aliquotieren, ist auch der Pendlereuro zu aliquotieren. Weitere Werbungskosten: • Werbungskostenpauschalen für bestimmte Berufsgruppen: Einzelne Berufsgruppen (z. B. Förster und Berufsjäger im Revierdienst und Forstarbeiter) haben eigene Pauschalen zur steuerlichen Berücksichtigung ihrer Aufwände. Beantragung nur im Rahmen der Arbeitnehmerveranlagung. • Arbeitszimmer: Sehr strenger Maßstab für steuerliche Anerkennung: Ein im Wohnungsverband gelegenes Arbeitszimmer muss den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Tätigkeit bilden, weiter nach der Art der Tätigkeit unbedingt notwendig sein und der Raum muss (nahezu) ausschließlich für die berufliche Tätigkeit benutzt werden. • Fortbildungskosten: Verbesserung der Kenntnisse und Fähigkeiten im ausgeübten Beruf, jedenfalls abzugsfähig. • Ausbildungskosten: Zur Erlangung von Kenntnissen, die eine Berufsausübung ermöglichen. Abzugsfähig nur dann, wenn ein Zusammenhang mit der konkreten beruflichen Tätigkeit gegeben ist. Auch Kosten eines Universitätsstudiums sind absetzbar. • Umschulungsmaßnahmen: Sind dann abzugsfähig, wenn sie derart umfassend sind, dass sie einen Einstieg in eine neue berufliche Tätigkeit ermöglichen (z. B. AMS-Umschulungen, Arbeitsstiftungen). • Beruflich veranlasste Fahrten: – Kilometergelder: Wenn Fahrten im

beruflichen Interesse anfallen und vom Arbeitgeber keine Ersätze oder Ersätze unter dem amtlichen Kilometergeld-Satz von derzeit 0,42 €pro Kilometer geleistet werden, können die nachgewiesenen Kosten oder das amtliche Kilometergeld bis max. für 30.000 km als Werbungskosten geltend gemacht werden. – Taggelder: Wenn ein Arbeitnehmer nach einem Kollektivvertrag oder einer anderen lohngestaltenden Vorschrift Anspruch auf Taggelder hat, sind diese im Rahmen der Zwölftelregelung grundsätzlich steuerfrei (26,40 €für 24 Stunden, 2,20 €pro Stunde, wenn über 3 Stunden Dauer). Zahlt der Arbeitgeber ein geringeres Taggeld und liegt eine steuerliche Dienstreise vor, kann der Differenzbetrag als Werbungskosten geltend gemacht werden. • Außergewöhnliche Belastungen Sind Ausgaben, denen sich der Steuerpflichtige aus tatsächlichen rechtlichen oder sittlichen Gründen nicht entziehen kann, also zwangsläufig und außergewöhnlich sind. Sie werden in der Regel ohne Höchstgrenze anerkannt, allerdings wird bis auf einige Sonderfälle ein Selbstbehalt abgezogen, der einkommensabhängig ist. Selbstbehalte fallen nicht an bei Aufwendungen für Behinderungen, bei Katastrophenschäden und bei auswärtiger Ausbildung der Kinder. Beispiele für Außergewöhnliche Belastungen: • Krankheitskosten (sämtliche Ausgaben im Zusammenhang mit der Gesundheit, auch Zahnersatz, Brillen, Rezeptgebühr, etc.) • auswärtige Berufsausbildung der Kinder • Begräbniskosten: € 5.000,00 für Begräbnis, zusätzlich € 5.000,00 für Grabstein • eigene Behinderung, Behinderung des Ehepartners oder der Kinder • Katastrophenschäden • Haushaltshilfe in besonderen Fällen • Kinderbetreuungskosten

SONDERAUSGABEN Sonderausgabenpauschale . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .€ 60,– jährlich Art der SA Renten und dauernde Lasten

Beiträge und Versicherungsprämien, Wohnraumschaffung, Wohnraumsanierung

Höchstbetrag

SA-Pauschale wird angerechnet

Einschleifender Wegfall

keiner

nein

nein

€ 2.920,– + € 2.920,– für Alleinverdiener bzw. Alleinerzieher + € 1.460,– bei mind. 3 Kindern. Berücksichtigt werden 25 % der Aufwendungen, maximal 25 % des Höchstbetrages

ja (Pauschale, Viertelung und Höchstbeträge gelten nicht für die freiwillige Weiterversicherung i. d. Pensionsversicherung und den Nachkauf von Versicherungszeiten)

ja (einschleifender Wegfall ab einem Jahresbruttoeinkommen von € 36.400,–, so dass ab € 50.900,– keine Sonderausgaben mehr geltend gemacht werden können)

Kirchenbeiträge

€ 400,–

nein

nein

Steuerberatungskosten

keiner

nein

nein

Spenden an humanitäre Einrichtungen

20 % der Vorjahreseinkünfte

nein

nein

ALLE ANGABEN OHNE GEWÄHR!


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16 Der Präsident besucht Kammermitglieder in Eberndorf ...

... hier in der Werkstätte bei Werkstättenleiter Martin Krassnig, Kevin Grebenjak, Johannes Stefan, Markus Koraschnigg und Thomas Stornig (v. l.) ...

ARBEITNEHMERVERANLAGUNG Holen Sie sich Ihr Geld zurück! Viele Millionen Euro lassen Österreicher jedes Jahr beim Finanzamt liegen. Im Durchschnitt verzichtet jeder auf rund € 250,– im Jahr. Machen Sie Ihre Arbeitnehmerveranlagung auf Finanzonline oder lassen Sie sich durch unsere Mitarbeiter der Landarbeiterkammer dabei helfen. Wir können Ihnen Tipps geben oder bei der Beantragung selbst behilflich sein.

... und im Markt gemeinsam mit Vzpr. Valentin Zirgoi (4. v. l.) bei Milan Grubelnik, Vertriebsleiter Michael Kozar, Margit Nortschitsch, die für 40 Jahre treue Dienste in der Land- und Forstwirtschaft ausgezeichnet wurde, Helene Kampusch, Robert Skubl und Ing.in Tanja Kurnig (v. l.).

Forstwettkampfverein stellt Weichen für Polen Um für die diesjährige Weltmeisterschaft der Forstarbeit in Polen gerüstet zu sein, hat der Forstwettkampfverein Österreich organisatorisch aufgerüstet: Bei der ordentlichen Generalversammlung am 24. November des Vorjahres wurde Litzlhof-Direktor

Prof. DI Josef Huber neu zum Kassier gewählt und LAK-Tag-Vorsitzender Ing. Christian Mandl wird ab sofort die Interessen Österreichs als Delegierter in der International Association Logging Championships (ialc) vertreten.

Aus der Landarbeitsordnung:

KONTAKT: Barbara Lauffer, Telefon 0463/58 70-466, barbara.lauffer@lakktn.at

§ 88 Freizeit für Prüfungen und Kursbesuche Den Dienstnehmern ist für die Ablegung der in der Land- und Forstwirtschaftlichen Berufsausbildungsordnung vorgesehenen Prüfungen und den Besuch der Vorbereitungslehrgänge für die Meisterprüfung, der Fachkurse und der Vorbereitungslehrgänge der Land- und Forstwirtschaftlichen Berufsausbildungsordnung die erforderliche Freizeit einzuräumen.

Wie schon im Vorjahr wurden auch heuer alle jene Lehrlinge, die die Lehrabschlussprüfung mit ausgezeichnetem Erfolg abgeschlossen haben, zu einer Ehrung in das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft eingeladen. Unter den 36 Ausgezeichneten auch die Mölltaler Berufsjägerin Anja Suntinger. Mit ihr freuten sich LAK-Tag-Vorsitzender Ing. Christian Mandl, KAD HR Dr. Rudolf Dörflinger, BM DI Andrä Rupprechter, ihr Chef Nationalparkdirektor Mag. Peter Rupitsch, LAK-Präsident Ing. Harald Sucher und Abg. z. NR August Wöginger (v. r.).


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Schutzimpfung gegen FSME WER KANN AN D E R I M P FA K T I O N TEILNEHMEN? ■ Die betreffende Person muss bei der AUVA versichert sein. ■ Ferner muss die betreffende Person in einem Unternehmen der Land- und Forstwirtschaft beschäftigt sein oder Tätigkeiten ausüben, bei denen ein ähnlich hohes Zeckenbissrisiko besteht. Die Tätigkeiten müssen überwiegend (mehr als 50 Prozent) im Wald- und Wiesenbereich durchgeführt werden (z. B. Lehrer und Schüler an landwirtschaftlichen Schulen, Straßenerhalter, Freileitungsmonteure).

WIE KOMMT MAN ZU EINER IMPFUNG? ■ Bitte geben Sie auf den Impfvorschlagsformularen

die genaue Lieferadresse an (jene Stelle oder Person, welche die Fertigspritzen voraussichtlich entgegennehmen wird). ■ Füllen Sie das Formular „Bestellliste“ vollständig aus. Für Impflinge, deren Versicherungsnummer unvollständig bzw. falsch ist, kann kein Impfstoff ausgeliefert werden. ■ Wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, leiten wir die Impfstoffbestellung an unser Lieferdepot weiter. ■ Dieses sendet Ihnen die benötigten Fertigspritzen zu. Die Impfstoffauslieferung erfolgt ab Februar des jeweiligen Jahres. Der zugesandte Impfstoff darf nur für die angemeldeten Personen verwendet werden. Das Auslieferungsdatum (Februar) gilt für die AUVA als Impfdatum!

IMPFSCHEMA Grundimmunisierung (3 Impfungen): 1. Teilimpfung 2. Teilimpfung: 4 bis 8 Wochen nach der 1. Teilimpfung 3. Teilimpfung: 1 Jahr nach der 1. Teilimpfung 1. Auffrischung (Boosterimpfung): 3 Jahre nach der 3. Teilimpfung Weitere Auffrischungsimpfungen: alle 5 Jahre nach der Boosterimpfung

aufbewahrt und verwendet werden. Unser Lieferdepot kann aus Gründen internationaler Sicherheitsvorschriften bereits ausgelieferte Fertigspritzen nicht zurücknehmen. Wir behalten uns vor, Kosten für Impfstoffe, die nicht unter den angeführten Voraussetzungen bezogen wurden, rückzufordern. Die Kosten für den Impfstoff und dessen Zustellung tragen wir. Darüber hinaus können wir keine Kosten übernehmen (Impfhonorar, Fahrtkosten etc.).

WICHTIG!

K O N TA K T Telefon +43 1 331 11-423 Fax +43 1 331 11-664 susanne.klampfer@auva.at oder irene.gamperl@auva.at

Informieren Sie uns bitte über nicht verwendete Impfstoffe. Der Impfstoff kann im Kühlschrank bis zum Ablaufdatum

FSME-Bestelllisten können über die Homepage www.auva.at heruntergeladen werden.

Ab dem 60. Lebensjahr verkürzt sich das Impfintervall auf 3 Jahre!


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Die wahren Abenteuer und sind

Fotos: commons.wikimedia.org / Giardino Botanico Fondazione AndrĂŠ Heller


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sind im Kopf, sie nicht im Kopf, dann sind sie...

...in André Hellers Gartenparadies am Gardasee. Die Landarbeiterkammer für Kärnten lädt alle Kammerzugehörigen und ihre PartnerInnen am Samstag, dem 4. Juni 2016 zu einem Besuch des faszinierenden Gartens von Heller ein. Die Landarbeiterkammer übernimmt die Kosten für Fahrt und Eintritt. Als angemeldet gilt, wer bis 6. Mai 2016 auf das Konto der Kärntner Landarbeiterkammer IBAN: AT841400096410060172, BIC: BAWAATWW (Verwendungszweck: Kammerfahrt Gardasee), oder im Kammeramt € 20,– je Person einzahlt. Bitte geben Sie Namen und Adresse des Kammerzugehörigen via Einzahlung bekannt. In André Hellers Botanischen Garten, den er selbst „eine Florasammlung von Weltgegenden“ nennt, findet man auf 10.000 m² nicht nur ca. 3000 Pflanzenarten aus allen Kontinenten und Klimazonen der Welt, sondern auch kleine Bäche, Wasserfälle und Seen sowie zahlreiche Kunstwerke und Skulpturen verschiedener Künstler. Besonders sehenswert ist die Frühjahrsblüte der Azaleen.


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Präsident Harald Sucher im Gespräch mit dem neuen ÖBfVorstand DI Dr. Rudolf Freidhager. Aufmerksamer Zuhörer ist ÖBf-Personalchef DI Johann Sauprigl.

Präsident Harald Sucher im Kreise der Arbeiter-Zentralbetriebsräte der ÖBf-AG: (v. l.): Klaus Breitfuß (Sbg.), Fabian Fluch (Stmk.) und ZBR-V Vzpr. Vzbgm. Josef Reisenbichler (OÖ).

Neuer Chef bei den Österreichischen Bundesforsten Am traditionellen Gedankenaustausch zwischen der Landarbeiterkammer, den Zentralbetriebsräten und dem Vorstand der Österreichischen Bundesforste-AG nahm erstmalig der neue Vorstandssprecher DI Dr. Rudolf Freidhager teil und informierte dabei über die modulare Lehrlingsausbildung im Unternehmen. Geplant ist nicht nur die Anzahl der Ausbildungsplätze zu erhöhen, sondern die Lehrlinge auch zu gemeinsamen Schwerpunktthemen zusammenzuziehen. Bei den ÖLAKT-Funktionären stieß

diese Neuausrichtung auf breite Zustimmung. Diskutiert wurde darüber hinaus auch das vor allem im Sinne des Arbeitnehmerschutzes wichtige Anliegen eines Gehörschutzes mittels Schalldämpfer für Berufsjäger.

Ein weiterer Schwerpunkt war die nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes. Dazu gehört auch die Einbindung der Forsttechnik. Um Schäden gering zu halten, wird auch die Jagd effizienter betrieben werden. Es wurden

Wir gratulieren ... den Oberlandwirtschaftsräten DI Bernhard Tscharre, DI Peter Weichsler und Mag. Peter Wintschnig, jeweils LK, zur Ernennung zum Landwirtschaftsdirektor; Landwirtschaftsrat Mag. Kurt Matschnigg, LK, zur

Ernennung zum Oberlandwirtschaftsrat und den Agrarräten Ing. Valentin Grader, Ing. Helfried Hubmann und Ing. Heinrich Jury, jeweils LK, zur Ernennung zum Oberagrarrat.

Abs.: Landarbeiterkammer Kärnten, 9020 Klagenfurt, Bahnhofstraße 44, Telefon 0 46 3/58 70-419, Fax 0 46 3/58 70-420, E-Mail: lak@lakktn.at Internet: www.lakktn.at Erscheinungsort Klagenfurt

Gedruckt nach der Richtlinie „Druckerzeugnisse“ des Österreichischen Umweltzeichens, Samson Druck GmbH, UW-Nr. 837

Verlagspostamt 9020 Klagenfurt – Nr. 02Z030531 M Medieninhaber (Verleger), Herausgeber und Redaktion des Medienwerkes: Landarbeiterkammer für Kärnten, 9020 Klagenfurt, Bahnhofstraße 44. Druckvorstufe: type&sign, Graphikagentur GmbH, Rosentaler Straße 116. Druck: Samsondruck. Offenlegung nach § 25 Mediengesetz: Mitteilungsblatt der Landarbeiterkammer zur Information, Aufklärung und Beratung der Kammerzugehörigen über alle diese betreffenden Belange. Kostenlose Abgabe; keine Anzeigen.

bereits Berufsjäger aufgenommen, die das Konzept der Waldbewirtschaftung umsetzen. Ausgebaut wird auch der Fischereibereich, wo der Schwerpunkt im Salzkammergut liegt. Angesprochen wurde auch die Entwicklung des Personalstandes, speziell im Arbeiterbereich. Die ÖBf-AG möchte den Beschäftigtenstand bei den Arbeitern halten und ist bemüht, diese auch durchgehend zu beschäftigen. Aus Kärnten nahmen Präsident Ing. Harald Sucher und HR Dr. Rudolf Dörflinger an diesem konstruktiven Gedankenaustausch teil.

P.b.b.

VNr. 02Z030531 M


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