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ba r s clubs r e s taur a nt s t h e at e r Kino konze r t e kuns t kl e inkuns t lit e r at ur m us ik s ta dt ge s ch e hen

k u lt u r

#221 02- 2018

die band LIONLION aus nßrnberg im gespräch mit tommy wurm


curt-BANNER-SPECIAL: Simple + superfair. www.curt.de/nbg CURT Media GmbH Ajtoschstr. 6, 90459 Nürnberg. Telefon: 0911-433468-64. E-Mail: info@curt.de Magazine / E-Books www.issuu.com, „curt N/F/E“ Website www.curt.de/nbg


Willkommen in unserem e-book curt Nbg/fü/Er Februar 2018 Viel Spaß beim Durchflippen und Lesen! Natürlich ist das gedruckte Magazin ein ganz anderes Erlebnis. Solltet Ihr also eine Printausgabe wünschen, dann sendet einfach eine Mail an info@curt.de mit dem Betreff „Print ist hübscher als Online“, dazu die Nummer der Ausgabe und dann kümmern wir uns darum. Auch in diesem Heft freuen wir uns über die Beiträge hochrangiger, augezeichneter, bewährter Kolumnisten, die sich für uns und Euch um Kunst, Kultur, Design, Bühne, Nachtleben, Stadtgeschehen und mehr annehmen. Wir würden uns sehr freuen, wenn Ihr dieses E-Book liked oder teilt, hier bei Issuu geht das ja sehr einfach: auf SHARE klicken, Facebook auswählen - los geht‘s. Danke! Habt Spaß - wir haben das auch! Euer curt-Team PS: Für weitere Infos und Storys empfehlen wir www.curt.de/nbg


curt-BANNER-SPECIAL: Simple + superfair. Motto: „online werben, statt offline derben.“ www.curt.de/nbg von subkultur bis hochkultur, Von fies bis fein, von Nix bis alles: www.curt.de > 150.000 visits / Monat > 1.000.000 PIs / Monat


VORWORT / Februar 2018 Werte Freunde, geschätzte Kooperationspartner, Kegelkumpels, Hänger & Durchstarter, wie sagt man so schön: Das neue Jahr fängt ja gut an! Jetzt mag man sich wundern, da ja schon Februar ist, aber eben genau damit fängt das curt-Jahr immer an - mit unserer Februar-Ausgabe. Und schon erklärt sich das. Unerklärlich ist uns hingegen, wie die Vorstandschaft des Vereins LITTLE HOME E.V. gerade aus dem Ruder läuft. Noch im Dezember haben auch wir voller Euphorie an einem Häuschen für Obdachlose herumgeschraubt – dem zweiten in Nürnberg – um jetzt voller Fragen und Misstrauen dazustehen und mit dem Vereinsgründer herumzustreiten. Dessen gern verwendetes Zitat „Ich mach Little Home größer als die Caritas!“ erscheint jetzt, mit dem neuen Wissensstand aller Beteiligten, verwirrter und vermessener denn je. Wir müssten zu weit ausholen, um all das zu schildern, was uns hier widerfahren ist, daher verweisen wir auf die Kollegen von NN, BR, Bild, Kölner Stadt-Anzeiger usw. Schon schade, wie eine großartige Sache – Minihäuser für Obdachlose – sich selbst torpediert. Ob und wie der Verein aus der Nummer heraus kommt, erfahrt Ihr in den nächsten Tagen auf www.curt.de und auf Facebook. Gut, dass es auch Gutes zu berichten gibt. In dieser Ausgabe feiert unsere Freundin Lara Sielmann ihren Einstieg als curt-Kolumnistin. Sie betreut zukünftig den Bereich Literatur/Lesungen und wir freuen uns schon darauf, die aufblühende Literaturszene gebündelt präsentiert zu bekommen. Außerdem haben wir mit Basti Schulze einen neuen, weiteren Partner für Bewegtbild, also für Filmchen. Sein erstes Machwerk für curt ist der Mitschnitt des Antilopen-Konzerts im Z-Bau am 26. Januar. Schon sehr cool, was 1 Mann mit 1 Kamera da abliefert! Abrufen kann man den Clip übrigens auf unserer Facebook-Site. Wenn auch Ihr mitmischen wollt, egal, ob knipsend, filmend, schreibend oder curt-verteilend, dann meldet Euch per Mail an info@curtde ... und schon machen wir Euch reich, heiß & sexy. Konkret suchen wir v.a. noch weitere flinke, knuffige, schöne, schlaue CURT-VERTEILER MIT EIGENEM AUTO. Und PRAKTIKANTEN. Ernsthaft, meldet Euch! Gerne teilen wir unseren Fame mit Euch, und auch das curt-Stirnbranding ist schnell verdient. Worauf wartet Ihr also noch? Unsere Boliden und das Büro laden zum Verweilen ein, während uns der Wind sanft durchs Gebälk säuselt - Frühlingsgefühle inklusive. Ächz, eine zähe Geschichte, dieses Vorwort. Zum Glück müssen wir das selbst nicht lesen - wie raffiniert! So, Ihr Vögel, unser Tipp für Euch: Macht am besten einfach exakt das, was wir tun, dann wird alles mehr als super. Willkommen in unserer, in Eurer Welt! Alles Andere ist Makulatur. Voller Hochachtung, Empathie und etwas Mitleid, Euer curt-Team (in aller Bescheidenheit)


werben in curt erlaubt

alles hervorragende gründe, unsere stadt zu lieben #1

theater - comedy - kleinkunst - wortkunst - kunst 8 Kolumne Matthias Egersdörfer

08 Matthias Egersdörfer

12 Interview: A. Oehlert

20 Designabsolventen

12 Interview Andreas Oehlert 20 Ausstellung Designabsolventen 50 Neue Kolumne Literatur mit Lara 53 Buchtipp marc-uwe kling

Diesmal: Kindheitserinnerungen an Andreas Radlmaier im Gespräch IELWackersdorf. MA N einen Ausflug mit dem bildenden Künstler. A Snach

Werkschau der Designer an der TH Georg-Simon-Ohm

54 Kabarett, Comedy & Co

50 NEU: Literatur mit Lara

58 Kulturkommentar

74 Kunst-Kritik

Neue Kolumne über das literarische Geschehen in der Region

Dieter Stoll über gegensetztliche Urteile von Kritikern.

Natalie de Ligt über das Projekt von G. Derleth und C. Weigang.

LAR

N

58 Kulturkommentar von Dieter Stoll 62 Theaterkalender von Dieter Stoll 74 Kunst Maltew ZEnses 76 KunstKalender von Natalie De Ligt


werben in curt erlaubt

alles hervorragende gründe, unsere stadt zu lieben #2

stadtgeschehen - gastro - musik - medien 26 Freizeit-MEsse

26 Freizeit-Messe

46 curt Kids

86 Kino

29 Whisk(e)y-MEsse 30 Kurznachrichten 40 Gastronews 47 curt kids 86 Kino 90 FAU Studienportrait refugee law clinic 92 curt präsentiert Konzerte & Partys

Bayerns größte Messe für Garten, Freizeitipps für Kids und Familien Touristik, Freizeit – und Whisk(e)y! von Kino bis Theater und mehr.

Unsere Claudia seziert und selektiert neue Kinofilme.

92 curt präsentiert

100 Interview: LionLion

102 Lokale Mucker

Konzerte & Partys mit Gütesiegel – Freitickets für die Besten der Stadt!

Auf ein paar Worte mit der Nürnberger Band zur neuer Platte.

Was die lokale Bandlandschaft so macht, verrät Euch Tommy Wurm.

100 Interview Lionlion 102 Lokale Mucker 109 Neue Cds von Tommy wurm 125 Kolumne: Bird Berlin 126 Kolumne Hinten raus von theo Fuchs


Valentinstag Mittwoch, 14.02.2018 17.30 – 21.30 Uhr 29,00 € pro Person im Preis enthalten: Aperitif und Buffet

Reservieren Sie jetzt unter 0911 / 2360 360 Admiral Filmpalast Nürnberg, Königstraße 11, 90402 Nürnberg www.admiral-filmpalast.de


Inhalte im Februar 2018

1 vorwort

62 Theaterkalender

8

74 Kunst: derleth & Weigang

Kolumne: Matthias Egersdörfer

büro nürnberg

Ajtoschstraße 6, 90459 Nürnberg Tel.: 0911-433468-60, Fax 0911-9943532 E-Mail: info@curt.de / Web: www.curt.de

Leitung

12 Interview: Andreas Oehlert

76 Kunstkalender

20 Designabsolventen: Ausstellung

86 Kino

Lampe / Reinhard Lamprecht // Leitung Print Gerald Gömmel // Leitung Online Sandra Wendorf // Leitung www.curt-kids.de

26 Freizeit-MEsse

90 FAU: refugee law clinic

Kolumnisten / redakteure

29 Whisk(e)y-Messe

92 curt präsentiert: viel

30 Kurznachrichten

100 Interview: LionLion

40 Gastrogeschehen

102 Lokale Mucker

46 Curt-Kids.de

104 Club- & Konzertgeschehen

50 Neu: Literatur mit lara

109 CDS: curt hört neues

Frank Schlosser, Claudia Nitsche – Redaktion Thomas Wurm – Redaktion Bird Berlin / Kolumnist – Dada + Liebe Dieter Stoll / Kolumnist – Theater Lara Sielmann / Kolumnist - Lesungen & Co Matthias Egersdörfer / Kolumnist – Story Natalie de Ligt / Kolumnistin – Kunst Theo Fuchs / Kolumnist – Story hinten raus Danke an: C. Civitillo, Katharina Winter, Daniel Holzheid, Manu von 7streich, David Lodhi Dank an: Andreas Radlmaier / Interview und an unsere Freunde von Bloom

53 Buchtipp: Marc-Uwe Kling

110 EventTipps

Anzeigenvertrieb

54 Kabarett, Comedy & Co.

125 Kolumne: bird berlin

58 Kulturkommentar

126 Kolumne: Theo Fuchs

ACHTUNG – vormerken: die ausgabe curt Magazin #222 erscheint für März 2018. online erscheinen wir täglich. Redaktionsschluss: 19.02.2018 / Anzeigenschluss: 22.02.2018 +/website: www.curt.de / mediadaten 2018 unter www.curt-media.de curt, für junge familien: www.curt-kids.de Covermotiv: LIONLION

R. Lamprecht Kontakt: anzeigen@curt.de

curt Media GmbH Geschäftsführer: Gerald Gömmel + Reinhard Lamprecht (V.i.S.d.P.) Widenmayerstr. 38, 80538 München Tel.: 089-520306-81, Fax: 089-520306-15 E-Mail: info@curt.de, www.curt.de curt erscheint jeweils zum Monatsanfang und wird kostenlos in Nürnberg, Fürth und Erlangen verteilt. Auflage curt N/F/E: 15.000 Für Infos und Programmhinweise sind wir dankbar, können aber keine Gewähr übernehmen. Nachdruck nur mit Genehmigung.


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8 Kolumne vom egers

Foto: natalie de Ligt


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Matthias Egersdörfer: Wiederaufbereitungsanlage Irgendwann in den 80er Jahren entstand dieser Gedanke in meinem Kopf: Man kann sich alle weiteren Diskussionen über Ladenöffnungszeiten, Zauberwürfel und Feminismus ersparen, wenn man die Luft nicht mehr atmen kann und das Wasser vergiftet ist. Kriegt der Mensch es nicht hin, dass es der Natur gut geht, geht es dem Menschen bald selbst nicht mehr gut, und dann ist Schicht im Schacht. Aus diesem Grund schloss ich mich einer Jugendgruppe von Naturschützern an. Wir bauten Vogelkästen und hängten sie an Bäume. Gemeinsam gruben wir Gartenteiche und trugen Kröten über die Straße. Aus Obstkisten haben wir einmal einen blattlosen Baum zusammengenagelt und an der Stelle aufgestellt, wo einmal eine Weide stand, die von der Stadt gefällt worden war. Dazu haben wir einen Aufsatz geschrieben, dass wir jederzeit weitere Kunstbäume produzieren könnten und sie gerne überall dort aufstellen würden, an denen die Stadt echte Bäume abhacke. Über diese Aktion wurde sogar in der Zeitung berichtet. Ich hatte es nicht beabsichtigt, trotzdem wurde ich zum ersten Vorsitzenden des Vereins gewählt. In regelmäßigen Abständen kam der übergeordnete Bezirksvorsitzende des Naturschutzvereins bei unseren Zusammentreffen mit seinem Adjutanten vorbei. Wenn sie ihre Kalender auf den Tisch legten und öffneten, konnten wir sehen, dass ihre Tage in halbstündige Einheiten unterteilt und in kleiner Schrift mit Themen und Absichten eng beschriftet waren. Der Bezirksvorsitzende drängt mich oft, ich müsse die Gruppe mehr anleiten, direkt in Aktion zu treten. Ich vertrat die Meinung, dass die Maßnahmen aus der Gruppe heraus entstehen müssten, statt von einer Person vorgeschrieben zu werden. In dieser Zeit des gemächlichen Aktionismus und der Diskussion über Leitungsfragen begann die Bayerische Staatsregierung in der Oberpfalz mit dem Bau einer Wiederaufbereitungsanlage für abgebrannte Brennstäbe. Man hatte vorher schon an mehreren Orten im Land versucht, das

Projekt umzusetzen, war dort aber auf erbitterten Widerstand gestoßen. Von den gottes- und CSU-fürchtigen Oberpfälzern erwartete man Dankbarkeit für die vielen Arbeitsplätze, die entstehen würden, und eine Nachsichtigkeit, wenn atomarer Feinstaub über einen hohen Schlot über das Land sanft verteilt würde. Der Staat hatte sich aber verrechnet. In und um den Taxöldner Forst begann der Widerstand der Bevölkerung und deren Unterstützer schnell zu wachsen. Einige aus unserer Jugendgruppe waren schon in Wackersdorf gewesen und hatten vor dem Zaun demonstriert. Christian hatte sogar einige Nächte im Hüttendorf übernachtet. Er zeigte uns Fotos, die er dort gemacht hatte. In grob gezimmerten Behausungen schliefen die Demonstranten, kochten gemeinsam und demonstrierten gegen die Staatsmacht. Eine ältere Bauersfrau brachte ihm in ihrer Einkaufstasche Steine, die sie vorher aufgesammelt hatte. In ihrem schönen Oberpfälzer Dialekt habe sie ihn gebeten, die Steine zu schmeißen, weil ihre eigene Wurfkraft zu schwach sei, wusste Christian zu berichten. Nur zu gerne wäre ich mit Christian einmal dorthin gefahren, um meiner Meinung gegen das Bauvorhaben Ausdruck zu verleihen. Ich hatte sogar einen Schlafsack und hätte nichts dagegen gehabt, neben einer Demonstrantin mit bunten Haaren im Stroh zu liegen oder mir von ihren zarten Fingern das CS-Gas mit einem feuchten Tuch aus den Augen wischen zu lassen. Aber aus meinen Träumen wurde nichts. Meine Mutter verbat mir mit all ihrer Macht nach Wackersdorf zu fahren. Ich könnte sonst was anstellen. Die Mutter erlaubte mir nicht Widerstand zu leisten. Der Gruppe gegenüber musste ich mich herausreden. Eine Fahrt nach Wackersdorf gehörte inzwischen zum Katechismus eines fränkischen Naturschützers. Die Angst der Mutter öffentlich eingestehen, konnte ich


10 Kolumne vom egers

freilich nicht. Zusehends verdrehte ich mich in immer mehr verschwurbeltere Ausreden. Die ganze Situation war unangenehm und fatal. Ich war der erste Vorsitzende der Naturschutzjugendgruppe und kannte das Gelände nur von Bildern. Die Auseinandersetzungen in der Oberpfalz nahmen an Dramatik zu. Der Druck auf meine Person stieg. Aus der Not änderte ich meine Taktik. Wenn die Mutter mich nicht zur WAA fahren ließ, weil die Gefahr für mich dort zu groß sei, musste die Mutter mich eben dorthin begleiten und selbst aufpassen, dass nichts passierte. Also unterbreitete ich meinen Eltern diesen Vorschlag. Mein Vater unterstützte mein Ansinnen. Er vertrat die Meinung, dass man sich die Welt ansehen müsse, um sich selbst ein Bild machen zu können. An einem Sonntag Vormittag fuhren wir los nach Wackersdorf. Der Vater steuerte das Automobil. Die Mutter brütete vorne neben ihm und ich saß mit leichter Aufregung auf dem Rücksitz. Irgendwann begann die Mutter mit einer vehementen Rede und stellte das gesamte Vorhaben der Fahrt grundsätzlich in Frage. Es sei ihr schleierhaft, dass man auf die billigste Propaganda hereinfiele und sich vor den Karren schlimmster Querulanten und Quertreiber spannen ließe. Wissenschaftler und Fachleute hätten da jahrelang zusammengearbeitet und nicht irgendwelche unseriösen Trickbetrüger. Brennstäbe noch einmal zu verwenden, statt sie strahlend zu vergraben, sei doch keine dumme Idee. Es sei ihr mehr als begreiflich, dass es ein Leichtes sei, den gutgläubigen Sohn zu verwirren, auszunützen und hinters Licht zu führen. Dass sie aber einen Kommunisten und obendrein noch vaterlandslosen Gesellen geheiratet habe, könne sie nur schwer ertragen. Sie wurde zunehmend lauter und unsachlicher. Der Vater brummte ruhig, dass man sich das einmal ansehen müsse, schließlich spiele sich das Ganze in direkter Nachbarschaft ab. Ich schwieg, um nicht noch Öl in die Wortflammen der Mutter zu gießen. Das Gelände war sehr groß. Ein Waldstück in der Fläche von mehreren Fußballfeldern war gerodet worden. Wir brauchten einige Zeit, bis wir

um den Bauzaun, der oben mit Stacheldraht zusätzlich gesichert war, gegangen waren. Hinter dem Stahlgitter standen hunderte Polizisten, Einsatzfahrzeuge und Wasserwerfer. Vor dem Zaun gingen und standen und liefen Familien, Alte und Junge, Alternative und Menschen, die in der Nähe wohnten. Wir trafen viele Leute, darunter auch einige Bekannte, von denen wir gar nicht gewagt hätten zu glauben, dass wir sie hier treffen würden. In einem ruhigen Ton, in dem man sich unterhält, wenn man am Sonntag im Wald spazieren geht, wurden uns Geschichten von unerbittlichen Einsätzen mit Hubschraubern und der rücksichtslosen Verwendung von CS-Gas erzählt. Dort vor dem Zaun wurde uns die Dimension der Idee bewusst und die Gewalt, mit der dieses Vorhaben vom Staat gegen den Willen eines Großteils der Bevölkerung durchgesetzt werden sollte. Als wir wieder im Auto saßen und nach Hause zurückfuhren, war die Mutter wie verwandelt. Sie sprach davon, dass es ein unerträgliches Unrecht sei, wenn die Politik derartig rücksichtslos die Interessen des Volkes missachte. Ängste würden in einem unfassbaren Ausmaß ignoriert. Sie konnte gar nicht mehr aufhören sich zu empören. Mein Vater, nehme ich an, amüsierte sich im Geheimen über den Gesinnungswandel seiner Frau und ließ das durch ein paar Bemerkungen durchblicken. Ich schaute froh zum Fenster in die vorbeifahrende Landschaft hinaus.

und was macht Egers sonst so im Februar? Viel, aber leider nicht so viel auf den hiesigen Bühnen. Nach dem Besuch mit seiner Bühnenmuse Carmen beim Frankenfernsehen (01.02.) macht der Wahl-Fürther mit seinem Programm Ein Ding der Unmöglichkeit einen weiten Tour-Bogen um die Metropolregion und kommt nur am 11. Februar in die Nürnberger Tafelhalle auf eine Unmöglichkeit zurück. Etwas ungewohnt am Monatsende heißt es am 20. Februar wieder Egersdörfer & Artverwandte im Künstlerhaus zu Nürnberg. Noch mehr Egers unter www.egers.de.


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im gespräch: Andreas Oehlert

fotos: chris civitillo


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andreas radlmaier im gespräch mit ...

Andreas Oehlert – Künstler Nicht nur FuSSballer haben Rücken. Auch bildende Künstler. Andreas Oehlert entschloss sich deshalb vor geraumer Zeit, seine menschengroSSen Zeichnungen nicht mehr mit Engelsgeduld und gebückt über einen Tisch fertigzustellen, sondern senkrecht vor der Wand stehend und damit schmerzlindernd. Anstrengend und kippelig blieb auch diese Form wochenlanger Zeichen-Meditation. Damit ist jetzt Schluss: Vom Preisgeld des Otto-Grau-Kulturpreises (7.500 Euro), den der Fürther mit Arbeitsplatz in der Nachbarstadt – einem Atelier auf AEG genauer gesagt – am 1. Februar im Galeriehaus Defet in Nürnberg überreicht bekommt, schafft er sich ein standfestes Gerüst an. Kunstpreise sind doch auch gesundheitsfördernd. Image- und selbstbewusstseinsfördernd sowieso. Höchste Zeit für ein Gespräch mit einem der profiliertesten Künstler der Region. Andreas Radlmaier: Wollen wir über Kunst sprechen? ANDREAS OEHLERT: Können wir gerne. Oder doch lieber über Literatur und Pop, Dekor und Dekadenz, Kitsch und Schönheit? Ein bisschen viel auf einmal. Hängt das Eine mit dem Anderen zusammen für Dich? Irgendwie schon. Gerade in der Kunst wird man von so vielen unterschiedlichen Dingen inspiriert. Das kann ein Ausflug in den Baumarkt sein oder ein symphonisches Konzert in Bamberg. Ist das bei Dir so? Auf jeden Fall. Querverweise in die Literatur fallen bei Dir auf. Bist Du Literaturfan? Früher habe ich bedeutend mehr gelesen. Als ich ein Stipendium in Paris hatte, war ich Dauergast im Goethe-Institut. Heute sind die literarischen Querverweise nicht mehr so stark in meiner Arbeit. Was wäre Deine aktuellste literarische Empfehlung für uns? „Ein wenig Leben“ der Amerikanerin Hanna Yanagihara – die Geschichte über vier Freunde, die mich vergangenes Jahr sehr

gepackt hat. In ein, zwei Zeichnungen, die zu dieser Zeit entstanden sind, ist da einiges eingeflossen. Gerade lese ich „Ein ganzes Leben“ von Robert Seethaler. Auch ein ganz tolles Buch. Was beschäftigt Dich gerade in der Kunst? Der Fokus liegt auf Papierarbeiten, den Zeichnungen. Die Großen? Nach der Messe in Berlin habe ich wieder begonnen, kleinere Zeichnungen zu produzieren, 50 x 70 Zentimeter. Meine Arbeitsweise ist ja ziemlich zeitaufwändig. In den letzten zehn Jahren sind schätzungsweise 60 bis 70 Blätter entstanden. Ich bin immer wieder überrascht, dass da weiterhin Neues passiert. Wie passiert was wann? Ich bin ein sehr disziplinierter Arbeiter … Ab neun Uhr im Atelier, stimmt das? Spätestens. Ich bezeichne mich manchmal als Stechuhr-Künstler. Also „nine to five“? Eher „nine to six“. Aber dann den ganzen Tag konzentriert. Brauchst Du das für Deinen inneren Rhythmus?


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im gespräch: Andreas Oehlert

Ja. Ich bin überhaupt kein Nachtarbeiter. Es gibt ja viele Künstler, die erst so um 20, 21 Uhr starten. Das wäre für mich undenkbar. Ich kann überhaupt nicht bei Kunstlicht arbeiten. Die Magie der Nacht greift nicht? Ich kann das verstehen. Aber ich brauche Tageslicht, Helligkeit. Ich verspüre da einen anderen Energiefluss. Gut, also Du gehst zur Arbeit …. Genau. Da hängt dann ein weißes Blatt Papier. Ich habe weiterhin die selbe Vorgehensweise, dass ich spontan, ohne viel nachzudenken, Farben mische. Das kann eine, das können drei oder fünf sein. Intuitiv. Aber das hat – um zum Anfang zurückzukehren – natürlich viel mit den Einflüssen in den Tagen zuvor zu tun. Dann fange ich mit der ersten Setzung auf dem Blatt an. Bei mir gibt’s keine Vorzeichnung, keine Idee. Das Grundmuster passiert also auch spontan? Ja. Dann wird dies als Wiederholung weitergeführt. Bei der Reise auf dem Blatt lasse ich allerdings schon zu, dass Dinge passieren, dass die Farben immer dünner werden. Oder ich verändere das Modul doch. Es gibt keine anfangs festgelegte Regel. Wie oft geht das Spontane dann schief? Selten. Ich bin nicht der Arbeiter, der anfängt und irgendwann feststellt, das wird nichts, und das Blatt in den Papierkorb wirft. Ich ziehe es dann durch. Ich finde den Beginn oft nicht aufregend, aber die Blätter gewinnen mit der Dauer des Tuns. Ich bin selber oft überrascht, was daraus wird. Die Wertschätzung variiert auch. Der Blick auf die eigene Arbeit wird ein anderer. Das beobachte ich nicht nur bei mir, sondern auch bei anderen Künstlern: Da gibt’s welche, die ich vor Jahren sehr geschätzt habe, die mich heute gar nicht mehr faszinieren. Und umgekehrt. Kunst ist also kein Zustand? Gott sei Dank. Mich beschäftigt ja auch ganz stark die Präsentation. Die kann eine Arbeit richtig zum Glühen bringen. Man kann aber auch durch eine falsche Präsentation Kunst komplett killen. Wie wichtig ist Dir Meditation, Kontemplation, Konzentration?


Konzentration ist schon sehr wichtig. Meine Arbeitsweise hat auf den ersten Blick etwas Maschinelles, auf den zweiten eine eigene Handschrift. Deshalb ist Konzentration sehr wichtig: nicht die Lust daran zu verlieren. Ich bin sicher nicht der Meditierer, auch wenn ich mal Yoga gemacht habe. Aber ich merke schon, dass ich eine extrem ruhige Hand brauche, ich merke, dass meine Atmung eine völlig andere ist, dass mein Kopf komplett leer wird. Ich „muss“ ruhig werden. Also ist das gesund für Dich? Nichts ist mir so wichtig wie die Zeit im Atelier. Es ist ein anderer Zustand. Wann ist Kunst gut? Wenn sie eine Intensität hat, die mich erreicht. Kunst ist ja auch eine Art Sprache. Also ist entscheidend, ob dieses Gesagte mich berührt. Ich laufe auch oft an Kunst vorbei. Das ist eine harte Nummer. Kunst muss es in einem kurzen Moment schaffen, dass sie funktioniert, dass du stehen bleibst. Das ist ganz was Anderes. Denkst Du deshalb auch immer in Räumen? Auf jeden Fall. Museumsbesucher laufen oft an den aufgereihten Bildern vorbei und verbringen mehr Zeit mit den Schildern, von wem die Kunst ist, als mit der Kunst selbst. Das liegt nicht am Betrachter, sondern an der Präsentation. Damit sollte man vielleicht mal aufhören und andere Wege gehen. Jemand nannte Dich mal einen Bühnenbauer. Falsch? Ich stelle ja relativ viele Vitrinen her. Und die sind im Grund nichts anderes als Bühnen, als skulpturale Form. Es wird etwas erhöht, in anderer Weise präsentiert. Guckkästen halt. Genau. Die Bühne interessiert mich extrem und seit langem. Ich habe in der Blauen Nacht auch mal einen Museumssockel gebaut, auf dem es dann rosa Zuckerwatte gab. Stichwort Blaue Nacht. Früher warst Du öfters dabei, zuletzt nicht mehr. Warum?

Amy Macdonald Jazzrausch Bigband Marcus Miller

Beady Belle Norbert Schneider Stefanie Heinzmann & Band Andreas Kümmert Ladysmith & Band Black Mambazo Le Bang Bang

Ida Nielsen & Band Andreas Martin Hofmeir & Band

Keller Steff Big Band Bernhard Hollinger Group

27.04. —02.05.18 Hauptsponsor:

www.jazzandbluesopen.de

Medienpartner:


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Rainer Hänsel im gespräch: Andreas Oehlert

Ich war schon länger nicht mehr als Besucher dort. Sie ist mir, glaube ich, zu groß geworden. Bist Du Einzelgänger? Ne. Wie wichtig ist Dir die Kunst-Community? Ich schau‘ mir fast alles an. Zu Eröffnungen gehe ich nicht so gerne. Wenn’s um die Kunst gehen soll, schaue ich mir das lieber in Ruhe an. Das ist vielleicht auch mein Vorbehalt gegen die Blaue Nacht. Ins Neue Museum kann ich auch an einem anderen Tag. Aber den Kunstwettbewerb gibt’s halt nur in der Blauen Nacht. Deshalb gibt’s ja jetzt die Preview am Abend vorher für das exklusive Gefühl. Dann mache ich heuer vielleicht das. Was wäre denn aus Dir geworden, wenn Du nicht in der Kunst gelandet wärst? Irgendwas mit Kunst wäre es auch geworden, vielleicht Theater oder Tanz. Dennoch: Du bist relativ spät an der Kunstakademie gelandet, mit Anfang/Mitte Zwanzig. Gibt es für die Zeit davor ein dunkles Geheimnis? Nein, aber ich habe mir eben Zeit genommen. Abitur zu machen und dann sofort Kunst zu studieren, erscheint mir manchmal doch ein wenig – schnell. Du hast bei Georg Karl Pfahler begonnen, bist dann zu Rolf-Gunter Dienst gewechselt. Dessen reduzierter, konkreter Haltung scheinst Du heute näher als vor 20 Jahren, wo’s bei Dir gerne schriller und trashiger zuging. Stimmt das? Rolf-Gunter Dienst und sein Prinzip der Wiederholung ist in meine Arbeit auch eingeflossen. Aber bei mir geht’s nicht um Farbräume und das Übereinanderlegen von Farbschichten. Du bist mehr als die Hälfte Deines Lebens in der freien KünstlerWildbahn unterwegs. Was waren die härtesten Jahre? Die ersten fünf Jahre nach dem Studium.


Existenzangst? Ja. Und immer wieder die Überlegung, ob man es doch lassen sollte. Für mich war immer klar, dass ich nicht jeden Tag einen anderen Job mache und abends dann für ein paar Stunden künstlerisch tätig bin. Zum Glück kam’s nie dazu. Ich habe ganz einfach meinen Lebensstandard abgesenkt. Inzwischen ernährt Dich Dein Hauptberuf? Mal mehr, mal weniger. Seit ich die Galerie Oechsner habe und einen festen Stamm von Käufern, kann ich davon leben, seit fünf, sechs Jahren. Allerdings habe ich auch im Neuen Museum immer noch einen Nebenjob: Ausstellungsauf- und abbau. Aber darunter leide ich nicht, sondern das interessiert mich extrem. Bist Du dann der lebende Beweis, dass man auch als aus Fürth stammender Künstler überleben kann? Da bin ich ja nicht der Einzige. Am Anfang hat man die Vorstellung, man möchte jetzt überall und international mitmischen. Davon muss man sich irgendwann verabschieden. Weil? Weil es wahnsinnig viele Künstler gibt, weil es ein undurchschaubares Phänomen ist, wie man in diesen Ausstellungszirkus hineinkommt. Ob es nun permanente Vernissagen-Besuche sind oder der Wechsel in eine angesagte Stadt. So viele Freunde von mir sind nach Berlin gegangen … Geht’s denen besser? Manchen ja, bei anderen ist auch nichts passiert. Der Wechsel in eine hippe Stadt war für Dich nie ein Thema? Ich habe ja in London studiert. Für mich erschien das unmöglich, mein Leben dort zu finanzieren. Natürlich ist es immer toll, wegzukommen. Das möchte ich jetzt auch wieder verstärkt versuchen. Andererseits: Ich lebe in Fürth mit meinem Partner zusammen, in einem Holzhäuschen mit Gemüsegarten. Ich liebe diese Situation und habe nicht das Bedürfnis, woanders hinzuziehen. Ich habe ein


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im gespräch: Andreas Oehlert

tolles Atelier und Umfeld, kann wunderbar wandern gehen. Ich fühl‘ mich einfach wohl hier. Für mich warst Du immer ein Kind des New-Wave-Lebensgefühls der 80er Jahre, vom androgynem Schillern bis zur Discokugel. Täuscht das? (Deutet zur Discokugel an der Decke) Sicher ist das mit eingeflossen. Ich habe meine Jugend im „Kitsch“ verbracht (Anm.d.Red.: legendärer Fürther Wave-Club) und war – peinlich, das zu sagen – ein Spiegeltänzer. Das war mir eine Bühne. Ist Kunst dann Pop? Ich bin ja nun nicht der, der einsam in einer Hütte vor sich hin arbeitet. Ich bewege mich mit einer Ausstellung auf eine Bühne, lege mich offen. Von daher hat das natürlich auch mit Pop zu tun. Sind die Vitrinen mit ihren Wimpern und Pailetten dann Bezüge zur Popkultur? Klar fallen einem da unterschiedlichste Bezüge ein. Die WimpernVitrine schaut aus wie ein Vogelschwarm. Die Arbeit heißt ja auch „Schwarm“. Damit ist man bei Hitchcock. Man denkt an Man Ray wegen der schwarzen Obsidian-Tränen, die als Gewicht dranhängen. Und bei der Pailetten-Vitrine gibt’s einerseits diesen Glamour und Glitzer, auf der anderen Seite ist sie komplett schwarz. Ich versuche ja immer auch Kehrseiten zu zeigen. Reicht dieses Faible für Glitter und Kitsch bis ins Private? Ich sammle gewisse seltsame Dinge, die mancher als Kitsch bezeichnen würde. Zum Beispiel? Glashirsche. Das kam aber auch aus einer Kunstidee heraus. Als ich in Krakau studierte, habe ich an einem Hauseck einen Hirsch mit zwei Körpern und einem Kopf entdeckt. Den habe ich von einem Glasbläser dort als Skulptur fertigen lassen. Dann habe ich in einem Antiquitätenladen mal einen Glashirsch aus Lauscha gesehen. Die gibt’s in allen Größen und Farben, mit Bäumen etc. Da begann ich, Glashirsche zu sammeln. Das habe ich aber jetzt wieder aufgehört.

Hat Kitsch folglich zu Unrecht einen schlechten Ruf? Wie gesagt: Für mich ist das ja kein Kitsch, sondern das sind wunderbare Skulpturen. Gibt’s dann überhaupt Kitsch? Das muss jeder für sich selbst entscheiden, wo es kippt. Geht’s Dir auch um Leichtigkeit? Wenn’s dann nicht nur ein Leichtgewicht bleibt, dann auf jeden Fall. In der Blauen Nacht stand ich mal in einem gläsernen Kubus, den ich über Stunden mit Klebepunkten versehen habe, bis ich selber komplett dahinter verschwunden war. Das hatte auch was Leichtes. Gewidmet hatte ich die Arbeit allerdings einem guten Freund, der sich davor das Leben genommen hat. In dem Leichten schwingt auch immer etwas Melancholisches, Trauriges, Härteres mit. Welches Verhältnis hast Du dann zum Ausstellungszirkus? Ich kenne ihn letztendlich nicht, ich war in diesen Kreisen nicht unterwegs. Ich habe für mich irgendwann beschlossen: Das Wichtigste ist meine künstlerische Arbeit. Vom Credo, wahnsinnig erfolgreich zu werden, habe ich mich verabschiedet. Ich könnte das auch nicht bedienen. Weil Dein Arbeitsprozess zu langsam ist. Genau. Wenn da zehn großformatige Zeichnungen pro Jahr entstehen, ist das für den Kunstmarkt, wie er funktioniert, uninteressant. Da müssen erfolgreiche Künstler an fünf, sechs, zehn Ausstellungsorten gleichzeitig präsent sein. Meine Verknappung ergibt in diesem System keinen Sinn. Und wenn ich da meine Arbeitszeit hochrechne, bekomme ich die Krise. Ist die Kunstszene elitär? Die zeitgenössische Kunst ist bei viel mehr Menschen angekommen als das noch vor zehn Jahren der Fall war. Das hat auch mit der Digitalisierung zu tun. Man kann heute Ausstellungen per Smartphone besuchen, muss nicht mehr hinfahren. Auch klassische Musik, moderne Musik und Literatur beispielsweise sind ja nur für ein „bestimmtes


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Klientel“. Das muss nichts Negatives sein. Was mich am Kunstmarkt schwer irritiert, sind die Preise, die dort erzielt werden. Das ist doch absurd. In welchem Zustand ist aktuell die regionale Kunstszene? Den permanenten Aderlass finde ich nach wie vor sehr schade. Was ist die Botschaft an die Jungkünstler? Nicht nur an die Studenten, sondern auch an die Professoren: In der Stadt doch noch mehr aufzuscheinen. Das wäre eine Bereicherung für die Stadt, auch wenn es mehr Möglichkeiten gäbe, sich zu präsentieren. Wir haben auf AEG ja die Akademie-Galerie. Das ist aber eben nicht gerade Innenstadt-Lauflage. Wenn es da Off-Räume gäbe und das von der Stadt unterstützt würde, das fände ich sehr schön.

Andreas Oehlert (51) studierte an der Nürnberger Akademie der Bildenden Künste (bei Rolf-Gunter Dienst) und am Chelsea College of Art and Design London Malerei. Auslandsaufenthalte führten ihn nach Krakau und Paris. Die Inszenierung und Einbeziehung von Räumen – ob bei der Blauen Nacht oder der ContainArt in Fürth – entwickelte sich schnell zu seinem Markenzeichen. Heute zählt Oehlert zu den arrivierten Künstlern der Region. Das Neue Museum Nürnberg widmete ihm 2010 eine Einzelausstellung, 2014 erhielt er den Kulturpreis seiner Heimatstadt Fürth. 2018 realisiert er für das neue Universitätskliniklabor in Erlangen eine großflächige Deckenarbeit mit 189 Modulen rund um „Sehnsucht nach Vollkommenheit“. Er macht auch Eindruck als Kurator, wie etwa die Kunsthaus-Serie „Zeichen und Wunder“, oder in der Galerie Oechsner („Play“). Dort erhält er am 1. Februar den Otto-Grau-Kulturpreis. Oehlert arbeitet in einem Atelier Auf AEG und lebt mit Partner in Fürth

FÜR CURT: Andreas Radlmaier Andreas verantwortet u.a. das Bardentreffen, Klassik Open Air, Stars im Luitpoldhain ... Als Leiter des Projektbüros im Nürnberger Kulturreferat ist Andreas verantwortlich für o.g. Festivals, sowie für die Entwicklung neuer Formate wie Silvestival, Nürnberg spielt Wagner und Criminale – Formate, die curt journalistisch begleitet. Andreas ist seit über 30 Jahren in und für die Kulturszene tätig. Studium der Altphilologie, Englisch, Geschichte. Bis 2010 in verantwortlicher Position in der Kulturredaktion der Abendzeitung Nürnberg. 2003: Kulturpreis der Stadt Nürnberg für kulturjournalistische Arbeit und Mitarbeit an zahlreichen Publikationen.


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die Werkschau der Designabsolventen Traditionell findet im Februar (auch immer im Juli) an und in der Fakultät Design der TH Nürnberg die Werkschau mit den Abschlussarbeiten aus den Bereichen Cast, CGI, Film & Animation, Fotografie, Illustration, Interaktionsdesign, Grafikdesign, Raum- & Event-Design, Typografie und Verbale Kommunikation. Alles klar, wir sind dabei. Glückwunsch Euch/uns! Die Ausstellung zum Thema „Tabula Rasa“ wird am Freitag, 9. Februar, um 19 Uhr in der Fakultät Design auf dem Campus 2 der TH in der Wassertorstraße 10 eröffnet. Natürlich sind auch wieder die Absolventinnen und Absolventen vor Ort, zelebrieren diesen Meilenstein, den Moment und stehen Rede und Antwort zu ihren Arbeiten. Direkt im Anschluss geht‘s ab 23 Uhr zur Aftershowparty in den MUZclub – und spätestens dort an der Bar werden wir sehen, was der goldene Schnitt in echt bedeutet. Dass dieser von den beiden DJs Bird Berlin und Heiko Preischl nur schwerlich erfüllt wird, wird man sehen. Anlässlich der kommenden Werkschau der Designabsolventen hat sich einmal mehr und schon traditionell das kreative Triumvirat aus Bloom, den Absolventen selbst und curt zusammengefunden, um vorab schon mal einige Repräsentanten der Ausstellung zu zeigen, den abgehenden Designern zu gratulieren und Euch einen Besuch der Ausstellung und die dazugehöriger Feier wärmstens zu empfehlen! Die Abschlussarbeiten sind auch am Samstag, 10.02., 10–13 Uhr, sowie Montag, 12.02., und Dienstag, 13.02., von 10–18 Uhr zu sehen. Aftershowparty: Studenten mit Studentenausweis Eintritt frei.

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13 01 Thomas Michalczyk: Mehr als nur Fotograf 02 Jennifer Gebhardt: Occupied Sense 03 Yvonne Edenharter & Panzer Philomena: Purri‘s Diner 04 Malena Guinet: Satu 05 Nadine Fischer: Die heilige Johanna der Schlachthoefe 06 Ludwig Seibt & Benno Sellin: EONOS 07 Alexander Hunzek:

Instagram-Profil einer virtuellen Influencerin in Mode und Lifestyle

08 Florian Weber: Die Zukunft der Mobilitaet 09 Sebastian Schnellboegl: Stadt fuer alle 10 Ida Gawlik: Ein Farbe-Antwort-Spiel 11 Beyza Akar & Sebastian Herbst & Dominik Lang: OMINA 12 Lea Zimmermann: Schwarzer See 13 Simona Leyzerovich: Wohnzimmer Zur Mitte Als Förderer von Kultur & Kreativität unterstützt die Werbeagentur Bloom auch diesmal wieder die Werkschau der Designabsolventen. Diese dokumentiert nicht nur das Schaffen des kreati12

ven Nachwuchses, sondern ist zugleich auch Kontaktbörse. Jobs: kontakt@bloomproject.de


BE PROUD! www.bloomproject.de

Glückwunsch an alle Absolventen – mit eurer kreativen Power werdet ihr es weit bringen. Für alle Nachwuchshelden, die noch mitten im Studium sind, heißt es: erst mal Praxisluft schnuppern! Am besten im Rahmen eines bezahlten Praktikums bei uns im Bereich Werbung/Kommunikation. Interesse? Dann Bewerbung an kontakt@bloomproject.de


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Wir werden Helden: Freizeitmesse Nürnberg Wandervögel und Fresh-Air-Schnapper, Grüne Daumen und Häuslebauer, Whiskey-nasen, Food Trucker, Fortfahrer und Balkonier, X-Sportler und genussRadler, Fitnessjünger und Aktive Senioren – Alle treffen sich traditionell vor dem Startschuss in die FreiluftSaison in den Hallen des Messezentrums Nürnberg Auf Bayerns grösster Garten-, Touristik- und FreizeitMesse, um die frischen infos abzugreifen. curt läuft schon mal vor, Gibt Tipps und vergibt Tickets und zeigt, wie man am Ende zum Helden wird.

Foto: freizeitmesse.de


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Wir starten unsere Messereise in der Touristikhalle, dem größten Reisebüro Nordbayerns, träumen bei den Erlebnisberichten auf der Showbühne oder im Vortragsdom von kleinen und großen Sprüngen ans und übers Meer und über Landesgrenzen in nahe und ferne (Bundes-) Länder, lassen uns mit landestypischen Leckereien der Partnerregionen Limousin und den Gästen aus Westböhmen verköstigen und bestaunen Handwerk, Land und Bräuche. Nach dem Heimkehrschwung hüpfen wir ins nahe Umland und holen uns die besten Freizeit- und Urlaubstipps für die Metropolregion Nürnberg und Mittelfranken. Das passende Vehikel und die Camping-Utensilien für die Reise übers Land finden wir nebenan im Caravan- und Reisemobilsalon auf dem riesigen Indoor-Parkplatz und den über 40 Ausstellern. Nach unserem Ausritt als Asphalt-Cowboys gallopieren wir in die Gartenwelt und lassen beim Flanieren durch die aufwändig gestalteten Themengärten die Seele baumeln, bewundern neueste Gartentrends für die urbane Farm oder das ländliche Tagwerk und trainieren unsere grünen Daumen in Workshops und Mitmach-Aktionen. Gelb-schwarz und grün ist alle Theorie bei den Imkern des Zeidlervereins, den Kakteenfreunden, Kleingärtnern und dem Bund Naturschutz, die mit Rat und Tat zu praktischen und spannenden Themen von kleinsten Krabblern bis zu den größten Obstbäumen hilf- und lehrreich zur Seite stehen. Bevor wir sportlich aktiv werden, erholen wir uns kurz auf dem Gartenmobiliar in der Grünen Boutique, schlemmen unsere Kohlehydratspeicher auf der Genussmeile voll und besorgen uns hochwertiges Protein und Infos an den Grills bei den Bratern und Beratern im BBQ- und Grillbereich.

MESSE NÜRNBERG 3.+ 4. MÄRZ 2018 • Rund 80 Importeure und Destillerien • Über 2500 verschiedene Whiskies aus 14 Ländern • Basic Seminare und Master Classes • R(h)um-Messe „PUEBLO DEL RON“ • Live-Musik und Kulinarisches von den Inseln

IM RAHMEN DER FREIZEITMESSE NÜRNBERG WWW.WHISKEYMESSE.DE


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Foto: freizeitmesse.de

Gut gestärkt wandern wir in feschen Kniebundhosen und selbstgebastelten Lorbeerkränzen in die Outdoor-Halle. Dies soll unsere Ruhmeshalle sein, wenn wir triumphal den ausgelobten Titel als „Fittester Franke – Fitteste Fränkin 2018“ samt sportlicher Preise gewinnen. Vor dem Wettkampf durchlaufen wir ein kurzweiliges Trainingsprogramm an den zahlreichen Mitmachstationen und Test-Centern, schwingen uns mit lockeren Golfschwüngen ein, stochern mit Walkingstöcken durch die Gänge, balancieren auf der Slackline und schnalzen damit die Pfeile in die Zehn beim Bogenschießen, hangeln uns wie Tarzan durch den Niederseilgarten, klettern wie die Gemsen in der Kletterwand, paddeln mit SUPs, Kanu und Kajak durchs riesige Wasserbecken und kokettieren mit unserer Meerjungfrauenanmut beim Tauchen. Nach einem Sprung vom Beckenrand in windschnittige Radlerhosen pumpen und kurbeln wir mit strammen Radlerwaden auf modernsten E-Bikes einige Kilowatt auf dem Pumptrack und Testparcour zusammen und finden nach unserem Scheitern als mittelmäßig fitte Franken unsere innere Mitte wieder beim TaiChi, QiGong und Karate auf der inviva (28. Februar/ 1. März, der Messe in der Messe für alle mitten im Leben mit Angeboten, Informationen und Tipps zu den Themen Gesundheit, Freizeit und selbstbestimmtes Leben),

lachen mit Kabarettistin Maren Kroymann am ersten und schunkeln bei Sängerin Cindy Berger am zweiten Messetag. Auf dem erstmals stattfindenden Heldenmarkt (3. und 4. März), der Verbrauchermesse mit der riesigen nachhaltigen Angebotspalette von Lebenmittel über Mode, Wohnen, Reisen bis hin zu Finanzen für alle, die es besser machen wollen, besorgen wir uns das Material aus dem wahre Helden geschmiedet werden. Langsam geht für uns ein aufregender, runder Messetag zu Ende, auch Helden werden müde. Vor der Heimreise holen wir uns in der Themenwelt Mein Haus noch energiesparende Bau- und Wohnideen und praktische Einrichtungstrends für die eigenen vier Wände und gönnen uns für den Heimweg ein paar Auf-die-Hand-Gerichte für in-den-Mund beim FoodTruckRound-up im Messepark. Freizeitmesse 2018 Vom 28. Februar bis 4. März 2018, Messezentrum 1, Nürnberg. Einzelticket 10,- / 12,-, Familienticket (2 Erw. + 3 Kinder) 25,- Euro, Feierabend-Ticket 7,- / 5-Freunde-Ticket 40,-. www.freizeitmesse.de ACHTUNG: curt vergibt Tickets auf www.curt.de!


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Foto: freizeitmesse.de

Highlander in der Noris: The Village Zum sechsten Mal treffen sich Whisk(e)y-Kenner und -Entdecker im „Village“ auf der Nürnberger Freizeitmesse. 16.800 Besucher_Innen, 80 Importeure und Destillerien und 2.000 verschiedene Whisk(e)ys machen die kleine Enklave mitten im Bierland Franken sogar zu Europas gröSSter Whisk(e)y Messe. mindestens. Ein Highlight und das Highland der Nürnberger Freizeitmesse findet in Halle 10 statt. In authentischer Dorfkulisse kommt hier an zwei Tagen die gesamte Welt des Whisk(e)ys von Irland über Schottland, Deutschland bis nach Amerika und Japan zusammen. Livemusik, schottische Kilts und irische Gerichte wie Haggis, Irish Stew, Fudges oder WhiskeyTrüffel sorgen für britisch-irisches Flair, während sich Whisk(e)yFreunde an zahlreichen Ständen auf Sonderabfüllungen, Tastings und Kostproben freuen dürfen. Für sachliche Fragen oder ganz nüchterne Fachsimpeleien stehen die Ambassadors verschiedener Destillerien und Experten der Szene bereit. Der Nürnberger Highland Circle, Deutschlands ältester Whisky-Club, hilft Einsteigern mit Basic-Seminaren. Streber und Fortgeschrittene dagegen besuchen besser die Master-Class. Rund ums flüssige Gold werden auch wieder korrespondierende Produkte angeboten, von den passenden Accessoires und Lifestyle-Artikeln bis zum handgeschneiderten Tweed und modischen

Kilts. Als Gastspirituose mit eigener Messe ebenfalls wieder dabei ist der Rum. Mit rund 150 Sorten R(h)um aus über 20 Ländern, exotische Cocktails und Liegestühle in der Strandbar bringt die R(h)um-Messe Pueblo del Ron karibisches Flair und Lebensfreude in die Messehalle. Der Eingang ins Village liegt in der Freizeitmesse. Zusätzlich zum vorhandenen Freizeit-Ticket muss dort ein Übergangsticket für 5 Euro ggf. gegen Altersnachweis (Volljährigkeit) erworben werden. Dafür erhält man auch ein Glencairn Nosingglas der Firma Stölzle mit dem Motiv der Whiskymesse inkl. passenden Glashalter-Lenyard. Die 2.400 Tickets für das Pre-Opening vor den beiden Messetagen sind leider schon wieder längst ausverkauft. Prost und so. The Village – Whisk(e)y-Messe 3. und 4. März im Messezentrum Nbg. Ticket Freizeitmesse + Übertritt 5,-. MasterClass 20,- (nur VVK). Zutritt ab 18. www.whiskey-messe.de


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Romana und Harald Schemm: 10 Jahre Delikatessen

„Der Glöckner von Notre Dame“

Hithertoo im Film „Raw Chicks.Berlin“

„Blackmail“ von Hitchcock

Leopold Tyrmand

Marianne Sägebrecht

Science Busters. Foto: Büro Alba


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Neu, anders, schön & wichtig Neues, Gutes & Schönes aus der welt des Konsums und der mannigfachen Freizeitgestaltung ... Bitteschön!

10 Jahre DelikatEssEn Vor knapp zehn Jahren eröffneten Romana und Manfred Schemm ihren Feinkostladen delikatEssen am Nürnberger Weinmarkt. Seitdem hat sich das Geschäft mit dem grünen Punkt zur Top-Anlaufstelle für Genießer, Feinschmecker, ambitionierte Hobby- und Profiköche entwickelt. Zwischen unzähligen Gewürzen, Ölen, Essig, Wurstwaren, Saucen, Konfitüren, edlen Spirituosen, Kaffee, Tee, Schokoladen und mehr steht vom Avocado-Öl bis Zwiebelkonfitüre das komplette ABC ausgesuchter Köstlichkeiten. Auf Wunsch gibt es einen fachkundigen Vortrag und die passende Geschichte zu jedem der über 1.000 Produkte dazu. Für ihr 10-jähriges Jubiläumsjahr haben sich Romana und Manfred ein abwechslungsreiches Programm von Februar bis November ausgedacht. Jeden Samstag, jeweils von 11 bis 16 Uhr, rückt ein anderes delikates Thema zum „Kennenlernen & Schmecken“ in den Mittelpunkt. Los geht es am 17. Februar mit „Fisch in der Dose“, dem idealen Snack nach der Faschingszeit. Importeur und Experte Daniel Rietdorf erklärt, dass eine Fischkonserve durchaus von höchster Qualität sein kann, und mit den Fischspezialitäten von Jose

Gourmet (sehr schön die von Künstlern gestalteten Verpackungen), von La Brújula aus dem äußersten Nordwesten Spaniens oder den kleinen Sardellen von Conservas Codesa an der kantabrischen Atlantikküste gibt es auch einiges zu probieren. Eine Woche später, am 24. Februar, erfährt man, warum Pesto auch eine gute Alternative in der Fastenzeit ist. Der März startet mit einer scharfen Kooperation: Am 3. März erfährt man im Laden bei „Würzige Vielfalt – Pfeffer“ wie und wo der Hase gern im Pfeffer liegt. Am Abend serviert die Zirbelstube dann das passende Pfeffer-Menü in ihrem Restaurant. Aber Achtung! Für das Menü ist eine Reservierung in der Zirbelstube notwendig, Tel. 0911-998820. DelikatESSEN. Weinmarkt 14, Nbg. delikatessen-nuernberg.de

BOHNE & KLEID Pop Up Market Fashion Victims aufgepasst! Der Concept Store Bohne & Kleid aus der Bergstraße im Nürnberger Burgviertel macht mal wieder kurz rüber in den Westen nach NürnbergGostenhof. Während daheim in der Bergstraße alles wie gewohnt weiterläuft, öffnet vom 3. bis 24. Februar erstmals in den Räumlichkeiten

der renommierten Galerie Hafenrichter der beliebte Bohne & Kleid Pop Up Market mit dem ultimativen Winter Fashion Sale. Zwischen Pop Art von Mr. Brainwash bis Warhol gibt es Mode, Schuhe, Taschen und Accessoires aus aktuellen Kollektionen und Highlights vergangener Kollektionen von Marken wie Mads Norgaard, Gestuz, Just Female, Skunkfunk, UVR Berlin, Royal Republiq, Cowboys, 67 uvm. zu günstigsten Preisen mit bis zu 80% Rabatt. Eine Wohltat für Körper, Geist und Geldbeutel. Schnell sein lohnt sich, denn es sind auch wieder viele extrem reduzierte Einzelstücke angekündigt. Aber Achtung: Im Pop Up Market ist keine Kartenzahlung möglich. Cash only! Für den Fall, dass man am Ende doch zu spät dran war, davor, danach oder einfach nur so, empfiehlt sich natürlich der Besuch des Bohne & Kleid Conceptstores in der Bergstraße 11. Termin: 03.02. bis 24.02., Di-Sa 11-18 Uhr. Galerie Hafenrichter. Fürther Str. 40, Nbg. bohneundkleid.de

Insectophobie – Das groSSe krabbelN im Parks Spinnen, Taranteln, Scorpione, Heuschrecken, Tausendfüßler, Gottesanbeterinnen,


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Schaben, Schnecken. Schon beim Lesen dieser Aufzählung dürften die Reaktionen mit Faszination und wohligem Schaudern auf der einen und Ekel, Angst und Gruseln auf der anderen Seite höchst unterschiedlich ausfallen. Über 500 solcher Spinnen und Insekten sind jeweils am Sonntag am 11. und 18. Februar auf der Insectophobie, Deutschlands größter mobilen Spinnen- und Insektenausstellung, im Nürnberger Parks zu sehen. Auf einer Fläche von mehreren hundert Quadratmetern verteilt krabbeln, springen, fleuchen, zirben, tarnen sich in zahlreichen Terrarien, die den normalen Lebensräumen und -gewohnheiten ihrer Bewohner entsprechend eingerichtet sind, die größte lebende Vogelspinne der Welt, Riesentausendfüßler, Stab- und Gespensterschrecken, Wandelnde Blätter, Halloweenkrabben oder Texasscorpione. Manche der Krabbeltische verwandeln sich auch in wahre Grabbeltische, denn in der amtlich kulturell anerkannten und für pädagogisch wertvoll befundenen Ausstellung sorgen nicht nur die detailierten Schautafeln für Lerneffekte. Der Streichelzoo, bei dem man sich Vogelspinnen und Kollegen auch auf die Hand legen darf, soll gerade ängstlichen Patienten helfen, Phobien abzubauen. Termine: So, 11.02. + So, 18.02., 10-18 Uhr, Eintritt 7 Euro (Erw.) / 5,- (Kinder, 3-16 J.). PARKS. Berliner Platz 9, Nbg. parks-nuernberg.de

Hitchcock Symphonisch plus In ihre Reihe Symphoniker Plus bringen die Nürnberger Symphoniker die Stummfilm-Version von Alfred Hitchcocks „Blackmail“ auf die Leinwand. Ursprünglich als Stummfilm geplant, entschieden sich die Produzenten während der Dreharbeiten für den Tonfilm, worauf der Altmeister den Thriller in zwei Version zu Ende drehen ließ. Bemerkenswert: Da die Hauptdarstellerin Anny Ondra einen starken polnischen Akzent besaß, wurde ihre Rolle für die Tonfilm-Szenen beim Dreh „live“ aus dem Hintergrund synchronisiert, während sie nur die Lippen bewegte. Vielleicht war die damit hölzerne bis lustig wirkende Darstellung neben der wenig verbreiteten Tonfilm-Technik mit einer der Gründe, warum 1929 die Stummfilm-Version erfolgreicher war als die Tonfilm-Fassung, heutzutage jedoch nahezu unbekannt ist. Im Jahr 2010 nahm sich der englische Komponist, Dramatiker und Stummfilm-Pianist Neil Brand der Hitchcock-Antiquität an und komponierte eine komplett neue Musik. Timothy Brock schnappte sich für seine Orchestrierung den breiten Pinsel und nutzte die ganze symphonische Palette und machte daraus einen opulenten Soundtrack. Mit der neuen Musik wurde die Stummfilm-Version von „Blackmail“ 2010 im Barbican Centre London erstmals gezeigt. Am Pult des BBC Symphony Orchestra damals, wie auch bei den Nürnber-

ger Symphonikern: Timothy Brock. Termine: Fr, 09.02., 20 Uhr + Sonntag, 11.02., 19 Uhr. Tickets 30 Euro. curt vergibt Tickets für die Vorstellung am 11. Februar. Mehr dazu auf www.curt.de! KONGRESSHALLE. Bayernstr. 100, Nbg. nuernbergersymphoniker.de

KLEZMER FESTIVAL VORVERKAUF Die Vorbereitung auf das 16. Internationale Klezmer Festival in Fürth vom 9. bis 18. März laufen auf Hochtouren. Das Konzert- und Rahmenprogramm mit Musik- und Tanzworkshops, Filmen und Führungen ist wieder hochkarätig und vielfältig, vom klassischtraditionellen Klezmer bis zur aktuellen jüdischen Musikszene und Gegenwartskultur. Den Auftakt machen die legendäre KlezmerViolinistin und Grande Dame der New Yorker Klezmerszene Alicia Svigals und ihr Klezmer Fiddle Express. Ein klassisches Konzert mit dem Orchester Jakobsplatz München ersetzt die große Abschlussparty, die wiederum schon am 17. März mit Klezmafour und Ramzailech über die Bühne geht. Unser Tipp: Schon im Vorverkauf zuschlagen, denn wie schon so oft droht bereits vor Festivalbeginn bei vielen Veranstaltungen der große Ausverkauf. Die Tickets für die beiden Klezmer-Brunchs an den Sonntagen sind bereits vergriffen. 16. INTernationales KLEZMER FESTIVAL. 9.-18. März 2018 in Fürth. klezmer-festival.de


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Datendienstag Für die Februarausgabe des „Datendienstags“ hat das Museum für Kommunikation den Datenschutzexperten Ernst Schulten (Freiberuflicher Referent für Social Media Management und Mitarbeiter an der Aschaffenburger Hochschule) nach Nürnberg eingeladen. In seinem Vortrag „Ich weiß, was Du morgen getan hast – Tracking im Web 3.0“ durchleuchtet er die Sammelwut und Tricks der Datensammler und die Auswirkungen des Trackings, wie den EchokammerEffekt oder die Filterblasen. Am Beispiel eines reisenden Geschäftsmanns, der verschiedene Angebote wie Amazon, Facebook, Twitter, GoogleMaps, Zalando, Bahn.de, MyTaxi u.v.m. zur Vorbereitung und Durchführung seiner Reisen und Einkäufe nutzt, wird mit Hilfe verschiedener Firefox-Plugins anschaulich verdeutlicht, wie berufliche und private Daten derzeit kommerziell und staatlich erhoben, ausgewertet und weiter verwendet werden. Außerdem zeigt der Mitbegründer des Projekts „webhygiene.de“, wie man sich mit einfachen technischen Mitteln vor dem Verlust privater Daten schützen kann. Termin: Dienstag, 06.02., 19 Uhr. Eintritt frei. Museum für Kommunikation. Lessingstr. 6, Nbg. mfk-nuernberg.de

Benefiz mit Marianne Sägebrecht Der Weltgebetstag ist eine weltweite Bewegung christlicher Frauen in über 100 Ländern für Gerechtigkeit, Frieden und ein respektvolles

Miteinander aller Menschen. Jedes Jahr fördert der Weltgebetstag mehr als 150 Projekte allein aus der eingesammelten Kollekte und Spenden. In der Nürnberger Dreieinigkeitskirche liest Marianne Sägebrecht, das Zuckerbaby out of Rosenheim, für den guten Zweck aus ihrem Buch „Auf dem Weg nach Surinam“, das Land, das in diesem Jahr auch das Schwerpunktland des Weltgebetstages ist. Für die musikalische Begleitung sorgen die Musikerin Bea Nyga und der Liedermacher Ralf Glenk. Der Erlös der Veranstaltung geht an Partnerprojekte in Surinam sowie an weltweite Projekte für Mädchen und Frauen. Termin: Di, 20.02., 18 Uhr. Tickets 19 Euro, inkl. ein Becher Glühwein/Kinderpunsch und ein kleiner Imbiss. Anmeldung: forster@weltgebetstag.de oder 0911-6806-313 oder -309. Dreieinigkeitskirche. Glockendonstr. 15, Nbg. dreieinigkeit.de

4. SAATSGUTFESTIVAL Bereits zum vierten Mal findet das Nürnberger Saatgutfestival im Künstlerhaus des KuKuQu statt. Es darf wieder mit großen Andrang gerechnet werden, schließlich sind Urban Gardening und grüne Daumen schwer angesagt. Dabei hat die Veranstaltung durchaus einen ernsten Hintergrund: Es geht um den Erhalt der Artenvielfalt. Global agierende Agrarkonzerne, die den Saatgut-Markt bestimmen, Saatgut patentieren, gentechnisch bearbeiten,


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den Anbau anderer Sorten verbieten lassen und mit Hybridsamen Landwirte in ein Abhängigkeitsverhältnis bringen, sind sicher keine positive Entwicklung. Rund dreißig Aussteller stellen sich vor, informieren und geben Tipps. Zusätzlich gibt es über den Tag verteilt informative Vorträge und eine Saatgutbörse, auf der Hobbygärtner mitgebrachte selbstgezogene Samen tauschen können. Termin: Samstag, 17.02., 10-17:30 Uhr, Eintritt frei. KünstlerhauS. Königstraße 93, Nbg.

Im 7. SternenHimmel Für alle Verliebten und Sternengucker, die schon immer mal wissen wollten, wie der siebte Himmel aussieht, veranstaltet das Planetarium eine Sternenschau mit viel Amore, romantischer Musik und Geschichten von der Liebe am Valentinstag. Am Ende gibt es dann sogar noch einen Stern, der deinen Namen trägt. Angekündigt als Veranstaltung für Zwei, findet aber vielleicht auch der Singlesternenforscher die passende Schnuppe. Termin: Mi, 14.02., 19 Uhr, Dauer ca. 60 Min, Eintritt 7,50 Euro. Keine Ermäßigung. Nicolaus-Copernicus-Planetarium. Am Plärrer 41, Nbg. planetarium-nuernberg.de

Chinesisches Frühlingsfest Was den Amerikanern Thanksgiving ist den Chinesen ihr Neujahrsfest, auch Frühlingsfest genannt. Beim wichtigsten Familienfest

Chinas feiert die Familie mit Essen und Musik und wünscht sich viel Glück und Gesundheit für das neue Jahr, das 2018 übrigens auf den Hund gekommen ist, sprich im Zeichen des Hundes steht. Als besonderen Neujahrsgruß schickt Nürnbergs große Schwesterstadt Shenzhen die Overseas Chinese Arts Truppe nach Nürnberg, die mit einem Feuerwerk aus Oper, Tanz, Instrumentalmusik, Kampfkunst und Akrobatik einen Hauch von China nach Nürnberg bzw. in den Großen Heilig-Geist-Saal bringen soll. Karten für dieses außergewöhnliche Spektakel gibt es für 15 Euro zzgl. VVKGebühr in der Kulturinformation, Königstraße 93, Nbg, unter Telefon 0911/231-4000 oder auf kunstkulturquartier.de. Termin: Di, 27.02., 19 Uhr, Ticket VVK 15,- / AK 17,-. Heilig-Geist-Spital. Hans-Sachs-Platz, Nbg.

Barrierefreies Foyergespräch: Digitalisierung Die Umgebung ist auf den ersten Blick vielleicht etwas untypisch, das Thema jedoch ist weitreichend und um so spannender. In der Reihe Foyergespräche diskutieren Prof. Dr.Ing. Felix Freiling (IT-Sicherheit, Technische Fakultät FAU Erlangen-Nürnberg) und Prof. Dr. Christian Schicha (Medienethik, Institut für Theater- und Medienwissenschaft FAU Erlangen-Nürnberg) mit Moderator Prof. Dr. Michael von Engelhardt (Vorsitzender des Förderverein Theater Erlangen) im Foyer-

café des Theater Erlangen über das Thema „Digitalisierung – Chance oder Risiko?“. Was gewinnt man? Was verliert man? Wer profitiert? Wer bleibt auf der Strecke? Was gegen Missbrauch tun? Wie damit umgehen und wie einen sensiblen, souveränen Umgang fördern? Besonders bemerkenswert: Die gesamte Diskussion wird von einer Gebärdensprachdolmetscherin übersetzt. Termin: Fr, 09.02., 20 Uhr, Eintritt frei. THEATER ERLANGEN. Theaterplatz 2, Erlangen. theater-erlangen.de

Rohe hühner in der Desi Im zweiten Teil der bisher eher losen Veranstaltungsreihe sisteResist zeigt das Stadtteilzentrum Desi den Dokumentarfilm „Raw Chicks.Berlin“. In elf facettenreichen Porträts internationaler, in Berlin lebender Frauen, die als DJanes, Künstlerinnen und Produzentinnen mit eigenen Equipment und eigenen Songs in der elektronischen Clubszene antreten, gibt die Regisseurin Beate Kunath einen Einblick in die vielfältige und lebendige aktuelle Musik- und Clubszene Berlins. Vor allem aber zeigt sie das Bild starker Frauen in der immer noch eher männlich dominierten elektronischen Musikszene. Regisseurin Beate Kunath ist an diesem Abend anwesend und steht im Anschluss des Films zum Gespräch und zur Diskussion bereit. Termin: Do, 22.02., 19:30 Uhr, Filmdauer 105


Min., Eintritt gegen Spende. Desi. Brückenstraße 23, Nbg. desi-nbg.de

Samenmarkt

SUDPUNKT – SÜPERB-BOWL Wenn im U.S. Bank Stadium in Minneapolis/ Minnesota die Philadelphia Eagles und die Titelverteidiger New England Patriots mit Glamour-Quarterback Tom Brady-Bündchen zum 52. Super Bowl antreten, herrscht auch im fernen Frankenland an vielen Stellen der Ausnahmezustand. Im Nürnberger Südpunkt können die Freunde des Ledergaggerlas in der Nacht vom Sonntag, 4. Februar, auf Montag, 5. Februar, auf einer Großbildlein-

Industrieform Schiefer

industrie form-sch iefer.com

Klingt irgendwie lustig, geht aber nicht anders, schließlich geht es beim Samenmarkt um alte und vergessene Nutzpflanzen und deren Samen. Bei einer kostenlosen Tasse Tee können mitgebrachte Samen getauscht oder günstig erworben werden oder in ausliegenden Fachbüchern geschmöckert werden. Hybridsamen oder gentechnisch manipulierte Samen sind natürlich nicht erlaubt. Veranstalter des Samenmarktes ist der Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt VEN. Mehr Informationen zur Arbeit des Vereins findet man im Internet unter nutzpflanzenvielfalt.de. Termin: Sa, 10.02., 11-15 Uhr. Eintritt frei. Kulturladen Zeltnerschloss. Gleißhammerstr. 6, Nbg.

wand im Saal jeden Touchdown und die legendäre Halbzeitpause live – bzw. Nippelgate sei dank, 5 Sekunden zeitversetzt – mitverfolgen. Ziemlich ungerecht: Während Janet Jackson nach ihrem Busenblitzer in der Halbzeitpause des 34. Super Bowls abgewatscht und verdammt wurde, darf Justin Timberlake, der eigentliche Übeltäter des Nippelgates, in diesem Jahr wieder ran. Die Party im Südpunkt beginnt um 20 Uhr mit Vorberichten und traditionellem amerikanischem „All you can eat“-Buffet. Um 24 Uhr ist Kick-off. Karten 20,-/15,-. Einlass ab 16 Jahre. Reservierung empfohlen! Tel. 0911/231-14300 oder suedpunkt@stadtnuernberg.de. südpunkt. Pillenreuther Str. 147, Nbg. suedpunkt-nuernberg.de

DER GLÖCKNER von notre Dame in der VesperKirche Fortbildung oder Besuch unter Kollegen? Quasimodo und seine geliebte Esmeralda kommen am Sonntag, 11. Februar, auf ein paar Glockenschläge in der Gustav-AdolfGedächtniskirche vorbei. Im Rahmen der Vesperkirche zeigen das Kino Casablanca, das Mobile Kino e.V. und die Kirchengemeinde Nürnberg-Lichtenhof den Stummfilm-Klassiker „Der Glöckner von Notre Dame“ aus dem Jahr 1923. Die Musik wird live von Hildegard Pohl (Kirchenorgel) und Yogo Pausch (Percus-

Antiquitäten+ Design Wun d e r burggass e 4 90403 Nürnberg Do-Fr 16-19/Sa 12-16


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sion) eingespielt. Der Eintritt ist frei. Wer spenden kann, darf das gerne tun, um so die Vesperkirche zu unterstützen. Termin: So, 11.02., 17 Uhr. Eintritt frei. Gustav-adolf-gedächtniskirche. Allersberger Str. 116, Nbg. vesperkirchenuernberg.de

Homöopathie-Gläubigen, TCM-Jüngern oder Chemtrails-Verschwörungstheoretikern. Schließlich heißt es bereits seit zehn Jahren: „Wer nichts weiß, muss alles glauben“. Großartiges Kabarett mit Wissens-Aha! Termin: Di, 27.02., 20 Uhr, Ticket ab 25,20 Euro. E-WERK. Fuchsenwiese 1, Erlangen. e-werk.de

Holz“ mit Helmut Dietrich + Mi., 07.03., „Mit Holz gebaut - aus Praxis und Forschung“ mit Frank Lattke. Beginn ist jeweils 19 Uhr. Der Eintritt ist frei. Neues Museum Nürnberg. Luitpoldstraße 5 / Klarissenplatz, Nbg. nmn.de

Science Busters – Warum landen Asteroiden immer in Kratern?

Auf dem Holzweg in die Zukunft

Die bundesweit organisierte Deutsch-Norwegische Freundschaftsgesellschaft feiert in diesem Jahr 30. Geburtstag und alle feiern mit. Den Anfang macht die Regionalgruppe Franken/Oberpfalz und verlegt Norwegen einen Tag lang in den Südpunkt. Den Auftakt am Norwegentag macht MdL Stefan Schuster mit einer Festrede um 14 Uhr. Danach öffnet der Marktplatz im Foyer und Bistro mit einer Fotoausstellung, Infos aus erster Hand, einem Quiz und einer Tombola, Literatur, Souvenirs und Köstlichkeiten. In einer nostalgischen Diaschau wird das Norwegen der 1970er Jahre gezeigt, in einem Vortrag erfährt man alles über Nordlichter, wo und wie man sie am besten fotografiert. Ein Multivisionsvortrag über winterliche Reisen mit Bus, Bahn und Postschiff durch die Dunkelheit überrascht mit beeindruckenden Lichtstimmungen und atemberaubenden Nordlichtern. Am Abend berichtet André Suetan-Sade, künstlerischer Leiter des Nürnberger Metropoltheaters, in einem bunten, musikalischen Programm von seinen

Wie entsorgt man eine Raumstation? Ist der Leib Christi glutenfrei? Wieso ist Urin eigentlich gelb? Was ist so super an einer Supererde? Und warum vergessen wir auf dem Weg von einem Zimmer ins andere, was wir wollten? In einer farbenprächtigen Show zum 10-jährigen Jubiläum beantworten die preisgekrönten, TV-bekannten Science-Buster Dr. Florian Freistetter (Astronom), Prof. Dr. Helmut Jungwirth (Molekularbiologe) und Studienabbrecher Martin Puntigam (Wiener, Kabarettist und unseren treuen Lesern als kongenialer Bühnenpartner des Franken Matthias Egersdörfer aus dem gemeinsamen Programm „Erlösung“ bekannt) diese und alle Fragen, die seit der Erdentstehung vor 4,5 Milliarden noch offen sind. Wie immer höchst kompetent, unterhaltsam, mit Live-VJing (Roman Hansi, Ben Pokropek, Leo Pokropek), Wortwitz und deftigen Vokabeln und ohne Respekt vor Impf-Gegnern, Klima-Skeptikern,

Holz als Baustoff hat eine lange Tradtion, angefangen von der ersten Urhütte über einfache Almhütten bis hin zu aufwendig konstruierten, mehrgeschossigen Fachwerkhäusern mit Ansätzen von Wiederverwendbarkeit und Vorfabrikation. Im Schatten der massiven Bauweise mit Glas, Beton und Stahl galt Holz lange Zeit dann als zu rustikal und unmodern. Als nachwachsender Rohstoff erlebt Holz seit einiger Zeit eine Renaissance. Brand- und Schallschutz oder geringere Witterungsbeständigkeit sind keine Gründe mehr, die gegen den Baustoff Holz sprächen, und mit der Welle der ökologischen Vorzüge werden auch die atmosphärischen und haptischen Vorzüge wieder geschätzt. In die gleiche Kerbe schlagen die Architekten Helmut Dietrich (Dietrich Untertrifaller ZT GmbH, Bregenz) und Frank Lattke (lattkearchitekten, Augsburg) mit ihren zwei Vorträgen im Neuen Museum, die die Möglichkeiten und Perspektiven mit Holz als modernen Baustoff zeigen. Termine: Mi, 21.02., „Werkbericht - Über

Norwegen liegt am Südpunkt


Eindrücken als Kreuzfahrtdirektor auf Nordlandtouren. Termin: Sa, 24.02., ab 14 Uhr. Eintritt frei. Kompletter Zeitplan und Infos auf der südpunkt-Website oder dnfev.de. südpunkt. Pillenreuther Str. 147, Nbg. suedpunkt-nuernberg.de

Selbst ist der Stammtisch Wer braucht schon Facebook, wenn man in der realen Welt viel schöner Gleichgesinnte und Freunde finden kann? Beim Stammtisch der Jungen Selbsthilfe treffen und finden sich junge Menschen zwischen 18 und 35 Jahre mit einem bestimmtes Anliegen, auf der Suche nach Austausch, Anschluss, Gemeinsamkeiten, neuen Kontakten, alten Kontakten oder einfach nur so. Das Ganze fand bisher eigentlich immer jeden 1. Mittwoch im Monat um 19 Uhr im Café Zeitlos (barrierefrei) statt, nach dem Termin am 7. Februar geht der Stammtisch aber erstmal in den Pausemodus. Im Juli geht es in den Räumlichkeiten der Kiss (Kontakt- und Informationsstelle Selbsthilfegruppen, Am Plärrer 15, Nbg, kiss-mfr.de) weiter. CAFÉ ZEITLOS. Burgstr. 1–3, Nbg. zeitlosim-eckstein.de

Freier Eintritt zur Roten Mit etwas Glück erhalten InhaberInnen des Nürnberg- oder Fürth-Pass und Geflüchtete

im neuen Jahr freien Eintritt zu den Veranstaltungen des Theater Rote Bühne. Sofern die Ausstellung nicht ausverkauft ist, werden alle Karten, die 15 Minuten vor der Vorstellung noch an der Abendkasse verfügbar sind, an BesucherInnen mit entsprechenden Nachweis kostenlos vergeben. Erfahrungsgemäß muss dabei das Glück gar nicht so sehr strapaziert werden, da in der Regel (bei nicht ausverkaufter Vorstellung im Vorverkauf) wenig Karten an der Abendkasse des Theaters verkauft werden. Ob die Veranstaltung ausverkauft ist, erfährt man tagesaktuell unter rote-buehne.de. Seit 2015 unterstützt das Theater auch das Projekt KulturTicketNürnberg der Bürgerstiftung Nürnberg und stellt auch dort Freikartenkontingente zur Verfügung. Sehr lobenswert. Kulturverein Rote Bühne e.v. Vordere Cramergasse 11 / RG, Nbg. rote-buehne.de

In welcher Welt lebst denn du? Sylvester Murau, ein ehemaliger Verhöroffizier der Stasi, verhalf in den 1950er Jahren zunächst anderen Menschen zur Flucht und setzte sich danach selbst in den Westen ab. Kurz darauf wird er in der Operation „Lump“ nach einem Zechgelage von seiner eigenen Tochter Brigitte überwältigt, gefesselt und wieder in die DDR zurück entführt, wo er vom Bezirksgericht Cottbus verurteilt und per Fallbeil hingerichtet wurde.

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38 Kurz berichtet

Offizielle Todesursache „Myokardinfarkt“. Eine wahre Geschichte, szenisch dargestellt und musikalisch untermalt von den kulturpreisgekrönten Bühnenpoeten Vincent E. Noel und Michael Lösel (Gitarre). Termin: Do, 08.02., 19 Uhr, Ticket 6 Euro (1.50 erm.). Infos auch unter poetischestheater.de. Museum Industriekultur. Äußere Sulzbacher Str. 62, Nbg. museum-industriekultur.de

Das geheime Netzwerk der Natur Laubbäume beeinflussen die Erdrotation, Kraniche sabotieren die Schinkenproduktion, Regenwürmer steuern Wildschweine, Wölfe ändern Flussläufe und Bäume machen Wolken. Alles ist vernetzt und kommuniziert. In seinem Vortrag beschreibt der Bestsellerautor, Förster und Naturschützer Peter Wohlleben die Zusammenspiel zwischen Pflanzen und Tieren und zeigt anhand detaillierter Beispiele, dass bereits kleine Eingriffe in das Gleichgewicht große Folgen haben können und den Weg in eine ganz andere Richtung lenken. Termin: Do., 22.02., 18:30 Uhr, Eintritt 10 Euro. THALIA, Karolinenstr. 53, Nbg. thalia.de

Vom Bösen und vom Lebendigen Viele Jazzfreunde kennen die in Warschau geborenen Jazz-Legende Leopold Tyrmand vor allem durch seine Aufbauarbeit in der polnischen Nachkriegs-Jazzszene und

als Initiator und Schirmherr des ersten polnischen Jazzfestivals 1954 in Krakau. Mit seinen Büchern hatte der Playboy der Warschauer Künstlerszene in der Heimat allerdings kein so großes Glück. Die regimekritischen Werke des Schriftstellers Leopold Tyrmand wurden in Polen verboten, sind jedoch in Übersetzungen in der Bundesrepublik Deutschland und in Großbritannien erschienen. In einer Sonntagsmatinee im Krakauer Haus lesen Antje Cornelissen und Andrzej Baczewski aus den verbotenen Werken „Der Böse“ („Zły“, 1955), „Ein Hotel in Darlowo. Roman“ („Siedem dalekich rejsów“, 1962) und „Dziennik 1954“. Musikalisch begleitet von Paweł Czubatka. Termin: So, 18.02., 11:30 Uhr, Eintritt 5 Euro. Frei für Mitglieder der Deutsch Polnische Gesellschaft DPG. Kulturzentrum im Krakauer Haus. Hintere Insel Schütt 34, Nbg. krakauer-haus.de

Buddes Welt ist eine Bühne Seit drei Jahren ist das musikalisch-literarische Dreigestrin Dr. Hermann Glaser, Michaela Domes und Budde Thiem durch fränkische Lande unterwegs und stellt in unterhaltsamer Weise neue Bücher vor. Schauspielerin Michaela Domes trägt die Texte in rhetorisch ausgefeilter Art vor, Dr. „Faust“ Glaser kommentiert mit immer wieder überraschenden Anekdoten und Bonmots und Budde Thiem

gibt seinen musikalisch hintergründigen Senf dazu. Meist handelt es sich dabei um Texte aus der Feder des unermüdlichen, fast 90-jährigen „Mastermind“ Glaser, aber an diesen Abend trägt Michaela Domes aus ihrem eigenen Buch über die hiesige Theaterszene, die sie seit fast 30 Jahren hautnah erlebt hat, vor. Ein bunter Abend mit Gesichtern, Gedichten und Geschichten. Termin: Mi, 14.02., 20 Uhr, Ticket: VVK 11,30 Euro (8,- erm.), AK 13,- (9,- erm.). Studenten: 2 Tickets zum Preis von 1. GOSTNER HOFTHEATER / LOFT. Austraße 70 , Nbg. gostner.de

Liest für Bier: DR. Florian Janik In einem Lesen für Bier-Promispecial steigt am Donnerstag, 15. Februar, Erlangens Oberbürgermeister Dr. Florian Janik in den Ring mit Gastgeber Lucas Fassnacht. Seine Arbeit erfordert das Lesen anspruchsvollster Texte, aber ob das für diese Herausforderung ausreicht? Die Regeln sind wie immer: Gelesen wird, was das Publikum an Texten mitbringt. Per Applaus entscheidet die Hörerschaft, ob der Text oder die Leseleistung mehr begeistern konnte und darüber, wer als Gewinner ein Bier trinken darf oder je nach Verlauf trinken muss. Könnte spannend werden. Termin: Do, 15.02., 20 Uhr. Tickets: VVK 6 Euro (nur E-Werk), AK 6,- o. Text, 4,- mit Text. E-WERK. Fuchsenwiese 1, Erlangen. e-werk.de


DER GENUSSFACHHÄNDLER

10 JAHRE

VERANSTALTUNGEN IM 1. HALBJAHR 2018 Kennenlernen & Schmecken, Samstags jeweils 11-16 Uhr Februar

April

Juni

Sa. 17.2. Fisch aus der Dose? – Lecker!

Sa. 7.4. Gin Präsentation

Sa. 2.6. Feuer & Flamme – BBQ Saucen

Sa. 24.2. Fastenzeit – aber Pesto geht immer

Sa. 14.4. Vom Eichelschwein

Sa. 9.6. World Gin Day

März

Sa. 21.4. 10 Jahre Brauerei Nikl & 10 Jahre delikatEssen

Fr. 15.6. Lange Nürnberger Verkaufsnacht! Tom Dahlem präsentiert ab 16 Uhr Lantenhammer und Slyrs – Brände und Whisky

Sa. 3.3. Würzige Vielfalt – Pfeffer Sa. 3.3. Pfeffer-Menü in der Zirbelstube, zirbelstube.com, Reservierung erforderlich – Tel. 0911 998820 Sa. 10.3. Aceto Balsamico – 10 Jahre und mehr

Sa. 28.4. Spargel – kreativ verfeinert Mai

Sa. 23.6. Eine Reise in den Süden – Port & Tonic

Sa. 5.5. Alles Olive

Sa. 30.6. Der Weinmarkt feiert! 2. Weinmarktfest

Sa. 12.5. Immer eine Sünde wert – Schokolade

Sa. 17.3. Alkoholfreier Secco – spritziger Genuss Sa. 19.5. Mehr als ein Aperitif – Vermut Sa. 24.3. Tomate, Tomate, Tomate Sa. 26.5. Weine aus der Steiermark, zu Gast: Sa. 31.3. Eierlikör mal anders: Gustav Schneeberger / Weingut Orangen-Eier-Creme-Likör Schmölzer

Weinmarkt 14, 90403 Nürnberg Tel. 0911 20 29 132 delikatessen-nuernberg.de


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GASTRO, dies und das

GASTRO: Quer durch Küchen & Bars Was in Bars, Kneipen, Cafés & Restaurants unseres und eures Vertrauens abgeht, neu und anders ist: Hier steht‘s. investigativ, knallhart eRmittelt und fast frei von fake news.

Dinner for Two am Valentinstag, Restaurant First Floor

„Schnell mal was Gutes“ mit Alexander Herrmann

Freeze@ease, Foto: stefan Hippel

FOtos Oben: Kobo Kitchen in der Hey Hey Bar


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NEU: KOBO Kitchen Seit April 2016 ist das KoBo-Team mit seinen koreanischen Schüssel auf den Straßen der Region unterwegs und bringt selbige als KoBo Beef Bowl direkt an den Mann oder die Frau. Diesen Januar hat die mobile rote AsiaBox auch einen immobilen Ableger bekommen: Als Teil der Hey Hey Bar bekommt man in der neuen KoBo Kitchen Fast Food mit koreanischer BBQ-Note in die Hand oder eben auf den Tisch: Korean Beef Burger, Kimchi Fries, wahlweise mit Korean Beef & Bacon, Kimchi Grilled Cheese Sandwich oder Korean Fried Chicken. Am Abend (Do-Sa ab 21:30 Uhr) switcht die Kitchen in den Barbetrieb mit Drinks & Food und Music-Events. Natürlich müssen Fans des KoBo Foodtrucks auch hier nicht auf die Korean Beef Bowl mit koreanisch marinierten Rindfleisch, Reis, Gemüse, geröstetem Sesam und SpiegeleiTopping verzichten. Top! Geöffnet: Di-Sa 11:30-21:30, So 16:30-21:30 Uhr. Barbetrieb Do-Sa 20-4 Uhr. Auf Wunsch auch Catering. kOBO Kitchen. Klaragasse 24, Nbg. facebook.com/KoBoKitchenNbg

NEU: CôCô - Sushi & Grill CôCô? Da klingelt doch was! Und tatsächlich haben die vier Macher des CôCô- Taste of Asia (Schlotfegergasse 2, Nbg) und des CôCô - Indochine (Augustinerstraße 1, Nbg) für ihr drittes Restaurant nach Fürth rübergemacht

und sind in die Walhalla eingezogen. Klingt dramatisch, ist es aber nur für die Fans des alten Traditionsgasthauses, aus dem sich die Wirtsfamilie Ronthaler nach über 22 Jahren in den Ruhestand verabschiedet hatte. Nach sieben Monaten Kernsanierung und Umbau ist vom alten Walhalla und dem urig-rustikalen Ambiente absolut nichts mehr zu erkennen. Statt ausgestopften Fuchs und Hase grüßen nun Kunst, Ziegelstein, Edelholz, Stahl mit modernen, industriellen Schick, passend zur aufgetragenen FusionKüche. Eine Besonderheit in der ebenfalls komplett erneuerten Küche ist der Grill für Steaks, Fisch, Geflügel und Gemüse. Neben der Abendkarte gibt es auch eine Mittagskarte mit den passenden Angeboten für das Hüngerchen am Mittag. Geöffnet: Täglich 11:30-15 Uhr und 17-23 Uhr. CôCô - Sushi & Grill. Obstmarkt 3, Fürth. sushiandgrill.the-coco.de

Valentinsbuffet im ersten Wenn es am Valentinstag mal nicht (nur) der Blumenstrauß oder die Schachtel Pralinen sein sollen, dann kommt aus dem Admiral Filmpalast ein heißer Tipp, wie man die gemeinsame Zeit zu zweit besser genießen kann. Denn mit dem ansprechenden Ambiente und vielen Zweiertischen bietet das Restaurant First Floor, in dem auch der bekannte Sonntagsbrunch und das Candle-Light-

Dinner stattfinden, den perfekten Rahmen für ein romatisches Abendessen zu zweit – bei Kerzenschein! Nach einem Begrüßungsdrink zu Beginn serviert der Küchenchef im Restaurant First Floor ein Valentinsbuffet mit verschiedenen Vorspeisen, Hauptgerichten und Dessert. Und danach? Ab ins Kino gehen zum Knutschen! Termin: Mi, 14.02., 17:30-21:30 Uhr. Preis p.P. 29 Euro. Kartenverkauf im Restaurant. Reservierung unter Tel. 0911-2 360 360. Restaurant FiRST Floor. Königsstr. 11, Nbg. admiral-filmpalast.de

NEU: J‘arc Cuza In Erlangen kennt man die kreative asiatische Küche aus der Lê&Vi Asian Street Kitchen schon seit Oktober 2015. Vor einigen Wochen haben die Macher des Lê&Vi im Nürnberger Stadtteil Johannis, in Sichtweite des Westbades und der Pegnitzwiesen und in den ehemaligen Räumen des LaoLaneXang, das J’arc Cuza eröffnet. „Unverpackte“ schwarz gestrichene Decken, Containerstahl, Betongrau, Echtholzmöbel und dezente Deko verpassen auch dem Nürnberger Lokal mit rund 60 Plätzen den angesagten Industrie-Chic. Mit etwas Phantasie lässt sich die asiatische Küche mit französischen Einschlag in Namen des Restaurants herauslesen und der Zusatz „bar de sushi créatif“ gibt schon den Hinweis auf die kreativen, mitunter verrückten und


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GASTRO, dies und das

molekularen Ideen. Neben traditionellen und außergewöhnlichen Sushi-Kompositionen mit Röstzwiebeln, Süßkartoffelchips, Bruschetta & Basilikum, Ente in Olivenöl oder Trüffel, steht auch eine kleine Auswahl warmer Spezialitäten, supported by Lê&Vi, auf der Karte. Wenn‘s im Sommer draußen wärmer wird, öffnet auch die Terrasse vor dem Haus mit Blick ins Grüne und Platz für 40 Personen. Geöffnet: Di-So 17-23 Uhr. J‘arc Cuza. Kirschgarten Str. 4, Nbg. facebook/jarccuzanuernberg

NEU: [W]einKlang Hoppla, was ist denn da passiert? Da konnte man im ersten Moment fast meinen, das Internet wäre kaputt gegangen, als unter dem ersten Post des Ristorantinos [W]einklang weitere Posts über den Bildschirm scrollten, die inhaltlich doch eher zur ehemaligen Tom‘s Pasteria in der Färberstraße passen. Und tatsächlich ist Tomas Spanu, der bis letzten Herbst das Tom‘s und davor auch schon das Restaurant SUA an der Pirckheimer Straße betrieben, zusammen mit Sascha Lipinski einer der beiden Inhaber des neuen Lokals [W]einklang in der Johannisstraße 130, wo vorher das kleine italienische Tagescafé Stella zuhause war. Auch im [W]einklang weht wieder ein Hauch von Italia, schließlich stammt Koch Spanu aus einer sardischen Gastronomen-Familie. Zur hausgemachten

Pasta und anderen mediterranen schnellen Gerichten auf der übersichtlichen Mittagskarte gesellen sich am Abend Edelfisch und Premiumsteaks. Wie der Name schon vermuten lässt, werden auch verschiedene Weine ausgeschenkt. Die stammen vorzugsweise aus Italien und werden platzsparend in selbst entworfenen Weinregalen aus recycelten Euro-Paletten an der Wand des kleinen Gastzimmers präsentiert. Geöffnet: So-Mi 11-22 Uhr, Do-Sa 11-23:30 Uhr. [W]einklang. Johannisstr. 130, Nbg. facebook/weinklangnuernberg

NEU: Flamingo Blau Vorzugsweise ¡Hola statt Bonjour heißt es seit letzten Dezember in und vor der Burgstr. 11 knapp unterhalb des Fembo-Hauses. Rund zehn Jahre war an dieser Stelle das französische Bistro-Café D‘Azur von Petra Albrecht, nun haben die neuen Pächter Vladislav Kasper und Sonia Alvarez ihr Lokal Flamingo Blau eröffnet. Teilweise blau sind auch die Wände gestrichen, angelehnt an den Stil spanischer Cafés. Dass die gastronomische Reise von Frankreich nach Spanien ging, liegt vor allem an Sonia Alvarez, die im Flamingo Blau auch katalanische Snacks, Tapas und Weine aus ihrer Heimat anbietet. Neben herzhaften Broten, Salaten und Tagessuppen gibt es auch weiterhin das übliche Café-Sortiment. In der Vitrine stehen selbst gebackene Kuchen und

Kuchen und Torten aus der Konditorei Beer. Ein wahrer Augenschmauß ist die nostalgische Kaffeemaschine aus Kupfer und Messing, gefüttert mit einer Röstmeister Bohnenmischung aus dem Hause Rehorik in Regensburg, wo das Paar auch den „kleinen und den großen Kasper“ betreibt. Im etwas tiefer gelegenen Gastraum warten 50 Sitzplätze und drei Ledersessel zum legeren Abhängen. Das Bier dazu liefert die Brauerei Kuchlbauer, auch Verpächter der Immobilie. Wenn es draußen wieder wärmer wird, gibt es auf der Terrasse mit Blick in Richtung Theriesenmarkt 60 Sitzplätz. Wenn es die Temperaturen halbwegs erlauben, stehen auch schon in der kühlen Jahrszeit ein paar Tische mit flauschigen Fellen und Decken vor dem Café. Geöffnet: Di-Mi 10-19 Uhr, Do-Sa 10-22 Uhr, So 10-18 Uhr. Flamingo Blau. Burgstraße 11, Nbg. facebook/flamingoblau

wieder da: Zwingerbar Die ZwingerBar ist wieder da. Damit hat nach mehr als zwei Jahren auch die Dramödie um die beliebte Bar ein Ende gefunden. Überraschend hatte damals die Brauerei Tucher, selbst Untermieter bei der Stadt Nürnberg, der das Gebäude gehört, den Pachtvertrag mit der Pächterin Madeleine Dumbeck, die die Bar zuvor 20 Jahre zusammen mit Ralf Siegemund betrieben hatte, gekündigt,


www.dampfnudelbaeck.de

BrotZeit


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GASTRO, dies und das

weil diese nach Angabe der Brauerei nicht bereit waren, die Zwingerbar auch tagsüber zu öffnen. Trotz Unterschriftenaktion und palliativer Verlängerungen – auch der designierte Nachfolger Tim Hartinger erklärte sich bereit, solange mit der Übernahme zu warten, bis die Betreiber ein anderes Objekt für eine Neueröffnung gefunden hatten – war dann schneller Schluss als geplant. Nach kurzer Renovierung und etwas Durchweißeln wollte Hartinger, der schon das Wirthaus Marientorzwinger im 1. Stock des Gebäudes betreibt, auch schnell wieder eröffnen. Dabei hatte er jedoch nicht mit den Tücken des Denkmalschutzes und den Mühlen der Bürokratie gerechnet. Lange Zeit drehte sich erstmal alles nur noch um die doch größeren Reparatur- und Sanierungsmaßnahmen, Konzessionen, Denkmalschutzfragen, Bauanträge, Einreichungen, Zuständigkeiten und den Schwarzen Peter, den sich Pächter, Brauerei und die Stadt Nürnberg gegenseitig zuschoben. Ende letzten Jahres konnte Tim Hartinger endlich wieder aufsperren. Statt geweißelt sind die Wände im dunklen Grau gestrichen. Ein Tagesgeschäft gibt es nach wie vor nicht, Speisen auch nicht – dafür ist der Marientorzwinger oben da. Unten gibt es Bier, Wein und Longdrinks am Tresen aus alten Metalltüren und roher Holzplatte. Frisch und neu, aber nicht zu stylisch soll die Bar sein, schließlich sollen sich die Gäste

wohlfühlen wie früher. Dafür gibt es auch Ledersofas zum Abhängen, genauso wie die Kleinkunst-Bühne, auf der es bald wieder Jazz- und Kleinkunst geben soll. Geöffnet: Do-Sa ab 16 Uhr. Zwingerbar. Lorenzer Straße 33, Nbg.

Kochshow mit AH-EFFEKT Was erlebt ein Sternekoch, wenn er zum Essen eingeladen wird? Sind Veganer und Köche natürliche Feinde? Was kochen, wenn‘s pressiert und auch noch schmecken soll? Die Antworten verrät Alexander Herrmann, Frankens Fernseh- und Sternekoch #1, in seiner neuen Koch-Late-Night-Show „Schnell mal was Gutes“, mit der er seit Anfang des Jahres bundesweit auf Tour ist. In der Nürnberger Meistersingerhalle, nur ein paar hundert Meter vom seinem Palazzo Spiegelpalast entfernt, in dem er auch schon seine Stand-up-Qualitäten bewiesen hat, gibt er Tipps und Tricks aus der Sterneküche, die auch am heimischen Herd funktionieren, und zeigt, wie man mit wenig Aufwand viel Geschmack erzeugt. Zwei Stunden wird nach Herzenslust gekocht, z.B. das perfekte Steak mit „Geling-Garantie“, eine ganze Ente aus dem Ofen oder das perfekte Fleischpflanzerl. Damit auch die hinteren Reihen keinen seiner kleinen, aber feinen Kniffe verpassen, werden alle Handgriffe live auf eine Großbildleinwand übertragen. Dazwischen plaudert und erzählt

der Koch-Entertainer von Szenen, die nie im Fernsehen gezeigt werden, von der BeinaheKatastrophe beim Flambieren im Fernsehstudio, vom Umgang mit schwierigen Gästen oder von den fünf Typen von Hobbyköchen. Termin: So, 04.03., 18 Uhr. Tickets: 5 Kategorien: 38,75 bis 76,70 Euro. curt vergibt 3x2 Tickets auf www.curt.de! MEistersingerhalle. Münchner Str 21, Nbg.

KinderFaschingsbrunch Eltern, die sich jetzt nicht gerade an jede Polonaise hängen und vor Faschingsfreude Hellau! schreien und die auch gerne gut genießen, sollten den Sonntagsbrunch mit Kinderfasching im Parks nicht verpassen. Während sich die Kids unter professioneller Betreuung beim Maskenbasteln, auf der Hüpfung und in der Kinderdisco austoben oder das Aufstellen und den Start ab 13 Uhr des Nürnberger Faschingszuges am Stadtpark direkt vor dem Parks ansehen, können sich die Eltern, die Mama oder der Papa in Ruhe durch das große, kalte und warme Buffet mit klassischen bis exotischen Speisen, großer Obstauswahl, Dessert und Filterkaffee & Tee bis zum Abwinken schlemmen. Termin: So, 11.02., 10-14 Uhr. 17 Euro, Kinder 1 Euro pro Lebensjahr. Reservierung per Mail an info@parksnuernberg.de / Tel. 0911-80196371. PARKS. Berliner Platz 9, Nbg. parks-nuernberg.de


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E-Mail: angela.ditsch@losteria.de | Tel.: 0911 – 237539152 L’Osteria Tullnaupark: Am Tullnaupark 9 | 90402 Nürnberg L’Osteria Pirckheimerstraße: Pirckheimerstraße 116 | 90409 Nürnberg L’Osteria Fürth: Hallstraße 2 | 90762 Fürth ung Eröffn ing hl ü r im F 8 201 Allersberger Str. 162 · Nürnberg


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GASTRO, dies und das

FREEZE@EASE „Frieren leicht gemacht“ heißt es am Donnerstag, 8. Februar im KulturGarten. Trotz frostiger Temperaturen steht wieder das winterliche OpenAir-Event ins (Künstler)Haus. Musikalisch begleitet von Chiptunes irq7 & Schwarzer Strahler sowie den DJ-Sounds von DJ Willi, knistert es auch am Winterlagerfeuer mit Spießen zum Selbergrillen. Zu Wurst, Gemüse, Stockbrot und Marshmallows kredenzen die KulturGärtner für die innere Wärme Hot Caipi und Aperol. Beginn ist um 17 Uhr, der Eintritt ist frei. KULTURGARTEN IM KÜNSTLERHAUS. Königstraße 93, Nbg. kulturkellerei.de

mischbar wächst und sucht

Allersberger Str. 162 · Nürnberg

Noch läuft der Umbau in der ehemaligen Glühalm für die neue Mischbar von Betty und Christoph Haberl, direkt neben der „alten“ Mischbar. Funzt alles wie geplant, gibt es um den 19. Februar herum an neuer Stelle die gesunden Salate, Suppen, Currys, Säfte, Smoothies und auch die schon aus dem Mondo Eatery By Mischbar (Königstr. 41, Nbg) bekannten super healthy Veggie-Bowls, ein leckeres Frühstücksangebot, feine Drinks und Craft Beer am Abend. Der genaue Termin wird noch auf den relevanten Internetkanälen (curt.de, FB) bekanntgegeben. Die kleinere „alte“ Mischbar bleibt den süßen Schleckermäulchen erhalten. Mehr Fläche und mehr Sitzplätze bedeutet auch mehr Personal – das noch gesucht wird! Wer leidenschaftlich gern einen top Service bietet, wem das Wohl der Gäste am Wichtigsten ist, wer leckere und gesunde Speisen und Getränke liebt, wer Spaß am Arbeiten in einem festen Team hat, wer absolut loyal, zuverlässig, ehrlich und fleißig ist: Die/der ist richtig in der Mischbar und ein(e) richtige(r) Mischbarista! Bewerbung an bewerbung@ mischbar.net. MISCHBAR I. Hauptmarkt 2, Nbg. mischbar.net


Die Kleine Hexe, Foto: Studiocanal / Walter Wehner

Wendy 2, Foto: Sony Pictures Releasing GmbH

Kino-TippS: Die kleine Hexe & Wendy 2 Die kleine Hexe ist erst 127 Jahre alt und damit viel zu jung, um mit den anderen Hexen in der Walpurgisnacht zu tanzen. Weil sie aber doch zum großen Hexenfest schleicht und erwischt wird, muss sie zur Strafe innerhalb eines Jahres alle Zaubersprüche aus dem großen magischen Buch auswendig lernen. Fleiß und Ehrgeiz sind aber nicht gerade ihre Stärke und obendrein versucht die böse Hexe Rumpumpel mit allen Mitteln zu verhindern, dass sie es schafft. Wie gut, dass ihr der sprechende Rabe Abraxas Mut macht und dabei hilft herauszufinden, was eine gute Hexe ausmacht. Die Geschichte der kleinen Hexe wurde bereits im Jahr 1957 veröffentlicht. Seitdem wurde das Kinderbuch von Otfried Preußler in über 47 Sprachen übersetzt und über 5 Mio. mal verkauft. Das ist die erste Realverfilmung, die sich größtenteils an die Buchvorlage hält. Die kleine Hexe. FSK: Ab 0 Jahre, Deutschland 2018. Mit Karoline Herfurth, Suzanne von Borsody, Axel Prahl u.a. Dauer ca. 103 Min. Ab dem 1. Februar im Kino.

Im zweiten Teil des Pferde-Abenteuers lebt Wendy glücklich und zufrieden mit ihren Eltern auf Rosenborg, dem Reiterhof ihrer Großmutter Herta. Als sie jedoch herausfindet, dass der Hof kurz vor der Pleite steht, muss ein Plan und vor allem Geld her. Da kommt ein Jugendturnier auf dem großen und modernen Reiterhof St. Georg gerade recht, denn mit dem Preisgeld könnte Wendy Rosenborg retten. Doch um an dem Turnier teilnehmen zu können, benötigt sie ein Pferd, das über Hürden springt, also nichts für ihr Pferd Dixie, das ehemalige Zirkuspferd. Wie es der Zufall will, landet das Turnierpferd Penny in Rosenborg. Aber Penny ist traumatisiert und hat Angst vor dem Springen. Also muss Wendy erstmal Pennys Trauma überwinden, aufpassen, dass dabei die Freundschaft mit Dixie nicht in die Brüche geht, und am Ende das Turnier gewinnen. Viel zu tun für Wendy! Wendy 2 - Freundschaft Für Immer. FSK: Ab 0 Jahre. D 2018. Mit Jule Hermann, Jasmin Gerat, Benjamin Sadler, Maren Kroymann, Nadeshda Brennicke u.a. Ab dem 22. Februar im Kino.


Toon Walk auch mit Streichelzoo zum Anfassen, Foto: Renaldo Neigert

Ausstellung: Insectophobie Das große Krabbeln im Parks mal ganz anders. In der Ausstellung „Insectophobie“ kreuchen und fleuchen auf einer Fläche von mehreren hundert Quadratmetern über 500 exotische Spinnen, darunter die größte lebende Vogelspinne der Welt, Skorpione, Riesentausendfüßler und seltene Insekten aus aller Welt wie Käfer, Gottesanbeterinnen, Wandelnde Blätter oder Gespenstheuschrecken in zahlreichen Terrarien, alle unterschiedlich eingerichtet entsprechend den Gewohnheiten und üblichen Lebensräume der Insassen. Die Reaktionen an den Krabbeltischen dürfte dabei von „maximal beeindruckt und fasziniert“ – oft bei den kleinen Besuchern - bis „maximal schaurig“ - dann eher bei den Großen – ziemlich unterschiedlich ausfallen. Mutige BesucherInnen dürfen im Streichelzoo sogar selbst Hand anlegen. Die amtlich anerkannt „pädagogisch wertvolle“ Ausstellung will nicht nur Lerninhalte über Lebensräume, Lebensgewohnheiten und Beute jedes einzelnen Tieres vermitteln, sondern gerade auch ängstlicheren Menschen dabei helfen Ängste abzubauen. Insectophobie. So, 11.02. + So, 18.02., 10 bis 18 Uhr. Eintritt: 7 Euro (Erwachsene), 5,- ( 3 bis 16 Jahre), nur Tageskasse. PARKS Nürnberg, Berliner Platz 9, Nbg. parks-nuernberg.de.

Foto: Erlebnis Nürnberg e.V.

Die verrückte Parade aus XXL-Comic- und Maskottchenfiguren zieht wieder durch die Innenstadt. Start und Ziel für Pucki von den Ice Tigers, Mario & Luigi, Homer und Co. ist in der Pfannenschmiedgasse. Nach der Parade geht es auf und neben der Bühne weiter mit den Figuren zum Anfassen und Fotografieren, Showeinlagen, Spielstationen, Kinderschminken und Leckereien von der Foodtruck-Family. Ein Highlight ist der Look-a-like-Contest mit tollen Preisen zum Gewinnen, bei dem Kinder aufgerufen sind, sich als ihre liebste Comicfigur zu verkleiden. TOONWALK 2018. Samstag, 03. Februar, 11-17 Uhr. In der Pfannenschmiedgasse und durch die Innenstadt Nürnberg.

KidsFaschings mit Brunch Hier noch ein Kinderfasching mit kulinarischem Mehrwert im Parks. Während sich die Kids professionell betreut beim Maskenbasteln, auf der Hüpfung und in der Kinderdisco austoben oder das Aufstellen und den Start des Nürnberger Faschingszuges vor dem Parks ansehen, können sich die Eltern, die Mama oder der Papa in aller Ruhe durch das große, kalte und warme Buffet mit klassischen bis exotischen Speisen, Obstauswahl, Dessert und Filterkaffee & Tee bis zum Abwinken schlemmen. Termin: Sonntag, 11. Februar, 10-14 Uhr, Kostenbeitrag p.P.: Erwachsene 17 Euro, Kinder 1 Euro pro Lebensjahr. Reservierung unter Tel. 0911-80196371 oder per Mail mit Anzahl Erwachsene und Anzahl Kinder / Alter an info@parks-nuernberg.de. PARKS. Berliner Platz 9, Nbg. parks-nuernberg.de


49 CURT KIdS

Kinderfasching mit donikkl curt präsentiert als fester Begleiter die Kinderkulturtage im E-Werk und damit vielleicht längste Polonaise des Faschings, wenn am ersten Kinderkulturtag des Monats, am Faschingsdienstag die Prinzessinnen, Feen, Piraten, Cowboys & Indianer, Feuerwehrmänner oder Clowns, egal ob Groß oder Klein durchs ganze Haus toben. Genauso kunterbunt wie die Kids ist auch das Programm mit Europas erfolgreichster Kindermusik-Band Donikkl. Die neue Mitmach-KonzertShow „Einmal Party zum hier Essen, bitte!“ der Fliegerlied-Erfinder schmeckt unglaublich lecker! Alle Zutaten sind frisch und vom Feinsten: Jede Menge neue Gute-Laune-Ohrwürmer, neuer Look und neue Späße zum Zuschauen und Mitmachen. Wenn die Spaßgranaten mit Gute-Laune-Garantie Donikkl (Gesang, Gitarre), Erich der Koch

Foto: PR

(Schlagzeug, Gesang), Minna von Starkstrom (Gitarre, Gesang) und Kati Kirsch (Bass, Gesang) auf der Bühne so richtig Gas gibt, weht es kleine wie große Fans sofort von den Hockern. Also tanzen, spielen, mitsingen und eine Riesenmenge Spaß haben! Termin: Dienstag., 13. Februar, 14 Uhr. Ticket (Erwachsene und Kids) 6,50 Euro. Kinder bis einschl. 3 J. frei. Inhaber des Erlangen Pass erhalten 50% Ermäßigung. Zum ersten Mal in diesem Jahr gibt es auch ein rabattiertes Gruppenticket für den Kinderkulturtag: 25,20 Euro für bis 5 Personen. Vorverkauf online und im E-Werk. E-WERK ERLANGEN, Fuchsenwiese 1, Erlangen, e-werk.de Hergehört! curt vergibt zwei Gruppentickets auf curt-kids.de


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NEU in curt: die literaturkolumne Erzähl mir was #1

Lara Sielmann, geboren und aufgewachsen in Berlin, arbeitet als Kulturschaffende und Journalistin in Nürnberg.

wie schön: Es tut sich immer mehr in der regionalen Literaturlandschaft. höchste Zeit, das Ganze noch besser zu beleuchten. unsere freundin Lara wird zukünftig über das literarische Geschehen der Region berichten – hier erklärt sie, warum.


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Ich bin 7 und gehe auf dem Weg von der Grundschule in den Hort verloren – meinen die ErzieherInnen, dabei bin ich nur abgebogen in das flache Gebäude mit dem blauen Schriftzug „Stadt Bibliothek“. Ich bin 11 und habe mich in einer Kammer eingeschlossen – es ist nicht meine Kammer und die Freundin, bei der ich übernachte, liegt schlafend im Bett. Aber nur hier stehen drei Bücher, die mich direkt in eine magische Welt bringen. Ich bin 13 und fahre im Bus eine lange Straße entlang, es ist heiß und schwül und die meisten meiner FreundInnen sind irgendwo am Meer. Ich steige bei dem großen Buchladen aus und weiß, dass die nächsten sechs Wochen mit die aufregendsten in diesem Jahr sein werden. Lesen – das hieß früher vor allem: Schlaflose Nächte, fantastische Welten, Figuren, an denen ich mich abarbeiten konnte. Meine Kindheit liegt schon eine Weile zurück und seitdem habe ich einiges mehr gelesen, selber geschrieben und bin dabei ein bisschen hängen geblieben bei Autorinnen und Autoren der Gegenwart, die nicht zwingendermaßen Kataloge mit eigenen Titeln füllen müssen. Welche, die sich auch mal über Literaturgrenze hinwegsetzen – Lyrik mit Prosa zum Beispiel mischen und visuelle oder auditive Komponenten mit einbauen. Die nicht unbedingt an einem Tisch bei Lesungen sitzen, sondern auch mal dynamisch vor dem Publikum stehen, ihm zwei Romantheorien erklären und gemeinsam darüber diskutieren, welche für den nächsten Roman genutzt werden soll. Ja, auch das ist Literatur – performative, die nur in diesem Moment stattfindet. Literarische Texte sind keine schnellen Bilder, die die Augen anstrengen oder Laute, über die sich NachbarInnen beschweren. Dabei können sie ebenso laut wie leise, bunt, trist oder einfach nichts sein. Literatur schafft Räume, gibt dem Kopf die Möglichkeit, sich auszutoben. Man hört Stimmen, von denen man vorher nicht wusste, dass es sie gibt. Gerüche meint man plötzlich wahrzunehmen, und man weiß

lesen lieben

mit absoluter Sicherheit, wie etwas aussieht, eine Landschaft zum Beispiel, die mit wenigen, bewusst gewählten Worten beschrieben ist. Wobei nicht jedes Buch ein Knaller ist – wirklich nicht: auch AutorInnen sind nur Menschen, und mit einigen Texten kann man einfach nichts anfangen. Die Live-Variante der Literatur „Lesung“ ist vor allem auch eine soziale Praxis: gemeinsam zuhören, sich Gedanken machen, mal abschweifen und sich im Nachhinein über das Gehörte unterhalten. Eine Praxis, die ebenso in Nürnberg stattfindet, wenn auch meist unter dem Radar der öffentlichen Wahrnehmung, da die Werbung fehlt oder sie weniger ins Auge fällt. So veranstalten Buchhandlungen und Kulturhäuser Lesungen, Lesereihen mit verschiedenen Schwerpunkten, größere Literatur-Highlights wie die „Lyriknacht“ oder die „Linke Literaturmesse“ gibt es auch. Jüngere Nürnberger Kunst- und Kulturschaffende wie Anna Hofmann oder Krupski veröffentlichen Bücher und lesen auch außerhalb der Stadt. Das alles findet curt super und möchte dieses Treiben in Nürnberg und Umgebung noch gezielter abbilden. Und da ich mich schon länger mit dem literarischen Geschehen vor Ort auseinandersetze, hat curt mich gefragt, ob ich nicht Lust hätte, diese Seiten inhaltlich zu füllen – und ich habe „Ja“ gesagt und mich auch gefreut. Auf Vollständigkeit kann ich dabei nicht plädieren, einfach, da dann doch immer mehr passiert, als ich mitbekommen (werde). Deshalb macht mich gerne aufmerksam – zum Beispiel könnt Ihr mir eine Mail schreiben an lara@curt.de! In diesem Sinne, viel Spaß beim Lesen – und ich bin gespannt, wo uns die nächsten Monate hinführen! Eure Lara


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lesen lieben

curt präsentiert Literarisches bei schnaps

Nora Gomringer & Philipp Scholz: Peng! Du bist tot

01.02. - 09.03., 20 UHR // Edel Extra Das Erfolgsformat „Literarisches bei Schnaps“ kehrt zurück und knallt Euch an drei Abenden eine Wucht an Worten entgegen, wie Ihr sie in diesem Jahr noch nicht gehört habt. Fast abwechselnd dazu gibt es mit „Greatest“ auch die „jetzt schon beste Vortragsreihe, die das Edel je veranstaltet hat“ – dank drei exzellenter Menschen, die Euch einfach mal was erzählen.

Mittwoch, 07.02., 19:30 UHR // Stadtbibliothek NBG Die Mixtur von „Peng Peng Peng“ (Voland & Quist): Das Wort und der Takt, gleichermaßen Humor und Tiefsinn. Nora Gomringer rezitiert eigene Texte sowie Zeilen aus der gesamten Weltliteratur. Der JazzDrummer Philipp Scholz gibt den Takt dazu an. Gemeinsam sorgen sie auf der Bühne für einen fatalyrischen Knall der Extraklasse.

Hier alle Daten auf einen Blick – beginn immer 20 Uhr: Donnerstag, 01.02. // Der Nürnberger Autor und Musiker Marius Geitz liest aus seinem Roman „Alles gehört uns“. Donnerstag, 08.02. // Das in Niedersachen legendäre MusikLiteratur-Duo Jan Fischer & Martin Spieß machen Text und Musik – kein Witz! Donnerstag, 15.02. // Die in Leipzig lebende Theater- und Literaturallesmacherin Clara Ehrenwerth hält den Eröffnungsvortrag von „Greatest“. Donnerstag, 22.02. // Der Wahlberliner Robert Wenrich (Ihr kennt ihn u.a. als Sommerkolumnist von Banana Split oder von der Z-Bau-Eröffnung, wo er live an seinem Roman schrieb) gibt interessante Einblicke in ein Thema, das noch nicht fest steht – extremly great! Freitag, 02.03. // Der Hamburger Autor Malte Abraham liest am dritten Abend von Literarisches bei Schnaps einen noch namenlosen Text – darauf ein Prost! Donnerstag, 08.03. // Die in Hildesheim studierende Theatermacherinnen Nadiah Riebensahm ist Empowerment pur und somit ein MUSS bei der besten Vortragsreihe. Präsentiert von curt!

Karl Bartos: Der Klang der Maschine Mittwoch, 07.02., 19:30 UHR // Künstlerhaus (KuKuQu) Als Originalbesetzung von Kraftwerk schrieb Karl Bartos Musikgeschicht, nun hat er seine Autobiografie veröffentlicht: „Der Klang der Maschine“ (Bastian Lübbe). In dieser erzählt Bartos von dem Weg, den er als Musiker, Komponist und Mensch gegangen ist, und gibt spannende Einblicke in das Innenleben einer Band, die sich bis heute alle Mühe gibt, geheimnisvoll und undurchschaubar zu sein. Moderiert wird der Abend von Wally Geyermann (Radio Z). Lesereihe – Gegenwartsliteratur im Z-Bau

Shida Bazyar: Nachts ist es leise in Teheran

SONNTAG, 11.02., 20 UHR // Z-BAU In ihrem Debütroman „Nachts ist es leise in Teheran“ (Kiwi) erzählt Bazyar die Geschichte einer iranisch-deutschen Familie, die ihren Anfang 1979 in Teheran nimmt und den Bogen spannt bis in die deutsche Gegenwart. Von Behsad, dem jungen linken Revolutionär, der in der mutigen, literaturbesessenen Nahid die Liebe seines Lebens findet. Von ihrer Flucht nach der Machtübernahme der Mullahs. Und von ihren Kindern, Laleh, Mo und Tara, die in Deutschland aufwachsen. curt präsentiert und vergibt Tickets auf www.curt.de!


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buchtipp von sabine janssen

Marc-Uwe Kling: Qualityland literatur-tipp von Sabine JANSSEN. Sie warten noch auf die Zukunft? Dank dieses Romans stellen wir fest – wir sind schon mittendrin ... Ullstein Verlag, gebunden. 384 Seiten. EUR 18,-. ISBN 978-3-550-05015-2

Science-Fiction? Kann auch gerne ohne mich stattfinden. Aber MarcUwe Kling ist ja als Meister amüsanter Geschichten bekannt geworden (falls Sie die „Känguru-Chroniken“ noch nicht kennen – das lohnt sich!). Also habe ich die Optimisten-Ausgabe von Qualityland (hellgrau statt schwarz) mit distanziertem Interesse zur Hand genommen. Die Geschichte zog mich mit Alltagsbeschreibungen direkt in ihren Bann und verblüffte mich – mit der (manchmal erschreckenden) Realität unseres Alltags. Die Hauptperson Peter, ein Maschinenverschrotter, hat seinen persönlichen digitalen Assistenten „Niemand“ genannt, denn „er hat oft das Gefühl, dass Niemand für ihn da ist. Niemand hilft ihm. Niemand hört ihm zu. Niemand spricht mit ihm. ...“

Viel mehr passiert eigentlich nicht, als dass wir an Peters digitalisiertem Leben teilhaben und seine Fragen und Erkenntnisse begleiten. Das ist gleichzeitig auch ein bestechend scharfer Blick auf unsere Welt und unser Leben. Beim Lesen habe ich mich dabei beobachtet, wie ich zunächst laut gelacht habe, dann ins Nachdenken gekommen bin und mir schließlich so manches Lachen im Hals stecken blieb. Wie schon bei den Känguru-Chroniken hat der Autor die Hörbuchfassung selbst gesprochen und sie ist noch dichter und fesselt fast noch mehr als das Buch. Als Einstieg oder Ergänzung empfehle ich Ihnen in jedem Fall noch die Pressekonferenz zum Buch auf YouTube. Mehr verrate ich Ihnen nicht.

Sabine Janssen lebt fast schon immer in Nürnberg. Über 20 Jahre beriet die Buchhändlerin Unternehmen, seit 2015 leitet sie das Thalia-Buchhaus CAMPE in Nürnberg ... und seit Ende 2017 schreibt sie Buchtipps für curt.


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Patrizia Moresco. Foto: Christine Fenzl

ohne rolf

Michael Mittermeier. Foto: O. Heine

Max Uthoff. Foto: M. Neumeister

Sarah Hakenberg


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Kabarett, Comedy & Co. Was sich wieder an Hochgeistigem, Scharfsinnigem und Künstlerischem tut, das erfahrt ihr genau hier, denn Tommy, unser schreiberling von curt für Kabarett & Comedy, ist ein kritisches Trüffelschwein. Viel SPaSS beim Schenkelklopfen!

Nacht der roten Schleife: Benefiz-Comedy-Abend zu Gunsten der AIDS Hilfe

Matthias Egersdörfer: Ein Ding der Unmöglichkeit

Freitag, 02.02. // Gutmann am Dutzendteich Jetzt mal kurz Spaß beiseite. Seit dem der AIDS-Erreger nicht mehr zwangsläufig tötet, vögelt die Jugend wieder ungeschützt kreuz und quer durch den Gemüsegarten. Prävention und Aufklärung tun mehr denn je Not und dafür braucht man Geld. ZauberInnen, Stand-upComedians, KabarettistInnen und Musizierende haben sich bereit erklärt, für diesen Abend komplett auf die Gage zu verzichten und so der AIDS Hilfe zu helfen. Ob der fränkische Autor Fitzgerald Kusz, der Kabarettist Ralf Winkelbeiner oder das Comedy-AllroundTalent Markus Just – das Programm dieses Abends kann sich wirklich sehen lassen.

Sonntag, 11.02. // Tafelhalle Meine Mama hat immer gesagt, dass sie nur so streng mit mir ist, weil sie mich besonders lieb hat. Ich hoffe, ich habe mich nicht vertan, denn der Herr Egersdörfer ist auch oft sehr streng mit mir, aber „Ein Ding der Unmöglichkeit“ müsste sein viertes Soloprogramm sein. Inhaltliches zum neuen Programm ist schwer zu finden, aber die grimmige Kunstfigur hat bestimmt noch viele absurde Geschichten in petto, damit wir uns um Programm 5 bis 10 keine allzu großen Sorgen machen müssen. Lang wird’s keine Karten mehr geben, deshalb rate ich zur Eile.


Foto: Olga Cieslar www.photoolga.pl

16. Internationales Klezmer Festival Fürth & Jewish Music Today 9.- 18. März 2018

Klezmafour (PL)

Foto: Torsten Geyer

Sa, 17. März, 19:30 h Energetischer Klezmer zum Abtanzen

Foto: Piotr Szczepa´nski

Ramzailech (ISR)

Sa, 17. März, 22:00 h Schweißtreibender Hardcore-Klezmer Unbestuhlt!

www.facebook.com/klezmerfestival

Ort: Kulturforum Fürth, Würzburger Str. 2 Tickets an den bek. VVK-Stellen oder www.reservix.de, Veranstalter: Stadt Fürth, Kulturamt, Tel. (0911) 974-1682, klezmer-festival@fuerth.de

www.klezmer-festival.de

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Max Uthoff: Gegendarstellung Donnerstag, 15.02. // Comödie Fürth Max Uthoff wurde die Satire quasi schon in die Wiege gelegt. Sein Vater Reiner Uthoff war Gründer und über 30 Jahre Betreiber des Münchner Rationaltheaters. Der kleine Max spielte hinter der Bühne und konnte sich später auch auf selbiger ausprobieren. Der studierte Rechtswissenschaftler wurde der breiten Öffentlichkeit durch seine regelmäßigen Auftritte als Anstaltsanwalt in der ZDF-Kabarettsendung „Neues aus der Anstalt“ bekannt, deren Nachfolgesendung „Die Anstalt“ er sogleich zusammen mit Claus von Wagner 2014 übernahm. Wer einen der wichtigsten deutschen Kabarettisten einmal live erleben will, kann ja eine Reise in die Westvorstadt wagen.

Egersdörfer und Artverwandte Dienstag, 20.02. // Künstlerhaus / Festsaal Bald startet ja der dritte Bauabschnitt des KKQs/K4s/Komms what-ever und dementsprechend stellt sich auch bei Herrn Egersdörfer die Frage, ob und wenn ja, wo er seine allmonatliche Plauderei samt Musika, der bezauberten Carmen und den beiden Opfern der Lebensmittelindustrie in Zukunft abhalten will. Wem das alles zu viel Risiko ist, sollte die kommenden drei bis vier Abende im Festsaal nicht verpassen. Stargast im Februar ist der

Kabarettist, Rapper, Lyriker und Moderator Bumillo. Die Musik steuert das virtuose Nürnberger Duo Secret Song Service bei und dem Gespräch will, muss und wird sich der Salon-Sozialist (ein durchaus gelungener Facebook-Kommentar) und fleischgewordene Kulturschaffung Peter Harasim stellen.

Ohne Rolf: Seitenwechsel Freitag, 23.02. // Tafelhalle Ohne Rolf sind einzigartig im Kabarettzirkus. Ihre Kunstform besteht aus Blättern und mir ist bisher kein Plagiat bekannt. Das kann bedeuten, dass kein anderer Künstler ihre Kunst eines Diebstahls würdig findet, oder man traut sich nicht. Aber jetzt mal zurück zum Blättern. Die Kollegen aus der Schweiz haben einen großen Block auf einer Staffelei und blättern einfach nur um. Jetzt möchte man meinen, dass ob der fehlenden Improvisationsmöglickeit alles ganz langweilig und unspontan ist, aber genau das Gegenteil ist der Fall. Im aktuellen Programm setzen sie sogar noch einen drauf – das Publikum kann interagieren. Wer jetzt nur Bahnhof versteht, kann googeln oder sich auf der Stelle ein Ticket besorgen.

Patrizia Moresco: Die Hölle des positiven Denkens Samstag, 24.02. // Loni-Übler-Haus Dass es eine Frauenkabarett-Reihe gibt, ist


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wunderbar. Allerdings ist es auch gleichermaßen traurig, dass es sowas überhaupt braucht. Veranstaltungsreihen wie diese riechen so ein wenig nach Paralympics: eine, meiner Meinung nach, unnötige Aus- bzw. Abgrenzung. Jetzt aber zur Künstlerin des Abends: Patrizia Moreno, geboren 1957, ist Schauspielerin und Kabarettistin, seit drei Jahrzehnten auf Bühnen weltweit unterwegs und tappt dennoch in die Frauenkabarett-Falle No.1: mittelalte Frau erzählt von den Problemen ihres Körpers mit der Schwerkraft und und und ... Christine Prayon zeigt doch, wie es auch ohne Klischee-Themen gar wunderbarst funktioniert!

Sarah Hakenberg: Nur Mut! Sonntag, 25.02. // Burgtheater Sarah Hakenberg ist gebürtige Kölnerin, mit Münchner Hintergrund, die jetzt in Ostwestfahlen lebt. Das Thema ihres vierten Programms ist die Angst. Die Angst vor krebserregenden Lebensmittel, die unsere nahezu hundertjährigen Großeltern schon ihr ganzes Leben lang essen, die Angst vor einer nicht komplett durchorganisierten Pauschalreise oder beispielsweise die Angst, seinen Mund für eine gute Sache aufzumachen. German Angst also. Ob man das launig in einem Kabarettprogramm verwursten kann, wird sich Ende Februar im Burgtheater weisen.

Michael Mittermeier: Lucky Punch Dienstag, 27.02. // Kulturfabrik Roth Michael Mittermeier, der fleischgewordene Witz auf Speed der 90s, kommt mit seinem brandneuen Programm in die Region. „Lucky Punch, die Todes-Wuchtel schlägt zurück“ heißt es. Wer wissen will, was das alles bedeuten soll, kann sich die Definition auf Mittermeiers Website holen. Mein Rat wäre es aber, es besser sein zu lassen, denn oftmals sind seine Programme weitaus lustiger und unterhaltsamer, als es die Beschreibungen auf den Social Media Plattformen vermuten lassen.

4.3.18 NÜRNBERG Meistersingerhl.

Comedy Mix Donnerstag, 01.03. // Kulturkellerei Auch 2018 versorgen Euch die lieben Leute vom „Comedy Mix“ einmal im Monat mit ausgezeichneter Unterhaltung in der KulturKellerei. Das Februarprogramm weiß mit Stefan Erz, Moses Wolf und Oleg Borisow auf ein Neues zu überzeugen und die Geschichte mit dem freien Eintritt, dem Hut, der rumgeht – und die moralische Verpflichtung des Gastes, gar nicht erst mit Klimpergeld anzufangen, spare ich mir diesmal.

17.3.18 NÜRNBERG

14 +19 Uhr

KARTEN: Nürnberg Ticket 09 11/2 41 85 22, Arena Nürnberger Versicher. 0911/ 988972 80; alle eventim-VVK-St.; eventim.de


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„Die Wiedervereinigung der beiden Koreas“ – v. l. im Bild: Nicola Lembach, Josephine Köhler, Mareile Blendl, Marco Steeger, Bettina Langehein. Foto: Marion Bührle


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Theater. VERSUCH EINES DURCH- UND ÜBERBLICKS VON DIETER STOLL

DER BANNFLUCH VOM ERSATZ-PAPST WIE KRITIKER NACH DER SELBEN NÜRNBERGER AUFFÜHRUNG ZU VÖLLIG GEGENSÄTZLICHEN URTEILEN KOMMEN KONNTEN: DIE MACHT DES THEATERS ODER GAR KEINE KUNST? – STAUNENDE BETRACHTUNG EINES GRENZGEBIETS ALTERNATIVER FAKTEN. War das Nürnberger Schauspielhaus-Ensemble an diesem einen Premierenabend Ende 2017 oder gar zuvor über den Zeitraum der letzten 18 Jahre hinweg „in seiner Gesamtheit viel zu wenig faszinierend“, ja – Schreck lass nach – „viel zu rechtschaffen korrekt“ (Kritiker I)? Oder spielte es in der betreffenden Aufführung „ganz ohne Anstrengung: zauberhaft leicht, gestochen klar, fast jugendlich“ (Kritiker II), waren da wieder mal „alle Schauspieler auf ihre Weise großartig“ (Kritiker III) und wurde die „Regie ganz auf die komödiantische Energie des erstklassigen Ensembles gebaut“ (Kritiker IV). Oder war alles völlig anders? Würde mancher gerne wissen, geht es doch zunächst um die gleiche Vorstellung, nämlich Klaus Kusenbergs, des von 2000 bis 2018 amtierenden Schauspieldirektors auch im Februar mehrmals laufende Inszenierung von Joel Pommerats tragikomischem Szenenreigen „Die Wiedervereinigung der beiden Koreas“ mit zehn fest engagierten Mimen in Aktion. Drei ortsansässige Kritiker aus Nürnberg mit Hingabe fürs Detail und ein angereister aus München mit dem Hang zum Überwölbenden sind danach ungewollt ins imaginäre MeinungsMatch geraten. Doch niemand hat hier das letzte Pauschalwort, die traditionsreiche höhere Weihe der hierarchischen Rechthaberei ist wohl doch jenseits aller Statussymbolik der artenreinste Aburteilungshumbug. Denn: „Mit der Gesamtsituation unzufrieden“ kann doch eigentlich nur der rote Bruder Winnetouch sein. Der Papst, jener vielsprachige Überpapa vom Petersplatz-Balkon, das war früher mal ausschließlich der abgehobene Mann zwischen

Himmel und Erde, schlichtweg unfehlbar in Glaubens- wie Verdammnisfragen und als einzig besiegelter Stellvertreter des Allerhöchsten ein Unikat der laufenden Weltgeschichte. Heilig, heilig, heilig! Der davon abgeleitete Begriff „Kritiker-Papst“ für die zwischenirdische Kunst-Welt galt freilich – traurig, traurig, traurig! - schon immer als teuflisch boshaft schillernde Travestie. Es war die meist bloß ironisch bewunderte Spottgeburt im Abgleich zur Geschäftsführung des Überirdischen, dennoch von gewisser Respektsbezeugung getragen und für die anschwellende, durchaus mit der Sprengkraft der Exkommunikation sympathisierende Machtfülle grummelnd respektiert. EIN BISSCHEN PAPST MUSS SEIN Man bezeichnete die berufsmäßigen Rezensenten von (beispielsweise) Theateraufführungen, wenn sie nur lange genug und mit dem ausfahrbaren Selbstbewusstsein des Besserwissers ihre Kritiken als oberinstanzliche Urteile auflagenstark in Umlauf bringen konnten, schnell mal als päpstlich. Jede Saisonbilanz eine Enzyklika. Absurd schon deshalb, weil da nicht etwa die unterstellte einzigartige Weisheit dieser einsam thronenden Autorität für Glaubensfragen (und natürlich ist das Theater irgendwie auch Glaubenssache) fixiert war, sondern ihre beliebige Verästelung vom dicken Stammbaum der KatholikenMetropole in die morschen Seitentriebe der knochigen Ableger – jede Sparte, jedes Land, ja jede mittelgroße Kommune hatte da zeitweise passgenau zum überschaubaren Theater auf der Gegenseite der Fahrbahn sein eigenes, Bedeutung suggerierendes Kritiker-Päpstchen


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als flankierende Maßnahme eines unheimlichen Medienechos im Kulturleben. Frei nach Roberto Blanco: Ein bisschen Papst muss sein. Meist war das der milde Spielverderber, der nach dem oft pauschalen Premierenjubel der Fangemeinde mit gestrecktem Zeigefinger seine strenge Gegendarstellung so tippte, dass jedermann immer noch eine Kumuluskulisse von Wohlwollen über jedem Reinigungsgewitter ahnen konnte. Dies war bei schnaubender Diktion oft von begrenzter Wirkung nebst unbegrenzbarer Komik, wenn nicht grade einer wie der selige Friedrich Luft in Berlin mit direkt aus dem Bauchgefühl kommenden Einschätzungen zwischen den Fronten von Avantgarde-Verrenkung und Populisten-Plappern seine Varianten von Laudatio oder Verriss so elegant tänzelte, dass sie von allen Seiten gelassen abgenickt werden konnten. Als Regelfall galt das keineswegs. Auch in Nürnberg wurde der Letzte, der das Hochsitzmodell mit dem vermuteten Fallbeil als Zepter noch annähernd ausfüllte, von den Betroffenen eher gefürchtet und gehasst – jeweils einen Tag lang, wie Theaterveteran Hansjörg Utzerath noch nachträglich spottet. Das war im vorigen Jahrtausend. Inzwischen haben wir im wahren Vatikan zwei echte Päpste, der amtierende lässt sich sogar anfassen und wird öfter mit Pizza als mit Manna in Verbindung gebracht. Eine Autorität ist er trotzdem. Unantastbare Kritiker-Päpste hingegen, so die Erkenntnislage einer zu Jahresbeginn wieder von der inoffiziellen Konfliktzentrale Berlin aus aufgeflammten Theaterdebatte, sind auf freier Journalistenwildbahn schon länger nicht mehr gesehen worden, man hielte sie für ausgestorben, würden nicht gelegentlich niedliche Nachzüglerexemplare dieser endenwollenden Zwischenrufevolution selbstreflektiv ihre Faust zum Rundschlag geballt ins Wolkige schlagen. Womit wir das Eingangsthema beiläufig erneut im Vorbeigehen grüßen können. „DIE NÜRNBERGER FALLEN AUF SOLCHEN SCHMUS NICHT HEREIN“ Im „Die ganze Welt ist Bühne“ betitelten Band des Buchfranken-

verlags, in dem Herausgeberin Michaela Domes kürzlich Platz für Bekenntnisse von 30 Akteuren der „Theaterlandschaft Franken“ geschaffen hat, wird am Rande auch über Kritiker geschrieben. Schauspielerin Adeline Schebesch etwa – „Kammerschauspielerin“, so viel Zeit muss sein – beklagt „immer noch einige wenige, ewig gestrige Feuilletonisten, die im Zusammenhang mit Nürnberg gerne von Provinz sprechen …“ und setzt nach: „Provinz?! Ach, wirklich? Nur weil einige Kunstgeile in der Hauptstadt sich Federn in den Hintern stecken, ist das deswegen weder bereichernd noch erkenntnishaft“. Schebesch, die grade für 10. Mai die Uraufführung des eigenen, garantiert ungefiederten Stückes „Körper“ in der BlueBox am Schauspielhaus vorbereitet, ist sich beim Seitenblick ins Zentrum der deutschen Bühnenbewegung sicher: „Die Nürnberger fallen auf einen solchen Schmus nicht herein“. Wie denn auch, wenn er hier gar nicht stattfindet. Was wiederum Hörfunk-Rezensentin Barbara Bogen vom BR-Studio Franken ärgert, sie fordert 35 Seiten vorher das Gegenteil, „mehr Wahnsinn, mehr Wut und Mut“ vom Nürnberger Theater. Auf rückwärtig einsetzbare Federn besteht sie nicht. DIE LEGENDE VON DEN OHRFEIGEN OHNE ENDE Der langjährige NZ-Kritiker Herbert „halef“ Heinzelmann, der in der gleichen Textsammlung ein paar Seiten entfernt seine Freuden und Sehnsüchte eines ständigen Begleiters im Theaterleben ausführlich skizziert, will gewiss kein „Papst“ sein. Eigentlich lieber „Mitspieler“, der jedoch „Theaterluft anders als der durchschnittliche Konsument“ atmet, dabei an die Legendenseite des „berühmten Berliner Kollegen Alfred Kerr“ unten im Parkett rückt, gleichzeitig jedoch verbrüdernd die etwas weniger legendären „Kollegen vom Schauspielhaus“ oben auf der Bühne umarmt. Mit denen hat sich der multipel schweifende Rundum-„Kollege“ in Jahrzehnten nie böswillig gerempelt, nur „gut gegessen“ und früher in der alten Zeit sogar „gesoffen“. Schulterklopfen war also in Nürnberg beliebter als Tiefschlägerei. Anders als


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bei FAZ-Großkritiker a.D. Gerhard Stadelmaier (auch in der neuesten Debatte wieder wie ein emeritierter letzter Mohikaner des Donnerworts im Papst-Format beschworen), dessen öffentlicher Nahkampf mit einem durchknallenden Frankfurter Schauspieler dazumal nachrichtenarme Zeiten füllte und dem Feuilleton temporäres Upgrade in Nachrichtenspalten brachte. Der hysterische Mime wurde entlassen, der heldenhaft um seinen Notizblock kämpfende Kritiker verlängerte wochenlang multimedial sein ruhmreiches Leiden als Spiralblockwart von Interview zu Interview. Die dazu passende Ohrfeigen-Legende vom promillefreudigen Erlanger Intendanten, der einen unliebsamen Kritiker zwecks pädagogischer Handanlegung ins Gebüsch gezogen haben soll, erzählt Heinzelmann in seinem Rückblick gerne als ungesicherte Zugabe. Ob sie wahr ist? Da kann ich mit persönlicher Verbürgung auch eine Anekdote ausgraben – vom überforderten Hauptdarsteller einer im Nürnberger Rathaussaal aufgeführten Moliére-Komödie, den die detaillierte Rezension seiner grimassenreichen Darstellung des „Eingebildeten Kranken“ so sehr ärgerte, dass er nach Stärkung in der Theaterkantine und dem einen oder anderen Wege-Schnäpschen den weiten Gang zur Redaktion am Hauptmarkt auf sich nahm, um dem schreibenden Delinquenten beim kommunikativen Treff an der Pforte einen symbolischen Backenstreich zu verpassen. Da der Bebzw. Getroffene aber von Natur aus zwei Köpfe größer war und die Hand des Rächers aus oben beschriebenen Gründen deutlich schwerer als sonst beweglich schien, gab es nur ein leichtes Tätscheln an der Schulter – wegen des matten Streicheleinheits-Quotienten leider auch nicht als Ritterschlag interpretierbar. Immerhin schaffte der Künstler den Weg zurück in die Kantine unfallfrei und informierte dort den grade pausierenden Teil der Öffentlichkeit über seine tatkräftige Wiederherstellung der Künstlerehre. Theater, Theater! Erfahren habe ich davon, weil bedingt wohlmeinende Mitkünstler sogleich telefonisch nachfragten, was daran denn wahr ist und – hohoho – ob ich etwas dagegen unternehmen würde. Ich bin heute noch glücklich, mir beim

Achselzucken das Schultergelenk nicht ausgekugelt zu haben. Ach ja, früher war wirklich nicht alles schlecht. WAS FÜR EIN LIEBESAKT VON INQUISITION UND TÜV Aber zurück zum Thema. Wenn zur Nürnberger Premiere der aktivste Reisekritiker der Landeshauptstadt (der Name tut hier nichts zur Sache) anreist, schrammt das hausintern am Richard-Wagner-Platz immer noch an einer Ahnung von Ausnahmezustand entlang. Er kommt ja so selten, der Placebo-Papst, vielleicht ist er diesmal gnädig, trägt Ruhm über die Stadtgrenze hinaus in die Meinungszentrale, gibt seinen Segen oder wenigstens Absolution. Nur wer die Sehnsucht kennt … Wenn überhaupt, dann wäre ja dort im Quartier der hochverehrten „Süddeutschen“ das letzte Kühlfach der für Zweitnutzer aus dem Kulturressort eingefrorenen Schlagzeile „Wir sind Papst“ zu vermuten. Doch wieder keine Spur von urbi et orbi, nur die Knallerbsenversion von Donner & Blitz. So schrieb der gestrenge Rezensent, der seine raren Nürnberg-Ausflüge zuvor eher zum gelegentlichen Verkosten von Raritäten der Oper nebenan lenkte, auf der ICE-Rückreise mal schnell knackig als Bilanz von 40 Kusenberg-Inszenierungen am Schauspielhaus, die er freilich größtenteils gar nicht kennt, über den Regisseur, der laut der anderen Kritiken unter anderem auch mit exakt dieser aktuellen Produktion „die Macht des Theaters beschwört“ (II), „psychologisches Fingerspitzengefühl“ beweist (III) und „langjährige solide Arbeit“ abrundet (IV), in denkbar grimmigstem Liebesakt von Heiligem Offizium und TÜV: „Er ist kein Künstler“ (I). Ach so? Ach ja? Ach was! Wie gesagt, Kritiker-Päpste sind inzwischen bloß noch schwarzromantische Illusionen, Dämonen von gestern, so flatterhaft fetzig aufgelöst wie der implodierende Duweißtschon. Sie verbreiten allenfalls Phantomschmerzen für Albtraumspiele, doch es gibt sie in Wirklichkeit gar nicht mehr. Und nun sollten wir allmählich auch die Inquisition in den Ruhestand schicken.


62 Viel Theater

The Lights of Broadway. Foto: Jutta Missbach


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THEATER-WEGWEISER Februar 2018 – VON DIETER STOLL

DER FREIE FALL IN DIE EKSTASE oder dAS LIED VOM TOD AM FASCHINGSDIENSTAG SIEBEN PREMIEREN UND ZWEI DUTZEND REPERTOIRE-PRODUKTIONEN VERDIENEN UNSERE BESONDERE AUFMERKSAMKEIT: ANTIKE GRÖSSE IM OPERNFORMAT NEBEN RUSSISCHER WELTLITERATUR AUF KLEINSTER BÜHNE UND LEGENDÄRE KRIEGSHEIMKEHRER-DRAMATIK VON 1945 IM BLICK VON 2018 – DAZU DER EWIG FASZINIERENDE JUGENDWAHN AUS DER GEHEIMRATSECKE: MIT MOZARTS „IDOMENEO“, TOLSTOIS „AUFERSTEHUNG“, BORCHERTS „DRAUSSEN VOR DER TÜR“ UND GOETHES „WERTHER“ SCHLÄGT DAS STAATSTHEATER NÜRNBERG IM FEBRUAR IN DREI HÄUSERN EINEN GEWALTIGEN BOGEN ÜBER DIE HOCHKULTUR. ETWAS LEICHTGEWICHTIGER DARF ES DANN ABER AUCH SEIN – ELKE WOLLMANN KONSTRUIERT IN NÜRNBERG DAS DENKMAL EINER CHANSON-DREIFALTIGKEIT, JUTTA CZURDA PRÄSENTIERT IHR NEUES SONG-PROGRAMM IN FÜRTH. UND GROSSRAUMPFLEGE GEHT AUCH: ERLANGEN BIETET ZUR LAUFENDEN NÜRNBERGER SCHMIEDLEITNERFASSUNG EINE EIGENE ALTERNATIVE VON ÖDÖN VON HORVATHS JAHRMARKTS-DRAMA „KASIMIR UND KAROLINE“.

STAATSTHEATER NÜRNBERG PREMIERE: Das dicke Buch fürs schmale Studio: Eine spezielle Nürnberger Dramatisierung von Leo Tolstois 1899 erschienenem Roman AUFERSTEHUNG reiht sich in den aktuellen Theatertrend ein, die gebundene Weltliteratur, zumal die russische, für ein Gedankenspiel ohne Grenzen aus der gedeckelten Enge zu befreien. Oder auszuschlachten. Drei Theaterfassungen gab es davon gleich nach dem Druck vor 118 Jahren, bis 2001 folgten fünf Verfilmungen. Inzwischen stürzen sich Theatermacher reihenweise auf Literaturrohstoff. Die aktuelle hausgemachte Version des breit angelegten Schicksalsund Gesellschaftsbilderbogens (von Regisseur Akin Isletme und Dramaturgin Friederike Engel), der die Läuterung durch moralisches Handeln beschreibt, schält einen Kern aus dem Geflecht verknoteter Nebenstränge. Der Fürst, der als Geschworener über eine Prostituierte richten soll, die er einst selbst verführte, hat sein Erweckungserlebnis: Er wird zum verspotteten Wohltäter der Gefallenen und

wirbelt die Frage nach Gerechtigkeit und wahrer Moral hoch, entlarvt dabei die Unvollkommenheit des Rechtssystems. Fünf Schauspieler (Lilly Gropper, Ruth Macke, Martin Aselmann, Pius Maria Cüppers und Dimitri Wasserblaj, der immerhin Mitbegründer des „russischen Theaters in Nürnberg“ ist) müssen reichen für die Auswahl aus den hundert Personen im weiten Tolstoi-Kosmos. Ob sie die „Umkehr zu Gott“ als aktuelles Rezept für die Gegenwart empfehlen können, wird sich zeigen – mit der vom Autor propagierten „Liebe zu allen Geschöpfen“ wäre auch schon einiges erreicht. Premiere: 9. Februar. Weitere Vorstellungen 13., 18., 20., 24. Februar, dann wieder 3. März. In der BlueBox. PREMIERE: Dieser musikalische Geniestreich aus fernen Zeiten, der als sprödes Operndrama nach Antikenstoff das große Publikum in jüngerer Vergangenheit meist nur erreichen konnte, wenn etwa Luciano Pavarotti, Placido Domingo oder Ramon Vargas nach der Titelrolle


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griffen, ist der künstlerische Höhepunkt des Februar-Spielplans. Die Rezeptionsproblematik hat viel mit der vom genialen Komponisten aufgebrochenen, zunächst aber eben doch steifbeinig traditionellen Form des Stückes in der Mixtur aus Antikendrama und Opera seria zu tun, die den zeitgenössischen Regisseuren oft die Phantasie blockiert – sofern sie nicht wie Hans Neuenfels in Berlin das Ganze zur großen Herausforderung der Weltreligionen steigern und damit politischen Skandal provozieren. Aber was da in Arien und Chören steckt, ist Klang-Sonderklasse. Wolfgang Amadeus Mozarts IDOMENEO, wo laut gnadenloser Legende der König von Kreta nach göttlichem Ratschluss-Zufall den eigenen Sohn opfern soll, wurde zuletzt vor einem halben Jahrhundert in Nürnberg aufgeführt. Damals sang mit Sebastian Feiersinger der schwere Wagner-Tristan des Hauses. Seither haben Dirigenten wie Christof Prick vergeblich das überfällige lokale „Idomeneo“-Comeback vorgeschlagen, nun aber wird mit Übernahme einer bereits in Antwerpen erprobten Produktion des renommierten Reise-Regisseurs David Bösch (er hatte das Stück vorher auch schon in Basel inszeniert) sicheres Fundament geschaffen. Die Frage nach dem Verhältnis von Religion und Mitmenschlichkeit ist 2018 unausweichlich akut. Für GMD Marcus Bosch bringt das in jeder Hinsicht anspruchsvolle Projekt die vorletzte Premiere vor Ort. Die Sängerbesetzung kann man als experimentierfreudig bezeichnen: Der jugendliche, auch vokal schlanke Ilker Arcayürek wechselt direkt von Puccinis „La Bohéme“-Emotionen zu Mozart-Melancholie, die unterschiedlich gewichtigen Sopranistinnen Leah Gordon und Isabel Blechschmidt alternieren als dynamische Sopran-Elettra. Premiere: 17. Februar. Weitere Vorstellungen am 21. Februar, dann wieder 4. und 11. März im Opernhaus

Dürer‘s Dog. Foto: Jesús Vallinas

PREMIERE: Es gibt kein vergleichbares Drama der Nachkriegsliteratur, das in Nürnberg zumindest dem Gefühl nach so beharrlich immer wieder in den Spielplan geholt wird wie Wolfgang Borcherts


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beklemmende Kriegsheimkehrertragödie DRAUSSEN VOR DER TÜR, die aus dem Grauen der eigenen Not entstand. Gerade mal 24 Jahre alt und schwer krank war der Autor bei Kriegsende, mit 26 verhungerte er. Der von ihm beschriebene Soldat Beckmann mit der Notbrille, der statt dem ersehnten Zuhause eine fremd gewordene Welt vorfindet, wurde zur Symbolfigur zertrümmerter Hoffnungen der Schreckensjahre nach dem Zweiten Weltkrieg. Was einst durch die nahe Erfahrung erschütterte und dann im Jahrzehnttakt immer weiter von der dokumentierten Erinnerung zur poetischen Distanzierung entrückte, wird beim gerne zuspitzenden Regisseur Sascha Hawemann (er ließ zuletzt Arthur Millers „Tod eines Handlungsreisenden“ in einer Kleiderkammer mit Kostümwechseln von der Stange zelebrieren) wohl an der Aktualität gemessen. Zu Zeiten, da rechtslastige Bundestagspolitiker plötzlich wieder vom rückwirkenden „Stolz auf den deutschen Soldaten“ faseln, bekommt der Text jedenfalls neue Schärfe. Auf der Besetzungsliste u.a. Stefan Willi Wang und Stefan Lorch. Premiere: 24. Februar. Weitere Vorstellungen am 25. Februar, dann wieder 3. und 10. März im Schauspielhaus. PREMIERE: „Alle reden vom Werther“, kalauerte einst die Nürnberger Dramaturgie frei nach der damaligen winterlichen Bundesbahn-Werbung für angeblich wetterfeste Fernreisen auf ihren Plakaten zur Produktion der realsozialistischen Goethe-Adaption „Die neuen Leiden des jungen W.“ von Ulrich Plenzdorf aus der DDR. Die „Werther“-Oper von Massenet hatten wir inzwischen auch schon. Riesig war der überregionale Erfolg zwischen Berlin und Hamburg des multimedialen „Werther“, den das Gostner über zehn Jahre mit TV-Star Philipp Hochmair im Gastspielprogramm hielt. Jetzt geht es, in der spontan in eine Spielplanlücke geschobenen Neuinszenierung, wieder nicht nur ums Original, so wie es in Erlangen mit dem noch für diese Rolle anreisenden Mario Neumann schon im dritten Jahr für volles Haus sorgt, sondern um die nächste Variante. Der Nürnberger Titel von 2018 ist

„nach Goethe“ und medial neu aufgerüstet in die Gegenwart verlängert: LIEBEN. LEIDEN. WERTHER. Da ist alles drin! Dennoch bleibt es beim Solo. Jung-Mime Janco Lamprecht spielt in Regie von Markus Hoppe. Premiere: 23. Februar, dann wieder ab 4. März. In der BlueBox. PREMIERENFRISCH: Seine Spezialität des Hörspieltheaters hat in Nürnberg schon zu wunderlich schönen Begegnungen mit Winnetou und den Nibelungen geführt, aber jetzt geriet Eike Hannemann in den Sog des Gruselkinos. Maßgeschneiderte Gänsehaut couture. Das Projekt NEKROPOLIS ist Fragment einer vielteiligen Performance an mehreren deutschsprachigen Bühnen, und in der BlueBox werden die Geister nach Nürnberg gerufen, die einst in düsterer Gesellschaft durch die Nacht der reitenden Leichen galoppierten. Die Zuschauer, hört man, sind wechselweise begeistert und ratlos. ++ Autor Joel Pommerat, selber auch aktiv als Schauspieler und Regisseur, gilt daheim in Frankreich als Bestseller auf Augenhöhe mit Yasmina Reza. Seine Tragikomödie DIE WIEDERVEREINIGUNG DER BEIDEN KOREAS, ein Miniaturenmobile mit 20 Sketchen von denkbar unterschiedlichstem Gewicht, schwebt durch die unabweisbare Weisheit, dass es halt schwer ist mit der Liebe. Ein Schnitzler-„Reigen“ aus der literarischen Federgewichtsklasse im Beziehungskistengehege. Klaus Kusenberg setzt mit dieser Inszenierung seinen Schlusspunkt als Regisseur nach 18 Spielzeiten am Richard-Wagner-Platz und lässt nochmal Teile seines Ensembles, auf das er so stolz ist, Schokoladenseiten zeigen (siehe auch Kommentar auf Seite 58). Adeline Schebesch, Michael Hochstrasser, Josephine Köhler und Heimo Essl fallen im Team besonders auf. ++ Und auch das vorletzte Kusenberg-Projekt kursiert weiter im Spielplan: Alistair Beatons ABGEFRACKT, eine eher nach Fernsehspiel-Maßen gestrickte Gegenwartsgeschichte um Umweltbedrohung und Bürgerprotest, vom britischen Bedeutungsboulevard zur deutschen Erstaufführung geholt und schon vom Autor besser gemeint als gemacht. Unterhaltung mit viel Haltung, immerhin. Als


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Silvestervorstellung war das dem vergnügungsoffenen Publikum nicht ganz geheuer, aber im Alltag gelten andere Regeln. Termine: „Nekropolis“ (15.2., 16.2., 28.2. in der BlueBox) ++ „Die Wiedervereinigung der beiden Koreas“ (3.2., 15.2., 28.2. im Schauspielhaus) ++ „Abgefrackt“ (5.2., 10.2. im Schauspielhaus). BESTSELLER: Im Opernhaus drängen sich zwei Sonntagsdoppelvorstellungen der jubelnd aufgenommenen Show-Revue THE LIGHTS OF BROADWAY auf. Das Quartett aus Gaststars, das im letzten Jahrzehnt die Ausleseserie der Musical-Oldie-Produktionen stabilisierte, durfte – verstärkt von den fortgeschritten tanzenden Musical-Azubis der Münchner Everding-Akademie – zum Finale dieses lamettasilbrig schimmernden Spielplanschwerpunkts der Intendanz-Ära Peter Theiler eine Hitparade nach eigenem Geschmack basteln. Unter Anleitung des einst als MusicalEntwicklungshelfer aus den USA nach Deutschland gekommenen Gaines Hall (Idee, Regie und steppender Protagonist) sind ins Mitswing-Tableau neben den Wiedergängern auch bestens bekannte Shownummern von Stücken integriert, die es als Ganzes nie ins Opernhaus-Programm schafften: „Cabaret“, „Caroussel“, „Der Kuss der Spinnenfrau“, „Chicago“ beispielsweise. Aber den „Mann von La Mancha“ und „Kiss me, Kate“ kannten wir ja schon vorher von je drei kompletten Eigenproduktionen. Doch hier geht es eh nicht um die Stücke, hier geht es um Ohrwürmer, um Songs, die wie eine Cremeschnittchen-Pyramide hochgestapelt sind, es jedoch leider nie zum Ausbruch einer entspannenden Tortenschlacht schaffen. ++ Welche Spielplanzukunft man für Franz Lehárs Ohrwurm-Operette DIE LUSTIGE WITWE in dieser durchgekalauerten KlischeeInszenierung mit mittelprächtiger Besetzung wünschen soll? Geschmackssache! Mal singt sich in der reizvoll umschnulzten Titelpartie die Eliza aus „My Fair Lady“ aus der Soubretten-Abteilung ins Diva-Fach hoch, dann klettert in der anderen Besetzung die

Nekropolis - Die Stadt gehört uns!. Foto: Marion Bührle


„Götterdämmerung“-Sieglinde aus der Wagner-Hochdramatik zum Trällern abwärts. Alternativlos ist im Opernhaus gar nix. Drumherum neben Ludwig Mittelhammer als unbekümmert jungen Danilo mit stabiler Bariton-Röhre allerlei „Passt schon ungefähr“Sänger. Auch hier die sichere Hand für alle Fälle am Pult: Guido Johannes Rumstadt. ++ Der herrschende Spielplanmanager vom Opernhaus kennt offenbar keinen Spaß: Sogar am Faschingsdienstag, wo früher das örtliche Prinzenpaar samt Garde und „Ahaaa“Intermezzo in die Vorstellung einzog, muss anno 2018 tatsächlich CARMEN in Nürnberg sterben. Ohne Pappnase! Roswitha Christina Müller, die wir als Wotans Göttergattin im Wagner-„Ring“ sahen, singt in dieser Serie die begehrte Titelpartie, Antonio Yang und Jochen Kupfer wechseln als schneidiger Torero Escamillo ab. ++ Das Schauspielhaus hat mit Ödön von Horváths Beziehungsdrama mit Volksfestkulisse KASIMIR UND KAROLINE, der dann letzten, noch verbleibenden Spur des für hiesige Verhältnisse denn doch unter „Regie-Titan“ einzuordnenden Georg Schmiedleitner im Spielplan, im Segment der anspruchsvollen Titel den relativ besten Lauf. Stefan Willi Wang und Josephine Köhler, das Vorzugspaar der letzten Jahre, sind im Dienst. ++ In den Kammerspielen steht Max Frischs BIEDERMANN UND DIE BRANDSTIFTER in der sanften Dekonstruktionsregie von Christoph Mehler, die aus dem etwas mürbe gewordenen „Lehrstück ohne Lehre“ eine aufregende Wortoper macht, weiter zur Debatte. ++ Ebenso das glänzend umgesetzte Dialog-Drama GIFT – EINE EHEGESCHICHTE mit Adeline Schebesch und Michael Hochstrasser, das die Psychologie der Seitenblicke für Zuschauer zum Nervenkitzel macht. ++ Auf der breiten Kammerspiel-Bühne sind auch zwei Nürnberger Dauerläufer in Einzelvorstellungen wieder da: Pius Maria Cüppers mit dem wunderbar süffisanten Entertainer-Solo EVENT, wo souverän heiter mit den Erwartungen des Publikums jongliert wird, und frei nach HitchcockDrehbuch die Krimi-Comedy DIE 39 STUFEN, die es als Nürnber-


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ger Modell-Gastspiel mit dem Quartett Nicola Lembach/Pius Maria Cüppers/Michael Hochstrasser/Stefan Willi Wang inzwischen bis nach Peking schaffte. ++ An der Spitze der Lachnummern bleibt die einst im Kölner Karneval entstandene Sprachfehlerklamotte PENSION SCHÖLLER, weil sie trotz einiger klemmender Regie-Ambitionen der sonst zu Höherem berufenen Bernadette Sonnenbichler genügend Komödiantenpotenzial für umwerfende Juxmomente bietet. Termine: „The Lights of Broadway” (11. und 25. Februar, jeweils 15.30 und 19.30 Uhr im Opernhaus) ++ „Die Lustige Witwe“ (1., 3., 16., 18., 24. Februar im Opernhaus) ++ „Carmen“ (4., 13., 19. Februar im Opernhaus) ++ „Kasimir und Karoline“ (4., 6., 27. Februar im Schauspielhaus) ++ „Pension Schöller“ (7., 17. Februar im Schauspielhaus) ++ „Gift – Eine Ehegeschichte“ (2., 14., 23. Februar in den Kammerspielen) ++ „Biedermann und die Brandstifter“ (11., 19. Februar in den Kammerspielen) ++ „Die 39 Stufen“ (10. Februar in den Kammerspielen) ++ „Event“ (28. Februar in den Kammerspielen). ZUGABE: Nachdem eine komplette Uraufführung wegen Erkrankungen im Ensemble gestrichen wurde, ist Platz geworden im Spielplan. Qualifizierte Lückenbüßer sind herzlich willkommen: BILLIE, EDITH UND MARLENE rücken auf. Mit ihrer Hommage an Edith Piaf (im März wieder zu sehen) hatten Pianistin Béatrice Kahl und die singende Schauspielerin Elke Wollmann schon großen Erfolg, vor acht Jahren spielte „die Wollmann“ im Theaterstück „Piaf“ den hinreißend unkonventionellen „Spatz von Paris“ und war dabei der Inszenierung des danach aus Nürnberg leider völlig verschwundenen Peter Hathazy überlegen. Jetzt kündigt das Duo aus Stimme und Klavier eine „Liebeserklärung an drei große Frauen der Musikgeschichte“ an, was nicht unbedingt ein Theaterstück verspricht, aber eine exklusive Begegnung mit dem paradiesischen Triumvirat von Billie Holiday, Marlene Dietrich und Edith Piaf. Termine: 3. und 17. Februar in den Kammerspielen.

LETZTER AUFRUF: Hund und Katze nehmen Abschied. Endgültig ist es bei Georg Schmiedleitners Inszenierung von Tennessee Williams‘ immer noch modern wirkendem Klassiker DIE KATZE AUF DEM HEISSEN BLECHDACH (mit Josephine Köhler und Stefan Willi Wang), während DÜRER‘S DOG, Goyo Monteros halbabstraktes Tanztheater frei nach Inspirationen aus Albrecht Dürers Werken samt einem tierisch ernst aus dem Rahmen blickenden Hund, nächste Saison sicher wieder aus der Hütte kommen wird. ++ Bei der Produktion von Verdis OTHELLO, die nach fünf Jahren ihre zweite Runde erlebt, kann man wegen der anstehenden Neubesetzungen mit David Yim (Titelrolle) und Katrin Adel (Desdemona) neben dem Wiederkehrer aus dem Premierenensemble Mikolaj Zalasinski (Jago) vielleicht neue Eindrücke gewinnen. Am Pult wechseln Guido Johannes Rumstadt (10.2. und 23.2.) und GMD Marcus Bosch (2.2.). Termine: „Othello“ (2., 10., 23. Februar im Opernhaus) ++ „Dürer‘s Dog“ (9. Februar im Opernhaus) ++ „Die Katze auf dem heißen Blechdach“ (1., 16. Februar im Schauspielhaus). STAATSTHEATER NÜRNBERG. Richard-Wagner-Platz 2-10, Nbg. staatstheater-nuernberg.de

GOSTNER HOFTHEATER Terroralarm am Flughafen, alles wird geräumt, nur drei vergessene Frauen auf der Damentoilette erleben ihr spezielles Glückstrauma. Das Erlebnis beschert ihnen ein unerwartetes Gemeinschaftsgefühl, sie treten fortan als freundliches Terroristinnen-Trio für Überlebenssimulation in Supermärkten und Discos auf. Laura Naumanns DEMUT VOR DEINEN TATEN BABY fragt, wie lange eine Welt mit dieser Art von positivem Denken wohl funktionieren mag. Julia Heil, Rebecca Kirchmann und Christine Mertens spielen in dieser freien Produktion des „kurort badstraße 8 e.V. Fürth“. Termine: 15., 16., 17. Februar im Gostner.


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LETZTER AUFRUF: Sogenannte „dicke Freunde“, die über viele Jahre ihrer Jugend das Leben wie ein kollektives Abenteuer bewältigten – und nun den tastenden Schritt in die Verantwortung, der jeden in eine andere Richtung führt, im Alleingang versuchen müssen. Elisabeth Steinkellners preisgekrönter Roman RABENSOMMER taucht voller Sympathie hinein in die aufschäumenden Konflikte, die da unvermeidlich sind. Am Gostner, wo ja spätestens seit der Gründung des „licht. blicke“-Festivals das „junge Publikum“ dauerhaft im Blickfeld ist, hat Gisela Hoffmann eine Theaterfassung über diesen in vieler Hinsicht „letzten Sommer“ der verrinnenden Freiheit geschaffen, hinter deren Ende schemenhaft neue Welten erstehen. Mit Johanna Steinhauser, Christin Wehner, Denis Geyersbach und David Schirmer inszenierte Silke Würzberger – für Zuschauer ab 16 und ihr bedingt erziehungsberechtigtes Begleitpersonal. Termine: 1., 2., 3., 4., 7., 8., 9. Februar im Gostner.

Demut vor deinen Taten Baby. Foto: Gostner

GASTSPIEL: Der Erzengel aus dem Vorzimmer vom lieben Gott landet zur zweiten Serie erneut im theologischen Gleitflug zum Beichtgespräch in Nürnberg. Satiriker und Schauspieler Sigi Zimmerschied, der jedem ätzenden Wort verpackungskünstlerisch die adäquate Mimik überstülpt und dessen scharfkantigen Rundschläge längst in die Sonderklassenkategorie des Kabarett-Theaters dicht neben Josef Hader gehören, lädt in DER SIEBTE TAG die Zuschauer zum eigenwilligen Gottesbeweis ohne Verfallsgarantie. Der unsichtbare Allerhöchste, den die Weltlage zunehmend ärgert, wird von seinem allgegenwärtigen Geschäftsführer mit Fake & News versorgt, dass es einem himmelangst vor Lachen wird. Wir sind Zeugen – auch davon, dass Zimmerschied in Bestform ist. Termine: 28. Februar sowie 1., 2., 3. März im Gostner. GOSTNER HOFTHEATER. Austraße 70, Nürnberg. gostner.de

Rabensommer. Foto: Gostner


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TAFELHALLE PREMIERE: Ist es Tanz, ist es Theater, ist es Performance, ist es Philosophie? Wenn es um die Nürnberger Serie PLAN MEE geht, kann man da nur mit „Ja!“ antworten. Die neueste Kreation duckt sich unter dem Titel EAT THE FLOOR – A CONTEMPORARY CEREMONY, der dem Publikum schon mal was zum Knacken gibt. Dem Alltag entfliehen und „den freien Fall erleben“, empfiehlt Tanztheatermacherin Eva Borrmann („Swipe“, „Spring Break“, „Shell Shocker“) mit diesem Angebot ihrer ambitionierten Reihe in Tafelhallen-Kooperation und bietet Dienste als Zeremonienmeisterin an der Spitze eines TänzerinnenEnsembles. Motto: Alle Sinne auskosten – auf der Suche nach neuer Körperlichkeit. Was Rockkonzerte oder Kickerorgien an körperlichen Grenzerfahrungen „bis hin zu Ekstase und Transformation“ auslösen, soll hier zum Konzentrat werden. Denn: „Wir spüren uns selbst, wenn wir brüllen, prügeln, im Kollektiv tanzen“. So bedrohlich wie tröstlich die choreographische Entwarnung: „Spiel und Ernst sind dabei oft nicht mehr auseinanderzuhalten“. Wer am Ende der Vorstellungsserie selber mal beherzt einsteigen will, ist zur Special-Zugabe vom PunkerRempeltanz Pogo eingeladen. Eva Borrmann untersucht so oder so „den politisch, kulturell und sozial geformten Körper“. Die etwas andere Art von FKK. Premiere: 1. Februar. Weitere Vorstellungen 2., 3., 8., 9. Februar in der Tafelhalle.

Plan Mee – Eat the floor. Foto: Sebastian Authenrieth

LETZTER AUFRUF: Für zwei letzte Vorstellungen zeigt der von seinen Fans hoch eingeschätzte Regisseur Barish Karademir seine Sicht auf Alexandra Badeas Collagen-Stück ZERSPLITTERT. Drei Tänzerinnen und vier SchauspielerInnen forschen nach Auswirkungen von Überwachung und Globalisierung. Vier Menschen auf drei Kontinenten als Krisenmodellfälle: „Schneller, höher, weiter – bis das System zusammenbricht“. Karademir, der zuletzt mit der Deutschlandpremiere von Falk Richters „Je suis Fassbinder“ in der Tafelhalle und dem interna-


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tional beachteten Stück „Geächtet“ von Ayad Akhtar im Stadttheater Fürth zwei große Produktionen zur Diskussion stellte, überwindet erneut mit Tanz, Wort, Spiel, Video und Klang die Spartengrenzen. Termine: 21. und 22. Februar in der Tafelhalle.

aus dem großen Repertoire der Kompagnons kommt zurück. Termine: 21., 22. und 23. Februar im Künstlerhaus (KunstKulturQuartier). KUNSTKULTURQUARTIER. Königstr. 93, Nbg, kunstkulturquartier.de

GASTSPIELE: Jeweils nur für einen Abend in Nürnberg und dabei (mal mit rockig tönender Musik, mal mit vielsagend stummen Worten) dicht an der Grenze zum Theater auftrumpfend. Das Duo OHNE ROLF, vor Jahren eine bestaunte Entdeckung des Nürnberger Burgtheaters, wird mit seiner Sketch-Dramatik aus Plakatdialogen überall gefeiert. Nach kreativer Pause ist Comeback mit dem Programm „Seitenwechsel“ (23. Februar). Und wer die britischen TIGER LILLIES, die mit Dutzenden Konzeptalben zwischen Brecht/Weill und Edgar Allan Poe, aber auch Hamlet und Lulu vagabundieren, nur aus ihrer Musical-Fassung des „Struwwelpeter“ kennt (ihr phonstarker Büchner-„Woyzeck“ wurde hier ja leider nie inszeniert), kann in der Bühnenshow DEVIL‘S FAIRGROUND neueste Entwicklungen in der grellen Verbrüderung von Effekt und Affekt entdecken. Auf der Hängebrücke zwischen Theatermaskerade und Soundspektakel (28. Februar). TAFELHALLE. Äußere Sulzbacher Str. 62, Nbg, tafelhalle.de

PREMIERE: In Nürnberg steht Georg Schmiedleitners kontrovers diskutierte Inszenierung weiter auf dem Spielplan, da zieht das Erlanger Theater mit einer eigenen Produktion von Horváths KASIMIR UND KAROLINE nach. Vielleicht ein interessanter Vergleich? Regisseurin Mirja Biel will beweisen, dass das „ironische Sittengemälde vor dem Hintergrund des heraufdämmernden Faschismus“, das am Oktoberfest die Welt im Taumel von Konsumgier und Karrieretraum zeigt, auch 85 Jahre nach der Uraufführung „taufrisch“ ist. 1932 reimte sich demnach Theresienwiese auf Weltwirtschaftskrise, aber was mag heute der passende Gegenbegriff sein? Da hatte die Nürnberger Aufführung viele Fragen offen gelassen. Premiere: 22. Februar. Weitere Termine 2. und 3. März im Markgrafentheater.

KÜNSTLERHAUS COMEBACK: Tristan Vogt von Thalias Kompagnons bittet zu Tisch. Zum Spieltisch natürlich. Es sind kleine, handliche Figuren, die er dort dem mächtigen Schicksal entgegen schiebt, wenn er auf intimer Bühnenfläche ein Mirakel der Weltliteratur erblühen lässt. Bei der Premiere von KAFKAS SCHLOSS – EIN MACHTSPIELCHEN verblüffte auch, wieviel groteske Komödie im Text des genialen Melancholikers Franz Kafka zu entdecken war. Was in kolossalen Verfilmungen nicht funktionierte, findet in der Kleinkunst des Puppenspiels wie selbstverständlich zur Wahrheit des Absurden, einer auf die Spitze getriebenen Umarmung von Verzweiflung und Verzückung. Eine der besonderen Produktionen

THEATER ERLANGEN

PREMIERENFRISCH: Als Spezialist des Dokumentartheaters ist Hans-Werner Kroesinger zwar seit vielen Jahren (und mit offenbar unbegrenzbaren Themen) unterwegs, aber als großer Durchbruch galt im Vorjahr die Einladung an ihn zum Berliner Theatertreffen, was seinen Marktwert unter Kulturmanagern rasant erhöhte. Da hatte ihn die Erlanger Intendantin Katja Ott bereits engagiert – für das Projekt #MEINUNGSMACHER – DU BIST DAS PRODUKT. Die Uraufführung stellt den „gesunden, analogen Menschenverstand“ gegen die Macht der sozialen Medien. Sechs Personen suchen den Fluchtweg zwischen Facebook und Twitter. Termine: 7. und 8. Februar, dann wieder 11. und 12. März im Markgrafentheater.


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Sisters of Swing. Foto: H. Dietz

SCHMANKERL I: Als Mobilmachung des gesunden Menschenverstands passt Sibylle Bergs spitzzüngiges Lamento VIEL GUT ESSEN sowieso gut zum Kroesinger-„Meinungsmacher“ – und ist natürlich gleichzeitig das Gegenteil davon. Da soll, während das perfekte Leben wie ein Luftballon platzt, wortreich mit kulinarischer Abstützung eine zerrüttete Ehe gerettet werden. Darf‘s denn noch ein bisschen mehr sein? Die Schärfe der Texte ist auch Würze fürs Menü, denn die Inszenierung von Katrin Lindner beginnt (als Angebot) schon zwei Stunden vor dem ersten Bühnenwort an der Speisekarte im Theatercafé. Gesättigt stellt sich der Besucher sodann mit den Schauspielern der Krise. SCHMANKERL II: Im Salzkammergut, da kammer gut LUSTIG sein – und zwar Holldrio! Die Revue-Operette vom „Weißen Rössl am Wolfgangsee“ wird zwar auch auf großer Bühne wieder gespielt, aber den größten Erfolg hat der Schmäh als Kleinkunst-Feuerwerk, seit ihn die Geschwister Pfister für Berlin wiederentdeckten. Der Frankfurter Kabarettist Michael Quast, der schon früher auf seine Weise Musiktheater aller Art effektvoll zerkleinerte, lässt das für circa hundert Personen geschriebene Singspiel gesundschrumpfen: IM WEISSEN RÖSSL A TROIS. Der Dreisprung durch Kalauer-Dickicht und Ohrwurm-Oasen verspricht eine ganze Welt in himmelblau. SCHMANKERL III: Die erste Girl-Band der Popgeschichte feiert in Franken Auferstehung. SISTERS OF SWING vom Theater Hof, das sich in den letzten Jahren einen soliden Ruf als Show-Werkstatt erworben hat. Ob die biografischen Details der Andrew Sisters stimmen, ist eine nachgeordnete Frage. Wichtiger scheint, dass Hits wie „Bei mir bist du schön“ oder „Rum and Coca-Cola“ stilsicher in swingendem Tonfall und raschelnden Kostümen umgesetzt werden. Da ist das Hofer Publikum absolut sicher. Termine: „Sisters of Swing“ am 4. Februar im Markgrafentheater ++ „Viel gut essen“ am 24., 25., 28. Februar in Theater-Café und Garage. ++ „Im weißen Rössl à trois“ am 25. Februar im Markgrafentheater. THEATER ERLANGEN, Theaterplatz 2, Erlangen. theater-erlangen.de


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STADTTHEATER FÜRTH PREMIERE: Die diversen Song- & Chansonprogramme von Jutta Czurda, die einst für ihren großen Brecht-Abend sogar einen Bayerischen Theaterpreis bekam, gehören längst zur Programmatik des Fürther Spielplans. Klein und fein sind sie am allerbesten, wer würde sich nicht mit freudigem Schaudern an die heitere Todessehnsucht des abgründigen Auftritts „Wenn ick mal tot bin“ mit Piano- und Schunkel-Begleiter Heinrich J. Hartl im Nachtschwärmer-Foyer erinnern. Dort oben, wo die Nostalgie ein verschnörkeltes Treibhäuschen hat, wird nachgelegt mit einem Programm für „Genießer, Melancholiker, Liebende“: DANCE ME TO THE END OF LOVE. Feine, sanfte Lieder, Balladen und Chansons, eine Mischung aus Cohen, Greco und Tom Waits. Musikalisch von Norbert Nagel und Andreas Blüml sowie Christoph Huber als Gast begleitet. Kerzenschein und ein Glas Wein (oder zwei) flankieren die nächtliche Seelenwanderung. Premiere: 3. Februar, dann wieder 9. und 10. März jeweils 22 Uhr. GASTSPIEL: Nachschlag für Brecht: Nach der eigenen Inszenierung der „Mutter Courage“ ergänzt das Fürther Theater mit dem TourneeGastspiel der sieben Jahre später, 1948 entstandenen Modellparabel DER KAUKASISCHE KREIDEKREIS. Die Magd Grusche rettet ein verlassenes Baby und soll es wieder abgeben, weil es für die Eltern ein Erbe bringt. Da greift der berüchtigte Freistiljurist vom Lande mit seinem Gerechtigkeitsbauchgefühl ein. Erst kürzlich wurde der einst sogar auf Freilichtbühnen vielgespielte, dann zeitweise fast vergessene Brecht-Klassiker beim Neustart des Berliner Ensembles wieder in den Kreislauf der Vorzugstitel zurückgeholt. Der große Theatermacher Peter Bause, der von Wallenstein über Lear bis zum singenden „Anatevka“-Tevje nichts ausließ („Man stirbt doch nicht im dritten Akt“ ist der Titel seiner Erinnerungen) und zu DDR-Zeiten Ensemblemitglied im legendären Theater am Schiffbauerdamm der Brecht-Familie war, führt Regie der mobilen Produktion und spielt selber die Rollen

des Erzählers und von Dorfrichter Azdak. An der Spitze eines großen Ensembles, das von Clemens Winter am Knopfakkordeon musikalisch durch Paul Dessaus unverwüstliche Songs geleitet wird. Termine: 15. und 16. Februar im Fürther Theater. STADTTHEATER FÜRTH, Königstr. 116, Fürth. stadttheater.fuerth.de

THEATER SALZ UND PFEFFER NÜRNBERG WIEDER DA: Zwei verrückte Komödien, die auf der großen Theaterbühne viel Erfolg hatten, machen weiterhin Zweitkarriere im AusleseAbendprogramm am Plärrer. Mit der neueren Produktion MR. PILKS IRRENHAUS (23. und 24. Februar) des britischen Komik-Virtuosen und Aberwitzbolds Ken Campbell und dem bewährten Moliére-Klassiker DER EINGEBILDETE KRANKE mit dem bedrohlich geschnitzten Gesicht von Klaus Kinski (16. und 18. Februar) holt das Theater Salz und Pfeffer die Erwachsenen ins Puppentheater. Grelle Masken zu schlagkräftigen Dialogen. THEATER SALZ UND PFEFFER, Frauentorgraben 73, Nbg, salzundpfeffer-theater.de

FÜR CURT: Dieter Stoll, Theaterkritiker und langjähriger Ressortleiter „Kultur“ bei der AZ. Als Dieter Stoll nach 35 Jahren als Kulturressortleiter der Abendzeitung und Theater-Kritiker für alle Sparten in den Ruhestand ging, gab es die AZ noch. Seither schreibt er weiterhin, zum Beispiel überregional für Die Deutsche Bühne und ddb-online (Sitz Köln) sowie für nachtkritik.de (Sitz Berlin). Außerdem veröffentlicht er monatlich im Straßenkreuzer seinen Theatertipp. Aber am meisten dürfen wir uns über Dieter Stoll freuen. DANKE! weitere Theater-Tipps Online auf www.curt.de!


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von Natalie de ligt

«Die Camera Obscura, die Ateliers, die Künstler» Ein Projekt von Günter Derleth und Christian Weigang

Günter Derleth, Atelier Josef Hirthammer, Lochkamerafotografie, Foto und © Günter Derleth

Christian Weigang, Porträt Josef Hirthammer, Lochkamerafotografie, Foto und © Christian Weigang


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Das Ausstellungs- und Zeitungsprojekt der Fotografen Günter Derleth und Christoph Weigang kommt zunächst antiquiert daher. Sie besuchten 50 Künstlerinnen und Künstler in ihren Ateliers, Derleth fotografierte die Räume und Weigang machte Porträtaufnahmen – alles mit einer Lochkamera. Bei diesem ursprünglichen Fotoverfahren lässt der Fotograf durch ein kleines Loch Licht in einen dunklen Kasten bzw. auf das an seiner Rückseite montierte lichtempfindliche Filmmaterial fallen. Darauf zeichnet sich die Umgebung vor dem Kasten ab – kopfüber und seitenverkehrt. Wie exakt das Ganze ist, kann der Fotograf nur abschätzen. Ebenso muss er die Dauer der Belichtungszeit abwägen. Sie kann je nach Lichtverhältnis oder der Beschaffenheit von Kasten und Loch zwischen mehreren Sekunden und Tagen sein. Für die Aufnahmen der Atelierräume benötigte Günter Derleth mit seiner «Robert Rigby Pinhole Camera» (Bildformat ca. 10 x 13 cm) zwischen 10 bis 60 Minuten. Bei einem Durchschnitt von 25 Minuten hat er demnach rund 20 Stunden belichtet. Das dürfte auch die Zeit sein, die Christian Weigang mit seiner selbstgebauten Camera Obscura (Bildformat 30 x 40 cm) für die Porträtaufnahmen aufwendete. Das Verfahren sowie die fertigen Fotografien – Unikate, schwarz-weiß, unscharf und kontrastarm – stehen im krassen Gegensatz zu dem, was die Digitalfotografie und ganz allgemein die moderne Technologie zu bieten haben: Leichte Benutzbarkeit im Alltag, Zeitersparnis, reelles Ergebnis. Hier stattdessen: Umstände, Warten und eine unmoderne Ästhetik. Aber jene spezifische Ästhetik der Lochkamerabilder hat anderseits wegen ihrer Unschärfe einen besonderen Reiz. Sie verweist zu dem auf die Zeit, die es gedauert hat, bis das Bild entstanden ist. Das Bild erscheint flach und unwirklich in seiner flächendeckend geringen Tiefenschärfe. Es hält ein Stück Realität fest, aber als diffusen, ungreifbaren Zustand. Das wiederum passt wunderbar, um

ins Zentrum dieser Verfahrensweise und Ästhetik Künstler und ihre Ateliers zu rücken. Künstlerisches Arbeiten ist meistens chaotisch im Sinne von experimentell – das ist auch an den Atelieraufnahmen abzulesen. Das hierfür notwendige Kapital der Künstler ist die Zeit. Zeit, die weder ökonomisierbar ist, noch der Entschleunigung dient. Wie das Warten bei der Lochkamerafotografie. Es ist eine Phase gestalterischen Leerlaufs. Ohne Zeit kann hier kein Bild entstehen. Die Entscheidung von Günter Derleth und Christian Weigang, das Warten als Teil des künstlerischen Prozesses zu begreifen und das Diffuse als richtiges Ergebnis zu akzeptieren, erhält, ohne dass es explizit angesprochen wird, einen gesellschaftspolitischen Aspekt, weil hier allgemein ein Verhältnis zu Arbeit und Zeit vorausgesetzt werden muss, das vom Qualitativen her gedacht wird. Zu diesem Ausstellungsprojekt gehört passenderweise eine Publikation im klassischen Tageszeitungsformat. Zwei Künstler teilen sich jeweils eine Doppelseite, auf der ihre Porträt- und Atelieraufnahmen abgedruckt sind, und auf der sie jeweils die Arbeit des Anderen kommentieren. Die Ausstellung wird irgendwann verschwunden sein, die Zeitung legt dauerhaft Zeugnis von diesem außergewöhnlichen und denkwürdigen Projekt ab. Künstlergespräche: 3., 10. und 17. Februar, ab 14 Uhr Finissage mit Liveband (BORGO Ensemble): 15. Februar, 19 Uhr Bis 17. Februar 2018 Galerie VON&VON und Galerie LandskronSchneidzik Lorenzer Straße 31, Nbg. Dienstag bis Samstag, 11–18 Uhr, u.n.V. galerie-vonundvon.de


76 ON Die Kunst(ABORIGINALITY), der Natalie Verena Issel, DISPLAY Rauminstallation aus verschiedenen Arbeiten und Materialien, Ausstellungsansicht "Barry Room", Taipei Artist Village Treasure Hill, Taipei, Taiwan, 2016. Foto: Kairon Liu


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Natalie de Ligt

Kunst & Co. Natalie sichtet, kommentiert und bewertet für curt und euch das aktuelle Kunstgeschehen

Bis 11. Februar 2018

Bis 18. Februar 2018

Don‘t You Blame Anyone (Future Comes Quickly)

20 Jahre Bernsteinzimmer… ... und kein Ende ist abzusehen.

Die Gruppenausstellung mit rund 15 Studierenden der Kunstakademie basiert auf dem Seminar «New Visual Economies Vol II: Exhibitions and Ideologies». Gehalten wird es von der Kuratorin, Autorin und Kunsttheoretikerin Övül Ö. Durmusoglu, die zur Zeit als Gastprofessorin an der Akademie lehrt. In der Ankündigung heißt es: «The 'New Visual Economies'-seminar taught by Prof. Övül Ö. Durmusoglu researched the place of exhibition ideologies within our new visual economy. For Don’t You Blame Anyone (Future Comes Quickly) the participants will exercise further on the ways to question the meanings of the present future and its every day constituencies in the form of a group exhibition.» Akademie Galerie Nürnberg/ Auf AEG. Muggenhofer Str. 135/Halle 13, Nbg. Mi-So 14-19 Uhr. adbk-nuernberg.de

«Ich kenne das Bernsteinzimmer und seine Leute seit rund 15 Jahren. Nach fünf Jahren, also um die Zeit ihres zehnjährigen Jubiläums, begann ich mich zu fragen, ob da alles mit rechten Dingen zugeht. Sie kombinieren eine Art Überengagement mit gepflegtem Understatement. Sie beherrschen das Antäuschen von Professionalität und zugleich ihre Generierung, und das bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung improvisatorischer Momente. Mit den wenigen Mitteln, die sie zur Verfügung haben, zaubern sie Ausstellungen, Konzerte, Lesungen, Schnittchen und Bierfassanstiche, die Blick, Geist und Körper stärken und erfreuen. Sie neigen dazu, praktisch keinen Anspruch zu formulieren und diesen aber bei weitem und mit einer Ausdauer zu übertreffen, dass abermals die Frage gestellt werden muss: Wie kann das gehen?»

Diesem Grußwort, das sich in dem wunderbaren, reich bebilderten Jubiläumskatalog befindet und das neben den Grußwörtern von Frau Lehner und Herrn Maly qualitativ hervorsticht, kann ich nichts mehr hinzufügen, denn es stammt von mir. Anzumerken wäre nur noch, dass die Ausstellung mit Werken bzw. Sammlungsgaben der Bernsteinzimmer-Leute Brigitta Haupt, Anders Möhl, Birgit Nadrau, Detlef Paulig, Helga von Rauffer und Fredder Wanoth einen schönen Überblick über das Treiben der letzten zwei Dekaden gibt und zusätzlich die KünstlerIn hinter den Betreibern hervortreten lässt. Das ist alles ganz unprätentiös und mit Blick vor allem auf die gestrickte Mohair-Unterwäsche von Brigitta Haupt auch sehr bezaubernd. Galerie Bernsteinzimmer. Großweidenmühlstraße 11, Nbg. Sa/So 15-19 Uhr. galerie-bernsteinzimmer.de


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Die Kunst der Natalie

Bis 25. Februar 2018

On with the show – 50 Jahre Kunsthalle Nürnberg Anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens blickt die Kunsthalle Nürnberg auf ihr Ausstellungsprogramm seit den Anfängen zurück. Gleich einer Zeitreise versammelte KunsthallenKuratorin Harriet Zilch hierfür zahlreiche Werke und Werkgruppen von 29 KünstlerInnen verschiedener Generation, die von damals bis heute exemplarisch für die Programmatik des Hauses stehen. Im Showroom der Kunsthalle ist das Institut für moderne Kunst zu Gast, das ebenfalls sein 50-jähriges Bestehen feiert. Der Hamburger Künstler Felix Thiele (*1981) zeigt seine Rauminstallation «No Tomorrowland», in der er das aberwitzig gigantische EDM-Festival «Tomorrowland» aufgreift, das jährlich im belgischen Boom stattfindet. Ein Besuch der Kunsthalle ist auch deshalb empfehlenswert, weil sie nach dem 25. Februar wegen umfangreicher Umbauarbeiten schließt und erst wieder im Frühjahr 2019 öffnet. KUNSTHALLE NÜRNBERG. Lorenzer Str. 32, Nbg. Di-So 10-18 Uhr, Mi 10-20 Uhr. kunsthalle.nuernberg.de

Kunsthalle Nürnberg «On with the show»: Lajos Kassák (1887-1967), Bildarchitektur II (Entwurf eines Kiosks), 1922, Gouache auf Karton, 23,2 x 18,2 cm, (Sammlung internationaler zeitgenössischer Kunst der Stadt Nürnberg, erworben 1970), Foto: Annette Kradisch


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Bis 3. März 2018

november Der Galerist Frantisek Sima hat für diese Ausstellung vier recht unterschiedliche Positionen versammelt, die sich bei ungeschickter Hängung unangenehm ins Gehege kommen könnten. Doch die Bilder von Christina Chirulescu, Johannes Felder und Johannes Kersting sowie die Fotografien von Magdalena Abele sind mit einer Selbstverständlichkeit in Dialog gesetzt, die offenbart, dass hier weder das Nebeneinander der divergierenden bildnerischen Ansätze gescheut wird, noch dass dem Betrachter ein ohnehin nicht vorhandener roter Faden aufgedrängt werden soll. Die Ausstellungsidee mit Hang zum Experiment ist auch insofern gelungen, da sie den Besuchern ausreichend Raum für die Betrachtung der einzelnen Positionen ermöglicht. Galerie Sima. Hochstraße 33, Nbg. Di/Mi 17-19 Uhr, Sa 11-14 Uhr u.n.V. sima-projects.de Bis 4. März 2018

Karina Kueffner: hang over Karina Kueffner (*1981) ist keine Malerin im klassischen Sinn. Gleichwohl dreht sich in ihren Arbeiten alles um die unkaputtbare Dame Malerei und zugleich um das, was sie begrenzt, nämlich die auf den Keilrahmen aufgespannte Leinwand. Die Nürnberger Künstlerin füllt keine weißen Flächen mit einem Bilderkosmos, sie schafft eine Bildwelt, in der Leinwand und Keilrahmen selbst zu eigenständigen, bildnerischen Elementen werden. Beiden gestattet Kueffner ein Eigenleben, in dem sie sowohl Leinwand als auch Keilrahmen

Johannes Kersting, Virtual City, 2016, Pigment Print, Acryl, Mixed Media, ca. 150 x 130 x 4 cm, Aufl. 2/5, Foto: N. de Ligt


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Die Kunst der Natalie

aus dem traditionellen Tafelbildformat herausführt. Hierbei entstehen Arbeiten, die nicht eindeutig auf Malerei oder Objekt festzulegen sind, sondern ein Sowohl-als-auch betonen. Galeriehaus Nord. Wurzelbauerstr. 29, Nbg. Di/Mi 11-16 Uhr, Do/Fr 11-13 Uhr, So 11-16 Uhr. galeriehaus-nuernberg-nord.de Bis 5. März 2018

Nina Weber: Die Archiabella Nina Weber (*1983) arbeitet meist mit Buntstiften und in einem Blattformat von 30 x 40 cm. In dieser Fläche legt sie in unzähligen Varianten kammerartige Räume an, oftmals ziegel- oder holzverschalt. Die Figuren, die sie in diese hermetische Welt einfügt, agieren wie Träger unterschiedlicher Stimmungen und Zustände. So erweisen sich Nina Webers zwischen Wirklichkeit und Fiktion angesiedelte Raumsituationen als denkbarer, überschaubarer Lebensraum, und sie werden gleichsam zum Guckkasten von Ängsten, Lüsten und Sehnsüchten. Nina Weber besucht die Tagesstätte für Menschen mit Autismus. Seit 2015 arbeitet sie zu dem regelmäßig im Kunstraum der WerkStadt. Ausstellungsraum der Werkstadt Lebenshilfe Nürnberg . FORUM STEIN. Forum 1, Stein. Mo-Sa 10-20 Uhr. lhnbg.de Bis 15. April 2018

Giorgio Hupfer: Du sollst Dir kein Bild machen

Giorgio Hupfer, Theater, 1986, Collage, 23 x 17 cm, Foto: Peter Roggenthin

Die Kunstvilla zeigt eine umfangreiche Übersichtsausstellung mit Werken des Nürnberger Künstlers Giorgio Hupfer (19582012) anlässlich seines 5. Todestages. Kunstvilla. Blumenstraße 17, Nbg. Di, Do-So 10-18 Uhr, Mi 10-20 Uhr. kunstvilla.org


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Ausstellungen im KunstKulturQuartier MITTWOCHS von 18 bis 20 Uhr in allen Häusern EINTRITT FREI

Karina Kueffner, untitled, 2017, PE-Folie, Acryl auf Holzrahmen, 40 x 47 cm, © Karina Kueffner

Bis auf Weiteres

Grafik: Martin Küchle

FIFTEEN Mit den Jubiläen in Nürnberg geht es so weiter, wie es im letzten Jahr aufhörte. Nach Kunsthalle, Institut, Kreis und Bernsteinzimmer feiert heuer Laurentiu Feller sein 15-jähriges Bestehen. Kurzfristig hat er aus diesem Anlass einen Mix aus Arbeiten von KünstlerInnen zusammengestellt, die seit der Eröffnung in der Galerie präsentiert wurden. Die Ausstellung mit Malerei, Grafik, Objekten und Fotografie ist als flexible Dauerausstellung konzipiert, die der Galerist im Jahreslauf immer wieder verändern will. Raum für zeitgenössische Kunst. Laurentiu Feller. Knauerstr. 3, Nbg. Do/Fr 14-18 Uhr, Sa 12-16 Uhr. rfzk-feller.de

ON WITH THE SHOW bis 25. Februar 2018 Kunsthalle Nürnberg

GIORGIO HUPFER DU SOLLST DIR KEIN BILD MACHEN bis 15. April 2018 Kunstvilla


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Die Kunst der Natalie

erscheint ein Katalog. Die Beteiligten sind: Roland Boden, Filipe Dujardin, Godsdogs, Joachim Manz, Philipp Schaerer, Thomas Virnich und Fredder Wanoth. Kunstgalerie Fürth. Königsplatz 1, Fürth. Mi-Sa 13-18 Uhr, So/Feiertage 11-17 Uhr. kunst-galerie-fuerth.de Eröffnung: Mittwoch, 14. Februar, 19 Uhr 14. bis 18. Februar 2018

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GODsDOGs, Ziegenturm, Holz, Pappe, 160 x 90 x 240 cm, Foto: Marcus Tragesser, © GODsDOGs

Eröffnung: Freitag, 9. Februar, 19 Uhr 9. Februar bis 25. März 2018

Driftende Bauten In der Kunstgalerie stehen in diesem Jahr die Ausstellungen unter dem Motto Architektur/Urbanität. Los geht es mit sieben Künstlern, die sich in unterschiedlichen Medien, von der Fotografie bis hin zu wuchernden Installationen, ihr Bild von möglicher und unmöglicher Architektur machen und dementsprechend Arbeiten entwerfen, in denen die Auseinandersetzung mit architektonischen und städtebaulichen Utopien sowie Dystopien zum Tragen kommt. Zur Ausstellung

Das Team vom Edel Extra hat wieder viele Ausstellungen und Veranstaltungen in Planung. Alles steht zurecht unter dem Motto OMG2 (Oh my god hoch zwei). Das Erfolgsformat ROY mit «Literarisches bei Schnaps» kehrt zurück und wird erweitert durch die von Lara Sielmann kuratierte Vortragsreihe «Greatest»: 1. Februar: Autor und Musiker Marius Geitz liest aus seinem Roman «Alles gehört uns» (ROY) 8. Februar: Jan Fischer & Martin Spieß (legendäres Musik-LiteraturDuo) machen Text und Musik (ROY) 15. Februar: Eröffnungsvortrag zu «Greatest» von Clara Ehrenwerth (Theater- und Literaturallesmacherin) 22. Februar: Robert Wenrich gibt interessante Einblicke in ein Thema, das noch nicht feststeht (Greatest) Los geht es immer um 20 Uhr! In der von S. Körner-Weidinger kuratierten Gruppenschau «disappear» sind bis zum 18. Februar Arbeiten von Simone Karl, Mina Reischer und Alexandre Karaivanov zu sehen. Und am Mittwoch, 28. Februar, 19 Uhr, eröffnet schon die nächste Ausstellung mit Menschen ohne Nachnamen, wie es scheint. Dabei sind Soyoon, Ali, Mario, Erik und Jungmin. Sie zeigen bis zum 4. März Malerei und Digitales rund um Leonardo DaVincis Küche, Montessori-Antispielzeug und Alchemie. Edel Extra - Verein zur Förderung ästhetischer Prozesse. Müllnerstr. 22, Nbg. Während der Ausstellung täglich 17-20 Uhr. edelextra.biz


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und Noch ein, zwei, drei Ausstellungen: 50 Jahre Institut für moderne Kunst Nürnberg Anders als die Kunsthalle, die anlässlich ihres 50-jährigen Jubiläums das Publikum auf eine Zeitreise mit nimmt, die in der Gegenwart endet, lässt das Institut für moderne Kunst zum selben Anlass die Vergangenheit hinter sich, fokussiert stattdessen das Momentane und prognostiziert dies als mögliche «Zukünfte der Kunst», so das Motto des Instituts zu seinem 50. Geburtstag. Das ist zwar von jeher der selbstgestellte Auftrag, dennoch geht mit dem Jubiläum ein programmatischer Umbau des Instituts einher, der seit geraumer Zeit zu beobachten ist und der mit den derzeit vier parallelen Ausstellungsprojekten volle Fahrt aufgenommen hat. Die meisten der gezeigten Positionen spiegeln gleichsam den sich schon länger wandelnden Kunstbegriff wider, bei dem das Werk seine Bedeutung vor allem aus seinen Referenzen und dem Kontext, in den es gesetzt ist, erlangt. Damit einher geht eine Emanzipation des Werks vom Zwang zur formal-inhaltlichen und sogar konzeptuellen Stichhaltigkeit und Glaubwürdigkeit. Felix Thieles Installation «No Tomorrowland» (siehe Hinweis Kunsthalle – Projektraum) ist für diese Erweiterung des Werkbegriffs beispielhaft. Der Rezipient macht hier weniger eine Erfahrung mit Kunst, sondern mit dem Thema, genauer mit dem Phänomen des Musik-Festivals «Tomorrowland», das Ausgangspunkt für die Installation war. Entsprechend wird auch im Ausstellungstext ausschließlich das Phänomen erörtert, in einem Stil, der zum Ende popliterarisch wird, so dass der Text seinerseits völlig unabhängig von Thieles Installation funktioniert. Nicht nur an dieser Stelle generiert das Institut selbst einen eigenen Diskurs, bei dem es auch darum geht, Kunst und Literatur stärker zu verschränken. Der Kunstblog Lücke (luecke-blog. org) legt davon Zeugnis ab und ebenso das Publikationsformat, bei dem jeweils eine künstlerische und eine literarische Position in Dialog treten. Ab Ende Februar hat das Publikum reichlich Gelegenheit, das Institut für moderne Kunst neu zu entdecken.

Felix Thiele, Smoke Screen, 2017, Video (Detail)


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Die Kunst der Natalie

50 Jahre Institut für Moderne Kunst NBG: Bis 25. Februar 2018

Felix Thiel: NO tomorrowland Das Institut zu Gast im Projektraum der Kunsthalle Nbg. KUNSTHALLE NÜRNBERG. Lorenzer Straße 32, Nbg. Di-So 10-18 Uhr, Mi 10-20 Uhr. kunsthalle.nuernberg.de

Bernsteinzimmer Mai 2015: Soloschau «Daiquiri in Bombay» mit Arbeiten von Jan Bräumer, Foto: Det Paulig

Eröffnung: Donnerstag, 22. Februar, 20 Uhr 23. Februar bis 6. Mai 2018

Sebastian Stein, Stephan Janitzky: Realease Institut für moderne Kunst Nürnberg – Lounge im Zumikon. Großweidenmühlstr. 21, Nbg. Mi-So 10-18 Uhr. moderne-kunst.org Eröffnung: Freitag, 23. Februar, 19 Uhr 24. Februar bis 25. März 2018

DER MENSCH IN DER REVOLTE Das Institut zu Gast im Neuen Museum. Gezeigt werden Arbeiten von Jonas Roßmeisl, Aleen Solari, Andrzej Steinbach, Felix Thiele und Steffen Zillig. Neues Museum Nürnberg, Unteres Foyer. Klarissenplatz, Nbg. Di-So 10-18 Uhr, Do 10-20 Uhr. nmn.de Eröffnung: Samstag, 24. Februar, 19 Uhr 28. Februar bis 5. Mai 2018

Philipp Höning, Florian Kuhlmann, Timothy Shearer: High Res Low Brow Institut für modernde Kunst NÜRNBERG im Atelier- und Galeriehaus Defet. Gustav-Adolf-Str. 33, Nbg. Mi-Fr 11-18 Uhr, Sa 11-15 Uhr u.n.V. moderne-kunst.org

Eröffnung: Samstag, 24. Februar, 19 Uhr 28. Februar bis 14. April 2018

Verena Issel: Bilder und Räume Das Interesse der Künstlerin Verena Issel (*1982), die in Hamburg u. a. bei Pia Stadtbäumer und Franz Erhard Walther studierte, gilt der Malerei. Gleichwohl nimmt die Künstlerin sie zum Ausgangspunkt, um ihre traditionellen Grenzen auszudehnen. In Issels

Kunst wird der Ausstellungsraum selbst zum Bildraum, in dem sie ihn als Schnittmenge von Malerei, Skulptur und Installation denkt und durchspielt. Für ihre Ausstellung in der Galerie entwickelt Verena Issel ein auf die Räume speziell zugeschnittenes Konzept. Oechsner Galerie im Atelier- und Galeriehaus Defet. Gustav-Adolf-Str. 33, Nbg. Mi-Fr 11-18 Uhr, Sa 11-15 Uhr u.n.V. oechsner-galerie.de


gil lit zer. net

Der Straßenkreuzer ist bei 80 Frauen und Männern auf der Straße in Nürnberg, Fürth, Erlangen und Schwabach für 1,80 Euro zu bekommen. www.strassenkreuzer.info

Lieferdienste bringen Pizza, Pommes und Probleme

Foto: Maria Bayer

Unter die Räder gekommen


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claudis kino-selektion

Freddy / Eddy. Foto: Filmlawine


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KINO: Frozen Februar Dieser Februar geht an die Substanz. Wer ins Kino geht, der schwitzt. Ist das nicht eigentlich eine gute Nachricht nach 200 Wochen Winter?

Freddy/Eddy Ab 01.02. // Casablanca Verunsicherung ist richtig fies. Wenn du nicht mehr weißt, ob du dir selbst trauen kannst. Wenn Unerklärliches immer wieder passiert. In FREDDY/EDDY geht es um die Doppelgänger-Nummer, oder aber Schizophrenie. Vielleicht erfindet der nette Freddy (Felix Schäfer) den nerdy Eddy nur. Schließlich wäre es ganz gut, wenn es einen bösen Anderen gäbe. Denn der smarte Künstler soll seine Frau so geschlagen haben, dass er deswegen vor Gericht steht. Sofort in den ersten Minuten krallt sich dieser bei den Hofer Filmtagen ausgezeichnete Psychokrimi den Zuschauer. Viele Schnitte, ein verwirrender Einstieg, die Regisseurin packt zu, schleudert gleich mal meinen Kopf an den Laternenmast und ich beginne zu schwitzen. Denn hier ist alles denkbar, jede Idee wird unterstützt oder zunichte gemacht. Man wird mit grusligen Infos gefüttert und hat doch wenig Ahnung, was vor sich geht. Felix Schäfer spielt die zwei Typen großartig anhand eines Drehbuchs, das ordentlich verstört und demnach alles richtig macht. Durch kleine Haken und Ösen erlebt man eben keine Copy&Paste-

Story und außerdem so gute Schauspieler wie Katharina Schüttler, Jessica Schwarz und Burghart Klaußner. Wer „Stereo“ mit Jürgen Vogel mochte, sollte auch FREDDY mögen und darf sich freuen, dass Regisseurin und Drehbuchautorin Tini Tüllmann am 9. Februar ins Casablanca kommt. Über diesen Film mit der Macherin zu sprechen, ist – wie ich finde – sehr cool .

LICHT Ab 01.02. // Cinecitta Es gibt eine Menge Klaviermusik in dieser Buchverfilmung, denn Mademoiselle Paradis liebt das Piano. Die 18-jährige Resi Paradis wäre ein Wunderkind der Wiener Gesellschaft, wenn sich deren Snobs nicht so gerne an Äußerlichkeiten festbissen. Das Mädchen ist blind und die ehrgeizigen Eltern setzen ihr Kind etlichen Fehlbehandlungen aus, schließlich ist es das oberste Ziel, normal zu sein. Dann kommt der umstrittene fortschrittliche Arzt Franz Anton Mesmer (der aussieht wie Devid Striesow) ins Spiel – und öffnet der Patienten die Augen. Nun ist das eine Riesengeschichte, die Alissa Walser schrieb:


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claudis kino-selektion

Denn als das talentierte Mädchen anfängt zu sehen, schwindet ihr Talent! Diese Idee, inszeniert in einem pompösen Wien, das Mozart kennt, müsste wirklich von alleine laufen. Und auch wenn mit der österreichischen Regisseurin Barbara Albert eine Frau hinter der Kamera steht, die bisher mit gutem Blick Filme gemacht hat, muss ich sagen: virtuos ist das nicht. Dass der Film so stocksteif ist, mag in seiner Natur liegen. Was stört, ist die Extrovertiertheit, mit der die Kamera auf das blinde Mädchen hält. Das ist beinah das Gaffen, wie es die „Kulturinteressierten“ der Wiener Gesellschaft an den Tag legen. Bei all der Bosheit und Dummheit in den Dialogen geht es zu viel um das Weltbild und zu wenig um den Mensch und die Geschichte.

Wind River

Licht. Foto: kinofreund eG

Wind River. Foto: Wild Bunch/Central Film

Ab 08.02. // Cinecitta Zieht Euch warm an, wenn Ihr in WIND RIVER geht, denn es wird Euch frösteln, spätestens, wenn Ihr nachts ins Bett kriecht und Euch an das Indianerreservat erinnert. Denn dann wird das Grauen beherzt aus dem Hintergrund hervortreten, das sich im Film zurückhielt. Es hielt sich zurück, solange eine tolle, langsame Kamera die Geschichte eines Mädchenmords erzählt. In der Kälte des weitläufigen Wind River Reservats gibt es wenig Anhaltspunkte: Ein Jäger und Fährtenleser hat das Mädchen gefunden, als er seinen Job machen, die Leute vor einem wildernden Puma beschützen wollte. Im eingeschneiten Wyoming ist wenig Raum für Gefühle, aber man hält zusammen in einem Landstrich, der so rau ist, dass es kaum eine Gegenwart gibt und noch unwahrscheinlicher eine Zukunft. Jäger Cory, der von Jeremy Renner fast zu gut gespielt wird, arbeitet mit dem FBI (in Form von Elizabeth Olsen) zusammen, obwohl er an den Tod seiner eigenen Tochter erinnert wird. Alles sehr stimmig und auch wenn es ums Leiden geht, wird es nicht depressiv. Das sind die wahren epischen Dramen, die nicht kreischen und toben, sondern ihre Botschaft einfach zum Schluss kurz einblenden.


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Playing God Ab 15.02. // Babylon Fürth Ich wollte nicht auf dem Thema rumhacken, aber PLAYING GOD ist der dritte Film in dem Monat von einer Frau, das ist manchmal der Jahresschnitt. In dieser Doku begegnen wir einem sehr ruhigen älteren Mann. Einem Menschen, der Menschenleben berechnet. Der die Unterschiede erklärt zwischen verstorbenen Börsenmaklern, Kellnern und Feuerwehrmännern. Geschmacklos? Absolut. In unserer Welt gibt es Entschädigungsspezialisten, weil aus Bohrlöchern Rohöl ins Meer fließt, Renten veruntreut werden und Rettungsschirme die Falschen beschützen. Der Krieg und Flieger, die in Wolkenkratzer krachen, sorgen dafür, dass Mediator Ken Feinberg hochbeschäftigt ist. Hier zeigt er seine Rechenmodelle über unseren wirtschaftlichen Wert. Wer sich mal wieder richtig ekeln will, beispielsweise über vom amerikanischen Kongress beschlossene Regeln, der ist in diesem Film leider richtig.

Shape Of Water Ab 15.02. // Casablanca & Cinecitta Wasser ist ein perfektes Mittel, um besondere Geschichten zu erzählen. In diesem Fall tut das der Mann, der sich schon in „Pans Labyrinth“ durch eine eigene Welt der Mystik träumte. Guillermo del Toro hat diesmal ein wundervolles Märchen mit Sally Hawkins geschaffen, bei dem einem möglicherweise Herzen um die Ohren fliegen. Zu sagen, dass SHAPE OF WATER eine poetische Lovestory zwischen einem Amphibienmenschen und einer stummen Putzfrau ist, wirkt eher abschreckend. Versuchen wir es anders: Immer, wenn Guillermo del Toro Doug Jones anrief und ihm gesagt hat „Ich hab eine Rolle für dich“, war das ein besonderer Film. Denn der Schlangenmensch Jones tauchte schon, animiert oder verkleidet, in „Hellboy“, „Pans Labyrinth“ oder als „Silver Surfer“ auf. Jetzt schwimmt er zu Zeiten des Kalten Krieges als geheimes Experiment in einem Wasserbottich der Regierung, die ihn als Waffe einsetzen wird. Und das wird gut, glaubt mir …

Playing God. Foto: Real Fiction

Shape Of Water. Foto: Twentieth Century Fox of Germany GmbH


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FAU STUDENTENPORTRAIT

EIN UNBEZAHLBARES EHRENAMT KOSTENFREIE BERATUNG FÜR ASYLSUCHENDE UND GEFLÜCHTETE – DAS KONZEPT DER LAW CLINICS STAMMT URSPRÜNGLICH AUS DEN USA, IST MITTLERWEILE ABER AUCH IN DEUTSCHLAND WEIT VERBREITET. ENDE 2014 HABEN STUDIERENDE DER FRIEDRICH-ALEXANDERUNIVERSITÄT ERLANGEN-NÜRNBERG (FAU) DIE REFUGEE LAW CLINIC (RLC) GEGRÜNDET UND STEHEN SEITDEM EHRENAMTLICH MIT RAT UND TAT ZUR SEITE. Alena, Sarah und Christoph sind drei von mittlerweile 70 Vereinsmitgliedern, die sich in der Refugee Law Clinic engagieren. „Unsere wichtigste Aufgabe ist die Unterstützung bei der Vorbereitung der Anhörungsgespräche“, sagt Alena und fährt fort: „Viele Geflüchtete haben Angst vor diesen Terminen und wissen nicht genau, was auf sie zukommt.“ Die RLC berät sie an je zwei Terminen in Nürnberg und Erlangen pro Monat. Alena, Sarah und Christoph studieren Rechtswissenschaften oder absolvieren gerade ihr Referendariat – was jedoch keine Voraussetzung für die Mitarbeit in der RLC ist, wie Sarah ergänzt: „Es gibt auch zahlreiche Aufgaben abseits der Beratung, wie das Organisieren von Veranstaltungen, das Gestalten von Flyern oder die Öffentlichkeitsarbeit.“ Jeder, der beratend tätig werden möchte,


91 MUZ CLUB JUBILÄUM

kann die Grundlagen des Asyl- und Aufenthaltsrechts in einer zweitägigen Schulung erlernen. Unterstützt wird der Verein hier und in vielen weiteren Bereichen von Prof. Dr. Andreas Funke, der als Experte für Migrationsrecht an der FAU lehrt, sowie einem Beirat aus Rechtsanwälten. Auch der noch relativ junge Dachverband der deutschen RLCs unterstützt, wo immer er kann. Bei den Beratungsterminen werden die Helferinnen und Helfer oft mit persönlichen Schicksalen und teilweise belastenden Geschichten konfrontiert. „Jeder hat seine eigene Art, mit diesen Dingen umzugehen“, erklärt Alena und fährt fort: „Wir pflegen einen engen Kontakt zur psychosomatischen Klinik in Erlangen und haben hier eine gute Anlaufstelle für unsere Helferinnen und Helfer.“ Außerdem hilft der Austausch im Team, um nicht zu viel „mit nach Hause“ zu nehmen. Ein Ehrenamt also, das zeitintensiv und oft auch bedrückend ist – aber eben auch ungemein wichtig. Christoph fasst es treffend zusammen: „Auch wenn wir keinen Einfluss auf den Ausgang des Asylverfahrens haben, ist es schön, positive Rückmeldungen zu bekommen. Etwa, wenn wir tatsächlich helfen konnten, die Angst vor der Anhörung zu nehmen.“ Zudem ist es eine Möglichkeit für die Mitglieder erste Erfahrungen in der Beratung zu sammeln. Neue Unterstützer sind immer gerne gesehen und können entweder direkt über die E-Mailadresse info@rlc-erlangen.de Kontakt mit dem Verein aufnehmen oder – noch besser – zu den monatlichen Stammtischen ins La Pasión in Erlangen vorbeikommen. Alle Infos und Termine sind auf der Homepage der RLC zu finden auf www.rlc-erlangen.de.

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92 Curt empfiehlt + verlost

Carlos Cipa & Occupanther. Foto: Conny Mirbach


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Partys & Konzerte Mit Gütesiegel: „präsentiert von curt“ und „Tickets von curt!“ curt weiss, wer wann wo den richtigen Ton Trifft. die besten Events im Monat bekommen von uns den Stempel „Curt präsentiert“. HEisst auch, wir verlosen dafür Freitickets! Mehr dazu immer auf www.curt.de!

The Sonics

CLUSTER FeaT. CARlos Cipa & Occupanther

Mittwoch, 07.02. // Z-BAU Töchter, sperrt Eure Großmütter ein, packt die Parkas und die Lederjacken aus: The Sonics kommen in die Stadt! 1960 gegründet, also noch zwei Jahre vor den Stones, waren die Sonics mit ihrem wilden Sound und provokanten Texten ihrer Zeit locker ein Jahrzehnt voraus. Landesweite Sendeanstalten weigerten sich, ihre „jugendgefährdenden Songs“ zu spielen. Der Versuch, die jungen Wilden auf dem dritten Album zu zähmen, war auch das Ende der Band im Jahr 1967. Zur Legende wurde die Band erst posthum in den folgenden Jahrzehnten als Punkrock, Grunge oder Garagerock die Bühne betraten. Unzählige Bands und Musiker (u.a. Jimi Hendrix, Mudhoney, Nirvana, The White Stripes, The Hives) nennen die Sonics als ihre Inspiration und Vorbilder. Wiederbelebt 2007 veröffentlichten die Sonics vor drei Jahren – nach knapp 50 Jahren Pause – ein viertes Album mit neuen Songs. Aus der Originalbesetzung sind Gitarrist Larry Parypa, Saxofonist Rob Lind und der Schreihals Jerry Rosalie dabei, ergänzt von Freddie Dennis (u.a. The Kingsman) und Dusty Watson (u.a. Dick Dale). Rosalies Stimme ist immer noch ein Naturereignis, der Fender-Bass ist noch der alte und auch der Sound scheppert und klingt nach altem Vinyl. Absoluter Pflichttermin für alle Musikliebhaber und -historiker!

Samstag, 10.02. // Künstlerhaus Bereits im Alter von sechs Jahren begann der Münchner Carlos Cipa mit dem klassischen Klavierspiel, Format Wunderkind. Mit 16 Jahren gab es dann aber einen klassischen Break in der musikalischen Laufbahn. Als Schlagzeuger war Cipa in verschiedenen Bands, Kombos und Musikrichtungen von Hardcore bis Jazz unterwegs. Kein Wunder also, dass die Werke des studierten klassischen Komponisten und Pianisten von Debussy oder Mozart genauso wie von Mogwai oder The National beeinflusst sind und in Konzertsälen genauso wie auf großen Pop-Bühnen gefeiert werden. Der andere Münchner und Kompagnon im Nürnberger Künstlerhaus ist Martin Brugger alias Occupanther, der ähnlich vielseitig ist und sich musikalisch nicht festlegen will. Klassische Gitarre gelernt, Jazzbass studiert und als E-Gitarrist Indiemukke gespielt, komponiert, produziert, genauso wie er sich in der elektronischen Musik pudelwohl fühlt. Der Mann am Klavier und der Occupanther brechen gemeinsam aus festgelegten Schubladen und Käfigen aus, spielen mit Sounds und Strukturen und schaffen neue spannende und zeitgemäße Musik. Ihr gemeinsames Projekt „Trow“ beschreiben die beiden unter anderem als „gefühlsgesteuerte Symbiose aus elektronischen und akustischen Klängen“.


94 Curt empfiehlt + verlost

Foto: bix

D/TROIT Across FT. Loney Dear Samstag, 11.02. // Neues Museum Nürnberg Am Fuß eine Bassdrum, Gitarre um den Hals, Tamburin in der einen Hand und die andere Hand an Tasten, Schiebern und Reglern von Keyboard, Sequenzern oder sonstigen elektronischen Gedöns und dazu eine beeindruckende Stimme. Der Multiinstrumentalist dazwischen ist der schwedische Singer/Songwriter Emil Svanängen aka Loney Dear. Mehr Ein-Mann-Band geht nicht. Kaum ein klassisches Instrument, das seinen Weg kreuzt, ist vor diesem Mann sicher. Früh geprägt von Bands und Musikern wie Kraftwerk, A-ha und Brian Eno, schreibt und kreiert er in der schwedischen Provinz Jönköping unbeeindruckt vom Pop-Welt-Trubel wundervolle melancho­lische und verspielte, kreative Songs, die kaum in eine einzige Schublade passen: Indie-Pop mit Folk, orchestraler Pop mit Soul, Piano-Balladen neben uptempo Songs, flotter Indie-Pop neben kleinen Hymnen. Das klingt nach Belle and Sebastian genauso wie nach Orchester-Pop von Sufjan Stevens. Dass diese Ein-Mann-Band live – natürlich – nochmal ein Stück beeindruckender ist, konnte man auch schon auf den Haldern Pop oder Reeperbahn Festival sehen und hören.

DONNErstag, 15.02. // CLUB STEREO Wer im Erdkundeunterricht aufgepasst hat und Detroit hört, denkt an die Stadt in den USA. Wer im Musikunterricht aufgepasst hat und D/troit hört, denkt vielleicht auch an die Stadt in den USA, weil dort auch Motown-Records und viel Soul zuhause ist. Dabei ist D/Troit der aktuelle dänische Exportschlager in Sachen Soulmusik. Die neue Lieblingsband des BBC-Radiomoderators Craig Charles, einer der sich in Soul, Funk und R&B auskennt wie kaum ein anderer, wurde bereits für eine Session samt Interview in die „Funk & Soul Show“ nach England eingeladen und auch daheim läuft es blendend. Für ihre erste EP sind die Kopenhagener mit dem Scandinavian Soul Music Award ausgezeichnet worden und Gabe Roth von Daptone Records, der schon Amy Winehouse unter seinen Fittichen hatte, hatte sich spontan dazu bereit erklärt, die Arbeit am ersten Album „Soul Sound System“ beratend zu begleiten, nachdem er die EP das erste Mal gehört hatte. Auch eine Art Ritterschlag. Egal, ob Floorfiller oder Ballade, ob Breitwand-Sound, reduzierte Schläge oder scharfe Bläserstöße: Bei D/troit im Staate Dänemark stimmt einfach alles. Live wird das Ganze doppelt heiß, denn der Support kommt von Hot Club. Geografischer Einwurf zum Abschluss: Gastmusiker auf der EP war übrigens der Sänger Mike Collins aus dem „richtigen“ Detroit im Bundesstaat Michigan (USA).


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Foto: Hornoff

Feine Sahne Fischfilet Donnerstag, 15.02. // Stadthalle Fürth Die Jungs aus dem hohen Norden trauen sich mal wieder ins Frankenland. Vor dem letzten Konzert im Nürnberger Z-Bau gab es ja etwas Beef, weil CSU-Stadtratsfraktion gegen den Auftritt der Band Stimmung machte, da die Punkband mit ihrer Musik und eigentlich allem anderen klar Stellung gegen Rechts bezieht. Wenn die Rechten aufmarschieren, ist es eben nicht ihr Ding, dem christlichen, großen C zuliebe auch noch die andere Wange hinzuhalten. Dann gibt es schon mal Backenfett, was dem Verfassungsschutz die ein oder andere Erwähnung in ihren Abschlussberichten wert ist. Um jetzt wieder die Kurve zur Musik zu bekommen: Im Januar kam das aktuelle Album "Sturm & Dreck" auf den Markt. Die erste Promo-Tour ging direkt zum Amtsgericht nach Güstrow, wo sich Sänger Monschi nach einer Auseinandersetzung mit Rechtsextremisten vor Gericht verantworten musste, während die Verfahren gegen die stadtbekannten Schläger trotz belastender Beweise längst eingestellt worden waren. Am Ende gab es einen Freispruch, da die angeblichen Beweise keine waren. Solche Geschichten über das Spannungsfeld aus linker und rechter Gewalt kann man ab April auch im Kino sehen. Für den schon mehrfach preisgekrönten Dokumentarfilm "Wildes Herz" hat Schauspieler Charly Hübner die Band über den Zeitraum von drei Jahren begleitet.

11.02., 20 Uhr (Roter Salon)

Gegenwartsliteratur im Z-Bau Shida Bazyar

Nachts ist es leise in Teheran


96 Curt empfiehlt + verlost

Foto: Phil Ermiya

JON GOMM Dienstag, 20.02. // Kulturwerkstatt auf AEG Schon mit zwei Jahren hatte der kleine Jon im englischen Blackpool sein erstes Zupfinstrument in der Hand und man wäre nicht verwundert, wäre es damals schon die abgewetzte Lowden-Akustikgitarre, die er heute auf der Bühne beackert, gewesen. Percussion auf dem Korpus, beeindruckendes Fingerpicking und die ungewöhlichen Effekte und Tricks, mit denen er die vielen unterschiedlichen Facetten der Akustikgitarre ausschöpft, haben ihre Spuren auf dem Instrument hinterlassen. Zusammen mit seiner Loop-Station und dem Verstimmen von Saiten erzeugt er Percussion-Elemente und tiefste Bässe, die man auch tief im Magen spürt. Mit seinem Gesang und brillanten Melodien macht er daraus ausgefallene Songs, die er schon auf allen Kontinenten performt hat, Antarktis mal ausgenommen. 14 Mio. Klicks für sein Video „Passionflower“ und 160.000 Abonennten auf YouTube machen ihn auch im Internet zum Guitar-Hero. Um aber zu sehen und zu spüren, was der Typ wirklich alles drauf hat, muss man ihn und eines seiner spektakulären Konzerte live erleben. Support kommt von dem in Nürnberg lebenden amerikanischen Singer/Songwriter Guy Palumbo.

Foto: Lydia Trappenberg

Giant Rooks Samstag, 24.02. // E-Werk Im letzten Dezember standen Giant Rooks noch als Support der Mighty Oaks – natürlich präsentiert von curt! – im Nürnberger Löwensaal auf der Bühne. Im Februar sind die fünf Jungs aus Hamm (NRW) bereits wieder zurück im Erlanger E-Werk und setzen ihren Höhenflug aus dem letzten Jahr mit ausverkaufter Solo-Tour und unzähligen Festivalshows mit einer neuen Headliner-Tournee fort, weil die jungen Musiker einfach verdammt gerne live spielen, dazulernen und Erfahrungen sammeln wollen. Und weil ihre vielen Fans das wollen. Die Gewinner des popNRW-Preis 2016 in der Kategorie „Newcomer“ sind längst mehr als ein Geheimtipp. Die reife Stimme des erst 21-jährigen Frederik Rabe ist genauso beeindruckend wie die Bühnenpräsenz der Band und der Sound, den sie selbst als „Art Pop“ bezeichnen und als künstlerisches Experimentieren verknüpft mit Pop-Elementen erklären und der nach Indie-Größen wie Alt-J oder Arcade Fire klingt. Eine packende Mischung aus Indierock, Folk und Elektro, schwermütig und tanzbar zugleich. Streicht geheim! Tipp!


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Foto: Meyrem Bulucek

Foto: robin hinsch

LEYYA

Zugezogen Maskulin

SamsTag, 24.02. // CLUB STEREO Nach Bilderbuch kommt mit Leyya der nächste feine Musikexport aus dem schönen Oberösterreich zu uns. Ursprünglich aus Eferding aber mittlerweile in Wien zuhause, hat das Trip-Hop-Duo mit dem typischen „Schmäh“-Gesang und Austro-Pop à la Wanda oder Falco aber wenig am Hut. Sophie Lindinger (Gesang, Synthesizer) und Marco Kleebauer (Gitarre, Synthesizer), live unterstützt von Tobias (Bass) und David Wöhrer (Schlagzeug), experimentieren und musizieren sich lieber im Downtempo durch Indie-Elektro-Pop und legen ihre Texte ganz sanft in englischer Sprache über den Klangteppich. Nach dem ersten internationalen Single-Kracher „Superego“ ging es ziemlich schnell mit den Awards, Auftritten bei renommierten Festivals wie Iceland Airwaves, Reeperbahn Festival, Primavera Sound oder The Great Escape und einem Top-10-Platz in der Liste des European Talent Exchange Programms der meistgebuchten Newcomer. Als Vorgeschmack auf ihr zweites Album und süße Melodien haben sie letztes Jahr die eher popigen Singleauskoppelungen „Zoo“,„Oh Wow“ und „Drumsolo“ veröffentlicht. Der Rest vom Synthifest kam mit dem Longplayer „Sauna“ brandaktuell erst Ende Januar auf den Markt. Klingt heiß.

Donnerstag, 01.03. // E-Werk In Zeiten, in denen Sprachkünstler wie Fler, Godsilla und Bushido den Unterschied zwischen Rap und einfach nur peinlich immer noch nicht ganz verstanden haben, freut man sich über die ironisch-sarkastischen Quertreiber von Zugezogen Maskulin. Zugezogen aus dem nordischen Stralsund und Zetel nehmen die Rapper Grim104 und Testo schon mit ihrem Namen Hip-Hop-Duos des Berliner Rapgezänkes zwischen Westberlin Maskulin (Kool Savas und Taktloss) und Südberlin Maskulin (Fler und Silla) aufs Korn. Aber anders als die tighten Kollegen steigt das Duo nicht ernsthaft in dieses Rap-Game ein, sondern ist die Persiflage auf Gangsta-Rap, Macho-Attitüde und gängige Klischees. „Kauft Nicht Bei Zugezogenen“ war die erste Nadelspitze im Gratisformat, seit letzten Oktober präsentiert sich das Duo auf dem dritten Album „Alle gegen Alle“ wieder im Kampfmodus gegen RIN, K.I.Z., Kollegah, AfD, NSU, Helene Fischer, Beisenherz, Dagi Bee und SocialMediaInfluencer, die Soja-Latte-Bohéme Kreuzbergs, Craft-Beer-Jünger und miesen Online-Journalismus. Dass sie dafür vom Hamburger linksalternativen Independent-Label Buback zum Big-Player Four Music gezogen sind, hat ihrer Angriffslust jedenfalls nicht geschadet.


98 Curt empfiehlt + verlost

Foto: Yvonne Schmedemann Foto: Martin Bubandt

WhoMadeWho Donnerstag, 01.03. //Z-Bau Sie haben es endlich wieder gemacht! Vier Jahre nach den synthigen „Dreams“ veröffentlichten die drei Dänen von WhoMadeWho diesen Januar ihr sechstes Studioalbum „Through The Walls“. Die Macher sind Schlagzeuger Tomas Barfod, als Teenager in Funk- und Jazzbands aktiv, bevor er in die elektronische Clubmusik wechselte und sich als DJ, Remixer und Produzent und unter dem Pseudonym Tomboy einen Namen machte, Gitarrist Jeppe Kjellberg mit einem Abschluss des Kopenhagener Konservatorium für Rhythmische Musik und Bassist Tomas Hoffding, der vorher in Garagen-Rockbands spielte. Bereits 2003 startete das Trio in der Schnittmenge von Indie-Rock und Wave-Disco und zweistimmigem Falsettgesang mit Coverversionen von Electro-House-Titeln. Noch bevor das erste Album gemacht war, hatten die Kopenhagener schon den Ruf als phänomenale Liveband und Auftritte neben Daft Punk, Soulwax, Hot Chip und Justice hinter sich. Höchste Zeit also, WhoMadeWho endlich auch wieder nach Nürnberg auf die Bühne zu holen!

Erobique Samstag, 03.03. // Z-Bau Carsten Meyer ist Klavierspieler und war mal zusammen mit DJ Koze und Cosmic DJ die Band International Pony. Er ist an vielen deutschen Bühnen als Theaterkomponist und -musiker zuhause und musikalischer Kollaborateur u.a. mit Jacques Palminger, Oliver Pollack, Schorsch Kamerun. Er ist der Mann für die Musik beim „Tatortreiniger“, „Stromberg“ und „Fractus“ und Komponist für Hörspiele, Kinound Filmmusiken. Er ist der abgehalfterte Alleinunterhalter Günni im Kinofilm „Stromberg“. Wenn Carsten Meyer aber so richtig Spaß haben und abfeiern will, dann steht er als Erobique, der selbsternannte vorerst letzte Discopunk Deutschlands, auf und am Discodeck. Dann strömen von überall tanzwütige Menschen jeden Alters her und scharen sich um die Mensch gewordene Discokugel, voller Vorfreude auf einen schweißtreibenden Tanzmarathon mit improvisierten DiscoLicks und haarsträubenden Gesangseinlagen. Erobique darf man sich nicht entgehen lassen, denn Erobiques Disco-Wahnsinn muss live und in Farbe genossen werden – und Veröffentlichungen sind eh rar! Support: Albert Imhof & Patrick Jahn Discoexplosion!


THEATER

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z-bau

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(UK) 07.02.18 20:00 Uhr Projektbüro im Kulturreferat

Fr. 4. Mai 2018

ab 20 Uhr | Altstadt PREVIEW KUNSTWETTBEWERB

Sa. 5. Mai 2018 ab 19 Uhr | Altstadt DIE BLAUE NACHT

*NUR MIT PREMIUMTICKET

* Premiumticket für 4. und 5. Mai 2018 nur im Vorverkauf vom 4. bis 15. April 2018 erhältlich. Hauptsponsoren:

www.staatstheater.nuernberg.de · 0180-1-344-276 (3,9-42ct/Min)

Programm, Ticketpreise und Vorverkauf unter www.blauenacht.nuernberg.de

Thema: Horizonte


100

Im Gespräch: LionLion Gleich Eine ganze neue Generation Nürnberger Bands bahnt sich dieser Tage den Weg ins Licht. So auch die vierköpfige Formation LIONLION, die unter anderem gerne mit Coldplay verglichen wird. Ganz schön groSSe FuSSstapfen! das erste Album klingt jedenfalls schon mal recht vielversprechend. Unser Musik-Spezi Tommy Wurm traf sich mit den Jungs auf ein paar Worte ...

Foto: lionlion


101 Im Gespräch: lionlion

CURT: „The Atlas Idea“ – Was bedeutet der Album-Titel? LIONLION: Die Songs zeichnen unsere Gedanken auf Karte. Das Ganze ist dabei immer ein bisschen mehr Suchen als Finden. Wir erzählen auf dem Album von der Schönheit, Gedanken zu teilen, und singen von der Bedeutungsschwere einer federleichten Idee. „The Atlas Idea“ steht letztlich wohl für unsere Ängste und Hoffnungen, unser Scheitern und unsere Träume. Bildlich gesehen gleicht es einem Aufbruch in neue Gebiete – quer durch die blühende Arktis. Ihr musstet die Arbeit an Eurem Album nach einem Jahr erst mal einstellen, da Euer Sänger die Stimme verlor. Was war passiert? Wir hatten uns schlichtweg zu viel auf einmal vorgenommen. Michi war parallel zu den Aufnahmen am Album mit mehreren Bands auf Tour und musste irgendwann der Überbelastung Tribut zollen. Mit der Zwangspause ging dann auch erst einmal die Perspektive flöten. Mit Distanz zum eigenen Schaffen entstand aber wiederum Raum für einen neuen Fokus. Wir haben vieles hinterfragt – vor allem aber neu gedacht und gestaltet. Die Songs haben in dieser Zeit an Präzision und kompositorischer Tiefe gewonnen und wir sind als Band zusammengewachsen. Insofern war es für uns im Nachhinein gesehen mehr Segen als Fluch! Ein Radiosender hat Euch in eine Reihe mit Coldplay gestellt – was ich jetzt so gar nicht sehe. Wo würdet Ihr Euch musikalisch einordnen? Michi und Matthi sind mit klassischer Musik groß geworden und haben mit dem BritPop die Liebe zum Songwriting entdeckt. Wir kommen alle aus verschiedenen musikalischen Richtungen, von unterschiedlichen Einflüssen lebt insofern auch unser Klang als Band. Was man durchaus hören könnte: Wir lieben den Drive von Mutemath, die eingängigen Melodien Keanes und den Bombast von Muse. Und Coldplay hat uns definitiv auch geprägt. Der böse Fluch, dass bisher noch keine Band aus Nürnberg den großen Durchbruch geschafft hat, wird wohl auch Euch ereilen. Wie geht Ihr damit um, bzw. warum hört Ihr nicht sofort auf? Wir haben extra vorgesorgt: David (Bass) wohnt in Trier & Matthi

(Gitarre) in Mannheim. Insofern trifft uns der Fluch nicht in Gänze. Wie seht Ihr die Nürnberger Musikszene und die Möglichkeiten, die sie einem Newcomer bietet? MUZclub, Desi, Künstlerhaus (KuKuQu), Stereo & Z-Bau – es gibt durchaus musikalische Perspektiven in Nürnberg. Eine Band heutzutage muss man sich erstmal leisten können. Wie finanziert Ihr Euch diesen Spaß? Die große Kunst ist in der Tat nicht das Musikalische, sondern das „Davon leben Können“. Im Moment geht das durch private Unterstützung und Harakiri. Natürlich müssen sich perspektivisch Dinge auftun. Wir halten uns da an die Worte von Franz Beckenbauer: „Schaun mer mal, dann sehn mer scho.“ Was macht mehr Spaß: Der kreative Prozess des Songwritings und -recordings, oder das Livespielen auf der Bühne? Das Album in Eigenregie zu produzieren war durchaus fantastisch, es live umzusetzen ist noch fantastischer. Wie sehen die kommenden 12 Monate für Euch aus? Werdet Ihr touren? Im Frühjahr spielen wir vereinzelte Clubshows – einfach ab und an auf unsere Seite schauen. Im Sommer kommen Festivals und im Herbst wird es dann eine schöne Klubtour und viel Neues geben … Dieser Tage wird viel über die Rolle der Kunst bzw. der KünstlerInnen in der heutigen Welt diskutiert. Sollte bzw. muss Kunst im Moment politisch sein? Kunst muss ja schon mal gar nichts und darf generell alles. Klar gehen wir alle vier wählen und blicken über unseren musikalischen Tellerrand hinweg. Wir versuchen, dem Hörer natürlich auch inhaltlich etwas mitzugeben, Text und Musik sind da gleichermaßen wichtig. Die Songs handeln von dem, was uns beschäftigt, vielleicht wird unser nächstes Album also auch politisch ... Lassen wir uns überraschen! LIONLION – The Atlas Idea. Erschienen auf Listen Collective. Weitere Infos zur Band und die neue Single auf lionlionmusic.com.


102 Heimatmelodien

shiny gnomes

The Mergers

A Tale Of Golden Keys

Dominik Mattern Alias DM7

The Shadow Lizzards

Me & REas


103

Lokales BandGeschehen Da soll mal einer sagen, in der hiesigen Musik-szene tut sich nix. von wegen: Neue Alben, Videos und Konzerte in Masse. Tommy wurm, unser Mann für Bühne und Backstage, behält den Überblick und hat ein Ohr an den Proberaumtüren der Stadt.

Me & Reas: Neue Single & Album

A Tale Of Golden Keys: Instore Release-Konzert

Mit Me & Reas versucht sich die nächste Nürnberger Band daran, den Fluch des un-chartbaren fränkischen Musikers zu besiegen. Ihre Vorabsingle „More Than Just Breathing“ aus ihrem im März erscheinenden Album erblickte am 19.01. das Licht dieser Erde. meandreas.com

Freitag, 23.02. // mono-Ton Schallplatten Über 4 Millionen Klicks ihres 2015 erschienenen Debütalbums kann das Nürnberger IndiePop-Trio verzeichnen. Respekt! Ihren neue Langspieler, der bei Listenrecords veröffentlicht wird, feiert die Band mit einem intimen Akustik-Konzert als Instore Gig bei mono-Ton Schallplatten in der Färberstraße. Der Eintritt ist frei und los geht‘s um 19:30 Uhr. ataleofgoldenkeys.com

DM7: Release-Show Samstag, 03.02. // Club Stereo Im Januar erschien die neuste Single des Nürnberger Künstlers DM7, dessen Sound irgendwo zwischen Depeche Mode und Caribou liegt. Am 3. Februar präsentiert der Electronica-Spezialist zusammen mit Skull Sized Kingdoms und apanorama diesen Release live im Club Stereo. dm7music.net

The Mergers: Release-Show Freitag, 09.02. // Zentralcafé Die Mergers, Nürnbergs lässige Beat-Kapelle, läutet das neue Jahr zusammen mit Cisco Pikes ein. Mit im Gepäck werden sie sicherlich die Songs ihres neuen Albums „Beat With A Capital B“ haben. Mehr Beat geht kaum. themergers.net

Shiny Gnomes Samstag, 10.02. // MUZ Club Ihr Debütalbum liegt zwar schon einige Jahrzehnte zurück, dennoch kommt die einstige Nürnberger Vorzeige-Indie-Formation 2018 mit einem großartigen Album zurück. Wer das Album-Release-Konzert im Dezember verpasst hat, sollte sich heute die Zeit nehmen. Zusammen mit Haloroid bestreiten die Indie-Heroen ein Doppelkonzert im MUZ Club. shinygnomes.de

The Shadow Lizzards: Release-Show Samstag, 24.02. // Muz club Die Shadow Lizzards sind ein junges Nürnberger Powertrio, deren Sound als eine explosive Mischung aus Jimi Hendrix und The Doors beschrieben werden kann. Ihr Debüt erscheint am 23. Februar auf Tonzonen Records, einen Tag später wird dies zusammen mit dem Garagerock-Duo Cameron Lines im MUZclub ausgiebig gefeiert. theshadowlizzards.de

Bardentreffen: Bewerbung für MUZ-Bühne Europas größtes Umsonst & Draußen Festival, das Bardentreffen, steht an und die Musikzentrale Nürnberg ist auch in diesem Jahr wieder mit einer eigenen Bühne am Lorenzer Platz vertreten. Für diese Bühne braucht es natürlich auch Künstler mit Musik. Ich kann aus eigener Erfahrung jeder jungen Band nur ausdrücklich empfehlen, sich zu bewerben! Vor ca. 2.500 Leuten ganz am Anfang einer Karriere zu spielen, ist auf jeden Fall eine Herausforderung. Alle Infos zu den Bewerbungsmodalitäten gibt es unter musikzentrale.com.


104 Club- & Konzertgeschehen

die Croonies. Foto: Stefan Poessiger

The Tiger Lillies. Foto: Lukas Hueller

Dexter. Foto: Saeed Kakavand

The Tiger Lillies. Foto: Lukas Hueller

Gerhard Polt & die Well-Brüder aus‘m Biermoos. Foto: HP Hoesl


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curt fühlt sich disco und lIebt Konzerte! curt sagt Euch, wo in den Musikstätten der Stadt der bass stampft oder die Gitarren schrammeln!

27. Blues Will Eat Festival

Kakkmaddafakka

Samstag, 03.02. // Künstlerhaus (KuKuQu) Für Blues-Liebhaber ist es das unangefochtene Highlight der Region: die seit 1992 einmal jährlich stattfindende Leistungsshow fränkischer Bluesbands. Auch heuer gibt es wieder ein breites Spektrum Genre-typischer Bands zu erleben, darunter u.a. Howlin‘ Gators, The New Naked Lunch, Orange Drops, Muddy What?, Andreas Diehlmann Band, Mad Kitchen und Matt And the Strangers, wobei Abstecher in Stilrichtungen wie Swing, Rock&Roll, Rock und Soul dabei durchaus zum guten Ton gehören. Und weil er einfach dazugehört, wird es den Schweinebarten selbstredend auch wieder geben: im Hinterzimmer, nach alter fränkischer Tradition: mit Blues, Kloß und Soß.

Dienstag, 06.02. // E-werk Ganz so ungestüm wie zu seinen Anfangszeiten vor über 10 Jahren ist der norwegische Party-Express zwar nicht mehr unterwegs – das zeigte sich bereits deutlich bei ihrem letzten Werk „KMF“ und auch auf dem aktuellen Album „Hus“, auf dem die Band um die Brüder Axel und Pål Vindenes es ein wenig ruhiger, gereifter angehen lässt –, dennoch ist der unwiderstehliche Mix aus Indie, Pop, ein wenig Soul und ordentlich Disco-Flair nach wie vor ein Garant für verschwitzte und ausufernde Konzertabende, hochgradige Endorphinausschüttung durch exzessives Tanzen inklusive!

Hommage an Edith Piaf Sonntag, 04.02. // Parks Die Geschichte der kleinen großen französischen Sängerin ist mindestens so bewegend wie viele ihrer unvergessenen Chansons, allen voran ihr Welthit „Non, je ne regrette rien“. Ihrem aufregenden Leben mit den vielen Aufs und Abs, Erfolgen und Schicksalsschlägen widmen Sängerin und Schauspielerin Elke Wollmann sowie Pianistin Béatrice Kahl mit Auszügen aus dem eindrucksvollen Gesamtwerk einen ganzen Liederabend, bei der die Achterbahn der Gefühle Piafs im Laufe der Zeit mit Anekdoten und Zitaten kenntnisreich und witzig begleitet wird.

Dexter Mittwoch, 07.02. // Desi Mit seinen oft auf alten Jazz-Sample basierenden Beats hat sich der gebürtige Heilbronner in die Beletage des deutschen HipHop gewuppt, nicht zuletzt wegen seiner Produktionen für Szenegrößen wie Cro, Chefket und Fatoni. Auch mit seinen eigenen Tracks weiß der (immer noch in Vollzeit arbeitende!) Kinderarzt zu überzeugen, wie auf seinem viel beachteten Release „Haare nice, Socken fly“. Manch einer der Feature-Gäste auf dem Album (Retrogott, Maniac, Ahzumjot, LGoony ...) soll angeblich auch live auf der Tour auftauchen, sicher hingegen ist der Support von Kuchenmann, der 2017 mit „1000 Stunden Phunk: Aus dem Süden mit Liebe“ sein gelungenes Debütalbum angenehm frei von Rap-Klischees feiern durfte.


106 Club- & Konzertgeschehen

Go Girls! Go! – Wieverfastelovend Donnerstag, 08.02. // Club Stereo Für alle Nicht-Kölner: „Wieverfastelovend“ ist keine neue fancy Indie-Band, sondern heißt übersetzt schlicht „Weiberfastnacht“. Heißt eben dann auch: heute haben die Ladies die sprichwörtlichen Hosen an und die Narrenkäppies auf – es ist der Tag der Frauen! Deswegen widmen sich die DJs heute ganz den wunderbaren Damen der Indie-Szene. Ein Special mit viel Musik von BOY, Courtney Barnett, CSS, Florence + The Machine, Hinds, Kate Nash, Lykke Li, Regina Spektor, Schnipo Schranke u.v.m. Noch ein Geschenk an die weibliche Holdigkeit: der Eintritt ist für lau.

Boybands for ever Donnerstag, 15.02. // Meistersingerhalle So ganz konnten wir uns in der Redaktion nicht einigen: ist das jetzt geil oder einfach nur schlimm, diese Musical-Show mit Hits der denkwürdigen Boybands von Backstreet Boys über Take That bis Boyzone und N‘Sync!? Am Ende scheiden sich da wohl auch einfach die Geschlechtergeister. Oder wie die Pressemitteilung meint: Die Neugierigen werden verstehen, die Töchter die Jugend ihrer Mütter nachempfinden und die Fans dürfen endlich mal wieder Fan sein. Moderiert wird die von Thomas Hermanns (Quatsch Comedy Club) initiierte Show übrigens von Oli Pocher. Noch mehr Grund – ob nun für oder dagegen ...

7 Jahre Mitte soundbar 15.02.-17.02. // Mitte Die elektronische Bastion am Hallplatz bittet zur dreitägigen Geburtstagszelebration. Los geht‘s am Donnerstag mit dem Besuch des Schweden Mikael Nordgren aka Tiger Stripes, der mit seinen deepen Techno-Tracks auf Labels wie Drumcode und Desolat veröffentlicht. Den Freitag gestalten traditionell die Residents und Freunde des Clubs, dazu werden sich Die DJs Bernhard Groeger, Julian Haffner, Lutz & Maui, Moritz & Basti sowie Lara an den Reglern

einfinden. Großes Finale dann am Samstag mit dem britischen Houseund Techno-Duo Audiojack (Gruuv, 2020vision), das sich nicht zuletzt über seine „Sunday Social“-Partys auf Ibiza in den globalen DJ-Orbit geschossen hat.

Phused! feat. Eddy Ramich Samstag, 17.02. // Blok Als treibende Kraft hinter „Kontrapunkt“, einer der ältesten Clubnächte in Zagreb, brachte Eddy die ersten AcidJazz-, Brokenbeat- und DeepHouse-Künstler nach Kroatien (darunter Größen wie Theo Parrish, Carl Craig, Gilles Peterson, Henrik Schwarz usw.), präsentierte lange Jahre auf Radio 101 seine erquickende Mischung aus House, Broken Beats und obskurem Jazz, zog mit seinen Remixen für Künstler wie Sun Ra, Ennio Morricone, und Archie Shepp schon in den späten 90er die Aufmerksamkeit auf sich und veröffentlichte zwischen 2005 und 2010 drei Alben auf dem Münchner Label Compost. Ein kleines Wunder, dass der mittlerweile in Berlin ansässige DJ und Produzent in unseren Breitengraden noch ein Geheimtipp ist!

Kai Schumacher: Beauty in Simplicity Freitag, 23.02. // Planetarium Wenn einer im zarten Alter von 15 Jahren als Solist mit der Philharmonie Baden-Baden und dem 2. Klavierkonzert von Schostakowitsch debütiert, dann darf man ihn wohl getrost als Wunderkind bezeichnen. Bei „Beauty in Simplicity“ verbindet Pianist Kai Schumacher nun Werke aus drei Jahrhunderten zu einem audiovisuellen Konzertformat zwischen Meditation und Manie, bei dem Minimal Music auf ihre klassischen Vorgänger und popkulturellen Epigonen trifft: Klavierstücke von Erik Satie werden zu Wegbereitern der Ambient Music eines Brian Eno, verfremdete Klavierklänge zur Wall of Sound des PostRock und Steve Reichs Minimal Music zum Ursprung elektronischer Clubkultur.


107

Bucovina club - the last session Samstag, 24.02. // Künstlerhaus (Festsaal) Mit dem (kontrovers diskutierten) sogenannten dritten Bauabschnitts im Künstlerhaus ab Sommer 2018 verlieren viele KünstlerInnen, Kulturschaffende und Veranstalter für mehr oder weniger ungewisse Zeit ihre Homebase – und nicht wenige von KulturKellerei über Werkstätten bis MusikVerein fürchten, nach dieser Zäsur keinen Platz mehr an alter Stelle zu finden. Auch der altehrwürdige Festsaal des ehemaligen KOMMs wird dieser Sanierung vorerst „zum Opfer fallen“ und beschließt somit auch die Ära einer der ältesten und legendärsten Partys der Stadt: Was am 14.11.2003 mit dem ersten Bucovina Club begann, findet heute nach über 14 Jahren mit mehr als 60 exzessiven Parytnächten und sechs Konzerten von Shantel und seinem Bucovina Club Orkester ein (vorläufiges?) Ende. Mit Sicherheit wird noch einmal ebenso so viel Wodka wie Schweiß fließen und der Planet Paprika mit Disco Partizani zur Ekstase finden!

DJ Shantel: 30 Years of Club Guerilla

Global Art Session Samstag, 24.02. // Werkstatt 141 (Auf AEG) Knapp zweieinhalb Jahre nach der ersten Session verabschiedet sich das vom InterKultur-Büro / KUF, dem Netzwerk „Global Art“ und dem Kulturbüro Muggenhof initiierte Format, das die interkulturelle Szene Nürnbergs von Musik, Tanz, Performance über Poetry, Video-Art und Lichtkunst geschickt verknüpfte, leider wieder – neue Formate fordern ihren Platz ... Zum Abschluss werden die Themen „Macht“ und „Mode“ nicht nur in Bezug zueinander gesetzt, wenn performativ die Textilindustrie und die Auswirkungen unseres Konsumverhaltens auf eben diese thematisiert wird, auch musikalisch und künstlerisch wird wieder die Bandbreite der Nürnberger Kunst- und Kulturszene zu entdecken sein. Der Eintritt ist übrigens frei. Phused mit DJ Eddy Ramich


108 Club- & Konzertgeschehen

Die Croonies Samstag, 24.02. // Jegelscheune Die „gute, alte Zeit“ ist hier Programm, wenn das Ukulelen-Mandolinen-Orchester, angetrieben vom Beat des Waschbretts, in die Ära von Max Hansen, Zarah Leander und Co. entführt. Frisch und frech hauen sie einen alten Schlager aus den wilden 20ern und 30ern nach dem anderen raus, fegen durchs Gebälk und lassen das Publikum von palmenbesäumten Südseestränden, romantischen Mondscheinserenaden und weihrauchschwangeren Harems träumen. Die gute, alte Zeit eben!

24h Kollektiv feat. Zola & Jana Falcon Samstag, 24.02. // Z-Bau Ob Frauenquoten jetzt ganz generell und im Allgemeinen sinnvoll sind oder nicht, mögen wir hier nicht wirklich entscheiden, sie zeugen aber deutlich davon, wie sehr es an weiblichen Kräften allerorts mangelt. So auch hinter den einschlägigen DJPulten der Stadt, weswegen das 24h Kollektiv heute mit den DJanes Zola und Jana Falcon aus Berlin für die extra Portion Frauenpower sorgt. Zola mit ihrer Mischung aus Disco, Soul, Funk und House gilt als die heimliche Königin der Berliner Disco-Szene und ist erste Lady beim Berlin Bass Collective. Jana Falcon begeisterte unlängst mit ihrer Debüt-EP „Falling“ im Spannungsfeld zwischen House und UK Garage. Ein wenig Testosteron darf es dann aber doch sein: Den Rahmen setzen die 24h-Kollektiv-Residents VA.Bene und Tobi Rakete.

heilSam & Herwig Schaffner SONNTAG, 25.02. // Hausbrauerei Altstadthof Hinter heilSam verbirgt sich die junge gebürtige Erlangerin Leonie Polster, Musikwissenschaftlerin mit langjähriger klassische Klavierausbildung, der nach eigenen Angaben das Piano als eine Art Ventil mit heilsamer Wirkung dient – daher auch ihr Künstlername. Manch einer kennt sie vielleicht von der Zusammenarbeit mit Mike Döring alias Leander bei „Supertalent 2010“. Ihre vorwiegend ruhigen, gefühlvollen und oft

melancholischen Balladen begleitet an diesem Abend der Ausnahmegeiger Herwig Schaffner, der mit 16 schon am Mozarteum in Salzburg augenommen wurde und vor allem durch das Wiener Instrumentaltrio Cobario bekannt ist. Der erster Teil findet „unterirdisch“ in der sogenannten 4. Sohle der Historischen Felsengänge statt, für den zweiten Teil wird die Bühne im Restaurant der Hausbrauerei Altstadthof als Spielort genützt. Pünktlich sein, wer mit nach unten will!

The Tiger Lillies Mittwoch, 28.02. // Tafelhalle Geschickt verbindet das 1989 gegründete britische Avantgarde-Trio um Singer-Songwriter Martyn Jacques Kabarett, französischen Schlager, Straßentheater, Punk und Gypsymusik – schräg, dunkel, exzentrisch, mit viel Kostüm und Maske und mit einer ordentlichen Portion schwarzen Humor. Nach diversen Konzeptalben mit Bezug auf literarische Vorlagen (von Bertolt Brecht bis Hans Christian Andersen, von „Struwwelpeter“ bis „Hamlet“) ist die neue Show „Devil’s Fairground“ inspiriert von den frühen Jahren der Karriere: Hedonismus, Drogen, Partys, Hardcore, Liebe und Romantik. Muckerherz, was willst du mehr?!

Gerhard Polt & die Well-Brüder aus‘m Biermoos Mittwoch, 28.02. // Stadttheater Fürth Der eine hat sich durch Filme wie „Kehraus“ und „Man spricht Deutsch“ im ganzen deutschsprachigen Raum verewigt, die anderen mit ihrem Musikkaberett als Biermösl Blos‘n zumindest im ganzen Alpenraum. Gemeinsam haben sie bei ihren mittlerweile raren Auftritten eine Mordsgaudi und damit das Publikum sowieso, wenn unter Zuhilfenahme unzähliger Instrumente geschuhplattelt, gejodelt und gestanzelt wird, Heimatverbrechen aller Art aufgedeckt und denen „da oben“ gehörig der Marsch geblasen wird – ohne dabei die „da unten“ zu verschonen. Oder wie es im Untertitel zur Veranstaltung so schön heißt: „Gehobene Unterhaltung mit humanitärem Beigeschmack“.


109 Tonträger, Neu

Neue Musik, unverhört von curt verhört ganz kurz besprochen und äusserst sanft gestreichelt von tommy Yamaha!

Haiyti: Montenegro Zero (Vertico ++ 12.01.) Als ich vor gut zwei Jahren Haiyti erstmals live sah, hätte ich mir im Traum nicht vorstellen können, dass ihr Debüt eine derart großartige Platte wird und soviel mehr als Cloud-Rap zu bieten hat. Wer’s nicht glaubt, dem sei der Track „Berghain“ empfohlen. EBM, Rap, Soul.

N.E.R.D.: No One Ever Really Dies (Columbia ++ 20.12.) Ich als großer Verehrer von Pharrell Williams Kunst, fand N.E.R.D. schon immer ein großartiges Projekt, bei dem man sich nicht um Fans, Verkaufszahlen oder Erfolg schert. Letztendlich ist dieses Projekt die Brutstätte für die Welthits des Jahres 2020. Strange, Beats, Electrosoul.

Eminem: Revival (Shady Rec. ++ 15.12.) Was sich mit der grauenhaften Single „Walk On Water“ schon andeutete, hat sich mehr als bewahrheitet – was ein schlimmes Album. Das gibt es doch nicht. Hat denn der meines Erachtens beste Rapper des Universums keinen an seiner Seite, der ihm die Wahrheit sagt? HipHop-Geisterbahn deluxe. Tons, of, Shit.

Miguel: War & Leisure (Domino ++ 01.12.) Alle, die Soul und R&B mögen, stehen jetzt bitte mal auf. Ein weiteres kleines Meisterwerk aus der Stadt der Engel. Referenzen von Marvin Gaye bis zu Prince. Der Sound ist modern, die Songs unglaublich catchy und der Kollege sieht auch noch aus wie der junge Captain Hollywood. Soul, Saft, Sonne.

The GO! Team: Semicircle (Memphis Industries ++ 19.01.) The GO! Team kommen aus Brighton, einer der Brutstätten des Big Beat Sounds der 2000er und genau in diesem Geiste verwursten sie Samples, dicke Grooves und lauten, sehr amerikanischen CheerleaderGesang zu einem Gebräu, das keinen stillsitzen lässt. Weired, british, Beats.

Feine Sahne Fischfilet: Sturm und Dreck (Audiolith ++ 21.01.) Musikalisch konnte und kann ich mit FSF überhaupt nichts anfangen. Nichts desto trotz liebe ich sie für ihre Haltung, die nicht einfach nur links und radikal ist, sondern immer auch versöhnlich und klug, bei aller Bestimmtheit. Punk, Pop, egal.


110 eventkalender ...

DONNERSTAG, 01.02.2018 Literarisches bei Schnaps

CURT präsentiert: Lesung. Vortrag. Kultur.

Edel Extra 20h Illustre und prominente Literaten lesen Texte aus eigener oder fremder Feder – im stehen, sitzen oder liegen. Heute: Der Nürnberger Autor und Musiker Marius Geitz liest aus seinem Roman „Alles gehört uns“. Präsentiert von curt!

Phil & Lunch

Konzert

Germanisches Nationalmuseum 13h Im Café spielt das Orchester der Staatsphilharmonie Nürnberg klassische Musik zum Verweilen und Geniessen, genau eine Mittagspause lang.

Olympique

Konzert

Club Stereo 19:30h Die Österreicher mit ihrer leicht klerikal anmutenden großen Version von Indierock und neuem Album auf Tour.

Erlanger Kneipenchor

Konzert. Freizeit

E-Werk 19:30h Clubbühne // Trinken. Lachen. Singen. Gemeinsam & schief. Eintritt frei.

Rooftop Stories

Konzert. Lesung. Vortrag

Terrazza Fürth 19:30h Das Fürther Autorenduo „Die Schaffenskrise“ und die Poetry Slammerin Lara Ermer Künstler laden junge Autoren und Musiker zu einem gemeinsamen Abend. Heute mit Edgar Hirschmann und Dominik Steiner. Musik: No But The Frog. Eintritt frei.

Premiere: Plan Mee – A contemporary ceremony – eat the floor Theater. Tanz

Tafelhalle 20h Choreografin Eva Borrmann hinterfragt in ihren Stücken („Swipe“, „Spring Break“, „Shell Shocker“) die Strukturen, in denen wir leben und untersucht dabei den politisch, kulturell und sozial geformten Körper.

Wedge

Konzert

Z-Bau 20:30h Roter Salon // High-EnergyFuzz&Roll-Band. Support: Big Foot.

Umsonst & Drinnen Club

Konzert

E-Werk 20:30h Kellerbühne // Aufstrebende regionale Bands jeden Genres spielen bei freiem Eintritt. Heute mit Daniel Geck.

The Penske File, March

Konzert

Künstlerhaus im KuKuQ 21h Zentralcafé // Punk aus Kanada bzw. den Niederlanden. Support: Shoreline.

Rauschen

Lesung. Vortrag. Bar. DJing

Künstlerhaus im KuKuQ 22h Zentralcafé // Rumhängen, Leute treffen, Drinks schlürfen, Musik hören und Tanzen. Heute: Punk zum Schmusen und Abzappeln. Eintritt frei.

Go Gitarre! Go!

Disco. Party

Club Stereo 23h Indie Pop. Eintritt frei.

FREITAG, 02.02.2018 Che Sudaka

Tipp! Konzert

E-Werk 20h Clubbühne // Gegründet 2002 in Barcelona, gilt die Band um die die vier Brüder aus Argentinien und Kolumbien als Flaggschiff der der Cumbia-Ska-Punk-Szene und eine der besten Live-Bands weltweit.

Nacht der roten Schleife

Tipp! Konzert. Comedy. Kabarett. Show. Kultur

Gutmann am Dutzendteich 20h BenefizAbend zu Gunsten der AIDS-Hilfe mit Kabarett, Musik, Stand-Up und Zauberkunst.

Dullnraamer Sidzung 2018

Konzert. Comedy. Kabarett. Show. Unterhaltung

Kulturforum Fürth 19:30h Alternative fränkische Faschingssitzung als dreistündige Rock-Musik-Kabarett-Show.

südpunkt-Disco

Disco. Party

Südpunkt 20h Eingeladen sind alle, die Spaß daran haben von Abba bis Zappa und allen Stilrichtungen abzutanzen.


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Comedy-Mix

Comedy. Kabarett

Indiefreitag

Disco. Party

E-Werk 20h Kellerbühne // Comedians aus ganz Deutschland stellen sich vor. Der Eintritt ist frei. Bei schönem Wetter im Garten.

Club Stereo 23h Indie, ElectroPop, Alternative, Classics & mehr aufgelegt von DJ Jens und Gästen.

Franz Josef Strohmeier: Karl Valentin & die laute Zeit

UFO ft. Enrico Sangiuliano

Comedy. Kabarett. Lesung. Vortrag

Jegelscheune Wendelstein 20h Zusammen mit dem Pianisten Donato Deliano hat Franz Josef Strohmeier einen Abend zusammengestellt, mit unbekannten, dunkel grundierten, todkomischen Werken von Karl Valentin und diese zum Teil neu vertont.

Corroded

Konzert

Doc Knotz, Keili Keilhofer & Friends Konzert

Jazzstudio Nürnberg 21h Blues mit der erdigen, melanchol-romantischen Stimme und Rhythmusgitarre des Doc Knotz und der psychedelischen Sologitarre Keili Keilhofers.

Education in Dub

Disco. Party

Z-Bau 22h Galerie // Der dicke Bass von Dubstep bis Reggae mit dem Jah Chalice Soundsystem und den Gästen King Alpha (UK) und Fikir Amlak (USA).

Vibes

Z-Bau 22h Roter Salon // HipHop, RnB, Soul und Futuristic Sounds mit den Hosts J. Cloud und Ostblokkk von der Bass Gang aus Berlin.

Disco. Party

KulturKellerei im KuKuQ 22h Electroswing über House Tunes zu Indie, Pop und World Beats mit DJ Sven, gerne ungewöhnlich, aber stets tanzbar.

Die linke Party

Die Rakete 23h Ein weiteres Techno-Vollblut aus dem Drumcode-Stall. Support: Peter Wolf, Stefan Riegauf.

SAMSTAG, 03.02.2018 Tipp! Festival. Konzert

Künstlerhaus im KuKuQ 19:30h Nürnbergs Institution in Sachen Blues und Artverwandtes mit 12 Bands im ganzen Haus, u.a. Howlin' Gators, The New Naked Lunch, Orange Drops, Muddy What?.

Toon Walk

Familie. Freizeit

Innenstadt 11h Comicparade überlebensgroßer Figuren wie Pumuckel, Darth Vader, Homer Simpson, Super Mario oder Biene Maja durch die Innenstadt mit Showeinlagen, Spielstationen, Kinderschminken und allerlei Leckereien für das leibliche Wohl.

Dullnraamer Sidzung 2018

Disco. Party

Künstlerhaus im KuKuQ 23h Zentralcafé // Solidaritätsabend des Musikvereins mit diversen linken Gruppierungen. Zu Gast sind die Wehenden Fischen (Techno) und NASB (Techno-House-Electronica).

Kulturforum Fürth 19:30h Alternative fränkische Faschingssitzung als dreistündige Rock-Musik-Kabarett-Show.

Billie, Edith und Marlene

Konzert

Schauspielhaus 19:30h Kammerspiele // Ein Liederabend mit Elke Wollmann und Beatrice Kahl.

DM7 Release Show

Konzert

hommage an eDith Piaf | Konzert 15 Uhr

so, 4. feb so, 11. feb & 18. feb

Konzert. Comedy. Kabarett. Show. Unterhaltung

Disco. Party

N-dorphin!

Disco. Party

27. Blues Will Eat Festival

Z-Bau 20:30h Galerie // Heavy Metal aus Schweden.

rosen montags ball 12. feb 20 uhr

Club Stereo 19:30h Der Nürnberger Electronica-Spezialist mit einer Fusion aus 80ies und Moderne, irgendwo zwischen Depeche Mode und Caribou, stellt seine neue Single vor. Support: Skull Sized Kindoms, Apanorama.

mo, 12. feb

insectoPhobie | ausstellung 10 - 18 Uhr rosenmontagsfasching 20 Uhr

mi, 14. feb

lesen für bier mit lucas fassnacht20 Uhr

Do, 15. feb

imProbuffet - galant & glamourös 20 Uhr

so, 18. feb

humanistischer salon 11 - 14 Uhr

Do, 22. feb

KanaDa - alasKa | north of normal 19:30 Uhr

fr, 23. feb

nürnberg nightmarKet #39 18 Uhr

sa, 24. feb

Poetry slam 20 Uhr

sa, 24. feb

retro ü30 Party 21 Uhr

so, 25. feb

KneiPenquiz mit big Kev murPhy 19 Uhr


112 eventkalender ...

Frauen an der Steuer

Kabarett

Loni-Übler-Haus 20h Ein differenzierter Blick auf das Tagesgeschehen mit Augenzwinkern und Zivilcourage mit Anka Zink. Im Rahmen der 29. Frauenkabarettreihe.

Metal Infection Vol. I

Konzert

Luise 20h The Aurora Project, Facing Fears und Event Horizon lassen die Gitarren kreischen.

Pisse

Konzert

Z-Bau 20h Galerie // Punk aus Hoyerswerda. Support: The Heartfields, Cold Kids.

Wo ist Marika, die mit dem Rökk? Konzert. Show. Unterhaltung

Rote Bühne 20h Eine Mini Revue zu Ehren von Marika Rökk mit Julia Kempken & Andreas Rüsing.

Kappenabend III

Kabarett. Unterhaltung.

Katana Kunst & Kurhaus e.V. 20h Die einzigen Überlebenden des letzten Jahres bilden das diesjährige Festkommitée, das sich um die Zerrüttung des Geistes und die Zertrümmerung der Wahrnehmung kümmert. Aufopferungsvoll und arglistig.

Maik Mondial

Konzert

Villa Leon 20h Klezmer trifft auf Worldmusic von den „creole – globale Musik aus Deutschland“–Tourpreisträgern 2017.

Balkanfasching – Prijatelji Festival Party.

Konzert

MUZ Club 20:30h Wölfe, Krampusse und schauderhaft aussende Zwitterwesen scharren sich, um dem Winter in fiesen Masken und mit Tanzgesang die Stirn zu bieten. Für den nötigen Sound sorgt der Balkan Express Sound von der Prijateji Band. Danach Balkanplatte vom DJ.

Saitenwechsel

Konzert. Comedy. Kabarett. Lesung. Vortrag

E-Werk 20:30h Kellerbühne // Offene Bühne für Musik, Kabarett, Poesie und Akrobatik bei freiem Eintritt.

80er Party - Faschings-Special

Disco. Party

E-Werk 21h Saal, Tanz-Werk // Der Name ist Programm: Die volle 80er-Breitseite von Pop über Wave bis Classics und Alternative.

Leppinski 3

Konzert

Jazzstudio Nürnberg 21h Überraschende Akkordfolgen über live eingespielte Loops, rastlose Unisono-Melodien, Groove ohne Ende und Anklänge der klassischen Moderne sind Programm mit Echo Jazz Preisträger Lutz Häfner am Saxophon.

Take off 90s & more

Disco. Party

Terminal90 22h DJ Carlos bringt seine Best-Of Selektion aus 20 Jahren Musikgeschichte auf Plattenteller inklusive VideoPerformance.

Händehoch! Soundsystem

Disco. Party

Desi 22h Russendisko tanzt hier Seite an Seite mit ItaloRetro und BalkanBeatz.

Music for Friends

Disco. Party

KulturKellerei im KuKuQ 22h Vielfältiges Musik-Buffet von den DJs Frugi & Josch zum Abtanzen und -feiern.

Bout It Bout It

Disco. Party

Kunstverein (Z-Bau) 22h Boom Bap Hip Hop aus den 90ern und 2000ern mit den Djs Mogli (Phat Friday) und Beat Joe (Vegas House), dazu live on Stage Trump MC, Cosmic und Special Guests.

Dance Me to the End of Love

Konzert

Stadttheater Fürth 22h Foyer // Ein Abend für Genießer, Melancholiker, Liebende: Blues-Balladen, Chansons, Slow Waltzes, Rhythm&Blues, u.a. von Leonard Cohen, Tom Waits, Nina Simone und Juliet Greco.

Wehende Fische

Konzert

Z-Bau 23h Roter Salon // Von Techno bis House mit den DJs tec.no, Murmel, Ulf Herold & Mørtel.

King Kong Kicks

Disco. Party

Club Stereo 23h Indie, BritPop, 80s & 90s Indie von und mit der Berliner Party-Crew .

Rigorös ft. Animal Trainer

Disco. Party

Die Rakete 23h Das Schweizer Deep- und Tech House-Duo Animal Trainer (Stil vor Talent) aus dem Hive Club. Support: Hajdar Berisha, Stefan Riegauf, Julian Haffner und Stefanos Skifos.

SONNTAG, 04.02.2018 Vesperkirche Benefizkonzert

Tipp! Konzert. Kultur. Essen. Trinken

Gustav-Adolf-Gedächtniskirche 17h Benefizveranstaltung des Staatstheater Nürnberg für die Vesperkirche.

52. Super Bowl

Tipp! Essen. Sport

Südpunkt 20h Live im Saal können Football-Fans ab 16 Jahren auf einer Großbildleinwand jeden Spielzug der Profis aus dem U.S. Bank Stadium in Minneapolis/ Minnesota verfolgen. Mit „All you can eat“-Buffet.

Familientag

Kunst. Design. Familie

Kunstpalais Erlangen 14h Buntes Kunsterlebnisprogramm für Groß und Klein: die Ausstellung „Greatest Hits. Das Beste der 60er, 70er, 80er und von heute“ entdecken und anschließend im offenen Atelier des Kunstpalais selbst kreativ zu werden.

Hommage an Edith Piaf

zert

Kon-

Parks 15h Den mitreißenden Werken des Spatz von Paris widmen die Sängerin und Schauspielerin Elke Wollmann und die Pianistin Béatrice Kahl einen Liederabend.

Sonntags-Musiksalon

Konzert

Kulturladen Zeltnerschloss 16h Klassik bei Kerzenschein: Fernando Sor, Johann Sebastian Bach, Ivan Padovec, Augustin Barrios-Mangore, Ferdinado Carulli, Francisco Tarrega, Leo Brouwer mit Ana Sofya (klassische Gitarre).

Nürnberger Symphoniker

Konzert

Meistersingerhalle 16:30h Werke von Bedrich Smetana, Antonín Dvorák und Josef Bohuslav Foerster unter dem Motto „Der Förster aus dem Böhmerwald“.

Klassisches Konzert: Liebe, Lust und Leidenschaft Konzert

Kulturladen Röthenbach 17h Erika Engelhardt (Sopran), Violetta Schneider (Mezzosopran) und Pianist Christian Hutter mit Operettenarien, Duetten und Filmmelodien.

Volle Möhre

Comedy. Kabarett

Rote Bühne 18h Improkabarett-Truppe.

Sisters Of Swing

Theater. Tanz

Markgrafentheater 19:30h Die Geschichte der Andrew Sisters. Revue von Beth Gilleland und Bob Beverage.

Fler x Jalil

Konzert

Hirsch 20h Arroganz und Attitüde, gepaart mit Zeitgeist und hochpoliertem Clubsound.

Jazz4free

Konzert

E-Werk 20:30h Kellerbühne // Heute: Mojoism (New Oeleans, Blues, Jazz). Eintritt frei.

MONTAG, 05.02.2018 Geoff Tate Operation Mindcrime

Konzert

Hirsch 20h Das Gründungsmitglied und ehemaliger Sänger der Progressive-MetalBand Queensrÿche Geoff Tate feiert den 30ten seines Albums "Operation Mindcrime".

DIENSTAG, 06.02.2018 Daten-Dienstag

Tipp! Vortrag. Bildung

Museum für Kommunikation 19h Vortragsreihe mit Experten über aktuelle Themen rund um den Datenschutz auf. Heute: „Ich weiß, was Du morgen getan hast - Tracking im Web 3.0“. Der Eintritt ist frei.


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Blues Caravan

Konzert

DCVDNS

Hirsch 19:30h Ruf Records schickt zum 12. Mal seine Blues- und Soul-Nachwuchskünstler gemeinsam auf Tour, mit dabei sind diesmal Bernard Allison, Vanja Sky, Mike Zito.

Torpus & The Art Directors

Konzert

Club Stereo 19:30h Die nordfriesische IndieFolk-Formation meldet sich mit drittem Album zurück.

Afrika! Afrika!

Show. Unterhaltung

Meistersingerhalle 20h André Hellers magisches Zirkusereignis mit Tänzern, Artisten, Musikern, Sängern, Akrobaten und Exzentrikern.

Kakkmaddafakka

Konzert

E-Werk 20h Saal // Die norwegische Indie-Popband ist ein Live-Partygarant. Ob in kleinen Clubs oder auf großen Festivalbühnen, Kakkmaddafakka liefern ab und setzen dem noch einen drauf.

Levanter

Konzert

Ludwigs 20:30h Junge Regensburger IndieFormation mit Einflüssen aus Funk, Folk, Jazz und Shoegaze. Eintritt frei.

Folk's Worst Tuesday

Konzert

E-Werk 20:30h Kellerbühne // Mit Johnny Cambpell und Yellowbelly.

MITTWOCH, 07.02.2018 Karl Bartos: Der Klang der Maschine Tipp! Lesung. Vortrag

Künstlerhaus im KuKuQ 19:30h Festsaal // Das Mitglied der klassischen Besetzung von Kraftwerk liest aus seiner Autobiografie. Durch den Abend führt Wally Geyermann von Radio Z.

The Sonics

CURT präsentiert: Konzert

Z-Bau 20h Galerie // Fuzzpunk- / GarageRock-Pioniere aus USA. Support: Gemma Ray. curt präsentiert und vergibt Tickets!

Konzert

Hirsch 19:30h Mit rotem Pullunder und schwarzem Kassengestell schlich sich Yannic Munzinger aka DCVDNS 2012 in die deutsche Rapszene und stieß Kollegen, Fans und Journalisten gleichermaßen mit seinem vermeintlich humoristischen HipHop-Ansatz vor den Kopf.

Nora Gomringer & Philipp Scholz Konzert.

Lesung. Vortrag

Katharinensaal 19:30h Nora Gomringer rezitiert eigene Texte sowie Zeilen aus der gesamten Weltliteratur, der Jazz-Drummer Philipp Scholz gibt dazu den Takt an und begleitet den wilden Wortritt.

Peng! Du bist tot! Wort + Drum + Dran Konzert. Lesung. Vortrag

Stadtbibliothek Nürnberg 19:30h Nora Gomringer rezitiert eigene Texte sowie Zeilen aus der Weltliteratur von Dorothy Parker bis experimenteller Literatur und Klassikern, der Jazz-Drummer Philipp Scholz gibt den Takt an, begleitet Gomringers wilden Wortritt, leitet, stört die Sprecherin und pointiert sie.

Wortgefecht

Lesung. Vortrag

Südpunkt 20h Dichterwettstreit der Neuzeit mit den altbekannten “Waffen” Prosa, Lyrik, Poesie oder auch Rap, moderiert von Michael Jakob.

Jahcoustix

Konzert

MUZ Club 20h „Seriously Positive“ heißt das mittlerweile sechste Werk des Kosmopoliten, das sich vom Sound am Reggae der 70er Jahre und an Einflüsse jamaikanischer Vorbilder orientiert.

Dexter

Konzert

Desi 20:30h Nach dem Album und Remixveröffentlichung „Haare nice, Remix fly“ nimmt der Rapper hier und da Feature-Gäste mit auf seine Konzerttour. Support: Kuchenmann.

Friends Of Gas

Konzert

Künstlerhaus im KuKuQ 21h Zentralcafé // Post-Punk meets Krautrock. Support: Gewalt.


114 eventkalender ...

DONNERSTAG, 08.02.2018 Freeze@ease - Winterfeuer

Tipp! Konzert. Essen. Trinken. Bar. DJing

KulturWirtschaft im KuKuQ 17h Beim heimeligen Open-Air-Event mit der PoiPerformance mit Chiptunes irq7 & Schwarzer Strahler sowie den Sounds von DJ Willi gibt es bei knisterndem Lagerfeuer Marshmallows, gegrilltes Stockbrot und Hot Caipi. Eintritt frei.

Tipp! Konzert. Kino

Ray Hautmann Trio

Musication Prüfungskonzert

Musiksaal in der Kongresshalle 20h Das Orchester begleitet live Alfred Hitchcocks Stummfilm “Blackmail”.

Kulturladen Gartenstadt 20h Mischung aus verschiedensten Stilrichtungen: Rhythm & Blues, spanische Rhythmen und Walzertakt.

MUZ Club 19:30h Sechs Bands mit Studenten der Berufsfachschule für Musik spielen eigene Nummern im Wechsel mit Coverversionen aus der Rock-, Pop- und Jazz-Historie.

Abschlussfeier der TH DesignAbsolventen Tipp! Disco. Party. Design

Premiere: Auferstehung

Konzert

Club Stereo 19:30h AUSVERKAUFT!

Konzert

Rogers

Konzert

Puls Lesereihe

Z-Bau 20h Galerie // Punkrock-Band aus Düsseldorf mit neuem Album am Start.

Künstlerhaus im KuKuQ 19h Zentralcafé // Junge Autoren präsentieren ihre Texte zum Thema „Ist das für immer?“ von skurril über tragisch bis komisch. Musikalischer Support kommt von Rapper Maeckes. Der Eintritt ist übrigens: kostenlos.

Lukas Meister

Tipp! Konzert. Lesung. Vortrag

Literarisches bei Schnaps

CURT präsentiert: Lesung. Vortrag. Kultur.

Edel Extra 20h Illustre und prominente Literaten lesen Texte aus eigener oder fremder Feder – im stehen, sitzen oder liegen. Heute: Das Musik-Literatur-Duo Jan Fischer & Martin Spieß mit Texten und Musik. Präsentiert von curt!

Language Party

Freizeit. Bildung.

Museum für Kommunikation 19h Im Restaurant kann man sich ungezwungen mit neuen Menschen aus anderen Ländern in Fremdsprachen unterhalten. Eintritt frei.

Erlanger Kneipenchor

Konzert.

E-Werk 19h Clubbühne // Trinken. Lachen. Singen. Gemeinsam & schief. Eintritt frei.

Weiberfasching

Bar. DJing

Schmelztiegel 19h Bis 22 Uhr dürfen sich hier nur die Mädels amüsieren, danach geht's auch für die Männer rund, DJ Freddy liefert den musikalischen Partymix.

Cradle of Filth

Konzert

Hirsch 19:30h Britische Metal-Band aus Suffolk, England, gegründet 1991.

Konzert

Symphoniker Plus: Blackmail

Nathan Gray

Dullnraamer Sidzung 2018

Konzert

Kofferfabrik 20h Gitarrenpop gegen die Resignation vom Exilfreiburger und Wahlberliner Singer-Songwriter.

Tarte d´Ort

Comedy. Show. Unterhaltung

Babylon Kino, Kellerbühne 20:15h Improvisationstheater-Krimi des Ensemble Ernst von Leben.

Go Girls! Go! – Wieverfastelovend

Disco. Party

Club Stereo 23h Ob Weiberfastnacht, Schmotziger Donnerstag oder Wieverfastelovend – heute sind die wunderbaren Damen der Indie-Szene am Zug. Eintritt frei.

FREITAG, 09.02.2018 Werkschau der TH Design-Absolventen

Tipp! Design.

Georg-Simon-Ohm TH 19h Ausstellungseröffnung der Absolventen der TH Nürnberg Georg-Simon-Ohm aus den Bereichen GrafikDesign, Illustration, Multimedia, Fotografie, CGI, Film, Animation, Messebau, Packaging und Werbung.

NUE2025 - Werkstattgespräch

Tipp! Lesung. Vortrag. Kultur

MUZ Club 22h Nach der offiziellen Ausstellungseröffnung in der TH GSO feiern hier die Designer und alle Freunde mit den DJs Bird Berlin und Heiko Preischl und Musik von 80er über Trash und HipHop bis Disco und Soul.

Tafelhalle 17h Aktuelles zur Bewerbung Nürnbergs um den "Titel Kulturhauptstadt Europas 2025" mit Oberbürgermeister Ulrich Maly und Kulturreferentin Julia Lehner. .

Konzert. Comedy. Kabarett. Show. Unterhaltung

Kulturforum Fürth 19:30h Alternative fränkische Faschingssitzung als dreistündige Rock-Musik-Kabarett-Show.

Psych-Eye Fest

Konzert

Luise 19:30h Musikalischer Mix aus 70s-, Retro-, Stoner- und Desert-Rock von Willow Child, King Father Baboon und Wolf Prayer.

Familie Flöz: Teatro Delusio

Theater. Tanz

Stadttheater Fürth 19:30h Neue Produktion der bunten Berliner Maskentheatergruppe.

Theater.

Schauspielhaus 20:15h BlueBox // Stück nach dem Roman von Leo Tolstoi.

The Mergers

Konzert

Künstlerhaus im KuKuQ 21h Zentralcafé // Record-Release-Party der 60er BeatCombo, die ihren neuen Langspieler feiert und live vorstellt. Support kommt von Cisco Pikes.

Hans-Günter Brodmann Quartett Konzert

Jazzstudio Nürnberg 21h Anlässlich des 50. Todestages von John Coltrane hat HGB ein hochkarätiges Quartett aus bekannten Nürnberger Jazzmusikern zusammengestellt.

QuerBeat

Disco. Party

KulturKellerei im KuKuQ 22h Bunter Musik-Mix durch die letzten Jahrzehnte mit allem, was Spaß macht, von Indie über Funk bis Electro und Balkan mit DJ Sven.

Signals from outer Space

The Doors Of Perception

Party

Hirsch 20h Sie gelten als No.1 der europäischen Doors Tribute Bands.

Meine Irma, Deine Irma

Konzert

Foyergespräch: Digitalisierung - Chance oder Risiko?

Lesung. Vortrag. Kultur

Markgrafentheater 20h Foyercafé // Wer profitiert wirklich vom digitalen Wandel und wer bleibt dabei auf der Strecke? Was lässt sich gegen den Missbrauch tun? Wie kann ein souveräner Umgang mit der Digitalisierung gefördert werden. Eintritt frei.

Sonnie Ronnie & The Shotguns Konzert

Kulturladen Röthenbach 20h Contemporary Retro Groove: Blues, Rhythm und Rock.

Z-Bau 22h Galerie // Goa-Party.

Konzert

Stadttheater Fürth 22h Foyer // Jördis Trauer, seit dieser Spielzeit fest im Ensemble, erarbeitet ihren ersten Soloabend gemeinsam mit Johannes Lang, freier Regisseur in Nürnberg.

My Club Party

Disco. Party

Desi 23h DJ-Kollektiv mit Club, Trance, Bass, Gabber, Rave, Acid, Breakbeat, Electro.

Bada Bing – Faschings Edition

Disco. Party

Club Stereo 23h Die Partymeute um DJ Jens, Armin Seubold & dem Yucca DJ-Team mit ihrer Faschingspolonaise durch Indie, HipHop, Classics und Alternative & mehr.


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Techno für Nürnberg pres. Hidden Empire Disco.

Party

Die Rakete 23h Mit einem Live- und einem DJ-Set geben Branko und Niklas aka Hidden Empire (Stil vor Talent, Suara) gleich zweimal ihre musikalsiche Visitenkarte zwischen Techno und House ab. Support: Audi O'Max, Murmel, Kenneth Lang.

SAMSTAG, 10.02.2018 Cluster ft. Carlos Cipa & Occupanther CURT präsentiert:

Künstlerhaus im KuKuQ 20:30h Festsaal // Allein der Beginn ihrer „Trow“-EP bringt das musikalische Konzept von Carlos Cipa und Martin Brugger alias Occupanther auf den Punkt: die gefühlsgesteuerte Symbiose von elektronischen und akustischen Klängen und neue Klangwelten durch den Einsatz von Filtern und Tape Delays. curt präsentiert und vergibt Tickets!

Alte Nutzpflanzen - Samenmarkt Freizeit. Markt. Essen. Trinken

Kulturladen Zeltnerschloss 11h Bei einer kostenlosen Tasse Tee können samenfeste Sorten getauscht oder günstig erworben werden. Eintritt frei.

Repair Café

Freizeit. Bildung. Business

FabLab Nürnberg 14h Hier bekommt Ihr Hilfe zur Selbsthilfe für Euer altes elektrisches oder mechanisches “Ding”, das nicht mehr richtig funktioniert.

Dullnraamer Sidzung 2018

Konzert. Comedy. Kabarett. Show. Unterhaltung

Kulturforum Fürth 19:30h Alternative fränkische Faschingssitzung als dreistündige Rock-Musik-Kabarett-Show.

BC Bash

Konzert

Single Party

Stadttheater Fürth 19:30h Spezialprogramm der Münchner Philharmoniker.

Terminal90 22h Feiern, Tanzen und Flirten mit Hits aus den 80ern, 90ern und von heute und für alle, die sich finden wollen.

Shiny Gnomes, Haloroid

Pull The Trigger

Konzert

Konzert

MUZ Club 20h Generationentreffen: Nürnbergs Psychedelic-/Garage-Veteranen treffen auf die etwas jüngeren Indie-Rocker.

Orients Opus

Konzert

Luise 19:30h Die Nürnberger Rock-Bands So Far, Knockout Concept, Battery High und Escoban heizen zusammen mit The Black Boxx aus Freiburg ein.

Disco. Party

Fasching mit Blechschaden

Kulturwerkstatt Auf AEG 20h Konzert des Griechischen Kunstclubs mit Gastauftritt Ross Daly.

Comedy.Unterhaltung

Südpunkt 20h Improtheater. Thema heute: Sehnsucht und Liebe in der Südstadt – eine RollenRauschRomanze.

Frozen Infinity, needle, Totenlegion Konzert

Kopf & Kragen (im OTTO) 20h MetalDreier.

Klaus Brandl und Curley Kauper Konzert

Café Express 20:30h Folk, Blues und Balladen von und mit den beiden Nürnberger Blues-Veteranen.

Karibik Fasching

Disco. Party. Konzert

E-Werk 21h Ganzes Haus // Mit Sand im Schuh statt Schnee am Stiefel ist karibisches Karnevals-Feeling angesagt, u.a. mit Livemusik von Los Blanquitos, Samba-Kapelle, Strandbar und DJs auf drei Areas.

Beachparty

Disco. Party

Kunstverein (Z-Bau) 21h Der KV wird zum Traumstrand mit Sand, Palmen, Cocktails und viel Hula Hula, also rein in die BermudaShorts und ab ... Eintritt frei.

Mikkel Ploug Trio

Hirsch 22h Freunde der handgemachten Musik kommen hier bei Alternative, Indie, Metal und Hardcore auf zwei Floors auf ihre Ksoten. Livekusik tba.

KellerKinder mischen auf

Konzert

RollenRausch

Disco. Party

Konzert

Jazzstudio Nürnberg 21h Mit seinem neuen Album stellt Gitarrist Mikkel Ploug ganz bewusst sein langjähriges weitgereistes Trio in den Vordergrund.

Party

Disco.

KulturKellerei im KuKuQ 22h Der Abend der KulturKellerei-Mitarbeiter, die als DJ(ane)s die gesamate Bandbreite von Soul, Funk. über Oldschool-HipHop und Indie bis hin zu Elektronischen Beats abdecken.

Zett

Disco. Party

Z-Bau 23h Galerie // Techno mit Gast-DJane Ninette (Absolut Techno) aus der Schweiz.

Indie Playback Show

Disco. Party

Club Stereo 23h Indie trifft Karaoke Visuals trifft Seifenblasen-Maschinen trifft Snackbar ...

Kiss Klub ft. Konstantin Sibold

Disco. Party

Die Rakete 23h Minimal Techno mit dem Stuttgarter Arpeggiator-Liebhaber Konstantin Sibold (Innversions) und der KK-Bande um Micha Klang und Hajdar Berisha. Ab 6h geht's mit der Afterparty weiter.

Drama

Disco. Party

Künstlerhaus im KuKuQ 23h Zentralcafé // Grime, House, Post-Trap, Electro Pop, UK Garage, HipHop, dancehallige Beats, Labourwave mit den DJs Eve Massacre, Philip Manthey und Stefan Wagner.

SubTon

Disco. Party

Z-Bau 23:45h Roter Salon // Dub, Dubstep, Grime, Drum & Bass mit den DJs Wookii (Breakinfektion), Oakin, CNTRL-Crew mit Kannitverstan und Arper, Jazz-Pa u.a.

SONNTAG, 11.02.2018 Der Glöckner von Notre Dame

Tipp! Konzert. Kino

Gustav-Adolf-Gedächtniskirche 17h Die erste monumentale Verfilmung von Victor Hugos Romanklassiker mit Live-Begleitung durch Hildegard Pohl (Kirchenorgel) und Yogo Pausch (Percussion). Eintritt frei.

Symphoniker Plus: Blackmail

Tipp! Konzert. Kino

Musiksaal in der Kongresshalle 19h Das Orchester begleitet live Alfred Hitchcocks Stummfilm “Blackmail”. curt vergibt Tickets!

Matthias Egersdörfer

Tipp! Comedy. Kabarett

Tafelhalle 20h Saal // Frankens Obergrantler und curt-Kolumnist Egers mit seinem aktuellen Programm „Ein Ding der Unmöglichkeit“.

Shida Bazyar: Nachts ist es leise in Teheran

CURT präsentiert: Lesung. Vortrag

Z-Bau 20h Saal // Lesereihe mit junger deutschsprachiger Gegenwartsliteratur. Heute mit der Geschichte einer iranisch-deutschen Familie, die ihren Anfang 1979 in Teheran nimmt und den Bogen spannt bis in die deutsche Gegenwart. curt vergibt Tickets!

Across ft. Loney Dear

CURT präsentiert: Konzert

Neues Museum 21h Der schwedische Songwriter und Multiinstrumentalist Emil Svanängen ist der Inbegriff einer Ein-MannBand: Am Fuß eine Bassdrum, in der einen Hand ein Tamburin oder eine Gitarre, die andere Hand an Knöpfen & Tasten von Keyboards – und natürlich die charakteristische Stimme. curt präsentiert und vergibt Tickets!

Insectophobie

Freizeit. Markt. Messe

Parks 10h Deutschlands größte mobile Ausstellung für Spinnen und Insekten.


116 eventkalender ...

Dichtercafé: Der Meister und Margarita Konzert. Lesung. Vortrag

Tafelhalle 16:30h Mikhail Bulgakows vielschichtiger, satirischer Roman über das Moskau der Stalin-Ära. Dazu Musik von Dmitri Schostakowitsch, Freund und Leidensgenosse Bulgakows in der sowjetischen Diktatur.

Smooth Sunday

Disco. Party

Desi 17h Smoothe, funkige und housige Klänge aus den Plattenkisten verschiedenster DJs aus der Region.

Electrix Six

Pornofasching

Schlagerfasching

Disco. Party

Terminal90 21h Schlager-Spezialist DJ Sommi spielt für Euch in knallbunter Deko Partyhits, Schlager und Schnulzen.

DIENSTAG, 13.02.2018 ZS

Konzert

Disco. Party

Hirsch 21h Der traditionelle Rosenmontagswahnsinn vom Club Surprise.

Konzert

Z-Bau 20h Galerie // Explosive Mischung aus Garage, Disco, Punk Rock, New Wave und Metal. Support: Dead Kittens.

Künstlerhaus im KuKuQ 21h Zentralcafé // New Yorker Avantgarde: No Wave, BrutalProg, Noise. Support: Schweben.

Groove Legend Orchestra

Great Collapse

Konzert

Südpunkt 20h Das GLO setzt sich aus ehemaligen Musikern des Landesjugendjazzorchesters Bayern und regionalen fränkischen Jazzmusikern zusammen.

MONTAG, 12.02.2018 Rosenmontagsparty

Bar. DJing

Schmelztiegel 19h DJ Simon Cruz empfiehlt den Montag rosig zu feiern und den grauen Alltag im BillyRegal zu Hause zu lassen.Dazu Faschingsdeko in allen Gewölben.

Rosenmontags-Fasching

Party Unterhaltung. Freizeit. Essen. Trinken

Parks 19h Narrenfreiheit auf 2 Areas mit House Music von DJ Piranha und Hits der 80er bis heute von DJ Marc Wirtz, Partyband, Bretonia-Garde der Faschingsgesellschaft Bretonia, Maskenprämierung, Fotobox, Snacks, Weißwurst und Brezeln.

Rosenmontagsfasching

Disco. Party. Konzert

E-Werk 21h Ganzes Haus // Helau und Alaaf mit Konzerten und DJs im ganzen Haus.

Konzert

Künstlerhaus im KuKuQ 21h Zentralcafé // Von Strike-Anywhere-Frontmann Thomas Barnett gegründeten "Allstar"-Punkband.

MITTWOCH, 14.02.2018 One Billion Rising

Kultur. Freizeit

Gewerbemuseumsplatz 18h Als Zeichen der (globalen) Verweigerung, Gewalt gegen Mädchen und Frauen als gegeben hinzunehmen, sind alle aufgerufen, sich mit Tanz und Trommeln gewaltfrei zu erheben und ein Zeichen zu setzen respektive zu tanzen.

Im siebten Himmel

Lesung. Vortrag. Show. Unterhaltung. Freizeit

Planetarium 19h Musik und Geschichten von der Liebe unter den Sternbildern und Himmelskörpern zum Valentinstag.

Lesen für Bier

Comedy. Kabarett. Lesung. Vortrag

Parks 19:30h Lucas Fassnacht und Gäste lesen Texte vor, die Ihr mitbringen könnt. Nach jedem Vortrag entscheidet Ihr, ob die Textauswahl besser war oder die Performance. Der Gewinner bekommt pro Runde ein Bier.

Locas in Love

Seven Mitte Years Pt.1

Konzert

MUZ Club 20h 10 Jahre nach ihrem zweiten Album feiert die Kölner Indie-Folk-KrautFormation den Re-Release auf Vinyl.

Buddes Kammergroove

Konzert. Lesung. Vortrag

Gostner Hoftheater 20h „Die ganze Welt ist eine Bühne“: Schauspielerin Michaela Domes trägt Texte vor, Dr. „Faust“ Hermann Glaser kommentiert und Budde Thiem gibt seinen musikalisch Senf dazu.

Campus Jazz

Konzert

Jazzstudio Nürnberg 20h Studierende der Jazzsaxophon-Klasse der Hochschule für Musik unter der Leitung von Prof. Klaus Graf.

Miriam Spranger

Konzert

Weinerei 20:30h Singer-Songerwriterin aus Chemnitz. Eintritt frei.

Moscow Death Brigade

zert

Kon-

Kunstverein (Z-Bau) 21h Hardcore Rap aus Moskau. EIntritt frei.

DONNERSTAG, 15.02.2018 D/troit

CURT präsentiert: Konzert

Club Stereo 19:30h Dänemarks feinste Soul-Band präsentiert ihr Debütalbum. Support: Hot Klub. curt vergibt Tickets!

Feine Sahne Fischfilet

CURT präsentiert: Konzert

Stadthalle Fürth 20h Die Mecklenburger Punk-Truppe mit Spaß und Attitüde, die 2018 „Alles auf Rausch“ setzen. Support: tba. curt vergibt Tickets!

Literarisches bei Schnaps

CURT präsentiert: Lesung. Kultur.

Edel Extra 20h Illustre und prominente Literaten lesen Texte aus eigener oder fremder Feder – im stehen, sitzen oder liegen. Heute: Die in Leipzig lebende Theater- und Literaturallesmacherin Clara Ehrenwerth hält den Eröffnungsvortrag von „Greatest“.

Tipp! Disco. Party

Mitte Soundbar 23h Zum ersten Teil der Geburtstagszelebration kommt Mikael Nordgren aka Tiger Stripes, der mit seinen Techno und TechHouse-Produktion u.a. auf Desolat und Drumcode releast.

ImproBuffet

Comedy. Kabarett. Essen. Trinken

Parks 19h Zu Aperitif und Fingerfood-Buffet serviert das Improvisationstheater Holterdiepolter witzige und überraschende Szenen „à la carte“ nach den Wünschen des Publikums.

Bandkarusell

Konzert

MUZ Club 19:30h MUZ-beheimatete regionale Bands stellen sich vor, heute mit Schwerpunkt auf Indie, Songwriter und Alternative von und mit We Brought A Penguin, Nobutthefrog und Your Careless Spark.

Boybands Forever

Konzert. Show.

Meistersingerhalle 20h Musical-Show mit den Hits der Backstreet Boys, Take That, East 17, New Kids on the Block, Boyzone, N´Sync und One Direction.

Lesen für Bier

Comedy. Lesung. Vortrag

E-Werk 20h Kellerbühne // Lucas Fassnacht und Dr. Florian Janik, Oberbürgermeister der Stadt Erlangen lesen Texte vor, die Ihr mitbringen könnt.

The Menzingers

Konzert

Hirsch 20h US-amerikanische Punk-RockBand aus Philadelphia. Special Guests: Pup & Cayetana.

Aroncito y su Mezcla Perfecta

Konzert

Babylon Kino, Kellerbühne 20h Afrocubanische Musik und brasilianische Rhythmen haben es den sechs Musikern angetan.

Wandl

Konzert

Z-Bau 20:30h Roter Salon // Electronic, HipHop, R&B vom jungen österreichischen Produzenten.


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Umsonst & Drinnen Club

Konzert

E-Werk 20:30h Kellerbühne // Aufstrebende regionale Bands jeden Genres spielen bei freiem Eintritt. Heute mit Trip17.

Rauschen

Lesung. Vortrag. Bar. DJing

Künstlerhaus im KuKuQ 22h Zentralcafé // Rumhängen, Leute treffen, Drinks schlürfen, Musik hören und Tanzen mit wechselnden DJs. Heute: Verydeep DJ-Team - Elektronik Bass Kraut. Eintritt frei.

Go Gitarre! Go!

Disco. Party

Club Stereo 23h Super Independent Pop. Eintritt frei.

FREITAG, 16.02.2018 Seven Mitte Years Pt.2

Tipp! Disco. Party

Mitte Soundbar 23h Zum zweiten Teil der Geburtstagszelebration lassen es die Residents und Freunde krachen: Bernhard Groeger, Julian Haffner, Lutz & Maui, Moritz & Basti sowie Lara stehen an den elektronischen Decks.

Andy StrauSS

Lesung. Vortrag

E-Werk 20h Kellerbühne // Spoken Word Künstler, Poetry Slammer, Buchautor und Performance Künstler.

Maggie's Madness

Konzert

Hirsch 20h Classic-Rock im modernen Kleid: Ohrwürmer in Schwermetall mit treibenden Gitarrenriffs und eingängigen Hooklines.

Kiesewetters Gammarama

Konzert

Jazzstudio Nürnberg 21h Modern Mainstream mit dem Augsburger Holzbläser und Komponist Jan Kiesewetter, der seine neue CD vorstellt.

Klangklubnacht

Disco. Party

Z-Bau 22h Galerie // Bass und Liebe von und mit den Machern des Klangtherapie Festivals

Black Revolution

Disco. Party

Terminal90 22h DJ S4P serviert Black, RnB, HipHop, Freestyle, RAP sowie Dance.

TonKonzum

Disco. Party

KulturKellerei im KuKuQ 22h Ein bunt-stürmischer Mix aus Electroswing, Indietronics, Balkanbeats, Electrovibes und Indiefolk.

Treibstoff

Disco. Party

E-Werk 23h Tanz-Werk // Techno mit den DJs Durch Dick Und Dünn sowie Wild&disaZter.

Star FM Club

Disco. Party

Club Stereo 23h Die Clubnacht von Star FM mit Indie, Alternative, Rock & Punkrock

Gold & Butter

Disco. Party

MUZ Club 23h HipHop und Bass mit den DJs Qnoe und Manni Massiv und Gästen.

Grand Hotel Abyss

Disco. Party

Künstlerhaus im KuKuQ 23h Zentralcafé // Ein Abend zum Tanz in den Abgrund frei nach dem Punk-Slogan “No Future”: PostPunk, SynthiePop und Techno.

Gøttfried & Gregør All Night Long Disco. Party

Die Rakete 23h Zum ersten Mal spielen die Jungs ein All Night Long Set – aber leider auch ihr letztes gemeinsames TechHouse-Set überhaupt, bevor sich die Lebenswege der beiden erstmal trennen.

SAMSTAG, 17.02.2018 Seven Mitte Years Pt.3

Tipp! Disco. Party

Mitte Soundbar 23h Zum dritten Teil der Geburtstagszelebration kommt das britische House- und Techno-Duo, das u.a. auf Gruuv, 2020Vision und Hot Creations veröffentlicht.

Why So Serious ft. Sascha Braemer Disco. Party

Die Rakete 23h Erneuter Besuch vom Berliner DJ und Produzenten Sascha Braemer (Whatiplay, Danzte) zu Besuch bei Morizzle und seinen House-Drachen. Außerdem feiert Resident Peter Wolf Geburtstag in der Makrobe. Afterparty ab 6h inklusive.

Repair Café

Freizeit. Bildung. Business

E-Werk 11h Tagungsraum // Hier bekommt Ihr Hilfe zur Selbsthilfe für Euer altes elektrisches oder mechanisches “Ding”, das nicht mehr richtig funktioniert.

Thomas Rüger. Was bei mir wirklich hängen blieb Lesung.

AWOthek 19h Um gute wie schlechte Erinnerungen aus der Schulzeit hat sich der Autor und Verleger dieses Themas angenommen und regional sowie bundeweit bekannte Autoren gebeten, ihre Gedanken dazu aufzuschreiben. Eintritt frei.

Premiere: Idomeneo

Theater. Tanz

Miss May I, Fit For A King u.a.

Konzert

Z-Bau 20h Galerie // Metalcore von Miss May I, Fit For A King, Void Of Vision und Currents.

Kalamata

Konzert

Z-Bau 20:30h Roter Salon // Mit ihrer zweiten Platte wagt die Hildesheimer Band den Spagat zwischen massiver Stoner-PsychKante und progressive angehauchten Soundlandschaften. Support: Pyramid, Sonic Force.

Liebe! Mucke! Bier!

Konzert

Kunstkeller o27 20:30h Auf Einladung der Turbojugend Fürth gibt es Rock, Punk und Garage live von King Mastino, Deviltrain und Karin Rabhansel.

Phused! ft. Eddy Ramich

Disco.

Blok 21h Der inzwischen in Berlin ansässige DJ & Produzent beeinflusste die Entwicklung der Clubnächte und Festivals in Kroatien stark und veröffentlicht selber mit seiner Mischung aus House, Brokenbeats und obskurem Jazz auf Labels wie Compost.

Opernhaus 19:30h Dramma per musica in drei Akten von Wolfgang Amadeus Mozart.

Ü30 Party House Edition

Billie, Edith und Marlene

Terminal90 21h Klassiker gemixt mit aktuellem House Sound von und mit DJ Rewerb.

Konzert

Schauspielhaus 19:30h Kammerspiele // Ein Liederabend mit Elke Wollmann und Beatrice Kahl.

Klotzs, Düsenjäger

Konzert

Künstlerhaus im KuKuQ 19:30h Zentralcafé // Deutschsprachiger Punk & Noise. Support: [hi tereska].

Norbert Neugirg & hullerngroove Comedy. Kabarett. Lesung. Vortrag

Stadttheater Fürth 19:30h Satirische Lesung mit fränkischer Weltmusik.

Okra Playground

Konzert

Tafelhalle 20h Finnischer Folk-Pop: Sechs Vollblut-Musiker, Meister auf Kantele, Bogenharfe und Leier, verbinden traditionelle Instrumente mit modernen Synthie-Sounds.

Yo! Nbg

Disco.

Disco. Party

KulturKellerei im KuKuQ 21h Die Gäste MC Rene & Figub Brazlevic regulieren zusammen an den 1210ern und kredenzen den einen oder anderen Track live. Als Lokalmatadoren sind die Beatschrauber Kunfu & Clap Cotton sowie Beat Joe (Vegas Haus) und Dirk Diggler am Start.

Thomas Fink Trio

Konzert

Jazzstudio Nürnberg 21h Thomas Fink, der „fränkische Oscar Peterson“, mit powervoll swingendem Jazz.

Return of the 90s

Disco. Party

E-Werk 22h Saal, Clubbühne + Tanz-Werk // 90er-Jahre-Party auf 3 Areas von Oasis bis Dr. Alban, von Hip-Hop bis Britpop und von Eurodance bis Grunge.


118 eventkalender ...

Chuck Noize meets Circolo

Das Regenauer-Kuch Projekt

Kunstverein (Z-Bau) 22h Techno und House.

Stadttheater Fürth 18h Bernd Regenauer, Kabarettist und Träger des Deutschen Kabarettpreises, und Christoph Kuch, Deutscher Meister und Weltmeister der Zauberkunst in der Sparte Mentalmagie, erstmals gemeinsam auf den Bühnenbrettern.

Disco. Party

Rosa Hirsch

Disco. Party

Hirsch 22h Party für Gays und ihre Freunde.

Go 90s! Go! – Das GGG-Special

Disco. Party

Club Stereo 23h Indie und Alternative à la Nirvana, Pixies, Blur oder Offspring – zu später Stunde könnte auch für die Mädels “aus Versehen” Take That und die Spice Girls rausrutschen ...

SONNTAG, 18.02.2018 Humanistischer Salon

Tipp! Lesung. Vortrag. Kultur. Bildung.

Parks 11h Vorträge über Fortschritte der Wissenschaften und Argumente der Philosophie.

Insectophobie

Freizeit. Markt. Messe

Parks 10h Deutschlands größte mobile Ausstellung für Spinnen & Insekten, von Riesenspinnen über Skorpione bis Riesentausendfüßler und Gottesanbeterinnen.

Jazz für Kinder

Konzert. Familie

Kulturwerkstatt Auf AEG 11h In dem moderierten Konzert spielt sich die NUEJAZZCombo durch die Jazzgeschichte des 20. Jahrhunderts.

Leopold Tyrmand: Vom Bösen und vom Lebendigen

Konzert. Lesung.

Krakauer Haus 11:30h Im Rahmen der Sonntagsmatinée widmen sich Antje Cornelissen und Andrzej Baczewski dem literarischen Werk des polnischen Musikers und Autors. Musikalisch begleitet werden sie von Paweł Czubatka.

Comedy. Kabarett. Show. Unterhaltung

Liedgut 38

Konzert

Opernhaus 20h Gluck-Saal // Chansonabend mit Sophie Berner.

Prinz Pi

Konzert

E-Werk 20h Saal // Das Konzert ist breits AUSVERKAUFT!

Jazz4free

Konzert

E-Werk 20:30h Kellerbühne // Konzert bei freiem Eintritt. Heute mit Hillman’s Blues Band (Blues, R&B, Soul, Funk und Swing).

DIENSTAG, 20.02.2018 Egersdörfer & Artverwandte

CURT präsentiert: Konzert. Comedy. Kabarett. Unterhaltung. Kultur

Künstlerhaus im KuKuQ 20h Festsaal // Ein Abend voller Witz, Kabarett und Irrsinn mit curt-Kolumnist Egers und seinen Gästen des Abends Peter Harasim, Bumillo, Secret Song Service und dazu das fantastische Stammpersonal in Person von Ahmet Iscitürk, Bird Berlin und Carmen. Präsentiert von curt!

1001 Acoustic Nights #3: Jon Gomm CURT präsentiert: Konzert

Kulturwerkstatt Auf AEG 20h Der Mann aus Blackpool gehört zu den Ausnahmegitarristen unserer Zeit. Support: der amerikanischen Singer/Songwriter Guy Palumbo. curt vergibt Tickets!

Benefiz-Lesung mit Marianne Sägebrecht Konzert. Lesung.

Dreieinigkeitskirche 19h Die bayerische Schauspielerin will in den Urwald Südamerikas entführen. Die Künstler Bea Nyga und

Ralf Glenk schaffen mit ihrer Musik den passenden Rahmen. Der Erlös der Veranstaltung geht an Partnerprojekte in Surinam sowie an weitere weltweite Projekte für Mädchen und Frauen.

View

Konzert

Club Stereo 19:30h Juuso Ruohonen a.k.a. View gehört zu den erfolgreichsten finnischen Rappern und hat zusammen mit Kollegen wie Noah Kin das Genre in seiner Heimat revolutioniert. Support: Bobby Prime.

Faber

Konzert

E-Werk 20h Saal // 23-jähriger Songpoet aus Zürich mit seinen charmanten, mal bitterbösen, mal bittersüßen Geschichten aus dem Leben eines Künstlers.

Smile And Burn

Konzert

E-Werk 20h Tanz-Werk // Berliner IndieAlternative-Punk-Pop-Formation.

Flemming Borby

Konzert

Gostner Hoftheater 20h In der Reihe “ Loft Lo-Fi”. Eintritt frei.

MITTWOCH, 21.02.2018 U20 Poetry Slam

Lesung. Vortrag

E-Werk 19h Kellerbühne // Bühne für den Nachwuchs im modernen Dichterstreit. Eintritt frei.

Someday Jacob

Konzert

Club Stereo 19:30h Bremer IndieFolkRock-Band mit neuer CD im Gepäck.

Kafkas SchloSS

Theater. Tanz

Künstlerhaus im KuKuQ 19:30h Festsaal // Thalias Kompagnons interpretieren Kafkas Romanfragment mit kleinen Holzfiguren als boshaftes „Mensch-ärgere-dich“-Spiel voll Intrigen, Machtkämpfen und Beziehungsfallen.

Holler my Dear

Konzert

MUZ Club 20h Anlässlich der 3. CD-

Veröffentlichung „Steady As She Goes“ gehen die Berliner mit ihrem DiscoFolk aus Akustik-Pop, Swing und Funk auf große Deutschlandfahrt.

Capital Bra

Konzert

Hirsch 20h AUSVERKAUFT!

Henhouse Prowlers

Konzert

Kunstkeller o27 20:30h BluegrassCombo aus Chicago. Support: Devil’s Dandy Dogs Experience.

DONNERSTAG, 22.02.2018 Siegfried & Joy

Tipp! Show. Unterhaltung

E-Werk 20h Clubbühne // Neben kreativen Explosionen im Dienste der Zauberkunst, skandalösen Geschichten mit verblüffendem Ausgang und dem Zunichtemachen aller Zaubershow-Klischees, warten bei Siegfried & Joy auch charmant-skurriler Humor und zwei bezaubernd galante Männer.

Literarisches bei Schnaps

CURT präsentiert: Lesung. Vortrag. Kultur

Edel Extra 20h Illustre und prominente Literaten lesen Texte aus eigener oder fremder Feder – im stehen, sitzen oder liegen. Heute: Der Wahlberliner Robert Wenrich gibt interessante Einblicke in ein Thema, das noch nicht feststeht. Präsentiert von curt!

Raw Chicks.Berlin

Vortrag. Kino

Desi 19h Dokumentarfilm von Beate Kunath mit elf Porträts internationaler, in Berlin lebender Musikerinnen. Anschießend Gespräch und Diskussion mit der Regisseurin. Im Rahmen von sisteResist.

Folkshilfe

Konzert

Club Stereo 19:30h Quetschn-Synthi-Pop aus Austria.

Erlanger Kneipenchor

Konzert.

E-Werk 19:30h Clubbühne // Trinken. Lachen. Singen. Eintritt frei.


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Kafkas SchloSS

Theater. Tanz

Künstlerhaus im KuKuQ 19:30h Festsaal // Thalias Kompagnons interpretieren Kafkas Romanfragment mit kleinen Holzfiguren als boshaftes „Mensch-ärgere-dich“-Spiel voll Intrigen, Machtkämpfen und Beziehungsfallen.

Premiere: Kasimir und Karoline

Theater. Tanz

Markgrafentheater 19:30h Volksstück von Ödön von Horváth.

Blues Nacht für Gerd Huke

Konzert

Hirsch 20h Zu Ehren des vor einem Jahr verstorbenen Veranstalters (New Orleans Music Festival, Jegelscheune) spielen u.a. NC Brown Blues Band, Peter Schneider & The Stimulators, Ron Rindwood Trio, Peter Pelzner, Christian Willisohn u.a.

Rother Poetry Slam

Lesung. Vortrag

Kulturfabrik Roth 20h Genau sieben Minuten haben die Poeten von heute Zeit, um mit ihren vorbereiteten oder improvisierten Texten und einer möglichst ausdrucksstarken Performance das Publikum zu überzeugen.

Pegelia Gold & Polychrome Orchestra

Konzert

Kulturforum Fürth 20h Kleiner Saal // In ihren pittoresken Liedern lässt die eigensinnige Chanteuse bizarre Klangwelten aus Jazz, neuer Musik und Pop-Avantgarde erstehen, in denen es bisweilen pulsiert wie in einer spiritistischen Sitzung.

Jawknee Music, John Steam Jr. Konzert

Kopf & Kragen (im OTTO) 20h Wohnwagenurlaub mit Klampfe, drei Tage Bart und DIY-Spirit und Songs zwischen Rock, Punk, Folk und Indie.

Kodo

Konzert. Show. Unterhaltung

Meistersingerhalle 20h Jedes Jahr verlassen die japanischen Trommel-Virtuosen ihre abgeschiedene Insel Sado, um die Konzertsäle der Welt zum Vibrieren zu bringen.

Shilly Shally

Konzert

Vischers Kulturladen 20h Coverband mit einem Mix aus Soul, Rock, Blues, Folk und etwas Jazz.

Umsonst & Drinnen Club

Konzert

Beauty in Simplicity

Parks 18h Bei Thai Streetfood, Drinks und Musik verwandelt sich der Sternensaal in einen Nachtflohmarkt zum Stöbern, Schlendern, Schauen und Kaufen.

Planetarium 20h Klavierkonzert mit Kai Schumacher: Klavierstücke von Erik Satie werden zu Wegbereitern der Ambient Music eines Brian Eno, verfremdete Klavierklänge zur Wall of Sound des Post-Rock und Steve Reichs Minimal Music zum Ursprung elektronischer Clubkultur.

Markt. Messe. Essen. Trinken

Konzert

E-Werk 20:30h Kellerbühne // Aufstrebende regionale Bands jeden Genres spielen bei freiem Eintritt. Heute mit Skavaria (BalkanReggaeFunk).

Callejon

The Art of Improvisation

A Tale Of Golden Keys Instore Release Konzert Konzert

Konzert

Kulturwerkstatt Auf AEG 20:30h Im Focus der Konzertreihe stehen kammermusikalische konzertante Aufführungen, die sich mit dem Zusammenspiel von Klang und Ort beschäftigen.

Kala Brisella, LeVent

Konzert

Z-Bau 20:30h Roter Salon // Postpunk und Noise aus dem Berliner Untergrund.

Rauschen

Lesung. Vortrag. Bar. DJing

Künstlerhaus im KuKuQ 22h Zentralcafé // Rumhängen, Leute treffen, Drinks schlürfen, Musik hören und Tanzen mit wechselnden DJs. Heute: Mona & Manu - Dancy Gitarrenmusik. Eintritt frei.

Go Gitarre! Go!

Disco. Party

Club Stereo 23h Super Independent Pop. Eintritt frei.

FREITAG, 23.02.2018 Critical Mass

Tipp! Freizeit. Sport

Opernhaus 18h Der allmonatliche anarchische Fahrradritt durch Nürnberg, jeden letzten Freitag im Monat.

The Electric Family

Tipp! Konzert

Kofferfabrik 20:30h Allstar-Band mit Musikern von Amon Düül II, Die Ärzte, Grobschnitt, Boa's Voodoo Club u.a.: Prog-, Psychedelic-, Kraut-, Punk-, Country- und Folkrock.

Konzert

Nürnberger Nightmarket

Hirsch 19:30h Das aktuelle Album der fünfköpfige Metalcore-Band ist jüngst auf Platz 9 der deutschen Album-Charts eingestiegen.

mono-Ton Schallplatten 19:30h Das Nürnberger IndiePop-Trio veröffentlicht ihr neues Album und wird das im Rahmen eines kleinen, aber feinen Unplugged-Konzerts feiern. Eintritt frei.

Kafkas SchloSS

Theater. Tanz

Künstlerhaus im KuKuQ 19:30h Festsaal // Thalias Kompagnons interpretieren Kafkas Romanfragment mit kleinen Holzfiguren als boshaftes „Mensch-ärgere-dich“-Spiel voll Intrigen, Machtkämpfen und Beziehungsfallen.

Sol Heilo

Konzert

E-Werk 20h Clubbühne // Nach ihrer Karriere mit dem norwegischen Folk-Quartett Katzenjammer war es für die Musikerin, Komponistin, Produzentin, Künstlerin und Modedesignerin ein selbstverständlicher Schritt, auf Solopfaden zu wandeln.

Ohne Rolf

Comedy. Kabarett.

Tafelhalle 20h Für ihre “Plakatkünste” erhielt das Schweizer Duo u.a. en Deutschen Kabarett-Preis und den Deutschen Kleinkunstpreis.

Bairisch Diatonischer Jodelwahnsinn Konzert. Kabarett

Kulturfabrik Roth 20h Mit Ziach, Säge und Trompete, mit Tuba, Geigen- und Gitarrenzauber und ganz viel Spaß am Tun geht’s beherzt und ohne Scham ans Werk der Musikund Kabarettgruppe.

Julian Schunter ARTett

zert

Kon-

Kulturladen Zeltnerschloss 20h Stücke im Gestus des Cool Jazz und auf den Spuren von Lennie Tristano und Lee Konitz, von Gerry Mulligan und Chet Baker.

Premiere: Lieben. Leiden. Werther

Theater

Schauspielhaus 20:15h BlueBox // Stück nach Johann Wolfgang von Goethe.

Jaguwar

Konzert

Künstlerhaus im KuKuQ 21h Zentralcafé // Verträumter Noisepop / noisiger Shoegaze aus Berlin. Support: Fun Fare.

Monstrous Prospects

Konzert

Kunstverein (Z-Bau) 21h Sludge und Stoner. Support: Omega Soul, Cook Ray’s Gone.

FC Fritsche

Konzert

Jazzstudio Nürnberg 21h Virtuose Ruhrgebietsmannschaft unter Kapitän Felix Carlos Fritsche: Jeder darf sich einbringen und der Mannschaft zum Sieg verhelfen – egal wie, Hauptsache es knallt!

QuerBeat

Disco. Party

KulturKellerei im KuKuQ 22h Bunter Musik-Mix durch die letzten Jahrzehnte mit allem, was Spaß macht, von Indie über Funk bis Electro und Balkan mit DJ Sven.

D.I.A.S.

Disco. Party

E-Werk 22h Tanz-Werk // Goa-Rave mit bunten psychedelischen Geräuschen aller Art.


120 eventkalender ...

Herr Zegeye und Herr Keil

Theater. Tanz. Lesung. Vortrag

Stadttheater Fürth 22h Foyer // Veranstaltung mit Ensemble-Mitgliedern und Gästen.

Not Another Saxo Beat

Disco.

Desi 23h Techno, House und Electronica mit den Resident-DJs Bakuzap, Frederick Traumstadt sowie Murmel & Rochen.

Mountain High Bashment

Disco

Z-Bau 23h Roter Salon // Reggae & Dancehall Music mit den Selectors Marky General (Kingston/Jamaika) und Mountain High.

Let It Be Techno

Disco. Party

Z-Bau 23h Galerie // Ästhetischer und hypnotisierender Techno von der gebürtigen Kolumbianerin Adriana Lopez (Grey Report,Modularz). Local Support: Perigo und Rubus.

Need For Beat

Disco. Party

Club Stereo 23h Wilder Ritt von Indie über Britrock bis Austropop, Indiedance oder New Folk mit den DJs Johnny Dekante (Veni Vidi Veekend) und Ma?xx (fckfrvr).

Rakete Resident Night

Disco. Party

Die Rakete 23h Heute drehen die Stammspieler Bernhard Groeger, In-Common und Patpat an den Plattentellern von Techno bis House. Dazu Pfandmarkenrückholaktion.

SAMSTAG, 24.02.2018 Leyya

CURT präsentiert: Konzert

Club Stereo 19:30h Mit Auftritten auf dem Iceland Airwaves, in Barcelona auf dem Primavera Sound und als Gewinner des Amadeus Award Österreichs zählt das Duo zum Besten, was die Alpenrepublik derzeit an Electropop zu bieten hat. curt vergibt Tickets!

Giant Rooks

CURT präsentiert: Konzert

E-Werk 20h Clubbühne // Die fünf Jungs aus Westfalen sind mit ihrem ArtPop bun-

desweit auf Erfolgskurs und werden bei ihrer energiegeladenen Liveshow neben bereits veröffentlichten Songs auch neue Tracks präsentieren. curt präsentiert und vergibt Tickets!

Bucovina Club

Tipp! Disco. Party

Künstlerhaus im KuKuQ 22h Festsaal // Balkan-Beat und Rock&Roll Ekstase mit DJ Shantel – das letzte Mal vor dem Umbau des Künstlerhauses.

Repair-Café

Freizeit. Bildung. Business

Oasis Jugendhaus 13h Ehrenamtliche Profis reparieren defekte Gebrauchsgegenstände (Stehlampe, Kaffeemaschine etc.) und geben Anleitung zur Selbsthilfe. Eintritt frei.

Theaterführung

Vortrag. Freizeit

Markgrafentheater 14h Einblicke in die Historie sowie in Bereiche, die dem Theaterbesucher sonst verborgen bleiben, des ältesten bespielten Barocktheater Süddeutschlands.

Norwegentag

Musik.Vortrag. Kultur. Freizeit. Markt. Messe

Südpunkt 14h Der bundesweit organisierte Verein „Deutsch-Norwegische Freundschaftsgesellschaft“ feiert sein 30-jähriges Jubiläum mit einem Marktplatz, Vorträgen und einer musikalischen Nordlandreise. Eintritt frei.

Premiere: Draussen vor der Tür

Theater.

Konzert

LUX 19:30h Nachfolgeband der der A-Cappella Band Wise Guys.

Poetry Slam

Lesung. Vortrag

Parks 20h Wettkampf um das stärkste Wort, moderiert von Lucas Fassnacht.

The Shadow Lizzards

Konzert

MUZ Club 20h Album-Releaseparty des jungen Power-Rock-Trios aus Nürnberg. Support: Cameron Lines (Garagerock).

Comedy. Kabarett

Loni-Übler-Haus 20h "Die Hölle des positiven Denkens" heißt das aktuelle Programm der Kabarettistin. Im Rahmen der 29. Frauenkabarettreihe.

Global Art Session

Konzert. Kultur. Kunst. Design. Freizeit.

Kulturwerkstatt Auf AEG 20h Bei der vorläufig letzten iterkulturellen und interdisziplinären Kunst- und Kultur-Session mit Musik, Bildender Kunst, Video-Art, Tanz, Kochkunst etc., werden die Themen Macht und Mode in Bezug zueinander gesetzt. Eintritt frei.

Die Croonies

Konzert

Jegelscheune Wendelstein 20h Schlager der 20er und 30er Jahre: Zu Gast bei Max Hansen, Zarah Leander und Co.

Sailor´s Blues

Konzert

GroSSe Freiheit 20h Mit Peter Hammer & Curley Kauper.

Voyage en chansons

Konzert

Kulturladen Röthenbach 20h Eine französische Chansonreise mit Dany Tollemer. Das Repertoire reicht von Aznavour, Piaf, Brel, Gainsbourg bis zu Zaz.

Bülbül Manush

Schauspielhaus 19:30h BlueBox // Stück von Wolfgang Borchert..

Alte Bekannte

Patrizia Moresco

Konzert

Villa Leon 20h Oriental-Balkan-Funk mit Blechgebläse und hohem Spaßfaktor.

Mittendrin - Ungesagtes und Besungenes Konzert

Kulturladen Ziegelstein 20h Ein bunter und poetischer Abend quer durchs Gemüsebeet der verschiedenen Musikstile mit Anja Bergmann und Dagmar Betz. In der Reihe „Poetische Klänge“.

Rita, Mic Mali und Fránk Bayer

Konzert

Kopf & Kragen (im OTTO) 20h Junge Singer/ Songwriter mit dem Gespür für Pop, Soul & Funk.

Nürnberger Symphoniker

Konzert

Meistersingerhalle 20h Werke von Zhanhao He,Felix Mendelssohn Bartholdy und diverser Komponisten traditioneller Chinesische Musik unter dem Motto „Großes Chinesisches Neujharskonzert“.

Gayle Tufts

Comedy. Kabarett

Tafelhalle 20h Klug, witzig, weiblich lässt die seit 25 Jahren in Deutschland lebende USAmerikanerin den Blick über ihre Landsleute gleiten und räumt auf beiden Seiten mit Vorurteilen auf.

Premiere: Ein Muster aus Augenblicken Theater.

Gostner Hoftheater 20h Stück des RGB-Ensembles.

Retro

Disco. Party

Parks 21h Ü-30 Party mit der musikalischen Zeitreise durch die letzten Jahrzehnte von den 80ern bis heute auf zwei Areas.

Tonegallery ... Do Lennie Tristano

Konzert

Jazzstudio Nürnberg 21h Die Musik von Lennie Tristano ohne Klavier? Das Quartett beweist, dass das geht.

Sans Souci

Disco. Party. Konzert

Desi 22h Quer durch Hip-Hop, Funk und Future Beats.

Monsters Of Jungle

Disco. Party

Z-Bau 22h Galerie, KV // Bass-Sound von Jungle bis Drum&Bass, Trap und Dubstep.

Reggae Hit The Town

Disco. Party

Künstlerhaus im KuKuQ 22h Zentralcafé // Reggae, Rocksteady und original Ska von alten Originalscheiben mit den DJs Dr. Gorgon und Judge Celik sowie den Gästen Prince Of Peace und The Hippy Boy.

FunkSoulBrother

Disco. Party

KulturKellerei im KuKuQ 22h Funky Breaks, Rollin' Soul, Jazz Kicks, E-Funks und Big Beats mit DJ Josch.


121 ... updates auf www.curt.de

Elektrisch & Die Rakete pres. Pappenheimer, Niereich uvm.

Disco. Party

Hirsch & Rakete 22h Großer elektronischer Steilgang am ganzen Vogelweiher mit u.a. Pappenheimer (Abfahrt), Niereich (Intacto Rec.) sowie zahlreichen Locals und Residents.

80er/90er

Disco. Party

Terminal90 22h Der schräge Sound der 80er und 90er zwischen Trash und Glamour, Tennissocken und Lederkrawatten, Cherry Coke und Champagner mit DJ Frank Sonique.

Chartbreaker

Disco. Party

E-Werk 22h Saal // Die volle Chartdröhnung der letzten Jahrzehnte.

Female Forces: 24h Kollektiv w/Zola & Jana Falcon Disco. Party

Z-Bau 23h Roter Salon // Frauenpower am DJ-Pult: Zola und Jana Falcon aus Berlin bringen neben Glanz und Wärme vor allem Disco, Oldschool-House, Funk und UK Garage mit. Support: VA.Bene und Tobi Rakete.

DJ Duell

Disco. Party

Club Stereo 23h Beat-Gefecht von Indie über HipHop bis DiscoRock und AustroPop mit den DJs GlitzerDJMarius vs Tommy Yamaha.

Jamaica NICE!

Disco. Party

E-Werk 23:30h Tanz-Werk // Die Jungs von Mangotree Sound servieren Dancehall, Reggae, Afro, Soca und HipHop.

SONNTAG, 25.02.2018 Die Ganze Welt ist Bühne – Theaterlandschaft Franken

Theater. Tanz. Lesung. Vortrag

Stadttheater Fürth 11h Foyer // Buchpräsentation mit Hermann Glaser, Michaela Domes, Budde Thiem (Klavier).

Fürth City Stompers

Konzert. Essen. Trinken

Jazzstudio Nürnberg 11h Jazzfrühschoppen mit New Orleans Jazz in einer geradezu kammermusikalischen Besetzung. Dazu Weißwurst und Bier.

Jazzfrühstück

Konzert. Essen. Trinken

Kulturladen Nürnberg Nord e.V. 11h Heute Blues, Folk und Rock mit Roli Müller und Klaus Mages.

Unicorn Disco

Disco. Party

Z-Bau 14h Galerie // Party für Menschen mit/ohne Handicap in barrierefreier Umgebung mit aktuellen Party-Hits.

Tauschrausch

Markt. Messe

Südpunkt 14h Gut erhaltene und saubere Kleidung, Schuhe, Taschen oder Schals mitbringen und nach Lust, Laune und Geschmack gegen andere neue Lieblingsstücke eintauschen.

Büchertausch

Freizeit. Markt.

Kulturwerkstatt Auf AEG 14h Lebhaftes Büchertauschen für Groß und Klein. Bei Kaffee und Kuchen kann vor Ort gleich geschmökert und reingehört werden. Eintritt frei.

heilSam & Herwig Schaffner

Konzert

Hausbrauerei Altstadthof 19h Der jungen Erlangerin Leonie Polster dient das Klaver als eine Art Ventil mit heilender Wirkung, ihre gefühlvollen Balladen begleitet der Wiener Ausnahmegeiger Herwig Schaffner von der Band Cobario.

Poetry Slam

Lesung. Vortrag

E-Werk 20h Saal // Gewiefte Wortakrobaten mit gewiefter Rhetorik.

Dancin´ Carmina Burana

Konzert. Theater. Tanz. Show.

Meistersingerhalle 20h Orffs lebenspralle szenische Kantate trifft auf energiegeladenen Streetdance von heute.


122 eventkalender ...

Venenum, Slaegt

Konzert

Z-Bau 20:30h Roter Salon // Ancient Death Metal. Support: Sacroscum.

Jazz4free

Konzert

E-Werk 20:30h Kellerbühne // Konzert bei freiem Eintritt. Heute mit Rio Acima (SambaFusion).

Guts Pie Earshot

Konzert

Kunstkeller o27 20:30h Mixtur aus höchst tanzbarem Techno, Breakbeat, Punk, Jazz und World Music. Support: Mondstaubmaschine.

MONTAG, 26.02.2018 Irish Spring 2018

Konzert

Kulturfabrik Roth 20h Reisendes keltisches Frühlings-Folk-Festival mit u.a. Cassie & Maggie MacDonald, dem irischen Quartett Ríanta um Geigenkönigin Karen Hickey und dem Trio High Time.

DIENSTAG, 27.02.2018 School Jam

Konzert

Luise 18h Schüler-und Nachwuchsfestival. Eintritt frei.

Chinesisches Frühlingsfest

Theater. Tanz. Show. Unterhaltung. Kultur

Heilig-Geist-Saal 19h Zum chinesischen Frühlingsfest bringt die Overseas Chinese Arts Truppe aus der chinesischen Partnerstadt Shenzhen mit Oper, Tanz, Instrumentalmusik, Kampfkunst und Akrobatik einen Hauch von China nach Nürnberg.

Das Lesen der Anderen

Musik. Comedy. Lesung. Vortrag

Künstlerhaus im KuKuQ 20h Zentralcafé // Lesebühne mit Musik nach Berliner Vorbild: In lockerer Atmosphäre werden mit einem festen Ensemble Texte und Songs präsentiert.

Science Busters

Vortrag. Show. Bildung.

E-Werk 20h Saal // “Warum landen Asteroiden immer in Kratern?” – Eine aufklärerische, farbenprächtige Show zum 10-jährigen Jubiläum der “Kelly Family der Naturwissenschaft”.

Michael Mittermeier

Comedy.

Kulturfabrik Roth 20h Ein Mann, ein Mikro, keine Regeln: Ring frei für die klassische Stand Up Comedy. Mit Anzug und Style. Ehrlich, hart und ohne Mundschutz.

Holterdiepolter!

Theater. Unterhaltung

Cinecitta 20h Monatliches Improvisationstheater-Match mit Gästen aus nah und fern.

MITTWOCH, 28.02.2018 Freizeit-Messe

Tipp! Familie. Freizeit. Markt. Messe. Sport.

Messezentrum 10h In acht Hallen dreht sich bis 4. März alles um die Themen Reisen, Haus & Garten, Reisen & Camping, OutdoorAktivitäten und allgemeine Freizeitangebote.

Bausa

Konzert

Löwensaal 19:30h Vor allem durch die Zusammenarbeit mit Capo und Haftbefehl wurde der Newcomer der Deutschrap-Szene in den letzten beiden Jahren bekannt.

Christian Schulte-Loh

Comedy. Vortrag

Club Stereo 19:30h Seit Jahren als deutscher Komiker in England erfolgreich, berichtet der Komiker von seinen Auftritten vor volltrunkenen britischen Hafenarbeitern oder steinreichen Lords.

Gerhard Polt und die WellBrüder aus´m Biermoos Konzert.

Comedy. Kabarett

Stadttheater Fürth 19:30h Ein unterhaltsamer „Bairischer Abend“ der besonderen Art, fernab von weiß-blauer Weißwurst-Idylle und Bierseligkeit.

The Tiger Lillies

Konzert

Tafelhalle 20h Mischung aus CabaretSounds der Goldenen Zwanziger, anarchischer Oper und Gypsy-Musik aus England.

Lesen für Bier

Comedy. Lesung. Vortrag

Phil & Lunch

Konzert

Germanisches Nationalmuseum 13h Im Café spielt das Orchester der Staatsphilharmonie Nürnberg eine Mittagspause lang.

Premiere: Trigger

Theater. Tanz

E-Werk 20h Kellerbühne // Lucas Fassnacht und Gäste lesen Texte vor, die Ihr mitbringen könnt. Nach jedem Vortrag entscheidet Ihr, ob die Textauswahl besser war oder die Performance.

Künstlerhaus im KuKuQ 19:30h Festsaal // Choreografin Alexandra Rauh und Regisseur Gunnar Seidel fordern mit Soundflächen, Textfragmente, tänzerische Aktionen und Dunkelheit die Wahrnehmung heraus ...

James Vincent McMorrow

Rooftop Stories

E-Werk 20h Saal // Der irische Folkpopmusiker arbeitet mittlerweile mit Produzentengrößen wie Jimmy Douglass (Donny Hathaway, Timbaland) und John O’Mahony (Metric, Coldplay). Support: Paul Noonan..

Terrazza Fürth 19:30h Das Fürther Autorenduo „Die Schaffenskrise“ und die Poetry Slammerin Lara Ermer Künstler laden junge Autoren und Musiker zu einem gemeinsamen Abend. Heute mit Lisa Lindner und Chiona Hufnagel. Musik: Me And Reas. Eintritt frei.

Konzert

Sigi Zimmerschied

Comedy. Kabarett

Gostner Hoftheater 20h „Der siebte Tag“ heißt das Programm des Kabarettisten.

La Bané

Konzert

Weinerei 20:30h Indie-Pop. In der Reihe “Das Konzert am Mittwoch”. Eintritt frei.

DONNERSTAG, 01.03.2018 Freizeit-Messe

Tipp! Familie. Freizeit. Markt. Messe. Sport.

Messezentrum 10h In acht Hallen dreht sich bis 4. März alles um die Themen Reisen, Haus & Garten, Reisen & Camping, OutdoorAktivitäten und allgemeine Freizeitangebote.

Zugezogen Maskulin

CURT präsentiert: Konzert

E-Werk 20h Clubbühne // Das Berliner HipHop-Duo mit ihrem neuen Album "Alle gegen Alle", wieder gefüllt mit den sarkastischen Kommentaren und Persiflagen, die die Fans so lieben. curt vergibt Tickets!

WhoMadeWho

CURT präsentiert: Konzert

Z-Bau 20:30h Galerie // Die Dänische Electronic-Indie-Dance-Maschine. curt vergibt Tickets!

Konzert. Lesung.

Vortrag

Gerhard Polt und die WellBrüder aus´m Biermoos

Konzert. Comedy. Kabarett

Stadttheater Fürth 19:30h Ein unterhaltsamer „Bairischer Abend“ der besonderen Art, fernab von weiß-blauer Weißwurst-Idylle und Bierseligkeit.

Umsonst & Drinnen Club

Konzert

E-Werk 20:30h Kellerbühne // Aufstrebende regionale Bands jeden Genres spielen bei freiem Eintritt. Heute mit Enzian Music und Johanna Mauk.

Go Gitarre! Go!

Disco. Party

Club Stereo 23h Super Independent Pop. Eintritt frei.

FREITAG, 02.03.2018 Freizeit-Messe

Tipp! Familie. Freizeit. Markt. Messe. Sport.

Messezentrum 10h In acht Hallen dreht sich bis 4. März alles um die Themen Reisen, Haus & Garten, Reisen & Camping, OutdoorAktivitäten und allgemeine Freizeitangebote.


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Literarisches bei Schnaps

CURT präsentiert: Lesung. Vortrag. Kultur.

Edel Extra 20h Illustre und prominente Literaten lesen Texte aus eigener oder fremder Feder – im stehen, sitzen oder liegen. Heute: Der Hamburger Autor Malte Abraham liest einen noch namenlosen Text.

Kasimir und Karoline

Theater.

Markgrafentheater 19:30h Volksstück von Ödön von Horváth.

Cobario

Konzert

LUX 19:30h Mehrfach preisgekröntes Gypsy Akustik-Trio aus Wien.

Rap am Mittwoch

Konzert

Hirsch 20h Plattform, Talentschmiede und Community für die Rap-Szene.

südpunkt-Disco

Disco. Party

Südpunkt 20h Eingeladen sind alle, die Spaß daran haben von Abba bis Zappa und allen Stilrichtungen abzutanzen.

Comedy-Mix

Comedy. Kabarett

E-Werk 20h Kellerbühne // Comedians aus Deutschland stellen sich vor. Eintritt frei.

Electric Planets

Konzert. Kino

Planetarium 20h Das ensemble KONTRASTE spielt die Planeten-Suite von Gustav Holst, dazu Visuals von den Videokünstlern Frieder Weiss & Matthias Härtig.

Corroded

Konzert

Z-Bau 20:30h Roter Salon // Schwedische Heavy Metal Combo.

Techno Classics

Disco. Party

Terminal90 22h Klassiker aus 25 Jahren Techno & Trance mit DJ Mad.

Electronic Circus ft. Jazzrausch Bigband

Disco. Konzert

E-Werk 22h Saal // Feier-Zirkus mit Artisten und den DJs Lukas Koch & Oliver Sudde und der Resident-Bigband des Technoclubs Harry Klein in München.

Turnup Rubchinskiy

Disco. Party

Kunstverein (Z-Bau) 22h Trap und Bass Music mit den DJs Avaion, Saysry, The J’s, Christoff Riedel und George Abyss.

SCHWARZ MARKT

SAMSTAG, 03.03.2018 Freizeit- & Whisk(e)y-Messe

Tipp! Familie. Freizeit. Markt. Messe. Sport.

Messezentrum 10h In acht Hallen dreht sich bis 4. März alles um die Themen Reisen, Haus & Garten, Reisen & Camping, OutdoorAktivitäten und allgemeine Freizeitangebote. Zudem klinkt sich dieses Wochenende die Whiskymesse „The Village“ mit allem Notwendigen rund ums flüssige Gold mit ein.

1. FC Nürnberg SpVgg Greuther Fürth

Tipp! Sport

Max-Morlock-Stadion 13h Derby-Zeit im Frankenland!

Weitere Infos auf www.agentur-zeitvertreib.com

Theater Dreamteam: Allein unter Würmern Tipp! Theater. Tanz Kulturwerkstatt Auf AEG 19:30h Gänsehaut und Nervenkitzel, sarkastischer Humor und nachdenkliche Momente, bewegende Bilder und viel Spaß sind auch im neuen Stück der Inklusionstheatergruppe garantiert.

Erobique

CURT präsentiert: Disco. Party.

Z-Bau 22h Galerie // Gemäß dem Motto 'Grace Under Pressure' schleift Mr. Disco aka Carsten 'Erobique' Meyer aus den Fossilien der Tanzmusik der letzten 50 Jahre feinste Discodiamanten. curt vergibt Tickets!

Schwarzmarkt

Kunst. Design. Freizeit. Markt. Essen. Trinken

Parks 11h Zweitägiger Designmarkt für Kunst (Graffiti, Streetart, Illustration, Handlettering, Livepainting), Kulinarik (Workshops, Foodfotografie, Vorträge, Craftbeer, Kochkurse) und Klamotte (Jungdesigner, Labels, Manufakturen).

Deathrite

Konzert

Künstlerhaus im KuKuQ 19:30h Zentralcafé // Death Metal aus Dresden. Support: Space Chaser, Phantom Winter.

Kasimir und Karoline

Theater.

Markgrafentheater 19:30h Volksstück von Ödön von Horváth.

Brian Fallon & Howling Weather

Konzert

Löwensaal 19:30h Während sein Band The Gaslight Anthem immer noch in Pause verharrt, kombiniert Frontmann Fallon weiterhin Country und Folk mit klassischem Rock&Roll und der Energie von Hardcore und Punk.

Wiederaufnahme: Der Nussknacker Konzert

Opernhaus 19:30h Ballett von Goyo Montero.

Stefan Hippe und das Akkordeonorchester

Konzert

Tafelhalle 20h Kurze Geschichte der Akkordeonorchestermusik: Fritz Dobler zum 90. Geburtstag.

Wenn ich mir was wünschen dürfte ... Konzert. Lesung. Vortrag

Südpunkt 20h Berühmte Opernarien, stimmungsvolle Operettencouplets, szenisch interpretierte Kunstlieder, freche Chansons, Kabarettlieder, Brechtsongs, freie Improvisation und Schlager aus den 30er Jahren.

Lizzy Aumeier & die weiSSen Lilien

Konzert. Kabarett

Kulturfabrik Roth 20h Fünf hochvirtuose, ausgezeichnete Musikerinnen um die Kabarettpreisträgerin Lizzy Aumeier, widmen sich den Geheimnissen weiblicher Legenden.


124 eventkalender ...

Peter Maffay

Konzert

Arena Nürnberger Versicherung 20h Seine großen Hits und Raritäten aus über 40 Jahren Rock&Roll-Geschichte auf der MTV Unplugged Tour.

Electric Planets

Konzert. Kino

Planetarium 20h Das ensemble KONTRASTE spielt die Planeten-Suite von Gustav Holst, dazu Visuals von den Videokünstlern Frieder Weiss & Matthias Härtig.

VIP Trio

Konzert

Gostner Hoftheater 20h Jazzstandards und eigene Kompositionen vom jungen Trio aus Würzburg und Bandleaderin Victoria Pohl.

Geranien & Katzenjammer

Konzert. Theater. Tanz

Kulturort BadstraSSe 8 20h Tango, Klassik, Straßenmusik und anderer Stilrichtungen mit erzählerischen und theatralen Elementen.

Saitenwechsel

Konzert. Comedy. Kabarett. Lesung. Vortrag

E-Werk 20:30h Kellerbühne // Offene Bühne für Musik, Kabarett, Poesie und Akrobatik bei freiem Eintritt.

Chefdenker

Disco. Party

E-Werk 21h Saal, Tanz-Werk // Der Name ist Programm: Die volle 80er-Breitseite von Pop über Wave bis Classics und Alternative.

Bass Army

Tipp! Familie. Freizeit. Markt. Messe. Sport.

Messezentrum 10h In acht Hallen dreht sich bis 4. März alles um die Themen Reisen, Haus & Garten, Reisen & Camping, OutdoorAktivitäten und allgemeine Freizeitangebote. Zudem klinkt sich dieses Wochenende die Whiskymesse „The Village“ mit allem Notwendigen rund ums flüssige Gold mit ein.

Theater Dreamteam: Allein unter Würmern

Tipp! Theater

Kulturwerkstatt Auf AEG 16h Gänsehaut und Nervenkitzel, sarkastischer Humor und nachdenkliche Momente, bewegende Bilder und viel Spaß sind auch im neuen Stück der Inklusionstheatergruppe garantiert.

Alexander Herrmann

Tipp! Show. Unterhaltung. Essen. Trinken

Meistersingerhalle 18h Wie der Titel des Programms “Schnell mal was Gutes” vermuten lässt, geht es in der Show des umtriebigen Kochs (Palazzo) um die fixe Zubereitung von einfachen Gerichten. curt vergibt Tickets!

Kunst. Design. Freizeit. Markt. Essen. Trinken

Parks 11h Zweitägiger Designmarkt für Kunst (Graffiti, Streetart, Illustration, Handlettering, Livepainting), Kulinarik (Workshops, Foodfotografie, Vorträge, Craftbeer, Kochkurse) und Klamotte (Jungdesigner, Labels, Manufakturen).

Bernstein-Ensemble

Konzert. Essen. Trinken

Disco. Party

Z-Bau 22h Roter Salon // Kollektiv mehrerer regionaler DJs und Producer rund um Trap, Future-House, Hardstyle und Dubstep.

Take off 90s & more

Freizeit- & Whisk(e)y-Messe

Schwarzmarkt

Konzert

Kunstverein (Z-Bau) 21h Punkrock aus Köln. Support: Endlich Schlechte Musik, Minipax, SMIL.

80er Party

SONNTAG, 04.03.2018

Disco. Party

Terminal90 22h DJ Carlos legt seine BestOf Selektion aus 20 Jahren Musikgeschichte auf den Plattenteller inkl. Video-Performance.

Kulturladen Gartenstadt 15h Ein Nachmittag wie im alten Wien: Salonmusik vom Walzer bis zu Märschen und Tänzen. Dazu Kaffee und selbstgebackener Kuchen.

Ferenc Babari Quintett

Konzert

Südpunkt 16h Salon und Cafehausmusik, von Walzer über Operette bis Czardas.

Liedgut 39

Konzert

Opernhaus 20h Gluck-Saal // Junge Stimmen – Liederabend des Internationalen Opernstudio Nürnberg.

Rolf Miller

Comedy. Kabarett

Tafelhalle 20h „Alles andere ist primär“ heißt das aktuelle Programm.

Electric Planets

Konzert. Kino

Planetarium 20h Das ensemble KONTRASTE spielt die Planeten-Suite von Gustav Holst, dazu Visuals von den Videokünstlern Frieder Weiss & Matthias Härtig.

Jazz4free

Konzert

E-Werk 20:30h Kellerbühne // Konzert bei freiem Eintritt. Heute mit Sonny Ronnie & The Shotguns (Blues, R&B).

MONTAG, 05.03.2018 Creative Monday

Tipp! Vortrag. Kunst. Design. Bildung. Business

Neues Museum 19h Hier könnt Ihr Euer Projekt bzw. Eure Idee vorstellen und somit Mitstreiter bzw. Leute kennen lernen, die Euch bei dem Projekt helfen und von Nutzen sein könnten. Eintritt frei.

DIENSTAG, 06.03.2018 King King

Konzert

Hirsch 20h Nach dem Erfolg mit dem mehrfachausgezeichnetem Album aus dem Jahr 2015, erschien im Oktober letzten Jahres das mittlerweile vierte Studioalbum der britischen Bluesrock-Band.

MITTWOCH, 07.03.2018 Maerzfeld

Konzert

Hirsch 19:30h Vertreter der sogenannten Neue Deutsche Härte.

Der Februar ganz aktuell, Komplett unD noch viel ausführlicher und viel, viel besser verlinkt auf unserer website www.curt.de/nbg tickets verlosen wir da auch. Free hugs? sowieso.

Und wenn ihr kleine geschwister oder Kinder habt: www.curt-kids.de!


125 ... updates auf www.curt.de

Birdi´s e eck Liebes eine Mehr als e: n Kolum ine e h c li näm t! a Wohlt

Also wenn eine Stadt so cool ist und Kulturhauptstadt Europas werden kann, dann Nürnberg! Kurz hinter dem bis zum Kragen hochgefüllten Christkindlesmarkt prellte Martin seinen Kollegen um 5 Makronen. Irgendwie musste es sich ja lohnen, dieses putzig delikate Leben am Rand der vollgepackten Teller eben, denn beide waren eher arg und nicht besonders stark. Und gar nicht weit, am für immer blau illuminierten Burgberg, kaufte Martin sein blumig duftendes Haschisch und genoss den Saphir-dunstigen Nachtisch Rücken an Rücken mit seinem Kollegen, dem Zwerg. Gleich daneben fischten die Beiden schwarz in der Pegnitz dreieinhalb glitschige Lachsforellen. Aber wohin sollten sie sie denn nur stellen? In ihrer Bude war doch nur Platz für das Harz. Und so wanderten die glitzernden Fische nach und nach auch ab in die leckere Mische. Geschmacklich war das klar an Paul Bocuse vorbei, aber Martin und seinem Zwerg war das erst mal egal. Hauptsache, sie waren schön legal und hatten nicht so viel matschigen Kopfbrei, denn es gab ja kulinarisches zur Feier der größten Kulturhauptstadtwurst Europas: leckerste Birne Helene Fischer mit Musik. Ganz ohne Trick - très chique!

foto: cris civitillo

In diesem Sinne Bon Appétit Euer Birdi


126 kolumne Theo Fuchs ...

Foto: Katharina winter


127 ... hinten raus.

Es gibt menschen, da freuen wir uns, wenn wir sie nicht sehen müssen, oder sprechen. Denn sie sind emsig und senden uns ihre Texte von selbst, weil sie wissen, dass sie uns gefallen. hier mal einen krimi, dort mal ein Kammerspiel oder wieder einen roman (an dem gerade geschnitzt wird!) ... immer her damit, danke, theo!

theobald O.J. fuchs: Alles hört auf mein Kommando Handlungsanweisung Man besorge sich einen Planeten, auf dem intelligentes Leben siedelt, wähle ganz nach persönlichem Geschmack einen Kontinent und irgendeine Stadt, in der man am besten im zweiten Stock eines Hauses eine Wohnung mit Balkon zum Hinterhof anmietet. Man trete hier hinaus, so wie man sich am wohlsten fühlt, nur achte man darauf, sich halbwegs schicklich zu bedecken, wo immer notwendig (z.B. „untenherum“). Denn freilich hat man darauf geachtet, dass jenseits der Mauer, die den Hinterhof beschließt, ein großer Schulpferch lärmt und hüpft und rennt, voll der darin eingehegten pausierenden Schüler, und dazwischen, wie eine Baulücke, ein Lehrer. Und hier beginne man seine große Rede an die Elemente und die Himmelsrichtungen und ende nicht, ehe man fertig gesprochen hat. Anfang: Schwarzer Gürtel in Termin-Karate. Wenn einer etwas harthörig ist und ungern sich etwas sagen lässt – was dann? Wie zu einem solchen durchzudringen, als Einzelner oder auch im Kollektiv, oder gar als die Gesamtheit der Menschen da draußen? Wie etwas sagen, ohne ein Erdbeben zur Hilfe zu nehmen? Da ist ein Mensch, der auf allen Ebenen, wirklich allen, oder besser: Medien gerufen werden will. Soweit die gesicherten Fakten. Jetzt kommen wir zur Fiktion: Welcher Inhalt des Rufes gereicht uns zur Stillung des Dranges zum Rufe?

Mitte: Eine Lösung für jeden überall Die Welt will dir etwas sagen! Hör hin! Die Glocken läuten auffallend lange und auffallend laut, schon früh um acht! Dreißig Mal bereits hat es an der Tür geklingelt, auf der Straße wird gehupt wie während eines Feuerwerks, ja sogar die Erde bebte vorhin kurz (wenngleich es wahrscheinlich nur eine sehr voll beladene U-Bahn war, die hastiger abbremste als sonst)! Bloß jetzt kapier doch endlich: Jemand will dir etwas sagen! Mach die Augen auf! Die Sterne stehen für dich tagsüber am Himmel, der Mond hängt am endemischen Horizont herum und nicht nur eine, sondern gleich zwei Sonnen scheinen – nicht für dich, sondern deinetwegen! Das ist ein Unterschied. Aufwachen, hallo! Hinhören, Mensch! Los, los, los, höchste Eisenbahn! Horch! Der Wind rüttelt am Fenster wie ein Gutachter und heult durch den Schornstein als übte er Flötespielen. Obacht! Der Fluss schlägt Purzelbäume in seinem Bett und reißt alles Lose und Lockere mit sich wie ein Gerichtsvollzieher, der durch die Wohnung eines abgewrackten Kunstmalers rauscht. Herrschaftszeiten! Birken und Buchen tanzen, Vögel jedweder Bauart applaudieren mit schlagenden Schwingen, ausholender und zuckender als jemals zuvor: Herschauen! Zuhören! Mitdenken! Anpacken! Es geht um DICH! DU bist dran! Auf! Jetzt! Oder nie! Vorwärts soll es gehen, alter Pionier, durch die Zeit wie ein Schiff durch dicken weißen Nebel: still steht das Wasser, kein Laut


128 kolumne theo fuchs ...

außer dem Platschen, wenn Tautropfen so dick werden, dass sie den Halt verlieren und auf dem Deck zerplatzen. Deshalb: renn, Mensch, lauf, spring, sing, tanz, denk! Ende: Das Erscheinen der natürlichen Maschine Merkst du nichts davon, dass inzwischen ein Eisberg an deinem Haus entlang schrammt und den Verputz glatt schleift? Dass Vulkane vor deinem Fenster Feuersäulen errichten? Dass die Erde selbst sich schüttelt, um dich aus dem Bett zu schleudern, auf dass du deine Beine wieder spürst, auf denen du tatsächlich stehen kannst, und deine Arme, mit denen du mächtig zupacken kannst? Wie lange willst du noch warten, willst dich noch verweigern, willst noch liegenbleiben? Vergiss nie die Deutung der sechs dicken D‘s: Dulden! Durchbeißen! Dranbleiben! Dienstleisten! Dauerlaufen! Draufgehen! Dein Typ wird verlangt! Du bist gefragt! Im Hier und Jetzt, diese zwei buckligen Brüder aus dem Hause Leben warten vor der Tür. Entscheide dich – aber schnell! Die Welt will dir etwas sagen! Hör hin! Die Glocken läuten auffallend lange und auffallend laut, schon früh um acht! Dreißig Mal bereits hat es an der Tür geklingelt, auf der Straße wird gehupt wie …

und was macht theo WIRKLICH und sonst so? Naja, immer nicht so viel. Ein bisschen Forschung und so, hier und da mal irgendwas lehren. Wissen wir nicht so genau. Ansonsten mache er wohl nichts, als sich im Ruhm zu wälzen und bewundern zu lassen, denn seine Sucht ist die nach Aufmerksamkeit, von der er nie genug bekommen kann. PS: Im März ist er dann in München eingeladen, bei einem DialektPoetry-Slam, und im April liest er in Erlangen. Das ist fast mehr, als er begreifen kann.


Foto: © conrado/shutterstock.com

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curt N/F/E #221 Februar 2018  

Das Stadtmagazin für Nürnberg, Fürth, Erlangen: Kunst, Kultur, Design, Lifestyle, Gastronomie, Nachtleben. Netzwerk, Motor, Klassenbester....

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