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NR 1 | Jg 4 | OKTOBER 2011

Gew채chshaustechnik

MAGAZIN

Vetrasol



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ReduFuse diffuse Metazet Lichtquelle? 32  

Priva HD/UV-

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Solarenerie: Aufmarsch 

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Greenhouse weiterdenken.

Damit auch Ihr Gewinn wächst und gedeiht. MWM ist einer der weltweit führenden Spezialisten für Greenhouse-Technologie. Wir liefern Ihnen schlüsselfertige wirtschaft liche Lösungen, auf die Sie sich dauerhaft verlassen können. Wir stehen für individuell auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittene Energieversorgungs- und -nutzungskonzepte, die Sie unabhängig von Versorgerpreisen werden lassen und sich schnell bezahlt machen.

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Die westeuropäische Gartenbautechnik entwickelt sich in rasanter Geschwindigkeit. Die deutschsprachigen Länder gehören zusammen mit den Niederlanden und Belgien zu den Vorreitern dieser Branche. Kein Wunder, denn gerade in unseren relativ dicht besiedelten Ländern mit ihrem wechselhaften und manchmal widrigen Klima besteht großer Bedarf an professionellem Unterglasgartenbau. In dieser Ausgabe des Gewächshaustechnik-Magazins präsentieren wir Ihnen zahlreiche Techniken und Innovationen, die meisten davon aus niederländischer Entwicklung. Darunter finden sich sowohl Hightech-Anwendungen wie die Rauchgasreinigung, die es ermöglicht, CO2 auf optimale Weise als wachstumsfördernden Dünger einzusetzen, als auch Lösungen, die gerade durch ihre Schlichtheit auffallen. Eine Lowtech-Anlage wie das Bergband, ein einfaches Transportmittel für Gewächshäuser, ist keine sehr komplexe Technologie, aber es zu einem nachhaltigen und praxistauglichen Produkt zu entwickeln, das zudem erhebliche logistische Vorteile bietet, ist dennoch eine beachtliche Leistung. Im Grunde stellt jede technische Gartenbauanwendung eine Lösung für eine der zahlreichen Herausforderungen dar, die sich in einem Gewächshaus stellen. Immer geht es um Optimierung. Um Optimierung von Licht, Luft und Wurzelsubstrat, von Logistik, Temperatur und Feuchtigkeit. Die Steuerungsziele, die der Unterglasgärtner anstrebt, regelt er gegenwärtig per Computer, wie in den Artikeln über Priva und Sercom zu lesen ist. Die konkreten Zielwerte jedoch, die klimatischen Bedingungen, die die Produktion in quantitativer wie qualitativer Hinsicht optimieren sollen, bleiben der Entscheidung des Züchters überlassen. Er weiß, was auf dem Markt verlangt wird, und er erlebt das Pflanzenwachstum aus nächster Nähe mit. Eine Pflanze bleibt ein lebender Organismus, der sich nicht in einer einfachen Formel einfangen lässt. Und ebenso unkalkulierbar bleibt der Verlauf der Witterungsbedingungen. Nicht selten wird heute im selben Atemzug mit diesen im Prinzip chaotischen Prozessen auch gleich die Wirtschaftsentwicklung genannt. Vielleicht entspricht das ja sogar der Wahrheit, vielleicht ist die Konjunktur zurzeit wirklich ebenso unbeständig wie das Wetter. Eines jedenfalls steht fest: Die Bevölkerung muss ernährt werden, und die Verbraucher – Wirtschaftskrise hin oder her – lieben Zierpflanzen. Die Krise ist aber schon Anlass, gut darüber nachzudenken, auf welche Weise wir unsere Selbstkosten je Produkteinheit senken können, und das am besten bei einer weiteren Verbesserung der Qualität. Kein Gartenbauer mit Zukunftsvision darf sich diese Chance entgehen lassen. Die niederländische Zulieferbranche für den Gartenbau steht Ihnen bei der Realisierung dieser Ziele mit ganzem Einsatz zur Seite.

Ad van Gaalen Herausgeber


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NR 1 | Jg 4 | oktober 2011

Inhalt

< Die vielseitige Einsetzbarkeit des BergBands Die einfachsten Erfindungen sind häufig die besten. Das Transportband, das Berg Product für den betriebsinternen Transport von Topfpflanzen entworfen hat, ist ein gutes Beispiel hierfür. Die Kunst des Weglassens, nennt Berg Product es. Seite 16.

Entwicklung von Pflanzen in hoher Auflösung > HortiMaX führte Ende des letzten Jahres CropView ein, ein innovatives System, mit dessen Hilfe aus einem Gewächshaus stammende Kamerabilder mit hoher Auflösung mit Klimadaten aus dem Computer verbunden werden können. Bei den Gebrüdern Duijvestijn lief der Prototyp von CropView und jetzt die ausgereifte Variante. Seite 34.

< Zahllose Möglichkeiten mit Klimrek Railspant Sie haben sicher schon öfter etwas über dieses Produkt gelesen: den Klimrek Railspant. Das Interessante am Railspant ist, dass er viel mehr mögliche Anwendungsbereiche hat als die meisten herkömmlichen Transportsysteme. Dies erfordert lediglich ein Umdenken. Seite 40.

Und weiter Automatisches Tauchen GE-Jenbache Besseres Gießwasser mit Priva  Ein Blick hinter die Kulissen Demokwekerij Westland Online-Unterstützung bei Javo Sercom ReduFuse - vielversprechende diffuse Lichtquelle? Metazet: alles für den internen Transport Repair Shuttle gewinnt einen Preis

anzeigen-index 6 Empas 10 HortiFair 12 Jiffy Products Imtech Vonk 18 Klimrek/De Vette 20 MWM 29 Sercom Regeltechniek 32 To Trade Holland 38 VDH Foliekassen 44

9 9,14 47 47 14 2 19 46 48


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< CO2 ohne Ocap Aufgrund der zunehmenden Probleme mit dem CO2-Lieferanten Ocap, wird es für Gartenbauer stets interessanter, ihre KWK-Anlage mit einem Rauchgasreiniger auszustatten. Paprikazüchter Maikel van den Berg ließ hinter seiner 2-Megawatt-KWK-Anlage von MWN einen Rauchgasreiniger von Steuler aufstellen. Seite 42.

Vetrasol gewährleistet die Lichtdurchlässigkeit bei Kondenswasser > Glasimport Kwintsheul ist einer der größten Lieferanten von Gewächshausglas und daneben auch ein wichtiger Akteur am Glasmarkt für Industrie und Nutzbau. Im Unterglasanbau ist das in der Region Westland tätige Unternehmen vor allem wegen seiner diffusen Glasarten Vetrasol 502 und 503 bekannt. Untersuchungen haben gezeigt, dass sich diese diffusen Glasarten nicht nur durch eine hohe Lichtdurchlässigkeit in trockenem Zustand auszeichnen, sondern auch, wenn sie mit einer dünnen Schicht Kondenswasser bedeckt sind. Seite 30.

< Solarenergie ist auf dem Aufmarsch Nach ihrem Einstieg in die Solarenergiebranche vor drei Jahren hat VDH Solar Systems eine starke Marktstellung erworben. Neben der Installation von Sonnenkollektoren auf Gewächshausdächern installiert das Unternehmen Sonnenkollektoren auch auf anderen Dachkonstruktionen und in Feldern. Seite 36.

NR 1 JG4 oktober 2011 Unabhängige Fachzeitschrift für die Gewächshaustechnik. www.gewaechshaustechnik.nl Herausgeber: Uitgeverij Lakerveld BV, Postbus 160, 2290 AD Wateringen, J.C. van Markenlaan 3, 2285 VL Rijswijk ZH, Niederlande, E-mail: uitgeverij@lakerveld.nl. Website: www.lakerveld.nl Chefredaktion: Ad van Gaalen Redaktion: Ad van Gaalen, Sytse Berends, Paul Waaijers Beratung: Harrie Jabroer

Übersetzung: Bureau Bothof BV Gestaltung: Timmy de Jong Anzeigen: Chris Crauwels, tel. +31 (0)70 - 336 46 75, fax 070 - 336 46 70, e-mail: chris.crauwels@lakerveld.nl Abonnements: Irene Semp, e-mail: distributie@lakerveld.nl Verlagsleitung: Ad van Gaalen, E-mail: ad.van.gaalen@lakerveld.nl Geschäftsführung: Henk Marin Klaassen ISSN: 1875-2012 Copyright: © 2011 Uitgeverij Lakerveld bv Nachdrucksrecht nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlags.


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Automatische Tauchen Die Bewässerung von Pflanzen durch Eintauchen in Wasser ist so alt wie die Menschheit selbst. Das automatische Eintauchen von Anthurien in ein mobiles System ist dahingegen vollkommen neu und außerdem hochinteressant. Van Zaal entwickelte in Zusammenarbeit mit dem Anthurien-Züchter Evanty ein revolutionäres System. „Als ich klein war, tauchte meine Mutter die Zyklamen auch immer in Wasser“, erzählt Jan van Eeden Petersman vom Zuchtbetrieb Evanty. „Und wenn ich meiner Frau so eine Pflanze schenke, ist sie innerhalb von drei Wochen tot.” Die Tauchmethode ist eine sehr effiziente Art, um Zimmerpflanzen zu bewässern. Schlagen Sie ein

beliebiges Pflanzenbuch auf, und Sie können sicher sein, dass dieses Verfahren darin nachdrücklich empfohlen wird. „Die Methode klingt vielleicht zeitraubend,“ fährt Jan fort, „aber man braucht den Pflanzen hierdurch wesentlich seltener Wasser zu geben als bei anderen Verfahren.“ Als die Pläne für einen neuen Anthurien-Garten lanciert wurden, wurde der Bewässerung besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Jan: „Wir wollten Anthurien mobil anbauen, und dann muss man gut über die Bewässerung nachdenken. Die Verwendung von Tropfleitungen erschien uns keine gute Idee. Kupplungen fangen nach einiger Zeit an zu lecken, in den Tropfleitungen treten Verstopfungen auf, aber vor allem fallen dann ellenlange Leitungen und damit auch enorm leistungsstarke Pumpen an. Eine Alternative wäre ein Ebbe- und Flutsystem gewesen, aber auch dieses ist mit Nachteilen verbunden.


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es Zunächst benötigt man dann ein riesiges Leitungsund Rinnennetz zur Wasseran- und abfuhr. Daneben arbeiten wir mit großen Töpfen, und wir hätten hierdurch eine riesige Menge Wasser pro Behälter benötigt. Dies hätte wiederum Konsequenzen für die Konstruktion der Behälter gehabt: Sie müssten das Gewicht tragen können. Gemeinsam mit Van Zaal haben wir darum über ein Tauchsystem nachgedacht. Nachdem wir alle Vor- und Nachteile aufgelistet hatten, schien diese Lösung die beste zu sein. Wir haben damals beschlossen, einen Probeaufbau zu erstellen, um Anbauerfahrungen zu sammeln. Die positiven Testergebnisse waren bei der endgültigen Wahl dieser Bewässerungsart ausschlaggebend.“

OHNE ZU SCHWAPPEN Im neuen Garten, der inzwischen voller Anthurien steht, trifft man pro Haube ein Tauchbecken an. Peter Wiersma von Van Zaal erläutert: „Wir verfügen

insgesamt über zwölf Hauben, in die ein Behälter mit einer Breite von neun Metern hineinpasst. Zwei Hauben bilden zusammen eine „Bahn“. Das eine Band läuft zur Rückseite des Gewächshauses und das andere Band zur Vorderseite. Pro Bahn verfügen wir über zwei Tauchbecken, von denen sich eines auf der Vorderseite und eines auf der Rückseite befindet.“ Beim Tauchprozess schiebt sich der erste Behälter in einer Reihe über das Tauchbecken, und das Becken wird mittels zweier Schläuche blitzschnell mit Wasser gefüllt. Danach wird das Tauchbecken angehoben und verbleiben die Pflanzen für die Dauer einer einstellbaren Zeit im Wasser. „Das Heben des Beckens stellte eine ziemlich große Herausforderung dar,“ erzählt Peter. „Dies muss schnell erfolgen, aber das Wasser darf nicht schwappen. Ein pneumatisches System ist hierfür nicht gut geeignet, und deshalb haben wir uns für


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ein einachsiges System mit Gurten entschieden. Dies erlaubt es, das Becken schnell und ohne zu schütteln in die richtige Höhe zu heben.” Wenn die Pflanzen genug Wasser erhalten haben, senkt sich der Wasserbehälter und wird sofort wieder nachgefüllt. Anschließend wird der nächste Behälter wieder über das Tauchbecken geschoben. „Wir wissen genau, wie viel Wasser von den Pflanzen aufgenommen wurde, da das Bewässerungssystem eine Wiegeeinheit umfasst. Diese registriert das Gewicht der Pflanzen vor und nach der Bewässerung“, sagt Peter. „Die Wiegeeinheit wird auch benutzt um zu beurteilen, ob die Pflanzen überhaupt Wasser benötigen. Im Winter werden die Pflanzen z.B. nur einmal alle zwei Wochen in Wasser getaucht.“

VORTEILE Das sich auf der Rückseite des Gewächshauses befindliche Tauchbecken verfügt nicht über eine Wiegeeinheit. „Wir verwenden das Tauchbecken nur im Sommer, wenn wir mehr bewässern müssen und wenn das vordere Tauchbecken gewartet werden muss. Eine Wiegeeinheit ist deshalb überflüssig,

und so lassen sich Kosten sparen,“ erläutert Jan. Das Tauchsystem hat in vielerlei Hinsicht Vorteile. Jan: „Wir verfügen jetzt über Behälter, die ganz offen sind. Hierdurch können die Pflanzen hervorragend gelüftet werden. Bei einem Ebbe- und Flutsystem wäre dies z.B. nicht möglich. Das Schöne dieser Konstruktion mit dem hochfahrenden Tauchbecken ist, dass nur die Töpfe ins Wasser getaucht werden und die Räder und Lager der Behälter trocken bleiben. Ein anderer anbautechnischer Vorteil neben der Lüftung der Pflanzen ist, dass die Bewässerung immer zielgerichtet erfolgt. Es gelangt kein Wasser an Stellen, an denen es nichts zu suchen hat, und dies macht für die Feuchtigkeit im Gewächshaus enorm viel aus. Dies wiederum bedeutet, dass das Trockenheizen mithilfe des Rohrs weniger schnell erforderlich ist, was zu Kosteneinsparungen führt. Übrigens, was die Kosten betrifft: Dieses System ist wesentlich preiswerter als ein Ebbe- und Flutsystem oder ein Tropfsystem. Grund hierfür sind zunächst der viel niedrigere Anschaffungspreis, aber auch eine viel effizientere Raumnutzung. Junge Pflanzen können wir dichter nebeneinander stellen, indem wir drei Reihen pro Behälter benutzen. Wenn die Pflanzen größer werden, setzen wir sie weiter auseinander und gehen auf zwei Reihen pro Behälter über. Bei einem System mit Tropfleitungen ist dies nicht möglich, da diese dann jedes Mal an- und abgekoppelt werden müssen. Dann muss man die Pflanzen sofort im endgültigen Abstand aufstellen.” Auch was die Wassermenge betrifft, werden hohe Kosteneinsparungen erzielt: Da die Pflanzen zentral getaucht werden, werden ellenlange Leitungen, die gespült werden müssen, vermieden. Jan: „Für jeden Tauchprozess können wir die Menge und die Art der Düngung variieren. Wenn man dies bei einem Ebbeund Flutsystem tun wollte, müsste man zuerst die ganze Leitung durchspülen, bevor man den nächsten Behälter bewässern könnte. Auch im Hinblick auf die stets strenger werdenden Emissionsgesetze ist dies eine interessante Konstruktion.“ Aus diesem Grund hat das „Container Dompel System“ (Behälter-Tauch-System) - die offizielle Bezeichnung des Systems - den zweiten Preis beim Hortifair Innovation Award gewonnen. Die Zusammenarbeit zwischen Van Zaal und Evanty hat zweifellos zu einer besseren Prozesssteuerung und Wassereffizienz geführt. Mehr Informationen: www.vanzaal.com


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Wachstum, immer gr aber dabei gleichzeitig eine

Tomatenzüchter Red Harvest breitet seine Aktivitäten in Nordholland aus. Sein neuestes Gewächshaus wurde für ein Pilotprojekt mit dem weltweit ersten Zweistufen-Turbo-Gasmotor ausgewählt. Dieser Motor ist Teil des GE-Jenbacher-J624-Kraft-WärmeKopplungssystems. Dieses kombinierte Wärme- und Stromerzeugungssystem (Combined Heat and Power – CHP bzw. KWK) liefert größere Leistungen und höhere Erträge als je zuvor und sorgt außerdem für CO2-Düngung. Größere Flexibilität, eine verbesserte Leistung und ein höherer Wirkungsgrad verleihen Gewächshäusern einen wichtigen Vorteil gegenüber Wettbewerbern. Der neueste Motor von Jenbacher ermöglicht eine wesentliche Senkung der Betriebskosten, da er mehr Strom mit weniger Gas produzieren kann. Das KWK-System liefert daneben CO2–Düngung für bessere Wachstumsbedingungen. Hierdurch wachsen Pflanzen bekanntermaßen schneller und wird eine größere Ernte erzielt. Obwohl der neueste Jenbacher-Motor erst im Som-

mer 2011 lieferbar ist, läuft die Maschine bei der Firma Red Harvest schon auf vollen Touren. „Wir sind sehr stolz darauf, als erster Kunde mit diesem neuen J624-Gasmotor mit Zweistufen-Turbo zu arbeiten,“ sagt Jaap Noordam, Eigentümer von Red Harvest. „Der neue Motor liefert nicht nur einen besseren Wirkungsgrad, sondern ermöglicht auch größere Flexibilität im Rahmen unserer KWK-Strategie.“ Es gab gute Gründe, dass Red Harvest für diesen Pilotlauf ausgewählt wurde. „Wir sind schon seit Langem Kunde von GE“, erzählt Jaap. „Seit der Eröffnung im Jahr 2009 sind unsere Gewächshäuser mit drei J624-Jenbacher-Gasmotoren ausgerüstet, auch im Rahmen eines Kraft-Wärme-Kopplungssystems. Davor benutzten wir auch schon E-Motoren.“

HÖHERER TURBODRUCK Aber was ist dieser J624-Motor jetzt eigentlich genau? „Der J624 wurde 2007 von GE auf den Markt gebracht und ist der weltweit erste 24-ZylinderGasmotor für die gewerbliche Stromerzeugung. Der Motor kann in verschiedenen Anwendungsbereichen eingesetzt werden, ist aber insbesondere für warme und feuchte Umgebungen geeignet. Dieser neue Zweistufen-Turbo-Gasmotor, mit einem Gesamtwirkungsgrad von bis zu 95% und einer verbesserten Leistungsdichte von 10%, kann z.B. im Rahmen der unabhängigen Stromerzeugung, der KWK, der dreifachen Erzeugung und anderer, spezieller Anwendungen eingesetzt werden. Dabei kann Erdgas und eine große Gruppe nicht-natürlicher Gase als Brennstoff verwendet werden“, teilt GE Jenbacher mit. Zweistufen-Turbos liefern einen viel höheren Ladeertrag. Dies trägt wesentlich zu einer allgemeinen Verbesserung des Wirkungsgrads des Motors bei. Neben einem höheren Turbodruck beinhaltet diese Technologie außerdem eine wesentliche Verbesserung der Leistungsdichte des Motors, sodass der durchschnittliche Druck in der Brennkammer (Brake Mean Effective Pressure


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rößeres Wachstum ...

niedrigere Energierechnung anstreben [mittlerer spezifischer Effektivdruck] – BMEP1) sogar 22 Bar übersteigen kann. „Der J624-Zweistufen-Turbo ist ein richtiges Kraftpaket, insbesondere bei Anwendungen in Ländern mit einem heißen und feuchten Klima“, meint Prady Iyyanki, CEO Gasmotoren bei GE Power & Water. „Der erhöhte Turbodruck ermöglicht es, den Funktionsbereich von Gasmotoren enorm zu erweitern, wobei die gesamte Leistung und der Wirkungsgrad bei hohen Umgebungstemperaturen und in großen Höhen aufrechterhalten werden. Unserer Ansicht nach ist diese arbeitserleichternde Technologie der Schlüssel für den zukünftigen Erfolg in der Gasmotorenbranche.“

ZAHLEN Mit dem neuen Zweistufen-Turbosystem, das GE mit Fachleuten von ABB Turbo Systems Ltd entwickelt hat, wird die Leistung des J624 um ca. 10% verbessert, d.h. sie steigt von 4 MW auf 4,4 MW. Der elektrische Wirkungsgrad beträgt 46,5%, das entspricht einer Verbesserung um ca. 1 Prozent. „Bessere Wirkungsgrade sind für wettbewerbsfähige Strompreise und für eine Senkung der CO2-Emissionen in Umgebungen mit begrenzter Kohlenstoffemission entscheidend,“ so GE Jenbacher. Das KWK-System von GE Jenbacher liefert in Gewächshäusern nicht nur einen hervorragenden Gesamtwirkungsgrad von 95%, laut GE Jenbacher ist das System auch äußerst zuverlässig: „Das patentierte Motormanagementsystem DIA.NE® XT optimiert die Zuverlässigkeit mittels einer integrierbaren Lichtregelung. So ist die Anlage immer einsatzbereit und sicher. Emissionen werden mit der patentierten LEANOX®-Brennstoffregelung für Magergemische minimiert, und der kompakte Entwurf ist sehr platzsparend.“

DÜNGUNG Im J624-KWK-System wird Erdgas in den Gasmotoren verbrannt. Dabei wird ca. 0,2 kg CO2 pro Kilowattstunde Energie produziert. Dieses CO2 befindet sich in einem Volumenanteil von ca. 5 bis 6% im Abgas. Nach Reinigung des Abgases mithilfe spezieller Katalysatoren (SCR- und Oxidationskatalysatoren) wird das Abgas mittels eines Wärmetauschers auf

ca. 50-40°C abgekühlt. Dieses Gas wird danach in das Gewächshaus gepumpt, um die CO2-Konzentration anzureichern. Die Konzentration des Gases wird ständig gemessen, sodass das Abgas ganz „sauber“ ist und die Pflanzen unter sicheren Bedingungen optimal wachsen können. GE Jenbacher: „Die Entwicklung dieser Technologie war ein langer Prozess. GE arbeitet schon seit Jahren mit niederländischen Gewächshausbetreibern zusammen, Pionieren im Bereich der Verwendung von CO2-Düngung in Gewächshäusern. Das Center of Excellence (COE), in dem Jenbacher weltweite Untersuchungen nach Anwendungen im Unterglasanbau ausführt, ist deshalb auch den Niederlanden beheimatet. Das COE bietet spezifische Schulungen für Kunden aus dem Bereich des Unterglasanbaus an und beherbergt auch unseren Kundendienst, der rund um die Uhr Unterstützung und Kontrolle bietet.“

BRENNSTOFFARTEN Bis heute wurden der Unterglasbaubranche fast 600 Jenbacher-KWK-Anlagen mit CO2-Düngung geliefert. Die elektrische Gesamtleistung all dieser Generatoren beträgt ca. 1200 MW. Gasmotoren von GE Jenbacher werden mit einer Leistung von 0,25 bis 4,4 MW geliefert und werden mit Erdgas oder verschiedenen anderen Gasen betrieben; hierzu gehören Biogas, Deponiegas, Kohlengrubengas, Klärgas und brennbare Industrieabgase. Eine große Gruppe gewerblicher, industrieller und kommunaler Abnehmer verwendet Jenbacher-Produkte für die lokale Erzeugung von Energie, Wärme und Kühlung. Sie alle erfüllen strenge Umweltnormen. GE Jenbacher: „Patentierte Verbrennungssysteme, Motorbedienung und Kontrollfunktionen sorgen dafür, dass die Stromgeneratoren dieser Unternehmen den strengsten Emissionsnormen genügen und sich dabei durch einen hohen Wirkungsgrad sowie große Langlebigkeit und Zuverlässigkeit auszeichnen. Diese neueste Technologie, der weltweit erste Zweistufen-Turbo-Gasmotor, wird anfänglich nur mit dem J624 geliefert. Später wird diese Option auch für andere Motoren in unserem Sortiment angeboten.“ Möchten Sie mehr wissen? www.gejenbacher.com


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Besseres GieĂ&#x;wasser


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mit dem Priva-HD/UV-Oxidationsmodul Der Priva Vialux HD/UV ist ein alter Bekannter im Unterglasanbau: Eine große Anzahl dieser Wasseraufbereiter fand seinen Weg zu Gartenbaubetrieben. Seit Kurzem ist für die Benutzer des Vialux ein Erweiterungsmodul verfügbar, das PrivaHD/UV-Oxidationsmodul. Es garantiert eine bessere Wasserqualität. Neue Vialux-Geräte können serienmäßig mit dem Modul ausgestattet werden, und bestehende Vialux-Geräte können leicht angepasst werden.

Dass UV-Licht allerlei potenzielle krankheitserregende Mikroorganismen im Wasser zerstören kann, ist nichts Neues. Neu ist aber, dass der Vialux HD/ UV mit einer Speziallampe, einer sogenannten HD/ UV-Lampe, versehen ist. Nico Enthoven, Prozesstechniker im Bereich Chemie, erläutert, was an dieser Lampe so besonders ist: „Eine normale UV-Lampe, die auch LD/UV-Lampe genannt wird, erzeugt nur Licht mit einer Frequenz. Eine HD/UV-Lampe bietet aber ein ganzen Spektrum an Frequenzen und zeichnet sich hierdurch durch eine ganz andere Charakteristik aus. So kann man verschiedene Frequenzen, von denen man weiß, dass sie eine tödliche Wirkung auf Mikroorganismen oder organische Stoffe haben, im Licht erscheinen lassen.“ Eine andere Eigenschaft ist, dass HD/UV-Lampen mit höheren Leistungen als LD/UV-Lampen geliefert werden. Nico: „Eine HD-Lampe ist mit einer Leistung von zwölf Kilowatt erhältlich, während die LD-Varianten maximal dreihundert Watt erzielen. Man benötigt deshalb weniger Lampen in einer Wasseraufbereitungsanlage, und das führt zu einer Senkung der Anschaffungs- und Wartungskosten.”

SYNERGIE Die HD/UV-Lampe befindet sich in einem Quarzkristallrohr, das wiederum von einem Stahlgehäuse umgeben ist. Das zu reinigende Wasser fließt zwischen dem Stahlgehäuse und dem Quarzrohr hindurch. Im Stahlgehäuse ist ein Sensor angebracht, der die Menge UV-Licht, die durch das Medium gelangt, in Echtzeit misst. Nico: „Abhängig von der Wasserqualität, wird mehr oder weniger UV-Licht benutzt. Das ist das Schöne an der HD/UV-Anlage: Sie passt sich jeder Situation an.“ Aber das ist noch nicht alles. Um eine maximale

Reinigung gewährleisten zu können, wird oft bevor das Wasser die Lampe passiert, eine Dosis Wasserstoffperoxid (H2O2) über das HD/UV-Oxidationsmodul zugeführt. Nico: „Das Wasserstoffperoxid ermöglicht die Synergie mit dem HD/UV-Licht. Es entstehen nämlich freie Radikale, die krankheitserregende Mikroorganismen und andere Stoffe besser abbauen, wenn man die Effekte des HD/UV-Lichts und des Wasserstoffperoxids zusammenzählt.“ Das Ergebnis ist, dass Bakterien, Schimmel, Aelchen, Viren, organische Stoffe (wie z.B. Pflanzenschutzmittel) und Wurzelexudate (Wachstumshemmstoffe) wirksam bekämpft werden. Um eine möglichst effiziente Funktionsweise der Lampe zu ermöglichen, ist das Quarzrohr mit einem Reinigungsmechanismus versehen, der abhängig vom Verschmutzungsgrad, das Rohr ständig oder in längeren Intervallen säubert.

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GENAUERE DOSIERUNG Die Art, auf die Wasserstoffperoxid mit dem Wasser vermischt wird, ist mindestens genauso innovativ wie das ganze Modul. In der Regel werden für die H2O2-Dosierung in ein anderes Medium Membranpumpen verwandt. Der Vialux ist allerdings mit einem ganz anderen System ausgestattet. Paul van Schie, der als Maschinenbauingenieur bei Priva tätig ist, erzählt: „Wir nutzen den Venturi-Effekt zur Dosierung von Wasserstoffperoxid. Durch bewusste Erstellung einer Verengung in einem Kanal, wird die Geschwindigkeit des passierenden Mediums - in diesem Fall Wasser erhöht, und dadurch entsteht an dieser Stelle eine Drucksenkung. Wenn man dort dann einen Kanal zu einem Fass Wasserstoffperoxid anlegt, wird der Wirkstoff dem Wasser schön gleichmäßig zugeführt. Im

Vergleich zu einer Membranpumpe ist dann eine viele genauere und betriebssichere Wasserstoffperoxiddosierung möglich.“

GESÜNDERE PFLANZEN Rosenzüchter Gerard van Ruijven verwendet den Vialux mit dem neuen HD/UV-Oxidationsmodul von Priva bereits längere Zeit und ist rundum zufrieden: „Ich spare nicht nur Wasser und Pflanzenschutzmittel und brauche weniger zu entsorgen, auch bei meinen Pflanzen fallen mir positive Unterschiede auf. Während ich früher eine Kultur normalerweise ca. zwei Jahre nutzte, sind es jetzt vier Jahre geworden. Meine Pflanzen sind einfach gesünder geworden.“ Erzeuger, die schon einen Priva Vialux HD/UV besitzen, können zu einem geringen Preis das neue HD/ UV-Oxidationsmodul erstehen. Mehr Informationen: www.priva.nl/producten


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Die vielseitige Einsetzbarkeit

des BergBands Die einfachsten Erfindungen sind häufig die besten. Das Transportband, das Berg Product für den betriebsinternen Transport von Topfpflanzen entworfen hat, ist ein gutes Beispiel hierfür. Die Kunst des Weglassens, nennt Berg Product es.

1. Auf beiden Seiten des betonierten Gangs befindet sich ein Fließband. 2. Die Pflanzen bewegen sich mit einer konstanten Geschwindigkeit, können aber leicht auf das Band gesetzt und wieder heruntergenommen werden. Man kann problemlos mit einem Wagen über das Fließband fahren, ohne dass es stillgesetzt werden muss.

Bei dem Pflanzenzuchtbetrieb der Gebrüder Bruinen in Honselersdijk werden Nischenprodukte angebaut. Beim Sammeln der Pflanzen geht es bei der An- und Abfahrt von Dänenkarren natürlich ziemlich hektisch zu. Zwei Fließbänder, die sich auf beiden Seiten des zentralen betonierten Gangs befinden, können Pflanzen zu einem anderen Ort befördern, sodass die Beladung der Wagen mit Pflanzen viel effizienter erfolgt. Anstatt die Wagen immer vor die Haube zu fahren, aus der die Pflanzen gesammelt werden, werden die Pflanzen jetzt automatisch und ordentlich zum Wagen transportiert. „Natürlich gibt es noch viel mehr Anwendungsbereiche für diese Erfindung,“ meint Mark Fikkers von Berg Products. Das kann man sich gut vorstellen. Das System besteht aus einem geschlossenen Band/Bahn. Das Band läuft über einen Streifen, der auf den betonierten Gang geklebt wurde und übermäßigen Verschleiß verhindern muss. Das Transportband wird am Ende des Gangs nach oben geleitet und entlang der anderen Seite zurückgeführt. Es handelt sich hierbei um ein geschlossenes System, das mit einer im Voraus eingestellten Geschwindigkeit ununterbrochen läuft. Der Antrieb befindet sich in der Wendeeinrichtung: „Aber dies ist im Grunde Maßarbeit“, so Fikkers. „Wir können auch Weichen erstellen. Das Transportband ist vielseitig einsetzbar.“ 3. Einrichtung, um die Transportrichtung rechtwinklig zu ändern.


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4. Diese Einrichtung kann leicht versetzt werden.

5. Die Ausführung ist robust. Es gibt keine mechanischen Metallteile. Deshalb beträgt die Wasserbeständigkeit 100%.

6. Die Hin- und Her-Bänder können auch nebeneinander aufgestellt werden.

7. Kombination zweier Bänder

8. Die Wendeschleife und eine Absetzvorrichtung in Richtung eines anderen Bergbands in Arbeitshöhe

Die hier abgebildeten Fotos wurden bei den Gebrüdern Bruinen und dem Anthurien-Züchter Evanty gemacht. Das BergBand wird in Zusammenarbeit mit der Martin Stolze bv vertrieben.


Ein Blick hinter die Kulissen Die „Demokwekerij Westland“ sollte jeder, der im Gartenbau tätig ist, gut im Blick behalten. In den verschiedenen Räumen der Schaugärtnerei werden nämlich die neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet der Unterglasgartenbautechnik präsentiert. Außerdem dient sie verschiedenen Marktakteuren als Experimentierfeld für Produktentwicklungen und Innovationen. In Begleitung von Geschäftsführer Peet van Adrichem haben wir uns einmal in der Schaugärtnerei umgesehen.

Die Arena zum Thema „Marketing“ wurde schon wieder abgebaut, hat aber zahlreiche Besucher angezogen und eine rege Diskussion angestoßen. „Bei den Gesprächen in der Arena wurde immer wieder deutlich, dass die Züchter den Markt den Verbänden überlassen“, erklärt van Adrichem. „Immer wieder fällt das Wort ‚Gartenbauverband‘, aber viel Inhalt hat das nicht mehr. Kein Wunder, denn das Gemeinschaftsgefühl ging im selben Maß verloren, in dem man sich von den Auktionen entfernte. Früher waren Genossenschaft und Gärtner dieselbe Partei. Heute aber hat der Gartenbauer selbst mit der Auktion so gut wie nichts mehr zu tun. Also gibt es auch kein Wir-Gefühl mehr. Viele Gärtner klagen darüber, aber die einzige Weise, das Problem anzugehen, ist selbst aktiv zu werden. Schließen Sie sich einem Züchterverband an und ergreifen Sie selbst die Initiative, Ihrem Produkt einen Mehrwert zu verleihen! Und engagieren Sie sich im Züchterverband, vor allem in den marktbezogenen Bereichen, denn sonst ist auch der bald wieder meilenweit von Ihnen entfernt.“ Das Thema der neuen Arena lautet CO2. Akteure aus verschiedenen Bereichen des Sektors legen aus ihrer Perspektive dar, was dieses Thema für sie bedeutet. Van Adrichem: „Hier sehen Sie eine Übersicht eines Systems mit einer Biogasanlage, in der CO2 gewonnen wird. Die Gärtner können hier ihr grünes CO2 bestellen. Im Moment nur noch in flüssiger Form, aber bald vielleicht auch über das OCAP -Netzwerk.“

Drei Marktakteure berichten über ihre Erfahrungen mit der Rückgewinnung von CO2 mittels eines holzbefeuerten Blockheizkraftwerks. Das Forschungsinstitut der Landwirtschaftsuniversität Wageningen (WUR) erläutert die technischen Aspekte der Gasrückgewinnung mithilfe von Adsorptionstechniken, das Unternehmen Procede zeigt einen Film über einen kanadischen Gartenbauer, der erfolgreich ein holzbetriebenes Blockheizkraftwerk einsetzt, und Jaap Vink von VinkSion berichtet vor laufender Kamera über seine Erfahrungen mit dieser Technik. Revaho hat eine CO2-Tropfanlage entwickelt, mit der sich der CO2-Dünger viel präziser dosieren lässt als mit den heutigen CO2-Schläuchen. „An sich erfüllen die Schläuche schon ihren Zweck, aber präzise sind sie nicht“, erläutert van Adrichem. Man braucht nur einmal versehentlich draufzutreten, und schon können Risse entstehen, aus denen CO2 austritt.“ Ab nächstem Jahr wird sich in puncto CO2-Emission vieles ändern. Van Adrichem: „Die größten Gartenbaubetriebe arbeiten jetzt schon mit Emissionsrechten, aber ab nächstem Jahr sind viel mehr Unternehmen von dieser Regelung betroffen. Hier können sie sich schon einmal darüber informieren, was sie erwartet.“ Interessenten können sich über die Website www.greenportcampus.nl für die Arena „CO2 für Gartenbaubetriebe“ anmelden. Die Arena findet vom 20. September bis Ende Oktober bei der Schaugärtnerei (Demokwekerij) Westland statt.


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Online-Unterstützung bei Javo

Auch bei guten Maschinen treten manchmal Störungen auf. Wenn dies passiert, ist eine schnelle und genaue Informationserteilung hilfreich. Bei den Maschinen von Javo wird dies heutzutage standardmäßig angeboten, und der Service heißt Javonet.

Vielleicht kennen Sie folgendes Szenarium: Gerade, wenn nichts passieren darf, hat eine Maschine eine Betriebsstörung. Sie suchen verzweifelt nach der Betriebsanleitung und Störungsheften. Wo liegen sie doch nur? Bei Maschinen von Javo gehört die oben stehende Situation ab jetzt der Vergangenheit an, wenn Sie sich die Zeit nehmen, sich - kostenlos - beim Javonet zu registrieren. Cindy van Nobelen von Javo: „Wir bieten Javonet seit einem Jahr an, und die Kunden sind sehr begeistert. Durch eine Registrierung im Javonet erhält man Zugriff auf ein persönliches digitales Portal mit Betriebsanleitungen, Zeichnungen und Störungshinweisen zu den von uns gelieferten Maschinen.“ Aber gehören die Papiere nicht auch zum Lieferumfang der Maschine? „Natürlich,“ lacht Cindy, „aber Javonet ermöglicht es uns, den Kunden neben der Betriebsanleitung noch viel mehr kundenspezifische Informationen zur Verfügung zu stellen. Hierzu gehören z.B. komplette Ersatzteillisten und praktische Anweisungsfilme über mögliche Einstellungen. Es ist praktisch, sie schnell digital zu Rat ziehen zu können. Außerdem sind die Informationen kundenspezifisch, und Javonet gibt deshalb selbst an, was auf diese Maschine anwendbar ist. Dies spart viel Zeit, wenn man etwas erläutern möchte. Bei Notfällen ist jede Minute, die vergeht, eine Minute zu viel. Javonet wird regelmäßig aktualisiert, und der Kunde sieht bei seinem nächsten Besuch die neuen Informationen auf seinem Bildschirm.“ Noch viel intelligenter ist es natürlich, die oben stehende Situation zu verhindern. Und auch dies ist glücklicherweise mit Javo Assist möglich. Cindy: „Wir bieten drei verschiedene Service-Abonnements an, in deren Rahmen eine präventive Wartung erfolgt. Der Monteur besucht das Unternehmen dann zu einem vereinbarten Termin und sorgt dafür, dass die Maschine in gutem Zustand bleibt. Damit wird das Risiko eines Betriebsstillstands zu einem ungünstigen Zeitpunkt verringert.“ Die gesamten jährlichen Wartungskosten werden hierdurch stark reduziert. Neben der Wartung bietet Javo bei Assist auch zusätzliche Dienstleistungen an. Dies reicht vom Zugriff auf einen Produktfachmann, der in 90% der Fälle sofort helfen kann, bis zu einem Servicedienst, der sechs Tage pro Woche rund um die Uhr verfügbar ist. Die verschiedenen Abonnements bieten jedem Unternehmen den gewünschten Service. Javo Assist wird langfristig auch mit Javonet verbunden. Cindy: „Über Javonet kann man dann die Javo-Assist-Kosten und -Aktivitäten einsehen.“


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• Besuchen Sie technische Betriebe • Machen Sie einen Rundgang durch ein Gewächshaus • Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen • Thematische Rundgänge • Kostenlose Busverbindung

Kommen Sie und

sehen Sie Technik im Einsatz! Horti Fair-Messestand 11.0304

www.technicaltrials.nl


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Anwendungstechnische Versuche

Kommen Sie und sehen und

Die anwendungstechnischen Versuche werden zum zweiten Mal veranstaltet. Wir möchten internationalen Akteuren im Gartenbaubereich einen umfassenden Überblick über die technologischen Entwicklungen vermitteln. Zu diesem Zweck organisieren wir Tage der offenen Tür auf der HortiWeek (vom 1. bis 4. November). An diesen Tagen der offenen Tür können Sie vorhandene und neue Technologien nicht nur sehen, sondern auch erleben; Sie können die Firmen kennen lernen, die hinter diesen neuen Lösungen stehen, und die Gartenbauunternehmer, die diese hochmodernen Lösungen verwenden. Sie können die Büros, Fabriken und Gewächshäuser mit dem Auto oder kostenlosen Shuttle-Bussen besuchen, die zwischen der Horti Fair (Amsterdam) und den wichtigsten Gartenbaugebieten Westland und Oostland (siehe Seite 34) pendeln.

Im Vergleich zum letzten Jahr haben wir vier neue hochinteressante Teilnehmer, d.h. Wageningen UR Greenhouse Horticulture, Jiffy, Hortilux und Grodan. Vier neue Akteure, die das Konzept stärken, und die Akteuren im Gartenbaubereich einen besseren Einblick in neue Technologien geben möchten. Wir hoffen, dass die anwendungstechnischen Versuche eine angenehme und nützliche Ergänzung zu Ihrem Besuch der Horti Fair sind. In der vorliegenden Zeitschrift erteilen wir Ihnen Informationen über Teilnehmer, Standorte und Shuttle-Busse. Weitere Informationen erhalten Sie von den Teilnehmern und auf unserer Website (www.technicaltrials.nl). Wir würden uns freuen, Sie in der ersten Novemberwoche begrüßen zu dürfen! Kommen Sie, sehen Sie und erleben Sie! Vorstand anwendungstechnische Versuche Peet van Adrichem, Aad van den Berg, Rob van der Helm, Jan Hugo Nuijt


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erleben Sie Technik im Einsatz! „Grüne“ Standorte und Rundgänge Aus der Evaluierung des letzten Jahres ging hervor, dass Besucher mehr Technik im Einsatz sehen möchten. Aus diesem Grund haben wir die Anzahl „grüner“ Standorte auf sechzehn erhöht, und wir haben eine Busfahrt organisiert, die zu Gemüse, Schnittblumen und Topfpflanzen führt, um Besuchern einen optimalen Einblick in Technik im Einsatz zu geben. Auf www.technicaltrials. nl finden Sie weitere Informationen über diese „grünen“ Standorte.

Kostenlose Shuttle-Busse Für die Dauer der Horti Week (von Dienstag, 1. November, bis Freitag, 4. November) wird ein kostenloser Shuttle-Bus-Service zwischen der Horti Fair (Amsterdam) und Westland (Demokwekerij Westland) eingerichtet. Auf dem Gelände der Demokwekerij können Sie kleinere Busse nehmen, die Sie zu anderen Standorten bringen. Am Nachmittag (ab 16.00 Uhr) bringt Sie der Shuttle-Bus zurück zur Horti Fair (RAI Amsterdam).

Anwendungstechnische Versuche auf der Horti Fair Natürlich werden anwendungstechnische Versuche auf der Horti Fair veranstaltet. Wir würden uns freuen, Sie an unserem Messestand in Halle 11 begrüßen zu dürfen. Unsere Standnummer ist 11.0304; hier begrüßt Sie unsere Hostess mit einer guten Tasse Kaffee und Busfahrkarten. Sie hilft Ihnen, die anwendungstechnischen Versuche am besten zu nutzen.

Kostenlose Online-Anmeldung Auf www.technicaltrials.nl können Sie sich bei den Unternehmen und Standorten anmelden, die Sie gerne besuchen möchten. So können Sie den größten Nutzen aus Ihrem Besuch der anwendungstechnischen Versuche ziehen. Es ist auch möglich, sich über die Horti Fair (www.hortifair.nl) anzumelden.


Gebr. Duijvestijn Pepper Nursery

De Gier Drive Systems

Lans Tomato Nursery

Berg Product

2

3

4

5

Ter Laak Orchids

JSV Plant (various plants)

Leen Huisman

Maarel Orchids

Priva

7

8

9

10

11

¹

Deliflor Chrysanthemum

Rosa Natura

De Kas’ van Van der Knaap Groep

13

14

15

GreenQ Improvement Centre

Anthura Anthurium and Phalaenopsis

De Cirkel Cucumber Nursery

Gebr. Zwinkels Tomato Nursery

Marjoland Roses

Evanty Anthurium

Wageningen UR Glastuinbouw

B

16

17

18

19

20

21

14.14

Shuttle busses departure and arrival at the entrance of the Horti Fair

Demokwekerij Westland, departure and arrival from Horti Fair to GreenQ Improvement Centre and 3 routes Westland (visa versa)

GreenQ Improvement Centre, departure and arrival from Demokwekerij Westland and route Oostland

B

15.00

14.50

14.39

14.34

14.17

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14.00

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15.21

15.15

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A

14.15

14.05

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13.49

13.32

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13.15

12.55

14.36

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14.47

14.30

I

13.30

13.20

13.09

13.04

12.47

12.39

12.30

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13.45

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14.02

13.45

For visiters with there own transport, tour starts when shuttle bus arrives

12.45

12.35

12.24

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11.54

11.45

11.25

13.06

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12.44

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¹

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Visitors are always welcome at any time, with there own transport

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C

C

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C

Legenda

Demokwekerij Westland

A

Route Oostland

¹

Beyond Chrysanthemum

¹

Demokwekerij Westland

12

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C

C

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Every half hour between 17.00 and 18.00

Every half hour between 10.00 and 12.00

Departure times

¹

C

¹

A

Cut Flowers Westland

Demokwekerij Westland

A

Potplants Westland

Demokwekerij Westland

A

C

I

Demokwekerij Westland - Horti Fair

VegetableS Westland

I

Horti Fair - Demokwekerij Westland

Horti Fair - Demokwekerij Westland - Horti Fair

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15.00

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16.05

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15.30

Violierenweg 1

Julianastraat 122

Bredeweg 1

Jan Hendrikspad 2

Anthony Lionweg 21

Anthuriumweg 14

Violierenweg 3

Zwethlaan 52

Vogelaer 21

Nieuweweg 9

Korte Kruisweg 163

Dwarshaak 36

Zwethlaan 52

Zijlweg 3

Lange Kruisweg 77

Honderdland 131

Oranjepolderweg 3

Middenzwet 23

Zwethlaan 52

Burgemeester Crezeelaan 42 A

Maasambacht 2b

Westlandseweg 9

Zwethkade Zuid 43

Zwethlaan 52

Zwethlaan 52

Horti Fair

AdDress

Bleiswijk

Moerkapelle

Moerkapelle

Zevenhuizen

Bergschenhoek

Bleiswijk

Bleiswijk

Honselersdijk

Honselersdijk

Honselersdijk

Maasdijk

Hoek van Holland

Honselersdijk

De Lier

Maasdijk

Maasdijk

Maasdijk

Wateringen

Honselersdijk

De Lier

Maasdijk

Wateringen

Den Hoorn

Honselersdijk

Honselersdijk

RAI Amsterdam

Place

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Busfahrpl채ne und Grundrisse

RAI

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Teilnehmer Siebzehn führende Technologielieferanten sind an dem Konzept der anwendungstechnischen Versuche beteiligt. Fünfzehn Hersteller hauseigener Technologie und drei Forschungszentren möchten internationalen Akteuren im Bereich des Gartenbaus die neuesten Technologien zeigen und mit ihnen besprechen; diese Technologien wurden entweder bereits auf den Markt gebracht oder befinden sich noch in der Versuchsphase. Auf diesen Seiten stellen sich die Teilnehmer in alphabetischer Reihenfolge vor. Beekenkamp Verpakkingen BV liefert und entwickelt Kunststoffprodukte, wie z.B. Kästen aus synthetischem Material, Palettenkästen, Substratbehälter, KunststoffTrays und Spritzgussprodukte nach Kundenwünschen. Beekenkamp Verpakkingen B.V. ist ein Lieferant von Kunststoffprodukten, der jährlich über 4.000 Tonnen Kunststoff verarbeitet, und einer der größten Akteure im Gartenbaubereich. Beekenkamp würde Sie gerne inspirieren und Ihnen zeigen, wie das Unternehmen neue Kunststoffprojekte entwirft und entwickelt. Berg Product ist weltweiter Marktführer in Bezug auf interne Logistiksysteme in der Gartenbaubranche. Das Unternehmen bietet Lösungen für den Pflanzenanbau sowie für den Transport und die Verarbeitung der geernteten Produkte. Dank seiner langjährigen Erfahrung hat sich das Unternehmen im Bereich der Lieferung zuverlässiger Lösungen für Ertragsfragen, sowohl in Bezug auf Soft- als auch Hardware, einen Namen gemacht. Berg Product wird weltweit von einem umfassenden Händlernetz unterstützt, das den Endverbrauchern hervorragenden Service und Kundendienst bietet. De Gier Drive Systems ist Entwickler und Hersteller eines kompletten Sortiments von Antriebssystemen für den Gartenbau- und Agrarsektor. Überall auf der Welt finden Sie seine Racks, Motorgetriebe und Bediengeräte, die eine genaue Steuerung der Belüftung und des Screenings in Ihrem Unternehmen erlauben. Demokwekerij („Demo-Pflanzschule“) Westland ist ein Forschungszentrum für Unterglasanbau-Technologie, das sich auf einer Fläche von über 10.000 m2 erstreckt. Werfen Sie einen Blick auf die innovativen Systeme für z.B. Anbau, betriebsinternen Transport, Klima, Wachstumsbeleuchtung und Berieselung, die hier vorgestellt werden. Neben den technischen Innovationen gibt es auch verschiedene Versuchsbeete für die Forschung im

Bereich der praktischen Anbaufragen, an denen Erzeuger direkt beteiligt werden. Demokwekerij Westland stimuliert und ermöglicht Entwicklungen im Unterglasanbau und fungiert als Bindeglied zwischen Behörden, Bildungswesen und dem Wirtschaftssektor. Flier Systems ist weltweit im Bereich der Mechanisierung und Automatisierung von Baumschulen tätig. In Zusammenarbeit mit unseren Kunden suchen wir nach den besten Lösungen und erstellen danach einen geeigneten Entwurf. Die gut ausgebildeten Mitarbeiter von Flier Systems verfügen über ein großes Maß an Fachwissen im Hinblick auf Entwurf, Entwicklung und Installation. Aufgrund dieses hohen technischen Niveaus ist Flier Systems zum Marktführer im Bereich technisch hochwertiger Maschinen und Systeme im Gartenbau geworden. Frans Van Zaal totaaltechniek entwickelt, fertigt und installiert eine breite Palette technischer Produkte und Systeme weltweit. Mithilfe seiner Sparten Logistik, Klima und Energie bietet Van Zaal einzigartige Lösungen für den Gartenbau und die Versorgungswirtschaft. Van Zaal arbeitet mit Unternehmen wie Indigo Solutions und Crea-Tech zusammen, da sich ihre Dienstleistungen ergänzen. Van Zaal installierte ein betriebsinternes Transportsystem mit einem mobilen Anbausystem beim Anthurien-Züchter Evanty; ferner installierte es 7000 Behälter und ein betriebsinternes Transportsystem bei Ter Laak Orchids in Wateringen. GreenQ Horticultural Expertise Group versorgt die Gartenbaubranche mit Fachkenntnissen und Wissen bezüglich Wachstumsprozessen zwecks Optimierung der Produktivität und Qualität von Gewächshauspflanzen, was zu Rentabilitätssteigerungen führt. GreenQ bietet seine Dienstleistungen in vier Sparten an: GreenQ Improvement Centre: Gewächshausanlage für


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Anforderungen entsprechend entwickelt werden. Die aus Torf, Holzfasern, Stärke und Kokos hergestellten Jiffy-Produkte senken den Einsatz von Kunststofftöpfen im Gartenbau pro Tag millionenfach.

die Entwicklung, Demonstration und Unterweisung in Bezug auf Anbauprozesse. GreenQ Education: Gartenbau-Schulungen und -Kurse für Erzeuger und Manager. GreenQ Projects: Aufbau eines Anbauplanungsprojekts und Machbarkeit neuer Gewächshausprojekte. GreenQ Consultancy: Operative Gartenbauunterstützung und Überwachung von Kulturpflanzen in Gewächshäusern. Grodan bietet Erzeugern ein umfassendes Sortiment innovativer Gesamtlösungen für den Präzisionsanbau, bestehend aus regulierbarem Steinwollsubstrat, Empfehlungen und Support-Dienstleistungen. Grodans Substratlösungen ermöglichen die optimale Steuerung in jeder Phase des Lebenszyklus, sowohl während des Anbaus als auch bei der Produktion und dem Recycling. Sie sind deshalb für den Präzisionsanbau ideal geeignet. Der Präzisionsanbau ist die effizienteste und wirksamste Art des Anbaus und richtet sich auf die Optimierung des Aufwands zur Erzielung eines maximales Ertrags. Hortilux Schréder entwickelt und fertigt zusätzliche Beleuchtungssysteme für die Gartenbaubranche. Das Unternehmen bietet ein umfassendes Sortiment Armaturen, Lampen und Reflektoren zur Optimierung der Lichtverteilung; Hortilux erstellt Beleuchtungspläne für Anbauanwendungen und erteilt Empfehlungen bezüglich Installation, optimaler Nutzung und Wartung. Hortilux setzt die Anforderungen von Erzeugern und neue Einsichten in Anbaumethoden und technische Möglichkeiten in zuverlässige Produkte um. Jiffy Products ist auf Entwicklung, Produktion und Verkauf von Pflanzenvermehrungssystemen und Substraten höchster Qualität für den gewerblichen Anbauer spezialisiert. Jiffy bietet Ihnen ein großes Sortiment hervorragender Vermehrungsprodukte, die zum Aussäen oder für Stecklinge beliebiger Anbaupflanzen perfekt sind. Kundenspezifische Wurzelsysteme können auch den

Leen Huisman ist ein führender Entwickler und Installateur von Schirmen, Verdunklungssystemen und Insektenschutznetzen. Im Laufe der Jahre führte das Unternehmen viele zukunftsweisende Entwicklungen ein, wie z.B. Diaphragma-Schirme oder Außenschirme auf dem Dach eines Gewächshauses, die jetzt auf der ganzen Welt Anwendung finden. Logiqs Agro International fertigt und installiert Logistiksysteme für Topfpflanzen, Schnittblumen, Baumschulen, Blumenzwiebelerzeuger und Gemüse, die die Kulturpflanze und die Vision des Erzeugers in ein System verwandeln, das perfekt auf sie abgestimmt ist. Die modulare Struktur gewährleistet, dass sowohl große als auch kleine Projekte optimale Erträge erzielen. Der Einsatz langlebiger Materialien ermöglicht eine schnelle Montage und einen zuverlässigen Betrieb. Die Abteilung Informations- und Kommunikationstechnologie von Logiqs Agro bietet Ihnen die neueste und zuverlässigste Steuer- und Aufnahmetechnik. Metazet entwickelt und fertigt verschiedene Metallprodukte, wie z.B. Stützen und Aufhängungsmaterialien. Das Unternehmen ist auf die Entwicklung und Herstellung von u.a. folgenden Produkten spezialisiert: Hebezeuge, interne Transportsysteme und verschiedene Arten von Anbau- und Erntesystemen. Die Metazet-Logistikabteilung ist ein wichtiger Teil von Metazet. Aufgrund der gestiegenen Marktnachfrage nach arbeitssparenden und automatisierten Verfahren, wird der Entwicklung solcher Systeme, wie z.B. Kettenbandsystemen, hängenden Kettenbändern und dem kürzlich eingeführten M-Track, große Aufmerksamkeit geschenkt. FormFlex ist ein weltweit führender Anbieter im Bereich der Entwicklung und Herstellung von Abflussrinnensystemen für Anbauzwecke und anderen Formarmaturen für Gewächshäuser. FormFlex war ein Pionier auf dem Gebiet der Profilierung von Anbau-Racks vor Ort, der Anbausysteme und Abflussrinnen und liefert schon seit über 18 Jahren ein umfassendes Sortiment Abflussrinnen für viele verschiedenen Kulturpflanzen; diese Rinnen können in jeder gewünschten durchgehenden Länge hergestellt werden. Die Verwendung


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Foto: Wageningen UR Greenhouse Horticulture

von Abflussrinnensystemen passt zum Trend eines geschlossenen und nachhaltigen Anbaus. Die Systeme bieten viele Vorteile, die von der Sammlung wiederverwertbaren Drainagewassers und Düngemitteln bis zu besseren Arbeitsbedingungen für Ihre Mitarbeiter dank einer optimalen Arbeitshöhe reichen.

Topfpflanzenpuffer- und -versandsystem im JSV-Werk besuchen können. Ihnen wird das System sowie ein Planspiel und eine Animation gezeigt, sodass sie Berechnungen erstellen und herausfinden können, welche Vorteile dieses System für Ihr Unternehmen haben könnte.

Priva hilft Ihnen, ein günstiges Wachstumsklima zu schaffen. Privas Klimaregelungs- und Prozessoptimierungsprodukte und -dienstleistungen helfen Ihnen bei der Optimierung Ihres Betriebs. Priva bringt sein Know-how im Bereich der wesentlichen Geschäftsprozesse ein und ermöglicht es Ihnen, diese auf die wirksamste Art zu steuern - bei maximaler Wiederverwertung von Wasser und minimalen Energieeinsatz. Priva arbeitet mit einem breiten und qualitativ hochwertigen Händlernetz zusammen. So kann Priva Gartenbaubetriebe bei der nachhaltigen Gewinnsteigerung weltweit unterstützen.

Wageningen UR Greenhouse Horticulture ist eine unabhängige, internationale Forschungsorganisation. Sie unterscheidet sich von lokalen Wissensorganisationen durch die Bandbreite ihres Wissens und die Möglichkeiten, die diese für den integrierten Ansatz in Bezug auf Forschungsfragen bieten. Diese reichen von der Marktforschung bis zur Entwicklung von Gewächshäusern, die den lokalen meteorologischen Bedingungen angepasst sind. Die Forschungseinrichtungen dieses Forschungszentrums sind auf internationaler Ebene einzigartig und reichen von Gewächshäusern zur Erforschung des nachhaltigen Pflanzenschutzes über experimentelle energiesparende Gewächshäuser zu Messaufbauten zum Zwecke der Untersuchung von Gewächshausmaterialien und Kulturpflanzen.

Van der Knaap ist eine Unternehmensgruppe, die sich auf die Entwicklung hochwertiger, organischer Lösungen für die Durchwurzelung und das Wachstum von Pflanzen spezialisiert hat. Die Durchwurzelungs- und Anbauprodukte der Van der Knaap Group supplies basieren auf Torfmoos und Kokostorf, die 100% recycelbar und deshalb umweltfreundlich sind. Van der Knaap erzeugt hochwertige Produkte durch Steuerung der gesamten Produktionskette, vom Rohmaterial bis zum Endverbraucher. Die Produkte werden in enger Zusammenarbeit mit Erzeugern und Erzeugergemeinschaften entwickelt und reichen von Verbesserungen auf dem Gebiet der Blumenerdemischungen und Substrate zu ganz neuen Produkten. Visser International Trade & Engineering B.V. hat Maschinen und ganze Produktionslinien sowohl für große als auch kleine Baumschulen entwickelt und hergestellt. Visser liefert ein Produktsortiment, das perfekt auf die Marktanforderungen abgestimmt ist; es erfüllt die strengsten Kundenanforderungen, da Kunden das

WPS Horti Systems ist der führende Spezialist für die Entwicklung, Verwirklichung und Implementierung wirksamer Logistiklösungen für Topfpflanzenbetriebe. WPS hat im Laufe der Jahre ein umfassendes Produktsortiment aufgebaut und verfügt über alle erforderlichen Fähigkeiten und Kenntnisse zum Entwurf einer Logistiklösung, die für den jeweiligen Gartenbaubetrieb am besten geeignet ist; die Lösungen reichen von einfachen Förderbändern, mobilen Absetzautomaten und einem großen Sortiment Sortierlösungen zu kompletten Liefer- und Behältersystemen.

Anwendungstechnische Versuche 1. – 4. November www.technicaltrials.nl, info@technicaltrials.nl


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Ein neues Angebot von Sercom

erleichtert den Einstieg Wie viele Gartenbauer haben nicht früher einmal einen Klimacomputer gekauft und verwenden das inzwischen veralterte Gerät oder die veralterte Software immer noch? „Was heißt schon veraltert?“, agumentieren sie. Was funktioniert, funktioniert. Wie viele dieser softwaremäßigen „Hinterherhinker“, oder freundlicher ausgedrückt, Mitläufer, gibt es Ihrer Meinung nach? Jan-Willem Lut von Sercom, einem Klimacomputerunternehmen, das sich in der Gartenbaubranche inzwischen zum weltweiten Marktführer entwickelt hat, kennt die Antwort auf diese Frage. Aber er schweigt. Auf jeden Fall ist es ein interessanter Markt. Und die Gartenbauer, die mit diesen älteren, nie aktualisierten Fassungen arbeiten, schaden sich. Denn sie lassen auch eine Menge Möglichkeiten liegen. „Das heißt: Ihnen fehlt eigentlich nichts, denn alles funktioniert, und solange es keine HardwareUpdates gibt, die einen Austausch der Software unerlässlich machen, bleibt alles beim Alten. Dass sie viele neue Funktionalitäten nicht nutzen, fällt ihnen in der alltäglichen Praxis eigentlich gar nicht auf. Damit schaden sie sich aber. Und dafür haben wir eine Lösung gefunden.“ Eigentlich ist sie zu einfach für Worte. Sercom bietet dem Gartenbauer nämlich verschiedene ServiceArrangements. Er kann mit Software beginnen, die einige Jahre alt ist und zu einem niedrigen Einstiegspreis pro Jahr angeboten wird. In den nächsten Jahren wird der Kunde dann softwaremäßig auf den neuesten Stand gebracht. Die Folge ist, dass der Gartenbauer in Bezug auf die Klimaautomatisierung langsam den neuesten Stand erreicht, ohne dass hierfür hohe Investitionen anfallen. Lut: „Dies

ist natürlich sehr interessant. Wir wissen, dass es Hunderte von Gartenbaufirmen gibt, deren Betrieb aufgrund der veralterten Software auf einem zu hohen Kostenniveau basiert. Denn ihre Klimaregelung ist nicht optimal. Durch dieses Arrangement können sie sofort anfangen, Energiekosten zu sparen.“ In der Softwarebranche wurde dieses System, soweit wir wissen, noch nicht eher angewandt, während es eigentlich auf der Hand zu liegen scheint. Lut kam bei einem Syntens-Treffen über Innovationen im Bereich der Dienstleistungen auf diese Idee. Lut: „Unsere Frage war einfach. Wir würden unsere Kunden gerne mit der neuesten Software arbeiten lassen. Wie entwickelt man eine Dienstleistung, die Unternehmer stimuliert, darin zu investieren? Treffen dieser Art sind sehr geeignet, um sein Unternehmen und den Sektor, in dem man tätig ist, einmal mit anderen Augen zu betrachten. Aus dem Treffen ging insbesondere hervor, dass man Kunden bei der Entwicklung der oben genannten Dienstleistung aktiv einbeziehen muss.“ Lut spricht hier hauptsächlich über den Wunsch, seinen vorhandenen Kunden Software-Updates zu ermöglichen , aber es gibt zweifellos auch Gartenbaubetriebe, die Software anderer Unternehmen benutzen, und denen auf diese Art ein Wechsel leicht gemacht wird. Lut: „Bei einer oberflächlichen Betrachtung könnte man vielleicht denken, dass dies ein defensiver Zug von Sercom ist oder den Versuch beinhaltet, auf praktische Art einen Marktanteil zu erobern. Beides ist falsch. Weltweit wächst die Benutzergruppe von Sercom stark. Die Stärke von Sercom - und darin unterscheiden wir uns von anderen vergleichbaren Unternehmen - ist, dass wir mehrere Agrarmärkte beliefern und dass unsere wichtigste Inspirationsquelle der Kunde und nicht die Technik ist. Dieses Denken, dem der Kunde und nicht die Technik zugrunde liegt, bildet auch die Grundlage unserer Marktstrategie.“ Besuchen Sie uns während der Messe HortiFair am Stand 08.0403 von 1 bis 4 November 2011.


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Vetrasol gewährleistet die

Lichtdurchlässigkeit Glasimport Kwintsheul ist einer der größten Lieferanten von Gewächshausglas und daneben auch ein wichtiger Akteur am Glasmarkt für Industrie und Nutzbau. Im Unterglasanbau ist das in der Region Westland tätige Unternehmen vor allem wegen seiner diffusen Glasarten Vetrasol 502 und 503 bekannt. Untersuchungen haben gezeigt, dass sich diese diffusen Glasarten nicht nur durch eine hohe Lichtdurchlässigkeit in trockenem Zustand auszeichnen, sondern auch, wenn sie mit einer dünnen Schicht Kondenswasser bedeckt sind.

Wie aus den Zahlen von Glasimport Kwintsheul hervorgeht, hat diffuses Glas in den letzten Jahren an Beliebtheit gewonnen. Geschäftsführer Lucien Knetemann: „Wir haben inzwischen zweihunderttausend Quadratmeter diffuses Glas für zahlreiche Projekte in den Niederlanden und im Ausland geliefert. So züchten jetzt WUR, Pflanzenhof Trübenbach, Combinations, Koene Rozen und Koppert Cress unter Vetrasol. Und das überrascht nicht, wenn man sich die Vorteile diffusen Glases anschaut.“ Sie kennen die Geschichte zweifellos bereits, aber sicherheitshalber wiederholen wir sie hier noch einmal: Diffuses Glas ermöglicht eine höhere Lichtdurchlässigkeit sowohl direkten, als auch diffusen Lichts (Messung erfolgt unter verschiedenen Winkeln, und der Mittelwert wird gemäß einem festgelegten Verfahren errechnet). Das diffuse Licht reduziert die Schattenwirkung in den Pflanzen und ermöglicht so eine bessere Verteilung des Lichts. Außerdem sind die Temperaturschwankungen in der Pflanze kleiner. So sind die Kopf- und Blatttemperaturen in der Regel niedriger als bei nicht-diffusem Glas. Die bessere Licht- und Temperaturverteilung sorgt für ein milderes Klima im Gewächshaus, senkt den Stresslevel der Pflanze, minimiert CO2-Verluste, reduziert die Beleuchtung (was zu Kosteneinsparungen führt) sowie die Verwendung von Pflanzenschutzmitteln, vermindert die Verdampfung und ermöglicht eine höhere Fotosynthese und damit eine Produktionssteigerung. „Für alle Pflanzen mit einer großen Blätterdichte ist diffuses Glas interessant”, erklärt Knetemann. „Auch für Gewächse, bei denen die Farbe des Blatts für die Qualität des Endprodukts sehr wichtig ist, wie z.B. für Auberginen und Lollo rosso, ist diffuses Glas sehr angenehm. Es gibt auch Pflanzenarten, wie z.B. viele Topfpflanzen, die eine diffuse Umgebung bevor-

zugen, und für die Abhärtung von Beetpflanzen ist diffuses Glas auch eine hervorragende Wahl.“

VERFAHREN Trotz eines immer breiteren Angebots diffusen Glases ist Vetrasol 502 und 503 noch immer das einzige Glas, dessen Funktionsweise unter konditionierten Bedingungen empirisch festgestellt wurde. Knetemann: „DLV hat beide Arten Vetrasol genau geprüft, und wir kommen zu dem Schluss, dass es kein Glas gibt, das eine höhere - direkte oder diffuse - Lichtdurchlässigkeit bietet als unser Glas. Aus diesem Grund hat auch WUR seine Probegewächshäuser mit Vetrasol ausgestattet.“ Laut Knetemann sind die oben stehenden Vorteile dem Fertigungsverfahren von Vetrasol zu verdanken. „Man kann natürlich normales Float-Glas nehmen und dies mit einer dünnen Strukturschicht versehen, indem man es z.B. ätzt und danach eine Beschichtung aufbringt. Persönlich bevorzuge ich unser Verfahren, bei dem das flüssige Glas durch Rollen gezogen wird, dadurch gewalzt und anschließend gehärtet wird. Hierdurch erhält das Glas die gewünschten Eigenschaften, und man braucht keine Kunstgriffe mehr anzuwenden. Durch die Härtung wird das Glas auch noch drei bis fünf Mal stärker als nicht gehärtetes Glas. Geätztes Glas ist auch in einer nicht-gehärteten Variante lieferbar, und dann büßt es sehr viel Stärke ein. Die hohe Lichtdurchlässigkeit von Vetrasol ist auf das gute Ausgangsprodukt zurückzuführen: Glas mit sehr wenig Eisen - „low iron“. Außerdem zeichnet sich Vetrasol durch eine sehr geringe Reflexion aus, und das macht einige Prozente aus. Diffuses Glas führt zu positiven Ergebnissen im Gewächshaus, solange die Lichtdurchlässigkeit stimmt. Ist diese unzureichend, wird diffuses Glas wertlos.“ Eine andere Stärke von Vetrasol ist nach Meinung von


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bei Kondenswasser

vetraclear 91+

vetrasol 502

Knetemann dessen Lieferung. „Wir beziehen alles aus einer sehr zuverlässigen Fabrik. Das heißt, wir brauchen kein Glas an irgendeinen Ort zu befördern, um es dort ätzen und danach an anderer Stelle wieder beschichten zu lassen. Jeder Logistikschritt vergrößert die Beschädigungsgefahr, und je mehr Glieder eine Kette hat, desto größer ist das Risiko, dass eines ausfällt und die Produktion zum Erliegen kommt.“

GEWINN Aus einer Untersuchung von WUR ging kürzlich hervor, dass Vetrasol seine hohe Lichtdurchlässigkeit behält, wenn eine dünne Schicht Kondenswasser das Gewächshausdach bedeckt. Im Rahmen eines experimentallen Versuchsaufbaus wurden acht Glasarten mittels eines Verdampfers mit Kondenswasser bedeckt, und an fünf verschiedenen Stellen wurde mithilfe eines PAR-Messgeräts die Lichtdurchlässigkeit gemessen. Die Forscher zogen folgende Schlussfolgerung: „Die Eigenschaften des strukturierten Diffusglases (Vetrasol) sind wahrlich erstaunlich. Zum Ersten, weil die Lichtdurchlässigkeit durch das Vorhandensein von Kondenswasser nicht beeinflusst wird. Und zum Zweiten, weil die Position der Struktur für die Lichtdurchlässigkeit nichts ausmacht. Beide Effekte lassen sich möglicherweise durch das Funk-

vetrasol 503

tionsprinzip des Glases erklären: Die Struktur (der Neigungswinkel der ‚kleinen Pyramiden‘) wurde so berechnet und angebracht, dass einfallendes Licht, ganz homogen auf alle Ecken verteilt, von der einen zur anderen Seite des Glases geleitet wird.“ Knetemann: „Wenn man bedenkt, dass sich beim Anbau die größte Zeit Kondenswasser auf dem Glas befindet, kann man sich vorstellen, dass man damit einen ziemlich großen Gewinn erzielt. Bei nicht-diffusem Glas entsteht bei Kondensbildung ein Lichtverlust von sechs bis acht Prozent. Das ist doch sehr viel.“

NICHT MEHR KREIDEN Jerry van der Knaap von Koenen Rozen kann die Ergebnisse aufgrund seiner Praxiserfahrungen bestätigen: „Wir erzielen höhere Zweiggewichte mit Vetrasol und ein milderes Gewächshausklima. Hierdurch wird der Stresslevel der Pflanze gesenkt, was ihr Wachstum fördert. Ich habe dieses Jahr noch nicht einmal gekreidet, denn dies war überflüssig. Wird die Sonneneinstrahlung doch zu intensiv, schließe ich einfach einen Schirm. Einen Tag später kann es nämlich wieder regnen, und dann nutze ich doch mehr Licht als nach dem Kreiden.“ Mehr Informationen: www.glasimport.nl


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ReduFuse

vielversprechende

Mardenkro stellt seit 25 Jahren innovative und entfernbare Beschichtungen für Gewächshausdächer her, die zur Optimierung der natürlichen Gewächshausbeleuchtung dienen. Das Unternehmen führt schon seit Jahren Produkte wie ReduSol, ReduHeat und ReduClean. Der Redu-Familie gesellt sich in Kürze ein neuer Spross hinzu: ReduFuse. Ein Spross, der rein zufällig entdeckt wurde.

Im Jahr 2008 waren die vier Mardenkro-Labormitarbeiter mit der Entwicklung einer neuen entfernbaren Beschichtung für Gewächshausdächer beschäftigt. Diese Beschichtung sollte optimale Lichtdurchlässigkeit bei Regen gewährleisten und Schutz bieten, wenn die Sonne auf das Gewächshausdach scheint. Dies erwies sich aber als viel leichter gesagt als getan. Die entwickelte Beschichtung bot nämlich gar keinen Schutz vor Lichteinfall. Sie verwandelte das Licht aber in diffuses Licht. Es stellte sich heraus, dass der Grund hierfür ein bestimmtes Pigment (Bestandteil) war.” Kundenbetreuer Roger de Jagher: „Die Entdeckung, dass dieses Pigment das Licht im Gewächshaus in diffuses Licht verwandelte, kam ungefähr zeitgleich mit Medien-Veröffentlichungen von Wageningen UR bezüglich der Tests, die das Universitäts- und Forschungszentrum mit diffusem Licht im Gurken-

anbau ausgeführt hatte. Und die Ergebnisse waren vielversprechend. Dies gab uns zu denken.“

FLEISSARBEIT Die vier Produktentwickler im Labor fanden zwar das vielversprechende Pigment, aber könnte es vielleicht sein, dass Untersuchungen ausweisen würden, dass ein anderes Pigment oder möglicherweise eine Kombination verschiedener Pigmente noch bessere Ergebnisse in Bezug auf diffuses Licht erbringen würde? Und so begann die Fleißarbeit: viele Experimente mit ca. 60 Pigmenten. Kaufmännischer Leiter Barry Zuidgeest: „Im letzten Sommer haben wir eine Anzahl Tests bei Erzeugern durchgeführt. Die Durchführung von Tests bei Erzeugern verschafft dem Forscher zwar einen Eindruck, er muss aber immer etwas lavieren. Eine genaue Messung des Unterschieds zwischen direktem und unserem diffusen Licht ließ sich nur mit zwei separaten Zuchtbeeten ausführen: einem Beet ohne unser Produkt auf dem Dach und einem Beet mit unserem Produkt. Schließlich hat Botany mit Sitz in Horst (Limburg) die Versuche Mitte Juni diesen Jahres ausgeführt.“

AUF DEM RICHTIGEN WEG Die Versuche hatten überraschende Ergebnisse. Am 11. August fand die letzte Gurkenernte statt. Und was stellte sich heraus? Roger: „Die Produktion von Gurken, die unter unserer Beschichtung herangewachsen waren, war 4,5% höher und erbrachte 7% mehr Gurken der Klasse 1. Botany kam zu dem Schluss, dass dieses Ergebnis auf unsere Beschichtung zurückzuführen war.“


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diffuse Lichtquelle? BLACK BOX Zur Veranschaulichung zeigt Marcel uns eine schwarze Kiste, die auf der Vorderseite mit einem Türchen versehen ist. In dieser Black Box befindet sich eine Halogenleuchte und gegenüber ein Lichtsensor. Ein Laptop, der mit Randgeräten an die Black Box angeschlossen ist, zeigt einen horizontalen Balken, der das Lichtspektrum von 400 bis 1100 Nanometer anzeigt. Ein vertikaler Balken auf der linken Seite gibt die Lichtdurchlässigkeit wieder. Marcel: „Zwischen der Lichtwellenlänge von 400 bis 700 Nanometern befindet sich das Wachstumslicht, das für die Fotosynthese wichtig ist. Zwischen 800 und 1100 Nanometern, das entspricht ungefähr dem Infrarotlicht, befindet sich die Strahlung, die für die Heizung der Gewächshäuser sorgt. Schauen Sie, jetzt platziere ich ein Stück gekreidetes Glas zwischen die Halogenleuchte und den Lichtsensor. Dann zeigt sich auf dem Laptop, dass das ganze Lichtspektrum von 400-1100 gleichmäßig durchstrahlt wird. Auf dem Übertragungsbalken sieht man allerdings, dass die Durchlässigkeit des ganzen Spektrums um 45% gesenkt wird. Das ist der Effekt, den die Kreide auf das Gewächshaus hat. Das ganze Spektrum wird durchstrahlt, wobei die Durchlässigkeit reduziert wird. Danach stellen wir eine mit unserem Produkt ReduHeat versehene Glasscheibe zwischen die Leuchte und den Lichtsensor. ReduHeat reflektiert die Wärmestrahlung in hohem Maße, lässt aber viel Wachstumslicht durch. Und was sieht man auf dem Laptop? Man sieht, dass die Strahlung, die, wenn sie zu hoch ist, die Pflanze beschädigen kann, um 45 Prozent abnimmt. Das Wachstumslicht dahingegen nimmt nur um 20 Prozent ab. Das heißt, dass man mit ReduHeat möglichst viel Wachstumslicht behält, während die Strahlungswärme gesenkt wird, wodurch die Pflanzen nicht so schnell unter Stress leiden, was wiederum allerlei Pflanzenkrankheiten, wie z.B. Pflanzenspitzenfäule, zur Folge hat.“ Abschließend setzt Marcel eine Glasplatte mit dem zukünftigen ReduFuse in seine Black Box. Zunächst bleibt die Lichtdurchlässigkeit - sowohl in Bezug auf das Wachstumslicht als auch die Wärmestrahlung -

hoch. Wird die mit ReduFuse versehene Glasplatte allerdings etwas näher in Richtung der Lichtquelle gesetzt, sinkt die Strahlungsmenge gleich um 70 Prozent. Die Lichtreduzierung beträgt dreißig Prozent. Dies bedeutet, dass nicht das ganze Licht mehr vom Sensor in der Black Box ermittelt wird, weil ein Teil „daneben“ fällt. Es wurde in diffuses Licht verwandelt. Um die Funktionsweise diffusen Lichts zu veranschaulichen, verdunkelt Marcel einen Teil des Labors, nimmt eine Taschenlampe mit einer Linse, richtet sie auf eine schwarze Mauer und erzeugt einen Lichtpunkt. Der Arbeitstisch, der an der Mauer steht, ist nicht zu sehen. Als Marcel eine mit ReduFuse versehene Glasplatte vor die Taschenlampenlinse hält, sinkt die Lichtstärke auf der Mauer sofort, aber im schwachen Licht ist jetzt der Arbeitstisch und die Umgebung sichtbar.

STRESSFREIE PFLANZE Marcel: „Man sieht, dass das Licht gebrochen wird und mit einer niedrigeren Stärke einen viel größeren Bereich erstrahlen lässt. Was passiert eigentlich mit diffusem Glas im Gewächshaus? Die Pflanze erhält nicht nur auf der Oberseite sehr viel Licht, wodurch sie sich allerlei Krankheiten zuziehen kann, nein, das Licht ist weniger stark, wird aber gebrochen und gelangt deshalb überall hin. Die Idee, weniger starkes Licht in seinem Gewächshaus anzuwenden, ist für einen Erzeuger natürlich gewöhnungsbedürftig. Aber, wie auch aus den Versuchen in Wageningen hervorgeht, reagiert die Pflanze bei diffusem Licht weniger schnell mit Stress und wächst besser und gleichmäßiger. ReduFuse muss, wenn es in Kürze auf den Markt gebracht wird, im Sommer für diffuses Licht sorgen und dabei trotzdem möglichst viel Wachstumslicht durchlassen. Und im Herbst, wenn die Wärmestrahlung keine große Rolle mehr spielt, kann man ReduFuse mithilfe von ReduClean wieder vom Dach entfernen, um möglichst optimal vom Wachstumslicht profitieren zu können. Wenn alles plangemäß verläuft, erwarte ich, dass wir Mitte 2012 ReduFuse offiziell vorstellen können.“ Paul Waayers


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Entwicklung von Pflan in hoher Auflösung

HortiMaX führte Ende des letzten Jahres CropView ein, ein innovatives System, mit dessen Hilfe aus einem Gewächshaus stammende Kamerabilder mit hoher Auflösung mit Klimadaten aus dem Computer verbunden werden können. Bei den Gebrüdern Duijvestijn lief der Prototyp von CropView und jetzt die ausgereifte Variante.

Bei der Betrachtung der CropCam - denn so heißt die Kamera, die Bilder für das Programm CropView im Gewächshaus schießt - fällt zunächst auf, dass die Kamera ortsfest ist und deshalb kein Bild des ganzen Gewächshauses erstellt. Dann kann man doch nicht wissen, ob sich irgendwo eine Pflanzeninfektion ausbreitet? „Das ist auch nicht das Ziel von CropView“, erläutert Veenman, Ingenieur für Produktentwicklungen bei Hortimax. „Wenn man dies wissen möchte, muss man durch die Pflanzen laufen. CropView dient einem ganzen anderen Zweck, nämlich der Überwachung der allgemeinen Entwicklung der Pflanzen. Dieses System hilft dem Züchter, den Zustand der Pflanze im Verhältnis zu den Klimabedingungen im Gewächshaus besser zu verstehen.“ Dies hört sich kompliziert an, aber die Idee ist eigentlich genauso brillant wie simpel. Man nehme eine Kamera, die in der Lage ist, Bilder mit einer hohen Auflösung zu erstellen, stelle sie an einer repräsentativen Stelle im Gewächshaus auf, schicke die Bilder danach zu einem Server mit ausreichender Leistung und verbinde die erstellten Bilder danach mit Klimagrafiken aus dem Computer. Dann erhalten Sie interessante Daten.

NÜTZLICHE INFORMATIONEN Ad van Adrichem ist verantwortlich für den Anbau bei Duijvestijn und ist sichtlich begeistert von CropView. Auf seinem Computer zeigt er uns die Vorteile des Systems. „Was einem zunächst auffällt, wenn man durch die - alle zehn Minuten erstellten Bilder blättert, ist, dass sich die Pflanzen viel mehr bewegen, als man denkt. Was das bedeutet, weiß ich nicht, aber das werden wir noch herausfinden. Das Wachstum der jungen Pflanzen wird hier gut dargestellt. Wenn man ein Lineal neben die Pflanzen stellt, kann man genau sehen, wie schnell die Pflanze wächst und unter welchen Bedingungen sich das

Wachstum schneller oder langsamer vollzieht.“ Mit einigen Knopfdrücken können alle möglichen Klimavariablen mit den Bildern verbunden werden: Temperatur, relative Luftfeuchtigkeit, CO2- und Drainagewerte usw. Alle Messungen können angezeigt werden. „Nehmen Sie z.B. das Wachstum dieser Traube an dieser Pflanze“, sagt Ad und weist darauf. „Man kann es jetzt zum ersten Mal fast in Echtzeit verfolgen. Diese Bilder erteilen jedem Erzeuger eine riesige Menge nützlicher Informationen.“ Aber auch ‚Fehler‘ beim Anbau können leichter entdeckt werden. Joost: „Bei einem anderen Kunden schaute ich mir auf Bildern an, wie Pflanzenschutzmittel versprüht wurden. Durch Einzoomen auf die kleinsten Einzelheiten konnte man genau sehen, wo die Tropfen die Blätter berührten. Zu meinem großen Erstaunen stellte sich heraus, dass das Spritzgestänge gar nicht effizient eingestellt war. Der Erzeuger war mindestens genauso überrascht wie ich, und nach einer fachkundigen erneuten Einstellung zeigte sich, dass der Erzeuger viel weniger sprühen brauchte. Dies sind Dinge, die man erfährt, wenn man sich diese Art von Bildern anschaut.“

MÖGLICHKEITEN Die Technik scheint einfach, aber dennoch benötigte Hortimax volle drei Jahre, bevor das System gut funktionierte. Joost: „Wir verwenden eine Spiegelreflexkamera mit 15 Megapixel Auflösung. Diese ist in einem Gehäuse angebracht, das die Kamera vor Feuchtigkeit und direkter Sonneneinstrahlung schützt. Auf der Oberseite des Gehäuses befindet sich eine zusätzliche Kappe für das Blitzgerät. Wir möchten nämlich auch im Dunkel fotografieren können, und außerdem möchten wir möglichst viele Einzelheiten im Bild erkennen können, d.h. man muss unerwünschte Schatten mittels des Blitzgeräts vermeiden. Die Kamera ist an das Lichtnetz und ein Datenkabel angeschlossen. Alle zehn


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nzen

Minuten macht die Kamera ein Foto, das zum Server geschickt wird. Bei dem Erzeuger wird eine Datenscheibe mit einem Terabyte Kapazität installiert, die ihm vier Jahre reicht. Im Kameragehäuse haben wir einen Lüfter eingebaut, der, wenn es zu warm wird, die Elektronik kühlen kann.“ Neben der Hardware stellte auch die Verarbeitung der erstellten Bilder im Synopta-Klimacomputer noch eine Herausforderung dar. „Die Bedienung musste leicht und logisch sein, genug Optionen bieten und schnell sein,“ erläutert Joost. „Und das ist uns gelungen.“

sammeln. „Und ich brauche dafür im Prinzip keinen Schritt in das Gewächshaus zu setzen,“ lacht er. „Ich kann mir überall, wo es einen Internetzugang gibt, die Bilder anschauen.“ Der Richtpreis von CropView und CropCam beträgt ca. 15.000 Euro. „Das erscheint eine Menge Geld,“ gibt Joost zu, „aber der Kunde, der sein Spritzgestänge jetzt gut eingestellt hat, hat diesen Betrag schon doppelt und dreifach wieder zurückverdient. Außerdem hängt der Preis von den jeweiligen Wünschen eines Kunden ab. Es kann auch sein, dass der Betrag niedriger ausfällt.“

ZURÜCKVERDIENT Für Ad steht fest: Er hat ein ganz neues Tool erhalten, um Informationen bezüglich seiner Pflanzen zu

Mehr Informationen? www.hortimax.com


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Solarenergie

ist auf dem Nach ihrem Einstieg in die Solarenergiebranche vor drei Jahren hat VDH Solar Systems eine starke Marktstellung erworben. Neben der Installation von Sonnenkollektoren auf Gewächshausdächern installiert das Unternehmen Sonnenkollektoren auch auf anderen Dachkonstruktionen und in Feldern. Vor drei Jahren stieg VDH Foliekassen (VDH Plastic Greenhouses) mit Sitz im niederländischen Hazerswoude, nach einer erfolgreichen dreißigjährigen Karriere im Kunststoff-Gewächshausbereich, in den Solarenergiemarkt ein. Das Unternehmen führte ein spezielles System ein, das auf Tracking Panels – Sonnenkollektoren, die sich nach dem Stand der Sonne richten – beruht, die auf dem Dach eines Gewächshauses angebracht werden. „Übrigens, um das deutlich zu machen,“ fügt Johan Moerings von VDH Solar Systems schnell hinzu, „unsere Arbeit im Kunststoff-Gewächshausbereich wird wie gewohnt weitergeführt. Die Solarbranche stellt

vielmehr eine Erweiterung unserer Geschäftstätigkeiten dar.“ Das Tracking-System ermöglicht es, dass sich die Sonnenkollektoren mit der Sonne drehen; hierdurch ist der Ertrag im Laufe eines Tages größer als der starrer Sonnenkollektoren. Johan: „In Nordeuropa, wo ziemlich diffuses Licht auftritt und die Stellung der Sonne weniger Einfluss auf den Ertrag der Sonnenkollektoren hat, stellt VDH eine Verlagerung des Interesses vom TrackerSystem zu starren Sonnenkollektoren fest. Anders sieht es dahingegen in Südeuropa aus. Da die Menge direkter Sonneneinstrahlung zu einem wesentlichen größeren Ertrag führt, ist die Nachfrage nach Tracker-Systemen dort größer.“

Doppelter Vorteil Trotz des Interesses für das Tracker-System, finden auch starre Sonnenkollektorsysteme von VDH viel Beachtung. In den letzten Jahren wurden zahlreiche sehr große Projekte sowohl im Gartenbaubereich, als auch in anderen Sektoren verwirklicht. Johan: „Aufgrund unserer großen Erfahrung beim Bau von Gewächshäusern, sind wir der perfekte Partner für die Installation von Sonnenkollektoren


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Aufmarsch auf dem Dach eines Gewächshauses. Das von uns entwickelte Befestigungssystem umfasst die Installation über dem - und nicht im - Gewächshausdach. Der größte Vorteil dieser Konstruktion ist, dass die Belüftungsfenster weiterhin geöffnet werden können, während die Sonnenkollektoren die Wärme effizient weiterleiten können; dies wiederum führt zu einem höheren Ertrag. Ein weiterer Vorteil von Sonnenkollektoren, die über dem Dach eines Gewächshausschuppens angebracht werden - eine beliebten Anwendung von VDH-Sonnenkollektoren - ist, dass die Sonnenkollektoren willkommenen Schatten spenden und einen angenehm kühlen Arbeitsplatz schaffen. Ein doppelter Vorteil, also.“ Neben dem Gartenbau ist VDH Solar Systems auch in anderen Branchen tätig. Zum Beispiel mithilfe des Fixed-Field-Systems, bei dem die Sonnenkollektoren im Freien auf einer speziell zu diesem Zweck entwickelten Konstruktion installiert werden. Dieses modulare System erlaubt die Verwendung von Sonnenkollektoren aller Arten und Größen, wobei die verfügbare Oberfläche maximal genutzt wird. Das Tracker-System ist auch als Feldkonstruktion

verfügbar – das Field-Tracker-System –, das auch einen modularen Aufbau hat. Dies, so sich herausgestellt, ist die wirksamste Art der Erzeugung von Sonnenenergie pro Flächeneinheit. VDH Solar Systems hat auch Systeme für die Installation von Sonnenkollektoren auf Flach- und Steildächern entwickelt. Johan: „Wir haben auch für diese Systeme traumhafte Projekte sowohl in den Niederlanden als auch im Ausland verwirklicht.“ Johan erwartet, dass es nicht lange dauern wird, bevor auch in den Niederlanden die Anzahl von Sonnenkollektoren steigen wird: „Bis 2020 müssen wir zwanzig Prozent unseres gesamten Energiebedarfs aus erneuerbaren Energiequellen beziehen. Und wir sind dafür gerüstet.“


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Metazet: Dass Metazet allerlei Anwendungen für den internen Transport liefert, wussten Sie natürlich schon. Was Sie vielleicht noch nicht wussten, ist, dass Metazet jetzt für jede logistische Herausforderung eine Lösung bereithält, unabhängig von der Größe Ihres Gartenbaubetriebs.

Voriges Jahr lancierte Metazet auf den I-Demo-Tagen den M-Track, ein über eine Induktionsschleife gesteuertes unbemanntes Transportmittel. „Dies war eine schöne Ergänzung unseres Produktsortiments Logistiklösungen“, findet Wilfred Lange, Berater des in der Region Westland ansässigen Unternehmens. Auch dieses Jahr gibt es weitere Innovationen, denn der M-Trike und der M-Truck wurden inzwischen in Produktion genommen. Dank der Ergänzung der beiden letzten Produkte, bietet Metazet jedem Gartenbauer jetzt eine gute Logistiklösung. Und das ist ziemlich einzigartig.

Liegende Kettenbahn Wilfred: „Sehen Sie, der interne Transport in Ihrem Gartenbaubetrieb ist einerseits eine wichtige Variable, bei der große Kosteneinsparungen möglich sind. Es gibt keinen Gartenbauer, der nicht gut über diesen Punkt nachdenkt. Andererseits sind alle Gartenbaubetriebe unterschiedlich, und deshalb muss man sich als Berater die Situation genau anschauen. Zu jedem Gartenbaubetrieb gehört ein spezifischer

Logistikplan, der von der jeweiligen Kultur, der Einteilung des Gewächshauses und Schuppens, und natürlich dem Budget abhängt.“ Zu den Transportsystemen von Metazet gehört auch die Kettenbahn. Mit der Kettenbahn werden die Produkte auf Wagen über den betonierten Gang vom Gewächshaus zum Verarbeitungsraum transportiert. „Dies erfolgt vollautomatisch“, sagt Wilfred. „Eigentlich ist die Kettenbahn das modernste Transportsystem, das die wenigste Arbeit erfordert. Außerdem ist die Bahn wartungsarm und benutzerfreundlich, da sie hauptsächlich aus mechanischen Teilen besteht. Natürlich muss sie sich in einem Gartenbaubetrieb rentieren.“

Hängende Kettenbahn Eine etwas komplexere Variante der liegenden Kettenbahn ist die hängende Kettenbahn. Wilfred: „Dabei handelt es sich eigentlich ein komplettes Anbausystem, in das das Transportsystem integriert ist. Hiermit lassen sich mit minimaler Anstrengung (Hänge-)Topfpflanzen züchten. Ferner könnte es auch als Erntesystem für bestimmte Blumenarten oder als Transportsystem für Schachteln oder Kisten verwendet werden.“

M-Track Glücklicherweise gibt es auch eine gute Alternative für die Kettenbahn, denn wenn sie sich nicht rentieren sollte, kann man sich für den M-Track entscheiden. Wilfred: „Damit kann man auch mit relativ geringen Arbeitsbemühungen große Mengen im Gartenbaubetrieb transportieren. Der M-Track fährt über


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alles für den internen Transport eine Induktionsschleife, die im betonierten Gang angebracht wird. Dank der Schleife kann der Wagen unbemannt herumfahren und benötigt man nur Mitarbeiter zum An- und Abkuppeln.“ Der M-Track läuft auf der Induktionsschleife, kann aber auch manuell bedient werden. Möchte man ein Produkt außerhalb der Schleife transportieren, ist dies mit demselben Wagen möglich. Er ist nämlich multifunktional.

M-Truck Auch für den M-Track gibt es eine Alternative. Wilfred: „Für Betriebe, die nicht mit einer Induktionsschleife arbeiten möchten, oder wenn sich die Installation der Schleife nicht schnell genug amortisiert, haben wir jetzt den M-Truck in unserem Produktsortiment. Dieser elektrische Schlepper ist sehr starkwir haben letztens gesehen, dass er elf Tonnen zog - und er kann an viele Wagen gekoppelt werden, wie z.B. Ernte- und Transportwagen. Trotz seiner Stärke lässt er sich gut handhaben, und sicherheitshalber haben wir seine Höchstgeschwindigkeit auf 10 km/h begrenzt.“ In der Tat, der M-Truck fährt prima, eigentlich genauso wie der M-Track. Der einzige merkbare Unterschied ist die Lenkreaktion. Diese ist beim M-Truck etwas schneller, aber man gewöhnt sich im Handumdrehen an beide Varianten.

M-Trike Und abschließend gibt es noch den M-Trike, einen enorm wendigen und vielseitigen Schlepper. Er ist zum Ziehen von zwei Dänenkarren oder einem Versteigerungswagen geeignet und mit einer Europoolkiste versehen, in die man Werkzeuge legen kann; außerdem ist der M-Trike sehr preiswert. Wilfred: „Der MTrike ist angenehm leicht, sodass man z.B. auch vom Gang herunterfahren kann. Aufgrund seines niedrigen Gewichts und der großen Luftreifen, kann man mit ihm auch über unbefestigte Böden fahren.“

Empfehlung Für jeden Gartenbaubetrieb gibt es eine optimale Form des betriebsinternen Transports. Wilfred: „Und wir erstellen die Rechensumme gemeinsam mit dem Kunden. Manchmal kommen Kunden zu mir, die sich eine Kettenbahn wünschen, aber wenn aus der Situation hervorgeht, dass der M-Track besser zu den Anforderungen des Kunden passt, empfehlen wir natürlich Letzteren. Wir legen gemeinsam mit dem Kunden die ganze Strecke ab. Von der Beratung bis zur Wartung.“


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Zahllose Möglich mit Klimrek Railspant

Sie haben sicher schon öfter etwas über dieses Produkt gelesen: den Klimrek Railspant. Das Interessante am Railspant ist, dass er viel mehr mögliche Anwendungsbereiche hat als die meisten herkömmlichen Transportsysteme. Dies erfordert lediglich ein Umdenken. Transportsysteme legen im Gewächshaus lange Wege über die Rohrschiene ab. An sich ist das nicht so überraschend, denn dafür ist die Rohrschiene hervorragend geeignet, und außerdem liegt sie dort sowieso, denn sie bildet die Grundlage für die Heizung. Der Nachteil der Rohrschiene ist, dass ihr Weg entlang den Pflanzen - und nicht zwischen ihnen hindurch - führt und dass man bei jedem Übergang zum nächsten Gang einen Mitarbeiter benötigt, der das Transportmittel versetzt. Der Klimrek Railspant ist ein Querträger, und alle Arten des Transports verlaufen bei diesem System quer zur Rohrschiene. Und wenn man sich die Sache näher anschaut, gibt es eigentlich genauso viele Gründe für die Verwendung des Railspants wie für die Rohrschiene. Sjaak van Dijk nennt die Gründe hierfür: „Das Schöne des Transports über den Railspant ist, genauso wie beim Rohr, dass man eine vorhandene anatomische Eigenschaft des Gewächshauses, d.h. das Gitter, nutzen kann. Bei diesem Gitter ist der Unterzug nicht nur mit einem Kasten- sondern auch mit einem U-Profil versehen, in dem die Räder der Plattform laufen; auf diese Art kann man eigentlich alles, was man möchte, durch das Gewächshaus transportieren. Und das parallel zum Gang in der Mitte.“

Sprühroboter Ein gutes Beispiel für die Anwendung des Klimrek Railspant ist der Pflanzenschutz. Sjaak: „Die meisten Sprühautomaten laufen entlang den Pflanzen über dem Rohrschienenwagen und verwenden eine relativ große Menge Pflanzenschutzmittel, um zwischen die Pflanzen zu gelangen. Hierdurch können Pflanzen, die sich an der Seite des Gangs befinden, Schaden erleiden, während das Mittel die Pflanze nicht einmal gut erreicht hat. Da man sich mit der Plattform über den Pflanzen fortbewegt, hat man die Möglichkeit, um von oben zwischen die Reihen zu gelangen. Von der Plattform aus werden zwei horizontale Spritzgestänge heruntergelassen. Eines zwischen die Rohrschiene und eines in die V- oder zwischen die Reihen. Danach wird der Sprühautomat hochgezogen und begibt sich zum folgenden Gang. Pro Gang werden auf diese Art in einem Abstand von fünf Metern Pflanzen behandelt, und dies geht so weiter, bis alle Pflanzen in ganzer Länge des Gewächshauses gesprüht wurden. Wenn das Fach parallel zum betonierten Gang von der Scheune bis zum Hintergiebel fertig ist, schiebt sich die Plattform zum nächsten Fach. Dann beginnt der Sprühautomat mit den nächsten fünf Metern Gang. Es klingt kompliziert, ist aber effizienter. Der Einsatz eines Mitarbeiters an der Traverse wird überflüssig, denn der Übergang erfolgt vollautomatisch. Und es lässt sich genauer sprühen.“ Eine Alternative für den Sprühautomat ist ein UVC-Desinfektor. Während in der mobilen Rosenzucht die Töpfe jeden Tag ein UV-Tor passieren, kann man dank der Plattform jeden Tag einen UV-C-Balken durch die Pflanzen leiten. Sjaak: „Dies erfolgt auf dieselbe Art wie mit dem Sprühautomaten, sodass man gut zwischen die Pflanzen gelangt. Es hat sich herausgestellt, dass bei dieser Arbeitsweise viel weniger Pflanzenschutzmittel erforderlich sind. Es gibt sogar Rosenzüchter, die ganz ohne chemische Pflanzenschutzmittel arbeiten. Wenn man bedenkt, dass laut einer Fachzeitschrift 60% der Rosenzüchter 2009 bei der Anwendung verbotener Mittel ertappt wurden, lässt sich konstatieren, dass dieses Verfahren einen Durchbruch im Bereich des Pflanzenschutzes darstellt.“

Längere Aufzucht Eine andere interessante Anwendung der Schiene ist die längere Aufzucht von Gemüsepflanzen. Sjaak: „Eine längere Aufzucht in Verbindung mit kürzeren


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hkeiten vitalen Kulturen bietet die Möglichkeit, eine höhere Produktion zu erzielen. Eine etwas ältere Pflanze produziert nämlich 10 bis 15% weniger als eine junge Pflanze, sodass eine kürzere Kulturdauer interessant sein kann. Der Nachteil einer kürzeren Kultur war bis jetzt, dass es noch kein gutes System für die Versetzung der großen Pflanzen gab. Der Railspant bietet jetzt eine Lösung des Problems. Die Versetzung der Pflanzen, vorzugsweise auf eine Rinne mit Konsole mit Pflanzenunterstützung, kann nämlich mithilfe der Plattform vollautomatisch erfolgen. Auch hier werden die Pflanzen immer quer über die Rohrschiene versetzt. Neben einer höheren Produktion kann man mit der richtigen Sorte saisonorientiert arbeiten.“

Schnittblumenernte neuen Stils Für Schnittblumen bietet die Schiene ebenfalls eine Möglichkeit zur Ertragsverbesserung. Dies ist durch Befestigung einer Kamera an der Plattform möglich; auf der Fahrt über die Pflanzen misst sie das Reifestadium der Blumen. Wenn die verschiedenen Stadien und Standorte der Rosen bekannt sind, kann der Schneider auf der Grundlage der weitergeleiteten Koordinaten die Rose im gewünschten Reifestadium ernten. Sjaak: „Man erhält dann eine

einheitlichere Qualität Blumen, und die Ernte mit unerfahrenen Mitarbeitern verläuft schneller. Der Erzeuger hat aber auch die Möglichkeit, aus dem Vorrat im Gewächshaus eine Auswahl zu treffen, um damit der Nachfrage seitens des Markts zu entsprechen. Der Erzeuger kann zusätzliche Erträge realisieren, indem er dem Kunden genau das gewünschte Produkt liefert.“

(Not-) Reparatur am Gewächshausdach Weniger ansprechend als die oben genannten Möglichkeiten, aber vielleicht der wichtigste Grund für die Anschaffung des Railspant, ist der Glasermangel. Die Windhose, die Mitte Juli Limburg traf, hat dem Sektor gezeigt, dass nach einem schwere Sturm viele Gewächshäuser offen zurückbleiben. Aufgrund der hohen Gewächshäuser und der strengen Sicherheitsnormen können nur Fachbetriebe die erforderlichen Arbeiten ausführen. Diesen Unternehmen stehen allerdings, infolge der Krise, weniger Mitarbeiter als vor der Krise zur Verfügung. Der Railspant, der in diesem Fall als Servicescheine dient, bietet eine Lösung für den Glasermangel. Sjaak: „Dank der Schiene können auch relativ unerfahrene Mitarbeiter sicher und effizient kaputtes Glas entfernen und die Reparaturplatten anbringen.“


42 | GHT Die neuen Leitungen, die das CO2 zum Gewächshaus transportieren. Zwischen dem vorderen und dem mittleren Rohr ist das charakteristische schwarzgelbe OcapRohr noch zu sehen.

CO2

ohne Ocap

Aufgrund der zunehmenden Probleme mit dem CO2-Lieferanten Ocap, wird es für Gartenbauer stets interessanter, ihre KWK-Anlage mit einem Rauchgasreiniger auszustatten. Paprikazüchter Maikel van den Berg ließ hinter seiner 2-MegawattKWK-Anlage von MWN einen Rauchgasreiniger von Steuler aufstellen. Der Paprikazüchter Maikel van den Berg aus Bleiswijk unterhält schon einige Zeit Geschäftsbeziehungen zu MWM: „Im Jahr 2007, als die Energiepreise sehr instabil waren, beschlossen wir, zwecks Senkung der Energiekosten eine KWK-Anlage zu errichten. Vor dieser Zeit heizten wir mit einem Kessel, aber nach einiger Zeit erschien es uns eine gute Idee, um Strom mit einer KWK-Anlage zu produzieren. So einen Übergang vollzieht man natürlich nicht von einem Tag auf den anderen, und man vergleicht die verschiedenen Anbieter von KWK-Anlagen miteinander. Wir haben uns schließlich für eine 2-Megawatt-KWK-Anlage von MWM entschieden. Grund hierfür waren die guten Bedingungen und die Tatsache, dass das Unternehmen die KWK-Anlage mit einer spezifischen Leistung und entsprechend unseren Wünschen liefern konnten. Bis heute geht alles gut, obwohl sich eine gelegentliche Störung nicht vermeiden lässt. Maikel: „Kürzlich trat ein Problem auf, das eine Reparatur erforderlich machte. Das Schöne war, dass MWM schon bei uns auf der Matte stand, bevor wir überhaupt wussten, dass ein Problem vorlag. Die Daten

der KWK-Anlage werden online ausgelesen und wie sich herausstellte, auch gut überwacht. Das ist natürlich eine beruhigende Idee.“

Ertrag Jim Kriebel von MWM erläutert: „MWM kann ein ziemlich großes Sortiment Motoren liefern: mit Leistungen von 400 Kilowatt bis 4,3 Megawatt. Die Motoren mit einer Leistung von über 3 Megawatt haben eine niedrige Drehzahl und die unter 3 Megawatt eine hohe Drehzahl. MWM ist ein deutsches Unternehmen, und das merkt man den Motoren und der Arbeitsweise auch an. Alles dreht sich um Zuverlässigkeit und Korrektheit. Sollte dennoch eine Störung auftreten, sind wir schnell zur Stelle. Wir verfügen in den Niederlanden z.B. über drei Regionen, in denen sich jeweils ein eigenes Team ganz auf die Fernanalyse von KWK-Anlagen richtet. Eventuelle Störungen können größtenteils schon aus der Ferne gelöst werden, und geht dies nicht, wird geregelt, dass sich ein Monteur zu dem Standort begibt.“ Werden KWK-Anlagen heutzutage nicht vor allem wegen ihrer Erträge gekauft? „Natürlich,“ meint Jim, „aber dabei muss man auch die Zuverlässigkeit der KWK-Anlage berücksichtigen. Wenn der Betrieb durch eine Störung zum Stillstand kommt, hat dies einen großen Einfluss auf den Ertrag der Anlage.“

Rauchgas Kürzlich schaffte der Paprikazüchter einen Rauchgasreiniger an. Maikel: „Als Ocap auf den Markt kam, schien dies ideal. Man kann die KWK-Anlage benutzen, wenn die Preise interessant sind, und man kann CO2 dosieren, wenn dies im Ge-


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Der Rauchgasreiniger befindet sich außerhalb des isolierten KWK-Rohrs.

wächshaus erforderlich ist - beides unabhängig voneinander. Die Berechnungen beschrieben aber ein schöneres Bild, als dies in der Realität der Fall war. Störungen und Wartungsabschnitte sorgten für große Unruhe. Wenn OCAP ausfiel, musste der Kessel für die CO2-Dosierung angeschaltet werden. Da der Gasvertrag vorsah, dass nur die KWK-Anlage mit dem Gas betrieben werden durfte, musste die KWK-Anlage - auch bei hohen Preisen - ausgeschaltet waren. Hierdurch sanken die Erträge natürlich. CO2 ist unverzichtbar für die Pflanze, wenn man ein Spitzenprodukt produzieren möchte. Mit dem Rauchgasreiniger bestimmen wir selbst die Strategie, nicht OCAP. Auch die Nachhaltigkeit des Rauchgasreinigers spielt eine Rolle. Früher wurden alle Rauchgase aus der KWK-Anlage ins Freie abgeleitet. Jetzt reinigen wir sie und benutzen die KWK-Anlage optimal. Im Hinblick auf die Zukunft ist dies - auch für den Verbraucher - ein gutes Argument, um unsere Paprikas zu wählen.“ Das einzige Problem ist, dass ein Rauchgasreiniger sehr teuer ist, d.h. ca. 250.000,- Euro, exklusive Installationskosten. Maikel: „Wir mussten unser CO2-Set so anpassen, dass wir außerhalb des Kesselhauses ein neues Set mit einem neuen Lüfter aufgestellt haben. Der neue Lüfter war erforderlich, weil wir mit diesem Rauchgasreiniger zwei Mal so viel Luft bewegen müssen, um alle Kilos CO2 in das Gewächshaus zu leiten. Aus diesem Grund mussten wir neben dem zusätzlichen Lüfter auch noch ein doppelt so umfangreiches Leitungsnetz im Gewächshaus verlegen. Aufgrund einer Anzahl Berechnungen für verschiedene Szenarien glauben wir, dass sich die Investition dennoch rentiert, und

inzwischen ist der Rauchgasreiniger in Betrieb.“ Jim: „MWM fertigt keine Rauchgasreiniger, aber da er ein Teil der gesamten KWK-Anlage ist, wird er von uns installiert. In diesem Fall hat Steuler den Rauchgasreiniger geliefert, aber MWM ist anlagenverantwortlich. Für den Gartenbauer ist dies angenehm, denn dann sind wir die Partei, mit der er Geschäfte macht.“

Schärfer kalkulierter Anbau Die Ocap-Leitung liegt immer noch im Kesselhaus, und darum herum befinden sich die neuen Leitungen, die das CO2 aus der KWK-Anlage zu den CO2-Schläuchen im Gewächshaus transportieren. Maikel: „Aufgrund der Verträge sind wir leider noch einige Zeit an Ocap gebunden. Uns fallen aber jetzt schon die Vorteile unserer eigenen CO2-Produktion auf. Mit dem neuen Vertrag von Ocap können wir unsere jährlichen Kosten stark senken und Ocap derzeit noch als gute Alternative einsetzen. Von Ocap bezogen wir 160 kg/ha, aber in meiner Umgebung gibt es Kollegen, die mehr bezogen, und jetzt mit derselben Qualität eine wesentlich höhere Produktion erzielen. Die Pflanze ist der Leistung von derzeit 260 Kilogramm CO2 pro Hektar gut gewachsen. Und das heißt, dass man mit den Belüftungsrahmen weniger krampfhaft umgehen braucht. Früher ging relativ viel CO2 bei einem Temperaturanstieg verloren, und deshalb begann man zu lüften, aber jetzt kann man die CO2-Konzentration auf einem höheren Niveau aufrechterhalten, weil man mehr Kapazität hat. Die CO2-Konzentration im Gewächshaus bleibt stabiler, und dies ist gut für die Pflanzen. Das bedeutet, dass man mehr Möglichkeiten hat und den Anbau schärfer kalkulieren kann.“


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Repair Shuttle Es herrscht reger Betrieb in der Kantine von Glass Handling Technic. Ohne viele Worte zu verlieren, vermittelt John Berghman seinen Zuhörern, dass die herkömmliche Art der Glasreparatur im Gewächshaus der Vergangenheit angehört.

Kopfschüttelnd schauen Interessenten zu, wie im Film zwei Männer, die auf der Laufplanke eines Gerüsts balancieren, eine dreißig Kilogramm schwere Glasscheibe an einen im Dachgeschoss stehenden Mann weiterreichen. „Die auf der Laufplanke stehenden Personen sind nicht angeleint und stehen in einer Höhe von sieben Metern,“ erzählt John. „Und dann kann auch noch lose hängendes Glas herunterfallen.“ Dann erscheint das Repair Shuttle im Bild: Hiermit lässt sich sicher und angeleint eine Glasscheibe austauschen und dann auch noch doppelt so schnell wie mit der herkömmlichen Methode. „Außerdem besteht keine Verunreinigungsgefahr mehr, da man das Gewächshaus nicht betreten muss,“ teilt John mit. Die Zuhörer nicken verstehend. Kürzlich gewann das Repair Shuttle, ein Produkt, das Sie alle kennen, einen Preis. Die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz veranstaltet alle zwei Jahre einen Wettbewerb, in dessen Rahmen innovative Parteien miteinander um den Titel in der Kategorie „GoodPractice Wettbewerb 2010-2011“ streiten können. Ziel des „Good-Practice Wettbewerbs 2010–2011“ ist es, Unternehmen oder Organisationen, die sich durch einen innovativen und integralen Ansatz bezüglich der sicheren Ausführung von Wartungsarbeiten unterscheiden, Anerkennung zu zollen. Mit der Vergabe der Preise auf der Grundlage konkreter Beispiele möchte die Agentur zum Ausdruck bringen, dass Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Zwischenpersonen, Vertreter, einschließlich Sozialpartnern, Fachleuten und Menschen vom Fach, von sicheren und gesunden Arbeitsmethoden profitieren. Für die Gewinner bedeuten die Preise eine Anerkennung ihrer Rolle bei der Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Und vor allem im Bereich des Unterglasanbaus ist dies kein überflüssiger Luxus. Das Repair Shuttle

gewann im Wettbewerb den mit 2500 Euro dotierten Preis der Fachjury. Nächstes Jahr wird das Repair Shuttle als niederländisches Produkt vielleicht einen europäischen Preis in Budapest in Empfang nehmen; dort werden die Gewinner der verschiedenen Länder gegeneinander antreten. In der Werkstatt von Glass Handling Technic hat man die Oberseite eines Gewächshausdaches aufgestellt, auf die das Repair Shuttle gesetzt wurde. Die Zuschauer können jetzt mit eigenen Augen sehen,


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gewinnt einen Preis

wie das Shuttle funktioniert. Eine dreißig Kilogramm schwere Glasscheibe mit dem angebrachten Glasgestell zu heben, ist tatsächlich ein Kinderspiel. John: „In den Saugnäpfen ist ein Schalter integriert, der dafür sorgt, dass ein Vakuum erzeugt wird, wenn der Saugnapf das Glas berührt. Danach lässt sich die Höhe des Glasgestells mit Glasscheibe kinderleicht verstellen.“ Nach Meinung der Zuschauer geht dies tatsächlich sehr leicht.

„Das Glasgestell ist auf dem Shuttle befestigt, kann aber leicht gelöst werden“, fährt John fort. „Hierdurch kann man das Shuttle am Dock zurücklassen und kann der Glaser das Glasgestell leicht in seinen Kombi oder Kleinbus legen.“ Dass das Repair Shuttle vielleicht die Lösung für das Verglasungsproblem darstellt, wussten Sie natürlich bereits. Jetzt haben auch Menschen, die nicht im Bereich des Unterglasanbaus tätig sind, dies bestätigt.


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