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KENZINGEN

Samstag, 10. August 2019

Kurier Seite 5

Trampolin für die Kindergartenkinder

Spende | Elternbeirat sammelte 2000 Euro

»Springt los!«, animierte Elternbeiratsvorsitzende Simone Grocholl die Kinder nach dem offiziellen Festakt. Das ließen sich diese nicht zweimal sagen. Foto: Schnabl

Kenzingen (ws). Der Elternbeirat der Kindertagesstätte Schnellbruck hat den Erlös von 2000 Euro aus verschiedenen Veranstaltungen für ein bodenebenes Trampolin gespendet. Der Wunsch so ein Trampolin anzuschaffen, war ein lang gehegter. Vor eineinhalb Jahren hat der Elternbeitrag beschlossen, die Einnahmen aus Floh- und Herbstmarkt, der Weihnachtsbäckerei und dem Waffelverkauf der fünfgruppigen Tagesstätte für ein Trampolin zur Verfügung zu stellen. Ein Riesenengagement, das sich die Eltern gerne aufgeladen haben, wie Elternbeiratsvorsitzende Simone Grocholl betonte. KitaLeiterin Renate Hensle dankte den Eltern, die in enger Kooperation stets zum Gelingen und damit für den ansehnlichen Geldbetrag sorgten. Warum ein Trampolin? Bewegung ist schon im jungen

Damit um die Baustelle alles gelingt

Hauptstraße | Jeden Dienstag gibt es ein »Jour fixe« mit Stadt und Bürgern / HuG bringt Gutschein-Heft raus Die Innenstadt mit ihren denkmalgeschützten Gemäuern gilt als das Herzstück von Kenzingen. Bei der Neugestaltung der Hauptstraße will die Stadt mit Anliegern, Bürgern und Handel- und Gewerbetreibenden im Dialog bleiben – und richtet dafür ein »Jour fixe« ein. n

Von Werner Schnabl

Kenzingen. Für Bürgermeister Matthias Guderjan ist die Neugestaltung der Hauptstraße »die größte bautechnische Herausforderung in der Stadt«, weshalb es ihm ein besonderes Anliegen sei, mit allen Beteiligten an einem Strang zu ziehen. Nach der Umgestaltung in den nächsten anderthalb Jahren soll an der Hauptstraße Barrierefreiheit mit mehr Raum für Begegnung, Einzelhandel und Gastronomie herrschen. Damit die Bauphase, trotz aller Einschränkungen, zum positiven Erlebnis für alle wird, ist eine interkommunikative Zentrale bei der Stadtverwaltung eingerichtet. Wöchentlich findet ein »Jour fixe« statt. Alle Änderungen, die sich aus den zeitlichen Abläufen ergeben, werden auf der Homepage aktuell eingepflegt. So ist jeder Bürger in

Nun gibt es eine neue Aktion der HuG, die die Innenstadt für Kunden auch zur Baustellen-Zeit attraktiv machen soll: 29 Geschäfte und Dienstanbieter legten gemeinsam ein Gutscheinblock auf. Jedes Unternehmen präsentiert sich dabei auf zwei Seiten – und bietet Kunden Rabatte, Werbeartikel und

weitere Aufmerksamkeiten. Ferner zeigt die Stadt in dem 76-seitigen Heft Parkplatzmöglichkeiten für Auswärtige und Einheimische auf. Die Auflage des Hefts beträgt 10 000 Stück. Das Heft wird bis zur endgültigen Fertigstellung der Hauptstraße im Dezember 2020 seine Gültigkeit behalten.

INFO Rot-brauner Kern-Porphyr lagert bereits vor dem Kenzinger Rathaus. Mit diesem Material werden die Gehwegbereiche gepflastert. Foto: Schnabl Sachen Baustelle stets auf dem Laufenden. An dieser fortlaufenden Bürgerwerkstatt dürfen sich alle Interessierten beteiligen.

Durch Aktionen soll die Innenstadt attraktiv bleiben Einschränkung jedweder Art seien für die Baustelle unausweichlich, sollen aber so knapp wie möglich ausfallen. Das war auch ein dringliches Anliegen der Handels- und Gewerbevereinigung (HuG), die mit der städtischen Beauftragten Tamara Ortmann über Unwägbarkeiten und Hemmnisse in ständigem Informationsaustausch steht. Im Rathausfoyer werde sich ständig

über den Fortschritt ausgetauscht. Die Bautätigkeiten erfordern Entbehrungen von allen Seiten. Doch daraus will die HuG, laut ihrer Vorsitzenden Tatjana Kärger, eine Tugend machen und die Kenzinger Geschäftswelt aufwerten – mit Hilfe von besonders attraktiven Angeboten, Preisnachlässen und regelmäßigen Veranstaltungen unter dem Motto »Treffpunkt Baustelle«. Die jüngste Veranstaltung war »Sekt on the Beach« Ende Juli gewesen. Auch wurde eine Wühlmaus mit ihrem Mäuserich als baustellenbegleitende Sympathiefigur erschaffen. Die beiden Comic-Figuren suggerieren, dass Baustelle und Einkaufen Hand in Hand ablaufen sollen.

So gehen die Bauarbeiten weiter Von Mai 2019 wird bis Dezember 2020 die gesamte Hauptstraße ab der Brücke an der Kleinen Elz bis zur südlichen Elzbrücke saniert. n Der erste Bauabschnitt umfasst den Bereich bis zur Kirchgasse und schließt die Anbindung der Spitalstraße mit ein. Dort sind die Bauarbeiten aktuell rege im Gange. n Der zweite Bauabschnitt, bei ebenfalls eingerichteter Vollsperrung verlagert das bauliche Geschehen bis zur Kreuzung Brotstraße/Eisenbahnstraße. Der Zeitplan sieht ein Ende bis November dieses Jahrs vor. Über die Schul- und Eisenbahnstraße kann der Verkehr mit einigen Einschränkungen umgeleitet werden. Auf alle Fälle ist sichergestellt, dass die Geschäfte in der Innenstadt ohne

Ausnahme fußläufig erreichbar sind. n Beim dritten Bauabschnitt Anfang 2020 werden verkehrstechnisch die größten Probleme auftauchen, wenn der Kreuzungsbereich der Hauptstraße mit der Eisenbahn- und Brotstraße eine Neugestaltung erfährt. Der Verkehr wird auf der Hauptstraße an der Baustelle vorbeigeleitet. n Beim vierten Bauabschnitt ab Anfang April 2020 ist erneut eine Vollsperrung für den Durchgangsverkehr geplant. Vor dem Rathaus wird gepflastert und in Richtung Metzgerstraße/Langestraße weiter gearbeitet. Auf Grund der Engstelle auf Höhe des Gasthauses Beller müssen die geplanten Baumaßnahmen teilweise unter Vollsperrung mit Umleitung über die Bundesstraße 3 erledigt werden.

Kreativität und Kampfgeist gefragt

Ferienspielaktion | 20 Jugendliche machen beim Floßbau mit Kenzingen (ws). Bei Sommerferien und drückender Hitze da sehnen sich die Daheimgebliebenen nach einer erfrischenden Abkühlung. Da kam der Floßbau im Rahmen der Ferienspielaktion in Zusammenarbeit der Jugendpflege mit dem Abenteuerwald gerade richtig. 20 Kinder im Alter zwischen zehn und 15 Jahren nahmen die anspruchsvolle, dennoch lustige Aufgabe wahr. Gefragt waren Kreativität, Teamarbeit und ein bisschen handwerkliches Geschick. Zwei Gruppen zimmerten am Ufer des Nachtallmendsees an

ihren Gefährten. Die Aufgabenstellung war klar: originelles Outfit und fahrtauglich muss das Floß seine Jungfernfahrt bestehen. Unter Anleitung zweier Trainer des Klettergartens behielten die Mädchen und Jungs trotz der Schwüle einen kühlen Kopf. Die beiden Teams »Die weißen Wölfe« und »Die Nachtallmendräuber« konnten so ziemlich alle vorhandenen Materialien verwenden, die vorgefunden wurden. Mit Plastikfässern, Holzverschalungen und jeder Menge Seilschaften bewaffnet, waren der Fantasie keine Grenzen ge-

setzt. Immer wieder wurden die Arbeiten durch skeptische Blicke zum Nachbarteam unterbrochen. Hält sich das Konstrukt an der Wasseroberfläche? Ist es nicht zu schwer, und somit langsamer als die Konkurrenz? Schulsozialarbeiter Christoph Meybrunn, der die städtischen Ferienspiele koordiniert, war ebenfalls vor Ort. Das Interesse an der Natur werde durch solche Aktionen geweckt. Nebenbei werde die Kommunikation untereinander gefördert. Und Spaß habe es allen bereitet. Nach mehr als zwei Stun-

Bei der Planung und dem Aufbau der Floße war viel Kreativität gefragt. Foto: Schnabl den Schufterei kam der aufregende Moment: Die Flöße wurden zu Wasser gelassen. Die »Wölfe« legten gleich ein höllisches Paddeltempo hin, dem die »Räuber« eine attraktive Aufmachung entgegen-

setzten. Am Ende gab es durch das salomonische Urteil »unentschieden« nur Sieger. Baden gingen alle Floßbauer am Ende noch. Nicht durch Kentern, sondern freiwillig.

Alter wichtig. Motorik, Rhythmik und Gleichgewicht können spielerisch angeeignet werden. Auch der Spaßfaktor ist nicht unerheblich. Die Kleinen dankten gleich zu Beginn mit dem Lied »Wir feiern heut ein Fest«. Auch Kenzingens Bürgermeister Matthias Guderjan war bei der Übergabe dabei, verzichtete aber auf einen Probesprung. Das Spielgerät solle allen viel Freude bereiten, wünschte er. Die Kosten für den Erdeinbau hat die Stadt übernommen und durch den Bauhof ausführen lassen. Für Guderjan war das Trampolin ein Beweis dafür, dass die Kindertagesstätte bei ihrer Entstehung nicht zu großzügig angelegt wurde, wie damals einige Kritiker monierten. Gerade die großzügige Geländebeschaffenheit berge für die Kindergartenkinder immer neue Abenteuer.

Vermisster Junge ist wieder da Kenzingen (red/jg). Der seit dem Wochenende vermisste 12-jährige Junge aus Kenzingen ist wieder aufgetaucht. Er fiel bei einer Polizeikontrolle in Budapest auf und wurde dort in Obhut genommen und seinen Eltern überstellt, teilt die Polizei mit. Er sei nach derzeitigem Kenntnisstand wohlauf und war selbständig mit öffentlichen Verkehrsmitteln an sein Reiseziel gelangt, wofür er auch genügend Bargeld bei sich getragen habe.

Einbruch ins Rathaus Kenzingen (red/jg). Unbekannte sind in der Nacht von Donnerstag auf Freitag, 25. auf 26. Juli, in das Kenzinger Rathaus eingebrochen. Dort hatten sie mehrere Türen und Schränke aufgebrochen und die Räumlichkeiten durchsucht. Die Schadenssumme stehe bisher noch nicht genau fest. Die Stadt Kenzingen setzt für Hinweise, die zur Aufklärung führen, eine Belohnung von 300 Euro aus. Der Polizeiposten Kenzingen hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet um Hinweise unter Telefon 07644/92 9 10.

Führung durch Burg Lichteneck Hecklingen (red/jg). Der Förderkreis macht am Sonntag, 11. August, ab 15 Uhr eine Burgführung durch die Mauern der Burg Lichteneck Hecklingen. Die Burg wurde im 13. Jahrhundert durch die Grafen von Freiburg erbaut und Ostern 1675 durch Truppen des französischen Königs Louis XIV. erobert, angezündet, teilgesprengt und zerstört, heißt es in der Ankündigung. Burgführer Helmut Maerten wird die Teilnehmer auf eine historische Exkursion durch das alte Gemäuer mitnehmen. Es gibt einen Fußweg ausgehend vom »Unteren Schloß« und eine Fahrstraße für Autos bis zur Burg, abgehend in Richtung B 3. Familien mit Kindern sind willkommen. Die Burg kann auch für Veranstaltungen gemietet werden, heißt es abschließend. Weitere Informationen dazu gibt es unter www.burg-lichteneck.de.

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Wochenzeitung Kurier 10.08.2019  

Der neue Kurier hat folgende Themen: - Schlossfestspiele Schmieheim - Tutschfelden: Marktkaffee in der Heimatstube - Ettenheim: Kindergarten...

Wochenzeitung Kurier 10.08.2019  

Der neue Kurier hat folgende Themen: - Schlossfestspiele Schmieheim - Tutschfelden: Marktkaffee in der Heimatstube - Ettenheim: Kindergarten...

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