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Energieeffizienz

Niedriger Energieverbrauch ist sowohl bei neu gebauten wie auch sanierten Häusern das Ziel. Foto: djd/dena/Bachmann

Neue Kampagne: Die »Hauswende« Die Energiewende beginnt in den eigenen vier Wänden / Informationsportal zur Gebäudesanierung

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is 2050 soll der Primärenergieverbrauch von Wohn- und Nichtwohngebäuden um 80 Prozent sinken. Hierfür wäre eine Senkung des Endenergieverbrauchs um 60 Prozent erforderlich. Das Ziel ist ein nahezu klimaneutraler Gebäudebestand. Seit März gibt es die Kampagne »Die Hauswende«, eine bundesweite und branchenübergreifende Informationsoffensive zur energetischen Gebäudesanierung. Damit will ein breites Bündnis aus Politik und Wirtschaft die Energiewende im Gebäudebereich vorantreiben. Mit der Kampagne erhalten Haus-

besitzer Informationen zur energiesparenden Sanierung und Unterstützung bei der Suche nach qualifizierten Energieexperten vor Ort. »Die Hauswende«-Kampagne wurde von der Allianz für Gebäude-Energie-Effizienz (geea) initiiert und wird vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWi), dem Bundesbauministerium (BMUB) sowie den relevanten Branchenverbänden und zahlreichen Unternehmen getragen. Die Bundesregierung trägt mit 1,3 Millionen Euro zu dem Projekt bei. Gesteuert wird die Kampagne von der Deutschen Energie-Agentur (dena).

Effiziente Heizungstechnik, eine fachgerechte Wärmedämmung, moderne Fenster und erneuerbare Energien – bei einer energetischen Sanierung müssen verschiedene Gewerke Hand in Hand arbeiten. Für Hausbesitzer ist es oft nicht einfach, ein so komplexes und technisches Vorhaben umzusetzen. Umso wichtiger ist es, neutrale Informationen und fachgerechte Unterstützung zu bekommen. Das Internetportal www.diehauswende.de bündelt die wichtigsten Informationen zur energetischen Gebäudesanierung. Per Online-Suche können Verbraucher schnell und unkompliziert geeignete Fördermöglichkeiten sowie qualifizierte Energieexperten und Firmen in ihrer Nähe finden. »Das Besondere an dieser Kampagne ist, dass die wichtigsten Marktakteure der energetischen Gebäudesanierung an einem Strang ziehen und sich gemeinsam für mehr Energieeffizienz im Gebäudebereich einsetzen«, erläuterte Stephan Kohler, geea-Sprecher und Vorsitzender der dena-Geschäftsführung. »Es ist ein großer Erfolg, dass alle beteiligten Branchen und die zuständigen Bundesministerien die Kampagne »Die Hauswende« unterstützen. Wir schaffen damit mehr Transparenz auf dem Sanierungsmarkt und die Unternehmen werden ihrer Verantwortung gegenüber den Kunden gerecht.« Die Allianz für Gebäude-Ener-

gie-Effizienz (geea) ist ein branchenübergreifender Zusammenschluss führender Vertreter aus Industrie, Forschung, Handwerk, Planung, Energieversorgung und Finanzierung. Die Allianz wurde auf Initiative der dena gegründet.

IMPRESSUM »Klimaschutz aktiv« ist eine Sonderveröffentlichung der Lahrer Zeitung und des Schwarzwälder Boten Verlag: Lahrer Zeitung GmbH Kreuzstraße 9, 77933 Lahr Geschäftsführung und Anzeigenleitung: Ulrike Lambart Redaktion: Frank Börnard, Evelyn Dudschuß, Matthias Buschert, Lars Weber Druck: Druckzentrum Südwest GmbH, 78052 Villingen-Schwenningen Erscheinung: Mai 2014


Reisen Wofür muss man wie weit weg? Bei Reisen das Klima schonen / Daheim bleiben ist nicht die umweltfreundlichste Lösung

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mweltfreundlich reisen – ist das nicht ein Widerspruch in sich? Wer unterwegs ist, verbraucht viel Energie. Aber er leistet auch etwas für die Umwelt. Urlaub auf Balkonien, und dann auch noch das Radio ausschalten und auf Kaltgetränke verzichten – um möglichst wenig Energie umzusetzen. Ist das die beste Art, die schönsten Wochen des Jahres zu genießen? Nein, entwarnt sogar der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND). Zwar reisen 45 Prozent der Deutschen bisher mit dem Auto in den Urlaub, knapp 40 Prozent mit dem Flugzeug. Ein einziger Fernflug entspricht dem CO2-Ausstoß von einem ganzen Jahr Autofahren. Aber daheim bleiben ist nicht die umweltfreundlichste Lösung: »Immerhin gibt es überall auf der Welt stark bedrohte Natur- und Nationalparke, deren Zukunft auch davon abhängt, dass die dort lebenden Menschen vom Tourismus besser leben können als davon, ihre Naturschätze auszubeuten«, sagen die Umwelt-Experten vom BUND. Wer allerdings verreist, kann die Umwelt schonen, indem er sich zwei einfache Fragen stellt: »Wie weit muss ich wegfahren, um das,

Ein einziger Reisebus kann rund 30 Pkw ersetzen Busreisen sind laut Internationalem Bustouristik Verband nicht nur wesentlich umweltschonender als Fliegen, sondern der moderne Reisebus spart auch viel Platz auf der Straße und in den Innenstädten und ist außerdem besonders umweltfreund-

lich. Im Vergleich zur gleichen Anzahl Pkw-Reisender werde weniger Lärm erzeugt und es werden viel weniger Ressourcen verbraucht als beim Pkw oder der Bahn. Das ifeuInstitut in Heidelberg hat in einer Studie festgestellt: Der Reisebus ist

die Nummer 1 in punkto Umweltschutz. Insbesondere hinsichtlich der Faktoren CO2-Ausstoß und Primärenergieverbrauch ist der Reisebus absolute Spitze, noch vor der Bahn und sehr deutlich vor Pkw- und Flugreisen. Foto: RDA

was ich erleben will, auch wirklich tun zu können?« und »Wie komme ich mit weniger Energieverbrauch dort hin?«. Für weite Anreisen mit wenig Zeit gibt es zum Fliegen oft keine

Alternative. Ist jedoch der Weg das Ziel, kann es auch schon einmal die Bahn oder ein Schiff sein. Oder der Bus, der laut ifeu-Institut weniger CO2 ausstößt und Primärenergie benötigt als die Bahn. Muss es

doch das Flugzeug sein, kann zumindest der CO2-Ausstoß durch Anbieter wie atmosfair (siehe unten) gegen einen vernünftigen Aufpreis durch Ausgleichsprogramme kompensiert werden.

Wie funktioniert atmosfair? Freiwilliger Ausgleich für CO2-Ausstoß

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atmosfair verwendet den Klimaschutzbeitrag unter anderem dazu, erneuerbare Energien in Ländern auszubauen, wo es diese noch kaum gibt – also vor allem in Entwicklungsländern. Das Foto zeigt den Bau einer Kleinbiogasanlage für kenianische Bauern. Foto: atmosfair

tmosfair ist eine Klimaschutzorganisation mit dem Schwerpunkt Reise. Die gemeinnützige Gesellschaft betreibt nach eigenen Angaben aktiven Klimaschutz, unter anderem mit der Kompensation von Treibhausgasen durch erneuerbare Energien. Die zunehmend globalisierte Gesellschaft bringt auch wachsende Mobilität mit sich, sowohl im Berufs- als auch im Privatleben. Bei allen Vorteilen kommt dabei auch der Faktor Klima ins Spiel: Die Erdatmosphäre verträgt nur eine bestimmte und knappe Menge an CO2. Da die meisten modernen Verkehrmittel mit fossilen Brennstoffen betrieben werden, stößt weiteres Wachstum schnell an klimaverträgliche Grenzen. Organisationen wie der wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung globale Umweltveränderung (WBGU) haben aufgezeigt, dass sich die gesamte Gesellschaft dringend und grundlegend transformieren muss, um die naturgegebenen Klimaschutz-

vorgaben einzuhalten. Technologische Innovation, wie der Einsatz von erneuerbaren Energien, ist ein notwendiger Bestandteil davon, genauso wie der bewusstere Umgang mit den natürlichen Ressourcen. Es ist aber derzeit absehbar, dass diese Transformationsprozesse zu langsam ablaufen, und so das Klima Schaden nimmt, mit Folgen für Menschen weltweit. atmosfair übernimmt eine Aufgabe in diesem Transformationsprozess: Für den Flugverkehr gibt es derzeit noch keine technische Lösung wie problemfreie Biotreibstoffe oder das Null-Emissions-Flugzeug. Solange auf der gewünschten Strecke keine klimafreundlichere Alternative vorhanden ist, können Flugpassagiere mit atmosfair die Klimagase ihrer Flugreise kompensieren. Flugpassagiere zahlen freiwillig einen von den Emissionen abhängigen Klimaschutzbeitrag, den atmosfair dazu verwendet, erneuerbare Energien in Ländern auszubauen, wo es diese noch kaum gibt.


Dämmung

Recyclingstoffe wie Zellulose (rechts außen) sind als Dämmstoffe weit verbreitet. Aber auch natürliche Stoffe wie Flachs, Hanf und Holzweichfaser (von rechts nach links) eignen sich. Foto: Warnecke

Das Haus mit Gras einpacken Naturstoffe als Wärmedämmung halten Gebäude besonders kühl / Marktanteil bei sechs Prozent

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eegras und das Schnittgut von Wiesen, Schafswolle und Schilfrohr können zur Energiewende beitragen. Denn damit lässt sich die Hauswand dämmen. Die Stoffe sind nur nicht überall zu bekommen. Dafür haben sie aber einen Vorteil: Im Sommer halten sie das Haus besonders kühl. Die Wärmedämmung von Häusern ist ein wichtiger Baustein der Energiewende. Denn Verbraucher sollten künftig nicht nur möglichst viel Energie selbst produzieren – etwa durch Solaranlagen. Sie sollten auch möglichst wenig verschwenden. Und über eine nicht gut eingepackte Wand entweicht nun einmal Wärme. Zum Dämmen eignen sich auch zahlreiche Naturstoffe. Nur wenige greifen aber bislang auf die tierischen und pflanzlichen Stoffe zurück: »Ihr Marktanteil liegt derzeit bei um die sechs Prozent«, schätzt René Görnhardt von der Fachagentur für nachwachsende Rohstoffe. Spitzenreiter darunter sind Holzprodukte, gefolgt von Hanf und mancherorts Schilfrohr. Schafwolle, Wiesen- oder Seegras hingegen sind nach wie vor Nischenprodukte. Als größter Vorteil der Materialien gilt ihr Schutz vor Sommerhitze: Ist ein Dach mit einem natürlichen Dämmstoff eingepackt, dauert es laut Görnhardt bis zu acht Stunden länger als mit einer konventionellen Dämmung, bis die Hitze durch die Dämmung nach innen vordringt. Das schlagende Argument für die meisten Bauherren ist jedoch das ökologische Bewusstsein: »Sie wollen regionale Produkte einsetzen, haben den Nachhaltigkeitsaspekt im Blick und das gute Gefühl, etwas Gesundes zu verwenden«, sagt Görnhardt. Dafür nehmen die Verbraucher einige Nachteile in Kauf: »Das größte Hindernis sind für viele die höheren Anschaffungskosten«, erklärt Dietlinde Quack vom Öko-Institut. Hinzu kommt, dass die Stoffe schlechter Wärme im Haus halten. Gemessen wird das mit dem Wert der Wärmeleitfähigkeit. Je niedriger der Wert ist, umso besser ist die Dämmwirkung. Bei vie-

len natürlichen Dämmstoffen beträgt die Wärmeleitfähigkeit etwa 0,04 Watt je Kelvin und Meter. Das ist deutlich höher als bei manch einem konventionellen Dämmstoff. »Das heißt, dass man eine etwas dickere Schicht benötigt, um dieselbe Dämmwirkung zu erzielen«, erläutert Reimund Stewen, Vizepräsident des Verbandes Privater Bauherren (VPB). Manchmal ist das baulich nicht möglich, manchmal trägt der Dämmstoff auch optisch zu stark auf. Und nicht verwendet werden dürfen solche Rohstoffe dort, wo sie in Berührung mit Feuchtigkeit kommen. Die natürlichen Dämmstoffe kommen vor allem in zwei Formen auf den Markt: Flocken aus Holzfasern, Seegras sowie lose Holzspäne, die mit Lehm ummantelt sind, können in eine Wandnische geblasen werden, erläutert Görnhardt. »Hauptsächlich werden nachwachsende Rohstoffe jedoch als Matten oder Rollen geliefert und für die Dämmung von Dachflächen, Geschossdecken und Fassaden eingesetzt.« Damit sowie mit Platten aus Holzfasern können auch Laien recht gut umgehen – und ihre Fassade selbst dämmen. Nicht jeder Rohstoff ist überall zu bekommen – mit Ausnahme von Produkten aus Holz und Hanffaser, die mittlerweile überall gut verbreitet sind. Die kleinen Nischenprodukte sind in gängigen Baumärkten kaum vertreten. Eine gute Bezugsquelle für Interessierte sind Naturbaustoffmärkte. Auch mit den Materialien erfahrene Handwerker gibt es nicht überall. In der Nähe einer Produktionsstätte sind nach Görnhardts Erfahrungen die

Chancen am größten, einen geübten Handwerker zu finden. Die Herkunft sollte für Verbraucher auch ein entscheidendes Auswahlkriterium sein. Sie spielt letztlich in der Bewertung der Ökobilanz eine nicht unerhebliche Rolle. Daneben sollten Hausbesitzer auf Zuschlagstoffe achten. »Die Gleichung ›Natürliche Dämmstoffe sind gut, die anderen sind schlecht‹ ist so leider viel zu einfach«, sagt Bauherrenberater Stewen. Auch den Naturrohstoffen werden vor allem Flammschutzmittel wie Borsalz, Aluminiumsulfat oder Ammoniumphosphat zugesetzt. Sie werden hier sogar stark verwendet, weil die nachwachsenden Rohstoffe schlechtere Brandschutzeigenschaften haben als ihre Konkurrenten.

Viele natürliche Dämmstoffe wie Schafwolle sind noch Nischenprodukte. Foto: natureplus e.V.


Treten Sie nicht auf der Stelle. Zeigen Sie was Sie bieten kรถnnen!


Mobilität

Die neue Busflotte des Verkehrsunternehmens SWEG fährt unter anderem auch in Lahr. Gemäß der neuen Abgasnorm sind die Emissionen weiter reduziert. Foto: SWEG

Weniger Abgase, mehr Innovation Hybridbusse, Elektrozüge oder auch E-Bikes sollen den Verkehr grüner machen

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tändige Weiterentwicklung, und das ganz im Sinne des Klimaschutzes – dieses Credo wird gerade im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in der heutigen Zeit groß geschrieben. Auch die SWEG Südwestdeutsche Verkehrs-Aktiengesellschaft, die Eisenbahnstrecken, Schienenpersonen- und Güterverkehr sowie Busverkehr unter anderem auch in der Ortenau betreibt, möchte ihren Teil dazu beitragen. »Der ÖPNV ist noch immer die umweltfreundlichste Alternative im Verkehr«, sagt Johannes Müller, Vorstand der SWEG. Schon seit 2012 lässt die SWEG in Offenburg zwei Hybridbusse ihre Runden drehen. Die Hybride können dabei bis zu zehn Kilometer auch rein elektrisch zurücklegen. »Das tut der Umwelt gut, ebenso wie der Offenburger Fußgängerzone. Die Cappuccino-Meile ist seitdem leiser geworden für Anwohner und Fußgänger.« Die Hybridbusse seien eine der Innovationen in Richtung umweltfreundlicherem Verkehr. Eine komplette Umstellung auf reine Elektrobusse ist allerdings noch Zukunftsmusik. »Wir hatten Elektrobusse zur Probe im Einsatz, noch können die Busse aber nur kurze Strecken zurücklegen.« Für den Alltagsbetrieb seien sie deshalb noch nicht tauglich. Dass man nicht nur mit Hybridbussen etwas für die Umwelt tun kann, beweisen die 24 Busse, die die SWEG alleine in diesem Jahr angeschafft hat, um der neuen Abgasnorm »Euro 6« zu entsprechen. »Im Vergleich zu der zuvor geltenden Norm ›Euro 5‹ reduzieren sich bei den neuen Bussen die Stickstoffemissionen um etwa 80 Prozent«, erklärt Johannes Müller, »die

Partikelemission um etwa 66 Prozent«. Zudem verbrauche ein Euro-6-Bus laut Hersteller bis zu 8,5 Prozent weniger Sprit. Die Busse bringen auch in der Ortenau SWEG-Kunden ans Ziel. Neuerungen und innovative Technologien machen nicht auf der Straße Halt. Seit September vergangenen Jahres verkehrt auf der Strecke der Münstertalbahn ein Elektrozug der SWEG. Der Zug fährt von Bad Krozingen nach Münstertal. »Bei dieser Art der Fortbewegung gibt es keine lokalen Emissionen«, so Müller. Ein weiterer klimatischer Vorzug: Durch Bremsen gewonnene Energie wird wieder zurück ins Stromnetz geführt. »Ein Argument mehr für den öffentlichen Nahverkehr.« Noch umweltfreundlicher als der ÖPNV ist natürlich die Alternative, sich auf das Fahrrad oder auf ein E-Bike zu schwingen. Doch gerade das E-Bike ist nicht automatisch der beste Freund des Klimas, worauf der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland hinweist (BUND). Lediglich die sogenannten Pedelecs, die nur die Tretkraft verstärken und für Zusatzschub sorgen, könnten helfen, das Klima zu schonen. Umweltfreundlich seien E-Bikes nur, wenn sie mit Ökostrom laufen sowie Autofahrten oder sogar den Autokauf überflüssig machen. Beim Kauf sollte zudem auf die Langlebigkeit des Akkus geachtet werden. »Die Herstellung eines Akkus schlägt in etwa mit so viel Kohlendioxid zu Buche wie 500 bis 1000 Kilometer Autofahren«, so der BUND. Er empfiehlt, bei der Anschaffung eines E-Bikes auf eine garantierte Lebensdauer von zwei Jahren oder mindestens 500 Ladezyklen zu bestehen.

Wer auf das Auto verzichtet und Bus fährt, schont die Umwelt. Symbolfoto: Jensen


Förderung

Energieeffizienz wird unterstützt Förderprogramme gibt es für Neubau, Gesamtsanierung von Altbauten und für Einzelmaßnahmen

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er ein Bauvorhaben plant, sei es Neubau, Gesamtsanierung oder der Austausch einzelner Bauteile wie Türen oder Fenster, muss sich über die Finanzierung Gedanken machen. Auch Förderprogramme sollten einbezogen werden. Anreize zum energieeffizienten Wohnen wollen für Privatpersonen die Förderprogramme der LBank schaffen. »Unsere Förderung wirkt damit wie ein Katalysator, um die Energiewende zu Hause zu beschleunigen«, sagt Prof. Dr. Manfred Schmitz-Kaiser, stellvertretender Vorsitzender des Vorstands der L-Bank. Die Förderprogramme des Instituts eignen sich für den Neubau energieeffizienter Häuser und Eigentumswohnungen und auch für die Gesamtsanierung von Altbauten oder Einzelmaßnahmen wie den Einbau neuer Türen oder Fenster. Die Bauherren in Baden-Württemberg profitieren hier zwei Mal, denn die günstigen Zinsen der zugrundeliegenden KfW-Kredite werden in den L-Bank-Programmen zusätzlich verbilligt. Vergeben werden die Förderkredite stets über die Hausbank. Die Kunden können die Finanzierung also bei

ihrem vertrauten Bankberater beantragen und brauchen keine neue Bankverbindung. Für einen Neubau können Bauherren im Rahmen des Förderprogramms »Energieeffizienzfinan-

zierung – Bauen« mit einem zinsvergünstigten Darlehen von maximal 50 000 Euro pro Wohneinheit rechnen. Voraussetzung ist, dass das Gebäude höchstens drei Wohneinheiten umfasst, von

Förderprogramme erleichtern das energieeffiziente Bauen, Renovieren und Wohnen. Foto: L-Bank

denen mindestens eine selbst genutzt wird. Die Energiebilanz des Gebäudes muss dabei deutlich besser sein als die Energieeinsparverordnungen für Wohngebäude (EnEV 2009) und mindestens einem »KfW-Effizienzhaus 70« entsprechen. Wenn dieser Standard noch übertroffen wird, kann darüber hinaus ein Tilgungszuschuss von fünf bis zehn Prozent der Investitionssumme eingestrichen werden. Hausbesitzer, die ihren Altbau, der vor 1995 entstanden ist, energieeffizienter machen wollen, erhalten über das Förderprogramm »Energieeffizienzfinanzierung – Sanieren« eine Finanzierung von bis zu 75 000 Euro. Auch hier gilt die Einschränkung auf Gebäude mit höchstens drei Wohneinheiten, von denen eine selbst genutzt wird. Je nachdem, wie viel Energie eingespart wird, gibt es einen Tilgungszuschuss von 2,5 bis 17,5 Prozent oben drauf. Auch bei Einzelmaßnahmen wie beim Einbau neuer Fenster oder einer Dachsanierung greift die L-Bank Bauherren mit zinsverbilligten Darlehen ab 5000 Euro unter die Arme. Auch hier müssen festgelegte Energiestandards erreicht werden.


Heizung Wärme aus dem Wald Zentralöfen lassen sich gut mit Holz und Pellets heizen / Nachwachsender Rohstoff

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er sich für eine Kesselheizung statt einer Öloder Erdgasheizung entscheidet investiert auch in die Zukunft. Denn Holz und Pellets verbrennen CO2-neutral und sind auf lange Sicht wahrscheinlich auch günstiger als die knappen fossilen Brennstoffe. Ein überzeugendes Argument, sich gegen eine Ölheizung zu entscheiden, sind die Kosten: Um 153 Prozent stiegen die Heizölpreise in den vergangenen zehn Jahren. Das ergab eine Studie des Hamburger Forschungs- und Beratungsbüros EnergyComment im Auftrag der Grünen-Bundestagsfraktion im Februar dieses Jahres. Im Vergleich stiegen demnach die Gaspreise um 53 Prozent und die für Fernwärme um 67 Prozent. Holzpellets legten nur 37 Prozent zu. »Kosten für Holz und Pellets sind in den vergangenen Jahren zwar wegen der erhöhten Nachfrage gestiegen, aber nicht so drastisch wie die für Öl und Gas«, sagt Birgit Holfert, Referentin bei der Energieberatung der Verbraucherzentralen. Holz und Pellets können für Kaminöfen, in Grundöfen, die mehrere Räume beheizen, oder für sogenannte Kessel verwendet werden, die das gesamte Haus mit Wärme versorgen und eine andere Heizung komplett ersetzen. »Holz hat den Vorteil, dass ein nachwachsender Rohstoff ist«, erklärt Stephan Langer vom Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks. Wer überlegt, von Öl- auf Holzkessel umzusteigen, hat es re-

lativ leicht, erläutert Holfert. Denn der Wirtschaftsraum oder der Keller, in dem bislang der Öltank steht, reicht meist auch für den neuen Kessel samt Vorratsbehälter aus. Ansonsten gibt es auch Erdtanks für Pellets. »Eine komplette Kesselanlage für ein Eigenheim kostet zwischen 10 000 und 14 000 Euro«, erklärt Holfert. Zunächst einmal muss ein Installateur errechnen, wie groß die

Ein Holzofen kann eine andere Heizung komplett ersetzen und das ganze Haus CO2-neutral beheizen. Foto: Segbers

Anlage sein muss, um das gesamte Haus zu heizen. Ein Schornsteinfeger überprüft, ob sich der bisherige Schlot eignet oder ob dieser zum Beispiel veraltet ist, erklärt Langer. »Ein Gesetz schreibt außerdem vor, dass sich Verbraucher vom Schornsteinfeger beraten lassen müssen, ehe sie eine mit Holz betriebene Heizung anschaffen«, sagt er. Dabei gehe es etwa unter anderem darum, wie man Holz richtig trocknet. »Falsch gelagertes, feuchtes Holz rußt beim Heizen«, erklärt Langer. Nur wenn das Holz vernünftig verbrennt, sei es tatsächlich CO2neutral. Und nur wenn ein Kessel vorschriftsmäßig betrieben wird, ist er nicht wartungsintensiver als ein Ölkessel, sagt der Schornsteinfeger. »Wer nicht gerade einen eigenen Wald hat oder sehr günstig an Holz kommt, wird mit Holzpellets besser fahren als mit Holz, das im Handel oft teuer ist«, erklärt Holfert. Holzpellets entstehen ohne Leim, allein durch das Pressen von Holzfasern. Ein Vorteil gegenüber natürlich gewachsenem Holz ist ihre gleichmäßige Dichte. »Sie gewährt auch eine ökonomisch und ökologisch optimale Verbrennung«, sagt Holfert. Außerdem rußen Holzpellets nicht. Allerdings sind Pelletkessel teurer als Holzkessel. Dass Holz und Pellets in den technisierten Kesseln besser ver-

brennen, weiß auch Thomas Heidfeld vom Fachverband Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Bayern. »Aber ein Kamin- oder Kachelofen sorgt für eine schönere Atmosphäre und eine angenehme Abstrahlungswärme, während ein Kessel im Keller steht und isoliert ist, damit er keine Wärme nach außen abgibt«, erklärt er. Seit März 2010 gibt es allerdings verschärfte Anforderungen für Feuerstätten für feste Brennstoffe. »Im Wesentlichen betrifft es die Staubgrenzwerte und die Ableitbedingungen für die Schornsteine.« Überhaupt haben Hausbauer unter Umständen gar nicht die Möglichkeit, die Art ihrer Heizung selbst zu bestimmen. »In vielen Kommunen bestehen mittlerweile Verbrennungsverbote sowie Anschluss- und Benutzungszwänge zum Beispiel über Gemeindesatzungen, Bebauungspläne oder auch Grundstückskaufverträgen«, sagt Heidfeld. Hauseigentümer sind dort zur Nutzung der örtlichen Nah- und Fernwärmeversorgung vertraglich verpflichtet. Wer sich für eine Holzpelletheizung entscheidet, handele durchaus umweltfreundlich. »Wie sich die Preise für Holz und Pellets in Zukunft entwickeln, lässt sich aber nicht vorhersagen«, erklärt Holfert. Dass fossile Brennstoffe teurer werden, scheint dagegen sicher.


Mobilität Behutsam fahren, Benzin sparen Wie viel Schadstoffe ein Auto ausstößt, hängt vom Antrieb und von der Disziplin des Fahrers ab

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ie viel Schadstoffe ein Auto ausstößt, hängt vom Antrieb, aber auch von der Fahrweise ab. Wer das Gaspedal behutsam bedient, senkt dadurch nicht nur den Treibstoffverbrauch, sondern auch die Menge an Kohlenstoffdioxid (CO2), Stickoxiden (NOx) oder Partikeln. Autofahrer sollten deshalb folgende Sprit-Spartipps des Verkehrsclub Deutschland (VCD), des Deutschen Kfz-Gewerbe (ZDK) und des ADAC beachten: – Niedrigtourig fahren: Je niedrigtouriger und je gleichmäßiger ein Motor gefahren wird, desto sparsamer ist der Betrieb. 2000 Umdrehungen pro Minute (U/min) im Stadtverkehr reichen aus. Gegenüber ruppiger Fahrweise kann bis zu 30 Prozent Sprit gespart werden. – Früh hoch schalten: Fahrer, die bei 2000 U/min in den nächsthöheren Gang schalten, sind effizienter unterwegs. Wer bei niedrigen Motordrehzahlen beschleunigt, erreicht eine verbrauchsgünstigere Verbrennung, als bei vergleichsweise sanfter Beschleunigung im mittleren Drehzahlbereich. Bei Autos ohne Drehzahlmesser dient der Tacho als Orientierung: Bei 25 bis 30 km/h sollte in den dritten, bei 35 bis 45 km/h in den vierten und bei 50 bis 55 km/h in den fünften Gang geschaltet werden. – Schwung nutzen und vorausschauend fahren: Auch der Fahrtschwung birgt Potenzial. Wer oft bremst und wieder anfährt, verbrennt unnötig Sprit. Bei voraussichtlichen Standzeiten ab zehn Sekunden, etwa vor roten Ampeln, lohnt es sich, den Motor abzuschalten. Beim Anlassen kein Gas geben.

Wer durch vorausschauendes Fahren Bremse und Gas entlastet, spart am Benzinverbrauch – auch zur Freude der Umwelt. Foto: Warnecke

– Langsam fahren und Fenster zu: Ab 100 km/h treibt der Luftwiderstand den Verbrauch stark die Höhe. Wer schnell unterwegs ist, schließt aus Gründen der Aerodynamik am besten die Fenster. – Mehr Luftdruck: Wer den Reifendruck um maximal 0,5 bar über den Herstellerempfehlungen erhöht, spart bis zu drei Prozent Sprit. Umgekehrt gilt: Schlappe Pneus bedeuten

eine Extraportion Sprit. – Stromfresser ausschalten: Klimaanlage und Sitzheizung verschaffen dem Autofahrer angenehme Temperaturen, doch man sollte sich bewusst sein: Sie belasten die Lichtmaschine. Dies treibt den Spritverbrauch in die Höhe. Zu den elektrischen Verbrauchern gehört auch die Heckscheibenheizung, die im Stadtverkehr immerhin 0,3 bis 0,4 Liter Verbrauch verantwortet.

Schwungräder und Drucklufttanks gegen den Spritdurst Um Energie zu speichern, bedienen sich einige Autobauer teils altbekannter Technik

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chon das alte Dreirad von Carl Benz hatte eines, es diente im Benz Patent-Motorwagen Nummer 1 von 1886 zum Anlassen des Motors. Die Rede ist vom Schwungrad, das mancher Fahrzeughersteller für den Einsatz in modernen Autos als Energiespeicher gerade wiederentdeckt. Mit Drucklufttanks ist aber auch ein anderes Verfahren in der Entwicklung. Beide Technologien haben eines gemein: Sie sollen beim Spritsparen helfen. Einen Kraftbonus von 59 kW/80 PS leistet das Schwungrad, das der schwedische Hersteller Volvo für Serienfahrzeuge fest in Planung hat. Das nur sechs Kilogramm schwere Bauteil aus Carbon ist Teil eines mechanischen Zusatzantriebs, in dem auch ein CVT-Getriebe enthalten ist. Beim Bremsen und Verzögern freigesetzte Energie bringt das Rad zum Rotieren – auf bis zu 60 000 Umdrehungen pro Minute. Gibt der Fahrer wieder Gas, wird der Schwung per Getriebe auf die Hinterachse übertragen und zum Beschleunigen genutzt. »Das funktioniert im Prinzip ähnlich wie bei kleinen Aufziehautos, die auch mit einem Schwungrad losflitzen«, erklärt Volvo-Sprecher Michael Schweitzer. Volvo verspricht sich von dem »Flywheel KERS« genannten System, das mit einem Verbrennungsmotor kombiniert

wird, eine Spritersparnis von bis zu 30 Prozent gegenüber einem vergleichbaren SechszylinderTurbo – auch weil der Verbrenner bei jeder Bremsung pausiert. »Und das System ist kostengünstiger als ein herkömmlicher Elektrohybrid«, betont Schweitzer. Wann der Schwungradantrieb in Serie geht, stehe noch nicht fest.

Komprimierte Luft dient als Energiequelle Wie Volvo testet auch Porsche das Schwungrad als Energiespeicher für einen Hybridantrieb. Anders als das mechanische Antriebssystem von Volvo handelt es sich bei Porsche aber um ein elektrisches: Eingebaut haben die Zuffenhausener es dem 911 GT3 R Hybrid. Das Schwungrad rotiert mit bis zu 40 000 Umdrehungen pro Minute. Beim Beschleunigen bremst ein Generator es ab und erzeugt Strom, der in zwei je 60 kW/82 PS starke Elektromotoren an der Vorderachse fließt, die bis zu acht Sekunden lang Zusatzschub für den 353 kW/480 PS starken Boxer-Motor im Heck liefern. Einen technisch komplett anderen Ansatz, um kinetische Energie zu speichern, hat der

französische Konzern PSA Peugeot Citroën umgesetzt: einen Druckluft-Hybridantrieb. Dieser sogenannte Hybrid-Air-Antrieb nutzt Benzin und komprimierte Luft als Energiequellen. Die Franzosen sehen in der Druckluft-Lösung gegenüber bisherigen Hybriden mit der Kombination von Verbrennungs- und Elektromotoren deutliche Einsparmöglichkeiten bei Spritverbrauch und Produktionskosten. »Der Preis für einen Kleinwagen mit dem Hybrid-Air-System wird in etwa dem eines heutigen Diesel-Kleinwagens entsprechen«, sagt Citroën-Sprecher Stephan Lützenkirchen. Für 2016 sei die Serienproduktion geplant. Lützenkirchen stellt »Verbräuche von unter drei Litern und CO2-Ausstöße von unter 70 g/ km« in Aussicht. Auf der IAA in Frankfurt hat Citroën die Studie Cactus mit Hybrid-Air-System gezeigt: Im Mitteltunnel sitzt ein Drucklufttank. Mittels überschüssiger Bremsenergie komprimiert eine Pumpe die Luft im Tank und baut Druck auf. Wird dieser freigesetzt, treibt er über eine Hydraulik den Motor und so die Fahrzeugräder an. Zwar reicht die Energie aus dem Druckspeicher nur für rund 400 Meter Fahrt. Dafür ist laut Lützenkirchen der Druckspeicher weit schneller geladen als die Batterie eines konventionellen Hybriden.


Solarenergie

Die Sonne liefert uns kostenlose Strahlungsenergie für den effizienten Betrieb einer Solarwärmeanlage. Foto: BSW-Solar

Heiße Dusche dank Sonnenschein Solaranlagen bringen Wärme ins Haus / Investition amortisiert sich nach gut 20 Jahren

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ie Sonne liefert uns kostenlose Energie für warmes Wasser und die Heizung. »Die Sonne liefert in allen Teilen Deutschlands genug Strahlungsenergie für den effizienten Betrieb einer Solarwärmeanlage«, sagt Christian Stolte von der Deutschen Energie-Agentur (dena) in Berlin. Angeboten werden verschiedene Anlagentypen: Die einfache Variante erhitzt nur Warmwasser, die Anlage unterstützt zusätzlich die Heizung. Der Sonnenschein erwärmt in den Rohren der Kollektoren ein Gemisch aus Wasser und Frostschutzmittel, erläutert Stolte. Eine Umwälzpumpe leitet dieses durch Leitungen zum Solar-Wärmespeicher. Die Wärme in der Transportflüssigkeit nimmt ein Wärmetauscher auf und gibt sie an das Heizungssystem oder den Speicher für Warmwasser ab. Eine richtig eingestellte Thermieanlage erzeugt Stolte zufolge bis zu 60 Prozent des Bedarfs an Warmwasser im Jahr. Im Sommer könne die Anlage den Haushalt sogar komplett versorgen. Systeme, die die Raumheizung unterstützen, können in gut gedämmten Häusern bis zu 20 Prozent der Heizenergie liefern. In der kälteren Jahreszeit ist ein zweites Heizsystem notwendig, das mit der Solaranlage kombiniert ist. »Alle gängigen Heizsysteme – Öl-, Gas-, Pelletheizung oder Wärmepumpe – sind dafür geeignet«, sagt Matthias Wagnitz vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima in Sankt Augustin bei Bonn. Die Solarthermie lässt sich an bestehende Geräte koppeln. Voraussetzung sei allerdings, dass die Anlage dem Stand der Technik entspricht. Um wirtschaftlich zu sein, müsse sie möglichst mit geringen Vorlauftemperaturen auskommen, sagt Wagnitz. Damit auch bei ungünstigen Witterungsverhältnissen warmes Trink- oder Heizwasser zur Verfügung steht, braucht der Haushalt einen Solarspeicher für 300 bis 400 Liter, erklärt Dirk Mobers von der Energieagentur NordrheinWestfalen in Wuppertal. Bei Heizanlagen ohne Solarthermie reiche in der Regel ein Speicher

für 120 bis 160 Liter. Zur Warmwasserbereitung genüge für einen Vier-Personen-Haushalt eine sechs Quadratmeter große Fläche mit Flachkollektoren. Soll auch geheizt werden, müsse die Fläche mindestens neun Quadratmeter groß sein, erläutert Mobers. Die Module kommen aufs Dach oder können in die Fassade integriert werden. Damit die Sonne ungehindert darauf scheinen kann, sollte kein Schatten darauf fallen. Sie werden am besten in einem Neigungswinkel zwischen 30 und 50 Grad montiert. Die Investitionskosten für eine durchschnittliche Anlage liegen für einen Vier-Personen-Haushalt bei rund 5000 Euro für

eine Solaranlage zur Warmwasserbereitung und bei rund 9000 Euro für Anlagen mit zusätzlicher Unterstützung der Heizung, so die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Stimmen die Rahmenbedingungen, und verrechnet man diese Kosten mit der Ersparnis an Brennstoff auf Grundlage der heutigen Preise, amortisiert sich die Anlage nach gut 20 Jahren. Steigen die Brennstoffkosten jährlich um fünf bis sieben Prozent, habe sich die Anlage bereits schneller selbst finanziert. Bei größeren Anlagen wie für Doppel- oder Mehrfamilienhäuser gehe das noch schneller. Das gelte für ältere Häuser ebenso wie für Neubauten.



Klimaschutz 2014