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SONDERBEILAGE DER LAHRER ZEITUNG

26. Oktober 2019

Danke

OBERBÜRGERMEISTER

Müller


Wir sagen DANKE für die Unterstützung und das Vertrauen in unser Haus und wünschen für den neuen Lebensabschnitt alles Gute. Stefan Naundorf, Leiter des Ludwig-Frank-Hauses Seniorenzentrum

Ludwig-Frank-Haus

Marie-Juchacz-Str. 8 | 77933 Lahr www.ludwig-frank-haus.de

Lahr

Kaiserstraße 63, 77933 Lahr/Schwarzwald Tel. 07821 - 91 77- 0, Fax 07821 - 91 77- 33

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Danke, OB Müller

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Der 300-Millionen-Euro-Mann

Vielleicht der wichtigste Erfolg des scheidenden OB: Er hat die Lahrer Stadtfinanzen solide gemacht Als Wolfgang G. Müller vor 22 Jahren anfing, war die Stadt finanziell arg in der Klemme, ein Millionenloch klaffte im Haushalt. Das ist heute ganz anders: Trotz LGS ist die Stadtkasse nicht leer. 300 Millionen Euro an kommunalen Investitionen hat Müller in seiner Amtszeit auf den Weg gebracht. n

lauter als in der restlichen Ortenau. Hier wurden bezogen auf die Stadtgröße spürbar mehr neue Jobs geschaffen als in den Umlandkommunen und auch im Rest des Landes. Direkt beeinflussen konnte Müller diese positive Entwicklung zwar nicht. Aber indirekt steuerte er den Lahrer Aufschwung schon kräftig mit. Neuansiedlungen wie die des Online-Modehändlers Zalando am Flugplatz tragen seine Handschrift. Auch viele weitere Expansionen von auswärtigen wie einheimischen Betrieben unterstützte er nach Kräften. Wissend, dass eine florierende Wirtschaft zum einen satte Steuereinnahmen für die Stadtkasse beschert, andererseits aber auch den Bürgern Brot und Arbeit bietet. Auch Dank Müllers Wirtschaftskenntnis und -liebe konnte Lahr die rote Laterne bei der Arbeitslosigkeit im Landkreis abgeben und steht nach 22 Jahren deutlich besser da.

Von Jörg Braun

Lahr. In Müllers letzter Sitzung im Gemeinderat blätterte die Stadtverwaltung die finanzielle Leistungsbilanz auf, die der scheidende Oberbürgermeister in seiner Dienstzeit für Lahr bewerkstelligt hatte. Eine beeindruckende Entwicklung wurde da aufgelistet, die zeigt, wie gut OB Müller mit Geld umgehen und zugleich günstige Situationen nutzen kann. Vor 22 Jahren hatte Lahr noch rund 75 Millionen Haushaltsvolumen für die Aufgaben der Kommune zur Verfügung. Diese Zahl hat sich bis heute mehr als verdoppelt. Der Haushaltsplan für 2019 umfasst 162 Millionen Euro. Eine Steigerung um das 2,2-Fache.

Trotz hoher Investitionen konnte Müller die Schulden der Stadt deutlich senken Wenn Müller am 31. Oktober das Rathaus verlässt, hat er seit Dienstantritt Investitionen von 275 Millionen Euro verantwortet. Mit den für 2019 schon geplanten Ausgaben summiert sich dies auf knapp 300 Millionen. Geld, das ins Vermögen der Stadt floss oder noch fließen wird, über neue Gebäude, Straßen, Einrichtungen. Das gelang ihm, ohne dabei neue Schulden zu machen und darauf ist er zu recht stolz. Denn Müller hat in dieser Zeit gar rund 13 Millionen Altschulden aus Vorgängerzeiten tilgen können.

Als Müller in Lahr startete, war die Stadtkasse leer und kein Geld für Entwicklung da Als Müller loslegte, hatte Lahr weniger Geld in der Kasse, als es für die laufenden Ausgaben seinerzeit eigentlich gebraucht hätte. Umgerechnet zwei Millionen Euro fehlten, die nicht im Verwaltungshaushalt erwirtschaftet worden waren. Die gesetzlichen Vorgaben waren nicht erfüllt, Mittel für eine Weiterentwicklung der Stadt nicht vorhanden. Keine gute Ausgangslage für ein neues Stadtoberhaupt, das angetreten war, Lahr ins neue Jahrtausend zu führen. Impulse für die heimische Wirtschaft, durch Aufträge und Projekte konnte Müller damals nicht anstoßen. Doch Müller verzagte nicht, sondern nutzte wirtschaftliche Aufschwünge und griff steuernd in die Wirtschaftsförderung ein. Ansiedlungen von kleinen und größeren Firmen machte er zur Chefsache, baute sein Netzwerk ins Wirtschaftsleben aus und schaffte den Wechsel. Trotz einiger konjunkturell bedingter Dellen zeigte die

In seinen 22 Jahren hat OB Müller die Finanzen der Stadt auf solide Füße gestellt. Fast 300 Millionen Euro an städtischen Investitionen brachte Müller in seiner Amtszeit auf den Weg. Foto: Baublies Kurve bei den Lahrer Haushalten immer nach oben. Die 100-Millionen-Marke knackte Müllers Haushalt erstmals vor sieben Jahren. Seither sind die Sprünge immens gewesen. Um gut jeweils rund 20 Millionen Euro wurde der Haushalt gleich mehrfach nach oben katapultiert. Das vorige Jahr endete mit 170 Millionen, die die Stadt für ihre Bürger umsetzte. Neun Millionen Euro mehr als zunächst vor-

sichtig von der Kämmerei geplant. Auch für das laufende Jahr könnte es einen neuen Rekord geben, doch die 2019er-Bilanz wird erst geschrieben, wenn Müller längst im Ruhestand ist. Möglich wurden die besseren Finanzzahlen natürlich durch die glänzende Wirtschaftslage der heimischen Unternehmen. Seit zehn Jahren brummt die Konjunktur auch in Lahr und zwar deutlich

INFO

Müller-Reichtum 275 Millionen Euro wurden in Müllers Amtszeit in die Stadt investiert. Ausgaben, die Lahrs Besitz reicher machten. Sie schlüsseln sich nach Bereichen auf wie folgt: Schulen und Kitas: Landesgartenschau: Abwasser: Straßenbau: Stadtsanierung: Altenpflege:

61 Millionen 61 Millionen 37 Millionen 36 Millionen 28 Millionen 5 Millionen


DANKE!

OB MÜLLER Lieber Herr Dr. Müller, durch Ihr Engagement und tatkräftigen Einsatz der letzten 22 Jahre haben Sie viel zur positiven Entwicklung unserer Stadt und somit auch unserer Firma beigetragen.

Für den wohlverdienten Ruhestand wünschen wir Ihnen ALLES GUTE! Heinrich Caroli GmbH · Eichrodtstraße 13 · D - 77933 Lahr/Schwarzwald · www.caroli.de

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Danke, OB Müller

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Rathausmitarbeiter gratulierten ihrem Chef mit einer Buttercreme-Torte (von links): Günter Evermann, Nadja Heine, Hilda Beck, Alexander Marker, Cornelia Gampper, Arnfried Sickinger, Oberbürgermeister Wolfgang G. Müller, Guido Schöneboom und Tilman Petters. Foto: Schabel

Als Müller Vize-Weltmeister wurde Londoner Stiftung zeichnete den Lahrer Oberbürgermeister für seine Integrationsarbeit aus

Anerkennung hat Wolfgang G. Müller für seine Arbeit als OB nicht nur in Lahr und Umgebung, sondern auch international erhalten: Bei der Wahl des »Weltbürgermeisters 2016« kam er auf den Silber-Platz. n

Von Herbert Schabel

Lahr. Es war der 14. Februar 2017, ein Dienstagmorgen, als es an der Tür zum OB-Büro klopfte. Mitarbeiter der Stadtverwaltung um die Bürgermeister Guido Schöneboom und Tilman Petters wollten zu ihrem Chef, um ihm zum VizeWeltmeistertitel zu gratulieren. Sie kamen mit einer Flasche Sekt und einer Buttercreme-Torte aus dem Café Ehrensberger. Müller schnitt das Backwerk später in der Säulenhalle des Rathauses an und verteilte die süßen Stückchen an die Mitarbeiter. Das Motiv auf der Torte zeigte Kinder unterschielicher Herkunft – ein Bezug zur Wahl des Welt-Bürgermeisters, die in jenem Jahr Rathauschefs gewidmet war,

deren Städte sich besonders für Migranten-Integration einsetzen. Es war ein fröhliches Treffen, alle waren gutgelaunt, erst recht der OB, dem die Freude über den Erfolg anzumerken war. Während Müller sich sein Stück Torte schmecken ließ, sagte er im Gespräch mit unserer Redaktion, dass er sich über die Auszeichnung sehr gefreut habe. Es sei eine schöne Anerkennung für die Integrationsarbeit, die »seit einem viertel Jahrhundert von vielen Menschen in Lahr geleistet« werde.

Lahrer Bürger unterstützten ihren OB beim Wettbewerb Am Abend zuvor hatte die »City Mayors Foundation« bekanntgegeben, wer die Auszeichnung »World Mayor 2016« erhält: Bart Somers, Bürgermeister von Mechelen. Müller war von der Jury auf den zweiten Platz gesetzt worden – bei 56 nominierten Bürgermeistern weltweit ein stolzes Resultat. Im Auswahlverfahren konnte er auf eine breite Unterstützung in

der Stadt zählen. Auf der Internetseite der »City Mayors Foundation« gaben zahlreiche Lahrer persönliche Erklärungen ab, um Müllers Beitrag zur Integration hervorzuheben. Die Zahl dieser Statements, mit denen Bürger sich für den Titelgewinn »ihres« nominierten Stadtoberhaupts einsetzten, war bei Müller viel größer als bei seinen Konkurrenten. Der OB dankte im Gespräch mit unserer Zeitung allen, die sich für ihn stark gemacht hatten – das bedeute ihm sehr viel. Grundlage für die Entscheidung waren für die Jury aber nicht nur die Beiträge von Unterstützern, vielmehr hatte die veranstaltende Londoner Stiftung von der Stadt umfangreiche Unterlagen zu ihrer Integrationsarbeit angefordert. Müller hatte einen Fragenkatalog zu beantworten und einen Essay über das Thema zu schreiben. Ausgezeichnet wurde er vor allem für die Integration von tausenden Deutschen aus Russland. Menschen, die er lobte: »Sie arbeiten hart, gründen Firmen und kümmern sich um ihre Familien.«

INFO

Weshalb »nur« der zweite Platz? Weshalb ging die Auszeichnung nach Mechelen? In der Stadt in Belgien leben 86 000 Einwohner aus 128 Nationen friedlich zusammen, hieß es in der Laudatio der »City Mayors Foundation« auf Bart Somers. Jeder fünfte Einwohner der Stadt sei ein Muslim. Doch keiner von ihnen sei nach Syrien gegangen, um sich dem IS anzuschließen – dagegen hätten zahlreiche Muslime zum Beispiel aus Antwerpen oder Brüssel diesen Schritt vollzogen. Die Jury bringt diese Bilanz mit der Arbeit von Somers in Verbindung. Vor diesem Hintergrund gab sie ihm den Vorzug vor Müller, dem der Trost blieb, Bürgermeister von Großstädten wie München, Köln, Salzburg oder Wien hinter sich gelassen zu haben. Dritter wurde der Bürgermeister von Athen, Vierter der Rathauschef von Lampedusa.


n Danke, OB Müller

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Über zwei Jahrzehnte hat Herr Dr. Müller umsichtig und mit großem Gestaltungswillen die Geschicke von Lahr gelenkt. Unter seiner Führung ist mit ›Sieben-MeilenStiefeln‹ eine dynamische wie auch sichtbare Weiterentwicklung der Stadt gelungen. Er war ein zugänglicher Oberbürgermeister mit hoher Sachkompetenz, schlagfertig und humorvoll.«

Wolfgang G. Müller konnte einfach beides: Bürgernähe und politische Bühne. Er war ein charismatischer Macher, mutig und offen, stets mit dem nötigen Weitblick über die Grenzen der Stadt hinaus. Er hat Lahr sehr gut getan.«

Frank Scherer, Landrat des Ortenaukreises

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Wenn ein OB nach seiner Wahl das Amt antritt, wie Wolfgang Müller 1997, fragt man sich als Stadtrat, wie wird es wohl mit ihm werden. Ich kann für mich sagen, es wurde gut oder besser: sehr gut. Wolfgang Müller hat sein OB-Amt nicht verwaltet, sondern gelebt. Ich danke ihm dafür, zugleich im Namen der gesamten FDP Lahr.« Jörg Uffelmann, FDP-Fraktion

Mein herzlicher Dank gilt Dr. Wolfgang G. Müller für sein langjähriges Engagement in den Sparkassengremien und den stets offenen und fairen Meinungsaustausch. In den 22 Jahren der vertrauensvollen Zusammenarbeit hat er sich in besonderem Maße um die Sparkasse und die Sparkassenorganisation verdient gemacht.«

Helmut Becker, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Offenburg/Ortenau

Guido Schöneboom, Erster Bürgermeister

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Wir lernten uns 1997 als Kandidaten für das Amt des Lahrer Oberbürgermeisters kennen. In der Zeit des Wahlkampfs und der Zusammenarbeit im Gemeinderat wuchs eine Freundschaft, die trotz manchem politischen Streit – bei ihm stand Wirtschaft im Mittelpunkt, bei mir die Ökologie – nie gelitten hat. « Claus Vollmer, Grüne

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Ich schätze Dr. Müller für seine Weltoffenheit. Mein Verhältnis war jedoch nicht beschwerdefrei. Kritik war seine Sache nicht. Der Mangel an bezahlbaren Wohnungen, fast 500 fehlende Kinderbetreuungsplätze und große Verkehrsprobleme bleiben. Ich wünsche ihm trotz allem alles Gute für die Zukunft.« Lukas Oßwald, Linke Liste Lahr


Die gesamte Klinikleitung des MEDICLIN Herzzentrum Lahr möchte Herrn Dr. Wolfgang G. Müller einen großen Dank für die stets gute Unterstützung und Zusammenarbeit aussprechen. In seiner 22-jährigen Amtszeit als Oberbürgermeister der Stadt Lahr begleitete er das Herzzentrum Lahr nahezu von Beginn an, bis zu dessen 25-jährigen Bestehen in diesem Jahr. „So wie ich ihn kenne, wird er sich weiter einbringen, wo er kann.“, betont Prof. von Hodenberg – Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Kardiologie – beim Gedanken an das Ende der Amtszeit von Dr. Wolfgang G. Müller.

www.herzzentrum-lahr.de

Wir haben

Lust auf Zukunft In den 22 Jahren waren Sie immer ein Oberbürgermeister für alle Bürger. Ihr Amt haben Sie mit viel Freude und Empathie ausgefüllt, das haben die Menschen gespürt und Ihnen Ihr Vertrauen geschenkt. Für Lahr haben Sie sich mit großer Leidenschaft eingesetzt und viel bewegt. So ist Lahr heute eine lebenswerte und attraktive Stadt in einer der schönsten Gegenden in Deutschland. Sie haben Lahr fit gemacht und gut auf die Zukunft vorbereitet. Wir sind ein Teil davon und sehr stolz auf unsere Heimatstadt. Für das vertrauensvolle Miteinander und die vielen tollen Projekte, die wir gemeinsam mit Ihnen und der Stadt Lahr verwirklichen konnten, bedanken wir uns. Sie haben Lahr in besonderer Weise geprägt. Dafür sagen wir von Herzen DANKE und wünschen Ihnen alles Gute für die Zukunft. Ihre Volksbank Lahr eG


Danke, OB Müller

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Die Lahrer hatten Glück, mit Dr. Wolfgang G. Müller einen OB erwählt zu haben, der ihnen half, trotz widriger Umstände, aus einer selbstgenügsamen Phase heraus über den Tellerrand zu blicken, und den Mut zu fassen, sich wieder als aktiven und erfolgreichen Teil der Welt zu empfinden. Für mich war es Glück, gerade in der Hochphase seines Wirkens mit ihm und Guido Schöneboom zusammen Teil eines sehr vertrauensvoll arbeitenden Dreigestirns der Stadtspitze zu werden und mit dem Rat, der Verwaltung und den Bürgern gemeinsam Lahrs erfolgreiche und aktive Stadtentwicklung voranzutreiben.« Tilman Petters, Bürgermeister

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Besonders bewundernswert an der 22-jährigen Stadtpolitik des Wolfgang G. Müller ist für mich seine Entschlossenheit, an einmal für richtig Erkanntem festzuhalten und es konsequent in praktische Politik umzusetzen. Dazu gehören der Brückenschlag zwischen den Nationalitäten und Kulturen, die Weiterentwicklung des Flugplatzgeländes zugunsten von Arbeitsplätzen und Prosperität, die Verlagerung des Warentransports von der Straße auf die Schiene, die Gestaltung der Innenstadt und die nie aufhörende Bereitschaft, Ansprechpartner für die Bürgerschaft zu sein. Es geht ein Mann von Format. Chapeau!« Walter Caroli, SPD-Fraktion

Oberbürgermeister Dr. Wolfgang G. Müller war immer ein Freund und Förderer des E-Werk Mittelbaden. In seiner Amtszeit als Aufsichtsratsvorsitzender hat er wichtige und zielführende Entscheidungen zur Werterhaltung unseres Unternehmens und zum Ausbau der Erneuerbaren Energien mitgetragen.« Ulrich Kleine, Vorstand E-Werk Mittelbaden

Meine 25-jährige Gemeinderatstätigkeit war maßgeblich von der Zusammenarbeit mit OB Dr. Müller geprägt. Vertrauen und Respekt zeichnete diese gemeinsame Arbeit mit der CDU-Fraktion und mit mir als deren Vorsitzende in all den Jahren aus. Dr. Müller hat die zunächst nicht von allen gesehene Chance nach dem Abzug der Kanadier genutzt, um die Rahmenbedingungen für eine wirtschaftlich orientierte, prosperierende und weltoffene Stadt zu schaffen. Hierbei sind soziale Aspekte, ein gedeihliches Miteinander und vor allem die große Integrationsaufgabe nicht zu kurz gekommen. Ich habe ihn stets als Mann mit Visionen, der diese auch umzusetzen weiß, erlebt. Wir gehen davon aus, dass Dr. Müller auch zukünftig noch zahlreiche Funktionen innehaben wird. Ein Mann wie er legt nicht einfach die Hände in den Schoß. Wir wünschen ihm für diesen ›Unruhestand‹ alles Gute.«

Ilona Rompel, CDU-Fraktion

Impressum Sonderbeilage des Verlags der Lahrer Zeitung Verlag und Herausgeber Lahrer Zeitung GmbH, Kreuzstraße 9, 77933 Lahr Geschäftsführung und Anzeigenleitung Kirsten Wolf Redaktion Jörg Braun (V.i.S.d.P.), Stefan Maier, Herbert Schabel, Endrik Baublies, Thomas Kroll Bilder: Braun, Baublies, Wolf, Schabel, privat Druck Druckzentrum Südwest GmbH, 78052 Villingen-Schwenningen Ausgabe Lahrer Zeitung und Schwarzwälder Bote 26. Oktober 2019


n Danke, OB Müller

»Wir haben in diesen 22 Jahren viel

Oberbürgermeister Wolfgang G. Müller zieht eine Bilanz seiner Amtszeit und blickt in die Zukunft / Erw

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it dem Wechsel im Lahrer Rathaus endet eine Ära: 22 Jahre war Wolfgang G. Müller Lahrer Oberbürgermeister, länger als Philipp Brucker, der von 1961 bis 1981 Stadtoberhaupt war. Im Gespräch mit der Lahrer Zeitung blickt der scheidende OB auf die vergangenen zwei Jahrzehnte zurück – und wagt auch einen Blick in die Zukunft. Herr Dr. Müller, gehen Sie mit einem guten Gefühl nach 22 Jahren als Lahrer Oberbürgermeister? Ja. Meine Gefühlslage ist gut. Ich habe in diesen 22 Jahren viel gearbeitet für die Stadt Lahr, habe weder mich geschont noch die Mitarbeitenden in der Verwaltung, noch den Gemeinderat. Ich denke, wir haben uns selbst gefordert, auch gegenseitig gefordert. Und es gibt die Faktenlage. Die Stadt steht finanziell sehr gut da. Mein Nachfolger übernimmt einen Haushalt, mit dem er sich bewegen kann. Und für die Landesgartenschau muss die Stadt keine Schulden aufnehmen. Was hat Ihnen als OB am meisten Spaß gemacht? Es hat Freude gemacht, und ich glaube, es geht allen Bürgermeistern oder Oberbürgermeistern so, dass die Unmittelbarkeit des Wirkenkönnens, des Agierenkönnens, der unmittelbare Zugang in dieser Exekutiv-Funktion, etwas Beson-

Im Gespräch mit

Wolfgang G. Müller deres ist. In einer überschaubaren Stadt unserer Größenordnung hat man direkten Kontakt zu wichtigen Personen in Politik, Wirtschaft, Sozialem oder Kultur. Das ist etwas, was dieses Amt außergewöhnlich schön macht. Diese Unmittelbarkeit des Wirkenkönnens macht auch Freude. Das wird jedem so gehen, und das wird wahrscheinlich auch jeder so sagen. Natürlich kann diese Unmittelbarkeit auch dazu führen, dass es Begegnungen gibt, die nicht ganz so erfolgreich verlaufen, wie man sich das vorgestellt hat. Manches trägt man lange mit sich rum. Manchmal liegen einem Entscheidungen im Magen. Es gibt Entscheidun-

gen, über die sich die Menschen freuen, es gibt Entscheidungen, über die sie sich nicht freuen. Als Oberbürgermeister kann man mit seiner Unterschrift auch negative Betroffenheit auslösen. Wenn die Stadt einen Bebauungsplan veröffentlicht, dann löst der bei manchen Betroffenheit aus, andere sind erfreut. Bürgermeister stehen in einer Verantwortung, die mitunter schwer wiegen kann. Sie haben das Wort Lahrmoyanz geprägt. Sehen Sie die noch? Sie ist überwunden, aber ich will trotzdem ein Fragezeichen machen, ob sie denn schon total ausgemerzt ist. Als Gemütslage ist sie überwunden. Deshalb liegt es in unserer Verantwortung, dass dieser Gemütszustand nicht mehr kommt. Es liegt in den Händen des neuen Oberbürgermeisters, zusammen mit dem neuen Gemeinderat und der Bürgerschaft, dass der Lahrmoyanz dauerhaft der Nährboden entzogen bleibt und das Wurzelwerk komplett verdorrt. Hat diese Lahrmoyanz mit dem Charakter der Lahrer zu tun? Meine Erfahrung ist, dass dieser Ansatz – anderswo ist es schöner als bei uns, das Gras ist grüner – nicht wirklich lahrerisch ist. Das haben Sie in ähnlicher Form irgendwo anders auch. Im übrigen gibt es Städtekonkurrenz überall. Nehmen wir zum Beispiel das Verhältnis zwischen Köln und Düsseldorf. Was war aus Ihrer ganz persönlichen Sicht Ihr größter Erfolg in der Stadt? Mir fällt dazu auf jeden Fall der einstimmige Beschluss im Lahrer Gemeinderat zum Erwerb der Flugbetriebsfläche ein. Das war ein Beschluss für eine langfristige Sicherung dieser Fläche und der städtischen Handlungskompetenz, ganz gleich, ob geflogen wird oder nicht. Wir reden hier über 200 Hektar. Ein Erfolg war auch, dass wir den Zuschlag für die Landesgartenschau bekommen haben. Zwar erst bei der zweiten Bewerbung, aber das sagt wiederum etwas über uns aus, dass wir nicht die Flinte ins Korn geworfen, sondern weitergemacht haben. Richtig war auch die Entscheidung, dass die Stadt das Kasernen-Areal am Hohbergsee nicht kauft. Es war mutig und musste im Lahrer Ge-

Nur Gustav Altfelix, der von 1899 bis 1928 im Amt war, war länger als er La meinderat durchgefochten werden, dass wir gesagt haben, wir kaufen das Areal nicht. Es war schlichtweg zu viel, was der Bund von uns forderte. Das war Anfang der 2000er-Jahre. Seinerzeit hieß es, da entscheidet sich, inwieweit der OB wirklich tatkräftig ist und Mut hat für die Zukunft. Die Erwartung war, dass er es kauft. Doch es war zu 100 Prozent richtig, dass wir das Kasernen-Areal nicht gekauft haben. Der Bund hat das Gelände anschließend für den berühmten Appel und ein Ei an Private verkauft. Als Stadt hätten wir Millionen für das Kasernengelände bezahlt. Was war aus Ihrer persönlichen Sichtweise Ihre größte Niederlage, wo sie am meisten schlucken mussten? Vorauszuschicken ist: Wir hatten über Jahre um eine PassagierflugGenehmigung für den Lahrer Flughafen gerungen. Dann hat der damalige Betreiber des Flughafens mit unserer Unterstützung geklagt und hat beim Verwaltungsgerichts-

hof in Mannheim einen Kantersieg gegen das Land errungen. Wir sind sogar mit einer kleinen Delegation von Gemeinderatsmitgliedern in der Erwartung nach Mannheim gefahren, dass wir dort gewinnen. Und wir haben gewon-

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Die ›Lahrmoyanz‹ ist überwunden. Ein Fragezeichen will ich machen, ob sie total ausgemerzt ist.«

nen! Für mich war es eine schmerzliche Niederlage, dass der damalige Betreiber danach die Klage einfach zurückzog. Für uns ist bis heute nicht ersichtlich, weshalb er das tat. Warum empfanden Sie das als Niederlage? Vor Gericht ziehen, haushoch gewinnen und dann klein beigeben, das war für mich nicht nachvollziehbar. Ich empfand das als Niederlage. Der damalige Betreiber hat die Klage einfach zurückgezogen und uns nur anschließend da-


Danke, OB Müller

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für die Stadt Lahr erreicht«

werb des Flugplatzes und die Landesgartenschau sieht er als seine größten Erfolge den es gibt, und zum anderen auch mit dem allgemeinen Wanderungszuwachs verantwortungsvoll umzugehen, wie es für eine selbstbewusste Kommune mit Zentrumsfunktion gehört. Wenn Menschen in Lahr wohnen wollen, weil sie die Region schätzen, weil sie auch ganz bestimmte Dinge in der Stadt Lahr schätzen, dann nehmen wir das auf und versuchen, das in Lahr zum Beispiel mit unseren Schulen und auf dem Wohnungsmarkt zu bedienen. Aber es gibt kein Interesse daran, 50 000 Einwohner haben zu müssen. Es geht darum, gegebene Entwicklungen zielgerichtet zu steuern. Zum Beispiel die Tatsache, dass viele von Freiburg nach Lahr pendeln. Wir wollen durch Wohnprojekte dem einen oder anderen die Gelegenheit geben, das Pendeln einzustellen, in Lahr auch Eigentum zu bilden und nicht jeden Tag eineinhalb oder zwei Stunden auf der Straße zu verbringen.

ahrer Oberbürgermeister: Wolfgang G. Müller. rüber informiert. Das war mehr als ein Wermutstropfen, es war schmerzlich. Auch deswegen hat die Stadt später die Flugbetriebsflächen erworben, um selbst bestimmen zu können. Was schätzen Sie, wie wird sich Lahr in der Zukunft weiterentwickeln? Es gibt Themen, die kann man eigenbestimmt entwickeln. Die endogene, die innere Entwicklung von Lahr wird – so denke ich – positiv sein, weil Gemeinderat, Stadtverwaltung und Lahr insgesamt sehr genau wissen, welche Potenziale die Stadt hat und wo man diese noch besser entwickeln kann. Insofern bin ich da sehr zuversichtlich, und ich freue mich, dass Gemeinderat und Verwaltung gut aufgestellt sind. Und dann gibt es natürlich die Großwetterlage. Was passiert in der Trinationalen Metropolregion, in der sich die Stadt gut entwickelt hat, oder was passiert in Baden-Württemberg oder in Deutschland? Die Dynamik dieser Region bringt auch uns etwas,

Foto: Bode

strahlt positiv auf unsere Stadt aus. Genauso kann es auch sein, dass es in dieser Trinationalen Metropole auch mal nicht so gut läuft. Da gibt es externe Faktoren, die kann Lahr nicht bestimmen, das bleibt einfach offen. Aber das, was die Stadt selber bestimmen kann, das wird Lahr gut machen. Ich gehe auch davon aus, dass die Stadt die Einflüsse von außen gut abfedern kann, vielleicht äußere Faktoren künftig noch besser für sich nutzen und negative Impulse von außen noch besser abwehren kann. Ich bin da sehr optimistisch. Wann wird Lahr 50 000 Einwohner haben? Was schätzen Sie? Ich würde mal sagen, am Ende der ersten Amtszeit von Herrn Ibert, schätze ich mal, also in acht Jahren. Neulich wurde im Gemeinderat davon gesprochen, die Stadt würde Wachstumspolitik machen. Es ist nicht unser erklärtes Ziel, größer zu werden. Mehr Lahrer Köpfe ist nicht unser Entwicklungsziel. Unser Ziel ist, mit dem natürlichen Bevölkerungszuwachs,

Was wünschen Sie den Lahrern, den Bürgern der Stadt, zum Abschied? Dass den Lahrern bewusst ist, welcher Vorzug es ist, wenn man in dieser Region und in dieser Stadt leben darf. Und dass man daraus resultierend auch den Wunsch verspüren sollte, sich so einzubringen, dass diese Qualität auch gehalten werden kann. Wir sollten uns immer wieder bewusst machen, dass die Vielfalt, die wir haben, unsere Stärke ist. Die Vielfalt im Quadrat heißt auch Vielfalt in der Bevölkerung, landsmannschaftliche Vielfalt, europäische Vielfalt, religiöse Vielfalt, ethnische Vielfalt. Das

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Den Lahrern sollte bewusst sein, welcher Vorzug es ist, in dieser Region und in dieser Stadt zu leben.« dürfen wir nicht als Belastung sehen, sondern wir müssen das Beste daraus machen. Für mich ist das ein großes Herzensanliegen. Um nochmals zu den Religionen zu kommen: Ist es nicht schön, zu sehen, wie Menschen hier ihren Glauben leben, in ganz verschiedene Richtungen? Wir haben Protestanten und Katholiken, die Zeugen Jehovas, wir haben die Mormonen, wir haben die Muslime und die Sikhs. Es gibt etwa zehn Evangeliumsgemeinden in Lahr. Da

steckt auch sehr viel Spiritualität und Individualität dahinter. Ist das nicht schön? Für mich ist es ein Ausdruck von Heimat, denn man gründet eine Kirche oder richtet einen Gebetssaal nur dort ein, wo man länger bleiben will, wo man sich wohlfühlt. Wie sind Sie mit dem Wahlkampf zufrieden, in dem es um Ihre Nachfolge ging? Wir alle dürfen zufrieden sein, wenn Sie ein Bewerberfeld von fünf Personen haben, also eine Kandidatin und vier Kandidaten, die alle auch konkrete Aussagen getroffen haben. Wir hatten ja keine Spaßkandidaten, das waren wirklich, auch von der inhaltlichen Aufbereitung her, ernst zu nehmende Leute, natürlich mit unterschiedlichen Chancen ausgestattet. Aber wir hatten keine Spaßkandidaten, sondern Bewerber, die tatsächlich zum Ausdruck gebracht haben, dass sie auch eine Wahl annehmen würden und dass sie die Stadt gestalten wollen. Deswegen haben wir dann auch mit diesem Bewerberfeld sowohl beim ersten als auch beim zweiten Wahlgang ein großes regionales und überregionales Interesse geweckt. Das war gut für die Stadt Lahr. Was man jedoch trotzdem auch noch sagen muss, ist, dass dann letztlich zwei Drittel der Lahrer zu Hause geblieben sind. Das ist gerade bei einem solchen Bewerberfeld schade. Sie haben noch viel Energie, sind voller Saft und Kraft, wie es so schön heißt. Was haben Sie sich für den Ruhestand vorgenommen? Ich werde weiter dem Kreistag und dem Regionalverband angehören. Auch weiterhin werde ich in der Deutsch-Brasilianischen Gesellschaft aktiv sein. Dann gibt es den »Senior Expert Service«, in dem sich Menschen im Ruhestand wie ich, engagieren und ihre Erfahrungen einbringen. Außerdem gibt es das Thema Wahlbeobachtung in verschiedenen Ländern, das in Frage kommt. Aber das ist alles noch offen. Bleibt es dabei, dass Sie in Lahr bleiben, wie Sie es angekündigt haben? Natürlich! Wir bleiben in Lahr! n

Fragen von Jörg Braun und Stefan Maier


n Danke, OB Müller

Da war Feuer unterm Dach: 2016 demonstrierten rund 300 Deutsche aus Russland wegen einer angeblichen Vergewaltigung auf dem Rathausplatz. Polizeichef Felix Neulinger am Megafon und OB Müller (links) versuchten, die Menge zu beruhigen. Am Ende gelang es. Foto: Baublies

Müller gegen 300 Demonstranten Wie der OB 2016 auf dem Rathausplatz plötzlich in eine durchaus brenzlige Situation geriet Eine der größten Herausforderungen in der Amtszeit von Oberbürgermeister Wolfgang G. Müller war die Integration der vielen Tausend Deutschen aus Russland. Dabei gab es durchaus auch brenzlige Situationen für das Stadtoberhaupt. n

Von Endrik Baublies

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in Schlaglicht, was die Eingliederung der Spätaussiedler für Herausforderungen bereithalten konnte, gab es im Januar des Jahres 2016 auf dem Rathausplatz: Rund 300 Demonstranten hatten an jenem Sonntag in einer nicht angemeldeten Demonstration ihrer Wut Luft gemacht. Laut einem Gerücht vertusche die Polizei Straftaten, die Asylanten an einer Aussiedlerin begangen haben sollen – in Berlin. Das stand damals am Tag danach in der

Lahrer Zeitung. Neben der Polizei versuchten Müller als Rathauschef und Alexander Marker als Sozialarbeiter im Kanadaring der aufgewühlten und aufgebrachten Menge sachlich zu erklären, dass das gestreute Gerücht jeder Grundlage entbehrte und es keinerlei Veranlassung für einen wütenden Protest gebe.

OB Müller stellt die Gegenfrage und löst damit heftige Reaktionen aus Gegenüber einigen teilweise sehr aufgebrachten Demonstranten unter den insgesamt 300 versammelten Menschen war das keine einfache Aufgabe. Das Megafon reichte nicht aus, die Menge zu übertönen. Eine große, schweigende Mehrheit hingegen war offensichtlich daran interessiert, die Argumente der Stadtverwaltung und der Polizei zu hören, berichtete

unsere Zeitung seinerzeit. Der völlig aus der Luft gegriffene Vorwurf war, ein Flüchtling habe in Berlin eine 13-jährige Spätaussiedlerin entführt und vergewaltigt. Das böse Gerücht hatte auch in Lahr schnell die Runde gemacht und sich wie ein Lauffeuer unter den Russlanddeutschen verbreitet. Einige fragten bei der Gelegenheit nach, warum eine kleine Stadt wie Lahr 1000 Flüchtlinge aufnehmen müsse? Zur Erinnerung: Die noch offene Balkanroute und die lebensgefährlichen Fahrten über das Mittelmeer hatten 2015/2016 zu einer deutlichen Steigerung von Flüchtlingen in ganz Europa geführt. Müller stellte schließlich die aus heutiger Sicht vollkommen berechtigte und genauso rhetorische Gegenfrage: »Warum musste das kleine Lahr 9000 Spätaussiedler aufnehmen?« Die Empörung der erregten Menge auf dem Rathausplatz daraufhin war entsprechend groß.

Alexander Marker war vor dem Ende der UdSSR russischer Meister im Armdrücken. Er war vor dreieinhalb Jahren eine »gewichtige Figur« unter den Aussiedlern, wurde damals berichtet. Das lag einerseits an der Körpergröße Markers, aber genauso an seiner Fähigkeit, im Sinne der Aussiedler zu denken und zwischen den beiden Polen in dieser Situation an einem relativ kalten Wintertag die aufgeheizte Stimmung irgendwie abzukühlen. Die Gegenfrage des OB als Schlaglicht beschreibt inmitten der 300 Demonstranten aber sehr genau die vielen Bemühungen und den Erfolg – am Beispiel Markers – der Integration. Es waren 300 Demonstranten, einige waren wirklich wütend. Eine große Mehrheit dieser 9000 Lahrer hatte hingegen nicht demonstriert. Das ist sicher ein Erfolg der gesamten Verwaltung in Lahr und des damaligen Oberbürgermeisters.


„Es gibt nichts Schöneres, als zu wissen, dass man für den nächsten Tag keinen Wecker stellen muss!“ Wir wünschen Ihnen im neuen Lebensabschnitt Spass, Freude, Genuss und viel Zeit für Dinge, die Ihnen wichtig sind.

Das Team der LAHR | SCHUTTERN | SCHUTTERTAL | LANGENWINKEL


n Danke, OB Müller

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In über neun Jahren Tätigkeit im Vorzimmer des Oberbürgermeisters habe ich Herrn Dr. Müller als einen klaren, zielstrebigen Denker mit großem politischen Verstand erlebt. Besonnen und umsichtig hat er sein Amt ausgeübt. Imponiert haben mich sein wacher, kritischer, manchmal unbequemer Geist sowie sein reges und ehrliches Interesse an den Menschen. Er war offen und verbindlich gegenüber den Bürgern und Stadträten. Sehr beachtlich waren der unermüdliche Fleiß und das hohe Arbeitspensum. Er hat sich nie geschont. Sein Anspruch an sich selbst war hoch, und er war dann zufrieden, wenn sein Umfeld es ihm nachtat. Wo erforderlich konnte er geduldig sein. Bei aller Arbeit war er auch gelassen und gesellig. Er genoss Zusammenkünfte mit anregenden Gesprächen, einem guten Glas Wein und einer Roth-Händle ohne Filter. Herrn Dr. Müller war ein höflicher, charmanter Chef, versehen mit feinsinnigem Humor.«

Petra Bredemeyer, OB-Sekretariat

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Wolfgang G. Müller war immer ein OB für alle Bürger, der sein Amt mit viel Freude und Empathie ausgefüllt hat. Für Lahr hat er sich mit Leidenschaft eingesetzt und viel bewegt. So ist Lahr heute eine lebenswerte Stadt in einer der schönsten Gegenden in Deutschland. Für das vertrauensvolle Miteinander und die tollen Projekte, die wir gemeinsam mit ihm verwirklichen konnten, bedanken wir uns von Herzen. Wolfgang G. Müller hat Lahr in besonderer Weise geprägt.«

Peter Rottenecker, Volksbank Lahr

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In meinen Funktionen als Fraktionsvorsitzender und Ortsvorsteher haben wir über seine gesamte Amtszeit engagiert und sehr vertrauensvoll zusammengearbeitet. Seine offene Ehrlichkeit, sein zielgerichtetes sicheres Handeln und sein ständiger Blick weit über den Lahrer Tellerrand hinaus zeichnen ihn ganz besonders aus und haben unserer Stadt sehr gut getan. Sein umfassendes Wissen und seine hohe fachliche Kompetenz verbunden mit einer menschlichen Größe haben mich genauso beeindruckt wie seine einfühlsame Bürgernähe. Unsere Stadt hat durch sein herausragendes Wirken große Fortschritte gemacht, die nachwirken werden.«

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Eberhard Roth, Freie Wähler

Wieviele Späßchen von mir musste er ertragen? Wieviele Fanfaren hören? Meistens liefen unsere Begegnungen so ab: Ich war der Moderator einer Veranstaltung, unser OB der Festredner. Ich habe ihn angesagt und mit den Worten geendet: ›Und nun kommt die OberbürgermeisterWolfgang-G.-Müller-Fanfare!‹. Und dann habe ich geblasen und er hat ganz oft – je nach Stimmung und Situation – seine Rede begonnen mit: ›Das ist Herr Dold! Er war bis heute Lehrer an unserer Musikschule!‹ Oder: ›Herr Dold ist ja auch ein Mitarbeiter der Stadt Lahr. Und es ist doch für mich ganz interessant zu erfahren, was meine Mitarbeiter so alles in ihrer Freizeit tun!‹ Wir haben uns gefrozzelt, wo’s nur ging und ich, ja, ich habe das sehr genossen! Unvergessen bleibt mir unser Auftritt an seiner geliebten ›Richebacher Fasent‹. In einer Parodie auf ›Hannes und der Bürgermeister‹ war ich natürlich der OB und er de Hämme – das Publikum hat getobt! Wie oft habe ich mir erlaubt, seine wunderbare Sekretärin Frau Bredemeier anzurufen: ›Kann ich in däre Woch noch kurz de Chef spreche?‹ Und ich konnte immer! Kaum eine unserer vielen Begegnungen endete nicht mit seinem schönen Satz: ›Grüßen Sie mir bitte Frau Dold!‹ Lieber Chef! Nun grüßen Frau Dold und ich Sie ganz herzlich und bedanken uns für 22 wunderbare Jahre! Bliebe Sie so, wie Sie sinn!« Helmut Dold, Musiker & Entertainer


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n Danke, OB Müller

König Wolfgang Gustav I. von Lahr wird zu seinem Dienstende gekrönt

Gut behütet: der OB mit dem früheren LZ-Chef Thaddäus Schmid

Auch der Grüne Cem Özdemir besuchte die LGS Lahr und den OB

Mit Hut und Brille könnte OB Müller glatt als Al Capone durchgehen

Hand drauf: Wolfgang G. Müller ist leidenschaftlicher Roth-Händle-Raucher. Aber mit Genuss. Täglich gibt’s bei ihm nur zwei, drei filterlose Zigaretten

Hämme und der Bürgermeister: Mit OB Müller treibt Helmut Dold leidenschaftlich gern seine Scherze. Bei Auftritten ein geniales Duo

Das Blühende-Begeisterung-Trio: (von links) Guido Schöneboom, Wolfgang G. Müller und Tilman Petters auf einem Reklame-Plakat für die Gartenschau

Genossen unter sich: Altkanzler Gerhard Schröder lässt sich von Parteifreund Müller Lahr und dessen Bedeutung für die Welt erklären

Minister Peter Hauk (Sonnenbrille) beim LGS-Start mit Marion Gentges

Präparierte den OB bestens: Friederike Ohnemus vom Hauptamt

Prost! Mit LZ-Chefin Kirsten Wolf und Volksbänker Peter Rottenecker

EU-Kommissar Günther Oettinger laudierte beim OB-Abschied


Danke, OB Müller

Die Fahne hoch! OB Müller 2018 bei der Übergabe der LGS-Fahne

Narrenkappe auf und rein in die Fasent: Müller vor gut 20 Jahren

1999: Herrenknecht, Johannes Rau, OB Böhme, Hirsch, OB Müller, Caroli

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Müller mit seinem Vorgänger im Amt, Alt-OB Werner Dietz

Auch Ministerpräsident Erwin Teufel (rechts) war öfters zu Gast in Lahr. Links auf dem Bild von 1999 der damalige Landtagsabgeordnete Walter Caroli

Vor 22 Jahren leistete Wolfgang G. Müller seinen Eid für das Amt des Lahrer Oberbürgermeisters. Hier mit dem damaligen Stadtrat Walter Frick (SPD)

Einen harten OB schreckt auch kein eiskaltes Lahrer Seewasser: Müller beim Anbaden im April 2019 im modischen Bade-Einteiler

Alles im grünen Bereich: Die Chrysanthema förderte Müller stark

Profi-Bierfassanstecher: Beim Museumsplatzfest mit Jörg Braun (LZ)

Kilometerlang rote Bänder schnitt Müller in seiner Amtszeit durch

An den Kragen ging’s dem OB bei den Dreharbeiten zu »100 % Lahr«


n Danke, OB Müller

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Er ist ein sehr sehr netter Mann und ein toller Oberbürgermeister gewesen. Ich bin sehr zufrieden mit seiner Leistung. Persönlich kann ich ausschließlich Positives über ihn sagen. Ich habe ihn auf der LGS getroffen und bin dort mit ihm ins Gespräch gekommen, er ist extrem aufgeschlossen.«

Günther Stumpf, 69 Jahre (Oberweier)

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Ich war mit ihm absolut zufrieden. Er hat sich immer ins Zeug gelegt. Sowohl für die Stadt, als auch für uns Bürger. Einmal traf ich ihn in der Stadt und habe mich mit ihm unterhalten. Er war sehr herzlich und zuvorkommend. Ich wünsche ihm in seinem Ruhestand und in seiner weiteren Zukunft von Herzen alles Gute und viel Gesundheit.«

Silvia Martin, 67 Jahre (Lahr)

Ich fand Wolfgang Müller super und freundlich, er hat sehr viel bewirkt. Ich bin ihm privat des öfteren in der Stadt über den Weg gelaufen, dort fiel er mir wirklich wahnsinnig offen und sympathisch auf.« Marion Scharbinger, 60 Jahre (Lahr)

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Ich finde, Herr Dr. Müller war ein wahnsinig engagierter Oberbürgermeister und er hat in seiner langen Amtszeit sehr viel für die Stadt Lahr und ihre Bürger getan. Ich glaube, dass er uns alle zufrieden gestellt hat, mich auf jeden Fall. Auch sonst schien er sehr freundlich zu sein.«

Antoniette Lianfzede, 67 Jahre (Lahr)

Also ich bin mit seiner Leistung sehr glücklich. Wolfgang Müller ist ein sehr netter und freundlicher Mensch, welcher alles nur Mögliche für unsere Zufriedenheit hier in Lahr getan hat und das merkte man auch.« Rheinhard Kappis, 70 Jahre (Lahr)

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Lahr hat es mit ihm als Oberbürgermeister sehr gut getroffen. Auch ich war sehr zufrieden mit ihm, weil er mir sehr sympathisch war und sich viel Mühe gegeben hat. Er fiel mir nur positiv auf, auch als ich ihn auf der Straße gesehen habe, konnte er von sich überzeugen.«

Friedrich Heinrich, 70 Jahre (Lahr)


Vielen Dank Herr Oberbürgermeister Dr. Müller, für Ihre professionelle und menschliche Art der Amtsführung. Für Sie war es immer selbstverständlich, überparteilich und lösungsorientiert für die Menschen in unserer Stadt zu arbeiten. Alles Gute für ihren wohlverdienten Ruhestand.

Thomas Seitz MdB, Staatsanwalt a. D.

T.S


DANKE, OBERBÜRGERMEISTER DR. WOLFGANG G. MÜLLER!

Herzlichen Dank Lieber Herr Dr. Müller, vielen Dank für die gemeinsamen Jahre und die stets sehr gute Zusammenarbeit. Für Ihre Zukunft wünschen wir Ihnen alles Gute! Ihre Familie Mack und das Europa-Park Team.

europapark.de

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Danke OB Müller  

Danke OB Müller  

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