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Beruf & Co. 2017

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Ein Aushängeschild

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Beruf & Co. besteht seit zehn Jahren / Messe mit außergewöhnlichem Charakter

under Geburtstag für Beruf & Co.: Die Lahrer Berufsinfomesse kann in diesem Jahr auf ihr zehnjähriges Bestehen blicken. Ihren außergewöhnlichen Charakter erhält die Messe dadurch, dass Schüler aus der achten bis zehnten Klasse aller Schularten aktiv wie auch selbstständig bei der Planung, Vorbereitung und Durchführung beteiligt sind. Die unterschiedlichen Schülerfirmen erhalten hierbei von Moderatoren und Partnerunternehmen beste Unterstützung. Kernkompetenzen wie Teamfähigkeit, Organisationsfähigkeit, Kreativität, Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit werden während des Projekts ausgebildet und gestärkt. Die Messe wird also von Schülern für Schüler gestaltet. Dieses Konzept ist einmalig im Ortenaukreis. Im Jahr 2013 wurde Beruf & Co. als herausragende Bildungsidee im bundesweiten Wettbewerb »Ideen für die Bildungsrepublik« ausgezeichnet. Bildung wird in Lahr als Markenzeichen verstanden und Beruf & Co. ist dabei ein Aushängeschild. Über die zehn Jahre Beruf

Guido Schöneboom, Erster Bürgermeister der Stadt Lahr

Eine Messe von Schülern für Schüler – das ist die Beruf & Co. & Co. sind Bildungsnetzwerke im kommunalen oder regionalen Umfeld entstanden. Das Projekt ist aus der Lahrer Bildungslandschaft nicht mehr wegzudenken, da die enge Verzahnung von Schule und beruflicher Arbeitswelt und die intensive Zusammenarbeit aller Beteiligten zu einer ganzheitlichen Berufsorientierung in Lahr führt. Ganzheitlich heißt, dass sich die Jugendlichen im Vorfeld der Messe in Schülerfirmen austesten und somit selbst erfahren, welche Berufe zu ihnen passen. An den Messetagen wird umfassend über Ausbildung und Studium informiert und es besteht die Möglichkeit, erste Kontakte zu knüpfen. Durch die Leitperspektive »Berufsorientierung im neuen Bil-

dungsplan« erfährt das Projekt Beruf & Co. in Zukunft noch einen größeren Stellenwert. Eine Vielzahl der geforderten Inhalte wird über das Projekt abgedeckt und ist somit fester Bestandteil beim Übergang von der Schule in den Beruf.

Schüler profitieren von der Messe auf ihrem Weg in den (Traum-)Beruf Ein Fokus liegt dabei auf den Eltern, die als wichtiger Partner bei der Berufsorientierung mit in den Blick genommen werden und die sich durch zusätzliche Veranstaltungen, wie beispielsweise den kostenfreien Vorträgen der VHS

zum Thema Bewerbungen sowie Berufs- und Studienwahl, informieren können. Ohne die zahlreichen Unterstützer wäre die Durchführung eines solchen umfangreichen Projekts nicht möglich. Ein besonderer Dank gilt daher der Bundesagentur für Arbeit und der Handwerkskammer Freiburg sowie den Sponsoren, mitwirkenden Firmen und Ausstellern. Ich setze auch weiterhin auf aktive Mithilfe aller Partner von Beruf & Co., damit in den kommenden Jahren viele Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg in den (Traum-)Beruf von der Messe profitieren können. Guido Schöneboom, Erster Bürgermeister der Stadt Lahr


Programm

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Ein Hoch auf zehn Jahre

Mit einer bunten Revue wurde der runde Geburtstag gefeiert / Ausbildungsmarkt hat sich gewandelt

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ie Beruf & Co. erlebt am 10. und 11. März ihre zehnte Auflage. Anfang Februar ist der Geburtstag mit Podiumsgesprächen und Musik im Lahrer Pflugsaal gefeiert worden. Akteure aus vergangenen sowie heutigen Beruf & Co.-Projektrunden kamen zu einer bunten Revue zusammen, musikalische Akzente setzte die Bigband des Max-Planck-Gymnasiums. Die Moderation lag dabei nicht nur in den Händen von Mitinitiator Uwe Baumann, auch die Schülerfirma »Stagers« war eingebunden. Und für das anschließende Catering beim Stehempfang zeichnete die Schülerfirma »In Teufels Küche« verantwortlich. Dass die Messe von Schülerfirmen getragen wird, sei ein »ausgezeichnetes Alleinstellungsmerkmal«, hob Horst Sahrbacher, Chef der Offenburger Agentur für Arbeit, hervor. Er erläuterte, dass sich der Ausbildungsmarkt »diametral verändert« hat. Heutzutage würden in

Mitinitiatoren und Gründungsväter (von links): Uwe Baumann, Michael Geisler und Werner Noltenhans der Ortenau 3200 Bewerber 3700 offenen Ausbildungsstellen gegenüberstehen, vor zehn Jahren habe es dagegen 4000 Interessenten für 2400 Ausbildungsstellen gegeben. »Die Firmen bewerben sich heute bei den Auszubildenden – und

nicht umgekehrt«, betonte Sahrbacher. Die Zahl der Studienanfänger sei mittlerweile höher als die der Jugendlichen, die mit einer dualen Ausbildung beginnen. Allerdings seien mehr Menschen in Berufen

mit einer dualen Ausbildung beschäftigt. Daher gelte es, so Sahrbacher, jungen Menschen »die gesamte Berufslandschaft vor Augen zu führen«. Zu den Gründungsvätern der Lahrer Berufsinfomesse zählen Werner Noltenhans, ehemaliger Leiter der Berufsberatung bei der Agentur für Arbeit, und Michael Geisler, vor zehn Jahren Projektleiter bei der Handwerkskammer Freiburg. »Wir waren der Überzeugung, was selbst erarbeitet wird, hat Bestand«, begründete Geisler den Gedanken, die Vorbereitung und Ausrichtung der Messe in die Hände von Schülerfirmen zu legen. Eine goldrichtige Entscheidung, wenn man auf die vergangenen zehn Jahre von Beruf & Co. zurückblickt. Und so wünschte sich nicht nur Lahrs Bürgermeister Guido Schöneboom an diesem Abend, dass die Messe auch weiterhin eine »Win-Win-Situation« für Schulen und Firmen bieten soll.

Das volle Programm! Freitag, 10. März: n Aussteller: Informiere dich über mehr als 120 Berufe und Ausbildungen.

Lösen handwerklich-technischer und gewerblicher Aufgaben bekommt man einen Einblick in verschiedene Berufszweige.

n Messerundgänge: Für die Schüler werden Messerundgänge angeboten, die einen Überblick über das gesamte Angebot geben. In der Regel melden sich die Klassen hierzu im Vorfeld an.

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n Beruf & Co. Rallye: Die Aussteller haben spannende Aufgaben aus ihrem beruflichen Alltag zusammengestellt. Es winken attraktive Preise. Mitmachen kann jeder von 8 bis 13 Uhr. n Assessment-Center: Hier werden deine Kompetenzen in Form eines Fragebogens und von Gruppenaufgaben entdeckt. Die Schülerfirma »Test your skills« hat Eignungstests mit Aufgaben im kaufmännischen, technischen und sozialen Bereich entwickelt.

Praxis-Check der Kaufmännischen Schulen: Die Kaufmännische Schule hat neun Übungsfirmen, drei davon werden bei Beruf & Co. vorgestellt. In der Übungsfirma lernen die Schüler dabei die Abteilungen wie in einem richtigen Unternehmen kennen: Sekretariat, Einkauf, Verkauf, Personalabteilung, Rechnungswesen und Marketing.

n Mitmach-Aktionen: MitmachAktionen einzelner Aussteller sind auf Seite 17 aufgelistet.

Infomobil: Das Infomobil des Karrierecenter der Bundeswehr Stuttgart ist ebenfalls vor Ort mit Informationen und Beratung über den Dienst in der Bundeswehr. n

Praxis-Check der Beruflichen Schulen im Mauerfeld: Die Schulen im Mauerfeld bieten an vier Stationen einen kleinen Einblick in den sozial-pflegerischen Bereich. »Löwen retten Leben« heißt es dabei an Station eins, einem Erste-HilfeTraining mit Grundlagen und Übungen für Jedermann. n

Teamaufgabe: Hier kannst du deine Team- und Kommunikationsfähigkeit anhand von typischen Teamaufgaben, die eine Schülerfirma entwickelt hat, testen. Schüler können im Klassenverband herausfinden, wie teamfähig sie sind.

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Praxis-Check der Gewerblichen Schulen: An verschiedenen Stationen haben die Teilnehmer die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten in Bezug auf unterschiedliche Berufsbilder praktisch zu testen. Durch das selbstständige n

Ich wollte schon immer … Berufliche Ideen entwickeln mit Ilona Rau: Was willst du? Was kannst du? Wo zieht es dich hin? Berufsberaterin Ilona Rau bietet einen Impuls-Workshop zur Berufsorientierung ohne Tests und Fragebögen an. In der Kleingruppe erhalten die Teilnehmer Anregungen und Denkanstöße für ihre Berufsund Studienorientierung. n

Samstag, 11. März: n Aussteller: Informiere dich über mehr als 120 Berufe und Ausbildungen. Eltern/Berufsbotschafter/Studierende stellen ihre Berufe/Studiengänge vor: Berufe aus erster Hand: Für mehr als 20 verschiedene Berufe und Studiengänge konnten Eltern und Studenten gewonnen werden, die aus der Praxis über ihren Beruf beziehungsweise

ihren Studiengang informieren. Dieses Angebot ist für Schüler ab Klasse zehn. Interessierte, bisher nicht angemeldete Schüler können sich am Samstag direkt am InfoStand melden. Die Liste der angebotenen Berufe und Studiengänge findest du im Internet unter www. beruf-co.de. Messerundgänge für Eltern: Am Samstag werden für Eltern spezielle Messerundgänge angeboten. Gemeinsam mit den Messebegleitern kann man sich einen Überblick über das umfangreiche Angebot verschaffen. Dauer: etwa 20 Minuten, Treffpunkt: 10 und 11.30 Uhr am Info-Point.

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Mitmach-Aktionen: Seite 17

n Infomobil: Das Infomobil des Karrierecenter der Bundeswehr Stuttgart ist ebenfalls vor Ort mit Informationen und Beratung über den Dienst in der Bundeswehr.

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n Termin n Offizielle Messe-Eröffnung mit Oberbürgermeister Wolfgang G. Müller: Freitag, 10. März, um 10.30 Uhr in der Ausstellerhalle


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Nachgefragt

Mehr Stellen als Bewerber Im Gespräch mit Christel Lampe, Teamleiterin Berufsberatung U25 Agentur für Arbeit Offenburg Zehntausende Ausbildungsstellen in Deutschland sind im Jahr 2016 unbesetzt geblieben. Warum bleiben immer mehr Stellen frei, obwohl die Nachfrage junger Menschen das Angebot an freien Stellen übertrifft? Es mag Regionen geben, auf die das zutrifft. In der Ortenau allerdings ist das Verhältnis umgekehrt. Der Ausbildungsmarkt wird zum Bewerbermarkt. Aktuell konnte das Arbeitgeber-Service-Team der Arbeitsagentur Offenburg 2856 Ausbildungsstellen akquirieren. 2134 Jugendliche suchen eine Ausbildungsstelle. Junge Menschen haben in unserer Region grundsätzlich gute Chancen, einen Ausbildungsplatz zu finden. Natürlich muss bei der Berufswahl beachtet werden, dass dies ein Prozess ist, der Eignung und Neigung miteinander verbindet. Die Bewerber konzentrieren sich immer noch auf eine sehr enge Auswahl möglicher Berufe. Muss man den Jugendlichen Alternativen und Karrierepfade besser aufzeigen?

Christel Lampe In jeder Schule werden berufliche Orientierungsveranstaltungen angeboten. Wir bieten Jugendlichen neutrale Beratungsgespräche mit den Berufsberatern der Arbeitsagentur Offenburg an. Im Beratungsgespräch wird unter Berücksichtigung der Interessen, Stärken und Fähigkeiten gemeinsam erkundet, welche berufliche Richtung

Bei Messen wie Beruf & Co. können Schüler erste Kontakte knüpfen. sinnvoll ist. Die Beratung erfolgt mit dem Ziel, den Jugendlichen auf dem Weg zum passenden Ausbildungsberuf zu begleiten. Um nur einige Beispiele zu nennen, die die berufliche Orientierung verbessern: Arbeitgeber informieren regional an Berufsinformationsveranstaltungen über die Ausbildungsmöglichkeiten in ihren Unternehmen. Die Berufsinformationsmesse Beruf & Co. wird von Schülern für Schüler organisiert. Die Datenbank Berufenet der Arbeitsagentur bietet Informationen zu allen Ausbildungsberufen. Es mangelt also nicht an Angeboten, um eine Auswahl treffen zu können, das Entscheidende ist, dass die Jugendliche diese Angebote auch annehmen. Angesichts der nahezu unüberschaubaren Vielfalt der Ausbildungsberufe fällt vielen wiederum die Orientierung schwer. Wie und wo fangen Schüler am besten an? Wichtig ist, während der Schulzeit mit verschiedenen Praktika zu starten, um Branchen und Tätigkeitsschwerpunkte kennenzulernen. Ferienjobs bieten auch

die Möglichkeit, sich mit den Anforderungen im Wunschberuf auseinanderzusetzen. Informieren können sich Jugendliche über die Vielfalt von Berufen bei der Messe Berufe & Co. am 10. und 11. März und bei der jährlichen Berufsinfomesse (BIM), die dieses Jahr am 12. und 13. Mai stattfindet. Hier können die ersten Kontakte geknüpft und Praktika vereinbart werden. Was sind weitere typische Ratschläge, die Sie als Berufsberaterin für unter 25-Jährige angehenden Azubis ans Herz legen? Diese Tipps möchte ich jungen Menschen, die eine Ausbildung suchen, mit auf den Weg geben: n Befasse Dich mit Deiner Berufswahl und damit Deiner Zukunft – auch wenn Dir manchmal andere Dinge wichtiger erscheinen n Nutze Angebote der Berufsorientierung, zum Beispiel an Deiner Schule, regionale Berufsinfomessen oder Internetseiten, etwa www.arbeitsagentur.de, www.planet-beruf.de, www.studienwahl.de oder www.abi.de n Frage Dich »Wo sind meine

Stärken. Worin bin ich gut?« Gibt es Themen beziehungsweise Bereiche, die Dich beruflich interessieren? n Hole Dir Rückmeldung von Deinen Eltern, Lehrern, Freunden und Bekannten n Mache einen Berufswahltest n Praktika können helfen bei der Berufsorientierung und beim Abgleich, ob der Beruf und die Tätigkeit auch in der Realität zu Dir passen n Vereinbare einen Termin in der Berufsberatung. Die Berufsberatung unterstützt dich, Deine Stärken und Fähigkeiten zu entdecken und Dir passende Ausbildungs- oder Studienmöglichkeiten aufzuzeigen n Überlege einen »Plan B« für den Fall, dass es im Wunschberuf nicht (gleich) klappt. n

Die Eltern spielen bei der Berufsfindung eine wichtige Rolle. Wie bringen sich diese am besten ein? Kinder brauchen Wegweiser und Türöffner und die Erfahrung: Genau das macht mir Spaß, genau hier habe ich Erfolg. Eltern unterstützen durch konsequente Begleitung.


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Volkshochschule

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Stein auf Stein: Eltern unterstützen Jugendliche auf ihrem Weg durch konsequente Begleitung.

Wichtige Rolle bei der Berufswahl Erstmals gab es im Vorfeld der Messe zwei Veranstaltungen für Eltern / Sehr guter Besuch

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ltern haben eine wichtigere Rolle als vielen bewusst ist, wenn Jugendliche ihre Berufswahl treffen. Deshalb haben Beruf & Co. und die Volkshochschule in Vorbereitung auf die zehnte Lahrer Berufsinfomesse zu zwei sehr gut besuchten Veranstaltungen für Eltern eingeladen: An einem Abend ging es um die Bewerbung für einen Ausbildungsplatz, beim zweiten Termin um das Studium.

Ausbildung

Besonders gute Schulnoten stehen nicht unbedingt im Vordergrund, wenn Firmen sich für einen bestimmten Auszubildenden entscheiden. Wichtiger ist, dass man seine eigenen Fähigkeiten kennt und beschreiben kann. Hierzu zählt zum Beispiel das Fahrrad reparieren, wenn es zu der Ausbildung passt. Wichtig ist auch, dass man gut über den jeweiligen Beruf und das Unter-

nehmen informiert ist und zum Beispiel durch Aktivität im Sportverein zeigt, dass man gut mit anderen Menschen auskommt. Ralf Baumann, Ingenieur in der Ausbildungsabteilung bei der Firma Herrenknecht, empfiehlt, neben den Schulpraktika durch weitere Praktika während der Ferien verschiedene Berufe kennenzulernen, um sich in seiner Berufswahl sicherer zu werden. Hier können Eltern bei der Suche nach einem Platz helfen. Ilona Rau, selbstständige Lahrer Berufsberaterin, stellte die Online-Bewerbung vor, die gerade bei größeren Unternehmen üblich ist. Auch hier kommt es auf das Anschreiben und den Lebenslauf an. Dies sollten Schüler unbedingt selbst schreiben, aber Eltern sind gefragt beim Korrekturlesen. Die Berufsberaterin Simone Haag von der Agentur für Arbeit in Lahr stellte umfassende Informationen über Ausbildungsberufe im Internet bereit. Der Groß-

teil der Ausbildungsstellen ist in der Jobbörse der Arbeitsagentur gemeldet. Im Berufs-Informations-Zentrum (BIZ) in Offenburg können Schüler und Eltern ohne Termin durch Filme, Broschüren und Internet mehr über Ausbildung und Beruf herausfinden. Dort hat man auch die Möglichkeit, seine Bewerbung am Computer zu schreiben, auszudrucken oder per E-Mail zu verschicken.

Studium

»Wie viele Bachelor-Studiengänge gibt es in Deutschland?«, fragte Ute Benninghofen, Studienberaterin an der Universität Freiburg, zu Beginn des Abends über das Studium. Auf die Antwort »rund 19 000« kam keiner der anwesenden Eltern. Gleichzeitig wird deutlich, warum Abiturienten oft nicht wissen, was sie studieren möchten. Hier hilft, sich zunächst an den Grundstudiengängen zu orientieren, bevor

man sich in den Spezialisierungen verliert. Welche Aufgaben haben die Eltern von Abiturienten? Benninghofen gibt klare Antworten: Interesse zeigen, Rückmeldung geben, den Jugendlichen die Möglichkeit lassen, selbst Ziele zu entwickeln und motivieren, aktiv zu werden. Gerade Interessenten für ein duales Studium müssen sich oft schon ein Jahr vor dem Studienanfang bewerben. Ansonsten ist der 15. Juli das nächste Stichdatum für Studiengänge mit Zulassungsbeschränkung. Als die Studienberaterin über das aktuelle System von Bachelor, Master, Credit Points und das Bewerbungsverfahren in Hochschulen sprach, wünschten sich einige Eltern, dass dieser Infoabend auch für Abiturienten gewesen wäre – so umfangreich und fundiert war der Vortrag. Dörte Janzen, Volkshochschule Lahr


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Schülerfirmen Aufgaben sind im Team zu lösen

Die Schülerfirmen von Beruf & Co. 2017 stellen sich vor.

Die Schülerfirma »Teamaufgabe« bietet am Messe-Freitag für die angemeldeten Schulklassen mehrere Teamaufgaben an. Die Klassen können sich dabei der Entwicklung der Klassengemeinschaft widmen, herausfinden, wie gruppenfähig sie sind und an welchen Themen innerhalb der Klasse noch Entwicklungsbedarf besteht. Für Jamal Seewald, Dario Guaracci, Laurin Hurst, Tabio Osuna, Niklas Bauer und John Vogel von der OttoHahn-Realschule bedeutet dies, spannende Aufgaben zu entwickeln und die Klassen während der Übungen anzuleiten. Moderator ist Heiko Heimburger.

Fotos: Fotoshooters

Praxischeck: Drei Schulen laden ein Die Schülerfirma »Praxischeck« vereint drei Schülerfirmen: Jene der Gewerblichen Schulen Lahr bestehend aus Jacqueline Koch, Sarah Lehmann, Natascha Balke, Fiona Dörge, Lena Eberle, Luisa Engel, Samira Fink, Julia Gänshirt, Carolin Hefter, Lena Kast, Tamara Kempf, Fabienne Knee, Maik Lachmann, Larissa Maier, Olena Martusenko, Bastian Nock, Jens Oehler, Carla Ruhlich, Annalena Schmider und Anne Wilhelm bietet unter Federführung von Elke Langenbacher ein vielfältiges Angebot zur beruflichen Orientierung an. Die Schüler können sich an praxisnahen Stationen ausprobieren und erfahren dabei auch die Voraussetzungen, die diese Berufe an sie stellen. Die Schulen im Mauerfeld bieten, angeleitet von Christina Seebeck, an vier Stationen einen kleinen Einblick in den sozial-pflegerischen Bereich. Die kaufmännische Schule stellt drei ihrer Übungsfirmen vor. Dabei lernen die Schüler die Unternehmensabteilungen Sekretariat, Einkauf, Verkauf, Personalabteilung, Rechnungswesen und Marketing kennen.

Mitmachangebot mit Metallautos Die Schülerfirma »Auto-Designer« erarbeitet zusammen mit der Lahrer Firma Polarform Werkzeugbau ein Mitmachangebot, bei dem selbst entworfene und bei Polarform hergestellte kleine Metallautos eine Rolle spielen. In der Schule wurden diesbezüglich Berechnungen zur Geschwindigkeit gemacht und technische Zeichnungen erstellt. Die »AutoDesigner« sind Sahis Özek, Birhat Abdullah, Sipan Gölge und Dewran Sayfan von der Theodor-Heuss-Schule, als Moderatoren unterstützen Richard Geiger und Bärbel KnaussFourchault.

Die Köpfe der Flyer und Plakate All die Plakate, die für Beruf und Co. werben, und die Flyer, die ausliegen und über die Messe informieren, müssen gestaltet werden – und das erarbeitet die Schülerfirma »Grafik/Design« unter Leitung von Ronald Buck. Dabei erfahren Raresh Mitace und Diana Taranets von der Otto-Hahn-Realschule viel über Gestaltung, über Platzierung von Werbung und die Aufgabe von Werbemaßnahmen. Auch den Umgang mit den Programmen am PC lernen die Schüler kennen. Und es werden Firmenbesuche in berufsverwandten Betrieben gemacht.


Schülerfirmen »Dreams« auf Entdeckungsreise 10 Mitarbeiter, 7 Länder, 1 Mission: Berufe entdecken und präsentieren. Schüler der Vorbereitungsklasse der Friedrichschule Lahr – Adrian Andras, Bestiana Faeys Khallut, Hardar Sardar Saleh, Juliyan Bozhinov, Salah Tarmanini, Niklas Steinmann, Jan Bilal, Valerio Miron – erarbeiten Präsentationen zu Traumberufen und führen andere Schüler aus VKL-Klassen über die Messe, auf Wunsch auch mehrsprachig. Sie selbst gehen auf Entdeckungsreise durch Firmen in Lahr und der Ortenau und den nächsten Schritt in ihren eigenen Zukunftsplanungen. Moderatoren der Schülerfirma »Dreams« sind Inese Freija-Neimane und Felix Neumann.

Messebauer stellen Aufsteller her Die Schülerfirma »Messebau« hat vergangenes Jahr für die Beruf & Co. 9 in Zusammenarbeit mit der Gewerbeakademie Lahr und der Ausbilderin Frau Nicklas sowie mit Ingeborg Lahr von der Werbeagentur Lahr Standmodelle für die Messerallye entwickelt und hergestellt. Darauf sind die einzelnen Rallyeaufgaben zu finden. Für die Beruf & Co. 10 bekommen diese Aufsteller noch richtige Standfüße, und es werden noch einige mehr hergestellt. Moderatoren der Schülerfirma mit Nurullah Bagtur, Jutin Duchardt, Iliyan Gerdzhikov, Besar Hoxha, Leon Lemke, Sipan Mutlu, Dominik Schlegel, Jean Yousuf, Dennis Beran, Luigi Caputo, Devran Duygu, Deniz Filipov, Dlhat Meshko, Saher Murad, Harun Pilig, Iiavan Sardar Saleh, Justin Weber, Anmar Yasar Fadel, Melanie Bui, Diana Volojanina Goncalves und Donika Xhoxhaj (alle Friedrichschule) sind Martin Grafmüller und Hans Nerpel.

Eigener Auftritt im Internet Die Schülerfirma »Homepagedesign« hat die Aufgabe, Beruf & Co. im Netz zu präsentieren, die Neuigkeiten hochzuladen und für einen gelungenen Internetauftritt zu sorgen. Dazu muss Sidney Wolf von der Otto-Hahn-Realschule Informationen sammeln, diese auf die Internetseite stellen und die Homepage gestalten. Durch die Arbeit der Schülerfirma können alle Schulen, die Eltern und jeder Aussteller wichtige Informationen aufsuchen und immer darauf zugreifen. Außerdem können sich interessierte Besucher vorab unter www.beruf-co.de über die Messe informieren. Moderator der Schülerfirma ist Benno Evermann.

Kompetenzen werden geprüft Die Schülerfirma »Test your skills« bietet bei der Messe ein Assessment Center an. Das ist ein Personalauswahlverfahren, das in erster Linie darauf abzielt, die überfachlichen Kompetenzen, die sogenannten Soft Skills, zu prüfen. Jessica Ilk, Leonie Musa, Sultan Balci, Sinem Kök und Niko Dufner von der Otto-Hahn-Realschule vermitteln einen Eindruck, welche Aufgaben auf die Bewerber in einem Assessment Center zukommen können. Sie erarbeiten gemeinsam mit Moderatorin Sabine von Manger-Krämer Eignungstests in den Berufsfeldern kaufmännischer, sozialer und technischer Bereich. Zudem ist noch eine Gruppenaufgabe zu bewältigen.

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Schülerfirmen »Fotoshooters« sind für Bilder zuständig Die Schülerfirma »Fotoshooters« der Gewerblichen Schulen Lahr ist – wie der Name schon verrät – für die Erstellung von Fotos zuständig. Zum Aufgabenfeld gehört unter der Mithilfe von Elke Langenbacher das Entwickeln einer Bildsprache, das Erstellen von notwendigem Bildmaterial für Flyer, Plakat und Website sowie das Bearbeiten und Weiterleiten an einzelne Schülerfirmen. Des Weiteren sind die »Fotoshooters« Jacqueline Koch, Sarah Lehmann, Natascha Balke, Fiona Dörge, Lena Eberle, Luisa Engel, Samira Fink, Julia Gänshirt, Carolin Hefter, Lena Kast, Tamara Kempf, Fabienne Knee, Maik Lachmann, Larissa Maier, Olena Martusenko, Bastian Nock, Jens Oehler, Carla Ruhlich und Annalena Schmider für die Dokumentation der Messe zuständig.

Zweisprachige Tandems Die Schülerfirma »Grenzgänger« geht über die Grenze. Mit einer Schule in Erstein existiert eine bereits gewachsene Zusammenarbeit. Zuerst stellen die Schüler aus Lahr in Erstein das deutsche Ausbildungs- und Berufssystem vor, dann besuchen die Schüler aus Erstein zwei Betriebe in Lahr. Bei Beruf & Co. bilden die Schüler zweisprachige Tandems und erkunden die Messe. Die Schülerfirma bilden Pauline Armbruster, Nushe Avdimetaj, Jasmin Blum, Lotte Dahlinger, Simon Eichhorn, Lars Fäßler, Anna Fimm, Jennifer Gaisdörfer, Jennifer Hörne, Kristin Kümmerlin, Melissa Leibel, Thomas Mattheis, Lars May, Mina Reifenschweiler, Tobias Rentz, Elias Renz, Sandra Schmidt, Steffen Schwarz, Lea Schwend, Moritz Strübel, Florian Stuke, Alina Widmer, Loris Wilhelm und Dunya Sayfan (alle Scheffel-Gymnasium). Moderator ist Nils Henkel.

»Stagers« führen durchs Programm Die Schülerfima »Stagers« ist für das Bühnenprogramm der Messe zuständig. Dieses stellen die Schüler selbst zusammen. Zur Moderation gehören auch Interviews mit Multiplikatoren und Besuchern. Katharina Haller und Nidi Navarathinan von der Otto-Hahn-Realschule sind die hauptverantwortlichen Schüler, die mit viel Ideenreichtum und Kreativität das Programm auf die Beine stellen. Moderatorin ist Melissa Zucano vom »Schlachthof« Lahr. Auch die Kick-Off Veranstaltung, bei der die Schüler und Moderatoren ihre Arbeitsaufträge überreicht bekamen, haben die »Stagers« moderiert.

Leckeres aus »Teufels Küche« Die Schülerfirma »In Teufels Küche« sorgt für das leibliche Wohl der Besucher. Zusammen mit den Moderatoren Claudia Michels, Jochen Brucker und Aline Wintermantel bereiten Avjin Agirmann, Valerina Hajraj, Damira Benakay, Lourdes Darnstedt, Alvi Avdijaj, Leonie Musa, Adrian Bauknecht, Wiktoria Antoniewicz, Anastasiya Baranchikova, Maria-Christina Barsan, Lendita Berisha, Ninja Falterer, Avin Haji Khalaf, Aylin Kilic, Sophie Manthey, Patricia Rysha, Lorinda Tafa und Maria-Luisa Vasile von der Friedrichschule und der Otto-Hahn-Realschule das Essen zu und bedienen während der beiden Austellungstage. Auch die Jubiläumsveranstaltung zu Beruf & Co. 10 wurde von der Schülerfirma kulinarisch betreut.


www.galerie-ortenau.de


Messeaussteller

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Berufe in Büro, Dienstleistung und Handel Unternehmen

Mehr als 120 Berufe und Ausbildungen live erleben: Unternehmen aus der gesamten Region präsentieren viele Ideen und Möglichkeiten für eure berufliche Zukunft. Informiert euch bei den Ausstellern, die wir hier nach Branchen zusammengefasst haben. Auch die Agentur für Arbeit ist bei Beruf & Co. mit einem Messestand vertreten.

Ausbildungsberufe

Industriekauffrau/mann, Fachkraft für LaA 2000 Industrie-Elektronik gerlogistik. Bachelor of Arts Studiengang GmbH BWL-Industrie Aldi GmbH & Co. KG

Verkäufer/in, Einzelhandelskauffrau/mann, Bürokauffrau/mann, Fachkraft für Lagerlogistik. Bachelor of Arts Fachrichtung Handel

AOK Südlicher Oberrhein

Kauffrau/mann für Dialogmarketing, Sozialversicherungsfachangestellte/r

Caritas

Kauffrau/mann für Büromanagement

CJD Jugenddorf

Bürokraft, Bürokauffrau/mann, Verkäufer/in, Fachlagerist, Fachkraft im Gastgewerbe, Koch/Köchin, Beikoch/-köchin

DAA Deutsche Angestellten Maßnahmen im Jugendbereich im Rahmen Akademie der betrieblichen Ausbildung

Berufe und Fachschulen im sozialen, gesundheitlichen und pflegerischen Bereich Unternehmen

Ausbildungsberufe

Berufliche Schulen im Mauerfeld

Diverse Vollzeit-Schularten. Schwerpunkte Ernährung und Hauswirtschaft, Gesundheit und Pflege, Labortechnik. Ernährungswissenschaftliches Gymnasium

Bundesamt für Familie

Bundesfreiwilligendienst

Caritas

Altenpfleger/in, Altenpflegehelfer/ in. Duale Hochschule soziale Arbeit, Duale Hochschule Sozialwirtschaft. Freiwilligendienste FSJ und BFD

DAA Deutsche Angestellten AkaPhysiotherapeut/in demie – Schule für Physiotherapie Diakonie Kork

Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik

Heilerziehungspfleger/in, Doppelqualifikation Heilerziehungspfleger/ in Altenpflege, Heilerziehungspflegeassistent/in Berufskolleg (ein Jahr) für Praktikanten und Praktikantinnen, zweijährige Fachschule, dreijährige Fachschule, Erzieher/in

Evangelische Fachschule für Alten- Altenpfleger/in, Altenpflegehelfer/ pflege Nonnenweier in Gesundheits- und Krankenpflegehelfer/in, Gesundheits- und KrankenOrtenau-Klinikum Lahr-Ettenheim pfleger/in, Operationstechnischer Assistent/in. Studienberufe im Gesundheitswesen

Paritätische Schulen für soziale Berufe

Koch/Köchin, Restaurantfachleute, Gebäudereiniger/in, Hotelkaufleute

E-Werk Mittelbaden AG & Co. KG

Industriekauffrau/mann, Elektroniker/in Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik

E-Center Kohler (Edeka)

Kauffrau/mann im Einzelhandel, Metzgereifachverkäufer/in, Verkäufer/in Backwerk, Fleischer/in

Ehret GmbH

Industriekaufleute, Verfahrensmechaniker/ in für Beschichtungstechnik. Bachelor of Arts BWL Fachrichtung Industrie

Finanzamt Lahr

Bachelor of Laws (BA) in der Steuerverwaltung, Finanzwirt/in

Gewerbliche Schule Lahr

Grafik Designer/in

Gundlach Logo Etiketten GmbH

Industriekauffrau/mann

Herrenknecht AG

Studium Duale Hochschule BWA

Hiller Objektmöbel GmbH

Industriekauffrau/mann, Kauffrau/mann für Spedition und Logistik, Fachkraft für Lagerlogistik. Duale Hochschule Betriebswirtschaft in Medien und Kommunikatioswirtschaft und BWL Industrie

Hubert Burda Media

Elektroniker/in für Betriebstechnik, Medienkaufleute, Industriekaufleute, Mediengestalter/in für Bild und Ton, Fachinformatiker/in. BWL Medien und Kommunikationswirtschaft, BWL Dienstleistungsmarketing

Janoschka Kippenheim GmbH

Mediengestalter/in Digital und Print, Industriekauffrau/mann, Fachinformatiker/in Systemintegration, Fachinformatiker/in Anwendungsentwicklung, Fachkraft für Lagerlogistik

Karl Miller GmbH

Industriekauffrau/mann

Freiwilligendienste FSJ und BFD

Erzdiözese Freiburg Verrechnungsstelle der katholischen Kirchenge- Erzieher/in meinden Lahr Evangelische Fachschule für Heilerziehungspflege der Diakonie Kork

Europa-Park

Alltagsbetreuer/in, Altenpflegehelfer/in, Altenpfleger/in, Arbeitserzieher/in, Ergotherapeut/in, Jugendund Heimerzieher/in, Heilerziehungspfleger/in, Heilerziehungsassistenz

Pflege-Centrum Kenk

Altenpflegehelfer/in, Altenpfleger/ in

Stadt Lahr

Altenpfleger/in, Erzieher/in. Bachelor soziale Arbeit

Bürokauffrau/mann, Industriekauffrau/ Kaufmännische Schulen mann, Einzelhandelskauffrau/mann, VerLahr, Integriertes Beruflikäufer/in, Kauffrau/mann im Groß- und ches Gymnasium Lahr (IBG) Außenhandel Landratsamt

Verwaltungsfachangestellte/r, Fachinformatiker/in Systemintegration, Vermessungstechniker/in

Nestler Wellpappe

Bachelor of Arts

Polizeipräsidium Offenburg

Polizeibeamter/-beamtin

Sparkasse Offenburg/Ortenau

Bankkauffrau/mann, Finanzassistent/in. Bachelor of Arts

Stadt Lahr

Fachangestellte/r für Medien- und Informationsdienste, Verwaltungsfachangestellte/r. Bachelor of Arts Public Management

Volksbank Lahr eG

Bankkauffrau/mann, Finanzassistent/in. Bachelor of Arts in Fachrichtung Banken und Bausparkassen


Messeaussteller Gewerbliche und technische Berufe in Industrie und Handwerk Unternehmen A 2000 IndustrieElektronik GmbH

Berufsförderungswerk der Südbadischen Bauwirtschaft GmbH

CJD Jugenddorf

Europa-Park

Ausbildungsberufe Elektroniker/in Fachrichtung Geräte und Systeme. Bachelor of Engineering, Studiengang Elektrotechnik Maurer/in, Beton- und Stahlbetonbauer/in, Zimmerer/in, Stuckateur/in, Fliesen-, Platten- und Mosaikleger/in, Straßenbauer/in, Baugeräteführer/in, Spezialtiefbauer/in, Wärme- Kälte-, Schall- und Brandschutzisolierer/in, Feuerungs- und Schornsteinbauer/ in, Kanalbauer/in, Estrichleger/in, Trockenbaumonteur/in, Rohrleitungsbauer/in, Brunnenbauer/in, Betonstein- und Terrazzohersteller/in, Gleisbauer/in, Schreiner/in, Ausbaufacharbeiter/in, Hochbaufacharbeiter/in, Tiefbaufacharbeiter/in. Bauingenieur/in, Bauingenieur/in Plus, Baubetriebswirt/in Plus, Bautechniker/in Plus Zerspanungsmechaniker/in, Maschinen- und Anlagenführer/in (Schwerpunkt Metall- und Kunststofftechnik), Fachpraktiker/in für Gebäude- und Umweltdienstleistungen Anlagenmechanik (Sanitär, Heizung, Klima), Hochbaufacharbeiter/in, Tiefbaufacharbeiter/in, Ausbaufacharbeiter/in, Zimmerer/in, Maurer/in, Fachpraktiker/in Holzverarbeitung, Holzmechaniker/in, Bau- und Metallmaler/in, Maler/in und Lackierer/in, Gartenbaufachwerker/in, Gärtner/in

Gewerbliche und technische Berufe in Industrie und Handwerk Unternehmen

Ausbildungsberufe

Nestler Wellpappe GmbH & Co KG

Maschinen- und Anlagenführer/in, Packmitteltechnologe/in. Bachelor of Engineering Papiertechnik

Polarform

Werkzeugmechaniker/in, Medientechnologe/in, Verfahrensmechaniker/in Fachrichtung Kunststoff und Kautschuktechnik

Quattro-Form

Werkzeugmechaniker/in, Verfahrensmechaniker/in Fachrichtung Kunststoff und Kautschuktechnik, Zerspanungsmechaniker/in, Technischer Produktdesigner/in Fachrichtung Maschinen- und Anlagenkonstruktion

Richard Stihler Appa- Anlagenmechaniker/in, Behälter- und Apparatebauer/in ratebau Sanitär- und Heizungstechnik-Innung Kehl-HanauerlandLahr Stadt Lahr Volksbank Lahr eG

Anlagenmechaniker/in Wärme-, Wasser-, Umwelttechnik Fachangestellte/r für Bäderbetriebe, Fachkraft für Abwassertechnik, Forstwirt/in, Gärtner/in Informatikkauffrau/mann

Schilder- und Lichtreklamehersteller, Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik

E-Center Kohler (EdeFlorist/in ka) Industriemechaniker/in, OberflächenbeGalvanoform schichter/in, Industriekauffrau/mann Gewerbe Akademie Schreiner/in Offenburg Fachrichtungen Gestaltungs- und Medientechnik beziehungsweise Technik (MechatroGewerbliche Schule nik), staatlich geprüfter Techniker/in FachLahr richtung Elektrotechnik Schwerpunkt Automatisierungstechnik Medientechnologe/in Druck, Fachrichtung Gundlach Logo Etiketten - Rollendruck Etiketten GmbH Duale Hochschule Maschinenbau. Technischer Produktdesigner/in, Industriemechaniker/in, Konstruktionsmechaniker/in, MechaHerrenknecht AG troniker/in, Elektroniker/in für Betriebstechnik, Zerspanungsmechaniker/in Hiller Objektmöbel GmbH

Holzmechaniker/in, Konstruktionsmechaniker/in, Verfahrensmechaniker/in für Beschichtungstechnik, Polsterer/in

Hubert Burda Media

Medientechnologe/in Druck, Medientechnologe/in Druckverarbeitung

Innung für Elektround Informationstechnik Mittelbaden

Elektroniker/in Energie- und Gebäudetechnik, Elektroniker/in Automatisierungstechnik, Elektroniker/in Geräte- und Systemtechnik. Bachelor of Science Kältesystemtechnik

Janoschka Kippenheim GmbH

Oberflächenbeschichter/in

Karl Miller GmbH

Konstruktionsmechaniker/in Fachrichtung Ausrüstungstechnik, Fachkraft für Lagerlogistik, Verfahrensmechaniker/in, Technischer Zeichner/in

Landratsamt

Forstwirt/in, Straßenwärter/in

Mosolf GmbH

Kfz-Mechatroniker/in, Fahrzeuglackierer/in, Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/in

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Praxisnah: Die Schüler können auch selbst Hand anlegen.

Impressum Verlag und Herausgeber: Lahrer Zeitung GmbH, Kreuzstraße 9, 77933 Lahr Geschäftsführung und Anzeigenleitung: Ulrike Lambart Redaktion: Jörg Braun (V.i.S.d.P.), Matthias Buschert, Claudia Möllinger (Handwerkskammer Freiburg) Fotos: Breuer (Seite 2, 6, 15, 16), Haid (Seite 4), Helene Souza/ Pixelio (Seite 8), Buschert (Seite 16, 18), Möllinger (Seite 18) Druck: Druckzentrum Südwest, 78052 Villingen-Schwenningen Erscheinungstermin: 4. März 2017


Nachgefragt

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»Es fliegt einem nicht zu«

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Bildungskoordinatorin Madeleine Bohnet ist erstmals bei Beruf & Co. mit dabei

ür Madeleine Bohnet ist die zehnte Auflage von Beruf & Co. persönlich eine Premiere. Seit dem 1. April 2016 ist sie bei der Stadtverwaltung angestellt. Auf einer neu geschaffenen Stelle koordiniert sie die unterschiedlichsten Aufgabenstellungen innerhalb der Lahrer Bildungslandschaft. Das Thema Berufsorientierung ist eines von vielen Feldern, das sie dabei beackert. Messen, die Schüler informieren, sind Madeleine Bohnet hinlänglich bekannt. Das Konzept, das hinter Beruf & Co. steckt, war ihr indes neu. Bei der Lahrer Berufsinfomesse sind die Schüler Zielgruppe und Macher zugleich. In Schülerfirmen planen und gestalten sie das Vorhaben und bringen ihre Messe selbst auf den Weg. »So habe ich das noch nirgends kennengelernt«, sagt Bohnet. Es sei schon »sehr besonders, dass die Schüler so aktiv eingebunden sind«. Von den beteiligten Schulen hat sie auch die Rückmeldungen erhalten, dass den Schülern die Teilnahme an dem Projekt »sehr viel« bringe. Vergangenen Oktober hat Bohnet bei der sogenannten Kick-offVeranstaltung den Schülerfirmen ihre Arbeitsaufträge übergeben. »Darin findet sich jeder wieder«, ist die studierte Erziehungswissenschaftlerin mit Schwerpunkt Erwachsenen- und Weiterbildung überzeugt. »Die Schüler haben intensiv die Möglichkeit, ak-

Berufsfelder kennenzulernen und Ausbildungsjobs bekannter zu machen, hält sie für einen notwendigen Weg. »Von diesen Angeboten brauchen wir mehr.« Manche Schulen seien darin aber auch schon gut aufgestellt. Die im Rathaus vorhandene Struktur hat Bohnet bei ihrem Antritt der neuen Stelle weitestgehend übernommen. »Lahr ist ganz gut vernetzt. Darüber bin ich froh.« Verschiedene Akteure aus der Bildungslandschaft kommen regelmäßig in Arbeitsgruppen zusammen. Diese sind unterteilt in den Übergang KitaGrundschule, den Übergang Schule-Beruf sowie die Kooperation mit außerschulischen Partnern wie Vereine, städtische oder kirchliche Einrichtungen. Bei den Gruppentreffen, den sogenannten »Lupengesprächen«, kommen alle Experten an einen Tisch, um aktuelle Fragestellungen zu behandeln.

Eltern sollen mehr in die Verantwortung genommen werden Madeleine Bohnet möchte Bildungspartnerschaften verstärken. tiv zu sein und auszuprobieren«, hebt sie auch den langen Zeitraum, etwa im Vergleich zu einer Projektwoche, hervor. Dadurch komme es auch zwischen Schülern und Schulen sowie den Unternehmen zu intensiven Kontakten. Solche Bildungspartnerschaf-

ten möchte Bohnet in ihrer neuen Funktion verstärken, sei es in Industrie, Dienstleistung, Handwerk oder im sozialen Bereich. Ausbildungsbotschafter, die in den Schulen Auskünfte über ihren Beruf geben, Werkstattbesuche oder Praktika und Ferienjobs, die vermittelt werden, um

An Beruf & Co. findet Bohnet besonders gut, dass die Schüler so aktiv eingebunden sind.

Neu geschaffen hat Madeleine Bohnet die Arbeitsgruppe Elterninfo/Elternbeteiligung. »Ich habe gemerkt, dass das ein Arbeitsfeld ist, das wir eigenständig aufnehmen müssen«, erklärt sie. Im Entwurf sei derzeit etwa ein Konzept zum Thema Elternbegleitung. Wie Eltern bei der Berufsorientierung mehr in die Verantwortung genommen werden können, ist auch ein Punkt, den der neue Bildungsplan aufgreift. Schulen können zwar anleiten, so Bohnet, aber auch Eltern und der Freundeskreis haben Einfluss bei der Berufswahl. Das Wichtigste sei, dass Schüler reflektieren. »Sie müssen sich mit sich auseinandersetzen: Was kann ich? Was möchte ich?«, betont sie. Wer das tue, dem stünden viele Türe offen. Von den Unternehmen weiß sie, dass es auf unbekanntere Berufe kaum Bewerbungen gebe. »Die Schüler müssen sich informieren.« Dazu gebe es verschiedene Wege, einer davon seien Messen wie Beruf & Co. Denn, so Bohnet: »Es fliegt einem nicht zu.«


Aktionen Selfie in Uniform der Bundeswehr Mitmach-Aktionen

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ie Schülerfirma »AutoDesigner« hat zusammen mit der Firma Polarform für die Messe ein Mitmachangebot erarbeitet, bei dem selbst entworfene und bei Polarform hergestellte kleine Metallautos eine Rolle spielen. Am Stand des Werkzeugbauers steht an den beiden Messetagen außerdem eine Spritzgießmaschine, die Schlüsselanhänger produziert. Darüber hinaus bieten folgende Aussteller Mitmach-Aktionen an: Unser fleißiger Held des Alltags heißt Strom. Bei A 2000 IndustrieElektronik GmbH erfahren die Schüler mehr über diesen Helfer und über die Ausbildungsmöglichkeiten in der Elektronik. Unter Anleitung der Auszubildenden können eigene kleine Alltagshelfer hergestellt werden. Praxisnah geht es auch bei der Firma Mosolf GmbH zu: Zum Berufsbild des Kfz-Mechatronikers kann man den Seitenschlag der Bremsscheiben prüfen, Bremsbeläge wechseln und verschiedene Messungen mit einem Diagnosegerät vornehmen. Polierarbeiten an einer Motorhaube und Instandsetzungsmaßnahmen an einem Kunststoffteil bringen den Beruf des Fahrzeuglackierers näher, Ausbeulen ohne Lackieren und das Instandsetzen von Brandlöchern ist Aufgabe des Karosserie- und Fahrzeugbaumechanikers. »Steht dir unsere Uniform?«, fragt die Bundeswehr. Für die Selfie-Ecke wurde ein Fecktarn-Kombi-Anzug beschafft, in den die Besucher hineinschlüpfen, sich die Feldmütze aufsetzen und per Handy fotografieren können. Quiz-Time heißt es beim Buzzer nebenan. Vier Fragen allgemeiner Natur sorgen für erste Infos und Austausch am Stand. Das CJD Jugenddorf baut derweil eine Riech- sowie eine Fühlstation auf. Unterschiedliche Kommunikationsmittel für Menschen mit Behinderung können beim Stand der Evangelischen Fachschule für Heilerziehungspflege der Diakonie Kork ausprobiert werden. Wie misst man den Blutdruck? Auszubildende des Ortenau-Klinikums geben Anleitung. Und bei der Firma Hiller Objektmöbel lässt sich ein eigenes Vesperbrett herstellen. Mit einem Rohling, hergestellt von den Auszubildenden, können kreative Ideen umgesetzt werden.

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Hilfe per Whatsapp

Frage- und Antwort-Spiel zur Berufsfindung der Agentur für Arbeit

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as will ich werden? Diese Frage stellen sich viele Jugendliche – und sie ist nicht einfach zu beantworten. Eine Hilfestellung bei der Suche nach dem passenden Job bietet der «What’s me bot» der Bundesagentur für Arbeit. Den Messenger Whatsapp können Jugendliche damit neuerdings zur Berufsorientierung nutzen. Sie

speichern die Nummer +49 157 237 4199 bei Whatsapp ein und schreiben «Hallo» in den Chat. Dann werden ihnen acht Fragen gestellt. Hinterher bekommen sie eine Einschätzung, ob sie beispielsweise eher der kaufmännische oder der handwerklich-technische Typ sind. Außerdem erhalten sie Informationen, welche Ausbildungen zu ihnen passen könnten sowie weiterführende Links zu die-

sen Berufen. «Der ›What’s me bot‹ bietet aber nur eine erste Orientierung», sagt Paul Ebsen von der Bundesagentur für Arbeit über das Angebot. Jugendliche müssten sich dann tiefer über die einzelnen Berufe informieren. Nähere Infos zum »What’s me bot«, dem spannenden Frage- und Antwort-Spiel zur Berufsfindung, gibt es auch bei Beruf & Co. am Stand der Berufsberatung.


Workshop

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Den Blick geschärft

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Beim Unternehmer-Lehrer-Workshop wurden gemeinsam neue Ideen entwickelt

rzähle mir und ich vergesse. Zeige mir und ich erinnere mich. Lass es mich tun und ich verstehe.« Mit dieser Aussage von Konfuzius – heute genauso aktuell wie vor 2500 Jahren – hat Beruf & Co. im Januar zu einem UnternehmerLehrer-Workshop in die Mensa des Lahrer Scheffel-Gymnasiums eingeladen. 60 Vertreter von auf der Berufsinfomesse ausstellenden Unternehmen, Lahrer Schulen, Agentur für Arbeit, Stadtverwaltung und Schulsozialarbeit folgten der Einladung. Joachim Lerch, der mit dem Förderverein Science und Technologie die Science Days in Rust ins Leben gerufen hat, stimmte die Teilnehmer auf das Thema des Abends ein. Mit seinem Einführungsreferat »Wie können Schüler bestmöglich für die Messe vorbereitet und auf der Messe erreicht werden« gab er anschaulich Impulse für die weitere Veranstaltung. In den anschließenden Gesprächsrunden tauschten sich die Teilnehmer zu Fragen rund um die berufliche Orientierung in Lahr aus: Welche Erwartungen haben die Aussteller an die Schüler und was erwarten Schüler und Lehrer von den Ausstellern? Wie kann die Ansprache und der Kontakt auf der

Die Teilnehmer tauschten sich zu Fragen rund um die berufliche Orientierung aus. Messe von beiden Seiten erfolgreich gestaltet werden? Wie kann über die Messe hinaus eine engere Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen und den Schulen entwickelt werden? Es entstanden rege und kreative Diskussionen. Die Ergebnisse werden teilweise noch ausgewertet und fließen in die nächste Beruf & Co. mit ein. Doch auch schon auf der Beruf & Co. 10 werden erste Auswirkungen zu erleben sein. Die Unternehmen konnten Anregungen für den eigenen Messeauftritt mitnehmen und

die Lehrer erhielten einen direkten Einblick in die aktuelle Situation der Unternehmen in Sachen Nachwuchsgewinnung. Es hat sich einmal mehr gezeigt, dass der direkte Austausch der Akteure unerlässlich ist beim gemeinsamen Ziel, den Schülern bei ihrer Expedition in die Welt von Beruf und Ausbildung einen positiven Eindruck von der Vielfalt und den Möglichkeiten der Berufswelt zu vermitteln, sie neugierig zu machen und zu motivieren, ihre berufliche Zukunft in die Hand zu

nehmen. Der gegenseitige Blick auf die unterschiedlichen Bedürfnisse und Wünsche der verschiedenen Teilnehmer wurde geschärft, neue Ideen entwickelt. Mit ganz konkreten Auswirkungen auch auf die kommende Auflage von Beruf & Co.: An einigen Ständen der Berufsinfomesse werden in diesem Jahr etwa Aktivitäten für die Besucher angeboten. Das war ein Ziel des Workshops und somit erweist sich das Zitat von Konfuzius einmal mehr als richtig und wichtig.

Beide Seiten profitieren

Niklas Netter ist Beruf & Co. eng verbunden

Engagiert sich für die Berufsinfomesse: Niklas Netter

Als Mitglied einer Schülerfirma war Niklas Netter bei Beruf & Co. nie eingebunden, sein Einstieg war die Funktion des Moderators. Er betreute die Schülerfirma, die für den Internetauftritt der Berufsinfomesse verantwortlich zeichnete. Dabei konnte er sein Wissen, dass er in der Homepage-AG des Lahrer Scheffel-Gymnasium gelernt hatte, anwenden und weitergeben. Von seinen Programmierkenntnissen profitierte Beruf & Co. noch ein weiteres Mal. Netter schrieb ein Skript, über das sich die Schüler seitdem online anmelden. Das Skript stellt für die Messe seit vier Jahren eine Erleichterung dar. Netter hat es zudem jedes Jahr verbessert. »Ich finde es interessant, mein Wissen für die Messe anzuwenden.

Es macht mir Spaß, diesem tollen Projekt zu helfen«, sagt er. »Verdammt wichtig«, findet er es, »sich frühzeitig Gedanken zur Berufswahl zu machen«. Schließlich sei es auch eine Entscheidung, die das weitere Leben bestimme. Dass man dabei aber nicht auf einer Schiene festfahren muss, dafür ist Netter ein gutes Beispiel. Eigentlich wollte er zunächst eine Lehre im Handwerk machen und dann studieren gehen. Doch dann nahm er das Angebot seines Arbeitgebers an, beides in einem dualen Studium zu kombinieren. Nach Abschluss der Lehre entschied sich Netter aber, das Studium abzubrechen und begann ein PhysikStudium. Eine Richtung indes, die in seinen Planungen schon immer eine Rolle gespielt hatte.


Praktika und Erinnerungen Tipps, um den passenden Beruf zu finden

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ichtig für eine gute Berufsorientierung ist, sich genug Zeit dafür zu geben. Schüler schauen am besten schon in der Mittelstufe, was zu ihnen passt, rät Jeannette von Wolff von der Universität Stuttgart. Gut ist es auch, externe Hilfe in Anspruch zu nehmen – etwa von einem Berufsberater der Arbeitsagentur oder von der Studienberatung der Universität. Hier einige Tipps: n Erinnerung an früher: Menschen sind in ihrem Job glücklich, wenn sie ihre Fähigkeiten zeigen und Interessen verwirklichen können. Doch für Schüler ist es oft nicht so leicht zu wissen, welche Talente sie haben und in welchen Jobs sie diese einbringen könnten. Ein guter Anhaltspunkt kann dann sein, seine Eltern danach zu fragen, was man im Alter zwischen sechs und zehn Jahren gerne gemacht hat. In jenem Alter sind Kinder dabei, sich selbst in der Welt zu verorten – und sie versuchen aus ihrer Nei-

gung heraus ganz unterschiedliche Tätigkeiten. n Schnupperpraktika machen: Mindestens ein Praktikum wird von der Schule in der Regel vorgeschrieben. Es ist oft sinnvoll, in den Ferien weitere zu machen. Während dieser Praktika merken Jugendliche, ob ein Beruf etwas für sie ist. Die Frage müsse lauten: »Will ich so jemand werden, wie der, der da sitzt?«, erklärt von Wolff. Dafür haben Schüler in der Regel sofort ein Gespür. n Interessen nachspüren: Richtig gut für die Berufsorientierung ist es, wenn Schüler intensiv Hobbys oder ein Ehrenamt betreiben. Da sieht man oft sofort, was die Stärken eines Jugendlichen sind, sagt von Wolff: »Zum Beispiel übernimmt einer bei einem Ehrenamt automatisch die Finanzen, der Nächste ist immer für das Organisatorische zuständig.« Wer studieren will, findet eine gute Analyse eigener Talente und Fähigkeiten unter was-studiere-ich.de. tmn


Beruf und co 2017