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Woche 28

Samstag, 14. Juli 2018

Auflage: 23 805

n Ettenheim

n Kenzingen

n Herbolzheim

Hannah Kollmer ist mit einem Gesamtdurchschnitt von 1,0 die Jahrgangsbeste der Realschule St. Landolin. Insgesamt haben 122 Absolventen ihren Abschluss bekommen. u Seite 4

Rektor Heribert Hertramph hat 104 Abiturienten des Kenzinger Gymnasiums ihr Reifezeugnis übergeben. Jahrgangsbeste war die Schülerin ChiaraMarlen Lillot Hubner. u Seite 5

Philipp Ulmer, Vorsitzender des Vereins Handel und Gewerbe, hat sich über die vielen Besucher bei »Herbolzheimat im Sommer« gefreut. Die Gewerbeschau traf auf reges Interesse. u Seite 7

Feiern im Schwimmbad Herbolzheim (red/jg). Der Rotary-Club EmmendingenBreisgau lädt auf Sonntag, 15. Juli, zum Schwimmbadfest ins Terrassenbad Herbolzheim ein. Die Veranstaltung steht unter dem Motto »Sicherheit«. Geboten werden Angebote von DLRG, den Schwimmmeistern, der freiwilligen Feuerwehr, dem Kumu-Team, den Reservisten der Bundeswehr, dem Sportstudio Rinbukai und dem Weißen Ring, so die Ankündigung. Der Erlös der Veranstaltung wird an die sich beteiligenden Gruppen ausgeschüttet. u Seite 8

Neuer Prospekt über Ringsheim Ringsheim (red/aka). Die Gemeinde Ringsheim hat einen kleinen, kompakten Ortsflyer mit dem Titel »Ringsheim – Weinbaugemeinde am Kahlenberg« veröffentlicht. Den Prospekt gibt es kostenlos im Bürgerbüro. Betreiber eines Beherbergungsbetriebs können dort auch größere Mengen abholen. Das teilt die Stadt in einer Pressemitteilung mit. Der Flyer sei erstellt worden, um Interessierten einen ersten groben Eindruck über die Gemeinde zu ermöglichen. Der neue Flyer ist ein kleiner Auftakt für weitere umfassendere Informationen,

Der neue Flyer über Ringsheim ist im Bürgerbüro erhältlich. Foto: Gemeinde die in den kommenden Jahren erarbeitet werden sollen, heißt es weiter.

Sportverein lädt zum Dreschefest Tutschfelden (red/jg). Zu geselligen Stunden auf dem Dreschefest lädt der Sportverein Tutschfelden von Samstag bis Montag, 21. bis 23. Juli ein. Im festlich geschmückten Dreschschopf wird der Verein ein reichhaltiges kulinarisches Angebot sowie Tanz- und Unterhaltungsmusik bieten, heißt es in der Ankündigung. Zudem wird es im Freien eine Cocktailbar geben. u Seite 9

Brandschaden von mehr als 50 Millionen Europa-Park | Ausmaß des Feuers größer als bisher gedacht

Vor knapp sechs Wochen wütete im Europa-Park ein verheerendes Feuer. Wie verheerend, offenbaren die aktuellen Prognosen der Brandexperten: Sie beziffern den Schaden auf mehr als 50 Millionen Euro. Auch zur Ursache gibt es neue Details. n

Auf dem Geißenpfad

Wanderung | Zwei Strecken zur Auswahl

Ettenheim (red/aka). Der Schwarzwaldverein, Ortsgruppe Ettenheim – Herbolzheim, lädt ein zu einer Wanderung auf dem Menzenschwander Geißenpfad am Sonntag, 22. Juli. Angeboten werden zwei Strecken: Die lange umfasst 17 Kilometer bei 510 Höhenmetern und dauert 5,5 Stunden. Bei der kurzen gilt es 10,5 Kilometer mit 290 Höhenmetern in vier Stunden zu bewältigen. Busse fahren vom Herbolzheimer Gasthaus Schützen (9 Uhr), vom Ringsheimer Ochsenbrunnen (9.05 Uhr) und vom Ettenheimer Gymnasium

(9.10 Uhr). Rucksackverpflegung, feste Wanderschuhe und wetterangepasste Kleidung sind erforderlich. Erwachsene zahlen einen Fahrpreis von 12 Euro, Jugendmitglieder über 16 Jahre 6 Euro und alle Teilnehmer unter 16 Jahren bleiben kostenfrei. Nichtmitglieder zahlen einen Aufpreis von 3 Euro. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen gibt es bei den Wnaderführern Sieglinde und Roland Küntzler unter Telefon 07825/12 76 oder per E-Mail an roland-kuentzler@freenet.de.

Von Felix Bender

Rust. Der Europa-Park bleibt bei seiner defensiv-vagen Sprechweise, die er seit dem Unglücksfall am 26. Mai pflegt. Auf Nachfrage erklärte Corina Zanger am Montag, das Feuer habe einen »Millionenschaden« verursacht. Die Einschätzung der Presseabteilung ist weder neu noch überraschend: Die Flammen zerstörten eine Häuserzeile im skandinavischen, das Fahrgeschäft »Piraten in Batavia« im holländischen Themenbereich sowie eine angrenzende Lagerhalle mit dem Kostümfundus der Parkkünstler, die dem Vernehmen nach 150 000 Kleider beinhaltete. Martina Wilke von der Staatsanwaltschaft Freiburg, unter deren Federführung die Ermittlungen zu dem Großbrand laufen, wurde konkreter: »Aktuell gehen wir von einer Summe im höheren zweistelligen Millionenbereich aus.« Nach Informationen unserer Zeitung taxieren die Sachverständigen den Schaden auf mindestens 50 Millionen Euro – mit Tendenz nach oben. Die Dimension wird beim Blick auf den entstehenden Wasserpark deutlich: Er soll inklusive Hotel 150 Millionen Euro kosten.

Drama hatte einen unterirdischen Ursprung Auch zur Brandursache wartete Wilke mit neuen, interessanten Details auf. Bisher hieß es lediglich, ein technischer Defekt auf dem Gelände des Fjord-Raftings sei für das Feuer verantwortlich. Ein Ermittlungsergebnis, das auf den ersten Blick wenig nachvollziehbar erscheint. Denn: Die Wildwasser-Attraktion selbst überstand den Brand unversehrt. Die Flammen entfalteten ihre vernichtende Wirkung ein gutes Stück vom Eingang der Bahn entfernt, dazwischen liegt ein kleiner See. Wie also konnte der Funke

Kunst zum Ausleihen

Kultur | Artothek öffnet am Montag

Besorgt blicken Besucher auf die schwarze Rauchsäule, die am 26. Mai über dem Europa-Park aufsteigt. Damals ahnte noch niemand, dass das Feuer auf der Strecke des Fjord-Raftings (im Bild sind Boote zu sehen) ausgebrochen ist. Foto: Zimmermann überspringen? Musste er nicht, erklärt Wilke: »Die Fahrrinne des Fjord-Raftings führt um den See herum in eine Grotte, die unter der betroffenen Lagerhalle und der Piraten-Bahn liegt. In dieser Grotte ist das Feuer ausgebrochen.« Das Brand-Drama hatte also einen unterirdischen Ursprung. Was genau es auslöste – etwa ein durchfahrendes Boot oder ein in der Grotte installiertes Teil – das vermochte die Staatsanwältin nicht zu sagen. Die Ermittlungsakte liege noch bei der Polizei, die Untersuchungen seien noch nicht abgeschlossen. Weiter offen ist auch die Frage, wie es an der Brandstelle weitergeht. Noch immer laufen dort gut geschützt vor den neugierigen Blicken der Park-Besucher die Aufräumarbeiten. Hinter riesigen Deko-Planen – bedruckt mit einer Häuserfassade und einer Marktszene – werden mit schwerem Gerät die Brandruinen entfernt. Einen Zeitplan, was wo (wieder-)aufgebaut wird, gibt es laut Park-Sprecherin Zanger noch nicht. Die Inhaber-Familie ist da offensichtlich schon einen Schritt weiter, wie Geschäftsführer Michael Mack jüngst bei einem Treffen mit dem

Europa-Park-Fanclub erklärte. Demnach soll das skandinavische Dorf schon zum Saisonstart 2019 wieder zu bewundern sein – mit nahezu identischem Erscheinungsbild. Wie nah am Original die von vielen schmerzlich vermissten »Piraten in Batavia« zurückkehren, da gehen die Meinungen in der Führungsebene aber offensichtlich auseinander: Während die jüngere Generation eine modernisierte Bahn favorisieren soll, scheint sich Roland Mack familienintern für einen Neubau im Stile der ursprünglichen Version aus dem Jahr 1987 einzusetzen. Jedenfalls will man das Piratenschiff bereits 2020 wieder in See stechen lassen.

Kenzingen (ws). Kunst muss nicht exklusiv und damit teuer sein. In Kenzingen kann man echte Kunst von zeitgenössischen Malern ab Montag, 16. Juli, für kleines Geld leihen. Dann öffnet die »Artothek Kenzingen – Nördlicher Breisgau« ihren Katalog mit nahezu 100 Bildern von Malern des Künstlertreffs. Ähnlich einer Bibliothek, in der Bücher ausgeliehen werden, bietet die Artothek originale Kunstwerke mittels Mietvertrag an. Auf Initiative des Kunsthauses Strobel haben sich derzeit zehn Hobbymaler einzelne Exponate ausgewählt, die auf Leihbasis künftig in Wohnzimmern, Tagungsräumen oder Arztpraxen für einen bestimmten Zeitraum aushängen.

Neues Publikum für Kunst gewinnen »In Museen oder Galerien werden Werke bestenfalls angelesen oder angesehen. Auch Vernissagen sind nicht jedermanns Sache«, stellt Bruno Strobel klar. Beim Kenzinger Künstlertreff lagert ein ganzes Sammelsurium an Bildern

verschiedener Genres in den Ateliers. Für diese geballte Kunst wollen er und der Künstler-Kreis ein neues Publikum gewinnen. Die Auswahl eines Originals ist denkbar einfach. In der Bücherhandlung Bücherwurm liegt ein dicker Katalog mit Druckgrafiken, Zeichnungen, Malereien und Fotografien aus. Dort können die Interessenten die Werke anschauen und aussuchen. Und auch die Künstler profitieren: Falls die Entleiher sich nicht mehr von den Kunstwerken trennen wollen, wird des Mietverhältnis kurzerhand in einen Kaufvertrag umgewandelt. Die Ausleihdauer beträgt mindestens einen Monat, höchsten ein Jahr. Ab fünf Euro wechseln die Gemälde ihren Standort. Wird das Bild endgültig erworben, ist die Leihgebühr anzurechnen. Am Montag, 16. Juli wird das Artothek-Projekt in der Buchhandlung Bücherwurm in der Brotstraße 12 präsentiert. Ab 18 Uhr dürfen sich alle Interessierten bei einem Glas Sekt über das neue Projekt austauschen. Ab diesem Zeitpunkt liegt der Katalog dort aus.

INFO

Chlorgas-Panne Der bis dato letzte größere Zwischenfall im Europa-Park spielte sich ebenfalls im FjordRafting ab. Im Juni 2016 erlitten 15 Menschen Atemwegsreizungen, nachdem beim Fahrgeschäft Chlorgas ausgetreten war. Ein Mitarbeiter soll dem Wasser damals versehentlich ein falsches Mittel beigemischt haben.

Die Mitglieder des Künstlertreffs bieten am kommenden Montag ihre gemalten Werke auf Leihbasis an. Foto: Schnabl


ALLES AUF EINEN BLICK

Samstag, 14. Juli 2018

n Kontakt

n Termine

Redaktion: Julia Göpfert, Telefon 0 78 21/2 78 31 43, Fax 0 78 21/2 78 31 50, E-Mail: redaktion@ kurier-wochenzeitung.de Geschäftsanzeigen: Telefon 0 78 21/2 78 31 03, Fax 0 78 21/2 78 31 90, E-Mail: anzeigen@ kurier-wochenzeitung.de Kleinanzeigen: Telefon 0 78 21/2 78 31 36

n Kino

aus der Region vom 14. bis 22. Juli

Bis zum 18. Juli

Lahr

n Notdienste Polizei: Telefon 110 Feuerwehr, Rettungsdienst: Telefon 112 DRK-Krankentransport: Telefon 0761/1 92 22

n Apotheken Apotheken-Notdienste zum 20. Juli

Kurier Seite 2

bis

n Samstag: St. KatharinaApotheke, Ritterstraße 3, Endingen, Telefon 0 76 42/86 85; Apotheke im Riedhaus, Lahrer Straße 1, Meißenheim, Tel. 0 78 24/6 67 00; SchlossApotheke, Schlossplatz 16, Lahr, Telefon 0 78 21/15 43. n Sonntag: Rathaus-Apotheke, Hauptstraße 13, Kenzingen, Telefon 0 76 44/304; Hirsch-Apotheke, Dinglinger Hauptstraße 105, Dinglingen, Telefon 0 78 21/4 17 95. n Montag:

Mithras-Apotheke, Hauptstraße 16, Riegel, Telefon 0 76 42/78 20; Alemannen-Apotheke, Friesenheimer Hauptstraße 40, Friesenheim, Tel. 0 78 21/6 17 88; Marien-Apotheke, Festungsstraße 1, Ettenheim, Telefon 0 78 22/31 20. n Dienstag: St. Blasius-Apotheke, Hauptstraße 16, Wyhl, Telefon 0 76 42/71 83; StadtApotheke, Schwarzwaldstraße 28, Lahr, Telefon 0 78 21/98 34 07. n Mittwoch:

Stadt-Apotheke, Fürstbischof-Galura-Straße 6, Herbolzheim, Tel. 0 76 43/336; Karls-Apotheke, Allmendstraße 14, Kippenheim, Telefon 0 78 25/8 44 60; Kloster-Apotheke Hauptstraße 17 A, Seelbach, Tel. 0 78 23/9 62 75 75. n Donnerstag:

UesenbergApotheke, Eisenbahnstraße 45, Kenzingen, Telefon 0 76 44/61 78; Apotheke am Klinikum Lahr, Klostenstraße 17/1, Lahr, Telefon 0 78 21/9 91 22 49. n Freitag:

Tulla-Apotheke, Kirchstraße 12, Rheinhausen, Telefon 0 76 43/65 11; Apotheke am Storchenturm, Marktstraße 40, Lahr, Telefon 0 78 21/2 12 06.

Forum: »Skyscraper« (3D): Samstag und Sonntag 14.30 Uhr, tägl. 16.45 Uhr, tägl. (außer Dienstag) 20.45 Uhr, Dienstag 20.30 Uhr, Samstag auch 23 Uhr. »Skyscraper« (2D): Samstag und Sonntag 15.15 Uhr. »Die Farbe des Horizonts«: tägl. 17.45 und 20.15 Uhr. »Hotel Transsilvanien 3 – Ein MonsterUrlaub« (3D): Montag bis Mittwoch 18 Uhr. »Hotel Transsilvanien 3 – Ein Monster-Urlaub« (2D): Montag und Dienstag 16.30 Uhr, Mittwoch 17.45 Uhr. »The First Purge«: tägl. 18.45 Uhr, tägl. (außer Mittwoch) 20.45 Uhr. Samstag auch 23 Uhr. »Love, Simon«: tägl. (außer Mittwoch) 20.30 Uhr. »Ocean’s 8«: tägl. (außer Mittwoch) 18.30 Uhr. »Jurassic World – Das gefallene Königreich« (3D): Samstag bis Montag 20 Uhr, Samstag auch 22.45 Uhr. »Jurassic World – Das gefallene Königreich« (2D): tägl. (außer Sonntag) 17 Uhr. »Papst Franziskus – Ein Mannes seines Wortes«: Samstag und Sonntag 18 Uhr, Mittwoch 19.30 Uhr. »Solo – A Star Wars Story« (2D): Samstag und Sonntag 15 Uhr. »The Stranger: Opfernacht«: Samstag 22.30 Uhr. »Deadpool 2«: Samstag 23 Uhr. »Luis und die Aliens«: Samstag und Sonntag 16.40 Uhr. »Liliane Susewind«: Samstag und Sonntag 14.30 Uhr. »Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer«: Samstag 14.45 Uhr, Sonntag 14.30 Uhr n Fußball-WM 2018: Finale: Sonntag 17 Uhr. n Sneak-Preview: Di. 20.30 Uhr. n Seniorenkino: »Wunder«: Mittwoch 15 Uhr. n Damenwahl: »Mamma Mia! Here we go again«: Mittwoch 20 Uhr. n Männersache: »Sicario 2«: Mittwoch 20.30 Uhr.

Kenzingen

Löwen-Lichtspiele: »Die Sternenjäger«: Sonntag 11.15 Uhr, Montag 20 Uhr, Dienstag 17.30 Uhr. »Hotel Transsilvanien 3 – Ein Monster-Urlaub«: Montag bis Mittwoch 17 Uhr. »Die brillante Mademoiselle Neila«: Samstag 20 Uhr, Sonntag 11.15 Uhr. »Das Mädchen aus dem Norden«: Mittwoch 20 Uhr. »Papst Franziskus – Ein Mann seines Wortes«: Samstag, Sonntag und Dienstag 20 Uhr. »Drei Tage in Quiberon«: Sonntag 17.30Uhr, Montag 20 Uhr. »Jurassic World – Das gefallene Königreich«: Samstag und Sonntag 15 Uhr. »La Melodie – Der Klang von Paris«: Samstag und Sonntag 17.50 Uhr. »Der Buchladen der Florence Green«: Samstag 17.10 Uhr und Dienstag 20 Uhr. »Mantra – Sounds into Silence«: Sonntag 20 Uhr. n Vorpremiere: »Mamma Mia! Here we go again«: Mittwoch 20 Uhr, danach täglich im Programm.

Rust

Verlag: Lahrer Zeitung GmbH Kreuzstraße 9 (Walpotenhaus), 77933 Lahr Telefon 07 82 1/27 83-160 Telefax 0 78 21/27 83-190 Geschäftsführung: Kirsten Wolf Anzeigenleitung: Kirsten Wolf Redaktion: Jörg Braun (Leitung; v.i.S.d.P.) Julia Göpfert Kurier-Zustell-Service: PSV GmbH, Im Oberwald 8 79359 Riegel a. Kaiserstuhl Telefon 0 76 42/91 08-0 Telefax 0 76 42/91 08-40 E-Mail: inforiegel@psv-gmbh.de Auflage: 23 805 Exemplare Satz: Lahrer Zeitung GmbH Druck: Druckzentrum Südwest GmbH, Villingen-Schwenningen Gültig ist die Anzeigen-Preisliste Nr. 73 vom 1. Januar 2018 und die lokale Anzeigenpreisliste vom 1. Januar 2018. Erscheint wöchentlich kostenlos in: Kenzingen, Bombach, Hecklingen, Nordweil, Herbolzheim, Bleichheim, Broggingen, Tutschfelden, Wagenstadt, Oberhausen, Niederhausen, Ringsheim, Rust, Kappel-Grafenhausen, Ettenheim, Altdorf, Ettenheimmünster, Ettenheimweiler, Münchweier, Wallburg, Mahlberg, Orschweier, Kippenheim, Schmieheim.

Magic Cinema 4D: »Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer«: Samstag und Sonntag ab 19 Uhr. »Hotel Transsilvanien 3 – Ein Monster-Urlaub«: Montag bis Mittwoch, 19 Uhr. »Ocean’s 8«: tägl. ab 21.15 Uhr.

»Mirjams Siegesgesang« steht im Zentrum des Konzerts am Sonntag Thema des Sommerkonzerts der evangelischen Kantorei im Rahmen der musica serenata ist die christlich-jüdische Verbindung und das dazugehörige Spannungsverhältnis, so die Ankündigung. Im Zentrum steht dabei »Mirjams Siegesgesang« von Franz Schubert. Das Werk ist ein dramatisches musikalisches Gedicht, das die biblische Geschichte von der Flucht der Juden aus Ägypten erbis Montag, 20. bis 23. Juli, Sportgelände. Dreschefest des Sportvereins Tutschfelden: Samstag, 21. Juli, ab 18.30 Uhr, Sonntag, 22. Juli, ab 10 Uhr, Montag, 23. Juli, ab 11.30 Uhr.

Kappel

32. Kappler Dorffest: noch bis Sonntag,15. Juli.

Ettenheim

Kukuk-Festival: noch bis Sonntag, 15. Juli, Innenstadt. Beach-Party mit DJ: Samstag, 14. Juli, 20 Uhr, Hof der freiwilligen Feuerwehr (Straßburger Straße 2A). WBO Reitturnier – Jugendturnier Altdorf: Samstag und Sonntag, 21. und 22. Juli, von 9 bis 17 Uhr, Reithalle Altdorf. Beach-Fun-Cup: Sonntag, 22. Juli, von 10 bis 17 Uhr, CarlHerrmann-Jäger-Schwimmbad. Sommerfest im Prinzengarten: Sonntag, 22. Juli, ab 14 Uhr, Prinzengarten. Sommerfest St. Josefshaus: Sonntag, 22. Juli, ab 11.30 Uhr, Hof der Winterschule (St. Josefshaus).

Kippenheim

Afterwork-Party: Donnerstag, 19. Juli, ab 17 Uhr, Rathaushof. Veranstalter: Turnverein Kippenheim. 23. Eugen-Wacker-Faustballturnier mit anschließender After-Work-Party: Samstag, 21. Juli, ab 11 Uhr, Party ab 19 Uhr, Faustplatz. Veranstalter: faustball Kippenheim.

Orschweier

Baggerlochfest: Samstag, 14. Juni, 11 Uhr Trainingseinheit

zählt: das Aufschäumen des Meeres, der Tod von Ross und Reiter des Pharaonischen Heeres in den Wellen werden bildhaft umgesetzt, so die Ankündigung. Eröffnet wird der Konzertabend mit einer Vertonung des 103. Psalms des Komponisten Louis Lewandowski. Felix Mendelssohn-Bartholdys Bitte »Verleih uns Frieden gnädiglich« erklingt vor der Motette »Der Ewige gebe dir seinen

Genießerpfad »Menzenschwander Geißenpfad«: Sonntag, 22. Juli, Abfahrt Bus: Herbolzheim Gasthaus Schützen 9 Uhr, Ringsheim Ochsenbrunnen 9.05 Uhr, Ettenheim Gymnasium 9.10 Uhr.

Rheinhausen

n Bühne

AH-Turnier und AfterworkParty: noch bis Sonntag, 15. Juli, Handballplatz. Veranstalter: TuS Oberhausen.

n Musik Herbolzheim

Pfarrhofkonzert mit Roland Engel: Samstag, 14. Juli, um 20 Uhr, Pfarrhof Broggingen. Open-Air der Stadtmusik: Samstag, 21. Juli, ab 19 Uhr, Grünesee.

Altdorf

Classic Rock mit Legacy« im Rockcafe Altdorf: Freitag, 20. Juli, ab 20 Uhr, Rockcafé.

Ettenheim

Lesung von Carmen Bach »Meine Zeit mit Mutter«: Mittwoch, 18. Juli, 19 Uhr, Gärtnerei Jäger (Im Offental 3). Musikalische Begleitung durch die Band Mood. Marlene Piaf – Das Leben zweier Diven: Samstag, 21. Juli, 19 Uhr, Prinzengarten. Veranstalter: Baal novo.

n Sonstiges Rheinhausen:

Kenzingen

Great Fun Turnier / Hüse Open: Samstag, 21. Juli, ab 11.30 Uhr, Sportanlage, in den Abendstunden Barbetrieb und DJ. Veranstalter Tennisclub Weiß-Blau Rheinhausen.

Rheinhausen

Kinder-Turnfest »Fit wie ein Turnschuh«: Sonntag, 15. Juli, ab 12 Uhr, Handballplatz Oberhausen. Anmelden können sich die Kinder,auch noch am Sonntagmorgen auf dem Handballplatz.

Sommerkonzert »Mirjams Siegesgesang«: Sonntag, 15. Juli, 19 Uhr, evangelischen Kirche. Veranstalter: evangelische Kantorei Kenzingen. Platzkonzert des Musikvereins Oberhausen:Samstag, 14. Juli, Musikzentrum.

n Wanderung Herbolzheim:

»Lost Places – Verwunschene Orte: Pfaffenstein im Bleichtal« Sonntag, 15. Juli. Treff: 13.45 Uhr Kirnburghalle Bleichheim.

Herbolzheim:

Volleyballturnier KJG Bleichheim: Samstag, 21. Juli, Bolzplatz.

Ettenheim

»Runter vom Sofa und rauf auf die Picknickdecke«: Sonntag, 15. Juli, um 11 Uhr vor dem Prinzengarten (Anmeldung vorab per E-Mail an sonntagscafe@gmx.de erbeten). 11. Jugendcup des FV Ettenheim: bis Sonntag, 15. Juli, Sportanlage am Mühlenweg. Mädelsabend im Walnussgarten: Donnerstag, 19. Juli, von 19 bis 23 Uhr, Weingut Weber.

Herbolzheim:

90 Jahre Sportverein Bombach: bis Sonntag, 15. Juli, Vereinsgelände.

Sportwochenende des Sportvereins Wagenstadt: Freitag

Herbolzheim/Ettenheim:

der Aktiven, danach BubbleFußball. Sonntag, 15. Juli, ab 10.30 Uhr: Jugend-Dreierturnier. Montag, 16. Juli, ab 16.30 Uhr Handwerkervesper, ab 19 Uhr Einlagespiel: SC Orschweier – FV Ettenheim. Veranstaltungsort: Sportplatz Orschweier.

n Fest

5. rotarisches Schwimmbadfest: Sonntag, 15. Juli, Terrassenbad Herbolzheim. Zu den regulären Öffnungszeiten des Bads, ab 17 Uhr freier Eintritt.

Segen« von Albert Weill. Zu hören sind all diese Werke am Sonntag, 15. Juli um 19 Uhr in der evangelischen Kirche in Kenzingen. Unter der Leitung von Jakoba MartenBüsing singen neben der Kantorei Masterstudierende der Musikhochschule Freiburg. Den Klavierpart übernimmt die Pianistin Katharina Kegler, die Orgel spielt Otfried Büsing. Foto: Evangelische Kirchengemeinde

Hansjörg Haas öffnet seinen Garten Beim »Tag der offenen Gartentür« kann am Sonntag, 15. Juli, von 13 bis 18 Uhr der Garten von Hansjörg Haas in Bleichheim besichtigt werden. Der Garten ist rund um die historische Herrenmühle am Schloßplatz 2 angelegt. Foto: Ullrich Spitzmüller

Offener Gesprächskreis für Männer: Freitag, 20. Juli, von 19 bis 21 Uhr, evangelische Christuskirche / Gemeindesaal. Thema: »Würde – was ist das und wie (er)lebe ich sie?«

Kippenheim

Weinprobe »Wein trifft Krimi, vierte Auflage«: Freitag, 20. Juli, 20 Uhr, Siedlerheim Hanfrözi. Anmeldung und Kar-

ten beim Weinhof (18 Euro). Hobby-Dartturnier: Samstag, 21. Juli, ab 10 Uhr, Drahthalle Schmieheim. Anmeldung bei Mario Steiner unter Telefon 0176/80 43 47 42.

n Ausstellung Herbolzheim

»Aspekte der Heimat« von Walter Eberhardt: noch bis 5. August, in der MargarethenKapelle (neben dem Rathaus).

Kenzingen

Gruppenausstellung in der Galerie Thomas Metzel: noch bis 25. August.

Ettenheim

Ausstellung »Farbsinfonien und Strukturen«: vom 19. Juli bis 19. Oktober, Rathaus Ettenheim im Obergeschoss im Rahmen von »Kunst im Rathaus«. Vernissage am Mittwoch, 18. Juli, um 19 Uhr im Bürgersaal des Rathauses Ettenheim.

Altdorf

»Brüderlichkeit«: bis 17. Juli, Kunsthalle Altdorf.

Münchweier

Ausstellung von Thomas Bossert: Gallaghers Nest.

n Ärzte Ortenaukreis: Notfallpraxis am Ortenau-Klinikum, Ebertplatz 12. Für Erwachsene: Öffnungszeiten: Montag, Dienstag, Donnerstag 19 bis 22 Uhr; Mittwoch, Freitag 16 bis 22 Uhr; Samstag, Sonn- und Feiertag 8 bis 22 Uhr. – Für Kinder: Montag bis Freitag 19 bis 22 Uhr; Samstag, Sonnund Feiertag 9 bis 21 Uhr (jeweils ohne vorherige telefonische Anmeldung) Bundesweiter ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116 117 Fahrdienst (ärztliche Hausbesuche): Telefon 0 18 05/19 29 24 60 Zahnärztlicher Notfalldienst Ortenaukreis: von Samstag 8 Uhr bis Montag 8 Uhr sowie an Feiertagen Auskunft über die DRK-Rettungsleitstelle Offenburg, Telefon 0 18 05/19 29 24 60 Zahnärztlicher Notfalldienst Kreis Emmendingen: Telefon 018 0/3 22 25 55 70 Tierärztlicher Notdienst Ortenaukreis: 0 78 24/6 46 90 Krankenhäuser: Klinikum Lahr Telefon 0 78 21/93-0 Kreiskrankenhaus Ettenheim Telefon 0 78 22/430-0 Kreiskrankenhaus Emmendingen Telefon 0 76 41/45 40


HERBOLZHEIM

Samstag, 14. Juli 2018

Kurier Seite 3

Rundumblick auf Herbolzheim

Veranstaltung | Viele kommen zur Bürgerversammlung nach Tutschfelden / Große Vielfalt an Themen Über voll besetzte Sitzreihen hat sich Bürgermeister Thomas Gedemer bei der Bürgerversammlung gefreut. Die angesprochenen Themen reichten von der Trinkwasserversorgung über Wohnraum bis hin zu Stadtmarketing und Jugendbeteiligung. n

Von Julia Göpfert

Herbolzheim. Das volle Tutschfeldener Bürgerhaus sei »ein Ausdruck an Interesse und Freude an der Kommunalpolitik«, erklärte Gedemer. Neben ihm waren auch anwesend die Fraktionsvorsitzenden Cornelia Held (CDU), Doris Daute (SPD), Martin Bergmann (FWG) und Dieter Böcherer (Grüne) sowie die drei Amtsleiter, Gerhard Kalt (Kämmerer), Jürgen Rauer (Stadtbauamt) und Bruno Witt (Hauptamt). Gemeinsam arbeiteten sie in zweieinhalb Stunden eine Fülle an Themen ab, um einen Rundumblick über die allgemeine Lage Herbolzheims zu geben.

Hallenbedarfsplanung

Bis zum Ende dieses Jahres sollen zwei Büros ein GesamtHallenkonzept für die Stadt und ihre Stadtteile erstellen. Dafür soll eine Projektgruppe aus Fraktionsvertretern, Verwaltung und (falls nötig) Spezialisten die drei Module Bestandsaufnahme, Bedarfsermittlung und kooperatives Planen begleiten. In das Konzept sollen auch die Anlagen für den Freiluftsport miteinfließen. Vor dem Konzeptstart bekommt die Breisgauhalle jedoch erst einmal im Sommer einen neuen Boden. Denn die Reparatur des aktuellen »Flickenteppichs«, so Gedemer, koste im Jahr 5000 bis 6000 Euro und die Halle müsse in ihrer jetzigen Form nach noch vier Jahre überstehen.

Neues Feuerwehrgerätehaus

Das bestehende Feuerwehrhaus am Birkenweg ist in die Jahre gekommen, erklärte Rauer. Es wird mehr Platz für

Bürgermeister Thomas Gedemer durften sich über ein großes Interesse an der Bürgerversammlung in Tutschfelden und den dort besprochenen Themen freuen. Foto: Göpfert Equipment und auch für die immer größer werdenden Einsatzfahrzeuge benötigt. Als neuen Standort hat sich ein Grundstück von 4000 Quadratmetern an der Kanua-/ Bugstraße als geeignet erwiesen. DRK, Feuerwehr, Gemeinderat und Verwaltung besichtigen aktuell ähnlich große Feuerwehrhäuser wie das geplante im Regierungsbezirk Freiburg, um sich Inspirationen zu holen.

Trinkwasserversorgung

Bislang habe die Stadt »viel Zeit, Geld und Energie« in die Trinkwasserversorgung gesteckt, erklärte Gedemer. Berücksichtigt man die Wasservorkommen, die Standorte ehemaliger Deponien, Naturund Wasserschutzgebiete sowie die Entwicklungsgebiete der Ortsteile und des benachbarten Kenzingen, dann ist »der Standort Johanitterwald die beste der schlechten Lösungen«, erklärt Gedemer. Aber auch bei dieser wäre eine zusätzliche Wässerung nötig, das Wasser müsste aufgrund des hohen Eisen- und Mangangehalts aufbereitet werden und über lange Stre-

cken gepumpt werden. Deshalb schwebt Herbolzheims Bürgermeister eine ganz andere Lösung vor: ein interkommunales Ringwassersystem, bei dem umliegende Gemeinden sich gegenseitig absichern und versorgen. Das Umweltministerium kündigte an, ein entsprechendes Strukturgutachten fördern. Dieses ist die Grundlage für weitere Zuschüsse für bauliche Maßnahmen in Sachen Wasserversorgung.

Stadtmarketing

Wie präsentiert sich die Stadt Herbolzheim nach innen und nach außen? Um das herauszufinden, hatte der Gemeinderat in seiner Klausurtagung im März beschlossen, eine Agentur zu beauftragen. Die Agentur Tietge Publishing in Offenburg hat ein neues Modul für 10 000 Euro umgesetzt, eine Projektgruppe aus Mitgliedern des Gemeinderats, des Vereins Handel und Gewerbe und der Verwaltung wird sich zunächst mit dem Thema auseinandersetzen, bevor Vereine, Bürgerbewegungen und andere mit ins Boot geholt werden. Es gehe beim Stadtmarketing nicht nur um eine Förderung des Tourismus »und auch nicht um ein neues Logo«, machte Gedemer deutlich. Vielmehr stehe im Fokus, wofür die Stadt Herbolzheim und ihre Ortsteile stehen, also inwiefern sich die Bürger mit ihrer Stadt identifizieren und wo die Stadt in der Zukunft stehen wolle.

Mobilfunk

Die Gewinner des Stadtquiz bekamen auf der Bürgerversammlung ihre Preise überreicht. Unter den Teilnehmern waren auch Besucher aus Königschaffhausen und Bad Dürrheim gewesen.

Mobilfunk-Abdeckung sei genau wie Breitbrandversorgung etwas, was in der heutigen Zeit erwartet werde, erklärte Gedemer. Für eine Abdeckung benötige man jedoch Sendemas-

ten, die wiederum Strahlungen aussenden. Der Gemeinderat und die BI Sendemast seien deshalb im Gespräch, um nach Lösungen zu suchen. Allerdings sei von Seiten der Stadt baurechtlich nicht immer die Möglichkeit gegeben, unerwünschte Sendemasten zu verhindern. So sei etwa weder der von Vodafone geplante Sendemast im Turm der evangelischen Kirche noch der von der Telekom geplante auf dem Betriebsgelände der Eisenbahnanlage genehmigungspflichtig, hier könne man nur auf den Dialog mit den Anbietern hoffen. Mit Telefonica hingegen sei es gelungen, sich nach der Prüfung von neun Standorten auf einen Standort südlich der Bleiche zu einigen, der laut Experten einen guten Kompromiss zwischen Netzabdeckung und Strahlung verspreche.

Wohnen

Herbolzheim habe einen immensen Bedarf an Wohnungen. Jürgen Rauer zeigte anhand des Flächennutzungsplans, dass eine Entwicklung Herbolzheims nur noch nach Norden Richtung Ringsheim möglich sei: Der Bürgermeister erklärte, dass es ihm ein Anliegen sei von Wohn-Monokulturen wegzukommen, stattdessen strebe er eine Durchmischung der Generationen an, erklärte der Bürgermeister. Neben den neuen Baugebieten sollen auch in der Innenstadt weiter Wohnräume entwickelt werden, um den Flächenverbrauch einzudämmen. Das sei etwa durch den Wegzug des Feuerwehrgerätehauses möglich. Aktuell entwickle der Gemeinderat in Kooperation mit Badenova Vergabekriterien für die Baugebiete, um somit für ein transparenteres Verfahren zu sorgen.

Kindertagesstätten

Vor allem die Kernstadt benötige weitere Plätze in Kindertagesstätten, erklärte Gedemer. Da die Zuzüge in Herbolzheim größer seien als die Wegzüge werde sich das Problem in den kommenden Jahren noch verschärfen. Wie bereits berichtet sollen in der Kita Glühwürmchen und der Kita St. Marien in Bleichheim zum Sommer ingesamt 27 neue Plätze geschaffen werden. Langfristig soll jedoch ein Kita-Neubau auf dem Grundstück des Spielplatzes Grüne Siedlung für Entlastung sorgen.

Bürgerbeteiligung

Herbolzheim will eine stärkere Kinder- und Jugendbeteiligung. So hatte es unter anderem bereits eine Jugendumfrage, ein Jugendforum und einen Achtklässlertag gegeben. Aktuell strebe man die Bildung einer Gruppe von Jugendlichen mit festem Ansprechpartnern an, die auch Ideen in den Gemeinderat einbringt, erklärte Witt. Zudem ist ein erneutes Jugendforum geplant. Auch eine Anfrage auf Seniorenbeteiligung liege vor, so Gedemer.

INFO

Engagement Wer sich zu verschiedenen Themen engagieren will, konnte sich auf die Listen im Foyer eintragen: Bildung, Senioren, Handel und Gewerbe und Stadtbild standen dort etwa zur Auswahl. Zudem warb Gedemer für Kandidaturen bei der Kommunalwahl. Auch der angekündigte Ideenwettbewerb startete an diesem Abend.

Herbolzheimer auf der Insel Föhr

Reise | Pfadfinder feiern Zehnjähriges mit besonderem Zeltlager Herbolzheim (red/jg). 30 Pfadfinder vom Stamm Jesus Sirach haben eine Woche lang den Sommer auf der Insel Föhr genossen, 720 Kilometer entfernt von Herbolzheim. »Wir haben damit unser zehnjähriges Bestehen nachgefeiert«, sagt Katharina Deichmann, die das Lager organisiert hat. Im vergangenen Jahr wurde die Kinder- und Jugendarbeit der evangelischen Kirchengemeinde HerbolzheimRingsheim zehn Jahre alt.

Auf Föhr haben die Teilnehmer zwischen neun und 16 Jahren sowie ihre Begleiter im Watt Krebse und Würmer unter die Lupe genommen und am Strand haben sie kleine und große Drachen gebaut und ließen sie steigen. Auf dem Lagerfeuer wurde Kuchen gebacken, am Strand gab es Seefahrergeschichten und Spezialitäten aus dem Norden wie Grünkohl mit Pinkel. Den Lagerplatz mit direktem Zugang zum Strand hatte

die Gruppe dabei für sich alleine. Einer der Höhepunkte war für die Teilnehmer die zweitägige Wanderung mit Übernachtung im Freien. Während zwei Gruppen direkt auf Föhr unterwegs waren, machten sich die beiden älteren Gruppen auf den Weg auf die Inseln Sylt und Amrum – mit der Fähre und zu Fuß. Übernachtet wurde dabei an den Dünen am Strand oder in der Nähe eines Leuchtturms.

Herbolzheim mit Ideen voranbringen Der Ideen-Wettbewerb der Stadt Herbolzheim ist gestartet: Bis zum 23. September können die Bürger ihre Vorschläge einreichen. Herbolzheim (jg). 60 000 Euro Fördergelder für die sechs besten Ideen stehen bereit. Wer also seine Projektidee mit maximal 10 000 Euro bezuschusst haben will, muss bis zum 23. September seine Bewerbung beim Sekretariat des Bürgermeisters oder unter Ideenwettbewerb@Stadt-Herbolzheim.de einreichen. Teilnahmevorraussetzung ist, dass ein Team mit mindestens drei Personen gebildet wird, von denen zwei verantwortliche Antragsteller in Herbolzheim wohnen oder sich dort engagieren. Die Idee selbst soll eine nachhaltige Entwicklung etwa im Bereich Umwelt, Bildung oder Klimaschutz nach sich ziehen und in Eigeninitiative innerhalb eines Jahres umsetzbar sein. Eine Jury aus Mitgliedern des Gemeinderats und der Verwaltung unter dem Vorsitz des Bürgermeisters wird dann über die Gewinner entscheiden.

Ins Tennis hineinschnuppern Herbolzheim (ws). Der Tennisclub lädt auf Sonntag, 22. Juli, zum Sommerfest ab 11 Uhr auf die Tennisanlage im Lauetal ein. Alle Besucher erwartet ein abwechslungsreiches Programm mit kostenlosem Probetraining von 11 bis 16 Uhr, so die Ankündigung. Ab 11.30 Uhr ist ein TennisParcours für Kinder und Jugendliche aufgestellt. Um 14 Uhr geht es für den Nachwuchs auf eine rätselreiche Schnitzeljagd mit gesponserten Preisen von Sport Saar. Bambinis werden gegen 15 Uhr spielerisch an die Sportart herangeführt. Für das leibliche Wohl sorgen die TC-Mitglieder.

n Herbolzheim n »Hutch Hensle und La Dolce Coro« gastieren am Samstag, 21. Juli, im Innenhof des Herbolzheimer Salmen. Der Einlass am Samstag ist um 19.30 Uhr, das Konzert beginnt um 20.30 Uhr. Der Eintritt kostet 10 Euro. Weitere Informationen gibt es unter www.la-dolce-coro.de. n Das Stillcafé ist am Dienstag, 17. Juli, von 15 bis 17 Uhr geöffnet. Stillende Mütter und ihre Kinder sind dazu ins Herbolzheimer Torhaus (hinterer Eingang vom Parkplatz) eingeladen. Die Leitung haben die Kinderkrankenschwestern und Stillberaterinnen Heidi Reinbold und Antje Bürkle. n Der Bürgerverein der Städtepartnerschaften lädt ein zur öffentlichen Vorstandssitzung am Mittwoch, 18. Juli, um 20 Uhr. In der Schindler-Villa ins Büro der Stadtjugendpflege geht es zum einen um die Nachbereitung der Polenreise, zum anderen steht der Ideenwettbewerb Herbolzheim auf der Tagesordnung.

BROGGINGEN

Die Pfadfinder haben auf Föhr auch das Watt erkundet und dabei auf ihren Spaziergängen Krebse und Würmer unter die Lupe genommen. Foto: Pfadfinder

n Die Volleyball-Spielgemeinschaft Herbolzheim will mit einem Anfängertraining für Kinder und Jugendliche (12 bis 15 Jahre) einen Neuanfang starten. Volleyballinteressierte haben die Möglichkeit, sich dafür bis Ende Juli anzumelden. Der Volleyballkurs würde mit Schulbeginn im September starten, und zwar freitags von 17 bis 19 Uhr in der Grundschulhalle Herbolzheim.


ETTENHEIM

Samstag, 14. Juli 2018

Kurier Seite 4

Erste Sieger bei den Turniertagen Wallburg (red/aka). Die Jugendspieler haben sich beim Sparkassen-Cup des SC Wallburg auf dem Fußballplatz gemessen. Zahlreiche Teams aus vier verschiedenen Jugenden spielten gegeneinander. Am Samstag konnten die Spieler aus Dinglingen (D-Jugend), Ettenheim (E2-Jugend) und Altdorf (E-Jugend) ihr jeweiliges Tunier für sich entscheiden, bevor die Bambini am Sonntag ran durften. Danach beendete das Straßenturnier das vergangene Wochenende, bei dem das Team der Auswärtigen die meisten Punkte und den damit verbundenen Pokal erringen konnte. Die Sponsoren sind neben der Sparkasse vor allem die Firmen Hewe, Hug und Ackermann. Die Turniertage in Wallburg werden am Samstag, 14. Juli, fortgesetzt.

Junge Reiter zeigen ihr Können Altdorf (red/jg). Der Reitund Fahrverein St. Landelin veranstaltet am Samstag und Sonntag, 21. und 22. Juli, ein Jugendreitturnier mit zahlreichen Prüfungen auf dem Gelände des Reitvereins in Altdorf. Die Jüngsten steigen ein mit dem Führzügelwettbewerb, für die Älteren werden zwischen 10.30 und 17 Uhr verschiedene Dressur- und Springprüfungen angeboten, so die Ankündigung. Für Unterhaltung soll eine Hüpfburg sorgen, in der Mittagspause können die Kinder Ponyreiten. Zudem gibt es eine Tombola mit Preisen. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Jugendliche Reiter zeigen in Altdorf an zwei Turniertagen am 21. und 22. Juli ihr Können. Foto: Veranstalter

122 junge Menschen feierten ihren Abschluss an der Realschule St. Landolin.

Fotos: Leibl

Den richtigen Weg im Leben finden Abschluss | Realschule St. Landolin verabschiedet 122 Schüler / Hannah Kollmer ist Jahrgangsbeste Die Abschlussfeier für die 122 Absolventen der Realschule an der Heimschule St. Landolin mit den nun ehemaligen Schülern stand unter dem Motto »Mit dem Abschluss in den Händen werden Helden zu Legenden« in der Aula der Heimschule statt. Ettenheim (red/aka). Die Feier begann traditionell mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Heimschulkapelle, der durch den Heimschulseelsorger Steffen Reich sowie Religionslehrer Ernst Hoffmann-Rau gemeinsam mit der TAU-Band der Heimschule gestaltet wurde. Realschulrektorin Ulrike Hugel sprach den Eltern bei ihrer Ansprache in der Aula, den Lehrern und den Erziehern des Internats ihren Dank für ihren in den letzten Jahren geleisteten Einsatz aus. Mit einem Blumenstrauß ging ein besonderer Dank an die Klassenlehrer Claudia Schneider, Markus Wellinger, Klaus Lehmann, Alexander Rothenhäusler und Bernhard Fehling sowie die Co-Klassenlehrer

Ulrike Dörflinger und Thomas Axt. Im Namen der Elternschaft beglückwünschte Elternvertreter Michael Dosch die Absolventen zur bestandenen Prüfung. Rektorin Hugel gratulierte in ihrer Ansprache den Zehntklässler zu ihrer Mittleren Reife. Ein neuer Lebensabschnitt beginne nun und sie alle sollten versuchen, wirklich zu Helden zu werden. Zu Menschen, die Dinge anpacken statt zu zögern, etwas leisten wollen und sich selbst einbringen. Den Landolinspreis, der in diesem Jahr von der Vorsitzenden des Freundeskreises der Heimschule, Martina Kruse, verliehen wurde, erhielten Ingo Kanteh und Leon Rees für ihren jahrelangen zuverlässigen Einsatz im Schulsanitätsdienst. n

n Als Jahrgangsbeste wurde in diesem Jahr Hannah Kollmer ausgezeichnet, die einen Gesamtdurchschnitt von 1,0 erreicht hatte. Ettenheims Bürgermeister Bruno Metz beglückwünschte die Absolventin zu dieser Leistung und wünschte in seiner Ansprache allen Schülern, dass sie den

richtigen Platz und den richtigen Weg in ihrem Leben finden mögen. Er lobte die geleistete Arbeit der Realschule an der Heimschule St. Landolin und hob vor allem das politische Engagement der Lehrkräfte, aber auch das der Schüler hervor.

n Als Klassenbeste bestanden die Prüfung Hannah Kollmer, R10a (Note 1,0), Debora Ortlieb, R10b (Note 1,4), Nico Schneider, R10c (Note 1,9), Jule Krieg, R10d (Note 1,2) sowie Marius Ams (Note 1,8). Musikalisch umrahmt wurde die festliche Abschlussfeier in

der eigens geschmückten Aula der Schule von den »Jazz Chillers« unter der Leitung von Markus Albu. Zudem musizierte der Gitarrenkurs der zehnten Realschulklassen. Abgerundet wurde der Abend durch die Step-Aerobic-Darbietung von Schülerinnen der R5a.

INFO

Die Absolventen der Realschule St. Landolin n R10a: Mats Bilharz, Leonie Ernst, Chris Frei, Giannina Froese, Lia Hambrecht, Nicklas Hauser, Sophia Hunn, Jonathan Köttgen, Hannah Kollmer, Elias Kurz, Frédéric Mc Cartney, Nicola Meier, Madelaine Mellert, Jessica Munz, Hannes Ringswald, David Sehrer, Victoria von Buxhoeveden, Anna-Lea Wassler, Fynn Weber, Christopher Will, Fatlinda Xhoxhaj, Diana Zeiler. n R10b: Lukas Beck, Fabian Blank, Loris Cerami, Emily Fahner, Andrej Haase, Daniel Henninger, Jane Henninger, Ian Hies, Stella Huss, Ingo Kanteh, Tessa-Marie Klosa, Timmy Lüdi, Lena Messerschmidt, Laura Obergföll, Debora Ortlieb, Luise Osner, Nu-

ria Ruesch, Evelyn Ruf, Diana Schmidt, Mika Stelter, Sofia Stölker, Anne Strecker, Jan Urban, Janine Vogel, Eva Wohlfahrt, Isabell Zürn. n R10c: Hannah Arnold, Robin Beck, Emie Bichler, David Buderer, Jana Bühler, Joshua Dürrse, Anita Fischer, Jannik Greiff, Noah Grosselin, Joel Hauger, Niklas Helm, Leon Herr, Jule Hertenstein, Bastian Hezel, Malte King, Noah King, Hannes Kölblin, Luisa Lienhard, Anastasia Mihajlenko, Helena Real, Simon Schäfer, Nico Schneider, Vivian Streit, Sarah Ullrich, Daniel Wangler, Lena Wangler, Alina Zipfel. n R10d: Julian Anselm, Joshua Braunstein, Emily Buri, Lenny Buß, Marina Edte, Dennis Eich-

horn, Melina Fliehler, Robin Gottlieb, Vanessa Haase, Paulo Kiesel, Hanna Kopf, Maximilian Kreutzer, Jule Krieg, Max Kromer, Nikita Kurz, Jason Lepp, Lisa Mankowski, Jennifer Obergföll, Ellen Sannert, Angel Saumer, Albert von Buxhoeveden, Vivien Wesemann, Caroline Will. n R10e: Marius Ams, Pascal Beilke, Mike Bill, Lisa Blechner, Hannah Borst, Maximilian Disch, Svenja Fischer, Rebecca Hepp, Luka Kuhn, Annemarie Lößlin, Catalin Manea, Tobias Metzger, Ian Murawski, Marie Palmisciano, Maxim Platonow, Leon Rees, Belinda Rein, Melissa Reiswich, Michael Rupprich, Lukas Schwab, Laura Schwertfeger, Lilly Trotter, Luca Willaredt.

»Seid da für andere«

Städtisches Gymnasium | 54 Absolventen Ettenheim. (ks)52 Schüler legen ihr Abitur am Städtischen Gymnasium Ettenheim ab. Schulleiter Frank Woitzik appellierte während der Abschlussfeier im Bürgerhaus: Die Absolventen sollten ihren Horizont erweitern und für andere Menschen da seinDas von den Abiturienten am Städtischen Gymnasium kreierte Motto »Abicetamol« prägte die Abiturfeier am Freitagnachmittag im Ringsheimer Bürgerhaus. Er sei anfangs ob des Mottos etwas irritiert gewesen, bekannte Schulleiter Frank Woitzik in seiner Rede, habe er doch den diesjährigen Entlassjahrgang niemals als »Jammerlappen« eingestuft. Auch nicht als einen, der sich in besonderem Maße zum Erfolg habe quälen müssen. Nicht umsonst habe der Jahrgang neben herausragenden Einzelleistungen auch einen tollen Gesamtschnitt von 2,2 erzielt – deutlich besser als der langjährige Landesschnitt. Über den Arzt und Psychiater Manfred Spitzer, der die These vertritt, dass Lernen glücklich mache, näherte sich Woitzik dann der Wirkung von Abicetamol, die die Abiturienten in ihrer Abizeitung selbst beschrieben: »Nach

zwölf Jahren zeigt Abicemol seine Wirkung. Der Schmerz hat ein Ende, die zahlreichen Risiken und Nebenwirkungen sind vorerst überstanden.« Auf 15 000 Unterrichtsstunden habe sich die zwölfjährige Schulzeit addiert und Bildung vermittelt, die in Zeiten von Fake-News und Minderheitenmeinungen dazu befähigten den Mut aufzubringen, sich des eigenen Verstandes zu bedienen.

Sitten, Sprachen anderer Länder kennenlernen und Manieren verfeinern Nach einem blitzlichtartigen Rückblick auf die acht Jahre am Städtischen Gymnasium, die exakt mit seiner eigenen Position als Schulleiter zusammenfielen, gab Woitzik den Abiturienten zwei Ratschläge mit auf ihren weiteren Lebensweg: sich zunächst auf eine »Grande Tour« im Sinne der Renaissance zu begeben, den Horizont zu weiten, Kultur und Sitten anderer Länder kennenzulernen, Sprachkenntnisse und Manieren zu verfeinern. Als weiteren Wunsch formulierte Woitzik: »Seid da für andere.« Werte wie Akzeptanz, Zivilcourage

Die Abiturienten des Städtischen Gymnasiums Ettenheim freuen sich über ihren Abschluss. und Vorurteilsfreiheit seien unersetzlich. Sich für andere zu engagieren, mache nicht nur den Empfänger glücklich, sondern auch den, der gibt. Dank und Anerkennung sprach Woitzik auch den Eltern der Abiturienten für ihre Begleitung, ihre Wertevermittlung, ihre Erziehung aus, ebenso den Lehrkräften, die sich um die jungen Menschen gekümmert haben. Hier bezog Woitzik »die ganze Schulfamilie« mit ein, ebenso auch den Schulträger, der für gute Rahmenbedingungen sorge. Die Grußworte von Bürgermeister Bruno Metz, der Elternbeiratsvorsitzender Mauritia Mack und Christian Machleid seitens des Fördervereins würdigten »die familiäre Atmosphäre«, die am Gymnasium für angenehme Lernbedingungen für die Schüler sorge, ein vielfältiges Angebot über den Pflichtunterricht hinaus, den »guten

Geist«, der hier herrsche. Alle drei Redner beglückwünschten die Abiturienten, Eltern und Lehrkräfte. Nach der jahrelangen Begleitung müssten die jungen Menschen nun ihren Weg selbst finden. Dass es in der heutigen Zeit so viele mögliche Wege gehe, sei »eine tolle Chance« (Metz). »Die Welt steht euch offen«, so Mauritia Mack, die nach ihren Grußworten von Schulleiter Frank Woitzik einen bunten Blumenstrauß als Dank für ihre langjährige, engagierte und nun endende Arbeit im Elternbeirat erhielt. Für den musikalischen Schwung sorgte die Stimmbildungs-AG, erstmals unter Leitung von Cornelius Leenen. Dass einige Schülerinnen trotz Abi bis zuletzt in der Stimmbildung, zwei sogar noch im SEL-Chor aktiv waren, war Leenen eine Erwähnung und dem Auditorium Applaus wert.

Foto: Schule

INFO

Die Preisträger Den Preis des Bürgermeisters überreichte Bruno Metz den Schülern Marco Spitz und Georg Wegmann. Beide schlossen das Abitur mit einer glatten 1,0 ab. n Klassenpreise für einen Notendurchschnitt von 1,4 und besser: Noah Fuchs, Sarah Hauke, Sophia Lutz, Luca Person, Moritz Schlenk, Marco Spitz und Georg Wegmann. n Lobe für einen Abi-Schnitt von 1,5 bis 1,9 erhielten: Nicole Arndt, Julia Becker, Laura Ehret, Leon Fleig, Christof Goldschmidt, Maike Löffel, Sara Ortlieb, Sophie Schmider, Franziska Schüler, Martha Waldmann und Lucas Wolz. n Fachpreise für die beste und sehr gute Leistung in einem schriftlichen Prüfungsfach und in allen vier Halbjahn

ren der Kursstufe erhielten: Deutsch (Scheffelpreis): Georg Wegmann; Mathematik: Noah Fuchs, Georg Wegmann, Leon Fleig, Luca Person, Moritz Schlenk, Marco Spitz; Physik: Noah Fuchs, Leon Fleig, Luca Person, Moritz Schlenk, Georg Wegmann; Religion: Sarah Hauke (evangelisch), Jannik Moog (katholisch); Englisch: Georg Wegmann; Französisch: Marco Spitz, Sarah Hauke; Spanisch: Marco Spitz; Informatik: Leon Fleig; Gemeinschaftskunde: Georg Wegmann; Wirtschaft: Moritz Schlenk. n Den Schützhoff-Preis für außerordentliches Engagement für die Gemeinschaft während der gesamten Schulzeit erhielt Vanessa Klingler.


KENZINGEN

Samstag, 14. Juli 2018

Kurier Seite 5

»Verliert nie das Ziel aus den Augen«

Abschluss | 104 Kenzinger Absolventen nehmen ihr Abiturzeugnis entgegen / Zweimal Traumnote 1,0 104 Abiturienten des Gymnasiums Kenzingen haben ihr Reifezeugnis bekommen. Beim Abiball in der Stadthalle Endingen zeichnete Rektor Heribert Hertramph die Schülerin Chiara-Marlen Lillot Hubner als beste Abiturientin ihres Jahrgangs aus. n

Von Katrin Meier

Kenzingen/Endingen. »So etwas hab ich in meiner gesamten Dienstzeit noch nicht gesehen«, hob Hertramph hervor. Die Rede ist vom Abiturzeugnis von Chiara-Marlen Lillot Hubner. »Sie hat von insgesamt 900 möglichen Abiturpunkten, sage und schreibe 879 erreicht. Ich denke sie ist mit dieser Leistung wohl die beste Abiturientin in diesem Jahrgang – und zwar in ganz Baden-Württemberg«, lobte der Direktor. Die junge Frau durfte sich über zahlreiche Auszeichnungen und einen Schnitt von 1,0 freuen (siehe Infokasten). Ebenfalls ein Schnitt von 1,0 erreichte Jacqueline Jauch, der ebenfalls die Hochachtung ihres Rektors galt.

Abiturienten haben ein wichtiges Zwischenziel im Leben erreicht Hervorragende schulische Leistungen haben auch Marco Bill und Yann Dominik Dressler mit einem Schnitt von 1,1 erreicht. Alle vier wurden von Hertramph und der Schulgemeinschaft als die besten Abiturienten ihres Jahrgangs ausgezeichnet. Insgesamt durften sich 29 Absolventen des Kenzinger Gymnasiums über eine Eins vor dem Komma freuen. In seiner Ansprache ging Hertramph auf das Motto seiner Absolventen »Abi-Nauten-

Heribert Hertramph (von links) zeichnete die vier Besten des Abiturjahrgangs 2017/18 am Kenzinger Gmynaisum aus: Marco Bill, Jacqueline Jauch, Chiara-Marlen Lillot Hubner und Dominik Dressler. Foto: Meier Wir greifen nach den Sternen« näher ein. »Ihr habt bereits einen Countdown hinter euch, es bis hierher geschafft und damit ein Zwischenziel erreicht«, lobte er. Die Abiturienten werden nun verschiedene Wege einschlagen und neue Sterne und Planeten entdecken, die man von unten noch gar nicht sehen könne. »Verliert nie das Ziel aus den Augen«, ermutigte er die Absolventen. Er erinnerte sie auch daran: »Niemand ist alleine auf der Welt auch nicht im All«. Jetzt würden die Abiturienten neue Dimensionen betreten, wofür es Rüstzeug bedürfe, doch ihnen solle davor nicht bange sein: »Mit diesem Abend heute wird euch bestätigt, dass ihr für diesen Weg reif seid«, machte Rektor Hertramph Mut. Nachdem er und sein Stellvertreter Nikolaus Gündel die Zeugnisse übergeben hatte, fanden die Preisverleihungen statt.

INFO

Diese Schul-und Sachpreise wurden vergeben n Preis der Stadt Kenzingen für das Fach Gemeinschaftskunde: Johannes Wangler (überreicht von Bürgermeister-Stellvertreter Günter Krug) n Sozialpreis des Elternbeirats: Jacqueline Jauch (SMV und Schülersprecherin), Nora Löffler (SMV) und Peter Keffler (Leiter der Technik-AG). n Preis für Mathematik und Naturwissenschaften: Marco Bill (überreicht von Martina Höhmann vom Verein der Ehemaligen). n Preis für das Fach Wirtschaft: Fabio Steffens (überreicht von Melanie Meiritz, Vorsitzende des Vereins Handel und Gewerbe Kenzingen). n Preis für moderne Fremdsprachen: Jacqueline Jauch (überreicht von Ina Meyer von DHL-Freight). n Hermann-Susan-Preis der

AG Geschichte und Landeskunde: Chiara-Marlen Lillot Hubner. n Sportpreis: Benita Braun (überreicht von Karl Saar von »Sport und Schuh Saar« in Herbolzheim). n Scheffel-Preis für das Fach Deutsch: Sophie Jauch. n Schulpreis: Ellen Nadja Platz (Englisch), Jacqueline Jauch (Spanisch) und Chiara-Marlen Lillot Hubner (Französisch). n Preis der Landeszentrale für politische Bildung: Sophie Jauch. n Fachpreis Philosophie: Nora Löffler n Preis der deutschen Mathematiker-Vereinigung: Pascal Hunkler. n Ferry-Porsche-Preis in den Naturwissenschaften; Auszeichnung der Gesellschaft Deutscher Chemiker: ChiaraMarlen Lillot Hubner.

Halterin sorgt sich um ihr Känguru

Suche | Heike Oppermann ist die Besitzerin des vermissten Beuteltiers n

Von Lars Weber und Herbert Schabel

Kenzingen/Seelbach. Das in Bombach entlaufene Känguru, das am Sonntag auch in Seelbach gesehen worden sein soll, ist weiter auf freiem Fuß. Wie man auf die Idee kommt, Kängurus zu halten, darüber gibt die Halterin des vermissten Kängurus Auskunft. Heike Oppermann konnte am Dienstag nichts Neues über das seit mehr als zwei Wochen vermisste junge Känguru vermelden. Nachdem sie sich am Montag bereits in Seelbach im Waldstück umsah, in dem die Wildkamera eine Aufnahme von dem Beuteltier machte, war Oppermann auch noch in Weisweil unterwegs, wo das Känguru am Montag gesehen worden sein soll – ohne Ergebnis. Sie nehme sich viel Zeit, wenn sie den Hinweisen nachgeht: »Ich schaue mich um, laufe herum und versuche, vielleicht auch etwas zu hören.« Jedes Mal fährt sie raus, wenn jemand meint, das Tier gesehen zu haben. Das namenlose Känguru, ein junger Bock, sei bei ihr geboren. Natürlich mache sie sich auch Sorgen. »Aber es gibt noch keine eindeutige Spur. Alle vermuten etwas, aber wirklich wissen tut noch

niemand etwas über den Aufenthaltsort.« Sechs Kängurus besitze die Jugend- und Heimerzieherin im Moment. Dabei handelt es sich um Bennett-Wallabys, eine tasmanische KänguruUnterart. Diese Rasse ist kleiner und dickfelliger als ihre australischen Verwandten und wird in Deutschland von Privatpersonen gehalten. Oppermann hat ihre Wallabys 2007 von einem Züchter in Thüringen erworben; es sind Tiere, die in Gefangenschaft geboren wurden. Kängurus sind dämmerungs- und nachtaktive sowie friedliche Pflanzenfresser. Aggressiv werden sie nur, wenn die Männchen Kämpfe um die Rangordnung oder die Weibchen austragen. Von ihrer Besitzerin lassen sie sich das Fell kraulen, bei Fremden hüpfen sie lieber ein paar Schritte davon. Begonnen hat ihre Begeisterung für die flauschigen Beuteltiere bei einem Besuch in Australien 2006, erzählt Oppermann. »Die Tiere strahlen Ruhe aus, wirken aber auch kraftvoll, sie haben mich sofort fasziniert.« Nach ihrer Rückkehr sei ihr klar geworden, dass sie auch zu Hause Kängurus um sich haben will. Ihre Tiere füttert Oppermann mit einem Apfel-Karot-

Heike Oppermann streichelt eines ihrer Kängurus. Solch ein Beuteltier ist ihr vor mehr als zwei Wochen durch ein inzwischen geflicktes Loch im Zaun entwischt und könnte am Sonntag in Seelbach gesichtet worden sein. Archivfoto: Schabel ten-Müslimix, wie er auch Pferden gegeben wird, außerdem mit frischem Kopfsalat, Karotten sowie geschälten und entkernten Äpfeln. Die Tiere fressen nicht viel – das sollen sie auch nicht, da sie sonst Fett ansetzen, das ihrer Gesundheit schadet. Ihre Kängurus sind etwa einen Meter groß und können bis zu 1,60 Meter hoch springen, berichtet Oppermann. Das Außengehege hat sie mit einem zwei Meter hohen, blickdichten Zaun umgeben. Schon einmal hatte sie trotz-

dem einen Ausbruch zu beklagen: Kängurudame »Sally« büxte im April 2013 aus. Ihre Flucht dauerte knapp drei Wochen, bevor sie in einem Garten in Bombach wieder eingefangen wurde. »Sally war auch froh, als ich sie wieder nach Hause geholt habe, sie hat gemerkt, dass es ihr hier viel besser geht als in freier Wildbahn.« Oppermann hofft, bald auch den jetzigen Ausbrecher wieder bei sich zu haben. Wo sie ihn letztlich findet, bleibt abzuwarten.

n Ehrung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft: Dominik Dressler n Karl-von-Frisch-Preis in Biologie: Nora Löffler. n Schulpreis in Biologie: Katherina Kandel, Jacqueline Jauch. n Fachpreis Informatik: Peter Keffer. n Schnabl-Medaille in Geschichte: Nadja Keunecke. n Fachpreis Ökonomie: Sarah Strittmatter. n Schulpreis in bildender Kunst: Lily Henning. n Schulpreise in Musik: Luisa Burkhardt und Dominik Dressler. n Schulpreise für besonderes Engagement: Max Thomsen (Schulchronik), Lily Henning (soziales Engagement) sowie Chiara-Marlen Lillot Hubner. und Natalie Ringswald (Lernmittelverwaltung).

n Kenzingen n Die

Briefmarkenfreunde aus Kenzingen und Umgebung treffen sich zu ihrer philatelistischen Runde am Dienstag, 17. Juli, um 19 Uhr im Nebenzimmer des Gasthauses Schieble. Neuausgaben abonnierter Länder werden verteilt. n Die Selbsthilfe-Regionalgruppe für Parkinson-Patienten trifft sich am Freitag, 20. Juli, um 15 Uhr im Festsaal des Kreisseniorenzentrums Maximilian-Kolbe, um mit gymnastischen Übungen der Krankheit Einhalt zu gebieten. Im Anschluss erfolgt ein reger Erfahrungsaustausch. Neue Teilnehmer sind willkommen und erhalten vom Vorsitzenden Willi Temmer unter Telefon 07644/14 20 Infos. n Bei den Mittwochswanderern im Schwarzwaldverein stehen zwei Exkursionen auf dem Programm. Am 18. Juli begibt sich die Wanderschar zur Kuppelburg. Die Wanderlustigen treffen sich um 15.30 Uhr an der Kreuzung Friedhof/Bombacherstraße. Der 25. Juli ist für eine Wanderung zur Kniesteinkapelle reserviert. Gemeinschaftliche Abfahrt mit Autos ist um 14.30 Uhr am Kirchplatz. n Mittwochswanderer im Schwarzwaldverein brechen mit ihrer Tradition und laden bereits am Dienstag, 24. Juli zum Sommerfest in den Garten des Kreisseniorenzentrums ein. Ab 15 Uhr unterhalten »Die Oldies« Werner Maurer und Otmar Kienle die Gäste. Die Teilnahme sollte per t Anmeldung über Christel Benzin unter Telefon 07644/76 05 angezeigt werden. n Die Kleiderkammer des DRK Kenzingen ist in den Sommerferien vom 6. bis 31. August geschlossen.

n So

ist’s richtig

n Nicht

der Gemeinderat, sondern die Stadtverwaltung hatte den Kenzinger Bürgern im April sechs glatt geschliffene Pflastervarianten zur Auswahl gestellt. Der Gemeinderat hat am vergangenen Donnerstag erneut über den Kenzinger Pflasterbelag diskutiert.

Nicht unterzukriegen

SV Bombach | Fest zum 90-Jährigen Bombach (ws). Der Sportverein feiert seit Freitag sein 90jähriges Jubiläum – mit allen Höhen und Tiefen, auf alle Fälle mit Stolz und ausgiebigem dörflichem Gemeinsinn. Am Samstag, 14. Juli, ab 16 Uhr und am Sonntag, 15. Juli, ab 10.30 Uhr sind auf dem Sportgelände einige FußballWettkämpfe zu sehen. Aber auch für Feierlaune ist gesorgt: So gibt es am Samstag die SVB-Rock-Nacht mit »Dismissed«. Am Sonntag spielt ab 11.30 Uhr der Musikverein zum Frühschoppenkonzert und im Vereinsheim ist eine Ausstellung mit historischem Bildmaterial der 90-jährigen Vereinsgeschichte zu bewundern.

Am Anfang waren die Tore nur markiert Im Gründungsjahr 1928 wurde die »Dreigroschenoper« von Bertolt Brecht uraufgeführt – und genau so viel investierte eine Handvoll beflissener Bombacher um organisierten Fußball spielen zu können. Die Gemeinde stellte einen ein ackerähnliches Feld, die Tore waren lediglich markiert und es brauchte viel Überzeugungskraft elf Matadore auflaufen zu lassen. Noch im gleichen Jahr grün-

dete sich die DJK Bombach. Später wurde die Bezeichnung Sportverein geführt. Der Spielbetrieb musste 1936 eingestellt werden, da viele Trikotträger die Wehrmachtsuniform überziehen mussten. Doch der Fußball war im 300-Seelendorf nicht unterzukriegen. Aus der Gefangenschaft zurück war das Gasthaus Krone Schauplatz der Wiedergründung. Meisterjubel schallte schon ein Jahr später aus dem Waldstadion. Sportlich war 1962 mit dem Staffelsieg und der Bezirksmeisterschaft der Höhepunkt erreicht. Dann wurde es ruhig zwischen Hummelberg und Forlenwald. Zum 75-jährigen Bestehen war ein eher trauriger Rekord zu beklagen: vier Jahre wurde kein Pflichtspiel mehr gewonnen. Aber auch dieser negative Zyklus hatte ein Ende. Der kleine Verein hat zwar 80 Spiele lang nicht gewonnen aber seine Selbstständigkeit nie verloren Bombach will Bombach sein, und das seit nunmehr 90 Jahren. Das Selbstbewusstsein haben sie bewahrt, die Schwarz/Weißen, bis auf den heutigen Tag. Es hat dieses Jahr wieder einmal nur zu zwei Siegen gereicht. Aber der Fußball-Idealismus ist und bleibt dort Passion.


LAHR / KENZINGEN

Samstag, 14. Juli 2018

Kurier Seite 6

Wieder jede Menge Spiel und Spaß für Kinder

Freizeit | Lahrer Zeitung und Stadt Lahr laden am 22. Juli in den Stadtpark Lahr ein n

Viel zum Basteln, Erkunden, Tüfteln und Spaß haben gibt es beim Kinderfestival der Lahrer Zeitung am Sonntag, 22.Juli, im Lahrer Stadtpark. Archivfoto: Braun

Von Jörg Braun

Lahr. Das beliebte Kinderfestival von Lahrer Zeitung und der Stadt Lahr bietet am Sonntag, 22. Juli, reichlich Spiel, Spaß und Unterhaltung bei rund 25 Attraktionen im Stadtpark. Für Kinder bis zwölf Jahre ist der Eintritt kostenlos. Die Spiel- und Spaßaktion wird auch dieses Jahr Kinderherzen höherschlagen lassen. Jahr für Jahr strömen mehrere Tausend Teilnehmer zum Kinderfestival in den Stadtpark. Unter dem Motto »Entdecken, mitmachen und erleben« laden wieder etwa 25 Attraktionen den Nachwuchs

zum Basteln, Toben, Staunen und Lachen ein. Von 10.30 bis 17 Uhr wird der Park fest in Kinderhand sein. Viele neue Angebote versprechen Spaß und Bewegung. Aufgebaut wird erstmals eine Luftrutsche. Dort können Kinder klettern, herumtollen und natürlich mit viel Schwung rutschen. Übungen und Spiele warten auf Trampolinen mit Musikbegleitung und einem großen Bungee-Trampolin, das kräftig auf- und niedersaust. Eine Hüpfburg darf nicht fehlen und testen können die jungen Gäste erstmals auch den »Bungee Run«, bei dem Kraft und Koordination gefragt sind.

Bei Workshops können Kinder Tiermasken und Blumenstecker basteln, mit Floristen blumigen Schmuck herstellen und Tontöpfe bemalen. Unterhaltsam wird es im Park mit

Kinder-Festival

im Stadtpark Lahr Sonntag, 22. Juli

der Musikgruppe »Ratzfatz«, die auf ihrem Weg durch den Stadtpark Lieder für Kinder spielen wird. Auf der Bühne treten die Artisten des »Circus Paletti«

auf. Sie bieten Akrobatik, Clownerie, Diabolos, Jonglage und Zauberei. Das kann man auch selbst versuchen. Zu bestaunen ist auf der Bühne außerdem das Prima-Klima-Kindertheater »Strom sparen – nichts leichter als das!« Garantiert viel Spaß wird es an der Fotobox geben, bei der sich Kinder und Eltern selbst lustig fotografieren können. Aufregend dürfte die Stadtpark-Rallye werden, bei der die Kinder ihr Wissen testen. An die Allerjüngsten haben die Organisatoren auch wieder gedacht. Zum Beispiel können sie Karussell fahren oder im »Bären-Hospital« Teddybären verarzten.

Seit 1928 mit Bussen in ganz Europa unterwegs

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Rist-Reisen begeht 90-Jähriges Kenzinger Familienunternehmen feiert am 21. und 22. Juli A

uf 90 Jahre Firmengeschichte blickt das Kenzinger Familienunternehmen Rist zurück. Am Samstag und Sonntag, 21. und 22. Juli, lädt das Busunternehmen seine Kunden ein, auf dem Betriebshof in Kenzingen mit ihm zu feiern. Geboten wird an beiden Tagen Unterhaltung mit Helmut Dold alias »de Hämme« sowie ein Kinderprogramm mit Hüpfburg und Abenteuerspielwagen. Am Samstag dürfen die Kunden zudem bei einer Probefahrt mit dem 5-Sterne-Bus und Vorträgen selbst herausfinden, was das Reisen mit RistReisen so besonders und luxuriös macht. Am Sonntag sorgt neben »de Hämme« auch die Blaskapelle Blasiwald für Unterhaltung. Um 17 Uhr gibt es die Verlosung zum großen Preisrätsel von Rist-Reisen, der Hauptgewinn ist eine achttägige Reise nach Zypern. »Dieses Familienunternehmen hätte es nicht so weit gebracht, wenn nicht alle Beteiligten an einem Strang gezogen

hätten«, erklären die beiden Inhaber Karl Rist und Frank Heilmann. Im Jahr 1928 gründeten die Brüder Karl und Matthis Rist ein Taxiunternehmen. Bald kaufte Karl Rist den ersten Bus dazu. Das Geschäft blühte, der Fuhrpark wuchs. Während des Zweiten Weltkriegs wurde Karl Rist mit seinem Omnibus nach Russland eingezogen, wo er bis zum Kriegsende blieb. Beim Rückzug musste er seinen Bus an der Ostsee stehen lassen. Nach dem Krieg wagte Rist einen Neubeginn, bald war der Fuhrpark des Unternehmens wieder auf drei und mehr Busse angewachsen. Die Aufträge waren verschiedener Art. Ein Bus war im Einsatz für die Post auf der Route in den Schwarzwald. Auch im Linienverkehr waren die Busse des Unternehmens Rist immer mehr gefragt. Es begann mit einer Linie ins Bleichtal. Die Aufträge wurden schließlich erweitert auf Strecken für die Bundesbahn. Heute fährt Rist-Reisen noch für die SBG (Südbaden-Bus) und für

die SBG, SWEG und VAG. Herauszuheben sind auch die Europapark-Linie und seit mehr als 60 Jahren die Bleichtal-Linie. Ein wichtiges Standbein des Unternehmens sind die Bildungsreisen. Im Jahr 1954 haben Walter Rist und August Schwehr begonnen, für die Volkshochschule Reisen zu organisieren und durchzuführen. Daraus hat sich die »Lehrergemeinschaft für Studienreisen« entwickelt, die heute »Kreis der Freunde der Kunst- und Bildungsreisen« heißt. Karl Rists Sohn Walter übernahm die Firma 1970. Nach dem Tod von Walter Rist im Jahr 1982 führte seine Frau Brunhilde das Familienunternehmen weiter, bis ihr Sohn Karl im Jahre 2005 die Leitung übernahm. Anfang 2011 hat Karl Rist zusammen mit Fuhrparkleiter Frank Heilmann eine KG gegründet. Heilmann leitet nun zusammen mit Karl Rist als Geschäftsführer die Firma Rist – Reisen KG. Aktuell beschäftigt das Unternehmen 45 Mitarbeiter. Zu seiner Fahrzeugflotte gehören fünfzehn Fahrzeuge: neun Linienbusse, zwei Kombibusse für Reisen- und Linienverkehr

und zwei Reisebusse und zwei Busse der Fünf-Sterne-Luxuskategorie. Diese eleganten, umweltfreundlichen Spitzenkönner haben Panoramaglasdächer, durch die für die Passagiere ein lichtes und angenehmes Raumgefühl entsteht. Sie bieten einen großen Sitzabstand und erlauben beste Aussichten. So sind Reisende auch für die langen Reisen durch ganz Europa, die das Unternehmen anbietet, bestens gerüstet und erleben dabei Luxus pur. Sei es etwa zum Mont Blanc und dem Genfer See (25. bis 28. Juli) oder die Jubiläumsabschlussreise zur Insel Sylt und Minikreuzfahrt nach Oslo (12. bis 16. Oktober). jg

DIe Firma Rist-Reisen hat zwei Busse der Fünf-Sterne-Luxuskategorie in ihrer Fahrzeugflotte, die das Reisen zu eibnem besonderen Erlebnis machen. Foto: Rist Reisen


Lokales

Woche 28

Samstag, 14. Juli 2018 Samstag, 14. Juli 2018

Woche 28

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Reges Treiben auf der Hauptstraße

»Herbolzheimat im Sommer« | Geschäfte und Gastronome freuen sich über Zuspruch / Stadtradeln läuft gut an

Sommer, Sonne, Einkaufsspaß: Die Gewerbeschau »Herbolzheimat im Sommer« ist ein voller Erfolg gewesen. Zahlreiche Menschen säumten die frisch sanierte Hauptstraße. Viel Zuspruch gab es auch für den Start des Stadtradelns. n

Von Katrin Meier

Herbolzheim. »Es ist jedes Mal aufs Neue einfach toll zu sehen, wie gerne die Menschen in unsere Stadt kommen und das Angebot der Gewerbetreibenden annehmen«, resümierte Philipp Ulmer, Vorsitzender des Vereins Handel und Gewerbe (HuG). Bedingt durch die heißen Temperaturen seien zwar weniger Menschen als bei den Veranstaltungen im Frühjahr und Herbst gekommen. Aber dennoch ist man seitens der HuG sehr zufrieden, besonders »die entspannte Atmosphäre ist den ganzen Tag über einfach großartig und deutlich spürbar gewesen«, so Ulmer. »Auch die Gastronomen haben mir durchweg berichtet, dass sie sehr viele Gäste begrüßen durften«, bemerkt der Vorsitzende weiter. Positiv auch die Rückmeldung der Geschäftsinhaber. »Wir hatten wirklich viel Betrieb und auch die Aussteller auf der Straße hatten sehr viel Zulauf«, so Karl Saar vom gleichnamigen Sportgeschäft. Betrieb herrschte auch bei Jutta Kühnert. Das HuG-Vorstandsmitglied lud zum Schmuckbasteln ein, was von

»Runter vom Sofa« picknickt Ettenheim (red/aka). Die Gruppe »Runter vom Sofa« trifft sich am Sonntag, 15. Juli, um 11 Uhr im Prinzengarten in Ettenheim zum letzten Mal vor den Sommerferien. Das Treffen findet unter dem Motto »Runter vom Sofa und rauf auf die Picknickdecke« in Form eines Picknicks statt, zu dem auch neue Teilnehmer eingeladen sind. Für Picknickkorb, Decke, Essen und Trinken müssen die Teilnehmer selbst sorgen. Weitere Infos gibt es bei Christiane Haas-Dufner unter Telefon 07822/32 33.

Ausstellung zum 90. Geburtstag

Das schöne Wetter lockte am vergangenen Sonntag viele Besucher nach Herbolzheim: Zahlreiche Aktionen rund um die frisch sanierte Hauptstraße luden zum Flanieren und Mitmachen ein. Foto: Meier zahlreichen Besuchern begeistert ausprobiert wurde. Auch sonst hatte das Rahmenprogramm einiges zu bieten. Es gab attraktive Gewinnspiele, ein Glücksrad, Torwandschießen und ein Karussell. Außerdem wurde die Gewerbeausstellung durch einige neue Teilnehmer, wie einem Lederhersteller und einer Kindermodedesignerin, bereichert. Ein Hit war auch die Eröffnung der kommunalen Aktion Stadtradeln. »Wir haben gemeinsam mit der Verwaltung beschlossen, diese Aktion und unsere Gewerbeschau auf einen Tag zu legen«, erklärte Ulmer. Die Symbiose sei hervorragend gewesen. »Es macht Spaß zu sehen, dass

wir mit der Stadt immer enger zusammenarbeiten und diese Arbeit Früchte trägt«, lobt der HuG-Vorsitzende.

Stadtradeln-Touren bekommen großen Zuspruch So fanden sich bereits zur ersten Tour um 9 Uhr morgens rund 30 Radler in Herbolzheim ein, die Spaß an Bewegung haben und gleichzeitig etwas für den Umweltschutz tun möchten. Auch zur zweiten Tour um 11 Uhr trafen etliche Besucher mit ihrem Rad ein, um mitzumachen. Eine Tour führte die Sportler über das Bleichtal nach Freiamt, die andere Tour nach Weis-

weil. Alle Routen waren als Rundwege ausgelegt. Das heißt sie startete und endete am Torhaus in Herbolzheim,

damit man vor und danach noch gemütlich über die vielfältige Gewerbeschau schlendern konnte.

Ettenheim (red/jg). Der 90. Geburtstag des Malers Kurt Bildstein ist Anlass für eine Ausstellung seiner Werke im Ettenheimer Rathaus. »Farbsinfonien und Strukturen« heißt sie und wird mit einer Vernissage am Mittwoch, 18. Juli, ab 19 Uhr im Bürgersaal des Rathauses eröffnet. Bis zum 19. Oktober wird sie dort im Obergeschoss des Rathauses zu den üblichen Öffnungszeiten zu sehen sein.

INFO

Die Aktion Stadtradeln Das Stadtradeln ist eine Kampagne des Netzwerks KlimaBündnis, in dem sich Städte, Gemeinden und Landkreise zum Schutz des Weltklimas zusammengeschlossen haben. Ziel der Kampagne ist es, im Aktionszeitraum möglichst viele Bürger zu motivieren, zu radeln statt Auto zu fahren. Das Stadtradeln findet in Herbolzheim noch bis zum 28. Juli

statt. In diesem Aktionszeitraum kann man Kilometer sammeln, die der Stadt gutgeschrieben werden. Denn die sportliche Aktion ist als Wettbewerb konzipiert – das KlimaBündnis prämiert in fünf Größenklassen auch die fahrradaktivste Kommune. Mitmachen kann jeder. Wichtig ist nur, dass man sich unter www.stadtradeln.de registriert.

Auch dieses Werk von Kurt Bildstein wird Teil der Ausstellung sein. Foto: Stadt

Heimschüler von St. Landolin haben Asse für ihre Zukunft im Ärmel

Abschluss | Abiturienten blicken optimistisch in ihre Zukunft / Motto »Cabino Royale« erinnert an James-Bond-Filme Ettenheim (mm). Beste Stimmung hat am Samstagabend in der rappelvollen Aula der Heimschule St. Landolin geherrscht. Dort feierte der Abschlussjahrgang mit seinen Angehörigen das bestandene Abitur. In Anlehnung an einen James-Bond-Film hatten die jungen Erwachsenen das Motto »Cabino Royale« gewählt – mit Ass im Ärmel und Abi in der Tasche. Ihre Asse, so der stellvertretende Schulleiter Wolfgang Mutter, seien Mut, Neugier, Tatkraft, Gemeinsinn und Zusammenhalt. Diese könnten sie für vielfältige Herausforderungen der Zukunft gut brauchen. Anschließend überreichte Direktor Eberhard Pfister die Zeugnisse. Er wünschte sich, dass die Abiturienten mit persönlicher Begabung und Berufung mutig einen eigenen Beitrag zur Entwicklung dieser Welt leisten. Duckmäusertum sei auch an der Heimschule nicht angesagt. Sofern wolle er einen »etwas missglückten Gag« beim Abi-Streich vergessen: »Schwamm drüber!« Nach der Gratulation von Detlef Erny vom Gesamtelternbeirat hielt Scheffelpreisträger Marc Loewer eine Rede, nicht ohne Humor und Spitzen. Er erinnerte an die 68er-Bewegung und deren Kampf gegen verstaubte Moralvorstellungen von Elternhäusern, für eigenes Glück, Freiheit, aber auch eine bessere und gerechtere Gesellschaft: »Wir sollten uns nicht

erzählen lassen, gegen die großen Probleme der heutigen Zeit könnten wir nichts tun.« In die Welt der Erwachsenen geworfen, solle man trotzdem jugendlichen Idealismus nicht verlieren. Die Heimschule habe das Ihrige dazu beigetragen, nicht Hetzern blind hinterherzulaufen, sondern differenzierte Problemlösungen zu finden. Nach dem Abendessen gestalteten die Abiturienten ein buntes Programm samt AbiBand, eigenem Bond-Film, Tanz und weiterer Kurz-Reden. Auch das »Seniorentheater Ettenheim« sorgte für prächtige Stimmung.

Ausgestattet mit den besten Voraussetzungen verabschiedeten sich die Abiturienten von der Heimschule.

Foto: Schule

INFO

Zwei Abiturienten der Heimschule St. Landolin freuen sich über die Traumnote 1,0 n Allgemeinbildendes

Gymnasium Leistungspreise: Angelina Mamier (1,0), Marc Loewer (1,0), Lisa Marie König (1,1), Verena Aures (1,2), Jani Albermann (1,3), Danica Seeler (1,3), Parik Barnieske (1,3), Simon Röttele (1,3), David Jäck (1,4), Fiona Ertel (1,4), Sandrine Fleig (1,4), Yannick Schemies (1,4), Elias Weber (1,4), Annalena Reinbold (1,5), Johannes Mietz (1,7), Julen Vassallo Lasheras (1,7), Janina Zehner (1,7), Eric Hirzler (1,8), Marieke Aniol (1,8), Belen Bütow (1,8), Anna Haas (1,8), Lucas Tränkle (1,8), Cara Huber (1,8), Oliver Wohlleb (1,8),

Céline Kaltschmidt (1,9), Marie Klär (1,9), Nicolas Ulbrich (1,9), Jonas Jundt (1,9), Gerrit Kupfer (1,9), Jannik Weber (1,9), Dominic Wintergerst (1,9) Fachpreise: Jani Albermann (Bildende Kunst), Patrik Barnieske (Biologie), Anna Haas (Gemeinschaftskunde), David Jäck (Mathematik), Lisa Marie König (Deutschpreis, Französisch und kath. Religion), Damaris Liedtke (Englisch), Marc Loewer (Scheffelpreis für das Fach Deutsch, Chemie), Angelina Mamier (Seminarkurs), Annalena Reinbold (ev. Religion), Simon Röttele (Spanisch), Yannick Schemies (Franz-SchnabelMedaille für das Fach Geschich-

te), Julen Vassallo Lasheras (Spanisch), Elias Weber (Informatik), Jannik Weber (Fachpreis Physik gestiftet von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft), Dominic Wintergerst (Alfred-Maul-Medaille für das Fach Sport), Oliver Wohlleb (Geografie) n Berufliches Gymnasium (Wirtschafts- und Sozialgymnasium): Leistungspreise: Lilian Münch (1,2), Isabella Leber (1,3), Ruben Bies (1,4), Johannes Göhr (1,4), Lukas Fahrländer (1,5), Sarah Schillinger (1,5), Nathalie Gebel (1,5), Laura Reichelt (1,6), Maximilian Schwarz (1,8), Emma Paleit (1,8)

Fachpreise: Ruben Bies (Physik), Nathalie Gebel (Deutschpreis gestiftet vom Verein Deutsche Sprache), Johannes Göhr (Fachpreis für Volks- und Betriebswirtschaftslehre gestiftet von Südwestmetall, Wirtschaftsgeografie), Thomas Kölblin (Alfred-Maul-Medaille für das Fach Sport), Isabella Leber (Mathematik und Chemie), Fabiola Leonett von Wachter (Spanisch), Lilian Münch (Scheffelpreis für das Fach Deutsch, Englisch und ev. Religion), Jonas Nick (Biologie), Laura Reichelt (Fachpreis für Pädagogik und Psychologie), Sarah Schillinger (Pädagogik/Psychologie und Wirt-

schaftslehre), Maximilian Schwarz (Geschichte/Gemeinschaftskunde) n Preisträger

der Stadt: Angelina Mamier, Marc Loewer, Lilian Münch n Landolinspreise:

Aniol

Marieke

n Landolinsanerkennungen:

Kim Altmeyer, Hannelore Ananii, Nick Bodien, Felix Gerber, Franziska Höhn, David Jäck, Jonas Jundt, Katharina Kamp, Annalena Reinbold, Sarah Schillinger, Jasmin Sedler, Danica Seeler, Lena Uhl, Janina Zehner


KIPPENHEIM / HERBOLZHEIM

Samstag, 14. Juli 2018

Abzeichen auch später ablegen Kippenheim (red/pme). Der Sportabzeichentag des TV Kippenheim ist Vergangenheit. Dessen ungeachtet bietet der Verein weiter die Möglichkeit, die verschiedenen Leichtathletikdisziplinen des Sportabzeichens zu absolvieren. Jeden ersten und dritten Mittwoch im Monat ist das ab 18 Uhr auf dem Sportplatz möglich. Zudem werden jeden ersten und dritten Montag im Monat ab 19 Uhr die Schwimmdisziplinen im heimischen Schwimmbad abgenommen.

MGV Rust wirbt um neue Sänger Rust (red/jg). Der Männergesangsverein (MGV) Eintracht Rust veranstaltet am Samstag, 14. Juli, ab 16 Uhr eine Sängerwerbung. »Singen macht Spaß – Singen befreit – Singen bereitet Freude und ist außerdem gesund« lautet das Motto im Proberaum in der Ludwigstraße 2 in Rust (Vereinsheim der Narrenzunft Hanfrözi – Eingang Ritterstraße). Während dieser Veranstaltung wird der Männerchor laut Ankündigung auch Liedvorträge zu Gehör bringen. Außerdem wird als Willkommensgruß Getränke und ein kleiner Imbiss kostenlos angeboten.

n Schmieheim n Das Jedermann-Königsschießen der Schützengilde Schmieheim 57 findet am Sonntag, 22. Juli, ab 10.30 Uhr, im Schützenhaus statt. Geschossen wird auf den hölzernen Königsvogel mit Kleinkaliber-Gewehren auf 50 Meter. Daneben findet ein Schießen auf die Ehrenscheibe der Schützengilde statt. Die Sieger werden am selben Tag geehrt.

Kurier Seite 8

Weiterer Schritt Richtung Bürgerhaus Gemeinderat | Kippenheimer beschließen neuen Bebauungsplan für Fläche am nördlichen Ortseingang Die Projekte Bürgerhaus und Festplatz gehen in die nächste Runde: Einstimmig hat der Gemeinderat bei seiner Sitzung den Bebauungsplan »Bürgerhaus« beschlossen. n

Von Andrea Bär

Kippenheim. Nach der Sitzung des Gemeinderats geht es laut Bürgermeister Matthias Gutbrod Schlag auf Schlag. Denn der Bebauungsplan wird in einem zweistufigen Regelverfahren aufgestellt. Parallel finden eine frühzeitige Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung sowie eine Umweltprüfung statt. Basis für die Aufstellung ist der rechtskräftige Flächennutzungsplan (FNP). Der sieht auf dem geplanten Standort »Ortseingang Nord« derzeit Wohnbauflächen vor. Für die Realisierung des Bürgerhauses ist eine Umwidmung der etwa 7000 Quadratmeter großen Fläche in eine Gemeinfläche für kulturelle Zwecke notwendig, auch das soll parallel passieren.

Architektenwettbewerb soll über Gestaltung entscheiden Laut Planer Tobias Jägle vom Kippenheimer Büro Mathis und Jägle gibt es gegenüber dem üblichen Verfahren einen kleinen aber feinen Unterschied. Im Entwurf sind lediglich der Geltungsbereich, die Nutzungsart und die maximal zulässige Grundfläche definiert. Andere planerische Vorgaben werden bewusst offen gehalten. Eine weitere

Auf dieser Fläche am Ortseingang Nord soll das Bürgerhaus Kippenheims gebaut werden. Konkretisierung soll nach Vorliegen eines Entwurfs von Gebäude und Freiflächen erfolgen. Dafür wird ein Architektenwettbewerb erfolgen, wie dieser abläuft, ist noch offen. Aus dem Siegerentwurf werden dann die weiteren Rahmendaten im Bebauungsplan festgesetzt. Grundlage für den Wettbewerb ist ein Aufgaben- und Anforderungskatalog für Gebäude und Freifläche. Er wurde wie schon die Standortfrage in einem breiten Bürgerbeteiligungsverfahren ermittelt. Vorgesehen ist die Fläche von Osten her über den Schlackweg, der in die Untere Hauptstraße mündet, für den Verkehr zu erschließen. Darüber wunderten sich Julian Siefert (SPD) und Ot-

to Hebding (CDU). Sie hätten eine Anbindung des Plangebiets über die vorhandene Umgehungsstraße ins Industriegebiet bevorzugt. Das allerdings ist nicht möglich. Zumal zwischen dem Plangebiet und der Umgehungsstraße landwirtschaftlich genutzte Flächen liegen, die nicht im Geltungsbereich des FNP beinhaltet sind. Eine Erweiterung dessen in diesem Bereich sei nicht machbar, erklärte Rathauschef Gutbrod auf Nachfrage von Hebding. Zum anderen führte die geplante Erschließung über den Schlackweg in die Gesamtfläche, die die Gemeinde erschließen kann. Denn in Richtung Westen kann langfristig die im FNP ausgewiesene Wohnbaufläche erschließer-

isch angebunden werden. Diese könnte auch zusätzlich von Westen her erschlossen werden. Für Fußgänger und Radfahrer wäre eine Anbindung vom Dorf her über das »Wickhäusle« denkbar. Ziel ist, Retentionsflächen und ökologische Ausgleichsmaßnahmen in das Außenanlagenkonzept des Bürgerhauses einzubeziehen.

Kippenheimer sollen über das Mitteilungsblatt informiert bleiben Wie die weiteren Schritte aussehen, da ist die Verwaltung noch in Abstimmungsgesprächen, in denen offene Fragen über das Prozedere geklärt werden. Um weiterhin transparent zu bleiben, werden die

Archivfoto: Bender

Bürger bis zur nächsten Bürgerbeteiligung im Herbst über das Mitteilungsblatt informiert.

INFO

Grundstück Alle Grundstücke am Ortseingang Nord befinden sich im Besitz der Gemeinde. Ein Umlegungsverfahren ist daher nicht erforderlich. Ein Umweltbericht und eine artenschutzrechtliche Untersuchung sind noch in Arbeit. Auf deren Basis können weitere Maßnahmen zur Vermeidung, Verminderung und zum Ausgleich von Beeinträchtigung der Umwelt festgelegt werden Anzeige

Schwimmbadfest Herbolzheim Fröhlicher Wasserspaß für den guten Zweck D er Rotary-Club Emmendingen-Breisgau lädt auf Sonntag, 15. Juli, zum Schwimmbadfest ins Herbolzheimer Terrassenbad. Das Fest steht dieses Jahr unter dem Motto Sicherheit und sein Erlös kommt gleich drei Gruppen zugute. So soll der Löwenanteil des Erlöses an den Weißen Ring gehen, aber auch die Jugendfeuerwehr und das KU-

MU-Team für Gewaltprävention sollen bedacht werden. Um 11 Uhr am Sonntag wird Bürgermeister-Stellvertreter Martin Clesle das Schwimmbadfest mit seinen vielen attraktiven Aktionen eröffnen. So wird die DLRG Rettungsübungen zeigen und demonstrieren, wie man jemanden wiederbeleben kann. Auch die Schwimmmeister werden die

Besucher in der Wasserrettung unterweisen. Zudem werden sie für sportliche Wettkämpfe sorgen. Passend zum Thema Sicherheit wird die freiwillige Feuerwehr über das Thema Brandmelder und den Umgang mit dem Feuerlöschern informieren sowie mit Wasserfontänen für Abkühlung für die Besucher sorgen. KUMU will das Selbstvertrauen von Kindern und Jugendlichen stärken und Gewalt vorbeugen. In dem Verein engagieren sich auch viele ehemalige Polizisten. Beim Schwimmbadfest wird das KUMU-Team den Besuchern Informationen zu Gewaltprävention und Selbstverteidigung geben. Auch das Sportstudio Rinbuka wird zeigen, wie man sich selbst verteidigen kann. Ebenfalls am Schwimmbadfest teilnehmen werden die Reservisten, sie werden über die Bundeswehr informieren. Der Weiße Ring wird über seine Arbeit und die Unterstützung von Opfern Auskunft geben. Der Verein ist aktuell durch mehrere Morde und Gewaltverbrechen in der Region stark gefordert, erklärt Peter Welp vom Rotary-Club Emmendingen-Breisgau. Deshalb hat der Rotary-Club ihn auch als Hauptbegünstigen des Festes ausgewählt.

Zugunsten der Gesamtspende wird eine Tombola stattfinden, die viele Unternehmen aus Kenzingen und Herbolzheim mit Preisen unterstützt haben. Den Hauptgewinn hat Mercedes Kestenholz Freiburg zur Verfügung gestellt: Derjenige, dem die Glücksfee hold ist, kommt ein Wochenende lang in den Genuss eines Cabrio der E-Klasse. Die Eintrittsgelder des Terrassenbads werden an diesem Tag gespendet, ab 17 Uhr jedoch ist der Eintritt frei – passend zum Finale der FußballWM. Denn diese wird beim Schwimmbadfest live auf zwei Großfernsehern übertragen. jg

Mit einem Doppelstrahl sorgte die Feuerwehr im vergangenen Jahr für eine nasse Abkühlung. Archivfoto: Schnabl


Samstag, 14. Juli 2018

MAHLBERG / HERBOLZHEIM

Kinder spenden mehr als 800 Euro

Hilfe | Kommunionkinder haben Nächstenliebe und Mitmenschlichkeit auf eigene Art umgesetzt Einfach helfen hatten sich in diesem Jahr die Kommunionkinder von Mahlberg (19) und Ottenheim (5) vorgenommen. Dafür waren sie für die Aktion »Einfach helfen« aktiv. Rust/Mahlberg (hpb). Zuvor hatte Gemeindereferentin Rosi Haas die Kinder in der Kommunionvorbereitung ganz konkret mit dem Thema vertraut gemacht, die Not anderer Menschen wahrzunehmen. Sich zu freuen über das eigene Wohlbefinden und mit der Liebe für den Nächsten ganz nah Jesus zu folgen, im Glauben, im täglichen Leben, das war ihre Botschaft.

Eigenes Engagement stand im Vordergrund Die Kinder befassten sich in der Kommunionvorbereitung dabei mit den Möglichkeiten, dies auch praktisch zu tun und engagierten sich. Nicht nur, damit von den Eltern das Geld für »Danke-Präsente« zur Verfügung gestellt wurde. Sondern es kam persönliches Engagement hinzu: Die Kinder organisierten mit ihren Eltern einen Kuchenverkauf, nachdem sie zuvor zu Hause mithalfen, Kuchen und Ge-

Eine Abordnung der Kommunionkinder der Seelsorgeeinheit Maria Frieden aus den Gemeinden Mahlberg und Ottenheim übergaben zusammen mit Gemeindereferentin Rosi Haas und Elternvertreterin Tanja Schröder die Spende für »Einfach Helfen« an Mauritia Mack und Ulrike Rau. Foto: Hiller bäck dafür zu gebacken hatten. Am Gottesdienst nach Palmsonntag offerierten sie mit ihrem Kuchenstand eine reichhaltige und köstliche Auswahl. Den Erlös aus eigenen Mitteln und Kuchenverkauf überbrachten sie Mauritia Mack und Ulrike Rau von »Einfach helfen«. Zusammengekommen waren so exakt 853,20 Euro.

Dabei brachten die Kommunionkinder zur Übergabe nicht nur das Geld mit, sondern auch ein Bild mit selbst gemalten Engelkopf als Gruß an das Mädchen, für das ihre Spende gedacht ist. Die Kinder wollten ihr ihre Verbundenheit zeigen. Das gespendetete Geld soll ihr eine alternative Krebs-Behandlung ermöglichen, da sie erforderliche die Chemotherapie nicht verträgt.

INFO

Mauritia Mack ist beeindruckt Mauritia Mack bezeichnete es als eindrucksvoll, Spenden für »Einfach helfen« gerade von Kindern und Jugendlichen entgegenzunehmen. Gerade in diesem Fall seien die Themen Mitmenschlichkeit, Hilfe und Nächstenliebe unmittel-

bar miteinander verbunden worden. Daher galt ihr Dank den Kindern, Eltern und Rosi Haas für die Hilfe für »Einfach helfen« zur Förderung der dringend erforderlichen alternativen Behandlung des an Krebs erkrankten Mädchens.

Kurier Seite 9

Wahlen: Für Benz und Metz wird es ernst Der Bürgermeister-Wahlkampf beginnt: In zwei Städten der südlichen Ortenau startet jetzt beziehungsweise in Kürze die Bewerbungsfrist. Mahlberg/Ettenheim (fx). Sowohl die Mahlberger als auch die Ettenheimer wählen in diesem Jahr einen Rathauschef. Und in beiden Amtsstuben könnte das alte Stadtoberhaupt auch das neue sein. Sowohl Dietmar Benz (Mahlberg) als auch Bruno Metz (Ettenheim) haben schon vor Längerem angekündigt, dass sie gerne weitermachen würden. Für beide wäre es im Falle einer Wiederwahl die vierte Amtszeit. Ob sie dabei Konkurrenz erhalten, dürfte sich in Kürze zeigen. In Mahlberg beginnt die Bewerbungsfrist am heutigen Samstag, in Ettenheim eine Woche darauf. Grundsätzlich gilt: Wer seine Unterlagen zuerst in den Rathausbriefkasten wirft, steht auf dem begehrten Listenplatz eins, also ganz oben auf dem Wahlzettel. Die Bewerbungsfrist endet am 27. August (Mahlberg) beziehungsweise am 10 September (Ettenheim). Gewählt wird in Mahlberg am 23. September (eventuelle Neuwahl am 14. Oktober). Die Ettenheimer werden am 7. Oktober zur Urne gebeten, ein möglicher zweiter Wahlgang wäre am 21. Oktober.

Von Samstag bis Montag, 21. bis 23. Juli

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Dreschefest Tutschfelden Uriges Fest sorgt für Stimmung Z

um 37. Mal veranstaltet der Sportverein Tutschfelden sein traditionelles Dreschefest von Samstag bis Montag, 21. bis 23. Juli. Der Ort der Feier ist der im original erhaltenen Drescheschopf aus dem Jahre 1925, in dessen Mittelpunkt noch immer die Dreschmaschine steht. Es wird eine Weinlaube aufgebaut sein, in der es leckere Tutschfelder Weine und Sekte gibt. Auch eine reichhaltige Kaffee- und Kuchentafel wird hier bereitstehen. Weiterhin gibt es einen Bierbrunnen, in dem verschiedene Biere vom Fass angeboten werden. Auch in diesem Jahr gibt es eine Cocktailbar, die an allen drei Tagen geöffnet hat und für jeden Geschmack das Passende bietet. Bekannt ist das Dreschefest auch für sein reichhaltiges kulinarisches Angebot. Beliebt sind die knusprigen Hähnchen vom Holzkohlengrill. An allen Tagen

gibt es auch Jägerbraten, Sauerbraten und weitere Köstlichkeiten. Zusätzlich gibt es am Sonntag zum Mittagstisch Wildgulasch mit Preiselbeeren und Bandnudeln. Der ImbissStand bietet ofenfrische Flammenkuchen und Dreschflegel. Der Startschuss für das Dreschefest ist am Samstag, 21. Juli, um 18.30 Uhr im Drescheschopf mit dem Fassanstich von Ortsvorsteher Reinhard Roser. Anschließend gibt es eine Freirunde. Stimmungslieder und angesagte Hits werden danach bei den Besuchern für Feierlaune sorgen.

Der Sonntag beginnt um 10 Uhr mit einem Festgottesdienst im Drescheschopf. Ab 11.30 Uhr gibt es dort Mittagessen mit Stubenmusik von Onkel Jacobs Trio. Außerdem hat am Sonntag die Tutschfelder Heimatstube von 14 bis 16.30 Uhr ihre Türen geöffnet. Am Montag können die Besucher ab 11.30 Uhr zu Mittag essen. Ab 14.30 Uhr findet der Kindernachmittag statt. Gegen 17 Uhr steht die Dresche für das verdiente Feierabendbier und den Festausklang ab 20 Uhr bereit. Um 22 Uhr findet die Tombola-Verlosung statt.

Amüsierten sich vergangenes Jahr prächtig auf dem Dreschefest (von links): Thomas Toews, Vorsitzender des SV Tutschfelden, Ortsvorsteher Reinhard Roser und Getränkelieferant Martin Scheidel. Archivfoto: Meier


KAPPEL-GRAFENHAUSEN / RHEINHAUSEN

Samstag, 14. Juli 2018

Kurier Seite 10

n Rheinhausen n Der Wochenmarkt findet in Rheinhausen immer freitags von 14 bis 18 Uhr statt.

OBERHAUSEN

n Seine

letzte Fahrt vor der Sommerpause veranstaltet das Altenwerk Oberhausen am Mittwoch, 18. Juni, nach Donaueschingen zur Donauquelle. Auf der Rückfahrt findet in Gutach-Bleibach das Abschlussessen statt, heißt es in der Ankündigung. Die Abfahrt ist um 12.30 Uhr an der Bushaltestelle. Um Anmeldung bei Karin unter Telefon 07643/50 92 oder Roswitha Telefon 07643/55 12 wird gebeten. n Der Turn- und Sportverein lädt zu seiner Saisoneröffnung auf den Handballplatz ein. Am Samstag, 13. Juli, steigt das Event ab 13 Uhr mit einem Siebener-Feld an AH-Mannschaften. Zwischen den Gruppenspielen sind Einlagebegegnungen der Jugendlichen geplant. Nach der Siegerehrung wird der Kader der ersten Mannschaft dem Publikum vorgestellt. Ein erster Test steht nach der Präsentation an. Dann trifft die TuS-Sieben auf den TB Kenzingen. Zum Abschluss tritt das Duo »Ive and T. Bo« mit Livemusik auf, so die Ankündigung. n Im Rahmen seiner Sportwoche von Freitag bis Montag, 27. bis 30. Juli, veranstaltet der FC Oberhausen unter dem Motto »Sportlich, badisch, gut« am Samstag, 28. Juli, auf dem Sportgelände einen Musikabend mit der Gruppe Saitenwind. Deren dreizehn Musiker wollen mit Gitarrenklängen und altem deutschen Liedgut unterhalten. Für das leibliche Wohl wird laut Ankündigung gesorgt. Der Eintritt ist frei.

NIEDERHAUSEN

n Der Seniorenkreis Niederhausen veranstaltet am Donnerstag, 19. Juli, einen Grillnachmittag im Pfarrheim Niederhausen. Für musikalische Unterhaltung sorgen laut Ankündigung Konrad Kunzweiler und seine Musikerkollegen. Der Beginn ist um 14 Uhr.

Oberhausener Nachwuchsmusiker legen erfolgreich ihr Juniorabzeichen ab Einige Kinder und Jugendliche des Musikvereins Oberhausen (MVO) haben erfolgreich ihr Juniorabzeichen abgelegt. Anja Laile, Jona Reichenbach und Selin Bußhardt haben das Abzeichen erlangt. Das bronzene Abzeichen erhielten Fran-

ziska Maurer, Katharina Dosch, Sophie und Angelina Enghauser sowie Marlena Zehnle. Hanna Maurer, Pia Maurer und Philipp Manz durften das silberne Abzeichen in Empfang nehmen. Mit dem Ablegen des Juniorabzeichens dürfen die

Kinder in der Jugendkapelle unter Friederike Rilling mitmachen. Bereits ab sechs Jahren gibt es dort die Möglichkeit in Kleingruppen Blockflöte zu lernen. Ebenfalls ab sechs Jahren findet der Gruppenunterricht an der Trommel Ca-

jon statt. Neue Kurse starten ab September. Alle Blasinstrumente und auch Schlagzeug können auch im Einzelunterricht erlernt werden. Nähere Infos bekommen Interessierte bei der Jugendvertreterin Luisa Stellmacher. Foto: Meier

Machtlos gegen Ferienwohnungen

Gemeinderat | Wohnungsmangel in Kappel-Grafenhausen / Kritik an Bauvorhaben für zwei Ferienhäuser Wo sollen die Kappel-Grafenhausener wohnen, wenn es nur noch Ferienwohnungen gibt? Eine Frage, die den Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beschäftigte. Doch die Verhinderung von Ferienwohnungen bereitet baurechtliche Probleme. n

Von Michael Masson

Kappel-Grafenhausen. Größte Probleme hatte der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung mit den vorliegenden Bauanträgen auf den Neubau von drei Ferienwohnungen in der Kirchstraße. Diese liegt im Grafenhausener Ortszentrum, und hier sind solche touristischen Vorhaben (städte-)baurechtlich noch nicht ausgeschlossen.

chen wir für die alten Ortskerne ein entsprechendes Leitbild.« Wann das denn vorgelegt wird, wollte Manz vergeblich wissen. Zusätzliche Kritik wurde auch an der Ausgestaltung zweier geplanter dreistöckiger Ferienhaus-Gebäude mit Flachdach und äußerer Da brauchen wir für die Stahltreppe laut. Dies, sagte Rita alten Ortskerne ein entOhnemus (FW), sprechendes Leitbild.« füge sich städtebaulich überhaupt Bürgermeister Jochen Paleit nicht in die Umgebung ein. Schon zuvor in der Bürgeraktuellen Wohnungsnot für eigene Bürger nicht auch noch fragestunde hatte eine unmitKurzzeittouristen bräuchte, telbare Nachbarin auf bedie Raum blockieren. Brunhil- fürchteten künftigen Lärm de Gündner (FWV) stellte und neue Parkplatzproblemafest: »Die Problematik hat tik hingewiesen. BürgermeisFahrt aufgenommen, da hin- ter Paleit meinte schließlich: ken wir gründlich hinterher.« »Wir können auch ablehnen.« Das Rezept von Bürgermeis- Allerdings würden dann die ter Jochen Paleit: »Da brau- Landratsamt-Baubehörden

Unerwünscht sind sie längst jedenfalls nach Meinung der breiten Gemeinderatsmehrheit grundsätzlich überall (wir berichteten). Frank Andlauer und Tobias Manz (beide CDU) bekräftigten ihre Meinung, dass man angesichts der

»

entscheiden – und wie, das könne auch von anderen ähnlich gelagerten Fällen erahnt werden. Das Landratsamt würde womöglich zustimmen. »Was also tun?«, gab der Bürgermeister in den Gemeinderat zurück. Gündner bekräftigte indes: »Das Problem wird immer extremer.« Rebecca Wild (FW) forderte gar: »In vier Wochen will ich eine komplette Idee haben.« Nämlich, wie man die zunehmende Ferienhaus-Inflation grundsätzlich überall in beiden Ortsteilen in den Griff bekommt. Schließlich beschloss der Gemeinderat mit einer Mehrheit von acht Stimmen, den umstrittenen Bauantrag auf die nächste Sitzung zu vertagen, was die Fristen noch zulassen. Fünf waren dagegen. Bis dahin ist die Gemeindeverwaltung also gefordert, ein

Handlungskonzept gegen Ferienhäuser vorzulegen, wo bislang das Baurecht noch nicht greift, etwa in Ortskernen ohne Bebauungsplan.

INFO

Touristen Nach Auskunft von Schwarzwald Tourismus gab es im vergangenen Jahr 35 419 Übernachtungen in Kappel-Grafenhausen. Das sind im Vergleich zu 2016 gut vier Prozent mehr. Zur Verfügung standen 2017 insgesamt 234 Betten. Die durchschnittliche Verweildauer in der Gemeinde lag bei 1,6 Tagen. Angekommen sind im Jahr 2017 exakt 22 418 Gäste. Erfasst werden die Zahlen von Beherbergungsbetrieben mit mindestens zehn Betten.

Einer der wertvollsten Naturschätze des Landes Elzwiesen | Gisela Splett und Andre Baumann besuchen das Umweltschutzgebiet

Finanzstaatssekretärin Gisela Splett und Umweltstaatssekretär Andre Baumann haben das Natur- und Landschutzgebiet Elzwiesen in Augenschein genommen. Foto: Ministerium für Finanzen

Rheinhausen (red/jg). Finanzstaatssekretärin Gisela Splett und Umweltstaatssekretär Andre Baumann haben das Naturund Landschaftsschutzgebiet Elzwiesen besucht. »Die Mitarbeiter des Wasserverbands Elzwiesenwässerung leisten tolle Arbeit. Sie unterhalten das alte Wiesenwässerungssystem und sorgen für Wässerungen«,

sagte Splett. »Zudem helfen sie mit, das Gebiet weiterzuentwickeln und den Naturschutz zu verbessern.« 75 verschiedene Vogelarten sind im Naturund Landschaftsschutzgebiet Elzwiesen in der Offenburger Rheinebene schon gesichtet worden. Vor allem der Große Brachvogel brütet in dem Gebiet, aber auch Kiebitze, Waldwasser-

läufer und Uferschnepfen. Das naturschutzfachlich wertvolle Gebiet müsse langfristig gesichert werden. Die Staatssekretärin wies darauf hin, dass das Land BadenWürttemberg in den vergangenen 30 Jahren mehr als 130 Hektar Fläche in dem Naturschutzgebiet erworben habe. »Die Elzwiesen gehören zu den schönsten und wertvolls-

ten Naturschätzen unseres Landes«, sagte auch Umweltstaatssekretär Baumann. »Ich bin sehr dankbar, dass Liegenschafts- und Naturschutzverwaltung sowie Ehrenamtliche seit vielen Jahren zusammenarbeiten. Die artenreichen Wässerwiesen seien wichtige Kulturdenkmäler und Lebensraum für stark gefährdete Tier- und Pflanzenarten.


Samstag, 14. Juli 2018

RUST / RINGSHEIM / HERBOLZHEIM

Auf Abstieg folgt Aufbruchstimmung

Hauptversammlung | SV Rust will mit neuem Trainer zurück in die Bezirksliga / Wirtschaftlich auf gutem Weg Die Hauptversammlung des SV Rust hat unter dem Eindruck des Abstiegs der ersten Mannschaft gestanden. Trotz aller Enttäuschung gab man sich kämpferisch: In der neuen Saison will man in der Kreisliga A den sofortigen Wiederaufstieg ins Visier nehmen. n

Von Adelbert Mutz

Rust. Dass die zweite Herrenmannschaft Meister in der Kreisliga B wurde, war lediglich eine Randnotiz. Wirtschaftlich ist der Verein sehr gut aufgestellt, wie dem Bericht von Rechner Armin Kienzler zu entnehmen war. Erst im Mai sei ein Kredit getilgt worden. Mit einer effizienten Vereinsstruktur, basierend auf arbeitsteiligem Handeln, blickt der Verein mit 715 Mitgliedern in eine gute Zukunft, auch angesichts von 89 aktiven Jugendlichen, die von der A- bis zur G-Jugend in Rust kicken, wie Vorsitzender Andreas Sehrer anmerkte. Andreas Grüninger (für David Teschner) und Chronist Manfred Bachmann gaben den Überblick über das Scheitern der ersten Mannschaft, in die der neue Trainer Axel Siefert zum Jahreswechsel neues Leben einhauchen sollte, aber bald wieder zum Bahlinger SC abwanderte. Als seinen Nachfolger konnte der SV nun Reiner Heitz, ehemals FV Sulz, und an seiner Seite Yannik Männle verpflichten. Nachdem der Frust über den

Ehrungen beim SV Rust (von links): Eugen Nuss, Stefan Baumann, Andreas Sehrer, Werner Koch, Ralf Arndt, Josef Bumann, Detlef Reiter, Ewald Scherer, Karl Vitt, Paul Joseph, Heinz Gruninger und Michael Graß Foto: Mutz Abstieg verdaut sei, herrsche wieder Aufbruchstimmung, so Grüninger, die Mannschaft sei mit sich im Reinen, die Kameradschaft gut. Stefan Stöhrmann berichtete von der Tischtennisabteilung und dem erfreulichen Aufstieg der Damen in die Bezirksliga.

Frust bei Abteilungsleiter Arno Schmider von den Altern Herren Über den nichtsportlichen Bereich berichtete Michael Graß. Etwa vom dreitägigen Straßenfest mit viel Arbeit und Personal, oder der WiesnParty, die sich fest etabliert habe. Als personellen Kraftakt nannte Graß die Ausrichtung des Europa-Park-Cups, mit 145 Jugendmannschaften

eines der größten Jugendturniere deutschlandweit, bei dem 106 Helfer die Ärmel hochkrempelten. Ziemlich frustriert gab sich Arno Schmider, Abteilungsleiter der Altern Herren. Er beklagte heftig die fehlende Unterstützung bei der von der AH organisierten Theaterveranstaltung: »Wir sind kläglich gescheitert.« Ebenso sieht er ein schlechtes Verhältnis zwischen SV und dem Freundeskreis. Zudem forderte er von der Gemeinde die Hallennutzungsgebühren zu streichen. Verwundert über diese Äußerungen war Armin Käßheimer, Vorsitzender des Freundeskreises, der die Kritik vehement zurückwies. Bürgermeister Kai-Achim Klare stellte fest, dass die Gemeinde im Haushalt viele Mittel zur Anzeige

Schuh-Sport Saar Einmalige Jubiläumspreise D as Unternehmen »Sport und Schuh Saar« in Herbolzheim feiert sein 130-jähriges Bestehen mit einem großen Jubiläumsverkauf. Das Unternehmen bedankt sich mit einmaligen Jubiläumspreisen auf das umfangreiche Sortiment. Sport- und Freizeitschuhe, Bade- und Kindermode sowie Sportartikel vom Tennisschläger über Snowboards bis hin zu Inlinern und Funktionsbekleidung – all das können Kunden aktuell in der Herbolzheimer Hauptstraße erheblich reduziert erwerben. Insgesamt sind mehr als 20 000 Markenartikel im Preis gesenkt. Besonders die Sommermode muss raus: Im Tamaris- und im Rieker-Shop sind viele Schuhe

auf 25 Euro reduziert. Bei den Marken Högl, Gabor, Jana, Legero und MJUS zahlen die Damen bis zu 50 Prozent weniger. Die passenden Handtaschen und Accessoires zu ihren neuen Lieblingsschuhen können sie – natürlich ebenfalls reduziert – gleich miterwerben. Aber auch die Herren der Schöpfung kommen nicht zu kurz: Auf Modelle von Converse, Keen, Ecco, Camel und Lloyd gibt es ebenfalls einen satten Nachlass. Trekking-Sandalen gibt es bereits ab 29,95 Euro und auch Fußball-, Jogging- und Wanderartikel warten auf neue Besitzer. »Die große Rabatt-Aktion ist ein Dankeschön für all die tausend Kunden, die unserem Unternehmen seit vielen Jahr-

zehnten die Treue halten«, erklärt Inhaber Karl Saar. 1888 gründete Hilmar Meyer eine Schuhmacherwerkstatt mit Verkauf in Herbolzheim. Im Jahr 1954 übernahm Karl Saar, der Vater des jetzigen Inhabers, das Geschäft. Die Werkstatt wurde ausgegliedert. Sein Sohn Karl übernahm das bestehende Schuhgeschäft und gründete gleichzeitig ein eigenständiges Sportgeschäft. »Schuh und Sport Saar« erstreckt sich mittlerweile auf vier Etagen. Neben seiner großen Auswahl ist das Geschäft vor allem für seinen hervorragenden Service und seine individuelle Beratung bekannt. Sie ermöglichen es jeden Kunden, das jg Passende zu finden.

»Schuh und Sport Saar« zeichnet sich nicht nur durch sein breites Sortiment, sondern auch durch den persönlichen Kontakt aus (von links): Inhaber Karl Saar, seine Frau Gabriele und das ganze Verkaufsteam freuen sich darauf, ihre Kunden beim großen Rabatt-Einkauf zu beraten. Foto: jg

Verfügung stelle. Der SV sei ein großer Verein mit großer Tradition und dürfe als solcher auch große Emotionen haben. Zum Abstieg meinte er: »Die Freude erwächst daraus, dass es auch wieder in die andere Richtung geht.« Zum Ende verwies Sehrer auf die gute Entwicklung im Gastro-Bereich. Für die Sanierung der Duschen aus dem Jahr 1980 müsse der Verein demnächst rund 50 000 Euro investieren. Ein Jahr wollten er und Michael Graß noch anhängen, dann werden beide ihr Amt aus familiären Gründen abgeben. Das Ergebnis der Wahlen: Vorstand Finanzen Armin Kienzler, Öffentlichkeitsarbeit: Mark Kassel (für Johannes Saiger), Bereichsleiter Sport: David Teschner, Teilbe-

reichsleiter: Carsten Fischer, Rouven Schacht und Marius Sucic.

n Ehrungen n Ehrenmitglieder:

Ralf Arndt und Detlef Reiter n 50-jährige Mitgliedschaft: Josef Bumann, Stefan Baumann, Karl Bosch, Heinz Gruninger, Konrad Hauser, Leonhard Heini, Paul Joseph, Norbert Käfer, Werner Koch, Joachim Krüger, Hans Lässle, Rudolf Link, Ewald Scherer, Karl Vitt n 25 Jahre: Meinrad Herdrich, Christa Bohn, Gisela Lösslin, Elke Ringwald, Leonie Sauter, Vera Deibel n Zehn Jahre: Eugen Nuss, Carsten Fischer, Marco Springer, Mark Kassel, Thomas Hodapp, Dietmar Gräßlin

Kurier Seite 11

Südliche Ortenau bekommt dritten Tiefbrunnen Es ist ein umfangreiches Genehmigungsverfahren gewesen: Doch jetzt steht dem Ausbau eines dritten Tiefbrunnens ist nichts mehr im Weg. Ortenau (red/pme). Sowohl Freude als auch Erleichterung waren groß, als Nikolas Stoermer die wasserrechtliche Erlaubnis an den Vorsitzenden des Wasserversorgungsverbands Südliche Ortenau übergab. Ringsheims Bürgermeister Pascal Weber zeigte sich mehr als zufrieden: »Mit der erteilten wasserrechtlichen Erlaubnis sind die Voraussetzungen für die langfristige Sicherstellung der Wasserversorgung in der südlichen Ortenau geschaffen.« Der Erteilung der wasserrechtlichen Erlaubnis vorausgegangen war ein umfangreiches Genehmigungsverfahren und ein nahezu 15 jahre dauernder Abstimmungsprozess, heißt es aus der Behörde. Daher sei man froh, so Stoermer, »dass das Genehmigungsverfahren für den Tiefbrunnen nun abgeschlossen werden konnte«. Das verband der Erste Landesbeamte und zuständige Dezernent mit einem Dank an den Wasserversorgungsverband (WSO) und die Fachbehörden.

n Rust n Die

SPD Rust lädt ein zum Flohmarkt am Samstag, 28. Juli, auf dem Schulhof der Gemeinschaftsschule. Von 9 bis 12 Uhr darf ver- und gekauft werden. Weder Anmeldung noch Standgebühr sind notwendig.


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Samstag, 14. Juli 2018

Kurier Seite 12

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Lebens- und, mit seinen idyllischen Winkeln, auch liebenswert – so beschreibt der Bürgermeister Dietmar Benz Mahlberg. Und tatsächlich passen diese Eigenschaften auf das malerische Stauferstädtchen. Dazu tragen nicht nur das Stadtbild, sondern auch die Bewohner bei, die stets für ein pulsierendes Vereins- und Gemeinschaftsleben sorgen. Eine gesunde Infrastruktur sowie die ansprechenden Familienangebote machen Mahlberg zu einem lebenwerten Fleckchen Erde.

Die erste gesicherte urkundliche Erwähnung Mahlbergs geht auf das Jahr 1218 zurück. Damals besuchte der Stauferkönig und spätere deutsche Kaiser Friedrich II. die Mahlberger Burg. Ursprünglich hatte man gemutmaßt, dass Mahlberg im Jahr 1223 die Stadt- und Marktrechte verliehen bekam. Weil das aber nicht gesichert nachgewiesen werden konnte, feiert man 800 Jahre urkundliche Erwähnung. Die ist datiert auf den 23. November 1218 – genau 800 Jahre später findet das Festbankett statt. Trotz der zahlreichen Jahre, die Mahlberg bereits auf dem Buckel hat, ist das Staufenstädtchen aber noch nicht in die Jahre gekommen. Das beweisen insbesondere die Bewohner immer wieder aufs Neue. Auch zur Feierlichkeit im Juli werden sie wieder die Bühne stürmen, tanzen, plaudern und fröhlich sein.

Sonderveröffentlichung am 20. Juli 2018

Sonderveröffentlichung am 14. Juli 2018


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Für die Festlichkeit soll historisch alles stimmen Sind es wirklich 800 Jahre? Als sicher nachweisbar gilt, dass Mahlberg im Jahr 1218 erstmals als Gerichtsort und Kaiserburg erwähnt wurde/ Viele Näherinnen sorgen mit großer Begeisterung für die historische Optik der teilnehmenden Vereine und Besucher

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ine lange Zeit der Recherche liegt hinter dem Organisationsteam der Festlichkeit: Das Ziel war es, mithilfe, von historischen Dokumenten, Quellentexten, Bildern und Fundstücke herauszubekommen, ob Mahlberg vor 800 Jahren sein Stadt- und Marktrecht verliehen bekommen hat. Die Suche verlief jedoch wenig erfolgreich, denn es ließ sich kein Beweis finden. Fest stehe, so Bürgermeister Dietmar Benz, dass in einer Urkunde aus dem Jahr 1223 von einem beigelegten Streit zwischen Mahlberg Impressum Sonderbeilage des Verlags der Lahrer Zeitung GmbH Verlag und Herausgeber Lahrer Zeitung GmbH Kreuzstraße 9, 77933 Lahr Geschäftsführung und Anzeigenleitung Kirsten Wolf

und Ettenheim über das Marktrecht berichtet werde. Gesichert sei also nur die Nennung Mahlbergs als Gerichtsort und Kaiserburg. Wenn zu dieser Erkenntnis jedoch auch eine Urkunde aus dem Jahr 1218 hinzugezogen wird, die belegt, dass der Stauferkaiser Friedrich II. durchreisend samt Hofgefolge auf der Mahlberger Burg residierte, liegt die Vermutung nahe, dass er bei dieser Gelegenheit die Stadt- und Marktrechte verliehen hatte. Doch Spekulationen nützen nichts – sicher und urkundlich belegen lassen sich die Rechte erst ab 1223. Um keine Blamage zu riskieren, hatte der Gemeinderat 2012 deshalb den Beschluss gefasst, in diesem Jahr 800 Jahre urkundliche Ersterwähnung zu feiern. Doch wie kann die Geschichte den Festbesuchern authentisch nahegebracht werden? Das wird eine Grundfrage gewesen sein, als das umfangrei-

che Programm ausgearbeitet wurde. Die Antwort ist mit Blick auf das Konzept klar: Die Besucher sollen sich anhand von zahlreichen Aktionen selbst in die Zeit zurückversetzen können. Bürgermeister Benz möchte die Interessierten »mit auf einen Streifzug durch die verschiedensten Epochen der vergangenen 800 Jahre nehmen und dabei einen Einblick in die bewegte Vergangenheit der Stadt gewähren.«

Gut gekleidet durch alle Epochen Ob historische Modenschau, Barrikadensturm oder Nachtwächterrundgang: Fast überall sind rund 600 Mahlberger Bürger und Vereine beteiligt, um die Geschichte lebendig und nachempfindbar zu machen. Das soll sich auch in der Optik der Teilnehmer und Bürger widerspiegeln.

Dafür sorgt Christa Jäger, die mit ehrenamtlichen Helfern schon seit Februar vergangenen Jahres begonnen hat, historische Gewänder zu nähen. Ob mittelalterlich höfische Tracht, Bauern während des Dreißigjährigen Krieges, Menschen, die während der Klostergründung oder der badischen Revolution gelebt haben: Alle Jahrhunderte werden eingekleidet. Sämtliche Vereine werden über die Epochen zeitgemäß angezogen auftreten, bis hin zu Waschfrauen zu Beginn des vorigen Jahrhunderts sowie Wein- und Tabakbauern. Darum rattern zahlreiche Nähmaschinen im Pfarrhaus, werden eingekaufte und privat oder gespendete Stoffe zugeschnitten, Bettlaken gefärbt, mit Biesen, Rüschen, Knöpfe versehen und schließlich gebügelt. Das alles geschieht nach selbst erarbeiteten historischen Vorlagen, denn es soll ja historisch exakt passen. js

Sieht schon sehr gut aus: Die ehrenamtlichen Näherinnen sorgen beim Mahlberger Jubiläum für Authentizität. Foto: Masson

Redaktion Jörg Braun (V.i.S.d.P.), Julia Göpfert, Thomas Kroll, Julia Schmidt, Bilder Titelseite Sandra Decoux-Kone (4) Alena Ehrlich (1) Druck Druckzentrum Südwest GmbH 78052 Villingen-Schwenningen Ausgabe Lahrer Zeitung/Kurier Juli 2018

Beste Qualität? Logo!

Die Logo Etiketten GmbH ist Spezialist für hochwertige Etiketten, Shrink-Sleeves und Banderolen und begegnet einem fast täglich

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ie Buttermilch am Morgen, das Bier am Abend und die Handseife über den ganzen Tag – nur drei von vielen Berührungspunkten, die jeder so gut wie jeden Tag mit der Logo Etiketten GmbH am Standort Mahlberg hat. Und wenn man die Familie betrachtet, zu der die Logo Etiketten GmbH gehört, kann wahrscheinlich kaum jemand in Mahlberg, Deutschland und vielleicht sogar Europa sagen, er habe noch nie wenigstens indirekt mit dem Unternehmen zu tun gehabt. Denn in der Hand hatten wir mindestens ein Produkt der Gundlach Gruppe – so der Name der Mutter – ganz sicher schon mal.

Die Logo Etiketten GmbH (auch im Internet zu finden unter www.gundlach-packaging.com) gehört zum Verbund der Gundlach Packaging Group in der Sparte Packaging & Printing und produziert sogenannte Shrink-Sleeves, wie sie beispielsweise um die morgendliche Buttermilch gespannt sind, selbstklebende Etiketten, die sich nicht nur auf Bierflaschen, sondern auch beispielsweise Sonnencreme oder anderen Kosmetikprodukten befinden,

Banderolen, zum Beispiel für Müllsäcke und Klebebänder und Sachets für die verschiedensten Anwendungen. Die eigentliche Stärke der Logo Etiketten GmbH ist aber das Gesamtpaket aus Kreativität, technischem Know-how, bestem Service und bester Qualität, was ein Etikettendesign schafft, das jedes Produkt zu etwas Besonderem macht. Dafür stehen 76 Mitarbeiter, seit dem Jahr 1989, am Standort Mahlberg jeden Tag. red/js

Familiengeführtes Unternehmen bereits seit 1847 vor Ort Die Gundlach Gruppe ist nicht ganz so alt wie Mahlberg, aber durchaus doch schon vorzeigbar alt. Gründungsjahr 1847! Von Ernst Ludwig Gundlach gegründet als Buchbinderei und Handvergolderei, konzentriert sich das noch immer familiengeführte, aber mit knapp 800 Mitarbeitern in mehr als zehn Unternehmen, weltweit agierende Unternehmen, mittlerweile auf die drei Geschäftsfelder Packaging & Printing, Publishing sowie Process Intelligence.

Am Standort Mahlberg sorgen 76 Mitarbeiter mit ihrer Fachkompetenz für zufriedene Kunden. Foto: Gundlach Gruppe


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Die Profis für Lebensmitteltechnik Die BFIAS GmbH sorgt qualifiziert mit natürlichen Aromaextrakten, Lebensmittelfarben und Gewürzmischungen für puren Genuss

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ie Black Forest Ingredients & Solutions oder BFIAS GmbH wurde 2012 in Lahr gegründet. BFIAS produziert und vertreibt weltweit seit Mai 2016 in Mahlberg hochwertige, natürliche Aromaextrakte, natürliche Lebensmittelfarben sowie Gemüse- und Gewürzmischungen für die Lebensmittelindustrie. Mit dem Umzug nach Mahlberg hat das Unternehmen erheblich in Verarbeitungs- und Verpackungsmaschinen investiert, die den höchsten Ansprüchen der Kunden entsprechen.

Die Ausbildungsstätte für Lebensmitteltechniker Foto: BFIAS Das moderne Labor unterstützt die Spezialisten insbesondere in eigenen Analysen und der Produktentwicklung. Ihr umfangreiches Fachwissen gibt die BFIAS gerne weiter, indem sie Fachkräfte für Lebensmitteltechnik ausbildet. Für das kommende Ausbildungs-

jahr sind noch Plätze in der Produktion frei. Doch nicht nur das Handwerk wird dem Nachwuchs beigebracht, auch Nachhaltigkeit spielt eine wichtige Rolle. Daher plant das Unternehmen mit Partnern eine Photovoltaikanlage, um einen Großteil des Strombedarfs selbst herzustellen. Das Gebäude in der Carl-Benz Straße 45 wird gemeinsam mit der Aromoss GmbH genutzt, die Naturextrakte für Lebensmittel produziert. Insgesamt beschäftigen beide Firmen 23 Mitarbeiter in Mahlberg. red/js

Freundlich und engagiert Kunden fühlen sich bei den Mitarbeitern der Karls-Apotheke gut aufgehoben / Artikel über das gewöhnliche Sortiment hinaus

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agtäglich nehmen Filialleiter Dr. Martin Müller und sein Team in der Karls-Apotheke positive Rückmeldungen ihrer Kunden für den guten Service und die angenehme Atmosphäre im Geschäft entgegen. »Unsere Mitarbeiterinnen leben ihren Beruf, manchmal fahren sie nach Feierabend zu Kunden, um Medikamente abzuliefern«, verdeutlicht Müller das große Engagement der vier überdurchschnittlich gut qualifizierten Angestellten. Das große Warenlager verfügt über mehr als 8000 Arti-

In diesem der Stadt gehörenden Gebäude ist die KarlsApotheke zu Hause. Foto: Müller kel, vor Kurzem hat das Inhaber-Paar Müller in eine moderne EDV-Anlage investiert, um noch effizienter für seine Kunden da sein zu können. Diese erhalten alle Artikel des her-

kömmlichen Arzneimittel-Sortiments schnell und zuverlässig. Vier Warenlieferungen pro Tag garantieren kurze Wartezeiten. Zusätzlich bietet die Mahlberger Apotheke Bandagen und Hilfsmittel zur Pflege sowie bei Inkontinenz an. Als weiterer Posten kommen Hygieneartikel wie Duschgele oder Hautpflegeprodukte hinzu. Um auch künftig höchste Qualität garantieren zu können, lässt Dr. Müller einmal pro Jahr einen externen Auditor kommen, um das Qualitätsmanagement-System rezertifizieren zu lassen. tk

Meisterlich in Qualität und Service Anselm-Künle GmbH ist Spezialist rund um Haustechnik und Haussanierung und bietet »alles aus einer Hand«

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ie Haustechnik und Haussanierung stellt heute umfassende Anforderungen an Dienstleister. Vom tropfenden Wasserhahn über die Planung und Ausführung einer Badsanierung bis hin zur Installation von komplexen Biomasseheizungen mit Solarunterstützung. »Alles aus einer Hand« – das ist bei der Anselm-Künle GmbH ganz selbstverständlich. Stammkunden schätzen seit Jahren den persönlichen Service. Für das Gelingen eines Projekts gibt das Team jeden

Das Team von AnselmKünle Foto: Anselm-Künle Tag sein Bestes. Die große Erfahrung in den Tätigkeitsbereichen des Mahlberger Unternehmens sorgt für optimale Ergebnisse für die Kunden. Billigprodukte, die gerade mal die

gesetzliche Gewährleistungsfrist überstehen, sind bei Anselm-Künle tabu. Qualität hat oberste Priorität. Mit dem breiten Fachwissen als Basis garantiert Anselm-Künle eine bestmögliche Beratung, individuell angepasste Lösungen und ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Nach dem Kauf wird der Kunde nicht direkt zu den Akten gelegt: Auch kompliziertere Wartungsarbeiten führen die gut ausgebildeten Mitarbeiter gewissenhaft und zuverlässig aus – selbst Jahre nach der Installation. tk

Ehrliche Arbeit und Transparenz Casa Bedachungen führt Dachdeckerarbeiten für Privatpersonen und Firmen durch / Inhaber ist als »der spanische Lahrer« bekannt

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hrliche Arbeit, auch am kleinen Mann – das ist es, was den selbstständigen Dachdeckerbetrieb Casa Bedachungen ausmacht. »Nur durch die vielen Aufträge bei Privatpersonen konnten wir dahin kommen, wo wir heute stehen«, weiß Francisco Ceballos, der die Firma im Mai 2005 gegründet hat und dessen Auftragsbücher nun bis April 2019 gefüllt sind. Dieses Vertrauen wollen der »spanische Lahrer« und sein Team, bestehend aus vier Mitarbeitern und seiner Frau, mit Top-Leistung zurückzahlen.

Das Team von Casa-Bedachungen Foto: Ceballos Erledigt werden alle möglichen Arbeiten an Steil- und Flachdächern, unter anderem Abdichtungen, Umdeckungen, Wärmedämmung, Kaminsanierung und sämtliche Reparaturen – immer streng nach dem Ener-

gieeinsparungsgesetz (EnEG) und der Energieeinsparverordnung (EnEV). Casa Bedachungen ist auch zertifizierter Betrieb für Asbestabtragungen. Unheimlich wichtig ist für Ceballos Transparenz: »Die Kunden sollen wissen, was wir vorhaben und welche Kosten zu erwarten sind.« Um böse Überraschungen zu vermeiden, wird genau kalkuliert. Die Zukunft des Betriebs scheint gesichert: Sohn Francisco Junior (12, »Paquito«), hilft schon mit und will später in die Fußstapfen seines Vaters treten. tk


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Ein wertvoller Beitrag zum Schutz der Umwelt

Einsammeln und Verwerten von Druckverbrauchsmaterial und gebrauchter Büroelektronik ist der Geschäftsbereich der in Ettenheim ansässigen Clover Environmental Solutions GmbH / Collecture und »Rote Tonne« lautet das umweltfreundliche Geheimrezept

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as Einsammeln und Verwerten von Druckverbrauchsmaterial und gebrauchter Büroelektronik ist seit Inkrafttreten des sogenannten »ElektroG II« (Elektrogesetz II) im Jahr 2012 streng geregelt. Der Kreis derer, die verbrauchte Tintenpatronen und Tonerkartuschen zurücknehmen und fachgerecht verwerten dürfen ist in diesem Gesetz klar festgelegt. Diese Firmen müssen den Status einer »Erstbehandlungsanlage« haben, was hohe Auflagen wie Melde- und Dokumentationspflichten mit sich bringt. Die in Ettenheim ansässige Firma Clover Environmental Solutions GmbH erfüllt als zertifizierter Entsorgungsfach-

betrieb all diese Voraussetzungen und kümmert sich um die Wiederaufbereitung der leeren Toner und Kartuschen – so werden Sekundärrohstoffe rückgewonnen und landen nicht auf Mülldeponien. Mit den »Collecture«-Sammelboxen, die bundesweit an vielen Stellen zu finden sind, werden diese Materialien gesammelt und wiederaufbereitet. Händler und Endverbraucher können über diese Boxen aber nicht nur Tintenpatronen und Tonerkartuschen, sondern auch gebrauchte Handys, Büround Telekommunikationselektronik wie Tablets, Notebooks, Festplatten sowie Speichermedien wie Flats, Screens, Server

Das angelieferte Material wird in Ettenheim sortiert.

und Kabel entsorgen. Diese werden zentral oder auch dezentral aufgestellt und bieten so eine einfache Möglichkeit der Entsorgung ohne Vorsortierung. Sind die Boxen voll, organisiert Clover Environmental Solutions die zuverlässige und sichere Logistik und übernimmt alle anfallenden Frachtkosten. Collecture bietet attraktive Vergütungen, erstellt detaillierte Reports über Abfallmenge und -art und sorgt für eine gesetzeskonforme, transparente, günstige wie auch nachhaltige Verwertung der Abfälle.

Europaweiter Erfolg mit den Collecture-Boxen Seit der Firmengründung der Clover Environmental Solutions GmbH im Jahr 2000 konnte diese bereits umfangreiche Erfahrungen mit Rücknahmesystemen sammeln. 2018 wurden monatlich bereits 250 000 Tonerkartuschen und Tintenpatronen gesammelt und weiterverarbeitet. Dies macht Clover Environmental Solutions mit den CollectureBoxen zu einem der größten Leergutsammler in Europa. Ist eine Entsorgung plus vorherige Datenlöschung wichtig, bietet Clover Environmental Solutions die Möglichkeit über die »Collecture SAFE – Boxen« Geräte wie beispielsweise alte

Die Collecture-Boxen und Collecture SAFE-Boxen sind bundesweit an vielen Stellen zu finden. Dank dieser umweltfreundlichen Helfer können problemlos Tintenpatronen und Tonerkartuschen, aber auch gebrauchte Elektronik entsorgt werden. Fotos: Clover Technologies Group Firmenhandys sicher zu entsorgen. Clover Environmental Solutions führt diese Datenlöschung auf Grundlage der technischen Leitlinien des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik sowie der DIN 66399 Richtlinie durch – zuverlässig und sicher. Fachhändler, welche bislang nur das Einsammeln von leeren Tonerkartuschen und Tintenpatronen angeboten haben können ihren Kunden nun mit wenig Aufwand die qualifizierte und sichere Entsorgung und Verwertung von mobilen Endgeräten und nicht mehr benö-

tigter Bürotechnik anbieten und sich so als Dienstleister profilieren – mit Collecture beziehungsweise Clover Environmental Solutions als professionellem und erfahrenem Partner. Beliefert wird Clover Environmental Solutions neben der eigenen Sammlung in den Collecture-Boxen außerdem von einem strategischen Partner, der sich mit der »Roten Tonne« bereits seit 2011 um die bundesweite Sammlung von leer gedruckten Tintenpatronen und Tonerkartuschen kümmert. Bis Ende 2018 sollen be-

reits in mehr als der Hälfte aller Städte, Landkreise und Kommunen in Deutschland Rote Tonnen platziert werden und jedem die Möglichkeit geben, sich aktiv am Umweltschutz zu beteiligen. Unter Nutzung der Kanäle der klassischen Entsorgungswirtschaft sowie mit dem Ziel der Compliance des kompletten Sammel- und -Wiederaufbereitungsprozesses von Druckerkartuschen leistet Clover Environmental Solutions so einen wertvollen Beitrag für die Kreislaufwirtschaft und den Umweltschutz. red/js


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»Der Kunde steht im Mittelpunkt« Das fünfköpfige Team von »der haarsalon« kümmert sich mit viel Berufserfahrung um die Frisuren von Männern, Frauen und Kindern

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eit 13 Jahren ist »der haarsalon» in der Mahlberger Hauptstraße anzutreffen und nicht wenige Kundinnen und Kunden halten dem Friseursalon seitdem die Treue. Manche sogar noch länger, erklären die beiden Inhaberinnen Maria Dieterle und Marion Utz, denn einige Kunden sind den beiden nach der Lehrzeit zum eigenen Salon gefolgt. Mittlerweile besteht das Team aus fünf Friseurinnen, die alle auf eine lange Berufserfahrung zurückblicken, die sie kreativ in ihre Arbeit mitein-

bringen. Neu in der Runde ist Diana Yildiz, die seit Juni das Team verstärkt. Mit viel Sachverstand kümmern sich die Damen bei Männern, Frauen und Kindern um alles, was den Kopf angeht. Sei es ein neuer Haarschnitt, Frisuren für festliche Anlässe, Strähnchentechniken oder Make-up, in »der haarsalon« ist man gut aufgehoben. »Der Kunde und seine Wünsche stehen bei uns im Mittelpunkt«, erklären die beiden Inhaberinnen, die sich stets über neuste Trends auf dem Laufenjg den halten.

Das Team von »der haarsalon« (vorne von links): Selina Obergföll, Diana Yildiz und Bianca Santo; (hinten von links) Maria Dieterle und Marion Utz

Frisches und besonderes Gemüse Der Bio-Lieferdienst Zipf KG versorgt die Umgebung mit regionalen und biologisch angebauten Lebensmitteln

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esunde und bewusste Ernährung ist eines der TopThemen in der Gesellschaft. Immer mehr Verbraucher legen Wert darauf, dass ihre Lebensmittel aus Bioanbau und von hier sind. In der Gemüse-Gärtnerei von Matthias Zipf werden schon seit 1983 komplett nach Bioland-Richtlinien verschiedene Gemüse der Saison angebaut. Neben einem guten Standard bietet er auch Spezialitäten an. Durch eine seit Jahrzehnten bewährte partnerschaftliche

Gesunde Lebensmittel liegen dem Team um Matthias Zipf am Herzen. Foto: Zipf Zusammenarbeit mit anderen Bio-Erzeugern der Region wird die Auswahl sehr groß und es bleibt kaum ein Wunsch von

gesundheitsbewussten Genussmenschen offen. Neben dem Verkauf auf den Wochenmärkten und dem Hofmarkt kommt der Betrieb mit seinem Bio-Lieferdienst mit Internetshop auch einem weiteren Kundenkreis entgegen. Gemüse, Obst, aber auch Getränke, Brot, Eier, dazu ein reichhaltiges Naturkostsortiment vom zertifizierten BioFachhandel können so einfach bestellt werden. Im Shop www.blidz.net finden Kunden viele Informationen zu den Waren sowie Rezepte. red/js

Der Traum vom Sechser im Lotto Mahlberger finden die Toto-Lotto-Annahmestelle seit Anfang des Jahres in der Postagentur / Inhaberin Heidi Schmid bereut nichts

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er vom Sechser im Lotto träumt oder mit der Glücksspirale in den Genuss einer Sofortrente kommen möchte, der ist seit Februar dieses Jahres in der Mahlberger Postagentur richtig. Bis Ende 2017 befand sich die örtliche Totto-Lotto-Annahmestelle in einem kleinen Einzelhandelsgeschäft in der Stauferstraße. Als sich dessen Schließung zum Jahreswechsel abzeichnete, bot die Lotto-Gesellschaft Heidi Schmid die Übernahme der Annahmestelle in der Eisenbahnstraße 37 an.

Heidi Schmid mit ihrer Mitarbeiterin Claudia Müller (von links) Foto: Schmid Schmid entschied sich dafür, was sie bis heute nicht bereut hat. Die Kunden schätzen ihre Arbeit und den neuen Standort. Kein Wunder: Sie finden ideale Bedingungen vor. So gibt es mehrere Parkplätze direkt

vor der Tür. Eigens für den Service wurden sogar die Öffnungszeiten geändert. Um auch am Mittwoch für die Kunden da zu sein, wurde der freie Nachmittag um einen Tag auf Dienstag vorverlegt. Neben der Postagentur mit Toto-Lotto-Annahmestelle bietet Heidi Schmid zusammen mit ihrer Mitarbeiterin Claudia Müller auch Schreibwaren, Zeitschriften und Schulbedarf an. Besonders beliebt ist auch die große Auswahl an schönen Glückwunsch- und Trauerkarten für alle Anlässe. red/tk

Seit 180 Jahren alles nach Maß Egal ob Wiege, Fensterbänke oder Ladenzubehör: Die Schreinerei Kölble in Mahlberg lässt Kundenwünsche Realität werden.

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as Firmenprofil seiner Schreinerei beschreibt Inhaber Martin Kölble so: »Wir machen Sachen, die es so nicht fertig zu kaufen gibt – und die andere oft für unmöglich halten.« Vom kleinen Regal über Fenster bis hin zum großen Wandschrank fertigt die Schreinerei Kölble in Mahlberg alles individuell und auf Kundenwünsche zugeschnitten an. Zu ihren Auftraggebern zählen Privatkunden, Ladenbesitzer oder auch große Firmen. Das Mahlberger Unternehmen blickt genau wie die Stadt

selbst auf eine lange und wechselvolle Geschichte zurück. Gegründet wurde es vor rund 180 Jahren von Franz Joseph Kölble. Neben der Schreinerei betrieben er und die Inhaber der nächsten drei Generationen – Ferdinand, August und Rudolf Kölble – noch Landwirtschaft. Erst als Paul Kölble, der Vater des jetzigen Inhabers, die Schreinerei 1962 übernahm, stellte er sie ein. Die Ökonomie-Gebäude wurden für die Erweiterung des Betriebs genutzt. »Wer zum ersten Mal bei uns ist, wundert sich immer,

wie groß unser Gelände und unsere Werkstatt sind«, schmunzelt Martin Kölble. Als sein Vater Paul starb, war er 14 Jahre alt. Seine Mutter Anna führte das Unternehmen so lange, bis er mit 20 Jahren seinen Meister machte und den Betrieb führte, mit 25 Jahren übernahm er das Unternehmen. Auch schwierige Zeiten, wie einen großen Brand 1996 hat das Familienunternehmen gut überstanden. Genau wie die Stadt Mahlberg darf auch es stolz auf seine Geschichte und Tradition sein. jg


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Eine bunte Zeitreise zurück ins Jahr 1218

Innerhalb zwei Tagen können die Besucher auf dem Festareal in unterschiedliche Jahrhunderte abtauchen/ Zahlreiche Darsteller sorgen für das historisch-authentische Ambiente / Das Programm klingt vielversprechend und liest sich abwechslungsreich

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enn am 21. und 22. Juli Mahlbergs Ersterwähnung vor 800 Jahren gefeiert wird, wollen es die Stadt und alle Beteiligten so richtig krachen lassen. Die Fachgruppenleiter mit ihren Teams sowie Ehrenamtliche organisieren seit Monaten eine Mammutveranstaltung. Mit vielen Aktionen, Schauspielen und anderen Darbietungen können sich die Besucher in die vergangenen 800 Jahre Mahlbergs zurückversetzen und zwischen den Jahrhunderten hin- und herspringen. Um diese Zeitreise zu ermögli-

chen, haben die Organisatoren den Festbereich, der sich von der Kirchstraße und der Unterburgstraße via Karl-KromerStraße zu Rathaus- und Schlossplatz hin erstreckt und in der Stauferstraße endet, in Themenhöfe eingeteilt. Auch über einen historischen Markt werden die Besucher schlendern können. Wie sich der historische Anlass der Feierlichkeit, die Beurkundung vor 800 Jahren, vorzustellen ist, das wird auf dem Schlossareal gezeigt. 30 bis 40 professionelle Schauspieler spielen die Szene – den Einzug

Friedrichs II. mit seinem Hofstaat und schließlich der Unterzeichnung der Urkunde, nach. Zur Unterhaltung tragen ebenfalls Gaukler, hochmittelalterliche Musik sowie Fechtvorführungen bei, die den Besuchern die mittelalterliche Kultur verstärkt näherbringen. Der Rathausplatz ist Schauplatz für mittelalterliches Handwerk und Handel. Dort werden Zelte unter anderem für Schmied, Zinngießer, Kerzenzieher und Panzerhemdenmacher sowie Marktstände errichtet. Historische Darsteller und etliche Einzeldarsteller in

historischer Kleidung lassen den Markt authentisch erscheinen. Für jeden ist etwas dabei. Auch für Kinder sind gleich ein Dutzend Aktionsmöglichkeiten verzeichnet, etwa beim Bogenschießen, Waschen mit Waschbrett, Strohseile drehen, sogar auf einem Rummel früherer Zeiten können sich die Kleinen ausprobieren. Neben den zahlreichen Aktionen, Marktständen und Vorführungen wird auch für das leibliche Wohl gesorgt sein: Mahlberger Vereine und Institutionen werden die Gäste bewirten. js

Die Fachgruppenleiter, zuständig für die Organisation, blicken mit viel Vorfreude auf das große Jubiläum. Der Banner zeigt den Stauferkönig mit seiner Gemahlin. Foto: Decoux-Kone

Europas Spezialist für Fensterläden www.ehret.com

TAG DER OFFENEN TÜR Samstag, 22. September 2018, 10 – 15 Uhr

Die Ehret GmbH gestaltet seit 50 Jahren allerlei Gebäude individuell und versieht diese mit moderner Sonnenschutztechnik

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it der Erfahrung aus 50 Jahren, enormem Fachwissen und viel Leidenschaft produziert die Ehret GmbH Tag für Tag Sonnen- und Wetterschutzsysteme aus Aluminium von höchster Qualität. Die Kernkompetenz ist die Umsetzung kompletter und individualisierter Lösungen für Klapp-, Schiebe- und Faltschiebeläden. Jährlich verarbeitet das Unternehmen 250 000 Fensterläden und kann für seine Lösungen aus über 100 unterschiedlichen Modellen in über 4000 Farben und Dekoren wählen.

Zum Jubiläum können Interessierte hinter die Kulissen schauen. Foto: Ehret GmbH

Die Fachkräfte verstehen ihr Handwerk, das zeigt die hohe Zufriedenheit der treuen Kunden – und das bereits seit 50 Jahren. Anlässlich dieses Jubiläums findet am Samstag,

22. September, von 10 bis 15 Uhr, ein Tag der offenen Tür statt. Interessierte werden dazu eingeladen, bei einer Werksbesichtigung hinter die Kulissen von Ehret zu schauen. Darüber hinaus können auch andere Bereiche kennengelernt werden, darunter den Showroom oder den Schulungsraum für Fachhändler. Selbstverständlich steht das Unternehmen auch gerne für Fragen der Gäste zur Verfügung und freut sich auf interessante Gespräche. Ein Unterhaltungsangebot js rundet das Programm ab.

Ein edler Wein für ein großes Fest Die Winzergenossenschaft Kippenheim-Mahlberg-Sulz wird oft für ihre Tropfen ausgezeichnet / Besonderer Wein zum Jubiläum

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ie Winzergenossenschaft Kippenheim-MahlbergSulz besteht aus 160 engagierten Winzern. Deren Weinberge gehören zur Einzellage »Haselstaude«. Grundlage für die hohe Qualität ist die große Erfahrung der Winzer in der Pflege der Rebstöcke. Das Angebot umfasst alle Burgundersorten, allen voran den blauen Spätburgunder. Liebhaber mediterraner Weine greifen auch gerne auf die Sorten Sankt Laurent und Regent zurück. Die weißen Rebsorten wie Riesling, Chardonnay, Wei-

Iris Mauch mit dem 800Jahre-JubilämsweinFoto: Kroll ßer und Grauer Burgunder, Müller-Thurgau und Auxerrois runden die Palette ab. Anerkennung und Auszeichnungen erfahren die Weine und Sekte regelmäßig bei Prämierungen. Im

Weinhof Kippenheim werden die edlen Tropfen sowie Präsente rund um den Kippenheimer Wein vermarktet. Zum 800-Jahre-Fest gibt es einen speziellen Jubiläumswein: den frischen, fruchtigen 2017er Weißen Burgunder Kabinett mit feinem Süße-Säure-Verhältnis. Im Duft sind dezente Aromen nach gelben Früchten und florale Noten erkennbar. Er empfiehlt sich zu Meeresfrüchten, Fisch, Muscheln, hellem Fleisch, Geflügel, Pilzen und Spargel – oder wird als gut gekühlter Tertk rassenwein genossen.

Die Tanz-Profis für große Bühnen Im Meineke Academy-Studio lernen etwa 230 Schüler eine expressive Form von Kommunikation und Schönheit – Tanzen

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as qualifizierte Team im Meineke Academy-Studio unterstützt, fordert heraus und ermutigt seine etwa 230 Schüler rund ums Tanzen. Dabei liegt das Augenmerk darauf, Bedürfnisse jedes Schülers zu berücksichtigen und jedem in seinem eigenen Tempo Fortschritte zu ermöglichen. In der Meineke Academy werden alle Fächer, die Voraussetzung für die große Bühne sind, trainiert: Ballett, Jazz, Modern, Stepptanz und HipHop. Seit Februar ist Musical Theater ebenfalls im Portfolio.

Bald üben die Tanzschüler auch im neuen, größeren Saal. Foto: Meineke Academy-Studio Auch Prüfungen der Royal Academy of Dance können die Schüler ablegen. Um stets am Puls der Zeit zu sein, besuchen die Tanzlehrer regelmäßig Fortbildungen und

geben dieses Wissen an ihre Schützlinge weiter. So kann ein hohes Level von Professionalität gewährleistet werden und die neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet »Tanz und Gesundheit« werden auch nicht außer Acht gelassen. Ab zwei Jahren können Kinder in der Meineke Academy Kurse belegen – die ältesten Mitglieder sind um die 85 Jahre alt. Damit auch viele weitere Schüler am Tanzvergnügen teilnehmen können, wird derzeit ein neuer, moderner und größerer Tanzsaal angebaut. js

Kurier 14 07 2018  
Kurier 14 07 2018  
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