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Woche 41

Samstag, 13. Oktober 2018 Samstag, 13. Oktober 2018 Auflage: 23 805

Auflage: 23 805

n Herbolzheim

n Ettenheim

n Lahr

Nanni Laupheimer ist offiziell in ihr Amt als Rektorin der Emil-Dörle-Schule Herbolzheim eingeführt worden. Für sie gab es einen großen Empfang in der Schulaula. u Seite 6

Bruno Metz erhält eine vierte Amtszeit als Ettenheims Bürgermeister: der 59-Jährige wurde am Sonntag mit 75 Prozent der Stimmen wiedergewählt. u Seite 10

Die Landesgartenschau neigt sich ihrem Ende zu – nach diesem Wochenende ist Schluss. LGS-Chefin Ulrike Karl verrät, wie es danach weitergeht, u Seite 7

Mehr als 100 Sänger

Konzert | »Elias« ist am Samstag zu hören

Was kommt anstelle der »ZG Raiffeisen«? Die »ZG Raiffeisen« in Wagenstadt schließt. Auf einer Bürgerversammlung am 17. Oktober soll eine Standort-Lösung gefunden werden. Wagenstadt (jg). »Wir sind nicht taub für die Anliegen der Bevölkerung«, erklärte Vorstandsvorsitzender Ewald Glaser in einer Pressemitteilung. »Wir haben der Stadt Herbolzheim angeboten, den Standort bis zum 31. Dezember 2018 weiterzuführen, sofern sie ein entsprechen des Konzept für die Weiterverwendung findet.« Planmäßig sollte die Niederlassung zum 31. Oktober schließen. Der Ortschaftsrat hat nun beschlossen für Mittwoch, 17. Oktober, ab 19.30 Uhr eine Bürgerversammlung in der Mehrzweckhalle Wagenstadt zu dem Thema einzuberufen, zu der alle aus dem Bleichtal eingeladen sind. »Der Markt ist über viele Jahre hinweg zu einem Mittelpunkt des Dorf lebens geworden und liegt den Bürgern sehr am Herzen«, sagte Bürgermeister Thomas Gedemer. »In Eigeninitiative könnte nun in den bisherigen Räumlichkeiten der ZG Raiffeisen ein neuer Dorftreff oder Dorfladen entstehen. Auf der Bürgerversammlung werden wir über erste Überlegungen dazu informieren und die Bürger um ihre Ideen bitten.«

Auf den Spuren der Markgrafen Kenzingen (red/jg). Der Heimat- und Verkehrsverein veranstaltet am Sonntag, 21. Oktober, eine Fahrt mit dem Thema »Auf den Spuren der Markgrafen von Baden ins Markgräfler Land«. Die Abfahrt ist um 8 Uhr in Kenzingen bei der Firma Reber. Die Teilnehmer besuchen die Barockkirche St. Ullrich, Heitersheim mit Römervilla und Malteserschloss, Staufen, wo der Teufel den Faust geholt haben soll, die frühromanische Kirche St. Cyriak in Sulzburg und die Burg Rötteln bei Lörrach, seit 1246 Sitz der Markgrafen von Hachberg. Die Rückkunft ist laut Ankündigung gegen 18 Uhr. Die Kosten einschließlich aller Eintritte belaufen sich auf 30 Euro. Es wird um Anmeldung bis Montag, 15. Oktober, bei B. Linemann,Telefon 07644/3 58, gebeten.

Die B 3 zwischen Ringsheim und Lahr ist stark belastet – wenn auch selten so sehr wie am 16. August, als die A 5 nach einem Unfall gesperrt war und sich deshalb eine Blechlawine über die Bundesstraße wälzte, hier auf Höhe von Mahlberg (Foto). Der Bau der Umfahrung würde die B 3 und vor allem die Kommunen, durch die sie führt, entlasten. Archivfoto: Decoux-Kone

Ettenheim (red/jg). Was sonst nur in großen Konzertsälen zu hören ist, kann am Samstag, 20. Oktober, um 19 Uhr in der Stadtkirche in Ettenheim genossen werden. Der katholische Kirchenchor Münchweier und der Kammerchor Cantemus Gundelfingen treten gemeinsam mit weiteren Projektsängern auf. Insgesamt wird das Chorvolumen mehr als 100 Stimmen umfassen. Begleitet werden diese durch ein großes Orchester, welches ebenso wie der Chor von Bernhard Schmidt geleitet wird.

Dieses Konzert, in dem das Oratorium »Elias« von Mendelssohn Bartholdy aufgeführt wird, stellt das bislang aufwendigste Projekt der Koopertation dieser beiden Chöre dar. »Hinzu kommen exzellente Solisten wie zum Beispiel der bekannte Bariton Manfred Bittner und die Altistin Lena Sutor-Wernich, welche den Hörgenuss komplettieren werden«, so die Ankündigung. Ebenso kommt dieses Werk am Sonntag, 21. Oktober, um 17 Uhr in der Kirche Bruder Klaus in Gundelfingen zur Aufführung.

Umfahrung in Sicht

Kreistag | Grünes Licht für neue Straße von Ringsheim nach Lahr Der Ortenaukreis kann mit den Planungen für eine neue Kreisstraße zwischen Ringsheim und Lahr beginnen. Dafür hat der Ausschuss für Umwelt und Technik jetzt sein Okay gegeben. Offenburg/Lahr (red/sl). Es geht um den Neubau einer Umgehungsstraße zwischen Ringsheim und Lahr. Dadurch soll die Verkehrsbelastung in den Ortsdurchfahrten von Kippenheim, Kippenheimweiler, Mahlberg, Orschweier und Ringsheim verringert werden. Hinzu komme eine verbesserte Erreichbarkeit der Gewerbe- und Industriegebiete. Mit der Planung der rund zehn Kilometer langen Trasse könne ab dem Jahr 2019/20 begonnen werden. Die voraussichtlichen Gesamtkosten liegen bei rund 22 Millionen Euro, teilt das Landratsamt mit. Dem Planungs- und Finanzierungskonzept hat der Technik-Ausschuss vergangene Woche zugestimmt. »Der Neubau einer Kreisstraße zwischen Orschweier und Lahr als Ortsumfahrung

den sich neue Planungsmöglichkeiten ergeben. »So kann die neue Strecke unabhängig von den Ausbauplänen der Bahn festgelegt werden, weil für einen späteren Bahnausbau keine Fläche für eine Baustraße zwischen Bahn und neuer Kreisstraße vorgehalten werden muss«, stellt der Landrat fest. Damit würden sich Flächenverbrauch und Grunderwerb reduzieren.

Kreis rechnet mit Kosten von 22 Millionen Euro

Auch die Gesamtkosten würden sich deutlich verringern – von 40 Millionen auf 22 Millionen. »50 Prozent davon können auch noch über das Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz gefördert werden«, konkretisierte Scherer. Eine gewisse Beteiligung der betroffenen Kommunen – Lahr, Ettenheim, Mahlberg und Kippenheim – an der Finanzierung der Maßnahme sei dabei zu erwarten. Straßenbauamtsleiter Roland Gäßler erläuterte den neuen Variantenvorschlag, der eine bahnferne Trassenführung vorsieht, die weiträumig zwischen Bahnlinie und der A 5 verläuft: »Die Die Strecke kann jetzt Streckenführung unabhängig von den Ausberücksichtigt bauplänen der Bahn festgeweitgehend belegt werden.« reits vorhandene Wegeführungen, Landrat Frank Scherer um die Flächenzerschneidung war bisher nur in Parallellage möglichst zu minimieren. Zuzur bestehenden Trasse der dem wird die Weiterführung Rheintalbahn vorgesehen und der Planung im südlichen Bedamit vom Aus- und Neubau reich umgesetzt, um den Lüder Rheintalbahn zwischen ckenschluss zwischen MahlKarlsruhe und Basel abhän- berg und Ringsheim in die gig«, erklärt Landrat Frank neue Umfahrung einzubezieScherer. Mit der Entschei- hen.« Mit dem Ausbau des dung, die Güterzugtrasse ent- Rebwegs werde außerdem der lang der A 5 umzusetzen, wür- Neubau eines Überführungs-

»

bauwerks über die Bahn erforderlich. Derzeit seien an allen Anschlüssen Kreisverkehre angedacht. Die voraussichtlichen Planungskosten der Maßnahme belaufen sich auf rund 2,3 Millionen Euro und wurden von den Ausschuss-Mitgliedern mit dem Entwurf des Kreisstraßenetats für den Doppelhaushalt 2019/2020 verabschiedet. Darin sind auch fünf weitere neue Straßenbauprojekte im Kreis enthalten, darunter der Neubau einer Ampel an der Kreuzung der B 3/K 5345 in EttenheimAltdorf. u Seiten 4 und 8

INFO

Verlauf der neuen Straße Der Streckenverlauf einer neuen Kreisstraße 5344 würde in Ringsheim mit Anschluss an die Nordumfahrung Ringsheim (B 3) beginnen und rund 2,6 Kilometer bis an das Gewerbegebiet DYN A 5 reichen. Von dort würde die neue Strecke nahezu entlang vorhandener Wirtschaftswege nach Norden führen und an die K 5342 bei Kippenheimweiler anschließen, dort den Rebweg kreuzen und als Verbindungsstraße in Richtung Sulzer Kreuz auf rund 1,8 Kilometern Länge zur Kreisstraße ausgebaut werden. »Damit ist der Anschluss der neuen Umfahrung an die B 3 beim Sulzer Kreuz hergestellt«, erklärt Straßenbauamtsleiter Gäßler. Am südlichen Ortseingang von Langenwinkel würde die neue Kreisstraße mit einer Neubaulänge von sechs Kilometern an die K 5344 anschließen.

Ein Jahr lang probten die beiden Chöre das Oratorium »Elias« von Mendelssohn-Bartholdy ein. Bereits das Werkstattkonzert im Mai hatte viel Applaus bekommen. Archivfoto: Decoux-Kone

Auch in Bleichheim endet der Sommer

Herrenmühle | Garten am Sonntag offen Bleichheim (red/jg). Nicht nur auf der großen Landesgartenschau in Lahr ist am Sonntag, 14. Oktober, Finaltag, sondern auch im »kleinen« Garten der Herrenmühle Bleichheim (Schlossplatz 2) geht ein außerordentlicher Sommer seinem Ende entgegen: Ein letztes Mal in diesem Jahr steht der Garten von Hansjörg Haas am Sonntag, 14. Oktober, von 13 bis 18 Uhr für Besucher offen. Der Herbst zeichnet außergewöhnliche Stimmungen in den romantischen Garten im nördlichen Breisgau. Späte

Blütenstauden und Kaskaden von Spanischen Gänseblümchen, die die Mauern überwallen, bezaubern die Betrachter und spiegeln sich im Wasser, verrät Haas. Üppige Gräser geben den verschiedenen Räumen Fülle und versprühen doch Leichtigkeit. Der Eintritt kostet für Erwachsene fünf Euro, Kinder sind frei. Mehr Infos gibt es auf der Webseite www.herrenmuehle-bleichheim.de oder bei Hansjörg Haas unter Telefon 07643/4 01 37 oder per E-Mail an haas.dergarten@t-online.de.

Der Garten der Herrenmühle Bleichheim ist am Sonntag, 14. Oktober, von 13 bis 18 Uhr zum letzen Mal in diesem Jahr für Besucher geöffnet. Foto: Haas


ALLES

Samstag, 13. Oktober 2018

Kurier Seite 2

n Kontakt

n Termine

Redaktion: Julia Göpfert, Telefon 0 78 21/2 78 31 43, Fax 0 78 21/2 78 31 50, E-Mail: redaktion@ kurier-wochenzeitung.de Geschäftsanzeigen: Telefon 0 78 21/2 78 31 03, Fax 0 78 21/2 78 31 90, E-Mail: anzeigen@ kurier-wochenzeitung.de Kleinanzeigen: Telefon 0 78 21/2 78 31 36

n Kino

Oktober, 19 Uhr, Emil-DörleSchule.

Bis zum 17. Oktober

n Sonstiges

Lahr

n Notdienste Polizei: Telefon 110 Feuerwehr, Rettungsdienst: Telefon 112 DRK-Krankentransport: Telefon 0761/1 92 22

n Apotheken Apotheken-Notdienste zum 19. Oktober

aus der Region vom 13. bis 21. Oktober

bis

n Samstag:

Brunnen-Apotheke, Hauptstraße 72, Herbolzheim, Telefon 0 76 43/44 14; Lamm-Apotheke, Lammstraße 3, Lahr, Tel. 0 78 21/99 66 00. n Sonntag: Bienenberg-Apotheke, Hauptstraße 32, Malterdingen, Tel. 0 76 44/66 77; Karls-Apotheke, Stauferstraße 1, Mahlberg, Tel. 0 78 25/ 27 00; Rohan-Apotheke im Schuttertal, Hauptstraße 30, Seelbach, Telefon 0 78 23/54 54. n Montag:

Stadt-Apotheke, Eisenbahnstraße 12, Kenzingen, Tel.0 76 44/205; SchlossApotheke, Schlossplatz 16, Lahr, Telefon 0 78 21/15 43.

n Dienstag: Bienenberg-Apotheke, Hauptstraße 32, Malterdingen, Tel. 0 76 44/66 77; Apotheke Friesenheim, Friesenheimer Hauptstraße 5, Friesenheim, Telefon 0 78 21/ 9 64 90; Wiegandt’sche Apotheke, Rohanstraße 15, Ettenheim, Tel. 0 78 22/13 00. n Mittwoch:

Maria-Sand-Apotheke, Bismarckstraße 19 B, Herbolzheim, Telefon 0 76 43/ 3 33 88 88; Schlüssel-Apotheke, Friedrichstraße 88, Lahr, Telefon 0 78 21/2 42 39. n Donnerstag:

St. KatharinaApotheke, Ritterstraße 3, Endingen, Telefon 0 76 42/86 85; Die Engel-Apotheke, Friedrichstraße 1, Lahr, Telefon 0 78 21/2 27 49; Apotheke im Riedhaus, Lahrer Straße 1, Meißenheim, Telefon 0 78 24/6 67 00. n Freitag:

Rathaus-Apotheke, Hauptstraße 13, Kenzingen, Telefon 0 76 44/304; HirschApotheke, Dinglinger Hauptstraße 105, Dinglingen, Telefon 0 78 21/4 17 95.

Forum: »The Happytime Murders«: täglich 20.45 Uhr, Samstag auch 22.45 Uhr. »Smallfoot – Ein eisigartiges Abenteuer« (3D): täglich 17.45 Uhr. »Smallfoot – Ein eisigartiges Abenteuer« (2D): täglich 15.30 Uhr, Samstag und Sonntag auch 13.30 Uhr. »A Star is Born«: täglich 17.30 und 20.15 Uhr, Samstag auch 23 Uhr. »Venom« (3D): täglich 18.15 und 20.45 Uhr, Samstag auch 23.15 Uhr. »Venom« (2D): täglich 15.45 Uhr. »Werk ohne Autor«: täglich 17.15 Uhr. »Die Unglaublichen 2«: täglich 15 Uhr (Mittwoch 14.45 Uhr), täglich 17.45 und 20.30 Uhr, Samstag auch 23.15 Uhr. »Klassentreffen 1.0 – Die unglaubliche Reise der Silberrücken«: Samstag bis Montag 20.30 Uhr, Samstag auch 23 Uhr. »Das schönste Mädchen der Welt«: täglich 14.45 Uhr »Das Haus der geheimnisvollen Uhren«: Samstag bis Dienstag 14.45 Uhr »Pettersson und Findus – Findus zieht um«: Samstag und Sonntag 13.30 Uhr. »Käpt’n Sharky«: Samstag und Sonntag 13.30 Uhr. n Sneak Preview: Dienstag 20.30 Uhr. n Damenwahl: »Der Vorname«: Mittwoch 20.15 Uhr.

Kenzingen

Löwen-Lichtspiele: »Klassentreffen 1.0 – Die unglaubliche Reise der Silberrücken«: Samstag bis Montag 20 Uhr, Dienstag 18 Uhr. »Die Unglaublichen 2« (3D): Samstag 14.15, 17 und 19.45 Uhr, Sonntag 14.15 und 19.45 Uhr, Montag und Dienstag 17 und 19.45 Uhr. »Book Club – Das Beste kommt noch«: Dienstag 20 Uhr. »Macky Messer – Brechts Drei-Groschen-Film«: Samstag 17.15 Uhr. »Das schönste Mädchen der Welt«: Sonntag 16 Uhr. »Grüner wird’s nicht«: Montag 17.30 Uhr. »Sauerkrautkoma«: Sonntag 18 Uhr. »Pettersson und Findus – Findus zieht um«: Samstag 13.30 und Sonntag 14 Uhr. »Hotel Transsilvanien 3 – Ein Monster-Urlaub«: Samstag 15 Uhr. n Vorpremiere: »Die unglaubliche Reise eines Fakirs, der in einem Kleiderschrank feststeckte«: Sonntag 18 Uhr.

Rust

Magic Cinema 4D: »Die Unglaublichen 2«: täglich 18.30 und 21.15 Uhr.

n Feste Kippenheim

4.50ccm-Hock des Faustballvereins Kippenheim: Samstag, 13. Oktober, 11 Uhr, Faustballerheim. Ausfahrt (50 Kilometer) für Mofa- und Moped-Fahrer: 13 Uhr, Pasta-Party ab 16 Uhr.

Ettenheim

»Besuch zu Hause bei Flattermann und Co.«: Samstag, 13. Oktober, Treff: 14 Uhr, Parkplatz »Auf den Espen«, von dort wird weitergefahren. Für Kinder ab fünf Jahren. Sonntagscafé »Runter vom Sofa!«: Sonntag, 14. Oktober, 11 Uhr, Rohan-Café. Ansprechpartner: Christiane Haas-Dufner unter Telefon 07822/32 33 oder Margrit Munz unter Telefon 07822/57 04.

Schwarzwaldverein bietet zwei Wanderungen an Der Schwarzwaldverein Ettenheim-Herbolzheim lädt zu zwei Wanderungen ein. Und zwar zur Kartoffelsalatwanderung am Sonntag, 14. Oktober, und zur Ganztageswanderung »Durch mystischen Bannwald zu den Zweribach- und Hirschbachfällen«. Letztere beginnt am Plattenhof und verläuft durch das Naturschutzgebiet Bannwald Zweribach. Über den Hohwartsfelsen geht es Richtung Sankt Märgen, vorbei an der Rankmühle, Karp-

Herbolzheim

fenkapelle und wieder zurück zum Plattenhof. Abschluss ist im Gasthaus Plattenhof (Kosten der Einkehr nicht enthalten). Diese 14 Kilometer lange Wanderung erfordert Trittsicherheit. Als Ausrüstung werden Rucksackverpflegung, gute, feste Wanderschuhe und wetterangepasste Kleidung gefordert. Mehr Infos gibt es bei Traute Zahn unter Telefon 07642/76 82 oder per E-Mail an zahnt@swv-ettenheim.de. Symbolfoto: Netzer

Kenzingen

Frühschoppen im Narrenschopf: Sonntag, 14. Oktober, ab 10 Uhr. Mit den Bubetäler Herbolzheim.

Seniorenforum: Dienstag, 16. Oktober, 17 Uhr, Bürgersaal im Rathaus Kenzingen.

Herbstfest der Landfrauen Tutschfelden: Sonntag, 14. Oktober, ab 14 Uhr, Bürgerhaus Tutschfelden.

Herbstmittag für Senioren: Sonntag, 21. Oktober, 12 bis 16 Uhr, Turnhalle Orschweier.

Kinder- und Familientag »Herbolzheimat – Die gesunde Familie«: Sonntag, 21. Oktober, ab 11 Uhr, Hauptstraße und Torhaus Herbolzheim. Mit verkaufsoffenem Sonntag von 13 bis 18 Uhr.

Herbstfest der Musikkapelle Wallburg: Samstag, 20. Oktober, ab 18 Uhr, Sonntag, 21. Oktober, ab 11 Uhr, Turn- und Festhalle.

Ettenheim

»Wein.Wiesen« beim Weingut Bieselin: Sonntag, 14. Oktober, von 17 bis 23 Uhr, Weingut Andreas Bieselin. Ettenheimer Stadtlauf: Sonntag, 14. Oktober, von 13 bis. 17 Uhr, Innenstadt. Ettenheimer Energietage: Samstag, 20. Oktober, von 14 bis 17.30 Uhr, Sonntag, 21. Oktober, von 11 bis 18 Uhr, Stadthalle. Mit Tag der offenen Tür bei der Feuerwehr Ettenheim am Sonntag von 11 bis 18 Uhr. Kinderkonzert »Die Magie der Zauberflöte«: Sonntag, 21. Oktober, 16.30 Uhr, im Bürgersaal im Rathaus Ettenheim.

Altdorf

Meerrettichfest bei der Feuerwehr in Altdorf: Sonntag, 14. Oktober, 10 Uhr, am Feuerwehrgerätehaus in Altdorf.

Mahlberg

Wallburg

n Musik Altdorf

Rock, Pop und Funk-Cover mir »Dreimannquartett«: Samstag, 13. Oktober, ab 21 Uhr, Rockcafé. Rock ’n’ Roll pur mit »Crossplane supportet by Vanbargen«: Freitag, 19. Oktober,ab 21 Uhr, Rockcafé. Akustisch interpretierte »Oldie-Klassiker« der 60er, 70er und 80er: Samstag, 20. Oktober, ab 21 Uhr, Rockcafé.

Rheinhausen

Jahreskonzert des Akkordeonclubs Rheinhausen: Samstag, 13. Oktober, Bürgerhaus.

Ettenheim

Konzert mit dem Kammerchor Ettenheim: Sonntag, 14. Oktober, 19 Uhr, Bürgersaal im Rathaus Ettenheim. (In der Lahrer Martinskirche: Samstag, 13. Oktober, 19 Uhr).

Verlag: Lahrer Zeitung GmbH Kreuzstraße 9 (Walpotenhaus), 77933 Lahr Telefon 07 82 1/27 83-160 Telefax 0 78 21/27 83-190

Anzeigenleitung: Kirsten Wolf Redaktion: Jörg Braun (Leitung; v.i.S.d.P.) Julia Göpfert

Münchweier

»Drei Bands - ein Abend«: Freitag, 19. Oktober, 20 Uhr, Gallaghers Nest.

Weisweil

Kammerkonzert »That sounds cool« der Musikinitiative Weisweil: Samstag, 20. Oktober, 19 Uhr in der evangelischen Kirche in Weisweil.

n Wanderung Herbolzheim

Rundgang »Von Tabakschöpfen und Zigarrenfabriken«: Sonntag, 14. Oktober, Treff: 14 Uhr, Treffpunkt: 14 Uhr, Kriegerdenkmal Herbolzheim.

Herbolzheim/Ettenhei

Kartoffelsalatwanderung: Sonntag, 14. Oktober, Treff: 8 Uhr in Ettenheimmünster beim ehemaligen Gasthaus Sonne, 10 Uhr am Pflingsteck Parkplatz oder um 11.15 Uhr auf dem Hünersedel. Durch mystischen Bannwald zu den Zweribach- und Hirschbachfällen: Sonntag, 21. Oktober, Treff: 9 Uhr: Herbolzheim Gasthaus Schützen, 9.05 Uhr: Ringsheim Ochsenbrunnen, 9.10 Uhr: Ettenheim Gymnasium.

Weisweil

»Der Lack ist ab – Der Glanz bleibt« von Myrtil Haefs: Samstag,13.Oktober, 20.30 Uhr, Feuerwehrhaus Weisweil.

Kurier-Zustell-Service: PSV GmbH, Im Oberwald 8 79359 Riegel a. Kaiserstuhl Telefon 0 76 42/91 08-0 Telefax 0 76 42/91 08-40 E-Mail: inforiegel@psv-gmbh.de

Ettenheim

Auflage: 23 805 Exemplare Satz: Lahrer Zeitung GmbH Druck: Druckzentrum Südwest GmbH, Villingen-Schwenningen

Erscheint wöchentlich kostenlos in: Kenzingen, Bombach, Hecklingen, Nordweil, Herbolzheim, Bleichheim, Broggingen, Tutschfelden, Wagenstadt, Oberhausen, Niederhausen, Ringsheim, Rust, Kappel-Grafenhausen, Ettenheim, Altdorf, Ettenheimmünster, Ettenheimweiler, Münchweier, Wallburg, Mahlberg, Orschweier, Kippenheim, Schmieheim.

Kirchenkonzert zu »Elias« von Felix Mendelssohn Bartholdy: Samstag, 20. Oktober, 19 Uhr, Katholische Stadtkirche St. Bartholomäus. Sänger: Kirchenchor Münchweier und Cantemus.

n Theater

Geschäftsführung: Kirsten Wolf

Gültig ist die Anzeigen-Preisliste Nr. 73 vom 1. Januar 2018 und die lokale Anzeigenpreisliste vom 1. Januar 2018.

Rock-Night mit DJ Andy: Samstag, 20. Oktober, 19 Uhr, Amici-Bar.

Am Sonntag runter vom Sofa und ab ins Rohancafé Die Gruppe »Runter vom Sofa« trifft sich am Sonntag, 14. Oktober, ab 11 Uhr im Rohancafé in Ettenheim. Gemeinsam werden dann Ausflüge und Unternehmungen für den Sonntag geplant. Das Orgateam und alle Teilnehmer laden neue

Besucher ein, vorbeizuschauen. Weitere Infos gibt es unter 07822/32 33. Das vorherige Treffen fand als Picknick im Prinzengarten statt. Es war eine schöne, gesellige Runde, so die Pressemitteilung. Foto: Zofia Heisterhagen

Kultur und Kunst: Willi und Ernst: Sonntag, 14. Oktober, 19 Uhr, Gasthaus Zum Lamm. Thema: »Gefährliches Halbwisen«.

Herbolzheim

Krimi-Komödie »Tod im Altenheim«: Sonntag, 21. Oktober, 17 Uhr und Montag, 22

Vortrag »Heute schon für morgen sorgen«: Donnerstag, 18. Oktober, 19 Uhr, Bürgersaal im Rathaus Ettenheim. Referent: Margret Oelhoff und Ingrid Isen.

Kenzingen

Vorstellung ihrer Broschüre »Jüdisches Leben rund um das Gymnasium Kenzingen – damals und heute«: Mittwoch, 17. Oktober, 19.30 Uhr, Atrium des Gymnasiums.

n Ausstellung Ettenheim

Ausstellung »Farbsinfonien und Strukturen« von Kurt Bildstein: noch bis zum 19. Oktober im Rathaus.

Kenzingen

»Paperart und Skulptur« mit Ina Kunz und Jan Douma: bis 13. Oktober in der Galerie Thomas Menzel.

Herbolzheim

»Farben und Effekte« von Elisabeth Jost, Ingrid Müller und Karl-Heinz Finkbeiner: bis 27. Oktober, Kleine Galerie Herbolzheim.

Münchweier

Ausstellung der Malschule Altdorf: Gallaghers Nest.

n Wir

gratulieren

Montag, 15. Oktober Rust Anneliese Gruninger, Schwalbenweg 1, 70 Jahre. Hedwig Weber, Ritterstraße 13, 70 Jahre.

n Ärzte Ortenaukreis: Notfallpraxis am Ortenau-Klinikum, Ebertplatz 12. Für Erwachsene: Öffnungszeiten: Montag, Dienstag, Donnerstag 19 bis 22 Uhr; Mittwoch, Freitag 16 bis 22 Uhr; Samstag, Sonn- und Feiertag 8 bis 22 Uhr. – Für Kinder: Montag bis Freitag 19 bis 22 Uhr; Samstag, Sonnund Feiertag 9 bis 21 Uhr (jeweils ohne vorherige telefonische Anmeldung) Bundesweiter ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116 117 Fahrdienst (ärztliche Hausbesuche): Telefon 0 18 05/19 29 24 60 Zahnärztlicher Notfalldienst Ortenaukreis: von Samstag 8 Uhr bis Montag 8 Uhr sowie an Feiertagen Auskunft über die DRK-Rettungsleitstelle Offenburg, Telefon 0 18 05/19 29 24 60 Zahnärztlicher Notfalldienst Kreis Emmendingen: Telefon 018 0/3 22 25 55 70 Tierärztlicher Notdienst Ortenaukreis: 0 78 24/6 46 90 Krankenhäuser: Klinikum Lahr Telefon 0 78 21/93-0 Kreiskrankenhaus Ettenheim Telefon 0 78 22/430-0 Kreiskrankenhaus Emmendingen Telefon 0 76 41/45 40


HERBOLZHEIM

Samstag, 13. Oktober 2018

Kurier Seite 3

Ausstellung des BUND kommt Herbolzheim (red/jg). Die BUND-Wanderausstellung »Verbundene Landschaft – Lebendige Vielfalt« macht vom 27. Oktober bis zum 9. November Halt im Torhaus Herbolzheim (Hauptstraße 60). Mitgliedsgruppen der Herbolzheimer Agenda Natur (Zusammenschluss von BUND, NABU, Bienenzuchtverein Herbolzheim, Stadt Herbolzheim, BLHV) ergänzen die Ausstellung. Offiziell eröffnet wird diese am Samstag, 27. Oktober, um 19 Uhr. Thomas Reitzel von der BUND-Gruppe Herbolzheim und Bürgermeister Thomas Gedemer von der Stadt Herbolzheim werden die Gäste begrüßen. Anschließend gibt es die Impulsvorträge »Biotopverbund im Raum Herbolzheim« von Klemens Fritz ( Amt für Naturschutz und Landschaftspflege) und »Biotope und Entwicklungsflächen auf Herbolzheimer Gemarkung« von Peter Steiert, Vorsitzender der BUNDGruppe Herbolzheim. Rückfragen beantworten Peter Steiert unter Telefon 07643/48 29 oder per E-Mail an peter.steiert@bund.net sowie Thomas Reitzel unter Telefon 07643/ 93 64 38 oder per E-Mail an thomas.reitzel@bund.net.

Gebrauchtes für guten Zweck Kreis Emmendingen (us). Die Beschäftigungsgesellschaften WABE und 48 Grad Süd sammeln mit der Unterstützung des Landkreises Emmendingen an den Samstagen im Oktober für ein soziales Projekt auf sechs Recyclinghöfen gut erhaltene Produkte, die zu schade zum Wegwerfen sind. Die gebrachten Gegenstände werden später in SecondHand-Kaufhäusern zum Verkauf angeboten, heißt es in der Pressemitteilung des Landratsamtes. Gesucht sind Gebrauchsgegenstände wie Geschirr und Besteck, Vasen und Dekoartikel, Tischdecken und Bettwäsche, funktionsfähige Küchengeräte und Elektrogeräte sowie Spielwaren aller Art. Sie werden während der regulären Öffnungszeiten der Recyclinghöfe angenommen. In Elzach (WABE, 9 bis 13 Uhr) und Herbolzheim (48 Grad Süd, 9 bis 14 Uhr) können die Waren am Samstag, 20. Oktober, abgegeben werden. Weitere Auskünfte erteilen die Mitarbeiter von 48 Grad Süd unter der Telefonnummer 07643/3 33 92 30.

n Broggingen n Eine

Bibelstunde mit Johannes Narr gibt es am Mittwoch, 17. Oktober, um 19.30 Uhr im Gemeindekeller.

n Herbolzheim n Zum

Bereit für die Premiere: die Schüler mit ihren Lehrerinnen Isabel Mack (links hinten) und Susanne Gäng (rechts hinten).

Foto: Meier

Ist der Koch etwa ein Mörder?

Theater | In der Emil-Dörle-Schule gibt es die Krimi-Komödie »Tod im Altenheim« Vorhang auf: Die TheaterAG der Emil-Dörle-Schule präsentiert »Angst im Altenheim«. Die Krimi-Komödie ist nicht nur spannend, sondern macht auch Spaß. Ihre Premiere ist am Sonntag, 21. Oktober um 17 Uhr in der Schulaula. n

Von Katrin Meier

Herbolzheim Unter der Regie der beiden Lehrerinnen Isabel Mack und Susanne Gäng haben die jungen Schauspieler wieder ein tolles Stück auf die Bühne gezaubert. 14 Schüler der Emil-Dörle-Schule wirken an dem Theaterstück mit, haben eifrig geprobt und ihre

Ideen eingebracht. Jetzt stehen sie am Sonntag und Montag, 21. und 22. Oktober, auf der Bühne. »In diesem Jahre haben wir alles selbst gemacht«, erzählt Gäng. Die Jugendlichen haben sich gemeinsam mit ihren Lehrerinnen Figuren überlegt, ein Vorsprechen ausgedacht und dafür gesorgt, »dass es nicht nur spannend, sondern auch lustig wird«, verspricht die Lehrerin. Und darum geht es in den rund 50 Minuten, die das Stück dauert. Im Altenheim am Waldrand haben die Bewohner eigentlich viel Spaß. Ursula, Rosa und Berta treffen sich im Aufenthaltsraum zum Tratschen. Hubert, Ursulas Mann, ist der Hahn im Korb.

Kinder und Enkel kommen regelmäßig zu Besuch und bringen Leben in die Bude. So war es jedenfalls bisher immer. Aber heute sind die Bewohner im Morgengrauen von deinem gellenden Schrei wach geworden. Ein paar Stunden später muss eine Enkelin mit Vergiftungserscheinungen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Der Arzt verhält sich allerdings seltsam – und dann verschwindet Hubert. Die Polizei ermittelt, die Senioren sind außer sich. Will sie etwa der Koch vergiften? Auch das Pflegepersonal kommt ihnen auf einmal verdächtig vor. Die Auflösung gibt es am 21. oder 22. Oktober in der Emil-Dörle-Schule.

INFO

Aufführungen Was im Altenheim vor sich geht, das erfahren die Zuschauer an den beiden Aufführungstagen, Sonntag, 21. Oktober, um 17 Uhr und am Montag, 22 Oktober, um 19 Uhr. In diesem Jahr wird es neben den Abendterminen auch wieder Vorführungen für die Schüler der Emil-Dörle-Schule geben. Für die fünften und sechsten Klassen wird das Stück am Montag- und am Dienstagvormittag, 22 und 23. Oktober gezeigt. Der Eintritt kostet für Schüler zwei Euro, für Erwachsene vier Euro.

»Frühschoppen im Narrenschopf« lädt die Stadtmusik auf Sonntag, 14. Oktober, ab 10 Uhr in die MariaSand-Straße ein. »In Herbolzheim heißt es am Sonntag mitten in der Stadt ›O’zapft is‹, so die Pressemitteilung. Im urigen Ambiente des Narrenschopfs werden typisch bayrische Köstlichkeiten angeboten. Für Gaudi und zünftige Unterhaltung sorgen die Bubetäler aus Herbolzheim. n Der Bürgerverein für Städtepartnerschaften lädt zur öffentlichen Vorstandssitzung am Mittwoch, 17. Oktober, um 20.30 Uhr in die Schindler-Villa ins Büro der Stadtjugendpflege ein. Auf der Tagesordnung stehen der Bericht über den Workshop Kommunale Partnerschaften in Emmendingen, die Foire-Expo 2018, die Ausstellung August Bohn, die Fahrt nach Sisteron zur Aufführung des von Andreas Vetter komponierten Stücks sowie der Weihnachtsmarkt 2018.

TUTSCHFELDEN

n Der

Visitationsgottesdienst mit Pfarrer Jenne, dem Kirchenchor und dem Posaunenchor findet am Sonntag, 14. Oktober, um 9.30 Uhr in Tutschfelden statt. Anschließend ist eine Gemeindeversammlung mit der Bekanntgabe der Zielvereinbarungen für die nächsten Jahre.

BROGGINGEN

n Zu einem »Ladies Dinner« lädt die evangelische Kirchengemeinde Broggingen auf Mittwoch, 17. Oktober, von 18.30 bis 21.30 Uhr ins Herbolzheimer Gasthaus Tanne ein. »Komm einfach vorbei, lehn dich zurück und lass dich verwöhnen«, heißt es in der Ankündigung. Die Kosten belaufen sich auf 22 Euro für ein Drei-Gänge-Menü , die vor Ort bezahlt werden. Um Anmeldung wird bis Sonntag, 14. Oktober, bei Silvia Römer unter Telefon 07643/4 03 29 gebeten.

»Unsere Arbeit wird geschätzt« Feuerwehr | Großer Andrang beim Tag der offenen Tür n

Von Werner Schnabl

Herbolzheim. Die Abteilungswehr Herbolzheim hat im Rahmen ihres Herbstfestes die Bevölkerung zum Tag der offenen Tür in ihre Räumlichkeiten des Birkenweges eingeladen. Den ganzen Tag war reger Andrang. »Unsere Arbeit wird von den Einwohnern geschätzt und respektiert«, so Gesamtkommandant Martin Hämmerle noch während des Hochbetriebes. Bei schönem Wetter und angenehmen Temperaturen war das Gerätehaus in die späten Nachmittagsstunden für alle interessierten Besucher geöff-

net. Auf dem Vorplatz und durchgängig auf dem Straßenzug wurde der Fuhrpark zur Besichtigung freigegeben. Technische Fragen zur Ausrüstung und Ausbildung beantworteten die freiwilligen Helfer gerne. Informationen zu den Einsätzen rundeten den Wissensdurst ab. Einmal in einem Feuerwehrfahrzeug sitzen, im Bedienstand der Drehleiter Platz nehmen, das war genau das Richtige für die kleineren Gäste. Zusätzlich hatte der Nachwuchs eine Spielstraße für Kinder aufgebaut. Die Galurastadt war die zweite im Landkreis, die eine Kinderab-

teilung gründete. 30 von ihnen unterhielten ihre gleichaltrigen »(Noch-)Nicht-Kameraden« mit Basteln und Malen. Als Dauergäste weilten die Feuerwehrkameraden aus dem saarländischen Güdingen und dem baden-württembergischen Neudenau unter den Besuchern, die jedes Jahr, der Stimmung wegen gerne wiederkommen und die Fachsimpelei mit ihren Kollegen schätzen. Abteilungskommandant Timo Reinbold besichtigte mit den Gündinger Floriansjüngern auch das neu erstellte Gerätehaus in Bleichheim.

Großer Andrang bei der Feuerwehr: Zum Tag der offenen Tür kamen viele interessierte Gäste. Foto: Schnabl Ein umfassendes Angebot an Speisen und Getränken sowie Kuchen und Kaffee rundeten einen vollends gelungen

Tag ab. Die Feuerwehrküche bot Spießbraten, Rindfleisch mit Meerrettich sowie Zwiebelkuchen.

Mainau war das Reiseziel

Kirchenchor | Sänger machen einen Ausflug zur Blumeninsel

Unterwegs auf der Blumeninsel: Die Mitglieder des Kirchenchors St. Alexius haben die Insel Mainau besucht und mehr als 250 verschiedene Dahliensorten begutachtet. Foto: Klaus Bruhin

Herbolzheim (red/jg). Gut gelaunt und bei schönem Herbstwetter, startete der Katholische Kirchenchor St. Alexius Herbolzheim seinen Jahresausflug, so eine Pressemitteilung. Die Fahrt führte über Freiburg, das Höllental, Titisee-Neustadt mit einem ersten Aufenthalt bei der Raststätte Hegau-Blick. Dabei konnten die Sänger einen schönen und weiten Blick in die Umgebung bei einem Vesper genießen. Nächstes Ziel war Konstanz, wo die Teilnehmer bis zum Mittagessen einen Bum-

mel entlang des Bodensee unternehmen konnten. Nach dem Mittagstisch wurde als Hauptziel die Blumeninsel Mainau angesteuert. Als drittgrößte Insel im Bodensee ist sie bekannt und beliebt. Auf rund 45 Hektar Fläche wird der Besucher in eine mediterrane Oase entführt, in der Genießen und Entspannen ebenso möglich sind, wie Staunen und Entdecken. Das barocke Schloss, das Palmenund Schmetterlingshaus laden zum Verweilen ein. Rund 12000 Dahlien – mehr als 250

Sorten – bildeten ein herbstliches Farbenfeuerwerk. Die vielen herrlichen Eindrücke wurden auf der Heimreise und bei gemütlichem Abendessen zum Abschluss nochmals lebendig. Der Vorsitzende des Chores Richard Stubert freute sich auch über die Teilnahme der Chorleiterin Martina Petzold. Er dankte insbesondere Karl-Heinz Welte, für die Vorbereitung und Organisation der Fahrt, sowie den reibungslosen Ablauf an einem unterhaltsamen und erlebnisreichen Tag.


ETTENHEIM

Samstag, 13. Oktober 2018

Kurier Seite 4

Energietage haben E-Mobilität im Fokus Die 17. Ettenheimer Energietage finden am Samstag und Sonntag, 20. und 21. Oktober statt. Schwerpunkt-Thema diesmal: die Elektro-Mobilität. Ettenheim (jg). »Wir müssen unsere Energie verantwortungsvoll verbrauchen – unserem Klima zuliebe und für die, die nach uns kommen«, so Bürgermeister Metz auf der Pressekonferenz. Um dafür Möglichkeiten aufzuzeigen, sind bei den Ettenheimer Energietagen in der Stadthalle wieder 26 Aussteller vor Ort. Sie werden über wirtschaftliche und technische Entwicklungen berichten, die Besucher unverbindlich informieren und ihnen die Funktionsweise von Geräten erklären. Besonders im Fokus wird die E-Mobilität stehen. So werden am Sonntag vier Autohäuser E-Autos ausstellen und auch EBikes zum Testen wird es geben. In den Themenvorträgen am Sonntag geht es neben der E-Mobilität (14.30 Uhr), auch um die Stromproduktion durch Photovoltaik (13.30 und 15.30 Uhr). Parallel zu den Energietagen findet am Sonntag wieder der Tag der offenen Tür bei der Feuerwehr statt, wo für Kinderunterhaltung und Mittagessen gesorgt ist.

Musikkapelle feiert Oktoberfest Wallburg (red/jg). Die Musikkapelle Wallburg lädt auf Samstag und Sonntag, 20. und 21. Oktober, zum Oktoberfest und Musikherbst in die Festhalle in Wallburg ein. Für passende OktoberfestStimmung wird in diesem Jahr »Hans und seine Herzblutmusikanten« sorgen. »Wer hat, kann sein Dirndl und die Lederhose aus dem Schrank holen und am Samstag um 19 Uhr bei dem Fassanstich begutachten, ob das Oktoberfestbier ohne viel Verlust in die Maßgläser läuft«, so die Ankündigung. Der Eintritt für diesen Abend beträgt fünf Euro. Am Sonntag wird abwechslungsreiche Blasmusik von den eingeladenen Musikvereinen im Vordergrund stehen. Ab 11.30 Uhr wird der Musikverein aus Bombach das Früschoppenkonzert gestalten. Neben gutem Essen sollen auch ein Gläschen Wein der WG Münchweier-Wallburg-Schmieheim sowei das herzhafte Bier der Brauerei Stöckle zum Wohlbefinden beitragen.

Hunderte Mode-Fans angelockt: Bei Meierfashion wird der Parkplatz zum Laufsteg Mächtig was los ist vergangene Woche am neuen Standort von Meierfashion an der B 3 in Ettenheim gewesen. Das Inhaber-Ehepaar Edith und Hans-Georg Meier hatten mit ihrem Team zum großen Eröffnungsevent auf dem Parkplatz eingeladen. Beim Late-Night-Shopping

am Freitag konnten die Besucher nicht nur bis 23 Uhr einkaufen, sondern erlebten auch ein attraktives Rahmenprogramm. Es war ein Laufsteg aufgebaut, auf dem die bewährten Models aus Rheinhausen die neuesten Modetrends für Frau und Mann präsentierten. Da-

zwischen sorgte die Tanzgruppe »Dance Surprise« aus Mahlberg mit ihren Auftritten immer wieder für Beifallsstürme. Die »Pole-Fabrik« aus Rheinhausen umrahmte die Feier mit einer PoledanceEinlage. Auch der Samstag bot einige Höhepunkte für die Besucher von Mei-

erfashion. Gut angenommen wurden neben den Angeboten des Modehauses auch die selbst gebackenen Kuchen und leckeren Grillwürste aus dem neuen Cafe »Cosy«, die Weine vom Ettenheimer Weingut Weber und Biere von Getränke Kloos. Foto: Decoux-Kone

Endgültig: Es wird eine Ampel

Verkehr | Kreistagsausschuss trifft Entscheidung für Knotenpunkt der B 3 bei Altdorf / Baubeginn 2019

Der Verkehr an der Kreuzung B 3 und Orschweierer Straße wird künftig mit einer Ampel geregelt, hat der Kreistagsausschuss für Technik beschlossen. Kaum ein anderes Thema war zuvor derart langwierig in politischen Gremien diskutiert worden. n

Von Herbert Schabel

Ettenheim. Dass an der Stelle etwas getan werden muss, weiß jeder, der die B 3 dort schon mal überqueren musste. Deshalb hatte sich der Altdorfer Ortschaftsrat die Entscheidung auch nicht leicht gemacht. Nicht weniger als 18 Mal befasste sich das Dorfgremium in den vergangenen sechs Jahren damit. Einmal fand sich eine Mehrheit für die Ampel, beim nächsten Mal war der Kreisverkehr wieder Favorit. Eine Mehrheit im

Der Verkehr an der Kreuzung von B 3 und Orschweierer Straße in Altdorf wird künftig mit einer Ampel geregelt, so hat es der Kreistagsausschuss für Technik beschlossen. Foto: Decoux-Kone Dorfgremium hat dann, wie berichtet, am 6. August beschlossen, dass es nun doch eine Ampel werden soll – auch vor dem Hintergrund, dass die Aussichten schlecht stehen, für einen Kreisverkehr Zuschüsse zu bekommen. Denn es ist zwar ein neuralgischer Knotenpunkt, aber das Verkehrsaufkommen auf der Orschweierer Straße (eine

Kreisstraße) ist im Vergleich zur B 3 zu gering, liegt über den Tag verteilt nur bei knapp über 15 Prozent. Zuschüsse von Bund und Land gibt es erst ab 20 Prozent. Hätte die Stadt Ettenheim auf einem Kreisel beharrt, hätte sie ihn deshalb vermutlich selbst bezahlen müssen – bei veranschlagten Kosten von 1,2 Millionen Euro.

Der Kreistags-Ausschuss begründet seine Entscheidung pro Ampel nun aber nicht mit der Zuschussfähigkeit, sondern mit praktischen Erwägungen: An Kreuzungen, an denen ein Verkehrsstrom besonders stark ausgeprägt und die andere Richtung eher geringer frequentiert ist, sei eine Ampel sowohl leistungsfähiger als auch »zur Harmonisie-

rung des Verkehrsflusses effizienter als ein Kreisverkehr«. So werde bei einer Ampel der Rückstau geringer ausfallen als bei einem Kreisel. Hinzu komme, dass Autos aus der weniger befahrenen Richtung oft lange keine Lücke finden würden, um sich in einen Kreisverkehr einzureihen, da der durch den stärkeren Hauptstrom ausgelastet sei. Dagegen könne eine mit Indikatoren »intelligent« gesteuerte Ampel verkehrsabhängig agieren.

INFO

Kosten Der Kreis schätzt die Kosten für den Bau einer Ampel an der Kreuzung auf 220 000 Euro, wobei er Zuschüsse von 55 000 Euro erwartet. Die Baukosten sollen im Haushalt 2019/20 eingestellt werden, Baubeginn soll 2019 sein. Anzeige

Ladies Night bei Bella Donna Bis in die Nacht hinein einkaufen W

er noch auf der Suche nach den passenden Schuhen für Herbst oder Winter ist, der sollte die Ladies Night bei »Bella Donna« in Ettenheim am Freitag, 19. Oktober, nicht verpassen. Ab 15 Uhr bis die letzte Kundin geht, können Frauen bei Sekt und Häppchen entspannt die neuesten Modelle probieren und sich von Inhaberin Christiane Müller beraten lassen. Zudem wird Bettina Kieffer ihre aktuelle Modeschmuck-Kollektion ausstellen.

Christiane Müller lädt auf Freitag, 12. Oktober, zur Ladies Night ein. Foto: jg

Der Besuch der Ladies Night wird sich lohnen: Was man bei »Bella Donna« findet, gibt es so nirgendwo in Deutschland: Schicke aber bequeme Schuhe aus Italien, wunderschöne Accessoires der schwedischen Firma Moshi und Winterjacken von »Rock and Blue«. »Nichts davon ist über das Internet erhältlich«, erklärt Müller. Ihre Kundinnen schätzen das Angebot: Sie kommen von Nordheim bei Frankfurt bis nach Freiburg und sogar aus dem Elsaß regelmäßig zu ihr nach Ettenheim.


KENZINGEN

Samstag, 13. Oktober 2018

Kurier Seite 5

Auch für Nicht-Historiker interessant

Arbeitsgemeinschaft | Neue »Pforte«-Ausgabe ist ab 19. Oktober erhältlich / Schwerpunkt: Altstadtensemble Seit fast 40 Jahren ist »Die Pforte« das Hausorgan der Arbeitsgemeinschaft für Geschichte und Landeskunde (AgGL). Die neueste Ausgabe beinhaltet Beiträge über die historische Altstadt, Kleindenkmale, die Hammerschmiede und die Denkmalpflege. n

Von Werner Schnabl

Kenzingen. Die Publikation »Die Pforte« ist inzwischen zu einer beeindruckenden Sammlung historischer Daten herangewachsen, die in der Region ihresgleichen sucht. Auch das druckfrische Exemplar, das am 19. Oktober erscheinen wird, beinhaltet wieder Wissenswertes über Kenzingens Werdegang in den letzten Jahrhunderten bis zur Neuzeit. Die 26 Autoren haben ein weiteres Mal eine umfassende Abhandlung geschaffen, die mit ihren zahlreichen epochalen Abbildungen auch für »Nicht-Historiker« interessant sein dürfte. Schwerpunkt der neuen Ausgabe ist das mittelalterliche, denkmalgeschützte Altstadtensemble. Mit ansprechendem Layout und zum zweiten Mal mit farbigen Abbildungen wurde das Erscheinungsbild erheblich aufgewertet. Neben dem großen Komplex »Historische Altstadt, dem sich gleich mehrere Autoren widmeten, sind Beiträge

Ein Kompendium der besonderen Art. Bürgermeister Matthias Guderjan, Schrfitleiterin Roswitha Weber und der AgGL-Vorsitzende Klaus Weber zeugten sich erfreut über den 24. »Pforte«-Band. Foto: Schnabl über Kleindenkmäler, das Mühlwesen und die Herrschaftsspitze behandelt. Eine intensive Abhandlung beschäftigt sich mit der Denkmallandschaft in der Üsenbergerstadt. Inhaltlich schlägt der Band auf 314 Seiten einen großen Bogen vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Beim Pressegespräch zollte Bürgermeister Matthias Guderjan Respekt an den AgGLVorsitzenden Klaus Weber. Man sei fast geneigt zu sagen, hier ist »ein Lebenswerk entstanden«. Der Rathauschef bezog in seine Dankesworte für die neue »Pforte« sämtliche Publizisten und die Schriftlei-

tung mit ein. Diese oblag Roswitha Weber, die mit dem Vinkovci-Sonderband im letzten Jahr erstmals die Redaktionsarbeit steuerte. Als Herausgeber war es AgGL-Vorsitzende Klaus Weber ein Anliegen, die unentgeltliche Arbeit der Autoren hervorzuheben. »Wir helfen als Stadt gerne«, fügte Guderjan hinzu. Neben der finanziellen Förderung liegt ein Teil der Logistik bei der Verwaltung. Auch die Finanzierung ist gesichert. Zuletzt stiegen die Druckkosten um stolze 30 Prozent. Zuschüsse und die finanzielle Förderung der Stadt sowie Anzeigen ließen

den Eigenanteil des Vereins jedoch auf 36 Prozent sinken. Schriftleiterin Roswitha Weber betonte, dass jede PforteAusgabe ein Balanceakt zwischen wissenschaftlichem Beiträgen und dem »was der Interessent lesen will« ist. Die Zeiten mit einem Leitthema seien vorbei. Seit Jahren werden ganze Spektren an Abhandlungen aufbereitet. Sie deutete auf das Inhaltsverzeichnis: Archäologie und Geografie, aber auch demokratische Grundwerte stehen als moderner Diskussionsstoff im Fokus. Ein regionales Werk mit Bezug aufs Weltgeschehen ist so entstanden.

INFO

Großer Andrang Im Bürgerbüro kann »Die Pforte« zum Preis von 19 Euro erworben werden. Darüber hinaus halten das Schreibwarengeschäft Ernst Nadler und Werner Bürk vom »Bücherwurm« ein gewisses Kontingent bereit. Die Neuerscheinung, mit 254 Fotos wird am Freitag, 19. Oktober, geladenen Gästen präsentiert. Ob der Ratssaal dafür ausreicht, kann der Bürgermeister noch nicht zusichern: »Es liegen jetzt schon haufenweise Anmeldungen vor.«

Parkinson-Gruppe trifft sich früher Kenzingen (ws). Die Parkinson-Regionalgruppe trifft sich am Freitag, 18. Oktober, bereits um 14.30 Uhr im Festsaal des Kreisseniorenzentrums Sankt-Maximilian-Kolbe zu ihrem monatlichen Stelldichein. Der Umgang mit der Krankheit, bewährte sportliche Betätigung und neuste Informationen werden in Gruppenarbeit ausgetauscht. Informationen erteilt Regionalleiter Willi Temmer unter Telefon 07644/14 20. Neue Teilnehmer sind immer willkommen, so die Ankündigung.. Ab 16 Uhr heißt es dann »Tanz für Menschen mit Parkinson oder anderen Bewegungsstörungen«: Leiterin des neuen, kostenlosen Kurses ist Monica Gilette, eine international bekannte DrainDance-Tänzerin. Vorkenntnisse werden nicht erwartet.

Spannendes über Burg Lichteneck Hecklingen (red/jg). Burgführer Hans-Jürgen van Akkeren führt am Sonntag, 14. Oktober, im historischen Gewand und mit spannenden Geschichten durch die Burgruine Lichteneck bei Hecklingen. Treffpunkt ist auf der Burg. Beginn der Führung ist um 15 Uhr. Die Preise betragen vier Euro für Erwachsene und zwei Euro für Kinder ab zehn Jahren. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich, so die Ankündigung. WEITERE INFORMATIONEN: www.burg-lichteneck.de www.breisgau-burgen.de

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In Hecklingen is o’zapft Vom Familienbetrieb zur Unternehmensgruppe Oktoberfest | Musikverein feiert zünftig Hecklingen (ws). Der Wettergott muss ein Durstiger sein oder Sympathisant swa Ortsteils Hecklingen, wahrscheinlich sogar beides, umschrieb ein Gast situativ das Geschehen beim Oktoberfest des Musikvereins (MV) Hecklingen. Das Festzelt war mit mehr als 500 Gäste besetzt, an den Ständen vor dem Zelteingang schätzte MV-Vorstand Christian Hirschbolz nochmals weit mehr als 200 gut gelaunte Besucher. Der Hecklinger, der etwas auf sich hält, trägt an so einem Oktoberfest-Abend »Tracht« und unterstreicht bei der Dirndl- und Lederhosenparty den Reiz der bayerischen Traditionskleidung. Das taten auch die »Bubetäler«, die von der Bühne für ausgelassene Heiterkeit sorgten. Das Publikum schunkelte begeistert mit und war aktiv beim Tanzen und Mitsingen. Die Hauptattraktion bildete die Seilziehmeisterschaft, die einen runden Geburtstag feierte. Sechs kräftige Brigaden nahmen an der zehnten Auflage teil. Nach zwei Vorrundenwettkämpfen standen sich die Feuerwehren aus Hecklingen und der Kernstadt im ersten

Halbfinale gegenüber, was mit einer Blitzattacke zugunsten der Lichtenecker endete. Der Männergesangverein schlug in der zweiten Vorschlussrunden-Begegnung kräftige Töne an, doch ging ihm mit zunehmender Dauer gegen den Schützenverein aus Malterdingen die Puste aus. Die »Dirndlmaidli« hatten sämtliche Verehrer beim Ziehen um Platz fünf auf ihrer Seite. Der Sportverein war von so viel Aura sichtlich geblendet und hatte wenig Zugkraft entgegenzusetzen. Unter tosendem Beifall siegten die Trachtenträgerinnen. Johannes Röderer, der Rebell am Mikrofon, forderte die bärenstarken Formationen zum finalen Auftritt – den die Feuerwehr Hecklingen gewann. Unter großem Jubel wurden alle Mitstreiter prämiert. Die Töne wurden am Sonntag moderater. Den Tag der Blasmusik eröffnete die Stadtkapelle Kenzingen mit einem Frühschoppenkonzert. Auch die Ortsteile Bombach und Nordweil waren klanglich vertreten. Dazu mischten sich die Musik- und Feuerwehrkapelle aus Teningen sowie der Musikverein Riegel.

Die SPannung bei den Zuschauern war groß: Das Seilziehen war der Höhepunkt des Oktoberfests. Foto: Schnabl

Jubiläum | Freyler feiert sein 50-jähriges Bestehen / Schwerpunkt liegt auf Metallbau

Kenzingen (red/jg). Die Freyler-Unternehmensgruppe hat auf dem Firmengelände in Kenzingen ihr 50-jähriges Bestehen gefeiert. Bei den drei eigenständigen Marken des Unternehmens – Industriebau, Metallbau und Stahlbau – betreuen derzeit rund 340 Mitarbeiter jedes Jahr über 100 Projekte, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Peter Rieland, der geschäftsführende Gesellschafter der Freyler Gruppe, begrüßte die knapp 500 geladenen Gäste. Im Anschluss sprach Firmengründer Siegfried Freyler über die Anfänge: In Herbolzheim gründete der Schlossermeister am 1. Oktober 1968 das Unternehmen »Siegfried Freyler Metallbau«. »Damals

auch Türen, Fenster und Leichtmetallbau«, berichtet Freyler.

Familienunternehmen mit zwölf Standorten in Deutschland

Bei der Jubiläumsfeier gab es verschiedene Attraktionen für Groß und Klein. Bei Führungen durch das Unternehmen konnten die knapp 500 Gäste die Unternehmensgruppe Freyler besser kennenlernen. Foto: Freyler lag der Schwerpunkt auf Stahl- und Feineisenbau sowie Schlossereiarbeiten, bei-

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Die »Queen of Cream« lädt zum Feiern ein G ewonnen hat sie bereits im März, doch jetzt wird sie auf diesen Erfolg mit ihren Kundinnen anstoßen: Melanie Meiritz, Inhaberin des Kosmetikinstitus »Queen of Cream«, wurde als eine der besten Kosmetikerinnen Deutschlands ausgezeichnet. Beim »Gloria Award«, dem Oscar der Kosmetikbranche, hatte sie sich gegen eine Vielzahl von Mitbewerbern durchgesetzt und den zweiten Platz belegt. Diese Auszeichnung sowie die Tatsache, dass ihr Kosmetikinstitut in Nordweil seit mittlerweile zwei Jahren besteht, will Meiritz nun feiern – und zwar

am Mittwoch, 17. Oktober, ab 18.30 Uhr. Eingeladen sind alle ihre Kundinnen – aber auch solche, die es noch werden wollen. Im Kenzinger Kino »Löwenlichtspiele« wird es für sie einen Film geben, »den die meisten Frauen lieben, mit einem Mann, der die Herzen höher schlagen lässt«, verrät die Beauty-Expertin augenzwinkernd. Zudem wird ein Lifting-Konzept vorgestellt. Auch ein exklusives 24Stunden-Angebot der bei Meiritz verwendeten Marke Maria Galland wird es geben. Und natürlich werden die Damen feiern und mit Meiritz auf ihren Erfolg anstoßen.

spielsweise Schmiede- und Anschlagarbeiten, Stahltore, Treppengeländer, Gitter aber

Zwölf Jahre später folgte die Gründung der Freyler Industriebau GmbH. »Inzwischen haben wir uns vom einstigen Familienunternehmen zu einer Unternehmensgruppe mit zwölf Standorten in Deutschland und einer Tochtergesellschaft in der Schweiz entwickelt«, ergänzt Peter F. Rieland stolz. Der Hauptsitz ist heute in Kenzingen, dort befindet sich auch eine 10 000 Quadratmeter große Produktionsfläche für den Stahlbau.


RHEINHAUSEN / HERBOLZHEIM

Samstag, 13. Oktober 2018

Perlen des Glaubens Herbolzheim (red/jg). Das Bildungswerk lädt auf Donnerstag, 18. Oktober, ein zum Vortrag »Mit den Perlen des Lebens den Glauben besser verstehen«. »Oft erscheint der Glaube als etwas, was zum ›normalen‹ Leben noch hinzukommt. Er soll irgendwie in das Leben eingebaut werden. An diesem Abend geht es um das Verhältnis von Leben und Glaube zueinander«, so die Ankündigung. Gemeindereferent Hanjo Spang wird den inneren Zusammenhang von Leben und Glaube thematisieren. Mit den »Perlen des Lebens« soll eine Hilfe vorgestellt werden, den Alltag im Licht des Glaubens zu betrachten. Beginn ist um 20 Uhr im Multifunktionsraum im Gemeindehaus Herbolzheim (Hauptstraße 95). Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Radsportverein wandert Oberhausen (red/jg). Der Radsportverein Oberhausen lädt zur Sauerkraut-Wanderung am Sonntag, 21. Oktober, ein. Start ist um 10.30 Uhr auf dem Beachvolleyballplatz des RSV Oberhausen. Die Wanderung dauert etwa drei Stunden. Für den anschließenden Mittagstisch sorgen die drei Köche Karin, Heinz und Peter. Auch Nicht-Wanderer sind zum Essen eingeladen. Im Anschluss sorgt das Duo Stefan und Hubert bei Kaffee und Kuchen für einen unterhaltsamen Nachmittag.

Kurier Seite 6

»Du tust unserer Schule gut«

Amtseinführung | Nanni Laupheimer wird offiziell als neue Direktorin der Emil-Dörle-Schule begrüßt Jetzt ist es offiziell: Nanni Laupheimer ist in ihr Amt als Rektorin der Emil-Dörle-Schule Herbolzheim eingeführt worden. Zahlreiche Kollegen, Schüler sowie Vertreter aus Politik und der Schulbehörde wohnten der Feier bei. n

Von Katrin Meier

Herbolzheim. »Ich bin überwältigt«, hob Laupheimer in ihrer Rede am Ende der Feierlichkeiten hervor. Im Vorfeld hatten Schüler, das Lehrerkollegium, die Schulbehörde um Schulrat Wolfgang Schmitt, Bürgermeister Thomas Gedemer sowie die Schulleiter aller Herbolzheimer Schulen die neue Rektorin in ihren Grußworten und mit Liedern und Tänzen herzlich begrüßt. »Du tust unserer Schule gut«, betonte die stellvertretende Schulleiterin, Birgit Andräss. Nanni Laupheimer habe den Weitblick, Ideen und eine große Wertschätzung gegenüber ihren Mitmenschen: »Ich bin sehr froh, dass du meine Chefin bist«. Ein herzliches Willkommen überbrachte auch das Lehrerkollegium. Unter Leitung von Vivianne Sigg sangen sie ihrer neuen Schulleiterin ein Ständchen. Anschließend überraschten die Musiklehrer Reinhard Schiff am Klavier und Vivianne Sigg am Saxofon Laupheimer mit einem

Nanni Laupheimer bekam von ihrem Vorgänger und Schulrat Wolfgang Schmitt Blumen und eine Urkunde überreicht. Foto: Meier klassischen Stück. Auch der Beitrag der Tanzgruppe der Sechst- und Siebtklässler begeisterte. Die passionierte Musikerin Nanni Laupheimer dankte dafür sehr und spendete ebenso wie ihre Gäste lang anhaltenden Applaus. Die offizielle Amtseinführung wurde dann von Schulrat Wolfgang Schmitt vorgenommen. Schmitt, der auch gleichzeitig Laupheimers Vorgänger als Rektor der EmilDörle-Schule ist, gratulierte

ihr dazu, »eine so tolle Schule leiten zu dürfen«. Die Schulverwaltung sei sich sicher, so Schmitt weiter, »in Nanni Laupheimer eine höchst kompetente Schulleiterin gefunden zu haben«. Sie habe einen perfekt zur Emil-Dörle-Schule passenden schulischen und beruflichen Werdegang. Sie besuchte einst die Grundschule, dann die Realschule, später das berufliche Gymnasium ehe sie an der Pädagogischen Hochschule studierte. Schmitt

ist sich sicher, »du wirst hier in der Schulgemeinschaft glücklich sein«. Glücklich darüber Laupheimer in dieser Position zu haben, ist auch Bürgermeister Gedemer. Er sei sich sicher, dass sie das Orchester »Schule« zum Klingen bringen wird. Er verglich Laupheimer mit einer Dirigentin, die den Takt vorgibt, aber es dennoch immer wieder zulässt, dass einzelne Stimmen zur Geltung gebracht und gehört werden.

Auf eine gemeinsame Zusammenarbeit mit der neuen Rektorin freuen sich auch die Schulleiter aller Herbolzheimer Schulen mit dem geschäftsführenden Schulleiter Richard Cicciarella. Beste Wünsche überbrachten auch die SMV und die Elternbeiratsvorsitzenden Regina Köhler und Evelyne Schwarz. »Wir sind da wenn sie uns brauchen – ein Anruf genügt«, betonten die beiden Frauen. Verlassen kann sich die neue Schulleiterin auch auf die Fördervereine der Werkreal- und Realschule. Jürgen Hauss und Sonja Schnell freuen sich ebenso wie ihre Vorredner, auf die Zusammenarbeit mit der »sympathischen neuen Rektorin«. Laupheimer dankte für den Vertrauensvorschuss und betonte weiter, dass sie sich sehr auf die Zusammenarbeit freue und offen für die Meinung anderer sein wird.

INFO

Emil-Dörle-Schule Die Emil-Dörle-Schule ha tseit 2014 als Verbundschule Realschule und Werkrealschule unter einem Dach. Sie hat mehr als 800 Schüler (etwa 500 Realschüler und etwa 300 Werkrealschüler) und etwa 80 Lehrkräfte (50 an der Realschule, 30 an der Werkrealschule).

Strahlende Gesichter bei der Spendenübergabe nach dem Erntedank-Gottesdienst: Gina Jäger, Elisabeth Seidel, Pfarrer Stefan Meisert und Vorsitzende Heike Mutz Foto: Meier

Besondere Gabe an Erntedank

Gottesdienst | Frauengemeinschaft übergibt Pfarrer Spende Rheinhausen (kat). Pfarrer Stefan Meisert durfte sich nach dem Erntedank-Gottesdienst in Rheinhausen über eine besondere Gabe freuen. Die Frauengemeinschaft Niederhausen um das Vorstandsteam Gina Jäger, Elisabeth

Seidel und der Vorsitzenden Heike Mutz überreichte ihm und damit der Seelsorgeeinheit Herbolzheim-Rheinhausen eine Spende in Höhe von 500 Euro. Das Geld stammt aus Veranstaltungen der Frauengemeinschaft wie dem Bü-

chercafé oder der Bewirtung beim St. Achatiusfest. Meisert dankte und weiß auch schon, für was der Betrag verwendet werden soll: Unter anderem soll damit die Erneuerung des Fusswegs zur Sakristei finanziert werden.

n Niederhausen n Der

Seniorenkreis Niederhausen lädt alle Senioren zu einem zünftigen Oktoberfest am Donnerstag, 18. Oktober, ein. Beginn ist um 17 Uhr im Pfarrheim Niederhausen. Für stimmungsvolle Unterhaltung sorgt Konrad Kunzweiler mit seinen Musikerkollegen.

n Tutschfelden

Viele kommen zu »Kunde Ofenbau« Da war was los: Zahlreiche Menschen informierten sich am Wochenende über die Neuheiten und Trends in Sachen Ofen. »Kunde Ofenbau« in Rheinhausen lud am Samstag und Sonntag zum Tag der offen Tür ein. Gerne nahmen sich Frank Kunde (Foto, links) und seine Ehefrau Kathrin Zeit, ihre Besucher zu beraten und durch die neuen Ausstellungsräume zu führen. Foto: Meier

n Der Frauentreff Tutschfelden startet wieder und zwar zum Thema »Informationen und Hintergründe zur Feuer-/ Erdbestattung« am Donnerstag, 18. Oktober, um 9 Uhr im Jugendraum des Bürgerhauses. Infos gibt es bei Wilma Oesterle und Beate Willaredt unter Telefon 07643/86 17.


Lokales

Woche 41

Samstag, 13. Oktober 2018 Samstag, 13. Oktober 2018

Woche 41

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So geht’s mit der LGS weiter Was ab dem 15. Oktober geplant ist und weshalb die Brücke wieder für Sperrrungen sorgt

Fotos: Braun

Nach diesem Wochenende ist die LGS vorbei. Doch was passiert ab 15. Oktober auf und mit dem Gelände? LGS-Chefin Ulrike Karl erklärt für unsere Leser die wichtigsten Punkte. n

Sport treiben: Die großen Mehrzweckhallen werden fertig ausgebaut und sollen ab März kommenden Jahres für Sportund andere Veranstaltungen zur Verfügung stehen.

Reste loswerden: Restbestände und alles, was nicht weiterverwendet werden kann, wird am Flohmarkt am 1. November (Allerheiligen) auf dem LGS-Gelände von der Stadt verkauft.

Von Jörg Braun

Lahr. »Ab 15. Oktober werden wir das Gelände für zwei Wochen komplett schließen. Da bauen die Aussteller ihre Anlagen und Gebäude ab«, sagt Ulrike Karl. Nach und nach werde das Areal dann in den folgenden Monaten wieder für die Bevölkerung geöffnet. n Brücke: Die muss noch endgültig fertiggestellt werden. Farbe fehlt, Technik wird nachgerüstet. Deshalb wird die Bundesstraße gesperrt, nach der Chrysanthema. n See: Wie berichtet behält er sein Loch bis im Herbst 2019. Danach wird er saniert. Kosten? Unklar. Aber Baden ist ab 2019 für jedermann erlaubt. n Hallen: Wo heute noch Blumenhalle und Treffpunkt Baden-Württemberg zu Hause sind, wird innen fertig ausgebaut. Die Mehrzweckhallen sollen im Frühjahr fertig sein. n Sportplätze: Ab Sommer 2019 könnten sie nutzbar sein, neben den neuen Hallen.

n Bewirtung: Das Haus am See soll am 9. November wieder öffnen. Das große Zelt im Bürgerpark wird abgebaut. Die Sportsbar (nahe der Blumenhalle) wird künftig vom Fußballverein Dingglingen betreut. n Sitzbänke: Die großen bleiben stehen, die kleinen Bänke werden abgebaut. n Kletterturm: Der bleibt stehen und wird weiterhin vom Alpenverein Lahr organisiert. n Bühnen: Werden alle abgebaut. Der Platz der großen EWerk-Bühne bleibt erhalten, für künftige andere große Veranstaltungen mit Zelten. n Pflanzen: Die meisten Blumen sind nicht weiter zu verwenden. Was winterhart ist, wird möglicherweise an Interessierte verkauft. Auch Aussteller im Kleingartenpark verkaufen in den letzten Tagen teils ihre Pflanzen. n Flohmarkt: Restbestände an grünen Jacken, Taschen und anderem LGS-Zubehör werden bei einem Flohmarkt am 1. November verkauft. n Ehrenamtliche: Sie sollen angeregt werden, auch nach der LGS im Freundeskreis aktiv zu bleiben und sich um das Areal zu kümmern. n Römerhaus: Bleibt stehen. Das Stadtmuseum kümmert sich um die neue Einrichtung, die für Besucher offen bleibt.

Weiter helfen: Die 300 ehrenamtlichen LHS-Helfer wie Birgit Weinacker aus Kürzell sollen motiviert werden, auf dem Gelände oder in anderen Einsatzbereichen weiterzumachen.

Algen fischen: Im nächsten Sommer darf im See gebadet werden. Das Leck wird erst im Herbst 2019 saniert. Doch Algen werden weiter wachsen und müssen abgefischt werden.

Festplatz sichern: Die Bühnen werden alle abgebaut, doch der Boden der E-Werk-Bühne (hinten im Bild) wird erhalten. Dort können später weitere Veranstaltungen stattfinden.

Römer gucken: Das römische Streifenhaus am Mauerweg bleibt stehen. Es wird künftig unter der Obhut des Stadtmuseums betreut und steht Besuchern weiter offen.

Bähnle winken: Das E-Bähnle rollt zum Vermieter zurück und wird nicht wiederkehren. Es war erst nachträglich angeboten worden. Die LGS: »Hätten wir schon früher einplanen sollen.«

Pflanzen kaufen: Aussteller verkaufen Pflanzen in den letzten LGS-Tagen. Auch die LGS selbst überlegt, eventuell einen Abverkauf zu machen. Allerdings nicht für einjährige Blumen. Foto: Braun

Bewirtung genießen: Das Haus am See soll Mitte November wieder für die Besucher öffnen. Das Zelt im Bürgerpark wird ersatzlos abgebaut und die Sportbar wird Vereinsgaststätte.


Samstag, 13. Oktober 2018

KIPPENHEIM / MAHLBERG / HERBOLZHEIM

Kurier Seite 8

So stellen sich die Planer im Landratsamt aktuell die neue Kreisstraße vor: Der Trassenverlauf von der Ringsheimer Nordumfahrung im Süden bis zum Sulzer Kreuz im Norden ist rot eingezeichnet. Gelb gepunktet ist eine (leicht veränderte) Alternativroute. Foto: Landratsamt

B 3-Umfahrung: zwischen Hoffen und Sorgen

Verkehr | Neue Straße zwischen Ringsheim und Lahr würde vor allem Kippenheim und Mahlberg entlasten / Finanzierung noch offen Die Hoffnung der lärmund abgasgeplagten Menschen zwischen Ringsheim und Lahr hat einen Namen: K 5344. Vor allem die Kippenheimer und Mahlberger jubilieren ob der Pläne zum Bau einer neuen Kreisstraße – wenn auch nicht vorbehaltlos. n

Von Felix Bender

Kippenheim/Mahlberg. Die Kippenheimer warten seit einer gefühlten Ewigkeit darauf, dass Autos und Lastwagen aus ihrem Ortskern verbannt werden. Die B 3 spült Tag für Tag bis zu 20 000 Fahrzeuge in die 5500-Seelen-Ge-

meinde, der Ruf nach Abhilfe hallt seit fünf Jahrzehnten durch die lokalen und überregionalen Gremien. Nun soll er endlich erhört werden. Denn der Ausschuss für Umwelt und Technik des Kreistags hat grünes Licht für die Umgehungsstraße gegeben. Geplant ist eine zehn Kilometer lange Trasse vom Sulzer Kreuz bis zur Nordumfahrung Ringsheims. »Das sind natürlich sehr erfreuliche Nachrichten«, kommentiert Matthias Gutbrod die Entscheidung der Kreisräte gegenüber unserer Zeitung. Der Kippenheimer Bürgermeister weiß, bei wem er sich zu bedanken hat: »Ich bin froh, dass Landrat Frank Scherer und seine Mitarbeiter ihr Versprechen aus dem Jahr 2015 wahr gemacht haben.«

Damals hatte der Kreistag den Beschluss, das dritte und vierte Gleis an die Autobahn zu bauen, unter anderem mit der Bedingung verknüpft, »unverzüglich die Planungen für eine Ortsumfahrung Kippenheim-Mahlberg wieder aufzunehmen« – nun folgen offenbar Taten.

Dankbarkeit in Kippenheim, Bedenken in Mahlberg Gutbrod hegt zwar »große Hoffnungen«, setzt den Fuß gleichzeitig aber auf die Euphoriebremse: »Eine Ortsumfahrung war in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder im Gespräch. Doch bisher blieb es bei Gedankenspie-

len.« Damit der Traum jetzt Realität wird, gilt es noch einige Hürden aus dem Weg zu räumen, weiß Gutbrod, vor allem finanzieller Natur. 22 Millionen soll das Vorhaben kosten, die Hälfte könnten als Zuschüsse vom Land kommen, die andere Hälfte muss man »intern« stemmen. »Das Landratsamt hat angekündigt, einen Finanzierungsvorschlag zu machen. Den werden wir uns anhören und dann entscheiden«, blickt Gutbrod voraus. Als sicher gilt: Die Profiteure – Lahr, Ettenheim, Mahlberg und Kippenheim – müssen ihr Scherflein beitragen. Wie viel Geld seine Gemeinde in die Hand nehmen muss, darüber will Gutbrod nicht spekulieren, betont jedoch: »Wir sind bereit, unseren Teil

zu leisten.« Das trifft auch auf die Nachbarn aus Mahlberg zu. Auch deren Rathauschef Dietmar Benz begrüßt die Planungen grundsätzlich. Er erhofft sich durch die neue Straße »eine spürbare Entlastung« der Kreisstraße in Mahlberg und Orschweier. Allerdings sieht Benz die Bringschuld seiner Stadt teilweise als bereits erfüllt an, weil die Carl-Benzund Nikola-Tesla-Straße sowie der neue Kreisel im Gewerbegebiet DYN A5 in der aktuellen Variante Bestandteil der Umfahrung wäre. »Diese Straßen hätten wir, wenn es um die Finanzierung geht, gerne angerechnet.« Für absolute Glückseligkeit sorgen die Straßen-Planungen, die übrigens auch einen

durchgängigen Radweg vorsehen, beim Mahlberger Bürgermeister ohnehin nicht: »Bei aller Freude über die Entlastung schwingt doch auch etwas Besorgnis mit, weil durch eine neue Verkehrsachse unsere ohnehin nicht große Gemarkung erneut durchschnitten wird.« Der Ankündigung des Landratsamts zum Trotz, vor allem bestehende Straßen auszubauen, fürchtet Benz eine Zerklüftung. Er listet auf: Auf einer Länge von zweieinhalb Kilometern führten – von Osten nach Westen – dann die B 3, die bestehende Kreisstraße, die Rheintalbahn (künftig eventuell mit Überholgleisen), die neue Ortsumfahrung, die Güterzugtrasse (Gleis drei und vier) sowie die Autobahn durch die Stadt. Anzeige

Produkte aus der Region nach alter Tradition D

ie Herbolzheimer Metzgerei Schätzle feiert einen runden Geburtstag: Seit 20 Jahren steht sie für Frische und Qualität aus der Region. »Seitdem wir 1998 angefangen haben, stellen wir unsere Ware selbst her – und das hat sich nicht geändert«, erklärt Inhaber Clemens Schätzle stolz. Seine Metzgerei in der Bismarckstraße 30 ist die einzige in der Herbolzheimer Kernstadt, die dort auch produziert. Die Tiere kommen alle aus der Re-

gion: die Rinder vom Kaiserstuhl, die Schweine aus dem Ortenaukreis. Durch die kurzen Wege wird alles frisch verarbeitet – nach alter, handwerklicher Tradition. »Es kommt nichts rein, was nicht rein soll«, bringt es Schätzle auf den Punkt. Für seine Produkte hat er schon einige Preise gewonnen, unter anderem hat er den zweiten Platz im Stuttgarter Schinkenwettbewerb belegt . So weit es geht, verzichtet der Metzgermeister auf Zusatzstoffe, verwendet

Rohgewürze anstatt fertiger Mischungen. »Sogar den Großteil unserer Salate stellen wir selbst her«, erklärt seine Frau Christine Schätzle. Dementsprechend lecker und nachgefragt sind sie. Die meisten Mitarbeiter sind von Anfang an dabei, kennen ihre Kunden und deren Wünsche genau. Bei ihren Start 1998 begann die Metzgerei auch mit ihrem Partyservice. Inzwischen ist sie bei allerlei Festen, angefangen von Grillevents bis hin zu Geburtstagen, Hochzeiten oder

Firmen-Festen im Einsatz. Vom Fingerfood bis hin zum fertigen Menü liefert die Metzgerei Schätzle alles. Dabei gehen die Inhaber stets individuell auf die Wünsche und die Geschmäcker ihrer Kunden ein. Metzgerei Schätzle betreibt auch in Lahr-Sulz eine Filiale Mit seinem Verkaufswagen ist Clemens Schätzle außerdem bei den Bleichtalgemeinden anzutreffen, die keine eigenen Metzgereien haben und bringt den Kunden so frische Waren in ihre Dörfer.

Clemens und Christine Schätzle stellen die Waren für ihre Metzgerei selbst her – und gehen dabei auch auf individuelle Kundenwünsche ein. Foto: Göpfert


Der Gesundheitstag für die gesamte Familie Zum Kinder- und Familientag lädt der Verein Handel und Gewerbe (HuG) Herbolzheim auf Sonntag, 21. Oktober, ein. Informative Vorträge, ein umfangreiches Programm für Kinder und natürlich der verkaufsoffene Sonntag locken die Besucher.

D

ie Herbolzheimer Hauptstraße wird sich am Sonntag, 21. Oktober, wieder in eine Flaniermeile verwandeln: Sie wird für den Verkehr gesperrt, sodass die Besucher beim Kinder- und Familientag entspannt durch die Stadt bummeln und den verkaufsoffenen Sonntag ab 13 Uhr genießen können. Unter dem Motto »Herbolzheimat – Die gesunde Familie« werden rund 40 Aussteller und teilnehmende Betriebe ab 11 Uhr in der Hauptstraße und am Torhaus anzutreffen sein. Besucher haben so die Gelegenheit, Informationen zum Thema Gesundheit aus erster Hand zu erhalten und sich individuell beraten zu lassen. »Das Wohlbefinden wird mit zunehmendem Alter immer wichtiger. Eine stabile körperliche und geistige Fitness ist nicht immer selbstverständlich, sondern man muss auch etwas dafür tun, meint HuGVorsitzender Philipp Ulmer. Bei dem verkaufsoffenen Sonntag ab 13 Uhr zeigen die

Geschäfte Herbolzheims ihre große Bandbreite und bieten besondere Angebote für die ganze Familie. Speziell Kinder haben wieder die Qual der Wahl – vom Torwandschießen über einen Bewegungs-Parcours bis hin zu Kursen gegen Gewalt.

Angebote für die gesamte Familie So wird es bei »Schuh und Sport Saar« einen Clown geben, der lustige Luftballons knotet. Die Erwachsenen dürfen sich derweil im Mini-Tennis versuchen, sich Nordic-Walking erklären lassen oder – passend zum Thema Gesundheit – an der Fußmessaktion teilnehmen. Abenteuerlustige sollten Edeka Echle einen Besuch abstatten: Dort wartet das Spaßmobil mit einem »AdventurePark« auf sie. Die Hüpfburg wird es vor »«Adis Schlemmereck« ebenso wieder geben wie Pony-Reiten am Torhaus-Parkplatz und auch das Karussell wird wieder seine Runden vor dem Rathaus drehen. Für Erwachsene gibt es bei »Ulmer – Haus der guten Dinge« Vorführungen zu Pfannen, Entsaftern und Kenwood-Küchenmaschinen. Hörgeräte Enderle bietet Hörtests an. Bücher, Geschenkartikel und auch bereits die Kalender für 2019 findet man im »Bücherwurm«. Im Weltladen in der Buchhandlung gibt es zudem auch fair

Nicht nur für Große ist viel geboten: Neben den Vorträgen für Erwachsene im Torhaus gibt es auf der Hauptstraße ein großes Unterhaltungsprogramm für Kinder. Fotos: Ande

gehandelte Lebensmittel und Geschenkartikel zu erwerben. Wer noch das passende Outfit für den Herbst sucht, sollte bei der Modeboutique »U2« vorbeischauen, dort sind bereits die neuen Herbstkollektionen eingetroffen. Natürlich ist auch für das leibliche Lob wohl gesorgt: Seien es süße Crêpes oder Waffeln, ungarische Spezialitäten oder Eis – den Kinder- und Familientag muss niemand hungrig verlassen. Auch die Metzgerei Schätzle wird mit einem Grillwurst-Stand vor Ort sein.

Kostenlose Fachvorträge im Torhaus für Besucher Im Torhaus werden den Besuchern von »Herbolzheimat – Die gesunde Familie« in zwei Räumen kostenlose Fachvorträge geboten: Um 11 Uhr dürfen sie zwischen den Vorträgen »Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung« und »Ich habe jetzt keinen Bock! Jetzt lern ich nicht« (Lerntipps für Eltern) wählen. Um 13 Uhr geht es um Pflegebedürftigkeit und darum, wie Hilfsmittel diese erleichtern können. Zeitgleich wird Jörg Schimanski von »Jörg und Marions Fitnesstreff« in Herbolzheim Tipps für Ernährung, Sport und den Kampf gegen den inneren Schweinehund geben. Über Änderungen des Pflegestärkungsgesetzes geht es um 14 Uhr, zeitgleich spricht eine Rechtspflegerin vom Amtsgericht Emmendingen zum Thema »Alles geregelt? – Wenn ich nicht mehr selbst entscheiden kann«. Um 15 Uhr stehen »generationenübergreifende Vermögensplanung« und »Stress – Ursache für Unwohlsein und Krankheiten?« im Mittelpunkt. Kurzum: Der verkaufsoffene Familiensonntag in Herbolzheim hält Spannendes für alle Generationen bereit und lädt zum entspannten Einkaufsbummel ein.

Am verkaufsoffenen Sonntag wird die Hauptstraße in Herbolzheim zur Flaniermeile.

INFO

Stadt macht mit Auch die Stadt Herbolzheim wird sich am Kinder- und Familientag beteiligen. So können die Kinder mit Förster Christian Funke im Torhaus ein Vogelhäuschen basteln. Zudem hat sie zwei der Vorträge im Torhaus initiiert.


ETTENHEIM / BREISGAU

Samstag, 13. Oktober 2018

Jüdisches Leben in Kenzingen Kenzingen (red/jg). Die AG »Journalistisches Arbeiten« des Gymnasiums Kenzingen lädt auf Mittwoch, 17. Oktober, zur Vorstellung ihrer Broschüre »Jüdisches Leben rund um das Gymnasium Kenzingen – damals und heute« ein. Beginn im Atrium des Gymnasiums ist um 19.30 Uhr, Einlass um 19 Uhr. Im Jüdischen Museum Berlin wurde die Broschüre mit dem RolfJoseph-Preis ausgezeichnet. Kurt Salomon Maier, gebürtig und deportiert aus Kippenheim, ist bei der Veranstaltung zu Gast und steht für ein Zeitzeugengespräch zur Verfügung. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Plätze können aber vorab reserviert werden und zwar per E-Mail an presse.ag@gymkenz.de oder unter Telefon 07644/9 11 30.

Kammerkonzert ohne Thema Weisweil (red/jg). »That sounds cool«, lautet der Titel des Kammerkonzerts der Musikinitiative Weisweil. »Unser recht junge Verein wagt es nach vielen Jahren Themenkonzerte erstmals wieder, ein Konzert ohne Thema zu gestalten«, so die Ankündigung. Nach dem Abschied von Moderator Michael Tankus geht die Musikinitiative nun neue Wege. Diesmal stehen die Nachwuchsmusiker mit ihren Musikwünschen im Vordergrund, zum Beispiel mit Stücken von Alan Walker, Coldplay, Robbie Williams und Ed Sheeran. Mit Musik und kurzen Filmen bekommt das Publikum Einblicke in das Unterrichtsgeschehen und erlebt mit, wie es hinter den Kulissen zugeht. Dabei ziehen sich die modernen Medien wie ein roter Faden durch das Konzert. Das Konzert findet am Samstag, 20. Oktober; um 19 Uhr in der evangelischen Kirche in Weisweil statt. Der Eintritt ist frei.

Mitmach-Projekt für Groß und Klein Kenzingen (red/jg). Kinder ab fünf Jahren, Jugendliche und Erwachsene mit und ohne Singerfahrung sind eingeladen zum ökumenischen Sing- und BandWorkshop vom 19. bis 21. Oktober in Kenzingen. Unter der Leitung von Jakoba Marten-Büsing (Chor) und Andrea Krumm (Band) werden die »Hymns of Praise« von John Rutter und Spirituals einstudiert. Die erste Bandprobe ist am Freitag, 19. Oktober, von 18 bis 20 Uhr. Mehr Infos und Anmeldung bei Antje Knapp-Striegel unter Telefon 07644/61 12 (für Kinder, Singen und Kleinkindbetreuung) und bei Jakoba Marten-Büsing per E-Mail an marten-buesing@t-online.de (Erwachsene) und bei Andrea Krumm unter Telefon 07644/64 28 (Band) und unter www.evangelische-kirchengemeinde-kenzingen.de.

Oktoberfest beim Tennisclub Ettenheim (red/jg.) Zum Saisonabschluss lädt der Tennisclub Ettenheim seine Mitglieder und Sponsoren auf Freitag, 19. Oktober, zum Oktoberfest auf seine Tennisanlage im Mühlenweg ein. Beginn ist um 19 Uhr. Um Anmeldung unter Telefon 07822/56 54 (Georg Hahn) oder per E-Mail an tc-ettenheim@t-online.de wird gebeten.

Kurier Seite 10

Wahlkampf, der an die Substanz ging Nachlese | Bruno Metz und Günter Krieg ziehen Bilanz / Fragwürdige Plakate sorgten für Wirbel Bruno Metz erhält mit 75 Prozent der Stimmen eine vierte Amtszeit als Ettenheimer Bürgermeister. Für Günter Krieg votierten 20,22 Prozent. Für unsere Zeitung zogen die beiden Kontrahenten über den Wahlkampf Bilanz. n

Von Felix Bender

Ettenheim. Als unsere Zeitung am Montagmittag Metz ans Telefon kriegt, fährt der alte und neue Rathauschef, gerade auf den heimischen Hof. »Da steht jemand mit einer Flasche Wein, der mir gratulieren will.« Ähnliche Szenen hat der Bürgermeister, der bereits wieder mittendrin war im Alltagsgeschäft, den ganzen Morgen über erlebt: »Ich hatte noch gar keine Gelegenheit, alle Glückwünsche zu erwidern.« Entsprechend flugs zieht der 59-Jährige sein Fazit: Sein Ergebnis (75 Prozent) und die Wahlbeteiligung (53 Prozent) seien »sehr gut« gewesen. »Der Rückhalt war noch viel größer als gedacht«, bilanziert Metz nach »doch recht eigenwilligen Wochen, die hinter mir liegen«. Der Wahlkampf habe ihm einiges abverlangt, bekennt der Bürgermeister – und sei nicht immer oberhalb der Gürtellinie geführt worden. Am Donnerstagmorgen vergangene Woche, also kurz vor der Wahl, waren im Stadtge-

Bürgermeisterwahl Ettenheim

biet rund 30 Plakate fragwürdigen Inhalts aufgetaucht. »Schluss mit Vetterleswirtschaft und Korruption« oder: »Amerika hat Trump, Ettenheim hat Metz«, hieß es darauf. Der Bauhof hat die »widerrechtlich aufgehängten Plakate« (Metz) schnell entfernt – eines hing sogar am Rathaus – geblieben ist ein fa-

Günter Krieg (links) und Bruno Metz begrüßen sich auf dem Rathausplatz kurz vor der Bekanntgabe des Ergebnisses. Mit dabei ist Lioba Metz, die Frau des alten und neuen Bürgermeisters. Fotos: Schabel der Beigeschmack: »Ich will nicht spekulieren, woher die Plakate kamen, aber es war natürlich kein schöner Anblick«, sagt der Rathauschef. Stimmen dürften diese »Meinungsbeiträge« den Amtsinhaber wohl nicht gekostet haben. Dennoch hat er in manchen Wahlbezirken mehr eingebüßt, als ihm lieb sein dürfte (siehe untenstehenden Bericht). »Ich werde in der nächsten Zeit in die Analyse gehen«, sagt Metz. Die Wähler dürften sich gewiss sein, »dass ich mir über die Gründe für die einzelnen Ergebnisse genau Gedanken machen werde«. Das verspricht auch Günter Krieg, für den am Montag ebenfalls wieder »business as usual«, in seinem Fall Unterricht an der Gewerblichen Schule in Offenburg, auf dem Programm stand. Er sei nicht enttäuscht oder verbittert, sagt der 42-Jährige. In Jubelstürme bricht der unterlegene Herausforderer angesichts des Erreichens seines Minimalziels (20

Prozent) aber freilich nicht aus: »Ich hätte nichts gegen ein knapperes Ergebnis gehabt.«

Überraschung in der Altstadt Am Ende müsse er jedoch konstatieren, »dass ich keine Partei im Rücken hatte und mein Unterstützerkreis deutlich kleiner war als der meines Konkurrenten«. Angesichts dessen und der Tatsache, dass er auch gegen den »Amtsinhaber-Bonus« angetreten sei, hätten er und sein Team »einen super Job« gemacht. Etwa als von Freitag auf Samstag vergangene Woche knapp 20 Helfer Tausende Postkarten in die Briefkästen der Ettenheimer gesteckt hätten. Um den Amtsinhaber ernsthaft zu gefährden oder gar vom Thron zu stoßen, reichte es nicht. Warum, dafür hat Krieg bereits eine Erklärung parat: Seit die BI Altstadt mit Krieg an der Spitze vor vier Jahren versuchte, höhere Auf-

lagen für eine After-Work-Party zu erstreiten, »geistert das Gerücht herum, dass ich etwas gegen Vereine habe«. Hätte seine Kandidatur mehr Vorlaufzeit gehabt, hätte er, da ist sich Krieg sicher, »diese Vorbehalte abbauen können«. (Noch) nicht erklären kann sich Krieg indes sein relativ schlechtes Ergebnis in den innerstädtischen Wahlbezirken, wo er teilweise weniger als ein Fünftel der Stimmen erhielt: »Es kam für mich schon überraschend, dass ich in Bereichen, in denen ich mich seit sechs Jahren für die Menschen querlege, nicht besser abgeschnitten habe.« Ist die Enttäuschung so groß, dass er sein Engagement als BI-Vorsitzender infrage stellt? »So weit denke ich jetzt noch nicht«, sagt Krieg. Aber klar sei, »dass ich auf Ursachenforschung betreiben und mir Gedanken machen muss«. Nun heißt es aber erst mal: durchschnaufen. »Ich habe meinen Wahlkampf neben meinem Beruf geführt, habe

zu Hause zwei kleine Kinder, das war schon eine extreme Belastung.« Mühen, die nicht umsonst gewesen sein sollen. Krieg: »Ich hoffe, dass die Bereiche, die ich während meines Wahlkampfs angesprochen haben, wie Spielplätze und sozialer Wohnungsbau, künftig eine höhere Priorität genießen.«

INFO

Michael Butt Michael Butt, der als dritter Kandidat bei der Bürgermeister-Wahl angetreten war, sagt, er habe viele positive Reaktionen auf seinen Wahlkampf erhalten, in dem er auf die Anliegen von Menschen mit Behinderung aufmerksam machen wollte. Er hatte auf ein Ergebnis von vier oder fünf Prozent gehofft – dieser Wunsch des 66-Jährigen war in Erfüllung gegangen: Er bekam 4,47 Prozent der Stimmen.

Bau von Flüchtlingsheimen kostet Metz offenbar Stimmen Analyse | Blick in die Wahlbezirke / Bürgermeister erzielt in Ettenheimweiler sein schwächstes Einzelresultat n

Von Herbert Schabel

Ettenheim. Bruno Metz hat am Sonntag mit 74,93 Prozent der Stimmen einen souveränen Wahlsieg eingefahren. Dabei ergibt sich in einigen Wahlbezirken ein uneinheitliches Bild. Am krassesten ist der Unterschied zwischen Wallburg – dort holte Metz mit 83,15 Prozent sein bestes Resultat aus allen 15 Wahllokalen – und Ettenheimweiler, wo »nur« 65,86 Prozent der Wähler für ihn votierten. Dagegen kommt Günter Krieg in Wallburg auf keinen grünen Zweig und in Ettenheimweiler auf satte 29,72 Prozent – das beste Einzelresultat des Herausforderers. Insgesamt holte Krieg am Sonntag 20,18 Prozent der Stimmen. Was ist aus Sicht von Metz in der etwa drei Kilometer südöstlich von der Kernstadt gelegenen Siedlung schief gelaufen? In Ettenheimweiler ist das Neubaugebiet »Am Sportplatz« erschlossen worden, auf dem neun Einfamilienhäuser und zwei Wohnblocks für Flüchtlinge sowie sozial schwächer gestellte Menschen vorgesehen sind. Die ersten Flüchtlinge sind bereits einge-

zogen. Ein Projekt, das nicht wenige Anwohner mit Skepsis begleiten, wie unter anderem bei einem Bürgergespräch mit Metz sichtbar wurde. In Ettenheimweiler sind manche der Überzeugung, dass das Verhältnis von neun Einfamilienhäusern und 17 sozialen Wohnungen im neuen Baugebiet ein ungesundes sein könne. Es wirkt, als ob die Kritiker des Projekts dem Amtsinhaber bei der Wahl einen Denkzettel verpassen wollten. Metz erklärt seine Stimmeneinbußen dort selbst mit dem umstrittenen Bauprojekt, wie er auf Nachfrage unserer Zeitung bestätigt hat.

In Wallburg erzielt Metz ein Traumergebnis »Die Größe ist wirklich grenzwertig«, sagt auch Stabhalter Reinhard Meier über die beiden Wohnblocks. Insgesamt habe Metz aber eine gute Politik auch für Ettenheimweiler betrieben. Über den eindeutigen Wahlsieg des Amtsinhabers habe er sich deshalb gefreut, so Meier. Der Bürgermeister müsse eben auch die Interessen der Gesamtstadt

Im Bürgersaal im Rathaus werden am Sonntag kurz nach 18 Uhr Stimmen der Bürgermeisterwahl ausgezählt. Foto: Schabel im Auge behalten. Schlecht lief es für den Rathauschef auch in Wahllokal 03 im August-Ruf-Bildungszentrum, Freiburger Straße. Dort erzielte er mit 68,84 Prozent sein zweitschwächstes Resultat, während für Krieg 26,11 Prozent der Wähler votierten – das zweitbeste Einzelresultat des Herausforderers. Zum Wahlbezirk gehört auch das Quartier Marbach, wo zwei große Flüchtlingsheime auf einem Acker errichtet worden sind, der eigentlich

nie Bauland werden sollte. Dank des erleichterten Baurechts für Flüchtlingsunterkünfte setzte die Stadt das Projekt durch, obwohl Anwohner Unterschriften gesammelt und sogar juristische Schritte dagegen unternommen hatten. Viele Menschen im Marbach fühlten sich von Verwaltung und Gemeinderat übergangen und haben ihren Unmut jetzt offenbar durch ihr Wahlverhalten geäußert. Blickt man in die Ortsteile, so fällt auf, dass Metz auch in

Ettenheimmünster unterdurchschnittlich abgeschnitten hat, auch wenn seine Stimmenverluste dort nicht so gravierend wie in Ettenheimweiler ausfallen. Der Amtsinhaber holte im Ort im Münstertal 70,76 Prozent, während es für Krieg mit 23,10 Prozent dort vergleichsweise gut lief. Im Münstertal fehlt noch das schnelle Internet. Es sieht danach aus, dass einige Bürger Metz an der Wahlurne daran erinnern wollten. Und was ist nun mit Wallburg, weshalb lief es für den Rathauschef dort so besonders gut? »Bruno Metz hatte eine sehr gute Wahlkampfveranstaltung bei uns«, stellt Manfred Schöpf fest. Die Resonanz der Bürger auf den Auftritt des Bürgermeisters sei sehr positiv gewesen. Doch der Ortsvorsteher verweist auch auf die langfristig »gute Ortsentwicklung«: In Wallburg seien Straßen und die Halle erneuert sowie der Kindergarten erweitert worden. Die Bürger haben nicht vergessen, was Metz alles für den Stadtteil getan hat, so lautet die Erklärung von Schöpf für das überragende Resultat des Amtsinhabers dort.


Samstag, 13. Oktober 2018

KIPPENHEIM / KAPPEL-GRAFENHAUSEN

Abschied von Annette Stepputat

Kirche | Vertretungsdienst der Pfarrerin in Kippenheim endet

Kippenheim (red/fx). Der Vertretungsdienst von Pfarrerin Annette Stepputat endet am 31. Oktober, der Abschiedsgottesdienst in der Friedenskirche in Kippenheim findet am Sonntag, 14. Oktober, um 10.15 Uhr statt. Seit 1. Juni 2017 unterstützt Stepputat die Kippenheimer Pfarrerin Henriette Gilbert und ist mit einer halben Stelle Vertretungspfarrerin in Altenheim. »Neben den Gottesdiensten war ich verantwortlich für die Kasualien wie Taufe, Konfirmation, Trauung und Beerdigung«, sagt Stepputat. Gemeinsam mit Dekan Rainer Becker gestaltete sie im vergangenen Jahr den Konfirmandenunterricht.

Gemeinde dankt der Pfarrerin im Gottesdienst am kommenden Sonntag Vor ihrem Vertretungsdienst war sie 21 Jahre als Gemeindepfarrerin zuerst in der hannoverschen Landeskirche und dann in Mannheim und Rastatt tätig, zuletzt war sie Be-

Wird künftig in Gaggenau tätig sein: Annette Stepputat. Foto: privat auftragte der Badischen Landeskirche für Flucht und Migration sowie für christlich-islamisches Gespräch. Bis zu ihrer Pensionierung wird Stepputat weiterhin als Vertretungspfarrerin tätig sein. Ihre neue Aufgabe führt sie in die evangelische Kirchengemeinde Gaggenau. Über ihren Dienst in Kippen-

heim und Altenheim sagt sie: »Ich wurde in beiden Gemeinden herzlich aufgenommen und erinnere mich an viele gute Begegnungen und bin dankbar, dass sich die Gemeindeglieder auf mich eingelassen haben.« Dass ein Vertretungspfarrer durchaus positiv für beide Seiten ist, den Pfarrer und die Gemeinde, bestätigt Stepputat. Der kurzen Zeit geschuldet, könne man zwar nicht prägend auf eine Gemeinde einwirken und langfristig Akzente setzen, aber am Ist-Zustand der Gemeinde arbeiten und erkennen, was in welcher Form in der Vertretungszeit benötigt wird. »Der Vertretungsdienst konzentriert sich also auf das Hauptgeschäft einer Gemeinde, man muss flexibel handeln und wirken und sich rasch in die verschiedenen Gemeindestrukturen einarbeiten«, stellt Stepputat abschließend fest. Nach dem Gottesdienst wird es einen Umtrunk in der Kirche geben, mit der Möglichkeit zum gemeinsamen Gespräch mit der Pfarrerin.

Kurier Seite 11

Jochen Paleit dankt Bernhard Ihle

Gemeinderat | Lahrer Forstdirektor geht in den Ruhestand n

Von Michael Masson

Kappel-Grafenhausen. Nur Bauangelegenheiten sind im öffentlichen Teil der Gemeinderatssitzung am Montag behandelt worden. Schon nach 20 Minuten waren die abgearbeitet. Zuvor hatte Bürgermeister Jochen Paleit dem bisherigen Lahrer Forstamtsleiter Bernhard Ihle namens der Doppelgemeinde mit Dank und Geschenkpräsent zum Ruhestand gratuliert. Ihle habe auch in KappelGrafenhausen mit seiner Heimatverbundenheit große, positive Spuren hinterlassen, nicht zuletzt bei der Gestaltung der Auewälder im Gemeindegebiet. Er sei nicht nur rein forstwirtschaftlich aktiv gewesen, sondern mit Liebe zur Natur. Ihle dankte für das Lob, überdies auch für die stets angenehme Zusammenarbeit mit der Gemeinde. Anschließend wurden vier Bauanträge verhandelt, drei davon unstrittig. So wurde dem Anbau eines Wohnhauses in der Schillerstraße ebenso das Einvernehmen erteilt

STELLENANGEBOTE

wie dem Neubau eines Zweifamilienhauses in der Hauptstraße und einem Einfamilienhaus-Anbau zur Schaffung einer zweiten Wohneinheit Quartier Oberfeld. Bei einer Bauvoranfrage zur Nutzungsänderung von zwei Wohnungen als Ferienwohnungen in der Schützenstraße sperrte sich der Gemeinderat jedoch. Dort soll nämlich laut Bebauungsplan »die Wohnbe-

Bernhard Ihle war Leiter des Forstbezirks Lahr beim Landratsamt. Foto: Kreis

bauung aller auf einem Grundstück vorhandenen Gebäude deutlich überwiegen«. Das zweifelte der Gemeinderat im konkreten Fall jedoch an. Bei nur einer Enthaltung versagte er mit zehn Neinstimmen sein Einvernehmen. Das Baurechtsamt prüft derzeit noch, ob das Verhältnis zwischen normalen und Ferienwohnungen gegeben ist. Der Internetauftritt der Gemeinde soll wegen technischer Weiterentwicklungen verbessert werden – mit einem »Relaunch«, wie es in der Fachsprache heißt. Ohne große Debatte beschloss der Gemeinderat mit fünf Ja-, zwei Neinstimmen und einer Enthaltung, die Dienstleistungsfirma Iteos, welche die Gemeinde schon bisher in Softwareangelegenheiten betreut, für knapp 12 400 Euro mit der Aufrüstung der Internet-Seiten zu beauftragen. Ob dabei auch das bisherige MundartWörterbuch für einmalig 1332 Euro mit in die aufgerüstete Homerpage übernommen wird, ließ der Gemeinderat noch offen.


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Mobilität

Auto, Zweirad und mehr...

Bestseller neu aufgelegt

Der neue Fiat 500X punktet neben seinem noch moderneren Design auch mit geringerem Verbrauch und Geräuschpegel

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Jetzt auch als Plug-in-Hybrid erhältlich: der Kia Niro

Foto: Kia

Sparsamer geht kaum

Den Kia Niro gibt es nun auch als Plug-in-Hybrid / Noch breitere Basisausstattung als das Standardmodell des Crossovers

M

it dem Niro hat Kia seine Produktpalette um ein kompaktes Crossover-Modell erweitert, das auf der ersten speziell für Eco-Fahrzeuge entwickelten Kia-Plattform basiert. Jetzt bietet der Hersteller das im Herbst 2016 eingeführte Hybridmodell auch in einer Plug-in-Variante an.

Guiness-Weltrekord für sparsames Fahren Der Niro mit Steckdosenanschluss kann rein elektrisch 58 Kilometer weit und 120 Stundenkilometer schnell fahren und verbraucht durchschnittlich nur 1,3 Liter Kraftstoff pro

100 Kilometer (29 g/km CO2). Auch das Standardmodell gehört mit einem kombinierten Verbrauch ab 3,8 Liter pro 100 Kilometer (ab 88 g/km CO2) zu den sparsamsten Fahrzeugen in seinem Segment, was ihm bereits einen offiziellen Guinness-Weltrekord einbrachte: Eine Serienversion des Niro schaffte die fast 6000 Kilometer von Los Angeles nach New York mit nur 4,1 Tankfüllungen (3,1 Liter pro 100 km). Neuerdings wird die Kraftstoffökonomie zudem durch zwei neue Systeme gefördert, über die auch der Niro Plug-in Hybrid verfügt (Coasting- und Effizienz-Assistent, Serie ab Vision).

Der Crossover fährt serienmäßig mit Klimaautomatik 16-Zoll-Leichtmetallfelgen, beheizbaren elektrischen Außenspiegeln, Nebelscheinwerfern, LED-Tagfahrlicht, Audiosystem, und Geschwindigkeitsregelanlage vor. Hinzu kommen in der Sicherheitsausstattung sieben Airbags, Gegenlenkunterstützung, Spurhalteassistent, Berganfahrhilfe und Müdigkeitserkennung. Der Niro Plug-in Hybrid bietet eine noch breitere Basisausstattung inklusive Supervision-Instruautonomem menteneinheit, Notbremsassistenten, adaptiver Geschwindigkeitsregelanlage und elektrisch anklappbaren Außenspiegeln.

er Fiat 500X, der in seinem Segment führend in Italien und Europa ist, wo er seit 2016 stets unter den Top Fünf im Segment ist, startet ab 17 490 Euro mit modernisiertem Design und noch umfangreicherer Technologieausstattung neu durch. Die zweite Modellgeneration bietet unter anderem Tagfahrlicht und Hauptscheinwerfer in LED-Technologie, einen überarbeiteten Innenraum und neu entwickelte Drei- und Vierzylinder-FireFly Benziner mit Turboaufladung und Partikelfilter. Die neuen Triebwerke erfüllen die Emissionsnorm Euro 6d-Temp, verbrauchen weniger Kraftstoff als herkömmliche Benziner und sind rund 20 Prozent leiser als vergleichbare Turbodiesel.

Zum erhöhten Fahrkomfort des Fiat 500X trägt auch die erweiterte Ausstattung mit Fahrassistenzsystemen bei. Serienmäßig sind nun der SpurhalteAssistent, der beim unabsichtlichen Verlassen der Fahrspur warnt, sowie Verkehrszeichenerkennung und automatische Geschwindigkeitskontrolle an Bord, die ein Überschreiten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit verhindern können.

Fiat 500X ist in drei Modellvarianten zu haben Der neue Fiat 500X steht in den Modellvarianten Urban, City Cross und Cross zur Wahl. Urban steht dabei für Lifestylebetonte Version, mit der auch

Fahrten im Stadtverkehr zum Vergnügen werden. Äußeres Kennzeichen der neuen Generation des Fiat 500X Urban ist das geänderte Design der Stoßfänger. Die Bezeichnungen City Cross und Cross stehen für den zu Abenteuern bereiten Charakter dieser Modellvarianten. Bei Fiat 500X City Cross und Fiat 500X Cross fallen besonders die neu gestalteten Unterfahrschutze auf. Der komfortable Innenraum des neuen Fiat 500X verwöhnt mit hochwertigen Materialien, erstklassiger Verarbeitung und einer Vielzahl von Staufächern und Ablagen. Je nach Kombination von Sitzbezügen, Verkleidungen und Farben sind sieben unterschiedliche Versionen des Innenraums möglich.

Gute Leistung bei weniger Kraftstoffverbrauch: der neue Fiat 500X

Foto: Fiat

Kurier 13 10 2018  
Kurier 13 10 2018  
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