Page 1

Woche 45

Samstag, 10. November 2018

Auflage: 23 805

n Ettenheim

n Kenzingen

n Rust

Olaf Michel zeigt in einer Ausstellung im Rathaus Fotografien, die in und um Ettenheim entstanden sind – in der Stadt lebt er seit viereinhalb Jahren. u Seite 4

Vorstandsvorsitzender Mathias Meier freut sich über acht Gold- und sieben Silbermedaillen bei der Gebietsweinprämierung für die WG Kenzingen-Hecklingen-Bombach. u Seite 7

Ghafoor Rahim war in Afghanistan Minister, musste das Land aber verlassen. Heute begrüßt er mit einem freundlichen Lächeln die Besucher des Europa-Parks. u Seite 8

Bildhauer kommen nach Ettenheim

Kunst | Symposium für 2019 geplant n

Narren eröffnen fünfte Jahreszeit Ettenheim (red/ng). Die Ettenheimer Narrengesellschaft »Hoorig« lädt zu ihrer Hauptversammlung am morgigen Sonntag, 11. November, ab 20.11 Uhr, alle Mitglieder und Freunde in das Gasthaus »Lamm« ein. Das Ettenheimer Narrenvolk wird dabei laut Ankündigung das Narrenjahr 2018 resümieren und die Planung der nächsten Kampagne besprechen. Auch das Motto für das 56. Narrenspiel wird bekanntgegeben. Auf der Tagesordnung stehen daneben Ehrungen, Rechenschaftsberichte sowie Wahlen. Nachdem die Narrenfreunde mit der beliebten »Leberknepflisuppe« gestärkt sind, wird um 23.11 Uhr das Narrenlicht entzündet und in gemütlicher Runde das 172. Narrenjahr eröffnet. Die Ettenheimer Narrengesellschaft hofft auf zahlreiches Erscheinen.

Siedler feiern 75-Jähriges Kippenheim (red/fx). Die Kippenheimer Siedlergemeinschaft feiert in diesem Jahr ihr 75-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass ist am Sonntag, 11. November, ab 11 Uhr in der Obst- und Freizeitanlage Hanfröze eine Bilderausstellung zu sehen. Diese zeigen laut Ankündigung die regen Aktivitäten des Vereinslebens und interessante Ansichten von Kippenheim aus alten Tagen. Auch für das leibliche Wohl ist beim Jubiläum gesorgt, mit Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen, versprechen die Siedler in ihrer Einladung.

Vortrag über Flüchtlingslager Deutschland (red/sl). Zum Abschluss zur Interkulturellen Woche in Kenzingen wird am Mittwoch, 14. November, ab 19.30 Uhr im evangelischen Gemeindehaus in der Offenburger Straße 21 ein Bild-Vortrag aus einem nordirakischen Flüchtlingslager gezeigt. Eckhard Weißenberger, Pfarrer i.R. aus Bahlingen, wird über die Situation in dem Lager berichten. Er war mehrfach vor Ort und versucht dort, vor allem jesidische Flüchtlinge zu unterstützen. Der Eintritt ist frei, Spenden für das Projekt sind willkommen.

Der Europa-Park in Rust soll auch für Besucher aus Frankreich noch attraktiver werden. Eine Seilbahn aus dem Elsass über den Rhein soll bis direkt in den Park führen. Foto: Seeger

Seilbahn ins Elsass

Europa-Park | Projekt soll in den nächsten Jahren entstehen

Der Europa-Park hat Großes vor: Im nahen Frankreich will der Freizeitpark sein Gelände um ein Feriendorf für Familien erweitern und mit einer Seilbahn auf 15 Meter hohen Stelzen beide Parkteile verbinden. Das wurde am Dienstag bekannt. n

Von Jörg Braun und Felix Bender

Rust. Das Unternehmen der Familie Mack investiert in die Zukunft. Gleich mit mehreren Großprojekten machen die Unternehmer derzeit von sich reden. Das neueste sind Ideen für eine grenzüberschreitende Kooperation mit dem Nachbarland Frankreich, mit dem der Park seit Jahrzehnten eng verbunden ist. Wie die Macks am Dienstag erklärten, soll es eine Seilbahn geben, die von Rust aus über den Rhein ins Elsass führt, auf einer siebenminütigen Fahrt über das Naturschutzgebiet Taubergießen. Auf französischem Boden wird zudem eine Art Ferien-

dorf entstehen, das Familien mit Kindern zum Kurzurlaub im Grünen einladen soll. Wann diese Bahn fahren wird, sei unklar. Es werde mit einer Planungszeit von zwei bis fünf Jahren gerechnet. Zu den Kosten wurde nichts bekannt. Die Seilbahn-Idee sei ein Verkehrskonzept, betonte der Ortenauer Landrat Frank Scherer (parteilos). Es sollen auf der anderen Rheinseite reihenweise Parkplätze entstehen, damit die Franzosen gleich im Heimatland parken können und nicht die ohnehin schon stark belasteten Straßen rund um Rust verstopfen. Frankreich spielt für den Park eine extrem wichtige Rolle. 1,3 der rund 5,6 Millionen Besucher kommen aus dem Nachbarland nach Rust, etwa jeder fünfte. Auch setzt der Park bei seinen Arbeitskräften verstärkt auf Franzosen. 1100 arbeiten über der Grenze imn südbadischen Rust. Auf dem Gelände selbst wurde zum Start der neuen Saison der französische Themenbereich erneuert und mit einer neuen Achterbahn zum Thema »Moulin Rouge« ausgestattet. Das Seilbahnprojekt wird

Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron (Mitte) unterstützt die Pläne von Michael (links) und Roland Mack, den Europa-Park Richtung Elsass auszuweiten. Foto: Europa-Park

von höchster Stelle unterstützt. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte sich mit Roland und Michael Mack am Rande eines Staatsbesuches mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Straßburg getroffen. Macron als Vorantreiber der europäischen Idee zeigte sich vom Seilbahn-Projekt als grenzüberschreitendem Vorhaben begeistert. Ihm gefällt vor allem auch die Perspektive, dass im Elsass, wo die Arbeitslosigkeit hoch ist, viele neue Arbeitsplätze entstehen könnten. Beim Treffen mit den Macks war Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) mit dabei, der das Vorhaben ebenfalls unterstützt. u Seite 11

Von Sandra Decoux-Kone

Ettenheim. Ein besonderes Kunst- und Kulturereignis wirft seine Schatten voraus: Im September 2019 soll in Ettenheim ein internationales Bildhauersymposium stattfinden. Anno und Erika Sieberts organisieren das Ereignis »Symp 19« vom 1. bis 22. September unter der Trägerschaft des Freundeskreises Prinzengarten und der Mitwirkung der Stadt auf ihrem Gelände im Kreuzerweg. Schon länger sei die Idee gereift, eine solche Veranstaltung in Ettenheim zu initiieren, erklärte Steinbildhauer Anno Sieberts bei einem Pressegespräch: »Wir haben auf unserem Gelände mit der Werkstatt die optimalen Voraussetzungen für Kunstschaffende.« Fünf internationale Künstler hätten bereits fest zugesagt und auch schon das Städtchen besucht. »Wir haben kein Thema vorgegeben, außer, dass die Künstler auf den Ort eingehen mögen«, so Erika Sieberts. Die Kunstexponate, die in den drei Wochen geschaffen werden, sollen einen dauerhaften passenden Platz in Ettenheim finden. Matilde Grau aus Barcelona, der Engländer Michael Dan Archer, Erika Inger aus Italien, Wolfgang Wohlfahrt aus Wien und Matthäus Thoma aus Berlin werden für drei

Wochen auf dem gemeinsamen Werkplatz in Ettenheim zusammen kommen und ihre Skulpturen schaffen. Die Künstler sollen zusammen leben und arbeiten und sich mit Material und Themen auseinandersetzen.

Kunstwerke bleiben im Stadtraum Bildhauersymposien leben von der Improvisation. So soll es auch in Ettenheim sein. Es wird also spannend zu sehen sein, welche Kunstwerke geschaffen werden und an welchen Stellen sie dauerhaft verbleiben. Das mache den Reiz der Veranstaltung auch aus, so Bürgermeister Bruno Metz. Eröffnung und Abschluss des »Symp 19« ist jeweils im Prinzengarten, wo die fertigen Kunstwerke ausgestellt werden, bis ein endgültiger Standort im Stadtraum bestimmt ist. Während die Künstler ihre Skulpturen schaffen, ist die Öffentlichkeit eingeladen, den Künstlern über die Schulter zu schauen. Der Betrieb von Anno Sieberts wird praktisch zum öffentlichen Werkraum. Die Materialien wie Stein, Holz, Metall oder Keramik wird den Kunstschaffenden zur Verfügung gestellt. Daher ist man derzeit auf der Suche nach Sponsoren.

INFO

Mit Burda und Herrenknecht Der Park ist längst zur Touristenattraktion Nummer eins der weiten Region geworden. Und diese Region hält zusammen: Familie Mack will gemeinsam mit den ebenfalls wirtschaftlich erfolgreichen Ortenauer Familienunternehmen Herrenkecht (Schwanau, Tunnelbau) und dem BurdaVerlag (Offenburg) eine Initiative für das Rheintal starten. Mit gemeinsamen Projekten sollen die Region bundes- und europaweit weiter bekannt gemacht und Fachkräfte sollen angelockt werden. Die drei wirtschaftlichen Schwergewichte der Ortenau setzen jährlich nach eigenen Angaben mehr als fünf Milliarden Euro um: Der Burda-Verlag knapp drei Milliarden, Tunnelbauer Herrenknecht mehr als eine und der Europa-Park gut eine Milliarde Euro. Vielleicht bald noch mehr.

Bereits voller Vorfreude auf das Bildhauersymposium (von links): Heike Schillinger von der Stadtverwaltung, Erika Sieberts, Bruno Metz, Anno Sieberts und Thomas Herr, Vorsitzender des Freundeskreises Prinzengarten. Foto: Decoux-Kone

Blick ins Jahr 1768

Lesung | »Kleine Bühne« lädt Montag ein Ettenheim (hpb). 1768, vor 250 Jahren, wurden die Grundsteine von St. Bartholomäus und St. Arbogast gelegt. Viele Geschehnisse und Personen sind mit diesem Jahr verbunden. Aus Anlass dieses Jubiläums gibt es am Montag, 12. November, eine besondere Veranstaltung im Kulturkeller, in der das Zeitgeschehen des Jahres 1768 im Mittelpunkt steht. Die »Kleine Bühne Ettenheim« hält eine Le-

sung über Geschehnissen des Jahres und über Menschen, die 1768 eine besondere Bedeutung hatten. Ein Einblick in eine Zeit, in der in Ettenheim gleich für zwei Kirchen der Grundstein gelegt wurde. Ein Bläserquintett gibt den musikalischen Rahmen. Beginn des »Literarischen Bistros« mit »1768 – ein Zeitfenster« ist um 19.30 Uhr im Kulturkeller. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erbeten.


ALLES AUF EINEN BLICK

Samstag, 10. November 2018

n Kontakt

n Termine

Redaktion: Julia Göpfert, Telefon 0 78 21/2 78 31 43, Fax 0 78 21/2 78 31 50, E-Mail: redaktion@ kurier-wochenzeitung.de Geschäftsanzeigen: Telefon 0 78 21/2 78 31 03, Fax 0 78 21/2 78 31 90, E-Mail: anzeigen@ kurier-wochenzeitung.de Kleinanzeigen: Telefon 0 78 21/2 78 31 36

n Kino

n Notdienste Polizei: Telefon 110 Feuerwehr, Rettungsdienst: Telefon 112 DRK-Krankentransport: Telefon 0761/1 92 22

n Apotheken Apotheken-Notdienste bis zum 16. November Samstag: Maria-Sand-Apotheke, Bismarckstraße 19 B, Herbolzheim, 0 76 43/ 3 33 88 88; Apotheke an der Kirche, Nonnenweierer Hauptstraße 15 Telefon 0 78 24/41 95; Rhein-Apotheke, Hauptstraße 117, Grafenhausen, 0 78 22/65 40. n

Sonntag: St. KatharinaApotheke, Ritterstraße 3, Endingen, Telefon 0 76 42/86 85; Rohan-Apotheke, Friedrichstraße 52, Ettenheim, Telefon 0 78 22/52 10; Schwanau-Apotheke, Rathausstraße 9, Ottenheim, 0 78 24/21 32. n

Montag: Rathaus-Apotheke, Hauptstraße 13, Kenzingen, Telefon 0 76 44/304; Zentral-Apotheke in der Arena, Alter Stadtbahnhof 1, Lahr, Telefon 0 78 21/3 79 46.

n

Dienstag: Mithras-Apotheke, Hauptstraße 16, Riegel, Telefon 0 76 42/78 20; LöwenApotheke, Marktstraße 19, Lahr, Telefon 0 78 21/9 17 20; Schloss-Apotheke, Karl-Friedrich-Straße 6, Rust, Telefon 0 78 22/86 51 70. n

Mittwoch: St. Blasius-Apotheke, Hauptstraße 16, Wyhl, Telefon 0 76 42/71 83; LammApotheke, Lammstraße 3, Lahr, 0 78 21/99 66 00.

n

Donnerstag: Stadt-Apotheke, Fürstbischof-Galura-Straße 6, Herbolzheim, Telefon 0 76 43/336; Rohan-Apotheke im Schuttertal, Hauptstraße 30, Seelbach, Telefon 0 78 23/54 54; Karls-Apotheke, Stauferstraße 1, Mahlberg, Telefon 0 78 25/27 00. n

n Freitag: Uesenberg-Apotheke, Eisenbahnstraße 45, Kenzingen, Telefon 0 76 44/61 78; Schloss-Apotheke, Schlossplatz 16, Lahr, 0 78 21/15 43.

aus der Region vom 10. bis 17. November

Bis zum 14. November

Lahr

Forum: »Operation: Overlord«: täglich 20.50 Uhr, Samstag auch 23.20 Uhr. »Phantastische Tierwesen – Grindelwalds Verbrechen« (3D): Mittwoch 17.15 und 20.15 Uhr. »Phantastische Tierwesen – Grindelwalds Verbrechen« (2D): Mittwoch 19.45 Uhr. »Der Nussknacker und die vier Reiche« (3D): täglich (außer Dienstag) 20.15 Uhr. »Der Nussknacker und die vier Reiche« (2D): täglich 14.45 und (außer Mittwoch) 18.45 Uhr. »25 km/h«: täglich 17.50 und (außer Mittwoch) 20.30 Uhr, Samstag auch 23 Uhr. »Bohemian Rhapsody«: Sonntag bis Mittwoch 17.45 und 20.30 Uhr, Samstag, 14, 16 und 22.45 Uhr. »Halloween«: Samstag bis Mittwoch 16.45 Uhr, Samstag bis Dienstag 20.50 Uhr, Samstag auch 23.15 Uhr. »Gänsehaut 2 – Gruseliges Halloween«: Sonntag bis Dienstag 16.50 Uhr. »Johnny English – Man lebt nur dreimal«: Samstag bis Dienstag 14.45 und 18.35 Uhr, Mittwoch 17.45 Uhr. »Der Vorname«: Samstag bis Dienstag 16.40 Uhr, täglich 19 Uhr, Mittwoch 15.30 Uhr. »Smallfoot – Ein eisigartiges Abenteuer«: täglich 15.45 Uhr. »Die Unglaublichen 2«: Samstag 13.30 Uhr, Sonntag bis Mittwoch 15.15 Uhr. »Pettersson und Findus – Findus zieht um«: Sonntag, 13.30 Uhr, Montag bis Mittwoch 14.45 Uhr. »Wuff – Folge dem Hund«: Samstag und Sonntag 13.30 Uhr. »Venom«: Samstag 22.45 Uhr. n Met Opera: »Muhly - Marnie«: Samstag 19 Uhr. n Sneak Preview: Dienstag 20.30 Uhr.

Kenzingen

Löwen-Lichtspiele: »25 km/h«: Samstag bis Montag 17.15 und 20 Uhr, Dienstag nur 17.15 Uhr. »Elternschule« (Doku über »Kinder mit psychosomatischen Erkrankungen und deren Eltern, die lernen müssen, was Erziehung bedeutet«: Dienstag 20 Uhr. »Der Vorname«: Samstag 20 Uhr, Sonntag 17.30 und 20 Uhr, Montag und Dienstag 17.30 Uhr: »Der Vorname«. »Smallfoot«: Samstag und Sonntag 15 Uhr. »Die Unglaublichen 2: Samstag und Sonntag 14.30 Uhr. n »Menashe« (jiddische Tragik-Komödie um den Witwer Menashe, der in Konflikt mit seiner ultraorthodoxen Gemeinde gerät, als er sich weigert, eine neue Frau zu finden): Samstag 18 Uhr, Dienstag 20 Uhr. Am heutigen

Darf man ein Kind Adolf nennen? Kino Kenzingen zeigt »Der Vorname« Ein Ehepaar lädt seine Freunde zu einem gemütlichen Essen ein, um ihnen eine überraschende Nachricht mitzuteilen. Denn weil das Paar bald ein Kind bekommen wird, hat es sich bereits einen Namen ausgedacht: Adolf. Als das Ehepaar den Wunschnamen für das ungeborene Kind vorstellt, erhitzen sich die Gemüter. Darf man ein Kind so Samstag, 10. November, singt »Ton Art« vor Film-Start im Kino jiddische Lieder. Bei der Aufführung am Dienstag wird dann Zeitzeugin Inge Auerbacher zu einem Gespräch im Kino erwartet. n »Die göttliche Ordnung« (humorvolles Drama über die junge Hausfrau Nora, die sich Anfang der 1970er-Jahre für die Einführung des Frauenwahlrechts in der Schweiz einsetzt): Montag 19 Uhr. Der Eintritt ist frei, der Kreisverband Emmendingen von Bündnis 90/ Die Grünen lädt ein.

Rust

Magic Cinema 4D: »Der Nussknacker und die vier Reiche«: täglich 18.30 Uhr. »Johnny English – Man lebt nur dreimal«: täglich 20.30 Uhr.

n Feste Grafenhausen

85 Jahre Katholische Öffentliche Bücherei: Sonntag, 11. November, Stehempfang nach dem Gottesdienst in St. Jakobus, Pfarrheim. Ab 14.30 Uhr: »Cafe zur Bücherei«.

Herbolzheim

Fasnetseröffung der Karne-

nennen? Der Streit wird bald privat und offenbart schonungslose Einblicke in die Psyche der Teilnehmer. Regisseur Sönke Wortmann interpretiert hier die französische Komödie »Le Prénom« aus dem Jahr 2012 neu, die ihrerseits auf einem Theaterstück basiert. Für die deutsche Adaption konnte Wortmann ein hervorragendes Schauspie-

valsgesellschaft: Sonntag, 11. November.

Kippenheim

Metzelhock des FaustballVereins Kippenheim: Samstag, 10. November, ab 11 Uhr im Faustballerheim. Mit Kesselfleisch-Essen.

Orschweier

Fasent-Eröffnung der Narrenzunft Hornig: Sonntag, 11.11., im Narrenschopf.

Münchweier

Geisenbar-Opening: Samstag, 17. November, ab 19.33 Uhr in der Festhalle.

Wagenstadt

Narrenversammlung und Fasenteröffnung: Sonntag, 11.11., 11.11 Uhr im Probelokal. Veranstalter ist die Fasentgemeinschaft Wagenstadter Pflüme.

n Musik Altdorf

Karaokenacht mit DJ Black: Samstag, 10. November, ab 21 Uhr, Rockcafé. Live-Schicht: Freitag, 16. November, ab 21 Uhr im Rockcafé.

Ettenheimmünster

Gitarrist Peter Kleindienst und sein Gitarrenensemble »Strinmess«: Samstag, 10. November, ab 20 Uhr in der Galerie Linda Treiber.

Herbolzheim Verlag: Lahrer Zeitung GmbH Kreuzstraße 9 (Walpotenhaus), 77933 Lahr Telefon 07 82 1/27 83-160 Telefax 0 78 21/27 83-190 Geschäftsführung: Kirsten Wolf Anzeigenleitung: Kirsten Wolf Redaktion: Jörg Braun (Leitung; v.i.S.d.P.) Julia Göpfert Kurier-Zustell-Service: PSV GmbH, Im Oberwald 8 79359 Riegel a. Kaiserstuhl Telefon 0 76 42/91 08-0 Telefax 0 76 42/91 08-40 E-Mail: inforiegel@psv-gmbh.de Auflage: 23 805 Exemplare Satz: Lahrer Zeitung GmbH Druck: Druckzentrum Südwest GmbH, Villingen-Schwenningen Gültig ist die Anzeigen-Preisliste Nr. 73 vom 1. Januar 2018 und die lokale Anzeigenpreisliste vom 1. Januar 2018. Erscheint wöchentlich kostenlos in: Kenzingen, Bombach, Hecklingen, Nordweil, Herbolzheim, Bleichheim, Broggingen, Tutschfelden, Wagenstadt, Oberhausen, Niederhausen, Ringsheim, Rust, Kappel-Grafenhausen, Ettenheim, Altdorf, Ettenheimmünster, Ettenheimweiler, Münchweier, Wallburg, Mahlberg, Orschweier, Kippenheim, Schmieheim.

Kurier Seite 2

Roman spielt in Ettenheim Ettenheim war zurzeit der Französischen Revolution Schauplatz welthistorischer Ereignisse. Im Rahmen einer Premierenlesung stellt Marita Spang ihren historischen Roman »Die Rose des Herzogs« am Donnerstag, 15. November, ab 19 Uhr im Bürgersaal vor, der teils zu jener Zeit in Ettenheim spielt. Die Lesung ist eine gemeinsame Veranstaltung der Stadt, der Stadtbücherei, des Historischen Vereins, der VHS und der Buchhandlung Machleid. Foto: Archiv

ler-Ensemble gewinnen, unter anderem mit Florian David Fitz, Iris Berben, Justus von Dohnányi, Christoph Maria Herbst, Janina Uhse und Caroline Peters. »Mit Wortwitz und viel Esprit bringt »Der Vorname« die heile Fassade einer Familie zum Bröckeln. Scharfzüngig, augenzwinkernd, aberwitzig«l loben Kritiker. Foto: Archiv

n Wanderung Kenzingen

Saisonabschluss des Schwarzwaldvereins: Tour nach Hecklingen am Sonntag, 11. November, mit Start um 14 am »Alten Sägplatz«. Abschluss ist um 17 Uhr in Ritters Weinstube.

Seniorentreff Mahlberg).

Rust Deutsche Team-Meisterschaft im Cornhole: Samstag, 10. November, ab 10 Uhr in der Rheingießenhalle. Fasenteröffnung mit Vorstellung des Vogts: Sonntag. 11.11., ab 20 Uhr im Vereinsheim der Hanfrözi.

n Lesungen

n Kunst

Ettenheim

Münchweier

Literarisches Bistro: Schauspieler der Kleinen Bühne Ettenheim lesen in ihrer Reihe »Literarisches Bistro« am Montag, 12. November, ab 19.30 Uhr im Kulturkeller aus dem Roman des aktuellen Literaturnobelpreisträgers Kazuo Ishiguro »Was vom Tage übrig blieb«. Marita Spang: Die Autorin liest am Donnerstag, 15. November, ab 19 Uhr im Bürgersaal des Rathauses aus ihrem historischen Roman »Rose des Herzogs«, der teils in Ettenheim spielt.

n Sonstiges Altdorf

Seniorennachmittag: Sonntag, 11. November, ab 14.30 Uhr in der Münchgrundhalle.

Ettenheim

Sonntagscafé »Runter vom Sofa«: Sonntag, 11. November, 11 Uhr, Rohan-Café.

Schülerkonzert des Akkordeonvereins: Samstag, 17. November, ab 16 Uhr im Torhaus.

Kappel

Kippenheim

Kenzingen

Fasenteröffnung des Narrenvereins »Rhinschnooge«: Samstag, 10. November,

Ausstellung der Malschule Altdorf: Gallaghers Nest.

Kenzingen

»Transparenz und Totem« mit Marianne Hopf: bis 19. Januar in der Galerie Thomas Menzel, Mühlestraße 25a.

n Ärzte Ortenaukreis: Notfallpraxis am Ortenau-Klinikum, Ebertplatz 12. Für Erwachsene: Öffnungszeiten: Montag, Dienstag, Donnerstag 19 bis 22 Uhr; Mittwoch, Freitag 16 bis 22 Uhr; Samstag, Sonnund Feiertag 8 bis 22 Uhr. – Für Kinder: Montag bis Freitag 19 bis 22 Uhr; Samstag, Sonn- und Feiertag 9 bis 21 Uhr (jeweils ohne vorherige telefonische Anmeldung) n

Bundesweiter ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116 117

n

Fahrdienst (ärztliche Hausbesuche): Telefon 0 18 05/ 19 29 24 60 n

Zahnärztlicher Notfalldienst Ortenaukreis: von Samstag 8 Uhr bis Montag 8 Uhr sowie an Feiertagen Auskunft über die DRK-Rettungsleitstelle Offenburg, Telefon 0 18 05/19 29 24 60

n

Konzert anlässlich des 80. Jahrestags der Deportation: Sonntag, 11. November, 17 Uhr, ehemalige Synagoge. Mit dem Offenburger Kammer-Ensemble.

Kirchencafé und Buchausstellung der katholischen öffentlichen Bücherei: Sonntag, 11. November, ab 11 Uhr nach dem Gottesdienst im Gemeindehaus.

Kenzingen

Kippenheim

n

Mahlberg

Krankenhäuser: Klinikum Lahr, Telefon 0 78 21/93-0 Kreiskrankenhaus Ettenheim, Telefon 0 78 22/430-0 Kreiskrankenhaus Emmendingen, Telefon 0 76 41/45 40

»Brass 5«: Das Ensemble gibt am morgigen Sonntag, 11. November, ab 15 Uhr ein Konzert im Festsaal des Kreisseniorenzentrums Kolbe. Angekündigt sind »Lieder zum Träumen, Genießen oder Mitsingen« für alle Generationen. Der Eintritt ist frei.

Führung für Flüchtlinge: Samstag, 10. November, ab 14 Uhr in der ehemaligen Synagoge. Seniorentreff: Dienstag, 13. November, ab 14.30 Uhr in der Stadthalle (Veranstalter:

Zahnärztlicher Notfalldienst Kreis Emmendingen: Telefon 018 0/3 22 25 55 70 n

Tierärztlicher Notdienst Ortenaukreis: 0 78 24/6 46 90

n


HERBOLZHEIM

Samstag, 10. November 2018

Kurier Seite 3

Heitere Suche nach einem Mörder

Künstler stellen im Torhaus aus

Theater | AG der Emil-Dörle-Schule führt mit Erfolg Krimi-Komödie auf / Zuschauer dürfen mitraten Es war eine beeindruckende Vorstellung: Die jungen Protagonisten der Theater-AG der Emil-DörleSchule haben mit der Aufführung von »Mord im Altenheim« ihre Zuschauer begeistert. Das Stück hatten sie selbst verfasst. n

Von Katrin Meier

Herbolzheim. Zahlreiche Besucher kamen zur Premiere am Sonntagabend und zur zweiten Vorstellung am Montagabend. Am Montag- und Dienstagvormittag gab es dann noch Aufführungen für die Schüler der Emil-DörleSchule. Wer ist der Mörder? Der Koch, einer der Bewohner des Altenheims oder vielleicht doch ein Verwandter, der regelmäßig zu Besuch kommt? Die ulkige Krimi-Komödie, die unter der Regie der beiden Lehrerinnen Susanne Gäng und Isabell Mack einstudiert worden war, lud den Theaterbesucher dazu ein, selbst seine Schlüsse zu ziehen, zu kombinieren, abzuwägen und nach einem möglichen Motiv Ausschau zu halten. Nicht immer hatten die Polizisten den richtigen Riecher, hin und wieder schlugen sie die falsche Richtung ein. Ein echter Krimi eben. Es blieb spannend bis zum Schluss. Wer also hat das Trinkwasser vergiftet? Wer trachtet nach dem Leben der Bewohner oder Angestellten des Altenheims? Am Ende konnte eine der Figuren des Stücks dingfest gemacht werden. Es war der Arzt. Damit hatten zu

Abend ist Engeln gewidmet Herbolzheim (red/sl). Das Katholische Bildungswerk Herbolzheim lädt am Freitag, 16. November, von 19.30 bis 21.30 Uhr zu einem meditativen Abend rund um Engelsgestalten zur Einstimmung in den Advent ein. Engelsgestalten begegnen uns in allen Weltreligionen, als Heilsbringer und Verkünder, heißt es in der Ankündigung. Und: »In himmlischer Atmosphäre wollen wir eintauchen in eine sinnliche, meditative Zeit.« Die Leitung des Abends im Pfarrsaal Oberhausen in der Kirchstraße 11 hat Gemeindereferentin Elisabeth Rothenberger. Referentin ist Heilpädagogin Zita Zimmermeyer, Expertin für Familienberatung. Anmeldungen werden erbeten im Pfarrbüro unter Telefon 07643/21 59 80 oder per E-Mail unter Bildungswerk.Herbolzheim@se-herrhein.de.

Kulturgeschichte der Fastnacht Wagenstadt (rmn). Das Ökumenische Bildungswerk Wagenstadt/Tutschfelden lädt am Montag, 19. November, ab 20 Uhr zu m bebilderten Vortrag über »Narren, Schellen und Marotten – zur Kulturgeschichte der Fastnacht« in den Narrenkeller Wagenstadt Am Dorfplatz ein. Volkskundler Peter Kalchthaler beleuchtet Hintergründe der Fasnacht aus der Perspektive des Forschers und Zünftlers bei den Freiburger Fasnetrufern – mit Blick auf die schwäbisch-alemannische Fastnacht.

Das Ensemble der Theater-AG freute sich, dass seine Aufführung den Zuschauern so gut gefallen hatte. Beginn des Stücks wohl die wenigstens gerechnet. Wirkte er doch unschuldig bis zuletzt. Um so größer war dann die Überraschung, als er als Täter entlarvt wurde.

Hinter den Schülern liegen viele Proben Umso begeisterter zeigte sich das Publikum über die tolle, spannende und überraschende Handlung des Stücks, das von den Schülern komplett selbst geschrieben worden war. Lob für diese grandiose

Leistung gab es auch von Rektorin Nanni Laupheimer, die sich bei den Schülern für ihre Engagement, ihre pfiffigen Ideen und für ihre Ausdauer bedankte. Zahlreiche Proben liegen hinter den Schülern. »Das habt ihr wirklich super gemacht«, hob Laupheimer hervor. Respekt, verbunden mit großem Dank sprach sie auch Susanne Gäng und Isabell Mack aus. Seit vielen Jahren zeigen sich die beiden Lehrerinnen für die Theater AG des DörleSchule verantwortlich. Dabei gelingt es ihnen jedes Jahr

aufs Neue, mit einem Stück zu begeistern (siehe Info-Kasten). Auch die Idee, die Schüler selber am Entstehungsprozess eines Theaterstücks teilhaben zu lassen, ist ein voller Erfolg. »Mord im Altenheim« war bereits die zweite Inszenierung, welche die Schüler gemeinsam mit ihren Regisseurinnen selbst geschrieben und in Dialoge umgewandelt haben. Auftakt war im vergangenen Jahr mit dem Stück »Träume«, das bei den Zuschauern bereits sehr gut angekommen war.

Foto: Meier

INFO

Proben starten im Januar Die Theater-AG der DörleSchule ist laut Selbstbeschreibung »offen für alle Schüler, die gern in fremde Rollen schlüpfen und sich auf der Bühne ausprobieren möchten«. Jedes Jahr im Januar startet die AG mit einem neuen Stück – wer mitmachen will, meldet sich bei Susanne Gäng oder Isabell Mack.

»Hoffentlich entstehen neue Freundschaften« Städtepartnerschaft | Herbolzheimer Jungmusiker haben in Sisteron viel erlebt n

Von Herbert Schabel

Sisteron/Herbolzheim. »Die Partnerschaft lebt«: Dieses positive Fazit zieht Hans-Peter Baumann nach seiner Rückkehr aus Sisteron. Der Vorsitzende des Bürgervereins für Städtepartnerschaften hatte mit rund einem Dutzend weiterer Erwachsener die Jungmusiker der Stadtmusik Herbolzheim in die Gemeinde in der Provence begleitet. Die Gruppe war vier Tage dort und ist am Samstag vor einer Woche zurückgekehrt. Wie gewohnt kamen die Herbolzheimer in Gastfamilien unter. »Es ist schön, dass die jungen Leute Kontakte knüpfen«, freute sich Baumann. Die Jungmusiker, von denen viele zum ersten Mal in Sisteron waren, sahen sich in der Gemeinde um und besuchten auch Aix-en-Provence. Außerdem gaben sie ein Konzert in Sisteron und umrahmten auch die Eröffnung einer Ausstellung mit Werken des Herbolzheimer Künstlers August Bohn. »Dieser Besuch bringt junge Menschen aus unseren beiden Städten zusammen und ist somit besonders zukunftsorientiert. Es wäre schön, wenn daraus neue Freundschaften entstehen würden«, sagte Baumann bei einem Abend mit dem Sisteroner Comité de Jumelage. Dabei stellte er auch Lea Friedman vor. Die Schülerin hat in diesem Jahr den Preis für hervorragende Leistungen im Fach Französisch in der Emil-Dörle-Realschule gewonnen, den der Bürgerverein aussetzt, um Schüler zu-

Herbolzheim (red/sl). In Zusammenarbeit mit der Stadt und dem Herbolzheimer Kulturkreis gibt die Künstlergruppe »Freunde der Kunst« vom 25. November bis zum 23. Dezember im Torhaus einen Einblick in ihr künstlerisches Schaffen. Die Künstlergruppe, die seit 2014 besteht, hat sich über die Schaufensterausstellung in Herbolzheim im Oktober 2015 und mit einer Ausstellung im Kurhaus Freiamt 2017 bereits der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Künstlerinnen und Künstler zeigen nun klein- und großformatige Bilder in verschiedenen Techniken, die durch Skulpturen aus Sand- und Speckstein sowie aus Holz ergänzt werden. Eine besondere Form der Präsentation sind die während der Eröffnung vorgestellten Texte und Gedichte, die von meditativen Harfenklängen begleitet werden und der Ausstellung einen Hauch von Poesie verleihen. Die Ausstellung wird am Sonntag, 25. November, um 11.30 Uhr eröffnet. Öffnungszeiten der Schau: Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 10 bis 12 Uhr und 15.30 bis 18.30 Uhr. An Sonntagen und während des Weihnachtsmarkts von 14 bis 17 Uhr.

Gestalten mit Speckstein Wagenstadt (rmn). Das Ökumenische Bildungswerk Wagenstadt/Tutschfelden lädt am Freitag, 16. November, von 19.30 bis 21.30 Uhr und am Samstag, 17. November, von 10 bis 16 Uhr zum Workshop »Kreatives Gestalten mit Speckstein« ins katholische Pfarrhaus ein. Es besteht die Möglichkeit, sowohl figürlich wie auch abstrakt zu gestalten. Speckstein lässt sich relativ leicht mit Feilen bearbeiten und zeigt erst nach dem Schmirgeln im Wasser seine kunstvoll ästhetische Maserung. Info und Anmeldung bei Birgit Walter, Telefon 07643/93 00 77.

Aufrichtung der Wirbelsäule

Den Jungmusikern der Herbolzheimer Stadtmusik ist anzusehen, dass ihnen der Aufenthalt in Sisteron gefallen hat. Diese Aufnahme entstand in der Partnergemeinde unmittelbar vor der Rückfahrt. Foto: privat sätzlich zum Fanzösisch-Lernen zu motivieren. Und wie steht es insgesamt um die Städtepartnerschaft? »Wir können hochzufrieden sein«, stellt Baumann fest. Es gebe rege Kontakte auf Vereinsebene – zum Beispiel zwischen den Tischtennis- und Radsportvereinen beider Kommunen –, auch der Bürgerverein für Städtepartnerschaften selbst fährt mindestens einmal im Jahr mit bis zu 50 Teilnehmern für ein paar Tage nach Sisteron. Ein wenig Sorge bereitet Baumann, dass die mittlere Generation – Menschen um die 40 Jahre – unter den Teilnehmern solcher Besuche rar ist. »Aber man muss

es eben auch mit dem Beruf vereinbaren können«, weiß Baumann, der selbst seit nun 31 Jahren an der Spitze des Bürgervereins für Städtepartnerschaften steht. Ein Höhepunkt des aktuellen Besuchs in Sisteron war die Eröffnung der AugustBohn-Ausstellung, die im Sommer 2017 bereits im Herbolzheimer Torhaus gezeigt worden war. Ein Schwerpunkt waren Aquarelle und Federzeichnungen, entstanden auf mehreren Reisen Bohns nach Sisteron und in die Provence. In Sisteron und Clamensane war Bohn (1930 bis 1994) ein gern gesehener Gast. Mit seiner Staffelei gehörte er im-

mer wieder zum Stadtbild, hob Baumann in seiner Ansprache bei der Vernissage hervor. In der Ausstellung waren auch Ansichten von Herbolzheim, vom Taubergießen, dem Kaiserstuhl und dem südlichen Schwarzwald zu sehen. Bohn lebte und arbeitete in Herbolzheim. In seinem Werkstatt-Atelier in der Friedrichstraße konnten ihm die Besucher bei seiner künstlerischen Arbeit zusehen. Der Maler und Grafiker war auch Mitglied des Partnerschaftsvereins. »Wir verdanken ihm unser Logo, das er in den frühen 1980er Jahren für uns entworfen hat«, betonte Baumann bei der Vernissage.

Herbolzheim (red/sl). Das Katholische Bildungswerk veranstaltet den Kurs »Alles wieder im Lot« – mit der Dorn-Methode zur Wirbelsäulenaufrichtung, Gelenkkorrektur und Beinlängenausgleich. Der dreiteilige Kurs startet am Montag, 19. November, von 18.30 bis 20.30 Uhr im Multifunktionsraum des Gemeindehauses in der Hauptstraße 95, Referenten ist Heilpraktikerin Renate Fleck-Waldschmidt. Die Teilnahmegebühr beträgt 75 Euro. Anmeldungen werden erbeten unter Telefon 07643/21 59 80 oder per EMail an Bildungswerk.Herbolzheim@se-her-rhein.de.

Alemannischer Gottesdienst Tutschfelden (red/sl). Die evangelischen Kirchengemeinden im Bleichtal laden am Sonntag, 11. November, um 10 Uhr zum »alemannischen Gottesdiènscht mit Daifi mittem Pfarrer Jenne« ein. In Broggingen beginnt am morgigen Sonntag um 17.30 Uhr in der Kirche eine Andacht zu St. Martin mit den Kindergartenkindern. Anschließend wird dann ein Laternenumzug durchs Dorf mit Ausklang im Pfarrhof veranstaltet.


ETTENHEIM

Samstag, 10. November 2018

Kreisstraße voll gesperrt Münchweier/Wallburg (red/ fx). Auf der Kreisstraße zwischen Münchweier und Wallburg (K 5342) ist ab seit dieser Wocheauch für Anlieger kein Durchkommen mehr. Grund für die Sperrung ist, wie mehrfach berichtet, der Bau eines neuen Radwegs. Während der Sperrzeit, die bis Ende der kommenden Woche dauern soll, wird unter anderem die Zufahrt zum Brudergarten umgebaut und die Amphibientunnel werden gesetzt. Für die Baugruben der Amphibientunnel wird die Fahrbahn auf ganzer Breite aufgebrochen, weshalb auch Anlieger die Straße nicht passieren können, so das Landratsamt. Der Waldkindergarten Löwenzahn ist in dieser Zeit über Wallburg erreichbar. Die bereits seit September eingerichtete Umleitung über Ettenheim und Kippenheim bleibt auch weiterhin bestehen und ist ausge-schildert.

Blut spenden – Leben retten Ettenheim (red/ma). Der DRK-Blutspendendienst ruft dazu auf am Donnerstag, 29. November, von 14.30 bis 19.30 Uhr in der Stadthalle an der Blut zu spenden. Die Versorgung von Patienten mit Blutkonserven sei eine große Herausforderung. Doch Blutkonserven seien knapp und nur ein kleiner Teil von 3,5 Prozent der Bevölkerung in Deutschland spende Blut.

Gemütliche Atmosphäre lockt Gäste

Martinimarkt | Rund 200 Aussteller bieten ihre Waren an / Bürgermeister ehrt Marktmeister Heinz Hüglin

Wieder einmal hat sich der Martinimarkt in Ettenheim als Besuchermagnet erwiesen. Rund 200 Marktbeschicker, darunter auch verschiedene Vereine, boten ihre Waren an. Eröffnet wurde der Markt von den Altdorfern Stockfestmusikanten. n

Von Irene Bär

Ettenheim. Diesmal musste Bürgermeister Bruno Metz am Samstag bei der offiziellen Eröffnung des Martinimarkts keinen bangen Blick in den Himmel richten – bestens gelaunt konnte er mit Oberzunftmeister Harald Hauger im Zelt der Narrrenzunft Hoorig das Gläschen Ehrenwein aus dem Fass des Weingut Webers genießen. Bei strahlendem Sonnenschein und milden Temperaturen war der Gang über den Jahrmarkt Vergnügen pur. Schon zur Eröffnung spielten die Altdorfer Stockfestmusikanten in einem vollen Zelt auf, die Straßen im Stadtkern sollten sich rasch füllen. Schauen und kaufen war angesagt, die Händler waren entsprechend beschäftigt. Zum Bummel über den Markt in der barocken Altstadt gehörte auch das Treffen von Bekannten und Freunden auf

Von Magenbrot bis hin zu Kuscheltieren: Rund 200 Marktbeschicker boten beim Martinimarkt ihre Waren an. der Straße; viele ließen sich zum Schwätzchen halten auf einen Sitz nieder, Gelegenheit zur gemütlichen Einkehr gab’s zuhauf. Vor allem tagsüber waren viele Familien zu sehen, an beiden Karussells am Marienplatz und am Rohanpalais war reger Betrieb.

Schlafstörungen behandeln Ettenheim (ks). Um Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten von Schlafstörungen dreht sich ein Vortrag des Ettenheimer Netzwerks Gesundheit am Mittwoch, 14. November, ab 19 Uhr im Bürgersaal. Wie bei den Vorträgen des Netzwerks üblich, wird das Thema aus verschiedenen medizinischen Blickwinkeln beleuchtet – von der Schulmedizin mit ihren verschiedenen Fachrichtungen bis hin zur traditionellen chinesischen Medizin (TCM). Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der örtlichen Volkshochschule statt.

Narrenzunft versammelt sich Altdorf (red/wa). Die Mitgliederversammlung der Narrenzunft Sendewelle Altdorf findet am Freitag, 16. November, ab 20 Uhr im Clubheim des FSV Altdorf statt. Neben den Berichten aus dem Vorstand und den Ballettgruppen stehen Ehrungen und Neuwahlen auf der Tagesordnung. Wünsche und Anträge können noch bis zum 8. November schriftlich beim Oberzunftmeister Joachim Oswald eingereicht werden.

Kesselfleisch im Sportheim Wallburg (red/sl). Im Sportheim in Wallburg wird Samstag, 17. November, wieder Kesselfleisch serviert. Essenszeit ist ab 11.30 Uhr. Der Sportclub freut sich laut Ankündigung auf zahlreiche hungrige Gäste. Zum Vormerken, falls es dieses Mal nicht klappen sollte: Der nächste Kesselfleisch-Termin in Wallburg ist an Heilige-Drei-Könige, also am 6. Januar.

Kurier Seite 4

Gut zu tun hatten zudem die Einzelhändler, die in der Innenstadt ihre Geschäfte geöffnet hatten. Ebenfalls gut besucht waren die Ausstellungen im Rathaus. Im Obergeschoss waren die »Farbsinfonien und Strukturen« des Ettenheimer Malers Kurt Bildstein zu sehen, während im Erdgeschoss Olaf Michel seine Sicht auf Ettenheim mit seinen verwinkelten Gassen und Plätzen in der barocken Altstadt sowie Eindrücke aus den Ortschaften zeigte.

Besucher kamen auch aus dem Elsass und der Schweiz

Auch die jüngsten Besucher genossen einen erlebnisreichen Tag: Neben Karussellfahrten und allerlei Süßem hatten viele auch das Glück, einen Luftballon mit nach Hause nehmen zu können.

Das Angebot des Ettenheimer Martinimarkts war vielfältig: Von Magenbrot und Tee, über Gürtel und Besen, Kleider und Tischdecken, selbst Gebackenes und Bücher. Für diese bunte Vielfalt hatte wieder einmal Marktmeister Heinz Hüglin gesorgt – und das nun schon seit 25 Jahren. Dafür

überreichte ihm der Bürgermeister ein Geschenk. Metz wisse, was er an Hüglin hat. »Er sorgt seit 25 Jahren mit viel Einsatz und Herzblut nicht nur für die bunte Vielfalt, sondern auch dafür, dass alles seinen geregelten Gang geht«, ehrte ihn Metz. Hüglin ist auch außerhalb der »heißen Phase« aktiv: Übers Jahr hindurch besucht er andere Märkte, um nach neuen Marktbeschickern Ausschau zu halten. Dennoch sind die meisten Händler vertraute Beschicker, die er seit Jahren kennt. Die werden aber älter und würden nach und nach aufhören, und so ganz leicht sei es nicht, Nachrücker zu finden. Aktuell waren am Wochenende einzelne Beschicker aus dem Saarland oder sogar aus Pirmasens angereist, wie er in einem Gespräch mit der Lahrer Zeitung sagte. Unter den Neuen war unter anderem ein Beschicker aus Radolfzell, der Schmuck aus Kork und Kappen verkaufte.

Fotografien zeigen Ettenheimer Impressionen

Ausstellung | Im Bürgersaal sind Aufnahmen von Olaf Michel zu sehen n

Von Klaus Schade

Ettenheim. Bruno Metz sieht ihn noch als Neubürger. Er selbst, Olaf Michel, fühlt sich nach viereinhalb Jahren in Ettenheim eher schon voll eingebürgert. Sie haben sicherlich beide Recht, das Stadtoberhaupt wie der freischaffender Fotograf, der zum Martinimarkt eine Auswahl seiner Werke unter dem Motto »So sehe ich Ettenheim« ausgestellt hatte. Zu sehen waren mehr als 40 Fotografien.

henden Scheiben beim Flug in Ettenheimweiler festgehalten – scheinbar vom Start bis zur Landung im Tal? Und die Nebel, aus denen der Kirchturm, die Fischweiher, herausragen? Vereine und deren Aktivitäten haben es dem Fotografen angetan: die Feuerwehr, der Circus Paletti, die Artistin im Lammsaal, die Hoorigen, die Gestalter des Kirchbergfests in Münchweier – all das findet in Michels

Sicht auf Ettenheim ihren fotografischen Niederschlag. Bürgermeister Metz jedenfalls befand bei der Vernissage, dass man mit Michels Fotoausstellung im Bürgersaal beim bewährten Trio Ausstellung – Martini-Abend – Martinimarkt einen Volltreffer gelandet habe. Michel teilte des Bürgermeisters Freude und fühlte sich geehrt, diese Ausstellung als Beitrag zum Martinimarkt gestalten zu dürfen.

Er skizzierte seinen Werdegang zum Fotografen, mit dem ersten Fotoapparat im Alter von etwa sechs Jahren, später mit der ersten Spiegelreflexkamera, mit der er den Eisbär Anton im Bild festhalten konnte – ein Motiv, das heute seine Visitenkarten ebenso ziert wie auch die Ausstellung im Bürgersaal. Die Bilder sind noch bis Ende Januar in den oberen Fluren des Rathauses zu sehen.

Bilder wirken teils wie Gemälde Es war ein buntes Kaleidoskop über verschiedene Ansichten, Ereignisse und Personen in der Rohanstadt und ihren Ortsteilen wie auch ein faszinierender Einblick in die technischen Möglichkeiten der modernen Fotografie, was sich dem Betrachter im Bürgersaal bot. Manchmal hatte man wahrlich den Eindruck, dass Michels Fotografien Gemälden gleichen. Wie hat er die glü-

Fotos: Decoux-Kone

INFO

Marktmeister Dass aus Heinz Hüglin Marktmeister wurde, ist eigentlich eher einem Zufall zu verdanken. Der Wahl-Ettenheimer, der in Nordweil im Bleichtal aufgewachsen ist, kam der Arbeitsstelle wegen nach Ettenheim und hatte sich dort einen Bauplatz gekauft. In Ettenheim wechselte er die Arbeitsstelle und fing beim Bauhof an. Dort hatte ihn dann der damalige Bauhofleiter gefragt, ob er nicht Marktmeister werden wolle. Er war noch neu bei der Stadt, wie Hüglin verschmitzt sagte. »Deshalb konnte ich nicht nein sagen.« Marktmeister ist er geblieben, auch als er nach gerade vier Jahren im Dienst der Stadt Wohnung und Arbeit wechselte. Im Dezember wird Heinz Hüglin 68 Jahre alt, ans Aufhören denkt er noch nicht. In ein paar Jahren wird es den 800. Martinimarkt geben. »Da bin ich dabei.«

»Wirbelwind« zieht durchs Dorf Ettenheimweiler (red/fx). Der Kindergarten Wirbelwind feiert am Montag, 12. November, ab 17.30 Uhr das Martinsfest. Treffpunkt ist um 17.30 Uhr an der Kirche in Ettenheimweiler. Von dort aus beginnt der Martinsumzug durch das Dorf. Im Anschluss sind die Teilnehmer laut Ankündigung zum gemütlichen Beisammensein im Kindergarten eingeladen.

Treffen des Tauschrings Ettenheim (red/sl). Das nächste Treffen des Tauschrings Kieselwerk ist am kommenden Dienstag, 13. November, ab 19 Uhr im August-RufBildungszentrum im Bienle (Eingang über den Pausenhof). Neuinteressierte sind laut Einladung willkommen und haben die Möglichkeit, sich über den Tauschring zu informieren und sich anzumelden. WEITERE INFORMATIONEN: www.ettenheim.de/ettenheimer-tauschring-kieselwerk

u

Fühlt sich in Ettenheim angekommen: Fotograf Olaf Michel.

Foto: Decoux-Kone


KENZINGEN

Samstag, 10. November 2018

Kurier Seite 5

Funke springt auf Zuhörer über

TTSV richtet Meisterschaft aus

Konzert | Nordweiler Musiker sorgen für Stimmung in der Herrenberghalle / Abwechslungsreiches Programm Das Jahreskonzert des Musikvereins Nordweil ist stets einer der Höhepunkte im Veranstaltungskalender des Weinorts. Auch diesmal ist der Abend den hohen Erwartungen gerecht geworden. n

Von Werner Schnabl

Nordweil. Einen Musikgenuss versprach der Vorsitzende Volker Götz in seiner Begrüßung. Und gleich der Auftakt – das Stück »La Fanfare« von Hermann Egner – setzte mit Posaunen und Trompeten Akzente. Schwungvoll ging es mit der »Tritsch-Tratsch-Polka« von Johann Strauss weiter. Mit dieser Schnellpolka machte der berühmte Komponist sich seinerzeit über Zeitungen lustig, die Falsches über sein Privatleben verbreitetet hatten. Auch bei der »Kleinen Ungarischen Rhapsodie« war das 46-köpfige Ensemble mit Feuer und Leidenschaft dabei. Der »Laridah-Marsch« von Max Hempel wird immer wieder in die Aufführungen des Musikvereins eingestreut. Diese Perle der Marschliteratur hatten schon frühere Dirigenten konzertant aufgepeppt. Dem wollte sich auch Zsolt Sandor nicht entziehen, dem seit fünf Jahren die Stabführung obliegt. Mit »Choral and Rock-Out« endete der erste Teil. Nach der Pause musste das Publikum auf das nächste Klangwunder nicht lange warten. Mit welcher Einheit und

Dieter Vögt (links), Dirigent Zsolt Sandor (Zweiter von links) und Volker Götz (rechts) ehrten verdiente Musiker. Freude die Musiker ihrer Leidenschaft nachgehen, bewiesen sie beim Medley »Earth, Wind and Fire« nach einem Arrangement von Richard Saucedo. Immer wieder baute das Orchester diszipliniert seinen Klang neu auf, sicher geleitet von Zsolt Sandor. Das galt auch für bei »You raise me up«. Daniel Hensle und Dieter Vögt vereinten auf ihren Instrumenten Dramatik mit hymnischer Musik. Ein Unwetter zog im Schlussteil auf – zumindest akustisch über Lautsprecher. »It’s raining men«, das Halle-

luja kam als Chorus aus hunderten Menschenkehlen in der Halle. In »Morricone’s Melody« entlockte Elmar Hensle seiner Trompete lupenrein die Tonleiter. Drei Pop-Rock-Klassiker beherbergen die Notationen von »Rock it«. Die Melodie diente Volker Götz, um im Abspann Dankesworte an ein großartiges Publikum zu richten, das natürlich eine Zugabe forderte: Katharina Götz sang den Titelsong aus dem gleichnamigen James-BondAgententhriller »Skyfall«. Mucksmäuschenstille herrschte in der vollbesetzten Herren-

berghalle. Nach dem andächtigen Schweigen dann das kollektive Applaudieren für eine mehr als gelungene Darbietung. In das abendfüllende Konzert wurden die Ehrungen langjähriger Instrumentalisten eingebettet. Volker Götz und Dieter Vögt gratulierten Julika von Thun und Carolin Hämmerle zu ihrem 30-jähriges Mitwirken. 35 Jahre sind Christine Minke, Katja Winterhalter, Isolde Röderer, Isolde Stegmüller, Bernd Frank, Ralf Hensle und Jürgen Hügle mit dabei.

Foto: Meier

INFO

Der Dirigent Zsolt Sandor ist 1983 in Budapest geboren. Auch sein Vater ist Berufsmusiker, die Mutter ist Kleinkinderpädagogin. »Schon als kleines Kind bin ich mit der Musik in Berührung gekommen«, wird der Dirigent auf der Internetseite des Vereins zitiert. In einem Studium in Györ erwarb er ein TrompetenlehrerKammermusiker-Diplom und ein Meisterdiplom.

Mischung aus Musik und Sport

Herbstfest | Senioren treten gegeneinander an

Drei strahlende Sieger beim Herbstfest: Marta Bergmann (von links), Christel Brucker und Gretel Roll durften sich feiern lassen. Foto: Schnabl

Kenzingen (ws). Abwechslung im Heimalltag durch Anschaffungen und Veranstaltungen genießen die Bewohner des Kreisseniorenzentrums durch ihren Förderverein. Beim Herbstfest war der Festsaal wieder vollbesetzt, die Stimmung dementsprechend prächtig. Die Vorsitzende Marianne Tießler und Petra Bury von der Heimbetreuung organi-

sierten das Happening. Es war eine Mischung von musikalischer Unterhaltung und sportlicher Betätigung. Nach getaner Arbeit wurde Zwiebelund Speckkuchen gereicht, dazu neuer Wein getrunken. Geschicklichkeit war Trumpf bei der Rollator-Rallye und Feingefühl beim ShuffleBoard angesagt. Mit Marta Bergmann, Christel Brucker und Gretel Roll gingen die ers-

ten Plätze allesamt an die Frauen. Zur Siegesfeier spielte Klaus Schäfer auf der Gitarre, Hannelore Pixberg dirigierte das »Chörchen«, den Heimchor, der seit mehr als einem Jahr interne Veranstaltungen mit seinem Auftritt bereichert. Tießler dankte abschließend einer Heimbewohnerin, die den kulinarischen Beitrag sponserte.

Kenzingen (ws). Der TTSV Kenzingen richtet an diesem Wochenende die TischtennisBezirksmeisterschaften aus. Mehr als 250 Spieler werden heute und morgen, Samstag und Sonntag, in der Üsenberghalle erwartet. Am Samstag, 10. November, um 9 Uhr starten die drei jüngeren Altersklassen der Jungen im Einzel und Doppel. Sämtliche Mädchenwettbewerbe und die U 18 der männlichen Jugend gehen ab 13 Uhr an die Platten. Die Herren B, C und D sind am Sonntag, 11. November ab 9 Uhr dran. Die Damen und die Altersklassen ermitteln ab 13 Uhr die Sieger. Zur gleichen Zeit startet auch die Königsdisziplin der Herren A. Die Siegerehrungen finden jeweils nach Ankündigungen der Turnierleitung im Foyer statt. Dort werden auch Spieler und Gäste von den Vereinsmitgliedern verköstigt.

Einladung zum Königsschießen Kenzingen (red/sl). Die Schützengesellschaft Üsenberg lädt am Sonntag, 18. November, von 11 bis 16.30 Uhr zum traditionellen Königsschießen ins Schützenhaus ein. Angelegt wird auf die Königsscheibe und weitere Scheiben. Nichtmitglieder können die Gästescheibe gewinnen. Die Königsfeier mit Ausrufung des Schützenkönigs folgt am Samstag, 1. Dezember, ab 19 Uhr im Schützenhaus.

Wanderung zum Saisonabschluss Kenzingen (ws). Traditionell endet die Saison des Schwarzwaldvereins mit einer Wanderung auf heimischer Flur. Treffpunkt ist am Sonntag, 11. November, um 14 Uhr beim »Alten Sägplatz«, von wo es in Richtung Hecklingen geht. Auf dem Rundweg werden der Hecklinger und Bombacher Höhenweg passiert, bevor das letzte Teilstück zu Ritters Weinstube führt. Dort können sich auch die Nichtwanderer gegen 17 Uhr zum Abschluss einfinden. Die Wanderstrecke ist achteinhalb Kilometer lang. Wanderführer ist Jürgen Kaiser. Gäste sind wie immer willkommen.

Zu Gast bei Freunden auf »Schottland«

Seniorenwerk | Hecklinger bei Familie Schott

Hecklingen (red/jg). Es ist Tradition, dass das Hecklinger Seniorenwerk zu neuem Wein und Zwiebelkuchen nach »Schottland« einlädt. Jahreszeitlich so früh und bei so herrlichem Spätsommerwetter, hatte das Ganze jedoch noch nie stattgefunden, heißt es in einer Pressemitteilung des Seniorenwerks. Die Schattenplätze bei der Gastgeberfamilie Karl-Martin Schott unter den mit Kiwis behangenen Vordächern waren begehrt. Sieglinde Burkhart bedankte sich bei der Familie für ihren Einsatz um die Hecklinger Senioren. »Wo sonst kann man gleichzeitig so gemütlich zusammen sitzen und der Hausherrin mit ihrem Team beim Zubereiten des leckeren Zwiebelkuchens zuschauen?«, fragte sie. Sohn Sebastian Schott fand immer genau den richtigen Zeitpunkt um das leckere Backwerk ser-

vierfähig aus dem Holzbackofen zu holen. Als besondere Leckerei gab es zum Dessert Apfelflammenkuchen mit Zimt. Liesel Burkhart, Seniorchefin auf »Schottland«, lies alle wissen, dass es der Familie immer wieder eine Freude ist, Hecklingens ältere B Bewohner bewirten zu dürfen. Sie wünsche sich nichts mehr, als noch viele gemeinsame Feiern auf der Großmatt, betonte sie mit einem zufriedenen Lächeln. Für angeregten Gesprächsstoff sorgte eine kleine Fotoausstellung. Auf den Bildern konnten sich die Gäste teilweise selbst finden oder einfach nur rätseln, wer da wo zu begutachten war. Auch die Fotografien die Hecklingens Verwandlung in den letzten Jahrzehnten zeigten, liesen immer wieder großes Staunen erkennen.

Die Mitreisenden des Arbeitskreises bei einer Tour durch Gengenbachs Pflastergassen

Foto: Schnabl

In der Stadt der Türme und Fachwerkhäuser

Ausflug | »Lokale Agenda« reist nach Gengenbach / In Wolfach Glaskunst bestaunt Kenzingen (ws). Die Busfahrt des Arbeitskreises Kultur und Soziales der »Lokalen Agenda« war einmal mehr voll besetzt, als er sich bei tollem Reisewetter Richtung Gengenbach in Bewegung setzte. Die Organisation oblag der Sprecherin Marianne Tießler, Karin Bauer und Günter Tschamler, der seit mehr als 35 Jahren

das offene Singen moderiert. Gengenbach, eine denkmalgeschützte Altstadt an der Pforte des Kinzigtals, wird auch die Stadt der Türme und Fachwerkhäuser mit barocken Patrizierhäusern genannt. Mittendrin das über 200 Jahre alte Rathaus, umgeben von Blumenschmuck, vielen schmalen Gässchen und idylli-

sche Platzen. Sehenswert auch die ehemalige Klosteranlage mit dem Kräutergarten, die Stadtkirche Sankt Marien mit einem der schönsten Kirchtürme Süddeutschlands. Die Fahrt ging weiter nach Wolfach. In der dortigen »Dorotheenhütte« konnten Exponate aus 2000 Jahren Glasgeschichte, Entwicklung der

Glasherstellung und der StilEpochen besichtigt werden. Im Höhengasthaus »Landwassereck«, wurde ein reichhaltiges, badisches Vesper serviert und nach der Stärkung die mitgebrachten Liederhefte aufgeschlagen. Tschamler spielte auf seinem Akkordeon für die Reisenden, die dazu sangen.


RHEINHAUSEN / HERBOLZHEIM

Samstag, 10. November 2018

Kurier Seite 6

Lieder treffen Geschmack der Gäste

Laternenumzüge zum Martinsfest

Konzert | Männergesangverein Oberhausen erhält viel Beifall für Konzert- und Unterhaltungsabend Der MGV »Sängerlust« Oberhausen hat den Besuchern seines Konzerts einen schönen Abend bereitet – mit abwechslungsreichem Gesang, Humor und einer sehenswerten Show. Geboten wurde eine Zeitreise in die 1950er- und 1960er-Jahre. n

Von Katrin Meier

Rheinhausen. Das Bürgerhaus war bis auf den letzten Platz besetzt. Es war sogar so viel los, dass weitere Tische und Stühle geholt werden mussten. In seiner Ansprache zeigte sich der Vorsitzende Uwe Mehmen über den großen Zuspruch sehr erfreut und versprach den Gästen einen abwechslungsreichen Abend. Damit sollte er Recht behalten. Unterstützt wurden die Sängerinnen und Sänger aus der Rheingemeinde vom Gesangverein »Eintracht« Malterdingen und dem Frauenchor Pro Canto, ebenfalls aus Malterdingen. Außerdem begleiteten Helmut Fischer und eine Live-Band die Rheinhausener bei ihren Liedvorträgen. Ein Höhepunkt war die nostalgische Zeitreise in die Modewelt der 1950er bis 1960erJahre. In einer pfiffigen Modenschau präsentierten Models die Trends jener Zeit. Moderiert und inszeniert wurde die Show vom »Rheinmaidle«. Für diesen Programm-

Der MGV Oberhausen bei seinem Auftritt am Samstagabend im Bürgerhaus. punkt gab es lang anhaltenden Applaus vom begeisterten Publikum.

Einladung: »Freunde, lasst uns singen« Ganz nach dem Geschmack der Besucher war auch das musikalische Programm. Nicht nur deutsche Lieder, auch englisches Liedgut wurde zum Besten gegeben. Den Auftakt machten die Gastgeber mit dem »Breisgauer Sängerspruch«, danach luden sie

ihre Besucher mit »Freunde, lasst uns singen«, dazu ein, mitzumachen. Nach der Begrüßung von Uwe Mehmen betrat der Gesangsverein »Eintracht« Malterdingen die Bühnenbretter und unterhielt das Publikum mit »Freu Dich«, dem »Ungarischen Tanz Nr. 6«, »Heute ist heute« und »Als Freunde kamen wir«. Den zweiten Programmteil eröffnete der Frauenchor ProCanto mit Hits wie »Irgendwie, irgendwo, irgendwann«, »Top oft he world«, »Gabriel-

las Song« und »Schuld war nur der Bossa Nova«. Nach der toll in Szenen gesetzten Modenschau übernahmen noch einmal die Gastgeber das Bühnenzepter und sorgten unter anderem mit »Marina«, »Santo Domingo«, »Rote Lippen soll man küssen«, »Weiße Rosen aus Athen« und »Der weiße Mond von Maratonga« für großartige Stimmung. Ein Hörgenuss war auch der »Mitternachtsblues«, gespielt von Zsolt Sandor und seiner Band, für den es ebenfalls viel Applaus gab.

Foto: Meier

INFO

Duo unterhält Mit dem schwungvoll vorgetragenen »Dankeschön und auf Wiedersehen« verabschiedete sich der MGV »Sängerlust« zum Abschluss des Abends von seinem Publikum. Doch nach dem Programm war noch nicht Schluss: Das Duo »Schwarzwald-Sound« griff die gute Stimmung auf und unterhielt die Besucher noch einige Zeit.

Rheinhausen (red/sl). Die Kindertagesstätte St. Josef feiert am Montag, 12. November, das Martinsfest mit einem Laternenumzug. Dazu sind alle Laternenträger und Interessierten eingeladen. Treffpunkt ist um 17.30 Uhr auf dem Wittisheimer Platz beim Bürgerhaus. Die Wegstrecke: Am Bannstein – Mühlbachstraße – Im Rebbürgerfeld – Am Bannstein und zurück zum Wittisheimer Platz. Begleitet wird der Umzug von den Jungmusikern. Danach gibt es Kinderpunsch, Glühwein und heiße Würstchen. Auch der Kindergarten St. Johannes Bosco begeht am Montag das Fest des heiligen Martin, wobei ebenfalls die gesamte Bevölkerung eingeladen ist. Los geht es um 10.30 Uhr mit der Martinsfeier in der Pfarrkirche St. Achatius. Um 17.30 Uhr wird in dem Gotteshaus ein Wortgottesdienst abgehalten, ab 17.45 Uhr ziehen die Kinder mit ihren Laternen durch die Straßen. Danach sind alle in den Kindergartenhof eingeladen, wo die Eltern mit Muffins, Glühwein, Kinderpunsch, Apfelschorle, Brezeln und heißen Würsten bewirten.

n Oberhausen n Die Narrenzunft eröffnet am Sonntag, 11. 11., die Fasent. Ab 12 Uhr erhalten alle Hungrigen in der Zunftstube Rindfleisch mit Meerrettich und Kartoffeln, Suppen sowie Abgekochtes. Nachmittags gibt’s noch Kaffee und Kuchen. Die Narrenzunft verspricht ihren Gästen gemütliche Stunden.


Lokales

Woche 45

Samstag, 10. November 2018 Samstag, 10. November 2018

Woche 45

Seite 7 Seite 7

Breisgauer Winzer haben Grund zur Freude

Gebietsweinprämierung | Medaillenregen für die hiesigen Erzeuger / WG Kenzingen-Hecklingen-Bombach ist besonders erfolgreich Peter Wohlfahrt vom Badischen Weinbauverband hat bei einer Feier in der Messe Offenburg die Ergebnisse der Badischen Gebietswein- und Sektprämierung 2018 bekanntgegeben. Für die hiesigen Winzer gab’s viele Auszeichnungen. n

Von Bernhard Thürling

Breisgau. 102 Weinerzeuger Badens hatten sich dem Wettbewerb gestellt. Bevor die Besten von ihnen ihre Medaillen erhielten, blickte Kilian Schneider, Präsident des Badischen Weinbauverbands, auf das Weinjahr 2018, das eine der besten Weinlesen der vergangen Jahrzehnte gebracht habe. »Ein Geschenk der Natur mit überragender Qualität und gesundem Lesegut in überdurchschnittlicher Menge«, freute er sich. Die Erntemenge lag 25 Prozent über den langjährigen Durchschnitt und 45 Prozent über dem Vorjahr, unterstrich Peter Wohlfarth. In wenigen Monaten werden die Konsumenten die ersten Weine des neuen Jahrganges genießen können. Zehn Prozent aller badischen Weine erhielten Goldund Silbermedaillen. Gemessen an den im Jahr 2018 insgesamt in Baden erzeugten Weinen entsprechen die prämierten Weine einem Mengenanteil von 9,6 Prozent. Knapp 2000 Weine im Einzugsgebiet des Badischen Weinbauverbandes wurden mit Gold und Silber ausgezeichnet, außerdem erhielten 118 Sekte Gold- und Silbermedaillen.

Im Preisträgerverzeichnis des Badischen Weinbauverbandes werden die ausgezeichneten Betriebe und ihre prämierten Weine vorgestellt. Die besten Weinerzeuger des Prämierungszeitraums 1. Oktober 2017 bis 30. September 2018 wurden mit 21 Ehrenpreisen des Badischen Weinbauverbandes geehrt. Der punktbeste Betrieb jedes der

Martin-Michael Erb inmitten seiner Reben. Der Friesenheimer Winzer hat bei der Gebietsweinprämierung vier Goldmedaillen erhalten. neun Anbaubereiche erhält einen Ehrenpreis. Im Breisgau war dies 2018 die Roter Bur Glottertäler Winzer. Weitere Ehrenpreise werden in fünf Größenklassen vergeben, um Chancengleichheit für den kleinen Winzer und die große Genossenschaft herzustellen. Hier war die Breisgauer Winzergenossenschaft BuchholzSexau erfolgreich. Gleichzeitig wurden bei der Feier die Erfolge badischer Winzer bei der DLG Bundesweinprämierung gewürdigt, die badischen Staatsehrenpreisträger des Landes BadenWürttemberg geehrt und die Top 10-Weine vorgestellt. Als Frühlings- und Sommerweine wurden 61 Weine ausgezeichnet, die mit »frisch, lebendig, jung und fruchtig« charakterisiert werden können. Aus dem Anbaubereich Breisgau haben sich 16 Betriebe beteiligt. Mit acht Goldund sechs Silbermedaillen sowie Silber für einen Sekt war die WG Kenzingen-Hecklingen-Bombach besonders erfolgreich. Für den Vorstandsvorsitzenden Mathias Meier ist die Steigerung der Medaillenzahl ein Beweis für die

nochmals bessere Qualität der erzeugten Weine. Die Winzer leisten ihren Beitrag durch zielgerichtete Bearbeitung und Pflege der Reben. Und – in diesem Extremjahr besonders wichtig – durch die Wahl des richtigen Lesezeitpunkts. Der individuelle, fachkundige Ausbau der Weine beim Badischen Winzerkeller ist dessen Anteil am Erfolg.

»

Die Prämierungen sind ein Indikator, was der Winzer in Natur und Keller erreicht hat.« Martin-Michael Erb Der Muskateller vom Schlossberg ist als Markenzeichen der Hecklinger weit bekannt – zwei Weine aus dieser Lage erhielten Gold, ein Sekt wurde mit Silber prämiert. »Die Käufer legen Wert auf die Medaillen, so das Feedback aus dem Weinhof in Hecklingen«, hebt Meier hervor. Er lobt die Fortschritte bei der Imageförderung der Breisgauer Weine. So sei der Breisgauer Weinstand auf der Lan-

Die Reben der Region haben in diesem Jahr hervorragende Trauben geliefert.

Foto: Thürling

desgartenschau in Lahr eine gute Plattform gewesen. Auch die Winzer der Winzergenossenschaft Münchweier-Wallburg-Schmieheim dürfen sich über ihr Abschneiden freuen. Sieben Weine wurden mit Gold, vier mit Silber prämiert, eine deutliche Steigerung gegenüber 2017. Von der WG Kippenheim-MahlbergSulz dürfen zwei Weine Goldund drei Weine Silbermedaillen tragen, ein Sekt Silber. Mit vier Gold- und einer Silbermedaille hat das Weingut Erb in Friesenheim die konstante Qualität seiner Weine unter Beweis gestellt. MartinMichael Erb ist mit dem Ergebnis sehr zufrieden angesichts der harten Kriterien des Wettbewerbs: »Die Prämierungen sind ein hervorragender Indikator für die erzielten Qualitäten, dafür, was der Winzer in Natur und Keller erreicht hat.« Besonders stark ist sein Weingut im Rotweinbereich (Spätburgunder und Cabernet). Eine gute Entwicklung nahmen auch sein ebenfalls prämierter Riesling und der Grauburgunder, auf den er besonders stolz ist. Die guten Ergebnisse im Weinjahr 2018 lassen Erb hoffen, dass die Ertragsverluste des Jahres 2017 durch Frostschäden und die damit beeinträchtigte Lieferfähigkeit wieder ausgeglichen werden können. Die Winzergenossenschaft Oberschopfheim hat acht Gold- und Silbermedaillen gewonnen, womit sie das gute Vorjahresabschneiden und die konstant gute Arbeit ihrer Winzer bestätigt hat. Die Winzergenossenschaft Lahr hat die Zahl der Goldmedaillen im Vergleich zum Vorjahr sogar verdoppelt: Acht Weine erhielten die Goldmedaille, zwei Weine tragen Silber. Die Weine der Winzergenossenschaft Herbolzheim erzielten sechs Gold- und eine Silbermedaille, eine Goldmedaille mehr als im Vorjahr. Die Winzergenossenschaft

Foto: Privat

Der Vorstandsvorsitzende Mathias Meier freute sich über acht Gold- und sieben Silbermedaillen für die Winzergenossenschaft Kenzingen-Hecklingen-Bombach. Foto: Thürling Nordweil konnte sich um eine Goldmedaille verbessern – fünf Weine erhielten Gold, vier Weine Silber. Mit fünf Gold- und sechs Silbermedaillen wurden indes die Weine der Winzer der Winzergenossenschaft Malterdingen-Heimbach in diesem Jahr prämiert. Die Winzergenossenschaft Bleichtäler Winzer in Herbolzheim-Broggingen konnte ihre Weine zweimal mit Goldund einmal mit Silber schmücken. Der Geschäftsführende Vorstand Karlheinz Kölblin ist mit diesem Ergebnis sehr zufrieden, da es die Konstanz der Qualität der im Bleichtal erzeugten Weine unterstreicht. Er lobte stellvertretend für die Bleichtäler Winzer die gute Zusammenarbeit mit dem Badischen Winzerkeller, die sich in den vergangenen Jahren ständig verbessert und letztlich zu einer Steigerung der Qualität der erzeugten Weine geführt habe.

Die mit Medaillen gekennzeichneten Weine sind für die Verbraucher im Fachhandel oder großen Supermärkten ein deutliches Merkmal bei der Suche nach guten Weinen, unterstreicht Karlheinz Kölblin. Die Stärke der Bleichtäler Winzer sei der Grauburgunder, ebenso der Spätburgunder, der zunehmend auch als Rosé oder Blanc de Noir ausgebaut werde.

INFO

50 junge Winzer Der Badische Weinbauverband hat bei der Feier in der Messe Offenburg auch den Nachwuchs geehrt. 50 junge Leute erhielten eine Urkunde für ihre Ausbildung zum Winzer, darunter auch Florian Schwörer vom Weingut Lothar Schwörer in Schmieheim.


RINGSHEIM / RUST

Kurier Seite 8

Tempobremsen für den Heuweg geplant Wasserversorgungsverband fasst Beschlüsse Foto: Mutz

Der Heuweg von Ringsheim nach Rheinhausen (K 5351) wird, obwohl für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt, immer wieder als angenehme Abkürzung genutzt. Fahrbahnverengungen sollen nun Fußgänger und Radfahrer besser schützen. n

Von Adelbert Mutz

Ringsheim. Grund für die Maßnahme ist der Bau des dritten Tiefbrunnens auf den Elzwiesen durch den Wasserversorgungsverband Südliche Ortenau (WVV SO) Ringsheim/ Ettenheim. Durch den Wegfall der dortigen Wiesenwässerungsflächen wurde eine Ersatzfläche ausgewiesen und inzwischen hergestellt. Als weitere ökologische Maßnahme in Höhe von rund 200 000 Euro wurde vom Regierungspräsidium der Rückbau des Heuwegs angeordnet. In der vergangenen Sitzung des Verbands im Ringsheimer Rathaus wurde von Vertretern des Ingenieurbüros Zink aus

Lauf die entsprechende Planung erläutert. Auf eine Länge von 20 bis 30 Metern werde die bestehende Straße auf eine Breite von 3,45 Metern verengt, sodass eine Nutzung durch landwirtschaftliche Fahrzeuge möglich bleibe. Der Asphaltoberbau werde durch eine wassergebundene Deck- und Tragschicht ersetzt. Beidseits dieser Fläche werde als Tempobremse ein fünf Meter langer Rüttelstreifen auf die Fahrbahn aufgebracht.

Investitionen in sichere Wasserversorgung Neben der Fahrbahn soll ein kombinierter Geh- und Radweg angelegt und durch Leitbaken von der Fahrban abgetrennt werden. Diese sollen während der Erntezeit entfernt werden können. Von den drei vorgesehenen Stellen befinden sich zwei auf der Gemarkung Ringsheim und eine auf der Gemarkung Rheinhausen (vor der Einfahrt in das Schutzgebiet). Das Limit von 200 000 Euro sei bindend, sagte der Ver-

bandsvorsitzende Bürgermeister Pascal Weber aus Ringsheim. Darin seien der Bau, Honorare und Rücklagen für Unterhaltungsmaßnahmen enthalten. Thomas Ullrich vom Nabu Ettenheim äußerte Bedenken, weil der zwei Meter breite Kombistreifen von Fahrzeugführern als Umfahrung der Rüttelstrecke genutzt werden könne. Die Maßnahmen seien mit der Landwirschaft abgesprochen, sagte Weber. Die Maßnahme stärke gerade das Sicherheitsempfinden von Familien, meinte Ettenheims Bürgermeister Bruno Metz. Von einem Rückbau wollte man indes nicht sprechen, eher handele es sich um eine verpflichtende Maßnahme als bindende Voraussetzung für die Inbetriebnahme des dritten Tiefbrunnens. Die Verbandsmitglieder stimmten der Maßnahme zu, Ullrich enthielt sich der Stimme. Der Verband investiert rund weitere 127 000 Euro in die technische Ausrüstung der Wasserversorgung im Süden der Ortenau. Derzeit werden aus zwei Brunnen im Feinschießen rund eine Million Ku-

bikmeter Trinkwasser sowie aus einem Brunnen des Verbands Kappel-Grafenhausen/ Rust rund 500 000 Kubikmeter gefördert. Mit Inbetriebnahme des dritten Brunnes West sollen weitere 500 000 Kubikmeter zur Verfügung stehen. Im März 2019 soll die Maßnahme abgeschlossen sein. Der WVV Kappel-Grafenhausen/Rust plant indes einen weiteren Brunnen im Verbandsgebiet, um auf längere Sicht vom Nachbarverband Ringsheim/Ettenheim unabhängig zu sein.

INFO

Neue Pumpen Mit neuen Pumpen soll die Förderleistung von 60 Litern pro Sekunde auf 85 Liter erhöht und durch den WVV SO finanziert werden. Die übrigen Anpassungen in der Mischstation, der Bau eines Übergabebauwerks beim Tiefbrunnen Nordwest sowie der Leitungsbau zum Anschluss des Wasserparks sind vom WVV Kappel-Grafenhausen/Rust zu finanzieren.

Ex-Minister arbeitet im Europa-Park

Leben | Ghafoor Rahim war in Afghanistan hoher Beamter, musste es aber verlassen n

Von Christina Kornfeld

Rust. In einer großen Familie ist er aufgewachsen damals in Afghanistan. Neun Geschwister waren sie und alle haben studiert, erinnert sich Ghafoor Rahim. Heute begrüßt er die Besucher des Europa-Parks mit einer großen Freundlichkeit und hat für jeden ein Lächeln.Welches Schicksal steckt dahinter und wo ist heute seine Heimat? Nach seiner Geschichte befragt, erzählt er von dem Leben in Afghanistan, von der großen Familie, von seinem Erfolg. Seine Brüder studierten naturwissenschaftliche Fächer, seine Schwestern Philologie. Rahim selbst ging zunächst auf eine englische Schule mit amerikanischen Lehrern. »Alle in unserer Familie sprechen mehrere Sprachen. Zunächst Persisch und Paschto, die in Afghanistan gebräuchlich sind, aber auch Englisch, Französisch oder Deutsch« sagt Rahim. Er war ein hervorragender Schüler und konnte sich für ein Stipendium bewerben, das er auch erhielt. Ursprünglich wollte er in die USA, aber durch das Stipendium kam er nach St. Petersburg. »Nach sechs Monaten konnte ich Russisch sprechen und nach einem Jahr habe ich russische Vorlesungen gehört« erinnert er sich. Nach einiger Zeit gehörte er zu den besten Studenten. »Man muss offen und neugierig sein, um Fuß zu fassen«, das betont er

Dem früheren afghanischen Minister Ghafoor Rahim macht die Arbeit im Europa-Park in Rust sichtlich Freude. Seit 2000 arbeitet er dort.Foto: Kornfeld

im Gespräch immer wieder. Nach dem Studium ging er als Wasserbauingenieur zurück nach Afghanistan, das damals noch Königreich war. Er machte Karriere und wurde stellvertretender Minister und von 1990 bis 1992 sogar Minister. Rahims Frau hat Französisch studiert, sie war in Afghanistan Dozentin. 1992 übernahmen die Mudschaheddin die Macht. »Meine Familie und ich sind noch vier Monate geblieben, wir wollten unser Land nicht verlassen« erklärt der Ex-Minister. Schließlich wurde ihm klar, dass es zu gefährlich gewesen wäre, zu bleiben. Auch die Brüder gingen mit ihren Familien ins Ausland. Nach einem Monat kam er mit seiner Familie in Deutschland an. Alles was sie mitgebracht hatten, passte in zwei oder drei Koffern. »Natürlich stellt man sich manchmal die Frage: Warum ist das passiert? Aber es ist nicht gut in der Vergangenheit zu leben, man muss voraus schauen«, sagt Rahim. Aber er gibt auch zu, dass die ersten Jahre in Deutschland schwer gewesen sind. Ein Cousin habe schon einige Zeit in Ettenheim gelebt, seine Frau war Deutsche. Über ihn hat Rahim Anschluss bekommen und die deutsche Kultur kennengelernt. »Ettenheim ist meine zweite Heimat geworden«, lächelt Rahim. Zwei Söhne hat er, der eine lebt in Bochum und ist promovierter Ingenieur und der andere hat

Wirtschaftswissenschaften studiert. Rahim arbeitete als Ingenieur und seit dem Jahr 2000 für den Europa-Park am Eingang. »Ich bin zufrieden, hier zu arbeiten, ich kann meine Sprachkenntnisse einsetzen«, sagt Rahim. Die Menschen seien fröhlich und freundlich. »Gäste aus Afghanistan erkenne ich sofort, nur am Gesicht« erklärt der frühere Minister lächelnd. Als ihm die Frage nach Verwandten in Afghanistan gestellt wird, geht ein Schatten über sein Gesicht. »Ja, mein Vater ist mit zwei Brüdern zurückgegangen, der Vater ist mittlerweile gestorben.« Die beiden Brüder leben noch dort. Sehr gerne möchte er einmal wieder in seine Heimat. Er schwärmt von der weiten Landschaft. Aber auch wenn sich in Afghanistan politisch einiges geändert habe, seiner Meinung nach wäre es zu gefährlich, zurückzukehren. »Manchmal drückt das Herz, aber es geht nicht«, sagt er sehr wehmütig.

INFO

Politische Lage Das zenralasiatische Land am Hindukusch befindet sich praktisch seit 40 Jahren im Krieg. Derzeit haben einmal mehr die radikal islamisch ausgerichteten Taliban de facto das Sagen übers Land.


KIPPENHEIM / AUS DER REGION

Samstag, 10. November 2018

Kurier Seite 9

Kita St. Anna feiert Martinsfest Mahlberg (red/fx). Die Kindertagesstätte St. Anna lädt auf Montag, 12. November, zum Martinsfest mit Laternenumzug ein. Los geht’s um 17 Uhr mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Leopold, den die Kita-Kinder gestalten. Um 17.30 Uhr beginnt Laternenumzug unter Mitwirkung des Musikverein Mahlberg und der Feuerwehr. Anschließend gibt es gemütliches Beisammensein im Kindergartenhof. Eine Tasse sollte mitgebracht werden.

Viele Mitglieder waren zur außerordentlichen Sitzung der Skizunft gekommen, bei der Rafael Mathis (stehend) die Gründe für seinen Rücktritt erläuterte.

Foto: dec

Auflösung vorerst abgewendet

Skizunft | Kippenheimer Verein will in ein paar Wochen ein neues Vorstandsteam zusammenhaben Am Ende der außerordentlichen Mitgliederversammlung machte sich verhaltener Optimismus breit: In der Frage um den Fortbestand der Kippenheimer Skizunft ist noch keine Entscheidung gefallen, sie bleibt aber erst mal handlungsfähig. n

Von Andrea Bär

Kippenheim. Nach dem Rückzug des Vorsitzenden Rafael Mathis stand der Fortbestand des Vereins auf der Kippe, zumal fast alle Mitglieder des geschäftsführenden Vorstands auch ihr Weitermachen infrage gestellt hatten (wir berichteten), sich nun aber doch dafür entschieden, den Schritt

zwei Wochen zu knapp, um die Nachfolge zu regeln, wie sie am Montagabend im Sportheim des SV Kippenheim erklärten. Allerdings müssen auch die Ämter des Stellvertreters (Pierre Michel), der Rechnerin (Katinka Lutterer-Spinner), ihrer Stellvertreterin (Wiebke MiObwohl es viel chel), des SchriftGegenwind gab, war der führers (Stefan Schritt nicht leicht.« Mussler) und des Sportwarts (FreDer bisherige Vorsitzende derik Karl) neu Rafael Mathis besetzt werden. Sie alle können finden, in der dann ein Nach- sich nicht mehr vorstellen, folger für Mathis präsentiert künftig weiterzumachen. Es wartet also eine Menge Arbeit werden soll. Die Suche nach ihm will bis zur nächsten VersammMitglied Matthias Schneider lung. Schneider zeigte sich denin die Hand nehmen. Er und viele andere Mitglieder fan- noch zuversichtlich, notfalls den die Vorlaufzeit von etwa wäre er selbst bereit, im Vordes Rückzugs nicht sofort zu gehen. Sie wollen mit dem stellvertretenden Vorsitzenden Pierre Michel bis in etwa zwei Wochen in einer Vorstandssitzung einen Termin für eine erneute außerordentliche Mitgliederversammlung

»

stand mitzuarbeiten. Denn: Viele Mitglieder seien mit der Skizunft eng verbunden. Mathis hatte seinen Rückzug schon bei der Wiederwahl im März angedeutet. Seit April hat er das Amt als Bürgermeister in Biederbach inne, was sehr zeitaufwendig ist, wie er sagte. Die Doppelbelastung von Bürgermeisteramt und Skizunftchef lasse sich nicht so ohne Weiteres vereinbaren. Oft hätte die Skizunft hinten anstehen müssen, hinzu komme die Zeit für die Familie. Weil die Vereinsarbeit darunter litt, habe er die Konsequenzen gezogen. Beruf und Familie gingen vor Ehrenamt, erklärte er. Und obwohl er viel Gegenwind bekommen habe, sei ihm der Schritt nicht leicht gefallen. Dass aber bis vor Beginn der Versammlung kein Nachfol-

ger in Sicht war, habe das seine Entscheidung bestärkt. Er wolle der Skizunft als »Freund« erhalten bleiben und, wenn nötig, mit Rat und Tat zur Seite stehen.

INFO

Rücktritt als Chance Falls sich tatsächlich eine neue Führungsmannschaft für die Kippenheimer Skizunft finden sollte, ist das die Möglichkeit eine Neuanfangs, wie es am Rande der Versammlung hieß. Die Nachfolger könnten konstruktiv und offen in einem großen Verein mit einer gesunden finanziellen Basis arbeiten.

Spielzeug und mehr Ringsheim (red/sl). Der Förderverein der Ringsheimer Grundschule veranstaltet am Samstag, 17. November, von 10 Uhr bis 13 Uhr eine Spielzeugbörse im Bürgerhaus. Verkauft werden darf Spielzeug aller Art sowie Inliner, Tretroller, Fahrräder – jedoch keine Kleider. Anmeldegebühr: fünf Euro und ein Kuchen oder zehn Euro ohne Kuchen. Anmeldungen per EMail an karlson-ringsheim@ gmx.de oder bei Sonja Schöffel, Telefon 07822/76 71 04.

n Kippenheim n Ein

Leseabend für Erwachsene findet am Freitag, 16. November, 19 Uhr in der Bücherei statt. Drei Lesebegeisterte stellen ihre Lieblingsbücher vor.

SCHMIEHEIM

n Ein

Volksliedersingen mit Akkordeonbegleitung des Musikantenduos Ernst und Dieter findet am Montag, 12. November, ab 19.30 Uhr im Anbau der Halle statt. Der Eintritt ist frei.

Wunschzettel Das bin ich: Vorname /Nachname

Wenn du einen besonderen Wunsch hast, der nicht mit Geld zu kaufen ist und du zwischen drei und 15 Jahre alt bist, mach bei der „Wünsch dir was“- Aktion der Lahrer Zeitung mit. Es werden insgesamt sechs Wünsche erfüllt und vielleicht ist deiner ja dabei. Wenn deine Fußballmannschaft oder Schulklasse einen Wunsch hat, bewerbt euch doch auch als Gruppe! Bitte sende den Wunschzettel an: Lahrer Zeitung GmbH Aktion „Wünsch dir was“ Kreuzstraße 9 77933 Lahr schneller geht’s per Fax: 07821 2783-150 Einsendeschluss: 11. November 2018 Gefördert von:

Hier zu Hause.

Straße/Hausnummer

PLZ /Ort

Telefonnummer

Alter

Ich wünsche mir:


KIPPENHEIM / MAHLBERG

Samstag, 10. November 2018

Kurier Seite 10

Jung und Alt auf der Tanzfläche

Gedenken an Pogrome

»Dance« | Veranstaltung der Schmieheimer Schlosskapelle trifft Nerv der Besucher / Viel Beifall für Einlagen Beim achten Tanzabend haben sich die Musiker der Schlosskapelle Schmieheim ordentlich ins Zeug gelegt. Mit bewährten alten und neuen Tanzstücken im Bigband-Stil sorgten für einen unvergesslichen Abend. n

Von Andrea Bär

Schmieheim. Gekommen waren viele junge und junggebliebene Tanzbegeisterte aus Nah und Fern. Die »Dance«-Veranstaltung ist mittlerweile über die Ortsgrenzen hinaus bekannt und beliebt. Geboten war ein abwechslungsreiches Programm für alle Tanzstile von Walzer über Fox und Salsa bis hin zu Tango, Pop, Rock und Blues; auch Showeinlagen durften nicht fehlen. Die Leute waren sichtlich begeistert, die Aufforderung des Vorsitzenden Philipp Ernst »Let’s dance« blieb nicht ungehört.

Schon bei den ersten Klängen füllt sich die Tanzfläche Traditionell eröffnete die »Bigband« mit Leader Christian Sade den Abend mit einem Walzer. Schon bei den ersten Klängen füllte sich die Tanzfläche im Schmieheimer »Tanzpalast«. Ohrwürmer wie

Die Kippenheimer »Honky Tonk Shoes« bereicherten den Schmieheimer Tanzabend mit einer Linedance-Einlage. »Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben« oder »Aber bitte mit Sahne«, Rock’ n’ Roll-Einlagen und Fox aus den 1970erJahren sorgten dafür, dass viele unermüdlich das Tanzbein schwangen, manche kamen dabei ganz schön ins Schwitzen. Auf den Gesichtern der Gäste machte sich beim Tanzen Freude, Zufriedenheit und manchmal auch ein bisschen Verliebtheit breit. Auch von den neu einstudierten Stücken wie »Sweet

home Alabama», »Shut and dance«, einem Medley mit Chuck-Berry-Highlights, oder »Can’t stop the Feeling« von Justin Timberlake zeigten sich die Tänzer angetan. Großen Beifall gab es für die Showeinlage von Sängerin Nora Immig-Hartmann. Mit ihrer markanten Stimme gab sie in einer Blues-Brothers-Revue vier Songs zum Besten. Danach leitete der Moderator der Show Marius Kempf auf die Stücke »Gimme some Lo-

ving«, »A Night like this«, »Ich will keine Schokolade« und »Tage wie diese« über. Die Begeisterung und der Beifall wollten kein Ende nehmen, das hatte sich die Sängerin wohl verdient. Bei der zweiten Showeinlage zeigten die »Honky Tonk Shoes« aus Kippenheim im Western-Stil ihr Können. Sie haben sich dem Linedance verschrieben, auch sie erhielten von den zufriedenen Besuchern viel Beifall.

Foto: Decoux-Kone

INFO

Ruf nach mehr Der Tanzabend der Schmieheimer Schlosskapelle wollte so schnell nicht enden. Für die Musiker bedeutet das eine große Herausforderung. Immerhin sitzen sie mehr als vier Stunden auf der Bühne – und das mit viel Spielfreude. Der Erfolg gibt ihnen Recht, so auch in diesem Jahr.

Kippenheim (red/sl). Vor 80 Jahren, am 9. und 10. November 1938, wurden in ganz Deutschland Synagogen geschändet. Am morgigen Sonntag, 11. November, ab 17 Uhr lädt der Förderverein Ehemalige Synagoge Kippenheim anlässlich des 80. Jahrestags zu einem Konzert mit dem Ortenauer Kammermusikensemble ein. Herbert Söllner und Andreas Deges (Violine), Bärbel Anstett (Viola) und Birgitta Scherhans (Violoncello) musizieren seit Jahren kammermusikalisch im Concertino Offenburg. Am 11. November werden sie Stücke von Komponisten mit jüdischem Hintergrund in der ehemaligen Synagoge spielen. Präsentiert werden Werke von Felix Mendelssohn, Eric Satie, Arnold Schönberg und Gideon Klein sowie von dem aus Kippenheim stammenden Kantors Albert Weill. Er war der Vater des berühmten deutschjüdischen Komponisten Kurt Weill. Der Eintritt ist frei, Spenden werden erbeten.

n Schmieheim n Die

evangelische Kirchengemeinde lädt auf Freitag, 9. November, ab 16.30 Uhr zu einer Vorlesestunde ins Gemeindehaus ein. Die Geschichte richtet sich an Kinder im Alter von fünf bis zehn Jahren. Anschließend wird noch gebastelt. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Kinder aus Hansjakob-Förderschule gerettet Übung | Feuerwehr Mahlberg probt zum Jahresabschluss den Ernstfall

Für die Jahresabschlussübung hatte sich die Mahlberger Feuerwehr die Hansjakob-Förderschule ausgesucht. Dort mussten unter anderem Schüler mithilfe einer Leiter aus dem Gebäude befreit werden. Foto: Decoux-Kone

Mahlberg (mm). Wenn die Schule brennt, ist das eine sehr ernste Angelegenheit. Für ihre Jahresabschlussübung am Samstag hatte sich die Mahlberger Feuerwehr zielgerichtet die HansjakobFörderschule in Orschweier als Objekt ausgesucht, in der auch zwei Grundschulklassen untergebracht sind. Die Annahme dabei: In einer Schulküche im Keller hat sich nach Kurzschluss an einem Mikrowellengerät ein Brand mit sehr starker Rauchentwicklung entwickelt. Während die Förderschüler aus dem Erdgeschoss das Gebäude bereits verlassen haben, machen sich vier Schüler samt Lehrerin an Fenstern des Obergeschosses bemerkbar. Unter den Augen zahlreicher Zuschauer, darunter viele Feuerwehr-Alterskameraden und einige Stadträte, diri-

gierte Einsatzleiter Martin Müller den anspruchsvollen Einsatz. Menschenrettung hat natürlich Vorrang. Atemschutzträger mit Gruppenführer Harald Hügel machten sich zur Personensuche im Keller auf den Weg, parallel dazu wurden die Schüler aus dem Obergeschoss über zwei Steckleitern leinengesichert nach außen gerettet. Das oblag Trupps mit Gruppenführer Frank Riedel.

Kreisbrandmeister Happersberger lobt Leistung der Wehr Im weiterenVerlauf wurden sämtliche Atemschutzträger flexibel ausgetauscht, zwei weitere Schüler aus dem Keller gerettet, keine weiteren Personen im völlig kunst-verqualmten Gebäude mehr ge-

funden. Auch die eigentliche Brandbekämpfung lief routiniert ab. Dafür rückte auch die Nachbarwehr Kippenheim samt Schmieheim unter Zugführer Torsten Hurst und den Gruppenführern Luka Riegger, Rolf Haffke und Kai Mraz mit drei Löschfahrzeugen an, um das Feuer aus verschiedenen Richtungen einzugrenzen. Zur Koordinierung der Einsätze samt Funkverkehr hatte Müller überdies die Lahrer Feuerwehr-Führungsgruppe angefordert, die dann zur Unterstützung fürÜberblick über das komplizierte Zusammenspiel der vielen Einsatzkräfte sorgte. Derweil versorgte das Mahlberger DRK mit Einsatzleiter Tobias Wirth die geretteten, von der Jugendfeuerwehr dargestellten Schüler samt Lehrerin, die sich als Förderschulleiterin Marianne Thoma entpuppte.

Bei der Manöverkritik lobte der stellvertretende Ortenauer Kreisbrandmeister Thomas Happersberger den perfekten Ablauf der Übung. Das Objekt sei zwar nicht groß, aber in den 60er-Jahren feuerwehrtechnisch kompliziert gebaut worden. Rathauschef Dietmar Benz und Ortsvorsteher Bernd Dosch dankten den Beteiligten, allen voran Kommandant Rolf Ackermann, für die erneut gezeigte Leistungsfähigkeit. Benz freute sich auch über die funktionierende Kooperation zwischen den Nachbarwehren Mahlberg und Kippenheim. Die wird am 17. November ihre Fortsetzung finden, wenn zur Jahresabschlussübung der Kippenheimer Feuerwehr an der dortigen Schule auch die Mahlberger Wehr zur Unterstützung mit anrückt.

Spiel macht Lust auf die Gemeinde Jugendzentrum | »Juze united« bereitet Jung und Alt Spaß Schmieheim (ir). In welcher Straße steht das Feuerwehrgerätehaus? Wie alt ist die Synagoge? Diese und andere Fragen mussten Bürgermeister Matthias Gutbrod und Ortsvorsteher Michael Hartmann jüngst im Schmieheimer Jugendzentrum (Juze) beantworten. Genauer: beim Brettspiel »Juze united«, das die Kinder und Jugendlichen haben zusammen mit Juze-Leiterin Heike Dolenga und Simone Müller entwickelt haben. Das Spiel hatte es im April beim Wettbewerb des Kreisjugendrings auf den ersten Platz geschafft. Auch Gutbrod und Hartmann hat das Spiel sichtlich Freude bereitet. Schließlich mussten die beiden nicht das

ganze Spiel hindurch Fragen beantworten und unter Beweis stellen, wie gut sie sich in den Ortsteilen auskennen. Zwischendurch konnten sie sich auf dem »Sofa« ausruhen und eine »Runde Billard“ spielen. Und wer »emotional zu aufgewühlt« war, konnte eine Auszeit nehmen.

Am Ende siegt Kippenheim knapp All diese Aktivitäten sind Elemente des Spiels, das etwa zehn Jugendliche unter Anleitung entwickelt haben. Herausgekommen ist ein Brettspiel, in dem sich zwei Gegner jeweils von zwei verschiedenen Startpunkten aus auf

einen imaginären Rundgang durch Kippenheim und Schmieheim machen. Gewonnen hat, wer als erster seinen Rundgang beendet hat. Ziel des Spiels ist laut Dolenga, dass einheimische Kinder ebenso wie neu zugezogene ihre Umgebung besser kennenlernen und ein Gemeinschaftsgefühl entwickeln. Das bunte Spielbrett haben die Jugendlichen selbst gestaltet, auch die Figuren wie das Sofa und die Limoflasche auf der Mitte des Bretts haben sie selbst gefertigt. Außerdem hat der Jury laut Dolenga auch die gemeindeübergreifende Komponente des Spiels gefallen, weshalb die Juzes Kippenheim und Schmieheim für »Juze united« den Förderpreis

Hatten Freude am Juze-Spiel: Ortsvorsteher Michael Hartmann (rechts) und Bürgermeister Matthias Gutbrod mit ihren jungen Mitspielern. Foto: Juze für 2017 erhalten haben. Beim Besuch der Ortspolitiker ging es vor allem um den Spaß am Spiel, den eine Mutter den Teilnehmern buchstäblich versüßte: Sie hatte für

den Gewinnern einen großen Kuchen gebacken, der liebevoll mit Zuckerguss in verschiedenen Farben verziert war. Kippenheim hat übrigens mit einem Punkt Vorsprung

und somit den Kuchen gewonnen. Davon haben aber natürlich alle etwas gehabt: Gutbrod und seine Unterstützer teilten den Kuchen mit den Schmieheimern.


AUS DER REGION

Samstag, 10. November 2018

Kurier Seite 11

Unverfrorene Einbrecher

Verein lädt zum Jahreskonzert

Ettenheim (red/fx) Dreister Einbruch in Ettenheim: Obwohl die Bewohnerin zu Hause war, sind Unbekannte am vergangenen Donnerstag in ein Haus im Meierbergweg eingestiegen. Wie die Polizei mitteilt, registrierte die Seniorin nicht, wie die ungebetenen Besucher zwischen 18.30 und 19 Uhr ein Fenster aufbrachen und anschließend mehrere Kommoden durchwühlten. Mit einem Bargeldbetrag in Höhe von mehreren Hundert Euro suchten die Täter anschließend das Weite. Die Ermittler des Polizeipostens Ettenheim sind nun auf der Suche nach Zeugen. Wer Hinweise zu den Einbrechern geben kann, wird gebeten, sich unter Telefon 07822/ 44 69 50 bei den Beamten zu melden.

Rheinhausen (red/sl). Der Musikverein Niederhausen lädt zum Jahreskonzert am Samstag, 24. November, um 20 Uhr ins Bürgerhaus ein. Bereits seit 2008 stellt Thomas Hertweck neue und bekannte Arrangements abwechslungsreich zusammen. Aus den Highlights des vergangenen Jahrzehnts haben die Musiken das diesjährige Programm ausgewählt. Für Liebhaber von schneidigen Melodien gibt es etwa den »alten Dessauer« von Solistin Jana Stephan und den »Graf Zeppelin« Marsch. Auf dem Programmzettel stehen außerdem Melodien aus Musicals und Filmmusik. Die Kulthits der 1980er-Jahre kommen in einem Medley zurück, genauso wie die »Erinnerungen an Zirkus Renz«. Im Anschluss an das Konzert öffnet die Wein- und Sekttheke. Telefonische Platzreservierungen nehmen Heike Feger (93 35 70) und Peter Ams (4 09 79) entgegen. Hallenöffnung ist bereits um 19 Uhr. Die Eintrittskarten zum Preis von sechs Euro sind an der Abendkasse erhältlich.

Oktober war viel zu trocken Ettenheimmünster (red/fx). Auch der zweite Herbstmonat hat sich von seiner sonnigen, warmen – und trockenen – Seite gezeigt. Die Durchschnittstemperatur lag mit 11,8 Grad deutlich über dem Normalwert von 9,7 Grad. An beachtlichen zwölf Tagen gab es sogar noch Temperaturen von mehr als 20 Grad im Schatten. Am wärmsten war es am 12. Oktober mit bis zu 27,0 Grad in Ettenheimmünster und 22,2 Grad auf den 700 Meter hohen Hünersedel. Auch die Nächte blieben viel zu mild. Die kühlste Nacht gab es am 22. Oktober mit 0,9 Grad Lufttemperatur und frostigen - 1,2 Grad am Boden. Im Dörlinbachergrund gab es bereits zwei Nachtfröste zu verzeichnen. An insgesamt 15 Tagen im Oktober strahlte die Sonne mehr als fünf Stunden ins Tal, am 5. Oktober waren es gar bis zu zehn Stunden. Am Monatsende waren es 145,8 Sonnenstunden. Das Zentralgestirn machte somit im vergangenen Monat insgesamt 25 Überstunden. Messbaren Niederschlag gab es nur an sieben Tagen zu verzeichnen, am 29. Oktober die höchste Tagesmenge: 9,4 Liter pro Quadratmeter. Insgesamt sammelten sich nur 31,5 Liter in Ettenheim. Die Wetterstation Ettenheimmünster registrierte damit 37 Prozent der normalen Regenmenge.

Vorlesestunde für Kinder Ettenheim (red/sl). Eine »Vorlesestunde auf dem fliegenden Teppich« für Kinder von fünf bis acht Jahren wird am Donnerstag, 18. November, von 15 bis 16.30 Uhr in der Stadtbücherei Ettenheim veranstaltet. Noch drei Vorlesestunden in der Stadtbücherei Ettenheim und dann ist fast schon Weihnachten. Die Vorlesepatinnen habe spannende Geschichten für die dunkel werdende Jahreszeit ausgesucht. Anmeldung ist nicht erforderlich.

Ein Abend beim Altenwerk Oberhausen (red/sl). Das Altenwerk lädt am Mittwoch, 14. November, zu seinem ersten Altennachmittag nach den Ausflügen ein. Max Stehlin wird dei Besucher mitnehmen auf der Suche nach dem Grab seines Vaters – Stehlin hält einen Diavortrag über diese Suche. Beginn ist wie immer um 14 Uhr im Pfarrsal.

So könnte die Seilbahn über den Rhein aussehen, mit Kabinen auf 15 Metern Höhe über dem Boden. Vorne Europa-Park-Chef Roland Mack und Rusts Bürgermeister Kai-Achim Klare (links) bei der Pressekonferenz am Dienstagabend. Foto: Braun

Franzosen schweben ein

Europa-Park | Seilbahn soll Verkehr entlasten / Macks planen zudem Feriendorf im Elsass

Der Europa-Park will nicht nur eine Seilbahn ins Elsass bauen, sondern jenseits des Rheins auch ein Feriendorf für französische Familien bauen. Allerdings hat das Projekt noch einen weiten Weg vor sich. n

Von Felix Bender und Jörg Braun

Rust. Im Beisein der französischen Botschafterin Anne-Marie Descôtes, Landrat Frank Scherer und Rusts Bürgermeister Kai-Achim Klar sowie elsässischen Politik- und Wirtschaftsvertretern erläuterten Roland Mack und sein Sohn Michael am Dienstagabend die Hintergründe des Vorhabens. Allzu sehr ins Detail wollten und konnten die Europa-Park-Chefs bei der Pressekonferenz im Confertainment Center vor mehreren Dutzend Medienvertretern aus Deutschland und Frankreich allerdings nicht gehen: Die Seilbahn sei derzeit nicht viel mehr als eine »Vision«.

Wann wird das Projekt realisiert? Das ist davon abhängig, wie schnell die Genehmigungen kommen. »Der Ball liegt jetzt bei der Politik«, sagte Michael Mack. Sollten beide Länder grünes Licht geben, rechne er mit einer Planungszeit von zwei bis fünf Jahren.

Gemeinden Rust und Ringsheim intensiv über das Thema Infrastruktur ausgetauscht«, erklärte Michael Mack. Irgendwann habe er sich die Frage gestellt: »Wie wäre es, die Menschen dort abzuholen, wo sie wohnen?« Vor etwa einem Vierteljahr habe sich dann die Idee der Seilbahn in seinem Kopf festgesetzt. Welchen Zweck soll die Seilbahn erfüllen? In erster Linie: Die Menschen von den Straßen holen. Mehr als 20 Prozent der EuropaPark-Besucher, also rund 1,3 Millionen im Jahr, sind Franzosen. Dazu kommen 1100 Park-Mitarbeiter, die täglich über den Rhein pendeln. Landrat Scherer nannte die Seilbahn ein »ungewöhnliches, aber geniales ÖPNVProjekt«.

Ist das Projekt genehmigungsfähig? Die Seilbahn würde das Naturschutzgebiet Taubergießen und auf der anderen Rheinseite die Ile de Rhinau queren – »hohe Hürden«, machte Scherer deutlich. Aber: Ein erster, Wie kam das grober Check im Landratsamt Projekt ans Licht? habe keine unüberwindbaren Frankreichs Staatspräsident Hindernisse zutage gebracht. Emmanuel Macron hatte die Der Landrat ist überzeugt: Ruster Pläne am Sonntag bei »Die Entlastung, die beim Verkehr erreicht würde, ist von großem öffentlichen InteWir haben bisher noch resse.« kein Totschlagargument

»

gefunden, das gegen die Seilbahn-Pläne spricht.«

Was ist am Einstiegsort in Frankreich geplant? Landrat Frank Scherer Neben Parkplätzen will der Euroeiner Rede in Straßburg aus- pa-Park dort ein Feriendorf ergeplaudert. Er lobte die Macks richten, mit »Häuschen im für ihre »Idee von Europa« Grünen« (Roland Mack). und der Bereitschaft, in Frank- Denn: So sehr die Franzosen reich zu investieren. Weil am den Europa-Park mögen, dort Montag die »Spekulationen übernachten wollen nicht vieüberhand nahmen« (Michael le: Nur acht Prozent der HotelMack), entschloss man sich ei- gäste stammen aus dem Nachlends, zum Pressetermin zu la- barland. Da sieht der Seniorchef »Nachholbedarf«: Man den. wolle Familien anlocken, »die Wie kam es zu der Idee? für zwei, drei Tage bei uns Kurz gesagt: Weil der Verkehr bleiben«. rund um Rust nicht mehr weit Wird es in Frankreich auch von einem Kollaps entfernt Achterbahnen geben? ist. »Wir haben uns in den vergangenen Monaten mit den »Stand heute: nein«, lautet die

Das Logo des »Projekt S«, wie der Europa-Park sein Seilbahn-Vorhaben nennt. Dazu gehören natürlich Gondeln in den jeweiligen Landesfarben. Grafik: EP klare Ansage von Roland Mack. Der Europa-Park sei »mit seiner Einzigartigkeit nicht kopierbar«. Man wolle auch künftig das Angebot in Rust erweitern, wo man seit der Gründung mehr als eine Milliarde Euro investiert habe. Wer bezahlt das Ganze? Der Europa-Park. EU- und Landessubventionen sind zwar denkbar, wie Landrat Scherer gegenüber unserer Zeitung erklärte. Doch sei es »von Vorteil, wenn das Projekt nicht davon abhinge«. Tut es nicht, wie Roland Mack betonte: »Vor vier, fünf Jahren war einmal der Center-Parks-Chef bei uns, da hat sich nichts ergeben. Jetzt wäre so etwas vielleicht wieder interessant, aber ich gehe davon aus, dass es unser Invest wird.« Bauen wollen die Macks ihre Seilbahn aber nicht selbst. Man rechnet mit Kosten im zweistelligen Millionenbereich. Wo soll die Trasse verlaufen? Weiß man noch nicht, erklärte Michael Mack mit Verweis auf das frühe Planungsstadium. Ebenso wenig, wo genau der Zustiegsort in Frankreich sein wird. Landrat Scherer erklärte, man habe »einen breiten Korridor geprüft, um bei Hindernissen flexibel zu sein«. Was Roland Mack bereits verriet: Die Fahrt soll vom Europa-Park über den Rhein und wieder zurück rund 15 Minuten dauern.

Wie werden die Seilbahnpläne in Rust aufgenommen? Mit Wohlwollen, betonte Bürgermeister Klare: »Rust sieht es mit Freude, dass der Europa-Park Jahr für Jahr wächst, gleichzeitig stellt uns die Infrastruktur vor große Herausforderungen.« Die Seilbahn könnte dem Rathauschef zufolge »helfen, unsere Region lebenswert zu erhalten«. Was sagen die Franzosen? Bravo! Sowohl die Botschafterin als auch die Vertreter der Region Grand Est und des Départements Bas-Rhin fanden bei der Pressekonferenz am Dienstagabend erwartungsgemäß nur lobende Worte. Sie hoffen vor allem auf viele neue Arbeitsplätze in der strukturschwachen Region. Staatspräsident Macron hatte am Montag per Twitter gar von »Tausenden von Jobs« frohlockt.

INFO

So geht’s weiter Bevor das Projekt Seilbahn Realität wird, müssen noch viele Gutachten geschrieben, Interessensvertreter gehört und nicht zuletzt die Bürger überzeugt werden. Formal sind nun zunächst die Fachämter im Landratsamt an der Reihe, bevor im Regierungspräsidium ein Planfeststellungsverfahren initiiert wird. »Ich gehe fest davon aus, dass es das braucht«, prognostiziert Landrat Scherer. Am Ende müssten dann freilich noch die beiden Länder ihr Okay geben. Auf deutscher Seite wäre es die Regierung in Stuttgart, die die Betriebserlaubnis erteilt.

Großer Schaden an Waldhütte Grafenhausen (rre). Ungebetene Gäste haben an der Unterwaldhütte im Grafenhausener einen beträchtlichen Schaden angerichtet. Wie die Gemeinde nun mitteilte, wüteten dort zwischen Freitag, 26. Oktober, 21 Uhr, und Samstag, 27. Oktober, 7 Uhr, unbekannte Vandalen. Diese zertrümmerten Glasscheiben und verschmutzten den Innen- und Außenbereich der Hütte. Wer etwas Verdächtiges beobachtet hat, wird gebeten, sich bei Förster Bernhard Göppert, Telefon 0175/ 5 92 83 80, oder an den Polizeiposten Ettenheim, Telefon 07822/44 69 50 zu melden.

Unbekannte haben an der Grafenhausener Unterwaldhütte gewütet. Foto: rre

Infos zum Schulübergang Rust (red/fx). Eine Infoveranstaltung für Eltern von Viertklässlern findet am Mittwoch, 14. November, 19.00 Uhr in die Rheingießenhalle Rust statt. Es ist eine zentrale Veranstaltung für alle Grundschulen des Südbezirks (Rust, Kappel, Grafenhausen, Ringsheim, Ettenheim, Münchweier, Altdorf, Kippenheim, Mahlberg), die erstmals in dieser Form angeboten wird. Der Veranstaltungsort soll sich jährlich ändern. An dem Abend werden Eltern über Leistungsanforderungen, Abschlussmöglichkeiten und sonstige Rahmenbedingungen der weiterführenden Schularten unterrichtet und beraten. Mit dabei sind die Schulleiter eines Ettenheimer Gymnasiums, einer Ettenheimer Realschule und der GMS Rust/Kappel-Grafenhausen. Darüber hinaus wird ein Vertreter der beruflichen Schulen informieren.


Anzeigen

Samstag, 10. November 2018

Ihre Anzeige und unsere Reichweite. Ein starkes Duo. WÄCHST.

LEBT. BEWEGT.

PROGRAMM Mittwoch, 07. November Schwarzwald Radio präsentiert: KOCHEN MIT CHRYSANTHEMEN

14:00 – 15:30

Donnerstag, 08. November GARTEN & FLORISTIK

14:00 – 15:30

Freitag, 09. November STÄDT. MUSIKSCHULE LAHR

14:00 – 15:00

Samstag, 10. November ANNE PE 14:00 – 15:30 ANDROMEDA 16:00 – 18:00, 18:30 – 19:30 GROSSES MUSIKFEUERWERK & SEKTIVAL 18:00 Sonntag, 11. November ZIMMER MIT MUSIK

14:00 – 16:00

Infos: Tel. 07821 95 02 10 · www.chrysanthema.de

20.10. - 11.11.2018

Änderungen vorbehalten! Veranstaltungsort, sofern nichts anders angegeben: Marktplatz.

2018

STELLENANGEBOTE

Kurier Seite 12

Kurier 10.11.2018  
Kurier 10.11.2018  
Advertisement