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Woche 1

Samstag, 5. Januar 2019

Auflage: 23 805

n Ettenheim

n Kenzingen

n Mahlberg

Für Bruno Metz war 2018 kein Jahr wie jedes andere: Der Ettenheimer Bürgermeister wurde mit 75 Prozent der Stimmen in seinem Amt als Rathauschef bestätigt. u Seite 4

Aus vielen Einzelmaßnahmen im Vorjahr in Kenzingen ragt der Start des Hochwasserschutzes in Nordweil heraus, über den sich auch Bürgermeister Guderjan freute. u Seite 5

Auch Dietmar Benz feierte im vergangenen Jahr einen Wahlerfolg: Der Mahlberger Bürgermeister wurde mit 83 Prozent der Stimmen als Rathauschef bestätigt. u Seite 9

Tunnel für die Piraten

Zwei Einbrüche in Herbolzheim Herbolzheim (red/jg). Zu gleich zwei Einbrüchen ist es um den vergangenen Samstag herum in Herbolzheim gekommen. In der Nacht auf Samstag, 29. Dezember, gegen 2.10 Uhr versuchten bislang unbekannte Täter in den Netto-Markt in der Grünestraße einzubrechen. Die ausgelöste Alarmanlage veranlasste die Täter unverrichteter Dinge, aber mit quietschenden Reifen mit ihrem Kleintransporter die Flucht zu ergreifen, so die Polizei. Der zweite Einbruch hat sich im Zeitraum von Samstag, 29. Dezember, 19 Uhr, bis Montag, 31. Dezember, 9.25 Uhr ereignet. Laut Polizeibericht brachen unbekannte Täter in eine Lagerhalle in der SvenKovacs-Straße ein und entwendeten dort rund 70 gewerbliche Spülmaschinen in einem hohen sechsstelligen Eurobereich, die sie mit einem LKW abtransportierten. Zeugen werden gebeten sich bei der Polizei Emmendingen unter Telefon 07641/58 20 melden.

Konzert am Dreikönigstag Mahlberg (red/ng). Die evangelische Kirchengemeinde Mahlberg lädt zu ihrem 31. Dreikönigskonzert am Sonntag, 6. Januar, ab 17 Uhr ein. Im Kirchenraum der Mahlberger Schlosskirche erklingen laut Ankündigung berühmte Werke aus Barock und Romantik für Posaune, Violine solo und Orgel sowie für Vokalensemble. Musikalisch unterhält an diesem Abend das »Vokalistenensemble an der Mahlberger Schlosskirche«. Lesungen von Brigitte Walter und Karin Kilian umrahmen die Teile des Programms. Die Leitung hat Bernd Walter. Karten gibt es an der Abendkasse.

Riesenbrezeln als Hauptgewinn Ettenheim (red/fx). Der Schützenverein Ettenheim veranstaltet am heutigen Samstag, 5. Januar, sein Neujahrsschießen. Teilnehmen dürfen laut Ankündigung alle Mitglieder und Gäste, jeder Teilnehmer erhält eine Brezel. Als Hauptgewinn winken es extra große Neujahrsbrezeln. Das Neujahrsschießen ist ein Glücksschießen, bei dem alle Teilnehmer dieselbe Chance auf den Hauptgewinn haben. Beginn ist 13 Uhr im Schützenhaus im Osterbach. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.schuetzenverein-ettenheim.de.

Europa-Park | Herrenknecht am Werk

In der Silvesternacht hat in Herbolzheim erneut ein Auto gebrannt.

Foto: FW

War’s der Feuerteufel ? Autobrände | In Herbolzheim stehen mehrere Autos in Flammen Weitet der Ortenauer Feuerteufel seinen Radius weiter Richtung Süden aus oder hat ein Trittbrettfahrer zugeschlagen? Mehrere Autobrände in Herbolzheim am Sonntagmorgen und in der Silvesternacht halten die Ermittler der Kripo in Atem. Herbolzheim (jöb/fx). Wie die Feuerwehr Herbolzheim meldet, wurde sie am Sonntag zu mehreren Autobränden gerufen. Um 6 Uhr brannte in der Moltkestraße in einem Wohngebiet auf offener Straße ein Mercedes-Transporter. Laut Feuerwehr stand beim Eintreffen der Motorraum in Flammen. So, wie in den bisherigen Fällen in der Ortenau. Das Fahrzeug dürfte weitgehend Schrottwert haben. Nur Stunden später wurden die Einsatzkräfte erneut alarmiert. Nahe des Friedhofes wurde ein weiterer Autobrand gemeldet. Gleich zwei Fahrzeuge standen in Vollbrand, als die Feuerwehrkräfte anrückten. Die Flammen droh-

ten, auf ein angrenzendes Gebäude überzugreifen, berichtet die Feuerwehr auf ihrer Internetseite über den Einsatz. Sie konnte zum Glück verhindern, dass das Feuer auf die Häuser übergreifen konnte. Lediglich ein Garagentor sei beschädigt worden. Die beiden Autos allerdings sind komplett ausgebrannt.

In der Silvesternacht der nächste Fall Wer oder was die Fahrzeuge in Flammen aufgehen ließ, war nach Einschätzung der Polizei Freiburg Mitte der Woche noch unklar. Auf Nachfrage hieß es gegenüber unserer Redaktion, dass die Ermittlungen aufgenommen wurden. Man werde sich auch mit den Kollegen des Polizeipräsidiums Offenburg abstimmen, ob es einen Zusammenhang zur Autobrand-Serie in der Ortenau geben könnte. Dort sind bereits mehr als 40 derartige und ungelöste Fälle aktenkundig. In der Nacht auf Neujahr musste die Feuerwehr dann erneut ausrücken: In der Ho-

hestraße brannte kurz vor 1 Uhr ein parkendes Auto »im vorderen Bereich«, wie es in einer Pressemitteilung der Wehr heißt. Der Angriffstrupp hatte das Feuer schnell gelöscht und übergab die Einsatzstelle der Polizei. Die muss nun klären, ob die Fälle in Zusammenhang mit der Brandserie in der südlichen Ortenau stehen. Die Freiburger Polizei hielt sich am Dienstag mit einer Einschätzung noch zurück. Dort bestätigte man lediglich den neuerlichen Autobrand. Die Ursache sei noch unklar.

Serie Von September 2017 bis April 2018 notierte die Ermittlungsgruppe »Mahlberg« 32 Fälle. Danach war Ruhe, bis die Serie Ende September erneut aufflammte und weitere Brände dazukamen. Insgesamt hat der unbekannte Brandstifter im Raum Mahlberg/Ettenheim mehr als 40 Autos angezündet.

Haushalt | Ettenheim investiert vor allem in den Nachwuchs Von Klaus Schade

Ettenheim. Mit einem Gesamtvolumen von 46,07 Millionen Euro hat der Gemeinderat noch im alten Jahr den zweitgrößten Etat der Geschichte Ettenheims verabschiedet. Einen Rekord bricht er im Verwaltungshaushalt – mit 36,2 Millionen Euro. Bürgermeister Bruno Metz bezeichnete das Zahlenwerk als »Haushalt der ausgewogenen Chancen«. Er beinhalte zu-

kunftsfähige Investitionen ebenso, wie er mit gewohnter Schwerpunktsetzung dazu beitrage, Stadt und Ortsteile positiv zu entwickeln. Die Schwerpunkte liegen in der Kinder- und Jugendbetreuung (3,6 Millionen Euro), in der Erschließung von Bauund Gewerbegebieten (1,44 Millionen), in der Stadtsanierung (nordwestliche Vorstadt, 2,14 Millionen) sowie in einem Paket für Straßen, Radwege, Kanäle, Brücken, Hoch-

se und reibungslos.« Am Ende gab es sogar eine offizielle Urkunde mit Erinnerungsfoto für den erfolgreichen Durchstich, wie bei allen weltweiten Großprojekten von Herrenknecht üblich. Die Technik und die Experten aus Schwanau seien nicht nur für XXL-Tunnel im Einsatz, sondern auch bei kleinen oder mittelgroßen Ver- und Entsorgungstunneln aller Art. Für Roland Mack doppelter Grund zur Freude: »Es ist optimal, dass wir solch einen Tunnelspezialisten wie die den Weltmarktführer Herrenknecht als Freund und Partner haben«, wird der Europa-ParkChef in der Mitteilung zitiert. Bekanntermaßen haben die Familien Mack, Herrenknecht und Burda vor wenigen Wochen eine enge Kooperation für eine gemeinsame Digitalstrategie am Oberrhein beschlossen und »Baden Digital« aus der Taufe gehoben.

INFO

Kinder stehen an oberster Stelle n

Rust (red/fx). Spezialauftrag für Tunnelbohrunternehmer Martin Herrenknecht: Die »Piraten in Batavia« brauchen einen Tunnel. Beim Wiederaufbau der Europa-Park-Attraktion, die beim Großbrand im Mai zestört wurde, war eine baulich schwierige Situation entstanden: Eine wichtige Transferleitung zur Entund Versorgung der PiratenFahrt musste gelegt werden. Um am angrenzenden Werkstattgebäude vorbeizukommen, musste ein unterirdischer Weg her. Kein Problem für die Tunnelbohrer von Herrenknecht, wie es in einer Pressemitteilung des Europa-Parks heißt: Der 32 Meter lange Tunnel war dank einer sogenannten Microtunnelling-Maschine innerhalb von drei Tagen fertiggestellt. Vom Auftrag bis zur Fertigstellung seien gerade einmal sechs Wochen vergangen. Und: »Alles verlief präzi-

wasserschutz und Breitbandversorgung (1,84, Millionen). Metz sprach folgende Projekte an, die 2019 vorangetrieben oder abgeschlossen werden sollen: Halle und Grundschule Altdorf, Kindergarten St. Barbara (in den Supperten), Baugebiete Am Sportplatz Ettenheimweiler und Supperten, Gewerbegebiet Süße Matten und Steinröhre in Altdorf, Halle Münchweier, Erhalt der Synagoge und Feuerwache in Ettenheim.

32 Meter lang ist der Durchstich, den Herrenknecht-Mitarbeiter im Europa-Park gebohrt haben. Foto: Europa-Park

Ärger über Fällaktion

Rat | Kritik an Vorgehen des Landratsamts Mahlberg (ir). Nicht schlecht gestaunt hat Jürgen Weber darüber, dass im Auftrag des Landratsamts kürzlich Bäume entlang der Kreisstraße zwischen Mahlberg und Orschweier gefällt wurden. Bei der vergangenen Gemeinderatssitzung zeigte sich der Stadtrat sehr verärgert darüber. Alle sprächen vom Klimaschutz, und dann würden »kalt lächelnd« Bäume gefällt. Dies sei mitnichten so, wie Hauptamtsleiterin Tanja Huber beim Landratsamt erfahren hatte: Die Bäume hätten der Verkehrssicherheit wegen weichen müssen. Dies wiederum wollte Weber nicht so recht glauben, was Bürger-

meister Dietmar Benz auf den Plan rief. Er wies darauf hin, dass es in der Vergangenheit mehrere Astbrüche gegeben habe, das Landratsamt sei in der Pflicht, Unfälle zu verhüten. Webers Argument »Klimaschutz« wollt der Rathauschef aber nicht vom Tisch wischen, weshalb er die Behörde bitten wolle, als Ausgleich für die gefällten Bäume an der Kreisstraße andernorts neue Bäume zu pflanzen. Viel Hoffnung machte Benz aber nicht, dass dies auch geschehen werde: »Es wird wohl eher so sein, wie wenn man einen Ochsen ins Horn pfetzt«, sagte er.


ALLES AUF EINEN BLICK

Samstag, 5. Januar 2019

n Kontakt

n Termine

Kurier Seite 2

aus der Region vom 5. bis 13. Januar

Redaktion: Julia Göpfert, Telefon 07821/2 78 31 43, Fax 07821/2 78 31 50, E-Mail: redaktion@ kurier-wochenzeitung.de Geschäftsanzeigen: Telefon 07821/2 78 31 03, Fax 07821/2 78 31 90, E-Mail: anzeigen@ kurier-wochenzeitung.de Kleinanzeigen: Telefon 07821/2 78 31 03

n Notdienste Polizei: Telefon 110 Feuerwehr, Rettungsdienst: Telefon 112 DRK-Krankentransport: Telefon 0761/1 92 22

n Apotheken Apotheken-Notdienste bis zum 11. Januar: n Samstag:

Brunnen-Apotheke, Hauptstraße 72, Herbolzheim, Telefon 0 76 43/44 14; Schlüssel-Apotheke, Friedrichstraße 88, Lahr, Telefon 07821/2 42 39. n Sonntag:

Stadt-Apotheke, Hauptstraße 41, Endingen, Telefon 0 76 42/80 56; Die Engel-Apotheke, Friedrichstraße 1, Lahr, Telefon 0 78 21/ 2 27 49. n Montag:

Stadt-Apotheke, Eisenbahnstraße 12, Kenzingen, Telefon 0 76 44/205; Hirsch-Apotheke, Dinglinger Hauptstraße 105, Dinglingen, Telefon 0 78 21/4 17 95. n Dienstag: Bienenberg-Apotheke, Hauptstraße 32, Malterdingen, Telefon 0 76 44/ 66 77; Alemannen-Apotheke, Friesenheimer Hauptstraße 40, Friesenheim, Telefon 0 78 21/6 17 88; Marien-Apotheke, Festungsstraße 1, Ettenheim, Telefon 0 78 22/ 31 20. n Mittwoch:

Stadt-Apotheke, Hauptstraße 41, Endingen, Telefon 0 76 42/80 56; StadtApotheke, Schwarzwaldstraße 28, Lahr, Telefon 0 78 21/98 34 07. n Donnerstag:

St. KatharinaApotheke, Ritterstraße 3, Endingen, Telefon 0 76 42/86 85; Karls-Apotheke, Allmendstraße 14, Kippenheim, Telefon 0 78 25/8 44 60; Kloster-Apotheke Hauptstraße 17 A, Seelbach, Telefon 0 78 23/ 9 62 75 75. n Freitag: Rathaus-Apotheke, Hauptstraße 13, Kenzingen, Telefon 0 76 44/304; Apotheke am Klinikum Lahr, Klostenstraße 17/1, Lahr, Telefon 0 78 21/ 9 91 22 49.

Die »Handballfamilie« der Region trifft sich beim Dreikönigs-Turnier in Kenzingen Der TB Kenzingen ist am Sonntag, 6. Januar, Ausrichter des 41. Handball-Dreikönigsturniers der Nachbarvereine TV Herbolzheim, TuS Oberhausen, TuS Ringsheim und TB Kenzingen. Los geht’s in der Üsenberghalle um 9.30 Uhr mit

n Kino Bis zum 9. Januar

Lahr

Forum: »Bumblebee« (3D): täglich 20.45 Uhr, Samstag auch 23.15 Uhr. »Bumblebee« (2D): täglich 15.30 und 18 Uhr. »Der kleine Drache Kokosnuss – Auf in den Dschungel« Samstag und Sonntag 13.45 Uhr, Montag bis Mittwoch 14 Uhr. »Der Junge muss an die frische Luft«: täglich 15.45 und 18 Uhr (Sonntag 17.45 Uhr), täglich 20.15 Uhr, Samstag 22.30 Uhr. »Aquaman« (3D): täglich 16.45 und 19.45 Uhr. »Aquaman« (2D): Samstag 22.45 Uhr. »Mary Poppins’ Rückkehr«: täglich 14, 17.55 und 20 Uhr. »100 Dinge«: Samstag bis Montag 20.35 Uhr. »Mortal Engines – Krieg der Städte« (3D): Dienstag und Mittwoch 17.15 Uhr. »Mortal Engines – Krieg der Städte« (2D): Samstag 23 Uhr. »Tabaluga – Der Film«: Samstag bis Sonntag 13.45 Uhr, Montag bis Mittwoch 15 Uhr. »Der Grinch«: täglich 15.45 Uhr- »Spider-Man – A New Universe«: Samstag und Sonntag 13.15 Uhr. »Bohemian Rhapsody«: Samstag und Montag 17.15 Uhr. »25km/h«: Samstag 22.45 Uhr.

dem Frauen- und AH-Turnier, um 14 Uhr beginnt das Turnier der Männerteams, gegen 18.45 Uhr ist die Siegerehrung. Der Reiz des Turniers besteht darin, das hier die große »Handballfamilie« im nördlichen Breisgau und der südli-

n »Feuerwehrmann Sam – Plötzlich Filmheld«: Samstag und Sonntag 14 und 15.40 Uhr. n Russische Originalversion: »T-34«: Sonntag 17.30 Uhr. n Sneakpreview: Dienstag 20.30 Uhr. n Männersache: »Robin Hood«: Mittwoch 20.30 Uhr.

Rust

Magic Cinema 4D: »Mary Poppins‘ Rückkehr«: täglich 18.30 Uhr, »Aquaman«: Samstag, Montag bis Mittwoch 21.15 Uhr. n Dinner and Movie: »Der geilste Tag«: Sonntag 21 Uhr.

n Empfänge Altdorf

Bürgerempfang zum neuen Jahr: Sonntag, 13. Januar, ab 10.30 Uhr in der Kunsthalle.

chen Ortenau einmal ohne den Stress des Ligabetriebs zusammenkommt – trotzdem ist der Ehrgeiz der Teams groß. Auch die Geselligkeit spielt beim Dreikönigsturnier eine große Rolle. Für das leibliche Wohl der Besucher sorgt das

9. Januar, 19 Uhr in der Rheingießenhalle.

Kappel-Grafenhausen

Neujahrsempfang: Donnerstag, 10. Januar, 19 Uhr in der Halle Kappel.

Herbolzheim

Neujahrsempfang: Freitag, 11. Januar, 19.30 Uhr, Bürgerhaus Tutschfelden. Thema: »Politische Gleichgewichtsstörungen – zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie die Bürgerinnen und Bürger«.

Ringsheim

Neujahrsempfang: Sonntag, 13. Januar, 18 Uhr im Bürgerhaus Ringsheim.

n Kunst Ettenheim

Kenzingen

Ettenheim

n Sport

Rust

Dreikönigs-Handballturnier: Sonntag, 6. Januar, 9 bis 20 Uhr in der Üsenberghalle.

Neujahrsempfang: Sonntag, 6. Januar, 18 Uhr, Stadthalle Ettenheim. Neujahrsempfang: Mittwoch,

Kenzingen

Kippenheim

Bernhard-Weber-Gedächtnisturnier des SV Kippenheim: Samstag und Sonntag, 5. und 6. Januar, in der Mühlbachhalle.

n Musik Mahlberg

Dreikönigskonzert: Sonntag, 6. Januar, 17 Uhr, Schlosskirche. Veranstalter: evangelische Kirchengemeinde.

Ettenheim

Neujahrskonzert der Musikfreunde Ettenheim: Sonntag, 13. Januar, 17 Uhr Bürgersaal Rathaus Ettenheim.

Tutschfelden

»So sehe ich Ettenheim«: Fotoausstellung von Olaf Michel, bis 1. Februar im dritten Obergeschoss des Rathauses zu sehen.

Neujahrsempfang: Sonntag, 6. Januar, 17 Uhr im Bürgersaal des Rathauses.

bewährte Wirte-Team des TB Kenzingen hinter den Theken. Unser Foto zeigt eine Spielszene zwischen dem TuS Ringsheim und dem TV Herbolzheim, wobei Ringsheims Thomas Koelblin gerade zum Wurf ansetzt. Foto: Wendling

Konzert des Ural-Kosakenchors: Samstag, 12. Januar, ab 18 Uhr in der Kirche Tutschfelden.

n Sonstiges Altdorf

Neujahrsfest des Schützenvereins: Samstag ab 13 Uhr im Schützenhaus.

Ettenheimmünster

Theaterabend »Der goldene Schlüssel: Samstag, 12. Janu-

Verlag: Lahrer Zeitung GmbH Kreuzstraße 9 (Walpotenhaus), 77933 Lahr Telefon 07 82 1/27 83-160 Telefax 0 78 21/27 83-190 Geschäftsführung: Kirsten Wolf Anzeigenleitung: Kirsten Wolf Redaktion: Jörg Braun (Leitung; v.i.S.d.P.) Julia Göpfert Kurier-Zustell-Service: PSV GmbH, Im Oberwald 8 79359 Riegel a. Kaiserstuhl Telefon 0 76 42/91 08-0 Telefax 0 76 42/91 08-40 E-Mail: inforiegel@psv-gmbh.de Auflage: 23 805 Exemplare Satz: Lahrer Zeitung GmbH Druck: Druckzentrum Südwest GmbH, Villingen-Schwenningen Gültig ist die Anzeigen-Preisliste Nr. 73 vom 1. Januar 2018 und die lokale Anzeigenpreisliste vom 1. Januar 2018. Erscheint wöchentlich kostenlos in: Kenzingen, Bombach, Hecklingen, Nordweil, Herbolzheim, Bleichheim, Broggingen, Tutschfelden, Wagenstadt, Oberhausen, Niederhausen, Ringsheim, Rust, Kappel-Grafenhausen, Ettenheim, Altdorf, Ettenheimmünster, Ettenheimweiler, Münchweier, Wallburg, Mahlberg, Orschweier, Kippenheim, Schmieheim.

Ural-Kosaken-Chor bietet meisterhaften A-Capella-Gesang Der Ural-Kosaken-Chor gastiert am Samstag, 12. Januar, ab 18 Uhr in der evangelischen Kirche in Tutschfelden. Der 1924 gegründete Traditionschor, in dem Ivan Rebroff (1931 bis 2008) seine Karriere startete,

hat Sänger, die ihr Können bereits an bedeutenden russischen Opernhäusern unter Beweis gestellt haben. Mit ihren tiefschwarzen Bässen und glasklaren Höhen decken sie das gesamte Sangesspektrum

ab. Für seine aktuelle Europatournee hat der Chor sowohl temperamentvolle als auch melancholische Stücke aus Russland einstudiert. Angekündigt ist »A-CapellaGesang der Spitzenklasse«. Foto: PR

ar, ab 20 Uhr in der örtlichen Halle. Öffentliche Generalprobe am selben Tag ab 13.30 Uhr.

Herbolzheim

Hästrägertreffen der Karnevalsgesellschaft: Samstag, 12. Januar, in der Breisgauhalle.

n Wir

gratulieren

Dienstag, 8. Januar Rust Werner Lang, Hindenburgstraße 42, 75 Jahre. Freitag, 11. Januar Rust Ernst Florian, Hindenburgstraße 29, 80 Jahre.

n Ärzte n Ortenaukreis: Notfallpraxis am Ortenau-Klinikum, Ebertplatz 12. Für Erwachsene: Öffnungszeiten: Montag, Dienstag, Donnerstag 19 bis 22 Uhr; Mittwoch, Freitag 16 bis 22 Uhr; Samstag, Sonn- und Feiertag 8 bis 22 Uhr. – Für Kinder: Montag bis Freitag 19 bis 22 Uhr; Samstag, Sonnund Feiertag 9 bis 21 Uhr (jeweils ohne vorherige telefonische Anmeldung) n Bundesweiter ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116 117 n Fahrdienst (ärztliche Hausbesuche): Telefon 0 18 05/19 29 24 60 n Zahnärztlicher Notfalldienst Ortenaukreis: von Samstag 8 Uhr bis Montag 8 Uhr sowie an Feiertagen Auskunft über die DRK-Rettungsleitstelle Offenburg, Telefon 0 18 05/19 29 24 60 Zahnärztlicher Notfalldienst Kreis Emmendingen: Telefon 018 0/3 22 25 55 70 n Tierärztlicher Notdienst Kreis Emmendingen: 0 76 43/9 37 89 70 und 0 76 42/ 23 24 n Tierärztlicher Notdienst Ortenaukreis: 0 78 24/6 46 90 n Krankenhäuser: Klinikum Lahr Telefon 0 78 21/93-0 Kreiskrankenhaus Ettenheim Telefon 0 78 22/430-0 Kreiskrankenhaus Emmendingen Telefon 0 76 41/45 40


JAHRESRÜCKBLICK 2018 HERBOLZHEIM

Samstag, 5. Januar 2019

Jahr im Zeichen des Tabaks Dank dem Arbeitskreis Geschichte und Geschichten hat sich in Herbolzheim ein Jahr lang alles um den Tabak gedreht. Von der Ausstellung im Herbolzheimer Torhaus mit historischen Gegenständen und Comics von Karl Karlitzky über Zeitzeugengespräche, Stadtführungen oder dem Schaugartentag bis hin zum badischen Genussabend mit Tabak, Literatur und Whiskey: den Herbolzheimern wurde auf die verschiedensten Arten nahegebracht, welche Bedeutung die Zigarrenindustrie einst für die Galura-Stadt hatte und diese immer noch prägt. Als Erinnerung an das Jahr schuf der Arbeitskreis zum Abschluss noch das Buch »Tabak in Herbolzheim«. Eine Wiederholung der Aktion zu einem anderen Thema können sich die Mitglieder des Arbeitskreises durchaus vorstellen, allerdings nicht gleich im Jahr 2019, denn ein solches Themenjahr bedarf jeder Menge, Vorbereitung, Arbeit und Zeit.

Hundeverein wird 70 Jahre Die Anfänge waren bescheiden, doch von unbändigen Idealismus geprägt. 1948 gründete sich die Herbolzheimer Ortsgruppe des Deutschen Schäferhundevereins – dank des Zollbeamten Trudpert Franz, der 22 Jahre den Hundesportlern vorstand. Am 10. Juni, passend zum Tag des Hundes, feierte der Verein sein 70-jähriges Bestehen mit jeder Menge Attraktionen und stellte dabei sein Angebot einem breiten Publikum vor. Am Tag zuvor hatte es ein Festbankett für die Mitglieder gegeben.

Claudia Vetter wird gekrönt

C

laudia Vetter aus Bleichheim ist beim Breisgauer Weinfest auf dem Emmendinger Marktplatz im August zur Weinprinzessin gekrönt worden. Sie wird bis August 2019 die Breisgauer Weine, die Winzer und die Region Breisgau repräsentieren und trat damit die Nachfolge von Miriam Kaltenbach an, die jetzt badische Weinkönigin ist. Die 19-jährige Claudia Vetter ist seit ihrer Jugend mit dem Weinbau vertraut. Bereits im elterlichen Winzerbetrieb entdeckte sie ihre Liebe zum Wein. Durch ihre Schwester Isabella Vetter, Breisgauer Weinprinzessin (2015/2016) sowie Badische Weinkönigin (2016/2017), bekam sie schon vor der Krönung einen tiefen Einblick in die Welt des Weins sowie die Aufgaben, die als Weinprinzessin auf sie zu kommen. Und wie geht es Claudia Vetter inzwischen, knapp 50 Termine als Weinprinzessin später? Die Zeit sei wie im Flug vergangen. Breisgauer Weinprinzessin zu sein, ist eine wunderbare Aufgabe, erklärte sie gegenüber unserer Zeitung. Die viele Begegnungen, vor allem mit jungen Menschen, die man immer mehr auf Weinfesten trifft, machten ihr einfach Freude. Inzwischen falle es ihr ganz leicht, nicht nur bei den Aufgaben als Weinprinzessin, auf fremde Menschen zuzugehen. Dankbar ist sie für die vielfältige Unterstützung, vor allem vom Badischen Weinbauverband. Ein ganz besonderer Höhepunkt ihrer bisherigen Amtszeit war für sie der wunderbare Empfang, den die Stadt Herbolzheim für sie ausrichtete. Vertreter aus Politik und Weinwirtschaft der Region, da-

SWR zu Gast in Herbolzheim Claudia Vetter (vorne) wurde im August von ihrer Vorgängerin Miriam Kaltenbach zur Breisgauer Weinprinzessin gekürt Foto: Bernhard Thürling runter der Landrat des Landkreises Emmendingen, Hanno Hurth, Bürgermeister und Ortsvorsteher, Herbolzheimer

te die Stadt zwei Vorträge und die Kinderaktion »Nistkasten bauen«. Der Lohn der Zusammenarbeit: Hunderte Besucher, die zu jeder der Veranstaltungen nach Herbolzheim kamen.

Neue Rektorin für Emil-Dörle-Schule

Alte Fahrzeuge lassen staunen Viele bewundernde Blicke sind den alten Fahrzeugen gefolgt, die im Juni in der südlichen Ortenau und im nördlichen Breisgau unterwegs waren. Genau 348 alte Mopeds, Motorräder, Automobile, Omnibusse, Lastwagen und Traktoren waren im Rahmen der ADAC-MSRT-Breisgau-Veteranen-Rallye auf dem Weg von Freiamt zu ihren Stopp in Herbolzheim, wo sie von mehr als 100 Rallye-Besucher begeistert willkommen geheißen wurden. Foto: Göpfert

Beim Neujahrsempfang im Januar 2018 hatte Bürgermeister Thomas Gedemer erstmals von seiner Vision eines Ideenwettbewerbs gesprochen: Wer eine gute Idee für eine nachhaltige Stadtentwicklung habe, der solle, die Möglichkeit erhalten, für deren Umsetzung 10 000 Euro zu bekommen. Der Gemeinderat trug den Vorschlag mit und stellte 60 000 Euro zur Verfügung. Vom 5. Juli bis zum 23. September hatten die Herbolzheimer Zeit, ihre Ideen einzureichen. Insgesamt 15 »gut durchdachte, zum Teil auch sehr überraschende« (Gedemer) Vorschläge gab es. Verkündet werden die Gewinner beim Neujahrsempfang am 11. Januar 2019.

In der Margarethenkapelle neben dem Herbolzheimer Rathaus war schon so ziemlich alles beheimatet: Sie diente schon als Stallung, Rumpelkammer oder Soldatenlager – und im Juni 2018 auch als Ausstellungsraum. Walter Eberhardt zeigte dort seine Werke zum Thema »Aspekte der Heimat«. Auch in Zukunft soll die Kapelle weiter für Ausstellungen genutzt werden.

Das schöne Wetter und die zahlreichen Aktionen der HuG lockten nicht nur bei »Herbolzheimat im Sommer« zahlreiche Besucher in die Stadt. Foto: Meier und sich stattdessen aufs Rad zu setzen. 410 Teilnehmer hatten dabei in drei Wochen insgesamt 77 130 Kilometer erradelt – das ist fast die doppelte Länge des Äquators. Bei Herbolzheimat im Herbst sponser-

10 000 Euro für eine gute Idee

Ausstellungen in der Kapelle

Erfolgreiche Zusammenarbeit A uch 2018 hat der Verein Handel und Gewerbe (HuG) wieder viele erfolgreiche Veranstaltungen organisiert: »Es ist jedes Mal aufs Neue einfach toll zu sehen, wie gerne die Menschen in unsere Stadt kommen und das Angebot der Gewerbetreibenden annehmen«, resümierte HuG-Vorsitzender Philipp Ulmer, Das Besondere in 2018: die enge Zusammenarbeit mit der Stadt. Parallel zu »Herbolzheimat im Frühling« veranstaltete die Stadt im Rathaus ihren Tag der Verwaltung. »Herbolzheimat im Sommer« war zugleich der Start der Aktion »Stadtradeln«, bei der die Herbolzheimer dazu aufgerufen waren, möglichst viel aufs Auto zu verzichten

Kurier Seite 3

Nanni Laupheimer ist seit August die neue Rektorin der Emil-Dörle-Schule in Herbolzheim. »Ich bin überglücklich, den Zuschlag bekommen zu haben«, erklärte Laupheimer bei der offiziellen Bekanntgabe im Juni. Grund für ihre Begeisterung war nicht nur der gute Ruf der Schule, sondern auch das Schulkonzept, das unter einem Verband zwei Schularten mit unterschiedlichen Abschlüssen vereint. Die offizielle Amtseinführung im Oktober wurde dann von Schulrat Wolfgang Schmitt vorgenommen. Schmitt, der auch gleichzeitig Laupheimers Vorgänger als Rektor der Emil-Dörle-Schule ist, gratulierte ihr dazu, »eine so tolle Schule leiten zu dürfen«.

aller Ortsteile und natürlich ihre Familie waren gekommen, um die Breisgauer Weinprinzessin zu ehren. Die Winzerka-

pelle Köndringen musizierte und Claudias Bruder spielte ein Solo auf seinem Saxophon, ganz speziell für sie.

Klappe und Action: In Herbolzheim hat im Juli der Südwestdeutsche Rundfunk (SWR) geweilt, der für seine TV Sendung Landesschau Mobil unterschiedliche Plätze und Orte in der Galurastadt und ihren Ortsteilen besucht und gefilmt hat.


JAHRESRÜCKBLICK 2018 ETTENHEIM

Samstag, 5. Januar 2019

Meierfashion zieht um Es war ein Meilenstein in der Geschichte des Modehauses Meierfashion: der Neubau im Ettenheimer Gewerbegebiet Radackern an der Bundesstraße 3. Nach sechs erfolgreichen Jahren in der Innenstadt verlegte Meierfashion seine Ettenheimer Filiale in die Gutenbergstraße 11 – und baute dafür neu. Der Spatenstich erfolgte im März, im Oktober wurde das neue Modehaus eröffnet. Der Andrang beim großen Eröffnungsevent des Inhaber-Ehepaars Edith und Hans-Georg Meier war riesig – die Parkplätze reichten für all die Besucher nicht aus. Im Zuge des Neubaus hat das Modehaus auch sein Angebot in Ettenheim erweitert: So gibt es in der neuen Filiale neben Damenmode auch Schickes für Herren sowie Accessoires und Schuhe und ein Café.

Abschied nach 36 Jahren Abschied von Hans-Peter Eckert: Nach 36 Jahren an der Spitze des Musikvereins Ettenheimmünster gab der Vorsitzende sein Amt in die Hände von Thomas Hummel. »Er hat überaus viel Herzblut in den Verein investiert und dafür gesorgt, dass dieser sich in hohem Maße für kulturelles Leben und Lebensqualität in Ettenheimmünster eingesetzt hat«, lobte Hummel seinen Vorgänger.

Wallburger VG löst sich auf Was sich längere Zeit angedeutet hat, wurde am 10. Januar Gewissheit: Die Wallburger Vereinsgemeinschaft löste sich mangels gemeinsamer Aufgaben auf. Stattdessen soll es ein jährliches Treffen zum Austausch von Vereinsvertretern geben.

Stadt zeichnet Bildstein aus Alljährlich unterstreicht die Stadt die Wichtigkeit von Engagement, indem sie Bürger beim Neujahrsempfang auszeichnet. 2018 erhielt der 90-jährige Künstler Kurt Bildstein den Kultur- und Sozialpreis. Der Ettenheimer Maler, schon 1951 mit dem Hans-Thoma-Preis ausgezeichnet und 2018 mit einer Ausstellung im Ettenheimer Rathaus vertreten, lebt seit 1939 in Ettenheim und betrieb dort sein Maler- und Restaurationshandwerk. Immer wieder habe sich Bildstein in unterschiedlichen Techniken erprobt, zahlreiche Motive Ettenheims auf Leinwand festgehalten, eine Malschule gegründet und auch in Künstler-Initiativen engagiert gewesen, erklärte Metz und fügte hinzu: »Sie sind ein Glücksfall für Ettenheim«.

Kurier Seite 4

Bangen um das Krankenhaus D

as »Strukturgutachten zur Agenda 2030« war im April ein großer Schock für Ettenheim. Das Papier der Beratungsgesellschaft Lohfert und Lohfert sieht für das OrtenauKlinikum künftig nur noch maximal vier Klinikstandorte im Ortenaukreis vor, was nichts weniger bedeutet als die Schließung der Häuser in Oberkirch, Kehl und Ettenheim. Dass die Ettenheimer ihr Klinikum nicht kampflos aufgegeben werden, wurde schnell deutlich – nicht nur bei einer Info-Veranstaltung im Juni, auf der es in der Ettenheimer Stadthalle heiß herging. Mit der Initiative »LEBEN« (»Lahr-Ettenheim Bestandsentwicklung im Netzwerk«) mit dem ehemaligen Staatsminister Helmut Rau als Sprecher hofft Ettenheim den Standort zu retten. Bürgermeister aus der Region, Gemeinderäte und Klinik-Initiative protestierten gegen die geplante Schließung. Auch über die Kreisgrenzen hinweg, in Rheinhausen und

Stand 2018 im Mittelpunkt hitziger Diskussionen: Das Ettenheimer Klinikum.

Das Engagement für den Erhalt des Krankenhauses war groß: Rathauschefs, Gemeinderäte und Vertreter der Klinik-Initiative sprachen sich in der gesamten Region für einen Erhalt des Ettenheimer Klinikums aus. Fotos: Bender/Decoux-Kone

Herbolzheim wurden Unterschriften gesammelt und Resolutionen auf den Weg gebracht. 20 328 Unterschriften hatte man letztendlich an Landrat Frank Scherer übergeben. Doch aller Proteste zum Trotz – es kam, wie zuvor erwartet: Der Krankenhausausschuss und der Kreistag unterstützen das Gutachten 2030. Für Ettenheim, ein verheerendes Urteil, doch der Kampf ums Klinikum ist damit nicht vorbei. Der Strohhalm, an den

man sich klammert, heißt »Überprüfungsklausel«. Bis 2025 haben die zur Schließung vorgesehenen Standorte Zeit, sich zu bewähren.

Neuer OP-Bereich soll Ende 2020 in Betrieb genommen werden Zum Jahresende gab es dann endlich wieder gute Nachrichten fürs Ettenheimer Klinikum: Der Kreis machte ein Versprechen wahr, nochmals in einen

OP-Bereich in Ettenheim zu investieren. Die Kreisräte hatten die Freigabe zur konkreten Entwurfsplanung und Kostenberechnung dafür erteilt. Vorgesehen ist ein Anbau im Nordosten der Klinik auf Niveau des Erdgeschosses. Weil für den neuen OP-Trakt auch die Infrastruktur im Bestandsgebäude angepasst werden müsse (Durchgang, Vorbereitungsund Aufwachraum) fallen 14 Betten weg, sodass Ettenheim danach noch über 63 Betten verfügt. Metz: »Angesichts der

Wahl: Bruno Metz bekommt 75,10 Prozent B

runo Metz darf für eine vierte Amtszeit Ettenheims Bürgermeister bleiben: Mehr als 75 Prozent der Wähler sprachen ihm am 7. Oktober 2018 ihr Vertrauen aus. Für seine Herausforderer Günter Krieg votierten 20,22 Prozent und für Michael Butt 4,47 Prozent der Wähler. Kurzzeitig war auch die Sindelfinger Dauerkandidatin Fridi Miller dabeigewesen – sie war aber noch vor dem Ende der Bewerbungsfrist von ihrer Kandidatur zurückgetreten. Während Metz am Abend des 7. Oktober die Glückwünsche seiner Amtskollegen aus dem Südbezirk entgegennahm, die Stadtkapelle aufspielte und die Feuerwehr bereits die Bürgermeistertanne aufstellte, unterstrich Krieg, dass er nicht enttäuscht sei. »Ich wollte 20 Prozent erreichen, das habe ich geschafft, damit ist es für mich in Ordnung«, sagte er auf Nachfrage. Allerdings gab er auch zu: »Ich hätte nichts gegen ein knapperes Ergebnis gehabt.«

Günter Krieg (links) und Bruno Metz begrüßten sich auf dem Rathausplatz kurz vor der Bekanntgabe des Ergebnisses. Mit dabei war Lioba Metz, die Frau des alten und neuen Bürgermeisters. Foto: Schabel Er hoffe, dass Metz in seiner politischen Arbeit nun Themen aufgreifen werde, die er, Krieg, im Wahlkampf angesprochen habe, etwa eine bessere Ausstattung für Kindergärten und Spielplätze.

Nach den Rathauschefs der Nachbargemeinden stellten sich Ettenheimer Bürger in einer Reihe an, um Metz die Hand zu schütteln oder ihn zu umarmen. Der Amtsinhaber strahlte, »ich bin überwältigt«

sagte er. Mit dem Ergebnis sei er »sehr, sehr zufrieden.« Vor allem über die Wahlbeteiligung von 52,88 Prozent freute er sich. Zwischendurch ging Metz ans Mikro, dankte für den Zuspruch und sagt: »Ich reiche die Hand der Aufrichtigkeit, des fairen Miteinanders und der konstruktiven Zusammenarbeit.« Der versöhnliche Satz war an die Bürgerinitiative Altstadt und ihren Vorsitzenden Günter Krieg adressiert, gegen den Metz auch schon mal eine Anzeige wegen Verleumdung gestellt hatte, die später von der Staatsanwaltschaft eingestellt worden war. Auch der dritte Bewerber ums Bürgermeisteramt, Michael Butt, war zufrieden. Er sagt, er habe viele positive Reaktionen auf seinen Wahlkampf erhalten, in dem er auf die Anliegen von Menschen mit Behinderung aufmerksam machen wollte. Er hatte vorab auf ein Ergebnis von vier oder fünf Prozent gehofft – dieser Wunsch des 66-Jährigen war in Erfüllung gegangen.

Entwicklungen zu kürzeren Liegezeiten ist dies verkraftbar.« Der Krankenhausausschuss hat vorgeschlagen, knapp 3,8 Millionen Euro bereitzustellen, im November 2019 soll mit dem Bau begonnen werden, um den OP Ende 2020 in Betrieb zu nehmen. Dass auch über das Jahr 2030 hinaus in Ettenheim weiter operiert wird, ist laut Metz unstrittig. Die Frage ist nur wie: Wie vom Kreistag vorgesehen nur noch ambulant oder weiter stationär mit Krankenhaus?

Neue Orgel für Christuskirche Pünktlich zu Ostern war sie da: Die neue Orgel der Christuskirche, die die alte SteinmeyerOrgel ersetzen sollte. Beim Festgottesdienst zur Orgelweihe empfand Pfarrerin Severine Plöse ob des Neuerwerbs »Freude und Stolz«. Dekan Rainer Becker hingegen nutzte die Gelegenheit, um auf den Werdegang und die Vorzüge der in Heidelberg erworbenen 1993 erbauten Orgel einzugehen.

»Kleine Galerie« löst sich auf Abschied von der »Kleinen Galerie«: Nach drei Jahren löste sich die betreibende Künstlergruppe (Johann Türck, Regine Staudenmeyer-Türck, Roland Schäfer, Sigrid Schäfer, Marion Becker und Kurt Bildstein) auf und entschloss sich dazu, den Mietvertrag für die Räume in der Ettenheimer Rohanstraße auslaufen zu lassen. Nach der letzten Ausstellung am 23. März war Schluss.

Mehr Raum für Kultur G

Matt und Linda Woosey bei der Eröffnung im März von »Gallaghers Nest« in Münchweier: Die 40 Sitzplätze reichten damals bei Weitem nicht aus. Foto: Decoux-Kone

Anna Krause-Sparmann und Lena Goehlnich (rechts) auf der Treppe zum ersten Obergeschoss ihres Wohnhauses in Ettenheimmünster, das zugleich auch ihr Ausstellungsraum ist. Foto: Schabel

leich zwei neue Kulturräume haben 2018 in den Ettenheimer Ortsteilen aufgemacht. In Münchweier schuf das Ehepaar Linda und Matt Woosey »Gallaghers Nest«. Auf 90 Quadratmetern in den ehemaligen Geschäftsräumen der Firma Troxler bieten sie ihrem Publikum ein breit gefächertes kulturelles Programm. Neben Kunst-Ausstellungen haben sich dort mittlerweile Workshops oder regelmäßig stattfindende Musikevents wie »Sofa Concerts« oder »Drei Bands – ein Abend« fest etabliert.

Die Kunst und Kultur der Aborigines stehen im »Kult-UrRaum« in Ettenheimmünster im Mittelpunkt: Anna KrauseSparmann und Lena Goehlnich stellen die Kunstobjekte dort aus, wo sie leben und arbeiten, also im Wohnzimmer, in der Küche, im Atelier und Büro. Nur die Schlafräume bekommen die Besucher nicht zu sehen, ansonsten ist ihre komplette Wohnung zugleich Ausstellungsraum. Sonntags von 13 bis 17 Uhr ist die Galerie in der Münstertalstraße 22 für Besucher geöffnet.


JAHRESRÜCKBLICK 2018 KENZINGEN

Samstag, 5. Januar 2019

Vorstandswechsel bei der BI Bahn Die BI Bahn will sich auch weiterhin dafür einsetzen, dass die Güterzuggleise zwischen Riegel und Offenburg möglichst nahe an der Autobahn gebaut werden. Ihr Ziel ist es den Güterverkehr aus den Ortschaften zu verbannen, den Flächenverbrauch beim Bau einzudämmen und die Planungen der Bahn weiterhin wachsam zu begleiten. Um dafür auch in Zukunft gerüstet zu sein (die Gütertrasse soll 2036 fertiggestellt werden, die Antragstrasse 2024) personell gut gerüstet zu sein, hat sich im März das Vorstandsteam verjüngt: Für Gerd Kammers und Herbert Walter rückten Thomas Weber und Dominik Zier nach.

Feucht folgt auf Hertramph Zum Abschied von Heribert Hertramph hat es Dankesbezeugungen, Lobesworte und auch ein paar Tränen gegeben. Kollegen, Schüler, Eltern, Politiker und Weggefährten verabschiedeten den Schulleiter des Kenzinger Gymnasiums im Juli in den Ruhestand. Rund 24 seiner 39 Jahre Schuljahre hatte Hertramph in Kenzingen verbracht Sein Nachfolger als Schulleiter wurde Thilo Feucht.

Kurier Seite 5

Hochwasserschutz startet

Rasensport zum 90-Jährigen Der Sportverein (SV) Bombach hat im Juli sein 90-jähriges Bestehen gefeiert – mit einem Wochenende sportlicher Wettkämpfe. So haben die Schwarz/ Weißen im Rahmen der Feierlichkeiten die Stadtmeisterschaften organisiert – bei der der SV Bombach nur knapp dem Vorjahressieger, der SG Hecklingen/Malterdingen, unterlag. Am Abend wurde bei der SVB-Rock-Nacht gefeiert. Am Sonntag zeigte die Jugend ihr Können. Zudem lieferten sich der Bahlinger SC und die SG Freiamt/Ottoschwanden ein spannendes Duell, bei dem Ersterer gewann.

B

ei Starkregen ist Nordweil in der Vergangenheit häufig überflutet worden. Besonders eindringlich dürfte vielen der Mai 2009 in Erinnerung geblieben sein, als nach einem heftigen Gewitterregen die gesamte Ortsdurchfahrt unter Wasser stand. Das soll sich durch die neuen Hochwasserschutzmaßnahmen ändern. Große Wassermassen, die etwa im Zuge eines Starkregenereignisses nach Nordweil gelangen, sollen den Ort in Zukunft schneller wieder verlassen. Möglich wird das durch eine Vergrößerung der Einfassungen des Abwassersystems. Das Ablaufvolumen soll in der Herrenberg- und Hochwaldstraße vervierfacht werden. Das hat Auswirkungen auf die Infrastruktur Nordweils: Um die neuen Röhren mit dem Durchmesser von 1,6 Meter zu verlegen, war und ist es nicht nur notwendig, die Fahrbahndecke und zum Teil auch Gehwege aufzureißen. Die unterirdischen Versorgungsleitungen wie Erdverkabelungen, Stromversorgungen, Schmutz- oder Wasserleitungen müssen ebenfalls neu verlegt werden, weil sie den neuen Röhren im Weg sind. »Es wird eine der größten Umbaumaßnahmen seit den vergangenen Jahrzehnten und

130 Jahre MGV Lichteneck Der Gemeinderat und der Bürgermeister bei der Begehung der Baustelle in der Herrenbergerstraße im November Foto: Göpfert die Einwohner die nächsten vier Jahre beschäftigen«, wusste Kenzingens Bürgermeister Matthias Guderjan schon vorab. So rollten im August die Bagger in der Hochwaldstraße an. Wie erwartet habe es deshalb Aufregung im Ort gegeben, erklärte Guderjan bei einer VorOrt-Besichtigung im November. Die Beschwerden kamen

jedoch nicht von den Anwohnern der Hochwaldstraße selbst, sondern von denen der umliegenden Straßen. Auch die Busfahrer waren nicht glücklich über die engen Straßenzüge der Ausweichstraßen. Guderjan und auch Ortsvorsteher Franz Pfeffer bitten die Bevölkerung, die aktuellen Belastungen mitzutragen: »Es ist ein Projekt, von dem auch noch

weitere Generationen etwas haben werden«, ist sich Guderjan sicher. Es wird bis in das Jahr 2020 hinein dauern, bis die Hochwasserschutzmaßnahmen in Nordweil abgeschlossen sind. Insgesamt 6,5 Millionen Euro nimmt die Stadt in die Hand, um den Ort in Zukunft bei Starkregen vor Geröll und Wassermassen effektiv zu schützen.

Bewegtes Jahr für die HuG F

ür die Handels- und Gewerbevereinigung (HuG) Kenzingen war das Jahr 2018 ein Wechselbad der Gefühle: Im März gab es den beliebten

Frühlingsmarkt der Hobbyund Kunsthandwerker in und um die Alte Halle, bei dem die HuG auch die Stadt mit Blumen schmückte. Im April wurde

Das Herbstfest de HuG mit vielen Aktionen rund um den Apfel war ein großer Erfolg gewesen. Foto: Stadtmarketing

dann das neue Leitbild vorgestellt – und in der HuG war Aufbruchsstimmung zu spüren. Aktionsgruppen bildeten sich und in den jungen Vorstand der HuG schien neuer Schwung zu kommen. Der geriet jedoch ins Wanken als Melanie Meiritz aus persönlichen Gründen ihr Amt als Vorsitzende niederlegte – ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin fand sich bei der Versammlung im November nicht. Die Wahl wurde erst einmal auf Mai vertagt, in der Hoffnung, dass sich bis dahin jemand findet, der das Amt übernehmen wird. Positiv war wiederum zu vermelden: Die HuG hat im September ein erfolgreiches Herbstfest rund um den Apfel gestemmt und auch der Weihnachtsmarkt war wieder gut besucht gewesen.

Streit ums neue Kopfstein-Pflaster E

s dürfte eines der heiß diskutiertesten Themen 2018 in Kenzingen gewesen sein: der neue Kopfstein-Pflaster-Belag. Barrierefreiheit stand gegen Historizität. »Der Auswahl der Beläge der Fußgänger- und Stellplatzbereiche sowie der Straße, der Oberflächenbeschaffenheit und Verlegeart wurde ein Gewicht beigemessen wie zuvor nur wenigen Sachfragen der letzten Jahre«, erklärte etwa Bürgermeister Matthias Guderjan in einer Pressemitteilung. Seit 2004 beschäftigte sich der Gemeinderat mit dem Thema Ortsdurchfahrt, seit 2010 mit Verkehrskonzepten, 2010 und 2017 hatte es zwei InfoVeranstaltungen gegeben. Brisant wurde das Thema jedoch erst, als die Gemeinde sechs Pflasterbeläge zur Abstimmung stellte. Es gründete sich die Bürgerinitiative Aktion historische Altstadt. Diese wollte keine der vorgestellten, glatten Pflasterarten, sondern forderte stattdessen Naturkopfsteinpflaster, um das mittelalterliche Stadt-

bild zu fördern. 1026 Unterschriften sammelte sie bis zur Gemeinderatssitzung im Juli bei der eigentlich die Entscheidung fallen sollte. Diese wurde vertagt. Nach intensiver Beratung in Ausschüssen und Gemeinderat, nach wiederholtem Austausch mit der BI Aktion historische Altstadt, nach Teilbeschlüssen zuletzt, gelangen aber dennoch schließlich Lösungen, die mehrheitlich mitgetragen in den Jahren 2019 und 2020 zur Um-

setzung anstehen werden. Bürgermeister Guderjan betont: »Wichtig ist das gemeinsame Ziel barrierefreie Stadtmitte, die Jung und Alt zum Aufenthalt einlädt, die Fußgänger und Radfahrer gegenüber dem jetzt vorherrschenden Kraftfahrzeugverkehr gleichberechtigt, der Außengastronomie und der Sondernutzung durch den Einzelhandel mehr Raum gibt, dem historischen Altstadtkern gerecht wird und ihm dabei doch neue Impulse gibt.«

Der Männergesangverein MGV Lichteneck Hecklingen 1888 hat 2018 seinen 130. Geburtstag gefeiert. Höhepunkt der Feierlichkeiten war das zweitägige Fest im Juni. Auf Rock mit »John Amann and the Legends« mit 400 Zuhörern folgte einen Tag später die Gratulation durch zwölf Gastchöre. In einem straff organisierten Programm trat jede der zwölf Formationen sowie der MGV Lichteneck selbst eine Viertelstunde auf – wodurch sie einen mehr als vier Stunden langen, bunten Liederreigen boten.

Schüler schreiben sich an die Spitze

Der Naturparkmarkt fand dieses Jahr zum ersten Mal in Kenzingen statt. Zusammen mit der Elzregatta erwies er sich als erfolgreiche Kombination. Foto: Göpfert

Perfekte Kombination V

iele Jahre lang hatte sich die Stadt Kenzingen um den Naturparkmarkt beworben, dieses Jahr war das Vorhaben geglückt. Am Sonntag, 24. Juni, waren rund 35 Verkäufer unter dem Dach des Naturparks Südschwarzwald im Bürgerpark »Altes Grün« anzutreffen. Die Veranstaltung erwies sich als voller Erfolg – unter ande-

rem auch, weil sie mit der Elzregatta der Narrenzunft WelleBengel gekoppelt war. Bei schönstem Wetter schauten sich Tausende von Besuchern das Wettrennen der sechs Boote auf dem Wasser und schlenderten davor oder danach auf dem Naturparkmarkt. Einige Essensstände waren am Abend ob des großen Andrangs sogar ausverkauft gewesen.

Für ihre Broschüre »Jüdisches Leben rund um das Gymnasium Kenzingen – damals und heute« wurden die Kenzinger Schüler der AG Journalistisches Arbeiten und die Mitglieder der Presse-AG in Berlin mit dem ersten Platz des diesjährigen Rolf-Joseph-Preis ausgezeichnet. Für die Broschüre hatten die Schüler zahlreiche Quellen rund um Kenzingen, Kippenheim und Emmendingen zusammengetragen und Zeitzeugengespräche geführt.

Neue Garagen für das DRK 2018 war ein spannendes Jahr für das DRK Kenzingen. Zum einen bekam der Ortsverein mit Diethelm Scholle einen neuen Vorsitzenden. Zum anderen wurden die neuen Garagen in der Industriestraße 3 fertig. Notwendig gemacht hatte sie 2016 das neue Rettungsfahrzeug, das zu hoch für die alten Garagen gewesen war.

Mehrgenerationenhaus hat sein Richtfest

Sechs Pflastermuster vor dem Rathaus waren der Anlass, aus dem 2018 in Kenzingen intensiv über das Kopfstein-Pflaster diskutiert wurde. Foto: Göpfert

Im Januar 2019 soll das neue Mehrgenerationenhaus in der Klostergasse fertig werden, doch im Juni hat es erst einmal sein Richtfest gefeiert. Unter dem Applaus von Vertretern der InvestorFirmengruppe Orbau, der Awo, der Notar-Firma Jopen Consulting, der Stadt sowie von Handwerkern und Planern sprach Gebhard Zimmermann

damals den Richtspruch. Das neue Mehrgenerationenquartier soll Platz für eine vierstufige Kita und zwei Pflegegruppen der Arbeiterwohlfahrt bieten. Zudem soll auf dem Gelände noch ein Mehrfamilienhaus entstehen. Insgesamt wird der Bau 9 Millionen kosten, ein Drittel davon wird die Stadt tragen. Foto: Göpfert


JAHRESRÜCKBLICK 2018 RHEINHAUSEN

Samstag, 5. Januar 2019

Tempo 30 vor der Grundschule Rechtzeitig zum Beginn des Schuljahrs wurde es umgesetzt: In der Hauptstraße auf Höhe der Grundschule St. Dominikus und auf der Wislaerstraße auf Höhe der Kindertagesstätte und des Pflegezentrums St. Josef herrscht seit September Tempo 30. Nur rund einen Monat dauerte es von der Beschlussvorlage des Gemeinderats Anfang August bis zur Umsetzung. Den Weg frei für Tempo 30 hatte eine Änderung der Straßenverkehrsordnung gemacht. Diese erlaubte nun eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf klassifizierten Hauptverkehrsstraßen, wenn dort besonders schützenswerte Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten, Krankenhäuser oder Pflegeheime unmittelbar betroffen sind.

Neues Fahrzeug für Feuerwehr Lange mussten die Kameraden der Feuerwehr Rheinhausen auf das neue und moderne Feuerwehrauto warten. Im September konnte es endlich in einer Feierstunde offiziell eingeweiht werden. Rund 50 000 Euro kostete der modern ausgestattete Mannschaftstransportwagen. 12 500 Euro davon zahlte das Land Baden Württemberg, 30 500 Euro die Gemeinde und 5000 Euro kamen aus dem Verkauf des Vorgängers. Außerdem durfte sich die Wehr über eine Spende in Höhe von 2500 Euro der Familie Brüderle freuen. Kommandant Thorsten Heckel dankte bei der Übergabe den Verantwortlichen dafür, dass die Feuerwehr nun über ein fortschrittliches neues Mannschaftsauto verfüge. Dieses dient vor allem dafür, eine große Anzahl an Feuerwehrmänner schnell an den Unglücksort zu bringen.

Kurier Seite 6

HHG begeht silbernes Jubiläum

D

er Verein Handel, Handwerk und Gewerbe (HHG) Rheinhausen hat 2018 sein 25jähriges Bestehen gefeiert. Aus diesem Anlass gab es einen Handwerkermarkt mit verkaufsoffenen Sonntag. Zuvor hatten die Mitglieder jedoch das silberne Jubiläum im Partyhaus der Metzgerei Kaiser gefeiert. Im Vergleich zu den Gewerbevereinen seiner Nachbargemeinden Herbolzheim (42 Jahre) und Kenzingen (57 Jahre) ist der Verein Handel, Handwerk und Gewerbe (HHG) Rheinhausen noch relativ jung. Auf das, was in dieser verhältnismäßig kurzen Zeit erreicht wurde, war Hans-Georg Meier, stellvertretender Vorsitzender der HHG, bei der Feier der Vereinsmitglieder sichtlich stolz. Der Beginn in Rheinhausen wurde mit der Gründung eines Gewerbevereins in den 1960ern und 1970ern gemacht, dieser brach jedoch wieder auseinander. Den Anstoß für die Gewerbetreibenden, den Verein HHG zu gründen, gab es in den 1980er- und 1990er-Jahren, als es galt, Leistungs- und Gewerbeschauen zu organisieren. Dafür bildeten die Gewerbe-

Freuten sich über das silberne Jubiläum des Vereins HHG (von links): HHG-Vorsitzender Peter Schönstein, der stellvertretende HHGVorsitzende Hans-Georg Meier, Rheinhausens Bürgermeister Jürgen Louis und Olaf Kather, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Südbaden. Foto: Kroll treibenden ein Komitee. Diese Zusammenarbeit war so effektiv, dass man beschloss, eine feste Vereinigung zu gründen. Dem Vorstandsteam der ersten Stunde gehörten Hans-

Ein Gewinn für Aussteller und Gäste: Viele Besucher nutzten den Handwerkermarkt, um sich wie hier beim Raumausstatter Thomas Früh gezielt über die Produkte und Dienstleistungen der Rheinhausener Betriebe zu informieren. Foto: Meier

Georg Meier als Vorsitzender, Rudolf Kunzweiler als stellvertretender Vorsitzender, Maria Früh als Schriftführerin, Cornelia Stephan als Rechnerin und Wolfgang Meyer und Gisela Morgenthaler als Beisitzer an. Danach machte sich der Verein daran, mit verschiedenen Aktionen auf das örtliche Angebot aufmerksam zu machen. 1997 folgte die dritte große Leistungsschau in und um die Rheinmattenhalle, und der Gewerbeverein änderte seinen Namen in Verein Handel, Handwerk und Gewerbe. Auch ließ er sich ins Vereinsregister eintragen. 2000 gab es zum ersten Mal einen speziellen Handwerkermarkt im Gewerbegebiet Elzmatten, 2003 fand Rheinhausen live als Kombination von Gewerbeausstellung und Bürgerfest statt – und war

ein großer Erfolg, der erheblich zum Bekanntheitsgrad von HHG und Rheinhausen beitrug. Ab 2006 wurden die Konzepte für die Frühjahrsausstellung und für die Weihnachtsaktion »Adventszauber und Lichterglanz« entwickelt. Gerade letztere Aktionen bezeichnete Rheinhausens Bürgermeister Jürgen Louis in seiner Festrede als Glanzpunkte und Schaufenster der Gemeinde, die weit in die Region hinaus strahlten.

Handwerkermarkt mit verkaufsoffenen Sonntag kam gut an Nicht nur der Abend für die HHG-Mitglieder, auch der Handwerkermarkt am darauffolgenden Sonntag war ein gro-

ßer Erfolg. »An diesem Sonntag haben wir das geerntet, für das wir uns als HHG seit nunmehr 25 Jahren engagieren und einbringen«, erklärte HHG-Vizechef Hans-Georg Meier. Laut ihm war dieser Handwerkermarkt sogar um Längen besser als der vor fünf Jahren. Sehr gut angekommen sei bei vielen Besuchern der Umstand, dass sich das Geschehen überwiegend entlang der gesperrten Hauptstraße abgespielt habe. Aber auch die Rheinhausener Gewerbetreibenden kamen beim Handwerkermarkt auf ihre Kosten. »Alle, mit denen ich bisher gesprochen habe, sind mehr als zufrieden«, hob Meier bereits damals hervor – um dann zu ergänzen: »Aus diesen Grund steht einem Handwerkermarkt in fünf Jahren eigentlich nichts im Weg.«

SC Niederhausen feiert 90-Jähriges V

Günter Schnabl (ganz links) und Andre Gutenkunst (ganz rechts) zeichneten auf dem Festbankett zum 90-jährigen Bestehen des SC Niederhausen einige Mitglieder aus, manche von ihnen waren bereits seit 60 oder 70 Jahren im Verein. Foto: Meier

ier Tage lang hat der Sportclub Niederhausen (SCN) im Juni und Juli sein 90jähriges Bestehen mit zahlreichen Besuchern gefeiert. Es war ein gebührender Geburtstag mit Sport, Musik, Tanz und Unterhaltung gewesen. Auftakt der Feierlichkeiten war das Festbankett, in dessen Mittelpunkt 71 Ehrungen verdienter Mitglieder stand. In seinen Grußworten lobte der Vorsitzende des Bezirks Freiburg des Südbadischen Fußballverbands, Arno Heger, den SCN für seine positive Entwicklung. »Der SCN zählt zu den ältesten Vereinen in unserem Bezirk, das

zeigt, dass hier sehr vieles richtig läuft«, hob er hervor. Glückwünsche überbrachte neben befreundeten Vereinen auch Rheinhausens Bürgermeister Jürgen Louis. Der Musikverein Niederhausen unter Leitung von Thomas Hertweck sorgte für die musikalische Umrahmung. Musikalisch war auch der nächste Tag. Die Band Götz`n Moritz spielten auf der Bühne, später lud DJ Andy B. zur 90erParty. Aber auch Sport war bei einem Firmenturnier mit 20 Mannschaften geboten. Am dritten Tag, Samstag, versammelten sich dann rund 600

Kampf gegen festgelegte Flutungen D

»Rhein.feier« wieder ein Erfolg Gutes Essen, gute Stimmung gutes Wetter: Die »Rhein.feier« hat im September wieder zahlreiche Besucher verzeichnet. Auch der verkaufsoffene Sonntag der Rheinhausener Geschäfte wurde gut angenommen. Die teilnehmenden Vereine, die Feuerwehr, der Musikverein Oberhausen, der Fußballclub Oberhausen, die Wanderfreunde Scheckehisli, der Akkordeonvereins Rheinhausen und der Radsportverein waren mit dem Festverlauf zufrieden. Foto: kat

ie Gemeinde Rheinhausen kämpft zusammen mit Whyl, Weisweil und Sasbach gegen ökologische Flutungen. Von Oktober bis Dezember sammelte die Bürgerinitiative »Polder Wyhl/Weisweil so nitt« Unterschriften gegen die geplanten Flutungen. Insgesamt 7683 Unterschriften haben sie im Dezember der Freiburger Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer übergeben wurden. Parallel dazu haben regionale Bundes- und Landtagsabgeordnete sowie die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) geschrieben. Ihr Anliegen: Statt der ökologischen Flutung im Polder-Rückhalteraum, die aus ihrer Sicht eine immense Belastung für

Unterschrieben den Aufruf der BI »Polder Wyhl/Weisweil so nitt« als Erste (von links, erste Reihe): Whyls Bürgermeister Ferdinand Burger, Weisweils Bürgermeister Michael Baumann und Rheinhausens Bürgermeister Jürgen Louis. Foto: privat Natur und Menschen bedeutet, über eine Schlutenlösung nachzudenken. Der Unterschied: Bei einer ökologischen Flutung

würde der Polder-Raum an 57 Tagen geflutet, davon 19 Tagen in der Fläche. Bei der Schlutenlösung hingegen bleibt das

Nachwuchskicker zum großen Jugendturnier. Von den Bambini bis zur D-Jugend waren zahlreiche Mannschaften aus der Region vertreten. Am Abend fand dann die »Sommernacht der Tänze» statt. An dem beliebten Tanzwettbewerb des Vereins nahmen wieder zehn Tanzgruppen teil. Fußball satt gab es dann wieder am Sonntag. Ab elf Uhr traten Fußballmannschaften aus der Region zum Hieronymus Cup an. Bei einem gemütlichen Hock mit Musik von Yve und T. Bo endete für den Verein ein erfolgreiches Fest zum 90-jährigen Bestehen.

Wasser in den Schluten. Der Hochwasserraum wird nur dann geflutet, wenn es notwendig ist. Die Gemeinden baten den Minister das Planfeststellungsverfahren, bei dem die ökologischen Flutungen vorrangig geprüft werden, solange auszusetzen, bis er sich selbst vor Ort in den Gemeinden ein Bild gemacht habe. Der Umweltminister erklärte jedoch, dass er das Verfahren beim Landratsamt als zuständiger Behörde gut aufgehoben sehe und die befürchteten Nachteile nicht erkennen könne. Das Planfeststellungsverfahren hat daraufhin planmäßig am 18. Dezember begonnen, doch auch die Gemeinden werden ihren Kampf gegen die ökologischen Flutungen nicht aufgeben.


Lokales

Woche 1

Samstag, 5. Januar 2019 Samstag, 5. Januar 2019

Woche 1

Seite 7 Seite 7

NACHGEFRAGT »Mitfahrerbank ist gute Lösung« Seit Juni gibt es in Schmieheim die Mitfahrerbank, auf die man sich setzen kann, um Autofahrern zu signalisieren, dass man nach Kippenheim mitgenommen werden möchte. Drei Fragen dazu an Schmieheims Ortsvorsteher Michael Hartmann (Bild).

Der Wasserpark soll Ende 2019 fertig sein. Es ist das vorerst letzte Bauprojekt im gemeinsamen Tourismus-Gebiet von Ringsheim und Rust.

Foto: Thoma

Herr Hartmann, wie gut wird die Mitfahrerbank angenommen? Das ist schwer zu sagen, weil wir keine Erhebung zu dem Thema machen. Vereinzelt werden Bedenken dagegen geäußert, Fremde einfach im Auto mitzunehmen. Die Grundstimmung zu dem Projekt generell ist aber positiv. Ich habe schon einige positive

Der Wasserpark ist erst mal genug

Tourismus | Zweckverband Ringsheim/Rust beschließt Fünf-Jahres-Pause / Welche Rolle spielt der Europa-Park? Der Tourismus-Zweckverband Ringsheim/Rust hat beschlossen, den östlichen Teil seines Gebiets in den kommenden fünf Jahren nicht zu überplanen. Weil im Westen der Wasserpark entsteht, drängt sich die Frage nach der Rolle des Europa-Parks auf.

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n Das

L104 Zweckverbandsgebiet E lz

Rust

ZVT-Ost (frei)

A5

100 Hektar ZVT-West (Wasserpark) L104

40 Hektar Ringsheim

Elz

sprechender Bebauungsplan auf den Weg gebracht, 2017 war Spatenstich, Ende 2019 soll »Rulantica« seine Toren öffnen. Parallel dazu entsteht das sechste Hotel des Parks, ein weiteres könnte noch folgen. Insgesamt wird das Ensemble einmal eine Fläche von 40 Hektar im westlichen ZVT-Gebiet belegen. Die restlichen 100 Hektar im Osten liegen vorerst brach, und zwar für mindestens fünf Jahre. n Von Felix Bender Einen entsprechenden Grundsatzbeschluss hat der Ringsheim/Rust. 2003 wurde ZVT Ende des vergangenen im Regionalplan eine 140 Jahres gefasst. Im Nachgang Hektar große Fläche zwischen zur Versammlung versendete Ringsheim und Rust als »Vor- die Verbandsspitze mit Pascal ranggebiet für Tourismus« Weber (Ringsheim) und KaiAchim Klare (Rust) eine Pressemitteilung, in der Der Beschluss soll auch sie die Gründe Signalwirkung für potendarlegen. Der Tezielle Investoren haben.« nor ist ein Zweiklang: Zum einen Verbandsvorsitzender wolle man die Pascal Weber »letzte große zusammenhängende festgeschrieben. Um die Hand Entwicklungsfläche für den über der Entwicklung rund Bereich Tourismus-Freizeit« überplanen, um den Europa-Park zu hal- ganzheitlich ten, taten sich die Gemeinden Klein-Klein verhindern, zum zwei Jahre später zusammen anderen sei »mittelfristig »die und gründeten einen Touris- komplette Kapazität der Vermus-Zweckverband (ZVT), bandsverwaltung« für die derzeitige Entwicklung des östlials Herrin über das Gebiet. Zu dieser Zeit gediehen chen Areals gebunden. Hinter der selbst auferlegbeim Europa-Park längst die Pläne zum Bau eines Wasser- ten Verschnaufpause steckt parks – auf genau diesem aber noch mehr, wie der VerAreal. 2013 wurde ein ent- bandsvorsitzende Weber am

B3 ©Lahrer Zeitung maps4news.com/©HERE

Freitag auf Nachfrage der Lahrer Zeitung bestätigte. Es ist kein Geheimnis, dass längst auch (ausländische) Investoren auf das Gebiet aufmerksam geworden sind, sich gerne ein Stückchen vom Europa-Park-Kuchen abschneiden würden, etwa mit Hotels.

Freie Fläche ist größer als der Freizeitpark Dem Vernehmen nach sollen zwei Aussiedlerhöfe im östlichen ZVT-Areal für viel Geld den Eigentümer gewechselt haben. Die Käufer schauen nun (vorerst) in die Röhre.

Ebenso wie viele andere. Weber: »Ja, unser Beschluss, in den nächsten fünf Jahren keine Bauleitplanung in Angriff zu nehmen, soll auch eine Signalwirkung haben.« Immer wieder würden Interessenten in Ringsheim anklopfen und sich nach Grundstücken erkundigen. Laut Weber gehören zwei Drittel der östlichen ZVT-Fläche seiner Gemeinde, der übrige Teil sei in Händen Privater. Und welche Rolle spielt der Europa-Park bei der Sache? Wann immer es um eine mögliche Expansion ging, wurde in der Vergangenheit auf die ZVT-Fläche verwiesen. Am Platz soll es nicht scheitern,

Weiterer Tiefbrunnen wird immer realistischer

hieß es stets. Schließlich könnte sich der Europa-Park (95 Hektar) auf den noch verbleibenden 100 Hektar praktisch verdoppeln. Naheliegender Gedanke: Die Familie Mack wartet die Entwicklung des Wasserparks ab, um in fünf Jahren zu entscheiden, wie viel sie sich noch einverleiben will. Weber schüttelt den Kopf: »Natürlich könnte man auf den Gedanken kommen, dass das Gebiet für den Europa-Park reserviert ist, aber dem ist nicht so.« Der Verband stehe »in ständigem Kontakt mit dem EuropaPark, konkrete Gespräche oder gar Pläne über eine Erweiterung gab und gibt es aber noch nicht«.

INFO

Ausnahme für den Verkehr? Das Verkehrsproblem rund um den Europa-Park ist bekanntlich groß. Würde der Zweckverband für eine bessere Infrastruktur eine Ausnahme von seinem Planungsstopp machen? »Möglich«, sagt Verbandschef Weber. Allerdings zweifelt er an schneller Abhilfe: »Wenn eine Straße durchs ZVT-Gebiet die Lösung für die Verkehrsfrage wäre, wäre sie längst gebaut.«

Rückmeldungen erhalten und weiß auch von einigen, die jemanden mitgenommen haben. Haben Sie auch schon mal jemanden mitgenommen? Ein paar Mal, unter anderem ein junges Pärchen, das die Bank schon häufiger genutzt hat. Wird es die Bank auch im neuen Jahr noch geben? Natürlich, da die Bank schon einmal da ist, wird das Projekt 2019 weiterlaufen. Allerdings wäre ein richtiger ÖPNV, wie ihn jetzt die Stadt Ettenheim gemacht hat, natürlich besser und wünschenswerter. Damit wir den bekommen, müsste sich aber in der großen Politik etwas tun. Und solange ist die Mitfahrerbank eine gute Notlösung, die auf das soziale jg Miteinander setzt.

n Altdorf n Zum

Kesselfleischessen laden die Altdorfer Schützen auf Samstag, 12. Januar, ins Schützenhaus ein. Alternativ wird heiße Fleischwurst angeboten. Wer teilnehmen möchte, kann sich bis Sonntag, 6. Januar, unter Telefon 07822/3 05 21 oder direkt im Schützenhaus anmelden. Beginn ist um 13 Uhr.

INFO

Wasserversorgung | Erkundungsbohrungen in Kappel sind grundsätzlich positiv

Zahlen, Daten und Fakten

Kappel-Grafenhausen/Rust (mut). Der Wasserversorgungsverband Rust/KappelGrafenhausen kommt bei seinem Vorhaben, einen zweiten Tiefbrunnen zu bauen, weiter voran. Nun gab es die Ergebnisse der Standorterkundung. Für die südlicher Ortenau mit Ettenheim, Rust, KappelGrafenhausen, Ringsheim und Mahlberg, und nicht zuletzt für den Europa-Park, ist die Wasserversorgung aufgrund der besonderen wirtschaftlichen Strukturen des Tourismus’ längst zur interkommunalen Aufgabe geworden. Die beiden Wasserverbände Ringsheim/Ettenheim und Rust/Kappel-Grafenhausen schöpfen mit dem neuerlich genehmigten dritten Tiefbrunnen auf den Elzwiesen

n Jahresabschluss

derzeit aus vier Tiefbrunnen Trinkwasser von jährlich rund zwei Millionen Kubikmeter (wir berichteten). Neben dem bestehenden Tiefbrunnen des Verbands Rust/Kappel-Grafenhausen im Daslacher Feld in Kappel, plant der Verband einen weiteren Brunnen in unmittelbarer Nähe, um der sprunghaften Entwicklung des Tourismus’, der Bevölkerung, von Gewerbe und Industrie in der Region Rechnung zu tragen. Der Verband hatte die Freiburger Firma Hydros Consult mit einer ersten Standorterkundung durch zwei Bohrungen mit Pumpversuchen beauftragt. Die Aufgabe: Erkundung der Wasserbeschaffenheit, der Ergiebigkeit und der hydraulischen Eigenschaften.

Der Vorsitzende und sein Stellvertreter: Kai-Achim Klare (rechts) und Jochen Paleit Foto: mut Die besten Eigenschaften seien beim Standort »West 2« erzielt worden, erläuterte Ingenieur Stephen Schrempp bei der Verbandsversammlung. Ein Betrieb ohne Aufbereitung sei jedoch wegen erhöhtem Eisen- und Mangangehalt nicht möglich. Eine Nitratbe-

lastung sei nicht festgestellt worden. Der Härtegrad von zwölf sei sogar besser als im bestehenden Brunnen. Der Standort sei hydraulisch sehr geeignet, maximal eine Million Kubikmeter Trinkwasser könnten aus beiden Brunnen gefördert werden. Die nächsten Schritte sind ein Standortgutachten als Bedarfsanalyse, bei positiver Bewertung ein Wasserrechtsverfahren, die technische Planung und die bauliche Realisierung. Einen Zeitplan dazu gibt es noch nicht. Dass die Kosten für das Strukturgutachten von 23 000 Euro zu 50 Prozent bezuschusst werden, sei ein Zeichen, dass man dem zweiten Brunnen wohlwollend gegenüber stehe, so Jochen Paleit.

2017: Ohne Diskussion nahmen die Verbandsvertreter den von Kappel-Grafenhausens Kämmerer, Hans-Peter Zeller, erläuterten Jahresabschluss 2017 zur Kenntnis. Demnach betrug der Wasserverbrauch 872 400 Kubikmeter, davon aus der Eigenförderung im Wasserwerk Kappel rund 569 000 Kubikmeter, rund 303 400 Kubikmeter wurden vom Verband Ringsheim/Ettenheim hinzugekauft. Die Betriebskostenumlage, die sich am Wasserverbrauch ausrichtet, betrug für Rust rund 221 000 Euro, für KappelGrafenhausen etwa 87 000 Euro. n Wirtschaftsplan 2019: Im Kommenden Jahr weist der

Wirtschaftsplan ein Volumen von rund 1,476 Millionen Euro aus. Davon im Erfolgsplan 400 000 Euro, im Vermögensplan 1,076 Millionen Euro. Eine Kreditaufnahme von rund einer Million Euro ist vorgesehen. Die Betriebskostenumlage wird auf rund 350 000 Euro, und die Investitionskostenumlage auf 39 250 Euro festgesetzt. n Investitionen

2019: Ertüchtigung und Erweiterung der Wasserversorgungsanlagen 720 000 Euro; Übergabebauwerk am Tiefbrunnen Nordwest (Verband Ringsheim/Ettenheim) 198 500 Euro; sonstige technische Maßnahmen am Pumpwerk Grafenhausen und der Übergabestation Rust 80 000 Euro.


JAHRESRÜCKBLICK 2018 KIPPENHEIM

Samstag, 5. Januar 2019

Skizunft vor der Auflösung Der Kippenheimer Ski-Zunft hat im Oktober nach dem Rücktritt ihres Vorsitzenden Rafael Mathis die Auflösung gedroht. Das Problem des zweitgrößten Kippenheimer Vereins (nach dem Turnverein): Er hat zwar fast 600 Mitglieder, der Großteil kommt jedoch von außerhalb, zahlt seine Beiträge hauptsächlich, um die Kurse und Skifreizeiten zu nutzen. Bei einer Mitgliederversammlung am 5. November konnte die Auflösung vorerst abgewendet werden – der Verein sucht weiter nach einer Nachfolgelösung.

Tempo 30 auf der Hauptstraße Runter vom Gas: In der Kippenheimer Ortsdurchfahrt gilt seit Mitte März Tempo 30. Das Ergebnis des Lärmaktionsplans kam nicht bei allen gut an. Der Gemeinderat hatte sich für eine Reduzierung auf 40 Stundenkilometer ausgesprochen, das Regierungspräsidium aber klar gemacht, dass man, um Lärm und Abgase auf der B 3 merklich zu mindern, noch stärker auf die Bremse treten müsse.

Kurier Seite 8

Sanierung der Poststraße abgeschlossen

M

it der offiziellen Übergabe der neu gestalteten Poststraße ist im Mai ein zweiter Schritt zur Aufwertung der Kippenheimer Dorfmitte geschafft worden. Anlieger und Geschäftsleute konnten aufatmen, sie brauchten viel Geduld bis zur Fertigstellung, denn die hat sich um etwa zwei Monate verzögert. Aber gut Ding will Weile haben, wie Bürgermeister Matthias Gutbrod bei der Übergabe sagte. Mit dem Resultat jedenfalls zeigte er sich sehr zufrieden. Im Verbund mit der Umgestaltung der Brachfläche in der Querstraße zu »Parkplätzen mit Dorfplatzcharakter« im Jahr 2016 erfuhr die Poststraße nicht nur eine Aufwertung des Verkehrsraums, sondern auch eine optische Aufwertung. Die wichtigsten Veränderungen waren der Rückbau des alten Bachlaufs sowie die Schaffung von zusätzlichen Längsparkplätzen. Zusammen mit denen in der Querstraße sind es jetzt in der Dorfmitte 47 Parkmöglichkeiten, das ist mehr als eine Verdopplung gegenüber den 22 Parkplätzen vor dem Umbau.

Große Freude herrschte bei Verwaltung, Gemeinderat und vor allem auch bei den Anliegern: Im Mai wurde die sanierte Poststraße offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Foto: Decoux-Kone Der Einbau von Sitzgelegenheiten, Spielgeräten und eines Fahrradständers rundeten das Bild ab. Dazu kam die Einrich-

tung einer barrierefreien Bushaltestelle – ab dem Jahr 2020 gesetzliche Vorgabe –, die Neugestaltung des Vorplatzes der

ehemaligen Synagoge durch die Bauhofmitarbeiter sowie der Einbau von LED-Straßenleuchten im gesamten Geh-

wegbereich. All das, da sind sich Verwaltung und Gemeinderat sicher – wertete die Poststraße auf.

Zwei SPD-Ortsvereine werden einer B eschlossen war die Fusion der Ortsvereine von Kippenheim und Mahlberg schon seit April, im Oktober wurde sie formal vollzogen und der SPD-Ortsverein Kippenheim/ Mahlberg hatte im Siedlerheim Hanfröze seine konstituierende Mitgliederversammlung. Komplett einstimmig ging es bei den Wahlen der Parteiführung zu. Wie intern schon vorgeklärt, übernahm Heinz Siefert (Kippenheim) den Ortsvereinsvorsitz, Peter Textor (Mahlberg) wurde sein Stellvertreter. Die Kasse führt Torsten Steiner, Maria Frey übernimmt den Schriftführerposten. Auch die Beisitzerposten wurden örtlich paritätisch besetzt mit Jonas Storz und Helmut Littmann aus Kippenheim sowie Helmut Bakenhus und

Inhaber Jörg Lusch mit dem Gründerbrier 1843, das extra zum Jubiläum gebraut wurde. Foto: Göpfert

Schloßbrauerei Stöckle feiert 175-Jähriges P

rost auf 175 Jahre Firmengeschichte: Die Schloßbrauerei Stöckle feierte 2018 ihr 175-jähriges Bestehen – und das gleich zwei Mal. Im April mit Lieferanten, Geschäftspartnern und Würdenträgern . Im Juni mit einem zweitägigen Brauereifest mit Musik, einem Tag der offenen Tür und vielem mehr. Bier floss bei der ältesten aktiven Brauerei im Ortenaukreis an beiden Feiern reichlich – hatte Inhaber Jörg Lusch doch extra zum Jubiläum das Gründerbier 1843 gebraut. Nach alter Handwerkskunst kaltgehopft mit dem Hopfen aus dem eigenen Garten am Schloss Schmieheim ist das Traditionsbier eine Erinnerung an den Gründer Johann-Georg Stöckle – und ergänzt nun dauerhaft das Portfolio der bisherigen Sorten. Jörg Lusch hat den Familienbetrieb 1999 in siebter Generation aus der Hand seiner Eltern Horst und Trudel Lusch übernommen. Ausgestattet

mit der Braugerechtigkeit, hatte Jörg Luschs Ur-Ur-Ur-Urgroßvater Johann Georg Stöckle die Brauerei am 21. April 1843 gegründet. Die Anfänge waren bescheiden, in den ersten 20 Jahren nutzte der Gründer den Keller im Schloss als Lager, ehe 1863 der erste Gewölbekeller gegraben wurde. Erst 64 Jahre nach der Eröffnung wurde 1907 unter dem bestehenden Brauereigebäude ein zwölf Meter tiefer Keller gebaut. 2014 ließ Lusch einen ebenerdigen Gärkeller errichten, der 2017 erweitert wurde. Die Brauereigeschichte ist auch eine Geschichte von mutigen und entschlossenen Frauen, wie Lusch betont: So war es etwa seiner Großmutter, der Stöckle-Marie, und ihren beiden Töchtern Ilse und Trudel – der Mutter Luschs – zu verdanken, dass die Brauerei nach dem Zweiten Weltkrieg im Jahr 1948 wieder eröffnet werden konnte.

Freuten sich über den gelungenen Zusammenschluss (von links): Torsten Steiner, Johannes Fechner, Peter Textor, Maria Frey, Heinz Siefert, Karl-Rainer Kopf und Mahlbergs Bürgermeister Dietmar Benz. Foto: Decoux-Kone Karin Gehrke aus Mahlberg. Zu Kreisdelegierten wurden Jonas Stolz und Helmut Bakenhus, ihre Stellvertreter sind Helmut Littmann und Peter Textor.

Siefert erklärte nach der Wahl: »Wir wollen heute auch die Entwicklung und Stärkung einer sozialen Demokratie feiern!« Weiterhin werde man nach Kräften an der Entwick-

lung des Gemeinwesens mitwirken – natürlich auch in der Kommunalpolitik, wenngleich die aktuellen Prognosen für die Bundespartei nicht gerade fröhlich stimmten.

Schmieheim bekommt Mitfahrerbank I n Schmieheim und Kippenheim gibt es seit Juni Mitfahrbänke. Der Bauhof hat eine hölzerne Bank am Ortseingang Schmieheims bei der ehemaligen Tankstelle aufgestellt. Daneben befindet sich ein Stahlschild mit der Aufschrift »nach Kippenheim«. Das Prinzip da-

hinter: Auf der gut sichtbaren Sitzbank sollen die Autofahrer die Wartenden entdecken und einsteigen lassen, um sie dann nach Kippenheim mitzunehmen. Selbstredend braucht es am Zielort eine »Gegenbank«, um anschließend wieder nach Hause zu kommen. Sie steht in

Kippenheim beim Jugendzentrum in der Poststraße. Warum es einer solchen Eigenaktion, für die die Gemeinde 2000 Euro in den Haushalt eingestellt hatte, bedurfte, zeigt ein Blick auf den Busfahrplan: In der Regel wird Schmieheim nur alle vier Stunden angefahren. »Ein Nah-

Bürgerhaus am Ortseingang E s war eine Entscheidung historischen Ausmasses für Kippenheim: Nach Jahrzehnten der Gedankenspiele fiel im April die Entscheidung für den Standort des neuen Bürgerhauses – am nördlichen Ortseingang direkt an der B 3. Bei der Entscheidung durften auch die Bürger im Vorfeld mitreden – und taten es. Judith Nägeli hatte im Vorfeld sechs Bürgerinformationsveranstaltungen moderiert – vom sogenannten Kick-off-Termin bis zur Ortsbegehung. Nach der Entscheidung für den Standort ging der Gemeinderat im Juli den nächsten Schritt und stellte unter Beteiligung des Büro Mathis und Jägle einen Bebauungsplan auf. Für den Entwurf von Gebäude und

Auf dieser Fläche am Ortseingang Nord soll das Bürgerhaus gebaut werden. Foto: Bender Freiflächen wird ein EU-weiter Architektenwettbewerb erfolgen. Aus dem Siegerentwurf werden dann die weiteren Rahmendaten im Bebauungsplan festgesetzt. Grundlage für den

Wettbewerb ist ein Aufgabenund Anforderungskatalog für Gebäude und Freifläche. Er wurde wie schon die Standortfrage in einem breiten Bürgerbeteiligungsverfahren ermittelt.

verkehrskonzept mit einer 30Minuten-Taktung würde die Bank überflüssig machen, doch dieser Wunsch wird wohl Traumtänzerei bleiben«, konstatierte Schmieheims Ortsvorsteher Michael Hartmann bei der Einführung der Mitfahrerbank. u Seite 7

Siedler feiern ihr 75-Jähriges Die Siedlergemeinschaft Kippenheim hat im November an zwei Tagen ihr 75-Jähriges gefeiert. Ihr Aufgabenfeld hat sich seit ihrer Entstehung 1943 gewandelt. Stand zunächst die Schaffung von Wohneigentum im Vordergrund, geht es heute unter dem Fokus Haus, Garten und Nachbarschaft mehr um den Schutz und Erhalt von Wohneigentum und Grundstück. Großes Interesse fanden bei den Feierlichkeiten die Ausstellung »Kippenheim früher und heute« sowie die Bilder mit Impressionen aus dem Vereinsleben. Zudem ließ sich auf einer Schautafel die Chronik einer wechselvollen Geschichte der Siedlergemeinschaft bis hin zu einem sozial integrativen Netzwerk nachvollziehen.


Samstag, 5. Januar 2019

JAHRESRÜCKBLICK 2018 MAHLBERG

Kurier Seite 9

Mahlberg feiert 800 Jahre Geschichte D

ie Bilanz der 800-Jahr-Feier konnte sich sehen lassen: 10 000 bis 15 000 Besucher feierten über zwei Tage im Juli den 800. Geburtstag des altehrwürdigen Mahlberg, schätzt Stadtoberhaupt Dietmar Benz. Zudem seien mehr als 600 Helfer im Einsatz gewesen. »Es war eine tolle Gemeinschaftsleistung«, fasste Benz das Wochenende zusammen. »Da sieht man, zu was man gemeinsam imstande ist«, zeigte sich das Stadtoberhaupt im Nachgang beeindruckt, zumal einer alleine diesen Kraftakt nicht stemmen hätte können. Die Vereine hätten sich hereingehängt, die Fachgruppe habe »Großartiges geleistet« und die Ehrenamtlichen seien mit viel Engagement dabei gewesen. Selbst alte Mahlberger seien begeistert von dem Fest gewesen. Das große Fest habe eine »Welle in Gang gesetzt«, sodass die Helfer mit »Feuereifer dabei waren«. Benz’ persönlicher Höhepunkt war der Einzug des Stauferkönigs Friedrich II.: »Das war ein farbenprächtiges Spektakel, bei dem man sich richtig in die Vergangenheit zurückversetzt gefühlt hat.« Dieser und seine Frau waren samt farbenprächtigem Hof-Gefolge vom »Deutschen Ritterconvent« aus dem hessischen Löhnberg ins Leben zurückgerufen worden.

Große Ehre für Horst Baum und Klaus Weiswurm: Sie sind im April als 14. und 15. Mahlberger mit der Bürgermedaille der Stadt ausgezeichnet worden. Der 78-jährige Horst Baum ist seit Jahrzehnten im Gemeindewesen engagiert. 1949 trat der leidenschaftliche Turner in den TuS ein, dem er später acht Jahre als stellvertretender Vorsitzender diente. Zudem ist er Gründungsmitglied des Tennisvereins und des Fördervereins des Tabakmuseums. Seit 27 Jahren versieht er den Sonntagsdienst im Museum. Der 77jährige Klaus Weiswurm hingegen war von 1975 bis 2009 für die CDU im Gemeinderat. 25 Jahre lang war er Bürgermeister-Stellvertreter. Engagiert war Weiswurm auch beim CDU-Ortsverband, dem er von 1987 bis 2005 vorstand. Außerdem war auch er bei der Gründung des Fördervereins für das Tabakmuseum dabei. Überdies war er viele Jahre lang Vorsitzender des Tennisclubs.

Ehret feiert und baut Vor ihm musste bei der 800-Jahr-Feier im Juli sogar Mahlbergs Bürgermeister Dietmar Benz niederknien: König Friedrich II. war zur Urkundenunterzeichnung in Mahlberg eingetroffen. Fotos: Decoux-Kone Auch die Bilder vom ökumenischen Gottesdienst am Sonntag in der katholischen Kirche

10 000 bis 15 000 Besucher feierten im Juli die Ersterwähnung der Stadt Mahlberg.

werden dem Bürgermeister wohl noch lange in Erinnerung bleiben: Weil der König nicht anwesend sein konnte, schickte er seine Königin, die mit herrschaftlichem Pomp samt Gefolge in die Kirche einzog. Angetan zeigte Benz sich auch von der »würdevoll gestalteten Messe«. Danach zogen die Besucher weiter aufs Schloss. »Das Wetter hat uns voll in die Karten gespielt«, bilanzierte Benz. »Wir sind verschont geblieben von großen Regengüssen und Unwettern.« Das Wetter bot zudem die perfekten Rahmenbedingungen für die zahlreichen Stand- und Laubenbetreiber: Bei ihnen klingelten

83 Prozent für Dietmar Benz D

ie Bürgermeisterwahl hat Dietmar Benz am 23. September souverän gewonnen, trotzdem gab’s für ihn auch eine leichte Enttäuschung: Eine Wahlbeteiligung von 27,99 Prozent und 122 Stimmen für Konkurrentin Fridi Miller waren nicht das, was er sich gewünscht hatte. Die Sindelfinger Dauerkandidatin hatte ihre Bewerbung für das Bürgermeisteramt in Mahlberg zwar zurückgezogen – allerdings erst eine Woche vor der Wahl und somit zu spät. Sie stand noch als Kandidatin auf

Stadt bedankt sich mit Medaille

dem bereits gedruckten Stimmzettel. Wer mochte, konnte also sein Kreuz bei der Sindelfingerin machen – 11,3 Prozent der insgesamt 1119 Wähler machten von dieser Möglichkeit Gebrauch. Dagegen erhielt Benz 82,69 Prozent der Stimmen, für den Amtsinhaber votierten 893 Bürger. Die Wahlbeteiligung sei enttäuschend, stellte Benz nach der Wahl fest. »Ich hatte mir eine Wahlbeteiligung von 30 Prozent gewünscht. Es ist weniger geworden, damit muss ich

Orschweiers Ortsvorsteher Bernd Dosch gratulierte Dietmar Benz (rechts) zu seiner Wiederwahl als Bürgermeister mit zwei Flaschen Sekt, deren Etiketten die Wappen von Mahlberg und Orschweier zeigten. Foto: Schabel

leben«, konstatierte der Amtsinhaber nüchtern und verwies auf den Trend, dass Bürgermeisterwahlen in Baden-Württemberg generell keine Massenveranstaltungen sind. »Bei einer Wahl im Schwäbischen lag die Beteiligung nur bei 17 Prozent«, nannte er dafür ein extremes Beispiel. Mit dem Ergebnis seiner Konkurrentin Fridi Miller konnte er leben: »Ich hatte es sogar für möglich gehalten, dass sie bis zu 15 Prozent erhält«, so der Rathauschef. Die Arbeit eines Bürgermeisters bringe es mit sich, dass man sich bei einzelnen Bürgern unbeliebt mache. Am Wahlabend überwog bei ihm dann aber doch die Freude. Er dankte seinen Wählern, den Wahlhelfern, vor allem auch seiner Frau Silvia und seiner gesamten Familie. Er sei mit Leidenschaft Bürgermeister, »ich stehe jeden Morgen gerne auf und habe Spaß an meiner Arbeit«. Danach schüttelte er viele Hände, nach den Rathauschefs der Nachbarkommunen, den Alt-Bürgermeistern Willi Mathis (Kippenheim) und Ernst Schilling (Herbolzheim) reihten sich zahlreiche Bürger in die Schar der Gratulanten ein. Die Stadtkapelle spielte den Bürgermeistermarsch, Benz spendierte einen Umtrunk, während vor dem Rathaus Feuerwehrleute Schwerstarbeit verrichtete: das Aufstellen der Bürgermeistertanne fand wegen des strömenden Regens unter erschwerten Bedingungen statt.

die Kassen. Von »weit mehr Umsatz, als bei einem normalen Stadtfest« spricht Benz. »Wir können mehr als zufrieden sein«, sagte der Bürgermeister auch im Hinblick auf den friedlichen Verlauf der Veranstaltung: Der eigens engagierte Security-Dienst und die Polizei haben nicht eingreifen müssen, zu Schlägereien oder Vandalismus war es während des Fests nicht gekommen. Im Einsatz waren auch die Mitarbeiter der Stadtverwaltung gewesen: »Sie haben alles koordiniert und geschaut, dass ein Rädchen ins andere greift«, erklärt Benz. Weiter mit dem Feiern ging es dann im November mit

einem Festbankett zur urkundlich erstmals belegten Existenz. Im Zentrum des Abends standen ein Festvortrag von Kreisarchivar Cornelius Gorka und ein blendend angenommenes historisches Theaterstück. Eberhard Busch, Leiter von Auerbachs Kellertheater in Staufen, hatte das Stück »s’Mohlburger Brunnekind wandelt durch die Zeit» nicht nur selbst geschrieben, sondern auch inszeniert – samt Bühnenbild inklusive Mahlberger Burgsilhouette. Das Besondere: 33 Laienschauspieler plus Kinder aus Mahlberg und Orschweier ließen die Geschichte epochenweise auferstehen.

Polizei jagt Feuerteufel D

ie bereits im vergangenen Jahr begonnene Serie von angezündeten Autos ist auch im Jahr 2018 weitergegangen: Von September 2017 bis April 2018 notierte die eigens eingerichtete Ermittlungsgruppe »Mahlberg« 32 Fälle. Danach war Ruhe, bis die Serie Ende September erneut aufflammte

und weitere Brände dazukamen. Wobei die Polizei »nach jetzigem Ermittlungsstand von zwei Brandserien ausgeht«, wie Polizei-Pressesprecher Yannik Hilger gegenüber unserer Zeitung erklärte. Grund dafür sei die lange Pause von fünf Monaten dazwischen.

Ehret, Hersteller von Fensterläden, hat im September sein 50jähriges Bestehen gefeiert. Zuvor gab es im August jedoch den Spatenstich für die neue Halle. In ihr soll eine hochmoderne Pulverbeschichtungsanlage Platz finden. Einen zweistelligen Millionenbetrag investierte das Unternehmen mit dem Neubau in die Erweiterung seiner Produktionskapazitäten am Standort Mahlberg. Die Inbetriebnahme der 4000 Quadratmeter großen Halle ist für das zweite Quartal 2019 geplant.

Förderschule feiert Jubiläum Die Hansjakob-Förderschule in Orschweier hat am 23. Juni ihr 50-jähriges Bestehen gefeiert. Beim Festakt gab es einen Rückblick und reichlich Spaß für die Kinder. Dazu ließen sich neben Lehrern, Eltern und Schülern auch viele Bürger und prominente Gäste blicken, um sich mitzufreuen. Unter den Gratulanten war auch Mahlbergs Bürgermeister Dietmar Benz. Seine Stadt ist, nachdem es 1973 Orschweier per Gemeindereform geschluckt hatte, bis heute Schulträger im interkommunalen Verbund mit Ettenheim, Kappel-Grafenhausen, Rust und Ringsheim.

Rad-Profis rasen durch Mahlbergs Innenstadt Die Mahlberger Innenstadt war 2018 Austragungsort eines besonderen Radsportereignisses: Unter den Augen hunderter Zuschauer kämpften am 7. September bei »After Work meets Rennsport« Radsportprofis um den Sieg. Organisiert wurde der Wettkampf von dem »Racing Students«. Teilnehmer und Zuschauer erwartete in Mahlberg ein sportlich höchst anspruchsvolle Rennen auf einem 1,2 Kilometer langen Rundkurs

mit kräfteraubenden Steigungen und steilen Abfahrten. Das Damen-Rennen gewann Jaqueline Dietrich vom RSG Offenburg-Fessenbach, bei den Senioren (ab 40 Jahren) holte sich Erik Danner vom rheinland-pfälzischen Rad-Team Danner den Sieg. Das spektakuläre Hauptrennen (50 Runden) der Bundesliga-Punktesammler entschied Marcel Fischer von den Racing Students für sich. Foto: Decoux-Kone


Samstag, 5. Januar 2019

JAHRESRÜCKBLICK 2018 KAPPEL-GRAFENHAUSEN

Kurier Seite 10

Innovationspreis für Wilde Weiden Für die Leistungen zur Erhaltung und Entwicklung der Kulturlandschaft ist das Projekt »Wilde Weiden Taubergießen« beim Landschaftspflegetag im Juni in Thüringen ausgezeichnet worden. Jochen Paleit nahm die Auszeichnung stellvertretend für alle Projektpartner entgegen. Zumal der Bürgermeister von Kappel-Grafenhausen sowohl als Ideengeber als auch als Motor des 2014 begonnenen Projekts gilt. In der Laudatio erläuterte Regina Ostermann vom Landschaftserhaltungsverband Ortenaukreis (LEV), dass die ganzjährige Beweidung nur durch die »gute Kooperation vieler Partner angesichts finanzieller, bürokratischer und gesetzlicher Hürden auf rund 100 Hektar Rheinauelandschaft möglich wurde«. Heute würden sich mächtige Salersrinder und Konikpferde durch die weitläufigen Auewiesen und den Auewald fressen. Die großen Tiere »haben für Veränderungen in diesem Teil des Naturschutzgebiets gesorgt«. Ziel der Projektpartner ist es, die natürlichen Prozesse, die von den Tieren angestoßen werden, so wenig wie möglich zu regulieren. Denn auf diese Weise »entstehen zusätzliche ökologische Nischen für Vögel, Amphibien und Insekten, wobei die bestehenden nicht verschwinden«.

Abschied von Dietrich Jörger Trauer in Kappel-Grafenhausen: Dietrich Jörger ist am 1. März 2018 an den Folgen einer Lungenembolie gestorben. Der 65Jährige stand nicht nur wegen seiner Straußwirtschaft und seines Hofladens in der Öffentlichkeit, er hatte auch viele ehrenamtliche Posten inne. Vor allem für die Belange von Winzern und Landwirten in der Region setzte sich Jörger zeitlebens ein.

Dietrich Jörger

Foto: privat

Das symbolische Band ist durchschnitten, die Grafenhausener Ortsdurchfahrt fertig.

Foto: Decoux-Kone

Grafenhausener Hauptstraße wird fertig

E

ine »ewige Geschichte seit 2004« hat ihr Ende gefunden: Bürgermeister Jochen Paleit strahlte mit der Frühlingssonne um die Wette, als am 19. April 2018 die fertig sanierte und umgestaltete Grafenhausener Hauptstraße offiziell eingeweiht wurde. Dreieinhalb Jahre hatten die Anlieger unter Großbaustellen zu leiden gehabt, doch mit dem Ergebnis des fünf Millionen Euro schweren Projekts waren dann alle zufrieden. Noch vor 30 Jahren waren Bürgersteige nach alter Manier gebaut worden, an einer zuvor breit angelegten »Durchfahrtschneise«, nicht zuletzt auch Richtung

Europa-Park. Das korrigierte der Gemeinderat nach langen Vorberatungen vor vier Jahren mit einem Grundsatzbeschluss und ersten Bauaufträgen zur, so Paleit, »bei weitem größten Infrastrukturmaßnahme der Gemeinde«. Viele der investierten Millionen stecken unter der neuen Straße. Dort wurden gleich Kanalisation und Wasserleitungen samt Hausanschlüssen miterneuert und Leerrohre gelegt. Manch Hausbesitzer nahm es zum Anlass, seine Fassaden zu sanieren. Paleit: »Der Ort ist wieder attraktiv geworden, nun dürfte auch mancher bisheriger Leerstand an der Hauptstraße

SC feiert 90-Jähriges M

usik, Tanz, Ehrungen und natürlich ganz viel Fußball: Der SC Kappel hat auf seinem Sportgelände im Juni drei Tage lang sein 90-jähriges Bestehen gefeiert. Den Auftakt machten am Freitagabend ehemalige Spielerinnen des Sportclubs, die gegeneinander antraten. Im Anschluss versammelten sich frühere Spieler der Herren auf dem Sportplatz, um sich mit vielen bekannten Fußballgrößen der Region zu messen. Dann war es erst einmal genug des Fußballs: Es folgte eine große Beach-Party. Auf dem Sportplatz wurde Sand aufgeschüttet, stylische Sitzgelegenheiten machten den »Strand« zum Party-Gelände. Am Samstag stand der festliche Höhepunkt des Geburts-

tags an, die Italienische Nacht. Zwischen den kulinarischen Höhepunkten leitete der SCVorsitzende Oliver Reichelt durch das Programm des Abends – bei dem zahlreiche Mitglieder geehrt wurden. 50 Mitglieder wurden für ihre 40jährige Treue zum Verein ausgezeichnet, 26 Mitglieder sind seit 25 Jahren dabei. Eine besondere Auszeichnung wurde Walter Waschka, Werner Hilss, Walter Benz, Wilfried Nufer, Hans-Peter Urban, Andreas Piloti und Max Sattler zuteil, die aufgrund ihrer unermüdlichen Dienste für den SC zu Ehrenmitgliedern ernannt wurden. Am letzten Tag der Feier wurde es wieder sportlich: Bei einem Hobbyturnier traten neun Mannschaften gegeneinander an.

behoben werden können.« Laut Ingenieur Ralph Liebold betrug die reine Bauzeit genau 755 Tage. Im Schnitt hat man so 2,20 Meter täglich geschafft. Pro Kopf wurden umgerechnet rund 940 Euro ausgegeben. Knapp 1,7 Kilometer lang ist die Durchfahrtstraße im Ortsbereich. Nun ist sie mit gut 11 000 Quadratmetern Asphalt versehen, dazu gut 10 000 Quadratmeter Betonpflaster. Die neue Wasser-Hauptleitung ist samt Seitenstraßen knapp zwei Kilometer lang, plus weiterer 1,6 Kilometer für die Hausanschlüsse. Es wurden 215 Anschlüsse zum Abwasser-

kanal erneuert. Vorsorglich verlegte Leerrohre sind sogar gut 6,6 Kilometer lang.

Streit um Parkverbot nach der Fertigstellung Doch kaum war die neue Ortsdurchfahrt fertig, gab es ihretwegen auch schon Streit: Das Offenburger Polizeipräsidium und die Ortenauer Straßenverkehrsbehörde hatten empfohlen, eine Halteverbotsszene in der neuen Hauptstraße einzurichten, bei den Bürgern kam diese Idee nicht gut an. Bei der Gemeinderatssitzung, in der über das Haltver-

bot diskutiert wurde, hatten sich mehr als 30 Zuhörer eingefunden, die zum Teil sehr heftig und emotional auf die Empfehlung reagierten. Sie kritisierten, dass bei einem Halteverbot Probleme auftauchen würden, etwa für Serviceleister, Postlieferanten, Handwerker oder bei Verwandtenbesuch. Angesichts so viel – auch lautstark geäußertem – Unmuts, der eine sachgerechte Diskussion für die Ratsmitglieder unmöglich machte, wurde die Entscheidung mit zwei Gegen- und einer Neinstimme vertagt – bis zum heutigen Tage.

Medaillen für zwei Retter G

leich nach dem Fassanstich zum diesjährigen Kappeler Dorffest hatte Bürgermeister Jochen Paleit eine sehr angenehme Pflicht zu erledigen. Im Namen des badenwürttembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann verlieh er unter heftigem Applaus zwei LandesRettungsmedaillen samt dazugehörigen Urkunden. Für Gunther Mau (Kappel-Grafenhausen) und Conny Lindner (Rust) legte Paleit auch noch eine Gratulationsurkunde der Doppelgemeinde dazu, mit Dank und Anerkennung für die »Rettung zweier Kinder aus Lebensgefahr unter Einsatz des eigenen Lebens.« Beide hatten am 10. Juli 2017 beim Brand des Wohnhauses in der Kappeler Rhein-

Der dreijährigen Sam Miles Rube und seine Schwester Loona Naomi Ballin überreichten ihren Lebensrettern selbst ein Blumenstrauß. Foto: Decoux-Kone straße nicht gezögert, um mithilfe einer Leiter den dreijährigen Sam Miles Rube und dann

dessen 13-jährige Schwester Loona Naomi Ballin aus dem brennenden Haus zu retten.

Mehr Tempo auf der Datenautobahn A

nfang des Jahres 2018 versprach die Telekom, dem Internet in der Region Beine zu machen und bis zum Frühjahr 2019 für schnelles Internet zu sorgen. Dieses Versprechen wurde gehalten – und sogar noch mehr als das. Im Oktober 2018 wurden die Verteilerkästen hochgefahren, das schnelle Internet nicht nur in KappelGrafenhausen, sondern im ganzen 07822-Bereich Stück für Stück verfügbar. Mancherorts wurde es sogar noch schneller als geplant: Statt den versprochenen 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s) kann nun mit bis zu 250 MBit/s gesurft werden, unter anderem in KappelGrafenhausen sowie in (Orts-)Teilen von Ettenheim und Ringsheim, weitere Gebiete sollen folgen. Das Unternehmen musste von ihrer großen Vermittlungsstelle in Ettenheim beziehungsweise der kleinen zwi-

Da kommt das schnelle Internet her: Telekom-Regio-Manager Christopher Beußel (von links), Kappel-Grafenhausens Bürgermeister Jochen Paleit, Thorsten Luick von der Gemeindeverwaltung und Telekom-Techniker Siegfried Böcherer im Oktober 2018 vor einem von acht modernen Verteilerkästen in der Doppelgemeinde Archivfoto: Masson

schen Grafenhausen und Kappel Glasfaser an die Verteilerkästen in den einzelnen Orten ziehen. Für Ettenheim waren

es 13,7 Kilometer Glasfaser, für Orschweier 6,3, für Ringsheim 4,5 und für Kappel-Grafenhausen und Rust zusam-

men nochmals knapp 13. Macht zusammengerechnet 37,5 Kilometer. Nach Angaben der Telekom kostet sie jeder verlegte Kilometer Glasfaser 80 000 Euro. Insgesamt hat sie sich ihre Ausbau-Offensive also drei Millionen Euro kosten lassen. Unterversorgt in Sachen Breitband-Internet sind derzeit noch die Ringsheimer Wohnund Gewerbegebiete westlich der Bahnlinie sowie das interkommunale Industriegebiet DYN A5 von Ettenheim und Mahlberg, aber auch dazu laufen die Gespräche. Ein weiterer Spezialfall ist Ettenheimmünster: Aber im ersten Quartal 2019 sollen auch die knapp 160 Haushalte im östlichen Teil Ettenheimmünsters, die an den Verteilerkästen der Telekom hängen, mit Highspeed surfen, versprach Telekom-Regio-Manager Christopher Beußel.

300 Jahre alte Urkunde gekauft Dieses Jahr jährt sich die urkundliche Ersterwähnung Kappels zum 800. Mal. Passend dazu hat die Gemeinde Kappel-Grafenhausen im Juni 2018 eine 300 Jahre alte Originalurkunde gekauft. Sie stammt aus dem Besitz einer älteren Dame im Schwäbischen, die als junges Mädchen im Jahr 1952 mehrere Originalurkunden aus dem Zeitraum von 1671 bis etwa 1800 im Nachlass ihres Urgroßvaters gefunden hatte. Bei der Übergabe waren dabei (von links): Walter Batt, Claudia Santo, Bernd Schellenberg und Rudi Rest Foto: Arbeitskreis


Samstag, 5. Januar 2019

JAHRESRÜCKBLICK 2018 RUST / RINGSHEIM

Aufregendes Jahr für den Europa-Park D

er Bau des Wasserparks Rulantica, die Neueröffnung des französischen Themenbereichs, der Wirbel um das Seilbahn-Projekt und nicht zu vergessen der Brand im Mai: Der Europa-Park hatte 2018 »einiges auf dem Teller«, wie Geschäftsführer Michael Mack erklärte. n Brand: Die Spaßfabrik verwandelte sich in ein Flammenmeer, die schwarze Rauchwolke war kilometerweit zu sehen: Am Samstag, 26. Mai, wütete ein Feuer im Europa-Park. Mehr als 500 Helfer von Feuerwehr, THW und Polizei aus dem ganzen Südwesten waren im Einsatz, um den Brand zu bekämpfen und die Besucher in Sicherheit zu bringen. Das Unterfangen gelang, gegen 22 Uhr vermeldete die Polizei: Feuer unter Kontrolle – und keiner der 25 000 Besucher verletzt. Sieben Feuerwehrmänner trugen Rauchgasvergiftungen davon, konnten das Krankenhaus aber schnell wieder verlassen. Michael Mack hatte weniger gute Nachrichten: »Wir haben

Piraten von Batavia und Norwegen komplett verloren!«, schrieb der Geschäftsführer noch am Brandtag auf Twitter. Laut der zuständigen Staatsanwaltschaft ist das Feuer wahrscheinlich im Bereich von Feuerröhren des Fahrgeschäfts »Fjord-Rafting« ausgebrochen. Das Feuer hatte sich von der Lagerhalle in Windeseile ausgebreitet, Teile des skandinavischen und holländischen Themenbereichs in Schutt und Asche gelegt. Die genaue Schadenshöhe bleibt ungewiss. Eine zunächst genannte Summe »im höheren zweistelligen Millionenbereich« wollte die Staatsanwaltschaft später nicht mehr bestätigen. Schon zum Saisonstart 2019 soll das skandinavische Dorf wieder zu bewundern sein – mit nahezu identischem Erscheinungsbild. Auch die »Piraten von Batavia« sollen bereits 2020 wieder in Seestechen. n Rulantica: Der Wasserpark hat 2018 große Fortschritte gemacht: Im Juli feierte der Europa-Park dort das Richtfest des neuen Europa-Park-Hotel Kro-

nasar, im August wurde der erste Holzbinder für die Badehalle gesetzt, am 11. Dezember folgte das Richtfest von Rulantica. n Neueröffnung des französischen Themenbereichs: Bereits 2017 wurde bekannt, dass »Frankreich« komplett umgebaut werden soll – im September 2018 war die Einweihung mit einer innen komplett neu gestalteten Euro-Sat. Auch außen gab es Veränderungen: Die Fassade des neuen »Eurosat – Can Can Coaster« ziert ein originalgetreuer Nachbau des Pariser Varieté-Theaters »Moulin Rouge«. n Projekt S: Als Michael Mack am 6. November seine Idee, eine Seilbahn ins Elsass zu bauen, öffentlich machte, erntete er zwar Lob von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, aber auch viel Kritik. Naturschützer, die um die Flora und Fauna im Taubergießen fürchteten, gingen auf die Barrikaden. Die Folge: Einen Monat nach Bekanntwerden erklärte Mack, seine »Vision« für fünf Jahre auf Eis legen zu wollen.

Kurier Seite 11

Gorecky wird Ehrenbürger Alt-Bürgermeister Günter Gorecky ist beim Neujahrsempfang am 10. Januar 2018 zum Ruster Ehrenbürger ernannt worden. Er war von 1990 bis 2014 Rathauschef der Gemeinde. In dieser Zeit hat er laut seinem Nachfolger Kai-Achin Klare »mit Hingabe« viel für den Ort geleistet. Für ihren Dienst am Allgemeinwohl wurden beim Neujahrsempfang zudem Marianne und Mauritia Mack mit der Ruster Bürgermedaille ausgezeichnet.

25-jährige Partnerschaft Seit 25 Jahren bestand 2018 die Gemeindepartnerschaft zwischen Ringsheim und Albigny-sur-Saône bei Lyon. Die französische Partnergemeinde hatte aus diesem Anlass im April die Ringsheimer zur zweitägigen Jubiläumsfeier eingeladen. Mit Bürgermeister Pascal Weber machten sich rund 70 Bürger, darunter auch die Musikapelle, in zwei Bussen auf den Weg Richtung Süden. Die Fahrt wurde vom Ringsheimer Freundeskreis für Gemeindepartnerschaften organisiert.

Kulturkreis Rust feiert Jubiläum

Das Richtfest von »Rulantica« feierte die Familie Mack im Dezember. Ende 2019 soll die Wasser-Erlebniswelt öffnen und auf 450 000 Quadratmetern zu ganzjährigem Badespaß einladen. Foto: Thoma

Im Februar wurde die erste Schiene der neuen Achterbahn in die Eurosat gehoben und montiert. Foto: Europa-Park

Am 26. Mai brannte es im Europa-Park: Hinter der norwegischen Stabkirche qualmte es mächtig, Besucher bringen sich vor dem Brand in Sicherheit. Die Rauchwolke war kilometerweit zu sehen. Foto: Zimmermann

Der Kulturkreis Rust hat im April sein 25-Jähriges gefeiert – und zu einem Konzert eingeladen. Zum Jubiläum spielte die Musikgruppe »Vetterliswirtschaft«, die schon bei der Gründung aufgetreten ist. Rund 50 Zuhörer lauschten den vorgetragenen 26 Liedern aus vielen Epochen, Ländern und Genres.

Polizeiposten nimmt Betrieb auf D Chef von sieben Beamten im Dienstbezirk Rust/ Ringsheim: Martin Baumann Foto: Mutz

er Polizeiposten Rust hat im Mai im Dachgeschoss des Alten Rathauses den Betrieb aufgenommen. Leiter Martin Baumann nimmt mit sechs Beamten und einer Beamtin die Aufgaben im neuen Dienstbezirk Rust/Ringsheim wahr. Auf Basis umfassender Analysen der Entwicklungen im Tourismusgewerbe rund um

den Europa-Park habe er im November 2017 den Entschluss gefasst, einen neuen Polizeiposten beim Ministerium zu beantragen, erklärte Polizeipräsident Reinhard Renter. Einen Monat später kam dann die Zusage. Ein weitergehendes Ziel sei ein internationaler Polizeiposten mit deutsch-französischen Beamten.

Laut Bürgermeister KaiAchim Klare hat die touristische Entwicklung in Rust und der Raumschaft zum Handeln gezwungen. Die Entscheidung für den Ruster Posten helfe dreifach: als Anlaufstelle für den Bürger, später als örtliche Zusammenfassung der »Blaulichteinheiten« und als dauerhafte deutsch-französische Einrichtung.

Lassen die Quelle des dritten Tiefbrunnens sprudeln (von links): die Bürgermeister Kai-Achim Klare (Rust), Jochen Paleit (Kappel-Grafenhausen), Pascal Weber (Ringsheim), Bruno Metz (Ettenheim), Thomas Gedemer (Herbolzheim) und JürFoto: Mutz gen Louis (Rheinhausen).

Bürgerentscheid: Klares Ja zum Flüchtlingsheim N Tiefbrunnen fertig I

ach vielen Monaten mit teils heftigen Auseinandersetzungen zwischen der Gemeindeverwaltung und der Gegnergruppe, die ein neues Flüchtlingsheim in der Ruster Straße verhindern wollte, gab es beim Bürgerentscheid am 25. Februar Klarheit: Die Gemeinde Ringsheim könnte ein solches Heim für die Anschlussunterbringung von bis zu 50 Flüchtlingen bauen. Theoretisch. Denn sie hatte damals und hat auch aktuell gar keinen Bedarf für ein solches Heim. »Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Ich hoffe nun, dass die Gräben, die aufgerissen wurden, wieder schnell zugeschüttet werden können. Und zwar von allen Seiten«, erklärte Bürgermeister Pascal Weber damals nach Bekanntgabe des Ergebnisses. 1914 Ringsheimer waren zur Abstimmung aufgerufen. Tatsächlich waren 818 Bürger zur Urne gegangen oder hatten per Brief gewählt. Das entsprach einer Wahlbeteiligung von 42,7 Prozent. 558 Bürger oder 68,2 Prozent hatten sich

818 Stimmen hatten die Wahlhelfer im Ringsheimer Rathaus auszuzählen. Jeder vierte Bürger hatte über den Standort des Flüchtlingsheims abgestimmt. Mehr als zwei Drittel folgten der Sicht des Bürgermeisters und des Gemeinderats und votierten für den Neubau. Foto: Braun für den Bau eines Flüchtlingsheims ausgesprochen. 259 Bürger oder 31,6 Prozent hatten gegen das Projekt gestimmt. Lediglich eine Stimme war un-

gültig. Mit dieser Stimmenzahl von 818 war das Quorum von 20 Prozent deutlich erreicht und das Bürgerbegehren erfolgreich.

Im Vorfeld hatte Bürgermeister Weber auf Kooperation in dieser strittigen Thematik gesetzt. Sein Amtsvorgänger Heinrich Dixa hatte mit den Gegner noch kräftig Ärger gehabt und rechtliche Prüfungen angedroht bekommen. Sie hatten der Verwaltung formale Fehler vorgeworfen. Weber hatte gleich nach der Amtsübernahme im Dezember nach Alternativlösungen Ausschau gehalten. Die Gegnergruppe um Joachim Pfeffer war zwar beim Bürgerentscheid gescheitert, sah sich aber dennoch als Gewinner: »Die Flüchtlinge werden nun dezentral im Ort untergebracht, wie wir das immer befürwortet haben.« Das war tatsächlich der Fall: Der Gemeinde gelang es 2018, alle ihr zugeteilten 29 Flüchtlinge dezentral in Wohnungen unterzubringen. Die letzten sieben Geflüchteten waren im August nach Ringsheim gekommen: Die dreiköpfige Familie und die vier alleinstehenden Männer fanden ein Zuhause in einem Gebäude in der Neudorfstraße.

m September war es so weit: Der dritte Tiefbrunnen des Wasserversorgungsverbands Südliche Ortenau Ringsheim/ Ettenheim, 500 Meter südlich des »Colosseo«, war fertig – und soll, wenn alles klappt, im Frühjahr 2019 in Betrieb gehen. Der Verbandsvorsitzende, Bürgermeister Pascal Weber, und sein Stellvertreter, Bürger-

meister Bruno Metz, begrüßten im September viele Gäste am neuen Brunnenkopf, aus dem ab 2019 weitere 500 000 Kubikmeter Trinkwasser pro Jahr von sehr guter Qualität den Verbandsgemeinden Ringsheim und Ettenheim, sowie dem Nachbarverband Rust/Kappel-Grafenhausen zur Verfügung stehen sollen.

Abschied von Debacher K arl-Heinz Debacher sagte Servus: Am 20. Juli wurde der Ruster Schulleiter nach 16 Jahren in den Ruhestand verabschiedet . Mehr als 100 geladene Gäste, Weggefährten seines vielfältigen Schaffens in Schule, Politik und Gesellschaft, zollten dem Rektor der Gemeinschaftsschule Lob und Anerkennung.

Stolz sei er auf alle, die mit ihm zusammengearbeitet hätten, erklärte Debacher in seiner Abschiedsrede. So sei etwa zu Konrektor Christian Moser eine starke freundschaftliche Beziehung gewachsen. Moser wurde dann auch Debachers Nachfolger und im November als neuer Rektor in die Gemeinschaftsschule eingeführt.


AUS DER REGION

Samstag, 5. Januar 2019

Kurier Seite 12

Turnier der Handballer Kenzingen (red/sl). Der TB Kenzingen ist am morgigen Sonntag, 6. Januar, Ausrichter des 41. Handball-Dreikönigsturniers der Nachbarvereine TV Herbolzheim, TuS Oberhausen, TuS Ringsheim und TB Kenzingen. Los geht es in der Üsenberghalle um 9.30 Uhr mit dem Frauen- und AHTurnier, um 14 Uhr beginnt dann das Turnier der Männerteams, gegen 18.45 Uhr ist die Siegerehrung.

n Kenzingen n Die

Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Kenzingen ist am Samstag, 5. Januar, um 18 Uhr im Gerätehaus Kenzingen. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem Tätigkeitsberichte, Entlastungen und die Verleihung der Anerkennungsmedaille. n Der Liederkranz Nordweil/ Querbeat lädt auf Mittwoch, 23. Januar, 19.30 Uhr, zu seiner Hauptversammlung in das Gasthaus Linde ein. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem Neuwahlen.

n Bleichheim n Die

Hauptversammlung der Feuerwehrabteilung Bleichheim ist am Samstag, 12. Januar, um 20 Uhr im Gerätehaus der Einsatzabteilung Bleichtal in Bleichheim. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem Tätigkeitsberichte, der Kassenbericht, die Entlastung der Vorstandschaft und Ehrungen.

n Oberhausen n Der

Kirchenchor St. Ulrich lädt zur Hauptversammlung am Dienstag, 8. Januar, ein. Die Sitzung beginnt um 21 Uhr im Pfarrsaal Oberhausen (Kirchstraße 11).

Einen letzten Lauf im alten Jahr: Viele Sportler aus der Region nehmen das Angebot der Haselstaude Runners gerne an.

Fotos: Decoux-Kone

Sportlich Richtung Jahreswechsel

Silvesterlauf | 220 Teilnehmer gehen in Kippenheim an den Start / Gute Laune trotz Schmuddelwetters Rundum zufrieden hat sich Frank Woitt von den Kippenheimer Haselstaude Runners nach dem mittlerweile zehnten Silvesterlauf gezeigt. Die Resonanz war am Montagmittag trotz Nieselregens sehr gut. n

Von Irene Bär

Kippenheim. 220 Frauen, Männer, Kinder und Jugendliche fanden sich an der Mühlbachhalle ein, die Start und Ziel war. Wer es eher etwas gemütlich angehen lassen wollte, konnte den sechs Kilometer langen Rundkurs absolvieren, ausdrücklich nur für Läufer war die 9,4 KilometerStrecke ausgewiesen. Das

Startsignal gab keine Pistole, sondern – ganz stilecht – eine Feuerwerksrakete, natürlich in angemessenem Abstand von den Läufer gezündet. Führungsläufer geleiteten die Teilnehmer entlang der Kreisstraße nach Schmieheim zur Bushaltestelle, von wo es dann weiter durch die Reben ging. Vor dem Start hatte Woitt die Läufer noch an einige Sicherheitsregeln erinnert, etwa, dass sie nicht auf der Kreisstraße, sondern nur auf dem Weg daneben laufen sollten. Die meisten Teilnehmer hatten schon von sich aus auf ihre Sicherheit geachtet, sie waren in neonfarbener Sportkleidung unterwegs. Dementsprechend erschien die Menge an der Mühlbachhalle wie ein riesiger bunter

Gute Laune beim »Besenwagen« Farbtupfer. Die Stimmung war entspannt und gelöst, gemütlich und locker setzten sich die Läufer und Walker in Bewegung. So war’s die ganze Zeit über, schließlich ist der Kippenheimer Silvesterlauf

kein Wettkampf, bei dem man sich auspowert, um einen vorderen Platz zu ergattern, sondern sich zum Jahresende noch mal in der Gruppe sportlich zu betätigen. Genau diese Atmosphäre kam bei den Teilnehmern gut an, wie Woitt und alle Helfer nach dem Lauf zu ihrer Freude erfahren durften. Lob gab es auch für die gute Organisation. Die Strecke war zu bewältigen. Besondere Vorkommnisse gab es keine, niemand musste ärztlich versorgt werden. »Alles ist glatt gelaufen«, stellte Woitt zufrieden fest. Buchstäblich getrübt hat den diesjährigen Silvesterlauf nur das diesige Wetter und die dadurch nicht ganz so guten Aussichten ins Rheintal und gen Kaiserstuhl.

Gospelkonzert im Modehaus

Gut 100 Zuhörer genossen die Darbietungen der Rheinhausener »Gospelsingers« bei »Meierfashion« in Ettenheim.

Fotos: privat

Ettenheim (red/sl). Im Modehaus Meierfashion in Ettenheim ist ein Konzert der Rheinhausener »Gospelsingers« über die Bühne gegangen. Mehr als 100 Zuhörer genossen das knapp zweistündige Programm, bei dem der Chor stimmungsvolle Lieder darbot, die zur besinnlichen Zeit des Jahres passten. Das Publikum war begeistert, klatschte und sang die bekannten Gospels mit. Positiv kam auch die hervorragende Akustik im Modehaus an. Insgesamt war es ein schöner Konzertabend, für den das Modehaus einen ungewöhnlichen, aber nichtsdestotrotz passenden Rahmen darbot.

INFO

Von acht bis 81 Jahren Die Teilnehmer des Silvesterlaufs der Haselstaude Runners kamen aus Kippenheim und der weiteren Umgebung. Der jüngste Läufer war acht, die älteste Teilnehmerin 81 Jahre alt. Den Erwachsenen überreichte Weinkönigin Monja Zähringer im Ziel einen Piccolo, Kinder und Jugendliche erhielten einen Gutschein für ein Getränk und ein Stück Kuchen. Im Foyer der Mühlbachhalle fand sich der Großteil des Teilnehmerfelds anschließend zum gemütlichen Ausklang ein.

n Ettenheim n Der

Wochenmarkt auf dem Marienplatz findet im Januar nicht statt. n Eine »Vorlesestunde auf dem fliegenden Teppich« für Kinder von fünf bis acht Jahren gibt es am Donnerstag 10. Januar, von 15 bis 16.30 Uhr in der Stadtbücherei Ettenheim. Die Vorlesepatinnen lesen winterlichen Geschichten vor. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

UNTERRICHT Pianist und erfahrener Musikpädagoge erteilt privat Klavier- und Keyboardunterricht, auch bei Ihnen zu Hause. Wir spielen Ihre Lieblingsstücke aus Klassik, Romantik, Pop und Film vorab kostenfreie Probestunde. T 07644/4557

Spannende Derbys in der Mühlbachhalle

Hallenfußball | SV Kippenheim lädt zum Bernhard-Weber-Gedächtnisturnier ein Kippenheim (red/fx). Traditionell veranstaltet der SV Kippenheim am 5. und 6. Januar ein Hallenfußballturnier, das Bernhard-Weber-Gedächtnisturnier, in der Mühlbachhalle. In diesem Jahr gibt es eine Neuheit: ein A-Jugendturnier, das bereits am Freitag, 4. Januar, über die Bühne ging Am heutigen Samstag, 5. Januar, startet um 16 Uhr die bereits elfte Auflage des Turniers. Dabei ermitteln Teams aus Mahlberg, Heiligenzell, Rheinhausen, Schmieheim

und die einheimische A-Jugend in der Gruppe A sowie in Gruppe B Broggingen/ Tutschfelden, Mühlenbach, Dörlinbach/ Schweighausen und die Heimelf die Teilnehmer der Zwischenrunde am Tag darauf. Um 18 Uhr wird noch ein Einlagespiel der EJugendmannschaften aus Kippenheim und Nonnenweier angepfiffen. Am Sonntag, 6. Januar, findet das Turnier ab 12 Uhr mit der letzten Vorrundengruppe C seine Fortsetzung. Dabei kämpfen die Mannschaften

aus Herbolzheim, Nordweil/ Wagenstadt, Orschweier sowie die TGB Lahr um den Einzug in die Zwischenrunde, die um 14.15 Uhr startet. Zuvor findet ab 14 Uhr ein Einlagespiel der F-Junioren statt. Ein weiteres Einlagespiel zwischen den Bambini aus Kippenheim und Oberhausen steht ab 15.45 Uhr vor den Halbfinalspielen auf dem Programm. Für die Vorschlussrunde des Bernhard-Weber-Gedächtnisturniers qualifizieren sich die beiden Erstplatzierten der bei-

den Zwischenrundengruppen. Die beiden Gruppendritten machen in einem Neunmeter-Schießen den fünften und sechsten Platz unter sich aus. Ebenfalls »vom Punkt« wird über den dritten und vierten Platz entschieden. Das große Finale und damit die Entscheidung um den Turniersieg soll am Sonntag um 17 Uhr starten. Die Veranstalter erwarten spannende Derbys. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Zudem gibt’s eine Tombola, bei der jedes Los gewinnt.

Budenzauber in der Kippenheimer Mühlbachhalle: Auch in diesem Jahr dürfen sich die Besucher auf viele spannende Spiele um den Turniersieg freuen. Archivfoto: Verein

Kurier 05 01 2019  
Kurier 05 01 2019  
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