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La.Uni

www.launi.me No.86

31. JANUAR 2011

Ergebnisse: uni-forum.

lesbar: noll & kuhn.

Wahlausgang: Fachbereich + senat.

recherchiert: Tunesien.

fernweH: granada.


Adressen-adressen-adAStA

VORSITZ: Elena Leuschner vorsitz@asta-landau.de

ÖFFENTLICHKEITSARBEIT: Daniel Hohn pr@asta-landau.de

INTERNE HOCHSCHULPOLITIK: Julia Weyrich hopoin@asta-landau.de

EXTERNE HOCHSCHULPOLITIK: Sebastian Droste hopoex@asta-landau.de BOLOGNA Dorian Mattheis bologna@asta-landau.de KULTUR: Berend Barkela kultur@asta-landau.de

SOZIALES: Jakob Wagner soziales@asta-landau.de

EVENTS & SPORT: Marion Polcher events@asta-landau.de & sport@asta-landau.de UMWELT & MOBILITÄT: Fabienne Mittmann umwelt@asta-landau.de

INTERNATIONAL AFFAIRS Sarah Wenz ia@asta-landau.de

FINANZEN: Theresa Lerch finanzen@asta-landau.de

FACHSCHAFTEN & PROJEKTE: Benny Piske fachschaften@asta-landau.de INTERNE KOMMUNIKATION: Benjamin Zilles ik@asta-landau.de

www.asta-landau.de www.twitter.com/asta_ld

Adressen.

AStA-Sekki

WO IHR UNS FINDET: Blauer Ausgang Atrium / ggüber H1+H2

SERVICE: - Infos rund ums Studium - Internat. Studentenausweis (ISIC) - 2Clever- Hefte - Formulare - Informationsbroschüren: Kultur, Nahverkehr, BaFöG, Stipendium u.v.m. - kostengünstiges Drucken (3 ct. / Kopie) - La.Uni - Ruhe oder ein gutes Gespräch :) ÖFFNUNGSZEITEN: Mo, Mi, Do: 14-16Uhr Di: 10-12Uhr

KONTAKT: Esther Zobel campus@asta-landau.de Tel.: 06341-280 31 276

StuPa

PRÄSIDIUM: Karsten Meyer & Richard Hoffmann praesidium@stupa-landau.de Tel.: 06341-280 31 276 www.twitter.com/stupa_ld www.stupa-landau.de

Sitzungen

DIE SITZUNGEN SIND HOCHSCHULÖFFENTLICH.

(soweit nicht anders vermerkt)

AStA: Montag, 31.01.2011 / 18 Uhr / G-Bau, Raum 014

StuPa: Montag, 07.02.2011 / 18:30 Uhr / Konferenzraum, CI EG Weitere Infos auch unter: www.asta-landau.de


anfänglich. Alles gut, oder besser. Uns geht`s wieder gut. Nach dem textlichen Leerlauf der vergangenen Woche, haben wir uns nun am Riemen gerissen und waren schreibtechnisch wieder aktiv-kreativ. Es gab aber auch jede Menge zu berichten: Alex hat wieder ein neues Restaurant ausprobiert, Rosa schreibt über ihren Granada-Trip und Steffi war bei der Podiumsdiskussion im Audimax. Ach, und die StuPa-Marathonsitzung letzten Montag haben wir auch noch für Euch besucht. Breitgefächert war die TOP-Liste, ein wenig zu diskussionsfreudig die anwesenden StuParier. Besprochen wurde unter anderem die Nutzungsordnung für das bald eintreffende studentische Fahrzeug, die Atriumsfete und der diesen Mittwoch im Audimax stattfindende Semester-Abschlussball. Gratulieren darf man der „Freien Theatergruppe Campus Landau“, die sich nun „offizielles Projekt des AStA“ nennen darf. Die Zukunft des studentischen Aufenthaltsraumes (Grün) war ebenfalls Thema. Der glich in der Vergangenheit nämlich mehr einem Bombengrater als einem Raum, in dem man sich zwischen seinen Veranstaltungen mal für ein Stündchen zurückziehen kann. Appell an uns alle: wir verlassen den Raum so wie wir ihn vorgefunden haben. Sollte jemand den unüberwindbaren Drang verspüren ihn aufzuräumen, wird ihm aber niemand böse sein. Gute Lektüre, gute Woche, Stefanie Hurth & Jörn Weisenberger Chefredaktion chefredaktion@launi.me


i n r e t in n r e t in n r e int n r e int internitäten. landaus ungeliebte kinder?

Klare Worte hätten sich die Studierenden von Landaus Oberbürgermeister Hans-Dieter Schlimmer gewünscht. Stattdessen wurde beim 1. Rheinpfalz-Uniforum „Landaus ungeliebte Kinder“ am 19.01. im Audimax viel geredet, aber wenig gesagt. Hochkarätige Diskussionsteilnehmer hatten sich am vorvergangenen Mittwoch im vollbesetzten Audimax eingefunden. Die Rheinpfalz lud zum 1. Rheinpfalz-Uniforum und alle kamen sie um gemeinsam über die Beziehung zwischen der Stadt Landau und der ansässigen Studierendenschaft zu diskutieren: Unipräsident Roman Heiligenthal und sein Vize Ulrich Sarcinelli, OB Schlimmer, der Vorsitzender des Freundeskreises der Universität HansJürgen Blinn und als studentische Vertreter AStA-Vorsitzende Elena Leuschner und Christian Hauck.

Als erstes kam das Thema Wohnungsnot auf den Tisch. Die Geschäftsführerin des Studierendenwerks Vorderpfalz Alexandra Diestel-Feddersen brachte die aktuelle Wohnungssituation auf den Punkt: 400 Wohnheimsplätze für über 6.000 Studierende seien schlicht zu wenig. Für drei Bewerber stehe nur ein Platz zur Verfügung. Unipräsident Heiligenthal sprach von „eklatanter

Unterversorgung“. Auch der geplante Bau eines weiteren Wohnheimes wurde angesprochen. Auf Sarcinellis Spitze hin, die Stadt könne dem Studierendenwerk ja ein preisgünstiges Grundstück zur Verfügung stellen, erwiderte der OB lediglich, die Herausforderung sei erkannt. Er konnte sich - auf Drängen des Studenten Haucks - immerhin zu der Aussage durchringen, er werde den Neubau nicht behindern.

Einsichtiger wurde Schlimmer auch beim Thema kulturelles Angebot nicht. AStA-Vorsitzende Leuschner und Kulturreferent Berend Barkela ernteten viel Zustimmung von Seiten des Publikums als sie das Landauer Nachtleben zur Sprache brachten. Kneipen, Clubs und studentische Events, wie beispielsweise die Atriumsfete, würden zu strikte Auflagen von Seiten des Ordnungsamtes auferlegt bekommen. Schlimmer verwies daraufhin auf das städtische Angebot an Hochkultur, wie beispielsweise Bratschenkonzerte in der Festhalle. Ob dies nun seine Auffassung von studentischer Feierkultur wäre, lies Schlimmer offen. Ganz zum Schluss wurde auch die Landauer Infrastruktur zum Thema. Nach Meinung des Oberbürgermeisters sei Radfahren auf Landaus Straßen schließlich ungefährlich und mehr Fahrradwege somit nicht zweckdienlich. Eine Unibuslinie, die die einzelnen Standorte verbinden würde, würde zudem 180.000 € im Jahr kosten


. n e t ä it . n e t ä t i n . n e t ä t i n . n e t ä t i n und sei schlichtweg zu teuer. Zudem hätte die Vergangenheit gezeigt, dass diese nicht genutzt würde. Der Einwand, dass die angesprochene Buslinie falsch getaktet war, überhörte der OB. Nur ein müdes Lächeln hatte er auch für den studentischen Einwurf über, die Zweitwohnsitzsteuer brächte schließlich 200.000 € im Jahr in die Stadtkasse, damit könne man dann ja die Buslinie finanzieren. Es hätte wohl alle Beteiligten überrascht, hätte das Uniforum große Entwicklungen angestoßen. Auch wenn der Nachmittag in scheinbarer Wohlfühlatmosphäre verlief - um es mit Leuschners abschließenden Worten zu sagen: „Es war ganz nett.“ - so bleibt eine schnelle und für alle Seiten tragbare Verbesserung der Situation doch nach wie vor Zukunftsmusik. Stefanie Hurth

stefanie.hurth@launi.me

Foto: Mirko Bahm


e k g i u e n k g i u e N k g i u e n k g i u e n neuigkeiten.

deine vertreter.

Die Wahlergebnisse für den Senat und die Fachbereichsräte 2011 sind nun ausgewertet und die studentischen Vertreter benannt.

Für den Senat wurden 411 gültige Stimmen von 6.404 wahlberechtigten Studierenden abgegeben. In den Senat gewählt wurden: Elena Leuschner und Julia Weyrich.

Im Fachbereich 5 Erziehungswissenschaften wurden 36 gültige Stimmen von 1.169 wahlberechtigten Studierenden abgegeben. In den Fachbereichsrat gewählt wurden: Elena Leuschner, Judith Axer, Jakob Wagner und Benjamin Zilles.

Im Fachbereich 6 Kultur- und Sozialwissenschaften wurden 95 gültige Stimmen von 2.783 wahlberechtigten Studierenden abgegeben. In den Fachbereichsrat gewählt wurden: Julia Weyrich, Dorian Mattheis, Franziska Lerch und Jörn Weisenberger. Im Fachbereich 7 Natur- und Umweltwissenschaften wurden 155 gültige Stimmen von 1.638 wahlberechtigten Studierenden abgegeben. In den Fachbereichsrat gewählt wurden: Fabienne Mittmann, Daniel Nölle, Isabelle Schröder und Adrian Jaich. Im Fachbereich 8 Psychologie wurden 122 gültige Stimmen von 817 wahlberechtigten Studierenden abgegeben. In den Fachbereichsrat gewählt wurden: Maren Schwab, Martin Schulte, Lisa Lüthke und Lena Wogenstein.

fehlerchern.

In unserem Recherchiert-Artikel „Rätselraten“ der La.Uni No.84 ist uns ein kleiner Zahlendreher unterlaufen. Das erste Kreuzworträtsel erschien am 21. Dezember 1913 in der „New York World“ , nicht 1931. Dank an den aufmerksamen La.Uni-Leser, dem der Fehler aufgefallen ist.


. n e t i e . n e t i ke . n e t i ke . n e t i ke .

two-clever geschenkt.

Wir verlosen 5 Two Clever-Hefte!

Das aktuelle Two Clever-Heft enthält 360 Gutscheine für gastronomische Betriebe und diverse Freizeiteinrichtungen in der Region. Gültig bis zum 31.12.2011.

E-Mail mit Betreff „Two Clever“ an: chefredaktion@launi.me

peru gewinnt.

Verleihung des DAAD-Preises 2010

Der Deutsche Akademische Auslandsdienst vergibt den Preis jedes Jahr an ausländische Studenten, die sich durch besondere Leistungen und soziales Engagement hervorgetan haben. Der mit 1.000 € dotierte DAAD-Preis 2010 wurde vergangenen Dienstag an Maria Lorena Yomona verliehen, die vom Fachbereich Psychologie nominiert wurde. Yomona initiierte das Projekt „Zukunft durch Bildung - Peru“. Mehr Infos zu dem Projekt unter: www.zukunft-peru.org

Antrittsvorlesung.

Herzliche Einladung zur öffentliche Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Thomas Leif (Chefreporter Fernsehen SWR Mainz) zum Thema: Von der Demokratie zur Lobbykratie: Macht und Einfluss der „fünften Gewalt“ Wann? Mittwoch, den 2. Februar 2011 um 18.30 Uhr Wo? Im Festsaal der Universität, Bürgerstraße 23. Mit anschließendem Empfang.


Das Studierendenwerk Vorderpfalz wird die Cafeteria in den kommenden Semesterferien probeweise geöffnet lassen. Bei gleichbleibendem Angebot könnt Ihr von Montag bis Freitag 9 bis 15 Uhr auch weiterhin dort Euren Kaffee genießen. Bei entsprechender Resonanz soll die Cafeteria auch weiterhin während der Semesterferien geöffnet bleiben.

märc

i e k g i u u e n . n . n e t i ke i e k g i u mehr kaffee.

was für den lebenslauf?

Die La.Uni sucht neue Redakteure für so ziemlich jedes Ressort. Du hast schon ein wenig Erfahrung im Schreiben oder zumindest Interesse daran? Schreib uns: chefredaktion@launi.me

tanzspektakel.


„Das ist ja eine schreckliche Geschichte“ sagte ein Huhn, und zwar an dem Ende des Dorfes, wo die Geschichte nicht passiert war. „Das ist ja eine schreckliche Geschichte im Hühnerhaus. Ich getraue mich gar nicht, heute nacht allein zu schlafen! Es ist nur gut, daß wir soviele im Stalle sind“ - Und dann erzählte es, daß sich den anderen Hühnern die Federn sträubten und der Hahn den Kamm sinken ließ. Es ist wirklich wahr. Aber wir wollen von Anfang anfangen, und der war am anderen Ende des Dorfes in einem Hühnerhaus. Die Sonne ging unter und die Hühner flogen auf. Eins von ihnen, es war weißgefiedert und kurzbeinig, legte seine vorgeschriebene Anzahl Eier und war, als Huhn, in jeder Weise respektabel. Als es die Leiter hinaufstieg, krause es sich mit dem Schnabel, und dabei fiel ihm eine kleine Feder aus.

„Hin ist hin!“ sagte es. „Je mehr ich mich putze, desto schöner werde ich noch!“ Das war scherzhaft hingesprochen; denn es war das lustigste unter den Hühnern, im übrigen war es, wie gesagt, sehr respektabel; und dann schlief es ein. Ringsum war es dunkel, Huhn an Huhn saß auf der Stange; aber das, was am nächsten dabei gesessen hatte, schlief noch nicht. Es hörte halb, halb hörte es nicht, wie man es ja in dieser Welt handhaben soll, um seine Gemütsruhe zu bewahren. Aber seiner anderen Nachbarin mußte es doch noch schnell zuflüstern: „Hast Du gehört, was hier gesprochen worden ist? Ich

nenne keinen Namen, aber es gibt hier ein Huhn, das sich rupfen will, um schön auszusehen! Wenn ich ein Hahn wäre, würde ich es verachten.“

Gerade gegenüber den Hühnern saß die Eule mit ihrem Eulenmann und den Eulenkindern; in dieser Familie hat man scharfe Ohren, sie hörten jedes Wort, was das Nachbarhuhn sagte. Und sie rollten mit den Augen und die Eulenmutter fächelte sich mit den Flügeln: „Hört nur nicht hin! Aber Ihr habt es wohl doch gehört, was dort drüben gesprochen wurde? Ich hörte es mit meinen eigenen Ohren, und man hört ja viel ehe sie abfallen! Da ist eins unter den Hühnern, was in einem solchen Grade vergessen hat, was sich für ein Huhn schickt, daß es sitzt und sich alle Federn vom Leibe zupft und es den Hahn mit ansehen läßt!“ „Prenez garde aux enfants!“ sagte der Eulenvater, „das ist nichts für die Kinder.“

„Ich will es doch der Nachbareule erzählen! Das ist eine so ehrenwerte Eule im Umgang!“ damit flog die Mutter fort. ....

FORTSETZUNG IN DER NÄCHSTEN LA.UNI Hans-Christian Andersen

literaturnetz.org

märchenminute.

märchenminute. chen das ist wirklich wahr.


tunesien - ein land im wandel. Sommer, Sonne, Strand und Meer. Eine perfekte Urlaubskulisse, die viele Touristen nach Tunesien lockte. Doch das besonders bei den Franzosen beliebte Urlaubsziel, hat sich innerhalb einer Woche drastisch gewandelt. Demonstrationen, Ausgangssperren, Gewalt und mehr als 117 Tote. Was ist passiert in dem einstigen Urlaubsparadies? Man könnte sagen, dass es endlich an der Zeit war, dass etwas passiert und die Bevölkerung anfängt, sich gegen eine korrupte und von Vetternwirtschaft gekennzeichnete Regierung zu wehren. Was für uns westliche Länder schon längst ein Grund gewesen wäre, sich gegen die Staatsmacht zu erheben, ist in vielen afrikanischen Ländern Gang und Gebe. Korruption und Vetternwirtschaft gehören zu jeder Regierung, jeder Firma oder jeden Kleinbetrieb.

Recherchiert.


Ohne diese informellen Handlungen wären viele Staaten nicht regierungsfähig. Nicht immer ist solches Handeln nur negativ zu betrachten. Im Falle Tunesiens jedoch, platzte der Bevölkerung nach 23 Jahren Diktatur unter Präsident Zine El Abidine Ben Ali nun endlich der Kragen. Das afrikanische Land war bisher stabil, ganz anders als seine Nachbarn Algerien und Libyen. Tunesien gilt seit jeher als beliebter Verhandlungspartner der Europäischen Union, besonders Frankreich pflegt innige Beziehungen zu dem Land. Zu jenem Land, das seit 23 Jahren in einer Diktatur lebt, unter einem 74jährigem Präsidenten, der mit einer Tonne Gold das Land verlassen wollte, als ihm bewusst wurde, dass seine Bürger ihn nicht länger dulden. Dass der Präsident sich nicht erst seit gestern finanziell an Tunesien bereichert, zeigt auch die Vergangenheit. Seine Ehefrau Leila Trabelsi besitzt mehrere Firmen, die sie mit Hilfe der Staatsmacht übernommen hat. Das Ehepaar hat sein Leben genossen, ehe der Tag kam, als die Tunesier beschlossen dem allen ein Ende zu bereiten. Ausgelöst hatten die Proteste der Feuertod eines Studenten. Dieser fand mit seinem Hochschulabschluss keine Arbeit und wollte in seinem Dorf Obst und Gemüse verkaufen. Das wurde aber von den Behörden nicht genehmigt. Der junge Mann verbrannte sich Mitte Dezember selbst und löste damit anfänglich nur Proteste im dünn besiedelten Binnenland aus. Binnen kürzester Zeit breiteten sich die Proteste und die damit zusammenhängenden brutalen Einsätzen der

Polizei bis in die Ballungszentren an der Küste aus. Die deutschen Reiseveranstalter strichen Flüge nach Tunesien und holten viele Urlauber zurück. Unter den Demonstranten befinden sich nicht nur Bürger aus den ärmeren Gesellschaftsklassen. Ganz im Gegenteil: Ärzte, Rechtsanwälte und allen voran Studenten bilden eine große Masse der Demonstranten. Sie alle wollen nun endlich einen Wandel: weniger Arbeitslose, freie Meinungsäußerung und Pressefreiheit. Im Zuge der Proteste hatte die Regierung damit begonnen, Telefone abzuhören, die Presse zu zensieren und Internetseiten zu sperren. Doch die Bürger lassen sich so viel staatliche Kontrolle nicht mehr bieten. Unter den Demonstranten finden sich derweil auch zahlreiche Polizisten und Mitglieder der Regierungspartei RCD. Die Armee und Polizei ist längst nicht mehr auf der Seite des ins Exil nach Saudi Arabien geflüchteten Zine El Abidine Ben Ali. Der überparteiliche Chef des Parlaments Mbazaa wurde nun zum Übergangspräsidenten ernannt. Er soll innerhalb der nächsten 60 Tage Neuwahlen vorbereiten. Doch noch immer halten die Proteste an. Die Bürger sind noch immer wütend auf ihren einstigen Präsidenten und befürchten, dass die neue Regierung keine Veränderungen mit sich bringen wird. Immerhin wird bereits gegen Unterstützer des alten Präsidenten vorgegangen. Auch soll geprüft werden, wer für das harte Vorgehen der Polizei während der Proteste verantwortlich ist. Ein erster Schritt ist getan. Katharina Engelhardt

katharina.engehlhardt@launi.me


Montag 31.1.11 Palmers Irish Pub LD | Bingo Bad. Staatstheater KA | Der gestiefelte Kater | Gebr. Grimm | ab 6 J. | 11.00 Sandkorn KA | Pippi Langstrumpf | ab 5 J. | 10.00 Galerie Durlach | Bingo Abend | 20.00 Dienstag 1.2.11 Palmers Irish Pub LD | Pub Quiz Bad. Staatstheater KA | Das Sparschwein | von E. Labiche | 20.00 Schloss Gottesaue KA | Solo- und Kammermusik des 17. und 18. Jh. | 19.30 Schloss KA | Beim Griechen | A. Stefanidis, Lesung | 19.00 Karlstorbahnhof HD | Zärtlichkeiten mit Freunden | Comedy | 20.00 Mittwoch 2.2.11 Jugendstil- Festhalle LD | Oscar und Felix – Das seltsame Paar im 21. Jahrhundert | 20.00 Palmers Irish Pub LD | Open Stage Bad. Staatstheater KA | Schwanensee | Ballett | 19.30 | Eine Familie | von T. Letts | 20.00 marotte Figurentheater KA | Michel in der Suppenschüssel | ab 5 J. | 10.00 + 15.00 Sandkorn KA Die Schachnovelle | von S. Zweig | Szenische Lesung | 10.00 + 19.30 Tollhaus KA | Gattin aus Holzabfällen | Max Goldt, Lesung | 20.00 Donnerstag 3.2.11 Kammertheater KA | Nur für Frauen | 19.30 Sandkorn KA | Eins auf die Fresse | Stück über Jugendgewalt | 10.00 Tanztheater Etage KA | Bühne für Unfertige Kunst | Performances | 19.30 Tollhaus KA | Kabarett Bundesliga | Volker Surrmann/Bernhard Westenberger | 20.00 Freitag 4.2.11 La Ola LD | Lange Saunanacht im LA OLA „Finnland zu Gast“ | 18.00 d’Badisch Bühn KA | Die Pfann war sei Schiggsal | 20.15 Kabarett in der Orgelfabrik KA | Björn-out | Björn Pfeffermann | 20.15 Tollhaus KA | Licedei | Clownstheater | 20.00 ZKM KA | Point Blank/The Initiation | Sebastian Klemm, Sci-Fi Performance | 20.00 Theater Baden-Baden | Mitten, mitten im Küssen | Liebes-Lyrik-Projekt | 18.00 Samstag 5.2.11 Stadttheater Bruchsal | Pornographie | von S. Stephens | 19.30 Jakobustheater KA | Die Irrfahrten des Odysseus | Stück ab 11 J. | 19.00 Kabarett in der Orgelfabrik KA | Wir lachen uns davon | Die Spiegelfechter | 20.15 Kammertheater KA | Nur für Frauen | 19.30 Kohi KA | Open Stage | 21.00 Theater Die Käuze Waldstadt KA | Dornröschen | ab 5 J. | 16.00 Tollhaus KA | Licedei | Clownstheater | 20.00 ZKM KA | Point Blank/The Initiation | Sebastian Klemm, Sci-Fi Performance | 20.00 Sonntag 6.2.11 Altes Kaufhaus LD | Kammermusik- Landauer Meisterkonzert 1 - Belle Époque II | 11.00 marotte Figurentheater KA | Peter und der Wolf | ab 4 J. | 11.00 | Adieu, Herr Muffin | ab 5 J. | 16.00 Sandkorn KA | Pippi Langstrumpf | ab 5 J. | 15.00 Theater Die Käuze Waldstadt KA | Dornröschen | ab 5 J. | 16.00 Tollhaus KA | Licedei | Clownstheater | 19.00 | Horst Schroth | Kabarett | 20.00 Bento KA | Brunch | 11.00 | Tatort | 20.15 Mit einem Ticket für das Bad. Staatstheater/Insel könnt Ihr kostenlos nach KA und zurück!

Theater & Co.


Club & Stage.

Montag 31.1.11 Carambolage KA | DJ Tex Arcana | Pop/Indie/Rock | 21.00 Radio Oriente KA | Live Acoustic Jam | 21.00 Scruffys Irish Pub KA | Irish Folk Session | 20.00 Dienstag 1.2.11 Carambolage KA | All You Can Dance | DJ Mirsa | 21.00 Groove KA | Rock/Pop/Alternative | 20.00 Liebstöckel KA | Disko Kaiser | 22.00 Scruffys Irish Pub KA | The Mighty Stef and the Baptists | 20.00 Walhalla KA | Milonga | Tango | 21.00 Mittwoch 2.2.11 Voodoo LD | Abi 2011 Habe Fertig | 22.00 Palmers Irish Pub LD | Karaoke Party Carambolage | DJ Mykel & Team | Indie/Britpop/80s/Alternative | 21.00 K5 KA | Kult Mittwoch | Mixed Music | 22.00 Liebstöckel KA | House/Techno | 22.00 Schlachthof KA | Treacy Unplugged + Gunzi Heil | 20.00 Scruffys Irish Pub KA | Jamie Clarke | Acoustic Night | 20.00 Unverschämt KA | E-Werk | Dunkelbunter Special Mix | Burning Electro Sounds | 21.00 Donnerstag 3.2.11 Das Haus LD | Session der Blues Inc Landau | 20.00 Bad. Brauhaus KA | Rüdiger Wolf (Piano) | 21.00 Bento KA | DJ | 19.00 Carambolage KA | Herr Bube & Gäste (Alternative/Indierock) | 21.00 Die Stadtmitte KA | Crekko live | 20.00 | Freudenhaus Soundsystem feat. Der Praktikant | 21.00 Tollhaus KA | Bernhard Allison Band | 20.30 Topsy KA | Deutsche Mucke | DJ Hal | 21.00 Freitag 4.2.11 Das Haus LD | Offene Bühne für Akustik-, Kleinkunst und Verbalpoeten | 20.00 Carambolage KA | Memphis Boss Sound | Tex Dixigas/Jezebell Hell | Soul/Funk/60s/Punk | 21.00 Die Stadtmitte KA | DJane C. Pacifique & Freund | 22.00 | DJ Sam the Housekid | 23.00 Groove KA | Teddy Jones | Mixed Music | 21.00 Kiwi KA | Girls Night Out | 23.00 Kohi KA | Song Slam | 21.00 Liebstöckel KA | Las Bubamaras | Balkan Sounds | 22.00 Radio Oriente KA | JSTS Dynamo Radio Show | Lounge/House/Electronica | 22.00 Topsy KA | Party Pur | 22.00 Samstag 5.2.11 Das Haus LD | Elektro-Party mit Taktgorilla | 22.00 Colosseum LD | Coconut-Events presents Alma Gold | 22.00 Voodoo LD | Supreme-Vibez | 22.00 Carambolage KA | zOsch! & Support | Synthiewavetrash | 20.30 CO2 KA | Club Night | 22.00 Europahalle KA | Wise Guys | 20.00 Gotec KA | Saturday Night Funk | 23.00 Kippe KA | Phonogen | 21.00 Radio Oriente KA | Teenage Kicks | Soul/Blues/Electro/Trash | 22.00 Substage KA | Axel Rudi Pell/Powerworld | 19.00 Sonntag 6.2.11 Carambolage KA | Papa Kevin/Rasta D/Travis/Mr. KaB | Reggae | 19.00 CO2 KA | Discofox | 19.00 | Rock Classics | 20.00 Kabarett in der Orgelfabrik KA | Karlsruher Jazz Trio | Tribute to Oscar Peterson | 19.00 Radio Oriente KA | Jam Session | 20.00 ZKM KA | Blech Surround 12.1 | Ross/Hasse/Gabrieli/Monteverdi u.a. | 20.00 Zusammengestellt von Rebecca Bürger


leinwand. black swan. Die junge, aufstrebende Ballerina Nina bekommt die Doppelrolle ihres Lebens. Während sie die perfekte Besetzung für den weißen Schwan ist, muss sie für den Gegenpart des schwarzen Schwans lernen loszulassen und die dunkle Seite in sich hervorbringen. Ninas Verzweiflung wächst und sie stößt einen ebenso befreienden wie selbstzerstörerischen Prozess an, bei dem die Grenzen zwischen Wahn und Wirklichkeit verschwimmen. Die ZEIT: **** FAZ: **** La.Uni: ***

Läuft in der Filmwelt.


d r o w r e n bo d r o w r e n bo wordboner.


Lesbar.

Ingrid noll ehrenwort roman / diogenes / 21.90 Drei Generationen unter einem Dach: Student Max, die Buchhändlerin Petra, Ingenieur Harald und Willy Knobel, hochbetagt. Trautes Heim, Glück allein? Zwischen Maxiwindeln und mörderischer Eisenstange spielt diese bitterböse Kriminalkomödie. Soweit der Klappentext. Im Inneren erwartet uns die gewohnt Nollsche Art: keck und böse mit dem Auge für die alltäglichen Menscheleien. Das anfänglich gute Tempo kann sie leider nicht bis zum Schluss halten. Dennoch: Ein lesenswerter Schmöker für zwischendurch und natürlich wunderbar als Bettlektüre geeignet. Jörn Weisenberger joern.weisenberger@launi.me

Oliver Kuhn Alles, was ein Mann wissen muss Knaur / Sachbuch / 9.99 Der Titel hält, was er verspricht! Bei diesem Buch steht der XY- Chromosomenträger ganz im Vordergrund. Oliver Kuhn, ein Mann, der es - Dank seiner langjährigen Erfahrung als „Playboy“-Reporter - wissen muss, hat diese Lektüre anhand von Daten, Fakten und überlebenswichtigen Strategien zusammengestellt. Erfolglos werden emanzipierte Männer Wickelanleitungen oder Haushaltstips suchen. Doch trotz aller Männlichkeit, auf die sich das Buch bezieht, kann auch Frau sich hier wertvolle Informationen erlesen und so manch ein Mysterium der Männerwelt wird uns Mädels in einfacher Art und Weise erläutert. Ein fabelhaftes Geschenk für Männer oder solche, die es werden möchten. Josephine Breswald


gastone bessere welt „Dieser Song geht an alle, die mich lieben, an alle meine Freunde, die immer an mich glaubten...“ heißt es in dem TV- Spot eines sozialen Netzwerks. Hinter diesen Lyrics stehen die Band Gastone, die im Mai letzten Jahres ihr Debütalbum rausgebracht haben. Das Besondere an ihrer Musik ist zweifelsohne die Stimme des Frontmanns Giuseppe Porrello. Mit dem leicht kehligen heiseren Timbre, das Italiener nunmal auf den Stimmbändern tragen, besingt er die ganze Bandbreite der Gefühlswelt – und das auf Deutsch. Als gebürtiger Frankfurter erscheint ihm das schlicht logischer und einfacher. Die ersten fünf Songs des Albums könnt ihr euch übrigens kostenlos und in voller Länge auf der Myspace-Seite von Gastone anhören. Erik Löbel erik.loebel@launi.me

Hörbar. irie révoltés mouvement mondial

Kaum zu glauben, aber letztes Jahr feierten die Jungs von Irie bereits ihr 10-jähriges Bandbestehen. „Keiner von uns hat bisher eine längere Beziehung geführt,“ so Carlito, einer der drei Frontmänner. Angefangen hat damals alles in (dem wunderschönen) Heidelberg mit einem Auftritt im Karlstorbahnhof. Mittlerweile hat sich die heute neunköpfige Band den Ruf einer sagenhaften Liveband erarbeitet. Kein Wunder, denn von Konzerten, über Demos, bis hin zu BenefizVeranstaltungen haben sie nichts ausgelassen und bis dato über 400 Auftritte beisammen. Aufgeheizt und voller Tatendrang präsentiert sich auch ihr neustes Album, auf dem sie zum globalen Protest gegen Missstände in der Welt aufrufen. Das ganze wie immer verpackt in einem unverwechselbaren Mix aus Ska, Reggae, Hip Hop und Dancehall. Erik Löbel

erik.loebel@launi.me


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kreuzende wörter. eine Million Billionen

Gartenblume Anstrengung, Mühe

Frau des Menelaos

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Gerichtshof

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eine Empfehlung geben

Mittel zum Waschen Glückstaumel

Behältnis für Utensilien

Abk. für Antiblockiersystem

Stadt in den Niederlanden

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brasilianischer Modetanz

Reifejahre, Jugendzeit

Blechblasinstrument

Autobauart

4 Feinmechaniker

dünnes Zweigholz

auslösende Ursache; Motiv

U-Bahn (bes. in Paris, Moskau)

Strom in Vorderasien

Ernährung, Verpflegung Treibschlag (Golf, Tennis)

Raumfahrtbehörde der USA

lange, schmale Vertiefung

Schutzanstrich Nationalitätszeichen Polen

sächsische Stadt an der Elbe

kaiserlich

leicht bitter oder säuerlich

rhythm. betonter Jazz (Kzw.)

Stachel- Ausruf des Ertier staunens

orientalisches Färbemittel

Zersetzung eines Metalles

Klavierteil; Druckhebel

Schling-, Urwaldpflanze

2 äußerste Armut

H P A U N D A T B A S S C C H H E E C H K O R I N S

Navigation

H Z E A L E E N D A E P A U R B L E E R S T A N E A T S A L I N A ON T E

3

franz. Stadt an der Rhone

F I R N I S

Name vieler Zeitungen

Begriff beim Eishockey

Teil der Hand

R I E S A

Verzerrung des Gesichts

A S T R A T R I B S E I F E R L R L AM G R I MA A O L R U N D S S A COU P U H RMA T E G R U N D E N R T I G R I S V I MP E I G E L T H K O R R O HO T

Gebirge noch in Marokko einmal

 


fernweh: granada.

“Gib ihm Almosen, Frau, denn es gibt im Leben nichts Schlimmeres als das Leid, in Granada blind zu sein.“ Dieser Satz stammt von dem mexikanischen Dichter Icaza und steht nicht nur an einer Wand von Andalusiens berühmtester Sehenswürdigkeit, der Alhambra, sondern weist auch sehr treffend auf die Schönheit dieser Stadt hin. In Granada ist immer was los, außer während der Siesta natürlich. Die Tapas-Bars sind immer voll mit Menschen, die sich lautstark unterhalten und ein Bier mit Tapa nach dem anderen bestellen. Bestellst du auch ein Bier, bekommst du auch einen Teller mit Oliven, Fleischbällchen, frittierter Fisch, belegte Brötchen oder ein Paar Scheiben Jamón Ibérico. Über Granada prangt die rötliche Alhambra vor den stets beschneiten Berggipfeln der Sierra Nevada. Die Alhambra ist eine maurische Burg und ein Palast in einem. Hier hauste der Sultan mit seinen Frauen. Der älteste Teil des Gebäudekomplexes wurde 1238 erbaut. Die Alhambra zu beschreiben, ist genauso schwer wie nachmittags um drei in Granada zum Einkaufen zu gehen: es ist unmöglich. Im Nasriden-Palast, dem Herzstück, bestehen alle Wände aus zierlichen, kalligrafie-ähnlichen Schriftzeichen und anderen rankenden Stuckverzierungen. Dazwischen zarte Säulen und hufeisenförmige Rundbögen, die das Gewicht der Gebäude scheinbar kaum aushalten und es doch seit Jahrhunderten mit federleichter Eleganz tragen. Brunnen und Rinnen mit plätscherndem Wasser. Bunte Fließen und große Wasserbecken, in denen sich Teile des Palasts spiegeln. Die Architektur treibt Verspieltheit, Eleganz und beeindruckende Detailgenauigkeit zur Perfektion. Man möchte für immer da bleiben. Und dann steigt man auf die Verteidigungstürme der Burg und hat einen Ausblick über die Stadt und das dahinterliegende Land, wie man ihn sich nie erträumt hätte. Von hier aus sieht man auch das Albayzín. Es ist das ursprünglichste Viertel Granadas und besteht aus vielen kleinen Häusern, alle typisch arabisch weiß getüncht. Zwischen den Häu-


sern bleibt kaum Platz für Autos, meist läuft man gewundene Treppen entlang. Hier sind die Busse und das Getümmel der Altstadt vergessen. Geht man im Albayzín einfach immer bergauf, erreicht man den schönen Aussichtspunkt Mirador de San Nicolás. In der Altstadt ist die Gran Via, die quer durch geht, ein guter Orientierungspunkt. Entlang der Gran Via befindet sich alles, was wichtig ist: Clubs, Bars, Geschäfte, die Kathedrale. Besonders die von der Gran Via abzweigende Calle de los Reyes Católicos ist für ausgedehnte Shoppingtouren der richtige Fleck. Weitere tolle Sehenswürdigkeiten sind das Sacromonte, ein altes Höhlenviertel, sowie der Parque García Lorca und die Viertel San Matías und Realejo. Auf den schmalen Straßen zwischen den bunten Fassaden findet man zur richtigen Zeit auch den ein oder anderen Cafétisch. Außerdem sollte man natürlich das Nachtleben nicht verpassen. Ein Tagesausflug nach Cordoba lohnt sich auch. Durch die weiße Altstadt kann man ewig laufen und immer wieder einen Blick in einen der hübschen Innenhöfe erhaschen. Außerdem gibt es in Cordoba die Mezquita. Ab dem 8. Jahrhundert wurde eine riesige Moschee von den arabischen Kalifen erbaut. Damals passten 40000 Menschen in das Gebäude. Heute stehen immer noch 800 der Säulen, die das Gebäude untergliedern. Ein wahrer Säulenwald. Im 16. Jahrhundert wurde die Moschee christlich geweiht und in ihre Mitte wurde eine pompöse Kathedrale errichtet. Christentum und Islam, arabischer und westlicher Baustil prallen aufeinander. Die gotischen Spitzbögen gehen in rot-weiß-gestreifte maurische Rundbögen über. Zwischen arabischen Schriftzeichen hängt Jesus am Kreuz. Ein paar Ecken weiter befinden sich ein jüdisches Viertel und die Überreste einer Synagoge. Selten sieht man die Weltreligionen so nah beieinander und gleichzeitig erahnt man, welche Opfer ihre Kämpfe gekostet haben. Hinkommen am besten mit Ryanair oder Iberia nach Madrid oder Malaga (Picasso Museum besuchen!) und dann mit dem Bus nach Granada. Oder direkt nach Granada fliegen. Rosa Berktold

rosa.berktold@launi.me

Rosas welt.


mülltonnentag. Erster! Haha, ich hab es euch allen gezeigt! Juchuuu!...Oh, hallo, liebe Leser. Entschuldigt bitte meinen kleinen Gefühlsausbruch, doch den gab es nicht ohne Grund. Da ich immer noch lerne und dadurch gerade in einer schwierigen Phase meines Lebens bin, muss ich mich manchmal auch an Kleinigkeiten erfreuen. Und heute Morgen war es soweit. Denn heute war Mülltonnentag. Ihr kennt den Ausdruck nicht? Gut, dann lasst es mich erklären: Alle zwei Wochen fährt (meistens früh morgens) ein großes orangefarbenes Auto durch eure Straße, das euren Unrat (im Volksmund auch „Müll“ genannt) abholt. Diesen habt ihr natürlich vorher in eine Plastiktonne gestopft und selbige am Abend davor vor eure Haustür gestellt. Bei Menschen, die arbeiten oder studieren läuft der Mülltonnentag dann meistens sehr ereignislos ab: man kommt abends von der Arbeit oder Uni nach Hause, schnappt sich die leere Mülltonne und schiebt sie zurück aufs Grundstück. Ist man aber an diesem Tag zu Hause, was bei mir im Moment zwangsweise der Fall ist, dann wird man am Mülltonnentag regelmäßig Zeuge eines Schauspiels. Sobald das orangefarbene Auto die Straße verlässt, geht es nämlich los: nahezu alle Haustüren werden aufgerissen, ältere Herren und Damen stürmen heraus, schnappen sich ihre hauseigene Mülltonne und zerren sie hektisch zurück auf ihr Grundstück. Danach marschieren sie mit einer Gemütsruhe wieder hinaus vor ihr Grundstück und grüßen

der Tüten


alle anderen Teilnehmer mit einem triumphierenden „Moie!“. Außerdem starren sie den Gewinner des Mülltonnentages (das ist der Mensch, der seine Mülltonne als erstes von der Straße entfernt hat), immer bitterböse an. Dieser ist dann anscheinend der neue Champion und darf einen imaginären, goldbesetzten Gürtel tragen, bis er ihn dann zwei Wochen später erneut verteidigen muss. Bisher war ich immer nur Zuschauer oder Zuhörer dieses Schauspiels, denn das nachträgliche „Moie!“ hörte ich immer, egal ob ich noch schlief, oder nicht. An diesem Tag allerdings war ich zufällig gerade draußen am Briefkasten, weil ich auf ein wichtiges Schreiben wartete. Doch bevor ich

den Schlüssel in den Briefkasten steckte, sah ich gerade noch, wie das orangenfarbene Auto unsere Straße verließ. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht schnappte ich mir schnell die Mülltonne unseres Hauses, schob sie soweit in die Einfahrt, bis sie keiner mehr sehen konnte und stolzierte zurück ans Hoftor. Dann öffnete ich den Briefkasten und siehe da: das Schreiben war endlich angekommen! Nun hörte ich überall um mich herum das hektische Öffnen von Türen, gefolgt von den schnellen Schritten älterer Menschen, die mit vollem Enthusiasmus auf ihre Mülltonne zusteuerten. Doch heute war es anders, denn ein totaler Außenseiter, ja ein totales „Greenhorn“ wie ich hatte bereits den Sieg nach Hause geholt. Ähnlich wie in der Fabel mit dem Hasen und dem Igel, bei der ein Igel einen Hasen mit einem kleinen Trick im Wettrennen besiegte, und die Worte „Ich bin schon da!“ von sich gab, entglitt meinen Lippen nun das Siegeswort: „Moie!“ Meine Gegner verließen niedergeschlagen die Rennbahn, schoben wortlos ihre Tonne von der Straßen und hämmerten mit einem lauten Knall ihr Hoftor zu. Nur ein einziger älterer Herr (wahrscheinlich der Champion des letzten Mülltonnentages) blieb missmutig vor seinem Tor stehen und versuchte mich geschickt mit einem seiner Lieblingssprüche zu verunsichern: „Ach, der Herr Student auch schon wach und sogar schon die Mülltonne weggeräumt! Na das war ja jetzt wirklich das erste Mal, dass ich sie was arbeiten gesehen hab!“ Wie schön, dass diese Sprüche immer so berechenbar waren, wodurch mir ein Konter natürlich nicht schwer viel: „Wissen Sie, guter Mann,“, entgegnete ich ihm lächelnd, „das ist wirklich schön für Sie. Ich hingegen habe Sie noch nie was arbeiten sehen.“ Dann drehte ich mich um und verließ die Mülltonnenrennbahn. Im Geiste stellte ich mir nun vor, den imaginären, goldbesetzten Gürtel zu tragen, und machte mich stolz wieder ans Lernen. Zumindest war ich heute „Erster!“ geworden. Wenn das keine Motivation zum Lernen ist, dann weiß ich auch nicht.

nsuppenreport.

Patrick Hirschinger

patrick.hirschinger@launi.me


bon manger.

akropolis. Wo? Königstraße 20 Heute berichte ich über das griechische Restaurant „Akropolis“. Von außen sieht es recht unscheinbar aus, weshalb ich mich auch seit ich hier wohne, noch nicht dorthin gewagt habe. Aber auf Anraten einer Freundin besuchte ich das Restaurant mit zwei weiteren Personen. Im Restaurant wird man direkt sehr freundlich mit Handschlag begrüßt, meist vom Großteil des anwesenden Teams. Man bekommt so direkt das Gefühl willkommen zu sein. Es gibt einen Nicht-Raucher und einen abgetrennten Raucherbereich. Das Ambiente ist angenehm warm, hell und leicht griechisch dekoriert. Die obligatorischen Statuen von Diskobolos und Ähnlichem fehlen auch hier nicht. Die Wände sind zum Großteil mit Gemälden, wenn ich mich recht entsinne, griechischer Landschaft behangen. Nach dem Setzen bekommt man sehr schnell die Karten und wird nach seinen Wünschen gefragt. Das Menü ist genau, wie man es von einem griechischen Restaurant erwartet. Viele Fleischgerichte, ein paar vegetarische und Fischgerichte. Als Vorspeise gab es für uns gebratene Peperoni und überbackene Aubergine, woran es nichts auszusetzen gab. Der Salat kam unmittelbar nachdem wir die Vorspeise gegessen hatten. Dieser war im guten Mittelmaß anzuordnen, nichts Herausragendes. Als Hauptspeise gab es für mich einen Filetteller mit dreierlei Fleischsorten. Leider war hier nicht alles perfekt. Zudem wurde ich nicht gefragt, wie ich das Lamm und Rind gerne hätte. Das Schweinefilet wurde leider zu trocken gebraten oder gegrillt. Das Rinderfilet war, wie ich gehofft hatte, medium. Leider war es jedoch mehr durch als medium. Das Lamm hingegen war perfekt. Hier passte auch die Marinade (Knoblauch) sehr gut. Beim Rind gab es eine Pfeffersoße, die auch nicht schlecht


war. Lediglich das Schweinefilet konnte mit der Champignon-Rahmsoße nicht überzeugen, was jedoch hauptsächlich am Filet selbst lag. Die Beilage, Pommes frites, war nicht zu bemängeln. Die anderen anwesenden Personen haben Gyros bestellt. Der Besuch war sehr angenehm. Die Kellner waren sehr freundlich und aufmerksam. Das Essen war gut und die Atmosphäre stimmig. Einen Punkt Abzug gibt es jedoch bei der Bedienung, da ich nicht gefragt wurde, wie durch das Lamm und Rind sein sollen. Reservierungen sind erwünscht, aber nicht zwingend erforderlich. Alexander Uhl alexander.uhl@launi.me

mango-chutney.

bon manger.

Ergibt etwa 2 Liter: 3 reife Mangos 1 reife Ananas 1 rote Paprika Ein daumengroßes Stück frischer Ingwer 150 g Zucker 1 EL Salz ¼ l Obstessig 2 Zwiebeln 2 Knoblauchzehen Saft von 2 Zitronen 1 EL Senf Chili 1. Die Mangos, die Ananas, die Paprika und den Ingwer schälen und würfeln. 2. Alles in einen Topf geben, mit Zucker, Salz und Essig mischen und zugedeckt einige Stunden (oder über Nacht) ziehen lassen. 3. Dann erst Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein hacken. Alles zusammen mit dem Zitronensaft, dem Senf und Chili in einen Topf geben und mit den Früchten mischen. 4. Deckel zu, bei mittlerer Hitze zum Kochen bringen. Dann die Hitze herunterschalten und ohne Deckel noch etwa 30 Minuten sanft vor sich hin köcheln lassen, bis das Chutney eingedickt ist. Öfter mal umrühren. 5. Wenn‘s für den Vorrat sein soll, direkt in kochendheiß ausgespülte Gläser füllen und sofort verschließen. Ansonsten: Bon Appétit!


mensaland. 11.30-13.30 Uhr 17:30-18.30 Uhr

OFFEN:

(Mo-Fr) (Mo-Do)

Anregungen / Probleme mit der Mensa Landau des Studierendenwerks Vorderpfalz? Entweder an uns: chefredaktion@launi.me ...oder direkt an das Studierendenwerk:

Studierendenwerk

Speiseplan A usgabe Tier. I Du

V o r d e r pinfo@studierendenwerk-vorderpfalz.de falz

fĂźr die Zeit vom 31.01.2011 bis 04.02.2011

Woche 5

A usgabe RĂźbe. II Du

A bendmensa Du Eule.

Waldpilzsuppe M aultaschen mit GemĂźsefĂźllung in RahmsoĂ&#x;e Salzkartoffeln Rohkostsalat Dessert

Zwiebelsuppe H ähnchenbrustfilet im K nuspermantel (9) Kroketten(1,3) Salatteller Dessert

Kressesuppe M exikanisches K artoffelBohnengericht(1) Rohkostsalate Dessert

Tagessuppe Paniertes Schweineschnitzel Pommes frites Salatteller Dessert

Bßndner Gerstensuppe Vollkorn-B roccolibratling mit K äse(1) Kroketten(1,3) oder Bratkartoffeln ital. Salatteller(1,3) Dessert

Knoblauchrahmsuppe K albsrahmbraten    Teigwaren Salatteller Dessert

Karottencremesuppe O fenfrischer A pfelstrudel mit VanillesoĂ&#x;e(1) Dessert

Klare FleischbrĂźhe Rahmgulasch vom Schwein Teigwaren Salatteller Dessert

von 17.30 - 18.30 Uhr

Montag 31.01.2011 Eiermuschelsuppe       Butterspätzle oder KnĂśdel(1,3) GemĂźse oder Salat Dessert Dienstag 01.02.2011 Blumenkohlcremesuppe H ackbraten(S,R) in RahmsoĂ&#x;e Berner RĂśsti(1,3) oder Teigwaren GemĂźse oder Salat Dessert Mittwoch 02.02.2011 Gulaschsuppe Schinkennudeln(S,2,4,8,9) mit TomatensoĂ&#x;e Salatteller Dessert Donnerstag 03.02.2011 FrĂźhlingssuppe GeflĂźgelfrikassee mit C hampignons und Spargel Vollkornreis oder Teigwaren Buttererbsen oder Salat Dessert Freitag 04.02.2011 Bohnensuppe     (1,2) bunter Reis oder Kroketten(1,3) GemĂźse oder Salat Dessert

Tagessuppe Gebackenes Seehechtfilet mit Joghurtremoulade(1,2) hausgemachter Kartoffelsalat Salat Dessert

kein A bendmenĂź


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impressum.

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Das Auge glaubt mit.

alexander eilers

La.Uni No.86  

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