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La.Uni w w w. l a u n i . m e No.64 10.Mai 2010

Tag zur Nach haltigkei

t.

SONDERAUSGABE.


Wichtige Adressen.

AStA VORSITZ: Elena Leuschner vorsitz@asta-landau.de ÖFFENTLICHKEITSARBEIT: Daniel Hohn pr@asta-landau.de INTERNE HOCHSCHULPOLITIK: Julia Weyrich hopoin@asta-landau.de EXTERNE HOCHSCHULPOLITIK: Max Schneider hopoex@asta-landau.de BOLOGNA Christopher Tautz bologna@asta-landau.de Bachelor-Sprechstunde: Mi 12 - 13.30 Uhr KULTUR: Berend Barkela kultur@asta-landau.de SOZIALES: Amrei Schommers soziales@asta-landau.de EVENTS & SPORT: Marion Polcher & Ralf Schmidt events@asta-landau.de & sport@asta-landau.de UMWELT & MOBILITÄT: Fabienne Mittmann umwelt@asta-landau.de

AStA-Sekki WO IHR UNS FINDET: Blauer Ausgang Atrium / ggüber H1+H2 SERVICE: - Infos rund ums Studium - Internationaler Studentenausweis (ISIC) - 2Clever- Hefte - Formulare - Informationsbroschüren: Kultur, Nahverkehr, BaFöG, Stipendium u.v.m. - kostengünstiges Drucken (3 ct. / Kopie) - La.Uni News - Ruhe oder ein gutes Gespräch :) ÖFFNUNGSZEITEN: Di - Do: 12 - 14 Uhr Fr: 10 - 12 Uhr KONTAKT: Esther Zobel campus@asta-landau.de Tel.: 06341-280 31 276

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DIE SITZUNGEN SIND HOCHSCHULÖFFENTLICH. (soweit nicht anders vermerkt)

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Anfänglich.

Ganz besonders. Diese Woche steht die La.Uni ganz unter dem Zeichen der Nachhaltigkeit. Nicht nur, dass wir (wie eigentlich jede Woche) auf Recyclingpapier gedruckt sind, auch inhaltlich kennen wir dieses Mal nur ein Thema. Und das hat einen Grund: diesen Sonntag (16. Mai) findet auf dem Rathausplatz der Tag zur Nachhaltigkeit (TzN) statt. Einen ganzen Tag lang gibt es dort viele Aktionen zum mitmachen und selbst ausprobieren rund um das Thema Nachhaltigkeit. Diese Idee fanden wir so toll, dass wir - unterstützt von dem studentischen Orgateam des TzN - eine Themenausgabe herausbringen wollten. Nach erstmaligem Brainstorming mit dem TzN-Team und folgender intensiver Recherche unsererseits, liegt sie nun vor Euch. Viele weitere Infos findet Ihr auch auf: www.tag-zur-nachhaltigkeit.de. Was war sonst noch los letzte Woche? Stupa-Wahl natürlich. Zu Redaktionsschluss gab es leider noch keine Ergebnisse, aber in der nächsten Woche werden wir Euch alle Wahlergebnis präsentieren. Wir wünschen eine angenehme Woche und hoffen, Euch alle am Sonntag auf dem Rathausplatz zu sehen. Beste Grüße, Stefanie Hurth und Jörn Weisenberger Chefredaktion chefredaktion@launi.me


Recherchiert.

Ökologische Lebensweise möglich. Wer kennt ihn nicht, den wöchentlichen Gang zum Supermarkt? Manche Dinge verändern sich, mal sind es die Kassierer, mal der Verkaufsraum. Doch eine ganz gravierende Veränderung in den letzten beiden Jahren fand in den Regalen statt. Kaum eine Regalreihe in der nicht das Bio-Siegel auf der Verpackung abgedruckt ist. Bio ist in, bio boomt, das haben nun alle erkannt. Doch neben den allseits bekannten Bio-Siegeln auf den Lebensmitteln gibt es noch viele weitere Siegel, die den Verbraucher auf eine gesunde und nachhaltige Lebensweise hinweisen. Ein Symbol, das vor allem mit nachhaltiger Produktion in Verbindung gebracht wird, ist das FairTraide-Zeichen. Erwerben kann man solche Produkte, von Kaffee bis hin zu Taschen, hauptsächlich in Weltläden. Hier werden die Arbeiter nach Mindestpreisen oberhalb des Weltmarktniveaus bezahlt, weshalb viele Produkte auch meist etwas teurer sind. Jedoch können hier die Arbeiter ihre Familien finanzieren und müssen nicht mit willkürlichen Kündigungen rechnen. Ein Zeichen, das den Meeresbewohnern unserer Erde hilft, ist das Marine Stewardship Council (MSC) Symbol. Meerestiere mit diesem Zeichen wurden unter annehmbaren Bedingungen gefangen. Das heißt, dass hier keine Überfischung stattfand. So werden auch Fische, die auf der Roten Liste stehen nicht mit

dem Siegel ausgestattet. 2008 waren aber lediglich Produkte von 600 Unternehmen damit ausgestattet. Das Naturland Siegel vertreibt hingegen nur Fische, die in Aquakulturen gezüchtet wurden. Neben Lebensmitteln gibt es auch zahlreiche Nachhaltigkeitssiegel für Textilien. Das wohl bekannteste ist das „Textiles Vertrauen“Logo. Die Kleidung wird nach der Herstellung auf Schadstoffe untersucht. Auch hier wird auf eine ökologische Produktion geachtet. Jedoch Logos von H&M und C&A, auf denen lediglich von „Bio Cotton“ die Rede ist, ist nicht zu trauen. Diese Symbole wurden von den Unternehmen entworfen, entsprechen den eigenen Regeln. Durch anerkannte Organisationen wurden diese Zeichen nicht bestätigt. Auch bei Textilien gibt es noch


zahlreiche andere Siegel. Um auch im Haushalt keine giftigen Stoffe einzuatmen, hilft einem der „Blaue Engel“. Er kennzeichnet jedoch auch viele weitere Produkte, wie Druckerpapier oder Zahnbürsten. Das „Europäische Umweltzeichen“ umfasst eine große Produktpalette. Auch in der Kosmetikbranche gibt es vereinzelt Symbole, wie z.B. das von „NaTrue“ oder „BDHI Kontrollierte Naturkosmetik“. Hierbei werden nur naturidentische und naturnahe Rohstoffe benutzt. Auf Konservierungsstoffe wird verzichtet. Auch die Männer der Schöpfung können in der Elektronik auf eine nachhaltige Verwendung achten. Das „Energy Star“ Symbol kennzeichnet energiesparende Bürogeräte. Es gibt also zahlreiche Möglichkeiten der Umwelt etwas gutes zu tun. Unter nachhaltigigkeitsrat.de ist eine Liste mit allen Symbolen zu finden, die das Leben etwas ökologisch verträglicher gestalten. Katharina Engelhardt katharina.engelhardt@launi.me


Der LokalMatador.

Große Worte auf schwarzen Tafeln. Die Unileitung hat sich vor Jahren zu mehr Umweltschutz und Nachhaltigkeit verpflichtet. Damit nimmt sie es scheinbar aber bis heute nicht so genau. Kommenden Sonntag steigt auf dem Landauer Marktplatz der Tag zur Nachhaltigkeit. Das Motto des Events lautet „Zukunft denken – nachhaltig handeln“, es soll um „Bildung für die nachhaltige Entwicklung in Rheinland-Pfalz“ gehen. Klingt erst mal ziemlich trocken, ist es aber gar nicht – zumindest, wenn man den Veranstaltern glaubt. Mit Energiesparparcours, Probefahrten im Elektroauto, gutem Essen und Livemusik wollen sie den Landauern eine Lebensweise näherbringen, mit der sich unsere Umwelt für kommende Generationen erhalten lässt. Quasi ein Rundum-glücklich-Paket für alle – vom Klimaschutzskeptiker bis zum Nachhaltigkeitsfreak. Wenn das Wetter mitspielt, könnten am 16. Mai also eine ganze Menge Menschen über den Markplatz flanieren, darunter bestimmt auch die Offiziellen unserer Universität. Mit stolzgeschwellter Brust werden die sicher nichts als Lob übrig haben für die Veranstalter. Dass sie sich

damit auch selbst auf die Schulter klopfen, ist klar, schließlich sind es ja ihre Studierenden, die das alles möglich machen. Bei allen großen Worten muss sich die Unileitung aber zuallererst auch an ihren Taten messen lassen. An dieser Stelle könnte man eine verstaubte schwarze Tafel ans Tageslicht zerren, die bisher auf irgendeinem dunklen Flur des Präsidialamtes der Uni Koblenz-Landau in Mainz hängt. „Leitbild für Umweltverantwortung in Bildung und Wissenschaft“ steht darauf in weißen Buchstaben und ganz unten hat jemand ziemlich unleserlich für die Universität sein Zeichen gemacht – gleich neben den Landesministern für Bildung und Umwelt. Dazwischen steht etwas vom „Beitrag der Wissenschaft zur Erhaltung der Biosphäre“, von „Zukunftssicherung“ und einem „Generationenvertrag“ und natürlich von „Nachhaltigkeit“. Die Tafel gehört zu einer Vereinbarung zwischen den beiden Mi-


nisterien und allen Hochschulen in Rheinland-Pfalz, in der sie den „Umweltschutz als gemeinsames Ziel ihres Planens und Handelns“ bezeichnen. Sehr passend zum kommenden Sonntag, das Ganze. Aber was hat die Unileitung konkret getan, damit die hehren Versprechen nicht bloß schöne Worte bleiben? Hat man sich wirklich regelmäßig getroffen, beraten und gemeinsame Veranstaltungen organisiert, wie es in der Vereinbarung steht? Eine Anfrage bei Präsident Roman Heiligenthal zu diesem Thema blieb leider bis zum Redaktionsschluss unbeantwortet. Hat er einfach keine Zeit oder vielleicht gar nichts zum Thema zu sagen? Da kann man im Moment nur mutmaßen. Kritiker unter den Studierenden finden die Nachhaltigkeitsleistung der Universität ihrerseits jedenfalls wenig überzeugend: In der Hausdruckerei werde kaum umweltfreundliches Recyclingpapier verwendet, klagt zum Beispiel die Umweltgruppe, obwohl sie die Zuständigen nach eigenen Angaben schon viele Male

dazu aufgefordert hat. Außerdem gibt es nach wie vor viel zu wenige Stellplätze für die immer größer werdende Zahl von Fahrrädern, wie man am täglichen Chaos auf dem Parkplatz sehen kann. Die Bedarfszahlen liegen dem Vizepräsidenten und der Hausverwaltung laut AStA längst vor, passiert ist jedoch nichts. Die Bauarbeiten haben das Problem sogar noch verschärft. Wie ernst ist es der Universitätsleitung also mit Umweltschutz und Nachhaltigkeit? Zum den TzN hat sie jedenfalls 800 Euro beigesteuert – ein eher symbolischer Betrag verglichen mit den fast 12.000 Euro, die allein die Studierendenschaft und die Fachschaften aufbringen. Und ein ziemlich günstiger Preis für so viel Werbung. Timo Brücken timo.bruecken@launi.me


Ein sonderbares Leben.

Schlank = Schön. Liebe Mädels, Liebe Jungens, die letzte Woche war wirklich anstrengend, denn ich hielt Diät. Es wird Sommer, die Frauenzeitschriften sind voll von Tipps über perfekte Strategien überflüssige Speckrollen möglichst schnell zu beseitigen und weil Diättipps die Verkaufszahlen stets zuverlässig in die Höhe treiben, gibt es nun auch in der La Uni einen Beitrag dazu. Tatsächlich schleppe auch ich einige Pfunde zu viel mit mir herum, die mich gewaltig stören. Die nun langsam steigenden Temperaturen sind nun der entscheidende Ansporn, ihnen endlich an den Kragen zu gehen! Wer bis hier glaubte, es handele sich bei den lästigen Pfunden um mein mühsam angefressenes Hüftgold, den muss ich enttäuschen. Eure Sensationsgier wird hier nicht mit einem klischeeerfüllenden Seelenstrip á la „Schokolade zum Frühstück“ gestillt. Vielmehr geht es um meine CO2- Diät, die ich im Rahmen der Vorbereitung auf den am Sonntag stattfindenden „Tag zur Nachhaltigkeit“ versuchte durchzuführen. Auf Schokolade musste ich hierfür nicht verzichten, aber.... 1.Tag: 7 Uhr. Gnadenlos piept mein batteriebetriebener Tchibo-Wecker mich wach. Eine Liste hängt über meinem Bett, die 10 Gebote, die mich durch die nächste Woche führen sollen. Ich bin hochmotiviert meinen Beitrag die bevorstehende Klimakatastrophe aufzuhalten, zu leisten. Ich bin Neo, Harry Potter und

Clark Kent in einem, der Fortbestand der Menschheit liegt in meinen kleinen Händen und (bei Gott), ich werde alles in meiner Macht stehende tun, die Welt zu retten! Bevor ich in die Woche startete, verschlang ich zuerst einiges an auf Papier gedruckter Literatur zum „Nachhaltigen Konsum“, versuchte zu verstehen, warum so manche alltägliche Dinge das Klima zerstören und überlegte mir Wege, meine Gewohnheiten zu ändern ohne mich allzu sehr einzuschränken. Gar nicht so schwer, dachte ich mir, diese Woche werde ich einfach - kein Fleisch, kein Fisch, keine Milch, kein Käse und keine Eier essen - Wein, Getränke aus Einwegflaschen und Gummibärchen sind auch gestrichen - zur Uni werde ich immer mit dem Rad fahren - zum Einkaufen einen Stoffbeutel benutzen - ich werde nicht baden, sondern nur kurz duschen - Makeup, Deo und Schminkzeug bleiben unbenutzt - die Waschmaschine wird immer im Sparprogramm laufen und nur angestellt, wenn es tatsächlich notwendig ist - falls ich neue Kleider kaufe, auf Material und Herstellung achten und keine Lederschuhe tragen oder kaufen Sieben Tage also werde ich nachhaltig leben. Eine Woche für das Klima, meine Kinder, gegen Massen- und Nutztierhaltung, gegen die Überfischung der Meere, gegen Tierversuche, gegen die Ausbeutung menschlicher Arbeitskraft, gegen Umweltverschmutzung und für den Weltfrieden eben. Eine Woche werde ich nichts tun, was den Untergang dieses Planeten beschleunigen wird. Soweit wenigstens mein Vorsatz. Die oben genannte Auflistung klingt


nach verdammt viel Verzicht. Als wäre man als Klimaschützer zwangsläufig ein in Hanfsäcke gehüllter Vollzeithippie, und in jedem anderen Fall garantiert eine Umweltsau. Die Lektüre mannigfaltiger Literatur zum Thema beantwortet diese Problematik im Grund auch radikal mit einem „ja“. Unser alltägliches Leben ist nicht auf Nachhaltigkeit ausgerichtet. Auf die ersten Hürden trifft man in der Regel schon direkt nach dem Aufstehen. Im Bad nämlich möchte ich meine Zähne putzen. Ich benutze eine elektrische Zahnbürste, weil mein Zahnarzt glaubt, die Zähne würden davon sauberer und würden länger halten. Aber die ist natürlich mit Strom betrieben und der kommt bekanntlich aus einem Atomkraftwerk. Also nehme ich heute eine Handzahnbürste, die ich irgendwann wegwerfen werde, und mache Zahnpasta drauf die ich mal billig im Discounter gekauft habe und die vermutlich zuerst an irgendwelchen süßen Tieren ausprobiert wurde, bevor sie in meinem Badezimmer landete. Beim Anziehen dann die nächsten Probleme. Mein T-Shirt ist „Made in Kambodscha“, die Hose aus Bulgarien und über die Herkunft meiner Unterwäsche schweige ich mich vorsichtshalber aus. Ich trage also Klamotten, für deren Herstellung fremde Menschen auf der anderen Seite der Erdkugel wahrscheinlich 16 Stunden täglich für ein paar Kröten arbeiteten. Eigentlich weiß ich das. Warum aber ist mit das sonst egal? Doch ich habe keine Zeit, mich mit solchen Fragen aufzuhalten. Mein Wocheneinkauf steht an. Mein Stammladen für größere Besorgungen ist Aldi. Scheiße. Aldi. Ich kann mir schon vorher denken, dass Aldi bezüglich nachhaltigen Konsums eher auf den hinteren Rangplätzen landet. Soll ich da trotzdem hin? Der Blick auf mein Konto beantwortet diese Frage eher pragmatisch. Der Bioladen ist zwar um die Ecke, aber 100 g Käse für 3 Euro oder ein Müsli für 5 sind nicht drin. Moment, Käse? Käse ist ja gerade ohnehin nicht, weil für die Herstellung eines Kilos Käse fast 9 Kilo CO2 verursacht werden. Das ist zu viel. Dabei hätte ich solche Lust, zum Frühstück ein Brötchen mit viel stinkendem Käse

und Tomaten zu verdrücken....Beim Gedanken an die Tomaten fällt mir die nächste Klimasünde auf, die ich zu begehen in Begriff bin. Nachdenklich schlendere ich los. Bei Aldi beginnt dann das Drama. Ich will Müsli, aber im Müsli sind Zusatzstoffe wie „Süßmolkenpulver“, das kommt von irgendeinem Tier und ist daher passee. Der Wein für die Party am Abend ist mit Gelatine (Tierknochen) geklärt, das Wasser ist in Einwegflaschen gefüllt und die Joghurts, naja...kaufe ich eben nicht. Damit habe ich sicher Unmengen an CO2 eingespart. Ich könnte mich wenigstens mit ein paar Joggingklamotten belohnen, aber kann ich mir sicher sein, dass die Arbeitskräfte vernünftig entlohnt wurden und die Firmen auf eine umweltfreundliche Herstellung achten? Mit hängenden Schultern nähere ich mich dem Obst und Gemüse, greife zu Tomaten aus Spanien, Ananas aus Costa Rica, Birnen aus Argentinien, wohl wissend, dass das nicht der saisonale Gemüsekonsum sein kann, zu dem mir das Buch riet, aus dem ich meine Verhaltensmaßstäbe entnahm. Aber egal. Irgendwas muss ich ja essen. Mit hängenden Schultern trotte ich zur Kasse, habe Haferflocken im Gepäck anstatt ein Früchtemüsli, auf meinen Wein verzichte ich heute Abend, aber wenigstens das Obst muss mit. An der Kasse dann der nächste Schreck. Meine extra beiseite gelegte Jutetasche habe ich natürlich vergessen. Ein Plastikbeutel muss her. Aber was solls, den kann ich ja das nächste Mal auch noch benutzen. Ihr fragt euch jetzt sicher, was das ganze Theater um und mit CO2 und der Eingangs angekündigten Diät zu tun hat. Es folgt ein kleiner Ausflug ins Theo-


Ein sonderbares Leben.

retische. Bitte anschnallen! Durch unseren Lebensstil verursachen wir als Teil der westlichen Industrienationen einen CO2-Ausstoß der den natürlichen Treibhausseffekt aus dem Gleichgewicht bringt. Der Treibhauseffekt ist der Vorgang, der dazu führt, dass unser Planet wohl temperiert und damit bewohnbar ist. Maßgeblich beteiligt ist daran das Gas CO2, das dafür sorgt, dass die Wärme aus der Atmosphäre nicht einfach wieder entweichen kann. CO2 entsteht zum einen bei der Atmung von Lebewesen, zum anderen aber auch bei der Verbrennung von Kohle, Gas und Erdöl. Weil wir Menschen davon einiges verbrennen, um unsere Wohnungen zu heizen, Autos zu fahren oder Konsumgüter herzustellen, entstand seit Beginn der Industrialisierung mehr CO2 als die Erde ertragen konnte. Die Folgen spüren wir schon heute. Dürren, Überschwemmungen und der langsame Anstieg des Meeresspiegels sind Themen, von denen wir alle in den letzten Jahren wenigstens mal gehört haben. Diese Horrorszenarien sind jedoch noch weit weg vom Alltag des gemeinen Landauer Studenten. Falls wir jedoch keine Lust haben, dass unsere Kinder mal Kriege um Trinkwasser führen oder ihr Haus mit Klimaflüchtlingen teilen müssen, sollten wir bereit sein, unseren Lebensstil zumindest zu überdenken. CO2 entsteht nämlich nicht nur beim Autofahren oder wenn irgendwelche Fabriken irgendwas verbrennen, sondern hat mit unseren alltäglichen Verrichtungen zu tun. Eigentlich alles was wir in die Hand nehmen, hat mit

CO2 zu tun. Die Ananas die ich eben gekauft habe, kam aus Costa Rica geflogen, meine Kleider waren sicher nicht nur beim Transport sondern auch bei der Herstellung wahre CO2-Schleudern. Wenn ich mich gleich in mein Auto setze um zur Uni zu fahren (Renault Megane, Diesel), werde ich 148 g CO2 pro Kilometer in die Luft blasen, pro Tag verursache ich insgesamt um die 30 kg CO2, weil ich heize und esse, weil ich meine Wohnung beleuchte und mein Handy auflade, weil ich auf neue Klamotten ebenso wenig verzichten möchte wie auf mein Notebook. Wenn das alle so machen würden wie ich und ihr wahrscheinlich auch, wäre die Katastrophe schon längst über uns herein gebrochen. Weil alle so leben wollen (denken wir nun an China und andere aufstrebende Schwellenländer), müssen wir uns nun etwas überlegen, um sie aufzuhalten. Ziel vieler Industrienationen ist das Senken ihrer Treibhausemissionen. Doch hängt das Senken des Ausstoßes von CO2 nicht nur von Staaten ab, sondern auch der Konsument (das seid ihr!) hat eine gewisse Macht, diese Entwicklung zu beeinflussen. Dass das freilich nicht so einfach ist, seht ihr oben. Meinen Versuch absolut nachhaltig zu konsumieren gab ich bereits nach der ersten Hälfte des ersten Tages auf. Hätte ich es radikal umsetzen wollen, hätte ich mein gesamtes Leben in Frage stellen wollen. Doch mit der CO2-Diät ist es wie mit jeder Diät. Wenn man sich realistische Ziele setzt, hat man Chancen sie auch zu erreichen. Und wenn es mir auch nicht gelingen wird, alleine den Klimawandel aufzuhalten, so hat dieser Selbstversuch doch wenigstens einen Denkprozess ausgelöst, in dem ich meinen Alltag stets kritische betrachte und überlege, wo ich vielleicht doch etwas ändern kann, ohne mich allzu sehr einzuschränken. Zur Uni werde ich jedenfalls nicht mehr mit dem Auto fahren. Das rät übrigens auch die Diät aus der „Freundin“. ;) Judith Hogen judith.hogen@launi.me


Im Jahr 2010 feiert der Landauer Weltladen sein dreißigjähriges Bestehen. Ein Anlass zu erklären, warum fair nicht gleich fair ist. Denn im Gegensatz zu diversen Discountern und Kaffeeröstern berücksichtigt dass Konzept der Weltläden alle Menschen, die an einem „fairen“ Handel beteiligt sind, was auch die Importeure und Läden selbst mit einschließt. So ist jeder Einkauf im Weltladen eine Chance „mit dem Geldbeutel Politik zu machen“, wie eine Mitarbeiterin sagt. Das die Weltläden sich nicht mehr über braune Bananen und unaromatische Kaffeesorten definieren können, ist selbstverständlich. Mit den Jahren wuchs die Produktpalette gemeinsam mit marktfähiger Professionalität und Qualität auf allen Ebenen. Das Angebot umfasst Textilien,

Schmuck und Kunsthandwerk, (Welt) Musik, Lebens- und Genussmittel, Spiel- und Schreibwaren, Musikinstrumente und vieles mehr. Als neuester Trend vollzieht sich die Verbindung aus Öko- und fair gehandelten Waren im Sortiment. Nicht nur Marketingstrategie; eine zwei Jahre dauernde Kampagne die Gedanken in Richtung einer zukunftsorientierten Landwirtschaft anstoßen soll. Am Tag zur Nachhaltigkeit beteiligt sich der Weltladen übrigens auch: Es findet eine faire Modenschau auf dem Marktplatz statt. Mehr Infos bekommt ihr unter der Website: landauer-weltladen.de. Den Weltladen selbst findet ihr täglich von 10-18 Uhr in der Kugelgartenstraße 20 (also ganz zentral) in Landau. Benjamin Zilles

benjamin.zilles@launi.me

Zum Thema.

30 Jahre Nachhaltigkeit.


Theater & Co.

Montag Altes Kaufhaus LD | Iran und der Nahe Osten: Perspektiven und globale Sicherheit | freier Eintritt | Einlass ab 19.00 Kippe KA | Quiz | 21.00 Bad. Konservatorium KA | Les Adieux | Studienabgänger/innen-Konzert | 20.00 Naturkundemuseum KA | Vortrag Astronomische Vereinigung | 20.00 Galerie Durlach KA | Bingo Abend | 20.00 Dienstag Bad. Staatstheater KA | Die griechische Passion | Oper von B. Martinu | 20.00 Insel KA | Faust in the Box | 20.00 Kammertheater KA | Die Made mit Speck | Heinz Erhardt Abend + Volksbank-Chor | 19.30 Amerikan. Bibliothek KA | Michelle Obama – ein amerikanischer Traum | C. von Marschall, Lesung | 19.30 Mittwoch Bad. Konservatorium KA | Kammerkonzert | 20.00 Bad. Staatstheater KA | Cosi fan tutte | Oper von W. A. Mozart | 19.30 Kammertheater KA | Die 39 Stufen | Krimikomödie | 19.30 KIT KA (Campus Süd) | Junge Talente – Wissenschaft und Musik | 16.30 Amerik. Bibliothek KA | Storytime in English | ab 3 J. | 16.00 Donnerstag Haus des Gastes Bad Bergzabern | Pälzer Feierowend | 19.00 Scruffys Irish Pub KA | Pub Quiz | 20.00 Bad. Staatstheater KA | Coppélia | Ballett von L. Delibes | 19.00 | Lorenzaccio | von A. de Musset | 19.00 marotte Figurentheater KA | Männer sind anders. Frauen auch! | 20.00 Sandkorn KA | Ein Herz und eine Seele | 20.15 Freitag Haus am Westbahnhof LD | Offene Bühne | 20.00 Jugendstil-Festhalle LD | Midnight Ramblers (Country, aus Virginia) | 20.30 Alte Feuerwache MA | Poetry Slam Landesmeisterschaft Ba-Wü | 21.00 Sandkorn KA | RaumZeit –Entfesselt im Jugendknast | 10.00 | Der Prozess | von F. Kafka | 19.30 | Wenn die Tauben Trauer tragen | Kabarett | 21.00 Insel KA | Sie sehen gar nicht türkisch aus | Lesung + Diskussion | 20.00 Samstag Messegelände LD | Sperlich’s Märchentheater: Der Räuber Hotzenplotz | 16.00 – 18.00 (auch Do, Fr, So) Sonntag Jugendstil-Festhalle LD | Bodo Wartke: König Ödipus | 20.00 – 22.30 Haus am Westbahnhof LD | Klassik: Gestatten Robert Schumann (Porträt) | Eintritt: 1015 € | 17.00


Montag Fatal LD | Kneipe | 21.00 Carambolage KA | DJ Tex Arcana | Pop/Indie/Rock | 21.00 Jazzclub KA | Jam Session | 20.30 Scruffys Irish Pub KA | Irish Folk Session | 20.00 Kulturhaus am Karlstorbahnhof HD | Max Herre | 21.00 Dienstag Tollhaus KA | Max Herre | 20.00 Carambolage KA | All You Can Dance | DJ Mirsa | 21.00 Die Stadtmitte KA | Waltari | 20.00 Schlachthof KA | Tag Zwei | Electroparty | 22.00 Mittwoch Fatal LD | Kneipe | 21.00 Bad. Brauhaus KA | Livemusik | 19.30 Carambolage KA | DJ Mykel & Team | Indie/Britpop/80s/Alternative | 21.00 Dei-Con KA | Campus Night | 22.00 Substage KA | Long Distance Calling/Ira/At the Sundawn | Postrock | 20.00 Halle 02 HD | Ohrbooten | Gyp Hop | 20.00

Freitag Fatal LD | The Crab Apple Blues Chapel, Death By Würstchen | 20.00 Das Haus LD | Jaara (Akustik-Soul, aus Leipzig) | Einlass: 20.00 | Beginn: 21.00 Colosseum LD | Techhouse Party | 22.00 Voodoo LD | The Real Clubnight | bis 22.30 freier Eintritt Alte Hackerei KA | 3 Jahre Hackerei | The Lurkers/The Seniles | Punk | 21.00 K5 KA | Alternative/Indie/Rock | Frankly Mr. Shankly | 22.00 Kohi KA | Achtung Rakete | Surfrock | 20.00 Unverschämt KA | Hardrock/Gothic/Metal | Gothic/EBM | 22.00 Substage KA | Eläkeläiset | Humppa | 20.00 Samstag Fatal LD | Red As Monkey, We Will Fly | 20.00 Das Haus LD | Live Bands legen nach Gig selbst auf: Dear Lament (Indie-Alternative), Sugar From Soul (Pop), The Clint Eatswoods (Indie) | Eintritt: 5 € | Einlass: 20.00 | Beginn: 21.00 Colosseum LD | DJ Phace & MC Temper | 22.00 Sonntag Kulturhaus am Karlstorbahnhof HD | Simphiwe Dana (Afro-Beat, Neo-Soul) | Einlass: 20.00, Beginn: 21.00 Zusammengestell von Erik Löbel erik.loebel@launi.me

Club & Stage.

Donnerstag Fatal LD | Laser Poodle, Moemlien, Eva Rodbro | 20.00 Carambolage KA | DJs Monsieur Chambre-Homme/Pierre Populaer | Elektro/Indie/NuDisco/New Wave | 21.00 Dei-Con KA | Smooth Club | 22.00 Substage KA | Katzenjammer & Guest | Indie | 20.00 Tollhaus KA | Festival Son Cuba | 20.30 Fabrik Bruchsal | Best of Rock | 21.00


LesBar.

NAOMI KLEIN NO LOGO! SACHBUCH / Goldmann / 10.00

„In ihrer scharfsinnigen Studie offenbart Naomi Klein die Machenschaften multinationaler Konzerne hinter der Fassade bunter Logos. Der von ihr propagierte Ausweg aus dem Markendiktat ist eine Auflehnung gegen die Täuschung der Verbraucher, gegen menschenunwürdige Arbeitsbedingungen, Zerstörung der Natur und kulturellen Kahlschlag. Durch ihre Demystifizierung verlieren die großen, global agierenden Marken an Glanz und Macht - zum Wohle aller.“

JARED DIAMOND KOLLAPS – WARUM GESELLSCHAFTEN ÜBERLEBEN ODER UNTERGEHEN SACHBUCH / FISCHER / 9.95

„Die überwucherten Tempelruinen von Angkor Wat, die zerfallenden Pyramiden der Maya in Yucatan und die rätselhaften Moai-Statuen der Osterinsel, stille Zeugen einstmals blühender Kulturen, aber auch Mahnmale für heutige Gesellschaften. Wann beginnt das Ende? Was sind die Warnsignale? Jared Diamond zeichnet die Muster nach, die zum Untergang von Imperien führen, und zeigt uns, dass die Zukunft in unserer Hand liegt.“


MEYAH DON MIT HERZ UND SEELE

Ich hab nix gegen Ökorap , spottete noch vor ein paar Jahren ein bekannter Gangsta-Rapper aus Berlin. So? Nun, wir schreiben das Jahr 2009, das größte deutsche Gangsta-Rap-Label gibt es nicht mehr und Gangsta-Rap selbst wurde inzwischen offiziell für tot erklärt. Meyah Don aber, studierter Agrarwissenschaftler und somit Deutschlands einziger echter Ökorapper, ist quicklebendig zurück mit einem neuen Album. Und Mit Herz Und Seele . Aggro-Rap ist auf dem Rückzug. Agro-Rap dagegen blüht jetzt erst richtig auf. amazon.de

„Fame“ (italienisch für: Hunger) bietet vielseitigen, anspruchsvollen und abwechslungsreichen HipHop, der im Moment in dieser Form sicherlich einmalig ist in Deutschland. Durchdachte, fundierte und stellenweise lyrische Texte, mal politisch, mal persönlich, aber immer hochklassig und intelligent, heben CHAOZE ONE weit aus der Masse inhaltsloser Rap-Poser hervor. Er erzählt auf charmante Art und Weise die Geschichte seines Lebens, Ängste, Gefühle, Sehnsüchte und Träume, manchmal traurig-resignativ und persönlich, manchmal aufwühlend, wütend und hochpolitisch wie eh und je. amazon.de

HörBar.

CHAOZE ONE FAME


LeinWand.

Kick-Ass „Fast unsichtbar in der Schule und mit einem Haufen Comics im Schrank ist Dave Lizewski ein völlig durchschnittlicher Teenager - zumindest bis er die Entscheidung fällt, ein Superheld zu werden. Er schlüpft in ein grünes Ganzkörperkostüm, setzt sich eine Maske mit Schlitzen für Augen und Mund auf, schnappt sich zwei Bleirohrkampfknüppel und zieht als „Kick-Ass“ in den Kampf gegen das Böse.“ Wir finden: Eine gehörige Portion Humor und ebensoviel Action: Gute Unterhaltung. (filmwelt / tägl. 19uhr (23uhr FR/SA) / 117min.)


WordBoner.


LösBar.

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Teil B

Stufe:

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Lösung letzte Ausgabe: Bis Bald Sabrina - Reite Herum Trostloser Sandiger Sanken Nörgle Niemals Brandiger Berliner - Bringe Hamburger Mit, Schatz: Die 16 Bundesländer

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Sudoku. 16

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Ich sehe deine Nummer.

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Wort im Kreuz. Gartenteil

gebildet ein Temperaturgrad

Schreibflüssigkeit

sehr warm bewegl. Körperteil

Fangseil

Teil des Fingers

Gegenstand

Wagenladung

veraltet für Oboe

karibischer Inselstaat

sinnvolle Rede (griech.)

franz. Südseeatoll

griech. Buchstabe

Gedeck Farbe beim Roulett

Sportpreis poet.: Unwahrheit

Grundlage

vorhersehen

Kfz-Z. Itzehoe

Erdtrabant

Kfz-Z. Magdeburg

Südostasiat Bootsteil

wichtig

Stock

Edelgas

gewitzt, schlau

Lumme arab. Artikel

röm. Grenzwall

Söller Hohlraum in Felsen

Schiffsleinwand

Besen

norddt.: Mädchen

Nagetier

Anrede in England

Tragetasche

Mittellosigkeit

Verzierung

franz.ital. Küstenstreifen

dauernd westafrik. Staat

Heeresteil

possenhaft

Schauspiel

Fleischsülze

israel. Amtssprache

Abk.: Rückgaberecht

Eigenname d. Eskimos

Schonkost

männl. Haustier

Gedenkkreuz

Pflanzenstiel

Bienenzüchter

Laubbaum

Fragewort

künstl. Haarfarbe

Kalenderanzeige

USAnkerBundes- winde staat

Zahlenglücksspiel

Einkommen

Schweinelaut

Vorname von Delon

kräftig

Name d. germ. Kriegsgotts

Impfflüssigkeit

jüdischer Monatsname

jene moham. Name für Gott

englisch: nach, zu

Rauchkraut

Weichkäse

Fußstoß

Umriss

Hühnervogel

Rundfunkgerät

Monatsname

Balten

Türgriff

am Ende

Koralleninsel

Abstufung

Opfertisch

Stadt in Nigeria

Fleischscheibe

Geschwindigkeit

Raserei

Todeslauf

tourist. Unternehmen

Heilplanze

Modestil (engl.)

Gaunersprache

Kopf

juristisch beglaubigt

genahrbräuch- haftes lich Getränk

Büchergestell

Teil des Kopfes GegenStadtteil von teil von Köln Frieden

lat.: folglich, also

lateinamerik. Tanz

Steinart

betagt

lat.: ich

Hptst. von Thailand

Auszug Lendenmuskel

eingefräste Rille

pakist. Großstadt

Eingebung Inserat

Rollkörper

www.apotheken-raetsel.de


Tütensuppenreport.

Pause. Seit letzter Woche ließen mich die Gedanken nicht mehr los. Wir leben in einer technisierten Welt, in der ein paar Tage ohne Internet schon die reinste Qual sind. Alles wird auch von Tag zu Tag schneller. Da wir sowieso nie Zeit für irgendetwas haben, tun wir mindestens zwei Dinge gleichzeitig, wenn nicht sogar drei. Und so erwischte ich mich diese Woche wieder dabei, wie ich mein Abend-Brötchen vor dem Rechner einnahm, in einem Fenster eine Folge „Lost“ schaute während ich in einem anderen Fenster mit einer guten Freundin chattete. Hätte mich meine Mutter dabei gesehen, so hätte ich mir sicher eine 10minütige Ansprache anhören müssen, wieso um alles in der Welt ich nicht mein Essen in der Küche zu mir nehme, meine Serie auf dem Fernseher schaue und die gute Freundin anschließend anrufe, um ganz entspannt mit ihr plaudern zu können. Ich hätte darauf wohl geantwortet, dass sie die Sache eh nicht versteht und mich bitte nun in Ruhe lassen soll, was eine weitere Ansprache zur Folge gehabt hätte, deren Ergebnisse ein Streit mit meiner Mutter, ein halb gegessenes Brötchen und eine im Chat auf Antwort wartende Dame gewesen wären. Einzig und allein die „Lost“-Folge hätte die Diskussion dank der „Pause“-Funktion meines Players überlebt. Daher war ich heilfroh, dass meine Mutter an besagtem

Abend nicht anwesend war, und somit musste ich auch nicht mal die „Pause“-Taste meines Players betätigen. Doch bräuchten wir das nicht auch mal im Leben, so eine „Pause“-Taste? Wir hetzen durch unser Leben und möchten gute Menschen sein, die die Umwelt schonen und ein vorbildliches Leben führen. Trotzdem begegnen wir den wenigsten Dingen kritisch, nehmen lieber alles hin und fühlen uns sogar noch wohl dabei. Da wir keine „Pause“-Taste im Leben haben, fehlt uns ja eh die Zeit, etwas zu verändern. Doch bei dem ganzen Konsumieren merken wir gar nicht mehr, dass wir die Menschen sind, die die Dinge nachhaltig beeinflussen können. Ja, nachhaltig, in diesem Wort steckt so viel. Schließlich wollen wir am allerwenigsten, dass unsere Erde irgendwann nicht mehr bewohnbar ist. Doch wir tun nicht beson-


ders viel dagegen. Warum sind denn die Möbel bei der bekannten schwedischen Möbelfirma, in der viele von uns Studenten einkaufen, so günstig? Sicher nicht, weil sie uns Studenten so sehr mögen. Wieso kostet eine 2-Liter-Einweg-Flasche Cola mittlerweile weniger als zwei MehrwegFlaschen? Sicher auch nicht, weil man uns mit flüssigem, schwarzfarbenen Zucker bei guter Laune halten will. Und mit dem Markt, dessen Kunden nicht blöd sind, möchte ich gar nicht erst anfangen. Schließlich machen dort viele von uns immer wieder die totalen Mega-Schnäppchen bei Elektro-Geräten und sind glücklich. Dabei könnte doch alles so einfach sein, in dem wir eines richtig machen, in unserem sogenannten Informationszeitalter: wir informieren uns vorher. Wir erfragen einmal genaue Details über unsere elektronische Neuanschaffung, fragen uns, ob wir wirklich schon wieder neue Wegwerf-Möbel brauchen oder geben ein paar Cent mehr aus und kaufen Mehrweg-Flaschen, die, wie der Name schon sagt,

mehrfach verwendet werden können und somit die Umwelt schonen. Fakt ist doch, dass sogar wir Studenten schon in diesem Uhrwerk gefangen sind, das rasend schnell angetrieben wird und uns daher nicht fragen, warum denn alles soweit gekommen ist. Im Gegenteil: wir versuchen, mit diesem ganzen Tempo nur noch Schritt zu halten. Wir rasen durch unser Leben getrieben von der Angst, dass wir versagen und vergessen dabei die wichtigste Sache, die uns von den Tieren unterscheidet: unseren freien Willen, der uns erlaubt, einfach einmal „Nein“ zu sagen. Denn wir können vieles in dieser Welt verändern. Wir müssen nur wollen. „Der Verstand kann uns sagen, was wir unterlassen sollen. Aber das Herz kann uns sagen, was wir tun müssen.“ -Joseph Joubert Patrick Hirschinger patrick.hirschinger@launi.me


Studierendenwerk Vorderpfalz

. g i h c s flei

S p e i s e p l a nnatĂźrlich.

aben

fĂźr die Zeit vom 10.05.2010 bis 14.05.2010

A usgabe I

A usgabe I I

dWoche lich 19 LD/WO .

A bendmensa

von 17.30 - 18.30 Uhr

Montag 10.05.2010 Tagessuppe Rinder roulade     Kartoffel-KarottenpĂźree oder Teigwaren Salat Dessert

Tomatensuppe mit Pasta und Basilikum Couchini - GemĂźseauflauf mit KäsesoĂ&#x;e(1) bunter Salatteller Dessert

Eiermuschelsuppe        t Spätzle Salatteller Dessert

Buchweizensuppe Getreideplätzle in DillrahmsoĂ&#x;e Kroketten(1,3) oder PĂźree Salatteller Dessert

Waldpilzsuppe M aultaschen mit GemĂźsefĂźllung RĂśstkartoffeln Salatteller Dessert

Dienstag 11.05.2010 WeiĂ&#x;e Bohnensuppe H ähnchen Cordon Bleu(2,8) Pommes frites oder Reis GemĂźse oder Salat Dessert Mittwoch 12.05.2010 GeflĂźgelcremesuppe H acksteak (S,R) mit RĂśstzwiebeln Pommes frites oder Teigwaren Salat oder GemĂźse Dessert

G rillabend* im A uĂ&#x;enbereich Spargelcremesuppe Bunte GemĂźsepfanne mit Penne ital. Salatteller(1,3) Dessert

Donnerstag 13.05.2010

F eiertag Freitag 14.05.2010

Mensa.

EierflÜckchensuppe H ähnchenbrustfilet  (1) Reis oder Berner RÜsti(1,3) Gemßse oder Salat Dessert

FrĂźhlingssuppe Gebackenes Seelachsfilet mit Joghurtremoulade(1,2) Kartoffelsalat, Salat Dessert

kein A bendmenĂź

Ă–ffnungszeiten: 11.30 - 13.30 Uhr (Mo - Fr) & 17:30 - 18.30 Uhr (Mo - Do)

Anstelle der Tagessuppe kann auch Kaltschale gewählt werden.

W ir wĂźnschen einen guten A ppetit Anregungen zur bzw. Probleme mit der Mensa der Uni Landau? Entweder an uns: chefredaktion@launi.me ... oder direkt an das Studierendenwerk: info@studierendenwerk-vorderpfalz.de

Ă„nderung vom Speiseplan vorbehalten. Alle Speisen mit jodiertem Speisesalz. Deklaration der Zusatzstoffe siehe Aushang an der Essenausgabe. Dessert wird direkt an der Theke deklariert.


Zutaten: ca. 300g Spiralnudeln 2 EL Essig oder Zitronensaft 2 EL Olivenöl 1 zerdrückte Knoblauchzehe ca. 1 TL Gemüsebrühepulver 1 TL Zucker Pfeffer 1-2 große rote Paprika 2 Tomaten 2 Stangen Sellerie 1 geh. EL Schnittlauchröllchen (frisch oder tief gefroren) 1 geh. EL Petersilie oder Kräuter der Provence (getrocknet) 1. Nudeln aufsetzen in reichlich Salzwasser kochen. 2. Soße anrühren aus Essig, Öl, Knoblauch, Gemüsebrühepulver, Zucker, Pfeffer und den Kräutern. 3. Paprika und Tomaten fein würfeln und unterrühren. 4. Bleichsellerie in dünne Scheibchen schneiden und unterrühren. 5. Nudeln abgiessen, sofort unterrühren und warm essen. Variante: Der Salat kann ganz einfach durch diverse Gemüsesorten erweitert werden. Bon Appétit! Judith Hogen judith.hogen@launi.me

KFE - Die Kaffeerösterei. Die KFE - Maximilianstraße 2 Kaffee und Espresso quasi frisch aus dem Röster: Bei der KFE - Die Kaffeerösterei an der Queichheimer Brücke (die in der ehemaligen Tankstelle) findet Ihr, neben den traditionellen Kaffee- und Espresso+Milch-Getränken, in der warmen Jahreszeit auch kalte Kaffeespezialitäten wie Eiskaffee und Shakerato. In lockerer und familiärer Atmosphäre wird Euch vom freundlichen Team leckere Schoki oder Eisschokolade zubereitet... und das alles zu wirklich guten Preisen. Service: **** Sauberkeit: ****

Ambiente: ***

StudentenFutter.

Nudelsalat.


Der LokalMatador.

Der Durst der Welt. Wie viel Wasser benötigt der Mensch zum Leben? Die Antwort ist vielseitig. Ein bekanntes Mineralwasser-Unternehmen wirbt seit einiger Zeit mit dem Slogan: „1,5 Liter Wasser am Tag und sie fühlen sich gut!“ Das mag aus medizinischer Sicht stimmen – aus ökologischer Sicht leistet sich die Menschheit jedoch weitaus mehr als jene 1,5 Liter pro Tag. Grund hierfür ist das so genannte „virtuelle Wasser“. Die Idee dahinter: Alles, was wir konsumieren, hat eine Vorgeschichte: Fleisch musste ernährt oder Gemüse bewässert werden. So hinterlassen wir einen „Wasserfußabdruck“, der weitaus größer ist als lediglich die 1,5 Liter Wasser, die wir direkt trinken. Ein Beispiel anhand eines Alltags verdeutlicht den immensen Wasserverbrauch: Nach dem Aufstehen steht das Frühstück an, eine Schale Müsli (25 Liter) mit Milch (200 Liter), dazu eine Tasse Kaffee (140 Liter) und einen Apfel (70 Liter). Allein hierfür benötigen wir rund 435 Liter virtuelles Wasser. In der Uni gönnt man sich erneut zwei Tassen Kaffee (280 Liter) und druckt 15 Seiten aus (150 Liter, bei

recyceltem Papier nur 1,5 Liter). Als kleinen Snack – und zur Dramatisierung des Beispiels – gönnt man sich einen Hamburger (2400 Liter) mit einer kleinen Apfelschorle (100 Liter). 2930 Liter virtuelles Wasser hat man für das studentische Mittagessen verbraucht. Das Abendessen fällt natürlich üppiger aus: Es gibt Bratkartoffeln (300 Liter) mit einem Rindersteak (3100 Liter), dazu Tomatensoße (40 Liter) und einen Salat (50 Liter). Als Nachtisch gibt es eine Banane (140 Liter), als Getränk einen Liter Wasser (1 Liter). Das Ergebnis des Abendessens: 3631 Liter virtuelles Wasser. Nicht mit eingerechnet ist der Kauf einer Jeans (8500 Liter) oder eines T-Shirts (2500 Liter) – und sollte man abends noch weggehen, werden für jedes 0,25l-Bier rund 75 Liter virtuelles Wasser fällig. Die Bilanz des Tages: Circa 7000 Liter virtuelles Wasser – für nur einen Tag. Der Durchschnitt in Deutschland liegt darunter und beträgt rund 4000 Liter virtuelles Wasser. Das lässt sich dadurch erklären, dass nicht jeder Mensch täglich Fleisch isst, welches enorm viel virtuelles Wasser benötigt. Um die 7000 bzw. 4000 Liter virtuelles Wasser einordnen zu können, reicht ein Blick auf den tatsächlichen Pro-Kopf-Wasserverbrauch in Deutschland – der beträgt 122 Liter


pro Tag und umfasst alle Tätigkeiten wie Kochen, Waschen oder die Toilettenspülung. Woher kommen diese Werte? Man sieht recht schnell, dass Vegetarier einen kleineren Wasserfußabdruck hinterlassen als Fleischesser. Beispielsweise wird der Wasserverbrauch von Rindfleisch dadurch berechnet, dass man sowohl die Bewässerung des Futters (8000kg), sowie das getrunkene Wasser eines Tieres (24000 Liter) bis zu dessen Schlachtgewicht nach drei Jahren addiert. Ein Kilogramm Rindfleisch steht somit für 15.500 Liter virtuelles Wasser. Gemüse wie beispielsweise Tomaten werden zumeist in heißen und wasserarmen Regionen wie der Süden Spaniens angebaut und müssen dementsprechend viel bewässert werden – mit Wasser aus anderen Ländern. Ein anderes Beispiel wäre Kakao (27000 Liter virtuelles Wasser pro Kilogramm): Eigentlich ist der Kakaobaum ein Urwaldbaum, der in regenwaldähnlichen Regionen wächst. Ein großer Teil wird aber auf gerodetem Land in voller Sonne angebaut, wo intensive Bewässerungen notwendig sind.

Professor Tony Allan aus London, der Erfinder des virtuellen Wassers, hegt mit seiner Idee eine Hoffnung für die Zukunft – einen sparsameren Umgang mit und ein neues Bewusstsein für Wasser, der wichtigsten Ressource der Erde. Die Werbung hat Recht: Der Mensch soll mindestens 1,5 Liter Wasser pro Tag trinken. Aber in einer Welt, in der mehr als eine Milliarde Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser hat, sollten wir uns der Verantwortung bewusst werden – und hoffen, dass die Weltbank mit ihrer Prognose nicht Recht hat: „Die Kriege des nächsten Jahrhunderts werden nicht um Öl, sondern um Wasser geführt.“

Daniel Hohn daniel.hohn@launi.me


Karla Kolumna unterwegs.

Das TzNInterview. Ein Interview mit Hannes Gaschnig (Projektleitung TzN) und Fabienne Mittmann (Verantwortliche „Abfallabenteuer“ beim TzN). Stellt doch mal kurz euch und eure Aufgabe beim Tag zur Nachhaltigkeit vor. Fabienne: Mein Name ist Fabienne Mittmann, ist studiere im 6. Semester Umweltwissenschaften und bin seit Anfang an im Team des TzN. Hannes sprach mich damals an und ich war direkt Feuer und Flamme für seine Idee. Mittlerweile bin ich beim TzN für so ziemlich alles was so anfällt zuständig.

Hannes: Ich bin Hannes Gaschnig, ich hab den Überblick, aber nicht den Durchblick (lacht). Ich studiere ebenfalls Umweltwissenschaften im 8. Semester und habe mich auf ökonomische Fragen spezialisiert, die was mit Nachhaltigkeit und grüner Wirtschaft zu tun haben. Beim TzN bin ich der Projektleiter und koordiniere alle Aufgaben, stelle Kontakte her und ähnliches. Fabienne: Hannes ist sozusagen unser Theoretiker und das kompensiert sich ganz gut mit mir, da ich eher praktisch veranlagt bin. Hannes hat meistens irgendeine Idee, wir reden drüber und ich sage dann: „Gut, dann lass mich mal anrufen, ich mach das schnell.“ Hannes: Ich bin also quasi nichts außer dem Brain (lacht). Nein, quatsch. Mir wäre es zwar auch lieber wenn sich die Theorie auf mehr Köpfe verteilen würde, aber ich bin eben bei uns einer der Wenigen, der in diese Richtung Nachhaltigkeit tendiert, deswegen gestaltet sich das ein wenig schwierig. Insgesamt sind wir vom TzN ein recht bunt gemischtes Team, bei dem jeder andere Motive hat mitzumachen und das ist auch gut so. Wie kamt ihr auf die Idee einen Tag zur Nachhaltigkeit zu veranstalten? Hannes: Der damalige Vorstand der Umweltwissenschaften-Fachschaft Richard Hoffmann wollte zu seiner Zeit auch mal einen ähnlichen Tag ins Leben rufen. Die Idee habe ich dann aufgegriffen und weiterentwickelt. Wie definiert ihr Nachhaltigkeit für euch selbst und wie setzt ihr sie um?


Fabienne: Nachhaltigkeit ist für mich so zu leben, dass wir kommenden Generationen den gleichen Lebensstil ermöglichen können, ohne große Einbußen für uns selbst zu erleben. Ich nenne mal kurz ein Beispiel. Ich bin wie die meisten Frauen ja recht kosmetikorientiert und da kann man eben auf die Produktionsweise dieser Artikel achten. Erfüllen sie zum Beispiel die Anforderungen, die gewisse Umweltsiegel an sie stellen, zum Beispiel was Tierversuche und ähnliches angeht. Und wenn diese Kosmetiklinie genauso viel oder nur unerheblich mehr kostet als meine normale Kosmetik ist es für mich sinnvoller auf diese Naturkosmetik umzusteigen. Aber da gibt es unzählige Beispiele wie etwa das Fahrrad statt das Auto zu nehmen, was im Übrigen auch viel besser für die Figur ist (lacht), oder beim Zähneputzen den Hahn zuzudrehen. Es gibt natürlich auch komplexere Fragen. Zum Beispiel wenn ich ein neues Auto brauche, kaufe ich dann lieber eines mit Hybridantrieb oder stelle ich meine Stromversorgung auf Ökostrom um? Hannes: Im Großen und Ganzen orientiere ich mich am ökologischen Fußabdruck. Das ist ein Instrument um den Einfluss des Menschen auf den Flächenverbrauch zu messen. Ganz viele Faktoren spielen hierbei eine Rolle und können deinen persönlichen Fußabdruck verkleinern: zum Beispiel weniger Fleisch zu essen oder Umweltpapier zu benutzen.

Wie glaubt ihr, ist der gemeine Landauer Student hierzu eingestellt? Fabienne: Ich glaube, Studenten sind eine Zielgruppe bei denen solche Gedanken relativ viel Zuspruch finden und gerade in Landau gibt es meiner Meinung nach viele Studis, die dies auch beherzigen würden. Zum Beispiel zukünftige Lehrer, die ja eine Vorbildfunktion einnehmen oder eben auch die Umweltwissenschaftler. Das eigentliche Problem sind eher mehr konsumorientierte Leute, die auch mehr Geld zur Verfügung haben. Was sagt ihr zu dem Argument, dass zum Beispiel Bio-Fleisch teurer ist als normales Fleisch und dass das Leute eben von dem Griff zum Bio-Fleisch abschrecken könnte? Hannes: Wenn man nur auf den Endpreis schaut, bekommt man nur eine Momentaufnahme zu sehen. Man muss sich bewusst machen, dass Fleisch in Deutschland subventioniert wird. Bei Bio-Fleisch ist dies zum Teil beim Preis eben schon drin. Und wenn


Karla Kolumna unterwegs.

es einen fairen, perfekt funktionierenden Markt geben würde, dann würden die Preise anders aussehen und der Konsument würde von sich aus ganz anders über so etwas wie Bio und Fairtrade denken. Dies sind eben Sachen, auf die man langfristig hinwirken muss. Bei den Erzeugnissen, bei denen BioProdukte teurer sind, ist es auch ein Entwicklungsprozess. Die Kosten hierfür werden in den nächsten Jahren weiter fallen. Was habt ihr euch denn für den 16. Mai genau überlegt? Hannes: Inhaltlich werden wir Schlüsselfaktoren vorstellen wie Ökostrom, Mobilität, Fleichkonsum, Papier und das ganze wird spielerisch verpackt. Wir versuchen es möglichst spannend und unterhaltsam zu machen. Fabienne: Wir möchten, dass die Leute stehen bleiben, mitmachen und dann wenn sie daheim sind darüber nachzudenken. Mehr wollen wir gar nicht. Uns war es wichtig, nicht den mahnenden Zeigefinger zu erheben, sondern Alternativen aufzuzeigen, dass es eben auch anders gehen kann. Da möchten wir mit gutem Beispiel vorangehen. Hannes: Ich sehe das ganze auch kritisch. Die Leute sollen eben nicht blind einfach alles nachahmen was wir ihnen vorstellen, sondern auch selbst mitdenken. Wie soll die Zukunft des TzN aussehen? Hannes: Wir möchte erstmal sehen, wie der TzN in der Stadt so ankommt und dann schauen wir weiter. Das

ganze als jährliches Event einzurichten, wäre wohl etwas zu viel. Da auch alle beteiligten Studenten, mit der Zeit und dem Engagement, das sie ehrenamtlich in dieses Projekt reinstecken, ziemlich an der Schmerzgrenze sind. Fabienne: Abschließend möchten wir noch sagen: wir freuen uns auf den Tag und auf alle Studis, die teilnehmen sowohl als Helfer wie auch als Besucher. Und noch mal ein großes Dankeschön an die Studierendenschaft für die großzügige Unterstützung sowohl finanziell wie auch durch Manpower und für den großen Zuspruch, den wir bisher erfahren haben.

Das Interview führte:

Stefanie Hurth

stefanie.hurth@launi.me


Unsere Geschichte spielt nicht an einem Ort, sie spielt an vielen Orten. Kleine Dörfer mit Kirchen und Fachwerk und Kühen, die zu bestimmten Uhrzeiten auf ihrem Weg auf die Felder die Straßen versperren. Sie gehören zu alteingesessenen Bauern, die ihre Felder bewirtschaften, indem sie Unkrautvernichtungsmittel und Stickstoffdünger über die Pflanzen verteilen, das spart Unkraut jäten, erhöht die Erträge und ist modern. Und in den Kartoffeln ist dann lecker schädliches Nitrit. Die Bauern sind sich ihrer Sache sicher. Dann dringen Jüngere in die Dörfer ein, sie pachten Wiesen und beginnen sie zu bewirtschaften. Die Bauern halten ihre Traktoren mit Rädern größer als ihre größten Rinder an und begutachten die Arbeit der Neuen. Sie müssen lachen und geben ihnen gut gemeinte und verächtlich klingende Tipps: Pestizide, Kunstdünger, Gentechnik! Als die Jüngeren vom Unkraut Jäten aufstehen und mit schmutzigen Fingern ihre Arbeit verteidigen, hören die Bauern das erste Mal das Wort „biologisch“. Außerdem faseln die was von Bodenpflege und Tierschutz. Sie können kaum glauben, was diese Leute da veranstalten. Als die Frauen in den nächsten Jahren in der neuen Biogärtnerei vor Ort ihre

Salatpflanzen für den Garten daheim kaufen, und als diese plötzlich viel mehr aushalten als die Gentechnikpflänzchen vom letzten Jahr, beginnt langsam das Umdenken. Am Ende schmeckt das Zeug sogar noch besser, als das aus dem Supermarkt! Zehn Jahre später surren auf den Dächern der Bauern die Solaranlagen und ein paar von ihnen sind bei Demeter und Naturland eingestiegen und sind jetzt auch öko. Die verrückten Pestizidgegner haben inzwischen das Land erobert, bio ist hip und vom oberbayerischen Kaff bis zum Prenzlauer Berg machen alle mit. Aldi und Penny sind jetzt auch bio und in der Nachbarstadt eröffnet ein Biosupermarkt nach dem anderen. Übrigens: der

Rosa‘s Welt.

Nitritkartoffeln und Gentechniksalat.


Rosa‘s Welt. kleine Bioladen aus dem Dorf mit den Kühen, der liefert dem Biosupermarkt immer den alten Salat, den er selber nicht mehr los wird. Im Supermarkt gucken die Leute nämlich nicht so genau hin und kaufen auch mal einen Salatkopf mit braunen Rändern. Und in ein paar Jahren, da macht der kleine Bioladen zu, weil keiner mehr kommt, weil‘s jetzt eh überall bio gibt. Und so sieht man ganz hübsch, wie innovativ bio sein kann und wie wichtig kleine Betriebe sind. Denn auf deren Feldern kann man auch mal was anpflanzen das nichts wird und einfach mal was Neues ausprobieren, ohne den großen Zwang möglichst viel Gewinn zu machen. Rosa Berktold rosa.berktold@launi.me


Impressum.

CHEFREDAKTION: Stefanie Hurth Jörn Weisenberger REDAKTION: Anna Steffens Patrick Hirschinger Katharina Engelhardt Judith Hogen Nora Thull Timo Brücken Philip Rings Daniel Hohn Daniel Biswenger Antonia Söhle Erik Löbel Benjamin Zilles LAYOUT Jörn Weisenberger BILDHAFTES Cover: Esther Müller BackCover: Elyon Brown Im Heft: Alisa Jacobs Cathrin Kaupat Frieder Knabe Jasmin Gritzka Jelena Weber Lea Steinrücke Lena Böhme Lone Philipp Mara Bla Marie Frenzel Mihaila Despotovic Natalie Rüther Paul Fleischer Sascha Rutzen Stefanie Rettinger Thomas Sandner Tobias Mittmann Tim Preisenhammer Julius T. Alle: www.jugendfotos.de Wordboner: Peter Sebastian / wordboner.com DRUCK Gemeindebriefdruckerei Groß Oesingen AUFLAGE 2000 Stück

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