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la.Uni 7 . M a i

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sonderausgabe.

www.launi.me

grosses special zum Tag zur nachhaltigkeit! + stupa-wahlen. + neu: total vegan. + poetik dozentur.


dressen.

adressen. AStA.

VORSITZ: Jakob Wagner vorsitz@asta-landau.de

AStA-Sekki. WO IHR UNS FINDET: Blauer Ausgang Atrium / ggüber H1+H2

INTERNE HOCHSCHULPOLITIK: Markus Prinz hopoin@asta-landau.de

SERVICE: - Formulare (Fachschaftsanträge, Freitische) - ISIC  - Wohnungsanzeigen - Antworten auf Fragen aller Art - Ihr könnt kostengünstig Kopieren (3 Cent pro S/W-Kopie) - Liebe und Aufmerksamkeit -  …

BOLOGNA: Dorian Mattheis bologna@asta-landau.de

ÖFFNUNGSZEITEN: Di und Mi von 9-11 Do und Fr von 11-13

KULTUR: momentan nicht besetzt. kultur@asta-landau.de

KONTAKT: Josephine Breswald campus@asta-landau.de Tel.: 06341-280 31 276 Fax: 06341-280 31 275

ÖFFENTLICHKEITSARBEIT: Inka Teutsch pr@asta-landau.de

SOZIALES: Franziska Lerch soziales@asta-landau.de EVENTS & SPORT: Marion Polcher events@asta-landau.de & sport@asta-landau.de UMWELT & MOBILITÄT: Fabienne Mittmann umwelt@asta-landau.de INTERNATIONAL AFFAIRS: Sarah Wenz ia@asta-landau.de FINANZEN: Theresa Lerch finanzen@asta-landau.de FACHSCHAFTEN & PROJEKTE: Benny Piske fachschaften@asta-landau.de INTERNE KOMMUNIKATION: Ina Schneider ik@asta-landau.de STUDENTISCHES FAHRZEUG: Sarah Nettbohl auto@asta-landau.de www.asta-landau.de www.twitter.com/asta_ld

StuPa.

PRÄSIDIUM: Elena Leuschner & Simon Lavo praesidium@stupa-landau.de Tel.: 06341-280 31 276 www.twitter.com/stupa_ld www.stupa-landau.de

Sitzungen. DIE SITZUNGEN SIND HOCHSCHULÖFFENTLICH. (soweit nicht anders vermerkt)

AStA: Montag, 14.05.2012 / 18Uhr / G-Bau StuPa: Montag, 07.05.2012 / 19Uhr / Konferenzraum Weitere Infos auch unter: www.asta-landau.de


Ganz viel. Habt ihr den Maimarkt auch so ausgiebig gefeiert wie wir? Weinschorle, gebrannte Mandeln, eine Weinprobe auf dem Riesenrad - wir haben das größte Volksfest Landaus von vorne bis hinten genossen. Die vor uns liegende Woche wird nun vor allem eins: spannend! Von Dienstag bis Donnerstag finden die StuPa-Wahlen 2012 statt. Von 09.30 bis 16.00 Uhr dürft ihr vor der Mensa euer Kreuzchen setzen. Das einzige, das ihr dazu braucht, ist euren Studiausweis. Ihr fragt euch, wen ihr wählen könnt? Auf den folgenden Seiten stellen sich drei von fünf Listen, die für die kommende Legislatur kandidieren, vor. Alle Kandidaten werden von Dienstag bis Donnerstag zwischendurch auch persönlich vor der Mensa anzutreffen sein, um eure Fragen zu beantworten. Konstituieren wird sich das neue Parlament dann am Montag, dem 21. Mai im Konferenzraum. Dort wird dann auch der neue AStA bestätigt. Zu dieser Veranstaltung sind alle interessierten Studis herzlich eingeladen. Am Sonntag, dem 13. Mai erwartet euch schon das nächste Highlight: Nach zweijähriger Vorbereitungsund Planungsphase findet dann der 2. Tag zur Nachhaltigkeit auf dem Rathausplatz statt. Das studentische Orgateam des TzN hat keine Kosten und Mühen gescheut, um das Thema „Nachhaltigkeit“ für alle Altersgruppen spannend und informativ umzusetzen. Wir freuen uns schon drauf und haben deshalb in dieser Ausgabe auch vieles zum Thema Nachhaltigkeit in die La.Uni gepackt. Gute Lektüre, gute Woche. Herzliche Grüße, Stefanie Hurth & Jörn Weisenberger chefredaktion@launi.me

Anfänglich.

anfänglich.


neuigkeiten.

neuigkeiten.

Speed-Tandem. Du hast Interesse daran, eine Fremdsprache zu lernen oder alte Kenntnisse praktisch aufzufrischen? Dann bist Du richtig beim TANDEMPROGRAMM von IPAS. Wer ist IPAS? Wir sind eine Hochschulgruppe, die sich um internationale Studenten kümmert, die vorübergehend in Landau studieren. Was ist ein Tandem? Ein Tandem besteht immer aus einem deutschen und einem internationalen Studenten. Zu zweit trefft ihr euch und könnt jeweils vom Anderen dessen Muttersprache lernen. Am Mittwoch den 09.Mai um 20:30 Uhr in der roten Kaserne Raum 005 veranstaltet IPAS ein Speed Tandem. Genau wie beim Speed Dating habt ihr 3 Minuten Zeit um euch mit einem internationalen Studenten zu unterhalten und herauszufinden, ob ihr für das SS Tandempartner sein wollt. Wenn ihr am 09.Mai kommen wollt, schreibt bitte an: ipas@uni-landau. de, damit wir besser planen können. Oder kommt einfach spontan vorbei. Euer IPAS-Team ipas@uni-landau.de


Feierei? Na LOGO. Es ist wieder soweit. Wir - die QUEERulanten - schmeißen am Mittwoch eine Party. Egal ob du hetero, homo, bi oder trans bist, wir wollen mit dir die Puppen tanzen lassen. Für die beste Stimmung sorgen zwei angesagte Dozentinnen. Komm vorbei und feier mit! Und falls du dich darüber hinaus für mehr Toleranz an unserer Uni einsetzten möchtest, dann komm doch einfach zu unserem nächsten Stammtisch am 14.5. um 20:00 Uhr ins Brennans oder klick auf www.queerulanten-landau.de Eure QUEERulanten

info@queerulanten-landau.de

„Übernahme“ „Unbefristet“. Unter diesem Motto hatte die IG-Metall am 19.03.12 zu einem Demonstrationszug mit anschließender Kundgebung in der Landauer Innenstadt aufgerufen. Die DGB-GEW Hochschulgruppe beteiligte sich an dem Protestzug vom Bahnhof durch die Innenstadt zum Marktplatz. Während die IG-Metall für bessere Bedingungen für Auszubildende und unbefristete Übernahme demonstrierte, nutzte die DGB-GEW Hochschulgruppe die Möglichkeit um auf die prekäre Wohnraumsituation in Landau hinzuweisen. Daten aus einer Umfrage hierzu finden sich auf der Homepage der DGB-GEW Hochschulgruppe. Eure DGB-GEW-Hochschulgruppe

gew-dgb-hsg@uni-landau.de

Hörsaalpulte repariert. Pünktlich zum neuen Sommersemester erstrahlen die Pulte in den beiden Hörsäalen wieder in neuem Glanz. Die Hochschulgruppe SMD startete zu Vorlesungsbeginn eine kleine Aktion, bei der abgebrochene Holzleisten an den Pulten ersetzt wurden. Die SMD ist ein überkonfessionelles Netzwerk von Christen in Schule, Hochschule und akademischer Berufswelt mit zur Zeit etwa 80 Gruppen in ganz Deutschland. Weitere Infos unter smd-landau.de. Eure SMD Landau info@smd-landau.de


Auf den folgenden drei Seiten stellen wir Euch drei der fünf Listen (zwei hatten uns leider zu Redaktionsschluss noch keine Informationen zugesandt) vor, die für die kommende Legislatur des StuPa kandidieren. Folgende fünf Listen kandidieren für die neue Legislatur: 1. Campus Bunt 2. Campus Grün 3. Campus Sozial 4. Piraten 5. zu Redaktionsschluss noch unbenannt Wann und wo könnt Ihr wählen? Vom 8.-10. Mai von 9:30-16:00Uhr vor der Mensa Am 8. Mai von 9:30-16:00Uhr im Foyer der Bürgerstraße

STUPA-WAHL.

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STU

Geht wählen!

Zur Wahl benötigt Ihr lediglich Euren Studiausweis.

STUPA-WAHL.


TUPA-WAHL.

Campus Bunt.

Seit wann gibt es euch als Liste bereits? In dieser Formation treten wir nun zum ersten Mal bei einer StuPa-Wahl an. Wofür wollt ihr euch in der kommenden Legislatur stark machen? • Für einen regelmäßigen Austausch und eine effektive Zusammenarbeit zwischen AStA und StuPa. • Wir möchten ein Ansprechpartner für alle Studierenden sein, hochschulpolitische studentische Bedürfnisse aufgreifen und fordern mehr studentische Mitbestimmung. • Wir setzen uns aktiv gegen die Schließung von Instituten und für eine breitere Fächerwahl ein. • Wir möchten (inter)kulturelle und soziale studentische Projekte fördern, wie beispielsweise das Sommercafé oder den Verein Villa Unibunt. Studieren mit Kind muss an einer familiengerechten Hochschule möglich sein. • Wir setzen uns für die Einführung des multifunktionalen Studiausweises und für den Erhalt des studentischen Fahrzeuges ein. Welche Themen möchtet ihr anders anpacken als das vorangegangene StuPa? Wir möchten die Kommunikation zwischen Studierenden und dem StuPa verbessern und somit mehr Transparenz in hochschulpolitische Prozesse bieten. Zudem ist es uns wichtig, stets ansprechbar und erreichbar zu sein (beispielsweise via Facebook oder unserer Homepage: www.campusbunt.de.vu) um somit auch aktuelle studentischer Bedürfnisse aufgreifen zu können. Warum sollte man gerade euch wählen? Wir bieten langjährige Erfahrung in hochschulpolitischen Gremien (Senat, Fachbereichsrat, AStA, StuPa, Fachschaften…) gepaart mit unverbrauchtem Enthusiasmus. Somit sind wir hochmotiviert und freuen uns auf die Herausforderungen der neuen Legislatur. Campus Bunt, das sind: Alexander Hergert, Andreas Hinze, Stefanie Hurth, Elena Leuschner, Nicole Luong & Benedikt Nigbur www.campusbunt.de.vu


Seit wann gibt es euch als Liste bereits? Wir haben uns am 19. Januar 2010 offiziell gegründet und sammeln seit zwei Jahren Erfahrungen im StuPa und AstA. Wofür wollt ihr euch in der kommenden Legislatur stark machen? Wir sind links und demokratisch und setzen uns für Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität ein. Wir wollen gute und freie Bildung für alle, unabhängig vom Geldbeutel der Eltern, der persönlichen Lebenslage, Herkunft, Geschlecht, sexueller Lebensweise oder sonstiger Merkmale. Wir haben uns erfolgreich für eine Uni-Buslinie in Landau und die Abschaffung aller Bildungsgebühren in Rheinland-Pfalz eingesetzt. Nun werden wir uns kommunal verstärkt darum bemühen, Landau studi-freundlicher zu machen. Im StuPa arbeiten wir sachorientiert, kooperativ und konstruktiv-kritisch und fördern Projekte, die den Campus sozial, kulturell und ökologisch bereichern. Gibt es Themen, die ihr anders anpacken möchtet, als das vorangegangene StuPa? Wir haben kein Interesse daran, dass sich das Landauer StuPa, ähnlich wie andere Studierendenparlamente in Rheinland-Pfalz, zu einer Bühne parteipolitischer Auseinandersetzungen mit Fraktionszwang und Koalitionsverträgen entwickelt und werden uns an solchen Dingen auch weiterhin nicht beteiligen. Wir setzten weiter auf Kooperation im Sinne der Studierenden. Auf unserer Liste stehen ungebundene KandidatInnen und Mitglieder der Juso-HSG. Wir verstehen uns aber nicht als verlängerter Arm der Parteipolitik in die Studierendenschaft, sondern als verlängerter Arm der Studierendenschaft in die Politik und Parlamente. Warum sollte man gerade euch wählen? Wer uns wählt, kann sich sicher sein, dass wir den Auftrag ernst nehmen und nach der Wahl tatsächlich und verlässlich unsere Arbeit im StuPa wahrnehmen. Wir bringen uns kreativ und engagiert ein und wirken auch über das StuPa hinaus für Eure Interessen. Das haben wir in den vergangenen zwei Wahlperioden bewiesen. Verlässlich, erfahren, engagiert und sozial. Informationen zu unseren Inhalten und KandidatInnen, sowie die Möglichkeit mit uns Kontakt aufzunehmen, zu fragen und uns zu sagen, was Ihr gerne am Campus geändert haben wollt, gibt es auf unserer Facebookseite: www.facebook.com/CampusSozial

STUPA-WAHL.

Campus Sozial.


TUPA-WAHL.

Campus Grün.

Seit wann gibt es euch? Als StuPa-Liste treten wir zum ersten Mal an. Wofür wollt ihr euch in der kommenden Legislatur einsetzen? Ganz oben auf unserer Agenda steht die politische Kultur der Hochschule. Wir sind noch immer weit von einer echten demokratischen Diskussionskultur entfernt, sowohl im StuPa als auch unter dem Großteil der Studierendenschaft. Aber warum sollten die Leute wählen gehen, wenn die antretenden Listen für kaum etwas stehen, außer vielleicht für den Status Quo ? Wir sind deshalb bereit für unsere Vorstellungen einzutreten - und uns unbeliebt zu machen. Aber wenn im nächsten Jahr wieder Wahlen anstehen und sich auch in Landau christlich-konservative, liberale und linke Hochschulgruppen formierten, hatte die HCGL in diesem wichtigen Punkt bereits Erfolg. Gibt es Themen, die ihr anders anpacken möchtet, als das vorangegangene StuPa? Die HCGL will für eine grünere Universität Koblenz-Landau streiten, sich dabei aber nicht irgendjemandem sagen lassen, was dieses „grün“ bedeuten soll. Wir selbst legen das fest, gemeinsam - und mit jedem, der sich uns anschließen will. Im Moment gehört für uns dazu, unsere Studentenausweise mit einem Fahrschein für Landau zu verbinden, das Mensaessen weiter einer ökologischeren Lebensweise anzupassen, die Emailflut zu stoppen und für Fahrradparkplätze einzutreten. Außerdem sollte es jedem selbst überlassen bleiben, ob er in seinem Studium Tiere sezieren möchte oder nicht. Warum sollte man gerade euch wählen? Wir stehen für mehr als nur die Namen unserer Mitglieder und sind auch nicht nur für irgendeine Liste zusammen gekommen, sondern um nach der Wahl eine starke gemeinsame Fraktion im StuPa zu bilden. Verantwort-ungsvoll mit unserem Mandat umzugehen, um davon ausgehend unsere Vorstellungen einer grüneren Universität umzusetzen, ist das Grund-verständnis unseres Handelns. Liste (Stand 30.4.) Robert Hannemann, Bente Pfaff, Daniel Nölle, Sophia Maroc, Daniel Emmerich, Julia Zilles, Felix Leroux, George Veit, Moritz Walz, Philipp Hetzler, Christian Mutz, Lukas Hartmann, Daniel Müller, Ariane Lumme, Astrid Fink campus-gruen@uni-landau.de gruene-in-landau.de/campus-gruen


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tzn-special.

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Der Tag zur Nachhaltigkeit. Was wird am 13. Mai beim Tag zur Nachhaltigkeit alles geboten? Ca. 40 Aktions- und Mit-Machstände zu den Themen: − Ernährung (Ernährungsparcour, Veggie-Tag, Überfischung, Klimagesundes Essen) − Klima und Erneuerbare Energien (Klimaprojekt, Solarkocher, Energieberatung, Solar + Wind/ Pamina Solar, Geothermie, Gebäudesanierung, Energie sparen) − Umwelt (BUND Lebensturmbau + Fußspurenspiel, Freiwilliges Ökologisches Jahr, Umweltplanung, Barfußpfad, Ökologischer Fußabdruck, Vorstellung Umweltwissenschaften) − Mobilität (ADFC, Elektrofahrräder, Carsharing, Dreiräder, Elektromobile, Rikscha-Shuttle) − Nachhaltige Ressourcennutzung (Pro Leitungswasser, Virtuelles Wasser, Müllabenteuer, Papier schöpfen, Holz- Forstamt) − Soziale Nachhaltigkeit (Torschusswand, Mitmachstand Kaffee & Kakao, Tauschring, Kigoma, Afrika-Puzzle, Das Haus, Spiel Fit für die Zukunft) − Sonstiges: Kinderschminken, Hüpfburg, Landesgartenschau außerdem − Ökologisches Catering − Nachhaltige Stadtführungen (ca. 1 Stunde) − um 11:30 wahlweise zu den Themen Fleisch oder Kosmetik − um 16:00 wahlweise zu den Themen Kleidung oder Elektronik

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Bühnenprogramm: 10Uhr Musikalische Einstimmung 11Uhr Grußworte 12Uhr Theaterstück „Eisbär, Dr. Ping und die Freunde der Erde“ 13Uhr Insekten-Kochshow des Reptiliums 14Uhr Theaterstück „Eisbär, Dr. Ping und die Freunde der Erde“ 15Uhr Modenschau des Weltladens 16Uhr Photovoltaik-Show-Vortrag 17Uhr Jonglage von Diario 18Uhr Verlosung mit den Footprint-Maskottchen danach Live-Musik mit der Band LIQUID Wir freuen uns auf Euch! Das studentische TzN-Projektteam 2012


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Nachhaltigkeit ganz groß.

Rio de Janeiro und der Begriff Nachhaltigkeit sind in den meisten Köpfen eng verbunden: Vor 20 Jahren, 1992, wurde auf dem Weltgipfel der Vereinten Nationen (UN) in Rio das Recht auf nachhaltige Entwicklung erstmals in einem internationalen Abkommen verankert. Wobei eine nachhaltige Entwicklung bedeutet, „dass die gegenwärtige Generation ihre Bedürfnisse befriedigt, ohne die Fähigkeit der zukünftigen Generation zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse befriedigen zu können.“ (Definition des Brundlandt-Berichts). Im Juni 1992 kamen in Rio etwa 17.000 Teilnehmer aus mehr als 170 Ländern zusammen und versuchten ökologische, soziale und wirtschaftliche Zusammenhänge gemeinsam zu betrachten, weil nur so die aktuellen globalen Umwelt- und Entwicklungsprobleme lösbar sind. Wichtige Ergebnisse dieser Konferenz sind die Agenda 21, die Klimarahmenkonvention und die Biodiversitätskonvention. Wie wir alle wissen, gibt es noch eine Menge zu tun, bis wir bei diesen Zielen angelangt sind. Auf der Ebene der Weltpolitik schaut man darum dieses Jahr wieder nach Rio: vom 20. bis 22. Juni 2012 findet dort die UN-Konferenz für nachhaltige Entwicklung „Rio+20“ statt. Hauptthema der Konferenz sind nachhaltiges Wirtschaften „Green Economy“ und die institutionellen Rahmenbedingungen der UN für nachhaltige Entwicklung. Aber nicht nur auf internationaler Bühne tut sich etwas, ganz nach dem Leitspruch der Lokalen Agenda „Global denken, lokal handeln“ wird das Thema Nachhaltigkeit auch von vielen Einzelpersonen, Kommunen, Unternehmen, Verbänden, Vereinen, lokale Agenda 21 Gruppen, Bildungseinrichtungen und Projektgruppen aufgegriffen.

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„Denn nur dann, wenn nachhaltiges Handeln für die Menschen im Land erlebbar wird, haben wir eine Chance, dieses Ziel auch weltweit umzusetzen.“ Winfried Kretschmann, erster grüner Ministerpräsident. So tat sich auch in unserem Nachbarbundesland so einiges: vom 12. bis 26. April 2012 fanden in Baden-Württemberg erstmals die Nachhaltigkeitstage statt. Im Mittelpunkt standen dabei die 48 Stunden für die Nachhaltigkeit am 20. und 21. April. Im ganzen Land fanden mehr als 400 Aktionen rund um das Thema Nachhaltigkeit statt!

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Mal waren sie spannend, mal nachdenklich, mal unterhaltsam und immer informativ: Klimadinner in Freiburg, Im Mittelpunkt der Veranstaltungen standen fünf wichtige Zukunftsthemen: Klima, Energie, nachhaltige Ressourcennutzung, nachhaltiges Wirtschaften und Bildung.

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Außerdem konnte jeder Baden-Württemberger im Internet seinen virtuellen Koffer für die Reise „ab in die zukuNft“ packen, Tipps für die Umsetzung von Nachhaltigkeit im Alltag geben und dabei attraktive Preise gewinnen. Aber auch in Landau wird beim 2. Tag zur Nachhaltigkeit (kurz TzN) am 13. Mai dank des Engagements und der Zusammenarbeit von Studierenden, Vereinen, lokalen Unternehmen und anderen Kooperationspartner „Nachhaltigkeit erlebbar“. Sonja Pfister

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Die Sache mit den Flaschen. Im Laufe des vergangenen Semesters haben wir uns bei der „Bottled Water Free Campus“-Aktion mit Wasser in (Plastik)Flaschen beschäftigt, die ihren Einzug in unser Alltags- und Campusleben halten. Für alle, die sich nie genauer mit ihrem Konsumverhalten diesbezüglich auseinandergesetzt haben, hier ein paar interessante Denkanstöße dazu:

TZN-SPECIAL.

Leitungswasser in Deutschland besitzt eine ausgezeichnete Qualität, da es regelmäßigen Kontrollen und gesetzlichen Grenzwerten unterliegt. Der Leitungswasserpreis in Rheinland-Pfalz beträgt 0,0049 Euro pro Liter, für Wasser in Flaschen zahlt man dagegen ein Vielfaches davon. Dabei ist „Tafelwasser“ nichts anderes als abgefülltes Leitungswasser, also fast jedes Wasser in Flaschen, das keine Kohlensäure enthält!

Nicht nur in seinen Inhaltsstoffen (die gesundheitliche Auswirkung von Weichmachern und anderen Bestandteilen des Plastiks wird ja des Öfteren diskutiert), auch in seiner Ökobilanz schneidet in Flaschen abgefülltes Wasser armselig ab. Die Produktion und Verwertung bzw. Entsorgung der Flaschen sowie der Transport des Wassers weist einen bis zu 1000mal höheren Ressourcenverbrauch auf. Die Herstellung von PET-Flaschen (genauer gesagt „Polyehtylenterephthalat“ – der Klassiker unter den Plastikflaschen) verbraucht Öl und davon Millionen von Litern pro Jahr. In Deutschland werden gerade einmal 30% der PET-Flaschen recycelt, der Rest landet auf der Müllhalde, in der Verbrennungsanlage oder unseren Weltmeeren. „Recycling“ bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die PETFlaschen zerhackt werden, um in China zum Beispiel zu Textilfasern verarbeitet zu werden, welche in Form von Kleidung wieder in unseren Läden landen. Das erscheint bei solchen Transportwegen also auch alles andere als ökologisch. Der Begriff „Pfandflasche“ hat dementsprechend fälschlicherweise nichts mit Nachhaltigkeit und Umweltschonung zu tun.

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Wir haben den riskanten Selbstversuch gewagt, PET-Flaschen mit Wasser aus unserem Leben zu verbannen und siehe da, wir sind nicht verdurstet. Nachfüllbare Wasserflaschen gibt es schließlich überall, in praktisch allen Formen, Farben, Designs und Materialen. Da lohnt sich natürlich auch eine Investition in eine schadstofffreie Plastikflasche, die zum Beispiel in unserem heimischen Bioladen angeboten wird. Und selbst in unserer Uni gibt es ja genug Wasserhähne, die sich zum Auffüllen anbieten, zum Beispiel in den Aufgängen zu den Seminarräumen. Wer nicht auf Kohlensäure verzichten möchte, könnte über die Anschaffung eines Sodastreamers nachdenken. Auch der Kauf von regional abgefülltem Mineralwasser, bestenfalls in Glasflaschen, kann schon vieles verbessern. Zuletzt darf natürlich der klassische Appell an den fahrzeuglosen Studenten nicht fehlen, der sich eine Menge unangenehmer Schlepparbeit beim Einkauf spart! Wie man sieht ist die zunehmende Gewohnheit unserer Gesellschaft, Wasser in Flaschen zu kaufen, absolut unsinnig, und zählt zu den Konsumsünden des Alltags, die sich mit nahezu keinem Aufwand vermeiden lassen. Es grüßt, Die Umweltgruppe

umweltgruppe@uni-landau.de


L. IA EC SP NTZ .ECIALPS-NZT Schlank = Schön. Liebe Mädels, Liebe Jungens,

die letzte Woche war wirklich anstrengend, denn ich hielt Diät. Es wird Sommer, die Frauenzeitschriften sind voll von Tipps über perfekte Strategien überflüssige Speckrollen möglichst schnell zu beseitigen und weil Diättipps die Verkaufszahlen stets zuverlässig in die Höhe treiben, gibt es nun auch in der La Uni einen Beitrag dazu. Tatsächlich schleppe auch ich einige Pfunde zu viel mit mir herum, die mich gewaltig stören. Die nun langsam steigenden Temperaturen sind nun der entscheidende Ansporn, ihnen endlich an den Kragen zu gehen! Wer bis hier glaubte, es handele sich bei den lästigen Pfunden um mein mühsam angefressenes Hüftgold, den muss ich enttäuschen. Eure Sensationsgier wird hier nicht mit einem klischeeerfüllenden Seelenstrip á la „Schokolade zum Frühstück“ gestillt. Vielmehr geht es um meine CO2- Diät, die ich im Rahmen der Vorbereitung auf den am Sonntag stattfindenden „Tag zur Nachhaltigkeit“ versuchte durchzuführen. Auf Schokolade musste ich hierfür nicht verzichten, aber.... 1.Tag: 7 Uhr. Gnadenlos piept mein batteriebetriebener Tchibo-Wecker mich wach. Eine Liste hängt über meinem Bett, die 10 Gebote, die mich durch die nächste Woche führen sollen. Ich bin hochmotiviert meinen Beitrag die bevorstehende Klimakatastrophe aufzuhalten, zu leisten. Ich bin Neo, Harry Potter und Clark Kent in einem, der Fortbestand der Menschheit liegt in meinen kleinen Händen und (bei Gott), ich werde alles in meiner Macht stehende tun, die Welt zu retten! Bevor ich in die Woche startete, verschlang ich zuerst einiges an auf Papier gedruckter Literatur zum „Nachhaltigen Konsum“, versuchte zu verstehen, warum so manche alltägliche Dinge das Klima zerstören und überlegte mir Wege, meine Gewohnheiten zu ändern ohne mich allzu sehr einzuschränken. Gar nicht so schwer, dachte ich mir, diese Woche werde ich einfach

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- kein Fleisch, kein Fisch, keine Milch, kein Käse und keine Eier essen - Wein, Getränke aus Einwegflaschen und Gummibärchen sind auch gestrichen - zur Uni werde ich immer mit dem Rad fahren - zum Einkaufen einen Stoffbeutel benutzen - ich werde nicht baden, sondern nur kurz duschen - Makeup, Deo und Schminkzeug bleiben unbenutzt - die Waschmaschine wird immer im Sparprogramm laufen und nur angestellt, wenn es tatsächlich notwendig ist - falls ich neue Kleider kaufe, auf Material und Herstlung achten und keine Lederschuhe tragen oder kaufen

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Sieben Tage also werde ich nachhaltig leben. Eine Woche für das Klima, meine Kinder, gegen Massen- und Nutztierhaltung, gegen die Überfischung der Meere, gegen Tierversuche, gegen die Ausbeutung menschlicher Arbeitskraft, gegen Umweltverschmutzung und für den Weltfrieden eben. Eine Woche werde ich nichts tun, was den Untergang dieses Planeten beschleunigen wird. Soweit wenigstens mein Vorsatz. Die oben genannte Auflistung klingt nach verdammt viel Verzicht. Als wäre man als Klimaschützer zwangsläufig ein in Hanfsäcke gehüllter Vollzeithippie, und in jedem anderen Fall

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TZN-SPECIAL.

garantiert eine Umweltsau. Die Lektüre mannigfaltiger Literatur zum Thema beantwortet diese Problematik im Grund auch radikal mit einem „ja“. Unser alltägliches Leben ist nicht auf Nachhaltigkeit ausgerichtet. Auf die ersten Hürden trifft man in der Regel schon direkt nach dem Aufstehen. Im Bad nämlich möchte ich meine Zähne putzen. Ich benutze eine elektrische Zahnbürste, weil mein Zahnarzt glaubt, die Zähne würden davon sauberer und würden länger halten. Aber die ist natürlich mit Strom betrieben und der kommt bekanntlich aus einem Atomkraftwerk. Also nehme ich heute eine Handzahnbürste, die ich irgendwann wegwerfen werde, und mache Zahnpasta drauf die ich mal billig im Discounter gekauft habe und die vermutlich zuerst an irgendwelchen süßen Tieren ausprobiert wurde, bevor sie in meinem Badezimmer landete. Beim Anziehen dann die nächsten Probleme. Mein T-Shirt ist „Made in Kambodscha“, die Hose aus Bulgarien und über die Herkunft meiner Unterwäsche schweige ich mich vorsichtshalber aus. Ich trage also Klamotten, für deren Herstellung fremde Menschen auf der anderen Seite der Erdkugel wahrscheinlich 16 Stunden täglich für ein paar Kröten arbeiteten. Eigentlich weiß ich das. Warum aber ist mit das sonst egal? Doch ich habe keine Zeit, mich mit solchen Fragen aufzuhalten. Mein Wocheneinkauf steht an. Mein Stammladen für größere Besorgungen ist Aldi. Scheiße. Aldi. Ich kann mir schon vorher denken, dass Aldi bezüglich nachhaltigen Konsums eher auf den hinteren Rangplätzen landet. Soll ich da trotzdem hin? Der Blick auf mein Konto beantwortet diese Frage eher pragmatisch. Der Bioladen ist zwar um die Ecke, aber 100 g Käse für 3 Euro oder ein Müsli für 5 sind nicht drin. Moment, Käse? Käse ist ja gerade ohnehin nicht, weil für die Herstellung eines Kilos Käse fast 9 Kilo CO2 verursacht werden. Das ist zu viel. Dabei hätte ich solche Lust, zum Frühstück ein Brötchen mit viel stinkendem Käse und Tomaten zu verdrücken....Beim Gedanken an die Tomaten fällt mir die nächste Klimasünde auf, die ich zu begehen in Begriff bin. Nachdenklich schlendere ich los. Bei Aldi beginnt dann das Drama. Ich will Müsli, aber im Müsli sind Zusatzstoffe wie „Süßmolkenpulver“, das kommt von irgendeinem Tier und ist daher passee. Der Wein für die Party am Abend ist mit Gelatine (Tierknochen) geklärt, das Wasser ist in Einwegflaschen gefüllt und die Joghurts, naja...kaufe ich eben nicht. Damit habe ich sicher Unmengen an CO2 eingespart. Ich könnte mich wenigstens mit ein paar Joggingklamotten belohnen, aber kann ich mir sicher sein, dass die Arbeitskräfte vernünftig entlohnt wurden und die Firmen auf eine umweltfreundliche Herstellung achten? Mit hängenden Schultern nähere ich mich dem Obst und Gemüse, greife zu Tomaten aus Spanien, Ananas aus Costa Rica, Birnen aus Argentinien, wohl wissend, dass das nicht der saisonale Gemüsekonsum sein kann, zu dem mir das Buch riet, aus dem ich meine Verhaltensmaßstäbe entnahm. Aber egal. Irgendwas muss ich ja essen. Mit hängenden Schultern trotte ich zur Kasse, habe Haferflocken im Gepäck anstatt ein Früchtemüsli, auf meinen Wein verzichte ich heute Abend, aber wenigstens das Obst muss mit. An der Kasse dann der nächste Schreck. Meine extra beiseite gelegte Jutetasche habe ich natürlich vergessen. Ein Plastikbeutel muss her. Aber was solls, den kann ich ja das nächste Mal auch noch benutzen.

Ihr fragt euch jetzt sicher, was das ganze Theater um und mit CO2 und der Eingangs angekündigten Diät zu tun hat. Es folgt ein kleiner Ausflug ins Theoretische. Bitte anschnallen! Durch unseren Lebensstil verursachen wir als Teil der westlichen Industrienationen einen CO2-Ausstoß der den natürlichen Treibhausseffekt aus dem Gleichgewicht bringt. Der Treibhauseffekt ist der Vorgang, der dazu führt, dass unser Planet wohl temperiert und damit bewohnbar ist. Maßgeblich beteiligt ist daran das Gas CO2, das dafür sorgt, dass die Wärme aus der Atmosphäre nicht einfach wieder entweichen kann. CO2 entsteht zum


L. IA EC SP NTZ .ECIALPS-NZT einen bei der Atmung von Lebewesen, zum anderen aber auch bei der Verbrennung von Kohle, Gas und Erdöl. Weil wir Menschen davon einiges verbrennen, um unsere Wohnungen zu heizen, Autos zu fahren oder Konsumgüter herzustellen, entstand seit Beginn der Industrialisierung mehr CO2 als die Erde ertragen konnte. Die Folgen spüren wir schon heute. Dürren, Überschwemmungen und der langsame Anstieg des Meeresspiegels sind Themen, von denen wir alle in den letzten Jahren wenigstens mal gehört haben. Diese Horrorszenarien sind jedoch noch weit weg vom Alltag des gemeinen Landauer Studenten. Falls wir jedoch keine Lust haben, dass unsere Kinder mal Kriege um Trinkwasser führen oder ihr Haus mit Klimaflüchtlingen teilen müssen, sollten wir bereit sein, unseren Lebensstil zumindest zu überdenken. CO2 entsteht nämlich nicht nur beim Autofahren oder wenn irgendwelche Fabriken irgendwas verbrennen, sondern hat mit unseren alltäglichen Verrichtungen zu tun. Eigentlich alles was wir in die Hand nehmen, hat mit CO2 zu tun. Die Ananas die ich eben gekauft habe, kam aus Costa Rica geflogen, meine Kleider waren sicher nicht nur beim Transport sondern auch bei der Herstellung wahre CO2-Schleudern. Wenn ich mich gleich in mein Auto setze um zur Uni zu fahren (Renault Megane, Diesel), werde ich 148 g CO2 pro Kilometer in die Luft blasen, pro Tag verursache ich insgesamt um die 30 kg CO2, weil ich heize und esse, weil ich meine Wohnung beleuchte und mein Handy auflade, weil ich auf neue Klamotten ebenso wenig verzichten möchte wie auf mein Notebook. Wenn das alle so machen würden wie ich und ihr wahrscheinlich auch, wäre die Katastrophe schon längst über uns herein gebrochen. Weil alle so leben wollen (denken wir nun an China und andere aufstrebende Schwellenländer), müssen wir uns nun etwas überlegen, um sie aufzuhalten. Ziel vieler Industrienationen ist das Senken ihrer Treibhausemissionen. Doch hängt das Senken des Ausstoßes von CO2 nicht nur von Staaten ab, sondern auch der Konsument (das seid ihr!) hat eine gewisse Macht, diese Entwicklung zu beeinflussen. Dass das freilich nicht so einfach ist, seht ihr oben.

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Meinen Versuch absolut nachhaltig zu konsumieren gab ich bereits nach der ersten Hälfte des ersten Tages auf. Hätte ich es radikal umsetzen wollen, hätte ich mein gesamtes Leben in Frage stellen wollen. Doch mit der CO2-Diät ist es wie mit jeder Diät. Wenn man sich realistische Ziele setzt, hat man Chancen sie auch zu erreichen. Und wenn es mir auch nicht gelingen wird, alleine den Klimawandel aufzuhalten, so hat dieser Selbstversuch doch wenigstens einen Denkprozess ausgelöst, in dem ich meinen Alltag stets kritische betrachte und überlege, wo ich vielleicht doch etwas ändern kann, ohne mich allzu sehr einzuschränken. Zur Uni werde ich jedenfalls nicht mehr mit dem Auto fahren. Das rät übrigens auch die Diät aus der „Freundin“. ;)

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Judith Hogen

judith@launi.me


Pause.

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TZN-SPECIAL.

Seit letzter Woche ließen mich die Gedanken nicht mehr los. Wir leben in einer technisierten Welt, in der ein paar Tage ohne Internet schon die reinste Qual sind. Alles wird auch von Tag zu Tag schneller. Da wir sowieso nie Zeit für irgendetwas haben, tun wir mindestens zwei Dinge gleichzeitig, wenn nicht sogar drei. Und so erwischte ich mich diese Woche wieder dabei, wie ich mein Abend-Brötchen vor dem Rechner einnahm, in einem Fenster eine Folge „Lost“ schaute während ich in einem anderen Fenster mit einer guten Freundin chattete. Hätte mich meine Mutter dabei gesehen, so hätte ich mir sicher eine 10minütige Ansprache anhören müssen, wieso um alles in der Welt ich nicht mein Essen in der Küche zu mir nehme, meine Serie auf dem Fernseher schaue und die gute Freundin anschließend anrufe, um ganz entspannt mit ihr plaudern zu können. Ich hätte darauf wohl geantwortet, dass sie die Sache eh nicht versteht und mich bitte nun in Ruhe lassen soll, was eine weitere Ansprache zur Folge gehabt hätte, deren Ergebnisse ein Streit mit meiner Mutter, ein halb gegessenes Brötchen und eine im Chat auf Antwort wartende Dame gewesen wären. Einzig und allein die „Lost“Folge hätte die Diskussion dank der „Pause“-Funktion meines Players überlebt. Daher war ich heilfroh, dass meine Mutter an besagtem Abend nicht anwesend war, und somit musste ich auch nicht mal die „Pause“-Taste meines Players betätigen. Doch bräuchten wir das nicht auch mal im Leben, so eine „Pause“-Taste? Wir hetzen durch unser Leben und möchten gute Menschen sein, die die Umwelt schonen und ein vorbildliches Leben führen. Trotzdem begegnen wir den wenigsten Dingen kritisch, nehmen lieber alles hin und fühlen uns sogar noch wohl dabei. Da wir keine „Pause“-Taste im Leben haben, fehlt uns ja eh die Zeit, etwas zu verändern. Doch bei dem ganzen Konsumieren merken wir gar nicht mehr, dass wir die Menschen sind, die die Dinge nachhaltig beeinflussen können. Ja, nachhaltig, in diesem Wort steckt so viel. Schließlich wollen wir am allerwenigsten, dass unsere Erde irgendwann nicht mehr bewohnbar ist. Doch wir tun nicht besonders viel dagegen. Warum sind denn die Möbel bei der bekannten schwedischen Möbelfirma, in der viele von uns Studenten einkaufen, so günstig? Sicher nicht, weil sie uns Studenten so sehr mögen. Wieso kostet eine 2-Liter-EinwegFlasche Cola mittlerweile weniger als zwei Mehrweg-Flaschen? Sicher auch nicht, weil man uns mit flüssigem, schwarz-farbenen Zucker bei guter Laune halten will. Und mit dem Markt, dessen Kunden nicht blöd sind, möchte ich gar nicht erst anfangen. Schließlich machen dort viele von uns immer wieder die totalen Mega-Schnäppchen bei Elektro-Geräten und sind glücklich. Dabei könnte doch alles so einfach sein, in dem wir eines richtig machen, in unserem sogenannten Informationszeitalter: wir informieren uns vorher. Wir erfragen einmal genaue Details über unsere elektronische Neuanschaffung, fragen uns, ob wir wirklich schon wieder neue Wegwerf-Möbel brauchen oder geben ein paar Cent mehr aus und kaufen Mehrweg-Flaschen, die, wie der Name schon sagt, mehrfach verwendet werden können und somit die Umwelt schonen. Fakt ist doch, dass sogar wir Studenten schon in diesem Uhrwerk gefangen sind, das rasend schnell angetrieben wird und uns daher nicht fragen, warum denn alles soweit gekommen ist. Im Gegenteil: wir versuchen, mit diesem ganzen Tempo nur noch Schritt zu halten. Wir rasen durch unser Leben getrieben von der Angst, dass wir versagen und vergessen dabei die wichtigste Sache, die uns von den Tieren unterscheidet: unseren freien Willen, der uns erlaubt, einfach einmal „Nein“ zu sagen. Denn wir können vieles in dieser Welt verändern. Wir müssen nur wollen. Patrick Hirschinger


L. IA EC SP NTZ .ECIALPS-NZT Der Durst der Welt.

Wie viel Wasser benötigt der Mensch zum Leben? Die Antwort ist vielseitig.

Ein bekanntes Mineralwasser-Unternehmen wirbt seit einiger Zeit mit dem Slogan: „1,5 Liter Wasser am Tag und sie fühlen sich gut!“ Das mag aus medizinischer Sicht stimmen – aus ökologischer Sicht leistet sich die Menschheit jedoch weitaus mehr als jene 1,5 Liter pro Tag. Grund hierfür ist das so genannte „virtuelle Wasser“. Die Idee dahinter: Alles, was wir konsumieren, hat eine Vorgeschichte: Fleisch musste ernährt oder Gemüse bewässert werden. So hinterlassen wir einen „Wasserfußabdruck“, der weitaus größer ist als lediglich die 1,5 Liter Wasser, die wir direkt trinken.

Ein Beispiel anhand eines Alltags verdeutlicht den immensen Wasserverbrauch: Nach dem Aufstehen steht das Frühstück an, eine Schale Müsli (25 Liter) mit Milch (200 Liter), dazu eine Tasse Kaffee (140 Liter) und einen Apfel (70 Liter). Allein hierfür benötigen wir rund 435 Liter virtuelles Wasser. In der Uni gönnt man sich erneut zwei Tassen Kaffee (280 Liter) und druckt 15 Seiten aus (150 Liter, bei recyceltem Papier nur 1,5 Liter). Als kleinen Snack – und zur Dramatisierung des Beispiels – gönnt man sich einen Hamburger (2400 Liter) mit einer kleinen Apfelschorle (100 Liter). 2930 Liter virtuelles Wasser hat man für das studentische Mittagessen verbraucht. Das Abendessen fällt natürlich üppiger aus: Es gibt Bratkartoffeln (300 Liter) mit einem Rindersteak (3100 Liter), dazu Tomatensoße (40 Liter) und einen Salat (50 Liter). Als Nachtisch gibt es eine Banane (140 Liter), als Getränk einen Liter Wasser (1 Liter). Das Ergebnis des Abendessens: 3631 Liter virtuelles Wasser.

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Nicht mit eingerechnet ist der Kauf einer Jeans (8500 Liter) oder eines T-Shirts (2500 Liter) – und sollte man abends noch weggehen, werden für jedes 0,25l-Bier rund 75 Liter virtuelles Wasser fällig.

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Die Bilanz des Tages: Circa 7000 Liter virtuelles Wasser – für nur einen Tag. Der Durchschnitt in Deutschland liegt darunter und beträgt rund 4000 Liter virtuelles Wasser. Das lässt sich dadurch erklären, dass nicht jeder Mensch täglich Fleisch isst, welches enorm viel virtuelles Wasser benötigt.

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Um die 7000 bzw. 4000 Liter virtuelles Wasser einordnen zu können, reicht ein Blick auf den tatsächlichen Pro-Kopf-Wasserverbrauch in Deutschland – der beträgt 122 Liter pro Tag und umfasst alle Tätigkeiten wie Kochen, Waschen oder die Toilettenspülung.

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Woher kommen diese Werte? Man sieht recht schnell, dass Vegetarier einen kleineren Wasserfußabdruck hinterlassen als Fleischesser. Beispielsweise wird der Wasserverbrauch von Rindfleisch dadurch berechnet, dass man sowohl die Bewässerung des Futters (8000kg), sowie das getrunkene Wasser eines Tieres (24000 Liter) bis zu dessen Schlachtgewicht nach drei Jahren addiert. Ein Kilogramm Rindfleisch steht somit für 15.500 Liter virtuelles Wasser.


Gemüse wie beispielsweise Tomaten werden zumeist in heißen und wasserarmen Regionen wie der Süden Spaniens angebaut und müssen dementsprechend viel bewässert werden – mit Wasser aus anderen Ländern.

TZN-SPECIAL.

Ein anderes Beispiel wäre Kakao (27000 Liter virtuelles Wasser pro Kilogramm): Eigentlich ist der Kakaobaum ein Urwaldbaum, der in regenwaldähnlichen Regionen wächst. Ein großer Teil wird aber auf gerodetem Land in voller Sonne angebaut, wo intensive Bewässerungen notwendig sind. Professor Tony Allan aus London, der Erfinder des virtuellen Wassers, hegt mit seiner Idee eine Hoffnung für die Zukunft – einen sparsameren Umgang mit und ein neues Bewusstsein für Wasser, der wichtigsten Ressource der Erde.

Die Werbung hat Recht: Der Mensch soll mindestens 1,5 Liter Wasser pro Tag trinken. Aber in einer Welt, in der mehr als eine Milliarde Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser hat, sollten wir uns der Verantwortung bewusst werden – und hoffen, dass die Weltbank mit ihrer Prognose nicht Recht hat: „Die Kriege des nächsten Jahrhunderts werden nicht um Öl, sondern um Wasser geführt.“ Daniel Hohn

20 Jahre Fair Trade Siegel.

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Vor 20 Jahren wurde die Organisation Trans Fair gegründet, die das Fair Trade Siegel vergibt. Aber was genau ist fair? Im Gegensatz zu diversen Discountern und Kaffeeröstern berücksichtigt dass Konzept der Weltläden alle Menschen, die an einem „fairen“ Handel beteiligt sind, was auch die Importeure und Läden selbst mit einschließt. So ist jeder Einkauf im Weltladen eine Chance „mit dem Geldbeutel Politik zu machen“, wie eine Mitarbeiterin des Landauer Weltladens sagt.

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Das die Weltläden sich nicht mehr über braune Bananen und unaromatische Kaffeesorten definieren können, ist selbstverständlich. Mit den Jahren wuchs die Produktpalette gemeinsam mit marktfähiger Professionalität und Qualität auf allen Ebenen. Seit der Gründung der ersten Weltläden 1970 ist die Anzahl der Weltläden, das Angebot und der Umsatz rasant gestiegen: Heute gibt es in Deutschland rund 800 Weltläden und 33.000 Geschäfte, in denen 10.000 verschiedene Artikel aus fairem Handel angeboten werden. Das Angebot umfasst Lebens- und Genussmittel, Textilien, Schmuck und Kunsthandwerk, (Welt-)Musik, Spiel- und Schreibwaren, Musikinstrumente und vieles mehr.

Als neuester Trend vollzieht sich die Verbindung aus Öko- und fair gehandelten Waren im Sortiment. Nicht nur Marketingstrategie; eine zwei Jahre dauernde Kampagne die Gedanken in Richtung einer zukunftsorientierten Landwirtschaft anstoßen soll.

In den letzten sechs Jahren hat sich der Umsatz vervierfacht – 2010 wurden so viel fair gehandelte Produkte verkauft wie nie zuvor: für 413 Millionen Euro. Damit wurden 570 Kleinbauern-Kooperativen in Lateinamerika (45%), Asien (35%)


L. IA EC SP NTZ .ECIALPS-NZT und Afrika (18%) unterstützt. Weltweit hat der Faire Handel bisher die Lebensund Arbeitssituation von rund sechs Millionen Menschen verbessert.

Am Tag zur Nachhaltigkeit beteiligt sich der Weltladen übrigens auch: mit einer fairen Modenschau im Bühnenprogramm und einem Mitmachstand zu Kaffee und Kakao. Mehr Infos bekommt ihr unter der Website: www.landauer-weltladen.de. Den Weltladen selbst ist täglich von 10-18 Uhr geöffnet. Ihr findet ihn in der Kugelgartenstraße 20 (also ganz zentral) in Landau. Benjamin Zilles & Sonja Pfister

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Nitritkartoffeln und Gentechniksalat.

Unsere Geschichte spielt nicht an einem Ort, sie spielt an vielen Orten. Kleine Dörfer mit Kirchen und Fachwerk und Kühen, die zu bestimmten Uhrzeiten auf ihrem Weg auf die Felder die Straßen versperren. Sie gehören zu alteingesessenen Bauern, die ihre Felder bewirtschaften, indem sie Unkrautvernichtungsmittel und Stickstoffdünger über die Pflanzen verteilen, das spart Unkraut jäten, erhöht die Erträge und ist modern. Und in den Kartoffeln ist dann lecker schädliches Nitrit. Die Bauern sind sich ihrer Sache sicher.

Dann dringen Jüngere in die Dörfer ein, sie pachten Wiesen und beginnen sie zu bewirtschaften. Die Bauern halten ihre Traktoren mit Rädern größer als ihre größten Rinder an und begutachten die Arbeit der Neuen. Sie müssen lachen und geben ihnen gut gemeinte und verächtlich klingende Tipps: Pestizide, Kunstdünger, Gentechnik!

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Als die Jüngeren vom Unkraut Jäten aufstehen und mit schmutzigen Fingern ihre Arbeit verteidigen, hören die Bauern das erste Mal das Wort „biologisch“. Außerdem faseln die was von Bodenpflege und Tierschutz. Sie können kaum glauben, was diese Leute da veranstalten.

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Als die Frauen in den nächsten Jahren in der neuen Biogärtnerei vor Ort ihre Salatpflanzen für den Garten daheim kaufen, und als diese plötzlich viel mehr aushalten als die Gentechnikpflänzchen vom letzten Jahr, beginnt langsam das Umdenken. Am Ende schmeckt das Zeug sogar noch besser, als das aus dem Supermarkt! Zehn Jahre später surren auf den Dächern der Bauern die Solaranlagen und ein paar von ihnen sind bei Demeter und Naturland eingestiegen und sind jetzt auch öko. Die verrückten Pestizidgegner haben inzwischen das Land erobert, bio ist hip und vom oberbayerischen Kaff bis zum Prenzlauer Berg machen alle mit. Aldi und Penny sind jetzt auch bio und in der Nachbarstadt eröffnet ein Biosupermarkt nach dem anderen. Übrigens: der kleine Bioladen aus dem Dorf mit den Kühen, der liefert dem Biosupermarkt immer den alten Salat, den er selber nicht mehr los wird. Im Supermarkt gucken die Leute nämlich nicht so genau hin und kaufen auch mal einen Salatkopf mit braunen Rändern. Und in ein paar Jahren, da macht der kleine Bioladen zu, weil keiner mehr kommt, weil‘s jetzt eh überall bio gibt. Und so sieht man ganz hübsch, wie innovativ bio sein kann und wie wichtig kleine Betriebe sind. Denn auf deren Feldern kann man auch mal was anpflanzen das nichts wird und einfach mal was Neues ausprobieren, ohne den großen Zwang möglichst viel Gewinn zu machen. Rosa Berktold

rosa@launi.me


L. IA EC SP NTZ .ECIALPS-NZT Ökologische Lebensweise ist möglich.

Wer kennt ihn nicht, den wöchentlichen Gang zum Supermarkt? Manche Dinge verändern sich, mal sind es die Kassierer, mal der Verkaufsraum. Doch eine ganz gravierende Veränderung in den letzten beiden Jahren fand in den Regalen statt. Kaum eine Regalreihe in der nicht das Bio-Siegel auf der Verpackung abgedruckt ist. Bio ist in, bio boomt, das haben nun alle erkannt. Doch neben den allseits bekannten Bio-Siegeln auf den Lebensmitteln gibt es noch viele weitere Siegel, die den Verbraucher auf eine gesunde und nachhaltige Lebensweise hinweisen. Ein Symbol, das vor allem mit nachhaltiger Produktion in Verbindung gebracht wird, ist das FairTraide-Zeichen. Erwerben kann man solche Produkte, von Kaffee bis hin zu Taschen, hauptsächlich in Weltläden. Hier werden die Arbeiter nach Mindestpreisen oberhalb des Weltmarktniveaus bezahlt, weshalb viele Produkte auch meist etwas teurer sind. Jedoch können hier die Arbeiter ihre Familien finanzieren und müssen nicht mit willkürlichen Kündigungen rechnen. Ein Zeichen, das den Meeresbewohnern unserer Erde hilft, ist das Marine Stewardship Council (MSC) Symbol. Meerestiere mit diesem Zeichen wurden unter annehmbaren Bedingungen gefangen. Das heißt, dass hier keine Überfischung stattfand. So werden auch Fische, die auf der Roten Liste stehen nicht mit dem Siegel ausgestattet. 2008 waren aber lediglich Produkte von 600 Unternehmen damit ausgestattet. Das Naturland Siegel vertreibt hingegen nur Fische, die in Aquakulturen gezüchtet wurden.

Neben Lebensmitteln gibt es auch zahlreiche Nachhaltigkeitssiegel für Textilien. Das wohl bekannteste ist das „Textiles Vertrauen“- Logo. Die Kleidung wird nach der Herstellung auf Schadstoffe untersucht. Auch hier wird auf eine ökologische Produktion geachtet (Nur Textiles Vertrauen 1000). Ein noch besseres Zeichen für fair und ökologisch produzierte Kleidung ist das „GOTS“-Siegel (Global Organic Textile Standard). Logos von H&M und C&A, auf denen lediglich von „Bio Cotton“ die Rede ist, ist nicht zu trauen. Diese Symbole wurden von den Unternehmen entworfen, entsprechen den eigenen Regeln. Durch anerkannte Organisationen wurden diese Zeichen nicht bestätigt. Auch bei Textilien gibt es noch zahlreiche andere Siegel.

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Um auch im Haushalt keine giftigen Stoffe einzuatmen, hilft einem der „Blaue Engel“. Er kennzeichnet jedoch auch viele weitere Produkte, wie Druckerpapier oder Zahnbürsten. Das „Europäische Umweltzeichen“ umfasst eine große Produktpalette. Auch in der Kosmetikbranche gibt es vereinzelt Symbole, wie z.B. das von „NaTrue“ oder „BDIH Kontrollierte Naturkosmetik“. Hierbei werden nur naturidentische und naturnahe Rohstoffe benutzt. Auf Konservierungsstoffe wird verzichtet.

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Es gibt also zahlreiche Möglichkeiten der Umwelt etwas Gutes zu tun. Unter www.label-online.de findest du Hintergrundinformationen und Bewertungen zu vielen Siegeln und Zeichen von der Verbraucherinitiative.

Katharina Engelhardt

katharina@launi.me


t z t e j n e s s ü m r i „W h c o h e f p ö K e i d e i d d n u – n l e p krem ” . h c u a l Ärme

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Lukas Podolski www.zkw-landau.de

Landauer Poetik Dozentur: „Fußball trifft Kultur” 7. – 9. Mai 2012


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oesungen sind auch Informationen zum heutigen Werbepartner!

Merkding.

Ein Hurenkind weiß nicht, wo es herkommt, ein Schusterjunge nicht, wo er hingehört. Letzte Ausgabe:

Mit der Gesundheit geht es bergauf, mit der Krankheit bergab: Treppen steigen / Aufwärts: Gesundes Bein zuerst Abwärts: Krankes Bein zuerst

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spanischer Volkstanz

US-Filmstar (Barbra)

Hauptstadt von New Mexico (Santa..)

Fluss in der deutsche Ukraine Landschaft

Teil des Lichtes

GangesZufluss

Gabe an Götter

Abkürzung: Anno Domini

deutsche Sportlerin

mögen, Abkürzung deutsche sehr gern für in Sportlerin haben Pension

Druckansicht

Maßeinheit

bevor

Mitknecht

Werg

Eintracht

Eis

Grösse

KfzZeichen Bergspitze für Düren

deutscher Fluß

Biersorte

Abkürzung für Verwandter Erdgeschoß

Verfehlung

Fluss durch Italien

Bild

Stadt in Japan

Sternbild Fische

© schwedenraetsel.net

Volkswirt

Stadtteil von Hamburg

Landschaft im Rhonedelta

Ihre Lösung:

Bibelteil (Abkürzung)

englisch: Osten

Initialen des franz. Autors Rolland

Name Abkürzung vieler für eine Bäche deutsche und Anrede Flüsse

lat.: Herrin

Kaiser von Äthiopien

Roman von Stephen King

Zufluss der Donau

käseartige Masse

tierischer Körperteil

Teil von Parks

deutsche Vorsilbe

EDVAusdruck

biblische Gestalt, biblische Figur

Abkürzung für honoris causa

Stadt in Nigeria

Abkürzung für Seine Exzellenz

Zelle

Maßeinheit

Figur im Märchen

Heizstoff

http://www.schwedenraetsel.net/2007/51.php

DonauZufluß in Bayern

Initialen Chopins

Kreuzende Wörter.


lub & STage.

Club & Stage.

Montag | 07.05.2012 Fatal LD | Kneipenabend | 21.00 Soco LD | Studi Night | 20.00 KARLSRUHE: Carambolage | DJ Tex Arcana | Pop/Indie/Rock | 21.00 Oval Lounge | Ladies’ Day | 18.00 Kammertheater | Tango Friends | Raul Jaurena Trio | 19.30 Radio Oriente | Live Acoustic Jam | 21.00 Scruffys Irish Pub | Autumn Red | Banjo Rock | 20.00 DIENSTAG | 08.05.2012 KARLSRUHE: AKK (Uni) | Prüfungsangst | 15.00 | Anna, ich hab Angst um Dich | 20.00 Brasil | Spieleabend | 19.00 Carambolage | All You Can Dance | DJ Mirsa | 21.00 Kohi | Tom Liwa | Songwriter | 20.00 Oval Lounge | Afterwork Lounge | 18.00 Scruffys Irish Pub | Kiwi Keiths Hawkins | 19.00 Walhalla | Milonga | Tango | 21.00 Mittwoch | 09.05.2012 Logo LD | Queerulanten-Party | 22.00 Fatal LD | Kneipenabend | 21.00 Palmers Irish Pub LD | Karaokeparty | zeitlos KARLSRUHE: AKK (Uni) | Jetzt ist Sommer | 20.00 Alte Hackerei | 5 Jahre Top oder Flop Abend | Tex Dixigas/Orgel Krüger/Bingo Bongo | 21.00 Carambolage | Little L. & Gäste | Pop | 21.00 Die Stadtmitte | Can You Help? Yes, You Can | www.dosenparty-karlsruhe.de | K’her Tafel-Benefiz | 22.00 Liebstöckel | House/Techno | 21.00 Oval Lounge | Student’s Day | 18.00 Tempel | Tango Argentino | 21.30 Topsy | Gossip Night | 80s/90s/House | 21.00 Donnerstag | 10.05.2012 Das Haus LD | Kneipenabend | 20.00 Fatal LD | LEADERS OFF / MOFFARAMMES | 21.00 Logo LD | Party | 22.00 Alte Seilerei MA | Johannes Strate (Revolverheld) | 19.00 KARLSRUHE: Alte Hackerei | 5 Jahre Hackerei Fest | 21.00 Bad. Brauhaus | Rüdiger Wolf (Piano) | 21.00 Bento | Jonas Lampbrecht | House | 19.00 Cantina Majolika | Live Jazz | 20.00 Carambolage | Herr Bube & Gäste | Alternative/Indierock | 21.00 Die Stadtmitte | Freudenhaus Sound Affairs | 22.00 Kohi | Blockflöte des Todes | Songwriter | 20.00 Krokokeller | Pop/Rock | 23.00 Liebstöckel | Highlights Extended Version | Best of Rock/Pop | 22.00 Oval Lounge | R’n’B/Soul Lounge | Sir John | 18.00 Portale 50 | Movida 50 | DJ Kitchen | 18.00 Radio Oriente | Kristina Neureuther & Support | Singer/Songwriterin | 21.00 Scruffys Irish Pub | Pub Quiz | 19.00 Substage | Delain/Halcyon Way/Trillium | Symphonic Goth Metal | 19.30 Topsy | Moodflow | Akustik Pop | 21.00 ZKM | Chikashi Miyama | IMA-Konzert | 20.00 Freitag | 11.05.2012 Logo LD | Party | 22.00 Palmers Irish Pub | Shot Day | zeitlos KARLSRUHE: AKK (Uni) | Delta Waits | 20.00 Alte Hackerei | 5 Jahre Hackerei | Kommando Sonnenmilch/Steakknife/Dangerman/DJs | 21.00 Carambolage | Funk Zander/Chill Scott Heron | Funk/Soul/Disco | 21.00 Die Stadtmitte | DJ Benni Bambule | 22.00 | DJ Sam the Housekid | 23.00


Dorfschänke | Livemusik | 20.00 Gotec | Tangoparty | 21.00 Groove | Teddy Jones | Mixed Music | 21.00 Hemingway Lounge | Sparda Jazz Around | Norbert Nagel Ensemble Juno | 20.00 Jubez | A Bisele Masl | Klezmertanz | 20.00 | First Incentive/Loud Valet/Incest Children | 21.00 Kohi | Rigna Folk | Art-Rock | 21.00 Krokokeller | Sauna Tunes | 23.00 Liebstöckel | Antonio Specht/David B. Garcia & Friends pres. Locura | 22.00 Nachtwerk | Rammstein vs. Eisbrecher | DJ Cabal | Dark Music | DJ Angelus | 22.00 Oval Lounge | AfterWeekLounge | Denis Bilgic | 18.00 Radio Oriente | Mark Caplan Band | Blues/Rock/Soul | 21.00 Schlossbühne | BaBa ZuLa | Istanbul-Rock | 20.00 Substage | Die Apokalyptischen Reiter/Kontrust/Malrun | 20.00 Tollhaus | Georgette Dee & Terry Truck | 20.00 Unverschämt | Hardrock/Gothic/Metal | EBM/Gothic | 22.00 Samstag | 12.05.2012 Das Haus LD | Feierabend: BELIEVER BEATS mit DJ knaFi | 20.00 Logo LD | Party | 22.00 Fatal LD | auf die fresse, fertig, los! mit toni tress (twin town/ saarbrücken)continue (uh.ce / unten) | 21.00 KARLSRUHE: AKK (Uni) | Metal Infection | 20.00 Alte Hackerei | 5 Jahre Hackerei | Biestig/COR/Dampfmaschine/DJs | 21.00 Carambolage | Edle Einfalt/Stille Größe | Indie/Dance | 21.00 Die Stadtmitte | Wunschkultur-Wortspielslam | 20.00 | Radio Goozeflash feat. Teddy Surf | 22.00 | DJ Christoph Esch | 23.00 Gotec | Sunset Club: Dominik Eulberg/Freddy/Sean Andino/Chris Sultano | Techno | 23.00 Hemingway Lounge | Jazz Market | Hurley-Neuhaus-Kunz Trio | 11.30 | Nicole Metzger & The New York Connection | 20.00 Liebstöckel | It’s All About The Cake | DJ Sweetbun | 22.00 Marktlücke | Karls-Club | 23.00 Nachtwerk | Electro/Noise/Industrial | DJane Charon Dark | Futurepop/80s/Alternative | DJ Angelus | 22.00 Oval Lounge | Latin Kiss House | 18.00 Radio Oriente | Dangerfreak Party | Darth Gert vs. Peter Punk | Indie/Elektro | 22.00 Rock & Rollbar | Kabaka Pyramid/Cornadoor live/Irie Riddim Soundsystem | Reggae/Dancehall | 22.00 Schwarzes Schaf | Guarango feat. Yelitza Laja | Latin Jazz | 20.00 Tempel | Cécile Verny Quartet | Jazz/Pop | 20.30


theater & co.

theater & co.

MONTAG | 07.05.2012 Altes Kaufhaus LD | Eröffnungsveranstaltung Poetik Dozentur | 19.00 DIENSTAG | 08.05.2012 Audimax der Uni LD | Poetik Dozentur | 19.00 (nähere Infos rechts auf Plakat) Opernzelt HD | Der tausendjährige Posten oder Der Germanist | Oper | 19.00 Saalbau Neustadt | Göttinger Symphonie Orchester | Adams/Liszt u.a. | 20.00 Schloss Schwetzingen | C. Prégardien (Tenor)/C. Schnackertz (Klavier) | Schubert/Rihm u.a. | 20.00 Theater Baden-Baden | Supernova (wie Gold entsteht) | von P. Löhle | 20.00 Mittwoch | 09.05.2012 Audimax der Uni LD | Poetik Dozentur | 19.00 (nähere Infos rechts auf Plakat) KARLSRUHE: Bad. Staatstheater | Don Giovanni | Oper von Mozart | 19.30 | Zigeuner-Boxer | von R. Reiniger | ab 14 J. | 20.00 Insel | So groß, so klein | Theater ab 2 J. | 11.00 Jakobustheater | Der zerbrochne Krug | von H. v. Kleist | 20.00 Kabarett in der Orgelfabrik | Oben bleiben | Max Utthoff | 20.15 Kammertheater | Wolfgang Amadeus Mozart | Musikal. Komödie | 19.30 Donnerstag | 10.05.2012 KARLSRUHE: Kabarett in der Orgelfabrik | Schmidternacht | Konstantin Schmidt | 20.15 Kammertheater | Wolfgang Amadeus Mozart | Musikal. Komödie | 19.30 Konzerthaus | K’her Meisterkonzert | SWR Sinfonieorchester BAD/FR/Tabea Zimmermann (Viola) | Haydn/Bartók/Kurták | 19.30 marotte Figurentheater | Haralds Hörstunde | 20.30 Sandkorn | Kohlhaas | nach Kleist | 19.00 Studentenhaus | Lenz | von G. Büchner | 20.00 Tanztheater Etage | Bühne für unfertige Kunst | Performances | 19.30 Freitag | 11.05.2012 KARLSRUHE: Bad. Staatstheater | Immer noch Sturm | von P. Handke | 19.30 | Siegfried | Ballett | 20.00 | Orpheus steigt herab | von T. Williams | 20.00 Badnerlandhalle Neureut | SWR3 Comedy | Christoph Sonntag | 20.00 D’Badisch Bühn | Nix wie Kuddlmuddl | Lustspiel | 20.15 Insel | Tschick | von W. Herrndorf | ab 14 J. | 11.00 Jakobustheater | Der zerbrochne Krug | von H. v. Kleist | 20.00 Kabarett in der Orgelfabrik | O-Saft is’ | Ole Hoffmann | 20.15 Kammertheater | Wolfgang Amadeus Mozart | Musikal. Komödie | 19.30 Messplatz | Circus Krone | 15.30 + 20.00 Tollhaus | Horst Evers | Kabarett | 20.30 Samstag | 12.05.2012 KARLSRUHE: Bad. Staatstheater | Romeo und Julia auf dem Dorfe | von F. Delius | 15.00 | Kammerkonzert | ab 6 J. | 15.00 | Supermen KA oder: Welche Helden braucht die Stadt? | 19.30 Insel | Gilgamesch | ab 10 J. | 17.00 Jakobustheater | Der zerbrochne Krug | von H. v. Kleist | 20.00 Kabarett in der Orgelfabrik | Die Ableser | Stefan Reusch/Ismael Fischmord/Georg Schnitzler | 20.15 Kammertheater | Wolfgang Amadeus Mozart | Musikal. Komödie | 19.30 Messplatz | Circus Krone | 15.30 + 20.00 Paul-Gerhard-Gemeinde | Ebbe und Flut | Wirkstattchor | 19.30 Sonntag | 13.05.2012 KARLSRUHE: Bad. Staatstheater | Vor der Premiere: Robin Hood | 11.00 | Die Verschwörung des Fiesco zu Genua | von Schiller | 15.00 | Momo | Ballett nach M. Ende | 19.00 Kammertheater | Bettina Kerth | Operettenpotpourri | 18.00 marotte Figurentheater | Die drei kleinen Schweinchen | ab 4 J. | 11.00 | Europäisches Haus der Erzählkunst | 20.00 Messplatz | Circus Krone | 14.00 + 18.00 Tempel | A:Musik: Hesse! | Lit.-Musikal. Abend | 20.30 Tollhaus | Gayle Tufts | Comedy/Entertainment | 20.00


einwand.

leinwand.

Le Havre. Marcel, der ehemalige Bohemien, versteht es zu leben auch als Schuhputzer, der nicht gerade viel nach Hause bringt. Seine Frau Arletty wartet geduldig und verständnisvoll gemeinsam mit Hündin Leika führen sie ein Leben in einfachen Verhältnissen. Liebevoll, verlangsamt und völlig zeitlos geht es zu in Le Havre man kennt sich, man sieht sich bis ein Container voller afrikanischer Flüchtlinge im Hafen entdeckt wird. Nur einem kleinen Jungen gelingt die Flucht, dem der Kommissar Monet und die übrige Polizei auf den Fersen ist. Jetzt erwacht die kleine Welt von Marcel und seinem Freundeskreis zum Leben Ein schöner, ergreifender, humorvoller und zugleich sehr unterhaltsamer Film mit schönen Bildern der in einer besonderen Zeit spielt. Läuft im Unikino / Di 8. Mai / Hörsaal 1 / 20:30Uhr


wordboner.

wordboner.


sonderbares leben.

sonderbares leben.

80-90-110 oder Let‘s face it. Liebe La-Uni-LeserInnen, heute geht es mir gar nicht gut. Meine Hose kneift, meine Arme schwabbeln und meine Haare liegen auch nicht so, wie sie sollen. Erleichternd zu wissen, dass morgen schon Freitag ist. Der Freitag, an dem ein Fitnessstudio- Verzeihung, ein Gesundheitszentrum- einen Gesundheitstag für Studierende anbietet. Körperfettmessung, Messung des Blutzuckers und eine Abnehmberatung. Der Höhepunkt: Ein VIPStrandfigur Training. Ich bin sicher, dass hier meine Probleme gelöst werden können. Es ist einfach alles dabei, was das weibliche Herz begehrt. Es werden Komplexe geschürt, was die eigene Figur betrifft, Ängste bezüglich der eigenen Gesundheit geweckt und noch mehr Druck auf aufstrebende AkademikerInnen ausgeübt. Also all das, was wir wollen! Die Zielgruppe sind in erster Linie Frauen. Der Teil der Bevölkerung, der abends keine Kohlenhydrate mehr isst und schon vor dem ersten Seminar eine Stunde joggen geht. Hier lernt Frau sich zu optimieren und das soll auch noch der Gesundheit dienen. Klingt super! Und weil die jungen Frauen nach Beratung und Körperfettmessung eingesehen haben, dass sie ein (gesundheitliches!) Problem haben, sind sie danach bestimmt treue Kunden des ortsansässigen „Gesundheitszentrums“. Ziemlich gut die Idee mit der Gesundheitsberatung am Campus Landau. Also ich werde auf jeden Fall hingehen und ein Beratungsgespräch wegen meines Bauchfettanteils suchen. Man munkelt ja, dass ab Größe 38 das Diabetes und Herzinfarktrisiko exorbitant in die Höhe schnellen. Ab 25 lockert sich auch das Bindegewebe und man kann an der berüchtigten Pannikulose (Zellulitis) erkranken. Diesen und noch mehr schwerwiegenden Konsequenzen eines falschen Lebensstils kann und sollte man rechtzeitig vorbeugen. In diesem Sinne schicke ich sportliche Grüße ins Atrium! Judith Hogen judith@launi.me


Einfach mal die Wahrheit sagen! Auch ich bin mittlerweile in einem höheren Semester und kann von mir behaupten ein paar Gesichter in Landau zu kennen. Dieses „kennen“ reicht von einem netten Zulächeln und Nicken über gelegentlichen Small-Talk bis hin zu einem freudigen Rumgeschreie und in die Arme fallen nach den Semesterferien. Oft ändert sich aber das Freundschaftsverhältnis zu den Leuten aus den ersten Semestern, wenn sich die Wege zum Beispiel auf Grund des schulartspezifischen Schwerpunkts trennen. Das soll nicht heißen, dass das bei Allen so ist, aber doch bei Vielen. So habe ich zum Beispiel zu meiner Gruppe vom BeiBringBasar leider gar keinen Kontakt mehr, obwohl wir im ersten Semester immer zusammen unterwegs waren. Klar schreibt man sich hin und wieder eine SMS oder eine Nachricht via Facebook, aber so innig wie am Anfang ist es nicht mehr. Ich habe mir jedoch sagen lassen, dass man an unserer Uni schnell neue Leute kennen lernt. Und tatsächlich wurde dieser Versuch auf einer lustigen Busfahrt zur Uni unternommen. Die Randbedingungen: Morgens 7:45Uhr, Busbahnhof Landau, iPod an, Kopfhörer auf, Zweiersitzplatz in der hinteren Hälfte des Busses und müdes aus dem Fenster starren. Jeder normale Mitfahrgast merkt wohl, dass diese Person nicht unbedingt einen Sitznachbarn will und setzt sich auf einen der anderen 60 freien Plätze. Aber unverhofft kommt oft! Und so wird der Platz neben mir doch noch von einer Mitstudentin in Anspruch genommen. Sie tippt mich an und sagt „Du guckst so ernst!“ Das sitzt erst mal. Aber wie reagiert man auf solch einen Spruch? Ich hab mich für die höfliche Art entschieden und dies habe ich bereits 30 Sekunden später bereut. Nachdem ich mich dafür entschuldigt hatte, dass ich so ernst aussehe und ihr erklärt habe, dass ich gerade in Gedanken war, redete die Gute die ganze Fahrt und den Weg hoch zur Uni. Das belanglose Zeug von dem sie geredet hatte, habe ich schon vergessen, aber ihr Gesicht nicht. Deshalb versuche ich ihr so gut wie möglich aus dem Weg zu gehen und

NTNISSE.

LIPPENSTIFTERKENNTNISSE


vermeide jegliche Konfrontation. In solchen Situationen wünsche ich mir manchmal den Mut die Wahrheit sagen zu können. Eine gute Variante wäre es gewesen zu antworten, dass man gerade einfach nur Musik hören möchte und keine Lust hat sich zu unterhalten. Aber nein, man verbiegt sich irgendwie um möglichst keinen schlechten Eindruck zu machen. Nach unserem gemeinsam Weg zur Uni und dem Monolog meiner neuen Busfreundin hatte sich jedoch so viel Wut in mir angestaut, dass ich am liebsten dies gesagt hätte: „Entschuldige, das ist mein Gesicht! Wenn du ein Problem damit hast, setz dich woanders hin.“ Im Anschluss daran hätte ich meine Kopfhörer wieder aufgezogen und weiter meine Musik gehört. Falls irgendjemand Tipps hat, wie ich das mit dem Ehrlich-Sein besser umsetzen kann, darf man mir gerne eine Email schreiben. Auf jeden Fall nehme ich mir ab jetzt vor öfter die Wahrheit zu sagen und mich nicht zu verstellen nur damit man netter wirkt. Man kann nicht jeden mögen und man kann auch nicht von jedem gemocht werden. Eine sonnige Woche, haut rein! Carolina Militis carolina@launi.me

IPPENSTIFTERKE

ENSTIFTERKENNTNISSE.


riefe aus berlin.

Briefe aus berlin.

Single in the City. Teil 8. Ich sitze mal wieder im allerliebsten Lieblingscafé. Es ist Samstagmorgen - für Berlin - für andere ist es bereits Mittag. Kreuzberg befindet sich noch im Tiefschlaf. Um mich herum sitzen viele Pärchen. Die, bei denen die Männer unrasiert sind, die Frauen kein Make-up außer Labello tragen, sehen aus, als hätten sie die ganze Nacht durchgevögelt, und haben sich noch etwas zu erzählen. Andere Pärchen, die, die sich nicht unterhalten, lesen schweigend Zeitung, sind geschminkt und rasiert. Ich schaue wieder zu den anderen Pärchen und denke: Noch unterhaltet ihr Euch, noch, aber wartet nur ab. Das ich so verbittert erscheine, liegt wahrscheinlich daran, dass ich eben über die menschenleere Oranienstrasse gegangen bin und in einem der zahlreichen Buchläden einen Blick in das neue Buch von Christiane Rösinger „Liebe wird oft überbewertet“, ein Sachbuch, werfen konnte. Ich bin schon so eine grausame unromantische Kreatur und muss dies nicht noch bis zum Exodus betreiben. Morgens ist das allerliebste Lieblingscafe quasi ein Pärchencafe. Auf jedenfall am Wochenende, morgens. Am Nachmittag sitzen hier vor allem Frauen mit ihren Freundinnen. Es ist nicht auszuschließen, dass die gleichen Frauen am Morgen hier mit ihren Männer saßen und nun am Nachmittag ebenfalls hier mit ihren Freundinnen, um sich gegenseitig Bericht zu erstatten: Wie war es? Was habt ihr gemacht? Oh...ah, und wie war es? Meinst du, er ruft an? Und bei den anderen: Ja, lief schon wieder nichts. Wir haben kaum noch Sex. Wir reden nicht mehr miteinander. Ach, ich weiß nicht. Aber ich liebe ihn ja so. - Und ich mitten drin. Mich fragt grad keiner, weil ich hier alleine sitze. Aber sonst fragt eigentlich jeder, auch mein Therapeut: Was macht die Liebe? Und bei dir so? Was machen die Männer?


Gar nichts. Sie machen alle gar nichts. Der-Mann-der-nicht-anrief-dafür-eine-Email-schrieb schreibt auch die nicht mehr, Mr. Big ist nicht zu erreichen, nur die charmante Begleitung ist wie immer charmant, aber nur durch den Äther. Falls sich etwas an dem Zustand ändern sollte, sage ich Bescheid. Aber kann man nicht einfach mal in Ruhe Single sein und seine Komplexe weiter ausbauen? Ich meine, ist ja nicht so, dass keine Männer mit Flirtpotenzial da wären, aber ich bin einfach zu blöd zum Flirten und zu schüchtern. Außerdem sehe ich schlecht. Da ist z.B. Herr G-Punkt aus der Drogerie am Alexanderplatz. Er sitzt manchmal an der Kasse, sieht groß gewachsen und gut aus. Zudem hat er kastanien-rot-braune Haare - da kommt mein Captain Future Fetisch wieder durch - und lächelt, wenn ich an der Kasse bin. Außerdem weiß er schon alles über mich: Welche Sorte Tampons und Binden ich nehmen, dass ich einen Kater habe, der gern das Katerfrühstück ‚Hering in Dillsauce‘ von Dein Bestes frisst und feuchtes Toilettenpapier mit Kamille benutze. Schon mal die wichtigsten Sachen geklärt. Doch statt zurück zu lächeln, entgegne ich immer nur mit diversen Gesichtsentgleisungen. Ich kaue auf der Unterlippe, ziehe eine - im besten Fall - Schnute, unter realen Gesichtspunkten betrachtet auch Fresse genannt. Meine schon so recht flexible Gesichtsmuskulatur - wer mich kennt, weiß was ich meine - denkt sich immer weitere Extremitäten aus - aber ein Lächeln bekomme ich nicht hin. Letztens war ich dort mit Claire - zuckersüße 1,5 Jahre - und als ich sie so in den Wagen setze, bemerke ich seinen Blick und seine Schlussfolgerung: Die hat ein Kind! Mmh, dann erstmal eingekauft und überlegt, wie man aus dem Schlamassel wieder rauskommt. Mir vorgestellt, wie ich ganz cool an der Kasse stehe und sage: „Ist nicht meine, ich bin die Nanny!“ und eine akrobatische Ganzkörpergeste wie Fran Fine hinlege: „Schätzchen, wenn du der neue Mr.Sheffield werden willst, dann ruf mich an!“ Stattdessen stehe ich an der Kasse. Er fragt nach der Kundenkarte. Meine Gesichtsmuskulatur macht eine Achterbahnfahrt. Räusper. Nee, hast du eine Claire? betretenes Lächeln auf beiden Seiten. Dann geht meine EC-Karte auch noch nicht mal und ich versinke im Boden. Ich bezahle Bar, schnappe den Einkauf und Kind, was mal wieder nicht laufen will, und verlasse fluchtartig die Drogerie wie ein Packesel mit Claire, Katzenstreu und -Futter, Kinderkeksen und Windeln drauf. Wenigstens weiß er jetzt, dass ich ganz schön stark bin. Fortsetzung folgt.

Sabrina von Fernsen briefeausberlin.blog.de


tudentenfutter.

studentenfutter.

Gemüsepuffer mit Spinatfüllung.

Bei den Nachhaltigkeitstagen 2012 in Baden-Württemberg wurde auch ein Klimadinner veranstaltet. Folgende 7 Grundsätze für eine nachhaltige Ernährung (WHO) wurden dabei bewertet: 1. Bevorzugung pflanzlicher Lebensmittel 2. Ökologisch erzeugte Lebensmittel 3. Regionale und saisonale Erzeugnisse 4. Bevorzugung gering verarbeiteter Lebensmittel – reichlich Frischkost 5. Umweltverträglich verpackte Produkte 6. Fair gehandelte Lebensmittel 7. Genussvolle und bekömmliche Speisen Das Sieger-Essen stellen wir euch heute vor: Zutaten: - 1 große ungerade (die keiner will) richtige Ökokarotte vom Biostand auf dem Marktplatz - 4 mittelgroße Kartoffeln ruhig noch vom der letzten Ernte ( die müssen noch schnell verarbeitet werden , denn die Neuen sind im Anmarsch schon gar nicht gehen eingeflogene Kartoffeln aus Zypern) - 2 Bund frischer Frühlingszwiebeln - klein schneiden - 1 Bioei von einem der glücklichsten Hühner vom Bauer nebenan - Pfeffer (hier darf die Regionalität verlassen werden – Fair Trade wäre natürlich super ;-) - 1/ 2 Teel . Salz - evtl. Haferflocken - 700 Gramm schönen grünen, saisonalen Biospinat 1. Kartoffeln und Karotte schälen und reiben - den Saft ein wenig wegnehmen ( falls sich welcher gebildet hat oder mit Haferflocken andicken). 2. die Frühlingszwiebeln klein schneiden, 1 Bund hinzufügen und mit dem Ei vermengen. 3. In einer Pfanne Pflanzenöl erhitzen, von dem Pufferteig hineingeben, von beiden Seiten anbraten. 4. Den Spinat waschen, gut abtropfen, falls die Stiele zu groß sind, abmachen. 5. Topf (braucht nicht groß sein) mit ein wenig Pflanzenöl heiß werden lassen, feuchten Spinat zugeben und das 2. Bund Zwiebeln / Kein Deckel (Feuchtigkeit muss abziehen können). 6. Nachdem alles zusammengesackt ist, evtl. ein wenig die Flüssigkeit wegnehmen und Salz und Pfeffer hinzufügen. 7. Puffer wie ein Hamburger anrichten mit Spinatfüllung. Ein wenig Salat oder Portolak oder die restlichen Nüsse von Weihnachten können auch noch drauf gestreut werden. Bon Appétit! Dieses Rezept wurde uns freundlicherweise von der Gewinnerin Frau Lehmann (www.katholische-akademie-freiburg.de) bereitgestellt. Weitere vegetarische Rezepte findet ihr auch unter: www.donnerstag-veggietag.de


3 Eier 3 Eigelb 100 g Zucker 1 Vanilleschote 200 g Sahne 300 g TK gemischte Beeren, aufgetaut 300 g Mascarpone 1. Eier und Eigelb verrühren. Den Zucker und das Mark der Vanilleschote dazugeben. 2. Alles im heißen Wasserbad aufschlagen, bis sich der Zucker aufgelöst hat und die Masse cremig wird. Dann im kalten Wasserbad kaltschlagen. 3. Sahne nicht ganz steifschlagen. Beeren durch ein Sieb streichen und das Püree in die Eimasse einrühren. Mascarpone und Sahne vorsichtig unterheben. 4. Die Masse in eine Metallschüssel füllen und für mindestens drei Stunden ins Eisfach stellen. Anfangs immer wieder durchrühren, damit sich keine großen Kristalle bilden. Bon Appétit! Stefanie Hurth stefanie@launi.me

tudentenfutter.

Zutaten für 8 Personen:

studentenfutter.

Beeren-Mascarpone-Eis.


otal vegan.

total vegan.

Teil 1: Challenge Accepted! Als das Buch „Vegan kochen für alle“ auf unserem WG-Küchentisch lag, wurde es erst mal von allen kritisch beäugt. Vegetarier kennt man, das ist mittlerweile keine Seltenheit mehr und wird in der Gesellschaft auch akzeptiert. Aber Veganer? Da hat man gleich Vorurteile: Blasse Menschen, die nicht gerade gesund aussehen. Und werden die überhaupt satt? Das ist wie mit den Saarländern in der Pfalz: Man hat einfach schon eine Meinung, selbst wenn man keinen kennt. Wieso sollte ein Mensch freiwillig auf jede Art von Tierprodukten verzichten? Bei Fleisch kann man das vielleicht noch nachvollziehen, aber Milch und Eier? Man nimmt den Tieren doch nichts weg: Kühe geben so oder so Milch und würden vielleicht sogar platzen wenn man sie nicht melken würde! Und Hühner legen eh Eier - ist doch gut wenn man die nutzt und nicht verkommen lässt. Was kann man denn als Veganer überhaupt noch essen? Da ernährt man sich ja nur von Obst, Gemüse und Körnern! Oder? Aber da wir ja offen für Neues sind und zudem ein indianisches Sprichwort sagt: „ Richte nie über einen Menschen, solange du nicht zwei Monde lang in seinen Schuhen gelaufen bist“. Okay, zwei Monde sind ziemlich lange und ins Saarland wollen wir dann doch auch nicht unbedingt. Aber eine Woche lang vegan ernähren ist schon drin. Schon zwei Wochen vor unserer veganen Woche testen wir Milchalternativen wie Soja-, Reis- und Hafermilch. Das erste Glas Sojamilch ist auch alles andere als vorzüglich, worauf hatten wir uns da nur eingelassen? Schnell wurde uns auch klar, dass es einem nicht mehr bewusst ist, wie viele Lebensmittel mit tierischen Produkten hergestellt werden. Interessant auch, wie das Umfeld reagiert. Der Partner verhält sich so, als würde man ihm morgens Arsen in seinen Kaffee einschenken statt Milch. Und Freunde essen vorsorglich immer schon Zuhause etwas, bevor sie vorbei kommen. So blieb das Ganze also ein ZweiFrauen-Projekt. Zwei Mädels, ein Kühlschrank, eine Woche keine tierischen Produkte: Challenge accepted! FORTSETZUNG FOLGT. Ronja Großmann & Jasmin Beyle

ronja@launi.me


t z t e j n e f r ü d r i „W n e d t h nur nic f p o K n e d n i d n Sa ” . n e k c e st

Lothar Matthäus www.zkw-landau.de

Landauer Poetik Dozentur: „Fußball trifft Kultur” 7. – 9. Mai 2012


Montag 07.05.2012

VEGETARISCH

ABENDMENSA

Zwiebelsuppe Hähnchenbrust „Römische Art“ Kroketten oder Reis Leipziger Allerlei oder Salat Dessert

Eierflöckchensuppe Saccottini a la Pesto mit Tomatensoße Italienischer Salatteller Dessert

Grünkernsuppe Rinderroulade „Bayrische Art“ Teigwaren Salat Dessert

Geröstete Grießsuppe Vollkornsemmelknödel Rohkostsalate Dessert

Weiße Bohnensuppe Hähnchen Cordon Bleu Pommes frites Salat Dessert

Graupensuppe Makkaroniauflauf mit Parmesankäse Bunter Salatteller Dessert

Grillabend im Außenbereich

Hirsesuppe Gebackener Camembert mit Preiselbeeren Berner Rösti Gemischter Salatteller Dessert

Hühnerkraftbrühe mit Einlage Schweinerücken „Meister Art“ gefüllt mit Mozzarella und Tomaten Kroketten / Salat Dessert

Eiermuschelsuppe Spaghetti mit „Pesto a la genovese“ Gemischter Salatteller Dessert

kein Abendmenü

Dienstag 08.05.2012 Blumenkohlcremesuppe Gegrilltes Schwenksteak Pommes frites oder Salzkartoffeln Bohnengemüse oder Salat Dessert Mittwoch 09.05.2012 Fleischsuppe mir Einlage Truthahnsauerbraten „Rheinische Art“ Knödel oder Teigwaren Rotkohl oder Salat Dessert Donnerstag 10.05.2012 Königincremesuppe Rinderbraten „Jäger Art“ Teigwaren oder Semmelknödel Kohlrabi in Rahm oder Salat Dessert Freitag 11.05.2012 Klare Gemüsebrühe mit Einlage Seehecht natur auf gelben Tagliatelle Fingermöhrchen oder Bunter Salatteller Dessert oder Fleischgericht

ÖFFNUNGSZEITEN:

11.30-13.30 Uhr 17:30-18.30 Uhr

(Mo-Fr) (Mo-Do)

mensaland.

Mensaland.


mpressum.

impressum. CHEFREDAKTION: Stefanie Hurth Jörn Weisenberger REDAKTION: Katharina Engelhardt Judith Hogen Erik Löbel Rosa Berktold Alexander Uhl Romina-Scarlett Altzschner Fabienne Mittmann Judith Wagner Ronja Großmann Raphaël Deslignes Christine Roser Carolina Militis Sabrina von Fernsen LAYOUT & GRAFIK: Jörn Weisenberger BILDHAFTES: Cover: Simon Karlsson / jugendfotos.de BackCover: Christian Laukat / jugendfotos.de Im Heft: Maike Hoheisel / jugendfotos.de Sarah Baur / jugendfotos.de Frieder Knabe / jugendfotos.de Mihaila Despotovic / jugendfotos.de Sasse S. / jugendfotos.de Stefanie Hochschläger / pixelio.de Kurt Michel / pixelio.de Michael Grabscheit / pixelio.de Hartmuth Bendig / pixelio.de „PC-Warrior“ / pixelio.de Remo Kleiner / pixelio.de Simonie Hainz / pixelio.de Cornelia Menichelli / pixelio.de WORDBONER: Peter Kowalski / wordboner.com DRUCK: Gemeindebriefdruckerei Groß Ösingen AUFLAGE 2000 Stück

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WILLIAM BUTLER YEATS

Auch der Ozean besteht aus einzelnen Tropfen.

ansichtssache.


La.Uni No.122