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Kolping

FORUM Informationen aus dem Kolpingwerk Diözesanverband Münster

28. Jahrgang • Nr. 174 • Ausgabe Dezember 2013

S ch w erpun

kt :

D iö ze sa nv ersa m m l u n g 2 0 1 3

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Hermann Eiling

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Wahlen


ALTE HANGDYS

...HELFEN KOLPIN UND DER UMWELT!

WIR SAMMELN ALTHANDYS! Die Handys werden über die Kolping Recycling GmbH verwertet. Erlöse aus der Spende gehen zu je 50 % an KOLPING INTERNATIONAL und die Kolping-Stiftung Diözesanverband Münster. Die Kolping-Stiftung Diözesanverband Münster setzt die Erlöse zur Förderung der Arbeit mit Jungen Erwachsenen in Kolpingwerk und Kolpingjugend ein. Handy-Spenden können in der Diözesangeschäftsstelle am Gerlever Weg 1 in Coesfeld sowie im Kolping-Bildungszentrum an der Bahnhofstraße 2 6262 7 4 5 6 in Warendorf abgegeben werden.

Bildquellen: Handys, © dom65 - Fotolia.com/ weitere Bilder: Archiv Verband

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Editorial

Inhalt: Schwerpunkt: Diözesanversammlung 

Jahrhundertgestalten … 4 – 13

Geistliches Wort

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Diözesanversammlung Gottesdienst

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Regularien

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Schwerpunktrede Handwerkskammer Münster 7 Grußwort Bundesvorstand

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Wahlen Diözesanfachausschüsse9 Ehrungen

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Anträge 

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Zur Sache

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Verband13 Kolpingjugend15 Redaktionsschluss und Impressum 

Berichte und Fotos (falls nicht anders angegeben) Rita Kleinschneider

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Geschafft! Ein ereignisreiches Jubiläumsjahr zu Adolph Kolpings 200. Ge­ burtstag liegt hinter uns. Die Diözesanversammlung mit vielen Antrags­ themen, Wahlen und inhaltlichen Zukunftsperspektiven liegt hinter uns. Und das hierüber berichtende Kolping-FORUM liegt gerade als Korrekturfahne vor uns auf dem Schreibtisch und wartet auf die Druckfreigabe. Zeit also, das Editorial zu schreiben, Gedanken zu ordnen und auf 2014 zu schauen. Nelson Mandela kommt uns in den Sinn. Sein Tod hat die Welt bewegt. Die Medien betiteln ihn als eine Jahrhundertgestalt. Er besaß ein unglaubliches Charisma für Visionen. Das dürfen wir von unserem Verbandsgründer Adolph Kolping ganz genau so sagen. Papst Franziskus ist gerade vom New York Magazin „Time“ als „Mensch des Jahres“ gekürt worden. Die „Time“ vergibt diese hohe Auszeichnung der in­ ternationalen Presse der „einflussreichsten – positiv wie negativ – Person der letzten zwölf Monate“. Er habe die Kraft für Reformen und verkünde spirituelle, moralische und religiöse Werte. Mandela, Papst Franziskus und Adolph Kolping: Drei große Persönlichkeiten. Jeder an seinem Platz hat (oder wird) die Welt verändern. Auch über den Tod hinaus! Die vielen Mitglieder in unseren Kolpingsfamilien: Jeder an seinem Platz, ob als ehren- oder hauptamtlich Verantwortliche(r) in Führungsämtern, oder der / die zupackende, organisierende, mitdenkende und -fühlende Kolping­ schwester oder -bruder sorgen jahrein jahraus dafür, dass es rund läuft in ihrer Kolpingsfamilie. Die Gemeinde, Stadt, das Dorf kann sich glücklich schätzen, Ehrenamtliche zu haben, die nicht lange fragen „was hab‘ ich davon?“ Die ein­ fach machen. Dazu hat jeder, ob Papst oder Kolpinger, Talente mitbekommen. Der guten Vorsätze zum Jahreswechsel gibt es viele. Vielleicht nehmen wir uns einfach mal vor, uns häufiger bei Themen, die uns beschäftigen, schönen Dingen, die wir entdecken, guten Gesprächen, die sich geplant oder zufällig ergeben, und nicht zuletzt geistigen Aspekten, die wir bewusst suchen und annehmen, bewegen und letztlich bestärken zu lassen? Mit dem Slogan „beRÜHRT.beWEGT.beSTÄRKT.“ starten wir also in das Neue Jahr 2014. Zwischen den Jubiläumsjahren Adolph Kolpings gönnen wir uns im Diözesanverband ein „geistliches Schwerpunktjahr“. Dabei sollten in den Kol­ pingsfamilien nicht mit viel Extraaufwand neue Veranstaltungen durchgeführt werden. Die bereits geplanten aus dem Blickwinkel dieses geistlichen Jahres vorzubereiten, könnten sicherlich Treffen und Aktionen eine neue Perspektive geben. Kolping kann in vielen Facetten erlebt werden und bleibt „Eine Ge­ schichte mit Zukunft“. Rita Kleinschneider

Titelbild und Szenen aus der Versammlung: Rita Kleinschneider

Thorsten Schulz

Thema der nächsten Ausgabe: ➲ März 2013 – Nicht aus der Mode – Gebrauchtkleider im Fokus der Kolpingsfamilien 3


Geistliches Wort

beRÜHRT. beWEGT. beSTÄRKT.

Bischof beauftragt zwei Ehrenamtliche als „Geistliche Begleitung“ Im Auftrag von Bischof Dr. Felix Genn überreichten Diözesanpräses Franz Westerkamp und Diözesanseelsor­ gerin Ursula Hüllen im Beisein von Ehrenbundespräses Monsignore Alois Schröder im Gottesdienst die Beauftragungsurkunden als „Geistli­ che Begleitung“ an Adelheid Röttger für ihre Kolpingsfamilie Oer und an Heinz Röttger (Oer) für den Bezirksverband Datteln. Im Jahreskurs des Kolpingwerkes Lan­ desverband NRW haben sie sich in sechs Modulen für dieses Ehrenamt befähigt. Foto: Willibald Kyrmel

Wann hat Euch eigentlich das letzte Mal etwas „berührt“? So richtig im wahrsten tieferen Sinne des Wortes: es hat eine Berührung stattgefunden – im Herzen – in der Seele … es ist etwas unter die Haut gegangen und nicht an der Ober­ fläche geblieben … Wann habt Ihr das letzte Mal etwas „Berührendes“ erlebt? Ich hoffe, dass es noch nicht zu lange her ist, denn Berührungen haben es in sich: Ein Wort, ein Geschehen, ein Er­ lebnis treffen zumeist auf etwas, was in uns schon vorhanden ist – manchmal bewusst und oft unbewusst – und brin­ gen es (und damit uns) in Schwingung. Es klingt etwas nach und setzt uns in Bewegung – in Wort, in Emotion, in ei­ ner Tat. Berührungen haben es verdient, dass wir davon auch erzählen und sie ins Wort heben – und es sind dann oft Ge­ schehnisse, die uns, wenn andere von ihrem Berührt-Sein erzählen, ebenso in Schwingungen versetzen – weil es ganz persönlich ist – oft authentisch und überzeugend. Die vielen Geschichten, die wir alle aus dem Leben Jesu kennen, handeln oft vom Berühren. Da berührt ein Mensch Jesus, weil er geheilt werden möchte und da berührt Jesus Menschen – ganz konkret mit der Hand – oder eben auch

mit dem Wort, um sie aufzurichten, zu heilen und ihnen wieder zum Leben zu verhelfen. Dieses Berühren rührt mich sehr an, weil Jesus, weil unser Gott, nicht weit weg ist, sondern sehr konkret wird – handgreiflich wird. Und eine der größ­ ten Berührungen der Menschheit feiern wir an Weihnachten: unser Gott wird Mensch, wird berührbar und berührt. Einmalig! Wunderbar! Unglaublich! Für das kommende Jahr 2014 lade ich Euch ein sich berühren zu lassen! Ein „geistliches“ Jahr unter den Worten „be­ Rührt. beWegt. beStärkt“ wollen wir aus­ rufen. Was berührt Euch? Was bewegt Euch? – und – Was bestärkt Euch? – aus dem Glauben heraus? Und ich lade Euch ein – wer mag – es aufzuschrei­ ben! Entweder für Euch persönlich – oder Ihr schickt es mir zu, damit dann auf der Diözesanfamilienwallfahrt am 31. August 2014 in Münster noch mehr Menschen daran Anteil nehmen kön­ nen! Nur Mut! Ich wünsche Euch ein gesegnetes Weih­ nachtsfest und berührende Tage durch die Geburt unseres Gottes! Franz Westerkamp Diözesanpräses Diözesanversammlung

„DiözesanFamilienWallfahrt“ nach Münster am 31. August 2014 Schon jetzt werden alle Kolpingsfamili­ en und -mitglieder gebeten, den Sonn­ tag, 31. August 2014 zur bistumsweiten „DiözesanFamilienWallfahrt“ für ihre Jahresplanungen vorzumerken. Höhe­ punkt und Tagesabschluss wird um 16 Uhr die Heilige Messe im Paulus-Dom zu Münster mit Bischof Dr. Felix Genn sein. Angebote und Wegestationen mit Im­ pulsen in den fußläufig zu erreichen­ den Kirchen rund um den Paulus-Dom bieten den gesamten Tag über sowohl geistige Inspirationen als auch die Freu­ de an der Gemeinschaft an einem Tag für alle Generationen im Sinne Kol­ pings. Für die Workshops und Impulse sind Referenten zu Themen wie soziale Fragen, Internationalität, Generationen­ 4

gerechtigkeit oder Ökologie angefragt. In den Räumen des Pfarrheimes der Überwasserkirche werden Angebote für Familien mit Kindern stattfinden. Die

Kolpingjugend bereitet Aktivitäten für Jugendliche in der Jugendkirche „effa­ ta[!“] vor. ➲ Jeweilige aktuelle Infos auf wallfahrt.kolping-ms.de. Genaue Uhrzeiten und Treffpunkte werden noch bekannt gegeben.

➲ Eigene Anfahrt der Kolpingsfamilien. ➲ 10.30 Uhr Treffpunkt und Start in Münster. ➲ Weitere Wegstationen mit Impulsen in verschiedenen Kirchen in Münster (in Gruppen). ➲ Einfaches gemeinsames Mittagessen ➲ 16.00 Uhr Heilige Messe im Dom zu Münster mit Bischof Felix Genn und der effata[!] Band.


Diözesanversammlung

„Kolping würde uns den Spiegel vorhalten“ Den Festgottesdienst zum Auftakt der Diözesanversammlung mit dem Eh­ renbundespräses des Kolpingwerkes Deutschland, Monsignore Alois Schrö­ der, zu feiern, war für die Delegierten des Diözesanverbandes Münster im 200. Jahr Adolph Kolpings eine beson­ dere Ehre. Msgr. Schröder zelebrierte die Messe mit Diözesanpräses Franz Westerkamp und Diakon Michael Rübo, Präses der Kolpingsfamilie Kleve. In der Predigt bezog sich Msgr. Schrö­ der auf die Tagebuchaufzeichnungen des 23-jährigen Adolph Kolping. Hier einige Auszüge seiner Ausführungen: „Gerade auch im Jubiläumsjahr anläss­ lich des 200. Geburtstages tun wir gut daran, uns Adolph Kolping so vor Au­ gen zu stellen, wie er wirklich war und was seine Grundanliegen waren. Dazu habe ich einen Text entdeckt, der mir

zu einem Schlüsseltext geworden ist. Wir finden ihn als erste Tagebucheintra­ gung vom 4. November 1837. Adolph Kolping befand sich in einer schwieri­ gen und entscheidenden Phase. Er war auf dem Sprung von der Werkbank auf die Schulbank. Da riet ihm der Kaplan Theodor Wollersheim, er solle sich doch das, was ihn bewegt und bedrückt, von der Seele schreiben. Die ersten Worte des Tagebuchs skiz­ zieren einen Dreischritt. Verkürzt lau­ ten sie: „Erst will ich mich bestreben, Mensch zu sein … der Wahrheit ein Zeuge, dem Mitmenschen ein Bruder sein.“ Erstaunlich für einen 23-Jährigen, eine solche Aussage zu machen, die man auch als Programm seines weite­ ren Lebens verstehen kann.

Gottesdienst zum Auftakt (v. li.) Ehrenbundespräses Monsignore Alois Schröder und Diözesanpräses Franz Westerkamp und Diakon Michael Rübo.

„Erst will ich mich bestreben, Mensch zu sein.“ Adolph Kolping ging es um die Entfal­ tung seiner eigenen Anlagen und Fähig­ keiten. Er strebte nach „Vollkommen­ heit“ als Ziel seines Lebens, um so dem Plan Gottes zu entsprechen. An erster Stelle also im­ mer der Mensch in seiner Indi­ vidualität und Einzigartigkeit, mit Stärken und Schwächen; so respektiert und akzeptiert; von anderen wert­ geschätzt und in seiner Entwick­ lung unterstützt. Mit dem Wort von Johann Wolfgang von Goethe formu­ liert: „Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein.“ Orte des Menschseins, das sollten unsere Kolpingsfamilien sein! Und das mit höchster Priorität!

„… der Wahrheit ein Zeuge sein“. Adolph Kolping meint den Glauben an Gott als die grundlegende Wahrheit. Und das heißt: Gott hat den Menschen Verantwortung übertragen für seine Schöpfung. Nicht als eigenmächtigen Herrscher, sondern als Verwalter hat Gott jeden Menschen eingesetzt. Als getaufte Christen stehen wir da in ei­ ner besonderen Pflicht. Es geht um das Glück eines jeden Menschen. Als Ab­ bild Gottes hat er einen Anspruch dar­ auf, dass seine Würde und seine Rechte gefördert und geschützt werden, vor

allem am Anfang und am Ende seines Lebens. Deshalb sollten wir Kolpinger an vorderster Front Lebens- und Um­ weltschützer sein. So wird unser Glaube an Gott, den Freund des Lebens, über­ zeugend. Und diesen Glauben sollten wir noch öffentlicher und offensiver be­ kennen und durch unser Handeln und Verhalten bezeugen.

„… dem Mitmenschen ein Bruder sein“. Mit diesen Worten benennt Adolph Kolping einen Punkt, den er so sehr in der pastoralen Arbeit der Kirche seiner Zeit vermisst hat. Diese war zu sehr von einem Gettodenken geprägt, das sie blind machte für die „Nöte der Zeit“. Auch uns würde er den Spiegel vorhalten, wenn wir es an Nächsten­ liebe und Solidarität gegenüber den Armen in unserer Zeit fehlen ließen. Übrigens beschwört uns Papst Franzis­ kus inständig, eine arme Kirche für die Armen zu sein. Adolph Kolping würde es so formulieren: „Das Christentum ist nicht bloß für die Kirche und die Betkammern, sondern für das ganze Leben.“

„KOLPING und jede Kolpingsfa­ milie ist für die Zukunft gut aufge­ stellt, wenn man von ihr jetzt sa­ gen kann: Da bin ich Mensch, da darf ich’s sein! Da wird Gott nicht tot geschwiegen und da lässt man niemanden im Regen stehen! Das macht unser Profil aus und ver­ pflichtet, wo immer KOLPING drauf steht!“ Msgr. Alois Schröder 5


Diözesanversammlung

Jugendlichen in Europa eine Chance im Handwerk geben Delegiertenversammlung des Kolpingwerkes Diözesanverband Münster in Coesfeld am 16.11.2013 „Tradition ist nie die einfache Wie­ derholung des Gleichen, sondern braucht aufgrund veränderter Zeitsi­ tuationen neue Perspektiven und an­ dere Schwerpunkte.“ Zur diesjährigen Diözesanversammlung des Kolping­ werkes Diözesanverband Münster im Jubiläumsjahr des 200. Geburtstages von Adolph Kolping konnte Diözesan­ vorsitzender Harold Ries etwa 300 Kolpinger, Delegierte, Gäste sowie ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter in der Aula des St. Pius Gymnasiums Coesfeld begrüßen.

Bundesweit höchster Mitgliederzuwachs Einen ganz besonderen Erfolg konnte Ries vermelden: „Trotz des demogra­ fischen Wandels können wir immer wieder neue Mitglieder gewinnen.

Diözesanvorsitzender Harold Ries (re.) mit seinen Stellvertretern Anne Ratert und Andreas Lanksch.

Der Diözesanverband, somit unsere Kolpingsfamilien im Bistum Münster, haben mit 1.271 neuen Kolpingmitglie­ dern in 2012 bundesweit im Kolping­ werk Deutschland die meisten Neu­ aufnahmen.“

Diözesanvorstand im Jahr 2013

Das vergangene Geschäftsjahr des Diözesanverbandes Münster sowie seine zukünftige inhaltliche und per­ sonelle Aufstellung, Regularien und Ehrungen, standen im Fokus der Diö­ zesanversammlung in Coesfeld. Sie ist das höchste beschlussfassende Organ des Kolpingwerkes Diözesanverband Münster. Harold Ries, seit einem Jahr im Amt als Diözesanvorsitzender, zog Parallelen von den Wandergesellen, die zu Kol­ pings Zeiten der Frühindustrialisierung kaum eine Lebensperspektive hatten, in die heutige Lebenswirklichkeit. „Wir wollen Jugendlichen aus Europa die Chance geben, in Deutschland eine Ausbildung zu machen und bei uns be­ treute Aufnahme im Jugendwohnen als Projekt der Zukunft finden. Wir wollen uns mit unseren Einrichtungen einset­ zen für die Chancenverbesserung jun­ ger Menschen, für die Förderung be­

ruflicher Integration.“ Beim Einsatz für Familien gehe es nicht nur um soziale Anerkennung sondern auch finanzielle Sicherheit in Zeiten der Pflege und der Erziehung. „Bei voller Arbeitszeit muss auch das Geld zum Leben reichen.“ In den 264 Kolpingsfamilien des Bis­ tums Münster gebe es viele unter­ schiedliche Betätigungsfelder, die sich an den Gegebenheiten der Orte orientierten, etwa der Einsatz für die Eine Welt, Betreuung im Offenen Ganz­ tag, Hausaufgabenhilfe oder man sei als Kolpingsfamilie gefragt bei den oft schmerzlichen Neuorganisationen und Fusionen in den Kirchengemeinden.

Die Tagesleitung hatten Tim Schlotmann, Simon Handrup, Harold Ries.

Das Präsidium (li.) mit den Gästen der Diözesanversammlung (v. re.:) Mark Keuthen (Bundesverband), Ehrenbundespräses Msgr. Alois Schröder sowie von der Handwerkskammer Vizepräsident Franz Wieching und Hauptgeschäftsführer Hermann Eiling. 6


Diözesanversammlung

„Damit junge Menschen in’s Handwerk finden“ Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Münster bei Diözesanversammlung „Wir haben allen Grund anzunehmen, dass auch in den nächsten Jahren hoher Fachkräftebedarf bestehen wird und wir unsere Suche nach Fachkräften noch weiter ausweiten müssen.“ Mit gro­ ßem Interesse verfolgten die KolpingDelegierten die Schwerpunktrede des Hauptgeschäftsführers der Handwerks­ kammer Münster, Hermann Eiling, zum Thema „Funktioniert der handwerkliche Arbeitsmarkt in fünf Jahren noch?“ Sein Fazit: „Die Handwerkskammer Müns­ ter blickt mit Sorge auf die Entwicklung auf dem handwerklichen Arbeitsmarkt. Die Zahl der Ausbildungsverhältnisse sinkt bei stark steigender Zahl offener Lehrstellen, Fachkräfte sind schwerer zu finden und werden aus anderen Wirtschaftsbereichen abgeworben. Das Handwerk muss alle Kräfte sammeln, um diesem schleichenden Prozess der Aushöhlung zu begegnen. Dabei ist es auch auf die Hilfe des Kolpingwerks an­ gewiesen.“

Hermann Eiling, Hauptgeschäftsfüh­ rer der Handwerkskammer Münster.

Hermann Eiling vermittelte bei seinen Ausführungen viele interessante De­ tails: „Das Handwerk ist mit 130 Beru­ fen ein vielseitiges Betätigungsfeld. 27 Prozent aller Unternehmen in Deutsch­ land sind Handwerksbetriebe, 13 Pro­ zent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten arbeiten im Handwerk.“ Nach einigen Einbußen in den letzten Jahren habe man nun einen Beschäf­ tigungssaldo „bei dem mehr Betriebe zusätzliche Kräfte einstellen als Mitar­ beiter entlassen.“ Die Kapazitätsauslas­ tung sei im Herbst 2013 mit 83,8 Pro­ zent so gut wie seit Jahren nicht mehr. Stichworte hierzu: Energetische Gebäu­ desanierung, Energiewende und hier besonders die energetische Bestands­ sicherung, Sicherheitstechnik, Umwelt­ schutz. Andere Zielgruppen würden

sich mit dem demografischen Wandel auftun: „Mehr Personengruppen wer­ den haushaltsnahe Dienstleistungen benötigen.“

Ohne qualifizierte Unternehmer keine qualifizierte Ausbildung Die Ausbildung im Handwerk sei ein ganz wichtiges Standortmerkmal, führte Hermann Eiling weiter aus. 28 Prozent aller Azubis in Deutschland erlernen ein Handwerk. Für das Ausbildungs­ jahr 2013 stünden jetzt noch 430 freie Lehrstellen in der Lehrstellenbörse der Handwerkskammer Münster zur Ver­ fügung. Ein großes Problem sieht der Hauptgeschäftsführer im Wegfall von Meisterprüfungen als Voraussetzung zur Ausübung einer selbstständigen Tätig­ keit. Bei den sogenannten „Anlage-B1Handwerken“ der Handwerksordnung ist keine Meisterprüfung notwendig, um sich selbstständig zu machen. 53 Handwerke wurden in 2004 aus der Liste gestrichen, etwa die Fliesen-, Plat­ ten- und Mosaikleger, Gold- und Silber­ schmiede und Gebäudereiniger. Waren es in 2003 noch 94, machten im Jahr 2012 nur noch 45 Handwerker in den B1-Berufen eine Meisterprüfung am Handwerkskammer Bildungszentrum. „Nur noch sieben Prozent dieser B1Betriebe bilden aus. Das wird zu erheb­ lichen Problemen bei deren Fachkräften führen.“ Ein neuer Angriff auf den Meis­ terbrief komme aus der Europäischen Union. „Wir befürchten, dass der Druck aus Europa zur weiteren Änderung der Handwerksordnung führt.“ Jugendar­ beitslosigkeit ist gerade in den südeuro­ päischen Ländern besonders hoch. „Bei Ländern mit dualer Ausbildung haben wir eine deutlich geringere Quote.“

„Und morgen Meister“ Für Menschen, die im Studium nicht glücklich werden, sei eine Ausbildung mittlerweile eine gute Option. Die Stu­ dienabbruchquoten liegen bis teils über 20 Prozent. Hier helfe das Projekt „Und morgen Meister“. Ein Modell, das ihnen mit einer Ausbildung von zweieinhalb Jahren den Gesellenbrief ermöglicht. Hermann Eiling verwies auch auf das NRW-Programm zur Fachkräftesiche­ rung „Kein Abschluss ohne Anschluss“, ein aufbauender Prozess der schuli­ schen Berufs- und Studienorientierung.

Er erläuterte ebenso die umfänglichen Angebote der Fachkräfteinitiative der Handwerkskammer Münster, die be­ reits mit Schnuppertagen im Handwerk für die 12 bis 16-jährigen Schüler star­ ten. „Wir suchen die Partnerschaft mit gesellschaftlichen Gruppen. Dabei geht es um konkrete Unterstützung, damit junge Menschen ins Handwerk finden.“ Gerade mit Kolping kann sich der Hauptgeschäftsführer der Handwerks­ kammer Münster, Hermann Eiling, eine Kooperation gut vorstellen. „Wir hoffen, dass sich die Zusammenarbeit noch stärken lässt.“

„Die meisten Bäcker arbeiten bei Volkswagen. Sie backen dort Autos. In den Bäckereien fehlen sie …“ „Wir laufen Gefahr, irgendwann nicht mehr genügend Unterneh­ mer im Handwerk zu haben. Wo es keine qualifizierten Unternehmerin­ nen und Unternehmer gibt, wird es auch keine qualifizierte Ausbildung geben.“ „Der Trend zum Abitur und Studium ist völlig ungebrochen. Wir brau­ chen aber nicht nur Führungskräfte. Was wir brauchen, sind eben auch Fachkräfte.“ (Hermann Eiling wird von sponta­ nem Beifall unterbrochen.) „Alle 180.000 Schüler ab dem 7. Schuljahr sollen eine systemati­ sche Berufsorientierung erhalten. Wesentlich in Klasse 8 ist eine Po­ tentialanalyse.“ (NRW-Projekt „Kein Abschluss ohne Anschluss“) „Nicht in allen, aber in vielen Be­ rufen können die jungen Meister mit den Gehältern von Gymnasial­ lehrern mithalten. Sie machen eine herausfordernde, anspruchsvolle Arbeit. Und wenn das Geld dann auch noch passt, wird das für alle eine befriedigende Situation im Handwerk.“ Hermann Eiling 7


Diözesanversammlung

„Mut tut gut“ Zu Gast bei der Diözesanversammlung: Bundesvorstandsmitglied Mark Keuthen

Bereits der Aufruf aus dem Postver­ sand der Delegiertenunterlagen, ge­ brauchte Handys zur Versammlung mitzubringen, kann als Erfolg gewer­ tet werden: 78 Althandys wurden di­ rekt in die Sammelboxen geworfen. Tagungsleiter Tim Schlotmann ani­ mierte, weiterhin in den Kolpingsfa­ milien zu sammeln und fügte humo­ rig hinzu: „Wenn heute während der Tagung irgendwo ein Handy klingelt, kassieren wir es sofort ein!“ Manch‘ einer griff umgehend schmunzelnd aber diskret in die Tasche … ➲ Informationen zur Sammlung und Abgabe siehe zweite Umschlagseite dieser Ausgabe.

Für Taifun-Opfer auf den Philippinen

„Unsere Welt bleibt von Naturkata­ strophen nicht verschont. Denken wir heute auch an den Taifun auf den Philippinen. Schon ein einzel­ nes Schicksal dieser abertausend Menschen übersteigt unsere Vor­ stellung.“ Harold Ries ➲ Die Kollekte im Gottesdienst erbrachte 731,75 Euro, eine spontane „Mützensammlung“ während des Tages 126,95 Euro. ➲ Die Kolpingsfamilien Epe und Wesel rundeten den Sammelbetrag auf gesamt 3.000 Euro auf! 8

Seit einem Jahr ist Mark Keuthen Mitglied im Bundesvorstand des Kol­ pingwerkes Deutschland. Erstmals überbrachte er die Grüße des Bun­ desvorstandes nach Münster. In seiner Rede gab er neben der Rückschau auf die vielen Veranstaltungen im KolpingJubiläumsjahr 2013. Mit besonderer Freude habe er die Wahlcheck-Ver­ anstaltung des Diözesanverbandes Münster zur Kenntnis genommen. Beim Ausblick auf die kommenden An­ gebote seitens des Bundesverbandes und des Diözesanverbandes motivierte Mark Keuthen alle Kolpinger, bei den Veranstaltungen mitzumachen. Unter dem Thema „Wir eröffnen Per­ spektiven für junge Menschen“ habe die „Junge Kampagne“ neben der Kolpingjugend auch die Kolping-Ju­ gendgemeinschaftsdienste, das Kol­ ping-Jugendwohnen sowie die KolpingBildungswerke und -unternehmen im Fokus. Besonders beschäftigen sollten sich die Diözesanverbände gemäß eines An­ trages im Bundeshauptausschuss mit dem Thema „Junge Erwachsene“. Auf­ fällig sei, dass ab etwa 25 Jahren junge Menschen verstärkt ihre Mitgliedschaft aufgäben. „Mitgliederrückgang ist ein gesamtverbandlicher Auftrag, er darf nicht nur der Kolpingjugend überlassen werden“, so Keuthen. Im nächsten Jahr werde das Modell der Bundesfachausschüsse zu dis­ kutieren sein, deren inhaltliche Aus­ richtung und Namensgebung sich am Leitbild orientieren soll. „Deren Struk­ tur soll möglichst über alle Diözesanverbände gleich aufgebaut werden.“

Ausbildung als Praxisbegleiter Werbung machte Keu­ then, sich im Rahmen der „Zukunftsprojekte Kolping 2015“ als Praxisbegleiter ausbilden zu lassen. Das sei nicht nur eine Berei­ cherung für die Kolpings­ familie, sondern auch für die eigene Persönlichkeit. „Der Bundesverband will ermutigen, sich von ex­

Mark Keuthen, Bundesvorstand  Foto: Thorsten Schulz

ternen Personen begleiten zu lassen. Dabei sind auch Kolpingsfamilien ein­ geladen, wo es derzeit gut läuft, denn: „Ständige Profilschärfe und Suche nach Mitarbeitern ist eine Daueraufgabe.“

„Ach nö, keine Satzungs­fragen“ Satzungen, ein Thema zu dem der Ein oder Andere sage „Ach nö, keine Sat­ zungsfragen“. Aber: „Eine gute inhaltli­ che Arbeit braucht auch eine gute Struk­ turqualität.“ Mark Keuthen appellierte an die Verantwortlichen, die Mustersat­ zungen bald in ihren Kolpingsfamilien umzusetzen. „Das Bundespräsidium freut sich schon darauf, Eure Satzungen genehmigen zu können.“ „Mut tut gut“. Dieses Motto des Kolping­ tages 2015 konnte Mark Keuthen aktu­ ell verkünden. Vom 18. - 20. Sept. 2015 werden in Köln 15.000 Teilnehmer aus ganz Deutschland zu ei­ nem „Superwochenende“ erwartet. „Im Vorberei­ tungsteam ist Euer Andre­ as Lanksch tätig.“ Den Kandidaten, „die am heutigen Tage zur Wahl stehen“, dankte er für deren Bereitschaft. Alle im Diözesanverband En­ gagierten würdigte er im Namen des Bundesvor­ standes für „die geleistete Arbeit, egal an welcher Stelle und in welcher Funktion!“


Diözesanversammlung

Wahlen für die Diözesanfachausschüsse Im 154. Jahr des DV Münster stellten 245 wahlberechtige Delegierte aus den 264 Kolpingsfamilien im Bistum Münster mit der Wahl von sechs neu­ en bzw. wiedergewählten Mitgliedern für die Diözesanfachausschüsse, davon zwei neue Vorsitzende, die personellen Weichen für das ehrenamtliche Engage­ ment in der zukünftigen Verbandsarbeit. Die Fachausschüsse dienen der konti­ nuierlichen inhaltlichen Auseinanderset­ zung mit gesellschaftlich und kirchlich relevanten Themen und fördern die verbandli­ che Bildungsarbeit. Zu den Aufgaben der für drei Jahre gewählten Fachausschussmitglieder gehört die Vorbereitung von Beschlussempfeh­ lungen für die Gremien und die Leitung des Ver­ bandes. Ihnen obliegt die Gesamtverantwortung für das jeweilige Hand­ lungsfeld. Für eine zweite Wahl­ periode als Vorsitzende des Diözesanfachaus­

schusses „Lebenswege – Menschen­ wege“ bestätigten die Delegierten aus den Kolpingsfamilien Anita Gärtner aus der Kolpingsfamilie Brake. Ludger Kloster aus der Kolpingsfami­ lie Hochmoor wurde als Vorsitzender für den Diözesanfachausschuss „Ge­ schmack am Glauben finden“ gewählt. Als Fachausschuss-Vorsitzende gehö­ ren beide nun auch dem Diözesanvor­ stand an.

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Erläuterungen des Wahlausschusses

Vorsitzende von Diözesanfachausschüssen: Die Diözesanfachausschüsse sind die inhaltlichen Stützen und Moto­ ren der verbandlichen Arbeit auf der Diözesanebene. Sie beraten den Diözesanvorstand in den inhalt­ lich-fachlichen Fragestellungen und Handlungsfeldern, entwickeln Positi­ onen und engagieren sich in diesen Themenfeldern inner- wie außerver­ bandlich. Der bzw. die Vorsitzen­ de leitet jeweils einen Diözesan­ fachausschuss und bringt dieses fachliche Engagement als Mitglied in den Diözesanvorstand ein.

Mitglieder in Diözesanfachausschüssen:

Zum Fototermin nach der Wahl fanden sich ein (v. li.:) Stefan Ebler, Klemens Nolte, Anita Gärtner, Ludger Kloster.

Diözesanfachausschuss „Zukunft von Arbeit und sozialer Sicherheit“

Als Mitglied eines Diözesanfach­ ausschusses kann man sich in einem definierten Themen- und Handlungsfeld inhaltlich intensiv einbringen und wesentlich an der Ausgestaltung verbandlicher Auf­ gaben mitwirken. • Wahlausschuss: Thorsten Schulz, Meik Libor, Stefan Knubel-Sicking, Heinz Röttger, Michael Rübo

Stefan Ebler – Kolpingsfamilie Darfeld Reiner Engelmann – Kolpingsfamilie Haltern am See Klemens Nolte – Kolpingsfamilie Coesfeld

Diözesanfachausschuss „Lebenswege – Menschenwege“ Anita Gärtner (Vorsitzende) – Kolpingsfamilie Brake

Diözesanfachausschuss „Geschmack am Glauben finden“ Ludger Kloster (Vorsitzender) – Kolpingsfamilie Hochmoor Erich Elpers – Kolpingsfamilie Rheine-Emstor

Fachausschüsse: Aufruf zur Mitarbeit und Dank an Ausgeschiedene Bei der Diözesanversammlung am 16.11.13 ist Anita Gärtner als Vorsit­ zende des Diözesanfachausschusses „Lebenswege – Menschenwege“ wie­ dergewählt worden. Aus diesem Fach­ ausschuss sind mit dem Ende ihrer Amtszeit aus familiären und beruflichen Gründen ausgeschieden: Mathilde Grösbrink (Kolpingsfamilie Hochmoor), Lisa Reers (Kolpingsfamilie Gescher),

Rendel Werthmöller (Kolpingsfamilie Riesenbeck), Ansgar Trautmann (Kolpingsfamilie Vreden). Mitarbeit möglich: Leider konnten die Ämter nicht wieder besetzt werden. Wer Interesse an familienpolitischen Themen und / oder an der Weiterentwicklung und Unterstützung der Familienarbeit im Verband hat, ist herzlich willkommen, in die Arbeit des Fachausschusses hinein zu schnuppern oder projektweise bei

einzelnen Themen mitzuwirken. Kon­ takt: Carolin Olbrich, 02541 – 803-443, Mail: olbrich@kolping-ms.de Aus dem Diözesanfachausschuss „Zukunft von Arbeit und sozialer Sicherheit“ ist ausgeschieden: Thomas Horstkötter (Kolpingsfamilie Lippborg) Allen für ihr Engagement herzlichen Dank! 9


Diözesanversammlung

Vita: Ludger Kloster – Kolpingsfamilie Hochmoor Ludger Kloster von der Kolpingsfami­ lie Hochmoor ist auf der Diözesanver­ sammlung des Kolpingwerkes Diöze­ sanverband Münster zum Vorsitzenden des Diözesanfachausschusses „Ge­ schmack am Glauben finden“ gewählt worden. Als Fachausschuss-Vorsitzen­ de gehört er nun auch dem Diözesan­ vorstand an. Seit 41 Jahren ist der 56-Jährige Kol­ pingmitglied. Zunächst in Gescher, dann in Hochmoor. Vor einigen Jahren musste der Tischlermeister krankheits­ bedingt sein Berufsleben beenden. Aus der Not machte er eine Tugend und widmete sich fortan Aufgaben im

Dienste der Menschen seines Ortes. Als „Ehrenamtlicher im Hauptberuf“, wie er sich humorvoll betitelt, engagiert er sich als Küster, im Gemeinderat, im Vorstand seiner Kolpingsfamilie, im Kolping-Bezirksverband Borken. Zudem hat Kloster sich als Notfall-Seelsorger für den Kreis Borken ausbilden lassen um Menschen in Extremsituationen bei­ zustehen. In den Diözesanfachausschuss des Kolpingwerkes, der sich mit religiösen Themen, Wallfahrtsvorbereitungen, Im­ pulsen wie Friedensgebeten und Ar­ beitshilfen für die Kolpingsfamilien im Bistum Münster beschäftigt oder deren

Fachausschussmitglieder als fachkom­ petente Referenten angefordert werden können, wurde Kloster vor drei Jahren gewählt. Als Vorsitzender des Fachausschusses ist ihm eine bestmögliche Vernetzung wichtig, sowohl auf den Ebenen des Kolpingwerkes bis hinein in die Gemein­ den etwa im Engagement bei Ganztags­ schulen oder Seniorentreffs. Ludger Kloster ist verheiratet, hat zwei Söhne und zwei Enkel und sieht in die­ ser neuen Verantwortung auch für sich persönlich als eine schöne Bereiche­ rung seines Lebens.

„Silbernes Ehrenzeichen“: Mit Durchhaltevermögen und einer Prise Humor Michael Rübo (Kolpingsfamilie Kleve) erhielt das Silberne Ehrenzeichen des Kolpingwerkes Diözesanverband Müns­ ter in Anerkennung seines langjährigen Engagements für das Kolpingwerk DV Münster als Vorstandsmitglied und Prä­

Michael Rübo (li) erhält aus den Hän­ den von Diözesanpräses Franz Wes­ terkamp das Silberne Ehrenzeichen des Kolpinwerkes DV Münster.  Foto: Thorsten Schulz

ses der Kolpingsfamile Kleve sowie Re­ gionalreferent für den Kreisverband Kle­ ve. „Mit Elan, Weitblick und einer sehr guten Prise Humor tust Du selbstver­ ständlich Deine zahlreichen Aufgaben. Dies aus einer tiefen Verbundenheit mit den Dir anvertrauten Menschen und aus einem tiefen Glauben heraus“, würdigte Diözesanpräses Franz Westerkamp den sichtlich überraschten Michael Rübo. Anne Scharfenberg (Kolpingsfamilie Gescher) wirkt seit vielen Jahren auf den verschiedenen Ebenen des Diö­ zesanverbandes. Insbesondere wurde sie als Geschäftsführerin für den ge­ meinnützigen Verein „Familien helfen Familien“ mit dem Ehrenzeichen des Kolpingwerkes ausgezeichnet. „Auch Deine Kolpingsfamilie Gescher und auf Bezirks- und Kreisebene weiß Dich als kompetente und zuverlässige Ehrenamt­ liche zu schätzen, die sich nicht scheut auch schwierige Aufgaben zu überneh­ men“, würdigte Diözesanseelsorgerin

Anne Scharfenberg (re) wird vom stellvertretenden Diözesanvorsitzen­ den Andreas Lanksch (li) und Diözes­ anseelsorgerin Ursula Hüllen mit dem Silbernen Ehrenzeichen des Kolping­ werkes DV Münster ausgezeichnet.

Ursula Hüllen sie als verantwortungsbe­ wusste, mitfühlende Kolpingschwester „mit Einsatz, Fürsorglichkeit und einem unglaublichen Durchhaltevermögen.“

Vita: Anita Gärtner – Kolpingsfamilie Brake Der Diözesanfachausschuss „Lebens­ wege – Menschenwege“ freut sich, das Anita Gärtner, Mitglied der Kolpings­ familie Brake (Landesverband Olden­ burg) bei der Diözesanversammlung des Kolpingwerkes Diözesanverband 10

Münster am 16. November erneut als Vorsitzende dieses Diözesanausschus­ ses gewählt wurde. Als FachausschussVorsitzende gehört sie auch dem Diö­ zesanvorstand an. Seit sechs Jahren arbeitet die 68-Jäh­

rige im Fachausschuss „Lebenswege – Menschenwege“, davon drei Jahre als Vorsitzende. Im Diözesanverband Münster ist sie vielen Kolpingern durch ihr Engagement in unterschiedlichen Gremien bekannt.  


Diözesanversammlung

Seit 33 Jahren ist sie Mitglied ihrer Kolpingsfamilie, davon einige Jahre in deren Vorstand. 1996 wurde Anita Gärtner zur stellvertretenden Diözesan­ vorsitzenden im DV Münster gewählt. Nach neunjährigem intensivem Ehren­ amt kandidierte sie nicht wieder für die­ ses Amt. Zuvor war sie (von 1983 bis 1996) für den Bereich Erwachsene im Landesvorstand Kolpingwerk Land Ol­ denburg zuständig. Auch im Kolpingwerk Deutschland weiß man seit einigen Jahren ihre Kompetenz

als Mitglied im Kolping Bundesfachaus­ schuss „Ehe, Familie, Lebenswege“ zu schätzen. Für ihre weitere Arbeit als Vorsitzende des Fachausschusses „Lebenswege – Menschenwege“ sieht Anita Gärtner Schwerpunkte und nennt eine intensi­ vere Zusammenarbeit der vier Diöze­ sanfachausschüsse. „Es gibt viele The­ men die Fachausschuss übergreifend sind, wie z. B. Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowohl für Frauen wie auch für Männer.“

Wie wirkt sich das Berufsleben auf Ehe und Familie aus? Glaubensvermittlung in der Familie – wie werden christliche Werte in der Familie gelebt und welche Auswirkung haben sie in der Gesell­ schaft? Darin sieht sie weitere gemein­ same Schnittmengen in der Fachaus­ schussarbeit. „Welche weiteren Aufgaben auf mich warten, wird immer von der Situation im Kolpingwerk, in Kirche und Gesellschaft abhängen“, so die verheiratete Mutter dreier erwachsener Töchter nach ihrer Wiederwahl.

Impressionen von der Diözesanversammlung

er und Gremien ga­ usschüsse, Rechtsträg ha Fac d, s an rst vo an Diözes en Geschäftsberichte auf Basis des 68-seitig so en Eb . 13 20 .6. ben den Delegierten 30 bis s Berichtsjahr 1.7.2012 Rechenschaft über da hrer Uwe Slüter, fand sfü äft sch Ge n vo n ge tra rge vo ht, ric zbe an der Fin . mlung hohes Interesse auf der Diözesanversam

Die Kolping Familienferien stätte „Regenbo­ genland“ in Olpe hofft auf viele Besucher im Jahr 2014. Geschäfts führerin Kerstin Rittner lud alle ein, sich vom angenehmen Wohnen, Tagen und Url auben in Olpe zu überzeugen. Christoph Böckenbrink (Vor­ sitzender der Kolpingsf amilie Werne a. d. Lippe) überreichte einige neue Bibeln als symbolische Geste der Unterstützung zur dringend nötigen Erhöhu ng der Übernach­ tungszahlen in Olpe.

Harold Ries im Gespräch mit Fran z Wieching, Hand­ werkskammer-Vizepräsident, und Mark Keuthen, Bun­ desverband Kolpingwerk Deutsch land (v. li.).

Rege Diskussionen und demokratische Abstimmungen.

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Diözesanversammlung

Schwerpunkte 2014 Als ein „geistliches Schwerpunktjahr zwischen den Kolping-Jubiläen“ be­ zeichnete Diözesanpräses Franz Wester­ kamp das vom Diözesanvorstand aus­ gerufene Jahr 2014 „beRÜHRT.beWEGT. beSTÄRKT.“ Dabei sollten keine neuen Veranstaltungen in den Kolpingsfamilien durchgeführt, sondern die bereits ge­ planten unter diesen geistlichen Aspek­ ten ausgerichtet werden. Der Diözesan­ verband lädt zum kreativen Austausch ein. In Vorbereitung hat der Fachaus­ schuss erste Impulse für Vorstandssit­ zungen oder Mitgliederversammlungen, Arbeitshilfe zur Durchführung eines Besinnungstages die auch Gestaltungs­ anregungen für eigene Wallfahrten ge­ ben können. Weitere Anregung: „Von Kolpingsfamilie zu Kolpingsfamilie –

Pilgerpfade bewegt“. Auch die Diöze­ san-Frauenwallfahrt zum Annaberg wird unter diesem Thema stehen. Der Höhepunkt dieses geistlichen Jah­ res wird die DiözesanFamilienWallfahrt nach Münster am 31. August 2014 sein (siehe Seite 4). ➲ Auf www.kolping-ms.de werden regelmäßig Informationen stehen.

Priesteramtskandidaten für 15.08. – 14.09.2014. Auch Familien, die die jun­ gen Studenten mit Deutschkenntnissen beherbergen, werden noch gesucht. Uwe Slüter weist auf das Engagiertentreffen „egat.MS“ des Diözesanver­ bandes Münster am 21. Juni 2014 hin. Gesucht werden noch Kolpingsfamilien, die interessante Projekte vorstellen kön­ nen.

Harold Ries weist auf den bundesweiten Kolpingtag 2015 in Köln vom 15 – 18. September 2015 hin. Er sollte bereits jetzt fest in die Programme eingeplant werden (siehe letzte Umschlagseite).

Die nächste Diözesanversammlung ist auf den 15.11.2014 terminiert. Die Satzungsdebatte wird im Mittelpunkt stehen.

Diözesanpräses Franz Westerkamp fragt nach Arbeitsstellen für rumänische

Anita Gärtner wirbt für Ideenkalender 2014 (siehe letzte Umschlagseite).

Anträge werden Beschlüsse zur Umsetzung Die Beschlussfassung über die inhaltliche Schwerpunktsetzung des Diözesanverbandes gehört insbesondere zu den wichtigen Angelegenheiten in einer Diözesanversammlung. Diesem Auftrag aus der bestehenden Diözesansatzung folgend, wurde mit der erfreulich hohen Anzahl von vier Anträgen als Instrument der Schwerpunktsetzung und Ausrichtung der zukünftigen Arbeit im gesamten Diözesanverband entsprochen. Die Wortmeldungen und regen Diskussionen zeigten das hohe Interesse an den eingereichten Themen und die aktive Wahrnehmung von Verantwortung bei den Delegierten.

Initiativantrag zur Familienpolitik

gen den Bedürfnissen der Familien an­ zugleichen. Dabei sieht das Kolpingwerk Diözesanverband Münster, dass es eine Vielfalt des familiären Zusammenlebens gibt und alle Formen der Achtung und des Schutzes bedürfen. Für eine Fami­ lienpolitik, die sich differenziert für die Belange aller Familien einsetzt, wurde mit hoher Mehrheit einem Forderungs­ katalog (siehe Link, Anm. d. Red.) zuge­ stimmt, mit denen Bundestagsabgeord­ nete bei den Koali­ tionsverhandlungen aufgefordert werden sollen, die Bedürfnis­ se der Familien als Querschnittspolitik stärker in den Fokus Zählung der Stimmabgaben für die Anträge per Handzeichen. zu nehmen.

„Als christlicher Sozialverband steht es uns gut an, für Familienpolitik als Quer­ schnittspolitik bei der Weichenstellung für die künftige Bundespolitik zu wer­ ben.“ Kreisvorsitzender Heribert Knoll­ mann erläuterte und begründete den vom Kreisverband Steinfurt eingereich­ ten Initiativantrag.

Alle politischen Entscheidungen und Gesetzesvorhaben sind auf Familien­ tauglichkeit zu überprüfen, denn Fami­ lienpolitik ist Querschnittspolitik. Die Ökonomisierung der Familienpolitik ist zu stoppen. Es darf nicht weiter darum gehen, die Familien der Wirtschaft unter­ zuordnen, sondern die Arbeitsbedingun­ 12

Informations­offensive zur Weiterverarbeitung von Gebrauchtkleidern Diesem vom Diözesanvorstand und Di­ özesanfachausschuss „Internationalität und Eine Welt“ und vom FachausschussVorsitzenden Matthias Knauff erläuter­ ten Antrag gab die Versammlung volle

Zustimmung. Somit gehen die Kolpings­ familien diese Selbstverpflichtung ge­ mäß des Antragstextes ein: Die an Ge­ brauchtkleidersammlungen beteiligten Kolpingsfamilien im Diözesanverband Münster verpflichten sich, sich über die Wege der Weiterverarbeitung bei ihren Abnehmern von Gebrauchtkleidern zu informieren. Darüber hinaus geben sie diese Informationen transparent an ih­ ren Abgabestellen und in der Öffentlich­ keitsarbeit zu ihren Sammlungen weiter. Die Sammlungen werden durch den ge­ stiegenen Preis für Gebrauchtkleider im­ mer attraktiver. Notwendig für die Spen­ der ist größtmögliche Transparenz. Die sammelnde Kolpingsfamilie kann zu einem verlässlichen Partner werden, der Auskunft über den Weg der Gebraucht­ kleidung, die sozialen Standards der Sortierbetriebe, die Weitervermarktung in den Exportländern und den Verwen­ dungszwecken der daraus erzielten Ge­ winne geben kann. Bei Kolpingsamm­ lungen wird auf die Einhaltung von Standards wie: eine faire Vermarktung, faire und soziale Arbeitsbedingungen oder die gemeinnützige Verwendung der Erlöse aller größten Wert gelegt.


Diözesanversammlung

Neue Diözesansatzung schafft mit dem Diözesanhauptausschuss ein neues Organ Der Empfehlung von Präsidium und Diözesanvorstand (Antragsteller) und Satzungskommission, einen Diözesan­ hauptausschuss mit künftig etwa 85 Delegierten als neues Organ des Diö­ zesanverbandes zu schaffen, wurde von den Delegierten nach engagierten und kontroversen Diskussionen befürwortet. Die Diözesanversammlung findet dann nur noch alle 3 Jahre statt. Heribert Knollmann erläuterte den um­ fänglich siebenseitigen Antrag (siehe Link, Anm. d. Red.) sowie dann die Auf­ gaben der Diözesanversammlung und des Diözesanhauptausschusses. Es wird

sichergestellt, dass grundsätzlich jede Kolpingsfamilie die Möglichkeit hat, auf dem Diözesanhauptausschuss vertreten zu sein. Dies geschieht durch die Wahl auf den Mitgliederversammlungen des Stadtverbandes Münster, der Kreisver­ bände und des Landesverbandes Ol­ denburg.

Präventionsarbeit im Kolpingwerk weiter stärken Präventionsarbeit im Kolpingwerk weiter stärken: Diözesanleiterin Selina Kraseks erläuterte den von der Diözesankon­ ferenz und Diözesanleitung gestellte Antrag. Die Kolpingjugend wurde von der Diözesanversammlung bei hohem Zuspruch mit einer Fortführung der Prä­ ventionsschulungen beauftragt. Bisher

wurden 430 in Verantwortung stehende Jugendliche und Erwachsene zum The­ ma Prävention von sexualisierter Gewalt geschult. Die Diözesanversammlung beschließt die Aufgabe, dafür Sorge zu tragen, dass alle für Kinder- und Jugendarbeit Verant­ wortlichen in den Kolpingsfamilien sowie des Kolpingwerkes Diözesanverband Münster und seiner Gliederungen das notwendige Wissen haben, um in Fällen sexualisierter Gewalt in ihrem Verant­ wortungsbereich angemessen handeln und Strukturen schaffen zu können, die sexualisierte Gewalt verhindern. ➲ Voller Wortlaut aller Anträge unter http://ourl.de/a916a

Zur Sache

Satzungsdebatte Der Jahreszyklus in der Diözesan­ geschäftsstelle wird maßgeblich von unserer Diözesanversammlung im November des Jahres geprägt. Unser „Kolpingjahr“ beginnt und endet mit der Diözesanversammlung. In der Vorund Nachbereitung gibt es viel zu tun. Geschäfts- und Finanzbericht sind zu schreiben, Anträge sind vorzubereiten und alle verbandlichen Gremien sind einmal jährlich den Kolpingsfamilien gegenüber rechenschaftspflichtig. Der Bundesverband hat eine neue Mustersatzung für alle Diözesanver­ bände beschlossen, deshalb bekommt unser Diözesanverband 2014 eine neue Satzung. Grundlage ist die neue Bundessatzung und in Anlehnung da­ ran eine vom Bundesverband heraus­ gegebene Mustersatzung für Diöze­ sanverbände.

Die diesjährige Diözesanversammlung stand bereits ganz im Zeichen dieser Satzungsdebatte. In Vorbereitung auf die neue Satzung haben wir disku­ tiert, ob die Diözesanversammlung zukünftig nicht mehr jährlich tagt und ein Diözesanhauptausschuss als neu­ es Organ zwischen den Diözesanver­ sammlungen eingeführt wird. Nach sehr kontroverser Debatte haben die Delegierten sich für einen Diözesan­ hauptausschuss als neues Organ ent­ schieden.

sen und viele weitere Fragen. Ein Sat­ zungsausschuss wurde eingerichtet, der bereits seit Juli die neue Satzung vorbereitet.

Bis zur endgültigen Verabschiedung der neuen Satzung sind noch viele weitere Fragen zu klären. Gemein­ nützigkeit und Abgabenordnung, An­ erkennung der kirchlichen Grundord­ nung, Stärkung der mittleren Ebene, das künftige Procedere bei der Ein­ richtung von Diözesanfachausschüs­

Gemeinsam werden wir an der Zu­ kunft des Kolpingwerkes arbeiten. Ich freue mich darauf.

Eine neue Satzung ist ein komplexes Gebilde. Eine umfassende Beratung in Kreisen und Bezirken ist notwen­ dig. Das kommende Jahr wird ganz im Zeichen der Satzungsdebatte stehen. Uns stehen viele kontroverse Diskus­ sionen bevor, das erfordert Kompro­ missbereitschaft von allen.

TREU KOLPING Uwe Slüter Diözesangeschäftsführer

Verband

Kolpin g-Bild ungsw erk r Diözesanverband Münste

Programm 1/2014 Hand Bildung mit Kopf, Herz und

Im neuen Bildungsprogramm des Kolping-Bildungswerkes Diözesanver­ band Münster für das 1. Halbjahr 2014 sind neben Angeboten für alle Generationen besonders viele Weiterbildungsideen für Aktive und Ver­ antwortliche in den Kolpingsfamilien zu finden.

➲ Download unter http://ourl.de/a5197. Wer das Programm zugeschickt bekommen möchte, melde sich bei Birgit Vormann: 02541 – 803-473, Mail: vormann@kolping-ms.de 13


Verband

22 Jahre beim Kolpingwerk: Hildegard Wübbeling in Ruhestand verabschiedet Eine lange und unterhaltsame Litanei mit guten Wünschen und Dankesworten für Hildegard Wübbeling hatten sich die Mitarbeiter/-innen des Kolpingwerkes und Kolping-Bildungswerkes zur Verab­ schiedung ihrer beliebten Kollegin aus­ gedacht und sich stilecht kostümiert.

Nach fast 22 Jahren als Sekretärin der Geistlichen Leitung beim Kolping­ werk Diözesanverband Münster wurde die Billerbeckerin in einer Feierstunde im Coesfelder Büro der Diözesange­ schäftsstelle von der Geschäftsleitung im Beisein mehrerer ehemaliger Präsi­

des nicht nur offiziell in den Ruhestand verabschiedet, sondern bei allerbestem Herbstwetter auch noch in einem mit den orange-schwarzen Kolpingfarben dekorierten Cabrio nach Hause chauf­ fiert. Am Steuer saß ihr Chef, Diözesan­ präses Franz Westerkamp.

Im Bild v. re.: Uwe Slüter (Geschäftsführer), Pfarrer em. August Werning (Coesfeld, ehemaliger Diözesanpräses), Pfarrer Hein­ rich Plaßmann (Ahaus, ehemaliger Diözesanpräses), Diözesan­ präses Franz Westerkamp (Coesfeld), Hildegard Wübbeling (Billerbeck), Pfarrer Dirk Holtmann (Osterwick, ehemaliger Di­ özesanpräses), Diözesanseelsorgerin Ursula Hüllen (Coesfeld), Diözesanvorsitzender Harold Ries (Xanten).

Recklinghäuser Gespräche 2014 18. und 25. März 2014 Im Jahr der Wahlen zum europäi­ schen Parlament wird „Europa“ mit namhaften Referenten diskutiert.

Ein frohes Weihnachtsfest ! Jubiläen von Kolpingsfamilien in 2014

Wir wünschen allen unseren Sammelgruppen und Partnern ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest sowie ein gutes und gesundes Neues Jahr 2014. Für die erfolgreiche Zusammenarbeit möchten wir uns ganz herzlich bedanken. Ihr Kolping Recycling Team

125 Jahre Kolpingsfamilie Löningen 100 Jahre Kolpingsfamilie Sendenhorst 50 Jahre Kolpingsfamilie Lohne / St. Josef Aufgelistet sind nur Vierteljahrhun­ dert-Jubiläen. Alle Angaben ohne Gewähr und soweit Informationen vorliegen. 14

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Kolpingjugend

Kolpingjugend

Anpassung an zeitgemäße Formen für ehrenamtliches Engagement Diözesankonferenz beschließt inhaltliche Projekte der Kolpingjugend im Bistum Münster Mit Beschlüssen zur weiteren Stärkung der Präventionsarbeit, der Forderung nach gerechten Arbeitsbedingungen weltweit sowie der Einführung neuer Arbeitskreise zur inhaltlichen Arbeit befasste sich im Oktober die Herbst-Diözesankonferenz der Kolpingjugend Diözesanverband Münster. Das höchste beschlussfassende Gremium der Kolpingjugend im Bistum Münster hatte drei Tage mit rund 50 Delegierten und Gästen in der Kolping-Bildungsstätte in Coesfeld getagt.

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Die Diözesankonferenz der Kol­ pingjugend tagt zweimal jährlich. In ihr werden die 7.000 Kinder, Ju­ gendlichen und jungen Erwachse­ nen vertreten, die Mitglieder in den 264 Kolpingsfamilien im Bistum Münster sind.

Die vielfältigen Themen in der Kolping­ jugend bieten den Jugendlichen viele Möglichkeiten ehrenamtlichen gesell­ schaftlichen Engagements. In den je­ weiligen Projektarbeitskreisen werden das bisherige Schwerpunktthema „Wir sind Kolping?!“ weiterentwickelt, die Diözesanwallfahrt im August 2014 des Kolpingwerkes nach Münster mit Ele­ menten für die Kolpingjugend berei­ chert, und um die in 2014 anstehenden Kommunalwahlen in Nordrhein-West­

falen kümmert sich der Projektarbeits­ kreis „Kommunal egal?“ mit jugendge­ rechten Projekten. Der neue Projektarbeitskreis „fair & mehr“ will sich für gerechte Arbeits­ bedingungen im Kontext der Part­ nerschaftsarbeit einsetzen. Hierzu Diözesanleiterin Maximiliane Rösner (Gronau-Epe): „Nahezu täglich sind Berichte über unfaire Arbeits- und Pro­ duktionsbedingungen in den Medien. Wir sehen es als unsere Aufgabe, uns im Sinne unserer Leitsätze für Wege zur Lösung dieser oftmals sozialen Fragen einzusetzen.“ Ein erfolgreiches Zwischenfazit zogen Diözesanleitung und Delegierte zur Umsetzung der Präventionsordnung des Bistums Münster: „Über 430 Teil­ nehmerinnen und Teilnehmer sind in weniger als zwölf Monaten geschult worden. Das ist ein guter Einstieg in die Implementierung des Themas Prä­ vention von sexualisierter Gewalt in Kolpingjugend und Kolpingwerk“, stellte Selina Kraskes (Enniger) als verantwort­ liche Diözesanleiterin fest. Die Kolping­ jugend-Präventionskampagne „gib8!“ wird im kommenden Jahr fortgesetzt. Erstmalig wurde ein Motivationsteam gewählt, das Jugendliche und junge Erwachsene für ein mögliches Enga­ gement in den Gremien, Teams und

Neue Mitarbeiterin bei der Kolpingjugend Anna Kretek ist seit dem 01. No­ vember die neue Teamassistentin im Jugendreferat der Kolpingjugend Diözesanverband Münster. Sie hat eine Ausbildung zur Rechtsanwalts­ fachangestellten gemacht und war danach in Unternehmen der freien Marktwirtschaft tätig. Nach einer zweijährigen Elternzeit ist sie nun bei der Kolpingjugend für Anmel­ dungen zu Kursen und Veranstal­ tungen sowie für Organisation und Verwaltung zuständig. ➲M  ail: kretek@kolping-ms.de, Telefon: 02541 – 803-471 Arbeitskreisen des Jugendverbandes beraten und unterstützen soll. Der Ju­ gendverband verfolgt damit konsequent eine Anpassung an zeitgemäße Formen für ehrenamtliches Engagement und nimmt notwendige Weiterentwicklung der Strukturen vor. Text und Foto: Benedikt Vollmer ➲ Ausführlicher Bericht: http://ourl.de/c7659

50 Delegierte und Gäste diskutierten über die Projekte und Schwerpunkte der Kolpingjugend. 15


I MPRESSUM Erscheinungsort: Coesfeld, erscheint vierteljährlich Herausgeber: Kolpingwerk Diözesanverband Münster e. V. Gerlever Weg 1 · 48653 Coesfeld Redaktion: Rita Kleinschneider -rk-, Thorsten Schulz, V.i.S.d.P. Telefon: 02541 – 803-456 Telefax: 02541 – 803-455 E-Mail: presse@kolping-ms.de Gerlever Weg 1 · 48653 Coesfeld

Satz und Layout: Hötzel, RFS und Partner, im Gutenberghaus in Stadtlohn

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Kolpingwerk DV Münster e.v. 48653 Coesfeld, PVST-Deutsche Post AG „Entgelt bezahlt“, VKZ

Auflagenhöhe: 1.800 Exemplare Jahresabonnement: 6,50 EUR Für unverlangt eingesandte Fotos und Manuskripte wird keine Haftung übernommen. Namentlich unterzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der ­Redaktion wieder.

Für die Ausgabe März 2014 mit Berichten aus den Kolpingsfamilien ist Redaktionsschluss am 31. Januar 2014.

Ideenkalender mit Praxistipps Wer ist nicht auf der Suche nach neuen Ideen, wenn man Aktionen mit Familien oder generations­ übergreifende Angebote starten will? Der Fachausschuss Lebenswege-Men­ schenwege hat auch für 2014 wieder

einen Ideenkalender „abgucken – an­ gucken – anfangen“ herausgegeben. Monat für Monat werden auf jedem Kalenderblatt nachahmenswerte Akti­ onen für Familien oder mehrere Gene­ rationen vorgestellt. Der Wandkalender (A4) zum Aufklappen enthält außerdem ansprechende Fotos und familientaugli­ che Impulse zu den Ideen oder zur ent­ sprechenden Jahreszeit. Er ist gegen eine Schutzgebühr von 2,50 Euro (ab

10 Stück: 2,00 Euro; ggf. zzgl. Portokos­ ten) erhältlich bei: Christel Schellerhoff, 02541 - 803-400, Mail: verband@kolping-ms.de Tipp: Wer die eine oder andere Aktion aus dem aktuellen oder aus Ideenka­ lendern der beiden letzten Jahre aus­ probiert, kann außerdem noch etwas gewinnen!

Am 4. Dezember 2015 jährt sich der 150. Todestag unse­ res Verbandsgründers Adolph Kolping. Grund und Anlass für das Kolpingwerk, wieder einen großen deutschen Kol­ pingtag durchzuführen. Erwartet werden rund 15.000 Teilnehmende, die sich auf ein abwechslungsreiches und spannendes Wochenende mit Kolpingmitgliedern aus ganz Deutschland freuen dür­ fen. Der Kolpingtag richtet sich an alle Mitglieder. Es wird ein buntes und unterhaltendes Fest für Jung und Alt. Jetzt bereits sind alle Kolpingsfamilien aufgerufen, den Termin fest einzuplanen.

Die Mitglieder des Diözesanpräsidiums und des Diözesanvorstandes wünschen allen Leserinnen und Lesern des Kolping-FORUMs ein frohes Weihnachtsfest und Gottes Segen für ein gutes Gelingen im neuen Jahr 2014. Das Redaktionsteam und das Druckteam aus dem Gutenberghaus danken für Ihr begleitendes Interesse und schließen sich diesen guten Wünschen an.

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KOLPINGTAG 2015 – 18. BIS 20. SEPTEMBER 2015 IN KÖLN ➲A  ktuelles unter www.kolping.de und Facebook: http://www.facebook.com/ Kolpingtag2015

Kolping FORUM Dezember 2013