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Kolping

FORUM Informationen aus dem Kolpingwerk Diözesanverband Münster

28. Jahrgang • Nr. 171 • Ausgabe März 2013

Kosten

Pfarrgemeinden

Ministerium

öffentliches Amt

Veränderung

Organisation

Einsatz

Schiedsleute

Potential

Besuchsdienste

Jugend

Haltung

funktionieren

Leadership gemeinnützig Kultur tätig sein Schule Betriebsrat Dank Staat lokal Betreuer freiwillig Freiwilligensurveys Situation

leisten

Qualifizierung

materiell

Definition Kultur Vorstand Zeit Land NRW Bedeutung

regelmäßig

Enquete-Kommission

Menschen

Ehrenamt

Lebensbereich

Bereitschaft

Ausgleich

Verbindlichkeit

Freizeit sozialer Bereich

Wohlfahrtsverbände

Verein

Strukturen

Kirche

Flexibilität Leistung Vorstandsarbeit

offener Blick

kurzfristig

Entwicklung

Aufwandsentschädigung

Tradition

Welt

Religion

Ideen

Kinder

Verbesserung

Selbstwirksamkeit Sport

Aufgaben

Anerkennungskultur Patenschaft Personalrat klassisch Engagementquote Gemeinschaft

Verantwortung

Hilfe

Motivation

Stiftung

Familie

Anerkennungskultur

bürgerschaftlich

Engagement

Hauptamtlich Institution

ehrenamtlich

Veränderung

Vereinigung

Gesellschaft

Freude

Verband Vertreter Schöffen Referat Leihoma Projekt

Zusammenhalt

Beispiel

Vorstellung Gruppen

Rahmenbedingungen

E h r e n a m tli c h e s E n g a g e m e n t

n k t: Sc h w erp u tionen und Gestaltungswille Neue Motiva

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Andrea Hankeln

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Bundespräsident Joachim Gauck


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Editorial

Inhalt: Schwerpunkt: Ehrenamtliches Engagement Neue Motivation und Gestaltungswille 4 – 14 Geistliches Wort

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Zur Sache

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Verantwortung übernehmen: Nein, danke ! ? Liebe Kolpingschwestern und Kolpingbrüder, verehrte Leserinnen und Leser, Schon häufig bin ich von Kolpingsfamilien angefragt worden, die mir ihre Situation im Vorstand dann derart beschrieben, dass sie für das Amt des Vorsitzenden oder auch andere Ämter keine neuen Kandidaten mehr finden. Jahrzehntelang musste man sich um mögliche Engagierte nicht so bemühen wie in der Gegenwart.

Verband16 Kolping-Stiftung 

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Kolping-Bildungswerk23 Lebenswege – Menschenwege25 Geschmack am Glauben finden

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Aus unseren Häusern

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Zukunft von Arbeit und sozialer Sicherheit

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Reisen28 Kolpingjugend29 Kreise, Bezirke, Regionen 

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Redaktionsschluss und Impressum 

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Mit diesem Problem geht in Kolpingsfamilien dann zumeist das Klagen einher: „Es übernimmt einfach niemand mehr Verantwortung, keiner will sich mehr zum Wohle der Gemeinschaft einbringen“. – Doch das stimmt so nicht, wie aktuelle Studien zeigen. Der kurze Blick auf florierende Freiwilligenagenturen beweist uns schnell das Gegenteil. Wir wollen im Schwerpunkt dieses KolpingFORUMs die aktuellen Tendenzen im ehrenamtlichen Engagement in verschiedenen Dimensionen beschreiben. Darüber hinaus wird in mehreren Artikeln auf die Hintergründe eingegangen wie man auch für die Ehrenämter in unserem klassischen Sinn in Kolpingsfamilien begeistern kann. Mir selbst kommt es übrigens so vor, als würde es derzeit wieder einfacher Engagierte für die Ämter in unseren Vorständen zu finden. Zumindest ist es meine subjektive Wahrnehmung, dass das Klagen über fehlende Nachfolger wieder ruhiger wird. Aber das mag auch mit zunehmender Etablierung von neuen Formen der Mitarbeit in unseren Vorständen liegen. Teamlösungen oder auch projektbezogene Zuständigkeiten nehmen zu …

Wahlcheck 2013 Die Bundestagswahl im September wirft allgegenwärtig ihre Schatten voraus. Parteien beginnen sich zu positionieren. Wünschen wir uns, dass wir uns als politischer Verband mit Sachkenntnis an den kommenden Diskussionen ideologiefrei und realitätsnah beteiligen! Der in dieser Ausgabe beschriebene Wahlcheck 2013 soll dazu beitragen und Euch Hilfestellung geben. Thorsten Schulz

Rita Kleinschneider

Titelbild: Schlagwortwolke mit Begriffen aus dem Leitartikel, erstellt von Eva Breil, Gutenberghaus

Titelthema der nächsten Ausgabe: ➲ Juli 2013 –

Wahlcheck 2013 – Positionen zur Bundestagswahl im Vergleich 3


Leitartikel zum Titelthema

Ehrenamt – Bedeutung, Veränderungen und Herausforderungen Viele verschiedene Begriffe werden verwendet, wenn man über das Ehrenamt spricht. Das zuständige Referat im Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW nutzt den Begriff „Bürgerschaftliches Engagement“. Der Titel dieses Artikels beginnt mit dem Begriff „Ehrenamt“. Manchmal hört man auch die Bezeichnung „Freiwilliges Engagement“. Im Hinblick auf das Engagement in der Kirche wird überwiegend der Begriff Ehrenamt verwendet. Wie soll man das Engagement junger Menschen bezeichnen, die in ihrer Freizeit versuchen, andere Jugendliche für Kunst und Kultur zu begeistern? Oder wie bezeichnet man den Einsatz einer älteren Dame, die sich als sogenannte „Leihoma“ zur Verfügung stellt? Und was sagt man zu den Menschen, die die Besuchsdienste in den Gemeinden übernehmen? Sind das Menschen, die ehrenamtlich tätig sind? Oder sind sie vielleicht eher tätig im Sinne des bürgerschaftlichen Engagements? Eine Antwort auf diese Fragen ist gar nicht so einfach – und meistens werden diese Begriffe auch synonym verwendet. Trotzdem sollen hier die Definitionen der beiden Begriffe Ehrenamt und Bürgerschaftliches Engagement an den Anfang gestellt werden, denn vor allem die Definition des Begriffs „Bürgerschaftliches Engagement“ weist auf Veränderungen hin, die Thema des Artikels sind.

Definitionen Ehrenamt: Ein Ehrenamt ist im ursprünglichen Sinn ein ehrenvolles und freiwilliges öffentliches Amt, das nicht auf Entgelt ausgerichtet, aber häufig mit einer Aufwandsentschädigung verbunden ist. Man leistet das Ehrenamt für eine bestimmte Dauer regelmäßig im Rahmen von Vereinigungen bzw. Institutionen und Vereinen. Klassische Beispiele sind: Schöffen, Schiedsleute, gerichtlich bestellte Betreuer, Mitglieder in Betriebs- und Personalräten, Vorstände in Vereinen 4

und Verbänden, berufständische Vertreter, aber auch Mitarbeiter/-innen in kirchlichen Organisationen und in Pfarrgemeinden. Bürgerschaftliches Engagement wird wie folgt definiert (Enquete-Kommission des Bundes 2002): „Bürgerschaftliches Engagement ist freiwillig, nicht auf materiellen Gewinn gerichtet, gemeinwohlorientiert, öffentlich bzw. findet im öffentlichen Raum statt und wird in der Regel gemeinschaftlich / kooperativ ausgeübt. Bürgerschaftliches Engagement ist keine Erwerbsarbeit und weist eine eigene Handlungslogik auf. In der besonderen Tätigkeitsform und der Motivation liegt der Kern eines "Eigensinns" bürgerschaftlichen Engagements. Bürgerschaftliches Engagement schafft gesellschaftlichen Zusammenhalt und ermöglicht Teilhabe.“ Bei genauerem Hinsehen erkennt man, dass diese Definition problemlos auch auf die Ehrenämter zu übertragen ist, an die in der Regel gedacht wird, wenn von Ehrenamt und Ehrenamtlichen die Rede ist. Trotzdem zeichnet sich die Definition der Enquete-Kommission durch einen Duktus aus, der sich von den Beschreibungen, die man für das Ehrenamt findet, abhebt. Die Definition klingt „moderner“, freier (sie spricht von Eigensinn) und richtet den Blick auch auf die gesellschaftspolitische Dimension des Engagements. Die Betrachtung geht also über den rein individuellen Aspekt des Ehrenamtes hinaus. Im Endeffekt umfassen aber beide Begriffe – Ehrenamt wie bürgerschaftliches Engagement – sämtliche Tätigkeiten, zu deren Ausübung sich die Engagierten selbst entschieden haben und die öffentlich wie unentgeltlich erbracht werden. Bürgerschaftliches Engagement ist vielfältig und es ist ein Querschnittsthema – eigentlich alle gesellschaftlichen Lebensbereiche würden ohne den ehren-

Andrea Hankeln, Leiterin des Referates „Bürgerschaftliches Engagement, Gesellschaftliches Engagement von Unternehmen, Bundesfreiwilligendienst“ im Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW

amtlichen Einsatz vieler verschiedener Menschen nicht mehr funktionieren! Das Engagement betrifft alle Altersgruppen und alle Bevölkerungsschichten.

Daten und Fakten Einige Daten und Fakten aus der NRWAuswertung des Freiwilligensurveys 2009, den die Bundesregierung alle fünf Jahre (zum ersten Mal in 1999) herausgibt: ➲3  5 Prozent der NRW-Bevölkerung engagieren sich. ➲D  ie Engagementquote der Altersgruppe der 31 – 45 Jährigen ist am höchsten. ➲D  ie Engagementquote in NRW ist gleichbleibend, allerdings gibt es Verschiebungen innerhalb der einzelnen Gruppen. So nimmt z. B. das Engagement bei den jungen Menschen leicht ab, während es bei den älteren Bevölkerungsgruppen noch ansteigt. ➲D  ie Engagementquote bei Männern ist höher als bei Frauen. Frauen engagieren sich eher im sozialen Bereich, oft auch eher im Stillen. Männer sind überproportional im Sport (der auch den größten Engagementbereich darstellt), im Rettungswesen, in Interessevertretungen, in der Politik und generell mehr in Vorstandsämtern vertreten. Ein weiteres interessantes Ergebnis ist: Obwohl das Engagement im Bereich der katholischen Kirche leicht abnimmt,


Leitartikel zum Titelthema

zählen Kirche und Religion immer noch zu den größten Engagementbereichen in Deutschland. Zusammenfassend kann man feststellen: Ehrenamtliches Engagement hat einen sehr hohen Stellenwert in der Gesellschaft, aber es gibt auch noch ein großes Potenzial und es gibt auch Probleme. Es ist Fakt, dass unsere Gesellschaft ohne Engagement nicht funktionieren kann. Aber gleichzeitig ist das Engagement freiwillig und lässt sich nicht verordnen (siehe auch die Definition von Bürgerschaftlichem Engagement).

Was heißt das für die Entwicklung des Engagements? Die Engagementquote steigt bei einigen Gruppen an, aber vor allem bei der Gruppe der Jugendlichen gibt es negative Veränderungen. Engagement kann nicht verordnet, aber die Rahmenbedingungen können positiv gestaltet werden – sowohl von der staatlichen Seite als auch direkt vor Ort. Bei den Jugendlichen bedeutet dies z. B. von Seiten des Staates, dass den Jugendlichen auch genug Freiraum für ein Engagement gegeben wird – die Verdichtung in Schule und an den Universitäten, der Mobilitätsdruck sind kontraproduktiv. Auf der lokalen Ebene, in den gemeinnützigen Einrichtungen, in den Gemeinden etc. bedeutet dies, offen für Veränderungen zu sein: genau hinschauen, welche Motivation jemand für ein Engagement mitbringt, welche Aufgaben aus welchem Grund interessant sein können und dann dafür passende Angebote entwickeln. Auch vorgegebene Zeitstrukturen sind zu hinterfragen, mehr Flexibilität ist notwendig: Die Angebote für Jugendliche müssen vielfältig sein, der Grad der Verbindlichkeit muss variieren. Vielleicht können sie sich nur für eine kurze Zeit, dafür aber sehr intensiv einbringen. Gerade für junge Menschen ist es wichtig, Selbstwirksamkeit zu spüren, zu merken, dass ihr Einsatz „Früchte“ trägt und Wirkung erzielt. Auch sollte das Ziel, der Erfolg des Engagements relativ rasch spürbar sein – die Welt der jungen Menschen ist schnelllebiger als die der meisten Älteren. Dies gilt vor allem für den Einstieg, damit erstmal Freude am Engagement entwickelt werden kann.

Ehrenamt ist nicht mehr Familientradition Früher gab es eine Art Familientradition im Ehrenamt: Die Großeltern engagierten sich, die Eltern ebenso und da war es ganz selbstverständlich, dass die jungen Leute da hinein wuchsen. Auch das hat sich geändert – diese Prozesse laufen nicht mehr automatisch ab. Auf diese Veränderung muss reagiert werden: Die Einrichtungen, die Ehrenamtliche brauchen und wünschen, müssen attraktiv sein, müssen Angebote machen, die die Engagementbereitschaft fördern. Die sogenannte „Komm-Struktur“ funktioniert nicht mehr so uneingeschränkt. Man muss die jungen Menschen eher dort abholen, wo sie sind, muss zu ihnen hingehen. Auch bei der Gruppe der Älteren hat sich einiges geändert: Es kommen immer mehr sehr gut ausgebildete Menschen mit viel Berufserfahrung, die körperlich noch fit und auch finanziell gut gestellt sind, in das Alter, wo viel Zeit für ein Ehrenamt bleibt. Aber anders als früher fragen diese Menschen nicht nur danach, wo ihre Hilfe benötigt wird – sondern sie wollen ihre Erfahrungen, ihr Wissen, ihre Berufserfahrung einbringen, wollen als gleichberechtigter Partner in einer Einrichtung gesehen werden. Sie wollen auch Verantwortung übernehmen. Jemand hat mal gesagt: „Die 68er kommen in die Jahre und wollen sich nun verstärkt engagieren.“ Das ist ein schönes Bild, denn es verdeutlicht ohne viele Worte, mit welchen Vorstellungen die aktuelle Rentnergeneration in das Engagement strebt! Dieser Gestaltungswille ist ein Potential, das den Umgang miteinander nicht immer unbedingt erleichtert, aber wenn es gelingt, diese Menschen zu gewinnen und zu halten, einen unglaublichen Mehrwert bringt. Mit diesen Menschen und ihren neuen Impulsen entstehen Dinge, die sonst nicht umgesetzt werden könnten. Damit dies gelingen kann, müssen beide Seiten offen und flexibel aufeinander zugehen und gleichberechtigt miteinander umgehen. Deshalb brauchen auch Hauptamtliche Qualifizierungen für den Umgang zwischen Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen. Wenn es also ein Ziel ist, das Potential, das die älter werdende Gesellschaft bietet, zu nutzen und gleichzeitig mehr junge Menschen für ein Engagement zu gewinnen, ist es notwendig, dass

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Ludger Kloster, Kolpingsfamilie Hochmoor, Ehrenamt: erweiterter Vorstand Bezirksverband Borken, ehrenamtliche geistliche Leitung Kreisverband Borken, Vertreter im Vorstand Kreiskomitee der Katholiken Kreisdekanat Borken. Warum ist Dir ehrenamtliches Engagement wichtig? Weil ich für mich auch viel zurückbekomme. Ich werde gebraucht, kann mich für Andere oder eine Sache einsetzen. Wieviele Stunden pro Woche werden investiert? 10 – 15 Stunden Hat das Engagement unmittelba­ re Auswirkungen auf Deine Persönlichkeit oder die berufliche Entwicklung? Mein Selbstwertgefühl verbessert sich enorm. Da ich schon in Rente auf Zeit bin, kann ich durch mein Ehrenamt der Gesellschaft einiges zurückgeben. Engagierst Du Dich außerhalb des Kolpingwerkes noch in weiteren Institutionen oder Verbänden? Notfallseelsorge im Kreis Borken. Küster und Hausmeister in unserer St. Stephanus Gemeinde. Was ist Dir wichtig? Den Auftrag Jesu weiter geben… Glaube, Liebe, Hoffnung. Findet ehrenamtliches Engage­ ment genügend Akzeptanz in Gesellschaft und Politik? Nein, denn sonst hätten wir genug ehrenamtlich Engagierte. Was glaubst Du hindert andere Personen sich zu engagieren? Jeder denkt an sich. Keiner glaubt, dass das, was man gibt, hundertfach zurückkommt. Auch ein einfaches ‚Danke‘ ist für mich schon Bestätigung.

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Leitartikel zum Titelthema

Institutionen, die mit Ehrenamtlichen arbeiten, ihre Haltung reflektieren und bereit sind, sich ggf. auch zu verändern. Ein Beispiel: In einen Geschichtsverein mit einem interessanten Aufgabenspektrum wurden von einer Freiwilligenagentur Ehrenamtliche vermittelt, nach und nach immer mal wieder ein Neuer, aber keiner blieb lange. Als das drei Mal passiert war, wurde klar: das muss am Verein, an seinen Strukturen liegen. Es entstand die Idee, beim nächsten Mal nicht einen Ehrenamtlichen allein, sondern vielleicht gleich zwei oder drei dorthin zu vermitteln. Und es funktionierte: Drei Neue schafften es, alte Strukturen aufzubrechen und neue Dinge zu initiieren. Dieses Beispiel soll nicht sagen, dass alles Alte schlecht und nur die neuen Dinge gut sind – aber es ist hilfreich, hin und wieder alltäglich gewordene Dinge zu hinterfragen und noch mal einen neuen Blick zu wagen.

„Engagement braucht Leadership“ Ein Projekt, dass genau diese Thematik aufgreift – „Wie bekomme ich im Verein Nachwuchs für die Vorstandsarbeit“ (also im Grunde für die klassischen Ehrenämter) – ist das Projekt „Engagement braucht Leadership“ der Robert-BoschStiftung. An drei Pilotstandorten (Mülheim a. d. Ruhr, Bremen und Halle/Saale) werden Ideen und Initiativen entwickelt, wie man heutzutage Menschen für solche Aufgaben gewinnen kann. Die Ideen reichen von Tandem-Bildung (ein „erfahrender Ehrenamtlicher“ teilt sich die Aufgabe mit einem Jungen, einem Neuen) über Befristung der Ämter bis hin zu Patenschaften von Unternehmensmitarbeitern. Sicher lassen sich die Ergebnisse, die bald vorgestellt werden sollen, auch auf andere Strukturen als Vereine übertragen. Es geht ja um die Ideen und die Haltungen, die hier vermittelt werden.

„Das alte und das neue Ehrenamt“ Nicht alles, was schon lange funktioniert, muss schlecht sein und verändert werden, aber ein Wille muss da sein, zumindest hinzusehen und zu prüfen, ob Veränderungen notwendig sind. Die Bewertung „gut oder schlecht“ sollte auch vermieden werden, wenn es um die Diskussion um das sogenannte „Alte Ehrenamt“ und das „Neue Ehrenamt“ 6

geht. Diese Begriffsentwicklung hat mit der Situation zu tun, dass viele Menschen heute andere Erwartungen an ein Engagement knüpfen als es früher der Fall war. Zum Neuen Ehrenamt gehören Zuordnungen wie „flexibel, kurzfristig, projektbezogen, individuell“. Dem Alten Ehrenamt werden Attribute wie „in Strukturen aktiv“ (wie z. B. in Vereinen und Kirche), „langfristig und weniger frei“ zugeschrieben. Leider werden mit diesen Begriffen Wertungen impliziert, die ungut sind: Es ist wichtig, sich bewusst zu sein, dass sich das Engagement – wie die meisten anderen Dinge im Leben auch – verändert hat, und das es neue Formen und Motivlagen gibt. Diese sollen aber die eher traditionellen nicht verdrängen und sie sind auch nicht per se besser als die alten Formen. Dem Projekt der Robert-Bosch-Stiftung kommt auch deshalb eine besondere Bedeutung zu, denn es schaut sich – das in den letzten Jahren oft vergessene – „Alte Ehrenamt“ genauer an und macht deutlich, wie wichtig es ist!

die nun auf eine ganz andere Art und Weise teilhaben und sich auch engagieren können – z. B. ist die Pflege der Internetseiten eines Vereins eine beliebte Tätigkeit für einen Menschen, der nicht mobil ist. Auch gibt es mittlerweile Online-Senioren-Stammtische, die von Menschen initiiert und gepflegt werden, die eine besondere Affinität für die Neuen Medien haben. Die Neuen Medien sind ein weiteres Indiz dafür, dass auch das Ehrenamt, das bürgerschaftliche Engagement einem steten Wandel unterworfen ist!

Wenn man als Hauptamtlicher oder als verantwortlicher Ehrenamtlicher Menschen für ein Engagement gewinnen möchte, muss man sich klar machen, dass es ein breites Spektrum an Motivlagen, an Vorstellungen und auch Bereitschaften gibt – das Engagement hat eben viele Gesichter und entsprechend viele Ausprägungen. Es ist wichtig, hier offen und flexibel zu sein und nicht das eine oder das andere von vorneherein abzulehnen oder sich den Entwicklungen zu verschließen.

Rahmenbedingungen und Anerkennungskultur

Als Anschauungsbeispiel eignet sich hier die Entwicklung der Medienwelt in den letzten zwanzig Jahren. Junge Menschen wachsen heute mit Computern, Internet und Facebook auf, sie kommunizieren anders als alle Generationen vor ihnen. Deshalb sind Jugendliche auch über die sogenannten Neuen Medien viel besser zu erreichen als über die traditionellen Wege: Während ein formales Anschreiben per Brief im Rahmen eines Kulturprojektes bei den Jugendlichen nur eine einzige Rückmeldung hervorrief, meldeten sich 20 Jugendliche an, als die Idee auf facebook „gepostet“ wurde. Das Netz bietet aber auch für ehrenamtliches Engagement ganz neue Möglichkeiten, z. B. für behinderte Menschen,

Zu guten Rahmenbedingungen gehört eine gute Anerkennungskultur. Das wird manchmal – gerade wenn alles schon so lange wie geschmiert läuft – vergessen. Aber die Freiwilligen sind meist sehr dankbar für ein Wort, eine Geste des Dankes. Manchmal ist man regelrecht erstaunt, wie wichtig dieses ist – oft viel wichtiger als ein monetärer Ausgleich. Ein gemeinsames Sommerfest, eine gemeinsame Weihnachtsfeier, ein gemeinsamer Ausflug – einfache, aber wirkungsvolle Mittel. Ein anderer Aspekt der Anerkennungskultur ist der Umgang auf Augenhöhe. Die Ehrenamtlichen müssen in ihrem Tun ernst genommen werden, ihre Meinungen müssen gehört und ihre Vorschläge geprüft werden. Sie benötigen einen gewissen Grad an Autonomie und die Aufgabe muss bedeutsam sein. Wichtig ist auch die Ausstattung mit entsprechenden Sachmitteln, wenn sie benötigt werden. Des Weiteren bedeutet es Anerkennung, wenn den Ehrenamtlichen feste Ansprechpartner zur Seite gestellt werden – das können Hauptamtliche sein, aber auch Ehrenamtliche, die als Ansprechpartner fungieren. Ein gutes Beispiel hier-


Leitartikel zum Titelthema

für ist das Nachbarschaftspaten­ projekt „Nachbarschaft neu gedacht – Generationen in Verantwortung“ des Kolpingwerkes Diözesanverband Münster. Zur Anerkennungskultur gehört auch, dass Qualifizierungsangebote gemacht werden. Niemand sollte gezwungen werden sich fortzubilden – es sein denn, es ist wie z. B bei der Hospizarbeit oder der Telefonseelsorge unabdingbar. Aber das Angebot, an Qualifizierungsmaßnahmen bei Interesse teilzunehmen, ist Teil einer sinnvollen Anerkennungskultur.

und somit gar nicht mehr für ein Ehrenamt zur Verfügung stehen. Im Moment ist das Potential bei den älteren Menschen, die sich engagieren können und vor allem auch wollen, sehr groß. Zukünftig wird man aber mit einer anderen Situation konfrontiert sein, die dann sicher auch neue Maßnahmen erfordern wird.

situationen befinden. Aber auch Ältere schätzen diese offizielle Bescheinigung ihres Engagements und freuen sich, wenn sie mit dem Nachweis gewürdigt werden.

Zusammenfassung: ➲D  as Engagement der Älteren steigt noch an, das der Jüngeren sinkt. Wie lange das Engagement der Älteren noch steigen kann, ist vor dem Hintergrund der weiteren Rentenentwicklung allerdings abzuwarten. ➲E  s gibt Veränderungen im Ehrenamt, die alle Gruppen – jung wie alt – betreffen. ➲N  eben den traditionellen Formen haben sich neue Formen entwickelt, die dem steigenden Gestaltungswillen der Engagementwilligen entgegenkommen. ➲D  iese Entwicklung macht eine große Veränderungsbereitschaft auf Seiten der Organisationen und der traditionellen Strukturen notwendig (aber auch die klassischen Ehrenämter müssen wieder stärker in den Blick genommen werden!). ➲D  ie Anerkennungskultur, die Autonomie im Engagement, die Bedeutung der Aufgabe, haben Einfluss auf die Zufriedenheit des Ehrenamtlichen. ➲D  ie neuen Entwicklungen sollten als Chance gesehen werden, noch mehr Ehrenamtskarte NRW „Musterkarte“ Menschen für ein Engagement zu gewinnen und das Aufgabenspektrum zu erweitern.

Ehrenamtskarte NRW und Engagementnachweis NRW

Dank ist mehr wert als ein monetärer Ausgleich – trotzdem sollte es die Regel sein, dass den Ehrenamtlichen zumindest die anfallenden Kosten wie z. B. Fahrtgeld oder Material erstattet werden. Die Freiwilligen wollen in der Regel (und sollten auch nicht) mit dem Ehrenamt Einnahmen erwirtschaften, aber sie sollten auch kein Geld mitbringen müssen – zumal dieses auch die Gruppe der Geringverdiener oder der sozial Schwachen von vorneherein ausschließt.

Das Land NRW hat sich neben der Verbesserung der Rahmenbedingungen für Ehrenamtliche auch das Ziel gesetzt, die Anerkennungskultur zu stärken. Aus diesem Grund wurde Ende 2008 die Ehrenamtskarte NRW – das „Danke-schön im Scheckkartenformat“ eingeführt. Diese kann beantragen, wer mindestens 250 Stunden im Jahr oder fünf Stunden in der Woche regelmäßig ehrenamtlich tätig ist. Inzwischen machen über 170 Kommunen (Stand Dezember 2012) bei diesem Projekt mit. Ziel ist es, alle NRWKommunen mit ins Boot zu holen, damit alle Ehrenamtlichen, die die Kriterien erfüllen, diese Karte erhalten können – unabhängig von ihrem Wohnort.

Hierzu nur eine kleine Randbemerkung: Zurzeit gibt es eine Rentnergeneration, die überwiegend gut situiert ist, aber diese Situation wird sich in den nächsten Jahrzehnten verändern – dazu gibt es zurzeit ja auch eine intensive politische Debatte. Es ist zu befürchten, dass mehr Rentner als heutzutage mit einem Minijob ihre Rente aufbessern müssen

Das Land gibt – gemeinsam mit den Wohlfahrtsverbänden, den Kirchen und anderen gemeinnützigen Organisationen – den Engagementnachweis NRW heraus. Er bescheinigt die im Ehrenamt erworbenen Fähigkeiten und wird damit vor allem für junge Menschen interessant, die sich noch in Bewerbungsverfahren oder in beruflichen Umbruch­

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Mit der Ehrenamtskarte möchten die Landesregierung und die Städte, Gemeinden und Kreise des Landes Nordrhein-Westfalen ihre Wertschätzung gegenüber den erkarte“ arte NRW „Must Ehrenamtsk Menschen ausdrücken, die sich in überdurchschnittlichem zeitlichem Umfang ehrenamtlich für das Gemeinwohl engagieren. Inhaber von Ehrenamtskarten können Vergünsite Vorderse tigungen bei Eintritten, Dienstleistungen und im Einzelhandel nutzen. Die Vergabe der Rückseite Karten wird in den KommuDer Engagementnachweis Nordrhein-Westfalen »FürFREIBURG nen vor einander.Miteinander – Engagiert im sozialen Ehrenamt« Ort gedokumentiert und würdigt bürgerschaftliches Engagement regelt. in Nordrhein-Westfalen. Der Engagementnachweis belegt die fachlichen und sozialen Kompetenzen der bürgerschaftMARTINA MUSTERFRAU lich Engagierten und bescheinigt im Ehrenamt erworbene 31.12.2016 Fähigkeiten. Die Initiative zum Engagementnachweis wird 1234567 von Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbänden in NordrheinWestfalen unterstützt. ➲M  ehr InfosRüund ckseite das Logo zum Download im Netz unter: www.ehrensache.nrw.de ➲M  ehr Infos im Netz unter: www.engagiert-in-nrw.de/ Falkenstein, 13.11.12 www.ehrensache.nrw.de/download/index.php service/engagementnachweis/index.php Druckfreigabe erteilt 287304_Ehren_Karte_10_2010.indd

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Durch eigenes Engagement mit gestalten, statt nur zu konsumieren Ein neues Amt, neue Herausforderungen, neue Eindrücke, neue Zeitplanungen. Harold Ries, seit November 2012 Diözesanvorsitzender des fast 41.000 Mitglieder in 265 Kolpingsfamilien und gut 100 hauptamtliche Mitarbeiter/innen zählenden Kolpingwerkes Diözesanverband Münster, hat sich „schon gut einfinden können“ in diese höchste ehrenamtliche Verantwortung im Diözesanverband. Das berichtet er der Redaktion des Kolping-FORUMs im Interview nach den obligatorischen „ersten 100 Tagen“. Nun sind Sie schon seit einem guten Vierteljahr Diözesanvorsitzender des Kolpingwerkes im Bistum Münster. Haben Sie sich schon einfinden können in Ihr Amt? Die bekannten 100 ersten Tage… Mit der Unterstützung der ehrenamtlichen und hauptamtlichen Kolpinger, meiner Stellvertreter, des Diözesanvorstandes, des Präsidiums und der Diözesangeschäftsstelle konnte ich mich gut ein-

E hrensa c he Matthias Knauff, (47 Jahre), Kolpingsfamilie Oelde, Ehrenamt: Vorsitzender Diözesanfachausschuss Internationalität und Eine Welt Warum ist Dir ehrenamtliches Engagement wichtig? Die Aufgabe ist interessant und ich habe bei meinem Engagement in der Vergangenheit viele tolle Begegnungen und Erlebnisse gehabt. Ich halte die Aufgaben des Kolpingwerkes als Teil der kath. Kirche aber auch als selbstbestimmter Verband für wichtig. Wir können und wir haben vieles gemeinsam bewegt. Wieviele Stunden pro Woche werden investiert? In 2012 fünf komplette Wochen sowie 13 Wochenendtermine und 25 Abendveranstaltungen. Hat das Engagement unmittel­ bare Auswirkungen auf Deine Persönlichkeit oder die berufliche Entwicklung? Die Arbeit im Bereich Eine Welt bildet und bereichert mich. Beruflich hat sie keine direkten Auswirkungen. Woran möchtest Du durch Deinen Einsatz mitarbeiten / was ist Dir wichtig? Der Ausbau und die Pflege der Partnerschaftsarbeit im weltweiten Kolpingwerk ist mir wichtig. Am Herzen liegt mir die Arbeit und die Stärkung des Kolpingwerkes als Verband. 8

finden. Ich sehe mich immer noch als Lernenden und freue mich über viele neue Kontakte und Begegnungen. Halten sich Freude und Arbeitsaufwand die Waage? Die Freude an der Arbeit überwiegt. Über den notwendigen Aufwand war ich mir bei meiner Bewerbung sehr wohl bewusst. Es macht mir viel Freude, in den Besuchen und Gesprächen auf allen Ebenen im Diözesanverband oder Landesvorstand engagierte Kolpingschwestern und Kolpingbrüder kennenzulernen, mit ihnen Ideen und Anregungen auszutauschen und auch Themen gemeinsam anzugehen, etwa im Bereich Familienpolitik oder Fragestellungen zu den anstehenden Wahlen. Sicher braucht es klare Strategien um diese zahlreichen Aufgaben und Verantwortungen in Ihr Zeitmanagement zu integrieren. Mit Diözesangeschäftsführer Uwe Slüter habe ich feste regelmäßige Termine für Telefonkonferenzen und Besprechungen in der Geschäftsstelle vereinbart. Moderne Medien und gute technische Ausstattung erlauben eine unmittelbare Kommunikation. Teilnehmer für Termine zu Vorträgen oder Jubiläen werden im Präsidium abgestimmt. Zur leichten Enttäuschung aber mit viel Verständnis aus anderen Institutionen und Vereinen für die neue Aufgabe habe ich mich von anderen ehrenamtlichen Aufgaben zurückgezogen. In der Kolpingarbeit vor Ort werde ich von einem engagierten Vorstand in Xanten entlastet. Auch ein Freiraum, ein Familienwochenende ohne jeglichen Termin, ist notwendiger und fester Bestandteil. Ihrer Vita entnehmen wir, dass Sie sich seit Jugendtagen ehrenamtlich einbringen. In der Propsteigemeinde St. Viktor Xanten, in der politischen Arbeit, im Naturschutz

„Gelebtes Vorbild im Ehrenamt sein, auch für die folgende Generation“: Das ist für Harold Ries, hier mit Sohn Tobias, heutzutage genauso wichtig wie in seiner Jugend.  Foto: rk

und als Vorsitzender der Kolpingsfamilie Xanten. Was treibt Sie an, sich neben Familie und Beruf seit Jahrzehnten für das Gemeinwohl zu engagieren? Zum einen war es sicher gelebtes Vorbild in unserer Familie mit ehrenamtlichem Engagement. Der Vater in der praktischen Naturschutzarbeit, ein Onkel als Leiter des DRK vor Ort, eine Tante als Kriegswitwe beim VdK, die Vettern im Sportverein und Schule, Großvater in der Kommunalpolitik und als Schiedsmann. Das Vorbild zeigt sich auch in der folgenden Generation, wenn ich auf das Engagement meiner Gattin und unserer Söhne sehe. Dies ist sicher heute genauso wichtig wie in meiner Jugend und das erlebe ich überall bei Kolping: Jeder bringt sich nach seinen Möglichkeiten ein. Den oftmals zu hörenden Ausruf „Man müsste“ oder „Man könnte“ beantworte ich mit einem Zitat von Adolph Kolping: „Wenn jeder auf seinem Platz das Beste tut, wird es in der Welt bald besser aussehen.“ Jeder sollte sich also fragen: „Was kann ich konkret tun und wer kann mir hier helfen?“ Gelten diese Argumente im Besonderen auch für ein Mittun im Kolpingwerk? Gerade hier wird die ehrenamtliche Arbeit auf das Fundament des christlichen Glaubens gestellt. Vielfältig sind die Möglichkeiten zu helfen, zu verändern und mit zu gestalten. Unser Bundespräsident Joachim Gauck hat dies in seiner Rede bei den Kölner Gesprächen


Titelthema

am 2. Februar sehr deutlich gemacht. Gerade der Schwerpunkt der Bildungsarbeit, also Menschen nach ihren Kräften zu befähigen, ist heute so aktuell wie zu Zeiten Adolph Kolpings. Und Ihre Motivation für das besondere Ehrenamt des Diözesanvorsitzenden? Die Aufgabenbeschreibung in der Wahlausschreibung hat die Aufgaben deutlich gemacht. Nicht nur Selbsteinschätzung sondern auch die Einschätzung anderer Engagierter im Kolpingwerk haben mich bewogen, mich dieser Verantwortung und der großen Aufgabe zu stellen. Mein Interesse galt immer der verbandlicher Arbeit. Mit der Unterstützung meiner Familie mit viel Verständnis für die Inanspruchnahme sowie der Zusage Vieler zur Unterstützung bin ich diese Aufgabe angegangen. Zunehmend mehr wird beklagt, dass es immer schwieriger wird ehrenamtliche Mitwirkende in Gremien oder Verbandsarbeit zu gewinnen. Nennen Sie uns ein paar Argumente die über ein Engagement nachdenken ließen? Praktisches Beispiel wirkt immer. Ich erlebe es häufig, dass Menschen zunächst nur als Gast oder Besucher an einer der vielen Kolpingveranstaltungen teilnehmen. Das können Glaubensgespräche, Fortbildungsveranstal­ tungen, Exkursionen oder Reisen sein. Diese Gäste kommen wieder und später hört man dann spontan: „Das ist so eine tolle Sache bei euch, die Begeisterung steckt an, da möchte ich mitmachen.“ Die gezielte Ansprache von Menschen mit besonderen Fähigkeiten und das Angebot an sie, sich in einem Teilbereich einbringen zu können ist sicher ein weiterer Faktor. Auch die Imagekampagne hat viel bewegt, die Menschen neugierig gemacht auf die Farbe Orange und auf das, was dahinter steckt. Wenn man sich bewusst ist, dass man durch eigenes Engagement mit gestalten kann, statt nur zu konsumieren, regt dies auch zur Mitarbeit an. Die gute Öffentlichkeitsarbeit in und um Kolping tut dort sehr viel. Kolping ist ein Erfolgsmodell, seit über 160 Jahren.

Sehen Sie die Politik in der Pflicht, Rahmenbedingungen zu schaffen um bürgerschaftliches Engagement zu fördern? Das ist sicher so. Ich sehe hier auch bereits Fortschritte, so in den neuen steuerlichen Regelungen und den Erleichterungen für die Vereine. Auf kommunaler Ebene erlebe ich dies auch zum Beispiel bei Ehrenamtspreisen für besondere Ideen und Leistungen von Gruppen und Einzelpersonen oder bei der Einführung einer Ehrenamtskarte mit Vergünstigungen für ehrenamtlich Engagierte auf lokaler Ebene. Ein herzliches Dankeschön, ein fester Händedruck, ein Vergelt’s Gott oder die Teilnahme von politischen Entscheidungsträgern an unseren Aktionen als Anerkennung ehrenamtlicher Arbeit wirken auch nachhaltig. Begeistert bin ich von der Anerkennung unserer Arbeit im Kolpingwerk durch den Besuch des Bundespräsidenten. Das motiviert und spornt an. In den Kolpingsfamilien mit ihren vielen Engagementbereichen kann jeder sich nach seinen individuellen Interessen und zeitlichen Kapazitäten einbringen. Welche Wege müssten bereitet sein, um neue Ehrenamtliche zu gewinnen? Verbandspolitische Kampagnen wie die Imagekampagne sind sicher ein richtiger Weg. Die Bereitstellung von Informationen und Arbeitshilfen aus den Fachausschüssen und aus allen Ebenen des Verbandes sowie die tatkräftige Unterstützung des Verbandssekretariates wirken hier stark mit. Der Bereich der Prävention von sexualisierter Gewalt ist hier sicher eine aktuelle Aufgabe. Hiermit können wir Zeichen setzen und auch die Zusammenarbeit mit anderen Bereichen unserer Bildungsarbeit fördern. Die Einbindung des Vorstandes und der Fachausschüsse an den Weichenstellungen für Projekte in den kommenden Jahren werden hier wirken. Danke für das Interview und viel Freude an Ihrem Einsatz für den Diözesanverband Münster.

E hrensa c he Adelheid Röttger, (63 Jahre), Kolpings­ familie Oer, Ehrenämter: Singe im Chor „OerKlang“ der Pfarrgemeinde St. Peter und Paul, begleite Seniorengruppen bei Freizeitwochen, bin Beisitzerin im Vorstand meiner Kolpingsfamilie und engagiere mich hier im Liturgiekreis, Besuchskreis, Lesekreis, in der Offenen Ganztagsschule an unserer Grundschule im Ortsteil. Mitglied im Diözesanfachausschuss IV des Diözesanverbandes Kolpingwerk Münster „Geschmack am Glauben finden“. ➲ Ich finde es wichtig, in unserer Gesellschaft für „ein Miteinander“ einen Beitrag zu leisten. Für ein christliches Weltbild und ein soziales Gemeinschaftsgefühl hat sich m. E. jede/r Bürger/in einzubringen, je nach persönlichen Möglichkeiten. ➲ Der Zeitaufwand ist ganz unterschiedlich. Es kommt auf die einzelnen Aktivitäten an, die wöchentlich wechseln. Es schwankt zwischen 8 und 12 Stunden. ➲ Durch den Umgang mit Gleichgesinnten im Verband wächst das Selbstwertgefühl. Es macht auch Spaß, gemeinsam mit anderen etwas „zu leisten“, das nicht am Geld orientiert ist. Man setzt viel ein, kann aber auch für sich persönlich Vieles rausholen. ➲ Mein Engagement begann vor Jahren in der Jugendarbeit der Pfarrgemeinde und hat nie aufgehört. Es ist halt „altersmäßig“ gewachsen. Heute bin ich in meiner Kolpingsfamilie tätig, die mir viele Einsatzmöglichkeiten bietet, da wir ja eine familienhafte Gemeinschaft sind. ➲ Durch meinen Einsatz möchte ich auch Andere ermutigen, ihre eigenen Fähigkeiten zu erkennen und ihre Talente einzubringen, um am Gemeinschaftsleben mitzugestalten. ➲ Ohne Ehrenamt geht nichts in unserer Gesellschaft. Ich wünsche mir, dass von Politik und Kirche die Ehrenamtsarbeit nicht einfach vorausgesetzt wird, sondern mehr Unterstützung erfährt. Die Politik müsste Vereine und Verbände unbürokratisch mehr fördern, fachliche Qualifizierung und Begleitung ermöglichen, sowie auch dafür die Kosten den Ehrenamtlichen erstatten. ➲ Oft ist es Bequemlichkeit oder Gedankenlosigkeit, oder aber zu wenig „eingefordertes“ Engagement. Im gemeinsamen Tun für andere. Man hört oft den Satz: „Die anderen machen das schon.“

Rita Kleinschneider 9


Titelthema

Wohin steuert das Ehrenamt? Kolpingsfamilie Emstor diskutierte mit Olympiasieger MdB Eberhard Gienger In der Rheiner Stadthalle hatte er vor Jahren schon einmal die Riesenfelge am Reck gezeigt. Heute hat der Bronzemedaillengewinner von Montreal es nach eigenen Angaben eher mit „Klimmzügen hinterm Schreibtisch“ zu tun. Und Ende Dezember versuchte Eberhard Gienger, inzwischen CDU-Bundestagsabgeordneter, in einer gut besuchten Veranstaltung der Kolpingsfamilie Rheine-Emstor und der Europa-Union, die Zukunft des Ehrenamtes zu skizzieren. „Wir kommen vereinsübergreifend immer mehr in Schwierigkeiten, Führungspositionen zu besetzen“, schilderte Heribert Knollmann, Vorsitzender der Kolpingsfamilie Emstor, eingangs die Problematik. Möglicherweise stünden viele Vereine und Verbände vor Führungskrisen.

50 Milliarden Euro „EhrenamtsSozialprodukt“ in der Bundesrepublik „Mir hat die ehrenamtliche Tätigkeit im Verein immer viel gegeben. Nicht nur wegen der sportlichen Erfolge, sondern weil wir gemeinsam viel erlebt haben“, sagte Gienger. Nach der aktuellen ShellStudie seien 36 Prozent aller Menschen in Nordrhein-Westfalen ehrenamtlich tätig – mit rückläufiger Tendenz. „Man tritt nicht mehr unbedingt in einen Verein ein, bis man es schließlich nicht mehr schafft. Viele Mitglieder wählen heute eine eher kürzere Laufzeit“, sagte Gienger. Das Erleben von Gemeinschaft sei das Hauptmotiv für die ehrenamtliche Tätigkeit. Gienger bezifferte das „Ehrenamts-Sozialprodukt“ in der Bundesrepublik mit 50 Milliarden Euro jährlich. Geld, das den Staat größtenteils entlastet. Ein Blick ins Ausland mache jedoch deutlich, dass die Deutschen in einem „Land der Glückseeligkeit“ lebten, was das ehrenamtliche Engagement betreffe. Die Politik habe zuletzt 2007 Haftungserleichterungen und steuerliche Anerkennung der Ehrenamtstätigkeit beschlossen. Gienger nannte als positives Beispiel ein Mentorenprogramm des Landes Baden-Württemberg, bei dem inzwischen 23 000 junge Leute denjenigen helfen, die in der Schule nicht so gut zurechtkommen. „Ein wunderbarer Einstieg ins Ehrenamt“, sagte Gienger. 10

Ehrenamt ist Sozialkompetenz Er macht sich dafür stark, dass ehrenamtliches Engagement auch direkt ins Schulzeugnis eingetragen wird. „Viele Arbeitgeber schauen heute nicht mehr nur auf die Noten, sondern auch auf die Sozialkompetenz ihrer künftigen Mitarbeiter“, erläuterte der ehemalige Leistungssportler. Im kommenden Jahr will der Bund erneut etwas für die ehrenamtlich Tätigen tun. So soll der Steuerfreibetrag auf 720 Euro erhöht werden. Die Übungsleiterpauschale soll von 2100 auf 2400 Euro erhöht werden. In der Debatte ging es anschließend munter zur Sache. So sagte ein Teilnehmer, dass nicht nur die Parteien in Wahlkampfzeiten kostenfreie Werbespots bekommen sollten, sondern das Ehrenamt auch regelmäßig solche Sendezeiten erhalten sollte. Auch das Thema Entschädigung bei einem Unfall nahm einen breiten Raum in der Debatte in. Hier gab es ein negatives Beispiel, bei dem ein ehrenamtlicher Feuerwehrmann im Dienst verunglückt war und arbeitsunfähig wurde. Weil der Versicherungsträger eine Vorschädigung feststellte, gab es Probleme

bei der Minderung der Erwerbsfähigkeit. „Es ist traurig, dass man in so einem Fall auch noch klagen muss“, sagte ein anderer Teilnehmer. Siegmar Schridde, der zur Unterstützung des Ehrenamtes bei der Stadt Rheine tätig ist, berichtete aus seinen Erfahrungen. Danach kann man Jugendliche heute am besten mit Projektarbeit für ehrenamtliches Engagement begeistern: „Da springt der Funke schnell über“. „Früher musste ich die Leute nur begeistern. Heute sind wir in einem ganz schwierigen Kreislauf, in dem zum Beispiel die Ganztagsschule den Alltag prägt“, schilderte Stefan Gude aus seiner Tätigkeit als Handball-Abteilungsleiter beim TV Jahn. „Das Verhältnis Freizeit und Schule definiert sich gerade völlig neu. Wir haben ja früher eher eine Halbtagsschule besucht“, sagte MdB Jens Spahn. Auf die Frage, wie man in dieser Situation Jugendliche noch intensiver für Sportvereine etc. begeistern könne, habe er auch keine Antwort. Münsterländische Volkszeitung, 22.12.2012, Autor: Reiner Wellmann

Mit der Kolpingsfamilie Rheine-Emstor und der Europa Union Kreisverband Steinfurt hat Eberhard Gienger über die Zukunft des Ehrenamtes diskutiert. Der Olympia-Bronzemedaillengewinner von Montreal ist heute Mitglied des Bundestages und befasst sich politisch besonders mit den Themen Sport und Ehrenamt. Die beiden MdB‘s Jens Spahn und Eberhard Gienger propagieren, dass ehrenamtliches Engagement direkt ins Schulzeugnis eingetragen wird. Auf dem Foto v. .l.: Paul Jansen (Pressesprecher der Kolpingsfamilie), Jens Spahn MdB, Eberhard Gienger MdB, Heribert Knollmann (Vorsitzender der Kolpingsfamilie), Dr. Klaus Effing (Europa Union Steinfurt).


Titelthema

Ämterstatistik Eindrucksvoll belegt die Ämterstatistik des Kolpingwerkes Deutschland, dass deren Mitglieder sich sowohl im Kolpingwerk als auch in vielen Gremien ihrer Gemeinden, in der Politik und bei sozialen Institutionen bürgerschaftlich enga-

gieren. Einige Zahlen aus der von Klaus Bönsch, Teamleiter Mitgliederservice beim Kolpingwerk Deutschland, zur Verfügung gestellten Statistik (Stand 31.12.2012, auf Basis der gemeldeten Ämter):

Im Bundesverband:

Im Diözesanverband Münster:

24.749 Personen gesamt (darunter 7.575 Frauen), davon: 4.201 Kolping-Vorsitzende und Stellvertreter, 1.747 Präses / Vizepräses / stellv. Präses, 2.500 Kassierer, 2.230 Schriftführer, 1.044 Familienarbeit / junge Familien, 301 Musik / Theater / Brauchtumspflege, 525 Freizeitgestaltung / Sport, 177 Bildungsarbeit, 51 Zielgruppe Frauen, 648 Zielgruppe Senioren, 470 Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit, 290 Gesellschaft / Gemeinde, 30 Stadt / Gemeinde /Kreis/ Landtag / Bundestag / EU-Parl., 35 Mitgl. Pfarrgemeinderat / Kirchenvorstand, 40 Webmaster, 86 Bannerträger. Bezirks-Ämter im Bundesverband gesamt 2.503 (davon 571 Frauen)

2.915 Personen gesamt (darunter 914 Frauen), davon: 432 Kolping-Vorsitzende und Stellvertreter, 183 Präses / Vizepräses / stellv. Präses, 176 Vertreter der Kolpingjugend / Beauftragte Jugendarbeit, 258 Kassierer, 241 Schriftführer, 33 Arbeitswelt, 10 Partnerschaftsarbeit, 19 Bildungsarbeit, 155 Familienarbeit / junge Familien, 61 Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 13 Zielgruppe Frauen, 113 Zielgruppe Senioren. Bezirksämter im Diözesanverband gesamt 304 (davon 54 Frauen)

Auszug zusammengestellt von Rita Kleinschneider

Kein Platz mehr für das Ehrenamt? Vereine sind in Deutschland die zentralen Organisationen für die Bindung und Aktivierung bürgerschaftlichen Engagements. Mehr als 550.000 Vereine (vgl. Vereinsregister) waren allein 2010 in den Vereinsregistern eingetragen – Tendenz steigend. Schätzungen belaufen sich auf 15.000 jährlich neu hinzukommende Vereine. Statistisch ist fast jeder zweite Deutsche Mitglied in einem Verein. Bei der Diözesanversammlung im November 2012 bildete das ehrenamtliche Engagement den thematischen Mittelpunkt. Die versammelten Delegierten konnten ob dem Gehörten zu dem Schluss kommen, dass es kein Problem sein dürfte neue ehrenamtlich tätige Frauen und Männer zu finden. Denn mit der Referentin Andrea Hankeln, Referatsleiterin im Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport NRW, konnte eine Fachfrau für das Thema Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement gewonnen werden, die die interessierte Versammlung mit ihren Aussagen bisweilen verwunderte. Führte die Referentin doch gleich zu Beginn ihres Vortrages aus, dass die Engagementquote sehr wohl steige – wenn auch nicht in allen Altersgruppen. 35 Prozent

Sonja Wilmer-Kausch, Verbands­ referentin beim Diözesanverband Münster

der Bevölkerung, so Hankeln, engagierten sich ehrenamtlich, darunter die besonders aktive Altersgruppe der 31 – 45 Jährigen! (siehe Leitartikel auf Seite 4, Anm. d. Red.)

Dann scheint die Welt ja in Ordnung! Aber warum sorgen also sich Vorstände, dass sie niemanden mehr zur Mitarbeit finden? Die Rahmenbedingungen

haben sich geändert: Bei Kindern und Jugendlichen nehmen die Ganztagsschulen einen erheblichen Teil des Alltages ein. Das Turbo-Abi und verkürzte Studienzeiten macht es jungen Erwachsenen schwieriger sich zu engagieren. Dazu haben sich die Motivationen geändert, ein ehrenamtliches Engagement zu übernehmen. Gehörte es früher noch zur Tradition ein Ehrenamt zu übernehmen und sich im selben Verein zu engagieren wie die Eltern, stehen solche Beweggründe heute nicht mehr im Vordergrund.

Freiwilligensuvey Vom neuen Ehrenamt ist hier die Rede. Menschen, die sich heute für etwas einsetzen tun das zum großen Teil aus anderen Motivationen heraus als frü11


Titelthema

Kornelia Terweodw, (49 J.), Kolpingsfamilie Bockum-Hövel, Ehrenamt: Vorstandsmitglied Kolpingsfamilie, Geistliche Leiterin. Mitglied im DFA IV. ➲ Das Ehrenamt ist mir wichtig, weil ich mich selbst einbringen und auch Anderen Denkanstöße mit auf den Weg geben kann. ➲ Meine gesamte Stundenzahl für alle ehrenamtlichen Aufgaben umfasst ca. 15 Stunden in der Woche. ➲ Man nimmt das Umfeld mit anderen Augen wahr und geht anders auf die Mitmenschen zu. ➲ Außerdem bin ich im Pfarrgemeinderat, Lektorin und Kommunionhelferin im St. Josef Krankenhaus in BockumHövel. ➲ Als geistliche Leiterin und Mitglied im DFA IV finde ich es toll, den Glauben weiter zu geben und durch die im DFA IV erarbeiteten Themen andere Gestaltungsmöglichkeiten von Messen und Sitzungen zu haben. Als Kommunionhelferin im Krankenhaus sind mir die Begegnungen und die Gebete mit den Kranken sehr wichtig. ➲ Die Akzeptanz für’s Ehrenamt ist unterschiedlich: Einige erklären einen für verrückt, dass man sich engagiert und können es nicht verstehen. Andere finden es toll, wären aber nie bereit sich selbst einzubringen. Für beide Gruppen gilt: Man braucht ganz schön viel Überzeugungskraft und Selbstvertrauen, um zu erklären warum und woran man glaubt und in die Kirche geht ➲ Angeblicher Zeitmangel ist der meist genannte Grund. Viele meinen, es lohne sich nicht aber sie sehen nicht den persönlichen, ich sag mal, befriedigenden Nutzen für die Seele.

gramm der Kinder durch verschiedene AG‘s wie Werken oder Plattdeutsch bereichern. Kolpingsfamilien könnten den Familiengottesdienst der Gemeinde gestalten und sich so den Familien und Kindern in einer kindgerechten Form

©iStockphoto.com/lisegagne

E hrensa c he

her. Hier gibt uns der Freiwilligensuvey, in regelmäßigen Abständen von der Bundesregierung in Auftrag gegeben, Einblick in die Engagementlandschaft unseres Landes. Man möchte zum Gemeinwesen beitragen, möchte mitgestalten und aktiv erkennen, dass sich auch wirklich etwas verändert. Ehrenamtliche wollen Verantwortung übernehmen, sich mit ihren Fähigkeiten und Kompetenzen einbringen. Zu diesen eher persönlich orientierten Motivationen nehmen im heutigen Ehrenamt allerdings auch Wertschätzung des Engagements, Anerkennung des Geleisteten, Möglichkeit der Weiterbildung usw. einen Viele wichtigen Stellenwert ein.

Möglichkeiten gibt es für Kolpingmitglieder sich nach eigenen Talenten ehrenamtlich für seine Mitmenschen zu engagieren, etwa als Hausaufgabenhilfe

Neben Rahmenbedingungen und veränderten Motivationen kommen Anforderungen auf unterschiedlichsten Gebieten (Recht, Finanzen, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, usw.) hinzu.

Eine Vielzahl von Möglichkeiten Haben sich also die zeitlichen Ressourcen verändert, müssen wir unsere Angebote vor Ort ebenfalls anpassen. Funktioniert z. B. die weit verbreitete Komm-Struktur einiger Angebote nicht mehr, gilt es zu überlegen, wie wir Aktionen oder Angebote da offerieren können, wo unsere Zielgruppe ist. So gibt es viele Kolpingsfamilien, die mit der örtlichen Ganztagsschule zusammen arbeiten und das Nachmittagspro-

vorstellen. Wenn die älteren Mitglieder einer Kolpingsfamilie nicht mehr so gut an Veranstaltungen teilnehmen können, könnte das Kolping-Patenprojekt eine neue Möglichkeit sein, sie wieder in die Gemeinschaft zu integrieren was andererseits ehrenamtlich Aktiven ein sinnvolles und zeitlich flexibles Betätigungsfeld bietet. Vorstandsposten könnten viel häufiger mit jüngeren Aktiven besetzt werden, wenn nicht nur eine klare Aufgabenverteilung der einzelnen Positionen beschrieben worden wäre, sondern auch wenn die Sitzungskultur den neuen Anforderungen angepasst werden würde. Gerade das Einbeziehen

Linksammlung zum Thema Ehrenamt Grundsätzliches: www.engagiert-in-nrw.de www.ehrensache.nrw.de www.bistum-muenster.de/index.php?cat_ id=13255&myELEMENT=179782 www.buergergesellschaft.de/index.php Ehrenamt älterer Erwachsene www.bagso.de/engagement.html www.erzbistum-koeln.de/seelsorge/altenseelsorge/ leben-in-fuelle/index.html Infos und Netzwerke www.b-b-e.de/ www.facebook.com/BundesnetzwerkBuergerschaftlichesEngagement

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Freiwilligensurvey www.bmfsfj.de/BMFSFJ/Service/Publikationen/ publikationen,did=165004.html Ehrenamtspauschale www.bfv.de/cms/docs/Ehrenamtspauschale_-_Infos.pdf www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/ Standardartikel/Themen/Steuern/005_ehrenamt. html Versicherungsschutz www.deutscher-buergerpreis.de/fileadmin/ user_upload/img/Service/DBP_2011_ Versicherungsbroschuere_72dpi_neu.pdf www.engagiert-in-nrw.de/pdf/Flyer_Sicherheit_12_ 2011.pdf www.kolping-ms.de/verantwortliche/Versicherungen


Titelthema

neuer Medien bietet hier eine interessante Möglichkeit den zeitlich knapper werdenden Ressourcen zu begegnen. Dies sind alles natürlich nur kleine Einblicke in eine Vielzahl von Möglichkeiten, die eröffnet werden können, wenn wir uns mit Mut und Gottvertrauen den neuen Herausforderungen öffnen und uns und unser Wirken neu ausrichten.

Paten Kolping

Nachbarschaft

So wie der selige Adolph Kolping die Herausforderungen entsprechend gehandelt hat – so können auch wir in jeder einzelnen Kolpingsfamilie den Zeichen unserer Zeit begegnen: ➲ Die Rahmenbedingungen haben sich

verändert – handeln wir und schauen, wie wir unsere Angebote anpassen können. ➲ Die Motivationen sich zu engagieren haben sich geändert – handeln wir und reagieren durch flexible Möglichkeiten sich in der Kolpingsfamilie einzubringen und zu entwickeln. ➲ Die Anforderungen werden immer differenzierter – handeln wir, indem wir auf die Bildungsgemeinschaft unseres Verbandes zurückgreifen und ehrenamtlich Aktiven und Interessierten Weiterbildungen ermöglichen. Nicht jede Kolpingsfamilie muss sich allein den Veränderungen unserer Zeit stellen sondern kann sich als Teil der Gemeinschaft der Unterstützung und Begleitung des Verbandes versichern. Darum bleibt Kolping eine Geschichte mit Zukunft! Sonja Wilmer-Kausch

Verbandssekretariat bietet Unterstützung F ür die vielfältige ehrenamtliche Arbeit in den Kolpingsfamilien bieten die Mitarbeiter/-innen des Verbandssekretariates Unterstützung: Carolin Olbrich Christel Schellerhoff Thorsten Schulz Sonja Wilmer-Kausch Kontakt: 02541 – 803-400, Mail: verband@kolping-ms.de

Fragen zur Ehrenamtspauschale beantwortet: Norbert Kötters Kontakt: 02541 – 803-444, Mail: koetters@kolping-ms.de

Fit im Ehrenamt Angebote zur Unterstützung, Förderung und Aktivierung Männer und Frauen in Deutschland wollen sich engagieren. 35 Prozent der Bevölkerung NRWs engagieren sich bereits und die Altersgruppe mit dem größten Engagement ist die der 31-45 Jährigen. Dennoch klagen viele Vereine und Verbände über schwindende Mitgliederzahlen und fehlende ehrenamtlich Aktive. Neuste Studien bringen erste Erklärungsansätze: Zeitlich immer knapper werdende Ressourcen, gestiegene Mobilität zwischen Arbeitsplatz und Wohnort, Ganztagsschulen, Turbo-Abi und verkürzte Studienzeiten. Auch die

Beweggründe und die Motivation für die Übernahme eines Ehrenamtes haben sich geändert. Menschen, die sich heute engagieren, möchten etwas bewegen, sie wollen Verantwortung tragen, etwas verändern und sehen, dass sie mit ihrem Einsatz auch wirklich etwas verändern können. Sie wollen allerdings auch zeitlich flexibel agieren, wollen Anerkennung und Wertschätzung erfahren und die Möglichkeit haben sich in ihrem Ehrenamt weiterzubilden. Für Vereine und Verbände heißt es hier aktiv werden, besonders im Hinblick auf die Unterstützung ihrer Gruppierungen.

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Anne Ratert, (45 J.), Kolpingsfamilie Osterwick, Ehrenamt: Stellvertretende Vorsitzende im Diözesanverband Münster Warum ist Dir ehrenamtliches Engagement wichtig? Spaß, Umgang mit Menschen, andere Menschen kennen lernen. Ich möchte als gutes Beispiel voran gehen und nicht immer sagen: “Man sollte und müsste mal machen“, sondern selber anfangen und für eine gewisse Zeit dabei bleiben. Ich treffe viele nette Leute mit ähnlichen Interessen und kann etwas für die Kolpingsfamilien erreichen kann. Wieviele Stunden pro Woche werden investiert? Ganz viele. Von fünf bis 55 Stunden die Woche ist alles möglich. Von Jugend an in verantwortungsvollen Ämtern beim Kolpingwerk, bei Ehrenämtern in unserer Gemeinde oder in der Elternvertretung hat sich meine Stundenzahl über viele Jahre immer weiter gesteigert. Hat dieses unmittelbare Auswir­ kungen auf Deine Persönlichkeit oder die berufliche Entwicklung? Auf jeden Fall. Ich lerne nie aus. Engagierst Du Dich außerhalb des Kolpingwerkes noch in weiteren Institutionen oder Verbänden? Kommunionhelfer, Lektor und Mitglied im Gemeinderat unserer Kath. Kirchengemeinde. Woran möchtest Du durch Deinen Einsatz mitarbeiten / was ist Dir wichtig? Mir ist das Miteinander der Kolpingfamilien wichtig. Gemeinsame Themen erarbeiten. Findet ehrenamtliches Engage­ ment genügend Akzeptanz in Gesellschaft und Politik? Auf keinen Fall, sonst würde auch ehrenamtliches Arbeiten z. B. in der Rentenberechnung anerkannt werden. Was glaubst Du hindert andere Personen sich zu engagieren? Der zeitliche Aufwand ist oft nicht bekannt. Aufgaben sind nicht genau definiert. 13


Titelthema

Zeit aktiv zu werden Für die Kolpingsfamilien im Diözesanverband Münster wurde deshalb „Fit im Ehrenamt“ ins Leben gerufen. Die Angebote richten sich an aktive ehrenamtliche Vorstände, Leitungsteams und ehrenamtlich Aktive. Mit der praxisnahen Ausrichtung sollen die unterschiedlichen Fähigkeiten und Kompetenzen „alter Vorstands-Hasen“ trainiert, aber auch Neueinsteigern eine fundierte Basis für ihre ehrenamtliche Aufgabe angeboten werden. Die Angebote „Fit im Ehrenamt“ gliedern sich in drei Bereiche, die sich an unterschiedliche Interessensgruppen richten. Die angebotenen Themen und Inhalte zeichnen sich besonders durch ihre Praxisnähe aus und variieren immer wieder in ihrer Zusammenstellung. Angebote im Basismodul vermitteln wichtige Grundkenntnisse für das ehrenamtliche Engagement. Angebotene Trainings konzentrieren thematische

Schwerpunkte der ehrenamtlichen Praxis, wie z. B. Motivation. Die Beratung und Begleitung vor Ort bietet besondere und allein auf die Anforderungen der jeweiligen Kolpingsfamilie zugeschnittene Angebote, wie ➲ Planung und Durchführung einer Vorstandsklausur, ➲ Planung und Durchführung einer Zukunftswerkstatt ➲ oder eines Ideencafés, ➲ regelmäßige Begleitungsgespräche über einen vereinbarten Zeitraum, usw. Die Angebote sind so unterschiedlich wie die Kolpingsfamilien im Verband. Wollen wir gemeinsam den Herausforderungen, den Nöten unserer Zeit begegnen? Angebote „Fit im Ehrenamt“ und die hauptberuflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in eurem Verbandssekretariat stehen für euch bereit!

Rainer Michels, (69 J.), Kolpingsfamilie Xanten, Ehrenamt: 12 Jahre Schriftführer, jetzt „Kolpingsekretär“ Mir ist wichtig, dass das Werk Adolph Kolpings in der Gemeinde wahrgenommen wird und dass die Menschen das gute Miteinader in der Kolpingsfamilie erfahren, so wie ich es erlebt habe als „Zugereister“. Besonders gefällt mir, dass in unserer Kolpingsfamilie alle gesellschaftlichen Schichten vertreten sind. Damit das Leben unserer Kolpingsfamilie lebendig bleibt, engagiere ich mich in vielen Bereichen: redaktionelle Bearbeitung des Rundbriefes, Reiseleitung, praktische Arbeiten wie Bühnenbau, Kleidersammlung und Unterstützung des Vorstandes. Außerdem helfe ich meiner Frau als Vorsitzende der örtlichen Caritas-Konferenz.

Sonja Wilmer-Kausch

Basismodule

Training

Kassenführung in Kolpingsfamilien

Visualisieren und Präsentieren

auf den Grundlagen der Regeln der Gemeinnützigkeit eine Kasse führen

Inhalte verständlich und für den Betrachter anregend verpackt

Kassierer und Geschäftsführer von Kolpingsfamilien stehen vor der Herausforderung, korrekt die Einnahmen und Ausgaben zu verbuchen und das Kassenbuch zu führen. Um die Umsätze im Sinne der Gemeinnützigkeit richtig darzustellen und die Gewinne entsprechend zu verwenden, benötigt man umfangreiches Hintergrundwissen. Was? ➲ theoretischen Hintergrund vermitteln, ➲ praktische Umsetzung für die Kassenführung proben. Wann? Samstag, 20.04.2013, 9.00 – 15.00 Uhr Referenten: Birgit Löcken, Norbert Kötters

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Vorstandsmitglieder, Leitungsteams, Bildungsberater oder aber Verantwortliche für Projekte und Aktionen kommen immer wieder in die Situation, vor Gruppen bzw. in der Öffentlichkeit Inhalte vorzustellen. Was? ➲ Inhalte so aufbereiten, dass sie alle Zuhörer abholen und einfangen, ➲ PowerPoint kennen lernen, ➲ allgemeinen Regeln zum Präsentationsaufbau, ➲ Alternative zu PowerPoint. Wann? Samstag, 29.06.2013, 9.00 – 18.00 Uhr Referentin: Sonja Wilmer-Kausch

Fis(c)hen für die Sache Kolpings mit praxisnahen Ansätzen zu einer motivierenden und belebenden Vorstandsarbeit Die Vorstandsarbeit innerhalb einer Kolpingsfamilie / eines Vereins zählt oftmals nicht zu den attraktivsten Möglichkeiten, sich ehrenamtlich zu betätigen. Oft fühlt man sich als „Mädchen für alles“ und trotz des hohen Engagements wird die Arbeit meist als selbstverständlich angesehen – die Wertschätzung bleibt aus. Die Vorstandsarbeit sollte vielmehr verstanden und gelebt werden als attraktive, wertgebundene und leistbare Führungsaufgabe auf Zeit. Wie sich das umsetzten lässt, trainieren die Teilnehmer an diesem Workshop-Tag. Was? ➲ Führung und Menschbild, ➲ Visionen und Ziele, ➲ Motivationskonzept FISH! ➲P  raktische Umsetzungsmöglichkeiten. Wann? Samstag, 25.05.2013, 9.30 – 19.00 Uhr Referentin: Sonja Wilmer-Kausch, N.N.

Veranstaltungsort jeweils Kolping-Bildungsstätte Coesfeld, Gerlever Weg 1, 48653 Coesfeld. Anmeldung, Beratung und Begleitung: Verbandssekretariat, Tel. 02541 – 803-400, Mail: verband@kolping-ms.de 14


Geistliches Wort

Ehre, wem Ehre gebührt! Manch einer kam an sein Ehrenamt, wie die Jungfrau zum Kind! Was ist daran ehrenvoll? Ein großer Aufgabenkomplex wird übertragen, der Terminkalender wird geflutet, Verantwortung soll übernommen werden – kann man dabei noch ruhig schlafen?

Was ist daran ehrenvoll? Sicher, ich gewinne bei einigen Menschen Ansehen, aber dafür der Stress? Die Politik hat das Wort Ehrenamt durch „Bürgerschaftliches Engagement“ ersetzt. Der Begriff Ehre scheint zu schwierig, zu belastet. Denken wir nur an die sogenannten „Ehrenmorde“ oder die zweifelhafte Vorstellung von Ehre in verschiedenen gesellschaftlichen Gruppierungen. Und – nicht zu vergessen – an der Vorstellung von ehrenvollem Verhalten, die nicht zuletzt dafür gesorgt hat, dass Jesus, der immer wieder gegen die Ehrvorstellungen seiner Zeit verstoßen hat, dafür am Schandpfahl landete.

Ehre, wem Ehre gebührt! Geht es eigentlich darum, Ehre zu gewinnen? Geht es nicht eher darum, meine Fähigkeiten der Gemeinschaft zur Verfügung zu stellen und so zum Gelingen beizutragen.

Gott hat mir seine Welt, die Menschen um mich herum, seine ganze Schöpfung anvertraut. Indem ich Verantwortung übernehme, erweise ich dieser seiner Welt Ehre, besonders den Menschen, die um mich herum sind, sowohl räumlich in der Nähe als auch gedanklich, etwa bei sozialen oder Eine-Welt-Projekten. Sie steigen in meiner Ehr- und Wertschätzung, weil ich mich für sie engagiere. So gestalte ich eine lebenswerte und mir kostbare Welt. Gott hat mir meine Talente geschenkt und mir überantwortet. Ihm erweise ich Ehre, wenn ich mit diesem Geschenk an seinem Reich mit baue, einem Reich der Liebe und Gerechtigkeit. Genau dafür schulden wir aber allen Engagierten Dank: dass wir ihnen so wichtig sind, dass sie Zeit und Kraft, Wissen und Können für unseren Verband einsetzen. Uns und Gott zur Ehre. Danke Eure Diözesanseelsorgerin Ursula Hüllen

„Gott hilft, wo der Mensch nur redlichen Willen zur notwendigen Tat mitbringt.“ Adolph Kolping, (RV 1864, S. 364)

E hrensa c he Margareta Felbert, (70 J.), und Ehemann Rudolf, Kolpingsfamilie Xanten, Ehrenamt: Öffentlichkeitsarbeit ➲ Nach meinem Ausscheiden aus dem Schuldienst mit 65 Jahren war für mich klar, dass ich mich irgendwie ehrenamtlich engagieren würde. 2010 kam die Anfrage meiner Kolpingsfamilie, ob ich die Pressearbeit übernehmen könnte. Ich habe zugesagt, mein Mann Rudolf ebenso: Er fotografiert, ich schreibe. ➲ Der Zeitaufwand ist sehr unterschiedlich, je nachdem wie viele Termine anstehen. Wir sind seit neun Jahren Kolpingmitglieder und fühlen uns hier sehr wohl, wozu auch die gemeinsamen Fahrten beigetragen haben. ➲ Vor zwei Jahren habe ich eine Kolping-Frauengruppe ins Leben gerufen, außerdem vor 35 Jahren eine Frauengruppe auf Pfarrebene. Wir treffen uns heute noch regelmäßig! ➲ Mir ist es wichtig, Frauen stark zu machen und ihnen Gelegenheit zu geben, sich auf vielfältige Weise auszutauschen. Dafür organisiere ich auch gerne Fahrten und Ausstellungsbesuche. ➲ Ich denke, ohne ehrenamtliches Engagement wäre unsere Gesellschaft ärmer – und mir selber wird etwas geschenkt, wenn ich über meinen eigenen Tellerrand hinausschaue. Außerdem schätze ich die Verbundenheit im Kolpingwerk über Entfernungen hinweg: Meine Angehörigen in Hannover und die meines Mannes in Ungarn sind ebenfalls Kolpingmitglieder.

Zur Sache

Erwartungen an die Kirche sind groß In Talksendungen und Presseberichten kommt die katholische Kirche zur Zeit nicht besonders gut weg. Mehr noch: Unsere Kirche steht im Focus öffentlicher Uwe Slüter Kritik. Kritisiert wird der Umgang mit den Missbrauchsfällen und auch die Doppelmoral der Kirche als Arbeitgeber. Im Kontext dieser Debatten wird auch die besondere Rolle der Kirchen in unserer Gesellschaft in Frage gestellt. Aber nicht

nur die öffentliche Kritik nimmt zu. Die Glaubwürdigkeit der Kirche leidet nicht nur in der Öffentlichkeit. Auch viele Katholiken sind verunsichert. Die Rolle der Frau in der Kirche, der Pflichtzölibat oder der Umgang mit Wiederverheiratet-Geschiedenen und Homosexuellen führt nicht nur bei Kirchenfernen zu Unverständnis.

Wo steht die katholische Kirche am Beginn des dritten Jahrtausends und wo stehen wir als engagierte Christen und das Kolpingwerk als katholischer Verband?

Eine neue Sinus-Studie hat sich mit der Frage beschäftigt, wie Glaube, Religion und Kirche in der heutigen Zeit verstanden und gelebt werden. Die katholische Kirche und der christliche Glaube spielen im Leben der Menschen eine zunehmend geringere Rolle. Oder wie die Autoren der Studie schreiben: „Die lebensweltliche Einbettung von Religion ist weitgehend verloren gegangen, […] der katholische Glaube und sein Regelwerk tragen nur noch bei wenigen unmittelbar zum Sinn des Lebens bei.“ Bei vielen Befragten, so ein Ergebnis der Studie, ist Glaube nicht an die katholische Religion und Kirche gebunden, 15


Zur Sache

die Grundregeln einer katholischen Lebensführung würden nur von einer Minderheit praktiziert. Auch Katholiken meinen, dass sich die Kirche ändern muss. Für wen sind die Sakramente da? Sind sie Hilfe für die Menschen an den Wendepunkten und in den Schwächen ihres Lebens? Der Umgang mit den vielen geschiedenen und wiederverheirateten Paaren, mit den vielen Patchwork-Familien ist zentral für die Wahrnehmung der Kirche nicht nur in der Gesellschaft, besonders auch für ihre Gläubigen.

„Das Volk Gottes unterwegs“, das in eine neue Welt aufbricht, mit diesem Anspruch ist das zweite Vatikanische Konzil gestartet. Die Erwartungen an unsere Kirche sind immer noch groß. Die Menschen erwarten bei aller Kritik spirituelle Orientierung, Seelsorge, eine fröhliche und lebendige Gemeinschaft sowie eine tröstliche Begleitung am Lebensende. Die katholische Kirche muss ihre Identität bewahren, aber in der Zeit ankommen, ist eines der Ergebnisse der neuen Sinus-Milieustudie.

Ich hoffe, dass der Kirche der innere Aufbruch gelingt. So wie es dem Kolpingwerk auch immer gelungen ist, Antworten auf Zukunftsfragen zu geben. Wir bieten vielfältige Möglichkeiten des Mit-Tuns auf allen Ebenen und zeigen täglich, Kirche lebt in unserem Verband. Täglich und auf allen Ebenen. Wir laden alle zum Mittun ein. Uwe Slüter Diözesangeschäftsführer

Verband

Ein Herz für „Familien helfen Familien“ 10 Jahre „Familien helfen Familien e. V.“ Familien brauchen in heutiger Zeit mehr denn je Unterstützung für ihre Lebenssituation. Wie Anfang Januar 2013 in der Presse zu lesen war, geht die gesellschaftliche Schere weiter auseinander; auch hinsichtlich der Möglichkeit Urlaub zu machen. Viele Familien können sich keinen Urlaub leisten. Aus diesem Grund wurde im Jahr 2003 eine Initiative der Kolping-Familienferienstätte Regenbogenland Olpe aufgegriffen und der Verein „Familien helfen Familien“ von Kolpingbrüdern und -schwestern aus den Diözesanverbänden Hamburg und Münster gegründet.

durch einen Urlaub wie von Zauberhand verschwunden. Aber die Familien haben Energie getankt, um ihren Alltag in Angriff zu nehmen. Sie knüpfen neue soziale Kontakte und erleben Erholung – wie Millionen anderer Menschen.

Akzent der Familienfreundlichkeit

Man kann natürlich fragen inwiefern die Unterstützung von Erholungs- und Bildungsurlauben sinnvoll ist. Gerade aufgrund von Rückmeldungen und Dankesworten erfahren wir, dass es für die Gesamtsituation innerhalb der Familien „In den vergangenen zehn Jahren konn- gut war, einige Tage aus dem gewohnten wir feststellen, wie sinnvoll und gut ten Umfeld zu verreisen: Etwas andeunsere Spendengelder angelegt sind: res zu sehen, andere Familien kennen nämlich in Menschen, jung und alt“, zu lernen, sich an den gedeckten Tisch zieht Elisabeth Scheffer positives Fazit setzen zu können, gemeinsame Zeit zu im Jubiläumsjahr. Durchschnittlich un- verbringen, gemeinsam zu spielen und terstützt der Verein pro Jahr etwa 110 die Seele baumeln zu lassen. Elisabeth Personen, davon sicherlich ca. 75 Kin- Scheffer: „Wir als Vorstand des Vereins der, so die Vorsitzende. Mit dieser Hilfe haben die Erfahrung gemacht, dass wir war es den Familien möglich, sich eine Familien unterstützen, damit Leben mit Auszeit – häufig in Kolpingferienstätten Kindern gelingen kann. Damit setzen wir – zu gönnen, damit sie für ihren manch- einen Akzent der Familienfreundlichmal schwierigen Alltag auftanken kön- keit.“ nen. Die täglichen Probleme sind nicht Das alles wäre nicht denkbar gewesen, wenn nicht sehr viele KolpingsfamiVorstandsmitglieder von lien und einzelne „Familien helfen Familien e.V.“: Kolpingbrüder und Vorsitzende Elisabeth Scheffer, Dülmen -schwestern dem Stellv. Vorsitzende Ursula Hüllen, Coesfeld Verein Spenden Stellv. Vorsitzender Wolfgang Könnecke, Hamburg hätten zukommen Geschäftsführerin Anne Scharfenberg, Gescher lassen. Das jährliBeratendes Mitglied Josef Rave, Senden-Ottmarsbocholt che durchschnitt16

liche Spendenaufkommen beträgt ca. 19.000 Euro. Das kreative Ideenspektrum ist dabei sehr vielfältig: Bücherflohmarkt, Kleiderstube, Reibekuchenaktion, Tannenbaumaktion. Wir sind äußerst dankbar, dass bei Kolpingmitgliedern das Herz für „Familien helfen Familien“ kräftig schlägt.

10 Jahre „Familien helfen Familien“ ist ein Jahrzehnt mit guter und erfolgreicher ehrenamtlicher Arbeit ohne großen Verwaltungsaufwand. Das Geld kommt bei den Familien an. Adolph Kolping hat einmal gesagt: „Tut jeder in seinem Kreis das Beste, wird’s in der Welt auch besser aussehen“. Der Verein „Familien helfen Familien“ versucht dies mit Hilfe der Kolpingsfamilien. Unsere Arbeit ist noch nicht beendet. Wir freuen uns weiter über Spenden und sind dankbar für Hinweise, wo wir Familien und / oder Einzelpersonen unterstützen können. Elisabeth Scheffer


Verband

„Mit Klarheit und sehr viel Mut“ Kolpingwerk DV Münster zollt Papst Benedikt hohe Achtung Bewegt und mit großem Respekt reagiert das Kolpingwerk Diözesanverband Münster auf den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. „Schon allein ein solch‘ hohes Amt in schwieriger Zeit 78-jährig zu übernehmen, zollt ungeheure Achtung“, verweist Diözesanpräses Franz Westerkamp auf das fast achtjährige Wirken des Pontifex. Vieles, was er getan, angestoßen und angedacht hat, werde noch lange nachhallen. Es gehe ein „geistlicher Mensch und spiritueller Theologe, der die Menschen als Oberhaupt der katholischen Weltkirche immer wieder zum Kern des Glaubens führte“, so Westerkamp. Gerade in Zeiten zunehmender Säkularisierung habe Papst Benedikt die elementare Frage nach Gott wachgehalten. Dass er im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte, aber eben auch angesichts seines fort-

Spenden in 2012 Auch im vergangenen Jahr haben Kolpingsfamilien und Einzelspender viel Kreativität und Enthusiasmus gezeigt, um mit Spenden und Beiträgen die Hilfsinstitutionen des Diözesanverbandes Münster zu unterstützen. Ihnen allen, ganz gleich ob geringe oder größere Spende, sagen die Verantwortlichen ein herzliches „Vergelt’s Gott!“

Familien helfen Familien 21.187 Euro (davon 1.000 Euro Kapital-Aufstockung) Da der Verein ehrenamtlich geführt wird und somit kaum Verwaltungskosten anfallen, konnte dieser Betrag nahezu vollständig Familien zugute kommen.

Kolping Stiftung Zustiftungen: 22.927,44 Euro Spenden: 350,00 Euro

Spenden aus dem DV Münster an Sozial- und Entwicklungshilfe des Kolpingwerkes e. V., Köln 147.294,58 Euro

Seelsorgliche Aufgaben des Kolpingwerkes 2.188,58 Euro

geschrittenen Alters die Entscheidung zum Rücktritt getroffen habe, „erfordert Klarheit und sehr viel Mut“. „Mit großer Dankbarkeit blicken wir auf einen Papst, der die Menschen bewegt und ihnen mit seiner außergewöhnlichen theologischen Kompetenz Denkund Glaubensimpulse gegeben hat“, würdigt Diözesanpräses Franz Westerkamp das Lebenswerk von Papst Benedikt XVI. Der Diözesanverband des Kolpingwerkes Münster habe große Achtung vor dieser Entscheidung des Papstes und dankt ihm für seinen Dienst. „Wir wünschen ihm noch eine gute und segensvolle Zeit, auch ohne die Bürde dieses hohen Amtes.“ Franz Westerkamp / rk

Papst Benedikt XVI  Foto: Torvindus  (Creative Commons Lizenz 2.0)

Sozialwahlen mehr in den Blick nehmen Delegiertenversammlung des Bundesverbandes der ACA Am 26. Januar 2013 tagte der Bundesverband der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Arbeitnehmerorganisationen (ACA) in Bad Honnef. An der Spitze wurden neben anderen seitens des Kolpingwerkes Jürgen Peters als Bundesgeschäftsführer und Ulrich Vollmer als stellvertretender Bundesvorsitzender bestätigt. Insgesamt 44 stimmberechtigte Frauen und Männer aus den drei Mitgliedsorganisationen Katholische Arbeitnehmer-Bewegung Deutschlands (KAB), Kolpingwerk Deutschland und Bundesverband Evangelischer ArbeitnehmerOrganisationen (BVEA) nahmen teil. Vom Kolpingwerk Diözesanverband Münster waren Elisabeth Spielmann (Kolpingsfamilie Emsdetten), Beatrix Becker (Kolpingsfamilie RecklinghausenZentral) und Gregor Krabbe (Kolpingsfamilie Metelen) delegiert. Die Barmer GEK vertritt Bernd Wiesel, die BGW (Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege) Gregor Krabbe. Im Studienteil der Delegiertenversammlung informierte der Bundeswahlbeauftragte über die Sozialwahl in 2017, die

Gregor Krabbe nach seiner Meinung zusammenfasst. ➲D  ie Selbstverwalter in den Versicherungsträgern müssen sich dafür einsetzen, dass sie selbst präsenter in den jeweiligen Medien ihrer Versicherungsträger werden. ➲A  lle Verbände (Bundes-, Landes- und Diözesanebene) müssen ab sofort und regelmäßig Themen und Aktive aus der Selbstverwaltung in ihren Medien aufnehmen. ➲E  s bedarf eines Professionalisierungsschubes im Themenfeld Soziale Selbstverwaltung, erstens um in Konkurrenz zu anderen Organisationen bestehen zu können und zweitens um in den Verbänden frische, fähige Köpfe für dieses Aufgabenfeld gewinnen zu können. Auszüge aus Pressetexten ACA-Bundesverband / Rita Kleinschneider / Gregor Krabbe ➲A  usführlicher Bericht auf der Homepage des Diözesanverbandes unter http://ourl.de/a3090 17


Verband

Damit es funkt! Neuauflage des Basiskurses Erwachsenenbildung

Bundespräsident Joachim Gauck würdigte Adolph Kol­ ping als „überzeugten Chris­ ten“ und „großen Deutschen“ Anlässlich des 200sten Geburtstages des Verbandsgründers Adolph Kolping gab sich der höchste Staatsbürger der Bundesrepublik Deutschland Joachim Gauck als Redner der diesjährigen Kölner Gespräche beim Kolpingwerk Deutschland die Ehre. Gauck charakterisierte Kolping in seinen Worten als „leidenschaftlichen Seelsorger“, aufmerksamen „Zeitgenossen“ und „Praktiker“. Damit zeigte er sich als guten Kenner der Person und des Lebens und Wirkens des Gesellenvaters. Auch von seiner Kenntnis des Kolpingwerkes und der Kolpingsfamilie in ihrer praktischen Arbeit konnten sich die Zuhörer überzeugen. Text: Thorsten Schulz / Foto: Alexandra Hillenbrand ➲ Berichterstattungen verschiedener Medien unter: http://ourl.de/404d9

Ehrenamtlich Aktive in Verbänden und geschützten Rahmen erproben und Gemeinden stehen oft als Leitung vor verbessern. Weil die Resonanz der TeilGruppen, ohne sich auf diese Aufgabe nehmer und Referentinnen so positiv immer gut vorbereitet zu fühlen. Auch war, wird der Kurs 2013 / 2014 erneut Honorarkräfte, die sich mit einem be- angeboten. stimmten Thema gut auskennen, verfügen nicht automatisch über das Wissen, Carolin Olbrich wie Gruppen funktionieren. Oft fehlt die bewusste Auseinandersetzung mit der eigenen Leitungsrolle, mit den persönlichen Stärken und Schwächen. Um als Leitung angemessen und hilfreich reagieren zu können, bedarf es darüber hinaus eines vielfältigen Methodenrepertoires. Während in der Jugendarbeit Gruppenleitungskurse weit verbreitet sind, fehlt ein vergleichbares Ange„Zündende Ideen“ liefern die Kolping-Bildungsreferentinbot für Erwachsene nen Sonja Wilmer-Kausch und Carolin Olbrich. vielerorts. Darum haben die Bildungsreferentinnen des Kolping-Bildungswerkes Diözesanverband Münster, Sonja WilmerKausch und Carolin Olbrich, in 2012 einen dreiteiligen Kurs konzipiert, der eben diese grundlegenden Fähigkeiten der Gruppenleitung und Selbstreflexion vermittelt. Die Teilnehmenden können die eigenen Leitungskompetenzen im

➲D  ie drei Blöcke finden an folgenden Terminen statt: 08. – 10.11.2013, Salzbergen 07. – 08.02.2014, Coesfeld 13. – 14.06.2014, Coesfeld. ➲ Information  und Anmeldung: Hildegard Wübbeling, Tel.: 02541 – 803-473, Mail: wuebbeling@kolping-ms.de

„Jetzt laufen sie auch noch…!“ Sponsorenlauf am 8. September: „Wir laufen Staffel und Marathon für Kolping – mach mit!“ Wenn es darum geht, Geld für soziale Zwecke zu sammeln, hat es den Kolpingern noch nie an Ideen und „Tatkraft“ gemangelt. Um weiterhin bei den Begriffen der Imagekampagne zu bleiben, gehört für den Ein oder Anderen vielleicht eine Portion „Mut“ dazu. Aber mit „Teamgeist“, der sich garantiert in jede der fünf Staffeln einnisten wird, garniert mit einer Portion sportlichen Ehrgeiz, dürfte sich nach geleisteter Strecke sicherlich ein „Glücksgefühl“ einstellen. Worum bitteschön geht es denn überhaupt? Um den 12. Volksbank-MünsterMarathon am Sonntag, den 8. September 2013! 18

„Jetzt laufen sie auch noch…“ dieser Schreck schoss der Autorin dieses Textes, übrigens eine bekennende Nichtsportlerin, durch die Glieder, als Diözesangeschäftsführer Uwe Slüter und Diözesanseelsorgerin Ursula Hüllen mit begeisterten Mienen in der Redaktion des Kolping-FORUMs erschienen. Slüter, selber passionierter Marathonläu-

fer, sowie Ursula Hüllen, die gern mal lockere zehn Kilometer joggt, brachten die Idee und gleich die Zustimmung des Diözesanvorstandes mit, einen Sponsorenlauf durchzuführen. Warum also nicht das Angenehme (gilt nur für Laufbegeisterte!) mit dem Nützlichen verbinden? Ehrensache auch für die Marathonis Andreas Lanksch (stellvertretender Diözesanvorsitzender) und Manfred Eissing (Kolping-Reisedienst), sich um Sponsoren zu kümmern und in Münster an den Start zu gehen. „Jeder Schweißtropfen soll bares Geld für den guten Zweck bringen“, lautet


Verband

ab sofort die Parole, denn das Kolpingwerk macht aus seiner Teilnahme beim „Münster-Marathon“ einen Sponsorenlauf.

obigen Projekten zugute kommt. Auch einzelne Kolpingsfamilien können gern „ihre“ Läuferinnen und Läufer finanziell unterstützen!

Der Erlös wird je zur Hälfte für ein Partner-Projekt in Uganda und für unsere Kolping-Stiftung gespendet.

Teilnahmebedingungen:

Aber bitte keinen Schrecken bekommen: Marathon lässt sich auch aufteilen und mit vereinten Kräften bewältigen! Wer also nicht die 42,195 km allein laufen will oder kann, ist beim Kolpingwerk genau richtig: Denn man hat bereits fünf Staffeln reserviert. Uwe Slüter erläutert das Procedere: „Wir suchen 20 Läuferinnen und Läufer für unsere fünf angemeldeten Staffeln, die beim Staffelmarathon (Laufleistung jeweils ca. 10,5 km) mitmachen. Und gern beliebig viele Läufer/-innen, die sich den gesamten Marathon zutrauen.“ Alle Startenden suchen sich vor dem Lauf unter Freunden, Bekannten oder in ihrer Kolpingsfamilie möglichst viele Sponsoren, die ihnen für jeden gelaufenen Kilometer einen bestimmten Geldbetrag zusagen, der dann den beiden

➲ Kolpingmitglied ➲ Spenderliste über mindestens 150 Euro, gern auch mehr! ➲ Akzeptanz der Teilnahmebedingungen des Veranstalters. Einen Anmeldeschluss gibt es nicht. Die 20 Startplätze für den Staffel-Marathon gehen in der Reihenfolge des Eingangs weg. Anmeldungen werden nur online auf Mail – schubert@kolping-ms.de – angenommen. Einen besonderen Anreiz gibt es obendrein: Das Kolpingwerk Diözesanverband Münster übernimmt das Startgeld für die Staffel und erstattet das Startgeld für die Marathonanmeldung bis zu einer Höhe von 45 Euro. Außerdem gibt es ein Kolping-Laufshirt extra für diese Veranstaltung.

Ohne Fan-Club geht es nicht! Natürlich brauchen die Kolping-Läufer unbedingte mentale und emotionale

Volksfeststimmung herrscht stets beim Volksbank-Münster-Marathon.   Foto: Veranstalter / Archivbild

Unterstützung, sprich viele Fans, um die schwitzenden Akteure auf der Strecke anzufeuern. Requisiten für den nicht laufenden Kolping-Fanclub: Kühltasche mit Getränken, leckeres Picknick, Sonnenschirm und Sitzhocker… Rita Kleinschneider

➲S  penderliste zum Sponsoreneintrag wird bei Anmeldung zur Verfügung gestellt. ➲A  nmeldung per Mail in der Diözesangeschäftsstelle: schubert@kolping-ms.de ➲ Infos zur Veranstaltung: www.volksbank-muenster-marathon.de ➲D  er Volksbank-Münster-Marathon, eine Großveranstaltung mit Volksfestcharakter, ist aufgrund seiner besonderen Stimmung und seiner beliebten Strecke mit einem Mix aus Stadt und Landschaft bestens geeignet für Läufer und Marathon-Einsteiger. ➲V  iele laufbegeisterte Zuschauer spornen selbst an zuschauerarmen Stellen die Läufer an und sorgen stets für viele Emotionen entlang der Strecke. Nachbarschaften verwandeln an heißen Tagen ihre Straßen für die Sportler in einzigartige Duschstation. ➲B  egeisterung beim Organisationsteam des Volksbank-MünsterMarathon: Die Wahl „Marathon des Jahres 2012“ vom OnlinePortal „marathon4you.de“ hat den Volksbank-Münster-Marathon auf Platz sechs der beliebtesten Marathons in ganz Deutschland platziert. Dadurch ist der Münster-Marathon seit Ende Januar 2013 offiziell zum beliebtesten Marathon Nordrhein-Westfalens gewählt worden. -rk-

Aus Vorsitzendentagung wird „egat.ms“ Verbandsmesse am 1. Juni / Workshops / Dankeschön-Feier Für Vorstände in Kolpingsfamilien, Bezirks- und Kreisverbänden, Leitungsteams, Fachausschüsse und Neueinsteiger in die Kolpingarbeit ist die mittlerweile gut etablierte „Vorsitzendentagung“ konzipiert. Am Samstag, 1. Juni, lädt das Kolpingwerk Diözesanverband Münster von 9 bis 16 Uhr wie-

der zu diesem stets gut genutzten Austauschtreffen in das St. Pius-Gymnasium Coesfeld ein. Einzige Voraussetzung an der Tagung teilzunehmen ist, dass man entweder schon ein Vorstandsamt in einer Kolpingsfamilie inne hat oder in Zukunft eine Verantwortung anstrebt. Unabhängig von einem Vorstandsamt

sollen sich also besonders Interessierte angesprochen fühlen, die sich eine verantwortliche Mitarbeit im Kolpingwerk vorstellen könnten. Genau aus diesem Grunde war Handlungsbedarf angesagt: Denn der bisherige Name „Vorsitzendentagung“ wird der Intention dieser Veranstaltung nicht mehr gerecht. 19


Verband

Ab sofort nennt sich diese Verbandsmesse Engagiertentreffen Münster, kurz „egat.ms“. In Anlehnung an die beiden bundesweiten „egat“ – Engagiertentreffen 2007 und 2010 soll das „egat.ms“ deren kleine Schwester für den Diözesanverband Münster werden. Ein zentrales Veranstaltungselement steht unter dem Aspekt „Aus der Praxis für die Praxis“. Was machen erfolgreiche Kolpingsfamilien und vor allem – wie machen sie es? In Workshops, Foren und Messeständen zu spezifischen Fragestellungen in der Vorstandsarbeit sollen Ideen und Projekte vermittelt werden, die zur Anregung und Profilierung der Arbeit vor Ort dienen können. So bietet das „egat.ms“ einerseits die Möglichkeit sich zu informieren. Andererseits werden sich Kolpingsfamilien mit ihren besonderen Projekten als Ideengeber präsentieren.

Das gemeinsame Gespräch bei einer Tasse Kaffee soll im Fokus stehen. Im „Themencafé“ gibt es Infos zum Kolping-Jubiläumsjahr 2013, zur Mitgliedergewinnung, Jugendarbeit und einen offenen Tisch mit eigenen Themenwünschen und -angeboten der „Messebesucher“. Die Palette aus der Diözesangeschäftsstelle und der Diözesanfachausschüsse umfasst u. a. die Themen Prävention von sexualisierter Gewalt, Mitgliedergewinnung, Imagekampagne, Satzung, Namens- und Orga­nisationsstatut, Bundestags-Wahlcheck 2013, Verwertung von Altkleidern und Fairtrade und „Kolping-Paten“. Anlässlich des Jubiläumsjahres wird das „egat.ms“ 2013 um 16 Uhr mit einem Gottesdienst und einem DankeschönTreffen für alle Ehrenamtlichen mit Imbiss und Feierlichkeiten zum KolpingJubiläumsjahr enden. Rita Kleinschneider

➲ Um Eltern die Teilnahme zu erleichtern, bietet der Fachausschuss „Lebenswege-Menschenwege“ parallel zur Tagung eine „Kinderbetreuung“ für Kinder etwa im Kindergarten- und Grundschulalter an. Um Anmeldung mit Altersangabe der Kinder wird gebeten. Was machen erfolgreiche Kolpingsfamilien und vor allem – wie machen sie es? Fragen und viele Antworten gibt es auf der Verbandsmesse.   Foto: Archiv / rk

➲ Teilnahme oder Projektvorstellung bitte melden im Verbandssekretariat unter 02541 – 803-400 oder Mail: verband@kolping-ms.de.

Interessante Projekte gesucht Wir rufen Kolpingsfamilien dazu auf, sich aktiv am „egat.ms“ zu beteiligen. Gesucht werden Kolpingsfamilien, die Projekte, Themen und Veranstaltungen für unterschiedlichste Zielgruppen in ihren Kolpingsfamilien durchgeführt haben und diese weiterempfehlen können: Präsentiert Euch am 1. Juni und lasst uns teilhaben an Euren guten Ideen! Selbstverständlich unterstützen wir Euch in der organisatorischen Vorbereitung. Projektmeldung bis Mitte April (Kontaktdaten siehe Artikel) Foto: ©iStockphoto.com/ThomasVogel

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Kolpingjahr 2013 Wer macht was? Zum 200. Geburtstag von Adolph Kolping soll im Jubiläumsjahr 2013 das Programm der Kolpingsfamilien, Bezirks- und Regionalverbände im Fokus stehen. Wir bitten mitzuteilen, was in den Kolpingsfamilien, Bezirken und Kreisen an besonderen Aktivitäten geplant ist. Damit alle voneinander partizipieren können, möchten wir Ideen, Angebote und Aktionen veröffentlichen: In den 2013er Ausgaben des Kolping-FORUMs, auf unserer Homepage und auf Facebook. Der Diözesanverband bietet auf „www.kolping-ms.de/nachrichten/ meldungen/verantwortliche/jubilaeumsjahr-2013“ Arbeitshilfen zur Verwendung an. Selbstverständlich ist die Diözesangeschäftsstelle auf Wunsch bei der Planung von Veranstaltungen behilflich. Wir erinnern an den Aufruf des Kolpingwerkes Deutschland zum bundesweiten Aktionstag zum JosefSchutzfest: Am Wochenende 3. bis 5. Mai 2013 ist jede Kolpingsfamilie aufgerufen, unter der Überschrift „Kolpingsfamilien als Sozialverband vor Ort“ sich zu beteiligen. Umfassende Tipps dazu finden sich in der Arbeitshilfe zum Kolpingjahr 2013 (siehe Idee & Tat 3/2012, S. 22 ff. und Sonderdruck). Rita Kleinschneider

 eldung von M Veranstaltungen an Christel Schellerhoff, Tel. 02541 – 803-400, Mail: schellerhoff@kolping-ms.de


Verband

Schulung ist die beste Prävention! Kolpingwerk startet Kampagne zur Prävention von sexualisierter Gewalt

©iStockphoto.com/LeggNet

Das Kolpingwerk im Bistum Münster will Verantwortungsträger sensibilisieren sexuelle Übergriffe zu erkennen und kompetent reagieren zu können. Der Diözesanvorstand startet deshalb eine Kampagne zur Prävention vor sexualisierter Gewalt, in deren Mittelpunkt umfangreiche Schulungen für haupt- und ehrenamtlich Engagierte stehen.

Diözesanvorsitzender Harold Ries will sich der Verantwortung stellen: „In unserem Diözesanverband arbeiten mehrere tausend Ehrenamtliche in der Kinder- und Jugendarbeit. Uns ist es ein wichtiges Anliegen diese Verantwortungsträger für ihre Aufgaben fit zu machen, damit sie diese Übergriffe

Unbenannt-2 1

erkennen, für das eigene Handeln sensibilisiert sind und kompetent handeln können.“ „Bei den Schulungen handelt es sich um eine wichtige Qualifizierung, die Verantwortliche in ihrer Verpflichtung bestärkt, sich für das Wohl von Kindern und Jugendlichen einzusetzen“, erläutert der Diözesangeschäftsführer Uwe Slüter die Ziele der Präventionskampagne im Kolpingwerk. „Sensibel werden für mögliche Signale der anvertrauten Kinder und Jugendlichen“, das ist für Benedikt Albustin, im Diözesanverband Münster zuständig für Prävention, wichtig. Gemäß der Umsetzung des Beschlusses werden die Mitarbeitenden des Kolpingwerkes und seiner Einrichtungen zeitnah geschult. Für die meist ehrenamtlichen Verantwortlichen in den Kolpingsfamilien und Kolpingjugend-Gruppen werden die in der Präventionsordnung des Bistums festgelegten Präventionsschulungen angeboten. „Ziel der Kurse ist, Opfer verstehen zu lernen, um sie schützen oder ihnen helfen zu können, über Täterstrategien zu wissen und bei Verdachtssignalen

Handlungssicherheit zu haben“, so Benedikt Albustin. Die Kurse behandeln je nach Umfang mehr oder minder intensiv drei Oberthemen: ➲B  asiswissen und Recht (Täterstrategien, Erkennen von Hinweisen), ➲R  eflektion und Sensibilisierung (sich mit seinen eigenen und den Grenzen Anderer auseinander zu setzen. Was begünstigt im eigenen Tätigkeitsbereich sexualisierte Gewalt?), ➲P  rävention und Intervention (Was ist zu tun, um Gewalt zu verhindern? Was, wenn bereits etwas geschehen ist? Was fördert oder behindert jemanden, Täter zu werden?) Schulung ist die beste Prävention! Davon ist Uwe Slüter überzeugt. Besonders am Herzen liegt ihm, dass auch Kolpingvorstände sich schulen lassen, denn bei Verdachtsfällen haben sich die geschulten Gruppenleiter an den verantwortlichen Träger zu wenden. „Dann muss der Vorstand entscheiden, ob und welche Instanzen zum Wohle der Kinder und Jugendlichen einzuschalten sind.“ Rita Kleinschneider

18.10.12 15:43

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Verband

Neuerungen im Kreislaufwirtschaftsgesetz Mit der Novellierung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes in 2012 ist Bewegung in das Geschäft mit der Entsorgung von gebrauchten Kleidern gekommen. Zum einen sind sämtliche Kleidersammlungen gegenüber den Kommunen und Kreisverwaltungen anzeigepflichtig, was für Kolpingsfamilien einen erhöhten Verwaltungsaufwand bedeutet. Zum anderen gibt es aber auch immer mehr Konkurrenten bei den gemeinnützigen Sammlern. Kommerzielle Mitbewerber kennt man auf dem Altkleidermarkt schon länger. Nicht zuletzt aufgrund der derzeit hohen Preises für Altkleider wächst jedoch auch das Interesse von Gemeinden selbst Sammlungen durchzuführen, um eigene Einnahmen zu erzielen.

Einnahmen, die gemeinnützigen Organisationen und damit auch unseren Kolpingsfamilien

bei der Erfüllung ihrer am Gemeinwohl orientierten Aufgaben fehlen werden! Das Kolpingwerk Diözesanverband Münster fordert daher, dass Kommunen und Kreise Altkleidersammlungen unserer Kolpingsfamilien weiter ermöglichen und den gesellschaftlichen Stellenwert des Engagements des Kolpingwerkes, das sich vor allem im Tun der Kolpingsfamilien in den Kommunen zeigt, unterstützen. Kommunalpolitiker sollen Rahmenbedingungen schaffen, in denen gemeinwohlorientierte Sammler nicht durch kommunale oder gewerbliche Aktivitäten eingeschränkt werden. In Städten und Gemeinden, in denen es ein funktionierendes Netz von Altkleidersammlungen durch gemeinnützige Organisationen gibt, sollten grundsätzlich keine eigenständigen kommunalen Sammlungen durchgeführt werden. Dar-

über hinaus fordert das Kolpingwerk den bürokratischen Aufwand innerhalb der Anzeigeverfahren möglichst gering zu halten. Thorsten Schulz ➲w  ww.kolping-ms.de/verantwortliche/ kreislaufwirtschaftsgesetz

Kolping-Stiftung

Personalveränderungen im Kuratorium der Stiftung Wesbuer (Kreisverband Warendorf) und Franz Westerkamp (Vorsitzender). Neu ins Kuratorium wurden damit durch den Diözesanvorstand Andreas Lanksch und Simon Handrup gewählt. Für eine weitere Amtsperiode bestätigt wurde Martin Kuster. Als besonderer Vertreter wurde für die Kolpingsfamilie Lüdinghausen erneut Friedhelm Theveßen entsandt.

Als besonders zu fördernde Projekte hat sich das Kuratorium für das Jahr 2013 bereits zwei wichtige förderungswürdige Maßnahmen ausgesucht: Das Beratungsteam der Kolpingjugend, das die Schulungen für Ehrenamtliche in der Jugendarbeit durchführt, wird bei ihrer eigenen Fortbildung zur Prävention von sexualisierter Gewalt unterstützt. Darüber hinaus stellt die Stiftung Mittel für die Durchführung von Präventions-

Thorsten Schulz

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schulungen in Kolpingsfamilien zur Verfügung. Diese Schulungen werden in Kürze ausgeschrieben. Das Kuratorium wünscht der Präventionskampagne des Verbandes besonderen Erfolg! Kreishaus Recklinghausen: Kurt-Schumacher-Allee 1 45657 Recklinghausen

Das 50-jährige Jubiläum der Recklinghäuser Gespräche als einer der zentralen und über Jahrzehnte etablierten Bildungsveranstaltungen zur Auseinandersetzung mit dem aktuellen Zeitgeist wird durch diese Förderung besonders

aus Richtung Oberhausen/ Hannover A2:

aus Richtung Münster A43: Anschlußstelle Nr. 2, Veranstalter: (Recklinghausen/Her ten) Kolpingwerk rechts, Kreisverband Recklingh ausen Richtung Recklingha Regionalbüro: usen, Hertener Straße Kemnastraße 7 -> Hohenzollernstraße 45657 Recklingh -> Dordrechtring, ausen Telefon: rechts auf 0 23 61 | 1 62 38 Kurt Schumacher Allee -> Parkplatz Kreishaus (linke Seite)

Thorsten Schulz

Kreishaus Recklinghausen Kurt-Schumacher-Allee 1 · 45657 Reckling

Recklinghäuser Gesp räche

Antworten auf die Fragen der Zeit

Anschlußstelle Nr. 9, (Recklinghausen-Süd ) rechts, Herner Straße/ Kurt Schumacher Allee -> Parkplatz Kreishaus

hausen

22

50.

gewürdigt. Unterstützt werden die JubiläumsVeranstaltungen vom 26. Februar und 5. März 2013. | Gereon Kleegraf

Stiftung unterstützt Präventionskampagne und Recklinghäuser Gespräche

Für Veranstaltungen in den Regionen, bei denen Informationen über die Stiftung gewünscht werden, können die Vertreter des Diözesanvorstandes aus den jeweiligen Regionen über die Geschäftsführung (02541 – 803-410) angefragt werden. Diese sind gern bereit über die Aktivitäten und Aufgaben der Stiftung zu informieren.

Konzeption & Layout

Zum aktuell gewählten Kuratorium gehören seit dem 01.12.2012 Simon Handrup (Kolpingjugend), Heribert Knollmann (Kreisverband Steinfurt), Martin Kuster (Kreisverband Wesel), Andreas Lanksch (stellv. Diözesanvorsitzender), Edmund Rösner (Kreisverband Borken), Michael Rübo (stellv. Vorsitzender der Stiftung und Kreisverband Kleve), Thorsten Schulz (Geschäftsführer), Friedhelm Theveßen, Bernhard

2013


Bildungswerk

Loslassen – und Zeit haben! Auszeit im Sauerland für allein erziehende Frauen mit Kindern In einer Bildungsfreizeit des Kolping-Bildungswerkes Diözesanverband Münster vom 2. – 6. April können allein erziehende Frauen mit ihren Kindern (ab 2 J.) in der Kolping-Familienferienstätte Regenbogenland im sauerländischen Olpe eine Auszeit nehmen. Hier können sie Kraft tanken, neu über sich und die eigene Familie nachdenken und einander ganz anders als im Alltag erleben.

Jahresauftakttreffen des Kollegiums der Offenen Ganztagsschulen: Die mehr als 50 Mitarbeiterinnen aus dem Bereich Schule / OGS des Kolping-Bildungswerkes (KBW) trafen sich Ende Januar zu ihrer Jahresauftaktveranstaltung in der Kolping-Bildungsstätte Coesfeld. Wolfgang Rahe, Leiter des Referates Schule beim KBW, dankte den Kolleginnen für deren geleistete Arbeit im vergangenen Jahr. Nach einem Wortgottesdienst mit Diözesanseelsorgerin Ursula Hüllen war Raum für Austausch, Begegnung und Gespräche. Zudem nahmen 15 Mitarbeiterinnen des KBW aus dem Bereich Schule / OGS an der ersten Präventionsschulung für hauptberuflich Tätige beim KBW in der Kolping-Bildungsstätte teil. Das Bild zeigt einige der Schulungsteilnehmerinnen. (Weiteres zur Prävention, siehe S. 21, Anm. d. Red.)  Text: Wolfgang Rahe /  Foto: Lena-Maria Lücken

Unter der Leitung von Petra Füßer, Referentin für Ehe- und Familienpastoral, sind Gespräche, Entspannung, kreative und meditative Elemente Schritte auf dem Weg zu mehr Gelassenheit im Umgang mit sich selbst und den Kindern. Die Bildungsfreizeit bietet Raum und Zeit, zu Frauen in ähnlichen Situationen Kontakte zu knüpfen sowie Erfahrungen und Anregungen zur Lebensgestal-

Carolin Olbrich

Mit Papa ins Abenteuerland Vaterzeit ist Kinderzeit – das gilt in einer ganz besonderen Weise für Väter und Kinder, die aufgrund von Trennung bzw. Scheidung im Alltag nicht zusammenleben. Das Kolping-Bildungswerk bietet daher eine Bildungsfreizeit für Väter und Kinder (ca. 6 –12 Jahre) an, die getrennt voneinander leben. Das Seminar möchte Gelegenheit geben, sich Zeit füreinander zu nehmen, andere Väter und Kinder in ähnlichen Lebenssituationen kennen zu lernen, gemeinsame

Besinnungstage für Frauen auf Wangerooge Wellen, Wind und Meer sind hervorragende Begleiter für besinnliche Tage „nur für Frauen“ auf der Insel Wangerooge. Das Kolping-Bildungswerk Diözesanverband Münster lädt zur Besinnungswoche für Frauen ein: 03. – 07.06.2013 – „Einfach leben“ – Texte, Gedanken und Lieder des hl. Franz von Assisi mit Pfarrer Gregor Rolfes, Bocholt Das Kursprogramm bietet genügend Zeit, die Seele baumeln zu lassen und die Insel mit all‘ ihren Reizen zu genie-

tung auszutauschen. Das Programm ist sowohl für Kinder und Mütter als auch in getrennten Gruppen gestaltet. Wer die Teilnehmergebühr nicht aufbringen kann, kann bei „Familien helfen Familien“ eine ganze oder teilweise Kostenübernahme beantragen (siehe Artikel S. 16, Anm. d. Red.). Gebühr: Erwachsene mit 1 Kind: Kolpingmitglieder 120 Euro, Nichtmitglieder 136 Euro; jedes weitere Kind 25 Euro.

ßen. Untergebracht sind die Teilnehmerinnen im Haus Meeresstern auf Wangerooge (www.hausmeeresstern.de). Gesamtkosten incl. Bustransfer, Koffertransport auf der Insel und Kurbeitrag, Einzelzimmer mit Vollpension 280 Euro, zuzüglich Fährkosten, die direkt an der Fährstation in Harlesiel zu entrichten sind (ca. 35 p. P.) Das Haus ist für Personen mit körperlicher Behinderung nur bedingt geeignet.

Abenteuer zu erleben und in Väterrunden Erfahrungen auszutauschen. Termin: 30.5. – 2.6.2013 Ort: Gilwell St. Ludger, Haltern (Das Haus verfügt über ein eigenes Schwimmbad, Lagerfeuerplatz und vielfältige Sport- und Freizeitmöglichkeiten.) Referent: Christoph Janßen, DiplomPädagoge Carolin Olbrich

Infos oder

Anmeldung zu diesen Angeboten bei Hildegard Wübbeling Tel.: 02541 – 803-473 Fax: 02541 – 803-414 Mail: wuebbeling@kolping-ms.de

Rita Kleinschneider 23


Bildungswerk

Verstärkung für das Team Familienbildung gesucht Familienkreise (ca. 25 – 35 Personen) aus dem Gebiet des Bistums Münster verbringen zu verschiedenen Themen ein Wochenende (Freitagnachmittag bis Sonntagmittag) in der Familienferienstätte Regenbogenland in Olpe, im Kolping-Bildungshaus Salzbergen oder in anderen Häusern und werden dabei von einem Referententeam des Kolping-Bildungswerkes Diözesanverband Münster aus dem Team Familienbildung betreut.

Worum geht’s? Je nach Wunsch der Familienkreise steht entweder das gemeinsame Tun und Erleben von Kindern und Eltern im Mittelpunkt. Oder es arbeiten Kinder und Eltern überwiegend getrennt zu verschiedenen Inhalten. Die Referenten erhalten für ihre Referenten-Tätigkeit ein Honorar sowie Fahrtkostenerstattung. Das Team re-

flektiert gemeinsam in regelmäßigen Teamsitzungen die Arbeit, gibt sich gegenseitig Anregungen und nimmt an Fortbildungen teil.

Welche Voraussetzungen sind nötig? ➲ Ausbildung im pädagogischen Bereich, ➲ Erfahrungen in der Arbeit mit Kindern, Erwachsenen oder Familien, ➲ Akzeptanz der Grundlagen des Kolpingwerkes (Leitbild). Bewerbungen mit einem kurzen Lebenslauf per Post an: Kolping-Bildungswerk Diözesanverband Münster, Carolin Olbrich, Gerlever Weg 1, 48653 Coesfeld. Weitere Informationen oder Bewerbung per Mail: olbrich@kolping-ms.de, Carolin Olbrich, Tel.: 02541 – 803-443

Angebote für Familienkreise Referent/-innen des „Teams Familienbildung“ übernehmen die Gestaltung von Tages- und Wo­ chenendveranstaltungen für Familienkreise und -gruppen. Die Themen werden mit der jeweiligen Gruppe festgelegt, ein Flyer mit Themenvorschlägen kann angefordert werden. Noch freier Wochenend-Termin für 2013 06.09.-08.09.2013, Olpe Tagesveranstaltungen und ggf. weitere Wochenendtermine auf An­ frage.

Sogar Schulabbrüche konnten vermieden werden Erfahrungsaustausch zur Schulsozialarbeit beim Kolping-Bildungswerk Diözesanverband Münster / MdB Karl Schiewerling zu Gast Zu einem fachkundigen Austausch trafen sich die Mitarbeiterinnen des Kolping-Bildungswerkes, die in den Kreisen Borken und Coesfeld im Bereich der Schulsozialarbeit tätig sind. An dem Treffen in der Coesfelder Diözesangeschäftsstelle des Kolpingwerkes nahmen auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Karl Schiewerling (Nottuln) und Uwe Slüter, Geschäftsführer des Kolpingwerkes Diözesanverband Münster, teil. Schwerpunkt dieses Erfahrungsaustausches war die Umsetzung des Bildungsund Teilhabepaketes für Kinder und Jugendliche und die Darstellung der alltäglichen Arbeit vor Ort. Die Mitarbeiterinnen berichteten aus den verschiedenen Städten im Kreis Coesfeld, stellten ihre Erfahrungen, einzelne Stolpersteine und Beispiele aus der Praxis vor. Gerade die Erkenntnisse aus der praktischen Umsetzung fanden großes Interesse bei Karl Schiewerling, der auch der arbeitsmarkt- und sozialpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion ist. 24

Auf dem Bild (vordere Reihe, v. li.): Kolping-Diözesangeschäftsführer Uwe Slüter (Münster), Eva Tzschoppe (Velen), Florine Schroer (Verbundschule Legden-Rosendahl), Christina Seidel (Dülmen), Jennifer Klapprott (Nottuln, Havixbeck), MdB Karl Schiewerling. (Hintere Reihe, v. li.): Josef Vortmann (Rosendahl), Marion Berghaus (Dülmen), René Hillmann (Lüdinghausen), Franz Voß (Verbundschule Legden-Rosendahl).  Foto: Rita Kleinschneider

MdB Schiewerling war an der Einführung des Bildungs- und Teilhabepakets durch die christlich-liberale Koalition maßgeblich beteiligt.

Der Bund hat den Kommunen von 2011 bis 2013 zusätzliche Mittel für die Schulsozialarbeit zur Verfügung gestellt. Ziel der Schulsozialarbeit ist es,


Bildungswerk

im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepaketes Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aus Familien mit geringem Einkommen zu fördern und zu unterstützen. Das Bildungs- und Teilhabepaket beinhaltet finanzielle, unterstützende Leistungen im Bereich Schulbedarf, Mittagessen, Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben, Schülerbeförderung, Finanzierung von eintägigen und mehrtägigen Schulausflügen/Klassenfahrten

wie auch Lernförderung durch eine zusätzliche Nachhilfe. Einig waren sich alle Beteiligten, dass diese Mittel auch an der Basis ankommen. Die soziale und berufliche Integration von Schülern wurde hierdurch positiv gefördert. Sie wurden vielfach in ihrer Entwicklung positiv unterstützt, und es konnten sogar Schulabbrüche vermieden werden. MdB Karl Schiewerling dankte den Mitarbeiterinnen „für ihren engagierten Einsatz und Bei-

trag zur Umsetzung des Bildungs- und Teilhabepaketes für die Kinder und Jugendlichen“. Zum Wohle der betroffenen Schüler/innen und ihrer Familien wäre es nach Aussagen des Kolping-Bildungswerkes wünschenswert, wenn eine Förderung der Schulsozialarbeit auch über das Jahr 2013 hinaus sichergestellt werden kann. Josef Vortmann

Lebenswege – Menschenwege

Tankstelle Familienarbeit Weiterbildung, Begegnung und Ideenaustausch für Verantwortliche in der Familienarbeit und Neueinsteiger Es gibt viele engagierte Frauen und Männer, die sich in den Kolpingsfamilien für Familien einsetzen (wollen). Der Diözesanfachausschuss Lebenswege – Menschenwege lädt Verantwortliche für Familienarbeit und solche, die es werden wollen, ein, Schwung und Anregungen, Gemeinschaft und Know-How zu tanken. Am Samstag, 8. Juni, von 9.30 bis 16.30 Uhr geht es in Coesfeld um die Fragen: Was kann eine Kolpingsfamilie für Familien tun? Was machen eigentlich andere für Familien? Wo finden wir Ideen, Anregungen und Materialien? Wie gestalten wir das Verhältnis von Kolpingsfamilie und Familienarbeit?

Ideenkalender 2014: kreative Köpfe gesucht Auch wenn das Jahr 2013 noch recht frisch ist: Die Planungen für den Ideenkalender 2014 „abgucken – angucken – anfangen“, den der Fachausschuss Lebenswege-Menschenwege nun schon zwei Jahre erstellt hat, beginnen schon bald wieder. Monat für Monat soll wieder auf der Rückseite jedes Kalenderblattes eine nachahmenswerte Aktion für Familien und/oder die ganze Kolpingsfamilie vorgestellt werden. Damit diese Aktionen praxisnah und möglichst bereits erprobt sind, sucht der Fachausschuss Aktive aus Kolpingsfamilien, die sich mit und für Familien engagieren, die an der Zusammenstellung des Kalenders mitwirken und eine, zwei oder drei Ideen beschreiben wollen.

Auch Leute mit Blick und Geschick für schöne Fotos sind willkommen, sich an der Erstellung des Kalenders zu beteiligen. ➲ Interessierte melden sich bei: Carolin Olbrich, Tel. 02541 – 803-443, Mail: olbrich@kolping-ms.de ➲K  alender 2013 für 2 Euro Schutzgebühr (zzgl. Porto) sind noch erhältlich im Verbandssekretariat, Christel Schellerhoff, Tel. 02541 – 803-449, Mail: schellerhoff@kolping-ms.de Carolin Olbrich

Referentinnen: Magdalene Rösner, Carolin Olbrich. Gebühr: Kolping-Mitglieder: 12 Euro, (Nichtmitglieder: 15 Euro), inkl. Verpflegung. ➲A  nmeldung: Hildegard Wübbeling, Tel. 02541 – 803-473, Mail: wuebbeling@kolping-ms.de

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Geschmack am Glauben finden

„Vom Leiden in’s Heil – Frauen auf dem Annaberg“ Unter diesem Thema steht die diesjährige Diözesanfrauenwallfahrt. Alle Kolping-Frauen aus dem Diözesanverband Münster sind eingeladen am Montag, 27. Mai, ab 15 Uhr zum Annaberg Haltern zu wallfahren, um dort gemeinsam zu beten, zu singen und Gottesdienst zu feiern und besondere Anliegen vor Gott zu bringen. Wie immer gilt: Bitte Banner mitbringen. Gelegenheit zum Kaffee besteht im Annaberger Hof (Gaststätte) neben der Wallfahrtskirche, Tel.: 02364 – 108496. Eigene Reservierung wird empfohlen.

Besinnungswoche am Kummerower See In einer der schönsten deutschen Ferienregionen, der Mecklenburgischen Schweiz, liegt die Kolping Familienferienstätte Salem. Endlose Weiden, tiefblaue Seen, knorrige Obstbäume, alte Eichen und Kastanien, die die Alleen säumen, kennzeichnen das ruhige Landschaftsbild, das besonders im Winter zum Nachdenken und zum kritischen „in sich gehen“ einlädt. In weihnachtlicher Atmosphäre kann man sich bei einer „Auszeit“ vom 26.12.2013 bis 02.01.2014 „zwischen den Jahren“ auf das kommende Jahr einstimmen. Neben geistlichen Impulsen, Gespräch, Gottesdienst, Gebet, Körperübungen und Entspannung stehen ausgedehnte Spaziergänge in dieser schönen Seenlandschaft auf dem Programm.

Die gut ausgestattete Familienferienstätte befindet sich nur wenige Schritte vom Kumerower See entfernt (www.kolpingurlaub-mv.de). Die Leitung dieser „Besinnungswoche am Kummerower See“ haben Diözesanseelsorgerin Ursula Hüllen und August Werning (ehemaliger Diözesanpräses). ➲ Informationen oder Anmeldung: Hildegard Wübbeling, Tel.: 02541 – 803-473, Mail: wuebbeling@kolping-ms.de

Aus unseren Häusern

Freizeit im Regenbogenland Die Kolping-Familien-Ferienstätte Regenbogenland in Olpe am Biggesee bietet ein rundes Programm für Familien, Senioren und Alleinreisende. Sportund Fitnessangebote gehören ebenso dazu wie Entspannung und Rückzugmöglichkeiten. Für Ausflüge, Wander- und Fahrradtouren ist das Regenbogenland der ideale Ausgangspunkt. Die Kinder werden betreut und finden schnell neue Freunde bei unserem Programm aus Spaß, Spiel und Gemeinschaft.

Sommerferien 2013 12.07. – 30.08. / wöchentlich buchbar Pauschalpreis für 7 Tage Ferienaufenthalt

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incl. Unterkunft, Vollpension, Programm Erw. ab 337,50 Euro, Kinder ab 155,50 Euro, Kinder unter 3 Jahre sind frei.

Single-Wanderwochenende 19.04. – 21.04. Das Sauerland, Land der 1000 Berge, hat viel zu bieten. Mit drei geführten Wanderungen für Single +-35 erkunden wir einige Wald- und Wiesenwege.

Wander- und Fahrradwoche 26.04. – 03.05. Jahrelang mit Kolping verreist und jetzt sind die Kinder aus dem Haus? Diese Woche richtet sich an alle sportlich Junggebliebenen. Jeweils drei geführte

Südsauerlandtouren von leicht bis mittel warten auf Erkundung.

Zauberschule mit Thorsten 05.07. – 07.07. für Kinder von 6 – 12 Jahre.

Tannenbaum-Wochenende 14.12. – 16.12. Schlagen Sie Ihren eigenen Tannenbaum! ➲W  eitere Informationen: www.rebola.de


Zukunft von Arbeit und sozialer Sicherheit

„Kolping war immer Hort des Handwerks“ Hochrangiger Austausch zwischen Handwerkskammer Münster und Kolpingwerk Diözesanverband Münster Zu einem Spitzentreffen zwischen den Präsidien der Handwerkskammer Münster (HWK) und dem Diözesanverband Münster hatte der Präsident der Handwerkskammer, Hans Rath, ins Bildungszentrum der Handwerkskammer (HBZ) nach Münster geladen.

HWK

HANDWERKSKAMMER MÜNSTER

Zunächst stand eine kompetente Führung durch den neuen Leiter des HBZ, Prof. Dr. Wolfgang Hufnagel, auf der Tagesordnung, bevor man sich im Wappensaal zum gemeinsamen Mittagsessen und inhaltlichen Austausch zusammenfand. Der weite Kompetenzhorizont des Bildungszentrums wurde während der Führung exemplarisch durch Fleischerei, Schweißerei und Niedrigenergiehäuser den Interessierten des Kol-

pingwerkes veranschaulicht. Zentrale Themen während des Austausches waren die bevorstehenden Handwerkskammerwahlen in 2014, die Fachkräftesicherung und hier insbesondere die Gewinnung von Auszubildenden sowie die geplanten Veränderungen durch das Land Nordrhein-Westfalen im Übergangssystem Schule und Beruf.

Gerade mit Blick auf das Übergangssystem wurden mögliche Kooperationen beraten. Die Vertreter des Kolpingwerkes sagten eine weiterhin gute Zusammenarbeit in der Organisation der Listenvertreter der Arbeitnehmervertreter in der Handwerkskammer zu. Dies begrüßte auch der Vizepräsident der Arbeitgebervertreter Johannes Hund: „Kolping war immer Hort des Handwerks“.

Fusion zur ACA Nordrhein-Westfalen

Bernhard Wesbuer

Ende 2012 fand die Gründungsversammlung der ACA (Arbeitsgemeinschaft Christlicher Arbeitnehmerorganisationen) NRW statt. Vorher hatten sich die Landesverbände Rheinland und Westfalen-Lippe aufgelöst. Die Satzung wurde mit leichten Veränderungen beschlossen. Für den Diözesanverband Münster wurde Bernhard Wesbuer in den neuen Vorstand gewählt. Als Vorsitzender der ACA NRW wurde Klaus Arens (Kolpingwerk Diözesanverband Essen) gewählt.

Thorsten Schulz

Mitglieder der Präsidien von Handwerkskammer und Kolpingwerk: (v. l.:) Knut Heine (stellvertretender Hauptgeschäftsführer HWK), Franz Westerkamp (Diözesanpräses Kolpingwerk), Franz Wieching (Arbeitnehmervertreter Kolpingwerk und Vizepräsident HWK), Thorsten Schulz (Verbandsreferent Kolpingwerk und Ansprechpartner für HWK), Harold Ries (Diözesanvorsitzender Kolpingwerk), Uwe Slüter (Diözesangeschäftsführer Kolpingwerk), Johannes Hund (Arbeitgebervertreter und Vizepräsident HWK), Hermann Eiling (Hauptgeschäftsführer HWK) und Prof. Dr. Wolfgang Hufnagel (Leiter HBZ). Foto: Handwerkskammer Münster 27


Reisen

Besondere Reise-Tipps für das Jubiläumsjahr 2013

©Peter Heinrich/pixelio.de

In der Zeit vom 21. bis 29.04.13 wird aufgrund der guten Resonanz nochmals eine Busreise zum Gardasee unter der erfahrenen Leitung von Anita Gärtner angeboten. Die schon traditionelle Reise richtet sich speziell an Frauen, die in einem erstklassigen Hotel Wellness und Entspannung pur genießen möchten. Weiterhin werden vom beliebten Bardolino aus erholsame Ausflüge angeboten, bei denen die Teilnehmerinnen die Seele baumeln lassen können.

Entlang der Romantischen Straße reihen sich vom Main bis zu den Alpen prachtvolle Residenzen, majestätische Schlösser und hübsche Kleinstädte mit mittelalterlichem Gepräge auf. Die Kolpingsfamilie Reken Bahnhof wird vom 02. bis 08.06.2013 die Städte Nördlingen, Dinkelsbühl und Rothenburg ob der Tauber erkunden. Zusätzliche stehen schöne Landschaften, wie z.B. das Kartäusertal, das herrschaftliche Residenzschloss Oettingenund die kunstvolle Abteikirche Neresheim auf dem Programm. Mitfahrer erwünscht! Im Sommer zeigt sich die reizvolle Urlaubsregion Schleswig-Holstein von ihrer schönsten Seite. Möchten Sie auf den „Spuren des Landarztes“ ent28

ganz im Zeichen des Jubiläumsjahres steht. Nach dem gemeinsamen Mittagessen fahren Sie per Bus nach Wuppertal, wo einst Kolping als Kaplan wirkte. Erleben Sie dieses einzigartige Musical und genießen Sie die komfortable und stressfreie Anreise mit dem Bus von einer Haltestelle in Ihrer Nähe.

Die Rhön, die sich im Dreiländereck zwischen Bayern, Hessen und Thüringen befindet, zählt zu den schönsten Mittelgebirgslandschaften Deutschlands. Die Kolpingsfamilie Reken wird während der Reise vom 20. bis 24.07.2013 neben einer Rhönrundfahrt, Würzburg und Volkach mit der berühmten Mainschleife einen Besuch abstatten. Ein Höhepunkt der Reise ist der Besuch des Musicals „Die Päpstin“. Mitfahrer erwünscht! Erl ist der älteste Passionsspielort im deutschsprachigen Raum. Bereits im Jahr 1613 besuchten bayerische Pilger ein Osterspiel in der Tiroler Gemeinde nah der deutschen Grenze. In der Zeit vom 30.07. bis 05.08.13 bietet der Kolping-Reisedienst eine Reise zum Er­ ler Passionsspiel an, die darüber hinaus Ausflüge nach Absam, Innsbruck, Rattenberg, in das Kaisergebirge und zum Achensee beinhaltet. Mit dem Musical „Kolpings Traum“ wird das Leben und Werk des vor 200 Jahren geborenen Priesters Adolph Kolping gewürdigt. Am 15. August 2013 hat das Musical der spotlight Musicalproduktion GmbH in Wuppertal Premiere. Unmittelbar am Tag danach – am Freitag, 16. August 2013 – konnten wir für das Kolpingwerk Diözesanverband Münster die begehrten Eintrittskarten sichern. Vor dem Musicalbesuch sind Sie zu einem Gottesdienst in der Minoritenkirche in Köln eingeladen, der

©Heinrich Wullhorst

Zeugen einer wechselvollen und reichen Geschichte sind die mächtigen Kathedralen der Backsteingotik in Mecklenburg-Vorpommern. Die Kolpingsfamilie Nottuln wird sich während der Reise vom 14. bis 20.04.2013 in die Mecklenburgische Schweiz aber nicht nur den monumentalen Bauwerken widmen, sondern auch dennahezu unberührten Flusslandschaften des Trebel- und Peenetals. Mitfahrer erwünscht!

lang des Ostseefjordes Schlei wandeln und das idyllische Holländerstädtchen Friedrichstadt kennen lernen? Dann begeben Sie sich in der Zeit vom 20. bis 26.06.13 auf den Weg in Richtung Norden. Unter der Leitung von Augustin Weiling sehen Sie darüber hinaus weitere interessante Städte, wie z.B. Husum und Eckernförde. Als besonderes Bonbon erleben die Teilnehmer eine Regatta-Begleitfahrt zur Wind­ jammerparade während der Kieler Wochen. ©Schleswig-Holstein-Tourismus

Der Kolping-Reisedienst bietet eine breit gefächerte Palette von ausgesuchten Reisen an, die Gemeinschaft, Erholung und Kulturgenuss ausgewogen kombinieren.

Die Wallfahrt hat im Kolpingwerk eine lange Tradition. Im Festjahr des 200. Geburtstags des Gründers Adolph Kolping laden wir vom 10. bis 14.09.2013 zur Flug-Pilgerreise nach Lourdes ein. Kolping hatte großes Vertrauen in die Mutter Gottes: „Bete nur vorwärts,die Mutter vom guten Rat hilft mehr als wir denken“. Gemeinsam wollen wir mit Freude unseren Glauben während der Lichterprozession und beim festlichen Gottesdienst an der Grotte bekunden. Die geistliche Begleitung erfolgt durch Domkapitular Msgr. Martin Hülskamp und Kolping-Diözesanpräses i. R. August Werning. Mit einer Reise in einem „schwimmenden Hotel“ auf der „schönen blauen Donau“ vom 18. bis 26.10.2013 können Sie sich einen lang ersehnten Traum erfüllen. Auf den Spuren der beliebten Kaiserin Sissi erkunden Sie die prachtvolle Donau, die „Königin“ unter den europäischen Flüssen. Lernen Sie während der Landausflüge die Schönheiten von Melk, Wien, Budapest sowie Bratislava kennen und besuchen Sie das beschauliche Weinstädtchen Dürnstein mit seiner weithin sichtbaren blauweißen Pfarrkirche. Ihr Domizil während der Reise ist das moderne Flusskreuzfahrtschiff »MS Ariana«. Herzlich willkommen an Bord! Manfred Eissing


Kolpingjugend

Frühjahrskonferenz vom 12. bis 14. April 2013 Ganz im Zeichen des neuen Schwerpunktthemas und dem Projekt WALZ13 steht die diesjährige Frühjahrs-Diözesankonferenz vom 12. bis 14. April in der Kolping-Bildungsstätte Coesfeld. Mit dem im Sommer geplanten Projekt will die Kolpingjugend in einer 14-tägigen diözesanen Radtour vom 23. August bis 7. September etliche KolpingjugendGruppen besuchen und sich mit dem Selbstverständnis der Kolpingjugend auseinandersetzen. Bei der FrühjahrsDiözesankonferenz findet – neben Information über den Planungsstand – ein inhaltlicher Einstieg zu diesem Projekt statt.

Weiterhin steht eine mögliche Veränderung der Gremienarbeit im Raum: Ausgehend von der zurückliegenden Entwicklung der Gremien und aktuellen Veränderungen im Bereich des ehrenamtlichen Engagements setzt sich die Kolpingjugend in diesem Jahr mit ihren Strukturen auseinander. Im Ausblick auf die Bundestagswahl im September wird auch das Thema Politik und Wahlen aufgegriffen als ein weiterer Schwerpunkt der Diözesankonferenz. Ebenso stehen selbstverständlich Wahlen in die Gremien Diözesanleitung und -arbeitskreis sowie Anträge auf der Tagesordnung.

Jugendverbände bei Bischof Genn Aktuelle Themen der Jugendverbände, wie die Unterstützung von Ortsgruppen durch hauptamtliche Seelsorger aber auch die Veränderung von Jugendverbandsarbeit durch Ganztagsschule & Co. wurden im Rahmen eines Gespräches der Diözesanleitungen der katholischen Jugendverbände mit Bischof Genn thematisiert.

Text und Foto: Benedikt Vollmer

➲ Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenfrei. Anmeldung im Jugendreferat. Zeitnahe Infos unter www.kolpingjugend-ms.de/veranstaltungen/ diko-2013-01/

Termine Die Planungen für die neue Ferienlagersaison starten, und wir wollen Euch dabei unterstützen. Betreuer, Leiter und Ferienlagerinteressierte können beim Ferienlagertag am 23. März 2013 von 10 – 17 Uhr in der Kolping-Bildungsstätte Coesfeld ins Gespräch kommen und Ideen für die Organisation und Durchführung erhalten. Die Teilnahme ist kostenfrei. Vom 02. – 06. April 1013 findet wieder ein Gruppenleitergrund­ kurs in der Jugendbildungsstätte Nordwalde statt. Jugendliche ab 16 Jahren, die Interesse an der Arbeit als ehrenamtlicher Gruppenleiter haben, werden hier in Themen rund um die Kinder- und Jugendarbeit fit gemacht. Infos unter www. kolpingjugend-ms.de/grundkurs Lena-Maria Lücken ➲ Anmeldung und weitere Informationen gibt es im Jugendreferat.

Sonderurlaub für Ehrenamt Für leitende und helfende Tätigkeiten in Jugendfreizeiten oder Ferienlager können Ehrenamtliche Sonderurlaub beantragen und damit für das Enga- ©istockphoto.com/Alija gement ihren Jahres-Erholungsurlaub „entlasten“. Durch Mittel des Landes Nordrhein-Westfalen, die über den Kinder- und Jugendförderplan nach den Kriterien des Sonderurlaubsgesetzes ausgezahlt werden, erhalten Engagierte, sofern der Arbeitgeber dem Sonderurlaub zustimmt, für diese Zeit einen Ersatz des Verdienstausfalls. Benedikt Vollmer ➲ Seit Januar 2013 kann Sonderurlaub über ein neues Online-Verfahren unter www.sonderurlaub.bdkj-nrw.de beantragt werden. Dort finden sich auch weitere Informationen über die Rahmenbedingungen für die Beantragung von Sonderurlaub.

Diözesanleiterin Selina Kraskes, Diözesanleiter Simon Handrup und Dennis van Deenen sowie Diözesanpräses Franz Westerkamp vertraten die Kolpingjugend beim diesjährigen Verbändeabend Ende Januar. Sie konnten im Gespräch mit Bischof Felix Genn aktuelle Positionen und Entwicklungen aus dem Bereich der Kolpingjugend einbringen. Genn ermutigte die Jugendverbände sich kritisch einzubringen und vor dem Lebensraum Schule nicht zu verstecken. Text: Benedikt Vollmer / Foto: Thomas Mollen BDKJ ➲A  usführliche Berichterstattung unter www.kolpingjugend-ms.de/2013/01/ genn-kritische-fragen-sind-gut/, sowie im nächsten Ko-Pilot.

Das Jugendreferat der Kolpingjugend Diözesanverband Münster Sekretariat: Birgit Vormann, Tel. 02541 – 803-471, Mail: info@kolpingjugend-ms.de www.kolpingjugend-ms.de www.facebook.com/ kolpingjugend.ms Ko-Pilot – nächste Ausgabe im März Online-Netzwerk für FerienlagerTeams: www.wikilager.de 29


Kolpingjugend

Die Kolpingjugend gibt 8! Prävention von sexualisierter Gewalt Die ersten Kolpingjugenden wurden dafür sensibilisiert sexualisierte Gewalt oder gar sexuellen Missbrauch wahrzunehmen und genau hinzuschauen. Sie sind jetzt darin geschult in entsprechenden Situationen eingreifen und richtig handeln zu können. In den Schulungen haben sich die Jugendlichen und jungen Erwachsenen neben dem theoretischen Input und Fakten aus der polizeilichen Kriminalstatistik mit eigenen Werten und Erfahrungen beschäftigt. In Übungen zu Nähe und Distanz wurden eigene Grenzen erfahrbar gemacht und in Rollenspielen wurde das konkrete Handeln in einer Situation geübt. Nach anfänglicher Skepsis war die Resonanz nach der Schulung sehr positiv, dies zeigen auch die Statements einiger Teilnehmer:

„Vor der Schulung ist man sich gar nicht bewusst wie hilflos man im Falle eines Falles ist. Aber die Schulung gibt einem konkret Tipps an die Hand wie man sich verhalten sollte und was vor allem das Beste für das Kind ist.“ (Maximiliane Rösner) „Die Präventionsschulung war sehr hilfreich für mich vor allem in meiner Position als Leiter im Ferienlager. Vieles, was man vorher gar nicht bedenkt, könnte grenzüberschreitend sein. Jeder der mit Kindern und Jugendlichen arbeitet sollte aus eigenem Interesse die Schulung mitmachen, die bringt euch weiter!“ (Michael König) „Für mich war die Präventionsschulung augen-öffnend und horizont-erweiternd.“ (Paul Schroeter)

Schulungen Unter dem Motto „Gib8!“ führt die Kolpingjugend Präventionsschulungen durch. Diese Schulungen umfassen sechs Zeitstunden und werden von eigens dafür qualifizierten Referenten des Beratungsteams durchgeführt. Sie entsprechen somit den Anforderungen der Präventionsordnung des Bistums Münster, die seit dem 01.04.2011 gilt. Termine und Orte für die nächsten Schulungen (jeweils von 10 – 17 Uhr): 16.03.13 Walsum 27.04.13 Kolping-Bildungsstätte Coesfeld 04.05.13 Goch Schulungen können auf Anfrage auch direkt bei Euch vor Ort stattfinden. Anmeldung und weitere Information im Jugendreferat.

Lena-Maria Lücken

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Schnelle Hilfe für Familien Kreisverband Coesfeld: Neue Matratzen für die Kinderbetten, ein Tornister für den Schulstart oder einfach nur ein Weihnachtsgeschenk für die Kinder – wer auf die staatliche Grundsicherung angewiesen ist, kann sich Ausgaben außer der Reihe nicht leisten. Mit Hartz IV lassen sich halt keine großen Sprünge

machen. Seit 2009 helfen die Kolpingsfamilien Werne und Stockum benachteiligten Familien in diesen Notlagen, unbürokratisch und schnell. Die Kolpingmitglieder geben dabei nicht nur das Geld, sondern kümmern sich auch um die Anschaffung der benötigten Gegenstände.

Gemalte Bilder als Dankgeschenke der Kinder, denen geholfen wurde. Im Bild (v. li.): Dieter Schimmel, Leiter der Tafel in Werne, Franz Heitbaum, Vorsitzender der Kolpingsfamilie Stockum, Damen der Familienbetreuung der Caritas Lünen-SelmWerne, Jörg Weber, Vorsitzender der Kolpingsfamilie Werne. 30

Bis zu 100 Euro steuern die Kolpingsfamilien bei, wenn dringend notwendige Sonderausgaben den finanziellen Rahmen der Familien sprengen. „Wir haben uns ganz bewusst für eine unbürokratische Hilfe entschieden“, versichert Wernes Kolping-Vorsitzender Jörg Weber. Er stellte das Projekt „Familienhilfe“ gemeinsam mit seinem Stockumer Kollegen Franz Heitbaum vor. Daran nahmen auch die Vertreterinnen der sozialpädagogischen Familienhilfe der Caritas und Dieter Schimmel von der Werner Tafel teil. Beide Institutionen haben das Kolping-Projekt für ihre Klienten schon häufiger in Anspruch genommen. Für die Betroffenen sei besonders positiv, dass sie sich nicht an eine offizielle Stelle wenden müssen. „Die Hilfe ist sehr persönlich. Das kommt bei den Familien gut an.“ In Werne wird der Spendentopf durch das mehrmals jährlich stattfindende Familiencafé im Kolpinggarten gefüttert. Die Kolpingfamilie Stockum finanziert ihr Spendenkonto aus den Erlösen der Kleidersammlung.

Text und Bild: Westfälischer Anzeiger, Klaus Brüggemann / rk


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Jubiläumsfahrt und Festakt

„Der Zauberberg“ Kreisverband Borken: Früh aufstehen hieß es für 25 Rekener und 13 Kolpinger aus Epe. Aber dieses kleine „Opfer“ sollte sich lohnen: Die Schweiz-Reise der Kolpingsfamilie Reken St. Heinrich im Oktober war in jeder Hinsicht ein Erlebnis. Dafür hatte der Kolping-Reisedienst gesorgt. Über Österreich fuhr der Bus in den Schweizer Kanton Graubünden zum Hotel nach Davos.

Kolpingsfamilien des Stadtverbandes Münster am Kolping-Denkmal in Köln.

Stadtverband Münster: Die Kolpingsfamilie Münster-Zentral hatte anlässlich ihres 160-jährigen Jubiläums auch die Kolpingsfamilien aus dem Stadtverband Münster zur Tagesfahrt nach Köln eingeladen mit Besuch der Altstadt und Messe in der Minoritenkirche mit Präses Bernward Dyckhoff. Beim Jubiläumstag im November feierte man den Gottesdienst mit Weihbischof emer. Ostermann. Zum Festakt

Kreisverband Steinfurt: Die Kolpingsfamilie Rheine-Emstor hat den Erlös von 500 Euro aus der Schrottaktion 2012 für Wohnungslose gespendet. Im Kremer-Haus findet jährlich an Heiligabend ein Weihnachtsessen für Wohnungslose statt. Das Essen und kleine Geschenke werden mit der Spende bezahlt. Ludwig Hebbeler, der die Schrottaktion organisiert hat, sagte: „Wir freu-

hob Vorsitzender Helmut Damwerth die Wichtigkeit der Familienkreise hervor, die sich auch an der Feier beteiligten. Glückwünsche überbrachten die Ehrengäste Bundessekretär Ulrich Vollmer, Oberbürgermeister Markus Lewe und Diözesanpräses Franz Westerkamp. Die Festrede zum Thema Familie hielt Handwerkskammer-Präsident Hans Rath. Brunhilde Lodde / rk

en uns, dass wir mit dem Erlös der Schrottaktion zu Weihnachten eine Freude machen können.“ Das Bild zeigt (v. li.): Markus Besta, Anna Kaleschke (Kremer-Haus), Ludwig Hebbeler, Eddi Dute, Joachim Veldhues (alle Kolpingsfamilie), Christa Heufes (Stadt Rheine) und Paul Jansen (Kolpingsfamilie). Paul Jansen

Naturbegeisterte Westfalen erwandern die Schweizer Berge!

Mit Touren durch die imposante Schweizer Bergwelt, zum italienischen Tirano, Lago Maggiore, durch die Serpentinen nach Ascona und dann per Schiff nach Locamo waren die ersten Tage ausgefüllt. In vier Tagen hatte man vier europäische Staaten besucht. Nach weiteren Touren führte die Rückfahrt mit dem Bus am Vierwaldstätter See und dem Zürichsee vorbei nach Davos. Dort war auch Zeit für entspannte Spaziergänge und das bei Neuschnee Anfang Oktober! Als weiterer Punkt wurde das heutige Hotel auf der Schatzalp, bekannt durch Thomas Manns Roman „Der Zauberberg“, besucht.   Wolfgang Kemper / zusammengefasst von rk

Irrtum Kreisverband Warendorf: Die Kolpingsfamilie Telgte feiert in 2013 nicht ihr 50-, sondern schon ihr 150-jähriges Bestehen. Auf diesen Datenfehler im Kolping-FORUM Dezember 2012 weist uns Werner Terwort vom Leitungsteam der Kolpingsfamilie Telgte hin. Derzeit laufen die Vorbereitungen für den Festtag am 23. Juni 2013. 31


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Familienpolitik im Fokus Kreisverband Coesfeld: 2013 wird der 200. Geburtstag von Adolph Kolping gefeiert. Aus diesem Anlass referierte Uwe Slüter, Geschäftsführer des Kolpingwerks Diözesanverband Münster, im Januar beim Bezirksverband Lüdinghausen vor fast 80 Kolpingmitgliedern aus den Kolpingsfamilien Lüdinghausen, Seppenrade, Herbern, Senden, Ottmarsbocholt und Bösensell zum Thema Familienpolitik. „Wer Familienpolitik mitgestalten will muss anerkennen, dass sich die Familie in den letzten Jahrzehnten radikal verändert hat“, konstatierte Uwe Slüter und erklärte unmissverständlich: „Wir brauchen Kindergärten und Kindertagesstätten. Wir brauchen U3-Betreuung und wir wollen, dass beide Partner berufstätig sein können. Unser Leitmotiv ist die Wahlfreiheit.“ Ebenso wie sich der Referent für Toleranz und Respekt für ganz verschiedene Lebensmodellen und Lebenssituationen aussprach, berief er sich auf die Grundlagen des christlichen Wertesystems und der christlichen Soziallehre. Slüter: „Kolping versteht Familie als eine auf Dauer angelegte Lebensverantwor-

Uwe Slüter (stehend), Geschäftsführer des Kolpingwerkes Diözesanverband Münster, hat in Bösensell über Kolping-Familienpolitik referiert.  Foto: Matthias Foschepoth

tungs- und Wirtschaftsgemeinschaft von Frau und Mann mit Kindern.“ Dieser Begriff schließe Alleinerziehende sowie Patchworkfamilien mit ein. Kolping habe ein Familienideal und akzeptiert andere Lebensformen, lade alle zum Mit-Tun ein. Die Politik müsse positive Rahmenbedingungen für Familien schaffen, steuerrechtlich solle das Familiensplitting diskutiert werden. „Der Vortrag war ein rundum gelungener Auftakt für unser Jubiläumsjahr“,

freute sich Bernhard Eggersmann, Vorsitzender der Kolpingsfamilie Bösensell, nicht allein über den guten Besuch, sondern auch über die Impulse, die Slüter den Kolpingsfamilien vor Ort gegeben habe. Denn an den halbstündigen Vortrag schloss sich eine über einstündige lebhafte Diskussion an.

Quelle: Westfälische Nachrichten, Autor Sigmar Syffus in Zusammenarbeit mit Bernhard Eggersmann

Xanten wird 122. Fairtrade-Stadt Kreisverband Wesel: Die Initialzündung ging von einer Vorsitzendentagung des Diözesanverbandes Münster aus. Harold Ries, Vorsitzender der Kolpingsfamilie Xanten, und Öffentlichkeitsbeauftragte Margareta Felbert hatten Informationen über das Projekt

Fairtrade-Town mitgebracht um sie ihrem Kooperationspartner, der EineWelt-Gruppe Xanten e.V., vorzustellen. Ein Steuerungsteam leistete die nötigen Vorarbeiten und stellte bei der Stadt einen entsprechenden Antrag. Nachdem alle Vorgaben über Gebühr erfüllt wa-

Feierstunde mit Bürgermeister Christian Strunk (3 .v. re.): Die Stadt Xanten hat als 122. deutsche Stadt den Titel „Fairtrade-Town“ erhalten. Die Initiative hierzu ging von der Kolpingsfamilie aus, die mit ihrem Kooperationspartner Eine-Welt-Gruppe Xanten bei der Stadt vorstellig wurde.  Foto: Rudolf Felbert 32

ren, erhielt Xanten als 122. deutsche Stadt nun den begehrten Titel: Fairtrade-Stadt! In einer Feierstunde zur Titelverleihung sprachen Bürgermeister Christian Strunk, Dr. Wolfgang Schneider (Sprecher der Steuerungsgruppe und 1. Vorsitzender der Eine-Welt-Gruppe Xanten), Harold Ries und Georg Hiob als Vertreter des Kolping-Diözesanvorstandes. Ein Anbieter von fair gehandelten Produkten fand mit seinem Beitrag große Zustimmung: „Es ist alles gesagt, jetzt braucht es Beispiele.“ Wie Vorgaben praktisch erfüllt wurden, zeigten die Schülerinnen der Marienschule Xanten mit einer Dokumentation über ihren „Eine-Welt-Kiosk“ auf. Der Ehrenbotschafter der TransFair e. V., Manfred Holz, gab Anregungen für die praktische Umsetzung in weiteren Bereichen. Margareta Felbert


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Dach über dem Kopf für Auszubildende Kreisverband Steinfurt: Seit über einem Jahr lernen 20 Jugendliche in dem Ausbildungszentrum im malawischen Ekwendeni das Schneider- und Tischlerhandwerk. Bisher waren die Jugendlichen und Lehrpersonen nur in einem Provisorium untergebracht. Jetzt

hat die Leitung der St. Michael’s Technical School mit dem Bau eines Schulgebäudes begonnen, das zunächst aus zwei Klassen bestehen wird. Damit nach Abschluss der zweijährigen Ausbildung auch staatlich anerkannte Prüfungen abgelegt werden können, war professionelles Lehrpersonal nötig. In der Startphase hatten Jugendliche zunächst selbst als Ausbilder fungiert. Dank zahlreicher Spenden konnte der „Treffpunkt Malawi“ (Kolpingsfamilie Riesenbeck) nun Gehälter für qualifizierte Lehrpersonenzahlen. Für den Bau des Ausbildungszentrums sind umgerechnet rund 15.000 Euro zu veranschlagen, so dass jede Spende willkommen ist.

Mit Unterstützung des Treffpunkts Malawi erhalten benachteiligte Jugendliche in Ekwendeni eine Ausbildung als Tischler und Schneiderinnen.

Sandra Wilde ➲ www.treffpunkt-malawi.de

Kolping ist überALL

Kolping ist überALL … ihr müsst es nur entdecken! …ihr müsst es nur entd

ecken!

Aufgabe:

Macht ein Foto, das zeigt wo in eurem Ort, in eurer Umgebung Kolping überALL zu finden ist.

Fotowettbewerb

Kolpingwerk Diözes anverb and Münster Ungewöhnlicher Fotowettbewerb lässt Kolpingsfamilien kreativ werden / Einsendeschluss: 4. Mai Format:

Das Foto sollte in digitale r Form als TIF oder JPEG oder als Papier foto im Format 13x18 eingereicht werden .

Warum ein Fotowettbewerb? Kolping ist überALL ... ihr müsst es nur entdecken – dieser Projekttitel steht für all die Mut machenden und durchaus auch aufrüttelnden Kommentare, die viele von euch auf der Aktionswand der letzten Vorsitzendentagung hinterlassen haben. Dadurch inspiriert und passend zum Jubiläumsjahr 2013 wollen wir nun gemeinsam mit euch zeigen, dass trotz vielleicht schwieriger Zeiten für Vereine und Verbände (Mitgliederschwund, Mangel an ehrenamtlich Aktiven und Mitgliedern, scheinbar fehlender Motivation, usw.) Kolping „überALL“ zu finden ist und wir unumstößlich für unsere Ziele und Ideale einstehen! Eure Bilder sollen euch, uns und anderen Mut machen, dass es sich nach wie vor lohnt, sich bei, mit und für Kolping zu engagieren. Macht euch auf die Suche, wo in eurer Umgebung, in eurer Gemeinde, in eurem Ort, usw. Kolping sichtbar ist und haltet das mit eurer Kolpingsfamilie auf Fotos fest. Ein paar Tipps: Es können Straßenschilder, Kolpingbüsten, Plaketten, usw. von der Kolpingsfamilie kreativ, verrückt, lustig, ungewöhnlich, spannend, herausgeputzt und in Szene gesetzt werden. Schmückt Straßenschilder, macht mit

Teilnahmebedingung en: Jede Kolpingsfamili e / Jedes Mitglied des Kolpingwerks Diözesanverb and Münster ist zur Teilnahme am Fotowe ttbewerb berechtigt.

Einsendeschluss:

04.Mai 2013. Bei Postsendungen

zählt der Poststempel.

der Kolpingbüste einen Ausflug, reiht alle Autos Kolping ist überALL mit dem Kol….ihr müsst es nur entd ecken! pingaufkleber in euren Ort in einer Reihe auflasst eurer Phantasie freien Lauf! Einsendeschluss ist der 04. Mai 2013. Das Foto sollte idealerweise in digitaler Form als TIF oder JPEG sein. Schickt ihr es doch als Papierfoto haltet bitte das Format 13 x 18 ein. Name, Anschrift, Mitgliedsnummer, Alter, Telefon und Mailadresse nicht vergessen! Dazu vervollständigt bitte, entweder auch auf der Rückseite des Fotos oder in der Email, folgenden Satz: „Wir sind überALL…“ Als Preise winken u.a. eine Fahrt nach Köln in exklusiver Reisebegleitung mit dem Diözesanpräses Franz Westerkamp oder ein Tag in Xanten begleitet von unserem Diözesanvorsitzenden Harold Ries. Alle eingesandten Fotos werden von einer Jury bewertet und beim Engagiertentreffen 2013 (ehemals Vorsitzendentagung) ausgestellt. Hier werden auch die Preise verliehen. Diözesangeschäftsstel le Gerlever Weg 1 48653 Coesfeld

...das Ganze geht an:

Tel.: 02541/803-400 Fax: 02541/803-414 verband@kolping-m s.de Stichwort: Kolping ist überALL

„Tue jeder in seinem Kreise das Beste…“ Kreisverband Coesfeld: Eine Briefmarke wiegt nichts. Aber wenn Menschen wie Bernhard Voßmöller (re., Beisitzer der Kolpingsfamilie Dülmen) über viele Jahre hinweg stetig die gebrauchten Marken von den Briefen lösen, können schon mal 80 kg zusammen kommen. Warum er sich diese Mühe mache, wollte die Redaktion des Kolping-FORUMs wissen, als er acht schwere Einkaufstüten in der Diözesangeschäftsstelle abgab. „Tue jeder in seinem Kreise das Beste, dann wird’s auch bald in der Welt besser aussehen“, zitierte Voßmöller Adolph Kolping. Als Verwaltungsangestellter im Büroservice des Finanzamtes Kleve tätig, schneide er in der Mittagspause oder abends daheim die Marken aus den leeren Geschäftsbriefumschlägen. Klaus-Dieter Gottwald (li., Mitarbeiter beim Kolpingwerk) wird diese Sammlung an Verwerter weiterleiten. „Durch die Erlöse unterstützen wir unsere Entwicklungshilfeprojekte in Uganda“, erläuterte Gottwald die „geldwerte“ Verwendung der Briefmarken mit denen handwerkliche Ausbildung, Frauen und Gesundheit, Wassertanks sowie Tierhaltung gefördert würden. Auch würden Familienbildungsmaßnahmen im Verband unterstützt. „Die Sammlung geht weiter“, versprach Bernhard Voßmöller schon „auf dem Sprung“, denn er hatte sein Auto noch voller Gebrauchtkleider, die er nach Dülmen bringen wollte. Text und Foto: Rita Kleinschneider

Sonja Wilmer-Kausch 33


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Kolping Püsselbüren zu Besuch beim VfL Osnabrück Kreisverband Steinfurt: Das Kinderprogramm der Kolpingsfamilie Püsselbüren hatte mit dem Besuch beim VFL Osnabrück Besonderes zu bieten: Vor allem für die Kinder war die Entdeckungsreise durch die osnatel Arena ein Erlebnis. Ob VIP-Räumlichkeiten, die Zuschauertribünen oder Spielertunnel, Bernhard Lanfer vom VfL Osnabrück blieb keine Antwort schuldig. Einmal auf der Trai-

nerbank sitzen, die Umkleidekabinen und Schiedsrichterkabinen begutachten sowie den Presseraum besichtigen – diese Möglichkeiten nahmen die jungen Fußballfreunde begeistert an. Die historische VfL – Ausstellung rundete den gelungenen Nachmittag beim Spitzenreiter der 3. Bundesliga ab. Text und Foto: Martin Kitten

Vom westfälischen Kürbisfest eine Ziege für Uganda Kreisverband Steinfurt: Die Kolpingsfamilie Dörenthe wartet schon sehnsüchtig auf den Frühling, denn eine gute Aktion soll wiederholt werden. Die Idee bleibt die gleiche, nur die Samen-

körner ändern sich. „Im letzten Jahr haben wir erstmals eine Kürbispflanzaktion gestartet. Sowohl unser Vorbereitungsteam als auch die Teilnehmenden hatten viel Spaß“, berichtet Vorsitzende

Die Sieger des Kürbiswettbewerbes der Kolpingsfamilie Dörenthe: Vorne die ersten Sieger Daniel, Florian und Anna Wallmeier mit dem Kürbis vom Opa, hinten (v. re.) dritte Sieger Marita und Felix Gersmeier, in der Mitte die zweiten Sieger Marlies und Klaus Daßmann. Matthias Löpmeier und Silvia Schulte vom Vorstand fungierten als Wiegemeister (li.)

Kreisverband Steinfurt: Die Frauen des Kolping-Familienkreises III aus Püsselbüren erlebten einen interessanten und unvergesslichen Nachmittag bei der RAG Anthrazit Ibbenbüren GmbH. Nach einer Informationsveranstaltung über das „Was“ und „Wie“ des Ibbenbürener Bergbaus ging es 1300 m unter Tage, um die ganz eigene Welt der Kohle kennenzulernen. Eine anschließende Diskussion mit Imbiss rundete den Nachmittag ab.  34

Text und Foto: Karin Plumpe

Silvia Schulte. „In den nächsten Wochen werden wir nun Sonnenblumen-Samenkörner austeilen.“ Im März 2012 wurden an alle Kolpingmitglieder Kürbissamen verteilt und schon gleich der Termin für das Kürbisfest mitgeteilt. Nun galt es, kräftige Pflanzen zu ziehen und im Laufe des Sommers den schwersten Kürbis wachsen zu lassen. „Nach einigen Wochen haben wir eine Erinnerung an unsere Hobbygärtner verschickt mit wertvollen Pflege-und Düngertipps.“ Auf dem Kürbisfest war Essen und Trinken frei, um eine kleine Spende wurde für das Kolpingprojekt in Uganda gebeten. Bei strahlendem Sonnenschein, einer leckeren Kürbissuppe und Reibepfannkuchen fand dann das große Wiegen statt. Mit der Spendensumme von 180 Euro konnte wiederum eine Ziege für einen Kleinbauern gekauft werden. In diesem Jahr gilt es für die Pflanzen, nicht dick und rund, sondern groß und stabil zu werden! Silvia Schulte / Rita Kleinschneider


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Kleidersammlung bringt 2.400 Euro für Hilfsprojekte Land Oldenburg: Mit einer Spende von 2.400 Euro unterstützt die Kolpingsfamilie Cloppenburg drei internationale Sozial- und Entwicklungsprojekte „Hilfe zur Selbsthilfe“ des Internationalen Kolpingwerkes e.V. Der Erlös stammt aus der im März 2012 durchgeführten Altkleidersammlung. Übergeben wurden die Schecks vom Vorsitzenden Reinhold Blömer und von Rudolf Bösing an Bernd Dalinghaus (Landesverband Oldenburg). In Indien / Bangalore, dem Partnerschaftsprojekt des Kolpingwerkes im Land Oldenburg, können mit dem Geld wirtschaftliche Aktivitäten gestartet werden.

In Tansania werden mit diesem Geld zwei Projekte, der Bau von Zisternen und Brunnen zur Wasserversorgung der Bauern, unterstützt. In Brasilien wird in die Aus- und Weiterbildung investiert: Die Projektkosten je Auszubildenden liegen zwischen 80 und 140 Euro; ca. sieben junge Men-

schen haben durch Berufsausbildung eine Zukunftsbasis. Jutta Gövert (siehe Artikel zur aktuellen Problematik bei Gebrauchtkleidersammlung S. 22, Anm. d. Red.)

Reinhold Blömer (re., Vorsitzender) und Kolpingmitglied Rudolf Bösing (li.) überreichen an Bernd Dalinghaus (Landesverband Oldenburg) die Spende der Kolpingsfamilie Cloppenburg.

Kreisverband Steinfurt: Auf der Klausurtagung des Vorstandes der Kolpingsfamilie Püsselbüren wurde neben der Programmplanung für 2013 und den Vorbereitungen zur Gründung eines „Familienkreises 5“ Unterstützung vom Diözesanverband Münster in Anspruch genommen. Andre Piekatz (5. v. l.) möchte die Kooperation mit der Kolpingsfamilie Püsselbüren zur Stärkung der Regionalisierung im Jugendbereich ausbauen. Dazu wurden Konzepte erarbeitet mit dem Ziel zukünftig feste Jugendgruppen zu etablieren. Text: Peter Menger / Foto: Christian Schnieders

Frühlingszeit heißt Nistkasten bauen! Kreisverband Steinfurt: Frühling heißt für die Kinder der Kolpingsfamilie Püsselbüren alljährlich Nistkasten bauen. Bereits zum fünften Mal werkelten meist Grundschulkinder mit viel Eifer und Freunde in der ANTL – Werkstatt in Tecklenburg an einen schönen Nistkasten für den eigenen Garten. Unter fachkundlicher Leitung der ANTL – Mitarbeiter (Arbeitsgemeinschaft Naturschutz Tecklenburger Land) fand auch die diesjährige Aktion wieder viel Zu-

noch hilfreiche Tipps zur Pflege und zum Aufhängen der Kästen. Am 06. April wird eine weitere handwerkliche Aktion gestartet. Dann sind die Kinder eingeladen, ein Insektenhotel zu bauen, das anschließend am örtlichen Herz-Jesu-Kindergarten aufgestellt wird. Text und Foto: Martin Kitten spruch bei den jungen Püsselbürenern. Nach dem handwerklichen Teil gab es 35


I mpressum Erscheinungsort: Coesfeld, erscheint vierteljährlich Herausgeber: Kolpingwerk Diözesanverband Münster e.V. Gerlever Weg 1 · 48653 Coesfeld Redaktion: Rita Kleinschneider -rk-, Thorsten Schulz, V.i.S.d.P. Telefon: 02541 – 803-456 Telefax: 02541 – 803-455 e-mail: presse@kolping-ms.de Gerlever Weg 1 · 48653 Coesfeld

Satz und Layout: Hötzel, RFS und Partner, im Gutenberghaus in Stadtlohn

H 12281

Kolpingwerk DV Münster e.v. 48653 Coesfeld, PVST-Deutsche Post AG „Entgelt bezahlt“, VKZ

Auflagenhöhe: 1.800 Exemplare Jahresabonnement: 6,50 EUR Für unverlangt eingesandte Fotos und Manuskripte wird keine Haftung übernommen. Namentlich unterzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der ­Redaktion wieder.

Für die Ausgabe Juli 2013 mit Berichten aus den Kolpingsfamilien ist Redaktionsschluss am 31. Mai 2013

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„Wahlcheck 2013 – Familien im Focus“ So lautet das Thema einer Aktion des Kolpingwerkes Deutschland zur bevorstehenden Bundestagswahl am 22. September. Als zentrale Fragestellung wird die Familienpolitik in den Blick genommen. Kolpingsfamilien sind aufgerufen, vor Ort Aktionen und Veranstaltungen zu verschiedenen Themenschwerpunkten der Familienpolitik durchzuführen. Eine 16-seitige Arbeitshilfe und weiterführende Informationen, (herunterzuladen unter www.wahl2013.kolping.de) geben dabei praktische Unterstützung. Damit kann Kolping – nicht nur den eigenen Mitgliedern – in diesem für den Verband zentralen Themenbereich Entscheidungshilfe für die Wahlentscheidung geben. Mit „Wahlcheck 2013 – Familien im Focus“ soll dafür gesorgt werden, dass die Bundestagskandidatinnen und -kandidaten an Kolping nicht vorbei kommen.

Auch der Diözesanverband des Kolpingwerkes ergreift diese Chance:

Wahlcheck zu den Bundestagswahlen 2013

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Am 22. Mai um 19.30 Uhr im Forum der KolpingBildungsstätte werden in Kooperation mit dem Familienbund der Katholiken Bundestagskandidaten verschiedener Parteien eingeladen, an verschiedenen Stationen (Familie und Beruf/Familienzeitpolitik/Familienförderung/ Gerechtigkeit in der Sozialversicherung) Rede und Antwort zu stehen und mit Interessierten aus dem ganzen Diözesanverband ins Gespräch zu kommen.

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Kolping Forum März 2013