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Kolping

FORUM

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Informationen aus dem Kolpingwerk Diözesanverband Münster

2012

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27. Jahrgang • Nr. 170 • Ausgabe Dez. 2012

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Wahlen

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Kolpingjugend


Stiftung

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Stiftung

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Editorial

Zeit der Wünsche…

Inhalt: Schwerpunkt: Diözesanversammlung 4 – 11 Geistliches Wort

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Diözesanfachausschüsse

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Zur Sache

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Bundesversammlung

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Verband

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Kolpingjugend

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Redaktionsschluss und Impressum

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„Weihnachten, die Zeit der Überraschungen und der Wünsche“, so die Inhaltsbeschreibung eines kleinen Heftchens („Zeit der Wünsche“, Eschenbacher Adventskalender), das mit Geschichten, Poesie und Lyrik durch die Adventszeit führt. Und weiter: „Wesentlich wird das Wünschen, wenn es um das Immaterielle und um den Nächsten geht.“ Diese Dezember-Ausgabe des Kolping-FORUMs berichtet über die Delegiertenversammlung unseres Diözesanverbandes, über Regularien, über gewesene und kommende Veranstaltungen, über Wahlen, über die Verbandsarbeit…letztendlich über nichts anderes als über bürgerschaftliches Engagement. Unentgeltlich erbracht, einem gemein-gesellschaftlichen Thema, oftmals dem Nächsten gewidmet. „Es betrifft alle Altersgruppen und Bevölkerungsschichten. Eigentlich alle gesellschaftlichen Lebensbereiche würden ohne den ehrenamtlichen Einsatz vieler verschiedener Menschen nicht mehr funktionieren“, erläutert Andrea Hankeln (NRW-Ministerium) am Versammlungstag in ihrem Vortrag zum Ehrenamt. Freiwillig etwas für Andere tun – das macht Freude. Vor allem, wenn es im Team passiert. Auf der Diözesanversammlung wurde ein neues ehrenamtliches Führungsteam gewählt. Harold Ries als Diözesanvorsitzender, Andreas Lanksch und Anne Ratert als Stellvertreter. Weitere Freiwillige engagieren sich in den Diözesanfachausschüssen und in den weiteren Gremien des Diözesanverbandes. Wortmeldungen während der Versammlung zeigen: Es ist uns Kolpingern nicht egal, wie wir uns positionieren. Jeder Verantwortliche vor Ort, jeder der sich im Kolpingwerk mit kleinen oder großen Tätigkeiten in der Vergangenheit eingebracht oder in Zukunft einbringt, bewegt sich und Andere und setzt damit ein starkes Zeichen der Solidarität. Manches wird dadurch in der Tat selbst möglich, sogar und vielleicht gerade die „wesentlichen Wünsche“, die es für Geld nicht zu kaufen gibt. Mit den Anfang Dezember gefeierten Kolping-Gedenktagen starten wir in’s Jubiläumsjahr „1813 – 2013 KOLPING – Eine Geschichte mit Zukunft“. Nutzen wir Adolph Kolpings 200. Geburtstag, um die vielfältigsten Betätigungen für unsere Mitmenschen in seinem Sinne weiter bekannt zu machen. Unser Kolpingwerk ist ein Team, das Wünsche im gegenseitigen Miteinander wahr machen kann!

Berichte und Fotos (falls nicht anders angegeben) Rita Kleinschneider

Rita Kleinschneider

Thorsten Schulz

Titelthema der nächsten Ausgabe:

Titelbild: Szenen aus der Versammlung

➲ März 2013

 hrenamtliches Engagement – E Neue Motivationen und Gestaltungswille 3


Geistliches Wort

Am seidenen Faden In einem Internetvideo klettert ein Mann in den Bergen. Mitten in der Nacht stürzt er ab. Er hängt am Seil, hat aber im Sturz seine Lampe und damit auch die Orientierung verloren. Mit lauten Schreien ruft er um Hilfe – aber nichts geschieht. Als er nicht mehr schreien kann, beginnt er leise zu beten. Er bittet Gott ihn zu retten. Dann blendet ihn ein Licht und er hört die Stimme Gottes, der ihn fragt ob er daran glaube, dass ER ihn rette. Voller Dankbarkeit, bejaht er die Frage doch dann klammert er sich erstarrt an das Seil. Denn die Stimme sagt zu ihm: „Schneide das Seil durch“. Das nächste Bild des Videos zeigt nun die Bergwelt bei Tag. Zunächst sieht der Zuschauer das Seil, dann den erfrorenen Kletterer. Er baumelt an seiner Sicherungsleine etwa einen Meter über dem Boden. Der Schnitt hätte ihm wieder festen Boden unter den Füßen geben können.

Manchmal braucht es einfach einen Schnitt – des Gottvertrauens – in unserem Leben. Der Advent – und damit auch Weihnachten – kann ein ähnlicher Schnitt sein. Im sonstigen Alltag hängen wir oft in vielen Seilen, die uns und unsere Kräfte nicht nur sichern, sondern auch binden. Loszulassen ist deshalb nicht einfach. In der Adventszeit geht es auch darum diese vermeintlichen Taue zu kappen und auf dem Boden der Tatsachen zu landen. Außer Dasein muss man in der „stillen“ Adventszeit eigentlich nichts tun. Gott kann in uns wirken und uns gestalten, wenn und weil wir uns ihm überlassen (dabei braucht es nicht unbedingt eine fest geprägte Zeit wie die Adventszeit zu sein …). Und damit übergeben wir ihm alles was wir tun und sind. Gerade auch in einer stillen Zeit, die wir uns

nehmen und gönnen, können wir mit dem Glauben ernst machen. So wie auch der Kletterer im Video mit seinem Glauben hätte ernst machen können. Ich wünsche es Euch, dass Ihr eine Zeit erfahren könnt, wo es leichter sein kann, die alltäglichen „Seile“ zu kappen und unser Leben in die Hände Gottes zu legen – weil er immer wieder in einem jeden von uns geboren werden will. Euch allen eine gute verwandelnde Adventszeit und ein gesegnetes und frohes Weihnachtsfest. Franz Westerkamp Diözesanpräses

➲H  ier geht es zum Film: http://ourl.de/d3ef3

Ein Loblied auf die Gastfreundschaft Zum Auftakt der Diözesanversammlung ein Gottesdienst, erstmals in der Kapelle der Kolping-Bildungsstätte. Diözesanpräses Franz Westerkamp und Diakon Michael Rübo (Kleve) zelebrierten. In seiner Predigt nimmt der Diözesanpräses Bezug auf die Lesung aus dem Buch Genesis, das Abraham und Sara als gute Gastgeber beschreibt. Sie liefern das Vorbild für gelingende Gastfreundschaft: Abraham sitzt in der Mittagshitze vor seinem Zelt, als drei Männer auf ihn zukommen. Er lässt ihnen ein Fußbad bringen, bietet einen schattigen Platz. Ein Festmahl wird von Abraham, dem Gastgeber, persönlich serviert. Er zeigt sich damit als Diener seiner Gäste. Bevor die Männer gehen, prophezeien sie Abraham, dass ihm seine Frau Sara, trotz ihres hohen Alters, binnen eines Jahres einen Sohn gebären werde….Sie hatten drei Engel bewirtet. In Anlehnung hieran „deckt“ auch Diözesanpräses Westerkamp für die zahlreichen „Gäste“ dieser Messe den Tisch. Einen Tisch des Dankes: An alle Anwesenden für ihren Dienst und Einsatz, den sie für die Sache Kolpings mit Engagement leisten. Einen Tisch der Erinnerung an die Tradition aus der wir leben, woher wir kommen. Er ermunterte jedoch nicht nur hierin zu schwelgen sondern das Hier und Jetzt mit Leben zu füllen. Der Tisch der Wandlung: Geheimnisvolles, Unglaubliches und Überaschendes akzeptieren und annehmen, sprich glauben und leben. Der Tisch der Sehnsucht: „Traut eurer Sehnsucht und mag’s noch so verrückt sein!“ Dies setze Kräfte frei für Mut und Tatkraft. Rita Kleinschneider ➲D  ie Kollekte erbrachte 427,67 Euro und kommt zu gleichen Teilen „Familien helfen Familien“ und „Uganda“ zugute. 4


Diözesanversammlung

Das Kolpingwerk auf Zukunft ausrichten Das vergangene Geschäftsjahr des Kolpingwerkes Diözesanverband Münster sowie seine zukünftige inhaltliche und personelle Aufstellung standen im Fokus der Diözesanversammlung am Samstag, 17.11.2012. Sie ist das höchste beschluss-fassende Organ des Diözesanverbandes. Im 153. Jahr des Diözesanverbandes Münster konnte Bernd Krämer als amtierender Diözesanvorsitzender fast 240 Delegierte aus den 265 Kolpingsfamilien des Bistums Münster in Coesfeld begrüßen.

Harold Ries neuer Diözesanvorsitzender Andreas Lanksch und Anne Ratert Stellvertreter Besondere Aufmerksamkeit richtete sich auf die Wahlen für die Verbandsspitzen des Diözesanverbandes. Als Diözesanvorsitzender des Kolpingwerkes Diözesanverband Münster und somit für das höchste Ehrenamt wurde Harold Ries, Vorsitzender der Kolpingsfamilie Xanten, gewählt. Der Diözesanvorsitzende ist der erste Repräsentant des

Kolpingwerkes Diözesanverband Münster zu anderen gesellschaftlichen und kirchlichen Gruppierungen und Institutionen sowie innerverbandlich zu den Kolpingsfamilien, Bezirks- und Kreisverbänden, aber auch zum Kolpingwerk Deutschland. Ihm zur Seite stehen die ebenfalls neu in ihre Ämter als stellvertretende(r) Diözesanvorsitzende(r) gewählten Andreas Lanksch, Kolpingsfamilie Holtwick, und Anne Ratert, Kolpingsfamilie Osterwick.

Diözesanvorsitzender und Stellvertreter/-in: Harold Ries, Anne Ratert, Andreas Lanksch (v. li.)

Nicht nur das Geburtsjahr 1967, das alle drei Neugewählten an der ehrenamtlichen Spitze des Diözesanverbandes nennen, eint sie. „In einem Team von Haupt- und Ehrenamtlichen und mit den Kolpingsfamilien vor Ort wollen wir unser Kolpingwerk auf Zukunft ausrichten und uns aktueller Brennpunkte in gesellschaftlichen Thematiken annehmen“, legt Harold Ries die Herausforderungen dar. Harold Ries

Harold Ries, seit 2009 Vorsitzender der Kolpingsfamilie Xanten, ist nun auch Diözesanvorsitzender des Kolpingwerkes Diözesanverband Münster. Mit großer Zustimmung wählten ihn die Delegierten in das höchste Ehrenamt im Diözesanverband. Seit Jugendtagen bringt Harold Ries sich ehrenamtlich ein. In

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Diözesanversammlung

der Propsteigemeinde St. Viktor Xanten als Messdiener, später Lektor, Kommunionhelfer und Beauftragter zur Leitung von Wortgottesdiensten. In Xanten ist Harold Ries stellvertretender Vorsitzender der CDU, Vorsitzender des Fördervereins der Viktor-Grundschule und Mitglied der Schulkonferenz der Walter-Bader-Realschule Xanten. In der Erwachsenenbildung unterrichtet der studierte Förster Jagdrecht und Naturschutz. Beim Kolpingwerk ist Harold Ries neben der seit vier Jahren währenden Verantwortung als Vorsitzender seiner Kolpingsfamilie Xanten auf Diözesanebene gewähltes Mitglied im Rechtsträger Kolpingwerk Diözesanverband Münster e.V. Eine gute Erfahrung habe ihn immer bei Kolping begleitet, „gemeinsam arbeiten, gemeinsam beten und gemeinsam Freude haben“. Hieran knüpften sich auch aktuelle Brennpunkte, machten doch Viele derzeit in einer zunehmend säkularisierten Welt, wo Kirchen nicht nur geschlossen, sondern auch abgerissen werden, im demografischen Wandel und in Gemeindefusionen schmerzliche Erfahrungen. „Hier können wir im Kolpingwerk mit unserer christlichen Grundhaltung und auf Basis unseres Leitbildes den Menschen Orientierung und Halt geben“, sieht Harold Ries einen seiner Schwerpunkte. „In einem Team von Haupt- und Ehrenamtlichen, in der Diözesangeschäftsstelle, im Diözesanvorstand sowie mit den Engagierten in den Kolpingsfamilien vor Ort wollen wir viele Ideen an-

Zur Person: Harold Ries wohnt in Xanten, ist 45 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Kinder (12 und 14 Jahre). Nach dem Studium der Forstwirtschaft in Göttingen ging der Dipl.-Ing. 1991 in den Landesdienst NRW und war Büroleiter des Forstamtes Mönchengladbach. Im Zuge der Verwaltungsreform ist er seit 2002 beim Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste NRW im Bereich der betriebswirtschaftlichen Steuerung, Schwerpunkt Haushalt, für die Polizeibehörden tätig und hier stellvertretendes Mitglied des Personalrates. Zudem hat er eine Dozententätigkeit beim Landesamt für die Aus- und Fortbildung der Polizei in Münster. 6

regen, aufnehmen und weitergeben.“ Dabei baue er ebenfalls auf die erfolgreiche Arbeit der über 7.000 Mitglieder zählenden Kolpingjugend. „Gemeinsam werden wir unsere Strukturen und die wirtschaftliche Basis unseres Kolpingwerkes weiter entwickeln.“ Auch in den großen gesellschaftlichen Themen könne das Kolpingwerk wirken. „Die Bewahrung der Schöpfung und der Einsatz für Benachteiligte liegen mir persönlich am Herzen.“ Viele Aufgaben für den neuen Diözesanvorsitzenden mit seinem haupt- wie ehrenamtlichem Team, die Harold Ries mit Elan angehen will und mit einem Zitat von Adolph Kolping umschreibt: „Lassen wir Gott vertrauend und mit frohem Mute darum zusehen, was wohl zu tun sein mag. Alles Übrige wird dann Gott in seiner Barmherzigkeit fügen, wie es gut ist.“ Andreas Lanksch

Andreas Lanksch ist neuer stellvertretender Diözesanvorsitzender im Kolpingwerk DV Münster. Die Delegiertenversammlung wählte ihn mit großer Mehrheit. Bereits seit Jugendjahren engagiert er sich in der Kolpingsfamilie. Zunächst in der Kolpingjugend Osterwick, ist er nun in der Kolpingsfamilie Holtwick und war bis 2011 neun Jahre lang deren Vorsitzender.

Zur Person: Andreas Lanksch hat nach seiner Ausbildung bei der Polizei in NRW ein Studium an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung abgeschlossen. Der Kriminalhauptkommissar arbeitet bei der Kripo Dülmen im Raubdezernat. Zudem war er fünf Jahre Fachlehrer im Polizeiausbildungsinstitut Selm-Bork. Der 45-Jährige wohnt in RosendahlHoltwick, ist verheiratet, Vater von drei Kindern im Alter von zwölf bis 18 Jahren und passionierter Langstreckenläufer und Karatesportler. In dieser Zeit gründeten sich im Rahmen des Schwerpunktthemas „Entschieden für Familie“ acht neue Kolping-Familienkreise. Die neu eingeführte Sommerferienfreizeit für Kinder erfreut sich seither wachsender Beteiligung. Ebenso hat sich die Offene Ganztagsschule als wichtige Unterstützung für berufstätige Eltern etabliert. Auf Diözesanebene organisierte er 2009 im Rahmen des 150-jährigen Diözesanjubiläums als Leiter der Arbeitsgruppe „Kolping goes CenterParcs“ für 1.700 Kolpinger ein Gemeinschaft stiftendes Wochenende für alle Generationen an der Nordsee. Auch als stellvertretender Vorsitzender will Andreas Lanksch den inhaltlichen Schwerpunkt seines Engagements im Kolpingwerk auf unterstützende Angebote für Familien legen. „Mein neues Amt verstehe ich auch, Kooperationen zwischen den Gremien im Diözesanverband und den Kolpingsfamilien zu kommunizieren sowie den Verantwortlichen mit Weiterbildungsangeboten ‚Fit im Ehrenamt’ Hilfestellung zu geben.“

Diözesanvorsitzende/r Der/die Diözesanvorsitzende leitet das Kolpingwerk Diözesanverband Münster, sorgt für Einheit und Ausgewogenheit im Verband und einen guten Informationsfluss. Die Leitungsaufgaben nimmt er/sie in Absprache mit den Mitgliedern der Verbandsleitung gemäß § 17 (1) der Diözesansatzung wahr. Der/die Diözesanvorsitzende ist der erste Repräsentant des Kolpingwerkes Diözesanverband Münster nach außen, d. h. zu anderen gesellschaftlichen und kirchlichen Gruppierungen und Institutionen und nach innen und damit zu den Kolpingsfamilien, Bezirks- und Kreisverbänden, aber auch zum Kolpingwerk Deutschland. Zu den formalen Aufgaben gehört die Mitwirkung in den Organen des Verbandes, insbesondere natürlich im Diözesanvorstand sowie im Diözesanpräsidium. Je nach Interesse und Neigung ist ein geringeres und größeres Engagement in den verschiedenen Einrichtungen des Diözesanverbandes möglich.


Diözesanversammlung

Anne Ratert Anne Ratert von der Kolpingsfamilie Osterwick ist mit deutlichem Votum zur stellvertretenden Diözesanvorsitzenden gewählt worden. Zuvor war sie zehn Jahre Mitglied des Diözesanfachausschusses „Geschmack am Glauben finden“, dessen Vorsitzende sie seit zweieinhalb Jahren ist. Bereits mit etwa 12 Jahren trat sie in die Kolpingjugend Holtwick ein. Seit ihrer Heirat 1990 ist Anne Ratert Mitglied in

der Kolpingsfamilie Osterwick. Dort war sie für mehrere Jahre im Orts- und Bezirksvorstand Coesfeld als Jugendvertretung und als Ansprechpartnerin der Frauengruppe tätig. Die gelernte Bauzeichnerin hat vor sieben Jahren eine Ausbildung zur Sakristanin absolviert und arbeitet seither in der Kirchengemeinde Ss. Fabian und Sebastian in Rosendahl-Osterwick in diesem Beruf. Neben dem Ehrenamt in der Kolpingarbeit ist die Mutter zweier 18 und 16 Jahre alten Söhne Lektorin, Kommunionhelferin und Mitglied des Pfarrgemeinderats. „Als stellvertretende Vorsitzende möchte ich neben der Mitarbeit in unterschiedlichen Gremien unseres Verbandes bestehende Kontakte pflegen und neue aufbauen, damit die Gremien Informationen hieraus unmittelbar und zeitnah in praktische Kolpingarbeit umsetzen können“, so Anne Ratert.

Stellvertretende/r Diözesanvorsitzende/r: Insgesamt stehen dem Diözesanvorsitzenden zwei Stellvertreter zur Seite, die ihn in seiner Aufgabe als Vorsitzender unterstützen und mit ihm gemeinsam einen wesentlichen Teil der Verbandsleitung des Diözesanverbandes bilden. Die/der stellvertretende Diözesanvorsitzende ist damit auch Mitglied des Präsidiums sowie Diözesanvorstandes und kann damit auf alle wesentlichen und grundsätzlichen Entscheidungen des Diözesanverbandes Einfluss nehmen.

Dirigentenstäbe als Dank für die Leitung des „Kolping-Orchesters“ Abschied von Bernd Krämer und Claudia Wullhorst Dank und Anerkennung für ihr verantwortungsvolles und ehrenamtliches Engagement gerade auch in den letzten Jahren der personellen und organisatorischen Umstrukturierungen in der Verbandsleitung sprachen Diözesanpräses Franz Westerkamp und Diözesanseelsorgerin Ursula Hüllen dem scheidenden Diözesanvorsitzenden Bernd Krämer aus Lüdinghausen sowie Claudia Wullhorst (Kolpingsfamilie WalsumAldenrade) als stellvertretende Diözesanvorsitzende aus. Beide kandidierten nach einer dreijährigen Legislaturperiode nicht mehr. Mit Applaus würdigten auch die Delegierten das Engagement ihres Vorsitzenden. Humorig wurde es, als Ursula Hüllen und Franz Westerkamp die Laudatio hielten. Sie verglichen die Zeit von Claudia Wullhorst und Bernd Krämer mit dem Bild eines Dirigenten und seiner Co-Dirigentin und überreichten als bildliche Anerkennung Dirigentenstäbe. „Es waren drei Jahre des Umbruchs in unserem Orchester Kolping Diözesanverband Münster. In dieser Zeit sollte aus einem stetig gewachsenen und frei organisierten Orchester (Diözesansekretariat / nun Diözesangeschäftsstelle) mit zwei Kapellmeistern ein neues Gebilde werden.“ Es sei ihre Aufgabe gewesen, diesen Prozess zu begleiten, zu stärken und

Kolping-Portraits des Malers Lois Rinner als Erinnerung an drei spannende Jahre an der Spitze des Diözesanverbandes (v. li.) Uwe Slüter, Bernd Krämer, Claudia Wullhorst, Franz Westerkamp.

im Sinne der Vorstandsbeschlüsse zu organisieren. „Diskussionen über den richtigen Weg und zukunftsweisende Konzepte machten Euren Job als Dirigenten nicht immer einfach.“ Beide verlassen nun das Dirigentenpult, „man hört und spürt, der Klang unseres

Kolping-Orchesters erschallt wieder harmonisch und ein gemeinsames Musizieren findet statt.“ „Mein Vater war Kantor und Dirigent, da kommt mir dieses Bild sehr nahe“, freute sich Bernd Krämer über diese Abschiedsworte. 7


Diözesanversammlung

Silbernes Ehrenzeichen für Matthias Knauff

Überraschung für Matthias Knauff: Seinen Einsatz im Kolpingwerk honoriert Bernd Krämer (re.) mit dem „Silbernen Ehrenzeichen“.

Matthias Knauff (Kolpingsfamilie Oelde) erhielt das Ehrenzeichen des Kolpingwerkes Diözesanverband Münster für sein unermüdliches Engagement als Vorsitzender des Diözesanfachausschusses „Internationalität und Eine Welt“, als Diözesanvorstandsmitglied und aktiver Gestalter der Partnerschaft mit dem Kolpingwerk in Uganda. „Dank gebührt ihm auch für seine langjährige Mitwirkung im Bereich der Kolpingjugend und bei den verschiedenen Rechtsträgern im Kolpingwerk Diözesanverband Münster“, würdigte Bernd Krämer in seiner Laudatio auf Matthias Knauff.

Der 46-jährige Betriebsbereichsleiter einer Bank ist seit 16 Jahren engagiertes Mitglied in diesem Fachausschuss und seit vier Jahren dessen Vorsitzender. Beim Diözesanverband Münster hat er zuvor vielfach in der Kolpingjugend Verantwortung übernommen. So als Kreisleiter der Kolpingjugend Warendorf, im Landesarbeitskreis und als NRW Vertreter auch im Bundesarbeitskreis der Kolpingjugend. Matthias Knauff liegt die Kolping - Partnerschaft mit Uganda sehr am Herzen. Die Kolpingsfamilien vor Ort finden bei ihm und dem Fachausschuss Unterstützung in ihrem Eine-Welt-Engagement.

Finanzbericht vorgestellt werb um zurückgehende Fördermittel der Arbeitsverwaltung und sonstiger öffentlicher Fördermittel macht diese Anstrengungen notwendig. Die berufliche Bildung, Beschäftigung und Integration ist im Sinne Adolph Kolpings ein zentrales Anliegen unseres Verbandes und soll nach Möglichkeit erhalten werden. Es gibt Chancen, die Verluste in diesem Bereich mittelfristig auszugleichen.

Die finanzielle Situation des Kolpingwerk DV Münster und seiner Einrichtungen wurde auf der Diözesanversammlung intensiv diskutiert. Kein Wunder, ist doch die Diözesanversammlung das höchste beschlussfassende Gremium im Diözesanverband und die Rechenschaftslegung ist Pflicht! Es gab viele Fragen, das zeigten bereits die vorbereitenden Delegiertentreffen in den Kreisen und Regionen.

GWK

Kolpingwerk DV Münster e. V. Zur Kenntnis genommen haben die Delegierten den Finanzbericht zum Kolpingwerk DV Münster e. V., er ist der Rechtsträger unseres Diözesanverbandes und seit April 2012 auch Gesellschafter unserer Einrichtungen. Das Kolpingwerk hat das Berichtsjahr 2011 mit einem Jahresüberschluss von fast 42.000 Euro abgeschlossen, nachdem eine Gewinnrücklage zur Sanierung des Eingangsbereichs unserer Familienferienstätte in Olpe in Höhe von 25.000 Euro gebildet wurde, blieb noch ein positives Jahresergebnis in Höhe von fast 17.000 Euro. Die Mitgliedsbeiträge sind leicht rückläufig, auch die Erlöse aus Bildungsveranstaltungen im Bereich der Kolpingjugend waren in 2011 rückläufig. Die Personalkosten stiegen im Berichtszeitraum moderat. Positiv ist die Spendenbereitschaft unserer Kolpingsfamilien und Mitglieder für unsere Projektpartner. Insgesamt kann das Jahresergebnis 2011 als zufriedenstellend bezeichnet werden, auch der Ausblick in 2012 gibt keinen Anlass zur Besorgnis. 8

Kolping-Bildungswerk Im Bildungswerk (Berichtszeitraum 1.1. bis 31.12.2011) standen die besonderen Risiken der geförderten beruflichen Bildung im Mittelpunkt. Bei den Erlösen aus Maßnahmen der öffentlich geförderten beruflichen Bildung, Beschäftigung und Integration muss ein Erlösrückgang um über 370.000 Euro verkraftet werden. Dies führte insgesamt zu einem negativen Ergebnis von fast 70.000 Euro, da die anderen Geschäftsfelder des Bildungswerks wie der Bereich OGS, die allgemeine Bildung und die Akademie den zu erwartenden Verlust nicht ausgleichen konnten. Erwartet wurde ein noch höherer Verlust, aber eine Umstrukturierung minderte das negative Ergebnis. Auch in 2012 ist wieder mit einem – allerdings niedrigeren – Verlust zu rechnen. Unser Bildungswerk ist dabei, mehrere Partnerschaften und Kooperationen einzugehen, um für die Zukunft die Ertragslage zu verbessern. Ein immer schwieriger werdender Wettbe-

Das Jahresergebnis der Gesellschaft zur wirtschaftlichen Betätigung des Kolpingwerkes (GWK) wird geprägt durch die wirtschaftlichen Konsequenzen der Romreise im Oktober 2011. Lag das Jahresergebnis 2010 noch im positiven Bereich, musste für 2011 dem Gewinn im ordentlichen Betriebsergebnis von rd. 21.000 Euro ein außerordentlicher Aufwand in Höhe von 120.000 Euro (verursacht durch die Romreise) gegenübergestellt werden. Die zu späte Buchung von Flugzeugkapazitäten, Probleme in der Unterbringung und adhoc-Entscheidungen der Geschäftsführung vor Ort haben enorme Kosten verursacht und ein ordentliches Ergebnis in den negativen Bereich rutschen lassen. Die GWK befindet sich mit der beauftragten Reiseagentur im Rechtsstreit. Unser Reisedienst hat sich 2012 neu aufgestellt und legt das Hauptaugenmerk auf die Reiseunterstützung unserer Kolpingsfamilien, mit positiven Rückmeldungen. Sobald der Rechtsstreit beendet ist, erwirtschaftet die GWK wieder ein ausgeglichenes Ergebnis. Uwe Slüter


Diözesanversammlung

200 Jahre Adolph Kolping Angebote des Diözesanverbandes Münster:

Das Kolpingwerk Deutschland und der Diözesanverband Münster bieten neben bundesweiten Veranstaltungen für die Kolpingsfamilien Arbeitshilfen und Begleitmaterial, die laufend ergänzt werden. Auf der Diözesanversammlung stellte Verbandsreferent Thorsten Schulz das Jubiläumsjahr umfänglich vor, das mit dem Kolping-Gedenktag 2012 seinen Auftakt nimmt. Hieraus einige Anregungen: Arbeitshilfe des BFA 3 „Kirche mitgestalten“: Mit Kolping durch das Jahr 2013. Pressematerial: Vorlagen für Pressearbeit. Arbeitshilfen für Öffentlichkeitsarbeit in „Idee & Tat“ ab Ausgabe 3/2012. In den Ausgaben des Kolpingmagazins jeweils mehrseitige Serien. Wanderausstellung: Ausstellung zu Adolph Kolping, der Entwicklung des Kolpingwerkes und dem heutigen Verband (zum Ausleihen). Down- und Upload-Bereich im Internet (www.kolping.de): Sammlung von Ideen und Impulsen zum Abrufen und Hochladen. Werbemittel: Eigene Produktpalette im Kolping-Shop. Kolping-Taschenkalender 2013: Spezielle Hinweise auf das Jubiläumsjahr. Kolpingjugend-Kalender 2013: Erstauflage – Tipps und Infos von Kolping-Jugendgruppen und Statements von Jugendlichen, was Kolping für sie bedeutet. Geistlicher Begleiter 2013: „Worte von gestern für den Alltag heute“ / Buch mit kurzen Beiträgen und Originalzitaten mit Gedanken zur aktuellen Bedeutung.

Die Tagungsleitung der Diözesanversammlung lag bei Tim Schlotmann, Franz Westerkamp und Uwe Slüter.

Veranstaltungen: Vorsitzendentagung 01.06.2013 mit anschließendem Festgottesdienst und gemeinsamen Abendessen. Ausbildungsmodule: „Eine Geschichte mit Zukunft“ - für Vorstandsmitglieder von Kolpingsfamilien (Bsp. Kassiererschulung). Reisen: Musicalfahrt, Pilgerfahrt nach Lourdes und Flusskreuzfahrt als Angebote des Reisedienstes Arbeitshilfen: – Arbeitshilfe des DFA III: KolpingGedenktag, Kirchenjahr und Josefschutzfest. – Praxispäckchen Online: Zusammenfassung der Angebote aus den Praxispäckchen zu Adolph Kolping als pdf-Ausgabe. – Ideenkalender zur Familienarbeit. ➲ Downloads und fortlaufende Aktualisierungen: www.kolping-ms.de/nachrichten/meldungen/verantwortliche/ jubilaeumsjahr-2013

Kolpingwerk gibt Antworten auf Zukunftsfragen Uwe Slüter stellt Diözesangeschäftsstelle vor Auf der Delegiertenversammlung stellte Uwe Slüter die Diözesangeschäftsstelle als Service- und Dienstleistung für die Kolpingsfamilien vor. „Die Diözesangeschäftsstelle will eure Arbeit unterstützen“, erläuterte Uwe Slüter die neue Verwaltungsorganisation, die den Rechtsträger Kolpingwerk Diözesanverband Münster e. V.; die Gesellschaft zur wirtschaftlichen Betätigung des Kolpingwerkes und das Kolping-Bildungswerk vereint. Mit der Umbenennung des vormaligen Diözesansekretariates werde auch auf eine neue Struktur reagiert. ■ Der Diözesangeschäftsführer vereint die beiden bisherigen Positionen des Geschäftsführers und des Diözesansekretärs. ■ Es gibt in der Diözesangeschäftsstelle eine neue Struktur: Das Verbandssekretariat mit Thorsten Schulz als Leiter; die Kolpingjugend mit Benedikt Vollmer als Leiter; die Bereiche Personalverwaltung und Vergütung unter Leitung von Norbert Kötters und der Bereich Finanzen und Controlling unter der Leitung von Birgit Löcken. Organisationsstrukturen seien notwendig, um einen funktionierenden Verwaltungsablauf zu gewährleisten. „Stimmt das Fundament, können wir Verbandsaufgaben und gesellschaftspolitische Themen angehen. Wichtige Themen sind die Familiengerechtigkeit, Rentenpolitik, Zukunftschancen für junge Menschen und die Weiterentwicklung des Ehrenamtes“, so Uwe Slüter. „In seiner Geschichte ist es dem Kolpingwerk immer gelungen, Antworten auf Zukunftsfragen zu geben. Das macht das Kolpingwerk attraktiv.“ Termine: ■ Wahlcheck zur Bundestagswahl „Familien im Fokus“ 22. Mai 2013, 19.30 Uhr in Coesfeld ■ Vorsitzendentagung 1. Juni 2013 in Coesfeld ■ Diözesanversammlung 16. November 2013 9


Diözesanversammlung

Antrag auf Benennung von Delegierten zur Diözesanversammlung durch Kolpingsfamilien Beschlusstext: "Die Diözesanversammlung akzeptiert bis zur Beschlussfassung einer neuen Satzung: Wenn in einem Bezirk keine Bezirksversammlung durchgeführt werden kann, wird der/die Delegierte der jeweiligen Kolpingsfamilie durch den Vorstand gewählt und als Delegierter zur Diözesanversammlung entsandt und vertritt diese entsprechend". Der Antrag wurde gestellt vom Kolpingwerk Bezirksverband Dülmen und Diözesanpräsidium. Er wurde von den Delegierten einstimmig angenommen.

Ehrenamt als Herausforderung

Die Diözesanversammlung hatte Besuch aus dem Düsseldorfer NRW-Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport. Andrea Hankeln (Bild), Referatsleiterin für bürgerschaftliches Engagement, informierte über das aktuelle Thema „Ehrenamt – Bedeutung,

Veränderungen und Herausforderungen für das Kolpingwerk“. „Die Engagementquote steigt“, wartete sie mit einer erfreulichen Aussage auf, aber: „leider nicht in allen gesellschaftlichen Gruppen, etwa bei den Jugendlichen.“ Ihnen müsse genug Freiraum gegeben werden, die Verdichtung in Schule und Uni sowie der Mobilitätsdruck seien kontraproduktiv. Engagement könne keiner Gesellschaftsschicht verordnet werden, „aber wir können die Rahmenbedingungen, sowohl von staatlicher Seite als auch vor Ort, positiv gestalten“, so die Referentin. Hier gelte es, offen für Veränderungen zu sein. „Auch vorgegebene Zeitstrukturen sind zu hinterfragen oder eingefahrene Wege einfach mal zu verlassen.“ ➲ Im Kolpingmagazin, Ausgabe Februar 2013 und im Kolping-FORUM, Ausgabe März 2013 wird ausführlich über diese Thematik berichtet.

Neuwahlen für Diözesanfachausschüsse Organisiert durch die Wahlkommission mit Michael Rübo (Vorsitzender), Meik Libor, Stephan Knubel-Sicking, Heinz Röttger wurden auch elf Kolpingmitglieder für drei Jahre zur Mitarbeit in den Aufgabengebieten der Diözesanfachausschüsse, des Kolpingwerk Diözesanverband Münster e. V. und des Rechnungsprüfungsausschusses gewählt. Jeder Gewählte trägt dazu bei, dass das Kolpingwerk DV Münster mit seinen 41.000 Mitgliedern in 265 Kolpingsfamilien Gesellschaft und Kirche mitgestalten kann.

Burkhard Wulff, Katrin Brüggenbrock, Adelheid Röttger, Jan Kröger, Bernhard Wesbuer

Diözesanfachausschuss „Internationalität und Eine Welt“: Helmut Tissen – Kolpingsfamilie Buldern Burkhard Wulff – Kolpingsfamilie Coesfeld Diözesanfachausschuss „Lebenswege – Menschenwege“: Katrin Brüggenbrock – Kolpingsfamilie Holtwick Diözesanfachausschuss „Geschmack am Glauben finden“: Hans-Josef Dirksmeyer – Kolpingsfamilie Riesenbeck Adelheid Röttger – Kolpingsfamilie Oer Kolpingwerk Diözesanverband Münster e. V.: Jan Kröger – Kolpingsfamilie Münster-Zentral te Bernhard Wesbuer – Kolpingsfamilie Everswinkel Stimmkar Rechnungsprüfungsausschuss: Dirk Aufderheide – Kolpingsfamilie Ennigerloh Philipp Röhl – Kolpingsfamilie Sassenberg Josef Strohbücker – Kolpingsfamilie Münster-Coerde Marcel Völtz – Kolpingsfamilie Greven

Dirk Aufderheide, Philipp Röhl, Josef Strohbücker, Marcel Völtz 10

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Mitgliedschaft im Rechtsträger Kolpingwerk Diözesanverband Münster Der Verein Kolpingwerk Diözesanverband Münster e.V. ist der Rechtsträger und damit der Anstellungsträger für Personal und gleichzeitig auch der Vermögens2 verwalter des Verbandes. Der Verein setzt sich im Wesentlichen aus Mitgliedern lung 201 versamm n a s ze iö D des Diözesanvorstandes zusammen. Über die Wahl von zwei Vertretern in diesen Verein kann die Diözesanversammlung in die Rechtsgeschäfte des Vereins und der Einrichtungen des Kolpingwerkes DV Münster Einblick nehmen und diese mit beeinflussen.


Diözesanversammlung

Eine besondere Würdigung erhielt die Kolpingsfamilie Laer (Kreisverband Steinfurt). Matthias Knauff (li.), Vorsitzender des Diözesanfachausschusses „Internationalität und Eine Welt“, berichtete über das Engagement der Kolpingsfamilie unter ihrem Vorsitzenden Josef Laumann (re.). 20.000 Euro waren innerhalb von fünf Jahren gesammelt und gespendet worden für Partnerschaftsprojekte in Uganda. Allein für ein Aufforstungsprojekt benötigte Kolping Uganda insgesamt 10.000 Euro zur Bodenverbesserung und Förderung von Artenvielfalt sowie zum Obstanbau, dessen Verkauf auch Existenzen der Arbeiter sichert. Anhand einer Baumschule wird den Gemeindebewohnern die Anpflanzung und Pflege gezeigt. „Partnerschaft ist mehr als Geld schicken“, so Matthias Knauff, „aber Geld ist auch wichtig…“, schmunzelte er.

Der Diözesanfachausschuss I „Zukunft von Arbeit und sozialer Sicherheit“ hat eine Arbeitshilfe zum Sonntagsschutz herausgegeben. Hierüber informierte Fachausschussvorsitzender Georg Hiob auf der Diözesanversammlung. „Mit dieser Arbeitshilfe wollen wir zusammen mit den Kolpingsfamilien Bewusstsein schaffen für den Wert des freien Sonntages und aufzeigen, wie jeder Einzelne zum Erhalt des arbeitsfreien Sonntages beitragen kann.“ ➲ Die Arbeitshilfe kann unter http:// ourl.de/ca83b heruntergeladen oder im Verbandssekretariat angefordert werden: Christel Schellerhoff, Tel. 02541 – 803-400, Mail: schellerhoff@kolping-ms.de

Diözesanfachausschüsse

Mit dem Kiepenkerl-Korb auf zu neuen Aufgaben Aktion saubere Handys Vorsitzende, dankten die Fachausschussmitglieder ihrer engagierten und beliebten Vorsitzenden bei einer der letzten Ausschusssitzungen des Jahres. Allerdings „nicht ohne Stolz“, so Diözesanseelsorgerin Ursula Hüllen, freuten sich die Fachausschuss-Mitglieder mit „ihrer ehemaligen Vorsitzenden“ über deren neuen ehrenamtlichen Aufgaben im Diözesanverband. Nun gelte es, möglichst bald den Fachausschuss-Vorsitz neu zu besetzen. Interessierte können sich bei Ursula Hüllen erkundigen. Tel. 02541 – 803-467, Mail: huellen@kolping-ms.de

Im Bild v. li.: Ludger Kloster (Kolpingsfamilie Hochmoor), Anne Ratert (Kolpingsfamilie Osterwick), Ludger Dreckmann (Kolpingsfamilie Altendorf-Ulfkotte), Adelheid Röttger (Kolpingsfamilie Oer). Foto: Ursula Hüllen

Der Diözesanfachausschuss „Geschmack am Glauben finden“ empfiehlt den Kolpingsfamilien, sich an an der „Aktion Schutzengel“ von missio zu beteiligen. Ursula Hüllen informierte die Delegierten. Missio weist auf den Zusammenhang von Gewaltexzessen und den Einnahmen aus Rohstoffgeschäften beim Abbau von Coltan hin, mit denen Rebellengruppen ihre Gräueltaten finanzieren. Coltan ist das Gold des Kongos, nach Schätzungen erwirtschaften bewaffnete Gruppen im Kongo jährlich etwa 225 Mill. US-Dollar. Aus dem Erz Coltan wird das seltene Tantal gewonnen, das in den Kondensatoren für Digitalkameras, Laptops und Handys verwendet wird. Adressaten der missio-Aktion sind die Deutschlandzentren der führenden Handy-Hersteller. Bestell-Nr.: 600 162

Münsterländer Tradition gemäß stattete der Diözesanfachausschuss „Geschmack am Glauben finden“ Anne Ratert zum Abschied mit einem Kiepenkerl-Korb für ihre „neue Reiseroute“ aus. Gefüllt mit Leckereien und sinnbildlich randvoll mit guten Wünschen soll dieser Korb sie bei ihrer neuen verantwortungsvollen Aufgabe begleiten. Anne Ratert wurde im November von der Diözesanversammlung als stellvertretende Diözesanvorsitzende gewählt. Nach zehn Jahren im Fachausschuss, davon zweieinhalb Jahre als dessen

➲U  nterschriftenlisten auf: www.missio-hilft. de/de/aktion/schutzengel/fuer-familienin-not-weltweit/saubere-handys/ 11


Zur Sache

Zur Sache Die Bundesversammlung hat eine intensive Satzungsdebatte geführt und einen neuen Bundesvorstand gewählt hat. Unsere Diözesanversammlung wählte ebenfalls eine neue Leitung, diskutierte zum Thema Ehrenamt und analysierte die wirtschaftliche Situation in unseren Einrichtungen. Beide Versammlungen haben wichtige Grundlagen für die Leitung und Struktur unseres Verbandes gelegt. Offen bleibt, welche Themen wir in den nächsten Jahren diskutieren. Wenn wir gesellschaftspolitisch bedeutend bleiben wollen in einer pluraler werdenden Gesellschaft, dann müssen wir mit guten Ideen überzeugen und in sozialen Fragen Sinn- und Orientierungsgeber sein. Wichtige Themen sind die Familiengerechtigkeit, Rentenpolitik, Weiterentwicklung des Ehrenamtes, klar Position beziehen gegen Politikverdrossenheit und Zukunftschancen für junge Menschen suchen. Hier hat das Kolpingwerk bereits

Antworten. Ich wünsche mir in unserem Diözesanverband eine breite Diskussion zum Beispiel zur Familienpolitik! Familienpolitik bleibt Herzensanliegen von Kolping, titelt die Bundesversammlung in einem Beschluss. Klar ist, dass Ehe und Familie unter dem besonderen Schutz des Grundgesetzes stehen. Eine moderne Familienpolitik muss berücksichtigen, dass es vielfältige Familienformen gibt. Immer weniger Ehen werden geschlossen, viele Ehen bleiben kinderlos, immer weniger Kinder werden in einer Ehe geboren. Die Ehe als Institution verliert an gesellschaftlicher Akzeptanz. In vielen Familien wollen beide Partner berufstätig sein. Ist es gerecht, wenn ein Elternteil nicht arbeiten kann, weil sie oder er kein Betreuungsangebot findet? Wenn Kinder ein Armutsrisiko sind? Was bedeutet Familiengerechtigkeit aus Sicht des Kolpingwerkes? In Deutschland arbeiten die Menschen immer öfter an Wochenenden und in der Nacht. Ein Viertel aller Beschäftigten

ist auch samstags im Job tätig, 1996 waren es knapp 19 Prozent. Auch die wöchentliche Arbeitszeit stieg an. Die 5-Tage-Woche gilt für ein Viertel aller Beschäftigten nicht mehr. Fünf Arbeitstage aber sind genug. Arbeitgeber fordern immer mehr Flexibilität, es wird Arbeit mit nach Hause genommen, das Smartphone ist eingeschaltet und im Urlaub ist das Notebook online. Das Familienleben aber leidet unter ständiger Erreichbarkeit. Gute Familienpolitik muss Arbeit umverteilen und die Wertigkeit von Beruf, Familie und ehrenamtlichem Engagement in ein vernünftiges Verhältnis bringen. Jeder Fünfte der 19bis 34-Jährigen hat nur einen befristeten Arbeitsvertrag, auch kein Zeichen einer guten Familienpolitik. Es gibt viel zu tun…. in diesem Sinne TREU KOLPING Uwe Slüter Diözesangeschäftsführer Bundesversammlung

Bundesversammlung des Kolpingwerkes Deutschland Über 300 Delegierte aus allen Diözesen Deutschlands haben auf der Bundesversammlung vom 26. bis 28. Oktober 2012 in Fulda einen neuen Bundesvorstand gewählt. Der Bundesvorsitzende Thomas Dörflinger aus der Erzdiözese Freiburg wurde ebenso wiedergewählt wie seine Stellvertreterin Barbara Breher aus dem Diözesanverband Augsburg. Neu als stellvertretender Vorsitzender in den Bundesvorstand gewählt wurde Thomas Lange aus dem Diözesanverband Aachen. Auch das Amt des Bundespräses wurde mit Pfarrer Josef Holtkotte (Diözesanverband Paderborn) neu besetzt, nachdem der bisherige Amtsinhaber Ottmar Dillenburg zum Generalpräses des Internationalen Kolpingwerkes gewählt wurde. Zudem wurden die Beisitzer gewählt. Insgesamt besteht der Bundesvorstand aus 16 gewählten Mitgliedern. Auch der Finanzausschuss wurde neu gewählt. Alfons Rave (DV Münster) wurde erneut in das Kontrollgremium des Bundesverbandes gewählt.

Der Diözesanverband Münster war mit 30 Delegierten auf der Bundesversammlung vertreten. 12


Verband

Neue Satzung für Kolpingsfamilien Verabschiedet wurden auf der Bundesversammlung neue Satzungen für das Kolpingwerk Deutschland und für die rund 2.600 Kolpingsfamilien. Während die Satzung für die Bundesebene erst nach Zustimmung durch die Diözesanbischöfe in Kraft treten kann, gilt die neue Mustersatzung für die Kolpingsfamilien ab sofort. Auf unsere Kolpingsfamilien kommt eine Überprüfung und Anpassung ihrer „alten“ Satzung innerhalb des nächsten Jahres zu. Aufgerufen wird dazu in der nächsten Ausgabe "Idee & Tat". Unterstützung geben dabei das Verbandssekretariat (Tel.: 02541 – 803-410) und die Kreisvorstände. Die neue Satzung für Kolpingsfamilien ermöglicht eine Anpassung in der Beschreibung der Gemeinnützigkeit an die Zwecke gemäß der Abgabenordnung innerhalb der Steuergesetzgebung. Interessant ist ebenfalls die Möglichkeit eines alternativen Leitungsmodells. Kolpingsfamilien, die lieber ein Leitungsteam an der Spitze wünschen, können dieses mit der neuen Satzung nun umsetzen. Dies war zwar auch schon mit der Satzung von 2008 möglich, jedoch gab es weitere vereinsrechtlich bedingte notwendige Anpassungen.

„Familienpolitik bleibt Herzensanliegen“ Die neue Bundessatzung verkleinert die Bundesversammlung und den Bundeshauptausschuss und regelt die Wahl der

Delegierten in den Diözesanverbänden, die bisher in den Diözesen unterschiedlich gehandhabt wurde. Die Satzungsdiskussion stand im Mittelpunkt der Bundesversammlung, klar dass wenig weitere Anträge beschlossen wurden. Mit großer Mehrheit wurde ein Beschluss „Familienpolitik bleibt Herzensanliegen“ gefasst. „Die Politik ist gefordert, sich gegen die zunehmende Ökonomisierung von Familienpolitik zu stellen.“ In einem von der Versammlung verabschiedeten Antrag stellten sie fest: „Familienpolitik ist und bleibt Herzensanliegen von Kolping.“ Für das Kolpingwerk ist Familienpolitik ein eigenständiges Politikfeld und Querschnittsaufgabe zugleich. Die Familienpolitik dürfe nicht den Anforderungen des Arbeitsmarktes unterstellt werden. Starke Familien seien „lebenswichtige Knotenpunkte im sozialen Netz“. „Das Kolpingwerk ist und bleibt Anwalt der Familien“, stellte die Bundesversammlung fest. Familienpolitik wird deshalb auch im Mittelpunkt eines Wahlchecks vor der Bundestagswahl 2013 stehen, bei dem Bundestagskandidaten zu ihren Positionen befragt werden sollen.

Pflegeversicherung und Familienpflegezeit Die Delegierten forderten weiter von der Politik, die soziale Pflegeversicherung zukunftssicher weiterzuentwickeln. Die zukünftige Ausgestaltung der Pflege müsse sich vor allem am tatsächlichen

Bedarf hilfebedürftiger Menschen orientieren. Das Kolpingwerk Deutschland setzt sich dafür ein, die Eigenständigkeit der Pflegeversicherung und der sie prägenden Gestaltungselemente zu erhalten. Der katholische Sozialverband fordert eine Aufwertung der Pflegeberufe und eine Verbesserung der Ausbildungsgrundlagen. Pflege sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die zum großen Teil durch die Angehörigen geleistet werde. Die von ihnen vorgenommene häusliche Pflege benötige eine bessere Unterstützung. Ein Rechtsanspruch auf eine zweijährige Familienpflegezeit – die finanziell vergleichbar mit der Elternzeit gestaltet wäre – würde es vielen Erwerbstätigen ermöglichen, die Pflege ihrer Angehörigen unter besseren Bedingungen zu gestalten.

Prävention Die Bundesversammlung verlangt in einer Resolution, den Schutz vor Kindeswohlgefährdung im Kolpingwerk stärker auszubauen. Der Besuch von Schulungen zum Thema soll helfen, Berührungsängste abzubauen und für das Thema sensibel zu werden. Alle verbandlichen Untergliederungen, Einrichtungen und Unternehmen sollen kompetente Unterstützung in Anspruch nehmen. Damit die Prävention vor jeglicher Form von Kindeswohlgefährdung ständiges Anliegen bleibt, soll auch die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit darauf ausgerichtet werden. Uwe Slüter

Harold Ries stellt sich den Mitarbeitern vor Gleich am Tag „Vier“ nach seiner Wahl als neuer Diözesanvorsitzender des Kolpingwerkes machte sich Harold Ries (untere Reihe, Bildmitte) am 21.11.2012 von Xanten aus auf den Weg nach Coesfeld zur wöchentlichen Mitarbeiterbesprechung. Hier stellte er sich den hauptamtlichen Mitarbeiter/-innen der Diözesangeschäftsstelle vor. Harold Ries dankte für die freundliche Aufnahme und die Unterstützung, die ihm bei seinen anschließenden Besuchen in den Mitarbeiterbüros und beim Kennenlernen der Aufgabenbereiche zugesagt worden sei. Bisher kenne er die Geschäftsstelle schon positiv aus Sicht einer Kolpingsfamilie, so Ries, der auch Vorsitzender der Kolpingsfamilie Xanten ist. „Man freut sich als Kolpinger über das offene Ohr

und die Hilfsbereitschaft, die einem hier bei Fragen für die örtliche Kolpingarbeit entgegen gebracht wird.“ Diözesangeschäftsführer Uwe Slüter hieß Harold Ries auch im Kreise seiner Mitarbeiter herzlich willkommen. Er dankte

den vielen helfenden Händen, die „wie Rädchen ineinander gegriffen“ und sehr professionell für einen reibungslosen Ablauf der „Großveranstaltung Diözesanversammlung“ am Samstag, 17.11., gesorgt hätten.

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Verband

50 Jahre Recklinghäuser Gespräche

Antworten auf die Zeit Kreisverband Recklinghausen und Diözesanverband Münster in Kooperation / Landtagspräsidentin kommt zum Jubiläum Demokratie braucht Moral – Der Staat beruht auf Werten Welche Bedeutung haben christliche Werte für die Politik? Kann christlicher Glaube zu einer politischen Ethik führen? Und wieviel Moral braucht unsere Demokratie? Welche Werte sind nötig, damit unser Staat funktioniert und wie gelingt darüber eine gesellschaftliche Verständigung? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des ersten Abends der diesjährigen Recklinghäuser Gespräche. Termin: Dienstag, 26.02.2013, 19.00 Uhr Referentin: Frau Carina Gödeke, Präsidentin des Landtages NRW Verliert die Demokratie an Zustimmung? Der zweite Abend der Recklinghäuser Gespräche wirft einen Blick auf

die Umwälzungen im Parteiensystem, die unsere Demokratie verändern: Während auf der einen Seite weitgehende Parteienverdrossenheit herrscht, kommen auf der anderen Seite neue Parteien wie die Piraten auf. In der Gesellschaft werden verstärkt Forderungen nach Transparenz in der Politik und nach mehr direkter Bürgerbeteiligung laut, gerade wenn es um Projekte in unmittelbarer Nähe geht, die die Menschen persönlich betreffen (Stuttgart 21, Atomausstieg, Straßenbauprojekte usw.). Ziel muss es sein, (neue) Formen zu finden, um Demokratie zu gestalten und den Gestaltungswillen der Menschen zu fördern. Termin: Dienstag, 05.03.2013, 19.30 Uhr Referent: Prof. Dr. Jürgen Falter, Universität Mainz, Institut für Politikwissenschaft Ideenkalender für Familien und die ganze Kolpingsfamilie

Für alle, die stets auf der Suche nach spannenden Ideen für die ganze Kolpingsfamilie oder auch für einzelne Familienkreise und Gruppen sind, hat der Fachausschuss „Lebenswege – Menschenwege“ in Kooperation mit dem Diözesanverband Paderborn für das Jahr 2013 abermals einen Wandkalender entworfen. Er ist gleichzeitig eine Arbeitshilfe mit Anregungen für die Praxis in den Kolpingsfamilien. Monat für Monat wird auf der Rückseite jedes Kalenderblattes eine ausgewählte Aktion vorgestellt. Dann heißt es: angucken – abgucken – anfangen! ➲ Der Kalender ist für 2 Euro Schutzgebühr (zzgl. Porto) erhältlich, so lange der Vorrat reicht. Bestellung im Verbandssekretariat Christel Schellerhoff, Tel.: 02541 – 803449, Mail: schellerhoff@kolping-ms.de

Kolping-Bildungswerk Diözesanverband Münster

Programm 1/2013 Bildung mit Kopf, Herz und Hand

Das Programm des Kolping-Bildungswerkes für das 1. Halbjahr 2013 kann in der Diözesangeschäftsstelle unter Tel. 02541 - 803-473, Mail: wuebbeling@kolping-ms. de, angefordert oder durch Anklicken des Covers auf der Startseite www.kolping-ms. de heruntergeladen werden. 14

Ort: Kreishaus Recklinghausen, Kurt-Schumacher-Allee 1, 45657 Recklinghausen Moderation: Uwe Slüter, Diözesangeschäftsführer des Kolpingwerkes Diözesanverband Münster Zielgruppe: Politisch Interessierte Gebühr: Der Eintritt zu beiden Abenden ist frei. Kontakt: Wilhelm Rennebaum (Vorsitzender Kreisverband Recklinghausen), Tel.: 02365/7402, elwibe@t-online.de, Thorsten Schulz (Verbandsreferent), Tel.: 02541/803-410, schulz@kolping-ms.de

Jubiläen von Kolpingsfamilien in 2013 150 Jahre Kolpingsfamilie Kleve 125 Jahre Kolpingsfamilie Dinklage Kolpingsfamilie Emsdetten 100 Jahre Kolpingsfamilie Selm (27.10.) 50 Jahre Kolpingsfamilie Altendorf-Ulfkotte Kolpingsfamilie Lünen-Wethmar / St. Gottfried Kolpingsfamilie Sythen (7.12.) Kolpingsfamilie Telgte 25 Jahre Kolpingsfamilie Ammerland Kolpingsfamilie Weseke (24.11.) (Datum des Festes, soweit dem DV Münster bekannt). Aufgelistet sind nur Vierteljahrhundert-Jubiläen. Alle Angaben ohne Gewähr und soweit Informationen vorliegen.


Kolpingjugend

2013 geht’s auf „WALZ“ Herbst-Diözesankonferenz der Kolpingjugend Dennis van Deenen (Kolpingjugend Osterwick) ist neues Mitglied in der Diözesanleitung und der Diözesanarbeitskreis erhält Verstärkung durch Tobias Witte (Kolpingjugend Holtwick). Weiterhin arbeiten Anna-Elisabeth Nienhaus (Kolpingjugend Münster-Zentral) und Johannes Wilde (Münster) im Diözesanarbeitskreis mit. Die Partnerschaftsarbeit mit Uganda wird weiterhin verstärkt zum Thema gemacht und die Gremienstrukturen der Kolpingjugend sollen einer Prüfung unterzogen werden. Mit der Vorstellung der Themen „Prävention von sexueller Gewalt“, der 72-Stunden-Aktion sowie der Aktion WALZ13 zum Schwerpunktthema wird ein Ausblick auf 2013 gegeben. So lässt sich das ereignisreiche Diözesankonferenz-Wochenende Anfang November der Kolpingjugend mit 65 Teilnehmenden in Coesfeld zusammenfassen. Die aktuelle Diözesanleitung der Kolpingjugend (v.l.:): Simon Handrup, Selina Kraskes, Dennis van Deenen, Maximiliane Rösner, Diözesanpräses Franz Westerkamp.

Nach drei Jahren im Diözesanarbeitskreis wurde Dennis van Deenen mit großer Mehrheit vom höchsten beschlussfassenden Gremium der Kolpingjugend in die Diözesanleitung gewählt. Der 23-jährige Auszubildende sieht vor allem das anstehende Schwerpunktprojekt WALZ13, welches der Auseinandersetzung mit dem Selbstverständnis der Kolpingjugend dienen soll, als möglichen Schwerpunkt seiner Arbeit. Im Gesellen- und Imagekampagnenoutfit sowie mit einem Tandem stellten zwei Mitglieder des Spinnerkreises Schwerpunkt die Aktion WALZ13 vor. Im Rahmen einer zweiwöchigen diözesanen Radtour sollen „auf den Spuren des Verbandes“ im kommenden Sommer möglichst viele Kolpingjugend-Gruppen besucht werden: Der gemeinsame Weg und die Auseinandersetzung mit dem Selbstverständnis der Kolpingjugend werden bei dieser Aktion tragende Themen sein. Das Projekt gliedert sich damit in die Reihe vieler weiterer Veranstaltungen im Kolpingjahr 2013 ein. Verabschiedet wurde im Verlauf der Konferenz der ehemalige Jugendbildungsreferent Jens Effkemann, welcher nach 4 1/2 Jahren im vergangenen Monat eine neue Stelle beim Volksbund Kriegsgräberfürsorge antrat.

Die Stelle als Jugendbildungsreferentin, so wurde in der Konferenz bekanntgegeben, tritt Lena-Maria Lücken ab Dezember an. Sie wohnt in Münster und studierte dort Soziale Arbeit an der Kath. Hochschule NRW. Bei dieser Stelle und den Teamer/-innen im Beratungsteam liegt insbesondere die Verantwortung für die Schulung der vielen ehrenamtlichen Gruppenleiter/-innen, welche nach Erlass der Präventionsordnung sowie Ausführungsbestimmungen (in

2011 bzw. im Sommer 2012) des Bistums, hinsichtlich der Prävention von sexueller Gewalt eine mehrstündige Schulung absolvieren müssen. Über die Sinnhaftigkeit sowie Rahmenbedingungen der Schulungen wurden die Teilnehmenden in einer kurzen Übung und Bearbeitung von Fallbeispielen informiert und zur Teilnahme an den Schulungen motiviert. Eine Präventionskampagne zur Sensibilisierung für die Bedeutung der Thematik und Motivation zur Teilnahme an Präventionsschulungen wird im kommenden Jahr an diesen Einstieg anknüpfen. Die Vernetzung und der Austausch zwischen den Vertreter/-innen der angereisten 19 Ortsgruppen hatten während der Konferenz und im informellen Teil ebenso Raum, wie die intensiven Diskussionen zu den inhaltlichen Schwerpunkten der Konferenz. Neben einem Rückblick im Rechenschaftsbericht, in dem die Diözesanleitung einen umfangreichen Einblick gab, wurden auch Beschlüsse zur Weiterarbeit gefasst: So wird Partnerschaftsarbeit auch nach dem Begegnungsprojekt Uganda, im August diesen Jahres, ein bedeutendes Thema der Kolpingjugend bleiben. Hierzu wird ein Spinnerkreis eingerichtet, welcher an der Weiterarbeit dieses Schwerpunktes arbeitet. Weiterhin werden die Gremienstrukturen nochmal stärker in den Blick genommen. Bereits einen Ausblick auf 2014 gab ein Beschluss zur Durchführung der FrühjahrsDiözesankonferenz 2014 im Regenbogenland Olpe, einer Ferienstätte des Verbandes. Vorher jedoch tagt die Diözesankonferenz noch zweimal in 2013. Text und Fotos: Benedikt Vollmer

Aus 19 Kolpingjugenden waren Delegierte angereist um über die Geschicke der Kolpingjugend zu beschließen. 15


I mpressum Erscheinungsort: Coesfeld, erscheint vierteljährlich Herausgeber: Kolpingwerk Diözesanverband Münster e.V. Gerlever Weg 1 · 48653 Coesfeld Redaktion: Rita Kleinschneider -rk-, Thorsten Schulz, V.i.S.d.P. Telefon: 02541 – 803-456 Telefax: 02541 – 803-455 e-mail: presse@kolping-ms.de Gerlever Weg 1 · 48653 Coesfeld

Satz und Layout: Hötzel, RFS und Partner, im Gutenberghaus in Stadtlohn

H 12281

Kolpingwerk DV Münster e.v. 48653 Coesfeld, PVST-Deutsche Post AG „Entgelt bezahlt“, VKZ

Auflagenhöhe: 1.800 Exemplare Jahresabonnement: 6,50 EUR Für unverlangt eingesandte Fotos und Manuskripte wird keine Haftung übernommen. Namentlich unterzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der ­Redaktion wieder.

Für die Ausgabe März 2013 mit Berichten aus den Kolpingsfamilien ist Redaktionsschluss am 31. Januar 2013

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Damit es wirkt.

Die Mitglieder des Diözesanpräsidiums und des Diözesanverbandes wünschen allen Leserinnen und Lesern des Kolping-FORUMs ein frohes Weihnachtsfest und Gottes Segen für ein gutes Gelingen im neuen Jahr 2013.

Das Redaktionsteam und das Druckteam aus dem Gutenberghaus danken für Ihr begleitendes Interesse und schließen sich diesen guten Wünschen an.

Kolping-Forum Dezember 2012  

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