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Kolping

FORUM Informationen aus dem Kolpingwerk Diözesanverband Münster

27. Jahrgang • Nr. 168 • Ausgabe Juli 2012

Sc

k t: h w erp u n

C h a n ce n, Ri

S o cial M e dia

s i k e n u n d P ra x is i m V e rb a n d

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Werner Pohl Kolping-Pate

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Bernd Krämer zum Sonntagsschutz


Geistliches Wort

Liebe Kolpingschwestern, WIR SIND KOLPING liebe Kolpingbrüder! Anke Richter-Weiß, (44 J.), Ansprechpartnerin für die Familienarbeit in der Kolpingsfamilie Ascheberg

➲ Mein Mann Martin ist als Jugendlicher zum Kolping gekommen und schon viele Jahre Mitglied. Ich bin mitgegangen als er in den Vorstand gewählt wurde und wollte was verändern: Ich wollte auch unsere Kinder zu Versammlungen, Vorträgen, Veranstaltungen mitnehmen können. Zudem wollte ich Andere in meinem Alter und Familien ansprechen und begeistern. ➲ Kinder können, sollen und dürfen bei allen Veranstaltungen dabei sein. Man unternimmt gemeinsam etwas. Die Kinder werden nicht untergebracht oder nur betreut. Familienprogramm muss für alle gemeinsam etwas bieten. ➲ Ich kann hier vor Ort meine Ideen verwirklichen, fühle mich durch den guten Zuspruch und den Erfolg bestätigt. Hier haben Jung und Alt gemeinsam Spaß, nicht nur jeder für sich allein. ➲ Ich würde Kolping empfehlen, indem ich zu Veranstaltungen einlade. Wer die Gemeinschaft und das problemlose Miteinander erlebt, war bis jetzt immer begeistert.

WIR SIND KOLPING Gertraud Feller, geb. 1961, Kolpingmitglied seit 1984, Kolpingsfamilie Vreden, Mitglied des Leitungsteams Ich bin ursprünglich eher durch Zufall zum Kolping gekommen, dann aber dabei geblieben, weil ich hier mit der ganzen Familie aktiv sein kann und mich dort angenommen fühle. Zusätzlich bin ich mit meiner Familie in einem Familienkreis. Hier erleben wir Gemeinschaft und gestalten ein Programm für uns, das neben Freizeitgestaltung auch Gesprächskreise zu gesellschaftlichen und religiösen Themen beinhaltet, und in dem jeder sich mit seinen Fähigkeiten und Möglichkeiten einbringt. Die erlebte Gemeinschaft und die Chance, mich im Rahmen meiner Möglichkeiten für die Ideen Kolpings einzubringen, sind Gründe, in der Kolpingsfamilie dabei zu sein.

„Je nachdem der Mensch ist, wird er sich seine Freude wählen, ja, wer in seine Tiefen sehen will, der gehe seinem Vergnügen nach und beobachte ihn in der Art seines Genusses. Mitten in der Freude wird er seine eigentliche Natur hervorkehren.“ (KS 3, S.133) Diesen Satz von Adolph Kolping stelle ich an den Beginn einer besonderen Zeit – die Zeit des Sommers, die Zeit, wo viele Erholung suchen und in den Urlaub fahren. Es ist Zeit, zu genießen und mit der großen Kraft der Freude in seinem Inneren wieder einmal in Berührung zu kommen. Es ist Zeit! Vor Jahren bekam ich kurz vor dem Urlaub mittels einzelner Karten einige besondere Einladungen. Ich gebe einige Gedanken daraus an Euch weiter und lade Euch daher nun ein – in ein anderes Land – Anderland! Kennt Ihr eigentlich Anderland? Nein? Dann solltet Ihr es kennenlernen! Dazu müsst Ihr Euch aber erst einmal aufmachen und Anderland finden. Sucht es nicht auf einer Landkarte – Ihr werden es nicht finden! Anderland ist eben so ganz anders – als die Lande, die wir so genau kennen! Ich nehme Euch mit auf eine kleine Reise nach Anderland. Dazu brauchen wir aber unbedingt einige Wegweiser, die nicht fehlen dürfen, denn sonst erreicht man Anderland nicht. Es sind die folgenden sieben an der Zahl: „Nichts tun“ – „Entdecken“ – „Begegnen“ – „Gott suchen“ – „Sich bewegen“ – „Schöpferisch sein“ – „Genießen“. Ihr merkt – Anderland hat unbedingt etwas mit dieser Zeit zu tun!

➲ Nichts tun – Verabrede Dich doch mal eine halbe Stunde am Tag, die nur Dir gehört, an der Dich niemand stören darf. ➲ Entdecken – Ändere Lautstärke und Geschwindigkeit: Wenn Du Stille und Langsamkeit entdeckst, kannst Du Neues hören und erkennen. ➲ Begegnen – Versuche mal, Dich mit den Augen des Anderen zu betrachten: Was fändest Du an Dich interessant? Welche Fragen würdest Du Dir stellen? ➲ Gott suchen – Stell Dir vor, Gott würde einen Nachmittag mit Dir Kaffee trinken. Worüber willst Du mit ihm sprechen? ➲ Sich bewegen – Entdecke die Langsamkeit. Lasse alles, was das Leben schneller macht, links liegen: Rolltreppen, Autos, Selbstbedienungsrestaurants. ➲ Schöpferisch sein – Versuche Dich im Schreiben, vielleicht eines Tagebuchs, oder in anderen Versen, Tönen oder Farben…es geht nicht um den Nobelpreis, sondern um Spaß und Freude aus dem Inneren heraus. ➲ Genießen – Verweile und schaue eine Blume, einen Baum, eine bestimmte Zeit und gebe Deinem Dank, mit ganz einfachen Worten, eine Adresse: Erzähle Gott, was Du tagsüber an Schönem erlebt hast. Wir brauchen öfter mal dieses Anderland, weil wir Menschen sind, weil wir Geschöpfe sind, weil wir lebendig und froh sein wollen – und sollen! – auf dass sich unsere Seele weitet. Vielleicht macht Ihr Euch auf den Weg zu Eurem Anderland. Ich bin sicher, es wird gut tun. Eine erholsame Sommerzeit wünscht Euch und Euren Lieben. Franz Westerkamp Diözesanpräses

Foto: Rita Kleinschneider

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Editorial

Inhalt: Geistliches Wort  Schwerpunkt Social Media Chancen, Risiken und Praxis im Verband 

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4 - 12

Zur Sache

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Verband

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Kolping-Stiftung22 Geschmack am Glauben finden

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Lebenswege – Menschenwege

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Kolping-Bildungswerk

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Aus unseren Häusern

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Reisen 

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Kolpingjugend 

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Kreise, Bezirke, Regionen

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Redaktionsschluss und Impressum 

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Liebe Kolpingschwestern und Kolpingbrüder, verehrte Leserinnen und Leser, „Social Media“ – Soziale Medien. Das Wort „sozial“ ist für die meisten von uns positiv besetzt. Man ist sozial, heißt: man wendet sich den Mitmenschen zu, man hört, achtet und kommuniziert, man sorgt sich für Andere und schaut nicht auf den eigenen Vorteil. Nichts anderes suggeriert uns auch die Welt der „Sozialen Medien“. Ein Tag ohne Web 2.0 in seiner ganzen Vielfalt? Undenkbar! Unsere Meinung ist gefragt, schnell „Gefällt mir“ gedrückt und schon können wir sicher sein, dass uns diese Webseite nun fast jeden Tag mit ihren Informationen „beglückt“. Heutzutage ist „Freundschaft“ in sozialen Netzwerken scheinbar nur einen Mausklick entfernt. Der richtige Spagat zwischen Privatsphäre und Öffentlichkeit ist nicht immer leicht. Das gilt für Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen. Veröffentlichte Daten können hier sehr leicht ein „Eigenleben“ entwickeln und außer Kontrolle geraten. Auf den Smartphones, Notebooks der Unternehmen, in Verbände und bei Privatpersonen ebenso wie auch in den Kinderzimmern: Eben mal die günstigste Tankstelle oder Börsenkurse googlen, Meinungen austauschen, über die Befindlichkeiten der Fußball-Nationalspieler, über den nervigen Mathelehrer oder die Zicke aus der letzten Bank ablästern, eine Studentenbude tauschen, die schönsten Fotos der letzten Party anschauen, das Kolpinglied oder Andere auf YouTube anhören, bei Sohn oder Tochter im Auslandsjahr per Skype „nach dem Rechten schauen“. Aber auch: Mit ein paar Klicks wissen, wer noch alles zur KolpingKreisversammlung oder zum Gruppenleiterkurs fährt. Sich vorher über Veranstaltungsthemen austauschen, Fahrgemeinschaften organisieren, oder schnell in der Kolping-Community nach Tipps für den nächsten Kolping-Gedenktag fragen… Möglichkeiten, die vor wenigen Jahren unvorstellbar waren. Auch bei uns im Kolpingwerk werden die „Sozialen Medien“ bedeutender. Ob wir wollen oder nicht: Wir stecken mittendrin, können uns nur durch energisches Ausstellen aller Gerätschaften vor der Informationsflut schützen. Doch wir wären heutzutage bald „außen vor“, würden wir Web 2.0 nicht nutzen. Schließlich haben wir Kolpinger ein vielfältiges Verbandsleben anzubieten. Das sollte unters Volk gebracht werden. Warum also nicht die unterschiedlichsten Kommunikationswege nutzen? Social Media werden immer mehr dazu gehören! Mit dieser Ausgabe unseres Kolping-FORUMs möchten wir Sie, liebe Leser, mitnehmen ins Web 2.0. Nur vergessen wir über alle sich bietenden Möglichkeiten nicht, auch persönlich in Kontakt zu bleiben. Telefonieren wir miteinander um Ideen oder Meinungen auszutauschen oder noch besser: Wir treffen uns auf einen Kaffee bei einer der nächsten Veranstaltungen und reden miteinander von Angesicht zu Angesicht! In diesem Sinne: Eine schöne Sommerzeit und schickt uns Eure Urlaubserlebnisse und -fotos auf facebook.com/kolping.ms Rita Kleinschneider

Titelbild: Illustration Social Media © ra2 studio - Fotolia.com

Thorsten Schulz

Titelthema der nächsten Ausgabe: ➲ Oktober 2012 – Bildung gehört zu Kolping

– Facettenreichtum in unserem Diözesanverband 3


Titelthema

Adolph Kolping würde twittern! Facebook und Twitter, Youtube und eine Vielzahl weiterer Dienste sind in aller Munde und begegnen selbst Nicht-Nutzern an jeder Ecke, in der Werbung, beim Einkauf, in den Nachrichten oder politischen Diskussionen. Keine Frage, die Plattformen sind populärer denn je zuvor und hinter den beschreibenden Begriffen Web 2.0, Social Web oder auch Social Media verbergen sich tiefgreifende Veränderungen des Internets, aber auch der Gesellschaft. Damit stellt sich auch für das Kolpingwerk die Frage, wie Soziale Medien (engl. Social Media) und die unterschiedlichen Angebote und Dienste genutzt werden können oder sogar müssen? schiedlichsten Themen und Fragestellungen. Insbesondere die Piratenpartei, welche derzeit nach und nach in die Parlamente einzieht und nicht selten als „Facebook-Partei“ bezeichnet wird, nutzt dabei die neuen Möglichkeiten, welche sich durch die Weiterentwicklung entsprechender Software auftun.

In der Diskussion um die Nutzung von sozialen Medien tun sich häufig zwei Richtungen auf: die eher positive, hoffnungsvolle und damit sehr optimistische Perspektive, welche vor allem die Chancen hinsichtlich der Kommunikation und Partizipation auf der einen Seite in den Blick nimmt, sowie die eher kritische Betrachtung, mit einem Blick auf Themen wie zunehmende Vereinsamung, Cybermobbing, technische Gefahren wie Viren und Würmer oder auch die Frage nach Datenschutz und -sicherheit. Beide Perspektiven gilt es, bei der Frage nach Nutzungsmöglichkeiten und dem Potenzial sowie den erwachsenden Herausforderungen, einzunehmen.

Social Media? Grundsätzlich geht es bei Social Media darum, dass Inhalte von den Nutzerinnen und Nutzern selbst bereitgestellt werden können und bereitgestellt werden: Das können Videos, Texte und Fotos sein, die von anderen bewertet, kommentiert oder – und das ist eines der zentralen Elemente – geteilt, also anderen Personen/Netzwerken zugänglich gemacht werden.

Neue Öffentlichkeit im World Wide Web Die grundsätzliche Offenheit dieser Plattformen ermöglicht dabei einen breiten Austausch zu unterschiedlichen Themen und eine weite Diskussion innerhalb der jeweils selbstgewählten Öffentlichkeit im virtuellen Raum. Während in den ersten Jahren des World Wide Webs (WWW) noch wenige Anbieter die Produzenten waren und publizierten, stellt das WWW heute einen Raum dar, in dem potentiell jeder und jede, mit geringen oder sogar ohne technische Vorkenntnisse publizieren kann. Die Anbieter der jeweiligen Plattformen 4

Social Media Marketing

Benedikt Vollmer (26 J.) Leiter des Jugendreferates, Studium der Sozialpädagogik/-arbeit. Seine Abschlussarbeit schrieb er zum Thema „Soziale Netzwerke als Orte der Kommunikation und Partizipation in Jugendverbänden?“.

reduzieren sich zunehmend auf die Bereitstellung einer technischen Struktur, welche dafür die Rahmenbedingungen herstellt. Im Verhältnis zu den klassischen Massenmedien eine echte Neuerung: Standen in diesen noch die Redaktionen als „Gatekeeper“ zwischen Produzent und Konsument, verändert sich die Rolle und Perspektive der Beteiligten, jeder und jede kann potentiell Produzent sein, aber auch weiterhin nur konsumieren, weshalb nicht selten die neue Wortschöpfung Prosument in Diskursen zu Social Media vorkommt. Mit diesen Entwicklungen erfüllen sich im Ansatz alte Hoffnungen, dass sich durch Medien unterstützt potentiell jeder in unterschiedlichste Diskussionen und Abstimmungen einbringen kann: Partizipation, im Sinne einer breiten und barrierefreien Beteiligung an unter-

Auch die Wirtschaft hat mit „Social Media Marketing“, als eine neue Form des Kundendialoges und der Kundenbeteiligung über die Plattformen wie Facebook oder Twitter die Zeichen der Zeit erkannt und auch etliche Organisationen nutzen die Plattformen zur Aktivierung und Beteiligung von Mitgliedern und interessierten NichtMitgliedern. Mehr noch: Die Plattformen ermöglichen auch Organisationen ohne feste Organisationsform, wie Verbänden oder Vereinen, innerhalb weniger Minuten, Stunden oder Tage für Kampagnen oder eigene Aktionsformen Personen zu gewinnen oder über die Plattformen zu informieren. Ein Blick auf die politischen Entwicklungen im vergangenen Jahr im arabischen Raum, die Informationsquellen und -räume für Occupy-Protestaktionen aber auch die Geburtstagsparty von „Thessa“, welche zur ungeplanten Großveranstaltung als „Facebook-Party“ bekannt wurde, zeigen positiv wie negativ, welches Potenzial aber auch welche Gefahren in diesen neuen Möglichkeiten von einer Beteiligung an Öffentlichkeit liegen.

Social Media – eine Gefahr für die Kolpingsfamilie? Nicht zuletzt stellt sich für Vereine und Verbände auch die Frage ob die mediale Vielfalt das freiwillige Engagement und die Beteiligung an verbandlichen Aktivitäten erschweren: Unterhaltung gibt es einen Mausklick entfernt bei Youtube,


Titelthema

Gemeinschaft via Login bei Facebook, eine Gesellschaft in der sich jeder hinter den eigenen Bildschirm zurückzieht und in der kaum noch Treffen in der „realen Welt“ stattfinden? Ein Blick auf das Nutzungsverhalten zeigt, dass das Internet weniger als zusätzlicher Raum, in dem sich die Nutzerinnen und Nutzer mit fremden Personen vernetzen, wahrgenommen und genutzt wird, als dass es sich um eine Erweiterung des bestehenden „realen“ Raumes handelt. Nicht ausschließlich aber überwiegend von den jüngeren Nutzerinnen und Nutzer, welche durch Smartphones und günstige Internet-Flatrates das Internet überall als Kommunikations- und Informationsmittel nutzen, wird dabei heute keine Trennung mehr zwischen „Online“ und „Offline“ vorgenommen. Die vermeintliche Trennung zwischen diesen beiden „Welten“ findet nicht (mehr) statt: Heute ist (potentiell) alles Online, aber auch untrennbar mit dem OfflineRaum verschmolzen. Die Plattformen werden genutzt als Nachrichtenquelle, als Posteingang für neue Informationen, welche dann auch im „Realraum“ widerhallen können. Nicht selten findet dabei Vernetzung insbesondere mit den Angeboten statt welche auch eine „reale“ Bedeutung haben, wirkliche Beteiligung kommt nur dann zustande, wenn Wirkung aussichtsreich ist. Soziale Netzwerke, wie Facebook, bilden als zentrale Plattformen eine Art „Betriebssystem“ in dem vielfältig Kommunikation ermöglicht wird: Öffentlich, aber auch in einer eingegrenzten Öffentlichkeit. Dabei können sowohl Mitglieder als auch interessierte Nicht-Mitglieder durch Nachrichten über ein eigenes Profil im sozialen Netzwerk oder einen Kanal in einer Videoplattform mit Informationen versorgt und über Entscheidungsprozesse informiert werden, vor allem aber auch an Entscheidungen beteiligt werden. Kurz: Eine Chance für Kolpingsfamilien die eigene Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation weiterzuentwickeln und einzelne Social Media-Plattformen in die eigene Kommunikation aufzunehmen.

Social Media ermöglicht neue Form der Zusammenarbeit

sierten Gesellschaft und steigenden Anforderungen ein Element dar, welches Fluch und Segen zugleich sein kann. So stellen sich – neben den beschriebenen neuen technisch-medialen Möglichkeiten – auch veränderte Anforderungen für modernes Engagement in Vorstand und Arbeitskreisen sowie die Gestaltung des Bildungs- und Freizeitprogramms von Vereinen und Verbänden dar. Längst sind flexible Arbeitszeiten und -orte als Anspruch formuliert und erfordern die Ermöglichung eines neuen modernen Engagements, welches auch die Zusammenarbeit und Kommunikation unabhängig von Gremiensitzungen und Arbeitstreffen ermöglicht. Während sich die E-Mail vielfach bereits als Kommunikationsmittel etabliert hat, bieten gerade Social Media neue Möglichkeiten zur Terminabstimmung, Gruppenkommunikation, dem Wiki zum Informationsmanagement oder onlinebasierte Software zum Projektmanagement als Werkzeuge der Zusammenarbeit. Vielfach kostenfrei oder zumindest kostengünstig bieten etliche Social Media Plattformen professionelle Lösungen, welche unabhängig von Zeit und Raum neben der Öffentlichkeitsarbeit, Mitgliederkommunikation und -beteiligung sowie Werkzeuge für ehrenamtliches Engagement bieten.

„Nun erreicht man jeden im Social Web…!?“ Dabei darf nicht vergessen werden, dass trotz der großen Verbreitung der Plattformen die Zahl der Nicht-Nutzerinnen weiterhin nicht zu verachten ist. Dabei variieren die Gründe für eine Nicht-Nutzung stark und reichen von fehlenden technischen Voraussetzungen, aber auch fehlenden technischinstrumentellen Kompetenzen bis zu einer bewussten Entscheidung gegen die Nutzung der Plattformen, nicht selten begründet durch Probleme des Datenschutzes und der Tat-

WIR SIND KOLPING Simon Handrup, (21 J.), Diözesanleiter Kolpingjugend, Jugendleiter / Ferienlagerleiter der Kolpingsfamilie Ascheberg Ich bin als Kind oft im Ferienlager der Kolpingsfamile mitgefahren. Das fand ich so cool, da bin ich dabei geblieben. Ich wollte mich später auch gerne einbringen und Aufgaben kamen dann von ganz alleine.... Die Zusammenarbeit zwischen Jung und Alt, zwischen allen Generationen ist bei uns super. Man hat gute Kontakte, nette Gespräche. Durch die Kolping-Arbeit sind schöne Freundschaften entstanden. Wichtig ist für mich, dass ich den Kolping-Gedanken auch an die Jüngeren weitergeben kann. Kolping kann ich einfach nur empfehlen: Weil man sich hier in Themenbereichen, die einen interessieren, engagieren kann. Die eigene Meinung wird gehört und Ideen werden weitergetragen und verwirklicht. Desweiteren kommt das gesellige Miteinander auch nicht zu kurz.

WIR SIND KOLPING Jutta Lübbering, geb. 1968, Kolpingmitglied seit 1984 Kolpingsfamilie Vreden, Leitung Themenkreis „Gelebter Glaube“ Während meiner Kindheit durfte ich die intensive Gemeinschaft einiger Familien innerhalb der Kolpingsfamilie meiner Heimatgemeinde Lengerich erfahren. Nicht zuletzt durch den überzeugenden Einsatz meines Vaters im Kolpingvorstand wurde ich selber mit 16 Jahren Mitglied in der Kolpingsfamilie. Die gelungene Mischung aus christlichem Engagement für die Familie, für die Arbeitswelt, aber auch die Anbindung an die Kirchengemeinde und der weiterführende gesellschaftlich-soziale Auftrag (zum Beispiel das Engagement in regionalen und überregionalen Hilfsprojekten) überzeugen mich nach wie vor, in der Kolpingsfamilie (heute vor allem im Familienkreis) aktiv zu sein und hier Menschen „mit ähnlicher Wellenlänge“ zu treffen.

Social Media stellen dabei in einer hochgradig individuali5


Titelthema

sache, dass die Plattformen – mit wenigen Ausnahmen – überwiegend von Unternehmen mit kommerziellen Absichten betrieben werden. Ein nicht zu verachtender Aspekt, welcher zur Notwendigkeit einer kritischen Reflexion der Nutzung von Plattformen führt und damit in jedem Fall bei Nutzung zu diskutieren ist: Inwieweit werden durch eine Nutzung schwerlösbare Abhängigkeiten von den jeweiligen Anbietern geschaffen und werden Personen, welche die Plattformen nicht nutzen, ausgeschlossen?

Bildungsanbieter, das eigene Bildungsprofil durch Angebote in diesem Bereich zu schärfen.

Medienkompetenz als notwendige Voraussetzung Jenseits dieser Auseinandersetzungen und den notwendigen technischen Voraussetzungen erfordert die Nutzung von Social Media ein Verständnis von Medienkompetenz, welches nicht nur auf technisch-instrumentelle Fähigkeiten als Voraussetzung für den kompetenten Umgang reduziert wird. Vielmehr ist auch eine reflektierte Nutzung notwendig, das Wissen um die jeweiligen Hintergründe und Wirkungen der Nutzung notwendige Voraussetzung für einen kompetenten Einsatz der Plattformen. Möglicherweise auch Aufgabe und Auftrag für Kolping, als etablierten

Adolph Kolping würde twittern! Adolph Kolping, mit den Rheinischen Volksblättern ein bedeutender Verleger seiner Zeit, hätte bestimmt ein eigenes Facebook-Profil und würde twittern um seine Idee vom katholischen Gesellenverein zu verbreiten und mit den vielen Gesellenvereinen im Kontakt und Austausch zu bleiben. Handelt es sich bei So-

cial Media doch um moderne Kommunikationsformen, welche nachweislich von vielen genutzt werden und einen echten Dialog und auch Beteiligung ermöglichen. In den Plattformen können sich Mitglieder und interessierte NichtMitglieder in laufende Diskurse einbringen, aber auch selbst Themen setzen und Kolping zum Thema machen. Dabei ist nicht zu verachten, dass die Themen des Kolpingwerkes und auch Kolping selbst längst Themen in den Plattformen sind. Das Engagement und die Nutzung der Plattformen, wie Facebook und Twitter, erfordern dabei nicht das Aufgeben etablierter Angebote oder Arbeitsweisen, sondern vor allem eine offene Auseinandersetzung mit den neuen Chancen und dem Potential der Plattformen, wenngleich auch kritische und reflektierte Nutzung der Angebote. Damit stellt Social Media für die Arbeit des Kolpingwerkes und der Kolpingsfamilien eine Herausforderung, aber vor allem eine Chance dar: So kann und sollte einerseits das eigene Bildungsprogramm um eine Auseinandersetzung mit den neuen Medien erweitert werden. Gleichzeitig können aber auch etablierte Arbeitsweisen durch die neuen Möglichkeiten und Kommunikationsformen weiterentwickelt werden um unterschiedliche Zielgruppen anzusprechen und am Verband zu beteiligen. Benedikt Vollmer

„Datenschutz im Internet“ Broschüre zu Urheberrecht, Persönlichkeitsrecht und Datenschutz Was muss ich tun, wenn ich fremdes Material nutzen möchte, und was passiert, wenn meine eigenen Fotos oder Texte woanders im Netz auftauchen? Welche Rechte habe ich an meinen eigenen Werken und wie gehe ich mit den Daten anderer um? Kostenlos herunter zu laden: http://ourl.de/85159

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Titelthema

Jugendforum: „Chancen und Stolpersteine bei Facebook und Co.“ Kolpingjugend Land Oldenburg nimmt Internetportale in den Blick Als ein nachahmenswertes Beispiel wollen wir das Engagement der Kolpingjugend im Land Oldenburg vorstellen. Wie sie können Kolpingjugenden und Kolpingsfamilien die Chance nutzen und den Bereich der Medienpädagogik zum Thema Social Media in den Fokus stellen. Es liegt in unserer Aufgabe „die Nöte der Zeit zu erkennen“, wie sie uns unser Gründervater Adolph Kolping mit auf den Weg gegeben hat. Aktueller kann man mit einem Bildungsthema wohl kaum sein. - TSch Internetportale wie SchülerVz, Facebook, Youtube erfreuen sich besonderer Beliebtheit und sind innerhalb kürzester Zeit zu einem Bestandteil unserer Gesellschaft geworden. Über 800 Millionen Menschen – darunter über 20 Millionen in Deutschland - vernetzen sich über Facebook, stellen Bilder, Videos und Statusmeldungen online, chatten miteinander und schicken sich Nachrichten. Doch gleichzeitig wächst die Sorge vor unbedachten Angaben persönlicher Daten, Fotos und virtuellem Mobbing. Wie können User ihre Privatsphäre schützen? Welche Sicherheitsfunktionen gibt es? Welche Vorsichtsmaßnahmen sollten Benutzer treffen? Diesen und vielen weiteren Fragen ist die Kolpingjugend Land Oldenburg auf dem 107. Kolpingtag in Scharrel im Jugendforum nachgegangen. Sie gestaltete das Forum „Facebook“, in dem auf Chancen und Risiken hingewiesen wurde und in dem (besorgte) Eltern Fragen stellen konnten. Moritz Becker, Diplom Sozialarbeiter/Sozialpädagoge vom smiley, einem Verein zur Förderung von Medienkompetenz berichtete den rund 45 Besuchern des Jugendforums auf eine sehr erfrischende Art und Weise, dass der Drang vieler Nutzer nach möglichst vielen Freunden in ihrer „Freundschaftsliste“ sehr hoch ist und als Wunsch nach Selbstbestätigung zu verstehen sei. Jedoch:

Facebook ist kein Wettbewerb um die meisten Freunde! Er erklärte außerdem, dass die Nutzer den echten Namen und keinen Phantasienamen angeben sollten. „Falsche Angaben über Wohnort, Praktika und Jobs fliegen spätestens bei einem Bewerbungsgespräch auf.“ Becker erklärte weiter, dass es bei Facebook einige Möglichkeiten gibt, um sich selbst zu schützen und möglichen Gefahren im sozialen Netzwerk aus dem Weg zu gehen. Ein wichtiger As-

pekt ist z. B., dass der User in der Rubrik „Privatsphäre Einstellungen“ einzelne Funktionen ausblendet und dadurch sehr genau festlegt, wer einen überhaupt bei Facebook findet, wer welche Informationen bekommen kann, und wie man Freunde, mit denen man nichts zu tun haben möchte, blockiert oder wieder entfernt. Der Pädagoge gab den

öffentlich zugänglich macht. Facebook sammelt die Daten seiner Mitglieder, um sie teuer an Unternehmen weiterzuverkaufen. Becker erklärte, dass alle Daten, auch die gelöschten, weiterhin erhalten bleiben. Sie werden nur nicht mehr angezeigt. Die Nutzer sollten diesen Aspekt beim Einstellen von Informationen berücksichtigen und nur „so viel Daten wie nötig und so wenige wie möglich bei sozialen Netzwerken einstellen“. Fazit vieler Besucher: Ein sehr informatives Forum mit vielen Informationen, zugleich humorvoll und nachdenklich. Britta Sommer

Ein sehr informatives Forum mit vielen Informationen, zugleich humorvoll und nachdenklich, so das Fazit vom Jugendforum beim Oldenburger Kolpingtag.

Besuchern des Forums den Ratschlag mit auf den Weg, diese Einstellungen genauestens zu überprüfen, denn in den Voreinstellungen setzt Facebook voraus, dass die Mitglieder mit ihren Informationen freizügig umgehen. Unter „Privatsphäre Einstellungen“ kann der Benutzer außerdem bestimmen, wer überhaupt auf die Pinnwand posten darf: entweder alle Freunde oder niemand. Hier kann man auch regeln, wer sehen kann, was andere auf die Pinnwand gepostet haben. Eine weitere wichtige Sicherheitsfunktion sind die sogenannten Freundeslisten. Hier können die Benutzer selbst bestimmen, welche Freunde welche Informationen erhalten sollen. In der Grundeinstellung kann man unterscheiden zwischen „Engen Freunden“ (von denen sieht man viele Neuigkeiten), „Bekannten“ (weniger Neuigkeiten) und „Eingeschränkt“. Eingeschränkte Kontakte sehen nur, was man für jeden

WIR SIND KOLPING

Martina Wiebusch, Mitglied der Kolpingsfamilie Ascheberg

Ich bin über meine Kinder zu Kolping gekommen, die auch in der Kolpingjugend aktiv dabei sind. Mir gefiel als Alleinerziehende das familiäre „Drumherum“. Man wird komplett mit einbezogen und voll akzeptiert, ohne Vorbehalte. Die lockere Gemeinschaft mit allen gefällt mir, niemand verstellt sich, jeder gibt sich so, wie er ist. Alle helfen sich untereinander. Auch Schwächere werden gefördert, das ist längst nicht überall so. Aus diesen Gründen empfehle ich Kolping gerne weiter - Jung und Alt, alle werden einbezogen. Man kann, muss aber nicht, alles mitmachen, alles ist so offen und locker.

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Titelthema

Kolpingwerk Diözesanverband Münster startet eigene Facebook-Seite Mitarbeiter zum Thema Social Media geschult Im Mai und Juni wurden zahlreiche Mitarbeiter des Kolpingwerkes, KolpingBildungswerkes und der Gesellschaft zur wirtschaftlichen Betätigung im Diözesanverband Münster im Bereich Social Media fortgebildet. Pünktlich zum ersten Termin der internen Fortbildung wurde die Facebook-Seite durch den Diözesanvorsitzenden Bernd Krämer und Diözesangeschäftsführer Uwe Slü-

WIR SIND KOLPING Martin Betker, (43 J.), Schriftführer für die Kolpingsfamilie Ascheberg Ich bin in einer Großstadt im Ruhrgebiet aufgewachsen. Damals war für mich Kolping überhaupt kein Begriff. Nachdem ich meine Frau kennengelernt habe und „aufs Land“ gezogen bin, habe ich mich intensiver mit der Kolpingsfamilie und dem Werk Adolf Kolpings beschäftigt. Meine Frau war schon Mitglied und im Kolping-Spielmannszug aktiv, zudem war nahezu der gesamte Freundeskreis Kolpingmitglied. So hat es verständlicherweise nicht lange gedauert und ich bin selbst Kolpinger geworden. Ich wurde überaus freundlich in die Gemeinschaft aufgenommen und habe mich sofort sehr wohl und geborgen gefühlt - dies war 2002. Mittlerweile bin ich sogar seit vier Jahren als Schriftführer in unserem jungen Vorstandsteam tätig. Zudem engagiere ich mich sehr für den KUBB-Sport, den wir von der Kolpingsfamilie vor einigen Jahren in unsere Gemeinde gebracht haben und der ein fester Bestandteil im Gemeindeleben geworden ist. Ich bewundere nach wie vor das herausragende Gemeinschaftleben und das Angebot an Freizeitaktivitäten innerhalb unserer Kolpingsfamilie - gemeinsam mit allen Generationen - im Sinne Adolf Kolpings und der christlichen Kirche. Ich bin dankbar, ein Teil dieser Gemeinschaft sein zu dürfen.

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Im Rahmen der Mitarbeiter Fortbildung schalteten (v. li.) Diözesangeschäftsführer Uwe Slüter und Diözesanvorsitzender Bernd Krämer die Facebook-Seite online.

ter online gestellt. Mit dem Referenten der Fortbildungen Benedikt Vollmer, zugleich Leiter des Jugendreferates der Kolpingjugend, hat der Diözesanverband einen äußerst kompetenten Referenten gefunden, der auch in den Anfängen die Facebook-Seite mit dem Leiter des Verbandssekretariates und Verantwortlichen für Öffentlichkeitsarbeit Thorsten Schulz betreut. Der Diözesanverband Münster geht damit in der Öffentlichkeitsarbeit für sich neue Wege. Im Diözesanvorstand herrschte in seiner Sitzung im März Einigkeit darüber, dass auch das Kolpingwerk im Diözesanverband Münster sich auf dieser neuen Plattform engagieren soll. „Eine Vernetzung wie sie in diesem sozialen Netzwerk funktioniert, finden wir in ähnlicher Weise auch bei uns im Verband“, erläutert Krämer am Rande der Mitarbeiterschulung. „Bislang haben wir institutionell die wechselseitige Kommunikation wie sie uns Facebook bietet nur in anderen Situationen erfahren. Wenngleich wir wissen, dass nicht die gesamte Mitgliedschaft in diesem neuen Medium abgebildet ist, so wollen wir dennoch die Chance nutzen mit unseren Mitgliedern auch über diesen Kommunikationsweg in den Austausch zu kommen.“ Facebook werde mittlerweile von ungefähr einem Viertel der deutschen Bürger genutzt. „Hier muss sich auch Kolping engagieren“, so Krämer. Die Facebook-Seite wird nicht den bisherigen Internetauftritt (www.kolping-

Wie geht denn das? Schulungsleiter Benedikt Vollmer erklärt der Kollegin Annette Weßendorf die vielfältigen Möglichkeiten des Social Media.

ms.de) des Kolpingwerkes ersetzen. Sie bildet eine Ergänzung in der Mediennutzung des Verbandes. „Auch Personen, die sich nicht mit einem Profil bei Facebook anmelden wollen, können sich die Seite des Diözesanverbandes in Facebook anschauen. Sie ist öffentlich und damit auch direkt über einen Link zu finden“, erläutert Benedikt Vollmer. Text und Fotos: Thorsten Schulz ➲ Hier gelangt man direkt zur genannten Facebook-Seite: www.facebook.com/kolping.ms


Titelthema

Kurz erklärt:

Die neue Facebook-Seite des Kolpingwerkes Diözesanverband Münster im Überblick Mitglied muss man nicht sein um sich die Seite des Kolpingwerkes unter der Web-Adresse facebook.com/kolping.ms anzusehen. Um sich einzubringen, etwa per „Gefällt mir“-Button oder das Schreiben eines eigenen Kommentars, ist dann allerdings eine Registrierung notwendig. Hier stellen wir kurz vor, wie die Seite aussieht und funktioniert:

Mit „Schreib etwas...“ lädt die Seite ebenso wie mit der „Kommentieren“-Funktion, zur Diskussion und Beteiligung ein, denn es geht um den Dialog: Über die neue Plattform können nicht nur Mitglieder aus allen Ebenen des Verbandes miteinander ins Gespräch und in den Austausch kommen. Dabei ist die Plattform generell offen gestaltet, so dass auch Nicht-Mitglieder sich in die Diskussionen einbringen können.

Durch einen Klick auf Gefällt mir können FacebookMitglieder sich die jeweils neuen Nachrichten in ihren eigenen NeuigkeitenÜberblick senden lassen.

Wieviele „Gefällt mir“-Angaben hat das Kolpingwerk bereits? Welche Veranstaltungen werden angekündigt?

Die Kolpingjugend macht schon lange mit und auch unsere Ferienstätten sind bei Facebook vertreten. Sie geben einen Einblick in ihre Arbeit und laden zum Dialog ein.

Eine weitere Möglichkeit zur Beteiligung: Die Beiträge der Seite im eigenen Netzwerk „teilen“ und damit Freunde und Bekannte bei Facebook über Neuigkeiten und Diskussionen im Kolpingwerk informieren.

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Titelthema

„Gefällt mir“ statt „Hosianna“ Erster katholischer Facebook-Gottesdienst am Palmsonntag Statt mit Palmwedeln singend durch die Kirche zu ziehen, haben etliche katholische Jugendliche in Deutschland diesmal den Palmsonntag surfend auf dem Sofa verbracht. Sich bei Facebook eingeloggt und Kommentare gepostet. Haben den „Gefällt mir“-Button gedrückt, statt „Hosianna“ zu rufen. Denn Interaktivität war gefragt – beim ersten katholischen Facebook-Wortgottesdienst. „Der Heilige Geist weht wo er will. Ich bin fest davon überzeugt, er weht auch heute im Internet“, sagte Pfarrer Dietmar Heeg zu Beginn der Andacht. Als Mitarbeiter der katholischen Fernseharbeit der Deutschen Bischofskonferenz hatte er in Kooperation mit dem Internetportal katholisch.de und dem Kölner Domradio das Projekt ins Leben gerufen. Über deren Facebook-Seiten konnten User des sozialen Netzwerks

die rund 25-minütige Andacht aus einer Kölner Kapelle live mitverfolgen und auch selbst mitmachen. Schon vor Beginn des Gottesdienstes posteten die virtuellen Teilnehmer eifrig. Von „sehr innovativ“ bis „Was soll das hier?“ war im Chat zu lesen. Beiträge wie „Amen“ oder „Und mit deinem Geiste“ zeigten, dass die Facebook-Community den klassischen Wortgottesdienst – bestehend aus Lesung, Predigt, Fürbitten und Segen – nicht nur kommentierte, sondern auch aktiv mitbetete. Eine Redakteurin von katholisch.de verfolgte die Kommentare und Anregungen der Netz-Gemeinde auf einem iPad, und Heeg griff die Gedanken umgehend in der Predigt auf. Nicht nur für die Facebook-Gemeinde, sondern auch für die kleine Gruppe Jugendlicher, die im Kölner Maternushaus mitfeierten, war

der erste katholische Wortgottesdienst auf Facebook ein interessantes Experiment. „Das war eine sehr spannende Erfahrung, weil ein direktes Feedback kam“, sagte der 26-jährige Stefan Lesting, der über sein Smartphone auch das Geschehen im Netz verfolgt hatte. Nach 25 Minuten war denn auch der erste Facebook-Gottesdienst vorbei. Doch der Chat auf Facebook ging weiter. „Die Predigt war verständlich und auf den Punkt gebracht, kein langweiliges Drumrum-Labern. Mir hat auch der interaktive Austausch mit den Zuschauern sehr gefallen.“ ➲ Ausführlicher Bericht auf www.kolping.de (Überschrift als Suchbegriff eingeben) und in zahlreichen Internetportalen (Stichwort: FacebookGottesdienst)

Seminarangebot – Seminarangebote – Seminarangebote Zeit für Jugendarbeit 2.0! Social Media sinnvoll in der Jugendarbeit nutzen / Seminarangebot der Kolpingjugend Gerade bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind Facebook, YouTube & Co. beliebte Plattformen, die mittlerweile einen bedeutenden Stellenwert in der (Alltags-) Kommunikation, der eigenen Darstellung und nicht zuletzt bei der Beteiligung an unterschiedlichen Themen und Diskussionen haben. Auch in vielen Bereichen der Jugendarbeit können die Plattformen genutzt werden. Hier nur ein paar Möglichkeiten: – Kurzfristige Absprachen innerhalb der Jugendgruppe, – die gemeinsame Vorbereitung der nächsten Gruppenstunde oder – die Nutzung für Öffentlichkeitsarbeit und – Information der Daheimgebliebenen und Eltern aus dem Ferienlager. Allerdings müssen mit der Nutzung der Plattformen auch Gefahren und problematische Anwendung beachtet werden. Fragestellungen, die von Cybermobbing bis zu rechtlichen Problemen und Einschränkungen reichen. Bei diesem Veranstaltungsangebot werden die Chancen und Möglichkeiten der „sozialen Medien“ vorgestellt und diskutiert, aber auch problematische Aspekte und Gefahren behandelt. Benedikt Vollmer

Kursbedingungen: Termin und Ort werden von der teilnehmenden Gruppe in Absprache mit dem Jugendreferat geplant und organisiert. Abendveranstaltung als Infoveranstaltung und Austausch oder Tagesveranstaltung (mind. fünf Stunden) mit praktischem Ausprobieren. Bei Veranstaltungen vor Ort wird ein Internetzugang benötigt, bei Tagesveranstaltungen ein Computerraum oder Notebooks für die Teilnehmenden (kann vom Jugendreferat mitgebracht werden). Buchung und Absprachen im Sekretariat der Kolpingjugend: Birgit Vormann, Mail: info@kolpingjugend-ms.de, Tel. 02541 - 803-471. 10

Internetnutzung für Kinder – was Eltern beachten sollten Thema / Inhalt Im Zeitalter der modernen Kommunikationsmöglichkeiten wird das Internet fast so selbstverständlich für den Informationsaustausch genutzt wie das Telefon. Unsere Kinder werden mit diesem Medium groß, wissen aber oft nicht, welchen „Gefahren“ sie ausgesetzt sind, wenn sie z. B. unbedacht persönliche Daten im Internet preisgeben. Zielgruppe: Eltern/Großeltern, deren Kinder/Enkelkinder das Internet nutzen bzw. nutzen möchten. Ziele: Sensibilisierung für die Risiken im Internet. Worauf sollten Eltern achten, wenn sie ihren Kindern einen Internetzugang ermöglichen? Wie kann man den dort lauernden Gefahren begegnen? Zeitlicher Umfang: Abendveranstaltung, ca. 2 Stunden Teinehmerzahl: 10 – 25 Personen, je nach räumlichen Möglichkeiten Ansprechpartnerin: Kolping-Bildungswerk, Birgit Vormann, Tel. 02541 – 803-471, Mail: vormann@kolping-ms.de


Titelthema

WIR SIND KOLPING Simon Kühnhenrich, (14 Jahre), Kolpingsfamilie Ascheberg

Foto: iStock.com

„Das Mitmach-Internet“ Möglichkeiten des Web 2.0 hautnah erlebt für Eltern und Kinder Die Teilnehmer/-innen erhalten einen Einblick in die Nutzungsmöglichkeiten von Web 2.0 Angeboten am Bespiel von Facbook, meinVZ und ICQ. Sie werden in Bezug auf die Risiken dieser Angebote sensibilisiert. Voraussetzungen: Grundlagenkenntnisse im Umgang mit dem PC sind wünschenswert. Inhalte: ➲ Tag 1 - Eltern: Mitmach-Internet – Was ist das? Einführung in die Thematik Web 2.0 Vorstellung und Nutzung von Sozial Media und Web 2.0 Gefahren und Sicherheitseinstellungen Vorstellung und Anwendung von Social Media-Angeboten ➲ Tag 2 - Eltern und deren Kinder: Was macht mein Kind im Internet? Sorgen und Ängste der Eltern Macht Euch keine Sorgen – ich kenn mich damit aus! Wie steht es um die Medienkompetenz unserer Kinder? Gefahren der Nutzung der Sozialen Netzwerke Gemeinsame Erfahrungen der Eltern und Kinder bei der Nutzung von SocialMedia-Plattformen. Diese Kursangebote können zeitlich und örtlich flexibel in den Kolpingsfamilien vor Ort stattfinden. Anfragen zu Organisatorischem und Gebühren in der Diözesangeschäftsstelle bei Birgit Vormann, Tel. 02541 – 803-471, Mail: vormann@kolping-ms.de

Facebook, Twitter & Co. Kursangebot zu Chancen und Risiken des „Web 2.0“ Facebook, Wikipedia, YouTube und Twitter sind in aller Munde, über die Hälfte aller Deutschen machen schon mit und täglich werden es mehr: Angebote im „Web 2.0“ gehören für viele Menschen schon ebenso zum Alltag wie das Handy oder die E-Mail. Dabei bergen diese neuen Dienste viele Chancen aber auch Risiken sowohl für Privatpersonen, als auch für Organisationen wie Kolpingsfamilien. Für Verantwortungsträger einer Organisation oder Kolpingsfamilie, die an der Thematik Web 2.0 interessiert sind, ist dieses Angebot als „Praxispäckchen“ konzipiert. Es geht es um einen Überblick und Einblick in die Vielzahl der Angebote sowie die Chancen, Risiken und Herausforderungen. – Was ist das Web 2.0 und welche Angebote gibt es? – Welche Nutzungsweisen gibt es? Was zieht Menschen ins Netz? – Wie können Organisationen/ Kolpingsfamilien die Angebote nutzen? – Welche Rahmenbedingungen gibt es für die Nutzung? – Welche Risiken birgt das Web 2.0? Datenschutz? Urheberrecht? – Was kommt noch? Ein Ausblick! Schwerpunkte können nach Absprache gesetzt werden. Die Mindestteilnehmerzahl dieser etwa zwei- bis dreistündigen Abendveranstaltung liegt bei acht Personen. Kosten und Organisatorisches auf Anfrage.

Meine ganze Familie ist Mitglied im Kolping. Natürlich wollte ich dann auch dabei sein und selbst Mitglied werden. Bei den Veranstaltungen trifft man immer jemanden, den man kennt und es findet sich immer jemand zum Quatschen oder Spielen. Auch lernt man mal andere kennen. Wie ich Kolping weiterempfehlen würde? Ich würde einfach meine Freunde, die noch nicht Mitglied sind, mitnehmen wenn mal wieder was los ist. Die können sich das bei Kolping mal angucken, wie gut das ist.

WIR SIND KOLPING Anne Kühnhenrich, (43 J.), 4 Kinder, Kolpingsfamilie Ascheberg

➲ Ich bin zu Kolping gekommen, weil ich an einer Familienfahrt nach Olpe teilgenommen hatte, die von der Ascheberger Kolpingsfamile organisiert wurde. Es hat mir so gut gefallen, dass wir alle dabei geblieben sind. ➲ Es gibt viele Familienveranstaltungen und auch mal nur für uns Frauen, zu denen man gut hingehen kann. Bei den Aktivitäten und Events kann man auch mal unabhängig von anderen teilnehmen, man trifft ja immer nette Leute, von denen man sich auch sofort angenommen fühlt. ➲U  m neue Mitglieder zu finden, würde ich einfach jemanden zu einer Veranstaltung mitnehmen. Wer sich wohlfühlt, bleibt dabei. Es ist aber auch kein Problem, wenn man zuvor denkt, dass es womöglich nicht passt: Jeder ist im Kolpingwerk immer willkommen, unabhängig vom Alter, Aussehen oder Konfession.

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Zur Sache

Liebe Kolpingschwestern und Kolpingbrüder, Raum für persönliche Gespräche müssen wir uns neu erobern. Verbindlichkeit bekommt eine neue Bedeutung. Auf das vielleicht bessere Angebot zu warten, ist einladend. Fehlende Verbindlichkeit belastet aber persönliche Beziehungen und ehrenamtliches Engagement. Die Jugendlichen von heute sind die Erwachsenen von morgen. Das Internet wird für Inhalte, Werbung und Diskussion im Kolpingwerk an Bedeutung gewinnen. Auch wir haben uns vorgenommen, das Internet verantwortlich stärker zu nutzen.

wenn wir wollen, dass Menschen die Ideen und Ziele des Kolpingwerks gut finden, müssen wir mit ihnen darüber ins Gespräch kommen. Den Dialog suchen wir aber nicht nur im persönlichen Gespräch. Internet und die neuen „sozialen Medien“ spielen eine immer größere Rolle. Auch im Kolpingwerk Diözesanverband reagieren wir und setzen bei den „social media“ einen Schwerpunkt. Fernseher, Handy, Computer und In-

ternetanschluss sind in fast allen Familien vorhanden. In der Hälfte der Haushalte stehen drei oder mehr Computer und über 40 Prozent besitzen mindestens drei Fernseher. Mit 97 Prozent hat so gut wie jeder Jugendliche ein eigenes Handy und fast 80 Prozent haben einen eigenen Computer bzw. Laptop zur Verfügung. Einen Fernseher hat gut die Hälfte der Jugendlichen, jeder Zweite hat einen eigenen Internetzugang und ohne geht es nach Ansicht der meisten jungen Menschen nicht mehr. Sie nutzen das Internet mehr als zwei Stunden täglich. Dabei stehen OnlineCommunities wie Facebook in der Prioritätenliste ganz oben. Wir müssen uns nicht nur durch Tausende von Websites klicken, sondern auch noch ständig mit verschiedenen Meinungen auseinandersetzen. Wir können umfassend kommunizieren, sind meistens online und müssen lernen, die Informationsfülle zu verarbeiten. Die Schnelllebigkeit der Mediengesellschaft ist nicht nur positiv. Zeit und

Besuchen Sie unseren Diözesanverband auf www.kolping-ms.de oder besuchen Sie Kolpingwerk und Kolpingjugend auf Facebook. In diesem Sinne! TREU KOLPING Ihr neuer Diözesangeschäftsführer Uwe Slüter

Interessante Kolping-Links im Social Web Eine einfache Suche mit einer herkömmlichen Suchmaschine aber auch in den Portalen selbst ergibt schnell eine Auflistung, die zeigt, dass es schon viele Angebote von Kolping im Social Web gibt. Wir empfehlen, sich einfach mal durchzuklicken:

k.com/kolping.ms

s

/kolpingjugend.m

k.com http://www.faceboo

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http://www.facebook.com/KolpingwerkDeutschland ingwerk http://www.facebook.com/K com/user/Kolp olpingjugendDeutschland http://www.youtube.

https://twitter.com/#!/Kolpin

gwerk

http://www.faceboo

http://www.youtube.com/user/KolpingInternational

k.com/Kolping.Aug

sburg

WkNf4LACaK0DZplV3y9g

1269154412?gsessionid=Ei

/11317964846 http://picasaweb.google.com

http://www.facebook.com/kolping.kulturtage

http://www.facebook.com/g

roups/207124589303498/

m

ages/Kolping-Ferienland-Sale

http://www.facebook.com/p

http://www.faceboo

enlandOlpe

ok.com/Regenbog

https://www.facebo

k.com/pages/Stad

thotel-Kolping/

http://www.facebook.com/Kolpingjugend

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dthotelMuens

book.com/Sta

ce http://www.fa

➲ Hinweis: Diese Auflistung hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern soll lediglich anregen sich die unterschiedlichen Möglichkeiten der Nutzung des Social Web für Kolping anzuschauen. 12


Verband

Nachbarschaft neu gedacht – Generationen in Verantwortung Kolping-Paten machen den ersten Schritt zum neuen Ehrenamt Werner Pohl aus der Kolpingsfamilie Coesfeld ist sich sicher: „Die Idee der Kolping-Nachbarschaftspaten ist zukunftsweisend. Es ist eine Chance sowohl für alle, die allein sind als auch für Menschen, die ein sinnvolles Engagement suchen.“ So war es nicht verwunderlich, dass sich Werner Pohl als erster KolpingPate aus der Kolpingsfamilie Coesfeld gleich nach dem Qualifizierungskurs, den er Ende März beim Kolpingwerk Diözesanverband Münster absolviert hatte, auf die Suche nach Mitstreitern machte. Und die hat er schneller als gedacht gefunden. Dass der Vorstand der Kolpingsfamilie Coesfeld einstimmig beschlossen hat, das Projekt der Kolping-Nachbarschaftspaten aktiv zu unterstützen, daran gab es keinen Zweifel. Denn „es ist doch die ureigenste Aufgabe einer Kolpingsfamilie, die Nöte der Zeit zu erkennen und dann zu handeln“, so Hedwig Blome, 1. Vorsitzende der Kolpingsfamilie Coesfeld. Für die Region Coesfeld konnte das Seniorennetzwerk gewonnen werden. Manfred Holters, Vorsitzender des Seniorennetzwerks Coesfeld, sieht in dem Projekt einen guten Ansatz Menschen vor Ort zu erreichen, die von Isolation betroffen sind.

Kolpingsfamilien Coesfeld und Hochmoor machen mit Aber nicht nur in Coesfeld tut sich was ist Sachen Kolping-Paten. Auch die Kolpingsfamilie Hochmoor reagiert mit der Initiierung eines Patensystems auf die Anforderungen unserer Zeit. In Kooperation mit der ortsansässigen Caritas haben sich einige Mitglie-

der, darunter auch die 1. Vorsitzende Mathilde Grösbrink, zu Kolping-Paten qualifizieren lassen. „Wir möchten, dass Menschen, die wir besuchen von Paten begleitet werden, die wissen was sie tun“, bringt es Grösbrink auf den Punkt. Sonja Wilmer-Kausch, Verbandsreferentin beim Kolpingwerk, erläutert: „Das diözesanweite Projekt basiert auf den seit Generationen praktizierten Nachbarschaftsgedanken. Frauen, Männer oder Jugendliche die sich gemeinsam mit anderen für andere einsetzen wollen, knüpfen als sogenannte Paten in der Gemeinde, im Ort, in der Kolpingsfamilie, zunächst durch Besuche Kontakte zu Menschen, die nicht mehr am sozialen Leben teilhaben (können).“ Was früher als nachbarschaftliche Hilfe selbstverständlich war, wird nun vom Patensystem getragen: Regelmäßige Besuche, Krankenbesuche, Spaziergänge, Begleitung zu Veranstaltungen, wie Theater, Konzerte, Seniorennachmittag, usw. Die Paten informieren über örtliche Angebote und Möglichkeiten. Sie können auch Kontakte zu Gleichgesinnten vermitteln oder aber bei Bedarf professionelle Unterstützung heranziehen. Das Paten-System soll direkt und ohne große Umwege bei den Menschen vor Ort, in ihrem gewohnten Umfeld wirken. Sonja Wilmer-Kausch ➲ Interessierte Kolpingsfamilien finden erste Informationen unter www.kolping-paten.de oder aber bei Sonja Wilmer-Kausch, Mail: wilmer-kausch@kolping-ms.de, Tel.: 02541 - 803-472.

Werner Pohl von der Kolpingsfamilie Coesfeld ist der erste Nachbarschaftspate für Coesfeld.  Foto: rk

Termine *** Termine *** ➲D  ie nächste Qualifizierung findet als Kompaktseminar an vier Abendeinheiten jeweils mittwochs vom 05.09. – 26.09.2012 in Dülmen statt. ➲D  ie Abschlussveranstaltung für alle Paten mit Zertifikatsübergabe ist für Samstag, 27.10.2012, in Coesfeld geplant.

Fans willkommen! Fußballfest in unserem Nachbar-Diözesanverband Das Kolpingwerk Deutschland führt vom 10. – 12. August 2012 die 37. Deutsche Kolping-Fußball-Meisterschaft in Beesten (Diözesanverband Osnabrück) durch. Aus Münster haben die Kolpingsfamilien Rinkerode, Steinbeck, Riesenbeck, Hopsten und Recke ihre Mannschaften gemeldet. Gespielt wird in den Gruppen: Jugend (bis 19 Jahre), Damen, Herren und Alte Herren (über 32). Nicht nur auf dem Fußballfeld (Anmeldeschluss war Ende Januar), auch beim vielfältigen Rahmenprogramm lohnt es sich mitzumachen. ➲ Eindrücke vom letztjährigen Turnier: www.kolping-fussballmeisterschaft.de

Sieger der Damen im Jahr 2011: Die Mannschaft der Kolpingsfamilie Miesbach 13


Verband

Delegation aus Uganda besuchte Handwerkskammer Münster Mitglieder der Diözesanfachausschüsse „Internationalität und Eine Welt“ und „Zukunft von Arbeit und sozialer Sicherheit“ begleiteten die Gäste

Ein hochinteressanter Besuch beim Handwerker-Bildungszentrum für: (v. li.:) Aloysius Mugasa, Boni Banura, Dorothy Manyangwa, George Bagonza, Father Peter Isingoma, Peter Guloba, Knut Heine (stellv. Hauptgeschäftsführer HWK Münster), Franz Wieching (Vizepräsident HWK Münster), René Teuber, Thorsten Schulz, Burkhard Wulff (alle Kolpingwerk Münster), Boniface Tukwasiibwe. Foto: HBZ

übertragen. In Knut Heine hatten sie damit einen kompetenten Ansprechpartner, der die Gedankenspiele gern mit dachte, jedoch auf grundsätzliche Problematiken hinwies. Heine verdeutlichte, dass man ganz ursprünglich beginnen müsse, wenn man eine einheitliche Berufsausbildung anstrebe: Betriebe müssten den Wunsch nach einheitlichen Standards haben. Sich über diese zu verständigen sei schon ein kleiner, aber unverzichtbarer Schritt. Über einen mögliche Vernetzungsgedanken zwischen der Kolping Society Uganda und der Handwerksammer Münster wurde ebenfalls vorsichtig diskutiert. Thorsten Schulz

Vertreter der Kolping Society Uganda trafen sich mit dem Vizepräsidenten Franz Wieching und dem stellv. Hauptgeschäftsführer Knut Heine der Handwerkskammer Münster zum intensiven Informationsaustausch. Neben der Besichtigung der Textilwerkstatt stand vor allem die Diskussion über die unterschiedlichen Berufsbildungssysteme im Fokus. Die ugandischen Gäste zeigten sich sehr interessiert welche kleinen Schritte man in Uganda gehen könne, um das historisch gewachsene deutsche System zumindest in Ansätzen zu

Druck

Diözesanvorsitzender Bernd Krämer (li.) sowie Vorstands- und Präsidiumsmitglieder (Bildmitte: Matthias Knauff, Vorsitzender des Diözesanfachausschusses „Internationalität und Eine Welt“) hießen die Vertreter der Kolping Society Uganda willkommen. Weitere Berichte vom Besuch aus Uganda auf den Seiten der Kolpingjugend und der Kreisverbände. Foto: Benedikt Vollmer

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Damit es wirkt.


Verband

„Bildung und Gerechtigkeit“ Landespolitischer Abend des Kolpingwerks in Düsseldorf kretär Ludwig Hecke unterstützte dies, machte aber deutlich, dass dies mit einer Verordnung durch die Regierung nicht funktioniere. Die gute Schule könne sich nur individuell vor Ort entwickeln. Prof. Sternberg pflichtete bei und hob den Wert von Nicht-Effizienz-orientierten Fächern wie Philosophie und Religion hervor: „Werte wie Solidarität, Achtung und der Würde vor Gott muss den Schülern näher gebracht werden, um so einer möglichen Aufspaltung und Vorurteilen entgegen zu treten.“ Text und Fotos: Stephan Weiner / rk Moderiert von der Journalistin Brigitte Büscher (li.) wurde der landespolitische Abend im Herzen der Düsseldorfer Altstadt mit (v.li.) Prof. Dr. Dr. Sternberg, Prof. em. Dollase und Staatssekretär Ludwig Hecke auf dem Podium zu einer lebhaften Diskussion über die Zukunft der Schulbildung.

„Muss heute wirklich jeder alles wissen? Ist Wissen noch Macht? Ist Bildung überhaupt noch wirtschaftlich?“, fragte Professor Rainer Dollase Anfang Mai im Düsseldorfer Maxhaus und machte damit klar, dass eine Podiumsdiskussion zum Thema „Bildung und Gerechtigkeit“ durchaus kontrovers sein kann. Zum dritten landespolitischen Abend mit dem Thema „Wie gerecht ist Bildung in der heutigen Gesellschaft?“ hatte das Kolpingwerk NRW neben Professor em. Dollase, Ludwig Hecke, Staatssekretär für Schule und Weiterbildung, sowie Prof. Dr. Thomas Sternberg, Mitglied des Landtags und Direktor der katholischsozialen Akademie des Bistums Münster, zur Diskussion auf das Podium geladen. Moderiert von der Journalistin Brigitte Büscher, wurde der Abend im Maxhaus im Herzen der Düsseldorfer Altstadt zu einer lebhaften Diskussion über die Zukunft der Schulbildung. Dieses unter regem Interesse von Landespräses Dirk Holtmann sowie Teilnehmenden aus dem Diözesanverband Münster. In der Begrüßung sprach Karl Schiewerling, MdB, Landesvorsitzender des Kolpingwerks NRW, bereits das zentrale Thema an: „Bildung im Sinne Adolph Kolpings heißt, die Menschen tüchtig zu machen, sie zu prägen und zu formen, damit sie die Dinge überblicken können, um gerecht und nachhaltig zu handeln.“ Schon zu Beginn wurde die Komplexität des Themas deutlich. Prof. Dollase von der Universität Bielefeld prangerte in seinem Eröffnungsreferat die übermäßige Akademisierung und

WIR SIND KOLPING Carsten Wendler, (36 J.), derzeit Presseund Öffentlichkeitsarbeit im Vorstand der Kolpingsfamilie Velen, vormals Leiter Kolpingjugend Velen, Vorsitzender der Kolpingsfamilie Velen

Karl Schiewerling MdB, Landesvorsitzender des Kolpingwerks NRW

die damit einhergehende Aufspaltung in intellektuelle Eliten und einfach gebildete Bürger an. Unterstützung bekam er dabei von Staatssekretär Hecke und Landtagsmitglied Sternberg.

Zu sehr auf das Abitur fixiert Die Fixierung auf das Abitur sei „grotesk“, sagte Sternberg und auch Hecke kritisierte, dass Schüler mit mittelmäßigem Realschulabschluss den guten Hauptschülern vorgezogen würden. Prof. Dollase sagte, das Problem müsse in der Schule gelöst werde und forderte bessere Lehrer, die jeden Schüler in ihrem individuellen Weg bestärken könnten, um so Vorurteilen gegenüber einfacheren Bildungswegen vorzubeugen. Staatsse-

➲ Was war für Dich ausschlaggebend Kolpingmitglied zu werden? Die Gemeinschaft, erlebt im Ferienlager der Kolpingsfamilie Velen und bei Gruppenstunden der Kolpingjugend, war für mich ausschlaggebend. Seit meinem 14. Lebensjahr bin ich Kolpingmitglied. Zudem motivierte mich meine Mutter, die ebenfalls seit Jahrzehnten Kolpingmitglied ist. ➲ Was macht für Dich die Gemeinschaft im Kolpingwerk (in der Kolpingsfamilie, oder wo Du Dich sonst noch engagierst) aus? In der Kolpingsfamilie wird für Jung und Alt, Frauen und Männer, Schüler, Studenten, Arbeiter, Angestellte und Rentner eine sinnvolle Freizeitgestaltung angeboten. Hier kann gemeinsam etwas bewegt werden. ➲ Warum und wie würdest Du Kolping als Mitgliedsverband Interessierten weiterempfehlen? Ganz einfach: Zu einer unserer zahlreichen Veranstaltungen, Events oder Aktionen einladen und sie live erleben. Unterstützend können Informationen per Broschüren oder Internet verbreitet werden.

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Verband

„Lebendig im Miteinander“ Diözesan-Familienwallfahrt war ein Erlebnis für Herz und Seele

Die Diözesan-Familienwallfahrt führte nach Kerpen und Köln.

Ein „Handschmeichler“ zum Abschied. Die Begriffe der Imagekampagne, den Kolpingern mittlerweile hinlänglich bekannt, gab‘s bei der Diözesan-Familienwallfahrt des Kolpingwerkes Diözesanverband Münster Mitte Juni auf glatt geschliffenen Steinen geschrieben als Erinnerung und zur geistlichen Stärkung. Offensichtlich eine gute Idee, denn viele suchten sich gleich mehrere Begriffe zum Mitnehmen oder Mitbringen aus. Die Diözesan-Familienwallfahrt des Kolpingwerkes Münster ist was für Frühaufsteher: So trafen sich die Oldenburger schon um 6.30 Uhr, um pünktlich um 10.30 Uhr in Kerpen an der Schützenhalle zu sein. Dort begrüßte Herbert

Janser, Vorsitzender der Kolpingsfamilie Kerpen, die fast 90 Teilnehmer aus dem Bistum Münster. Positiv gestimmt durch die Freude am Miteinander, garniert mit „idealem Wallfahrtswetter“, so Diözesanseelsorgerin Ursula Hüllen, ging’s in vier Gruppen auf eine etwa vier Kilometer lange Rundwallfahrt. Am Geburtshaus nahm man sich des Themas „Tatkraft“ an, am Rathaus ging es, höchst passend, um „Verantwortung“. In der Kerpener Kirche war „Begeisterung“ das Thema, beim Abschlussgottesdienst in der Minoritenkriche in Köln mit Diözesanpräses Franz Westerkamp „Gottvertrauen“ spürbar. Auch die Band „effata“ der Ju-

gendkirche Münster wusste mit mitreißender Livemusik zu „begeistern“. Nicht nur hier wurde kräftig mitgesungen und gebetet. Schon bei den Wallfahrtsstationen war eine lockere und gemeinschaftliche Stimmung unter den Kolpingmitgliedern. Ganz nach dem Motto dieser Wallfahrt: „Werden, was wir hier und jetzt tun: Lebendig im Miteinander“. „Eine schöne Idee“ fanden viele Teilnehmer die Postkarten, die sie während der Mittagspause in der Schützenhalle vorfanden. Von der Möglichkeit, sie zu bemalen oder mit Sinnsprüchen zu versehen um dann einem lieben Menschen mit diesem Kartengruß eine kleine Freude zu schicken, wurde kräftig Gebrauch gemacht. Schließlich war in der Schützenhalle trefflich das Thema „Freude“ angesagt. Sogar die Diözesangeschäftsstelle in Coesfeld erhielt eine Karte: „Schöne Grüße aus Kerpen und Danke für den schönen Tag!“, schrieb Lydia Venhaus aus Sassenberg, garniert mit einer großen Malblume und einer prallen Sonne. Diesen Dank gibt die geistliche Leitung des Diözesanverbandes, Ursula Hüllen und Franz Westerkamp, als Vorbereitungsteam weiter an alle Wallfahrer für’s Mittun, -beten und -singen und besonders auch ihrer Sekretärin Hildegard Wübbeling für deren vielfältige organisatorische Vorbereitung. Text: Rita Kleinschneider Foto: Matthias Foschepoth

Vorsitzendentagung: Interessante Projekte gesucht ➲ Die Vorsitzendentagung erfreut sich seit mehreren Jahren zunehmender Beliebtheit. Die Verbandsleitung des Diözesanverbandes Münster hat sich entschieden die Vorsitzendentagung am 22. September im St. Pius-Gymnasium Coesfeld in diesem Jahr für weitere Interessierte zu öffnen. Einzige Voraussetzung an der Tagung teilzunehmen ist, dass man entweder schon ein Vorstandsamt in einer Kolpingsfamilie inne hat oder in Zukunft ein Amt anstrebt. ➲ Um Eltern die Teilnahme an der Vorsitzendentagung zu erleichtern, bietet der Fachausschuss LebenswegeMenschenwege parallel zur Tagung eine „Schatzsuche“ für Kinder etwa im Kindergarten- und Grundschulalter an. Um Anmeldung mit Altersangabe der Kinder wird gebeten. 16

➲ Wir rufen darüber hinaus Kolpingsfamilien dazu auf, sich aktiv an der Vorsitzendentagung zu beteiligen! Kolpingsfamilien, die Projekte, Themen und Veranstaltungen unterschiedlichster Zielgruppen in ihren Kolpingsfamilien durchgeführt haben und diese weiterempfehlen können: Präsentiert Euch auf der Vorsitzendentagung im September und lasst uns teilhaben an Euren guten Ideen! Selbstverständlich unterstützen wir Euch in der organisatorischen Vorbereitung.

➲ Teilnahme oder Projektvorstellung bitte melden bei Christel Schellerhoff im Verbandssekretariat unter 02541 - 803-400 oder Mail: verband@kolping-ms.de.

Sich auf der Vorsitzendentagung am 22. September präsentieren und andere teilhaben lassen an guten Ideen.  Foto: rk (Archiv)


Verband

Kommentar

Ladenöffnungsgesetz, Niedriglohnjobs, Alterssicherung Die NRW-Wahl ist vorbei. Die Landespolitik sortiert sich. Wir dürfen auf die nächsten Jahre gespannt sein. Die Politik, nicht nur unserer Landesregierung, muss auch in den nächsten Jahren eng begleitet werden! Das Kolpingwerk als großer katholischer Sozialverband sieht diese Politikbegleitung als seine Aufgabe an. Es gilt auf Basis der Katholischen Soziallehre klar zu positionieren, welche Erwartungen das Kolpingwerk an die Politik hat. Hier nur drei Beispiele: Das Kolpingwerk Diözesanverband Münster begrüßt die Absicht der neuen Landesregierung, die Anzahl der zur Öffnung frei gegebenen Kalendersonntage zu begrenzen und den Anlassbezug für die Sonn- und Feiertagsöffnung wiederherzustellen. Allerdings gehen dem Kolpingwerk DV MS die konkret vereinbarten Maßnahmen nicht weit genug. Für unsere Familien und für die Freizeitkultur in unserem Land sowie der Wahrung des christlichen Sonntagsschutzes wäre es besser, wenn Geschäfte am Sonntag geschlossen blieben. Notwendig ist auf jeden Fall eine enge Begrenzung der Öffnungszei-

Uwe Slüter Diözesangeschäftsführer

Wir gestalten Arbeitswelt mit Kolping sieht durch den Wandel der Erwerbsarbeit die bisherige Finanzierung des Sozialstaates in Frage gestellt. Um die soziale Marktwirtschaft zu erhalten, beteiligen wir uns aktiv an der Weiterentwicklung der sozialen Sicherungssysteme. (aus dem Leitbild des Kolpingwerkes Deutschland)

Angebote für Weiterbildungen im Sozial- und Gesundheitswesen, Erziehungswesen und weiteren Branchen

www.akademie.kolping-ms.de

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ten an Samstagen und Sonntagen. Ein stetiger Anstieg von Niedriglohnjobs führt zu zunehmender Erwerbsarmut und späterer Altersarmut. Auch werden auf dieser Basis unsere sozialen Sicherungssysteme nicht für künftige Generationen ausreichen. Damit Arbeiten sich auch „lohnt“, ist zudem ein flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn notwendig. Es ist unverzichtbar, dass wir uns des Themas Rente annehmen. Wir brauchen Lösungen in der Alterssicherung, die Altersarmut verhindern und der Arbeit in der Familie Rechnung tragen. Darüber hinaus müssen wir ein Altern in Würde für diejenigen absichern, die über ein sehr geringes Einkommen verfügen, aber im Rahmen eines freiwilligen Engagements Dienste leisten, die für die unsere Gesellschaft unabdingbar sind. Das Kolpingwerk Deutschland hat zusammen mit anderen Verbänden ein Rentenmodell zur Diskussion gestellt, das Altersarmut verhindern helfen will.

Kolping-Akademie Münster Kolping-Bildungswerk Diözesanverband Münster

Weiter-

BILDUNG – ZUKUNFTSWEISEND

Das Programm der Kolping-Akademie für das 2. Halbjahr 2012 kann durch Anklicken des Covers auf der Startseite www.kolping-ms.de herunter geladen oder angefordert werden bei der Kolping-Akademie Münster, Maria Tenbuß, Tel. 02541 – 803-469, Mail: akademie@kolping-ms.de.

Kolpingwerk Diözesanverband Münster

Kolping-Infos

Der NRW-Regionalausgabe des Kolpingmagazins, Ausgabe Juli-August, liegen die „KolpingInfos“ des Kolpingwerkes Diözesanverband Münster mit aktuellen Angeboten zur allgemeinen Weiterbildung, beruflichen Fortbildung in der Kolping-Akademie, Bildungsangeboten der Kolpingjugend und des Kolping-Reisedienstes für das zweite Halbjahr 2012 bei. Wir bitten unsere Leser um besondere Beachtung.

Heinrich Plaßmann, Pfarrer in Ahaus St. Mariä Himmelfahrt und Geistlicher Beirat beim Sozialdienst katholischer Frauen, wurde von Bischof Dr. Felix Genn ab 1. Juni 2012 bis Ende Mai 2018 zum Dechanten im Dekanat Ahaus ernannt. Der 47-Jährige war von 2000 bis 2008 Diözesanpräses des Kolpingwerks Münster. 17


Verband

Katholikentag: Einen neuen Aufbruch gewagt? Der 98. Deutsche Katholikentag ist Geschichte. Vom 16. bis 20. Mai sind nach Angaben der Veranstalter 80.000 Menschen nach Mannheim gekommen. Das habe die Erwartungen übertroffen, schreiben die Organisatoren. Aus der Geschichte soll man für die Zukunft lernen, heißt es. Was also sind die Erwartungen der Christen in diesen Zeiten des Umbruchs? War zu erkennen, ob dem Katholikentags-Motto gemäß ein neuer Aufbruch gewagt wurde? Wie könnte eines von vielen Fazits für die kirchlichen Verbände lauten? Die Online-Redaktion von kolping-ms.de fragte Diözesanseelsorgerin Ursula Hüllen nach ihren Einschätzungen. (rk)

Kolping-Diözesanseelsorgerin Ursula Hüllen (Foto) vertritt im Vorstand des Diözesankomitees der Katholiken im Bistum Münster die Belange des Kolpingwerkes Münster. Sie betreute mit anderen Vorstandsmitgliedern zeitweise  den Stand des Bistums Münster. Mit einer Dokumentation wies das Diözesankomitee die Besucher auf die „Initiative Pfingstbrief 2011“ hin. Der intensive Gesprächsprozess der zurzeit mit den Christen des Bistums stattfindet, um so an Veränderungen der Kirche mitzuarbeiten wird hier beschrieben. Unter dem Thema „Wo du stehst, ist heiliger Boden“ konnte man sich am Stand des Diözesankomitees das bewusste Gestalten des eigenen Umfeldes als aktiver Christ vor Augen führen.

Kolping-Bildungswerk Diözesanverband Münster

„Für engagierte Katholiken war der Katholikentag in Mannheim in erster Linie ein tolles Glaubensfest, das ihnen Kraft gibt, ihren Weg als Christinnen und Christen in der Kirche und der Welt weiter zu gehen. Das ist mein Eindruck vom Katholikentag, den ich hautnah miterleben durfte. Der Katholikentag hat gezeigt, dass Christen sich in die Gestaltung unserer Gesellschaft einmischen wollen und dass unsere Gesellschaft das Engagement auch benötigt, egal ob es um Armutsbekämpfung, Generationenprobleme, Sonntagsschutz, Mindestlohn etc. geht. Auch wenn unsere Mitglieder Kirche nicht immer so toll finden, waren die Diskussionen und Begegnungen hier eine Stärkung, weiter zu machen. Kirche muss sich aber auch bewegen. Der Dialogprozess mit den Bischöfen muss weitergehen. Insbesondere wünschen wir uns, dass die Verbände stärker wahrgenommen werden, auch mit Blick auf den Diözesanpastoralplan im Bistum Münster. Wir wünschen uns, den Schwung des Katholikentags für Veränderung in Kirche und Gesellschaft nutzen zu können."

Und das Katholikentags-Feeling? „Mannheim war ein Katholikentag der langen Wege und der Vielfalt. Es war ein

Programm 2 /2012 Bildung mit Kopf, Herz und Hand

Das Programm des Kolping-Bildungswerkes für das 2. Halbjahr 2012 kann im Diözesanbüro angefordert werden: Tel. 02541 – 803-473, Mail: wuebbeling@kolping-ms.de. Oder durch Anklicken des Covers auf der Startseite www. kolping-ms.de herunter laden. 18

bunter Katholikentag, breit gefächert im Angebot von Foren, Werkstätten, Gebet und Gottesdiensten. In vielen Pavillons stellten sich die unterschiedlichsten Gruppe, Vereine, Verbände, Orden, Gemeinschaften und die Diözesen vor. Vertreter mit den unterschiedlichsten Meinungen zu vielen Themen rund um Kirche und Glaube kamen zu Wort – und wurden gehört! Hier wurde die „Einheit in Verschiedenheit“ unserer Kirche sehr deutlich. Mein Fazit: Ein Katholikentag der Meinungsfreiheit und Toleranz, des gemeinsamen Singens und Betens lässt auf eine Zukunft in Vielfalt und gegenseitiger Achtung hoffen.“ ➲ A  usführliche Berichte vom Katholikentag unter: usend www.katholikentag.de 2012 ta reundschaf t xF www.kolping.de w w w. w

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Stichwort: Katholikentag Bei allem Wandel, den die Katholikentage seit 1848 erlebt haben, steht bei ihnen das „Gemeinschaftserlebnis Kirche“ im Vordergrund: Auf Katholikentagen wollen die Laien in der Kirche ebenso beten wie diskutieren, mit Optimismus und Freude Christen sein, Anstöße geben in Kirche, Politik und Gesellschaft hinein. Katholikentage sind einerseits ein Stück Zeitansage der Welt in der Kirche, andererseits ein Stück christliche Botschaft der Kirche in die Welt hinein. Der Schnittpunkt von Kirche und Welt ist also für die Katholikentage signifikant: Beten und Feiern spielen eine ebenso große Rolle wie Vortrag und Diskussion. Veranstalter der Katholikentage ist das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK), das gerne als oberstes katholisches Laiengremium bezeichnet wird. 2010 fand ein überkonfessioneller ökumenischer Kirchentag in München statt. Der folgende Katholikentag 2014 soll im bayerischen Regensburg stattfinden. Quelle: Pressedienst Bistum Münster, 16.5.2012

Hier fehlst Du!


Verband

Kolpingwerk fordert aktiven Sonntagsschutz! Das Kolpingwerk Diözesanverband Münster begrüßt die Absicht der neuen Landesregierung, die Anzahl der zur Öffnung frei gegebenen Kalendersonntage zu begrenzen und den Anlassbezug für die Sonn- und Feiertagsöffnung wieder her zustellen. Allerdings gehen dem Kolpingwerk DV Münster die konkret vereinbarten Maßnahmen nicht weit genug. Bereits elf Millionen Erwerbstätige arbeiten aktuell auch sonn- und feiertags. Setzt sich dieser Trend fort, geht innerhalb weniger Generationen der Sonntag als Kulturgut und Säule unseres Gemeinwesens verloren. Das Kolpingwerk macht sich für einen aktiven Sonntagsschutz stark. Der Sonn-

tagsschutz gehört in Bundeshand, weil einheitliche Voraussetzungen sinnvoller als Länderkonkurrenz sind. „Das Kolpingwerk fordert die neue Landesregierung hier zu einer Bundesratsinitiative auf!“, so Diözesanvorsitzender Bernd Krämer (Lüdinghausen) im Namen des Diözesanvorstandes. „Ausnahmen für Sonntagsarbeit müssen kontrolliert und eingeschränkt werden.“ Das Kolpingwerk kritisiert, dass der Koalitionsvertrag beim anlassbezogenen „Late-Night-Shopping“ viel zu unkonkret bleibt. Zusätzliche Öffnungszeiten am Sonntag nur anlassbezogen und nur an vier Sonntagen jährlich pro Gemeinde bzw. Stadt fordert das Kolpingwerk. Krämer: „Ladenöffnungszeiten am Samstag

bis 22 Uhr sind zwar ein richtiges Signal gegen das ‚Rund-um-die-Uhr-Shopping‘, gehen aber nicht weit genug.“ Läden sollen am Samstag spätestens um 18 Uhr und in der Woche um 20 Uhr schließen müssen, fordert der Diözesanvorstand des Kolpingwerkes DV Münster.

Großflächenplakataktion geht weiter irsindk

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Hier fehlst Du!

Im Rahmen der deutschlandweiten Imagekampagne „Wir sind Kolping“ gilt es, auf das Kolpingwerk aufmerksam zu machen. Nutzen wir also die Idee mittels der großen Plakate, die an Häuserwänden, Einkaufsmärkten und markanten Plätzen auffallen, einen echten „Hingucker“ auf unseren Verband einzurichten. Das Plakat zur Mitgliederwerbung zeigt: Jedes Alter ist bei uns willkommen (siehe Bild). Wie wäre es, etwa bei Jubiläen in Kolpingsfamilien oder großen Veranstaltungen in der Gemeinde / Stadt mit einem Großplakat auf Kolping aufmerksam zu machen? Wie funktioniert’s? Über das Internetportal www.kolping. 123plakat.de. können weiterhin die Stellflächen für die Großflächenplakate mit dem Motiv des Postkartenbildes der Mitgliederkampagne geordert werden. Dort erscheinen dann auch die Kosten für die Flächen, die dem Besteller in Rechnung gestellt werden. Das Kolpingwerk Deutschland hat die Druckkosten für 500 Plakate übernommen. Lediglich die Kosten für das Plat-

zieren und die Versandkosten von der Druckerei zum Plakatstandort trägt derjenige, der das Plakat abruft. Je nach Auswahl der Standorte entstehen Kosten von etwa 80 bis 200 Euro für eine zehntägige Plakatierung in einem bestimmten Zeitraum. Die Buchung (und demnach Bezahlung) soll von den Kolpingsfamilien selbst vorgenommen werden. Zuschuss für Kolpingsfamilien Das Kolpingwerk Diözesanverband Münster unterstützt die Plakataktion: Die ersten 20 Kolpingsfamilien, die ein Großflächenplakat buchen, erhalten einen Zuschuss von 50 Prozent, maximal 100 Euro. Wer gebucht hat, leitet die unmittelbare Buchungsbestätigung des Portalbetreibers weiter an die Diözesangeschäftsstelle in Coesfeld: per Mail: kampagne@kolping-ms.de. Es gilt die Reihenfolge der Maileingänge. Nach Einreichung der Rechnung wird später der Zuschuss überwiesen.

SommerSonderpreis! „da Capo - das neue liederbuch“ des Kolping Diözesanverbandes Münster liegt seit einiger Zeit vor. Auf 445 Seiten im DIN-A5 – Rucksack-Format finden sich Noten, Texte und Gitarrengriffe und somit alles, was man für einen gelungenen Ausflug, ein Lagerfeuer und einfach zur Freude am gemeinsamen Musizieren braucht. Dieses vielseitige Liederbuch eignet sich z. B. für Chöre, Kindergärten, Gruppen und Musikinteressierte.

Rita Kleinschneider ➲ Die Buchung der Großplakate kann auf der Homepage kampagne.kolping.de mit wenigen Klicks erfolgen. ➲ Weitere Fragen beantwortet das Kampagnenbüro beim Kolpingwerk Deutschland: Tel. 0221 – 20701-195 Bitte freimachen!

Ich will dabei sein!

Neue Mitglieder

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sind herzlich willko

, Jungen, Frauen 265.000 Mädchen Gemeinschaft von h und haben zusamWir sind eine starke handeln solidarisc leben verantwortlich, sein. Und wir fangen und Männern. Wir wir 12.000 mehr Im Jahr 2012 wollen men viel Freude. jetzt damit an.

Bekannte herzlich Lade Freunde und Denn: Wir sind Kolping!

Vor- und Nachname Straße/Nr. PLZ/Ort Fon

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ig ausfüllen. arte zuerst vollständ Bitte die Antwortk Kolpingsfamilie geben. Und so einfach geht’s: Vorstand Deiner sie direkt an den Deutschland Danach kannst Du das Kolpingwerk arte aber auch an Vorstand ab. Du kannst die Antwortk dann mit Deinem die Neuaufnahme senden; wir stimmen für das Musical arten Eintrittsk 200 kannst Du 2 von Mit etwas Glück gewinnen! „Kolpings Traum“

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Kolpingwerk Deutschl „Wir sind Kolping“ Mitgliederservice Kolpingplatz 5-11

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Bis zum 31. August gilt ein Sonderpreis 13,50 Euro incl. Versand! Bei Mengenabnahmen weitere Preisstaffelungen auf Anfrage. ➲ Bezug über Diözesangeschäftsstelle: Klaus-Dieter Gottwald, Tel. 02541 – 803-413, Mail: gottwald@kolping-ms.de

50667 Köln Straße/Nr. PLZ/Ort Fon

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Verband

Kandidaten für Mitarbeit im Diözesanverband gesucht Auf der Diözesanversammlung am 17. November stehen neben den zu besetzenden Positionen des / der Diözesanvorsitzenden sowie jeweils einem(r) Stellvertreter/-in u. a. noch zahlreiche Positionen für eine dreijährige Mitarbeit in den Fachausschüssen des Diözesanverbandes zur Wahl. Das ehrenamtliche Engagement in den verschiedenen Handlungsfeldern dient der kontinuierlichen inhaltlichen Auseinandersetzung mit gesellschaftlich und kirchlich relevanten Themen und fördert die verbandliche Bildungsarbeit. Die konkreten Wahlausschreibungen gehen mit dem Versand der ersten Unterlagen auch sämtlichen Kolpingsfamilien zu.

Wahlausschreibung zur Diözesanversammlung 2012

Hinweis: Zur Diözesanversammlung wird erstmals ein eigenes Kinderprogramm angeboten. So wird es auch Eltern ermöglicht, als Delegierte den Verband mitzugestalten. Bezirksverbände und Kolpingsfamilien werden gebeten, bei der Benennung der Delegierten (Frist bis 17.10.) auf dieses Angebot zu achten und hinzuweisen.

Die Wahlvorschläge sind mit dem entsprechenden Vorschlagsblatt zu richten an: Kolpingwerk Diözesanverband Münster, Wahlausschuss, Herrn Thorsten Schulz, Gerlever Weg 1, 48653 Coesfeld.

WIR SIND KOLPING Sigrid König, (50 J.), Kolpingsfamilie Ascheberg Seit einigen Jahren kümmere ich mich um unseren „Schaukasten“, den ich gerne mit Bildern, Berichten und kleinen Accessoires wie Bastelarbeiten gestalte. Ich bin in den Kolping gegangen, weil ich, damals als Alleinerziehende, hier Kontakte knüpfen konnte. Bei vielen Aktivitäten kann ich Gemeinschaft und gelebte Familie erleben. Ich kann hier meine gestalterischen Ideen ausleben, bekomme viel Lob dafür. Toll ist der Austausch mit anderen, die bewusst erlebte Gemeinschaft. Ich habe schon einige einfach zu Veranstaltungen mitgenommen und erleben lassen, wie toll es ist.

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Liebe Kolpingschwestern, liebe Kolpingbrüder, der Wahlausschuss des Kolpingwerks Diözesanverband Münster schreibt hiermit die folgenden, durch die Diözesanversammlung 2012 zu wählenden Ämter im Diözesanverband aus:

1. Die/Der Diözesanvorsitzende 2. Der stellvertretende Diözesanvorsitzende 3. Die stellvertretende Diözesanvorsitzende 4. zwei Mitglieder für den DFA II „ Internationalität und Eine Welt“ 5. ein Mitglied für den DFA III „Lebenswege – Menschenwege“ 6. zwei Mitglieder für den DFA IV „Geschmack am Glauben finden“ 7. drei Mitglieder für den Rechtsträger Kolpingwerk Diözesanverband Münster e.V. 8. vier Mitglieder für den Rechnungsprüfungsausschuss

Vorschlagsberechtigt sind die Vorstände der Kolpingsfamilien, Bezirks- und Regionalverbände, der Diözesanvorstand sowie die Diözesankonferenz der Kolpingjugend im Kolpingwerk Diözesanverband Münster.

Die Vorschläge müssen spätestens am 27.10.2012 schriftlich beim Wahlausschuss vorliegen. Für Rückfragen steht Verbandsreferent Thorsten Schulz unter schulz@kolping-ms.de oder 02541 / 803 410 gerne zur Verfügung. Für den Wahlausschuss: Thorsten Schulz, Meik Libor, Stefan Knubel-Sicking, Heinz Röttger und Michael Rübo

Neuordnung der internen Verbandsorganisation Der Diözesanverband beschäftigt über die verschiedenen Rechtsträger zahlreiche Angestellte. Ein wesentlicher Teil der Arbeit dieser Mitarbeiter/-innen kommt in direkter Weise den Kolpingsfamilien, Bezirken und Kreisverbänden zugute. Um auch in Zukunft gute und kompetente Dienstleistungen vorhalten und Kommunikation pflegen zu können, haben wir personelle und strukturelle Veränderungen vorgenommen. Das abgebildete Organigramm (siehe Seite 21) visualisiert die beteiligten Geschäftsbereiche im Kolpingwerk und zeigt die verantwortlichen Personen und Ansprechpartner. Es beschreibt zudem die Verteilung von Entscheidungsund Handlungskompetenzen und der fachlichen Zuständigkeiten. Viele weitere engagierte Kolleginnen und Kollegen, die in dieser Variante des Organigramms nicht vermerkt sind, ergänzen

die Geschäftsstelle des Kolpingwerkes, beispielsweise im Bildungswerk. Die abgedruckte Kontaktliste (siehe Seite 21) mit Ansprechpartnern soll über das Organigramm hinaus einige Blitzlichter auf markante Themen und Arbeitsbereiche zeigen, die in der Geschäftsstelle vorgehalten und behandelt werden. Das neue „Verbandssekretariat“ tritt an die Stelle der bisherigen Regionalbüros und mit seinen handelnden Personen an die Stelle der bisherigen Regionalreferenten im münsterländischen Teil des Bistums. Im oldenburgischen Teil bleibt die Zuständigkeit der hauptamtlichen Kolpingreferenten im Offizialat wie gehabt. Das „Verbandssekretariat“ ist in der Diözesangeschäftsstelle die zentrale Anlaufstelle für inhaltliche Anfragen und für Wünsche auf Unterstützung. Rita Kleinschneider


Verbandsorganisation

Pastorale Verbandsleitung Diözesanpräses Franz Westerkamp Diözesanseelsorgerin Ursula Hüllen

Diözesangeschäftsführer Uwe Slüter

Sekretariat Bernadette Venns Hildegard Wübbeling

Kolpingjugend Leitung: Benedikt Vollmer

Stabsstelle EDV Internet-Auftritt Martin Pälmke

Personalverwaltung und -vergütung Leitung: Norbert Kötters

Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit Rita Kleinschneider

Finanzen u. Controlling Leitung: Birgit Löcken

Verbandssekretariat, Dienstleistung, Mitgliederservice – Leitung: Thorsten Schulz

Verwaltungsdienstleistung Sekretariat Christel Schellerhoff

GWK

Bildungswerk

Bildungsstätte

Familienferienwerk

Stichwort / Thema / Bereich:

Ansprechpartner:

E-Mail

Telefon

Planung und Organisation von Bildungsveranstaltungen, Referentensuche, Bildungsberater

Carolin Olbrich

olbrich@kolping-ms.de

02541 / 803-443

Fit im Ehrenamt, Begleitung und Beratung von Vorständen, Veranstaltungen, Fragen zu Satzungen und Ortsstatut

Thorsten Schulz

schulz@kolping-ms.de

02541 / 803-410

Ehe, Familie, Partnerschaft; Familienkreise, Aufbau von Familienarbeit

Carolin Olbrich

olbrich@kolping-ms.de

02541 / 803-443

Erwachsenen- und Seniorenbildung

Sonja Wilmer Kausch

wilmer-kausch@kolping-ms.de 02541 / 803-472

EDV-Seminare

Martin Pälmke

paelmke@kolping-ms.de

02541 / 803-468

Schule, OGS

Wolfgang Rahe

rahe@kolping-ms.de

02541 / 803-463

Gruppenreisen

Manfred Eissing

reisedienst@kolping-ms.de

02541 / 803-419

Förderung und Abrechnung von Jürgen van Deenen Bildungsveranstaltungen, Versicherungsfragen, Mitgliederstatistiken

vandeenen@kolping-ms.de

02541 / 803-409

Kolping-Stiftung

Thorsten Schulz

schulz@kolping-ms.de

02541 / 803-410

Verleih von Materialien für Veranstaltungen, Erstellung von Druckerzeugnissen, Shop

Klaus Gottwald

gottwald@kolping-ms.de

02541 / 803-413

Ehrungen, Jubiläen

Bernadette Venns

venns@kolping-ms.de

02541 / 803-454

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Kolping-Forum, Kolpingmagazin

Rita Kleinschneider

kleinschneider@kolping-ms.de 02541 / 803-456

Kolpingjugend

Benedikt Vollmer

vollmer@kolping-ms.de

02541 / 803-474

Besinnungstage, Glaubenswerkstatt, KolpingGedenktage, Gebetsruf, Friedensgebet

Ursula Hüllen, Franz Westerkamp

wuebbeling@kolping-ms.de

02541 / 803-473

schellerhoff@kolping-ms.de

02541 / 803-449

verband@kolping-ms.de

02541 / 803-400

Spenden

Christel Schellerhoff

Diözesangeschäftsführung, Verbandsleitung

Bernadette Venns

Sämtl. weitere und allgemeinen verbandlichen Anfragen

Verbandssekretariat

Eine ausführliche Liste mit weiteren Ansprechpartnern und Bereichen gibt es hier: http://ourl.de/dd3c0 21


Stiftung

Kolping-Stiftung: Gemeinsam Sorge tragen Diözesanpräses Franz Westerkamp neuer Vorsitzender der Kolping-Stiftung / Dank an Dirk Holtmann Hatte es Ende September 2011 im Kuratorium der Kolping-Stiftung des Diözesanverbandes Münster einige Wechsel im Vorstand gegeben, so galt es am 20. April 2012 das Amt des Vorsitzenden ebenfalls neu zu besetzen. Dirk Holtmann, ehemaliger Diözesanpräses, hatte bisher diese Verantwortung übernommen. Seit September 2011 nun ist er Pfarrer von Ss. Fabian und Sebastian in Osterwick. Lenken die Geschicke der Kolping-Stiftung im Diözesanverband Münster: (v. li.) Edmund Rösner, Bernd Krämer, Martin Kuster, Thorsten Schulz (Geschäftsführer), Friedhelm Theveßen, Franz Westerkamp (Vorsitzender), Heribert Knollmann, Michael Rübo (stellvertr. Vorsitzender), Bernhard Wesbuer, Sarah Hönisch.  Foto: Meik Libor

Stiftungskapital per 31.12.2011: 432.185,12 €

Zustiftungen vom 01.01.2011 bis 31.12.2011: 37.291,06 €

Zustiftungen vom 01.07.2010 bis 31.12.2010: 12.791,46 €

Stiftungskapital per 01.07.2010: 382.102,60 €

Die Stiftung verfügt per 31.12.2011 zusätzlich über Stifterdarlehn in Höhe von 32.000,-- €.

Stiftungs-Geschäftsführer Thorsten Schulz dankte im Namen aller Kuratoriumsmitglieder Dirk Holtmann besonders, dass er ungeachtet seiner neuen Aufgaben als leitender Pfarrer auch für eine Übergangszeit die Kolping-Stiftungsarbeit weiter geführt habe. „Du warst in den Zeiten des Wechsels in der Geistlichen Leitung des Kolpingwerkes und trotz Deiner arbeitsintensiven Einarbeitung in Osterwick immer mit dem Herzen und offenen Ohren dabei und hast es auch noch geschafft in dieser Zeit Schecks für die Stiftung entgegen zu nehmen.“

Stiftungs-Vorsitzender: Franz Westerkamp Mit Freude hießen die Vorstandsmitglieder Franz Westerkamp, seit November 2011 Diözesanpräses des Kolpingwerkes Münster, willkommen und wählten ihn mit voller Zustimmung. Das Kuratorium würdigte die Umsicht des Diözesanvorstandes, erneut den Präses für das Kuratorium der Stiftung zu benennen und ihm damit die Möglichkeit zu eröffnen den Vorsitz zu übernehmen. „Wir wollen gemeinsam dafür Sorge tragen, dass Kinder und Jugendliche, junge und ältere Erwachsene und Familien aktiv und in vielfacher Weise in unsere

Vorstand der Kolping-Stiftung: Franz Westerkamp – Vorsitzender Michael Rübo – stellvertretender Vorsitzender Thorsten Schulz – Geschäftsführer Weitere Mitglieder des Kuratoriums: Heribert Knollmann, Edmund Rösner Friedhelm Theveßen, Bernd Krämer Martin Kuster, Bernhard Wesbuer

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Stiftung

Projekte und Verbandsarbeit mit einbezogen werden können“, so Diözesanpräses Franz Westerkamp. Dies könne nur in Verantwortung und mit guter Unterstützung durch Kolpingsfamilien und Kolpingmitglieder geschehen. Er appellierte, mit einer Spende oder Zustiftung die Solidarität und den Kolping-Gedanken zu begünstigen. „Damit fördern und stärken wir unsere Gemeinschaft. So können sich neue Zugänge untereinander und zu Gott eröffnen.“ Anlässe gebe es genug, sei es anstelle von Geschenken zu runden Geburtstagen, Sammlungen bei Kolpingfesten oder auch bei

Nachlässen die Stiftung zu bedenken. Für 2011 konnten 37.291 Euro an Zustiftungen und die Spendensumme von 232 Euro verbucht werden.

Neue Internetseite und Benefizveranstaltung In der Kuratoriumssitzung wurde an der Weiterentwicklung der Internetseite für die Kolping-Stiftung, gearbeitet. Sie soll mithelfen, den Stiftungszweck bekannter und die verschiedenen Möglichkeiten der Zustiftungen unmittelbar abrufbar zu machen.

Für 2013 gibt es Überlegungen, Spender und Zustifter als „Dankeschön“ zu einer begeisternden Benefizveranstaltung einzuladen. Wie dies genau ausgestaltet wird, darauf darf man gespannt sein. Rita Kleinschneider ➲Ü  ber die vielfältigen Möglichkeiten der Kolping-Stiftung informiert ein Faltblatt, das beim Geschäftsführer der Stiftung, Thorsten Schulz, angefordert werden kann. Tel. 02541-803410, Mail: schulz@kolping-ms.de

Geschmack am Glauben finden

Frauenwallfahrt: Maria sagt Ja! - Alles im grünen Bereich? ditation, dem Kreuzweg und einem Gemeinschaft fördernden Picknick draußen im Sonnenwetter feierte Diözesanpräses Franz Westerkamp die Abschlussmesse. Die Kollekte geht an das Kinderhospiz „Königskinder“ in Telgte (www.kinderhospiz-koenigskinder.de). Es wurden insgesamt 1.264,44 Euro gespendet. -rk➲ Ausführlicher Bericht: Kolpingmagazin Juli-August 2012, S. 24 ➲ Frauenwallfahrt 2013: 27. Mai

Einige Mitglieder des Vorbereitungsteams für die Frauenwallfahrt: (v. li.) Maria Upmann (Kolpingsfamilie Rodde), Barbara Domhöfer (Kolpingsfamilie Weseke), Diözesanpräses Franz Westerkamp und Diözesanseelsorgerin Ursula Hüllen.

So das Thema der diesjährigen Diözesan-Frauenwallfahrt im Mai zum Annaberg nach Haltern. Über 500 Frauen,

darunter und gern gesehen auch einige Männer, reisten mit Bussen oder Privatwagen an. Nach einer Einstimmungsme-

➲ Der Fachausschuss hat die Materialien zur Frauenwallfahrt in seine „Schatzkiste“ eingestellt. Diese bietet eine Fülle von Vorschlägen zur Gottesdienstgestaltung zu verschiedensten Anlässen. Anfragen über Hildegard Wübbeling, Tel. 02541 – 803-473, Mail: wuebbeling@kolping-ms.de

Arbeitsmappe „Kolpingsfamilien feiern das Kirchenjahr“ Viel Arbeit, aber viel Motivation: Dieses Fazit zog der Diözesanfachausschuss „Geschmack am Glauben finden" nach seiner Klausurtagung im Mai. Man hatte sich ins „Haus Mariengrund“ zurückgezogen um zum Thema: „Kolpingsfamilien feiern das Kirchenjahr" mit den Arbeitshilfen für Kolpingsfamilien zu beginnen. „Die ersten Ideen stehen“, so Diözesanseelsorgerin Ursula Hüllen. Vorgenommen habe man sich, Mappen als lose Blattsammlung zu den Themen Kolpinggedenktag, Weihnachten und Marienfeste bis zur Vorsitzendentagung

vorlegen zu können. Dafür stehe noch viel Arbeit bevor. Hoch motiviert werden die Fachausschussmitglieder die Ärmel hochkrempeln! ➲ Sowohl Interessenten als auch Ideengeber melden sich gern schon jetzt bei Hildegard Wübbeling, Tel.: 02541 – 803-473, Mail: wuebbeling@kolping-ms.de

Diözesanfachausschuss „Geschmack am Glauben finden“: (v. li.) Hans-Josef Dirksmeyer, Ludger Kloster, Anne Ratert, Ursula Hüllen, Ludger Dreckmann, Adelheid Röttger. Es fehlt Kornelia Terwedow. 23


Lebenswege – Menschenwege

Weiterbildung, Begegnung und Ideenaustausch Tankstelle Familienarbeit für Verantwortliche in der Familienarbeit am 1. September Es gibt viele engagierte Frauen und Männer, die sich in den Kolpingsfamilien für Familien einsetzen (wollen). Der Diözesanfachausschuss „Lebenswege Menschenwege“ lädt am Samstag, 1. September, von 9.30 – 17.30 Uhr in Coesfeld Verantwortliche für Familienarbeit und solche, die es werden wollen, ein, Schwung und Anregungen, Gemeinschaft und Know-How zu tanken. Es geht um die Fragen: Was kann eine Kolpingsfamilie für Familien tun? Was

machen eigentlich andere für Familien? Wo finden wir Ideen, Anregungen und Materialien? Wie gestalten wir das Verhältnis von Kolpingsfamilie und Familienarbeit? Referentinnen: Magdalene Rösner, Carolin Olbrich. Gebühr incl. Verpflegung: Kolping-Mitglieder 10 Euro / Nichtmitglieder 12 Euro. ➲ Anmeldung: Hildegard Wübbeling, Tel.: 02541 - 803-473, Mail: wuebbeling@kolping-ms.de

Flexible Arbeitszeiten und ihre Auswirkungen Die Fachausschüsse „LebenswegeMenschenwege“ und „Zukunft von Arbeit und sozialer Sicherheit“ haben in einer gemeinsamen Sitzung eine Zusammenarbeit zum Thema „flexible Arbeitszeiten“ beschlossen. Zunächst soll es um den Schutz des Sonntags und die Gestaltung der Ladenöffnungszeiten gehen. Die Fachausschüsse wollen die Kolpingsfamilien ermutigen und dabei unterstützen, sich vor Ort für Regelungen einzusetzen, die den Bedürfnissen der Menschen insbesondere nach Ruhe und gemeinsamer freier Zeit gerecht werden. Sie wollen gleichzeitig Anregungen geben, wie die freie Zeit am Sonntag jenseits von Konsumzwängen in der (Kolpings-)Familie gestaltet werden kann. Langfristig wollen sich die Mitglieder beider Fachausschüsse auch mit anderen Aspekten des Themas befassen, wie z. B.

mit der Frage, wie die unterschiedlichen Anforderungen, die Betriebe auf der einen und Arbeitnehmer mit ihren Familien auf der anderen Seite an die Gestaltung von Arbeitszeit stellen, miteinander in Einklang gebracht werden können. Schließlich bedeutet Flexibilisierung von Arbeitszeit heute oft, dass von Arbeitnehmern erwartet wird, dass sie ständig erreichbar und verfügbar sind, dass der Leistungsdruck steigt und dabei kaum Zeit für nötige Ruhepausen bleibt. So ist die Vereinbarkeit mit den Belangen der Familien kaum möglich. Andererseits gibt es mittlerweile zahlreiche Beispiele, dass Arbeitszeiten auch familienfreundlich und menschenwürdig flexibilisiert werden können. Viele Studien zeigen, dass sich Familienfreundlichkeit gleichzeitig auch ökonomisch erfolgreich auswirkt.

Kandidaten-Aufruf Wir suchen Menschen, die in Sachen Familie und Generationen mitdenken, mitentwicklen und mitanpacken möchten, die den Kolpingsfamilien Anregungen für ihre praktische Arbeit geben, sich an politischer Diskussion beteiligen und Projekte verwirklichen wollen, kurz: die Mitglied im Diözesanfachausschuss Lebenswege-Menschenwege werden wollen. Der Gewinn: gute, zielorientierte Zusammenarbeit, die Möglichkeit eigene Interessen und Fähigkeiten einzubringen und weiterzuentwickeln, anregende thematische Auseinandersetzung und nicht zuletzt eine nette Atmosphäre. Gewählt wird bei der Diözesanversammlung am 17. November für die Dauer von drei Jahren. Anita Gärtner (Vorsitzende des Fachausschusses) steht Interessent/-innen zu einem Informationsgespräch zur Verfügung. Tel.: 04401/4786, Mail: anita.gaertner@googlemail.com  (Wahlausschreibung auf Seite 20) 24

Mit Feuer und Flamme dabei Am Palmsonntag wurde es feierlich im Forum der Kolping-Bildungsstätte entzündet: Das olympische Feuer der diesjährigen „Karwoche und Ostern für Familien“. Und erst am Ostersonntag zur Abreise der rund einhundert kleinen und großen Teilnehmer löschte es Matthias Knauff als langjährig aktiver ehrenamtlicher Teamer wieder. „Feuer und Flamme“ – das Motto der Woche prägte das Programm, das ein Team Ehrenamtlicher unter der Leitung von Bildungsreferentin Carolin Olbrich und Diözesanpräses Franz Westerkamp gestaltete. Dabei ging es zum einen um das, wofür wir und andere Feuer und Flamme sind, was uns begeistert und antreibt. Andererseits wurde es ganz praktisch: jetzt wissen die Kinder aus der Gruppe der „Leuchtraketen“ z. B. wie man Feuer anzündet und haben erprobt, wie sie es ebenso sicher wieder löschen können. Und die „Feuersalamander“ konnten am Ende der Woche ihren eigenen selbst gebauten Solarkocher mit nach Hause nehmen. Ernste Themen wie die Besichtigung des Dülmener Krematoriums standen genauso auf der Tagesordnung wie die vergnüglichen Osterspiele unter olympischem Feuer, die Erfindermesse „Brandneu“ oder ein Lagerfeuer inklusiv Stockbrot backen. Die jugendlichen „Flammen“ wagten hingegen einen Blick auf Menschen und Situationen, wo aus Begeisterung Fanatismus wird. In einer Gerichtsverhandlung zu diesem Thema schlüpften sie in die verschiedenen Rollen und konnte zuletzt einen gelungenen Film davon präsentieren. Der Film „Chocolat“ führte die Erwachsenen zu den süßen, lebendig machenden aber auch zu den herben und ausgebrannten Seiten des Lebens. In der Osternacht schließlich spürten alle die ansteckende Kraft des Osterfeuers, die uns bewegt, seine Flammen und sein Licht weiterzugeben und in die Welt hinauszutragen. Carolin Olbrich ➲ Bildercollage


FEUER + FLAMME

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Bildungswerk

„Werteorientierte Handlungskonzepte werden dringend benötigt“ Landtagsabgeordnete Schemmer und Tenhumberg zu Gast beim Kolping-Bildungswerk

V. li. Kolping-Diözesanpräses Franz Westerkamp, Geschäftsführer des Kolping-Bildungswerkes Reinhold Garthe, Mitglied des Diözesanvorstandes Anne Ratert, sowie Wolfgang Rahe (Leiter des Bereichs Schule beim Bildungswerk), MdL Bernhard Tenhumberg (Vreden), MdL Bernhard Schemmer (Reken) und Josef Vortmann (Bildungswerk).

Anlässlich des diesjährigen Josefstages waren die Mitglieder des Landtages Bernhard Schemmer und Bernhard Tenhumberg der Einladung des Kolping-Bildungswerkes nach Coesfeld gefolgt. Mitglieder der Verbandsleitung, der Leitung des Bildungswerkes und pädagogische Mitarbeiter informierten die Abgeordneten über das werteorientier-

te Angebot des Verbandes im Bereich Schule. Alljährlich zum Namenstag des Hl. Josef laden katholische Träger in ihre Einrichtungen ein, um politische Entscheidungsträger über ihre Arbeit zu informieren. Mit dem Motto „Herkunft egal – Ziel klar!“ nahm der Aktionstag in diesem Jahr besonders Jugendliche mit

Migrationsgeschichte in den Fokus. Das Kolping-Bildungswerk, das sich auch im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepaketes der Bundesregierung engagiert, hilft in seinen Einrichtungen die Perspektiven von Kindern und Jugendlichen unabhängig von ihrer Herkunft zu fördern. Dem Landes- und Kommunalpolitiker Tenhumberg ist es ein großes Anliegen „das Potpourri an öffentlichen Förderungen aus Kommunen, Ländern und Bund“ besser zu koordinieren und damit die Unterstützungsangebote für Kinder und Jugendliche effizienter zu machen. In besonderer Weise gefiel den Abgeordneten der Stellenwert von traditionellen christlichen Werten, die die Mitarbeiter des Kolping-Bildungswerkes als zentrale Grundsätze in ihrem Handeln verstehen. Soziale Kompetenz, Konfliktlösung und gesellschaftliches Handeln sollen im täglichen Miteinander selbstverständlich sein. Text und Bild: Thorsten Schulz ➲ http://ourl.de/29104

Aus unseren Häusern

Den eigenen Weihnachtsbaum im Sauerland schlagen. Seit zwei Jahren kann man dies zwei Wochen vor Weihnachten im Rahmen eines Familienwochenendes in der Kolping-Familienferienstätte „Regenbogenland“ in Olpe tun. Vom 7. – 9. Dezember stehen neben der Suche nach dem richtigen Baum auch Spaß, Spiel und Besinnung auf dem Programm. 26

Gemeinschaft erleben - das ist das Thema bei unseren Seniorenwochen. Die KolpingFamilienferienstätte „Regenbogenland“ in Olpe bietet vom 29. Oktober bis 2. November ein abwechslungsreiches Programm. Gerade in dieser herbstlichen Zeit tut es gut, sich mit Gleichgesinnten zu treffen, zur reden und zu lachen Die Gäste werden von zu Hause abgeholt!

Informationen und Anmeldungen direkt im Regenbogenland Olpe (www.rebola.de.): Tel.: 02761 -5105, Mail: rebola@t-online.de


Aus unseren Häusern

Arbeitsgemeinschaft Kolping-Familienferien-stätten tagte im Ferienland Salem Die Hausleitungen und Geschäftsführungen der Arbeitsgemeinschaft Kolping-Familienferienstätten tagten im Ferienland Salem. Neben Informationen über aktuelle Entwicklungen der Familienerholung auf Bundesebene und den Planungen der gemeinsamen Aktivitäten für das laufende Jahr, beschäftigten sich die Teilnehmer im inhaltlichen Teil der Tagung mit Marketing im Web 2.0. Dieses Seminar wurde von Benedikt Vollmer, Leiter des Jugendrefererates im Diözesanverband Münster, geleitet.

Im Laufe der Diskussion wurden nicht nur die vielen Chancen von Social Media Marketing gesehen, sondern auch Risiken, die für die einzelnen Einrichtungen entstehen können. Ein Ergebnis der Tagung ist die Erweiterung des Internetauftrittes www.kolping-urlaub.de um eine Facebook-Seite (www.facebook.com/kolpingurlaub), sowie einen Blog mit Themen rund um Familienerholung, Familienurlaub und besondere Aktivitäten in den Familienferienstätten.

Reisen

Bewährtes optimieren und Neues gestalten Manfred Eissing neuer Mitarbeiter beim Kolping-Reisedienst Manfred Eissing verstärkt seit 1. April 2012 hauptberuflich das Team des Kolping-Reisedienstes beim Diözesanverband Münster. Er arbeitet vollzeitig im Diözesanbüro in Coesfeld und wird auch Andrea Hagedorn während ihrer Elternzeit ab Mai 2012 vertreten. Schon in der Schule hätten ihn die Lehrer für Geschichte und Geographie begeistern können, so der 47-jährige gebürtige Rosendahl-Holtwicker. Auf zwei Reisen tourte er per Interrail-Ticket quer durch Europa. Das habe seinen Berufswunsch noch bestärkt. Nach der Fachoberschulreife absolvierte eine Berufsausbildung bei der Deutschen Bahn. Nach der Ausbildung sammelte Eissing Praxiserfahrung in einem Reisebüro in Lüdenscheid. Nach dem Zivildienst beim DRK-Rettungsdienst wechselte Manfred Eissing 1987 zu einem großen Reisebüro nach Münster. 1993 bis jetzt übertrug man ihm dort die Verantwortung für den Bereich Gruppenreisen. „Beim Kolping-Reisedienst finden unsere Kunden alle Möglichkeiten verschiedenster Urlaubs- und Bildungsreisen als Einzel- oder Gruppenfahrten. Manfred Eissing wird Bewährtes fortsetzen aber auch neue Ideen anbieten“, so Reinhold Garthe, Geschäftsführer der Gesellschaft zur wirtschaftlichen Betätigung des Kolpingwerkes mbH (GWK) und mitverantwortlich für den KolpingReisedienst. „Unser Kolping-Reisedienst

Manfred Eissing (re.) wird die Aufgaben von Andrea Hagedorn (li.) beim KolpingReisedienst während ihrer Elternzeit übernehmen.

bemüht sich, flexibel auf die Wünsche und Anregungen von Kolpingsfamilien und Kolpingmitglieder einzugehen und arbeitet verstärkt maßgeschneiderte Reisen aus, die auch unabhängig von einer Kolpingmitgliedschaft gebucht werden können.“ Gespannt auf die neue Herausforderung möchte Manfred Eissing seine langjährigen Erfahrungen in der Tourismus-Branche beim Kolping-Reisedienst einbringen „um Bewährtes zu optimieren und Neues zu gestalten. Ich freue

mich auf die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den engagierten ehrenamtlichen Reiseleiterinnen und Reiseleitern des Kolping-Reisedienstes.“ Manfred Eissing ist verheiratet und wohnt in Coesfeld. Auch seine Freizeit verbringt der passionierte Marathonläufer gerne mit Reisen, Wandern und Fahrradtouren. Text und Foto: Rita Kleinschneider ➲ Kontaktdaten: Tel. 02541 – 803-419, Mail: eissing@kolping-ms.de 27


Reisen

Attraktive Reiseziele im Herbst Spätsommer in die Eifel und ins Erzgebirge Unter dem Motto „Mit Kolping reisen – geborgen reisen“ hält der KolpingReisedienst auch für den kommenden Herbst wieder eine Auswahl an interessanten Reiseangeboten bereit. Wir laden herzlich ein zum Einsteigen und Mitreisen! Die beliebte Ferienregion Eifel bietet vom 26.08. – 01.09.12 die Kolpingsfamilie Wolbeck an. Unter der Leitung von Ewald Freisfeld geht es nach Zendscheid, in das Herz der Region. Von dort aus werden attraktive Ausflüge unternommen. Vom 23. – 29.08.12 führt eine Busreise nach Frauenstein ins Erzgebirge. Neben schönen Ausflügen in die reizvolle Landschaft der Region steht auch die sächsische Hauptstadt Dresden mit Besuch der Frauenkirche

auf dem Programm. Gruppenleiter dieser Reise ist Dieter Bohnenkemper aus Selm. Der goldene Herbst gilt für viele als schönste Reisezeit des Jahres. Nach Südtirol geht es vom 02. – 11.09.12. Das Kolpinghotel Meran (www.kolpingmeran.it) ist das Ziel dieser Reise unter der Leitung von Paula Essmann aus Dülmen. Sie stellt für die Gruppe ein schönes Ausflugsprogramm zusammen. Unter dem Motto „Reif für die Insel – Frauenfreizeit auf Borkum“ begleitet Paula Austermann aus Nottuln interessierte Damen auf die schöne Nordseeinsel Borkum. Dort heißt es vom 15. – 21.09.12: Erholung – Erlebnis – Gemeinschaft. Interessante Aktivitäten in netter Runde und ein erholsamer Aufenthalt werden hier groß geschrieben. Die Unterbringung erfolgt im Arthotel Bakker (www.arthotel-bakker.de). Die Nase im Wind haben auch die Teilnehmer des Inselurlaubs auf Spie-

keroog vom 17. – 24.09.12. Diese Reise gehört schon seit Jahren zum Programm des Kolping-Reisedienstes und hat schon viele Gäste begeistert. Genießen Sie einen goldenen Herbst zwischen Ebbe und Flut. Als Vorschau auf die Adventszeit bieten wir eine Reise ebenfalls unter dem Motto „Frauen spezial“, die von Ursula Heimken aus Drensteinfurt begleitet wird. Die schöne Winterregion Harz ist Ziel dieser Reise und beinhaltet Abstecher zu den attraktivsten Weihnachtsmärkten der Region. So werden u. a. Wernigerode, Quedlinburg und Goslar besucht.

➲ Für alle Reisen gibt es ausführliche Ausschreibungen beim Kolping-Reisedienst in 48653 Coesfeld, Gerlever Weg 1, Tel.: 02541 – 803-419, Mail: reisedienst@kolping-ms.de. Manfred Eissing berät gerne. Jugend

WIR SIND KOLPING Martin Weiß, (44 J.), Vorstandssprecher des Vorstandsteams der Kolpingsfamilie Ascheberg ➲ Ich bin mit 16 Jahren schon Mitglied geworden. Ich war seinerzeit kurz vor meiner Ausbildung zum Bäcker. Mein Vater riet mir dazu, in einen Handwerksverein vor Ort zu gehen. Die Kolpingsfamilie war für mich am attraktivsten, weil es einen Spielmannszug gab, in dem ich mitspielen konnte. ➲ Das Wichtigste für mich ist die Familienarbeit. Es stärkt uns alle der Zusammenhalt, besonders im Vorstandsteam. Mich freut es, dass unser Verband generationsübergreifend ist.  Kolping ist einfach eine schöne Gemeinschaft. ➲ Ich kann neue Mitglieder begeistern, indem ich lebendig von unseren Aktivitäten erzähle. Wichtig ist aus meiner Sicht auch eine gute Zusammenarbeit mit der lokalen Presse.

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Imagekampagne wird Schwerpunktthema Frühjahrs-Diözesankonferenz der Kolpingjugend

Die neue Diözesanleitung der Kolpingjugend: (v. li.) Maximiliane Rösner, Selina Kraskes Diözesanpräses Franz Westerkamp, Simon Handrup.

Selina Kraskes (Enniger) und Simon Handrup (Ascheberg) sind neue Mitglieder der gewählten Diözesanleitung, Michael König (Ascheberg), Petra Behrens (Garrel) und Christopher Robke (Emstek) arbeiten weiterhin im Diözesanarbeitskreis mit. Sie werden durch André Piekatz (Saerbeck), Paul Schroeter (Enniger) und Alexandra Spiekermann

(Rosendahl-Osterwick) unterstützt. Als zukünftiges Schwerpunktthema nach „Kanesien – Bewahrung der Schöpfung“ sind Diözesanleitung und Diözesanarbeitskreis beauftragt, Ansätze zur Auseinandersetzung mit dem Selbstverständnis der Kolpingjugend und der Imagekampagne des Kolpingwerkes zu entwickeln. So die wesentlichen Ergebnisse der Diözesankonferenz mit rund 55 Delegierten und Gästen in Coesfeld. Sarah Hönisch (Enniger), seit Frühjahr 2008 im Diözesanarbeitskreis und seit Herbst 2009 Diözesanleiterin der Kolpingjugend, wurde im Verlauf der Konferenz als Diözesanleiterin verabschiedet. Auch die neue Website der Kolpingjugend – unter alter Domain www.kolpingjugend-ms.de – wurde mit neuem Layout und Inhalten vorgestellt. Benedikt Vollmer / rk ➲ Ausführlicher Bericht sowie Bilder der Diözesankonferenz unter www.kolpingjugend-ms.de.


A KOLP ND

G IN

Begegnungsprojekt Uganda findet weitere Unterstützer

U GA

Jugend

Austausch mit Delegation aus Uganda / Zuschuss des Kreisverbandes Borken Zur Generalversammlung des Internationalen Kolpingwerkes Anfang Juni in Bensberg bei Köln war auch eine Delegation der Uganda Kolping Society (UKS) angereist. Dies nutzten die ugandischen Freunde aus dem Partnerland des Kolpingwerk Diözesanverband Münster auch für Besuche im Diözesanverband Münster. Eine Gelegenheit, die die Kolpingjugend sich nicht entgehen ließ: Am 10. Juni lud sie zu einem Kennenlern- und Organisationstreffen mit den Teilnehmenden der Uganda-Begegnungsreise ein. Insgesamt 15 junge Erwachsene und Leitung werden vom 11. bis 25. August 2012 nach Uganda reisen. Die schon im Reisefieber befindlichenKolpingjugendlichen nutzten diese Möglichkeit, offene Fragen aus erster Hand beantwortet zu bekommen: Wie wird die Unterbringung in Familien aussehen? Was müssen wir mitbringen? Worauf müssen wir achten, wenn wir nach Uganda reisen? – Nur einige der vielen Fragen, die von den UgandaFreunden direkt beantwortet wurden. Nach dem Vorbereitungswochenende im März war dies für die Gruppe nun ein weiterer Meilenstein zur Vorbereitung auf die zweiwöchige Reise.

1.500 Euro spendiert der Kreisverband Borken Gleichzeitig nahm Edmund Rösner, Vorsitzender des Kreisverbandes Borken, am Treffen teil und brachte eine erfreuliche Nachricht für die Teilnehmenden mit: Der Kreisverband hat sich ent-

Mitglieder des Diözesanvorstandes, des Fachausschusses „Internationalität und Eine Welt“ und der Kolpingjugend heißen die Freunde der Uganda Kolping Society willkommen. Mit dabei die Teilnehmenden der UgandaBegegnungsreise. Foto: Benedikt Vollmer

schlossen alle Reisenden nochmals mit 100 Euro zu unterstützen, so dass der Teilnehmerpreis von ursprünglich auf 995 Euro auf 895 Euro sinkt. „Wir sehen diesen Zuschuss als Investition in die Jugendarbeit des Kolpingwerkes und somit in die Zukunft des Verbandes und der Partnerschaftsarbeit. Das ist einer der wichtigen Schwerpunkte des Kolpingwerkes“, so Edmund Rösner. Bereits während der Anfangsplanungen im letzten Jahr hatte der Kreisverband einen Zuschuss von 750 Euro gegeben. Die Reisegruppe, überwiegend Studierende, Auszubildende, Schüler/-innen, wird somit neben den bereits im Reisepreis berücksichtigten Zuschüssen und Förderungen, sowie bei einzelnenTeilnehmenden mittels Unterstützung durch ihre Kolpingsfamilien, finanziell weiter entlastet. „Partnerschaftsarbeit lebt von persönli-

chen Kontakten und Beziehungen sowie von eigenen Erlebnissen im jeweiligen Partnerland“, weiß Matthias Knauff, Vorsitzender des Diözesanfachausschusses „Internationalität und Eine Welt“ und spricht nach mehreren Besuchen in Uganda aus eigener Erfahrung. Um auch in der Kolpingjugend die Zusammenarbeit und Begegnungen mit dem Partnerland zu intensiveren, hat die Diözesankonferenz der Kolpingjugend vor zwei Jahren die Durchführung dieses Begegnungsprojektes beschlossen. Das Programm in Uganda beinhaltet eine bunte Mischung aus dem Besuch von Kolping-Projekten, touristischen und kulturellen Angeboten. Höhepunkt der Reise ist die mehrtägige Unterbringung und das Leben in Gastfamilien. Benedikt Vollmer

Kanesien-Sieger aus Enniger lösen Kanesien-Gewinn ein Die Leiterrunde der Kolpingjugend Enniger nutzte das letzte März-Wochenende um gemeinsam mit zwei Referenten des Beratungsteams ein entspanntes und lehrreiches Wochenende im Regenbogenland in Olpe zu verbringen. Von 2010 bis 2011 haben sie sich mit fabelhaftem Einsatz im Rahmen des Verbandsspiels „Kanesien“ in den Bereichen Internationalität, Umwelt, Adolph Kolping, Arbeitswelt und Gemeinschaft engagiert und Aufgaben aus den insgesamt sechs Aufgabenpaketen gelöst. Der Preis für die Mühen, ein Leiterwochenende im Regenbogenland in Olpe, war daher mehr als verdient. Impulse für die Jugendarbeit „Geocaching“ oder „Appel & Ei“, ein klassi-

sches RollentauschSpiel, und das Highlight: Ein sehr amüsanter Grillabend rund um ein Lagerfeuer auf der Ranch des Regenbogenlandes. Die Leiterrunde ist sich durch die Spiele, Kooperationsaufgaben, Impulse und vor allem durch das gemeinsame Lachen noch weiter näher gekommen. Christine Hilgensloh und Jens Effkemann / rk

So sehen Kanesien Sieger aus!

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Jugend

Mit Peter Pan und Helene Fischer

Eine tolle Gemeinschaft: Der Gruppenleitergrundkurs nach dem bezwungenen Spinnennetz.

21 Jugendliche verbrachten die zweite Woche ihrer Osterferien auf der Jugendburg in Gemen um den Peter Pan Tanz zu lernen und um den 47 Minuten langen Hit-Mix von Helene Fischer auswendig zu lernen und um ganz nebenbei etwas darüber zu lernen wie man Kinder- und Jugendgruppen verantwortlich leiten kann. Dass dabei neben einer intensiven Auseinandersetzung mit Themen wie Motivation, Rechtliches, Konflikte, Gruppendynamik, Spielpädagogik der Spaß im Gruppenleitergrundkurs mit Teilnehmern aus unterschiedlichen Orten nicht zu kurz kam, zeigen schon diese ersten Zeilen. Das Adolph-Kolping-Spiel

brachte die Gruppe zu Beginn mächtig in Bewegung, bevor es in eine längere Arbeitsphase ging. Der Bunte Abend, der im altehrwürdigen Rittersaal standesgemäß mit einem Wiener Walzer begann, war ein echtes Highlight der Tage. Neben dem haben die Teilnehmer wichtige Kompetenzen erworben, mit denen sie für ihre Aufgaben im Bereich der Jugendarbeit gewappnet sind. Viel Input und lustige Erlebnisse, so könnte man die Woche auf der Jugendburg daher gut zusammenfassen. Ruth Weber und Anna-Elisabeth Nienhaus / rk

Grigri und Co: Fortbildungstag von Niedrigseilgartentrainern

Ein Versuch ist’s wert: Ohne Hände übers Seil balancieren, 30 cm über dem Erdboden.

Im Frühjahr haben sich acht Niedrigseilgartentrainer der Kolpingjugend fit gemacht für die kommende Saison. Denn auch in diesem Jahr sind die Trainer wieder gefordert bei Pfarrfesten sowie Kolpingjubiläen oder im Rahmen von Teamschulungen und Leiterwochenen30

den ihre mobilen Niedrigseilelemente aufzubauen. Unter der Anleitung von Daniel Venne, einem erfahrenen Erlebnispädagogen mit einer speziellen Ausbildung zum Industriekletterer, konnten viele Stationen nochmals ausprobiert werden und im Aufbau der Niedrigseilstationen sicherer zu werden. Besondere Aufmerksamkeit schenkten die Trainer aber dem Grigri, einem Sicherungselement, das sie von nun an sicherlich häufiger verwenden werden, nachdem das praktische Geheimnis hinter dem Namen gelüftet werden konnte. Jens Effkemann ➲ Anfragen von Ortsgruppen erbeten. Es sind noch ein paar Wochenenden frei. Infos und Anfragen beim Jugendreferat.

Ferienlager-Tipps im Online-Netzwerk www.wikilager.de Vertreter unterschiedlichster Ferienlager aus den Kolpingsfamilien Hiddingsel, Werne, Ascheberg, Herzfeld, Kevelaer, Borghorst, Horneburg und Stromberg trafen sich im März mit gesamt 21 Kolpingern und drei Referenten zum Ferienlagertag unter dem Motto „Das perfekte Lager“. Nach der Vorstellung mit individuellen Besonderheiten ihrer Lager ging es in den Workshops um „Das perfekte Lagerprogramm“, „Wo hört Tradition auf und wo fängt Fortschritt an“, um „Krisensituationen“ und wie diese gelöst werden können. Der Austausch unter den Kolpingsfamilien stand im Vordergrund, um von den Kompetenzen der anderen zu profitieren. Zudem wurden einige neue Gruppenspiele vorgestellt. Miriam Stasch / Jens Effkemann ➲Z  ur Sicherung der Workshop-Ergebnisse und für den weiteren Austausch der Ferienlager-Teams kann das Online-Netzwerk www.wikilager.de genutzt werden. Neben den beteiligten Ortsgruppen steht es allen Ferienlager-Teams zum Informieren und Mitmachen zur Verfügung. Wir bitten um rege Beteiligung.

Erste Hilfe für JuleiCa-Erwerb 17 Gescheraner nahmen am Erste-Hilfe-Kurs teil, der von der Kolpingjugend in Kooperation mit den Maltesern angeboten wurde. Nach ihrer Gruppenleitungs-Grundausbildung und ihrem ehrenamtlichen Engagement vor Ort, erfüllen sie nun alle Voraussetzungen für die Erlangung der JuleiCa (Jugendleiter-Card). Neben den klassischen Themen eines Erste-Hilfe-Kurses sind sie auch bei Lager spezifischen Erkrankungen wie Krampfanfälle, Sonnenstich, Verschlucken, Verbrennungen oder Stromunfällen gut gerüstet für die anstehenden Projekte vor Ort. Jens Effkemann ➲D  ie Kolpingjugend bietet Erste-HilfeKurse für ehrenamtliche Teams vor Ort an.


Jugend

Berlinfahrt 2012: geschichtlich – politisch – kulturell Schliche kommen. Mögliche Inhalte: Mister X-Erlebnis-Stadttour, Berliner (Nacht-) Leben, Politisches Berlin: Hammelsprung und Piraten – Politik heute, von Currywurst bis Staatsoper? Kult und Kultur in der Hauptstadt und vieles mehr. Das Programm wird gemeinsam mit den Teilnehmenden erarbeitet, mehr dazu unter kolpingjugend-ms.de/ aktionen/berlin2012. Hier gibt es auch teilnehmen... das Anmeldeformular. Ansonsten wird ...können Kolpingjugend-Mitglieder ab 18 Jahren. Jugendliche das Programm von den Teilnehmer/unter 18 Jahren können teilnehmen, sofern sie durch eine innen imAufsichtsperson Vorfeld der Reise gemeinsam volljährige begleitet werden. Teilnahmepreis: nur 195,00 Euro geplant: Im Teilnahmepreis enthalten sind die Bahnfahrt von Münster In (Westf) der Facebook-Gruppe nach Berlin und zurück, Übernachtung im Mehrbettzimmer (2/3 Personen) inkl. Frühstück in einem zentralen Ho(www.facebook.com/groups/berlintel (Nähe Potsdamer Platz) sowie ein 5-Tage-Touristenticket Berlin (Nahverkehrsticket Zonen AB sowie diverse Ermäßigunfahrt2012) und Etherpad (epad.li/p/ gen in touristischen und kulturellen Highlights). berlinfahrt2012) kann man sich mit eigenen Wünschen in das Programm fragen? anmelden? einbringen. Fragen beantwortet das Jugendreferat, an das ihr auch eure Anmeldungen senden solltet (siehe Kontaktdaten unten). Es gibt eine begrenzte Teilnehmerzahl und Anmeldeschluss ist

Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin.  Foto: Rita Kleinschneider

Als Weltstadt für Kultur, Politik, Medien und Wissenschaft bekannt, hat die Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland einiges zu bieten. Vom 17. bis 21. Oktober 2012 wollen wir, die Kolpingjugend Diözesanverband Münster, die Metropole erkunden, kulturelle Highlights erleben, der Geschichte der Stadt und der Bundesrepublik auf die

Die An- und Rückreise erfolgt gemeinder 01.09.2012. Das Anmeldeformular und aktualisierte Informationen auf unserer sam mitfindet derihrBahn, abInternetseite: Münster (Westf) www.kolpingjugend-ms.de/aktionen/berlin2012 Hauptbahnhof. Im Preis enthalten sind Bahnfahrt, Übernachtung der... im Hotel eine veranstaltung (2/3-Bett-Zimmer) inkl. Frühstück sowie ein Berlin-Touristenticket (5 Tage), einschl. Nahverkehrsticket.

Preis: Mitglieder: 195 Euro, Nicht-Mitglieder: 225 Euro Anmeldeschluss 1. Sept. 2012 ➲ Weitere Informationen und Anmeldung im Jugendreferat sowie im Internet unter kolpingjugend-ms.de/ aktionen/berlin2012

N I L T R R E H B A 12 F 0 2

Anschrift: Gerlever Weg 1 · 48653 Coesfeld

Zielgruppe: Junge und Telefon: 02541 / 803-471 · Fax: Erwachsene -470 E-Mail: info@kolpingjugend-ms.de Jugendliche. Eine Teilnahme von Juwww.kolpingjugend-ms.de facebook.com/kolpingjugend.dioezesanverband.muenster gendlichen unter 18 Jahren ist möglich, twitter.com/kjdvms sofern volljährige Aufsichtspersonen teilnehmen.

In Jogginghosen zum Erfolg Ein, nicht nur wegen der gewählten Jogginghosen als Tageskleidung entspannter und effektiver, Gruppenleitungskurs auf der Jugendburg in Gemen bleibt für die etwa 20 Teilnehmenden in bester Erinnerung. Nach der Auseinandersetzung mit verschiedenen Themen aus dem Bereich Gruppen leiten füllten die Ergebnisse, außer einer Menge wissenswerter Informationen, untermauert mit einer Menge Spaß, ebenso einen komplett beklebten Raum, der die Lerneinheiten und In-

halte des Kurses widerspiegelte. Dazu gehörten die Vorträge über die Highlights aus den Ortsgruppen sowie aus der Arbeit der offenen Jugendarbeit. In Erinnerung an ein tolles Wochenende bleiben das „Peter Pan-“ Lied als permanenter Ohrwurm, gemütliche Abende im Burgkeller, das Werwolf-Spiel“ und schmackhafte Mahlzeiten so dass nach den „Werwolf-Fütterungen“ selbst die Jogginghosen leicht spannten. Lennart Gerdelmann / rk

Das Jugendreferat der Kolpingjugend Diözesanverband Münster: Sekretariat: Birgit Vormann, Tel. 02541 – 803-471, Mail: info@kolpingjugend-ms.de – www.kolpingjugend-ms.de www.facebook.com/kolpingjugend.ms Ko-Pilot – nächste Ausgabe im September, u. a. mit ausführlichen Berichten von diesen Veranstaltungen. Online-Netzwerk für Ferienlager-Teams: www.wikilager.de

Ein Gruppenleiter sollte auf alles vorbereitet sein…so auch für einen Transport der Burg-Prinzessinnen. 31


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„Wir werden Brüder!“ Freunde aus Uganda besuchen die Kolpingsfamilie Wessum Kreisverband Borken: Die Delegation der Uganda Society (UKS) nutzte ihren Aufenthalt in Deutschland auch zu einem Besuch der Kolpingsfamilie Wessum. Diese hatte für ihre Gäste ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet. Hans-Georg Althoff, Beigeordneter der Stadt Ahaus, begrüßte beim Empfang im Rathaus im Namen des Bürgermeisters die afrikanische Delegation als „außergewöhnlichen Besuch, über den sich die Stadt sehr freue". Althoff machte deutlich, dass der Besuch aus Afrika eine besondere Ehre für Ahaus sei. Er erfuhr in einem angeregten Austausch, dass es eine Reihe konkreter Projekte gibt, bei denen die deutschen und ugandischen Partnerverbände zusammenarbeiten. Auch die Gäste zeigten sich beeindruckt. George Bagonza, der Nationalvorsitzende des ugandischen Partnerverbands, erklärte, dass der Besuch das Gefühl vermittle: „We become brothers!" - „Wir werden Brüder!" Er sprach damit die hervorragenden Beziehungen und gelungenen Kooperationen mit dem Kolpingwerk an. Nach der Mittagspause wurde es westfälisch: In der Holzschuhmacherei Berning in Wessum zeigte Ewald Berning den Gästen die Herstellung der „Klum-

Münsterländer Kost servierten Mitglieder der Kolpingsfamilie Wessum dem hohen Besuch aus Uganda. 3. v. re: Nationalvorsitzender George Bagonza , neben ihm (4. v. re.) die Vorsitzende der Kolpingsfamilie Wessum, Doris Büning.

pen“. Zum Kaffee auf dem Hof servierte man münsterländischen Weggen mit Käse und Schinken. Nach der Besichtigung der Wessumer Kirche und des Heimathauses fand der Tag in der Kolpinghalle der Kolpingsfamilie seinen Abschluss. In der „Schirmschoppe“ wurde gegrillt und der rege Austausch vertieft. Die Delegation wie auch die Mitglieder der Kolpingsfamilie Wessum zeigten sich von diesem „ersten Treffen“ sehr beeindruckt und hoffen, dass der Kontakt

auch weiterhin bestehen bleibt. Schon jetzt können sich zwei Mädchen der Kolpingsfamilie Wessum auf ein baldiges Wiedersehen freuen. Sie gehören zu einer Reisegruppe von 15 jungen Erwachsenen der Kolpingjugend im Diözesanverband Münster, die im August 2012 nach Uganda reisen. (Anm. d. Red.: siehe hierzu Bericht auf Seite 29) Doris Büning

Besser informiert zur NRW-Landtagswahl Kreisverband Borken: „Du kannst den Leuten nur vor den Kopf gucken.“ Dieses Sprichwort galt auch für die Kandidaten, die vor der NRW-Landtagswahl am 13. Mai von ihren Wahlkampfplakaten herunter lachten. Um vielleicht doch ein bisschen mehr über die Kandidaten, ihre Ideen und Überzeugungen zu erfahren und um sie im persönlichen Gespräch zu erleben, luden die Kolpingsfamilie Vreden und die KAB St. Marien zu einer Talkshow ein. Über 100 Gäste nutzten diese Gelegenheit. In einer Talkrunde fragten Ansgar Trautmann und Pfarrgemeinderatsvorsitzende Jutta Winkelhaus die Kandidaten nach ihrer Wertorientierung, nach Generationengerechtigkeit, Familien-, Arbeits- und Bildungspolitik oder ihrer politische Lieblingsidee. „Wir fragten nach den Grundlagen aber auch nach Visionen“, so Ansgar Trautmann von der Kolpingsfamilie 32

Kolpingsfamilie Vreden und KAB luden zur Wahl-Talkshow: (v. li.) Bernhard Tenhumberg MdL, CDU , Robert Brandt, Linke, Jutta Winkelhaus, Moderatorin (PGRVorsitzende), Dietmar Eisele, Grüne, Sonja Jürgens, SPD, Ansgar Trautmann, Moderator (Kolpingsfamilie), Stephan Rotering, Piraten, Karl-Heinz Busen, FDP.  Foto: Tim Slaba

„und legten Wert darauf, dass die Antworten verständlich eingeordnet werden konnten. Vredener Deutsch war gefragt, weniger Düsseldorfer oder Berliner“. Nach der anderthalbstündigen Talkrun-

de konnte mit den Kandidaten bei Spezialitäten vom Grill und kühlen Getränken persönlich gesprochen werden. Ansgar Trautmann / rk


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Fachausschuss informierte auf Kreiskonferenz Kreisverband Borken: Zahlreiche Vertreter der Kolpingsfamilien aus dem Kreisverband Borken waren im Mai zur Kreiskonferenz nach Südlohn gekommen. Nach dem Rechenschafts- und Kassenbericht des Kreisvorsitzenden Edmund Rösner und dem Bericht der Kassenprüfer folgte die Entlastung des Kreisvorstandes. Die kreisweite Kleidersammlung im März war ohne Probleme verlaufen. Die Vorschläge zur Spendenverteilung wurden einstimmig angenommen, die Spende für den Jugendaustausch mit dem Partnerland Uganda wurde sogar noch weiter aufgestockt. Insgesamt unterstützt der Kreisverband Borken diese Jugendreise mit 2.250

Euro durch Spenden 2011 und 2012 (Anm. d. Red.: siehe Seite 29). Ein wesentlicher Teil der Kreiskonferenz war dann der inhaltliche Teil mit Mitgliedern des Diözesanfachausschusses „Geschmack am Glauben finden“. Ursula Hüllen und Hans-Josef Dirksmeyer stellten dessen Angebote für Kolpingsfamilien vor. Das Thema Fusion von Kirchengemeinden wurde lebhaft diskutiert. Der Diözesanfachausschuss bot ferner Hilfe an zur Gestaltung von Gottesdiensten, Josefsschutzfesten und Kolpinggedenktagen. Die Teilnehmer der Kreiskonferenz konnten viele Informationen in ihre Kolpingsfamilien mitnehmen.

Hans-Josef Dirksmeyer (stehend) informierte die Kolpingverantwortlichen des Kreisverbandes Borken im Haus Willmers in Südlohn.

Edmund Rösner

RWE Klimaschutzpreis für Kolping Solar Kraftwerk Werne GbR Kreisverband Coesfeld: Bürger an der Energiewende beteiligen – wie das geht, zeigen die Gewinner des RWE Klimaschutzpreises der Stadt Werne. Der insgesamt mit 2.500 Euro dotierte Preis wurde im März von Bürgermeister Lothar Christ und Herbert Bennemann, Kommunalbetreuer der RWE Deutschland, an die Genossenschaft Kolping Solar Kraftwerk Werne GbR und die gemeinnützige Genossenschaft der Energiegesellschafter übergeben. Die beiden Gewinner erhalten jeweils 1.250 Euro für ihre Ideen. Das Kolping-Solar-Kraftwerk wird für seine besondere Kombination von

Umweltschutz und Gemeinnützigkeit gewürdigt. Gerade Bürger, die über kein Wohneigentum verfügen oder aus finanziellen Beschränkungen keine eigene Solaranlage auf ihrem Dach installieren können, wird die Möglichkeit geboten, sich zu beteiligen. Dabei geht es in erster Linie nicht um wirtschaftliche Eigeninteressen: 15 Prozent des Ertrages gehen an die Kolpingsfamilie Werne a. d. Lippe, die dann ihrerseits die Spende gemeinnützig einsetzt. Pressestelle RWE Deutschland AG / rk ➲ www.kolping-werne.de (Menü “Solar”)

Im Herbst 2010 wurde die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Kolpingsaales in Werne installiert. 2011 flossen 800 Euro (15 Prozent des Ertrages) in die gemeinnützige Arbeit der Kolpingfamilie. Die erreichten 35 500 Kilowatt Jahresleistung bescherten den 38 Gesellschaftern des „Kolping-Kraftwerks“ zudem 5,2 Prozent Nettorendite. (WA / rk)

Stadthotel Kolping anerkannter Bett + Bike Gastbetrieb Kreisverband Borken: Das Stadthotel Kolping in Bocholt ist jetzt als fahrradfreundlicher Bett + Bike Gastbetrieb zertifiziert worden und entspricht somit mit seinen Angeboten für Radtouristen den Qualitätsanforderungen des ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club). Im Zentrum der Stadt Bocholt und unmittelbar an der 100 Schlösser-Route gelegen, ist das Hotel idealer Ausgangspunkt für die Erkundung des Münsterlandes. Die Niederrhein-Route, die Salztangente oder die 3-Flüsse-Route (Lippe,Ijssel, Niederrhein), um nur einige zu nennen, verlaufen ebenfalls in leicht erfahrbarer Nähe zum Hotel. Besonders reizvoll ist es auch, mit der

Fietse grenzüberschreitend auf verschiedenen, sehr gut markierten Wegen die reizvolle Landschaft des Achterhoek zu erleben. Neben den obligatorischen Serviceleistungen, von der Aufbewahrung der Räder bis zum Reparaturservice, bietet das Stadthotel seinen radelnden Gästen Annehmlichkeiten bei Planung und Durchführung der Touren und vermittelt Mieträder. Für Radler gibt es zudem besondere Pauschalen. Das im Dezember 2011 neu eröffnete Stadthotel Kolping in Bocholt hat sich erfolgreich an der Klassifizierung durch den DEHOGA (Deutsche Hotel und Gaststättenverband) beteiligt. Die auf freiwilliger Basis nach bundesweit ein-

heitlichen Kriterien erfolgte Einstufung erbrachte für das Stadthotel Kolping den „Drei-Sterne-Status“. Das Hotel bietet für Meetings, Tagungen, Seminare und alle privaten Anlässe Tagungsräume mit moderner Tagungstechnik für Veranstaltungen bis zu 250 Personen. Heijo Schepers ➲ www.kolpinghaus-bocholt.de, Tel. 02871 - 23478810

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Kirche, Kolping und Handwerk im Münsterland Kreisverband Borken: Siebenundzwanzig Pfarrfusionen allein im Jahre 2011 im Bistum Münster machen deutlich: Viele Gläubige müssen neue Wege gehen, sich auf neue Gottesdienstzeiten einstellen und in ungewohnten (fremden) Kirchengebäuden die Heilige Messe feiern. Die mit dem Verlust einer eigenständigen Pfarrei und der oftmals damit verbundenen Kirchenschließungen entstehenden Sorgen und Ängste müssen ernst genommen werden. Was kann jede Kolpingfamilie tun, um diesen schmerzhaften Prozess positiv zu begleiten? Im Kolpingmagazin 10/2012 forder-

te Generalpräses Ottmar Dillenburg, Kolping möge beitragen, dass „die Kirche im Dorf bleiben kann“. Um die vorgenannten Gedanken aufzugreifen, hat Bildungsreferentin Sonja WilmerKausch vom Diözesanverband eine Kirchenerkundung in der Kirche St. Mariä Himmelfahrt in Ahaus angeboten, bei der erfreulicherweise 14 Kolpinger teilnahmen. Sie wurden geführt von Franz-Josef Menker, einem langjährigen Kolpingmitglied und zertifiziertem Kirchenführer. „Die Kirchenführung war super und höchstinteressant“, fand Doris Büning. Selbst nach eineinhalb Stunden sei „die Zeit doch ein biss-

chen knapp, weil alle sehr interessiert waren“. Franz – Josef Menker ➲ Nun stellt sich bei den Organisatoren die Frage, ob Kirchenführungen von Kolping nicht auch dazu beitragen können, bei Pfarrfusionen die (neue) Kirche vorzustellen und den Neuankömmlingen die Ankunft zu erleichtern. Bei Interesse würde der Diözesanverband eine Einführungsschulung anbieten. Nähere Informationen bei Sonja Wilmer-Kausch, Tel.: 02541 – 803-472, Mail: wilmerkausch@kolping-ms.de

Bezirksverband Lüdinghausen übt sich im Wikinger-Schach Kreisverband Coesfeld: „Unser 1. Bezirks-KubbTurnier ist gut verlaufen. Wir durften auch unseren Diözesanvorsitzenden Bernd Krämer begrüßen“, berichtet Martin Weiß von der Veranstaltung des Bezirks Lüdinghausen als Vorsitzender der ausrichtenden Kolpingsfamilie Ascheberg. „Es war ein schöner trockener und sonniger Nachmittag bei dem man ganz ungezwungen miteinander ins Gespräch kommen konnte.“ Sieben Teams aus Kolpingsfamilien Senden, Ottmarsbocholt, Seppenrade und Ascheberg hatten ihren Spaß beim „Wikinger Schach“. Die ausrichtenden Ascheberger hatten in ihrem Pfarrgarten Heimvorteil, sie belegten die beiden ersten Plätze. - rk -

Kreisverband Borken: Als buntes Fest der Generationen hat die KolpingsfamAls buntes Fest der Generationen hat die Kolpingsfamilie Vreden mit über 50 Mitgliedern ihr Patronatsfest gefeiert. Beim gemeinsamen Spiel wurden die Mannschaften mit Kindergartenkindern, Eltern und Senioren gemischt „und alle haben begeistert mitgemacht“, erläutert Martina Nünning vom Familienkreis II, der den Nachmittag und die Abendmesse als Abschluss gestaltete. "Das war eine richtig gute Sache", so Johannes Schemming vom Kolping-Leitungsteam. "Familien, Alleinstehende und Senioren profitieren bei Kolping voneinander".  Ansgar Trautmann 34

Kreisverband Borken: An eine so große Beteiligung könne er sich kaum erinnern, meinte Heinrich Voss. Mit der Verlegung des Sommerfestes in die City habe man eine weise Entscheidung getroffen. „Pastors Garten“ war der ideale Treffpunkt für das Sommerfest der Kolpingsfamilie Gescher. Bei bestem Sommerfest trafen sich junge Familien, Großeltern mit und ohne Enkel. Es wurde ein Fest der Generationen mit vielen Spiel- und Spaßangeboten für alle. Präses Thomas Feldmann konnte sich kaum Gehör verschaffen, als er zum Bingo-Spiel einlud. Erstmals wurde seit vielen Jahren mit Lina Hertog und Jakob Lütjann wieder ein Kinderkönigspaar ermittelt.  Franz-Josef Schulenkorf / rk


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Zukunftsthema Gemeindefusion Kreisverband Borken: Die Fusion der Kirchengemeinden St. Martin Raesfeld und St. Silvester Erle wirft auch für die zwei jeweiligen Kolpingsfamilien die Frage auf, eigenständig zu bleiben oder ebenfalls miteinander zu fusionieren. Etwa 80 Kolpingmitglieder beider Orte waren der Einladung des Diözesanfachausschusses „Geschmack am Glauben finden“ gefolgt, mit Ursula Hüllen, Diözesanseelsorgerin des Kolpingwerkes Münster, die Bedeutung der Fusion 2013 für die Kolpingsfamilien zu erörtern. Sie informierte, dass Kolpingsfamilien bei Fusionen entscheiden könnten ob sie eigenständig bleiben oder sich mit anderen Kolpingsfamilien zusammenschließen möchten. Im Grunde sei Eigenständigkeit zu bevorzugen, doch bei Mitgliederschwäche sei eine Fusionierung empfehlenswert. Im konkreten Fall Raesfeld / Erle ergäben beide Möglichkeiten Sinn, so Hüllen. Gemeinsam erarbeitete man das Für und Wider beider Möglichkeiten. Rita Kleinschneider

Radfahr- und Wandertag

Kreisverband Borken: Mehr als 1000 Gescheraner beteiligten sich am Radfahr- und Wandertag im Juni, der alljährlich von der Kolpingsfamilie Gescher organisiert wird. Während die Wanderer eine zwölf Kilometer lange Tour vor sich hatten, mussten die Radfahrer 37 Kilometer bewältigen (das Bild zeigt eine Gruppierung). Mehr als zufrieden zeigten sich die Organisatoren Hubert Schlemmer, Uli

und Alfred Koller, Werner und Willi Terwey, Kalli Bönning, Bernhard Kuhlage, sowie Heinrich Paschert, der die Strecken mit mehreren Haltestationen ausgesucht hatte. „Man glaubt, dass man jede Straße rund um Gescher kennt. Kolping lehrt uns jedes Jahr eines Besseren“, meinte Teilnehmerin Helmi Schnieder. Franz-Josef Schulenkorf / rk

Kolping – Bezirksverband Dülmen nimmt „Auszeit“ Vorstandsämter können nicht wieder besetzt werden Kreisverband Coesfeld: Zur Generalversammlung lud der Bezirksverband Dülmen des Kolpingwerkes die Vertreter der Kolpingsfamilien Appelhülsen, Buldern, Darup, Dülmen, Havixbeck, Hiddingsel, Nottuln, Lavesum, Rorup und Schapdetten in das Pfarrheim Hl. Kreuz in Dülmen ein. Nach einem Tischgottesdienst mit Bezirkspräses Pfarrer Hermann Kappenstiel reflektierte Bezirksvorsitzende Monika Lenz in ihrem Jahresbericht 2011 die verschiedensten Angeboten und Aufgaben des Bezirksverbandes. Bereits im Vorfeld der Generalversammlung hatten die Vorsitzende Monika Lenz, (Kolpingsfamilie Appelhülsen), der Kassierer Gerd Hülsbömer (Kolpingsfamilie Nottuln) und Bernhard Voßmöller (Kolpingsfamilie Dülmen / Beisitzer für besondere Aufgaben) erklärt, für eine weitere Wahlperiode nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Für diese besondere Situation konnten weder im Vorfeld noch in der abendlichen Beratung der Generalversammlung neue Kandidaten gefunden werden.

Der aktuelle Vorstand hatte eine Diskussionsvorlage mit den Vorschlägen für das weitere Verfahren vorbereitet. Darin kam zum Ausdruck, dass es aufgrund der personellen Situation eine Aufgaben- und Vertretungslösung nicht gibt. Deshalb wurde der Vorschlag gemacht, den Bezirksverband für eine gewisse Zeit „ruhen zu lassen“ und nur noch die drei gemeinsamen Aufgaben, Delegiertenbenennung, Bezirkspräses Pfarrer Hermann Kappenstiel (4. v. Kreuzweg und Friedensgeli.) sowie die Vorsitzenden und Delegierten des bet am 3. Oktober, weiter zu Bezirksverbandes Dülmen (Foto) dankten besonführen. ders den ausscheidenden Vorstandsmitgliedern: Aus den Reihen der DeleBezirksvorsitzende Monika Lenz (6. v. li.), Kassierer gierten kam allerdings auch Gerd Hülsbömer (8. v. li.) und Beisitzer Bernhard die Forderung, den Bezirk Voßmöller (9. v. li.).  Foto: Thorsten Schulz aufzulösen, weil nach ihrer Meinung dafür keine Notwendigkeit mehr bestehe bzw. dies nicht „Ruhens des Bezirks“ durch Abstimmehr „zeit- und anforderungsgemäß“ mung mehrheitlich angenommen. sei. Nach intensiver Diskussion des Für und Wider wurde der Vorschlag des Wilfried Erckens 35


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Verbände müssen neue Wege suchen Karl-Josef Laumann MdL zu Gast im Kreisverband Steinfurt

Das Bild zeigt die Teilnehmer des Gespräches mit Karl-Josef Laumann MdL: (v. li.): Ludwig Hebbeler (Kreisvorstand, KF Rheine-Emstor), Heribert Knollmann (Kreisvorstand, KF Rheine-Emstor), Gregor Krabbe (Gast, KF Metelen), Ulrich Üffing (Kreisvorstand, KF Hopsten); MdL Karl-Josef Laumann, Joachim Veldhues (Vorstand KF Rheine-Emstor), Erich Elpers (Kreispräses KF Rheine-Emstor), Paul Jansen (Vorstand KF Rheine-Emstor); Maria Siepker (Vorstand KF Rheine-Emstor); Josef Zensen (Vorstand KF Rheine-Emstor), Andreas Dust (Kreisvorstand, KF Emsdetten); Dieter Kather (Vorstand KF Rheine-Emstor); Vertreter der KF Riesenbeck, Thorsten Wellenkötter (Geistlicher Begleiter KF Rheine-Emstor); zwei weitere Vertreter der KF Riesenbeck.

Kreisverband Steinfurt: Das Ehrenamt stand im Mittelpunkt des Meinungsaustausches im April mit dem Vorstand des Kolpingwerkes Kreisverband Steinfurt und der Kolpingsfamilie RheineEmstor. Vertretern der Kolpingsfamilien Saerbeck, Metelen, Emsdetten,

Riesenbeck und Rheine stand NRW CDU Fraktionsvorsitzender Karl-Josef Laumann in einem offenen Gespräch Rede und Antwort. Sie erläuterten Laumann die vielfältigen ehrenamtlichen, Generationen übergreifende Tätigkeiten der Kolpingsfamilien im Kreis Stein-

furt und besprachen Möglichkeiten der Unterstützung durch die Landesregierung. Angesprochen auf die Probleme bei der Beruflichen Bildung vor dem Hintergrund der preislich niedrigen Angebote sagte Karl-Josef Laumann, er sei immer schon für tariflich ausgehandelten Mindestlohn in der Bildungsarbeit gewesen und vertrete dies weiterhin. Ferner thematisierte die Kolpingsfamilie Emsdetten die Offene Jugendarbeit, die Riesenbecker befragten ihren Kolpingbruder Karl-Josef Laumann zum Thema Kita. Die sich ändernden Formen der Kindererziehung (Stichworte U3, Lernen in Kita, OGS) werden dazu führen, dass die klassische Kinder- und Jugendarbeit nicht mehr funktionieren wird. Hier gelte es für die Verbände sich umzustellen und neue Wege zu suchen. Dies auch unter dem Aspekt, wie sich die Ganztagsschule auf die Jugendarbeit auswirken wird. Abschließend betonte Laumann, dass er bezüglich des Ehrenamtes nicht skeptisch sei, allerdings: „Die Aufgaben und Zeiten werden sich verschieben.“ Heribert Knollmann, Paul Jansen / rk

Rom-Aufnäher ziert Kolpingbanner in Kanada Kreisverband Coesfeld. Im Nachgang zur Kolpingwallfahrt nach Rom im Oktober 2011 hatte die Kolpingsfamilie Werne a. d. Lippe einen Banneraufnäher aufgelegt. Dank der Hinweise in den Kolpingmedien sind bisher sind schon 69 Stück verschickt worden und zwar hauptsächlich nach Süddeutsch

land. Die Landesverbände Bayern und Baden-Württemberg sind besonders stark in den Bestellungen. „Ganz besonders freut uns in Werne jedoch eine Bestellung aus dem Internationalen Kolpingwerk“, so Kolping-Vorsitzender Christoph Böckenbrink. „Die Kolpingsfamilie Vancouver in Kanada hat einen

Aufnäher bestellt. So wird unsere Idee gut aufgenommen und wir freuen uns über jede weitere Bestellung.“ Josef Meinke ➲ www.kolping-werne.de

Die Redaktion des Kolping-FORUMs fragte bei der Kolpingsfamilie Vancouver nach: „Wir waren mit sieben Kolpingmitgliedern aus Vancouver in Rom. So dachten wir, es wäre schön, diese Erinnerung zu bekommen“, mailt Horst Zimmermann, vor Jahren von Deutschland nach Kanada ausgewandert. Über seine Kolpingsfamilie schreibt er: „Kolping Vancouver wurde 1956 gegründet und hat 92 Mitglieder. Leider ist unsere Mitgliedschaft total veraltet und 36

es ist schwer, bei uns junge Leute zu engagieren. Wir unterstützen ein gutes Project in El Salvador. So können wir die Idee Kolpings weiterführen. Ansonsten haben wir eben unsere traditionellen Zusammenkünfte wie Kolpings Gedenktag, Josefs Schutzfest, Weltgebetstag. Im Sommer treffen wir uns dann zu Picknicks.“

Das Banner der Kolpingsfamilie Vancouver ziert der Rom-Aufnäher aus Werne: Grüße aus Kanada schicken (v. li.) Kassierer Wolfgang Araszewski, Schriftführerin Erika Zimmermann und Vorsitzender Horst Zimmermann.


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Kreisverband Steinfurt: Viel Geschick, Spürsinn und Wissen zeigten die jüngsten Mitglieder der Kolpingsfamilie Püsselbüren um an den zahlreichen Ralleystationen rund um das Kunsthaus Kloster Gravenhorst Fragen zu beantworten. Ihr Lohn neben der Urkunde: eine liebevoll gebastelte Klosternonne!

Bildung als Weg aus der Armut

Christian Schnieders

Weihbischof Hegge bei der Kolpingsfamilie Rheine-Emstor Kreisverband Steinfurt: Hoher Besuch beim Josefschutzfest der Kolpingsfamilie Rheine-Emstor: Weihbischof Christoph Hegge referierte zum Thema „Visionen einer im Geist erneuerten Kirche“. Trotz aller Probleme, die Kirche dabei habe, Menschen heutzutage noch zu erreichen, vermutet Bischof Hegge keinen Glaubensverlust in der Gesellschaft. „Wir haben es eher mit einer Vielfältigkeit an Erwartungen der Menschen zu tun, denn in einer pluralen Gesellschaft wird auf sehr verschiedene Weise geglaubt.“ Zu Kirchenschließungen meinte Hegge, diese hätten 50 Jahre gute Dienste geleistet, würden aber heute nicht mehr benötigt. Den Zuhörern im bis auf den letzten Platz besetzten Basilika-Forum machte der Bischof Mut. Noch nie habe es in der katholischen Kirche so viele Gestaltungsmöglichkeiten gegeben.  Paul Jansen Foto: Weihbischof Dr. Christoph Hegge (2. v. l.) bei der Kolpingsfamilie Rheine-Emstor: Thorsten Wellenkötter (Pastoralreferent), Heribert Knollmann (Vorsitzender Kolpingsfamilie Rheine-Emstor), Meinolf Winzeler (Pfarrer Heilig Kreuz Rheine).

Kreisverband Steinfurt: In einem Punkt unterscheiden sich Malawi und Deutschland ganz erheblich: Bei uns gibt es eine soziale Grundabsicherung und in Malawi nicht. „Wer keine Arbeit hat, hat am Ende des Tages auch kein Essen auf dem Tisch“, spricht Katharina Feldmann ein Grundproblem in dem südostafrikanischen Land an. Sie ist Mitglied im „Treffpunkt Malawi“ der Kolpingsfamilie Riesenbeck. Neun Monate lebte sie dort, kehrte Anfang Februar für einen vierwöchigen Heimarturlaub nach Riesenbeck zurück, um für drei weitere Monate zu helfen, ein Ausbildungsprogramm auf die Beine zu stellen. 20 Jugendliche werden in den Kursen Schreiner- und Tischlerarbeit sowie Design und Schneiderhandwerk unterrichtet (Bild). Bisher haben sie nur provisorische Räume zur Verfügung. „Vielleicht lässt sich alles später in einem Kolpinghaus vereinen, denn es gibt hier großes Interesse, eine Kolpingsfamilie zu gründen“, ist Katharina Feldmann gespannt auf die weitere Entwicklung. ➲ Informationen zum Treffpunkt Malawi und für Spenden unter www.treffpunkt-malawi.de

Kolpingsfamilie Ascheberg feiert 85-jähriges Bestehen in Olpe Kreisverband Coesfeld: Zu einem gemeinsamen Familienwochenende machten sich über 100 Mitglieder der Kolpingsfamilie im April auf in die Kolping- Familienferienstätte „Regenbogenland“ Olpe. Dort vergnügte man sich bei einem abwechslungsreichen FamilienProgramm mit Kubb-

Spiel, Basteln, Bogenschießen, Yoga, Wellness, Kosmetik, Gruppenspiele und Tanz-Workshops. Die Geburtstagsfeier anlässlich des 85. Bestehens der Kolpingsfamilie Ascheberg mit Sketchen, Tanzdarbietungen, Mini-Disco, Spielen, Luftballons steigen lassen und einem gemeinsamen Gottesdienst, zu dem Präses Pfarrer Franken extra angereist war, wurde zum Höhepunkt der Fahrt. Anke Richter-Weiß 37


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Silbernes Ehrenzeichen für Alfons Aerdker Meik Libor und Josef Henneke Teamvorsitzende beim Kreisverband Warendorf

Verbandsreferent Thorsten Schulz (v. li.), Diözesanjugendleiterin Sarah Hönisch, die Vorstandsmitglieder René Teuber, Josef Henneke gratulieren Alfons Aerdker. Weiter im Bild Annette Lakenbrink. Hintere Reihe Meik Libor und Wahlleiter Dietmar Schulte.

Kreisverband Warendorf: Nur ein Drittel der Kolpingsfamilien nahmen an der Kreisversammlung der Kolpingsfamilien des Kreisverbandes Warendorf im April in Oelde teil. Nach dem Gottesdienst und Frühstück begrüßten der Vorsitzende der gastgebenden Kolpingsfamilie Oelde, Friedhelm Lakenbrink, und Kreisvorsitzender Meik Libor (Oelde) 42 Delegierte der elf von 34 Kolpingsfamilien im Kreisverband. Nach den Regularien wurde über die Situation des Kreisvor-

standes und über wesentliche Veränderungen in der Diözesangeschäftsstelle informiert. Verbandsreferent Thorsten Schulz (Oelde) stellte das Verbandssekretariat als zentrale Anlaufstelle für Unterstützungsleistungen vor. Dann stand eine ganz besondere Ehrung an: Das Silberne Ehrenzeichen des Kolpingwerkes Diözesanverband Münster überreichte seitens des Präsidiums Diözesanjugendleiterin Sarah Hönisch (Ennigerloh) an Alfons Aerdker. Der Kreisgeschäftsfüh-

rer und Vorsitzende der Kolpingsfamilie Milte engagiert sich seit vielen Jahren auf allen Ebenen und Gremien im Diözesanverband Münster. Nach Beschlussfassung der Delegierten werden Meik Libor (Oelde) und Josef Henneke (Ahlen) nun als Team die Aufgaben des Vorsitzenden wahrnehmen. Einstimmig in den Vorstand wiedergewählt wurden Bernd Wesbuer (Everswinkel) und René Teuber (Ostbevern). Neues Vorstandsmitglied wurde Annette Lakenbrink (Oelde). Eine Spende von 500 Euro zugunsten des „Uganda- Partnerschaftsprojektes“ des Diözesanverbandes überreichten die Vorstandsmitglieder des Bezirksverbandes Beckum Jennifer Werner, Josef Duffe und Heinz Strunk an Rene Teuber vom Diözesanfachausschuss „Internationalität und Eine Welt“. Text und Foto: Paul Gaida

Mit Geschick und Wissen

Kreisverband Recklinghausen: Seit 14 Jahren übernimmt die Kolpingfamilie Polsum die Bewirtung beim „Tag der offenen Tür“ der Gärtnerei Casimir Boermann. Ende April in Marl-Polsum haben wieder viele fleißige Helfer der Kolpingfamilie Polsum mit Unterstützung der Kolpingjugend der Pfarrgemeinde St. Georg die Gäste der Gärtnerei bewirtet. Am Grillstand, mit 60 selbstgebackenen Kuchen, Waffeln und beim Getränkeausschank wurde ein Erlös von 2530 Euro erzielt. Mit den Erlösen wurden seither verschiedene regionale und überregionale gemeinnützige Projekte oder Einrichtungen unterstützt. In diesem Jahr geht das Geld an die Kolpingjugend, mit dem u. a. der Besuch des Katholikentages in Mannheim im Mai ermöglicht wurde.  Text und Foto: Peter Boermann 38

Kreisverband Coesfeld: Ohne Teamarbeit ging nichts bei der Familien-FahrradRallye. Insgesamt 101 Teilnehmer der Kolpingsfamilie Ascheberg, aufgeteilt in 16 Gruppen, machten sich bei herrlichem Sonnenschein am Pfingstsonntag zur Familien-Fahrrad-Rallye 2012 auf den 8,5 km langen Rundkurs um Ascheberg. An vier Stationen mussten die Radler ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen und zudem eine Reihe kniffliger Fragen  beantworten. Bei Kaltgetränken und Hot Dogs ließ man die Ralley im Pfarrgarten in gemütlicher Runde ausklingen. Martin Weiß www.kf-ascheberg.de


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Ein Kolpingtag der Mut macht! Gebietsverband Land Oldenburg: „Sind wir die letzten Mohikaner?“ fragte Dr. Marc Röbel, geistlicher Direktor der kath. Akademie Stapelfeld, Hauptzelebrant und Festprediger die knapp 2.000 Teilnehmer auf dem 107. Oldenburger Kolpingtag in Scharrel im Mai. Man könne den Eindruck haben, die Kirche habe einen „fortlaufenden“ Erfolg. „Die Leute bleiben einfach weg!“ Und er erzählte die Geschichte von den zehn kleinen Christen, die nach und nach alle wegblieben. Aber der Letzte wagte einen Neuanfang! Und es kamen immer mehr hinzu – bis es wieder zehn waren. Die fetten 1950-er bis 1980-er Jahre sind vorbei sagte Röbel und machte Mut, sich nicht über diejenigen zu ärgern die nicht wiederkommen, sondern sich über die zu freuen die da sind, die sich aus christlicher Motivation heraus engagieren. Die in unserer knallharten Wettbewerbsgesellschaft nicht nur die Ellenbogen trainieren sondern auch das Herz sprechen ließen. „Adolph Kolping wagte in seiner Zeit einen Neuanfang! Auch wir können heute der Neuanfang sein, denn wir sind nicht die letzten Mohikaner.“ Angemerkt: 1.500 Stühle wurden gestellt. 150 Kuchen und Torten haben die Frauen von Scharrel gebacken. Knapp 1.000 Essen wurden alleine im Zelt ausgegeben. 140 Helfer standen den ganzen Tag zur Verfügung, davon ca. 75 Frauen für die Bewirtung. Über 50 Banner wurden gezählt.

Generalsekretär hielt Festrede Auch Hubert Tintelott, Generalsekretär des Internationalen Kolpingwerkes, ging in seiner Festansprache auf die Entwicklung in der Kirche und der damit verbundenen Auswirkungen auf Festgottesdienst mit etwa 2.000 Teilnehmern auf das Kolpingwerk ein. dem Kirchplatz in Scharrel Der Generalsekretär sieht im schwindenden Wissen um den mus“ fand breites Interesse. Während Glauben einen Grund in der abnehmen- im Forum „Zwischen Sterbehilfe und den Bereitschaft, sich in Kirche und Ge- Sterbebegleitung – Den letzten Weg in sellschaft zu engagieren. Er glaubt, man Würde gehen“ überwiegend ältere Befinde nur aus dem christlichen Glauben sucher zu finden waren, waren junge heraus die Bereitschaft, sich sozial zu Menschen bei „Chancen und Stolperengagieren. Daher fordert er die Kol- steine bei Facebook und Co.“ pingsfamilien auf, in ihrem Programmen (Anm. d. Red. siehe Seite 7) Angebote zu christlichen und sozialen Themen zu machen, „auch wenn dann Text und Bilder: nicht so viele Teilnehmer kommen“. Die Klaus Hanschen Gesellschaft braucht nach seiner Meinung Menschen, die sachkundig sind ➲ Artikel zur Rede unter http://ourl.de/ktagol12  und die in ihrem Umfeld, am Stammtisch, im Verein und an der Arbeitsstelle Stellung beziehen. Das Vorsitzendenwochenende 2012 des Kolpingwerkes Land Vier Info-Foren Oldenburg wird am 15./16. SepNeben der Möglichkeit ein umfassentember in Damme stattfinden. Die des Unterhaltungsprogramm zu nutzen, Vorsitzenden werden gebeten den konnten die Teilnehmer des KolpingtaTermin zu notieren und sich das ges sich in vier Foren inhaltlich mit dem Wochenende für die Teilnahme Thema des Tages „Christlich motiviert möglichst frei zu halten. – sozial engagiert“ auseinandersetzen. ➲ Weitere Termine auf „Kolping – zwischen Skatturnier und sowww.kolping-land-oldenburg.de zialem Engagement“ war besonders gut besucht. Aber auch das Thema „Autis-

Bundesverdienstkreuz für Agnes Arlinghaus Gebietsverband Land Oldenburg: Landrat Albert Focke hat Mitte März die Seniorenbeauftragte im Kolpingwerk Land Oldenburg, Bezirk Vechta, Agnes Arlinghaus, mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Agnes Arlinghaus „war und ist einfach immer zur Stelle wenn sie gebraucht wird“, so der Laudator. Seit 20 Jahren ist sie Mitglied der Kolpingsfamilie Vechta – Zentral und auch dort verantwortlich für die Seniorenarbeit. Sie organisiert nicht nur die Seniorentreffen im Bezirk Vechta. In den von ihr auf Bezirksebene initi-

ierten monatlichen Gemeinschaftsmessen mit anschließendem Frühstück erbrachten die Kollekten inzwischen über 8.000 Euro ein. Damit wurde das Indien Projekt im Kolpingwerk Land Oldenburg, das Projekt Uganda des Internationalen Kolpingwerkes, „Familien helfen Familien“ des Diözesanverbandes und die Kolpingberufshilfe Harkebrügge unterstützt. Klaus Hanschen ➲ Ausführlicher Bericht: http://ourl.de/6fcd6

Landrat Albert Focke zeichnet Agnes Arlinghaus mit dem Bundesverdienstkreuz aus.  Foto: Heseding (privat) 39


I mpressum Erscheinungsort: Coesfeld, erscheint vierteljährlich Herausgeber: Kolpingwerk Diözesanverband Münster e.V. Gerlever Weg 1 · 48653 Coesfeld Redaktion: Rita Kleinschneider -rk-, Thorsten Schulz, V.i.S.d.P. Telefon: 02541 – 803-456 Telefax: 02541 – 803-455 e-mail: presse@kolping-ms.de Gerlever Weg 1 · 48653 Coesfeld

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H 12281

Kolpingwerk DV Münster e.v. 48653 Coesfeld, PVST-Deutsche Post AG „Entgelt bezahlt“, VKZ

Auflagenhöhe: 1.800 Exemplare Jahresabonnement: 6,50 EUR Für unverlangt eingesandte Fotos und Manuskripte wird keine Haftung übernommen. Namentlich unterzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der ­Redaktion wieder.

Für die Ausgabe Oktober 2012 ist Redaktionsschluss am 25. August 2012.

Neues Kolping-Lied für den Familientag Single-CD mit zwei Songs veröffentlicht – Erlös für Familienfreizeit Der KolpingDiözesanverband Osnabrück hat aus Anlass seines Familientages am 24. Juni in Rulle ein neues Lied in Auftrag gegeben. Es heißt wie das Motto der Veranstaltung: „Von der Idee zur Wirklichkeit“. Zusammen mit dem weiteren Song „Alle Menschen sind Geschwister“ wurde es auf einer Single-CD veröffentlicht. Komponist ist der Greifensteiner Sänger Siegfried Fietz, der während des Familientages ein Live-Konzert geben wird. Die Texte stammen von Hermann Schulze-Berndt. Er ist Mitglied der Kolpingsfamilie Bad Bentheim und hat mit Fietz mehrere Werke geschrieben, darunter die Singspiele „Der Weg nach Santiago“ (2006) und „Spuren im Sand“ (2011). ➲ Die neue Single-CD mit dem Titel „Von der Idee zur Wirklichkeit“ ist zum Preis von zwei Euro pro Stück bei der KolpingDiözesanstelle, Kolpingstr. 5, 49074 Osnabrück, Telefon 0541 – 3380018, oder im Kolping-Bildungshaus, Kolpingstr. 4, 48499 Salzbergen, Telefon 05976 – 949420, erhältlich. Der Erlös soll für eine Freizeit mit benachteiligten Familien ausgegeben werden.

Reisekilometer in barer Münze Sommerzeit – Ferienzeit – Reisezeit Viele von uns fahren in den Sommerferien, kurz davor oder danach in Urlaub. Die Vorfreude packt uns schon jetzt. Denkt Ihr während der schönen Tage und Wochen manchmal an die Familien, die sich einen Urlaub nicht leisten können, die nicht heraus dürfen aus ihrem Alltagsstress, die keine neue Kraft schöpfen können? Wie gern würde man von seiner Ferienfreude und Erholung ein Stückchen abtreten. Die Aktion ‚Reisekilometer‘ des Vereins ‚Familien helfen Familien‘ macht dies möglich. Man gibt für jeden gesund und glücklich zurückgelegten Ferienkilometer unter dem Stichwort ‚Reisekilometer‘ einen kleinen Betrag für diejenigen, die sich keinen Urlaub leisten können. Auf diese Weise teilt Ihr Eure Ferienfreude mit anderen Menschen, die sich so viele Dinge, vor allem aber eine Urlaubsreise, nicht leisten können. Helft mit, dass der Verein ‚Familien helfen Familien‘ vielen Familien helfen kann. Auch geringe Beträge können hier etwas bewegen, wenn viele Menschen mitmachen. Rita Kleinschneider ➲ Überweisungen mit Stichwort „Reisekilometer“ auf das Konto „Familien helfen Familien e. V.“ bei der DKM Münster, BLZ 400 602 65, Kto.: 18 371 600.

WIR SIND KOLPING Niemand kann die Begeisterung für's Mittun im Kolpingwerk überzeugender begründen als Kolpinger selbst! Daher der Aufruf an Alle: Schickt uns Eure "Gesichter", Eure Beweggründe und Geschichten, damit wir diese Serie auch im nächsten FORUM fortsetzen können. Mail an: kleinschneider@kolping-ms.de


Kolping Forum Juli 2012