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ZEITSCHRIFT für Südtiroler in der Welt 39100 BoZEN/ITALY

Infotagung für Südtirol-Vereine

Wendelin Weingartner zu Gast

November 2013


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T hema

H&W | November 2013

Wohlstand und Abwanderung

Infotagung für die Südtiroler in der Welt mit Wendelin Weingartner n Ende September haben sich Vertreter der Südtirol-Vereine aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein in Freising bei München zur jährlichen Info-Tagung getroffen. Heuer fand erstmals die Info-Tagung länderübergreifend statt. Neben der Informationsweitergabe von Seiten der Arbeitsstelle für „Südtiroler in der Welt“ stand ein Referat zur Zukunft Südtirols von Alt-Landeshauptmann Wendelin Weingartner auf dem Programm.

Der Vorsitzende der Arbeitsstelle für Südtiroler in der Welt, Erich Achmüller, konnte neben den 80 Vereinsvertretern als Gastreferent den ehemaligen Landeshauptmann von Tirol, Wendelin Weingartner, in Freising begrüßen. Weingartner sprach zum Thema „Südtirol – quo vadis?“ und kam zwangsläufig auf die Autonomie zu sprechen. Er verglich die Südtirol-Autonomie mit einem Hausbau. Nach dem zweiten Weltkrieg hatte Südtirol das Glück, mit Silvius Magnago den richtigen Landeshauptmann zu haben. „Er hat das Haus der Südtirol-Autonomie gebaut“, sagte Weingartner. Magnago hat hart verhandelt und war gleichzeitig zu Kompromissen bereit, um auch etwas zu erhalten. In der Ära Durnwalder wurde das „gebaute Haus“ wohlig eingerichtet. Man habe heute den Eindruck, Südtirol sei ein wohlgeordnetes und wohlhabendes Land, in dem es der Bevölkerung gut geht. Diese Ära geht nun zu Ende und es ist nicht ausgeschlossen – so der Tiroler Landeshauptmann außer Dienst – dass Südtirol wieder Glück habe und den richtigen Landeshauptmann bekomme, der die Dinge wieder anders mache. Weingartner sprach von Versuchen der Italianisierung, die es in Südtirol gegeben hatte: es wurde mit der Sprache und den Namen versucht, es gab eine Unterwanderung und die Option und Aussiedelung.

Diese Versuche sind vorbei, aber Weingartner warnte davor, dass Südtirol mit Geld mundtot gemacht werden könnte. „Sowohl beim Mailänder Vertrag und als auch beim Bozner Memorandum ging es ums Geld“, sagte Weingartner. Auch Reichtum könne als Teil der Abhängigkeit gesehen werden. Weingartner schlug auch kritische Töne gegenüber Südtirol an. So sei die Autonomie für ihn eine „Trennordnung“, sie trenne in Sprachgruppen und regle die Zuständigkeit. Dies sei aus Sicht der 60er Jahre verständlich, dieses Trennsystem verhindere jedoch ein Miteinander. Der derzeit beste Weg sei - so Wendelin Weingartner - eine Weiterentwicklung der Autonomie. Er appellierte daran, die Autonomie nicht als Abgrenzung zu konzipieren, sondern Tirol als Verbindungsraum zu sehen. We i n g a r t n e r machte die Südtiroler Heimatfernen auch auf Strukturprobleme aufmerksam, die sich abzeichnen. So werde die Kluft zwischen dem urbanen und nicht-urbanen Wendelin Weingartner

Vereinsvertreter aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein.

Raum immer größer. Die urbanen Zentren seien relativ italienisch geworden, wovon in den Dörfern nichts zu spüren sei. Diese großen Unterschiede haben gleichzeitig starke Auswirkungen auf Schule und Sprache. Er prangerte auch die Abgrenzung zu Nordtirol an, so werden Stücke des Tiroler Landestheaters nicht in Bozen gezeigt oder die Europaregion Tirol werde mit etwa 250.000 Euro unterstützt, während für die Bewerbung als Kulturhauptstadt 2019 bereits eine Million ausgegeben wurde. Als Beispiele für eine mögliche Zusammenarbeit zwischen Nord- und Südtirol nannte Weingartner die Laimburg, die führend sei, die Berufsschulen oder den Lawinen­­warndienst. In der Diskussion wurde die Sprache als wichtiges Kulturgut, die österreichische Staatsbürgerschaft und die Bürokratie und die dadurch demotivierte Verwaltung angesprochen. Kabinettschefin Elisabeth Spergser überbrachte die Grüße des Landeshauptmanns Durnwalder, berichtete von den Kürzungen, von denen auch die Vereine und die Arbeitsstelle betroffen seien. Dadurch war es nicht mehr möglich, Projekte wie Filme, Bücher oder Recherchen zu fördern, ob-


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wohl der Bedarf da wäre. Auswanderung nehme in Italien wieder zu und so auch in Südtirol. Es seien vor allem die gut ausgebildeten, jungen Menschen, die dem Land Elisabeth Spegser den Rücken kehren. Durch das heurige Ende einer Legislaturperiode gehe in Südtirol eine Ära zu Ende, machte Spergser auf die Veränderungen im Land aufmerksam. Es komme zu einer Neubesetzung der Politik in Südtirol, man hoffe auf neue Akzente und neue Impulse. Christine Stieger Deutschmann, die Verantwortliche des Patronats ACLI in Innsbruck, erklärte einige Neuerungen im italienischen Rentenwesen. Das italienische Renteninstitut INPS/NISF stelle seine Arbeitsweise von der Papierform auf digital um. Ansuchen und Gesuche können fast nur noch telematisch übermittelt werden und dafür müssen sich die Betroffenen an ein Patronat wenden. In Österreich gibt es das Patronat in Innsbruck, es gib jedoch auch ACLI-Patronate in Deutschland und der

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Schweiz. Falls es Verständigungsprobleme gebe, können sich alle Südtiroler im Ausland ans Patronat ACLI in Innsbruck wenden. Die telematische Übermittlung müsse aus dem Ausland erfolgen und könne nicht von den Patronaten KVWACLI in Südtirol aus getätigt werden. Die Formulare Cud und ObisM könnten mit dem von der INPS zugeschickten Pin beim Patronat in Innsbruck ausgedruckt werden. Der Vorsitzende Erich Achmüller erklärte den Heimatfernen, wie die Briefwahl funktioniere und machte nochmals auf die engen Fristen aufmerksam. Die Kuverts mit den Stimmzetteln müssen bis spätestens 25. Oktober in Bozen eintreffen. Deshalb sei es wichtig, die Stimmzettel sofort auszufüllen und zurückzuschicken, sobald die Wahlberechtigten sie an ihrem Wohnort erhalten. Achmüller berichtete von den geplanten Tätigkeiten 2014, wo es unter anderem ein Info-Treffen für Junge geben wird und ein Treffen in den Benelux-Ländern. Eine Wallfahrt werde man 2015 wieder ins Programm aufnehmen. Die Infotagung der Südtiroler in der Welt endete mit einem bunten Abend, an dem die Heimatfernen die Möglichkeit hatten, ihre neue Heimat vorzustellen. So gab es einen Film über Zürich, Spezialitäten aus Köln, Volkstanz, Lieder, Theatereinlagen und viele persönliche Berichte und Bilder. > Ingeburg Gurndin

Volkstanz, Theatereinlagen und Singen standen beim bunten Abend auf dem Programm.

Inhalt T hema Infotagung in Freising

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S ü dtir o l a k tuell

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Kurzmeldungen Arbeitsmarkt--Gipfel, Vorwort DB/ÖBB, Euregio-Film, alte Brennerpassstraße Großer Verdienstorden, Josef Ohrwalder, Stadtschreiberinnen 100% Design, Südtirol innovativ Innovation Festival, Vorzugsschiene regional, Buchtipp

EXPERTEN Rückkehr als Rentner

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Auflösung Quiz

intern Steiermark, Treff.Heimat

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Wanderwoche, München, NRW Niedersachsen, Engadin, Albstadt Hamburg, Vereinskalender H eimat und welt Walter Nogler

impressum

Heimat & Welt Herausgeber und Eigentümer: Südtiroler in der Welt Verantwortlich für den Inhalt: Dr. Hans Gamper Schriftleitung: Ingeburg Gurndin Redaktion: Stephan Raffeiner alle: 39100 Bozen, Pfarrplatz 31, Postf. 463 Tel. (0039) 0471 309176 Fax (0039) 0471 982867 Internet: www.kvw.org/suedtiroler-welt E-Mail: suedtiroler-welt@kvw.org Eingetragen beim Landesgericht Bozen unter 7/72 Druck: Lanarepro Ges.m.b.H., I-39011 Lana Ausgaben: „Heimat & Welt” erscheint monatlich (insgesamt 11mal jährlich) Bei Unzustellbarkeit zurück an: Arbeitsstelle für Südtiroler in der Welt, 39100 Bozen, Pfarrplatz 31, Postf. 463 Redaktionsschluss: Am 15. des Monats Bankverbindungen: Südtirol und Italien: Südtiroler Sparkasse Waltherplatz, 39100 Bozen IBAN IT68A 06045 11601 000000371000 BIC CRBZIT2B001 Mitfinanziert von der Autonomen Provinz Bozen, Präsidium, Amt für Kabinettsangelegenheiten, Bereich Heimatferne AUTONOME PROVINZ BOZEN - SÜDTIROL

PROVINCIA AUTONOMA DI BOLZANO - ALTO ADIGE

PROVINZIA AUTONOMA DE BULSAN - SÜDTIROL


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Südtirol aktuell

Innovation Festival

Drei Tage „Weitblick: Berg, Gesellschaft, Technologie” n Auch heuer hat an drei Tagen das Innovation Festival in Bozen stattgefunden. Es durfte wieder laut über die Zukunft, Forschung und Entwicklung nachgedacht werden. Insgesamt wurden 650.000 Euro für die Großveranstaltung am letzten Septemberwochenende bereitgestellt.

Das Festival war in seiner zweiten Auflage wieder eine Möglichkeit, um Bewusstsein für die Notwendigkeit von Forschung, Entwicklung und Innovation zu schaffen. Es war aber auch für Südtirols Unternehmen ein Schaufenster und eine Möglichkeit, Netzwerke zu knüpfen und von anderen zu lernen. Mit 140 Referenten aus

zehn Ländern, mit 35 Stunden Workshops und Tagungen und mit 34 Stunden Programm für die Schulen lockte das Festival 18.000 BesucherInnen an. Das Motto war „Weitblick: Berg, Gesellschaft, Technologie“. Referenten in Bozen waren u.a. die ehemaligen Skiprofis Alberto Tomba und Thomas Sykora. Aus Rom kam die Unterrichtsministerin Maria Chiara Carrozza und widmete sich dem Thema „moderne Bildung“. Jessica Jackley, Gründerin der Mikrokredit-Website „Kiva“, präsentierte den Besuchern ihr System der globalen Kleinstunternehmer-Förderung. Neben dem Vortragsprogramm wartete das Innovation Festival

auch mit der „Innovation Arena“ auf, in deren Rahmen sich 50 innovative Südtiroler Unternehmen mit ihren Produkten auf dem Walther- und dem Universitätsplatz vorstellten. Zu sehen gab's Entwicklungen made in Südtirol: von der batteriegetriebenen Erntemaschine über den High-TechSessellift der Zukunft bis hin zur Drohne für den zivilen Einsatz.  < Wie innovativ Südtiol ist, wurde u.a. beim Innovation Festival in Bozen gezeigt.

BUCHVorstellung

Südtiroler Erbhöfe

Vorzugsschiene regional Lebensmittel in öffentlichen Einrichtungen n Kindergärten, Altersheime, Schulausspeisungen und Krankenhäuser sollen auch in Zukunft so weit wie möglich heimische Lebensmittel verwenden. Damit dies trotz der geänderten rechtlichen Rahmenbedingungen des Staates möglich ist, hat die Landesregierung ein neues Vergabeverfahren gutgeheißen.

Die Vergabe öffentlicher Aufträge wird seit September 2012 über die Landesvergabeagentur abgewickelt. Die Agentur ist in erster Linie eingerichtet worden, weil die Vergabe der Aufträge aufgrund staatlicher und EU-Vorgaben derart komplex geworden ist, dass sie für Gemeinden und einzelne Landesämter kaum mehr abzuwickeln war. Bis zu einer Auftragssumme

von 40.000 Euro pro Jahr kann nun jede Gemeinde vor Ort einkaufen, wenn etwa begründet werden kann, dass die Produkte frisch sein müssen und die benötigten Mengen von Tag zu Tag unterschiedlich sind. Ab einem Auftragsvolumen von 40.000 bis 200.000 Euro ist ein Verhandlungsverfahren mit fünf Bietern vorgesehen. Mit einer Rahmenausschreibung werden die Chancen der heimischen Produzenten erhöht, um auch bei mittleren Ausschreibungssummen verstärkt zum Zug zu kommen. Somit wird regionalen Produkten eine Vorzugsschiene geboten. Bei Ausschreibungssummen über 200.000 Euro ist es weiterhin notwendig, über die Vergabeagentur eine europäische Ausschreibung durchzuführen. <

Menschen und Geschichten Wenn ein Hof 200 Jahre in ununterbrochener Folge innerhalb derselben Familie weitervererbt wurde, gilt er als Erbhof. Über tausend solcher Höfe gibt es in Südtirol. Sie sind stille Wahrzeichen einer bäuerlichen Kultur und Lebenswelt, die um ihr Weiterbestehen kämpft. Dieses Buch erzählt von Menschen und Schicksalen, berichtet vom Zusammenleben mehrerer Generationen und den Schwierigkeiten bei der Hofübergabe, es widmet sich der Rolle der Frau am Hof, zeigt gelungene Beispiele einer heutigen Bewirtschaftung auf, blickt auf die traditionellen Formen der bäuerlichen Arbeit zurück und entwickelt Zukunftsszenarien in Bezug auf Ökologie und landwirtschaftliche Nutzung. Eine Bestandsaufnahme mit aktuellen aber vor allem vielen historischen Bildern. Mit Texten von Konrad Bergmeister, Hans Grießmair, Phillip S. Katz, Astrid Kofler, Florian Kronbichler, Hans Karl Peterlini, Susanne Pitro, Evelyn Reso, Christine Roilo, Paul Rösch, Martin P. Schennach, Gerhard Siegl, Ulrike Tappeiner, Erich Tasser und Margot Wittig „Südtiroler Erbhöfe“ Amt für bäuerliches Eigentum (Hrsg.) Edition Raetia, Bozen 2013 ISBN 978-88-7283-469-5


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N ü tzliches

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Sie fragen, Experten antworten

Rückkehr als Rentner mit italienischer Staatsbürgerschaft (Teil 1) n Ich bin Südtiroler im Ausland und nach wie vor italienischer Staatsbürger. Was ist zu berücksichtigen, wenn ich als Rentner nach Südtirol zurückkehren möchte?

Behördliche Meldungen bei Wechsel des Wohnsitzes: Abmeldung beim zuständigen italienischen Konsulat im Ausland und der Wohnsitzgemeinde. Anmeldung in der Gemeinde in Südtirol, in die man den Wohnsitz verlegt. Man benötigt dazu den Ausweis bzw. wenn man mit Familie zurückkommt, einen vom italienischen Konsulat ausgestellten Familienbogen. Krankenversicherung: bei nur ausländischer gesetzlicher Rente: In diesem Fall muss man über die ausländische Krankenversicherung weiterversichert bleiben. Vorgehensweise: vom ausländischen Renteninstitut das Formular E 121 anfordern, mit diesem Formular beim zuständigen Gesundheitssprengel in Südtirol melden. Damit Eintragung in das italienische Gesundheitswesen. Die italienische Krankenkasse rechnet die Leistungen mit der ausländischen Krankenversicherung ab. bei nur ausländischer privater Rente: Ausnahmefall – nachzufragen bei Südtiroler in der Welt, Tel. 0471 309176. bei nur oder auch italienischer Rente: Eintragung in das italienische Gesundheitswesen beim zuständigen Gesundheitssprengel. Die in Italien üblichen Leis­ tungen werden vom Staat übernommen. Die ausländische Krankenversicherung ist damit hinfällig und kann gekündigt werden. Ausländische Rente: Mitteilung über den Wohnungswechsel an das ausländische Renteninstitut. Man kann beantragen, dass die ausländische Rente nach Südtirol überwiesen

wird. Mit Wohnsitzwechsel unterliegt die ausländische Rente in der Regel der italienischen Besteuerung. Es gibt allerdings einige Rentenarten, die dennoch im Auszahlungsstaat versteuert werden müssen. Informationen erhält man über das zuständige ausländische Renteninstitut oder die Steuerbehörden im Ausland. Italienische Rente: Teilen Sie dem italienischen Renteninstitut INPS Ihren Wohnsitzwechsel und die neue Bankverbindung in Italien mit. Diese Meldung kann über uns bzw. das Patronat KVW-ACLI gemacht werden. Dazu sind folgende Unterlagen nötig: Bevollmächtigung Patronat (erhalten Sie bei uns), Meldebescheinigung der Südtiroler Gemeinde, Bankverbindung Steuer: Teilen Sie den Steuerbehörden Ihres derzeitigen Wohnsitzstaates den Wohnsitzwechsel mit. Einkommenssteuer: Durch Ihren Umzug verlegen Sie in der Regel auch Ihren steuerlichen Wohnsitz wieder nach Italien. Damit sind Sie mit Ihrem gesamten „Welteinkommen“ in Italien steuerpflichtig. Hat man gleichzeitig in einem anderen Staat ein Einkommen, so ist man in dem Staat „beschränkt“ steuerpflichtig und man besteuert in dem Staat nur die dort erzielten Einkommen. In Italien sind Sie unbeschränkt steuerpflichtig und müssen die gesamten Einnahmen bei der Steuererklärung angeben – auch die, für die bereits im Ausland Steuer erhoben wurde. Doppelbesteuerungsabkommen zwi-

Wohnen: Selbstsuche über Anzeigen in der Tageszeitung „Dolomiten“ Mittwochs- und Samstagsausgabe. Kleinanzeiger in der Neuen Südtiroler Tageszeitung, immer freitags. Internet: www.cluster.stol.it/kleinanzeiger/ Wohnungsportale und Immobilienfirmen wie z.B.: www.transkom.it/immobilsuedtirol/immobilienagenturen.aspx www.wohnen-in-suedtirol.it, www.immoweb.it; u.a. Wohnbauförderung, Sozialwohnung und Wohngeld: Arche im KVW, Beda-Weber-Straße 1, 39100 Bozen Tel. +39 0471 061300, Fax +39 0471 061301, info@arche-kvw.org Amt für Wohnbauförderung, Landhaus 12, Kanonikus-MichaelGamper-Straße 1, Tel. +39 0471 418740, Fax +39 0471 418759, www.provinz.bz.it/wohnungsbau, wohnbaufoerderung@provinz.bz.it Institut für den Sozialen Wohnbau des Landes Südtirol, Horazstraße Nr. 14, 39100 Bozen, www.wobi.bz.it, info@wobi.bz.it Sozialsprengel, www.provinz.bz.it/de/dienste/dienste-kategorien.asp?bnsvf_svid=1001824

schen den meisten europäischen Staaten verhindern dabei, dass die Steuer doppelt erhoben wird, sondern lediglich eine Differenz zum im Inland bestehenden Steuerersatz erhoben wird. Wandert man in der Jahresmitte aus, so ist es sinnvoll im neuen Wohnsitzland über die Steuerbehörden oder ein Steuerbeistandszentrum abzuklären, wo man im Jahr des Umzugs seinen steuerlichen Wohnsitz hat. Denn es gilt die Regel: dort wo man mehr als die Hälfte des Jahres ansässig war, hat man seinen steuerlichen Wohnsitz. IMU: Immobilienbesitz in Italien unterliegt seit dem Jahr 2012 der Gemeindeimmobiliensteuer IMU. Die erste Rate für das Jahr 2013 ist aufgrund eines Regierungsbeschlusses ausgesetzt. IVIE: Sollten Sie im Ausland Immobilienbesitz haben, so

müssen Sie dies bei der Steuererklärung in Italien angeben. Außerdem ist für diese Immobilie in Italien Steuer zu zahlen. Der Wert orientiert sich je nach Staat, in dem sich die Immobilie befindet am Katasterwert bzw. am Kaufpreis oder Verkehrswert. Wird im Ausland bereits eine Grundsteuer bezahlt, so wird diese angerechnet. Gleichzeitig muss auch Finanzvermögen im Ausland bei der Steuererklärung in Italien angegeben werden. Lassen Sie sich diesbezüglich von einer Steuerfachkraft aufklären. Anders als im Ausland muss sich der Steuerzahler in Italien selbst um die jeweiligen Steuerfälligkeiten kümmern. Lesen Sie Teil 2 in der nächsten Ausgabe. > Rosemarie Mayer


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Auflösung H&W–Quiz In den vergangenen Ausgaben hatten wir eine dreiteilige Quizreihe zu verschiedenen Themenbereichen rund um Südtirol veröffentlicht. Die ausgefüllten Fragebögen sind bereits bei uns eingegangen, die glücklichen Gewinner werden allerdings erst in der Dezember-Ausgabe veröffentlicht und persönlich schriftlich benachrichtigt. In dieser Ausgabe gibt es nun die Auflösung der insgesamt 15 Fragen.

Tradition – Land und Leute (Abschnitt 1/3, Juni) 1. Was ist die Fatsch? Die Fatsch ist der bestickte Leibgurt, der besonders bei der Sarner Tracht mit seinen Federkielstickereien ins Auge fällt. 2.

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NüTZLICHES

Apfelcidre (Afpelschaumwein) und Apfelpapier. 8.

Seit einiger Zeit werden in Südtirol auch Brillen hergestellt! Aus welchen besonderen Materialien sind diese? Es handelt sich hier um zwei verschiedene Unternehmen, eines stellt Brillen aus Papier und das andere aus Holz her.

9.

In Südtirol werden im Durchschnitt jährlich 350.000 Hektoliter Wein produziert! Welches sind die ureigenen Rebsorten Südtirols? Die ureigenen Rebsorten Südtirols sind der Gewürztraminer, Vernatsch und der Lagrein.

10. Wo wird der Südtirol Pass benutzt? Der Südtirol Pass hat mit seiner Einführung im Februar 2012 den öffentlichen Nahverkehr revolutioniert.

Was wurde und wird auch heute noch anstelle des Maibaumes in Ahrntal und anderen Pustertaler Gemeinden aufgestellt? Bei den Kirchtagen wird im Pustertal der Kirchtagmichl (Dialekt Kirschtamichl) und im Ahrntal als Besonderheit in der Ortschaft Kasern die Urschl aufgestellt.

Persönlichkeiten und Bauten (Abschnitt 3/3, September) 11. Welcher Heilige hat Südtiroler Wurzeln? Der heilige Josef Freinademetz.

3.

Was wird beim Scheibenschlagen ins Tal geschleudert? Beim Scheibenschlagen werden glühende Holzscheiben ins Tal geschleudert.

12. Wo werden die über 12.000 aktiven Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren in Südtirol ausgebildet? In der Landesfeuerwehrschule in Vilpian.

4.

Wer ist der sagenumwobene Beherrscher des Rosengarten? König Laurin, welcher laut völkstümlicher, alpenländischer Sage, den Rosengarten mit einem Fluch belegt hat.

13. Welches bekannte Südtiroler Bergmassiv ist auf diesem Bild zu erkennen? Der Schlern.

5.

Die Sarner Tracht: Was gehört nicht zur Sarner Tracht? Die rote Jacke gehört nicht zur Sarner Tracht, die Jacke ist eigentlich schwarz.

Innovatives und Gschmackiges (Abschnitt 2/3, Juli) 6. In Altrei wird bereits seit Jahren aus der Lupine ein einzigartiges Produkt hergestellt! Welches ist das? In Altrei wird der Altreier Lupinen Kaffee hergestellt. 7.

Südtirol das Apfelland! Aber der Apfel wird hier nicht nur gegessen, sondern auch weiterverarbeitet! Welche Produkte werden aus Südtiroler Äpfeln hergestellt?

14. Welcher Südtiroler Musikexport ist als Erfinder der Diskomusik bekannt? Der in St. Ulrich geborene Grödner Giorgio Moroder. 15. Welches Südtiroler Geschwisterpaar ist erfolgreich im Skisport? Die Geschwister Manuela und Manfred Mölgg aus St. Vigil.

Jahresbeitrag 2013 für Heimat&Welt Liebe LeserInnen! Leider ist es beim Versand der Einzahlungsscheine zu Unregelmäßigkeiten gekommen. Sollten Sie keinen Einzahlungsschein oder einen leeren Einzahlungsschein erhalten haben, bitten wir dies zu entschuldigen. Über einen Spendenbeitrag 2013 für die Heimat&Welt würden wir uns trotzdem sehr freuen.

kennwort: Heimat & Welt 2013 - Bankverbindungen „Südtiroler in der Welt“: Südtiroler Sparkasse Bozen – IBAN: IT68 A0604511601000000371000 – BIC: CRBZIT2B001 Schweizerische Postbank – IBAN: CH7609000000650560706 – BIC: PoRCHBEXXX Postbank München – IBAN: DE15700100800234950800 – BIC: PBNkDEFF PSk Innsbruck - IBAN: AT2460000000920370059 - BIC: oPSkATWW

Spendenbeitrag 2013 Heimat&Welt

20 Euro 25 CHF Vielen Dank für Ihren Beitrag!


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Zu Besuch in Schwerin Südtiroler in Hamburg n Auch in diesem Jahr war der Parkplatz am Hamburger Zoo der morgendliche Treffpunkt für 25 Südtiroler und Südtirolfreunde, die sich mit dem Bus auf dem Weg in die 120 km entfernte Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern Schwerin aufmachten.

Nach einer guten Stunde hatten wir Schwerin erreicht wo es dann mit einer sehr aufschlussreichen Stadtrundfahrt weiterging, die Geschichte vor der sogenannten Wende mit den sogenannten Plattenbausiedlungen war ein wesentlicher Punkt der Stadrundfahrt. Nach der Stadtrundfahrt ging es zur Stärkung zum gemeinsamen Mittagessen. Der anschließende kurze Bummel durch das Zentrum von Schwerin führte

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intern

bei einigen sogar dazu das sie bei dem sommerlichen Wetter gerne den Schatten aufsuchten. Die anschließende Besichtigung des Schweriner Schlosses war der Höhepunkt und sehr beeindruckend. All diesen schönen Räume, die alten Bilder und wertvollen Gegenstände führten einen zusammen mit den Erzählungen der Führung auf eine Zeitreise in die Vergangenheit. Ein leckeres Stück Kuchen mit einer Tasse Kaffee war für jeden im Anschluss der Besichtigung noch als Stärkung vor der Heimreise angerichtet. Gegen 18 Uhr machten wir uns wieder im bequemen Bus auf die Heimreise, auf der man noch seine Eindrücke von diesem schönen gemeinsamen Tag in Schwerin austauschte. > Karl Ratschiller

Info Bei der Oktober-Sitzung des Vorstands „Südtiroler in Welt” war das Hauptgesprächsthema die Vollversammlung 2014. Es wurde dabei über die Programmvorschläge beraten und diskutiert. Gegenstand der Sitzung war auch die abgelaufene Infotagung in Freising, die geplanten Veranstaltungen 2014, wie das Benelux-Treffen und die Brüssel-Reise der KVW Jugend. Weiters wurde über ein mögliches Infotreffen für junge Auswanderer in München, die Organisation einer Wallfahrt im Jahr 2015 und die Termine des Treff.Heimat gesprochen.

Vereinskalender 

Dezember 2013

1. Dezember Südtiroler in NRW Südtiroler in Steyr

Weihnachtsfeier in Köln Maronibraten

2. Dezember Südtiroler im Engadin

Heilige Messe und Klausfeier

5. Dezember Südtiroler in Tirol/Landeck-Zams

Nikolaushuangart

6. Dezember Südtiroler in Augsburg Südtiroler in München Südtiroler im Engadin Südtiroler in Linz

Monatstreffen im Vereinsraum Weihnachtsfeier Nikolausmarkt in Samedan Hoangart

7. Dezember Südtiroler in Hamburg Südtiroler in Liechtenstein Südtiroler in Nürnberg Südtiroler in Niedersachsen Südtiroler in Tirol/Landeck-Zams Südtiroler in Tirol/Kufstein Südtiroler im Rhein-Neckar-Raum Südtiroler in Albstadt Südtiroler in Hessen

Weihnachtsfeier Waldweihnachten Nikolausfeier Adventsfeier Reschenfahrt Adventfeier Weihnachtsfeier Nikolausfeier Weihnachtsfeier

8. Dezember Südtiroler in Bischofshofen Südtiroler in Bodensee-Oberschwaben-Allgäu Südtiroler in Zürich Südtiroler in Tirol/Kitzbühel Südtiroler in Südbaden Südtiroler in Stuttgart Südtiroler in Bregenz Südtiroler in NRW

Weihnachtsfeier Weihnachtsfeier Weihnachtsfeier in Bassersdorf Adventfeier Mitgliederversammlung Weihnachtsfeier Adventfeier Weihnachtsfeier in Krefeld

11. Dezember Südtiroler in Tirol/Reutte

Weihnachtsfeier

12. Dezember Südtiroler in Steyr

Hoangart

14. Dezember Südtiroler in Dornbirn Südtiroler in der Steiermark/Obersteiermark Südtiroler in Wels Südtiroler in Linz

Weihnachtsfeier Vorweihnachtsfeier der Bezirksstelle Adventfeier Weihnachtsfeier

15. Dezember Südtiroler in Hallein Südtiroler in Augsburg Südtiroler in München Südtiroler in Tirol/Innsbruck Südtiroler in der Steiermark Südtiroler in Steyr

Adventfeier Weihnachtsfeier Jahresabschlussmesse Weihnachtsfeier Vorweihnachtsfeier der Landesstelle Graz Weihnachtsfeier

18. Dezember Südtiroler in Stuttgart

Spielenachmittag

19. Dezember Südtiroler in Tirol/Schwaz

Weihnachtsfeier

20. Dezember Südtiroler in Salzburg

Adventfeier

26. Dezember Verband BRD

Kultur- und Begegnungswoche für Jugendliche in Südtirol (bis 2.1.2014)

28. Dezember Arbeitsstelle Südtiroler in der Welt

Grenzpendlertagung

31. Dezember Südtiroler in München

Silvesterfeier


Das Leben ist eine Reise ... Walter Nogler, der abenteurer aus Wales

n Walter Nogler aus Bozen ist ein sog. „wilder Hund“; zeitlebens in der Welt unterwegs, auf der Suche nach neuen Abenteuern und Herausforderungen. Nogler ist mit seinen 71 Jahren immer noch sehr sportlich und aktiv. In seinem bisherigen Leben hat der ehemalige Fußballer und Hockeyspieler stolze 187 Länder bereist. Und es sollen noch einige mehr werden, sagte uns Nogler, der mit seiner Frau in Swansea (Wales) lebt. Der Weltenbummler war im September in Bozen; wir haben mit ihm ein kurzweiliges Gespräch geführt: Was hat Sie dazu bewogen ins Ausland zu gehen?

Nogler: Ich wollte die Welt entdecken! 1967 zog ich los, durch halb Europa, wie die Hippies ... ich blieb für einige Zeit in Spanien um die Sprache zu lernen. Eigentlich wollte ich immer Flugbegleiter (Steward) werden, doch dann kam das Schicksal dazwischen: ich lernte meine Frau kennen, mit der ich inzwischen 46 Jahre verheiratet bin! Was hat sie bewogen im Ausland zu bleiben? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?

Nogler: Ich ging also mit meiner Frau nach England, genauer gesagt nach Wales. Dort baute ich zunächst über 30 Jahre meine Immobilienfirma auf.

Später wendete ich mich dem Importgeschäft zu. Wir handelten mit Billigwaren aus China. Dies war damals noch sehr schwierig. Das Reisen war immer schon meine große Leidenschaft. Ich habe alle Weltwunder gesehen und mittlerweile 187 Länder entdeckt. In Grönland habe ich zufällig Walter Peroni getroffen, der dort mit den Eskimos lebt. In der Antarktis bin ich sogar Ski gefahren, dank einer Kanadischen Expeditionsgruppe! Todesangst hatte ich bei meiner Begegung mit einem Grisslybären in Kanada. Ich wollte von dem Bären ein Foto machen ... letzlich hatte ich viel Glück bei der Aktion (schnauft tief durch). Früher bin ich viel getaucht, in Australien - im Great Barrier Reef. Überhaupt fasziniert mich die Tierwelt - da könnt ich so viele tolle Geschichten erzählen ... Auf meiner Wunschliste stehen noch mindestens 40 Sachen, die ich unbedingt machen will. Mit meiner Frau spiele ich viel Tennis. Wir nehmen hin und

wieder im Mixed-Doppel an Tennisturnieren teil. Der Sport ist mir nach wie vor sehr wichtig. Was ich mir wünsche, sind Gesundheit und ein langes Leben. Was hat sich in Südtirol (seit Ihrem Weggang) verändert?

Nogler: Es hat sich vieles verändert. Alles hat sich wunderbar positiv entwickelt. Ich komme immer gerne nach Südtirol. Jedes Jahr, zwischen Ende Juni und Ende September. Fühlen Sie sich noch als Südtiroler?

Nogler: 100 Prozent, das ganze Leben! Ich bin nicht stolz, aber

1992 feierten Walter und Sheila Nogler im Basecamp des Mount Everest ihr 25. Hochzeitsjubiläum.

ich bin ein stolzer Südtiroler. (lacht) Was wünschen Sie sich für die Zukunft Südtirols?

Nogler: Ich wünsche mir für Südtirol Zufriedenheit, soziale Gerechtigkeit und weniger Neidtum. Die Südtiroler können dem Herrgot danken, dass sie im schönsten Land Europas geboren sind und dadurch die Lotterie des Lebens gewonnen haben. <

STECKBRIEF

Walter Nogler

Falls unzustellbar bitte zurück an:

geboren 1942 in Bozen, spielte Walter Nogler fußball und Eishokkey in der 1. Liga beim Hc Bozen neben Heini Bacher u.a. Legenden. Bevor er ins ausland ging arbeitete er als Buchhalter bei der raiffeisenkasse. Beruflich war Nogler selbständig in der Immobilienbranche und im Importgeschäft tätig. Er ist jetzt in pension. Seit 48 Jahren ist Walter Nogler im ausland unterwegs, er lebt mit seiner frau in Swansea, Wales.

Für Deutschland:

Zeughausgasse 8

Verband der Südtiroler Vereine

A-6020 Innsbruck

Für Österreich: Gesamtverband der Südtiroler in Österreich

in der Bundesrepublik Deutschland c/o Caritasverband Köln

Für die Schweiz:

Stolzestraße 1a

Südtiroler Verein Zürich und Umgebung

D-50674 Köln

c/o Arthur Altstätter Auhaldenstrasse 26 CH-8427 Rorbas

Poste Italiane spa - Versand im Postabonnement - G.D. Nr. 353/2004 • Erscheint monatlich • (konv. in Ges. Nr. 46 vom 27.2.2004) Art. 1, Abs. 2, DCB Bozen

PORTRÄT


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