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HANDWERK: MEHR RAUM 1/2016

DIE INFORMATION DES KURSZENTRUMS BALLENBERG


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Handwerk 1/2016


Warum dieser Boom? Was macht das

Mitterecker, externe Projektleiterin Hand-

Vergeben von Preisen attraktiv? Zeichnen

werk in der Denkmalpflege und Verant-

Auslober sich selber aus, ein Mittel für

wortliche für die Datenbank traditionelles

(un-)eigennützige Publizität, für Aufmerk-

Handwerk. www.ballenbergkurse.ch/

samkeit und Medienpräsenz?

mandate/traditionelles-handwerk

Im Falle des Prix Jumelles der vor rund

Wir gewähren einen Blick zurück auf

10 Jahren ins Leben gerufen wurde, ortete

die Zukunftswerkstatt vom 23. Januar

man damals einen eindeutigen Mangel –

2016 im Kurszentrum Ballenberg, und

Design und Kunst waren reichlich bedient

einen Blick auf den ersten Überflug, die

mit Angeboten und Möglichkeiten von pri-

spezielle Weiterbildung für Vermittlerin-

vater und öffentlicher Förderung.

nen und Kursleiter zu 20 JAHRE KURS­

Beim Handwerk schien nach Meinung

ZENTRUM BALLENBERG.

der Initiantinnen ein Mangel bei den frei zugänglichen Beiträgen. Es entstand also die Idee des Prix Jumelles, des Zwillings-

EIN ALTES WOHNHAUS: HEUTIGE BEDÜRFNISSE

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WOHNGEIST STEHT FÜR:

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NEUEINRICHTUNG HAUS MATTEN

11

­Gerät also verpflichtet ist, mit dem man fo-

P.S.: Handwerk, die Hauszeitung des Kurs-

kussieren kann, Fernes in die Nähe rücken,

zentrums Ballenberg erscheint neu zwei-

ÜBERFLUG 1 TEXTIL

19

genauer sehen und betrachten kann.

mal jährlich.

ZUKUNFTSWERKSTATT 2016: EINBLICK

20

JETZT AKTUELL

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FLIEGENDER SCHOPF…

24

les 2016 läuft noch bis 30. April 2016. Zusätzlich zum Zwillingspreis ergibt sich für die Nominierten die Chance den Prix MAGGS der LOEB AG in Bern zu gewinnen. Das Kurszentrum Ballenberg ist zudem erstmals Gast in den Schaufenstern der LOEB AG vom 23. Mai bis 18 Juni 2016. Zu Beginn in diesem Heft: Das Interview mit Yorick Ringeisen, Architekt und Planer des Erweiterungsbaus. Im zentralen Teil dieses Heftes schauen wir zurück auf

Dank einer zweckgebundenen Spende

10 Jahre Prix Jumelles. Im Rahmen der Neueinrichtung des

können wir im Parterre des Neubaus eine

Hauses Matten im Freilichtmuseum Ballenberg zeigen wir Arbei-

Schmiedewerkstatt einbauen. Wir blicken

ten der ehemaligen Preisträgerinnen und Preisträger. Bei dieser

in die Datenbank der traditionellen Hand-

Gelegenheit haben wir nachgefragt:

werke und drucken den Text zum Berufs-

Publikation Wirkung und wenn ja, welche?

7

16

Die Anmeldefrist für den Prix Jumel-

Hat Förderung durch Preisgelder und Auszeichnung durch

7 FRAGEN AN CLAUDIA SCORZA UND ROBERT GALLIKER

INFERNO IM BERNER MÜNSTER

«les jumelles» (dem Feldstecher), einem

Die Menschen stehen bei uns im Mittelpunkt.

SCHMIED 6

Adrian Knüsel, Leiter

wurde, der aber auch dem französischen

Im Jubiläumsjahr porträtieren sich bei uns alle Besucherinnen und Besucher des Hauses selbst. Sie werden ein Teil der Porträtsammlung, die wir 2016 in Zusammenarbeit mit unserer Fotografin Nina Mann realisieren.

ERWEITERUNGSBAU 4

STIFTUNG TERRA VECCHIA 15

preises, der auch von Zwillingen gestiftet

20 JAHRE KURSZENTRUM BALLENBERG

INHALT

bild des Schmieds. Die 7 Fragen beantworten Claudia

Wettbewerbe, Preisausschreibungen, Design Preise, Preise für

Scorza und Robert Galliker, und unter

Holz, Preise für Gestaltung, Landschaft, Garten, Stadt Entwick-

dem Titel Inferno im Berner Münster,

lung, Preise überall.

drucken wir einen Bericht von Franziska

Handwerk 1/2016 Mehr Raum. Herausgeber: Kurszentrum Ballenberg CH-3858 Hofstetten Telefon 033 952 80 40 www.ballenbergkurse.ch info@ballenbergkurse.ch Druck: Thomann Druck, Brienz Layout: Thomas Küng Auflage: 2’500 2 Ausgaben jährlich Abo Inland Fr. 38.–  Abo Ausland Fr. 48.– Fotos, wo nicht anders vermerkt und Bildredaktion: Nina Mann Redaktion: Adrian Knüsel und Nina Mann


Handwerk 1/2016 4

Yorick Ringeisen studierte an der ETH in Lausanne und an der Université du Québec à Montréal UQAM in Kanada. Nach der Mitarbeit bei Atelier 5 Architekten in Bern und Taniguchi and Associates in Tokyo und längerer Mitarbeit bei Bauart Architekten und Planer in Bern wurde er 2002 Geschäftsleitungsmitglied und ist seit 2008 Partner von Bauart Architekten und Planer.

Mitte März war Baustart: Der Erweiterungsbau des Kurszentrums beginnt auf einer Länge von 16,5 Meter und einer Breite von 7,5 Meter zu entstehen. Bis zum 20-Jahr-Jubiläum des Kurszentrums im Oktober 2016 wird er seine Höhe von rund 11 Meter erreicht haben. Das Erdgeschoss wird einen Werkstattraum beherbergen, das erste Obergeschoss einen Kursraum und das zweite Obergeschoss vier Schlafzimmer für Kursleiterinnen und Kursleiter. Der Baubeginn war der ideale Zeitpunkt, um dem Architekten Yorick Ringeisen vom Büro Bauart Architekten und Planer ein paar brennende Fragen zu stellen.

Steigen wir etwas provokant ein: ­Herr

Auch die Materialwahl überrascht:

sollen Kursteilnehmende – Stichwort Lehm

Ringeisen, warum haben Sie einen Ku-

Warum Beton, wo doch sonst Holz über-

– in den Entstehungsprozess eingebunden

bus vorgeschlagen für eine Gegend, die

wiegt?

werden. Zudem werden Elektromonteur-

keine Flachdächer kennt?

Auch in der Materialisierung haben wir

Lehrlinge einen Teil ihrer Ausbildung di-

Die Kombination von Bauten aus verschie-

uns vom Gesamtkontext leiten lassen. Es

rekt auf der Baustelle absolvieren.

denen Kulturkreisen, Regionen und Epo-

ist ja nicht so, dass die Bauten im Bereich

Aus ökonomischer Sicht lebt der Neu-

chen macht das Wesen des Ballenbergs

des Eingangs West ausschliesslich aus

bau vom Verzicht: Es wird nur gebaut,

aus. Die Häuser treffen in einer inszenier-

Holz sind. Zudem ist Stein aus bauhisto-

was tatsächlich notwendig ist. Die strikte

ten Umgebung und in spannenden Kompo-

rischer Sicht ein essenzielles Baumaterial.

Reduktion auf das Wesentliche wird das

sitionen aufeinander. Diese Gegenüberstel-

Unser Materialisierungskonzept spielt be-

Empfinden der Menschen steigern, wel-

lung manifestiert sich auch beim Eingang

wusst mit Kontrasten. Das Gegenüber und

che die Werkstätte im Erdgeschoss, den

West. Hier stehen aktuellere Zeitzeugen

Miteinander verschiedener Baustoffe wer-

Kursraum im ersten Obergeschoss und die

dicht nebeneinander: das Gebäude des

tet diese gegenseitig auf. Der Erweiterungs-

Übernachtungszimmer im zweiten Oberge-

Kurszentrums, vor rund zwanzig Jahren

bau des Kurszentrums wird bautechnische

schoss benützen werden. Wir werden auch

von Anderegg Architekten Meiringen ge-

Ehrlichkeit an den Tag legen: Konstruktion

den Beweis antreten, dass nachhaltiges

plant, die ebenfalls von Anderegg geplante,

und Tragwerk werden 1:1 sichtbar sein,

Bauen nicht teuer sein muss.

wuchtige Dachkonstruktion des gedeckten

zusätzliche Verkleidungsschichten wird

Eingangsbereichs mit Kassenhäuschen

es keine geben. Beton und Metall werden

Und wie steht es um die bauliche Tradi-

und Museumsshop sowie das imposante,

vorherrschen – und zugleich einen Gegen-

tion, für die der Ballenberg doch steht?

kubisch in Erscheinung tretende Verwal-

satz zum inneren Materialisierungskon-

Der Erweiterungsbau profitiert stark vom

tungsgebäude des Museums, dessen Pläne

zept bilden. Für den Innenausbau werden

Wissen des Kurszentrums und ist genau

vom renommierten Bündner Architekten

traditionelle Baumaterialien wie Lehm und

auf dessen Bedürfnisse abgestimmt. Die-

Gion Caminada stammen. Die Dachformen

Lärchenholz verwendet werden.

ses Wissen und die Bedürfnisse haben die Konzeption und die Materialisierung we-

dieser drei Bauten folgen je einem eigenen Ansatz. Ziel der Komposition ist nicht

Und wo bleibt die Nachhaltigkeit?

sentlich beeinflusst. Zusammen mit der

die Einheit, sondern die Kombination der

Wir bauen mit regionalen und wo immer

Bauherrschaft waren wir uns von Beginn

Eigenheiten, die zur Gesamtkomposition

möglich sogar mit lokalen Materialien.

weg einig, dass wir nicht in baulichen Tra-

führen.

Der Kies für den Beton kommt aus der

ditionen verharren, sondern diese weiter-

Den Erweiterungsbau des Kurszentrums

Nähe, das Lärchenholz ist in der Schweiz

führen und weiterentwickeln wollen. Des-

fügen wir als eigenständigen, zeitgenössi-

gewachsen, und für den Innenausbau ar-

halb ist der Erweiterungsbau von Anfang

schen Beitrag in diese Logik ein. Gleichzei-

beiten wir mit Lehm. Die Baustruktur wird

an als zeitgenössischer Beitrag geplant

tig ergänzen wir die Gesamtkomposition.

als Speichermasse für Wärme und Kälte

worden. In seiner reduzierten Form wird er

Die kubische Form ergibt sich aus der

dienen und folgt damit der LowTech-Idee.

der Tradition eine Plattform bieten, wenn

inneren räumlichen Organisation. Diese

Der Erweiterungsbau des Kurszentrums,

zum Beispiel in der neuen, funktional

Argumentation hat 2014 auch die Jury des

obwohl komplett neu erdacht, profitiert

konzipierten Werkstätte im Erdgeschoss

Architekturwettbewerbs überzeugt. Wäre

vom Bestehenden und nutzt dieses – auch

an einer wunderschönen alten Esse das

das Gebäude in den Dorfkern von Hofstet-

in haustechnischer Hinsicht.

Handwerk des Schmiedens vermittelt wird.

ten zu stehen gekommen, wären wir ganz

Nachhaltigkeit verstehen wir aber nicht

bestimmt mit einer anderen Bauform auf

nur ökologisch. Wir pflegen eine ganzheit-

Einen Neubau hinzustellen ist das eine,

die Umgebung eingegangen.

liche Sicht, gesellschaftliche Themen sind

ihn zu unterhalten das andere.

genauso wichtig. Die Baustelle wird auch

Dieser Aspekt ist ein wichtiger Bestandteil

als Lehr- und Kursbaustelle dienen. So

des nachhaltigen Bauens. Mit dem bereits

ERWEITERUNGSBAU: ZEITGENÖSSISCHE PLATT­FORM FÜR TRADITIONELLES HANDWERK


erwähnten LowTech-Ansatz, der robusten und dauerhaften Bauweise und den genutzten ­Synergien zu den bestehenden Bauten können die Betriebskosten vergleichsweise tief gehalten werden. Yorick Ringeisen studierte an der ETH in Lausanne und an der Université du Québec à Montréal UQAM in Kanada. Nach der Mitarbeit bei Atelier 5 Architekten in Bern und Taniguchi and Associates in Tokyo und längerer Mitarbeit bei Bauart Architekten und Planer in Bern wurde er Geschäftsleitungsmitglied und Partner.

Ansicht Ostfassade

Ansicht Westfassade: Die Abendsonne wird die gegen Westen liegenden Zimmer vergolden.

Grundriss 1. Obergeschoss: Ein einfacher Kursraum mit Holzofen und die Werkstatt für den Hausdienst sind im 1. OG geplant.

Ansicht Südfassade

Grundriss 2. Obergeschoss: Vier Übernachtungsmöglichkeiten für Kursleiterinnen und Kursleiter mit einer gemeinsamen Nasszelle sind im 2. Obergeschoss vorgesehen. Sie öffnen sich grosszügig gegen Westen. Ansicht Westfassade

Handwerk 1/2016

Ansicht Ostfassade: Die durchgehende Glasschiebetür öffnet den Werkstattraum im Parterre auf den Hof und erlaubt eine vielfältige Nutzung von Aussen- und Innenraum.

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Neben privaten Beiträgen wird das Projekt von Institutionen und Stiftungen getragen. Wir danken herzlich!

Grundriss Erdgeschoss: Neben einem kleinen Lagerraum, wird im Erdgeschoss die Schmiedewerkstatt mit vier Essen und einem Lufthammer eingerichtet.


Die «neue alte» Schmiede – eines der High-

war, Werkstücke auf einfache Weise in Serien

auf jeweils einen oder wenige Werkstoffe, zum

herzustellen. Für weiteren Druck auf das Hand-

Beispiel auf Gold, Silber oder Kupfer/Bronze.

werk sorgte die im 19. Jahrhundert einsetzende

besonders freuen. Schmiedekurse zählen seit

­Metallzeiten begann von ca. 7000 v. Chr. an in

vielen Jahren zu den beliebtesten Angeboten

Westasien. Das erste Metall, das durch Trei-

Nach dem Untergang des römischen Reiches

des Kurszentrums. Die Faszination, die die

ben und Schmieden bearbeitet wurde, war Kup-

setzte in Europa in der Schmiedekunst ein Nieder-

Bearbeitung von Metall am offenen Feuer auf

fer, bald gefolgt von der Kupfer-Zinn-Legierung

gang ein. Erst ab dem 10./11. Jahrhundert lässt

Giessverfahren und industrielle Produktion

uns ausübt, ist allerdings kein Produkt der

Bronze. Ab ca. 3000 v. Chr. war es möglich,

sich ein neuer Aufschwung in der Verarbeitung

verdrängten im Laufe des 19. und 20. Jahr-

Moderne, sondern so alt wie das Handwerk

Meteoreisen zu verarbeiten; ca. um 1000 v. Chr.

von Eisen feststellen. Im 13. Jahrhundert bilden

hunderts die alte handwerkliche Schmiedetech-

gelang es schliesslich auch, Eisen durch Verhüt-

sich auch erneut zahlreiche spezialisierte Schmie-

nik aus vielen Bereichen. Veränderte Lebens-

tung aus Eisenerzen zu gewinnen. Das härtere

deberufe heraus, z.B. Grobschmiede, Klein-

umstände sorgten für das Verschwinden vieler

und billigere Eisen verdrängte in der Folge die

schmiede, Nagelschmiede, Drahtschmiede, Blech-

spezialisierter Schmiedeberufe, so zum Beispiel

Bronze allmählich in vielen Bereichen, vor allem

schmiede, Klingenschmiede, Messerschmiede – die

von Ringpanzerschmied, Haubenschmied und

in der Herstellung von Waffen und Gebrauchs-

Zahl verschiedener Schmiedeberufe entspricht der

Harnischschmied.

gegenständen des Alltags.

umfangreichen Produktepalette.

nen im folgenden Auszug aus der Datenbank «Traditionelles Handwerk in der Schweiz» kurz vorstellen.1 Wie die Angelegenheit in der Praxis aussieht… erleben Sie am besten selber bei uns im Kurszentrum.

industrielle Produktion von Werkzeugen und Geräten in Fabriken.

Dennoch ist das Schmiedehandwerk bis

Während in der Bronze-Bearbeitung bereits

Um die Grobschmiede, die Hersteller der

heute in seinem Bestehen nicht akut gefährdet.

Der Schmied2 bearbeitet verschiedene Me-

sehr früh neben Treiben und Schmieden ver-

wichtigsten Werkzeuge und landwirtschaftlichen

Schmiede werden nach wie vor benötigt, für qua-

talle, hauptsächlich Stahl, in erhitztem Zustand

schiedene Gussverfahren traten, blieb der Werk-

Geräte, rankten sich im Mittelalter zahlreiche

litativ höchstwertige Arbeiten, für Einzel- und

und stellt zum Beispiel Werkzeuge, Geräte für

stoff Eisen mit seiner viel höheren Schmelztem-

Sagen, zum Teil wurden ihnen auch magische

Spezialanfertigungen, für Reparaturen, und nicht

die Land- und Forstwirtschaft, Tür- und Fens-

peratur im Altertum den Schmieden vorbehalten.

Kräfte zugeschrieben, zum Beispiel Heilkräfte

zuletzt für Kunstobjekte. Kunstvolle Gitter, Tore,

tergitter oder Zierobjekte wie Kerzenständer und

Das Handwerk des Schmiedes ist der älteste

oder Macht über den Teufel. Auch das Gegenteil

Türklopfer, Kandelaber etc. werden schon seit

Beruf der Menschheit: Während sämtliche an-

kam vor: Die vom Feuer verrussten Schmiede

dem Mittelalter geschmiedet; heute besteht da-

Als «Schmieden» bezeichnet man die mecha-

deren Tätigkeiten (zimmern, töpfern, backen,

wurden mit schwarzer Magie in Verbindung ge-

rüber hinaus auch eine nicht geringe Nachfrage

nische Bearbeitung und Verformung eines er-

gerben etc.) grundsätzlich von jedermann ausge-

bracht und ihr Handwerk als Verstoss gegen die

nach Skulpturen und anderen Kunstwerken aus

übt werden konnten, benötigte der Schmied spe-

göttliche Ordnung betrachtet. So oder so war der

geschmiedetem Eisen. Dies hat dazu geführt, dass

zifische Werkzeuge und spezifische Kenntnisse.

Schmied durch alle Jahrhunderte hindurch eine

viele Schmiede ihr Handwerk auch oder sogar aus-

Als Beherrscher des Feuers und Hersteller von

Gestalt, die innerhalb der Gemeinschaft eine

schliesslich als Kunsthandwerk betreiben.

überaus wertvollen und machtverleihenden Ge-

Sonderstellung innehatte.

Leuchter her. Er führt auch Reparaturen aus. Handwerk 1/2016

Ebenso erfolgte sehr früh eine Spezialisierung

Der Übergang von der Steinzeit zu den

selbst. Was Schmiede so tun, möchten wir ih-

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GESCHICHTE

lights im Erweiterungsbau, auf das wir uns

wärmten oder erhitzten Metalls. Die Erwärmung bewirkt eine Lockerung des festen Metallgefüges, so dass die Metallatome gegeneinander verschoben werden können, ohne dass das Metall

Franziska Mitterecker

genständen wie Schwertern und anderen Waffen

Bis zum Ende des 15. Jahrhunderts erfolgte

Traditionelle Attribute des Schmieds sind

oder wichtigen landwirtschaftlichen Geräten wie

die Verarbeitung von Eisen in Europa beinahe

Feuer, Amboss, Hammer und Zange – das

Pflügen hatte er innerhalb seiner Gemeinschaft

ausschliesslich durch Schmieden, da die hohe

Schmiedeeisen wird in der Esse zum Glühen ge-

eine herausragende Stellung inne. Schmiede ge-

Schmelztemperatur die Gewinnung von flüssi-

Forschung und Innovation SBFI, www.sbfi.admin.ch/bvz/

bracht und daraufhin mit dem Hammer auf dem

nossen deshalb von jeher hohes Ansehen.

gem Eisen erschwerte und einen praktikablen

berufe > Eintrag Metallbauer EFZ / Metallbauerin EFZ,

bricht.

Literatur Berufsverzeichnis des Staatssekretariats für Bildung,

abgerufen am 13.12.2015.

Amboss bearbeitet. Heute kommt beim Schmie-

Die Schmiedekunst erreichte in Europa be-

Eisenguss verhinderte. Im 17./18. Jahrhun-

den von Stahl vielfach auch der Dampfhammer

reits im 1. Jahrtausend v. Chr. höchste Blüten,

dert wurde in England durch die Ersetzung

zum Einsatz. Nach dem Schmieden werden die

im Mittelmeerraum im antiken Griechenland und

der Holzkohle durch Steinkohlenkoks in den

Werkstücke im Schraubstock mit Säge, Meissel,

Rom, weiter im Norden bei den Kelten. Schon

Hochöfen die Verhüttungstechnik entscheidend

Freivogel Max, Zandonella Valentin: Eisen – Schmiede-

Feile, heute auch mit Bohr- und Schleifmaschi-

früh kam es, vor allem in urbanen Gebieten, zu

weiterentwickelt. Nun konnten wesentlich hö-

handwerk, Kunsthandwerk, Kunst, Schaffhausen 1976.

nen weiter bearbeitet.

einer Spezialisierung und Aufsplitterung des

here Temperaturen erzielt werden. Damit war

Das Handwerk des Schmiedes ist heute in

Schmiedehandwerks in einzelne Teilbereiche: An

wiederum die Voraussetzung geschaffen für die

der Schweiz als eine von drei Fachrichtungen in

die Stelle des ursprünglichen Universal-Schmieds

Entwicklung der modernen Giessereitechnik.

den Beruf des Metallbauers integriert.

traten Schwertschmiede, Helmschmiede, Werk-

Die neuen Giess­verfahren brachten das Schmie-

2 Für bessere Lesbarkeit wird nur die männliche Form

zeugschmiede, Wagenschmiede und viele mehr.

dehandwerk in Bedrängnis, da es nun möglich

verwendet.

Fitzenreiter Martin et al. (Hg.): Gegossene Götter. Metallhandwerk und Massenproduktion im alten Ägypten, Rahden/Westf. 2014.

1 Das Schmiedehandwerk ist eines von 307 Handwerken, die in der Datenbank «Traditionelles Handwerk in der Schweiz» (www.traditionelles-handwerk.ch) erfasst sind.

WWW.TRADITIONELLES-HANDWERK.CH: EINTRAG SCHMIED


3 WAS INTERESSIERT SIE BESONDERS IM ZUSAMMENHANG MIT DEN TÄTIGKEITEN DES KURSZENTRUMS BALLENBERG? 4 WENN SIE SICH MORGEN EINE NEUE FÄHIGKEIT WÜNSCHEN KÖNNTEN, WELCHE WÄRE DAS? 5 TRÄUMEN SIE VON ETWAS BESTIMMTEN, DAS SIE SCHON LANGE GERNE MACHEN WOLLTEN? WARUM TUN SIE ES NICHT? 6 WELCHEN GEGENSTAND AUS IHRER HAUSHALTUNG WÜRDEN SIE AUF DIE BERÜHMTE EINSAME INSEL MITNEHMEN, UND WARUM? 7 WOFÜR SIND SIE IN IHREM LEBEN AM MEISTEN DANKBAR?

mich schon lange. Ich habe schon immer gerne gestrickt, gehäkelt, gestrichen, gehämmert oder gewerkelt. Dann endlich vor fast drei Jahren hab ich mir einen Traum erfüllt. Zusammen mit Freunden habe ich einen Dachstock für unsere individuellen Bedürfnisse ausgebaut und mir mein Atelier eingerichtet, meine Kreativoase und gleichzeitig Treffpunkt für Gleichgesinnte.

2

Obwohl ich mir immer wieder vornehme, zuerst etwas fertig zu machen bevor ich etwas Neues anfange, habe ich immer unterschiedliche Projekte gleichzeitig am Laufen. Mich interessiert alles was mit Wolle, Stoff, Farben, Holz und Papier zu tun hat. Letzte Woche war ich am Koffermarkt und somit gezwungen einige meiner Projekte fertigzustellen. Also habe ich die Buchdeckel meiner selbstgebunden Bücher angeklebt, meine gehäkelten Juhu’s zusammengenäht, den Filzseifen und Textilkörben ein Etikett verpasst und meine Papierringe lackiert.

3

Das Kurszentrum ist nicht nur mein Arbeitsort sondern auch ein sehr inspirierender Ort. Ich mache immer wieder Neue und interessante Bekanntschaften. Über die Jahre sind schon viele Freundschaften entstanden. Hier geht immer was – Ideen werden umgesetzt und Projekte angepackt. Auch fasziniert mich das vielseitige Kursangebot. Manchmal möchte ich mich am Liebsten aus dem Büro schleichen und mich unbemerkt unter die Kursteilnehmenden mischen.

4

5

Ich würde gerne mit meinem Freund und einem bunt bemalten VW-Bus, mit einem Surfbrett auf dem Dach, um die ganze Welt reisen und in jedem Meer surfen. Richtig kitschig in den Sonnenuntergang fahren, dort parkieren wo es uns gefällt und einfach «nur» den Moment und das Leben geniessen. Leider besitze ich (noch) keinen VW-Bus und surfen kann ich am Besten im Internet.

6

Warum sollte ich auf eine einsame Insel wollen und das im Schlimmsten Fall noch alleine?!? Mir graut schon bei dem Gedanken… Was soll ich dort? Aber vor allem mit wem kann ich mich unterhalten? Wie soll ich mich auf nur einen Gegenstand beschränken, wenn ich bereits für einen Wochenendausflug 3 Paar Schuhe mitnehme. Erstens kann ich mich nur schwer entscheiden und zweitens muss ich noch alle Eventualitäten und Wetterlagen einschliessen. Dementsprechend möchte ich

mir mein Gepäck für einen Inseltrip nicht vorstellen, geschweige denn noch tragen.

7

Besonders dankbar bin ich für alle immateriellen und «selbstverständlichen» Dinge meines Lebens. Mein Umfeld – Familie und Freunde sind mir das Wichtigste.

ROBERT GALLIKER 1 Ich bin in einer Handwerkerfamilie aufgewachsen. Mein Vater führte einen Metzgereibetrieb. In unmittelbarer Nähe gab es eine Schmiede, einer Schreinerei, eine Sägerei, eine Käserei, eine Gärtnerei, eine Druckerei sowie einen Steinbildhauer. Als Kinder verbrachten wir viele Stunden in diesen Handwerksbetrieben, so dass uns viele Tätigkeiten und die Menschen, die sie ausübten, vertraut waren.

2

Ich habe kürzlich wieder angefangen analoge Fotos aufzunehmen, zu entwickeln und zu vergrössern. Reparieren tue ich alles, was so im Haus und im Garten anfällt, wenn ich es denn kann.

3

Der Erhalt und die Förderung von traditionellen Handwerkstechniken, die einen wesentlichen Teil der Substanz unserer Kultur ausmachen.

4

Einen handwerklichen Beruf so richtig zu beherrschen (z.B. Schreiner, Buchbinder).

5

Handwerklich tätig sein hat mich immer fasziniert. Ja, warum tue ich es nicht, gute Frage. Es wäre wohl einen Versuch wert.

6

Mein iPad mit vielen heruntergeladenen Büchern. Woher allerdings der Strom dazu kommen soll, weiss ich noch nicht.

Schwierig… es gibt so vieles, das ich gerne können würde. Ich wünschte, ich könnte richtig gut zeichnen und nähen.

7

Claudia Scorza ist seit 5 Jahren Mitarbeiterin im Sekretariat des Kurszentrums und im Speziellen verantwortlich für die Vereinigung der Gönner.

Robert Galliker ist Mitglied des Stiftungsrates Heimatwerkschule Ballenberg und der Baukommission Erweiterungsbau.

Dass ich in einer wunderbaren famili­ ären Umgebung leben darf.

7 FRAGEN AN CLAUDIA SCORZA UND ROBERT GALLIKER

Handwerk 1/2016

2 WAS HABEN SIE KÜRZLICH SELBER GEMACHT ODER REPARIERT?

CLAUDIA SCORZA 1 Das Handwerk begleitet

7

1 WELCHEN BEZUG HABEN SIE ZUM HANDWERK?


Handwerk 1/2016 8

EIN ALTES WOHNHAUS: HEUTIGE BEDÜRFNISSE


Die einfach verglasten alten Schiebefenster wurden auf der Innenseite mit neuen Fenstern ergänzt.

solche Gebäude statt sie abzubrechen für

Die Neueinrichtung entstand aus einer

des Jahr im Bereich der Accsessoires einen

eine zeitgemässe Nutzung umzubauen.

Kooperation mit der Firma «Wohngeist» aus

anderen Schwerpunkt zu setzen. Das Mo-

In Matten bei Interlaken stand das

Der Umbau wurde vom Architekten Patrick

Basel und dem Kurszentrum Ballenberg.

biliar würde jeweils Wohngeist aus Basel

Haus mit Scheune und Speicher mitten

Thurston in enger Zusammenarbeit mit dem

Die Kombination von Massivholzmöbeln

stellen.

im Dorf. Seit 1956 unbewohnt, wurde es

Freilichtmuseum, der Denkmalpflege und

aus einheimischen Hölzern und hand-

Im bevorstehenden ersten Jahr zei-

1975 abgebaut. Es musste keinem Neubau

den Handwerkern umgesetzt. In die beste-

werklich hergestellten Accessoires aus

gen wir Objekte der Preisträgerinnen und

weichen. Das Land wurde der Grünfläche

hende Blockbaustruktur wurden einzelne

verschiedenen Materialien spiegelt den

Preisträger des Prix Jumelles 2006 bis

zugewiesen. Dazugehörige Scheune blieb

neue Kammern als selbstständige neue

Zeitgeist wieder, an traditionelle Hand-

2014.

erhalten. Beim Wiederaufbau 1977 auf

Struktur und in Blockbauweise sozusagen

werkstechniken anzuknüpfen und diese

Seit 2006 können wir in Zusammenar-

dem Ballenberg versuchten die damaligen

als «Haus im Haus»-Konstruktion eingebaut.

weiter zu entwickeln. Die handwerklich

beit mit der Fondation Jumelles alle zwei

Verantwortlichen, das Wohnhaus in seinen

Das Gebäude wurde mit einer Heizung sowie

hergestellten Gartenmöbel von «Terra Vec-

Jahre den mit je CHF 10’000 dotierten Prix

«ursprünglichen» Zustand zurückzufüh-

neuen sanitären Anlagen ausgestattet.

chia» in Brienzwiler vermitteln diese Idee

Jumelles (Zwillingspreis) für gutes Hand-

auch im Aussenbereich.

werk, l’intelligence de la main und für

ren. Es erfuhr dadurch einige interpretie-

Die Innenräume werden in Zusammen-

rende Veränderungen. Nach 30 Jahren als

arbeit mit wechselnden externen Firmen

«typischer» Berner Oberländer Blockbau

möbliert. Neun Jahre nach dem Umbau

im Museum, wurde das Wohnhaus 2007

werden sie dieses Jahr zum dritten Mal

erneut verändert. Es wurde nach denk-

neu bespielt: Die fiktiven Bewohnerinnen

malpflegerischen und energetischen Vor-

und Bewohner sind älter geworden, die

Als wir von der Ausstellungskuratorin

gaben für moderne Wohnbedürfnisse einer

Kinder sind ausgezogen, im Anbau mit se-

Brigitte Müller angefragt wurden, ob wir

Wir zeigen also im Haus Matten in Kom-

vierköpfigen Familie umgebaut.

paratem Eingang ist ein B&B-Gästezim-

während den Ausstellungssaisons 2016

bination mit dem erlesenen Mobiliar von

mer entstanden. Die Möblierung wurde

bis 2018 mithelfen würden das Haus Mat-

Wohngeist ausgezeichnetes Handwerk.

den neuen Bedürfnissen angepasst.

ten einzurichten, entschieden wir uns, je-

Die Absicht der damaligen Geschäftsleitung war es, Möglichkeiten aufzuzeigen,

Beatrice Tobler, Karin Sander

gute Vermittlung im Handwerk, le transfert du savoir-faire vergeben. Uns inte-

AUSGEZEICHNETE ACCESSOIRES

ressiert auch, ob und was das Preisgeld für die Ausgezeichneten bedeutet oder gar verändert hat.

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HAUS MATTEN AUS DEM 16. JAHRHUNDERT

Handwerk 1/2016

Schönes handgeschmiedetes Detail (Türgriff) an der stark verwitterten Haupteingangstür Haus Matten.


TRADITION UND INNOVATION WohnGeist-Accessoires und -Möbel,

Seit ihrer Gründung 1991 ist die

keit, die sich aus der Kraft generatio-

-Badezimmer, sind funktionale und zu-

WohnGeist-Möbelwerkstätte den Grund-

nenübergreifender Tradition speist und

gleich elegante Begleiter, die den Alltag mit

sätzen nachhaltigen Wirtschaftens ver-

sich heute in zeitlosen, harmonischen

ihrer Ausstrahlung bereichern. Es ist ein

pflichtet, die ein Gleichgewicht zwischen

Formen ausdrückt. Unsere Entwürfe

grosses Anliegen des WohnGeist-Teams,

den drei Gebieten Ökonomie, Ökologie und

sind Zukunftsentwürfe, die das Mor -

die Schönheit des Naturmaterials Holz auf

sozialer Verantwortung anstrebt.

gen überdauern und mit ihrer leichten

Mit dem Kauf von WohnGeist Produk-

Kraft auch den folgenden Generatio-

In den WohnGeist-Möbelwerkstätten

ten tragen Sie bei zur Erhaltung gesunder

nen ein passendes Heute sein werden.»

wird die Handwerkstradition der Holzbe-

Lebensbedingungen, zu einer lebenswerten

arbeitung auf höchstem Niveau gepflegt

Arbeitswelt, zur Ausbildung von Lehrlingen,

und zugleich innovativ weiterentwickelt.

zur ständigen Weiterbildung aller Mitarbei-

Holz, das über Jahrhunderte gewach-

tenden und zu fortschrittlichen, familien-

sen ist, ist anspruchsvoll und die an-

freundlichen Anstellungsbedingungen. Alle

spruchsvollsten Hölzer sind Obsthölzer.

Produkte werden in Handarbeit von erfah-

Fällt man sie zu früh, verliert man einen

renen Holzhandwerkern und Holzhandwer-

Teil der Obsterträge. Fällt man sie zu spät,

kerinnen lokal in Basel gefertigt.

ist der Kern womöglich verfault. Für un-

OBSTHÖLZER

Dank seiner guten Gestaltung macht

sere Entwürfe verwenden wir vornehm-

jedes Objekt von WohnGeist ein Leben lang

lich handverlesenes Schweizer Massivholz

Freude. Die Gestaltung beginnt mit der

- Apfelbaum, Birnbaum, Nussbaum und

Holzwahl. Es wird überwiegend schönes

Zwetschge. Aufgrund ihres charaktervol-

einheimisches Holz wie Kirschbaum, Birn-

len Wuchses gehören sie zu den rarsten

baum, Apfelbaum, Nussbaum, Ulme oder

Möbelhölzern in Europa und sind, wenn

Ahorn verwendet. Für ausgewählte Objekte

überhaupt nur in kleinen Mengen und Ab-

wird auch FSC-zertifiziertes tropisches

messungen auf dem Markt. Es ist unser

Holz mit eigenwilliger Maserung oder un-

Anspruch und unser Know-How unseren

konventionellen Farbtönen aus garantiert

Kunden diese seltenen Stücke verfügbar

nachhaltiger Waldwirtschaft eingesetzt.

zu machen. Eine weitere Besonderheit

Im hauseigenen Lager wird das Holz für

unserer Entwürfe ist die Verwendung von

jedes Objekt und Möbel ausgewählt. Im Zu-

edlem Riegelahorn für Abdeckungen wie

sammenspiel mit anderen Naturmaterialien

Schubladenblenden und Küchenfron-

wie Glas, Edelstahl und Stein entstehen

ten. In dezenten oder auch kraftvolleren

Stefan Senns Kreationen für WohnGeist.

Farbtönen gebeizt, kommt die schillernde

WohnGeist setzt fast ausschliesslich massives Holz ein, das meisterhaft verarbeitet wird und sich schliesslich durch eine spezielle Oberflächentechnik besonders sinnlich, warm und glatt anfühlt.

WOHNGEIST STEHT FÜR ...

Bilder Wohngeist: zVg

Handwerk 1/2016

QUALITÄT: GUTE GESTAL­ TUNG, AUSGEWÄHLTES NATURMATERIAL, HAND­ WERKSKUNST

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«Unsere Entwürfe entspringen einem Gefühl von Leichtigkeit. Einer Leichtig-

ebenso wie die WohnGeist-Küchen und

zeitlose Weise zum Ausdruck zu bringen.

WohnGeist hat den Anspruch, altes Handwerk in die heutige Zeit umzusetzen. Dabei wird das Beste von früher mit dem Besten von heute vereint. Bei WohnGeist zu arbeiten bedeutet für alle Mitarbeiter hohe Selbstmotivation und hoher Berufsstolz.

NACHHALTIGE WIRTSCHAFTSWEISE

Struktur beeindruckend zur Geltung.


GEMEINSAM AUSSTELLEN Brigitte Müller, Ausstellungskuratorin Freilichtmuseum Ballenberg und Adrian Knüsel, Leiter Kurszentrum Ballenberg gestalten gemeinsam das Interieur im Haus Matten. Das Mobiliar stellt WohnGeist aus Basel. Im Jahr 2016 sind Objekte der Preisträgerinnen und Preisträger des Prix Jumelles 2006 bis 2014 ausgestellt. Seit 2006 wird in Zusammenarbeit mit der Fondation Jumelles alle zwei Jahre der mit je CHF 10’000 Bild: zVg

Bild: zVg

dotierte Prix Jumelles (Zwillingspreis) für gutes Handwerk, l’intelligence de la main und für gute Vermittlung im Handwerk, le transfert du savoirfaire vergeben. Insgesamt wurden in den 8 Jahren von 2006 bis 2014 14 Handwerkerinnen und

Die von Stefan Senn geführte Möbelwerkstatt hat

GARTEN UND BISTROMÖBEL TERRA VECCHIA

den Anspruch, altes traditionsverbundenes Hand-

Die Garten-, Bistrostühle und Tische der Stiftung

also eine Art Rückschau gezeigt. Uns interessiert

werk in die heutige Zeit umzusetzen. Im Haus

Terra Vecchia sind seit über 20 Jahren ein bewähr-

auch, ob und was das Preisgeld für die Ausgezeich-

Matten ist eine Auswahl von Möbeln für den ex-

tes und viel gefragtes Produkt für die Möblierung

neten bedeutet oder gar verändert hat.

klusiven Alltag zu sehen. Neben ganz traditionel-

von Garten, Sitzplatz, Balkon. Mit einheimischen

Wir zeigen also im Haus Matten in Kombination

ler Möbelschreinerei, zum Beispiel das Bett oder

Hölzern, wasserlöslichen Farben oder Ölbehand-

mit dem erlesenen Mobiliar von WohnGeist ausge-

der Schuhschrank, finden die Besucherinnen und

lungen entstehen in Handarbeit wetterfeste, ro-

zeichnetes Handwerk.

Besucher fragile Stehpulte und elegante Schubla-

buste, langlebige Möbel. Neben den Standardfar-

denschränke die in Farbe oder Gold gefasst sind.

ben blau, rot, gelb und grün sind die Produkte

PRIX JUMELLES 2016

Auffallend sind die Liebe zum genau gestalteten

nach Wunsch in allen RAL Farben wie auch diver-

Am 3. September 2016 wird im Gutshof von

Detail, und die manchmal gewagten Materialkom-

sen Hölzern erhältlich. Das zeitlose Design mag in

­Novazzano (Haus Nr. 851) die Ausstellung mit den

binationen.

manchen von uns Kindheitserinnerungen wachru-

nominierten Handwerkerinnen und Handwerkern

Die anspruchsvollsten Hölzer sind Obsthölzer. Ver-

fen, und uns an die Gartenwirtschaften vergange-

und der Verleihung des Prix Jumelles 2016 eröff-

wendet wird vornehmlich handverlesenes Schwei-

ner Tage erinnern.

net werden.

zer Massivholz – Apfelbaum, Birnbaum, Nussbaum

Die Stiftung Terra Vecchia ist ein Schweizer

Der Preis wird dieses Jahr von Pro Helvetia und der

und Zwetschge. Aufgrund ihres charaktervollen

­Sozialwerk mit Sitz in Bern. Sie unterstützt Men-

Firma LOEB Bern unterstützt.

Wuchses gehören sie zu den rarsten Möbelhölzern

schen darin, eine grösstmögliche persönliche

in Europa und sind, wenn überhaupt nur in klei-

­Autonomie zu erreichen. Die Organisation besteht

nen Mengen und Abmessungen auf dem Markt.

aus 17 ­eigenständigen Betrieben in den Bereichen

Eine weitere Besonderheit ist die Verwendung von

­Sozialtherapie, Arbeitsintegration und Produktion.

Die Bilder sind, wo nicht anders vermerkt, von Nina Mann.

Kontakt für Gartenmobiliar: Stiftung Terra Vecchia | Brienzwiler-Corte Brünigstrasse 20 | 3856 - Brienzwiler 033 952 12 12 | 033 952 12 13 brienzwiler@terra-vecchia.ch

Kurszentrum Ballenberg Handwerk, Vermittlung und Dokumentation

Handwerker ausgezeichnet. Im Haus Matten wird

edlem Riegelahorn für Abdeckungen wie Schubladenblenden und Küchenfronten. In dezenten oder auch kraftvolleren Farbtönen gebeizt, kommt die schillernde Struktur beeindruckend zur Geltung.

Werkstatt St. Alban: St.Alban-Vorstadt 15 4052 Basel Tel 061 272 18 18 info@wohngeist.ch

StadtLaden: Steinentorstr. 19 4051 Basel Tel. 061 272 18 18

Museumsstrasse 131B, CH-3858 Hofstetten +41 33 952 80 40, www.ballenbergkurse.ch

NEUEINRICHTUNG HAUS MATTEN GEMEINSAMES PROJEKT VON FREILICHTMUSEUM UND KURSZENTRUM BALLENBERG

WOHNGEIST, VON GUTEM HOLZ


2006 L’INTELLIGENCE DE LA MAIN PETER BIRSFELDER UND HUGO ZUMBÜHL

2008 L’INTELLIGENCE DE LA MAIN MARGRET SCHWAB

Unser Label «teppich-art-team» besteht seit 18

Gebrauchsgegenstände aus Porzellan. Die Jury ­

Jahren und seine Kollektionen wurden mehrfach

zeichnet mit ihr eine Gestalterin aus, die mit Kon-

national und international ausgezeichnet, zuletzt

sequenz und bemerkenswerter Bescheidenheit

beim Deutscher-Recycling-Design-Award 2015. Für uns bedeutet Originalität eine stete Suche nach dem Ursprünglichen. Das Produkt soll durch konsequente Materialästhetik und hohe Qualitätsnormen überzeugen. Daneben haben Transparenz in der Produktion, Nachhaltigkeit bei der Materialwahl und ein sinnvolles soziales Engagement einen wichtigen Stellenwert. Wir erlebten den Prix Jumelles als Wertschätzung und Bestätigung der eigenen Arbeit. Jede Würdigung durch eine Auszeichnung ist eine stete Motivation für neue Projekte.

Die Keramikerin Margret Schwab produziert

2006 LE TRANSFERT DU SAVOIR-FAIRE FRANZ KÄLIN Der Prix Jumelles 2006 in der Kategorie «Le transfert du savoir-faire» geht an Franz Kälin in Anerkennung seines Schaffens als Schuhmachermeister, der mit Leidenschaft sein Wissen und Können weitervermittelt. Seine bestechende Präsentation von über 60 ganz unterschiedlichen Schuhmodellen, die von Teilnehmenden seiner Kurse gestaltet und realisiert wurden, zeigt eindrücklich, dass er auf individuelle Bedürfnisse und Vorstellungen eingehen kann. Franz Kälin versteht es, ein traditionelles Hand-

­ihren eigenständigen Weg geht. Ihre Arbeiten überzeugen durch ihre filigranen Engobedekors im traditionellen Verfahren, die sie jedoch weiterentwickelt und zu einem zeitgemässen Ausdruck bringt. Sie versteht ausgezeichnet, ihre Motivsprache auf das Wesentliche zu reduzieren. Der Prix Jumelles 08 für «L’intelligence de la main» wird Margret Schwab verliehen, auch um ihre ­Position als freischaffende Keramikerin zu stärken. Der Prix Jumelles hat mich damals beflügelt und mir den Start im neuen Atelier (der alte Brennofen war nicht mehr umzugstauglich) massgeblich erleichtert.

werk mit den heutigen Ansprüchen an Funktion,

2008 LE TRANSFERT DU SAVOIR-FAIRE BARBARA WÄLCHLI KELLER Die Auszeichnung der Handweberin und Ausbildnerin Barbara Wälchli Keller ist eine Würdigung für ihre Fähigkeit, unter unterschiedlichen kulturellen und materiellen Bedingungen das Handwerk des Webens mit Begeisterung an die nächste Generation weiterzugeben. Überzeugend sind auch ihre hoch gesetzten Ansprüche und Ziele an die Auszubildenden bezüglich der Produktequalität und der Gestaltung. Schliesslich anerkennt die Jury die Absicht, die Auszubildenden zu Selbstständigkeit, Eigeninitiative und Selbstbewusstsein zu führen.

Form und Ästhetik zu verbinden. Die Anerkennung, die ich durch den Prix JuDer Prix Jumelles hat mich in meiner Tätigkeit

melles erfahren durfte hat mich motiviert, wei-

bestärkt und mir Mut gemacht, auf diesem Weg

ter zu machen. Inzwischen sind meine textilen

weiter zu gehen.

Lehrmittel ins Burmesische übersetzt und haben sogar in der Universität von Yangon Einzug gehalten.

teppich-art-team | zumbühl und birsfelder untere gasse 1 | 7012 felsberg 081 252 86 89 www.teppich-art-team.ch | info@teppich-art-team.ch

Zwickmühle Hauptstrasse 152 | 3855 Brienz/BE 033 95115 51 zwickmuehle@bluewin.ch | www.zwickmuehle.ch

Margret Schwab, Keramikerin Attinghausenstrasse 20 | 3014 Bern 031 332 92 19 | margretschwab@bluewin.ch www.swissceramics.ch/de/mitglieder/schwab-margret

Barbara Wälchli Keller | diplomierteTextilgestalterin Goldauerstrasse 4 | 6416 Steinerberg 041 832 10 93 atelierwae@bluewin.ch | www.barbarawaelchli.ch


2010 L’INTELLIGENCE DE LA MAIN BERNARD VERDET

2012 L’INTELLIGENCE DE LA MAIN THOMAS NEESER

Mit Bernard Verdet zeichnet die Jury einen begna-

Mit Thomas Neeser zeichnet die Jury einen Ge-

deten Weidenflechter aus. Sie würdigt damit den

stalter aus, der bereits zum zweiten Mal an einem

Mut des erfahrenen Gestalters, sich des Themas

Prix-Jumelles-Wettbewerb nominiert wurde.

Tod anzunehmen, das in unserer Gesellschaft ta-

Sie würdigt mit dem Preis den Zürcher Tüftler,

buisiert und auch im Bereich des Kunsthandwerks bisher weitgehend ignoriert wird. Mit der geflochtenen letzten Ruhestätte schafft Bernard Verdet nicht nur ein würdiges, ästhetisch schlichtes und ökologisch unbedenkliches Gebrauchsobjekt, sondern regt damit auch zum Überdenken bestehender Normen, Konventionen und Gewohnheiten an. Depuis des milliers d’années, l’homme utilise des contenants en vannerie d’osier ou autres matériaux flexibles pour le transport, la conservation des récoltes ou pour le bien-être de la vie courante. Les abris rudimentaires contres les intempéries, les pièges pour le gibier etc. ont été développés sans limites. De nos jours, la vannerie est omniprésente partout dans et hors de la maison. Toujours actuels, les objets tressés sont très appréciés. Cet artisanat reste et restera essentiellement un travail manuel utilisant des matériaux locaux. Der Prix Jumelles hat mich hoch gehoben und mit frischer Motivation erfüllt. Ich empfinde ihn als Anerkennung und Wertschätzung für meine Tätigkeit. Bernard Verdet, Flechter | Chanastraria Somchants 98 | Fuschina 7 | 7543 Lavin 081 86 22 22 0 verdet@gmx.ch | bernard.verdet.ch

2010 LE TRANSFERT DU SAVOIR-FAIRE THOMAS INDERBINEN Thomas Inderbinen hat aus eigener Kraft und mit viel Ausdauer und Beharrlichkeit eine Werkstatt mit hervorragendem Ansehen unter den Blasmusikern aufgebaut. Heute beschäftigt er acht Angestellte, wobei ein neuer Lehrling im Sommer dazukommt, der seine Ausbildung als Blasinstrumentenbauer beginnen wird. Während seiner ganzen Tätigkeit konnte er bereits 11 Lehrlinge mit Erfolg ausbilden. Die gebauten Instrumente sind von hoher musikalischer und ästhetischer Qualität. Zusammen mit seinem Team konnte Thomas Inderbinen bereits für viele Spitzenmusiker auf der ganzen Welt Blasinstrumente bauen: Candy Dulfer, Robbie Williams Band, Christof Lauer, Arturo Sandoval, Roy Hargrove, um nur einige zu nennen. Für das ganze Team war der Preis eine Bestäti-

der mit „Vue des Alpes“ ein Pedelec gebaut hat, welches exakt den gesuchten Kriterien entsprach: Klarheit in Form und Ästhetik, Zeitlosigkeit (keinen Modetrends unterworfen), Funktionalität, Materialgerechte Verarbeitung und Formfindung, Nachhaltigkeit. Die Jury anerkennt im Werk Neesers ebenso das zeitlose Design, die grosse Affinität zum Detail und die perfekte Funktionalität. Beeindruckt ist die Jury schliesslich von der Tatsache, dass es dem Preisträger in den letzten Jahren gelungen ist, seine Fahrräder weiterzuentwickeln und zu perfektionieren. Der Prix Jumelles ist für mich bis heute die schönste Anerkennung und Wertschätzung meiner Arbeit! «L’intelligence de la main» – schöner ist es nicht in Worte zu fassen, um was es mir geht. Etwas erweitern kann man es noch: Hirn, Hand und Herz...

gung, dass es sich lohnt, immer dran zu bleiben

2012 LE TRANSFERT DU SAVOIR-FAIRE NATHALIE PELLON Karos und Streifen, Punkte und Blumen, Kraniche und Diamanten - sie sind auf unseren Textilien. Doch was steckt hinter ihrer Anordnung, wie kommen sie dahin und warum gerade so? Im ersten Teil des Buches «kleinkariert» werden in einem Überblick die theoretischen Grundlagen erörtert. Im zweiten Teil veranschaulichen konkrete Entwurfsbeispiele anhand vieler Bilder den Prozess der Musterentwicklung − von der ersten Idee über die Recherche bis zum fertigen Design. Sie nehmen die Leserin, mit auf eine Reise zur Entstehung verschiedener Muster. Die Bestätigung, die ich durch den Prix Jumelles erhalten habe, hat mir Mut gemacht den definitiven Schritt in die Selbständigkeit zu wagen ...

und sich stets weiter zu entwickeln. Und natürlich waren wir alle sehr stolz. INDERBINEN blasinstrumente | Thomas Inderbinen Aarauerstrasse 9 | 5033 Buchs b. Aarau 062 822 83 28 th.inderbinen@inderbinen.com | www.inderbinen.com

Thomas Neeser, Fahrrad-Skulpteur, Kursleiter und Facharzt für innere Oldtimer-Mechanik Hermetschloostrasse 70 | 8048 Zürich info@fretsche.ch | fretsche.ch

nathalie pellon, textildesign, ooonyva Münstergasse 35 | 3011 Bern 078 769 07 43 npellon@naklar.ch | www.ooonyva .ch | www.naklar.ch


Bild: zVg

2014 LE TRANSFERT DU SAVOIR-FAIRE WERKSPUREN: VIKTOR DITTLI UND TEAM

2014 L’INTELLIGENCE DE LA MAIN BARBARA AMSTUTZ

2014 PRIX D’ENCOURAGEMENT VALÉRIE DE ROQUEMAUREL

Die Silberschmiedin präsentiert eine gut ent­

Valérie de Roquemaurel wird mit dem erstmals ver-

Der Prix Jumelles 2014 für «Le transfert du savoir-

wickelte und gereifte Weiterführung ihrer hoch­

liehenen Prix d’encouragement ausgezeichnet. Die

faire» geht an «Werkspuren», die führende Schwei-

wertigen Silberschmiedearbeiten.

junge Gläsbläserin aus der Romandie, verwendet

zer Fachzeitschrift für den Gestaltungsunterricht.

Inspiriert von Kirchengewölben führt sie uns einen

raffinierte, zeitgenössische Ornamentik auf ihren

Viktor Dittli als Chefredaktor mit seinem kompe-

variantenreichen Formen- und Materialkanon vor.

tenten und äusserst engagierten Redaktionsteam

Im Weiteren ist die Jury beeindruckt von der ganz

versteht es, seit Jahrzehnten ein bezüglich Inhalt,

speziellen Ausstrahlung ihrer Objekte.

Didaktik und grafischer Gestaltung hochstehendes

Im Haus Matten zeigt Barbara Amstutz Silber­

Printprodukt zu konzipieren, das zum wichtigs-

besteck.

ten und vielfältigen Impuls- und Ratgeber für den praxisorientierten Unterricht von Werklehrerinnen

Dank dem Prix Jumelles kann ich handwerk­

und Werklehrern geworden ist.

liche Weiterbildungen finanzieren.

Die Jury ist beeindruckt von dieser konsequenten

2014 ANERKENNUNGSPREIS HEINZ BAUMANN 2014 zeichnet die Jury Heinz Baumann mit einem aussergewöhnlichen Anerkennungspreis aus. Der Möbelschreiner präsentiert ein reifes, variantenreiches, umfassendes Werk, das allen Kriterien standhält. Heinz Baumann pflegt ein inniges Verhältnis zum Holz als lebendiges Material.

und nachhaltigen Aufbau- und Vermittlungsarbeit.

Heinz Baumann ist in der Ausstellung im Haus

Der Prix Jumelles war eine hoch geschätzte An-

Matten nicht vertreten.

erkennung unserer langjährigen Aufbauarbeit und war daher für das ganze Team eine nach-

Bild: 2014, Stuhlhimmel im Haus von Novazzano

haltige Motivationsspritze. Zudem war die Pu-

im Freilichtmuseum Ballenberg.

blizität sehr nützliche Werbung für unser Heft.

grossen, mundgeblasenen, klassischen Vasen. «Le soufflage de verre est un métier passionnant, dont on frisonne sans cesse au fil des ans. J’avance avec le verre, à savoir comment il va diffuser la lumière, la retenir, ou la diriger. Une de mes spécialités, le sablage, me permet de pénétrer cette matière pouvant parfois être froide et rigide. Après un processus long et méticuleux de dessins et d’usures, la lumière se fait transporter dans les sillons, les reflets dansent et la chaleur revient. Je travaille avec mon corps et je fais parler mon cœur. Je lui confie une émotion qui se dissout dans les lignes, qui s’abstrait dans la répétition et qui s’oublie dans la rigueur, exigence appréciée de mon métier.»

Und – wir sind immer noch stolz auf den Preis.

Le Prix Jumelles m’a d’abord apporté une motivation pour créer de nouvelles piéces, avançer dans de nouvelles recherches, et ensuite, une reconnaissance, ingrédient indispensable !

Werkspuren | Viktor Dittli, Chefredaktor Loretohöhe 46 B | 6300 Zug 041 710 10 85 viktor.dittli@werkspuren.ch | www.werken.ch

Barbara Amstutz, Silberschmiedin Ziegelei | Hohestrasse 134 | 4104 Oberwil 061 301 18 62 info@barbaraamstutz.ch | www.barbaraamstutz.ch

möbelmanufaktur | heinz baumann ag karl-völkerstrasse 48a | 9435 heerbrugg fon 071 755 19 77 | fax 071 755 65 77 info@moebelmanufaktur.ch

Valérie de Roquemaurel, Glasbläserin Chemin du Clon 24 | 1405 Pomy (VD) 024 446 24 59 pouche_k@yahoo.fr | www.valeriederoquemaurel.com


TERRA VECCHIA Ein Schweizer Sozialwerk mit Sitz in Bern. Sie unterstützt Menschen darin, eine grösstmögliche persönliche Autonomie zu erreichen. Die Organisation besteht aus 17 eigenständigen Betrieben in den Bereichen Sozialtherapie, Arbeitsintegration und Produktion. 120 Fachpersonen und 27 Gastfamilien arbeiten mit rund 180 Klientinnen und Klienten an deren persönlichen und beruflichen Zielen. In die Arbeitsprozesse der marktorientierten Produktionsbetriebe sind Menschen einbezogen, die im Rahmen der beruflichen Integration oder eines geschützten Arbeitsplatzes auf Begleitung und Unterstützung angewiesen sind.

SOZIALTHERAPIE Neues Selbstbewusstsein entwickeln, die Persönlichkeit stärken und in der Gesellschaft wieder einen Platz finden: Diese Bilder Terra Vecchia: zVg

Ziele strebt die Stiftung Terra Vecchia mit ihren unterschiedlichen Angeboten im Bereich der Sozialtherapie an.

STANDORT BRIENZWILER Inmitten der Bergwelt des Berner Oberlandes, in den Dörfern Brienzwiler, Brienz und Umgebung, liegen die Wohnhäuser und Werkstätten der stationären Sozialtherapie. Das Angebot wird erweitert durch Time-out-Plätze in Corte die Sotto im Tessin und einem ambulanten Nachsorgeangebot.

SCHREINEREI, METALLBAU, GARTEN UND BISTROMÖBEL

Die Garten-, Bistrostühle und Tische sind sein über 20 Jahren ein bewährtes

In den bestehenden Arbeitsbereichen

In enger Zusammenarbeit zwischen

und viel gefragtes Produkt. Mit einheimi-

Metallbau, Schreinerei, Landwirtschaft,

den Produktionsstätten Schreinerei und

schen Hölzern, wasserlöslichen Farben

Hauswirtschaft und Malerei bestehen

Metallbau entstehen serielle, funktionell

oder Ölbehandlungen entstehen in Hand-

Ausbildungsmöglichkeiten im Bereich von

ästhetische Möbel und Objekte. Auf Kun-

arbeit wetterfeste, robuste, langlebige

EBA und EFZ Lehren.

denwunsch werden auch Einzelstücke an-

Möbel. Neben den Standardfarben blau,

gefertigt oder alte Gartenmöbel neu auf-

rot, gelb und grün sind die Produkte nach

gefrischt.

Wunsch in allen RAL Farben wie auch diversen Hölzern erhältlich.

STIFTUNG TERRA VECCHIA

Die Stiftung Terra Vecchia ist seit 2002 nach dem Referenzsystem QuaTheDA (Qualitätsnorm für die Suchthilfe, Prävention und Gesundheitsförderung) und BSV-IV 2000 (Qualitätsnorm im Behindertenbereich) zertifiziert. Das Qualitätsmanagementsystem wird jährlich durch die Firma SQS (Schweizerische Vereinigung für Qualitäts- und Managementsysteme), überprüft.


als antiquiert oder hinterwäldlerisch wahrgeStellen Sie sich vor: Im Berner Münster bricht ein Brand aus. Die nommen wird? Eltern, Lehrer, BerufsberatunFeuerwehr kann das Feuer erst nach Stunden löschen. Das Innere des gen, Medien, Politiker – wir alle sind aufgerufen, Münsters ist vollständig ausgebrannt. Das Mauerwerk hat standgehalten, diesen Missständen entgegenzuwirken. aber der Brand hat auch hier Spuren hinterlassen, und viele der steinernen Reliefs haben Schaden genommen. KLEINSTBERUFE: Was tun? Nichts mehr zu retten, also weg mit besserer Qualität saniert werden konnte. In der ES GEHT IN DIE ZWEITE RUNDE!

häufig an die Grenzen bringt. Als Folge davon

dem alten Plunder? Die glückliche Gelegenheit

heutigen Schweiz der Betonbauten, industriel-

Aber es gibt eine weitere gute Nachricht: Die

Steinmetze, als gegenwärtig ausgebildet werden

nutzen, das unzeitgemässe Gemäuer abreissen

len Massenanfertigung und Wegwerfprodukte

Träger der betroffenen Handwerksberufe, Klein-

können. Die Probleme wurden verschärft durch

und durch einen modernen Betonbau ersetzen?

müssen Sie nach gut ausgebildeten, versierten

und Kleinstberufe allesamt, sitzen nicht da, be-

die Reform des Berufsbildungsgesetzes (in Kraft

Die Denkmalpflege protestiert. Das UNESCO-

Handwerkern allerdings häufig lange suchen.

klagen das Schicksal und warten auf den Unter-

seit 2004). Einige Kleinstberufe sahen sich an-

Welterbe muss stehenbleiben. Also wohl oder

Ihre Zahl schwindet. Nicht nur der Fortbestand

gang oder die Rettung von aussen. Im Anschluss

gesichts der neuen Auflagen vor die Alterna-

übel auch wieder instand gesetzt werden.

zahlreicher früher allgegenwärtiger Handwerke

an die vom Bund in Auftrag gegebene Studie

tive gestellt, entweder als Beruf zu sterben oder

ist gefährdet, sondern in besonderem Masse

«Traditionelles Handwerk» (Abschlussbericht

sich mit verwandten Kleinstberufen zu einem

zerne Dachstuhl ist verkohlt, die Orgelpfeifen

auch das Wissen um traditionelle Techniken

20112)

haben sich Vertreter einiger als gefährdet

gemeinsamen Verband zusammenzuschliessen.

sind zu Klumpen zerschmolzen, das Chorge-

und Arbeitsmethoden.

identifizierter Kleinstberufe zusammengesetzt.

Den zweiten Weg haben zum Beispiel die Musik-

Die gute Nachricht: Das Bewusstsein der

Einen gemeinsamen Handlungsbedarf konsta-

instrumentenbauer (IGMIB)5 und die Holzhand-

zerstört, das Mauerwerk stellenweise abgebrö-

Öffentlichkeit für die Wichtigkeit, ja Unersetz-

tiert. Eine Tagung für Kleinstberufe

einberufen.3

werker (IGKH)6 erfolgreich beschritten. Ein sol-

ckelt oder rissig geworden. Eine neue Einrich-

lichkeit des Handwerks hat in den letzten Jah-

Im Rahmen dieser Tagung eine erste Projekt-

cher Zusammenschluss ist allerdings stets eine

tung muss her.

ren zugenommen. Als Kulturbürger wollen wir

idee entworfen. Und diese Idee unter dem Titel

Gratwanderung und erfordert Kompromisse,

Sie könnten zu IKEA gehen, denken Sie. Der

unsere Denkmäler, Zeugen und Träger unserer

«Traditionelles Handwerk mit Zukunft» über die

welche im Extremfall die Grenzen zwischen den

Staat muss sparen, und IKEA ist billig. Aber

Geschichte, bewahrt wissen. Als Hauseigentü-

nächsten zwei Jahre mit grossem Einsatz reali-

Handwerken aufzulösen drohen.

erneut: Die Denkmalpflege hat keinen Sinn für

mer und Mieter wollen wir Umbauten ebenso wie

siert und an den SwissSkills Bern 2014 äusserst

Ihre innovativen Ideen. Qualitätsarbeit wird ver-

grosse und kleine Reparaturen professionell und

erfolgreich zu Ende gebracht.4

langt. Arbeit, die der Geschichte, der Bedeutung,

einwandfrei erledigt haben. Als Konsumenten le-

Noch vor den SwissSkills war klar: Die Zu-

sind sie administrativer Art: Wer kümmert sich

der Schönheit des Bauwerks gerecht wird. Ein

gen wir wieder vermehrt Wert auf langlebige, in-

sammenarbeit muss weitergehen. Der ungeheure

um das Sekretariat, die Buchhaltung, die korrekte

neues Chorgestühl für das Berner Münster be-

dividuelle und qualitativ hochwertige Produkte,

Schwung, den das Projekt allen Mitwirkenden ver-

Einreichung von amtlichen Gesuchen, wenn keine

kommen Sie nicht von der Stange.

seien dies Möbelstücke, ein Musikinstrument

liehen hat, muss genutzt werden, um die Schwie-

Mittel vorhanden sind, um eine entsprechend ge-

oder eine Steinskulptur.

rigkeiten, mit denen sich Kleinstberufe konfron-

schulte Person einzustellen? Auch für die Öffent-

tiert sehen, gemeinsam in Angriff zu nehmen.

lichkeitsarbeit, die Ausarbeitung von Angeboten

Sie besehen sich die Angelegenheit. Der höl-

16

Handwerk 1/2016

stühl, die kunstvollen Täfer, Bildwerke, Fenster

HANDWERKER MÜSSEN HER!

Die Nachfrage nach gutem Handwerk ist un-

kann sich auch die leicht bizarr anmutende Situation einstellen, dass die Nachfrage nach ausgebildeten Berufsleuten gross ist, das Lehrstellenangebot jedoch so knapp, dass die Nachfrage nicht gedeckt werden kann. So hätte die Schweiz beispielsweise durchaus Verwendung für mehr

Die Schwierigkeiten beschränken sich nicht auf die Ausbildung des Nachwuchses. Vielfach

Der Bedarf ist geklärt und definiert: Sie

abdingbare Voraussetzung für dessen langfris-

Und diese Schwierigkeiten sind zum Teil er-

für Schulen oder die Teilnahme an Berufsmessen,

brauchen Steinbildhauer, Steinmetze, Kunst-

tige Erhaltung. Aber es braucht mehr. Vor allem

heblich. Noch einmal zurück zum Thema Nach-

so wichtig gerade für Kleinstberufe, sind meist die

schmiede, Zimmerleute, Holzbildhauer, Drechs-

braucht es: Nachwuchs. Hier ist die Gesellschaft

wuchs: Selbst wenn ein junger Mensch sich

erforderlichen Mittel nicht vorhanden.

ler, Orgelbauer, um nur eine kleine Auswahl zu

als ganze gefordert. Junge Leute wollen heute,

entscheidet, beispielsweise Korb- und Flecht-

Was jedoch vorhanden ist, ist Stolz auf das

nennen. Kurz: Sie brauchen Handwerker.1

etwas überspitzt formuliert, ins Büro, in die In-

werkgestalter zu werden, muss er erst einmal

gelernte Handwerk. Dass das Projekt «Traditionel-

Gesagt, getan? Handwerker sind an jeder

formatik oder an die Universität. An Handwerks-

einen Ausbildungsplatz finden. Zur Zeit gibt es

les Handwerk mit Zukunft» überhaupt realisiert

Ecke zu finden, und gute Handwerker an jeder

berufen kennen sie vielleicht Maler und Schrei-

deren drei. Gesamtschweizerisch. Dies mag ein

werden konnte, war einzig dem unermüdlichen,

dritten oder wenigstens vierten?

ner vom Hörensagen, die Fülle und Vielfalt an

besonders drastisches Beispiel sein, die Lehr-

grossen Engagement des Projektteams und der

Dies mag einmal zugetroffen haben. Wäh-

handwerklichen Ausbildungsmöglichkeiten wird

lings-Ausbildung stellt jedoch für alle Kleinstbe-

beteiligten rund zwanzig Kleinstberufe zu verdan-

rend Jahrhunderten war es eine Selbstverständ-

ihnen nirgendwo vermittelt. Noch gravierender:

rufe eine organisatorische, personelle und nicht

ken. Der grosse Erfolg des Projektes hat alle Betei-

lichkeit, dass ein Bauwerk nach einem Brand

Wer will einen Beruf ergreifen, dem die Gesell-

zuletzt finanzielle Herausforderung dar, welche

ligten in ihrem Willen bestärkt, dieses Engagement

oder sonstigen Schaden in gleicher oder sogar

schaft keine Wertschätzung entgegenbringt, der

die Kapazitäten eines einzelnen Berufsverbandes

nahtlos in die nächste Runde zu tragen. Das Ziel

INFERNO IM BERNER MÜNSTER


wurde an der dritten Kleinstberufe-Tagung am

aktive Mitarbeit gewonnen werden. Dies braucht

Teil der Arbeit des Koordinationsteams unent-

einerseits, die Wünsche des Auftraggebers an-

4. September 2014 formuliert: die Schaffung eines

viel Zeit, viel Arbeit, und nicht zuletzt Geld. Der

geltlich geleistet. Sie könnten einen Stand an ei-

dererseits bestimmten die Zusammensetzung

tragfähigen Netzwerkes für Kleinstberufe.

Einsatz der Kleinstberufler, erst für das Pro-

ner Messe zur Verfügung stellen? Wären bereit,

der Farbe, die der Maler aus verschiedensten

jekt «Traditionelles Handwerk mit Zukunft», seit

die Druckkosten für Informationsmaterialien für

Grundbestandteilen selbst anrührte. Unter-

Herbst 2014 nun für das zukünftige Netzwerk,

Schulen zu übernehmen? Möchten eine Aus-

grund, Art des Auftrags und Zusammensetzung

erfolgte drei Jahre lang ehrenamtlich und war

stellung oder ein konkretes Projekt sponsern?

der Farbe legten schliesslich die für den An-

Das «Netzwerk Kleinstberufe» will eine ge-

mit teilweise erheblichen persönlichen Opfern

Haben Werbeflächen, die Sie den Kleinstberufen

strich verwendete Technik fest. Der Maler war,

meinsame Plattform für Kleinstberufe bieten,

verbunden. Ein Grossprojekt wie das «Netzwerk

zur Nutzung überlassen möchten? Melden Sie

mit anderen Worten, Chemiker, Handwerker und

über die Erfahrungen ausgetauscht, Synergien

Kleinstberufe» lässt sich auf diese Weise nicht

sich beim Projektverantwortlichen (s. Kasten)!

Künstler zugleich, vielfach ein Tüftler und Expe-

geschaffen und gegenseitige Hilfestellung ge-

verwirklichen. Im Oktober 2015 hat das Koordi-

Ein starkes «Netzwerk Kleinstberufe» wird

rimentator, und verfügte über ein breites Wissen

leistet werden können. Wo ein Berufsverband

nationsteam des Projekts beim Staatssekretariat

nachhaltig dazu beitragen, dass der Schweiz

in vielerlei Bereichen. Die Diskrepanz zur heu-

sich besonders schwertut, hat ein anderer viel-

für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI)

auch in Zukunft ein gut gefülltes Reservoir an

tigen Realität ist frappierend: Moderne Bauten

leicht seine Stärke – statt dass jeder einzelne

ein Gesuch um Gewährung finanzieller Unter-

ausgebildeten Handwerkern bereitsteht, vom

bieten einem Maler grosse, einheitliche Flächen,

Verband jedes Problem für sich selber lösen

stützung eingereicht. Diesem Gesuch wurde am

Hufschmied zum Goldschmied, vom Küfer zum

die er mit fertig angelieferten Farben ebenso ein-

muss, kann durch gezielten Austausch in vielen

26. Februar 2016 zum Teil stattgegeben: Das

Geigenbauer, vom Steinbildhauer zum Graveur.

heitlich zudeckt. Wenn ein angehender Maler

Fällen schnell Abhilfe geschaffen werden. Auch

Projekt Netzwerk erhält finanzielle Starthilfe.

Ein vielgestaltiges Handwerk ist kein Luxus,

nicht das Glück hat, seine Lehre in einem Be-

komplexe Themen können effizienter in Angriff

Damit konnte der erste grosse Meilenstein auf

sondern eine handfeste wirtschaftliche Notwen-

trieb zu machen, der nicht ausschliesslich auf

genommen werden. Beispiel Mehrsprachig-

dem Weg zum Ziel gesetzt werden.

digkeit. Und ein wesentlicher Pfeiler der kultu-

Neubauten ausgerichtet ist, kommt er mit vielen

rellen Vielfalt in unserem Land.

früher selbstverständlichen Techniken seines

keit in der Ausbildung: Einige Verbände haben

Das Projekt Netzwerk wird unterstützt vom

diese Herausforderung erfolgreich gemeistert

EHB, dem sgv und dem Kurszentrum Ballen-

und können ihre Erfahrungen nun an andere

berg. Seit nunmehr zwei Jahren setzt sich auch

Kleinstberufe weitergeben. Neben gegenseitige

eine Gruppe von Parlamentariern für die Belange

Hilfe tritt direkte Zusammenarbeit in konkre-

der Kleinstberufe ein.7 Auch Ihre Unterstützung,

Professionelles Handwerk ist, um auf das An-

sich vergewissern, dass er nicht mit Fertigfarbe

ten Fällen. Auch hierfür ein Beispiel: Wo sich

geschätzte Leserin, geschätzter Leser, sei sie ide-

fangsszenario zurückzukommen, auch erste Vo-

und Spritzkanone anrücken wird. Dass er an-

einzelne Verbände mangels finanzieller Mittel

eller oder finanzieller Natur, ist wertvoll. Mit dem

raussetzung für die Instandsetzung beziehungs-

hand der erhaltenen Reste sowie der Bau- und

die Führung einer eigenen Geschäftsstelle nicht

Beitrag des SBFI kann nur ein Teil der Kosten

weise den Erhalt unserer historischen Bauten.

Stilgeschichte des Münsters in der Lage sein

leisten können, ist die Einrichtung einer gemein-

gedeckt werden, nach wie vor wird ein grosser

Für die fachgerechte Sanierung des ausgebrann-

wird, mit der gleichen Expertise wie sein Vor-

ten Berner Münsters reicht in den Bauberufen

gänger anno dazumal ein Rezept für eine geeignete Farbmischung zu erstellen. Dass er diese

samen Sekretariatsstelle denkbar. Darüber hinaus hat das Netzwerk eine

Handwerks gar nicht mehr in Berührung. Bevor Sie heute einen Maler also auf das Berner Münster loslassen können, müssen Sie

Das Projekt «Tragfähiges Netzwerk für Kleinst-

eine Grundausbildung allerdings nicht aus. Das

zweite, nicht minder wichtige Funktion: Es soll

berufe» vereinigt derzeit 13 Organisationen der

Bauwesen hat sich in den letzten Jahrzehnten

sachgerecht, d.h. unter Anwendung historischer

den Kleinstberufen eine gemeinsame Stimme ge-

Arbeitswelt (OdA) bzw. insgesamt 38 Kleinstbe-

fundamental verändert. Ein Maurer-Lehrling

Techniken, aufzutragen weiss.

ben und ihren Anliegen dadurch gegenüber Ent-

rufe (Stand 23. März 2016). Mit der Projektlei-

lernt heute nicht mehr dasselbe wie noch vor 50

Einen Maler – oder anderen Handwerker – zu

scheidungsträgern in Politik und Bundesämtern

tung wurde Martin Raaflaub vom EHB betraut

Jahren. Traditionelle Techniken und Materialien

finden, der über die für die Sanierung histori-

wirkungsvoll Gehör verleihen. Eine Einsprache

(Kontakt: Martin.Raaflaub@ehb-schweiz.ch /

spielen in der Ausbildung der meisten Bauberufe

scher Bauten erforderlichen Fähigkeiten und

eines einzelnen kleinen Berufsverbandes geht

Tel. 031 910 37 18).

nur noch eine untergeordnete Rolle.

Kenntnisse verfügt, ist in den letzten Jahrzehn-

leicht unter. Gemeinsam haben auch die kleins-

Bleiben Sie auf dem Laufenden! Der Newsletter

Von dieser Verarmung ist in besonderem

ten zunehmend schwierig geworden. Die Grund-

ten der Kleinstberufe Gewicht.

des Netzwerks, im vergangenen November erst-

Mass das Maler-Handwerk betroffen. Früher

bildung kann die Weitergabe alten Wissens nicht

Ein funktionierendes, selbsttragendes Netz-

mals verschickt, informiert Sie über den Stand

war ein Maler weit mehr als Anstreicher. Vor

mehr sicherstellen, dieses droht mit seinen letz-

werk kann nicht über Nacht geknüpft werden.

des Projekts und über aktuelle Geschehnisse;

der Ära des Betonbaus begann seine Arbeit mit

ten Trägern auszusterben. Da der Bestand an

Eine Infrastruktur muss errichtet werden, perso-

die PDF-Version sowie weitere Informationen zum

einer Analyse des Untergrunds, der auch im sel-

historischer Bausubstanz gleich bleibt – rund

nelle Funktionen müssen definiert und zugewie-

Netzwerk finden Sie auf der Homepage: kleinst-

ben Gebäude durchaus uneinheitlich ausfallen

80’000 denkmalgeschützte oder historisch wert-

sen werden, die einzelnen Verbände müssen für

berufe.ch (noch im Aufbau).

konnte. Die Beschaffenheit des Untergrunds

volle Bauwerke zählt die Schweiz – beginnt sich

Handwerk 1/2016

HANDWERKER IN DER DENKMALPFLEGE

17

PROJEKT «TRAGFÄHIGES NETZWERK FÜR KLEINSTBERUFE»


hier ein Graben aufzutun zwischen dem Bedarf an versierten Handwerkern und deren Zahl.

mit Zuversicht. Die Handwerker der Romandie werden selber dafür sorgen, den Lehrgang schliesslich in ihrer eigenen Sprache und Region

Bei der Teilnehmerzahl zeigen sich deutliche

erreicht. Rund 70 Berufsleute sind bereits Inha-

Dorfplatz bis zum Schloss, von der Holzbrücke

Unterschiede zwischen den einzelnen Fachrich-

ber des eidgenössisch anerkannten Fachauswei-

besuchen zu können.

bis zur Stuckaturdecke, benötigt nicht nur ge-

tungen. Mit grossem Abstand an der Spitze liegt

ses «Handwerker in der Denkmalpflege», im No-

Das Kurszentrum Ballenberg ist erste Anlaufstelle

legentliche erste Hilfe im Falle eines Brandes

die Fachrichtung Malerei – was einerseits daran

vember diesen Jahres treten die Teilnehmer des

für Interessenten, organisiert Informationsver-

oder einer anderen Katastrophe. Es muss kon-

liegen mag, dass es schlicht am meisten Maler

aktuellen Lehrgangs zur Abschlussprüfung an.

anstaltungen und nimmt Anmeldungen für den Lehrgang entgegen. Während der Ausbildung fun-

gibt. Andererseits könnte durchaus auch der

Der Lehrgang ist mittlerweile bei der wichtigsten

kleinere Schäden müssen ausgebessert werden,

angesprochene Wandel in Ausbildung und Be-

Institution im Bereich historische Bauten, den

giert es als Ombudsstelle.

grösseren Schäden muss wo immer möglich vor-

rufsalltag eine Rolle spielen: Der Malerberuf hat

schweizerischen Denkmalpflegestellen, weithin

gebeugt werden. Mit ein, zwei Spezialisten kom-

viel von seiner früheren Diversität verloren und

bekannt; viele Denkmalpfleger greifen aktiv zum

Kontakt: Franziska Mitterecker info@handwerkid.ch / Tel. 079 194 88 78

men Sie hier nirgendwo hin.

bietet einem interessierten und passionierten

HiD-Absolventendossier, wenn Spezialisten einer

Handwerker nicht mehr dieselben Herausforde-

bestimmten Fachrichtung gefragt sind.

Doch auch hier gibt es Grund zur Hoffnung.

Handwerk 1/2016

Seit der Durchführung des ersten Pilotlehrgangs in den Jahren 2004 bis 2006 wurde Vieles

Ein historisches Bauwerk, vom gepflästerten

tinuierlich gepflegt und unterhalten werden,

18

GROSSER ANKLANG BEI HAND­ WERKERN UND DENKMALPFLEGE

Unsere Denkmäler sind nicht rettungslos dem

rungen. Umso attraktiver ist eine anspruchsvolle

Zerfall geweiht: Der Lehrgang «Handwerker/in in

Zusatzausbildung; einem Maler, der den Lehr-

der Denkmalpflege» (HiD) ist seit einigen Jahren

gang HiD absolviert hat, eröffnet sich ein weites

daran, Handwerker verschiedener Bauberufe zu

und überaus vielgestaltiges neues berufliches

Der Lehrgang ist also auf gutem Wege. Einige

hochqualifizierten, auf historische Objekte spe-

Feld. Die Kehrseite ist, dass die Kluft zwischen

Hürden sind aber auch hier noch zu nehmen. So

zialisierten Experten auszubilden.8

Vorkenntnissen und den Anforderungen, die an

macht beispielsweise die von Beginn an ange-

Der zweijährige berufsbegleitende Lehrgang

der Abschlussprüfung gestellt werden, für Maler

strebte Erweiterung in die französische Schweiz

«Handwerker/in in der Denkmalpflege» ver-

häufig besonders gross ist.

trotz intensiver Bemühungen kaum Fortschritte.

SCHWIERIGER SPRUNG IN DIE ROMANDIE

mittelt Handwerkerinnen und Handwerkern ver-

Zahlenmässig am anderen Ende des Spek-

Die welschen Berufsverbände sind durchaus in-

schiedener Bauberufe die Kompetenz, historische

trums liegen bisher die Fachrichtungen Gar-

teressiert… und hier kommen die Dinge auch

Bauten und Objekte qualifiziert zu analysieren,

tenbau, Pflästerung/Trockenmauerwerk und

bereits ins Stocken. Dies ist höchst bedauer-

stilgerechte Pläne für deren Sanierung und In-

Stuck. An den beruflichen Perspektiven kann

lich. Arbeit für Handwerker in der Denkmal-

standhaltung zu erstellen sowie die erforderlichen

dies nicht liegen; historische Gartenanlagen,

pflege gäbe es schliesslich auch in der Roman-

Arbeiten professionell auszuführen.

Pflästerungen und Stuckatur gibt es zuhauf,

die en masse; die ständig wachsende Zahl von

Informationen zum Lehrgang finden Sie auf der

entsprechend hoch ist auch hier die Nachfrage

Anfragen aus dem Welschland bezeugt darüber

Webseite www.handwerkid.ch.

nach gut ausgebildeten Fachleuten. Es steht

hinaus reges Interesse seitens der Handwerker.

zu hoffen, dass der Lehrgang bei den nächsten

Sofern sie nicht über sehr gute Deutschkennt-

Durchgängen auch bei Gartenbauern, Pfläste-

nisse verfügen, kann ihnen im Augenblick nur

rern und Gipsern vermehrt Anklang findet.

der Rat auf den Weg gegeben werden, bei ihren

Der Nachwuchs rekrutiert sich hier nicht aus Schulabgängern, sondern aus Berufsleuten mit einigen Jahren Berufserfahrung. Die Teilneh-

Das Berner Münster hat das imaginäre Inferno unversehrt überstanden. Wir wollen ihm für die

Verbänden Druck zu machen. Oder – Deutsch zu

mer wählen eine von acht Fachrichtungen: Gar-

Der nächste Lehrgang «Handwerker/in in der

lernen. Letzteres war die entschlossene Absicht

tenbau, Holzbau, Malerei, Mauerwerk/Verputz,

Denkmalpflege» beginnt im März 2017. Inter-

eines Steinbildhauers aus dem Kanton Waadt,

Möbel/Innenausbau, Naturstein, Pflästerung/ ­

essenten sind herzlich eingeladen, sich vorgän-

der im März vergangenen Jahres Informationen

Trockenmauerwerk oder Stuck. Fachübergrei-

gig an unseren Informationsveranstaltungen ein

zum Lehrgang angefordert hatte. Er sprach kein

fende Basismodule vermitteln zunächst vertieftes

genaues Bild über Inhalte und Voraussetzun-

Wort Deutsch. Soeben hat er sich für die – rein

Wissen über denkmalpflegerische Grundsätze,

gen zu verschaffen, Fragen zu klären und mit

in Deutsch gehaltene – nächste Informations-

Architektur und Kunstgeschichte. Daran an-

Lehrpersonen und Absolventen zu diskutieren.

veranstaltung angemeldet. Angesichts solcher

schliessend erwerben die Teilnehmer in ihrer ge-

Nähere Angaben finden Sie auf der Webseite

Motivation wächst die Ungeduld gegenüber den

wählten Fachrichtung handwerkliche Expertise.

www.handwerkid.ch.

welschen Verbänden. Zugleich erfüllt sie einen

Zukunft nichts Schlechtes wünschen. Doch für den Fall, dass es doch einmal zu Schaden kommen sollte, wird eine starke und hervorragend gerüstete Rettungsmannschaft zur Stelle sein. Franziska Mitterecker

1 Für bessere Lesbarkeit wird nur die männliche Form verwendet. 2 Der Abschlussbericht kann als PDF abgerufen werden über: http://www.ballenbergkurse.ch/traditionelles-handwerk/studie/ 3 Die erste Kleinstberufe-Tagung wurde am 27. November 2012 im Eidgenössischen Hochschulinstitut für Berufsbildung (EHB) in Zollikofen durchgeführt. Seit 2013 findet die Tagung jeweils in der ersten Septemberwoche statt, grosszügiger Gastgeber ist weiterhin das EHB. 4 Einen Rückblick auf das Projekt finden Sie im Handwerk 2014/3, S. 14 – 15. Das Kurszentrum Ballenberg war u.a. mit dem Sonderheft Handwerk 2014/1 «Die jungen Schweizer Macher» am Projekt beteiligt. Beide Nummern sind beim Sekretariat erhältlich. 5 Dachverband Interessengemeinschaft Musikinstrumentenbauer (IGMIB) für die Berufe Blasinstrumentenbauer, Blasinstrumentenreparateur, Klavierbauer, Orgelbauer und Orgelpfeifenbauer. Der angehende Klavierbauer lernt heute «Musikinstrumentenbauer, Fachrichtung Klavierbau». 6 Dachverband Interessengemeinschaft KunstHandwerk Holz (IGKH) für die Berufe Holzbildhauer, Drechsler, Küfer, Weissküfer und Korb- und Flechtwerkgestalter. 7 Mitglieder der parlamantarischen Gruppe für Kleinstberufe sind NR Maya Graf, SR Brigitte Häberli, SR Werner Lunginbühl, NR Jacques-André Maire und NR Felix Müri. 8 Wir haben im Handwerk 2014/3, S. 18 – 19, über den Lehrgang berichtet.


Obwohl die Weiterbildung Überflug Textil in der Ausschreibung äusserst vage blieb, vermochten doch die zwei Referentinnen Marianne Gächter und Regula Wyss, beide ausgewiesene Fachleute im Bereich Textil, 16 Teilnehmende für das experimentelle Wochenende zu begeistern. Die beiden Kursleiterinnen zauberten einen eigentlichen textilen Kosmos in den Websaal des Kurszentrums, und es gelang Ihnen durch geschickte Aufgabenstellung die Teilnehmenden zum experimentellen, ungewohnten Umgang mit Materielein und textilen Fragestellungen zu bewegen. So wurde die Sehnsucht des Flügels, der seit Jahr und Tag betrübt im Saale steht, Regula Wyss und Marianne Gächter

erhört, er hat das Gewohnte hinter sich gelassen und sich vom Unerwarteten überraschen lassen. Wir danken den beiden Kursleiterinnen

Unterstützung!

JETZT ANMELDEN ÜBERFLUG 2 DIE WEITERBILDUNG HOLZ

20 JAHRE KURS­ZENTRUM BALLENBERG Überflug 1 bis 3, die Weiterbildung für V ­ ermittler und Vermittlerinnen. Ein Blick auf Überflug 1 vom 19. Und 20. März 2016, Textil

Entdeckungsreise zu neuen Horizonten Serge Lunin, Holztechnologe, Dozent ZHdK Luise Sumereder, Schreinerin und Werklehrerin SA bis SO 03.09. bis 04.09. 2016 2 Tage CHF 220.–

ÜBERFLUG 3 DIE WEITERBILDUNG METALL Entdeckungsreise zu neuen Horizonten Jenny Scheidegger, Silberschmiedin, Werklehrerin Georges Wyss, Silberschmied und Dozent SA bis SO 03.12. bis 04.12. 2016

ÜBERFLUG 1 TEXTIL

2 Tage CHF 220.–

19

für Kunst und Handwerk für die finanzielle

Handwerk 1/2016

für die gute Vorbereitung und der Stiftung


Am 23. Januar 2016 traf sich im Kurszentrum Ballenberg eine Gruppe von Menschen, die sich alle im Vorfeld bereit erklärten, gemeinsam einen Tag über die Zukunft des Kurszentrums nachzudenken. Unter der Leitung von Beat Wenger (Präsident des Stiftungsrates) sollten Ideen, Szenarien und Konzept zusammengetragen werden, die den Betrieb des Kunstzentrums längerfristig sichern und in eine prosperierende Zukunft tragen würden. Das Programm sah als erstes eine praktische Übung im Brotteigmischen und Kneten vor – das eigene Mittagessen sollte selber und gemeinsam hergestellt werden. Das praktische Schaffen öffnet Hirn, Herz und Hand und hat in der Folge zur kreativen und konstruktiven Arbeit des Tages beigetragen. In Gruppen wurden Themenfelder besprochen,

20

Handwerk 1/2016

Ideen gesammelt, geordnet, erwogen, verworfen, erklärt, befragt, und schliesslich zusammengetragen und bewertet. Einige der Ideen waren von grosser Strahlkraft und Faszination, andere hatte man bereits probiert und wieder verworfen.

WAS BLEIBT Die gute Energie wenn Personen aus den verschiedensten Herkunftsgebieten auf ein Thema fokussieren, eine lange Liste mit Projekten und Vorschlägen, die wir gut dokumentieren und sicherstellen, damit sie nicht vergessen gehen. Das Jahr 2016 ist reich befrachtet, bereits wird vieles realisiert und umgesetzt. Anderes wir zu gegebener Zeit nochmals überprüft und auf Machbarkeit und Potential abgehorcht. Mein grosser Dank hier allen, die Zeit und Esprit mitgebracht, und zum guten Gelingen dieses Tages beigetragen haben.

Es zeigte sich auch, dass in den letzten 20! Jahren manches richtig gemacht wurde, dass aber Verworfenes durchaus noch einmal ausprobiert und gemacht werden kann: 20 Jahre sind eine

Gruppenarbeiten und Präsentationen führten zu einer reichen Auslegeordnung und Sammlung von Themen die uns ­mittel- und langfristig begleiten werden.

lange Zeit und manches verändert sich.

ZUKUNFTSWERKSTATT 2016: EINBLICK


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Handwerk 1/2016


GENERATIONENKURSE Suchen Sie die spezielle Idee für ein aussergewöhnliches Wochenende? Im Juni und September bieten wir Generationenkurse an. Gemeinsam selber machen mit Ihrer Tochter oder Ihrem Sohn, Ihrem Enkel- oder Göttikind im Kurszentrum Ballenberg.

AUSSTELLUNG SCHUHE

Handverlesene Spezialkurse rund um Wolle und Filz: Expertinnen zeigen was sie gestalten und können.

ÜBERFLUG 2 HOLZ (SA bis SO 03.09. bis 04.09.2016) und

ÜBERFLUG 3 METALL

(SA bis SO 03.12. bis 04.12.2016) sind Spezialveranstaltungen für Vermittlerinnen und Vermittler im Rahmen von

20 JAHRE KURSZENTRUM BALLENBERG.

DRECHSELN AN DER BEA 29. APRIL – 8. MAI 2016

Bereits zum 5. Mal ist das Kurszentrum Ballenberg an die BEA eingeladen. In diesem Jahr läuft alles rund – es wird gedrechselt. Die Kurse finden in der BEA-Messehalle im Rahmen der Ausstellung statt. Alle Kurse sind ausgebucht

KURSE IM LOEB SCHAUFENSTER

Ende Mai sind wir zu Gast in den Loeb Schaufenstern. Werden Sie zu Botschaftern für das Handwerk! Wählen Sie jetzt aus unserem Kursangebot: beschränkte Anzahl Kursplätze. www.ballenbergkurse.ch/ aktuelles/loeb-schaufenster-in-bern/

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Handwerk 1/2016

Am Wochenende vom 23. und 24. April 2016 sind im Kurszentrum Ballenberg Abschlussarbeiten von zwei sehr unterschiedlichen Bildungsgängen zu sehen: die Bildungsgänge SCHUHE UND WEBEN schliessen gleichzeitig ab.

FILZSOMMER 11. – 14. AUGUST 2016

AUSSTELLUNG WEBEN Am Wochenende vom 23. und 24. April 2016 sind im Kurszentrum Ballenberg Abschlussarbeiten von zwei sehr unterschiedlichen Bildungsgängen zu sehen: die Bildungsgänge WEBEN UND SCHUHE schliessen gleichzeitig ab.

JETZT AKTUELL

NEUEINRICHTUNG HAUS MATTEN GEMEINSAMES PROJEKT VON FREILICHTMUSEUM UND KURSZENTRUM BALLENBERG Preisträgerinnen und Preisträger des Prix Jumelles 2006 bis 2014 zeigen Arbeiten im Rahmen der Neueinrichtung von WohnGeist Basel.

PRIX JUMELLES AUSSTELLUNG DER NOMINIERTEN IM HAUS NOVAZZANO 03.09. – 31.10.2016

Wiederum werden zwei, mit je CHF 10‘000.– dotierte Auszeichnungen vergeben: Für gutes Handwerk, «L’intelligence de la main» und für gute Vermittlung im Handwerk, «Le transfert du savoir-faire».


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Handwerk 1/2016


Handwerk 1/2016

Bilder: zVg

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Am 10. März wurde der künftige Bauplatz für den Erweiterungsbau mit einer spektakulären Aktion geräumt: Für den grossen Pneukran waren die 7,5 Tonnen Holz ein Leichtes. Lediglich die Dachplatten mussten entfernt werden, ansonsten konnte die vor rund zwanzig Jahren errichtete Konstruktion als Ganzes an den neuen Standort versetzt werden. Das Kleingebäude wird künftig dem Freilichtmuseum Ballenberg als Holzschopf dienen.

FLIEGENDER SCHOPF…

Kurszenturm Ballenberg Handwerk 1/2016  
Kurszenturm Ballenberg Handwerk 1/2016  
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