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HANDWERK: KURSE IM BILD 1/12

DIE INFORMATION DES KURSZENTRUMS BALLENBERG

Kurszentrum Ballenberg, CH-3858 Hofstetten Telefon 033 952 80 40, Fax 033 952 80 49 info@ballenbergkurse.ch, www.ballenbergkurse.ch Handwerk, traditionelles Bauhandwerk, zeitgenรถssische Gestaltung

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Einmal anders schöner wohnen: selber, frisch, neu Seite 2 Holz lebt – und wie! Hier in drei unterschiedlichen Variationen Seite 4

EDITORIAL 1/12

Zum flotten Outfit gehören raffinierte Accessoires Seite 6

Ausgezeichnetes Kunsthandwerk:

Baukurse: Quasi unser Kerngeschäft Seite 8

Wieder Auszeichnung für Kursleiterin des Kurszentrums Ballenberg: Nachdem bereits 2010 ein mit CHF 10 000.– do-

Agenda Kurszentrum 2012 zum Herausnehmen. Seite 9

tierter Anerkennungspreis an Bernard Verdet in Lavin (langjähriger Kursleiter im Kurszentrum Ballenberg) vergeben

Kurs Leimfarben Seite 13

wurde und der Stiftungsrat damit seine Arbeit als Flechter und Kunsthandwerker auszeichnete, hat die Stiftung «Bünd-

Papier & CO. Objekt, Buch, Druck, Kautschuk Seite 14

ner Kunsthandwerk-Fondazione artigianato grigione-Fundaziun artisanat grischun» für das Jahr 2011 eine Preisträgerin und zwei Preisträger bestimmt. Sie vergibt an Colin Schälli, tierten Förderpreis für ihre Arbeit und Zusammenarbeit als Designer und als Schreiner. Ein mit CHF 10 000.– dotierter

Real Work – ein Fazit Bildungsgang Schmieden Seite 18

Anerkennungspreis wird vergeben an Mina Clavuot, Almens. Der Stiftungsrat zeichnet damit ihre Arbeit als Kalli-

Und zum Schluss eine Objektgeschichte: das Monochord Seite 20

grafin und wissenschaftliche Zeichnerin aus. Sie macht neben den freien Arbeiten, siehe gegenüberliegende Seite, auch angewandte Kunst von der Schriftillustration bis zur Ge-

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Alles gebrannt: heiss; handfest; herausfordernd… Seite 16

Zürich, und Stefan Caviezel, Chur, einen mit CHF 8000.– do-

schäftskarte. Im Kurszentrum Ballenberg bietet sie Kurse zu 1

Ausgezeichnet, Mina Clavuot, Almens, Spielerisches Gestalten mit Buchstaben, und neu, Vom Calamus zum Filzstift

Kalligrafie und Zeichnung an. Wir gratulieren herzlich! Und: «Befreundete Institution» mit neuer Leiterin: Nadja Räss (rechts, Bild Andi Brunner) ist seit Januar 2012 künstlerische und operative Leiterin der KlangWelt Toggenburg. Angeboten werden im Toggenburg vielfältige Erlebnisse zum Thema «Klang» – in Kursen, auf dem Klangweg, bei Festivals und Konzerten und in der Klangschmiede. Wir freuen uns mit und bleiben dran! Adrian Knüsel, Leiter Weitere Informationen: www.klangwelt.ch

Handwerk 1/2012 Kerngeschäft Handwerk, Kurse Herausgeber: Kurszentrum Ballenberg CH-3855 Brienz Telefon 033 952 80 40 Fax 033 952 80 49 www.ballenbergkurse.ch info@ballenbergkurse.ch Druck: Gisler Druck AG, Altdorf Layout: Margret Omlin. Auflage 2500/ 3 Ausgaben jährlich Abo Inland Fr. 38.–/ Ausland Fr. 48.–. Einzelnummer Fr. 14.–

GRATULATION! UND: THEMA GLÜCK ...


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Im Oktober: Buntmetall überall, mit Kurt Furrer, Bildhauer und Schmied, und Anna Furrer, Silberschmiedin

Wappenscheiben? Polstermöbel von der Grosstante? Früchteschalen und Dekostücke auf dem Buffet? Vergessen Sie die Bilder, die Sie jetzt im Kopf haben und schauen Sie hier näher hin! Diese drei Kursangebote bringen nämlich neue Ideen in Ihren Wohnbereich – von A bis Z von Ihnen gestaltet und produziert: Glasscheiben in Bleifassung, Einführungskurs Polstern und Buntmetalle treiben. Hier lernen Sie die ersten Schritte, von Grund auf …

EINMAL ANDERS SCHÖNER WOHNEN: SELBER, FRISCH, NEU!


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Dem Erinnerungsstück einen neuen Überzug, neues Leben geben: der Einführungskurs Polstern, vom 29.08 2012 bis 1.09.2012 oder das eigene Projekt realisieren, im Mai oder im Oktober!

Bleiverglasungen mit Josette Pijnenborg


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Der Schweizer Holzschuh mit Alois Langenegger, Holzschuhschnitzer, Muotathal

Wie kommen Kurven ins Holz? Zum einen auf die bewährte Art, durchs Schnitzen. Dies vermittelt unser Altmeister Paul Fuchs, der mit seiner bewährten Technik (fast) jeden mittelfristig zum Holzbildhauer macht. Angefangen wird aber mit handlichen Kleintieren. Die Feinabstimmung der Kurven in der Innenund Aussenform wird auch im Holzschuhkurs per Schnitzmesser erreicht. Quasi Fingerspitzengefühl fürs gute Fussbefinden. Ums Biegen von Kurven geht es schliesslich im Schlittenbaukurs. Darum und noch um einiges mehr.

HOLZ LEBT – UND WIE! HIER IN DREI UNTERSCHIEDLICHEN VARIATIONEN


Paul Fuchs, Holzschnitzer, Hofstetten, Bauernhoftiere

ESCHE:

Die Sommerlinde gedeiht in der südlichen Hälfte Europas. Die Winterlinde findet sich in ganz Europa, insbesondere in den östlichen und nördlichen Teilen. In der Schweiz gedeihen beide Arten in milden Laubwaldstufen mit starkem Föhneinfluss. Die Bäume können bis zu 1000 Jahre alt werden, erreichen eine Höhe bis zu 30 m und einen Stammdurchmesser bis zu 2 m. Das Holz der Sommer- und Winterlinde ist kaum zu unterscheiden. Das feine Holz ist weich, leicht und biegsam. Es ist sehr fettsäurehaltig und hat einen auffallenden, arttypischen und lang anhaltenden Geruch. Beide Lindenarten trocknen relativ schnell und schwinden wenig. Lindenholz ist von geringer Biegesteifigkeit, Druck- und Schlagfestigkeit. Es ist von geringer Dauerhaftigkeit und wird leicht von Pilzen und Insekten befallen. Das gut spaltbare Lindenholz lässt sich von Hand und maschinell leicht bearbeiten. Es ist gut beiz- und lackierbar. Lindenholz eignet sich besonders als Schnitzholz. Seiner Formbarkeit wegen wird es im Modellbau und für die Herstellung von Spielwaren verwendet. «Linde» ist verwandt mit dem lateinischen «lentus». Zu Deutsch übersetzt bedeutet es «lind», was mit biegsam und zäh übersetzt werden kann, und wohl den Charakter des Holzes beschreibt. Viele Orte in Mitteleuropa hatten früher ihre Dorflinde, die das Zentrum des Ortes bildete und Treffpunkt für den Nachrichtenaustausch und die Brautschau war oder unter welcher Gericht abgehalten wurde. Die Linner Linde bei Linn ist mit 25 Meter Höhe und 11 Meter Stammumfang einer der grössten Bäume der Schweiz. Sie wurde vor rund 500 bis 600 Jahren zum Gedenken an die Opfer der Pestepidemien gepflanzt.

Das langfaserige Eschenholz ist äusserst zäh und elastisch, fest und tragfähig. Das häufig unregelmässig gestreifte Holz ist sehr dekorativ. Es ist von mittlerer Biegesteife, schlag- und druckfest und herausragend in seiner hohen Verformbarkeit. Es trocknet gut und schwindet mässig. Eschenholz ist nicht witterungsfest. Eschenholz ist maschinell und von Hand gut zu bearbeiten. Es lässt sich gut spalten, hobeln, drehen und polieren sowie gut bohren und nageln, muss jedoch vorgebohrt werden. Es eignet sich ausgezeichnet zum Dampfbiegen. Das Verleimen ist problemlos. Eschenholz reagiert gut auf Beize und Lack, ist jedoch nur mässig gut imprägnierbar.

Aussehen: Die Linde ist ein Reifholzbaum. Das Holz ist leicht samtig-glänzend, gelblichweiss, häufig mit einem bräunlichen oder rötlichen Farbton, ohne Farbkern. Im Längsschnitt ist es fein nadelrissig. Die Jahrringe sind nur schwach erkennbar. Die Markstrahlen zeigen sich in hellen, feinen Linien.

Das durch hohe Elastizität und Festigkeit ausgezeichnete Werkholz wird dort genutzt, wo hohe Tragfähigkeit, gute Federung und geringe Abnützung notwendig sind. Es wird angewendet als dekoratives Furnierholz, als Spezialholz für Biegeformteile, zum Drechseln und Schnitzen, für Sport- und Turngeräte, für Stiele, als Ausstattungsholz für Möbel, für Treppen und Bodenbeläge. Soziologie: Die Esche ist im deutschsprachigen Raum sehr populär. Schweizerische Ortsnamen wie Aesch, Oesch, Aeschi, Eschli, Aeschen, Eschlikon etc. deuten auf markante Einzelbäume oder Eschengehölze hin. Mythologie: In der nordischen Mythologie spielt die Esche als Weltenbaum Yggdrasil eine wichtige Rolle. Eschenholz, besonders am Karfreitag oder in der Johannisnacht geschnittenes, hat im Volksglauben eine heilende, blutstillende Kraft.

Weitere Informationen finden Sie auf www.materialarchiv.ch

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LINDE:

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Im Brillenbaukurs gibt es drei Arten Motivierte: Da sind die mit der puren Freude an schönen Formen. Dann wären alle, die sich gerne feinmotorisch betätigen – ja, so eine Brille besteht vor allem aus Finessen. Und da wären die IndividualistInnen, die das Besondere auf der Nase lieben. Allen wird auf dem Weg zum Ziel mit Tipps und Tricks geholfen. Haargenau dasselbe lässt sich zu den bewährten Hutkursen sagen: Auch hier gehts um alles, was die Persönlichkeit unterstreicht und das Herz erfreut …

Mit Bernhard Schläfli, die Brille, die’s nirgendwo zu kaufen gibt: Ihr ganz persönlicher Wurf! Jetzt planen und realisieren.

ZUM FLOTTEN OUTFIT GEHÖREN RAFFINIERTE ACCESSOIRES


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Hut und Accessoire: Material und Farbe sowie Form ganz auf Ihre PersĂśnlichkeit massgeschneidert.

StrohhutknĂźpfen, Strohstiftung Schweiz, Monica Helfer, und Haupt Sache Hut mit Caroline Felber, Modistin, Luzern


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Mauern, Stein, Mörtel, Wasserwaage, ganz korrekt mit Otto Helbling, Maurerpolier

Traditionelles Bauhandwerk und zeitgenössische Gestaltung führt das Kurszentrum seit jeher im Untertitel. Die Bautradition kommt noch von der Heimatwerkschule her, wo alles an Wissen und Können vermittelt wurde, um ein Haus von Grund auf selber neu bauen zu können. Heute erlebt das ökologisch-sorgfältige Bauen und Umbauen wieder umfassende Wertschätzung. In unseren Kursen machen wir Sie (Frauen/Männer) vom Amateur zum ambitionierten Handwerker, der hier Grenzen und Möglichkeiten erlernt.

Traditionelle Pflästerung im Freilichtmuseum Ballenberg

BAUKURSE: QUASI UNSER KERNGESCHÄFT


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Handdrucktechniken auch mit natürlichen Druckstöcken Martin Wallimann, Verleger und Werklehrer, Tel. 041 670 26 36 1 Kurstag CHF 225.–, Material inkl. SA, 02.06.2012, SA, 29.09.2012

SCHMUCKKETTEN Individuelle Schmuckketten gestalten Regula Wernli, Produktdesignerin FH, Tel. 079 639 38 44 2 Kurstage CHF 360.–, Material: Silber nach Aufwand SA bis SO, 02.06. bis 03.06.2012

SENSE, DENGELSTOCK UND WETZSTEIN Der Kurs führt Sie ein in das Dengeln, Schleifen mit Wetzstein und den richtigen Umgang mit der Sense. Patrick Thurston, Architekt und Tänzer Kurt Grossniklaus, Bauer 1 Kurstag CHF 220.–, inkl. Material und Mittagessen SA, 09.06.2012

GEMSHORN Gefässflötenbau aus Kuhhörnern, Holz 2 Kurstage CHF 390.–, Material ca. CHF 65.– SA bis SO, 16.06. bis 17.06.2012

«KRÄUTERSYMPHONIE» – DUFTPFLANZENGARTEN Die Vielfalt der Gewürzkräuter, Heil- und Duftpflanzen im Garten gestalterisch einsetzen und nutzen. Christian Fotsch, Kräutergärtner, Tel. 078 635 31 99 1 Kurstag CHF 230.– inkl. Material + Mittagessen SA, 16.06.2012, MI, 04.07.2012, FR, 31.08.2012

WEBEN – BEIDERWAND – TRADITIONELL AKTUELL Ein Theorietag zu dieser Bindung! Mit modernen Materialien, angepasst an unsere Zeit, kann diese Bindung wieder aufblühen! Grundkenntnisse im Weben erforderlich. Katharina Osterwalder, Handwebmeisterin, Tel. 044 938 04 75 1 Kurstag CHF 190.–, Stoffmuster CHF 20.– SA, 16.06.2012

NEU! ARBEITEN MIT GIPS In verschiedenen Techniken lernen wir Gips als vielseitiges Gestaltungs- und Baumaterial kennen. Gips giessen, glätten, ziehen und modellieren. Urs Röösli, Bildhauer, gelernter Gipser, Tel. 032 351 41 49 3 Kurstage CHF 540.–, Material inkl. SA bis SO, 16.06. bis 17.06.2012 und SA, 23.6.2012

NEU! STEINRING AUS SCHWEIZER STEINEN Einführung in die Geheimnisse des bruchfesten Steinringes. Beat Schild Kessler, Edelsteinschleifer, Goldschmied, Tel. 033 951 09 06 2 Kurstage CHF 360.–, Material CHF 50.– bis 100.– SA bis SO, 16.06. bis 17.06.2012

SILBERGIESSEN Nach alter afrikanischer Technik (im Wachsausschmelzverfahren der Tuareg). Hada Ahmed, Targi Silberschmied Luc Haltmeyer, Ethnologe, Schmuckarbeiter, Tel. 031 331 38 10 3 Kurstage CHF 540.–, Material nach Aufwand FR bis SO, 22.06. bis 24.06.2012

AGENDA KURSZENTRUM 2012 ZUM HERAUSNEHMEN.

«KRÄUTERSYMPHONIE» – DUFTPFLANZENGARTEN Die Vielfalt der Gewürzkräuter, Heil- und Duftpflanzen im Garten gestalterisch einsetzen und nutzen. Christian Fotsch, Kräutergärtner, Tel. 078 635 31 99 1 Kurstag CHF 230.– inkl. Material + Mittagessen SA, 16.06.2012 MI, 04.07.2012 FR, 31.08.2012

BETONGIESSEN IN HOLZFORMEN (2TLG. KURS) Gestaltungsmaterial zum Bauen, Herstellen von Gebrauchsgegenständen oder Giessen von Objekten; in Holzformen mit den entsprechenden Einschränkungen. Urs Röösli, Bildhauer, Tel. 032 351 41 49 2 Kurstage CHF 390.–, Material inkl. SA, 07.07.2012 und SA, 21.07.2012

PORTEMONNAIE Aus Leder stellen Sie Ihr eigenes Portemonnaie her. Erika Stauffer, Portefeuillerin, Tel. 041 852 02 77 2 Kurstage CHF 360.–, Material CHF 45.– SA bis SO, 07.07. bis 08.07.2012

NEU! SATTLEREI – LEDERGÜRTEL Anfertigen von Ledergürteln. Handgenäht, geflochten, punziert, genietet. Max Haechler, Innendekorateur, Sattler, Tel. 044 950 50 42 2 Kurstage CHF 360.–, Material nach Aufwand SA bis SO, 07.07. bis 08.07.2012

PLEXIGLAS Ein vielseitiger Werkstoff! Aus dem transparenten oder bunt fluoreszierenden Werkstoff entwickeln und bauen wir individuelle Leuchten und lernen dabei die verschiedenen Bearbeitungsmethoden kennen. Therese Vögtlin, Werklehrerin, Tel. 071 374 18 43 2 Kurstage CHF 420.–, Material inkl. SA bis SO, 07.07. bis 08.07.2012

FEINLEDERARBEITEN Einführung Ledernähen mit Nähmaschine. Selbst gestaltete Objekte wie Necessaire, Etui, Blockhüllen, Portemonnaie, Gürtel etc. (keine Taschen). Antoinette Nell-Enzler, Lederfachfrau, Tel. 041 870 81 05 4 Kurstage 630.–, Material nach Aufwand MO bis DO, 09.07. bis 12.07.2012

TROCKENMAUERBAU Bau des Fundamentes, Aufbau der Mauer, Mauerabschluss. Statische, historische und ökologische Überlegungen zum Thema (Anfänger und Fortgeschrittene). Zusammenarbeit mit: Schweiz. Verband der Trockensteinmaurer (SVTSM) 5 Kurstage CHF 850.–, Material inkl. MO bis FR, 09.07. bis 13.07.2012, MO bis FR, 01.10. bis 05.10.2012

BRONZEGUSS Der Kurs konzentriert sich auf das Herstellen eines Wachsoriginals, das Schaffen einer Gussform und das Giessen der Bronze. Claudio Knöpfli, Erwachsenenbildner, E-mail: felicecosi@gmx.net 5 Kurstage CHF 790.–, Material ca. CHF 80.– für eine Plastik von ca. 4,5 kg MO bis FR, 09.07. bis 13.07.2012

SCHMIEDEN – EINFÜHRUNG Einführung in die Schmiedetechnik in der alten Schmiede Bümpliz im Freilichtmuseum Ballenberg. Niklaus Maurer, Schmied, Tel. 079 659 36 21 5 Kurstage CHF 890.–, Material inkl. MO bis FR, 09.07. bis 13.07.2012 MO bis FR, 01.10. bis 05.10.2012

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DRUCKEN MIT NATURMATERIALIEN

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JULI ALPHORN – BAU

JONCGEFLECHT – ACHTECKGEFLECHT

Ein Alphorn von A bis Z selber herstellen. 8 Kurstage CHF 1650.–, Material ca. CHF 1150.– ohne Futteral und Mundstück. MO bis SA, 09.07. bis 14.07.2012, MO bis SA, 08.10. bis 13.10.2012 inkl. 2 Vorbereitungstage in Ossingen

Stuhlgeflechtrohrschienen der Rattanpalme sind der Grundstoff für die gelochten Stuhlgeflechte (Wienerstühle). 5 Kurstage CHF 790.–, Material CHF 100.– inkl. Rahmen MO bis FR, 16.07. bis 20.07.2012

KAUTSCHUK

Die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten des Schweissens lernen und üben. Kurt Furrer, Bildhauer, Schmied, Dozent ZHdK, Tel. 052 386 12 65 5 Kurstage CHF 980.–, Material inkl. MO bis FR, 16.07. bis 20.07.2012

Experimentieren und Kombinieren. Arbeiten mit Kautschuk, der flüssigen, natürlichen Gummimilch. Andrea Mötteli, Werklehrerin 3 Kurstage CHF 590.–, Material inkl. FR bis SO, 13.07. bis 15.07.2012

STICKEN – BÜNDNER KREUZSTICKEREI Einführung in die Technik, anhand traditioneller Mustervorlagen. Barbara Wälchli Keller, Textilgestalterin, Tel. 041 832 10 93 2 Kurstage CHF 360.–, Material nach Aufwand FR bis SA, 13.07. bis 14.07.2012

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PFLANZENPAPIER – DAS BESONDERE

SCHWEISSEN – LÖTEN – AUTOGEN

MESSER – MESSERMACHEN Ihr feststehendes Messer nimmt Gestalt an. Nando Crivelli, Mechaniker, Messermacher, Tel. 079 311 20 42 5 Kurstage CHF 790.–, Material ca. CHF 100.– MO bis FR, 16.07. bis 20.07.2012 MO bis FR, 08.10. bis 12.10.2012

MESSER – KLAPPMESSER

Aus heimischen Pflanzen entstehen faszinierende Papiere. Kathrin Dardel, Papiergestalterin, Buchautorin, Tel. 034 495 62 40 3 Kurstage CHF 590.–, inkl. Material FR bis SO, 13.07. bis 15.07.2012

Eintauchen in die technische Welt der Messer mit Klappmechanismus. Nando Crivelli, Mechaniker, Messermacher, Tel. 079 311 20 42 6 Kurstage CHF 950.–, Material ca. CHF 150.– MO bis SA, 16.07. bis 21.07.2012 MO bis SA, 08.10. bis 13.10.2012

BRONZEGUSS FORTSETZUNG

WEBEN – EINFÜHRUNG

Oberflächenbehandlung und Patinieren der Bronzeplastik. Claudio Knöpfli, Erwachsenenbildner, E-mail: felicecosi@gmx.net 2 Kurstage CHF 420.–, Material ca. CHF 30.– SA bis SO, 14.07. bis 15.07.2012

Einführung in die faszinierende Welt gewebter Textilien. Silvia Falett, Handweberin, Erwachsenenbildnerin, Tel. 044 761 22 14 5 Kurstage CHF 790.–, Material ca. CHF 50.– DI bis SA, 17.07. bis 21.07.2012

SCHWEIZER HOLZSCHUH

LEHM – BAU

Der Schweizer «Holzboden» war in der Vergangenheit allgegenwärtiges Schuhwerk für Bauern und Landarbeiter. Holzschuh massgeschnitten samt Lederriemen. Alois Langenegger, Holzschuhschnitzer, Tel. 041 830 22 94 2 Kurstage CHF 360.–, Material inkl. SA bis SO, 14.07. bis 15.07.2012

Traditionelle Techniken. Ausfachung, Lehmsteinmauerwerk und Verputz. Reparatur und Unterhalt bestehender Lehmbausubstanz. 2 Kurstage CHF 500.– DO bis FR, 19.07. bis 20.07.2012

PAPIER – GEFÄSSE UND HÜLLEN 10

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Durch schöpfen, schichten, falten, kleistern und nähen entstehen Gefässe und Hüllen. Kathrin Dardel, Papiergestalterin, Buchautorin, Tel. 034 495 62 40 3 Kurstage CHF 590.–, Material ca. CHF 25.– MO bis MI, 16.07. bis 18.07.2012

SCHMIEDEN – DAMASZENERSTAHL Der Damaszenerstahl ist durch seine feine Musterung und unübertroffene Elastizität legendär. Eine Weiterbildung im Feuerschweissen. Einführungskurs Schmieden Voraussetzung. Kleingruppe, max. 4 Teilnehmer! Niklaus Maurer, Schmied, Tel. 079 659 36 21 5 Kurstage CHF 1400.–, Material inkl. MO bis FR, 16.07. bis 20.07.2012

DRECHSELN – EINFÜHRUNG Die Grundlagen der Werkzeugführung in Lang- und Querholz werden an der Drechselbank gelernt und angewandt. Drechseln einheimischer Hölzer an der Drechselbank. Paul Ming, Drechslermeister, Tel. 033 951 19 76 (abends) 5 Kurstage CHF 790.–, Material CHF 50.– MO bis FR, 16.07. bis 20.07.2012

LEHM – PUTZE Lehmputze selber mischen und verarbeiten. Eine Reise in die faszinierende Welt farbiger Erden. 2 Kurstage CHF 500.– SA bis SO, 21.07. bis 22.07.2012

PENDEL UND WÜNSCHELRUTE Fortgeschrittene: Vertiefen des Einführungskurses. 2 Kurstage CHF 390.–, Material ca. CHF 50.– SA bis SO, 21.07. bis 22.07.2012

NEU! HISTORISCHE MÖBEL Mit historischen Arbeitstechniken wie Zinken, Graten, Profilieren etc. erlernen Sie am eigenen Möbelstück stabile Holzverbindungen herzustellen. Urs Lareida, Schreiner, Restaurator, Tel. 061 321 31 25 5 Kurstage CHF 790.–, Material nach Aufwand MO bis FR, 23.07. bis 27.07.2012

SCHMIEDEN – BILDUNGSGANG Der Bildungsgang Schmieden vermittelt die Grundlagen für ein selbstständiges Arbeiten im Bereich des Schmiedehandwerks. In 7 Modulen werden die Grundlagen des Handwerks vermittelt. Der Kurs ist aufbauend geplant, das heisst, jedes Modul baut auf das vorangegangene auf. Neben den praktischen Arbeiten werden auch theoretische und gestalterische Aspekte vermittelt. Eine Anmeldung ist für den ganzen Kurs verbindlich. Niklaus Maurer, Schmied, Tel. 079 659 36 21 Matthias Wickli, Schmied, Nando Crivelli, Mechaniker, Messermacher 37 Kurstage CHF 7400.–, Materialkosten: CHF 600.–, Werkzeug nach Aufwand Modul 1: MO bis SA, 23.07. bis 28.07.2012 (Grundkurs) Modul 2: MO bis FR, 15.10. – 19.10.2012 (Werkzeug) (Daten der Module 3 – 7 werden später bekanntgegeben)


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Gestaltung, Zukunft und Geschichten der Schafwolle mit Gästen aus dem In- und Ausland. Samstag, 4. August und Sonntag, 5. August 2012 Weitere Informationen: www.ballenbergkurse.ch

NEU! FILZ – STRUKTUREN UND FARBEN Surfacedesign, Oberflächen gestalten und strukturieren. Jorie Johnson, Gestalterin, Finnland 3 Kurstage CHF 600.–, Materialkosten inkl. MO bis MI, 06.08. bis 08.08.2012

NEU! SCHAFWOLLE VON PRO SPECIE RARA Eine Wolle der besonderen Qualität. Johanna Rösti-Bühler, Filzfachfrau, dipl. Erwachsenenbildnerin HF, Tel. 033 437 95 88 3 Kurstage CHF 600.–, Material inklusive MO bis MI, 06.08. bis 08.08.2012

DAS DESIGN CAMP Im Rahmen von und in Zusammenarbeit mit www.luzerndesign.ch rollt www.ballenbergkurse.ch das Thema Design von der handwerklichen Seite her auf. Walter Zürcher, Konzeptforum, Tel. 033 243 03 13 5 Kurstage CHF 600.–, inkl. Materialkosten MO bis FR, 06.08. bis 10.08.2012

PAPIER – ACCESSOIRES

Wolle ist also ein echtes Naturprodukt und stammt vom lebenden Schaf.

WOLLE WUNDER WAS?

WOLLE- WUNDER WAS? – DAS SYMPOSIUM.

ZU FUNKTIONALITÄT, GESTALTUNG UND ZUKUNFT DER SCHAFWOLLE.

REFERATEN, INPUTS, PRÄSENTATIONEN FÜR WOLLPRODUZENTEN, VERARBEITER, ERFINDERINNEN, ENTDECKER UND GESTALTERINNEN

SAMSTAG UND SONNTAG 4. UND 5. AUGUST 2012 IM KURSZENTRUM BALLENBERG EINGANG WEST DES FREILICHTMUSEUMS BALLENBERG

Kerstin Gustafsson, Alan Waller, Schwedische Wollexperten

Taschen, Portemonnaies, Gürtel aus alltäglichen Papieren. Wir erproben verschiedene Techniken und Papiere und entwerfen persönliche Mustervorlagen. Ursula Müller-Hiestand, Buchautorin und Werklehrerin, Tel. 044 381 69 18 3 Kurstage CHF 540.–, Material nach Aufwand FR bis SO, 10.08. bis 12.08.2012

GLASPERLEN Perlen drehen, ein uraltes Handwerk. Farbiges Muranoglas an der Flamme geschmolzen und gewickelt. Marianne Kohler, Glasbläserin, Tel. 061 692 64 34 3 Kurstage CHF 630.–, Material: ca. CHF 80.– FR bis SO, 10.08. bis 12.08.2012 FR bis SO, 02.11. bis 04.11.2012

FILZ – GRUNDKURS: Die Grundtechniken des Nassfilzens Annemarie Bürgi, Erwachsenenbildnerin FA, Tel. 061 701 98 32 3 Kurstage CHF 540.–, Material nach Aufwand FR bis SO, 10.08. bis 12.08.2012

DUFTWERKSTATT Herstellung von aromatherapeutischen Spezialitäten. Aetherische Pflanzenöle, Bade- und Gewürzsalze. Markus Metzger, eidg. dipl. Drogist, Tel. 033 841 12 30 3 Kurstage CHF 540.–, Material nach Aufwand FR bis SO, 10.08. bis 12.08.2012

BOGENBAU Einen funktionstüchtigen Holzbogen sowie dazu passende Pfeile bauen und eine grundlegende Einführung in die Handhabung dieses faszinierenden Geräts erfahren (Beginn 14.00 Uhr). Gian-Luca Bernasconi, Tel. 079 574 48 36 2,5 Kurstage CHF 490.–, Material ca. CHF 60.– FR bis SO, 10.08. bis 12.08.2012 FR bis SO, 05.10. bis 07.10.2012

WOLLE WUNDER WAS?

SAMSTAG, 4. AUGUST 2012

SONNTAG, 5. AUGUST 2012

09.30 Ankunft Cafeteria Kurszentrum Ballenberg

9.00 Uhr Start

10.00 Begrüssung und Auftakt mit Norn, Vocaltrio Beiträge und Präsentationen: Wolle eine Wunderfaser? Martin Camenzind, Kleiderphysiologe, Empa, St. Gallen Voices of material and surfacedesign Jorie Johnson, Filzdesignerin, Japan Wollspezialitäten von Pro Specie Rara Eine Schatzsuche... Johanna Rösti, Filzfachfrau, Heimberg Zwiebeln häuten – Entwicklung einer Strickwarenkollektion Denise Blanchat, Textildesignerin BA, Luzern

Hohgant – ein besonderes Strickprojekt aus dem Emmental Hannah Stroem, Textildesignerin, Basel und Emmental

Tierisch innovativ, Dämmen mit nachwachsendem Rohstoff Hans-Ueli Scherrer, Geschäftsführer FIWO, Bischofszell

Wolle im Interieur Karen Rohwedder, dipl. Ing. Innenarchitektin, Zurich Wollteppiche – ein Kulturgut Reto Aschwanden von STEP, dem Label fur fairen Teppichhandel, Basel

Schweizer Teppichdesign, Präsentation Mischioff AG, Zurich

Woven Tubes – Kleider vom Webstuhl Mariana Minke, Textildesignerin, Muralto Sara Forzano, Textildesignerin, Lugano

Wolle Kontext Heute Ein Podium zum Schluss

Verfilzt und verwandelt Yukiko Kawahara, Textildesignerin, St. Gallen

Kursgebühr: CHF 240.– für 2 Tage, inkl. Verpflegung (exkl. Nachtessen und Übernachtung)

Strickdesign – aus einem Faden gestalten Marlis Candinas, Modedesignerin FH, Basel

Anmeldung an Kurszentrum Ballenberg Sekretariat, Telefon 033 952 80 40 oder info@ballenbergkurse.ch Willkommen!

Nachtessen und Raum für Palaver und Begegnungen

Handwerk 1/2012

WOLLE – WUNDER – WAS, EIN SYMPOSIUM

«Würde eines Tages berichtet, dass eine Textilfaser entdeckt worden sei, die unter freiem Himmel oder in einfachen Gebäuden mit geringem Energieverbrauch und ohne gefährliche Abfallprodukte erzeugt werden kann, dazu noch in verschiedenen Feinheiten und Längen, unser Interesse wäre geweckt. Würde weiter bekannt, die Faser sei leicht zu veredeln, zu färben und mit anderen Fasern zu mischen, sei giftfrei und hautfreundlich, elastisch, lärmdämmend, wärme- und feuchtigkeitsausgleichend, schmutz- und wasser abstoßend, schwer entflammbar, leicht zu reinigen und fast knitterfrei, wieder verwendbar und hundertprozentig biologisch abbaubar, welchen Namen würden wir dieser Faser geben? Wahrscheinlich würde man von einer Wunderfaser sprechen.»

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AUGUST


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AUGUST NEU! MONOCHORDBAU

NEU! KLEISTERPAPIER TRADITIONELL

Auf einem Klangkörper aus Holz finden neben dem Monochord auch eine indische Tanpura und ein japanisches pentatonisches Koto Platz. Es sind keine handwerklichen Kenntnisse erforderlich. Heinz Bürgin, Instrumentenbauer, Tel. 071 988 27 63 5 Kurstage CHF 790.–, Material CHF 580.– (Preis Fachhandel ab CHF 1700.–) MO bis FR, 02.07. bis 06.07.2012

Mit eingefärbtem Kleister lernen Sie vier traditionelle Muster aus dem 18. Jht. (Bern und Herrenhut) ziehen, die für den Überzug von restaurierten Möbeln, Kästchen und Bucheinbänden verwendet werden. Für Berufsleute und am Fach Interessierte. Elsa Schwarzer Hirsig, Gestalterin, Tel. 032 731 59 62 2 Kurstage CHF 360.–, Material nach Aufwand FR bis SA, 24.08. bis 25.08.2012

GLOCKEN GIESSEN – KLINGENDES IN BRONZE Kern aufbauen, Wachsmodell, Tongussform, Brand der Form, Guss in Bronze und Überarbeitung. Markus Binggeli, Dozent PH Bern, Tel. 031 351 71 53/076 507 24 55 5 Kurstage CHF 790.–, Material nach Aufwand MO bis FR, 13.08. bis 17.08.2012

NEU! HOLZBILDHAUEN – FACE TO FACE Von Angesicht zu Angesicht – ein menschlicher Kopf in Holz gehauen. Rochus Lussi, Holzbildhauer, Tel. 079 569 62 73 5 Kurstage CHF 790.–, Material nach Aufwand MO bis FR, 13.08. bis 17.08.2012

KORBFLECHTEN MIT WEIDEN Körbe nach gegebenen Massen flechten. Einführung und Grundlagen. 5 Kurstage CHF 790.–, Material ca. CHF 60.– MO bis FR, 13.08. bis 17.08.2012

KALK – GRUNDKURS

Handwerk 1/2012

Gebrannter Kalk, Sumpfkalk – ein naturbelassenes Material erlebt eine Renaissance. 2 Kurstage CHF 500.– DO bis FR, 16.08. bis 17.08.2012

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AUGUST

BUCHBINDEN - FOTOBÜCHER IN UNGEWOHNTEN TECHNIKEN Sie erlernen das Herstellen von Fotobüchern, das Sie auch zu Hause (ohne eingerichtete «Werkstatt») immer wieder nachvollziehen können. 3 Kurstage CHF 540.–, Material ca. CHF 75.– FR bis SO, 17.08. bis 19.08.2012

STICKEN – EINFÜHRUNG IN DIE FREIE AUSDRUCKSSTICKEREI Feines inspiriertes Sticken. Barbara Wälchli Keller, Textilgestalterin, Tel. 041 832 10 93 3 Kurstage CHF 540.–, Material nach Aufwand FR bis SO, 24.08. bis 26.08.2012

SCHWEMMHOLZSKULPTUREN Wir werden in einem Gebirgsbach verwachsene und ausgewaschene Hölzer suchen und diese mit Schnitzeisen bearbeiten. Alexander Curtius, Bildhauer und Werklehrer, Tel. 081 860 06 94 3 Kurstage CHF 540.–, Material für Sockel (Holz/Metall) nach Aufwand FR bis SO, 24.08. bis 26.08.2012

VERGOLDEN – MIT BLATTGOLD Einführung in die alte Handwerkskunst. Karin Havlicek, Vergoldermeisterin und Buchautorin 4 Kurstage CHF 650.–, Material ca. CHF 200.– DO bis SO, 23.08. bis 26.08.2012

BÜCHEL Der Büchel wird aus einheimischer, feinjähriger Gebirgsfichte mechanisch und in Handarbeit geschnitten, gehobelt, gehöhlt, gedrechselt und mit natürlichem Peddigrohr umwickelt. Eine Weiterentwicklung des Alphorns. Matthias Wetter, Musikinstrumentenbauer, Tel. 052 317 31 84 7 Kurstage CHF 1400.–, Material ca. CHF 440.– MO bis SA, 27.08. bis 01.09.2012, inklusive 1 Vorbereitungstag in Ossingen

POLSTERN – EINFÜHRUNG

Auf der Basis von Kalk Einführung in die Welt von Tadelakt und Stucco. Grundkenntnisse von Vorteil. 2 Kurstage CHF 500.– SA bis SO, 18.08. bis 19.08.2012

Polstern eines Stil-Hockers nach traditioneller Art. Schnürung, Façon, Pikur, Bezug. Max Haechler, Innendekorateur, Tel. 044 950 50 42 4 Kurstage CHF 630.–, Material inkl. MI bis SA, 29.08. bis 01.09.2012

FLECHTEN – KUGEL

«KRÄUTERSYMPHONIE» – DUFTPFLANZENGARTEN

KALK – EDLE OBERFLÄCHEN

Die geflochtene Kugel aus Weiden eignet sich als Greif-, Wurf-, Roll- oder Kinderspielzeug sowie als Dekoration. 2 Kurstage CHF 390.–, Material nach Aufwand SA bis SO, 18.08. bis 19.08.2012

GÜRTEL MIT GEGOSSENER SCHNALLE Im Sandgussverfahren können feinste Strukturen in Bronze abgegossen und damit die Schauseite der Gürtelschnalle gestaltet werden. Die Lederverarbeitung vervollständigt das Produkt. Jenny Scheidegger, Werklehrerin, Silberschmiedin, Tel. 055 246 43 40 2 Kurstage CHF 450.– Material inkl. SA bis SO, 18.08. bis 19.08.2012

SCHUHE – LEICHT GEMACHT Einfache Verfahren zur Schuhherstellung, welche mit wenig Hilfsmitteln auch zu Hause umsetzbar sind. Bitte Schuhgrösse angeben. 3 Kurstage CHF 600.–, Material ca. CHF 100.– DO bis SA, 23.08. bis 25.08.2012

Die Vielfalt der Gewürzkräuter, Heil- und Duftpflanzen im Garten gestalterisch einsetzen und nutzen. Christian Fotsch, Kräutergärtner, Tel. 078 635 31 99 1 Kurstag CHF 230.– inkl. Material + Mittagessen SA, 16.06.2012, MI, 04.07.2012, FR, 31.08.2012

HAUPTSACHE HUT Hasenhaarfilze auf Holzformen aufgezogen oder weiche Kopfbedeckung aus Stoff oder Leder genäht, «Schmuckstücke» entstehen, welche zu Ihnen passen und Sie in kommenden Winter gut behüten. Caroline Felber, Modistin, Tel. 041 210 53 63 3 Kurstage CHF 540.–, Material nach Aufwand FR bis SO, 31.08. bis 02.09.2012


der. Die meisten Werkstattbesucher stehen

Handwerkes mit ihrem Reichtum an Male-

Meine Berufswahl als Malerin habe ich

erst einmal etwas staunend am Eingang

reien in der historischen Bausubstanz ein

nie bereut. Wenn ich einen Tag sitzend in

und versuchen die bunten Regale vergeb-

immer noch ansehnliches Bild über die

meinem Büro verbracht habe, gehe ich lie-

lich in einem Blick zu erfassen. Meine un-

Jahrhunderte hinweg zu zeigen vermögen.

bend gerne wieder auf die Baustellen, denn

terschiedlichen Angebote mit Belagsmate-

Ich habe mir über die Jahre eine repräsen-

die Arbeit als Handwerkerin ist meine Pas-

rialien und Malmitteln verlangen diese Ma-

tative Bibliothek zugelegt mit interessanten

sion. Meine Angebote reichen von Material-

terialvielfalt. Damit habe ich die Freiheit,

Schriften und Rezepturen. Dieses Wissen

und Farbberatungen mit Naturbaustoffen

das Anstrichsmittel so nahe wie möglich an

verbinde und verwebe ich mit meinen ge-

und historischen Malmitteln in Alt- sowie

den Kundenwünschen und den entspre-

stellten Anforderungen an meine Ausfüh-

in Neubauten für Architekten und Bau-

chenden Oberflächen zu rezeptieren und

rungen der Malerarbeiten, Beratungen und

herrschaften bis zur Ausführung bei klei-

einzufärben. Ich nutze die alten Techniken

Gestaltungen.

neren Aufträgen. Wenn grössere Projekte

und versuche sie neu zu interpretieren. So

zur Ausführung kommen, arbeite ich im

leime ich mit Knochen-, Haut- und Zellulo-

Verbund mit anderen Malerfirmen oder be-

seleimen Baumwoll- oder Jutegewebe als

gleite bei technischen Anforderungen und

gestalterische Elemente oder bei Risssanie-

WEISS IST NICHT GLEICH WEISS: Leimfarben werden mit Pulverpigmenten, farbigen Erden und Mineralien rezeptiert. In der Werkstatt von Luzia

Schwierigkeiten die Malerbetriebe. Einen

rungen die Gewebe auf die Wände und

Teil meiner Tätigkeit beinhaltet auch das

Decken. Mein liebstes Malmittel ist die

Unterrichten und diverse Kursangebote in

Leimfarbe, weil die Pigmente mit dem Zel-

der Weiterbildung. In meiner Werkstatt be-

luloseleim am wenigsten in ihrem eigenen

Borer stehen Papiersäcke mit Kreiden aus der Champagne respektive Bologna herum. Weisstöne, Marmormehl aus Italien und Spanien, Eimer mit Sumpfkalk, Kalk-Spachtelglätten, Mineral- und Organsilikatfarben, Gewebe wie Rupfen, finden sich Regale mit unzähligen Pulver-

Charakter und der Farb- und Leuchtkraft

pigmenten aus farbigen Erden und Minera-

verändert werden. Auch für die einfacheren

lien, womit ich Leimfarben rezeptiere oder

Renovationsarbeiten und neuen Beschich-

meine Ölfarben auf lösemittel- oder wässri-

tungen schaffe ich aus meinem Fundus an

ger Basis meist selber einfärbe. Es stehen

Anstrichsstoffen und Materialien der Nut-

Papiersäcke mit Kreiden aus der Champa-

zung gerechte Oberflächen. Ich muss mich

gne und Bolognia und Marmormehl aus

oft erklären und rechtfertigen, wenn diesen

Italien und Spanien herum für die Weisstö-

standhaften Materialien moderne indus-

Stramin und Calicot, Öle, Wachse und andere Rohstoffe reihen sich auf den vollen Gestellen. Die Farbspezialistin betont, dass Weiss nicht gleich Weiss sei, dass vielmehr mit verschiedenen Weisstönen gespielt werden kann. Die Farbenindustrie kennt meist nur das sehr hart wirkende Titanweiss und setzt dieses fast überall ungeachtet des Kontextes ein. Titanweiss überdeckt in der Mischung den besonders ästhetischen Charakter zum Beispiel einer braunen ne. Eimer mit Sumpfkalk bis zu Kalk-

trialisierte

Spachtelglätten, Mineral- und Organsili-

werden, welche das Bewährte verdrängt

katfarben, Gewebe wie Rupfen, Stramin

haben. Der Einsatz für diese traditionellen

Baustoffe

gegenübergestellt Erde. Eine Champagner- oder Bologneserkreide hinterlässt einen transluzenten faszinierenden Eindruck, ohne die Farbe zu vernebeln …

und Calicot, Öle und Wachse und andere

Anstrichsmittel bestätigen mich jedoch,

Rohstoffe reihen sich über- und aneinan-

wenn die noch sichtbaren Spuren des

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KURS LEIMFARBEN ...

Handwerk 1/2012

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Vielfalt Papier, Kurse mit Ursula Müller-Hiestand, Buchautorin und Werklehrerin, oder Kathrin Dardel, Papiergestalterin und Buchautorin

KAUTSCHUK ODER LATEX, JEDENFALLS GUMMIMILCH: 1. Man nimmt allgemein an, dass das Wort Kautschuk aus dem Indianischen stammt. «caoutchouc» oder «ca-hu-chu»– «der weinende Baum». Handwerk 1/2012

2. Das Wort Latex stammt von dem französischen Edelmann Charles de la Condamine, der im 18. Jahrhundert nach Südamerika reiste. Er nannte den aus den Bäumen tretenden weissen Saft «Latex»,

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abgeleitet aus dem spanischen Wort für Milch (lecce). Dieser Ausdruck ist bis zum

Papier ist leicht und eignet sich für allerlei überraschende handwerkliche Kunststücke, die aus dem feinen Nichts Neues erschaffen – zu lernen in verschiedenen Kursen. Bezaubern Sie mit Papiermachée-Objekten. Verblüffen Sie mit Ihrem eigenen Buch. Oder entdecken Sie die faszinierenden Möglichkeiten des Druckens und Bedruckens. Eine ganz neue Welt tut sich auch im Kautschuk-Kurs auf: Auch hier geht es um mehr oder weniger dünne Membranen, mit denen sich Formen effektiv einfangen lassen.

PAPIER & CO. OBJEKT, BUCH, DRUCK, KAUTSCHUK

heutigen Tag noch gebräuchlich. 3. Mit Spezialmessern wird der Gummibaum «Hevea brasiliensis» noch heute am Stamm angeritzt. Daraus tritt dann die milchig-weisse Flüssigkeit aus. Sie wird normalerweise mit Spezialgefässen aufgefangen. Früher waren nicht immer solche Gefässe vorhanden. Dann bedeckten die Eingeborenen Südamerikas ihre Haut mit dem austretenden Saft und zogen ihn, nachdem er angetrocknet war, als Film von der Haut ab. Andrea Mötteli


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Handwerk 1/2012

Drucken mit dem Handdrucker, Verleger und Werklehrer Martin Wallimann, Alpnach

Mit nicht allt채glichen Materialien den Alltag ver채ndern: Latex-Milch, fl체ssig, flexibel, faszinierend


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Die Feuerprobe ist ein archaisches Element der Gerichtsbarkeit, bei der eine Aussage durch Feuer bekräftigt wird, welches durch göttliche Hilfe keine schwere Brandwunden zufügt. Die Feuerprobe gehörte zu den Gottesurteilen des Mittelalters, durch die die Schuld oder Unschuld eines Angeklagten festgestellt wurde. Die Feuerprobe ist nicht zu verwechseln mit der Folter, deren Zweck es war, einen Angeklagten zum Geständnis zu bringen. Im Lauf der Geschichte ging dieses Element in der westlichen Welt und damit die Wortbedeutung verloren – der Begriff wurde stattdessen zunehmend synonym für eine Bewährungsprobe gesetzt, die nicht mehr in einer gestellten Trainingsumgebung abläuft, sondern die Bewährung im tatsächlichen Einsatz bezeichnet. In einigen Regionen der Erde wird die FeuHandwerk 1/2012

erprobe heute noch praktiziert. Bei den Feuerkünsten (Schmieden, Keramik, Metallgiessen) ist der Gang durchs Feuer der entscheidende Wandlungsprozess und immer auch die Prü-

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fung für Material und Form.

Keramik kennt mehrere heisse Phasen: Das Drehen auf der Scheibe, die Formfindung – und das Brennen sowieso. Beim Giessen wiederum ist es trickreich, sich eine positive Form zu erschaffen, diese dann in ein Negativ zu verwandeln und dann dem Gussobjekt den entscheidenden Feinschliff zu geben. Eine komplett unterschätzte Welt ist das Schweissen. Wer jetzt an Reparaturarbeiten denkt, ist zwar auf der richtigen Spur, aber es geht noch um viel mehr. Wie überall, wo man Neues lernt und Neues entsteht.

Bronzegiessen mit Claudio Knöpfli, Erwachsenenbildner und freischaffender Künstler, Glockengiessen mit Markus Binggeli, Dozent PH Bern

ALLES GEBRANNT: HEISS; HANDFEST; HERAUSFORDERND…


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Keramikdrehen mit Adrian Knüsel, Keramiker und Leiter Kurszentrum Ballenberg

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Handwerk 1/2012

Schweissen – Löten – Autogen mit Kurt Furrer, Schmied, Dozent ZHdK


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Handwerk 1/2012

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Im Bildungsgang Schmieden werden die Grundlagen für ein selbstständiges Arbeiten im Bereich des traditionellen Schmiedehandwerks vermittelt. 2012 schliessen wir den ersten von Niklaus Maurer konzipierten Bildungsgang ab. In 37 Kurstagen, aufgeteilt in 7 Modulen, die sich über 3 Jahre verteilen, wird sowohl theoretisches als auch praktisches Wissen und Können erarbeitet. Lesen Sie hier vier kurze Berichte der ersten Absolventinnen des Bildungsganges.

CATHERINE SCHMID: KERAMIKERIN, MATROSIN

spiel kann ich durch ein geschmiedetes Seil (siehe Bild) mit seiner Starrheit des

BRUNO STAUB: ARBEITSAGOGE, SANITÄRINSTALLATEUR

«Das Schmieden! Das Erwärmen von

Stahles eine stützende Funktion über-

Stahl auf dem Feuer und dann das For-

nehmen, und gleichzeitig zeigt es eine

«Die handwerklichen Herausforderungen,

men auf dem Amboss begeistern mich.

Weichheit und Elastizität auf. Der schön-

in denen persönliches Können gefragt ist,

Seit 1991 habe ich mein eigenes Töpfer-

ste Moment während des Bildungsganges

treten in der heutigen Fertigungstechnik

atelier und biete verschiedene Kurse an.

war für mich, den Stahl mit meinem ei-

immer stärker in den Hintergrund. Der

Die Verbindung Keramik und Metall hat

gens geschmiedeten Hammer zu verfor-

durchschnittliche Handwerker ist durch

mich schon seit einigen Jahren fasziniert.

men. In Zukunft freue ich mich auf weite-

den Zwang zu kostengünstiger Schnellig-

Der Bildungsgang Schmieden war genau

re spannende Kombinationen von Kera-

keit und Effizienz zum spezialisierten Le-

das Richtige für mich. Das Material Stahl

mik und Geschmiedetem.»

gomeister degradiert: Messen, abschnei-

ist geeignet als Kombination mit meinen

den, zusammenstecken, fertig. Für mich

keramischen Kunstobjekten. Zum Bei-

persönlich ist jedoch die Fähigkeit, etwas

REAL WORK – EIN FAZIT BILDUNGSGANG SCHMIEDEN


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HEINZ UTIGER: LANDSCHAFTSGÄRTNER

CHRISTA KELLER: HEILPÄDAGOGIN

gestalten zu können, die eigentliche Fas-

«Nach einem Messerkurs sowie einem

«Ich habe an einer heilpädagogischen

zination am Handwerk. In meinen Jahren

Schwertkurs (im Kurszentrum Ballenberg)

Tagesschule Jugendliche sowohl schu-

als Schweisser auf See habe ich mich per-

hatte mir dies so gut gefallen, dass ich mich

lisch wie handwerklich unterrichtet. Mit

manent mit dem ‹Eisenvirus› angesteckt.

für den Bildungsgang entschieden habe.

dem Wochenkurs Schmieden-Einführung

Aus Neugierde habe ich den ‹Grundkurs

Meine Erwartungen waren, dass ich einen

konnte ich mir das Rüstzeug holen, um mit den Jugendlichen auch zu schmieden.

Schmieden› besucht – von da an war es

umfassenden Einblick in die Schmiede-

endgültig um mich geschehen. Die alte,

kunst und das Schmiedehandwerk bekom-

Der Bildungsgang Schmieden gab mir die

urtümliche Kunst des Schmiedens eröff-

me sowie danach meine eigenen Messer,

Chance, ein handwerkliches Gebiet wirk-

net maximale Gestaltungsfreiheit bei ma-

Objekte etc. schmieden kann.

lich zu vertiefen. Im letzten Jahr hat sich

ximaler handwerklicher Herausforderung.

Nach dem Bildungsgang kann ich nun

Das liess mich einfach nicht mehr los. Als

mein Hobby immer mehr perfektionieren

habe mich selbstständig gemacht und bin

der Bildungsgang ausgeschrieben wurde,

und habe Spass und Freude an den selbst

mit meiner mobilen Schmiede unterwegs. Die Freude und Begeisterung, welche ich

beruflich bei mir sehr viel verändert. Ich

war das für mich wie ein Fingerzeig vom

hergestellten Messern und anderen Ge-

Himmel – die Möglichkeit, das zu lernen,

genständen. Auch habe ich neue Kolle-

in der Tagesschule bei Kindern und Ju-

wozu es mich trieb – genial!

gen/Freunde kennengelernt und der Aus-

gendlichen mit Schmieden erleben konn-

Was hat mir dieser Bildungsgang ge-

tausch mit diesen ist sehr lehrreich.

te, will ich jetzt für Projekttage, Feste oder

bracht? Viele glückliche Stunden. Natür-

Ich werde im Moment nur wenige Er-

.... mit meinen «Schmiedeprojekten» mit

lich konnte ich mir in dieser Zeit auch das

fahrungen aus dem Bildungsgang im Be-

einem grösseren Kreis von Menschen tei-

Nötige aneignen, um selbstständig am

rufsleben nutzen können, da ich als Land-

len (www.schmiedeprojekte.ch). Der Bil-

Schmieden dranzubleiben. Allerdings wur-

schaftsgärtner arbeite. Aber dafür brau-

dungsgang hat alle meine Erwartungen

de mir auch deutlich klar, dass man auch

che ich das Gelernte umso mehr für mein

übertroffen! Mir bleibt deshalb nur noch

in drei Jahren nicht an das Niveau eines

Hobby.»

ein herzliches Dankeschön an Niklaus, so-

professionellen Schmiedes herankommt –

wohl auf fachlicher wie menschlicher Ebe-

obwohl das Grundkursniveau schon weit

ne und für deinen grossen Einsatz!»

Handwerk 1/2012

von Grund auf selbst herzustellen und bis in die Details nach eigenen Vorstellungen

gibt immer noch viel zu lernen, zu üben und zu entwickeln. Der Abschluss des Bildungsganges ist der Anfang eines neuen Wegs. Nach mehreren Anläufen kann ich mir nun eine (sehr) kleine Werkstatt einrichten, das eröffnet natürlich neue Möglichkeiten – ich bin gespannt, was sich da noch entwickelt. Hobby, Mittelalterliches, Kurse, bis zum sozialdiakonischen Projekt ist alles möglich.»

Gruppenbild mit Damen: v.l.n.r. Niklaus Maurer, Bruno Staub, Cathrin Schmid, Hanspeter Aebi, Christa Keller, Heinz Utiger, Charles Clavadetscher

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hinter uns liegt. Das ist auch schön – es


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Handwerk 1/2012

KLANG AUS DEM GEBIRGSWALD

Was hat Handwerk mit Mathematik, Musik, Gebirgswald, Physik und Philosophie zu tun? Bei Musikinstrumenten können wir uns dies vielleicht vorstellen, beim Bau eines Monochordes wird dies aber offensichtlich. Mit dem Monochord lässt sich unser gesamtes Notensystem erklären, wunderbar musizieren und noch viel mehr. Doch alles der Reihe nach.

DER WEISE VON SAMOS Mit einem Monochord im eigentlichen

KLINGENDE FORMEN – FARBIGE TÖNE

Die Fichte (Picea abies) ist für den Bau

Sinne des Wortes hat bereits Pythagoras

Was haben Farben, Formen und Klän-

von Saiteninstumenten kaum wegzuden-

seine Lehre von Ton und Zahl begründet.

ge denn miteinander zu tun? Die Sprache

ken. In Gebirgswäldern ab 1000 m ü.M.

Der Weise von Samos, wie Pythagoras

ist sich eines solchen Zusammenhangs

bis zur Baumgrenze hat etwa jeder hun-

auch genannt wurde, fand nicht nur Lehr- schon lange bewusst. Wir sprechen von

dertste Baum die erforderlichen Quali-

sätze wie a² + b² = c², um selbst noch bald

Klangfarben und Farbtönen. Forscher in

tätseigenschaften. Die mineralischen Bö-

zweieinhalb

den

der neueren Zeit untersuchten denn auch

den und die kurze Vegetationszeit erlau- Schülern Kopfzerbrechen zu bereiten. Er

Proportionen von Naturformen, die wir

ben den Bäumen nur ein ganz langsames

experimentierte mit einer Saite und ent-

als harmonisch bewerten, wie schöne

Wachstum. Dementsprechend sind die

deckte, dass, wenn er eine Saite harmo- menschliche

Jahrtausende

später

Körper

oder

Gesichter,

Jahrringe sehr eng, d.h. ein Baum von 40

nisch teilt, d.h. halbiert, drittelt, viertelt

Schmetterlinge, Blüten, Kristalle, Schne-

cm Stammdurchmesser hat nicht selten

usw., sich Tonintervalle ergeben, die sehr

ckenhäuser. Sie stimmen überein mit den

bereits ein Alter von 200 Jahren.

schön klingen und zudem als Proportio- Intervallen

der

Naturtöne.

Umgekehrt

An hochwertiges Klangholz werden

nen in der Natur frei vorkommen. Wir

können wir auch Formen, welche uns be-

strenge Anforderungen gestellt. Die «Hasel-

sprechen somit von Naturtönen. Pythago-

sonders gefallen, zum Klingen bringen

fichte» ist eine sehr selten vorkommende

ras ging noch einen Schritt weiter. Er stell-

und stellen fest: Sie tönen auch harmo-

Fichte, welche nicht die gleiche Holzstruk-

te diese so entstandenen Strecken zuein-

nisch. Oktavieren heisst, die Schwin-

tur wie die «gemeine Fichte» aufweist. Ihre

ander in Proportion und liess sie in der

gungsfrequenz

Holzfaser ist gewellt (Wimmerholz) und be-

griechischen Architektur anwenden. So

menschliche Ohr hört etwa zehn Oktaven.

verdoppeln.

Das

junge

wirkt länger andauernde Schwingungen.

entstanden berühmte Bauwerke wie das

Oktavieren wir einen Ton der höchsten ge-

Noch streiten sich die Fachleute darüber,

Parthenon in Athen. Auch spätere Bau-

rade noch hörbaren Oktave, dann reagie-

wie diese eigene Wuchsform entsteht. Man

meister liessen sich von diesen Proportio- ren die Hunde (Hundepfeife), Töne von zwei

nimmt an, dass es sich um bestimmte

nen beeinflussen. Wir bewundern die Ka-

höheren Oktaven können Fledermäuse

Standortsorten handelt, welche ihre Eigen-

thedrale von Chartre und wissen nun

noch wahrnehmen (Echolot). Machen wir

schaft des welligen Jahrringsaufbaus re-

auch, dass die grossartige Akustik eben

denselben Vorgang 34 x, so sind wir über

zessiv vererben.

mit diesen Proportionen zusammenhängt.

die Radio-, Mikro- und Infrarotwellen im

Für die Resonanzdeckel sucht sich der

Die Pythagoräer entwickelten einen Welt-

sichtbaren Bereich angelangt, nämlich bei

Instrumentenbauer also Holz, welches

plan nach den harmonikalen Gesetzmäs-

den Farben. Das langwellige Rot (800 nm)

möglichst feinjährig und astfrei ist und

sigkeiten,

danach

hat die halbe Frequenz vom kurzwelligen

stehende Jahrringe (Herzbrett) aufweist.

nahm Johannes Keppler die Idee wieder

zweitausend

Jahre

Violett (400 nm), d.h. wir sehen eine Okta-

Um die notwendige Breite zu erreichen,

auf und schrieb sein viel beachtetes «Buch

ve. Demzufolge hat jede hörbare Frequenz

sucht er zwei symmetrische Zwillingsbret-

der Weltharmonik.» In Chartre sind die

eine Entsprechung auf dem Spektralfarb-

ter, welche demselben Teilstück des Bau-

sieben freien Künste der Antike darge- kreis.

mes entnommen sind. In der Mitte des In-

stellt. Dort ist Pythagoras mit einem Mo-

strumentes werden sie zusammengefügt,

nochord zu sehen.

Tonintervalle sind Proportionen. Eine Quinte entsteht z.B., wenn wir den

wobei die engeren Jahrringe im Zentrum

Grundton einer Seite halbieren resp.

zu liegen kommen.

dritteln, also im Verhältnis 2:3 erklingen

UND ZUM SCHLUSS EINE OBJEKTGESCHICHTE: DAS MONOCHORD


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lassen. Eine Grundfläche von 20 auf 30

len. Lassen wir uns entführen durch den

ges japanisches Koto als Melodieinstru-

Meter hat somit die Proportion einer

Klang dieses speziellen Instrumentes.

ment für das pentatonische

So wird es plötzlich spannend, festzu-

ren. Das Instrument bietet dem musikali-

Jahren in einer andern Form wieder neu

schen Laien sowie dem anspruchsvollen

stellen, welche Proportionen resp. Inter- entdeckt. Verschaffen auch wir uns durch valle mein Bürotisch oder Wohnungs-

Improvisie-

Das Monochord wurde in den letzten

Quinte.

ein selbstgebautes Instrument einen bes-

grundriss haben. Oder ich kann heraus- seren Zugang zu Naturtönen. Das hochfinden, welcher Ton meine Lieblingsfarbe

wertige Instrument ist aus erstklassigem

hat, welches Intervall eine spannende

Resonanzholz gebaut und erfordert für

Farbkombination (z.B. der Pfaffenhutsa-

den Bau Freude am Werken mit Holz und

men Rot, Orange, Violett) ergibt.

für

das

Spiel

keinerlei

Musiker vielseitige Möglichkeiten. Heinz Bürgin, Lichtensteig www.pythagoras-instrumente.ch

musikalische

Kenntnisse. Der Klang erinnert an Orient und Meditation. Das Instrument erlaubt

Lernt ein Kind zuerst lesen oder spre-

und findet Anwendung in der Meditation,

chen? Früher mussten so viele Kinder, be-

beim Improvisieren, in der Musiktherapie

vor sie ein Instrument spielen lernen durf-

und in der musikalischen Frühförderung.

ten, zuerst das Notenlesen kennen. Beim

Auf einem Klangkörper finden gleich

Spielen mit dem Monochord ist Notenle-

drei Instrumente Platz (somit ist es ein Po-

sen unwichtig. «Im Ein-Klang mit der Na-

lychord): – ein 26-saitiges Monochord für

tur» bedeutet, nahe bei sich selbst sein.

die Obertonerfahrung und Meditation, –

Überall wo wir Naturklänge bewusst erle- eine 4-saitige indische Tanpura mit ihrer ben, sind wir ergriffen, sei dies durch Kir- typischen Klangfarbe für die Stimm- oder chenglocken, Naturjodel oder Klangscha-

Instrumentalbegleitung und – ein 13-saiti-

Handwerk 1/2012

einen ungezwungenen Umgang mit Musik

21

DAS MONOCHORD IST EIN POLYCHORD


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Die Kraft im Hintergrund. Wir sind Partner des Kurszentrums Ballenberg. Weil das Handwerk stimmen muss. Ăœberall und in jeder Branche.

Handwerk 12 1  
Handwerk 12 1  

Publikation des Kurszentrums Ballenberg

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