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HANDWERK. DIE INFORMATION DES KURSZENTRUMS BALLENBERG HEIMATWERK 3/2002

Kurszentrum Ballenberg Heimatwerk, CH-3855 Brienz Telefon 033 952 80 40, Fax 033 952 80 49 info@kurszentrum-ballenberg.ch www.kurszentrum-ballenberg.ch Handwerk, traditionelles Bauhandwerk und zeitgenรถssische Gestaltung.

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NEUER ANFANG. PLÖTZLICH ZEIT. Schon sind wir wieder am Ende des Kursjahres, am neuen Jahresanfang angelangt. Noch bevor wir das Jahr aufräumen konnten, geschah das Unerwartete: Hochwasser drang in die Cafeteria des Kurszentrums Ballenberg Heimatwerk, überflutete das gesamte Untergeschoss. Der Parkett schwoll und musste sofort auf der gesamten Fläche entfernt werden. Plötzlich, ungewollt, Zeit um innezuhalten, nachzudenken, neue Pläne zu fassen, Neues zu gestalten. Wir hoffen, dass es nicht dieser unerwarteten Naturgewalten bedarf, um zur Ruhe zu kommen, sich Zeit zu nehmen, Gedanken zu sammeln und zu bündeln, bevor Sie weitergehen. Wir wünschen Ihnen Raum, in Ruhe auf das vergangene Jahr zurückzuschauen, und das Beste im neuen Jahr. ■

Team Kurszentrum Ballenberg Heimatwerk und alle Mitarbeitenden

Gefunden in unseren Archiven: Im Heimatwerkboten No. 2 im Winter 1956/57 regte Adolf Gähwiler zum Recycling an – auch wenn dieses Wort damals mit Sicherheit noch unbekannt war ...

HANDWERK 3/2002 1

Was machen wir mit dem abgeräumten Christbaum

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Rouge de Gruyère und Oberwiler Rösli: Die Helfers

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Heiss und gefährlich schön: Glassymposium 2002

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Ruth Läng, Leinenweberin: Ballenbergberufe

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Heimatwerkbote 1954

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Das Buch zum gut Leben und Heilen: Peter Oppliger

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Kurs.03: Das neue Kursprogramm

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An- und Umsehen: Ausstellungstipps

Handwerk 3/2002. Redaktion: Adrian Knüsel (ak), Doris Rothen (dr) Herausgeber: Kurszentrum Ballenberg Heimatwerk, 3855 CH-Brienz, Telefon 033 952 80 40, Fax 033 952 80 49, www.kurszentrum-ballenberg.ch, info@kurszentrum-ballenberg.ch. Druck: Gisler Druck AG, Altdorf. Auflage 3200 / 3 Ausgaben jährlich. Abo Inland Fr. 24.– / Ausland Fr. 32.–.


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FRÉDÉRIC UND LISELOTTE HELFER-RUPP, KURSLEITERPAAR STROHVERARBEITUNG

ROUGE DE GRUYÈRE UND OBERWILER RÖSLI


(dr) An dem kalten, regnerischen Herbsttag meines Besuchs am Olivenweg in Bern Bümpliz brennt ein Cheminéefeuer in der Stube. Dort sitzen sie jeweils abends, manchmal läuft auch der Fernseher, und arbeiten. Frédéric Helfer (54) hat gerade einen Vorrat Sterne für Weihnachten fertig gestellt. Seine Frau Liselotte (56) macht vor allem Kränze mit filigranen Blumen, zierliche Broschen, Hutschmuck. Arbeiten ist das falsche Wort. Es ist ein Hobby, ein sehr dominantes allerdings. «Eine Krankheit!», sagt Frédéric Helfer und strahlt. Aufgewachsen ist Frédéric Helfer in Fétigny, nahe von Payerne im Kanton Freiburg. Sein Vater starb, als er 9 Jahre alt war. Da hiess es für ihn und seinen Bruder, mit anzupacken und der Mutter zu helfen, wo es ging. Die Familie hatte einen Gemüsegarten und je eine halbe Jucharte Weizen, Kartoffeln und Murtenkabis – so nannte man den Tabak. Auch Tiere waren da: zwei Schweine, ein paar Hühner, bis zu 50 Kaninchen und eine Meerschweinchenzucht, mit der sie einen Händler belieferten, der die Tiere hauptsächlich zu Forschungszwecken weiterverkaufte. Das gab etwas Geld und hatte den willkommenen Nebeneffekt, dass das schrille Quieken der Meerschweinchen die Ratten verjagte. Stroh? Das war für Frédéric Helfer damals nicht viel mehr als der Abfall vom Weizen, gut genug für in die Ställe. Nach der obligatorischen Schulzeit machte er eine Lehre als Betriebsdisponent bei den SBB, denen er bis heute die Treue gehalten hat. Seit 1993 ist er der Mann, der gerufen wird, wenn auf dem Generalsekretariat die Computer spuken.

HUNDESPORT UND VOLKSMUSIK Liselotte Helfer ist in Bümpliz aufgewachsen und hat bis zur Geburt der beiden inzwischen erwachsenen Töchter ebenfalls bei den SBB gearbeitet, so wie schon ihr Vater, aber unabhängig von ihrem Mann, wie sie betont. Danach gab sie die Erwerbsarbeit auf und widmete sich den Kindern, pflegte aber immer auch Hob-

bys; zunächst den Hundesport – sie trainierte mit dem Schäferhund der Eltern im Bernischen Klub für Polizeihunde –, später intensiv und erfolgreich das Jodeln. Sie begleitete sich selber mit dem Akkordeon, jodelte solo, im Duett und mit Chören, hat mehrere Schallplatten aufgenommen, Radioaufnahmen gemacht und war in fast ganz Europa auf Tournee. Als sie vor vier Jahren merkte, dass ihre Stimme allmählich Verschleisserscheinungen zeigte, zog sie die Konsequenzen und beendete ihre jodlerische Karriere, der sie indirekt auch ihre neue Leidenschaft zu verdanken hat: Das Jodeln lieferte nämlich dem Schicksal den Vorwand, um Helfers auf den «Strohweg» zu führen. An einem heissen Sommertag des Jahres 1990 reiste Liselotte Helfer mit ihrem Jodelclub und, wie meistens, begleitet von ihrer Familie nach Beatenberg an die Bodenchilbi. Die Sonne hatte es gut gemeint: Am Abend hatten alle rot gebrannte Köpfe, und man beschloss, diesem Übel müsse künftig abgeholfen werden. Wer Tracht trägt, wie es an solchen Anlässen üblich ist, kann aber nicht einfach zu irgend einem Baseballkäppi greifen. Zur Berner Tracht gehört die Rosshaarhaube, die mit ihrem schwarzen, eng anliegenden Samt aber viel zu heiss ist. Als Alternative dazu darf deshalb im Sommer ein Strohhut getragen werden. Helfers erinnerten sich, Strohhüte einmal an einem Stand in einer Berner Altstadtgasse gesehen zu haben, und sie hatten auch die Visitenkarte eines Strohateliers im freiburgischen Rechthalten (französisch: Dirlaret) eingesteckt. Dorthin pilgerte man also und fand wirklich das Gesuchte für Frau und Kinder. Für den Mann hingegen schien nichts Passendes da zu sein, was Frédéric Helfer der Leiterin des Ateliers denn auch scherzhaft vorhielt. Da holte diese einen so genannten Röhrlihut hervor, den er gleich bestellen wollte. Die Leiterin aber befand, ihrerseits in neckischer Laune, wenn er schon so frech sei, dann könne er den Hut doch gleich selber machen!

SELBST IST DER HUTMACHER! Das liess sich Frédéric Helfer nicht zweimal sagen. Schliesslich hatte Handwerk ihn schon immer interessiert, und so machte er sich ans Werk. Nachdem ihm die Atelierleiterin mit ein paar Tipps für Einsteiger auf die Sprünge geholfen hatte, liess er sich beim Schreiner ein ‹Hüetligstell› bauen – ein etwa hüfthohes Gestell, an dem sitzend gearbeitet wird. Monika Brügger in Plasselb, eine Frau, die das Hutmachen als

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Im Gartenhüsli hängt eine Lampe aus Stroh. Die Wand im Treppenhaus schmückt ein Bild aus Stroh. Im Arbeitszimmer steht ein Schachbrett aus Stroh. Und vor dem Haus in einem kleinen Beet, wo jetzt der Nüssler wächst, spross letztes Jahr genug Weizen für drei Strohhüte. Frédéric und Liselotte Helfer haben vor zwölf Jahren eine Leidenschaft entdeckt!

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Heimarbeit noch von ihren Eltern gelernt hatte, zeigte ihm, wie es geht. Frédéric Helfer machte seinen ersten Strohhut, und das war der Anfang einer Geschichte, deren Ende noch nicht abzusehen ist. Zunächst wurde geforscht, nachgefragt, gesammelt. Dann gepröbelt, verworfen und neu versucht. Auch die beiden Töchter wurden von den Eltern mit einem Hutmacherset ausgestattet, gingen mit auf die Märkte, an denen kleine Strohsachen verkauft, vor allem aber das Strohhandwerk vorgeführt wurde. Frédéric Helfer trat der Schweizerischen Stiftung Strohverarbeitung (www.strohverarbeitung.ch) bei, deren Präsident er heute ist. Heute sind Helfers Experten in der Strohverarbeitung. Sie werden von Museen um Rat gefragt und zeigen ihre Kunst an Ausstellungen in der Schweiz, aber auch schon in Frankreich und Ungarn, und neuerdings hat sich sogar aus den USA Interesse angemeldet. Auch die Anerkennung bleibt nicht aus: Bei einem internationalen Hutmacherwettbewerb haben sie einen Spezialpreis gewonnen, und immer wieder werden sie angefragt, ihr Wissen in Kursen und Vorführungen weiterzugeben. Was sie gerne tun, denn es liegt ihnen am Herzen, das traditionelle Handwerk der Strohverarbeitung wieder zu beleben und die alt überlieferten Fertigkeiten für die Nachwelt zu bewahren.

STROHHÜTE FÜR AMERIKA Noch vor hundert Jahren erlebte die Schweizer Strohindustrie eine goldene Zeit. Das dürfte wohl kaum mehr jemandem bewusst sein, und auch daran zeigt sich, wie sehr dieses Metier in Vergessenheit geraten ist. Doch es war einmal der wichtigste Industriezweig und eine der ersten Exportindustrien der Schweiz. Ums Jahr 1900 beschäftigte sie rund 70'000 Personen. Noch 1926 wurden eine Million Hüte in die USA exportiert. Doch dann kommt die Krise. Die Märkte werden überschwemmt mit Billigware aus den östlichen Ländern, in der Schweiz wird die Produktion zu teuer. Wer heute für nicht allzu viel Geld im Laden einen Strohhut kauft, kann sicher sein, dass er kein Schweizer Produkt in Händen hält. Und vielleicht auch keinen Strohhut aus Weizen- oder Roggenstroh, sondern einen aus Palmblättern oder Reisstroh. Die Hüte, die Frédéric Helfer herstellt, sind Canotiers, so genannte Röhrlihüte. Das bedeutet, dass der einzelne Strohhalm weder gespalten, noch gepresst und auch von keiner Nadel durchstochen wird. Die Halme behalten ihre runde Form und werden mit

gewachsten Baumwollfäden zusammengeknüpft – mit 2'500 Knoten pro Hut! Allein das Knüpfen dauert 15 Stunden; bis der ganze Hut fertig ist, kommen nochmals fünf dazu. Erhältlich sind die Einzelstücke zu Preisen ab Fr. 300.–.

EIN HAUS VOLL STROH Aber jetzt ist es Zeit für eine Hausführung. Zunächst gehts in einen Arbeitsraum mit Bibliothek. Dutzende von Büchern über ihr Hobby haben Helfers in den letzten Jahren zusammengetragen. Auch Musterbücher längst eingegangener Strohhutfabriken gibt es hier, in denen meterweise Bänder, Spitzen und Bordüren aus Strohgeflecht zu betrachten sind. Und in einer Vitrine sind Antiquitäten aus Stroh ausgestellt. Längst ist nicht alles Gesammelte archiviert; dazu fehlt einfach die Zeit. Der Keller dann ist Werkstatt und Lagerraum. Alte Stanz- und Prägeformen, nachkonstruierte Arbeitsgeräte und Maschinen, ein Schrank – selbst gebaut – mit 48 kleinen Schubladen, in denen wie in einem Knopfladen die verschiedenen Sorten «Agréments» verstaut sind: kleine Dekorationselemente, oft in Blumenform, die zu Sträusschen arrangiert und als Hutschmuck, für Broschen oder als Wanddekoration verwendet werden. Sie tragen Namen wie Spreuer, Rattenkegeli, Bäseli, Uhrenfederli, Oberwiler Rösli oder Hopfeli. Es sind traditionelle Namen und Formen, von denen Liselotte Helfer viele schon vom Sehen kannte, aber manchmal lange suchen musste, bis sie durch eine Beschreibung oder ein Bild in irgend einem Buch herausbekam, wie man sie macht. «Im Grund können wir nicht viel», meint sie, «es gibt unzählige Arten von Strohgeflechten und Agréments», und sie empfiehlt einen Besuch im Strohmuseum in Wohlen AG. «Da sieht man erst, was die früher konnten!», sagt sie voll Bewunderung. Sie müssen viel gekonnt haben. Aus Stroh entstanden Gürtel, Taschen, Spitzen, mit Stroh wurden edle Stoffe bestickt und ganze Wände verkleidet. 1593 wurde die Strohflechterei erstmals geschichtlich erwähnt. Im Keller finden sich auch die Spuren der neuesten Experimente von Frédéric Helfer: Schachbretter, Eile mit Weile und Mühle-Spiele, gefertigt aus flach verklebten Halmen als Einlegearbeiten, so genannte Marqueterie. Je nachdem, in welche Richtung die Fasern laufen und ob das Stroh hellblond, goldgelb oder grünlich beige ist, werfen die Flächen das Licht


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POPPELIWEIZEN Dass er nicht einfach hingehen, bei einem Bauern den erstbesten Strohballen kaufen und mit dem Hutmachen anfangen konnte, war Frédéric Helfer von Anfang an klar. Etwas weniger klar war, wo geeignetes Stroh denn sonst zu bekommen wäre – und was überhaupt geeignetes Stroh war. Es begann eine rege Forschungstätigkeit, Frédéric Helfer setzte sich mit dem Botanischen Garten von Freiburg und mit der Eidgenössischen landwirtschaftlichen Versuchsanstalt Changins in Verbindung. Dann folgen Pflanzversuche mit bis zu zehn verschiedenen Weizensorten, und bald stellt sich heraus: Der «Rouge de Gruyère», den man schon 1880 im Greyerzerland gepflanzt und für das Strohflechten verwendet hat, ist der beste. Er wächst hoch und ist weder zu weich noch zu hart. Im Dialekt nennt man ihn «Poppeliweize». Poppel heisst auf deutschfreiburgisch Kopf, Poppeli also Köpfchen. Der Weizen hat seinen Namen daher, dass er zwar eine Ähre hat, aber nur eine kleine. So muss er gezüchtet worden sein von Leuten, die zwar den langen geraden Halm wollten, es sich aber nicht leisten konnten, ganz auf den Ertrag der Ähre zu verzichten. Es versteht sich von selbst, dass auch bei Liselotte Helfer die Poppeli-Ähren zu Brot verbacken werden, obschon sie eigentlich nur das Nebenprodukt der Strohproduktion sind. Die Vorräte an eigenem und zum Teil von einer Fabrik übernommenem Stroh lagern ebenfalls im Helferschen Keller. Und selbst im Kartoffelkeller, zwischen Harassen mit ebendiesen, Einmachgläsern und Bierflaschen, stehen Kisten mit dem Nachlass der stillgelegten Fabrik.

Stroh im Kurs ■ 14. bis 16.3.2003: Strohhutknüpfen Informationen: Kurszentrum Ballenberg Heimatwerk Tel. 033 952 80 40 www.kurszentrum-ballenberg.ch

Nach dem Haus- gibts noch einen Gartenrundgang, vorbei am letztjährigen Weizenfeld, den Obstbäumen; ich werde beschenkt mit späten Himbeeren und kleinen, würzigen blauen Trauben. Beim frischen Kräutertee, wieder in der Stube, erzählt Frédéric Helfer noch von seinem nächsten Projekt, einem Buch, das alle Details enthalten soll, mit Fotos, wie in einem Kochbuch. Es soll so konkret und anschaulich sein, dass man daraus lernen kann, ohne dass es einem jemand vorzeigt. Es wäre ein Buch ein bisschen wie eine Arche Noah: Auch wenn einmal alles Wissen über die Strohverarbeitung verloren wäre, aber man hätte noch dieses Buch, so könnte man wieder damit anfangen. ■

DIALOG ÜBER STROH Er: Die Strohkurse sind fast wie eine Beruhigungstherapie. Die Leute sitzen da, machen den ganzen Tag einen Knoten nach dem anderen, und es ist mucksmäuschenstill. Man hört sogar die Fliegen fliegen. Sie: Es macht einen zufrieden. Er: Es lässt einem Zeit, an andere Sachen zu denken. Sie: Es gibt kein schöneres Material als Stroh. Das so fragil ist, das zerbricht, und aus dem man so feine Sachen machen kann! Er: Es ist vielfältig. Es gibt keine Grenzen!

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verschieden zurück. Aus einiger Distanz ergibt sich ein Bild fast wie bei einer Einlegearbeit aus hellem Holz. Stroh ist nicht nur ein praktisches Material – in feuchtem Zustand biegsam, in trockenem stabil, und ausserdem zu 100 Prozent biologisch abbaubar. Es ist auch schön. Zum Beispiel die Sorte «Rouge de Gruyère», so genannt wegen ihres warmen Goldtons.

Stroh-Geschichte Schweizerische Stiftung Strohverarbeitung, rte Cité-Bellevue 6, 1700 Freiburg Tel. 026 481 47 86 www.strohverarbeitung.ch

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Stroh-Museum Freiämter Strohmuseum, Bankweg 2, 5610 Wohlen AG Tel. 056 622 60 26. Offen: Mi 14 bis 18, Fr 15 bis 20, Sa 10 bis 12, So 14 bis 16 Uhr. Führungen nach telefonischer Vereinbarung auch zu anderen Zeiten.


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BERICHT ZUM GLASSYMPOSIUM 2002

HEISS UND GEFÄHRLICH SCHÖN: VORSICHT GLAS!

Die sich präsentierenden Glasgestalterinnen und -gestalter illustrierten die breite Palette der zeitgenössischen Glasgestaltung. Monica Guggisberg, die von Nonfoux bei Yverdon nach Paris weitergezogen ist, zeigte neuste Arbeiten, die in Verbindung mit Philipp Baldwin und der Glasschleiferfamilie Ferro in Venedig entstehen. Innovation und grosses technisches Know-how, gepaart mit einem Sinn für

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Zum Bericht über das Glassymposium zeigen wir Arbeiten der Basler Künstlerin Marianne Kohler. Die Gestalterin verbrachte nach ihrer Grundausbildung zur Glasbläserin ihre Studienjahre in England, Italien und Amerika. Ihr Schaffen wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

Schien der Titel ursprünglich etwas hoch gegriffen, so übertraf das gut dotierte Programm alle Erwartungen: Mit Silvia Levenson (Argentinien und Italien), Monica Guggisberg (CH und Paris), Florian Lechner (D), Marta Edöcs (Ungarn), Thomas Blank (CH), Sandra Hafner-Giorgio (CH) und Bea Frey (CH), alles GlasgestalterInnen, dem Kunstgeschichtler und Museumspädagogen Hansruedi Weber sowie der Galeristin Mary Anne Sanske und dem Architekten und Designer Mark Boog waren äusserst kompetente und unterschiedliche ReferentInnen angesagt. Bei den Teilnehmenden fanden sich neben Laien, Sammlern, Galeristen, Hobbyisten zahlreiche GestalterInnen, Vertreter der Schule für Gestaltung Bern, Architekten und Studioglasgestalter. Im Vorfeld zum Symposium konnten zwei der fünf geplanten Workshops durchgeführt werden: Casting, Lost Wax und Sandguss mit Sandra Hafner und Hot Glass mit Thomas Blank starteten schon am Mittwoch. Das Eröffnungsreferat am Samstagmorgen von Hansruedi Weber (Kunsthaus Zürich) setzte gleich zu Beginn einen hohen Anspruch und internationale kulturhistorische Akzente. Feuer – das Urelement aller Glasherstellung und Verarbeitung – wurde anhand von Bildern in seiner zerstörerischen (Fegefeuer), aber auch kreativ reinigenden Kraft und Transzendenz in eindrücklicher Weise dargestellt. Weber gelang ein kulturhistorischer Brückenschlag von den niederländischen Tafelbildern über Segantini, Klimt, die Familie Giacometti bis hin zu Beuys, indem er geschickt das Dargestellte mit dem inneren Feuer, der immanenten Lebensenergie letztlich, verband.

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Am 31. August und 1. September 2002 trafen sich im Kurszentrum Ballenberg Heimatwerk Glasgestalterinnen und Glasgestalter, Glasinteressierte und Enthusiasten, Galeristen und Designer zum Gedankenaustausch, zur gegenseitigen Information, zum 1. Swiss Glass Symposium. Federführend bei der Organisation und Auswahl der ReferentInnen war Erna Piechna, Creative Glass Kindhausen Volketswil. Creative Glass und Kurszentrum Ballenberg Heimatwerk erwiesen sich als zuverlässige und professionelle Partner.


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zeitgenössisches Design und aktuelle Trends sowie eine ausgeprägte künstlerische Ausdruckskraft, zeichnen diese Arbeiten aus. Florian Lechner zeigte einen ganz anderen Ansatz. Nicht so sehr das Einzelstück, sondern vielmehr ganze architektonische Situationen und Raumgestaltungen sowie damit verbundene Klangaufführungen, Installationen und Events sind sein Ding. Eindrücklich sind seine Skulpturen im öffentlichen Raum und die mit Behörden und Beamten ausgetragenen komplexen juristischen Bewilligungsverfahren. Fast 90 % der Energie würden heute in Planung und Bewilligungsverfahren fliessen und nur noch ein bescheidener Anteil in sein kreatives Schaffen. Mit Mark Boog, Architekt und Designer für die Glasi Hergiswil, war ein Vertreter der industriellen Glasherstellung und kommerziellen Vermarktung Teil des Symposiums. Seine Präsentation zeigte die Erfolgsgeschichte einer Firmenkultur und Tradition, die vom jungen Robert Niederer mit einem gesunden Instinkt für das Machbare und einer Erfolg versprechenden Strategie seit Jahren zielstrebig verwirklicht wird. Die Tradition des Unternehmens und der Mythos Niederer scheinen geschickt in die heutige Zeit hinübergerettet. Hier stellte sich die Frage, ob nicht die Glasi Hergiswil eigentlich Ort der beschriebenen Veranstaltung «Swiss Glass Symposium» sein sollte. Boog stellte klar, dass Niederer als ökonomisch denkender Realist sich vor allem auf das Kerngeschäft, Produktion und Verkauf, konzentrieren will. Die als Rahmen gedachte Instant Gallery wurde vom Team des Kurszentrums Ballenberg Heimatwerk in vorbildlicher Weise gestaltet, und alle Teilnehmenden konnten ihre Arbeiten angemessen präsentieren. Ein gemeinsamer Rundgang mit kurzem Vorstellen der rund dreissig Aussteller und ihrer Absichten ermöglichte ein gegenseitiges Kennenlernen, gab lebhaften Einblick in die zeitgenössische Gestaltung mit Glas und die «Glasszene Schweiz». Abschluss des ersten Tages bildete ein Gang ins Freilichtmuseum Ballenberg, wo anhand des ältesten wiederaufgebauten Hauses (Ibach, Schwyz) die Entwicklung des Fensters gezeigt wurde. Gegessen und geredet wurde bis spät im Gasthof Degen des FLM.

Auftakt zum 2. Tag machte Silvia Levenson mit ihrer sehr eigenständigen und aus der eigenen Biografie (Flucht aus Argentinien, als Kind Emigration in Italien) schöpfenden Darstellungsarbeit. Skulpturen und Installationen, die hautnah die Zerbrechlichkeit und Fragilität, aber auch die Kälte und Klarheit von Glas vorexerzieren. Hintergründige Poesie und eine allgegenwärtige Grausamkeit des Alltags vereinigten sich in mehreren der gezeigten Objekte. Ruhiger und «harmloser» die Glasperlen der Ungarin Marta Edöcs. Sie zeigte sich als wahre Meisterin der Miniatur, der kleinen Glasperlen. In der anschliessenden Demonstration zeigte sie, wie mit ganz wenigen sehr gekonnten Bewegungen diese kleinen runden Kunststücke entstehen. Thomas Blank, der wohl jüngste Glasgestalter in der Runde, zeigte in erfrischender Spontaneität seinen Werdegang, seine ersten Arbeiten, seine Inspirationsquellen, aber auch neue Projekte. Bemerkenswert und im anschliessenden Forum auch leidenschaftlich diskutiert. Die Ausbildung hat Blank in Amerika gemacht – wo ein Wille ist, ist ein Weg – unbekümmert reiste er hin, sah sich um und erschafft sich einen Platz in der sehr lebendigen und offenen Glas-Szene! Den Abschluss der Präsentationen bildeten die Vorträge von Bea Frey und Sandra Hafner-Giorgio. Während Frey vorwiegend therapeutisch mit Glas arbeitet und sehr schöne Arbeiten aus Ihrer intensiven Auseinandersetzung mit Glasgestaltung und Glasmalerei zeigte, stellte Hafner-Giorgio, die sich ursprünglich einen Namen als Keramikerin und Autorin zahlreicher Fachbeiträge (Werkspuren) machte, eine Vielfalt von Entwürfen, Entwicklungen und Projekten vor. Sandra Hafner unterrichtet unter anderem auch an der Schule für Gestaltung Bern. Die im von Erna Piechna und Mary Anne Sanske geleiteten Forum aufgeworfenen Fragen dürften auch in Zukunft die Glas-Szene Schweiz bewegen: Wann entsteht eine Glas-Ausbildung in der Schweiz? Warum gibt es keinen internationalen Glaspreis Schweiz? Wer könnte einen solchen iniziieren? Sollten weitere Glassymposien organisiert werden? Wo wollen wir uns zusammenschliessen? Es wurde ein Einverständnis gefunden, dass es einen Bericht über das Symposium geben sollte – dass der Kontakt zum FormForum und eine künftige Zusammenarbeit gesucht wird – dass es einen Glaspreis Schweiz mit internationaler Ausstellung geben sollte! An dieser Stelle möchten wir allen für ihr Engagement und die Teilnahme am 1. Swiss Glass Symposium danken. ■ September 2002, Erna Piechna, Adrian Knüsel


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Glas mit Marianne Kohler ■ 24.–25.3.2003: Glas: Ätzen ■ 28.–29.6.2003 Glas: Ätzen ■ 30.6.–4.7.2003 Glasblasen ■ 26.–28.9.2003 Glasblasen ■ Weitere Glaskurse mit Sandra Hafner-Giorgio und Thomas Blank Informationen: Kurszentrum Ballenberg Heimatwerk Tel. 033 952 80 40 www.kurszentrum-ballenberg.ch

Oben links: Unikat, Länge 75 cm, geformtes Glas, Silikon. Rechts: Unikat, Länge 55 cm, geblasenes Glas, Holz, bedrucktes Papier. Unten links: Serie, Länge 45 cm, geblasenes Glas, bedrucktes Papier, Glasperlen. Rechs: Serie, Länge 40 cm, geformtes Glas, Glasperlen.


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Literatur: Ruth Läng: Vom Leinsamen zum Leinenfaden. Anleitung zum Flachsanbau. Fr. 12.80. Zu beziehen im Buchhandel oder im Ballenberg-Laden beim Eingang West.

BALLENBERGBERUFE

RUTH LÄNG, LEINENWEBERIN Ihr Reich ist der Keller im Bauernhaus von Eggiwil. Dort steht ihr Webstuhl, und gleich nebenan liegt das Feld mit den Flachspflanzen. Seit sieben Jahren kümmert sich Ruth Läng (56) im Freilichtmuseum Ballenberg um alles, was mit Flachs und Leinen zu tun hat. Ihr Motto: Vom Weben kann man nicht leben – fürs Weben schon!


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DEMÜTIGE PFLANZE, BESCHEIDENER MENSCH Vielleicht färbt das Wesen der Flachspflanze ein bisschen ab auf die Menschen, die mit ihr zu tun haben. Ruth Läng ist bestimmt eine der ganz wenigen wirklichen Expertinnen auf ihrem Gebiet. Aber Dünkel oder Schulmeisterei sind nicht ihre Art; sie tritt mit einer freundlichen Zurückhaltung auf und freut sich, wenn sie ihr Wissen an Interessierte weitergeben kann. Eine gewisse Demut fordert auch das Handwerk des Flachsanbaus. Wer meint, man könne mal eben schnell, zack-zack, mit voller Agenda, irrt sich sehr. Sorgfalt ist ein Schlüsselwort bei dieser Arbeit. Sorgfältig müssen die Samen gesät, die Pflanzen erdünnert, später geerntet, irgendwann gebrochen werden. Dazwischen wird gejätet, gestickelt, taugeröstet, am Schluss gehechelt, gesponnen und gewoben. Und jedes zu seiner Zeit – das Säen Mitte April, das Taurösten im Herbst, wenn die Wiesen gemäht, die Tage noch warm, die Nächte schon kühl und feucht sind. Das Flachsnen war Ruth Läng schon als Kind in seinen Grundzügen vertraut. In der Emmentaler Bauernfamilie, in der sie aufgewachsen ist, wurde schon immer Flachs angepflanzt und zu Leinen verarbeitet, und die Mutter nahm die kleine Ruth oft mit in den Flachsblätz. «Meine Grossmutter war mit dem Webstuhl verheiratet», erinnert sie sich, «er war ihr absolutes Heiligtum. Sie liess niemanden in die Nähe. Wenn wir Kinder etwas kaputt gemacht hätten, hätte es ‹g'häscheret›!» Die Techniken der Webkunst, der

Musterkreation, hätte Ruth Läng schon als Kind gerne gelernt, aber die künstlerisch begabte Grossmutter hütete diese Geheimnisse bis zu ihrem Tod.

Als Ruth im jungen Erwachsenenalter in die Fussstapfen ihrer weiblichen Vorfahren trat, tat sie dies denn zunächst auf anderem Gebiet. Mutter und Grossmutter waren beide Hebammen gewesen, Ruth lernte Krankenschwester – mit wenig Begeisterung. Sie heiratete einen Forstwart, zog mit ihm in die Gegend von Winterthur und bekam eine Tochter. «Als ich dann Gemeindeschwester war, konnte ich wenigstens ein bisschen draussen sein», sagt sie. Durch ihren Mann Walter organisierte sie sich einen Flecken Boden in der Baumschule, wo sie etwas Flachs anpflanzen konnte – gerade genug, um das Handwerk nicht zu verlernen. Vor rund 12 Jahren nun sind Ruth Läng und ihr Mann – «wir hatten Längizytti» – ins Bernbiet zurückgekehrt. Genauer: nach Brünigen, das ein paar kräftige Steinwürfe vom Ballenberg entfernt liegt und «ein kleines Nest mit drei Bauern, zwei Hunden und sieben Katzen» ist, wie Ruth Läng es ausdrückt. «In den Ballenberg bin ich, seit es ihn gibt, ein bisschen verliebt», gesteht sie, die das Freilichtmuseum seit Bestehen auch jedes Jahr besucht hatte. Das einfache, aber geräumige Haus in Brünigen bot Ruth Läng endlich die ersehnte Möglichkeit, sich ernsthaft auf das Flachsnen einzulassen. Es gab einen Garten, es gab Räume, in denen sie die Webstühle aufstellen konnte. Auch ihr Mann hatte inzwischen ein handwerkliches Hobby entdeckt: Autodidaktisch und mit Kursen in der Heimatwerkschule Richterswil hatte er sich das Korben beigebracht. Man machte sich also ans Werk, war bald auch auf dem Meiringer Märit und anderswo mit Körben und Leinengewobenem präsent.

DIE LEINENWEBERIN WIRD ENTDECKT Eines Tages wurde Hans Bühler, Betriebsleiter im Freilichtmuseum, auf den Brüniger Korber aufmerksam und machte ihm einen Besuch. Unvermeidlich, dass er dabei auch die diversen Webstühle zu Gesicht bekam. Was er sah, muss ihn überzeugt haben, denn schon einen Monat später waren die Längs im Museum angestellt und zeigten Besucherinnen und Besuchern, wie altes Handwerk geht. «Ich musste mir in den Arm kneifen, als dieses Angebot kam, mir liefen die Tränen herunter», erinnert sich Ruth Läng, die solches kaum zu träumen gewagt hätte. Es war, als hätte sie da erst richtig gemerkt, wie sehr sie so etwas gewollt hatte. «Ich habe meine Identität gefunden», sagt sie, und man glaubt es ihr aufs Wort. Seit sieben Jahren ist sie nun sommers im Museum anzutreffen, pflegt den Flachsblätz, webt und spinnt, wirkt alljährlich an der öffentlichen Brächete mit. Hin und wieder, wenn Kinder ihr beim Weben zuschauen, lässt sie diese die nächste Farbe bestimmen, die im Müsterli vorkommen soll. Und manchmal greift sie auch zu etwas exotischerem Rohmaterial und verspinnt zum Beispiel Hundehaar, was beim Publi-

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MUTTERS UND GROSSMUTTERS FUSSSTAPFEN

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(dr) Am Anfang ist ein Samenkorn, am Schluss ein Rock oder eine Schürze. Dazwischen eine ganze Menge altüberliefertes Wissen, traditionelles Gerät, handwerkliche Fertigkeit. Ruth Läng beherrscht diesen Ablauf von A bis Z – und wenn sie am Schluss den fertigen Stoff vom Webstuhl nimmt, so hat sie kein einziges Mal eine Steckdose benutzt. Strom braucht sie erst für die Nähmaschine, damit aus den Stoffbahnen Trachtenkleider, Küchentücher und Kirschsteinsäcklein werden. Angesichts von so viel Ganzheitlichkeit im Zeitalter von Tubenthunfisch und bargeldlosem Zahlungsverkehr möchte man fast ehrfürchtig werden. Es ist wohl auch eine Art Ehrfurcht, die man merkt, wenn Ruth Läng vom Flachsnen spricht. Vielleicht eine Ehrfurcht vor der Schöpfung, die dieses Pflänzchen mit der zarten blauen Blume hat wachsen lassen, das den Menschen so nützlich ist. Seit 4000 Jahren wird Flachs angebaut und leinenes Tuch daraus gewoben, und auch der Leinsamen selber ist für Vieles brauchbar: die Körner als verdauungsfördernde Beigabe zum Müesli, das Leinöl als Grundstoff für Farben, Lacke oder Fensterkitt. Trotz ihrer vielfältigen Verwendbarkeit ist die Pflanze aber bescheiden geblieben. Es sei die demütigste aller Pflanzen, hat jeweils schon Ruth Längs Grossmutter gesagt. Schön gerade, wie es sein muss, wächst die Flachspflanze nämlich nur in einem gut gejäteten Beet. Sobald sich ihr irgendein Unkräutlein in den Weg stellt, macht sie einen Bogen und wächst darum herum. Sie weicht immer aus, setzt sich nie durch.


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kum zuverlässig für Gesprächsstoff sorgt. «Die einen sind Feuer und Flamme und wollen mir ihren Bäri auch gleich bringen, andere ekeln sich eher», erzählt sie und räumt ein: «Ich bin auch froh, wenn ich nicht alle zehn Meter einer Zecke begegne».

UNBEZAHLBARES HANDWERK

MIT RUTH LÄNG IM FLACHS UND ANDERSWO

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Kurs «Flachsbau und Flachsverarbeitung»: An sieben Halbtagen ab dem 25. April 2003 Aussaat, Pflege und Ernte erleben. Informationen: Kurszentrum Ballenberg Heimatwerk, Tel. 033 952 80 40, www.kurszentrum-ballenberg.ch Erlebnistage «Vom Flachs zum Leinen» für Schulklassen. Informationen: via Barbara Gerhardt, Museumspädagogin, Telefon 033 952 10 30, E-Mail: info@ballenberg.ch Während der Museumssaison ist Ruth Läng an zwei Tagen pro Woche im Haus von Matten beim Spinnen von Flachs und Wolle anzutreffen, zusätzlich an einem Tag beim Weben im Eggiwil-Haus. Jeweils im Herbst ist öffentliche Brächete im Museum. Einmal pro Jahr gibts Wolle färben zum Zuschauen. ■

So wird man beim Flachsnen reich an Erfahrungen, an Begegnungen – aber reich an Geld wird man nicht. Zu arbeitsaufwändig ist die Sache, wie vieles Handwerk. Zum Beispiel braucht Ruth Läng – sie hat es einmal genau bemessen – für das Einrichten eines Webstuhls mit neuem Zettel «vom füdiblutten Holz bis man den ersten Schuss weben kann» 49 Stunden und 40 Minuten. Anders gesagt: Sie ist eine volle Woche dran, bevor es überhaupt losgeht. Und sie hat nicht bloss den einen Webstuhl im Ballenberg, sondern auch noch fünf zu Hause. Da erstaunt es nicht, wenn sie sagt, dass sie hinter ihre Preise eine Null setzen müsste, wenn sie schon nur auf einen Stundenlohn von fünf Franken kommen wollte. Aber eigentlich stört sie das wenig: «Dem Flachs muss ich auch kein Zwänzgi abelaa, damit er wächst», meint sie unbekümmert. Ja, sie steht dazu: Sie mag es lieber, wie es früher war. Sie hat zu Hause keinen Computer, keinen Fernseher und kann sich nicht anfreunden mit der hochtechnisierten Welt. Sie mag auch keine Jeans und T-Shirts tragen, lieber eine Leinenbluse und ein passendes Jupe dazu, und bei Bedarf einen Gartenschurz. Ihr Haus wirkt mit seinem Bauerngarten und den Buchshecken auf viele Leute wie «Ballenberg live», so lautet öfter der Kommentar. Und ihre Tochter findet, zuerst komme der Ötzi, aber dahinter gleich die Eltern, und erst viel später der moderne Rest der Menschheit. Ja, manche Leute finden sie altmodisch oder meinen sogar, sie sei in einer Sekte. Um solchen Vermutungen entgegenzuwirken, trägt sie hin und wieder Ohrschmuck und legt etwas Lippenstift auf – natürlich diskret und passend, wie es ihre Art ist. Aber wer genau hinschaut, entdeckt in den kleinen Mustern ihres bräunlichen Trachtenstoffes leuchtendes Grün, Rot und Orange. Und hinter den schlichten Brillengläsern eine gehörige Portion Schalk in ihren Augen! ■

VOM SAMEN ZUR FASER Am 100. Tag im Jahr wird der Flachs gesät, dann liegt er 100 Stunden unter dem Boden, und am 100. Tag ist er reif zur Ernte. So sagt es die Bauernregel.

Zeit für die Aussaat ist ungefähr Mitte1 April. Der Flachs wird in Reihen gesät und muss danach regelmässig gejätet und gelockert werden. Eventuell brauchen die Pflanzen auch etwas Dünger und – da sehr anfällig auf Bodenschädlinge – Insektizid. Wenn die Planzen in die Höhe wachsen, 2 muss dafür gesorgt werden, dass sie nicht kippen oder knicken. Das geschieht beim Stickeln: Beidseits des Beets werden Stecken in den Boden gesteckt und mit Schnüren im Kreuzstichmuster verbunden. Das so entstandene Geflecht stützt die Pflanzen.


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AKTUELL IM FREILICHTMUSEUM BALLENBERG Ende Oktober ist die Ballenberg-Saison zu Ende gegangen. Bis am 15. April bleiben die historischen Gebäude geschlossen. An einem sonnigen Wintertag, wenn es frisch geschneit hat und alles überzuckert ist, ist ein Besuch trotzdem wunderschön. Dann heisst es sich gut verpacken und los zum Schneestapfen in der Wunderwelt des Ballenbergs!

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Die so freigeschälten Fasern werden 9 schliesslich über den Hechel gezogen, bis sie zu glänzen beginnen und sich beim Streicheln sehr fein anfühlen. Nun ist der Flachs bereit, versponnen und anschliessend verwoben zu werden.

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Über der Glut einer Feuergrube oder eines 8 Grills werden die Garben dann erhitzt, damit ihnen anschliessend am Brechbock das Holz von der Faser geschlagen werden kann. Diese Tätigkeit erfordert Übung. Der Flachs wird anschliessend zum 7 Brechen vorbereitet, indem man ihn einsammelt und an einem trockenen Ort etwa vier Wochen ruhen lässt. Beim Rotten oder Taurösten werden 6 die Garben gelöst und die Halme ordentlich auf einer abgemähten Wiese ausgebreitet. Jeden Tag müssen sie gewendet werden, bis sie gleichmässig grau sind und die Fasern sichtbar werden, wenn man sie zwischen den Händen reibt. Bei nasswarmem Wetter dauert das Rotten ca. 10 Tage, bei trockenem Wetter bis zu einigen Wochen.

Hundert Tage nach der Aussaat ist Ernte-3 zeit. Beim Raufen werden die Stängel mitsamt der Wurzel ausgerissen und zusammengebunden. Auch hier, wie bis zum Schluss, ist wichtig, dass die Halme nicht geknickt werden. Erntereif sind sie, wenn sie gelblich werden, die Samenkapseln etwa zur Hälfe braun und die Blätter zur Hälfte abgefallen sind.

Zum Ausreifen werden die Garben an- 4 schliessend unter dem Dach an einem trockenen, zügigen Ort kopfüber aufgehängt. Wenn alle Samenkapseln braun sind, ist auch dieser Prozess abgeschlossen.

Es folgt das Riffeln: Die Samen 5 tragenden Teile der gebundenen Garben werden mit einem Ruck durch den Riffelkamm gezogen, damit die Samenkapseln entfernt werden.

(Quelle: Ruth Läng, Vom Leinsamen zum Leinenfaden)


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HEIMATWERKBOTE 1954 Auch in diesem Heft möchten wir Ihnen ein Fundstück aus dem Heimatwerkboten, dem direkten Vorgänger von Handwerk, präsentieren. Im Geleitwort zur betreffenden Nummer mahnt die Heimatwerkschule Richterswil freundlich, doch den Abonnementsbetrag von Fr. 2.– bald einzubezahlen. Ausserdem wird mitgeteilt, dass man eine Kinderbettstatt aus Nussbaumholz in gutem Zustand geschenkt bekommen habe, die man gerne an eine kinderreiche Familie weitergeben möchte. Die Bauanleitung für die Wiege scheint die Spitzennummer in Sachen Bauanleitungen gewesen zu sein. Viel Spass beim Nachbauen – aber nicht vergessen: Mass halten beim Schaukeln!


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Tee beim Frühstück, Muskat in der Suppe, Duftöl zum Entspannen – täglich brauchen wir Heilpflanzen in irgendeiner Form. In seinem aktuellen Buch «Naturheilkunde – Geheimnisse der natürlichen Heilkräfte, ihre Wirkungsweisen und Anwendungen» erklärt der Luzerner Spezialist für Naturheilkunde, unser Kursleiter Peter Oppliger, wie man dank Fröschen auf Pestizide verzichten kann und welche fast vergessenen Heil- und Wildpflanzen bei uns noch spriessen. Überliefertes Kulturwissen bewahren und Grundkenntnisse über Heilpflanzen auch in den modernen Zeiten sichern: Dies ist ein Hauptanliegen von Peter Oppliger, der altes Wissen und traditionelle Heilmethoden zeitgemäss vermittelt und Zusammenhänge zum besseren Verstehen der Naturheilkunde aufzeigt. Sein Bestseller «Der grüne Tee» (Midena Verlag, 1996) verschaffte ihm mit 150’000 verkauften Exemplaren und Übersetzungen in fünf Sprachen internationale Anerkennung.

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NATÜRLICH LEBEN Naturheilkunde ist aktueller denn je: Allergien, Atemwegserkrankungen und Gewichtsprobleme sind nur einige Beispiele von Zivilisationskrankheiten, wie sie immer häufiger auftreten. Die heutige Denk- und Lebensweise beeinflusst unser körperliches und geistiges Wohlbefinden. Für Peter Oppliger stehen die Naturheilmittel jedoch nicht im Gegensatz zu den konventionellen Behandlungsmethoden. Sie bieten eine Möglichkeit, mehr mit anstatt gegen die Natur zu leben und altes Wissen lebendig zu halten. Auch das heute viel diskutierte Thema Ernährungsgewohnheiten und Fasten wird aufgegriffen und eingehend behandelt: mit Begriffserklärungen, geschichtlichem Background und einem Abriss über die verbreitetsten Fastenmethoden. Mit der Kulturgeschichte der Naturheilkunden, verschiedenen Rezepten, Fachinformation und Hintergrundwissen hat Peter Oppliger ein kompetentes Standardwerk zusammengestellt, getreu seiner Philosophie: «Ein Leben mit und nicht gegen die Natur».

PETER OPPLIGER MIT DEM STANDARDWERK ZUR NATURHEILKUNDE

DAS BUCH ZUM GUT LEBEN UND HEILEN

Buchhinweis: *Peter Oppliger: «Naturheilkunde – Geheimnisse der natürlichen Heilkräfte, ihre Wirkungsweisen und Anwendungen». AT Verlag, Aarau, 2002. 144 Seiten, 60 Farbfotos. CHF 34.– / Euro 19.90.


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GANZHEITLICH DENKEN – GANZHEITLICH LEBEN Stress, Kopfschmerzen: Der Griff zur Tablette – ein typischer Ablauf mit dem Resultat der gefährlichen Selbstmedikation. Einem Leiden wird in Eigenregie abgeholfen, ohne Beiziehung einer Fachperson. Dies ist nicht grundsätzlich schlecht, doch eignen sich nicht alle Medikamente und Naturheilmittel zu dieser Art von Behandlung. Zur sinnvollen Selbstmedikation gehören Erfahrung, Selbstvertrauen und Eigenverantwortung für den eigenen Körper und die Gesundheit. Nicht nur die unmittelbaren Beschwerden, sondern der gesamte Lebenswandel sollte in die Beurteilung mit einbezogen werden. «Eine gesunde Lebensweise, natürliche Ernährung, Bewegung und Sport unterstützen die Wirkung der Naturheilmittel und die Funktion der Organe enorm», ist Oppliger überzeugt.

Weitere Auskünfte: Peter Oppliger Hertensteinstrasse 43 6004 Luzern Tel. 041 410 68 44 Fax 041 410 39 45 p.oppliger.ag@bluewin.ch

«DIE ALTEN VIER» Rebe, Ölbaum, Teepflanze und Mandelbaum: die alten vier Kulturpflanzen haben eine Jahrtausende alte Geschichte, in der sie Zivilisation und Lebensweise der vergangenen Kulturen mitgeprägt haben. Noch heute spielen sie eine wichtige Rolle im gesunden Ernährungsplan. Der Tee ist wohl das beste Beispiel für eine Pflanze in der Grauzone zwischen Genuss- und Heilmittel. Die Bandbreite des Angebots reicht vom einfachen Durstlöscher bis zum Medizinalgetränk mit Heilwirkung. Aber auch in Salz eingelegte Oliven sind mehr als nur schmackhaft und dienen als magenstärkender, cholesterinsenkender Nahrungszusatz. Ähnlich liegt der Fall beim Rotwein: Er wird in erster Linie als Genussmittel konsumiert, wirkt aber – richtig dosiert – auch präventiv gegen Arteriosklerose, Herzinfarkt und Stoffwechselkrankheiten. Auch die Früchte des Mandelbaumes haben eine heilende Wirkung. In der Homöopathie wird die Bittermandeltinktur unter anderem gegen Asthma und Epilepsie angewendet. Als Hommage an die vielen alten Kulturpflanzen hat Koch Thomas Oppliger, der Sohn des Autors, im Buch ein entsprechendes Menü kreiert, das die vier kulinarisch vereint.

GRÜNTEE-PIONIER «Naturheilkunde-Geheimnisse der natürlichen Heilkräfte, ihre Wirkungsweisen und Anwendungen»: Peter Oppliger, der Autor dieses umfassenden Standardwerkes, ist diplomierter Drogist und der führende Grünteespezialist in der Schweiz. Oppliger liess sich an der East West Foundation in Boston in den Bereichen Naturheilkunde, Homöopathie und Phytotherapie ausbilden. Als Gründer der historischen Drogerie und der Heilkräutergärten im Freilichtmuseum Ballenberg sowie als Inhaber der Bahnhof-Drogerie-Apotheke in Luzern bringt er fundiertes Wissen in sein Buch ein. Dieses bietet einen einfachen Einstieg in die Grundlagen der Naturheilkunde. Der Autor richtet sein Augenmerk auf die so genannten Drogen. Diese Bezeichnung umfasst jedoch ein viel breiteres Spektrum an Substanzen als die Stoffe, die uns landläufig als Suchtmittel unter diesem Namen bekannt sind. Die Droge in seinem Sinne dient der Heilkunst. ■

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Kaffee, Kakao, Cola und auch Tee haben längst Eingang in unsere Alltagskultur gefunden. Sie alle enthalten jedoch Koffein, das streng genommen ein Gift ist, in kleinen Dosen aber stimulierend auf die Grosshirnrinde wirkt. Allzu hohe Koffeindosen verursachen ernsthafte gesundheitliche Komplikationen bis hin zu Herzrhythmusstörungen. Wenn bei Koffein die Gefahr von Vergiftungen sehr gering ist, haben Tollkirsche, Roter Fingerhut und Blauer Eisenhut schon ein erhebliches Vergiftungspotenzial. In einer Übersicht skizziert Oppliger Vorkommen, Wirkstoffe und Anwendungen der Pflanzen in der Homöopathie. Der Autor behandelt auch nichtpflanzliche Wirkstoffe, so zum Beispiel die «Sechs Drogen der Biene». Nebst Honig, Wachs und Blütenpollen erklärt Oppliger, wie auch das Bienengift zu Heilzwecken verwendet werden kann.

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GUTES GIFT


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SVEB: KURSLEITERAUSBILDUNG Kurse für Erwachsene zu leiten ist eine anspruchsvolle und verantwortungsvolle Tätigkeit. Die didaktische Seite der Aus- und Weiterbildung ist das A und O der Kursgestaltung. Bereits läuft die vierte Kursleiterausbildung. Weitere sind geplant. Details: 033 952 80 40.

JANUAR.03 Datum 6.–11.1. 6.–10.1. 6.–10.1. 6.–10.1.

SYMPOSIUM Die Symposien im Kurszentrum Ballenberg Heimatwerk sind Orte und Zeiträume der Begegnung, des Austausches, der gegenseitigen Befragung und Weiterentwicklung. Wir laden Gestalterpersönlichkeiten ein, die wesentliche Beiträge zur qualitativen Bereicherung zeitgenössischen Schaffens leisten und den Dialog nicht scheuen. Selbstverständlich gehört das gemeinsame Essen und Festen ebenfalls dazu. Verlangen Sie die Spezialprogramme «Drechseln», «Master» usw.

Datum 1.–2.2. 5.–8.2. 10.–14.2. 10.–14.2.

10.–14.2.

KURS.03 20

10.–14.2. 10.–14.2. 17.–20.2. 17.–21.2. 17.–21.2. 22.–23.2. 24.2.–1.3.

FÜR LEHRERINNEN UND LEHRER, SWCH

24.–28.2.

Viele unserer Kursleiterinnen und Kursleiter sind ebenfalls in der Schweizerischen Lehrerinnen- und Lehrerbildung engagiert. Die individuelle Betreuung in Kleingruppen garantiert für gute Weiterbildung. Einige Angebote führen wir exklusiv. Verschiedene Kantone unterstützen Lehrpersonen, die Kurse im Kurszentrum Ballenberg Heimatwerk belegen. Erkundigen Sie sich bei den zuständigen kantonalen Erziehungsbehörden.

24.–28.2.

BAUKURSE In den Baukursen lernen Sie die Materialien und Techniken kennen, die im traditionellen Hausbau gang und gäbe waren – aus gutem Grund! Unsere Kurse richten sich an Architekten, Denkmalpfleger, Baufrauen und Bauherren, Liegenschaftsverwalter und Hausbesitzer. Durch praktische Arbeitsbeispiele werden Sie vertraut mit alten, ursprünglichen Materialien, die oft überraschende Eigenschaften und Qualitäten haben. Unsere KursleiterInnen sind Fachleute, die traditionellen Materialien im rauen Baualltag wieder zu ihrem Recht verhelfen.

Preis/Material 850.– ca.160.– 670.– 50.– 770.– 80.– 670.– ca. 40.–

FEBRUAR.03

GENERATIONENKURSE Väter, Tanten und Grossmütter begegnen Kindern und Grosskindern – Das einzigartige Miteinander lässt Altersunterschiede vergessen. Die praktische Arbeit fördert das Gespräch und führt Sie näher. Schenken Sie sich Begegnung, Zeit und Beziehung! ® Einzelne Kurse sind bereits jetzt als Generationenkurs bezeichnet. Es können auch weitere Kurse problemlos als Generationenkurs besucht werden (abhängig vom Alter der Kinder und Jugendlichen). Wir beraten Sie gerne.

Kurs/LeiterIn Schuhmacherwoche Franz Kälin Drechseln: Grundkurs Ueli Kehrli Schmieden: Einführung Peter Gagstätter Filz: Schmuck und Accessoires Martha Angehrn

28.2.–1.3. 28.2.–1.3. 28.2.–1.3. 28.2.–1.3. 28.2.–1.3. 28.2.–1.3.

Kurs/LeiterIn Preis/Material Drechselsymposium 450.– Verschiedene ReferentInnen inkl. Tabakpfeifenbau 650.– Franz von Matt 65.– Schneeschuhbau 670.– ca. 80.– Christian Golfetto Keramik: Rakuofen 670.– 190.– Ochsnerkübel und Brenntechnik Stefan Jakob Filz Start Bildungsgang: 2/Modul 1 850.– nach Aufwand Johanna Rösti-Bühler Flechten: Korbflechten mit Weiden 670.– 50.– Bernard Verdet Glas: Fusing – Absenkformenbau 980.– Sandra Hafner-Giorgio ca. 150.– Erwachsenenbildung: Start SVEB 1 Block 1 2400.– nach Aufwand Daniel Bürki Schreinern: Einführung 670.– Beno Frischknecht 50.– Holz: Holzschnitt 670.– Eva Gallizzi ca. 60.– Fliegen: Schwarz und Schwebend 300.– nach Aufwand Dumeng Secchi Keramik: Drehen auf der Töpferscheibe 750.– 50.– Ruth Amstutz Drechseln: Grundkurs 670.– Ueli Kehrli 50.– Leder: Sattlern und Lederarbeiten 670.– ca. 210.– Brigitta Grob Schnupperkurs: Kugelnflechten 330.– Bernard Verdet nach Aufwand Schnupperkurs: Weben 330.– Mäti Müller nach Aufwand Schnupperkurs: Schib Schib, Schlupfschuh 330.– Franz Kälin nach Aufwand Schnupperkurs: Papierschöpfen 330.– Kathrin Dardel nach Aufwand Schnupperkurs: Glasperlen wickeln 330.– Sandra Hafner-Giorgio nach Aufwand Schnupperkurs: Textilien, Indigo färben 330.– Christine Schär nach Aufwand

24-STUNDEN-SCHNUPPERN Finden Sie heraus, was es mit unserem Angebot auf sich hat. Wählen Sie ein Schnupperthema. Lernen Sie KursleiterInnen, Kurshaus und Umgebung während 24 Stunden kennen. Die Schnupperkurse beginnen jeweils am Freitagabend um 17 Uhr und enden am Samstag um 17 Uhr. In unserem Angebot ist alles inbegriffen: Kurs – Kost – Lust – Logis!

2003: BESONDERS, BEWÄHRT! GESTALTUNG IM HANDWERK Der einzigartige berufsbegleitende Ausbildungsgang für Handwerkerinnen und Handwerker. 6 Module, verteilt auf 2 Jahre. Verlangen Sie das Detailprogramm!


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3.–7.3. 3.–8.3. 3.–7.3. 8.–9.3. 10.–13.3. 14.–15.3. 14.–16.3. 14.–16.3. 15.–16.3. 13.–15.3. 24.–25.3. 24.–29.3. 24.–28.3. 28.–30.3. 29.-30.3. 29.–30.3. 31.3.–4.4.

MAI.03 Kurs/LeiterIn Preis/Material Polstern (ebenfalls 30.4.–3.5.03) 670.– nach Aufwand Fiona Losinger Schmieden: Einführung 770.– 80.– Peter Gagstätter Schuhmacherwoche 850.– ca. 160.– Franz Kälin Holz: Schnitzen von Figuren und Reliefs 670.– nach Aufwand Paul Fuchs Verkaufen: Vom realen Budget zum ind. Preis400.– nach Aufwand Albert Hiltebrand Holz: Wildholz-Stuhlbau 500.– Peter Bauer nach Aufwand Lithophon: Litho für Stein, Phon für Stimme 400.– ca. 250.– Matthias Wetter Malen 500.– inkl. Martina Vontobel Stroh: Strohhut knüpfen 500.– Frédéric Helfer inkl. Papier: Blütenpapiere aus der Bütte 300.– Inge Moser-Berger 30.– Werkzeug: Schärfen und Richten 490.– inkl. Beno Frischknecht Glas: Ätzen 380.– nach Aufwand Marianne Kohler Schuhmacherwoche 850.– Franz Kälin ca. 160.– Weben: Bindungen auf vier Schäften 670.– Silvia Falett nach Aufwand Stoff: Siebdruck und T-Shirt 450.– Barbara Wolfensberger 80.– Hut: Sonnenschutz und Sonnenhut 300.– Caroline Felber nach Aufwand Stricken: Anders! 300.– nach Aufwand Ursula Grütter Schweissen: Autogen 850.– 100.– Kurt Furrer

Datum 3.–4.5. 5.–10.5.

9.–11.5. 10.–11.5. 16.–18.5. 17.5. 24.–25.5. 24.–25.5. 24.–25.5. 24.–25.5. 24.–25.5. 24.–25.5. 30.5.–1.6. 31.5.

JUNI.03 Datum 13.–14.6. 14.6.

APRIL.03 Datum 3.–5.4. 5.–6.4.

7.–11.4. 7.–11.4. 7.–11.4. 7.–11.4.

11.–13.4. 12.–13.4. 22.–27.4. 22.–26.4. 22.–25.4. 22.–26.4. 22.–25.4. 24.–26.4. 24.–26.4. 25.4.

28.–30.4. 28.4.–2.5. 28.4.–2.5. 28.4.–2.5. 28.4.–3.5. 30.4.–3.5.

Kurs/LeiterIn Preis/Material Bienen: Traditioneller Bienen-Hängekorb 450.– Eugen Bühlmann ca. 450.– Vente: Budget réel et détermination 400.– individuelle des prix Albert Hiltebrand Flechten: Korbflechten mit Weiden 670.– Bernard Verdet 50.– Stein: Bildhauen 670.– Kurt Furrer ca. 50.– Messermachen: Altes Handwerk – neue Form 670.– Arthur Soppera ca. 100.– Holz: Schichtholzplatten verarbeiten, verbinden 670.– Primo Lorenzetti nach Aufwand Flechten: Lebende Bauwerke aus Weidenruten450.– Therese Vögtlin inkl. Verkaufen – der Weg zum Erfolg (1. Teil) 800.– Albert Hiltebrand nach Aufwand Keramik: Drehen auf der Töpferscheibe 750.– Ruth Amstutz 50.– Papier: Werkstatt Gefässe collé und maché 670.– Ursula Müller-Hiestand 20.– Filz: Filzschmuck 550.– Susanne Stauffer ca. 50.– Drechseln: Grundkurs 670.– Ueli Kehrli 50.– Leder: Edles Material 550.– Antoinette Nell-Enzler ca. 100.– Kalligrafie: Klassisch 450.– Mina Clavuot ca. 40.– Schmieden und Stielen: Das Beil 450.– Roland von Allmen, Mark Schlup ca. 50.– Flachs: Anbau und Verarbeitung 590.– Ruth Läng inkl. 7 Halbtage: 23.5./20.6./25.7./22.8./19.9./17.10 Schmuck: Textil 450.– Silvia Falett nach Aufwand Schmieden: Einführung 770.– Peter Gagstätter 80.– Filz Bildungsgang 1/Modul 3: Spielobjekte 850.– Johanna Vogel nach Aufwand Papier: Japanpapier auf dem Rollsieb 670.– Mäti Müller ca. 70.– Glas: Erleben und Erfahren, Teil 1 850.– S. Hafner, T. Blank, D. Stettler ca. 250.– Polstern (Vorbereitung 1.3.03) Fiona Losinger siehe 1.3.

Kurs/LeiterIn Preis/Material Leder: Einführung in die Lederkunde 300.– nach Aufwand Irene Meier Gestaltung im Handwerk: Modul 3 950.– nach Aufwand Plastisches Gestalten und Design Diverse ReferentInnen Silberschmuck der Tuareg 500.– Hada Achmed, Baba Ruegg, Roger Weber n. Aufwand Verkaufen – der Weg zum Erfolg (2. Teil) Albert Hiltebrand siehe 12.–13.4. Silberschmuck der Tuareg 500.– Hada Achmed, Baba Ruegg, Roger Weber n. Aufwand Putzen: Frühjahrsputz 150.– nach Aufwand Katharina Zaugg Keramik: Grosse Formen drehen 400.– Adrian Knüsel inkl. Trommelbau: Die Rahmentrommel 300.– Heinz Bürgin ca. 250.– Drechseln: Fexierdosen und Handschmeichler300.– ca. 60.– Sigi Angerer Spielen und Bauen mit Ästen und Ruten 300.– inkl. Therese Vögtlin Sticken 300.– Barbara Wälchli ca. 30.– Fliegen: Schwebend Transparent 300.– Dumeng Secchi nach Aufwand Papier: Dreidimensionales Gestalten 450.– Kathrin Dardel ca. 30.– Kalligrafie: Ziffern Zeichen Formenspiele 150.– Mina Clavuot nach Aufwand

14.–15.6. 28.–29.6. 14.–15.6. 14.–15.6. 14.+28.6. 16.–21.6. 19.–22.6. 21.6. 25.–27.6. 28.6. 23.–28.6. 23.–27.6. 23.–27.6. 28.–29.6. 28.–29.6. 28.–29.6.

30.6.–11.7. 30.6.–4.7. 30.6.–4.7. 30.6.–4.7. 30.6.–4.7. 30.6.–5.7. 30.6.–3.7.

Kurs/LeiterIn Preis/Material Horn: Gemshorn – eine Gefässflöte 300.– ca. 65.– Matthias Wetter Flechten: Inszenieren, Kreieren, Zelebrieren 150.– Christine Erni 50.– Vente: la vente active, ou vendre mieux Albert Hiltebrand 800.– Glas: Glasperlen wickeln 450.– Sandra Hafner-Giorgio ca. 60.– Spinnen 300.– Barbara Wälchli Keller ca. 30.– Ofenbau: Lehmofen für Brot und Pizza 400.– Ralph Künzler nach Aufwand Messerbau: Das Klappmesser 780.– Arthur Soppera ca. 150.– Bauen mit Lehm: Verputztechniken 800.– Ralph Künzler inkl. Holz: Ovalzirkelbau 150.– Sigi Angerer nach Aufwand Bauen: Traditionelle Pflästerung 500.– Fabio Leoni inkl. Bauen: Pflästerung, Zusatztag Treppenbau 150.– Fabio Leoni inkl. Messing: Gelbguss 850.– Eva Mosimann 150.– Holz: Schnitzen von Figuren und Reliefs 670.– Paul Fuchs nach Aufwand Objekte: Freche Automaten 670.– Roger Weber nach Aufwand Alphorn, australisch: Didgeridoo 400.– Matthias Wetter ca. 150.– Glas: Ätzen 380.– Marianne Kohler nach Aufwand Keramik: Teekrug, Konversation oder 400.– Gebrauchsgegenstand inkl. Adrian Knüsel Weben: Grundkurs 1300.– Silvia Falett ca. 100.– Speckstein: Freie Bearbeitung, Skulptur 670.– Brigitte Bauder ca. 70.– Weben: Webstuhl einrichten 670.– Silvia Falett ca. 30.– Bauen: Trockenmauerbau 670.– Fabio Leoni inkl. Glas: Glasblasen 950.– Marianne Kohler 150.– Musikinstrumentenbau 850.– Matthias Wetter ca. 450.– Drechseln: Spezial – Holz und mehr 750.– Peter Luisoni nach Aufwand

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Datum 1.3.

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MÄRZ.03


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JULI.03 Datum 4.–6.7. 5.–6.7. 7.–11.7. 7.–18.7. 7.–11.7. 7.–11.7. 7.–11.7. 9.–12.7. 14.–19.7.

14.–18.7. 14.–18.7. 14.–19.7. 14.–19.7. 14.–25.7. 14.–18.7. 14.–18.7. 14.–18.7. 19.–20.7. 19.7.

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21.–25.7. 21.–25.7. 21.–25.7. 21.–25.7. 21.–27.7. 21.–25.7. 28.7.–1.8. 28.7.–1.8. 28.7.–1.8. 28.7.–1.8. 28.7.–3.8.

SEPTEMBER.03 Kurs/LeiterIn Preis/Material Holzkunde: Qualitäten einh. Holzarten 450.– 250.– Primo Lorenzetti Speckstein: Drechseln 300.– ca. 50.– Sigi Angerer Weben: Farb- und Materialeffekte 670.– nach Aufwand Silvia Falett Schmieden: Grundkurs 1500.– ca. 150.– Peter Gagstätter Schmieden: Einführung 770.– 80.– Peter Gagstätter Drechseln: Grundkurs 670.– Paul Ming 50.– Holz: Holzschnitt 670.– ca. 60.– Eva Gallizzi Tabakpfeifenbau 650.– 65.– Franz von Matt Glas: Erleben und Erfahren, Teil 2 850.– Sandra Hafner-Giorgio,Thomas Blank, ca. 400.– Daniel Stettler Schmieden: Fortsetzung 770.– 80.– Peter Gagstätter Shifu: Papiergewebe 670.– Mäti Müller ab 50.– Modellieren: Figur und Akt 750.– Bruno Fischer 100.– Keramik: Drehen auf der Töpferscheibe 750.– Ruth Amstutz 50.– Schreinern: Grundkurs 1350.– Beno Frischknecht ca. 200.– Museumsgeschichten im Ballenberg 575.– inkl. LehrerInnenweiterbildung Heilkräfte der Natur 770.– inkl. Mittagessen Walter Käch Farbe: Farbküche – Farbwerkstatt 670.– nach Aufwand Karin Frei, Katrin Fischer Farbe: Material, Experiment, Auswahl 300.– Karin Frei nach Aufwand Marmorieren 150.– inkl. Beatrice Meuter Glas: Heissglas, Einführung 950.– Thomas Blank nach Aufwand Heilkräfte der Natur 590.– LehrerInnenweiterbildung inkl. Filz: Freies Gestalten 670.– Johanna Rösti-Bühler ca. 60.– Papierwerkstatt: Gefässe collé und maché 670.– Ursula Müller-Hiestand 20.– Flechten: Korb und Tessinerstuhl 890.– Bernard Verdet nach Aufwand Stricken 670.– Jennifer Kuhn nach Aufwand Keramik: Drehen auf der Töpferscheibe 790.– Takeshi Yasuda inkl. Keramik: Handaufbau 790.– Felicity Aylieff inkl. Monochord: 3 Instrumente in einem 670.– Heinz Bürgin ca. 520.– Keramik: Experimenteller Brennofenbau 700.– Karl Graf ca. 20.– Bauen: Kalkbrennen, Sumpfkalk 1300.– mit dem Freilichtmuseum Ballenberg inkl.

AUGUST.03 Datum 11.–15.8. 11.–15.8. 18.–22.8. 18.–23.8.

Kurs/LeiterIn Preis/Material Filz: Neue Stoffe erfinden 670.– Martha Angehrn ca. 40.– Stoff: Siebdruck auf Textilien 670.– Barbara Wolfensberger 150.– Drechseln: Grundkurs 670.– Paul Ming 50.– Keramik: Gipsformenbau und Bone China 850.– Sasha Wardell inkl.

Datum 1.–5.9. 5.–6.9. 6.9. 6.–7.9. 6.–7.9. 8.–12.9. 8.–13.9. 8.–12.9. 8.–13.9. 8.–13.9.

22.–26.9.

22.–26.9. 26.–28.9. 27.9. 27.–28.9. 27.–28.9. 29.9.–3.10. 29.9.–3.10. 29.9.–3.10. 29.9.–3.10. 29.9.–3.10. 29.9.–3.10.

Kurs/LeiterIn Preis/Material Porzellan bemalen: Moderne Mischtechnik 1400.– 75.– Peter Faust Färben: Rot aus natürlichen Farbstoffen 300.– nach Aufwand Christine Schär Von der Ernte zur Konservierung 180.– inkl. Lunch Christian Fotsch, Martin Bernet Sticken: Mirror Embroydery 300.– ca. 30.– Barbara Wälchli Stricken einmal anders 300.– nach Aufwand Ursula Grütter Porzellan bemalen: Moderne Mischtechnik 1400.– Peter Faust 75.– Schmieden: Damaszenerstahl 1200.– 100.– Peter Gagstätter Keramik: Raku Box-Ofenbau/Brenntechniken670.– 790.– Stefan Jakob Messerbau: Das Klappmesser 780.– Arthur Soppera ca. 150.– Gestaltung im Handwerk Modul 4 950.– Produkt und Funktion nach Aufwand Diverse ReferentInnen Erwachsenenbildung: Start Eidg. Fachausweis 6500.– nach Aufwand Ausbildnerin Modul 2 Daniel Bürki Keramik: Drucken auf Keramik 790.– Paul Scott nach Aufwand Glas: Glasblasen 550.– Marianne Kohler 80.– Flechten: Inszenieren, Kreieren, Zelebrieren 150.– Christina Erni 50.– Masters: Begegnung mit 500.– inkl. Ida Gut Filochieren: Netze knüpfen, Filet knüpfen 300.– Barbara Wälchli Keller nach Aufwand Keramik: Siebdruck auf Keramik 790.– inkl. Paul Scott Leder: Edles Material 670.– Antoinette Nell-Enzler ca. 100.– Weben: Transparentgewebe 670.– 80.– Mäti Müller Wagnerei 670.– Hans Lüscher nach Aufwand Hut: Haupt Sachen 670.– Caroline Felber ca. 200.– Papierschöpfen aus einheimischen Pflanzen 670.– Inge Moser-Berger 55.–

HANDWERK, TRADITIONELLES BAUHANDWERK UND ZEITGENÖSSISCHE GESTALTUNG Seit 6 Jahren bietet das Kurszentrum Ballenberg Heimatwerk Kurse in Handwerk an. In mehrtägigen Kursen wird fundiert Handwerk, Gestaltung und Hintergrund vermittelt. Unsere Kurse leben von der einzigartigen Atmosphäre rund um das Freilichtmuseum Ballenberg, von der Berner Oberländer Gastfreundschaft und von Kursleiterinnen und Kursleitern, die in ihrem Fachbereich Massstäbe setzen. Machen Sie Aktivferien und lassen Sie sich von Ihren eigenen Händen überraschen. Wir beraten Sie bezüglich Unterkunft und reservieren für Sie das passende Zimmer. Bestellen Sie unser Detailprogramm. Beachten Sie bitte auch die aktuellen Infos unter www.kurszentrum-ballenberg.ch oder rufen Sie einfach an.


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OKTOBER.03

NOVEMBER.03

1.–4.10.

Kalligrafie: Klassisch 500.– ca. 40.– Mina Clavuot Tabakpfeifenbau 650.– 65.– Franz von Matt Bildnerisches Gestalten und geistige Behinderung 500.– inkl. Lea Georg Leder: Einführung in die Lederkunde 300.– Irene Meier nach Aufwand Drechseln: Grosse Formen 750.– Peter Luisoni nach Aufwand Stein: Bildhauerei 780.– nach Aufwand Alois Hermann Keramik: Experimentelle Formsuche 750.– Ruth Amstutz 50.– Papier: Werkstatt Objekte collé und maché 670.– Ursula Müller-Hiestand ca. 50.– Filz-Bildungsgang 1: Modul 4 850.– nach Aufwand Selma Berger Schmieden (Einführung) 770.– 80.– Kurt Furrer Bienen: Der Bienen-Hängekorb, 200.– Erfahrungsaustausch nach Aufwand Eugen Bühlmann Malen 500.– inkl. Martina Vontobel Ofenbau: Lehmofen für Brot und Pizza 400.– Ralph Künzler nach Aufwand Glas: Fusing mit Floatglas 850.– Sandra Hafner-Giorgio ca. 200.– Schweissen: Autogen 850.– Kurt Furrer 100.– Messermachen: Altes Handwerk – neue Form 670.– Arthur Soppera ca. 100.– Keramik: Drehen auf der Töpferscheibe 750.– Ruth Amstutz 50.– Drechseln: Grundkurs 670.– 50.– Ueli Kehrli Fliegendes: Eine Einführung in die Vielfalt 690.– Dumeng Secchi ca. 50.– Vergolden 670.– 300.– Paul Am Acher Filz: Filzschmuck 500.– Susanne Stauffer 50.– Stroh: Strohhut knüpfen 500.– Frédéric Helfer inkl. Leder: Restaurieren und Reparieren 300.– Irene Meier nach Aufwand Natur aufräumen? Vom Steinmannli zur Landart 300.– Ueli Kehrli inkl. Glas: Gestaltung mit Heissglas 950.– Thomas Blank nach Aufwand Holz: Bildhauerei 670.– Thomas Birve 50.– Filz-Bildungsgang 2: Modul 2 850.– Martha Angehrn nach Aufwand Seile: Farbige Seile herstellen 450.– Christina Erni 75.– Schreinern: Einführung 670.– Beno Frischknecht 50.– Glas: Formgeschmolzen – Lost Wax, 950.– Pâte de Verre und Sandguss 180.– Sandra Hafner-Giorgio Schuhmacherwoche 850.– Franz Kälin ca. 160.– Weben: Krinkel-Gewebe 450.– Silvia Falett ca. 40.– Putzen: Auf der Suche nach der verlorenen Lust 150.– Katharina Zaugg inkl. Masters: Begegnung mit 500.– Christa de Carouge inkl. Flechten: Hutte, Rückentragkorb 450.– Bernard Verdet 60.– Alphornbau 1280.– Matthias Wetter ca. 550.– Ölmalerei: Die Mischtechnik 670.– Paul Am Acher 80.–

1.–4.10. 3.–5.10.

4.–5.10. 6.–9.10. 6.–10.10. 6.–11.10. 6.–10.10. 6.–10.10. 6.–10.10. 10.–11.10.

10.–12.10. 11.+25.10. 13.–17.10. 13.–17.10. 13.–17.10. 13.–18.10. 13.–17.10. 13.–17.10. 13.–17.10. 16.–18.10. 17.–19.10. 18.–19.10. 18.–19.10.

20.–25.10. 20.–24.10. 20.–24.10. 20.–22.10. 20.–24.10. 20.–25.10.

20.–25.10. 22.–25.10. 25.10.

25.–26.10. 27.–29.10. 27.10.–1.11. 27.–31.10.

Preis/Material

Datum 1.11. 2.11. 3.–8.11. 8.–9.11. 8.–9.11. 10.–14.11. 13.–15.11. 13.–15.11. 14.–16.11. 15.–16.11. 15.–16.11. 17.–21.11. 17.–21.11. 24.–28.11. 24.–28.11. 24.–28.11. 29.–30.11. 29.–30.11. 28.–30.11. 29.–30.11.

29.–30.11.

Kurs/LeiterIn

Preis/Material

Masters: Zu Gast bei Keramik Willisau 03 Walter Keeler, Magdalene Odundo Holz: Hölzernes Gelächter, das Xylophon 150.– ca. 100.– Matthias Wetter Schuhmacherwoche 850.– Franz Kälin ca. 160.– Sticken: Stickhappening 300.– Barbara Wälchli Keller ca. 30.– Filz: Filz nadeln 300.– ca. 30.– Johanna Rösti-Bühler Scherenschnitt: Bäume 670.– Ernst Oppliger nach Aufwand Flechten: Tessinerstühle mit Seegras 450.– ca. 100.– Bernard Verdet Werkzeug: Schärfen und Richten 490.– inkl. Beno Frischknecht Papier: Festlich, handgeschöpft 450.– Kathrin Dardel ca. 30.– Stroh: Rund um Weihnachten 350.– Frédéric und Liselotte Helfer inkl. Glas: Glasharfe 300.– ca. 180.– Matthias Wetter Flechten: Joncgeflecht, Achteckgeflecht 670.– ca. 100.– Bernard Verdet Keramik: Rakuofen, Ochsnerkübel, Brennen 670.– Stefan Jakob 190.– Drechseln: Grundkurs 670.– Ueli Kehrli 50.– Leder: Sattlern und Lederarbeiten 670.– ca. 210.– Brigitta Grob Schmieden: Einführung 770.– Peter Gagstätter 80.– Weihnachtsbänder 300.– Mäti Müller ab 20.– Licht und Lichtgestaltung 400.– Christof Dietlicher Glasperlen wickeln 600.– Sandra Hafner-Giorgio ca. 80.– Drechseln: Spanblumen und Christbaumkugeln 300.– ca. 20.– Sigi Angerer Papier und Gold 300.– Inge Moser-Berger 50.–

DEZEMBER.03 Datum

Kurs/LeiterIn

Preis/Material

1.–5.12.

Schneeschuhbau Christian Golfetto

670.– ca. 80.–

form for m schweiz – suisse – svizzera – switzerland

Weiterbildung in Zusammenarbeit! Im Programm finden Sie Angebote, die wir in Zusammenarbeit mit FormForum Schweiz, der Arbeitsgemeinschaft Schweizer Keramik ASK und der Bernischen Stiftung für angewandte Kunst und Gestaltung erarbeitet haben. Erkundigen Sie sich im Sekretariat nach den Vergünstigungen für Mitglieder FormForum Schweiz und ASK. Teilnehmende aus dem Kanton Bern werden durch die Bernische Stiftung für angewandte Kunst und Gestaltung speziell gefördert (siehe Seiten 11, 12, 14, 15 und 21). Weitere Informationen im Sekretariat

Handwerk 3/2002

Kurs/LeiterIn

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Datum


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BLICK IN DIE SAMMLUNG DER BERNISCHEN STIFTUNG FÜR ANGEWANDTE KUNST UND GESTALTUNG: QUERSCHNITT! In dieser Wanderausstellung präsentiert die Stiftung Glanzlichter aus den Sammlungsbereichen Keramik, Schmuck, Mode/Accsessoires, Textil- und Papierkunst vom späten 19. Jahrhundert bis zu den jüngsten Ankäufen. Die Sammlung geht zurück auf die 1869 gegründete Muster- und Modellsammlung des Bernischen Handels- und Industrievereins sowie des Handwerker- und Gewerbevereins. Die mehr als 10'000 Sammelobjekte werden im Staatsarchiv des Kantons Bern aufbewahrt und sind nicht öffentlich zugänglich – jetzt geht ein Teil auf Reisen! ■ 30.1. bis 8.3.2003, Bern, Kornhausforum ■ 12.4. bis 10.6.2003 Interlaken, Probstei ■ 16.6. bis 26.8.2003 Fraubrunnen, Schloss ■ 1.9. bis 14.10.2003 La Neuveville, Préfecture ■ 20.10. bis 28.11.2003 Nidau, Schloss Öffnungszeiten und Details unter www.angewandtekunst.ch

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HOLZ: NATUR IST PUR! Holz ist einfach schön. Dies beweist einmal mehr das Schweizer Heimatwerk in seiner neuen Ausstellung. Gezeigt werden Kugeln und Vasen, die allesamt aus einheimischen Hölzern hergestellt wurden. Verwendet werden vorwiegend Hölzer von Obstbäumen wie Kirsche, Apfel oder Birne. Bei der angewandten Technik des Nassholzdrehens wird das Holz unmittelbar nach dem Fällen des Baumes in nassem Zustand verarbeitet. Nach dem Drehen des Objekts wird dieses so schnell wie möglich an einem zugfreien, warmen Ort getrocknet. Erst nach dem Trocknen ergibt sich die endgültige Form. Die Objekte weisen Risse und Sprünge auf und haben sich verzogen. Dem Holz seinen Willen lassen und damit spielen, neugierig und mit Freude die Veränderungen zuzulassen, ist sehr schön und spannend. ■ 11.1. bis 1.2.2003 Schweizer Heimatwerk Einkaufszentrum Glatt Mo–Do 9–20h, Fr 9–21h, Sa 9–18h

AUSSTELLUNGSTIPPS

AN- UND UMSEHEN!

FORM FORUM SCHWEIZ: AN DER WOHNSINN BASEL UND AN DER OFFA ST. GALLEN Das Form Forum Schweiz setzt Massstäbe im künstlerischen und handwerklichen Schaffen. Mit Aufsehen erregenden Ausstellungen wird versucht, den Stellenwert und die Marktpräsenz der Gestalterinnen und Gestalter zu fördern. Dieses Jahr organisiert das Form Forum zwei Verkaufsausstellungen, die im Rahmen grosser Veranstaltungen stattfinden. Ende Oktober hat die Jury getagt und die besten Arbeiten aus den Jahren 2001 und 2002 ausgesucht. ■ 14. bis 23.2.2003 Wohnsinn Basel ■ 9. bis 13.4.2003 Offa, Ostschweizerische Frühlings- und Freizeitausstellung Für weitere Informationen beachten Sie bitte die entsprechenden Veranstaltungsinserate in der Tagespresse.

FOOD DESIGN Functional Food, Convenience Food, Fast Food, Slow Food: Nahrungsmittelproduktion und Ernährungsgewohnheiten haben sich geändert. Nahezu 90 % unseres Nahrungsmittelangebotes sind ganz oder teilweise industriell gefertigt – und es gelangen täglich weitere Produkte aus den Laborküchen der Food Designer auf den Markt: Sie versprechen gesund, haltbar, schnell zubereitet und sogar gut zu sein. Aber schmecken sie uns auch? Wie in kaum einem anderen Lebensbereich lässt sich die Frage nach dem guten Geschmack und der schönen Form so konkret stellen und so vielfältig beantworten. Denn Essen ist weit mehr als nur eine Magenfrage: Essen ist Gestaltung für alle Sinne. Die Ausstellung tischt Kostproben und Artistisches auf aus Labor und Küche, aus Werbung und Kochkunst. Die angerichtete Tafel ist reich und bietet für (fast) jeden Geschmack etwas: den schnellen Essern eine Fastfood-Bar, den langsamen Geniessern kulinarische und aphrodisische Traumwelten, den Gesundheitsbewussten Müesli oder Lactobacillus und den Zukunftsorientierten Arifizielles. Rauminstallationen, Hörstationen, Videos und Versuchsanordnungen laden ein zum Kosten, Hören und Sehen. Ausgewählte Spaziergänge in die Ernährungsgeschichte erlauben neue Begegnungen mit alten Bekannten: mit Ovomaltine und Maggiwürfel, mit Fondue und Birchermüesli. ■ Noch bis 30.3.2003, Di–So 10–17h, Do 10–20h ■ Öffentliche Führungen: Do jeweils 18.30h 23.1./20.2./6.3./20.3. So jeweils 11h 12.1./9.2./30.3. Gruppenführungen und Workshops für Schulklassen auf Anfrage. Gewerbemuseum Winterthur, Kirchplatz 14 www.gewerbemuseum.ch


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JETZT BESTELLEN!

BESTELLKARTE KURSINFORMATIONEN

LEIDENSCHAFTEN. PASSIONS. SECRETS.

■ Jahresprogramm 2003 ■ Ex. Kurzprogramme 2003 ■ Informationen für Veranstalter von Kursen,

■ Das Buch zum Handwerk mit über 1’000 Porträts. 144 Seiten. Preis pro Exemplar Fr. 69.– inkl. Versand. Ich bestelle

Ex.

Seminarien und Tagungen

■ Information über Lehrlingslager

VEREINIGUNG DER GÖNNER ■ Ich will GönnerIn werden

FREILICHTMUSEUM BALLENBERG ■ Veranstaltungsprogramm

ICH BIN INTERESSIERT AN INFORMATIONEN ÜBER SCHWEIZER HEIMATWERK ■ Kundenmagazin

«HANDWERK» ■ Abonnement, Jahr: Fr. 24.–, Ausland Fr. 32.– ■ Probenummer ■ Ausgabe Nummer:


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Die nächste Weihnacht kommt bestimmt! Die Sterne und der prächtig dekorierte Kurszentrum-Weihnachtsbaum auf dem Heftumschlag wurden im Kurs von Frédéric und Liselotte Helfer gestaltet. Auch der nächste Kurs kommt ganz bestimmt! ■ 15. und 16.11.2003: Stroh: Rund um Weihnachten! Informationen: Kurszentrum Ballenberg Heimatwerk Tel. 033 952 80 40 www.kurszentrum-ballenberg.ch

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