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Handwerk: Informationsorgan des Kurszentrums Ballenberg Heimatwerk

1/ 2002 Stiftung Heimatwerkschule Ballenberg Ein Gemeinschaftswerk des Schweizerischen Freilichtmuseums Ballenberg und der Heimatwerke der Schweiz


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Von Menschen und Menschen. Oder: Die Figuren hinter den Projekten. 2

Yverdon

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Ausbildungsgang «Gestaltung im Handwerk»

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Landschaftstheater Ballenberg

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Drei Mal Bildungsgang Filz

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Innovativ: Filzschuhe

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Neue Einblicke: Ballenbergberufe

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Ausstellungen im Schweizer Heimatwerk

Handwerk 1/2002. Redaktion: Doris Rothen Herausgeber: Kurszentrum Ballenberg Heimatwerk, 3855 CH-Brienz, Telefon 033 952 80 40, Fax 033 952 80 49, www.kurszentrum-ballenberg.ch, info@kurszentrum-ballenberg.ch. Druck: Gisler Druck AG, Altdorf. Auflage 3200 / 3 Ausgaben jährlich. Abo Inland Fr. 24.– / Ausland Fr. 32.–.


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Liebe Leserin Lieber Leser Postfach, CH-3855 Brienz Telefon 033-952 80 40, Fax 033-952 80 49

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Informationsorgan des Kurszentrums Ballenberg Heimatwerk

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Stiftung Heimatwerkschule Ballenberg Ein Gemeinschaftswerk des Schweizerischen Freilichtmuseums Ballenberg und der Heimatwerke der Schweiz

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Stiftung Heimatwerkschule Ballenberg Ein Gemeinschaftswerk des Ballenberg

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Schweizerischen Freilichtmuseums und der Heimatwerke der Schweiz

Handwerk 1/2002

Mit dem vorliegenden Handwerk 1/2002 setzen wir neue Schwerpunkte. Wir zeigen Menschen, die hinter den Projekten, unseren Veranstaltungen und Kursen, Menschen aber auch, die hinter den Kulissen des Museums stehen. Erstmals erscheint die Rubrik Ballenbergberufe. Hier stellen wir Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Freilichtmuseums Ballenberg vor, die teilweise während des ganzen Jahres mit verschiedenen Aufgaben im Hintergrund betraut sind. Die vielen kleinen Detailarbeiten machen erst den Museumsbesuch zum überraschenden und reichen Erlebnis … Sie finden in diesem Heft also Porträts, aber auch Hinweise auf neue Programme und neue Kursformen. Wir wünschen Ihnen Lesevergnügen und hoffen, dass Sie sich für eine der Besuchsmöglichkeiten, die wir Ihnen in diesem Jahr anbieten, entscheiden können. Es lockt das Landschaftstheater des Freilichtmuseums, das Schweizer Heimatwerk mit verschiedenen Ausstellungen und nicht zuletzt unser reichhaltiges Programmangebot. Wir freuen uns, Sie bei uns oder einem unserer Partnerbetriebe begrüssen zu dürfen. ■

Adrian Knüsel, Leiter Postfach, CH-3855 Brienz Telefon 033-952 80 40, Fax 033-952 80 49

Handwerk: Informationsorgan des Kurszentrums Ballenberg Heimatwerk

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Handwerk:

Informationsorgan des Kurszentrums Ballenberg Heimatwerk

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Stiftung Heimatwerkschule Ballenberg Ein Gemeinschaftswerk des Schweizerischen Freilichtmuseums Ballenberg und der Heimatwerke der Schweiz

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3/ 2000 Stiftung Heimatwerkschule Ballenberg Ein Gemeinschaftswerk des Ballenberg

Schweizerischen Freilichtmuseums und der Heimatwerke der Schweiz

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Kalkbrennen Sonderausgabe Handwerk in Zusammenarbeit mit dem Freilichtmuseum Ballenberg

Handwerk-Jahrgänge 1997 bis 2001: Visitenkarte, Information, Experimentierfeld…

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Stiftung Heimatwerkschule Ballenberg Ein Gemeinschaftswerk des Schweizerischen Freilichtmuseums Ballenberg und der Heimatwerke der Schweiz

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Handwerk: Informationsorgan des Kurszentrums Ballenberg Heimatwerk

1/ 2002 Stiftung Heimatwerkschule Ballenberg Ein Gemeinschaftswerk des Schweizerischen Freilichtmuseums Ballenberg und der Heimatwerke der Schweiz


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Organisatorisches

Die Kurse ■ 22. Juni, 11.00 bis 17.00 Uhr: Stefan Jakob – Raku, Ochsnerkübel und Holzfeuer. ■ 29. Juni, 10.00 bis 18.00 Uhr: Franz Kälin – Schuhmacherei.

■ 13. Juli, 14.00 bis 17.00 Uhr: Baba Rüegg – Schmuck aus unkonventionellen Materialien. ■ 20. Juli, 10.00 bis 17.00 Uhr: Sandra Hafner-Giorgio – Glasperlen drehen. ■ 27. Juli, 10.00 bis 17.00 Uhr: Frédéric Helfer – Stroh und Strohhut. ■ 3. August, 10.00 bis 17.00 Uhr: Eka Häberling – Glasblasen.

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■ 10. August, 10.00 bis 17.00 Uhr: Susanne Stauffer – Filzschmuck.

Savoir faire – faire savoir

■ 17. August, 10.00 bis 17.00 Uhr: Ursula Müller-Hiestand – Papiermaché.

Bald in Yverdon

■ 24. August, 10.00 bis 17.00 Uhr: Antoinette Nell-Enzler – Leder nähen.

Anmeldung:

■ 31. August, 10.00 bis 17.00 Uhr: Johanna Rösti-Bühler – Filzen, freies Gestalten.

■ 7. September, 10.00 bis 17.00 Uhr: Mina Clavuot, Kalligrafie.

Name:

■ 14. September, 10.00 bis 17.00 Uhr: Matthias Wetter – Musikinstrumente, Kuhhorn.

Adresse:

Telefon tagsüber:

Inscription/Anmeldung: Affaire culturelle, Bernadette Pilloud Case postale 1331 1401 Yverdon-les Bains bernadette.pilloud@yverdon-les-bains Participation par ordre d'arrivée.

Samstagskurs/-datum:

Unterschrift: Gestalterische Sicherheit finden in der handwerklichen Arbeit? Unser berufsbegleitender Ausbildungsgang «Gestalten im Handwerk» ist ein neu entwickeltes Kursangebot des Kurszentrums. Rechts das Detailprogramm zum Herausnehmen (und zum Weitergeben an Interessierte!).

berufsbegleitend: Herausnehmen studieren weitergeben!

■ 6. Juli, 14.00 bis 17.00 Uhr: Ueli Kehrli – Holzschnitzen.

Neu

Das Kurszentrum Ballenberg Heimatwerk ist im Sommer 2002 zu Gast im Hôtel de Ville in Yverdonles-Bains. Die Ausstellung im Rathaus gliedert sich in zwei Teile: Die Konservatorin Bernadette Pilloud hat Kursleiterinnen und Kursleiter eingeladen, ihre persönlichen Arbeiten vorzustellen. Eine erste Gruppe ist vom 22. Juni bis zum 4. August präsent: Martha Angehrn, Anne de Haas, Bruno Fischer, Eka Häberling, Sandra HafnerGiorgio, Frédéric Helfer, Alois Hermann, Stefan Jakob, Franz Kälin, Ueli Kehrli, Ernst Oppliger, Baba Rüegg, Dumeng Secchi, Arthur Soppera und Roger Weber. Die zweite Gruppe stellt vom 10. August bis zum 22. September aus: Ruth Amstutz, Thomas Birve, Mina Clavuot, Christine Erni, Ursula Müller-Hiestand, Antoinette Nell, Johanna Rösti-Bühler, Susanne Stauffer, Bernard Verdet, Barbara Wälchli Keller und Matthias Wetter. Begleitet wird die Ausstellung von der im Jahr 2001 entstandenen Serie mit über 1100 Porträts von Kursteilnehmenden im Kurszentrum Ballenberg Heimatwerk. An den Ausstellungssamstagen werden Kursleiter und -leiterinnen eintägige Workshops durchführen. ■

Bitte beachten Sie bei diesen Workshops die unterschiedlichen Kurszeiten. Die Kursteilnahme kostet jeweils Fr. 50.–; Materialgeld wird separat berechnet. Ihre Anmeldung ist unbedingt erforderlich. Bitte benützen Sie den unten stehenden Talon oder senden Sie ein Mail.


Handwerk 1/2002

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Neu – berufsbegleitend: Herausnehmen, studieren, weitergeben!

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Gestaltung im Handwerk Interdisziplinäres Weiterbildungsprojekt des Kurszentrums Ballenberg Heimatwerk

1/ 2002 Stiftung Heimatwerkschule Ballenberg Ein Gemeinschaftswerk des Schweizerischen Freilichtmuseums Ballenberg und der Heimatwerke der Schweiz


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Gestaltung im Handwerk: Die Weiterbildung.

Bei den klassischen Ausbildungen des Handwerks und der Gestaltung zeichnen sich neue Tendenzen ab; so gewinnen Berufsmittelschule mit Berufsmaturität und Fachhochschulen an Bedeutung. Dies ruft nach neuen Wegen in der Weiterbildung für praktizierende Handwerkerinnen und Handwerker. In diesem Zusammenhang hat das Kurszentrum Ballenberg Heimatwerk ein spezielles Angebot entwickelt. Es zeichnet sich aus durch seine Offenheit bezüglich des Zugangs zur Ausbildung, durch die Flexibilität hinsichtlich der zeitlichen Beanspruchung und durch die Berücksichtigung der Bedürfnisse und die Eigenverantwortlichkeit der Teilnehmenden. Neben den bisher erfolgreich geführten Kursen für Handwerk, traditionelles Bauhandwerk und zeitgenössische Gestaltung wird künftig die auf Modulen aufbauende Weiterbildung «Gestaltung im Handwerk» angeboten. Die Teilnehmenden sollen in ihrer gestalterischen und unternehmerischen Kompetenz gefördert werden. Auf der Grundlage bewährter und zusätzlicher neuer Erkenntnisse und Erfahrungen sollen sie befähigt werden, auf dem Feld der zeitgenössischen Gestaltung erfolgreich zu arbeiten und aufzutreten. Projektstand Februar 2002

Zielsetzungen Kreatives, innovatives Gestalten, ein entwickelter Farben- und Formensinn, eine geschärfte visuelle Wahrnehmung sind unverzichtbare Merkmale handwerklichen Könnens. Gestalterische Bildung sichert das Fortbestehen des eigenverantwortlichen handwerklichen Betriebs in der Zukunft. Die Teilnehmenden ■ erarbeiten die Grundlagen des gestalterischen Prozesses ■ erweitern die persönlichen Fähigkeiten für Skizze, Entwurf und Plan ■ entwickeln Kompetenzen in Farbwahl und Farbkombination ■ werden befähigt, ein Produkt in allen Facetten zu gestalten (Funktionalität, Marktfähigkeit, Präsentation, Verkauf) ■ schärfen und qualifizieren ihre visuellen und taktilen Wahrnehmungsfähigkeiten ■ erschliessen sich designtheoretische und kunstgeschichtliche Aspekte ■ entwickeln und konzipieren eigene themenbezogene Projekte ■ werden kompetente und verlässliche Gesprächspartner für Auftraggeber, wie z.B. Private, Designer, Architekten, Galeristen, Sammler, Denkmalpfleger.

Konzeption Adrian Knüsel, Leiter Kurszentrum Ballenberg Heimatwerk 3855 Brienz Tel. 033 952 80 40 info@kurszentrum-ballenberg.ch In Zusammenarbeit mit ASK, Form Forum und Bernische Stiftung für angewandte Kunst und Gestaltung


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Zielgruppe Der Bildungsgang richtet sich an erfahrene HandwerkerInnen, die ihr Material kennen, ihr Handwerk beherrschen und offen sind für die Zielsetzungen des Kurses.

Voraussetzungen Bereitschaft, sich auf eine lebendige Auseinandersetzung und einen persönlichen Gestaltungsprozess einzulassen, selbstständige Arbeitsweise und Eigenverantwortlichkeit. Die Kurse sind offen für alle gestalterischen Handwerke. Ein Lehrabschluss ist grundsätzlich Voraussetzung für die Aufnahme in den Kurs. Ausgewiesene AutodidaktInnen können sich um Aufnahme bewerben.

1. Jahr: Entwurf, Farbe Modul 1: Zeichnen und Entwurf ■ Aufbau, Erfassen und Darstellen des Gegenstandes ■ Schulung der Wahrnehmung ■ Zeichnung als Verständigungsgrundlage ■ Visualisierung und Darstellen der Vorstellung ■ Kunsthistorische Vorbilder Modul 2: Farbe ■ Farbe in der Physik ■ Farbkreis und Harmonie ■ Ordnung und Kontrast ■ Wahrnehmung und psychologische Bedeutung der Farbe ■ Historische Entwicklung der Farbgestaltung

Qualifizierte Leitung

Der dreijährige Bildungsgang besteht aus sechs Modulen, pro Jahr werden zwei Module zu je einer Woche durchgeführt. Die einzelnen Module sind selbstständige Einheiten und aufeinander abgestimmt. Begleitete Kurszeit: 240 Stunden Modularbeiten (zwischen den Modulen) und Selbststudium mind. 200 Stunden.

Kosten Pro Modul Fr. 950.–, exkl. Material. Gesamtpaket (6 Module) Fr. 5 200.–.

Zertifikat ■ pro Modul: Kursausweis ■ beim Besuch aller Module inkl. Modularbeiten und Abschlussarbeit erhalten die Teilnehmenden das «Zertifikat Gestaltung im Handwerk, Kurszentrum Ballenberg Heimatwerk».

Modul 3: Dreidimensionales plastisches Gestalten und Konstruktion ■ Grundlagen des räumlich-plastischen Gestaltens ■ Proportion und Harmonie ■ Wirkung, Charakter und Expression ■ Oberfläche und taktile Qualität Funktion und Wirkung im entsprechenden Umfeld. Modul 4: Produkt und Funktion ■ Marktanalyse, Produktentwicklung ■ Produktions- und Marktfähigkeit ■ Verkaufsstrategien, Preisgestaltung ■ Produktionsgeschichte, Einzelstück, Kleinserie, Industrieproduktion ■ Geschichte und Zukunft

3. Jahr: Meine Arbeit Modul 5: Dokumentation, Erscheinungsbild und Marke ■ Präsentation und Marketing ■ Corporate Design und Corporate Identity ■ Briefpapier, Einladungskarte, Ausstellungspräsentation ■ Verkaufsstrategie und Marktnähe ■ Dokumentation ■ Die eigene Marke, Weltmarken Modul 6: Projektarbeit ■ Analyse und Standortbestimmung ■ Kritikfähigkeit ■ Designsprache ■ Produktreife ■ Ausführung, Präsentation, Feedback

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Gesamtumfang

2. Jahr: Das Produkt

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Kompetente Fachleute mit umfangreicher, vertiefter Kenntnis und Erfahrung auf ihrem Spezialgebiet und hervorragendem Leistungsnachweis leiten die einzelnen Module. Für Spezialgebiete werden zusätzlich GastreferentInnen zugezogen.


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Sind Sie unserem Jahresprogramm, am Bildungsgang «Gestaltung im Handwerk» oder unseren speziellen Events interessiert? Mehr auf www.kurszentrum-ballenberg.ch oder rufen Sie an, wir freuen uns! Team Kurszentrum Ballenberg Heimatwerk

Das Kurszentrum Ballenberg Heimatwerk ist die Nachfolgeinstitution der traditionsreichen Heimatwerkschule Mülene in Richterswil. Die Genossenschaft Schweizer Heimatwerk und die Stiftung Schweizerisches Freilichtmuseum Ballenberg gründeten 1994 die Stiftung Heimatwerkschule Ballenberg mit Sitz in Brienz und führen das Kurszentrum Ballenberg Heimatwerk seit 1996 im neu erbauten Haus beim Eingang West des Freilichtmuseums Ballenberg. Im Programm sind Kurse für Handwerk, traditionelles Bauhandwerk und zeitgenössische Gestaltung. Die unmittelbare Nähe zum Freilichtmuseum Ballenberg und die enge Zusammenarbeit mit bestqualifizierten Fachleuten und befreundeten Institutionen aus dem Inund Ausland ermöglichen Reflexionen über Normen, Überlieferung, Tradition und Erneuerung, Veränderung und aktuelle Entwicklung in der Gesellschaft und der Gestaltung des Alltags. Das Kurszentrum Ballenberg Heimatwerk ist ein idealer Ort der Ruhe und Konzentration, ausserhalb der grossen Agglomeration eingebettet in einer herrlichen Landschaft, in unmittelbarer Nähe des Freilichtmuseums, ein Ort der Sammlung, der Reflexion über Tradition, Entwicklung und Erneuerung. Ein Ort aber auch mit nationaler und internationaler Ausstrahlung. ■

Neu – berufsbegleitend: Herausnehmen, studieren, weitergeben!

Fragen?


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■ Gespielt wird im Freilichtmuseum Ballenberg, Geländekammer Wallis. Eingang Ost (Brienzwiler). ■ Kategorie A: Fr. 44.– / Kategorie B: Fr. 36.– ■ Premiere: Mittwoch 10. Juli/Ersatzdatum: 11. Juli. Vorstellungen: 12. Juli bis 24. August, jeweils von Mittwoch bis Samstag ■ Infos/Reservation: Landschaftstheater Ballenberg, Gärbigässli 1, 3855 Brienz, Tel. 033 952 15 15, Fax 033 952 15 11, landschaftstheater@ballenberg.ch

Zum Regisseur: Reto Lang, 1955 lebt mit seiner Familie in Jegenstorf. Ausgebildeter Primarlehrer, Schauspieler und Musicaldarsteller. Studien für organisch-rhythmische Bewegungsbildung, Psychologie und Pädagogik. Gibt RegieSpielerkurse ZSV. Zur Zeit u.a. Lehrauftrag an der Diplommittelschule Thun.

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Neu – berufsbegleitend: Herausnehmen, studieren, weitergeben!

Aufführungen 2002

Zum Autor: Markus Keller, 1947, Regisseur, Autor und Theaterleiter. Zahlreiche Inszenierungen, Hörspiele und TVDrehbücher. Mitbegründer des Zimmertheaters Chindlifrässer in Bern. 1996 Übernahme des AtelierTheaters Bern und Weiterführung unter dem Namen «Theater an der Effingerstrasse» Bern.

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«An heiligen Wassern» wird diesen Sommer im Landschaftstheater Ballenberg gespielt Die erfolgreiche Tradition der Aufführungen von Heimatliteratur im Freilichtmuseum Ballenberg wird mit Sorgfalt gepflegt. Das Stück handelt vom jähzornigen Dorf-Tyrann und Presi (Mathias Gnädinger, hier im Bild), den unbändig zerstörerischen Kräften der Natur, von Abhängigkeit und Dorfgemeinschaft, von Liebe und Tod. Intrigen und hinterhältige Machenschaften gefährden die Liebesbeziehung von Binia, der Tochter des «Presi», mit dem einfachen Bauernsohn Roman (Christian Liniger). Zahlreiche Verstrickungen, Wirrungen und Umwege führen schliesslich zur Klärung... ■

An heiligen Wassern Landschaftstheater Ballenberg

«Potzheiligsverdiene!»


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Schritt für Schritt

Das Kurszentrum Ballenberg Heimatwerk beschreitet neue Wege: Der Bildungsgang Filz bietet die Möglichkeit, das Handwerk des Filzens von Grund auf und in seiner ganzen Vielfalt zu erlernen. Manche Menschen mögen es, während der Ferien eine Woche lang unbekanntes Terrain zu erkunden und dann zum Alltag zurückzukehren. Anderen genügt das nicht: Sie möchten sich ernsthaft und vertieft weiterbilden. Diesem Bedürfnis trägt das Kurszentrum mit dem neuen Ausbildungsmodell Rechnung. Über drei Jahre verteilt finden insgesamt sechs Kurswochen statt, also zwei Kurse – so genannte Module – pro Jahr. Dazwischen soll das Erlernte in selbstständigen Arbeiten praktisch geübt und den eigenen Interessen und Vorstellungen entsprechend angewandt werden. Die einzelnen Module werden von verschiedenen Dozentinnen geleitet.

Im ersten Jahr lernen die KursteilnehmerInnen die Eigenschaften von Schafwolle kennen, ihre natürlichen Farben und – je nach Schafrasse – unterschiedlichen Qualitäten. Ursprüngliche Filztechniken sind ebenso Thema wie die Völker, die sie seit Jahrhunderten anwenden. Ausschliesslich an flachen Filzarbeiten werden Gestaltungsmöglichkeiten ausprobiert wie Flocken, Fransen, Kontraste, Überschichtungen, mehr Farbe und andere Materialien wie Seide oder pflanzliche Fasern kommen hinzu. Im zweiten Jahr stehen dreidimensionale Formen im Vordergrund. Die TeilnehmerInnen lernen, wie man ein kompaktes Filzobjekt herstellt (z.B. Ball) oder eine hohle Filzhülle (z.B. Hut), wie sich die gewünschte Form finden lässt, wie Farben und Verzierungen eingesetzt werden können und wie aus Filz Schmuck wird. Welchen therapeutischen Wert das Filzen hat und wie sich dieser am besten zur Anwendung bringen lässt, wird ebenfalls behandelt. Im dritten Jahr werden die bisher gewonnenen Kenntnisse weiter ausgebaut und vertieft, man wagt sich an Bekleidungsstücke, Skulpturen, Objekte aller Art, Raumgestaltungen.

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Filz! Offen für alle

Bildungsgang Filz 1:

Drei Jahre im Filz

Die Ausbildung steht allen offen, mit oder ohne Vorkenntnisse im Filzen. Um die Module 2 bis 6 zu besuchen, wird der Besuch der voran gehenden Module aber vorausgesetzt. Bei genügender Anmeldungszahl soll künftig in jedem Jahr ein neuer Ausbildungsgang gestartet werden. Die nächste Gelegenheit zum Einsteigen bietet sich also voraussichtlich im Frühling 2003. Der Bildungsgang richtet sich an Personen aus Bereichen wie Lehrtätigkeit, Sozialpädagogik, Freizeitanimation, Mode, Innenraumgestaltung, etc., aber auch an allgemein Interessierte, denen eine vertiefte Ausbildung wichtig ist und die bereit sind, sich über eine längere Zeit mit gestalterischen Prozessen des Filzmachens auseinander zu setzen.

Fragen?

Die Kosten betragen Fr. 850.– pro Modul, alle 6 Module zusammen kosten Fr. 4 500.–, jeweils zuzüglich Materialkosten. Der Besuch einzelner Module wird mit einem Kursausweis bestätigt. Nach Abschluss des gesamten Bildungsgangs inkl. selbstständiger Arbeiten und Abschlussarbeit erhalten die Teilnehmenden ein entsprechendes Zertifikat. Das detaillierte Programm finden Sie im Internet unter www.kurszentrum-ballenberg.ch, oder Sie können es schriftlich bestellen bei: Kurszentrum Ballenberg, Postfach, 3855 Brienz. Interessierte können sich auch direkt mit dem Sekretariat des Kurszentrums in Verbindung setzen. Telefon 033 952 80 40. ■


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Links Martha Angehrn und rechts Johanna Rösti – die beiden Verantwortlichen des Bildungsganges Filz im Kurszentrum

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Bildungsgang Filz 2:

«Es nützt einem nichts, wenn man stricken oder nähen kann.»

Keine Lehre gebe es, und auch keine offizielle Berufsbezeichnung. Manche würden sich Filzerin nennen, oder Filzgestalterin, Filzkünstlerin... Sie selber nenne sich Filzmacherin, vom englischen felt maker, das finde sie am neutralsten. Wahrscheinlich war es dieses Gespräch, das den Stein ins Rollen brachte. Adrian Knüsel, dem Leiter des Kurszentrums, war nämlich schon öfter aufgefallen, dass viele Leute mit dem Angebot des Zentrums gut bedient waren, dass es andererseits aber auch Bedürfnisse gab, die dieses Angebot nicht abdeckte. Das Bedürfnis, nicht bloss so ein «Kürsli» zu machen. Sondern dranzubleiben, zu arbeiten, sich zu qualifizieren. Er beschloss also, dass die Idee einer eigentlichen Filzausbildung zu prüfen sei, und Martha Angehrn entwarf ein erstes, handschriftliches Konzept.

Als sich die Idee zu einem Bildungsgang Filz zu konkretisieren begann, suchte sich Martha Angehrn eine Partnerin, die mithelfen sollte, den Bildungsgang zu planen und zu organisieren. Sie fand sie in Johanna Rösti (42), auch sie eine Filzgestalterin der ersten Stunde. Bei ihr fing es vor 28 Jahren mit dem Spinnen und Weben von Schafwolle an. Nachdem sie sich eigene Schafe angeschafft hatte, kam das Färben hinzu, und Mitte der Achtzigerjahre rutschte sie so allmählich ins Filzen hinein. Zunächst produzierte sie Hüte, die sie während über zehn Jahren auf dem Markt verkaufte. Von Beruf ist sie Erwachsenenbildnerin, gibt heute ihr Wissen ebenfalls in Kursen weiter und beteiligt sich regelmässig an Ausstellungen. Beide Frauen sind Autodidaktinnen; den grössten Teil ihrer Kenntnisse haben sie sich selber beigebracht.

Sie sind eigentliche Filz-Pionierinnen: Martha Angehrn und Johanna Rösti, rechts. Und sie erzählen die Geschichte einer Idee, die nach 1 000 Versuchen plötzlich mehr wurde …

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Wer von Filz in der Politik spricht, meint gewöhnlich jene Verflechtung von Macht und Geld, die dazu führt, dass die Oberen oben und die Unteren unten bleiben. Es gibt aber auch fruchtbaren Filz. Zum Beispiel, wenn am Kurszentrum Leute, die über Filz nachdenken, und Leute, die über Berufe nachdenken, Leuten begegnen, die über Kurse nachdenken. «Nein, es gibt keine Filzmacher-Lehre», sagte Martha Angehrn zu jener Gruppe von Berufsberatern, die auf einem Ausflug das Kurszentrum besichtigt und einen Blick in ihren Filzkurs geworfen hatte.

Martha Angehrn (53) ist eine der Pionierinnen der FilzBewegung in der Schweiz. Der aktuelle Filzboom begann vor etwa fünf Jahren, angeregt durch einen Trend in der Modebranche, der jedoch bereits wieder abgeflaut ist. Ihr Interesse für das Filzen ist nachhaltiger und reicht viel weiter zurück: Sie entdeckte es bereits vor 20 Jahren, durch einen Kurs an der Schule für Gestaltung in Zürich. Sie erinnert sich noch genau an ihr Schlüsselerlebnis: Es war eine Pyramide aus Filz, die ihr die Augen öffnete und sie begeisterte für die gestalterischen Möglichkeiten, die dieses Material bot. Den «Ton im Textilen» nennt sie es, und es hat ihre Erwartungen nicht enttäuscht: «Je länger man darin arbeitet, desto riesiger wird das Gebiet», sagt sie. Heute hat sie ihren ursprünglichen Beruf als Werklehrerin an den Nagel gehängt und sich ganz aufs Filzen konzentriert. Sie hat ein Atelier in Winterthur, wo sie zu den Themen Bekleidung und Accessoires arbeitet. Ihr Hauptinteresse gilt der Entwicklung, nicht der Serienproduktion. Sie stellt vorwiegend Unikate her, selten einmal eine Kleinserie von bis zu zehn Stück. Ausserdem nimmt sie an Ausstellungen teil, gibt seit 1986 Kurse und hat verschiedene Stipendien gewonnen.

Handwerk 1/2002

Die Konzeptmacherinnen


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«Damals, als wir angefangen haben, gab es noch keine Literatur; höchstens ein paar Heftli», sagt Martha Angehrn. Johanna Rösti bestätigt: «Informationen waren kaum zu finden. Ich habe zwar immer gewusst, dass Wolle filzt. Zum Beispiel die Socken in den Wanderschuhen. Aber bis ich herausgefunden hatte, wie man einen Hut macht! Ich habe in dieser Zeit dauernd eigene Erfindungen gemacht.» Vor etwa zehn Jahren fing es dann, von England und Skandinavien herkommend, auch in der Schweiz allmählich an mit Kursen und Symposien, wo das überlieferte Wissen vermittelt, Erfahrungen ausgetauscht wurden und man sich Anregungen von aussen holen konnte.

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Zeit für Vertiefung Das Kurskonzept, das Angehrn und Rösti entwickelt haben, zeugt von Ernsthaftigkeit. «Beim Filzen kann man kaum auf Vorkenntnisse aufbauen», sagt Johanna Rösti. «Die Technik unterscheidet sich von den anderen textilen Techniken, es nützt einem nichts, wenn man stricken oder nähen kann. Es braucht Zeit, das Gspüri dafür zu bekommen». Zeit braucht es auch, um die eigene Kreativität zu entwickeln, sagt Martha Angehrn: «Sonst besteht die Gefahr, dass man bei der Makramee-Eule aus Filz endet, und es findet kein Prozess mehr statt.» (Womit nicht gesagt sei, dass nicht auch Makramee-Eulen ihre Existenzberechtigung haben.) Deshalb wird im Kurs nicht husch-husch ein wenig die Nase in ein Büschel Rohwolle gesteckt, damit man Materialkunde abhaken und möglichst bald das Objekt seiner Begierde herstellen kann. Diese Ausbildung ist prozessund nicht produktorientiert. Am ersten Tag möchte man vielleicht am liebsten gleich in allen Farben schwelgen. Doch dann vertieft man sich in die natürlichen Farbtöne der Schafwolle, entdeckt Nuancen, sieht, dass die graue Wolle in Wirklichkeit ein Gemisch von hellen und dunklen Haaren ist, spürt die unterschiedlichen Weichheiten, beginnt den warmen Duft zu lieben... Ebenso geht es mit der freiwilligen Beschränkung auf das Arbeiten in der Fläche, die für das erste Jahr gilt. Die Lust auf die Handtasche oder das Lampenobjekt muss noch ein bisschen warten, erst einmal sind Schals, Teppiche oder andere flache Sachen angesagt. «Die Fläche ist die Basis von allem. Wir wollen, dass die Leute die Fläche ausloten, auskosten, mit allen Möglichkeiten», sagt Martha Angehrn. Es ist vielleicht ein bisschen wie mit einem Kind, das spielen will. Gibst du ihm ein Zimmer voll Spielsachen, so wird es mit jedem Ding das naheliegendste Spiel spielen: den Ball ein wenig springen lassen, mit dem Auto ein wenig rumfahren, mit den Klötzchen ein wenig Turm bauen. Und dann kehrt Öde ein. Gibst du ihm aber nur eine Handvoll Murmeln, so wird es sich wohl oder übel etwas einfallen lassen. Und siehe da: Mit Murmeln kann man, wie ältere Semester wissen, ganze Nachmittage verbringen! So ist es denn gut möglich, dass man am Ende einer Kurswoche kein fertiges Produkt mit nach Hause nehmen kann. Dafür den Reichtum eines gemeinsam mit

anderen durchlebten Lern- und Erfahrungsprozesses. Und die Erkenntnis, dass man der Fläche nie zugetraut hätte, dass sie einen ein ganzes Jahr lang beschäftigen kann und dabei eigentlich immer nur noch interessanter wird.

Fröhliche Musenküsse Wenn die Lust an der Fläche am Ende der Kurswoche so richtig erwacht ist, dann ist die selbstständige Arbeit zwischen den Modulen da, um sich an eigene Entwürfe zu wagen. Hier ist Raum für Experimente, kühne Einfälle, fröhliche Musenküsse. Ist es die Sanftheit der Wolle, die mich inspiriert? Oder ein Foto, das ich neulich in der Zeitung gesehen habe? Oder will ich die Blume vor meinem Fenster in Filz übersetzen? Oder nur ihre Farbe? Die so genannten Modularbeiten lassen den Teilnehmenden im Rahmen der vom Modul vorgegebenen Beschränkungen viel Freiheit. Es ist auch nicht vorgegeben, ob das Ding, das da entsteht, einen Gebrauchswert haben soll, oder ob es ein Kunstobjekt wird. Die Arbeiten sollen aber dokumentiert werden, das heisst, die Teilnehmenden sollen über den Arbeitsprozess und ihre Überlegungen einen Bericht verfassen. Wer viel Zeit und auch Geld in eine solche Ausbildung steckt, möchte am Schluss etwas in den Händen haben. Deshalb gibt es für diejenigen, die sämtliche Module besucht und sämtliche Arbeiten gemacht haben, am Schluss das «Zertifikat Filzausbildung Kurszentrum Ballenberg Heimatwerk». Gut möglich, dass in einigen Jahren, wenn sich dieser Bildungsgang etabliert hat, das Zertifikat bei Stellenbewerbungen in geeigneten Bereichen gute Dienste leistet. Allzu hohe Erwartungen, aus dem Filzen einen Broterwerb machen zu können, sollte man aber doch nicht haben. Martha Angehrn schätzt die Situation so ein, dass es in der momentanen Filzboomsituation vielleicht möglich wäre, einen kleinen Produktionsbetrieb zu eröffnen. Aber nur, wenn der Boom noch ein Weilchen anhält. Aber realistischerweise ist zu sagen, dass sich von textilem Handwerk allgemein schlecht leben lässt. So versteht sich der Bildungsgang denn auch eher als Weiterbildung für Leute, die in anderen textilen Bereichen oder in sozialen und pädagogischen Berufen tätig sind, denn als eigentliche Berufslehre. ■

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Ursula Suter: Sich vom Material verzaubern lassen …

Filz! Weitere Filzkurse ■ Filzen, freies Gestalten, mit Johanna Rösti, 22.7. bis 26.7. 2002 ■ Filzschmuck mit Susanne Stauffer, 17.10. bis 19.10.2002 ■ Hülle und Fülle, Filz und Speckstein, mit Johanna Rösti und Brigitte Bauder, 18.10. bis 20.10.2002 ■ Filz nadeln mit Johanna Rösti, 16.11. bis 17.11. 2002

Bildungsgang Filz 3:

Ausgebucht ...

Modul 1 des Bildungsgangs Filz war schon kurz nach der Ausschreibung ausgebucht. Zwölf Frauen haben Mitte Februar daran teilgenommen. Bereits besteht eine Warteliste für nächstes Jahr. Für die Kursleitung ist das ein ermutigendes Signal. Ob alle Teilnehmerinnen den ganzen Bildungsgang absolvieren werden, ist noch offen.

Ursula Suter (51), Kindergärtnerin

Sie hat sich nur für das erste Modul angemeldet. Sie will zuerst sehen, ob es ihr hier gefällt. Vor fünf Jahren hat sie an einem anderen Ort schon mal einen Filzkurs besucht, zu dem eine Freundin sie überredet hatte. Zuerst dachte sie: Je nu, das ist jetzt halt ein Boom, dieses Filzen. Aber dann war es Liebe auf den ersten Blick. Ein textiler Typ ist sie sowieso schon immer gewesen, hat gestrickt, gestickt, genäht. Seit das Filzen sie gepackt hat, widmet sie dieser Leidenschaft mindestens zwei Tage pro Woche. Daneben hat sie eine halbe Stelle als Kindergärtnerin, einen Haushalt und eine Familie mit einem 18jährigen Sohn. Hobby und Erwerbsarbeit versucht sie so


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gut wie möglich aneinander vorbeizubringen, gibt aber zu, dass das ziemlich anstrengend ist. Wo sie gefühlsmässig die Prioritäten setzt, zeigt sich, wenn sie sagt, sie würde sich manchmal eine Zweitarbeit wünschen, die weniger intensiv ist als der Kindergärtnerinnen-Job. Eine Arbeit, die sich mehr nebenbei erledigen liesse, so dass ihr Kopf schneller wieder frei wäre und die Kraft besser ausreichen würde für das, was bei ihr an erster Stelle steht: das Filzen.

Felsgravuren in Filz Obwohl sie sich seit jenem Kurs, der die Initialzündung gab, alles selber beigebracht hat, kann sie bereits auf ein paar Erfolge zurückblicken. Sie stellt Bilder aus Filz her, von denen sie einige im Freundeskreis schon hat verkaufen können. Dann kam jene Ausstellung in Thusis, an die sie heute noch mit grosser Freude und auch Stolz zurückdenkt. Man hatte auf einer Alp Felsgravuren entdeckt, die 2 000 bis 3 000 Jahre alt waren. Die meisten stellten konzentrische Kreise dar. Für die Ausstellung waren Kunstschaffende gesucht, die diese Motive umsetzen sollten. Eigentlich richtete sich der Aufruf an Bündnerinnen und Bündner. Aber – wiederum – überredete eine Freundin sie dazu, trotzdem mitzumachen. Sie machte Filzbilder in Grau. Sie kamen so gut an, dass sie im Zeitungsbericht über die Ausstellung sogar speziell erwähnt wurden. Von ihren «monochromen» Filzarbeiten war da die Rede; sie ging nach Hause und sah im Wörterbuch nach, was das bedeutete. Danach musste sie erstmal aufpassen, dass sie nicht gleich abhob, und wieder auf den Boden runter kommen. Denn eigentlich sieht sie die Dinge nüchtern. Sie versteht sich als Handwerkerin, nicht als Künstlerin, und sagt von sich selbst, sie habe einen eher spielerischen Zugang zu ihrer Arbeit. Um eine Künstlerin sein zu können, wisse sie viel zu wenig genau, was Kunst sei. Ganz ohne Ambitionen ist sie allerdings auch nicht. Zur Zeit findet in Zürich gerade ihre erste Einzelausstellung statt, in der Kostproben-Galerie an der Klingenstrasse 21. («Filz-tierisch», bis 10.5., Dienstag bis Freitag von 10.00 bis 19.00 Uhr, Samstag von 10.00 bis 16.00 Uhr).

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z! Intensives Berührtsein

Möchte sie vom Filzen leben können? Sie lächelt. Natürlich wäre das ein Traum... Aber was sie antreibt, sind keine unrealistischen Utopien. Es geht ihr nicht darum, berühmt zu werden oder viel zu verkaufen. Die Motivation kommt von innen. Was beim Filzen geschehe, sei eine Art Schöpfungsprozess, auch wenn das vielleicht ein bisschen überheblich töne, sagt sie fast verlegen. Das Material sei so schön, es berühre sie innerlich, schon nur die Struktur... Vielleicht hätte sie auch mit einem anderen Material, mit Ton oder Papiermaché, so weit kommen können. Aber so intensiv wie mit der Wolle sei es noch nie gewesen. Den Kurs findet sie sehr anregend, sie hat den Eindruck, hier noch viel lernen zu können. Zum Beispiel geniesst sie es, sich mit der rohen Wolle auseinander zu setzen, da sie


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sonst meistens mit gefärbter arbeitet. Auch dass sie nicht immer selber herumtüfteln muss, wenn sie einen bestimmten Effekt erreichen will, sondern sich bei der Kursleiterin Johanna Rösti oder bei den anderen Teilnehmerinnen Ideen holen kann, gibt ihr das Gefühl, weiterzukommen. Und die Arbeit in der Gruppe eröffnet ganz neue Möglichkeiten. Vielleicht könnte man mal zusammen einen ganz grossen Teppich filzen. Oder sogar ein grosses Nomadenzelt, eine Jurte! Doch, wahrscheinlich geht sie auch ins zweite Modul. Das beschliesst sie schon nach wenigen Kurstagen. Und wenn es sich zeitlich einrichten lässt, auch ins dritte. Und vierte. Lust dazu hätte sie jedenfalls. Wenn man sie fragt, ob man das wirklich als eine Liebesgeschichte bezeichnen könnte, mit ihr und dem Filz, dann zögert sie nicht, ja zu sagen. ■

vor allem Geld verdienen und hatte keine Zeit für Kreatives. Es reichte höchstens, um Fasnachtskostüme zu nähen. Als ihr eine Freundin einmal ein paar Bilder zeigte von Sachen aus Filz, war sie sofort begeistert, dabei blieb es aber vorerst. Anderthalb Jahre später sah sie dann auf einem Mittelalter-Markt einen Stand mit filzenden Frauen, die Taschen, Hüte und Finken verkauften. Daraufhin meldete sie sich für einen ersten Kurs an. Der Kurs fand abends statt, nach 19 Uhr, und manchmal war sie nach der Arbeit einfach zu müde, um hinzugehen. Sie wurde nicht richtig vertraut mit der Technik, blieb unsicher. Das Eis brach erst, als sie an einem anderen Kurs einen ganzen Tag am Stück dranbleiben konnte. Von da an getraute sie sich, selber etwas auszuprobieren, und die Schwellenangst war weg.

Viviana Maini (48), Sozialarbeiterin Das Haus im Tessin gibt es schon. Es steht am Dorfplatz, und sie hat mit den Dorfleuten ausgemacht, dass sie unter dem Unterstand ihre Filzsachen nach draussen hängen darf. Die Touristen würden das sehen und zu ihr ins Haus kommen, wo sie in der Werkstatt am Arbeiten wäre, und dann gäbe es Tee und Gespräche. Und bei den Rustici, dort wo bereits das Tipi steht, dort würde auch die Jurte hinkommen, die sie zusammen mit anderen Frauen filzen würde. Und das Filzen würde immer bekannter werden, und mit der Zeit könnte sie auch Kurse geben. Aber vom Filzen leben müssen, das möchte sie nicht. Der Druck würde die Kreativität zerstören, glaubt sie. Nein, sie würde weiterhin in der Stadt einem Broterwerb nachgehen und zwischen Zürich und dem Tessin hin- und herpendeln.

Steiniger Weg, verbotene Träume Es ist noch nicht lange her, dass Viviana Maini es sich erlauben kann, an ihre Träume zu glauben. Eigentlich wäre sie gerne Innendekorateurin geworden, doch die Eltern versagten es ihr. Später musste sie als alleinerziehende Mutter von drei inzwischen erwachsenen Söhnen

Viviane Maini: …und Träume eigenhändig umsetzen.

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Aber den Rest gegeben habe ihr die Weihnachtsaus-stellung, sagt sie. Sie hatte sich dazu überreden lassen und machte zuerst nicht besonders begeistert mit. Doch dann fanden ihre Pulswärmer und Turbane einen derart reissenden Absatz, dass sie wochenlang fast Tag und Nacht am Filzen war, um alle Bestellungen ausführen zu können. Die Turbane, breite Stirnbänder in fliessenden Hellbeige-, Braun- und Orangetönen, sind übrigens ihre eigene Erfindung. Sie selber sagt «Entdeckung», als ob die Turbane schon längst im Reich der ungeborenen Ideen darauf gewartet hätten, von ihr gefunden zu werden. Das war an Weihnachten 2001. Ausgestellt hat sie seither nicht mehr, und auch verkauft nicht. Sie findet es schwierig, den Sachen einen Preis zu geben, denn entweder wird es gleich ziemlich teuer, oder unrentabel. Ein Kummer, den sie wohl mit vielen KunsthandwerkerInnen teilt. Nichts desto trotz ist sie in ihrer Küche während zwei bis drei Tagen pro Woche am Filzen, bis zu acht Stunden am Tag, hört dazu Hörbücher ab CD oder Kassette, und die Wohnung verwandelt sich allmählich in ein Warenlager. Sie will den gesamten Bildungsgang absolvieren, alle sechs Module. Auf ein Angebot wie dieses hat sie richtiggehend gewartet. Sie war die erste, die sich angemeldet hat, und nach zwei Monaten habe sie bibbernd angerufen, um zu fragen, ob der Kurs zu Stande komme. Sie schätzt es, eine ganze Woche lang dranbleiben zu können, sie lernt so viel Neues, dass sie nicht weiss, ob sie noch filzen kann, wenn sie heimkommt. Sie lässt sich gerne verunsichern, sie ist gespannt auf die anderen Dozentinnen, sie findet die Kursräumlichkeiten wunderschön. Und hier kann sie zum ersten Mal mit anderen Frauen über die Filzerei reden. Viviana Maini ist daran, ihre Wünsche wahr werden zu lassen. ■

Handwerk 1/2002

Weihnachtsmarkt mit Folgen


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Nicht ohne Stolz durften wir zur Kenntnis nehmen, dass zwei unserer KursleiterInnen von der bernischen Kommission für angewandte Kunst mit einem Förderbeitrag von Fr. 7 000.– ausgezeichnet worden sind. Martha Angehrn (53), Filzmacherin, und Franz Kälin (41), Schuhmachermeister. Ihr Projekt: ein Katzenhagel- und Schneematsch-tauglicher Filzschuh. Kennen gelernt haben sich die beiden im Kurszentrum. Sie, die seit 20 Jahren mit Filz arbeitet und stets auf der Suche ist nach neuen Ideen, schlug ihm die Zusammenarbeit vor. Und er, der in einer Tagesstätte für psychisch behinderte Leute die Schuhmacherwerkstatt führt und bisweilen etwas darunter leidet, dass so wenig Zeit bleibt, Neues zu entwickeln, sagte sofort zu. Nun ist es nicht so, dass der Filzschuh eine Erfindung von Angehrn/Kälin wäre. Bei uns kennt man ihn vor allem für den Hausgebrauch, als warmen, aber etwas biederen Pantoffel. Aber in Sibirien beispielsweise gibt es einen Schuhtyp, der rundum aus Filz besteht, also keine eigentliche Sohle hat, aber trotzdem geeignet ist für in den Schnee. Und in der Osttürkei marschierte das Militär noch bis in die 60er-Jahre im Winter in Filzstiefeln herum. Vom Pantoffel-Image wollen sich Angehrn und Kälin verabschieden. Bei der Entwicklung ihrer Modelle konzentrieren sie sich vorerst auf Stiefel und Pumps.

Auszeichung!

Vom Hauspantoffel zur koketten Stiefelette Es schweben ihnen Schuhe vor, die frisch, elegant, modern wirken. Filz, die textile Knetmasse, setzt der Fantasie kaum Grenzen. Von schnörkelig-verspielt bis zu kantig-kühl ist alles machbar, zudem in allen Farben, flach oder hochhackig, mit Seide, Goldfäden, Tierhaar verziert, unten Schuh und oben Schmuck, gefältelt, geschrumpft oder mit Durchblick. Richtig «elegante Schühlein» sollen mit der Zeit entstehen, sagt Franz Kälin. Bisher gibt es allerdings erst ein paar Prototypen: Ein roter und ein brauner Schuh sind in der Versuchsphase stecken geblieben. Ein gelber mit schwarzen Punkten, von dem aber nur ein einzelnes Stück existiert, hat ihnen den Förderbeitrag eingebracht, zusammen mit einem detaillierten Projektbeschrieb mit vielen Skizzen. Ein blau-schwarz gemustertes Paar Stiefel ist aber ganz fertig, und bei einem rot-schwarzen Paar Siefeletten fehlen

Martha Anghern und Franz Kälin: Beide durch und durch in ihrem Handwerk zu Hause. Neu: Das gemeinsames Projekt. Wie muss der Randabschluss gestaltet werden? Wie können Schaft und Sohle stabilisierend verbunden werden? Wie gehen Material und Form zusammen? Zum Beispiel so!


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Filz – Grundrezept für zwei Hände nur noch die Reissverschlüsse hinten. Von der Form her erinnern diese Erstlinge an Gummistiefel; das ist für Martha Angehrn eindeutig noch viel zu nah am Pantoffel. Sie möchte deshalb jetzt ausprobieren, wie ein eckiger Schuh wirkt. Je klarer die Form, desto unpantoffliger, ist ihre These.

Weicher Schuh im Härtetest Die blau-schwarzen Stiefel gehören Franz Kälin und werden von ihm zu Testzwecken täglich getragen. Als Handwerker ist ihm wichtig, dass ein Schuh funktioniert, das heisst dass er praktisch ist und bequem, langlebig und ebenso wasserdicht wie ein Lederschuh. Da es bis Redaktionsschluss zu wenige Regentage gab, kann Kälin zu Letzterem noch keine stichhaltigen Aussagen machen. Was der Test aber bereits ergeben hat: Die Schuhe sind bequem, drücken nirgends, sind warm, machen aber keine schwitzigen Füsse. Ein vielversprechender Start! Filz hat gegenüber Leder beträchtliche Vorteile, die Kälin sofort überzeugt haben. Ein Filzschuh lässt sich ohne Nähte arbeiten, so dass der Fuss wie aus einem Guss von Filz umhüllt ist. Das Material ist weicher und leichter als Leder. Die Sohle lässt sich viel einfacher annähen. Kälin: «Es ist genial, man kann einfach nähen, wo man will, braucht nichts vorzulochen, es ist kein Gemurks, es geht wie durch Anken.» Wo Stabilität nötig ist, zum Beispiel bei der Ferse und bei den Zehen, da kann einfach etwas dicker gefilzt werden, es braucht keine verstärkenden Einlagen wie beim Lederschuh. Filz ist durchlässig für Wasserdampf, aber dicht gegen Tropfen. Die Feuchtigkeit im Schuh kann also entweichen, der Regen hingegen wird abgehalten. Dass Filz grundsätzlich wasserdicht sein kann, zeigen unsere Filzhüte. Wie es sich allerdings verhält, wenn der Filz bewegt und verbogen wird, wie beim Gehen, und wie er beschaffen sein muss, um auch so dichtzuhalten, wird zu erproben sein. Ebenso wird sich noch zeigen müssen, wie haltbar und pflegeleicht der Schuh sein wird. Klar ist bereits, dass hier Schuhwichse und die grobe Bürste nicht taugen. Angehrn schlägt vor: trocknen lassen und dann mit dem Staubsauger dahinter!

Filzschuhmacher und Schuhfilzmacherin Die Arbeitsteilung zwischen Angehrn und Kälin ist bis jetzt konsequent: Er stellt den Holzleisten her, der dem Schuh die Form vorgibt. Sie macht den eigentlichen Schuh, indem sie den Leisten umfilzt. Er wiederum ist zuständig für Sohle und Absatz. Ziel ist aber, nicht einfach getrennt vor sich hinzuwerkeln, sondern wirklich zusammenzuspannen. Deshalb hat Martha Angehrn Anfang März den Schuhmacherkurs bei Franz Kälin besucht, und er will bei Gelegenheit von ihr die Grundkenntnisse im Filzen lernen. Beabsichtigt ist zwar kein Rollentausch, beide bleiben ihrem Metier treu, aber wenn man weiss, was im Bereich des andern technisch und gestalterisch möglich ist, werden die Ideen zugleich angeregt und in realistische Bahnen gelenkt. ■

Man nehme einen Wollpullover, stecke ihn in die Waschmaschine, gebe Waschmittel und warmes Wasser hinzu, und mit etwas Pech – wenn die Maschine etwas zu ruppig, das Waschmittel zu scharf, das Wasser zu warm oder auch einfach der Pulli ein Sensibelchen ist – erhält man auf diese Weise Filz. Oder jedenfalls etwas, das weit näher bei Filz liegt als bei jenem SchmusewollePulli aus der TV-Werbung, der so unwiderstehlich flauschig aussieht, dass ihn wildfremde Leute auf der Strasse befingern («Isch dä neu?»). Der hier geschilderte Vorgang beschreibt ziemlich genau die Grundtechnik des Filzens. Man nehme Schafwolle, Seife, warmes Wasser, reibe und knete alles – et voilà: Filz! Zumindest der Anfang davon, nämlich das, was ein Filzlehrbuch als «regelloses Durcheinander» der einzelnen Wollhaare bezeichnet. Zugegeben: Das tönt etwas gar einfach, und selbstverständlich kann, wie bei jedem Handwerk, die Technik fast unbegrenzt verfeinert und perfektioniert werden. Es scheint aber, als ob die Verwandlung von Wolle zu Filz selbst für erfahrene Leute immer noch ein Stück Geheimnis enthielte. So schreibt die Filzkünstlerin Johanna Vogel über das Filzen vor allem grosser Stücke: «Nasser Filz ist etwas völlig anderes als das, was wir uns allgemein unter Filz vorstellen. Im kalten Zustand kostet jede Berührung mit dem feuchten Filz Überwindung. Es ist unvorstellbar, dass dieses Material, das da pflaumig-faltig am Boden liegt, eine eindeutige Form hat, und dass meine Bemühungen um diese Form wirklich einen Sinn haben. Nur aus Erfahrung wage ich zu hoffen, dass die Faserverbindung dauerhaft, die Form im Trockenzustand wenn auch beweglich, so doch bestimmt und das Material haarig-flauschig und anziehend sein wird.» ■ Aus dem «Filzbuch» von M. Lang


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Charly Fehr mit Brille. Alfred von Bergen mit Matratzen und Federbett; er ist in diesem Frühling erstmals im Ballenberg am Einrichten.

Aus den bisherigen Arbeiten haben sich auch schon erste Erfahrungen ergeben. Zum Beispiel hat es sich gezeigt, dass man Filzschuhe zwei Nummern zu klein machen muss, damit sie am Schluss passen, fest genug sind und Halt geben. Und im Schuhmacherkurs hat Martha Angehrn gemerkt, dass sie so eine Zwickzange eigentlich auch ganz gut gebrauchen könnte, um den Filz über den Leisten zu ziehen. Ausserdem möchte sie zunächst wieder einfacher werden: «Ich will wieder weg vom Farbigen und Verzierten und mich vorerst auf Form, Festigkeit und Verschlüsse konzentrieren». Franz Kälin sieht eine Schwierigkeit darin, dass Filz im Gegensatz zu Leder weich und faserig ist, keine klaren Grenzen hat, so dass es heikler ist, beispielsweise die Linie zu finden, wo die Sohle angenäht werden muss. Beeindruckt ist er hingegen davon, wie schnell sich so ein Schuh herstellen lässt. Braucht man für Lederschuhe rund vier Tage, so lassen sich Filzschuhe in etwa der Hälfte der Zeit herstellen. Nach ihren Visionen gefragt, kann sich Martha Angehrn vorstellen, vielleicht irgendwann einmal eine FilzschuhAusstellung zu machen. Nicht unbedingt, um viele Schuhe zu verkaufen. «Ich möchte nicht einfach 100 Schuhe machen müssen», sagt sie. Aber durch solche Ausstellungen ergäben sich immer Kontakte, man werde angefragt für Kurse, und mal ein Einzelstück für jemanden herstellen - warum nicht? Bestellungen gibt es übrigens bereits einige, obwohl noch gar kein Produkt käuflich ist. Für Franz Kälin wäre es denkbar, dass die psychisch behinderten Menschen in seiner Werkstatt dereinst neben den bereits bewährten Leder- auch Filzschuhe herstellen könnten. (Und vielleicht gibts einmal einen Filzschuhkurs bei uns?) Aber das ist Zukunftsmusik. Vorderhand ist für beide wichtig, so viel wie möglich herauszufinden über dieses Neue, das da entsteht. Und – wer weiss – vielleicht entsteht nicht nur Schönes, sondern auch Hilfreiches. Neulich hat nämlich eine Orthopädie-Schuhmacherin die Filzschuhe begutachtet und sofort die neuen Möglichkeiten erkannt: Gerade für Menschen mit besonderen Füssen könnten Filzschuhe ideal sein, weil sie sich an jede Fussform anpassen, nicht drücken und auch solche Füsse warm halten, die sich nicht mehr viel bewegen können. ■

Der Ballenberg war schon immer abwechslungsreich und seit dem 14. April 2002 vielleicht noch etwas mehr! Rindviecher: Zum ersten Mal in der Geschichte des Freilichtmuseums wird ab dem 12. Mai 2002 über die Landesgrenzen hinaus geschaut. Einmalig und nur während der kommenden Sommersaison werden unseren einheimischen Rinderrassen ausländische Artgenossen gegenübergestellt. Auf den BallenbergWiesen weiden Simmentaler Fleckvieh, Schweizer Braunvieh, Grauvieh, Eringer, Evolènes und Holsteiner neben Schottischen Hochlandrindern, Salers, Piemontesern, Dexters, Hinterwäldern, Wasserbüffeln und Yaks. Schoggiträume: Typisch Schweiz?! Auf jeden Fall die süsseste Versuchung, seit es den Ballenberg gibt! Im Gasthof Wilerhorn ist eine Schokoladenproduktion eingerichtet und in der Ausstellung wird gezeigt, wie aus der unscheinbaren Kakaobohne Schritt für Schritt herrlich süsse Schokolade entsteht. Selbstverständlich dürfen Sie die hausgemachte Ballenberg-Schoggi auf der Stelle probieren und kaufen.


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Ballenbergberufe

Charly Fehr und Alfred von Bergen, Einrichter Am 14. April haben die Häuser, Scheunen und Ställe im Freilichtmuseum Ballenberg dem Publikum wieder ihre Türen und Tore geöffnet. Aber vorher gab es noch einiges zu tun, denn der Winterschlaf hat fast ein halbes Jahr gedauert, und die Frühlingsfrische kehrt nicht ganz von selbst in die alten Gebäude zurück.


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Eigentlich ist Charly Fehr (60) gelernter Bäcker-Konditor. Bis zu Beginn der Saison 2000 hat er in der Holzofen-Bäckerei des Museums gearbeitet. Und eigentlich hat Alfred von Bergen (63) schon als Bub auf der Alp das Käsen gelernt, führte dann während 35 Jahren eine Molkerei und macht jetzt im Museum Ballenberg Mutschli. Aber vor Saisonstart und nach Saisonende gibt es im Museum jeweils besondere Arbeit zu tun. Beim Einrichten der Häuser ist Alfred von Bergen dieses Jahr zum ersten Mal dabei. Er lässt sich von Charly Fehr zeigen, wie’s geht. Auch im Herbst hat er schon mitgeholfen, beim Einwintern. In jedem Haus haben sie die Runde gemacht, die «Balken» vor den Fenstern geschlossen, die Fenster mit Seidenpapier verklebt, damit nicht der Blick ins Innere ungute Begehrlichkeiten wecke. Es kommt immer wieder vor, dass Sachen gestohlen werden, deshalb will man niemanden in Versuchung führen. Wertgegenstände werden in Schränken verstaut oder ganz aus den Häusern entfernt. Kaputte Sachen gehen in die Reparatur, Bettzeug und Matratzen werden so aufgeschichtet, dass sie belüftet sind und nicht schimmeln können, und in den katholischen Häusern wird das Weihwasser aus den Wandbehältern eingesammelt und an einem frostsicheren Ort überwintert.

Von November an haben die Häuser Ruhe. Jede Woche macht jemand einen Kontrollgang und schaut nach, ob der Sturm keine Dächer abgedeckt hat, ob die Fenster überall in Ordnung sind. Und Alfred von Bergen hat Zeit, Holz zu hacken, damit im Frühling wieder schöne Scheiterbeigen an den Hauswänden stehen und man Feuer machen kann in den alten Küchen.

Frühlingsputz in alten Mauern Anfangs März beginnt dann die Vorbereitung auf die neue Saison. Zunächst zieht eine Putzequipe von Haus zu Haus, die Böden wischt, Möbel abstaubt, Fenster putzt. In Blatten, im Wallis, fängt sie an, und hinter ihr her ziehen die beiden Einrichter. Schliesslich sorgt eine dritte Equipe dafür, dass die Häuser auch von aussen einen ordentlichen Eindruck machen. von Ostermundigen wirkt an unserem Besuchstag noch verlassen. In den Räumen ist es kalt, kälter sogar als draussen an der Märzensonne. Geputzt hat hier noch niemand, der Finger, der über die hölzerne Platte des Küchentischs fährt, hinterlässt einen Strich. Staub auch auf den Schemeln, dem Küchenbuffet, den Bänken. Am Boden liegen Krümel und einzelne dürre Blätter. Die Regale in Küche und Stube sind leer, nur ein paar einzelne alte Tassen stehen an ihrem Ort, von hinten mit Draht befestigt. «Damals hatte man wohl noch mehr Zeit für solche Sachen», sagt Charly Fehr zu dieser Art der Diebstahlsicherung. Die Küchenkellen und Siebe hängen hinter einem Seidenpapier an der Wand. Das Geschirr hat man weggeschlossen, es stapelt sich im bemalten Bauernschrank von 1759, nebst einigen Körben mit roher Schafwolle. Die Wanduhr ist eingelagert im Werkhof, übriggeblieben sind die Konsole und das Dächlein, die, ihres Zwecks beraubt, einen etwas ratlosen Eindruck machen. Leer ist auch der Vogelkäfig in der Stube; die «Berner Kanarien», als Rasse gezüchtet 1880 in Steffisburg, sind über den Winter zu ihrem Besitzer zurückgekehrt. Beim Steinofen von 1866 ist offenbar geflickt worden: Die dicken Risse in der Ofenplatte sind zugemörtelt, aber die Platte ist noch mit Mörtel verschmiert.

Jedes Ding an seinem Ort Im Freilichtmuseum gibt es fast 100 so genannte Objekte, das heisst Gebäude aller Art. Unmöglich, überall auswendig zu wissen, wohin dieser Stuhl gehört oder jene Petrollampe, ob hier ein Bild hängen oder dort eine Wespenfalle stehen sollte. Deshalb hat jedes Haus einen Ordner mit Fotos. Diesen nimmt Charly Fehr zur Hand, um die Häuser wieder genau so einzurichten, wie es sein muss. Und sorgfältig notiert er sich in einem Heft, was er schon erledigt hat und was noch zu tun ist. Zum Beispiel muss man in jedem Haus die Löschposten überprüfen: Feuerlöscher kontrollieren, Wassereimer füllen, Eimerspritze bereitstellen – ein patentes Gerät, mit dem man Wasser aus dem Eimer gezielt verspritzen kann. Oder dann gehört in jedes Haus eine Apotheke. Fast eine Woche hat er damit verbracht, sämtliche Apotheken zu ergänzen, 35 kleine und sechs grosse, damit im Notfall


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erste Hilfe geleistet werden könnte. Er macht die Arbeit gern, es war ihm immer eine willkommene Abwechslung zum Brotbacken. «Und so kommt man einmal in alle Häuser», sagt er. In Zukunft will er dieses Amt aber ganz an Alfred von Bergen abtreten und sich aus gesundheitlichen Gründen darauf beschränken, während der Saison bei der Hausaufsicht mitzuhelfen. «Das Einrichten ist eine Arbeit, die ein wenig unterschätzt wird", hat sein Nachfolger bereits festgestellt. «Wenn man es genau machen will, gibt es noch ziemlich zu tun.“ Gut einen Monat braucht man, bis alle Häuser fertig sind. Aber ungern macht auch er es nicht. Es sei einfach das Zeichen, dass jetzt wieder Frühling werde und die Besucher bald kämen.

Mäusehorden und Plastikdiebe Natürlich gibt es auch weniger Gefreutes. So erinnert sich Charly Fehr an ein Erlebnis vor drei Jahren. Aus Sparsamkeit hatte er im Herbst einen Rest Mehl in der Backstube aufbewahrt, aber leider nicht mit den Mäusen gerechnet. Ungefähr 40 bis 50 Stück müssten es gewesen sein, schätzt er. Im Frühling war das Mehl weg und die ganze Umgebung voll Mäusedreck. Es kostete ihn über einen Tag, alles wieder zu putzen. Seither achtet er darauf, dass kein Brösmeli mehr übrigbleibt. Oder einmal, da waren die grossen, stabilen Plastikfolien, mit denen im Winter die Schautafeln der Brotausstellung zugedeckt werden, gestohlen worden – Material im Wert von drei- bis vierhundert Franken. Damit das nicht wieder geschehen konnte, versteckte er die Folien in einer OfenAttrappe. Aber er, der sonst gewissenhaft alles in sein Heft schreibt, der sogar seit 1985 jeden Tag aufgeschrieben hat, wie viele Brote er gemacht hat und was für Wetter war – dies vergass er aufzuschreiben. Und im Herbst hatte er keine Ahnung mehr, wohin diese Folien gekommen waren, und nur durch Zufall hat er sie wieder gefunden. Alfred von Bergen hat noch nicht so viel Erfahrung, weder mit den Freuden, noch mit den Leiden dieser Arbeit. Bis jetzt findet er es lediglich ärgerlich, wenn jemand einen Gegenstand wegnimmt, zum Beispiel zum Flicken, ohne etwas zu sagen, und dann weiss man nicht, wo suchen. Oder wenn etwas auswärts gegeben wird, an eine Ausstellung, und man es danach wieder wegräumt, aber halt an einen anderen Ort.

Als wir aus den kühlen, dunklen Räumen des Ostermundigen-Hauses wieder an die Sonne treten, fährt gerade das Ochsengespann vorbei. Die Ochsen sind die einzigen Tiere, die auch den Winter im Museum verbringen. Weil sie in Zukunft bei einigen Arbeiten den Traktor ersetzen sollen, zum Beispiel um ein Fuder Heu oder Stroh zu holen, sorgt ein leichtes Training am Brügiwagen für die nötige Fitness. Charly Fehr schliesst das Haus wieder ab. Es ist noch nicht an der Reihe. Lange Balken stützen noch das ausladende Dach, damit es im Winter unter der Schneelast nicht zusammenbricht. Aber an der Holzwand neben der Türe steht doch schon die neue Scheiterbeige bereit, made by Alfred von Bergen. Und wenn dann alle Häuser ihre Einrichtung wieder haben, geputzt und hergerichtet sind und das Weihwasser vom letzten Jahr wieder in die Behälter gefüllt ist, dann ist Frühling auf dem Ballenberg. ■

Vom Bretzeleisen bis zum Wegkreuz, das über den Winter an den «Schärmen» kommt, wird über jedes Haus minutiös Buch geführt.


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Unikate zum Berühren: Handgedrehtes Porzellan, matt glasiert in schwarz oder weiss von Rosina Caprez. Macht Lust auf mehr: Mehr Frühling, mehr Sonne, mehr... Steingut von Marc Zumstein in frischen Farben wie lemon, türkis, dunkelblau oder apricot (oberes Bild).

Ausstellungen im Schweizer Heimatwerk

100 und mehr Gefässe 100 Gefässe Rosina Caprez Ausstellung vom 27. April bis 25. Mai im Schweizer Heimatwerk, Rudolf Brun-Brücke, Zürich. Rosina Caprez stellt aus. 100 Vasen, Krüge und Becher. Aus dem Moment entstehen mit Leichtigkeit Unikate, die sich durch schlichte Formgebung auszeichnen und zum Berühren einladen. Man spürt die Lebendigkeit und die Bewegung. Fundierte Keramikkenntnisse ermöglichen der Künstlerin eine grosse Freiheit in der Ausführung ihres Schaffens. Die Ausstellung wird am Samstag, 27. April ab 11.00 Uhr eröffnet und dauert bis zum 25. Mai 2002. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 9.00 bis 20.00 Uhr, Samstag von 8.30 bis 17.00 Uhr; Telefon 01 217 83 17. ■


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Schnabelkrug und Becher Marc Zumstein

«Voilà»: Sofia Burgos, Sophia Honegger, Marie-Blache Nordmann

Ausstellung vom 27. April bis 25. Mai im Schweizer Heimatwerk, Einkaufszentrum Glatt, Glattzentrum bei Wallisellen. Lassen Sie sich überraschen, wie vielseitig verwendbar die Gebrauchskeramik von Marc Zumstein ist. Die starken, klaren Formen sprechen für sich und lassen sich gut integrieren. Schnabelkrug, Becher und Siebschale sind Farbtupfer im Raum, ob einzeln oder kombiniert. Die handgedrehte Keramik ist glasiert und mit Platinrand versehen. Einmal mehr zeigen die Arbeiten von Marc Zumstein Lebensfreude und man spürt sein Engagement im Töpferhandwerk. Die Ausstellung wird am Samstag, 27. April ab 11.00 Uhr eröffnet und dauert bis zum 25. Mai 2002. Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 9.00 bis 20.00 Uhr, Freitag von 9.00 bis 21.00 Uhr und Samstag von 9.00 bis 18.00 Uhr; Telefon 01 830 12 36. ■

Ausstellung vom 4. Mai bis 1. Juni 2002 im Schweizer Heimatwerk, Rennweg 14, Zürich. Drei Mal Keramik – drei Mal ganz anders! Sofia Burgos zeigt farbenprächtige Gebrauchskeramik mit Tier- und Fabelmotiven. Sophia Honeggers filigrane Gefässe adaptieren Motive aus der Pflanzenwelt und spielen mit den Elementen Erde und Wasser. Fast transparent wirkende Schalen stellt Marie-Blanche Nordmann aus; ihre Objekte sind aus farbigem Porzellan gegossen – die Oberfläche ist poliert. Die Ausstellung wird am Samstag, 4. Mai um 11.00 Uhr eröffnet und dauert bis 1. Juni 2002. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 10.00 bis 18.30 Uhr, und Samstag, 9.00 bis 17.00 Uhr; Telefon 01 221 35 73. ■

Einmachgläser Gratis abzugeben:

Kunststoff-Silo Marke Bülach

mit Verschluss, 30 m3, Durchmesser 3 m. Hans Laid, 9044 Wald, 071 877 18 28 (mittags/abends)

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