Issuu on Google+

THE WORLD TRAVEL BOOK

Von den herben stillen Schönheiten im Norden Alaskas und Kanadas bis zu den gemäßigten und üppig grünen Vegetationszonen im Süden der Vereinigten Staaten präsentiert dieser Bildband die ganze landschaftliche Vielfalt, Einzigartigkeit und Farbenpracht der amerikanischen und kanadischen Nationalparks und Naturreservate. Die beliebten Reiseziele in den Parks erscheinen in spektakulären Blickwinkeln.

Die schönsten Nationalparks und Naturreservate in KANADA und den USA

Die schönsten Nationalparks und Naturreservate in KANADA und den USA

Wildnisse

Wildnisse

Die letzten

Die letzten

Die letzten

Wildnisse Die schönsten Nationalparks und Naturreservate in KANADA und den USA TERRA MAXIMA Die Wunder der Natur

Die schneebedeckten Bergriesen um den Mount McKinley spiegeln sich in glasklaren Seen, in scheinbar grenzenloser Weite entfaltet sich das Yukon Delta und im Redwood Nationalpark wachsen die Baumriesen fast zum Himmel. Im Arches-Nationalpark beeindrucken Felsbögen wie der Delicate Arch, während in der Biscayne Bay Unterwasserschönheiten wie Schwarznasenhaie und Papageienfische zu entdecken sind. Unter dem leuchtenden Himmel der Prärielandschaften South Dakotas grasen die Büffel, im Mount Rainier-Nationalpark erinnert der namensgebende Berg an Japans Fuji und im Bryce Canyon Nationalpark haben Wind und Wetter große Felsen zu schmalen Steinskulpturen geschliffen. Das Reiseziel USA und Kanada sorgt immer für unvergessliche Eindrücke.

TERRA MAXIMA Die Rekorde der Menschheit

TRAUMSTRASSEN AMERIKAS

€ (D) 39,95 / € (A) 41,10 ISBN 978-3-89944-898-6

UNTERWEGS IN DEN USA

WUNDERVOLLE ERDE


002-021_ParadUSAK_Prolog_var

31.10.2012

20:42 Uhr

Seite 2

DIE LETZTEN WILDNISSE

2


002-021_ParadUSAK_Prolog_var

31.10.2012

20:42 Uhr

Seite 3

Selbst m채chtige Eisb채ren wirken klein und verloren in der scheinbar endlosen arktischen Weite. Doch sie ist den guten Schwimmern und exzellenten J채gern seit langer Zeit eine nahrhafte, vertraute Heimat.

3


002-021_ParadUSAK_Prolog_var

4

31.10.2012

20:42 Uhr

Seite 4


002-021_Wild_USAKan_Prolog_var

16.11.2012

15:52 Uhr

Seite 5

Hoch in den Bergen Kanadas und der USA faszinieren eisige Landschaften von außergewöhnlich karger Schönheit – wie hier die Gletscher zwischen den Gipfeln des Glacier Bay-Nationalpark in Alaska.

5


002-021_ParadUSAK_Prolog_var

6

31.10.2012

20:42 Uhr

Seite 6


002-021_Wild_USAKan_Prolog_var

16.11.2012

15:52 Uhr

Seite 7

Während der größte Teil noch in kaltem Weiß-Blau liegt, hat die höchsten Gipfel schon ein rosiger Hauch erfasst: der Mount Assiniboine im gleichnamigen Park in der kanadischen Provinz British Columbia.

7


002-021_ParadUSAK_Prolog_var

8

31.10.2012

20:42 Uhr

Seite 8


002-021_ParadUSAK_Prolog_var

31.10.2012

20:42 Uhr

Seite 9

Doch auch die Sonnenuntergänge bleiben lange in Erinnerung. Selbst wenn der Glutball schon versunken ist, verstärkt er noch das Rot des Sandsteins – hier am Horseshoe Bend des Colorado River in Arizona.

9


002-021_ParadUSAK_Prolog_var

10

31.10.2012

20:42 Uhr

Seite 10


002-021_ParadUSAK_Prolog_var

31.10.2012

20:42 Uhr

Seite 11

Heiße, trockene Landschaften mit spektakulären Felsformationen finden sich vor allem im Südwesten der USA. Etwa die Sandsteinkämme des Bryce Canyon in Utah: Menschen wirken dazwischen wie Ameisen.

11


002-021_ParadUSAK_Prolog_var

12

31.10.2012

20:42 Uhr

Seite 12


002-021_Wild_USAKan_Prolog_var

16.11.2012

15:53 Uhr

Seite 13

Im S체dosten Nordamerikas geht es eher feucht und warm zu: ideale Bedingungen f체r unz채hlige Tier- und Pflanzenarten, die hier gedeihen, wie die m채chtigen Sumpfzypressen in einem Wald in Illinois.

13


002-021_ParadUSAK_Prolog_var

14

31.10.2012

20:43 Uhr

Seite 14


002-021_ParadUSAK_Prolog_var

31.10.2012

20:43 Uhr

Seite 15

Auch Regenwald hat der Kontinent zu bieten: An der Westk체ste Kanadas und der USA ziehen oft Nebelschwaden durch die m채chtigen Redwood-W채lder, wo Rhododendren auf dickem Moos gedeihen.

15


002-021_ParadUSAK_Prolog_var

31.10.2012

20:43 Uhr

Seite 16

ZU DIESEM BUCH Einem Maler, fasziniert von der indianischen Kultur und spezialisiert auf Portr채ts von Ureinwohnern, wird die Nationalpark-Idee zugeschrieben. George Catlin schlug schon 1832 vor, die Great Plains, die weiten Ebenen

16 | KANADA


002-021_ParadUSAK_Prolog_var

31.10.2012

20:43 Uhr

des Westens, zu erhalten: als »großartigen Park mit Menschen und Tieren in aller Wildheit und der Frische ihrer natürlichen Schönheit«. Unterstützung von anderen Künstlern, Philosophen und Naturfreunden stärkte den

Seite 17

Schutzgedanken und führte 1872 zur Einrichtung des Yellowstone-Nationalparks. Es folgten bis heute fast 100 solcher Parks in Kanada und den USA, die der Schönheit der Natur ungestörten Raum geben.

Manche Landschaften Nordamerikas haben sich über Film und Fernsehen ins Gedächtnis gebrannt. Durch die Alabama Hills, hier bei Sonnenaufgang, sind im Laufe der Jahrzehnte viele Westerndarsteller geritten.

17


002-021_Wild_USAKan_Prolog_var

16.11.2012

15:53 Uhr

Seite 18

INHALT

KANADA

ABKĂœRZUNGEN NP

National Park

PP

Provincial Park

TP

Territorial Park

NM

National Monument

NF

National Forest

NWR

National Wildlife Refuge

NPres

National Preserve

SP

State Park

18

Quttinirpaaq NP Lemminge Sirmilik NP Auyuittuq NP Ukkusiksalik NP Aulavik NP Moschusochsen Tuktut Nogait NP Karibus Nahanni NP Ivvavik NP Vuntit NP Tombstone TP Kluane NP Gwaii Haanas NP Gulf Islands NP Orcas Pacific Rim NP Garibaldi PP

22 24 26 28 30 32 34 36 38 40 42 44 45 46 50 56 57 58 60 64

Wells Gray PP Mount Revelstoke NP Glacier NP Bugaboo PP Valhalla PP Mount Robson PP Yoho NP Kootenay NP Mount Assiniboine PP Wood Buffalo NP Elk Island NP Jasper NP Wapiti-Hirsche Bighorn-Schafe Banff NP Waterton-Lakes NP Maultierhirsche Prince-Albert NP Grasslands NP Wapusk NP

66 68 70 72 74 76 80 84 86 88 90 92 94 96 98 104 106 108 110 112


002-021_Wild_USAKan_Prolog_var

16.11.2012

15:53 Uhr

Seite 19

Im Südwesten der USA zieht sich die Sonora-Wüste von Arizona und Kalifornien bis weit über die Grenze nach Mexiko. Kakteen sind hier die auffälligsten Vertreter einer überraschenden Pflanzenvielfalt.

Eisbären Riding-Mountain NP Woodland Caribou PP Pukaskwa NP Bruce-Peninsula NP Killarney PP French River PP Georgian-Bay-Island NP Algonquin PP Point-Pelee NP St. Lawrence Islands NP La Mauricie NP Mingan Archipelago NP Forillon NP L’Ile Bonaventure et du Roche Percé PP Torngat Mountains NP Gros Morne NP Terra Nova NP Prince Edward Island NP

114 116 118 119 120 122 124 126 128 130 132 133 134 136 138 140 142 144 146

Kouchibouguac NP Fundy NP Kejimkujik NP Cape Breton Highlands NP

147 148 150 152

USA

154 156 158 160 162 168 172 173 174 176 178 180 181 182

Round Island Walrosse Kobuk Valley NP Denali NP Gates of The Arctic NP Yukon Delta NWR Lachse Katmai NP Grizzlybären Kodiak NWR Lake Clark NP Izembek NWR Kenai Fjords NP

Weißkopfseeadler Glacier Bay NP Schneeziegen Wrangell-St. Elias NP Schwarzbären Olympic NP North Cascades NP Mount Rainier NP Crater Lake NP Redwood NP Mount Shasta Lassen Volcanic NP Lake Tahoe Yosemite NP Mono Lake Inyo NF Alabama Mountains, Owens Valley Kings Canyon NP, Sequoia NP Death Valley NP Joshua Tree NP

184 186 188 190 194 196 189 200 204 206 208 210 212 216 222 224 228 230 232 238

19


002-021_Wild_USAKan_Prolog_var

16.11.2012

15:53 Uhr

Seite 20

INHALT

Antelope Valley Mojave NPres Channel Island NP Kalifornische Seelรถwen Sawtooth NF Wรถlfe Glacier NP Berglรถwen Yellowstone NP Kojoten Gran Teton NP Great Basin NP Canyonland NP Arches NP Bryce Canyon NP Zion Canyon NP Capitol Reef NP Grand Staircase Escalante NM Glen Canyon NRA Goosenecks SP

20

240 242 244 246 248 250 252 254 256 260 262 264 266 272 274 278 282 284 286 292

Vermilion Cliffs NM Grand Canyon NP Antelope Canyon Monument Valley Canyon de Chelly NM Petrified Forest NP Slide Rock SP Tonto NF Organ Pipe Cactus NM Klapperschlangen Saguaro NP Rocky Mountain NP White River NF Black Canyon of the Gunnision NP Mount Sneffels Wilderness Great Sand Dune NP Mesa Verde NP Bosque Del Apache NWR White Sands NM Carlsbad Caverns NP

294 298 304 306 310 312 314 316 318 320 322 324 326 328 330 332 334 336 338 339

Guadeloupe Mountains NP Big Bend NP Theodore Roosevelt NP, Little Missouri NP Badlands NP Wind Cave NP Bisons Superior NF Voyageurs NP Isle Royale NP Elche Porcupine Mountains Wilderness SP Cuyahoga Valley NP Mammoth Cave NP Hot Springs Caddo Lake NWR Baxter SP Acadia NP White Mountains NF

340 342 344 346 352 354 356 358 359 360 362 363 364 365 366 368 370 372


002-021_Wild_USAKan_Prolog_var

16.11.2012

15:53 Uhr

Seite 21

Statt karger Eisfelder wie in der Arktis ist hier ein anderes Extrem in der Vielfalt nordamerikanischer Landschaften zu sehen: die aufgesprungene Salzkruste der Badwater-Senke in Kaliforniens Death Valley.

Adirondack Park Babcock SP Shenandoah NP Great Smoky Mountains NP Wilde Truthähne Merchants Millpond SP Congaree NP Jekyll Island SP Okefenokee NWR Loxahatchee NWR Alligatoren Everglades NP Florida-Panther Manatis Biscayne NP Florida Keys NMS Dry Tortugas NP Virgin Island NP Hawai’i Volcanoes NP Akaka Falls SP

374 375 376 378 380 382 383 384 386 388 390 392 394 396 398 400 402 404 406 408

Haleakala NP Waimea Canyon SP Na’Pali Coast SP American Samoa NP

410 412 413 414

AUF EINEN BLICK

416

Alle Nationalparks alphabetisch geordnet mit praktischen Hinweisen, Tipps und Informationen zu Anreise und Unterkunft

ANHANG Register Bildnachweis

540 544

21


022-049_ParadUSAK_Kanada_var

31.10.2012

20:57 Uhr

Seite 22

KANADA Kanada, der zweitgrößte Staat der Welt, beherbergt nicht einmal halb so viele Menschen wie Deutschland. Umso mehr zieht er Besucher an, die seine einzigartigen Landschaften und auch deren Einsamkeit schätzen.

22 | KANADA

Und es hat lange Tradition, dies vor dem Zugriff von Holzindustrie, Bergbau oder auch Ölförderung zu schützen. Kanadas erster Nationalpark, rund um Banff in den Rocky Mountains, entstand schon 1885. Ein zweiter


022-049_Wild_USAKan_Kanada_var

16.11.2012

15:57 Uhr

Zweck schon damals war, der Bevölkerung als Erholungsraum zu dienen. Heute hat das Land mehr als 40 Schutzgebiete, dazu Territorial- und Provinzparks von der Eiswüste Nunavuts bis zu den Wäldern der großen

Seite 23

Seen. Und auch menschliches Kulturgut ist dort geschützt: die Haida-Kultstätten British Columbias ebenso wie malerische Fischerdörfer in der wildromantischen Fjordlandschaft Neufundlands.

Die Nationalparks spielen eine bedeutende Rolle im Überleben der einzelnen Arten. Hier steht eine Weißwedelhirschkuh kurz vor der Geburt.

KANADA | 23


022-049_ParadUSAK_Kanada_var

31.10.2012

20:57 Uhr

Seite 24

QUTTINIRPAAQ NP

»Gipfel der Welt« bedeutet der Name der Inuit für das raue, menschenleere Land – weiter nördlich liegt nur noch der Nordpol. Auch der Forscher Robert Peary startete 1909 seine Expedition von hier. Tatsächlich bildet das zerklüftete Ellesmere Island das obere Ende Nordamerikas, sein Norden wurde 1988 geschützt. Mit seinen 37 775 Quadratkilometern ist der Quttinirpaaq Kanadas zweitgrößter Park – nur per Flugzeug oder im

24 | KANADA | NUNAVUT

Sommer per Schiff zu erreichen. Die letzte Eiszeit vertrieb auch die Inuit, und Flora und Fauna entwickelten sich zum einzigartigen Ökosystem. Insbesondere um den 70 Kilometer langen Lake Hazen, an dessen Ufern es im kurzen Sommer bis 23 Grad warm wird. Die Polarwüste beherbergt viele Moose und Flechten, von denen sich Karibus und Moschusochsen, Lemminge, Polarhasen und zahlreiche Vogelarten ernähren.


022-049_ParadUSAK_Kanada_var

31.10.2012

20:57 Uhr

Seite 25

Ein Abenteurerland: Die polare Eiskappe erstreckt sich bis in Kanadas nördlichsten Nationalpark. Daraus aufragende Bergspitzen, die Nunatait, sind ein wichtiger Rückzugsraum für Pflanzen und Tiere.

Die nur scheinbar unbelebte Eiswüste bietet Eisbären ein reichhaltiges Buffet. Im Sommer taut der Boden sogar einige Handbreit auf.

KANADA | NUNAVUT | 25


022-049_ParadUSAK_Kanada_var

31.10.2012

20:57 Uhr

Seite 26

LEMMINGE

Ihre Fruchtbarkeit ist sprichwörtlich – die Lemminge können sich rasant vermehren. Bis zu 30 Nachkommen kann ein Weibchen pro Jahr zur Welt bringen. Damit gehört die große Wühlmausart zu den Tieren, die mit ihrer Vermehrung sogar teilweise den eigenen Bestand zu gefährden scheint. Rund alle vier Jahre bricht eine wahre Vermehrungsflut über den Lebensraum der Lemminge ein. Schuld daran ist der Hermelin, der

26 | KANADA

einzige Fressfeind, der ihnen auch im Winter unterirdisch nachstellen kann. Hat er zu viele Lemminge getötet, dann leidet seine eigene Population unter der Nahrungsknappheit, und die Zahl der Lemminge steigt im Gegenzug explosionsartig. In manchen Jahren ist es so schlimm, dass die Gänge für die vielen Tiere zu eng werden und die Lemminge ihre Bauten in Nunavut, Alaska oder den Nordwest-Territorien in großen

Gruppen verlassen, um sich anderswo niederzulassen. Während der Wanderung kommt es immer wieder zu Kämpfen unter den Tieren, manche retten sich in Flüsse oder Seen und können sogar kurze Strecken schwimmen. Viele kommen unterwegs auch um. So ergeben sich die wahren Hintergründe für das mythenhafte Bild: Dass sie sich regelmäßig und massenhaft selbstmörderisch die Klippen hinunterstürzen.


022-049_ParadUSAK_Kanada_var

31.10.2012

20:57 Uhr

Seite 27

Er sieht seinem Verwandten, dem Meerschweinchen, sehr ähnlich: Mit den schwarzen Knopfaugen mutet der Lemming niedlich an, selbst wenn er, wie auf dem Bild, mit einem Rivalen kämpft.

Lieblingsspeise der Schnee-Eule: Sie sitzt oft stundenlang vor den Löchern und wartet, bis ein Lemming sich zeigt, und packt blitzschnell zu.

KANADA | 27


022-049_Wild_USAKan_Kanada_var

16.11.2012

15:57 Uhr

Seite 28

SIRMILIK NP

Gletscher kalben ins Meer, Eisberge treiben vorbei, an Land raue Felslandschaften und im Sommer blühende Landschaften: Dieser 22 200 Quadratkilometer große Nationalpark ist zwar nach seinem Eis benannt: Simirlik heißt »Ort von Gletschern«. Doch berühmt ist das Gebiet rund um Bylot Island als Vogelparadies. Denn hier aufeinandertreffende Meeresströmungen bilden eine »Polynya«, eine große, immer eisfreie Wasserfläche.

28 | KANADA | NUNAVUT

Zusammen mit steilen Klippen und feuchter Tundra der Insel bildet er einen idealen Ort für Meeres- und Zugvögel und eine der vielfältigsten Vogelwelten des Globus. Schon 1965 zum Schutzgebiet erklärt, entstand der Park offiziell 2001. Im Wasser tummeln sich Robben, Walrosse, Belugas und Narwale, deren Leben direkt an der Eiskante beobachtet werden kann. Zu erreichen ist der Park per Boot oder Motorski.


022-049_ParadUSAK_Kanada_var

31.10.2012

20:57 Uhr

Seite 29

Ganz dunkel wird es im arktischen Sommer nie. Die Buchten sind im Juli und August zwar eisfrei, doch die Gletscher kalben weiterhin und schicken Eisberge ins Meer, wie hier bei Pond Inlet.

Noch halbw체chsig ist der Eisb채rennachwuchs zusammen mit der Mutter zu sehen, wie hier auf Felsklippen in Nunavut.

KANADA | NUNAVUT | 29


022-049_ParadUSAK_Kanada_var

31.10.2012

20:57 Uhr

Seite 30

AUYUITTUQ NP

Das »Land, das niemals schmilzt«, wie die Inuit sagen, ist Heimat zahlreicher Gletscher. Einen Teil seiner Granitfelsen bedeckt die Penny-Eiskappe. Dies lässt wenig Raum für Pflanzen, auch die Tierwelt im 21 470-Quadratkilometer-Park ist vor auf allem Kleintiere wie Schneehasen, Wiesel, Lemminge und Polarfüchse sowie zahlreiche Vogelarten spezialisiert. 1976 entstand hier das erste Schutzgebiet. An der Küste – gegenüber von

30 | KANADA | NUNAVUT

Grönland – tummeln sich Robben und Wale. Bei Abenteurern ist der Park im Osten von Baffin Island beliebt, im Sommer erklettern sie Berge wie Mount Asgard (2625 Meter), bekannt aus dem berühmten James-BondFilm »Der Spion, der mich liebte«. Beliebt sind auch Wanderungen entlang des Akshayuk-Passes. Im Frühjahr können Skitouren unternommen werden. Der Park ist von Pangnirtung und Qikiqtarjuaq aus erreichbar.


022-049_ParadUSAK_Kanada_var

31.10.2012

20:57 Uhr

Seite 31

Das Land aus Eis und Schnee schmilzt doch, wenige Monate im Sommer: Der lange Fjord von Pangnirtung, westlich des Parks, ist dann eisfrei. Ein grüner Hauch überzieht die dünne Erdkrume.

Der torpedoförmige Eishai, auch Grönlandhai genannt (ganz links), schwimmt im kalten Wasser recht langsam. Seine Beute, die Ringelrobbe (links), braucht zum Atmen Luftlöcher im Eis.

KANADA | NUNAVUT | 31


022-049_ParadUSAK_Kanada_var

31.10.2012

20:57 Uhr

Seite 32

UKKUSIKSALIK NP

Der südlichste und jüngste Nationalpark der Nordprovinz Nunavut, 20 500 Quadratkilometer groß, ist jener mit der intensivsten menschlichen Besiedlungsgeschichte. Hier finden sich Hunderte archäologischer Spu-

32 | KANADA | NUNAVUT

ren der Inuit und ihrer Vorfahren. Sie lebten und jagten in dem flachen Land rund um die Wager Bay, eine 100 Kilometer weit ins Inland reichende Seitenbucht der Hudson Bay. Ukkusalik heißt auf Inuktitut »wo es


022-049_ParadUSAK_Kanada_var

31.10.2012

20:57 Uhr

Seite 33

Eisbären fühlen sich wohl rund um die Wager Bay: Ein Teil der Bucht bleibt immer eisfrei, ideal für Robben – und ihre Jäger. Die ausdauernden Schwimmer gönnen sich aber auch Pausen auf der Eisscholle.

Material für Steingefäße gibt«. Gemeint ist der Steatit, Speckstein, aus dem die wandernden Inuit Kochtöpfe und Tranlampen für Zelt und Iglu schnitzten. Heute ist der Park unbewohnt und nur per Flugzeug erreichbar:

Die Tierwelt ist keine menschlichen Jäger gewohnt und deshalb wenig scheu. Sehenswert sind zudem die starken Gezeitenströmungen, die das Wasser am »Reversing Falls« auch wieder bergauf fließen lassen.

KANADA | NUNAVUT 33


Die letzten Wildnisse – USA/Kanada