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Gratisexemplar | Ausgabe 18 | 2. Halbjahr 2016

KUNSTZEITUNG

Kunstverein Deggendorf e.V. Vereinsinternes

Kunstjournal

Wissenswertes

KUNST IST FREI Mitglieder-Jahresausstellung | 15.12.2016 bis 05.01.2017 | Kapuzinerstadl Deggendorf


Wir wissen alle, dass Kunst nicht Wahrheit ist. Kunst ist eine Lüge, die uns die Wahrheit begreifen lehrt, wenigstens die Wahrheit, die wir als Menschen begreifen können. Der Künstler muss wissen, auf welche Art er die anderen von der Wahrhaftigkeit seiner Lügen überzeugen kann. (Pablo Picasso 1923)

INHALT S. 6

Vereinsinternes 4 Neuwahlen 4 Rückblick Kunstmarathon 16 Künstlerporträt

S. 9

Kunstjournal 18 Kunst in der Gießerei 20 Der Bücherbaum

S. 26

Wissenswertes 24 Ausstellung Paris - Prag - Viechtach 26 Internationaler Kunstpreis Birgit Stern 28 Termine 29 Vorschau Ausstellungen Vereinsmitglieder 30 Vorschau/Rückblick Ausstellungen Vereinsmitglieder 31 Impressum

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Liebe Leserinnen und Leser, Kunst soll relevant sein, so lautet eine ewige Forderung. Aber sobald diese Relevanz in Brisanz umschlägt, die Kunst in ihrer angeblichen Freiheit ihre Grenzen auslotet, ist schnell zu Ende, was wir als Kunstfreiheit verstehen. Ein spannendes Thema, dem sich die Mitglieder-Jahresausstellung des Kunstverein Deggendorf stellt. Unter dem Titel „Kunst ist frei“ zeigt der Verein vom 15. Dezember 2016 bis 5. Januar 2017 die Antworten, Thesen und Aussagen der aktiven Künstler zur Freiheit der Kunst. Die Ausstellung ist die erste Veranstaltung seit der Neuwahl des Vorstandes im Oktober: Während an der Vereinsspitze viele vertraute Gesichter bleiben, wurde der Kreis der Kuratoren größer und bildet damit die große Bandbreite der Kunstrichtungen im Verein besser ab. Die vor rund zwei Jahren eingeschlagene Richtung der Modernisierung wird damit beibehalten und mit der Verstärkung des Kuratorenkreises wird nun auch verstärkt an der inhaltlichen Aussage des Vereins gearbeitet. Bleiben Sie uns treu, Thomas J. Darcy

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Vereinsinternes

Rückblick

Neuwahlen Der Kunstverein Deggendorf e.V. hat einen neuen Vorstand, der turnusgemäß für zwei Jahre gewählt wurde. Im Rahmen der obligatorischen Jahreshauptversammlung beim Burgwirt gab es zur Neuwahl einige Veränderungen, die vor allem den Kreis der Kuratoren betreffen.

Als Wahlleiter wurde Bürgermeister Hermann Wellner bestimmt, der sich über die persönliche Einladung des Vorsitzenden freute. Sein besonderer Dank galt dem Vorsitzenden Thomas J. Darcy. „Ein Verein steht und fällt immer mit dem Vorsitzenden, der das Zugpferd ist“.

Thomas J. Darcy, alter wie neuer Vorsitzender, nannte „die vergangenen zwei Jahre eine angenehme und kurzweilige Geschichte“, zu der er den aktiven Verantwortlichen für Loyalität, Unterstützung und Einsatz dankte.

Zügig und per Akklamation ließ er über die neue Vorstandschaft abstimmen. Erster Vorsitzender wurde

Dr. Rainer König stellte die als Beschlussvorlage vorliegende modernisierte Satzung, die neue Geschäftsund Verwaltungsordnung sowie die ebenfalls neue Finanzordnung vor, die dann auch von der Mitgliederversammlung beschlossen wurden.

erneut Thomas J. Darcy mit seinen Stellvertretern Dr. Rainer König und Thomas Jenner. Kassenführerin wurde Christa Stadler, Schriftführerin Petra Baumgärtner. Als Kuratoren bzw. Beiräte wurden Josef Bielmeier, Ernst Herrmann, Peter Jaruszewski, Johann Meier und Dr. Sabine Rehm-Deutinger gewählt. Redakteurin wurde wieder Christine Weileder.

V.l: Dr. Rainer König, Bürgermeister Herrmann Wellner, Johann Meier, Dr. Sabine Rehm-Deutinger, Ernst Herrmann, Petra Baumgärtner, Peter Jaruszewski, Josef Bielmeier, Christa Stadler, Christine Weileder, Thomas J. Darcy, Thomas Jenner

KUNSTMARATHON Marathonstrecke

JAHR

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Start - Eröffnungsveranstaltung Der Startschuss des Kunstmarathons fiel in einer Vernissage am 22. März 2016: Nicht die Eröffnung einer sonst üblichen Ausstellung, sondern einer ganz speziellen Jubiläumsausstellung!

von ehemaligen und derzeit aktiven Vereinskünstlern, mit der Chance beim anschließenden Empfang bei einem Gläschen Wein so manche Anekdote auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen.

Diese zeigte Werke von Künstlern aus allen Epochen der dreißigjährigen Geschichte des Kunstvereins Deggendorf. Die Konsequenz: Ein spannendes Aufeinandertreffen

Die Palette der gezeigten Werke umspannte Acryl- und Ölbilder, Keramiken, Skulpturen, Installationen, Medienkunst, Fotokunst bis hin zu Bodenlampen aus Strohseide.

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Zuvor hatte Frau Hela Schandelmaier, Mitglied des Deggendorfer Kulturbeirats, alle Künstler der Ausstellung auf die Bühne des Kapuzinerstadls gebeten, um zusammen mit ihnen, Deggendorfs Bürgermeister Günther Pammer und Kunstvereins-Vorsitzendem Thomas J. Darcy das Startsignal des Marathons zu geben. Für den musikalischen Rahmen des Abends sorgten die Pianistin


Hildegard Schwammberger am Klavier und Anna Hoppa an der Violine: Eine wunderbare musikalische Einstimmung dieser bisher einmaligen Ausstellung, an der sich insgesamt 69 ehemalige und aktuelle Vereinskünstler beteiligten, darunter auch vier ehemalige Vorsitzende.

v.l.: Lothar Blitz, Thomas Jenner, Claudia Weigert-Trinkler, Liane Axinte und Thomas J. Darcy.

km 1 Lesung Peter Mühlbauer aus Mannsbuida Am 17. April um 11 Uhr fand sich eine kleine, aber feine Anzahl von Zuhörern im Kunstraum in der Pfleggasse Deggendorf ein. Vereinsmitglied Peter Mühlbauer stellte in Wort und Bild sein Buch

Manns-Buida vor. Es war eine amüsante und manchmal nachdenkliche Einführung in die Seele typisch bayrischer Männer jeglichen Alters. Erfreulicherweise konnten auch sprachliche Barrieren bei nichtbayrischen

Zuhörern aus Köln bzw. Polen aus dem Weg geräumt werden. Der KunstRaum zeigte sich für diese Veranstaltung als idealer Ort.

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Vereinsinternes

Rückblick

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Kunst im Schaufenster

Portrait-to-go beim Immobilienmakler, Ikebana im Schaufenster des KunstRaums, Glasperlenwickeln, Zeichnen in der Apotheke - es war viel geboten zur langen Einkaufsnacht im April. Bei Sabine Trixner waren die Gäste nicht nur Zuschauer, sondern durften sich auch selber an den Brenner setzen und Glasperlen wickeln. Die Ambitionen waren groß, von „ich mache ein Pferd“, bis zu „wie viel Perlen brauche ich für eine ganze Kette?“. Die Realität hat dann alle schnell eingeholt und mancher war froh, die zähe Glasmasse überhaupt am Stahlstäbchen zu halten. Permanentes Drehen, das Glasstäbchen nicht zu nahe und nicht zu weit weg zu halten, den Blick nicht abwenden und auch das Atmen nicht zu vergessen und das alles vor einer offenen Gasflamme. Da waren die Probanden froh, dann wenigstens ein kleines Perlchen geschaffen zu haben. Eva Ertl hat sich nebenan mit der Blumenkunst beschäftigt. Weit gefehlt, wenn man denkt, dass ein paar Blü-

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tenstängel, hineingestopft in eine Vase und mit Chichi dekoriert auch nur ansatzweise da mithalten könnten. Sorgfältige Auswahl der Zweige und Blumen, Länge und Neigungswinkel dieser, das Zusammenspiel von Himmel, Erde und Menschheit, die sorgfältige Auswahl des Gefäßes, das Verharren und Betrachten, schlussendlich winzige Korrekturen, die dem Zuschauer geduldig erklärt wurden – das ist Ikebana. Dann versteht man ein wenig, dass es sich hier um Kunst handelt, dass Ikebana von Meistern gelehrt wird. Peter Mühlbauer hatte sich im Schaufenster einer Apotheke postiert und mit kräftigem Strich und satten Farben Portraits von fiktiven Personen aufs Papier gebracht. Diesmal waren es keine wuiden, bayerischen Manner, sondern Menschen aus dem arabischen Raum, aber auch hier kann man vermeintlich bekannte Gesichter entdecken, der Charakter prägt mit den Jahren das Gesicht. Da sollten wir ab und zu dran denken und zu uns selber immer freundlich sein.

Deggendorfer 1. Ladies Crime Night

Krimilesung der mörderischen Schwestern Die „mörderischen Schwestern“ gaben ben sich am 29. April die Ehre und ließen in der Stadtbibliothek Gänsehautfeeling aufkommen. 7 Krimiautorinnen (Edith Polkehn, Manuela Obermeier, Carmen Meyer, Marianne Weidenbeck, Angela Güntner, Ingrid Werner und 6

Stefanie Gregg) lasen aus ihren Werken und nur ein Schuss konnte sie stoppen.

Bei Josef Bielmeier gab es Mitnahmewerke. Wer sich traute, wurde sofort mit Kohlestiften auf Papier gebannt. Das fertige Werk durfte dann mitgenommen werden. Und allen Portraits wohnt ein Zauber inne: je länger man das Portrait hat, desto ähnlicher wird es einem. Da wir Künstler alle Wiederholungstäter sind, können Sie das beim nächsten Donaufest selber ausprobieren, beim nächsten Portrait-to-go.

Christa Stadler


km 4-5 5-Minuten-Kunst im Kapuzinerstadl 5 – Minuten – Kunst Geht das überhaupt? Kunst in 5 Minuten? Ja! Zeit ist kein entscheidender Faktor, wenn es um Kunst geht. Jeder kennt zum Beispiel die genialen Zeichnungen von Picasso – in einem Strich und sicher weit unter 5 Minuten, dennoch genial in Perfektion und Aussage. Mutig haben wir zur 5-MinutenKunst im Rahmenprogramm zu 25-Jahre-Kulturviertel Deggendorf aufgerufen. Erstaunlich, was da geschaffen wurde. Edith Polkehn verleitete die Besucher, Farbkleckse in fantasievolle Kritzelbilder zu transformieren. Einfach märchenhaft, was da entstanden ist. Bei Christine Weileder durfte gebügelt werden, in der Fachsprache Enkaustik genannt. Auch hier waren die Mitmacher begeistert und konnten schöne Werke mit nach Hause nehmen. Peter Mühlbauer, bekannt als Maler und Autor zeichnete in seinem kräftigen Stil wuide Manner und bei Christa Stadler konnten sich die Besucher

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darin versuchen, einen Drachenkopf zu zeichnen. Von niedlich bis bitterböse waren da alle Charaktere vertreten. Als Kontrast zur schnellen Kunst hatte sich Josef Bielmeier postiert und an seinem Gemälde weitergemalt. Hier entstanden in 5 Minuten manchmal nur ganz winzige Details, so dass sie ohne Erläuterung durch den Künstler gar nicht zu entdecken gewesen wären. Eine schöne Aktion zum Kunstmarathon, die sicher eine Neuauflage im kommenden Jahr hat.

Christa Stadler

Workshop WortKunst - Vollmondnacht

Kilometer 6 des Kunstmarathons war ein literarischer Workshop zum Thema „Vollmondnacht“. Sechs Schreiberinnen fanden sich im Kunstraum zusammen um unter der Leitung von Edith Polkehn Haikus und Elfchen (Gedichtformen) zu verfassen und künstlerisch zu gestalten. In einer Vernissage am 7. Juli wurden die Ergebnisse der kleinen, aber feinen Ausstellung der Öffentlichkeit präsentiert. Joachim Dusa und Diethelm Bienek gestalteten den Abend musikalisch. 7


Vereinsinternes

Rückblick

km 7 Viechtacher Schreibgruppe stellt in der Stadtbibliothek ihre „Lieblingswörter“ vor Am 23. Juni bekam der Deggendorfer Kunstverein Besuch aus der Partnerstadt Viechtach. Die Viechtacher Schreibgruppe stellte in der Stadtbibliothek unter dem Motto „Lieblingswörter“ ihre Texte vor. Manuela Vaitl von der Stadtbibliothek und Edith Polkehn vom Kunstverein begrüßten die Gäste zur Lesung. Eva Bauernfeind stellte die Schreibgruppe vor: Mit einem Workshop der Regensburger Schriftstellerin Barbara Krohn im Jahr 2012 begann alles, seitdem trifft sich „ein harter Kern“ aus sieben Frauen regelmäßig im Kulturcafé Hinkofer in Viechtach. Die Frauen stellen sich bei jedem Treffen eine Schreibaufgabe, die dann zuhause erledigt wird, beim nächsten Treffen werden die Ergebnisse vorgetragen und diskutiert. Oft besteht die Themenstellung nur aus einem Wort. Jede der sieben Frauen hat sich eines dieser Wörter als „Lieblingswort“ ausgesucht, in ein großes Kreuzworträtselgitter eingetragen und den entsprechenden Text dazu vorgelesen. Christina Stimpel und Kristina Pöschl stellten die Leserinnen in Kurzinterviews vor. Die Gespräche und die dann vorgelesenen Texte machten deutlich, welch unterschiedliche Typen die sieben Frauen sind. Eva Bauernfeind interessiert sich für Heimatkunde, ihre Texte haben oft autobiographische Züge. In „Mutprobe“ beschrieb sie mit viel Liebe zum Detail die Angst eines kleinen Mädchens. Bettina Kraus ist die „Spezialistin für das Düstere“, sie sorgte auch in der Stadtbibliothek für Gänsehaut. Ihre Protagonistin 8

stößt im Wald auf etwas, das sie völlig aus dem Konzept bringt. Kristina Pöschl las einen lakonischwitzigen Text über einen Mann, der einen Neuanfang wagen will und sich deswegen selbst mittels einer Todesanzeige für tot erklärt. Nach der Pause las Christina Stimpel zwei ihrer Gedichte: Die Songtexterin und Sängerin in der Band „JanaJa“ erzeugte mit den Erzählgedichten über die Liebe und das Altern; wunderbare Bilder im Kopf. Elke Riedel ließ die Zuhörer lange im Unklaren über die Ursache der bedrückten Stimmung eines älteren Ehepaars, das um den Sohn trauert. Anna Maria Irlbeck las ihren Text zum Thema „Science Fiction“ und gab einen Beweis für ihre Fantasie: In „Glasblasenbungalows“ machen sich die Menschen nach Zerstörung der Erde auf die Suche nach einer neuen Heimat im Weltall. Nicola Baranyai-Döring an der Querflöte und Bettina Krümmel am Piano unterstützten die Leserinnen mit

Foto: Inge Wittenzellner Ein bunter Abend: (v.l.) Edith Polkehn vom Kunstverein, Manuela Vaitl von der Stadtbibliothek, Elke Riedel, Kristina Pöschl, Christina Stimpel, Bettina Kraus, Anna Maria Irlbeck, (sitzend v.l.) sowie die Musikerinnen Bettina Krümmel und Nicola Baranyai-Döring

Musik. Wie im Fluge vergingen die zwei Stunden dank der kurzweiligen Interviews und der so unterschiedlichen Texte. Die Schreibgruppe aus Viechtach hat einen guten Eindruck davon gegeben, wie vielseitig ihre Mitglieder glieder sind, und den Besuchern in der Stadtbibliothek einen unterhaltsamen Abend bereitet.

Kristina Pöschl


km 8 Kunstreise zum Buchheimmuseum Am 17. Juli ging es zum Museum der Phantasie, auch Buchheimmuseum genannt, an den Starnberger See. Die Teilnehmer erlebten mit diesem Museum ein wahres Universum der Ideen und der künstlerischen Umsetzungen. Lothar-Günther Buchheim war nicht nur ein begnadeter Künstler, er sammelte selber im großen Umfang zeitgenössische Kunst. Auf den weitläufigen Ausstellungsflächen waren Bilder und Skulpturen zu sehen, die nicht nur der Betrachtung dienten, sondern die dazu eingeladen haben, die Phantasie zu fördern. Schon auf der Hinfahrt bot Peter Jaruszewski, neben Christa Stadler und Karin Ostermeier-Leeb einen kurzweiligen Überblick in die Philosophie des Buchheimmuseum. Über die gezeigte Kunst notierte Jaruszewski, dass Buchheim sein Augenmerk nach dem zweiten Weltkrieg immer stark auf den Expressionismus von Beckmann, Dix, Heckel und weiteren Künstlern geworfen hätte.

an Kreativität mit nach Hause zu nehmen.“ Außerdem hätte er dafür plädiert, aus nicht mehr gebrauchten Gegenständen etwas anderes zu formen. Als Beispiel zeigte sie die über 3000 Briefbeschwerer auf. Ursprünglich Abfall der Glashütten, entwickelten sich diese Glastropfen zu einem echten Renner. Beim weiteren Rundgang führte Latzin ihre Besucher in das Labor der Phantasie. Dort fand gerade ein Workshop zum Thema Linoldruck statt. Hier, wie im gesamten Museum, waren Gegenstände aus dem ehemaligen Wohnhaus der Buchheims, so eine Küchenzeile, Möbel und Hinter-

glasbilder. In der Hauptausstellung waren, thematisch geordnet, Bilder der deutschen Expressionisten zu sehen. Anhand von Details nannte Latzin die künstlerische Entwicklung am Beispiel Erich Heckel. Auf der Rückfahrt startete das Orgateam eine Verlosung, in deren Rahmen beispielsweise freie Ausstellungswochen im KunstRaum den Besitzer wechselten. Vorsitzender Thomas J. Darcy kommentierte die Fahrt als einen echten Höhepunkt des Vereinsjahrs, „auf dessen Wiederholung wir nicht noch weitere 30 Jahre warten möchten.“

Später studierte Buchheim an den Akademien in Dresden und München Kunst. „Er stellte sich in seinem Museumskonzept vor, dass seine Sammlung ohne die übliche Trennung von Grafik und Malerei präsentiert werden solle.“ Mechthild Latzin, die Führerin vor Ort, vertiefte den Ideenkomplex kundig weiter. „Das Ziel Buchheims war es, mit seinem Museum nicht nur passiv Kunst zu konsumieren, sondern im Anschluss den Zuwachs 9


Vereinsinternes

Rückblick

km 9 - 23 KunstForum Palais im Stadtpark Das diesjährige Kunstforum fand wegen Umbauarbeiten in der Sparkasse im Palais im Stadtpark in Deggendorf statt. In den aus dem 19. Jahrhundert stammenden und renovierten Räumlichkeiten wurden bei der längsten Etappe des Kunstmarathons insgesamt 61 jurierte Kunstwerke von 31 Ausstellern präsentiert. Die Formatvorgabe von 50 x 70 cm wurde dabei von den aktiven Künstlern meisterlich umgesetzt. Das einheitliche Format der präsentierten Bilder gab der Ausstellung in den langen Gangfluchten der Klinik Angermühle ein harmonisches Gesamtbild. Abstrakte und gegenständliche Bilder waren in den einzelnen Ausstellungseinheiten miteinander spannungsreich kombiniert, wobei die Farbklänge der Exponate bei der Hängung gekonnt aufeinander abgestimmt wurden. Großes Interesse fand das Kunstforum Palais im Stadtpark nicht nur bei der

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Vernissage am 22. Juli, die von Fritz Mühlbauer (15), Schüler des St. Gotthard Gymnasiums Niederalteich, musikalisch mit Stücken von Scott Joplin umrahmt wurde. Zahlreiche Besucher kamen auch zu der Kuratorenführung am 30.Juli und zu den Öffnungszeiten der Ausstellung und so manches der ausgestellten Werke fand einen Käufer. Insgesamt kann dem Kunstforum Palais im Stadtpark das Prädikat „sehr gut gelungen“ verliehen werden. Die Zusammenarbeit zwischen dem Kunstverein Deggendorf und dem Kulturbüro im Palais im Stadtpark,

die sowohl Thomas J. Darcy als auch Dr. Sabine Rehm-Deutinger bei ihren Begrüßungsreden zur Vernissage herausstellten, hat sich erneut bewährt.


Nachwuchskünstlerin Lena-Sophie Meineck vom Kunstverein Deggendorf ein großformatiges, 2,20 Meter breites und 1,50 Meter hohes Acrylbild.

km 24-25 Jugendprojekt auf der Burgruine Natternberg und bei Pinter-Guss Das Jugendprojekt zum Kunstmarathon fand am 13. August statt. Mitmachen konnten Jugendliche zwischen 11 und 15 Jahren. Zu diesem Zweck wurde die Projektgruppe „Junge Wilde“ gegründet mit Steffi Santl, Teresa Wellner, Lena Meineck und Khrystyna Pestrikova, die den Nachwuchs spielerisch an die aktive Kunst heranführten. So veranstalteten sie eine Schnitzeljagd, die an ein bestimmtes Thema heranführen sollte, sowie einen Kunstnachmittag auf der Ruine Natternberg. Treffpunkt zwischen den Stationen der Schnitzeljagd war stets der KunstRaum in der Pfleggasse. Als Erstes fand ein Kulturlauf kreuz und quer durch die Innenstadt statt, vorbei an der Sau Rosa, dem Brunnen der Knödelwerferin sowie dem Gnadenbrunnen am Michael-FischerPlatz. Hier waren Informationen hinterlegt, die die Teilnehmer bearbeiten sollten. Das Lösungswort war „Burgruine Natternberg“. Der Nachmittag war einem Besuch dieser Ruine gewidmet. Mit Bleistift, Kreide, aber auch mit Kamera bewaffnet, verteilten sich die Teilnehmer über das Gelände des Natternberges. Der Kontrast zwischen den geometrischen Figuren der Gebäudereste und der eigenen Geometrien der verschiedenen Pflanzen, bot eine Reihe an Vorlagen und sollte herausgearbeitet weden. Schatzmeisterin Christa Stadler und Kurator Johann Meier wiesen ihre Kunstschüler immer wieder auf neue Details hin, sie spendeten konstruktive Kritik und Lob. Mit dieser Aktion für begeisterte Jugendliche

wollten die „Jungen Wilden“ etwas frischen Wind in die Kunstszene hineinbringen. Die Schnitzeljagd sollte Achtsamkeit für die Kunst erzeugen, der Besuch der Burgruine sollte die Sinne noch weiten und schärfen. Produktionshalle von PinterGuss wird zum Künstleratelier In der zweiten Etappe am 20. August trafen sich Nachwuchskünstler und Mitarbeiter der Firma PinterGuss zu einem Malspiel in der Produktionshalle der Gießerei in Brunnwiesen. In der Abteilung für Handformguss sollte Kunst dort produziert werden, wo sonst gearbeitet wird. Es sollte ein gemeinsames Bild kreiert werden. Der Anstoß dazu kam von Pinter-Guss-Chef Peter Jaruszewski, der selbst in der Freizeit malt und eine eigene Internetgalerie hat. Die jungen Pinter-Guss-Mitarbeiter, Gießereimechanikerin Laura Veith, Simon Kübeck, Markus Ranzinger sowie die Auszubildenden Jan Kalla und Ludwig Sauer malten zusammen mit der talentierten

Als Vorgabe wurde das Thema „ Die vier Elemente“ gewählt, mit dem die jungen Künstler auch eine Beziehung zur Gießerei herstellen sollten. Zur Eingewöhnung der jungen Auszubildenden und Mitarbeiter durfte jeder der Akteure eine Leinwand der Größe 30 x 40 farblich gestalten, um erstmalig eine Beziehung zu Farbe und Pinselstrich herzustellen. Zu Beginn des Hauptgemäldes war die Stimmung unter den Mitwirkenden bereits locker und sehr engagiert. Vier verschiedene Gruppierungen malten jeweils eines der Elemente und regten sich gegenseitig zu sehr guten Leistungen an. Unter den Augen der Kunstvereinsvorstände Thomas J. Darcy und Christa Stadler sowie der Geschäftsführung der Firma, dem Meister und Ausbilder Stefan Killinger, der Verantwortlichen für Marketing, Frau Sabine Stoiber und vieler weiterer PinterGussMitarbeiter, entstand in 5 Stunden eine farbenfrohes, schwungvolles Acrylgemälde, das einen dauerhaften Platz im Verwaltungstrakt von PinterGuss erhält. Zuvor wurde es noch bei der Abschluss-Veranstaltung des Kunstmarathons im Kapuzinerstadl gezeigt.

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Rückblick km 26 Streetart mit dem 4 YOU Dass Kunst nicht immer nur etwas mit verstaubten Museumsräumen zu tun hat, bewies der Kunstverein Deggendorf mit Unterstützung des Deggendorfer Jugendzentrums 4You beim verkaufsoffenen Sonntag am 11. September in der Pfleggasse. Im Rahmen des Kunstmarathons zum 30jährigen Bestehen des Kunstvereines entstand auf einer etwa 10 m langen Wand nach einem Entwurf und unter Anleitung des jungen Straubinger Streetart-Künstlers Jakob Kammermeier ein Papageienmotiv, an dem viele junge und junggebliebene Künstler mitwirkten. Auch auf der Rückseite konnten sich junge Künstler auf aufgestellten Wänden mit eigenen Motiven einbringen. Außerdem konnten mit den Graffitifarben und Schablonen Stofftaschen gestaltet und anschließend mit nach Hause genommen werden. Vor allem viele Jugendliche - ob zufällig vorbei gekommen oder durch das Ferienprogramm der Stadt Deggendorf auf die Aktion aufmerksam gemacht – beteiligten sich mit viel Spaß an dieser Form der kreativen

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Gestaltung von Wänden und Taschen. Bei einigen war die Begeisterung so groß, dass sie gleich während der gesamten Aktion dablieben. Auch Kunstvereins-Vorsitzener Thomas J. Darcy ließ es sich nicht nehmen vorbei zu schauen und die Spraydose in die Hand zu nehmen. Die Ergebnisse des Nachmittags wurden im Kunstraum eingelagert und können so zu einem späteren

Zeitpunkt einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt werden. So konnte mit der Aktion, die von den jungen Künstlerinnen Teresa Wellner, Lena-Sophie Meineck, Stefanie Santl und Khrystyna Pestrikova, sowie den junggebliebenen Kunstvereinsmitgliedern Christa Stadler, Eva Koloch und Klaus Busch mit viel Einsatz und Engagement vorbereitet wurde, Bleibendes und Mitnehmbares geschaffen werden. K.B.


km 28-42 Fotokunstprojekt des Studiengangs Medientechnik an der THD Elf Künstlerinnen und Künstler an der THD und im Kunstverein Deggendorf beheimatet, haben sich zu einer besonderen Ausstellung zusammengefunden. Mit unterschiedlichen Mitteln haben sie unter dem Titel Fotokunst an der THD eine Reihe an Motiven zusammengetragen, die die Architektur zum Mittelpunkt haben. Eine Jury hat aus diesen Motiven 41 Exponate ausgewählt. Diese waren im Medienatelier der Hochschule zu sehen. Die Fotografen-Künstler haben eine große Bandbreite zwischen analoger Lochkamera und moderner Digitalkamera verwendet. Zur Vernissage notierte der Vizepräsident Prof. Dr. Klaus Nitsche, von Haus aus selber Diplomingenieur, die geometrische Ästhetik von historischen, wie modernen Gebäuden. Prof. Nitsche betonte auch, dass durch solche Projekte zunehmend Hochschule und Stadt miteinander verknüpft werden. Thomas J. Darcy, Vorsitzender des Kunstvereins, spannte seinerseits einen Bogen von der kreativen Kunst über das Medium der künstlerischen Fotografie hin zum

nüchternen Bauwerk. Darcy dankte den Projektkoordinatoren Prof. Ernst Jürgens und Ernst Herrmann, dazu der Arbeitsgruppe Kunstmarathon um Christa Stadler und der Jury mit Dr. Sabine Rehm-Deutinger, Johannes Pasquay, Prof. Joerg Maxzin und Prof. Günter Reinhardt. Die Ausstellung „Fotokunst an der THD“ war Teil des Kulturmarathons, den der Kunstverein anlässlich seines 30-jährigen Bestehens veranstaltete.

V.l: Prof. Ernst Jürgens, Jürgen Mayer, Dieter Görlitz, Ilona Meier, Prof. Dr. Klaus Nitsche, Ernst Herrmann, Thomas J. Darcy, Benedikt Krieger

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Vereinsinternes

Rückblick

Zieleinlauf - Schlussveranstaltung Ideen auf 42 Kilometern zelebriert 30 Jahre Kunstverein – Festakt zum Abschluss des Jubiläumsjahres mit Kultusstaatsekretär Bernd Sibler. „Der Deggendorfer Kunstverein bereichert seit 30 Jahren das kulturelle Leben in Niederbayern. „Sein Programm hat Magnetwirkung“, führte Kultusstaatsekretär Bernd Sibler an. Beim Abschluss des Kunstmarathons im Kapuzinerstadl rief der Festredner am Samstagabend auch dazu auf, „Freiräume, abseits vom Mainstream und bei jungen Leuten möglichst früh einen kulturellen Investitionswillen zu schaffen“. Nach dem „Kraftakt“ des Jubiläumsmarathons gehen die Mitglieder in den nächsten Tagen mit weiteren Partnern die Planung für einen „Künstlerhof“ im Rahmen des Donaufestes 2017 an, kündigte KunstvereinsVorstand Thomas J. Darcy an. Er bedankte sich bei allen Mitstreitern der 2016-Aktionen. „Wir feiern heute auch einen neuen Geist der Zusammenarbeit im Bereich der Kunst und Kultur in dieser Stadt und der Region“. Zweiter Bürgermeister Günther Pammer vertrat den urlaubenden Rathauschef Dr. Christian Moser. Pammer nannte in seinem Grußwort die 1980er Jahre – in denen sich auch der Kunstverein gründete – „einen wichtigen Meilenstein für das kulturelle Leben der Stadt. Das Kulturviertel entstand, die Stadtarchäologie wurde eingerichtet“. Von den ungefähr 400 Vereinen in den Donaustadt, von denen einige bis ins 19. Jahrhundert zurückreichten, zähle der Kunstverein zu den jüngsten. Angesichts einer aber bewegten Geschichte, spielte 14

Pammer darauf an, dass der Kunstverein „viele Individualisten unter einen Hut bringen“ muss(te). Stolz zeigte er sich, dass es dem Verein gelungen war, „auch große Künstler von außerhalb“ nach Deggendorf zu bringen, wie Antonia Caldera, Michael Brentano und Herbert Achternbuch. Zwischen die Festreden streuten Mitglieder der Stadtkapelle immer wieder Musikstücke ein: Zu hören waren „In die weite Welt hinaus, der „Bozner Begsteigermarsch“, der Ruetz-Marsch“ und ,„Wir san die Kaiserjäger“.

Begriff der „Integration“. Kunst und Kultur präge den unverwechselbaren Charakter unseres Landes, schaffe Identität und Orientierung, baue Brücken und trage dazu bei, dass Integration gelingt. So habe die Staatsregierung im Kulturfonds 2016 insgesamt rund sechs Millionen Euro für flexible und lebendige Kulturförderung vor Ort eingesetzt, machte Sibler deutlich. Quelle: je

„Kultur ist eine der wertvollsten und kraftvollsten Ressourcen im Freistaat“, spannte MdL Sibler einen Bogen zum aktuell vielfach strapazierten

v.l.: Kulturbeirätin Hela Schandelmeier, Vorstand J. Thomas J. Darcy, Kultusstaatssekretär Bernd Sibler, zweiter Bürgermeister Günther Pammer, Alt-OB Dieter Görlitz


Dankeschön Planen, Ideen sammeln, Teams bilden, organisieren, gegen Wände laufen, gegen Windmühlen kämpfen, kleine Erfolge erzielen, richtig vorwärts kommen, Pläne schmieden und dann wieder in den Ofen werfen, etwas abhaken als erledigt, wieder von vorne anfangen, Zweifler beruhigen, Gespräche, Termine, Bürokratie, Absagen kassieren, Mitmacher verführen zum Mitmachen, den Überblick nicht verlieren, kleine Wehwehchen haben, auch mal beleidigt sein, bei der Sache bleiben und das Ziel im Auge behalten, im Archiv kramen und dann doch nach vorne blicken, mit Menschen zusammenarbeiten, Neues ausprobieren, Talente hervorkramen, auch dabei sein, genießen, überrascht sein, sich freuen und auch stolz sein über einen gelungenen Marathonschritt, Erfahrungen mitnehmen, Menschen kennenlernen, auf Andere zugehen, über den Tellerrand schauen, zufrieden sein. Der Kunstmarathon zum 30. Geburtstag des Kunstverein Deggendorf e.V. war ein gemeinsames Mammutprojekt der Kunstvereinsmitglieder und vieler, vieler weiterer Mitmacher. Es war eine wunderbare Erfahrung, dass so viele motiviert und begeistert mitgemacht haben. Um allen diesen lieben Menschen Danke sagen zu können, wollen wir als Kunstverein die Plattform unserer Kunstzeitung nutzen. Alphabetisch und ohne Wertung der Intensität und des Umfanges der Zusammenarbeit. Wir wissen, dass auch kleine Rädchen ein großes Werk antreiben. Danke, es ist eine imposante Liste geworden. Vielleicht haben wir bei dem Trubel um den Kunstmarathon und das Gestalten der Kunstzeitung einen Helfer vergessen. Dafür bitten wir um Entschuldigung. Auch dem unbenannten Unterstützer sei hier ausdrücklich gedankt.

Akteure Angermeir Wolfgang Baranyai-Döring Nicola Bauernfeind Eva Bielmeier Josef Bieneck Diethelm Biskup Nadja Busch Klaus Christian Anita Christina Stimpel Christl Andrea Darcy Thomas Dusa Joachim Ebner Franz Edbauer Sebastian Ertl Eva Franzel Renate Gerl Michaela Gregg Stefanie Güntner Angela Herrmann Ernst Hille Andi Höhn Andreas Hoppa Anna Irlbeck Anna Maria Jaruszewski Mechthild Jaruszewski Peter Jenner Thomas Jürgens Ernst Kalla Jan Kammermeier Jakob Killinger Stefan Koloch Eva König Rainer Kraus Bettina Kraus Stefan Krieger Benedikt Krümmel Bettina Kühbeck Simon Kühner Pauline Leiminger Michael Loibl Karin Matthes Ina Maxzin Jörg Mayer Andrea Mayer Carmen Mayer Jürgen Meier Ilona Meier Johann Meineck Lena Moser Christian Mühlbauer Fritz Mühlbauer Peter Obermeier Manuela Ostermeier-Leeb Karin Pasquay Johannes M. L. Pestrikova Khrystyna Pillich Tina

Plank Kirsten Polkehn Edith Polkehn Norbert Popp Daniela Pöschl Kristina Pritzl Claudia Ranzinger Markus Rehm-Deutinger Sabine Reinhardt Günther Riedel Elke Santl Steffi Sauer Ludwig Schalkwijk-List Maria Schandelmeier Hela Schmaus-Klughammer Anna Schmid Ulla Schwammberger Hildegard Stadler Christa Stadler Jakob Stern Birgit Sterr Thomas Stimpel Christina Stoiber Sabine Thi Lan Anh Nguhen Trixner Sabine Vaith Laura Vaitl Manuela Weber Lothar Weidenbeck Marianne Weileder Christine Wellner Teresa Werner Ingrid Wieden Michaela

Sponsoren und Partner 4 You Amt für Tourismus Bayerischer Kulturfonds Beck Glaserei Ebner Sägewerk ERL-BAU Kulturamt Deggendorf Kulturbüro Palais im Stadtpark Literaturkreis Deggendorf Mörderische Schwestern PINTER-GUSS Regenbogen Kunst- und Kulturverein Plattling e.V. Schwali Lichtspielhaus Sparkasse Deggendorf Stadt Deggendorf Städtischer Bauhof TH Deggendorf ThyssenKrupp Viechtacher Kreativ Schreibtreff

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--Vereinsinternes

Künstlerporträt

Walter Wenzl Ludwig-Meyer-Str. 7 94505 Bernried/Est

Gefangen im „Ich“, Lindenholz, Eisenfarbe

Tel.: 09905-7070101 Design-Wenzl@t-online.de www.bronze-skulptur.com

Walter Wenzl wurde im niederbayerischen Mallersdorf/Pfaffenberg geboren. Sein künstlerisches Talent führte ihn zu einer handwerklichen Ausbildung als Glasgraveur an die Staatliche Glasfachschule in Zwiesel, wo er die Ausbildung als 2. Bundessieger im Leistungswettbewerb der Handwerksjugend, mit „sehr gut“ abschloss. Anschließend begann er eine Designausbildung, ebenfalls an der Glasfachschule in Zwiesel. Nach der Design-Ausbildung hatte Walter Wenzl das große Glück eine Anstellung als Leiter der DesignAbteilung in der Kristallglasfabrik Spiegelau zu bekommen. Dort prägte er mehrere Jahre das Erscheinungsbild dieser damals sehr erfolgreichen Firma mit ca. 700 Beschäftigten. In seinem Designstudio in Regen, das er 1985 gründete, wurden Glasgarnituren für die vollautomatische Herstellung, sowie hochwertige mundgeblasene Kollektionen bis zur Produktionsreife hin entwickelt. Auch für MIKASA, das damals das größte Export- und Importunternehmen für den „Gedeckten Tisch“ in den USA war, sowie für den größten japanischen Glashersteller SASAKI, entwarf Walter Wenzl Kollektionen. Er entwickelte mehrere Jahre für CHRISTIAN DIOR in Paris Flakons, Trinkgläser und Geschenkartikel. 16

Trinkglasentwicklungen für die WMF wurden über 10 Jahre ausschließlich von seinem Designstudio durchgeführt. Seit 1987 ist er Mitglied bei „Industrial Designers Society of America“. Während seiner Tätigkeit als GlasDesigner wurden bis heute weltweit über 5000 Artikel, die aus seiner Feder stammen, in den Märkten eingeführt. Walter Wenzl gehörte in den 90er-Jahren international zu den erfolgreichsten Glas-Designern. Neben anderen Auszeichnungen, erhielt er 1986 das Gütezeichen für vorbildlich gestaltete Produkteform86, anlässlich der Frankfurter Herbstmesse für die Serie „Veronique“, inn crystal, Österreich. 1987 wurde Walter Wenzl auch vom „Haus Industrieform Essen“ für hohe Designqualität ausgezeichnet (Serie „Rio“, Süssmuth, Deutschland). 2015 erhielt er für die Skulptur„Pylon“ den Drei-Länder-Preis „Tor zur Kunst“. Seit der Jahrtausendwende beschäftigt er sich autodidaktisch mit der Bildhauerei. Seine Inspirationen holt sich der Künstler aus den Kulturmetropolen im In- und Ausland, sowie auf Messen und Ausstellungen. Seine Kreativität erblüht jedoch in der ruhigen und erholsamen Umgebung des Bernrieder Winkels, im Bayerischen Wald, wo er heute lebt. Hier in dieser ihm vertrauten Landschaft mit ihren weichen Hügeln und stillen Wäldern, gelingen ihm Höchstleistungen im Design und in der Kunst.

Walter Wenzls bildhauerisches Schaffen lässt sich nicht in engen Bahnen klassifizieren. Für den Künstler zählt der schöpferische Moment der Entstehung eines Werkes. Er ist kein Theoretiker, kein Konzeptkünstler, sondern ein visueller Charakter, der in Formen lebt und in Bewegungen philosophiert. Diese Besinnung auf das Wesentliche ist prägend für das Schaffen des außergewöhnlichen Künstlers. Entwerfen von Trinkgläsern und Geschenkartikeln, sowie das Formen von bildhauerischen Plastiken sind im Schaffungsprozess von Walter Wenzl gleichermaßen wichtige, einander befruchtende Ausdrucksformen seiner Künstlerpersönlichkeit.

Glaskapelle in Zwiesel am Anger

Spiegelbilder, Glasguss


Werner Rickinger Kirchenmalermeister Restaurator Dipl. Malermeister Weidenstr. 1a 94469 Deggendorf Tel: 0151 - 15 22 92 06

Geboren wurde ich am 13. Januar 1937 in Göttersdorf. Schon als kleiner Bub antwortete ich auf die Frage, was ich werden wolle, stets – Maler. Sehr zum Leidwesen meines Vaters, der eine kleine Schreinerei betrieb und in mir seinen Nachfolger sah. Es war nicht leicht ihn von meiner ernsthaften Karriereabsicht in der Malerei zu überzeugen, aber schließlich hatte er keine andere Wahl als meinen Wunsch zu akzeptieren. Denn auch wenn ich hundertmal leben dürfte, würde ich nichts anderes tun – Maler sein, ist für mich Beruf und Berufung.

Innenräumen von Apotheken, Privaträumen und Betrieben tätig. Nach 35 Jahren der Selbständigkeit hatte ich jedoch erst ab 1998 auf Fuerteventura wieder Zeit und Muße mich ganz der Bildmalerei zu widmen, Freud und Leid in Form und Farben auszudrücken. Für mich entsteht jedes Bild im Unterbewusstsein, nicht selten muss ich daher über einen Gedanken erst einmal schlafen, bevor er konkrete Formen annimmt. Beim Malen selbst greife ich auf die gelernten Techniken zurück.

Schon in früheren Jahren malte ich Aquarell- und Ölbilder. In der Diplomschule für Maler in München kamen viele weitere Techniken hinzu, wie Sgraffito und Mosaik oder Gold-Silber-Oxidationen. Die ersten Jahre meiner Selbständigkeit in Plattling war ich stark im Bereich der künstlerischen Gestaltung von Kirchen, Schulen, Fassaden,

Bedingt durch einen Schlaganfall meiner Frau waren wir gezwungen im Jahr 2010 wieder nach Deutschland zurückzukehren. Wir, meine Frau und ich, wohnen seit 2010 in Deggendorf. Seit 2012 bin ich im Atelier in Deggendorf wieder mit großer Leidenschaft an meinen Bildern in den verschiedensten Techniken und Größen von bis zu 3 m Länge tätig.

100 x 100 Acryl

Abendstimmung, 100 x 100, Acryl

„In der Heimat ist es doch am schönsten!“

Herbstlaub, 100 x 100 Acryl

Paradiesblumen 80 x 120, Acryl

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Kunstjournal

Aus der Region

Kunst in der Gießerei Während der heißen Phase des Kunstmarathons organisierte Kunstvereinsmitglied und UnternehmensGeschäftsführer der Deggendorfer Firma Pinter Guss, Peter Jaruszewski, eine Ausstellung mit Künstlern des Deggendorfer Kunstvereins. Der Ort erschien ein wenig ungewöhnlich für eine Vernissage, trotzdem kamen rund 60 Gäste in den Verwaltungstrakt der Gießerei. Peter Jaruszewski stellte sowohl eigene Werke, als auch Bilder, Skulpturen und einen Videoloop von Mitgliedern des Kunstvereins aus.

Die positive Resonanz bei den Gästen bestätigte das Konzept von Peter Jaruszewski, Kunst und Kreativität mit Unternehmergeist zu verknüpfen. Er hofft, dass dieser Ausstellung im Laufe der Jahre noch weitere folgen werden.

Peter Jaruszewski

Nach dem Wiederaufbau seiner Firma nach der Flut 2013 boten sich große Flächen an weißen Wänden an, die Peter Jaruzewski mit klein- und großformatigen Acrylgemälden verschiedener Künstler abwechselnd bestückte. Thomas J. Darcy, Vorsitzender des Kunstvereins, lobte „eine ganz wunderbare Symbiose aus Wirtschaft und Kunst“.

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Wenn´s um Geld geht

S 19


Kunstjournal

Aus der Region

Ein Highlight in der Pfleggasse: Der Bücherbaum Eigentlich kennt man so etwas nur von Großstädten, aber nun hat auch Deggendorf einen Bücherbaum. Er „wächst“ in der Pfleggasse 23, direkt vor dem KunstRaum des Kunstvereins Deggendorf e.V. Aus einem unerreichbar erscheinenden Wunschtraum wurde im Laufe des vorbereitenden Planungsjahres Realität. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde wurde der Bücherbaum der Öffentlichkeit übergeben. Die Idee Bücherbaum wurde geboren, als Edith Polkehn ein ähnliches Objekt in Wien entdeckte. Der Gedanke jedoch ruhte noch einige Jahre. Aber ein Foto in einer Zeitung und die Planungsphase für den Kunstmarathon zum 30-jährigen Jubiläum des Vereins riefen den Gedanken wieder wach. Die Vorstandschaft war zwar sofort begeistert. Aber wie konnte man so ein kostspieliges Konzept umsetzen? Gut, dass der Kunstmarathon durch den Kulturfond Bayern Fördermittel bewilligt bekam. Kassenführerin Christa Stadler konnte also nach entsprechenden Anträgen grünes Licht für den Bücherbaum geben. Jetzt machte sich Jakob Stadler auf die Suche nach einem Baum und brachte damit die praktische Verwirklichung in Gang. Ein schöner Stamm wurde im Holzwerk Ebner entdeckt. Doch das Ausarbeiten des Bücherfaches musste in einer Schreinerei erfolgen. In Mietzing nahm sich die Zimmerei Erl des Falles an. Sicher ein ungewöhnlicher Auftrag, aber Lothar Weber bewies, dass es noch perfekte Handwerker gibt. Der Wunschstandort des 20

Bücherbaums vor dem KunstRaum in der Pfleggasse 23 musste erst bei der Stadt beantragt werden und nach einer offiziellen Begehung des Ortes gab es auch die Genehmigung. Für die Standfläche auf öffentlichem Grund wurde eine Gebühr erhoben, alles offiziell und vorschriftsmäßig. Die sichere Aufstellung des Baumes war eines der letzten Hindernisse, doch mit Unterstützung der Stadt Deggendorf vollbrachten die Bauhofmitarbeiter das Wunder, den Bücherbaum standsicher und ansehnlich im Pflaster zu versenken. Vor Ort passte Jakob Stadler dann die Regalfächer ein. Johann Meier lieferte das Schriftband und Thomas Beck machte durch ein Glasdach und eine Glastür den Bücherbaum regenfest. Oberbürgermeister Dr. Christian Moser kam persönlich vorbei, Stadträtin Hela Schandelmeier und Kulturamtschef Andreas Höhn und auch die Medien berichteten über die Einweihung. Auch das Wetter passte und bei strahlendem Sonnenschein wurde der Bücherbaum durch die Gäste, unter anderem auch Vertreter

des Literaturkreises Deggendorf, mit Büchern bestückt. Bereits in der 1. Woche bestand der Bücherbaum seine „Regentaufe“, als sintflutartige Regenfälle vom Himmel stürzten. Bücher und Baum haben aber alles gut überstanden.


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Wissenswertes

Ausstellungen

PARIS - PRAG - VIECHTACH Ein Feuerwerk der Phantasie und der Farben bei „Hommage aux Maîtres“ in Viechtach „Zentrum Bayerns der Phantastischen Kunst“ – so wird die Bayerwaldstadt Viechtach zu Recht genannt. Seit gut zehn Jahren hat sich die kulturaffine Stadt im Bereich Kunst dieser Nische verschrieben – mit großem Erfolg. Namhafte Künstler aus aller Welt aus dem Bereich der Phantastischen, Magischen und Visionären Kunst waren schon in Viechtach zu erleben. Mit der 4. Biennale der Phantastischen Kunst der internationalen Künstlergruppe Libellule, setzt Viechtach auf die bisherigen Erfolge noch eins drauf: „Hommage aux Maîtres“ – die „Hommage an die Alten Meister“ besticht mit phantastisch-zeitgenössischen Interpretationen großer Werke der Kunstgeschichte. „Hommage aux Maîtres“ – das ist anschaulicher und lebendiger Kunstunterricht, Studium der altmeisterlichen Technik sowie die phantasievolle Auseinandersetzung der 22 Libellule-Künstler aus 13 Ländern mit ihren großen Vorbildern. Eines haben die Werke gemein: Die altmeisterliche Technik, die die Künstler von der Pike auf gelernt haben und zur Perfektion beherrschen. Das Ergebnis ist eine einmalige Kunstschau, die den Besucher begeistert und in ihren Bann zieht. Fotonachweis: Klaus-Dieter Neumann

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„Hommage aux Maîtres“ – das sind wunderbare zeitgenössische Interpretationen von bekannten Werken, z. B. von Guiseppe Arcimboldo, Sandro Botticelli, Lucas Cranach, Peter Paul Rubens, Albrecht Dürer, u.v.m. Doch es handelt sich dabei keineswegs um bloße Kopien: Jeder Künstler fügt seine persönlichen Elemente hinzu, transformiert das Original in die Gegenwart und verleiht ihm seine ganz individuelle und zeitgenössische Handschrift. Kunsthistoriker und –experte Dr. Gerhard Habarta, Wien, fasst die Bedeutung der Ausstellung „Hommage aux Maîtres“ wie folgt zusammen: „Meister brauchen die Alten Meister. In ihnen sehen sie, dass ihre Themen echt und richtig und wichtig sind. In den Alten Meistern suchen sie nach Verwandtschaft im Geiste, (…), nach den Geheimnissen der Malerei, nach dem Stein der Weisen (…). Es ist aber auch eine von vielen Künstlern angewendete Methode der Aneignung fremder Bildelemente, um ihre Wirkung zu verändern und zu erweitern.“ Quelle: Tourist-Information Viechtach

Die 4. Biennale der Phantastischen Kunst im Alten Rathaus Viechtach, Stadtplatz 1, 94234 Viechtach, läuft bis 5. März 2017. Die Ausstellung ist Montag bis Freitag von 9 – 16 Uhr sowie jeden 1. Sonntag im Monat von 14 – 16 Uhr zu besichtigen. Eintritt frei.


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Wissenswertes

Ausstellungen Internationaler Kunstpreis Casanova-Award für Birgit Stern Unserem Kunstvereins-Mitglied Birgit Stern kam eine besondere Ehre zuteil. Sie wurde am 19. Sept. für ihre Kunst in Venedig mit dem Internationalen Kunstpreis Casanova Award geehrt. Unter dem Motto Venezia in Art fand die Preisverleihung im stimmungsvollen Ambiente des Flangini Palazzos am Canale Grande statt. Für die exklusive Auszeichnung kann man sich selbst nicht bewerben – stattdessen wird man von den internationalen Kunstkritikern und Kuratoren Francesco Saverio Russo und Salvatore Russo nominiert. Diese sondieren weltweit in Ausstellungen und durch Internetrecherchen besondere Talente im Kunstbereich und organisieren internationale Kunstmessen, wie z. B. in Barcelona, Verona oder Rom. In ihrer Rede erklärten die Kuratoren, dass sie Künstler auswählen, die etwas Besonderes mitbringen und durch ihren einzigartigen Stil ihre jeweiligen Länder repräsentieren.

Zur Preisverleihung waren die geladenen Künstler weit angereist, wie z. B. aus Deutschland, Frankreich, Polen, Irland und sogar aus Kolumbien. Den Künstlern wurde eine Auszeichnungsplakette mit ihren Namen überreicht.

Außerdem erhielten alle Künstler einen Eintrag mit Abbildung ihres Kunstwerkes in den dazugehörigen Katalog „Venezia in Art“ und in dem Kunstmagazin „ART International Contemporary Magazine“ von Salvatore Russo.

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Das Bild „Dream World“ von Birgit Stern wurde außerdem in die Publikation „The Best Modern and Contemporary Artists 2016“ aufgenommen. Die offizielle Präsentation des Buches erfolgt am 19. November im Sternberg Palast in Wien. „Birgit Stern ist mit Ihren internationalen Erfolgen ein weiteres Beispiel für das hohe Niveau der Künstler im Kunstverein Deggendorf und wir sind sehr stolz auf sie“ so Thomas J. Darcy, Vorsitzender des Kunstvereins Deggendorf.


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Wissenswertes

Termine

Deggendorfer Museen

Künstlerstammtisch

Ausstellungen der Museen der Stadt Deggendorf

Für Kunstinteressierte findet bei adventlicher Stimmung der letzte Stammtisch 2016 am 24. November, 19 Uhr, im Gasthaus Höttl in Deggendorf statt. Wir freuen uns auf Sie!

1.12.2016 – 26.2. 2017 Stadtgalerie im Stadtmuseum Theo Sellner Parvenüs und Paria Bilder und Glasobjekte 8.1.2017 Kindermuseum im Stadtmuseum Ach du liebe Zeit Eine Kinderausstellung mit dem Zug von Gesternhausen über Jetztstätt nach Utopia 23.2. – 3.9.2017 Stadtmuseum Vom Tanztee zum Dancefloor Ein Streifzug durchs Deggendorfer Nachtleben in Kooperation mit dem P-Seminar des Comenius Gymnasiums 9.3. - 7.5.2017 Stadtgalerie im Stadtmuseum Wolfgang Zeilbeck Zeichnungen und Papierarbeiten Bis 12.3. 2017 Handwerksmuseum Museumsreif? Jubiläumsausstellung 25 Jahre Handwerksmuseum 26.3. – 2.7.2017 Handwerksmuseum Roland Bauer Reiz der Stille Japanisches Handwerk in der Fotografie Stadtmuseum Östlicher Stadtgraben 28 Handwerksmuseum Maria-Ward-Platz 1 94469 Deggendorf Tel: 0991/ 2960 555 museen@deggendorf.de www.museen–deggendorf.de

München 30.09.2016 - 29.01.2017 Fotografie heute - Distant realities Sammlung Moderne Kunst Pinakothek der Moderne 09.06.2016 - 23.04.2017 Schiff Ahoy Zeitgenössische Kunst aus der Sammlung Brandhorst - Museum Brandhorst 18.05.2015 - 29.04.2017 So ein Ding muss ich auch haben - Gegenwartskunst - Städtische Galerie im Lenbachhaus 05.10.2016 - 09.01.2017 Drei Farben schwarz - Malerei aus der zweiten Hälfte des 19.Jh Neue Pinakothek 17.11.2016 - 26.02.2017 Architecture for the people Francis Diebedo Kéré - Architekturmuseum TUM Pinakothek der Moderne

Düsseldorf 11.02.2017 - 14.05.2017 OTTO DIX - Der böse Blick Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen 40213 Düsseldorf, Grabbeplatz 5 Otto Dix verbrachte ab 1922 explosive Schaffensjahre in Düsseldorf. Er entwickelte während dieser Zeit eine kritische Handschrift, die ihn in der Kunst des 20. Jahrhunderts unverkennbar macht. Dieser künstlerisch wie menschlich prägenden Phase ist die Ausstellung gewidmet.

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Wiesbaden Passau Weihnachtsausstellung KV‐Mitglieder (Malerei, Grafik und Skulptur) 25.11. – 18.12.2016, Vernissage Donnerstag, 24.11.2016 19 Uhr in der St. Anna Kapelle

Regensburg

23.10.2016 – 26.02.2017 Lovis-Corinth-Preis 2016 – Daniel Spoerri Das offene Kunstwerk - Anlässlich der Auszeichnung seines Lebenswerkes widmet das Kunstforum Spoerri eine retrospektive Werkschau im Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg

14. Oktober 2016 – 12. Februar 2017 „Caravaggios Erben. Barock in Neapel“ Museum Wiesbaden, Hessisches Landesmuseum

Emden

Bis 22. Januar 2017 „Nikolai Astrup: Norwegen. Eine Entdeckung“, Kunsthalle Emden

Bernried

Starnberger See

Nürnberg

14.10.2016 bis 15.01.2017 Mit anderen Augen. Das Portrait in der zeitgenössischen Fotografie - Kunsthalle Nürnberg Bis 08.01.2017 No place like Home Eine Präsentation von Medienkunst aus der Sammlung von Goetz - Haus der Kunst in Nürnberg

22.10.2016 bis 05.03.2017

HUNDERTWASSER. SCHÖN & GUT

Buchheim Museum der Phantasie Bernried

Vorschau Vereinsmitglieder: Wolgang Angermeir „natürlich – figürlich“ Einzelausstellung im Palais im Stadtpark, Stadtpark 1, 94469 Deggendorf vom 11.11.2016 bis 26.01.2017 Künstlerführung am 17.12.2016, 10:30 Uhr

Im Pamir - Kirgistan

Bavaria II

Romanleserin

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Wissenswertes

Ausstellungen Vorschau Vereinsmitglieder: Ernst Herrmann Dr. Michael Schricker “Eine Passion in Schwarz-Weiss und Farbe” Museum Spital, Hengersberg, Passauer Straße 38, 94491 Hengersberg Vernissage : 16 .12.2016, 19 Uhr. Dauer der Ausstellung bis 29.1.2017

Rückblick Vereinsmitglieder: Johann Meier begeistert Hamburg Biennale-Publikumspreis für Deggendorfer Künstler

Genmanipulierte Mutterblume - 1999 - Acryl/ Aquarel, 100 x 90 cm

Zur 6. Internationalen Biennale in Hamburg war Johann Meier, Mitglied des Kunstvereins Deggendorf, mit vertreten. 30

Eingeladen hatte der Verein Kulturaustausch Hamburg-Übersee zum Thema „Umwelt im Ökologiediskurs – Stadt der Zukunft/ Mensch – Raum – Vision“. Aus mehreren hunderten Einsendungen wurden 27 nationale und internationale Profikünstler von einer Jury ausgewählt. Sogar Künstler aus Südamerika waren beteiligt. Bilder von gegenständlicher bis hin zur abstrakten Kunst wurden präsentiert. Einen Förderderpreis erhielt ein jüngerer Künstler, außerdem wurden drei Publikumspreise ausgeschrieben. Den ersten Preis des Publikums erhielt Johann Meier. Design für Straubinger Volksfestkrug 2016 Sieben Künstler wurden zu einem Wettbewerb eingeladen, den Volksfest - Sammlerkug zu gestalten.

Der Preisträger war Künstler Johann Meier aus Deggendorf. Sein Motiv anlässlich 700 Jahre Stadtturm, Reinheitsgebot, sowie diversen Volksfest-Schmankerln, gefiel der Jury am besten. Die Festwirte sponserten 1500 Krüge für die Restaurierung eines wertvollen Gobelins im Rathaus Straubing


Wissenswertes

Impressum

ERDGAS

Redaktion: Christine Weileder, Tulpenstr. 5, 94469 Deggendorf, Tel: 09931 907437 Email: christine.weileder@freenet.de

Neu seit 01.01.2016 von den Stadtwerken Deggendorf, auch vielerorts im Landkreis Deggendorf verfügbar.

Grafik und Design: Christine Weileder Birgit Stern Druck: Flyerfabrik Plattling Weitere Infos erhalten Sie im Kundenzentrum vor Ort oder unter der Hotline 0991/3108-299.

Anzeigenannahme: Christine Weileder, s. o. Herausgegeben von: Kunstverein Deggendorf e.V. Tulpenstr. 5 94469 Deggendorf

Stadtwerke Deggendorf GmbH Graflinger Straße 36 0991 | 3108 - 0 94469 Deggendorf 0991 | 3108 - 260 info@stadtwerke-deggendorf.de www.stadtwerke-deggendorf.de

Ausgabe: 2 x jährlich

Verteilerstellen der Kunstzeitung: KunstRaum, Stadtmuseum, Stadtbücherei, Handwerksmuseum, Sparkasse Deggendorf, Touristinformation, Bücher Pustet Info: www.kunstverein-deggendorf.com

JAHRESPROGRAMM 2017 April

Ben Schasfoort

Mai

Oliver Thedieck und Estaban Colucci

Juni

Ernst Herrmann

Oktober

Günther Urban

Malerei

Gitarrenkonzert

analoge SW Fotograe

Holzschnitte

Die genauen Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Kunst und Kultur

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Kunstzeitung des Kunstverein Deggendorf Nr.18  
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