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MAGAZIN 3 · AUGUST 2014 CHF 6.–

EGON SCHIELE – JENNY SAVILLE Verkörperlichung der Malerei FERDINAND HODLER /JEAN-FRÉDÉRIC SCHNYDER Kuratiert von Peter Fischli 28 AUF NACH JAPAN! Spitzenwerke auf Reisen 31 DIE LANGE NACHT DER ZÜRCHER MUSEEN Schlaflos 10

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EDITORIAL

ZÜRICH – TOKYO Liebe Leserinnen, liebe Leser, mit Riesenschritten bewegen wir uns auf eine Saison mit ausserordentlichen Ausstellungsereignissen zu: Wenn in wenigen Tagen die aufregende und kontroverse Cindy Sherman-Retrospektive (mit der sehr populären App!) zu Ende gegangen sein wird, bereiten wir für Sie ein nächstes Grossprojekt vor. Zum ersten Mal nach einem Vierteljahrhundert wird Egon Schiele, der den Beginn der Wiener Moderne markiert, wieder eine Ausstellung seiner Meisterwerke im grossen Bührlesaal haben – zusammen mit der englischen Künstlerin Jenny Saville. Parallel werden Sie eine Ausstellung mit Werken Ferdinand Hodlers aus unserer überraschend reichhaltigen Sammlung im Dialog mit Bildserien des zeitgenössischen Malers Jean-Frédéric Schnyder sehen, für die wir den Künstler Peter Fischli als Gastkurator gewinnen konnten. Dieses schöne (und raumgreifende) Projekt konnten wir nicht zuletzt deshalb realisieren, weil ein Teil der Kunsthaus-Sammlung für einige Monate in Tokyo und Kobe zu sehen sein wird! Und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind derweil schon mitten in den Vorbereitungen für die grosse Ausstellung über Japan und den Impressionismus, die sich im Winter anschliessen wird. Danke sagen wir für Ihre überaus aktive und sympathische Beteiligung an unserer Umfrage zum Jahresbericht der Zürcher Kunstgesellschaft. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir die tausenden Meldungen und die vielen freundlichen Kommentare nicht einzeln verdanken können, aber wir freuen uns sehr, dass Sie so aktiv teilhaben: Es wird auf vielfachen Wunsch eine Online-Variante des Jahresberichts geben. Und die gedruckte Version bleibt ebenfalls erhalten. An anderer Stelle herrscht Stillstand statt Dynamik: Das Projekt unserer Kunsthaus-Erweiterung mussten wir im Sommer wegen des Rekurses der Luzerner Stiftung Archicultura und des damit einhergehenden Gerichtsverfahrens zu unserem Bedauern vorübergehend auf Eis legen, obwohl wir eigentlich nach der erfolgreichen Volksabstimmung schon mit Ihnen allen den Baubeginn hätten feiern wollen. Lesen Sie mehr in unserem Beitrag in diesem Heft. Die Zahl der Mitglieder in der Kunstgesellschaft ist erfreulich hoch, und wir freuen uns, wenn Sie Freunde und Bekannte animieren, ebenfalls einzutreten: Sie sind alle herzlich willkommen und helfen uns mit Ihren Beiträgen. Bis bald im Kunsthaus Zürich – wir freuen uns auf Sie! Ihr Christoph Becker

Illustration © Kaja Paradiek

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Gemälde Alter Meister & des 19. Jahrhunderts Auktion in Zürich: 19. September 2014 Vorbesichtigung: 6. bis 14. September 2014 Koller Auktionen ∙ Hardturmstrasse 102 ∙ 8031 Zürich Tel. 044 445 63 63 ∙ office@kollerauktionen.ch www.kollerauktionen.ch

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AUSSTELLUNGEN

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GUT ZU WISSEN

… DASS ES NOCH SATIRE GIBT

KULTURNEWS

Die Stimme aus dem Grab

Erschienen im «Nebelspalter» Nr. 6 vom 6. Juni. Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Verlages.

Das Zürcher Kunsthaus steht unter Schock. Die Testamentseröffnung von H.R. Giger brachte ans Licht, dass er all seine Werke dem Kunsthaus vermacht. Dem verkannten Künstler gelingt damit ein posthumer Scherz von morbider Güte, da man ihn dort zeitlebens nicht ausstellen wollte. «Dem Zürcher Kunsthaus vermache ich meinen gesamten künstlerischen Nachlass. Buuhh!» So steht es wörtlich im Testament, und damit lacht der eigenwillige Künstler nun doch zuletzt am besten. Die Schweizer Kunstszene hat ihn zu Lebzeiten verachtet, weil er statt eines Prix Walo – was die richtige Reihenfolge gewesen wäre – gleich den Oscar gewann. Eine Einzelausstellung in Zürich, die er sich gewünscht hätte, blieb ihm versagt, obschon er seit Jahrzehnten in einem von ihm gestalteten Haus lebte, das unter Umständen nun dem Kunsthaus den Rang als «Kunsthaus» abläuft. Einem Museum mit einem Nachlass ein schweres Erbe aufzubürden, liegt seit Cornelius Gurlitt im Trend, der dem Kunstmuseum Bern eine schöne Sammlung auch an Raubkunst hinterlässt. Kunstkritiker finden, man habe mit dem Hafenkran schon ausreichend entartete Kunst aus Deutschland importiert. Es wäre aber das erste Mal, dass man in der Schweiz Vermögen von zweifelhafter Herkunft zurückweist. Der Stadtpräsident will «den historischen Hintergrund» genau prüfen lassen. Was wieder zeigt, dass Politiker von Kunst wenig verstehen, ist doch nicht der Hintergrund eines Bildes, sondern vielmehr dessen Vordergrund von Belang. So viele Schwänze wie bei Giger sah man sonst eben nur noch in Aids-Werbe­ filmen des BAG. Deshalb befürchten die Kunstsachverständigen, diese Kunstform könnte ganz normale Menschen anziehen, die vor dem Gang ins Museum noch im McDonalds beim Schauspielhaus speisen. Der Schöpfer des Filmalien schrieb als P.S. in seinem Willen: «Ich habe meine Albträume gemalt. Darum kann man auf meinen Bildern so oft Intellektuelle aus dem Kunsthaus erkennen. Schleimige, furchteinflössende Gestalten!» Damit hatte H.R. Giger das letzte Wort. Roland Schäfli

Damage Control … heisst die Ausstellung im Mudam Luxem­ bourg, welche noch bis zum 12. Oktober zu sehen ist. Die Künstlerliste ist beeindruckend: Ai Weiwei, John Baldessari, Monica Bonvicini, Mircea Cantor, Thomas Demand, Douglas Gordon, Mona Hatoum, Christian Marclay, Yoko Ono, Pipilotti Rist, Ed Ruscha, Jean Tinguely, Jeff Wall, Andy Warhol u.v.a.m. www.mudam.lu Le Mouvement Das Bieler Projekt präsentiert Kunst im öffentlichen Raum von der performativen Seite und nicht klassisch mit Skulpturen oder Objekten. Teil I – Sculptures on the Move und Teil II – Performing the City laufen noch bis zum 31. August. Teil III – The City Performed, ist vom 30. August bis zum 2. November erlebbar. www.lemouvement.ch Office Killer In Zusammenarbeit mit den Zürcher Arthouse Kinos organisiert das Kunsthaus die Vorführung von Cindy Shermans Spielfilm «Office Killer» (1997). Die Horrorkomödie mit Molly Ringwald, Carol Kane, Barbara Sukowa und David Thornton erzählt die Geschichte einer unschein­ baren Büroangestellten, die ungewollt einen ihrer Mitarbeiter umbringt und danach weitere aus dem Weg räumt. Sonntag, 31. August, 12 Uhr im Arthouse Movie 2, Zürich. Einführung in das Werk Shermans durch Kuratorin Mirjam Varadinis. www.arthouse.ch Centro Giacometti Dem Leben und Werk von Giovanni, Alberto, Diego, Bruno, Augusto und Zaccaria Giacometti wird sich das geplante Centro Giacometti in Stampa (Bergell) widmen. Die Eröffnung ist für den 15. Januar 2016 vorgesehen. www.centrogiacometti.ch

Illustration © Kaja Paradiek

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GUT ZU WISSEN

BIBLIOTHEK

Die Zeitschrift «Das Kunsthaus» Die aktuelle Zeitschrift des Kunsthauses, das «Magazin», erschien zuerst im Dezember 1972 (Heft 1 1973) unter dem Titel «Mitteilungsblatt» und glich bis 1981 eher einer Schülerzeitung als einem Kunstmagazin. Wenig bekannt ist jedoch heute, dass das Kunsthaus schon am 31. Januar 1911, kurz nach Er­öffnung des neuen Museums, die erste Nummer einer eigenen Zeitschrift veröffentlicht hat, nämlich «Das Kunsthaus: Blätter für Schweizer Kunstpflege und KunstDas Kunsthaus, Jahr 1920, Heft 1, Umschlag leben, Anzeiger der Zürcher Kunstgesellschaft». Diese «Neuerung von einer gewissen Tragweite» (Jahresbericht, 1911) war eine Initiative Wilhelm Wartmanns, des Museumsdirektors, der als «1. Sekretär» den Vorstand der Kunstgesellschaft nicht nur mit seinem inhaltlichen Konzept, sondern auch mit einer Budgetierung überzeugen konnte, in der die durch die neue Publikation möglichen jährlichen Einsparungen ihre Kosten weit überstiegen. Die neue Zeitschrift sollte sich auf keinen Fall nur auf Nachrichten aus dem Kunsthaus beschränken, sondern über die Kunstszene in der ganzen Schweiz berichten. Sie sollte zudem ein Forum («Sprechsaal») für «Künstler und Kunstfreund» bieten, mit Kunstkritiken, Artikeln über Museumstechnik und Ausstellungswesen sowie über künstlerische und kunstwissenschaftliche Fragen. Diese ambitionierten Ziele konnte Wilhelm Wartmann fast zehn Jahre lang tatsächlich verwirklichen. Erst die «ins Unerschwingliche steigenden Druck- und Papierkosten» (Jahresbericht, 1920) beendeten angeblich 1921 das Erscheinen der Zeitschrift. Die Vorstandsprotokolle zeigen jedoch, dass es die beschränkten «Personalverhältnisse mit den häufigen Absenzen» (5.4.1919) waren, welche die Fortführung unmöglich machten.

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AUSSTELLUNGEN

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AUSSTELLUNGEN

Embodiment of Paint – Verkörperlichung der Malerei

Egon Schiele  – Jenny Saville 10. Oktober 2014 – 25. Januar 2015, Kurator: Oliver Wick

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AUSSTELLUNGEN

Das expressive Werk des österreichischen Künstlers Egon Schiele (1890  –  1918) wird zusammen mit Arbeiten der britischen Malerin Jenny Saville (*1970) in einer Ausstellung vereint gezeigt. Das Ausnahmetalent der Wiener Moderne tritt in einen spannungsvollen Dialog mit einer zeitgenössischen Position, und in der übersteigerten und obsessiven Darstellung von Körperlichkeit wird Malerei selbst als körperliches Medium in unausweichlicher Direktheit erfahrbar.

Den 37 Gemälden von Schiele stehen 16 grossformatige Werke von Jenny Saville gegenüber, und rund 40 Arbeiten auf Papier vermitteln einen Einblick in Schieles zeichnerische Meisterschaft. In kleinen, ausgewählten Themengruppen lassen sie eine künstlerische Intensität zu Tage treten, die vor dem Extremen nicht zurückschreckt. Ein paar ausgesuchte «Studies» von Saville, die sich mit Textur und Materialität befassen, runden die Auswahl ab.

Visueller Dialog Es ist eine offene Begegnung, in der die beiden malerischen Positionen – Egon Schiele und Jenny Saville – zusammengeführt werden, die zeitlich durch fast ein Jahrhundert voneinander getrennt sind. So sind es Kontrast wie auch Annäherung, die dieses Nebeneinander bestimmen. Die Autonomie beider künstlerischer Positionen bleibt sichtbar, es soll auch keine Nachwirkung von Schieles Kunst suggeriert werden. In der Ausstellung wird durch das Werk Schieles ein loser chronologischer Faden gelegt. Savilles Gemälde treten vereinzelt, manchmal in kleineren Werk- oder Motivgruppen interagierend dazu. Eine grosszügige Hängung und das Vermeiden expliziter Bildpaare bestimmen den visuellen Klang und zielen in herausfordernder Weise auf die Wahrnehmung des Betrachters. Es frappiert das Beharren auf einer ungeschönten Körperlichkeit, die künstlerisch derart eindringlich ausgeleuchtet wird, dass sich beim Betrachten nicht selten ein Gefühl von Scheu, manchmal auch regelrechter physischer Befangenheit einstellt. Oftmals wird die übersteigerte Leiblichkeit – bei Saville üppiges 12

Fleisch, bei Schiele hagere Versehrtheit – mit der Erfahrung des eigenen Körpers und in Kombination mit dem Selbstbild zum Ausdruck gebracht. Schiele kehrt in seinem knapp ein Jahrzehnt umfassenden Werk immer wieder zum Selbstund Aktselbstbildnis zurück. Auch Saville, deren Gemälde ausschliesslich den menschlichen, bisher fast immer den weiblichen Körper zum Thema haben, arbeitet mit Modellen und dem eigenen Körper. Ihr Schaffensprozess erfolgt aber in einer übertragenen Form, nicht im direkten Malen nach dem menschlichen Körper, sondern nach einer fotografischen Umsetzung mit den Modellen, bei der die intensive Körperlichkeit ausgelotet wird. Zusammen mit vielen anderen Bildquellen bilden diese Aufnahmen den Ausgangspunkt. Diese Inszenierung des Körperlichen, bei Schiele durch Pose und Mimik noch gesteigert, zeichnet sich bei beiden Künstlern durch extrem gewählte Blickwinkel, 3

1  Jenny Saville, Rosetta II, 2005-2006 Öl und Wasserfarbe, auf Holz aufgezogen, 252 x 187,5 cm Privatsammlung © 2014 ProLitteris, Zürich 2  Egon Schiele, Liegende Frau, 1917 Öl auf Leinwand, 96 x 171 cm Leopold Museum-Privatstiftung, Wien 3  Jenny Saville, Fulcrum, 1998-1999 Öl auf Leinwand, 261,6 x 487,7 cm Collection of Larry Gagosian © 2014 ProLitteris, Zürich 4  Egon Schiele, Aktstudie, 1908 Öl auf Karton, 24,4 x 18 cm Sammlung Leopold II 5 Jenny Saville, The Mothers, 2011 Öl und Kohle auf Leinwand, 270 x 220 cm, Collection of Lisa and Steven Tananbaum © 2014 ProLitteris, Zürich


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meist eine pointierte Untersicht, und eine gewollte Ortlosigkeit aus. Demonstrativ werden die Grenzen von Sehkonventionen hinterfragt. Die Darstellung von Leiblichkeit und Geschlecht erfolgt in ungeschönter Direktheit. Trotz der sichtbaren Expressivität handelt es sich nicht um spontane, sondern um minutiös geplante Malerei, die sich bei Schiele aufgrund der übersteigerten Selbstdarstellung und inszenierten Führung des Blicks in einer gezielten Ansprache des Betrachters äussert. Saville bedient sich ähnlich appellativer Strategien, im Unterschied zu Schiele vor allem des Grossformats, das den Betrachter unausweichlich und überwältigend anspricht. Ihr geht es um eine Malerei, in der sich die Farbe direkt wie das Fleisch verhält und das Gefühl des Körperlichen in Materialität und Taktilität übersetzt. Insofern kann auch von einer Verkörperlichung der Malerei gesprochen werden. Obwohl Schiele auch eine präzis durchmodellierte, geradezu plastisch aufgebaute Farbgebung anwendet, bleiben es bei ihm doch die Linie und Kontur,

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die sein Bilddenken leiten. Allerdings zeichnen sich auch seine Werke durch hermetische Abgeschlossenheit aus, die narrativen Inhalt vermeidet und so die Unausweichlichkeit des Körperlichen selbst betont.

Doppelbildnis Egon Schiele und Wally Neuzil und «Tod und Mädchen» Im Rahmen der freundschaftlichen Beziehung zwischen dem Kunsthaus Zürich und dem Leopold Museum in Wien wurde ausnahmsweise der Ausleihe von Egon Schieles «Bildnis Wally Neuzil» – Schieles langjähriger Lebensgefährtin – und dem dazugehörigen «Selbstbildnis mit Lampionfrüchten» zugestimmt, so dass die beiden Porträts als Bildpaar gezeigt werden können. Dem ausserordentlichen Entgegenkommen des Belvedere in Wien ist es zudem zu verdanken, dass Schieles Hauptwerk «Tod und Mädchen» erstmals seit über 25 Jahren ins Ausland reisen darf. Neben der bedeutenden Werkgruppe von Egon Schiele aus dem Leopold Museum in Wien konnten weitere seiner selten

verliehenen Hauptwerke für das Projekt gewonnen werden. Darunter befinden sich Leihgaben aus der Národní Galerie Prag, der Neuen Pinakothek München, der Staatsgalerie Stuttgart, der Stiftung Sammlung Kamm Zug und aus Privatbesitz. Die Leihgaben von Jenny Savilles Gemälden stammen aus internationalen Privatsammlungen.

Egon Schiele und das Kunsthaus Zürich Erstmals werden anhand von Dokumenten aus dem Museumsarchiv die engen Bezugspunkte von Egon Schiele zum Kunsthaus Zürich beleuchtet. Der damalige Direktor Wilhelm Wartmann versuchte 1915, mitten im Ersten Weltkrieg, eine Einzelausstellung zu organisieren, die die erste grössere Museumsausstellung für Schiele geworden wäre. Interessanterweise gab dieser aber der Idee einer Gruppenausstellung junger österreichischer Künstler den Vorrang und verpasste damit schliesslich eine einzigartige Gelegenheit. Schieles eigene Situation hatte sich aber auch überraschend geändert, da er nun doch 13


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6  Egon Schiele, Selbstbildnis mit Lampionfrüchten, 1912 Öl und Deckfarbe auf Leinwand, 32,2 x 39,8 cm Leopold Museum-Privatstiftung, Wien 7  Egon Schiele, Bildnis Wally Neuzil, 1912, Öl auf Holz, 32 x 39,8 cm Leopold Museum-Privatstiftung, Wien 8 Egon Schiele, Selbstporträt mit Lederweste mit abgewinkeltem Ellbogen, 1914 Gouache, Aquarell, schwarze Kreide und Bleistift auf Papier, 47,6 x 31 cm Privatsammlung 9  Egon Schiele, Selbstbildnis mit gestreiftem Hemd, 1910 Schwarze Kreide und Gouache auf Papier, 44,3 x 30,5 cm Leopold Museum-Privatstiftung, Wien

als tauglich eingestuft wurde und im Juni 1915 in den Kriegsdienst einrücken musste, den er nicht an der Front, sondern in erleichterter Form bis 1918 versah. Die geplante Ausstellung konnte vorerst nicht realisiert werden und das Kunsthaus zeigte im August 1915 «Wiener Künstler». Neben drei Gemälden von Klimt waren es Zeichnungen von Schiele, Kokoschka, Klimt, Faistauer und Fischer, die als verkäufliche Leihgaben aus dem Bestand der Wiener Galerie von Guido Arnot gewonnen werden konnten. Doch schon im Januar 1916 wendete sich Schiele direkt an das Kunsthaus und schlug vor, einige Gemälde und Zeichnungen auszustellen. Im November bezog er sich auf eine weitere Einladung Wartmanns und bot zwölf neuere

Gemälde an, darunter Hauptwerke wie die «Eremiten» oder «Tod und Mädchen», die nun in unserer Ausstellung zu sehen sind. Trotz der erschwerten Umstände und der Dienstpflicht trat Schiele als eigentlicher Künstler-Kurator in Erscheinung, der sich mit grossem Engagement für die junge Kunst seiner Zeit und für das «Extremste» einsetzte. Zürich zeigte sich zuwartend und wollte erst nach Kriegsende weiter darüber befinden. So stand auch das Jahr 1917 ganz unter dem Zeichen Zürichs, und Schiele meinte hoffnungsvoll: «Wie der Krieg aus ist, fahren wir nach Zürich.» In der weiteren Korrespondenz träumte Schiele von einer «I. internationalen Ausstellung Neuer Kunst» in Zürich, während die kriegsführenden Staaten

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nationale Prestigeprojekte veranstalteten, die natürlich völlig ausgeglichen und «neutral» zu sein hatten. Nach einer deutschen und französischen Kunstausstellung im Kunsthaus folgte ein offizielles österreichisches Projekt, das Schieles Visionen nicht nur konkurrenzierte, sondern schliesslich zu Fall brachte. Seine letzte Idee, 1918 die 49. Wiener Secessions-Ausstellung, an deren Organisation er massgeblich beteiligt war, nach Zürich zu bringen, scheiterte ebenfalls daran. Im November 1918 hiess es in den Protokollen: «Egon Schiele kann für 1919 nicht in Betracht kommen.» Die Nachricht seines Todes hatte Zürich noch nicht erreicht. Unterstützt durch den Kunstversicherer Nationale Suisse, weitere Gönner und den Farbensponsor Farrow & Ball.

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10  Egon Schiele, Agonie, 1912 Öl auf Leinwand, 70 x 80 cm Bayerische Staatsgemäldesammlungen München - Neue Pinakothek 11  Jenny Saville, Oxyrhynchus, 2012 – 2014 Pastell und Kohle auf Leinwand, 170 x 250 cm, Privatsammlung 12  Egon Schiele, Tod und Mädchen, 1915, Öl auf Leinwand, 130 x 180 cm Belvedere, Wien

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Katalog

Konzert

Dank der generösen Unterstützung der Nationale Suisse erscheint auch der Katalog in besonders grosszügigem Format. Im Tafelband wird die visuelle Kraft der Gegenüberstellung von Egon Schiele und Jenny Saville auch in Buchform erlebbar. Das Buch enthält Beiträge von Oskar Bätschmann, Maria Becker, Martin Harrison, Diethard Leopold, Helena Pereña, Franz Smola und Oliver Wick. Es erscheint in einer deutschen und einer englischen Ausgabe bei Hatje Cantz, gebunden, 29,7 x 40 cm, ca. 176 Seiten mit rund 160 Abbildungen, und ist im Kunsthaus-Shop oder im Buchhandel (ISBN 978-3906574-94-3) erhältlich.

Wien war um 1900 ein Zentrum der Avantgarde in Kunst, Literatur und Musik. Arnold Schönberg, der selber auch malte, revolutionierte mit seinen Schülern Anton Webern und Alban Berg die abendländische Musik, doch seine Walzer stehen in der Wiener Walzertradition. Am Sonntag, 30. November um 11 Uhr gastiert das Zürcher Kammer­ orchester im Kunsthaus. Tickets unter www.zko.ch. Rahmenveranstaltung Eine Veranstaltung zur Ausstellung mit Protagonisten aus den Bereichen Film und Medizin wird ab Oktober auf der Website zur Ausstellung aufgeschaltet.

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Sophie Taeuber-Arp Heute ist Morgen Docking Station Zeitgenössische Künstler/innen arbeiten mit Werken aus dem Aargauer Kunsthaus und der Sammlung Nationale Suisse Marc Bauer, Bianca Brunner, Philippe Decrauzat, Klodin Erb, San Keller, Petra Köhle / Nicolas Vermot Petit-Outhenin, Zilla Leutenegger, Michael Meier & Christoph Franz, Giacomo Santiago Rogado, Francisco Sierra

Bild: Sophie Taeuber-Arp, Coquilles et fleurs, 1938, Stiftung Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp e.V. © Wolfgang Morell

CARAVAN 3 / 2014: Max Leiß Ausstellungsreihe für junge Kunst

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AUSSTELLUNGEN

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AUSSTELLUNGEN

Kuratiert von Peter Fischli

Ferdinand Hodler / Jean-Frédéric Schnyder 12. September 2014 – 26. April 2015

Grundlage der Ausstellung sind Zeichnungen und Gemälde Ferdinand Hodlers. Die Landschaften, Naturstudien und Porträts stammen aus den Beständen des Kunsthauses. In separaten Räumen, aber konzeptuell darauf bezogen, sind Jean-Frédéric Schnyders umfangreiche Bilderzyklen «Berner Veduten» (1982–1983) und «am Thunersee» (1995) zu sehen, ergänzt um einige unerwar­ tete Objekte.

Der Schweizer Künstler Jean-Frédéric Schnyder (*1945), der nach dem Ende der klassisch gewordenen Moderne wesentliche Anregungen zu geben vermochte, begann seine Karriere als Konzeptkünstler. Nach der Teilnahme an der legendären Ausstellung «When Attitudes Become Form» 1968 in der Kunsthalle Bern wagte sich Schnyder 1970 / 71 erstmals auf das Terrain der Malerei. Der Tabubruch war dabei umso grösser, als er sich in drei grossen, programmatischen Bildern nicht etwa an Abstraktem versuchte, sondern ausgerechnet an den grundlegenden gegenständlichen Gattungen Stillleben, weiblicher Akt und Landschaft.

Frei von Wertung: Migros und Münster Seitdem spielte Malerei in seinem Werk eine wichtige Rolle. Als er 1982 / 83 dann die «Berner Veduten» malte, gewann die Auseinandersetzung mit dem Medium Malerei an Tiefe und Bedeutung. Aus der Not, grad kein Atelier zu haben, setzte sich der Künstler – eine Staffelei auf dem Rücken – täglich auf sein Velo und malte in pleinairistischem Stil «sur le motif»

106 Motive aus Bern und Umgebung. Natur und Stadt, Liebliches und hässliche Bausünden, Migros und Münster: der Zyklus prunkt mit einem formidablen Motivreichtum. Das künstlerische Programm? Man malt unverdrossen vor Ort eine Fülle von heterogenen Motiven – und verzichtet dabei tunlichst auf Wertung. Ziel ist nicht das Aufsuchen und Malen eines «schönen» Motives, sondern das Malen als Prozess ohne Wertungen, das Malen an sich.

Ferdinand Hodler Skizze mit drei Blütenformen Kunsthaus Zürich Foto J.F. Schnyder: Marco Schibig Fotomontage: Peter Fischli

Das Sublime und Ideale Die Unterschiede zwischen Schnyder und Hodler sind riesig. Denn beim grössten Schweizer Maler des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts ist ja gerade alles Wertung, Betonung, Herausarbeitung – Sublimierung. Bei ihm werden Mensch und Landschaft in ihrer Präsenz und ihrem Wandel erkundet und mittels grosser Form in ihrer Beziehung zu einem geistigen Sinngefüge erfahrbar gemacht. In seinen gemalten Meisterwerken findet Hodler kraftvolle, oft monumentale Lösungen, um dem Zweiklang von Vergänglichkeit und Unendlichkeit Dauer zu verleihen. Vor21


AUSSTELLUNGEN

Ferdinand Hodler Abend am Genfersee, 1895 Öl auf Leinwand, 100 x 130 cm Kunsthaus Zürich, Leihgabe der Gottfried Keller-Stiftung

stufen dazu sind etwa Skizzen in den «Carnets». Im Bereich der grossen, symbolistischen Kompositionen sind dies überaus zahlreiche Zeichnungen. Das Finden der dauerhaften Form setzt also die unablässige schnelle Suche mit dem gezeichneten Strich voraus, der dabei auch den spontanen, unmittelbaren Impuls offenbart. Während Hodler stets den sublimen Moment suchte, wohnen wir bei Schnyder wechselweise der An- und Abwesenheit des «idealen» malerischen Momentes bei. Zur einzigen Konstante wird die Malerei selber.

Ferdinand Hodler Grindelwaldgletscher, 1912 Öl auf Leinwand, 94 x 81 cm Kunsthaus Zürich, Schenkung der Erben Alfred Rütschi, 1929

sich auf zwei Motive. Was sich ändert, sind jeweils allein die meteorologischen und atmosphärischen Bedingungen. Manchmal erscheinen die Berge erhaben inszeniert, manchmal erscheinen sie fast listigerweise im entscheidenden Moment von Wolken verdeckt. Das scheinbar Bedeutungshafte wechselt mit dem scheinbar Bedeutungslosen ab. Anders als Hodler präsentiert Schnyder also das prozessuale Kommen und Vergehen des besonderen Augenblicks. In beiden Fällen bleibt die Malerei gleich präsent: Wie in den Veduten, erweist sie sich auch hier als die Bedeutungsebene, um die es geht.

Niesen und Niederhorn Als Schnyder 1995 seinen Zyklus der Thunersee-Bilder malte, betrat er unbestreitbar Hodlersches Terrain. Gerade der Niesen ist ein Hodler-Berg par excellence. Schnyder malt ihn mehrmals, wie auch die gegenüberliegenden Erhebungen Niederhorn und Sigriswilergrat – beide jeweils von einem gleichbleibenden Standort aus. Anders als bei den Veduten braucht Schnyder hier also kein Velo und konzentriert 22

Das Ungleiche Mit der Auswahl der verschiedenen Positionen Hodlers und Schnyders lenkt Kurator Peter Fischli den Blick auf den künstlerischen Prozess und betont das «Ungleiche» zwischen den beiden Künstlern. Der Begriff des «Ungleichen» ist für Fischli der unausgesprochene Titel der Ausstellung. Ausserdem betont er, in beiden Fällen handle es sich um Malerei, die von der Malerei handelt. Es

gibt also neben dem rein Motivischen (Niesen, Thunersee) zwischen den Bildern Hodlers und Schnyders noch diese andere Gemeinsamkeit. Unterstützt durch die Vontobel-Stiftung.


AUSSTELLUNGEN

Jean-Frédéric Schnyder Murtenstrasse, 21.02.1983 Berner Vedute Nr. 33 Öl auf Leinwand, 45 x 60 cm Kunstmuseum Bern, Sammlung Toni Gerber, Bern – Schenkung 1993 © 2014 Jean-Frédéric Schnyder

Ferdinand Hodler Sonniges Strässchen, um 1890 Öl auf Leinwand, 41 x 33 cm Kunsthaus Zürich

Aus dem Depot ans Licht

Jean-Frédéric Schnyder Allmend, 15.2.1983 Berner Vedute Nr. 29 Öl auf Leinwand, 42 x 57 cm Kunstmuseum Bern, Sammlung Toni Gerber, Bern – Schenkung 1993 © 2014 Jean-Frédéric Schnyder

Das Kunsthaus, das mehrere hundert Werke Ferdinand Hodlers besitzt, überliess Peter Fischli die Auswahl. Mit rund 25 Gemälden und 35 Zeichnungen Hodlers ist die Ausstellung reich bestückt. Viele dieser Werke waren seit Jahrzehnten nicht zu sehen und kommen aus dem KunsthausDepot ans Licht. Jean-Frédéric Schnyders Schaffen ist anhand von 120 Werken zwi­schen 1982 und 1995 repräsentiert. Neben privaten Sammlern sind namhafte Schweizer Museen unter den Leihgebern – das Aargauer Kunsthaus, die Kunstmuseen in Basel und Bern, das Bündner Kunstmuseum, das Migros Museum für Gegenwartskunst und die Collection Pictet. Die Präsenz von Zeichnungen und Studien sowohl von Hodler wie von Schnyder in der Ausstellung führt den Ideenfindungsprozess vor Augen, während eine Anzahl von installativen Objekten Schnyders künstlerische Haltung weiter differenziert: Utensilien, die dem Aufsuchen seiner Bildmotive und dem Erschaffen seiner Gemälde dienen, wie Rennrad, Wanderschuhe, Rucksack und Staffelei – die er im Schaffensprozess einsetzt – werden zu Skulpturen.

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AUSSTELLUNGEN Jean-Frédéric Schnyder am Thunersee 10.10.1995 Öl auf Leinwand, 30 x 42 cm Privatsammlung, Schweiz, Courtesy Galerie Eva Presenhuber, Zürich © 2014 Jean-Frédéric Schnyder

Ferdinand Hodler Waldbach bei Leissigen, 1904 Öl auf Leinwand, 88,5 x 101,5 cm Kunsthaus Zürich, Legat Richard Schwarzenbach, 1920

Jean-Frédéric Schnyder Niesen, 27.9.1983 Berner Vedute Nr. 118 Öl auf Leinwand, 48 x 64 cm Kunstmuseum Bern, Sammlung Toni Gerber, Bern – Schenkung 1993 © 2014 Jean-Frédéric Schnyder

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Swiss Art Auktion Kunsthaus Zürich, Vortragssaal 22. September 2014, 18 Uhr

Vorbesichtigung Freitag, 19. September, 12–18 Uhr Samstag, 20. September, 10–18 Uhr Sonntag, 21. September, 10–18 Uhr Kunsthaus Zürich, Vortragssaal

FERDINAND HODLER (1853–1918) Das Jungfraumassiv von Mürren aus, 1911 Öl auf Leinwand 40,5 x 46 cm

Kontakt Hans-Peter Keller hkeller@christies.com +41 44 268 10 12 Steinwiesplatz, 8032 Zürich

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SAMMLUNG

Auf nach Japan! Tourneen umfangreicher Konvolute von Sammlungswerken eines Museums im Ausland haben weltweit Tradition. Nun wird das Kunsthaus Zürich Teil davon: Rund 75 Werke werden an zwei Ausstellungen in Japan verliehen. Zuerst an das National Art Center in Tokyo (25. September bis 15. Dezember 2014), dann an das Kobe City Museum (31. Januar bis 10. Mai 2015).

Dieses aufwändige Projekt wurde von langer Hand sorgfältig vorbereitet und involvierte eine ganze Reihe von Mitarbeitenden im Kunsthaus, so etwa die Restauratoren, die Sammlungsregistrarin, die Kollegin von den Bildrechten, die Kommunikationsverantwortlichen und die Techniker. Auf der japanischen Seite begegneten wir einer für dieses Land typischen Konstellation: Grosse, aufwändige und auch kostspielige Ausstellungen werden dort nicht direkt mit interessierten Museen ausgehandelt, sondern stets mit einem der bedeutenden Medienunternehmen, den sogenannten Shimbun, die solche Projekte finanzieren und sie im Rahmen ihrer Kommunikation nutzen. Unser Partner ist das grösste dieser Unternehmen, Asahi Shimbun, das sehr viel Erfahrung mit der Organisation von Ausstellungen hat. Von Asahi kam die Anfrage für das Projekt. Das Verlagshaus hatte im Vorfeld passende Museumspartner gesucht, die in jeder Hinsicht für eine solche Ausstellung geeignet sind. Als erstes haben wir dann 28

Reist nach Japan: Claude Monet, Le bassin aux nymphéas, le soir, 1916 / 1922 Öl auf Leinwand, 200 x 600 cm, Kunsthaus Zürich, Geschenk Emil Georg Bührle, 1952


SAMMLUNG

wichtige Werke diskutiert, die einbezogen werden könnten. In einem zweiten Schritt wurde dann der direkte Kontakt mit den Museen hergestellt und schlussendlich eine Liste von Werken definiert, die das Kunsthaus zu leihen bereit war. Schwerpunkt: Impressionismus und Klassische Moderne, zwei in Japan sehr beliebte Epochen der westlichen Kunst. Dabei handelt es sich um wichtige Teile der Sammlung, nicht selten Hauptwerke. Jeweils gleich mit mehreren Werken vertreten sind Segantini, Hodler, Vallotton, Munch, Monet, Bonnard, Matisse, Picasso, Braque, Miró, Chagall, Kokoschka und Alberto Giacometti (wobei hier auch die Alberto Giacometti-Stiftung als wichtige Leihgeberin in Erscheinung tritt). Wichtigstes Exponat ist zweifellos Claude Monets grosses Seerosen-Bild «Le bassin aux nymphéas, le soir». Dieses Bild ist auf zwei getrennte Leinwände gemalt. Es steht unter besonderer konservatorischer Beobachtung und darf nur ausnahmsweise reisen.

Ist weiterhin im Kunsthaus zu sehen: Claude Monet, Le bassin aux nymphéas avec iris, 1914 / 1922 Öl auf Leinwand, 200 x 600 cm, Kunsthaus Zürich, Geschenk Emil Georg Bührle, 1952

Weshalb leiht das Kunsthaus diese Schätze nach Japan? Allein die guten Beziehungen zwischen Japan und der Schweiz würden nicht unbedingt genügen, die Ausleihe zu rechtfertigen – auch wenn in diesem Jahr das 150. Jubiläum der Aufnahme diplomatischer Beziehungen gefeiert wird. Die Anfrage aus Japan hat uns geehrt und wir freuen uns aufrichtig und sind stolz darauf, das Kunsthaus dort mit einer sehr bedeutenden Gruppe von Meisterwerken zu präsentieren. Unsere Schätze werden in Fernost für das Kunsthaus und seine Erweiterung werben und mittel- und langfristig japanische Besucher nach Zürich bringen. Aber wir bekommen noch etwas anderes dafür. Für den dem Kunsthaus entstehenden Aufwand leistet die Asahi Shimbun einen Kostenersatz. Dieser ermöglicht es dem Kunsthaus, ein zentrales Projekt in Angriff zu nehmen: die Beschaffung einer zeitgemässen Software zur Verwaltung der Sammlung. Der jetzige Zustand ist unbefriedigend und kann vor allem im Hinblick auf den kommenden Erweiterungsbau nicht mehr länger beibehalten werden. Die neuen Programme, die derzeit evaluiert werden, werden die Arbeitsprozesse rund um die Sammlung vereinfachen und es uns erlauben, unsere Kräfte gezielter einzusetzen. Wir freuen uns also auf das grosse Japan-Projekt. Dass wir währenddessen eine Ausstellung zum Einfluss Japans auf die europäische Kunst im späten 19. Jahrhundert veranstalten werden, ist eine interessante Pointe. Zugleich bedeuten die Ausstellungen in Japan freilich auch, dass zahlreiche Meisterwerke während knapp zehn Monate nicht zu sehen sind. Wir haben aus der Not aber eine Tugend gemacht: die frei werdenden Säle (vor allem im 2. Stock des Moserbaus) wird der Künstler Peter Fischli für uns nutzen. Er wird dort eine grossartige Ausstellung zu Ferdinand Hodler und Jean-Frédéric Schnyder präsentieren, die an anderer Stelle in diesem Magazin näher vorgestellt wird.

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AUSSTELLUNGEN

Lange Nacht der Museen Die Lange Nacht im Kunsthaus Zürich, 6. September Museum 19 – 2 Uhr, Lounge & Party 20 –  4 Uhr

Willkommen zur Langen Nacht der Museen! Über 40 Museen in Zürich öffnen ihre Pforten bis 2 Uhr nachts. Das Kunsthaus hält sogar noch länger durch: bis 4 Uhr früh können sich unsere Besucher die Nacht um die Ohren schlagen.

Malatelier: Schöne oder Biest? 19 –1 Uhr Sich selbst oder jemand anders porträtieren? Nichts leichter als das! Greifen Sie zu Stift oder Pinsel und verlassen Sie sich auf Ihr Gespür: Ob Klein oder Gross – ein überraschendes (Selbst-) Porträt ist garantiert. Dazu braucht es nur Experimentierfreude und eine Prise Humor.

Fortlaufend sammeln: Kurzführungen Geniessen Sie die Kurzführungen zu verschiedenen Sammlungsschwerpunkten einzeln oder fügen Sie die Einblicke zu einem längeren Erkundungsgang zusammen. 19.30 Uhr 20.00 Uhr 20.30 Uhr 21.00 Uhr 22.00 Uhr 22.30 Uhr 23.00 Uhr 23.30 Uhr 24.00 Uhr 24.30 Uhr

Vincent van Gogh Albert Anker Claude Lorrain Lovis Corinth George Segal Alberto Giacometti Joseph Beuys Zürcher Nelkenmeister Cy Twombly Johann Heinrich Füssli

fens gewartet. Heute geht das etwas schneller, der Spass ist aber derselbe.

Barockkonzert mit Pícaro 21.30 / 23 Uhr Das Ensemble Pícaro, bestehend aus Stephanie Pfeffer (Sopran), Magdalena Dür (Barockcello) und Matias Lanz (Cembalo), spielt Werke aus dem italienischen Barock. Im stimmigen Ambiente der Altmeister-Sammlung wird Musik von u.a. Antonio Vivaldi und Nicola Porpora zu hören sein.

Flash Mob: Kleider machen Leute 19 – 24.30 Uhr Machen Sie mit beim Kunsthaus-Flash Mob! Durch die Personen und Kostüme auf den Bildern werden Sie zur eigenen Verkleidungslust angeregt. Sie formen unter Anleitung aus Papier verrückte, farbige, vornehme oder modische Hüte oder Kleider und schlüpfen mit Ihren Kreationen in eine fremde Rolle. Die Flash Mobs finden im Laufe des Abends mehrere Male spontan statt.

Lounge & Party 20 – 4 Uhr Mit ihren fantastischen Projektionen verwandelt das «Buffet für Gestaltung» den Vortragssaal in eine stimmungsvolle Lounge. Ein Ort der Begegnung zum Entspannen, miteinander plaudern, etwas trinken oder einen feinen Happen essen.

vermag. Um 22 Uhr betritt Kangding Ray (Raster-Noton) die Bühne. Der in Berlin lebende Franzose bewegt sich auf einem schmalen Grat zwischen experimenteller Musik und Club Culture. In seiner Musik verschmelzen Rhythmus und atmosphärische Klangwelten zu evolvierenden Kompositionen.

Party mit Adon, Lexx und Leo 23 – 4 Uhr Jetzt wird getanzt! Die DJs Adon, Lexx und Leo sorgen für den richtigen Sound.

Kulinarisches Im Café in der Eingangshalle gibtʼs Wurst und Brot, Nasi Goreng und Baguette am Meter mit feinen Füllungen. Wer es süss mag, gönnt sich eine hausgemachte Fruchtwähe oder einen Triple Chocolate Muffin. In der Lounge ist Meister Bieber am Werk: Radiesli mit Kakao, Sour Cream und knusprigen Haselnüssen, Jersey Blue-Käse mit Zwiebel-Kompott und Beck Winters Ruchbrot, Wurst-Käse­ salat nach Silvio Rizzi oder VanilleMilchreis mit Heidelbeeren und Limette. S’het solang s’het. Die Lange Nacht im Kunsthaus Zürich wird unterstützt von Japan Tobacco International.

Tickets und Info Picture perfect 19 – 2 Uhr

Live: IOKOI und Kangding Ray 21 – 23 Uhr

Wer erinnert sich nicht an die Fotoautomaten von früher? Alleine, zu zweit oder zu dritt haben wir uns in die enge Kabine gequetscht und dann bange Minuten auf die Ausgabe des Fotostrei-

Ab 21 Uhr verzaubert IOKOI mit sphärischem Sound und Visuals. Mit intimen und traumwandlerischen Songs erschafft sie eine Klanglandschaft, in der sie den Puls und die Zeit anzuhalten

Ein Ticket zum Einlass in alle beteiligten Museen kostet CHF 25.–, wer den Vorverkauf nutzt, kann bereits für CHF 20.– mit dabei sein. Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre erhalten freien Eintritt. Infos und das gesamte Programm unter www.langenacht.ch.

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ERWEITERUNG

Zeit ist Geld

REKURS Die Stiftung Archicultura aus Luzern hat beim Baurekursgericht in Zürich die Aufhebung der Baubewilligung für die Kunsthaus-Erweiterung beantragt. Sie fordert eine Überprüfung der Gebäudedimension und eine Aussetzung des Rekursverfahrens, bis das Projekt für die Neugestaltung des Heimplatzes festgesetzt ist. Damit sollen auf juristischem Weg zwei getrennt voneinander geplante und finanzierte Projekte verquickt werden: Dies würde den Start der Arbeiten an der KunsthausErweiterung auf maximale Zeit verzögern. Obwohl ausschliesslich Rechtsfragen und keine städtebaulichen Aspekte zur Verhandlung anstehen, beantragte die Stiftung Archicultura einen Augenschein vor Ort. Mehrere Terminvorschläge noch im Frühsommer lehnte sie jedoch ab. Der Ortstermin – gemeinsam mit der Bauherrin und dem Gericht – kann daher erst Mitte August stattfinden. Die Verzögerungstaktik wird von wenigen einzelnen Personen inszeniert. Anton Monn, der hinter dem Archicultura-Rekurs steckt, hatte bereits vergeblich die Stimmrechtsbeschwerde gegen die Volksabstimmung lanciert. Monn war auch für den erfolglosen Rekurs gegen die Entlassung der Turnhallen aus dem Inventar mitverantwortlich und Mitglied des Stadtzürcher Heimatschutzes, als dieser eine abstruse Hochhauslösung als Anbau an die Rückseite des Kunsthauses vorschlug, bevor er gemeinsam mit anderen «Querulanten» (vgl. NZZ vom 23. Januar 2012), darunter Paul Stopper, von den Mitgliedern abgewählt wurde. Das Projektteam der Kunsthaus-Erweiterung hat seine Arbeit ausgesetzt. Die Kosten des rekursbedingten Mehraufwands und des Unterbruchs werden im sieben-

stelligen Bereich erwartet. Ihre exakte Höhe und die Dauer der Verzögerung hängen vom weiteren juristischen Verfahren ab. Nach dem Gerichtsurteil wird die Bauherrschaft darüber im Detail informieren.

Volkes Wille? Die Mehrheit der Zürcherinnen und Zürcher sprach sich 2012 in einer Volksabstimmung für das Neue Kunsthaus aus. Der Gestaltungsplan ist bereits in Kraft. Nach einer dem Architekturwettbewerb vorausgegangenen Testplanung hat die Denkmalpflege das öffentliche Interesse am Neubau höher gewichtet als den Erhalt der alten Turnhallen und sie aus dem Inventar entlassen. Der Vorplatz wurde deutlich verbreitert und das Bauvolumen reduziert. Der Bau von David Chipperfield steht in respektvollem Abstand zur alten Kantonsschule. So breit ist der Konsens über die städtebauliche und ästhetische Qualität, dass auch der Zürcher Heimatschutz auf einen Rekurs verzichtete. Das künstlerische und das betriebliche Konzept für Kunst und Publikum sehen vor, alle Sammlungen, Ausstellungsflächen, Depots und Besucherangebote unter einem Dach zu versammeln und so Synergien optimal zu nutzen. Das Konzept für das Neue Kunsthaus wurde von Unternehmensberatern, Kuratoren und Museumsfachleuten über einen Zeitraum von mehr als 10 Jahren hinweg sorgfältig geplant und entwickelt.

Kein Chipperfield-Projekt = Kein Neues Kunsthaus für Zürich! Die Stiftung Archicultura will mit ihren Vorschlägen nun dezentrale Alternativen durchsetzen, in denen Sammlungen und Ausstellungen in benachbarte, dafür un-

geeignete Altbauten aufgeteilt werden sollen. Das Konzept des Neuen Kunsthauses wäre hinfällig. Die Vorschläge der Stiftung Archicultura lassen bedarfsgerechte, finanzielle und sicherheitstechnische Grundlagen nicht erkennen. Für Besucher und Betreiber sind die Konsequenzen unzumutbar. Zürich würde keine KunsthausErweiterung von David Chipperfield bekommen. Das «Ja» in der Volksabstimmung über die Kunsthaus-Erweiterung und den Gestaltungsplan hat deutlich gemacht, wie die Zürcherinnen und Zürcher ihr Neues Kunsthaus wollen. Der Rekurs kostet bereits jetzt viel Zeit, Geld und Nerven und behindert die Arbeit des Kunsthauses in erheblichem Masse. Die jetzige Situation ist nicht im öffentlichen Interesse. Sie wirft Zürich auf nationaler wie internationaler Ebene zurück. Die Ungeduld in der Zürcher Kunstgesellschaft wächst. Wir bedauern die Verzögerung ausserordentlich und danken für vielfachen Zuspruch!

Pro und Contra Alles über die Idee, die Form und den Inhalt des Neuen Kunsthauses: www.kunsthaus.ch Die Stiftung Archicultura in Luzern ist gegen die Kunsthaus-Erweiterung und das Neue Kunsthaus: www.archicultura.ch

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Wer wagt, der verliert? Einst wollten wir auf Watte laufen und heute möchten wir unseren Lebensweg mit güldenem Samt ausstatten. Wehe, wenn eben dieser Lebensweg (wieder) zum Leidensweg verkommt! Watte versus Samt – etwas anderes kommt nicht in Frage. Stellt aber ein unwissender Tor doch die Frage nach der Andersartigkeit, dann wird sein eingeschlagener Pfad von inhaltsleeren Worthülsen verbarrikadiert. «Work-Life-Balance», «Feng Shui», «Bikram, Sivananda, Asthanga» und Konsorten dominieren unser Alltagsdenken und verunmöglichen ein flottes Weitergehen. Ebenso vernebeln sie jene herrliche Weitsicht, die einem das Leben dank unerwarteten Irrungen und Verwirrungen ausschmückt. Keine Macht der Herausforderung also. Ecken und Kanten – das mögen wir nicht, rund soll es vor allem sein. Geschliffen und poliert dazu. Wer wagt, der verliert? Eben doch nicht. Zum Glück. Denn es gibt sie auch im Jetzt, die ungeschminkte Wahrheit, die verstörende Realität, die harsche Groteske. Und für einmal ist sie unerhört erfrischend, aber ebenso irritierend, provozierend sowie desavouierend. Geprügelte Mordopfer, verdrehte Gliedmassen, Zwitterpuppen, überdimensionale Geschlechtsteile, drapiertes Erbrochenes, aufklaffende Wunden, Müll, Schweinemenschen. All diese mitunter clownesken Perversitäten entblössen die Künstlichkeit des Seins höllisch amüsant und unterhalten nicht nur auf Splatter-Stufe. Denn das Bizarre trifft hier auf die Kühnheit. Es ist ein Duo Infernale, das sich – je intensiver man hinschaut – als Panacea herausstellt. Als Universalheilmittel gegen die Angst vor Bedrohung und Zynismus. Und der (Ur-)Angst, die eigene Fantasie könnte ja doch beflügelt werden. Schicker schickt sich an, Ihnen schicke SchickerGrüsse zu schicke(-r)n.

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Blick hinter die Kulissen: Restaurierungsatelier und Bibliothek.

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Szenisch inszeniert: Jazz-Poeten im Monet-Saal.

Geben den Ton an: King Pepe – Simon Hari (Trompete) und Herwig Ursin (Klavier).

Selbst gemacht: Kreation aus der Aus­stellung des Kinder­clubs.

PREISVERLEIHUNG ROSWITHA HAFTMANN-STIFTUNG 14. Mai 2014

Signieren war nicht vorgesehen. Robert Frank tat’s trotzdem gerne und verdankte den Sonderpreis mit Anekdoten aus seiner Zürcher Kindheit. Fotos © Caroline Minjolle

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Christine Jenny und Claudia Giorgetti von Nationale Suisse.

VERNISSAGE CINDY SHERMAN 5. Juni 2014

Kuratorin Mirjam Varadinis.

Shermans «Murals» machen Räume zur Bühne.

Caliente – vor dem Festival in der Langstrasse im Kunsthaus.

Rollenspiel im Fotomat.

KONZERT C.P.E. BACH 22. Juni 2014

Erhielt den Hauptpreis: Rosemarie Trockel.

Preethi de Silva (Cembalistin) und Christian Dieterle (Schauspieler) am C.P.E. Bach-Konzert im Hodlersaal. Foto: Pius Morger

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SERVICE

Hier finden Sie eine Auswahl an Führungen, Veranstaltungen und Workshops. Das ganze Programm unter www.kunsthaus.ch

AUSSTELLUNGSÜBERSICHT 10. Oktober 2014 – 25. Januar 2015 Egon Schiele – Jenny Saville Grosser Ausstellungssaal Vernissage 9. Oktober, 19 Uhr 12. September 2014 – 26. April 2015 F  erdinand Hodler/ Jean-Frédéric Schnyder 2. OG Moserbau Vernissage 11. September, 19 Uhr bis 14. September Cindy Sherman. Untitled Horrors Grosser Ausstellungssaal

FÜHRUNGEN Cindy Sherman. Untitled Horrors* Mittwochs 18 Uhr und sonntags 11 Uhr Die Fackeln des Prometheus Do 4. September, 18 Uhr * Mit elektronischem FM-Gruppenführungssystem. Speziell auch für Personen mit Hörminderungen geeignet. Billett CHF 6.– / 4.– Mitglieder. Bitte an der Kasse lösen. Teilnehmerzahl beschränkt! Geräteausgabe 10 Minuten vor Beginn.

VERANSTALTUNGEN haus die Vorführung von Cindy Shermans Spielfilm «Office Killer» aus dem Jahre 1997. Einführung in Shermans Werk durch Kuratorin Mirjam Varadinis. 12 Uhr, Arthouse Movie 2, Zürich. www.arthouse.ch Samstag, 6. September Die Lange Nacht der Museen Museum 19 – 2 Uhr, Lounge & Party bis 4 Uhr. Tickets und Informationen www.langenacht.ch

SAMMLUNG bis 12. Oktober Die Fackeln des Prometheus J.H. Füssli und Javier Téllez Kabinett www.kunsthaus.ch/de/ausstellungen/ aktuell

FÜHRUNGEN AUSSTELLUNGEN Egon Schiele – Jenny Saville* Mittwochs 18 Uhr, freitags 15 Uhr, sonntags 11 Uhr Französisch: Sa 13. Dezember, 13 Uhr Englisch: Sa 1. November und So 23. November, 13 Uhr F  erdinand Hodler/ Jean-Frédéric Schnyder Oktober bis Dezember: Donnerstags 18 Uhr So 21. / 28. September, 5. Oktober, 11 Uhr Sa 25. / 29. November, 27. Dezember, 13 Uhr

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WERKSTATT Samstags 15 Uhr Menschenbilder 23.08. Das Gesicht des 20. Jahrhunderts 30.08. Pablo Picasso 06.09. Alberto Giacometti 13.09. Arnold Böcklin 20.09. Menschenbilder – Götterbilder 27.09. Heinrich Füssli Themen für Samstage vom 4.10./11.10./ 18.10./25.10./1.11. im Veranstaltungskalender auf www.kunsthaus.ch Änderungen vorbehalten. Freie Gruppen und Schulklassen nur nach Voranmeldung. www.kunsthaus.ch/de/kunstvermittlung/veranstaltungskalender

VERANSTALTUNGEN Sonntag, 31. August Screening: Office Killer In Zusammenarbeit mit den Zürcher Arthouse Kinos organisiert das Kunst-

Aufgeweckte Kunst-Geschichten Ein Angebot für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen oder Betreuungspersonen Di 2.9. / 9.9. / 16.9. / 23.9., 14.45 –16.45 Uhr CHF 60.– für vier Nachmittage, inkl. Imbiss für zwei Personen

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ERWACHSENE Kunstgespräche CHF 30.– / Mitglieder 15.– Das Märchen von Gut und Bös So 24. August, 15 –16.30 Uhr Künstlerin, Mäzenin, Muse oder Model(l) Do 28. August, 18.15 –19.45 Uhr Sex and Crime: Erotik und Gewalt in der Kunst, Do 11. September, 18.15  –19.45 Uhr Gründerzeit Do 18. September, 18.15  –19.45 Uhr Die 1960er und 1970er Jahre Do 25. September, 18.15 –19.45 Uhr


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WERKSTATT «O Mensch, gieb acht...» Ein poetischer Rundgang So 21. September, 15 −16.30 Uhr AB 16 JAHREN UND ERWACHSENE Skulpturen: Frauen und Männer bei Rodin, Brancusi, Maillol, Marini, Segal Sa 30. August, 10.30 –15 Uhr CHF 80.– / Mitglieder 65.– /  Jugendliche 30.– Porträt Mi 3. September und Do 4. September, 18 – 20 Uhr, CHF 80.– / Mitglieder 65.– Menschen und Landschaft Mi 10. September, 18 – 20 Uhr CHF 40.– / Mitglieder 25.– / Jugendliche 15.– AB 5 JAHREN Malatelier am Sonntag 24.8. / 7.9. / 14.9. / 21.9. / 5.10. / 12.10. /  19.10. / 2.11., 10.30 –12 Uhr. CHF 12.– Menschen, Wasser und Wellen Sa 23. August, 14 –16 Uhr, CHF 15.– Sprechende Bilder Sa 20. September, 10.30 –12.30 Uhr, CHF 15.– 7 –12 JAHRE Unterwegs Mi 10. September, 14 –17 Uhr, CHF 20.– Rund um den Tisch und auf dem Tisch Di 7. Oktober, 10.30 –14.30 Uhr, CHF 25.– 8 –12 JAHRE ST­ HERB N Wohn(t)räume E I FER In Zusammenarbeit mit dem Jungen Schauspielhaus Block: 14.–17. Oktober, 10 –16 Uhr, CHF 95.–. Anmeldung auf www.kulturvermittlung-zh.ch 10 –14 JAHRE Flash Mob: Kleider machen Menschen 1. Teil: Mi 3. September, 14 –16.30 Uhr 2. Teil: Sa 6. September, 18.30 – ca. 21 Uhr (mit Imbiss), CHF 30.–

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FAMILIEN Inszenierter Schnappschuss 31. August, 14 –16 Uhr, CHF 25.– Seltsame Vögel 26.Oktober, 10.30 –12.30 Uhr CHF 10.– / Kinder u. Jugendliche 5.– / Familienpreis 25.– 3 –5 JAHRE Villa Kun(s)terbunt Malwerkstatt für Kinder von 3 bis 5 Jahren 1. Block: 12.9. / 19.9. / 3.10., 10 –11.30 Uhr 2. Block: 24.10. / 31.10. / 7.11., 10 –11.30 Uhr, CHF 50.– pro Block

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A RT EUST

KINDER- UND JUGENDCLUB N Club 3plus Kinder zwischen 3 und 6 Jahren in Begleitung Ab ins Farbenlabor 1. Block: Rot, Gelb, Blau 12.9. /19.9. / 3.10., 14 –15.30 Uhr 2. Block: Farbe und Form 24.10. / 31.10. / 7.11., 14 –15.30 Uhr CHF 50.– pro Block Club 6plus Kinder zwischen 6 und 9 Jahren

Farbenzauber und Formenwirbel Block 1: Experimentieren mit Farbe 17.9. /24.9. /1.10. / 8.10., 14 –16 Uhr Block 2: Stillleben 22.10. /29.10. / 5.11. / 12.11., 14 –16 Uhr CHF 70.– pro Block Club 10plus Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren Wunderkammer Block 1: Ich und die anderen 20.8. /27.8. / 3.9. /10.9., 16.30 –18.30 Uhr Block 2: Natur soweit das Auge reicht 22.10. /29.10. / 5.11. /12.11., 16.30 –18.30 Uhr, CHF 70.– pro Block

Museum Heimplatz 1, 8001 Zürich Eintrittskasse 044 253 85 43 Fr – So / Di 10 –18 Uhr Mi /Do 10 – 20 Uhr Knabenschiessen 15. September geschlossen Direktion, Verwaltung und Grafische Sammlung Tel. 044 253 84 84, Fax 044 253 84 33 info@kunsthaus.ch Grafische Sammlung Studiensaal Mo – Fr nach Voranmeldung Tel. 044 253 85 36 / 39 Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm Tel. 044 253 84 97 (Ansage) Bibliothek Rämistrasse 45, 8001 Zürich Tel. 044 253 85 31, Fax 044 253 86 51 Ausleihe Tel. 044 253 85 32 Mo – Fr 13 –18 Uhr Knabenschiessen 15. September geschlossen www.kunsthaus.ch/bibliothek

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VORSCHAU

COMING SOON

IMPRESSUM Offizielles Magazin für Mitglieder des Vereins Zürcher Kunstgesellschaft Herausgeber Zürcher Kunstgesellschaft Postfach, 8024 Zürich www.kunsthaus.ch © Kunsthaus Zürich Abdruck erwünscht mit Quellenangabe Redaktion Kristin Steiner Gesamtverantwortung Björn Quellenberg Auflage Druckauflage 18’100 WEMF/SW-beglaubigt 16’942 erscheint 4-mal jährlich

Javier Téllez, Still aus «La Conquista De México», 2012 Courtesy the artist and Galerie Peter Kilchmann, Zürich, © Javier Téllez

Bezug In der Jahresmitgliedschaft enthalten, Verkaufspreis am Kunsthaus-Shop CHF 6.–

Javier Téllez

Gestaltung Crafft Kommunikation AG Hohlstrasse 201, 8004 Zürich www.crafft.ch

Javier Téllez wurde 1969 in Valencia, Venezuela, geboren. Er lebt derzeit in New York und Berlin und hat sich mit Beteiligungen an wichtigen internationalen Gruppenausstellungen wie zuletzt der documenta 13 (2012) einen Namen gemacht. Die Ausstellung im Kunsthaus Zürich ist die erste Einzelausstellung des Künstlers in einer grösseren Institution in der Schweiz und zeigt eine repräsentative Auswahl seiner Werke der letzten 10 Jahre. Zudem realisiert Javier Téllez eine neue Arbeit, die in Zürich Premiere feiern wird. In seinen Videos und Videoinstallationen rückt Javier Téllez jene Menschen ins Zentrum, die normalerweise am Rande der Gesellschaft stehen. Er thematisiert Fragen von Normalität und Anderssein und arbeitet oft mit Laienschauspielern, wie zum Beispiel Patienten aus psychiatrischen Kliniken. In Téllez‘ Arbeit geht es immer gleichzeitig um eine Hinterfragung des Begriffs des «Fremden» oder «Anderen», wie auch um eine kunst- und filmhistorische Reflexion des Mediums Film. Mehr dazu im nächsten Magazin vom 20. Oktober.

Alle Informationen im Überblick: www.kunsthaus.ch 42

Inserate Publicitas Publimag AG Mürtschenstrasse 39, 8010 Zürich Telefon 044 250 31 31 Fax 044 250 31 32 service.zh@publimag.com www.publimag.ch Druck Schellenberg Druck AG Schützenhausstrasse 5, 8330 Pfäffikon www.schellenbergdruck.ch

ISSN 1421-315X

Titelbild Egon Schiele, Selbstbildnis im Hemd, Kniestück, 1914 (Detail) Gouache und Bleistift auf Papier, 48,5 x 32 cm Graphische Sammlung, Staats­galerie Stuttgart


2014/15

Schauspielhaus Drei Schwestern

Der diskrete Charme der Bourgeoisie

von Anton Tschechow Regie Barbara Frey Premiere 11. September 2014

Bartleby, der Schreiber

von Ödön von Horváth Regie David Bösch Premiere März 2015

nach Luis Buñuel Regie Sebastian Nübling Premiere 18. Dezember 2014

Die Zofen

Yvonne, die Burg und erpr inze

nach Herman Melville Regie Mélanie Huber Premiere 12. September 2014

Schuld und Sühne

von Witold Gombrowicz Regie Barbara Frey Premiere 10. Januar 2015

nach Fjodor M. Dostojewskij Regie Sebastian Baumgarten Premiere 20. September 2014

von Jean Genet Regie Bastian Kraft Premiere April 2015

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Roberto Zucco

Der schwarze Hecht

von Bernard-Marie Koltès Regie Karin Henkel Premiere 15. Januar 2015

von Emil Sautter und Jürg Amstein Musik Paul Burkhard Regie Herbert Fritsch Premiere 25. September 2014

Frühstück bei m Tiffany

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Ein ern m Som

Kasimir und Karoline

nach Truman Capote Regie Christopher Rüping Schweizerische Erstaufführung Januar 2015

von William Shakespeare Regie Daniela Löffner Premiere 18. Oktober 2014

Schweizer Schönheit

Eine Theaterserie

von Dani Levy Regie Dani Levy Uraufführung Februar 2015

Regie Lily Sykes Premiere 23. Oktober 2014

Die Brüder Löwenherz

Hotel Lucky Hole (Arbeitstitel) von Kornél Mundruczó und Kata Wéber Regie Kornél Mundruczó Uraufführung November 2014

Ein Projekt von Klaus Brömmelmeier und Sibylle Burkart Regie Klaus Brömmelmeier und Sibylle Burkart Premiere Februar 2015

(Arbeitstitel) von René Pollesch Regie René Pollesch Uraufführung Mai 2015

Die schmutzigen Hände von Jean-Paul Sartre Regie Stefan Pucher Premiere Mai 2015

A1 – Rasen auf der Strasse des Fo rtschri tts Ein Projekt von Mike Müller, Tobi Müller und Rafael Sanchez Regie Rafael Sanchez Premiere Mai 2015

Übergewicht, unwichtig: Unform von Werner Schwab Regie Sophia Bodamer Premiere Mai 2015

Die schönsten Sterbeszenen Oper in der r e d e icht Gesch von Alvis Hermanis Regie Alvis Hermanis Uraufführung März 2015

Zürich

von Astrid Lindgren Regie Ingo Berk Familienstück ab 6 Jahren Premiere 8. November 2014

Brauchst du mich noch?

Love/No Love

Saison


leS aMiS dU

Mehr KUNST für die Schweiz. Die Credit Suisse pflegt langjährige Partnerschaften mit ausgewählten Kunstinstitutionen. So mit dem Kunsthaus Zürich, Kunstmuseum Basel, Kunstmuseum Bern, Kunstmuseum Winterthur, Kunsthaus Zug, Museum Rietberg in Zürich, Museo d’Arte Lugano, der Fondation Pierre Gianadda in Martigny und der Fondation de l’Hermitage in Lausanne. credit-suisse.com/sponsoring

Kunsthaus-Magazin 3/2014  

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