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MATISSE CEZANNE VAN GOGH S체dfrankreich

Eine Kunstreise mit Studierenden des Studiengangs Kultur- und Medienp채dagogik der Hochschule Merseburg


Thomas Tiltmann


Inhalt

1. Vorwort 2. Nizza 3. Aix-en-Provence 4. Arles 5. Galerie 6. Ăœbersicht der Teilnehmer 7. Impressum

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JasminWeber

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Vorwort Kunstreise

Sehnsuchtsort Südfrankreich Eine Kunstreise als Lehrveranstaltung mit Studierenden als integrativer Bestandteil des Studiums macht u.a. die Einzigartigkeit des Studiengangs Kultur- und Medienpädagogik aus. Bekannte Reisen von Künstlern, Wirkungsstätten und Motive sind Ziele der Kunstreisen. Südfrankreich ist seit jeher Sehnsuchtsort vieler Künstler. Französische, aber auch Künstler anderer Länder, sehnten sich nach dem Licht und der Landschaft Südfrankreichs. Vielleicht war es auch der Einfluss des aus Aix-en-Provence stammenden Paul Cezannes, der auch als Vater der modernen Kunstauffassung gilt, welcher die Sehnsucht nach dieser Landschaft hervorrief. Für viele deutsche und österreichische Künstler wurde die Region um Nizza zum Zufluchtsort während der Nazidiktatur in diese Gegend, die richtungweisend für die europäische Kunst- und Kulturszene in der Mitte des 20. Jh. wurde.

bekannten Maler haben sich die Studierenden künstlerisch auseinandergesetzt. Entstanden sind beeindruckende Arbeiten: Malereien, Zeichnungen und Fotografien, die die künstlerische Sicht auf Südfrankreich neu interpretieren, sowie ein Film und ein Audio-Feature zur Kunstreise.

Exemplarisch haben wir die Künstler Henri Matisse, Paul Cezanne und Vincent van Gogh ausgewählt und die Orte ihres Schaffens in Südfrankreich besucht: Nizza, Aix-en-Provence und Arles. Mit den Werken und den Orten der drei Johanna Kirstein

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NIZZA

ARLES

GALERIE

AIX EN PROVENCE

ESSITAM

Nizza und Matisse

VAN GOGH

„Ich träume von einer Kunst des Gleichgewichts, der Reinheit, der Ruhe, ohne beunruhigende und sich aufdrängende Gegenstände, von einer Kunst, die für jeden Geistesarbeiter, für den Geschäftsmann so gut wie für den Literaten, ein Beruhigungsmittel ist, eine Erholung für das Gehirn, so etwas wie ein guter Lehnstuhl, in dem man sich von physischen Anstrengungen erholen kann.“ (Henri Matisse. Über Kunst - Notes d’un peintre, 1908) Auch heute noch atmet man in Nizza die Luft der mediterranen und mondänen Großstadt mit beschwingtem Charakter. Henri Matisse kam 1916 zwar auf ärztliches Anraten nach Nizza, doch blieb er Nizza bis zum Ende seines Lebens treu. Von 1916 bis 1954 lebte Henri Matisse immer wieder in Nizza. Er wohnte am östlichen Ende des Cours Saleya, einem Platz, auf dem auch heute noch der traditionelle Blumenmarkt stattfindet, mit Blick auf das Meer. Mehrere Bilder zeigen den Blick vom Atelierbalkon aus zur Standpromenade. Er malte das helle Licht und die reinen hellen Farben Südfrankreichs. Im Musée Matisse auf den Hügeln des Stadtviertels Cimiez wird dem Betrachter die Wandlung der künstlerischen Weltsicht vom Naturalistisch-Impressionistischen hin zur Abstraktion deutlich. Auf dem lichtdurchfluteten Friedhof des benachbarten Franziskaner-Klosters von Cimiez liegt Henri Matisse begraben.

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GALERIE

ARLES

NIZZA

ESSITAM

AIX EN PROVENCE

VAN GOGH

Palette von Matisse, Foto: Christian Siegel

Ehemaliger Wohnsitz von Matisse, No. 1, Place Charles-FĂŠlix, Foto: Ina Siegel

Wohnhaus von Henri Matisse, kolorierte Zeichnung, 2015: Christian Siegel

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Jasmin Weber

Martin Plewa

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Christina Schweizer


Jasmin Weber

Martin Wilde

Jasmin Weber

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Martin Plewa

Philipp Sch端ller Diana Freydank

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Lena Heidekr端ger

Lena Heidekr端ger Manuel Siegert

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Hede Frรถhlich

Christian Siegel

Martin Wilde

David Petzold


Lisa Weitm端ller

Ivette Witkowski

Miriam Pawellek

Miriam Pawellek

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NIZZA

ARLES

GALERIE

AIX EN PROVENCE

ESSITAM

VAN GOGH

Die Hafenstadt Nizza liegt im Südosten Frankreichs in der Region Provences-Alpes-Côte d’Azur. Aufgrund der besonderen Lage und des angenehmen maritimen Klimas gehörte die Gegend zu einer der ältesten dauerhaften Siedlungsstätten der Welt. Um 350 vor Christus wurde die Stadt Nicaea offiziell gegründet. Im Laufe der Zeit entwickelte sich Nizza zu einem bedeutenden Wirtschafts- und Tourismuszentrum an der Côte d’Azur. Zusammen mit 48 weiteren Gemeinden bildet Nizza heute die Métropole Nice Côte d’Azur und ist die fünftgrößte Stadt Frankreichs. Mit ihren zahlreichen Prachtbauden und Luxushotels ist die lang gezogene Strandpromende, die Promenade des Anglais, das touristische Zentrum der Stadt. Neben dem Hafen lädt besonders die Altstadt von Nizza mit ihren engen Gassen, zahlreichen Plätzen, Kirchen und Parks zum Verweilen ein. Einen wunderbaren Ausblick über die Innenstadt und das Umland von Nizza ermöglicht ein Besuch des 90 Meter hohen Schlosshügels, des Colline du Château.

Martin Plewa

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GALERIE

ARLES

NIZZA

ESSITAM

AIX EN PROVENCE

VAN GOGH

Philipp Sch端ller

Friedericke Nack

Philipp Sch端ller

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Diana Freydank

Elisabeth Gorochov

Elisabeth Gorochov

Philipp Sch端ller


Christina Schweizer

Lena Heidekr端ger

Lisa Weitm端ller

Tina Winkel

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David Petzold Anton Kahl

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Jasmin Weber Rebecca Haueis

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Die Kunstreise 2015 Montag 20.04.2015 – le premier jour Unter dem Thema „Wo französische Künstler lebten und arbeiteten“ starteten wir, die Kultur- und Medienpädagogikstudenten der Hochschule Merseburg des 2. Semesters und 4. Semesters, am frühen Montagmorgen nach Nizza. So stand die versammelte Mannschaft um 6 Uhr in der Frühe vor der Hochschule – natürlich topfit. Es herrschte eine gute und erwartungsvolle Stimmung. Unsere ersten Reistage verbrachten wir größtenteils im Bus. Von Merseburg aus fuhren wir in Richtung Süden nach Österreich, durchquerten einen Teil der Schweiz und gelangten schließlich über Italien nach Südfrankreich. Gegen Abend konnten wir einen ersten Blick auf die Côte d’Azur, die azurblaue Küste, erhaschen. Jedoch war es fast schon Mitternacht, als wir unser Hotel in Nizza erreichten. In 3er-Gruppen wurden die Zimmer bezogen, und dann hieß es für manche gleich „ab ins Bett“, für andere hingegen „Huuuunger! Wir bestellen Pizza“ oder aber „Meer... Strand wir kommen!“.

Lisa Weitmüller

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Lisa Weitmüller


Dienstag 21.04.2015 – le deuxième jour Mehr oder weniger ausgeschlafen ging es am nächsten Morgen zum Frühstück. Wir haben festgestellt, dass man eins den Franzosen lassen muss: Croissants machen können sie wirklich! Und so ging es gestärkt in den Bus, durch eine Änderung stand nun eine Stadtrundfahrt auf dem Programm. Begleitet wurden wir von Professor Michel Cullin, welcher uns vielfältige Hintergrundinformationen zu Nizza gab. Am Nachmittag konnten wir Nizza individuell zu Fuß erkunden. In Arbeitsgruppen wurde fotografiert, gezeichnet, gefilmt oder Audioaufzeichnungen gemacht. Das sommerliche Wetter lockte auch viele an den Strand und einige Mutige wagten das Bad im noch recht kühlen Mittelmeer. Am Abend waren alle sonnengebräunt und beeindruckt von den Erlebnissen des Tages. Während einige den Sonnenuntergang am Strand genossen und bei wohltuenden Gitarrenklängen dem Rauschen des Meeres lauschten, machten sich andere noch einmal auf den Weg in die Innenstadt, um das Nachtleben von Nizza kennenzulernen.

Johanna Kirstein

Johanna Kirstein

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Mittwoch 22.04.2015 –le troisième jour Am dritten Tag unserer Kunstreise standen der Besuch des Musée Matisse und ein Treffen mit Germanistikstudenten aus Nizza auf dem Programm. Zunächst besuchten wir in zwei Kleingruppen das Musée Matisse. Die Ausstellung war recht abwechslungsreich gestaltet und die Reaktionen der Gruppe gingen von „also das hätte ich auch malen können“ bis zu „wow, das ist richtig gut“. Viele aus der Reiseskizzen-Gruppe fanden Anregungen bei Matisse. Das weitläufige Parkgelände rund um das Museum lud zum Innehalten und Anfertigen erster Skizzen ein. Anschließend fuhren wir zur philosophischen Fakultät der Universität Nizza. Nach einem recht chaotischen Besuch in der Mensa ließen wir uns in einem Seminarraum mit Meerblick nieder. Ein Professor der Germanistik sprach mit uns über die Universität Nizza, das Studium in Frankreich und über die Zusammenarbeit von französischen und deutschen Universitäten und Studenten. Leider konnten wir uns nicht direkt mit den französischen Studierenden unterhalten. Am Ende des Gespräches überreichten wir unsere Gastgeschenke und verließen die Universität mit vielen neuen Erkenntnissen. Nach diesem interessanten Ausflug wurden wir in einen freien Spätnachmittag entlassen. Da alle von den Aktivitäten des Tages erschöpft waren, nutzten viele die Zeit, um sich im Hotel oder am Strand auszuruhen. Da unsere Reisekasse gut gefüllt war, konnten wir uns ein gemeinsames Abendessen leisten. Ulrich Reinking, der Chef unseres gleichnamigen Reisebusunternehmens, hatte freundlicherweise für uns alle Hühnchen mit Reis bestellt. Trés délicieux! Vollkommen zufrieden ließen wir den Tag am Strand ausklingen.

Fotos: Ivette Witkowski

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Fotos: Ivette Witkowski

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Diana Freydank

Elisabeth Gorochov

Christina Schweizer

Lisa Breitenstein


Martin Plewa


Luisa Amrehn


Helena Teufel

Elisabeth Gorochov

Ivette Witkowski

Lisa Weitm端ller

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ARLES

GALERIE

AIX EN PROVENCE

ESSITAM

VAN GOGH

NIZZA

Donnerstag 23.04.2015 – le quatrième jour Da wir am Donnerstagmorgen Nizza schon wieder verlassen mussten, ließen sich einige die Gelegenheit nicht entgehen, noch vor dem Frühstück ein letztes Mal im Meer zu schwimmen. Schließlich waren alle Koffer wieder im Bus verstaut und wir wandten uns dem zweiten Ziel unserer Kunstreise zu. Entlang der Küstenstraße fuhren wir in Richtung Provence und erreichten am frühen Nachmittag die Universitätsstadt Aix-en-Provence. Viele nutzten die freie Zeit, um die Museen dort zu besuchen, weitere Souvenirs zu kaufen, Fotos oder Zeichnungen zu machen oder bei dem tollen Wetter ein (teures) Eis zu essen. Obwohl Aix-en-Provence allen sehr gut gefallen hatte, freuten wir uns auf die Ankunft in Arles, unserem zweiten Reiseziel. Während sich die einen nach dem gemeinsamen Abendessen erschöpft am Pool des Hotels niederließen, machten sich die anderen noch einmal auf den Weg in die nächtliche Innenstadt von Arles.

Hede Fröhlich

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Martin Plewa


Ganz anders als die mondäne Großstadt Nizza zeigt sich die Hauptstadt der Provence: Aix en Provence ist alt und jung zugleich: freundlich aufgeschlossen wechseln sich enge mittelalterliche Gassen und offene Flächen ab. Der Platz vor dem Rathaus quillt an einem Donnerstagmittag über vor Leben. Auch die eilige Kellnerin hat für ihre Gäste trotz aller Betriebsamkeit ein Lächeln und freundliche Worte übrig. Das erleichtert uns den ermüdenden Aufstieg auf die Hügel der Nordvorstadt, wo wir in einem verwilderten Garten Cezannes Atelierhaus entdecken. Er hat es um 1900 bauen lassen und bis zu seinem Tode 1906 selbst genutzt. Ohne originale Bilder von Paul Cezanne ist das Atelier dennoch sehenswert, da viele seiner Utensilien wie griffbereit noch da sind, die auf so manchem Stillleben von ihm verewigt wurden, und so, als hätte der Maler seinen Arbeitsraum nur kurz verlassen, um dann wieder weiter zu arbeiten. Hier vollendete Cezanne auch sein bekanntes Bild „Große Badende“.

ARLES

NIZZA

GALERIE

VAN GOGH

ESSITAM

„Kunst ist eine Harmonie, die parallel zur Natur verläuft.“ (Paul Cezanne)

AIX EN PROVENCE

Paul Cezanne und Aix en Provence

Atelier Cezannes in Aix en Provence, Foto: Christian Siegel

Rebecca Haueis

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Fotos: Ivette Witkowski


Philipp Sch端ller

Christian Siegel

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Tina Winkel


Rebecca Haueis

Miriam Pawellek

Aix-en-Provence ist eine Universitätsstadt, welche in der französischen Region Provences-Alpes-Côte d’Azur liegt. Mit ihrer ca. 2000-jährigen Geschichte ist sie die historische Hauptstadt der Provence. In der Innenstadt gibt es verschiedene historische und sakrale Bauten wie beispielsweise das Rathaus mit Uhrenturm, den Place de l’Hôtel de Ville und die Cathédrale St-Sauver. Gleichzeitig ist Aix-en-Provence die Geburtsstadt des Malers Paul Cézanne. Sein Atelier im Norden der Stadt kann heute noch besichtigt werden und mit dem Musée Granet beherbergt die Stadt eines der ältesten und reichsten Museen Frankreichs.

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ARLES

GALERIE

AIX EN PROVENCE

ESSITAM

VAN GOGH

NIZZA

Freitag/Samstag 24./25.04.15 – le cinquième et le sixième jour Und dann begann schon der letzte Tag der Kunstreise und alle waren sich einig, dass sie es auch noch ein paar Tage länger im sonnigen Frankreich aushalten würden. Nach dem Frühstück mussten wir direkt unsere Zimmer räumen und unser Gepäck im Bus verstauen. Danach ging es zu Fuß weiter in das ehemalige Krankenhaus von Arles, wo sich Vincent van Gogh zwei Jahre seines Lebens aufhielt. Der wunderschön angelegte Garten im Innenhof des Gebäudes, welcher mittels eines Gemäldes von van Gogh wieder annähernd originalgetreu herrgerichtet wurde, lud uns regelrecht zum Zeichnen und Fotografieren ein. Anschließend besuchten einige die Fondation Vincent van Gogh, welche momentan Werke des chinesischen Malers Yan Pei-Ming und des Franzosen Bertrand Lavier zeigt. Viele waren von der großen Aktualität der Gemälde von Yan Pei-Ming beeindruckt. Auch wenn das Museum kaum Werke von Vincent van Gogh präsentierte, stieß man in der Stadt häufig auf Abbildungen seiner Gemälde. Für viele war es interessant, das Bild mit dem gegenwärtigen Originalschauplatz zu vergleichen. Den Rest des Tages hatten wir zu unserer freien Verfügung, und so blieb genug Zeit, bei strahlendem Sonnenschein jeden Winkel der Innenstadt und die verborgenen Schätze von Arles zu erkunden. Die Nachmittagsstunden verbrachten wir in einem der harmonisch angelegten Parks und nutzten die Zeit zum Entspannen. Viel zu schnell wurde es Abend und der endgültige Abschied von Arles stand bevor. Gemeinsam besuchten wir noch die Brücke von Langlois und machten ein Gruppenfoto. Über Nacht fuhren wir schließlich zurück nach Deutschland und kamen gegen Mittag geschafft in Merseburg an. In diesem Kontext ein großes Dankeschön an Herrn und Frau Siegel, Herrn Tiltmann sowie das Busunternehmen Reinking und unseren Reiseleiter in Nizza, Michelle Cullin. Wir hatten eine wirklich schöne, inspirierende Zeit und sagen „Merci et à bientôt, France!“

Antje Hering

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Johanna Kirstein


Jasmin Weber

GALERIE

ARLES

„Ich stecke arg in der Arbeit; der Sommer hier ist für mich ganz wunderbar schön, schöner als VAN GOGH NIZZA ich im Norden je einen erlebt habe; …“ schreibt van Gogh im August 1888 an seinen Bruder Theo. Nach Arles kamen wir gegen Abend, als die Touristenströme schon abgeebt waren. Im schwindenden Tageslicht wirkt der Ort beruhigend. Die kleinen, eher ländlich wirkenden Häuser machten durchaus keinen wohlhabenden Eindruck. Als die Nacht zu oszillieren beginnt, ahnt man, mit einem Blick nach oben in den tief dunkelblauen Himmel, an dem sich hell leuchtend die Sterne und ein Sichelmond platzieren, wie dieser Eindruck auf Vincent van Gogh gewirkt haben muss. Um diese Zeit ist der Innenhof des Hotel Dieux, in das sich der überreizte und kranke van Gogh geflüchtet hatte, schon für Besucher geschlossen. Aber am nächsten Vormittag empfing er uns mit blühenden violetten Schwertlilien. Der Springbrunnen in der Mitte war noch ohne Wasser und Goldfische und stark vermüllt und der nach van Goghs Zeichnungen und Malereien wiederhergestellte Garten im Innenhof wirkt etwas lieblos ungepflegt. Vielleicht ist das auch ein wenig symbolisch für die Ressentiments, die die Einwohner gegenüber dem spröden Niederländer, der, wie kein anderer die Seele der Provence offen legen konnte. Vincent van Gogh berichtet seinem Bruder im Februar 1889 folgendes: „Es scheint hier bei den Leuten ein Ammenmärchen zu geben, das ihnen Angst vorm Malen macht, und davon ist offenbar in der Stadt geredet worden.“ In der Fondation Van Gogh sind zeitgenössische Künstler ausgestellt, die sich irgendwie mit dem Werk van Goghs auseinandersetzten. Die Ergebnisse sind Geschmackssache. Aber: wenigstens ein einziges Van-Gogh-Original – eine Leihgabe aus den Niederlanden – ist dort zu sehen.

ESSITAM

AIX EN PROVENCE

Arles und Vincent van Gogh

Helena Teufel

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Ivette Witkowski

Christian Siegel beim Zeichnen im Hofe des Hotel Dieux, Foto: Ina Siegel

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Hof des Hotel Dieux in Arles, kolorierte Skizze: Christian Siegel 2015


Im Hofe des Hotel Dieux, Foto: Christian Siegel

Izabela Lenz

Arles ist eine Stadt in der Provence mit knapp 53 000 Einwohnern. Sie befindet sich 24 Kilometer vom Mittelmeer entfernt und der historische Stadtkern liegt an der Rhône. Die Geschichte von Arles geht weit zurück, so wurde es von den Galliern unter dem Namen „Arelas“ bzw. „Arelate“ (keltisch für „Sumpfort“) gegründet und im Jahr 46 v. Chr. von Gaius Julius Caesar zur römischen Militärkolonie gemacht. Der Ort gewann an Bedeutung, wetteiferte mit Marseille im Handel und wurde zu seiner Blütezeit von Kaiser Konstantin vergrößert. Arles bekam von ihm den Beinamen Constantina und wurde im Jahr 395 zur Hauptstadt Galliens.In Arles sind viele antike Bauwerke erhalten, einige von ihnen stehen seit 1981 auf der Liste des UNESCO-Kulturerbes. So zählen zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt unter anderem das um 90 n.Chr. gebaute Amphitheater, das Antike Theater, die Alyscamps, die Kathedrale Saint-Trophime und der 15m hohe Granitobelisk an der Place de la Republique. Auch diverse Museen wie zum Beispiel das Musée de l´Arles et de la Provence antiques werden gern besucht.Der wohl berühmteste Einwohner der Stadt ist Vincent van Gogh, der hier von 1888 bis 1889 lebte. Während seiner Zeit in Arles entstanden ca. 300 Gemälde, die heute für die Touristen an den entsprechenden Orten zu sehen sind. Besuchen kann man auch das ehemalige Krankenhaus, in dem van Gogh sich zu dieser Zeit aufgehalten hat, dessen Innenhof anhand eines Gemäldes von van Gogh fast originalgetreu nachgestaltet wurde.Der französische Maler Paul Gauguin lebte für 2 Monate zusammen mit van Gogh in Arles, berühmte Söhne/Töchter von Arles sind unter anderem der römische Kaiser Konstantin ll, der Komponist Achille Philip, der Fotograf Lucien Clergue und die Sängerin Anne-Marie David.

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Ivette Witkowski

Anett J채nicke

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Christian Siegel

Helena Teufel


Philipp Sch端ller

Jana-Maria Wolff

Rebecca Haueis

Ramona Schuster

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Ramona Schuster

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Johanna Kirstein

Lisa Weitm端ller

Lisa Weitm端ller

Jasmin Weber

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Christian Siegel


Lisa Breitenstein


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Tina Winkel

Lisa Breitenstein

Anton Kahl

Miriam Pawellek


Ramona Schuster

Ramona Schuster

Luisa Amrehn

Ivette Witkowski

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Nizza - Aix-en-Provence - Arles

NIZZA

ARLES

GALERIE

AIX EN PROVENCE

ESSITAM

VAN GOGH

Lisa Weitmüller

Jenny Pohle

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Friedericke Nack

Jenny Pohle

Lisa Zölzer


Lisa Weitm端ller

Lisa Weitm端ller

GALERIE

ARLES

NIZZA

ESSITAM

AIX EN PROVENCE

VAN GOGH

Lisa Weitm端ller

Anna Wombat

Lena Heidekr端ger

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Elisabeth Gorochov

Izabela Lenz

Jana-Maria Wolff

Anton Kahl


Anett J채nicke

Diana Freydank

Susanne Lechner

Anett J채nicke

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Izabela Lenz

Ivette Witkowski

Ivette Witkowski

Martin Wilde


Christian Siegel

Christian Siegel

Jana-Maria Wolff

Ina Siegel

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Martin Plewa

Philipp Sch端ller

Miriam Pawellek

Diana Freydank


Christian Siegel

Ramona Schuster

Christina Schweizer Christian Siegel

Lisa Breitenstein

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Ivette Witkowski

Thomas Tiltmann

Anton Kahl

Anton Kahl


Manuel Siegert

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Kunstreise 2015 Teilnehmerliste

Amrehn, Luisa Andrae, Mareike Breitenstein, Lisa Bürger, Julia Cullin, Michel Evers, Julia Fischer, Simon Freydank, Diana Fröhlich, Hede Gorochov, Elisabeth Gumbert, Anna Haueis, Rebecca Heidekrüger, Lena Hemmann, Max Hering, Antje Jänicke, Anett Kahl, Anton Kirstein, Johanna Langhanns, Frank Lechner, Susanne Lenz, Izabela Melzer, Linda

Nack, Friederike Pawellek, Miriam Petzold, David Arthur Plewa, Martin Pohle, Jenny Reinking, Ulrich Reinking, Angela Schuster, Ramona Schweizer, Christina Schüller, Philipp Siegel, Christian Siegel, Ina Siegert, Manuel Teufel, Helena Tiltmann, Thomas Weitmüller, Lisa Wilde, Martin Winkel, Tina Witkowski, Ivette Wolff, Jana-Maria Zenker, Veronika Zölzer, Lisa


„Wenn man die Natur wahrhaft liebt, so findet man sie überall schön.“ Vincent van Gogh

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Impressum Herausgeber:

Christian Siegel

Redaktion:

Rebecca Haueis, Ivette Witkowski, Jenny Pohle, Veronika Zenker, Linda Melzer, Christian Siegel

Textautoren:

S. 3, 4, 27, 33 Christian Siegel, S. 18-19, 26-27, 32 Linda Melzer und Veronika Zenker, S. 35 Veronika Zenker, S. 12 Linda Melzer, S. 31 Jenny Pohle

Gestaltung/Layout:

Rebecca Haueis, Ivette Witkowski

Künstlerische Betreuung:

Christian Siegel, Thomas Tiltmann

Audiofeature „L`atmo de Fance“

Manuel Siegert, Lisa Zölzer, Ivette Witkowski, David Petzold und Max Hemmann

Film „Kunstreise Südfrankreich 2015“

Hede Fröhlich, Philipp Schüller

Band 10 der Reihe SaaleKunstKultur Herausgeber: Christian Siegel

© Hochschule Merseburg 2015 ISBN 978-3-942703-40-6

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Profile for KMP-Projekte, Kunst-Reisen

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