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Das Kundenmagazin der KUMAVISION

2/2011

Die KUMAVISION wächst und wird agiler

Groß und klein in einem

Flexibel fixiert

Das immer und überall CRM

Perfekt zugeschnitten

OPED wächst seit 10 Jahren mit KUMAVISION med

Microsoft Dynamics CRM als Cloud-Lösung

Wieland führt internationale ERP-Lösung ein


Editorial

Inhalt

Liebe Leserinnen, liebe Leser, Groß und klein – das passt nicht zusammen. Oder doch? Das Great Barrier Reef hat beispielsweise eine Fläche von 347 800 Quadrat­ kilometern – etwa so groß wie Deutschland. Und doch besteht es aus Millionen kleiner Korallen. Matroschka – die russische Holz­ puppe – wäre vermutlich nicht halb so beliebt, hätte sie nicht in ihrem Bauch stets eine noch kleinere Figur. Auch KUMAVISION vereinigt groß und klein. Mit unserer neuen Organisationsform fassen wir Branchenspezialisten in kleine Teams zusammen, unabhängig davon, wo sie ihr Büro haben. Sie werden zu überschaubaren Organisationseinheiten im Unternehmen KUMAVISION. Dies macht uns klein, denn es verringert den Abstim­ mungsbedarf, sorgt für höchste Branchenkompetenz in jeder Facette des Projekts und erhöht die Agilität. Trotzdem bieten wir alle Vorteile eines großen, stabilen und zukunftssicheren Unternehmens. Davon profitieren vor allem Sie als Kunde.

News

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Titelthema

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Groß und klein in einem

Die KUMAVISION wächst und wird agiler KUMAintern

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Plattform zum Dialog Rückblick KUMAVISION Kundenforum 2011

Wie sich das in der Praxis niederschlägt zeigen wir Ihnen auch in dieser Ausgabe der KUMAlive in spannenden Referenzberichten und Fachartikeln.

Referenz

Wie immer wünsche ich Ihnen in diesem Sinne angeregtes Lesen.

CRM aktuell

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Perfekt zugeschnitten Wieland führt internationale ERP-Lösung ein 10

Das immer und überall CRM Microsoft Dynamics CRM als Cloud-Lösung Referenz

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Flexibel fixiert

OPED wächst seit 10 Jahren mit KUMAVISION med Referenz

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Wenn alles etwas größer ist Markus Schrade

Der Bergbauspezialist SIEMAG TECBERG startet mit KUMAVISION factory neu durch

(Vorstand KUMAVISION AG)

Referenz

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Starker Kundenservice Reifen Helm setzt auf BSS.tire Abgefragt

Impressum Herausgeber KUMAVISION, Zentrales Marketing Oberfischbach 3 · 88677 Markdorf Telefon: 0 75 44 / 9 66 -3 00 · Fax: 0 75 44 / 9 66 -1 01 info@kumavision.com · www.kumavision.com Ausgabe 2/2011, Auflage: 7.500 Erscheinungsweise: 2-mal jährlich Konzeption, Redaktion und Gestaltung KE-COMMUNICATION Silberburgstraße 50 · 72764 Reutlingen Telefon: 0 71 21 / 16 66 -0 · Fax: 0 71 21 / 16 66-16 www.ke-communication.de Nachdruck nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Redaktion sowie Angabe der Quelle und Belegexemplar. Bildnachweis Titelbild, S. 4: ©fotolia.com/victoria p.; S.11: © fotolia.com/ Deklofenak

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Fünf Fragen zu Sanktionsprüfung – auf Nummer sicher bei Export und Versand KUMAinfo

Standorte, Termine, Webcasts

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News

Kurz notiert KUMAVISION ist Microsofts KUMAVISION erhielt für ihre Vertriebserfolge gleich mehrere Auszeichnungen. Schon seit Jahren gehört die KUMAVISION zur Top-Riege der weltweit über 6.000 Microsoft-Partner im Bereich Microsoft Business-Lösungen. Jetzt machte das Unternehmen erstmals bundesweit von allen Partnern den höchsten Umsatz mit Lizenzen und Updates. Auf dem schweizerischen Markt ist das Unternehmen ebenfalls sehr erfolgreich und erzielte auch hier zum Geschäftsjahresende den höchsten Umsatz beim Lizenzverkauf. „Unsere Strategie des kontinuierlichen, soliden Wachstums hat sich bewährt“, kommentiert KUMAVISION-­ Vorstand Markus Schrade die Erfolgsmeldungen. „Es ist Bestätigung für die Leistungen der Vergangenheit und Ansporn für das Engagement der Zukunft.“ Die KUMAVISION wurde zudem erneut in den Inner Circle sowie den President’s Club aufgenommen. Den Inner Circle Award verleiht Microsoft in diesem Jahr nur an die weltweit erfolgreichsten 68 Business Solution Partner. „Die KUMAVISION AG unterstützt Kunden bei der Entwicklung und Umsetzung innovativer Lösungen auf der Basis von Microsoft Dynamics NAV und CRM

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Verena Szillat, Partner Account Managerin Dynamics bei Microsoft, überreicht auf dem Kundenforum 2011 den Inner Circle Award an KUMAVISION-Vorstand Markus Schrade.

und beweist damit ihre führende Position in der Gemeinschaft der Microsoft Dynamics-Partner“, erklärte Doug Kennedy, Vice President bei Microsoft Corp. für das Dynamics-Partnergeschäft.

Studierende entwickeln Konzepte für Mobile-Apps mit der KUMAVISION AG Wie wird Anwendungssoftware mobil? Welche Ideen für mobile Apps im Kontext von ERP-Systemen weisen Marktreife auf und haben eine Chance auf Realisierung? Diese Fragen stellte die KUMAVISION als praxisorientierte Projektarbeit an die Studierenden der Fakultät Business und Computer Science an der Fachhochschule Albstadt-Sigmaringen. Die angehenden IT-Experten entwickelten zuerst mehrere Ideen für Apps für iPad, Android & Co. Anschließend beschrieben sie detailliert, bei welchen Funktionen die App zum Ein-

Willkommen an Bord! Wir begrüßen unsere neuen Kunden, die sich in den letzten Monaten für KUMAVISION entschieden haben.

·· AMT Advanced Medical Technologies AG, Nonnweiler ·· Anamed GmbH, Bad Ems ·· AnyCare GmbH, Stuttgart ·· ASSKEA GmbH, Gebesee ·· BauGrund Süd GmbH, Bad Wurzach ·· BEKUM Maschinenfabrik Traismauer GesmbH, Traismauer (AT) ·· Bonum et Patrimonium Immobilien GmbH, Augsburg ·· Brockhaus Lennetal GmbH, Plettenberg ·· Bülow AG, Stuttgart ·· Carl Bernh. Hoffmann GmbH, Wetter + Pliening-Landsham ·· Compumedics Germany GmbH, Singen ·· Dr. Suwelack Skin & Health Care AG, Billerbeck ·· Euro Advanced Carbon Fiber Composites GmbH, Esslingen ·· Fabric House S.r.l., Agliana (IT) ·· Fortinbras Asset Management GmbH, Eschborn

satz kommen kann, welche Prozesse sie optimiert und wie sie in die beteiligten ERP-Systeme eingebunden werden kann. Eine gemeinsam entwickelte Lösung für den After-Sales-Bereich zeigt das Potenzial der Mobile-Apps: Sie ermöglicht es, im Service-Fall aktuelle Daten wie Wartungszyklen online abzufragen. Über einen eingebundenen Teilekatalog ermittelt die App in Echtzeit, ob alle Ersatzteile am Lager verfügbar sind oder bestellt werden müssen. Zur Identifikation wird dabei mit Barcodes gearbeitet.

·· Göppel Bus GmbH, Augsburg ·· Heine Optotechnik GmbH & Co. KG, Herrsching ·· Heinen + Löwenstein Medizinelektronik GmbH, Bad Ems ·· ICMedienhaus GmbH & Co. KG, Holzgerlingen ·· InMEDIG Holding AG, Baar (CH) ·· IP Gansow GmbH, Unna ·· JOTEC GmbH, Hechingen ·· Konhäuser GmbH, Estenfeld ·· LT Ultra Precision Technology GmbH, Herdwangen ·· Nikles Showers Ltd, Shanghai (CN) ·· Overath GmbH, Lohmar ·· Petaera GmbH, Weißenburg ·· Püplichhuisen KG, Duisburg ·· ResMed Medizintechnik GmbH, Höchstadt ·· Soudronic AG, Bergdietikon (CH) ·· Uromed Kurt Drews GmbH, Oststeinbek ·· uroVision GmbH, Bad Aibling ·· VDI/VDE Innovation + Technik GmbH, Berlin ·· Vialis AG, Liestal ·· Volta Edelstahl GmbH, Lauterach (AT) KUMAlive 2/11

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Titelthema

Die KUMAVISION wächst und wird agiler

Groß und klein in einem KUMAVISION ist in den letzten Jahren dank bestehender und neuer Kunden stetig aus eigener Kraft gewachsen. Aber Wachstum hat auch seine Nebenwirkungen. Wenn aus einem kleinen Unternehmen eine große, überregionale Organisation wird, sind die internen Strukturen ständig im Wandel. KUMAlive sprach mit Vorstand Markus Schrade über die Verände­rungen in diesem Geschäftsjahr, Hintergründe und Ziele.

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Titelthema

KUMAlive: Herr Schrade, Sie sind seit Gründung des Unternehmens Vorstand der KUMAVISION und haben die ganze Entwicklung mit gestaltet. Was ist Ihr Erfolgsrezept? Schrade: Wir haben kein Rezept, sondern ein Ziel: Wir wollen unsere Kunden mit Business-Lösungen erfolg­ reicher machen. Den Weg und die Mittel, um dieses Ziel zu erreichen, müssen wir laufend an die Anforderungen des Marktes anpassen. KUMAlive: Von welchen Veränderungen sprechen wir aktuell? Schrade: Unabhängig von Branche und Größe haben die meisten Unternehmen die wertschöpfenden Prozesse enger verzahnt und voneinander abhängig gemacht. Damit ver­ bunden sind neue Anforderungen an uns als Dienstleister. Neben lokaler Nähe ist es vor allem die Branchenkompe­ tenz, die wir heute liefern müssen. Inhaltlich sind wir die­ sen Anforderungen längst gefolgt. Mit 14 Standorten und hoher Branchenexpertise sind wir nicht ohne Grund zum erfolgreichsten Microsoft Business Solutions Partner in Deutschland aufgestiegen. Lediglich unsere Organisations­ form war den neuen Anforderungen noch nicht gefolgt.

erhalten. Aber wir haben seit Anfang 2011 unsere Organisa­ tionseinheiten ganz an der Branchenkompetenz ausgerichtet. Branchenspezialisten werden unabhängig von ihrem Standort in Organisationseinheiten zusammengefasst. Das heißt, Teams sitzen nicht mehr physisch an einem Ort, sondern nutzen moderne Collaboration-Techniken für die Zusammenarbeit. KUMAlive: Wer ist denn dann noch vor Ort, wenn Sachbearbeiter und Spezialisten nur noch virtuell am Projekt mitarbeiten? Schrade: Was die Präsenz unserer Mitarbeiter angeht, ändert sich für unsere Kunden nichts. An jedem Standort saßen bisher ja auch Spezialisten. Das bleibt so. Nur ihre interne Zuordnung ist neu. Für den Kunden bedeutet das: Er hat schneller und effizienter Zugriff auf spezielles Know-how. Branchenkompetenz heißt heute doch nicht mehr, nur die Branche sehr gut zu verstehen. Wir brauchen darüber hin­­aus auch bereichsübergreifende Competence Center, etwa für den Finance-Bereich (FiBu, Kostenrechnung, BusinessIntelligence-Lösungen). Und solche Experten können nun mal nicht alle an einem Standort sitzen. Durch unsere neue Organisation haben wir jetzt aber erreicht, dass wir Spezialwissen für jedes Projekt noch effizienter zur Verfü­ gung stellen können.

KUMAlive: Inwiefern? KUMAlive: Wie funktioniert das konkret? Schrade: Bisher lag unser Fokus darauf, möglichst flächen­ deckend mit unseren Standorten präsent zu sein. Die Bran­ chenkompetenz stand erst an zweiter Stelle. Jetzt haben wir die Rangfolge getauscht. Die lokale Nähe bleibt natürlich

Schrade: Früher hatten wir einen großen Abstimmungs­ aufwand. In der standortbezogenen Organisation musste beispielsweise der Experte für Finanzbuchhaltung sein KUMAlive 2/11

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Titelthema

Markus Schrade, Vorstand KUMAVISION AG

Fachwissen in Projekten verschiedenster Branchen einbrin­ gen, obwohl er selbst z. B. auf das produzierende Gewerbe spezialisiert war. Wenn er dann auf einen branchenbezo­ genen Sonder­fall stieß, musste er mit Kollegen Rückspra­ che halten. Dieser aufwändige Prozess wird in der Zukunft deutlich verschlankt. Durch die branchenorientierte Orga­ nisation arbeiten wir jetzt in kleineren Teams und können schneller und zielgerichteter agieren. Heute arbeitet an einem Projekt nur noch eine Gruppe von Spezialisten für die entsprechende Branche. Damit entstehen riesige Vorteile für den Kunden. Die Qualität von Beratung, Umsetzung und Betreuung steigt. Der Kunde kann sich auf eine durch und durch branchenkompetente Mannschaft verlassen. KUMAlive: Warum unterhalten Sie überhaupt noch regionale Standorte, wenn Sie Kompetenz auf diese Art besser verteilen können? Schrade: Wir legen großen Wert auf den persönliche Kon­ takt mit unseren Kunden. Auch die modernste Kommuni­ kationslösung kann eine lokale Betreuung nicht ersetzen. Ganz im Gegenteil. Wir bauen daher unsere Standorte noch weiter aus, um die Wege zu unseren Kunden kurz zu hal­ ten. Zusätzlich profitieren wir von einer effizienten inter­ nen Kommunikation, und zwar sowohl standort- als auch bereichsübergreifend. KUMAlive: Sie lassen sich also vom Netzwerkgedanken inspirieren? Schrade: Im Prinzip ja, aber es ist deutlich mehr als ein Netzwerk. Unsere Bereiche können in dem Rahmen, den die KUMAVISION bietet, selbständig wachsen und eine eigene Dynamik entfalten. Sie sind gewissermaßen Unternehmen im Unternehmen. Sie greifen auf eine perfekte Infra­­struktur und ein gewaltiges Know-how zurück, ohne ihre Eigenstän­ digkeit zu verlieren. Wir sind klein, wenn es darum geht, wendig und agil zu sein und wir sind groß, wenn es um wirtschaftliche Stabilität und Zukunftssicherheit geht. KUMAlive: Befürchten Sie nicht, sich durch die kleinen Organisationseinheiten zu verzetteln? Schrade: Vergessen Sie nicht: Unsere kleinen organisatori­ schen Zellen sind größer als die meisten unserer Mitbewer­ ber. Sie sind also durchaus schlagkräftig und verfügen über die nötige Kapazität, um auch umfangreiche Projekte zu stemmen.

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KUMAlive: Gibt es denn auch eine Art Mutterschiff, das die Richtung des Gesamtunternehmens KUMAVISION vorgibt? Schrade: Wir haben ein Führungsteam, das die strategi­ schen Entscheidungen für das ganze Unternehmen trifft. Welche Technologien bieten wir an? Auf welchen Märkten wollen wir präsent sein? Welche Methoden und Werkzeuge setzen wir ein? Das sind grundsätzliche Fragen, die wir zen­ tral beantworten müssen. Aber die Informationen, die die Basis für diese Entscheidungen bilden, kommen wiederum aus unseren Organisationseinheiten. KUMAlive: Wie haben Ihre Mitarbeiter auf die neue Organisationsform reagiert? Schrade: Durchweg positiv – und das ist auch nicht ver­ wunderlich. Sie erhalten den Raum, sich durch ihre Speziali­ sierung ein schärferes Profil zu geben. Sie können innerhalb ihrer Expertise sicherer beraten und agieren. Zudem steigt durch die kurzen Entscheidungswege die Verantwortung des einzelnen Mitarbeiters und somit auch der Grad der Identifi­ kation mit der Aufgabe. KUMAlive: Wie sieht die langfristige Orientierung der KUMAVISION aus? Schrade: Durch diese Struktur können wir schneller auf künftige Herausforderungen reagieren. Ob gerade aktuell das Thema Cloud, welches bereits im Bereich CRM Einzug findet oder andere Themen, von denen wir heute noch nicht einmal ahnen, dass sie in wenigen Jahren die Branche beherrschen werden: Wir können sehr flexibel Trends aufnehmen. Jede Zelle entscheidet darüber, ob dieses Thema für ihre Kun­ den relevant ist. Durch die interne Vernetzung der Bereiche schaffen wir so unsere eigene, sehr effiziente Best-PracticeMethode. KUMAlive: Gibt es schon Reaktionen von Kunden? Schrade: Unsere Kunden spüren schon, dass wir zielgerich­ teter unterwegs sind und unsere hohe Branchenkompetenz noch besser zum Tragen kommt. Und wir sehen an unseren Unternehmenszahlen, dass wir auf einem sehr guten Weg sind. KUMAlive: Vielen Dank für das Gespräch.


KUMAintern

KUMAVISION Kundenforum 2011: Plattform zum Dialog

Das jährliche Kundenforum der KUMAVISION hat sich zum festen Termin im Kalender von Kunden und Interessenten entwickelt. Rund 150 Teilnehmer waren in diesem Jahr nach Wiesloch bei Heidelberg gekommen, um sich im direkten Dialog mit Beratern und Entwicklern über Neuigkeiten bei KUMAVISION und den ERP-Branchen­ lösungen zu informieren. „Das Kundenforum der KUMAVISION darf man sich nicht entgehen lassen. Es ist eine einzigartige Möglichkeit, in direkten Gedankenaustausch mit Entwicklern, aber auch anderen Usern zu treten“, erklärte ein langjähriger Anwender. Wie ihm geht es den meisten Teilnehmern: Die Kundennähe der KUMAVISION und die Möglichkeit zum Austausch mit Vertretern anderer Unternehmen wird als sinnvoll und wertvoll erachtet. KUMAVISION-Vorstand Markus Schrade gab das Lob an die Teilnehmer zurück: „Wir sind auf Ihre Rückmeldung angewiesen, damit wir unsere Lösungen an Ihre Anforderungen optimal anpassen können.“ Im Vergleich zu den Kundenforen der vergangenen Jahre setzte KUMAVISION einen noch stärkeren Fokus auf die ERP-Branchen­lösungen. Themen, Konzepte und funktionale Erweiterungen rund um KUMAVISION med, KUMAVISION factory und KUMAVISION project, die in den Usergroups erläutert wurden, erhielten ein noch größeres Stück vom Zeitplan. Trotz aller geballten fachlichen Information kam auch die Unterhaltung nicht zu kurz. Ermutiger, Philosoph und Artist Johannes Warth sorgte mit einem ebenso humorvollen wie tiefgründigen Auftritt für einen stimmungsvollen Ausklang des ersten Veranstaltungstages.

Standort München an neuer Adresse Die Münchener Niederlassung der KUMAVISION ist umgezogen. Die Spezialisten für ERP-Branchen­software verzeichneten in den vergangenen Jahren ein dynamisches Wachstum am Standort München. Da dadurch die bisherigen Büroräume aus allen Nähten platzten, war ein Umzug unausweichlich. Die neuen Räumlichkeiten in der Einsteinstraße 39a in Planegg (Martinsried) bieten nicht nur genügend Platz für die Mitarbeiter, sondern auch ausreichend Reserven für neue Kollegen.

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Referenz

Perfekt zugeschnitten Wieland führt internationale ERP-Lösung für Handels- und Servicecenter ein

Die Wieland-Gruppe mit Sitz in Ulm ist einer der weltweit führenden Hersteller von Halbfabrikaten und Sondererzeugnissen aus Kupfer und Kupferlegierungen: Ob Bänder, Bleche, Rohre, Stangen oder Drähte – gemeinsam mit den Kunden entwickelt das Unternehmen Lösungen für individuelle und industrielle Anwendungen. Mit mehr als 40 Standorten in Europa, Nordamerika, Asien und Afrika beliefert die Wieland-Gruppe Kunden aus den unterschiedlichsten Branchen. Zur Optimierung der Prozesse bei den Tochter­ gesellschaften führte Wieland eine internationale Baseline auf Basis von Microsoft Dynamics NAV ein.

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ten Versionen konnte hier punkten. Als Partner setzte Wieland auf die KUMAVISION AG: „Wir haben schnell erkannt, dass KUMAVISION die Sprache des Mittelstands versteht und Erfah­ rung mit internationalen Projekten mitbringt“, erinnert sich Zach.

Eine Lösung für den Mittelstand Bei den Handels- und Servicegesellschaften handelt es sich in der Regel um mittelständische Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern. „Die in der Konzernzentrale eingesetzte SAPLösung hätte die Gesellschaften sprichwörtlich erschlagen“, erklärt Zach. In einem internen Auswahlprozess kristallisierte sich Microsoft Dynamics NAV als ideale Lösung heraus. Beson­ ders die internationale Ausprägung mit über 40 lokalisier­

Maßgeschneiderter Kernel Die Bandbreite bei den Tochtergesellschaften reicht von rei­ nen Handelsaktivitäten über das auftragsbezogene Kon­ fektionieren bis hin zu kundenspezifischen Fertigungen. Angesichts dieser komplexen Anforderungen beschloss die KUMAVISION, die internationale Baseline auf einem „nackten“ Kernel aufzubauen, der problemlos lokalisiert wer­ den kann. „Natürlich ist hier viel Know-how und Erfahrung aus unseren Branchenlösungen für Fertigung und Handel ein­ geflossen, so dass wir keineswegs bei Null anfangen muss­ ten“, erklärt Koray Tamtürk, Bereichsleiter der KUMAVISION. Die KUMAVISION entwickelte so zunächst nach Vorgaben

islang waren bei unseren internationalen Tochterge­ sellschaften verschiedene Softwarelösungen im Ein­ satz. Das machte es für uns sehr schwer, Zahlen und Informationen unternehmensweit zu konsolidieren. Insbe­ sondere das Reporting über Systemgrenzen hinweg war nur mit erheblichen Anstrengungen möglich“, beschreibt Stefan Zach, IT-Abteilungsleiter bei Wieland, die Motivation für die Einführung eines weltweit einheitlichen ERP-Systems.

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Referenz

Wertvolles Prozessverständnis Die sicherlich größte Herausforderung war die Abbildung der so­ genannten Umarbeitung. „Alles, was die Umarbeitung in zwei Sät­ zen erklärt, ist falsch“, veranschaulicht Zach die Komplexität dieses Themas mit einem Augenzwinkern. Bei der Verarbeitung von Kup­ fer anfallende Schnittreste oder Späne können problemlos in den Gießereien der Muttergesellschaft wieder eingeschmolzen werden. Die Endkunden erhalten dafür von den Schneidcentern eine ent­ sprechende Gutschrift. Die ERP-Lösung erstellt automatisch einen Kontoauszug, der das aktuelle Guthaben ausweist, das mit Ein­ käufen verrechnet werden kann. Dieses Verhältnis besteht genauso zwischen Töchtern und Mutter: „Die doppelte Sichtweise auf einen solchen Werte- und Materialfluss kann keine Software standardmä­ ßig abbilden, hier hat die KUMAVISION ein ausgesprochen tiefes Prozessverständnis bewiesen“, kommentiert Zach die Entwicklung einer entsprechenden Preisfindungs- und Bewertungslogik.

von Wieland einen Prototyp zur Abstimmung. „Die KUMAVISION hat für uns in kurzer Zeit eine äußerst durch­ dachte Anwendung entwickelt. Der Prototyp war so gut, dass wir ihn gleich produktiv nutzen konnten und lediglich erweitert haben“, so Zach. Kein Verschnitt Beim Thema Zuschnitt griff der Standard von Dynamics NAV zu kurz, daher entwickelte die KUMAVISION für Wieland eine individuelle Lösung. So lassen sich unter einer übersichtlichen Programmoberfläche mehrere Fertigungsaufträge in einem Sam­ melauftrag bündeln, um Ressourcen optimal einzusetzen. Dies funktioniert sogar kundenübergreifend. „Die Rückmeldungen aus diesen Vorgängen sind sehr komplex, denn es wird alles auf die einzelnen Verkaufsaufträge zurückgebucht“, erklärt Zach. Selbst das Zurückbuchen von Verschnitt in die Lagerwirtschaft geschieht automatisch, ebenso der Druck der Lieferpapiere. Gesamter Prozess im Blick Während das Ausgangsmaterial in der Regel von den WielandWerken bezogen wird, übernimmt der jeweilige Wieland-Stand­ ort die Weiterverarbeitung und/oder Distribution. Die Lösung der KUMAVISION deckt sämtliche Prozessschritte ab, so dass Aufträge, Bearbeitungsfortschritt und Lagerbestände jederzeit abrufbar sind. Selbst die direkte Belieferung von Fremdfertigern durch die Muttergesellschaft wird im System abgebildet und als Außenlager der jeweiligen Tochtergesellschaft gepflegt.

Internationaler Rollout Nach erfolgreich durchgeführten Pilotprojekten folgt nun die weltweite Einführung der Baseline. Die KUMAVISION übernimmt auch hier federführend die Implementierung. Bei Schulungen mit landestypischen Besonderheiten wie etwa im Bereich der Finanz­ buchhaltung greifen die Markdorfer ERP-Spezialisten auf lokale Partner zurück. Der Kunde behält seinen gewohnten Ansprech­ partner während des gesamten Projektverlaufs. Rückblick und Ausblick „Die Zusammenarbeit mit der KUMAVISION läuft einwandfrei, wir haben die Prozesse vor Ort exakt getroffen“, resümiert Zach. Weitere Rollout-Projekte – vor allem im europäischen und asiatischen Raum - befinden sich bereits in der Konzeption. Zudem soll das elektroni­ sche Reporting ausgebaut und damit die Verzahnung mit Anwen­ dungen wie SAP Business Intelligence vorangetrieben werden. KUMAlive facts Eingesetzte Lösung Microsoft Dynamics NAV mit kundenspezifischem Kernel, KUMA-Module für Fertigung und Handel Herausforderung Realisierung und Einführung einer internationalen ERP-Software für den weltweiten Einsatz Besondere Effizienz Komplexe Geschäftsprozesse und Bewertungslogiken für weltweiten Einsatz abgebildet

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CRM aktuell

Die AnyCare GmbH setzt auf Microsoft Dynamics CRM

Das immer und überall CRM

Die AnyCare GmbH mit Sitz in Stuttgart bietet seit mehr als 10 Jahren Gesundheits- und Beratungsleistungen an. Das Unternehmen führte die Cloud-Lösung Microsoft Dynamics CRM Online ein, um Kommunikation, Kontaktmanagement und Koordination zu optimieren.

D

ie Konzeption und Umsetzung von Programmen für das Versorgungsmanagement bilden das Kerngeschäft von AnyCare. Das Unternehmen greift dabei nicht nur auf ein eigenes Medizinisches ServiceCenter, sondern auch auf ein umfangreiches Experten-Netzwerk mit rund 2.400 Ärzten und Pflegekräften zurück. Entsprechend vielfältig fällt die interne und externe Kommunikation aus: „Die Struktur unseres Unternehmens basiert auf der vernetzten Zusammenarbeit zwischen Vertrieb, Controlling, Marketing, Produktentwicklung und Medizinischem ServiceCenter. Dabei haben die verschiedenen Bereiche Kontakt zum Kunden, teils mit unterschiedlichen Ansprechpartnern auf Kundenseite“, beschreibt Tina Röschmann, Marketing-Referentin bei AnyCare, die wesentlichen Anforderungen an das Customer Relationship Management. Bisher wurde dies über Excel-Listen gepflegt, die jedoch mit dem dynamischen Wachstum des Unter­ nehmens nicht mehr mithalten konnten. Zudem war die Pflege der Listen zeitaufwendig und fehleranfällig. Eine einfache Mög­ lichkeit, Aufgaben anderen Kollegen zuzuweisen, fehlte, was mit­ unter einen erhöhten Abstimmungsbedarf verursachte.

die nahtlose Integration in das vorhandene Office-Umfeld. Somit konnte die Einführung einer weiteren Insellösung vermieden werden. AnyCare nutzt das neue CRM-System über ein Add-In für Outlook, das sich sogar im Offline-Modus nutzen lässt. „Die per­ fekte Integration in Microsoft Office sowie das bekannte Look and Feel erleichterten dabei den Umstieg“, kommentiert Röschmann.

Perfekte Office-Integration Nach einer sorgfältigen Marktanalyse entschied sich AnyCare für Microsoft Dynamics CRM Online: „Unsere Vertriebsmitarbeiter sollten auch von unterwegs oder im Home Office jederzeit auf aktuelle Daten zugreifen können. Zudem wollten wir eine einfa­ che Anbindung ohne komplizierte Remote-Desktop-Verbindun­ gen“, formuliert Röschmann die Faktoren, die den Ausschlag für eine Online-Lösung gaben. Ein weiteres Argument pro Microsoft Dynamics CRM Online war das Hosting durch Microsoft sowie

Verbesserte Workflows Inzwischen arbeiten rund 20 User bei AnyCare mit dem neuen Sys­ tem, weitere User lassen sich auf Knopfdruck einfach hinzufügen. Mit Microsoft Dynamics CRM Online sieht sich das Unternehmen bestens aufgestellt: „Die KUMAVISION hat ihren Job wirklich gut gemacht. Unsere Prozesse sind nicht nur deutlich transparenter, sondern auch viel effizienter geworden. Informationen, Termine, Berichte und Aufgaben stehen unternehmensweit zur Ver­fügung – auch für den Außendienst“, resümiert Röschmann.

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Prozesse optimal abgebildet Bei der Einführung setzte AnyCare auf die Zusammen­arbeit mit der KUMAVISION. Vom Startschuss bis zur ersten Anwenderschu­ lung vergingen gerade einmal vier Wochen. „Die KUMAVISION hat uns perfekt beraten und unsere internen Prozesse optimal im CRM abgebildet. Dabei wurde stets darauf geachtet, dass die Umstellung für die Mitarbeiter möglichst leicht fällt“, erinnert sich Röschmann. So wurden beispielsweise neben den bereits bekann­ ten Prozessen auch die entsprechenden Begriffe und Bezeichnun­ gen in die Cloud-Lösung übernommen. Daneben unterstützte die KUMAVISION die AnyCare bei der Migration der vorhandenen Daten in das neue CRM.


CRM aktuell

Microsoft Dynamics CRM Online „Cloud, oh Cloud“ – mit diesem Ausruf eröffnete Steve Ballmer seine Keynote auf der letztjährigen Wordwide Partner Conference. Doch nicht nur die Sangesqualitäten des Microsoft-CEO, sondern auch die Vorteile der präsentierten Cloud-Lösungen konnten die Teilnehmer dabei überzeugen. Mit Microsoft Dynamics CRM Online steht nun eine der ersten Cloud-Anwendungen von Microsoft für Unternehmenskunden zur Verfügung.

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b E-Mails über Hotmail, Datenaustausch über die DropBox, Textverarbeitung mit Google Docs oder Microsoft Office 365, Bildverwaltung mit Flickr oder Picasa – das Grundprinzip der beliebten Cloud-Lösun­ gen ist identisch: Anwendungen und Dienste werden auf einer entfernten IT-Infrastruktur bereitgestellt und sind mit einem Webbrowser über das Internet von überall aus jeder­ zeit zugänglich. CRM in der Cloud Wer Microsoft Dynamics CRM Online nutzen möchte, muss dazu keine extra Hard- und Software beschaffen. Das MicrosoftRechenzentrum übernimmt das komplette Hosting der CRMLösung, das Servermanagement, das Einspielen von Updates und Patches sowie das Anfertigen von Backups. Der Vorteil für die Anwender: Sie arbeiten jederzeit mit einer aktuellen Version der CRM-Lösung, ohne sich um die IT-Administration kümmern zu müssen. Die Software muss nicht zeit- und kostenaufwändig eingeführt werden, sondern steht sofort zur Verfügung. Sie empfiehlt sich gerade für Unternehmen, die über keine eigene IT-Abteilung verfügen. Einfache Bedienung Der Zugriff auf die Cloud-Lösung erfolgt entweder über den Internet Explorer oder über ein Add-In für Microsoft Outlook. So kann beispielsweise eine eingehende E-Mail direkt mit einem Datensatz im CRM verknüpft werden. Auch Termine lassen sich einfach mit Kontakten und Aktivitäten im CRM verbinden. Die Daten werden über eine normale Internetver­ bindung übertragen, eine zusätzliche Remote Desktop- oder Terminalserver-Lösung ist nicht erforderlich. CRM Online inte­

griert sich so nahtlos in die vorhandene Desktop-Umgebung. Dies betrifft die Nutzung lokaler Ressourcen wie Drucker und Scanner ebenso wie den unproblematische Datenaustausch mit Microsoft Office und anderen Anwendungen. Nicht nur für den Außendienst Eine Cloud-Lösung ist für die mobile Nutzung geradezu prä­ destiniert. Anwender können sowohl über Laptop als auch über Smartphones und Tablets mit dem CRM arbeiten. Dazu stehen Clients und Apps für verschiedene Plattformen zur Verfügung. In Verbindung mit einem Add-In für Microsoft Outlook ist sogar die Offline-Nutzung möglich: Sobald der Anwender wieder online ist, werden Daten automatisch mit der Cloud synchronisiert. Qualifizierte Dienstleistungen Wie bei den lokal implementierten Lösungen bietet die KUMAVISION ein umfangreiches Angebot an Dienstleistungen zur Einführung von Microsoft Dynamics CRM Online. Dieses erstreckt sich vom Design unternehmensspezifischer Prozesse und der Abbildung eigener Workflows und Formulare über die Migration vorhandener Daten und die Unterstützung bei der Ein­ führung bis hin zu Prozessberatung, Schulungen und Support. Die Qual der Wahl Trotz identischem Leistungsumfang gibt es zwischen Cloud und lokal installierter Software noch Unterschiede. Diese betreffen in erster Linie die Integration in ERP-Systeme und den Datenaustausch mit weiterer Software. Die Experten der KUMAVISION beraten Sie gerne, welche Version am besten für Ihr Unternehmen und Ihre Anforderungen passt.

Microsoft Dynamics CRM Online im Überblick • Skalierbar: weitere User auf Knopfdruck hinzufügen • International: über 40 Sprachversionen verfügbar • Transparent: kurze Laufzeiten, monatliche Abrechnung • Flexibel: Zugriff über Internet Explorer oder Outlook Add-in

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• Sicher: verschlüsselte Datenübertragung, regelmäßige Backups, eigene Datenbank • Zuverlässig: 99,9 % zugesicherte Verfügbarkeit • Einfach: kostenlose Testversion (30 Tage, bis zu 20 User)

• Individuell: Abbildung eigener Workflows, Formulare und Prozesse

• Kommunikativ: Connector für Microsoft Dynamics, ab NAV 2009 R2

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Referenz

Flexibel

fixiert Die OPED GmbH wächst seit zehn Jahren mit KUMAVISION med

Der Gipsverband ist eines der auffälligsten Symbole für das Gesundheitswesen. Die Orthesen der OPED GmbH machen ihn überflüssig. Sie erlauben eine frühere Mobilisierung der Patienten, lassen sich jederzeit abnehmen und sind wiederverwendbar. Das erste OPED-Produkt, der VACOped, stützt das Bein ähnlich wie ein Gips und ist zum Marktführer aufgestiegen. Kein Wunder also, dass das Unternehmen rasant wächst. Begleitet wird dieser Aufstieg schon seit zehn Jahren von der Branchensoftware KUMAVISION med.

A

ls die OPED GmbH mit Sitz im bayrischen Valley bei Holzkirchen KUMAVISION med vor zehn Jahren ein­ führte, war sie noch ein kleiner Betrieb mit rund 30 Mitarbeitern und einem zukunftsträchtigen Produkt. Heute beschäftigt das Unternehmen über 200 Mitarbeiter an acht Standorten auf drei Kontinenten. „Es gab damals für die Einführung von KUMAVISION med zwei Gründe“, erklärt Geschäftsführer Christian Puritscher. „Wir brauchten ein System, das unser dynamisches Wachstum mitmacht und gleichzeitig unsere komplexen Prozesse abbildet. Beides haben wir in KUMAVISION med gefunden.“ Flexibel und skalierbar Das schnelle Wachstum zeichnete sich schon früh ab. „Unser Unternehmen wächst jedes Jahr um 20 bis 30 Pro­ zent. Diese dynamische Entwicklung konnten wir nur mit Unterstützung von KUMAVISION med steuern und bewäl­

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tigen“, so Puritscher. „Die Software ist so flexibel und ska­ lierbar, dass unsere 200 Mitarbeiter heute damit genauso erfolgreich arbeiten wie die 30 Mitarbeiter vor zehn Jahren.“ Doch die Skalierbarkeit der Software alleine genügte nicht, um den ehrgeizigen Zukunftsplänen des Unternehmens gerecht zu werden. Denn die Produkte sowie deren Vertrieb und Lebenszyklus stellen eine hohe Anforderung an die ERP-Software. Nachsorge verbessert Die OPED GmbH stellt Orthesen her. Diese vereinen die Vor­ züge eines Gipsverbandes mit denen einer Kunststoffschiene. Nach Knochenbrüchen oder Bänderverletzungen in bestimm­ ten Bereichen von Beinen oder Armen fixieren sie die Fraktur durch eine Kombination starrer Kunststoffteile und flexibel anpassbarer Vakuumkissen. Diese Konstruktion erlaubt es, der Extremität je nach Heilungsverlauf schon bald wieder


Referenz

Mobil trotz Verletzung: Orthesen von OPED verleihen Patienten mehr Bewegungsspielraum und verkürzen die Zeit der Nachsorge

eine gewisse Beweglichkeit und Belastung zu gewähren. So beginnt die Mobilisierungsphase früher als beim Gips­ verband. Die Zeit der Nachsorge verkürzt sich und dadurch reduzieren sich auch die Kosten für das Gesundheitssystem. Zudem lassen sich Orthesen jederzeit – beispielsweise zur Wundversorgung – abnehmen und wieder anlegen. Effizienz mit elektronischem Rezeptworkflow Die Besonderheit der OPED GmbH liegt im Vertrieb. „Weil mit Orthesen Notfälle behandelt werden, müssen sie im Krankenhaus jederzeit vorrätig sein“, erklärt Puritscher. Deshalb unterhält OPED so genannte Konsignationslager in den Krankenhäusern. Die Orthesen im Krankenhaus sind bis zur Entnahme Eigentum von OPED. Wenn sie dann an den Patienten gehen, erhält OPED ein Rezept und kann direkt mit der Krankenkasse abrechnen. KUMAVISION med bildet nicht nur die komplexen Eigentumsverhältnisse ab, sondern macht die Prozesse bei OPED durch zahlreiche Automatisierungen effizi­ enter. Die Rezepte werden bei OPED eingescannt und OPED GmbH Geschäftsführer elektronisch bearbeitet. Christian Puritscher Das in der Branchenlösung integrierte Dokumentenmanagementsystem (DMS) erfasst nicht nur Patientendaten und Krankenkasse, sondern auch die verordnete Orthese. Dazu wird auf dem Rezept ein auf­ geklebter Barcode erfasst, über den die Software erkennt, in welchem Krankenhaus welche Orthese entnommen wurde. Ein weiterer Vorteil der integrierten Branchenlösung: Wenn der Bestand im Lager des Krankenhauses zur Neige geht, bestellt KUMAVISION med automatisch nach. Automatische Mahnung Nach Gebrauch endet der Lebenszyklus der Orthesen kei­ neswegs. Um Kosten und Ressourcen zu sparen, werden sie zu einem Großteil wiederverwertet. Dank der elektroni­ schen Verarbeitung der Rezepte erkennt KUMAVISION med,

wann die Behandlung mit der Orthese endet. Kommt sie nicht zurück, verschickt die Software automatisch eine Erinnerung an den Patienten. Die benutzten Schienen wer­ den bei OPED demontiert. Die wertvollen Kunststoffteile durchlaufen eine Waschstraße, Verschleißteile tauschen die Mitarbeiter aus. Die wiederverwendbaren Teile bilden anschließend die Basis für neue Orthesen. Transparenter Wertefluss Die Wiederverwendbarkeit ist aus Umwelt- und Kostengrün­ den vernünftig. Für die Darstellung im Wertefluss ist sie eine sehr komplexe Herausforderung. Während die Orthesen im Krankenhaus auf Lager liegen, sind sie als neue Ware im System geführt. Gehen sie an den Patienten, wird der Wert auf „gebraucht“ gesetzt. Kommt die Orthese zurück, wird im Wareneingang die Seriennummer eingescannt. Anschlie­ ßend werden die demontierten, aber wiederverwendbaren Teile automatisch wieder dem Lager für die Produktion neuer Orthesen zugebucht. „Wir sind über den Wertefluss jederzeit auf dem Laufenden und können auf Knopfdruck aktuelle Auswertungen vornehmen“, so Puritscher. Alles in einem System „Die große Stärke von KUMAVISION med ist, dass wirklich alle Unternehmensprozesse – von der Auftragserfassung über die Produktion bis zu Versand, Fakturierung und Auswertung – in einem System abgebildet werden“, resü­ miert Puritscher. „Dies ermöglicht automatisierte Prozesse, erhöht die Transparenz und hilft dabei, unsere Abläufe zu optimieren.“

KUMAlive facts Eingesetzte Lösung KUMAVISION med Herausforderung Abbildung des komplexen Werteflusses inkl. Bewertung recycelter Teile Besondere Effizienz Dynamisches Wachstum des Unternehmens wird durch ERP-Lösung begleitet und unterstützt

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Referenz

Wenn alles etwas Förderanlagen im Bergbau gehören zu den größten Anlagen, die Menschen je errichtet haben. Sie entstehen aus zehntausenden von Einzelteilen. Ihre technischen Parameter werden in Maßeinheiten wie Meganewton oder Megawatt beschrieben. Das deutsche Traditionsunternehmen SIEMAG TECBERG plant, konzipiert und errichtet solche Anlagen in aller Welt. Um von der Konstruktionszeichnung bis zur Montage den Überblick zu behalten, setzt das Unternehmen die ERP-Branchenlösung KUMAVISION factory auf Basis von Microsoft Dynamics NAV ein.

S

IEMAG TECBERG ist ein international aufgestellter Systemanbieter im Bergbau mit Kunden und Projekten in aller Welt. „Wir stellen zwar sehr große und schwere Geräte her. Aber wir sind trotzdem eine Manufaktur.“ So be­ schreibt Stephan Sartor, Geschäftsführer bei SIEMAG TECBERG, die Arbeitsweise des Unternehmens. Entsprechend hoch ist der Stellenwert von Stücklisten und Strukturplänen im ERP-System. Zur Steuerung seiner komplexen Abläufe nutzt der Bergbauspe­ zialist Microsoft Dynamics NAV, schon seit der „blauen Version“, wie Sartor in Anspielung auf die monochrome Bildschirmdar­ stellung der frühen 1990er sagt. Neues Gebäude, neue IT Als SIEMAG TECBERG 2007 per Management-Buy-Out eigen­ständig an den Markt ging, führte das Unternehmen KUMAVISION factory ein. Dabei wollte man so nahe wie möglich am Standard bleiben. Trotzdem musste die Software die speziellen Anforderungen im An­ lagenbau abdecken. Und die sind – wie auch die Produkte des Un­ ternehmens – eine Nummer größer als der Durchschnitt. Deshalb ließen sich Individualprogrammierungen nicht völlig vermeiden. Aber insgesamt konnte SIEMAG TECBERG zu 90 Prozent die Stan­ dards von KUMAVISION factory übernehmen. Damit deckt das Un­ ternehmen fast den gesamten Workflow ab. Lediglich Kalkulationen im Vorfeld eines Vertragsabschlusses berechnen die Mitarbeiter des Vertriebs mit Excel-Werkzeugen. Wenn eine verbindliche Bestellung vorliegt, werden die Excel-Tabellen aus der Kalkulation mit hunder­ ten von Positionen automatisiert in KUMAVISION factory eingele­ sen. Strukturpläne und Budgets werden automatisch angelegt.

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Hohe Flexibilität In der Phase des Anpassungsengineerings nutzen die Konst­ rukteure die Pläne bereits gebauter Anlagen, übernehmen teil­ weise vorhandene Strukturen und fügen sie zu etwas Neuem zusammen. „Hier verlangen wir von unserem ERP-System ein außergewöhnlich hohes Maß an Flexibilität“, erklärt Sartor. Einen Standard gibt es nicht. „Es genügt uns nicht, eine Da­ tenstruktur komplett per Copy und Paste zu übernehmen. Wir müssen die Struktur auf jeder Ebene verändern können.“ Die enge Verwebung zwischen alten und neuen Projekten setzte auch voraus, dass der komplette Datenbestand aus der langen Geschichte des Unternehmens in die neue SQL-Datenbank der Branchenlösung fehlerfrei transferiert wurde. Zudem sind Schachtförderanlagen 40 bis 50 Jahre in Betrieb. Entsprechend lange müssen die Dokumentationen für Service und Betreuung verfügbar sein. „Hier hat KUMAVISION mit großem Know-how für einen professionellen Umzug gesorgt“, so Sartor. CAD-Integration und Änderungsmanagement Eine besondere Herausforderung für KUMAVISION war die An­ bindung der CAD- und PDM-Konstruktionssysteme an das ERPSystem. Denn im Verlauf des Anpassungsengineerings überarbei­ ten Konstrukteure die Zeichnungen – mit direkten Auswirkungen auf die Stücklisten. SIEMAG TECBERG nutzt deshalb eine Univer­ salschnittstelle in KUMAVISION factory, mit der online aus den Konstruktionsdaten Artikel- und Stücklisten abgeleitet werden. Ein integrierter Plausibilisierungsprozess erkennt dabei Inkonsis­ tenzen oder Fehler und erlaubt auch die Vereinheitlichung unter­


größer ist

Referenz

Der Bergbau-Spezialist SIEMAG TECBERG startet mit

KUMAVISION factory neu durch

Für den Bau des Gotthard-Tunnels entwickelte SIEMAG TECBERG eine vollautomatische Schachtförderanlage

schiedlicher CAD-Systeme auf einen homogenen Artikelstamm. Ein weiterer Vorteil ist die vollständige Indexverfolgung der Änderungsstände im ERP-System. Damit verbleibt die Verant­ wortung für die Zeichnungs- und Artikel-Stücklistenverwaltung in der Konstruktion. Es entsteht ein durchgängiger Prozess ohne Medienbrüche. Ebenso profitiert SIEMAG TECBERG vom Ände­ rungsmanagement, das in KUMAVISION factory integriert ist. Es leitet alle Änderungen von 65 CAD-Arbeitsplätzen sowie die Änderungen der Arbeitsvorbereitung direkt in Änderungsvor­ schläge weiter. Dadurch erhält das Projektmanagement valide Informationen, wie mit den wachsenden Strukturen und Lang­ läufern umgegangen werden soll. Komplexe Abwicklung Auch die konkrete Abwicklung eines Auftrags fällt bei SIEMAG TECBERG etwas komplexer aus. Stücklisten mit 20 000 Positionen sind keine Seltenheit. 80 Prozent der ver­ bauten Teile kauft das Unternehmen bei verschiedenen Liefe­ ranten. Dabei kann es zu unübersichtlichen Beistell-Stafetten kommen. „KUMAVISION factory ist für uns ein unverzicht­ bares Werkzeug, um diese komplexen Strukturen überhaupt beherrschen zu können“, erklärt Sartor. KUMAVISION factory ist bis auf wenige Ausnahmen in allen Bereichen bei SIEMAG TECBERG im Einsatz. CAD-Integration, Materialbeschaffung, Wareneingangsprüfung, Projektmanagement, Rechnungs­ prüfung, Finanzbuchhaltung, Controlling nach HGB und IFRS und Versand: Alles ist in der Branchenlösung abgebildet. Zusätzlich ist ein Dokumentenmanagementsystem (DMS) an­

gebunden, das neben dem fiskalischen Belegwesen auch Kon­ struktionszeichnungen jederzeit elektronisch abrufbar macht. Fazit Für die Zusammenarbeit mit KUMAVISION bilanziert Stephan Sartor: „KUMAVISION hat unter komplizierten Umständen und mit einem sehr sportiven Zeitplan einen sehr guten Job gemacht. Natürlich konnte es nicht von Anfang an reibungslos funktionie­ ren. Aber wenn es Probleme gab, hat KUMAVISION immer die Res­ sourcen bereitgestellt, um so schnell wie möglich gute Ergebnisse zu erzielen.“ Die neue Software selbst beurteilt Sartor weniger nach den betriebswirtschaftlichen Vorteilen als nach den organisa­ torischen: „Wir brauchen ein System, das hochflexibel ist, unsere komplexen Auftragsstrukturen abbildet, abgeschlossene Projekte für künftige nutzbar macht und die Konstruktionsebene einbindet. Und das haben wir mit KUMAVISION factory erhalten.“ KUMAlive facts Eingesetzte Lösung KUMAVISION factory Herausforderung Stücklisten mit bis zu 20 000 Positionen, vielfältige Funktionen zur Übernahme und Bearbeitung vorhandender umfangreicher Datenstrukturen Besondere Effizienz Nahtlose Anbindung von CAD- und PDM-Konstruk­ tionssystemen an das ERP-System

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Starker

Kundenservice Reifen Helm setzt auf BSS.tire

Mit fast 50 Niederlassungen im norddeutschen Raum ist Reifen Helm eine feste Größe im Reifen- und Kfz-Service-Markt. Um den dynamischen Wachstumskurs der vergangenen Jahre fortzusetzen, führte das Hamburger Familienunternehmen die ERP-Branchenlösung BSS.tire ein. Zur Steigerung der bereits sehr hohen Kundenzufriedenheit tragen dabei auch innovative Funktionen wie die erstmals implementierte Online-Terminvereinbarung oder die schnellere Angebotserstellung dank auto­matischer Übernahme von Arbeitswerten bei.

D

ie bisher bei Reifen Helm eingesetzte Warenwirt­ schaft konnte mit der Entwicklung der letzten Jahre nicht mehr Schritt halten. Zudem war die Administration zeitaufwändig, da in jeder Filiale ein eige­ ner Server gepflegt werden musste. Filialübergreifende Bestandsabfragen, die Anbindung von Online-Plattformen über Ad-hoc-EDI oder ein unternehmensweites Controlling waren nicht möglich. Daher stand die Einführung eines neuen ERP-Systems ganz oben auf der Tagesordnung des Traditionsunternehmens. Eine umfangreiche Recherche und die Empfehlung eines Mitbewerbers führten schließ­ lich zu BSS.tire: „Wir haben uns für BSS.tire entschieden, da diese Lösung aus unserer Sicht das modernste System am Markt ist und gegenüber anderen Anbietern einfach ein Stück voraus ist“, blickt Jürgen Fischer, Geschäftsführer bei Reifen Helm, zurück.

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Alle Wünsche erfüllt „BSS.tire deckt unsere Anforderungen nahezu komplett ab, so dass wir nur wenige Anpassungen durchgeführt haben“, erklärt Fischer. Diese betreffen in erster Linie Workflows, in denen die Mitarbeiter durch einzelne Prozesse geführt werden. So wird beispielsweise der Mitarbeiter beim Verkauf eines LKW-Neureifens automatisch gefragt, ob eine Alt-Kar­ kasse vorhanden ist und ob sie je nach Zustand angekauft, runderneuert oder entsorgt werden soll. „Die Workflows erleichtern auch die Umstellung, gerade jahrelang ausgeübte Automatismen lassen sich ja nicht von heute auf morgen ändern“, ergänzt Fischer. Umständliche Recherche entfällt BSS.tire verfügt über zahlreiche praxiserprobte Funktionen, die Thekenverkauf und Auftragsannahme vereinfachen und beschleunigen. So bringt die ERP-Lösung von Haus aus einen


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„Wir haben uns für BSS.tire entschieden, da diese Lösung aus unserer Sicht das modernste System am Markt ist und gegenüber anderen Anbietern einfach ein Stück voraus ist“, Jürgen Fischer, Geschäftsführer Reifen Helm

integrierten Stammdatenkatalog mit über 95.000 Artikeln mit, deren Listenpreise vom Softwarehersteller zentral gepflegt werden. Zusätzlich realisierte die KUMAVISION eine Anbin­ dung an den norddeutschen Kfz-Teilelieferanten Matthies. Die Besonderheit dabei: Es werden nicht nur die Artikeldaten, sondern auch die entsprechenden Arbeitswerte systemweit in die Warenwirtschaft übernommen: „Die automatische Über­ nahme der von Matthies gepflegten Arbeitswerte erleichtert die Preisfindung enorm. Wir können unsere Kunden schneller und besser bedienen, da umständliches Recherchieren oder die doppelte Erfassung von Daten in verschiedenen Program­ men komplett entfallen“, beschreibt Fischer die zahlreichen Praxisvorteile dieser Lösung. Damit lassen sich selbst kom­ plexe Kfz-Reparaturen schnell präzise kalkulieren. Beliebte Online-Buchung In der Umrüstsaison laufen branchenweit die Telefone bei der Terminvergabe heiß. Trotz verstärktem Personaleinsatz kommt es immer wieder zu Wartezeiten für die Kunden. Reifen Helm entschied sich daher, den Kunden eine einfache Möglichkeit zu bieten, online einen Termin für den Reifen­ wechsel zu vereinbaren – auch außerhalb der Geschäftszei­ ten. Reifen Helm nutzt hier als erster Kunde der KUMAVISION das in BSS.tire integrierte Modul „Online Bay Booking“. Für die Reservierung ist lediglich ein PC, Notebook oder Smartphone mit Internet-Zugang erforderlich. Nach einer kurzen, unkomplizierten Registrierung wählt der Kunde den gewünschten Service aus. Anschließend werden die verfügba­ ren Termine angezeigt, der Kunde reserviert seinen Wunsch­ termin per Mausklick. Dabei ist für jede Dienstleistung ein fester Zeitwert im System hinterlegt. Ebenso lässt sich für jede Niederlassung vorgeben, für wie viele Hebebühnen und für welchen Zeitraum Online-Reservierungen möglich sind. Gebuchte Termine werden umgehend in die Datenbank ein­ getragen, so dass Doppelbuchungen vermieden werden. Die Online-Terminvereinbarung hat sich bei Reifen Helm bewährt: Alleine in der ersten Woche wurden über 650 Termine auf diesem Weg vereinbart. „Wir bieten damit unseren Kunden nicht nur einen attraktiven Service, sondern profitieren auch von einer deutlich spürbaren Ent­lastung bei der Auftragsan­ nahme “, resümiert Fischer.

Effizient dank DMS Die unternehmensweite Einführung eines Dokumentenma­ nagementsystems (DMS) schafft die Grundlage für weitere Effizienzsteigerungen bei Reifen Helm. Insbesondere bei der bisher zeitaufwändigen Erfassung und Prüfung von Eingangs­ rechnungen spielt das neue System seine Stärken voll aus. „Wir erhalten im Jahr etwa 60.000 Rechnungen. Die Rech­ nungen werden eingescannt und automatisch geprüft. Dabei greift das DMS auf die in der Warenwirtschaft hinterlegten Bestellpositionen zurück “, berichtet Fischer aus der Praxis. Nur wenn Rechnung und Bestellung voneinander abweichen, muss manuell geprüft werden. Ein entsprechender Workflow wird in diesem Fall automatisch angestoßen. Über eine von der KUMAVISION entwickelte Schnittstelle werden sämtliche Rech­ nungen automatisch in die Datenbank von BSS.tire übertragen. Live nach sechs Monaten Die neue ERP-Lösung wurde innerhalb von nur sechs Mona­ ten in der Zentrale sowie in allen 49 Niederlassungen einge­ führt. „Die KUMAVISION hat hier einen wirklich tollen Job gemacht. Einige Mitarbeiter waren quasi rund um die Uhr im Einsatz und immer für uns ansprechbar, gerade auch bei den vielfältigen Konfigurationsmöglichkeiten“, lobt Fischer. Dabei profitierte das Unternehmen von der Entscheidung, einen Mit­ arbeiter vollständig für die Einführungsphase abzustellen. So konnten offene Punkte schnell und abschließend geklärt wer­ den. „Die KUMAVISION hat es uns sogar ermöglicht, einen Monat früher als geplant live zu gehen. ­So hatten wir vor der Umrüstsaison ausreichend Zeit, uns mit dem neuen System vertraut zu machen, wofür auf Grund der Komplexität einfach eine gewisse Zeit erforderlich ist“, schließt Fischer. KUMAlive facts Eingesetzte Lösung BSS.tire, 162 User in Zentrale und 49 Niederlassungen Herausforderung Unternehmensweite Einführung in kurzer Zeit Besondere Effizienz Starke Online-Funktionalitäten für Terminverein­ barung und Übernahme von Arbeitswerten, DMS

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Abgefragt

Fünf Fragen zu:

Sanktionsprüfung – auf Nummer sicher bei Export und Versand KUMAVISION kooperiert bei der Sanktionsprüfung mit der BEO GmbH, Spezialist für Exportsoftware. KUMAlive befragte Projektleiterin Simone Markstahler, was mittelständische Unternehmen beim Export beachten müssen und wie sie sich vor juristischen Folgen schützen können.

1. Was verbirgt sich eigentlich hinter dem Begriff

Sanktionsprüfung? Gemäß geltendem EU-Recht gilt es auszuschließen, dass das eigene Unternehmen Geschäftskontakte zu sanktionierten Personen oder Firmen im In- und Ausland unterhält. Im Hin­ blick auf die durchzuführende Exportkontrolle sowie die etwaige Beantragung von zugelassenen Wirtschaftsbeteilig­ ten (AEO), die von vereinfachten Zollverfahren profitieren, wird die Sanktionsprüfung zunehmend präsenter. Mithilfe der Sanktionsprüfung soll dem internationalen Terrorismus die wirtschaftliche Basis durch die Unterbindung sowohl finanzieller Transaktionen als auch der Nutzung von wirt­ schaftlichen Ressourcen entzogen werden. Mit der Aktuali­ sierung einer Sanktionsliste ist deren Inhalt rechtlich gültig.

2. Welche Exportmärkte sind betroffen?

Sanktionslisten gibt es gleichermaßen für die Europäische Union, die USA sowie den globalen Handel. Allerdings sind diese Listen inzwischen so umfangreich, dass eine Sankti­ onsprüfung ohne eine entsprechende Software heute kaum noch zu bewältigen ist. Die manuelle Prüfung inklusive der notwendigen Dokumentation würde einen unkalkulierbaren Zeit- und Kostenaufwand verursachen. Es ist daher ersicht­ lich, dass eine zuverlässige Überprüfung nur computerge­ stützt erfolgen kann.

3. Welche Unterstützung kann hier Software leisten?

Wir bieten mit BEO-Sanktionsprüfung eine intelligente Soft­ ware, die die Prüfung vollständig übernimmt und damit

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Rechtssicherheit schafft. Die zugrunde liegenden Sankti­ onslisten werden dabei automatisch aktualisiert. Die Soft­ ware ermöglicht sowohl die Einzelprüfung von Firmen und Personen durch Eingabe als auch die Kontrolle von Daten­ banken mit Adressen und Namen. Alle Ergebnisse werden automatisch gespeichert und dokumentiert. So sind sie jederzeit nachweisbar. Die Anwender werden über die abgeschlossene Prüfung oder im Falle eines Treffers per E-Mail benachrichtigt.

4. Wie sieht die Integration in ERP-Systeme aus?

Die BEO-Lösung integriert sich nahtlos in die ERPBranchen­lösungen der KUMAVISION. Die Ergebnisse einer Sanktionsprüfung lassen sich in Workflows exportieren und weiterverarbeiten. Hat eine Adresse einen Treffer erzeugt, kann dieser Kontakt beispielsweise automatisch in der ERPSoftware gesperrt werden. Darüber hinaus lassen sich zeit­ lich automatisierte Prüfungen des Datenbestands oder im Belegfluss der Warenwirtschaft einrichten.

5. Bringt die Sanktionsprüfung weitere Vorteile?

Wer seine Geschäftskontakte prüft und nachweislich nicht mit sanktionierten Personen oder Firmen arbeitet, gewähr­ leistet Sicherheit für Kunden, Lieferanten und Geschäfts­ partner. Es ist gerade bei Ausschreibungen und Zertifi­ zierungen ein nicht zu unterschätzendes Plus, wenn die gesetzliche Vorgaben nachweisbar erfüllt sind.


Standorte

KUMAinfo

Kompetente Beratung immer nah:

Hannover Dortmund Erfurt

Die Standorte der KUMAVISION Nürnberg

Stuttgart Ulm Memmingen Basel (CH)

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Veranstaltungen Messe MEDICA 2011 16. bis 19. November 2011, Düsseldorf Präsentiert wird KUMAVISION med, die maßgeschneiderte Branchenlösung für Medi­ zintechnik und Gesundheitsmarkt. In der neu­ esten Version hat KUMAVISION neben zahl­ reichen Neuerungen im Bereich Logistik das Reklamationsmanagement stark ausgebaut. Wir freuen uns auf Ihren Besuch in Halle 16, Stand C41 bei Baden-Württemberg International KUMAVISION Reifenforum 29. Februrar 2012, Stuttgart Beim Treffpunkt der Reifenbranche dreht sich wieder alles um Reifen, Räder und die Bran­ chensoftware BSS.tire. Interessenten und Kunden erwartet ein breit gefächertes Vor­ tragsangebot zu verschiedenen Branchenthe­ men. Zudem werden Praxisdemonstrationen innovativer Funktionen wie der OnlineTerminvereinbarung sowie ausgewählte Case Studies präsentiert. Daneben kommt der gegenseitige Erfahrungsaustausch natürlich nicht zu kurz. KUMAVISION Forum für Verlage und Medien 29. Februrar 2012, Stuttgart Verlage und Medienhäuser befinden sich in einem stetigen Wandel. Das Forum bietet eine

Markdorf

München

Wien (A)

Bregenz (A)

intensive Auseinandersetzung mit aktuellen Entwicklungen. Unsere Referenten präsentie­ ren Lösungsszenarien, die Unternehmenspro­ zesse effizienter und transparenter machen. Messe CeBIT 2012 6. bis 10. März 2012, Hannover KUMAVISION zeigt am Microsoft Partnerstand das gesamte Spektrum an maßgeschneider­ ten Lösungen für Industrie, Handel und Dienst­-­leister. Erfahren Sie, welche Potenziale die ERP-Branchenlösungen sowie die CRMLösungen der KUMAVISION bieten und wie schnell sich ein Return on Invest erzielen lässt.

Webcasts E-Bilanz mit Microsoft Dynamics NAV 28. November 2011, 10 bis 11 Uhr 09. Dezember 2011, 10 bis 11 Uhr Die elektronische Bilanz kommt. Alle bilanz­ ierenden Unternehmen müssen künftig ihre Jahresabschlüsse in elektronischer Form mittels XBRL an die Finanzverwaltung über­ mitteln. Im Webcast werden u. a. folgende Themen behandelt: • Rechtliche Grundlagen – warum eine E-Bilanz erstellen? • Meldeumfang: Welche Daten müssen bereit gestellt werden?

• Technische Grundlagen: Was ist XBRL? • Praxis: E-Bilanz erstellen mit Microsoft Dynamics NAV Branchenwebcast KUMAVISION project 7. Dezember 2011, 10 bis 11 Uhr KUMAVISION project ist die Branchenlösung für Engineering- und Konstruktionsunternehmen sowie Projektdienstleister. Im Webcast werden u. a. folgende Themen behandelt: • Projektbezogene Beschaffung • Ressourcen und Kapazitätsplanung • Historie und Dokumentenverfolgung • Projektabrechnung und -controlling Branchenwebcast KUMAVISION factory 12. Dezember 2011, 16 bis 17 Uhr Jedes Unternehmen hat seinen eigenen Fer­ tigungsmix. KUMAVISION factory vereint die Anforde­rungen von Serien-, Auftrags- und Projektfertigung in einem System. Der Webcast präsentiert die grundlegenden Funktionalitäten. Branchenwebcast KUMAVISION trade 14. Dezember 2011, 10 bis 11 Uhr Starker Wettbewerb, hoher Kostendruck und flexible Ausrichtung auf Kundenwünsche prägen das Großhandelsgeschäft. KUMAVISION trade ist die integrierte ERP-Soft­ ware, die Kosten senkt und Produk­t­ivität erhöht. Der Webcast verschafft einen Überblick über die grundlegenden Funktionalitäten.

Nähere Informationen zu den Veranstaltungen und Webcasts gibt es im Internet unter www.kumavision.com / Aktuelles KUMAlive 2/11

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Das Ziel bestimmen Sie. Die Effizienz kommt von uns.

Effizient. In mittelständischen Unternehmen zählen Flexibilität, Geschwindigkeit und der Mut, unkonventionelle Entscheidungen zu treffen. Denn die Ressource allein schafft keinen Erfolg. Es kommt darauf an, wie man sie einsetzt.

Verfolgen Sie Ihr Ziel mit den Businesslösungen der KUMAVISION. Erleben Sie maximale Flexibilität und betriebswirtschaftliche Transparenz. Und das alles mit einem Funktionsumfang, der individuell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt ist. Dies sorgt für einen schnellen Return on Investment – die international bewährte Basis Microsoft Dynamics bringt Investitionssicherheit. Spezielle ERP-Branchenlösungen der KUMAVISION gibt es für Industrie, Handel, Healthcare und Dienstleistungen. Welches Ziel Sie auch immer verfolgen: Mit den ERP- und CRM-Lösungen der KUMAVISION wählen Sie den effizientesten Weg.

KUMAVISION AG Tel. +49 (0)800 5862876 · www.kumavision.com · dynamics@kumavision.com

KUMAlive 2-2011  

Inhalte dieser Ausgabe sind neben einem Report über Microsoft Dynamics CRM als Cloud Lösung verschiedene Referenzen zu ERP-Branchenlösungen...