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Ich glaube nicht an das Unmögliche. Die Vorstellung einer einzigen, absoluten Wahrheit liegt mir fremd. Die Suche nach dem Gegenteil zum Betrachteten hält mich wach. Ich will den Himmel auf Erden, das Innen nach aussen kehren, bezeichne schwarz als hell und farbig. Ich sehe das SOWOHL ALS AUCH, nicht das ENTWEDER ODER. Hinter den Oberfächen der Dinge forsche ich nach etwas, das ebenfalls möglich ist oder hofe sogar das zu entdecken, was zuerst als unmöglich erscheint. Ich misstraue den festgefahrenen, automatisierten Datenverarbeitungen meines Hirns für den ersten Wahrheitseindruck. Leider ist mein Hirn intelligenter als ich. Denn es funktioniert konservativ, und das ist das Verhängnisvolle. Oder eben doch das Überlebenswichtige?


Unwissend, staunend, saugen meine grossen Kinderaugen Bilder ein. Ich entdecke die neue Welt, spiele mit Feen und Tyrannen, reite Seepferdchen durch irisierende Luftdüfte, balanciere auf dröhnenden Klaviersaiten. Und dann lege ich fette gelbe Butterblumenblüten auf die Zunge, schliesse halb den Mund und lasse sie zergehen. Suhle mich im warmen Meer der Grünwiesengeräusche. Vergesse die Zeit, löse mich auf in einen kleinen Teil der ganzen Welt und bin die ganze Welt. Ich vertraue mir, und es ist mir wunderbar froh zumute.


Wenn ich mich nicht in die Dunkelheit wage, werde ich nie die Sterne sehen


Der Himmel hat mich fallen lassen


denn ich habe das Paradies gefunden!


Ich will die Zeit meines Lebens nicht mehr vertreiben. Ich will sie in mir tragen und mit ihr vergehen.


Ich will berühren. Ich will Fantasie hervor locken. Ich will in Erinnerung rufen. Ich will Neugier wecken. Ich will Wissen ohne Wissenschaft. Ich will auf vermeintliche Grenzen hinweisen. Ich will begreifen. Ich will anstossen. Ich will Grenzen erweitern. Ich will befreien. Ich will neue Sichtweisen. Ich will Gedanken ins rollen bringen. Ich will Gespräche erzeugen. Ich will Ehrlichkeit. Ich will Reaktionen. Ich will nachhaltig beschäftigen. Ich will ins Innere dringen. Ich will Schwachstellen trefen. Ich will subtil sein. Ich will poetische Bilder. Ich will eingängige Augenblicke schafen. Ich will Ruhe und Spannung zugleich. Ich will schwarz und weiss. Ich will Eingedunkeltes beleuchten. Ich will den Moment bereichern. Ich will Kunstbetrachter belohnen. Ich will erfreuen. Ich will was es ohne mich nicht gäbe.


Foto: Stefan Wittmer


„Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar. Unsere Sinnesorgane lieben es, uns in die Irre zu führen, und die Augen sind dabei am trügerischsten. Sie verleiten uns, ihnen zu sehr zu vertrauen. Wir glauben, unsere Umwelt zu sehen, und es ist doch nur ihre Oberfäche, die wir wahrnehmen. Wir müssen lernen, das Wesen der Dinge, ihre Substanz, zu erfassen, und dabei sind die Augen eher hinderlich. Sie lenken uns ab, wir lassen uns gern blenden. Wer sich zu sehr auf seine Augen verlässt, vernachlässigt seine anderen Sinne, und ich meine nicht nur die Ohren oder die Nase. Ich spreche von jenem Organ, das in uns wohnt und für das wir keinen Namen haben. Nennen wir es den Kompass unseres Herzens.“ aus „das Herzenhören“ von Jan Philip Sendker, S.120


Weshalb ich die Äpfel vertilge? Die Wahrheiten will ich alle auf einmal nur eine alleine ist keine. Genüsslich ess’ ich die süssen genüsslich die faulen genüsslich die Schlange die zwischen den Zähnen noch zischt. Vor Gott und dem Teufel da steh’ ich übergebe zwei Ringe dem Rechten und Schlechten. Auf immer und ewig in Liebe Denn nur einer alleine ist keiner! Die Wahrheiten will ich! Mein Wille ist wilder als lebendige Bilder vom Tod. Weshalb mir der Donner nun grollt? Ich stahl ihm den Blitz die Schnur muss ich zünden, sprengen die Grenzen des Hirns. Nicht der Wille der Bildung, wichtig ist der Wille zur Wahrheit der wandelnde Wille des Herzens.


Grausam ist das Gefühl, fach auf den Boden gezogen zu werden von Mächten unter der Erde. Erbarmungslos das Gefühl, dass nur noch der Dreck mich von der kühlen Starre bewahrt. Unheimlich schwer, dieser Druck auf Rücken und Kopf. Unheimlich schwer sind meine Glieder und mein Herz. Die Luft hat Mühe, sich in den Lungen breit zu machen und die Rippen zu dehnen. Fast unerträgliche Beklemmung legt sich auf mich. Ich weiss doch, dass ich rennen kann! Dass ich alles sprengen kann und leicht sein wie ein Löhwenzahnsamen im Wind! Ich seh’ doch ein Fünklein! Höre das feine Tönchen im Lärm! Doch alles ist so schwach, weit weg, verschwindend klein... Ich lasse es mir nicht nehmen. Ich halte das Fünklein fest und halte das Tönchen fest und halte mich fest Bis ich wieder rennen kann


ich gehe lieber.


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Die Erwartung aufs Ungewisse reisen ohne Endziel Freude am Moment Die Weite zwischen Himmel und Erde erahnen sonnenbaden in Mondstrahlen Neugier auf die schรถne Gefahr staunen dass ich lebe mit dem Tod spazieren gehen selig von dir geliebt zu werden Das Licht des Tages im Herzen



FWD 10 - Laura Laeser im Hächlerhaus Lenzburg